Deutsche Macht (Ancher „GiMer Zeitung"). «rsa«i»l ie»<» I«»»»rfto, ,n» iu»r«t»4 und »astkl für Uilli mit jattcllung in« Ha»« maii-ilich (I. —„V., vxrxljähng fl. UO, dalbivhri, fl. sl. . «i! vinleljadri, fi. I.uo, >^>I»i-drig ft. ?.?>. ^>»ti«Iir>g |l. fi.4». Di« ciiijtlnt Kunii 7 h. z,s»?»tk u-ch lari|; fei eftcr«» ei<»sr(iolnnjfn Rabatt Au«mart« n-hmk» 3nf »—« _Uhr Üiridimilia^i. — Wcclaaaliattrn pottafrcl. — Wanuktititr roerfe» »ich! >uillif||cf(n9ihn allein denken. Zusammengeflickt und zusam ^nengelappt wird ein wahres Hanswurstkleid. |md das nennt man deutsche Sprache. Daß an dieser Verderbniß der deutschen Sprache in erster leistet, der verkürzt zum allermindesten den Staat uni seine Arbeitskraft und, da diese sich wieder in ein bestinmites Einkommen um-setzen würde. auch um die hievon zu entrich-tende Steuer. Sowenig nun aber der Staat berufen ist, das Nichtsthun überhaupt zu be-günstigen, sowenig ist er auch iu der Lage, die zisfermäßigen Folgen desselben zu tragen und es kann daher sowohl von, moralischen, als vom fiskalischen Standpunkte nur als recht uud billig bezeichnet werden, daß das Renten-einkommen höher besteuert wird, als das Ar-beitseinkommen, und dies umsomehr, als das erstere ohnehin, zuni großen Theile sich der Besteuerung zu entziehen weiß. Was speciell das Arbeitseinkommen be-trifft, so haben wir auch hier wieder die ver-schiedenen Arien desselben zu uuterscheiden; so insbesondere das Berufseinkommen der Gelehrten und Künstler, das Dienfteinkoinmen. das landwirthschastliche Einkomme», das ge-werbliche und industrielle Einkommen und das kaufmännische, sowie das Speculationseinkom-meu. Die geringe Steuerfähigkeit der beiden erstgenannten Einkommensarten bedarf wohl kanm eines Beweises. Auch das landwirth-schastliche Einkomme» gestattet nur eine geringe Besteuerung, wenn das landwirthschastliche Capital sich nur sehr mäßig (im Dnrchschnitt kann, mit 3%) verzinst uud weitaus nicht in jenem Maße vermehrt, wie das industrielle oder das kaufn,ännische Einkommen; wie denn auch die Erfahrung lehrt. daß aus einem Kleingrundbesitzer wohl nie ein Großgrnndbe-sitzer. dagegen aus einem kleinen Kaufn,ann allerdings allmälig ein Großhändler werden kann. Ungleich günstiger, als mit dem landwirthschastliche», steht es schon mit dem ge-«verblichen uud wieder um ein gut Stück besser mit dem kaufmännischen Einkommen. welch' letzteres, in Folge der größeren Ertragsfähig-teil des kaufmännischen Capitales, bei der Steuerbemessung etwa von dem Renteneiulom- Linie die T gespresse die Schuld trägt, ist eine bekannte Thatsache. Wer fühlt sich nicht heute als „Schriftsteller!" Die Unberufensten suchen einen Erwerb in der Tagespreise, und zu der Unfähigkeit, die deutsche Sprache recht zu Hand-haben, kommt noch die Hast, mit welcher gear» bei«et werden muß. Flüchtig wirft der Bericht-erstatter seine Erlebnisse und Erkundigungen aufs Papier, noch naß nimmt der Setzer die Blätter, die eilige Correctur muß sich auf die Recht-schreibung beschränken — und da gehen nun die Tausende von Blättern hinaus in die Welt, und täglich wird in kleinen Gaben dem Leser das Gift gereicht, das seine Muttersprache dem langsamen Tode entgegenführt. Nicht den Be-richterstatter trifft der Vorwnrf, der kann nicht anders handeln, sondern vielmehr die Sucht, jeden Klatsch brühwarm aufgetischt zu bekommen, zwingt zu der Eile. Wie bläht sich manches Residenz-Blatt, wen» es einen halben Tag früher als andere Zeitungen die Nachricht gebracht hat, daß hier oder da ein altes Droschkenpferd ge« fallen ist. Und der Deutsche rühmt deshalb diese Preßhetzer, die ihm anch das Letzte, was er noch sein Erb nnd Eigen nennen kann, rauben: seine jungfräuliche Sprache. In doppelter Beziehung wird gegen den men gleichzuhalten wäre. Bleibt noch das Speculationseinkoulmen; dieses aber muß aus zwei Gründen am höchsten besteuert werden, nämlich deshalb, weil es sich der Besteuerung sehr leicht zu entziehen vermag, weiters des-halb, weil das spekulative Capital bei Auf-wendung geringer Mühe deu denkbar höchste» Ertrag abwirft und direet zur Bereicherung führt, wie das zu Zeiten pilzartige Aufschießen von Millionären an der Börse und das üppige Gedeihen der Börsenbarone znr Genüge beweist. Alle diese Umstände ins Auge faffeud, glauben wir auf eiueu Vorschlag des sächsischen Natioualöconomen Constantin Frantz ausmerk-sam mache» zu sollen, der uns sehr beachtens-werth erscheint. Der genannte Volkswirth geht von dem landwirthschastliche» Einkommen ans, welches »atürgemäß die größte Stabili-tät besitzt, und berechnet im Vergleich zu diesem die Steuersähigkeit von Gehalten uud Pen-siouen aus die Halste, die Steuerfähigkeit des Berusseinkonlmeus von Gelehrten uud Kunst-lern aus drei Viertel, des gewerblichen Ein-kommens aus das Anderthalbfache, des kaus-männischeu und des Rcnteneinkommens aus das Doppelte, endlich die Steuersähigkeit des Speculationseinkouimens ans das Dreifache der Steuerkraft des landwirthschastliche» Ein-kommens, wobei nur noch zu bemerken ist, daß der Gruudbesitzer die Einkommensteuer bereits unter dem Titel Grundsteuer zahlt. Ob uud inwieweit das angegebene Verhältniß den Thatsachen entspricht. wäre noch Gegen-stand einer besonderen Untersuchung; im Wesentlichen dürste es wohl stimmen und jeden-falls ist das Eine richtig, daß eine verschieden-artige Besteuerung der verschiedene» Einkam-mensarten im Interesse der socialen Gerech-tigkeit geboten ist. Zum Schlüsse sei noch eines Momentes gedacht, welches ans die Steuerfähigkeit gleich-falls von wesentliche», Einflüsse ist: wir meinen die persönlichen Verhältnisse des Steuer- Geist unserer Sprache gesündigt: durch Ein-Mischung von Frenidwörtern und sprachwidrige Wortbildungen einerseits, und durch „»deutsche Satzsügungen andererseits. Und doch ist unsere Sprache so überreich, daß sie für die kühnsten Gedanken den treffendsten Ausdruck bietet. Sie ist, wie Klopstock singt: „Damit ichs kurz, mit ihrer Kraft es sage. An mannigfalt'ger Uranlage Zu immer neuer und doch deutscher Wen» dnng reich." Das Unwesen der Fremdwörter hat zu ver-schieden?» Zeiten verschiedenen Umfang gehabt. Sch»n das Mittelhochdeutsche, ja das Althoch-deutsche hat Fremdwörter gehabt, wie Psund (lat. pornlus), Straße (lat strata) aber fast durchweg waren eS Ausdrücke, die zugleich mit fremden Gegenstande nach Deutschland gekommen waren. Von „parlieren, Reflexen, Interessen" u. dergl. war keine Rede. Die ritterliche Dichtung freilich weiset französische Ausdrücke in großer Zahl auf. denn die Nachäfferei der Franzosen stammt nicht von heute und gestern. So geht denn manches Wort, dem wir heute nicht mehr den fremde» Ursprung ansehen, auf jene Zeit zurück. Wer dächte wohl, daß das „Felleisen" der Handwerksburscheu nichts anderes ist, als das 2 trägers. So ist beispielsweise der alleinstehende Mann steuerkräftiger und darum höher zu be-steuern. als der Familienvater, welcher sich schwerer fortbringt und überdies den» Staate die Blutsteuer leistet; auch müßten billiger-weise Steuerermäßigungen eintreten in Folge von Krankheiten nnd UnglückSsällen. Wenn man das Alles in Betracht zieht, so zeigt sich, daß die Lösung der Einkommensteuerfragc allerdings nicht leicht, aber doch iinmerhin möglich ist. wenn sie mit dem nöthigen Ernste in Angriff genommen wird. Hoffen wir, daß dies geschehn wird, — die Bevölkerung wartet daraus! AoMisch- Rundschau. Citt>. 10. Januar. Inland. Vor Hröffnung des Äbgeordneienhanses. Die Partei der schroffen Negation, durch deren Heftigkett die hohe Regierung an der vollen Entfaltung ihrer scgenverheißendsten wirth-schastlichen legislatorischen Activ» so schmählich verhindert wird, diese böse, böse Partei, die ein. zig und allein Schuld daran trägt, daß nicht heute schon von einen» Ende der Welt bis zu»» anderen» die Lüfte wiederhallen von Lobgesängen auf die Größe und Weisheit deS Ministeriums Taaffe.... Wir stellen diesen im Geiste der ofsiciösen, clericalen oder nationalen Schimpf-artikel gehaltenen Eingang zur Begrüßung des Abgeordnetenhauses, welches au, 15. Januar seine vor Weihnachten unterbrochene Arbeiten wieder aufnehmen wird, zur freien Verfügung niit dein Bemerken, daß vornehnilich die Ma-lice Sr. Excellenz des Herrn Präsidenten Dr. Smolka Schuld daran trägt, daß sich die un-abweiöliche Nolhw'ndigkeit herausgestellt hat, die verfassungstreue Minorität neuerdings mit den üblichen Schmähungen und Verdächtigungen zu überhäufe». Sr. Excellenz Dr. Smolka, welcher bereits bei wiederholten Anläffen den Beweis geliefert hat, daß er ein verkappter Anhänger der factiösen, deutsch-liberalen ver-einigten Linken ist, hat nämlich ans die fünf Punkte umfassende Tagesordnung der nächsten Sitzung nicht weniger als vier Jnitiativ-An-träge gestellt, welche ausnahmslos von Mit-gliedern der Vereinigten Linken eingebracht worden sind nnd ausnahmslos wirthschaslliche Fragen betreffen. ES stehen nämlich außer den, Regierungsentwurfe eines Gesetzes, be-treffend die Kommanditgesellschaften auf Actien und Aktiengesellschaften, welcher übcrigenS gleichfalls in der Jniative der nunmehr factiösen einstweiligen Minister Glaser und Chlumecky wurzelt, auf der Tagesordnung: Der Antrag Roser, Tausche und Genossen wegen Erlassung eines Lebens-m i t t e l g e s e tz e S, der Antrag Dr. M e n g e r und Genossen wegen Besteuerung der Wand er- französische valise V Daß der Maurerpolier gar nichts poliert, »veiß ja wohl ein jeder, aber man denkt unmöglich daran, daß er eigentlich der Maurerpolier heißt, weil er der Sprecher der Genossenschaft war. Solche fremden Gäste ausrotten zu wollen, wäre ein thörichtes Unterfangen, sie haben sich der deutschen Eigenart anbequemt und sind uns liebe Freunde geworden. Um alles in der Welt möchten wir nicht den Wein missen, der sein römisch Blut nicht verleugnet (lat. vinum), ebensowenig wie die Kelter, die der Traube das Blut abpreßt (lat. calcatura, zu calcare treten). Wen» aber die Sprachmen-gerei zu einer Abgeschmacktheit wird, »vie im 17. und in unserem Jahrhundert, dann muß gründlich aufgeräumt werden. Freilich bedarf es des feinen Schönheitsgefühles, das Männern wie den Brüdern Grimm, auch Fr. Ludwig Iahn eigen war, um Mißgriffe zu vermeiden. W'nn Ppilipp von Zesen int 17. Jahrhundert die Sprache reinigen wollte, und für Nase (das übrigei-S echt deutsch ist) Löschborn, für Philipp, seinen eigenen Namen, Reithold, für VenuS, die hinimlische Göttin Lustinne, für Nonnenkloster gar Jungfernzwinger schrieb, so geht daS ins Gebiet des Lächerlichen. Und doch hat Zesens Anregung unserer damals ganz verhunzten Sprache „Deutsche Mcht." l a g e r, A u S v e r k ä u f e u. des Hausiergewerbes, der Antrag Exner, IaqueS und Genossen in Betreff der P a te n t-M u st e r und M ar-k e n s ch u tz g e s e tz g e b u n g und der Antrag P a ch e r und Genossen betreffend ein Gesetz gegen die Irreführung des cosummirenden Pub-licums durch planmäßig betriebene Fälschungen der Quantität von Gewerbser-Zeugnissen. Die außerordentliche Uebung, welche die gegnerische Journalistik in der Kunst der Ver-dächtigung und Verdrehung besitzt, läßt uns übrigens nicht zweifeln, daß sie selbst a»»s dieser Tagesordnung die verderbliche Thätigkeit der Vereinigten Lincken haarscharf zu deduciren trach-te» wird. Wer den Staatsanwalt »ich zu fürchten braucht und das mahnende Gewissen nicht fürchet, darf Alles wagen. Also zugeschimpft. Noch nicht an der Zeit. Die Auflösung des Reichsrathes dürfte vorläufig nicht so unmittelbar bevorstehen. Die Herrn Tschechen haben eben noch gewaltige Cor-recturen an der Wahlgeometrie vorzunehmen. Sind letztere endlich durchgeführt, dann werden die stolzen Söhne Libuffas keinen Augenblick zögern dem Herrn Ministerpräsidenten das Glo-ckenzeichen zu geben, daß der Wahlspectakel loS-gehen könne. Es wird indeß nicht schaden rechtzeitig vorzubauen. Namentlich haben wir eine heilige Ehrenpflicht zu erfüllen und mit allen gesetzlich erlaubten Mitteln einzustehen, daß die schleichende Propaganda, deren Fang-arme gar so gerne an deutscher Art und Sitte sich festsetzen, rechtzeitig in den Staub gelegt werde. Wenn wir auch vor dem Ausfall der künftigen Wahlen nicht bangen, wen» wir auch wisse» , wie hell die deutsch-nationale Begeiste-rung in, steirischen Unterlande lodert, so dürfen wir demungeachtet die Anstrengungen unserer vor nichts zurückschreckenden politisckcn Gegner nicht nnterschätzen. „Der Feind schleicht leise sich hertei," er scheut die offene Feldschlacht, denn er weiß, daß nur ein Handstreich ihin den Sieg in den Schoß spielen könnte. Unsere Ausgabe bei den künftigen Wahlen wird aber auch darin bestehen, die Landbevölkerung vor einer Ver-tretung ä la Vosnjak zu schützen. Z>ie österreichischen Aranzosenfrennde. Die Creme der interessanten Natiönchen Oesterreichs fand in dem Tode GambettaS vollauf Gelegenheit gegen Deutschland und wohl auch gegen Deutsch-Oesterreich zu demonstriren. Was sie irgendwie am Herzen hatte, mußte aus-gesprochen werden, was die freundschaftliche» Beziehungen Oesterreichs und Preußens zu trü-ben geeignet war, wurde dem elektrischen Drathe anvertraut. Auch die Croaten nahmen diesmal das Tempo wahr, um die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Wir haben letzthin gemeldet, daß die kroatischen Studenten ibre letzten Grüße dem wesentliche Dienste geleistet. Wir stehen jetzt vor der Nothwendigkeit der Reinigung. Man nehme nur eine Zeitung und zähle die Zeilen, in denen sich kein Fremdwort findet! Spalten hinunter findet sich auch nicht eine rein deutsche Zeile. Warum kündigt sich das „Daheim" als deutsches Fainilienblatt an. wenn es zur Bestellung ein-ladet mit den Worten: „Die Illustration ist stets eine Force des Daheim gewesen?" Warum muß denn über eine „Lizenzsteuer" jetzt ver-handelt werden, bei der man doch auch nach einer gewissen Ableitung vermuthe» könnte, daß die Zahlung derselben dem Beliebe» deS Rauchers und Schnapsers freigestellt wird. Warnm müssen denn diese Worte durchaus ein stolzes „Feuilleton" sein, die doch nichts anderes sein wollen als bescheidkne „Lose Blätter?" Was internationales Gemeingut ist, möge man gelrost mit den allgemein angenommenen Ausdrücken bezeichnen: so die Ausdrücke der Grammatik, Naturwissenschaft u. dgl. Welch? unendliche Erschwerung ist eS beispielsweise, wenn man bei jeder Sprache, die man neu erlernt, sich erst wieder neue Ausdrücke für Sub-stantiv. Verb. »». dergl. angewöhnen soll. Wir können es getrost als eine wichtige Thatsache in der Geschichte unserer Muttersprache 1883 todten Gainbetta sendeten. Man ist hiebei aller-dingS verucht zu fragen, ob die gedachten Stu-denten gestorben sind, da sie ihre letzte» Grüße senden, indeß es verlohnt sich nicht besonders nach den Croaten zu sragen. Eine Beleidigung des österreichischen Kaiserstaates jedoch ist die Depesche, welche die starcevicianischen Univerfilätshörer Agrams anSrSv» richteten, denn dieselbe trieft vom wüthendstenDeutschenhaß und schließt: „Das Licht der Wahrheit, der Freiheit leuchte« zuerst aus Frankreich. Dieses Licht erwärulte auch uns von deutschem Geiste vergütete Croaten. Wir theilen euren Schmerz über den Tod Gambetta's. dieses Vertheidigers des Verbandes der romanischen und slavischen Nationen gegen das obskure Teutschthu in." Wenn diese Herren Jungen nicht vom deutschen Geiste vergiftet worden wären, so könnten sie noch heute das Hemd über die grobleinige Hose tragen und die väterlichen Schweine hüten. Zur Slovenillruug der untersteirischen Hymnalien. Wie eine Local-Correspondenz ganz rich-tig erwähnte, handelt es sich bei der angestreb-ten Slovenistrung oder richtiger Degradirung der unterländische» deutscheil Gymnasien zu windischen Berkümmerungsanstalten nicht in, Entferntesten um ein Bedürfniß, sondern ledig-lich um die Wünsche einer im Trüben fischen-den Clique, deren vornehmstes Ziel es ist viel Lärm zu schlagen, den Jahrhunderte alten Friede» in, Unierlande zu stören und eine Bersöhnungsheye zu betreiben. Es sei des-bald nochmals gesagt, daß uns Deutsche die Slovenistrung der Gymnasien, selbst wenn sie ans den» Wege der Parallelklassen ersolgen sollte, im höchsten Grade ausbringen müßte. Es kaun und darf den pflichteifrigen Organen der Regierung nicht fremd fein, daß die unter-steirischen Gymnasien ihren Zweck vollkommen erfüllen, und daß jede wie immer geartete Umgestaltung diesen prächtigen Instituten nach-theilig werden müßte. Die Deutschen, denen das freche Treiben der falschen slovenii'chen Propheten sehr gut bekannt ist. würden in einem Nachgeben dieser so hochwichtigen An-gelegenheit. entweder eine Schwäche der Re-gierung oder eine absichtliche Kränkung er-blicken. Der latente Unmuth der deutschen Partei müßte daher in irgend einer Weise zum Ausbruche kommen, denn es wäre mehr als unverzeihlich, wen» die Gesühle. Gesin-nungeil uud Bedürsnisse des ruhigen unter-steirischen Bürgertbumes, der unersättlichen Gefräßigkeit des wendisch-nationalen Molochs aufgeopfert werden würden. Ausland. Hin Magyarilirvngsverein. Wer wollte wohl den Nationalitätenhader verzeichnen, daß der berühmte General-Postmeifter Stefan sich der Reinigung unserer Sprache mit so großem Glück angenommen hat. Welche Zweifel hatte man, »in ein Beispiel auszuführen, in Be-zug auf das sonst täglich gebrauchte „Couvert." Sollte »na» cuwär oder cuwärt sprechen? Sollte man im Plural sagen die cuwars, cuwärts oder cuwärte? Jetzt haben wir das wohllautende deutsche Wort „Briefumschlag," das uns über alle Zweifel hinwegsetzt, dank dem Stephan. Weit schlimmer aber ist die Sprachentstellung, die durch fehlerhafte, undeutsche Wort- und Satz-fügung geübt wird. Wer kennt sie nicht, die „Reitende Artillerie-Caserne" und die „Verhei-rathete Unterofficiers-Stube?" Wer hätte nicht schon einmal von einem „Getrockneten Pflauinen-Händler" gehört ? „Die erste Division übersetzte den Fluß," das ist das Teutsch, das selbst ein berühmter Professor der Geschichte zu Berlin schreibt. W.ls würde dieser Hof-Historiograph dazu sagen, wenn wir in seine Lebensbeschreibung einmal schrieben: „Als Tertianer setzte er über Julius Cäsars gallischen Krieg?" Oder wie findet man die Worte: „Die Verhandlungen, welche mit großer Sorgsalt schon lange über das Gesetz, welches namentlich in der unpassen-den Form, in welcher es gegeben werden sollte. 1883 im Lande der sieben Burgen in Abrede stellen, wer wollte dem kerninen deutschen Volke, daS rings umbraust von Feinden deS Tcurschthuins, die Sitte und Sprache ihrer Väter mit eiserner Ausdauer vertheidigt, — seine Sympathien entziehen. Was bisher trotz allen Druckes und Zwanges nicht erreicht werden konnte, nämlich die Magyarisirung der Siebcnbürger Sachsen, das soll nunmehr durch einen Mayarisirnngsverein, dem die ungarische Presse den etwas unschuldiger klingenden Namen „Siebenbürgischer magya-rischer V rein" beilegt, erstrebt werden. Der Berein soll seinen Mittelpunkt in Klausenburg und den Zweck haben, die Magyarisirung zu verbreiten, hauptsächlich aber die in der Gefahr der Wallachisirung schwebende magyarische Nation zu schützen. Wer erinnert sich hierbei nicht an die bekannte Fabel vom Wolf, dem daS Lämm-chen daS Wasser trübt? Henerak Lhanzv + Ein Unglück kommt selten allein. Diese tranrige Wahrheit mußte Frankreich in der ver-flossenen Woche mitten unter den Vorbereitn»-gen zur Leichenfeier GanibettaS erfahren. Der Kriegsmann der Franzosen, General Chanzy, starb in der Nacht auf den 5. d. zu Chalon sur Marne. Sin Tod machte in Paris einen ge-radezu bestürzenden Eindruck. Stützte sich doch nicht in letzter Linie — um nicht zu sagen in erster — gerade auf diesen General die Hoffnung deS nationalen Frankreichs Und in je höherem Maße gerade augenblicklich das französische Na-tionalgefühl angeregt ist. un» so stärker muß eS durch diesen neuen Schlag getroffen werden. Im übrigen gehörte General Chanzy auch zu drnje-nigen französischen Generalen, die den deutschen Heeren im Winter 70/71 alle Achtung abzugewinnen vermochten Chanzy wurde im October 1870 durch Gambetta aus Algier nach Frank-reich berufen und znmCommandanten desl^.CorpS ernannt. In dieser Eigenschaft focht er unter dem Oberbefehl des Generals Aurelle deS Pa-ladines an» 9. November bei Conlmiers gegen die Bayern und am 1. und 2. December b»i Loigny gegen die Bayern und gegen dir preußische Division TreSkov. Nach der Wiederein-nahne von Orleans und nach der damit zufam-oienhängenden Abberufung des Generals de Paladines übernah»nChanzydaS Commando über die .raiizöfische Westarmee und lag nun mit dieser durch mehrere Wochen hindurch in beständigem Kampf mit den Truppen des Großherzogs von Mecklenburg sowie mit dein 9. und 10. Armeecorps. In diese Periode fallen die zahlreichen Gefechte an den Usern der Loire, die Vertheidi-gung von Tours, das aufgegeben werden mußte, ebenso wie von le Maus, welches Chanzy ver-gevlich zu halten versuchte nnd un» das er Tage lang mit den deutschen Truppen rang. Chanzy noch von vielen gemißbilligt ward, geführt wur-den. mußten denn auch wirklich aufgeschoben werden." Gott sei Dank, ruft man, wenn man endlich den Schwanz dieses Ungethüms erreicht hat; und will man den Sinn dieser herrlichen Berichterstattung fassen, so fängt man von vorn an daS Ding zu studiren. Professor Dr. August Lehmami hat in einem trefflichen Buche „Sprachliche Sünden der Gegenwert" (Braun-schweig. Friedrich Wreden), das mehrere starke Auflagen in kurzer Zeit erlebt hat, gerade diese Seite der Sprachverdrehung eingehend behan-delt. Wem eS damit Ernst ist, sein abgestumpftes Sprachgefühl wieder zu schärfen, der lese eifrig dieses treffliche Buch, dessen frischer oft humo-ristischer Ton frei ist von aller Schulmeister«. Da wird »nancher erst inne, daß die „Geliebten in dem Herrn", mit denen so viele Predigten anheben, ebenso undeutsche Wesen sind, wie die „Reisenden nach Rom". Da wird auch einmal an de»n „Schwarzen Husarenmajor" eine wirk-liche Mohrenwäsche vorgenoniinen. Wie wichtig das Wörtchen „und" ist ahnt man kaum; hat man aber das große Sündenregister gelesen, das Prof. Lehmann über dieses Wort ge-sammelt hat. so wird einen» erst dessen große Bedeutung klar. „Der heutige Geschäftsverkehr hatte eine sehr gedrückte Haltung, und mangelte „ZXutsche Wacht starb als Commandeur des 6. französischen Ar-»neeeorps. Korrespondenzen. Rom, 5. Januar. (Orig.-Corr.) fD i e D e m o n st r a t i o n e n. Das Deutsch-t h u m O e st e r r e i ch «.] Die Vorkommniffe gelegentlich der Hinrichtung Oberdanks gaben der österreichischen Presse Veranlassung, sich mit italienischen Verhältnissen und namentlich mit der anstro -- italienischen Freundschaft zu befassen. Es fiel da, und zwar häufig mit Unrecht, manch hartes Wort. Die Partei der „Irredenta" besteht in Italien, doch ist sie weit schwächer als bei »ns die Soeialdenio-kraten, — wer aber wollte eine Regierung für eine kleine Partei verantwortlich machen ? Die Regierung hat zur Verhinderung der Demon-ftrationen, von denen sich ja ohnehin jeder anständige Mensch fern hielt, ihr möglichstes gethan — gleich mit dein Säbel dreinzuschlagen ist in Italien nicht mehr Mode. Ueörigens waren die Demonstrationen so erbärmlich klein, daß man sie wohl theilweise der zu kleinen Skandalen stets ausgelegten italienischen Stra-ßenjugeild zu Gute halten muß. — Gestern schoß Einer sogar einige Revolverschnsse auf das Wappen der österreichischen Botschaft in Palazzo Venezia, ohne es zu treffen. Die ita-lienische Presse fragt: ja »vaS »vollt Ihr denn eigentlich e Ein 1849 »»nd darauf ein Novara? Es ist übrigens nicht unmöglich nnd man hört die Befürchtung oft auSsprechen, daß bei allen diesen Uintrieben die clericale Partei die Hand mit im Spiele hat, um Italien Verlegenheiten zu bereiten. J»n Volke ist eine österreichische Allianz nicht gerade populär — man hat die „croati" „och in bösein Angedenken und gar »nancher, der von den heutigen Zuständen in Oesterreich liest, mag eine Wiederkehr jener vorniärzlichen Zeit für nicht unmöglich halten nnd er kann Recht haben; wenn Lichtenftein's bekannte Stunde geschlagen haben ivird, mag'S recht vormärzlich aussehen. Ein hervorragen-der italienischer Deputirter sagte mir kürzlich: dieses Oesterreich ist ein wahres Mosaik; von Teutschen, Ungarn, Polen und Böhmen nnd auch von Croaten haben wir gehört; aber nun Czechen und Slovenen! Wer hätte je geglaubt, daß solche uubekannte Völklein ein so mächti-geS Reich erschüttern könnten. — Ich lächelte und sagte ihm: Ihr seid glücklich; denn Ihr habt die Einheit und jeder von Euch will das Beste seines Volkes! — Und so ist es in der That; viel ist in Italien geschehen, noch mehr hat zu geschehen. Nichts wurde vorgefunden, als ein durch Klöster und Feudalbarone aus-gesogenes, durch Tyrannen- uud Pfafsenwirth-schaft demoralisirtes Volk, — dies Volk ist erzogen »vorden, so daß es die höchste politi- es an jeglicher Kauflust", ist ein so allgemeiner Fehler, daß die Nachlässigen ihn kaum noch empfinden. Klingt eS denn schlechter, wenn man sagt, „und es mangelte an jeglicher Kauflust ?" Es ist ja doch ebenso billig — und wenn das Geschäft darunter nicht leidet, so könnten die Herren Kaufleute doch uns anderen den Ge-fallen erweisen, richtig deutsch zu schreiben und zu sprechen. Doch genug davon. Möchten diese Zeilen doch nicht gelesen und vergessen werden, sondern einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Möchte doch jeder, der gern Deutscher sein »nöchte — und wir könne» wahrhaftig »u»s mit Stolz so nennen — auch seiner Muttersprache die schuldige Ehrerbietung dadurch zu Theil werden lassen, daß er mit voller Hingabe sich bestrebt, sie rein, schön und edel zu schreiben und zu sprechen, und daß er aus wahrhaftigem Herzen mit Schenkendorf singen kann: „Muttersprache, Mwtterlaut, Wie so wonnesam so traut! Erstes Wort, das mir erschallet. Süßes erstes LiebeSwort. Erster Ton, den ich gelallet, Klingest ewig in mir fort." Dr. E. Henrici. 3 sche Freiheit ohne Gefahr für seine innere Ruhe gelließt, daß man das Wahlrecht bis auf die »veitesten Schichten ausdehnen konnte, dies Land hat alles erst neu geschaffen, hat geordnete Finanzen, hat kein Defizit. Dies alles verdankt es seiner Einigkeit; — richtig haben es die italienischen Staatsmänner er-kannt, nur wo homogene Bestandtheile vor-Handen sind, läßt sich ein einiges Wirken er-zielen. Weg was fremdartig, und stramm centralifirt was von AI-ters her nach Stamm und Lage zusammengehört! Wenn dann Alle gemeinsamen Interessen haben, arbeiten sie auch gerne am Ausbaue des gemeinsamen Ha»iseS und wenn einmal alles in Ord-nung und wohlorganisirt, dann immer weitere Freiheiten, dann ist keine Krise mehr zu fürch-ten. Möchten wir uns doch auch ein Beispiel nehmen, an anderen Nationen und zusammen-halten ! die ehemals deutschen Bundesprovinzen möge» ihr „Oesterreich" bilden, — was kümmert uns Ungarn, was Polen oder Dalmatien ? Sie mögen sich selbst verwalten, wir wollen im eigenen Hanse wohnen, da wollen wir Herren sein und endlich Ordnung schaffen nach jeder Richtung hin, daß wir aber zuerst diese Einigung erreichen müssen, lehrt uns die alte und neue Geschichte aller Völker. Markt Tüsser, Anfangs Jänner. (Orig.-Corr.) sVon der slovenischenMuster-gemeinde.) Im Herbste des vergangenen Jahres fand in St. Christof. der vielgenannten Lieblingsgemeinde Hermanns, die neue Wahl des GeindeausschuffeS statt, wie erwähnt, nach manchen hervorgegangenen Jncorrectheiten. Im ersten Wahlkörper siegten die deutfchlieberalen Tüffrer und wurde unter anderen auch Herr Hugo v. Stein, der Besitzer des K. F. I. Ba-des gewählt, der in Folge unzulänglichen Alter? allerdings das passive Wahlrecht noch nicht be-saß. In Folge dessen wollte die alte Gemein-devorstehung die ganze Wahl annulliren. Der Vorgang ist um so ungesetzlicher, als in diesem Fall selbstverständlich der Ersatzmann für Herrn v. Stein einzutreten hat. Die Gemeindevorsteh-ung findet es für bequem, in der ganzen Sache nichts zu thun. Obwohl schon vier Monate seit der Wahl deS Ausschusses verstrichen sind, hat die Wahl des Geindevorstehers noch immer nicht stattgesunden, aus welchem Grunde ist nicht zu erfahren. Wir fragen:' Hat die politische Behörde Kenntniß von diesen Vorgängen, nnd wenn, warum veranlaßt sie die Wahl des Bürgermeisters nicht. Das ist die slovenische Mustergemeinde St. Christof, an deren Spitze ein ,vrli narodnjak* steht! Weitenstkill, 7. Januar. (Orig. - Corr.) [Herr, verzeih' ihnen, denn sie iv i s s e n nicht was sie thun, g e-s ch »v e i g e was sie schreiben.^ Zu diesem Ausrufe bewegt »»»ich eine Notiz der „Südsteirifchen Post". Obzwar dieses an-rüchige Ehrenblatt einer Entgegnung nicht bedarf, denn bekanntlich ist dem nnverantwort-lichen Redacteur desselben Wahrheit ein ver-alteter Schulbegriff, daher auch Wurst, — so veranlaßt mich doch die Feiertagsruhe, eine in der letzten Nummer veröffentlichte Notiz über Weitenstein zu einer kleinen Auslassung. Gedachte Notiz lautet: „In Weitenstein sind die Liberalen feurige Ritter der schwarz-roth-goldenen Flaggen. Es wäre ihnen dringend zur Beherzigung anzuempfehlen, daß sich unter schwarz-gelben Flaggen ganz gut tagen und pocnliren läßt. Sind wir doch in Oesterreich oder nicht mehr." Ich weiß nicht, ob diese Worte auf den» Mistbeete des Unverantwort-lichen gewachsen, oder ob sie demselben von einer Blindschleiche, die unser zum Besten des deutschen Schulvereines veranstaltetes Fest un-eingeladen mitmachte, soufflirt wurden, es ist dies auch einerlei, doch Albernheit ist es, den Deutsche» ihr schwarz-roth-goldenes Banner zum Vorwürfe zu machen, zumal diese Farben im Wappen Oesterreichs prangen. Auch ver-säumen die Wenden keine Festlichkeit, ohne daß die slavische Tricolore, die nicht die ge- 4 riitflfte historische Bedeutung im Staate hat, baumeln ließen. Doch mit gedachter Notiz beabsichtigte der Autor unserer Reichstrene in perfider Weise nahe zu treten, und darum sei erwähnt, daß bei dem Feste im Saale anch die schwarz-gelben Farben vertreten waren, und daß dieselben das Bildnis? unseres Kaisers schmückten. Ruch die steirischen Farben man-gelten nicht. Die slavische Tricolore aller-dings sank» keine Verwendung, besonders da das Bild des russischen Kaisers in Weitenstein nicht aufzntreiben gewesen wäre, es sei denn das unsere Deutschen aus da« Bild Alexan-der II., welches die „Südsteirische Post" in lächerlich schöner Ausstattung in einer ihrer ersten Nuinniern zu Nutz und Fronnnen der harmlosen Leser auf der Stirnseite brachte, zu-riickgegriffen hätten. Kfeine Wronik. [Die Leichenfeier Gambettas) fand pronrammäßig mit all dem Pompe. wel-chen Paris entfalten konnte, in musterhafter Ordnung statt. Nicht der leiseste Zwischenfall störte das großartige Trauerfest der Nation. [D e n t s ch e A m t s s p r a ch e i n D a l-m a t i e n.) Man schreibt aus Zara: Seit meh-rereu Tagen herrscht in der hiesigen politischen Beamtenwelt eine sehr erklärliche Aufregung. Der Statthalter, Feldzeugmeifter Freiherr v. Jovano-vic, ordnete in der letzten Sitzung an, daß alle schriftlichen Arbeiten innerer Natur, welche bis« her in italienischer nnd slavischer Sprache verfaßt wurden, von nun an stets in deutscher Sprache zu verfassen seien. Dieser Maßregel wurde durch die eiufache Zurückweisung aller Aktenstücke, in welchen man sich einer anderen statt der deutschen Sprache bedient hatte. Nach-druck gegeben. IN a ch w e h e n des Kornblumen-Jahres.) Bekanntlich wurden im Sommer des verflogenen Jahres 2f> Schüler des Leit-meritzer Gymnasiums wegen ^nnbefngten Kornblurneutragens" theils von dieser Anstalt allein, theils von allen Leitmeritzer Mittel-schulen relegirt. Ueber Anregung der Herren JUDr. Anton Reitler und JUD. Max Zeißl in Prag bildete sich ein Hilfskomitee für die bedauernswerthen jungen Leute, welches nun seinen Rechenschaftsbericht veröffentlicht; demselben entnehmen wir, daß die eingeleitete Sammlung das Erträgnis? von 1999 fl. 3 kr. ergab, mit welchem Betrage sämmtlichen Hilss-bedürftigen unter den Relegirten ansreichend und dauernd geholfen werden konnte. sD i e M a ch t d e r E i n b i l d u n g.] AuS Böhmisch«Brod haben die .Citoyens de Cesky Brod* folgende Depesche geschickt: „Gam-betta ist gestorben, aber seine Idee wird leben bei euch nnd bei uns." [Selbstmord einer Gräfin.) Großes Aufsehen in den Kreisen des römischen Adels erregt der Selbstmord der Gräfin Maroni, Gattin eines Nobelgarden des Papstes. Dieselbe bewohnte mit ihreiil Gemahl und ihren Kindern den Familienpalast in der Straße Monserrato und war schon seit Jahren häufigen Anfällen der Epilepsie unterworfen Am 3. Januar begab sich die Gräfin in den Vatican und erhielt eine Audienz beim Papst. Am nächsten Tage beim ersten Tages-grauen stand sie aus, begab sich in daS Appar-lemet, welches die Aussicht auf die Straße hat, kniete auf daS Fenster uud stürzte sich in dieser Stellung ans's Plaster hinab. Der Portier war der erste, welcher ihr zur Hilfe eilte und sie mit Bei-stand eineS herbeigerufenen Dieners in ihre Wohnung hinauftrug, wo sich der Gras befand, der von den» Unglück, das ihn betroffen, noch keine Ahnung hatte. Um halb zehn Uhr starb die Gräfin mit dem Rufe: „Meine Kinder! Meine Kinder!" Die Unglückliche hinterläßt sechs Kinder, drei Mädchen und drei Knabe». Obschon sie das vierzigste LebeuSjahr überschritten hatte, galt Gräfin Moroni noch als eine der schönsten Frauen von Rom. [Ende d eS Se tzer st r i k e Sin W i e n.) Nach achtwöchentlicher Dauer hat vorgestern der Setzerstrike sein Ende erreicht. Die be-deuteudsten Buchdruckerfirmen Wiens waren „Deutsche Vacht. durch diesen Strike in Mitleidenschaft gezogen worden ; beide Parteien verfochten ihren Stand-pnnkt während der langen Strikedaner mit un-gewöhnlicher Hartnäckigkeit. Von gestern an wird in allen Officinen WienS wieder gearbeitet, ohne daß übrigens bisher eine Verein-barung über die bei Ausbruch des Strikes von Seite der Setzer gestellten Forderungen ge-troffen worden wäre. [Ein Räuberansührer erschossen.) Aus Agram wird gemeldet, daß der Räuber-ansührer Tordurics nächst Glasinec von BoS-niaken erschaffen wurde. Mreinsnachrichten. Deutscher Schnlverei«. [Ortsgruppe Tiiffer und 11 m-gebuug.) Die genannte Ortsgruppe des deut-schen SchulvereineS hält Sonntag, den 14. d., Nachmittags im Brauhause des Herrn Larisch ihre Jahresversammlung ab. Da diese Orts-gruppe auch mehrere Mitglieder in Eilli zählt, so werden dieselbe» freundlichst ersucht, durch ihr Erscheinen die Versammlung zu verschönen. [Ortsgruppe ,.W e i t e n st e i n und Umgebung"] DaS bei den, letzten Feste, welches zu Gunsten des deutschen Schulvereines veranstaltet wurde, erzielte Reiuerträgniß beziffert sich nicht wie wir rneldeten?auf 80 fl. sonder» auf 93 fl. sE a s i n o v e r e in.) Einem vielseitig ausgesprochenen Wunsche nachkommend hat die Ca-sinodirection Anstalten zur Vermehrung der Lo-ealitäten getroffen nnd es werden die bezüglichen Adaptirungen bereits vorgenommen, wornach die neuen Räumlichkeiten bei dem am Samstage in die-ser Woche stattfindenden ersten Faschingskränzchen der Benützung übergeben werden können. Vor Allem wird dadurch einem vielgerügten Uebel-stände abgeholfen, indem der Tabakranch nun-mehr aus dem Tanz- nnd Speisesaale verbannt weiden dürste, ohne daß der Genuß des Rau-chens geschmälert werde. Da der Verein dadurch neue Verpflichtungen eingeht und auch nicht un-bedeutende Auslagen bevorstehen, so hat die Direktion die Einberufung einer auß'rordeut-lichen Hanptverfammlung beschlossen, welche anfangs der nächsten Woche stattfinden wird. Bei dieser werden auch Antrüge auf Aen-derung der Statuten gestellt werden und es wird daher auf ein möglichst vollzähliges Er-scheinen der Mitglieder gerechnet. sEillier freiwillige Feuer-wehr.) Am 30. December v. I. fand im Vereinslocale der freiwilligen Feuerwehr die Generalverfammlung statt. Bei der dabei vor-genomnieiie» Neuwahl der Funktionäre wurden gewühlt: Her? Sima zum Hauptmann. Hr. Jos. Tertschek zum Hanptmannstellvertreter, Hr. Ferdinand Pelle zum Steigerzugsführer, Herr A. Eichberger znni Steigerzugsführer-Stellvertre-ter, Hr. Eduard Bandet sen. zum Spritzenzugs-sührer, Hr. Jos. Jellenz zum Spritzenzngsführer-Stellvertreter, zu Ausschüssen wurden gewählt: Herr Jos. Stibenegg, Hr. Ernst Rüpschl, Hr. Franz Walland, Hr. Franz Eölestin, Hr. HanS Säger, Hr. Carl Petrischek und Hr. Ferdinand Ferk. Zum Rottenführer ini Steigerzug Hr. HanS Saqer und im Sprizenzug zu Rottenfüh-rern die Herren W. Franzky und Carl Petrischek. Aus dem sich constituirten Ausschuß wurden ge-wählt Hr. Jos. Jellenz zum Vereinscassir, Hr. Hans Sager zum BniderladSeassier, Hr. Josef Stibenegg zum Schriftführer. Hr. A. Aichberger zum Geräthmeister nnd Hr. Eduard Bandek zum Requisitenmeister. Die Wahl fiel ohne jede Stimmenzersplitterung und daher im vollsten Sinne der gesammten Feuerwehr aus. Zu bedau-ern ist eS, daß die Finanzsection im Gemeinde-ausschnsse beantragte, es sei der freiwil. Feuerwehr die jährliche Subvention von 150 fl. zu entziehen und nur der Gauverbandsbeitrag von 50 fl. für den Verein zu bezahlen; der Antrag wurde auch leider angenommen, daher der Verein nur auf die Beiträge der unterstützenden Mitglieder angewiesen ist; die Einnahmen dürsten daher nicht hinreichen, die nöthigsten JahresauS-lagen, Reparaturen und Neuanschaffungen zu 1883 decken; die Vereinsleitnng muß jedenfalls nach irgend einem Mittel sinnen, um den bis jetzt musterhaft gehaltenen und ausgerüsteten Geräthepark und die MannschastsauSrüstunqen in dem gleiche» Zustande zu -rhalten. Wir wünschen ihr daS beste Gedeihen. sD e r C i l 1 i e r M u s i k v e r e i n) hält Donnerstag, den 11. Januar, 8 Uhr Abends im Hotel Elefant seine Generalversammlung ab. Aus der Tagesordnung stehen: 1. Rechenschaftsbericht, 2. Wahl der Revisoren, 2. Wahl deS Musikdirektors und der fünf DirectionS-Mit-glieder, 4. Allfällige Anträge. [Marburger Turnverein.! Der genannte Verein beqeht am 14. Januar daS Fest seines zwanzigjährigen Bestandes. Dasselbe besteht 1. ans einem Schauturnen, weiches in der Turnhalle der k. k. Lehrerbildungsanstalt abgehalten wird und Nachm. 4 Uhr beginnt, und 2. a»S einem Festcommerse, der von 8 Uhr Abends an in, große« Saale der Götz'sche» Restauration begangen werden wird. St. Atarein bei Erlaihsteiit, 6. Januar. (O.-C.) [Freiwillige Feuerwehr.) Am 31. December wurden bei der Hauptversammlung der hiesigen freiwilligen Feuerwehr als Funktionäre gewählt: Herr Leopold Figlmüller Wehrhanpt-Mann. Herr Bürgermeister Franz Lorger, Stell-Vertreter, Herr Franz Skasa Cassier. Herr Johann Löschnigg, Schriftführer, Herr Peter Lechner Spritzenzugsführer und Herr Andreas Pondelag Steigerzugsführer. Die Feuerwehr zählt 38 ausübende und 23 unterstützende Mit-glieder und besitzt ein reines Vermögen von 1400 fl. wobei zu bemrrken kommt, daß sie eine Ausrüstung wie man sie am Lande kaum finden wird, besitzt. Dies alles ist ein Verdienst des Wchrhaupmannes Herrn Leopold Figlmüller. der eine Thätigkeit entwickelt, die nicht nur vollste Anerkennung, sondern auch Nachahniung verdient. [Steier märkischer Kun st verein in G r a <.) Wir constatiren mit Vergnügen, daß dieser Verein in iminer weitern Kreisen Theilnehmer gewinnt, weil seine Prämienbilder allgemein gefallen, nnd seine Verloosnngen im-wer werthvoller werden, und daß er tüchtig auf seiner Bahn fortschreitet zu dem Ziele, die Kunstinteressen im Lande zu fördern: einerseits Freude an der bildenden Kunst zu erweitern und den Sinn dafür zu veredeln, andererseits die bildenden Künstler aufzumuntern, sei eS durch Ankaus ihrer Werke zu den Verloosuugcn des Vereines, sei es durch Unterstützung bedürftiger Kunstjünger. Wir können diesem Vereine daher nur mit Recht die weitverbreiteste Theilnahme wünschen, und machen aufmerksam aus seine diesjährigen Prämienbilder: I. Altdeutsche Dame, ein Frauenkops von wunderbarer Schön-heit in vorzüglich ausgeführten Farbendruck nach A. Ebert in Wien. 2. Die Trauer u m Christus, ei» großer Kupferstich von Fr. Fränzel nach dem kostbaren Oelgemälde von Van Deyk am Hauptaltar der N. Aegqdiuskirche in Nürnberg. Außer diesen Prämienblättern steht den Theiluehmern die Auswahl unter noch 24 andern Chromolithographien nnd Kupferstichen frei, worüber das Programm Aufschluß gibt, so daß jeder Geschmack Befriedigung findet. Locatcs und Arovinciares. Cilli, 10. Januar. [Todesfall.) Ant 5. d. starb anf dem Gute Straußenegg Frau Emilie Haupt, geborene Scholl, in ihrem 70. Lebensjahre am Herzschlage. Das Leichenbegängniß, welches durch die Entreprise aus Graz besorgt wurde, j fand am 8. Januar statt, und wurde die Ver-^ ewigte am Friedhose zu Gomisko beigesetzt. [Herr I. L e o n i n M a r b u r g) hat das undankbare Geschäft eines verantwortlichen Redacteurs der „Südsteirischen Post" in die Hände des Maschinisten seiner Druckerei, Herrn Franz Sakouscheg. niedergelegt. [B a ii s u b v e n t i o n e n für Volk sH schulen.) Man schreibt uns aus Pettan:j Die Direktion der st. Sparcasse in Graz hat bekanntlich im Jahre 1876 in großmüthiger Weise den »amhaiten Betrag von 60.000 st. zu Schulhausbauzwecken gestiftet, welchem- Geld Ertra-Beilage zu Nr. 3 der „Deutschen Wacht". Dfftnes Schreiben an Herrn Leopold Gregorec, Doctor der Theologie, Professor des Bibelstndiums N. B., Lehrer am Priesterseminare u. Schriftführer des sloven. Vereines in Marburg.*) lie von mir gegen den verantwortlichen Redacteur des „Stovenski Gospodar" und den anonymen Verfasser eines Schmähartikels, in dem ich beschuldigt wurde, ohne Befugniß die „Gospodarstvena priloga" nachgedruckt zu haben und in welchem mir der gemeine Anwnrf gemacht wird, das; ich in die eigene Schüssel spucke, eingeleitete strafgerichtliche Untersuchung hat ergeben, das; Sie im vorliegenden Falle dasselbe feige Versteckspiel trieben, wie seinerzeit im Processe Dr. Snppan gegen die „Südsteirische Post". Auch im vorliegenden Falle benutzen Sie einen von Ihnen abhängigen Familienvater als Stroh-mann, und würden ihn mit kaltem Blute demselben Schicksale überlassen, welchem Herr Leon nur durch die Gnade Sr. Majestät des Kaisers und den Edelmuth des Dr. Snppan entgangen ist. Auch mir widersteht es, Ihren Prügelknaben dem Arme der Gerechtigkeit auszuliefern, ich kann ihn höchstens ob seiner jammervollen Rolle, die er zu spielen gezwungen ist, bedauern; der eigentliche Lüg-ner und Verläumder entginge ja doch der verdienten Strafe. Ich habe daher gegen Herrn Carl L o r e n z das strafgerichtliche Verfahren eingestellt. Da Sie aber eine Züchtigung verdienen, so wird sie Ihnen mit diesem offenen Schreiben ertheilt: ftriße und versteckt hinter Ihren Strohmännern treiben Sie ungestraft das Hand-werk der Luge und Verlänmdnng nnd verdienen, daft ich Sie als ein unwürdiges Glied des hochwürdigen geistlichen Standes, dem Sie leider angehören, der öffentli-chen Verachtung preisgebe. <5iUi, am 6. Jänner 1883. Dr. Eduard GlantschniW, Advokat n. Herausgeber des „Kmetski prijatel" (Banernfreund). •) Für Form und Inhalt ist die Redaction nicht verantwortlich. • i 1883 durch zehn Jahre in Quoten von GOOO fl. im Einvernehmen mit dem k. k. Landesschul» rathe zur Bcrthcilung gelangt und zunächst den Zweck hat, arme« Schnlgeuteinden als Bansubvention für Schnlhausueui und Adap-tirnngsbauten verabfolgt zu werden. Dem fchntfreundliche» k. k. Bezirkshauptmann in Pettau, als Vorsitzenden der Bc;irtsschulräthe Pettau. Friedau nnd Rohitsch, ist es gelungen, aus der benannten Jubiläumsstiftung nach-stehende namhafte Beträge ans der für das Jahr 1883 zur Pertheilung gelangten Quote zu erwirken, n. z. für die Schulgemeinde in Stanoschina 1200 fl., für Sittesch 1000 fl., für hl. Kreuz b. S. 1000 fl.. für Schillern 800 kl., für Wurmberg 600 fl. und für St. Loreuze» am Drfld. 100 fl., zusammen 4700 fl. Alle Ehre diesem Schul- und Volksfreunde. [L a n d t a g s m a h l.) Der steierniärkifche Großgrundbesitz wählte an Stelle des verstorbenen Ätathias Lohninger den Grafen Sigmund Herberftein als Abgeordneten in den Landtag. [Schwurgericht.) Für die I. dies-jährige SchwurgerichtSperiode, welche am 12. Feb-ruar beginnt, wurde als Borsitzender der Haupt-Verhandlungen Herr Kreisgerichtspräsident und Hofrath Johann Heinricher ernannt; als dessen Stellvertreter wurden die Herren Landesge-richtsräthe Alois Pesari--, Peter Levizhnik und Alexander Balogh bestimmt. Die Auslosung der Geschwornen findet am 12. d. M. statt. [Eine drakonische Strafe.) Der Oberlehrer Georg A. in 91. bei Cilli, ein wüthender Deutschenfresser, hatte einen hochachtbaren Bürger in R. während des Tarrokspielens ohne alle Ursache beschimpft. Letzterer strengte daher bei Gericht die Klage an. Dem Herrn Oberlehrer wurde, als ihm die Borladung zn-gestellt worden war, dermaßen bange, das; er alles in Bewegung setzte, «m einen Ausgleich herbeizuführen. Ein solcher kam denn nun auch zu Stande. Der Oberlehrer leistete mit erhobenen und gefalteten Händen öffentlich Abbitte und verpflichiete sich ö fl. für die OrtSaruien und 5 fl. für den deutschen Schulverein zu zahlen. Letztere Strase darf als geradezu drakonisch angesehen werden, denn wenn ein Mann, sich nach der Enthüllung des Kaiser Joses-Standbildes in Cilli äußerte: „Wenn ich etwas zu befehlen hätte, so würde ich alle Deutschen aushängen lassen," — nunmehr verhalten wird 5 fl. für den deutschen Schulverein zu bezahlen, so ist dies wohl die höchste Strafe, die ü'^er einen solchen Mundhelden herein-brechen konnte. [Carnevals-Chronik.) Man schreibt uns aus Pettau: die Sylvesterfeier, welche die Mitglieder des Easino- uud Gesangs' Vereines veranstalteten, verlief in herzlichster Weise. Die geräumigen Easinolocalitäten erfreuten sich schon lange keines so zahlreichen Besuches. Letzerer dars als gutes Zeichen für den heurigen Carneval genommen werden. An Unterhaltungen sehst wird es trotz der Kürze der Faschingszeit nicht fehlen. So werden im Eafino zwei Familien» Abende und ein Kränzchen abgehalten werden. Am 13. d. findet in den Easinolocalitäten ein Kränzchen der hiesigen Veteranen statt. Die freiwillige Feuerwehr veranstaltet in den Loea-litäten des Herrn Murschitz am 16. d. ein Kränz-chen, wobei die Musik von der Kapelle des 47. k. k. Ins. Reg. besorgt werden wird. [I » M a x b » r g] findet am 3. Februar in den Götz'schen Loealitäten das Kränzchen der freiwilligen Feuerwehr statt. Die Musik wird von der Kapelle des 47. k. k. Jnft.-Reg. besorgt werden. [ I ii Fra n z ] wurde am verflossenen Sonntage zuni Besten armer Schulkinder eine Tombola veranstaltet, welche ein Erträgniß von 113 fl. 02 kr. erzielte. Es ist dies ein beredtes Zeichen, daß es an edlen Schnlsrennden am Lande nicht gebricht. Möge es ihnen Gott vergelten. [I it Hochenegg) veranstaltet die frei-willige Feuerwehr ani 14. d. eine Tombola, der sich eine Tanzunterhaltung anschließt. Sepa-rate Einladungen werden keine angegeben. Jeder-mann ist willkommen. Bei den Sympathien, die zwischen Hochenegg und Cilli herrschen steht eine „Deutsche Macht." gewiß zahlreiche Betheiligung auS letztgenannter Stadt zu erwarten. [In St. M a r e i n] finde» am 3. Februar in den Loealitäten des Herrn Jagoditsch, die zn diesem Zwecke eigens entsprechend decorirt werden ein SchUtzenträuzchen statt, bei dem die Regiments-Kapelle des 47. Ist. Reg. die Tanzmusik be-sorgen wird. [Feuerwehrkräuzche n.J Die Eillier freiwillige Feuerwehr veranstaltet am 1. Februar in den Easino» Loealitäten ein Kränzchen, den wir in Anbetracht der Sympathie, deren sich die gleiche» Unterhaltungen anderer Jahre er-freuten, die zahlreichste Betheiligung in Aussicht stellen dürfen. Das betreffende Comite, dessen Obmann der Feuerwehrhauptmann Sima ist, befindet sich bereits in vollster Thätigkeit. [Theater in Petta u.J Mau schreibt nnS aus Pettau : Die heurige Theater - Saison bietet unseremTheaterpnblikum in jeder Beziehung zahlreiche Abwechslung, und wir können der Direktion, sowie den darstellenden Kräften ein gerechtes Lob nicht versagen. Die Samstag unv Sonntag aufgeführte Operette: „Boccaccio" gab u»S dafür den besten Beweis; Fräul. Huemer in der Titelrolle, Frau Storch - Eckert als Fiameta und Herr Schweighofer als Lamber-tuceio ernteten stürmischen Beifall. Fräul. Huemer als Boccaccio war in dicser Rolle in ihrem Elemente; sie entledigte sich ihrer Aufgabe in glänzender Weise und verstand es auch, als Bauernjung« (2. Act) nicht n»r die LachmuS-keln, sondern auch die Zuhörer in eonstanter Be-wegung zu erhalten. Das Lied des Boccaccio (N. 4) erhielt frenetischen Beifall und mußte wiederholt werden; wir können diese ebenso eifrige als verständnißvolle Schauspielerin zu ihrem Erfolge nur beglückwünschen. Fr. Storch-Eckert (Fiameta) gab uns abermals den Beweis ihres großen Stimmumfanges und deS wunderbaren Vortrages; insbesondere nennen wir das Lied der Liebe (1. Act, Nr. 0) wo das Publikum zu einem Beifallssturm hingerissen wurde und daS Lied wiederholt werden mußte. Die Herren Schweig-hoser (Lamdertuecio), der neuengagirte Komiker Hr. Wallner (Lcalza) ferners Hr. Burger (Lotte-ringbi) und Herr Waiden (Pietro) wirkten vor-züglich zum Gelingen des Ganzen; insbesondere heben wir mit Besriedigung hervor, daß es der Direktion gelungen ist. Herrn Schweighofer der hiesigen Bühne zu erhalten, er ist ein vorzüg-licher Komiker und es wird wenige Provinz-theater geben, welche sich einer solchen Kraft zu erfreuen haben. — Donnerstag findet die 3. Vorstellung des „Boccaccio", zum Benefi e der Frau Storch-Eckert, statt. Wir hoffen, daß das Publikum die ausgezeichneten gesanglichen Leistungen der Beneficianun durch einen recht zahlreichen Besuch anerkennen wird. Sehr er-treulich war eS, daß mehrere Herren Musik» freunde sich bereit erklärten, im Orchester mitzuwirken. wodurch es ermöglicht wird, daß die reizende Musik dieser Operette in recht gelungener Weise zu Gehör gebracht wird. [tt e i ii Iägerlatei n.J Man schreibt uns auS Tüffer: Vor kurzem ereignete sich in der Nähe der Filialkirche St. Christof bei Markt Tüffer eine Jagdscene, die wohl noch wenigen Nimrodeu begegnet sein mag, für deren Wahr-heit jedoch zwei Zeugen verläßlichster Art ein-stehen. Der Jagdheger Gollob (das Revier ist vom Besitzer von Römerbad gepachtet) kam mit uiehreren anderen Jägern nach Stermitz unter St. Christof zur Jagd, uud ließ sich, da er die Stände nicht kannte, vom Herrn V. von Tüffer, der ebenfalls zur Jagd erschienen war, einen Stand anweisen n. z. in einem bei einer Kapelle ausmündenden Hohlweg. Kaum hatte die Jagd begonnen, so kam ein Hase zunächst Herrn V-, dem jedoch beide Schüsse versagten, worauf Lampe seinem Hohlwege zutrollte. Als er durch die hohle Gasse bereits auf den Jäger zukam, bemerkte letzterer gleichzeitig mit dem Hasen auch einen tiefer unten im Hohlwege spazierenden Fuchs. Der Hase erblickt an der Ausmündung des Weges den Jäger, macht kehrt und koulutt dem Fuchs entgegen, ttaui» erblickt dieser den willkommenen Braten, so legt er sich katzenartig nieder, läßt den Hasen aus sich zukommen und sitzt mit einem Sprunge dem 5 armen Opfer an den Löffeln, um ihn zu Tode zu rütteln. Da der Fuchs mit dem Abwürgen des Hasen vollkommen in Anspruch genommen war, so fand der Jäger Zeit auf Schußdistanz hinzuzuspringen, unv erlegte mit eineui Schuße den Fuchs und den Hasen, wenn letzterer nicht schon vom Fuchs zu Tode gewürgt war. AIS Herr V. der zuerst das Klagen des Hasen und dann erst den Schuß gehört hatte, näher kam. schleppte Gollob. freudetrunken über das unoer-muthete Jagdglück, iu jeder Haud ein Stück Wild, und bat. selbst noch ein „grüner Jäger" Herrn V. ihn bald wieder litten so guten Stand zn zeigen. Ans den kann er allerdings warten. [Eine schöne Hyperbel) wendet die „Südsteirische Post" in ihrer Sonntags-Nnmmer an. Sie schreibt: „Es ist nicht leicht den Aus-sührungen unseres Abgeordneten (Dr. VoSnjak) zu folgen, eine solch« Fülle von Gedanken hat er in uns angeregt, einen so vollen Weih, ii a ch t S k o r b hat er uns aus der Reichraths« saison heimgebracht, daß es nicht möglich ist. alle von ihm angeregten Themata ausführlich zu behandeln, weshalb wir heute nur eines derselben, die Grundstenerfrage herausgreisen wollen." Wir möchten diese schöne Hyperbel fortspinnen und fagen: „Und als diese Versammlung. der die Blüthe der slovenischen Gei-steskräste des steirischen Unterlandes anwohnte, geschlossen wurde, da nahm Dr. .VoSnjak seinen mittlerweile leer gewordenen Korb und trug ihn nach Laibach." Damit wäre gleichzeitig eonstatirt, daß Tr. Vosnjak keinen Korb erhalten, wohl aber seinen alte» fortgetragen habe. [Die slovenische Cultur) ist — wie der slovenische Gelehrte Tonkli öffentlich erklärte älter als die deutsche. Zur Illustration dieser Cultur sei mitgetheilt daß in Laibach jähr-lich 3 — 4 Theatervorstellungen in slovenischer Sprache gegeben werden. Weil die sloveniichen Theaterstücke zu alt sein dürften übersetzt man mühsam deutsche in die slovenische Cultursprache. Neulich wurde in Laibach der Goldbauer slo-venisch gegeben. Und diese Leute erklären die Slovenistrung unserer Mittelschulen für noth-wendig! [U e b e r t ö l p e l u n g.) Was man dem armen Landvolke Untersteiermarks zu sagen sich erdreistet, das zeigt der Bericht der S. P. über die in der Cillier Citalnica abgehaltene Versammlung des slovenische» Vereines aus Mar-bürg. In gedachtem Berichte wird dem Abge-ordneten Dr. Vosnjak es als eine Herknlesarbeit angerechnet, daß er bei der Abstimmung über die Grundsteuer gegen die Interessen seiner Wähler für die Mehrbelastung des steirischen Unterlandes eintrat. Die diesbezügliche Irren-hauslogik folgert in nachstehender Weife: „Die Rechte fah, daß die Besteuerung des Griindbe-sitzes an der äußersten Grenze der Möglichkeit angelangt, und da das Gesetz von der anderen Seite geschaffen, auch durchgeführt war. konnte sie im Schlußacte nur eines thu», nähmlich gegen eine höhere Ziffer der Gefammtgrnnd-fteuer zu stimmen und diese Ziffer auf der bis-herigen Höhe von 34 Millionen zu erhalten und das that sie und dafür fei ihr Dank." Zwei Jahre brauchte also Dr. Voönjak um seine samose Abstimmung zu rechtfertigen und feinen Wählern frisch Sand in die Augen zu streuen. Glaubt denn Dr. Vosnjak, die untersteirischen Landlente wüßten es heute nicht, daß die Er-höhung der Grundsteuer im Unterlande eine Folge der Grundsteuer-Entlastung ist. welche die Tschechen, Polen, Krainer und Konsorten durch seine Abstimmung im Reichsrathe erhielten. [Gaiiiliuuiex silentiogaudiiirn ex voce.) Im slovenischen Vereine zn Mar-bürg hatte seinerzeit Hofrath Gödel - Lannoy über die Grundsteuer gesprochen und lebhasten Beifall geerntet. Bekanntlich stimmte der genannte Abgeordnete gegen die Grundsteuer. Letzthin sprach nun im gleichen Vereine Dr. Vosnjak, welcher für die Grundsteuer stimmte um dem Lande Krain zu dienen, über denselben Gegen-stand mit pyrainidalen, Erfolge. Da nu» von der windischen Presse das Verhalten der Beiden in der Grundsteuersrage verhimmelt wird, so möchten wir denn wohl fragen, wer eigentlich der Tüchtigere war. 6 [SR a u b.) Der zehnjährige Knabe Franz Firm wurde auf dem Fußwege bei Retschitsch (Bez. Tüffer) von einem gewißen ThomaS Lampe überfallen und seiner Baarschaft von 80 kr. beraubt. [Das Auge a u S g e s ch l a g e n.) Kürzlich wurde dem Maier des Herrn Fuchs in Pamartsch (Bezirk WindischGraz) Anton Wretzko. vom Fabriksarbeiter Anton Krivetz das rechte Auge ausgeschlagen. [Ein ländliches Sittenbild) ent-rollte sich am 2. Januar in Lehnborf bei Cilli. Kurz vor Mitternacht drangen nämlich mehrere Bursche, nachdem sie zuvor die Hausthüre er-brachen hatten, in das Schlafzimmer der ledige» Agnes Weber. Dieselbe, welche bei einem Stell-dichein mit einem Knechte ertappt wurde, wurde von den Eindringlingen erf<'ßt und in die kalte Nacht hinausgezerrt. Draußen rissen sie ihr die Kleider vom Leibe, so daß sie splitternackt da-stand, dann tauchten sie die Aerniste mehrere Male in eine Mistlacke. Trotz der empfindlichen Kälte dauerten diese Manipulattonen über eine gute Viertelstunde, bis endlich der Bruder der Mißhandelten dieselbe befreite. [Todtschlag.) In St. Barbara zogen am 1. d. mehrere Burschen als NeujahrSsänger herum. Bald entspann sich unter ihnen ein Streit, bei dem der BesitzerSsohn Anton Pototschnig seinen Gefährten Andreas Kristof erschlug. Hingesendet.*) Verehrliche Redaction! Von mehreren meiner Pettauer Mittbürge?, deren Kinder die I. Classe der Volksschule be-suchen, werde ich ersucht den Wunsch zum Aus-druck zu bringen: es möge die Unterrichtszeit an der l. Classe der Volksschule während der rauhen Wintermonate statt um 8 Uhr um 9 Uhr beginnen- Einer näheren Begründung bedarf dieser Wunsch wohl kaum, denn Jeder-mann weiß es, wie sehr sich die Eltern, denen keine dienstbaren Geister zu Gebote stehen, ab-hetzen müssen, um ihre kleinen noch unbehilflichen Staatsbürger mit allen Erfordernissen auszurüsten, welche der Schulbesuch wie die Jahreszeit beanspruchen, dämit die Schulstunde pünklich einge-halten werden kann. Vielleicht genügt die Ver-öffentlichung dieser Zeilen um die betreffende Schulbehörde zu gedachter Stunden-Aenderung zu veranlassen. Unter Einem möchte ich gleich-zeitig auf einen hier sehr empfindbare» Uebelstand aufmerksam mach««. Unsere Stadt besitzt nämlich einen einzigen Briessammclkasten, und da derselbe auch an keiner Central-Stelle angebracht ist. so erwächst den Briefabsendern, sofern sie nicht in unmittelbarer Nähe deS gedachten Briefkastens wohnen, ein bedeutender Zeitverlust, zumal das Postamt von der Hauptverkehrsader Pettau's ziemlich entftrnt liegt. Die räumliche Ausdehnung unserer Stadt sowie die Einwoh-nerzahl selbst, dürften den Wunsch auf Errich-tung von mindestens zwei neuen Briefsammel-stellen mehr als rechtfertigen. Hoffen wir, daß die k. k. Postdirection diesem Bedürfnisse endlich einmal Rechnung trage. Pettau, 6. Januar 1883. Ein Bürger. An Sie! Rede, künde mir die Märchen, Daß ihr Zauber mich berücke, Daß wie liebendes Umfassen Dein Geständniß mich entzücke! Er. Verehrliche Redaction! Im Nachhange zu Ihrer Notiz über die im Casino-Vereine abgehaltene Sylvesterfeier, ersuchen wir Sie gefälligst zu constatiren, daß von den jungeu Violinisten, welche sich an ge-dachtem Abende producirten. bis auf zwei, alle ausschließlich Schüler des Herrn Ferdinand Fischer sind, daß ferner aus dem Erfolge der musikalischen Productionen ersehen werden konnte, daß Herr Fischer in verhältnißmäßiz sehr kurzer *) Für Form und Inhalt ist die Redaction nicht veranlworlich. Deutsche Wacht Zeit ganz vorzügliche Erfolge erzielte, wir daher in ihm einen Musiklehrer besitzen, der Allen wärmsten« empfohlen werden kann. Mehrere Musikfreunde. A u n t e s. [A m e r i k a n i 1 ch e Fabeln.) Unter diesem Collectivnamen bringt ein amerikanisches Blatt eine Reihe von Fabeln, deren eine lautet: Nach einem heftigen Streit mit der Hyäne be« schloß der Wolf, sie zu vernichten, und wandte sich deshalb an den Löwen um Rath. „Stelle ihr eine Falle." sagte dieser, „und wenn Tu sie gefangen hast, so srieß sie auf." Der Wolf ging fort und richtete eine Falle auf einem Pfade auf, den sein Feind oft passiren mußte, aber während er, vor Befriedigung kichernd, daS gelungene Werk betrachtete, stolperte er und stürtzte selbst in die Falle, die ihn sofort festhielt. Da kam der Löwe vorbei. „Himmel was seh' ich?" rief er aus. „Ich sitze nun in meiner ei-genen Falle," sagte demüthig der Wolf. „Ja, und ich kam her." versetzte der Löwe, „um Dir beim Pressen der Hyäne zu helfen; da nun aber die Sache so steht, so werde ich der Hyäne helfen. Dich aufzufressen." — „Aber ich stellte ja doch nur auf Deinen Rath die Falle auf." protestirte der Wolf. „Das ist wahr." erwiederte gleichmüthig der Löwe, „aber ich gab dem Feinde genau denselben Rath, und sür mich ist es ganz egal, ob ich einen Wolf oder eine Hyäne fresse." Moral: Der Advocat bekommt seine Zahlung, der Prozeß mag ausfallen, wie er will. [T i n t e n p fl a n z e.) Man ist darauf und dran, in Europa eine Pflanze aus Neu-Granada, die berufen ist, unseren Tintenfabrikanten ernstliche Concurrenz zu machen, zu acclimatisireu; dieselbe wird »Coriaria thimil'olia* oder auch Tinten-pflanze genannt. Der Saft, der von der .Corinna' durch Pressen gewonnen wiro, heißt Chami und ist anfänglich roth, verwandelt sich jedoch in einigen Stunden in ein intensives Schwarz. Der Chami greift metallische Federn weniger an, als gewöhnliche)Tinte, wiedersteht besser der Zeit und bedarf seiner Bereitung, so daß derselbe sofort gebraucht werden kann. [Stenographisches.) Nicht weniger als 84 Methoden der Stenographie hatte man Gelegenheit, auf der zu Paris stattgehabten „Stenographischen Ausstellung" zu vergleichen. Die erste derselben stammte aus dem Jahre 1683, die Erfindung des Schotten Ramsay. Die beiden größten Curiositäten der Ausstellung be-standen in einer 44,000 Worte enthaltenden Postkarte und in einer stenographischen Ausgabe der Bibel. ID e r gefräßige Ocean.) Im ab-gelaufenen Jahre fanden auf den Meeren aller Welttheile 1790 Schiffbrüche statt. Mit diesen Schiffbrüchen, von denen 676 sich an den bri-tischen Küsten ereigneten, war ein Berlust von 4129 Menschenleben verknüpft. Während der letzten fünf Jahre sind nicht weniger als 20 862 Menschen zur See umgekommen. Unter den an den britischen Küsten verunglückten Fahrzeugen befanden sich 445 englische, 40 norwegische und schwedische, 32 deutsche, 16 französische und dänische Schiffe. 139 Schiffe sanken durch Zu-sammenstöße, 143 wurden auf See verlassen und zehn durch Feuer zerstört. Die Gesammtzahl der in allen Welttheilen untergegangenen Schiffe, welche die englische Flagge führten, beträgt 945, von denen 226 Dampfer waren. [Ein überspannter Bostoner,) freudig überrascht durch ein Paar Stiefel, die er auf Bestellung hatte machen lassen und die ihm wie angegossen paßten, beauftragte den glück-lichen Schuhmacher, ihm noch 263 Paare anzu-fertigen, damit würde cr wohl sein Leben lang ausreichen. [Trauriges Wortspiel.) Eine arme Stadt verwandte beim Einzüge ihres Fürsten große Summen auf die Empfangsfeierlichkeiten. Der Fürst wunderte sich über den Pomp, und ein Schmeichler bemerkte: „Die Stadt hat weiter Nichts gethan, als was sie schuldig war," doch ein Anderer aus dem Gefolge knüpfte an: „aber sie ist das Alles schuldig, was sie gethan hat!" 1883 [Abgefertigt.) Ein Bauer steht vor Gericht; der dort im Zimmer anwesende Referen-dar will ihn foppen, indem er den Bauer auf-fordert. Platz zu nehmen, trotzdem kein Stuhl vorhanden. Nachdem der Referendar diesen wenig passenden Scherz wiederholt hat. antwortet der Bauer: „Wissen Sie. mir kommt es hier vor wie zu Hause in meiner Scheune, don sind auch keine Stühle aber desto mehr Flegel." [T r o st.) Bleib'st sitzen du. o Jungfräulein. So nenne nicht verfehlt Dein Leben. Nicht alle Trauben werden Wem! Es muß auch — Rosinen geben. Es hat doch Keine, ganz gewiß! Auch Grund zu bitt'rer Trauer; Rosinen sind ja immer süß. Doch Wein ist oftmals sauer! DolkswirlyschaMiches. [Die grünen Hunderter.) Die von der österr.-ungar. Bank einberufenen, unter der Firma der „priv. österreichischen National-dank" im Umlauf befindlichen Banknoten zu 106 fl. (grüner Druck) werden von den k. k. Cassen und Aemter» nur noch bis zum 15. Ja-nuar 1883 in Zahlung genommen. [Ein I n f o r m a t i o n s - B u r e a u.) In Wien wird die Errichtung eines Jnformations-Bureaus ins Auge gefaßt, welches auf Grund-läge der einlaufenden Consularderichte, sowie »ach direkt eingeholten Erkundigungen den indu-striellen und conimerciellen tlreisen Auskünfte und Anleitungen für den Export ihrer Fabrikate aeben soll. In Regierungskreisen wird diese Angelegenheit sehr begünstigt. Das Jnformations-Bureau soll auf Kosten der Kammern und be-theiligten Korporationen amtiren und mit der Leitung besolden ein in der Exportbrauche be-wandert«, kaufmännisch gebildeter Fachmann betraut werden. Dasselbe wird seine Aufgaben nach zweierlei Richtungen zu erfüllen haben, erstens, indem es seine Thätigkeit auf die Be-schaffung der wichtigsten und für unsere Zustünde passenden Nachrichten über die kommerciellcn Verhältnisse deS Auslandes erstreckt, und zweitens dieses Material >n praktischer, sachlicher Form den interesfirten Kreisen zuführt. Während in erster Beziehung ein ausgedehnter Nachrichten-dienst wird eingerichtet werden, soll, um den letztern Zweck zu erfüllen, das erhaltene Material publicistisch verwerthet und ein Journal hierzu gegründet werden. Diese neue Institution dürfte sich für die Hebung unseres Exportes jedenfalls nur dann wohlthätig erweisen, wenn die Lrga-nisirung des Bureaus ein« einheitliche und ziel-beMßte ist. [R i n d e r p e st.) Im Dorfe Prinevo in Serbien ist die Rinderpest ausgebrochen; eS wurde daher die Ein- und Durchfuhr aller aus Serbien kommenden im §. 1 des Rinderpest-Gesetzes vom 29. Februar 1880 verzeichneten Thiere, Rohprodukte und Gegenstände von der steiermärkischen Statthaltern verboten. [Neue Vorschrift für Versen-d u n g von P o st p a k e t e n. Nach einer Verordnung des Handelsministeriums müssen vom 1. Januar an alle zur Postbeförderung eingelieferten Sendungen mit der vollständigen Adresse des Empfängers versehen sein. Die bis-her stark gebräuchliche Bezeichnung mit Handels-zeichen, Initialen ic. genügt nicht mehr. Bei Werthsendungen muß die Adresse auf die Ver-Packung des betr. Eollo geschrieben, bei anderen Sendungen aber durch Auskleben so befestigt sein, daß sie durch den Transport keinen Scha-den erleidet. Kourse der Wiener Börse vom 10. Januar 1883. Goldrente...............95.70 Einheitliche Staatsschuld in Noten . 76.80 „ „in Silber . 77.65 Märzrente 5% ........91.55 Bankactien........... 834.— Creditactien...............281.50 London ..........119.45 Napoleond'or.......... 994'/, k. f. Münzducaten........ 5.64 100 Reichsmark.........58.60 1883 ..Z>e«tsche Macht." 3TlaJaj:-Ordja.Tingr Glltltf vom 1. Juni 1KHÜ. Trieat—Wien. Courireag Nr. 1, Ankunft Cilli I Uhr 2*» Min. Nachts. Abfahrt » 1 , SW , Antchluss Prageihof, Eilzug Nr. 202. nb 3 Uhr Früh. , Marburg — Eilzug Nr. 3, Ankunft Cilli I Chr 17 Min. Mittag«. Abfahrt » 1 , 19 » » Anschluss Pragorhof — , Marburg Posting Nr. 4Qö, ab 3 Uhr Nachm. Poatzng Nr. 5, Anknnst Cilli ö Uhr 14 Mio. Abends. Abfahrt , 6 , 19 » , Anschluss Pragerhof Postz. 206 ab 7 Uhr 53 Min. Abends. , Marburg — Postzug Nr. 7, Anknnst Cilli 3 Uhr 10 Min. Früh. Ablahrt , 3 , 15 , , AnschlussPragerhof, Postz. 204.ab 9 Uhr 30 Min. Vorm. » Marburg. » 404, , 9 , 15 » » Secundirz. Nr. 93. Ankunft Cilli 9 Uhr 4 Min. Abends. Gemischter Zug Nr. 97, Ankunft Cilli 9 Uhr UM. Vorm. Abfahrt » 9 , IS , , Anschluss Pragerhof — » Marburg wie bei Zug Nr. 3. Wien—Trlest. Courirzug Nr. 2, Ankunft Cilli 2 Uhr 41 Min. Nachts. Abfahrt , ! , II , „ Anschluss Steinbrück, Gemischter Zug Nr. 512 ab 4 Uhr 5ö Min. früh. Eilzug Nr. 4, Ankunft Cilli 3 Uhr 40 Min. Naclun, » » 3 » 42 „ » Anschluss Steinbrück Posting Nr. >'>02, ab 5 Uhr 40 M. Nachm. Postiug Nr. 6, Ankunft Cilli 10 Uhr 22 Min. Vorm. Abfahrt , 10 , 27 » , Anschluss Steinbrück wie bei Zug Nr. 4. Postiug Nr. 8, Ankunft Cilli 1 Uhr 45 Min. Nachts. Abfahrt » 1 , 50 „ , Anschluss Steinbrüclc wie bei Zug Nr. 2. Secundirz ug Nr. 94 Abfahrt Cilli 6 Uhr Früh. Anschluss Stcinbrück — Gemischter Zng Nr. 98, Ank. Cilli 6 Uhr 28 M. Nachm. Abf. » 5 yt 3-1 ! » Anschluss Steinbrüek — Courinüße 1 und 2 vet kehren mit Wagen I. II. und I1L Classe; die Eilzüge 3 und 4 mit Wagen I. und II. Cla»se. Die Eilzüge halten während der Badesaison in Tüffer und ßöraerbad. Bei den Postzügen werden nach Marburg Tour-und Ketonrkarteii II. u. III. Classe mit zweitägiger Giltigkeitsdauer ausgegeben. kaust 6—3 All» liiert Il ullaii«! in Gonobitz, ab jeder Hahnstation. * Ein schön möblirtes *UT«Aj tA»TtA» «O «MJ ist zu vergeben. 3—3 Anfrage in der Expedition d. Bl. Melbourne 1881. — I Preis. — Silberne Medaille. Spielwerke 4 — 200 Stücke spielend; mit oder ohne Expression. Mandoline, Trommel. Glocken, Castagnetten. Himmclsstiiiimen, Harfenspiel ete. Spieldosen 2—Iß Stücke spielend: ferner Necessaires, Ci-garrenstander, ScbweixerhJtaschen. Photographie-albums, Schreibzeugs, Handschuhkasten. Briefbeschwerer. 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Daube & Co. in die Bezeichnung: Annoncen-14\pe«litioii von HEINRICH SCHALEK umgeändert hab«. Nachdem ich das Gesehlift nuch bisher für meine eigene Rechnung führte, so wird diese Aenderung «Irr Zeichnung meiner Firma uns meine Geschäftsgekahi-ung keinerlei Einflutet nehmen. Bei diesem Anlasse erlaube ich mir meine Firma zur promptesten und billigsten Effec-tuiriing Ton Insertionen aller Art für Zeitungen des In- und Auslandes, Kalender und Cours-bficher etc. etc. bestens iu empfehlen. Kosten Voranschläge, sowie Cataloge stehen gratis und franco zur Verfügung. Hochachtungsvoll Heinrich Sclialek, A nnoncen-Expedition Wien, I., Wollxell« IV!. ..Zum plöeuBQ T OGPUIVA V L1 U 8 wlMk in Wien, Reichsapfel11. «I ■ a 9XiIinvJC JuXl Siugerstrassc 15. Tilntixkinin-IITKVU Pilln» »ornwil« XnivrrfsIPille» otTiaa»!, mbienrn Ichlnen Z!o«e» mit vonsknt ISIUirt llll^llllhvi llll II, t>„ ct in (Ct 2iot Seian»t (nur Ämnttieit gibt, iu Wellher bie'r Pillen Richt schon lsaieudfach' ihre rumilvrtbirtae Wirkung bewiesen Hütte». 3« des »ortnMigfttu MUen. i»o viele andere Medica«ente vergebe*» omitiveabrt »irtnen. ist -»ich Heft Pille» unzatunnnole ntcb »och tueiet »olle «ennunn erfolgt. I Schachtel »il 1^1 ■t'ilicn i'l (r.,1 «olle mit« Schachtel» I fl.l> lt., »ei unftsiil. Slachnudmefenbun, 1 fl. 10 tr. iBentttt «I» eine Molle wird »ichl verfrobtl.) (Sine Unzahl «dirdbtn find eingelaufen. i* »(neu «ch die lionfununtrit dieser Pille» iür ihre wudererlniiijte ok»c(u«g »och teil MiUielenilen und ichwerften SrankHeilen betonten. .lebet, der nur einmal einen Seriuch zewochl Hot, einjfittlt tieie« Mittel »euer. Dontichr«tsang «elille»! ich ließ mich auch neulich t«. handeln. Zidoch »>ine lirfoi die Jlrontbm n«bt immec ichl immer, I« doü ich »ach einiqrr Zcii heilige »«uch|chHier$en »ge«!>de» nsH«»d. rt »ellie «ch iiche aviKtillsflgtett ei» ank !°dald ich nur elwo« speile ober nur eine» Znmt «-Nee ;n mir nahm, foaote ich »ich vor ^läh-»Kfle«, schwerem Smcheii und Athmnnotixichwerde» («am a»frech! erhallen, bi» ich endlich »0« Ihre» last »uRbernrirlenbrn tUut-reiniguilgS-Pillen i«ebr<>»ch uochte, welche Ihre Wiel»»il Sicht veriehlren asb mich vor meinem sast snhetldare» (reibe« gta,l>ch befreite». Doher ich (Sner Wohlgebore» fLr ihre Bl»Ire,a>ga»g«-P>II«s »nb übrige« Aarle»den Äl,»eie» mcht oft genug meinen I««f und meine «»erlennung »»«sprechen Ion«. Mit porziiglicher H«hachtsng 3«da»i> Oeliapr. liier Wohl gebore»! üch war fs fllü.fliih, )ii fiillia ;» Ihren SMHiTcinigUJiflM'itfc» ,» gelange», welche bei mir W»n»er «-wirst hoben. Ich HStte jahrelang an «op/!chmer, »ad Schwindel gelilie»! eine ÄrranM» hol mir 1» Sllck Ihrer »»»geieichnele« Pillen überlasse» nnb diese 10 Pille« haben mich so valllommen heraeilelll. d»j> et ein Wunder ist. Mit Tank bitte mir wieder t Rolle m sende». P,«tla. den 13, SWärj IHM. Andreas I'arr. ■JtoVtto, >'■ «»bember is7». ISaer Wahlsedore«! Lei! dem Jahre IW war ich «ach |»ti-i«ihrig iidrrtianoeKcnt Wechlelsteber »nnnlerbrache« krönt »»d ganz hinsiillig: «real- nnd heilige S<»e»Ichmir>eu. (£»ischen Facalläl i» XUica. j» Rath« gezogen, edoch olle Sieeepte dliede» erfalgl»«. «ei» Leiden wurde immer chleihier; erst am M. Cciodet 1. Z kam mir die «»zeige »»» Ihren Wuiiderpiflen zu <*,ef>chte. welche ich auf meine Vestillun» an« ihrer Apotheke eeholte« habe and laut Barsche ist durch 4 Wache» gedtsache! jeyl b>» ich, ungeachtet «einer zurückgelegte» 7« Jahre srieber der »rast, volllommen gesund nnb derart hergestellt, daii ich mich eine» «ene» Vebe»? erfreue. Lml^ange» Sie daher meine» tiefsten Dank für die mir (unelchitlte wunderbare «r.nei. Ihr ewig dankdueer c. Zlwllllax, Gutsbesiher. vleli». de» *. Juni 1*74. Hochgeehrter Herr Pserhafer I Schriftli« «»ß ich u»b I» viele Andere, denen Ihre Blu>iei»>«u»g,.Pilleu wieder ,ur «Äe-»tsung »erhalfe» habe», de» o,t L.vtctt uub nidtnfleu Dank aus-spreche». In lehr fielen «raufheilen haben lhee Pille» die wu». derdarste Heiltraki bewiesen, w« alle ondereu Mittel »ergeben» wore«. Bei »>Iulftut der jfcoiua, bei nnregelinaistger Bienstriiation Horniwona, Wiiimern. Ragenschwäch« und Ma,enkra»»f. Schwill» de! und vielen anderen Nebele, haben fte gründlich «hal'e». -Hin tr, mir wieder l» Ralfen >u senden. »allein Berirauln ersuche ich nur. Hochachtend Karl K ander. Sner zgahlgedoee»! I» der Barau«leh»ng, »ah alle Ihr« Arzneien «an gleicher Siite fei» dürste» wie Ihr »erühmter Rrottbalfatn, der in meiner Fa»ill« mehreren veraltete« Arast-beule» ei» rasche» it»de bereitete, habe ich mich tru» «eine« Mhtranen« gegen sogenannte Universolmiltel entschlossen. ,u Ihren Blutreinigung»-Pillen >u grellen, um mit Hilf« dieser kleinen Mngelu mein langjährige» Ham>irrh»id«|.l!e,wijche«Ilichtm Gebrauche gant un» gar behob«« ist »nb ich i» »reife meiner «ekauitle» biese Pillen auf» eifrigste aneuipfehle- Ich hab« auch »ichl» da Jlegen ein,»wende», it-:n« Sie m diesen .geilen iffentüch — edach ohne »Ia»en»fertiga»g — «Gebrauch «ache» »alle», ttiei, «0. Kebeuar issi. Hochachtungsvoll C. V. T. lifeneu, ben 17. Mai 1S7|. Surr Nahlgebaren! Nachdem ihre Blutreinignngi-Pille» meiue ÄaNI», die durch l.i»zl»hii«t« chivaische» Magenieibe» und Glieder-Xhe»mat!««u» geplagt war, nicht nur bem rede» wiebei-gvgeden, iondera ihr sogar neue jugendlich« »rast verliehe» haben, f» kann ch den Bitten anderer an ähnliche« Kraakheiten Iribeuber nicht wiberste^e» »nb erl»che u» abermalige lledertendnng »0» X Stalle* tiefet wundern»elenden Pillen gegen Nachnahme. Hochachtungsvoll ülasius Spisutek. Amerikanische Gicht-Salbe«. Mittel bei all«» gichlilchen »nb rheuinalischeu Nebeln, als! »iuckeiim»rk»l«idea, v»iiedeereif!en, Ifd»s«, Migräne, nervöse» .Zahnweh, »opfweh. Qhrenreifica ic ,c. l II. «> kr. » 0- «. beka Anatheriu-Mundwaffer. ^.^.»Mie.5°'»«h..a. «l» da» beste ^«dn-?»niervieung«,»il>el. I Klaeo» I st. «0 kr. fCiimi. »»» »r. «»«ershMulk», ,»> 6tilitung und »llli|Cll-U ||CII^ izryaltnug der «ehirast. I» Ltiginal» Zlaeo»» k 8 W- M kr. «■ 1 st. »o kr.___ Mnucfilrtic Toilcttt-Seifel r» T.0"^, böte» werde» luaa, «ach bereu «ebrauch bie Paul si» wie seiner rsmint anlübll uu» eine» sehe angenebmea «ernch behält, kie ist lehr ausgiebig »nb pertroituet »ich! 1 €tiid 70 kr._ ein Fiaker-Pulver. «r-mpfhusten ie. lliue LH-chlel S5 T^rnit he» I leint °»n I. Plerhsler, seil vielen Jahren enerkannt l5CD|(uai|Uni „l{ stchenie Mittel gegen i^roetleiben aller ' ' ' ' B«n»eii >e. >irl, wie auch gegen sehr veraltete ligel «i kr. Vclierlliran forsch ). Pulver stegen Fußschweiß. ÄÄ »Wi dadurch erzeugten »uoiigenehme» «eruch. eonferpirt die Be-schuhung uu» ist erprob« unschädlich. Preis einer Schachtel 50 kr. •ieorne. feil vielen Iohre» eine» der vorzüglichsten »nb Pate pectorale angenehmste» Hilfsmittel gegen Heiserkeit, «atairhe, Brust» uu» WW Ichwerben, allgemein anerkannt. I Schachtel 1.0 k«. B«rfchl«imu»||. 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Vemendunik per >'<«-« liel Netriiae« unter -> II. nur ?exea vurlierlgie Kla»en>l„»K des lletraeeu durch Viistasweisung, bei grötuerrn lletriiaen »oel» mit XarkBahve. flfcd Deutsch- Nacht 1883 » # rA V ß V rA H G # # iWtWiVtVi »T— Joh. Michelitsch, Cilli, CiruzcrsusM», empfiehlt zur Fascllings-Saison ein reichhaltiges Lager von Fächern, Cotillon-Orden, Larven u dgl., sowie eine grosse Auswahl von Galanterie-Artikeln fllr Tombolas. 16—3 « s . < # # # G « 5 # # ►„-1 Hopfen alten, auch schlechten, kaust jede« Quantum per Cassa Arnold Hcli; 048—10 WIEN, Kolowrjtring Nr. S. Spediteur für Amerika. Das bekannte and beliebt« (froher von Herrn Rob. Jod in Cilli verkauft«) welches von der Fabrik rlirmlitrhrr Prodiiftr in llrnatsslnr unter der Controlle der k. k. Finanz-bebürde erzeugt wird, und von der k. k. landwirth-schaff 1, chemischen Versuchsstation in Wien untersucht wurde, ffi'fmitßt n'irtlff xu 1*1 Werkauf. Lager beiDaniel Rakusch in Cilli. Abgabe nicht unter 50 Kilogramm. > A. Hartleben s Verlag, Wien. I., Wallflsch8as.se I P.l Ausgewählte Schriften. * Octav. Sechzehn stünde. Inhalt ca. -100 Dogen Hlrgaalextr .V »,»>»>>»»ft. Complet geheftet 20 Golden 40 Mark. In 16 äusserst eleganten, clmracteristischen Originalbinden —6 gebunden 29 fl. 60 kr. =■ 59 M. 20 Pf. INHALT: l. 2. Wahlheimat, 2 Bde. — 3. Die Aelpler. — 4. Volksleben in Steiermark. 5. Heidepeter'« Gabriel. — 6. Die Schriften des Waldschulmeisters. — 7. 8. 9. Das Buch der Novellen, 6 Bde. — 10. Feierabende. — 11 Sonderling« aus dem Volke der Alpen.— 12. Am Wandcrstabe. — 13. Sonntagsruhe. — 14. Dorfsfinden. — 15. Meine Fe.ien. — 16. Der Gottsucher. Jede« Werk ist einzeln zu haben, a Band ge-heftet 1 fl. 25 kr. ----- 2 M. 50 Pf. gebunden a Band 1 fl. 85 kr. 3 M. 70 I'f. &C ; Erschien auch in 80 Lief, ä 25 Kr — 50 Pf.; und ist hierin in ganz beliebigen Zwischcn-räumen nach und nach zu beziehen. Vorröthig in ollen Buchhandlungen. [ A. Hartleben » Verlag Wien. I.. Wallfischgasse I.; Alfred Schönwald's _fl*"..Bt'r<:it' cn,chi n a ^ iMT Sämmtliche Serien-Alltlieiltisclie Los-Bücher. 3C Bestellungen auf vollständig eingerichtete v Rollte Kreux-Los-Bücher werden rechtzeitig erbeten an die Expedition 9 Wien, L, Banernmarkt 7. Anerkannt vorzüglichste und billigste Los-Nach-schlagebücher! -WD TD-A. S -A. O-TT ÄT <3-. Die General-Agentschaft in C«raz der Ullgsarisch-frailzöslscheil Versicheruiiffs-Actien-<»esellschaft (franco hongroise), bei welcher meine Gebäude versichert waren, hat mir den durch den Brand am 25. November 1882 an den verschiedenen Objecten entstandenen Schaden heute haar »sbc-zahlt, weshalb ich mich angenehm veranlasst fühle, dieser Anstalt für die coulante und prompte Abwickelung dieses Schaden« meinen wärmsten Dank abzustatten und dieselbe .ledermann auf das Beste zu empfehlen. PETTAU, am 12. Dezember 1882. iS 1 JOSBT Struzel in Lanzendorf. \ ersicherungs-Anträge werden billigst essectuirt durch die Q-eneral-iLgreatMi in Graz, Hauptplatz Nr. 5, sowie durch die Haupt- & Bexirksagentureu in sämmtlichen grösseren Orten der Monarchie. Dr. Popp's A n a t Ii e r i n • Mundwasser lat unerreicht in aeinan hai'aamen Wirkungen auf das Zahnfleisch und die Zähne. Herrn Dr. J. ß. Pops, 11 Hof-Zahnarzt in Wien, Stadt, llutnerKaise Nr. 1. Ich fühle mich si-hr angenehm verpflichtet der Wahrheit gemäss zu bezeugen, dass ich durch den Gebrauch des echten Anatherin-Mundwaaaera mich von der heilsamen, wohlthätigen Wirkung auf daa Zahnflelaoh und die Zähne überzeugt habe. Durchdrungen von dem Gefühle des Dankes, kann ich nicht umhin, diese« wolthätige Mittel allen Leidenden aua wahrer uneigennütziger Ueberzeugung auf daa Beate zu empfehlen. Fram iMiilor ProM*liko, Dr. der Rechte und der Philosophie, k. k. Staats-Beamter. WIEN, 1. Januar 1878. Zu haben in Cilli: Baumbach'a Erben, Apoth., J. Kupferschmidt, Apoth. Krisper. RANN: J. Sclini-dersehitsch. Apoth. »V.-LANDSBEBG: S. Vaczulik, Apoth. GONOBITZ: C. Fleischer, Apoth. W.-FEISTRITZ: A. v. Gutkowski, Apoth. Möbel-V erkauf und Wohnungs-Übergrabe wegen Abreise Sr. Exz. v. Wokhin Hause, L Stock. Zu 'sehen von 10—12 Chr Vormittags. Ö' im Skolaut'schen 17—3 Ich ich die bringe hiermit zur Kenntniss, dass Pachtung der Cantinc der Burgkaserne gekündet habe und daher dieselbe mit 1. Januar I. J. verliess. Alle jene Geschäftsfreunde, welche mit mir noch weiter in Verbindung bleiben, finde» mich in meiner neuen Wohnung Posfgasse Nr. 37 (Fenen'sches Haus) f. StoHr. Ferners sind daselbst auch zwei möb-lirte Zimmer vom 15. Januar an zu vergeben. CILLI, den 2. Januar 1883. Caroline Greischl. 11—3 |B£ma.1 pr&aaaAirt. | |ÖoerrT3j3Lä^t Verdienst-Diplom der Internat. Sanit&tsausstellung In London 1881 fttr Stoffe der Hedloin u. f. Apparate zur Förderung der Oesundheit. ===== IT N T E R N t; II K I I' T E IN, ------ Ihre Majestät Königin Victoria vun England. — So. künigl. Hoheit Herzug von Edinburg. Spencer, Ausstellungs-präsident. — John Eric Erichsen, Präsident des Comites. — Mark H. Judge. Secretair. Heilung: von Kalarrlie, Husten. Heiserkeit, Brust- und IVIageiileideii, lllutaniiiith, bei Verdauung»- und Körperscliwäehe, als Stärkungsmittel für Reconvaleseenten nach jetler Krankkeit stets mit sicherem Erfolge angewendet. Jolmiiu Hoff» TlalzeAtract-fpiesiiiKlliciiiiiMcr, Johann Hots's concentrirtes Malzextract, Johann HoflTs Malz- chocolade, «loliuun Jloff'M ltruNt-^itklzivYtritctlMMiboii*. TAgliohe Anorkciinuiignaoliroibeil b c z c u g e u (leren ileilkrftlt. T . .. . „ 4N0rArHNWMfrtWr/'r/ Ich bitte Euer Wohlgcboren, mir wieder 28 Flaschen Ihres vortrefflichen Johann Hoff" sehen Mahextract-Gessudhcitsbieres und 5 Beutel Joh. Hoff sehe Brust-Mali bonhon» in blauem Papier gefälligst gegen Nachnahme zu senden. Gleichzeitig theile ich Ihnen mit, das» ich anit 5 Jahren in Folge eines Lnngenkatarrhs und apiiteren beinahe ein Jahr andauernden llliilbre-ehens immer an Heiserkeit und Kitzel in der Luftröhre gelitten habe; seit Gebrauch des Malzextractbieres fühle ich eine bedeutende Besserung und hoffe bei weiterem Gebrauche ganz gesund zu werden, übrigens, wenn mein Gesundheitszustand nur so bleibt, wie er gegenwartig ist. bin ich schon mit der Heilwirkung Ihres Johann linffsehen Malzextraethieres vollkommen zufrieden. Mit ausgezeichneter Hochachtung Ihr stets ergeberer Eduard Kollinann, Vermesaangs-lnspector. Marburg, den 27. November 1882. ■litii|>liiu<'r