Nr. 180. Donnerstag, 8. August l 907. 126. Jahrgang. Mbacher Zeitma «lännmerattoneprels: Mil Poslvcrsenbu n g: «anziährig 30 ll, hlllbjäbri«, 15 li. Im ltunlo^: ganzjährig . V ü, halbjätirig 11 X. Für bie Zustcllung i^k Haus ganzjäliriss 2 ll. — Inslrtlontzgebühr: Für llcinc Ioseiate bis zu 4 Heilen 50 d, gröü?rl' ?er Zsüc Nr. 14 «t-Lllniulli» vom 26. Juli 1907. Nr. 5 «Unverfälschte deutsche Worte» vom Ernting 1907. MchtamMcher Heil. Fürst Ferdinand von Bulgarien. Die dein Einsten Ferdinand von Sr. Majestät dem Kaiser durch Verleihung eines Husaren-regimeuts bewiesene A^szeichilliiig wird in der Presse als ein Akt von Politischer Bedeutung gewürdigt und mit anerkennenden Äußeruugeu siir die Regieruilgstäligleit des Fiirsleil begleitet. Die „Neue Freie Presse" betont, das; dicser Vorgang um so höher zu bewerten sei, als Fürst Ferdinand, der sie in seiner Eigenschaft als Staatsoberhaupt erhielt, nicht souverän ist. Anf die mazedonische Frage übergehend, weist das Blatt darauf hin, daß die Neformaktion beim bulgarischen Volke anfangs mehr als unpopulär war, weil mau ihren Zweck fürzn klein erachtete, seither ijt diese Auffassung verlassen worden, und der Fürst, der ein klnger Regent ist, dürste dazu wesentlich mitgewirkt haben. Bulgarien stellt sich mit Europa lind mit der Türkei gut und es wird hoffentlich diesen richtigen Neg einhalten. Daß der Fürst für diese Nichtung eintritt, ist selbstverständ-lich, und es ist ihm allmählich gelungen, sich Autori tät zu schaffen, ein wirklicher Fürst zu werden, der oft Schiedsrichter zwischen den Parteien ist. Bezüglich der internationalen Stellung Bulgariens betont das Blatt, das; das Fürstentnm an Österreich-Ungarn immer einen guten Frennd finden wird, solange es ein friedliches Programm verfolgt und unsere Interessen nicht verlebt. Österreich-Ungarn hat sich an den (Grundsatz gehalten, das, es seinen Vorteil in der selbständigen Entwicklung der Balkanvölker suchen wolle, und gerade Bulgarien hat in seiller kurzen (beschichte Proben davon erlebt. Das „Neue Wiener Tagblatt" sagt: „Die Anszeichnnng gilt nicht dein Bulgarien der, früheren, sondern dem der allerjüngsten Vergangenheit, das eö endlich begreifen lernte, das; sein Fürst es die richtigen Wege führt, wenn er der Anlehnung an die Friedeiispolitik der (Großmächte zusteuerte. (5s bedürfte iu Bulgarien harter Kämpfe, bis fich das allgemeine Verständnis durchdraug, daß die beste Garantie seiner Zukunft einzig ill einer Politik der Zuverlässigkeit sowie in der Gc-winnnna, des politischen Vertrauens, namentlich auch Österreich-Ungarns, gelegen sein kann." In bezug auf das bulgarische Dementi, betreffend die (Gerüchte von einer Unalchängigkeitserklärung Bulgariens und Annahme des Königstitels seitens des Fürsten bemerkt das Blatt: Die Bulgaren werden es hoffentlich verstehen, daß, wenn anläßlich des Negiernngsjnbiläilms des Fürsten, die Glückwünsche aller Großmächte sich einstellen, dies für das Land reeller nnd wertvoller ist als eine der politischen Valuta entbehrende Königskrone. Die „Zeit" ist überzeugt, daß die Besprechungen, die in der „kleinen Elitrevue" zu Ischl gepflogen wurden, zn völlig befriedigenden Ergeb nisscn geführt haben. Die dem Fürsten Ferdinand zuteil gewordeile, seine Person besonders ehrende Auszeichnung beweist, daß unser Kaiser dem Fürsten gegenüber die Anerkennung nicht zurückhielt, die dessen Politik der Mäßigung und des Friedens beansprucheil darf. Fürst Ferdinand ist zur Einsicht gelangt, daß der Anschluß an das Mürzsteger Reformprogramm die klügste Politik sei, und er hat seinen ganzen Einflnß ausgeübt, um die bulgarische Banden bewegung einzndäm men. Auch bei der Zusammenkunft des Baisers mit >tönig Eduard werden die Balkanfragen den Gegenstand eifnger Erörterungen bilden. Es handle sich darnm, mit Hilfe Englands das Tempo zu beschleunigen, in welchem die Mürzsteger. Beschlüsse durchgeführt werdeu. Die „Österr. Volkszeitung" erkennt iu der Aliszeichnung des Fürsten Ferdinand ein weithin sichtbares Zeicheil, daß die Periode der Abenteuer für Bulgarien vorüber fei. Man habe in Bulgarien allmählich die verloren gegangene Erkenntnis von dein Wert guter Beziehungen zu Österreich-Ungarn wiedergewonnen. Das Wiener Kabinett habe der bulgarischen Regierung das Einlenken in die Bahnen einer Realpolitik zn erleichtern gesucht. Auch der Verzicht Österreich-Ungarns auf seine in Bulgarien habe zur Besserung der Beziehungen viel beigetragen. Politische Ueberficht. Laib ach, 7. August. Eine der „Pol. .Vtorr." alls Nom zugehende Mitteilung hebt den Umstand hervor, daß der weitaus größte Teil der italienische!, Presse dem jüug steii Z w i s ch enfall in Südtirol äußerst geringe Aufmerksamkeit gewidmet und jeden Versuch, diesem Vorkommnisse eiue ihm nicht gebühr reilde Bedeutung beizulegen, unterlassen hat. Diese Haltung der öffentlicheil Meinnng in Italien sei als ein unverkennbares neues Zeichen der gegenwärtig daselbst herrschenden, durchaus frenndliä)en und loyalen Gesinnungen gegenüber dem verbündeteil Österreich-Ungarn zu würdigen. Aus S w i >l e m ü n d e, (l. Anglist, wird gemeldet: Bei der Abschiedsfeier an Bord der rus-sischeu Kaiserjacht „Standard" brachte Kaiser Nikolaus folgenden Trinkspruch aus: „Ich bill glück lich. daß ich diese Gelegenheit habe. Eurer Majestät für die mir bereitete so herzliche Aufnahme aufrichtig zn danken uud den ganzen Wert zum Ausdruck zu bringen, den ich anf die Fortdauer der Beziehungeu der überlieferten Freundschaft nnd Verwandtschaft lege, die beständig ein enges Band zwischen unseren Häusern und Ländern gewesen sind. Nachdem ich mit lebhaftem Interesse lind großer Bewnuderimg den Manövern der schöllen Feuilleton. Die Retonrkarte. Von Zlfe Aubmayer. Unser Alpenklnb war wieder einmal zu einer Bergtour vereinigt. Eiu Tamenquartett (sage vier Damen) und ein Herreilterzett t'ampf im Frieden. Wir machten stets dieselben Witze. Bei jedem Bache rief einer, loir kommen zum Nil, .^oilgo oder zum Amazonenstrom: hatten wir einen Wassergraben zn überschreiten, meldete sich sicher ein anderer: „Eäsar überschreitet den Nnbil'on!" Und jede schwierige >tletterpartie erleichterten wir durch „Hannibals Zug über die Alpen!" — Beim Wege auf die Steiner Alpen Passierten wir der Neihe nach den Ganges, Indus und Brahmaputra, erstiegen den Gaurisankar, den .Wima-Nd5aro lind den Pindus, sprangen oder stolperten über die Kanadischen Seen usw. Kurz und' gut! Unser ganzes historisches nnd geographisches Repertoire kam derzeit zum Vor schein nnd wir lachten zum Schlüsse schon nur deHhalb, weil alles so oft wiederholt wurde. So kameu Nur Sauistag nm ^tt llhr am Süd bahnhofe an, ließen uns zuerst vou allen grüudlich bewundern uud lösten endlich die Körten. „Nehmen wir Netourkarteu", schlug ich vor. Das wurde aber unisono abgeschlagen. Man muß zu sehr darauf achtgeben, meinten sie. Ich aber blieb dabei. Ging zurück und holte uoch eine Karte. >trainburg—Laibach. „Dickschädel!" brummten die nlin, ich aber lobte die Vorzüge meiner Netonr-karte. „Sie erspart Zeit und Mühe, und man ist der Sorge los!" Wohlgemut steckte ich sie ein. „Rom ist gerettet!" — 7 llhr Üi") Minuten. Wir fnhreu ab. Polternd ging es durch eudlose Prärien Nordamerikas, über die neue Hochbrücke von St. Lonis, von weitem hörten wir den Niagara-Wasserfall tosen lind bin durch tönte das monotone (Geräusch de? fahrenden Zuges. Der Kondukteur kam. Ein gntnuttmer >iauz. Lachend klipste er die Karten. „Wohin geht's denn? Storxi^, aha schön, schön! Bergmannsheil!" — „Bergmannsdank!" ertönte es aus sieben Kehlen. >ilips, klips! Ich stecke die Karte zn ihrer Sties schwester lind heida fuhren wir weiter. Ein Illick! Wir waren am Ziel. „Aussteigen! >iraiuburg!" Mstig schritleu loir über den Perron, übergabeil die Karteil lind machten uns auf den Weg. Wir wollten gleich aufsteigen. Aber in Kanker rieten uns einige der größereu Sicherheit wegen, lieber erst bis zum Morgeu zu warten uud obwohl wir alle tapfer nnd mntig waren, suchten wir doch eiueu Nnheplak. Unten im Kanfe^al anf einer Waldlichlnng lagen nur bald nm ein Feuer herum und die frischeil Kartoffeln brieten lustig m der heißeu Asche. Der Moud leuchtete mit großem Eifer, da er kalendermäßig verpflichtet war, seine ganze Halbseite als eine goldene Scheibe sehen zu lassen. Die Bäume erhoben sich vom Horizonte wie schwarze Striche. Die Nacht war warm, und rasch verflog die Zeit. Um zwei llhr morgens brachen wir auf. Wir kamen wieder durch alle bekannteil Ebenen, sahen alle Berge und Flüsse und '.wängtei, uns durch einen Urwald Anltraliens ,i,^D __ liegen N> Uhr waren nur ans der Spitze.' Kein Fels war vor nno sicher. M't reicher ^eute der schönsten Alpen bluten — Edelweiß lind ^„,^„ — kamen loir dann zusammen und ehe dn' Sonne den höchsten Pnnkt am Fn'mameilte erreicht hatte, waren wir anf dem Heimwege. Alle Ehrc iX'n Damen! kleine blieb zurück, keine ließ sich am Bergstock nachziehen, keine Klage über Hühneraugen .'c. wurde laut. — „Haben Sie Ihre Ne-tonrkarte?" frug jede Weile einer. „Natürlich", (Mtwortete^ ich sicher, griff aber doch versteckt zur Tasche. Sie war da. Na, wenn ich sie verloren hätte! Das wäre ein Gaudium für die anderen. Laibacher Zeitung Nr. 380. 1676 «. August 1907. Flotte beigewohnt habe, erhebe ich mein Glas anf die Gesundheit Kaiser Wilhelms, des obersten Ehes'5 dieser flotte, und anf das Gedeihen der tapferei, deutschen Marine." -- Baiser Wilhelm erwiderte: „Eurer Majestät sage ich meinen herrlichen Dank für die soeben gesprochenen gütigen Worte, welche die Freundschaft zum 'Ausdruck gebracht haben, die uu5 und unsere Bänder verbindet. Es ist das erstemal, daß meine Flotte nnter dem Kommando mei-IKC.5 Vniders die Ehre hat, vor Eurer Majestät zu manövrieren. Die anerkennenden Worte Eurer Majestät werden in den Herzen meiner Offiziere und Mannschaften fortleben. Wir alle sind vom Wunsche durchdrungen, daß e5 Eurer Majestät vergönnt sein möge, den eingeleiteten Ansbau der russischen Flotte erfolgreich durchzuführen. Wie Enre Majestät, bin auch ich erfüllt von dem Gedanken der unveränderlichen Freundschaft unserer Hänser und unserer Völker. Diese Frenndschaft hat mehr als em Jahrhundert überdauert, sie verbindet uns heute und wird weiter dauern. Ich erhebe mein Glas auf das Wohl des Kaisers Nikolaus: ^eine Majestät der Baiser von Nnßland Hurra!" Die Petersburger Telegraphenagentur meldet: Die Entrevue zwischen dem r u ssischc n und dem dent s ch e n K aiser trng einen änßerst herzlichen verlvandtschaftlicheu Eharakter. Die Ve-sprechnngen zwischen dein Fürsten Pülow und dein russischen Minister des Äußern berührten die verschiedenartigen gegenwärtigen politischen Fragen, verfolgten aber keinen speziellen Zweck. Änf beiden Seiten wurde konstatiert, daß weder in Europa noch im fernen Osten der Friede irgend wie bedroht wird. Die Vorgänge in Swinemünde vermögen nur in der günstigsten, Weise den friedlichen Gang der Ereignisse in Europa, nnd Asien zu beeinflussen. Das „Wolffsche Vnrean" meldet: Die Begegnung in Swinnnünde ist eine nene Ve-kräftigung der anf alter Tradition beruhenden freundschaftlichen Beziehungen der beiden, Monarchen und ein Beweis für das gute Einvernehmen der leitenden Staatsmänner beider Reiche. Auf beiden Seiten trat der Wunsch zutage, den Frieden und die Ruhe auf der Welt aufrechtzuerhalten. In einer Besprechung der Ereignisse in Marokko bezeichnet es das „Fremdenblatt" als begreiflich uud im Interesse nicht nur der Franzosen, sondern auch der anderen Europäer im genannten afrikanischen Staate gelegen, wenn die französische Regierung sich diesmal zn einer ener gischeren Aktion entschlossen hat. Das Blatt weist auf die rasche nnd uneingeschränkte Billigung des Vorgehens Frankreichs seitens Teutschlands hin und l>ebt gleichzeitig anerkennend hervor, mit welcher Vorsicht die französische Negiernng diesmal alles getan hat, um auch nur den Schein zu vermeiden, als würde mit den, beschlossenen militärischen Maßnahmen irgend ein Zweck verfolgt, der mit bestehenden Abmachungen in Widerspruch sich befände. Dies sei um so bemerkenswerter, als die französische Regierung nirgends anf Zeichen des Mißtrauens in ihre Absichten gestoßen ist. Wenn man skh dessen erinnert, wie noch vor gar, nicht langer Zeit, die marokkanische Frage ein Brutherd internationaler Verwicklnngen zn werden schien, mnß man sich der seither eingetretenen Weildung aufrichtig freuen. Durch die glatt und mühelos erlangte Zustimmung und moralische Unterstützung, die Frankreich für seine marokkanische Sühneaktion gefuuden hat, ist Easablanca ein, in feiner Ver-anlassnng freilich beklagenswerter Beweis für die wesentlich gebesserte internationale Situation geworden, die sich auch durch andere erfreuliche Zeichen angekündigt hat. Man hat schon lange nicht an einem realen Falle eine solche Einmütigkeit der Mächte konstatieren dürfen- Enropa zeigt sich da als ein nicht bloß geographischer, sondern, anch knl-tnreller Kollektivbegriff. Tagesneuigleiten. sDer Kaiser und der Schul' lehre r.) Wie sorgfältig Seine Majestät der Kaiser alle ihm unterbreiteten Aktenstilcke liest und Prüft, beweist der nachstehende Fall, den die „Neue Freie Presse" erzählt: Ein Schnllcbrer, der vierzig Jahre lang seine Pflichten treu erfüllt hat, wurde für die Verleihung des silbernen Verdienstfreuzes vorgeschlagen. In dem betreffenden Vortrage wurden nicht nur die korrekte Lebensfi'chrnng des Mannes, die Gewissenhaftigkeit, mit der er die Kinder des kleinen Torses <'i")ieht nnd überwacht, rühmlichst hervor« gehoben, sondern anch in ergreifenden Worten geschildert, wie er als Familienvater bei der geringen Vezahlnng in den ärmlichsten Verhältnissen lebt. T<'r Kaiser genehmigte den Vorschlag anf Verleihung der Auszeichnung nnd säui'eb an den Nand des Vlattes: „Dem braven Manne sollen 6M K ans meiner Privatschainlle dac> silberne Verdienstkreuz vergolden." - (Studenten al 5 L anda r b eite r.) Ill Dänemark ist eine Bewegung im Gange, die darauf hinausgeht, mittellosen Studenten einen Som« meranfenthalt anf dem Lande zu verschaffen durch Vesorgnng einer Stellung als Erntearbeiter in einein landwirtschaftlichen Betrieb. In den allerwenigsten Fällen wird dem Mnsensohne natürlich anhaltende schwere Arbeit zugemutet. In der Regel geht der innge Mann zur Hand, wo nnd wie lange es ibin beliebt, so beispielsweise beim Obstpflücken uud äbn» lichen leichteren Hantierungen: manchmal ist oi^c mit dem Studenten beglückte Familie anch scholl befriedigt, lvenn er sich nnr des Töchterchen5 im Hanse annehmen nnd sie in die Mysterien seiner Hauptstadt tischcn Weisheit, seines weltumspannenden Stndenten-wisfens ein wellig einweihen will, so ganz Planlos, ohne Zwang, etwa im Gartenhänschen bei Kaffee nnd Zigaretten. ,A>in Wunder, daß der „Student als Erntearbeiter" eine immer häufiger auftretende Er-scheinnng wird, (Rücksichtsvoll.) Tic handelnden Par-teien der rührenden Geschichte wohneil im A. und 4. Stock einer Mietskaserne und heißen — sageil wir Schnltze und Müller. Müllers im 4. Stock sind guter Tinge und mnsizieren lebhaft. Schnlkes vom, .^. Stock schicken hinanf, Müllers möchten doch beute abends nicht mehr Klavier spielen, denn Frau Schnltze sei so sehr, schr krank. Müllers drücken ihr Vedanern aus und "befleißigen sich möglichster Ruhe. Nach zwei Stnnden klingelt es wieder. Eine nene Votschaft von Schnltzes: Müllers könnten nun wieder spieleil, denn — Fran Schultze sei eben gestorben. — (Das kleine Kerlchen mit der großen Nase.) In der kleinen belgischen Stadt Ligny feierte man, der „Täglichen Nnndschau" zu-folge, diesertage den l02. Jahrestag der Gebnrt eines braven Mütterchens, der guten Frau Rubay, die einst Napoleon I. von Angesicht zu Nilgesicht gesehen hat. Napoleon hatte im Juni 1815 sein Ge-neralqnartier auf einer Wiese hinter einem Meierhof aufgeschlagen. Anf diesem Meierhof saß die Familie der kleinen Anne-Iosefine Nubay. Anf cinem Spazier-gange durch das Dorf sah der Kaiser die Anne-Iosefine. die bitterlich weinte. Tiefe Tränen, rührten fiir einen Angeilblick das .Herz des Eroberers. Er streichelte dem Mädel die Wangen, tröstete cs nnd gab der rasch herbeigeeilteil Mutter Nnbay den guten Nat, sich mit ihrer Familie in Sicherheit zu bringen, da bald die Schlacht beginnen würde. Anne-Iosefine betrachtete mit Staunen den berühmten Mann, aber die einzige Erinnernng, die sie von ihm behalten hat, ist die: „Es war ein kleines Kerlchen mit einer großen Nase!" — (Über das Gcschäftsdentsch) macht sich Karl Ettlinger im „ssremdenblatt" lustig. Unter anderem findet sich in seinen heiteren Ausführungen folgender „Liebesbrief im Geschäftsdeutsch": Liebe Emma! Im Besitze deiner werten Zeilen von dem viclilndzwanzigsten cnrrentis beehr' ich mich ergebenst mitzuteilen, daß mein Herz in heißer Lieb' entbrennt is. Dich hab' ich orgebenst auserkoren zn der höchsten Sehnsucht meiner Triebe uild so bitt' ich Ener Wohlgeboren höflichst um gefällige Gegenliebe! In betreff der heiligsten Gefühle, welche ganz crgebenst in mir brennen, t>a bedanre ich, o blonde Kühle, leider keine Rücksicht mehr zn kennen, Nein, ich kann mich nicht mehr langer fügen oben detaillierten Schicksalsschlägen und so sehe ich denn mit Vergnügen Ihrer werten Rückantwort entgegen. — (Französischer Hu m o r.) Ein .ycrr zu einer im Torweg sitzenden jungen Fran: „Also Sie sind die Portiersfran?" „Ja." — „Schade, daß ich dann nicht hier im Hause wohne. Ich würde Ihnen gerne den Hof machen." — Die Portiersfrau naiv: „Schade, daß Sie dann nicht hier wohnen, das würde mir gerade passen, denn den zn fegen, macht mir immer die meiste Mühe."--------Ernst und entsetzt kommt der Arzt in das Krankenhaus zu X. und fragt den .Erankemvärter: „Wieviel Tow haben wir heute morgen?" — „Drei, gnädiger Herr." „Teufel! ... Ich habe giestern doch vier Rezepte verschrieben, Wir gingeil einen anderen Weg. Er war etwas länger als der beim Aufstieg. Veim ersten Hanfe wurde Nast gemacht. Die Gesellschaft war vollzählig. Lebendig mit ganzen Gliedern. Also kein, merk liches Malheur! Nur ein Stanislaus hatte den Absah vom Schnh verloren nnd jeniand hat beim Nasenabfahren Hosenfrevel begangen. Wir gingen weiter. Zeit war's ja, denn die Sonne neigte sich schon langsam gegen Westen. Endlich sahen wir von ferne Kraiuburg. Vis znr Stelle waren noch zwei Stunden — gute zwei Stunden. Icht uxir 6 Uhr und Punkt K Uhr ging der Zug. „Ihr werdet nicht mehr Zeit haben, Karten zu lösen," wiederholte ich zum x-tennia-I und alle fünf Minuten zog ich die Uhr. — „Sieben Uhr!" — Den Nest des Weges legten wir stillschweigend znrück. „Sieben Uhr zehn Minuten!" — Angstschweiß perlte anf den Stirnen der Geplagten. Wir gingen mit IM Pferde-kräften, das heißt wir wären gerne so gegangen, aber —-es ging eben nicht. „Halb acht Uhr!" — Nur weiter. Merkwürdig! Jetzt erkundigte sich keiner um meine Netourkarte. Ihre Ehre war ab-gewafchen. Ringsum war es still. Nur die Bergstöcke stießen hie und da irgeudwo an nnd im nahen Walde fang ein Vogel die Inngen ein. Es war dreiviertel anf acht! - Ich lvar lustig: „Seht Ihr den Zauber der Retourkarte?" 8 Uhr in 5 Mnuten. Noch «ine kurze Strecke. Scholl liefen die Ms um Karten, es läutete zur Abfahrt und momentan ,atzen alle nn Coup6. Sechs Seufzer vereinigteil „ch zu eiuenl orranartl'ncn Windstoß und loir Ichlossen schnell ein Fvnswr. daß kein During entstehe. — Nach der zweiten Station erst kam der Kondukteur. Das ganze Gegenteil vom gestrigen. Vrnmmend verlangte er die Karten nnd besichtigte, sie bei der Lampe. Meine zog ich erst gemütlich ans der Tasche nnd reichte sie mit einem Siegerblick anf die übrigen dem Gestrengen. „Was ist das für eil», Wisch?" schnarrte er mich an. „Sie denken wohl ich bill a Dilettant, ich kenn' die Karten nicht!" Dabei hielt er mir das Unglücksding dicht nnter die Nase. Im Eonp6 herrschte erst Totenstille, dann aber brachen alle in Lacheil aus. Das brachte den Alten noch mehr auf. „Halten's mich nicht zmn Narreil. Das sehen, Sie. Laibach—Krainbnrg, wir fahren zufällig von Krainburg nach Laibach. He!" -^ „Die Retourkarte!" erscholl es von der einen Ecke. Der Kondukteur aber wiederholte sehr ausdrucksvoll sein „He!" Ich wäre am liebsten versunken. Ich Unglücksmensch hatte gestern auf der Hinfahrt dem freundlichen Kondukteur die Karte Krainbnrg- Laibach überreicht, die er abklipste, ohne sie näher angesehen zu haben . . . Endlich erhielt ich eine Strafe aufgeschrieben. Nachzahlen ?c. Wieder hörte ich Retonrkarte. Jetzt kam's voil der zweiten Ecke. Ich zahlte. Das Terzett war noch so human — eigentlich war es Schadenfreude — und beschenkte den großen Entdecker mit Zigaretten und er verließ das Conp^. Der Zug rollte unerschüttert weiter, die Nacht aber war schoil völlig eingebrochen und die Sterne leuchteten, nnr der Mond war noch nicht zu, sehen. Wenigstens sah er mein Unglück nicht . . . Der Fall Vasilijev. Roman von Paul vskar Höcker. (36. Fortsetzung.) (Nachdruck verboten.) Langsam verstrich Viertel anf Viertelstunde, während sie, eng anei nan dergep roßt, am Fenster des Pal-terrcziillmers neben der Hanstür verharrten, ans die Straße hinausspähend in Erwartung der Träger. „Ging nicht oben eine Tür?" fragte Martha plötzlich znsammenfahrend. Johannes fühlte den Pulsschlag- der Geliebten, die or zärtlich umschlungen hielt. Ihre Nervosität war krankhaft. Er beschlvichtigte sic', so gnt er konnte, „Es ist alles still. Der Vasilijev weiß, daß ich unten wache, so wird er'Z kaum wagen . . ." Er unterbrach sich, anf die Straße zeigend: „Ist das nicht der Waggon des Medizinalrates, der da vor dem Hanse hält?" Allerdings hatte soeben ein Doktorwagen, die Fensterreihc passiert mlld hielt mit knrzem Ruck. Martha drohten die ,^nie vor Schreck einzu« brechen. Sie hatte von Johannes abgelassen nnd klammerte sich mm ans Fensterkreng. „Ja, es ist Küchenhoff," flüsterte sie. „O, mm ist alles verloren!" „Verloren? Aber wieso denn?" Justus scheint endlich eingeschlafen — die laute Art des Medizinal rates wird ihn abe,r sicher aufwecken. Ich hatte schon gehofft ..." Blitzschnell stand Johannes' Entschluß fest. Barhäuptig wie er war, verließ er hastig das Haus. Draußen begegnete er nicht nur den alten Doktor, Laibacher Zeitung Nr. 180. __________1677________________________________________________8. August 1907. nicht waln'?" „Ja. gnädiger ,tzerr, ab«- einer von den kranken hat soino Medizin durchaus nicht uaol R o st o h a r gab als Kärntner eine ähnliche Erklärung, ab. Er bedauere, daß sich Abg. Grafoucmer habe vorleiten lassen, und bitte die Versammlung, die von den Protestanten abgegebene Erklärung nicht allzutragisch aufzufassen. Del' Verein möge auch fürdorhin seine Zunoiguug für die bedrängten kä'rutnorifchen Brüder durch die Tat beweisen. NaiiKmtlich empfehle er, die Frage eines Wanderlehrers für Kärnten eindringlichst zn stn-dieren. Auch sei er überzeugt, daß der nationalen Sache in Kärnten viel besser geholfen wäre!, wenn sich der Verein entschließen würde, statt der Schul-schwesteru weltliche Lehrkräfte anzustellen, die ja auch außerhalb der Schule aufklärend und organisatorisch wirton könnten. Herr« Lehrer V. Engel in a n brachte im Namen der Tricster Slovenen seine Unzufriedenheit mit der vom Abg. Grafenaner abgegebenen Erklärung zum Ausdruck. Herr Notar Hudoveruik führte aus, er sei überzeugt, daß der Vereiu mit dem hentigen Tage einen großen Schritt nach vorwärts getan habe. Dor Verein sei eiu slovenisch-nationaler, zur Mitwirkung seien allo national fühlenden Slovenen nicht nur be-rufen, sondern auch verpflichtet. Natürlich können jederzeit nnr die Tätigsten die Führung innehaben. Herr Jurist Rckar erklärte, die akademische Jugend wolle namens dos akademischen Vereines „Prosveta" auch fernerhin beim Vereine tatkräftigst mitwirken. Er überreichte dem Präsidium 39 Reform-antrage uud einen Entwurf für eine Izoibgomäßo Reform der Veroinsstatuton, Herr Direktor Ul<"aknr aus Trieft wünschte, daß in Hinkunft der Verlag der Artikel, die zugunsten des Vereines verkauft werden, nnr im Konkurs-wege vergeben werde. Auch empfahl er, der Ausschutz möge die Errichtung von Handels-, resp. Gewerbe» schulen in den Handelszentren an der Peripherie ernsthaft ins Auge fassen. Nachdom Herr Dr. Aerjav dem Herrn Vor-sitzenden Notar Lula>? Svetec für die taktvolle und umsichtige, Loituug der heutigen Versammlung ge° dankt hatte, machte Herr Lehrer Engelman dar» auf aufmerksam, daß die, Triester Schulen des Ver° eines im uächsten Ialwe das H)jnhrige Inbiläum ihres Bestandes feiern werden. Mit Rücksicht darauf, daß die befteheudeu Schulen überfüllt feien, wäre es am Platze, aus diesem Anlasse eine neue Volks» schule in der innoron Stadt zu errichten. Tiefer Vorschlag wurde "beifälligst aufgenommen, »vorauf der Vorsitzende mit einigen Dankesworten die Versamiu^ lung schloß. ^ i V o n d e r P o st - u n d T clegrap h e n ^ direktion iu Tri o st.) Hofrat Hernmnn P a t° tan hat seinen Urlaub augetrcten. Währond soinor Abnx'senheit luird de,r Oborpostrat Arthur Mareo. cchia von Morcai n i die Leitung der k. l. Poft-und Telographondrroktiou übernehmen. — (Zur G oschä fts o r d n u u g der Lai^ b acher Gerichte.) Das Landesgericht in Laibach hat die hiesige Advokatenlaminer verständigt, daß vou nun an mit Genehmigung des Oberlandesgerichtes an Montagen die ersten Tagfa^zungen und ersten Velhandlnngen boim hiesigen Landes- sowie beim hiesigen Vozirksgn-ichlo nicht vor zehn Uhr anzuberaumen sind. " (Zum Auftreten des Typhu s.) Wi« bereits gostern berichtet, stammen die vier in Laibach in Pnvatpflege bofindlichon Typhusfällo sämtlich cms Adolsborg, lvohor die betreffenden Patienten anscheinend noch gesund, sedoch jedenfalls schon infiziert zu ihren in Laibach wohnhaften Angehörigen gezogen waren. Auch für die iu der Umgebung von Laibach aufgotrotonen Fälle konnte dio gleiche Provenienz nachgewiesen N'erdeu. Bishor gelaugten hier fünf Fälle zur Kenutnis, einer in Zwischenwässern, einer m Savlje und drei in Unter-Kikka. Sie stanuuen alle ans Adelsberg, und zwar sind vior von den Erkrankten Eisenbalmbedienstete. die sich auf der Bahnstation Adolsberg durch Trinkon des dortigen Leitungs- fondern auch den beiden Hospitaldienern. Gleichzeitig drangen drei Schläge vom nächsten Turm herüber; cs war alfo genau dreiviei-tel zehn Uhr. „Treten Sie loife ein." raunte er den beiden Männern zu, „do? gnädige Fräulein erwartet Sie fchon drinnen auf der Treppe." Tann nahm er ohne Umstände den Ann des Medizinalrates und zog ihn, einen hastigen Blick zur Hausfront emporwerfond, mit sich, dem Wagen zu. „Was Teufels ist hier los?" grollte der Alte, der vor Staunen über die Eigenmächtigkeit des jungen Künstlers kaum Worte fand. Johannes rief dein Kutfck>e!r zu: „Geradeaus fahren!" Tann drängte er fich hinter dem alten Herrn her in das Coupö. Die Pferde zogeu an und das Gefährt rollto weiter. Es hatte kaum zwei Minuten vor dem Hauso geilten. „Was fällt Ihnen ein, Menfchenskind?" ru"f der Medizinalrat. „Ich habe da zufällig mit der Oberm zu tun, höre, daß Sie die beideu Träger für eine große Reise engagieren - kein Wort weiß man davon und schimpft fich Hausarzt ^ und nun ich hier anrücke, überfallen Sie mich." Er steckte die Hand nach dem Gummiball ans, um die kleiuo Signalpfeife in Tätigkeit zu fetzen. „Aber ich lasse halten und wouden. Schwerenot noch eins!" Aufgcl-egt fiel ihm Johannes in den Arm. Er wußte iu der Eile uick)t die Worto zu finden, die nötigen Sätze zu bildeu, um den gekränkten Arzt über alles aufzuklären. Er stammelte so zusammon» hanglos, daß Mchenhoff laut aufstöhnte: „Ja, stimmt das nun oder stimmt das nicht, daß Sie den Kranken fortbringen wollen?" Der SchwarZwälder bchahte. „Und nach dem Süden? Wohin?" „Ums Himmels willen fprochen Tio nicht wohl Vorboten?" „Wan,m denn nicht? Ihr .Herr Russe da hat's wohl verboten? „Vasilijev weiß überhaupt nichts davon. Und or soll auch nichts davon orfahren. Es ist oin Gowalt' stjreich. . . Wir fliehen vor Vasilijov." Endlich fchien Küchenhoff das Verständnis für die Sachlage aufzugehen. „Aber Bester, das ist mir ja gerade aus der Seele gesprochen. Recht so, machen Sie dem Schwindel ein Ende. Der Zwang, der Zwang ist das einzige, was dem jungen Horrn fohlt." In aller Eile vermochte Johannes nun endlich dein Modizinalrat ausoilwnderzusotzen, weswogon er ihn so formlos auf der Straßo angehalten hatte. Mittendrin nnterbrach er sich. Er sah nach der Uhr. „Es ist bald zohn," sagto or erregt, „lassen Sie, bitte, wenden, ich komme sonst zu spät." Dem Befehl Kiichonhoffs folgend, hielt der Kutscher, uachdom or gewendet, in "inger Entfernung von dem Hanse. ^ Rasch verabschiedete mau sich. ,.M lomme noch selbst nach dem Bahnhof!" rief der Alte dem Davon-eilenden nach. Die Gegend war spärlich beleuchtet. Vor dem Hanseingang befand sich eine kleine- Laterne, aber deren Lichtschein roichto nicht weit. So fah Johannes donn die Gruppe nicht, die. fchon ungefähr lumdert Moter vom Haus entfernt, dein Bahnhof zustrobte. Er wollto g ausblcib -licheuFolge »,. Die Schöpfbr»l!,ne», in der Pump-station liefern zwar genügend Wasser, jedoch das Hauptzuleitungsrohr in die Stadt ist zu eng, um den enorm angewachsenen Wasserkonsum zu bo wältigen. — Der Gemeinderat der Landeshauptstadt Üaibach hat schon im verflossenen Jahre die Legung eiues zweite», Rohrstranges von 400 min L. W. von der Plimpstatiou in die Stadt beschlossen. Sobald die Genehmigung der k. k, Landesregierung erfolgt sei», wird, sollen die Arbeiten sofort in An-griff genommen werden. (Ann,, d. Red.: Nach Er» kundigungen, die wir an kompetenter Stelle einzogen, handelt es sich nicht nur um die Leguug eines zweiten Hauptstranges längs des bestehenden Stranges, sonder», auch um die Erweiterung der im Ialne l.M) von der Landesregierung genelünigtt'n Wasserleitung behufs ausgiebigerer Verforg,uug der Etadi Laibach mit Trintwasfer. Gegen diese Envei-tcriing aber haben bei der in, Monate Mai I. I. erfolgten Verhandlung die Besitzer in Klec'-e, Tavlie. Je/im, Mala Vas, Sto/.ee uud Unter-^li^ka mit der Begründuug Eiusprlich erhoben, daß dann i'hre Brunnen versiegen Nnirdeu, Da die Erörterling dieses Einsprnches in nutreunbarem Z»lsam!ne,iha»,ge >»,it der zu erteilenden Bewilligung steht, ist die Ange-legenlieit vordevhand noch nicht spruchreif: sie dürfte iudes i», absehbarer Zeit erledigt werden.) (Vom ArtiIlerie-Schießvlatze bei Gurkfeld.) Am 1(). Angust vou Mittern,aierhos nach Zadovi!,et^ längs der Save bis in die Höhe von Vibre, anf der Hanptschußliuie über de», Schießplatz, Nullpunkt anf der Straße uach Gurkfeld: am 17. August vou Gurlfeld auf der Straße über den Obermaierhof, Haselbach, gege», Brezje. zurück auf die Haselbacher Höhe, Venice auf der Straße Großdorf - Gurtfeld uach Gurkfeld: am l!). August von Gurkfeld nach Oberdorf, Großdorf über Drnovo nach Veli Vreg, Brege. Nullpunkt auf der Straße nach Gurkfeld: am 20. August von Gurtfeld auf der Straße über den Nullpuukt, Brege, Zavodskij-Turm, Mrtvice, Vihre auf den Schießplatz, Hauptfchußliuie über Zadovi»,ek uach Gurkfeld: am 2l. Augllst von Gurkfeld über Videm, Alteudorf a>, der Save bis zur Mrtvice-Überfuhr, von dort nach Altenhausen, auf der Straße über Viden, uach Gurkfeld: am 22. August Auszahlung der Nodungsschädeu auf den, Schießplatze: am 23. August Auszahlllug der Nodungsschäden in Oberdorf. —»— — (Der Verein zur Hebuug des F rem d e nv er k oh re Z i», Vclde s) veranstaltet Ton»,tag, den N. d. M., un, 4 Uhr nachmittags im dortigen Kurhause <',noi, Glückshafen, bei dein die Knrmusit spielen wird. Der Reingewinn ist für Vereinszwecke bestnumt. Freiwillige Spenden für den Glückshafen übernimmt die Firma Otto Wolf-ling. - (V e r e i u s w e f e»,.) Das k. k. Landesprä-sidilim für Kmin hat die Bilduug des politische», Verei»,es „Ivii^t«kn xv^x:l /.:l Icnliiui^Icu 6<^k^ ni^o" »uit dem Sitze in Stein, nach Inhalt der vorgelegte», Statuten, in, Tiuue des Vereinsgesetzes zur Kenntnis genommen. —<>. - (Der Zir k u s Kolo s s e u »»,) gab gestern abends seine Eröffnuugsvorstelluug iu Gegenwart eines zahlreichen Publikums, das deu Vorführungen mit dem gespanntesten Interesse folgte und rauscheu-dcn Beifall spendete. Das Unternehme», ka»,n als ein e rst fla ss i g es bezeichnet werde»,: die Kunstkräfte, briugen iibcrraschende Produktio»,eu, wie mau sie iu Laibach in solcher Fülle kaun, beisammen gesehen hat. Das gestrige Programm setzte sich aus zehu Nnmniern znsammen, von denen jede eiuzelne in ihrer Art beachtenswert war. Nachdem sich der Eauilibrist Martini mit Glück eiugeführt hatte, produzierte», sich zwei waghalsige Neckturuer: schade, daß sich iufolge des heftigen Regengnsses, der die Vorstellung zn vereiteln drohte, die Aufmerksamkeit des Publikums deren vortrefflichen Leistn»,gen nur halb zuwandte. Ein Tauz-Duett wurde vou den Fräulein Annita nnd Welda graziös mlsgefiihrt, Währelid sich Fräulein Frida Horvath als Schlangen» imitatorin durch die unglaublichsten Körpervcrren-knngcn stürmische», Beifall holte. Los Stefano (ein Musikclow», und eine Clowneufe,) brachten einig? sehr hübsche mnsilalische Tricks, die Leistnngen der Hand- uud Kopf-Akrobatengruppe The Longfields il, Verbindung mit einem Ringkampfc zweier Knirpse aber bildeten mit den Sifters Rostock die beiden Glanzpunkte des Abends, die, wann nnd wo immer aufgeführt, auf einen durchschlagenden Erfolg rechnen fönneu. Signor Brosa erregte mit seinen dressierten Hnuden, von denen der eine ein veritables Salto mortale schlagen kann, lebhafte Heiterkeit: D. A. Thnarck verblüffte durch seine fabelhafte Sicherheit als Gentleman Juggler, und den Beschluß des Abends bildete», die halsbrecherischen Produktionen von vier Akrobaten, die als lustige Naßrutscher auftraten. — Mit Rücksicht auf das Gesagte ist der Besuch des Zirkus Kolosseum überaus lohnend, zumal das Unternehmen all die sattsam bekannten derben Späße perhorresziert. Vorstellungen finden an Werk« tagen um 8 Uhr abends, an Sonn- und Feiertagen um 4 Uhr nachmittags und nm 8 Uhr abends statt. — (K. k. F a ch s ch n le für Tischlerei in Gottschee.) Die Tagesschule wurde in, Schul» jähre 1!M!/1W7 von 32 ordentlichen Schülern uud 5> Hospitanten besucht, von denen am Schlüsse 28, bezw. 2 verblieben. Die mit der Fachschule organisch vereinigte gewerbliche Fortbildungsschule zählte 75 fam Schlüsse des Schuljahres 63) Schüler. Den offenen Zeichensaal besuchten 18, am Schlüsse 13, deu Zeichen- uud Modellierkurs fiir Volksschule,- 37, am Schlüsse 27 Schüler. Vou den am Schlüsse des Schuljahres verbliebenen 133 Schillern sämtlicher Klassen und Kurse haben 77 das Lehrziel erreicht, 75, davon 18 in, offenen Zeichenfaale und 37 im Zeicl>cn- nnd Modellierkurse für Volksschüler blieben nntlassifiziert: wiederholen müssen l-i, davon l des Vorbereitungskni'ses der Fachschule, 11 der geUierb-licheu Fortbilduugsfchule. Der Muttersprache uach wareu IM Deutsche, 41 Slovenen, 22 Kroate»,. Die Anstalt wurde vom 18. bis 20. März 1M7 durch den Ministerialinspektor Herrn Franz Nosmai'l in allen ihren Abteilungen, dor Unterricht in, dekorativen Zeichne», an» 10. und 11. Juni 1W7 durch den k. t. Fachinspektor Herrn Professor Franz öixek eingehend inspiziert. Im Mai wurde dnrch zn>ei Lehrkräfte eine Revisionsreise uud eiu dan,it verbundener Wanderunterricht in der Gemeiude Tschermoschuitz in der Taner von fünf Tageu durchgeführt. Der vorjährige Wauderuuterricht in dieser Gemeinde harte znr Folge, daß über den Winter 4 Hospitanten in die Fachschule einträte», uud durch mehrere Wochen in der Schnitzerei, bezw. Drechslerei unterwiesen wur-deu. An Stipendien und Schülerunterstützungeu gelangten im ganzen 3171 K 70 !l zur Verteilung. Das Unterrichtsministerium setzte ein Komitee znr Verwaltllng des Fonds zur Selbständigmachung der Absolventen der Fachschule und Veteilung der holzverarbeitenden Hausinduftrielleli mit Drehbänke»!, Werkzeugen u. dergl, eiu. wofür die Subvention der Krainischen Sparkasse mit 10lX1 l<, des Landesausschusses mit 400 l< uud der Handels- und Gewerbe-kammcr mit 100 X verNx'ndet wurden. — (Todesfal l.) Die Volksschullehreriu Frau Marie P 5 eui? u ,'k. geb. Praprotnik, ist am t>. d. in Ratschach bei Steindruck, 29 Jahre alt, nach kurzer Krankheit gestorben. (2. Laibacher Zeitung Nr. 180. 1 «79 8. August 1907. — (A u ö w a II dc r u u q n cl ch Vi li r l) l ci n d.) Wio das k. t. Miliistcriunt deo ^.nm't-n ill Ersahillng gebracht l)nt, soll in nächster Zeit in Östcrroich für dir Anowandcrnnli noch dein Twatt' Marliland in d^» Vrt^'inigk'n Ttaatt'n von Anwrita Propcn^inda c^'-macht ni^rd^i'. Hanptsächlich ist bmbsichtia,t„ Üand wirtc, Iand>virtschaftliä)c Urbeiwr nnd Dienstboten zu Mwinnen. ^cach den vorliegenden Informationen sind jcdoch die Aussichten der Auswanderung nach Maryland i»i allgemeinen nicht günstig, n>nd gelwn dieser Staat zn ienen, die wegen ihrcr verlassenen Farmen delaunt sind. Der Boden ist zum grofteu Teile durch Naubban ausgesogcl^. Uuter Annx'ndung von .Nnnstdiinger tonnten zlnar noch gnte Erträge im Obst- nnd Gemi'lscdau erzielt werden, Zumal der Absatz der gewonueueu Produtte wegen der Nähe gros;er Städte und dcr bestehenden Eisenbahn- uud Tampfschiffverbindimgen leicht ist. Hiezn bedarf os jedoch eine» entsprechenden Capitals nnd vieler Arbeit. Vei dieser Sachlage ist gegenüber der erwähnten Propaganda jedenfalls große Vorsicht am Platze. — (Ein Kind verunglückt.) Am 5. d. abeuds ließ die Arbeiter5gattiu Aloisia Oop aus Hühnerdorf, Gerichtsbezirk Kronau, ihr eiu Jahr QltoZ Töchtercheu unbelnerkt aus der Küche vors Haus gehm. Das Kiud begab sich zu ciuem Waschtopf, woriu sich über fünf Liter Wasser befanden, stürzte mit dem Kopfe nach unten hinein nnd ertrank. —l. * (Entwichene Z w än g l i n g e>.) Dis Iwänglingc Josef Plumberger uud Josef Kopper sind vorgestern nachmittag vmn Vane der „5tatoli5ta tiskarna" entwichen. Beide Flüchtlinge sind Ober^ österreichci. * (Verschollen) ist der in Tonristentreisen wohlbekannte 27iährige ^lommiv Iotleidung5stücke wegnahm, welche diese „zurückgelassen" hatte. Al5 jedoch die Koda5 gesnnd ans dmu Spital zurückkehrte, kam man auf öie Betrügerei. Die Zupaueiö lvurde de^in Gerichte eingeliefert. * (Verhaftungen.) Von Sonntag auf Montag wurden von der hiesigen Polizei wogen verschiedener Delikte 18 Personen festgenommen, von denen elf dem Landes-, bezw. dem Bezirksgerichte überstellt nnd die übrigen nach ihren Heimats« gemeinden abgeschoben wurden. — (Die vern ichtete To ka yer Ern tc.) An 5 Budapest wird gemeldet: Ans den berühmten Weinbergen der Hegyalja, wo sich auch die Tokayer Weingärten d?5 österreichischen Hofe5 befinden, kommt eine Schreckensnachricht. Ein neuer Nebenschädling, gegen den bisher jedes Mittet vergeblich war, vernichtete die ganze Weinernte. Die Weine der Hegvalja wachsen in ^1 aneinander grenzenden Orto-gemeinden, doch liegt um dieses eigentliche Tokayer Gebiet noch ein weiteres, dessen Weine zu den guten Mittelsorten zählen. Die Iahreslcse des ganzen Terrains betrug in reichen Jahren durchschnittlich 75.000 Hektoliter, der Export 40M bis 5000 Hektoliter. Es gibt fünf Sorten Tokayer: Hauptplätze für den Handel sind Vndalpest, Wien, Knakan uud Breslau. * (G efunde u) wurde eine silberne Uhr sowie oin kleinerer Geldbetrag. Telegramme les l. l. Ttlellrllllheil'sljlttfpsniltNl'Vlllms. Die Borgänge in Marokko. Paris. 7. Angust. Eine Privatdepesche ans Tanger meldet, daß die dortige französische (Gesandt schaft gestern abends den Dampfer „Emir" der Compagnie Mirte requiriert und ihm den Befehl erteilt habe, sofort nach Masagan zn fahren, nm die dort befindlichen französischen nnd übrigen Europäer an Bord zu nehmen. Die Lage in Masagan ist sehr emst. Paris, 7. August. Uutcr den Eingeboreneil in Tanger herrscht große Erregung über das Nom-bardeinent in Casablanca. Die französische Kolonie, die Unruhen befürchtet, verlangt, daß auch nach Tanger ein Kriegsschiff gesendet werde. Tanger, 7. August. In Tanger herrscht voll kommene Nnhe. Kriegsminister Gebbas ließ die Soldatei, der Garnison, die ans den Stämmen der Um-gebnng von Casablanca stammen, entwaffnen. Die Enropäer dürfen die nm die Stadt gezogenen Posten nicht überschreiten. T a n g e r, 7. Angnst. Drei Schiffe der Division des ,^onteradnnrals Philibert haben nm l Uhr 'A> Minnten früh das Kap Efpartel paffiert. Sie werdeu in den ersteu Nachmittagstimden vor Casablanca ein treffen. Berlin, 7. Angust. Die „Nordd. Allgemeine Zeitung" erklärt, daß die Mitteilungen, die von ausländischen Blättern an den Besuch, den Kaiser Wil-Helm ans seiner Nordlandsfahrt der Kaiserin Engenie abstattete, geknüpft werden, vollkommen erfnnden seien. Der Nesnch des Kaisers auf Thistle sei uuver-abredet gewesen. Der Baiser habe erst zwei Tage vorher zufällig von der AiNoesenheit der Kaiserin Engenie in Molde Meldnng erhalten. T rein es sen (Provinz Posen). 7. Angnst. In der vergangenen Nacht um 1 Uhr ist der Durch-gaugszug Nr. 52 Thorn—Posen zwischen Talsee und Tremessen ans freier Strecke entgleist. Die Zahl der Verwnndeten ist unbekannt. Nach den bisherigen Feststellungen wnrden acht Personen getötet. Die beiden Zngslokomotiven wnrden umgeworfen. Der Gepäckswagen und die beiden folgenden Wagen wurden zertrümmert. Paris, 7. Angust. Gestern wnrde auf dem Bahnhöfe von Marseille in einem Koffer die völlig zerstückelte Leiche einer Fran anfgefnnden. Ein englisches Ehepaar namens Gould, von welchem der Koffer aufgegeben worden war, wurde verhaftet. Die Ermordete foll eine Schwedin namens Emma Liewey sein. Lissabon. 7. August. In der Wohnnng eines Klipferfchnliedes in der Straße Santo Antonia Estrellia. dei- damit beschäftigt war, Erplasivstoffe zn bereiten, ereignete sich eine Erplosion, dnrch die vier Personen schwer verletzt wurden, Die Polizei be schlagnahmtc ein Rezept znr Herstellung von Explosiv-stoffen nnd niehrere chemische Substanzen. Es wurden mehrere Verhaftungen vorgenommen. Petersburg, 7, Angnst. In Samara sind in der Zeit vom M. Juli bis l. August im ganzen ^5 Erkrankungen an Cholera vorgekommen, von denen zehn einen tödlichen Verlauf uahmen. In Pe tersbnrg werden Vorsichtsmaßregeln gegen die Cho» lern getroffen. Teheran, 7. August. (Petersburger Telcgra-pheu-Agentur.) Iu bezug aus die kürzlich erfolgten Grenzverletzungen durch türkische Truppen wird gemeldet, daß eine türkische Abteilung, die sengend nnd brennend in der Nichtnng ans Urmia marschierte^ das christliche Torf Mewan dnrch Artillerie beschoß und die Kirche zerstörte. Gegen W Personen, darnnter viele Frauen nnd Kinder, wurden getötet uud zchn Mädchen fortgesMi-t. In Urmia herrsche großer Schrecken. Viele geflüchtete, Nüssen seien im, Konsulat aufgenommen worden. Infolge der schwierigen Lage wurde schleimigst ein neuer Gonvernenr, nnd zwar der frühere Iustigminister Berinan, nach Täbris entsendet. Neuigkeiten vom Büchermarkte. H. Schlatter, Wanderbilder aus Ägypten und Palä« stina, X 3. — Dr. E. P. Mein ecke, Warming. Iohannsen, Lehrbuch der allgemeinen Votanil, 1.. X 14 4U. — Jahres« bericht der Vereinigung für angewandte Botanil, IV., Jahr« gang 190«. « 16-80. — Dr. Friedr. Strecker, DaS Kausalitätsftrinzift der Biologie, Ü360. — W. Specht, Die Beeinflussung der Sinnesfunltionen durch geringe Allohol» mengen, k 1-92. — Dr. R. Müller, Sexualbiologie, X 7 20. — H. Dinaler, Grundlinien einer Kritil und exakten Theorie der Wissenschaften, k 1-82. — Lamp recht, Deutsche Geschichte. A. Abt.: Neueste Zeit, 2. Band, X ? 20. — Conwenh, Schuh der natürlichen Landschaft, X — 90. — Prof. Dr. O. Diels, Einführung in die organische Chemie, gbd., L9. — A. Ledebur, Handbuch der Eisen» Hüttenkunde, L.Abteilung: Das Roheisen und seine Darstel» lung, k 16 80. — Dr. C. Reiß, Die Naturyeilmethode bei Nerven» und Rückenmarks-Krankheiten, II 1 20. — Dr. M. Deutsch, Die Neurasthenie beim Manne, K 4-80. — Rob. Felgner, Merkbuch für die Heimatkunde, L — 15. — Dr. H. Zumm ermann, Rechentafel nebst Sammlung häufig gebrauchter Zahlenwerte, X 6. — A. Brand eis. Kochbuch für die Tropen, X 4 50. — Prof. I. Vonderlinn, Dar. stellende Geometrie für Vauhandwerler, 2. Teil, ll 3 60. — Dr. Ad. Tho malen, Kurzes Lehrbuch der Elektrotechnik, gbb., X 14 40. Vorrätig in der Buchhandlung Jg. v. Kleinmahr KFed. Vambergin Aaibach, Kongrehsilah 2. Verstorbene. Am 6. Äugn st. Paula Pirman, Ärbeiterstochter, 1 Mon., Unterlrainerstraßc 7. vobilitag vitas. — Marianna Gorjanc, Schlossersgattin, 41 I., Nadetzlystraße 12, ludsrcul. pulm. Lottozichung am 7. Aussust 1907. Prag: 85 49 32 5 47 Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Scehöhe 306 2 ru. Mittl. Luftdruck 736 0 mm. » Ä D^ ft M" ."V:.,° kkz « s> LZ? ««- Z3Z H V-I « X-»-7 2 U. N. 755 5 31 1 SW. schwach heiter ^ 9U. Ab. 737 7 19 4 NW. schwach 8 l 7 U. F. 741-6 ! 18-8' NO. mäßia bewölkt ! 7 3 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur 23 4°, Nor» male 19-4«. Gestern abends vorüberziehendes starkes Gewitter mit Hagel. ______ Wettervoraussage für den 8. August für Steier. mark, Kärnten und Krain und das Küstenland: Größtenteils bewölkt, schwache Winde, warm. andauernd wolkenreich uud gewitterig. Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtel. Iur Photographie für Amateure! Anerkannt vor« zügliche photographische Salon« und Reiseapparate, neue un« übertroffene Moment »Handapparate, wie alle photographischen Bedarfsartikel bei A. Moll, t. u. l. Hoflieferant. Wien, I.. Tuchlauben 9. Photographische Manufaktur gegründet 1854. Auf Wunsch große illustrierte Preisliste unberechuet. (2452) 14 Radeiner Heilquelle nach amtlicher Konstatierung der obersten rumänischen Behörde als das bakterien-ireieste Mineralwasser befunden, wird hiemit anlässlich der hier vorgekommenen typhösen Fälle als wertvollstes Vorbeu-gnngsmittel und diätetisches Getränk bestens empfohlen! (3157) 101 Michael Kastner, Laibach. Hotel Ilirija Heute Donnerstag den 8. August 1907 Mitglieder- Konzert der Laibacher Vereinskapelle. Anfang um 8 Uhr abends. Eintrittsgebühr für Mitglieder frei, für Nloht-mitglleder 40 Heller. Um zahlreichen Besuch bittet hochachtungsvoll (8155)2-2 Fritx Novak, Hotelier. Schöne Wohnung bestehend aus vier Zimmern, Vorzimmer, Dionstbotenzimmer, Küche und anderem Zugehör, ist mit 1. November Ressel-¦trafle 13 zu vergeben. Näheres im Geschäfte Šinkovio, Rathausplatz. (3168) 3—1 Dlllltsllgullg. Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme anläßlich des Verlustes unseres innigstgcliebten , Sohnes, bezw. Bruders uud Onkels, des Hern» Rudolf Lamps l. l. Forsti,lspeNio,ts.zll?im»,ssars > sprechen wir unsere» innigen Da.., aus Besonders banlen wir den 5. 5. Aeamte., der .^. aln.ca. und den (Vefanasvereinen ftir die schönen jtranzspenden, > ferner den gechrten Herren Sängern für den ruh« l rciidc» Gesang und allen Herren Beamten und Velam.ten für das Geleite zur letzten Ruhestätte. Abelsbera., den 6. August 1907. (3158) Die trauernden Hinterbliebenen. — - Laibacher Zeitung Nr. 180._____________________1660 8. August 1907. Filiale der K. K. priv. Oesterreichischen Credit- _^&*^ Anstalt für Handel und Gewerbe in Laibach j Aktienkapital PC 120,000.000- ^^q^^ Koserveiond I-C 63,000.000- (1718) I Kontokorrente. — Kauf und Verkauf von Effekten, Devisen und Valuten. — Safe - Deposits. — Verwaltung von Depots. — Weohselstube. I Kurse an der Wiener Börse (nnch den, offiziellen Kursblattej vom 7. Angnst 1907. Die notierten »rurss verstehen Nch in Kronenwäliiung. Die Notierung sämtlicher «Kien und der „Diversen Lose" vtrfteht stch per ktüct. Grid 'Hare Allgemeine Staats-schuld. Einheitliche Rente: lonv. steuerfrei, Kronen (Mai-Nov.) per Kasse. , t6'4l i»«i>5 delto (Iän.-Iuli) per K«sse 86 3l> 9ö bb » 2°/„ «. W. Noten Febr.-Au«.) per Kasse......8? 85 8b0l 4 «"/n ö. W. Silber (April.Olt.) per Kasse......»755 9«-< 5 »»over Ltaatslose 500 sl, 4"/„li5 >< l47i' 18«0er ,, 100 fl. 4N/„l>,9 b 20i-5l 18«4er ., 100 sl. . . 24.'>5< 249 l»' 18«4er „ 50 sl, . .2^5-5' ü4«-i>s I°m.-Psandbr. i^ 12« fl. 5",„iü(>-7b29l'7i Staatsschuld d. i. «eichs» rat« »ertretcnen König» reiche »nd Länder. t'sterr. Eolbrente, stfr., Gold per nasse , . , 4"/,, >,4' ,,t,-jo (fterr. Rente in K^onenw. stfr., K'. per Kasse, . . 4"/„ l«k>< l« 7<> ecllo per Ultimo . , 4«/^ 9« z< <>6?0 tsl. Investition»,-Rente, ftfr,, «1. per Kasse . 3'/,°/<> 8«5f> 5<"-?k I»ln»l»«chn.zl«»t,selhb°hn in «., steuersrei, zu 10.000 sl. - ' . 4"/„ —-— . --Fr °nz Iosef-Vahn in Silber (div. St.) . . . 5>/<i^ - Geld Ware Do» Ktllnll «n» z»hlnng übri> nl>««ene Eisenbahn >Pll»rltLt»' ßbligutionlu. Oühm. Weftbahn, !tm. l8U5, 4(X) Kronen 4»/,,. . . , 87 ill Nb 0b Kllsabethbahn ««« und 3000 Vl. 4 ab io"/„......,14 — >>b- Ellsabethbahn 4«o und uolw M, 4^„........liü-.v li4 5v Zranz Joses-Bahn Ew. 1884 (div. Et.) Eilb. 4«/« . . g« 65 h? »il Galizlschc Karl «udwlg. Vahn 9? 4l' Ung,-l>aliz. Vahn L«u sl. E. 5°/« in»- - l0» -Vorarlberger Vahn Em. I884 ldiv. Et.) Eilb, 4". . , <,««!, l«'.-2» Staatsschuld der llä«der der ungarischen ttronc. 4"/x ni'ß. Goldrcnte per Kasje lio 85 25 »!« 45 4°/^, ung. Menle m Kronen- wahr. stsrei per «ape . . yl «j< <>2 detto pn- Kasse , «1 eb 81>!' Ung. Prämien-Nn!. b, 10U sl. . 1555! l«? l>0 detto i» üv fl. . ,»> 5< >^7 w Thciß°«ea...Los.' 4«/„ . . i»l>- ,4l-- 4°/u ungar. Grundenll.-Oblig 81 5i', 92'5, lroal. u. llav. Vrundentl.. rdlia........W-— — >- Nndcrc öffentliche Nnleyen, Vosn.LanbeL.Nnl. (biv.) 4°/» 91'gb 9^^t> Gosn. - herceg. (tisenb.-Landes« «lnlehen (div.) 4 >/,»/„ . , g?ö<> «8 «< 5'Vu Donau-Reg.-Unleihe 1878 i03' ><>4 - Wiener VerlehrsÄnleihe 4",^ »ä 5k> z»« b5 detto l9«U 4°/u »5 «5 S8 ilb Vinlehen der Stadt Wien . . 1« l< l(»2 «> detto (T. od. G.) . . . 119 >',5 'Ä« «' dctto (1894) ... 8ü'2- 86 üb detto (I8V8) ... 95-8« 9« 8>> betto (19W) , , . . 9z-'/b 8ll?s detto Ino,.«.) 190» . 9?-,'.' 9»>l, Vörsebau-Nnltben verlosb. b°/„ 8l> ?.>> 9? ?b »nig. E»llat«eiltnb.-H«,p.°Unl. 1888 Gold ... 6>8^< «eld Ware Pf«ndbr/« S«-2b 97- Böhm. Hypolhelcnbanl verl. 4°/» 86 75 97-Zentral «od..Kred.-Bl.. österr., 45 I. veil. 4>/,°/v . . . l«1'5l> 102 bo Zentral V°d..»red.°Ni,, österr., 65 I, verl. 4"/i, . , . , 8/'6>> 9s ül> N,<>d..Inst.,österr.,f.«erl..Unt. u. öffrntl,Nrb.«at.^vI.4«/« 87 lib 8s'L5 Landcsb. d. Kön. Valizien und Lodon,. 57 >/, I. rnclz. 4"/, 95'- l,6-. Vlähr, Hppolhelenb. oerl. 4"/, 94-95 95 95 Ä.'österr. LanoeK.Hyp..Unf!.4/,°/, 88i>0 «9 5»' bctto K.'Schuldsch.verl. 3'/i°/^ ^«,,5 l,^^^ detto Verl. 4°/^ 86 is 97:o Osterr.'nnnar. Vanl k<> jähr. verl 4«/« ö. W..... 8?-25 88'2.°, dclto 4«/» Kr..... 8?'8<> 98-8N Spart, l.vst., 6<)I. ver». 4°/« «905 105 05 Eiscnbahn.Prioritäts. Obligationen. Ferd!uanbe.3ioit>blll>n ltnl. 188« — - —- detto Vm. 1904 — - — - Öslerr. Nordwestb. fl. E. 102 15 1041b Etaatibahn 5«o ssr..... 8S<1'- l»9b - Eüdbahn ». 8°/„ Jänner.Juli 500 ffr, (per Lt.) , . , 29b W L37-A Südbahn ^ 5°/«..... iL0-?5 121 ?r Diverse L«f« (per Etüll). D«lln»llch« f»se. 3°/, Vobenlrebit.Llls« Cm. 1880 2Ü8- 264- dett« Ntssulierung««Lose 100 sl. ü. W..... 248-50 254'5<> Serb. Präm..«»>. v, 10» Fr.2"/« 8?- — — lln»»litn»llch» ss»l». Vudap..«asilila (Dombau) 5 fl. 20 45 «2 45 Kreditlose 100 fl...... 420 — 4W'- Llary.Lose 40 fl. K. W. . . 141 b< 14? 50 Osener Lose 40 fl..... 205 - ill - Palffy.Lose 4« fl. », M. . . 17» öl> i«l-50 Noten Kreuz, üst. Ges. v., 10 fl. 44 2° 4S'»5 Noten Kreuz, una. Ges. v., b sl. 2« ü« 28 5 Nlldulf.Lofe 10 sl...... k« - 7» - Enlm.l,'l^<> 4N fs, t», M. lnn>- i>s> . Veld Ware Türl. E..«..«nl. Prilm..Oblig. 4oo Fr. per Kasse . . . — - - - betto per M. ... 1«8 7d 184 7b Wiener Komm,.Lose v. I. 1874 4i2 - 448 -Vew..Schd. 3"^P^üm..Echuldv. b. Vodenlr,>N»st. Gm. 1888 67— 71»-. «ltien. Glan»porl.zlnl»»«h»»ng»n. «ussig.Tepl. Elfenb. 50« sl. . ^385-— 240», - Äüwn. Nordbahn »50 sl. . , 340'— 344-- Äu!chtichrlldcrer Ult. wl>8-— io«2 -donau . Dampfschiffahrt«. Ges., 1., l. l. priv., 500 sl. KM. 85«-— 98U-- Dux.Uodcubacher Eisb. 4«0 Kr. 55?'- bsi'- 5erdInaud3.Noidb.1000 fl. KM. 5220-— e»4« — t!tmo..Czern.>Iasi>, > Eisenbahn» Gesellfchaft, 200 fl. E, . 559-— f«,-- l Slidb. 200 fl. Gilber per Ultimo 157-25 ,bk-7ö Lübnorbdeutschs Nerbinbungsb, 200 sl. KM...... 298 - «35- tramway. Ges., neue Wiener, Priorltätö.Mtien 100 fl. . —-— —--Ungar, Westbahn («aab.Graz) 200 fl. S....... 40»-— 404-75 Wr. Lolalb.'Nttien.Ves. »00 fl. ««0—------- »«ulen. »nalo.Österr. Vanl, 120 fl. . . 802 50 303 bo Bankverein, wiener, per Kasse — — — — deNo per Ultimo . . . b33- i>34 - Uodenlr..?lnst. »sterr,, 200 fl.S ?l> Kreditbank allg. ung., 200 fl. . 74S 5c ?5<» l>, Depositenbank, allg., 200 fl. , 4si - «2 ?ü Eslompte. Gesellschaft, nieder. Ssterr.. 400 Kronen . . . 564-— z«z?--Giro. und Kafsenverein. Wiener, 2U0 fl........ 454'— 457'— hypotyelenbanl, ssterrelchischc, 200 fl. 30°/o «lftlle, Zünbh. u, Met.»Fabrik 400 Kr. . . lo««-— ,0,4 — Liesingcr Brauerei 10a fl. , .2«^ ^?0 - Vion!an.Gesellsch.,österr..alPint 55i 2b !,»0 Fr. per Kasie . .-— — . dett« per Ultimo 4iu — 420 -Waffenf..Ge>., österr,. in Wien. 100 fl........ 452-— 4«i 50 WagnoixLethllnstalt, allgem,, in Pest, 400 Kr..... — - . . Wr. Aaugefellschast 100 fl. . . i»u- it«- . Wlenerberger Zirgelf..«rt..Ges. ?ö» — 723 — Devisen. K»rze Sich»«» «>d Hchtck». Amsterdam....... l9»-b5 198 7» Deutsche P'ähe...... ij? 42 ,17 0? London........ 24045 24O-7K Italienische Vanlplilhe . . . s5-«5 »575 Pari«......... »ä 4? 9z.«7 Zürich und Ga!el..... gz bv 95 8? Valuten. Dukaten ....... ,1 »5 «i 89 20-Franlen-Stülle..... l9 ll, «8i» 20.Marl-Stü>»bz Deutsche Neichsbantnoten . . 11? 47' >l? 67' Italienische Banknoten . . 85 70 ^b»5 ^iibel-^pnt»,! . «-hi'» i-53« Ein- •a.ücL Verkemf von K«*iil«*n, l»fi«inll>r<«'l«-«i, I'riorll MH-ii, Akllttn, I,o*en clc, I>«*vIn«»ii iiimI VhIuI««m. i+)__________Los-VereicheruriR. I Bank- "u.XLcä. T7\7"ecli.slerg"esc:lxäi.ft l.MlbfM-li. NtritHr|CUH*t<'. Privat - Depot« (Safe- Deposits) Virzlitiing von Baralnlagea Im Kinti-Kirrenl *»t us Bln-Kioli.