PrD»u«er»N»«s - Preise: Für Laibach: »anzjährig . . rj fl. 4Ü kr. Halbjährig . . 4 „ SO , vierteljährig . 2 „ 10 ^ Monatlich . . . ^ „ 70 „ Mit brr Post: EauzjShrjg...............12 fl. Halbjährig ..... g ««ntrljährig............. z ' Wr Zustellung in- HauS vintelj. 25 kr., monall. 9 kr. Einzelne Nummern 6 kr. Laibachn Taablall Lnonyme Mittheilungen werden nicht berücksichtigt; Manuskripte nicht zurückgesendet. Re»«cti»« Bahnhofgaffe Nr. 15. »r»edttt««s- L 8«ser»te«-Burr«n: Longreßplatz Nr. 2 (Buch» Handlung von Jg. v. Sleiu-mayr L Fed. Bambergs Jusertiouö-rettz Für die einspaltige L 4 kr, bei wiederholt schaltung L 3 Anzeigen bis 5 Zeilen 20 kr. Bei grSßeren Inseraten und öfterer Einschaltung entsprechender Rabatt. Für complicierten Satz besondere Vergütung. Nr. 263. Donnerstag, 16. November 1876. — Morgen: Gregor Th. 9. Jahrgang. Zum Congrua-Gesetz. Obgleich der Klerus von den Kanzeln über ^'beralismuS der Regierung und des Reichs-füd ^rabdonnert. obgleich der Aus- und Durch-s yrung dxr verfassungsmäßig zustande gekommenen e>etze vvnseite des Klrru- auf verschiedenen Wegen V'ndernisse bereilet werden; obgleich der leichtgläu-gen Gemeinde nur zu oft das falsche Evangelium von dem Teufel des Liberalismus gepredigt und den frommen Gläubigen das Märchen von der Verachtung der katholischen Religion und Kirche, von der Verfolgung und Ausrottung der katholischen Priester durch den gottlosen Liberalismus vvnseite des Klerus aufgebunden wird — fand fich unser „liberales" Ministerium dennoch bestimmt, einen Gesetzentwurf im Abgeordnetenhause des österreichischen Reichsrathes einzubringen, um die materiell gedrückte Lage des nieder« Klerus in Oesterreich °ufzubessern. Wenn wir berücksichtigen, daß die Mehrzahl der katholischen Hilfspriester, namentlich in den Gemein k" des flachen Landes, eine Jahresbesoldung von ur einhundert bis einhundertzwanzig Gulden, daß vrie!?"^ unbedeutende Zahl von selbständigen Welt-bi« ^ einem Jahreseinkommen von nur zwei- 1i„. ."pudert Gulden aus dem Relig>onSfonde darin a»erscheint dir Erhöhung derCongrua als ^bot drr Nolhwendigkeit und Gerechtigkeit, yz ..^sache jsi, ^ Fixierung der gegen-- 'gen Bezüge der katholischen Seelsorger in die Zeit Kaiser Josef I. fällt, in eine Zeit, in we*.-cder die materielle Existenzfrage durch das erwähnte Ausmaß immerhin gelöst und erledigt werden konnte. Seit dem Zeitpunkte der ursprünglichen Congrua-Ausmittelung ist aber nahezu ein Jahrhundert verstrichen, die LebenSverhältnisse, die Lebensmittelpreise sind andere geworden Das von der Regierung im Abgeordnetenhause eingebrachie Congrua-Gesetz ist das Ergebnis vieljähriger Studien und Berathungen. Das von der Regierung festgestellte Minimaleinkommen ist keineswegs zu hoch gegriffen, sondern muß als rin bescheidenes, kaum den einfachsten Bedürfnissen ent. sprechendes erkannt werden. Bei der seinerzeit erfolgten Theilung der Erde, bei der unter einem vorgenommenen Bertheilung der Glücksgüter geschah es ltider, daß das Prinzip der Ungerechtigkeit an der Tagesordnung stand, einzelne bevorzugte Bischofssitze wurden mit einem Jahreseinkommen von dreimalhundert- bis dreißigtausendGul-den herab, einzelne Pfarreien mit einer JahreSdoia-tion von zwölf- bis zweitausend Gulden herab bedacht, während in einzelnen Provinzen des Reiches Bischofsdotationen mit nur viertausend und Pfarr-beneficien mit nur dreihundert Gulden Jahrerein-kommen Vorkommen. Die Erbschaft der Apostel uud Jünger des Herrn wurde seinerzeit nach ungerechtem Maßstabe vertheilt. Auch nach Bewilligung der erhöhten Congrua wird dem Pfarrer un^ seinem Hilfspriester immerhin so viel Zeit erübrigen, um sich eingehenden Betrachtungen über die Moderierung der reichen Bischofs« dotationen zum Vortheile des ärmlichen Pfarr« einkommens hingeben zu können. An den Staatsschatz tritt heute die Pflicht heran, mit seinen Mitteln die materielle Existenz des ärmlich dotierten Klerus aufzubessern. An das Abgeordnetenhaus des österreichischen Reichsrathes jedoch, welches sich mit der Berathung des Congrua-Gesetz-entwürfe« beschäftigen wird, tritt nach erfolgter Vo-tierung dieses Gesetzes eine andere wichtigere Krage zur Lösung heran; diese Frage lautet: Ist auf dem bisherigen Wege der Verbesserung dkS Minimaleinkommens, durch das Mittel der Aushilfen und Gehaltserhöhungen u. s. w., eine dauernde Regelung der materiellen Verhältnisse dcS katholischen Klerus zu erzielen, oder erfordern nicht die bestehenden Verhältnisse eine gründlichere, die vorhandenen riesigen Unterschiede in den Dotationen ausgleichende, dem Geiste unserer Zeit entsprechende Lösung? Nicht im kleinlichen Aufbessern liegt das schließliche Heil, sondern in der gerechteren Bertheilung aller jener Einkünfte, welche im Staate für die Entlohnung und Dotierung des katholischen Klerus vorhanden sind. Tritt heute oder morgen diese Bertheilung ein, so erlischt von diesem Zeitpunkte an die Pflicht des Staates, die Dotation des ärmlich dotierten Klerus zu erhöhen. Fällt der Ueberfluß von den Bischossiischen auf die Seite des Mangels an den Tischen des gering dotierten Klerus, dann ist der Ausgleich perfect. In Oesterreich finden wir Riefenkapiialien zur Versorgung der katholischen Geistlichkeit vor, leider befinden sich nur einige wenige Ausgewählte, Beglückte lenken ^ den Wagen einen Seitenweg ein- Oberst v ^um Ufer des Rheins führte. Der Hauptmann von Seckendorf und einem ^ernL' Leitet, war bereit- am Platze. Seine ^ Wagen halten und stieg aus. hei.tr sein« ° w°r frei und leicht, seine Stirn Blick' nk»* glänzend und klar. Er warf einen dim in d^.m « ^i,rn Spiegel des Strome-, auf ! ^Augenblicke ein leichter Nachen schaukelte, derer» befand fich außer den beiden Ru- unverwandt* weibliche Gestalt, die blickte. ^ diesseitigen Ufer herüber- Jeuilleton. Verschiedene Wege. Novelle von Rudols Mül den er. (Fortsetzung und Schluß.) Fernau^»«».^'"^" hielt ein Fiaker. Obersten zu- d?e Sind Kl» ,, grüßten fich schweigend. Assessor. bereit?" fragte von Seckendorf den Herr von Sohr fragte Fernau mit einem Blicke; dieser machte ein bejahendes Zeichen. — „Wir find bereit." Herr von Seckendorf näherte sich hierauf dem Wagen des Obersten, brachte zwei gleich lange Degen zum Vorschein und präsentierte sie. Letzterer ergriff einen von ihnen, bog die Klinge, um deren Elasti-cität zu prüfen, versuchte die Spitze, die Schneide. Der Oberst galt für einen vortrefflichen Fechter, hier jedoch fand er seinen Meister. Fernau, ruhig und kalt, beschränkte sich lediglich auf die Defensive, wobei er jeden Stoß seines Gegners mit bewunde-rungswürdiger Gewandtheit pariert«. „Sie sehen, Herr Oberst," sagte er endlich, „Sie find hier nicht der Stärkere." Dieser, durch Fernau'S Ruhe noch mehr gereizt, griff mit verdoppelter Wuth an und gab fich tausend Blößen, die sein Gegner jedoch zu benützen verschmähte. Plötzlich jedoch ligierte Fernau die Klinge des Obersten mit solcher Kraft, daß fie ihm aus der Hand flog. „Sie find in meiner Gewalt, Herr Oberst," sagte er, indem er ihm die Spitze de- Degens auf die Brust setzte. „Alle Teufel!" rief Warendorf erschrocken au-, indem er, leicht erbleichend, seitwärts hin nach seinem Degen schielte, der fünf Schritte weiter im Grase lag, .das ist ei» Fechterstückchen! Machen Sie'« kurz, stoßen Sie zu!" rief er barsch, als Fernau zögerte. Fernau ließ den Degen fallen und kreuzte ruhig die Arme über seiner breiten, kolossalen Brust. „Herr Oberst," sagte er mit Hoheit, ,ich will nicht Ihr Blut Gehen Sie," fuhr er fort, „und möge« wir im Leben uns niemals wieder begegnen!" Bet diesen Worten wandte er fich, ohne die Antwort des Obersten abzuwarten, langsam um, grüßte Herrn von Seckendorf und den Arzt, der ein stummer Zeuge der ganzen Scene gewesen, und stieg mit dem Assessor in den Wagen, der fich sofort in Bewegung setzte. In diesem Augenblicke ließ die Dame im Nachen, die den Vorgang mit angestrengtester Aufmerksamkeit verfolgt, ihr weißes Taschentuch im Winde flattern. ^ Fernau blickte noch einmal schärfer hin und erkannte — Frau von Warendorf. Das wehende Tuch war der Scheidegruß der jungen Frau--------------------- und Bevorzugt« im Genüsse dieser Riesenkapitalien. Dem Staate steht das Recht zu, in dieser Ange-kgenheit zum Vortheile de- karg dotierten Klerus einzuschreiten. Die Nothwendigkeit einer Ausgleichung zwischen dem „zu viel" und „zu wenig" tritt mit jedem Tage deutlicher und lauter an die Staatsverwaltung heran. Das Abgeordnetenhaus wird sich in nächster Zeit auch mit diesem „Aus-gleich" beschäftigen müssen. In der Abminderung der verhältnsimäßig hohen und in der Erhöhung der verhältnismäßig niedrigen Pfrürchendota-tionen liegt der Schlüssel zu dem erwähnten „Ausgleich." Die Apostel und Jünger des Herrn kannten leinen Unterschied der Dotation. Die Liebe ihres Herrn und Meisters war ihr zu gleichen Theilen angefallenes Erbtheil. Die Staatsverwaltung wird, sobald das den BiSthümern., Propsteien, Pfarreien, überhaupt das den geistlichen Beneficien angehörige bewegliche und unbewegliche Vermögen im authentischen Wege bekannt und erhoben vorliegt, die Urberzeugung ge-winnen, daß die Renten dieser geistlichen Vermögens, schäften zur zeitgemäßen Dotation des hohen und niedrrn Klerus in Oesterreich vollkommen ausreichen und der Reichssäckel zu diesem Zwecke nicht in Anspruch genommen werden dürfte.___________ Reichsrath. 205. Sitzung des Abgeordnetenhauses. Der Landesvertheidigungs-Minister legt einen Gesetzentwurf vor, womit die Aushebung der zur Erhaltung des stehenden Heeres (Kriegs-marine) und der Ersatzreserve erforderlichen Re-kruten'Contingente im Jahre 1877 bewilligt wird. Derselbe lautet: „Artikel I. Die Aushebung der mit 54,541 Mann für das stehende Heer (Kriegsmarine), dann mit 5454 Mann für die Ersatzreserve entfallenden Jahres Contingente aus den vorhandenen Wehr-fähigen der gesetzlich berufenen Altersklassen wird für das Jahr 187? bewilligt. „Artikel II. Mit dem Vollzüge dieses Gesetzes wird Mein Minister sür Landesvertheidigung betraut, welcher diesfalls mit Meinem Reichs-Kriegsminister das Einvernehmen zu pflegen hat." Der Antrag des Abg. Zallinger: Das hohe Haus wolle beschließen, in eine Besprechung der Interpellations-Beantwortung einzugehen, wurde abgelehnt. ES folgt dir Fortsetzung der Debatte über den Antrag GöllerichS, betreffend die Reform der politischen Verwaltung. Das Wort ergreifen die Abgg. Dr. Krona-wettrr, v. Wittmann und Graf Hohenwart. Nächstr Sitzung: Freitag 17. d.M. E« war Nacht; die Gardinen in Fernau's Zimmer waren zugezogen. Im Zimmer selbst brannte nur eine Lampe, die das Papier, auf welchem Fernau schrirb, und einen Theil seines bleichen Gesichtes mit Hellem Glanze übergoß, alle übrigen Partien -eS Zimmers im dichtesten Dunkel ließ. „Cäcilie! Bevor ich in jene« Land zurückkehre, welche« mir, dem Heimatlosen, eine neue Heimat wurde, kann ich nicht unterlassen, Ihnen rin letztes Lebewohl zuzurufrn. Bald wird da« Meer uns trrn. oen, aber im Geiste find wir uns nahe. Die Er« Inneruvg wird geistig uns verknüpfen und mein künftige» Leben mit seinem Glanze erhellen. Leben Sie wohl, Cäcilie! Meine heißesten «Segenswünsche folgen Ihnen auf der vielleicht dornen-vollen Bahn Ihres künftigen Lebens, wo Sie auch sein, wir Ihr Geschick sich auch gestalten möge, mein Auge wird über Sie wachen I Fernau." * * tzr Als Herr von Sohr am ändern Morgrn erwachte, beeilte er sich, seinem Freunde wie gewöhn« lich seinen Besuch zu machen. In Fernau's Zimmer traf rr Hrrrn ThibuS, der ihm sagte, daß srin Frrund in der Nacht plötz-«ch abgereist sei. Parlamentarisches. In Abgeordnetenkreisen verlautet, daß die Re gierung den R e i ch s rath zu Weihnachten zu schließen und nach Neujahr eine neue Session mit einer Thron, rede zu eröffne« gedenke. Im Fortschrittsclub stellte Abg. Göllerich den Antrag, für den Fall, als die Regierung nicht befriedigende Auskünfte über die Ausglrichsverhand langen enheilen sollte, das Budget nicht zu volleren. Der Eisenbahn. Ausschuß hielt am 14. d. eine Sitzung ab. Auch der Steuerreform-Ausschuß hielt am genannten Tage eine Sitzung ab, in welcher beschlossen wurde, an die Regierung das Ersuchen zu richten, dem Ausschüsse nach verschiedenen Grund, lagen zuiammengestellte Tabellen bezüglich der Scala der Sleuerprogresston vorzulegen. Der Budgelausschuß setzte die Berathung des Etals des Unterrichtsministeriums fort; erledigte das Kapitel „Universitäten- und nahm das Schnee-AbräumungSgesetz vollinhaltlich an. Politische Rundschau. Laibach, 16. November. Island. Die zustimmende Antwort Oester, reich« zu den eng l is ch e n Conserenzvorschtägen soll bereits an ihre Adresse abgegangen sein. ..Hon" bemerkt über die zwischen England und Oester» reich abgeschlossene Allianz: „Wir haben in dem „Bundesgenossen" nicht einen Freund verloren, sondern es hat sich nur der Feind offen als solcher erklärt, und wir haben in England einen Freund gewonnen. Ein vonheilhaster Tausch. Wir wünschen und zweifeln auch nicht daran, daß wir die Hand Englands annehmen werden. Das Bündnis ist todl, es lebe das Bündnis!" Nachrichten aus Petersburg und Warschau melden übereinstimmend, daß Rußland Krieg führen und die erste beste Gelegenheit, sei es bei der Bestimmung der Demarkationslinie, sei es bei der Eonserenz, deren Zustandekommen wieder zweifelhaft geworden sein so,, ergreifen werde, um Schwierig, keilen von solcher Bedeutung zu prooocieren, die nur eine Abberufung der Botschaft aus Konstantinopel zur Folge haben können. Wie der „Deutschen Ztg." aus Warschau gemeldet wird, soll schon am 21. d. das Haupiquartier der Süd-Armee in Kischeneff aufgeschlagen werden. Zum General-Stabschef dieser Armee wurden ein Liebling des Ezaren, der General-Adjutant Niepokoitschitzky, bereits definitiv ernannt und ihm der Professor der Taktik in der GeneralstabS-Akademie Herr Lewitzki beigegeben. Die Eisenbahn-Verwaltungen wurden „Abgereist?" fragte der Assessor, starr vor Schrecken. „Ja, und er hat einen Brief nebst Paket für Sie zurückgelaffen." Der Assessor erbrach hastig das Siegel und durchflog dir Zeilen. Dieser Brirf war Fernau's Abschiedsbrief, das Paket enthielt ein goldene-, reich cifelierieS Cigarren, etui für Herrn von Sohr und, als Hochzeitsgeschenk für Pauline, einen werthvollen Diamantenschmuck. «Abgereist," murmelte der junge Mann» während srin Auge sich mit Thränen füllte, ,abgereist für immer! Sei glücklich, edles Herz!" setzte er hinzu, indem ein schmerzlicher Seufzer sich seiner Brust entrang. Das Dampfschiff, welches die Reisenden von Ostende nach London führt, war zur Abfahrt bereit. Unter den Passagieren befand sich auch ein ziemlich hochgewachsener Mann, dicht in einen dunklen Mantel gehüllt. E« war Fernau. Das Eommandowort de« CapitänS erklang; der Schornstein wirbelte dichte Dampfwolke« in die bereits angewiesen, die Bahnen sürTruppen-TranS-porie freizuhalten, deren erster, sechzehntausend Mann stark, bereits befördert wurde. Die Mei« nungsdifferenzen zwischen dem C;aren und dem Ärokfürsten-Thronsolger sind in Livadia vollständig ausgeglichen worden. Elfterer soll dem Drängen des Führers der großrussischen Partei in allen Fragen nachgegeben und unter anderm einem am russischen Hofe accreditierten Botschafter gesagt haben: „Je länger die Verwicklungen dauern, desto mehr sehe ich cm, wie mein Sohn recht gehabt, als er mir schon Anfangs Oktober die Kriegserklärung angeraihen. Wir wären heute am Ende, während man uns jetzt auch am Anfang hindern will!" Ausland. Die belgischen Kammern wurden am 14. d. ohne Thronrede eröffnet. Die italienische Regierung wird ander Conserenz in Konstanlinopel theilnehmen, ohne irgendwelche Bedingung auszustellen, nachdem ihr die Vorschläge, welche die Grundlage der Friedensverhandlungen bilden werden, bereits bekannt sind. Italien werde nicht, wie Frankreich und England, einen L>pecial-Gesandten entsenden, sondern sich, wie einige andere Mächte, bloS durch seinen bei der Pforte beglaubigten Gesandten vertreten lassen. Einzelne Jnsurgenten-Chess, darunter Musi L, verweigern die Anerkennung des Waffenstillstandes. Musik steht gegenwärtig bei Utovo und beabsichtigt die Dubravagegend zwischen Mostar und St^lac zu insurgicren. Die Armee Muhktar Paschas bezieht Winterquartiere im Districte Guma. Deligrad und Kruäevac bleiben außerhalb der DemarcationSerörterung. Der Petersburger „Regierungsanzeiger" veröffentlicht die Circulardepesche des Fürsten Gor« tschakoff an di^ertreter Rußlands im AuS« lande, datiert vom 1./13. November. Das Rundschreiben sagt: „Angesichts der Gewalthaten deo-manischen Reiche«, die ungeachtet aller Bestre-bungen des kaiserlichen Eabinet« fortdauern, ist der Kaiser fest entschlossen, das gesetzte Ziel zu erreichen, und findet es nothwendig, einen Theil der Armee zu mobilisieren. Der Kaiser will keinen Krieg und wird das Möglichste thun, um einem solchen vorzubeugen, doch nicht eher ruhen, bis die als nothwendig erkannten humanen Prinzipien in der Türkei vollständig garantiert erscheinen." Der in London- residierende Botschafter der Pforte, Musuru« Pascha, wurde angewiesen, Lord Derby nahezulegen, das Conserenz-Pro-ject zurückzuziehen und statt desselben formulierte Friedensbedingungen vorzulegen. Die Pforte fürchtet von der Conferenz eine Untergrabung ihrer Autorität gegenüber der eigenen Bevölkerung. feuchte Luft hinaus, m>d da- Schiff durchschnitt die Wellen. Das Wetter war unfreundlich, regnerisch und trübe; dichte graue Wolken bedeckten den Himmel; das Meer war undurchsichtig und hatte jene schmutzig graugelbe Färbung, welche dem Auge so öde und rastlos erscheint. Die Passagiere flüchteten unter Deck, um sich durch ein GlaS steifen Grogs gegen den Einfluß de» dichten Nebel» zu schätzen, der in den Lüften brauete. Nur Fernau blieb auf dem Verdecke und starrte unverwandt nach jener Gegend hin, wo der alt« Continent, dem er jetzt zum zweitenmale den Rücke» kehrte, seinem Blicke mehr und mehr entschwand. Da- Land erschien ihm nur noch wie ein ungeheurer Sarg, den Geisterhände dem Schöße der Fluten übergeben. Nur der Leuchtthurm von Ost' ende, de« verirrten Schiffer» treuer Frrund» war noch sichtbar. Al» endlich auch er entschwand, da breitrtr rr die Arme aus, al» wollte er alle» da-, wa« in der Heimat ihm lieb und werth gewesen, zum letztenmale umfangen, und ein Strom hetß^ Thränen entstürzte seinen Lugen. Im spanischen Senate beantwortete der Minister des Innern eine Interpellation über den BerfassungSartikel XII und erklärte: „Die Regierung ist entschlossen, die religiöse Freiheit in Gemäßheit der Verfassung aufrechtzuhalten und zu beschützen und infolge dessen die Unoerletzllchkeit de» Tempels und des Friedhofes ebenso sorgsam zu respeclieren, wie die- bei freien Völkern geübt wird." Zur TageSgejchichte. ^ Perlonalnachricht. Der Kaiser hat dem Trafen Anton Gosß die aus Gesundheitsrücksichten ange-suchte Enthebung von der Landeshauptmannstelle in Kärnten bewilligt und demselben die allerhöchste besondere Anerkennung str jejne bei der Bekleidung Vieser Würde durch eine Reihe von Jahren an ben Tag gelegte eifrige, treue und für das Reich und das Land ersprießliche Thätigkeit ausgesprochen. — Wegen den Ausgleich. Der Gemeinde-Ausschuß in Brünn beschloß mit großer Majorität eine Kundgebung gegen jede Mehrbelastung Cisleilhaniens anläßlich des Ausgleiches mit Ungarn und erklärte eine Aenderung des Wahlmodus sür die Delegationen ünd die Ausrechthal-tung einer Friedenspolitik sür ersprießlich. Ne « e « riegsschif se. Der !„N. sr. Pr." wird aus Pvla unterm 12. d. geschrieben: «Heute geht das zum erstenmale in Dienst gestellte neue Panzerschiff „Don Juan Austria* in See, um sich direct nach der Levante zu bege-eu und in den Verband unserer Escadre zu treten. Com-"°"dant »es Schiffes ist der Linienschiffs Eapitän Ritter ^ Eberle, .Don Juan" gehört zu den kleineren Panzer-ichlfsen. Ex besitz! blos eine Tragsähigkeit von 3550 Tonnen und eine Maschinenstärle von 65« Pferdekraft. Aber seine Geschwindigkeit beträgt IS Meilen per Stunde und seine Panzercasematte enthält acht Stück Krupp'sche 21-Len-timeter-Bcschjjtze. Sein taktisches Moment steht daher, namentlich wenn man noch die excellente Manövrierfähigkeit, die dem Schiffe eigen ist, in Betracht zieht, jenem der doppelt so großen und doppelt fo thenren Kolosse k Ik „Eu-stozza* und »Tegetthofs" nicht sehr bedeutend nach. »Don Juan" wird auch in nnserer Marine allgemein alS ein sehr gelungenes Schiff und als derjenige Typus bezeichnet, der unseren Verhältnissen in jeder Beziehung am besten entspricht. Die neue Corvette „Donau" befindet sich gleichsalls schon in Ausrüstung und wird in wenigen Tagen dem »Don 2»an" nach der Levante solgen. Diese Lorvette wurde statt ^ reparaturbedürftigen „Daudolo" in Dienst gestellt, um den aus der Marine-Akademie ausgemnsterten jungen eecadetten die gebräuchliche Uebungsreise zu unternehmen. 'E begibt sich vorläufig zur Escadre; ob und welche ländere Tour sie dann mit den 28 an Bord befindlichen See-a etten antreten wird, dies scheint noch nicht festgesetzt zu glaubt man, daß es diesmal keiner transatlanti- Reise, s,ndern einem Besuche der Häsen Nord-Europa's Selten Mche." Mal- uad Provinzial-Angelegenheiteü. , '"(Aus den slovenischen Blättern.) „Slo-, Narod* meldet, Hosrath Roth stand auch in nativ-vbgleiL*"'^" hohem Ansehen und in großer Achtung, Ü«n " E>n entschiedener Gegner nationaler Bestrebun ieven nationale Blatt bemerkt, daß Roth zu Htilig ist ^ zählte, denen Gerechtigkeit und Moral noch seinerzeit deshalb hätten ihn die nationalen Kreise Alerand,,- w als Landesches begrüßt, als den Grafen -m Lolleaen da« n «rain, er lernte, wie keiner seiner bestrebiinn-n >> ^ain, seine Bewohner und die Sonder-durch " nationalen Partei kennen; er gelangte unberechtia -n K Zur Ueberzengung, daß diesen nun» . Sondergelüsten nie und nimmermehr Rech-ienen w'rden könne. »Slov. Narod" mißt nur «alen « ft" "^"Echtigkeit und Moral" bet, die nativ-«S ru lesen t« Huldigung darbringen. So steht ^ Sl°ven." 7'''^''' Staatsrechte" de« „Slov. Narod,' -inen Nachruf voller «^'7 f-rdert den «eichsra^.A^^^ Da- genannte Blatt lein "^Abgeordneten Dr. «azlag auf, h Mandat niederzulegen; die Jnnerkrainer hätten ihn nicht deshalb gewählt, daß er in Rann auf Ur-laub sitzen bleibe. — (Personalnachrichten.) Herrn Friedrich Breindl, ZugsörderungSches der Eüdbahn, wurde das goldene Verdienstkreuz mit der Krone verliehen. — Den Frln. Marie Verderber und Abele Krnsic wurden die an der Volksschule in Gottschee erledigten weiblichen Lehrstellen verliehen. — (Die Landwirt Hschasts-Gesellschast sür Krain) hält am 22. d. um S Uhr vormittags in Laibach eine allgemeine Versammlung ab. Auf der Tagesordnung stehen: Der Rechenschaftsbericht pro 1876, die Vorlage der GesellschastSrechnung pro 1875, der Voranschlag pro 1877, Berichte und Anträge der Filialen und Gesellschafts-Mitglieder, Bericht über den landwinhschaftlichen Versuchshof, Anträge über Rindviehzucht, Weide- und Waldwirthschaft, Morastkultur, Wahl von Lentralausschußmitgliedern n. s. w. Wir wollen hoffen, daß der Geschäfts, und «asfebericht nicht nur in der bevorzugten „Novice", sondern auch in der Landeszeitung, d. i. in der deutschen .Laibacher Zeitung" kund-gegeben werden wird. Die Landwttlhschaftsgeselljchast verrechnet nicht nur ihre Mitgliederbeiträge, fondern auch die ihr aus dem ReichSfcha tze in ausgiebigster Weise votier-ten Subventionsgelder, die auch aus dem Säckel deutscher Loutribueuten beigesteuert werden müssen. — Der land-wirthschastl!che Filialverein in Rudolsswerth hält am 19. d. eine Hauptversammlung ab. Auf der Tagesordnung stehen: Vorstands- und Ausfchußwahlen, Berichte über die Weinbau-Ausstellung in Marburg, Errichtung eines Ver-suchs-WeingartenS und Weinbau-Ausstellung in Unterkrain, Einführung von Weinmärkien und Einführung neuer Reb-sätze. — (JmBadKrapina-Töpliz) fanden sich Heuer 9600 Kurgäste ein, darunter 1388 aus Krain (20 auS Laibach). -(Militärpflicht.) Der triester Magistrat fordert alle dem österreichischen Staatsverbande Angehörigen, in Triest domicilierenden und in den Jahren 1857, 1856 und 1855 gebornen männlichen Individuen aus, sich in der Zeit vom 1. bis 23. Dezember l. I. im triester Lonscriptionsamte zu melden. — (Aus dem nachbarlichen Lilli.) Das Gemeinde-Präliminare pro 1877 setzt die Einnahmen mit 29,717 fl , die Ausgaben mit 48,112 fl. an; das Deficit soll gedeckt werden durch 15perz. Gemeindezuschlag auf die Verzehrungssteuer von Wein und Fleisch 1800 fl., sür einge-sührtes Bier und Branntwein 341 fl., für Bier- und Brannt-wein-Erzeuguug 900 fl., durch -ine 35perz. Umlage aus sämmtliche directen Steuern 10.500 st., 2perz. Zinskreuzer 2500 fl. Der noch verbleibende unbedeckte Rest von 2363 fl. soll durch eine Lreditvperation aufgebracht werden. — (Unterkunstshaus aus der Elisabeth-ruhe.) Bekanntlich wurde von der Sektion Klagensurt des deutschen und österreichischen Alpenvereines, um die bedeutenden Herstellungskosten dieses am 17. August d. I. feierlich eröffneten Unterkunftshauses zu decken, eine Effecten-Lotterie veranstaltet, wovon die Losziehung am 19. November d. I. stattfinden sollte. Nachdem jedoch der öffentliche Verschleiß Kiefer Lofe sür mehrere Länder des deutschen Reiches erst in jüngster Zeit behördlich gestattet wurde und die allgemeine Theilnahme sür dieses gemeinnützige Unter-nehmen eine gesteigerte ist. hat das k. k. Finanzministerium einverständlich mit dem k. k. Ministerium des Innern gestattet, diese Efsectenlotterie erst im Lause des JahreS 1877 abzuwick-lu. Die sür den 19. November 1876 anberaumte Ziehung wird daher laut SectionS-Au-schußbeschluß erst am 2 8. Mai 1877 ersolgen. Da« LomitS ergreift daher diese Gelegenheit, um noch einmal zur Betheiligung an dem patriotischen Unternehmen wärmsten« ein,uladen. Abgesehen davon, daß die besagte Lotterie mit überan» zahlreiche» und werthvollen Treffern au«gestattet ist, die von Alpenfreunden au« Nah und Ferne, sowie von vielen allerhöchsten Personen gespendet wurden, und daher die Wahrscheinlichkeit de, De-wiune« eine große ist, muß iu-besondere hervorgehobeu wer-den, daß die Betheiligun, einem Unternehmen gilt, da« in Oesterreich und Deutschland aus da« freudigste begrüßt wurde, weil e« den erhabensten und günstigsten Au,- und Ueberstcht« Punkt unserer österreichisch-deutschen Alpenwelt dem großen Publikum erschließt und die Wunder de« Pasterzen-Sletscher« nicht nur sür alle Touristen, sondern selbst sür die zartere Damenwelt zugänglich macht. Da« Unterkuustthau« war in der abgelanfenen Saison zahlreich besucht, und hat sich bereits da« Bedürfnis eine« Ziibaue» sowie etlicher Umänderungen und. Verbesserungen im Innern hecauSgestellt» welche» Anforderungen die Sektion Klagenfurt um so leichter wird entsprechen können, wenn ihr durch den Absatz sämmt-licher Lose die Mittel hiezu geboten werden. — (Ans der Künstlerwelt.) Herr Wilhelm Treiber, dessen meisterhaftes Klavierspiel wir in den Concerten der philharmonischen Gesellschaft kennen zu lernen Gelegenheit hatten, ist derzeit Leiter der Tuterpe-Loncerte in Leipzig. In dem letzten dieser Loncerte trat er auch al» Pianist aus. Die „Leipziger Nachrichten" sagen: „Man ersrent sich an dieser abgeklärten, durchgebildeten Technik» die nie mit ihrem Werthe prunkt, als sei sie Zweck der Sache, die »ur in den Dienst lauterer Kunst sich stellt, um dem Kunstwerke nach jeder Seite hin gerecht zu werden; man erwärmt sich an dem Odem des Geistes, durch welchen der Künstler dem Werke Leben und Seele gibt. Sein Spiel ist kein virtuoses, sondern ein höheres: ein „musikalisches," d. H. ein künstlerisches." -> — (Aus derBühnenwelt.) Die laibacher Bühne bereitet sich zur Aufführung der italienischen Oper »Lucretia Borgia" vor. Die Loncertsängerin Frl. Orgeny wird am 22. d. aus hiesiger Bühne in der Oper „Der Freischütz" den Part der „Agathe" singen. — Die Schauspielergesell-schast in Lilli ist .flöten" gegangen, die Bühne wurde geschlossen; in Marburg genügt die aus früheren Jahren hier bekannte Lokalsängerin Trent ini als Operettensän-gerin nicht, daS Lhorpersonale kann seiner Aufgabe nicht gerecht werden und geräth häufig mit den Schlägen deS Tactierstockes in Lollision. — (LandfchaftlicheS Theater.) Eine Abtheilung der Gesellschaft des berühmten Lircu» Suhr auS Graz produeierte sich gestern aus hiesiger Bühne. Sämmtliche zur Aufführung gelangten Programmnummern wurden mit lebhaftem Interesse ausgenommen. Alle mitwirkenden Kräfte, namentlich die Gymnastikerfamilie Price, der Kautschukmann Bela, der Seiltänzer Veroni, die achtjährige Turnerin Therese AmoroS und der Assen - Imitator Amoros empfingen wiederholt wohlverdiente Beisall«-bezeuguugeu. — In dem dieser Vorstellung vorauSgegan-genen Lustspiele »Das Gänschen von Buchenau" legte Frl. Arensdorf (Agnes) gelungene Probe ihrer Meisterschaft im naiven Fache ab. — Heute findet noch eine Borstellung der Künstlergesellschaft Suhr statt. Zur Landeskultur. (Fortsetzung-, Nachdem wir von den Akquisitionen gesprochen, kommen wir nun an die Verluste, und hier finden wir die gleichen Bedingungen, wie in den Thälern von LaaS und von Zirkniz. Wie in diesen Thälern, finden alle Verluste durch Efsiltrotion vermittelst Grotten und Sauglöcher statt, diese Sauglöcher erweisen sich in Zeiten von anhaltendem Regen als ungenügend. ES ist jedoch zu bemerken, daß bie Acqui» sitionen durch Infiltration langsamer als in den anderen zwei erwähnten Thälern vor sich gehen, und dieS hat seinen Grund darin, weil die Gewässer, welche sich in da- Planina-thal ergießen, aus ihrem Wege RegulierungsbaffinS finden» wie z. B. jenes von St. Kanzian sür den Zirknizer-See und außerdem unterirdische BassinS für die unterirdischen Wasserläuse. Und in der That ergießt sich im Thale von Planina ein großer Theil der Gewässer des Zirknizer-Sees, resp. von St. Kanzian und der Poik, sowie diejenigen deS eigenen Gebietes und auch jene der Thäler von Manniz und Novisoet. Trotzdem, daß alle diese Gewässer hier zufließen, geht auS den erhaltenen Informationen und au» den am Hydro. Meter an der Brücke von HaaSberg während länger alS einem Jahre gemachten Beobachtungen hervor, daß da« Thal erst in 12 Tagen oder L88 Stunden überschwemmt wird. Beim höchsten Hochwaffer erreicht die Höhe deS Wasser« am Hydrometer 20 Fuß (1911 am 15. Dezember 1872), gleich 6 38 Meter, und die mittlere verglichene Höhr beträgt dann 3'48 Meter. Die überschwemmte Fläche ist in solchen Fällen von rund 17.264,000 Quadratmeter, und folglich beträgt das Waflerquantum 60.078,720 Kubikmeter, welche», wie gesagt, in 12 Tagen oder 288 Stunden fich sammelt» waS per Secunde rnnd 58 Kubikmeter gibt. Hiezu kam» jenes Quantum, welche« während den 288 Stunden abstießt, was man nach einer separaten Berechnung im Durchschnitte mit 21 Kubikmeter per Sekunde ^«nehmen kann, mithin beträgt daS Total-Wafferquantum 79 Kubikmeter. Der Wasserabfluß findet in circa 34 Tagen statt, folg. lich beträgt der durchschnittliche Abfluß, wie gesagt, rund 21 Kubikmeter per Sekunde. Dies findet durch die längs des Flusses gelegenen Sauglvcher und durch die in der Schlucht »nd am Fuße deS BergeS LeSnak befindlichen Grotten statt. Unter den ersten sind die wichtigsten diejenigen, welche sich beim Flußuser thalseitS der Brücke zwischen Planina und Lass befinden und ebenso diejenigen, welche am Ende deS Flusses liegen. LS gibt dann in den Lokalitäten Log undNupnek andere vom Flußuser mehr oder weniger entfernte Sauglöcher, welche aber nur bei Ueberschwemmungen in Thätigkeit kommen. Ein Sauger von Bedeutung ist an der Mündung die Grotte SchofsenHm, welche beiläufig die gleiche Höhe der zunächst gelegenen Sauglöcher hat. Andere zwei «rotten an der Mündung können ihrer hohen Lage wegen nur während der Ueberschwemmungen Wasser ausnehmen. Wir haben Sauglvcher und Löcher besichtig,t, und fanden überall, daß die Oessnungen durch angehäuste Ma terialien, welche von den Hochwäffern zurückgelafsen wurden, bedeckt find. Hauptsächlich finket man Süge-Absälle, welche von den Sägen herstammen. AuS dieser Thatsache kann man mit Grund ableiten, daß, wenn man die Sauglvcher und Grotten reguliert, die angehänsten Materialien entsernt und dasür sorgt, daß die Einläufe nicht mehr durch solche Materialien verstopsl wer-den, dem Thale damit viel geholfen wäre. Je nach den Lokalverhältnissen wird der eine oder andere der vorgelegten Normalien Mit Bvrtheil anzuwenden sein, nicht nur um die Regulierung der Sauglöcher zu erzielen, sondern auch um das Deponieren der Materialien zn verhindern. DaS genügt jedoch nicht, um das Thal vor lieber-schwewmungen zu behllten, es ist auch erforderlich, vermittelst Kanäle die vom Flusse entlegenen Sauglvcher nnd höher gelegenen Grollen in direkter und leichter Verbindung mit demselben zu setzen. Wir sagten, daß verschiedene Sauglöcher vom Flusse entfernt und durch Terrainerböhnngen von demselben ge-trennt sind, derart, daß daS Wasser keinen direkten Abfluh hat und daß die Sauglvcher bloß, wenn der Fluß aus dem User tritt und daS Thal überschwemmt, funktionieren Ivn-nen. Unter diesen befinden sich einige von großer Wirkung, und eS erscheint daher sehr angezeigt und selbst nvthwendig, sie mit dem Fluß direct zu verbinden, um den angedeuteten Uebelstand zu beseitigen. Aus den früher angeführten Gründen erscheint eine totale Regulierung des FlufseS nicht rathsam. Nichtsdestoweniger können einige Slrecken und hauplsächlich jene, welche ein geringeres Gesälle haben, reguliert werten, ohne dabei die Natur deS Flusses zu beinträchtigen. Auf Liese Art gewinnt man der Landwirlhschast ein Stück Terrain und der Fluß erhält einen Lauf, der für den regelmäßigen nnd schnellen Abfluß entsprechender sein wird, ohne daß seine Natur alteriert werde. Man kann annehmen, daß mit der Ausführung dieser Bauten der Schaden, welchen die Ueberschwemmungen verursachen, beseitigt sein wird. Jedenfalls werden dann nur sehr selten Ueberschwemmungen Vorkommen können, und zwar nur ausnahmsweise und in weit beschränkteren Dimensionen. Gegenwärtig können die Sauglöcher circa 21 Kubikmeter pro Secunde ableiten und es ist leicht zu ersehen, daß nach der Herstellung der projektierten Bauten der Abfluß erleichtert wird, und man kann annehmen, daß eiu schnellerer Abfluß nicht nur die übrigen 58 Kubikmeter, sondern auch jene Wasserquantität, welche nach der pio-jectierten Berkleinerung des Zirknizer-Sees hier mehr zufließen würde, bewältigen wird. Es ist von besonderer Wichtigkeit, hier hervorznheben, daß diese letzte Quantität nicht von großer Bedeutung sein kann, denn erstens, wie man zn vermulhen berechtigt ist, fließt nicht die ganze Wassermasse des Sees im Thale von Planina und dann wird ja auch nicht der ganze See trocken gelegt, sondern nur aus einen kleinern Raum beschränkt, und dieser mit den übrigen inneren und äußeren BassinS (Thal von St. Kanzian) werden, wie es jetzt geschieht, den Abfluß regulieren und mäßigen. Wir werden uns hier mit Angaben über Dimensionen der Querschnitte de« zu regulierenden Flusses und der llbri gen Ablaß- und Berbindungskanäle nicht aushalten, weil dies Ausgabe des AuSjührungsprojectes ist. Wir werden das gleiche System, wie bei Len anderen Thälern, besolgen und uns bloS aus das Allgemeine beschränken. Aus die projektierten Bauten zmiicklommcnL, geht aus einer separaten Berechnung hervor, daß die Regulierung der Sauglvcher, wovon wenigstens acht, und unter diesen drei große verstanden sind, 14,000 fl. kostet. Die Arbeiten zur Verbindung der Sauglvcher mit dem Flusse kosten 36,000 fl. Schließlich verlangt der letzte und wichtigste Theil der Arbeiten, nemlich die iheilweise Regulierung des Flusses, einen Betrag von 119,000 fl. — Damit würde man jedoch circa 100 Heltaren Boden gewinnen, welche ä 400 fl. gerechnet, ein Kapital von 40,000 fl. darstellen. Mit diesem nicht zu unterschähenden Bvrtheil ist auch der eigentliche Zweck, weshalb man die Regulierung vornimmt, verbunden. Die letzten Arbeiten wären erst nach der Bollendung der ersten und zweite« Serie, und nachdem diese ihren Zweck erreicht hätten, auszusühren. Solche Resultate stützen sich auf die gleiche Basis der Berechnung, wie diejenigen des LaaserthaleS. (Fortsetzung solgt.) Lsgelommeue Fremde am 15. November. Hotel Lladl Wien. Strakosch, Brünn. — Hostinek, k. k. Oberst, s. Frau, Agram. — Fink, Holzlieferant, Graz. — Benker, Kfm.; Wenig, Reis., und Bauer, Wien. — Kor-nitzer, Kfm., Brod. — Globoinik, Gewerksbesitzer — Tosthum, Ereseld. — Pichler und Schnabel, Reichenberg. — — Stadlinger, Kfm., Nürnberg. Hotel Elefant. Raunicher, St. Martin. — Groß, Beamter, Reichenberg. — «och, Kassier, Wien. — Tauier, Kärnten. - Salrann, Unterlrain. -- sLengyl, Kanischa. — Graf Pace, Ponovik. Hotel Enroya. Bvgel, Forstinspector, Tarvis. Mahren Malanovii, Laibach. — Modic. Rudolsswerlh. Kaiser »on Oesterreich. Adamit, Oderlaibach. — Moser, Obervsterreich. — Schwauetz. Graz. Lebensmittel-Preise in Laibach am 15. November. Weizen 9 fl. 10 kr., Korn 6 fl. 50 kr., Gerste 5 fl. 3 kr., Hafer 3 fl. 57 tr., Buchweizen 5 fl. 85 kr., Hirse 5 fl. 36 kr., Kukurutz 6 fl. 20 kr. pr. Hektoliter ; Erdäpfel 3 fl. 40 kr. pr. lOO Kilogramm; Fisolen 10 fl. 50 kr. per Hektoliter; Rindschmalz 94 kr., Schweinsett 82 kr., Speck, frischer, 66 kr., Speck, geselchter, 75 kr., Hutter 80 kr. per Kilogramm; Eier 2'/, kr. per Stück; Milch 7 kr. per Liter; Rindfleisch 48 kr., Kalbfleisch 58 tr., Schweinfleisch 54 kr. per Kilogramm; Heu 3 fl. 5 kr, Stroh 3 fl. 5 kr. per >00 Kilogramm; hartes Holz 8 st. 50 kr, weiches Holz 5 fl. 50 kr. pr. vier Q.-Meter; Wein, rother 24 fl., weißer 20 fl. pr. 100 Liter. Gedenktafel iber die am 20. No v ember l876 stattfinkenden Acitationen. 3. Feilt»., Nnnar'sche Real., Legounza, BA. Krain-bnrg. — 3 Feilb., Anzlakar'sche Real., Ravne, BG. LaaS. — 2. Feilb., Bogelnil'sche Real., Laibach, LG. Laibach. — 2 Feilb., Kopriüz'sche Real., Laibach, LG. Laibach. — Ite Feilb., BlaZ'sche Real., Rakova Jelsa, LB. Laidach. Witterung. Laibuch, 16. November. Nebel, dünner Nebelregen, schwacher W. Temp.ratur: morgens 7 Uhr -j- 4 4°, nachmittags 2 Uhr -j- 5 2° 6. <1875 7 0'; l«74 j- 11' 6.) Larometer 734 65 mm. Das gestrige LagermiN-l der Temperatur -j- 4 5° um 0.7' unter dem Normale. Verstorbene. Den 15. November. Matthäus Doliuer, Arbei-terSkind, I I. 2 Mon., Elisabeth Kinverspital, Durchfall. Theater. Heute: Zweite nnd letzte Borstellliiig der ans der Durchreise befindlichen größten Künstler drr Jetztzeit an« dem Lircu« Snhr in Graz. Telegramm. Budapest, 15. November. Im Abgeordnetenhaus- interpellierte Helfy die Regierung, welche Stellung der Minister des Aeußern gegenüber den Aeußerungen des Czars in Moskau einzunehmen gedenke. Telegraphischer Tursdericht a" l6. November. Papier-Rente 6125 — Silber-Rente 6610 1860er KtaatS-Anlehen 108'50. — Bankaktien 831 — Lredit 142 — London 125 —. - Silber 1(9 25 - K. k. Müll," dukaten 6 01. - 20-FrancS Stücke 9 99. - 100 Reich? mark 61 40. Ganz feine Spitzenvarberl, Handarbeit, insbesondere Polstereinsätze L 6 fl., können be-sichtigt und bestellt werden bei Congreß' platz 6. l637) 2-1 ^s1tLU88tsI1iiQ8 1873 VsräisvsIrllsäLills. pri m» MdStt von Kosvndknm L kervlk dei 7.1'iseLor l.k»it>svl,, Xundseliaftsplatr 222. VerLünk rn kirdriksxreiksn. krei8courüvte sut Verlangen xrkrtis. DM" I'ür sedöne nnü xute V/sre vir3 x»r»otisrt. (187) 9—9 Gratis und franco. Mein Geist war geschwächt, die Gedanken ganz verwirrt, Zittern und Erschrecken bei der kleinsten Kleinigkeit, sichtbare Ringe um die Augen, Schwäche im Rückgrate — das waren die Zustände, unter denen ich vegetierte; zu diesen gesellte sich rheumatisches Leiden, Harnbeschwerden, Kreuz- und Brustschmerz als Folgen eines zerrütteten Nervensystems; da brachte mir ein Zufall Hilfe und Rettung. Ein Freund gab mir das Buch, genannt „Die Selbsthilfe", von Dr. L. Ernst zu lesen; die dort enthaltenen Rathschlage befolgend, wurde ich wieder ein gesunder und glücklicher Mensch. Aus Dankbarkeit gegen die Vorsehung beschloß ich, meinen leidenden Nebemnenschen nützlich zu sein; ich kaufte lOO Exemplare, um sie an gleich Leidende gratis vertheilen zu lassen. Krankerund geschwächter Mann, bedauerns-werther Jüngling, eile, dir dieses nützliche Werk anznschafsen! G. M. Herr G. M. hat 100 Ex. deS BucheS „Die Selbsthilfe" mit dem Ersuchen gekauft, daß ich dieselben ähnlichen Leidenden vertheilen möge. Jedem sich Meldenden wird somit dieses nützliche Buch in Couvert versiegelt unentgeltlich zugeschickt. (607>3—3 I»r. L,. in Pest, Zwei-Adlergasse 24. Ohne Kosten und franco I Drnck v»> Jg. d. Klrinmayr M Fed. Bamberg. Berleger Ottomar Bamberg. Für die Redaktion verantwortlich: Franz Müller.