Deutsche Macht (Arüöer „Kissier Zeitung^). •tiadat j>»,n lirnitii I» tlllMI B atf ral ■>) |g«tt fit «Ult «» -jlft-a»-, >»« H-u« »»aatljch B. - -SS, MntrtMn« ». 1.50, »«Ib>5»r>s> fl. fc—, «Mqtatgrig IL ■—. «» faftKtftaftaag Mrrtrich«a»<« Habatt. «alwUrtl nehmrn JuVrtaU fSi Ufa Statt «flt bebmtmbca ■BwaeratitctitUua M 3* uft IHlukf ,, »l»«ti,a £cmag. k. «baitnifh.ti». fcrrtni». «. e»,«dft»»d«» W »ttHrlmrt II«lIch, «u KituOw brt «»»». un» Mi t-U H*t Bot- gab »—• Bfct Rachaiutao«. - RKltautiopri Mit»trn. — CUmkriMr Bin*» nicht inMxlniM. — lum .^ule»d»»q<» nicht ttrMMtfcit Nr. 4. Cilli, Sonntag, den 11. Januar 1885. X. Jahrgang. In dem unserer heutigen Nummer beilie-genden Unterhaltungsblatte beginnen wir mit einem neuen, äuße.st spannenden Roman: Der Sohn des Gouverneurs. Aus dem Englischen von Hciir? Perl. Von dem zum Abschlüsse gebrachten Roman . Hart erkämpft" senden wir unsern Abonnenten sür eventuell in Verlust gerathene Nummern — so weit d»r Vorrath reicht — Ersatzexemplare nach. Sprachkämpfe hüben, Sprachkämpfe drüben. Die Erfolge der Slaven in Oesterreich blie-ben auf das Nationalgefühl ihrer Stammes-genossen in Deutschland nicht ohne Einfluß. Die dominirende Stellung, welche r>ie Polen b'i uns zu erringen verstanden, legte auch den Polen Pr>ußens den Gedanken nahe, mit Hilfe deS clericalen Centrums, der Socialdemokraten, Weifen. Dänen und elfässifchen Protestler eine Sprachenfrage in Fluß zu bringen. Ihre Reichs-tagSadgeordneten brachten bereit» den Antrag «in. in der Provinz Posen die polnische Sprache wieder zur gleichberechtigten GeschäftSsprache zu erheben. Da indeß Deutschland keine Senti-meatalitätspolitik kennt, so dürfte dieser An-trag wohl nie Gesetzeskraft 'klangen. Auch ist das österreichische Beispiel zu wenig erbau» lich. „PriDcipiis obsta!* ist daher die Parole. Zudem richten sich sprachliche Sonderbestrebunpen in einem Nationalstaat? wie es Deutschland nun einmal ist. von selbst. Es ist nicht uninteressant, die Verhältnisse, wie sie sich in der Provinz Posen entwickelten, zu betrachten, besonders weil sie Analogien in Oesterreich haben. Die polnischen Stüdte be» sanven sich zur Zeit der verschiedenen Theilungen Der ßannibatismus. Kein Volk der Neuzeit hat eS so gutver-standen, sei.iem EannibaliSmus einen gediegenen religiösen Anstrich zu geben wie die Fidschi-Insulaner. Mit wenigen Ausnahmen beobachteten sie noch bis vor etwa 30 Jahren, als viele von ihnen zum Christenthum übertraten, die bezüglichen Ceremonien mit größter Gewissen-hawgkeit, und noch heutigen TageS werden dieselben von den Bergstämmen der größeren Inseln geübt, ja, sogar auf der Hauptinfel Viti Levu, auf der der Oberhäuptling Thakumbau schon 1854 den CannibalismuS verbot, wurde noch 1870 neben anderen Kriegsgefangenen ein Europäer unter vielen Feierlichkeiten dem Kriegs-gott geopfert, d. h. gefressen. Und dennoch leuchtet aus den Berichten, die wir über dieses Volk besitzen, unzweifelhaft hervor, daß der religiöse Theil ihreS CannibalismuS lediglich Vorwand war. Da diese Berichte zu den auS-führlichsten gehören, die wir über ein Canni« balenvolk besitzen, so eignen sie sich sehr dazu, um den unter den Polynesiern weit verbreiteten religiös übertünchten CannibaliSmuS zu illustriren. Zur Lectüre für empfindsame Seelen eignen sie sich weniger. Die Fidschier behaupteten, sie hätten den CannibalismuS in der Vorzeit eingeführt, um sich die Gunst ihrer Götter, die auf Menschen- Polens in einer äußerst elenden Verfassung. Eine eigentlich« polnische Bürgerschaft gab es kaum. Erst di« allmä^liqe Einwanderung der Deutschen brachte eine Besserung hervor. In den Städten ist deshalb der Gegensatz der Na-tionalitäten nie besonders lebhaft hervorgetreten, wenn er nicht gelegentlich künstlich angefacht wurde. Anders ist e« be» der Landbevölkerung; hi r muß man scharf unterscheiden zwischen dem Adfl und dem Bauer und Arbeiter. Der erstere befindet sich in politischer, die letzteren in reli-giöser Feindschaft gegenüber den Deutschen. Was den Aoel anbetrifft, so hat seine Feind-fchaf« gegen das Deutschthum eher zu- als ab-genommen. Seine Kinder wurden ängstlich vor deutschen Einflüssen bewahrt und soweit als möglich vor deutscher Sprache unv Bildung ge-schützt; der deutsche Hauslehrer war verpönt trotz de» Mangels an polnischem Ersatz, und für die Töchter mußte d»e französische Bonne genügen. Wenn in diesen Kreisen also jetzt ein Bedürfniß nach polnischer GeschäftSsprache be» steht, so ist eS künstlich erhalten worden und verdient keine Berücksichtigung. An Gelegenheit zur Erwerbung deutsch? Bildung hat es der lebenden Generation, welche bereit» unter deut» scher Herrschaft geboren wurde, gewiß nie ge-fehlt. Der polnische Bauer verdankt seine Un-abhängigkeit erst der preußischen Regierung, er ist sich dessen auch einigermaßen bewußt. Auch der bloße ländliche Arbeiter macht keinen be-sonderen Unterschied zwischen polnischem und deutschem Brodherrn, aber bei ihm, wie bei dem B"uer, verquickt sich der nationale Gegen-say mit dem religiösen, und hier muß a«ch eingesetzt werden, wenn endlich Frieden geschaffen werden soll. Man hatte gehofft durch die Schule zu gcrmanisiren, denn diese war der polnischen Nationalität fremd. Aber die bloße Aufnahme fleisch sehr erpicht feien, namentlich die des KnegSgottes zu erhalten, gleichzeitig aber auch, um Räch« an ihr«n Feinden zu nehmen, um Schrecken um sich zu verbreiten und um Fremde von ihren Inseln fern zu halten. Die letzteren drei Gründe mögen wirklich zur Einführung und Beibehaltung des CannibaliSmuS mitge-wirkt haben, sicherlich aber walteten später auch gastronomische Gründe ob, die sich hinter dem vorgeschützten Appetit der Götter und dessen unumgänglicher Besriedigung versteckten. Wäre die» nicht der Fall gewesen, so hätte sich der CannibalismuS gewiß nicht auch auf Stammes-genossen erstickt, wäre nicht von den Macht« habern auch dann geübt worden, wenn nur von ihrem, nicht von dem Appetit der Götter die Rede sein konnte, und hätte nicht Veranlassung gegeben, der Zubereitung deS Menschenfleisches eine kochkünstlerische Sorgsalt zu widmen. Menschen wurden aus Fidschi geschlachtet und verspeist, wenn der Bau eines Tempels be» gönnen wurde, wenn ein Häuptling den Kiel zu einem Kriegskanoe legte oder ein solches vom Stapel gelassen wurde. Häufig wurde da» Deck eine» neuen CanoeS mit Blut gewaschen, und die Menschen, die es hergegeben, nachher ver-speist; auch wurden gewöhnlich mehrere Men-scheu gefressen, wenn ein neues größeres Canoe seine erste Reis« machte und, a» den Bestim-mungsort gelangt, zum ersten Male der Mast der deutschen Sprache als Lehrobject war ein sehr schwaches Mittel, und wenn man die letztere jetzt als Unterrichtssprache eingeführt hat, so wird auch das nicht zum Ziele führen, so lange der Religionsunterricht davon ausgenommen und der Gottesdienst ausschließlich polnisch ab» gehalten wird. Für das erstere liegt kein un» abweißliches Bedürfniß vor. Ein deutsches Kind lernt von einer französische» Bonne, wenn diese kein Wort deutsch versteht, in zwei bis drei Monate» fo viel französisch plappern, als seinem Gedankenkreise entsprich», und ähnlich wird ein polnisches Kind sich gegenüber einein deutschen Lehrer verha'ten, so daß eS in kurzer Zeit de« deutschen Unterricht folgen kann. Di«se Fähig» keil ist aber in Bezug aus den RelizionSunter-richt keine andere, als bei den übrigen Gegen» ständen, denn die Aufgabe des Erlernens ist für daS Kind bei allen di- gleich«. Erhält es da-gegkn in d«r Schule den Religionsunterricht be-sonders polnisch und findet eS auch in der Kirche nur polnische« Gottesdienst, so erlangt di« pol-nisch« Sprach« außer der nationalen noch eine religiöse Bedeutung, und die deutsch« wird als verderbliche Keyersprache angesehen. Deshalb spricht man in Posen nicht von evangelischer und katholischer, sondern von deutscher und pol-nischer Kirche, und das zeigt deutlich die Wurzel d-S Uebels. ES giebt in jeder Gemeinde PosenS auch deutsche Katholiken. ES wäre daher nicht unbillig den Gottesdienst abwechselnd polnisch und deutsch hallen zu lassen. Auch stände eine solche Fordrrung einer deutschen Regierung wo^il zu. Di« bloße Thatsach«, daß >n derselben Kirche von demselben Priester polnisch und deutsch ge-predigt wird, würde der polnischen Bevölkerung ein neues Licht aufstecken, daß ihr Seelenheil nicht mit der Sprache zusammenhängt. I | Den polnischen Adel wird man nie ver-söhnen, denn er hat sich in die Phantasie einer niedergelegt wurde. Hatte man gefangene Feinve, so wurden dies« bei derartigen Gelegenheiten geschlachtet, waren keine vorhanden, so nahm man die Opfer aus den Reihen derjenigen, die irgend eines Vergehens wegen auf der «schwär-zen Lift«" der Häuptling« stand«». Und auf dieser stand«» nicht allein Individuen, sondern Familien, ja, ganze Dörfer und Inseln. War aber diese Reservemannschaft, zu der auch alle geretteten Schiffbrüchigen gehörten, ohne Unbequemlichkeit nicht heranzuziehen, so griffen die Häuptlinge die ersten besten ihrer Unterthanen au» niedrigem Stande auf und ließen sie schlachten. Zuweilen sandten sich die Macht-haber gegenseitig als Geschenk Menschen zum Opfern zu, gewöhnlich ausgesuchte junge Mäd-chen, und um den höflichen Brauch zu krönen, wurde meist auch noch daS zum Braten nöthige Brennholz mitgeschickt. Mitunter hatten die Häuptlinge die genialsten Einfälle, um dem Appetit der Götter auf Menschenfleisch gerecht zu werden. So ließ einst der Häuptling Loti von Na Ruwai seine Frau den Ofen heizen und die Blätter und daS-GraS zur Umwicke-lung d«S zu Bratenden h«rbtibring«n. Als Alle« in Bereitschaft war. erschlug er die Frau, mit der er in glücklichster Ehe gelebt hatte, briet üe und verzehrte sie mit einigen eingeladenen Freunden. D«r B«richt sagt nicht, ob eine Schwiegermutter vorhanden war; vielleicht hätte 2 unmöglichen Renaissance eingesponnen. Sein nationaler Schmerz, den er mit fo großer Sorg' salt pflegt, knüpft sich an Verhältnisse, übet welche die Geschichte längst zur Tagesordnupg überging und deren Wiedereinführung in Die moderne Gesellschaft gänzlich unmöglich ist. Wären sie der Ausdruck der polnischen Ratio-nalitiit, so läge darin eine genügende Recht-fertigung deS über die letztere ergangenen To-desurtheileS. Di« polnische Bevölkerung hat von der preußischen Regierung von Anfang an nur Wohlthaten empfangen und zeigt zum Dank dafür nur wachsend? Entfremdung. Dem Einhalt zn thun, ist man den künftigen Generationen schuldig, welche ein Recht haben zu Deutschen erzogen zn werden, wenn sie al» Deutsche leben sollen. Mögen sie ihre alte Muttersprache unter sich pflegen, aber tirt Hinderniß der deutschen Ciittnr dürfen sie nicht werden, und zwar um so weniger, als sie selbst keine eigene Cultur trägt. Daß die Sache nach 70 Jahren fast schlimmer zu sein scheint, als am Anfange, zeigt zwar, wie wenig Recht die Polen z» ihren Klagen über Unterdrückung haben, aber der Regierung gereicht die schwache Germanisirung nicht zum Lobe. Jede Nachgiebigkeit in natio-naler Beziehung ist ein« Schwäche ; zu welchen Conflicten dieselbe mit der Zeit führen muß, davon giebt unser? Monarchie heute ein wenig erbauliches Beispiel. Kundschau. sEin gewiß charakteristischer Bericht.j Den Verlauf der Verhandlung, welche vorgestern vor dem Verwaltungsgerichts-Hofe über die Beschwerde der Stadt Reichen-berg gegen die ihr auferlegte Errichtung einer tschechischen Schule durchgeführt wurde, schildert das „Vaterland" knapp aber — vielsagend wie folgt: „Der VerwaltungSgenchtShos hat sich heute (vorgestern) mit der Aag« der Errichtung einer czechifchen Schule in Reichenberg befchäf-tigt. ES hat sich für den Gang solcher Ver-Handlungen bereits eme förmliche Schablone gebildet. Die Vertreter de« betreffenden deutsch-liberalen Stadtrathes bestreiten die Richtigkeit der Zählung der Schulkinder, der Regierung«-Vertreter weift die Richtigkeit der Zählung » ich und derBerwaltungSgerichtShof weift di« deutsch-liberale Beschwerde zurück. So auch hier und ist Weitere« darüber nicht zu sagen." — Dem „Vaterlande" scheint somit die Zurückweisung deutschliberaler Beschwerden nur mehr Scha-dlonenarbeit zu sein. Wahrhastig, eine hübsche Anschauung, welche das Organ der Clencal-Feudalen von diesem hohen Gerichtshofe unter dem Präsidium des SiftirungSgrafen Belcredi hat. in dem Fall der fromme Loti mit dieser den Appetit der Götter gestillt, w i« nach civilisirten Begriffen entschieden richtiger gew'sen wäre. Kriegsgefangene wurden oft für besonders feierliche Gelegenheiten aufgespart und. nachdem sie gemästet worden, auch besonders feierlich ge-schlachtet. Die Methode des Schlachten« war dann dem Ermessen des Sieger« anheimgestellt — gewöhnlich wurken die Opfer nur einfach mit der Keule erschlagen — und hatte dann oft, obschon sie auch Rache verrieth, einen un-verkennbaren gastronomischen Beigeschmack. So wurde eine gefangene Frau au« einer von dem Häuptling Ra Undreundr.' belagerten Stadt, vor der einer seiner Freund« gefallen war. bei lebendigem Leibe in einen! Holztroge zerschnitten, damit nicht« von ihrem Blute verloren ginge, ein Bersahren, das als neu und ökonomisch oll-gemeine Bewunderung erregte, und auf daS der Erfinder vielleicht nur deshalb verfiel, weil die Götter ihn gnädig ahnen ließen, was Schwarz-sauer sei. Bei außergewöhnlich feierlichen Ge-legenheiten wurde der Kriegsgefangene auch wohl lebend in den glühenden Ofen gebracht oder so wie unsere Küchenfeen Hummer und Krebse zu behandeln lieben, in einem Kochtopse mit kaltem Waffer „aufgesetzt". Ließ man auch beim Schlachten der Kriegsgefangenen der Er-findungSgabe der Sieger völlig freien Spiel-räum, so war doch für feierliche Gelegenheiten ..Peutsche Wacht." [Der Hochverrathsproceß Strache und Nittels beginnt bereits die Aufmerksamkeit weiterer Kreise auf sich zu len-ken. Bekanntlich haben der Zeitungsherausge-der Strache und der allkatholische Pfarre. Nittel in Warnsdorf gelegentlich eines Stuben-tencommerseS Reden gehalten. In diesen Reden sollen beite Hochverrath verübt haben; Strache soll zum Bürgerkriege aufgereizt und Nittel den Bestand der österreichischen Monarchie ge-sährdet haben — und AlleS daS bei einem Studentencommerse. Die beiden müssen al,o gewiß schreckliche Dinge gesprochen haben, über welche demnächst die Volksrichter deS Leipaer Bezirkes ur.heilen werden. Die Geschwornenliste dieses Bezirkes hat einen ziemlichen Percentsatz Tschechen und „Mittelparteiliche" d. i. deut che Renegaten. Man kann daher aus den Auszug des Processe« gespannt sein. Deatschtand. sDampfervorlage ] Gestern begannen die Verhandlungen deS deut-schen Reichstages und mit ihnen die Berathun-gen der Commission zur Prüfung der Dampfer-vorläge. Die letzteren haben eine ganz besondere Wichtigkeit, weil von ihnen ausländische Inter-essen oerührt weroen, nämlich die von Ocster-reich und Italien. ES handelt sii) dabei um die Wahl des Ausgangspunktes für den eine Theilftrecke der großen ostasiatischen Dampfer-linie bildenden Abschnitt von der Nordküfte deS Mittelme«reS nach Alexandria. Oesterreich wünscht Trieft dazu erkoren, während Italien und die Schweiz für G nua eintreten. Was nun die tafenfrage selbst anbetrifft, fo scheint es in der hat, als ob das Gewicht zu Gunsten TriestS ausschlagen werde, das von vielen bedeutenden deutschen Handelskammern empfohlen und auch von der in diesem Falle gewichtigen Stimme der württembergischen Regierung bevorzugt wird. Insbesondere sollen daneben auch die Ansich'en der bedeutendsten Seestädte Trieft günstig sein. — In Oesterreich würde man natürlich durch die Wahl TciestS sehr erfreut sein. Man ver-spricht sich dort von ihr das Emporblühen dieser Stadt zu einem HandelSstapelplatze ersten Ranges, wie eS früher Venedig war, und glaubt, daß der Welthandel durch die deutschen Dampfer-fahrten einen außerordentlichen Aufschwung er-fahren werd«, der auch für den Binnenverkehr TriestS nach Oesterreich und andern Ländern hin von Nutzen fein werde. Nur die dort be» reitS bestehende österreichische Dampfergesell-schaft deS österreichischen Lloyd scheint von der ihr drohenden Concurrenz wenig erbaut zu sein und deshalb da« deutsche Unternehmen, sich in Trieft festzusetzen, nur mit Mißvergnügen zu beobachten. — Eine andere ungünstige Stimme läßt sich auS dem Lager der Czechen ver- eine Methode so beliebt, daß sie auch durch die schönsten Neuerungen auf die Dauer ni ht ver-drängt werden konnte. Sie bestand darin, daß man dem lebenden Gefangenen die Glieder stück-weise vom Körper schnitt, das Fleisch briet und e« vor seinen Augen verzehrte, ja, ihm selbst davon anbot. Jm.Kriege gefallene Feinde wurden nicht im-mer verzehrt, man begrub sie, wenn sie einen höheren Rang eingenommen hatten, doch ge-fchah daS namentlich dann, wenn Leichen »n Ueberfluß vorhanden waren. Auch konnten die Häuptlinge das Privilegium aufheben. Im Jahre 1850 züchtigte Tuikilakila seine alten Feinde von Natewa ; unter den hundert Leichen, die die Wahlstatt bedeckten, befand sich auch d»e des Rat» Rakefa, eine« Vetters des besieg-ten Häuptlings. Die Unterhäuptlinge des Siegers baten darum, diese Leiche begraben zu dürfen, da Ratu eine» hohen Rang bekleidet hätte und Menschenfleisch in Menge vorhanden sei; allein Tuikilakila verfügte, er ganz allein werde Ratu'« Leiche verzehren, und innerhalb weniger Tage hatte er wirklich Wort gehalten. Damit das Fleisch sich besser hUie und fchmack-hafter bleibe, wurde Raru« Leiche zuerst nur leicht angebraten, dann wurden die tägli-chen Portionen einzeln zubereitet, ein Verfahren das die Götter wahrscheinlich für diesen spe-ciellen Fall vorgeschrieben hatten. Ein Theil 1885 nehmen. Letztere, die allem deutschen Auf-fchwunge uur mit Groll zuschauen, suchen die italienischen Unzufriedenen in Trieft durch di« Besorg'ljß aufzuhetzen, daß die Deutschen, wenn sie in Trieft seften Boden fassen, Alles germanisiren und damit der Jrredenta Bewe-gung den Garau« machen würden l Jit dieser Gesichtspunct zutreffend, so könnte die öfter-reichische Regierung wahrlich nicht« Bessere« thun, als diese deutsche „Colonisation" dort mit allen Mitteln zu fördern. Gorrespondenzm. Laibach, 10. Januar. (O.-C.^> sMofaik.) Sloveuische Blätter wissen zu berichten, daß e« mit der klinischen Escomptc-Geselljchaft nicht >o schlecht stehe, wie man es annahm. Die Ein-leger würden bei eventueller Liquidirung weder an Capital noch an Zinsen verlieren, die Activ-näre „der höchstens eine Einbuße von 25 bi« <30% erleiden. Wollte Gott, eS wäre so! — Inzwischen hat der Bicebürgermetftei und Groß-Händler Fortuna den ConcurS mit einer Passiva vo» 120.000 fl. angemeldet. Der Be-hauptung, daß der Fall des Genannt,-» durch die EScomptebank - Katastrophe herbeigeführt worden fei, wird von diversen, maßgebenden Kr.lscn widersprochen. — „LjublanSki Lift" hat feinen Redacteur, vorläufig wohl »ur pro form» gewechselt. DaS Blatt zeichnet nunmehr Herr I. Naglitsch, Redacteur der „Laibacher Ztg." In Wirklichkeit ist jedoch »och immer Prof«ssor Suklje die Seele des Blatte«. — „LjublanSki Zvon" (Laibacher Glocke), ein Blatt, dessen Redacteur der durch sein: sulminate Gedä-ht-nißrede auf Vater Bleiweis in weiteren Kreisen berühmte Dr. I. Taocer, also ein Mann ist, der mit einer verteufelten Fixigkeit logische Schlüsse zu ziehen versteht, gegen welche alle magische» Künstler (*» Welt die reinen Waisen-knaben sind, — „Ljublanski Zvon" also trägt die Schnld daran, daß zwei Herzen, die sich ge-funden zu haben glaubten, kurz vo^ dem Hafen der Ehe Schiffbruch litten. Die Geschichte ist folgende: Ein slovenischer Schwärmer erwarb sich die Liebe eineS reizenden Mädchens, welche« sich nicht nur durch Schönheit sondern auch durch deut» sches Fühlen und Denken auszeichnet. Das Mädchen glaubt« und hofft«, seine Liebe werde die nationalen Schrullen des Bräutigams mil-dern. Letzterer verstand es auch ganz gut im Verkehre mit seiner Angebeteten Alles zu vermei-den, was sie zur Annahme bewegen könnte, er sei ein slovenischer Exaltabo. Auch seine Lie-bescorrespondenz war eine deutsche. Anfangs kommenden Monates sollte die Hochzeit statt-finden. Zu Neujahr wollte er nun seine Braut mit einem Geschenke überraschen. Dem Beispiele der siegreichen Krieger schleifte di« mit dem Ge-ficht nach unten liegenden Leichen mittelst um die Handgelenke gelegter Stricke aus Schling-pflanzen über den Erdboden hin, während die übrigen voranliefen und, ihre Waffen fchwin-gend, den KriegStanz ausführten. Unterdessen hatte der Lärm einer großen Trommel die Bewohner der Stadt aufmerksam gemacht, daß die siegreichen Krieger mit „Bokola" — zum Verspeisen bestimmter Menschenkorper — herankämen, und nun zog Alt und Jung ihnen entgegen, voran die Weiber, deren unzüchtiger Tanz dem Kriegstanz der siegreichen Schaar antwortete. In der Stadt angelangt, wurden die Leichen dem Häuptling zu Füßen gelegt, der dann die Priester beauftragte, sie dem Kriegs-gott zu weihen, d. h. sie zubereiten zu lassen und sie unter die Honoratioren zu vertheilen. Mitunter sandte er auch wohl einem entfernt wohnenden Freunde und Standesgenossen ein solches Bokola als Geschenk zu. War der Ueber-fluß an Leichen sehr groß, so wurden nur die Schenkel und Arme gegessen, so einmal zu Mbouma. wo das Zerschneiden und Zubereiten der Bokola zwei Tage in Anspruch nahmen; war der Ueberfluß weniger groß, so warf man nur Kops, Hände und Eingeweide fort, so im Jahre 1851 auf Namena, wo zu gleicher Zeit 50 Körper zubereitel wurden. Waren nur we-nige Leichen vorhanden, so wurde nichts fort» 1885 so manches Deutschen folgend, der seiner Er-wählten ein Dichterwerk dedicirt, lauste er sich den letzten Jahrgang deS „Ljublanski Zvon" und sendete denselben — ob in Goldschnitt ge-bunden, wissen wir nicht zu sagen — seiner Verlobten. Er mußte indeß ein recht verdutzte« Gesicht gemacht haben, als er sei» Geschenk mit einem Absagebrief zurückerhielt, in dem ihm seine Braut erklärte, daß sie zu deutsch sei, um an der Seite eines enragirten Slooenen ihr Glück finden zu können. Armer „Zvon der die Zügenglocke der Liebe wurde. Alle Versuclie deS Exverlodten, eine Aussöhnung herbeizuführen scheiterten. Ein Freund von ihm wußte sogar zu erzählen, daß der Gedachte seit dem j'hen Bruche deS Verhältnisses jede slovenische Gesell-schast meide, und demnächst sein Domicil ändern «erde. —tt.— Cilli, im Januar. (O.-C.) sMuthige Kämpfe r.I Wer das Land und Vie Sta^t Gotschee nt 1)t lennt, macht sich davon ganz eigenthümliche Vorstellungen, denn er kennt die Gotscheer nur in den Hausirern, welche mit mehr oder min"er Geschick ihre Waare an-bringen, ohne besondere Sympathien für sich zu erwecken, und wird dadurch leicht zu einem ungünstigen Porurtheile verleitet. Wer dieses Land selbst betritt und mit dessen Bewohnern in Berüdrung kommt, wird sein vorschnelles Urtheil gern widerrufen, namentlich was die Stadt Gotschee anbelangt. Die Stadt ist freund-lich, offenbar im Emporblühen begriffen; sie legt ein lebhaftes Zeugniß von der Wohlhaben--Hut ihrer Bewohner ab und es fehlt ihr nur «ine Eisenbahn, um diese echte Culturstätte deutschen Geistes weit über die Städte Rudolfs» werth und Krainburg emporwachsen zu lasten, denn dann würden die reichen Holzvorräthe in Verkehr gesetzt werden und namentlich die in unmittelbarer Nähe der Stadt befindlichen Kohlenlager würden reichlich zum Gedeihen der Stadt und deS Landes beitragen. Was an de» Gotscheern selbst besondere Bewunderung ver-dient, ist der stramme deutsche Geist, welcher sie beseelt. Da gibt es keine matten Compro-mißler, wie in der Landeshauptstadt Laibach: zielbewußt erlahmen sie nicht in dem Bestreben, das Herzog'dum Gotschee deutsch zu erhalten, und ihrer Energie ist eS wohl zu verdanken, daß dort der slavische Chauvinismus noch nicht Wurzel gefaßt hat. Nicht gering ist in dieser Richtung das Verdienst deS dortigen Notars Dr. Bürger und mehrerer veruiöglicher Bürger, insbesondere aber auch der Professoren am dortigen Gymnasium, welche sich namentlich um das Schulwesen in Gotschee auf das wärmste annehmen. Durch die Munisicenz des Herrn Ctampfl in Prag wurde mit einem bedeutenden > geworfen. Der Rumpf wurde immer zu,rst ver» i zehrt, weil er sehr schnell verdarb. Zubereitet «urde da« Flelsch in großen, nur für diesen Zweck bestimmten Oefen und Töpfen; gewöhnlich in den ersteren, wobei eS zuweilen auch vorkommt, daß wenn der Ofen geräumig genug > war, gleichzeitig ein ganzes Sch nein mit hinein-geschoben wurde. Di« Körper wurden entweder 1 ganz oder zerlegt dem Ofen oder dem Topfe übergeben. Kam ein ganzer Körper in den Ofen so wurde der letztere mit Gras und Banana-bläue?» ausgekleidet, Stücke wurden mit dem-selben Material dicht umwickelt. Der Proceß ! war also in beiden Fällen mehr ein Backen als «in Braten. Noch 1856 wurde europäischen ( Reisenden ein solches Stück überbracht. Es war ein gekochtes Knie, dessen Knochen durch einen seitlichen Einschnitt entfernt waren. Man hatte die Hülle von Bananäblättern daran gelassen, damit eS täglich gewärmt werden könnte. Der-gleichen Stücke pflegte man wohl auf die Grä-ber Verstorbener zu legen, wo sie nie lange liegen blieben. Zuweilen wurden Bokolastücke geräu-chert, indem man sie über den Herd hing; so haben Reisende Arme und Beine hängen gesehen. Das Fleisch der jungen Frauen und Kinder galt als besonders delicat, ebenso das Fleisch de» Oberschenkels und Oberarms, der Kopf va-gegen wurde wenig geschätzt, Zunge, Herz und Leber, die übrigen« gleich auf dem Schlacht- „Z>e»tsche Kostenaufwande eine Holzindustrieschult errichtet, welche alle» ähnlichen Anstalten al« Muster dienen kann. Blo« für die ersten Anschassungen an Lebrmitt ln, Instrumenten und Werkzeugen wurden 4000 fl. gewidmet. Der stramme Sinn der Gotscheer spiegelt sich in ihrer Hymne, ge-dichtet von Professor Josef Obergföll; sie lautet: Vom Rienfequell zum Kulpastrand Soll unser Lied ertönen. Hoch lebe das Gotscheerland, Hoch seinen deutschen Söhnen! Uralt ist uns'reS Stammes Ruhm Wie uns'rer Wälder Eichen; Gott schirm' dich, deutsche« Herzogthum, Steh fest, magst »immer weichen! Osmanenblut, Franzosenblut Hat unser Land gesärdet; De» unverdross'neo deutschen Muth, Den habe» wir ererbet. Ob auch manch feiger Feindeswicht Uns lästern mag und hassen! Wir werden deutsche Sitte nicht Und deutsche Art nicht lassen. D'rum, Brüder, schließet fest den Bund Für uns re deutsche Sache; Wir schwöre» es mit Hand und Mund Zu halten treue Wache. Gouobitz, 7. Januar. (O.-C.) fW a h l-Vorbereitungen.^ Die bevorstehenden Ge-meinderathSwahlen beherrschen alle Gemüther. Die National Clericalen entfalten eine geradezu staunenerregende Thätigkeit; an der Spitze der Agitation stehen natürlich — wie kann man es im Unterlande auch anders erwarten — die Herren „Seelsorger". Gestern erregte es im ganzen Ma kte allgemeines Aufsehen und gerechte Ent-rüstuug, als nach dem NachmittagSgottesdienste in der Caplanei eine Versammlung von unge-sähr 80 Bauern stattfand, in welcher wahr-sch'inlich nicht wenig über die bevorstehenden Wahlen gesprochen wurde. Jenes Gebäude also, welches den Geistliche» als Wohnung ange-wiesen ist, dient razu, um dort Parteiver-sammt ungen abzuhalten — eS sieht geradezu aus, als wollten diese Herren die deutschen Be-wohner von Gonobitz höhnilch herausfordern. Es ist daher gar nichts wunderliches, wenn man das Vertrauen zu solchen Priestern ganz verloren hat, die sich ganz offen in den Partei-kämpf mengen, ja an der Spitze desselben stehen. Noch haben wir cs nicht vergessen, wie die beiden Herren Vicar und Caplan zur Zeit der LaudtagSwahlen den ganzen Tag mit dem Notizbuche in der Hand ga»z vorn« im Wahllokal« standen und dort jeden zur Wahlurne selde manchmal roh gegessen wurden, waren Leckerbissen der Häuptlinge, ohne deren Bewil-Ügung kein anderer davon essen durste. Di das Menschenfleisch für schwer verdau-lich galt, und selbst starke Männer zw-i bis drei Tage nach dem Genuß desselben an Ver-stopsung litten, so aß man es stets zusammen mit gewissen Gemüsen, die der stopfenden Eigen-schast entgegenwirkten; Saucen aus der Frucht der Menschenfresser-Tomato und die Frucht selbst waren zum Bokola sehr beliebt. Als Ge-würz wurde meist nur Salz benutzt. Auf vielen Inseln wurde das Menschenfleisch, besonders wenn es als Hach6 servirt wurde, eine Form, die namentlich älteren Leuten zusagte, nur mit-telst ledigl ch diesem Zwecke dienenden Holzga-bei» gegessen, auf anderen Inseln durfte daS Bokola überhaupt nur mittelst solcher Gabeln berührt werden. Der Appetit der fidschrschen Götter be-schränkt« sich übrigens nicht auf frisch geschlach-teteS Menschenfleisch, wesoalb die Fidschier nichts dagegen einzuwenden hatten, wenn das Bokola einen gewissen Hautgout angenommen hatte, ja auf Moala und Vanua Lewu, wurden die Leichen sehr häufig zum Verspeisen aus den Grä-bern gestohlen. Frauen aßen selten Menschen-fleisch, doch war es ihnen nicht wie bei anderen kannibalischen Polynisiern verboten; Kindern, Sclaven, den unteren Volksschichten und ge- 3 Tretenden bearbeiteten, daß Ihnen zuletzt der Schweiß auf die fettglänzende Stirne trat. Der slovenische Bauer wird eS nie und nimmer wagen, anders zu wählen, als es ihm der Priester räth — um nicht zu sagen vorschreibt — und aus diesem Grunde fragen wir: ist es unter diesen Umständen möglich, daß die Wahl die freie Ausübung eines staatsgrundgeseylich gewährleisteten Rechtes für einen großen Theil der Wahlberechtigten ist? ? Ader auch in anderer Weife wird agitirt, natürlich überall wacker ge« logen. So wurde neulich einem Bauer abge-rathen, er möge ja nicht den Doctor Lederer wählen, da dieser, zum dritten Male als Bürger-meister gewählt, eiu« Pension bekäme, di« natürlich auch der Bauer zahlen müss«. Es wäre in der That Heiterkeit erregend, m'n müßte lachen über so plumpe Lügen, wenn man eben nicht wüßte, daß ja „Lüge nnd schamlose V«r-leumdung" auf dem Banner der Clerical-Nano-nalen stehen. Den Herren G- istlichen aber geben wir das schöne Wort tecum" entrüstet zurück, da wir eben von Jemandem keinen Frieden nehmen können, der ihn. selbst frivol stört! Mahrtnbtrg, 3. Januar. (O.-C.) [Eine Ehrende». eidigungSklage.) Am 27. December v. I. fand im Gerichtssaale zu Mah-renberg eine interessante Verhandlung statt. Herr MejovKek, dortiger Schulleiter, glaubte als in-timer Freund des Hochwürdigeu Herrn Juri Zmanc nicht anders handeln zu können, al« Hrn. Leßnik wegen Ehrenbeleidigung zu klagen. Der Kläger errang hierbei allerdings einen Sieg, allein eine» sehr traurigen. Herr Lesuik hatte den Wahrheitsbeweis seiner Behauptung „Schuft" angetreten. Er lieferte so viel Beweis-Material gegen den Ankläger, daß selbst der amtirende Richter demselben sagen mußte, er habe solche Handlungen begangen, wie sie sonst nur bei der gemeinsten Sorte von Menschen üblich seien. Herr Leö-nik hielt dem Ankläger Mejovsek Folgendes vor: I. Hat derselbe seine Pflicht als Lehrer verletzt, indem er die Schult-nder prügelte. 2. Wurde durch gerichtliche Zeugenaussagen festgestellt, daß HerrMtjovsek in feiner früheren Stellung in Radkersburg nach einem Hazardspiele mit einem Nagelschmied und einem Schlosser ge-rauft habe und daß dabei ein« Handvoll Haare aus dem schönen Barte des Herrn Schulleiters in den Händen der Gladiatoren zurückolied. 3. Ist der Kläger ein nationaler Fanatiker der gewöhnlichsten Sorte, der sich soweit vergessen konnte, daß er gelegentlich eines Besuches bei seinem würdigen Cumpane Herrn Zmauc gegen einen deutschen Bauer die Bemerkung ausstieß: man solle jeden Deutschen in zwei Stücke schnei» wissen Priestern dagegen war der Genuß nicht gestattet; die Priester von Soma>omo jedoch hatten e« gern, wenn man es ihrem Gotte als Hachö darbrachte, der die Schüssel», die in seinen Tempel gestellt wurden, iu.mer sehr schnell leerte. Obgleich die meisten Machthaber Fidschis dem Cannidalismu« mit religiösen Eifer ob-lagen, gab es doch schon zur Zeit, als die ersten Missionäre sich dort niederließen, verschiedene Häuptlinge, die dem Brauch durch-aus abhold waren und ihn ihren Districten > icht duldeten. Auch die Mitglieder der untersten Volks» classen, die wie wir gesehen haben, gelegentlich zum Gesressenwerden herangezogen wurden, konnten dem CannibalismuS niemals den richtigen Ge« schmuck abgewinnen, und gehörten zu den Ersten, die den Lehren der Missionäre sich zuneigten. Da« gegen wieder gab eS einige Häuptlinge, die als Cannibalen ihrem Volke leuchtende Beispiele waren, und deren Namen mit Ehrfurcht ge-nannt wurden, so namentlich der Ra Undeundre von Rakiraki, der vor etwa vierzig Jähret starb. Seine Menschenfleischgabel, die, wie ein jedes dieser Geräth', ihren eigenen Namen hatte, wurde „Undroundro" genannt das heißt, ein kleines Ding, da« eine große Last trägt. Und Hunderte von Pfunden Men-scheitfleisch hatte diese Gabel im Lause der Jahre getragen, denn als man die Steine nachzählte. 4 den, worauf ihm der betreffende Waftelwirth von Remschnig sehr gelungen replicirte: „da« wäre gut, denn dann hätten wir noch mehr Deutsche." Kann einem solchen Lehrer ein deut» sches Kind ruhig und sorgenlos anvertraut wer-den? 4. Hat der Herr Schulleiter einen acht-baren Bürger, der sich bei ihm nach einem ihm anvertrauten Kinde erkundigte, beinahe die Stiege hinuntergeworfen. Wo blieb in diese» Falle die Achtung vor dem Schulgesetze? — Obwohl, wie der functionirente Richter in seinem ausgezeichneten Resumö beionte, die vorgebracht ten Handlungen eine» Pädagogen ganz und gar unwürdig seien und den Mangel jeglichen BildungS- und Anstand»gesühle« bewiesen, so könnte doch damit der Beweis des Worte» „Schuft" nicht erbracht fein. Wir wünschen nur da» Eine, daß der LandeSschulrath die Acten dieser Verhandlung gegen diesen an einer deutschen Schule angestellten Nationalfanatiker einer gehörigen Würdigung unterziehe und sein Wirken in Mahr«nt«rg einstelle. Herr Meiov-sek kann wohl stolz auf seinen Pyrrhu» Si«g sein, nach welchem er wohl paffend ausgerufen hätte: „Dieser Sieg hat mich zu Grunde ge-richtet." St. Marein, 8. Januar. (O.-C.) [U n s e r serbisch-croatischer-tschechischer MedicuS.j Wir haben unlängst Anlaß ge« nommen, unserer so sehr beschäftigten von d r Linie Prag-Agram abstammenden medicinischen Kraft einige Zeilen zu widmen. In Ergänzung dieser Correspondenz müssen wir unserem Versprechen gemäß unS mit diesem MedicuS wieder be-schästtgen. Zur Illustration dieser Koriphäe am medicinischen Himmel möge Folgendes dienen. Als in der bekannten Affaire deS Maurers Zomolo Letzterer sich bei einem Medicinisch Doctor in St. Georgen ein ärztliche« Attest ausstellen ließ, war >>icse» unserem ProtomedicuS „viel zu wenig scharf" ; denn er bemerkte öffentlich : „Schade, daß Zomolo nicht zu ihm ge-kommen, er hätte demselben ein »bessere»" ärztliches Zeugniß ausgestellt. Ist unS schon unde-greiflich, wie unser Arzt ein „besseres" Zeug-niß. als sein wenn auch nationaler, aber doch ehrenwerther Collega in St. Georgen auszu-stellen im Stande wäre, so ist uns noch weniger zu verargen, daß wir über die O b j e c t i v i t ä t unseres tschechisch - serdo - croatischen MedicuS, der hier auch als GerichtSarzt fun-girt, ganz eigenthümliche Schlisse ziehen, insbesondere weil der Geklagte ein Deutscher warES mag auch für seine Herren, geehrten College» von Nah und Fern, auch die Conna-tionalen nicht ausgenommen, sehr angenehm sein, zu erfahren, wie er dieselben öffentlich beur-theilt, und als was er sich hinstellt! Uns die der große Todte, von der Zeit an gerech-net, als er schon im reiferen Alter stand, auf einem Felde aufgehäuft hatte, um durch jeden einzelnen Stein einen gefressenen Menschen zu markiren, fand man achthundertzweiundsiebzig. Mit der Erwähnung dieses würdigen Mannes finde« eine Zusammenstellung über den Canni-balismuS der Fidschier den würdigen Schluß. —v.— Äus Mozarts Jugendzeit. Eine Erzählung von Rich, Schultz-Heynatz. Mozart war erst einundzwanzig Jahre alt und hatte bereits sozusagen die halbe Welt ge-sehen. Wien, Paris, London, Amsterdam, Mai» land. Bologna, Verona hatten reichlich Gelegen-heit, dem Genius WolfgangS ihre Huldigungen zu erweisen. Der alte Leopold Mozart war, wie bekannt, ein Mann von ungemein practi-fchem Sinne. Da es ihm in Salzburg selbst nicht sonderlich gut ging, so schien die Idee, mit seinen so reichbegabten Kindern, dem Wolf-gang und der „Nannerl". Kunstreisen zu machen, nicht ganz verfehlt. Große Schätze brachten in-dessen diese Ausflüge nicht ein, denn oft klagt der besorgte Vater in seinen Briefen über un-zureichende Einnahmen, wenn auch die Freude über di« künstlerischen Ersolge Wolfgangs den materiellen Ausfall zu ersetzen geeignet war. Die letzte Reise deS Vaters mit dem Sohne „Z>e«tsche Macht" wundert gar nichts mebr an diesem ge—malen MedicuS. da wir ja wußten, daß derselbe von der Linie Prag-Agram abstammt! Daß unsere famosen öitalnicagenossen, die olle vom natio-len Veitstänze ergriffen sind, ein würdiges Mit-glied mehr gewonnen haben, ist wohl selbstver-ständlich, und gratuliren wir so recht vom Her-zen dem Citalmca-Grünter und dem Vater der-selben, dem »indischen BerkehrSminister in spe derzeit noch Bahnbauprojectiiacher, für diese herrliche nationale Acquisition ! Die bessere Classe muß leider nach wie vor von auSwärtS ärzt-liche Hilfe in Anspruch nehmen. Kleine HhroniK. [Graf Coroninij mag nun sehen, wie weit man mit VersöhnungS-Jdeen kommt. Zu seiner morgen stattfindenden Wähler-Versammlung erwartet man von seinen italieni-schen Wählern heftige Opposition auch des Umstände» wegen, weil er die Einladung zur Versammlung gleichfalls in der slovenischen Zeitung „Sofa" einschalten ließ, welche wieder unter das Inserat in nicht mißzuverst hender Weise eine AdonnementSei.iladung auf den ,Jurij s Puso", ein alberneS j slovenische« Witzblatt dringt, welches sich über Herrn Grafen Coro-nini besonders gerne lustig macht. [Duell z wischen A e r z t e n.) In medicinischen Wiener Kreisen ist viel die Rede von einem Duell zwischen zwei Assistenzärzten eines Spitals, das dieser Tage stattgefunden haben soll Im Journalzimmer wurde ein Kranker vorgeführt, der einen Verband an einem Fin-ger hatte. Einer der beiden Aerzte wollte den Kranken sofort auf seine Abtheilung bringe» lassen, der andere wollte vor >«r den Verband, der kunstgerecht gewesen sein soll, abnehmen und durch einen zweckmäßigen ersetzen. Darob kam es zu einem Streite, in welchem einer der Aerzte den anderen beschimpfte. Eine Real-Jnjurie folgte der Verbal-Jnjune, und da beide Aerzte in der Reserve dem Militär-stände angehören, war ein Duell die unver-meidliche Folge. Dasselbe wurde heute auSge-fochten, Säbel dientrn als Waffe. sDrei Waggons in den Boden-s e e g e st ü r z t.Z Bei dem Auslade» der Wag-gons aus dem württembergischen Trajectkahn, welcher vor einigen Tagen um 6 Uhr Morgens von Fri drichShafen in RomanShorn eingelaufen war, brach eine Zugstange des ersten Wagens; die drei Hinteren Wagen, wclche schon die schief-liegende Trajectbrücke erreicht hatten, sprangen wieder auf daS Schiff hinein, prallten an der Puffersteuereinrichtung auf, setzten sich wie-der nach rückwärts in Bewegung und stürzten bei der Trajectdrücke in den Bodens??, nachdem nach München würbe 1775 beendet ; Wolfgang konnte mit Stolz auf den Erfolg feiner Oper: „La Finta Giardiniera" zurückblicken. Doch jetzt, wieder in das heimatliche Salzburg zurückge-kehrt, galt es, einerseits die gemachten Er-fahrungen zu verwerthen, andererseits aber die unterbrochenen Studien wieder auszunehmen. So gingen achtzehn Monate in steter, ruhiger Arbeit dahin, bis des Vater« Befehl „Mutter und Sohn nach Paris !" die stille und glückliche Häuslichkeit plötzlich wieder aufhob. Es war am 23. September des Jahres 1777. Vor dem freundlichen Häuschen Mozarts hielt bereits die alterthümliche Postkutsche, mit allerlei Packeten und Koffern hochbeladen. In der kleinen, weinberankten Hausthüre spielte sich eine ungemein rührende Abschiedsscene ab, auf welche di« berbstliche Sonne mitleidsvoll ihre Strahlen sandte. Noch einmal küßte Wolf-gang sein „allerliebstes Schwesterlein" und seinen Vater Leopold, half mit vollendeter Grazie seiner Mutter, die damals auf fünfzig Lenze herabsah, in die Reisekutsche, und fort gingS unter Hörnerklang und Tücherw?hen zum Thor hinaus! Nach deS Vaters Plan sollte Wolfgang zunächst nach München fahren, um dort beim Kurfürsten eine feste Stelle al« Compositeur zu erlangen. „Jetzt ist es noch zu früh," meinte dieser; 1885 die Verbindungen zwischen Schiff und Brücke sämmtlich abgerissen waren. Von der Mann-schaft wurde Niemand verletzt. Die Wagen wa-ren mit Petroleum, Brettern und Getreide be-laden. Die beiden ersten Ladungen nahmen tei-nerlei Schaden; das Getreide wurde wesentlich vernäßt. Die drei Wagen stehen auf dem See-gründ in einer Tiefe von einigen Metern. sWie dieZeiten sich ändern.jDie Rolle, weiche die Botschafter der europäischen Mächt« in Constantinopel noch im 17. und 13. Jahrhundei t spielten, war eine wenig beneiden?-wertde. Selbst deS stolzen Ludwig XIV. von Frankreich Botschafter wurden auf Geheiß de« SullanS gemißhandelt und gewaltsam aus d?m Audienzsaale en'fernt, wenn sie sich den An-m ßungen der türkischen Machha'^er nicht füg-ten. So wurde der Botschafter de la Haye zu Boden geworfen, als er einst bei der Audienz sich nicht tief genug beugen wollt«, und dann auf Befehl des Sultans vom Kaimakam (Stell-Vertreter des GroßvezierS) hinauSgeprügelt. Trotz-dem blieb de la Haye Jahre lang auf seinem Posten. Ein Nachfolger deS eben g.nannten Botschafters, der bei einem Rangstr«ite mit dem Großveciei gedroht hatte, «ine französische Flotte werbe vor Constantinopel erscheinen, wenn ihn der Großvezier sitzend empfange, wurde von Stuhle gerissen und von den Tschausen (Polizei-soldate ) geohrfeigt, sodann aber in Hast ge-bracht. Nach einigen Tagen wurde ihm der Vorschlag gemacht, di« Audi«nz, bei der er so arg behandklt worden war, als nicht voraefallen zu betrachten und eine neue nachzusuchen, die als erste gelten sollte. Und auf dieses Compro-miß ging der Botschafter wirklich ein! sE i » e Präsidentenwahl^ in den Vereinigten Staaten von Nordamerika kostet viel Papier Die Stimmgeber beider Parteien besonder« aber di« von den Vertrauensmännern al» „zweifelhaft" bezeichneten, werden von der anderen Seite oder von beiden Seiten mit Parteifchriften bearbeitet. Die Stimmzettel allein erfordern, da sie in großer Anzahl ge-druckt werden, 900 Tonnen Papier. Der Druck dieser Stimmzettel kostete in der letzten Wahl nach eingehende» Berechnungen nahezu 2,200.000 Mark. Würde man die Stimmzettel aneinander sieben, so würden sie fast zweimal um die Erde reichen. ^Sibirische Postverhältnisse.j Die „Petersb. Ztg. erwähnt, daß eine Firma in Wladiwostok erst in diesem Jahre ein Post-packet erhielt, daS für sie im Jahre 1880 auS Moskau abgesandt worden war. [Die That einer Wahnsinnigen.! Ein ungewöhnlicher Vorfall ereignete sich am letzten Mittwoch, wie aus London berichtet wird, in ChiSwick. Ein junges Di?nstmädch?n, „er (Wolfgang) soll gehen, nach Italien reisen, sich berühmt machen. Ich versage ihm nicht», aber jetzt ist eS noch zu früh." Mozart aber schrieb nach Hause: „Da haben wir'» ! Die meisten großen Herren haben einen so entsetzlichen WelschlandS-ParoxiSmu» !" Die Hoffnungen Leopolds hatten sich also nicht verwirklicht. Wolfgang reiste deshalb mit feiner Mutler ab und fuhr nach einem kleinen Abstecher nach AugSburg am 30. October in die Thore de« freundlichen Mannheim ein. Der kurze Aufenhalt in diesem anmuthigen Städtchen erinnert uns an die reizende Liebe»» Periode — die erst« wohl — aus Mozart» Leben, deren wir hier besonders gedenken wollen. Da« reiche musikalische Leben Mannheim» führte Wolfqang auch in das Haus de» Ko-pisten, Musikers und Souffleurs W der, woselbst er durch ein hübsche» und sehr talentvolle» Mädchen längere Zeit gefesselt wurde. Er schrieb darüber selbst zu seinem Vater: „Herr Weber hat eine Tochter, die vortrefflich singt und eine schöne, reine Stimme hat und erst 15 Jahre alt ist. E» geht ihr nicht« al» die Activa ab, dann kann sie an jedem Theater die Prima Donna machen. Ihr Vater ist ein grundehrlicher deutscher Mann, der seine Kinder gut erzieht, und die« ist eben die Ursache, warum das Mädel hier verfolgt wird. Er hat 6 Kinder, 5 Mädel und einen Sohn. Er 1885 Namens Ration, erhielt von ihrer Herrin, die im Begriffe 'stand, auszugehen, gewisse, die Häuslichkeit betreffende Weilungen, die ihm nicht gefallen zu haben schienen. Gleich nach dem AuSgange der Hausfrau kleidete Ratson di» beiden Kinder derjelben, zwei kleine Mädchen, an und hieß sie vor dem Hause warten. Alsdann zerstörte sie in der Wohnung eine Maffe Gegenstände, die nicht niet» und nagel-sest waren — Küchen-Utensilien, Gemälde u. s. w. — führte die beiden Kinder nach der nahen Themse, warf Beide in den Fluß und stürzte sich dann selbst hinein. Glück.icherweise waren BotSleute in der Nähe, die, durch da« Angst-gejchrei der Kinder herbeigelockt, alle Drei in nahezu leblosem Zustande wieder an'S Ufer brachten. Die Kinder erholten sich bald, aber das Dienstmädchen konnte erst nach vierstündiger Bewußtlosigkeit wieder zu sich gebracht werden. Am nächsten Tage unter der Anklage de« ver-suchten Mordes und Selbstmordes vor den Polizeirichter gebracht, erklärte Ratson: „Ich habe es nicht gethan. Ich weiß nicht, wie ich in'« Wasser gekommen bin." sDaS Verschwinden eines Sees in Amerika.) Reds Fisi Lake, ein See auf einer Bergkette in Jdaho, der mehrere Meilen lang und sehr tief war. ist plötzlich in der Tiefe verschwunden. Der See lag etwa 11.000 Fuß über dem Meeresspiegel und war mit einem dichten Wald umgeben Die Welsen bestehen aus Granit und Kalkstein und eine ungeheure Oeff-nung hatte sich gebildet. Der See enthielt Mit-lionen rother Fische, welche mit dem Wasser spurlo« in die Tiefe versunken sind. sBon einem ergötzlichen Qui-p i 0 q u 0] wird aus Frankfurt a. M. berichtet. Am Mittwoch Nachmittag kam ein junger dortiger Einwohner, der die Größe eines Garde» Offi.ier« hat und dem Prinzen eines deutschen Hofe« sehr ähnlich sieht, aus die Eisenbahn-station H. Bei feinem Erscheinen auf dem Per-ron wurde er 'ofort mit „Königliche Hoheit" von dem Bahnpersonal angeredet, und ihm die Meldung gemach», daß der Salonwagen bereit st he und der Zug seiner warte Er wollte Ein-Wendungen macheu, doch der Stationsvorsteher bemerkte nur : „Ah, Königliche Hoheit reisen in» cognito". Ohne daß der junge Mann es wollte, besand er sich bald, halb geschoben, halb ge-hoben, in dem Wagen. Das Sianal zur Ab-fahrt wurde gegeben, und fort dampfte der Zug nach Frankfurt. Hier wurde der Herr in derselben Weise emps ngen. Die Schaffner hatten weiße Handschuhe an, geleiteten ihn aus dem Wagen und meld ten, daß auf Wunsch zur Wahrung des Jncognito« eine Droschke bereit hat sich mit Frau und Kindern 14 Jahre mit 200 fl. begnügen müssen, und weil er semem Dienste allezeit gut vorgestanden und dem Kur» fürsten eine sehr geschickte Sängerin gestellt hat. so hat er nun — 500 fl. Meine Arie von der I)e Amicis mit den entsetzlichen Pas» sagen singt sie vortrefflich." DaS Mädchen, für welches Mozart er-glühte, war die jüngere Tochter Webers, Aloisa, als nachmalige A. Lange in den Theateran» »alen eine Berühmtheit. Mozart faßte zu ihr «ine tiefe Neigung und war hochbeglückt, diese erwidert zu finden. Der alte Weber hätte e« »ohl nicht ungern gesehen, wenn aus beiden «in glückliches Paar geworden wäre; er, welcher stets mit Noth zu kämpfen hatte, glaubte überdies, durch solche Acquksition seine durstige Lage zu verbessern. Er regte auch eine Kunst, reise nach Italien an, die jedoch an dem ener-zischen Veto des alten Leopold scheiterte. „Fort mit Dir (und der Mutter) nach Paris und das bald?, und setze Dich großen Leuten an die Seite!" schrieb der Vater, und der Sohn, folgsam wie er war, rüstete sich auch sogleich zur Abreise. Wieder gab eS einen recht traurigen, aber hoffnungsreichen Abschied. Als Pfand seiner Liebe ließ Wolfgang der Ange-beteten die prächtige Arie: „Non gü d'onde viene" zurück, von der er seinem Vater schrieb: »Gieb sie niemandem zu singen, denn sie ist ganz für Weber geschrieben und paßt ihr wie ein Kleid auf dem Leibe." Macht." gestellt sei. Mit tiefen Bücklingen führten sie den Herrn zum Wa,;en. woselbst er in die Tasche griff und ihnen br.i Mark mit der Be.nerkung einhändigte, auf sein Wohl zu trinken. Die an-gebliche Hoheit ließ sich nach eine.it Hotel fahre?.. Mit dem späteren Zuge traf aus der-selben AbfahrtSstalion ein junger Herr ein, der sich angelegentlich nach dem Salonwagen er-kündigte, worauf ihm die Mittheilung wurde. Königliche Höhet sei mit dem vorigen Zuge schon abgefahren. „Was", hieß eS. ..Königliche Hoheit" abgefahren. Ich bin „Königliche Hoheit." Der Prinz nahm das Mißoerständniß heiter ruf und amüsirte sich darüber, einen solchen Doppelgänger zu haben. [Eine sonderbare Wett es hat ein unter dem Spitznamen Eapitän Georges durch seine Extravaganzen bekannter Herr in Paris entrirt, der es übernommen hat, zu Fuß die Strecke von Paris nach Nizza, ein Schubkarren vor sich herschiebend, zurückzulegen. Der Ein-satz beträgt fünfhundert Louis'dor. Zwei Un-parteiische werden zu Wagen den unerschrockenen Spaziergänger begleiten. Der Eapitän Georges — sein wirklicher 'Name ist Sir Williams C. — ist ein Mann von etwa vierzig Jahren und von herkulischem Körperbau. [Wieviel Frauen werth sin b,] darüber haben die Gesetzgeber alter und neuer Staaten sehr verschiedene Ansichten gehabt. Si» cher ist. daß in der Vorzeit die Frau weniger al« der Mann galt. Moses schätzte den Mann auf 50, die Frau aber nur auf 30 Scheckel Silber. Homer singt: „Ein blühend s Weib ist der Kampfpreis, klug in menschlicher Kunst — und geschätzt vier Rinder am Werthe." Nach dem Strafgesetz der alten Isländer gilt dort eine Hrau gleich 3 Mark (etwa 9 Gulven nach unserem Gelde), und das alle deutsche Volks-recht der Allemannen setzt den Werth eines WeibeS aus 200 Gulden, wenn sie Mädchen, auf 80 Gulden, wenn sie verheirathtt ist. [Die Kunst — graziös zu fchla-fen.j Daß die Erzi-hung junger Damen in Amerika den höchsten Grad der Vollkommen« heit erreicht hat, wird nach dem Folgenden wohl nicht mehr in Zweifel gezogen werden: In der Damenakademie zu Eincinnati wird den Schülerinnen auch die Kunst graciös zu schlafen beigebracht. Die „Frau Professorin deS Sch>afeS" staunte über daS Kopfschütteln des Gewährsmanne« dieser Zeilen. Haben Sie jemals daran gedacht, daß wir ein Drittel un-serer Lebensweise schlafend verbringen? Haben Sie jemal« an Ihr Aussehen während des Schlafes gedacht? Nun, bei Ihnen m ich« es nicht viel aus, aber ein Mädchen muß jederzeit Am 14. März 1773 verließen Mutter und Sohn das Mädchen; in Wolfgangs Herzen ruhte das Angedenken an seine Aloisa. Mit mannigsachen Empfindungen zog er am 23. März in die stolze Seinestadt ein. Daß Mozart auch dort die größten Triumphe seiner Kirnst und seiner eigenen reizenden Persönlichkeit feiern konnte, ist bekannt. Doch mit rauher, rücksichls» loser Hand schlug das Schicksal plötzlich mit» ten hinein in die Freuden: seine geliebte Mutter raubte ihm der unerbittliche Tod! Sein stark«« Goltvertrauen ließ ihn dieses schwere Unglück mutlng ertragen; im Herbst desselben Jahre» veiließ er Pari« und reiste direct nach München, wohin die Familie Webers inzwischen übergesie-delt war. Wolfgang, der noch im Traueranzug«, nach damaliger französischer Sitte im rothen Rocke mit schwarzen Knöpfen, einherging, suchte so» gleich die Webers auf. In seligster Stimmung betrat er daS Wohnstübchen, aber wie erstaunte er, als sein herzlicher Gruß von Aloisa nur eiskalt erwidert wurde, kaum schien sie ihren Wolfgang wieder zu erkennen! Dieser ward an» fang« über ihre Tr ulosigkeit verblüfft; bald aber gewann die Vernunft und fein allezeit lebendiger Hnmor di« Oberhand, kurz entschlossen setzte er sich an daS Fortepiano und sang laut daS damals bekannte Liedchen: „Ich laß' das Mä-del, daS mich nicht will!" Damit hatte diese erste Liebesperiode Mo» zarts ein Ende. Weitere Details sind uns dar» 5 so nett und reizend al« möglich aussehen, ganz abgesehen von ihrer zukünftigen Stellung als verheirathete Frau. Deshalb habe ich in meine Vortrüge die Kunst, graziös zt schlafen, auf-genommen. Viele Damen z. B. haben die schlechte Gewohnheit, während deS Schlafens den Mund offen zu halten, und da« schreckt ch unweibliche Schnarchen ist die Folge davon. Ich lehre den Mädchen ihre Lippen vor dem Einschlafen auf anmuthige Weise zu schließen und sich nöthigenfalls hierzu in einem Hand» spiegel zu besehen. Sie dürfen ihren Kopf auch nicht zu tief auf die Kissen zurücklegen, so daß der Mund sich nicht willkürlich öffnet, sobald die Muskeln erschlafft sind. Ich beschwöre sie auch, für die Nachtruhe ebenso sorgfältig Toilette zu machen, wie für den Tag. Die Nachtwäsche soll nett, pikant und passend sein, deshalb also di« schrecklich« Schlafhaube ganz ausschließen. Das Harr darf nicht in einem festen Knoten zusammengelhan werden, sondern muß leicht und lose arrangirt sein, ganz mit Rücksicht auf die Präsentiroarkeit (presen-tability) und dann auf den Comfort. Ihre Stellungen und Lagen im Bette dürfen ebenso wenig linkisch und unschön sein, wie ihr Auf-treten während des Tages, und ich instruire die jungen Damen derart, daß sie zu jeder Stunde des TageS und der Nachtzeit von ihren Familienmitgliedern und Kindern überrascht werden können. Sie werden stets ein anziehen-des Bild darbieten, denn die anfänglich g«» zwungene Gr, jie wird bald zur Gewohnheit werden." [Wahnsinnig au» Liebhaberei.^ Auf dem Gebiete der Zeitungsindustrie ist schon manche« Seltsame zu Tag« gefördert worden. Doch daß man einem Wahnsinnigen aus Lieb» haberei auf demselben begegnet, zählt wohl zu den seltensten Ericheinungen. In der Thal hat sich ein solcher in England gesunden, der meh» rere namhafte Ae-zte derart zu täuichen wußte, daß man ihm das Zeugniß der Reife für's Nar» renhaus ausstellte. Der Aufnahme in das Jr» renhaus stand nun nichts mehr im Wege, und der Schein-Wahnsinnige hatte seinen Zweck erreicht. Er erhielt dort die d«st« Gelegenheit zum Studium der Mängel der englischen Ge-setze über das Jrr.nwesen und die Irrenhäuser. Nachdem der Betreffende nach einem längeren Ausenthalt und den sorgfältigsten Beobachtungen al« „geheilt" entlassen würd«, veröffentlicht der» selb« seine Erlebnisse und Erfahrungen i» einer Reihe vo>, sensationellen Artikeln in der „Pall Mall Gazett?". [„U nterm Pantoffel stehe n".] Ueber de» Ursprung duser Redensart berichtet über aus jener Zeit nicht überliefert; nur ei«» mal gedenkt Wolfgang deri«lben. indem er am 7. Juni 1781 an ieinen Vater schrieb: „Daß Si' mich mit Madame Lang« in Comparaison setzen, macht mich ganz erstaunen und den gan» zen Tag war ich darüber b> trübt. Dieses Mädchen saß ihren Ellern auf dem Hals, als sie nichts verdienen konnte. Kaum kam die Zeit, wo sie sich gegen ihre Eltern dankbar bezeugen konnte (NB. der Vater starb, noch ehe sie einen Kreuzer hier eingenommen), so verließ sie ihre arme Mutter, h.ingte sich an einen Komödian« ten (Lange), heirathet« ihn. und ihr« Mutter hatte nicht so viel von ihr!" Aloisas Charakter erfährt hier gerad« keine schmeichelhafte Schilderung, und e« war für un» seren Mozart gewiß ein Glück, daß er sie nicht qefreit hatte. AloisaS Ehe mit den k. k. Hof-schaujpiele Josef Lange war übrigens keine glück-liche; Wolfgang« erste Geliebte errang sich, wie schon bemerkt, als Sängerin einen bedeutenden Ruf. Sie starb am 8. Juni 1839 in Salzburg; aus dem Friedhof zu St. Sebastian ist noch heute ihr Denkstein zu sehen. Mozart aber vermählte sich, wie bekannt, mit Aloisas älterer Schwester Constanze im August 1782 und führte mit ihr ein glückliche« Dasein, das selbst dmch die materiellen Sorgen selten getrübt wurde. Ein u»v rgängliches Denk-mal setzte er ihr in der deutschen Oper „Bei-monte und Constanze". 6 der schwäbische Augustinermönch Benedict An-felmuS Folgendes : Papst und Kaiser hatten ein« mal vor alten Zeiten nach langen, blutigen Kämpfen Fried«'! geschlossen. Zur Feier deS Ereignisses wurden Feste und Tourniere ange-ordnet, zu welchen die Blüthe ver damaligen Ritterschaft geladen wurde. Jeder der Turme« r»nden sollte entweder des Papstes oder deS Kaisers Farben am Helme tragen. Ein tapf«-r«r Ritter Polyphen, „m«t der eis«rn«r Stirn" genannt, weigerte Itch, mit einem dieser Zeichen in di« Schranken zu treten; er wolle, erklärte er seiner Frau, nur durch s«in« Thaten glänzen. Vergeben» flehte ihn Frau Beatrice an, ihret-wegen eines der Zeichen anzulegen. Als er ihr diese Bitte abschlug, brach sie in Thränen aus und behauptete, er liebe sie nicht. Der Ritter betheuerte das Gegentheil und erbot sich, seine Liebe im Kamps» mit scharfer Waffe gegen zwölf Ritter zu beweisen. Die Dame wollte davon nichts wiffen; sie ging in ihre Kemenate und ließ den Ritter vor der versperrten Th ir stehen. In diesem Augenblick ertönten die Trompeten zum Beginn des Turniers. Halb bewußtlos ergriff der gewaltige Polyphem den steinen goldgestickten Pantoffel, de» seine zürnende Ehehälfte in der aft verloren hatte, und steckte ihn auf seinen elm. Die Herolde riefen ihm zu: „Stellst Du Dich unter den Krummftad des Papstes oder uuter das Scepter deS Kaisers?" — „Unter den Pantoffel!" lautete die Antwort. AuS dem Kampspiel ging Polyphem als erster Sieger hervor; als ihm d«S Kaisers Schwester den KampspreiS, eine von ihr mit »Äold gestickte Schärpe, über die Schulter hängte, redete sie ihn an: „Herr Ritter, Ihr stellt Euch weder unter den Papst, noch unter den Kaiser, Ihr bedürft Niemandes Schutz; Euch vermag kein Mann zu überwinden, aber unter dem Pantof-fei steht Ihr doch!" Dieses Wort wurde bald im ganzen Reiche bekannt, und es zeigt sich da mit einem Mal", daß der Pantoffel mehr Un-terthanen habe, als Krummstab und Scepter zu-sammen. [AI* Eur iofumj verdient erwähnt zu werden, daß die einzige Verhaftung, welche in der Sylvesternacht in Stettin vorkam, die eines — Nachtwächters war, den drei seiner College« gebunden — wegen ruheftör»nden Lärms und Auflehnung gegen die collegialifche Amtsgewalt auf die Custodie brachten. sWitzige D i e b e.j AuS Neu-Münster wird dem „B. Fr.-Bl." geschrieben: In der Stadt circulirtfolgendes artigeGefchichtchen, das hiermit, ohne daß wir die Wahrheit streng verbürgen können, feines Humors halber nacherzählt sei. — Im Garten deS Herrn Schuhmachermeisters Todt, Plönerstraße, sollen Spitzbuben in einer der letzten Nächte den genzen Bestand an grünem Kohl abgeschnitten und als gute Beute fort-geschleppt, an der Gartenthür aber die Inschrift hinterlassen haben.' „Für den Tod ist k-in Kraut gewachsen!" [E i n S u r r o g a t.) Ein New-Dorker Blatt erzählt: Als wir neulich an eineoi dunk-len Abend eine obscure Seitenstraße entlang gingen, hörten wir auf einer Veranda zwei Mädchen, die nrs natürlich nicht sahen, im eifrigen Gespräch. „Hast Du je schon einen Mann mit einem Schnurrbart gelüßt?" jagte di« Eine. — „Nein, noch nie — wie das wohl fein mag i" die Andere. — „Komm', wir holen PapaS Kleiderbürste, an der können wir'S pro-biren !" Deutscher Schutverein. Wien, 8. Jänner 1885. In der letzten Sitzung deS engeren Ausschusses wurde ein-stimmig beschlossen, daß allen Kunstkräften, welche bei der am 3. d. M. zu Gunsten deS deutschen Schulvereines in Wien abgehaltenen Akademie in bereitwilligster Weise mitgewirkt haben, der Tank deS Vereines bekannt gege 'en werde. Bewilligungen verdienen Erwähnung die Erhöhung des Erhaltungsbeträges für die Vereinsschule in Jablonetz. sowie ein entspre-chender Zuschlag zu den Baukosten der Schule in Leimgrube. Zur Bestreitung einiger Gebüh-ren für die Werschowitzer Anstalt wurde ein „P«tfche Macht." Betrag genehmigt, und der Schule in Podhart eine Erhöhung der bereits bewilligten ErhaltungS-kosten genehmigt. Ferner wurde die Gründung einer neueu Vereinsschule im östlichen Böhmen beschlossen, und außerdem wurden verschi«d«ne Schulangtlegenheilen, welche sich fast auf daS ganze ThätigteitSgebiet des Vereines erstrecken, in Vorbereitung gezogen. Graz, 7. Januar. (Orig.-Corr.) [@ ch tt l» vereinsfest in Feldkirchen.j Der von der Ortsgruppe Feldkirchen - Puntigam deS Deutschen Schulvereines am 6. d. MtS. im Etadlissemeut „Schlar" zu Feldkirchen abgehaltene VergnügungSadend gestaltete sich zu einem überaus animirten Feste. Der Grazer „kaufmännische GesangSverein" und viele Gäste aus Graz waren gekommen, um das Ihrige zur Festesfreude wie auch zum wohlthätigen Zwecke beizutragen. Mit dem schönen Liede „DaS Vaterland" eröffnete der „kaufmännische GesangSverein" die Reihe seiner mit unge-theiltem Beifalle aufgenommenen Vorträge. Herr Josef Schlar, ein vielversprechender Elavier-virtuose vom Leipziger Eonseroatorium erfreute die Gesellschaft durch den Vortrag mehrerer Concerrpiecen. Die dank der Munisicenz der Familien Hold und Süßendorf (Punti-gam), B l u m a u e r und Schlar (Feld-kn chen), Kleinofcheg (Graz) und H a b i ch (Mühleck) reich mit werthvollen Tr-ffern aus-gestattete Tombola ergab einen sehr bedeutenden Betrag, welcher zu gleichen Theilen dem deut-schen Schulvereine und der OrtSschule in Feldkirchen zufällt. Im Namen der letzteren dankte der dortige Volksschullehrer in schlichten herzlichen Worten den Gästen und schloß seine Rede mit einem Hoch auf die Familie Hold, welcher in erster Linie das brillante Gelingen des Festes zu danken ist. Nach Beendigung der Tomvola folgte ein Kränzchen, welche» bis in die frühesten Morgenstunden währte und in dem beim TageSgrauen das heitere Tanzvergnügen mit „Herzklopfen" — von Kremser feinen Ab-schluß fand. Locates und Movinciates. Cilli. 10. Januar. [Wahlsiegs AuS Friedau wird uns telegraphirt: Bei der heutigen Ge-meindewahl errang die deutsche Partei einen glänzenden Wahl-sieg. Wir freuen uns dieses Result >tes um so mehr, als seit den letzten Landtagswahlen den National-Clericalen der Kamm gar gewal-tig anschwoll und sie Friedau schon als ihre Domäne betrachteten. Ein Hoch darum dem wa-ckeren Bürgerthum der genannten Stadt! JAdvocaten in Steiermark.) ldvocatenliste des vorigen JahreS weist im Ganzen die Zahl von 148 Advocaten für Steiermark aus. Tavon entfallen auf Graz 63, auf die Städte Marburg und Cilli je 8, Leoben und Pettau je 6, Feldbach, Hartberg. Leibnitz und VoitSberg je 3 Advocaten. [Cillier C a s i n o v e r e i n.j Die Ca-sinodirection hat in Rücksichtnahme auf die Neu» adaptirung des großen LaaleS sowie der übrigen Lokalitäten und den daraus resultirenden erhöhten äußeren Werth derselben, andererseits aber in Rücksicht auf die VereinScassa beschlossen, die Miethtaxen für die Casinolocalitäten mäßig zu erhöhen. ES sind folgende Taxen festgesetzt: Für die gesammten Localitäten 60 fl. Das Lesezimmer bleibt immer der Casinogesellschaft vorbehalten. Für Tanzunterhaltungen werden nur die gesammten Localitäten, also nicht ein-zelne Säle, vermiethet. Der große Saal mit Garderobezimmer für Concert- oder Versamm-lungszwecke 25 fl. Die beiden Säle mit dem Schankzimmer 40 fl., der Speifesaal mit dem Schankzimmer 15 fl. Schankzimmer oder Spiel-zimmer allein 2 fl. Die Beleuchtung und Be-Heizung ist immer inbegriffen. Für Beschädigungen haftet der Miether. Es steht der Direction frei, von Fall zu Fall, insbesondere gegenüber tendenzverwandten Vereinen der Stadt Cilli. Ermäßigungen der Taxen eintreten zu lassen. Die hübsch und elegant ausgestatteten Casino- 1885 localitäten werden sicherlich auch zu diesen Taxen, welche im Vergleich zu denjenigen anderer Städte wirklich noch immer sehr billig sind, von den verschiedenen Corporationen unse.er Stadt zu derei» größeren Unterhaltungen, wie bisher, zur Benützung gelangen. Am 17. d.M. veranstaltet der hiesige Turnverein in den Ca-sinolocalitäten einen Turnabend mit Tanz, zu welchem der Verein in liebenswürdigster Weife alle Mitglieder des CasinoveremeS gelad.-n hat. Der Abend wird sich verdientermaß n eines sehr zahlreichen Besuches erfreuen. Die Einladuug an die Cafinomilglieder erfolgt durch daS In-ferat in der heutigen Nummer dieses Blatte». [Himmel, hast du keineFlinten!) AuS Steinbrück kommt uns eine Nachricht zu, die so recht beweist, welch sonderbare Begriffe mitunter slovenische Jug.ndbildner von der Person des Monarchen haben. Der in Ras?or an-gestellte Lehrer BlasiuS Jurko. ein jugendlicher Heißsporn deS Slovenenthums. brachte eine direct an Sr. Majestät den Kaiser von Oester» reich adreffirte Bit chrift in Adsendung. Ja dieser BiUschrnt stellt« Blasius Jurko—noineii e8t oraen — Sr. Majestät den Antrag, refpec-tive die Bitte, ihm 1. gegen Schuldschein, 2. gegen Verpfäi'dunsi einer auf 2060 Gulden lau-«enden LebenSversicherungSpolizze, 3. gegen acht-percentige Verzinwng und 4. gegiu Raten-rückzahlungen 400 fl. sage vierhundert Gulden zu leihen. Dem guten ABC Pro-fessor dürften sicher die Posojilnice mit ihren achtpercentige« Verzinsungen das Gehirnchen ge-lockert haben, denn bei gesunden Sinnen hätte er auf ein so ungeheuerliche» Ansuchen, daS fast eine Majestätsbeleidigung enthält, nicht verfallen können. Glückliche Jugend, deren Erziehung solch genialen Pädagogen anvertraut ist. (I i e S t. Mareiner Citalaica hat «in pyramidales Zeichen ihrer Thätigkeit gegeben. Sie hat den Herrn Pfarrer B. Rate und den Herrn Bibelproftffor Dr. Gr«gor«c zu Ehr«nmitgli«dern ernannt. [V a n d a l i s m u S.j In einer der letzten Nächte wurde von einem übermüthigen Buden ein Spi«gelfenster am hiesigen Stadlheater ein-geworfen. Desgleichen wurde ein Futterkasten im Stadtparke zertrümmert. Man wird nach den bisherigen Erfahrungen gewiß nicht fehl-gehen, ein: derartige Zerstörungswuth jener Sippe zuzuschreiben, der jeder Aufschwung und Forschritt der Stadt Cilli ein Gräuel sind. Daß Cillier Kinder, also Deutsche, zu solchen Heldenstückchen nicht incltuiren, dafür bürgt uns ihr Localpa-triotismuS. [SavinSki S o k o 1.1 Dieser harmlose Turnverein, der die Slowenen des Sannthals zu ganz besonderer Begeisterung entflammen wollte, beginnt vorzeitig zu altern. Herr Josef Lipold legte seine Stelle als Starosta des So-kolS nieder. Diefer hohe Posten wird nunmehr vön I. Vrankovic bekleidet, während als Unter-starosta der Gemeindesecretär I. Piri, ein seinerzeit auch in Cilli bekannter großer Herr, fungirt. [W ä r m e st u b e.) Für die hiesige Wärme-stube sind weiter« eingegangen: Frau Louife Cippl 5 fl., Frau Anna Mathes 3 fl., Herr Zangger Salz, Herr Sager Kochlöffel. [Das Marburger Revolverjour-n alj ergeht sich in Betrachtungen über die Steiermärkifche Landwirthschaftsgesellschaft. Den conservativen flovenifchen Hetzern ist nichts Deut-fcheS gut genug für ihre Bissigkeiten. UebrigenS ist die Abhandlung wieder mit gewohnter Lo» gik geschrieben und spielt darin der Blödsinn des Schreibers die auffallendste Roll«. [Slovensko druötvo in Mar-b u r g.) Professor suklje nennt im slovenische» Laibacher Amtsblatte die letzten politischen Er» güsse dieses Vereines dummes Zeug. Phrasen politisch unreifer Männer. Das Ganze könne nur bei der ungebildet» n Jugend verfangen. [Aus Windifchgrazj wird uns ge-schrieben, daß der verhaftete Lehrer M. Ster-gar bereits wegen eines ähnlichen Verbrechen» in Wien eine sechsmonatliche Freiheitstrafe ab-büßte. Es entüeht daher von selbst die Frag«, wie cS möglich war. dirses Ungeheuer neuerdings als Lehrer anzustellen. 1885 {21 u4 St. fieonharbt] wird unS gemeldet, daß dort der Besitzerin Ursula Gapuch zwei kräftige Kühe aus veisperrtem Stalle ent-führt wurden. Der diesbezügliche Jupuer konnte bisher nicht eruirt werden. Literarisches. {Für Iäger.j Vor uns liegt die soeben erschienene erste Nummer des V. Jahrganges der illustrirten Zeltschrist „WaidmannS Heil«. Dieses ebenso belehrende als un»ei haltende Blatt erscheint zum Schutze des Wildes, dessen Pflege und waidmännischer Behandlung, und hat sich die Aufgab« gestellt, die Interessen dir Jagd, der Fischerei und des Schützenwesen» in Oester-reich in theoretischer und practischer Richtung zu vertreten. Der reiche Inhalt dieser hübsch ausgestatteten illustrirten Zeitschrift, der außer-ord.ntlich billige Preis vo, nur 1 fl. per Quarta wird diesem in Oesterreich-Ungarn sehr verbreiteten und beliebten Blatte noch vieleFreunde und Abonnenten zusühre», weil jeder Jäger vom Fache, jeder Freund der Jagd sowohl als der Naturfreund, der Scheibenschütze und Fischer in derseden den mannigfachsten Stoff zur Be-lehrung uud Unterhaltung findet. — Probenummern versenoet gratis uno sranco die Expedition in Klagenfurt. [I 11 u st r i r 11 Welt.) Ein ungemein interessanter Artikel über die jün iste der Alpen-bahnen, die im Sommer eröffnete Vorarlberg-bahn, lenkt im ausgeben?»» Heft 1l der „Jllu-strirten Welt" (Stuttgart, Deutsche Verlags-An-stalt, vorm. Ed. vallberger) die Aufmerksam-keit weiter Kreise auf sich. Der Autor, ein In-nenieur, der bei dem Bau deS genialen Wer-kes selbst thätig war, schildert in Kürze, aber außerordentlich anschaulich und instruktiv, diese neue That deutscher Jngenieurkunst, welche jetzt für den Handel mit dem Orient einen direkten Schienenweg in das Herz Oesterreichs, in zweiter Linie Deutschlands ge-schaffen. Eine sehr werthvolle Beigabe zu dieser Schilderung sind die zahl, eichen Illustrationen von kühnen Kunstbauten wie landschaftlichen Schönheiten der Bahn. Neben diesem Artikel feffelt unser Interesse besonders eine Darst«'» lung deS Lebens der Eisvögel von Ruß und eine Angabe der Bereitung der jetzt viel bespro-chenen Kunstbutier. Der große Roman „Die Hochstapler" von Wachenhusen entfaltet sich im-mer mehr zu einem umfassenden Bild der finsteren Mächte, die in den dunkeln Tiefen der Weltstädte wühlen, wie andererseits die reizen-de komische Erzählung Herz-Wenzel die bunt-färbige lustige Seite des Lebens vertritt. Dies Heft, aus dessen reichhaltigem Inhalt wir nur Einiges und besonders Auffallendes hervorge-hoben haben, biete» wieder außerordentlich viel Gutes aus allen Gebieten der Unterhaltung und des allgemein Jnteressirenden nnd giebt damit erneut den Beweis, wie ungemein billig dieses beliebte Familien-Journal bei dem Preis von nur 3V Pfennig pro Heft oder M. I. 95 Pf. pro Quartal mit 13 Nummern ist. Hingesendet.*) Eingesendet. Die unterzeichnete Direktion beehrt sich, gegenüber jenem Burschen, der sich für einen Schüler der zweiten Gymnasialclasse auSgiebt und unter Vorweisung eines gefälschten Certi-ficates um Geldunterstützung bettelt, ein für allemal zu bemerken, daß von Seite des Gym-nasiums Bettelbriefe — selbstverständlich — weder ausgestellt noch vidirt werden. Cilli, am 10. Jänner 1835. K. k. Gymnasialdirection Koncmk. An Thiersreunde! D't gefiederten Sänger unseres Stadtpar-kes genieße» Heuer eine geringere Pflege als in den Vorjahren. Leere Futterkästchen und wohl auch die in den letzten Tazen im genannten ») Für Form und Inhalt ist die Redaction nicht verantwortlich. Deutsche Macht.' Parke versuchte Jagd auf Krammetsvögel haben sie theilweise veranlaßt, ihre LieblingSplätze zu verlassen. Ich will annehmen, daß dieß nur eine vorüvergehende Erscheinung ist, kann jedoch bei diesem Anlasse nicht umhin, an die Thier-sreundlichkeit unserer Einwohnerschaft zu appel-liren und die Bitte auszusprechen, den Verhält-nissen der strengen Jahreszeit mehr Rechnung zu tragen und die Nahrungssorgen der schwer heimgesuchten Vögelein zu mildern. Ein Vogelsreund. Löbliche Redaction. Nachdem Sie schon so oft in liebens-würdiger Weise Bedrängten die Spalten JbreS geschätzten Blattes bereitwillig geöffnet haben, bitten auch wir nachstehende Beschwerde gütigst zn veröffentlichen: Die Straße nach Hochenegg ist zwischen Gaberje und Arzlin sozusagen lebensgefährlich! Nämlich eS ist kaum möglich, daß zwei Wagen sich in der schmal auSgehauenen Bahn aus-weichen können, ohne Gefahr zu laufen, daß ihnen ein ähnliches Malheur passiere, wie dieser Tage Herrn Eollestin, Fleischhauer in Cilli, der mit seinem Wagen nicht aus dem tiefen Ge-leise kam, dadurch von dem ihm entgegen-kommenden schweren Fuhrwerk erfaßt wurde, wobei ihm von demselben Stange und Drittel gebrochen wurden, und daS Pferd auch beinahe die Füße brach. Solche Zustände einer Reichs-st r a ß e sollten doch in einem civilisirten, und mit allen möglichen Aemtern versehenen Lande nicht möglich sei», und möchten wir nur wün-schen, daß jene Herren, die in dieser Beziehung das Wohl und Wehe der steuerzahl mden Be-völkerung in Händen haben, einmal eine Spazier-fahrt in besagte schöne Gegend machten, um di« schreiende,» Uebelstände kennen zu lernen, die sie bis jetzt nicht zu kennen scheinen. Mehrere Unglückliche, die diese schöne Straße öfter passiren müssen. Herichtssaat. (S ch w u x g e x i ch t.] Für die im Fe-bruar stattfindende I. SchwurgerichlSsession wurde zum Vorsitzenden Herr Hofrath Heini icher und zu dessen Stellvertretern die Herren Landesge-richtSräthe Pesaric und Dr. Galle designirt. sSokolsahrt nach Wöltan.) Be-kanntlich hatte im Sommer deS abgelaufenen JahreS eine Sokolfahr» nach Wöllan stattgefun-den. Nach dem Abzüge der Rothhemden aus genanntem Markte wurde ein Sokolift durch einen Steinwurf aus unbekannter Hand verletzt. Der damalige Starosta des Vereines, Herr Li» pold, gereizt durch diesen Vorfall und vielleicht auch durch am gleichen Tage gemachte Enttäu-schungen, erhob gegen die Gendarmerie Anschuldigungen, auf welche hin er beim Bezirksgerichte Schönstein geklagt und zu acht Tagen Haus-Arrest verurtheilt wurde. Gegen dieses Urtheil appellirte Herr Josef Lipold. Die Appellverhand-lung fand heute vor dem hiesigen Kreisgerichte statt, bei welcher der Angeklagte von Dr. Hie-gersperger vertreten wurde. Nach durchgesühr-ter Verhandlung wurde Herr Lipold zu einer Geldstrafe von 70 fl. und zum Ersatze der Kosten verurtheilt. ^ ^Der Pascha von Drag a.j Draga heißt eine Gemeinde im Herzogthume Gotschee, welche unmittelbar an Croatien angrenzt und das zweifelhafte Glück genießt, von einem Ge-meindevorsteher regiert zu werden, der Turk heißt und ein wahrhafter Pascha ist. Ein sa-natischer Anhänger der Slovenen, so lange ihm dies Vortheil bringt, machte er sich um die slovenische Partei dadurch verdient, daß er im Verein mit dem Caplane alles daransetzte, um die deutsch«Schule inDraga(Siehen) zu slovenisiren. Dadurch kam er in Conflict mit dem Schul-inspector Professor Lienhardt (gegenwärtig in Laibach). Die Feindschaft, welche er gegen den Genannten hegte, ließ er auch dessen Bruder I)r. meck. Lienhardt in Gottschee fühlen. Turk war nämlich wegen einer Uebertretung gegen die körperliche Sicherheit angeklagt worden, und das ärztliche Zeugniß des genannten Doctors war für ihn sehr gravirend, wiewohl in dem- 7 selben lediglich die Verletzungen des Beschädigten constatirt waren, ohn« im Geringsten auf den Thäter hinzuweisen. Doch dies genügt« Turk, um Dr. Lienhardt in dessen Abwesenheit in ge-meiner Weise der Parteilichkeit zu beschuldigen. Da Turk vorgab, noch völlig unbeanstandet zu sein, so wurde seiner Verantwortung Glauben geschenkt und er freigesprochen. Später stellte «S sich heraus, daß er das Gericht angelogen habe; wir wissen jedoch nicht, ob die Staats-anwalischast die Wiederaufnahme des Straf» Verfahrens gegen ihn einleitete. Es dürfte mitt-lerweile die objective Verjährung bereit» einge-treten sein. Dr. Lienhardt klagte den Turk wegen Ehrenbeleidigung. Das Bezirksgericht verurtheilte ihn im Sinne de» § 488 St. G. zu einer Geldstrafe von 40 Gulden, indem eS sowohl vom außerorden'licheu Strafmilderung»-als Strafumwandlungsrechte den umfassendsten Gebrauch machte. Gegen dieses Urtheil appel-lirte Turk und berief sich Dr. Lienhardt. Die Berufung hinsichtlich der Schuld wurde ver-warfen, doch ließ das Kreisgericht noch weitere Milde walten, indem dasselbe die Geldstrafe von 40 Gulden auf 20 herabsetzte. Die Beru-fung de» Dr. Lienhardt führte zu dem Ehren-beleidigungSprocesse, über oen wir in der letzten Nummer berichteten. Der letzte Act „Turk coutr» Lienhardt" wird sich somit vor dem KreiSgerichtsforum in Rudolfswerth abspielen; auf das Resultat sind wir um so neugieriger, als Dr. Slanc bei seinem Barte schwor, daß Dr. Lienhardt vor dein Kreisgerichte in Rudolfs» werth verurtheilt werden würde. Besagter Turk ist eine wahre Geißel seiner Gemeinde. Im Gemeinderathe sitzen nur seine Brüder, seine Verwandten und seine Schuldner. Ihm miß-liebige Personen belegt er mit Geldstrafen bis zu 10 Gulden und treibt dann diese S> rasen erbarmungslos ein. Er war bereits wegen Miß-braucheS der Amtsgewalt und wegen Betruges in Untersuchung, doch führten diese Untersuch»»-gen zu keinem Resultat; denn in dem Betrug»-falle war der wichtigste Zeuge schon todt und in dem Mißbrauchsfalle der Gegenstand zu geringfüg g und die factische Grundlage nicht ganz klar/ Von den unerlaubten Taxen an-läßlich der Ertheilung deS Eheconsenjes haben wir bereits berichtet. Angesichts dieser That-sachen ist es unschwer zu erkennen, taß Turk so lange Bürgermeister sein werde, als eS Schuld» ner von ihm in der Gemeinde Draga gibt, wenn nicht andere Umstände seine Amooirung herbeisühren. Die Mehrzahl der Insassen von Draga betet alle Tage: Herr erlöse uns von diesem Uebel. Amen. FMswirtyschafttiches. jZum Capitel der Walöver» wüstungenj giebt Ciirrevon in seinem Buche: „Lea Plante« des Alpes" folgenden Beitrag: ES giebt in Wallis, nicht weil von Martigny, auf dem rechten Ufer der Rhone, einen gewissen trockenen und wüsten Abhang, von dessen An» blick man sich mit Schrecken abwendet. Kein Strauch, kein Rasen unterbricht die entsetzliche Eintönigkeit diese» verbrannten Erdenwinkels. Auf einer Strecke von 3—4 km. gewahrt man nichts als Felsschutt und KieS, welcher von dem Scheitel des Berges herabkomm». Alles erscheint so öde und unglückselig, als ob eS unler einer ewigen Verdaiumniß ruhe. Und doch sand der Wanderer vor noch nicht 80 Jahren Schatten unter den Bäumen eines prachtvollen Kastanien-waldes, der das kleine Dorf Rozet beherrschte, welches heutzutage zerstört und unter dem schütte des Gebirges begraben liegt. Wie konnte da» geschehen? Eines guten Tages gelüstete e» einem miserablen Speculanten nach dem Kasta-nienwalde, und so bot er dem Gemeindevor-stand von Rozet die Summe von 30.000 Fr. für da« Holz. Geblende» von dem Golde, schltlg man ihm den Wald zu und verlauste auch da-mit das ganze Heil deS Landes. Mit den um--geschlagenen Bäumen verschwand das Dorf und nach wenigen Jahren hatten eS d»e beständigen Einstürze deS Gebirges auf Feld und Flur all-mälig dahin gebracht, daß die Einwohner schließ-lich ihre Wohnungen verlassen »nußten, die nun 8 „ptutfcue galtst" 18b5 unter dem Schütte ruhen. Ein« später durch «inen Sachverständigen gemachte Abschätzung ergab überdies, daß der Wald, auch nur als Brennholz gerechnet, einen Werlh von mehr als 200.000 Fr. besaß. DaS ist — setzt d«r Verfasser hinzu, keine L gende, sondern eine Ge« schichte, deren Wahrheit noch leicht festgestellt werden kann. Denn von den damaligen Ein-wohnern leben noch etwa 3 oder 5 Veteranen, welche damals den Wald abschlagen halfen, um damit ihren Wohnungen den alleinigen Schutz zu nehmen. lAus dem LandeSauSschusse.Z D«r steierm. LandeSanSschuß hat in seiner letzten Sitzung daS Ansuchen deS Geflügelzucht-Vereines um Errichtung «in«r Geflügelzucht-Station an d«r Obst- und Weinbau-Schule in Marburg genehmigt und unter Andern einen Betrag von 1520 fl. für Reparaturen an der Wandelbahn in Sauerbrunn bewilligt. Oesterreich-Ungarn 37,786.346 Rußland 83.659.351 Deutschland 45,334.00! Frankreich 37,321.186 Großbritannien und Irland 35.003.789 Alle dief« Länder mit Ausnahme von Eng-land sind schutzzöllnerisch, werden von dem Cob-denclub als abschreckende Beispiele vorgeführt, als Verächter deS glorreichen Evangeliums, welches, angeblich, England die unschätzbare Wohlthat zollfreier Einfuhr gewährt hat. Wi« wurden diese 19 Millionen Pfund in der ge-segneten Heimath deS Freihandels 1881 auf« gebracht? Von Tabak Pfd. Sterl. „ Thee „ Branntwein „ „ „ Wein „ „ h Eoffec n » „ Cacao. getrockneten Früchten, Bier und andern Artikeln „ „ _ Summa Pfd. St«rl. 19,210.466 Von dem declarirten Werthe betrugen die Zölle bei Wein, dem Luxus der Reichen, 3,7 •/<>. bei Eaffee, den der Wohlhabende trinkt, 4,1°/,, bei Thee, dem Tröster der Mittelclassen, 36,6 #/0. bei Branntwein, in dem der arme Mann Er-heiterung und Vergessen sucht, 222.2 °/0, beim Tabak, dem Freunde Aller, 310.9 %. Diese Zahlen reden. [3r ü r Tabakraucher.) Laut f. f. Finanzministerial-ErlasseS vom 6. Derember1884 Z. 37709 wurde verfügt, daß die Rauchtabak-sorte „Landtadak seingeschnitten" (Tarifspost B. 19) vom 1. Jänner 1885 angefangen nicht bloß in Paketen zu 70 Gramm, sondern auch in Briefen zu 30 Gramm um den Preis von 3 fl. 60 kr. per 100 Stück Brief« beim Ver-kaufe an Verschleißer, und von 4 kr per ein Stück brim Verschleißt an Eonsumenteu ver-schlissen werde. {Welche Einfuhrzölle erhebt England?) DaS Londoner Wochenblatt »Vanity Fair* enthält folgenden Artikel, den wir unsern Manchestermännern zur Prüfung und eventuelle i Berichtigung unterbreiten : England wird wieder und wieder für das einzige Beispiel des Freihandels in Europa er-klärt. Ein Auszug aus den statistischen Tabellen des HandelSamtes erpiebt die gewiß für die meisten Menschen überraschende Thatsache, daß England mehr Einfuhrzölle erhebt, als ira«nd ein anderes Land in Europa. Für das Jahr 1881. daS letzte, über welches di« Zahlen voll ständig vorliegen, steht oie Sache Bevölkerung so: Einfuhrzölle Pfd. Sterl. 2.950.000 8.887.000 9,3 9.000 13,096.000 19,210.000 8,658 947 3,865.720 4,443.607 1,376.219 200.000 665.722 {Markt-Bericht N r. 129 vom 4. Januar von Georg Friedrich Brunner. Hopfen-EommissionS-geschäft Nürnberg.) Die bessere Ten« denz des Marktes hält an. Bei unverändert fest behaupteten Preisen wurden in der ersten Hälfte dieser Woche circa 800—900 Ballen Hopfen aus dem M irkte genommen. Gefragt stnd vornehmlich Prima; ganz geringe Sorten und Mittelwaare dagegen ist weniger begehrt. Die Zufuhr feit Montag wird sich auf ung«-fähr 5u0—600 Säcke belaufen. Schlußstimmung animirt. Preise fest. Notiru«gen: Marktwaare la. M. 70—:v. — Marktwaare Ila. M. 62—65. — Marktwaare lila. M. 55—60. — Würtemberger la. M. 95—100. — Würtemberger Ila. M. 70—72. — Würtemberger lila.--. — Hallertau Siegelgut: Wolnzach Ia.105—115. — Siegelgut Wollt« zach Ila. M. 75—85. — Hallerlauer la. Mark 95—100. Hallertauer Ila. M. 65—70. Spalter Land: leichtere Lagen 110—120.— Altmärker M. 50—58. Polnische la. Mark 100—105. — Polnische Ila. M. 62—82. — Polniiche lila. M. 62—82 —. — Badischer la. Mark 75—85. Badischer Ila. M. 55-62 — Badischer lila. M.--Elsäßer la. M. 70—77. Elsäßer Ila. M 55 — 62. Aischgrün-der la. M. 75—82. Für Auswahl aus Parthien M. 5 mehr. gourle der Wiener Börle vom 10. Januar IS-5. Goldrente..........1^5.40 Einheitliche Staatsschuld in Note» . 82.80 „ „in Silber . 83.70 Märzrtnt« 5•/, ........95.10 Bankattien........... 866.— Creditactien.......... 294.40 London . wista........123.60 Napoleond'or.......... 9.79 k. k. Münzducateu........ 5.50 100 Reichsmark......... 60.55 _A_ttest_ Turch 18 Jahre litt ick, an Berschleimunq der Vert>auunq«organe, welche die Verdauung derart störte, daß ich stets zu Pur^anzen schreite» mußte, um nur eine vorübergehende Erleichterung >u erziele». Diese war aber in de» letzten Jahren eine so qe-rinae, daß sich di- Beschwerden in sehr furjen Pausen verstärkt wiederholten und meinen Lebensberus empfind-iich störten Bor 3 fahren nun versucht» ich ti mit der Heilmethode des Herrn P o p p in Heide, welche mir von einem Geheilten empfohlen wurde. Schon nach kurzer Zeit war ich von diesem unerquicklichen Zustande besreit, der seitdem nur nach 2, bi« Ä-monailichen Pausen in einem sehr geringen Grade zum Vorschein kommt. I—2 Pulver genügen, die kaum nennenswerthe Verstimmung zu beseitigen, so daß ich mich so nel als genesen bettachten kann, da der Gebrauch der vorzilalichen Pulver weder meine LebeiiSweise noch meinen Beruf im Ge> ringften beeinträchtigt oder stört. Indem ich für die schnelle Genesung danke, erachte ich eS sür meine angenehme Pflicht, jede fich bielende Gelegenheit zu benutzen, die einfache und doch schnell wirkende Heilmethode anzuempsehlen. Bor Beginn einer Cur empsiehtt es sich, von I. I. Z. Popp'« Poliklinik in Heide (Holstein) die Broschüre Magen-Darnikatarrh zu verlangen. ?. qollenltri». k. I Hauptmann de» 9 üroler Jäger-Bataillons, Borgo di val sügana(Iirol, Bez. Trient), im Juli 1882. Kaliii-Muiidwaüser ist unstreitig das beste Mittel gegen Zahnschmerz und dient auch dlfichzciti^ zur Erhaltung und Rei-nigung der Zähne. Diesen seit Jahren bewahrte und rühmlichst anerkannte Mundwasser benimmt dem Munde vollkommen jeden üblen Geruch. 1 Fl. 35 kr. R. Tsirhlrr, Apotheker, W. 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Vaters, Schwieger- und Grossvaters, Herrn Ludwig Herzmann, Lederfabrikanten, für die zahlreichen Kranzspenden und die so grosse Betheiligung am Gange zur letzten Ruhestätte desselben, sagen allen Freunden und Bekannten aus Nah und Fern den innigsten, tiefgefühltesten Dank Cilli, 10. Jänner 1885. Die trauernden Hinterbliebenen. lieliiinje; wchon um 2Q. Februar I« J. ^Insgesammt IO.OOO Treffer i LOS 1 Gulden ö.W. (fUr frankirte Zusendung der Lose und Oe-winnstlisti- sind 15 kr. Ixiatufügen.) KINCSEM-LOSE 1. Haupttreffer Gulden , . ■ ■ ■ 2. Haupttreffer 20.000 3]Haupttreffer10.000, Gulder ö.W. z-o. tLalcen im LOTTERIE-BUREAU DES UNG. JOCKEY-CLUB fernere Treffer 5000 fl. 3000 fl. Hatvanergasse BUDAPEST National-Casino sowie in allen Wechselstuben, Tabak-Trafilen nnfl in den Lotlo-Collectnren. «32-10 fernere Treffer 2000 fl. IOOO fl. LoseI 10 Gulden ö.W. (fsir frankirtel ZastnJnnn ! r! ftwie and OH | winnstlit>te siml | 15 kr. beizufügen.) 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Den hochherzigen Mitgliedern des katholischen „Frauen-Wohlthätigkeits-Vereines- in Cilli wird bekannt gegeben, dass durch die Mildthätigkeit die Summe von 191 fl. eingegangen ist nnd an 41 Arme vertheilt wurde. — Der wärmste Dank wird im Namen der Armen ausgesprochen. ZA—1 Das Comite. Mittwoch Jen M. Jänner Abends 8 Uhr im „Hdtcl Elefant" GENERALVERSAMMLUNG des Cillier Musikvereines. Tagesordnung. 1. Bechenschafts-Bericht. 2. Wahl des Directors und der Directions-Mitglieder. 3. Allsellige Ant tage. Sollte die auf 8 Uhr anberaumt« Generalversammlung nicht beschlußfähig sein, ao wird am selben Abende, „in halb 9 Uhr, eine zweite General Versammlung stattfinden, bei welcher jede Anzahl von Mitgliedern beschlussfähig ist. gg..! Die Direction. CaHiiio -Verein. Der „Turnverein Cilli" hat die Mitglieder des Caüinovereines in freundlichster Weise zur Theilnahme an dem Turnerabend am 17. d. M., welcher in den Casino-Localitäten abgehalten wird, eingeladen. Die P. T. Casino-Mitglieder werden hierdurch von der Einladung verständigt. 40—8 Die Casino-Direction. Michael Altzieblers Hafnerei CILLI, empfiehlt ihr t,agrr rot Off»» jeder Art in den billigsten Preisen. Auch werden Banver«ierongen jeder Art erzeugt. 36—4 Ferner wird ein Geschirarbeiter für grosses Geschir und ein Lehrjunge aufgenommen. In 907—10 A. Zinauer'« Bäckerei Grazergasse Nr. 78, täglich Nachmittag circa 3 Uhr, Miflie KM, Dampf- dM Kaisersemmeln 3 Stftok zu ö Ur. «- Zur Faschings-Saison! Grosse Auswahl von Blumen und Guirlanden. Entr^e-Krägen, Handschuhen, Fnchi, Rüschen, Spitzen, Bändern und gut passenden Miedern. Ferner: Wäsche für Damen und Kinder, schöne Schürzen, Strümpfe, gut passende Herrenhemden sowie Cravatten und noch viele andere In dieses Fach einschlagende Artikel empfiehlt hochachtungsvoll Meta Waupotitech, 41-2 Grazergasse 87. 34-3 Für Rosa Kohn erliegt ein Brief postc restante Cilli. Zur Faschings-Saison halte grosses Lager aller Gattungen ftnttn... Bärte. 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Ho 21— iolzhändler. 29-2 Goncurren;-Ausschreibung. Die Sparkasse der Stadtgemeiude Cilli beabsichtigt den Kau eines Amts- zugleich Zillshauses und schreibt zur Ertangung von Bauplänen und Kosteuüberschlägeu hiermit eine Concurrenz aus. Der erste Preis ist mit fl. 300.— und der zweite Preis mit st. 200.— festgesetzt. Die Pläne sammt detaillirten Kosten-Überschlägen sind bis 10. Februar 1885 ver-siegelt bei dem Bau-Comit6 der Sparcaffe einzureichen, woselbst auch jede nähere Au«-kuust ertheilt wird. Die prämiirten Pläne gehen in daS Eigenthum der Sparcasse über, während die andern rückerstattet werden. Ctüi, am 5. Jänner 1880. Nurnochbis20.März werden im zahnärztlichen Atelier in Cilli (Cafö Hausbaum) künstliche Gebisse erzeugt Zahnoperationen vorgenommen und Zabnplombcn ausgeführt. 18— Nur kurze XeHl Ausverkauf von Karlsbader Porcellan nnd Email-Blech-Koch-Geschirr zn billigsten Preisen "WU Postgasse 36 (im Hnmmer'schen Hans). 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