MARBURGERZEITUNG AMTLICHES ORGAN DES I > VcrItR und SdirittleitunK Marburs ■. d. Dran, BadKaise Nr. 6. Fernruf: Nr. 39-S7, 2S-08, 29-69. Ab 18 Ulit (ttslldi auBer Samsta« Itt die SchrlflleltunK nur auf Fcmrul Nr. 28-S7 erreickbar. UnTcrlanxte Zusckrifteo werden nicht rUckce^indt. Bai slmtlidien Anfraam Iii dai Rückporto belTulecen. Po^ftcheckkonto: Wien Nr. 54.808. Oesdiirtsitcllen in Cllli. Marktplatz Nr. 12. Fcrarul Nr. 7. und In Pettan, Uncartoreasi« Nr 2, Pemrut Nr. 89. STEIRISCHEN HEIMATBUNDES werktlKlifli als MorEenitltung. Bezucsorels (im »o^i^u^ rabllMr) monatlidi RM 2.10 einscblteBlidi 19,8 Rpf Poitzeitunescebühr; bei Lielerunit im Streifband luzüRiich Porto; bei Abholen in der GejchlfUjtelie "«2.—.Altfeld« durdi Posi monatlicb RM 2,10 (einscbi 19,R Rpf PostzeltunRsgebühr) und 36 Rpf Zustell-febObr. Elnzetnumraern werden nur ceEen Voreinsenduni des Einzclpreiiei und der Portoausiaeen zuKesendei Nr. 304 — 84. Jahrgang Marburg-Drau, Montag, 30. Oktober 1944 Einzelpreis 10 Rpf Die Schlacht in Ungarn Hier wurde der Stoss auf die Heimat aufgehalten — Die ersten vier Wachen im Kampf um die Entscheidung BerHn, 29. Oklob«r Ein Kriegsberichter der ff-Standarte »Kurt Eggers« schreibt aua diem Süd-(Mn: Jetzt sind es fast vier Wochen her, •Mit die Sowjets in ihrem Gioßangritf, der dn« EhtscheWimg In Unqjum herbeiführen lollt«, begi>nn«(n haben. Die« Wochen, die durch einen Paaizeden au*» Sie schleudert Tod und Unglück auch unter die Hpwr^hner der Pusztn Südlich DnbrpcfHn aibf es kciwn Ort. der nicht mit dem Krieg Bekanntschaft gem-icht hälfe. Betrachtet man d'e T>us7ta als Landschaft, so muR mian sfirh immer W"e-riO'V wniTidern. dnR in diesem Raiim, dfir sich für PanTPrannriffe vorziloli^h e'n-n/»t, der zahVnmä Aigen TTherieopnbe^ dies Geonen? ein pnitscherdender Erfolg vers.^ Theiß, an de;n übergännen de« Pluft-laaifes dor Schnellen Krei-sch, mußte er erkennen, daß sein Angriff mit einem Spaziergang nichts gemciinsam halte. Starke Verbände deutscher Schlarht-flicger stürzten sich auf die gegnerischen Panzerspiif/en. Einrelne, von deutschen und ungarischen Trunnen räh verfM-ti-nle Stützpunkte rwanaen den Gegner zur Abzwe'gnng erhrbVirher Kräfte Vor dem Flugplatz F. zählte eine deutsche Flakabteihing vor ihren Stellungen nach •wenigen Stunden Kampf 21 ausgebrannte T 34 und 2000 Tote dos Feindes, östlich Grof^wardcijn zwangen württemberqische Paicerverbände den Feind zu einem tagelangen Abnutmngskampf. Schon nach den ersten Tagen Meß der Gegner reue Verbände in Hie Schlacht werfen, \ini «einen an vielen Abschnitten ins Stocken geratenen Angriff wieder in Fluß zu bringen. Ein sowjetiiicbet Pan- zerkorps erredchte zwar die Kreisch-Mündiuig, konnte jedoch diesen Erfolg nacht ausnutzen, da ff, Polizei und Panzergrenadiere und ungairische Kavalle-rieenhedten zu entschlossenen Gegen- ' angriffen Übergängen. Ein A b s c h n e i d U n g s v e r s u c h Beretts am 10. Oktober drehte die Masse der feiindlicheii Verbinde nach Norden ab, um Im Vorstoß über Debrecen das Groß der deutschen und ungarischen Arateen in Siebenbürgen abzuschneiden. Während im Westen der Gegner deai Raum von Szolnok erreichte, übeirschritt seine Hauptgruppe die Hauptstraße Budapest—Debrecen. Schon frohlockte der Gegner, die Schlacht in Ungarn ist entschieiden. Die Sowjetarmee steht 90 km vor Budapest. Hier schien sach eine Vernichtungs-schiacht von kriegsentscheidender Bedeutung anzubahnen. Doch der Gegner hatte die deutsche Führung unterschätzt. Sie, die nur über einen Bruchteil der vom Gegner in die Schlacht geworfenen Panzer- und Infanteriedivisionen verfügte, leitete ebenso kühne wie entschlossene öegenmaßnahmen ein. Unbemerkt vom Feinde, vollzog sicli, nachdem die feindliche Stoßrichtung gegen die Karpaten klar zu erkennen war, om eigener Panzeraufmarsch in den Räumen ostwärts Szolnok und westlich Debrecen. Er reichte zwar nicht im entferntesten an die Masse der an Debrecen vorbei nach Norden vordringenden sowjetischen Korps heran, doch die deutsche Führung stellte jenen Aktivposten entscheidend in ihrer PTh-ming erin, der vom feindlichen Oberkommando immer noch falsch bewertet wiird: den Kampfgeist des detitsrhen EMaizelkämpfer^, den Widerstand'swillen der Honveds und die Güte der deutschen Waffen. So Awuidfi der kühne Gegenschlag gewagt. Deutsche Panzertruppen stießen von Westen her gegen Debrecem vor. Von Debrecen grillen andere Paiuer-verbändf" In Richtung Südwesten an und kamen t n aus dem Raum von Szolnok vordringenden deutschen Panzerspiitzen entgegen. Der Plan der deutschen Führung war es, die weit nach Norden vorstoßenden drei schnellen Sowjetkorpf von der Masse der folgenden Infanteriearmeen abzuschneiden und damit ein Gelingen der feindlicfien Umffi.ssnngs-absichfcn zu verhindern, fn d^'m Dreieck Szolnok— Debrecen—Großwardoin entbrannte so auf der berühmten Horto-hag^'-Puszta ein© erbitlerte Panzerschlacht. Dds Auftauchen der deutschen »Tiger« traf den Fe'nd unerwartet. Er, der eich berects im Brri't/ von Delirpr«n und als SietfT auf d*?n Karpa^tenpäs^en sah, erlitt durch d^e Waffptnw'rkunn deutäche' Panzer und riakart'llene hohe Panzerverhiste. Die sovjetischen K'irps sahen bereiitfi in ih>-pm Pücken Deu^cho stehen, denn VerpflegunT und Mun'tion kamen nicht mehr nach vorn. Der Kreisch-Abschuitt, Siebonhürnen und d'e Karpaten traten zurück vor ein^m kleinen Ort, an dem diLe niirh harten Kcimp-fem von Deb'ecen und S/olnok fius angreifenden deutschen P[in7.Rrsptt7en sich vereinigten. E'ne Fntscheidunig mit weitreicheriden Folger wair damit erstritten worden. •letzt gewann wieder riie eigentliche Schlacht, die täglich erin unqehwrres Panzersterlyen brachte in der sich die Froniten inertnander verschoben, rlas niemand wuß'e, wo die «igte-nen T'-uppe.n und wo der Gegner stiind. Zwar gelang es nicht ganz, d*.« r^ahlenmäfliig weit überlegenen Feindkräfte Im Kessel von Debrecen auszuräuchern, doch der feindliche Vorstoß nach Norden hatte eine Stockung erlitten, die nicht mehr aus-rugleichen war. In der »ormendurch-leuchteten Puszta lagen neben zerschossenen Dö-^fem die Wracks vt/n mehr als 400 sowjetischen Panzern. Viele tausend gefallene Bolschewiisten und Rumänen finden nun ihr Grab in der vom Panzer-kessel aufgewühlten Erde Daß dieser Kampf zu einem deutsch-ungarischen Erfolg führte, die Otfensiiv-kraft des Feindes entschcidond schwächte und jenen in Siebenbürgen stehenden deutschen und umparischen Truppen die Möglichkeit einer geordneten Absetz-bpw^Tung verschaffte, war dem 'mmer wieder bewiesenen Heldon^uTi der d-put-schen Grenadiere, Panzergrenadiere, ^ Panzerjägei und Infanteristen zu verdanken. Gemeinsam mit den ungarischen Honveds zerschlugen sie den Plan des Feindes, d^e deutschen Streitkräfte ijn Südosten zu vernichten. Nun beginnt die zweite Schlacht Nachdem der blutige Aderlaß von De brecen die Sowjets gehindert hatte, sich mit ihren von Norden vorstoßenden Ar meen zu vereinigen und dne deutschen Absetzbewegungen ihr Ende erreichen, versucht der Feiind, von Süden her an Budapest heranzukommen. Doch vorher stößt er auf einen Widerstand, der ihr" bereits bei Debrecen zeigte; hier in Un gam geht es für dm deutschen und un garischen .Soldaten nicht mehr um den Besitz von irgendeiner Stad* wie in de Ukraine, hier in Ungarn wird d'ie He^ mat, wird Europa verteidigt. Die neuen ylufgabesn Von Ing. Siegfried Trcml Der Kampt gegen die Landfremden Schwerste blutige Verluste der kommunistischen Band^njinippcn Hd Marburg, 29. Oktober Am 15. Oktober kam es in Krain im Räume von Treffen—Morawec zu schweren Kämpfen mit kommunistischen Bandengruppen, die für diese überaus verlustreich verliefen. Bei diesen zerschlagenen Bandengruppen befand sich auch edne unter dem Namen »Bachembrigade« auftretende Gruppe, die kurz vorher noch ihr Unwesen im Gebfete der Untersteiermark getrieben hatte. Unter dem Einsatz eigener Polizeikräfte »md Kampfgruppen der Slowenrischen l.andeswehr, die an der Bekämpfung kommun^stischer Banden In der Provinz Laihach hervorragend beteiligt ist, erlitten die Banden schwerste Verluste, Insgesamt sind bei^m Feind 782 Tote gewählt, darunter zwei Brignd^^täbe .^6Gefangene und ISÜber-lätifer sowie wn^e u.mf'^ngTeiche Beute bilden das weitere zahlmänige Ergebnis des Kampfes am 1.^. Oktol>cr. Fine Kamnf-chungen Glauben schenkim, daß n 15. September die Untcrstciormark \nu Banditen besetzt sein werde, eingeschci, daß sie auf das falsche Pferd gesetzt h i-bcn. Um diesen vorführten Untcrsteirern noch einmal eine Chance zu geben ' t der Gauleiter als Chef der Zivilverw il-tung eine Amnestie-Verordnung erUis-sen, nach der alle jene, die ihre Wohn-und .Arbeitsplätze verlassen haben. Str.i'-freiheit genießen, wenn si«* his 31. Oktober zurückkehren und sich b-i einer deutschen Dienststelle m^ldr n dieser Amnpstie können auch aMe Gebrauch machen, die aus irgendwnlcl' Gründen die kommunistischen Band^'^ unterstützt 1 i'i.ri, wenn sie diese ihr-Tätigkeit ebenfalls einer deutcc'v • Dienststelle melden Das .Anlaufen dt'^=' .Aktion ist sehr erfolgversprechend. Es darf kein Zweifel darüber herrsrh" daß gegen die Angehörinen all jene-die von dieser großpiütigen Chance ke' nen Gebrauch machen, nach Ablauf dr Termine« mit rücksichtsloser H^rte vr gegangen wird. Es aebt ja vm un":' aller Heimat. Wer mit dazu h^ifr^'c diese Heimat dem bolschewistischen G sindel auszuliefern, kann unter gar k' nen Umständen damit rechnen Gemeinschaft mit ihm und spinen .Anc hörinen weiter etwas zu tun hihen w ★ Durch die zusainmengeiaßte Kraft u seres ganzen deutschen \'o.kes werd» wir den Ansturm eines brutalen Gegnc abwehren und am Lnde den Sieg erri' gen. An der Mobilisierung all unser. Kraft können uns auch die in lelzti Zeit auf Gebiete der Unters'eierma ausgedehnten Terrorangriffe der angh amerikanischen luflgangster nicht hi« dem. Jene Verblendelen, die annahmei die Untersteierninrk würde aus irgend welchen Gründen von Luftangriffen vei schont bleiben, sind brutal eines andere belehrt worden. Die Opfer dieser 1 ufi angriffe stammen aus allen Schichten de Bevölkerung ohne Unterschied ihre Standes und ihres Geburtsorte^ Mit Stol können wir lestsiellen, daß die von Luftterror betroffene Bevölkerung siel genau so tapfer verhielt wie in anderer Teilen des Reiches Wir werden in unermüdlichem Kampf' den im Land in Form kommunistische Banden befindlichen Feind immer wie der schlagen. Wir setzen dem Vernich tunqswilfen dos Gegners, d^r auch un sere schöne rmtersteiriscbe Heimat zei-stören will, unseren geeinten 'anatiscl^vn Lebenswillen entgegen. Wir werden in Hinkunft noch mehr als bisbrr alle Kräfte für diesen Kampf mobilisieren, : Wer sich dem entgi genslellt i«! ein Ver-I raier an seiner Heimat und wird erbor-; mungslos aus unserer Gemeitisrbaft ausgestoßen Unsere Treue zum Führer ist bedin gungslos, unser Glaube an die Richtigkeit unseres Weqes und an unsere KrnM ist unerschütterlich. Wir wiss-'n, daß dpr Sieg in diesem gigantischen Rimr-n von uns errungen wird. MAKbUllÜER ZEITUNG Gespräch mit General Rupnik I hach in wenigen Tagenn ein Herrechafts-I qebiet der Banden. I Doch mit der einsetzenden Terrorwelte sdmmellen sich auch die verant-worturig.it)ewufllen nationalen Kräfte. Kleine Verbünde der Slowenischen Landeswehr nahmen den Kampf gegen die erflrijck^nde Übermacht auf und erleichterten den deutschen Truppen die Be-spfzunq der wichtit|sten Eisenbahnlinien ! und Straßen. Damit lerjten sie jene Gnindlaqe des Vertrauens, die dazu : führte, (laß Deutschland der Piovinz I eine weifgehende Selbstverwaltung zu-j biilirjen konnte, An zrtlilreirhen Beispielen zeigt der Präsident, daß sich während der Selbstverwaltung alle CJebiete des öffentlichen Lebens, der Kultur und der Wirtschaft gut entwickeln konnten. Er spricht von der CiToßaktion deutscher Truppen unter der Führung von ff-Obergruppenführer Haiißer, die mehr als zehntausend Banditen imschädlich tiachen konnte. D'inn schildert er die Grundsätze der Landes-wehr, zu deren Cieneralinspektor er kürzlich ernannt wurde. „Die Slowenische Landeswehr ist die Kämpforganisation des slowenischen Volkes zur Abwehr des bolschewistischen Terrors. In ihr kämpfen viele Tausend junger Slowenen und sorgen dafür, daß die Bäume der Rebellen nicht in den Himmel wachsen. In zahllosen Gefechten hat die Landeswehr eine hohe Einsatzbereitschaft bewiesen. Unter deutscher Führung sorgt sie dafür, daß die wichtigsten und fruchtbarsten Teile des Landes bandenfrei bleiben. Immer mehr Slowenen strömen in diese Truppe hinein, deren Taten sich in vielen Fällen schon vergleichen lassen mit den ruhmreichen Einsätzen slowenischer Regimenter während des ersten Weltkrieges." Auf die Frage, wie er den Elementen seines Volkes gegenüber eingestellt ist, die noch immer der feindlichen Agitation erliegen, gibt der Präsident eine klare und offene Antwort; ,.Der schlimmste Feind des slowenischen Volkes ist der Bolschewismus. Er ist das brutalste Kampfinstrument zur Vernichti'ng der noch gesunden, elirliebenden, heimatbewußten und gläubigen Völker, Er würde Schwere Verluste der Sowjets in Ostpreussen Großangriffe zunächst eingestellt — Gegenmaßnahmen gegen Einbrüche in Süd-Holland Schwerer Schlag gegen italienische Banden — Kämpfe an der Theiß Der OKW-Berich« Pührerhauptguartler 29 Oktober Das Obelkommando der Wehrmacht gibt bekannt: In Holland wurde In unserem Brük-konkopf westlich Brenken« der Feind aus einer Einbruchsstelle geworfen. Auf Süd-heverland stehen unsere Truppen weiter in hartem Kampf gegen den von Süden und Osten verstärkt angreifenden Feind. Zwischen Bergen Op Zoom und s'Herto-genhosch setzten Kanadier, Engländer und Amerikaner ihre Großangriffe fort. Trotz des hartnäckicisten Widerstandes konnten unsere Truppen gegenüber den überlegenen feindlichen Kräften, die in die«en Kämpfen hohe Ausfälle erlitten, Einbrüche nicht verhindern. Gegenangriffe sind angesetzt. In Bergen Zoom und mehreren anderen Orten sind hef-lirfo Strnßenkämpfe entbrannt. Bei örtlichen Kämpfen sünöstlich Helmond wurden mehrere feindliche Angriffe »Ich glaube an den deutschen Sieg« - Provinz Laibach im Kampf gegen den Bolschewismus ff PK. Laihach, Im Oktober Ein ff-Knegöberichter der ff-Stan-darte »Kurt Eggers« schreibt un«: Seit den Wochen, da die Sowjets auf dem Balkan größere Raumgewinne erzielen konnten, trat die Frage in den Vordergrund, in welchen Gebieten des Südostens Mitteleuropa am besten zu verteidigen ist. Dabei gewann «die Lage in der ehemaligen jugoslawischen Provinz Laibach eine erneute Bedeutung. Bildet doch Laibach, dicht an der Südostgrenze de« Reiches gelegen, ' eine wichtige Schlüsselstellung zwischen den Alpen und der Adria. Vor einem Jahre, kurz nach dem Verrat Badoghos gewährte das Deutsche Reich dieser Provinz eine Selbstverwaltung. Damit kam «um Ausdruck, daß Deutschland das Streben dortiger Kreise,, sich mit eigen'>n Kräften vor dem Bolschewismus zu sichern, mit Vertrauen zu belohnen wußte. In seinem geräumigen Laibucher Arbeitszimmer gewährt mir der Präsident der slowenischen Selbstverwaltung, Leon Rupnik, eine l'nterredung. Seine große, •chlanke Gestalt verrät den ehemaligen Offizier. Im Knopfloch trägt der frühere Jugoslawische Divisionsgeneral neben dem Slowenischen Adler das Eiserne Kreuz, das ihm als Chef des Stabes einer k. u. k. Infanteriedivision während des er«ten Weltkrieges verliehen wurde. Er erinnert bei der Erklärung, wie er zu dieser deutschen Auszeichnung gelangte, daran, daß es zum Teil Männer aus der Provinz Laibach waren, die während de« Weltkrieges jahrelang den feindlichen Anfcturm an der Isonzofront aufhielten. Enttäuschungen bis zum Badoglio-Verrat Auf die Frage, wie es zur Bildung der ■lowenischen Selbstverwaltung in Laibach kam. antwortet Präsident Rupnik ausführlich; »Das slowenische Volk lebt seit dem ö. Jahrhundert, in dem es dem ostfränkischen Reich zufiel, später unter dem Doppeladler, fast ausschließlich unter deutschem Schutz. Nach der Beendigung des Weltkrieges bildete es mit den Serben und Kroaten das Königreich Jugoslawien Doch seine Hoffnung in dieser Gemeinschaft ein freies und gleichberechtigtes Leben zu führen, wurde bitter enttäuscht. Die slowenischen Führer mußten erkennen, daß sie vom Regen in die Traule gekommen wafVn. Als dann 1941 der Krieg zwischen Jugoslawien und Deutschland ausbrach, entblößte das Oberkommando in Belgrad die Grenze gegen Italirn von Truppen, obwohl gerade diese Cirenze sich vorzüglich zur Verteidigung eignete. Ohne auf einen Widerstand stoßen, zogen so italienische Retpmonter in Laibach ein. Der Kön g von Italien veileihte kurzerhand die ganze Provinz seinem Reiche ein, um sich ein Vorfeld lür ■eine adriatisrhen Kü«1enslädte zu schaffen. Als »Hoher Kommissar des Königs« residierte dann Grazioli, ein alter Faschist, in Laibach. Doch vergeblich blieben seine ehrlichen Bemühungen, zu einem guten Einvernehmen mit der Bevölkerung zu kommen. Die Badogllo-Generale durchkreuzten überall seine Maßnahmen und «orgten durch Terror und ungerechte Behandlung der Bevölkerung dafür, daß die Slowenen bald einen grimmigen Maß gegen die Besat-lungsmachl empfanden.« Selbstverwaltung unter Deutschland Der Prfls'dent fährt fort: »Um sich gegen die immer stärker werdenden Banden zu schützen, stellten die slowenischen Bauern in ihren Doifern Landeswehren auf. Diese konnten sirh he*ion-der« in den südöstlichen Teile des L.m-des, wo faschistische Schwarzhemden-bataillono eine gerechte Herischaft ausübten, gegen die Bolschewisten durchsetzen. Doch dann folgte der Icnge vorbereitete Verrat Badoglios. Badoglio-f^e-gimenter übergaben ihre Waffen an die Banditen und zogen sich zur Küste zurück. Rücksichtslos wu'^den die Slowenischen Landeswehren im Stich gelassen und verraten. So war die Provinz Lal- alles töten, was fOr SklaTendtenite In Sibirien nicht geeignet ist. Gani besonders aber dta „Illusionisten". Alle Menschen, Cliquen und Parteien, dl« gegen die Einmütigkeit arbeiten, mit der ihr Volk den Bolschewismus t>ekämpfen will und bekämpfen soll, sind Narren, Feiglinge und Verbrecher. Die Motive für ihr Tun sind durchsichtig: ein gefährlicher, spekulativer Illusionismus, parteipolitische Streberei, unbefriedigter Macht-und Geltungstrieb, gekränkter Ehrgeiz, Habgier und in den meisten Fällen das Bestreben, auf Kosten des Volkes möglichst gut und gefahrlos zu leben. Diese Leute wähnen, sich durch Verrat vor dem Bolschewismus retten zu können. Sie hoffen in ihrer Verbohrtheit sogar auf anglo-amerikanische Belohnungen. Sie handeln damit genau so dumm, wie ihre Genossen in Polen, Finnland, Rumänien und Bulgarien es schon getan haben, Indem sie sich und ihre Völker ins Verderben und in den Tod stürzen." ,,Ich werde diesen Fehler nicht begehen", schließt der Präsident seine Ausführungen. ,,Ich glaube an den deutschen Sieg. Möge Ihr Führer Adolf Hitler recht lange am Lehen bleiben. Sagen Sie den Deutschen; Die Slowenen werden zu kämpfen wissen!" hohe Verluste zu. Bai Ungvar Tarsucht« der Feind welter nach Westen vorzudringen. DurcJi Gegenangriffe deutscher und ungarischer Trupp»n wurde ar geworfen. Im oätpreriBischen Grenzgebiet hat der Feind aufgrund seiner in den bisherigen Kämpfen erlittenen schweren Verluste den Großangriff zunächst eingestellt. Lediglich südöstlich Gumbinnen griffen die Bolschewisten mit stärkeren Kräften vergeblich an. Im Nordabschnitt geht der Großkampf südöstlich Libau und Autz mit verstärkter Wucht weiter. Unsere hervorragend kämpfenden Truppen vereitellen alle Durcbbruchsvarsuch« des Feindes, h «tan ersten beiden Tagen der Schlacht in Kurldnd wurden 141 Flugzeuge abgeschoben. Damit verloren die Sowjets in den letzten 48 Stunden an der gesamten Ostfront 18.3 Flugzeuge, Anglo - amerikanische Terrorflieger griffen Köln, Münster und Hamm an. In der vergangenen Nacht warfen einzelne feindliche Flugzeuge Bomben auf Köln und München. Feindliche Tiefflieger setzten ihre Angriffe gegen die Zivilbevölkerung in West- und Südwestdoutsch-land fort. 16 feindliche Flugzeuge, darunter zehn viermotorigo Bomber, wurden abgeschossen. Sowjefverbändc In Südungarn vernichtet Das Oberkommando dar Wehrmacht ; Angriff unserer Schlachtflieger und Jä- gab e.m Samstag bekannt: Ln Holland greifen die heftigen K&mpfa nunmehr auf den gesamten Frontab- abgcwiesen, 18 Panzer und zwei 1 schnitt zwischen der Scheide-Mündung Panzerspähwagen abgeschossen. Schnelle Raum von 's Hertogenbosch Kampf- und Nachtschlnchtfliigzeuge griffen in der vergangenen Nacht einen feindlichen Nachschuh^tützpunkl bei Aachen mit auter Wirkung an. In den Westvonesen führten die Nordamerikaner in den Wäldern zwisch-^n Mortagne und Meurthe westlich St. Di6 starke Angriffe nach Norden und Südosten. Durch unsere Gegenangriffe wurden sie in der Flanke gefaßt, bevor sie freies Gelände gewinnen konnten. London wurde erneut durch unsere V 1 beschossen. In Mittelitalien fanden auch gestern keine größeren Kampfhandlungen statt. Bei zahlreichen Stoßtruppiinternehmen wurden dem Feind hohe Verluste beigebracht. ITherraschende Säubefungs-versuche unserer Sichenjngsverhände fügten de,n Banden in Oberit-ilien schwere Schläge zu. Sie verloren über flfiOO To'e und 8200 Gefangen^? und die Masse ihrer schweren Waffen. Ihre Waldlager und Schlupfwinkel wurden zerstört. Auf dem Balkan wurde der Raum von Larissa befehlsgemäß räch Norden geräumt, Der Druck der Bulgaren auf «ero Stellungen zwischen df^m Strumiza-Tal und dem Gebiet wwtlich Nisch dauert an. Zahlreiche feindliche Angriffe im westlichen Morawa-Tal wurden zerschlagen. Zwischen Donau und Theiß verbpsser'en ungarische Trupnen im Anariff ihre Stelhinnen. An den Thn'ß-Brückei\Vöpfen nordöstlich Szoinnk kam über. Besonders erbittert wurde im Raum von Bergen op Zoom gekämpft, wo zahlreiche, unter starker Panzerunterstützung, vorgetragene feindliche Angriffe zerschlagen wurden. Weitet östlich ging Tilburg nach schweiem Ringen verloren. Bei vergeblichen Angriffen im Raum von 's Hertogenbosch erlitt der Feind besonders hcjhe Verluste. Westlich St. Die. vereitelten unser« Truppen den beal-)sichtigten amerikanischen Durchbruch durch den Wald vm ger auf den Flugplatz Debrecen wurden 25 Flugzeuge der Sowjets am Boden zerstört, zehn weitere beschädigt. Nach einer Absetzbewegung aus den Waldkarpaten brachten unsere Truppen die sowjetiischen Divisionen an der slowakischen O^lgrenze zum Stehen. In den Ostbeskiden führten die Bolschewisten nach Verstärkung ihrer Kiälte zahlreiche Angriffe aul breiter Front, die trotz starker Artillerieunterstülzung unter hohen Verlusten für sie scheiterten. In einer Einbruchsslelle im Gebirge wiid noch erbittert gekämpft. Zwischen Warschau .und dem Bug brachen örtliche Angriffe der Bo'schewislein zusanjrnen. Die große Schlacht' in den ostpreußi- A" sehen Grenzgebieten tobt weiter. Ihre auch gestern im davon wurde durch unsere Gegenangriffe eine Frontlücke im Kampfraum von Bru-Yores geschlossen. Starke feindliche Angriffe gegen gegen diese neu gewonnenen Stellungen blieben unter schweien Verlusten in unserem Feuer liegen. Die Besatzungen der Festungen und Stützpunkte an der französischen Küste haben in den letzten V/ochen eine Reihe von schwächeren feindlichen Angriffen abgewiesen. Durch zohlreiohe Unterneh- Brennpunkte lagen Raum östlich und südöstlich Gumbinnen und am Westrand der Romintener Heide, wo in Gegenangriffen nordöstlich Gol-dap geqen erb'tterten feindlichen Widerstand Forlschritte erzielt wurden. Starke Angriffe de» Bolschewisten südwestlich Ehenrode brachen zusammen. Eigene Schlachtfliegerverbände fügten sowjetischen Kolonnen hohe Verluste an Menschen und Material zu Nach schwerster es zu örtMchen Kämpfen. Nördlich imd , ren Theiß die Sowjets und vernichteten nordwestlich Debrecen srhhigen unsere ' dabei stärkere feindliche Verbände. i:)ivis!nnen starke A^jariff" der Bolscho- 1 Nördlich Debrecen dauern die schweren mungen außerhalb der Festurigen sind Artillerie- und Schlachtfliegervorberei-sie Herren des Vorfeldes geblieben. tung ist der Feind südöstlich Libau und Bei strömenden Regen herrschte in I im Raum von Autz zu dem erwarteten Mittelitalien nur geringe Gefechtstätig- | Großangriff angetreten Durch entschlos-keit. Durch überraschenden Angriff er- j sene Gegenstöße wurden seine Durch-oberten Grenadiere und Soldaten der i bruchsversuche verhindert. Fesf^elungs-Waffen-ff wichtige Höhenstellungen angriffe an der übrigen Fiont sch'^iter-westlich Imola zyrück. Der Feind erlitt , ten. Am ersten Tage der Doppelächlacht schwere Ausfälle. j wurden in den schweren Kämpfen 74 Deutsche und ungarische Truppen | feiridliche Panzer abgeschossen. D.imit warfen in Südungarn und an der mittle- ' haben imsere in Kurland fechtenrh n Truppen in der Zelt vom 1. bis 27 Ok- tober 82,1 sowjetische Panzer und damit die Masse des Materials von sieben bol- wlsten ab und fünten den Angreifern Kämpfe an Durch einen überraschenden schewistischen Pan^erkorps vernichtet Auf der Halbinsel Sworbs blieben Armriffe des Feinde« ohne Erfolg. Schnette britische Flugzeuge warfen in der vergangenen Nacht Bomben aul d:ö Reichshauptstadt und auf rheinisches Gebiet. Besonders bewährte Truppen Ergänzend zu den Wehrmachtberich-ten vom Samstag und Sonntag wird abmeldet: Die 116. Panzerdivision unter Führung von Oberst von Waldenburg hat iii harten Kämpfen im Raum nördlich Aachen alle feindlichen Durchbruchsversuche zerschlagen und dem Feind in topferen und geschickten Gegenangriffen hohe Verluste zugefügt. Im Raum der unteren T'ieiß hat das IV. Panzerkorps unte/ Fühnmg des Generals der Panzertruppen Kleemann in zwölftagigen harten Angriffs- und Ahwehrkämpfen weit überlegene feindliche Kräfte gefesselt und teilweise völlig aufgerieben, dabei 18 Panzer, 297 Geschütze al'er Art sowie 690 motorisierte und bespannte Fahrzeuge des Feindes vernichtet oder erbeutet und über 4500 Gefangene eingebracht. In den hefticien Kämpfen im südlichen Ungarn haben sich das Feldersatzbataillon 94 "nter Führung von Ma|or Kresse, das III Bataillon des Geblrgsjägerregi-mentes 91 unter Führung von Hauptmann Uberschaar und die III Abteilung der Sturmgeschützbrigade unter Führung von Oberstleutnant Kettel besonders ausgezeichnet. Das Eichenlaub dnb Berlin, 29. Oktobar Dar Föhrer verlieh das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Major Georg Jacob Kommodore eine« Schlachtgeschwaders, als 615. Soldaten) Leutnant Walter Schuck, Flugzeugführer in einem Jagdgeschwader als 616) Hauptmann Dr. Freiherr v. d. Heydte, Kommandeur eines Fallschirrajägerregi-ments, als 617 j Hauptmann Herbert Bauer, Gruppenkommandeui eine« Schlachtgcschwaders, als 618.) Hauptmann Franz Kiosllch, Gruppenkommandeur eines Schiachtgeschwaders, als 619,; Hauptmann Dieter Lukesch, Staffelkapitän in einem Kampfgeschwader, als 620.) Oberleutnant Gustav Schubert, Flugzeugführer in einem Schlach'ge-«chwader, als 629.) Oberleutnant Hans Schalnnda, Flugzeugführer in einem Srhlachtgetschwader, als 630.) und an Major Helmut Leicht, Gruppenkommandeur in einem Schlachtgeschwader, als 6:n. Soldaten der deutschen Wehrmacht. Major Leicht kehrte von einem Feindflug nicht zurück. Neue Transporterversenkungen dnb Tokio, 29. Oktober Verbände der japanischen Luftwalfa griffen in der Nacht zum Sonnabend feindliche Kriegs- und Transportschilfe in der Levto-Bucht an Sie konnten dabei weitere vier große Transporter und sechs Landungsboote versenken Außerdem griffen starke Bomberformationen seit dem 26. Oktober die feindlichen Landepunkte heftig au, Stilwells Kaltstellung dnb Genf. 29. Oktober Zur Kaltstellung Stilwells, des Ober-hefehlshaber« der USA-Truppen In Indien, China und Birma verlautet vom Kriegsdepnrtement, Stilwell werde eim n »neuen aber bis jetzt noch nicht b.::-kanntgeg'ebenen Posten« erhalten. E« bestehe die Absicht, den Kriegsschauplatz von China Birma imd Indien in zwei kleinere Schauplätze zu teilen « Diese Verlautbarunnen sind nur als Versuche 7U werten, die wahreti Gründe der Abberufung Stilwells zu verschleiern, der ein Opfer des großen Fia^^kos in Tschu"gk1ng China wurde und dem man anerheinend die Schuld dafür zuschieben Biöch\e. Druck und Verlag Marliureer Veilat;« unit Oruclifrel-Oes. m h. H. — Ver1ae*leltung Eeon Raumnartner, IlauptsctirlttttltiitiE! Anton Gersrtinrk beide ts MarlJiire a rt Drau, RatJi'nsse fl Zur 7eh für Anzetern die PielKlistt Nr 3 eOltlicl Gross und stark Im Unglück mutig und mannhaft zu bleiben, ist für soldatisches Emplindeii eine Verpflichtung der Ehre. Es erweist aber auch die seelische C»röße des Einzelnen, wie die eines Volkes. Im Herbst 17.'>7, im zweiten Jahre des Siebenjährigen Krieges, brach Unglück über Unglück aut Preußen nieder. Die Schweden waren in Pommern eingefallen, die englische, mit Preußen verbündete Armee hatte bei Klester Zeven schmählich kapituliert, die Franzosen waren in das Halberstädtische und M \g-deburqische eingebrochen, die Österreicher in Schlesien, die Russen waren bis an die Pregel gekommen und haften das preußische Meer bei Groß-Jägerndorf zum Rückzug gezwungen. Friedrich II. hatte der furchtbaren Übermacht nur ein kleine«, schon arg mitgenommenes Heer entgegenzustellen. Es schien unmöglich, dem gänzlichen Verderben zu entgehen. Aber just in diesen Tagen (am 17. September 1757), die so gehäuft voll w.iren mit Unglück, schrieb der große König au sein<* Stlu*a!-ster, die Markgräfin von B>jyreuth, criien Brief, in dem es wcYtwörtlich heißt; »Die Standhaftigkeit besieht darin, daß man sich dem Unglück entgegenstellt; nur die Feigen beugen «ich unter das Joch lind tragen geduldig ihre Ketten und lassen sich ruhig unterdrücken. Niemals, liebe Schwester, werde ich mich zu dieser Schmach entschließen können. Die Ehre, die mich angetrieben hat, hundertmal mein Leben im Kriege auszusetzen, hat mich gelehrt, dem Tode um geringerer Gegenstände willen zu trotzen, als die sind, um die c« sich handeft.« auch im Unglück Er schildert dann im Einzelnen die Ereignisse und sagt weiter: »Ich werde nichts üherstürzcn, aber e« wird mir auch unmöglich sein, meine Gesinnung zu ändern. Es Ist wahr, daß die Lage der Königin von Ungarn nach der Schlacht von Prag gefährlich zu sein schien, aber sie hatte mächtige Bundesgenossen und dazu große Mittel) ich habe weder fias eine noch das andere. Ich würde von diesem Unglücksfall nicht niedergeschlagen sein; ich habe Wenn du recht schwer betrübt bf.sf, daß du meinst, lex Opernball« ist. Professor Dr. Helmulh Ulrid, einer der führenden deutschen Ärzte und Forscher auf dem Gehiet der Tuberkulide, beging am 28. Oktober seinen 70. Geburtstag. Von dem in L&lpzlg wirkenden Komponisten and Kapellmelater Theodor Blumer wurde In einem Gewandhaus-konzert unter Hermann Abendrolh e n »Conrerto giocosa« für Flöte und kleines Orchester, Werk 98, uraufgeführt. Paul Verhoevcn dreht zurzeit bei der Tobls nach eigenem Drehbuch war von spontaner Herzlichkeit. Am Flftgel waltete mit pinnistischer Llinsicht und schöner Anpassungsfähigkeit Stnats-opernkorrepetitor Karl Pichler, Wien. Kurl Hildebrand Matzak 'ullurleben einen Farbfilm „Das kleine Hofkonzert", dem das gleichnamige erfolgreiche Bühnenstück zugrunde liegt, das er vor Jahren zusammen mit Toni Impekoven schrieb. Zum 100. Geburtstag Nietzsches bringt der norwegische Verlag Kam-ban eine Überti'agung ins Norwegische von „Also sprach Ztirathustra" heraus. Im Budapester Urania-Filmtheater fand die festliche Erstaufführung des deutschen Horsl-Wessel-Films in ungekürzter Fassung statt. An der Festaufführung nahmen die neue ungarische Regierung mit dem stellvertretenden Ministerpräsidenten Eugen Szöllössy an der Spitze sowie die Mitglieder des Regentschafts-rats teil. Von deutscher Seite waren Gesandter Dr. Veesenmayer sowie mehrere Generale und die führenden Attach«^s der Budapester Gesandtschaft erschienen. Auch die Vertreter der deutschen Volksgruppe in Ungarn waren zugegen. Der Ungarische Rundfunk übertrug dl« Aufführung. In Tokio ist der Wien-Film „Heimkehr" mit starkem Erfolg erstaufgeführt worden. Er läuft gegenwärtig in den drei größten Theatern der japanischen Hauptstadt. Unter dem Titel ,,Des Reiches Soldaten" hat der Verlag Grenze und Ausland eine Auswahl von Bildnissen bewährter deutscher Soldaten herausgebracht, dla der Maler WoUgang Willrich seil Beginn des Krietje» an allen Fronten schuf. Montag, 30. Okt ober 1944 * Nr, 304 * Seite 3 Wie kommt der Weinmost zum Gären? Von Landwirtschaftsrat Ing. Rudolf Reiter Dl« Umwandlung • des iiißen Trauben-taftei in Wein besorgt die Hefe, was den meisten Weinbauern zur Genage bekannt ist. Die Hefe ist ein Sammeibegriff für eine große Anzahl von einzelnen so kleinen lebendigen Pflanzeniellen, daß man ein Mikroskop brauchl, um sie zu sphen. Im Most gibt es verschiedene Heferassen und -arten, die ganz verschiedene Eigenschaften haben. Diese Rassen und Arten unterscheiden sich durch ihre Zel-lenform, durch ihre Vermehrungsart (Sprussung, Spaltung, Teilung) und durch ihre Fähigkeiten. Die Hefe kann den Zuk-ker des Mostes In Alkohol umwandeln, die eine Rasse mehr, die andere weniger. Dieses MeHr oder Weniger Ist aber bei der Weinerzeugung sehr ausschlaggebend. Eine gute Hefe soll die Fähigkeit haben, möglichst viel Zucker in Alkohol umzuwandt;ln, oder mit anderen Worten, sie muß noch arbeiten können, wenn bereits eine größere Menge Alkohol vorhanden ist. Diese Eigenschaft der Hefe ist besonders in jenen Weinbaugebieten von Bedeutung, wo die Moste viel Zuk-kcr aufweisen Leider kommt es nur häufig vor, daß solche Moste, mit der Naturhefe vergoren, steckenbleiben, das heißt; sie bleiben und gären im kommenden Sommer wieder weiter. Dadurch wird nicht mir der Ausbau des Weines verzögert, sondern unter Umständen die Qualität des Weines stark beeinträchtigt. Als man die Eigenschaft der Hefe ichon vor vielen Jahren erkannte, ist man daran gegangen, gärkräftige Hefen rein zu züchten. Heute braucht man sich nicht mehr nur auf die natürlicHe Hefe ru verlassen, man kann künstlich rein-' gezüchtete Hefe zur Anwendung bringen. Hier sei ein lange Zeit heißumstrittener Punkt berührt; Es ist leider die unselige Mode eingerissen, Weine süß zu erhalten. In verschiedenen Artikeln habe Ich dagegen Stellung genommen. Ich möchte meine Meinung dahingehend darlegen, daß bei Weinen mit sehr viel Al- Die nützliche Meise Eine Meisenfamilie verzehrt jährlich 75 Kilogramm Insekten. Das bedeutet Millionen kleinej Lebewesen und Insekteneier. Denn sowohl die Insekten wie ihre Eier haben ein außerordentlich geringes Gewicht. So gehen tausend Eier der Nonne, des unseren Nadelwaldungen so gefährlichen weißen, schwarzge-Bchlängelten Nachtschmetterlings, auf ein Gramm und ebensoviel wiegen 4000 Eier des Frostspanners. Im Winter, wenn andere Insekten fehlen, bilden die zwi-Bchen der Baumrinde sitzenden Insekteneier für die Meisen mit die wichtigste Nahrung. Die Vertilgung von Schädlingen Ist für die gesamte Land- und Forstwirtschaft von größter Bedeutung, deshalb müssen die Meisen im Winter be-■onders geschützt werden. kohol eine ganz kleine Zuckerspitze nicht unerwünscht ist, damit der Alkohol nicht unangenehm hervortritt. Weine mit weniger Alkohol sind mundiger und ansprechender, wenn sie keinen Zuckerrest aufweisen. Das soll aber nicht heißen, daß man die Moste aufzuckern muß, damit sie viel Alkohol bekommen und süß erhalten werden können. Ebenso ist das Unterbrechen der Gärung zum Zwecke der Süßerhaltung des Weines verwerflich. Wenn auch diese Methoden von den ,.Künstlern" der Kellerwirt-schdft angewendet und weiter empfohlen werden, so muß doch dagegen Stellung genommen werden. Verbessert soll ein Most nur dann werden, wenn er so wenig Zucker hat, daß der daraus entstehende Wein nicht gut haltbar ist. Sehr zuckerreiche Moste vergären fast nie restlos, sie behalten von Natur aus eine Zuckerspitze, und bei ihnen ist es auch nicht nötig, die Gärung abzustoppen. Im Most ist aber nicht nur die Hefe, die Zucker in Alkohol umwandelt, vorhanden, sondern auch solche, die einen Teil des Zucker» selbst verbraucht. Ferner gibt es Kleinlebewesen, die teils zu den Pilzen, teils zu der großen Gruppe der Bakterien gehörenj sie verbrauchen nicht nur den Zucker, sondern sie machen den jungen Wein auch fehlerhaft oder verderben ihn. Ich möchte nur die Essigbakterien, die Kahmpilze, die Bakterien, die das Zähwerden oder die MilchsSuregärung verursachen, erwähnen. Wenn nun die Gärung Im Wetnmost-faß einsetzt, beginnt lu gleicher Zeit ein Kampf all dieser kleinen Geister. Zumeist siegen die guten Hefen und vergären den Most so, wie wir es uns wünschen. Dazu bedarf es aber vor allem einer günstigen Temperatur. Am besten arbeitet die Hefe bei einer Temperatur von -[ 25 bis 20 Grad Celsius. In unseren Kellern erreichen wir diese Temperatur gar nie, wjr brauchen und wollen sie auch garnicht. Bei -f- 18 Grad Celsius geht nämlich die Gärung noch gut vor sich, hei höheren Temperaturen aber ist die Gärung zu stürmisch und die bei der Gärung gebildete Kohlensaure reißt viele Bukett- und Duftstoffe mit heraus, was bei feinen Weinen öh-solut nlrht erwünscht ist. Die Hefe erzeugt auch noch andere Stoffe als Alkohol, so geringe Mengen Essigsäure und Glyzerin. Das Glyzerin ist uns sehr wertvoll, weil dadurch der Wein voll und rund wird. Durch die Umwandlung des Zuckers in Alkohol wird Kohlensäiire frei und entweicht zum größten TpII aus dem Most. Hin gewisser Teil bleibt lose qe-bimden, der dem jungen Wein seine Snritzigkeit verleiht. Die aus den Fässern strömende Kohlensäure lecit sich, da sie schwerer ist als Luft, im Keller an und wenn sie nicht abfließen kann, staut sie sich auf. Betritt man solch einen Keller, dann kann es zu einem Unglück kommen! in Kohlensäure ersticken Mensch und Tier. Wie groß die Mengen an Kohlensäure sind, die aus dem Most bei der Gärung entsteht, geht aus folgenden Zahlen hervor. Aus einem Lit^r Most mit 20'/a Zucker (nach Klosterneuburger Mostwaage) entsehen 50 Liter Kohlensäure. In einem kleinen Weinbauernkel-ler würde es bei drei Halben Most 45 000 Liter Kohlensäure geben. Woher kommt nun die Hefe? Sie findet sich überall im - Weinbergboden und wird durch den Wind, noch mehr durch Insekten, besonders durch die Wespen auf den Weinstock und somit auch auf die Beeren gebracht. Finden die Hefezellen geeignete Lebensbedingungen, dann vermehren sie sich rasch. Von den Wespen aufgebissene Beeren sind geradezu ein Paradies für die Hefevermehrung. Wie bereits erwähnt, hat man Hefen (Reinhefen) gezüchtet, die ganz bestimmte Eigenschaften haben. Vor allem han- delt es «Ich darum, Hefen zur Hand ni haben, die noch bei VoThanden«ein von größeren Mengen Alkohol oder «chwe-feliger Säure die Gärung bewältigen (Suliithefen). Man hat aber auch getrachtet, Hefen zu züchten, dio bei niederer Temperatur noch garen, wo an-sonst jede Gärtätigkeit bereits eingestellt ist (Kdltgärhefen). Es ist auch die Meinung verbreitet, daß die Rcinhefe in der Lage wjre, einem Wein einen ganz bestimmten Sortencharakter zu verleihen. Beiläufiq so, daß eine Traminerhefe. einem Gutedel-most zugesetzt, einen Wein erzeugt, der ein Traminerbukett hat. Das ist eine irrige Ansicht. Leider werden diese Irrfü-mnr von gewissenlosen /)qpsrhäflstürh-tirjen« Leuten ausnenü^zt. Hier «ei noch eines betont; Eine Hefe ist nur dann Reinhefe, wenn alle HefezeUen einer Rasse anqehnien. Alle hcf(Mhnlich"n Dingo und Geheimpräparate sind für den Knilerwirt ausnahm'ilos zu verwerfen. Zu qrofi ist die Gefahi, dtiß der wertvolle Most verdorben wird Japans Pflanzen-' und Tierweif Die Japanische Landschaft Ist durch einen üppigen Pllanzenreichtum gekennzeichnet. In den Wäldern sind die Nadelbäume vorherrschend, und unter diesen dio Schwarzkiefer, d e man haiipl-sachlich an den sandigen Küsten findet. In den südlichen Teilen der Inselwelt gedeihem immergrüne Eichen, Kamelien- und Kampferbäume. Au« den Kampferbäumen werden Dl und Kampfer — der Karopfer l«t staatlich monopoll-•lert — in beträchtlichen Mengen hergestellt. Von hoher wirtschaftlicher Bedeutung lit noch der häufig vorkommende Bambus, der außer den bekannten Verwendungszwecken (Möbel und Flecht- | waren) auch noch dem Häuser- und Schiffbau dient, und aus dem sogar Wasserleitungen hergestellt werden. j Die wichtigste Ackerhaupflanze Ist der Reis, dessen gutes Wachstum durch , reichliche Niederschläge gesichert ist. Außerdem gedeihen noch Weizen, Gerste, die vielseitig nützliche Sojabohne, Baumwolle. Teesträucher, Indigopflanzen, Maulbeerbäume, die die bedeutende Seidenraupenzucht, die Seidenin-duötrle und -ausfuhr ermöglichenj neuerdings werden auch in beachtlichem Maße Kartoffeln angebaut, dift sich nach anfänglichem Widerstand nun als Nahrungsmittel durchzusetzen beginnen. Die Fülle der geernteten Orangen urd Min-darinen dient nicht nur zU' Deckung des eigenen Bedarfs, die werden noch zu Konserven verarbeitet ur.d ausgeführt. Neben dem mannigfaltigen Pflanzenreichtum ist auch eine vielseitige Tierwelt vertreten. Besonders interessnnt sind die zahlreichen Arten der Infekten, ferner die Mollusken (Schnecken. Muscheln usw.) und Riesensalamander. Für einen Staat, der aus Tausenden von kleinen Inseln, also fast nur au« Küsten be- jnpanischen Inseln leben über 70 Millionen Menschen) ist dadurrh schon von der Natnr zum Fischer »ind Fische*^ser bestimmt. Jnpnn ist der erste Fischereistfiat der Erde, der Fang beläuft sich im Jahr ntif rund drei bis vier Millionen Tonnen. Er ist also weitaus nröi^cr als in Norwegen, dem größten Fischereiland Europas, dds nur einen Fang von jährlich etwa einer Million Tonnen aufzuweisen hat. Der Fisch Ist bei den Japa^e'■n ein wesentliches Volksnahrungsmittel neworden und heinahe so selhstversländllrh wie der Reis, während der Fleischverbrauch Äußeret gering, )a bei den ät^meren Schichten der Revftlkorunq kaum übMch Ist. Der am meisten nefangene Fi«rh ist die Sardine, die aber nur zum kleinen Teil zu Ernährunqszwrrken verbraucht wird. In f!pr Hciurts^che werden dio Kr-trärrnis'-fi dps rp'fbli'~hen Sffriinnnf,triqe3 zu Fischöl, Fischmehl und Düngemitteln verarbeitet. Siebzig Jahre verein! durchs Leben Das se]tc?ine Fest rler Gnddenhoch elt berfingen in d^iesen Tagen der ehemalige Gärtner Christoff und Frau in Rurgd irf bei Hamhurg. Die beiden Alten, die im Vorjahre durch einen Lufts iiislNndlgih _ Arboltsamtei gtbunden WlrMchafltrin oder Inwohnerin, event. mit einem Kind von 3—12 fahren, wird sofort aufgenommen losef Oungl, lahringtal, Post lahring bei Marburg (Drau)_^;___7970-6 Ruche dringend selbständige, ältere Ktfchln für alles zu zwui nltf^n Frauen auf einen Bc«it7 In der Umcebung von Marburg. Vorzustellen bei Lettner. Tc- getUi_offstjaOe_11__ _ _7955-6 OMChlltDirln, mit praktischen Kenntnissen der Land- und Hauswirtschaft, für sechs Hektar großen Besitz, Imer-halb Marburgs, gesucht umsichtiger Vertrauensp^rson sich dankbarer Wirkung'skrels. Ange böte erbeten untei .,Veriaoilch IS72 an die Z___ _ 7fi9fl-l PoniFenlil, Kanzltlkraft, fUr Banunter-nehmung in Cilli gesucht. Anträge unter „Materialverwaiter" an die M. Z. Clin. 3984 « ''nmolndeanrBstaillor, 30 fahre alt. •Anseht mit einem MÄdchcn. 20—2'' 'ahre alt. 7weck« eventueller späterer Flie zu ko'respondieren. Lichthiifl erwünscht. Zuschrlflm unter „194" an die M. Z. Maihurg-Drau. 3987-12 Tr*fl>Hiiiln, 25 fahre, gehllrtele. hiih-srbe F'scheintmg In guter Position urd sämtlirher Aussteuer wünscht Hekanrt-schalt zwecks Ehe Tiit intelligentem, nettem, charaktervollem naturHehrn-brrrtem Herrn von 28 tahren aufw.Hr'Tk''"r zwecks Fti* kennenzulernen. Unter , Ritterlichkeit" tn die M. Z. 8029-12 WItwa. 50 lah'e, mit riwener Wohn""g, wl!n«rh» mit "ens'onlsten zwecks Fhe in Brielwcchsel zu treten. Anträre tn-l_er_^r(Jhlich" an die M. Z. Frau, 42 fahre, WUwe. mit l2|S'ir|i'er Tochter, e'^enes Hsu«. wünscht Herrn von 45—50 lahren. Witwer (nicht geschieden) zwecks \!he Kennenzulernen. Ziischr, «pter .Anpeneh-ner Herhs* 5" an d!e M 7 Marbiirr-Dr. Sn'"S-12 Xltere Prou, welche Wäsche und Bubenhosen nähon kann, gesucht. Anzufragen bei Oberhammcr, Meilincerstr. Nr_^ 60.____8011-6 Praktitcho Krankenplltgorln dringend gesucht, lür Tageszeit Marburg, Olln-ther-Prien-Oasse 25. I. Stock. 7987-a I ZU MIETEN GESUCHT^ Garage für PKW einer Olenststelle sofort dringend gesucht. Eilangebote unter ,,Garage" an die M. Z. 8024-8 UNTERRICHT son^^^'b^e^et I FUNDE UND VERLUSTE | Wer ein neues GrbiB (künstliche Ziihnc) verloren hat, soll sich bei der M. 7.. nili melden _______ 30(»f> n Brauner Hallfschuh vor 14 Taeon vnn der Bancalnrtrasse 13 bis Bacherlwirt oder Kalvarlenherg verloren. Abzugehen gegen cute Belohnung hei M'akar, Bancalarlgas'e 13. _ B031 13 Akttntatch« mit Po«itkanpe nm 2n. Oktober abends vnn Marburp bis Klitsch. Cillierstraße. verloren Der ehrliche Finder wird gebeten, die Aktent,ische gegen gute Belohnung Berggasse il, Tür 7, abzugeben 8019-n WelBe gestrickte KindermUtz« von der Taiirisker- bis Oamser-^traße 9 verio-r?n. Abzugeben gegen Belohnung Onm-'er^ afie _9,_ Cammin. P032-1J Oo'dene Armbanduhr auf dem Wege Te-geithollstraBc. Viktringholgasse, Domplatz. Kernstockgasse Mozartstra.^e verloren. Abzugehen gegen Belohnung bfi Stull, Mn^artsirafie 40-11. 8034-13 Gebe Kiavior-Unltrrlcht, gehe auch Ins Haus. Angebote an die M. Z. unter „Unterricht" 8023-10 HEIRAT Angtilollltr, 36 Jahre alt, mit eigener Wohnung, alleinstehend, sucht sorg sames gutherziges Mädchen oder Witwe kennenzulernen. Zuschriften mit Lichtbild unter „Ehe" an die M. Z. MarburR-Drau._____ 7940-12 War will meinem kleinen Sohn ein guter Vater von .10—50 fahren sein? Witwer kein Hindernis. Zuschriften un-ter „Glück 7" an die M. Z. 7971 12 Suche ■•konnlichalt mit intcH. hlib-sehen Herrn zwischen 27—40 lahren (spätere Fhe mOgllch). Bin 1,(^5 groß, schlank, dunkel, blauäugig und von nettem Xufleren. Zuschrilten unier ..Herbsttraum" an die M. Z. Marburg (Drau).___^ 8004 12 Frau wünscht mit großem schwarzem Herrn von 40- 45 lahren Bekannt-schalt zwecks Ehe. Zuschrilten unter ..Strirerin 06" an die M. Z. Marburg (Drau). 8008-12 321ährrger Mann, 170 cm groB. mit in-tell. Brrul, musikalisch, wünscht junges hübsches Mädel zwecks Ehe kcn-neniulernen. Anträge unter ,,rhaiak' ter" OD die M. z. Marburg. 6008-12 I VERSCHIEDENES Stelrerttutiir, Riit erhalten, und Fotoapparat mit Platten tausche lür guten Rundfunkemplänger. Angebote unter ..Gut erhalten *" an die M Z. 8002-14 Tausche einen sechslährlpcn Henastcn, ;TUPSIcher. ire^en einen Walachen oder Stute, fohann Slups Marburg. Trlestrr-Straße 22, Tel. 32-72 8009 14 Tadelloses Pltnino gegen Fahrrad zu tauschen mit Wertausqleich. Zuschriften unter ,.Piuuino" an die M. Z. 7980 14 Tausche guterhaltenen Balttrlt-Puna-lunktmpflinitr lUr 5 bis Gröhrieen Netzcmplänger, Ropitsch. Lissagasse Nr. 24.____8(118-14 Tausche gr. komh. Damenkostüm gegen fahibereites Herren oder Damenrad und Fotnamarat Agfa-Standnrt. Rollf. 6*9, gegen Herrenstiefel, Oröße 41. Pfeifler, Malburg Viktrlnghnf-gasse 11-11. 8014-14 Tadellose schwarze Pumps, Gr. 32 gegen Nr. 38, gleich welcher Art zu lauschen. Adresse In der M Z. 8033-14 Tausche schüre StraBentchuh« mit Tausche Htrrinmanitl für Frauenmantel. A. F. bei Anton l.eschulg. Otlcn-dorl Nr. 07, Post Schleinitz bei Mar-bure. 8027-14 AMTLICHE BEKANNTMACHUNGEN dPi Chofi d«r Zlvllvorwaltiinq In der Itnterstolermark d«r Bcaufiragit lür Etnährung und Landwirlichatt Anordnmia Dbar dl* Bewirtschaftung von Satilischen Aot Grund des § 22 der Verordniing über die BHent-llcbe Bewirtschaftung von landw'rtsrhaltlichen Erzeusnis-sen vom 27. August 19,19 (IiGni. 1, S. 1521) wird für den Bereich des Rfichsp.aues Steiermark angeordnet: § 1. SHmtllche im Bereich des Ue^chsgaucs Steiermark anfallendin Besalzli^che sind beschlacn,it>nn und unterliegen der öffi'nUichen Bcwirtschsttung. Die Besalzfi'Che sind dem Lander.fisrhereiverband Siciermatk. Graz, lako-mlnipl.itz 12. anzudienen. § 2. Satzri'che im Sinnne dieser Anordnung «ind Bach-und Rei;enhn<;enforelkn, Aschen-, Huchen-, Sneforellen-itnd Secsaihlinge Im Stücknewicht von weniger als ino Gramm, Hecht und Z.inder enter 30 cm flcs^imtlÄngc. Krebse unter 12 cm Gesamtlä''ge. Ebenso sind Fier und Brut dle*er Flsch,'«rlen als Rntzfische anzusehen. Als Satz-fi'-rhe Im Sinne dieser Anordnung rel'ep weiterhin Fier, die In Fisrh/uchtanstalten des Rcichiganes Stelernisrk •uffeli'gt und erhrlitet werden, sowie Briitlinge, die aus im Bereiche des Relchsgaues Sieicrmark aiifgcUglert Ftern schlüpfen, sowie SetzHnge die in den Telthen des Reichs-gaues 'itelernin'k auiwachsen. § 3 Satzlischerzeucer und Händler haben die Menden >'n Sntzlischen, die sie seihst er-eu^en und in den Verkehr brincen wollen, dem l.ande^fischereiverband Steiermark n^ch Apfall unverzüglich anzudienen. (? 4 Satz'isrhe Im Sinne i''pser Verordnung dürfen nur gegen eine Bezng'anweisdii« de< r.sndestischerclverbandes Steiermark abrepehen, hz*. erworben werden. 5. nie BcwIrtschPfMmg vnn K.irptcn im'' Schleien-hesstz Ist d'irch Anordnung de' H,"uot"e'uinigung der deutschen Fisfhwlr' FUr dos Hetr: An die dem Wohnort des Bwc-bfrs nächstgelecene ..Annahmesti 'le lür den FUhrernachwiichs des Heeres",, oder an den flrtllch zuHtndigen Narbwuchs. Offizier des Heeres, oder an das zuständige Wehrbezirks kommando, odei bei dem RrsatztruppenteM des Fcldrogi-ments bei dem der Bewerber eintreten will. bl FUr die Kriegsm»r|nf: An das für den Wohnort des Bewerbers z'istiindiee Wehrbezirkskommando. cl FUr dIt Luttwoffi: Von nifizicbewerbern an die Annahme'tellen in Breslau. llaTover, Mlinchpn. Wien und Blankenhur'^ in Thür, — Von KileosfrelwiiMnen un'l Unter-nffizietbewerbcrn an den Ftelwilli'en Sarhben heiter der 1 uJlwaf'' be'ni Wphrbi-''''kskomnie -Frpän'unpsstelle. sowie an alle Dienststellen der atl»emelnen it, nnd Polizei, Eltern und Bewerber erhalten hei diesen Dienststellen il'e weiteren AuskUnfte. 3940 Dat Obtrkommondo dar Wehrmacht Tausche Klavlerhormonlka und Knaben- „Famllltnwatipen" Wintermantel für gutes Damenfnhrrad. ein Geschenk' I uthergasse 71, 80i6-l4 Au«kuntt Kunstmn- fadelloses Harrenfahrrod und erstkla-^- Vogt, Nen- slge lierrengolserer Nr. 44 tausche fllr (12 b), tadellosen RundfunkempIHnger und Tausche Pfordt re- Wertiiusglelch, L. R.. Lis^agasse 31, g^.r) Muli*. Ange- Marhurg-Dtau. 8017-14 bnte unter P 87 Keilabsatz, Nr. 38..s gegen glelchwet postlag. Tüchern, tige Nr. 38. Anzutragen Vormittags. 3967-14 l-ili Hessel. Clin, Kaiser-josel-Platz 4 1. 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Dl. üoebbelü Die Voraus&etzuiTjiin zi;ni Sieije sind iwfuatr.ei Art, naKuich lauratischer und natetiei.cf iSanir. beule erst in ihrer hrtrmnmscnen VttPiniguny guwahrleis.cn dfu Lrloiy. Mütenal ohnB.cieri befeuernden Gpfii R inn rn trol2 aller Rechenkunst jturke der Zdhten^läubujcn nicht scliüli'ea, und freilich inu3 auch die hccnste Tapierkeit von Koinplern ohne die notwendicjc materielle Rustung tragisch vfcrbjgcii. Moral und Material — das sind die beiden enlschöirlcndon Faktoren zum Sie^G. Fieilifh kiiiin man damit nicht eine Ruchm'.;-.ij auimarhon, denn nur das Mutcrial kiinii exakt bc-rochnet werden, nicht aber dii; Moral Sie entzieht sich einer Mdthf uunik dos Krieges. Die Mo-ral ist es, die mit den sie bfsfimnienden Kräften drs Mutes und der Tapferkeit und des riirainfr sich beugenden Mutes Wunder voulirinijl und alle Rochnungen Umsturz t. ,,Wir haben Vorrat an Mut!" rief Johann Gottlieb Fichte in seiner Zeil der Frnihoitskrleqe den Feinden Deutschlands entgegen, ('lul dieser ,.Vorrat an Mut" hat damals gesiegt Wir heute haben in der größten Entscheidung nicht geringeren .,Vorrat an Mut" und die Waffen dazu, die wir in diesem Kampfe brauchen' Neue Waffen «her werden laufend für unscr^^n Hrfißton Freiheitskampf geschmiedet, und das ganze deutsche Volk ist im Volksslurm zum Kampfe aufgerufen. Moni und Maleria' — wir besitzen die Voraus'iet/ungpn zum Sieg iintl werden uns ihrtT bedienen! K M. Zur großen Armee Auf dem städtischen Friedhot in Cilli ■wurde unter grof^er Beteiligung der Bevölkerung der Kaufmann Martin Po-chiirz bfcigesiitzt. Der Verstorbene war ein treuer Sc)h:i der uiilrrsteirischen Heimat, der er sein ganzes Leben hinge-buntjsvoll duaite. Am 20. Oktober IßfM in Biirental geVioien, erlernte er im bekannten Kaufnifinnsgeschiitt Punzcngru-ber in Schwarzenbach in Kumten den Kaufmannsberuf. Im Oktober 1905 rückte Maitin Pofharz zur viftrten Foklkompa-nie fies Infi Rgl ncich Cilli ein, wo er bis zu seiner Abberufi.'ng im .Jahre 1911 a!? Rer'iniHK)soffi7ier verblieb. Da Martin Portiarz einer s gilt, jem^n, diie mit ihren Lenbern erinen lebendige Wall gegen den Feind bilden, zu helfen. Wieder hat M^iburg in diesen Stunden des großeri Anf-gebofes gezeigt, daß sein Herz- tapfer «rhiägt, daß diese Draustadt eins ist mit dem ReJrh, hererit, auch hier jedem Feind e-ln Halt zu gebieten. Er stellt noch «einen Mann Eben treten drei Männer aus dem Haus einer Ortsgruppe de.« Steirischen Heimatbundes, wo etine Meldestelle zum Deutschen Volkssturni untergebracht ist. Der eine von ihnen, schon ül>er wchzig Jahre alt, ist der Inhaber eines großen handwerklichen Betriebes, de,n er bereits seiit Jahren allein verantworllirh leitet und der «eine Zeit vftllig in Anspruch niimint. Im eryiten Weltkrieg stand er vier Jahre lang an der Front und hat sich dort bewShrt, was die Tapferkeits-aiiszeichnungen beweisen, die jetzt, in diesem erhebenden Au^rvblick, serine Brust zieren. S^in Sofm, der »ich bald nach der Landnahme der Untersteier-' mark freiwillig zur deiit«rhen Wehrmacht meldete, fiel im Osten. Nun, nach dem Aufruf des Deutschem Volksslurm« will auch er nicht fehlen, er fühlt «ich noch stark genug seinen Mann zu stehe'n Und er will wieder dabei sein wie damals, vor einem Vierteljahr-hundert 62 Jahre: Blüte des Leben« Der Kamerad ihm zur Rechten, der gerade das "Haus verläßt, ist erst 21 Jahre alt geworden. Er ist Bote in einem größeren Betrieb. Wegen «eine« schweren Herzleidens konnte er nicht Soldat werden Viel hörte er von seinen Kameraden, die schon lange an den Fronten stehen und oft genua vor dem Feinde ihre Bewährungsprobe ablegten. Von Herzen wünschte er «ich, auch mit dabei sein zu können in diesem entscheidenden Ringen um den Besfand des Reiches. Im Luftschutz und überall wo Not am Mann war, «teilte er «eine geringe Freizelt in den Dienst der Allgemeinheit. , Aber er will «ich selbst und den anderen beweisen, daß er trotz seiner Krankheit noch mehr zu leisten imstande ist. Nun ist er stolz, mit zum Deutschen Volks- ' fiturm zu a^hfiren. Der dritte der M?inner ist ein einfa- ! eher Arbeiter eines hiesigen Werkfs. Im vorigen Monat ißt er 62 Jahre alt grwor- ' den, also schon über das meldepflichtige Alter hinaus Aber wer «ein frisches Gesicht mit den hellen, vergnügten Augen und den immer noch dunklen Haar sieht, der hält ihn für weitaus jünger. Er selbst meint von «ich so langsam käme er in die Blüte de« Leb^n« Denn er hat viel Humor und damit hat er glle die schwierigen Situationen seines Lebens gemeistert. Auch er i«t stolz auf seine Aus-zeichnuncren, die er für Tapferkeit vor dem Feind im ersten Weltkriea erhielt. Daß er den Umqana-I beth Dreo, geb. Drobir, Berggasse 11, die ; Private Johanna Lulmann, geb Torna-schitsch. Triesterstraße 8, der 43jährige technische Oberleiter des Stadttheaters j in Marburg, Pg. Berthold Dietz., die 34-jäbrigo Lokheizersgattin Josefine Wese-' nak, geb. Richter, Haydiiigasse 69 in Jtint?en werden Sturmbooffahrer Zu den Auigabon, die das Nalional-ßozialistisclio Kraflfcihr-Korps (NSKKj im dic'Gom Krieg ülieriioniuien hat, ist jetzt auch die Ausbildung von liitlerjunqen als SiUnnbootfcihrer lür die Wehl macht get eteii. Die Au*jbildung geht auf eine Vereinbarung 7.v/i.schen der Korpsfiih-rung des NiSKK und dein General der Pioniero und Fes'ungen Jacob zurück und verfolgt dcis Ziel der Pionierwaffo einen waescrgciwcindten und motortech-n sch getirhr.lten N irhwuclis bereifzu-«tellen, der die Handh 'bung sämtlicher Kleinwa'^^erfahrzeiige emschließlirh des Sturmliootps von C.lrund auf sicher beherrscht. Von der Ausbildung erlaßt we-don Anrjehörige der Motor-llJ, die sich für dio Sturrnhootpionierwalfe be-sonderri e gnen und sich zu ihr freiwillig genielde' haben. Mit der Durchführu^g der Aktion s nd 2it fcclhständiqe Motor-boot-Staftelri dos NSKK be.iuf'rdgl. D n zwölfmonatige Aiif;bildung umfaßt rund hundert Stuiiden, die sich auf einen ein,"! il in dO| Woche stattfindr-nden Aus-b;Iduiigsabeiid und einen Sonnlagvurmit-tag im Monat verteilen. Von diPSi.'n hundert Stunden sind zwanzig dem theoTti-schon Unterricht im Lehr^aal. dreißig dem praktischen Dienst in der Motoren-werkntatt und f»uf dem Wtsferplatz und fünfzig der prakti'schen Fah^'schulo auf dem Wasser gewidmet Jedem Motor-boot-Slurm mit Sturmbrintausbildung steht e n WrT^fiprplatz mit P-ootshausern, Unt'^rrichtsh.iusfrn und dr|l. zur Verfü-gung. Die praktische .Au«bikhing lehrt die Jungen den Motor des Sturmboote« zu handhaben und zu pflegen, das Fahrzeug zu bedienen und Floßsackfähren zu bauen und in Betrieb zu nehmen. Dazu kommen noch vielseitige Schwimm- und Rettungsübungen, denn der zukünftige Sturmbooffahrer soll nicht nur ein motorfochni-schnr Könner sein, «ordern sich auch als Schwimmer wie ein Otter im Wasser be-weqen können. Nach drei Monaten leg'-n die Hitler-jungen eine Zwischenprüfung ab, in der die Steuermann-Anwärter zu bewegen haben, daß sie das Fahren mit dem Sturmboot -ohne Motorkraft auch in-sfhwierigen Stromverhältnissen von Grund auf beherrschen und gute Schwimmer sind. Nach weteren neun Monaten folgt dann als .Ah«chluß die St"uprr'iannsprüfung. N:ich bestandener Prüfung erhalten die Mitlerinngen den N'SKK-Steiiermannsschein für Motorboote, der sie berechtigt, Motorboote bis ■/u 30 PS und eine; Bootslänge bis zu ß \fnterr! 711 führen und das kleine NSKK-Steiierminrsf)hz»*ichen auf dem Dienstanzug zu tragen. Bisher sind insgesamt 3'^on Hi'leriun-r(en ausgebildet worden. Die Jtingen haben sich während der Ausbildung im Durchschnitt sehr niit bewährt. Ihre beim NSKK erworbenen mo'ortechnischen und seemännischen* Kenntnisse b'lden, wie von der Wehrmacht anerkannt wird, die be<^te Gr^indlnge für ih'en sp'iteren f^in-fi.atz als Stuimbontfahrer bei der deut-si^hen Pionierwaffe. Brunndorf, die Besitzerin Pobe«chin Maria, geb, Tschrepinko, Drauweilergasse 20, die Privat« Theresia Kernescha, Weinbaugasse .30, der 4giährlge Revisor Alfons Hermann, Wielandgasse .52. der Private Johann Werlatschnik, Mellinq-berg. die R4jährigQ Oberleh'erfiwitwe Theresia Weber, geb. Pekn, Sunpanz-gasse 19, die 42iährigp Aloisia Jeri^l-sch"k. geb, Mlasko. Pernlfzen 4.5. Gemeinde Wacbsenherci, und der 54iährige Arbeiter Johann Toplak. Paul-Ernst- | Gasse 27 in Marbiirn — In Peltau starb , der Eisenbahner i. R Anton Kukowitza. Lande/jfischermeisfer in der Steiermark. Die Dienststelle de« Landesfificher-meisters in der Steiermark, welche die fischereilichen Angelegenheiten wahrzunehmen hat. ist nun in das Gebäude de? Chefs der Zivil Verwaltung. Beauftragter für Ernährung und Landwirtschaft. Graz, Jaknminiplatz 12, übersiedelt, Der Diensti^teilo angegliedert ist auch die Gesrhüftsführung des Landes-fischereiverbandes S'elermark. Zum Lan-d^sfischermeister wurde Herr Franz Reichmnnn bestellt. Der Referent der Denstfitelln des Landesfischermeisters lind Geschäftsführer deis Lnndesfisch^rei-verbandes Steiermark. AL Dr. Ing, Franz Schabmann ist seit dem 2fi. Juni 1944 eingerückt. In seiner Stellvertretung erledigt bis zu seiner Rückkehr Dr. Karl Stundl von der Reichsanstnlt für Fischerei In Wien, die fischereilichen Aufnaben. Um den Fischereiausübenden nid Teichwirten Gelenenheit zu geben sich in Fragen der G<»wässeTbeurteilung beraten zu lassen, wurde in der Dienststelle des Landesfifichermeisters eine Unter-suchungsstello für die VTberpn'ifnng eingesandter Wasserproben geschaffen, die im kurzem Wege befragt werden kann und Ratschläge über Düngung, Kalkung u. a. erteilt. In der Horhtcr-Nordwand tödlich .verunglückt. Bei der Durchstei(iung der Hochtor-Nordwand sind die beiden Bergsteiger Otto Wagner und Xaver Drexler tödlich verunglückt. Gebote des LuftRchutxec Wer bei der Brandbekämpfung liei Fliegerangriffen Atembeschwerden verspürt, was allerdings nur bei Bränden innerhalb großer Brandgebiele vorkommt, wenn das Feuer einen höheren Prozentsatz des vorhandenen Sauerstoffs der Luft verbraucht, muß selbstverständlich versuclioii, andere Luftverhältnisse zu erreichen. Wenn das nicht immer möglich ist, muß man sich so ruhig wie möglich verhalten, weil man um so weniger Sauerstoff braucht, je sparsamer man sich bewegt. Ist man gezwungen, sich längere Zeil in großer Hitze aufzu-halten, so ist es das günstigste, unbe-wenlich au' dem Boden zu liegen, wo die Luft meistens am besten und kühlsten ist. Genen Staub- und Ra'icbeinwir-kiing ticbülTi das vor Nase und Mund gebundene Tuch, gegen Funkenfkig die üb"r trockene Kleidung gelegt? nasse Decke. Die Augen sind durch Brille dünnes Seid<^ntuch o. ä. zu schützen. Ziij^verkehr erneut jlekürzt Um Personal und Betriebsmittel für den kriegswichtigen Güter- und Nach-srhubverkehr freizumachen, fallen die Fernreisezüge, d. h.- solche D- und Ellzüge, die bisher schon sonntags nicht mehr verkehrten, nun auch mittwochs aus. Diese Maßnahme tritt erstmalig am Mittwoch, dem 1. November 1944, in, Kraft, Aus dem gleichen Grund werden auch die Personenzüge des Nah- und Bezirksverkehrs an"' Sonntagen, erstmals am 29. Oktober 1944, eingeschränkt. Die Einzelheiten sind aus den Anschlägen auf den Bahnhöfen ersichtlich. Wohnunqsschilder sollen vollständiq sein. Die Pofit ist bekanntlich sehr findig. Man sollte die Findigkeit bei dem heule oft wechselnden Personal aber nicht no^-h besonders auf die Probe' stellen. Häufig kann man beobachten, daß in Städten, die eine qrößere Anzahl Umquartierter aufgenommen oder starken Werkeinsalz fremder Bevölkerung aufzuweisen haben, die Brieftrögerinnen oder ! Briefträger auf ihren Bestellgännen hei zufällin vorüberkommender Schuliugend oder anderen Straßenpassanten fragen müssen, ob und wo Adressaten In den einzelnen Häusern wohnen. TAPFERE UNTERSTEIRER Aus der Ortsgruppe Kirchberg, Kieiis Pettau, wurde Gcfredter Ignaz Peklar au£ Prangau loit dem Eis«rneD Kreuz II. Klosse ausgezeichnet. — ff-Rottenführer Anton Srimschek, der älteste Sohn einer geschätzten Windischfeistritzer Tischlermeistersfamilie, wurde mit d)em Kriegs-vej dienfitkreuz II. Klasse mit Schwertern ausgezeichnet, n.achdem ihm das Eiserne Kreuz II. Klas,se bereits früher verliehet wurde. Gedenken an treuen Steyrer In der Grazer Sporgasse erinnert eine Gedenktafel daran, daß hier im Jahre 1785 Kajetan Sweth, ,,Schreiber und Leidensgefährte Andreas Hofers", geboren wurde. Als Sohn des Grazer Stadtphysi-kus kam Kajetan Sweth, nachdem er in Salzburg Philosophie studiert hatte, nacl Tirol und traf hier zum erstenmal mi' Andreas Hofer zusammen. Er ^schlof sich den Tiroler Freiheitskfimpfern ar und war Andreas Hofers treuesier Ge folgsmann und auch sein letzter Gefährt« im Kerker zu Mantua. Mit Andreas Ho fer wurde auch Kajetan Sweth das Tu desurteil verkündet. Sweth wurde jedocl begnadigt und auf die Insel Elba ge bracht. Von hier konnte er nach einer abenteuerlichen Flucht entkommen unr^ reihte sich wieder in ein Landwehrba taillon ztim Kampfe gegen die Franzosen ein. Nach «einem Abschied erhielt er eine Anstellung in der Staatsbuchhaltung und verstarb im Alter von nahezu 8(~ Jahren in Innsbruck am 21. März 1864, Mit Andreas Hofer und seinen ''^etreueT" hat der Maler Franz von Defreqger dem „Schreiber" Sweth In einem Bild „Tiro ler Helden vom Jahre 1909" ein schöne' Denkmal gesetzt. Vorauszahlung an die umquartierten Fliegergeschädlgten. Im Interesse einer einheitlichen Regelung von Vorau^zah lungen auf erlittene Fli^eigerschäden hat der Präsident des Reichskri^gsschäden-amtes die nachgeordneten Stellf>n mit einf^r Weisung verschen, Die Feststellungsbehörden haben danach Vorauszahlungen nn auswärtige Fliegergeschädigte im allgemeinen nur zu bewilligen, wenn aus der Abrelsebesrheinigung oder einem entsprechenden Ausweis der Um-fnnq bereit ae'eisteter Vorauszahlungen zu ersehen ist. ifl Aus rSladl und Land Wlndischfelstrltz. Oberkanonier Alois Werdonig fand an der Ostfront den Heldentod. Trlfaü. Auf dem Felde der Ehre blieben Dronislaus Hribar und August Scherko. E« starben im hohen Alter von 80 Jahren der Rentner Peter Medwed und der Bergmann Franz Kirn, 71 Jahre alt. In der Woche vom 15. bis 21. Oktober wurden drei Kinder geboren. Schwere Straftaten fanden ihre Sühne Vor deTT> Gericht in Marburg hatte sich kürzlich der am 7. Januar 1918 in Gabcze, Kreis Cilli, geborene, ledige Fräser Anton Gaberschek, wohnhaft in ^^arhu^g/Drau, wegen Verbrechens der boshaften Sachbeschädigung, Vergc^hens des Arbeitsvertragsbruches und Vergehens aogen die Verbrauchsregelungs-stri?tfverordnung und gegen die Preisge- ] italtungsverordnung zu verantworten. Er : wurde zu zwei Jahren Zuchthaus und ! zu einer Geldstrafe in der HÄhe von RM 1500,—' im Uneinbringlichkeitsfalle zu einem weitsren Jahr Gefängnis verurteilt Bei dem Verurteilten handelt es sich um ein arbeils«cheues Individuum. , Er hat sich der Arbeit entzogen und marodiert und seinen Lebensunterhalt durch , Schleichhandel gefristet. Bei der Bemessung der Strafe fiel besonder« ins Gewicht, dflß der Verurteilte fünf Paar Schuhe im Schleichhandel zu enormen Überpreisen, ein Paar davon sogar um RM 450.—, abgesetzt hat. Als Milderungsgründe wurden sein Geständnis und ein« gewisse Kränklichkeit gewertet. Di« am 22. Dezember 1923 in Heilenstein neborene ledige Hausgehilfin Stefanie Turnschek aus Heilenstein versucht« sich dem Arbeitseinsatz dadurch zu entziehen, daß sie an den Bürgermei-«;*er von Heilenstein ein angeblich von P.'inditen verfaßtes Schreiben sandte, in we'rhem dir Bürgermeister mit Mord bedroht wurde, falls er ihrer Freigabe vom Arbeitseinsatz nicht zustimme, Stefanie Turnschek wurde wegen Verbrechens der Erpressung zu zehn f^lonaten Gefäng- nis verurteilt. Als erschwerend fiel ins Gewicht, daß derartige Drohungen In der Untersteierraark besonders schwer strafbar sind. Als mildernd wurde das volle, reumütige Geständnis, die bisherige Unbescholtenheit und das jugendliche Alter der Beschuldigten, die sich offenbar nicht der vollen Tragweite ihrer verbrecherischen Handlungswelse bewußt war gewertet. Das Gericht in Cilli hat den am 13. Juli 1905 in Martinstal, Kreis Cilli, geborenen verheiraten Postfacharbeiter Josef Kolenz au« Schönstem wegen des Diebstahles zweier Feldpostpäckchen als Volksschädling zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt. Der Angeklagte war beim Postamt in Schönstein als Postfacharbei-ter beschäftigt und versah den Zustelldienst. Im Laufe des heurigen Jahres hat er zwei Teldpostpäckchen, die Zigaretten enthielten, gestohlen und die Zign-re'tten für sich verbraucht. Der Angeklagte wurde als VolksschÄdllng schuldig erkannt, well er durch «eine Straftaten die durch den Kriegszustand verursachten außergewöhnlichen Verhältnisse ausgenützt hat und es unter keinen Umständen geduldet werden kann daß Zivilpersonen die Verteidiger de' Heimat bestehlen und dadurch nicht nu' Frontsoldaten einen Gruß der Heimat iihd der Angehörigen entziehen, sonderr auch das feste Band zwischen Front um' Heimat untergraben. Es wird verdunkelt vom 10. Oktober hi-5. No>vember von 17.30 Uhr bis 6 Uhr' Die Mädchen A 11 ' 60 in der v4l ROMAN VON E M M U N G E N A S T Nathdrucksrechl Willietin Jlcyni' verlaß in Oiesden Leise schwebte es durch die Halle, schwoll Gr. immer stärker und immer schme zhch jubelnder an, wuchs der Liebes- und Sehnsuchtsrul immer macht-voile: empor, um dann .n weiihevoller Getragenheit abzuklingen. Da blieb m inch harte Brust den Seufzer nicht schuldig Der Apotheker schnaufte beträchtlich und gab eigentümlich grunzende Laute vrjn s.ich, und da er sah, daß (Ups neug.orig verm(»ikt wurde, hielt er sich den Zylinder vor den Mund, aber nun dröhnte das Grun.'en erst recht. GlücktIcherweiise fiel die Orgel etn. Kamill Glock we.derh{)lte das Lied auf der Orgel. E griff gewaltig in die Rer^istcr Di^ BlasebalgpimipeTi mußten mit allen Kräften arbeiten Der Gntte«-d enst war zu Er-de, Der Herr Pfarrer gab den Brautpaa-en ein Zeichen. Sie verließen ihre Plätze und strebten dem Mittelgang zu, und wnhrend s'e das Portal errelch'^^n, beqannen die Glocken zu läuten, und ihr geltendes Donnern vermischte sich mat dem mächtrtgen Brausen der Orgel In kurzen Abständen fuhre:a die Kutschen vor. Die Paare stiegen ein, die Lakaien sausten auf de Böcke, und lort ging's in laocher Fahrt. Karl Tormann und Nino Firt slonden vor der »Lerche«. Seil heute früh hatten s.ie wie die Feue wehr geschafft, hatten Wecken, Semmeln Biezein, Kuchen und Torte gebacken und alles hinaus in die Au geschafft. Gerade waren si« mit der Arlicit fertig geworden. Die Jugend rannte an die Ecke Mariannenvor- stadl, wo die Kutschen die Kurve nehmen mußten. Bei jedem Gefährt, das sie nahm und zur Kocherb ücke davonbrauste, brach sie irt nellenden Jubel aus. Ringsum auf Hügeln und Hängen Ijcqannen die Böller zu krachen, und noch immer läuteten die Glocken. Abends um acht Uhr strömte es in dichten Scharen in die Au Ganz Ingel-fingen war auf den Beinen. Bei Einbruch der Dunkelheil orklang bei der Hof-