KiNZfiLPBFJS: wortieoUgs f# tpl lotburatr Btitiuig Amtliches Organ de VerlaiE und Schriftleituns: Marburs a.d. Drau, Badsasse Nr. 6. Pernrnf: 25-67, 25-66. 25-69. Ab 18.30 ubr ist die Schriftleituns Dur auf Fernruf Nr. 28-67 erreichbar, • - Unverlanzte Zuschriften werden nicht rflcksesandt — Bei Anfragen Ist das Rückporto beizulesen. ^ Postscheckkonto Wien Nr. 54.608 Steirischen Heimatbundes Rrschcint werktäglich als MorRenzeitunz. Bczussprcis (im voraus Zahlbar) monatlich RM 2,10 einschl. 19,8 Rpf. PostzeltungsfiebQhr; bei Lieferunsi im Strcn-band zuzüjrl. Porto; bei Abholen in der Geschäftsstelle RM 2,—. Altreich durch Post monatl. RM 2,10 einschl. 19,8 Rpf. PostzeitungsEebiilir u. 36 Rpf. Zustcllßebühr 5lr. 322 7Itar&urg-2>rau, !3ttitttD0(lD/18. !7lobtin6er 1942 82.3a]ßroan0 Transpoitflotte verlor 12000-Tonner Tanker im Kaspitchm Meer vwMnkt —^ Schww« VsriutM f«in den beschldi0. Kampfflugzeuge setzten die Angriffe auf die Bahnlinien ostwärts der Wolga mit gutem Erfolg fort Südostwärts des llmen-Sees iego eigene StoBtrupptätigkeit. Angriffe der Sowjet! an der Wolchow-Front brachcn im Feuer der deutschen Abwehr zusammen. In der Cyrenaika dauern die Kämpfe an. Dorna wurde von den deutsch-italienischen' Truppen planmäßig geräumt. Kampfflieger bekämpften wirksam britische Kolonnen. Aus der britisch-amerikanischen Nach-schnbflotte fttr Nordafrika wurde ein Transporter von 12 000 brt durch ein deutsches Unterseeboot versenkt. Feindliche Marsch« kolonnen auf der KttstenstraBe ostwärts Bone und Im südlichen tunesischen Grenzgebiet erlitten durch unsere Luftangriffe schwere Verluste. Einzelne britische Flugzeuge flogen in der Abenddämmerung in das nordwestdeutsche Grenzgebiet. Durch Bombenabwurf hatte die Bevölkerung geringe Verluste. Vorpostenboote sowie Flakartillerie der Luftwaffe und Kriegsmarine schössen an dor Atlantik- und Nordseeküste sieben feindliche Flugzeuge ab. Lazantit filbrallar Rom. 17. November In Gibraltar trafen in den letzten Tagen etwa 50 Kriegs- und Transportschiffe aus dem Mittelmeer ein, die alle mehr oder weniger schwer beschädigt waren. Ein Schlachtschiff und ein Flugzeugträger mußten, weil sie schwere Schlagseite hatten, abgeschleppt werden. Diese beiden Einheiten werden nur notdürftig repariert und dann voraussichtlich zur endgültigen Reparatur nach Cngldnd gebracht werden, da die Trockendocks von Gibraltar Immer noch von den bei der See- und Lullschlacht vom letzten Juni beschädigten Einheiten belegt sind. Zuverltissinen Schcitzungen zufolge sollen bereits 5000 Tote und Verwundete in (^bral-tar an Land gebracht worden sein. Die Verwundeten werden bei Nacht ausgeschifit und solort In die Lazarette und Zivilspitäler eingeliefert, Leichtverwundete werden jedoch in Privöthdusern imlergeludcht. Aus England werden drei Lazarettschiffe erwartet, da die Verwundelen so zahlreich sind, daß die beiden Lazarette in Gibraltar sie nicht alle aufnehmen können. Erbitterter Nalil(ampi im Tuapse-Ahsciinitl Berlin, 17. November An allen Abschnitten der Kaukasusfront standen die dcutschrn Truppen am 16. No-vrmbcr in eifolgreichon örtlichen Angriffs-kampten, bei denen sie von deutscher, ru-niciiiischer und slowakischer Artillerie wirksam unterstützt wurden. Im Kampfabschnitt von Tiiapsa stürmten unsere Grenadiere 48 feindliche Kampfaniagen und drückten in erbitterten Nahkämpfen den Feind welter zurück. Sturzkampffluq-zoiirje untersliUzton mit Bomben und Feuer der Doidwiiffon laufend den Angriff der Grenadiere. lldrt vor der eisten Welle lagen die Cinschldfje der Bomben, die den Feind in Deckung zu rji'heo zwangen Noch während die Iel7.len Bomben fielen, »nten die Gm-ncidirre /um Sturm an. Bunker auf Bunker wurde mit llaiidiiirinaten und Mdschinenpl-stülon niedergckiinipft. Unter hohen Verlu-slcii nuißten die Holsrhowislen die Kampf anlagen aufgehen Gegen die neugewonnenen Stellungen führten die Bolsrhewiston zahlreiche Gcaen- angriffe, die Jedoch am Widerstand unserer Grenadiere zusaimncnbrachen. Bei weiteren Angriffskämpfen konnten wichtige Bergstel-lungcn genommen und gehalten werden. Auch im Elbrusgebiet erreichten unsere Gebirgstruppen ihre Angriffsziele. Den zurückgehenden Bolschewisten nachstoßend, nahmen sie 70 Kampfanlagen mit den verbindenden Feldstellungen, obwohl diese durch breite Minenfelder, zahlreiche Baumsperren und Drahthindernisse gesichert waren, Ebenso wurden am oberen Terek Stellungsverbesserungen erkämpft Die Rinpie in der Marnarica In der westlichen Marmarica sicherten am 16. November die deutsch-italienischen Nachhuten in harten Kämpfen das weitere Absetzen der Hauptkräfte. Obwohl dem Feind In dem jetzigen Kampfgebiet ein gut ausgebautes Straßennetz zur Verfügung Steht, sodaß die erneuten Regengüsse die Bewegungen kaum behindern können, fühlten die Briten nur zögernd vor. Die nachdrückenden britischen Abteilungen wurden bei Derna, das ebenso wie Tobruk dem Feind erst nach völliger Zerstörung aller militärischen Anlagen in die Hand fiel, durch die gründlichen Sprengungen im Zuge der KttstenstraBe aufgehalten. Die Serpentinen, mit denen die Straße die Klippen am^-f^-leer überwindet, sind ein einziges tief lerrissenea Feld von Felsentrümmern. Toniedollognaae versenken zwei Dasüiler Rom, 17. November Der italienische Wehrmachtbericht gibt bekannt: Im Laufe des gestrigen Tages fanden in der Cyrenaika zwischen Derna und Bengasl erbitterte Kämpfe statt. Im Verlauf einer Aktion unserer Jäger auf einen von der feind- lichen Luftwaffe besetzten Hafen in Franzö-sisch-Nordafrikd wurden einige Maschinen am Boden in Brand gcworlenj marschierende feindliche Kolonnen wurden mit sichtbaren Erfolgen mit MG-Feuer belegt. An den Küsten Algerlens griff eine Abteilung italienischer Torpedoflugzeuge einen stark gesicherten feindlichen Geleitzug an und versenkte zwei Dampfer mittlerer Tonnage. Eines unserer U-Boote unter dem Kommando von Kapitänleutnant Carlo Forni erzwang sich den Eingang zur Reede von Bonc und beschädigte ein großes feindliches Handelsschiff schwer durch Geschützfeuer. Von Kriegsoperationen des Tages kehrten sechs unserer Flugzeuge nicht zurück. Ritterkrenz des Krieosverdienst-krenzes mit Schwertern Berlin, 17. November Der Führer hat dem bisherigen Chef der Luftabwehr im Reichsluftfahrtminiaterlum General der Flakartillerie Ruedel zum Generaloberst befördert. Außerdem ist dem verdienstvollen General das Ritterkreuz des Kriegsverdienstkreuzes mit Schwertern verliehen worden. Biciieniaab im Rillerkrenz Der Führer verlieh dem Kapitänleutnant Wolfgang Lüth, Kommandant eines Unterseebootes, als 142. Soldaten, und dem Kapitänleutnant Werner Töniges, Kommandant eines Schnellbootes, als 143. Soldaten der deutschen Wehrmacht- das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes und sandle an die Beliehenen Telegramme. Weiler verlieh der Führer das Eichenlaub dem Oberstleutnant Hyazinth Graf Strack-vs'itz, Abteilungskommnndeur in einem Panzerregiment, als 144. Soldaten der deutschen Wehrmacht. Expedition In der Nadisdiubklemnie Ständige Erfolge gegen die britisch-amerikanische Landungsflotte Erste Luftangriffe von tunesischer Achsenbasis Berlin, 17. November Die deutsch-Italienische Kriegsmarine und Luftwaffe setzten am 16. November die Bekämpfung der britisch-amerikanischen Nach-schubflolte für Nordafrika fort. Obwohl die Zahl der in den afrikanischen"Küstengewässern operierenden feindlichen Schiffseinheiten wesentlich geringer geworden ist, konnten zurückfahrende und neuankommende Schiffe zum Kampf gestellt werden. Durch Angriffe deutscher U-Boote verlor der Feind wieder einen wertvollen Transporter von 12 000 brt. Zwei weitere feindliche Handelsschiffe wurden vor der algerischen Küste von Italienischen Torpedoflugzeugen versenkt. Die im Gleitangriff abgeworfenen Torpedos trafen noch ein viertes Handelsschiff mittlerer Tonnage, das in starkem Gelelt fuhr, und beschädigten es schwer. Gleichzeitig setzten unsere Kampfflugzeuge die Bekämpfung des Hafens Bougie fort und erzielten Bombentreffer in Hafenanlagen und Verladeeinrichtungen. Der Nachschub für das britisch-nmerikanisrhe Lnndunqskorps kostet drm Feind Tag für Tag neue Verluste, die umso schwerer wiegen, als es sich meint um besonders wertvolle, für schnelle Transporte geeignete Schiffstypen handelt. Mitsamt den Truppen In die Luft geflogen Aus den Lageberichten der amerikanischen Korrespondenten der Londoner Blätter über die Landung der USA-Srestreitkrfifte in Fran-zöslsch-Nordafrika werden jetzt einige Einzelheiten über die amerikanischen Verlu«*te bekannt. So schreibt ein Sonderberichterstatter der Daily Mail", daß ein mit amerikanischen Soldaten vollbelndene» Schiff vor Oran in (He Luft gesprengt worden sei, wobei alle Mann mit Ausnahme eines Brigadiers den Tod gefunden hätten Das Schiff habo einen Volltreffer erhalten „Dallv Sketch" berichtet, daß mehrere amerikanische Truppentransporter vor Oran ein gleiches Schicksal ereilt habe. Amerikaner kommen nur langsam vorwärts Die feindlichen Landoperationen kommen nur langsam in Fluß. Bisher hatten die in Tunesien gelandeten deutsch-ltallenischcn Heeresverbände keine Gefechtsbcrührung mit dem Feind. Nur die Luftwaffe nahm den Kampf auf und nahm sich mit starken Kräften ostwärts Bone den feindlichen Kolonnenverkehr auf der Knslenstraße zum Ziel. Kampfflugzeuge vom Muster Ju 88 griffen in Sturz- und Tiefflügen amerikanisch-britische Fahrzeugkolonnen, darunter auch motorisierte schwere Waffen, mit Bomben an. Die geringen Tarnungsmöglichkeiten unter Bäumen hatten nicht ausgereicht, um die Marschbewegungen zu verbergen. Nach Bombentreffern gerieten zahlreiche Lastkraftwagen In Brand, Den Bombenangriffen folgten im Tiefflug durchgeführte Feuerüberfälle auf die Dek-kung suchenden feindlichen Abteilungen. Trotz Einsatzes von Jdqern und trotz heftigen Maschinengewehrfeuers von den Fahr-zeugkolonnen aus konnte der Feind die Angriff© nicht verhindern Im Abflug beobachteten unsere Flieger noch feindliche Zeltla-ner, die ebenfalls mit Bordwaffen wirksam unter Feuer aenommen wurden. Irlands Versorgungslage durch die Afrikaaktion gef«ihrdet Durch die Kämpfe In Nordafrika werde auch Irland getroffen, erklärte der irische Wlrtschaft^mlnister laut ..News Chronirle" in einem Überblick über die Versorgunqslage de» Lande». Irland habe aus Nordafrika bisher ton 000 Tonnen Phosphalerde bezogen, die man nun wahrsrheinllch nicht mehr bekommen werde, Dies sei aber nur ein weiterer Schritt auf dem Wege einer wachsenden Ver«ichlerhterunq der irischen Versorgvuiq, zu deren Erleichterung von alliierter Seite wenig oder nichts getan w«t»U Riegel im Miltelmeer Dort, wo der schwarze Erdteil Afrika seine, Nordküste weit ins Mittelmeer vorstreckt, gleichsam, als ob er eine Brücke tiildca wollte hinüber zur europäischen LanrJzunqe. Italien, liegt das französische Protektorat Tunesien, das östlichste Gebiet des dreigelciN ten französischen Nordafrikas. Nur die 140 Kilometer breite Straße von Sizilien Irrnnf. hier die beiden Erdteile voneinander. Du^ schmale Meerenge werde bewacht vun den Küsten zweier stark am Mittelmeer interessierter Mächte, von Itdlien, das aut Sizilien und der vorgelagerten Insel Pantelleria weilgehenden Einfluß auf die Meeresstraße zu nehmen vermdg, und von Frankreich, das den an der Nordküste Tunesiens gelegenen Hafen Biserta zu einem Krlegshafen und Stützpunkt seiner Mittelmeerflotte ausgebaut hat. Diese durch seine geographische Lage bedingte strategische Bedeutung hat Tuni^ schon immer eine Rolle in der Politik zvi-ortoilt, die weit zurück in die geschichtliche Vergangenheit reicht. Das Land am Sp«it-Riegel im Mittelmeer war seil jeher Gegenstand politischer Interessen und Spekulationen aller jener Mächte, denen an der Verteilung der Herrschaft über das Mittelmeer gelegen war. Phönizier, .Karthager, Römer, Vandalen hatten im Altertum, Seeräuber und I europäische Handelsfaftrer im Mittelalter gc;-, rungen und gekämpft um jenen so wichtigen istreifen an der Küste Nordafrikas. Die hohe I Weltpolitik der neuesten Zeit sah in Tunesien einen Faktor von wesentlicher Bedeutung. Das Augenmerk der englischen Kolo-nialpolilik war stets mit Argwohn auf alle die in und um Tunesien staltfindenden Macht-konstellalionen gerichtet, denn die Küste dieses Landes begrenzt ja auf einer Seile wenigstens die Meerenge voir Sizilien, den gefährdetsten Punkt der Hauptscnlagader des britischen Empire, als die das Mitlelmeer in seiner Bedeutung auf dem Wege nach dem Orient, nach Indien, angesehen werden mußte. Das ausklingende vorige Jahrhundert r-lebte die koloniale Ausdehnung Frankreic hs von Algier aus nach Tunesien, und 1Ö8I mußte der Bey von Tunis jenen Vertrag unterschreiben, der sein Land zum frdn-zösischou Protektorat werden ließ. Räuberische Einfälle eingeborener Stanime nach Algier zum Anlaß nehmend, halte sich Frankreich im Laufe eines Jahres in den Besitz des Landes gebracht und somit sein nord-afrikanisches Gebiet bis an die Grenzen des italienischen Tripolis vorgeschoben. Die Annexion Tunesiens, als Ergebnis einer ränkereichen Kolonialpolitik Frankreichs, halte entscheidende Auswirkung auf die po-lilischn Gruppierung der europäischen Stadien. Die Tunis-Affäre bildete einen der Hauptgründe für die Abkehr Italiens von seiner bis dahin Paris freundschaftlichen politischen Orientierung und lührte zur tnt-slehung des Dreibundes mit Deutschland und der Habsburger Monarchie. In der Ausübung seiner Herrschaft über Tunesien wahrte Frankreich, im Gegensatz zu Algier und Marokko, den Schein einer gewissen Selbständigkeit dos Landes. Der Bey von Tunis, dessen Souveränität von der französischen Regierung garantiert wurde, lührte nominell zusammen mit einem französischen Generalresidenlen die Regierungsgeschafto im Namon Frankreichs. Er war jedoch fast ausschließlich auf die Unterstützung friinzo-sischer Organe angewiesen, dem vorwiegend aus Franzosen bestehenden Ministerrat und zweier beratender Versammlungen, dem Grand Conseil und dem Conseil Sup^ricur. Generdlresident und Ministerrat sicherten den Einfluß Frankreichs. Das Land Tunis selbst zerfallt in den gebirgigen Küstenteil des Nordens, der durch die Atlasausläufer, die in vier Höhcnadern das Land durchziehen, gebildet wird, und geht im Süden und Südosten über in die flachen Ebenen und Wüstengebietc, die dem östlichen Teil dor nordafrikanischen Küste das Gepräge geben. Die buchtenreiche Küste Ist mit Ausnahme der Bucht von Tabarka, nahe der algerischen Grenze, eine Steilküste. Sie zerfällt Im Norden noch in die Bucht von Biserta und den Golf von Tunis. Die Ostküste Tunesiens verläuft dann auf einer Strecke von 750 Kilometern bis zur tripoli-tanischen Grenze niedrig und sandig und wird besonders im Süden von Lagunen um-' säumt. Die zahlreichen kleinen Ebenen und Höhenflächen zwischen den Gebirqszügen Irarirn Lehmboden Mergel und lehmigen Sand und sind in den trockenen .lahreszeiten auch abseits der Straßen befahrbar. Die nord- Seite 2 »Marhurper Zeitung« IS. November 1?>42 >hjmmer 322 luncsischcn Gcbirrie zciqen dichte, aus Kork- und Steineichen sowie Aleppo-Kiefern und Buschwdld bestehende Vegetation. Nach Süden nimmt das Land immer mehr stoppen-cirtigrn Charakter an, um dann in Wüsten-r|(^bietcn aus/ulaiitcn. Ackerbau, Wein- und ObstbüumkuUtiren rjeben der nördlichen Landichiitt das Ucpraye. Die karge Steppe des Südens kennt nur rings um die Oasen oder hervorgerufen durch künstliche Bewäs-sfiunq einen üppigeren Ptltinzenwuchs. Tri ticii 60 Jahren seiner Herrschaft über I imrsicu ht.it Frankreich nichts unversucht Mclfissrn, um den französischen Einfluß zu Vi 'tni'hren und 7U festigen sowie das Land militärisch auszubauen. „Der Bey. herrscht, :il)cr Flankt eich bcheirschl", hieß die Parole, (üu d.is Iranzösische Protektoratsverhältnis kpt)n/ci( l.ncle. Mit Anbruch des neuen Jahr-huniicrts begann ein intensiver Ansbau des Uisenhdhnnetzes und der Wasserversorgung, nrimciillich in der Kauptstadt Tunis und den üiirifTcn Hafenstädten, sowie der militäri-->rhrn Anlagen, fiiserta, die nördlichste Ha-U'naladt, wurdo Kriegshafen und wichtiger Slvitzpunkt der MiUelmcerflotfe Frankreichs. Im Weltkrieg lliichtete ein Teil der russi- hcn Wrangel-Flotte, mit der der weißrussi-scho Clcneral die Reste seiner zerschlagenen \rmee vor den Bolschewisten rettete, nach Buortci wurde dort von den Franzosen ijber-nrunmon oder abgewrackt und zerschrottet. Norli heute ragen da und dort an abseits nelegi'iirn Stellen dos Hafens die rostigen Strimpfe gesutikenei Schilfsleile aus dem Wasser. D(.r Weltkrieg hatte überhaupt viel Unruhe in djs Land (jetragen. Als im Jahre 191.5 die Türkei zum ,,Ht-iligen Krieg" aufrief, erhob sirh der Aufstand der mohanimedani-(hcn Stamme. Ihr Anführer Khalifa Ben Asker sandte eine regelrechte Kriegserkla-iiing an Frcinkreich. Heftige Kämpfe spielten ^i(h um die Stationen an der libyschen fJicn/e ab. Doch der Aufstand der Eingebo-leni^n wurde niedergeschlagen, flammte im lolrjenden Jtdir noch einmal auf, um dann (lan^ zusammrn/ubrochen. I"i der 7,eil njrh dem W^'ltkrieg wandte ilie französische Regierung alle Kraft auf, die in Tunesien bestehenden Probleme zu lösen. I ne schwierirfe Frage bildete die Zusammensei,-nrnj rler B"völkerunr}, die aus Arabern, Herbeni und Negern sowie einem starken euro]ijisf luMi Teil be.steht, der sich wiederum (IIIS Franzosen und Italienern bildet. Die Ver-inehruiu/ (l"s tranzösisfhcn Bevölkerungsteil.s stand im Vorderf|rund der Anstrengungen, tim den Einllul^ des zahlenmäßig überlegenen Anteils dir ilalienisrhen Bevölkerung zu-I uf k/ii(]räiigen, dei" sie b Ivir die französische NiM|ieiiing und die nemiihungen um eine fran-.'t)sis( he Durchdringung unangenehm be-nierkbiir m.nhte. Im Jahre 193G stellte eine Ti finzösische Slr Sperr-Rieriel, der das Xtiltelmeer feilt hiilet, liegt an der timesischen Küste. Heinz Röselmüller Ein Abscliiacs-ees'ändnis Stockholm. 17. November In cinetii am ^\olltil.^^ vcriiffciiliiciicii amt-i chcn Uvjricht des l SA-Alarincininisteriums, ic-r. wie es ;iusdriicklicli IielMt, sich »ledi^:-licii auf \ erciii/,c.'ltc ncriclitc aus dein Kuiiipf-iicblcl bei den Salomon-Iiiselii Kfüiidct uik! ilnlicr iioi\vendii,'cr\veisc nitvollständik'« sei, worOeii die N crlu-te der l S,\-.^\arine in den l^üiiipfeii am 1.^. inu! In. N()\cmbcr mit zwei leiclitcn Kreu/.eni und seciis /Zerstörern aii- ;:C:s'L'ben. Nacli ilem ersten notwendisersvcisc mi-volMäiidiKcn I JtiKestäiuliiis des USA-,Marilleministeriums .ijiht daim ein WashinK-loiier Menclit der United Press die ainerika-Misy'heii (jesairitverluste in den Kämpfen l>ei ikil Salomonen mit -'4 \crseiikten amerika-iiiseheu Schiften an. .'ViiCicrJeni seien bei den ."Salomonen noch vier bescliiidist worden. Mac Arthur wieder uinnuil Ohurbufehlshabcr Viis dem Haupttjuartier der alliierten Trup-|ieii am" Nenv.iiine,i verlautet dem Londoner \:;i:lirieiiteiuiienst /.ufoi.nc, daß üeneral iMac \i'tliui' mmmelir den Oberbefeiil über die tistralisclieii uiul anierikaiiisclien Trup|)eii, le lUiiia aiiiirciit'ii sulleii, iibeniomiiicn liat. Landnngsunternelunen im Dienste der Inden Amerikaner heben das Judenstatut in Französisch-Nordafriica auf — Öffnung der Konzentrationslager für jUdiiche Verbrecher — Empörung der mohammedanischen Bevöllcerung Vichy, 17. November Hie erste Folße des EindriiiKens der Amerikaner in Französiseh-Nordafrika ist die Auf-liebunß des judenstatutes. Noch ehe allgemeine verwaltungsniäl^ip'e MaRnalinicn getroffen wurden, gaben die amerikanischen Kommandosteilen in den besetzten Hafenstädten Algeriens und Marokkos bekannt, daß sie das vom Regime Petains über die luden verhängte Unrecht« wieder aufheben, bie luden könnten wieder alle Berufe uneingeschränkt ausüben, und die in Angriff genommene Arisierung des jüdischen Besitzes werde rückgängig gemacht. Das seil der Katastrophe I'rankreichs eingedampfte jüdische Ausbeutertum soll also auf die moiianimedanische iiiul französi^'he Bevölkerung Algeriens und Marokkos wieder losgelassen werden. Diese amerikanische iM.'ißnahme ist nicht überraschend, denn der t)herfall a\if Franzüsiscli-Nordafrika ist nicht nur eine Unternehmung des amerikanischen Imperialismus, sondern zugleich ein Racheakt des internationalen Judentums, das eingestandenermaßen die Neuordnung in Frankreich zerschlagen will. Für die amerikanische Absicht ist die Tat- j Sache bezeichnend, daf^ die von General No-giies geschaffenen jüdischen Konzentrations-, lager sofort aufgehoben wurden. In diesen Lagern waren nur verbrecherische Juden in-; temiert worden, die sich an der üenieiiischaft' vergangen hatten. Es bleibt abzuwarten, wie | sich die mohammedanische Bevölkerung, die; in Algerien und Marokko besonders juden-j feindlich eingestellt ist, gegenüber der ame-1 rikjnischen Vorliebe für das Judentum ver-: halten wird. Verhaftungen auf Grund jüdischer De* nunziationen In Algier wurden zahlreiche Mitglieder der nationalistischen Partei Algeriens und andere auf jüdische f)enunziationen hin als »verdäch-tig« betrachtete Personen verhaftet. Überali haben die Juden dank der Unterstützung, die ihi:en von Seiten der Briten und Amerikaner zuteil wird, die Oberhand. .Araber in Oran setzten sielt zur Wehr Wie aus Newyork gemeldet wird, haben nach dort eingelaufenen Nachrichten die Araber in Oran in den ersten Kampftagen die Wie die OSA-Flotte gesclilagen warde Amerikanischer Kriegsschiffsverband verlor vor Guadalcanar die Hälfte seines Bestandes Hrrlin, 17. November Uber die Seeschlacht bei Guadalcanar, in der die Amerikaner eine vernichtende Niederlage erlitten, werden noch folgende Einzelheiten bekannt; Am 12. November näherte sich eine amerikanische Transportflotte unter dem Schulz von 16 Kreuzern und zahlrrichPn Zerstörern der Insel (Inadalcanar nicht weit von der Ortschaft Runga. Slarke japanische Kanipf-flugzeugverbände nahmen sofort den Kampf mit der feindlichen Flotte auf und vernichteten in kühn durchgeführten Tiefangriffen zwei der feindlichen Kreuzer, davon einen vom Typ „Atlanta". Ferner wurden drei Ttansporier durch Rombenvolltreffer versenkt und in den .sich enlwickelnden Luftkämpfen 19 amerikanische Flugzeuge abgeschossen. Die Anlandsetzung von amerikanischen Truppenverstärkungen konnte solange verhindert werden, bis stärkere japanische Flot-tenstreitkräfle herangekommen waren. Dann begann der zweite Abschnitt der Schlacht, der den Amerikanern noch größere Verluste als der erste bringen sollte. Inzwischen war die Dunkelheit hereingebrochen, Die japanischen Schiffe waren bis auf Schußentfernung herangekommen und eiöffnelen auf die amerikanischen Kreuzer und Zerstörer heftiges Artilleriefeuer. Während die Japaner trotz der Dunkelheit gute Schuf^ergebnisse er/jelen konnten, lag das amerikanische Abwehrfeuer durchweg zu kurz. Hinzu kam, daß das amerikanische Geschwader eine taktisch ungünstige Kampfstellung nahe der Küste einnehmen rhußte, wahrend die japanischen Schiffe von zwei Seilen vom offenen Meer her konzentrisch angriffen. In den viele Stunden währenden Nachtkämpfen würden weitere vier amerikanische Kreuzer versenkt, darunter zwei schwere Kreuzer und zwei weitere vom Typ „Atlanta". Damit halte sich die Zahl der versenkten amerikanischen Kreuzer auf insgesamt sechs erhöht. Im weiteren Verlauf der j Nachtkämpfc wurden noch zwei amerikanische Zerstörer versenkt sowie zwei Kreuzer i und andere Zerstörer beschädigt. Zum Teil 1 erlitten diese letzten Schiffe so schwere Beschädigungen, daß mit dem Untergang von j mindestens einem weiteren amerikanischen | Kreuzer und einem Zerstörer gerechnet wer- j den kann. Damit hatte der amerikanische Kriegs- i schiffsverband rimd die Hälfte seines Be- j Stande« verloren. Die Schlacht war damit zugunsten der Japaner entschieden. Die Verluste auf japanischer Seite sind gegenüber den schweren amerikanischen Einbußen geringfügig. In der^ Nachtschlacht wurde fein japanisches'Schlachtschiff beschä-' digt, jedoch konnten die notwendigen Ausbesserungen sofort In Angriff genommen werden, sodaß das Schiff kampffähig blieb. Zwei japanische Zerstörer wurden bei einem Nahongriff auf eine feindliche Krnuzergruppe durch Artillerietreffer versenkt. Bei den erfolgreichen Tagesangriffen der japanischen Marineluftwaffe, durch welche die Schlacht eingeleitet worden war, wurden insgesamt 13 japanische Flugzeuge abgeschossen. Die vierte Schlacht im Kampfraum der Sa-lomon-Inseln endete so mit einem neuen Sieg der japanischen Flotte und Marineluftwaffe, deren Überlegenheit im Südwestpazifik in naher Zukunft noch stärker in Erscheinung treten wird. unsichere Lage ausgenutzt, am sich Waffen anzueignen. ObwoliI im amerikanischen Heeresbericht von einer freundlichen Aufnahme durch die Cinjcebürenenbevölkerunj; Besprochen wurde, sei es zu schweren Schieücreien gekonmien, wobei viele USA-Soldaten gefallen seien. »Das treue Franlcreicfi« Um die Bevölkerung dcj jetzt von den Anglo-.Amcrikdiiern besetzten Gebiete in Algerien und Marokko über die wahren Absichten der Feindmächte aufzuklären, hat der französische Rundfunk vom Montag an unter dem Namen »Das treue f'rankreich« täglich Sendungen für Nordafrika über neun ver-scliiedene Wellenlänsen aufgenommen. In diesen Sendungen sollen der Bevölkerung der Überfallenen üebiete die Verbreclien und die Unmoral der Anglo-Ainerikaner anhand von authentischem Üeweisiiiaterial dargelegt werden. Französisch-Indochina bleibt loyal Der anglo-amerikanische Überfall auf Französiseh-Nordafrika hat in Französisch-Indo-china und Annam größte Empörutig bei der Bevölkerung hervorgerufen. Der Kaiser von Annam, Bao Dai, hat durch eine Botschaft an den üeneralgouverneur die Treue und Loyalität Annams und seine persönliche Anhänglichkeit an Marschall Petain und Frankreich ausgesprochen. Ebenfalls hat der König von Kambodja dem Generalgouverneur, Ad-miral Decoux, telegraphisch die Loyalität gegenüber dem Marschall und Frankreich aus-gesproohen. Die gleichen Gefülije hat auch der König von Laos in einem Telegramm bekundet. Willkie contra Churchill Er meldet Roosevelts Ansprache auf das britische Erbe an Scharfe Slellungnahme gegen Churchills Festhaltestandpunkt Berlin, 17. November .Auf einer Veranstaltung der ,,Ncw York Herald Tribüne" hat sich Wendeil Willkie in bemerkenswerter scharfer Form gegen Churchills Versicherung gewandt, den Besitzstand des Empire halten zu wollen. ChuiChili hatte nämlich am 10. November beim Bankett des Lord-Mayor gesagt; „Wir wollen festhalten, was uns gehört. Ich bin nicht des Königs erster Minister geworden, um den Vorsitz zu führen über die Liquidation des Britischen Empire." Willkie nahm diese Worte zum Anlaß, die .^bsichlpn der Washingtoner Imperialisten unverhüllt zum Ausdruck zu bringen. Er verlangte die Aufstellung eines Planes, durch den die materiellen Grundlagen der wirtschaftlichen Entwicklung nach dem Kriege allen sogenannten „Vereinigten Nationen" zur Verfügung gestellt worden sollen. „Dies kann nicht einfach durch Erklärungen unserer Politiker, wie z. B. in der Atlantik-Charta, geschehen", sagte Willkie, „besonders wenn einer der beiden Urheber dieses Dokuments die alte imperialistische Ordnung verteidigt und einer erstaunten Welt erklärt; ,,Wir beabsichtigen das zu halten, was wir besitzen." Wir haben es schon häufig erlebt, daß Roosevelt sich eines weniger prominenten Politikers bediente, um seine geheimen Gedanken zu lancieren. Der käufliche Willkie war ihm stets ein brauchbares und willfähriges Werkzeug. So können wir auch diesmal auf ein Einverständnis zwischen Roosevelt und Willkie schließen. Die „erstaunte Welt", in der Churchills Betonung, das Empire halten zu wollen, so großes Aufsehen erregte, ist niemand anders als jener jüdisch-freimaurerische Kreis um den Anwärter auf den Weltpräsidentenposten. Des Phantoms der „Vereinigten Nationen" bedient er sich, um seine Ansprüche auf das Empire geltend zu machen, Für die USA na-türlichl Roosevelts Politik der Stützpunkt-gewinniing hat deutlich genug gezeigt, daß es ihm auf eine vollständige Ausplünderung des britfschen Weltreichs ankommt. Die Verträge mit Kanada, die Vormundschaft über das vom Mutterland im Stich gelassene Australien und Neuseeland und schließlich die Einmischung in Indien und den britischen Besitzungen im Nahen Osten sprechen die Sprache des Erbschleichers. Der amerikanische Überfall auf das Französische Nordafrika aber läßt erkennen, daß Roosevelt seine Ziele noch weiter gesteckt hat und daß er auch den Raub der französischen ebenso wie der britischen Besitzungen in Afrika im Schildc führt. VerärKeirung Uber die EliimiHchung in Indien Die englische Zeitschrift »Beonomist« gibt in einem Aufsatz unter der Überschrift »Amerika und Indien« eingangs, um den Bundesgenossen nicht allzu sehr zu ver-schnupfen, zu, dati die Vereinigten Staaten ein Interesse an Indien und auch »dort eine Rolle zu spielen« hätten. Sie beklagt aber bitter, daß ejn großer Teil der Amerikaner den britischen Standpunkt einfach nicht verstehen will. Bs liegte daher für England kein Grund vor, sich den Vereinigten Staaten gegenüber ständig wegen der britischen imperialistischen Politik zu entschuldigen, denn sollst würde auf selten GrxjßbritannienB nur ein Minderwertigkeitskomplex entwickelt. Angesichts des durch Churchill herbeigeführten Zerfalls des britischen Empire bleibt den Engländern also heute nur der Weg der versteckten papiemen EmpöruT)g, die man allerdings im Gangsterland Roosevelts mit einem Lächeln beiseite schieben wird. Smerlkaiier setzen sidi in Iran lesl Rrzcrum, 17. November Der Iran hat jetzt Gelegenheit, den »Schutz" kenncii/.ulenieii, der ihm durch die l:Jcsefiiung mit den 'i'ruppcn der Verbündeten zuteil wird. Man beeilt sich dort im Parlament und Regierung, Beschlüsse zu fassen, die das Land dem Charakter einer USA-Kolonie immer näher bringen. So genehtiiigte, wie man meldet, das iranische Parlament den Aiistel-lungsvertrag für Minister Sheridan, den amerikanischen Ratgeber im neugeschaffenen Versorgungsmiiiisterium. Ferner wurde der bisherige Heamte im Handelsministerium Hussein Kliadschemuli in das iranisclie Wirt-schaftsrninisteriuni lediglich zu dem Zweck übernommen, damit er die Vorarbeiten für das Amt des amerikanischen Spezialisten Milispo, der demnäclist aus den Vereinigten Stauten eintreffen soll, zu leiten. HutM Hüiktiddeu ^ WwW^WWWWFw^WWW^^wW »PolizeireKiment Todt«. Der Führer hat einem Polizeiregiment den Namen »Polizeiregiment Todt. verliehen. Das Regiment hat zur Lösung der der Organisation Todt se-stelltcn Aufgaben wesentlich beigetragen. Teile des Regiments haben sich bei der Ali-weljr des englischen Landuiigsversuches an der Kanalküste bei Dicppc besonders ausgezeichnet. Danii des Rcichsmarschalis an Verbände des Scetiotdienstes. Reichsmarschall Göring hat den Verbänden des Secnotdicnstcs der Luftwaffe im Mittelmcergcbiet für ihren aufopferungsvollen und erfolgreichen Finsatz seinen Dank und seine Anerkennung ausgesprochen. Der neue spanische Botschafter in Berlin eingetroffen. Der neucnianntc spaiiisclie Hot-schafler in Berlin, Gincs Vidal y Saura, traf Dienstag vormittag in der Reichshauptsadt ein. Der französische GruBihdustrielle Schnel-der-Creusot gestorben. Der bekannte französische Großindustrielle Fugen Schneider-Creusot ist Dienstag morgen in seiner Wohnung in Paris gestorben. 2 750 000 Häuser zerstört oder beschädigt. Der englische Gesundiieitsminister Brown erklärte am Freitag, allein in England und Wales seien durch ivuftangriffe 2 750 IKK) Häuser zerstört oder beschädigt worden. Zerstörte Fenster seien hierbei nicht eingerecli-net. Weitere Sabotaf^eakte ({cgcn britische öl< leitungen in Syrien. Stefani erfährt aus Alep-po, daß in der letzten Zeit von neuem eine Reihe Sabotageakte gegen die britische Ölleitung in der Gegend von Tripolis (Syrien) von unbekannten Tätern vorgenommen worden ist. Vier Schweden wegen Spionage zugunsten der Sowjets verhaftet. Von der schwedischen Polizei wurden vier schwedische Staatsangehörige, darunter eine Frau, wegen Spionage zugunsten einer ausländischen Macht verhaftet. Die Verhafteten hatten mit einem sowjetischen Staatsangehörigen in Verbindung gestanden und ihm Informationen über geheime schwedische militärische Angelegenheiten ausgeliefert. , Drnck und Verlar: Marburiter Verlatrs- and Druckerei-Oes. m. t^. fi. — Verlasrsleilunc liRon Rjiinntnrtncr Haupfscfiriftleiter; Anlon Qi'rsctiack. alle in Marbure a. d Orau Hndv-assc h Zur Zeil für Anzeinen die PrcisIlMc Nr. 2 vom ?. Juli 1942 RHItiE. Ausfall der LIefcriinR des tUaucs hei liölicret Qcwall oder Hclrii'bs.stiirui!? trllM kciiifii AnsDriicli aiii RUcktithluiiK üCb LIu^ui:'>;:cldi.'<- Nummer 322 »Marburger Zeitung?« IR. November 1942 Sefte 3 hfauUfieoffksiet MH 72 Jahren Ritterkreuzträger Linien — Ein junger Ritterkreuzträger, 22 Jahre ist er alt, nihig und bedächtig spricht er, viel bedächtiger, als man von einem Zweiundzwan-zigjährigen erwartet, sehr einfach und zurückhaltend, und über mch selbst nur mit wenigen, sparsamen Worten. Sein Lebensweg Was gibt es über ein so junges Leben schon viel zu sagen! Nach dem Abitur der Arbeitsdienst; am 1. September 1939, dem Tag des Kriegsbeginns, zur Wehrmacht. Einige Monate später Gefreiter, als Unteroffizier nach Frankreich, ohne ins Gefecht zu kommen. Noch vor Becndig^ing des Westfeldzuges zur Potsdamer Kriegsschule, ein Jahr später als Leutnant nach dem Osten. Seitdem Soldat, wie Millionen andere, ohne Urlaub, ohne jede Berührung mit der Zivilisation, fast ständig im Kampf, selten in Ruhe, immer am Feind — und mit 22 Jahren Ritterkreuzträger, Oberleutnant und jetzt Kompaniechef. Ein schöner Erfolgl Allerdings: die Jugend ging dahin, für das richtige Jungsein blieb kein Platz, blieb keine Zeit in diesen Jahren. Feste, Spiele, Wanderungen, fröhliche Tollheiten, Frauen, Ferienfreuden — fast alles, was das Leben schön macht, es mußte zurückgestellt werden. Es gab eben wichtigere Dinge. »Und trotzdem«, Oberleutnant Ruppert spricht diese Worte betont und langsam aus, »ich möchte diese Jahre nicht missen!« Und er spriclit nun von Gefecliten und Spähtrupps. VOM Tagen, da sie stürmten, als könnte es nie ein Halt Kcben, und anderen, da es ihnen allen dreckiji ging, er spricht von Smolensk und Brjansk und anderen Schlachtorten, vom Winter, von den Kameraden, die fielen oder verwundet in die Heimat zurück-ke-Iirten, und schlieülich von der neuen, großen Offensive, die tief in die Steppe führte, bis an die Wol^a. ür spricht von Läusen und Dreck, vom Gegner und seinen unniensclili-chen Grausamkeiten, von Heckenscliützen und Flintenweibern, — das alles in diesem einen Jahre allein. Aber das »Trotzdem«« bleibt! Wie er das Ritterkreuz erwarb Ebenso Rebe es — meint er weiter — über jedes UnternelMiien, das ilim das Ritterkreuz einbrachte, wcnij? zu sagen. SiebziR Kilometer hinter den feindliclien Linien einen slra-te«isch bedeutsamen Uberjiann zu nehmen und drei Taee zu hallen, so lanye, bis die Front nachgerückt sei, — nun, es gehört eben auch (ilück dazu, ein Mordsdusel, und eine Handvoll tüclitijcer Soldaten, die sich vor Tod und Teufel nicht fürchten, und beides habe er damals gehabt. Aber das Glück sei wankelmütij;, ewig sich gleich sei nur der deutsche Soldat. Dem sebühre also wohl das fiauptverdienst. Vom unbekannten deutschen Soldaten >Übcrhaui)t. man spricht viel zu viel von Einzeltaten und neigt dazu, darüber den All-tas des Krieges zu vergessen, den Kanmf des unbekannten deutsciien Soldaten. Seht ihn euch an, den deutschen Infanteristen, den Grenadier des Führers! Da liegt er in seinem Loch, und er darf die Nase nicht lieraus-strecken, ohne daU es zu knallen beginnt, aber den Gegner soll er im Auge behalten, und so lugt er vorsichtig über die Deckung, und jeden Augenblick kann ihn die Kugel treffen. Die Fssenträger bleiben aus, der; Durst Muält. Granaten schlagen in der Nähe ein, man hört die Splitter vorüberpfeifen.' Und dann die Nächte, da nichts zu sehen und doch alles lebendig ist und eine eisige Kühle dem IJoden entweicht, gegen die es keinen! anderen Schutz als eine düinie Zeltbahn gibt. Und wach sein die ganze Naclit, die Blicke in das Dunkel gebohrt, bis die Augen vor i Schmerzen zu tränen begimien. Im Morgen-! grauen dann vielleicht der Angriff, — zum iiundertsten, vielleicht auch zum zweihundertsten Male. Und jeder Angriff kostet Opfer. auch dieser wird wieder Blut kosten, vielleicht das eigene. Der Infanterist weiU und Kompaniechef-Siebzig Kilometer hinter den feindNchen Porträt einet Jungen deutschen Soldaten das, aber wie er es gelernt hat, so geht er auch an diesem Tage wieder vor, und wenn er fällt, wird kein jfroües Aufheben davon gemacht. Hier liegt die wahre, die echteste Leistung jedes Krieges, in diesem ständigen Bereitsein der Millionen, — nicht in den Taten einiger Weniger.« Verantwortunx und Sachlichkeit Der Infanterieoffizicr gehört zu diesen Millionen, er ist Ihnen auf Gedeili und Verderb verbunden, ja, er trägt für seine Männer einen guten Teil der seelischen Last. Er stößt mit einem kleinen Trupp vor — wie damals gegen die weit entfert>te Brücke —. auf einer Straße vielleicht, die tief i;i einen Wald hineinführt. Nichts rüUrt sich, und doch weil! er. daß zur Linken und Rechten der Feind sitzt, er allein weiß es, seine Männer ahnen es, und sie vertrauen ihm, sie wissen, daß er nichts tun wird, was er nicht verantworten kann . . . Über dem Gespräch ist es dunkel geworden. Ein ruhiger Abend, nirgendwo ein Scliuß. Doch was macht das! Sicli zu überzeugen, wie es vorn in den Löchern aussieht, das gehört zum festen Tagesprogramm. Auch heute. Irgendwas los? Verdächtige Bewegungen? Nein, dann gute Nacht und Augen auf! Ein kurzer Dialog, und Oberleutnant Ruppert meint: »Ja, die Sachlichkeit ist mehr als alles andere unser Oesetz, Auch die Nacht ist kein Geheimnis. Wir kennen ihre Farben, ihre Geräusche, und' wenn wir das C)hr an die Erde drücken, hören wir nicht nul^ das leise Wispern in den Gräsern, sondern auch das Getrappel von Pferden, das Rumoren von Parjzern, den Tritt marschierender Kolonnen, Und Spuren lesen wir wie Indianer.« Und schreitet die wenigen Schritte zurück zum Kompaniegefeclitsstand, durch das nächtliche Dunkel, quer über die Steppe, auf der kein Baum, kein Bach eine Orientierung gibt. Der Befehl Am nächsten Morgen sitzet er vor seinem Zelt, aus einem (iramninphnn — die Kompanie hat es leider mir entliehen — hüpft ein nnin-teres Lied. Rosita Serrano! F.r lacht und sieht einen Augenlilick wirklich wie zwei-und/wanzig aus. »Damals, uls Kriegsschüler in Potsdam habe ich die jun'.,'e Dame einmal gehört, — wie lange das schon her ist!"* Kurze Zeit später schrillt das Telephon. Die Kompanie soll abrücken, einen anderen Allschnitt übernehmen. Seine Gestillt strafft sich. Klar und ruhig gibt er seine Befefile, guiiz gesammelte Kraft. Die Zelte sinken in sicli zusammen, die Motoren der Falirzeuge beginnen zu laufen. lüne halbe Stunde später sitzt er auf einem Krad, von einem Landser kaum zu unterscheiden. Und doch, als er jetzt noch einmal prüfend die Kompanie überblickt, sich dann aufrichtet, das Kommando zum Abmarsch gibt, da entspricht er wirklich dein Bilde, das die Vorstellung sich von ilmi schuf, von iiim. dem jungen Infanterieoffizicr, der mit 22 Jaliren das Ritterkreuz trägt. Kriegsberichter Rudolf Pcirtner, PK über Nordafrika abgeschossener USA-Bomber Scherl-Biidcrdienst (Lnce) Ein Tag in Marokko Wus dort die Elnhelinihi-heti zun™ eng lisch-«inerkjuiwi'hoii KtiubülHTfall Hiigoii Und wieder, wie vor zehn .Tabren, in den Kämpfen gegen die Franzosen, dröhnt Kriegslärm Uber Marokko. Das Bnimnjcn der Bombengeschwader, da.s Grollen der Oe-schütze, das Rtisseln der Panzerwagen stört die Ruhe der fleißigen maurischen Bauern und Handwerker, dieses von der Natur mit Fruchtbarkeit und Bodenschätzen gesegneten Landes. .Moheii — <^in l'roniiner Muslim Mohen ben Daud .itützt sich auf seine Hacke und schaut den Fliegern nach, die mit donnernden Motoren vom Meere her in der Richtung gegen Pez brau.sen. Werden sie ihre verderbenbringende Last auf diese westliche Hochburg des Islam abwerfen? Herr I'K-Aufimhim:: Kriegsberichter Mlillcr-StliwuMncke Das Winterquartier Ist fertig Mit Fleiß und Geschick haben sich Soldaten an der Ostfront mit einlachston Mitteln eine Unterkunft geschaffen, die sie aa ihr« Alpcnlaudhcimat erinnert Genappe. der Postmeister hier im Städtchen, der auch Besit7.er eines Radioapparates ist, hat gestern erzählt, daß die Amerikaner Marrakcach bombardiert haben, die alte, prächtige Scherifenstadt im Süden des Landes, die Mohen auf seiner Wallfahrt zum Berge El-Achder kennen lernte und bewunderte. Denn Mohen ist ein frommer Mann. Da .seine Verhältnisse ihm tlie lange Pilgerfahrt nach Mekka nicht erlaubten, hat er oarauf gehalten, sich wenigstens durch den Besuch die.ses heiligen Borges die baraka zu verdienen, den göttlichen Segen, Klnine*i üImt die IjiiulwiHsfhalt Mit finsteren Blicken schaut Mohen den in der Ferne entschwindenden Flugzeu>;cn nach. Soll das Laml denn nicht zur Ruhe kommen? Müssen die Fremden ihre Stroitig-legrüßeri ihn ehrfucht^voll \ind räumen ihm bereitwillig Platz ein, und der Ka-wadschi beeilt sich, für ihn seine beste hi-dtirah. eine Sitzmatte aus feinster Ziegenwolle, auszubreiten. Es ist der Scherif der Zauia des Marabuts Sid Elluali. Eine Zauia (auf deutsch: Winkel» ist die Gemein-schaft von Schülern und AnhänR;em eines Heiligen (marabut), die sich um sein Grab zuf^an?-mengefunden hat, hier eine Schule unterhält. Gedenkfeiern veranstaltet. TMlper beherbergt und für die Gegend ähnli«"he Bedeutung besitzt wie bei uns im Mittelalter die KUi.'^ter. Das Stimmengewirr ist . verstummt KciT^er wagt es, den verehrungswürdipen Mann mit Fragen zu belästig'en, aber alle erwarten po-.^pannt seine Äußeningen und Ansichten über die Ereignisse. U uh ihm an den Aii^io-.AnH'rikaiieni verdacht ijf Isl Der Scherif i.hart Hauptmann und dessen lenianlin In Wien ein. Mit dem Reichsleiter ^aren gleichfalls nach Wien gekommen der ijaulciter Hanke und üencralkulturreferent r. f ucke-Michels. llerliart Hauptmann wird den XU seinem Juhiläumstag in Wien geplanten Veranstaltungen bis Knde dieser Woche netwohnen. + Neuer Leiter des Stelrischea Landes- AU j o Spielleiter und Schauspieler Alfred Schnos von den Städtischen Bühnen m Litzmannstadt wurde mit der Führung des V teJrjsclien Landestheaters In Graz betraut, 'er bisherige Leiter I)r, Xylander ging als KCgisseur nach Prag. -11.^ Staatlichen Hochschule für Mu- MkerzJchung. Dr. üeorg Kuhlmann brachte in einem Konzert des Berliner l'liilliarmoni-schen ürchesters unter Leitung von Meriiumn ^bcndrnth das Klavierkonzert von Kurt Hc.s->cnbcrg, das er im vergangenen Winter in iraz spielte, auch in Berlin zur erfolgreichen Lrstauffiihning. — Karl Marx wirkt bei einer V. chulungswoche ftir Volksdeutsche Musiker-zierier mit, die der VDA in Preßburn und anderen Orten der Slowakei durchführt. — Pro-jessor Dr. I'elix UberborbecTt leitete im Auftrage der Regierung des (louvernements einen Singleiterlehrgang für Musikerzieher des ucncralgouverncments in Bad Marschin r-ei Lemberg und ein Schuluiigslager des Mu-sikschulWerkes Obrrdonau in der fiauscliu-ungsburg SclilolJ Wiirtiiig. — Dr. Theodor Warner leitet eine musikalische Schulungs-woche des Rciclisnälirstandes in Meklenburg. + Benjainlno filgli — Kommissar des Faschistischen Schauspicicrverbaiides. Auf Be-"ichluB des Knrporationsministers wurden die italienischen Scliauspielkiinstlcr dem f'aschi-stischen Verband freier Berufe und Künstler ^ngcsch!os>en. Der bekannte italienische Sänger und f'ilmschauspieler Benjamino üigli vurde /um Kommissar des Nationalen l'a-schistisclien Schauspiclersyndikat.s ernannt. Das Grazer Frauen-Streichquartett »Tag der Deutschen Hausmusik" in Marburg Kammermutikabend zum Zum Tag der Deutschen Hausmusik veranstaltete die Musikqemeinichdft Marburg des Amtes Volkbildung einen Kammermiisik-abend, für den das Crazer Fraui»n-Streich-quartett gewonnen wurde. Es ist nicht leicht den bestehenden berühmten Quartettvereinigungen Konkurrenz machen zu wollen. Es gehört nicht nur Mut dazu, sondern sehr gutes Können und ein diesem entsprechendes Selbstvertrauen. Beide Eigenschaften besitzt das den Namen unserer Gauhauptstadt tragende Quartett, zu dem sich die Frauen Lotto Krisper-Leipert (1. Violine), Hella von Königsbrunn (2. Violine), Margret Wessel-Spring (Viola) und Grete Pelikan zusammengeschlossen haben. Wor glaubte, daß das Spiel dieses Quartetts, da es ein Frauenquartett ist, mehr weiblichen Charakter, der vorwiegend in einer gewissen Schmiegsarakeit, Weichheit und zierlichen Anmut seinen Ausdruck findet, aufweisen wird, war im Irrtum. Wo es galt, dem Spiel die eben genannten Charakterzüge zu geben, hätte es von keinem Männerquartett auch nur annähernd so g»Jt aus den Tiefen der Seele in die Herzen der Zuhörer geschrieben werden können wie von diesen vier Frauen, die Virtuosinnen auf ihrem Instrument und überdies noch Voll-blutsmusiker sind, denen das Musizieren ein inneres Bedürfnis geworden ist. Wo das Spiel Kraft und Stärke, dahinstürmendes Temperament, kurz männliche Eigenschaften in sich eingebaut fühlte, haben es die Frauen nicht minder bravourös gemeistert. Sie zo^en alle Gefühlsregister der Seele und wußten sie geschickt und diszipliniert zu handhaben. ' Der Abend begann mit dem zweisätzigen Streichquartett F-dur op. 8 Nr. 4 von Joh. Cristian Bach, dem begabten Sohne des großen Johann Sebastian, dem die Musikgeschichte auch d(Tn Namen „Mailänder Bach" beigelegt hat. Die leichte Schreibweise, die 7u Lebzeiten des Meisters eher als Fehler denn als Vorzug gewertet wurde, machte ihn zu einem der Wegbereiter und Förderer des modernen Stils. Es fließt viel inneres Erleben aus seiner Musik, deren Melodienreichtum, wenn sie so vorzügliche Gestaltung findet Hausmusik in der Gauhauptstadt Tn KonzertflSlen und Bürgerhäusern erklangen edle Weisen deutacher Meister Im Rahmen eines Hauskonzerta, der re-präöentativun W'irkung nach aber eine große musikalische Feierstunde, eroffnoLc am Freitag ein Abend im Kameradschaftsheini der «1 einsehen Kiinaller den Reigen der Darbie-tim^:en zum »Tag- der Deutschen Hausmu-j*ik< in Graz. Fünf Blot^kflöten und eine Oboe — elg:en-artigre und doch sinnreichea, tiefmusikali-Hchea Zusammenwirken alter, neu belebter IiLstrumente — erj?eben eine Form häii«]icher Mualkpflege. wie sie schöner nicht leicht anzutreffen ist. In laufenden >Probon« hat eine Crazer Familip zusammen mit einem kleinem Freundekreia Werk Uber Werk einstudiert und am »Tag der Hatismusik« in einer An-Riihl vom intimen Hausmusik-Abenden die t'rüchte ihr«v3 vorbildlichen Eifers dargeboten. rJIoirhfalls der Pflege alter Mu.sik in Verbindung mit manchem feinen Werk zeitge-n<'.ssi3cher steirischer Komponisten, eine HKicke gleichsain zwischen Beiden schlagend^ war ein Abend der Kreiasingschar der NS-Frauensehaft und einiger Grazer Soli- Hnfeesleieee! stinnen gewidmet, die einer Zuhörergemeinde tagsüber hart schaffender Menschen Erhebung und Genuß bereitete. Für die unserem Herzen am nächsten stehenden Gäste, die Soldaten, musizierte in zahlreichen Einzelkonzerten die Mualkhochschule in Eggenberg. In dem für die edle Musik hervorragend geeigneten Rahmen dea Schlosses Eggenberg erklangen — in sechs Variationen — Arien, Lieder, Chöre, Sonatinen usw., von einzelnen Gruppen in verschiedenen, malerisch beleuchteten Zimmern ausgeübt, doch wie eine einzige Harmonie durch Söhloß und Park. Von den PiX)fesaoren Oberborbeck, Kuhlmarui, Illonberger, Marx. Dr. Warner und Grunsky geleitet, wetteiferten die Schüler im Vortrag edel-beschwingter Welsen. Schließlich halte auch das Haus Neumann, (lius auch das Heüu de.s Richard-Wagner-Vcrbandes deutscher Frauen ist, imter dem Leitwort »Lehrer spielen für ihre Schüler« zu einem Abend geladen, dessen freudige Aufnahme bei einer ansehnlichen Zuhörer-sohar erneut bewies, daß Hau««mu3iW tat-.st'chlich für uns eine Herzensangeletrenheit ist. c. w. wie durch das Grazer Frauenquartett, in all seinen reichen Farben und Nuancierungen, die im Gefühlsmäßigen wurzeln, wie em warmes Feuer einen Frierenden, die Ohren der Zuhörer umschmeichelt. Es ist nicht leicht alte Musik, die fast drei Jahrhunderte überdauert hat, heute ebenso interessant oder noch interessanter zu gestalten, als sie auf die Zeitgenossen ihres Schöpfers gewirkt haben mag. Es wird vielleicht nicht allzuviele Zuhörer geben, die dieser Feststellung jene Bedeutung einräumen, die ihr rtlkommt. Dessenungeachtet wird sie ihren Zweck erreichen: Das Können dieser vier Frauen aus jenem Teil des Dargebotenen tu würdigen, der es besonders schwer macht, es in das richtige Licht zu rücken Das Hauptwerk des Abends war Josef Haydn's Streichquartett G-dur op. 64. Das exakte Zusammenspiel, die sorgfältig erwogene und in die Tat umgesetzte musikalische Diktion, waren herzerfreuend. Die von Piz-zikatos begleitete Solovioline im zweiten Satz klang allerliebst, so echt fraulich, kokett und schmeichelnd, die Pizzikatos selbst waren mit jener heimlichen Pikanterie geladen, die auch der Serenade aus dem Ständchen des F-dur-Streichquartetts op. 2 Nr. 4, das in der zweiten Abteilung in vorbildlicher, unvergeßlich schöner dynamischer Phrasie-rung aufklang, eine besondere Note verlieh, die nur Frauen zu geben vermögen. Der dritte Satz war wieder durch einige zarte Pianlssimos bemerkenswert, die ohne Beeinträchtigung der Tonschönheit wie von einer Aolsharfe gehaucht aufklangen. Das im Nachlaß Franz Schuberts vorgefundene einsätzige Streichquartett in c-moll befjftnn in einem dahinstürmenden Rhythmus, der bald echt fraulicher Besinnlichkeit wich und den von ihr getragenen Kantilenen ein kontrastreiches Gegenstück bot. Was die vier Frauen an echter Musikalität in sich haben, zeigten sie in den beiden Walzern von Anton Dvorak, die das offizielle Programm beschlossen. Hier wetteiferte die ersto Geige, deren klarer, gut ansprechender Ton größtenteils die Führung hatte, mit der zweiten Geige, die sich nicht, wie gewöhnlich in der Bolle eines Füllinstrumentes gefiel, sondern immer zur Stelle war, wo sie ihre Partnerinnen zu führen hatte. Auch die Bratsche, die schon vorher alle Gelegenheiten wahrnahm, ihr kostbares Instrument zur Geltung zu bringen, wollte nicht vor den prachtvollen Kantilenen, die von der Cellistin in den Raum gezaubert wurden, zurückstehen. Eine willkommene Abwechsleng brachte Dr. Otto Stern, ein stimmgewaltiger Tenor in den interessanten Abend. Schon die ersten Takte der Tamino-Arie aus Mozarts „Zauber-flöte" ließen aufhorchen. Kein alltägliches Material birgt seine Kehle. Es gibt blitzende Diamanten, die hier und da aufleuchten, denen allerdings noch der richtige Schliff fehlt. Im Forte ist die Stimme wohlklingend und angenehm timbriert, im piano verliert sie die Ihr eigentümliche schöne Klangfarbe. Seine beachtenswerten Stimmqualitäten halten allerdings noch nicht gleichen Schritt mit den den vorgetragenen Arien und Liedern entquellenden musikalischen Gehalt, der dadurch nicht restlos erfaßt wurde Eine zu auffallende Betonung der Rhythmik schadet im allgemeinen mehr als sie gegebenenfalls nützen kann. Der Rhythmus muß sich zwangsläufig und ungezwungen aus der Melodie des Liedes ergeben. Er darf nie Selbstzweck wer- nach Sudastm 0. Appell an Ungarns Beamtenschaft. ")tT ungarische Finanzniinister Dr. Kemeny-Schneller hat an die licamtcnschaft seines .Mi-nisteriimi» einen Aufruf gerichtet, in dem tr ste auffordert, ihre Arbeiten zu vereinfachen und zu beschleunigen, weil dadurch dem wetteren Anwachsen der Beamtenschaft Einhalt geboten werden und der Staat auch seine Beamten besser bezahlen könnte. Es sei keineswegs das Ideal der ungarischen Regierung, mit vielen und schlecht bezahlten Beamten langsam zu arbeiten. Die Regierung hege vieU mehr den Wunsch, die Arbeit der Verwaltum» mit wenigen, aber tüchtigen und gut bezahlten Beamten schnell und praktiscn durchzuführen. o. Woltsplage in den unfrarischen Karpa» then. In letzter Zeit tauchen zahlreiche Wölfe aus den Karpathen in den Ortschaften auf und richten unter den Viehbestanden schweren Schaden an. Man ist bemüht, dieser Wolfsplage Herr zu werden. iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiHiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiitiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii den, sondern muß Immer nur als Folgeerscheinung der Melodie wirken Im großen und ganzen aber fanden die Arien und Lieder, die Dr. Otto Stern, begleitet vom Frauen-Streichquartett zum Vortrag brachte, gute Aufnahme und reichen Beifall, der sich eine Wiederholung des letzten Liedes erzwang. Auch das Frauen-Quartett durfte nach dem feurig gespielten D-dur-Walzer von Dvofak noch nicht das Feld räumen. Das Publikum wollte sich mit dem Gebotenen nicht begnügen, sondern verlangte noch Zugaben, di« ihm durch einige ganz entzückend gesplelto Ländler unseres bedeutendsten Folkloristen Gauby gegeben wurden. Wir hoffen, daß dieser, vom Grazer Frauen-Quartett veranstaltete Kammermusikabencl zwar der erste^ aber noch nicht der letzto in der erst beginnenden Konzertsaison war und daß unsere Kunstgemeinde noch oft Gelegenheit haben wird, sich an diesem schönen Spiel zu erfreuen und innerlich zu erbauen. Dr. Eduard Butschar Oeufsdie KBlInrnimwocIie in Mfimhen Rede des Reichsfilmintendänten Am Sonntag wurde -in München die Deutsche Kulturfilmwocho leierlich eröffnet. Reichsfilmintendant Dr. Hippler beleuchtet« in grundsätzlichen Ausführungen die kunst-polltischo Situation des Kulturfilms und verwies gewisse „Richtungen" und ,Schulen' innerhalb der Produktion in dio natürlichen Grenzen der Filmgestaltung, die das Echte, Ursprüngliche und Unmittelbaro des Vorgangs mit allen Mitteln im Wichtigen, Wesentlichen und Typischen sichtbar zur Erscheinung bringt. Anschließend gab der Reichsfilmintendant die Kulturfilme bekannt, denen die Auszeichnung der von Roichsminister Dr. Goebbels gestifteten Preise zufiel: „Hunde mit der Meldekapsel", „Salmo, die Forelle", „Im Tal der Sensenschmiede", ,,Eingeschneit im Luger 4", „Der Seeadler". „Kinder reisen ins Ferienland" und „Spiegel der Zeit". Die Sonderpreise des Kulturamtes der Stadt München fielen an „Verträumte Winkel", „Ein Tag Im Zirkus", „Der Jäger als Heger" und „Holzzieher". Die verdienten Mitarbeiter der ausgezeichneten Filme wurden außerdem mit besonderen Zuwendungen, Urkunden und Ehrengaben bedacht. Am Nachmittag begann mit den ersten fünf Kulturfilmen die großü Aufführungsreihe der Münchener Woche. Das GlOtk Angmhör!gw des grossen deutuhen Vollres sein zu dürfen verpff'c^te* dfc\ ausscMfessf'cfi We deutsehe Sprache zu gebrsuehen! DIE SCHULD 15 INGE' TOLMA^N ROMAN VON M. BERGEMANN Urhfber-RecbtsichBta: Drei OucMcn-Vfrlne, Könljfsbrflck Staatsanwalt Lobe war schon sehr ungeduldig, als der Kormnissar bei ihm erschien. ,,lch hatte soeben eine Itingere l.interrcd'jng Brut Prolessor Barnheim und Dr. Klaus', t ahm Luhe sogleich das Wort. „Der Fall liegt tat-fctichlich so, wie der Professor ihn bereits im Protokoll darstellte. Die Sache scheint «iber noch viel verworrener zu sein, als es im ersten Augenblick den Anschein liatte. F.s ist einlach gänzlich ausgeschlossen, d« ß Helga Toimain am 2.5. Mai in München und XU gleicher Zeit hier in Magdeburg gevveseii Ist! Und doch beharren beide Ar/le .tiif ihiem Standpunkt! Barnheim will durch Zeugen be weisen, daß die Toimain in völlig gesundem Zustand am 25. Mai noch Diktdlbriofe fi'r Ihn schrieb. Dr. Klaus dagegen behauptet, daß seine Patientin wenigstens zwei Wochen lang festlag und unniögiich eine Reise v«m Kfünchen nach Magdeburg überstandon haite. Auffallend an der Sache ist auch, daß Fr.iu Inge Ferchland, dio dem Telnqranm nach srhr schwer (Erkrankt sem sollto, so rasrh gesund uiid sogar reisefähig wurde. SIp ist nfimlich gleich nach dem Begräbnis ihre*" Schwester mit unbekdnntf'^,'>•0 stand auf Sturm' „Das ist ja toll! Können S'e sich e'n B Id davon machen, w-is das a"es zu b ^ hat?" „Noch nicht, He' ' "v.'^It No h ' ich im Dunkeln, Ich b ' \ " in t' mehr zu w'-^^en! Freu F gens seit J hren v"n 'b 1 ' ..Ach — wos F " n''~'it e -sen Sie das?" „Von einem Krirainalinspe.ktor in Berlin. Er arbeitete früher einmal für Herrn Direktor Ferchland in einer anderen Sache und kennt auch dessen Gattin Die Eho soll nicht sehr glücklich gewesen sein." „Sind die beiden Ehegatten voneinander geschieden?" Agsten zuckte dio Achseln. „Das kann ich nicht sagen. Als ich im vorinen Jahre mit Inspektor Hartmann sprach, lebten sie nur voneinaeder getrennt." „Hm — das erklärt allerdings vieles. Aber trotzdem: achten Sie jedenfalls darauf, eine Bloßstellung Direktor Ferchlands zu vermei-c'en." „Sie können sich auf mich verlassen." „Ich hoffe, Sie werden sich bei dem Fall Tolma'n mit neu^n Lorbeeren schmücken, so ich Ihre Beförderung vorschlagen kann." Kommissar Agsten verbeugte sich. Viele Worte zu machen, war nicht seine Art. Er ging in die Halle hinunter, wo Oberwacht-me'«^ter*Jankow auf ihn wartete. „Kommen Sie, Jankow, wir wollen einmal :1er alten Frau Hertel einen Besuch ibstat-tt n." FUs-ib^th Hertel war die Besitzerin eines ' e nen Landhauses am Ende der Leipziger Das Hauschen lag sehr idyllisch 'n ' gut-'ngelegten verträumtipn Gärtchen. \'"'pp'ts von allem L^rm der Großstadt, -r-r^r, .(f, dicht an d'e ausgedehnten Anla-d-'s ^udenburqT Krankenhauses. T^h nl^ube, man kann sehr gut "iniqe "o'-'ipM Aufenthalt hier nehmen, ohne voi :ni n,i 7u werden", bfme'k*a K'^m Ti' .s^r .A rsten als er mit Janko'.v '^bor den ' ripr-i f;-,,(,,nv;pq ging. Auf seh) Krpneln öffnete Frau Hertel die ' ^"e war sehr erstaunt, zwo! 'hr k j 1"^ m' e Herren 711 sehen, die ps o^en- bar eilig hatten. Denn der eine von ihnen vfjsuchte, sofort in d'e Tür zu treten, woran die Sperrkette ihn aber hinderte. „Sie wünschen? " friigte Frau Hertel, nicht ahnend, mit wpni sie es zu ivn b-'f'D. „Wir hätten Sie gern einige Minuten gesprochen" , gab Agsten höflich Auskunft. Das Gesicht der Frau verfinsterte sich. „Tut mir leid. Ich empfange keinen Besuch " „Wir müssen Sie aber sprechen!" „Ich denke nicht daran, fremde Leute in mein Haus einzulassen. Wenn Sie etwas wollen, so können Sie mir das auch hier draußen sagen!" Agsten zog seine Erkennungsmarke au-; der Tasche und hielt sie der Frau unter die Augen. „Ach — Sie sind von der Polizei? Das ist natürlich etwas anderes." Sie nahm die Sicherheitskette ab und öffnete die Tür. „Bitte sehr, treten Sie ein." Agsten stellte sich vor und nannte auch Jankows Namen. „Wir kommen Im Auftrage der Staat?-anwaltschaft und möchten gern einige Auskünfte von Ihnen erbitten. Sie sind doch wohl Frau Hertel? ' ,,Allerdings bin ich das, Herr Kommissar. Aber Auskünfte? Von mir? Ich wüßte nicht, was Ich m't der Polizei oder gar der Staits-anwaltschnft zu tun hätte? Ich wohne hier schon über fünfzehn Jahre, bin mir nbei nicht bewußt, jemals mit der Polizei in Konflikt ger'^.ten tu sein.'" Aasten lächelte. ,,So schlimm ist d.is ja -nurh r^ar nicht, Tran Hertel Was ich von Ibn^n erfahren möchte, hat an sich nichts auf sich tjn'i ^ie se!!)sl haben d •;.) fml w'i- nict ts zu tun." Nummef 322 »Marburger Zdtu-ng« !&. November 1042 Seite 5 Aus Siadt und £aHd Bildung und »Bildung« Ks Iiat einst eine Zeit eeatebeii — und das ist tiocli nicht so lange her — da war »Ilcr-rensbilJuns:« ein beliebtes Modewort. Irgendwie spürte man, daU mit der Krzielunig was niclit stiiiuiite. wollte ziiriick zur Natürlichkeit und zu den inneren \\crtcn des Menschen, wollte sich freimachen von dem leeren Nobeltiin. das aus Kindern und wachsenen Modeaffen inachte und sonst nichts. Aber man war selber schon zu selir diesem läclierliclicn (jetue verfallen und kam von ihm nicht mehr los. Und wie man selbst war, so erzog man aucli die Kinder. Man brachte ihnen Sitte* bei und glaubte, damit weH.^ Uott wieviel uctan zu haben. f>ann liefen die Kinder ins I-eben, wurden Männer und f'rauen. hatten oft keine Ahniinj;, wie lächerlich, wie jämmerlich. wie erbärmlich sie wirkten, wenn die Kleidun? nach detn neuesten Schnitt, das »feine Henehmen« bei Tisch iind in der tle-scllschaft so ziemlich alles an ihnen war. Marnach schätzten sie natürlich auch die anderen Menschen ein, fühlten sich hoch er-haben über alle, die nicht das »Glück« hat-ti'n, so »wohlerzoKeii« zu *>ein. Man sah den Leuten nicht in Herz und Hirn, man sah ihnen auf die Bügelfalte, auf den wundervollen Schwung, mit dem sie ihre nacli einem canzen Friseurladen duftenden Locken zurückwarfen. und auf die »vornehmen* lland-und KopfbeweKunjien, bei denen sie — iicli, man merkte die lanKe Übunjj; vor dein Spiegel! — nach der Armbanduhr «uckten. Und so, mit AuKenvcrdrehen. sraziös sein sollendSn (lestcn und mehr oder weniger reizendem Läclicln plätscherte auch die Unterhaltung jener dahin, die absolut zur «uten (jcsellschaft «elioren wollten. Warf einer ein ernstes Wort in dieses Gespräch oder waj{te tr es. ein vernünftiffcs Thema anzuschneiden. daim koniUe es wohl geschehen, daü man ihn als einen ungehobelten Störenfried, als unbeholfenen Tölpei ansah und ihn her-iKich bestenfalls mitleidiR belächelte. Denn lilödsimi war rrumpf. und »hamen«. die Mozart für eine SclimetterliiiKsart, »Herren , ilie Sen«' 'al unj Chimborasso für Musikinstrumente. ! "'fiten, waren in solchen Kreisen, in denen niu.' sich Hobby-Witze erzählte, ohne zu ahnen, viele trottelhafte Hobbys da in den Pauteuiu herumlümmelten, se-acliteter und beliebter als jene Männer und h'rauen, die als Cielelirte, tüchtige Geschäftsleute und achtbare Mütter »-nur« wahre Uii-dung, Takt und PflichterfülUinx kannten. Ja, hüclierhobenen Hauptes und mit verächtlichem Lächeln sah man auf die Arbeiter der Stirn und der ^'aust herab; denn Arbeit »beschmutzte«, mit Arbeitern konnte iniin keine Gemeinschaft haben. Man zo« lieber Nichtstuer, Hohlküpfe und Lumpen iti den »vornehmen Kreis«. Und so «escliah es ücim auch, daß in diesen Kreisen die Hoch-;t;>pler, die Heiratsschwindler und dergleichen ihre geschätztesten Opfer fanden. Aber jiuch an derartigen Vorkommnissen lernte man nichts, man war nur dankbar für den luibschen Unterhaltungsstoff, den solche Skandale immer wieder boten. Ileute? Heute ist dieser Krimskranis we.;-gewischt, zumindest in der jungen Generation. Wir leben in einer grollen, aber aucli liarten Zeit, in der nur derjenige besteht, der Kopf und Herz auf dem rechten Fleck hat, der etwas gelernt hat und seine Kenntnisse lichtig und nutzbringend — für die Allgemeinheit und damit auch für sich — anwendet. Wir wissen, was sich gehört, und schätzen es, wenn sich die. mit denen wir zu tun Iiiiben, es auch wissen; denn Rüppelhattig-keit und Rohheit sind etwas ganz anderes als Männlichkeit und Geradheit. Wir lieben ein offenes und aufrechtes Wort, auch des-li.ilb. weil wir heute im arbeitsreichen Alltag Die Geneindesekreläre als Wegbereiter des Auiliattes Abschluß eines LehrKan>;c8 in Pettau Oer I.ehrgang für üenieindesekretüre, deritung der Lievulkerung imieriialb ihrer tic-vom II. bis J.3. November in Pettau zur hneinden. Durchführung kam, hatte die Aufgaiie, den Arn Alicnd des zweiten Tages trafen sich leitenden Gemeindeaiigestellten ein umfas-jdie Teilnelmier im Deutschen Maus. Auch sendes Hild ihres gesainten Aufgabenkreises dabei zeigte sich, dalJ solche ragnngeii wozu vermitteln. Die l.eiter der einzelnen Ab- sentlich zur Stärkimg einer engen berufli-teilungen des Landrates berichteten im Laufe jchen Zusammen^^ehör gkeit uiid Kameradder lagung über die einschlägigen [-"ragen i schaft bettragen und bei alten Teilnehmern ihrer Sachgebiete, vor üllein soweit sie i^iit; eine bleibende, ^Hcliiiiic f'riiiiieruitt; scluiffen. den Arbeiten der Gemeindeämter zusammen-j Im AnschUiR a'i die wirtschaftlichen Vorhängen. Sie legten dabei besonderes Gewicht i träge des dritieii Tages hielt Kreisfiihrer und auf die grollen Aufgaben, die der Gemeinde . Laiidrat Pg. Kritz Mauer eine Sclikilirede. in als Zelle der staatlichen Gemeinschaft durch I der er von den Gemeindesekretären forderte, den Krieg und die Kriegswirtschaft gestellt, im I^iihmen ihrer Ortsgruppe tatkräftig mitsind. Zur reicheren Gestaltung des Lehrgan-! zuarbeiten und sich auch als W egbereiter im ges kamen verschiedene Veranstaltungen zur j Aufgabenkreis des Steirisclien Ik-'mathuiulcs Durchführung, wie eine Hesichtignng der alten Kreisstadt Pettau. ein Besuch im Stadt-miiseum, eine Vorführung der Deutschen Wochenschau und eines Kulturfilmes als auch von 'Furn- und Fxerzierübungen. Die eingefügte politische Schulung belehrte die Teilnehmer darüber, wie die Gemeindeämter durch entsprechende Haltung zur Festigung'durch die Tatkraft und den eisernen Wii'cn der politischen Grundsätze des Steirisclien i'es einen f'rontsoldaten. der heute an dir lltimatbundes und zum Verständnis für die Spitze des Reiches steht iils auch die absolute Ziele der deutschen Volksgemeinscliaft bei- S.cherheit. mit dei das Reich uiM d'e dciit-tragen sollen. Hier sind die Gemeindrange- sciie VolksgenieMisdiaft. militärivcli und wirtstellten durch die Art ihrer Pflichterfüllung schaftlich gesichert, den f-iulsieg und damit und durch eine rege Hetätigung im (jcmein-lOer Lcisniig aller l'uropn bewegenjeii Fragen scliaftsleben mit verantwortlich für die Hai-' entgegengeht. mclit die Zeit haben. Rätsel zu lösen und daß der Termin zur Erlnnqunq dor Mitf|licd-lange nachzusinnen, was einer wohl gemeint scbdft. dip jodrrzeit wahrend der Anntsstun-liaben könnte — aber für Frechheit und dün- den in der Verkdutsclii'nststelle des Amtes kelhafte Übeiheblichkeit ist in unserer Zeit Volkbilrlunci (Ecke TefiPtlboffsir.ilie—Gerichts-kein Platz. Wir wollen einander das Leben hofgnsse) brantraqt werden krinn und lur so angenehm als möglich machen, aber wir jeden Musikireund von Intoresse ist, wollen keinen gesellschaftlichen oder son- bis auf Widerrul verlanfjerl wurde. •stigen Mist; auch dann nicht, wenn über i diesen Mist ein paar spärliche Blumen der| »Vornehmheit« gestreut sind. Wir schätzen und lieben heute alles Schöne, (jule und Grolle mehr als je, und zwar gerade auch deshalb, weil endlich ein dicker Trennungsstrich gezogen Ist zwischen — Uildung und Bildung«. a. g. zu betätigen, sowohl diircli gewissenhafte Pflichterfüllung als auch durch eine beispielgebende persöiiliclie Haltung vorliildlich zu sein. Der Landrat schilderte abschließend den Ani-t'eg und die Frtolge der iiatioiuilso-zialistischen Bewegung im Reidi. die Überwindung der ungeheuren Schwierigkeiten Konzert der Berliner Ro'oramr-singerin Blisabeu Sdiwarihopl Freitag, den 20. November, wird die Mu-siknemeinscbaft Mg[iclt imi. \^elln ein KtUilenliaiidler dir die Kolib nicht frei Keller liefern kann, jjvolle niclii. %ei /ufnedeii. wenn die Koliie dir frei vors Haui '^cbiaclit wird. |)ic .Vlilbewciltiief ucidcti j'ich gern untcrstiit/en. die Kolilc in de-i Kel-le* /II lra;;cii. Niiiiiii Jic Kniilc an, wenn von deMieiii Kohlenhändler aiigefalncii wird, \vcnii auch du zu dieser lagc^zeii andere Albe t /II erledigen hast. Jeder uimi)ti;^e \\ des Kohlenhändlers kostet Mrennstoff. leih; deiiU'iii Kohlenhändler rechtzeitig mit. /'.t welchen Zeiten ilii /u Hause nicht an/iitri'f-fen b'st, du ersparst ilim dadurch unnötige \ilieit. Ls ist aus Xrbe tsciiisat/griiiidcn nicht /u verantworten, dal! er \nr versclilos-^eiiei" lur steht und die Koliie wieder /uriijlc /um Lager fahren iiuili. Hole deine Kohlenniengen mö'.',liclisi seliist \ fim K()ii!cnhändler ab. du entlastest din durch diese .MalJiiahme. Fr inufi Tag für 1 dg mit nur wenigen Arbeitskräften schwerste Arbeit verricliten. du bist siclier. dalJ du rechtzeitig in den BesM/ de ner Kohlen kf)min"^t. .^ei auch sp;irs;ini |)el der Nerwe -dung von Strom. Koch-. I.eiicht- und Heizgas; denn sie entsteheti aus deutscher Kohle. Kf>hle ist zur Frringiiiig des Fnd'sieges wich-t ger Rohstoff, deshalb gehe aitt?h du nvit Kohle. Strom oder (ias sparsam um. III. Sturz von der l.oknmotixc. Der -IJiah-rige Lolvomotivheizer l'raiiz Kotlik aus \\ie:i glitt auf seiner Lokomotive aus und stiir/i2 zu Boden, Dabei erlitt er Kojifverlct/ungen. Li befindet sich im .\larj)ur-er Krankenhaus, Musterschau der Handwericskunst in Trifail Di« unterHteiri.Dondesdonalfrrdo !?< Wie Donnergrollen rollte seine Stimme durch die mittägliche Stille. Sein großes, spitziges Messer zuckte. — »Dondesdonalfrrrdok — Ich rückte etwas zur Seite und überlegte, wie ich wohl am besten an ihm vorbei in den Hausgang kommen konnte. Wenn jemand behauptet, daß ihn an meiner Stelle nicht die bleichc Angst gepackt hätte, so lügt er kurzerhand — oder seine Phantasie muß ihm im zarten Kindesalter mit der Keule ausgetrieben worden sein. Er hätte den Mann nur sehen sollen — wie er dastand mit rollenden Augen. fletschenden Gebisses, mit dem nackten, blanken Messer in der Rechten. Ja, und weiß Gott, er hatte Blut an der Hose! Ich machte einen kühnen Satz und flog über Juanitas Palmentopf In den Hausgang. »Don-desdonalfrrdoll!« — Wie ein abziehendes Unwetter hörte ich hinter mir noch die gutturalen Laute des Räubers. tDondesdonalfrrdo! i., das mochte wohl in der Räubersprache soviel wie »Geld oder Leben!' heißen. Finmal noch s'di ich über d'e Schulter hinweg in dk* ti uf-iiäcU grinsende Grimasse des Mörders, dann merkte ich, wie er kopfschüttelnd über sein'j ihm entgangene Heute dem Patio den Rücken kehrte. Ich war gerettet! Am Abend traf ich den Wirt, Dun Alfretlo. Ich wollte ihm von meinem Abenteuer erzählen, abei noch zögerte ich, denn gewiß hatte er schon Schlimmeres erlebt und meine Schilderung mußte ihm eitel und läppisch vorkommen. — Aber zu Hause, da wollte ich nicht zurückhalten, da wollte ich angeben, denn das erlebte ja nicht jeder, daß ein richtiger f^äuber mit einem langen .Messer vor ihn hin-tnt und in der Räubersprache sagte: »Don-desdonalfrrdo!* >Haben Sie gut zu .Mittag zu essen bekommen?« tragte Don Alfredo freundlich. Ich bejahte: vSehr gut.« »Gottseidank«, fuhr der xProprietor^ fort und goß sich aus der blitzenden Flasche etwas goldenen Malvasia ein, ich hatte nämlich Angst, daß Manolo, der Koch, etwas verbockt hat, er ist so unselbständig, w issen Sie, und Mercedes hat mir erzählt^ daß er wild gestikulierend überall herumgelaufen ist mit: »Donde estä Don Alfrede? Wo ist Don Alfretfo?« Er wußte nämlich nicht, wieviel er — von dem Hammelrücken abscimeiden sollteli Brllische Freundschaft F.s VV.Y einmal — so berichtet uns ein bri-ti;H'her Chronist — in London ein Mann, der in Schulden geraten war und von seinen Gläubigern in Schutzhaft gesetzt werden sollte. Der Haftbefehl konnte aber nicht vollstreckt werden, denn der Mann verließ von diesem Tage an sein Haus nicht mehr, und da war er nach geltendem Recht vor solchem Zugriff sicher, weil ja bekanntlich das Haus des l'ngländers seine Burg ist. Nim hatte der iWann einen Frcuiid, den cj* liebte und üetii er ganz vcrtiaiik'. Dieser l'reund ließ sich von ilcn Gläubigern kaufen und verpflichtete sich, den Mann aus dem Schutz des Hauses zu li k-kcii. i)as mai lite er so, daß er am iielii-n Tnj,'c unter den Fenstern des anderen aut einen Schemel stieg, einen Strick über den .\s: eines Baumes w.srf und sich enu' Schlinge um den Hals legte, ganz so, als vkollte er sich erhängen. Der Mann sah es vom Fenster aus und stürzte hinaus, um den Freund zu retten. Da nun packten ihn die wartenden Häschor des Schuldgerichts und schleppten ihn hinweg. Der so schmählich Betrogeue sah sich nov ii einmal nach dem Verräter um, der auf seinem Schemel stand und höhnisch grinst.. War es Gotles Hand, die ihn in diesem A' -genblick ergrifi und vom Schemel stieß? Du* Verhaftete sah. daß der andere mit einem jäh erstickten ,\uhichrei ausglitt und ohi'. Rechtsspruch und Henker von der eigenen Schlinge gerichtet wurde Zu iterstroAit Gerade ^st bei Profe-ssors lias freudige Er-eigni.s eingetreten. Ra.'?cndc l)-/u)s' meinen Kurs, flitzt vorbei an iipinjjen ()bst>;iirten und seliweren \ckcrbo-(Jcn. iilier die der dcutsciie Hauer sclireitet. i'nmkend-leuclitende Karben Iiatte ein sonni-^rer Herbst diesei wunder»o!len I-andsciiaft /u f"'iil!cii des liocbra.nenden IJaeliern-Iiers-nnt seinen N\'aldku|)i)cn und Ke^'eln aufi;eset/,t. \())ti Fahlgelb der lierbstlielien liuclie bis /.»in kibendeii. feuri^ien Rot der ii!acliti.:;en lüclieii an Waldrändern und eiti-samen l'eldwe^'en wechselte der bunte ^au-l«er. .let/i brauen iiiier den Hänj;tn die jjranen Nebel.scliwaden. Reichen l:riitesei,'en bescherte dieser Herbst dem freien utHerslei-lisclien L;fnd hier auf der weiten Kbene, die der Kenner auf der I.andkarte als l'ettauer linden ver/.eichnet findet. Die zerschlaKcne serhischc Biiiikerliiilc Sehen Sie dort die eheinalijce serbische liunkerliiiie?. Unser .sachkundiser He^Heiter von der Deutschen Reichsbahu deutet zur W'aldecke am Schienenstran« hinüber. Die l'imst des deutstlieii Soldaten hat diese dräuende Linie aus Stahl, lieton. Stacticldrä]i-ten und StraMeiisperren auf den ersten Anhieb /.erschlagen und jene kinistliche tirenze niederj^ele^'t. die einst trennend /.wisclien deut-seilen .Menschen liiibeii und drüben stand. Die am Waldrande friedlich im (irase liegenden 1 Jet()iih()cker der Stralkiispcrre sind in der Tat ilie letzten sichtbaren Zeichen des Kriejiies. die diesem Lande keine soiulerlicheii Wunden v:esclila>,'en. wohl aber die langersehnte liefreiuii.ij von serbischem Chauvinismus ,v:ebr,icht hat. Der D-Zn^ durcheilt nieiirere iaiiKe I im-iiels, Sie alle la^eii nach dem Abzu.ij der Serben \ ersciuittet. /erspreiiKt. ehe die ordnende Hand der deutschen Reiclisbahner und 'l'cch-niker eiii:^'riff. hi unvorstellbar kurzen Zeiträumen wurden die Triimmerniasscn fortgeräumt lind die Durchlässe w iederlier.viestellt. die in Niilli^ verwalirlostem Zustande hinter-lassenen iJalmhofe und lietriebsanlanen neu i,'C(Mdnet imj den Anforderunnen des neuzeitlichen \erkelirs aiij^epalit, beKnii.ijten sic!i doch die Serben mit dem, was sie einst nach dem Zusammenbruch der lionaumniiarcliie i'i's dem Mestaride der elieinali^en österreichischen Siidbahn übernommen hatten. iMarbiir«, die ;iltc deutsche Stadt lenseits der uiederiierjü:estellten. weitj^e-»•paniiten Ijsenbahnbriicke über die tief unter uns rrä,ijc dahmflielkiule Drau lic^t AJar-biirjj. die so heil.! umkämpfte Hochbur;; des I>entschtums. Alte pnt/Jjje Häusciten mit lauschigen Winkeln, beschattet von liochraKcn-ikn Hiiumen. >chmie}{en sicli enj; an das l'lutSufer. Und* rinj^s um die Stadt erheben sich Wald- und Rebenhüiffl. die für den Wanderer die Pforte zum liacliem-ticbir'^e ttöffnen. Diese alte Stadt deren getreues Abbild man ebenso in l'rankeii. in TliüriiiKCii oder an den Ufern des I\Mieines Miederfinden kann, hat ihren urdeutschen Charaktetr niemals verleiii,'net. Der weite Marktplatz, auf dem vor über iO .lahren zahlreiche Volks-ileutsche unter den Au«en einer untätig dreinschauenden Interalliierten Konimissinn für ihr liekemitnis /.um Deutsclituiii den Ku-Kcln serbischer Mörder erlaKen. träjs't lieute den Namen Adolf Hitlers. Ihm dankt auch dieses schöne Land /wischen Alpen und Karawanken seine Befreiung. niirKriilne Cilli, die Krone der cinstii^cn ürafenstadt \ Oll der vierliundert (Meter iiber dem Sanntale auf steilem W aldkeviel liejjenden. iiiäclitivcen HurKniinc Cilli schweift der IJlick iiber die (irafenstadt >;leichen Namens. Im \olkskami)f um die südöstlichste Mark des Reiches stand die Stailt Cilli an erster Stelle. Mancher k. und k. Aliiiistcr|)räsident oder Minister, der. von frcnidstämmiyen Kmfliis-sen aii;,'eki änkelt. deutschen Lebens- und Schicksalsfragen nicht die nöti;(e lieaclitun« schenken \M)lltc, scheiterte am harten Willen der üeutschen Hürjicr Cillis. die ilne Schul- und GemeindeanKele;ienIieiten mit un-;rewöhnlicher Liier.nic verfochten und auch dem Hekrader Druck den stärksten Widerstand entKc^eiisetzteii. Um die bochraj;ende, dem Spätbarock an«eliörende ür.ifei. wo die Landgrafen von Cilli amtierten, schart sich ein Gewirr buckliger Ziegeldächer und s[)it- in recht drastisclieii AuUc- wahrlosutt;: oft um.^'en Luft. Der einstige Gebieter dieses Landes. Graf Cilli. hat um die vielen lieilsainen (Jucl-len entdeckt. Oft weilte auch Kaiser Lranz .loseph in Rohitscli-Saucrbrunii. Sein Hild im Kurliause, das ihn bei der Huldiy:nii;i der Stände zeint, blieb merkwürdigerweise unversehrt. Die Serben drehten das Bild eiiifacli um, und die von der hinteren zur >Vorder-seitC'* ffewordeiie L'läclie »verewigte« den alten Pasitscli und den zq Marseille ermordeten ehenialijien Köniu Anwander von .lu-lio^lawien. An einem laiiKCii Bestand ihrer Zerstörte EisenbahnbrUcken, nut^lose Barrikaden der Serben gegen unsere Welirmacht die Serben offenbar zer Giebel, öffnet sich der Blick in lauschiije, kopfsteinjjepflasterte (iassen und Gä Heben. Alte deutsche Handwerkerzeichen «rüHeii über Pforten. Toren und Läden. Läiijist sind die den deutsclien liürK'crn einst auftje/.wun-xeneii slawischen (iassen- und Namensbc-zcichiiuiivjen verschwunden. Das .deutsche V\ ort Rilt wieder in diesem deutschen Lande. Der siidlich.stc ßadeort des Kciclic« Oeniächlich rollt der Lokalbalm/.U): l^o-hitsch-Sauerbruim eiuaesen. Roxaska-Slatiiia hieß dieser südlichste Kurort des GroUdeut-schen Reiches währciul der ku'zeii serbischen 1 ierrscliaft. Anmutig sclmiiej^en sich die sauberen, weiUen Häuser/eilen an die herbst-Lcli bunten Waldhänne. Weite Parkankr^e;! mit «epflek'ten Weisen laden zu bequemen SnazierjiäiiKeii ein. Die Serben beeilten sicIi auch liier, die ilinen weiii.L; beiladenden deutschen Namen fluj^s in serbisclie Bezeichinin-.i^en uinzutaulen. Die einst in bestem baiili-cliem Zustande liinterlassencn Hotels, Kurhäuser und l'ensioiieii hin>:e!,;en kamen mehr und inelir herunter, und die Bade>;ästc aus aller Herren Länder inacliten ihrer Kntrii-stun;; iiber diese offen zutat;e«ctretene Vcr- Herrschaft ylaubteii selbst nicht. Bewährte VolksdentNchc betreuen heute das Bad und seine Brumieiiliäuser. in denen wieder Iloclibetrieb herrscht. Das heilsame Wasser wird aus der Tiefe der Brunnen un-mittellvir und unverfälscht in die Llaschen .nefüllt und wandert in alle Welt, lieute schon erreicht dieser Versand i^5(DHK) l'la-sclieii im Durchschnitt monatlich, eine «anz respektable Leistunj,'! Der südlichste Badeort des Reiches hat. wenn der l'riede wieder ' eiinjekchri sein w ird, im Wettbewerb der dentschen Bäiler ein .vicwichiises Wort mitzureden. Südliche Luft uiiifän«l den Gast m diesem Gau. h'eiirij^er Wein wächst auf den Rebeii-hüijehi. Selbst im späten Herbst strahlt hier die Snmie noch fretiiidlich warm und mild, in den Wäldern der L'ntersteiermark ist die Kdelkastaiiie. dieses ausgesprochene Kind der Mittelmeerlünder. zu Hause. Dumpf fallen ihre fruchte zur Llrde und sprinnen aus ihrer stachehjieii Hülle. lr;.^endwo jenseits der Berj^/üire müssen Laibach und Triest licsicii, Zur Adria ist's nicht mehr weil! 1:. H. Stadt und Land — ein Volk Der Landfluclit wird ein Halt geboten Im ,\)ittelj)nnk! \'olkspoli(iseher Betraehtmi-}j[en stehen die WecbselbezielmiiKen zwischen Stadt und Land. Politiker wie Volkswirte erkannten. daß die Lantlfhieht die W'urzel unserer Volksjiesnniibeit und damit iinsere.s volkliehen Bestandes ber^ibit. Die schwachen Leisiiinjreii der Stadt hinsiebtlich des Bev<»!-kerunjfszuwaelises miisseii mit der znnehnien-den Vei'Städterunn immer fühlbarer werdend.* W'irklln^^en auf die Volkskiaft ausüben. Wohl muß d'-T Stadt ein Zustrom f;tsunden, aut-trisehendeii Bhi'es \(nn l.aiuie bleil-.en, aber er darf nicht m Laiulfhicht, ja Landvertrei- Lan(.lvi>lk, sondern der gesamte \'olksk«irper auf die Dauer krank«:. Professur Seedorf, Gr)ttingen, forderte selum damals Beseitigung der ürsaehen der l.and-tlueht dnreli Verbessernng der Lebens-, |n-ciierdbildimifs- und VerkelirsN erhältnisse auf ilen; Lande sowie " ' '"diRim" und i-mde-rung des ländlichen Kiilturbedürfnisses. Nur ilurch eins^'litsvolle und auf lanye Sicht gedachte Volkspolltik wird die auch heute noch nicht \oll überwundene Klnfi zwischen Stadt und Land beseitigt. Dann lallt ilie Landflucht ZEUGEN DEUTSCHEN VOLKSTUMS ik * Kleinp Chronik buntj ausarten, denn ilann w ird nicht nur das I als be.sorgniserregendes AU)ment weg. III. SpiclplaiiänderunK im Stadttheater Mar-burji:. Die Intendantur des Theaters teilt uns mit. dal] we«en Krankheitsfall der Spielplan eine Anderun« dadurch erfahrt, dal.{ an Stelle von Lehärs i'a.naniiii'< Bizets Oper Carmen« am kommenden L'reitan. den November, zur Aufführung konnnt. m. Höfles Alter. Unser Mitbür^cer .losei Bo-kau, Dreher in der ehemaligen Südbahn-(jc-sellschaft i, [^, feiert dieser Ta;ie in voller Reistisier und körperlicher i'"rische im Kreise seiner L"amili(i seinen SO. (jeburtstaj;. Unseren Glückwunsch. m. Trauun« In Wachsenher«. Der in Wach-senber^' stationierte Ciendarmeriebeamte Johann Werblatsch gin« in feierlicher l'onii beim Standesamt in .lakobstal mit der^ dort wohnhaften Besitzerstochter A^nes Stifter den Bund der Ehe ein. Line Jfrolle Anzahl f-raiien der dortigen Ortsgruppe versammelte sich unter der Leituiijj; der Ortsfrau Kossi und Ral> durch Gesang der Trauung ein besonders festliches CiepräRe. Der Orts^rup-lieiifülirer sowie auch der .Amtsbür>iernieister als Standesbeamte richteten an das Brautpaar eine m herzlichen Worten gehaltene Anrede. m. Todesiall. Im Marbur.iier Krankenhaus ist heute du StadtoberRärlnersnattin L'rau Paula Boiowka ueb. Schneider, nach kurzem schwerem Leiden unerwartet verschieden. Die Verblichene erfreute sich ob ihres edlen, stets hilfsbereiten Wesens yrolier Wert-schätzunj; und war zeitlebeiid ihrem Gatten unersetzbare Stütze. An dem Aufschw unij der städtischen Gärtnerei neliührt daher audi ihr Rrolier Anteil. — Weitere Todesfälle. In der MellhiRcrstralJe 34 in Marburg starb die ()4jäli. Reichsbahners-«attin Maria PreloR. — im hohen Alter von 85 Jahren verschied in Drauweiler, .Annen-Rasse der Oberbauarbeiter i. R. l'raiiz Ni-kolitscli. — Am 47cr-Platz in Marburg starb die kleine Lrika Klanetscliek. m. Mutter mit SauKlinj; spran« in die Fluten der Palten. Dieser Ta^e spran.R die Reicl^bahners.v,attin Magdalena Kramer aus Selztal nach einem Streit mit dem Gatten in der .Nähe ilirer Wohnung bei l'ersbichl mit ihrem acht Monate alter, Kind auf dem Arm Mi die Pluten der Palten. Die Frau rettete sich jedoch wieder aus dem Wasser, während sie ihr Kind ertrinken lieli. Die kleine Leiche wurde bald .ueborneii. Die Krämer hatte eine Tasche mit 71) Mark Bargeld, sämtliche Lebensmittelkarten und eine Schnapsflasche bei sich. Die Tasche mit der leeren Flasche wurde der OrtsRendarmcrie überleben. eine neu Unerwartete Begegnung Ls ist, SU betonte mein holländischer Gewährsmann einleitend zur Krklärung, in den Vereinigten Staaten so eingerichtet, daß nicht nur die Büriicrmeister, sondern auch die Richter und Beisitzer durch Wahl erkoren werden. l^abei soll es nicht eben selten vorkommen, dah der Urteilshildung des Wählers durch finanzielle Hrmunterung nnchgeholfeii wird. F.inern Richter irgendv\() im mittleren Westen wurde ein unmäliig zerlumpter Landstreicher vorgeführt, dessen Sündenliste durchaus hn Verhältnis zu seinem iMimdwerk stand. Seien Sie nicht so frech !v schnob der Richter. Haben Sie überhaupt in Ihrem Lehen einen Dollar verdient?^ •jawohl. Kuer FJireii :. sagte der Landstreicher lächelnd. jIcIi hain- im vorigen Jahr um f) Dollar für Sie gestimmt. Karl Lerbs ^ -4 ♦ lilnci (JtT Biiti 'iie von den Sorljf.n in (j. .i " /-< :il um .y den Einmarsch der Deutsctieu aber nlctit hindern konnten on de»' • tu lUn'vien eirichtete Notbrücke schul beiden Drüuuloru die Verbindung zwischen den Autiiuliuivu. blcilcn-LiclUbiU Urai Xummer 322 ^Marburger Zeitung« 18. November 1942 Seite 7 'U}ictschait Beschlaananme der Wildielle Der Chef der Zivilverwallung in der Untersteiermark hat auf Grund der ihm erteilten Ermächtigung mit Rücksicht aiif die besondere Notwendigkeit, während des Krieges alle inländischen Rohstoffe auszunützen und zu verwerten, die Beschlagnahme sämtlicher Wildfelle mit sofortiger Wirkungskraft angeordnet. Die Decken von Schalenwild, Sau- und Dachschwarten, die Felle von Hasen, Bisamratten, Eichhörnchen, Hamstern und Maulwürfen, sowie die Bälge des Raubwildes und Raubzeuges (Füchse, Iltise, Steinmarder, Ottern, Wiesel, Katzen, mit Ausnahme von Scheckenkatzen) dürfen nur an Fellsammler, Felleinzelhändler oder Kürschner verkauft werden. Diese sind verpflichtet, die Felle Uber die Firma I. Jelenz in Cilli der Reichsstellc für Lederwirtschaft anzubieten, die dann IhrerseitB die Weit^rleitung an die Gerbeteien veranlaßt. Übertretungen dieser Verordnung werden bestraft, neben der Strafe kann auf Einziehung der Ware erkannt werden. Arbeit im Hühnerstall SorglältiKe Reinigung und gründliche Instandsetzung sind notwendig X Konservierung durch Trocknen. Ein in den letzten Jahren im großen mit Erfolg angewandtes Konservierungsverfahren Ist die Trocknung von Gemüse und Kartoffeln. Eine Kiste mit 25 kg Trockengemüse entspricht etwa 4 bis 5 dz Frlschgemüsc, 25 kg Trok-konkartoffeln 2 bis 2,5 dz Frischkartoffeln. 20 Waggons frischer Grünkohl ergeben einen Waggon mit 15 000 kg getrocknetem Grünkohl. X Bodenauf locUening steigert Ertrag. Eine Vorbedingung: für gute Bodenerträge ist die richtige Auflockerung des Bodens. Etwa 60 v. H. aller deutschen Böden sind lockerungsbedürftig. Wie Untersuchungen ergeben haben, könjicn Lockerungen der Pflugsohle zu Ertragsteigerungen von etwa 20 V. H. führen. Auch der neuzeitliche Hühnerstall erfüllt seinen Zweck im Winter nur dann, wenn alle SchÄdcn am Stall im Hurhst ausgebessert wurden. Besonders das Dach muß dicht sein, denn Näs.se im Stall schadet den Hühnern sehr. Um alle kleinen Löcher im Dach schnell zu finden, crfolp[t das Nachsehen des Daches nicht von der Krde aus, sondern mit Hilfe einer Leiter von oben. Schäden, die bereits von unten festgestellt werden, sind schon recht groß. Bei Pappdächern können die Reparaturen gut selbst ausgeführt werden, während andere Dächer der Handwerker ausbessern muß. Kleine Löcher in Pappdächern werden einfach mit KIchen-UHSSc überstrichen, die beim Händler TKier Handwerker erhältlich ist. (jröRerc, schadhafte Stellen mttssen fjeflickt werden, lind zwar so, daß das neue Stück zuerst mit Klebemasse aufßcklebt wird. Krst danach wird es genagelt; zum Schluß muß der Flicken nochmals mit Klebemasse überstrichen werden. Häufig werden Klicken ntir aufgenagelt; dabei kann dann aber an den Nagelstellen leicht Regen- oder Schneewasser eindringen. Auch der Dachrand muß festsitzen, damit WiiKl und Sturm keine Angriffsmögüchkeiten haben und das Dach nicht hochreißen ki>n-nen. Ein Rundgang um den Stall zeigt abgebrochene I>cckleisfcn, Schäden an Tür tind Fenstern. Schadhafte Deckleisten sind zu erneuern, zerbrocliene Fensterscheiben werden ersetzt. Nicht immer ist es notwendig, daß ein ganz neues Fenster eingesetzt wird. Es kann auch über den zerbrochenen Teil der alten Scheibe eine neue übergesetzt werden. Wer noch Farbe hat, streicht die Fensterrahmen neu. Abgebröckelter Fensterkitt sollte Sßoet uttd Jjuaim diesen wird der Anstrich an einem warmen Tag wiederholt. Wird Spritzwasser bemerkt, muß eine Dachrinne angebracht werden. Bei Pulldächern genügt es, wenn von der einen hinteren Dachecke eine Holzleiste schräg über das Dach gezogen wird, so daß sie etwa 40 bis ."iO cm von der anderen hinteren Dachecke entfernt an der Dachecke endet. Vom Stallinnern aus werden Türen und Fenster auf dichtes Schließen geprüft Das Federkleid der Hühner wärmt zwar recht gut, schützt die Tiere aber nicht gegen Zugluft, wogegen sie ganz besonders empfindlich sind. IX^shalb müssen auch alle Ritzen und l.öcher in den Stallwänden gut mit Zemenr-hrei verschmiert werden. Aiin findet diese kleinen lichten Stellen vom Slalliniiern aus besser, weil der Blick vom Dunkeln ins Helle geht. Ganz besonders ist der Schlafplatz der I'iere zu überprüfen. Hei doppelten Wänden sucht man mit angefeuchtetem Finger nach Zugluft. Zum Schluß kommt die große Reinigung. Alle beweglichen und herausnehmbaren Gegenstände werden mit Sodawasser gründlicli gescheuert und möglichst in der Sonne getrocknet. Die Sitzstangen und ihre Auflagen werden frisch mit Karbolinum bestrichen. Die Stallinnenwände und der Fußboden sind neu zu kalken. In die Legenester kommt weiches Stroh, am besten flaferstroh, und auf den Fußboden eine gute, dicke Einstreu aus Kaff (Spreu) oder Stroh, das nicht zerkleinert zu I Sportklub niit 3:1 ^^egeii die Kekh^balin XV werden braucht. ] /um Sie«-, Deutschlands Sport dreimal auswärts Am kommenden Sonntag tritt zum letzten! Vom Freitag bis Sonntag kommt in der Male im Jahre 1942 die deutsche Fußballaus-' schönen Donaustadt der Dreiländerk;impf im Die Bereichshlasse in Ziffern fn der Rangordnung der Bereichsklasse D?. nau-Alpenland ist keine Veränderung; eini,'i'-treten. Der WAC vermochte seine I ührnn;,'s Position zu festigen, während die drei weiti.--ren Plätze, hei gleicher Punktanzahl nur durch die geringere AtJzahl der ausgetrageneii Spie le, bzw. des besseren Torunterschiedes v. r gen auch weiterhin von Vienna, Rapid uihI Wiener SC eingenommen werden. Der Tabellenstand: 1. Wiener AC 118 12 :U;IS 17. 2, Vienna 10 7 l 2 17:2« Lj: ;i. Rapid II 7 I 41:2I 15: L W. Sportklub II 3 2 H6;2I I.t; 7 5. Austria II 6 2 27:34 14: K ♦i. FIoridsle Standarte Rann der Weiirniannschaft des Steirischen Heimathundes. ir>i:r;;fr \^. Novoiphpr l'**? NuniiT'T ?-22 Sladlthealer Marburg a. d. Drau Alitlwoch, den 18. November Preise 2 Fahr'n ma Euer Gnaden Singspiel in drei Akten von Oskar Weber ^ Hi'Kinii: '.'0 I hr Kiidr: ~3 Uhr z flüRNF'^ S KI T Ol .1 H R K N MUSIKHAUS PERZ 4'SlAllIJURl« (I)ruu) — HcrronjfMdf Nr. 34 ^ Noten - Musikalien ^ >Ttisikin%tnimentc ^ (»ranimit/er \on llengstin, eiche tliese in der Deck-periude l!'!;i zur Zuuil verweiuk'n wuIlen und daher an.L;e-kiirt weithii nutssi"!, werden eiiigelatlen, bis 1. Dezember 1912 naeli:-itlu;n..ic Paten bekanni/uKebeu unü an den Chet der /.i\ilvtrw rdtiini,' in der L'ntersteicrmark, Ijcauttiagter für l-nüihrmi; uiul 1 auüw irtschaft, Graz, Jakomimplatz 12, ein-zusenücn. I) Nat'iMKiie Aller und Abstannmuig des Hengstes, b) von lieiif,'st>.ii, wtlclit im \nrjnlire gekürt und mit ei;iem KriJKPM\l{!\ — DII.NST.STKLLK M AKHUHODK.ALI Der Beiiuttvnjfle für krifteit vafi die Zustimmuac niir !flr Anreißen mit Jem Vermerk' »Auskunft In der Verwalttin« oder Oeschftflsstelle« 2(i Rpl Anzelßen Aiin.'*hnicsch!n8: Am Taje vor Prichelnen tpi 16 Ulir Kleine \nzeisen werden nur ^euen Voreinsendung des Betraies (anch cUltlRe Rrleimarkfn^ auteenommcn Mlndestvebfltir IQr eine Kleine Anielt« t RM Wirtsciiafterin od. Hausdame für einen Herrn wird per sofort gesucht, intercssentinnen, die Sinn für Häuslichkeit besitzen. werden gebeten, Zuschriften nnt i.iciitbild unter >Untersteiermark« an die Verwaltung zu richten. I1957-6 Wirtschafterin wird für Haushalt gesucht. Anträge unter Umgebimg" an die Verw. 11964-6 Foxl, weiß-schwarz, brauner Kopf, buschiger Schweif, zugelaufen. Marburg, Hinter den drei Teichen Nr. 11958-13 Modistin wird bei A. Stauber, A\arburg-Draii, Schulgas.se t, aufgenommen. 11651-G £a yßitk^uAEu (Ütarre-Zithcr um SO RAI zu bi'"'T, Gutendort 19, DKK ÜKII ZlMI.VKKWALTLNCi IN DER LNTF:R- STi:iIJOlAKK. — DIENSTSTELLE ALMlBURd'DKAU. Der Beauftragte für die Zivllrocht#ipflege. T 9;i/42-4 ElniRilung dßs Verlahrens zum Deweise des Todes ii'H/ (Jberkit, g^'boivn am 9. II. 1SH5 in Rotwein bei AI; i bürg, i'lielii'her Suhii des Gregor Uberleit luul .Matia, geb. Sclilautr, laut Traiiuii;^sscliein des Standesamtes in A\arburg-Dr.ui ^^elt 17. 11, I"t2 mit Antonia Zelzer verheiratet, zuletzt ■ ils -\ilicitcrin in Oberrotwein wohnhaft, am 27. 7. l'.'M zum li):;uHerit.reKiii:eiit "^r. 47 n.ich Atarburg emRerückt, am 16. S. i'il-t ;Mit ik'u nis.MscIk'n Kric^'ssichauplatz abgegangen, wird seit r'.üde Außiist lOM bei iler Schlacht in Grodck vermißt Da Iiiiii.'uli .■iii/tuichniLii ist, daß die gesetzliche Vermutung des I oüt's im ^1.1111' des 4 eles Gesee zes vom 4. 7. 191)9, k( ii:i I, S llf!»). eintreten wiiil, wird auf Ansuchen der Gat-iiii ( Hu-rleil. l'riv.ite in Oberrotwein, das Verfahren /,^r l odeserkl;iri:ri'^' i in;.;e1eitet unü die Aniforderung erlassen, dl"- |m.--tsii'lle N uii'-icht über den Vermißten zu geben. I i.'itiz dhcrl.-t w rd aiifLn'ford.Tt, vor der gefertigten Dicnst-sielle' zu ersclH'iiK'M, odt-r auf andere Weise von sich Nachricht /II .hen Na'Ji dem 20. Alai l'JlH wird die Dienststelle auf nei .' 'h ■■I-- Anso'. li'Mi üit Antonia überkit über die 'I'ode^> entseheiden. 'U'rburg a Drau, am 13. November 1912. 119.U l'hesen. 1966-3 Schwein zu verkaufen. Mar-burg-Drau, Brunndorf, IJlien-cronpasse 28. 11963-3 Liclttbraiiner l'rizkragen ÜTr lierrenmantel um 3() RA\ zu verkaufen. Anschrift in der Verwaltung. 11984-3 Laufmädchen wird bei A. Stauber, A^arhurg-Dr., Schul-gasse 4, aufgenommen. I1653-6 Kassierin per sofort gesucht. .M. llgers Sohn, Juwckcr in Marburg-Drau, llerrengasse 15. 11912-6 Garant gulmr Arznei'fräfiarate - Mit 1893 - rhem Fabrik Kmvfl-Lrußi'n «».«i.h.n. Adln Die Verwaltung der WAl-Standarte A^arburg-l.and benötigt eine Aufräumefrau für die Dienststelle in Marburg,* Augasse 10. Anmeldung in der Verwr.Itiuig der Stanelarte Marburg-Land täglich von 12 Uhr. • 11916-6 8907 FrciwiUlee für den Wachdienst in den besetzten üe-bieten, auch Pensionisten, Rentner, jedoch untjcscholten und einsatzftihig, im Alter von 24 bis 60, zu sofortigem Eintritt gcsucht. Auskunft bei allen Arbeitsämtern und bei der Werbcicitung für die Ostmark: Thiel Rudolf, Werbeleiter, Graz, SackstraBe 27, iu meUft 9esuek{ Angenehmer Alieter sucht nciles, heizbares Zimmer, mogliclist in zentraler Lage, zu mieten. Angebote erbeten an: Zi'h, Krim .-Polizei, AV'ir-burg, 'i'heatergassc 4. 11011-d I Schlüsselbund AU)iitag zwi-1 sehen Taurisker- und Schmi-derergasse verloren. Abzuge-I ben gegen Belohnung hei I Kordik, Schmiderei-gassp 30, i A\arhurg. 11959-13 • Sonntag w urde aiii dem We-I ge vom Kärntner- bis Haiipt-I bahnhof Schlüsselbund ver-j loren. Der l-inder mfigc ihn i beim Fundamt Atarburg ab-tgeben. 11968-13 jiinper, dunkelgr. Schnautzer, sehr scheu, hat sch verla.i-fen. Abzugeben bei Dr. Kn-watseh, Ivuiil-Gugel-Straße liS, .Warburg. 11983-13 Derjenige, der das Fahrrad vor dem Geschäft Büdefeldt vertauschte, wurde erkannt und soll ilasselbe zurückbringen, da ansonsten die Anzeige erfolgt. .Aloisla Peklar in Neudorf, Wretzl R<'-Gr.^sc lU. 11969-13 ifeestkiedeites Abscltreiben? ..bzeichnen? Neinl Pholok(^icrtMi lassen. »Fotokopistc, üraz, Orieskal 60. Ruf 67-9S. 6988-14 Besichtigen Sie jetzt die n der Kunsthandlung Karbeiitz, llerrcngassc 3, ausgestellten Bilder der Marbiirger Analer Petein und Prof. Jirak. 11970-14 Tages-Prelsc für jede Menge Altmaschinen, l'.isen, Aletallc. .Abfälle aller .Art. Chernelimu Abwracksbetriebc. Lagernd große Auswahl Autoteile, Alaschiiii'nte.le und Nutzei-sen. A^ax Weif^ Nagystrar>c 14, Telefon 2130. Vormal.'* üustintschitsch. 9882-11 w