Nummer 2. P.'tt au. den 10. ISnner 1897. PettauerZeitu erscheint jeden Sonntag. Prei« für Petiau mit Zustellung in» Hau«: vierteljährig fl. l.LV, halbjährig st. 2.4V, ganjithrig st 4.80, mit PostVersendung im Inland,: Vierteljährig fl. 1.40, halbjühria sl. L.SO, ganzjährig fl. b.kO. - »inzelne Nummern 10 kr. ^ " Schriftleiter: Joses FelSuer, «llerheiligengafle 14. — Verwaltung «ab «erlag: W. Blanke, Bnchhandluag. Hauptpla» Str. S. Handschristen werde» nicht zurückgestellt. Ankündigungen billigst berechnet. — Beitrage sind erwünscht und wollen längsten» bi« Freitag jeder Woche eingesandt werden. während sich aus der t bezahlt nnd noch ein kann, der den Fond« \ QNst'Ifflt wird. .Herr führungen zu und gibt ^>ie MonatSbeiiräge in »d ^öliere sind. Herr r dc i VereinSarzt durch i-koste» hereinbringen. Pe-^k ist ebenfalls für Beiträge von .'iO fr. auf |en die Mg^tsbe^äae Die „Post Cilli." Wen» die Ablehnung der „Post Cilli" keine andere Wirkung hat. als die deuischen Abgeordneten davon zu überzeugen, dass, wenn sie in einer Frage, die alle gleichmäßig intcressirt. geschlossen stimmen, eS bei der Partheiengruppirung im Abgeordneten. Hause doch möglich ist, den erwünschten Erfolg zu erringen, daun ist der Effect der Verweigerung der „Post Cilli" noch immer ein bedeutender. Es ist, seit die Frage der Errichtung enies slovenischen Untergymnasiums in. Cilli auftauchte, so oft be» wiesen worden, dass diese Anstalt für die Slvvene» in Steiermark kein culiurelles Bedürfnis sei und wenn eS ein solches wikre, diese Anstalt nicht gerade in Cilli errichtet zu werden brauchte, eS ist beide« schon so oft und gründlich widerlegt worden, dass eine neuerliche Beweisführung wohl unnöthig ist. Und wenn sich die Führer unserer floveuischen LandSleute noch so sehr abmühte» und noch weiter abmühen wollen, einen stichhältigen Gegenbeweis werden sie niemals erbringen. Sie geben sich aber diese nutzlose Mühe nicht mehr, sondern sagen einfach: das slovenifche Gymnasium besteht jetzt einmal und damit basla. Die erste Aufregung über die Ablehnung dieser Pc>st im Unterrichts-budget hat sich gelegt und heule finde» eS die Vertlieidiger dieser Post, dass eS überhaupt gleich-giltig sei, ob sie bewilliget ist oder nicht, den» die Regierung habe Geld genug zur Verfügung, um das slovenifche Gymnasium in Cilli sortbe» stehe» zu lasse». Würd,' eS sich um eine deutsche Anstalt handeln, so würden die nämlichen Herren finden, daS das Fortbesteljenlasse» derselben, auch nach Ablehnung der Post durch die Mehrheit der Abgeordneten, eigentlich verfassungswidrig sei. Ober freilich, da es sich um das slovenifche Gymiiasinm in Cilli handelt, so ist daS etwas anderes. Sicher, ausgelassen wird diese Anstalt heuer nicht und bei der nächstjährigen Budgetdebatte kann sich ja ivieder eine Majorität für die Be-willigiing der „Post Cilli" finde», die heuer mit 109 gegen 98 Stimmen abgelehnt lvordeu ist. Sie kann sich finden »nd sie wird sich auch finden, wenn die verschiedene» deutschen Parthei-gruppen im blinden Hader wieder darauf vergessen sollten, dass sie einmal in einer nationale» Frage einen Erfolg von weittragender Bedeutung blos deshalb erzielten, weil sie in dieser Frage einig waren. Sonntagsplauderei. Am Tage vor .Heilige» Dreikönig" hat das Abgeordnetenhaus die Post „Veteranenball" mit 109 gegen 9» Stimme» abgelehnt, dagegen hat der Beteranenverei» in seiner Generalversammlung am „heiligen Drei-Äönigtag- die „Post Cilli" einstimmig angenommen nnd beschlossen, am 1. Februar d. I. aufz'drahn, ob's dem Abge-ordneten Kaltenegger recht ist, oder nicht!*) Herr Kaltenegger wird zum „Ehrenprimaner" am slo vcnischen Gymnasiuni in Cilli ernannt. AuS diesem Anlasse wird die „Deutsche Wacht" eine ganze Scene aus: „Der Meineidbauer" anstatt des Leitartikels bringen nnd wahrscheinlich con» •; Umjttrhn «ar'l. Rudi, d«r -»«tllthrNng Indessen wird die Abstimmung über den Titel „Mittelschulen" am 5. Jänner 1897 wenigstens in Steiermark nicht vergessen werden, nnd mögen auch andere Männer in den nächsten Reichsrath geschickt werden, sie werden sich verpflichten müsse» dieses TageS zu gedenken, wenn eS sich um die Lösung uaiionaler Fragen handelt. Sie werden sich daran erinnern, daß am 5. Jänner 1897 selbst die clerikaleu Abgeordneten der deutschen Wahlbezirke der Steiermark es vor-zogen, der Abstimmung ferne zu bleiben, weil selbst die bäuerlichen Wähler der dentschen Land-gemeinden-Wahlbezirke, denen sie die Ungefährlich-seit und Bedeutungslosigkeit der „Cillier Frage" so oft anSeinandergesetzt haben, einzusehen beginnen, dass die ihnen so oft zur Pflicht gemachte „nationale Duldsamkeit" umso größere Gefahren für die Deutschen des Reiches in sich schließt, je weniger die anderen Nationaliläten aewillt sind, eine solche Duldsamkeit ebenfalls zu üben. Gegen die „Post Cilli" konnten sie nicht stimmen, ohne ihren Prin-zipie» untreu zu werde»: sür dieselbe z» stimmen, dazu halten sie bei der Stimmung ihrer Wähler nicht mehr den Muth, daher enthielten sie sich der Abstimmung. Nur der Vertreter der Grazer Landgemeinden, der steirische Abgeordnete >kaltenegger. stimmte für die Post nnd holte sich für diesen tranrigen Muth den Beifall der Slovenenl Er sei ihm gegönnt, doppelt und dreifach gegönnt, denn nichts könnte Herr» Raltenrgger'« Dentschthum, dessen er sich allwege so sehr rühmt, mehr verdächtigen als der Beifall der bittersten Deutschen-Feinde im Lande, nnd die Grazer deutschen Landgemeinden sind es. welche das zweifelhatte Verdienst habe», den Mann, der mit eiserner Cvnsequenz für die Auslieferung der deutschen Stadt Cilli an den nationale» Gegner eintritt, zum Abgeordneten zu habe». Für Rudolf Falb. Rndols Falb, unser berühmter gelehrter Landsmann. Hot in seinem Alter mit der Noth zu kämpfen; die nackte Surge ums tägliche Brod drückt ihn darnieder und die völlige Lähmung seiner beiden Füße läßt ihn die Entbehrungen noch härter einpfiuden, umso häUer, als er eine zahlreiche Familie hat. Ein anderer, weithin berühmter Steirer, unser heimischer Dichter Peter Rosegger, hat die fiScirt werden, während der Abgeordnete Mvrre, der gegen die Consiscativiitkranfheit immun ist. einen Festvvrtrag über „Dickhäuter" halte» wird. Unser Offiziös»» im Lande wunderte sich am Freitag darüber, wie die ?euijel>eu so bvrnirt sein lind glaube» können. Excellenz Ganisch werde die 103 slovenische» Unter.iymiiasiasten infolge der Abstimmung über die „Post Cilli" sofort an die Lusi setze» »nd den Professoren ilir Gehalt ein-stellen. Der Offiziös»» hat sich wirllich »»isonst angestrengt! Die Dcuische» wurden sich vor Ver-wuuderung gar nicht fasse» können, luciiu das slovenisckie Gymnasium in Cilli wegen der abge-lehnte» Post aufgehoben würde. Die haben sich am meisten darüber gewundert, das» der OsfizioluS mal selbst einen politisch gefärbten Leitartikel Bildung eines LocalcomitSS in Pettau angeregt, wie sich solche bereits allerorten bilden, um das HilsscvmitS in Graz zur Aufbringung einer Rudols Falb'Speude zu unterstützen. Wir veröffentlichen diese Anregung unseres allverehrten Roleggers zur Hilfe für einen Landsmann mit der Bitte, eS »lögen sich Männer zusammenthun, um RoseggerS Vorschlag zu ver-wirkliche» und wir sind gerne bereit, einen dies' bezüglichen Ausruf kräsiigst zu unterstützen, um die Sache, die eine Ehrensache sür die Steiermark ist, fördern zu helfen. Wir siud auch bereit, Spenden, die etwa gesammelt werden, auszuweisen und glauben, dass bis zur Constitniernng eines LvcalcomitöS derlei Spenden beim Stadtamte hinterlegt werden könnten, welches dieselben dem HilfScomitv in Graz übermittel» wird. Wochenschau. Auszeichnung ins KtirrmärKischeil Gewerbe-vereiurs. Seine t. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 28. Oktober 1896 dem Steiermärkischen tN»werb.vercine i» Graz die Bewilligting z»r Führung des Wappen« des HerzogthumeS Steiermark in seinem Verein»-abzeichen allergnädigst zu ertheilen geruht. Ämtslaar der K. K Lr)irlishauptinai»ischast pettau pro 1Ö97. Die Amtstage der k. k Bezirks-liaupimannschaft Petta» werde» sür den Gericht«-bezirk Rohilsch im Jahre >897 am: Mittwoch de« 3. Februar in Sauerbruun, Donnerstag den 4. Februar, 18. März. 29 April, 10. Juni. 22. Juli, 2. September. 14. Oktober in Rohitsch; Mittwoch de» 24. November in Sauerbruun; Donnerstag den 25. November in Robiisch in der Genieindekanzlei zu Rohitsch, jedesmal mit dem Beginne um 10 Uhr Vormittags stattfinde». Für die beiden AmtStage in Sauerbrnnn wird das Lokale nachiräglich bekannt gegeben werden. Dir Wahlen der Handele- und Geivlrbt-Kammer in Graz. Z» de» Ergänznngswahlc» sür die Handels, »ud Gewrrb'kammcr in Graz hat der Steiennäkische Gewerbevereiu ini Sinne des Beschlusses der am 28. November 1896 in Graz stattgehabten Versammlung der Handelskammer« Wähler sür die bevorstehenden ErgänznngSwahlen nachstehende Candidatcn empfohlen:». Den Wählern mit einem Erwerbstenersatzc von »lindesteuS ICX) fl. (ohne Zuschlag) werde» empfohlen die Herren: schrieb, ohne auch nur einmal dabei daS „Fremdenblait" zu citieren oder sich auf die „Wiener Zeitung" zu berufen. Rudolf Falb nagt am Huugertuche, weil er ei» großer Gelehrter, berühmterMeteorologe nnd deutscher Steirer ist. Der Müller Mathias ttaltenegger ist ein reichsdeutscher Steirer, braucht aber deswegen nicht am Huugertuche zu nage», weil er täglich zehn Guloen Diäten kriegi »ud den Banern nebenbei was mahlt. Ol>a! jetzt geräth die Politik gar unter den Strich! unter der Kanone ist sie ohnehin schon! li donc! hätte die Majorität lieber den „Maskenball" bewilligt, das wäre eine ivirklich „öeutsd)-volkliche Thai" gewesen, den» ich bi» überzeugt, die verehrte» Leserinnen tanzen lieber drei Nächte und Fabrikbesitzer. Präsi-ftAiftift/ftAi'" Geiverbevereine«, ßraz. ^g^ßoifilmfrmirfsbincor, Landtags-. Den Wählern mit einem M Bl fl. (ohne Znsckläge) auf' p] isOgf ,tHr ium ersten Wahlkörper 21 UU isohlen die Herren: Leopold igraf, Graz. Joses Geißler. H % I wriknid der LandeSgeuofsei,. iwjufWi Graz Josef Sfunvnb, akademischel ültaler. Graz Benedikt Mößmer. Tisch-lermrister. Graz. Ernrst Wei'dl, Äackernieister, Gemeinderath, Graz. v. De» Wähler» mit einem Erwerbsteueriatze von 8 fl. 40 fr. (ohne Zuschläge) auswärts mit Aiisnahme der zum ersten oder zweite» Wahlkörpcr Gehörige» werden einpsohle» die Herren: Michael Aitziebler, Thvnwareuerzeui.er, Obmann des Geiverbebundes, Cilli. Ednard Al-brecht Viiqueiirfobrifant, Obmann des Marbniger GewerbevereineS, Marburg, cl Den übrigen Wählern mit e>»em Erwerbsteueriatze vo» 4 fl. 20 kr. (ohne Zuschläge) auswärts mit AnSnahme der zum 1, 2. oder 3. Wahlkörper Gehörige» werde» empfohlen die Herren: Josef Greifeneder, Gastwirt. Graz. Leopold Prinz. Schneidermeister, Vorstand der Aleidermacher-Genossenschast, Graz. Jakob Zollen-stein, Schuhmachermeister, Marburg, e. Den Wähler» der Gruppe Bergbau werden empföhle» die Herren: Daniel von Lapp, Bergwerks- und Großgrundbesitzer, Graz. Ednard Mulley, Gewerke, ZiZeitenstein.ErnsiRathansky,Gewerke- nndFabrikS-b >itz,r. Denlichlandsberg, Jojef Rochlitzer, Director der <>raz°Uöflachtr Eisenbahn- «ud Bergbau-Gesell-Landtageabgeordneter Graz. Pettaner Wochenbericht. <Äuo)cich»n»g) Seine Hochwürden der Herr Propst Joses H e r >. i ß, sb. geiitl. Rath, Dechant, Haupt- »nd Stadtpfarrer von St. 6'eorii in Pettau. wurde zum süntbischösliche» Consistoiialratlie ernannt. iUleihuachtsseirr im Kindergarten des denljchrn Schnlvrrrinrs in Frirdao.) Frieda» am 1. Jänner 18H7. O -C. Wie im vorigen Jahre, so fand auch liener im Kindergarten des deutsche» Schulvereines eine Weihnachtsfeier mit verschiedenen Aufführungen der Kleine» statt, löei dein strahlenden Glänze des schön geschmückt,» Christbaumes wurde von einem großen Theile der «inder ein reizendes Weihnacht» piel mit Wechselnden und Gelang ausgeführt, wobei man nicht wußte, ob mau die Geduld der Taute oder die 6>elehrigkeit der kleinen Darsteller mehr bewundern sollte. Es klappte wunderbar, mit verblüffender Eicl»erheii fielen sie ein und weder Verlegenheit, noch Stocken waren zu bemerken. ES mag nicht leicht sein, so winzige Mknschtiiknidcr aus diesen Standpunkt z» bringen. Nachdem die anwesenden Eltern von den Kinder» mit hübsche», felbstge-arbeiteten Gabe», denen man die ungeübten Kinderhändchen durchaus nicht ansah, beschenkt worden waren, wurde auch jedes Kind mit eine», Spielzeug und Backmerk erfreut. Mit dem Absinge» eines WeihnachtSliedeS fand die schöne Feier ihre» Abschluß. (Sylvester-Feier örs Männergesallgvereines in Friröan.) Frieda» am 1. Jänner 1887. durch, als auch nur eine Stunde lateinische oder griechische Zeitwörter abzuwandeln, gleichviel ob ihnen die Regeln in deutscher oder slovenischer Sprache eingedrillt werden. Choreografische Studien sind ihnen sympathischer als ortho« oder anderer grafischer Schwefel. Die Stenografie ausgenommen, denn im StenograsencurS sitze» gerade dreimal so viele Damen als Herren. Das ist freilich be-greiflich, denn für die Damen hat die Kurzschrift bedeutend mehr Wert alS sür Herren. Wie leicht nnd rasch kann man sich die Sünde» des theure» Gatte» durch eine ganze Woche stenografisch no-ttren! ans dem Blatte eines kleinen TaschcnkalenderS läßt sich ei» kilometerlaugeS Sündenregister be-qnem unterbringen! Am Sonntage thut man dann sachte einen Griff in die Tasche, zieht das winzige Ding hervor, thut als ob man nach dem Datum — 2 — O.-C. Der Männergel'angverein schloß auch heuer daS Jahr mit einer Sylvester-Liedertafel. Die Baner'schen Lokalitäteu erwiesen sich wie gewöhnlich als fast zu klein für daS zahlreich erschiene»? Publikum, welches jede Nummer des vorwiegend komischen Programmes mit großem Beifall »nd sollender Heiterkeit belohnte. Eine Tombola mit hübsche» Gewinnsten füllte nebst den Gesängen die Stunden bis Mitternacht ans. Als die zwölf Schläge, welche den Beginn des neuen Jahres verkündigte», verklnngeu wareii, erhob sich Herr BezirkSrichter Liebisch als Obmann des Gesangvereines nnd sprach, nach ei»em kuizen Überblick über die Thätigkeit *<•« Vereine* im verflossenen Jahre, allen Anwesende» den Dank für die Unter-stützung zugleich mit der Bitte ans. auch im neue» Jahre treu und fest z»r deutschen Sache z» halten. Der herzliche Glückwunsch an alle Anwesenden, mit welchem seine Rede schloß, gab daS Signal zu einem allgemeinen Gläserklingen. mit dem Wunsche. eS möge das neue Jahr ei» glückliche sein. Bei fröhlichem Becherklang blieb matt beisammen. bis die Morgenglocken zur Heimkehr mahnte». (Marburg am 5. Zänuer. G. L.) Der Ruf: .Helfet der Vogelwelt" ist feit Gründung des österreichische» Bundes der Vogelfreunde, dessen Sitz Graz ist, ein so allgemeiner geworden, dass die meisten Städte, Märkte und größeren Orte am Lande bereits Filialen gegründet und dieses humane Bestreben mit einem Jahresbeitrag« von 20 kr. unterstützen. Die Erträgnisse dieser Sammlunaeu dienen zur Drnckleg»»g von Flugblättern. Mitglieder» nnd Gratis Schüler Karten. w.'lche gegenwärtig schon i» drei Sprachen herausgegeben werden. Drucksachen in der dentschen Ausgabe fi»b im Sekretariate Graz. Körblergaffe 40, die der slovenischen bei Herrn Emannel Marti.iy, k. k. Geometer in Cilli und die der italienischen in Tuest bei Frau DorothSe, Edle vou Brüll, unentgeltlich in kleinere» oder größeren Parthien zn beziehen. Der Rührig, keil der geehrten Lehrerschaft von Steiermark ist eS gelungen, dass bereit» sehr viele Ortigrnppen durch dieselben errichtet worden sind und selbst peusionirte Lehrer trete» sür die wahrhast bedränge Bogelwelt mit ihren letzten Kräften ein. So hielt auch Schreiber dieses am 8. Dezember v. I im hiesigen Verein der Lehrer und Schulfreunde einen Vortrag über den Niitze» der Vögel im allgemeinen und besonders sür die Landwirtschaft und den Vogel-schütz und stellte den Antrag, dass auch in Pettau eine Filiale diese« Bundes gegründet werde» möge. Das geehrte Mitglied dieses Vereines, Herr Lehrer Metzinger. befürwortete diesen Antrag, in-dem er gerade die Lehrer und Lehrerinnen für berufen erklärte, in Pettan Propaganda zur Grün-dung der Filiale zu machen. In Nr. 52 v. 27. Dez. v. I. der sehr gut geleiteten, die allgemeinen In-teressen der Bevölkerung besprechenden Pettaner Zeitung las ich unter der Spitzmarke: .Rangen" mit Bedauern, dass mit der Gummischleuder von Seite der Herren Schul - nnd anderen Gassenbuben die arme» Vögel flügellahm geschossen werde» und in Ermanglung der einst sowohl in der Familie als auch in der Schule be-währte» Hilfsmittel ein Appell an den dortigen Thierschutzverein und den Verein der österreichischen Vogelfreunde, welch letzterer in Pettau noch keine schaue und läßt nach dem Stenogramm plötzlich entweder einen mehrstündigen sanften Landregen von Ermahnungen über die wohlgescheitelte Frisur des zum „Ausgehen" sich kleidenden, vo» der stenografischen Richtigkeit de« Registers völlig ver-blüfften Eheherrn niederrieseln oder ein knrzeS aber scharfe« Hagelwetter aus feine Glatze prasseln, ohne dass er auch nur eine Ahnung davon hat, das er dieses furchtbare Elementarereigiii« der Kuust GabelSbergerS z» danken hat. Würde die holde Gattin den ganzen Sermon in gewöhnlicher Schrift geschrieben habe», so würden ein paar Bogen Papier sicher nicht genügen und der Effekt bliebe entschieden a»S. Denn sobald der Alte sähe, das« sie da« große schwarze Heft aufschlagen will, würde er sicher auch schon die Flucht ergreife»! Und dann, wie vorteilhaft ist doch, wenn inan Ortsgruppe hat. — weil, nun weil er eben noch keine hat. gerichtet wurde, auf Mittel zu sinnen, wie der armen gefiederten Sangerwelt zn helfen wäre und zwar je eher, desto besser I Ich erlaube mir daher mit diesen Zeilen an die sehr geehrten Pettaueriue» und Pettaner in Folge ihreS allge-mein bekannten mitleidige» Herzen« und i» Ä»-erkennnng der hier obwaltenden nutzbringenden Bestrebungen, heranzutreten und in erster Linie den thatenreichen Bürgermeister Herrn Ornig und den löbl. Gemeinderath anfmerksam zn machen, dass Schreiber dieses im Laufe dieses Monate« nach Pettau kommt, um die Werbung von Mitgliedern & eröffnen, um der dortige» sehr geehrte» Lehrer-ast diese Aufgabe zu erleichtern. In Marbnrg ist eS in kurzer Zelt gelungen, bei 400 Mit-glieder zu gewinne», nud eS dürfte in Pettau auch ein jede« HauS offen flehen, es zu diesem Zwecke, znm Schutze der landwirtschaftlichen HilfS-arbeiten „Vögel", zu betreten. (Das Fenerwehrfest.l Der am 6. d. M. in den Casinolvcalitäten abgehaltene „Feuerwehrabend" war in allen Punkten dcS reichhaltigeil Programm« vollkommen gelungen und wie alle Feste unserer wackere» freiwillige» Feuerwehr zahlreich besucht. ES waren 350 Personen anwesend, die sich in-dessen in den späteren Abendstniiben noch vermehrten. Herr Bürgermeister Jos. Or»i r Vorlesung des vaterl. Dichters P Rosegger, welche beide Veranstaltungen eine bedeutende Summe dem Zwecke zubrachten, ferner« dankend der löbl. Sparcassa Pettau und des Vereines „Südmark" gedacht. Herr Ornig legte den Gebahruugsbericht vor und sagte Dank Herrn Schulfink sür die Widmung des Erträgnisses des „Deutschen Walzers", wodurch eine nicht unbedentende Summe dem Vereine zugeführt wird. Die Ab-rechnung mit den Verkaufsstellen ist noch nicht beendet. Bisher sind eingezahlt worden 230 fl.. in Verrechnung stehen noch 204 Exemplare, welchem eine Auslage von ca. 80 fl. gegenübersteht. Das in der Sparcasseangelegte Capital beträgt ca. 11000 fl. Statt eines Winterfeste» wurde beschlossen, im Laufe der Sommerszeit ein Fest zn veranstalten, welches von besonderem Interesse zu iverden ver-spricht, da eine Betheiligung des südöst. Turn-ganes zu erwarten steht. Herr Strajchill stellte den Antrag, ein Ansuchen dem löbl. Gemeinde-rathe wegen Unterstützung des Vereines vorzu-legen, welcher Antrag angenommen wurde. (./nnd.) Herr Johann Riegelbauer, Kaufmann, hat am 23. Dezember d. I. in der Nähe der Sparkassa einen Goldring gefunden und beim Stadtamte deponirt. Der Verlustträger kann den-selben dortanitS abholen. (Soireeabrnd.) Die Specialitäten Gesellschaft Baldnin, welche bis 1. Jänner 1897 in Graz am Schlobberge gastirt hat. hält am 11. d. M. im Hotel Osterbcrger einen Soireeabend mit nur decentem Familienprogramme ab. schlössen, da die Käuser a»s der deutschen Gegend MittelsteiermarkS fehlte». Der nächste Viehmarkt (Monats-Viehinarkt) gelangt am Mittwoch den 3. Februar zur Ab--Haltung. (Fturrberrilschast der freiwilligen Feuer-wchr.s Fnr die laufende Woche hält der II. Zug und die III. Rotte Feuerbcreitschast. Zugführer Laurentschitsch, Rottführer Prantner »nd 8 Mann. Feuermelduugen sind aus der Centralsiation in der SicherheitSivachstube im Rathhaus zu machen. (Alishrbnng des Vichrinfiihrvrrtiotrs.) Die k. k. Statthalterei in Linz hat die bestehende Ein-fuhr von Klauenthieren noch Oberösterreich ans Steiermark theilweise aufgehoben und daS Verbot nur mehr auf die Gerichtsbezirke Aflenz. Brück an der Mur, Mariazell, Judenburg, «nittelfeld, Leoben und Mauteru beschränkt. Demnach können Klanenthiere aus alle» anderen seuchensreien Gc-nieinde» der Steiermark nach Oberösterreich unter Beobachtung der gesetzlichen Bestimmungen ein» geführt werden. (Selbstmord eines Feuerwerkers.^ Am 6. d M. fände» Leute in einem Walde von Stadtberg einen Soldaten, der sich auf einem Bann»! erhängt hatte und bereits todt war. Die Erhebungen er« gaben, dass es der während der Feiertage hier auf Urlaub gewesene Feuerwerker Jakob Horwath vom k. u. k. 3. Corpsartillerie-Regimeute war, der seinem Lebe» auf so schreckliche Art ein Ende gemacht hatte. Was den noch jungen Manne zu dieser unseligen That trieb, ist unbekannt Jedenfalls hat er feine» Urlaub überschritte» und dürfte die Furcht vor den Folge» wohl auch mitgewirkt haben, dass er Hand an sich legte. Vereinsnachrichten. (Gktirralocrlammlony des Erzherzog Albrecht-Militär-Vetrranen-Vrrrtnr».^ Am 6 Jänner hielt der hiesige Veteranen Verein im Hotel Woisk seine Generalversammlung ab, die von ca. 150 bis 160 Mitgliedern besucht war. Um 2 Uhr nach-mittags eröffnete der Commandant des Vereines, Herr Obmann Michael Martschitsch, die Ver-sammlung mit einem dreimaligen Hoch auf den allerhöchsten Kriegsherrn, welches von der Ver-sammlung brausend wiederholt wurde. Sodann wurde die Tagesordnung abgewickelt wie solgt: 1. Das Protokoll der letzten Generalversammlung wurde verlesen und genehmigt. 2. Unter den Ein« läuse», die zur Verlesung kamen, waren Ein-ladunge» de» Mürzthaler Veteranen-VereineS in Langenwang, deS Veteranenvereines von Dobl. von St. Georgen an der Stiesing und deS Veteranen-VereineS Erzlierzog Friedrich in Mar-bürg zu verschiedenen Festlichkeiten; die Einladung des steirischen Kriegerbundes zum Beitritte des Vereines, dann die Bitte deS galizischen Veteranen-Vereines in Stry »m eine» Beitrag zum Au-schaffen einer Fahue. Herr k. k. Major Ritter von Krantwald sendet seinen Jahresbeitrag mit 10 fl, Herr k. k. Bezirksliaiiptman» Dr. ÄlfonS Ritter von Scherer den Beitrag pr. 5 fl. 3. Sohin erstattet der VereinScassier Herr M Mrirko den Rechenschaftsbericht. Nach diesem ergab die Geld-gebahrung pro 1896 im Empfange 4535 fl. 2 l kr., in der AnSgabe 4535 fl. 21 kr. nnd besteht daS Vereiiisverinogen ans in der Pettaner Sparkasse fruchtbringend angelegtem Capitale von 36(J0 fl 03 kr. nnd dem Jnventarvernivgen von 564 fl. Der Stand der Mitglieder pio 1896 zeigte folgende Verändernngen: Ende 1895 gehörte» dem Vereine an: 4t Ehren-. 85 unterstiitzende, 281 ausübende, zusammen 410 Mitglieder; davon ergab sich ei» Abgang von 14 unterstützenden, 26 wirklichen, dann ein Zuwachs von 1 Ehren- nnd 21 wirklichen Mitgliedern, sonach besteht der Verein mit Ende 1896 aus 45 Ehren ■. 71 unterstützenden. 277 wirklichen, zusammen 393 Mitgliedern. Die vom Cassier Post für Post vorge-trageiie Wirtschaftsrechnung ergab im Empfange 314 fl. 08 kr., in den Ansgabe» 26 l fl. 75 kr. daher Rest 52 fl. 33 kr. 4. I» Verhandlung kommt die Frage wegen Bestellung eines Vereins-arztes. Beantragt wnrde seitens des Ausichiisses entweder die Monatsbeiträge von 30 kr. auf 40 kr. zu erhöhen, oder die Krankenunterstütznngen von 60 ans 50 kr. zn verringern »nd ans den dadnrch gewonnenen Beträgen die Dotation sür einen fix angestellte» Vereinsarzt zu gewinne». Z» dem Antrage ipridrt Herr Pogatschnjg und befürwortet die Erhöhung des MouatsbeitragrS mit dem. dass sich daran» eine jährliche Mehr-einnähme vo» ca 250 fl. ergäbe, während die Herabsetzn»,; der Krankenunterstützuiig höchstens 70 bis 80 fl. Ersparnis gäbe. Die Erhöhung treffe alle und fei weniger empfindlich für den Einzelnen, als ein Abzug am Kraukeiigelde. Die Ersparnis an letzterem reiche nicht hin. eine» VereiiiSarzt zu bezahlen, während sich aus der BeitraaSerhöhuug der Arzt bezahlt nnd noch ein Überschuß erzielt werden kann, der den Fonds erhöhe und sruchtbringend angelegt wird. Herr Mnrko stimmt diesen Ausführungen zu und gibt mehrere Beispiele, dass die MouotSbeiträge in anderen Vereinen bedeutend höhere sind. Herr Puch will die Dotation für den Vereinsarzt durch Herabsetzen der Begräbni-koste» hereinbri.igen. (Allgemeines Neiiil) Herr Pcaek ist ebenfalls für die Erhöhung der Monatsbeiträge von M kr. auf 40 kr. Der Antrag: Es seien die Monatsbeiträge vo» 30 aus 40 kr. pro Mitglied zu erhöhen und ein VereinSarzt zu honoriere», wird fast ein-stimmig angenommen. (Bravo!) 4. Der Vor-sitzende bringt die Einladung des ..steiermärkische» Kriegerbundes" zum Beitritt? des Erzherzog Albrecht Militär-Veteraneu-VereincS zur Be-rathung. Nach längerer Debatte wird der Bei-tritt abgelehnt. Zu „Allfällige Anträge" erhält Herr Pogatschnig daS Wort. Er beantragt, dem Cassier .Herrn M. Murko den Dank für seine Mühewaltnng auSzusprcchen. Die Versammelten erhoben sich vo» den Sitzen. DaS Wort erhält sohin der anwesende Bürgermeister Herr Josef Ornig. Derselbe betont in einer kurze» markige» Rede die seltene Einigkeit im Vereine. Diese sei ersenlich und für die alten Soldaten ehrend. Mit der Anstellung eines Vereinearztes werde eS jedem Mitgliede möglich fein, bei Erkrankung sofort ärztliche Hilfe zu haben nub das werde sicher dem VereiiiSvermögen zugute k»»,me„. da der Arzt oft geringfügig scheinende Krankheiten, die aber im Verlaufe oft sehr gefährlich werde», lange» Siech, thum oder den Tod zur Folge l»aben, sofort energisch zn bekämpfen im Stande sei und so die Krankheit verkürze und de» Kranke» heile. Damit erspart der Verein viele Krankenunterstützungen »nd eventuell Leicheulosten und jedes Mitglied, besonders solche, die allein stehen, habe die Be-ruhignna, in schwerer Krankheit sofort eine» Arzt zu Rathe ziehen zn können, ohne erst ängstlich erwägen zu miifsen, ob er denselben auch bezahlen kann (Bravo I Bravo!) Redner sagt, dass diese Einigkeit, die er zuerst gepriesen, schon heute eine gute Frucht getragen und er ermähnt, diese Einig-keit allerwege zn pflegen. Zum Schlosse bringt er dem Verein ein dreifaches Hoch! Nach dieser mit lautem Jubel aufgenommenen Rede dankt der Obmannstellvertreter Herr Schmigotz dem .Herrn Bürgermeister für die warme Antheilnahme am Vereine und bringt ihm ein Hoch, welches von den Anwesenden stürmisch wiederholt wurde. Nach einer Pause vo» 10 Minuten wird darüber be-ratheu, ob der Verein auch heuer ein Kränzchen abhalte» soll. Da das vorjährige einen Reinertrag ergab, wird beschlossen, auch Heuer und zwar am 1. Februar 1897 ei» Veteraneukränzche» abzu-halten; das Arrangement have der Ansichnß zu übernehmen, der sich dnrch eine Anzahl jüngerer Beteranen zn einem ComilS verstärken soll. Es melden sich sofort eine Anzahl Mitglieder dazn. Nachdem der Cassier der Ehren» nnd unter-stützenden Mitglieder gedacht und die Bitte a»S-sprach, dass sie auch ferner dem Vereine ihre Theilnahme bewahre» mögen, nachdem andere Redner dem Ausschüsse da» Vertraue» nnd dem Obmanne den Tank für die stramme Vereins-lcitung gesagt hatten, was stets beitällig aufge-nonmien wurde, schließt der Vorsitzende mit kurze» kräftigen Worten an die Kameraden die Generalversamnilnng._ Schrifttum. („Für dir Jugend des Ü'olfeo"> ist der Titel einer vom Wiener Lehrerrereine herauegegebciit» jtiuderzeiijchnf«. Voi uns lieg! da» f«l*n erschienene Jännerhcft de,' Jahrgange. Tüchtige Püdagogen und ebenso lürbiige. feinsinnige ««»stier haben sich hier uisainmengelha» »nd zur Freut* und Belehrn»,, der Zugriid eine Monalsschrist ge-schassen, welche die Beachtung alter Eltern vrrdieiil. Wir tonnen sagen, ti giebt feine andere Iugendjchrisi. die »ach Anlagc. Inhalt. Form und dem ausjcrordeniliche» mäßigen Preis ,fl I Hl pro Jahr) lhaisächlich Bessere» bitten nnlrde. «ein Familienvaier sollte die Prannmtlaiio» »Hierlassen. »Für die Jugend de» Volkes" ist durch dir Lxvediiions-stelle Buchhandlung Anton Reiman Wien, I., Echivarzen-bergerstrasze 8, wie dnrch jede Buchhandlung zn beziehen (AaSzeichnnng.i Zli k u f Hohn» die durchlauchtigste grau Erzherzogin i >ric Valerie geruht' die Heran«. aeberin dev' in der SBrtlü rhandlung .St. Norbert»»" in Wir» erschienenen, vaterländischen. illustrirten Jahrbuch» »Iugendheimaf. H»rmin> Proschko, „in Anerkennung ihrer ouSflcAtidjitetfit Wesire!'!':' bn aus dein Wettete der Jugend-literalur «nd zum ?>"- > sür die Widmung de« neuen Bande» ihrer Jugeudd'ü 'II", durch huldreichste Zusendung Höchstiliren Billxv' um: Mcnliandigec «aine»eu»tc,schrist auszuzeichnen. für nur 1 fl. liefern ich moiwj weltberühmte Ziehharmonika „Bohemla" ii. langen Klappen ». echten Perlmutter-Sclieihclicn. 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Der Appetit hat stch gebessert, die Haut hm Glanz bekommen, die krankhafte Farbe ist gan, abgeblaßt, die tiefe! ngesavenen Augen und der Ring um dieselben sind verschwunden. Zch sage deshalb der Heilanstalt ^sis in Darmstadt in Hessen meinen herzlichste» Dank sür die au«> gezeichnete Hilse, die sie mir hat zutheil werden lassen, ich kann dieses ausgezeichneten Erfolge» wegen allen ähnlich Leidenden die nur auf daS wärmste empfehlen. Ihrer werten letzten Sendung entgegensehend, verbleibe mit herz-lichem Tank O. Marschall, Hamburg, 2 Vorsehen 19. (Broschüren versendet dieselbe an Jedermann kostenfrei. > Sicheren Erfolg bringe» die bewährte» tittb hochgeschätzte» Aklijer 5 ^(ejjermiiHaramllen sicherstes gegen ApcltilloltgKcil, Magcnwrh und schlechtem, verdorbenen Magen, echt i» Pakete» ä 20 Kr. bet Hans Molitor, Apotheker i» Pettau. Empfehlen vorzügliche rohfl Cafö's von fl. 1.40 aufwärts, wie Cuha, Portorico, Ja-maiea. 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Verlesung der Verhandlungsschrift über die letzte Versammlung. 2. Thätigkeitsboricht pro 18'J6. 8. Berathung der im § 26 der Satzungen ausgestellten Punkte. 4. Wahl von 2 Abgeordneten zu der am 28. u. 24. Februar in Graz stattfindenden allgemeinen Versammlung der Landwirtschafts-Gesellschaft. 6. Stellungnahme zu der Verfügung über den Bezug von amerikanischen Reben. 6. Vortrag dos Herrn Fachlehrers Anton Stiegler über die Behandlung ver- hageller Weingärten. 7. AUfiülige Anträge. Landw. Filiale Pettau, am 7. Jänner 1897. Die Vorstehung. Weingarten-Besitzer, welche Bedarf haben auf Riparia Portalis, Schnittreben, Riparia Portalis, Wurzelreben, Rupestris Nlon-ticola, Schnittreben, Rupestris IHIonti-cola, Wurzelreben, Aramon Rupestris Ganzin Nr. I, Schnittreben, Aramon Rupestris Ganzin Nr. I, Wurzelreben, Gamay Couderc, Schnittreben, Gamay Couderc, Wurzelreben erhalten solche in vorzüglichster, sortenreiner Qualität zu allerbilligsten Preisen bei F. C. Schwab in Pettau. 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I. abgehaltenen Tombola nicht nur durch zahlreiche Gewinnstspenden, sondern auch durch den überaus zahlreichen, die Feuer-wehr höchst ehrenden Besuch so wesent-lich beigetragen haben, insbesondere aber dem löbl. k. n. k. Officiers-Corps des k. n. k. 4. Pionnier-Bataillons, welches unter Führung des Herrn k. n. k. Majors nahezu vollständig erschienen ist, den tiefgefühlten Dauk hiermit öffentlich auszusprechen, mit der Bitte, die warmen Sympathien, sowie das Wohlwollen auch in Hinkunft der Feuer-wehr gütigst zu bewahren. Petta», am 6. Jänner 1897. Für die Aereinsleunng der Wchrhauptmann: Joh. Stendte. l./^U u U' 7 Winte Fahrordnung der k. k. priv. Südbahn-Gesellschaf! vom 1. October 1896 an. Mitteleuropäische Zeit. Die Nachtzeit von ß Uhr abends bis 6 Uhr 59 Min. Früh. Fr edau-Pettai?-Pragerhof. •) Schnellzug b) Pemonenrug r) Schnellzug ! d) Personenzug ab von Fricdau: 1" Mittag 4" Nachmittag 1«» Nachts k" Früh ah von Pettau: 1" Mittag 6" Nachmittag 2M Nachts 7" Früh an in Pragerhof: 2" Nachmittag 6" abends 2" nachts 7* Frtlh Pragerhof-Pettau-Frledau. A) Schnellzug B) Personenzug O Schnellzug D) Pereoneiixiig ab von Pragerhof: 3" Nachts 9" Vormittag 2" Nachmittag 8" ah.nd» an in Pettau: 3" Früh 10» Vormittag 3" Nachmittag 8«« abends an in Friedau: 4" Früh 10« Vormittag 8" Nachmittag 9M abends. Prararhof-Marburg-Graz. a) Schnellzug b) Postzug Postzug c) Schnellzug d) Personenzug ab Pragerhof 2M Nachmittag 6" abends 4" Früh 2" nachts 8" Früh an Marburg 2* Nachmittag 7* abends 5" Früh 8* nachts 8» Früh Qraz-Marburg-Pragerhof. an Graz 4" Nachmittag 9M abends 7" Früh 4" Früh 10« Vormittag Graz ab: A) Schnellzug B) Postzug C) Schnellzug D) Personenzug Postzug Gem. Zug 1" nachts ö4» Früh 12" Nachmittag 4" Nachmittag 9« abends 11" Vormittag Pragerhof-Cllli. Marburg an: 210 nachts 7" Früh 2 Nachmittag 6" abends II" nachts l" Nachmittag Pragerhof an: 8" nachts S" Früh 2« Nachmittag 7" abends 12* nachts 8» Nachmittag Cllli-Pragerhof. Cilli an Cilli ab Pragerhof ab Gem. Zug 4" Früh 7** Früh a) Gem. Zug 8* Nachm. 6" abends ») Schnellzug 2" Nachm. 8«> Nachm. Personenzug 7" abends 9» abends Postzug 12" nachts 1" nachts Schnellzug H— Früh 4" Früh Postzug 8" Früh lO1» Vorm. Die mit kleinen Buchstaben bezeichneten Züge haben in der ßichtung Pettau— Graz, die mit grossen Buchstaben bezeichneten Züge haben in der Richtung Graz—Pettau Anschluss. I RI>OIiCUZUg Schnellzug Postzug Postzug Schnellzug Gem. Zug. Pragerhof an G« Früh 8» Früh 1" Nachm. 2" Nachm. 5»» abends 6" abends 8» Nachts 4* Früh 1" nachts 2* nachts 9" Vorm. 11* Vorm. Meginn eines tteucn Abonnements: t Ist »»schaff»», nayf«tsr»! V»» Wert»! V-Hase" & 2s/a/>n Ss onatshefte Soeben erschien Im Xl. Zabrgans <> erstes best: ^ SeptemberHett ch-l, ' .Ji fir i m. 2s pf, "» t'.' » .-!;>• »j w I «flfu ml» dir d«rch die der niifrtibrltrr. ©rcljf Uomane Novellen neb ander» Beiträge der Ndmljif* testen V < ckter and Schrift steiler der ^ Gegenwart. Aüuflterifch «— eeifPrlrrt \n Schwarz.. Con. unb .forSendniff. Sunvdcilagcn noed Studien und Ge» mäldrn erster Meister in farbiger UutotrpU, Chromolithographie »nd Kolzschniit. Den neoen )oHrgonS eröffnen di» Großen Lo»«>»: „Der weiße Tod'» von Kudolf KtroH ..Die grüne Thür" von X von Äiinkowstroem JDös Teste best send« zur Anficht in, ^au, als probedeft V »«, » W. Blaute ln Pettau. peiiaver Marktbericht, Jänner 1887. Gattung Flelschwaaren. Rindfleisch . . . Kalbfleisch . . . Schweinefleisch . B geräuchert Schinken, frisch . „ geräuchert Schaffleisch . . . Vlctuallen. Kaiserauszugmehl Mundmehl .... Semmelmehl . . . Weisspohlmehl . Schwarzpohlmebl Türkenmehl . . Haidenmehl . . Haidenbrein . . Hirsebrein . . . Gorst brein . . Weizengries . . Türkengries . . Gerste, gerollte Reis..... Erbsen, geschälte Linsen .... Fisolen . . . . Erdäpfel neue . Zwieoel ... Knoblauch . . , Eier...... Butter ..... Milch, frische . > n abgerahmt RaJim, süsser . , „ saurer Rindachmalz . , Schweinschmalz . Speck, gehackt . . „ frischer . . „ geräuchert Zwetschken croat. , bosn. Preise per von bis kr. kr. Kilo Liter Kilo 7 Stück Kilo Liter Kilo n n 44 56 40 56 60 -60 60 90 40 — 15 14 13 11 7 9 8 — 14 16 17 10 10 14 — 10 12 10 26 16 2« 16 20 8; 12 a'!i 15 20 90 7 Gattung Zucker..... Suppengrünes . , Erbsen neue . . . Käse...... Schottenb, frische 6etrelde. Weizen . . . Korn .... Gerste . . . Hafer .... Kukurutz . . Hirse .... Haiden . . . Geflügel. Indian . . . Gänse . . . Enten .... Backhühner . Brathühner . Kapaun . . . Preise per von bis Kr kr. Kilo lOOKo. 10 Obst. Äpfel..... Birnen .... Nilsse .... Kastanien . . . Diverse. Holz, hart . . . „ weich . . Holzkohle . . . Steinkohle . . . Kerzen, Unschlitt „ Stearin „ Hohl . Bier..... Wein..... Obstwein . . . Brantwein . . Stück Paar n Stück Kilo 12 7SO G00 500 550 450 600 fiöO 90 150 120 140 100120 40 60 80100 100150 8 10 10 12 iö! - 8! — Meter 800830 , 230|250 Hectol., 60: 70 lOOKo. Kilo Kilo Liter 85 90 42 36 42 18 20 32 48 8 10 28 70 Städtisches Ferk-Museura. Die Leitung des Museal Vereines zeigt hiermit an. dass der Eintrittpreis für das Museum wie folgt beträgt: 1. Mitglieder des Vereines haben freien Eintritt. 2. Nichtmitglieder, für Erwachsene 20 kr. per Person, für die Jugend, Militärmannschaft und Gewerbegehilfen 10 kr. 8. Den Schülern des landschaftlichen Gymnasiums, der Volks-Handels- und Gewerbesohule in Pettau ist unter Führung eines Lehrers der freie Eintritt in das Museum gestattet. Diesbezügliche mündliche Ansuchen sind an Herrn Josef Gspaltl zu richten. Du Museum Ist Jeden Sonn- und Feiertag von 10 bis 12 Uhr vormittag» und von 2 bis 3 Uhr nachmittags geöffnet. Für Fremde tiglloh von 9 bis 12 Uhr vormittags und von 2 bis 6 Uhr nachm. 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Als er aber dann das Zuschlagen der Anßenthiir und gleich daraus ihren leichten, schwebenden Tritt ans dein Korridor vernahm, fühlte er sein Herz lebhafter schlagen. Jetzt verfügte sie sich in ihr Stüdchen, um die ausgebauten Geschenke in Auge»-schein zu nehme» Nun vergrub sich daö Näsche» in die Veilchen-Nut. wie es ihre Gewohnheit war. Veilchen hatte sie beinahe da» ganze Jahr hindurch. Er wußte da» ganz genan, denn er hatte den, BSrtiier zuweilen das Meld sür seine Lieserunge» zustellen müssen. Nun fand sie die kleine Papierrolle. In diesem Augen« blick la» sie vielleicht schon sein Poem: .Wie man liebt de« Frührot» Schwingen. Lerchengrui au» Hiinmelthvh'»", recitierte er in sich hinein. O. sie mußte nicht nur die Gefühle ihre» Verehrers, sonder» auch den Ausdruck derselben schön finden! Cb sie wohl ahnte, daß er der Verfasser war? Ungeachtet der beglückenden innere» Erregung, in welche das Gelingen feine» kleine» Streiches ih» versetzt hatte, vermied er eS an den folgenden Tagen doch. Angela anzusehen, wenn sie das Schreibzimmer passierte. Trotzdem wollte es ihm scheinen, als gebe eine gewisse Gleichgültigkeit sich in ihrer Haltung kund, Hatte sie das Gedicht gar nicht gefunden? Oder hielt sie jemand ander» siir den Ver-fasser? Er beschloß, abzuwarten. Etwa acht Tage waren vergangen, als dir junge Tarne, zum Ausgehen angekleidet, ihm aus der Treppe begegnete. Er zog den Hut, aber sie wartete den höflichen Gruß nicht ab Flüchtig «nd ohne ihn anzusehen, eilte sie die Stufen hinunter, einen Ansdrnck unsäglichen Stolzes, wenn nicht Verachtung, in de» schönen Zügen. Er schwankte beinahe vor Betroffenheit. Wenige Tage später an einem Vormittage trat ein elegant ge° kleideter Herr in der Mitte der Dreißiger in das Schreibzimmer, »>» sich von hier ans in das ArbeitSgernach des Prinzipals zu begeben. Er sah mit seinen, prächtigen Vollbart und seiner eben-mäßigen Figur recht stattlich aus. Paul hielt ihn siir einen Klienten des Prinzipals. Er sollte bald anderen Sinnes werden. .Wann wohl dir Verlobung sei» wird?" war? der zweite Schreiber mit einen, lauernden Seitenblick aus Paul hin. »Ich denke, sie ist schon gewesen," nahm der erste das Won, >a» ihrem Geburtstage. Einilie sagte mir, sie habe nicht weniger als zehn Flaschen vom Beste» herausholen müssen " .Und unsereines hat nicht einmal ein Glas Vier bekommen." »Nun, vielleicht holt »na» bei der Hochzeit da« Versäumte nach." .Da» kau» noch gute Weile haben." „^ch denke nicht. Höchstens sechs Wochen. Länger warte» twnoratiorentöchter nicht. Ueberdies soll er es sehr eilig habe», -o ganz unbekannt wird's ihn, wohl nicht geblieben sei», das, der Verr Lieutenant von Strohfeld bis über dir Ehren in sie verliebt in und bei de» Eltern in aller Horin nm sie angehalten hat" .Run. die Wahl kann jedenfalls nicht schwer fallen. Ein Sekonde« Lieutenant und ei» NreiSrichter —" „Ten Schreiberlelirliiig nicht z» vrrgesie»." Lautes Hohngelächter schloß die Uuterhaltuug. Paul wurde rot vor Zorn i,»d Scham. Aber er beherrschte sich. Er blieb ruhig, aber ei» stechender Schinerz zuckte dnrch sei» Innere». Wo hatte er seine Augen gehabt? Wenn er um alles in der Welt nur das Gedicht nicht ans der Hand gegeben hätte. Er kam sich unsäglich alber» »»d kindisch vor. Blaß, dem Weine» nahe, traf er zu Hause ei». Tas erste, was ihm liier iu die Auge« fiel, war ein Zeitnngsblatt, das unter Krenzstreife», mit seiner Adresse versehen, auf feinem Arbeitstische lag. Vo» einer peinliche» Ahnung ergriffe», löste er de» Umschlag nnd erblickte richtig, mit Blaustift angezeichnet, eine Erwiderung ans fein g»tgenieintes «Wie man liebt": «ehe Tir, schwärmender Jüngling, der Iu. kaum «ichtzebnjtlnig, wandelst so tlibnlich«» Pfad, ltovf, Her, und Hand noch gleich »lull! Lerne den Laufschritt de« Leben« dem stürmende» Schicksal entgegen, Wisien und ? nnen und Thun lasse Tich reife» »um Mann. ginsteren «Stter» zunächst gelte Tel« feurige» Werben, Sist wenn Dir diese geneigt, klopfe an« Mlidchenlierz an, DaS Blatt zitterte in seiner Hand, nnd ein leises Rot zog über seine Wangen. Wer war es, der ihn, diese schnlineisterhaste Lehre gab? Hatte er mit seinen, »Wie man liebt" n»bewußt einem reit-lustige» Versifex die Steigbügel zu», Pegasus gehalten? Hatte Angela selbst ihm diese Abfertigung z» teil werden lasien? Sie paßte so ganz zn dem kalten verächtliche» Lächeln, das ihn vor kurzem getroffen und das noch immer in seiner Erinnerung wetter-leuchtrnd sich behauptete. Wie den, auch sei, ei» Körnchen unerbittlicher Wahrheit war nicht zu verkennen, und dieses traf ih» wie ein spitzer Pseil nnd machte ihm ein ferneres Nachdenke» über diese Angelegenheit zur Pein, Nicht nur sein Gedicht, sondern auch die Art der Adressierung erschien ihm jetzt unerträglich kindisch und albern. Je schneller er über die .dumme Geschichte" hinweg kam. desto besser. Wie immer, las die Matter den Kampf feines Innern aus feinen Zügen, aber sie enthielt sich jeder Aeußerung. Er mußte von selbst das Richtige treffen. Sie vertrante seiner gesunde» Natur. fast entschlossen, als „Sieger ans den, Widerstreit feiner Ge-fühle" hervorzugehen, betrat er an, folgenden Morgen das Schreib-zimmer, in welchen, heute dir »ollege» schon anwesend waren. Er arbeitete eifriger als je, ans diese Weise de» beste» Wille» be-kündend, die Geschichte seiner »»glückliche» Liebe zu vergeffe», als dir Thüre sich öffnete imd der ginne Kopf des alte» Gerhard sicht-bar wnrde. .Kommen Sie 'mal gefälligst einen Augenblick herein, Berthold," klang es i» eine», ziemlich bedenkliche» Tone. Hastig erhob er sich, strich das Haar aus der Stirn und trat ei», nickt ohne ei» schadenfrohes Lächeln wahrzunehmen, welches dir Kollege» wechselte». .Ich halte Ihnen schon einmal gesagt. Berthold," begann der Prinzipal in, brninmigen Tone, .daß ich mit ihren Leistungen nur in geringem Grade zufrieden sei. Sie haben nichts wir dumme» ,'irng im »opf, treiben Allotria »nd schieße» Böcke, daß jeden, Menschen vo» einigem Pflichtgefühl die Augen übergehen Sie werden e» mir daher wohl kann, verdenke», wenn ich unter solche» Umständen nicht länger mit Ihnen arbrite» will. Ich »ehme daher hiermit Veranlassung, Ihnen z» kündigen, so daß Sie mit Ablauf des Monats aus meiner Kanzlei fcheiden." Nichts hätte »nferem Helden in seiner grgenwärtigen Stim »>n»g erwünschter kommen können. Ja. fort, so weit als möglich! Tas war jetzt die Parole «ach der Prin der letzten Tage. .Lerne den Laufschritt des Leben» dem stürmenden Schicksal entgegen," tönte es in ihm, während seine Gestalt sich höher reckte nnd ein