prällllmeratroas - preist. Für Laibach Ganzjährig . . . 6 ft. — kr. Halbjährig . . . 3 „ —- » Vierteljährig. . . 1 „ 50 » Monatlich . . . — « 50 » Mbacher Mit der Post: Ganzjährig . Halbjährig . vierteljährig. g fl. — kr. iS Für Zustellung in» Hau» viertel, jährig iS Ir-, monaliich S kr. Einzelne Nummern 5 kr. Tagblatt. Anonime Mittheilungen werden nicht berücksichtig'; Manuskripte nicht zurückgesendet. Ledaktioo; Sahnbosgaffe Nr. 13» Erpediliov und Zuleraleu Lurcau: ktongreßplatz ^tr 81 (Buchbandlu: g von I. v. Kleiumüvr L ^.Bambern/ Jusertiousprersr: Für die einspaltige Petitzeile 3 kr. vei zweimaliger Einschallui».; L 5 N. dreimal L 7 kr. InsertionSstcmvel jede-mal 30 kr Bei größeren 3nlcraten und öfterer Einschaltung entsprechender Rabatt. Nr. 108. Freitag, 13. Mm. — Morgen: Bomfazius. 1870. G.as Benst an die römische Kurie. Es ist eine alte und gerechte Klage, daß die Di vmaten sich Rom gegenüber meist auf leere Redensarten und nichtssagende Vorstellungen beschränken, welche von der römischen Kurie einfach Lä aota gelegt werde». Die Depesche des Grafen Brust vom 10. Februar d. I. macht hievon einigermaßen eine günstige Ausnahme; wir begegnen darin manchen faßbaren und praktischen Gedanken, welche, wenn sie seinerzeit eine energische Realisirung finden, gewiß nicht ohne gute Folgen bleiben werden. Die bedeutendsten Stellen der erwähnten Depesche lauten: Die öffentliche Meinung regt sich über gewisse Manifestationen auf. welche, obwohl vorläufig nur Projekte, bei ihrer Verwirklichung einen unübersteig-lichen Abgrund zwischen deu Gesctzen der Kirche und denen des Staates aushöhlen würden. Das nahen dieser Gefahr reicht hin, um eine tiefe Verwirrung in den Gemüthern zu erzeugen. Die k. k. Regierung würde sich daher einer Pflichtverletzung schuldig machen, wenn sie aus Achtung vor der Freiheit Anderer es nicht versuchen würde, ihre Stimme zu erheben, um das Uebel anzudeuten und dessen Folgen, soviel als von ihr abhängt, aufzuhalten. Unter die Siwptome und Manifestationen des bezeichnten Charakters sind vor allem die veröffentlichten 21 Kanones zu rechnen, welche unter bestimmter Form die verzüglichsten Anordnungen des Silla-bus reproduzircn. Ich weiß zwar, daß dieses Projekt noch alle Fasen einer reiflichen und tiefen Prüfung durchzumachen haben wird, und daher entweder verworfen oder wenigstens wesentlich modifizirt werden kann. Ich lasse es zu andererseits, baß dieser zuerst, wie ich glaube, von der „A. A. Ztg." veröffentlichte Text nicht ganz authentisch sei, obwohl die bestunterrichteten katholischen Blätter dessen Ge- nauigkeit nicht in Zweifel ziehen, sondern bereits zum Gegenstand einer lebhaften apologisirenden Polemik machen. Ungeachtet aller dieser Vorbehalte kann man an der Existenz dieses Dekrets und an dem vorhandenen Willen, es zum Kirchengesetze erheben zu lassen, nicht zweifeln. Diese eine Thatfache genügt aber schon, die Aufregung der Gemüther zu recht-fertigen und die k. k. Regierung zu zwingen, der Enthaltsamkeit sich zu entäußern, die sie bis zur Stunde beobachtet hat. Der Inhalt einiger dieser Kanones ist von einer Tragweite, welche dergestalt die Thätigkeit der Zivilgesetzgebung zu lähmen und die nothwendige Achtung eines jeden Staatsbürgers den Gesetze» seines Landes gegenüber zu zerstören trachtet, daß kein Staat der Verbreitung solcher lehren gleichgiltig zuschauen kann ... So sehr wir auch geneigt sind, der Kirche den größtmöglichen Theil von Freiheit in der ihr eigenen AktionSsfäre zu bewilligen, sind wir doch immer eben so sehr entschlossen, deren Grenzen überschreiten zu lassen u»d die Rechte, die wir sür den Staat in Anspruch nehmen, unverkümmert aufrecht zu erhalten. Niemand würde aufrichtiger als wir es beklagen, wenn zwischen zwei Mächten, die so gut neben einander in Frieden leben könnten, ein neuer Konflikt sich erhöbe; niemand würde lebhafter als wir es bedauern, der Kirche feindselige Leidenschaften erwachen zu scheu — Leidenschaften, die einem solchen ilonflikte Dimensionen von furchtbarer Bedenklichkeit geben würden. Und doch könnten wir vor der Erfüllung einer gebieterischen Pflicht nicht zurückiveichen, und eine solche Pflicht ist: den Gesetzen des Staaies den Respekt zu sichern, den jeder Staatsbürger ohne Ausnahme und unter allen Umständen ihnen schuldet. Die k. k. Regierung wird sich demnach das Recht wahren müssen (je nachdem der Text hiezu auffordert), die Veröffentlichung eines jeden Akten- stückes zu verbieten, das die Majestät des Gesetzes verletzt, und jede Person, die ein solches Verbot verletzt, wäre vor der Justiz des Staates für ihre Haltung verantwortlich. Unser Gewissen befiehlt uns, forthin an berechtigter Stelle die ernsten, aber unausbleiblichen Folgen auSeinanderznsetzen, welche die im Konzil erfolgende Adoption von Dekreten, ähnlich denen, auf welche ich die Aufmerksamkeit lenke, haben müßte. Man soll uns nicht eines Tages im Lande oder in Rom vorwersen können, daß wir durch unser Stillschweigen zu Entscheidungen ermuthigt hätten, welche im Stande sind, die tiefste Erregung in die Beziehungen zwischen Staat und Kirche zu schleudern. Eine czechische Denkschrift. Der „Mähr. Korr." enthält die folgende Mittheilung: „Der bekannte Czechensührer Ladislaus Rieger hat vor einiger Zeit an den französischen Gesandten in Wien, Herzog von Gramont, sich gewendet und ihm ein die „czechische Frage" in ihren Ursachen, Wirkungen und letzten Konsequenzen dar-legendes Memoire unterbreitet. In dieser Denkschrift wird dem französischen Staatsmanne nach-zuweisen versucht, wie das Bürgerministerium nicht darnach strebe, die Völker zu befriedigen, zu versöhnen und in ihren disparaten Meinungen auszugleichen, sondern nur auswärtige, und zwar deutsche Politik treibe, Oesterreich germanisiren wolle, um Preußens Allianz buhle, die Wiederaufnahme Oesterreichs in Deutschland projektire, und daß daher unter solchen Umständen, so lange dieses Ministerium an der Spitze des Staates steht, so lange die deutsche Partei am Ruder ist, Frankreich auf seinen Asturien nicht rechnen, nicht zählen könne. Wie,„ gan; anders aber werde es sein, welcher totale Uuu'chwung in den auswärtigen Verhältnissen werde,jedoch ZieuWon. Der religiöse Unterricht in den öffentlichen Schulen. Seit langer Zeit wird sehr viel gegen und sür den religiösen Unterricht in den öffentlichen Schulen gesprochen und geschrieben. Erst neucstens ist dieser Gegenstand in dem Vereine „Mittelschule" in Wien in Verhandlung genommen und einem Komitee, bestehend aus vier Professoren und einem Doktor der Rechte, zur Berichterstattung übergeben worden. Die Majorität dieses Komitee's hat ihr Gutachten dahin abgegeben, daß schon nach dem gegenwärtigen Stande der Gesetzgebung der Religionsunterricht an Gimnasien und Realschulen jedes obligatorischen Charakters zu entkleiden, mithin in der Rcgel nicht an der Anstalt zu ertheilen, die Religionsnote nicht ins Zeugniß zu setzen und bei der Klassenbestimmung nicht zu berücksichtigen sei und daß keine Anstalt mit ihren Disziplinarmit-teln für Religionsunterricht oder Andachtsübungen einzutreten habe. Abgesehen aber davon, ob die bisherigen Einrichtungen an unseren Mittelschulen mit den gesetzlichen Bestimmungen über das Ver-hältniß der Schule zur Kirche im Einklänge stehen oder nicht, bleibt die Frage der Erlheilung des religiösen Unterrichtes auf alle Fälle eine höchst wichtige. Es wird niemandem einfallen, einen umfassenden und gründlichen religiösen Unterricht für die Jugend als unnothwendig zu erklären, aber über die Art und Weise, wie und wo er ertheilt werden soll, läßt sich streiten. Die Bedeutung der Sache erfordert eine sorgfältige Prüfung und verdient die allgemeinste Theilnahme. Einer Erörterung dieser wichtigen Materie durch einen renommirten anglo-amerikanischen Schulmann entnehmen wir die folgenden Stellen: „Um die Mitte des letzten Jahrhunderts, als sich adelige und reiche Familien in England und Schottland noch eine Art Hofnarren oder Spaßmacher hielten, lebte ein halbverrückter Mensch von herkulischer Stärke auf dem Gute eines schottischen Laudedelmannes in der Eigenschaft eines solchen Spaßmachers. Außer seinem Hofnarrendienste hatte er auch Hausarbeit zu versehen und mußte unter anderem Wasser von dem etwas entfernten Brunnen nach dem Wohnhause tragen. Eines Tages, da er eben wieder diesem Geschäfte oblag, machte sich ein Gast des Hauses den Spaß, auf des Narren Weg vom Hause zum Brunnen in kurzen Zwischenräumen eine Anzahl von Halbpencestücken, welche er sehr liebte, zu legen, als er eben mit Wasserschöpfen beschäftigt war. Bald kam der Narr mit zwei Kübeln voll Wasser, die an seinem Joche hingen, des Weges, und als er das erste Pfennigstück vor sich liegen sah, setzte er seine Last nieder, um sich nach jenem zu bücken. Als er zum zweiten Geldstückkam, that er dasselbe, beim dritten jedoch stand er nur stille, betrachtete sich's einen Augenblick und ging dann, ohne sich zu bücken, mit folgender Bemerkung, die seitdem zum Sprüchwort geworden, seines Weges weiter: „Wenn ich Wasser trage, trag' ich Wasser, wenn ich Geld auflese, les' ich Geld auf." Jene, welche das Ertl,eilen religiösen Unterrichts in den öffentlichen Schulen befürworten, sollten dieses Sprüchlein merken. Solche Leute möchten zu gleicher Zeit Wasser tragen und Halbpencestücke auslesen, was selbst ein Narr nicht thun möchte. Sie sagen, unsere Schulen seien gottlos, irreligiös u. s. w-und erheben mit sublimem Augenaufschlag ein schauderhaftes Geschrei vor der ganzen religiösen Welt, damit diese ihre Kinder solchen Pesthöhlen entziehe. Nun sind unsere öffentlichen Schulen in ergeben, wenn den Czechen die Regierung überantwortet werden würde. Den Czechen sei der Zusammenhang, die Zusammengehörigkeit mit Deutschland ganz gleichgiltig. Sie werden nur Oesterreich als solches im Auge haben, eine exklusive österreichische Politik befolgen; sie werden nicht nur nicht um Preußens Freundschaft werben, sondern vielmehr das von letzterem Oesterreich entrissene Schlesien und die Lausitz diesem wieder zurückerobern Helsen. So werden sich unter czcchischcm Regime das französische und Wiener Kabinet begegnen, nämlich in dem Antagonismus gegen Preuße» und in der Nothwendigkeit der Bekämpfung des preußischen Einflusses; Frankreich werde also dann einen natürlichen Alliirten an Oesterreich gegen Preußen haben, was eben bei diesem, gcrmanisirende Tendenzen verfolgenden Bürgerministerium nicht der Fall sei. Also Frankreich möge die czechischen Bestrebungen nnr immerhin patronisiren uud protegiren. Die Früchte dieses Schutzes uud dieser Begünstigung czechischer Tendenzen werden nicht ausbleiben, indem Frankreich dann auf Oesterreichs allezeit getreue Bundesgenossenfchaft sich verlassen könne, welche jetzt, wo Oesterreich ein gewichtiger Faktor im Rathe Europa's geworden, nicht zu verschmähen, nicht gering anzuschlagen sei, sondern vielmehr von ausschlaggebendem Einflüsse sein werde." Ueber den Mord des Prinzen Arenberg bringt die „Tgpr." einen Brief aus Petersburg, in welchem es u. a. heißt: Der Zustand der Leiche ließ errathen, daß der Mord gegen 3'/z Uhr Früh verübt wurde. Der Prinz hat ferner, wie alle Simp-tome vermuthen lassen, mit den Räubern gerungen. Es scheint, daß er noch in seinem Lehnstuhl saß und arbeitete, als die Mörder ihn übersielen. Als er den Lärm an der Thüre vernahm, stürzte er sich offenbar gegen die Spießgesellen, und ein entsetzlicher Kamps entspann sich. Die Lampe wurde umgestürzt, und im Zimmer entstand vollständige Dunkelheit. Wahrscheinlich wurde der Versuch gemacht, die Lampe wieder an-zuzünden, denn man fand die Zündhölzchen auf dem Fußboden verstreut. Der Prinz wurde von den Räubern überwunden und nach einem schauderhaften Kampfe in dem dunklen Zimmer auf das Bett geworfen. Hierauf wurden ihm Mund und Nase mit einem Tuche hermetisch umbundeu, um die Beine wurde ein Hemd geschlungen, die Hände mit den Gardinen schwer gefesselt und der ganze Körper noch ans Bett festgeschnürt. Während dem hier der Prinz, unbeweglich liegend, allmälig erstickte und die Todesstunde eintrat, begannen die Mordgesellen die Plünderung. Das brechende Auge des Prinzen konnte noch eine Zeit lang die Kannibalen bei iMrn Werke betrachten, bis es nach einigen Augenblicks qanz erlosch. Die Aerzte und die übrigen SachverstäMgen erklärten, es sei unmöglich anzuneh- unserm Staate insofern gottlos, als darin keine Religion gelehrt wird, und sic sind irreligiös, weil man sich nicht mit dem Katechismus beschäftigt. Aber ^ sie haben eben ganz einfach mit Religion gar nichts i zu thun. Sie arbeiten weder für, noch gegen dieselbe. Ist rechtes weltliches Wissen der Religion zuträglich, desto besser für diese; wcnn nicht, dann muß man freilich zugestehen, daß wissenschaftliche Erziehung irreligiös mache und daß Wissen und Glauben zwei verschiedene Dinge sind. Ist aber weltliches Wissen überhaupt zu etwas nütze, so muß ihm ohne Zweifel eine bestimmte Zeit eingeräumt werden. Was würden unsere religiösen Freunde sagen, wenn die Leute darauf beständen, daß Religionsunterricht nie ohne wissenschaftliche Erläuterungen ertheilt werde? — Dann müßte z. B., wenn man lieSt, wie der Wallfisch dcn Jonas verschlang, in einer Sonntagsschule auch dozirt werden, wie das Hinunterschlingen vor sich ging und wodurch Jonas nicht dem Verdauungsprozeß verfiel. Religionsunterricht allein macht den Menschen trübselig und unpraktisch; man lernt dadurch die Welt verachten und sich einer träumerischen Beschaulichkeit ergeben. men, daß ein einziger Mensch diese schreckliche That aussühren konnte. Der Prinz, noch in voller Manneskraft stehend, würde sicherlich selbst dem verwegensten Gauner sein Leben abgerungen haben. Am Thatorte wurde eine Flasche mit Branntwein aufgefunden, hingegen konstatirte man den Abgang mehrerer Goldmünzen, der Manchettenknöpfe, einer Kravatennadel, einer goldenen Uhr u. dgl. Bijouterie. Eine Kasse, in welcher der Prinz sein Geld und seine Papiere aufbewahrte, konnte nicht erbrochen werden, auch andere Kisten und Behälter wurden von den nächtlichen Banditen aus Angst, die Aufmerksamkeit der Polizei zu erregen, nicht milgenommen. Politische Rundschau. Laibach, 13. Mai. Baron Widmann ist uoch immer Landes-vertheidigungsminister; derselbe soll zwar gerne bereit sein, das ihm übertragene Portefeuille uiederzulegen, aber man läßt ihn nicht gehen, um sich der öffentlichen Meinung gegenüber „stark" zu zeigen und um zu beweisen, daß die Zeitungeu keinen Minister stürzen können. So die eine Mitteilung; „Tgpr." dagegen will wissen, daß Baron Widmann seine Entlassung eingereicht habe und daß an deren Annahme „nicht zu zweifeln sei." „N. Fr. Pr." ist auch gerne bereit, in der Ernennung Widmauns nur einen Mißgriff zu erblicke», legt aber der Berufung eines Petrino ins Ministerium, der den Reichsrath insultirt habe, und der Ernennung des Grafen Meusdorfs, ehemaligen Sistiruugsmini-sters, zum Statthalter von Böhmen eine bei weitem größere politische Bedeutung bei. Uebrigens begrüßen „Nar. Listy" des letzter» Ernennung mit vernichtendem Hohn. Seine Bestrebungen würden tausendstimmiges Nein hervorrufen, niemals würden die Czechen einen österreichischen Reichsrath beschicken. — Und dennoch Ausgleich ? Aus Cattaro meldet man der „Tr. Z.", daß man neue Ruhestörungen befürchtet, deren Schauplatz diesmal die türkische Suttorina sein dürfte; in einigen Ortschaften der Bocche soll man dort einen bewaffneten Einfall beabsichtigen und dabei auf Unterstützung von Seite der Montenegriner hoffen. Die Türken sind jedoch auf der Hut und senden Verstärkungen. Auch von Munitionsankäufen der Montenegriner berichtet man der „Tr. Z." Der Klub der Linken des ungarischen Reichstages hat einstimmig beschlossen, die für die Annexion der Mililärgrenze geforderte Erhöhung der ungarischen Beilragsquote zu dcn gemeinsamen Ausgaben zu verweigern, natürlich nur zu dem Zweck, um diesen Beschluß später als Pressionsmittel auf den Reichsrath zu benützen, damit dieser sich den ungarischen Wünschen füge. — Ein Artikel der ministeriellen „Reform" fordert die ungarischen Bischöfe auf, ein Schisma nicht zu scheuen. Auf der ändern Seite kann man nicht bestimmt behaupten, daß ausschließliche Beschäftigung mit weltlichem Wissen Jndifferentismus erzeuge. Aber sollen !wir, von der Verschiedenheit der menschlichen Sprachen handelnd, nichts als die Geschichte vom babi-lonischen Thurmbau erzählen? Wer möchte heutzutage noch eine solche Absurdität behaupten? Vielleicht sind einige Vertheidiger des Religionsunterrichtes in den öffentlichen Schulen der Ansicht, daß wir nicht alle Gegenstände mit Hinweis auf einen religiösen Standpunkt lehren, sondern der Religion nur Anerkennung zollen mögen, indem wir täglich einen Abschnitt aus der Bibel lesen. Nun hatte Schreiber dieses das Unglück oder Glück, in einer Anstalt erzogen zu werden, wo Religionsunterricht nicht allein neben anderen Gegenständen gelehrt wurde, sondern die Basis des ganzen Unterrichts bildete. Die Schule wurde mit einem ellenlangen Gebet eröffnet; alle Schüler, welche lesen konnten, mußten täglich ein Kapitel aus der Bibel ableiern; die Schule schloß mit einem Gebet. Der Samstag war ganz dem Katechismus gewidmet, und täglich mußten Bibelsprüche, Himnen und dgl. auswendig gelernt werde». Was war die Folge? Auswärtigen Blättern geht von einem Wiener Korrespondenten die Mittheilung zu, daß nach Kennt-nißnahme der römischen Antwort auf die österreichische Konzils-Depesche der österreichische Botschafter in Rom einfach angewiesen worden ist, zu erklären, daß sein Kabinet mit tiefem Bedauern die Kurie entschlossen sehe, die von aufrichtigem Wohlwollen eingegebenen Mahnungen der weltlichen Gewalt außer Acht zu lassen, und daß ihm hierauf nichts übrig bleibe, als die Verantwortung für die möglichen Folgen ihrer traurigen Beharrlichkeit auf ihr eigenes Haupt zu wälzen. Im übrigen soll das österreichische Kabinet der Ansicht gewesen sein, daß, nachdem die Regierungen jetzt ins-gesammt sich über den Standpunkt ausgesprochen, welchen sie dem Konzil und dessen etwaigen Beschlüssen gegenüber einznnchmcn gesonnen seien, nicht allein keine Veranlassung zur Fortsetzung der betreffenden diplomatischen Erörterungen vorliege, sondern eine solche Fortsetzung die Lage nur verschärfen und erschweren könnte. Die übrigen Regierungen haben sich diese Auffassung angeeignet, und es dürfte mithin die Diskussion zwischen ihnen und der Kurie wenigstens bis dahin geschlossen sein, wo etwa der Inhalt eines besonderen KonzilsbeschlnsseS eine weitere Kundgebung von Seiten der weltlichen Gewalt rathsam oder geboten erscheinen lassen wird. Aus Paris wird gemeldet, daß sich auch am Dienstag Abends die R u h est ö r n n g e n, natürlich ohne all und jeden Erfolg, wiederholt haben. Die Regierung scheint auch außer aller Sorge zu sein, denn die für das Plebiszit nach Paris gerufenen Truppen aus der Provinz sind bereits wieder in ihre Garnisonen zurückgekehrt. — Angesichts des Plebiszitresultatcs, welches rund 7'/z Millionen Ja und 1^/2 Millionen Nein ergeben hat, ist von dem früher beabsichtigten Rücktritt des Gesammt-ministeriums keine Rede mehr, jedoch stehen einzelne Aenderungen in Aussicht. — In Havre haben Montag und Dienstag ebenfalls Unruhen stattgefunden. Die Progressisten wollen in Ermangelung eines anderen nun Espartero zum König von Spanien machen. Dieser lehnt aber die Thronkandidatur ab, und so wird neuerdings von der Kandidatur des Fürsten Leopold von Hohenzollern, Schwiegersohnes des Königs von Portugal, gesprochen. Im e n g li s ch c n Pa rl a m en t ist ein Gesetzentwurf über politisches Stimmrecht der Frauen eingebracht worden, findet jedoch in der ganzen Presse nur einen Vertheidiger, in der „Daily-News." „Times" möchte, da mittelbar in dieser Angelegenheit anch die Frage entschieden würde, ob Frauen auch das Recht eingeräumt werden solle, im Parlamente zu sitzen, vorderhand wenigstens eine so folgenschwere Konzession nicht machen. Wurden wir religiös? Auf dieser Schule keiner von uns! Im Gegentheil, wir belustigten uns damit, aus unserem Wege zur Schule den Katechismus zu parodiren. Der religiöse Unterricht in der Schule brachte uns wirklich nur Nachtheil. Viele meiner Schulge-nossen bekennen sich heute offen zum Unglauben und daliren ihre Anti-Religiosität von der Schule her. Auf der Universität mußten wir zweimal wöchentlich die Kirche besuchen. Einer der Professoren pflegte sein Gebet jeden Morgen am Anfang des Semesters aus der Höhle seines Zilinders abzulesen, und manche Studenten schwärmten Samstag Nachts, um Sonntag Morgens in der Kirche recht fest schlafen zu können. Und das geschah in einem Lande, welches sich rühmt, das religiöseste der Welt zu sein. Jeder meiner Schulkameraden war von frühester Jugend an in einer religiösen ^Atmvssäre ausgewachsen, doch solches waren die i Folgen des Vermischens von Gottes- und Welt-^ Weisheit. Viele, die cs für einen großen Jux hielten, nach der Kapelle zu gehen, hätten vielleicht in jeder anderen Kirche Erbauung gefunden, j Angesichts zahlreicher Thatsachen dieser Art Der griechische, durch die Banditen-Asfaire hervorgerufene Konflikt scheint im Sande verlausen zu wollen. Die englische Regierung soll angeblich erklärt haben, daß sie von Griechenland nichts verlange, „was nicht eine loyale Regierung gewähren müsse und was nicht eine unabhängige Regierung gewähren könne." Zur Tagesgeschichte. — Die „Wr. Ztg." bringt das Programm für die feierliche Jnauguriruug der Douaureguli-rungsarbeiten, welche morgen unter den Auspizien Sr. Majestät des Kaisers im Prater stattfinden soll. — Ein bedauerliches Unglück ereignete sich Dienstag bei der Ausführung des Ballets „Sar-danapal" im Wiener Opernhause. Das Kleid einer Tänzerin fing Feuer und die Aermste erlitt bedeutende Brandwunden. Ihr Zustand ist, wenn auch kein absolut lebensgefährlicher, doch höchst bedenklicher. (Die heutigen Abendblätter melden, daß die Verunglückte ihren Leiden erlegen ist.) — Das zwischen Wr.-Neustadt und Felixdorf gelegene Pulverwerk des Herrn Sonnleitner ist am 11. d. M. 3 Uhr Nachmittags in die Luft gegangen. Ein Verlust an Menschenleben ist glücklicher Weise dabei nicht zu beklagen. — Ein gräßliches Unglück ereignete sich am verflossenen Samstage. Die 7jährige Tochter eines Winzers in Prosieg bei Gams ging in die zur Wirth-schaft gehörige Schmiede, woselbst durch einen Funken die Kleider des Kindes Feuer fingen. Der Bruder der Kleinen holte den Vater herbei, doch leider zu spät; denn als dieser die brennenden Kleider entfernt hatte, war die linke Seite der Armen ganz verbrannt; der Vater selbst verbrannte sich beim Rettungsversuche die rechte Hand in lebensgefährlicher Weise. Abends ist das Kind seinen Schmerzen, die es mit staunens-werther Geduld ertrug, erlegen. — In Graz starb neulich der aus der katholischen Kirche ausgetretene ehemalige Priester Gschweitl. Das Stadtpsarramt weigerte sich, dessen Beisetzung in einer Gruft des katholischen Friedhofes zuzulasien Auf die beim Magistrat geführte Beschwerde hierüber, entschied derselbe, daß nach dem Gesetze vom 25. Mai 1868 die Beerdigung auf dem katholischen Friedhofe nicht verweigert werden könne und das Stadtpfarramt dieser Entscheidung der politischen Behörde keine Weigerung entgegensetzen dürfe. Und dabei blieb es, die Leiche wurde auf dem Friedhofe von St. Peter bei-gesetzt. — Verurth eilung eines Geistlichen, ^lm 6. d. M. wurde, wie aus Meran geschrieben Wird, vom dortigen Bezirksgerichte der Pfarrer Selle-mond wegen Verhinderung der Vornahme der nenärai-schen Schulvisitation in Schönna zu 100 fl., eventuell wuß man wohl fragen, warum jemand, der feinen Kindern zu Hause oder durch Sonntagsschulcn eine religiöse Erziehung geben lassen kann, die Religion auch in den öffentlichen Schulen eingeführt zu sehen wünscht, wo man weder für noch gegen Religion wirkt. Die Antwort ist nicht schwer zu finden. Diejenigen, welche solchen gemischten Unterricht befürworten, haben kein Vertrauen zur Kraft ihrer Religion, der Wissenschaft gegenüber Stand zu halten. Man will ein Treibhaus einrichten, aus welchem die Kinder sich nicht entfernen sollen, aus Furcht, sie möchten draußen etwas reine Luft ein-othmen, und die frische Brise unter freiem Himmel könnte ihren Lungen und zarten Seelchen schaden und Apostasie und Verderben zur Folge haben. Unsere Konstitution hat Kirche und Staat für immer getrennt. Im Kinderleben sind Kirche Und Staat die Sonnta^sschule und die Tagschule. Und so müssen auch diese für immer getrennt blei-ben, damit jede etwas Ganzes, Rechtes produziren könne. Wenn wir Wasser tragen, laßt uns nur Wasser tragen, wenn wir Geld auflesen, laßt uns nur Geld auflesen! 20 Tage Arrest, und die drei Gemeinderätye wegen Gutheißung der Verhinderung, und zwar der Vorsteher zu 50 fl., eventuell 10 Tage Arrest, und die beiden Räche je zu 25 fl., eventuell fünf Tage Arrest, ver-urtheilt. — — Bornirtheit eines Gimnasial-Profefsors. Betreffs dieser auch von uns gebrachten Notiz erhält die „Tagespresse" eine Zuschrift, worin der Einsender sagt, er habe mir „wehmüthiger Empörung" diesen Angriff auf Professor Hahoty gelesen, und die Meinung ausgesprochen wird, der Verfasser jenes „sarkastischen Aufsatzes" müsse ein persönlicher (?) Feind Hahoty's sein. Der Apologet des genannten Professors behauptet, Ritter v. Hahoty sei ein Gentleman, „welcher sich gegen den jüdischen Theil seiner Schüler zwar zuweilen einen Scherz erlaube, der aber so übel nicht gemeint sei." — Der in Rom weilende Herausgeber des > Oesterreichischen Handelsjournals, Gustav Pappenheim, wurde aufgefordert, Rom binnen achtundvierzig Stunden zu verlassen. Er wurde dennnzirt, daß er in Wien vor seiner Abreise angeblich die Aeuße-rung gethan, auch er wolle sich die römische Komödie mit ansehen. Pappenheim reiste nach Neapel; nachträglich erwirkte Trauttmaunsdorfs die Zurücknahme des Ausweisungsdekretes. — Fürstin Julie entäußerte sich zu Gunsten des Fürsten Milan und Serbiens gerichtlich aller Rechte, die sie als Witwe des Fürsten Michael auf sein in Serbien vorhandenes Vermögen besitzt. Lola!- und Provinzial-Mgelegenheiten. Mal - Chromi. — (Nicht san ktionir ter Landtagsbeschluß.) Se. Majestät haben mit a. H. Entschlie-ßuug vom 30. April d. I. dem vom krainischen Landtage in der letzten Session beschlossenen Gesetzentwurf über die Amtirung der k. k. Aemter in slovenischer Sprache mit Hinweisung auf die a. H. Entschließung vom 15. Juni 1869 die Sanktion zu versagen befunden. „No-vice" weiß nun sehr wohl, daß Dr. Toman diejetzigen Minister wegen Erwirkung der Sanktion dieses Gesetzes noch vor kurzem in seiner gewohnten Weise bestürmt habe, und dennoch will sie ihre Leser glauben machen, daß die erfolgte Sanktionsverweigerung auf Grundlage der Vorträge des Ministeriums Herbst-Giskra erfolgt sei. Natürlich wäre es ein zu beschämendes Geständ-mß, daß die legislatorische Weisheit des Dr. Bleiweis uud Kompagnie weder bei deu Ministern der allen noch der neuesten Äera Gnade finden konnte. — (Zum wirklichen Generalvikär der Laibach er Diözese) wurde vom hochwürdigen Fürstbischof der Kanonikus und Direktor des hiesigen theologischen Seminars Herr Franz Kramer dekretirt „Novice", der wir diese Nachricht entnehmen, bezeichnet den neuen kirchlichen Würdenträger als Schrecken der „Tagblattler" ('1'ussblatovei), denn er sei mit Leib und Seele das, als was ihn Gott erschuf, nämlich ein L-lovene und Katholik, ehrlich gegen die ehrlichen Deutschen, jedoch ein „enteilt. tM'ibls^ für die „Nemsch-kutarji , „er beuge sich vor niemand als vor dem Rechte und der Wahrheit." Wahrscheinlich wird die Mehrzahl der Tagblattleser erst vurch diese Notiz der „Novice" von der Existenz des Herrn Kanonikus Kramer Kenntuiß erlangen, ohne daß ihnen der Schreck in die Glieder gefahren ist, und sicherlich jeder unserer Leser schon aus allgemeinem iL-chmlichkeitsgefühl den neuernannten Herrn General-Mkär nicht für mitschuldig halten an dem höchst verdächtigen und taktlosen Lobe des in der Pfütze der Gemeinheit sich wohl befindenden Blattes, das sich heule als Vertheidiger des „Breneelj", morgen als höchst unberufener und tölpelhafter Anwalt der katholischen Kirche und ihrer Funktionäre aufwirft. — (Verleihung.) Der Justizminister hat eine bei dem hiesigen Landesgerichte erledigte Rathsstelle dem Rathssekretär Wilhelm Freiherrn v. Rech-bach verliehen. — (Frauen verein.) Die k. k. Landesregierung hat den Fortbestand des Frauenvereins in Laibach, welcher sich im Jahre 1866 zur Hilfeleistung für die verwundeten und kranken Krieger gebildet hat, nach Maßgabe seiner vorgelegten neuen Statuten bestätigt und die Anzeige über die beabsichtigte Wiederaufnahme seiner humanen Thätigkeit mit wahrer Befriedigung zur Kenntniß genommen. Es handelt sich nun um die förmliche Koustituirung dieses Vereins und um die Vornahme der Wahlen, und zwar: a) die Wahl des Ausschusses; I)) eines Protektors und Vermögenskurators; 6) der Vorsteherin und zweier Stellvertreterinnen; ä) des Sekretärs. Zur Vornahme dieser Wahlen wollen die x. 1. Damen, welche bisher Mitglieder des Vereins waren oder demselben jetzt beizutreten wünschen, sich am Samstag, 14. d. M., Vormittag 11 Uhr in der Wohnung der Vorsteherin Frau Antonie Freiin von Codelli - Schmidburg einsinden. — (Für die freiwillige Feuerwehr) spendeten: Herr Dr. Nik. Recher 50 fl., Herr Zhuk 10 fl. — (Kunstausstellung.) In 2—3 Wochen dürften wir wieder eine Gemäldeausstellung haben. Das Komitee der hiesigen Filiale des österr. Kunstvereines trifft bereits die nothwendigen Vorbereitungen. Es steht wohl zu erwarten, daß das Publikum sich wie alljährlich an der betreffenden Subskription recht zahlreich betheiligen wird. Auch eine Verlosung, wie solche mit der Ausstellung schon mehrmals verbunden war, ist wieder in Aussicht genommen. — (Anerkennung.) Aus Anlaß des Ablebens des vaterländischen Malers Herrn Anton Karin ger ist vom österr. Kuustvereine in Wien der hiesigen Filiale ein Schreiben zugekommen, in welchem der Verdienste des verstorbenen Künstlers in der anerkennendsten Weise gedacht und das lebhafteste Bedauern über den Verlust, welchen die österreichischen Kunstkreise dadurch erlitten, ausgesprochen wird. — (Am Marburger k. k. Gimnasinm) wurde der obligate tägliche Gottesdienst auf Beschluß des Lehrkörpers mit dem Beginne dieser Woche eingestellt. Das f. b. Konsistorium machte dagegen keine Einsprache. — (Erdbeben.) Aus Adelsberg, 11. d. M., wird der „L. Z." geschrieben: Gestern um 4 Uhr, dann um 6 Uhr Nachmittags und heute Morgens um 3 Uhr wurden hier ziemlich starke Erdstöße wahrgenommen. Am intensivsten war der letzte. Für die arme Witwe im Tschernutscher Mauthgebäude ist weiter eingegangen: Von einer Ungenannten 2 fl.; von A. P. 1 fl.; von Frau C. Sk. 3 fl. und 1 Paket Kinderwäsche und Kinderkleidungen; von A. P. 1 fl. — Im gestrigen Ausweise ist irrig ausgeworfen worden bei einer Frau aus Uuterkrain 2 fl. statt 1 fl. Eingcsendet. Die delikate Heilnahrung lisvalösoiortz äu heilt alle Krankheiten, die der Medizin widerstehen, nämlich Magen-, Nerven-, Brust-, Lungen-, Leber-, Drüsen-, Schleimhaut-, Athem-, Blasen- und Nierenleiden, Tuberkulose, Diarrhöen, Schwindsucht, Asthma, Husten, Unverdaulichkeit, Verstopfung, Fieber, Schwindel, Blut-aufsteigen, Ohrenbrausen, Uebelkeit und Erbrechen selbst in der Schwangerschaft, Diabetes, Melancholie, Abmagerung, Rheumatismus, Gicht, Bleichsucht. — 72.000 Kuren, die aller Medizin getrotzt, worunter ein Zeug-niß Sr. Heiligkeit des Papstes, des Hofmarschalls Grafen Plnskow, der Marquise de Bröhan a. A. — Nahrhafter als Fleisch, erspart die lisvLlsseisrö bei Erwachsenen und Kindern 50 mal ihren Preis im Mediziniren. Castle Nous, Alexandria, Egipten, 10. März 1869. Die delikate Revalescibre Du Barry's hat mich von einer chronischen Leibesverstopfung der hartnäckigsten Art, worunter ich nenn Jahre lang aufs schrecklichste gelitten und die aller ärztlichen Behandlung widerstanden, völlig geheilt, nnd ich sende Ihnen hiemit meinen tiefgefühlten Dank als Entdecker dieser köstlichen Gabe d.'r Natur Mögen diejenigen, die da leiden, sich freuen : was alle Medizin nicht vermag, leistet Du Barry's R,evs,l6sei6re, deren Gewicht, wenn in Gold bezahlt, nicht zu theuer sein würde. Mit aller Hochachtung C. Spadaro. In Blechbüchsen von' Pfd. fl. 1.50, 1 Pfd. fl. 2.50, 2 Pfd. fl. 4.50, 5 Pfd. fl. 10, 12 Pfd. fl. 20, 24 Pfd. fl. 36. — liöVLleseiörö OkooolLt^e in Tabletten für 12 Tassen fl. 1.50, für 24 Tassen fl. 2.50, für 48 Taffen fl. 4.50, in Pulver für 12 Taffen fl. 1.50, 24 Tassen fl. 2.50, 48 Tassen 4.50, für 120 Tassen fl. 10, 288 Taffen fl. 20, 576 Taffen fl. 36. — Zu beziehen durch Barry du Barry L Co. in Wien, Goldschmiedgasse 8; in Laibach bei Ed. Mahr, Parfumeur; in Pest Török; in Prag I. Fürst; in Preßbnrg Pisztory; in Klagensurt P. Birnbacher; in Linz Haselmayer; in Bozen Lazzari; in Brünn Franz Eder; in Graz Oberranz-meyer, Gr ablowitz; in Lemberg Rottender; in Klause nbnrgKron st ädter, und gegen Postnachnahme. Witterung. Laibach, 13. Mai. Morgens theilweiser Nebel. Vormittags heiter Ruhige Luft. Sehr warm und schwül. Nachmittags zunehmende Bewölkung. Langsamer Wolkenzug aus W. Wärme: Morgens 6 Uhr 9.4". Nachm. 2 Uhr > 19.7" R., (1869 19.2", 1868 -I- 14,5".) Barometer 327.32"'. Das gestrige Tagesmittel der Wärme -j- 13.0", um 2.3" über dem Normale._________________________________________ Angekommene Fremde. Am 12. Mai. HVI«». Verderber, Handelsm., Pilsen. — Graf Pace, Panovic. - Wawereinskh, Kfm., Wien — Frei-statter, Kellner, Marburg. — Hertel, Kfm., Nixdorf. — Müller, Inspektor, Triest. — Holender, Kfm., Paris. — Gorjnp, Kfm., Görz. — Stalzer, Handelsm., Windischdorf. — Olzhauser, Ingenieur, Radmannsdorf. I Znidcrsic, Handelsm., Podgoro. — Baraga, Handelsm., Podob, — Znidersii, Handelsm., Jdria. — Breger. Handelsm., Moräntsch. — Nazar. Venedig. — Trettler. St. Leonhard — Hren, Kfm., Vigauu. — Kra-sovic, Kfm, Dolenjavas. — Süß, Kfm., Agram. — Kan-der, Kfm., Böhmen — Wolfs, Kfm., Triest. — Pasch, Beamte, Fiume. — Schmidt, Fabrikant, Brünn. IIi ^ Pischof, Handelsm, Graz. — De Gregoria, Handelsm., Triest. Geschiistszeitung. Verlosung. (Staats-Wohlthätigkeils-Lotte ric.) Bci der am 11. d. crsolgtrn Ziehung ficl der Haupttreffer mit 1«».««« fl. aus LoS-Nr. 2t«>.!»2!); ierucr ge-winnt Nr. 153262 3(100 Guldcu; je 20N0 fl. gcwiuncn: Nr. 35772 und 18603; 1000 Gulden gewinnt Nr. 126265; je -'>00 fl. gewinnen: Nr. 106474. 114395,134806,146301, 152730 und Nr. 263743 ; je 250 Gulden gewinnen : Nr. 9090t, 184928. 186182, 193424, 231558, 261927; je 150 fl Gulden: Nr. 7692, 32074, 32926, 58972 und Nr. 145207; je 100 Gnlden: Str. 408,1627 2433, 4678, 0093, 7397, 10677. 14521,22134.23831,24421,28648,102958, 212941 nnd Nr. 268078, nnd je 50 Gnldcn Nr. 672, 1804, 5310, 6257, 10178, 11490, 115l8, 16239, 17157, 20031, 25972, 223408 nnd Nr. 267589. Bci der fortgesetzten Ziehung wurden folgende Haupttreffer gezogen: 'mit 40000 fl. auf Nr. 140911 nnd mit 20000 fl. aus Nr. 255667; je 10000 fl.: Nr. 75077 nnd Nr. 197431; je 5000 fl.: Nr. 130614 und Nr. 208885; je 3000 fl. Nr, 2907 nnd Nr. 165019; je 2000 fl.: Nr. 191262 und Nr. 241177; je 1000 fl.: Nr. 75034. 91522, 110574, 118703, 200902, 251521 und 265695 ; jc 500 fl.: Nr. 13167, 32585, 43059, 107958, 130457, 178576, 209453, 229483,241865 und 243452; je 250 fl.: Nr. 23746, 49012, 58374, 60449, 62429, 67957, 70237. 77479. 82758,101796, 110800. 1U,235.117055, 131947, 165931, 171820, 194144, 201357, 208487, 216525, 234880, 243458, 243972, 248249, 249378 und 263920; je 150 fl. : Nr. >1953, 14823, 17171, 17241, 29313, 34699, 59940, 68887, 72109, 74494, 77203, 81688, 97569. 101459, 107323, 123908,126512, 131667. 132586,137718,139227,140490. 142155, 146133,147237, 147884, 147895, 151051,158590, 160733, 167227,168234, 174606, 175049,186548,187138, 189605. 190606, 205157, 212123, 216804, 221397. 224042, 230478, 239923, 240726, 241599, 246163, 249040,252791, 253037. 258019, 258295, 259379, 259396, 259518, 259995, 261633 und 261989. Gedenktafel über die am 16. Mai 1 870 stattfindenden Lizitationen. 1. Feilb., Jaschi'sche Real., Nr. 20 Krakau - Vorstadt, I 4000 fl.. Str. 8 Gradischa - Vorstadt, 2700 fl. und Nr. 89 Krenugasse, 2500 fl., Landesgericht Laibach. — 1. Feilb , Hribar'sche Real., Kameuea, 1435 fl. 20 kr., BG. Egg. — 1. Feilb , Birk'scke Real. Verhe, 575 fl. 20 kr., BG. Egg. — 1. Feilb., Valjaoec'sche Real, Mittervellach, 700 fl, BG Krainburg. — 1. Feilb., Kos'sche Real., Podzid, 220 fl., BG. Egg. Erledig«» gen. Verwaltersstelle im landschaftlichen Zwangsarbeitsbause zn Laibach, 787 fl. 50 kr. Gehalt und 212 fl. 50 kr. Funktiouszulage, Naturalquartier, Holz- und Kerzeudeputat. Binnen 4 Wochen beim krainifchen Landesausschusfe. — Adjunktenstelle beim Bezirksgerichte Adelsberg, 800 (900) fl. Binnen 14 Tagen beim Landesger.-Präs Laibach. — Bezirkswundarztstelle in Weixelburg. Remuneration 94 fl. Bis 31. Mai bei der Bczirkshauptm. Littai. Telegrafischer Wechselkurs vom 13. Mai. 5perz. Rente österr. Papier 60.40. — 5perz. Reut, österr. Silber 69.80. — 1860er Staatsanlehen 96 30. — Bankaktien 725. — Kreditaktien 255.40. - London 124.—. — Silber 121.65. — Napoleonsd'or 9.88'/,. Als SMilltrWhllung, möblirt oder uumöblirt, beabsichtige ich mein Landhaus uuter Rosenbach zu vermiethen. Näheres mündlich. (190—1) pöten i,a88ni><. Eine elmiMp WiiiM im Grumnifl'schen Hause, zu jedem beliebigen tzkschäfte geeignet, ist sogleich zn ver-miethen. (191—1) Das wegen Abreise zum Verkaufe augezeigte WM" Klavier befindet sich von morgen au Mligenf»rtcrstrns;c Nr. 66, zweiter Ttolk, täglich von 3 bis 4 Uhr Nachmittags zu besichtigen. (189) Fenstee - Route,mr sind in großer Partie in besonders schöner Auswahl von fl. 1.30 bis fl. 2.50 nebst einem reichen Sortiment der neuesten Vorhängstoffe und Vorhang- Quasten, sowie auch ,cht amerikanisches Leder „I -QI«»tt" soeben frisch angekommeu bei (145—5) ULitkvr. Lngl3Nä6I-'8 ;,ihnärjtiiches Atelier ist von 9 bis 12 und 3 bis 5 Uhr offen. Epileptische Krämpfe (Fallsucht) (16-9D heilt brieflich der Lpezialarzt sür Epilepsie Doktor «». ILleii«»-!- i» Berlin, jetzt: Louisenstraße 45. — Bereits über Hundert geheilt. ^ilionk88,- Es werden hier dem Pnbliknm den uiiscrigen uach-gemachte Artikel zu billigeren Preisen empfohlen, welche natürlich nicht die richtige Wirkung haben können; nm Verwechslungen zu vermeiden, bitten wir genau anf unsere Firma zu achten vom Ministerium geprüft und kvnzesfwuirt, reinigt die Hanl von Leberflecken, Sommersprossen,Pocken-flecken, vertreibt den gelben Teint nnd die Röthe der Nase, sicheres Büttel für skrofulöse Unreinheiten der Haut, erfrischt und verjüngt den Teint nnd macht denselben blendend weiß und zart. Die Wirkung erfolgt binnen l4 Tagen, wofür die Fabrik garantirt, L Fl. 2 fl. 60 kr. und 1 fl. 30 kr. Bl»rtcr,;c»g>m„ö-Pm»»de ü Dose 2 fl. 60 >r. uud 1 fl. 30 kr. Binnen 6 Monate» erzeugt dieselbe einen vollen Bart schon bei juiigeu Leuten von 16 Jahren, wofür die Fabrik garantirt. Anch wird dieselbe zum Kopfbaanvuchs angewandt. Chinesisches Haarfiirbeiiiittel, 2 fl. 10 kr und 1 fl. 5 kr., färbt das Haar sofvrt echt in blond, braun uud schwarz und fallen die Farben vorzüglich schön aus. Lricntalisches Enthaarungsmittel, ü Fl 2 fl. 10 kr. zur Entfernung zu tief gewachsener Scheitel-Haare nnd der bei Dame» vorkommeudeu Bartspuren binnen 15 Minuten. Erfinder Rothe tsoiup. iu Berlin. Die Niederlage befindet sich in Laibach bei III»» i t 11 (146—9) 870 8tait, und kostet bierru 1 ganres Orig>na>-b.oos nur ll. 8, 1 balbes „ „ „ „ 4, 1 viertel „ „ „ „ 2, gegen Linsenllung lies lletrages in osterreiebiseben llanknoten. ^Ile ^ulträße werden sofort mit der grössten Lorgsalt ausgei'ubrt und erlüilt .ledermann von uns die mit dem Ltaatswappen versebene OriginaI-1.oose selbst in Händen. Den Ilestellungen werden die erl'orderlieben amt lieben l'läne gratis beigelugt und nael, jeder Neliung senden wir unseren luteressenten unaulgelordert a»it liebe leisten. (115—9) 0ie Lusrablung der Lewinne erlolgt stets prompt unter 8taats-6arantie und kan» durel, direkte 2u Sendungen oder aus Verlangen der Interessenten dureb unsere Verbiullungen an allen grosseren ?l'at?.en Oeutseiilands veranlasst werden. Unser Oebit ist stets vom 6lüeke begünstigt und batten wir erst vor kurzem wiederum unter vielen anderen bedeutenden Levvinnen 3 mal llie ersten llsupttreffer iu 3 Xielmngen laut ottlriellen 8e«eisen erlangt und unseren Interessenten selbst ausberalüt Voraussiebtliel, kann bei einem soleken aul der «»«lüi gegründeten Unternebmen überall aut eine sebr rege ?>etbeiliguug mit Ijestimmt-beit gereebn>!t werden, man beliebe daber selion der alle Lultruge »Ill'l'lLt ?.u rieliten an 8. eker Mnk- und Wechsel-Geschäft in Kam bürg. IHin- und Verkant aller ^rton ätaatsobligationen, Lisenbabn-^ktien und ^nleliensloose. Um Irrungen vorrubeugen, bemerken wir sus-ltrüoküob, ltsss keine äknlieke vom Staate «irkliob garsntirte 6e>ll - Verlosung vor obigem, smtliok planmässig festgestellten Äebungsterinin ststtlin-ilet, unrl um allen Anforderungen mögliobst ent-spreoben ru können, beliebe man getl. llie Aufträge für llie vom Staate garantirten Original-^oose bal-liigst uns llirekt rugelien ru lassen. I). 0. Wiener Börse vom 12. Mai. StLLlskOQÜ«. Geld Ware Sperc. österr. Wäbr. . dto. Rente, öst.Pav. Ott.to 00.50 dto. dto. öst.inSilb. 09.70 09.80 öose von 1854 . . . 90.— 90.50 Lose von 1860, ganze Lose von 1800, Fünft. 90.L0 90.40 105.75 100.- Prämiensch. v. 1804 . 119.— 119.25 Srurräsrrt1.-0bL. Steiermark zu5, p6t. 93.50 94.- ttärnlen, Ärain n. ^^stenland 5 « 80.— 94.- Lngc'rn. . zu5 ^ 79.75 80.- Kroat. u. Slav. 5 „ 83.50 84.— Siebenbürg. „ 5 „ 75.75 70.50 Nationalbank . . . 723.— ,25.— Kreditanstalt . . . S53.90 254.10 -t. ö. Escompte-Ges. 809.- 871.— Änglo-österr. Bank . 3L5.50 320.— Oest. Bodencred.-A. . 378.— 380.— Oest-Hypoth.-Bank . Steier. EScompt.-Bk. 245.— 250.— Kais. Ferd.-Nordb. . 8250 2254 Südbahn-Gesellsch. . 189.80 190.— kkais. Eüsabe^.'-Bahn. 197.50! 198.— Larl-Ludwig-Ba-n 240.— 240.50 Siebend. Eisenbahn . 170.50 171.— ikais. Franz-Iosefsd.. 187.— 187.25 Künfk.-Barcser E.-B. Aföld-Fium. Bahn . 173 5«, 174.— 173.50 174.— r>ks.nädr1sts. Nation. ö.W. verloSb. 93.25 93.50 llng. Bod.-Creditanst. Lllg.öst.Bod.-Credit. ! 91.— 91.25 107.- 107.50 ' ,n 8KI.rück». 90.25 90.50 Geld Ware Oest. Hhpoth.-Banl . 98.— S».— irivrltL.ts-0dIt«:. Üdb.-Ges. zuSOvFr. N5.75 II5.— dlo. Bons 6PZt. r4.^.L5 LI«.— Nordb. (lov sl. CM.) S4.S0 S».-^ B.<200fl.ö.W.1 SV,UV 81.10 fSb.(g»osI.ö.W.) !IS.7>1 Franz-Oos. (2,wfl.S.)> ^ «>!.iu Credit I»» fl. ö. W. . Don.-Dampfsch.-Ges. zu lvo fl. CM. . . Triester 100 fl. CM. . dto. so fl. ö.W. . Ofener . 4» fl. ö.W. Satin . „ 40 „ Palfsy . „ 40 , Clar» . „ 40 „ St. GenoiS„ 40 „ Windischgrätz L» , Waldflein . so „ Keglevich . lg „ Rudolfsstift. 10 ö.W. ^Vsvdsst(S Mo».) AugSd. Ivv fl.südd.W. Franks. Ivo fl. . „ London 10 Pf. Sterl. Paris 100 Franc« . Kais. D!ün>Ducaten. S0-FrancSstück . . . AereinSlhaler . Silber . . 180.5» IKI.- IS?.— 61.— SS.— 40.— Se.50 38.— 100.— 1L9.— 8».— »4.— 41.— 31.— 3?.— M.5V! 3V.S0 LV.SV SS.- 17.— 14.50 103.1v 103.30 IS3.SZ 4S.Se ü.88' 9. S0 I.8S .1S1.S0 L1.- iü.so 18 — IS.so 103.30 1VS so IS4.I0 4S.SS 5.S7 9.9«' I.8Ü Zerleger und für die Redaktion verantwortlich: Ottomar Bamberg Druck bou Jgn. v. Kleinmayr L Fed. Bamberg ln Laibach.