Macher Taadlatt. Red aelion und Expedition: Bahnhosgasse Nr. 16. Nr. 75. EEESEE Mittwoch. L. April 1879. — Morgen: Richard. SfflßiM 13. Jahrg. Mit der Post: Ganzjähr. fl. 12. zeigen die 6 Zeilen 20 kr. Der Panslavismus. In der „Allg. Ztg." behandelt eine mit „O. A." signierte Stimme das bekannte Thema über den Panslavismus. Es wird der Verwunderung Ausdruck gegeben, daß man sich in Rußland mit der Befreiung der in fremden Ländern, namentlich im Süden Enropa's, domicilierenden Slaven beschäftigt, während in dem großen Slaven-reiche Rußland die Leibeigenschaft herrscht, die Literatur aufs äußerste eingeschränkt, jeder Gedanke unmöglich gemacht wird und die Gesellschaft durchaus keine selbständige Thätigkeü entfalten darf. Es wird coustatiert, daß die den Panslavismus pflegenden russischen Eomites, in erster Reihe jenes in Moskau, von der eigentlichen Bahn, von dem eigentlichen Zwecke der literarischen Verbrüderung aller Slaven sich weit entfernten, allerlei religiösen und politischen Schwindel trieben und sich auf obfcure, ja fogar revolutionäre Pfade verirrten. Die erwähnte Stimme bemerkt im Verlause ihrer Ausführungen, daß man derzeit in Europa gar nicht recht an den „russischen" Panslavismus — an eine Vereinigung aller Slaven unter russischer Herrschaft — glaubt, der Panslavismus werde derzeit nur als ein Schreckgespenst hin-gestellt, namentlich seien die Südslaven dem „russischen" Panslavismus nichts weniger als freundlich gesinnt. Dieser Bemerkung steht ein in der böhmischen Encyklopädie verkommender Passus entgegen, welcher lautet: „Der Panslavismus ist das angebliche Streben der Slaven nach politisch er Vereinigung aller ihrer Stämme." Die erwähnte, mit „O. A." signierte Stimme bemerkt weiter, es sei derzeit kein Grund vorhanden, ein bereinigtes Slaventhnm zu fürchten, es werbe ein solches nach beit bisherigen Wahr- nehmungeu nur Idee bleiben und praktische Form nicht annehmen. Das Bestehen des Mitgefühles aller slavischen Stämme für einander berechtige noch nicht zur Annahme, baß alle Slaven unter russischer Herrschaft sich vereinigen wollen. Der bekannte czechisch e Historiker soll sich gelegen* heitlich des Kongresses ber Panslavisten in Moskau geäußert haben: „Wir werben unsere Sprache niemals wegwerfen, wir werden unsere Literatur niemals aufopfern, bie Chimäre einer allen Slaven gemeinsamen Sprache wirb stets eine Chimäre bleiben." Jenen, welchen bas Gespenst bes Paslavismus Furcht einjagt, möge zur Beruhigung bienen, baß bie Czechen, Polen, Kroaten unb Serben keinen „russischen" Panslavismus anstreben, sonbern nur eine geistige Verbrüberung aller Slaven, frei von russischer Herrschaft. Die erwähnte, mit „O. A." signierte Journal-stimme betont, baß ber Panslavismus ein „Probukt ber Phantasie schwärmerischer Köpfe sei, ein willkürliches unb unlösbares Problem, welches man beiseite legen soll; bie allerorten auf bie Tagesorbnung gesetzte Überschätzung bes nationalen Elementes führte zum — Panslavismus." Beruhigung gewährt, oaß das denkende Slaventhnm vor der Form, in welcher die pan-slavistischen Tendenzen zu Moskau ausgesprochen wurden, vor der Macht Rußlands, vor seiner despotischen Knutenherrschaft zurückschreckt. Beruhigung gewährt, daß die Slaven von einer Vereinigung aller Slaven unter russischer Herrschaft nichts wissen wollen und die Idee der Schaffung einer allen Slaven gemeinsamer Sprache und Literatur gerabezu als ein Unding erklären. Eine freie Verbrüberung aller slavischen Volksstämme hat heute noch gar keine beutlich erkennbaren praktischen Anhaltspunkte, das Schicksal des Panslavismus bleibt noch lange ein unentschiedenes. Der Panslavismus ist ein rechtes und echte* Kind des neunzehnten Jahrhunderts. Wir bürfen uns ber Hoffnung hingeben, daß, wenn der Ratio nalitäten-Schwindel, ber nationale Größenwahn, der Europa erfaßt unb umnachtet hat, sich einmal ausgetobt haben wirb, wenn bie slavischen Völker ben Morgen ber Ernüchterung geschaut haben werden, der Panslavis-mus allmählich vom Schauplatze verschwinben wirb. Zu beklagen ist, baß viele tüchtige, geistig begabte Männer ihre besten Kräfte wesenlosen Phantomen wibmen, statt mit allem Fleiße an ber Lösung ber brenneuben praktischen TageS-sragen mitzuarbeiten. Reichsrath. In ber am 31. v. M. abgehaltenen Sitzung bes Abgeorbnetenhaufes würbe bie Generalbebatte über das Budget pro 1879 eröffnet. Der Sprechminister des flovenifchen Lagers, Abgeordneter Dr. Vosnjak, ergriff das Wort mit ber Bemerkung, daß er sich auf eine Kritik der Vorgänge, wie sie bei jenem Volksstamine, welchen er zu vertreten die Ehre habe, beobachtet wurden, beschränken werde: Der slavische Volksstamm habe, wie kein anberer, unter ber Ungunst der Regierung zu leiden. Als unter bem Bürgerministerium bas Vereins- unb Versammlungsrecht noch be-beftanben habe unb nicht, wie jetzt, ber polizeilichen Willkür preisgegeben war, haben sich viele Meetings einstimmig für bas politische Progamm ausgesprochen, baß die Slaven in einem administrativen Ganzen vereinigt und ihre Sprache in Schule und Land eingeführt werde. Für dieses Programm stehen auch heute noch alle Slaven Ieuilleton. Die Thurmvögel des alten Thomas. Novellette von Har riet. (Fortsetzung.) Edith sah die Schwester schelmisch an: „Nicht wie ein Zigeunermädchen, wol aber als ein echtes Schloßfräulein will ich in Trauhorst die nahen Waldungen durchstreifen; ich hoffe, der gestrenge Herr Ritter," das Mädchen neigte den Kopf gegen Egon, „wird mich in meiner Freiheit nicht beeinflussen wollen, und was die Burgfrau anbelangt — " „Die wird sich nach Kräften bemühen, die wilde Hummel zu zähmen!" warf Lydia ein. Unter solchen und ähnlichen Scherzen hatte der Wagen das breite steinerne Thor erreicht, durch welches man in den Schloßhof gelangte. Der Ankommenden harrte kein besonders feierlicher Empfang. Außer einigen Dienern, die chon unter Egons verstorbenem Vater im Dienste landen, und dem greifen Kastellan begrüßte nur )ie vorausgesandte Köchin und zwei Zofen die junge Herrschaft. Edith schien über den nichts weniger als romantischen Empfang in Trauhorst enttäuscht zu sein, ba ihr munteres Geplauber plötzlich verstummte unb ein mißmnthiger Ausdruck über ihr Antlitz flog. Doch ber Hof mit den riesigen Kastanienbäumen, bem alten Brunnen, ber ein verwittertes Steinbilb trug, bas immer verschleiert durch den Wasserstrahl hindurchblickte, fesselte Ediths Sinn für Romantik. Die alte Veste barg in ihren Mauern auch noch ein ungeahntes Kleinod: einen hübschen Schloßpark, der sich bis zu den Wällen erstreckte und mit seinem schattenreichen, tiefgesättigten Grün viele einsame, lauschige Plätzchen besaß, in denen sich das junge Mädchen leicht in ferne Ritterszeiten zurückversetzen konnte. Das Felfenfchloß hatte zwei Stockwerke, die fast dreißig Gemächer umschlossen, toefche mit ihrer alten, aber noch gut erhaltenen Einrichtung allerdings an längst entschwundene Zeiten mahnten. All' diese Räume dnrchflog Edith am Arm ihres Schwagers, während Lydia die Pflichten der Hausfrau in Anspruch nahmen, denn sie war stolz darauf, ihrem Gatten beweisen zu können, sie habe trotz der modernen Erziehung auch tüchtig wirth-fchaften gelernt; eine Tugend, die jeder Frau, ob hoch oder gering, nur zur größten Ehre gereicht. In einem ziemlich großen Gemache, das dunkelrothe, verblichene Tapeten unb Fenstervor-hänge von ber gleichen Farbe hatte, blieb Edith stehen und sagte, auf einen riesigen Kamin aus weißem Marmor deutend, um den hohe geschnitzte Stühle standen: „Ach Egon, ich glaube gar, die Ahnherren unb Ahnfrauen beiues erlauchten Geschlechtes haben hier an einem langen Winterabend Gesellschaft gegeben. — O, wie kühl es da ist!" Sie zog ihre Hand aus Egons Arm und eilte nach dem Fenster: „Wahre Grabesluft weht durch diesen Raunt!" fügte sie leise hinzu. Rosige Abendglut überflutete das Zimmer, als das junge Mädchen die breiten Fensterläden zurückschob. „Du hast nicht Unrecht, hier kämpfte mein Vater die Schauer des Todes durch!" sagte der Gras in bedrücktem Tone, indem er auf ein Himmelbett wies, das im Hintergründe des Zimmers stand. „Drei Tage unb drei Nächte währte der schreckliche Todeskainpf — er konnte nicht sterben: es war, als müsse sich ein dunkles Etwas noch früher über die Lippen drängen." (Fortsetzung folgt.) ein, weil sie nur darin eine Garantie für ihre Entwicklung und Existenz erkennen. Wenn es sich darum handle, gegen die „Italia irredenta“ als Trumpf ausgespielt zu werden, seien die Slaven immer willkommen; wenn dieselben jedoch ihr gutes, durch die Staatsgrundgesetze gewehrleistetes Recht in Anspruch nehmen, werden sie mit Hohn und Spott überschüttet. Die Regierung und ktier-sassungspartei haben mit ihrem Doctrinarismus solche Gesetze geschaffen, welche die volkswirth-schaftliche Lage lediglich verschlimmert haben. Redner weist diesbezüglich auf die Aufhebung des Wuchergesetzes, auf die Freigebung der Advokatur, die obligatorische achtjährige Schulpflicht, die Aufhebung des politischen Eheconsenses, das objektive Verfahren rc. hin. Andererseits habe sich die Verfassungspartei großer Unterlassungssünden schuldig gemacht, indem sie die nothwendige Regelung des Steuersistems, die Verbesserung des Wehrgesetzes, das Forstgesetz rc. nicht zum Austrag gebracht habe. Seit dem Jahre 1861 habe die Verfassungspartei die Majorität in den Vertretungskörpern. Sie hätte während dieser achtzehn Jahre doch wol Zeit gehabt, Tüchtigeres zu leisten. Redner müsse es der Bevölkerung überlassen, ob sie bei den nächsten Wahlen nochmals jener Partei werde zur Majorität verhelfen, deren Wirksamkeit das Reich und seine Bevölkerung nahezu an den Rand des Abgrundes gebracht hat. Aus dieser kurzen Rede entnehmen wir, daß Tr. Vosnjak sich als Panslavist von reinstem Wasser präsentierte, daß er alle Slaven in ein administratives Ganzes verschmolzen wissen will. Der Redner beschuldigte die Versassungs-pariei großer Unterlassungssünden (?) und erhob gegen dieselbe den Vorwurf, daß die Wirksamkeit dieser Partei das Reich und seine Bevölkerung nahezu an den Rand des Abgruudes gebracht hat. Herr Voänjak gab der Hofsnnng Ausdruck, daß diese Partei bei den nächsten Wahlen die Majorität nicht erringen werde. Wie registrieren heute deu zum zwanzigsten male ansgestoßeuen Klageruf des nationalen Troubadours und wollen die Jeremiade für heute vorläufig mit der kurzen Bemerkung abthnn, daß jene Partei, welcher der slovenische Sprechminister angehört, in einem Jahre mehr Unterlassung!»- und wirkliche Sünden begangen hat, als die Verfassungspartei während der ganzen Zeit, als sie in Oesterreich ain Ruder steht. Oesterreich hat wahrlich keinen Anlaß, nach den Fleischtöpfen der Hohenwart'schen Aera, in welcher die Nägel zum Sarge Austria's geschmiedet wurden, sich zurückzusehnen. Die Geschichte Oesterreichs kann erzählen, daß unter der Regierung Hohenwarts und seiner Gesellen Oesterreichs Tage gezählt waren und Austria am Rande des Abgrundes stand. Der gesunde Sinn der Wähler bürgt dafür, daß die Äera Hohenwart ihr Auf-erstehungsfest nicht feiern wird. Die gemischte Occupation OstrumelienS. Heber dieses Projekt liegen nachstehende Journalberichte vor: „Hon" : Der Gedanke einer gemischten Occupation wurde neuerdings von Rußland angeregt und bildet noch den Gegenstand von Pourparlers zwischen den Mächten, und diese Pourparlers sind so weit gediehen, daß die Hoffnung auf eine Realisierung des Gedankens vorhanden ist. Die Pforte wurde jedoch zur Theilnahme noch nicht aufgefordert; dies soll erst von Petersburg aus geschehen , sobald das dortige Kabinet mit der Idee offiziell herbortritt. Die bisherigen Pourparlers ergaben, daß Frankreich und Deutschland an der Occupation sich thatfächlich nicht betheiligen werden, jedoch werde Deutschland als Vorsitzender im Kongresse wahrscheinlich den obersten Befehlshaber über die Occnpationstruppen bestellen. Italien sowie Oesterreich-Ungarn sind zur Theilnahme fest entschlossen. Die Zahl der Truppen ist bisher auf 15,000 Mann geplant, wird jedoch wahrscheinlich geringer sein. Hinsichtlich der Verwaltung soll die ostrumelische Kommission unbeschränkte Vollmacht erhalten, ihr Executivorgan soll die Occupationsarmee sein; so viel sei Thatsache, alles sonstige Combination. „Agence Russe": Die ausländischen Nachrichten über die gemischte Occupation gehen weiter, als dies der Wirklichkeit entspricht. Bisher ist das Prinzip der gemischten Occupatiou allein entschieden. Die Theilnahme Oesterreich-Ungarns, Englands, Rußlands und der Türkei ist beschlossen, jene Italiens gleichfalls, jedoch mit Vorbehalten. Die definitive Entscheidung Frankreichs ist noch nicht bekannt, die Weigerung Deutschlands ist gewiß. Das Gerücht, wonach Deutschland sein Recht an Oesterreich-Ungarn abtreten soll, ist offiziell nicht bestätigt. Die Occupationsarmee wird keinen Oberkommandanten, sondern jedes Kontingent seinen Befehlshaber nach gemeinsamen Instructionen und für eilten bestimmten Umkreis haben. Uebrigens wird sich die Actio» des Occupations-corps darauf beschränken, Conflagrationen zwischen den Bulgaren und Türken hintanzuhalteu, ähnlich der französischen Occupation in Syrien. Lagesneuigkeiten. — Aus Bosnien. Am 31. v. Bi. trat der Herzog von Württemberg mit dem Generalstabschef Oberst Albori eine Jnspicierungsreise »ach dem südlichen Grenzdistrikte cm. Der kommcmdierenve General begibt sich zuerst »ach Gorazda. — Von, russische» Hofe. Nach Meldung russischer Blätter soll der Gesundheitszustand des Kaisers Alexander infolge des Mordanfalles auf de» Potizeimiuifter von Drentelen ein sehr ungünstiger geworden sei«, so daß sich bereits maßgebender Einfluß geltenb gemacht hat, um den Kaiser zu einem sofortige» Antritte der Reise nach der Krim zu veranlassen. — Zum Kapitel „Handelsverträge." Die U»terha»dlu»gen, welche zwischen Frankreich und E»gla»d wegen ei»es »ene» Haiidclsvertrages eingeleitet waren, sind, wie die „France" meldet, infolge der von Seiten der Schutzzöllner und einer kleinen Anzahl von Freihändlern erhobenen Reela-matimicn wieder Wert worden. Die französische Regierung hat der englischen eröffnet, daß sie in offizielle Verhandlungen wegen Erneuerung des Handelsvertrages nicht eher eintreteu könne, als bis die Kammern ihr Gutachten abgegeben haben. — Gegen die Schulgesetze. Jin ultra-montanen Lager in Frankreich dauert die Adreß-und Petitionshetze gegen die U»terrichtsgesetze Jules Ferry's fort. Die klerikalen Journale erfreuen ihre Leser nur noch mit dem Abdruck solcher Maeulatur. Neben den Protesten der Prälaten paradieren anonyme Klagerufe der Katholiken und Petitionen der christlichen Mütter dieses oder jenes obscnren Landstädtchens. Im großen Ganzen ist die Betheiligung der Bevölkerung an dem Sturme gegen Jules Ferry trotz des Trompetengeschmetters der klerikalen Presse eine sehr geringe. Die Bischöfe allerdings thun ihr möglichstes, doch, wie es scheint nur „pour l’homicur du drapeau!“ — Die Pest in Rußland ist als erloschen anzuseheu. Laut offizieller Anzeige aus Petersburg werden von nun an keine Pestbulletins mehr aus-gegeben werden, da die Wiederherstellung normaler Sanitätsverhältnisse im Astrachan« Gouvernement amtlich Konstatiert wurde. — Die Auswanderungen nach Amerika sind nach den neuesten statistischen Daten wieder in der Zunahme begriffen. Den Ausweisen des Newyorker statistischen Bureaus zufolge kamen im Jahre 1878 153,207 Einwanderer in den Bereinigten Staaten an gegen 130,503 im vergangenen Jahre; dies ergibt eine Zunahme um circa 17 Perz. Die obige Anzahl zerfällt in 94,651 männliche und 58,556 weibliche Personen, die von folgenden Län- dern auSgewandert waren: aus England 19,581, Irland 17,113, Schottland 3700, Wales 311, Deutschland 31,958, Oesterreich 4881, Schweden <>176, Norwegen 5216, Dänemark 2688, der Schweiz 2051, Frankreich 4068, Italien 5163, Rußland 4216 und ans Canada 24,533. Lokal-und Provinzial-Angelegenheiten. Aus der Gemeinderathssitzuug. Laibach, 1. April. Anwesend: Bürgermeister Sascha» als Vorsitzender, 19 Gemeinderäthe und der Magistrats-Kanzleileiter als Protokollführer. Die Herren Jakob AbranwviE, Albi» Achtschin, Josef Bernhart, Josef Gestrin, Franz Gorlii, N. Köhrer, Josef Kosin, Johann SÖZatHinn, E. Mathes, I. Milane, Martin Regali und I. Tavcar, welchen das Bürgerrecht in der Landeshauptstadt Laibach verliehe» wurde, leisten, »achde»i der Vorsitzende denselben die Rechte und Pflichten der Gemeindebürger mitgetheilt hatte, in die Hände des Bürgermeisters die A»gelobu»g. Berichte der Bausectio»: 1.) GR. Ziegler referiert über das Ergebnis der Licitation zur Hintangabe der Bau- und Schnittholzliesernng für das Jahr 1879. Der Genieiudeiath ratifieiert das Offert Carl Tavcers. 2.) Referent GR. Ziegler beantragt, die Reconstruction des Stöckelpflasters auf der Hradecky-bnicke, deren Kosten ans 1563 fl. veranschlagt sind, sei dri»ge»d u»d ohne Verzug vorznnehnie». Der Vorsitzende stellt auf Grund der anerkannten Dringlichkeit den Antrag, der Magistrat sei zu ermächtigen, diese Arbeiten mit Umgehung einer Lieitatio» durch eine bewährte bekannte Unternehmung innerhalb der Grenzen des Voranschlages sogleich ausführen z» lassen. Letzter Antrag wird genehmigt. 3.) Die Beschlußfassung über den Antrag des Berichterstatters GR. Ziegler, betreffend die Herstellung eines Fußweges von der Ausästung der Römerstraße in die Triesterstraße längs derselben bis zur Tabakfabrik, und betreffend die Abtretung eines Geineiudegruudtheiles an Simo» Hruby im Wege des Tausches zu diesem Zwecke, wird im Hinblick auf den § 68 der Gemeinde-Ordnung, »ach-dem nicht 20 Gemeiiideräthc anwesend sind, bis zur nächsten Sitzung vertagt. 4.) Der Vorsitzende theitt mit, daß wegen Errichtung mehrerer »othwe»diger Ans- und An-kleidekabine» in der Kolesia-Badeanstalt in der Erwägung, als die Kostenüberschläge der Bauseetion nicht rechtzeitig übergeben werden konnten, der Beschluß erst in nächster Sitzung gefaßt werden könne. GR. Dr. Keesbacher stellt den Antrag, der Magistrat sei zu beauftragen, ohne Verzug unter Beiziehung der Banfection einen Lokalaugenschein vorzunehmen behufs Erhebung, ob das Badebassin genügend groß ausgehoben ist. Berichte der Finanzsection: 1.) Referent GR. Leskovic stellt den Antrag, den durch Überschwemmung Verunglückten in Szegedin sei aus der Stadtkasse ein Unterstützungsbetrag von 200 fl. zuzumitteln. GR. Regali erlaubt sich ungeziemende Ausfälle; der Vorsitzende ermahnt den Redner, sich zu mäßigen; GR. Dr. R. v. Kalten egge r beantragt die Dotierung eines Betrages von nur 100 Gulden; GR. Gorsi k beantragt auch für die durch Ueberschwem-niung Beschädigte» in Jnnerkrain die Notierung eines Betrages von 100 fl. Die Anträge Kalten-egget und Gorsik werden angenommen. 2.) GR Leskovic beantragt namens der Sectivn, den Käufern städtischer Moor gründe seien zur Zahlung der restlichen Kaufschillingsgelder per 2360 fl. Fristen zu bewilligen. GR. v. ZHuber stellt den Zusatzantrag, für den Fall, als den Käufern die Bewilligung zur Einverleibung ihres Eigenthnmsrechtes ertheilt würde, sei unter einem die grundbücherliche Einverleibung des Pfandrechtes bezüglich der restlichen Kaufschillingsbeträge sammt sechsperzentigen Zinsen zu erwirken. Der Seetions-und Zusatzantrag Zhuber wurden zum Beschlüsse erhoben. Berichte der Personal- und Rechts-s e c t i o n: 1.) Der Gemeinderath ertheilt die Bewilligung zur lastenfreien Abtrennung einer Grundparzelle von einer Hypothek des Kallister'schen Armenkapitals per 1000 fl. zum Zwecke der Arrondierung und Straßenverwendung. (Referent GR. Dr. Ritter von Kaltenegger.) 2.) Dem Michael Anzic wird die erledigte Stadtzimmermeisterstelle provisorisch verliehen. (Referent GR. Dr. v. K a l t e n e g g e r.) 3.) Der bisherige provisorische städtische Feuer-Wächter L u k e z i c wird definitiv angestellt. (Referent GR. Dr. v. Kaltenegger.) 4.) Ursula Zadnikar wird ohne Anspruch auf Normalbehandlung gegen eine Jahresbestallung von 60 fl. als städtische Hebamme ausgenommen. (Referent GR Dr. R. v. Kaltenegger.) 5.) GR. Dr. R v. Kaltenegger bringt znr Kenntnis der Versammlung, daß der Verkauf des Novak'schen Hanses die a. h. Sanction erhielt. Berichte der Schnls eetion: 1.) Der Gemeinderath bewilligt pro 1878/79 die bisher üblichen Remunerationen für Ertheilnng des Unterrichtes an den hierstädtischen gewerblichen Fortbildungsschulen, welche von 255 Lehrlingen besucht werden. (Referent GR. Mahr.) 2.) Referent GR. Mahr theilt mit, daß im städtischen Schulbezirke 1622 Knaben und 1326 Mädchen die Schule besuchen. 3.) Der Gemeinderath genehmigt die Ausgaben für die Modellierschule in der Zeit vom 12. August 1877 bis 31. Dezember 1878. (Referent GR. Mahr.) 4.) Ueber das Gesuch des hiesigen slovemschen Turnvereins „Sokol" um die Bewilligung zur Benützung des zum Oberrealschulgebäude gehörigen Turnsaales wird, nachdem nach Mittheilung des Vorsitzenden uoch Erhebungen zu pflegen sind, in der nächsten Sitzung Beschluß gefaßt werden. 5.) Der erledigte städtische Kaiser Franz-Jvsess-Stiftnngsplatz wird dem Realschüler Emil Smukauz verliehen. (Referent GR. Pirk er.) GR. Doberlet begründet in längerem Vortrag seinen selbständigen Antrag, betreffend den Bau einer städtischen C entr al sch lach t b a n k in Laibach. Redner theilt mit, daß er über die in Graz, Agram und Klagenfnrt bereits bestehenden derartigen modernen Schlachtbänken theils persönlich, theils im Korrespondenzwege eingehende Erhebungen gepflogen habe, und stellt den Bau einer solchen Centralschlachtbank in Laibach als dringende Nothwendig-keit dar, dem Grundsätze Rechnung tragend, daß nichtbeschanteS Fleisch nicht zum Verkaufe kommen soll. GR. Doberlet stellt in sichere Aussicht, daß das neue Gebäude selbst in dem Falle, als zum Bau desselben ein Kapital ausgenommen werden müßte, reichliche Zinsen tragen werde, denn in Laibach werden alljährlich 4000 Stück Rinder, 6000 St. Kälber, 7000 St. Schweine und einige tausend Schafe u. s. w. abgeschlachtet, deren Beschau eine Taxe von 15,000 bis 16,000 fl. der Stadtkasse eintragen würde. Sollte der Bau nicht auf Gc-meindekosten geführt werden wollen, so wäre ein Consortium bereit, den Bau auf seine Kosten zu führen. Der geeigneteste Bauplatz wäre die Per-dau'fche Wiese nächst dem Gruber'fchen Kanäle in der Polana. Der Redner stellt den Antrag, das städtische Bauamt sei anzuweiseu: binnen 3 Monaten die diesbezüglichen Baupläne und Kostenüberschläge dem Gemeinderathe vorzulegen und zu diesem Zwecke die in Graz, Agram und Klagenfurt bestehenden Schlachtbänke in Augenschein zu nehmen. GR. Regali möchte die Ausführung dieses Baues dem erwähnten Consortium überlassen wissen. GR. Ziegler bemerkt: Der städtische Bau-Ingenieur werde bei den derzeitigen angestrengten Arbeiten nicht in der Lage sein, die abgeforderten Baupläne und Kostenüberschläge binnen 3 Monaten zu liefern; Redner beantragt die Erstreckung des Vorlagetermines bis Herbst 1870. Der Antrag Doberlet wird mit dem Abäuderungsantrage Ziegler angenommen. GR. R. v. Gariboldi ergreift das Wort zu folgendem Antrage: Durch die im vorigen Jahre vollzogene Truppenmobilisierung hat die Landeshauptstadt Laibach ihre ständige Garnison verloren. Dieser Truppenabgang wird in socialer Beziehung und in erster Linie in gewerblichen Kreisen sehr beklagt, denn namentlich erleidet hiedurch das Gewerbe materiellen Nachtheil. In der Erwägung, als in nächster Zeit Truppenrednetioiien in Bosnien Eintreten, dürste der Zeitpunkt gekommen sein, in welchem Laibach wieder eine complette Garnison erhalten könnte. Redner stellt an den Vorsitzenden das Ersuchen, ob er nicht geneigt wäre, gelegen» heitlich seiner Anwesenheit beim kaiserlichen Jubel-Hochzeitsfeste in Wien beim k. und k. Reichskriegsministerium die Bitte vorzubringen, daß Laibach wieder eine vollzählige Garnison erhalte. Der Vorsitzende verspricht, mit den übrigen Deputationsmitgliedern die erforderlichen Schritte zu machen. Die öffentliche Sitzung wird geschlossen, und beginnt die geheime Sitzung. — (Landesgesetzblatt.) Heute wurde das fünfte Stück des diesjährige» krainischcn Landes-gesctzblaltes ausgegeben; dasselbe enthält eine Kundmachung des Herrn Landespräsidenten, betreffend die für die Erfordernisse des krainischen Grundent-lastnngsfvndes .für das Jahr 1879 allerhöchst genehmigte LandeSnmlage und die Befreiung der Bezüge der Volksschullehrer von den Grnndent-lastnngsznschlägen zu der auf diese Bezüge entfallenden Einkommensteuer. — (Sanktionierte Landtagsbeschlüsse.) Der Kaiser hat mit Allerh. Entschließung vom 20sten März d. I den Beschluß des Krainer Landtags vom 1. Oktober 1878, wornach zur Bedeckung des Landesbeitrages für den Grundentlastungsfond für das Jahr 1879 eine 20perz. Umlage zu den direkten Steuern mit Ausschluß des Kriegszuschlages, daun ein 20perz. Zuschlag zur Verzehrungsstener vom Wein, Wein- und Obstmvstc und vom Fleische einzuheben ist, mit der Beschränkung genehmiget, daß eine nachträgliche Einhebung des Verzehrnngs-stener-Znschlages für die Zeit vor der Kundmachung dieser Allerhöchsten Entschließung nicht stattzufinden hat. Mit derselben aller. Entschließung wurde dem weiteren Beschlüsse des Landtages, betreffend die Befreiung der Bezüge der Volksschullehrer iuKraiu von deu Grundentlastnngsfonds-Znschlägen zu der aus diese Bezüge entfallenden Einkommensteuer, gleichfalls die allerhöchste Genehmigung ertheilt. — (Truppendurchzug.) Das von Wien nach Dalmazien in Garnison kommende Infanterie-Regiment Hoch- und Deutschmeister traf heute in der zehnten Vormittagsstunde in Laibach ein und wurde vom Herrn Brigadier GM. v. Joölsen und mehreren Herren Offizieren begrüßt. Die Herren Offiziere drückten dem Restaurateur im Südbahnhofe, Herrn Fleischmann, für die prompte und billige Bedienung herzlichen Dank aus. Das Regiment verließ nach eingenommener Menage in bester Stimmung die Station Laibach. — (Garnisonswechsel.) Das krainische Jägerbataillon Nr. 33 ist von Mostar nach Gacko in der Herzegowina transferiert worden. — (Ali hilfsbedürftige heimatliche Reservistenfamilien) wurde vonseite des komischen Landesausschusses durch die zuständigen k. k. Bezirkshauptmannschaften die siebente Rate der eingegangenen Unterstützungsgelder im Gesammt-betrage von 362 fl. 50 kr. vertheilt. — (Der hier städtische Gesundheit 8< rath) besteht aus den Herren: Med. Doktoren Valenta (Obmann), Kowatsch (Obmann-Stellvertreter), Eisl, Jllner (Schriftführer), Ambrozik; den Gemeinderäthen Doberlet, Horak und Laßnik; dem städtischen Bau-Ingenieur Wagner, dein städtischen Marktkommissär Tome (Schriftführer) und den Bürgern Gvaiz uud Schantel. — (Aus dem Volksschul- Bücherverlage), beziehungsweise aus dessen Gebarnngs-überschiisseu im Jahre 1878, entfällt auf Kram ein Antheil von 1409 fl. — (Landschaftliches Theater.) Unsere Bühnenleitung läßt heute zum letzten male in dieser Saison die komische Oper „Die letzten Mohikaner" zur Aufführung bringen. Das Reinerträgnis des heutigen Abends wird den durch Ueberschwemmung Verunglückten in Szegedin gewidmet werden. — („Die Neue Gesellschaft",) Monatsschrift für Socialwissenschaft. (Zürich, Verlag der „Neuen Gesellschaft.") Das vor uns liegende sechste Heft des zweiten Jahrganges (1878/79) enthält: Unser praktisches Jahrhundert von Hedwig Henrich. — Znr Philosophie des Parteiwesens von Dr. Leonhard Freund. II. — Die constitniercndcn Elemente des Werthes und Preises von W. Hasselmann. I. — Ueber Gräberluxus in alter und neuer Zeit. Kulturhistorische Studie von Prof. K. von Arx. I. — Literarische Notizen. — Ausruf und Bitte an unsere Leser und Leserinnen. — Mitteilungen der Redaction. Preis vierteljährlich Mark 3 — Franks 3 75 — fl. 1'80. Man abonniert in der hiesigen Buchhandlung v. Kleinmayr & Bamberg. Ein Mahnruf an den Gewerbestaud. (Schluß.) Wer die Verlassenschasts-Verhandlungen verfolgt und die betreffenden gerichtlichen Acten statistisch zusammenstellt, gelangt zur ziffermäßigen Feststellung der wahrhaft erschreckenden Thatsache, daß 80 bis 90 Perzent der Verlassenschasten Gewerbetreibender insolvent sind I So lange der Handwerksmeister lebt, wird mit aller Anspannung der Arbeitskräfte und Ausnützung des Kredits und mit Aufopferung der Gesundheit und sogar mit mancherlei Entbehrungen der selbständige Handwerksbetrieb aufrechterhalten. Aber kaum hat der Tod das Familienhaupt von seiner Wirksamkeit abberufen, so stürzt das Geschäft und mit ihm der ganze Haushalt zusammen, die vorhandene Barschaft reicht oft nicht ans, die Begräbniskosten zu decken, besonders wenn dem Ableben eine längere Krankheit vorherging, und das vorhandene Mobiliar und das Handwerkszeug deckt nur einen geringen Theil der Schulden. Daß so wenig Nachlaßeoncnrse bei Gewerbslenten Vorkommen, hat seinen Grund in dem Umstand, daß die Gläubiger wissen, daß ein gerichtliches Vorgehen ihnen nur noch Spesen verursachen würde, und somit bleibt in vielen Fällen der Witwe und den Waisen der geringe Hausrath überlassen. Diese Erscheinung wird noch durch die Thatsache illustriert, daß so wenige Söhne das Gewerbe ihres Vaters fortführen; denn der Sohn kann und will die Ueberschnldnng des Vaters nicht übernehmen, kann somit das Geschäft nicht fortbetreiben, und er fängt später, ebenfalls ohne genügende Mittel, ein ganz neues Geschäft an. Die weitverbreitete Insolvenz des Handwerkersstandes kann zum Theil durch die allgemeine Benützung der Lebensversicherung geheilt werden. Ein Gewerbetreibender, der sein Leben entsprechend versichert hat, wird außer der Hebung seines Kredites während seiner Lebenszeit nicht in banger Sorge wegen der Zukunft seiner Familie sein und den Fortbetribe des Gewerbes auch nach seinem Tode gesichert haben, so daß eine gewisse, wohlthätig wirkende sociale Stetigkeit der gewerbetreibenden Familie entsteht, welche den socialen Frieden fördert und sichert. Leider zeigt uns die Lebensversicherungs-Statistik, daß gerade die Gewerbetreibenden, für welche die Lebensversicherung eine Grundbedungung ist, um ihren Stand wiederum solvent zu machen, diese vorzügliche Institution im Verhältnis zu ihrer Zahl y»r wenig und dagegen gerade jene Klassen der Vevölkerung, welche besser situiert sind als der Handwerkerstand, die Lebensversicherung eifriger benützen. Die Kaufleute, die Privatbeamten rc. haben im Verhältnis zu ihrer Zahl die meisten Versicherten, Während die Staatsbeamten wegen staatlicher Fürsorge durch Pension die Versicherung weniger benützen. Daß aus dem Lande, in Marktflecken und Dörfern, das Gewerbe nicht so viele insolvente Nach-lassenschasten aufweist, hat seinen Grund in der geringeren Concurrenj, welche den Gewerbebetrieb erleichtert, sowie darin, daß mit demselben meist ein kleines landwirtschaftliches Anwesen verbunden ist, welches die Hinterbliebenen wenigstens vor den härtesten Entbehrungen schützt und der Familie einen Sammelpunkt, ein bleibendes Obdach bietet. Soll den betrübenden Zuständen im Handwerkerstande gesteuert werden, so ist insbesondere auch die Pflege der Lebensversicherung eine noth-wendige Aufgabe. Der Einwurf, der oft gemacht wird, daß auch im Versicherungswesen Unreellitäten Vorkommen und daher in vielen Kreisen eine Abneigung gegen die Lebensversicherung herrsche, ist dahin zu berichtigen, daß neben ganz wenigen schlechten die weitaus überwiegende Mehrzahl aus sehr guten Instituten besteht, daß nebstdem sachverständige Journale die guten Versicherungsinstitute gern bekannt geben und dagegen die schlechten nach Gebühr kennzeichnen, und so fehlt denn demjenigen Geschäftsmanne, der beitragen will zur allmähligen Beseitigung der Insolvenz seines Standes, ein guter Rath gewiß nicht. |)nilicuml)lcu! Das gefertigte Comite beehrt sich hiemit, zu den anläßlich der bevorstehenden Gemeinderathswahlen zu veranstaltenden Probewahlen einzuladen. Dieselben finden statt: Für den dritten lüalifßürper Freitag den 4. April. Für clen zweiten Malik!weper Samstag den 5. April. Für den erj’tcn lÖuMliürper Montag den 7. April. Sämmtliche Versammlungen, um deren pünktlichen und zahlreichen Besuch seitens der Herren verfassungstreuen Wähler dringend gebeten wird, werden in der Casino-Nestauration abgehalten und beginnen jedesmal abends um halb 8 Uhr. Laibach am 2. April 1879. Vom Central-Wahleomitv -es konstitutionellen Vereins. Witterung. Laibach, 2. April. Wechselnde Bewölkung, windig, heftiger SW. Wärme: morgens 7 Uhr + 8 4», nachmittags 2 Uhr + 15 7° C. (1878 + 6 7°; 1877 + 14 8 C.) Barometer im Fallen, 78113 Millimeter. Das gestrige Tagesmittel der Wärme + 13 6', um 6 2° über dem Normale. Ängekommene Fremde am 1. April. Hotel Stobt Wien. Arns, Fabrikant, Rennscheid. — Ralling, Kfm, Tulpmes. — Scans Antoinette, Wien.— Kober, Brauereibesitzer, Gös;, Hotel Elefant. (Sislev, Stfut., und Fröhlich, Wien. — Dr. Tänzer, Graz. — Knapp, Reisender, Klagenfnrt. — Dr. ftail, f k. Stabsarzt, Laibach. — Steile, Handels,» , Trmmik. Hotel Europa. Rosenzweig, Kfm, Wien. Mohren. Zabkar, Unterkrain. — Babik, Leskoviz. — Hro-vatitsch, Bresee. — Moriggl, Bergadjunct, und Anta-lovik, Kfm., Hrastnig. Baierischer Hof. Tomasich, Holzagent, Fiume. — Schmidt, Handelsm., Treviso. — Greisler, Weinhandler, Vodiee. Latove, Materija. Kaiser von Oesterreich. Müller, Johannisthal. — Kovai', Hainseld. Verstorbene. Im Ziv i l sp i tal e vom 12. bis 19. März 1879. Am 12.: Kaspar Slamnikar, Inwohner, 05 Jahre, plenritisches Exsudat. Am 18,: Franz Zagar, Verzehrungssteuer- Einnehmers-K>»d, 5 I., erlittene Verletzung. Am 14.: Johann tiotrii', Taglöhner, btt I., chronische Lungenentzündung. Am 16.: Gregor Trost, Inwohner, 81 I., Darmkatarrh. Am 17.; Gertraud Kozjak, Taglöhnerin, 60I, Lungenentzündung Am 18.; Maria Modic, Kaisch-lerstochter 13 I., DiphtheritiS. Am 19.: Johanna Kle° menOif, Stubenmädchen, 50 I., Darmkatarrh. über die am 4. Gedenktafel April i .s 7 9 Licttationeu. stultfindenden Genossen interpellieren, ob die Meldungen über eine gemischte Occnpation OstrnmelienS richtig seien. — Die „Wiener Zeitung" veröffentlicht die sanctionierten Delegationsbeschlüsse, betreffend den Nacklragskredit für diplomatische Ausgaben und die Ocenpationserfoidernlsse für 1878/79. — Die „Politische Korrespondenz" meldet: Die Demission des Gwsweziers wurde vom Sultan abgelehnt. Versailles, I. April. Der Senat beschloß, die Berathnng des Antrages ans Rückkehr der Kammern nach Paris zn vertagen. 1. Feilt)., Mersuik'sche Real, Smerje, SB®. Feistriz. I.Feilb., Sever'sche Real., Dorneg, BG Feistriz — 1. Fei Ib., Pue'schc Real., Podkraj, BG. Wippach. — 1. Feilb , Meses-nel'scheReal. Podraga, BG. Wippach — 1. Feilb., Repi 'sche Real., Bisne, BG. Wippach. — 1. Feilb., Gregore'sche Real., Tersain, BG. Stein. — 1. Feilb, Jaksetu'sche Real., , Jasen, BG. Feistriz. — 2. Feilb., St'ambii’jche Real, Kleindorf, BG. Möttling. Am 5. April. 3. Feilb., Mahorkic'sche Real., Großubelsko, BG. Se-nosetsch. — 3. Feilb., Zcnko'sche Real., St. Michael, BG. Senosetsch. — 2. Feilb, Lipovee'sche Real., Babenseld, BG. Laas. — 2. Feilb., Kovak'sche Real., Stein, BG. Oberlaibach. — 2. Feilb., Pristave'sche Real., Stein, BG. Oberlaibach. — 2. Feilb., Cvar'sche Real., Slatenek, BG. Reif-uiz. — 2. Feilb., Jvane'sche Real., Großpölland, BG. Reis-niz. — 2. Feilb., MartitM'sche Real., Oberseedorf, BG. Laas. — 2. Feilb., Setine'sche Real., Landstraß, BG. Land-straß. — 2. Feilb., Turk'sche Real., Topol, BG. Laas. - • 3. Feilb., Cii'scheReal, ©traue, BG. Senosetsch. —3. Feilb., Barthol'fche Real., Travnik, BG. Reifniz. — 3. Feilb., Pekar'fchc Real., Tlatfchenza, BG. Egg. — 3. Feilb., Mrak-sche Real., Kaplavas, BG. Stein. — 3. Feilb., Selovin'sche Real., Gorii'c, BG. Senosetsch. — 3. Feilb., Dermastja'fche Real., JcKca, BG. Laibach. — 3. Feilb., Seonik'sche Real., Oberfeniza, BG. Laibach. — 3. Feilb., Struiubelj'sche Real., Untergoln, BG. Laibach. — 3. Feilb., Zndermann-fche Real., Stein, BG. Stein. — 3. Feilb., Delak'sche Real., Laze, BG. Senosetsch. — 1. Feilb., Marolt'fche Real., La-porje, BG. Grostlafchiz. — 2. Feilb., Gorene'sche Real., Jevsa, BG. Treffen. — 1. Feilb., Repii'fche Real., Visne, BG. Wippach. — 1. Feilb., FcrjaiM'sche Real., Zagoli^, BG. Wippach. — 1. Feilb., Furlan'sche Di'eal., Vodiee, BG. Wippach. — 1. Feilb., Cimperman'sche Real., Narod, BG. Wippach. — 1. Feilb., Ljubii'sche Real, Schleniz, BG. Laibach. — 1. Feilb., Janoch'sche Real., Kompolje, BG. Laibach. Theater. Heute (ungerader Tag): Zum Besten der Uebcrschwemmten in Szegedin. D i c letzten Mohikaner. Komische Operette in 3 Aeten von F. Zell. Musik von Richard Genee. Telegramme. Wien, 1. April. Das Abgeordnetenhaus setzte die Budgetdebatte fort. Dipauli polemisiert gegen den Liberalismus und beklagt die Uebergriffe der Finanzorgane in Tirol. Beer bedauert den Mangel eines Exposes, ist gegen eine Erhöhung der indirekten und für Reform der direkten Steuern mit Perzentuierung und einem steuerfreien Mini munt von 400 Gulden. Wurm kritisiert die Thä-tigkeit der Verfassungspartei und deren Haltung gegenüber den Slaven; er hofft, mit dem Verschwinden des gegenwärtigen Parlamentarismus werde Durch die Weisheit der Krone ein neuer, alle Interesse» Oesterreichs vertretender Parlamen tarismus beginnen. — Magg und Genossen inter pellieren, ob es mit dein Wehrgesetz oereinbar sei, daß österreichisches Militär zur Occnpation des fremden, nicht feindlichen, nicht angrenzenden Landes Ostrnnlelieu verwendet werde. Auspitz und . & CMr. Dr. Tänzer, Docent der Zahnheilknnde an der Universität in Graz, (148) 3 ordiniert in der Zaljnljeillümde und Znljniechnik in Laibach „Hotel Elefant" täglich von 9 Uhr früh bis 5 Uhr nachmittags. Aufenthalt ilurdt 15, kängften« 18 Tuge Goldgelb geräucherte haltbare Norwegische Lachshäringe, per 5 Kilo-Kiste, circa 40 Stück cuth., fl. 1-85, 3 Kisten fl 5 30. Siiedtüiiriiliitgt, per 5 Kilo-Kiste, circa 50 Stück enlh., fl. 2 20, 3 Kisten fl. 6 30 franco (portofrei) nach jedem Postorte in Oester-reich-Ungarn gegen Postnachnahme. (153) Ottensen bei Hamburg A. Ei. Moli r. Zahnarzt Paichels Mundwasser^Essenz und Aalmpukver, die vorzüglichsten Zahnerhaltungs- und Reinigungsmittel, sind nutzer im Ordinationslvkale an der Hradeekhbrücke, 1. Stock, noch bei den Herren Apothekern Mayr und S v o b o d a, sodann bei Herrn K a r i n g e r und in Bischoflack bei Herrn Koeeli zu haben. ’ (145a) 2 Wiener Börse vom 1. April. @t,b öarc fmntd. Papierrente........... Silberrente .......... Goldrente............. Staatslose, 1854. . . * 1860. . . 1860(5tel) „ 1864. . . ®rundenilo|tun($s~ Obligationen. Galizien.............. Siebenbürgen . . . • Temeser Banat . . . Ungarn ................ 64-65 64-75 64 UO 6510 77 w 77 20 11450 H5 — 117-75|118 — 127 50 128-152 25 152 50 Andere öflentliAe AnUbe». Donau-Regul.-Lose ttitg. Prämienanlehen Wiener Anlehen : . . iitlitn *. üunfun. Kreditanstalt f.H.u.G EScompte-Ges., n.ö. Nationalbank. . . . 87 75 77-10 79 83 50 106 50 98— 108 50 249-75 807 Uetien v. ftransport-Unternekmungea. Mföld-Bahn.......... Donau - Dampfschiff. Elisabeth-Westbahn s^erdinandS-Nordb. . Franz-Ioseph-Bahn . Galiz. Karl-Ludwigb Lemberg - Lzernowitz -Lloyd-Gesellschaft . 88-25 77-70 79*50 84 50 106'75 98 50 108 75 250 — 809 123-50 124— 574 — 576 — 174-1165 138-50 232 — 129— 661 — 174-50 2170 139 — 232-25 129 50 663 - NordweNbadn .... Nudvlfs-Bahil .... Staatsbahn .... Südbabn............... Ung. Nordostbahn . . Pfandbriefe. Bodenkreditanstalt in Gold............. in öfterr. Währ. . . Nationalbank.......... Ungar. Bodenkredit- . Prioritütr-Obkift. «ölisabethbahn, l.Em Ferd.-Nordb. t. Silber Franz-Ioseph-Bahn Galiz.K-Ludwigb, I.E. Oest. Nordwest-Bahn Siebenbürger Bahn StaatSbahn, 1. Em. Südbahn & 3 Per-. „ »5 „ . Privatkose. Kreditlose........... Rudolfsstiftung. . . . Geld 122 — 131-75 256 — 69-— 120-26 114*25 Ö7-76 10040 9650 War« 122 50 132 — 256-50 69 25 120-75 114 76 98— 100 60 97— 94 — 103 40 89-30 100-75 89-75 65 50 16150 114 50 100 90 Devisen. London ............ Cefdforien. Dnkaten............ 20 Francs . . . . 100 d. Reichsmark Silber............. 116 80 5 51 9-30 57 35 100- 94-25 103-70 89-50 101.— 9C*— 65 75 162*— 115’— 101.20 169 — 11690 5 52 9 31 57 45 119 — Telegrafischer Kursbericht am 2. April. Papier-Rente 64 85. — Silber-Rente 65 20. — Gold-Rente 77 05. 1860er Slaats-Anlehen 117 75. — Bank- actien 802. — Kreditaetien 245 30. — London 116 85. — Silber —. — K. k. Münzdukaten 5 52. — 20-Franes-Stücke 9 30. — 100 Reichsmark 57 35. »nid von Jg. V. .<1 I e i n m « 1) t & Ked. Bamberg. Perleger: Otlomar R«»i»er». Kür die Redaction verantwortlich: Franj Müller.