Nr. 100. Dienstag, 4. Mai <«««. 105. Jahrgang. ^.^""»lonspre««: Mit P°stvc.s«nd'ü'n: nanzjähri« fi. 15, halbjährig si, 7.50. Im Lompleir- I D!»let>i'e bl» ,>l 4 ^ilc» 2N ss ^ros!?sc pr ^ci!c « tr.! l'ci ö,'!^!^> Wi^efholiüil,!-!! p>. ^'ilc ,1 lr. V wrldl,-,, !»«t a„,qc>ic>M!»c!! und Mai us^i't! mchl z!:rü weiche Seite sich der Sieg neigen wird. >Uwsi Zweifel sind die geplanten Reformen von ^ Merer Wichtigkeit. Dessen ist niemand sich mehr ,iis^'" "ls Gladstone selbst. Oft ist er schon Mi^ "lw ^.Majestät der Ko'uiqin Victoria gewesen; MM "M)lige Reden im Parlamente nud in Meetings gesch..!' kr hat nnzählige Artikel nnd mehrere Werke Geda,! "' ^"b nie bis in die neueste Zeit hat er den in di " ^'"ntheil, dass das große irische Problem ^>" Weise gellst werden sollte. Ja vor einigen Jahren hat er selbst die strengsten Maßregeln gegen die irischen Abgeordneten nnd gegen Irland durchgeführt. Und nnn diese totale Verändernna. in seiuer irischen Politik! Ist es da ein Wunder, 'wenn seine Gegner nnd selbst seine besten Frennde an ihm irre werden, nnd wenn gewichtige Stimmen es verkünden, dass seine Beweggründe in seiner Herrschsucht nnd nicht in der wirklichen Ueberzeugung zu suchen seien? Aber diese gewichtigen Stimmen thun Gladstone aller Wahrscheinlichkeit nach großes Unrecht. Wer sich seiner Handlun> gen aus den früheren Regiernngsjahren erinnert, wie er die Insel Curfn an Griechenland abgetreten. wie er in einem drohenden Conflicte mit Nordamerika das Schiedsgericht und die Zahlung einer Entschädigung angenommen, die Verrinignng Italiens nntcrstützt, znr Befreiung Bulgariens das ' meiste beigetragen hatte nnd dem gewaltsamen Anpralle mit Rnssland bei jeder Gelegenheit ängstlich ans dem Wege gegangen ist, der wird den friedliebenden nnd stark entwickelten ethischen Zug in seinem Wesen anerkennen nnd seine jetzige irische Politik leicht begreifen. So lange Irland sich verhältnismäßig ruhig verhalten, keine Verlegenheiten bereitet nnd keine Gewatt-maßregeln herausgefordert hatte, mochte Gladstone an die Lösnng der irischen Frage gar nicht gedacht haben; denn dieser merkwürdige Mann vereinigt in sich die wunderbaren Eigenschaften mies idealen Theoretikers mit dem praktischen Blicke eines realen Staatsmannes. Nie verleitet ihn das doctriuäre Nachdenken znm Ans-werfen der Fragen, die nicht dnrch eigene Reife actncll geworden sind; sobald sie aber von sich selbst in den Vordergrund treten, dann ist cr der Erste, der sie in ihrer wahren Bedeutung ersasst nnd der geeigneten Losung zuznsühren bestrebt ist, „lM sich von' den Voreingenommenheiten nnd Vorurtheilen seiner eigenen Nation znrückschrecken zu lassen Er ist wahrscheinlich wie jeder Engländer überzeugt dass England noch immer nur zn viel Kraft halie um Irland bei der ersten aufrührerischen Regung z„ erdrücken; obwohl cr sich bei seiner großen Einsicht sagen muss. dass die große euglische Nation, welche durch viele Jahrhunderte be« deutende verfassungsmäßige und parlamentarische Krisen glücklich nnd mit der wundeibarsten Klugheit überwunden hat, anch Wege nnd Mittel finden würde, um die Störnng. welche die irischen Abgeordneten in das Parlament zwischen die englischen' Parteien hineintragen, zn überwinden, so liegt cs doch in seinem mo- ralischen Wesen, lieber nach dem gerechten Ausgleiche der vorhandenen Gegensätze zn streben, als nach der gcwaltthätigen Erdrücknng der entgegengesetzten Kräfte zn greifen. Seine Verdienste, seine Beredsamkeit, sein hoher Geist, seine große Anwritä't vermögen viel in England, vermögen aber nicht seine friedliebende und gerechte Natnr einer ganzen Nation einzuhauchen, welche durch beispiellosen Egoismus nnd dnrch die ungerechteste Gewalt ein Weltreich geschaffen hat. Ans der Mitte dieser Nation erheben sich Klagen von Feind nnd Frennd: Gladstone stehe im Begriffe, die Einheit des Reiches, welche Ströme des edelsten englischen Blutes gekostet hat, in Scherben zu schlagen. Die frohlockenden Drohnngen der Iren, sie werden die Reformen Gladstone's in völlige Trennung ausbilden, vermehren und erhöhen die Befnrchtnna.cn seiner Gegner. Aber sowohl die irischen Drohnngen als die englischen Befürchtungen werden sich wahrscheinlich als unbegründet erweisen. Die düsteren Prophezeiungen, die sich an die Gewäh-rnng der Antonomie Irlands knüpfen, haben sich hören lassen nnd sind nicht in Erfüllung gegangen, als sich Oesterreich anschickte, einen Ausgleich mit Ungaru un5 Uugaru eiuen solche» mit Kroatien anzubahnen. Nachher haben sich sowohl in Uugaru als in Kroatien große Parteien gebildet, die klug genug waren, lieber das erworbene Gut zu wahren, als es gegen das zu erhoffende aber unsichere Bessere in die Schanze zu schlagen. Derselbe Process würde sich unfehlbar in Irland wiederholen, sollte cs je zu einer im Geiste Gladstone's gestaltctcu Autonomie gelangen. Ans welchen Gründen dürfte ein antonomes Irland mehr als ein in Ketten geschlagenes auf die Hilft von Nordamerika Hoffnungen scheu, nuf jenes Nordamerika, welches das eng» tische Eanada ganz unbeschädigt lässt? Wird ein autonomes Irland zahlreichere nnd erbittertere Kämpfer für die Befreiung aufbieten können, als das geknechtete Irland? Wird die englische Flotte, diese einzige furchtbare Festung Englands, dnrch die Autonomie Irlands schwächer werden? Mit einem Worte, wie es einerseits unleugbar feststeht, dass England Kraft genug hat, das unterjochte Irland in Schach zu halten, so ist es andererseits klar, dass England kräftig genug ist, das autonome Irland gegen die ganze Welt zu vertheidige». Uud man darf wohl sagen, dass die Irlänber selbst, sobald sie die politische Verwaltung erhalten Jemllelou. Das Lachen. jllbeln?^ 'H täglich meine Kinderchen lachen und ^licert ' ^ ^ keine besondere Lust mehr. eiu "rch^ zu besuchen; kein Instrumentalton, kein ""f. wi. ^ "sreut und befriedigt mein Herz fo voll-^dMr s. harmlose, glückliche, aus uueutweihtcr ^ zärlsVs ^'"^"de Lacheu!. Diese Erklärung pflegte gebe» iHer Familienvater stets seinen Freunden zu > ^ 3ios°, c «I" ihn mit scherzhaften Anspielungen anf '"l'kM^'M der Ehe wegen seines Fernbleibens von > Na ,? ^msW'"nssen znr Rede stellten. '^n ^M'N, dieser gnle Papa hat nicht Unrecht. ?t> brali!^"^ang eines Kindergelächters melodisch >>n''^'"d findet, denn es liegt thatsächlich ein > Ritt^" darin, der sogar uns große, alte Leute n l >viss,'. )"' '^'"Nt. weuu wir auch gar nicht ein->ä>,^ '' was den kleinen Schlingel oder das schel-Z 'vuhl s,"'"'chcu su sehr belustigt. Denjenigen möchte . l gen ,n?' dcr einer lachenden, jubelnden Kinder-?Ne^ ^r ganz ernsthaft bleiben kann nnd nicht Mäkeln """" vcrrätherischen Zncken der Ge- ^am /" kämpfen hat; das müsste schon ein in D'r n, "' '"le er im Buche steht! ll"s inne?.,' I'"d unsere Lehrmeister im Lachen; "> ' ^ «"st ke!!^"'"" li""»s. s" li'll uud ilugekün- do /^"ch e! ,. '"^ hinreißeud trifft es uicht leicht '^ Kind -7'^'- Aber freilich, für eiu uuver- Wstiert »nr ein einziger Beweggrund zum Lachen, nämlich der Reiz welchen irgcud ein Vorkommnis, das dem kleinen Wesen komisch erscheint, ailf seine Lachnerven ausübt. So lauge es nnn die großen Lente ebenso machen so lange sie nur dann lachen, sobald es ihnen wirklich ein'Bedürfnis ,st. so lange ist das Lachen schön und erfreuend, ob cs zcht nnl einen Ton heller oder tiefer etwas mehr oder weniger melodisch klingt, ob es von den frischen Lippen des jngendschöuen Mädchens erschallt oder d,c Brust des Maunes erschüttert; schöu ist es, wenn's nur von Herzen geht. Aber ein gekünsteltes, erzwungenes Lachen, wie kalt nnd anwidernd erscheint es uns. Die Uunatui. sei sie auch noch so gcpnyt und geschminkt, lst immer hässlich nnd abstoßend allüberall/ wo sie uns begegnet, und insbesondere beim Lachen das an und fur stch eiue kostbare Hiuunelsgabe. ein Sonnenstrahl ist, der unversehens das Herz erwärmt und das Auge erhellt. Lache nur. du liebes munteres VackMM'N, wenn dir etwas recht spassig vorkommt, lache so viel du willst und sollte anch die strenge Dame Etikette nnden, dass du hierin des Guten etwas gar zn viel thnst dn byt ja noch in dein glücklichen, beneidenswerten Alter, wo man sich dem frohen Augenblicke hingeben kann, ohne au Vergangenheit und Zukunft zu denken. Gerade damit, dass dir ein Nichts, eine winzige Kleinigkel cm solches Lachen abuöthigt. beweisest du, da,s du Gott sei Dank, noch nicht blasiert bist und noch cm harmloses Kindergemüth besitzest. Aber lass d'ch mcht verleite», vielleicht iu eiuigm Jahren jene Lachlnst, welche dir heute vom Herzeil geht, zn affrctieren. m der Mel-uung. dass es uufehlbar zur Beliebtheit in der Gesellschaft beitragen müsse, weuu man recht viel >acyt, den uuscheiubarsten Witz mit der lebhaftesten Heiterkeit belohnt uud unausgesetzt die größte Fröhlichkeit zur Schall trägt. Gewiss lässt sich ein aufmerksames Ohr uicht darüber täuschen, ob ein Lachen herzlich oder nur erkünstelt ist. nnd dann äußert sich ein froher Siuu, dieses köstliche Attribut der Iugeud, sicherlich nicht in lallten, foreirrten Ansbrüchcn; dass ist nicht die wahre, beglückende Herzensfrendigkeit. welche da lärmt und blendet nnd nach Bewunderung verlangt, denn gerade die ewig lächelnden Wesen können oft des Lebens Herbheiten am schlechtesten ertragen nnd leiden schon bei der ersten Klippe, welche ihnen das Schicksal entgegenstellt, kläglichen Schiffbrnch. Leider gibt es eine Art von erkünsteltem Lachen, welches thalsächlich zum sogenannten «guten Tone» gehört nnd von der gesellschaftlichen Sitte gefordert wird; cs ist dies das sogenannte «pflichtschuldige'» Lachen bei den witzig sein sollenden Aenßernngen anderer, be« sonders höhergestellter Personen. Diese'Art von Augen« dienere,' ist wohl sehr verzeihlich, nur sollte sie nicht allzuweit gehen; zu etwas beifällig lächeln, was bei« spielsweise geradezu der eigenen Ueberzeugung, der Verminst nnd Moral widerspricht, zeugt von einem schwachen Charakter; unwillkürlich fällt mir hier Goethes weises Wort ein: «Durch uichts bezeichne» die Menschen mehr ihre» Charakter, als durch das, was ste lächerlich finden.. Auch ein böses, hässliches Lachen gibt es, welches die Seele dcs Hörers mcht erfreut, soudern vielmehr erbeben macht; wer keuut mcht den schneidenden Klang des höhnischen, schadenfrohen, sarkastischen Lachens,' welches oft ausdrucksvoller ist nnd tiefer verletzt, als die längste Rede; nnd dann das Laibacher Zeitung Nr. 100 «40 4.Mai188^ und zum Besitze des geraubten Grundes und Bodens gelangen, die Angreifer Englands mit aller Kraft zurückweisen werden. Denn der Angreifer kommt und kehrt nach geschlossenem Frieden zurück, England aber bleibt als gefährlicher Nachbar in aller Ewigkeit da. Es hat weder Amerika noch Indien besessen, es hat große europäische und blutige Bürgerkriege geführt, und dennoch Schottland und Irland erobert nnd assimiliert. Sollte es je seine Colonien aufgeben müssen, die drei Inselländer sind durch die Natur an eine staatliche Gemeinsamkeit gebundeu und angewiesen. Jeder Menschenfreund wird sich freuen, wenn es gelingt, das blutige Band, welches zwischen England uud Irland bisher bestanden hat, in cineu billigen Ausgleich verklärt zu sehen. Noch immer ist es aber leider wahr, dass ein Mann, der, wie Gladstone, solch bittere Wahrheiten seinem Volke ins Gesicht schleudern würde, bei vielen Völkern als Verräther, als Lästerer der glorreichen Ahnen gesteinigt werden würde. Er selbst muss die gehässigsten Anfechtungen ertragen, und nur seine große Vergangenheit schützt ihn gegen die Verleumdung und Lästerung. Man greift seine staatsmännische Befähignng, aber nicht seine Ehrenhaftigkeit an. Er wird als ein eitler, eigensinniger Träumer, aber nicht als Verräther erklärt. Mau wird dadurch seine Reformanträge möglicher Weise zum Falle bringen, man wird ihn znm Privatleben zwingen, aber nach ihm wird sich die irische Frage nicht mehr umbringen lassen. Journal-Revue. Das «Fremdenblatt» bespricht an leitender Stelle den Plan zur Errichtuug eines Denkmales für den ruhmgekrönten Feldmarschall Grafen Radetzky und sagt: «Der dankbare Sinn des Monarchen hat Monn-mente von künstlerischer Vollenduug geschaffen, nnsterb-lichen Helden würdige Denkmale gefetzt in der Hauptstadt des Reiches. Deu Sieger vou Zenta, Turin und Hochstädt, den erlauchten Helden von Aspern, den Heerführer von Leipzig sehen wir verewigt von künstlerischer Meisterhand, und schon erhebt sich anch für den Seehelden von Lifsa und Helgoland das wohlerworbene Denkmal in der Metropole Oesterreichs. Das verjüngte, erweiterte Wien gewinnt Ranm für seine und des Reiches Größen, und noch mancher, welcher der Dankbarkeit seines Vaterlandes wert war, wird das Monument erhalten, das ihn und die Stifter ehrt. Feldmarschall Radetzky, dem bisher nur in der Hauptstadt seiner engeren Heimat Böhmen ein imposantes Denkmal geweiht war, der Heldengreis, zn dem Oesterreichs Armee noch heute mit treuer und pietätvoller Verehrung emporblickt, dessen Name populär geblieben ist in Heer und Volk, er ist es, dem hente sein Ehrenplatz gesichert erscheint in dem nenen, herrlichen Wien. Mit Genehmigung Sr. Majestät des Kaisers, dessen Name untrennbar verknüpft ist mit der Entwicklungsgeschichte dieses Wien, hat der Generalinspcc-tor unseres Heeres, Feldmarschall Erzherzog Albrecht, beschlossen, dem glühenden Wnnsche der Armee nnd aller Patrioten Oesterreichs zu entsprechen, die Idee des Radetzky-Monnmentes ihrer Verwirklichung zuzuführen. Und wer könnte bernfener sein znm Protector dieses edlen Unternehmens, als er, der glorreichste Jünger Radetzly's, der Sohn des Siegers von Aspern, der bei Novara heldenmüthig der feindlichen Uebermacht getrotzt und dem Siege die Bahn geebnet, der bei Cüstozza die Traditionen Nadetzky's wieder aufgenommen uud auf dem denkwürdigen Kampfesboden nene Lorbeeren geerntct hat? Armee und Volk von Oesterreich werden mit Begeisterung diesem Unternehmen zu-stimmeu, mit Wort nnd That es fördern uud seinem Ziele näher führen. Die Erinnerung an Radetzky lebt fort in der Brnst jedes Wieners und Oesterrcichers, der seiue schöue Vaterstadt, sein großes Vaterland liebt. In Wien. dem Mittelpunkte des' Reiches, soll es mahnend uud begeistert emporragen, das Staudbild des greisen Marschalls, wie er, eine mächtige Säule des Staates, eiu leuchtendes Vorbild unerschütterlicher Treue uud Hiugebnug für Kaiser und Reich, emporragte in den Tagen der Bedrängnis nnd Verwirrung: es soll nns erinnern an die Ruhmesthateu der Armee, die er mit seinem Geist dnrchglüht hat, es soll nns aber anch blciben ein bcdentsames Symbol der Einheit uud Größe Oesterreichs.» Das «Vaterland» schreibt: «Die Meldung von der geplanten Errichtnng eines Denkmales fiir den Feldmarschall Grafen Radetzky wird zweifellos in der ganzen Monarchie mit lebhaften Sympathien aufgenommen werden. Der Name Nadetzky ist ja in jedem Dorfe bekannt und wird von jedem Patrioten nur mit dem Ausdrucke des Daukes und der Verehrung genannt. Niemand aber ist auch bcrufeuer, dieses Werk unter seinen Schlitz zu nehmen, als der ebenso in jedem Dorfe bekannte und mit Dank nnd Verehrung genannte Sieger von Custozza.» Die «Deutsche Zeitnug» knüpft an den Bericht über die Eröffuuug der bosuischen Eisenbahn Doboj -Siminhan eine längere Betrachtung, iu welcher es heißt: 'Nicht das Schwert, nicht die Kanonen, sondern der Lehrer, welcher die bosnische Jugend in die Anfänge des Lesens nnd Schreibens einweiht; der Handwerker und Colonist, der die Eingebornen aus ihren primitiven Hautierungen zu der Fertigkeit des civilisierten Europa emporhebt; der Ingeuieur, welcher Straßen uud Eisenbahnen baut, sie sollen zur Stütze der östcrreichischcu Herrschaft wcrdeu. Uud in dieser Beziehnng wurde bereits viel geleistet. Hunderte von Kilometern nener Straßen werden jährlich gebant, nnd in kurzem werden auch die entlegensten Landestheile eine beqneme und gesicherte Communication mit einander haben. Nicht minder erfreuliche Fortschritte macht der Eisenbahnbau. Die Landeshauptstadt Sarajevo ist in Verbindung mit dem österreichisch-uugarischeu Bahn-netze gebracht; von Mustar, der Hauptstadt der Herzegovina, fährt das Dampfross nach der Hafenstadt Äiet-kuuic; nun wurde die Zweigbahn vuu Doboj uach Sinünhan eröffnet, nnd in kurzem dürfte Sarajevo mit Mostar uud mit Vanjaluta, der Endstation der noch unter der türtischen Herrschaft gebanten Bahnstrecke Novi-Vanjalnka, in Verbindung gebracht sein. So bietet Vusuicn ein Bild voll Leben und Arbeit. Ucberall wird fleißig die Hand geregt, nm die Versänmnisse von Iahrhnnderten wettzumachen. Zu diesem Cnlturwerke hat das österreichische Militär seinen gnten Theil beigetragen. Österreichische Truppen waren es. welche das Land vermessen nnd die ersten Straßen gebaut habeu, und das Lob ist vollkommen berechtigt, das ihneu bei der jüngsten Feierlichkeit in Bosnien Scctionschef von Vttrey gespendet hat.» Politische Uebersicht. (Parlamentarisches.) zin Wiederaufnahme der parlamcutarischcil «"" lungen wurden bereits begonnen. Gestern ist Dr-^ ' in Wien eingetroffen, um die PrästdialsseMle ^ übernehmen. Auch zahlreiche Abgeordnete lind Wn Wieu eiugelaugt. Vou Elubsitzuugcu stnd ^ Deutschen Clubs für heute, des Polen-NuvS , morgen einberufe». . . z« ' (Die Ausgleichsvorlageu.) W,e M reits gemeldet haben, wird die ungarische NcMM'U Einverstäuduisse mit der österreichischen im Wcy^ morgen fünf den Ausgleich betreffende VoMW ' bringen. Drei derselben, und zwar jcue, beuche" ^« Verlängerung des Aankprivilegiums, die Schulv Staates an die Bank nnd die Znckersteiier, w vom Finanzministcr vorgelegt nnd dem F>"anzlU^py des Reichstages znr Vorberathung zngewiescn'^ während der Handelsminister die zwei anderen . lagen, betreffend das Zoll- nnd HandelsbülldM den Zolltarif, einbringen wird, welche dein vou» schaftlichen Ansschnsse werden zngcwiesen mrdc". H terer Ausschuss wird sciue Berathungen wui^ der vorgcuauutc begiuueu, da man in ^"^ ^ darauf hinarbeitet, dass der Zolltarif in drn ^ seitigen Parlamenten noch vor den Ferien z" ^ rathung gelange. Die gemeinsame Commisswll p ,^ Feststellnng der beiderseitigen Quoten wird M' Herbst ihre Thätigkeit beginnen können, ""^Hich gleichzeitig mit den Delegationen, also wayM in Vndapest. ^ (Landwirtschaflichc Strafcolo'^. Der galizische Landtag hat an die Regienm arbeitsscheuer nnd unverbesserlicher Ocsch"^,^ dienen und die Zwecke der in auderen "'^Ms' schen Kronländern bestehenden Corrections- 'U'"^. d'cl-arbeitsanstalten verfolgen sollen, die Erricht!'« ^, artiger Colonicn als Landesangclegeuheit " ^,M Landtage überlasseu werden müsse. Die ^^ML solcher Colonien zur Verbüßung von straf^"^^ erkannten Freiheitsstrafen bedingt ein dieje .^ hfl büßuugsart regelndes Gesetz, insbesondere a",^B>^ Richtung, dass dem Richter die Acfllgms e ^,^M werde, die Freiheitsstrafe in eine läng"' " ^M Auhaltung des Vcrnrtheilten in einer laiww^ lichen Strafcolonie nmznwandcln, da die >" ^ he> gen Colouieu augcstrebteu einer über die Zeitdaner einer kurzen ^c^ ^Hi hinausreichendcn Anhaltuug in der ^"'"- ^ wäre»,. Das Justizministerium erklärt N^. «^ge" Einbringung eines neuen Strafgesetzes dle^c o^^ medisante Lachen hinter vorgehaltener Hand, dem der gute Ruf und das Ansehen des Nächsten so oft zum Opfer fällt. Auch das kokette Lachen, welches einerseits blendende Zähne nnd reizende Grübchen in den Wangen znr Geltnng bringen, andererseits ans alternde Mädchengesichter den Schein erster Ingendlnst und Naivetät hinzaubern soll, wird niemals einen angenehmen Eindrillt hervorbringen, sondern im ersteren Falle anwidernd, im letzteren sogar wehmüthig wirken; man merkt eben «die Absicht nnd wird verstimmt». An den Wahnsinn streift das Lachen der Verzweiflung; erschütternder als die lautesten Klagen, Verwünschungen, Wehrufe ist es, wenn der Mensch im höchsten Seelen-schmerze keine anderen Töne findet als die, welche ihm doch für Lust und Frende gegeben sind; wie klingt ein solches Gelächter schrill, gellend, nnheimlich! Doch wenden wir nns ab von so unerquicklichen Bildern uud gedenken wir lieber jenes sanft abgeschwächten, poetisch verklärten Lachens, welches wir mit dem Namen «Lächeln, zn bezeichnen pflegen. Nichts verschönert ein Mmschcnantlih mehr, nichts drückt ihm so sehr den Stempel der Freundlichkeit. Milde und Anmnth auf. nicht leicht ist etwas beredter und ausdrucksvoller, als ein Lächeln. Friedlich schlummert das Kindleln m der Wiege, holde Träume um-aaukeln den zarten Schlafer, um seine sanft geöffneten Lippen schmeichelt em froher Zug das süße Lächeln der Unschnld. Wie ein Sonnenstrahl ans einer lieblichen Blume, so nimmt stch das Lächeln des Glückes, der Frende, der Hoffnung auf emem jugendschiinen Gesichte ans, und noch nach Jahren, wenn der Träger oder die Trägerin dieses Antlitzes so manche ernste Erfahrnng gemacht, manche Täuschung erlebt, manchen Schmerz empfuudcn hat, so nmspielt wohl bei der Erinnerung an jene schöne, selige Zeit abermals ein Lächeln den Mund, doch diesmals ist's mit Wehmnth gepaart, kämpft vielleicht mit einer noch nicht versiegten Thräne im Auge, nnd von diesem Lächeln behauptet der Dichter, dass es das schönste, das lieblichste sei nnd ein Symbol finde in dem mit Rosen nmschlnngc-nen Krenze. Soll ich noch von dem eigenthümlichen Reize sprechen, welchen das Lächeln in einem Greisenantlitze ausübt? Wie werdeu da die alten, welken Züge noch einmal verklärt, wie leuchtet das Auge! Eine ganze Welt von Liebe, von Entsaguug nnd Seelenfrieden spricht aus solch einem milden Lächeln. Doch jetzt genug vom Lachen und Lächeln, wenn ich mich nicht der Gefahr aussetzen will, dass die freundlichen Leserinnen und Leser endlich einmal anfangen, über meine Redseligkeit lächelnd den Kopf zn schüttelu. Zum Schlüsse uur uuch das Gestäuduis, dass ich mit dieser Abhandlnng über das Lachen das Bild meiner eigenen frohen Kindheit heranfbcschwor nnd zn-gleich die Erinnerung an zahllose glückliche Stunden, während welcher ich aus ganzer Seele nnd aus vollem Halse lachte nnd in meiner Fröhlichkeit gar kein Eude fiudeu kouute. So mt ich nuu mit Kinderchen zu thuu habe, die es gleich mir im Lachen nnd Kichern zu eiuer solcheu Meisterschaft gebracht habeu, fiude ich nic-mals eiu ernst abmahnendes oder gar strafendes Wort, vielmehr pflege ich dann — eingedenk meiner eigenen Schwäche — dnrch die Finger zn sehe», dem lieben jnugcn Volke seine harmlose Lust zu lassen und womöglich - init ihn» zu lachen. M. G. Das Opfer der Liebe. Roman uon Max von Weißenth«"'. (l!. Fortschunl,.) ,„id Schweigend faltete er den Brief znsa'"A ^ reichte ihn der Schwester. Vielleicht mclntc ^ W Herr gnt. aber er hatte eine uuglückli^ ^ n,' Wohlwollcu zn beknnden. Der Brief war ^^. ^i das Wesen des Verfassers. George h""c >' ^ N mal gesehen, aber damals schon cmvfl'ttoc', ^ besondere Sympathie zwischen ihnen yerr^ ^^e Sir Richard war nm viele Jahre "lm « ^,,. ^, Mutter; er war erust uud steif " st"e> /« >^ ^ junge Mauu ahute uicht, wie heiß " "'elieUh" n gaugcneu Tagen seine schöne «Er nennt Tante Icannette Lady ^M zitte^ dies nicht sonderbar?» fragte Beatrice Stimme. ^ .,. s.s'i- ant, ,.,, -Vielleicht verstehen sie er wollte nusercr M»tter ms Gedacht » ^ ^g" dass es nicht eilte Schwester sei, welcu" , sondern nnr eine Schwägerin.» ,. liebe""":cht «Er hatte aber offenbar die Abscht.^ ^ .M sein.» wendete Beatrice ein, «denn er , ^ ^t unbedeutende Geldsumme und don gekommen sein, nm nns abzuholen, . die Gicht bettlägerig gemacht hatte.» har'""".hel «So weit dies mit seinen ^'5'''"/sei.'.H mag er die Absicht haben, liebenswurvlli a ^ ich wollte, o. ich wollte, VeaMce, dass ^)'"c" nöthig hätten, seine Güte in Anspr"cy s ^mbncher Zcitlma. Nr. 1W 841 4. Mai I«8«. itt^I. ""^unss z»l ziehen, bedauert jedoch, aus "N'M auf dcu Staud der Staatssinanzen dermalen Hi Nl der Lage zu sein, die zur Verwirklichung der 3s??"'"' ^ galizischcn Landtages nothwendige "slW Enuerbuug eines größeren Gruudcompler.es s. , - ^ kostspielige Einrichtung desselben zn einer A ° ?"schaftlichcu Colouie für Strafvollzugszwccke in "»sstcht z» nehmen. Q„„ ^ u stro - r n m änischer H a udelsve rtrag.) ^ l'stag nachmittags fand in Bukarest die erste Ver-> lMiuig der österreichisch-uugarischeu nnd rumäuischeu ^ rgiMen statt. Dieselbe wllrde vou dem ehemaligen mnchtsmmister Anrelian mit einer Ansprache er-ü'let, worauf die Delegierten ihre Arbeiten begannen. H lDie Angelegenheit der Abrü'stnng ^'echeulands) ist zwar noch nicht geordnet, doch vm l ^ bereits Stimmen aus Paris nnd London !„?"",,. welche eine friedliche Beilegung derselben !W.?^t stellen. Das franzosische Cabinet soll er-^Vermittlungsversuche in Athen unternommen haben, '"lchc Aussicht ans Erfolg bieten. m> ^^'"tschlaud uud der Vatican.) Zufolge > er Meldung des «Westphälischen Mercllr» ans Rom bi» ^"' ^"^ ^" !>"' Pllgeru, dass er nicht zweifle, , 'en Jahresfrist mit der preußischen Negiernng zn '""u wllstäichz^,! Ansgleich zn gelangen. ' ..^Eugland.) Dass Gladstone's irische Reformen, "" Ilnterhanse durchgehen werden, wird von D "^"Hängern als sehr wahrscheinlich bezeichnet, »velck 6""' rechnen kanm :l0 bis 40 Liberale herans. fiir m^^"' ^^' Vorlage stimmen werden. Das würde ^,^ladstone eine Majorität von circa 100 Stimmen Us? D" aber voraussichtlich auch Liberale der ^'Nillmllng stch enthalten werden, so werde — heißt nn.. diese große Mehrheit nicht erreicht werden. D^wtiuucu werde die Vorlage freilich crfahrcu. '^gicrung habe bereits ciuige augedclltct. ^ (Hnr Lage in Serbien.) Die am nächsten nmstag in Serbien stattfindenden Skupschtiuawahleu "'wen sich s^ Abhast gestalten. Die Wahlen der ^ Jänner sind der Negierung günstig ansgefallen. sl,^'e Spaltnng der radicalen Partei macht Fort-d^tst/' da die Wahlcoinittls dieser Partei im Iuueru .s. ^lldes die von den Belgrader Fusionisten auf-ssl ^ Eandidatculiste zurückgewiesen und selbständige Achaten allfgestcllt haben. ' Tagcsncttiglcitcu. r„ Se. Majestät der Kaiser haben, wie der «Bote der?"^ ""d Vorarlberg» nieldet. zur Restaurierung ;,, ^losirrkirche der Franciscaner zn Schwaz W0 fl. ^^u geruht. ^ ., ^)re Majestät dicKaise ri u hat, wie die «Liuzer s^:..f ll» iuittheilt, zur Einrichtung des nenen Kinder-"""es in Linz 200 fl. zn spenden gernht.. Hzv, ^ (Interessantes von den Eisenbahnen.) nur?^ ^^ Monatsausweisc über den Eiscubahllverkehr iü'lasi Hauptergebnisse desselben enthalten, bringt der lichtp ^u dem haudclsstatistischen Dcpartelncnt vcröfscut-^^ Jahresbericht eine Fülle interessanter Details über den österreichischen Eiscubahnvertehr, aus denen wir nachstehend einige mittheilen wollen. Die Gesammtlänge der Vahnen beträgt I5«(>4 Mlometer, welche znmeist ein-geleisig sind; deim nur 11,50 Procent der Linien sind doppclgelcisig. Das zur Erbauung der österreichischen Eisenbahnen (mit Ausschluss der Localbahnen) verwendete Anlagekapital beträgt die hübsche Summe von 2755 Millionen Gulden; durch Conrsvcrlnst der Eisenbahn-Papiere sind im Laufe des Jahres «42 Millionen eingebüßt worden. Die gcsammtcn österreichischen Linien waren von 3437 Locomotive,,, l!"82 Personenwagen mit 254 004 Sitzplätzen, 78 702 Lastwagen mit 7!)« 333 Tonnen Tragfähigkeit nnd 344 Postwagen befahren. Die Locomotiven haben während des Jahres die kolossale Strecke von U2 Millionen Kilometer durchlaufen; die Per-sonenwagen haben im ganzen 50 34« 595 Menschen bc fördert, nud zwar 5!13«W auf der ersten Classe, l> 595 472 auf der zweiten Classe, 39 932 725 auf der dritte» Classe, 2 218 395 auf der vicrteu Classe nnd außerdem 1 208 19? Militärpcrsonen; jeder Reisender hat durchschnittlich 42,57 Kilometer zurückgelegt, die Lasiwaa.cn haben im ganzen 59 379 417 Tonnen befördert. Der gesammte Personentransport ergab ein Erträgnis von mehr als 44 Mil lionen, der Gepäckstrausporl 1 875 302 Gulden, der Eil-gutvcrkchr 4 Millionen, der Frachtverkchr 152 Millionen Gnlden. Den Schlnss des NericlM bilden höchst interessante Mittheilungen über die während des Jahres stattgehabten Eifenoahu-Uufälle. Es kamen 1?1 Entgleisungen uud 98 Zusainmeustöße vor. Infolge eigener Unvorsichtigkeit wurdcu getödtcl: 5 Reisende, 57 Eisenbahn Bedienstete und 40 andere Personen; wurden verletzt: 34 Reisende, 201 Eisenbahn-Bedienstete und >13 andere Personen; uu-vcrschuldet wurden gctödtct: 1 Reisender, 5 Eiscnbahu-Bcdicustcte und 3 auderc Personen; wurden verletzt: 34 Reisende und 122 EiseubahivÄedicustete. In selbst« mörderischer Absicht habeu auf der Vahn 41 Personen den Tod gefunden uud U Verletzungen erhalten. Im gauzcu fiud auf der Bahu 158 Mcuschen getödtet uud 433 verletzt worden. ^ (Versteinertes Holz.1 Belanutlich nimmt versteinertes Holz eine ebenso feine Politur an wie Marmor oder mexikanischer Onyx. Dasselbe wird an der amerikanische»! Pacisic-Kustc vielfach zu Kaminanfsätzen, Tischplatten uud audereu Arbeiteu verwendet, die gewöhn lich aus Marmor, Majolika n. dgl. hergestellt wcrdcu. Das Material wird zumeist aus den versteinerten Wäldern von Arizona uud Wyoming sowie aus deu Fels-»icbirgen entlang der Linie der Atlantic- und Pacific-Bahu bezogen. — (Grundsteinlegung im Iodbad Lipik.) Am Ostcrsonntag mittags hat zu Lipit in Slavouieu die Gruudstelnleguug zn einem ueuen zweckmäßigen Bäderbau iu feierlicher Weise uud in Anwesenheit der Behörden wie eines Mitbesitzers des Ivdbabes statiacfunden. Man hofft, dass durch den Comfort und dic Eleganz, die das neue Etablissement zu bieten berufen ist, das bekannte Iodbad einen erhöhten Aufschwung nehmen wird, zumal auch ciuc ucue Bahnverbindung den Ort für den großen Verkehr zugänglicher gemacht hat — (Pensionierter Ehemann.) I" Frankfurt a. M. wurde, in einer Gerichtsverhandlung ein Mann nach feinen« Staude gefragt .Pensionierter Ehemann», antwortete er. Nach vielem Hin- und Herfrngen erfuhr ^inan, dass der Mann von seiner Frau, vou der er geschieden ist, eiue lebenslängliche Rente von 360(1 Mark jährlich erhält. — (Eine unnatürliche Todesanzeige.) Eine von den gewöhnlichen Tranernachrichten wesentlich abweichende Todesnachricht wurde vor kurzem in einem Straßbnrgcr Blatte veröffentlicht. T>ie Parte erschien nämlich als von der Verstorbenen selbst ausgehend. Sie lautete: Madame Salome Kiener (n<^6 Kiener), am 22sten April d. I. im 09. Lebensjahre gestorben, bittet alle diejenigen ihrer Freunde und Bekannten, welche nicht durch besondere Todesauzcigcu verständigt worden sein sollten, diese Parle als Einladung zn ihrem am 25. April stattfindenden Leichenbegängnis betrachten zn wollen.» Eine Verstorbene, welche zn ihrem eigenen Leichenbegängnisse Einladungen ergehen lässt, ist jedenfalls eine nenc Er schcinung auf dem Gebiete der Partezettel-Literatur. — (Lesseps' Traum.) Iu einer Zuschrift an den Newyortcr«Herald» kündigt Herr Ferdinand von Les-scps an, dass er im Jahre 1889 einen Dampfer zu mieten gedenke, anf dein er mit all den Seinen den Canal von Panama durchfahren will, um durch den Suezcanal nach Frankreich zurückzukehren. Boshaft bemerkt zu dieser Mittheiluug der «Herald»: »Es möchte vielleicht Schwierigkeiten verursachen, bis zu jeuer Epoche ein Fahrzeug zu finden, groß genug, um die ganze kleine Familie des großen Franzosen aufzunehmen!» — (Ein eifriger Geschäftsmann.) Herr: Ich komme, Sie um die Hand einer Ihrer Fräulein Töchter zu bitten.» — Cigarrenfabrikant: «Sehr wohl, wünschen Sie die Abgelagerte, die Mittelstarke oder die aus der Penfion Importierte?» Local- und Provinzial-Nachrichten. ~ (Decorieruug.) Aus Neumarktl fchreibt man uus: Der über fünfzig Jahre im Staatsdienste stehende k. k. Straßenmeister Herr Franz Kosmac wnrde von Sr. Majestät dem Kaiser mit der Verleihuug des silberucu Verdiensttrenzcs ausgezeichnet. Am 1. Mai wllrde il< der Genieindekanzlei zu Neumarktl dem von Sr. Majestät Ausgezeichneten das silberne Verdienstkr^uz seitens des k, k. Bezirtshauptmannes Herru Merk in feierlicher Weise übergeben. Dein feierlichen Acte wohnten auch der Herr Bürgermeister, der k. k. Bezirksingenieur Z u z e k sowie mehrere k. k. Straßenemräumer bei. — (Veränderungen im Lehrstande.) Herr Karl Weber, Lehrer in Hotederschiz, wurde nach Vojslo, Herr Michael Kabaj, provisorischer Lehrer i» Vojsto, nach Hoiedcrschiz versetzt. Herr Stanislaus Novak, provisorischer Lehrer in Catez, wurde in seiner Stellung be-simUv bestätigt. Gestorben sind die Herren: Johann An -ziiek, Lehrer in Mottling, und Leopold Vozlaeet, Lehrer in Großlaschiz. — (Brand in Veldes.) Gestern morgens gerieth das dem Herrn Anton Hudovernik in Veldes gehörige Gebäude, vi«-u-vi8 dem Malluer-Hofe gelegen, die sogenannte Villa Iekler, zugleich Gasthaus, in Brand. Laut uns zugekommenen Nachrichten ist jeduch glücklicherweise nur der Dachstuhl dieses Gebäudes abgebrannt. Die Is 'Still, George!» flüsterte das junge Mädchen. ^ war es. als ob die Mutter sich bewegt habe. doch '"". eme Täuschuug. der <25'? stille herrschte. Keil, Laut ließ sich vuu W, ??^ herauf vernehmen, nnd das lantlofe Schwei-wMp "'s Beatrice's Herzen wie die lnftlose Ruhe. "ie vor ei'-em Gewitter zu herrschen pflegt. ^H^ugsanl schlichen die endlosen Stnnden der an ^ °"l)m, der Tag begann endlich zn granen. Wer Wvc? ^.ankenlager eines geliebten Wesens jemals scheid' ""iß. wie'die Minute zur Stuudc zu werdeu "Ms/ "!^ ^e mali glaubt, hofft lind ersehnt, es ^i.s?d müsse eine Äesscrnng eintreten, nm doch so outerem Weh nur das Nufassliche fasscu zu lernen, brgg "" »ch, c„oll^ als der nenc Morgen zn grancn ^t'iln,,/ .'lustrrte die Sterbende mit kannl vernehmlicher Aktrice, wo bin ich?. bri li "" stud in London, Mntter. und George ist ^"" Nl'f, "'segnete das junge Mädchen mit erzwnn- ^corge!. b"l. <^"Mcte hell anf in den Augcn der Sterben-^uwe s dl'chlbeu auf dem Sohne hasten blichen, ^lttlr li l'^' s'lh schweigend nieder n.ld küsste d,e ,m> ' bewegt, '"'ch ,2 ^ sehr krank gewesen. Beatrice? Ich kann Di> ^utsiilue,,.. M, wie i. ü""^ ""sagte ihr; ihre Angel» irrteu un-?"den'i, ! 'tumlner Bitte, von dem einen Gesicht zum «?" und k"^" dachte eins vo>l den stärkenden Mit-.""kr v.,?.!"t es ml die erstarrenden Lippen. Die "" Nöß "'^c- kal.Nl zu schlllckcn. that es aber doch ^' '"m g,„ "nstreng.mg nnd schien auch erhöhte Kraft «Nichte mich höher emwr Beatrice,' bat sie leise, «ich kann dann besser athmen ' Ich muss euch beiden eine lange Geschichte erzählen O, Beatrice, weshalb hast dn nicht zugegeben, dass ich sie dir während der Eifcnbahnfahrt erzählte?» «Sage nns jetzt alles Mutter!» bat das junge Mädchen uuter Thränen «W es irgend etwas nber Onkel Richard?» ' «Nein, nein, es ist eine lange Geschichte, nnd ich bin so müde, so todtmiide!. klagte die Sterbende. «Quäle dich uicht. Mutler, Onkel Richard wird uns alles erzählen!» suchte George sie zn beruhigen. «Nein. er würde euch alles ganz ""ders erklären!» klagte sie. «Ich muss, ich muss es euch selbst sageu.» Sie richtete sich ill Beatrice's Armen empor. .Es ist lange her. es war in Schottland, vfch war noch jung und ahnte uicht — w>e hätte lch w.ien / Es war alles nur wie ein Scherz, keine Kirche und —> Ihre Stimme brach, schwer saut das Haupt zurück. «Ich kauu nicht, ich kaun nicht sprechen!» wehklagte sie. «Quäle dich uicht. Mutter!» bat Beatrice, sich über die Kraute beugeud. «Ruhe dich aus!» «Ruhe! Ja. der Doctor sagt. ich solle Ruhe haben. Es war noch jemand zugegen. Ich tonnte mcht gehen, entsinnst du dich seiner. Brattice?» «Dn meinst den Herrn, welcher dich anfv Schiff getragen? Soll ich ihm daukeu. Mnttcr?» «Ja, ihm uud dem Doctor!» Der llnstätc. ruhelose Ausdruck wich ans ihren Zügen; es war, als ob sie die Geschichte vergessen habe, die zn ermhlcn sie so sehnend gewuuscht hate. ^ «Herbert, hörst du. wie fröhlich die Vogel lhr Moraenlied singen?, flüsterte sie. «S,e sagen, ich sei seine Fran!» siüsterte sie uach eiucr Weile. «Aber es ist nicht möglich! Herbert, sage mir. dass es nicht wahr ist! Ich wurde ja uicht mit ihm vermählt!» «Was kann sie meinen?» flüsterte Beatrice. «Nichts, sie phantasiert!» entgegnete George ernst. «Nicht seine Fran? Wir wurden ja niemals getraut! Du bi't mciu Gatte, Herbert!» «Sie glaubt, dass sie mit dem Vater spreche. Mutter, erkennst du lins nicht? Wir sind es, George und Beatrice, deiue Kinder!» «Beatrice!» wiederholte die Sterbende wie geistesabwesend. «Beatrice! George, behüte deine Schwester und wache über sie!» Beatrice wähnte, die Mntter sei im Geiste wieder zurückgekehrt in jene Zeit, in welcher sie beide noch Kinder waren, nnd heiße Thränen flössen nieder über die Wangen des jungen Mädchens. Minnten vcrgiengcn. George trat ans Fenster nnd schlug die Vorhäuge zurück. Eiu breiter Sonnenstrahl drang in das Gemach der Sterbenden hinem. Sie riss die großen, dnnklcn Augen weit auf; sie waren ausdruckslos und gläsern, doch ein Lächeln nmspielte noch die Lippen. «Himmelslicht! Ja.» flüsterte die Sterbende mit matter Stimme, 'Beatrice wird ihre Mutter uicht verdammen! O, wie dnnkel es plötzlich wird!' Dunkel! Die hellen Sonnenstrahlen strömten goldig in das Gemach; sie aber sah es nicht, denn sie war eingegangen zur cwigcu Ruhe. Das Furchtbare war geschehe,,; sie war gestorben, ohue das Geheimnis ausznsprechc", welches se,t Jahren ihr. Seele belastete. Hätte sie in die Znkunft sehen können, nicht jenes friedliche Lächeln wurde ihre Lippen nmspiclt haben, welches jetzt ihr Antllh verklärte, (ssm'lschm'g sohl,) Laibacher Zeitung Nr. 100 842 4. Mai 1886. nächststehenden^ Gebäude, unter anderen auch das k. k. Telegraphenamt, haben nicht den mindesten Schaden gelitten. — (Militärisches.) Se. kais. Hoheit der Herr Erzherzog Rainer hat gestern eine Reise nach dem Süden der Monarchie behufs Inspicierung der Landwehr-trupften angetreten und wird, wie wir vernehmen, am 15. Mai auch die hiesigen Laudwehrtruppeu inspicieren. — Vorgestern haben sich von Wien mittelst Südbahn 22 Officiere, durchwegs Haufttleute, unter Leitung eines Obersten zum Zwecke militär - technischer Uebungen und Vornahme von Maftftierungen nach Steiermark und Kärnten begeben. Am 14. d. M. wird die eine Abtheilung, über den Loibl kommend, in Krainburg eintreffen und sich dann mittelst Bahn nach Laibach begeben. — (Eine Rabenmutter.) Die 30 Jahre alte Dienstmagd Maria Osel gebar am Charsamstag früh ein Kind, wickelte dasselbe in einen Uuterrock und trug es auf den Dachboden des Zamejc'schen Hauses in der Schellenburggassc, wo selbe bedienstet war. Am letzten Samstag wurde das todte Kind von einer Hausbewohnerin gefunden und der Fall der Polizei zur Anzeige gebracht. Die Magd Maria Osel wurde verhaftet und gestand, das Kind um 3 Uhr früh geboren zu haben; da dasselbe jedoch angeblich durch zwei Stunden keinen Laut von sich gegeben, habe sie es für todt angesehen und auf dem Dachboden verborgen. Die ärztliche Untersuchung con-statierte, dass das Kind vollkommen lebensfähig geboren wurde und daher erstickt worden sein inuss. Die Kindes-mörderin wurde dem Landesgerichte übergeben. — (Jahrmarkt.) Der gestrige Iahres-Maimarkt war nicht so zahlreich besucht, als es sonst an diesem Markte der Fall zu sein pflegt. Der Besuch seitens der Landbevölkerung war gering. Der Auftrieb von Vieh war ziemlich bedeutend. Es wurden 11N3 Pferde, Ochsen, Kühe und Kälber aufgetrieben, doch war der Haudel stau. Illsbesondere waren eine große Anzahl von schönen Pferden auf dem Platze, doch war der Verkehr trotz der zahlreichen italienischen Händler lein besonders reger. Lebhaft war dagegen der Verkehr in Thierfellen. Trotz des geringen Besuches war der Handel auch in verschiedenen anderen Geschäftsbranchen, so besonders in der Manu-facturbranche, ziemlich lebhaft. — (Trifailer Kohlenwerks-Gesellschaft.) In Ergänzung der kürzlich gebrachten Mittheilung über die Sistierung der Arbeiten in der Glasfabrik zu Liboje bei Cilli ist mitzutheilen, dass die Trifailer Kohlenwerks-Gesellschaft sämmtliche dort beschäftigt gewesenen Beamten und Arbeiter uach Sagor in Kram versetzt hat. Die in Sagor bestehende Glasfabrik der genannten Gesellschaft wird nun eine erhöhte Thätigkeit entfalten. Der Bergbau in Liboje wurde eingeschräukt. — (Keltengräber.) In der Umgegend von Ro-segg in Kärnten finden sich zahlreiche Keltengräbcr, von denen auch viele schon erschlossen worden sind. Wie alljährlich, war auch heuer wieder der unermüdliche «Keltenwirt in Frögg» beim Urbarmachen seines Wald-bodens so glücklich, einige beachtenswerte Funde zu machen, wie eiserne Lanzenspitzen, gut erhaltene Bronze-Fibeln u. s. w. Diese Gegenstände wurden beim Aufgrabeu eines stachen Hügels ein halbes Meter tief unter einer großen Steinplatte in schwarzer Erde zerstreut liegend aufgefunden. — (Vom Wetter.) Nach dem unerfreulichen Wetterrückschlag der letzten Tage stellt uns die meteorologische Centralanstalt wieder angenehmes Frühlingswetter in Aussicht. Die ausgegebene Prognose lautet: «Nach den letzten Depeschen ist die Situation noch ziemlich unsicher, doch deutet geringe Abnahme des Luftdruckes in Nordwest und Nord auf baldige Rückkehr zur normalen wärmeren, trockenen Witteruug, und ist zum mindesten kein weiteres Sinken der Temperatur in unseren Gegenden vorläufig zu befürchten.» — (Von der Südbahn.) Vom I.Mai an bis zum Schlüsse der Badesaison. Ende September, werden die Wien-Triester Tages-Eilzüge in Römerbad wieder Aufenthalt nehmen. — (Trauergottesdienst für die Gräfin Chambord.) Wie uns aus Görz berichtet wird, findet heute in der Metropolitankirche zu Görz der elgentkch für den 25. April, als dem dreißigsten Tage nach dem erfolgten Tode Ihrer k. Hoheit der Gräfin von Chambord, bestimmte Trauergottesdienst statt. Der hochw. Herr FürMschos wird das Todtenamt celebrieren und danach die äbgMUon^ aä wmdzm ertheilen. — Zur immerwährenden Erinnerung an den Aufenthalt Ihrer k. Hoheiten des Grafen und der Gräfin Chambord in dem Palaste Lanthler; hat Gräfin Lanthieri daselbst eine Gedenktafel errichten lassen. _- (Von einem wüthenden Hunde gebissen.) Wie man aus Graz schreibt, ist der Winzer Leopold Parth, welcher am 17. v. M. ^n einem wüthenden Hunde geblssen wurde, bereits in Begleitung eines Assistenten des Professors Baron Krafft-Ebing nach Paris abgereist, um sich der Impfung bei Professor Pastenr zu unterziehen. Die «Tagespost» hat etwa 900 st für die Reise und Verpflegung gesammelt. Der Thierarzt, welcher den von Parth sofort getödteten wüthenden Hund secierte, hatte eine Wunde an der Hand und fürchtet, dass in dieselbe Wuthgift gerathen sei. Er wird sich deshalb gleichfalls nach Paris zu Herrn Pasteur begeben. — (Erdbeben,) Aus Iudcnburg wird unterm Gestrige» gemeldet: Heute um 5 Uhr 3!) Minuten mor-geus erfolgte hier ein wellenförmiger Erdstoß in der Dauer von drei Secunden von Ost uach West, begleitet von uuterirdischem Getöse. Die Erschütterung richtete keinen Schaden an. Es herrscht Schneefall. Aitnst und Aiteratur. Eine Sacullilfeier. ^ Wien, 2. Mai. Für die Wiener hat diesmal der erste Mai eine hohe Ve deutung. Gestern warcn es hundert Jahre, dass Mozarts «l^« »ox/.« 6« t^aro» im Hofbnrglhcaler mit außerordentlichem Erfolge zum erstenmale anfgefiihrl wurde». Mozart hatte mit seinem Librettistcn Da Ponte, der alle gewünschten T^xtändc rungcn geschickt vornahm, das Meisterwerk in etwa sieben Mu natcn vollendet, Salicri und sein Anhang iutrignierten gegen Mozart uud sehten alle Hebel in Bewegung, um die Ausführung der ueucn Oper zu uerhindcru. Dies hatte Kaiser Joses II. er^ fahren und gab Befehl, man habe die Opera Vuffa «l.n no^ß do l^aro» am 1. Mai zur Aufführung zu bringen. Mit Feiler cifer beendete Mozart die Oper. Am lil), April wurde er mit der Iustrumcutieruug der lebten Nummer fertig, und am l.Mai lountc «Figaro's Hochzeit» in Scene gehen, lis ist belaunt, das? Mozart mit diesem Werte einen großen Triumph feierte, dass jede einzelne Nummer bei der ersten Aufführung wiederholt werden musste, so dass die Oper genau uoch eiumal so lauge dauerte, als bestimmt war. Salieri iulriguierte aber wacker weiter; dem: trotz des großen Erfolges wurde das Touwerk bis Ende 178l, nur noch urumual gegeben. western ist hier die Oper zum :i44male aufgeführt wurdeu. In deu eiuzelueu Solopartie» der Oper traten im Verlaufe des Jahrhunderts, während dcsseu «Die Hochzeit des Figaro» dem Wiener OperuNepertoirc angehört, auf: als Graf Almaoma u. a.: Saal, Vogl, Forti. Schober, Scithner, Holzl, Vcck, Drbassini, Padilla, Horwitz, Ncichmann; als Gräfin: Stöctl Hciuefettcr, Tietjens, Csillag, Wilt, Dustmauu, Dillner, Kupfer Vcrgcr; als Susanne! WranitzkyTeidler, Sontag, Fodor Mainviclle, Sabiue Heiuefetter, Scher, Tuczel, Zerr, Wildauer, Dustmauu, Hauck, Kupfer-Nerger, Nianchi, Marie Lchmann; als Cherubin: Uugcr, Hasselt-Varth, Sabiue Heiucfctter, Tuczrl, Trcffz, Elise Hcnslcr, Tellheim, Ehnn, Trcbelli, Araga; als Figaro: Ttaudigl, Detl^ mer, Formes, Draller, Mayerhoser, Dr. Schmid, Hablawch, Scaria, Saure, Wiegaud; als Marcclline: Vcttelhcim, Dilluer, Wauda, Ida Vaicr; als Vartolo: Hölzl, Lay, Hablawetz- als Vasilio: Swoboda, Campe, Pirl, Schmitt- als Richter Guss mann: Hülzl, Lucca, Negenspurger, Schitteuhelm. Die Wiener hätten übrigens auch am 7. Februar dieses Jahres eiue Säcularfeier begehen tonnen; dcuu am 7. Februar 1786 wurde die Oper: «Der SchauspielDirector» anlässlich eiues Festes, welches Kaiser Josef den hier anwesenden l, l. Gcneral'Gouuerneurcu der Niederlande i« Schünbruun gab, auf eiuem dortselbst iu der Orangerie errichteten Theater zum erstenmale aufgeführt. (Velgicu gehörte damals uoch zu Oesterreich.) Mozart, der, wie erwähnt, in den letzten Mouatcu des Jahres 1,785 und iu den ersten des Jahres 178l! die «Hochzeit des Figaro» iu der Arbeit hatte, eompouicrte nebenbei die Musil für die Komödie «Der Schauspiel-Dirccto», welche der Hofschauspieler Stephanie der Jüngere für ihn schrieb. Uud iu zwei Jahren, am 7. Mai 1888, werden cs hundert Jahre werden, dass hier Mozarts «Don Juan» zum erstenmale anfgcführt wurde. Der Erfolg dieser Oper war anfangs lange nicht so groß, wie der des Tonwerlcs «Die Hochzeit des Figaro». Erst bei den Wiederholungen sand «Don Juan» immer größeren Beifalls_____________ Neueste Post. Original-Telegramme der 2 aib. Zeitung. Zarn, 3. Mai. Heute früh 6 Uhr fand eine Parade der Garnison auf dem Exercierplatze statt, wohin sich Erzherzog Albrecht zu Wagen begab. Nachdem die Truppen defiliert hatten, kehrte der Erzherzog zur Riva zurück, woselbst der Landtags-Präsident, sämmtliche Beamten in Gala-Uniform und der Bürgermeister zur Begrüßung erschienen waren. Erzherzog Albrecht verabschiedete sich von den Spitzen der Civil- und Militärbehörden und fuhr um 7"/< Uhr nach Sebe« nico ab. Troppau, 3. Mai. Seit heute Morgen herrscht anhaltender starker Schneefall bei einer Temperatur von 1 Grad über Null. ^embcrst, 3. Mai. Heute ist hier und in ganz Ostgalizien starker Schneefall eingetreten. Weimar, 3. Mai. In der Versammlung der Goethe-Gesellschaft wurde die Veröffentlichung der Briefe Goethe's an Frau von Stein und Herder sowie der Tagebücher über die italienische Reise angekündigt. Die Gesammtansgabe aller Schriften, einschließlich der Briefe, soll durch uon Loeper und die Professoren Schercr und Schmidt veranstaltet, die Biographie Goethe's nnter Loepers Leitung verfafst werden. Paris, 3. Mai. Freycinet beauftragte die Vertreter Frankreichs im Auslande, den betreffenden Regierungen mitzutheilen, dass Mouy in Athen angewiesen sei, Delyannis kategorisch in Erinnerung zu bringen, dass Frankreich demselben keinerlei Versprechungen gemacht oder irgendwelche Mediation angeboten habe, sondern bloß, unter Betonung freundschaftlicher Gefühle, im Sinne der Forderung der Mächte die rascheste Entwaffnung angerathen habe. London,' 3. Mai. Ein Manifest Gladstone' s an seine Wähler in Midlothian erklärt, er unterschätze nicht die ernste Bedeutung der Meinungsverschiedenheit über die irische Frage. Anch bei früheren Gelegenheiten habe aber eine ähnliche Spaltung der Liberalen die Torypartei unterstützt. England müsse jcht, wo seine Stellnng eine freie nnd starke sei, Irland Zuges^ Me machen, die Gegner der Vorlage scheinen MW vorzuziehen, eine Periode nationaler SchwierlgMi abwarten. Die Herstellung eines irischen P""^,! ,' werde die Wirksamkeit des' Reichsparlamentes crlM und das Reich stärken. Die Hauptfrage sei, ^ Bitten Irlands, seine Angelegenheiten selbst zu ^ walten, berücksichtigt werden sollen oder nicht- Petersburg, 3. Mai. Großfürst Nikolan Aelterc ist gestern iu das La.id der Don'schc" M^ abgereist. ,, Canea, 3. Mai. Der französische Coujnl dem " tiert officicll die Gerüchte, Frankreich hätte MM land im Abrnstnngsfalle irgend welche GclmtsclM terung versprochen; cr erklärt, der Gesandte M/ wirke dahin, dass dm Großmächten die Zusage!»s" tigcr Entwaffnung ertheilt werde. ,.., Athen, 3. Mai. Den von den Ionrnalci: " zeichneten Gerüchten zufolge sollen die Gesandt" " fünf Großmächte die Feslsehung der Abriistnngssr',^ verlangen nnd Weilers die Forderung erheben, >' Antwort Griechenlauds solle keine Erwähnmm o« geschehen, dass die Negierung den reichs nachgegeben habe. Herr Dclyannis weijc beiden Vorschläge zurück. . <,.A> Brindisi, 3. Mai. Vou gestern mittags bis Y', mittags sind hierselbst 3 Erkrankungen, in Ostn'U ^ Erkrankungs- nnd 2 Todesfälle, in Vackmo >' ^ krankungs- nnd 3 Todesfälle, in Torre Santa sanna ^ Erkrankungen an Cholera vorgekomlne^ Angekommene Fremde. Am 5 Mai. ^l Hotel Stadt Wit». Lässig, Schriftgiesser, und H'"""f«' . ^ lcllncr, Wien. - Iallilfch, Wagner, sammt Fra», "V^,, Payer, l. l. Lieutenant, Pettau. - Fisch". ^' Trmrsvnr, . «M, Hotel (s-lcflmt. Manin, Künstler; von «ilandi, ^'" ^„M Vranncr nnd Cinwlaar, Kmiflentc, Wien. - ^''""^ 'Ml> Militär Caplan, (Wrz. — Smol», Privat, Stauden. .,^, Vcrtha, Private, »icumarltl. — Graf Äarbo, wui" Kroisenbach. ^sla, Hotel Europa. Ritter v. Friderich, l. l. Oberst. Graz-"" ^ Ksm., Trieft. — Smola, Bahnbcamter, Krainburg. ^ Nanmcistcr, Selzach. M,cB< itaiscr vou Ocstrrrcich. Troger, Händler, Mlach- ^ " Vesiher, Nassenfuß. - Tomc, Besitzer, ^iendorf. ^^--3 ^Äicteor^^isäie Bcobachtlllwc ill Äba^< ---------Z-----^Tff-----?^-----^-----^------------zH^ " 7'U.Mg. 7:j5..^ siI^MTschwäH Feitel ^ :;.2.N. 7:l4,47 l2,0 NO. heftig h"lbh"t" 9 . Ab. ?:l5,<18 li,8 O. schwach f- N""ä ^' ^lf dc" Herrlicher Morgen. taMber windig, Schueewehen ^ti, AlP.'n. empfindlicher Kältcrückschlag- abends thc'!'""' ^ Das Tagesmittel der Wärme 10,2°, um 1,3° unter ^ male. _______— Verantwortlicher Redacteur: I. Nagltt^^ Ueinseidone Stoffe 80 kr. per MK l sl'wic il ,'l. !,,!! >,»d sl, ,,:,D b!« fl, «,u> c>! ^f^i ,n > ,, rlc Tcss!,'«! vrrscndet <» c,»,cl»cn Ml'I'cn und Sl«^ > '«^,^sai"/' » ,v,,»s t>a« Ccidcüi'advilDcp^l <»!. Hennrberl, ll m>i> ' ^ Hausbesitzerin und Fleischhauer'» W gestern den 8. Mai um IN Uhr W schlveren Leiden, versehen mit den hell. ^' ^„scits W mcnten. im 5«, Lebensjahre in ein bessere« ^ W abberufen wnrbr. ,,^z u»^ W W Das Leichenbegängnis der theuren, "n" ^. ^« » W gcsslichcu Verblichenen findet Mittwoch 0>"^^ ^^ » W um 4'/, Uhr nachmittags vom Hause Nr. n^.^ph » M tcrsstraße aus auf den Fricdhof zu Vi-"" » W Die heil. Seelenmessen werden >" t>" » W lirche zn St. Peter gelesen werden. » W Laibach den 4. Mai 188«. > D Ferdinand. Josef und Milan, Söhne. ^" ^.,, > M Mulaöel geb. »oz.U. Tochter. - Franz "» » ^ Schwiegersohn. ^^^M^3 843 ÄmtMü zur Laibaclier Zeitung Rr.M. Dienstag, den 4. Mi 1886. "^ Ausweis ^^- 2 die am 30. Mril !886 zur Mlk-Ilung ohne H'räinie verlosten Mi-"°«onen des lirainischen chrundent-lastungssondes. "li! Coupons P. .... ^ per 5)0 dulden: il per 100 Gulden: vi^u^' 260, 407, 4>l9, 485, 5>27. 5165. 77l>, LLlu ^' ^217, ^'^ 1561, 180«. 2I7!j, 2Ü58, 33^' ^^^4, 2703, 2835), 2940, 3172, .5, 1659, 203? !?^ U!87, ^l«U6, 1815, 1842, 1!»4<>. 2588' 2' 2!5!>, 2414, 2474, 2482. 2577, L^y. ^ ^^^6, 2770, 2835, 285!), 2885, y il pcr 5000 Gnldcu: Ii'^6, 350, »76, 401. .' "' Nr. 384 im Betrage per 26 440 st. . ' ' 1108 . » » 100 » . ' ' 1245 , , » 15 280 » . ' ' 1315 » , . 50 » » ' » 1525 . . . 1850 » . ' ' 1562 . » . 4 000 » » ' ' 1563 . , . 4 000 » » ' ' 17li4 . » . 100 » , ' ' 1802 » » . 33 580 » » ' ' 1816 » , » 6 650 » s, ' 1835 >. . » 10U ' ^i, N" die verloste Obligation ,nit Conpons« '"<) G,^^' l<»00 fl. mit dem Theilbetragc per Vorbezeichnetc Obligationen werden mit den Verlusten Capilalsbrträgen in dein hu'fur in österr, Währnng entfallenden Belragr nach Verlanf von sechs Monaten, win Per'losn!ig5. tage an gerechnet, bei d^r lrainischen Laudei?cassl> in Laibach unter Verachtung der gesl'tzlichrn Vorschrift bar ausbezahlt, welche anch für drn nnuerloöten Theilbetrag per 5)00 st. von der Obligation mit l5o»pon-Nr. 1814 pl>r 10<»U fl. eine neue Obligation ansstellen wird. Innerhalb der lchtcn drei Monate vor dem Einlösungslerinine werden die vcrloslcu Schuldverschreibungen, als anch sammtlichc Cou puus bri der Landeseasse gegeu 4 "/„ Einlaft, nach Tagen berechnet, zu Gunsten des lrainischl'n (^rnndenllastnngofondes cscomptiert. Uebrigi'ns n»ird noch zur allgemeinen Krnnt-nls gebracht, dass folgrnde, brrl'its gezogene nnd rückzahlbar gcwordl-,u' Oblignlioncn noch nicht zur Karen Äuszalilllng Präfenlierl lliorden sind und zwar: ' ' «'it Coupons Nr. 260, 262, 2U2, 2!)6, 335, mit Coupons Nr. 10. 29, 135, i'j? 147 450, 582, 624, l)35, 1045, 1072, H04 ',1^' 1408, 141l), 1482, 172i), 1757, 1780 1<>^' IU55, 1956, Ii)58, 1W7, 2131, 2147 2271' 2335, 2368, 2445, 2626, 262!), 2658' 273?' 275!>, 2778, 2932, 2936, 3006 3201' 3202' 3203, 3204 k 100 sl.; mit Coupons Nr. 167, 475, 655 «iu K500fl.: mit Coupons Nr. 215, 245, 250, 296 857 870, 965, 1215, 1264, 1669, 2062, 2506 2576, 275? k 1000 st.; mit Coupons Nr. 667 i>. 5000 st.; mit Coupons Nr. 2690 per 1000 st. mil dcm Thcilbctragc per 760 ft. und mit dcm Rest. betrage per 240 st. Da von dem filr die Viiickzahlung t>r° stimmten Tage diefer Obligationen an das Rrchl auf deren Verzinsung enlfällt, so wird dil> Ei,,, Hebung der diesfäNige» Capitalsbeträge mit drr Warnung in Erinnernng gebracht, dass in drin ssallc, wenn die über die Verfallszeit hinans kantenden Coupons durch die l. t. priu. östcrr. Nationalbant eingelöst werden sollten, die behobenen Interesfen von dem Capitale in Abzug gebracht werden müssten. Laibach am 30. April 1886. Vom lrlliuischcu ^llildtsausschlissc. (1802^-1) Mrerstelle. Nr. 451. An der dreiclnssigen Volksschule in Groß-laschiz ist dic zweite Lehrstelle definitiv, eventuell provisorisch zu besehen. Darauf Rcslectirrcndc haben »hre documen« ticrten Gcfuche im vorgeschriebenen Dienstwege bis zum 26. Mai l. I. Hieramts einzureichen. K. t. Nezirlsschulrath Gott,chec, am 28,ten April 1886. ^________ (1801-1) Knndmachuna ^^^' drr («-lislllicth ^rciiu u. öaluay'jchcn Armcu-stiftuugs^lllrrrsftlwcrlhrilimg für das I. öc- mrstcr i88(j. Für das l. Semester des Solarjahrcs 188« sind die Clisabl'lh ^reiin o. Sawalsschen Armen-sl!j»un.,s Inleresseu im Betrage per 740 fl. unter dil> wahrhaft bedürftigen und gutgesttti'lcu Haus' arml'u vou Adel, wie allenfalls zum Theile untcr bloh nobiliticrtc Personen in Laibach, zu ""'^Hierauf Nrstectierenbc wollen ihre an die hohe l, l. Landesregierung gerichteten Gejuche in der fürstbischöstiche» Ordinariatslanzlri binnen vier Wochen einreichen. «,^ , ^ c Den Olsuchen miysen die Adelsbcwcisc. wen» solche nicht schon bei srüheren Vcrtheiluugcn dirscr SnftlMgsiuteressen beigebracht worden sind, beilieaen Auch ist die Beibringung neuer Ar-mnts' und Silteuzeugnisfc, welche von den be-trrffenden Herren Pfarrern ausgestellt und von dlin löblichen Stadlinagistrate bestätigt snn Fiirstbischijftichcs Ordinariat. (1790-2, MndmachUNg. Nr. 3236. Von dem l. t. Bezirksgerichte Stein wird hiemil bl'lunnt gemacht, dass die Erhebungen zur Anlegung eines ncnen Grundbuches für die Cnwsttalgcmcinde Ncul am 6., 7.. 8., 10., 11., 13., 14,, 15., 17.. 18. und 19. Mai l. I. «nd fiir dic Catnstralgcmcindc Miinkendorf am 22., 24., 25., 26, 27,, 28. und 29, Mai l, I. nnd im Bedarfsfälle an den darauffolgenden Tagen, jedesmal vormittags 8 Uhr, in der dies» gerichtlichen Amtslanzlei stattfinden werden, wozu alle Personen, welche ein rechtliches In° teressc haben, erscheinen und alles zur Aufklärung sowie zur Wahrung ihrer Rechte Geeignete vordringen tonnen. K. t. Bezirksgericht Stein, am 29. April 1886. (1784—3) KilNdmachllNl!, Nr. 1789. Vom l. l. Bezirksgerichte Nadmannsdorf wird gemäß dem tz 15 des Gesetzes vom 25sten März 1874, Nr, 12 R. O. Al., bekannt geinacht, dass für den Veginn der Erhebungen zur Anlegung eines neuen Grundbuches, und zwar u) fiir die Clitnsttalgemciude Sawiz der 5. Mai, d) fiir die Catastralgemeindc Studorf der 13. Mai und «) fiir die Catasttalgemeindc Mitterdorf der 24, Mai 1886, 8 Uhr srüh. zu Woch.-Feistriz festgesetzt ist, und daher vom obige» Tage an alle Personen, welche an der Ermittlung der Nesitzverhältnisse ein rechtliches Interesse haben, dortselbst erscheinen und alles zur Aufklärung sowie zur Nahrung ihrer Rechte Geeignete vorbringen können, K. l. Bezirksgericht Radmannsdorf, am 26. April 1886. U n) e i a e b l a l t. * )en beginnt zu erscheinen: .Jrr.-üniiar. tonn Von Alfre(i Holder, Wien. 1. Heft. j;u Preis 80 kr. iähl?ns4KHftersclieincn 12 Ilcsle von mi"' Vlß 2 fi ?(f n Gross-Octav. Preis vicrlcl- !iic}f1ue^onnLei'l'1eidlis("h-l]"ßan«'l^ Hcvun» ^ ;h1a"PtsiUMd1lrist vornehinsten Slils, <üe Bel>ildoroi» t* *.an fachniünnisclie und an K Das i hi f se wendet- l|(*irLSr Ansiohtließi in unserer Buchhand-ts Jede»!iiauf' tlnd nehmen wirAbon- ^chhRieinmayr 8 Fed. Bamberg ^^^2^g in Laibach. (1814—1) Öt. 1^65. ßazglas. Vsled prošiije gosp. Antona Kup-Ijena, c kr. notarja v Öriiomlji, se bo duè 5. maj a prva in v dan 1 7. maj a 18 86 druga eks. dražba Martinu Stefanièu inl.iz Kozalnic pripadajoöih, na320gld. ocenjenih posostnili in vžitnili pravic na zemljišèe pod top. št. 390 RrajSfine Sotcske, vselej ob 11. uri dopoiurinè, pri podpisani sodniji pod navadnimi pogoji vršila. C. kr. okrajna sodmja v Metliki dn6 1. maja 1886. Dntte clec.Feilbietunsi. Vom k.k. Bezirksgerichte Sittich wird bekannt gemacht, cs U'evde in der Exe eotimissache des Ign^ Bvegav vmi Snu iile Nr 10 gegen Antun Vidic jiln. von PMmkovje Nr. 9 bei fruchtlosem Ver> streichen der zweiten Feilbietnnqs-Taa.-aiuina ^ll der mit dem diesqerichtlichen ^scheide mW 4.Febrnar 1886, Z..^7. "^'" 20. Mai 188« anaeordneten dritten execntiuen Feilbietung der in dl'r Catastralgemeinde Podbnkovje «ub Einl.-Nr. 12 vorkommenden Realität mit dein Anhange des obigen Bescheides K.k. Bezirksgericht Sittich, am Ittten April 1686. ______^ (168^3) Nr. 2075. Orinnerullss. Vom k. k. Bezirksgerichte Adelsberg wird dem unbekannt wo befindlichen Ta-lnilarqlänbiger Franz Penko vou Kal und den nnbetannten Rechisnachfolgern der Maria Konlelj hiermit erinnert, dass der in der Execntionssache des Lucas Kastelic von Kal gegen Marianna Kontelj von dort ps-lu. 50 fl. 22 kr. ergangene Feil-bietnngsbescheid vom 12. November 1885, Z. 79ij7, dem für sie bestellten Curator u6 Äclutil Herrn Dr. Johann Pitamic zllgestellt worden ist. K. k. Bezirksgericht Adelsbera, am 25. März 1886. (1815—1) ^Nr72972. Dritte efec. Feilbietung. Bei Erfolglosigkeit der beiden ersten Termine in der Exeentionssache des Mathias Malenset gegen Franz Baltm m Winimer wird in Oemäßheit des Bescheides vom W.Oktober 168o, Z8087, am 7. Mai 1886 zur dritten executwen Nealfeilbietnng ge. schritten werden. K. k. Bezirksgericht Mottling, an, Men April 188«.