Laibacher Ieituna. .^ HH. Samstag am V. Februar »8 5». Die „Lail'acher Zcitunq" erscheint, mit An^llahmc der T>,'!!!i - unp F.ierwlie, täglich. m,d fostet samiut dm Aeilaqeu im Comptoir ^anzjahriq >0 ft bal bjä liria 5» sl iuit Kreuzband im (>o»N'tmr qan^jähri^ ll ,1.. l>a l l'ja H rig .'» ft. ^0 kr. ,nir die Znstellmig >»s Hauc« sind halbjährig :l<> tr. mehr ;n e!,!lichte>! 9>iit der ^'o'i't l'o r t,,'' frei ganjjäl,rig. unter Kr.u;l'a»d uiio gedruckter '<'loresse III ff., halbjährig fr. — In serati>,'nsqeb>i!, r fur eiue Spaltelizeile ode/deii illauiil derselbe» fi,r ri,^ malige Einschaltung 3 fr., sür zweimalige 4 tr., fiir dreimalige 5 tr. (». M. dnscrate bis 12 Zeile» l st. für 3 Ma! einzuschalten. ^ ' ' Aemtlicher Theil ^3eine k. k. Majestät haben mit allerhöchster Entschließung vom 25. Jänner d. I. über allerun-terthä'nigstm Antrag des Ministers des Unterrichtes, die Ucbersetzung des Professors der theoretischen Medicin für Wundärzte an der Wiener Universität, Doctor Earl Damian Schroff, auf die an eben dieser Hochschule erledigte Lehrkanzel der allgemeinen Pathologic lind Pharmakologie, zu genehmigen geruhet. Das hohe k. k. Gencral-Rechnungs-Directorium hat den Rcchnungs-Ossicial der k. k. illyrischcnPro-vinzial-Staatsbuchhaltung Joseph Bosizio zum 9lechnungsrathc ebendaselbst ernannt. Am 7. Febr. 1850 wird in Wien das XV. Heft des Reichs-Gesetz- und Regierungsblattes ausgegeben und versendet werden. Wien am «. Februar 1850. K. K. Redactions - Bureau des allgemeinen Rcichsgcsch - und Regierungsblattes. HurFrasse der.Hvlzuugs undWcidc-sorvituto«. (Fortsetzung.) Wir dürfen hoffen, daß die neue Ordnung der Dinge nicht auf Begünstigung der Gesetzlosigkeit und ^Ullkür in Benützung der Wälder abzielt; wirdür-n'n vlrlmehr erwarten, daß die Regierung dent Un- m,^"' '"'^ ^ ^ ^^ " ^" Wäldern zeigt, mit Macht entgegentreten wird; deßwegen darf der Furcht einiger Wenigen, daß sie um den Genuß deS ihnen zustehenden Rechtes durch übermäßige Holzfällungcn Anderer kommen könnten — nicht allzu viele Rechnung getragen, und ein als richtig anerkanntes Princip nicht einen: vorübergehenden Zustande der Anarchie geopfert werden. Wir muffen uns demnach ebenfalls aus voll.-ster Ueberzeugung dahin aufspreche», daß die Ent. schädigung der Waldrcchte in ,>:»!»>:» und gemeindeweise geschehen soll, weil hierdurch ermöglicht ">rd, daß gvoße Waldkörpcr beisammen bleiben, somit das staatswirthschaftliche und Volks-Intcrcsse gewahrt bleibt, indem der gute Einfluß, den die falber auf die Fruchtbarkeit und gutes Klima ausüben, gesichert erhalten und auch die möglichst den^..^'!^ "Utzbarcr Forstproducte erzeugt wer- libcrlassöncn «!5^ "'''^"'""'' "" "'' ^cmeinden durch den all? ""^"' jedoch einer besondern, ffe lich n ^'7" Staatszweck gerechtfertigten ben streng gehalten ^,,'"' ^^^"" "' dcnsel.-Wie dieses erzielbar, nmß dem erwarteten Forstgcsetze selbst vorbehalten bleiben; da wir hier es nicht zur Aufgabe haben, schon jetzt die Grundlinien zu einem solchen zu propoiüren. Wir erklären uns aber bereit, faUs man zm Einführung eines Forstgesetzes mit Rücksicht auf die neuen Hllstä'nde und auf die freiere Bewegung der gemeinden schreiten sollte, und es sich hierbei um örtliche Vrf^hiungen und sonstige Daten handeln würde, unsere geringen Kräfte diesem gemeinnützigen Zwecke mit größter Bereitwilligkeit zu weihen. i'<> 'l) In privatrcchtlichcr Beziehung würde sich die erste Schwierigkeit bei der individuellen ntsertlgmig der Scrvitutsrcchte darin zeigen, daß eine Abtheilung der einzelnen Theile nach einem aus dem Papier entzifferten Verhältnisse, mit Rücksicht auf Banität des Bodens, mehr oder milder günstige l!agc, geringere oder bessere Beschaffenheit der Bestände, Nähe oder Entfernung von dem Wohnorte der Berechtigten, unmöglich ist. Selbst bei dem genauesten, gcwiffenh liche Interessen verstehen. Es ist bereits im Programm bestimmt und klar ausgesprochen worden, daß die „Laibacher Zeitung" vorzugsweise alle vaterländischen Interessen vertreten werde; sie hat zugleich zur leichteren Erreichung dieses ihres Zweckes alle Vatcrlandsfreundc um Unterstützung ersucht, und sich gewiß stets alle Mühe gegeben, dieses Ziel zu erreichen. Wann aber hat sie Aufsätze geliefert, die den heimathlichen Interessen zuwider w ä r c- n? Man kann gewiß mit fester Ueberzeugung eine solche Anschuldigung als Verleumdung oder als völlige Unkcnnt-niß stämpcln. — Was das »Regierungsblatt" betrifft, so ist cs für dieses Blatt angenehm, wenn sie Regicrungs-Maßregeln, die für das Wohl des Landes günstig und fördernd sind, lobend erwähnen kann; sie wird cs aber gewiß nie billigen, falls die Regierung Maßregeln ergreifen sollte, die für die Interessen des Landes nachtheilig oder störend seyn sollten. Das.Blatt wird sich durch derartige Angriffe iil seinen, Streben gewiß nie beirren lassen, und ferne von Servilismus, oder planloser Opposition dcn ruhigen Weg des gemäßigten Liberalismus im Sinne dcr Staatsverfassnug verfolgen. Politische Nachrichten. O e st e r r eich. — Wien, l>. Februar. Bis jetzt konnte das beschädigte Joch dcr Nordbahnbrücke nicht hergestellt werden, weßhalb auch heute noch die Nordpost um etwa eine Stunde früher cxpeditt wer-den wird, — Mit I. April ül'er»immt die Staatsverwaltung die Betriebsleitung jener Bahnstrecken, welche gegenwärtig die Nordbahn im Pachtbetrie-bc hat. — Die Ernennung des Frcihcrrn von Werner zum Unterstaatssecretä'r im Ministerium dcr auswärtigen Angelegenheiten ist von den zahlreichen Verehrern dieses in dcr diplomatischen Welt wohlbekannten Staatsmannes, dcr seit Jahren namentlich in der Bearbeitung dcr deutschen Angelegenheiten thätig war, mit Freude begrüßt worden. — In nächster Aussicht steht ein Vortrag des Cultus- und Unterrichts-Ministeriums, der auch bereits die Genehmigung Seiner Majestät erhalten, wona h mehrere Aerarialstipcndicn für Ruthcnen in Galizien, welche den philosophischen, rechts- und staatswisscnschaftlichcn Studien obliegen, errichtet werden sollen. Die Verleihung bleibt dem jeweiligen Landcschcf von Galizicn vorbehalten, dcr auf die Söhne wohlverdienter katholischer Geistlichen des unirt griechischen Ritus vorzugsweise Bedacht zu nehmen habcn wird. Zur Berichtigung einer NikolSdorfcr Corresvon. denz der Prcßburger Zeitung erfahren wir aus ftche-' rer Quelle, daß nicht «0, sondern blosi ^ . ^' daten und der Commandant dcr ,5. Eo.nv.'g"^ Kaiser Franz Joseph FeldartillerieRcii.mc.'t. I no grimmigen Kälte jener Iänncrsnacht auf der Pa-rendorfer Haide zum Opfer sielen. — Anton Wisncr, Ministcrialrath u>,d Scc-tionschef im ehedem bestandenen ungarischen Ministerium ist zum Sectionsrathe im Ministerium für Landcscultur und Bergwesen ernannt worden. — Das Grundentlastungswerk schreitet in Böhmen rüstig vorwärts. In dcr zweiten Haltte des letztoerfiosscncn Monats wurden l<>4 Gemeinden auf 22 großen Dominien vollständig entlastet. Mit 239 weiteren Gemeinden befinden sich die Verhandlungen im besten Zuge und neigen sich bereits dem Ende zu. Wien, 7. Februar. Um die vielen in Folge der letzten Feldzüge zu Krüppeln gewordenen Ossicicre der Armee wieder theilweise besser zu versorgen, ist vermöge all rh. Entschließung Sr. Majestät gestattet worden, daß jene von ihnen, welche hiczu die intel-lectuelle Eignung besitzen, als Professoren in dcn k. k. Militäracadcmicn und Militäroildungsanstal-ten angestellt wcrdcn dürfen — Ueber die bereits gemeldete Verhaftung des Agramer Buchhändlers Suppan werden dem ,>C. N. a. B." aus Ägram folgende Details berichtet: »Der hiesige Buchhändler Leopold Suppan soll sich am 19. März 1849 Schmähungen gegen das Reichs oberhaupt öffentlich im Theater erlaubt haben. Dcr Staatsanwalt hat deßhalb Klage gegen ihn erhoben. Als Belastungszeugen sind zwei Dssicicre auf getreten, als Entlastungszeugen dagegen dreizehn Bürger. Der Prozcß wird am 15. Februar vor unserem obersten Gerichtshof, der Banalt^fel ver-handelt wcrdcn. Die Anklage lautet auf Hochverrat!) und fordert als Sühne die Vcrböczysche „,4m. ,»i.^is» <>:»!»'>>>» «1 wmol-om." Der Slaatsanwalt bewirkte gestern die Verhaftung des Herrn Suppan. Dieser bat schon früher, daß ihm die Untersuchung auf freiem Fuße gegen eine enorme Eaution bewilligt werde, und machte den Staatsanwalt für allen Schaden verantwortlich, welcher ihn» aus seiner Detention in seinem großartigen Geschäfte erwachsen würde. Umsonst — dcr Herr Staat5cmwalt vlied unerbittlich. So cbcn langte aber vom Bic, wogegen stch dcr erstere f^rlich verwahren nu.ßte. Hicrauf wurde zur Wahl der l2 Geschwornen geschritten, die dann elncn Präses unter sich gewählt haben. Nun wurde ubcr Verlangen des Geschwornen, Hrn. Borncmi^a, das provisorische Prcßgcsetz vcrlcscn, worauf dieser erklärte, daß er als ein freier Mann nur jene Gesetze anerkenne, die vom Landtage ausgehen, daß er somit dieses Gesetz »icht anerkennen und nicht mitrichtcn wolle. Da der Anwalt des Angeklagten durchaus seine Stelle ausgefüllt wissen wollte, dcr Landcsanwalt aber dagegen protcstirte, weil man so nie zum Ziele kommen möchte, da es gleich darauf einem Zweiten und Dritten einfallen konnte, aus der Jury zu treten: wurde auf Antrag des Herrn Stadtricl> ters die Session auf unbestimmte Zeit vertagt. (Agr. Z.) Olmütz, 5. Februar. An sämmtliche Ncgi-mcntscommlinden ist dic Anordnung ergangen, daß 4.'j in dem neu errichteten Ncgimente Don Miguel befindliche Individuen, welche sich in früherer Zeit offen für die Sache dcr ungarischen Insurrection ausgesprochen haben, in jedes der 35 deutschen und 8 italienischen Regimenter je zu einem Mann eingetheilt wcrdcn. — Ebenso erfahren wir, daß die in dcn Husarenrcgimcntern befindlichen ehemaligen Hon-vcdossiciere in die deutschen Eavallerieregimentcr eingetheilt werden. Aus Olmütz wird der »D. Z. a. B." geschrie« l'en: Die Reuolutionsgeschichte, welche sich im verflossenen Jahre an dem Gymnasium zu Olmütz zutrug, ist Ihnen gewiß bekannt. Bis zur lctztoergan-genen Woche glaubte man allgemein, die Sache sey bereits aus ziemlich mildem Wege zu Ende gebracht worden, indem die jungen Leute dem ausgepochtell Religionsprofessor, welchen sie als Jesuiten bczcich. neten, Abbitte geleistet litten, und dcr Professor selbst von Neuem feierlich und ungekränkt in sein Lehramt eingeführt worden w.ir. Man versichert, der Präfect unseres Gymnasiums habe sich Mühe gegeben, zu verhindern, daß dem ganzen Vorgange eine größere Wichtigkeit lcia/Iegt werde, als ihm in der That zukam. Seine Versuche scheinen indessen gescheitert, und dic Bemühungen jener Partei geglückt zu seyn, welcbc iu jenem allerdings ungebührliche» Austritte sowohl die Anzeichen einer drohenden com-muüistischrn, rothrepublikanischen Veischwörung, als auch einc himmelschreiende Beleidigung dcr Lehrer, besonders der Religionslehrcr, sah, ganz geeignet, eremplarische Strafen hervorzurufen. Dieser Tage nun langte vom Ministerium die Verurtheilung der Missethäter herab. Einer dcr H.'.upträoelsführcr wurde mit der Relegation belegt, fünf bis sieben Schul-dige wurden zur zweiten Sittennote begnadigt, während die übrigen Gravirten die erste Sittennote als Strafe empfingen. — Vor wenige» Tagen trug sich hier dcr bedauerliche Fall eines Selbstmordes unter ziemlich besrcmdcndcn Umständen zu. Ein Herr langte mit dem Abendtrain in Olinütz an, bezog ein Zim-mer in, Gastlwsc, und jagte sich kürze Zeit nach sci< ncln VuUlittc i>, dasselbe eloe .n,»>ir« dl.rcl, dc>, Kopf. Er >v>ir rin Stc»evcinnehn,er, wenn wir ailt bericht wurden, von Stcrnberg. Mailand, 2. Februar. Eine polizeiliche Ver-ordnung untersagt den Gebrauch von Masken und das Werfen dcr ^oriandcrkügelchen auf den Stra^ ßcn während dcs Earners. Axf Bällen dürfen jedoch Masken gegen eingeholte polizeiliche Erlaubniß getragen werden. Mantua, 59. Iä.mcr. ZurArmirung des von der Porta Tosa in M.nland liegenden Forts sind heute zw,i M^ser von schweren, Kaliber, 40 Bo>n-bcn und ?2 l^mtner Pulver von hicr entsendet worden. Mantua, I. Februar. Einc amtliche Kund-'uachlMg erneuert das Verbot, politische Abzeichen )ll tragen, untcr denen gewisse Hut- und Barett-formen, Bänder, tricolore Schärpen u. s. w. bcgrif' ü'n sind, lind weis't warnend auf das Beispiel rc'N Castelgossrcdo hin, in welchem Orte am 20. Iä"'"' Morgens tricolore Bänder an dcn Thoren der ^ lichen Gebäude gefunden wurden. Die Gcmcwdt ^ hielt deßhalb nicht nur eine aus zwei (ion,v"g>w'" Gränzern und einem Detache»«ent Husaren bestehe»^ Garnison, welche sie aus ihre Kosten verpflegen muß, sondern wurde auch noch zu cincr Gcldstrasc venn'-' thcilt, welche ihr jedoch zurückerstattet wird, sol^ld sie den Thäter anzeigt. V c n t j cl) l a n d. Koblenz, 29. Jänner, Am verflossenen Son"' tage wurden im Flur von Maycn zwei Wölfc a/' schössen; der eine hatte cinc seltene Größe. Sic wM' den heute in dic hiesige Stadt gebracht, um das»l die von dcr Rcgicrung ausgesetzte Prämic z" e<"' pfangcn. Dem Vernehmen nach sind in unserer U>"' gcdung noch 5 andere dieser Bestien erlegt word"'- Italien Genua, :;,. Jänner. Gestern war an dc» Gassenccken eine Aufforderung zu einer Deinonst»"' tion vor dem Hause des Generals Avicrnoz weg'-'" z«z ^er von ibm gein^chten Aeußerungen über die Äla-^onalsiagqeangeheftet Die vor rein Hause aufgestellten ^arabinieri rerbindevten iedocl) jede Manifestation, Flore,.^. 2<>. Iäinler. Man versicl'crt, daß der Exminisler Romaiulli in Arezzo ocrhaftct und "ach den Murrte abgeführt worden sey, wo sich Guerazzi gegenwärtig bcsindet. Auch X^anucci, einer der von der'Amnestie Aufgeschlossenen, ist in Florenz verhaftet worden. Dem Vernehmen mich werden zwischen Frankreich und Toscana Unterhandlungen in Bezug auf eine Postübercinlunft getroffen, Auf den Vorschlag des Banquiers Bastogi sind die Banquiers Parodi in Genua und B. H. Gold.-schmidt in Frankfurt mit der Auszahlung der Di-videnden des toscanischcn Anlchcns beauftragt. C c r n a g o r a. 3.> on der Montenegriner Gränze wird der Belgrader „Serbske Novine" unterm l.'i. v. M. berichtet: «Unsere Berge sind ruhig und die fast lautlose Stille wird nur dann und wann durch Gewehrschüsse der ihre Freiheit vertheidigenden Montenegriner unterbrochen. (3s ist ein großer Vortheil für diese, daß der Vladika, um die Mittel der Vertheidigung gegen feindliche Anfälle besorgt, eine gute Puwermühlc am Obod errichten ließ; die tapferen Söhne der <5ernagorer sind daher guten Mu< l>)es und fröhlich. — Wie verlautet, hat der Vla-dika die Verleihung des Milo^Obili«-.-Ordens an einen tapfern Helden, der im serbischen Kriege gegen die Ungarn Ausgezeichnetes geleistet, beschlossen." U u si l n n d. St. Petersburg, 2«. Jänner. Se. Majestät der Kaiser hat unterm 2l. December v. I. folgenden Ukas an den Finanzminister erlassen: „Zur Deckung der Ausgaben behufs der Beendigung der St. Petersburg - Mosr'au'schen Eisen, bahn haben Wir für nöthig erachtet, cine neue auswärtige Anleihe zu machen, und befehlen, selbige im Belaufe von 5,'>00.0»,0 Pf. St. mittelst Zeich-Nllng unter folgenden Bedingungen zu eröffnen: 1. Die zu dieser Anleihe bestimmten Billets der Reichs.-Schuldentilgungs-^ommijlion sollen in das Reichsschuldenbuch eingetragen werden und auf den Aorzciger lauten, und zwar keines auf weniger als 100 und keines auf mehr als 1000 Pfd. iHterlg. 2. Die Billets tragen 4'^ Prct. jährlicher Zinsen, deren Berechnung mit dem l. Iä„. 18,'il) beginnt. Jedem Billet werde», 20 (Coupons beigegebcn, auf deren Präsentation in London zu den Terminen des I. Juli und dcs I. Jänner die jedesmal fälligeil sechsmonatlichen Interessen ausgezahlt werden. Noch ^m Ablauf der ersten zehn Jahre werden für die noch Umlaufe befindlichen Billcte neue Coupons ausgc-«eben. 3. Hur Amortisirung dieser Anleihe, vom i. ^anncr i852 ab, wild ein besonderer Fond be-I'lmmt, der jährlich 2 Prct. des Nominalcapitals austrägt. Dieser Tilgungsfond soll zur Einlösung der Billets in London, nach ihrem viominalwertlir verwendet werden. Behufs dessen werden die Bil-! lets dieser Anleihe in 550 Serien, jede zu 10,000 Pfd. St., getheilt. Die Billeto deijcnigen Serien, welche bei der jährlich zu veranstaltenden Ziehung herauskommen, müssen, um Capital-Zahlung zu erhalten, zugleich mit den noch übrigen, d, h. den-i. Jan. Den in Valta-Limon getroffenen Bestimmungen zu Folge, haben die kaiserl. Kommissäre Comites eingesetzt, welche die Revision des organischen Statuts für die Do.-naufürsteillhümer vornehmen sollen. Mitglieder des moldauischen Comites sind: die Logothcten Stephan und Constantin Cartadzi, Ve-stiar Roznovano, Bcyzade Vogorides, Vornik Bastle Etourdzat, die Posteinikcn Veissa und Ashaki. Die Wirkungsdauer dieser Comit<> ist für zwei Mcmate festgesetzt; ihre Aufgabe war insblsondrre eine Modification der jetzt zwischen den Gutsbesitzern lind Ballern obwaltenden Verhältnisse, ferner die Erleichterung der die Landleute drückenden Lasten, und schließlich die Beurtheilung der von den kaiscrl. Commissälcn und den Fürsten für nöthig erachteten Veränderungen. Wir vernehmen, daß die Majorität der Comites sich für die Beibehaltung des l>>:»l>i «.»o in den Berathungen ausgesprochen hat. Nach unserem Wissen dürsten die Absichten der beiden Höfe und der Fürsten ganz andere seyn. Consta ntinop el, l9. Jänner. Der diplo-malische Verkehr zwischen Oesterreich und der Pforte ist noch immer nicht aufgenommen worden, während die russische Gesandtschaft die früheren Geschäfte wieder wie sonst besorgt. Das freundliche Verhältniß zwischen General Aupick lind zwischen ^?ir Slratsmt Canning, ist nicht gestört worden. Dem Vernehmeil nach hat die lxittischc Regierung den ausgewiesenen Polen erlaubt, sich einstweilcn in Malta niederzulassen, zu welchen, Zwecke ein Kricgsdampfer heute nach ^.n'na «bse^eln soll, um diese Flüchtlinge auf' zunehmen. Dies; scheint zw^ir mit der verweigern,>g, italienischen Flüchtlingen in Malta Schütz zu gelben, im Widersprüche zu jVyn; wird jedoch mehrfach in der von mir erzählten Weise angegeben. Der tülli sche Schatz ist im gegenwärtigen Momente leer. Kürzlich befahl der Sultan, große Geschenke an einige der höchsten Würdenträger des Reiches zu vertheilen; die öffentlichen Cassen waren aber so spärlich gefüllt, daß diesem allerhöchsten Befehle nicht Folge geleistet werden konnte. Die Hilfsquellen der Pforte sind in der That unermeßlich; aber die Verschleuderung cer öffentlichen Gelder wird hier in solch umsangrci chcr Weise betrieben, daß nur ein kleiner Theil der Einnahmen in die Staatscasse fließt. D.'.s Zollwescn ist das Bollwerk der Bestechlichkeit, die bei diesem Einnahmszwcige so schamlos betrieben wird, da».' die Zölle längst schon aufgehört haben, dcm Ht^,lo,chatze den geringsten Nutzen zu bringen. Dcr größte Theil des Handelsiiailkcs in Konstantinipel bejcha,t,gt stch mit dem Schmuggel. Englische K.nifleute sind zwar ul'er.'ll, 'iccl)e»l>i»d gegenüber die sorgsamste Rücksicht zu beobachten. Be, der neue sten Wendung der türkischen Politik, bei dcr ,e,t gc-raumer Zeit üblichen Sprache der türkischen Blatter mußte man wohl hierauf gesaßt seyn. Namentlich dcr „Impartial de Smyrnc" zeichnet nch durch cie Helligkeit seiner gegen die gricchl,chc Regierung gerichteten Polemik aus. ^ic fr.,»zöfische Esc^drc oer-lilß am »8. Jänner die Rhcdc von Smyrna. Dem „-imp.rtial" von, 25. zu Folge ist fte nach dcm Piräus, nach anderweitigen Mittheilungen aber nach Mosconisji gcsegelt. Die Reserven der lürtüchen Ar,»ee werden zeitweilig nach ihrer HelM'th eMla,.-sen, da die Ursachen, aus dmen sie unter die ^al).-neu berufen wmdcn, aufgehört hal'en. Die Elegie, nma. b.schästigt sich ernstlich mit dcr Reon,ani,<,lion der Arineccinrichtungen; für bessere Veipllegung und sanitätischc Haltung der Tillppen wird vorge,o>gt Aus Sira wird ,l >^!:»vn,>'!v! .l»^" lind die »Südslavi-sche Zeitung" sind als „schlechte periodifche Blätter, deren Wirken ganz im Sinne der Nc^lutionspar-'' tei ist, und die jeder gesetzlichen Autorität offenHohi, sprechen«, für die serbische Wojlvl'dschast und das Temcschcr Banat von dem prov. Landeschcf Generalmajor Mayerhoffer verboten worden. — Diese Maßregel ist auch auf das ganze Gebiet der flämisch.banaler Militärgränze ausgedehnt worden. — An der Prager Universität werden derzeit schon über dreizehn Lehrfächer Vorlesungen in böhmischer Sprache gehalten. — Der gewesene Reichstagsdeputirte Hr. To-mek erhielt vom Ministerium den Auftrag, die vorzüglicheren Universitäten Europa's zu bereisen, und die an denselben bestehenden Institute für Natio-nalgcschichte zu studieren. Die gesammelten Erfahrungen Herrn Tomet's benutzend, gedenkt das Ministerium cine ähnliche Allstalt für Böhmen in Prag zu errichten. — Viele geprüfte Juristen von Böhmen melden sich um Dienstesstellen in dcr Slovakei. — Die Gesammtstärke der k. russ. Armee, welche während dcs Feldzugcs in Ungarn die österr. Monarchie betrat, betrug 256.-100 Mann und 70.000 Pscrde (Cavallerie, 'Artillerie und Train.) — Nach Berichten aus Prag haben sich in der dortigen Umgebung Spuren von Rinderpest gezeigt. In einem Mcierhose sielen 1!) Stück Rindvieh als Opfer der Seuche. — Der croatische Dichter Paul Stros hat zu Ehren des F, Z. M. Jel, <'-i<', und zum Besten des nach ihm benannten InvalidciUondes ein Gcdichi in 12 Gefangen veröffentlicht, unter dein Titel : ,>8»!<<'» lx'i'vul.^ki i 81.-,>«!>:» »ü»li. (Dcr croaiischc Falke und Mutter Slava.) — Für den Fall einer Erpcdition nach dem Pyräus sind in Triest zwei Fregatten, einige kleinere Schiffe und drei Dampfer zur Verfügung. — In dcr ersten Sitzung des englischen Par-laments kündigte Lord Stanle» an, daß er nächstens die Vorlage der Correspondenz der Regierung mit Rußland und Oesterreich bezüglich Ungarns fordern werde. — Für Nuthenen in Gallizien, welche der rechts-und staatswissenschaftlichcn Studien obliegen, sind 20 Camcralstipcndicn u 100 si. C. M. systemisirt worden. Theater. Montag : »Dreißig Jahre aus dem Leben eines Lumpen." — Dinstag : „Fortunatus Abentheuer.« Theater iu L«,il»acli. S.nüst^ d.'ii 2. o. wurde „lvc> Tl'iisVlc' Är»Nltf l »ni r !il.ill'cn. Die Mni^e höchst sionilichlr und witzi.^r (i^u I'ltt'e« ^'cr,VHItc nicht, rim,! s>hr qiliisti^lü !idriick ,^,l vnschas-ftü-, die Hcrrc» Prcschl und Hcutta crutcteil l'iel.u und vcr-rieüt.i, Beifall. Die Verfiel luug faini »ur liüc fthr gllu»-^'!N' ^cnailnt »v^roen. Dest>,' »üan^nchünr war e», ^ih^r, l» fthcn, das, die Maschinerie und dil' scmischc Anl,'rdlnnl^ des Dc-el,'ratori»ulc< ausfallend»' Mni.^l an dlN Ta.^ lcgt»». Wir sind in der ^e. a,i.< ^nter Qnclle ^'nsichern zil fönin-n. daß dieft an^euschcinlichl' Vernachlässigung an>rüN!-st^r, Hcrrn Ä)ia yl rhofer, ^ur ^'aft saiit. w^lch^r säiniiillichc D^i,'rali^n>?- nnd Maschilieill'lstaiidtl'lüe im l'rftn, ^»stand.- ^^n der Dirlelil'i, l'»reit>? ein Paar ^r^'chlü srnhn- »r!>i.!t, tr^'<^ der ^rinaiüinngl'u de>; Htegissmr»? aber scll'jt ^ur C»^!!lral^rl,'l'c nichte! v^'rgcrichlli l,atie. ^^ir glaubeü di^iVn llinstand ans d!,'pp.'ltl»l C>!nl»de ösftntlich l'esprcchlil ;n niiiss.»: einina!. damit lxi lin.r »cncrlichen Äuffuhruüg di^ftcl mit grl,'^e>» Beisalle anfgliu'mi»^ >nn Stnelcc! od>r l'ci ähnlichen Ol.'le^nln'iten »ishr Eorgsalt auf oil- selnischc !?llil,'rdnung und die Maschinerie Vlrlcgt werde, ande-r^r,Vit>< aber, uin eincr allsäüig^n Änschuidigung, die vielllicht a,l.' llnlrnntniß d>c« walir» 4. d. „Der^ch.il'.üt^'ni" vl'n Mad. Virch-Pf.is-fcr. Die iil.lrollc gal' H^rr ,ttrl'si'ek mit lll'lii.'frischn- 'R>ahr-li.'it. In dilftm (»cnr». s» wi^ in (,>!,'!N'>rsat!l'n>,'stnet.'» i^ n' j(d»>? Mal ganiz an ftinxn Pl.ch.'. ,vrl. (5,i l l ian >,' ('.'lsra) wlis: oi.'l natnrlichl' ^i^'»!i>ü,l'nrdigleit mit d»r ^'.'lischlii 'liiffassnna ilirer Part!)ie ^n verl'ind.n, und ist daher sltt^ .ine angein'lnn'c (frscheinnng. Sie weiß den Mttlichen Mitlel,veq zwischen fnnft-krischt ^sftethasch.lli und alltaglichcr Natnrlichs.it — die beiden .V.hlcr, die man dic Scylla >»ld (>haril'ri>,' der ichcatenvelt nen-nen sonnte - mtt richtlgem Taete ;u qchen. und l'eweisct sich el'en dadnrch al.i Knnjtlcrin. Frl. dichtn er spielte mit acw.'l u-ter ^.l'.»..'w»rd^.,t ^-ic i,l dic l.l'eudi^st.' ^tePräsmtan in >u,ge^'.m,,ener Naivetät und Natnriichlcit, und es durste schwer tt,ch..ren ,ryn. w.c vlcl davon ihr... naturlich.,,, a wi, »iel't ^>'..,,.» Anlagen ;u dieser Art der Dars.eil.mg. uno wi'- viel chre.n .'in»!t,luo»uu zuzuschreiben ist. Jedenfalls aber berechtiget ,le ^il deil ,ch^n,teu H^ssnuugeu. Da^ ..^renndschafto Vü.idniß" vmi Zeldmann verschaffte "»", h"ch>t ang.n.inue.l Abend. Wir sahen es mit wahrhaften, ^er^nigu, >,m welcher Sel>,sa!l. »,it welchen. Mscr d!<> Dar. Nün stch bestrebte». da5 an sich sch^i f.ine und interessante ^'»!.'er,aNouc«!luck »lit aller VebendiglVit wider^ugeben, («ls N'ar enl Ichones, harmonischem ineinandergreifen der ein^elucu Theile Nchlbar. der (iindrnet ans da>5 Pliblieum ein nngemein günstiger, ^'^lr nxlerlassen eC, in die (n< einznlässcn. c>a wir bci Allen daü nämliche ^!ob wiederholen miißtrn. Dr. . z» !t ^<ül. Enns. von Aöhinen, Mäh- ß „ 2 1>2 „ 50 ren, Schlesien, Steiermarf, ^ „ 2 ^/4 „ Kärnte», Krai», M'rz u»d l „ 2 „ deSWieu. Ol'ersainmeraintee! ^ .. 1 3/4 Actie» der ösierr. Danau-Dampfschifffaht zu 500 s«. C. M...... 548 st. in (5. M. Wechsel-Cours vom 8. Februar ,850. Amsterdam, si'lr lNN Thaler Current. Nthl. 1 i»<» 1>4 2 Monat. AugSl'ura, fiir lON (bilden (i»!^ G„lt.. 1,3 :j/h. Uso. sranffurt a.M.. fnr «20 si. s»dd. 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I„ Wi.>>, am « Fcbruar I85U: 58. 72 40. 7!). 6U. Die nächste ^icyung wird am 16. Febr. 185tt ln Wi<>, g.haltcn ncroen. Vcrzcichuijj dcr hicr Vcrftorbcncn. Den 3l>. Iälilier 1850. Ma>^a!^cha Zügel, Taglöhlle,ö!vicwc, alr 8t) Iahie, ill» C!>'!l.Spll.,l Nr. l, an d».l Alls^chilüig. Dc» Ii. ^iaiia ^chcore, Hrild^ininidchell, alt 23 Jahre, — lmd Alidreaö Oblak, Paerl'l, ali ^!! Jahre; beide im Cioil-^pical Nr. l, am T>)ph»s.— Hr. Igl'az B^»dacher, Bmger »nd Hausbesitz.»', zll-yleich dl'coiilt il,>l der iiliirlrrcli goldelil'» Civil-Ehi'»!!, Me--daille, starb im 7! Jahre semes Mei'5, >>, der sc, PetersVorstadt Nr. l^6, am Nei'ocuschlag. De» 1. Zebl. Dem Thomas Pauli», Holz Händler lmd H^iob^'llje!, >Vi»e Tochter Gotland, air 35 Jahre, m d^i ^iriiall-Vorsta^t Ni. 8, am Typhllö. Den 2. M.!gdalena Geidina, Sttafimg, alc 2^l Jahre, im Strafhaose Nr. ^7, an der ^mgensilchc. — Den» Paul Hobler, Zlickersablits - Arbeiter, sein Kind Paul, all U Tage, in der Polaoa-Vor^adt Nr. 58, a» Schwache. Den ^. Hlephan Schmalz, Taglöhner, alt ^3 Jähre, nst>vasse,snchl Den 4 >Y'-. "lo.s Klltiar., Fabrikobea.nle, alt 72 Jahre, .m ^w.l.Spital Nr. i. am Schlaqsius;. De. 5. Der 4here„a Dolnitsch.r, Anficgerowicwe, ihr Kind Johann, alt 2 Jahre, i» der Stadt Nr ,,9, an der Abzehrung. ^ F,an Magdalena Ve-na,^i, Geifen»!edel^u,twe nnd H.u>Zbe,'itz.li„ alt "' 3,36.....--^2 NW'.'l heiter 1 ) 2 Uhr Nach. 2«" 4'" <>,3ll — — 9 NW triil' ^ WUHrAl'endc, 28" 0"'10,l)0"" -^2 W dto < mazh, Bacl'er-lehrjnnge, alt 21 Jahre, im Civil-Spical Nr 1, an der Gehirnhant - Entznndung. — Hr. Wenze^lanö Steßka, blirgerl. Schneidermeister, alt 85 Jahre, in der Stadt Nr. 268, an Altersschwache. — Den» Machia-5 Maiinzhe, Aufleger, sein Kind Flanz, alt 2 Monaie, in der St. PetersVorstadt Nr. 65, an der Allszehruna,. — Dem Anton Nouak, Lampena»-^"lnder, sein Kind Michael, alr I'l? Personen gestorben. Z. 224.^(5) Wohlmng zu velmiethel^. Im Hause Nr. l74, am Rann, ist vom I. Mai d. I. angefangen, eine Wohnung, bestehend aus 7 Zimmern und 2 (5al)inetten, Küche, Holzlege und Kelln-, daun l Stall auf 4 Pferde, mit einer Wagenremisc auf 2 Wägen, und Heu-behältniß zu vrrmlcthen. Das Nähere zu erfahren in drr freihcnlich Zois'ichen (Klscn-Niederlage. Z 2<53 (» Erledigte Ttipendien für Iöglingr dcr ^ckerl'nuschulr in Krnin. Die allgemeine Versammlung der k. k. ^andwirthschaft-Gesellschaft iu Krain am 20. Nov. v. I. hat im Sinne des vom landwirchschaftlichen Kongresse in Wien v. I gcfasiten Veschlusseö von dem patliotischen Anerbieten einiger Herren Wirthschaftsbesitzer Gebrauch gemacht und beschlossen, daß vorläufig auf 4 solchen Besitzungen, die al6 vollkommen geeignet befunden wurden, A ckerbau schulen errichtet werden, jede mit zwei Zöglingen aus dem Bauernstände unseres Krön landes. Die Dauer des Unterrichtes ist auf 8 Jahre festgesetzt, während welcher Zeit der Zögling in der Ackerbauschule unentgeltlich Kost und Wohnung, überdieß aber noch alljährlich 30 st flir die Kleidung aus dem dafür bestimmten Fonde erhält, aus welchem ihn, auch die erforderlichen Bucher beigeschafft werden. Den ausgezeichnetsten unter den Zögl'«g"', welche nebst der fleißigen und tadellosen Verwendung während der Lehrzeit auch bei vcr am Schlüsse d^ dreijährigen Unterrichtszeit mit ihnen vorgenommenen Prüfung Bewe.ft ""rzü'glichcn Wissens werden an den Tag gclegt haben, werden noch besondere Ge ld pr'ä ,n icn verliehen werden Da cemnach für obenerwälMe Ackerbauschulen 8 Zöglinge aufgenommen werden, welche m den Genuß dir besagten Stipendien zu treten haben, so wnd die Concurrenz für diese « Stif-tungsplatze hiermit ausgeschrieben. Die Bedingnisse der Betheilung sind: 1) daß der Zögling aus Krain gebürtig styi 2) daß er das 1U. Lebensjahr zlaücr'gelegt habe; 3) hinlängliche Kenntniß des Lesens, Schre'bens und Rechens in der Landessprache besitze; diejenigen, die auch des Lesens und Schreibens del deutsche E^che mächtig sind, sollen dieß auch anführen; 4) von gesunder Körperconstitution, ""0 5,) tadellosen Sitten sey. Vorzügliche Rücksicht wird bei der Verleihung der Stipendien auf solche Vauernsöhne genommen werden, welche in Zukunft von ihren Leitern die Wirthschaft zu übernehmen haben werden, um durch deren Ausbildung wg>'lch die väterliche Wirthschaft auf eine rationelle Stuft zu bringen. ^. Da mit dem Frühjahrsanbaue die ^^ b^i,^„ haben, so wild der Anmeldung sterm in bis Ende Februar sestge,ctzt. Die Anmeldung kann schrlftlich oder mündlich in der Kanzlei der Landwi^h-schaft-Gesellschaft m ^albach ge,chetM; jedenfalls aber müssen obige Erfordernisse duch gültige Zeugnisse nachgclme,en welden. Da Aufenthal tsort des (5om^'te,uen „n,si gena» angegeben werden, damit chm jeiner Zeit di^ treffende Erledigung des Gesuches verläßlich z»«-gemittelt werden kann. Die Herren Mitglieder de^andwirthschaft - Gesellschaft werden angelegentlichst ersucht, diese Verlautbarung in ihrem Bereiche jo viel als möglich zu verbreiten, und mit mehr als gewöhnlichen Fähigkeiten und Anlagen ver,el>n.> Individuen zu der eröffneten (5oncl>rrenz kräftigst aufzumuntern. Die Errichtung der Act erb au schulen in Krain soll ein Wendepunct des bisher sehr vernachlässigten rationellen bäuerlichen Unterrichtes im Gewerbe der Bodencultur seyni sie verdienen daher die grMe Beachtung aller Vaterlandsfreunde. Vom Centraleder^k. k. ^'andwirthschaft-Gesellschaft in Krain. Laibach den 3. Febr. 1^5«. Z. 255. (1) ^Mnpfchlmsw^thes Lehrbuch für die ^"k^^elMlwwfieli. Im Verlage des Unterzelchntten ist erschienen: Böhltt, Dr. I. G-/ Professor der Mathematik und praktischl'n Geometric an dcr k. k. Universität Innsbruck, kleines logarithmisch - trigollometrischrs Handbuch. — tt" Seiten, in Umschlag geheftet, nur '>4 kr. '(5M. Nri d.m deionoern Gewichte, wrlchcs von dcm l)^»ycn t. l. Milnstcliuin dcs Uüecrichls auf d>e vollständige KcnnlNiß der Logarilhmcn und ih>eb <>)cdrN diliiae,, Preis nir Anschaffung mr lere« Sch«« cmpsich.:. Vorrathtg bei I. Giontini in Lalbach.