MARBURGER ZEITUNG AMTLICHES ORGAN DES VerUg und ScbriMUUung Marburg a. d. Drau, BadgaiM Ni. • Fenirufi Nr. SS- äamtieg) tat dl« Schrlftleitung nur au< Faram* Nr. tt-67 «rralrbbat. Un*«rlaiigta Zutcbrlftan wcrdaD nicht lückgeaandt. Bai amtllcbMi A.nftag«ii Ist daa ROckfort •'•liult.gaa. Poati'-kMkkonto Wlu Nr 54.604. Ca:idei abgeschossen oder beschädigt 4(526 feindliche Flugzeuge, ausschließlich nerjenigen feindlichen Flugzeuge, die durch ri'P vereinigten Land- und See-strellkräfte der Japaner abgeschossen wurden. Die Ergebnisse sind folgend^: Vei-senkte Kriegsschiffe: 13 Schlachtschiffe und zwar fünf US-Schlachtschiffe, zwei vom Kdliforiiia-Typ. eins vom Mary-lünd-Typ, eins vom Arizona-Typ, eins vom Okliiiirma-Typ, zwei britische Sthlrtchlsrhifle »Pnnce of Wales« und »Repulse«, sechs dem Namen nach nicht festgestellte Schlachtschiffe. Elf Flugzeugträger: und zwar zehn USA-Flugzeugträger »Langley«, »Lexington«, »Sa-ratüga«, »Yorktown«, »Wasp», »Enter-prire«, »Hörnet«, außerdem einen Flugzeugträger neuer Bauart mittlerer Größe, einen von besonderem Bautyp und eine große Bauart, einen britischen Flugzeugträger »Hormes«. Ferner 55 Kreuzer, und zwar 15 amerikanische Kreuzer, neun britische Kreuzer, sowie 27 weitere britische oder amerikanische schwere bzw. leichte Kreuzer. 56 Zerstörer, und zwar 40 amerikanische, zwölf britische, vier holländische. An Spezial-Kriegsschiffen wurden vier versenkt, und zwar drei amerikanische, ein holländisches, ferner 128 Unterseeboote, acht Kanonenboote, fünf Minenleger, sieben Minenräumboote, 22 Torpedoboote, und zwar 13 amerikanische. ,'W PK-I(ricil»hcri. htci lloirUick (Sth) \f'nen wprfl^n ».\c1itiirq, wif laiilnl das Konviiiiiulo d d n .^rinnern auf drn deutschen Sppziflifirhillcjn brim Minenlegen im Fin iKrlion VlPHrbusen gegeben wird. Es gilt, dem Feind den Zugang zui lieien Oslsoe /.u verriegeln Eine Mine nach der anderen wird nach einem genfiueii Pldn 'n dis Wasser geworfen, und so bilden sie ein dichtos Netz, in dem sich jeder fangen wird, der versuchen wollte, die Sperren zu durchbrechen neun britische. An.kleinen Krlegaechif- fen verlor der Gegner durch Versenkung 19, an Kriegsfahrzeugen besonderer Bauart drei urw eins unbekannter Bauart. An KriegMchilfen wurden beschädigt eU Schl-achlschiffe, davon neun USA-Schlachtscbiife, zwei britische Schlachtschiffe, vier Flugzeugträger, 23 Kreuzer, und zwar 19'USA-Kreuzer, drei britische leichte Kreuzer, ein holländischer Kreuzer, 28 Zerstörer beschädigt, und zwar 23 USA-Zerstörer und fünf britische Zerstörer, zwei britische Specialschiffe, 62 Unterseeboote, sechs Kanonenboote, zwei Minenleger, ein Minenräumboot, zwei USA-Torpedoboote, zwei Spezialschiffe und fünf weitere unbekannte Schiffstypen. Dies ergibt insgesamt 332 versenkte feindliche Kriegsschiffe sowie 173 beschädigte feindliche Kriegsschiffe, zusammen 505 Kriegsschiffe. Gekapert wurden ein USA-Spezialschiff, zwei USA-Kanonenboote, zwei britische Minenräumboote, ein britlaches, ein holländisches Torpedoboot, zwei holländische Kriegslahrzeuge, Dies ergibt neun gekaperte feindliche Kriegsschiffe. Die Gesamtsumme der feindlichen Schiffe außer Kriegsfahrzeugen, die gekapert wurden, beläuft sich auf 503. An Flugzeugen wurden 3207 zerstört, 1619 beschädigt. Die Japanischen Veiluste betragen im gleichen Zeitraum; 95 Schiffe gesunken oder beschädigt und 864 Flugzeuge beschädigt oder durch gewollte Selbstvernichtung (Sturz auf feindliche Ziele) zerstört worden bzw. ru ihrem Stützpunkt nicht zurückgekehrt. Dank an die Ahnengötter für die Siege Tokio, 27. Mal Anläßlich des heutigen 38. Marine-tages dankte Marineminister Shimada im japanischen Nationalheiligtum, dem Ise-Tempel, den Ahnengöttern für den Sieg dei japanischen Waffen und bat lim ihren weiteren Beistand. Seinen Gebeten schlössen sich im gleichen Augenblick vom hohen Norden bis in die südlichen Tropengebiete alle Mannschaften und Offiziere der kaiserlichen Marine an, die sich in Richtung nach dem Ise-Tempel verneigten und damit gleichzeitig still ihre im Kampf für das Vaterland gefallenen Kameraden ehrten Im Anschluß an seinen Besuch im Ise-Schrein besuchte der Viarineminister ein großes Marinehospital in der Nähe des Tempels. heit eine letzte Ehrung darzubringen. Reiohastitdenteniührer, Gauleiter Dr. Scheel, behandelte in seiner Redt zunächst die Frage der Tradition des Stu-deDtentuiM. Die größte Tradition der deatschen Studentengeschichte, »o er-klirte Dr. Scheel, sei der Eintatx im Kampl fftr Volk uikd Reich. Dieses höchste studentische Vermächtnie reiche von den Freiheitskriegen über die Burschenschaften, die großdeutschen Ideale der waJfensUidentlschen Verbände und die Jugend von Langemarck bis zu den nationalsozialistischen Studenten, Schlage-ter, Horst Wessel und dem Frontstuden-tentiun der Gegenwart Immer wieder hätten sich die besten Kräfte der Stu-dentenschalt gemeinsam mit Professoren als Pioniere des deutschen Freiheits-kampfes hervorragend bewährt. Diese stolze Linie einer jahrhundertealten Tradition fortzusetzen, sei die Berufung der heutigen studentischen Generation. Weiter nahm Dr. Scheel Stellung zu der Frage, ob der Student sich während de« Studiums neben der fachlichen Ausbildung auch der politischen Erziehung widmen soll. In seinem Beruf als Arzt, Lehrer, Techniker usw. sei der Student später in seiner unmittelbaren Berufstätigkeit auch immer zugleich führend In seinem Lebenskreis tätig. Darauf müsse er sich ebenso vorbereiten wie auf die fachliche Seits seiner Berufstätigkeit. Die Ausbildung der Hochschule habe sich daher sowohl mit der Übermittlung des Fachwissens als auch mit der politischen Erziehung zu befassen, die der Studentenbund und damit die Partei auf der Hochschule wahrnehirie. Der Akademiker, der vor lauter Wissen so belastet sei, daß er im prakü-schen Leben nicht mehr aus noch ein weiß, sei eine Erscheinung der Vergangenheit und nicht der Zukunft. Die Angehörigen der Hochschulberufe müßten rechtzeitig in der nationalsozialistischen Bewegung mit den Grundvoraussetzungen der beruflichen Menschenführung vertraut gemacht werden. Damit sei für den nationalsozialistischen Staat die Frage der politischen Erziehung der Studentenschaft während des Studiums ein unerläßliches Erfordernis. Diese Entscheidung, so führte Dr. Scheel aus, stünde im Einklang mit der politischen und nationalen Tradition des Studententums, auf die er zuvor hingewiesen habe und die der Freiburger Student Albert Leo Schlageter bis zur letzten Konsequenz durch die Tat bezeugte. Die Protelctoratsregierung an das tschechische Volk Zum Jahrestag des Attentats auf ^^-Obergruppenführer Heydrlch Prag, 27. Mai Am Mittwoch erschien die Protektoratsregierung unter Führung ihres Vorsitzenden, Justizminister Dr. Krejci, beim ständigen Vertreter des Reichs-piotektorats, Staatssekretär ^f-Giup-penführer Frank, um ihm den Wortlaut fiinos zum ersten Jahresttiq des Attentats auf ff-Obergruppenführer Heydrlch dii das ibcnetii aCiK' Vol^ geuinlcien Regierungsaufruts dei Protektoratsregie-runq zur Kenntnis zu bringen. Staatsse kietär Frank gab der Regieiung anschließend Erläuterungen zur politischen Entwicklung seit dem Tage des Attentats, Wo steht Belgien? Von Dr. Heinrich Toetter Die Frage: »Wo steht Belgienf« so le formulieren, ist falsch. Das Belgien, wie es jeder In Erinnerung hat, seit am 28. Mai 1940 die belgische Armee vor den siegreichen deutschen Truppen die Waffen streckte, ist von einem weit-gehenden Wandel erfaßt worden. Wir meinen jenen aus Flandern und der Wallonie von Frankreich und England für ihre Machtpolitik mißbrauchten Staat, der sich im Innern im Formaljuristischen erschöpfte und zugunsten des welschen Einflusses die freie Entfaltung des flämischen Volkstums niederhielt. Dieses Belgien ist im Westfeldzug zusammengebrochen — die alte Regierung ging außer Landes. Die deutsche Militärverwaltung sorgt in Zusammenarbeit mit allen aufbauwilligen Kräften des Landes für Ruhe und Ordnung und hat In den nunmehr fast drei Jahren Ihrer erfolg-reichen Tätigkeit auch das Unrecht beseitigt, das vor allem seit 1918 am Flamentum begangen wurde. Wie stehen nun die Bewohner Belgienf zu diesen Fragen? Dia Wiederkehr des alten Staatswesens — von den Anglo-philen abgesehen — wünscht keiner. Die Flamen selbstverständlich nicht, und die Wallonen neigen ebenfalls nicht dazu, dem alten Belgien noch das Wort zm reden. Natürlich gibt es in diuchauf deutschfreundlichen Kreisen eifrige Ver^ fechtet eines belgischen Staatswesens, in dem Flamen und Wallonen auf gleicher Rechtsgrundlage sich entwickeln sollen. Die belgizistischen Kreise diskutieren sogar mit Vorliebe Ober den künftigen Status des belgischen Raumes, über den allerdings ein maßgebliches Wort heute noch nicht gesprochen werden kann. Die Diskussion wird voi^ nehmllch durch die In Brüssel ersehet» nenden französisch-sprachigen Zeitungen »Le Soir«, »Le nouveau Journal« und »Le pays r^el« bestritten. Daß man dabei nicht mehr über die flämischen Rechte hinwegsehen kann, bewies die Reaktio» im wallonischen Lager, als Im vergangenen Sommer die Flamen eine neue Kampagne um Ihr historisches Recht aof die alte flämische Stadt Brüssel eiiv-leiteten. Gleichzeitig wurde aber fai den genannten Brüsseler Kreisen der Gedanke' einer belgischen Einheitspartei ventiliert, was zwar ohne konkretes Ergebnis blieb, aber doch erkennen ließ, wie sehr man um eine politische Konzentration bemüht ist, von der man sich vielleicht einen Fortschritt auf dem Wege zu einem neuen Belgien erhofft. Dabei war bemerkenswert, daß Leon Degrelle, der Leiter der Rexbewegung, in diesen Kreisen erheblichen Einfluß ausübte. Mit einigem Unbehagen reagierte die flämische Presse auf dieses Spiel, wenn sie auch mit Genugtuung feststellte, daß der gordische Knoten der Brüsseler Frage sich zu lockern beginne Aber In dem wallonischen Entgegenkommen sahen einige Kreise den Versuch, die Idee der alten belgischen Staatsform durch Großzügigkeit In dem Problem Brüssel dem Flamentum schmackhaft zu machen. Diese von der Öffentlichkeit weniger bemerkten Vorgänge wurden jedoch von der am 8. Oktober vorigen Jahres auch In Belgien eingeführten Arbeitspflicht überschattet. Leutnant Leon Degrelle, der sich als Soldat an der Ostfront bewährt hatte und mit dem EK I ausgezeichnet wurde, eröffnete am 17. Januar mit einer großen Rede einen neuen Werbungsfeldzug für die wallonische Legion In der wachsenden Zahl der Freiwilllgenmeldnngen kündigte sich schon bald der Erfolg dieser Aktion an. Aufsehen erregte Degrelles Rede, weil er erklärte, auch die Wallonen seien Germanen. Sowohl in der Redaktion des Rexistenblattes »Le pays reelt als auch in den Kreisen des »Solrt und des »Nouveau Journal« kam es darüber zu Meinungsverschiedenheiten. Die Gruppe, die einer belgischen Einheitspartei das Wort geredet hatte, bröckelte auseinander Den Flamen mochten solche Rückwirkungen nicht unangenehm sein. Mitte März sprach der Leiter des »Vlaamsch national Verbond« (VNV), Dr. Elias, in Brüssel vor 12 000 Flamen. Er reklamierte Brüssel als flämischen Boden, konzedierte Jedoch, daß ein besonderes Sprachregime gewährleistet sein müßte. Die Wallonie betrachte er nicht als natürliches Ein-wanderungsgebiet des flämischen Volkes. aber die Zehntausende von Flamen, die in Wallonien leben, müßten geschützt werden. Und wenn auch, so sagte Elias, das Blut den Ausschlag gebe, könn% doch ein romanislerter Wallone als Germane nicht verlangen, daß ein germanisch sprechender Germane seine Sprache verleugne. Zwar erklärt Elias noch, er wolle zu der Frage, ob die Wallonen Germanen seien, keine Stellung nehmen, aber daraus, daß er das rassisch ausgerichtete Bekenntnis De-grelles zum Germanentum offenbar in Zusammenhang setzte mit dem Faktor, daß Wallonien nicht mehr Vorhut des französischen Imperialismus sein könne, kann doch eine indirekte Stellungnahme abgelesen werden. MARPURGER ZEITUNG Mit diesen Streiflichtern ist d^r zwei-ff 'ioa voihaiiüene Mangel dn Ein/ieit im ti^mischc'i Laqer angedeutet, wie auch neben di r Re* Bowegimq noch andere w*liuai!»che CiUppen existieren, die jedoch tillesarat eine 2nsdmmenarl>eit mit Deutschland erstreben. Eine Erkenntnis is^ allen rrneuerungsbewequnqen in B 'Igirn qPTrein, daO nomürh die R':'wnh-ne/ dje?:"s Raumes allen Anlaß hiben s ch rTra Kannnf oenen den Bolschewismu«; iird (ii-n ewigon IJniuhestifler England 7.11 beteiligen. So hat denn auch Belgien seit Jahr und Tag schon relativ viel geleistet, wenn es auch im äußeren Bilde FP'Ter Stsd'e die Einstellung auf die Optik des Krieges noch ve-rnissen läßt, n«: ist doch sehr viel Fassade, hinter der aber bereits ansehnliche Leistunqen im R 'hn^en ri^r deutsr hen Kriegsnnstren-ninqen vnlihrarht wurden. Bis 7ur Ein-f''hnina der .ArbeifFoHicht hatte Belgien li^nast den dreihunderttausendslen frel-w'lirrnn Arhoitor narh Deutschland ge-srbirk» Die Gesamtheit der aus d^m boini<;rhrn Raum ins Reich entsandten A'-belter brtnin bis 7um April dies<»s Jflbres '17'' "iO«! ■\Tirh se't Finfiihrung der A'-boitepflicht g'nnen die meisten frei-wMI'n n.T H''"«;eT Rmm jedoch liher weitere abrrhörifhare Arbeitskräfte verfügt, so Im HT"de1, bei d^n Banken und Ver-Im fiaststSttengewerhe und der Siinwareninduetrie —, wurden und wnrden weitere Arhelterkontingente frtr k'"iprfswicb*'rTnTi F'nsatr geworhen, Npu- Erbitterte Äbwelirkämpfe an der Ostfront Sechs sowjetische Divisionen und drei Panzcrredimenter abgeschlagen — Der mit starken Kräften ▼oryetragene leindüche Ansturm dauert noch an Beilin, 27. Mal Seit vier Monaten freiten der Bol-' schewisteii —ununteibrochen von große-' ren oder kleineieu Kampfpausen — mit ; starken Kräften unsere Stellungen am Kubdn-Örütkenkopf an. Fünf Arn^een mit insgesamt 36 Divisionen, 37 Brigaden, I mehrere Panzer-Brigaden und zwei Luft-i flotten haben sie bisher aufgehe ten, um de* Brückenkopf in ihre Hand iü bringen. Trotz heftige schwere Verluste blieb der Ansturm jedoch vergebens. Allein die letzten beiden Monate kosteten die Sowjets an die 20 000 Tote und nahezu 500 Panzer. An der Ostfront des Kuban-Brückenkopfes begannen die ßolschewisten am 26. Mal Ihren bereits seit einiger Zeit «rwarteten neuen Angriff. Nlft euiem zweistündigen Trommelfeuer leitete ihn der Femd in den Mor-genstuhdcn dos 26. Mai ein. Obwohl mit Granaten aller Kaliber überschüttet, bedienten unsere Soldaten unbeirrt ^hre schweren Waffen und zerschlugen den Angriff im südlichen Abschnitt schon im Vorfeld. Nordwestlich von Krymskaja stießen sechs Divisionen und drei Panzerregimenter der Sowjet«, auf 'engstem Raum zusammengeballt, mit besonders großer Wucht gegen unsere Linie vor. Gleichzeitig griffen starke feindliche SchlachtfliegerverbÄnde dl« vorgescho- Lebensipittel wichtiger als NachkriegsplSne Besorgnisse um die Versorgungslage des Bolschewismus Stockholm, 27. Mal Der »Realismus« der Sowjets, der anläßlich des Stalinsch^n Bluffversucha *mit der Scheinaufläsung der Komintern von der jüdischen Weltpresse aller Schattierungen besungen wurde, bereitet zuweilen immerhin selbst den plutokratischen Verbündeten leichtes Kopfzerbrechen, Auf einer Konferenz in den USA, die von prri'n-Ts sind die Achtrehn- hls Zwanzig-1 Roosevelt einberufen worden war zu dem jÄ^rioen — von notwendigen Ausnnh-friPTi abaprnr Krr'te nicht nur aus reiner Berechnung, sondern auch aus notgedrungener Suche nach neuen Listen und neuer Hilfe hervorgegangen tst benen Stellungen mit Bomben und Bord Waffen an. Die fortgesetzt stürmenden Bolsche-wistcn konnten schließlich örtliche Einbrüche erzielen, der beabsichtigte Durchbrach jedoch mißlang. Unsere Grenadiere verteidigten jedes Grabenstück und jede Deckung zäh und unerschütterlich, hielten dadurch die eingebrochenen Bolschewisten auf und gewannen soviel Zeit, daß die Reserven, von Kampf- und Nahkampffliegerverbänden wirksam unterstüfzt, zum Gegenstoß antreten konnten. Es gelang, den Feind wieder Schritt für Schritt zurückzudrängen und stark« bolschewistische Kräfte cu zerschlagen. Dl« Sowjets mußten «Inen Teil der Einbruchsstellen wieder aufgeben! in anderen liegen sie abgeriegelt fest, ohne Verstärkungen heranziehen in können. Der Kampf verlangte vom Feind einen hohen Preis an Menichen und Waffen. Über 40 Sowjetpanzer wurden vernichtet, davon sieben durch Minen und dreizehn durch Bombentreffer, während der Rest den schweren Waffen und den Panzer-vemlchtungstrupps zum Opfer fiel. Das von neuem entbrannte Ringen um den Kuban-Brückenkopf brachte auch unserer Luftwaffe harte Kämpfe. Mehrere hundert Kampf-, Sturzkampf- und Schlachtflugzeuge griffen den ganzen Tag über unmittelbar In die Erdkämpfe ein oder stießen hinter die feindliche Front vor und bombardierten dort Artilleriestellungen, Reserven und Kolonnen. Unsere Jäger warfen sich immer wieder den feindlichen Luftgeschwadern entgegen imd schössen 48 Sowjetflugzeuge ab. 7000 USA-Studenten fielen durch I Lissabon, 27. JUai Vor wenigen Wochen ergab sich bei dtr Prüfung von amerikaniMchen Studenten die Tatsache, daß ein großer Teil von drr Geschichte des Landes so gut wie gar keine Ahnung hafte und nicht einmal dl» tarnen der bekanntesten USA-Präsidenten wußte. Eine Nachprüfung ergab ein geradezu unvorstellbares Bild von der Unkenntnis der sogenannten »gebildeten* Amerikaner. Von 7000 befragten Studenten am*rlka» nischer Hochschulen konnten 84 v. H. über Thomas Jefferson, den Verfasser der amerikanischen U nabhänglgkeifserkl6runf und sogenannten Vater Amerikas, keiner-lei Auskunft geben. 25 v. H. dieser Sfv denfen hatte keine Ahnung, wer während des amerikanischen Bürgerkrieges Präai-dent war und 30 v. H, wußten nicht ansu-geben, daß Woodrow Wilson während det Weifkrieges USA-Präsident war und welche Rolle er In Amerika gespielt hatte. Es stellte sich weiter heraus, daß 82 v. H. der USA-Hochschulen bei Ihren Antritte-Prüfungen überhaupt nicht das Geschichte» fach berücksichtigten. Die Zeitschrift dwr Universität von Pensylvanlen nimmt dleae Tatsachen zum Anlaß, um das gesamte Erziehungssystem der USA anzuklagen, Sie erklärt, die überwiegende Mehrsahl der USA-Studenten habe, wenn »le die Universitäten verlosten, praktisch von den dort gelehrten Materien keinerlei Ahnung und sei weder für das Leben noch für eine berufliche Tätigkeit vorbereitet. Aegyptens Spiel mit dem Krieg Es lehnt erneut' Kriegserklärung^ an di« Achs« ab — Premierminister Nahas Pascha und der »Schwarzbuch«-Skandal Rom, 27. Mai Die ägyptische Regierung hat den auf britische Veranlassung vorgebrachten Vorschlag einer Kriegserklärung Ägyptens gegen die Dreierpaktmächte erneut abgelehnt. Zugleich wurde die »Einladung« ägyptische Truppen nnter britischem Oberkommando gegen die Achsenmächte einzusetzen, abschlägig beschieden. Beide Vorschläge wurden im Auftrag des britischen Außenministers durch den nominellen arabischen Premierminister Nur! es Said und Emir Abdallah von TransJordanien unter der Begründung eines »gemeinsamen Vor^ gehens der arabischen Staaten« gemacht. Die ägyptisch« Regierung sah sich trotz der engen Bindungen de« Ministerpräsidenten Nahas Pascha an London gleningsmltglleder das Landes müßten sich vor den ordentlichen Gerichten des Landes verantworten. Der ägyptische Premierminister nahm dl« Herausforderung nicht an, sondern verwies auf seine Immunität als Abgeordneter, nach der er alleiii vor dem Parlament, aber nicht vor den ordentlichen Gerichten Rechenschaft abzulegen hätt«. Die Antwort Nahas Paschas löste hi weiten Kreisen «inen peinlichen Bindruck aus. Das Ansehen der Wafd-Par-tei, als deren Führer Nahas Pascha Premierminister ist, gilt als schwer erschüttert. Bezeichnenderweise haben Nahas und die Angeklagten bisher den Urheber de» »Schwarzbuches« nicht wegen Verleumdung verklagt, Nahas Pascha wird angeklagt, er habe sich zum Zweck der außerstande, dem britischen Wunsch | persönlichen Bereicherung Im Elnver- nachzukommen. — Dl« Stimmung In Ägypten ist Im Zusammenhang mit den letzten politischen Skandalen in Kairo derart, daß ein Schritt In der gewünschten Richtung eine in ihren Folgen nicht abschätzbare Reaktion beim Volk auslösen und den sofortigen Sturz der Regierung Nahas Pascha zur Folge haben würde. Als Warnung vor der Stimmung In Ägypten diente der Regierung die fünf Tage dauernde, mit schweren Zwischenfällen verbundene Debatte im Kairoer nehmen mit dem Erziehungsminister eine Staatsvilla In der Gartenstadt Kairos mit sämtlichem Mobiliar usw. angeeignet. Der Landvirlrtschaftsminister wird der schweren Urkundenfälschung im Zusammenhang mit einem GroBfeuer auf der Staatsdomäne El ^arayda lovrie ständiger Vergehen gegen die Rationierungsvorschriften bezichtigt. Heftige Vorwürfe richten sich auch gegen den ägyptischen Wirtschaftsminister ,der im Einvernehmen mit britischen Spekulanten einträgliche Baumwollgeschäfte zum Ermordet die polnischen Offiziere Parlament über die Im »Schwarzbuch« | Schaden des ägyptischen Volke« getä-durch den Abgeordneten Makram Obeld ^ tlgt haben soll Der Bolschewistenmarschall Timoschenko forderte schon 1939 zum Blutbad auf schleppten Polen seien nun, so viel man hör«, in kleinen Gruppen auf 2400 zum ron zen |{roßen Teil in Zentralasien und Sibirien liefiende Ortschaften verteilt. Der Verbleib von 140 000 sei den polnischen Stellen bekannt. 12 000 Polen befänden sich ZOtNIERZEI Krakau. 27. Mai Die jüdisch-bolschewistische Mordtat Katyn, deren Entdeckung in der gan-iBu zivilisierten Welt tiefsten Abscheu und EmpöruniJ hervorgerufen hat, erlährt ein« neuerliche interessant« Beleuchtung durch einen jetzt in der polnischen Presse des Generalgouvernements iu Faksimile wiedergegebenen Auf- ^ . ruf, der bereits im Herbst 1939 von W dnl armja polski lowjetischen Flugzeugen in polm- vnu' rn/prnnfinna Zotnlenv mIaSt. T«f- scher Sprache abgeworfen wurde VAwno, Dstm« und die Unterschrift des seinerzei- dobrowolnlf pr/eSxH na nSSZI tigen Befehlshabers der Bolschcwi- ^ iten in der 2otnierze! O) poZOSUlo wa.TI^ O CO I *klnn kos. wurden'die polnischen Solda- Wflh zycU'V üh aego naraAa. le iycitv Opöf ten zur Erschla,5ung ihrer eigenen waS/ )CSl bezfkiitecziiy. ÜHClTOwii' waS Offiziere und Generale aufgefor- HO bczscnsou'ftif rzel Oni nienauldzil waS • dert. waszc rndzlnj. "1« flce- ihre Familieu »hassen« fowic ( irciuTahwle iwj waszymi ÄTonaml. djcjj hsiflt «s in den. Aulrul Timoschen- G°nerie'tind\'ur. Fd'nde. Si« »«IrlWlt! «Ijck »nctrö« I eonrraMw. NlC wollen nichls als eurer Tod! Sol- ptni|> »fcasZi'MiomI Przidiodzdc Generale und folgt nicht den Be- itmialc do nas, do wnUknli>U.*i.S.TWOSaW« Welt mit Entsetzen durch das Blutbad von Katyn, wo 12 000 polnische Offiziere von den jüdisch-bolschevjfisti-schen Henkersknechten auf die bestialischste Art und Weise hingeschlachtet wurden. Pascha gegen die Regierung vorgebrachten Anschuldigungen. Mit Hilfe der Regierungspartei gelang es Nahas Pascha, bei der Abstimmung ein Vertrauensvotum mit 158 gegen 76 Stimmen zu erhalten, Der politische Skandal um Nahas Pascha Ist mit dem' Vertrauensvotum in der Kammer nicht beendet, da der Leiter der Opposition Im Senat, Hel-kal Pascha, erneut die Forderung stellte, Nahas Pascha und die angeklagten Re- Die in dem •Schwarzbuch' gemachten VorwOrfe sind Oberaus zahlreich und scheinen nachzuweisen, daß die Regierung Nahas Pascha die Pöhrung der Staatsgeschäfte nicht «o sehr als eine nationale Aufgabe denn als Mittel zum Zweck der Bereicherung persönlicher Art aufgefaßt hat — ein Vorwurf, der von der Opposition wiederholt bereits vor Bekanntwerden des Inhalts der Anklageschrift geäußert worden war. Unsere Kurzmeldungen Guter Fang der spanischen Kriminal pollxeL. Der berüchtigte Kommunist und Schwerverbrecher aus der Zeit dM Bürgerkrieges, Jose Luie Parreret^ wurde festgenommen und der Mllitirg«* richtsbarkelt sugefQhrL Parreras hat alt Mitglied des Roten Komitees von Pal> set (Provinz Tarragona) di« TodesurteUa für fünfzig Personen unterschrieben and außerdem salbst mehrere Morde, Kirchenraube und Leichenschändungen ba» gangen. Argentlnlea leierte Mlnea Uaabkl»> glgkeitstag. Die Feier des Unabhlglg> keitstagas Argentiniens, der am Dien^ tag als Nationalfeiertag begangen wurda^ begann mit einem Pestgottesdle&at Ib der Kathedrale. Außer dem Staatiprl-ildenten Castlllo nahmen alle Mlnlstai^ das diplomatische Korps, hohe OffI» zier« sowl« die Spitzen dar BehArda« an den Feierlichkeiten telL Flecktyphusgelahr la btaaboL Nach der Erklärung des türkischen Gasund* heitsmialsters über die Fl«cktyphu*-G^ fahr wurden bereits in Istanbul stranga Maßnahmen ergriffen. Acht kleinere tels, die den Hygienevorschriften nicht entsprachen, wurden geschlossen, It andere mit Geldstrafen belegt Einige der öffentlichen türkischen Bädar wur* den requiriert und am Mittwoch baraita mehr als 1000 Personen iwangswaiaa gebadet Hier bestimmen die USA. Das AaSasr mlnlsterlum der Vereinigten Staaten gab nach einer Elgenmeldung von »Svanska Dagbladet« aus Washington bekannt, daß zwischen den Vereinigten Staatam und Kanada ein Vertrag abgeschlossen wurde, nach dem der gesamte bport Kanadas und der USA nach Mittel- an4 Südamerika auf Grund eines gemalnM* men Planes durchgeführt werden toll. 400 OOO ha AckerliSche ta USA flbal^ schwemmt. In Illinois sind 400 000 Hektar Ackerfläche fon dar Ubai^ schwemmung heimgesucht worden, waa den Verlust ron etwa 130 000 Hektar Getreide, Hafer und Mais zur Folga hatte. GrOBera Nlcketvorkoramea aal Cal^ bes entdeckt Hier vorliegenden MeW düngen aus Macassar zufolge, wurden auf Celebes neu« größere Nlckelvoi^ kommen entdeckt, mit deren Abbau ba> reits begonnen wurde. Immer noch 12 000 Polen In bolschewistischen Gefängnissen Schanghai, 27. Mai Gelegentlich der Übernahme der polnischen diplomatischen Interessen in Moskau durch Australien erklärte der polnische Gcnerülkonsul in Sydney, wie von dort gemeldet wird, am Mittwoch, die hei der Bcseizung Ostpolens durch die Bolbchewistcn in die Sowjetunion ver- Welthlld aber trotz Stalins wiederholter Versprechungen, «ie freizulassen, noch immer in Gefängnissen der Sowjetunion, Der neue Präsident der Negerrepubllk zum Befehlsempfang In Washington Berlin, 27, Mai Der Präsident der Ncgerrepublik Liberia befindet sich zur Zeit als Gast Roo-seveltfl im Weifk-n Haus, meldete am Donnerstag der Londoner Nachrichtendienst, ibicse Nachricht zeigt, daß Roosevelt nunmehr auch den neuen Präsidenten dieses Freistaats», Tuebmnn, der erst Anfang Mai gewählt worden ist, zum Befehlsempfang zu sich zitiert hat Volltreffer im Bataillonsgefechtsstand " Im Osten, 17. Mai Ganz ruhig war es hier noch gestern Abend, kaujn daß irgendwo vereinzelt ein Schuß fiel. Uod Jetzt? Bs heult und jault heran durch die Luft, haut in die Erde, zerkraoht. Hier, dort drüben — überall. Aus Hunderte® von Rohren auf schmalem Abschnitt wirft der Feind an Feuer und Verdarben, waa er heroAiszu-werfeai vermag. Vorbereitung tum Angriff. Qualm, Staub und Dreck nehmen die Sicht, grelle Blitze blenden, luibe-schreiblicher Lärm betäubt da« Ohr, Die Erde wankt . . . Plötzlich steht einer in der undurchsichtigen Luft ganz didht vor dem Assistenzarzt, wirlt sich neben den Sanitätsoffizier aiuf den Boden. »Volltreffer«, keucht er, »Volltreffer in Bdtalllonsgefecihlsstandl« Dabed läuft ihm das Blut von der Backe, tropft Ihm das Blut auch aus dem aufgerissenen AimeJ der Feldbluse. Einen prüfeiwlen Blick wirft der Assistenzarzt auf den verwundeten Melruck«r«l- jRB. m b. H — VerUgslaltung Dyon Baumgnrtnai 'verrftist), I. V Vorlaqsledor TrUi Draun, Hnupt-ichriftleitung Anton Gersrlinck, i, Zt. in Urlaub, itnUv. H;)ilpl8chrl(t!eUer Kobnrt Krntzert, all« (n Mrtrbiiro a. rt Druu, ßadgarse 8 Zui Zell tür Anteiqon ne möglichst große und reiche Bücherei zu besitzen . .. Det Besuch in einer solchen Volksbücherei sagt mehr, als es viele Worte vermögen. Es ist dabei gleich, ob es sich um eine Volksbücherei in einer kleinen Ortsgruppe am flachen Land, in den unterstoirischen Bergen oder in einer der Kreisstädte handelt. Unser Bt!su(;h lührt uns vorerst in die Groß-Bücherei in Cilli, Sie zu finden, ist nicht schwer, jedermann kann uns den W(^y dorthin weisen. Wir hatten das Cilück, gerade an einem Bücherausga-betng zu kommen und so konnten wir das Leben und Treiben durch einige Stunden beobachten und miterleben S' hon vor der zur Ausgabe angesetzten Stunde sehen wir vor dem Haus, In dem sich die Bücherei befindet, eine Anzahl von Jungen und Mädeln. Mit (Inn Bürhrtn in der Hand wa'ten sie auf die Eiöliiiung der Bücherei. Als wir die schönen, mit vl«l Gaschmack und Liab« ausgestatteten Bücheralriume betretan, herrscht bei der Ausgabe schon ein Gedr&nge. Wir benützen die Zeit, während die Jugend sich um die Bibliothekarin schart, den Betrieb etwas näher zu betrachten. Und wir müssen mit Freude und Bewmnderung* feststellen, daß hier alles wie 'am Schnürl läuft Die Frau, die die Bücherei führt, ist eine prAchtige Kameradin für Jugend und Erwachsene Mit welcher Geschicklichkeit und Erfahrung sie die »Kunden« beratet, bedient und ihnen bei der Auswahl hllfti Immer freundlich und entgegenkommend, ist sie die Seele dieser Räume, die von allen gerne und mit Freude betreten werden. Schon die Ordnung und Einfachheit, lassen die lenkende Hand ahnen die hier waltet. Wie Soldaten stehen die vielen Bücher in den Regalen, bereit, nach dem Aufnif der betreffenden Nummer auch schon bei der Hand zu sein. In kleinen Karthoteken sind die einzelnen Bücher aus den verschiedensten Gebieten sofort auffindbar. Mehrere Hilfskräfte sind mit der Ausgabe selbst beschäftigt. Freilich geht es nicht bei jedem so glatt. Nicht jedai weiß, welches Buch er sich nehmen soll und ist unentschlossen. Doch die liebeijswürdig® Frau Ist auch schon mit einem Rat da und bald ist die Wahl getroffen. Zufrieden zieht man ab. .»Was möchtest du denn heute mitnehmen?«, diese Frage muß die Bibliothekarin des öfteren stellen und in einem Atemzug hat sie schon eine Reihe von Büchern genannt, die augenblicklich frei sind. Sie hat alle die Bücher, die hier sind, scheinbar schon selbst gelesen, denn sie erzählt sogar in kurzen Stirhworlen den Inhalt dieses oder jenen Bandes. Sie muß aber auch die Jugend immer wieder aufmerksam machen, daß die Bücher geschont werden müssen und des öfteren hören wi^, wie sie sagt: »Kinder nicht vergessen, vor dem Lesen die Hände waschen!« D« Vommt so ein kleines Fräulein an flip Reihe und weiß eiqen'l'ch nicht, wns sie will .sie sagt nur; »Ich möchte gern etwas Yon dao Garmaoen haben.« Da muB Datflrlich dl« Tante Bibliothekarin gleich wiaaen, was sie geben kann, und bevor man aicb noch über die Antwort im klaren ist, hat das Midel auch schon das gewünschte Buch. Der andere will wieder den »Struwelpeter« haben, andere ein Märchenbuch mit vielen schö-neo-Bildern. Alle dieae Wünsche wollen erfüllt werden. Zufrieden und freudig strahlend ziehen sich dann die jungen Leser zurück, setzen sich auf die Bänke und Stühle im Leseraum und schnell wird noch ein Blick in das neue Buch geworfen. Dann kommt wieder ein kleiner Bub und will ein Buch für seinen Vater. Leider hat dieser ihm nicht gesagt, welches Bnch er gerne hätte, aber die gute Tante wird schon etwas für ihn finden. Nach ein paar Griffen in den Verzeichnissen, ist auch schon das Buch für ihn gefunden. Und er wird damit bestimmt zufrieden gewesen »ein ... Die Jugend ist versorgt, die Erwachsenen sind an der Reihe. Männer und Frauen aus allen Schichten der Bevölkerung kommen hier zusammen. Beamte, Angestellte, Lehrer, Arbeiter, Soldaten, Hausfrauen, Kaufleute, Ingenieure und Künstler. Ein buntes Durcheinander und doch haben alle das eine Ziel: das gute deutsche Buch. Hier Ist das Beraten des Lesers nicht immer leicht. Viel Erfahrung und eine große Belesenhelt sind die Vor-aussetzungep dazu. Die verschiedensten Wünsche werden vorgebracht Ein alter Mann mit schneeweißem Bart hätte gerne ein Buch, das aber leider gerade nicht frei ist Doch auch für solche Fälle Ist gesorgt. Er läßt seine Anschrift bei der Bibliothekarin und wenn das gewünschte Buch wieder einläuft, bekommt er eine Verständigung, es abzuholen. Er ist zufrieden und freut sich schon heute auf diesen Tag. Eine schwangere Frau wünscht ein Buch Ober Kinderpflege. Entgegenkommend und hilfsbereit wird ihr eine größere Auswahl vorgelegt, aus der sie sich das Gewünschte und Passende aussucht. So wird für jeden gesorgt und alle fühlen sich in diesen Räumen wie zu Hause. Horhbpfrieh Im T e«erai»jn '1er Anderburger Volksbücherei Wo ein Wille, da ein Weg Ständiges Steigen der Spenden — Die untersteirischen Frauen zeichnen sich wieder aus Wehrmacht, der Rjistnntfsarbeitcr und der Bombengeschädigten und schnell ist der Entschluß auch seinen Teil bei der Sammelstelle der zustindiden Ortsgruppe abzuliefern. Und so kommt es auch, daß die Spen- Ja gewiß, es ist doch möglich, noch immer wieder zwischen den Kleider- und Wäschestücken, Schuhen und alten Lumpen etwas zu finden, was für die angelaufene Spinnstoff- und Schuhsammlung 1943 in Frage käme. Wenn «ich auch «o ............... __ __________ ___ manche Hausfrau vorerst «agtc: »Ich habe dj« in den Annahmestellen des otei- wirklicb nichts mehr, was ich geben rischen Haimatbundet einlaufen, sich könnte«, so stellte es sich bei gutem Wil- «{q^i stindigan Steigens erfreuen. Immer Icn schon bei der ersten durchgeführten mehr Volksgenossen und Volksgenosinnen »Razziav in Kästen und Kisten, Tischen bringen Pakete, Schachteln und sogar mit und Läden heraus, das man genau genom* Rueksiokan rüokan aie an, um ihren An- men, dies und das doch nicht unbedingt zu Hause liegen haben muß. Man denkt dabei sogleich an den erheblich gestiegenen Spinnstoff- und Lederbedarf der In der Sammelstelle einer Marburger Atitnahmen: WelBeii«t*(n«r. Marburg Ortsgruppe laufen die Spenden ein teil an der Sammelaktion beizutragen. Da ist es natürlich wieder die unterstcirische Frau, die sich auch diesmal nicht in den Schatten stellen lassen will. Sie bat daheim eine ganz schöne Auswahl von Dingen »entdeckt«, die nicht unbedingt gebraucht werden. Ja, auch Männer halten ihren Einzug in den Sammelstellen und bringen Schuhe, Gamaschen oder alte S.tiefel mit, von denen sie, wie einer von ihnen meint, gar nicht mehr wußten, daß sie »leben«. Es gibt immer wieder Vqjksgenossen, die meinen, mit dem kleinen Stück, das sie abliefern könnten, sei nicht viel geholfen. Falsch gedacht! Jedes Stück, und wenn es noch so klein und unscheinbar für uns ist, trägt zum Enderfolg der Sammelaktion und so auch zur Erringung des Endsieges bei. Vergessen wir nie, daß beispielsweise aus den vielen Tonnen Reißwolle, die aus der Altkleider- und Spinnstoffsammlung im Jahre 1942, sowie bei der tWinferwollsammlung im Jahre 1941'42 zusammengetrat^en wurden, unter anderem die Winteruniformen ^fdr unsere Soldaten im Osten angefertigt werden konnten I Daran denke immer und sei bemüht, auch diesmal dein Möglichstes xu tun. Es ist nicht nur eine Sache der Ehra, sondern auch unsere Pflicht! Nicht viel anders ist es auf dum Lan- j da. Auch h er ist die Büc herei der Tieff- | punkt des Dorfes oder mehrerer kleiner Ortschaften, die selbst noch keine Volksbücherei besitzen. Schöne, geschmückte und mit Büchern ausgelegte Schaufenster laden den Vor- I übergehenden ein, in die Volksbücherei einzutreten, wo ihn vorerst ein treund-lichei Empfangsraum, der auch als Lesezimmer benül/.t wird, aufnimmt. Er fin- i det aber auch als Warteraum Verwendung, wenn gar zu viel Leser und Leserinnen gekommen sind. Auf jedem der Tische stehen mit Blumen gefüllte Va-B«n und die Wände sind mit Bildern geschmückt. Der Warteraum ist voll. Bauern und Bäuerinnen, Lehrer und Schüler, Arbeiter und Angestellte, sie alle sitzen hier und warten, bis die Reihe an sie kommt, das mitgebrachte Buch auszutauschen. Im Nebenzimmer waltet die Bücherwartin ihres Amtes. Ein I liebenswürdiges Fräulein, das eigentlich im Standesamt der Gemeinde angestellt 1 Ist, stellt ihre Freizeit der Volksbücherei zur Verfügung und mit Liebe und viel Verständnis obliegt sie ihrer hohen Pflicht als Beraterin der untersteirischen Bevölkerung, die durch das Buch in die deutsche Volksgemeinschaft wächst. Sie hat nicht nur den einen Ort mit Büchern zu versorgen. Auch eine zwei Stunden entfernt liegende Ortschaft, die noch keine Volksbücherei besitzt, wird von Ihr betreut So hat sie alle Hände voll zu tun. Denn mit der Ausgabe der Bücher allein, ist ihre Aufgabe noch lange nicht erschöpft. Man braucht nur die vielen administrativen Arbeiten iinzu-sehen, um zu wissen, wieviel Kleinarbeit hier noch geleistet werden muß, um selbst die kleinste Bücherei in Ordnung zu halten und sie auch stets zu vergrößern. Da müssen die Leserlisten genauestens geführt werden. Die Vor- und Zuname des Lesers, sein Beruf, Alter, Wohnung und der Anmeldetag eingetragen und eine mustergültige Statistik Ober den, wenn auch oft kleinen Bücherbestand geführt werden. Auch eine kleine Bücherei gibt viel Arbeit und wie uns die Bücherwartin lächelnd zustimmt, hat man seine helle Freude an solch einem Schmuckkästchen, mitten Im schönen Land des steirischen Südens Die Menschen hier sind stolz darauf, deutsche Bücher lesen zu können und viele von ihnen sehen darin die ersten Früchte der Sprachkurse, die sie in den langen Wintermonaten besuchten Wenn es anfangs auch noch ein wenig Schwierigkeiten gab, so geht es heute bereits wesentlich besser und in einigen Monaten wird der Fortschritt ein noch erfreulicherer sein. Der gute Wille ist vorhanden und das sichert den Erfolg. So spannt sich heule bereits ein lük-kenloses Netz von Volksbüchereien über die Untersteiermark, das fast alle Ortsgruppen erfaßt und bietet so den Untersteirern Gelegenheit, sich In der deutschen Sprache, die sie alle zu erlernen bestrebt sind, weiterzubilden und zu vervollkommnen. Norbert Jeglltsch Fün! Jahre Gauleiter In diesen Tagen waren es fünf Jahre, daß der Führer Di Sigfried Uiberreither zum Gauleiter det Gaues Steiermark berufen hat Aus diesem Anlaß versammelte der Gauleiter seine engsten Mitarbeiter von Partei und Staat um sich, um ihnen für ihre treue Gefolgschaft und Mithilfe, dt« Steiermark zu einem unerschütterlichen Grenzbollwcrk zu machen, seinen herzli« chen Dank auszusprechen. Der jüngste deutsche Schwertträger Bei der Bekämpfung der Notitinde der durch die britischen TerrcraDgriffe auf deutsche Städte hervorgerufenen Katastrophen zeichnet sich die Hitlerjugend durch eine besondere Einsatz- und Tatbereitschaft aus. Noch während die Briten ihre ieigen Angriffe auf Frauen und Kinder richten, noch während Bomben krachen und Flaksplitter aufschlagen, steht die Jugend bereits im Einsatz und reitet, was zu retten ist. Wieviele Frauen und Kinder und wieviel wertvolles deutsches* Volksgut ist schon durch die Ju* gend gerettet worden! Kaum ist der Tag gekommen, dann geht die Jugend daran, die Bombenschäden zu beseitigen, Mftbcl zu berßen und den Obdachlosen zu helfen. Symbolisch für die gesamte Hitlerjugend im Gau Westfalen-Süd wurde jetzt einer der Jüngsten ausgezeichnet, der tapfer als lOjähriger Pimpf seine Pflicht ga-tan hat: Rolf Polivka aus Dortmund. Der Führer hat ihm für sein tapferes Verhalten in einer Angriffsnacht auf Dortmund das Kriegsverdienstkreuz 2 Klasse mit Schwertern überreichen lassen. Damit Ist Rolf Polivka der jüngste Schwertträger des deutschen Volkes Eine Million Reichsmark Agrarspende der steirischen I.anriwirtschaft Gegenüber aller Erwartung von rund 500 000 Reichsmark beträgt da« Ergebnis der Agrarspende der steirischen Bauernschaft für das Winter-WHW 1Q42 43 allein in der Altsteiermark insgesamt l 005 8^)0 Reichsmark. Damit ist das Spendenaufkommen der Agrarspende gegenilber 1941 42 verdoppelt worden An der Spitz« aller Kreise steht wiederum Oberwart mit 160 341 Reichsmark Hier ist das Aufkommen vervierfacht worden. Die Kreis« Mureck, Deutsch-Landsberg und Feldbach konnten ihr Aufkommen verdreifachen m. Todesfall. In Marburg. Teqetlholf-straßp 29, verschied die ?6jährige Schul-divektorswitwe Maria Sclimidl. m. Cillier standesamtliche Narbrichr ten. In den letzten Tagen verstarben in Cilli: Stefanie Laurinz geborene Reber-nik, Werkstraße 18, 64 Jahrei Ursula Krlwetz, Johann-Gabrlel-Seidl-Gasse 2, 78 Jahr«! Sophie Katschitsch, Tüffer, 61 Jahrei Theresie Pikl, Kleinberg bei Packenstein, 19 Jahrej Leopold Seidl, Tschilschendorf bei Rohitsch-Sauerbrunn, 47 Jahrei Maria Krepek geborene Krlschnak, Cilli, Luthergasse 33, 66 Jahre. La ithz Oas Gelieimnis um Oina Rauch Copyright by AlbtrI Lan|M — G«org Mal]«r-V«rla| MtacbM. 33. Fortsetzung Er schrieb sich Hellas Telefonnummer umständlich In sein Notizbuch. »Aber nun genug von Geschäften. Ge» hen wir tanzen.« Br wollte Hella mit sich ziehen, aber der Sanitätsrat vertrat ihm lächelnd den Weg. »Halt, lieber Baron, da« ist mein WaJ-zer, auf den hab' ich bereits abonnlart. Nicht wahr, Hellaklnd?« Und schon war er mit seiner Beute entschwunden. Hella atmete auf, sie kam sich wie gerettet vor. Der Baron sah ihnen verärgert nach. »Ihr Herr Papa Ist ja noch sehr un-ternehmungslusiig«, bemerkte er ein wenig spitz zu Bert Rainer, der hinter dem Stuhl der kleinen Baroneß stand uiid über ihren dünnen Bubischeitel hinweg ins Leere starrte. Er blieb dein Bnron die Antwort schuldig, der inzwischen, schon wieder von einer neuen Attraktion gefesselt, sein Opernglas zückte. »Ach, sieh da — unsere schöne Isa-bell? Ganz in Silber — superbel Und so allein, Madame — so ganz allein . ,?« Er krähte vor Vergnügen über sein geistreiches Zitat. »Entschuldigt mich neu Augenblick, Kiivder, — ich gehe bloß mal hinübar, ihr die Hand küssen.« Bert hielt ihn aui. »Nehmen Sie mich mit, Baron«, bat er gedämpft und hastig. »Es ist schon lange mein Wunsch, oie Arden kennenzulernen. Aber ich hatte nie Gelegenheit dazu.« »Ach so . . .1« Der Baron blinzelte ihn alneo AugenbMck unsicher an, die plötz-Uche Lebendigkeit des jungen Mannes machte ihn stutzig. Dann ging ein zynisches Grinsen über sein Gesicht. »Petit ivoyoul n' bißchen hinter die Schule gehen — was?' Mutter siaht's ja ivichtl« Er klopfte Bert gönnerhaft auf dia Schulter. »Na, meinetwegen — dem Manne kann geholfen werden. Aber geben Sie acht, daß Ihre kleine Freundin nicht eifersüchtig wird. Sonat muß loh sie trösten.« Bert ließ die albernen Witzelelen des Barons gleichgültig über sich ergehen. Alles in ihm war auf die Begegnung mit Isabell Arden gespannt. Nicht, daß er im Ernst noch gezweifelt hätte, ob die Frau Im Chlnchillamantel auch wirklich die Arden sei. Dafür bedurfte e« nach allem, was er soeben gehört hatte, auch für ihn keiner Bestätigung mehr. Was ihn jetzt noch magnetisch zu ihr hinzog, war eigentlich nichts als der Wunsch, dieses verwirrende PhÄnom^n, das Ihn seit Tagen im Wachen und Träumen verfolgte, aus Ateranihe zu sehen, zu sprechen, zu berühren, um es Zug um Zug als Trugbild zu entlarven Als die beiden Herren die Loge betraten, kehrte Ihnen Isabell Arden den Rücken zu. Sie unterhielt sich gerade mit Gregorieff, dtm berühmten Barlton dar Staatsopei und schien gamicht zu höran, daß jemand kam. Ihr Chinchilla-pelz war etwas heruntergeglltten und Iieß~-die linke Schulter frei, eine welche, zartgeformte, unbeschreiblioh reizvolle Schüllar, d'ui der da« Licht in schmeichelnden Reflexen schimjnerte. Bert spürte eine seltsam ziehende Schwäche In den Kniekehlen. Dar Anblick dieser Schulter -drang ihm mit bohrender Süße ins Herz. Alle Geister der Erinnerung standen plötzlich in ihm auf. Mit allen Nerven fühlte ei dieses sanfte Rund, die samtene Glätte der Haut, die bezaubernde kleine Vertiefung unter dem Schulterblatt, die mit dem weichen Spiel der Muskeln wechselte wie ein immer neues Lächeln ... Ich bin verrückt — sagte er sich. Jetzt ist es schon ihr Körper, den Ich mir einbilde, das Gesicht allein genügt mir nicht m«hr . . . Br hielt »ich im Hintergrund, während der Baron sich an Isabell Arden heranpirschte und sie mit aufdringlichen Huldigungen üt)erschüttete. »Ich habe Ihnen einen hübschen jungen Mann mitgebracht. Gnädigste, der darauf brennt, sich Ihnen zu Füßen legen zu dürfen«, witzelte er. »Nur nicht so schüchtern, junger Freund, Frau Isabel! ^t keine griechische Zauberin, die ihre Verehrer in Schweine verwandelt! Darf ich vorstellen: Herr 'Dr. Lossen jun. — eine angehende Capazität auJ dem Gebiet der Psychiatrie. So ne Art Gehirnmechaniker, verstehen SJe. Wenn sich bei einem irgendwo 'ne Schraube gelockert hat. zieht er sie wieder an. Nichtwahr?« Bert runzelte mißmutig die Brauen, er hatte schon eine boshifte Antwort auf den Lippen, die er aber rasch unter- drückte, als die große SchauspieleDn ihm ihr Gesicht zuwandte. Seltsam — einen Augenblick wollte es ihm scheinen, als ob dieses Gesicht in maßloser Bestürzung erstarrte. Dtis leuchtende Lächein bekam etwas Maskenhaftes, etwas von der wachsernon Unbeseeltheit einer Schaufensterpuppe, und die Hand, die sich schon zur Begrüßung ausgestreckt hatte, zuckte, wie von einer jähen inneren Hemmung aufgehalten, wieder zurück. Oder war auch das nur Einbildung? Bert war in der letzten Zeit geneigt, der Zuverlässigkeit seiner Sinne nicht mehr unbedingt zu trauen. Vielleicht mache ich selber einen so geistesgestörten Eindruck, daß man an mir erschrickt, sagte er sich. Oder sie fühlt sich instinktiv von mir belauert — als Künstlerin ist sie natürlich für seelische Schwingungen doppelt sensibei . . . Er gab sich alle Mühe, so harmlos und heiter wie nur möglich dus7usehon, und sogleich entspannten sich auch, wie durch ein magisches Fliiidum, d;e Züge der Schauspielerin. Das erfrorene Lachein bekam wieder etwas Glanz. Sie reichte Bert noch einmal die Hand ziiin Kuß — eine merkwürdin kalte Hand, 1 die er flüchtig an die Lippen führte I Ein fremdes, herbes Parfüm wehte 'hn ! an. Er spürte plötzlich ein zwingendes I Verlangen, diese Frau ein paar Minu ten ganz ohne Zeugen 7u sprechen — er wnif^te selbst nicht warum »Darf ich Si? um di ii nächsten Tan? bitten, gnädige Fmu? fiagle er unvcr-mit'elt Sein Blifk suchtr den ih en, ider sich wie in pUjt/lu-Ji t Abwciir hin ter den Itinyt^n Wimpoiii verbaig. »Nttin, dank« — ich tanze nicht«, sagte si« kühl. »Ich bin eine sctviecbta Tänzerin«, fügte sie mildernd hinzu. »Stjrumt nicht, schöne Isabell«, krähta der Bdion vorlaut dazwischen. »Mit mir haben Sie schon sehr erheblich getanzt.« »Mit mir auch«, bestätigte Gregorieff. »Aber heute bin ich zu müde von der Vorstellung«, beharrte sie fast eigensinnig. »Ich will überhaupt nur ein« Stunde bleiben. .Michael ist nicht wohl. Er wollte, daß wenigstens einer von uns hingeht.« »Sehr lobenswert von unserm Meisterl Was fehlt ihm denn?« erkundigte sich Rosen. Die Arden spielte nervös mit ihrem Fächer. »Ich weiß nicht — seine Galle macht ihm wieder zu schaffen. Wahrscheinlich Uberanstrengung. Er arbeitet zu viel.« Sie stützte den Kopf in die Hand und sah plötzlich müde und gelangweilt aus. Baron Rosen machte noch einige vergebliche Versuche, das versickerte Gespr,ich wieder in Pluß zu bringen. Dann entschloß er sich endlich zum .Aufbruch. nMir scheint, Sie sind bei ihr durchgefallen, mein Lieber. So ungnädig hab ich unsre schöne Isabell noch nie gesehen«, sagte er draußen mit schadenfrohem Grinsen zu Bert »Na, machen Sie sich nichts draus, vielleicht haben Sie ein andermal mehr Glück lei ihr, Donna e mobile . . Ah, die Sorelli —!« Er verabschiedete sich hastig, um mit vollen Seg-ln auf eine auffallend qe-«''hminkle Brünette zuzusteuern. Bert war froh, ihn ioszusein. Er kefirte, dl *; Horum 'ohens müde, an seinen Tisch zuni'-k wo er |1 IIa bhR nnd bweig-baiu iiL'beii dem Vdtei Sitzen sah. Seite 4 * Nr. 148 ♦ Freitag, 28. Mal MARBURGER ZEITUNG Hose^gerfeier In Hohlensteln Im Rdhinen da« RoteggergedenkJ^hrei fand in d«r Ortsgruppe Hohlenstein »ine R •seggerfeicr itatt, di« durch Lied«t in steinscher Mundart, vom Hohlensteinar M innerchor gesungen, eröffnet wurde, r. du Jamnik lai eine Auswahl von Ge-I .rhten des großen Steirers vor, worauf O.ierlehrer Kristoferitsch über das Leben Peter Roseggers und »eine Werke sprach. Frau Kadleczek erntete mit dem Vortrag des »Regenschirm« reichen Be.fill. Nun folgte eine bunte Reihe von SLeirerliedern, Vorträgen der Spielge-moLnschiift, der Dorfkapelle und des Minnftrchors, sowie der »Steirerschram-nK'in«, die bei den überaus zahlreichen Zuhörern begeisterten Anklang fanden, I)( n Abschluß der Feier bildete Roseg-gers Einakter »Die Stadtherrnhosen«. Betriebssparen der Jugend Jujjendliche Arbeiter und AniJestellte verfügen heute vielfach über jjrößere Geldbeträge, die sie nicht immer sinnvoll anlegen. Der Rpichs(u;.'*ndfiihrcr hat an-jicreiJt, das Sparen dii^cr Beträfe zu fördern und würde es beijrüßcn, wenn die Betriebe ihre Jugendlichen dadurch zum Sparen anregten, daß sie ihnen ein Sparbuch mit einer Einlage bis zu 3 RM schrn-ken. Nach einem soeban erganiJencn Erlaß des Gcneralbcvollmäthtigtcn für den Arbeitseinsatz verstöDt ein solches Geschcnk nicht gegen den I-ohnstop, wenn der Betraft von 3 RM nur einmal auf das Sparkonto des Jugendlichen eingezahlt wird, wenn das Sparbuch bis zum vollendeten IS. Lebensjahr oder bis zur RcerdifJunfJ des Arbeitsverhältnisses oder bis zur Ein- Tag der Musik in Trifail Am Samstag nnd Soiiiita]{ verschiedene muiikalitche Veranstaltvn^tn — G«wältig Lelfttingm der Musikschule Bei dem Samstag, den 29. und Snnn* tag, den 30. Mal zur Durchführung gelangenden Tag der Musik wird die Kreismusikschule Tnfail ihr Können erneut unter Beweis stellen. Mit dem Weckruf des Fanfarenzuges der Deutschen Jugend finden die Veranstaltungen ihren würdigen Auftakt. Musizierstunden der Volks- und Hauptschufe, ein Vortrag von Werner Berkenkamp, Graz, über die Sing- und Spielscharen und Josef Haydns Streichquartett Nr. 15 d-moll leiten zum Festkonzert über, bei dem Ludwig van Beethovens Ouvertüre zu Collins Trauerspiel »Coriolan op. 62«, das Violinkonzert in D-dur op. 61, gespielt von der Vlolin-Virtuosin Ella Ka-stelitz, zur Aufführung gelangen. In weiterer Folge werden zwei Orchesterlieder (Orchesterbearbeitung Konrad Stekl) "Irh liebe dich« und die Arie der Mar-zelMne aus der Oper Fidelio op. 72 1, qesunaen von Elsi Stokl, und die Kantate für gemischten Chor »Meeresstille« ster der Kreismusikschule seit ihrer | sik und werden wie Immer die Leistun-Gründunq am 1. Januar 1942 aufgeführ- gen ihrer Musikschule gebührend wür-ten Orehesterwerke hinzuweisen. Wir digen. finden da- Symphonien: Bach Phil. Em, Nr. 3 C-dur, Beethoven Nr. 7 A-dur, Gluck, G-dur, Haydn, Je. Nr. 6. Pau-kensrhlag) Haydn Nr. 100 (Militär), Mozart g-moll (K, V. .'500), Schubert Nr. 5 B-dur, Schuberts Unvollendete in h-moll Ouverturen- Beethoven »Egmont«, »Coriolan«, »Geschöpfe des Prometheus«, Lortzing: »Zar und Zimmermann«, Mo-7art: »Cosi fan tutte« usw. Konzerte: Beethoven, Boccherini) Orchestergesänge: Beethoven, Grieg, Händel) Orehesterwerke; Grieg, Schubert, Leopold Mozart, Konrad Stekli Chorwerke von Beethoven, Brahms und Mojsisowichi Unterhaltungsmusik: Millöcker, Suppee, Joh. Stra\iR Paul Linrke, Konrad Stekl, Joh. SrauR, Franz v Suppeei Liederbegleitung mit Orchester: Arditi, LehAr usw. ^ Dies sind nur einige aus der großen Reihe der aufgeführten Miißikwerke. Sie und »Glückliche Fahrt* zum Vortrag zeigen, wie umfangreich d'e Leistungen qcbrarht Am Sonntag, den 30 Mai fin- j der Kreismusikschule unter der Leitung ein Stnndkonrert des Musik-'uqes; von Parteigenossen Stekl sind Hier ist der Wehrmannschcftsstandarte und ein ein Mann nm Werk, der mit viel Platzkonzert der We-^ksmusik statt. Der Tan d^r Mn«;'k in Trif^iil nibt wieder Anlaß auf die vom Symphonieorche- S<"hwung und eiserner Beharrlichkeit n'-oHes oe'!''hfffen hat H'e Trifailer erwarten mit Sparuiung den Tag der Mu- Die neuen Lebensmittelkarten Slfir BnhZ':"'';;;«'' l': De vorÄc.ehenen Zulagen erscheinen in der nächsten Periode doppelt Igen jähriger Ktindiijtintjsfrist oder aus zwin- I Die Lebensmittelkarten für die 50. Zu- ffcnder Notwendif'kcit nh|iehobtn werden, trilungsporiode vom 31. Mal bis 27. Ferner soll der Jugendliebe auOcr scircn Juni weiden in diesen Tagen verteilt, ü^rij-en UiPT'alilun-'en mö^il chst einen ho- wesentlichen Ver v .)il»t;riii!tjsbe\ve g'viig. in Tüchern vc.&tnfDeii: He mon L si'h.d, S\vi fi ■:!, 72 J'ih O; Thete.-iir. S'hrnmel (iflu)- ne Rnb'l, ;i, Loren i'' 7.' Jali.C; i? MS , f..ni -«nron 4 J.^hre In Andt?-m a st irb die ( h' s,t ne K'o-i? (nm p'"d- 'I. m. Vortrag In Tu n. U »/ aiil V« te.jl, Df' für S•1nl^t.^r|, d?n 2') M.ii I ichlliMdorvortrag von \l,ix A"-'' nn iilT^r »Osl.ise'i«, in (io-iohiiz, w :d Ii' hn h('ti C"."upd;''i lUil I^OMn-fc;fl, d 'n I. Moi vprlr'jt. ni. Siariilkun . ite in tu .n iJer vei-fj Ji}: HC Nciiriaii'f/ und hDiiiiuig sl.inilii;i im Ciieii K.c s Ki.nn an Zv besi tif; Mi 1 ■ ■ 1 Ali'T.cikonzoite und ein Vorinittigskon- wurde fehlen !ie gleich'eilin vorgesehe-im Monats-'ii-Inntn von .'100 Gramm B-nt und .SO GinriTTi Fett auf den neuen Kart'^n noch „nri erscheinen d-füi nif den Lehnn<. | ent-.prechenden mitlelk-irten dei 51 7ule"tin-'enori'>de schon mit d-'i ubr.gen P-^stellsrheinen dfippelt mit entsp'erbnnrlor V'irn'-iffs- ' in der nä' h jtnn W^che abzugehen Ist. mögllchkeit. Die zusätzliche Verteilung von Nährmitteln erfolgt in den vier nächsten Kartenperioden, so daß in der '50. Periode zunächst 250 Gramm Gerstengrütze verteilt werden. Die Abgabe erfolgt auf einen besonders gekennzeichneten Absrhnitt der Reichsfleischkarle. Soweit in den Geschäften Gerstengrütze •licht vorhanden ist. können auch an--'ore Nährmittel bezogen werden te--^nrh nicht Teigwaren Dp für Einmachzwecke vorgesehene Zurkerzuteilnng von einem Kilo Zucker ti'^d'irf einer Vo''bestellung. Zu diesem Zweck wird die Reichszuckerkarte für die 51 bis 54. Zuteilungsperiode bereits ■etzt mit auseegf'^'en! sie enthalt einen Bestellahschnitt, der m. Gefährliches Spiel. Einen eigenartigen Einiall in bubenbafter Neugierde hatte der UJ&hrige Be«itzeri«ohn Koa-rod Pcklar aus Osek, Gemeinde Burg-stall, als er mit eirvem Hammer auf eine* Gewehrpatrone schlug. Der Zufall wollte es, daß im selben Augervblick als die Patrone explodierte, der 15jährige Gärt-ner&sohn Stefan Resnik aus der Flieger-gasse in Thesen bei Marburg vorüberging. Beide erlitten Verletziuigen, der erste an der rechten Haiui, der zweite jedoch an der Brust und rechtem Fuß — Eine Augenverletzung zog sich bei der Arbeit der 30jährige Schlosser der Reichsbahn Viktor Magditsch aus der Teingasse in Thesen zu. — Die Verunglückten befinden sich im Marburger Krankenhause. m. Schutz von Betrieben einberufener Handwerksmeister. In der Praxis waren Zweifel aufgetaucht, ob eine Bedürfnisprüfung auf den Gebiete der Handwerkwirtschaft auch bei Ul>ernahme eines Hnndwerkbetriebes im Wege der Pacht, des Erbganges oder der Schenkung erforderlich ist. Der Reichswirtschafts-minlster stellt nun klar, daß in der vierten Anordnung die Br *ürfnlsprQtung beim Erwerb eines bestehenden Hand-werkbetriebei nur vorgesehen worden ist, um zu verhindern, daß einberufene Handwerksmeister durch einen Verkauf ihres Betriebes voreilig ihre Existenzgrundlage aufgebön. Die Bsdürfnisprü fung, die also in diesen Fällen keine echte Bedürfnisprüfung wie bei der Neuerrichtung eines Handwerkbetriebes ist, hat daher lediglich den Zweck, den Behörden und handwerklichen Organisationen die Möglichkeit zur Einschaltung und Beratung der einberufenen Handwerksmeister zu geben. Diese Erwägun-<;en können aber nicht auch bei Übernahme eines Handwerkbetriehes im Wege der Pacht, des Erbganges oder der Schenkung gelten, da hier ein schutz-bedürftiges Interesse der einberufenen Handwerksmeister nicht gegeben ist. Insoweit kommt daher, wie der Minister erklärt, eine Bedürfnisprüfung nicht in Betracht Wir hören im Kundtunk Freitag, M. lUi S«lchM«Bd«n 10: Alt« aad B«a* KoaiarttlAclia. tl.U: D*r Baricht lor Laf*. tS.Mi Liadar- rad Kanacrmuiik. Ii- Klein« linioaiicha Muaik. IT.tS: Naaiaitlich« Untcrhaltun|iniaiik. Iti Otto DobriiKlt •pitll aoi. 18.30: Der Zailtpiegal. I*! Wehrmacht-vortra|. 14.IJ- Frontbrnehta. |9,4S: Dr. Gocbbali-Artikal «Vom Weten dar Kriaa«. 20.IS; Haitara Klinge. 2t! Ein Beauch (in »Theatar dar Snidataa«. DaatichUadtaBdcri 17.15:, Orchettar- and Chorkontart. 20.15: Wilhelm Jemar dirigiert aifatta Warka. 211 Markataina Barhoer Muaikgaacbiehta. Saadar Alpaai t.lS—7i Baachwingtar Morgaa. 19.15—19.45 Dbt Kleine Koniart. 23—24: Dia ktln-genda Brflckt. Operattanqtiarichnitt. Aus aller Welt £1101 p ^>11 r* Als noch die 11m.i iu.. UAJi ^.llfclüw l.ii O lüu, Vi^ü.cil Vv. U iLH. VliXiiUi V» C. iC WÜiUC.j U ■ UUI llULiJ L-ili.llUX u. Uli Uau W VOil Li. iKluli le. .III liu uiinK..>iii.i. u dulm i-c 1.11.l, d.i.) alt' l-t,'-. .. > jd. (.I.e. l W. j it So lul, ulj liaucii dife uiii.jiif.i'riiii..u-bi n iiocii f.ii vVoitieui Kill, uiuduii Au diL bif .e Ui." ^iJll.:^Jauu s.i:il d.o Aiao kiv nci (jfiU\Lii Füi iie isi die \Ve.. ein 1 lodt .uiileii, dei von du.i um d .c< c i'ioduioii bolüiteicii, eiWtis ianjuci.ig A.c-.. 1.1 . . . ». g(;w()i(!oiieii üutüpiein nirlii inel; in P. ■ ti;>iito.fi • , ri (j,en r ■ Mu;; leu h-.iioä Ko; ri'Ti, vor a.;L'ni n der ll h- ininn .!irt' Iiistuinnr''te u'nl brdrh'en im.jkuiieifl. im I- ..lUj >11 in -rii:ri3, |jj .iu idnjt.'iaiii und kuiJiuäWOijj uLiuitiie i;eii b.e.ii dei ije . ..(j üiiitibau iliie eieiis iiii Ndi.eu U.-»ien aus wo sii. im ü; teil eine Pusuioii iidcii dei au (11 aus der Hond winden. So{jai dui b jr hewisi nun) den Uiilen yeiitdiia .Iii ^le luckon ihn iidi Ii dem Irak und iidi li Pa'iistin.i, um ein Gegengewuh 'jegmi die UK) Missmnen und ücieya-t' iii"n zu h.Ilten, die aus den USA ein-getroili'n sind und zw,schon Istanljul iiiul He u's( h'stdii »Cdsh down^-Welt-t.k treibori. VVrib die IjSA wollen, ist vutersl das . n. j u I .'Vnijetjhch leiehen die us-anierika- (• nen Srhii.uii'p-vurtrao. »Die no:disrhel , 1. Sse UH' de. .auer -- Am gleichen! ' ; T-qc IciiKl .m k-MiK-u S,u,i neueii^an e.ne i A Istiuui.'i (es Amtes Fronen statt. Anv/e 'iid wa d.o t' .n, nau i'lora Kouiij. Im Mitleipunkt sl.md ■ n Vort'aq über d e l:iiikochtikt,ün j ' ;ti> uiid Lilioiunqslieime der Soldaten, j iiich .S'>n(!ei mnrke in Böhmen— Muiiieu. ?uin G( :ionK"M an den gefal Interessengebiet für den Dollar Naho.iU'ö!Kcr duicli USA wutschaftlich verskltvt uaa meldeverfahren zugelassen. Die Aus- vciticuiei du. fuhrfirmen erhalten von dei zustätidlgen uti uei DLiiu.uiit. ReicUsbankanstalt unaulgetordart ein Merkblatt mit den neuen Vordrucken, aus denen die neue Verfahrensregelung in allen Teilen ersichtlich ist. Durch die vereinfachte Verfahrensregelung werden bei den derzeitigen Umfang der Warenausfuhr Jährlich mehr als 30 Millionen Vordrucke sowie mehrere Millionen Briefsendungen eingespart werden. Die Neuerungen bringen für Wirtschaft und Verwaltung wesentliche Arbeitserleichterungen. 4- Herstellungsverbot von chemischen Erzeugnissen Iflr den Bflfobedarl. Laut Mitteilung im RA Nr. 117 vom 22. N4a 1943 dürfen nur diejenigen Firmen die nachstehend genannten Artikel herstel len, die diese schon vor dem 1. Septem her 1939 fabriziert haben. Alle anderer Firmen haben die Fabrikation bis spätestens 30. Juni wieder einzustellen. Die Anordnung gilt für Dauerschablonen, Farbbänder, Kohle und Durchschreibpa-pier, Einmal- und Hektokohlenpapler Schreib- und Signierkreiden, Tinten und Tuschen, Stempel und Vervielfältigung« färben, Verbesserungslack, Siegellack Klebstoffe und Büroleim in kleinen Ab füllungen. Vervielfältigungsflüssigkeit für Hektovervielfältiger, Hektographenroller, Hektographenmasse. Sie tritt am 1. Juni in Kraft und gilt auch In der üntersteiermark sowie in den besetzten Gebieten Kärntens und Kralns. U nen s^-Üvcrt : ■ .uh n i^e rli ^n otok'ori V 'II ilc-l.inr^n und Miliu-n, ff (Jliergnip-' p iiliilif R' lidi M fl ydMrh. qibt He böhmisch m;ih: .sehe Post nm 28 Mai f- ■ ^'^iideiinn'k" im Werte von <50 plus 440 HpIIrt in srliw.iizer Farbe heraiin. De*" 2u'.t.li .ifj fliriit de- Rc nhiird'-Heyd rirh G'dfichlnis-Stiftunq zu. m. V\'lede'er»}finuny der rextllschiiie Krn'nburn. Auf Einldriung rler Gauwirt-8chTflskiinim''r Keimten lr lUüäe zuwenJen wtiidun, lü'.i J.diiR, die irdnisrheii kaum rni,"idpi, 1. I, I müssen die IfSA das öl haben. K L-slrduenarntsiei- . j n j- a i I Heute ist es so, daß die Amei ikaner I zwis'hen Kniro und Kabul bereits d e rr^eisten Olkoiizessionen in B?sitz haben auch wenn sie weniger Bohrtürme nie derhrfichlen als d p Engländer Die Bri ten braiiflien das Dl sofort, die Arne r krin'H horten nur Vorkommen. Des hiilh hfihnn sie auch kein unmittelbare Interesse an Prorliiktinnssteifienine Zwischen der Retf'erunq des Irak und der irakischen Pelrolrurn Co kam kür? 'ich ein Ver'rnn zustande, der nur in diesem Zusammenhinq 7U verstehen ist i Es cfpht d'diei um fnlqendes- Nachdenr die USA dlo Akliennifbibeit d^r Irak Petrnl erlangten, forderten sie die StP 'r>qunq zwe'er vielversprechender Toch te'qrselkrhaften: der Mosul Dilfield und er R-israh Oil Co. Re'de Ge^^el' schaffen werden auf Grund de« von rler Bindader Peni'»runq einqeqanqener Vertr-nes ihre Bohrungen einstellen VVied"'aufnahmo erst zwei Jahre nach dem H'idp des Krieges. Zweck: keine vorreUine Aussrhrtpfunq der Vorkom men r^i*» Amerikaner bl'deti sich ein sie werden im Nahen Osten ble'lie'- krtnnen und wollen ihn als Petroleum rToservprreblot henutren wenn 'hre e' •^pn^n Vorr'^le zur Neigo gehen Für den Irak bedeuten die Stillegun fen eine erhebliche finanzielle Einbußf Achselzucken der Amerikaner: »Dis laß' sich doch durch Dollar ausgleichen.« Dir seit längerer Zeit in Aussicht gestellte Anleihi für die irakische R . orunr wird deshalb dem Lande zinsfrei ye luu.^ VfUlÜ, Uli A.V. a^i^L üiii iiOi.il waUilKc iCilUAl« ZU fcU 1 • ud aiC La<.ij.wl«UCi Ua4..u C'iioL W iiiV-iafc yiUC't. lia iSl mcxi- liiJin bü Oie UauCii ZWdl ili. iiiirw dcld y.OuiCiC AUlyUJOl tlU Olpio liiiiLCtj Utiu tiuCi UitJ 11*' uaii v-iuiü. L>»ij uuy.a.ider iiaue. doaiiocli 1111 iSiiiit'ii Ubtuti einen Voi-iip.uiiy Sie btiSdutii die giöiiiun Ümiziu j. jCi, uoC. uUvii U1I.JC SiiiiU lUHUl» l-Hül-ll CtUC. dtUlllLUt,-4l VtiliUUlUu l'liii^ aUa Vl( tiäli.ittj kOll killu dl^e ÜllU jCUU.1 Uiiu^Oi UilC.iiiJÜitLüliiaKl ueu U^A-Okii.ueii ' zu uidcutiu. We- il.(jäcCiib iii uebiriiid uucu eint eii^i.aLiit' Oiiie^iieil. Die Ku-^aziLäi \>ui jdiii am Juüi ytibiicgeu uuu iiuuu li)4/ lUiid l,d iVliiiiuaeu lonueu Uilen Iii, waü uni;>umeliT ins Gewicli^ laut, aib ucib weilvüiisie FöiUeigebiet diu buezdvdiiai iicyi. Jetzt ist did Fi'ucht lüil, iuKjiicii eräeiic.uen die Amerikaner. Sie iiduüii luii den üngläudern ein O.karten abgeschlossen, aui Gtund dessen die LSA bü v. H. und die Briten 4U v. H uei ägyptischen Förderung ei-lialtcii Die Ag^pier müssen zufrieden sein, daU sie die Restbestände aus den Riffinerieii als Heizmaterial kauten dür-Ion. zumal ihre mächtigen Herren, die Briten, auch nicht widersprechen dürfen. Die Dollarinvasior» ist vollzogen, mindestens auf dem kriegswirtschaftlich wichtigsten Gebiet, dem des Erdöls. Jetzt sind die USA darauf aus, sich auch die Kontrolle über die ägyptische Baumwolle anzueignen, um sich hier ein neues Interessengebiet für den Dollar /u sichern. Noch sind den für die Aus-beiitunfj durch die USA auserlesenen .Nahostvölkern die Hände gebunden, und es werden sich auch einstweilen stets Regierungen finden, die den Dollar nehmen, solanne sie sonst gar nichts ha-ben. p s Die längsten deutschen Namen Et ist schon manches Ober dl« Ent* gtehunji unserer Familiennamen ^eia^t und geschrieben worden. Selten aber ha-ben in Deutschland Familitn so ziemlich alle ErkennuniJsmerkmal«. io ihrem F«* millennamen festj^ehalten, wi« es in den Kolonistend6r(ern der Senne, besondert im Kreis Wiedenbrück, der Fall ist. Hier sind Familiennamen mit 20 und mehr Buchstaben durchaus keine Seltenheit. Aus verschiedenen Namen kann man einwandfrei ersehen, daß in früheren Zeiten Rufname, Berufsbezeichnung und vielleicht auch noch der Flurname, wo der betreffende Anwohner ansässig war, «u-sammen|!ezo|)en waren und dann den Familiennamen ergaben. So findet man hier beispieltweis« den Familiennamen Hemkensamtenschnieder oder Ottovondemgentschenfelde. An anderer Stelle scheint es Sitte gewesen zu sein, bei der EheschlieGung, sofern mehrere Söhne verhandeij waren, den Rufnamen dem Familiennamen voransusetzen. Daran erinnern heute noch Familiennamen wie Tönsfeuerborn, Jakobfeuerborn. Darüber hinaus ^ibt es aber in dieser Genend noch Familiennamen, die auch di« Deutsche Rcichspost im Telegramm kaum als ein Wort würde gelten lassen, ton-dem mit der doppelten Wortgebühr belegen würde. Man ttelle sich einmal vor, daß ein Familicnnahie 25 einzelne Buch-stnbnn hat, wie beispielsweise der Name Recheramfeuerbornenteiche oder Recken-heckerFchnieder. Immerhin dürft« die I.än^e der FamMiennamen in der Wieden-briicker Gegend ein Kuriosum darstellen, das wohl nirgends anders in Deutschland eine Wiederholung findet. a. Lebensversicherung Im alten Bom, In der Via Appla, der alten TotenstraB« Roms, wurde bei Ausgrabungen In einem Grabgewölbe eine Tafel entdeckt, die vor etwa 2000 Jahren einem gewissen Antonius zu Ehren auf seiner Grabstätte aufgestellt wurde. Dieser Antonius kam als erster auf den Gedanken, eine Sterbekasse zu gründen, die jedem ihrer Mitglieder ein anständi-ifts Begräbnis sichern sollte. Die Inschrift auf der Tafel läßt keinen Zwei-el über den Beruf des Mannes und dar-iber, daß die Idee der Lebensverslche-ung bereits den alten Römern bekannt war. Tatsächlich aber ist der Gedanke ■ler Versicherung schon viel ilter. In einem Buche, dessen Ursprung auf das 1. Jahrhundert v. Chr. zurückgeht und das wahrscheinlich von einem Schüler des Aristoteles verfaßt wurde, wird von einer Versicherungsanstalt erzAhlt, dl« 'ur Zeit Alexanders des Großen in Babylon existiert hat und von einem Manne namens Antlmenes ins Leben qenifen vrurde. Jeder Sklavenhesitzer Vonnfp hol Antlmenes seine Sklaven für den Fall der Flucht ▼erslchem. Pflr T Tf.-inmr'' niiftflgs drei Kälber und abends vier Schweine und drei Hauuiiel verzehren. Schwindel mit einer neuen Strasse Hochgebirgsmaulesel sollen Tschungking retten Als »Ersatz« für die Burmaroute und in dem verzweifelten Bemühen, einen neuen Verbindungsweg zwischen Tschung-king und Indien herzustellen, ist jetzt ein Abkommen zwischen Tschungking und Tibet getroffen worden, nach dem auf einer neuen »Transportstraße« gewisse Mengen an Kriegsmaterial von Indien nach Tschungking befördert werden sollen, Dieser »Verbindungsweg« erweist sich bei näherer Betrachtung als so unwegbar X Exportvalutakontrolle vereinfacht, und umständlich, daß ihm eine praktische Durch Rundorlaß vom 22. Mal hat der Bedeutung überhaupt nicht zukommen Roichswirtschaftsminister die Exportva- dürft«. Die »Route« führt von Nord-Benga-liitakonntrolle sowie die Anmeldung len nach d«r Hauptstadt von Sikkim, zur Außenhdndelsstatistik neu geregelt. Gangtok, und führt von dort über 4000 Me-Ab I.Juli 1943 werden die Exportvaluta- ter hohe Pässe östlich am Mount Everest erklärung und der statistische Anmelde- und Kanchanjanga vorbei den Oberlauf schein zus.lmniengelegt Von diesem Tag des Brahmaputra entlang bis zur tibetani-an ist zu unterscheiden, ob es sich um sehen Hauptttadt Lhasa. eine entgeltliche Ausfuhrsendung han- Die britisch-tibetanische Grenze ver-(lelt, für die der Ausführer einen Gegen- läuft am Sfldabhang des Himalaya Der wert erhält oder erhalten hat, oder um Brahmaputra schneidet im Norden — un- mittolhnr jenseits der Grenze in seinem Oberlauf tief in das HocluJebirde pin Stromaufwärts wendet sieb das FluHtal zuerst nach Norden, beschreibt dann Pincn Boi^eri- um den östPchen Teil des Hima-lava und führt nftrr^Iich dieses t'belanischpn G'"b'r(''»zinfes in we'M''''^cr Richtung weiter, wo wieder abseits von der Wasserstraße, Lhasa inm ttrn dei flochgebirges liet't Um wolchr Höben es sich hierbei handelt, die bei dem reurn ins Ati^e (ip'nOten Vcfb - ■'np''*""' rlnrct^ Karav/anen bezwun^jen werilen niüasen, eine unentgeltliche Ausfuhrsendung, für die der Aiisführer keinen Gegenwert erhält (Geschenksendungen, Muster, Werbezwecken dienende Sendungen und so weiter) Entgeltliche Ausfuhrsendungen sind ab 1 Juli 1943 mit einer Export-vnlutne-klärung mit Ansfiihrmeldung (neuer Vordruck Ausfuhr Nr. 1) anzumelden, unentgeltliche Ausfuhrsendiin-gen mit einer Ausluhre'ktärnng (neuer Vordruck Ausfuhr Nr 2). Fiimen mit mpbr nis etwa zrbn A'iifub '■^^dungen im Monut werden zu einem Saiiiiiiel- kann man daran crmetscn, dafl die Berg« in der Umgebung von Lhasa durchschnitt* lieh 7000 bis 8000 Meter hoch sind. Das tibetanische Hochland weist ringsum hohe Randketten auf, die bis zu 7000 und 8000 Meter ansteigen, dazwischen liegen Hochmulden in einer Höhe von etwa 4000 Metern. Die Transporte, die von Lhasa atu Ober die Hochebene bis zur chinesischen Westgrenze gehen und auf einer Landstraße durch das Gebiet von Szechwan schließ* lieh Tschungking erreichen sollen, hätten sich also stündig über Höhen und Gebirgspässe zu bewegen, die nur auf schmälsten Saumticrpfnden passierbar und im Winter völlich unzugänglich sind. Gerade der östliche Teil des tibetanischen Hochlandet ist von hohen, in nordwest-südöstlichen Richtung verlaufenden Höhenzügen durchzogen, in die tiefe Flußbette einschneiden Hier müßten die Karawanen auch den Oberlauf dos Yangtsc überqueren, der sich zwischen 4000 bis 5000 Meter hohen Grb'rgjzügen hindurchwindel und hier *chon eine beträchtliche Breite von etwa 700 Mi'lern hat Die Tatsache, daß ein solcher Karawanenzug von PFp'der und ^'nulpseln. wenn er übfrb.^unt die Slrapn7''n des We^et u"d die verf'*i''"rtpn at nosphör nchcn Be-c'irtfunjfen d^r ITob^nHt^cn überwirdet, rund vier Monate b aiicbi um »rin 7'cl zu .am h- daß die r.,»n< T ' 1' 'u jJ prald'sch ohne je Je BciIt UtUiig ist MARBURGER ZEITUNG Freitag, 28. Mal * Nr. 148 * Seite 5 Blick nach Südosten Der erste Judenzug hat Sofia verlassen Der erste Zug mit etwa 1000 aus Sofia ausgesiedelten Juden fuhr am Dienstagabend aus Sofia ab. Die ausgesie delten Juden werden vorläufig in der südbulgarischen Stadt Kornobac unter gebracht. Alle Juden werden verpflichtet, zu ein^m festgesetzten Termin ihre Geschäfte zu liquidieren und genaue Verzeichnisse der Gelder, Waren und des Inventars einem amtlichen Liquidator zu übergeben. * o. Kroallschet Schriftleftergeseti er-lauen. Der kroatisch« Staatsführer hat ein Gesetz Ober die Ausübung des journalistischen Berufes erlassen, wonach riie""Berufsausübung eines Journalisten nn die Mitgliedschaft im Kroatischen Joumalistenverband gebunden Ist. o. Geschorene Zigeuner. Die auf dem Gebiet der Gespanschaft Pest in Ungarn lebenden Zigeuner wurden geschoren, um damit die Verbreitung von Piecktyphus zu verhüten. In der Gemeinde örkany ließ der Kreisarzt unter Assistierung der Gendarmerle allen Männern, Frauen und Kindern die Haare abscheren. Als der Arzt am nächsten Tage in die Zigeunergasse kam, rotteten sich die kahlgeschorenen Zigeunerweiber zusammen und griffen ihn mit Besenstielen tätlich an. Vor Gericht zitiert, erklärten sie, sie wollten lieber sterben als geschoren sein. o. Luftlinie Bukarest-Malland. Anfang Juni wird eine neue Fluglinie zwischen Bukarest und Mailand eröffnet, die übet Agram führt. Zwischenstationen sind ferner Semlin und Venedig. o. Bulgarische Jugendkundgebungen. In zwanzig bulgarischen Städten fanden große Versammlungen statt, wobei die Fahret der Brantk-Jugend gegen den Kommunismus sprachen. Dl« Versammlungen hatten großen Erfolg. o. Wieder ein türkischer Dampfer gestrandet. Innerhalb weniger Tage hatte die türkisrhe Handelsmarine den zweiten Schiffsverlust erlitten. Der 2500 Tonnen große Dampfer »Suad«, der mit einer Ladung Tabak von Samsun nach Istanbul unterwegs war, strandete In der Nähe des Leuchtturms Bnba bei Eregll, Sport und Turtien Um den Gruppensieg in der Gauklasse ' Sapld-Marburg und Rosent«! treten gegen Grazer SC bzw. Reichsbahn- Marburg an In der steirischen Fußballmeisterschaft blieb vor allem in der Gruf^ie B, in die die drei untersteirischen Titelanwärter eingereiht wurden, den Nachtra[28spie1en die Utztc Entscheidunii vorbehalten Zur Zeit bezog die Tabellenspitze abermals die BSG Rotental, die am kommenden Sonntag ihren Vorsprung ge^en die Marburger Reichibahner zu verteidigen hat, die ihr einen genug harten Prüfstein abgeben werden. Rapid-Marburg fährt nach Graz und wird dort gegen den Grazer SC zum Punktekampl antreten. In Graz gehen am Sonntag noch zwei Pflichttpiele vor sich und zwar spielen die Grazer Reichsbahner gegen Pohnsdorf bzw. der GAK gegen den SC Kapfenberg, der sich bereit« den Sieg der Gruppe A gesichert hat. Wer sind die letzten Vier? Zwischenrunde im Zeichen des Wiener Treffens Vlenna—1860 München Der letzte Maisonntag rfickt die Spiele um die Deutsche Fußballmeisterschaft in ihr entscheidendes Stadium; die Zwischenrunde soll Aufschluß darüber geben, welche vier Mannschaften in die engere Entscheidung der Vorschlußrunde kommen, Dai Erreichen der Vorschlußrunde war schon immer ein besonderer Prüfstein und das Merkmal absoluter Spitzenklassen. Überraschungen sind in den bisherigen Vorrunden ausgeblieben und auch die Zwischenrunde bringt größtenteils Begegnungen, bei denen die St&rkeverhältnisse weitgehend geklärt sind — wenn es natürlich keineswegs ohne Kampf abgehen wird. Weit hervor ragt das Spiel Vienna Wien —1860 München. Ferner treffen aufeinander VFR Mannheim—Saarbrücken, Schalke 04—Holstein Kiel und Dresdner SC—Neufahrwassee 1919 Danzig. Handball an drei Fronten Frauen- und Männerhandballspiel Der kommende Sonntag bringt in Marburg gleich drei Handballspiele, die ihren propagandistischen Zweck gewiß nicht verfehlen werden. Die Frauenriege von Rapid-Marburg trägt im Wettkampf um den steirischen Pokal ein Spiel gegen den HC Graz aus, dessen Spielerinnen zu den besten Handballerinnen der Gauhauptstadt zählen. Anschließend werden sich die Männerelf von Rapid-Marburg und der steirische Meister, ADTV Graz, ge- e — Graz und Cilli in Marburg genübertreten. Heid« Spiele finden im Ra-pid-Stadion statt. Im Reichsbahn-Stadion wird sich die Frauenelf der Marburger Betriebiiportge-meinschaft vorstellen und dai Pokalspiel gegen die BSG Westen aus Cilli zur Entscheidung bringen. Auch dieses Spiel verspricht einen wechselvollen Verlauf, zumal auf beiden Seiten die besten Kräfte in die Ereignisse eingreifen werden. Beste Könner tragen den Waffenrock Enter Blick auf di« neue Leichtathletiksaison t Ans der Abt. Rapid der SG Marburg. Freitag um 20 Uhr wichtige Splelerbe-sprechung im Caf6 Rathaus, zu der alle Fuß'baller ruveriaßllch zu erscheinen haben. Der Abteilungsleiter. ! Di»r zum 24. Male durchgeführte Stuttgarter Großstaffellauf sah die Inge-nleur-Offizier-Akademie Vaihingen in 12:39 für die 5,9 km lange Strecke erfolgreich. In Anbetracht der Tatsache, daß die meisten Spitzenkönner der deutschen Leichtathletik den Waffenrock tragen, verbietet es sich von selbst, die Erwartungen zu hoch zu schrauben. Noch ist die Saison zu Jung, um größere Leistungen melden zu können, aber im nächsten Monat dürfte das bereits anders sein. Den ersten VorsjJrung in der europäischen Leichtathletik hat aus klimatischen Gründen Italien erzielt. Zehn 800-m-Läufer, mit Lanzl an der Spitze, sind die 800 Meter bereits unter zwei Minuten gelaufen, über die langen Bahnstrecken hat der kleine Beviacqua bereits Proben guten Könnens geliefert. Obgleich die Saison in Schweden «rst begonnen, liegt hier seitens von Lld-man, der die kurze Hürdenstrecka In 14,4 schaffte, eine Im Internationalen Sinn gültige Leistung vor. Den höchsten Stand aber weist zur Zeit das Diskuswerfen auf. Schon zweimal In diesem Jahre hat der Italiener Tosl die 50-m-Grenze überschreiten können, bis er vor wenigen Tagen von seinem Landsmann Concollni Obertroffen wurde, der einen Wurf von 51,54 Meter hinlegte, Wider Erwarten früh Ist In dieser Saison die 70-m-Grenze Im Speerwerfen bezwungen worden. Aber es war kein Finne, wie man annehmen könnte, sondern der noch wenig bekannte Lette Stendzenleks, der kaum mittelgroß, aber von gedrungenem Körperbau Ist und den Wurfspieß 70.80 Meter geschleudert hat. Im Hammerwerfen führt zur Zelt der Italiener Taddia mit 52.23 Meter, gefolgt von d<*m Deutsrhen Blask mit 49.77 Meter und dem Schweden Thy-velll mit 49.47 Meter. Auch Im Gehen Hegen schon einige nennenswerte Ergebnisse vor. Am weitesten vorgeschritten In der Form scheint der aus Triest stammende Italiener Kressevich zu sein. Im Gehen über 1500 Meter konnte kürzlich Fritz Schwab eine Zeit erzielen, die an sich eine neue Weltbestleistung darstellt, wenn man nicht wußte, das Weltrekorde über diese kurze Strecke nicht notiert werden. Im übrigen hat ein Land bereits «inen Marathonlauf ausgetragen und zwar über den Vollkurs von 42 Kilometer Gemeint ist Spanien. Als Sieger ging Monge nach einer Laufzelt von 3:03:38 hervor, wozu zu sagen wäre, daß solche Zelten In Deutschland schon vor dem ersten Weltkrieg erzielt wurden. In Kürze dürften auch die deutschen Leichtathleten durch Leistungen auf der Aschenbahn hervortreten, so daß sich das .Bild bei unserem nächsten Bericht vielfach ändern dürfte. Dies liest die Frau Ratschläge für die Küche Nudeln allei Art (aucii Mokkaronl usw.) gibt man m kochendes Wasser, läßt sie stets nur unzugedeciit kochen und spült sie nach dem Weichwerden einmal kurz in kaltem Wasser ab, damit sie nicht breiig und teigig schraek-ken. Auf jedes Pfund Spinat gebe man nach dem Kochen eine Handvoll fein gehackten Schnittlauch, wodurch der etwas weichliche Spinatgeschmack gekräftigt wird. Seefisch wird zum Kochen stets mit kaltem, Süßwasseriisch aber stets mit kochendem Wasser angesetzt. Wir brauchen t^lb so viel Fett zum Braten, wenn wir darauf achten, daß di« Pfann« recht rauchend heiß ist, wenn wir das Bratgut hineingehen. Eier, die in eine nicht genügend erwärmte Pfanne geschlagen werden, kleben an, wenn sie nicht reichlich Fett bekommen, lassen dagegen schnell vom Boden los, wenn die Pfanne heiß Ist . Beim Backen von Kuchen In der Form soll die Hitze anfangs mäßig sein, damit der Kuchen gut aufgehen kann. Bildet sich durch zu große Anfangshitze schnell ein« feste Kruste, so kann der Te^g nicht steigen wie gewünscht, Besser «in zu wenig heißer Backofen beim Einsetzen des Teiges als ein zu heißerl Zum Verlängern einer Fleischfarce kann man gekocht« Kartoffeln, Weißbrot, Pilz«, Karotten, Zwiebeln, Kräuter, Hefeflocken und Nudeln nehmen. Jedes einzeln« gibt ein« and«r« G«-schmacksrichtung und es lassen sich durch diese Zutaten nicht nur eine Vermehrung der Flelschratlon, sondern auch besondere Pikanterien erzielen. I DI« Letzten Im Tschammerpokal. Die letzte Runde um den Tschnmmerpokal wurde auf Sonntag, den 6. Juni 1943, mit folgenden Begegnungen festgesetzt: Vlenna—Admlra, FlorldsKlorfer AC— Kapfenberg, Wiener Sportklub—Reichsbahn SG St. Pölten und Austrla gegen den Sieger aue dem Wiederholungsspiel WAG gegen Steyr. ; Böhmen—Mähren 9:1. In Brünn standen sich die Fußball-Auswahlmannschaften von Böhmen und Mahren in einem Vergleichskampf gegenüber, den Böhmen dank besserer Mannschaftslel-st\xng verdient mit 9:1 |2;0) gewann. 1 ~ Unwürdiges Honorar Arthur Schopenhauer, der berühmt« Frankfurter Philosoph erntete, wi« di« meisten Geistesgrößen, wenig klingend« Münz« für »ein« W«rke. Einst hatte «r wieder einmal mit seinem Verleger «in« Auseinandersetzung über diai Honorar^ frage, da dieser Ihm für sein neuestes Werk eine unwürdig niedrige Summe anbot. Schopenhauer schrieb ihm darauft »Bin Diogenes konnte zwar in dem wannen Klima Griechenlands In einem "Faß leben. In Deutschland aber braucht man nun einmal «in geheitztes Zimmer, Splhst als Philosoph « UNTERSTEIRISCHE LICHTSPIELTHEATER MARBURG-DRAU | BUBC-IICHTSPIEIE Heut« IB. 18.30. 20 4S Uhr Pcraml 1219 Allda ValU, Iraiama DUlaa, Abele BrunnJorl AUS ERSTER EHE Bin Toblt-Film mit Franiiika Klnt, Ferdinand Marian, Maria landrock, Karl Schflnbflck. 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Mal REMBRANDT Ein Terra-Flira mit Ewald Balten, Qliiela Uhlen, Heriha Feilet, Theodor Loot and Bndoll Walch POr Jugendliche nlchl ingelattenl Am 29. Mal um 10.30 Uhr, am 30. Mal ora 1.30 tlhr Mlrrhenvorilellungi „Tlichleln deck dich". fon-Eich<»piele Pertnu Freitag, 28. Mal, Snmtlag N. Mal, tSgllch um 18 und 30.30 Uhr. Sonnlag, 30. Mal um IS, 18 und 20.30 Uhr, Montag, Sl. Mal um 18 und 20.140 Uhr KLEINE RESIDENZ In den Hauptrollen LH Dagover, Johannea Blehmann, Winnie Markut, Frlli Odeuiar und Gutlav Waldau, Fflr Jugendliche unter 14 Jabrrn nlchl augelattenl Freitag um 15 Uhr, Samttag um 15 Uhr, Sonntag um 10 Uhr. Montag 15 Uhr MIrchpnvortlellung „IJorn-rOtchnn", Im Beiprogramm „Oer Bste und der Igel" — oder „Arena Huintil Dumtli". ^Cartenvorverkajj^ür^ot^^ Froltag früh. Else und Alexander Linninger geben im eigenen sowie Im Namen ihrer Kinder Xandl und Klausund aller flbrlgen Verwandten allen Bekannten die traurige Nachricht, daß ihre liebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester tind Tante, Frau Marie Schmidl geb. Überer Schuldlrektorawltwe Donnerstag, den 27, Mal, plötzlich verschieden ist. Die Beerdigung findet Samstag, den 29. Mal, um 15.30 Uhr, in Drauweller statt. 730 Marburg, den 27. Mal 1943, Junge Pran sucht Bedienung. Am liebsten zu Älterem Ehepaar vormittags, Adresse in der Verw. des BL^__720-5 Altere, selbständige Köchln oder Wirtschafterin Bucht Posten am Lande. Anschr. In der Verw. des Bl. 719-5 Tausche Zwelzimraerwohnang Im ersten Stock gegen gleiche in Parterre. Angebote unter »Parterre« an die Verw. d. BL 723-0 Offene Stfetlen Vor Blntletlung to« ArbelltkrSI-ten innfl die Zutllmniüng dat m-tlSndlgpn Arhelt^Jimtei eingeholt werden. 8997 Der Sfadfplan und das StPOM^nMPzelchnis fon IHarburg/Drau 1. Autlage Ist In allen elnschlSglgen Geschäften und beim Schalter des Verlages 1er »Marburger Zeltung« tum Preise von RM 1.— erhältlich. Damenfriseurlehrmadchen sucht Balzer, Marburg-Drau, Hlnden- burgstraße ___707-9 Heimarbeiterinnen zur Anfertigung von KinderwÄsche und Kinderkleidchen gesucht. Anträge an das Geschäft Ber-loschnlk, Marburg, Kärntner- stra ße 10.___8R7-6 Kanzlelkrafl, auch kriegsversehrt, für den Tierzuchtdienst ehestens gesucht. Kenntnisse der deutschen Sprache bezw, Stenographie und Maschinenschreiben Voraussetzung. Tier-zuchtamt Marburg-Drau, Her- rengnsse 3fi'IlL__721-6 Serviererinnen (Ober) sucht per sofort CafÄ »Schloßberg«, Cilll 268-5-6 FunJe - Verfu«tfe Gin« golden« Damenarmband' nhr mit goldenem Armband am 21, Mal 1943 um 12.30 Uhr In Cilll, Ecke Jesenko-Sellergnsse verloren Der ehrliche Finder wolle sie im GeschAfte Cllli, Jesenkogasse 3 a, gegen Belohnung abgeben. 2R6-5 YerschieJenei Tausche weißes Lainen-Kosttlra für einen seidenen Geschäfts-mantelstoff oder fertigen. Anzufragen: Schneiderei Kloltsrh-nik, Hindenburgstraße 27. 724 14 Neuen Kocher tausche fflr einen Herrenanzug oder Stoff gegen Aufzahlung Brunndorf, Laudongasse 71.__ übernehme Wäsche rum Waschen Anschr in der Verw, des Bl. ^ ____ _ 726-14 Tausche Tisrhsparherd gegen Srhreibmasfhlne mit Aufrah-hmg. Rudolf Schutschko, Pölt-schach. 727-14 Denken Sie daran — KLEINE AI^ZEIGEN haben in der MARBURGER ZEITUNG GROSSiSN ERFOLG? t Seite 6 * Nr. 148 « F.Jl. g, 28 Mai MARBURGER ZEITUNO Leopold VVallner I Ein (titiifer M^ler aui Schloß Oberpettau Eiqentllch waren wir aufeinanrter neugierig, der Maler Leopold Wallner und sein literarischer Porträtist Wir kannten uns noch nicht und sollten uns am Pettauer Bahnhof treffen, Es ging ddnn aber wie so oft im Leben, wir Sdhen uns und erkannten einander sogleich. Und alles Weitere ergab sich dann gleiclisam von selbst. Schon auf dem Weg durch die Stadt, die wir beide liehen, hatten wir engen Kontakt mitpinauder und vollends dann vom allen Wehrtiii-m der Burg Ober- Der Maler Leo Wallner ppit'ii, wo (U'i Künstler seine Bleibe au|.;ies(hld((i!ii hiit, war mir dieses Ma-Irrlebcn vertraut wie selten eines. Mag es daher kommen, daß Leopold Wall-nnr liher ein angeborenes Erzählertalent veifüqt, (Iiis die Gieignisso, ohne viel Aii'hebpns von ihnen zu machen, schlicht tjnd einlarh wie mit dem Zeichenstift die Details dul dem Blatt, berichtet oder weil diese Landschaft um Pettau, mit ihrer errenf'ifitsn Kontur, die gleicherweise ins Gehirn und ins Blut dringt, 7ur zweiten Heimat des Künstlers^ wurde. Das sei nicht naher untersucht. Wallner wurde als Volksdeutscher in Triost geboren, wo sein Vater Gerichts-heanifer war; aber die Familie zog bald nach Pettau Hinr besuchte der junge Leopold das Gymnasium, machte dann aber das Abitur In Gottichee. Darin liegt so etwas wie ein Symbol für ' den Volksdeutschen Wallner, der in die Sprachinsel ging, um sein Reifezeugnis zu erhalten, Dann freilich hiefi es wihlen. Die Wahl fiel wie Much bei anderen unter-steirischen Künstlern im ehemaligen Jugoslawien aut die Kunststadt Agram. Hier wurden zunächst einmal fleißig Köpfe und große Akte gezeichnet und gemalt. Profesor Omar Mujadzic förderte den jungen Deutschen verständnissinnig. Nach vier Semestern aber lockte mit einem Male die Ferne, rief ihn Doutsrhland, das er ja im Blute trug. Der Wandertrieb meldete sich und Wallner ging, mehr einem »Zufall« gehorchend als der übei legung nach Freiburg Im Breisqau. Hier wurde er Modellzeichner bei dem Chirurgen Professor Eduard Rehm Auch Illustrationen für wissenschaftliche Werke entstanden damals. Doch zugleich bekommt er Geschmack an der Me.f!izin und kurz entschlossen sattelt er um; Der Lebensunterhalt, daß Studium, sind gesichert durch sein Talent. Doch nach vier Jahren muß er nnrh Jugoslawien zum Militärdienst. Die Offizierschule in Marburg hält ihn zwei Jahre lang fest. Bereits 19.19 aber ist er in der schönen Isarstadt München, vorerst noch «ils Mediziner. Da erwacht :iufs neue und gewaltig die Lust 7u malen in ihm. Die großen Vorbilder in den Galerien erwecken den Künstler, der in ihm schlummert. Die Lebenswende ist da. Zugleich lockt der heimliche Zauber der Landschaft. Der einstige Zeichenlehrer am Pettauer Gymnasium, Professor Jirak, nun Wallners Freund, berät den jungen Kameraden. Auch die Bekanntschaft mit Petein kommt um diese Zeit zustande. Bald sind es drei Freunde, die zusammen in Marburg. Cilli, Laibach und Pettau ausstellen. D.imit beginnt die harte, künstlerische Arbeit an sich selbst und am Werk. Doch wer Wallners Zeichnungen, Graphiken, Ölbilder und Aquarellblätter sieht, erkennt sogleich, daß der Künstler auf gutem Wege ist. Wallner, der einstige Modellzeichner für anatomische Präparate, schenkt sich selbst nicht einen Strich. Hierbei wirkt sich wohl auch noch ein anderer Einfluß aus, der des älteren Kameraden Jan Oeltjen, des großen Einsamen der Kollos, dessen Wort und Tat Wallner gleichfalls schon eine Wegstrecke lang begleitet. , Es ist nicht gerade viel, was zur Zeit i im Atelier eingesehen werden kann. Die I Blätter finden ihre Abnehmer, sowie sie fertig werden. Dennoch besticht eine Auenlandschaft >Am Brunnwasser« durch ihre hohe Farbigkeit mit den feinen Werten, die ein streng wägendes Auge auf die Leinwand zu projizieren weiß. Oder ein ande^res Bild, die Pettauer Stadtkrone in z'ügigei Manier, ein wenig Slevogtisch hingesetzt. Brandrot im Tenor der Farbe, als loderte das jahrhundertealte Schicksal dieser Stadt daraus. Auch das Porträt des Vaters ist da, groß gesehen, einfach und streng. Ein Bild, an dem der Künstler gewachsen ist, wie er selbst erzählt Reizvoll in ihrer Art sind Wallners Bleistiftblätter, Landschaften, zumeist im interessanten Gegenlicht, mit einer Morgen- oder Abendsonne, die ihre Strahlen um das Land um Pettau sendet. Ein bewegtes Flirren der Stimmung, und ein»» eigenartige Topographie der KoUoser Hügelwelt in der künstlerischen Struktur tritt hier in Geltung. Wir ichreiten vom Atelier hinaus Ins Freie, zur Brustwehr der Feste Ober-pettau und schauen auf die Stadt und ihr Land hinab. Es ist wie eine heimliche Offenbarung; hier muß dei Berufene den Anruf hören) hier muß Erwählung sich vollziehen. Und bei Wallner hat dieses Hügelland um Pettau gleichfalls sein Machtwort gesprochen! Und das ist gut so. Wer sich viel zutraut, der allein Aiitn«timfn! Sfcllcn-LictilbiM, Gral Pettau, Dlgemcilde von Leo Wallner wird viel leistenl Daß ihn aber Übermut nicht verlocke, dessen ist sich der Volksdeutsche Leopold Wallner aus innerstem Wesen heraus gewiß. Vom Wehrturm Oberpettaus gebt sein Blick ins Land. Das aber heißt Wache halten auch über sich selbst. Kurt Hildebrand Matzak Finnische Frauenkunst Ausstellung finnischer Künstlerinnen in Berlin Grazer Kunst Delibes Xoppelia« im Opernhaus und im Schauspielhaus »Der »Rappelkopf« Leo Dniibrs »Coppelia« auf der Gra-2r»r üpernbüiine zu sehen, dieses Ballet mit der phdiitastischen Handlung und der im Zuge die Sinne erobernden Musik, war fui alle Freunde edler Tanzkunst ein Genuli, dessen Grade sich bisweiltiii in^j .Aulinrgewohnliche erho-bc'ii. Kt • eine Gestalt die bis-zur S(iil)bt\einitlilung ijehl. Geigo, eine starke btcjiihunq vtjii personlichem Stil-willen, nij