Liübschrr WochrMM, Drgan der Verfasiungspartei in Kram. Abonnement».Bedingnisse: Rr.2v2 «an,jährig: Halbjährig: vierteljährig: Filr Zustellung in'» Hau»: viertelsShrig 10 «r. Für Laibach fl. 1.— Mit Post fl. S.— , » , 2. , , , 2.50 . 1- . . . 1.2L Officio je Geständni jse. Die wißbegierige Welt entbehrte bisher einer verläßlichen Darstellung der Ursachen, die das s>ove-rrische Regierungsorgan ins Leben riesen, und der Absichten, die damit verfolgt werden sollten-, insbesondere das sogenannte Programm, das an der Spitze der ersten Nummer stand, war, wie wir schon damals hervorhoben, in keiner Weise geeignet, darüber Licht zu verbreiten. Sei es, daß man sich der Schuld bewußt wurde, der Ocffentlichkeit die fragliche Aufklärung bisher vorcnthaltcn zu haben, sei es, daß man damit die Aufmerksamkeit wieder einmal auf sich ziehen wollte: der Redaeteur der slovenischm Abendpost benützte vor wenigen Tagen ej„e im „Sloveuec" enthalten gewesene Besprechung Über den „häuslichen Zwist", um es endlich auszu-sprechen, warum dem slovenischm Publikum der „Ljubl- List" geboren wurde. Die bezüglichen Geständnisse sind zum größeren Theile so kostbar, daß syjr uns nicht enthalten können, unsere Leser mindestens auszugsweise damit bekannt zu machen. Zunächst wird dem Verfasser des Artikels im Alovenec" das gebührende Lob dasür gespendet, daß er „in schmeichelhaften Ausdrücken die redlichen Absichten des Landespräsidcntcn anerkannte und das Menschenfreundliche und edle Herz des viel verlästerten Herrn hervorhob"-, weiters wird ihm ob Jeuilleton. K a m i n s k i. (Aus der Nummer 22 der „Deutschen Wochenschrift".) Der Held dieser kleinen Geschichte ist nicht, »vie man nach der Überschrift besorgen könnte, Herr Dr. Kaminski selbst. Nein! Bei Mercurius, dem altclassischen „Betheiligungs"-Gotte, sei es hoch und theuer verschworen: Dieses ehrenwerthe Exmitglied der österreichischen Volksvertretung, welches noch immer die Schicksale des durch die „Stanislauer tzose" in weiteren Kreisen bekannt gewordenen galizischen Städtchens leitet, ist vor den Pfeilen aus Unserem Köcher für immer gefeit. Das Unglück heiligt, und wer den Schaden hat, braucht sich vor Unserem Spott nicht zu fürchten. Wenn man den Älnspruch auf sechsmalhunderttausend Gulden hat vder zu haben glaubt und statt dessen mit lumpigen 8600 Gulden (wie der Untersuchungsrichter Landes-gerichtsrath Adamek berichtet: in vier Theilbelrügen Zu 200, 400, 3000 und 5000 Gulden» abgespeist »vird, so ist das sehr traurig. Also von Herrn Haminski wollen wir nicht sprechen, unser Held ist vielmehr der — „U. s. w." Jetzt hofft die holde Leserin vielleicht auf eine glühende Schilderung der äußeren Vorzüge des Herrn s. w." O nein, meine Gnädige, Ihre romanhaften Gelüste werden keine Befriedigung finden. Samstag, de» 21. Juni. Insertion» - Preise: Einspaltige Peiit-Zeile 1 kr., bei Wiederholungen k s tr. — Anzeigen b>» S Zeilen 20 >r. Redactton, Administration». SiPedition Herrengasie Nr. 12, 1884. seines feinen Tactes ein Compliment gemacht, mit dem er den ersten und hauptsächlichsten Impuls zur Gründung des Blattes bereits selbst richtig andeutete; der Landespräsident wollte nämlich damit für die von ihm hochgehaltene Gleichberechtigung der slovenischen Sprache ein vollgiltigeS Zeugniß oblegen und der nationalen Sache eine besonders große Concession machen. Das war also der eine wichtige Zweck bei Gründung des slovenischen amtlichen Blattes! Wir wollen denselben gerne gelten lassen, denn wo es sich um Zugeständnisse an die Nationalen handelt, da schenken wir osficiösen Aussprüchen unbedingten Glauben, und es ist nur schade, daß erst jetzt und nicht von vornhinein der „Ljub. List" authentisch in die große Reihe der von der Regierung unseren Gegnern gemachten Coneessionen eingesügt wurde. Allein der „Ljubl. List" hatte noch einen zweiten, gleich bedeutsamen Zweck; die Regierung war nämlich in der unangenehmen Lage, sich gegen die von allen Seiten unablässig gegen sic erhobenen Angriffe selbst schützen zu müssen. „Angesallen von der einen, verlassen von der anderen Seite", ibren früheren nationalen Anhängern, was blieb ihr übrig, als den „Ljubl. List" zu gründen, NM überhaupt einen Freund zu haben, ein publicistisches Organ Zur Verteidigung. Es ist ebenso schön als rührend, wie umständlich die Verlassenheit der Regierung „U. s. w." kann vorläufig noch nicht porträtirt werden, der Photograph ist seiner noch nicht habhaft geworden. Eigentlich müßte es ein Gruppenbild werden — so eine „Gruppe aus dem Tartarus". Und cs ist überhaupt jetzt schon genug der Conver-sation, kommen wir zur Sache! Nun denn, es war an einem strahlenden Aprilmorgen des Jahres 1884, als eine Commission von würdigen Amtspersonen das gewaltige graue Gebäude verließ, welches die linke Ecke am Beginne der Alserstraße zu Wien bildet und im Volksmunde den meist etwas scheu ausgesprochenen Namen „das Criminal" führt. Die Herren — theils Richter, theils „Sachverständige" -— begaben sich in die ziemlich nahe beim Criminal gelegene Wohnung des vielgenannten General-Bauunternehmers der galizi-schen Transversalbahn, Baron Schwarz. Derselbe muhte auf den Besuch der strafgerichtlichen Commission bereits vorbereitet gewesen sein. Er empfing sie ohne alle, hinterher am Ende schlecht zu deutende Ueber-raschung, begrüßte sie mit dem urbanen Anstande eines Pauschalgewaltigen und lud sie ein, in sein Cassenzimmer einzutreten. Der amtliche Besuch galt nämlich gar nicht dem Baron Schwarz, sondern einer noch viel interessanteren Persönlichkeit, seiner „E isernen". Während einige einleitende Bemerkungen gewechselt wurden und der Baron die Schlüssel an-steckte, entglitt den Lippen eines witzigen Commissions- geschildert wird, die sich seit vorigem Herbst immer fühlbarer machte, und ihre schier verzweifelte Lage, als sie aus dem nationalen Lager von den verschiedensten Seiten angegriffen wurde und „umsonst gewartet hat, daß sich in der slovenischen Presse eine Stimme zu ihrer Verteidigung erheben werde". Wir sind in der erfreulichen Lage, auch diese zweite, vom „Ljubl. List" für seine Gründung angegebene Ursache nicht bestreiten zu müssen, ja es gereicht uns zur großen Genugtuung, daß nun selbst zu-gestanden wird, was wir unsererseits schon vor längerer Zeit eingehend beleuchteten: daß eS nämlich die Regierung in Krain glücklich dahin brachte, vollkommen isolirt und selbst von ihren früheren Freunden im Stiche gelassen zu sein; nur über das Eine müssen wir uns nachträglich wundern, daß unsere bezüglichen Erörterungen seinerzeit so unwillig ausgenommen und im deutschen Amtsblatte mit gewohnter Heftigkeit der freilich verunglückte Versuch gemacht wurde, ihre Richtigkeit zu bestreiten, während jetzt das slovenische uns hinterher in so glänzender Weise zu Recht verhilft Und noch Eines erfahren wir bei der Gelegenheit. Als „die Regierung sich mit dem derzeitigen Redaeteur des „Ljubl. List" in's Einvernehmen setzte", hat dieser in einer eigenen Denkschrift leinen prineipiellen Standpunkt gegenüber der gegenwärtigen Regierung im Lande und der nationalen Frage auseinandergesctzt, „wie es sich für Mitgliedes das ernsthafte Scherzwort: „Ja, da liegt der Hund begraben!" Und da es sich um eine Amtshandlung in Sachen der Kaminski-Untersuchung handelte, so war dieser witzige Herr jedenfalls im Rechte. Die verwickelte Geschichte war bereits so ziemlich aufgeklärt; es fehlte nur mehr diese eine Kleinigkeit: der Nachweis über den Verbleib einer Summe von 270.320 Gulden 90 Kreuzern, welcheBaron Sch'varz anderthalb Jahre früher aus dem „Vor-auslagenfonde" der galizischen Transversalbahn an sich genommen hatte und von der man nicht wußte, was damit geschehen war. Baron Schwarz konnte ja damit den heiligen Petrus bestochen haben, damit er ihn „anstandslos" und pauschalweise in den galizischen Transversalhimmel einlafse. Um sich nn^ zu vergewissern, daß Solches nicht vorgefallen sei, gedachte die Gerichtscommission die Amtsnase ein wenig in das eiserne Portemonnaie des Freiherrn zu steckön. Währenddem also die Herren ihre Cassen-scontrirung vornehmen, mögm uns der verehrliche Leser und die holde Leserin gestatten, ihnen zum besseren Verständnisse einen kleinen Vortrag über die finanzielle Seite der Kaminski-Schwarz Angelegenheiten zu halten. Wir werden dazu nicht mehr Zeit bedürfen, als die Commission zum Aus- und Einräumen der Schwarz'sche,, Casse benöthigte. Es sei auch das Versprechen gegeben, daß wir dabei von einen unabhängigen (!) Abgeordneten ziemt". Wie schade, daß nicht wenigstens einige Partien aus diesem famosen Promemoria mitgctheilt werden, sie würde« ohne Zweifel einen ungemein schätzbaren Beitrag zur Beurtheilung des Entwicklungsganges nationaler Politiker liefern. In wirklich naiver Weise vertheidigt sich „Ljub. List" weiter« gegen den im bezüglichen Artikel des „Slovenec" mit Recht gegen ihn erhobenen Vorwurf, in der Polemik keine Grenzen zu kennen und un-nSthig Streit vom Zaune zu brechen; nach Art gewisser Kinder in der Schule ruft er aus: Nicht ich habe angefangen, ich kann nicht- dafür! Als ob — dieß sogar als richtig vorausgesetzt — eS außer derzeit in Laibach sonst irgendwo die Aufgabe eines amtlichen BlatteS wäre, sich in jede Controverse zu mischen und jede Kritik einer Regierungsmaßregel mit einer noch dazu meist höchst unglücklichen Polemik zu beantworten! Wenn „Ljub. List" bei diesem Punkte noch andeutet, eS sei für ein Re-gierungsorgan schließlich doch zu langweilig, etwa nur über die nordamerikanische Börsenkrise oder über die südafrikanischen Ansiedlungen und dergleichen zu schreiben oder in Ewigkeit „dem „Laibacher Wochenblatt" den struppigen Kopf zu kämmen", so führen wir das nur zum Beweise an, wie fein und geschmackvoll sich ein offieiöses Blatt bei jedem Anlasse auszudrücken versteht. Daß es dem „Ljubl. List" mit seiner angeblichen Friedensliebe nicht sehr ernst ist, daß er nichts weniger als nur nothgedrungen sich in Kampfesposition setzt und daß — wie dieß der Natur seines Redacteurs und Hauptmitarbeiters ganz entspricht — die Polemik in seinen Spalten nicht sobald aufhören wird, geht übrigens am besten daraus hervor, daß im Siune seiner weiten Ausführungen seine Mission eigentlich erst dann als beendet oder überflüssig anzusehen wäre, wenn jeder Widerspruch in der gesammten Presse des Landes schweigt und alle Welt die Maßregeln der Regierung in stummer Bewunderung zur Kenntniß nimmt. Alles in Allem rufen uns die neuesten Eröffnungen deS „Ljubl. List" lebhaft die Vermuthungen in'« Gedächtniß zurück, denen wir zu Anfang des Jahres, als vom Erscheinen des Blattes die erste Rede war. Ausdruck gaben. Wir schrieben damals unter Anderem, daß die Gründung des Blattes im Kaminski sehr wenig, desto mehr jedoch von dessen unterschiedlichen „Und so weiter" sprechen werden Diese finanzielle Seite der Angelegenheit läßt sich im Grunde genommen auf folgende drei Hauptziffern zurückführen: 1. Der Staat bezahlt für die Herstellung der galizischen Transversalbahn an den General-Bauunternehmer Baron Schwarz 20,984.000 Gulden aus den Geldern, welche den Staatseassen entweder von den Steuerträgern oder durch das beliebte Schuldenmachen zufließen. 2. Bon diesen rund 21 Millionen Gulden Staatsgeldern wird eine Bagatelle von 570.000 Gulden auSgeschieden. Dieser Betrag fällt ohneweiters dem Baron Schwarz zu, der ihn jedoch, kein Mensch weiß warum, mit der Länderbank theilen mutz. Weshalb Baron Schwarz fünfhundertsiebzig Tausender erhält? Ganz einfach deshalb, weil er „General-Bauunternehmer" ist. Das ist doch einleuchtend, me«e Herrschaften. Es ist dieß eben durchaus kein Titel ohne Mittel. Man wird sagen: Er macht ja ohnehin sein Geschäft, wenn er baut; wozu dann noch außerdem 570.000 Gulden? Wir antworten darauf: Ganz richtig; wenn er baut. Aber er baut gar nicht. Das besorgen ja seine Subunternehmer Knaur, Groß, Löwenfeld und Ronchetti. Der Arme muß doch außer dem Gelde, das er diesen Subunternehmern hoffentlich abdrückt, auch noch etwas bekommen, wenn er auch gar nichts dafür leistet. Darin liegt gerade das Wesen des General - Bau-' Allgemeinen auf das sich allenthalben immer deutlicher wahrnehmbar machende Regierungsprincip zurückzu-ühren sein dürfte, nach welchem jeder selbstständigen kegung der Bevölkerung entgegengearbeitet werden muß ; ferner daß darin vorzüglich die persönliche Politik des Landcspräsidentcn zur Geltung kommen werde; daß man sich auf ausgiebige Polemiken ge' aßt machen müsse u. s. w. Wie die seitherigen Erfahrungen, haben auch theilS direct, rheilS indireet )ie eigenen Geständnisse des „Ljubl. List" unsere damaligen Vermuthungen bekräftigt, und cs ver-schafft uns Befriedigung, diesen wie so manchen anderen Schritt der Regierung von allem Anfänge an richtig beurtheilt zu haben. Politische Wochenübersicht. Der Vorstand der Vereinigten Linken versendete folgendes Circular: „Obwohl die Gerüchte von einer Spaltung innerhalb der Vereinigten Linken schon einmal von competenter Seite de-mentirt wurden, tauchen sie dennoch wieder auf und werden insbesondere in Verbindung mit einer Rede deS Abgeordneten Plener in der letzten Clubsitzung der Vereinigten Linken gebracht, m welcher derselbe angeblich die Absicht geäußert habe, einen neuen Club zu bilden, und dabei die Ausscheidung Galiziens und Dalmaliens als Programmpunkt ausgestellt haben soll. Dieß ist unrichtig. Plener hat in einer Rede allerdings die Nothwendigkeit betont, bei den nächstjährigen Reichsrathswahlen der stärker erregten nationalen Stimmung der deutschen Wählerschaft entgcgenzukommen. sowie auch in einzelnen socialen Fragen die Initiative zu ergreifen, aber dieß solle und könne nur durch die Haltung der Partei selbst erreicht werden. Eine Spaltung der Partei zu befürworten ist Plener nicht eingefallen, gerade so wie er auch von der Ausscheidung Galiziens und Dalmatiens gar nicht gesprochen hat." „Dziennik Polski" erfährt: Die Delegationen werden in der zweiten Hälfte Oktober und der RcichSrath Mitte November l. I. einberufen werden. Landmarschall Dr Felder in Wien und die Landeshauptmänner von Kaisers eld in Graz und von Widmann in Brünn haben auf eine Wiederwahl in die betreffenden Landtage und damit Unternehmers. Er schiebt sich zwischen deZ*Bauherrn und den Bauführer ein, hält einen großen Löffel in der Hand und schöpft damit den Rahm ab. Das ist ja auch der Grund, weshalb der selige Oberbaurath Lott immer sagte: „Der Staat muß selbst den General-Bauunternehmer spielen und sofort mit den Subunternehmern abschließen." Und Seetionsrath v. Lilienau hatte genau dasselbe gesagt, der Seetionsches v. Pußwald war auch dieser Meinung und sogar Hofrath Pischos konnte nicht widersprechen. Nur der Handelsminister Baron Pino trat für die Generalvergebung ein — so ist es Schwarz auf Weiß sogar im Majoritätsberichte des Kaminski-Ausschusses zu lesen. Also, weil Baron Schwarz kein erbärmlicher Sub-, sondern ein nobler General - Bauunternehmer wurde, konnte er die 570.000 Gulden an Milchrahm ohne Gegenleistung von den Baukosten der Transversalbahn abschöpfen. Sie sehen übrigens, meine Herrschaften, wie genau ich mein Versprechen halte; von Kaminski war noch nicht die Rede, wohl aber, wie es scheint, schon ein wenig vom „U. s. w." — Dieses war der zweite Streich, doch der dritte folgt sogleich. 3. Wenn es nach dem eben Gehörten möglich scheint, daß man die galizische Transversalbahn auch bauen konnte, wenn die 570.000 Gulden den Steuerträgern erspart geblieben wären, so kommt etwas ganz Aehnliches noch dazu. Wir sagten, Baron Schwarz beziehe die 570.000 Gulden ohne Gegenleistung. Das ist nicht richtig: denn um ein so auch auf eine neuerliche Uebernahme ihrer Ehren' ämter verzichtet. An den Rücktritt Kaiferfeld'S knüpft da» „Neue Wiener Tagblatr" nachstehende Bemerkung: „Wohin die Bedürfnisse, die Forderungen, die Nothwendigkeiten der praktischen Politik auch führen sollten, wir werden die herrliche Gestalt de-ManneS nicht vergessen, der heute seinen Wählern den Abschiedsgruß zugesendet hat, deS ManneS, der unentwegt an seinen Pnncipien festgehalten und seine Ideale treu bewahrt hat. des edlen Volksvertreters Moriz von Kaiserfeld." Herr v. Kaiserfeld ist übrigens Mitglied des Herrenhauses und wird als solches auch künftig noch am politischen Leb» theilnehmen. Der Prager „Pokrok", daS Organ Rieger'S, tritt den Ausführungen der osficiösen Blätter, als ob mit dem Compromiß im mährischen Großgrundbesitze die Regierung Taaffe's einen Sieg errungen hätte, auf's Entschiedenste entgegen und sagt, eS sei sicher, daß der mährische Landtag auch fernerhin in den Händen der deutschen Partei und der LandeSauSschuß nach wie vor in den Händen der Opposition bleiben werde. Das sei eia Factum, welches sich durch die Phrase, daß i» Mähren die Versöhnungs-Politik gute Früchte z» tragen beginne, weder widerlegen noch beseitigen lasse Am 16. d. M haben die Landtage in Tinl und Dalmatien ihre Session begonnen. Die Wahlen für den steierm. Landtag wurde« unerwarteter Weise verschoben und werden nun i» den Landgemeinden am 19. August, in den Städte» und Märkten und in den Handel-- und Gewerbekammern am 21. August und im Großgrundbesitz am 26. August stattfinden. Diese Verschiebung wurde dem Vernehmen nach der konservativen Partei zulieb vorgenommen, die mit den Wahlvorbereitungen nicht fertig war. Von den bis 18. d. Abends bekannten 39S ungarischen ReichstagSwahlen fielen 224 auf ^ Regierungspartei, 58 auf die gemäßigte Opposition, 68 auf die Unabhängigen, 16 auf die Nationale» 17 auf die Antisemiten; 4 Stichwahlen sind ersol' derlich. Die Majorität der Regierungspartei beträgt 57 Stimmen. Die slavcnsreundliche Politik in Oesterreich gibt der „Weser-Zeitung" Anlaß zu folgender glattes Geschäft machen zu können, hatte er kolossale Auslagen zu bestreiten, für welche sogar ein eigener Fond, aber selbstverständlich wieder auf Rechnung der später nach und nach flüssig werdenden Staatsbaugelder gebildet wurde, ein Fond von 630.000 Gulden, aus welchem Geschenke nach allen Richtungen verabreicht wurden. Das war der Same, der ausgestreut wurde, damit er goldene Früchte einbringe — wohlverstanden, der Same stammt nicht aus der eigenen Scheune des Freiherrn, sondern vom Gemeindeacker, nämlich aus den Staatsgeldern. Auf die Verrechnung dieser 630.000 Gulden kommt nun Alles an, und damit hängt auch die, während wir hier plaudern, im Nebenzimmer vor-genommene Cassenscontrirung auf's Innigste zusammen. Wie setzen sich nun diese 630.000 Gulden zusammen? Staatsanwalt Pelser hat den Kamins»' Ausschuß darüber insormirt und dieser hat es der Welt weiter erzählt. Wir erlauben uns, die etw» verwickelte Geschichte einfacher und Übersicht^** darzustellen: . 50.000 Gulden erhielten die Bauunternehmer Knaur Groß und Löwenfeld dafür, daß sie- ^ anfangs gegen Schwarz concurriren wollte", lieber seiner Offerte anschlossen. So ward die currenz vermindert. . 100.000 Gulden bekam der Bauunternehmer Fröhlich v. Felden, welcher ein höheres Offert reicht hatte, auf die Hand ausbezahlt. E« Aeußerung: „In neuester Zeit entwickeln sich in Oesterreich Dinge, die nicht bloß ein Tagesinteresse haben, sondern vielleicht von weittragender Bedeutung für die Beziehungen der österreichisch ungarischen Monarchie zu Deutschland und sogar für die ganze internationale Stellung Deutschlands werden können. Bedeutungsvoll erscheint, daß Gras Taaffe den Czechen und Slovenen so Wichtiges in der Sprachenfrage eingeräumt hat, wodurch die zahlreichen feinen und weit verzweigten Wurzeln deS Deutschthums am empfindlichsten getroffen sind." Ausland. In Rußland soll der Nihilismus in den Aeihen der Armee wieder um sich greisen und eine eigene Commission unter dem Vorsitze eines Groß-sürsten zur Untersuchung der Umtriebe eingesetzt werden. Die Wahlen in Belgien sind im klerikalen Sinne ausgefallen ; sämmtliche Minister überreichten -evi Könige ihre Entlassungsgesuche. Der belgische Senat wurde aufgelöst und die Neuwahlen finden am 8. Juli statt. Nach Bericht des „T6l6graphe" trat am 10. d. jn London der „Internationale Convent" der revo-lutionär-socialistischen Abgeordneten zusammen. Abgeordnete der revolutionären Gesellschaft des Festlandes nahmen daran theil. Der deutsche Abgeordnete Liebknecht erklärte, daß die revolutionäre Bewegung Überall Fortschritte mache, selbst in England, und beantragte einen Beschluß, den Arbeitern zu empfehlen. sich zu vereinigen, um die Sache des Proletariats voranzubringen. Dieser Beschluß wurde ^genommen. Die Berathung ging sodann auf die Anordnungen für den großen revolutionären Congreß Über, der im August dieses Jahres in Genf gehalten Werden soll. Jn XereS (Spanien) wurden am 14. d. M. «eben Mitglieder der geheimen Gesellschaft „Schwarze ^>ant>" hingerichtet. ^ „Daily NewS" erfahren, daß gemäß dem sran-zösisch ' knglischen Uebercinkommen die britischen Zruppen bis 1. Jänner 1888 in Egypten bleiben, sM nicht inzwischen nach dem Ermessen der britischen Regierung die Regierung des Khedive darin schöner Zug des Baron Schwarz; er erwies sich dafür dankbar, daß er durch das höhere Anbot des V. Fröhlich in das Licht besonderer Wohlfeilheit gelangte. 26.600 Gulden wurden dem Secretär der Länderbank zu dem Zwecke übergeben, daß er davon verschiedene Journale „betheilige". Er gab 8500 Hulden an polnische, 17.600 Gulden an Wiener Blätter und 500 Gulden erhielt der Länderbankbeamte Durst für weitere „journalistische Zwecke". 41.000 Gulden behob Baron Schwarz selbst in, Juli und August 1882 und nahm im September noch weitere 112.400 Gulden an sich, so daß damals noch ZOO.000 Gulden erübrigten. Von dieser Summe erhielt 100.000 Gulden Herr Samuel Hahn, Generaldirektor der Länderbank, zu weiterer Corrumpirung der Zeitungen. Er widmete davon diesem edlen Zweck 79.249 Gulden und besitzt von jener runden Summe — ein Trost für die Zukunft! — noch heute 20.751 Gulden. Aber, bitte dieß nicht auszuplaudern! Von den restirenden 200.000 Gulden erhielt Baron Schwarz am 12. Februar 1883 ausgefolgt: 161.425 Gulden 18 Kreuzer in Werth-papieren und 35.000 Gulden in baarem Gelde. Wenn man all' das zusammenrechnet, so gibt es, bis auf einen kleinen Rest von 3574 Gulden 72 Kreuzern, welche auch noch bei Herrn Samuel Hahn erliegen, genau selbst festen Fuß gcfaßt hat. Nach dem erwähnten Datum wird der Abzug der Truppen nur mit einstimmiger Genehmigung der Mächte erfolgen. Die Okkupation wird indeß am 1. Jänner 1888 nicht enden, wenn England mit Zustimmung auch nur einer europäischen Macht dieselbe fortzusetzen wünschte. In den letztabgelaufenen Tagen durchzogen, wie Wiener Blätter melden, Bulgarien unter Enthusiasmus der Bevölkerung russische Sänger, panslavistische Lieder voll von Angriffen auf Oesterreich singend. Der reactivirte preußische Staatsrath wird demnächst einberufen werden. Der Berliner „Reichsanzeiger" enthält die Erlässe des Königs Wilhelm, betreffend die Ernennung deS Kronprinzen zum Präsidenten und des Fürsten Bismarck zum Vicepräsidenten des Staatsrathes. sowie das Verzeichniß der 71 neuernannten Mitglieder des Staatsrathes, darunter 42 Staatsbeamte und Osficiere, 3 Gelehrte, 6 Geistliche, 10 Großgrundbesitzer und 6 Industrielle. Deutschland, Oesterreich-Ungarn und Rußland haben der bulgarischen Regierung nunmehr in offi-ueller Form ihre guten Dienste behufs Beilegung deS Conflictes mit Serbien angeboten. Bisher ist eine amtliche Antwort des fürstlichen Cabinets zwar nicht erfolgt, doch kann die Zustimmung desselben als sicher angenommen werden. Die gleiche Mittheilung ist seitens der genannten Mächte an die serbische Regierung erfolgt und hat Letzlere das Anerbieten der Mächte unter dem Ausdrucke deS Dankes angenommen. Die Hauptpunkte der englisch-französischen Convention bezüglich Egyptens sollen dahingehen: Die englischen Truppen bleiben bis 1. Jänner 1888 in Egypten, falls nicht die britische Regierung eine frühere Zurückziehung derselben für zweckmäßig er-achtet. Die Okkupation kann über diesen Termin hinaus verlängert werden, wenn die englische Regierung die Räumung für unzweckmäßig erachtet und sich irgend eine Großmacht sür die Fortdauer der Occupation ausspricht. Der Präsident der egyp-tischen StaatSschuIden-Tilgungscasse wird stels ein Engländer sein und ausschlaggebende Stimme haben. Die projeetirte Anleihe von acht Millionen und eine etwaige Reduktion der Zinsen der Priorität?- und die Summe von 630.000 Gulden, von welcher Summe 349.825 Gulden 18 Kreuzer Baron Schwarz selbst an sich genommen hatte. Was ist mit diesem Betrage geschehen? 20.000 Gulden wurden gleich anfangs dem „Baubureau" des Baron Schwarz, wahrscheinlich als Honorar für Vorarbeiten, übergeben, 49.104 Gulden 28 Kreuzer wurden an deutsche und polnische Blätter gezahlt (ü), 8600 Gulden erhielt Herr Kaminski, 300 Gulden der Ingenieur Hauser, 1000 Gulden wurden als „Vorschuß" einem beim Bahnbaue angestellten Ingenieur gegeben und 500 Gulden wurden einem Cautionär als Abstandssumme gezahlt — macht zusammen 79.504 Gulden 28 Kreuzer. Nach Adam Riese fehlt daher noch die Verrechnung über 270.320 Gulden 90 Kreuzer oder, wenn wir unterscheiden wollen: über 161.425 Gulden 18 Kreuzer in Werthpapieren und 108.895 Gulden 72 Kreuzer in Baargelv, und um darüber Ausschlüsse zu erhalten - Geduld, meine Herrschaften, ich bin schon zu Ende! — befindet sich soeben die gerichtliche Commission im Cassenzimmer deS Freiherrn von Schwarz. ...... und richtig, die Herren daneben sind bereits mit ihrer Untersuchung zu Ende. Sie äußern sich sehr befriedigt, denn sie haben die 161.425 Gulden 18 Kreuzer in denselben Werthpapieren wiedergesehen, welche Samuel Hahn dem Baron Schwarz am 12. Februar 1883 übergeben unifieirten Schuld sind nicht Gegenstand des Abkommens und bleiben der Konferenz Vorbehalten. Wochen-Lhromk. Kaiser Franz Josef ließ dem Sultan ein werthvolles Geschenk, bestehend aus sechs edlen Hengsten spanischer Zucht aus dem Kladruber Gestüte mit prachtvollem Geschirre, überbringen. In Konstantinopel wurden im Verlauf der letzten vierzehn Tage zwei deutsche Feste — ein Schul- und ein Sängerfest der „Teutonia" — abgehalten. die sehr gut besucht waren. Die deutsche Schule besuchen 300 Kinder. In Wien erscheint seit Kurzem unter Mitwirkung mehrerer Mitglieder der ReichSrathsmajori-tät eine „Volkswirthschastliche (?) Rundschau", die in ihren Leitartikeln nichts Geringeres als die Abschaffung des „modernen" Parlamentarismus verlangt; cs sollen nicht nur in Oesterreich, sondern in allen konstitutionellen Staaten die Volksvertretungi-körper beseitigt werden. Der ReichsrathS-Abgeordnetc Schönerer zeigte seinen Wählern an, daß er auf eine Wiederwahl in den niederösterreichischen Landtag verzichte. Am 11 d. M. fand beim KreiSgerichte in Cilli die Schwurgerichtsverhandlung gegen den Schuhmacher Karl Cuvan, Vorturner des „Lavinslci Sokol", welcher in der Nacht vom 7. April l. I. in Radocha bei Laufen den Besitzer Anton Molicnik, dessen krankes Weib Gertrud und deren Schwester Josefa Zager ermordet hatte, statt. Das Urtheil lautet auf Todesstrafe. Die evangelische Gemeinde in Cilli beabsichtigt, dort ein Pfarr- und Schulhaus zu bauen. Jn Baden bei Wien starb am 15. d. M. der General der Cavallerie Graf Karl Ludwig Brünne. Er bekleidete in vormärzlicher Zeit die Stelle eine« Obersthofmeisters beim Erzherzog Franz Josef, dem gegenwärtigen Kaiser, und später jene des ersten General-Adjutanten und Oberst-Stallmeisters Sr. Majestät. Sein Einfluß auf die Armeeverwaltung war in den Fünfziger-Jahren ein mächtiger und er galt im Volke wie in der Armee als eine der Hauptstützen des damaligen reaktionären Regiments. — Am 16 d. M. verschied in Wien der FZM. hatte. Diese Werthpapiere sind daher »zur Bestechung des heiligen Petrus" nicht verwendet worden. Von dem Baargeld, worüber noch keine Verrechnung gegeben worden, fanden sich noch 83.060 Gulden in der Casse des Baron Schwarz vor, und mildem Reste per 25.835 Gulden 72 Kreuzer kommt man bekanntlich nicht weit. „Allerdings", so sagt der Staatsanwalt Pelser in seinem Berichte, „ist es bei dem Gesammtvermögensstande des Karl Freiherrn von Schwarz ganz gewiß, daß derselbe eine obigen Betrag repräsentirende Summe unter allen Umständen auszuweisen vermag." Mit anderen Worten: An Geld fehlt es dem Baron Schwarz nicht, und wenn er das eine ausgegeben hat, so legt er eben ein anderes in die Casse. Aber die Formalität der Cassarevision ist vollzogen und für die gutwillige Majorität des Kaminski-Ausschusses ist nun Alles klargestellt. Damit ist unsere kleine Geschichte vorläufig zu Ende. Sie schließt mit einer Dissonanz, mit der zornmüthigen Frage der sonst so holden Leserin: „Ja, wo ist denn endlich der Herr „U. s. w."?" .... Verzeihen Sie, meine Gnädige, Sie scheinen ein bischen begriffstützig zu sein Haben Sie ihn denn nicht bemerkt? Wenigstens ganz in der Ferne? Jetzt ist er wieder fort. Aber er wird eifrig gesucht, besonder« von der — Minorität des Kaminski-Aus-schusseS. I.. Freiherr von VlasitS, der durch eine Reihe von Zählen im Krieg-ministerium als Sectionschcf und Stellvertreter des Kriegsministers eine hohe Stellung einnahm und insbesondere auch bei Durchführung der letzten Armee-Organisation hervorragend betheiligt war. Kaiser Wilhelm hat sich nach Bad Ems begeben. Die mit der Fürsorge für die persönliche Sicherheit des deutschen Kaisers betraute Berliner Behörde hat, wie der „Neuen Freien Presse" aus 'Berlin mitgetheilt wird, für die während des Sommers projectirten Reisen de- Monarchen ganz Asondere Vorsichtsmaßregeln getroffen. An die Verwaltungen jener Bahnen, welche der Kaiser benützen M, sind strenge Weisungen ergangen, gegen alle Wndwie verdächtig erscheinenden Gepäcksstücke die Müßte Vorsicht walten zu lassen. Namentlich wurde der speeielle Befehl erlheilt, daß in allen Stationen beim Durchpassiren des kaiserlichen Zuges sämmt-liche Gepäcksstücke nicht im Bahnhofsgebäude untergebracht, sondern nach den in einiger Entfernung gelegenen Güterhallen expedirt werden. In Wien hat sich unter dem Vorsitze des Grasen Brcunner-Enkevoirth zur Veranstaltung einer Alpinen Ausstellung ein Comite gebildet, welches aus Vertretern des Österreichischen Kunstvereines und der Section „Austria" des Deutschen und Oesterreichischen Alpenvereins, aus Delegirten des Österreichischen Alpenclubs und des Oesterreichischen Tounstenclubs, sowie aus Künstlern und hervorragenden Kunst- und Alpenfreunden besteht. Diese bereits im Monat Juli d. I. im Oesterreichischen Kunstvereine stattfindende Ausstellung wird nicht nur Gemälde, nämlich Alpenlandschaften und Bilder aus dem Volksleben in den Alpen, sondern auch plastische Und dekorative Objecte, wie Ausstattungs- und Ausrüstungsgegenstände, Modelle berühmter Grotten und -er im Lause der letzten Decennien durch das ersprießliche Wirken der Alpen- und Touristenvereine enlstandenen Schutzhütten und Hochwarten re. rc. enthalten. Da diese Exposilion nach Maßgabe der zu Gebote stehenden Räumlichkeiten keine so umfassende werden kann, wie dieß durch die Unterstützung der Alpen- und Touristenvereine leicht möglich gewesen wäre, ist das Comite bemüht, dieselbe zu einer Elite-AuSstellung zu gestalten, in welcher Schilderungen aus dem Wurznerthale. Au» dem Vorträge dei Herrn A. R. v. Gariboldi am Vereins-abendc der Sectio» „Kram" de» deutsche» und österreichischen Alpenvereines am 31. März und am 28. April 1884. (Schluß.) 11. Die Ba^ca-Alpe. Die Rundschau gegen die Krainer Seite wollen wir von dem dieser Letzteren weit näheren Gipfel der Nachbaralpe BaSca genießen. — In der Generalstabskarte ist die Höhe — 1818 Meter — als „Dasze", dagezen die eigentliche Alpe mit dem richtigeren Namen „BaSca" bezeichnet. Wir steigen direct über die südöstliche Lehne des KrajScagupses ab, umgehen den zwischen diesem und dem Basca-Berge gelegenen Hügel und steigen dann von der nächsten Thalmulde an der steilen, gegen Süden sich erhebenden Lehne auf den Rücken des BaLca-Berges selbst, den wir von der KrajSeahöhe aus in einer guten halben Stunde erreichen. Gegen Osten erhebt sich unmittelbar vor uns breit und mächtig der große Mittagskogel; zwischen ihm und dem lang gestreckten BaSca-Rücken schluchtet sich der wilde Belca- und der Kuri-Graben tief ein. Vom nördlichen Ende des BaSca-Berges führt ein Fußsteig über freundliche, saftiggrüne Triften an zwei Alpenhütten vorbei, über die Jepcaninsattlung bis unter die Pyramide des Mittagskogels. Doch wir schreiten weiter gegen den südlichen Theil des Baöcarückens bis zum Triangulirungszeichen und stehen hier gerade daS noch nicht hinlänglich gewürdigte Alpcnkunstsach durch Vorführung gediegener Kunstwerke gefördert, wie auch das Interesse für alpines Leben in den weitesten Kreisen verbreitet werden soll. Der Alpinen Ausstellung sind bereits werthvolle Akquisitionen gesichert, theilweise auch schon eingesendet und werden die Besitzer hervorragender Gemälde, sowohl im landschaftlichen als figuralischen Genre, eingeladen, durch Überlassung derselben zur Erhöhung des Werthes der Ausstellung beizutragen, damit sie, den Bestrebungen des Comite's entsprechend, in der bevorstehenden Fremdensaison nicht nur dem heimischen Publikum, sondern insbesondere den Besuchern Wiens eine Sehenswürdigkeit im wahren Sinne des Wortes biete. Dem Reichsrathsabgeordneten Dr. Sturm hat das Stadtverordnetencollegium in Jglau — welche Stadt Dr. Sturm im Reichsrathe und Landtage vertritt — „in dankbarer Anerkennung seiner um das Gesammtwohl des Vaterlandes seit einer langen Zeit erworbenen, ausopfernden Verdienste" in einer einhellig beschlossenen Adresse das „unerschütterliche volle Vertrauen" ausgesprochen und denselben gebeten, bei den bevorstehenden Landtagswahlen neuerlich die Candidatur für die Stadt Jglau zu übernehmen. In Elberfeld wurde eine Frauensperson verhaftet, die auf der Bremer Bahn vier mit Sprengstoffen gefüllte Koffer mit sich führte und angeblich ausersehen war, ein Attentat aus das Leben des Kaisers Wilhelm in Wiesbaden auszuführen. Das Strafverfahren bezüglich des Stadtthemer-brandes in Win, wurde am 17. d. zu Ende geführt und der Porlier Josef Gärtner zu drei Wochen, der Feuerwächter Wmzel Mazak zu acht Tagen, dae-Waschweib Eleonore Meiller zu drei Tagen Arreste? und Direktor v. Bukovics zu 150 fl. Geldstrafe verur-theilt. Die übrigen Angeklagten wurden freigesprochen. König Milan von Serbien wurde vom Kaiser Franz Joses eingeladen, den großen, im September d. I. stattfindenden Mililärmanövern an der unteren March, welche acht bis zehn Tage dauern werden, beizuwohnen. Der österreichische Aerztetag findet am 9- und 10. September d. I. in Brünn statt. Zwischen dem Unterrichts minister und dem ober der eigentlichen BaSca-Alpe, an deren gegen Westen gekehrten steilen Lehne wir unten in der grünen Thalmulde die Sennhütte erblicken. Nach dieser Seite zu sehen wir tief unten das anmuthige Kronauer Thal, durchzogen von weißen Schotterfeldern und den im Sonnenscheine hell erglänzenden Silberbändern der sich hier vereinigenden PiSenca und Save; darüber hinaus sehen wir über dem Wurznersee die Einsenkungen des Weißenselser und Canal-Thales, abgeschlossen durch die Felswände des Hinove- — Gegen Osten bewunderten wir v»n der KrajScakuppe aus die in das Kärntnerland hinein sich gruppirenden Lehnen und Gipfel der Karawankenkette, — hier sehen wir die Hängc und malerischen Kuppen der gleichen Kette gegen die Krainer Seite, zunächst die RoZica, Goliea, Revsea und den mächtigen Stol, über diesen hinaus die Steilwände der Koöna und den spitzen Gups des StorLiö, weiter den schwalbenschweisartigen Großkahlenberg und das Laibacher Feld, unter uns, im Savethal selbst, das freundliche Mojstrana, Aßling und noch tiefer das große, bergumrahmte Radinannsdorfer Plateau. Und im Süden — welch' ein frappirender Contrast zu der Rundschau, die wir vorher von der KrajScaspitze aus genossen haben! Dort die farbenprächtigen Gefilde, die dunklen Wälder, die grünen Berge und Thäler des heiteren Kärntnerlandes — hier unübersehbare Reihen düsterer nackter Felsgebirge, schroffer Wände und unheimlicher Schluchten, ein Gesammtbild voll tiefen Ernstes und erschreckender steiermärkischen Landesausschusse ist in Folge dkS jüngsten Erlasses des Elfteren. betreffend die Schul-bcsuchserleichterungen. ein Conflict auSgebrochen. Der Landesausschuß übersendete dem Statthalter eine energische Erklärung, in welcher gegen ein solches unzulässiges, dem Jnstanzenzuge vorgreifendes, die Volksschule schädigendes Vorgehen protestirt und Verwahrung eingelegt wird. Das Tegetthoff-Denkmal in Wien wird auf dem Pratersterne ausgestellt werden. In der Umgebung von Bagdad ist die Bubonen-pest ausgebrochen. Provinz- und Local-tlachrichten. — (Die Abänderungen der Landtagswahlordnung), welche vom letzten Landtage beschlossen wurden, haben die Allerh. Sanktion erhalten. Damit ist ein Gesetz perfect geworden, das bekanntlich während seiner parlamentarischen Verhandlung viel von sich reden machte. Die Meinungen über die Zweckmäßigkeit und den Werth dieses Gesetzes warm und sind sehr getheilt; welche in der That die richtige ist, wird die Erfahrung seiner Zeit klarstelle«. — (Die armen Slovenen) kommen aus dem Schrecken gar nicht mehr heraus. Kaum haben sie sich mit Hilfe des „Ljubl. List" so weit erholt, um im Vertrauen auf die vom officiösen Blatte gefundenen Bedenken der Gefahr einer deutschen Schule in Laibach ruhiger entgegensetzen zu können, da taucht vor ihren erschreckten Augen ein neues Object dei Schreckens, ein leibhaftiger deutscher Kindergarten auf, der ihnen die Ruhe und Besinnung zu nehmen droht. Diese neue Gefahr für die slovenische „Nation' muß in der That eine große sein, denn „Slov. Narod", das Organ der Tapfersten der Tapferen, setzt nicht weniger als einen Leitartikel daran, um diesen Kindergarten als Hort der Germanisation j« schildern und feierlichst zu verpönen. Wer diese Hetze gegen deutsche Lehranstalten, welche von einem Theile der slovenischen Journalistik mit bli»d" Wuth, von dem anderen mit jesuitischen Kniffe» getrieben wird, verfolgte, muß gewiß, wofern er den Slovenismus bisher ernst nahm, an der Zukunft desselben irre geworden sein. Wie wenig muß doch dieser speeielle slovenische Patriotismus in die große Masse des Volkes gedrungen, wie künstlich mag der- Wildheit und doch so großartig und überaus effectvoll. In erstaunlichen Gruppen und wunderbare« Specialgestaltungen stehen sie vor uns, die berühmtesten Felsen und Gipfel der julischen Alpen, jede» einzelne ein Gigant, doch alle überragt von der erhabenen Majestät des Königs unter ihnen, des Herr' lichen Triglav! — Einer unbezwingbaren Veste gleich, ist er umgeben von den riesigen Wände«, grotesken Zacken und Gipfeln der Rjovinagruppe Urbanovaspitze und des himmelstürmenden Emir, die als felsige Brustwehren sich schützend vor sein Massi« stellen und seine Unnahbarkeit trotzig zu verkünden scheinen. Mit stolzem Selbstbewußtsein erhebt er sei" schön geformtes königliches Haupt aus einem Kranze hellleuchtender Schneefelder, aus denen ein bläuli?' grünes Gletscherfeld hervorblitzt, das wir in se>^ ganzen Ausdehnung so deutlich überblicken, daß »>t einzelnen Wasserfurchen uno Sprünge desselben wahr-nehmbar sind. Und wenn auch unser Blick sich E deren Gruppen und Gipfeln zuwendet, wird er doq bald unwiderstehlich angezogen von dem früher^ Bilde und bleibt gefesselt haften am Triglav un auf seinem Gletscher. Mit Ausnahme des großen Mittagskogel^ kein anderer Höhepunkt der Karawankenkette ' günstigen Ausblick gegen die Triglavgruppe ^ ^ BaScarücken, und für die Aussicht über die nor westlich des Triglavs gelagerten, den ^kerlatercai umgebenden und das Martulikthal einsch!'^" , Höhen ist dieser Standpunkt als der nächst selbe und das Bedürfniß eines neuslovenischen Idioms doch hervorgerufen worden sein, wenn wirklich eine deutsche Schule und nun gar ein deutscher Kindergarten die nationale Propaganda rnehr als eines Decenniums um ihre Früchte zu bringen droht. Haben die Toman, Costa, Zamik ^ tutti quLllti Jahre lang darum geschrieben, de-rlgmirt und getobt, die Bleiweiß, Grasselli, Poklukar sich darum zu Rittern geplagt und um die Palme ^>er Unsterblichkeit gerungen, um nun auf dem Höhepunkt ihrer Erfolge zur Ueberzeugung zu gelangen, ^>aß eine deutsche Lehranstalt oder eine deutsche Kinderstube das, was Jahre lang des Schweißes „der Edelsten" werth war, wie ein Kartenhaus über ^>en Haufen werfen könne. Man muß in der That y^ehnien, daß der deutsche Schulmeister den Ger-dianofoben Krams den richtigen Nespect einzuflößen vermochte und daß die Pervaken in dem Keime Kutscher Erziehung den Niedergang ihres Einflusses die Bevölkerung erkennen. Denn sonst wäre das sinnlose Treiben gegen deutsche Schulen nicht erklärbar. sind nur zwei Fälle möglich: entweder ist der ^lovenismus schon derart in der Bevölkerung eingewurzelt- daß er jedem deutschen Einflüsse unzugänglich ist, dann werden deutsche Schulen die Slowenen nicht anzichen und die Hetze gegen Erstere stellt sich lediglich als das Werk eines rohen Fanatismus heraus — oder es stünde zu erwarten, daß ^rich die Slovenen die deutsche Schule aufsuchen lind den Nutzen allgemeiner Bildung dem eingebildeten Vortheile einseilig slovenischer Ausbildung Vorlieben werden, dann fehlt den nationalen Schreiern dxH „Slov. Narod", „Ljubl. List" u. s. w alle und jede Berechtigung, sich als Sprachrohr der Bevölkerung Hu geriren. Wir möchten die nationalen Journale ! brühigen, indem wir sie versichern, daß der deutsche Kindergarten nur den Deutschen zum Schutz' und den Slovenen zum Trutz' errichtet wird und d^ß damit eine Propaganda ganz und gar nicht weckt wird. Und wenn nach dem dringlichen Nathe >>eS „Narod" in Folge dieser Anregung auch ein slovenischec Kindergarten errichtet wird, so werden gewiß seinen Leistungen mit Interesse entgegen-seben; l^gt es ja doch in der Hand der Bevölkerung Allein/ welchem von diesen beiden Instituten sie ihre Binder anvertrauen will ^c,upt auch der günstigste. — Unmittelbar vor uns, jenseits der Save, öffnet sich das schmale Felsenthal dxs Beli Potok und steigt jäh hinauf unter die schroffen Wände der Kukova-Spitze; dieses Thal ist eigentlich l^ehr als eine durch die Höhen der Glava und des Hagajnovc vom Martulik-Thal getrennte Fortsetzung ^>es Letzteren anzusehen, das in seiner obersten Höhe rin zusammenhängendes Ganzes bildet. Bei der ßiroka bemerken wir, daß die Krone derselben, welche vom Thale aus als eine compacte breite Felszinne erscheint, gleich einem schadhaften Stockzahne weit ausgehöhlt ist und ein von schroffen Felswänden ein-yeschlossenes Hochthal birgt. Im Uebrigen kennen wir die um das Martulikthal gruppirten Gipfel; von der Hohe unseres Standpunktes aus erscheinen alle überragt durch den sichtlich hervortretenden Felsthurm der Äerlaterca, beziehungsweise Suhi Plaz. Gegen Süd-hesten über den Einsenkungen der PiLencathäler sehen hir zum Theile den Weg über den VerSiüsattel, über Letzterem die Mojstroka, rechts im Hintergründe den majestätischen Jalovc, an welchen sich die Steilwände der Ponca anschließen, überragt von der schönen > Pyramide des Manga-rt. Weiter westlich gewahren ^ U,ir den vor dem Römerthale gelagerten Mittagskogel mit den gegen Weißenfels abfallenden Wänden des Schönkopf und Schöneck, über den Elfteren erheben f,ch in weiterer Ferne die hohen zerklüfteten Gipfel der Wischberggruppe und endlich jene des Montassio; Hegen das Canalthal ziehen sich die Wände des peinemen Jäger- und Luschariberges, — kurz, es — (Hilfsaction.) Im Laufe der letzten Wochen wurden bei der hiesigen Landesregierung drei Enqueten abgehalten, an welchen auch die meisten Landtagsabgeordneten mit dem Landesausschusse theil-nahmen. Zuerst war cs die Viehzucht, dann das Gemeindewesen, zuletzt die Karstaufforstung, welche bei diesen Enquöten verhandelt wurden. Nachdem alle diese Gegenstände zum Wirkungskreise der Landesvertretung gehören, so scheint deren Berathung über Anregung der Regierung den Zweck zu haben, das Material für Vorlagen an den Landtag vorzu-bcreiten, von dessen Initiative und Arbeitstüchtigkeit die Regierung offenbar ebensowenig als vom ersprießlichen Eingreifen des Landesausschusses überzeugt zu sein scheint. Die seltene Sterilität der letzten Landtagssession, welche auch nicht Ein dem Wohle des Landes dienendes Werk geschaffen, berechtigt in der That nicht zur Erwartung eines fruchtbaren Schaffens dieser nationalen Körperschaft, und so kommt denn die um den Credit der slovenischen Majorität zärtlich besorgte Regierung ihren Schützlingen mit Rath und That zu Hilfe. So löblich diese Hilfsaktion auch ist, so führt sie doch zu der Eigenartigkeit, daß Angelegenheiten autonomer Natur statt auf dem parlamentarischen Wege durch geheim-nißvolle Enqueten entschieden werden, denn daß Dasjenige, was hiebei abgemacht wird, perfect bleibt und hinterher im Landtage nur mehr pro korms verhandelt und beschlossen wird, ist klar genug. Nur einen Vortheil sollensicheremVernehmen nach diese Verhandlungen gebotenhaben, dessen sich die Landlagsberathungen nicht erfreuen, jenen nämlich, daß bei denselben durchwegs, also auch von den nationalen Abgeordneten, die in der Oeffentlichkeit sonst immer mit der slovenischen Beredtsamkeit paradiren, nur deutsch gesprochen wurde. Wir zweifeln nicht, daß dadurch dem raschen Abschlüsse der Conferenzen der beste Dienst geleistet wurde. Wäre Dr. Zarnik noch Mitglied des Landtages und als solcher zur Enquete zugezogen worden, so hätte er so Etwas wohl nicht geduldet, den anderen nationalen Koryphäen mag cs aber wohlge-than haben, daß sie sich einmal unter sich ungezwungen deutsch aussprechen konnten. — (Die Jubiläumsfeier des fünfzigjährigen Bestandes der hiesigen Handelslehranstalt) findet am 6. Juli l. I. statt. breitet sich ein wunderbares großartiges Felsenpanorama vor uns aus, wie ein solches nur in den unvergleichlichen, den ganzen südlichen Horizont von Ost bis West einnehmenden Gruppen der julischen Alpenkette gesunden werden kann. Den Abstieg von der BaScahöhe können wir entweder an dem unter dem Kamme längs der östlichen Lehne führenden Fußsteige bewerkstelligen, auf welchem wir, rechts abbiegend, bqld zu dem von der krainischen Industrie-Gesellschaft angelegten vorzüglichen Belcaweg gelangen, der uns zum Ausgange der sehr interessanten Schlucht gleichen Namens und z«r Reichsstraße im Savethal führt, oder wir steigen am WestMange zur eigentlichen Alpe herab; letztere Richtung schlagen wir ein. An der steilen, brüchigen, schwach begrasten Lehne fanden wir einzelne Exemplare der hier seltenen Brunelle — mzritellL oixi-L — mit dunkelbrauner, intensiv nach Vanille riechender, knopfartiger Blüthe. Wir passiren die Sennhütte und wenden uns dann der bewaldeten Lehne gegen die Schlucht des Hodnikbaches zu; nach circa dreiviertelstündigem Abstiege von der Höhe aus gelangen wir vor, dem bisher sehr holprigen steilen Pfade zu einem schönen, im ferneren Verlaufe meist ebenen, parkmäßigen Waldwege, der längs der linken Lehne des tiefer unten in vielfachen Cascaden dahineilenden Baches führt und dessen Säume reich bedeckt und verziert sind mit erfrischenden Erdbeeren, wohlig duftenden Cyklamen und anderen Alpenblumen. Nach weiterem dreiviertelstündigen Marsche treten wir aus Morgens um S Uhr wird ein Festgottesdienst in der deutschen Ordenskirche celebrirt, dann folgt um 10 Uhr eine Festfeier im Redoutensaale, wobei von verschiedener Seite Reden und Ansprachen gehalten werden und eine Geschichte der Anstalt als gedruckte Festgabe zur Verkeilung gelangt; Abends 8 Uhr endlich wird als Schluß der Feier ein Festcommers im großen Casinosaale abgehalten. — (Der Erste Laibacher Kranke n-Unterstützungs- und Versorgungsverein) hält Morgen Vormittag um 11 Uhr im Rathhaussaale seine dicßjährige Generalversammlung. Auf der Tagesordnung stehen: 1. Vortrag des Rechenschaftsberichtes für das Jahr 1883; 2. Wahl der Rechnungsrevisoren; 3. Wahl der Direktion; 4. allfällige Anträge der Mitglieder. — (Die Adelsberger Grotte) wird während der Sommer-Saison (1. Mai bis 1. Oktober) täglich um halb 11 Uhr Vormittags bei elektrischer Beleuchtung gegen den fixen Preis von 2 fl. 50 kr. per Person besichtigt werden können. Ueberdieß ist sie aber auch das ganze Jahr hindurch zu jeder Tag- und Nachtstunde bei beliebig zu wählender Kerzen- oder elektrischer Beleuchtung nach einem bestimmten Tarife zugänglich. — (»Das Uratathal"), großes Oel-gemälde vom berühmten Landschaftsmaler Alf. Zoff, ist in O- Bamberg's Kunst- und Buchhandlung (Con» greßplatz) in Laibach zur Ansicht ausgestellt. (Die Feuerprobe des Ingenieurs Schalla) wird bei günstiger Witterung morgen Nachmittags 5 Uhr nächst der Tönnies'schen Fabrik stattfinden. . (Defraudation.) Der beim Privat-Postamte in Weißenfels angestellte Postexpeditor, der den illustren Namen Heinrich Heine trägt, ist in der Nacht zum 9. Juni nach Unterschlagung von Amtsgeldern im Betrage von 1600 fl. flüchtig geworden, wurde jedoch vor seiner Abreise nach Amerika in Hamburg aufgegriffen und verhaftet. — (Die freiwillige Feuerwehr in Laibach) ist im Verlaufe des vorigen Jahres 22 Mal, darunter 4 Mal bei größeren Bränden, zur Hilfeleistung ausgerückt. — (Abnorme jetzige Witte rungsve r-hält nisse.) Nachdem der heurige Mai alle Pracht dem Walde auf eine offene, ziemlich weit gegen die Save vorspringende Thalstufe. Es ist der zum Dorfe Mitterberg gehörige Besitz des vulgo Vauöar, recte Arih, in der Generalstabskarte mit „Lautischer" bezeichnet. Der mehr wellenförmige Boden ist bedeckt mit dichtbegrasten blumenreichen Wiesen, mit üppigen Korn- und Maisfeldern. Zwischen hohen Obstbäumen und kleineren Bosquets steht ein nettes Wohnhaus nebst mehrfachen Wirtschaftsgebäuden, Bienenhäuschen, unter welchem eine kleine weihgetünchte Kapelle die Wegkreuzung ziert. Das Ganze bildet ein für sich abgeschlossenes, sehr anmuthig situirtes und nett gehaltenes Bauerngut, das durch die Lieblichkeit des naturfrischen Ensembles, dem wir hier begegnen, einen überaus freundlichen, angenehmen Eindruck macht und welches — abgesehen von dem entzückenden Ausblicke, den man von diesem erhöhten freien Punkte aus genießt — an und für sich eines Besuches werth ist und von den in Kronau und Wurzen weilenden Sommergästen thatsächlich auch gerne besucht wird. Zwei Wege führen von hier in das Savethal und zur Reichsstraße, der eine unmittelbar unter dem Gehöfte auf dem von der erwähnten Kapelle nach abwärts führenden Wege und dann links wendend an der bewaldeten, felsigen Lehne zum Dorfe Wald, slovenisch Rute, der andere von der Kapelle westwärts, dann etwas absteigend zum Hodnikbache, den wir an der Arih'schen Sagemühle übersetzen und der circa 100 Meter unter diesem Uebergange in einem sehr schönen Falle über die steile Felsschlucht gegen eines echten WonnemonateS entfaltet und durch die äußerst üppige Vegetationsentwicklung die Landwirthe mit freudigen Hoffnungen auf ein gesegnetes Jahr! erfüllt hat, gestaltet sich sein Nachfolger, der Juni, mit den über zwei Wochen anhaltenden, nur spar-, liche Sonnenblicke gestattenden, oft sehr ausgiebigen Regenschauern zu einem äußerst trübseligen Monat. Die Alpen haben seit 9. d. M. wieder ihr winterliches, in einigen Thälern tief herabreichendes Schneekleid angezogen, seitdem finden fast täglich auf den Hochspitzen frische Schneefälle statt. Die Landleute find über die eingetretene Verzögerung der Heumahd desperat, wo damit schon begonnen wurde, gehen die auf den Wiesen liegenden Heuschwaden der Ver-faulung entgegen; noch mehr aber sind die Ökonomien wegen der ob Mangels an Sonnenschein gehemmten Samenbildung der sonst üppig stehenden, jedoch bereits vergilbenden Saaten in großer Be-sorgniß; auch die eben jetzt in der Blüthe stehende Weinrebe erleidet eine bedenkliche Störung in der Blüthenentfaltung, wozu sie vor Allem der Sonnenwärme bedarf. Alle sonst als Vorboten einer Wendung des Wetters zum Besseren geltenden Anzeichen, als das Steigen des Barometers, Schneefall in den Alpen, vorsichgegangene reichliche Niederschläge und starke Gewitter, werden dießmal zu Schanden. Die telegraphischen Witterungsberichte der Centralanstalt für Meteorologie in Wien stellen für die Alpenländer noch immer kein besseres Wetter in Aussicht, hiezu kommt noch die aus vieljährigen Witterungsbeobachtungen sich ergebende Wahrnehmung, daß in der Regel in der zweiten Hälfte des Juni ein Kälterückgang sich einzustellen pflegt; es ist daher die Besorgnis eine nicht ungerechtfertigte, daß das Heuer unter so glänzenden Auspieien begonnene Frühjahr in seinem weiteren Verlaufe nun total verregnet sein wird. Auch Medardus (8. Juni), der Wettermacher für 40 Tage nach der alten Bauernregel, der dießmal sehr ungünstig prophezeite, bestärkt die Landleute in der Anschauung, daß sie auf besseres Wetter noch geraume Zeit zu warten haben. Die bisherigen Niederschläge in diesem Monat übersteigen ^ bereits die Höhe von 30 Cm., während durchschnittlich in Laibach auf den ganzen Monat Juni nur 11 Cm. Regen entfällt. In vielen Niederungen, so z. B. im Kesselthale bei Kopain, imLaaser, Planina-Thale, längs das Savethal abstürzt. — An der jenseitigen Lehne ansteigend, gelangen wir gleich zu jenem Wege, den wir beim Aufstiege zur KrajScaalpe benützten und auf dem wir über Mitterberg absteigend wieder zur Save und zur Reichsstraße gelangen. Noch mehrfache Höhen und Aussichtspunkte in der Karawankenkette sind vom obersten Savethale verhältnißmäßig leicht zu erreichen; die verschiedenen Wege und Aufstiege zu denselben sind in „Jahne's Führer durch die Karawanken" genau angegeben. Besonders empsehlenswerth sind die Ausflüge, die uns durch die ober Aßling gegen den Koönasattel führende und gut fahrbare Erzstraße erschlossen sind. Das auf dieser Straße gelegene liebliche Dörfchen Alpen oder Heiligenkreuz bietet uns Nachtquartier und von hier aus können wir dann nach Wahl den Aufstieg auf eine der drei Höhen RoLica, Golica oder Koöna in kurzer Zeit und mit wenig Anstrengung unternehmen, von denen jede in ihrer Art sehr lohnende und bezaubernde Ausblicke sowohl gegen Kärnten als gegen die julischen Alpen und in das oberste Savegebiet gewährt. Ich hatte die Absicht, meinem heutigen Bortrage noch eine Schilderung des Ausfluges von Mojstrana durch das Vrata-Thal und über den Luknja-Paß anzufügen. Diese Tour gehört unstreitig zu den schönsten und interessantesten im dießseitigen Gebiete der julischen Alpen, bietet aber auch so viel Stoff zu einer eingehenden Schilderung, daß Letztere einen ganzen der Gurk, theilweise auch auf dem Morast, sind die Wiesen schon durch einige Zeit überschwemmt. Der in der zweiten Hälfte eingetretene Kälterückschlag ist so empfindlich, daß der Städter die Winterkleid.-r wieder anzieht; schon durch einige Tage ist das Tages-mittel der Temperatur um 8° unter dem Normale. Besonders auffallend war am 17. Nachmittags die bedeutende Abkühlung nach einem in der Ferne niedergegangenen Gewitter, welches im Zuge des Krimberges mit einem so starken Hagelschlag verbunden war, daß man das östliche Gebirgsgehänge mit einem weißen Anfluge wie bei frischem Schneefall von Laibach aus wahrnehmen konnte. In der Nacht vom 17. auf den 18. war bei eingetretener Aus-heiterung große Reifgefahr für den Morast, das Thermometer zeigte in Laibach bloß 6° C., glücklicher Weise trat schon in aller Früh ein dichter Nebel ein. — (Neueste römische Fund e in Kra i n.) Im hiesigen Landesmuseum ist jetzt eine reichhaltige Sammlung römischer Antiquitäten zur allgemeinen Besichtigung ausgestellt. Die Funde rühren sämmtlich vom großen Gräberfelde des römischen Municipiums „Xovioäullum" her, welches, am rechten Ufer der Save in der Gurkfelder Ebene gelegen, eine bedeutende Ausdehnung gehabt hat; heutzutage ist das frühere Saveflußbett trocken, indem der Strom einen mehr östlichen Lauf angenommen hat. Den Umfang der römischen Niederlassung kann man nur mehr an den meist von Dammerde überdeckten Mauerresten im Dorfe und auf den Aeckern der Ortschaft Der-novo in der Pfarre Haselbach ersehen, wo beim Ackern häufig römische Münzen gefunden werden. Der aufgestellte Schaukasten enthält einen großen Formenreichthum von Gefäßen aus Terracotta, als Aschenurnen fOIIa osZuaria), Schüsseln, Schalen, einhenkelige Krüge, Töpfchen, Lampen, gläserne Thränensläschchen u. s. w., außerdem auch einige Bronzefibeln, Glasperlenschmuck und Werkzeuge aus Eisen. Während sonst die keramischen Gegenstände und Glassachen aus hierländigen römischen Gräbern meist nur in Scherben zu Tage gefördert werden, verdanken die Gefäße von Mvioäunum ihre vorzügliche Erhaltung dem Umstande, daß sie aus sogenannten Columbarien stammen, d. i. aus gemauerten Gräbern mit Nischen an den Wänden, in denen Vortragsabend ausfüllen könnte. Nachdem jedoch der heutige Vortrag als der letzte in dieser Saison bezeichnet wurde, so hoffe ich, mit der erwähnten Schilderung an einem der gegen Jahresschluß wieder aufzunehmenden Vortragsabende vor Sie treten zu können, und verabschiede mich demnach für heute mit dem aufrichtigen Wunsche: Auf fröhliches Wiedersehen im nächsten Spätherbste! — Vom Büchertische. Don Ocean zn Ocea». Eine Schilderung de« Weltmeer«» und seine-Leben». Bon A. v. Schweiger-Lerche ii-feld. Mit 12 Farbendruck-Bildern. 200 Illustrationen in Holzschnitt. 15 colorirten Karte» und 80 Plänen im Text. SO Lieferungen L 80 kr. ö. W. Lieferung 1 bi« 5 ist bisher erschienen. In klarer verständlicher Weist find die Tiefsee und ihre Wunder, der Kreirlauf des Meere-, Wind und Wellen geschildert. Die vielen Illustrationen vermitteln in der anschaulichsten Weise da« VerstLndniß. Von dem Prachtwerke Ruffisch-Asten über 300 Gräber in Noviodunum aufgede^ worden, wovon die meisten nur Schutt, und Scherben enthielten. Das HauptverdE an dem Zustandekommen dieser Sammlung gebüh dem Herrn Bartholomäus Peönik in Gurkfeld, de aus Liebe zur Sache durch Monate hindurch unverdrossenem Eifer die Nachgrabungen an SK» betrieb, die er mit praktischem Blick als Erfolg ve sprechend erkannt hatte, während man öei a» früheren Nachforschungen meist nur in den resten der einstigen Wohnräume gewühlt hatte-Aufbewahrung der Funde besorgte Herr Vicar oo Gurkfeld, Johann Knavs, der auch dem unbenntte Peönik Vorschüsse für die Entlohnung der Arm leistete. Die k. k. Centralcommission zur ErfE^ der Kunst- und historischen Denkmale, auf deutung dieser Fundstelle aufmerksam gemacht, ! sich veranlaßt, hiefür eine Subvention von mit dem Beisatze zu widmen, daß die zu --- -Funde an das krainische Landesmuseum "dzug hr-tzren. Schließlich hat der Herr k. k. Regierungsrath Landtagsabgeordnete Josef Ritter von Schneid ^e»n Museum zum Ankaufe der ganzen Sammlung Einen Betrag von 10V fl. zur Verfügung gestellt, wodurch es möglich geworden ist, die Ergebnisse der bisherigen Nachgrabungen vor der Versplitterung zu ^wahren und dem Lande zu erhalten. Gewiß gebührt ^enen, die hiezu bereitwilligst mitgewirkt haben, die ^irkbare Anerkennung aller Freunde der Altertumskunde. — (Münzfund.) Im Bezirke Treffen wurde ein voller Topf silberner mittelalterlicher Aquilejer Venezianer Münzen von einem Bauer ausge-Stqben. Der größte Theil dieses Fundes ist in den des Pfarrers Jarz non Neudegg gelangt, Welcher sich mit Numismatik befaßt und in der vorjährigen Landesausstellung seine reichhaltige Samm-von in Krain aufgefundenen römischen Münzen ^ estellt hat. — (Der Deutsche Schulverein) hat in ^ner letzten engeren Ausschußsitzung zur Erbauung *irrer deutschen Schule im Gottscheer Bezirke neuerlich *i»,e Subvention bewilligt. — (Schutzmaßregeln gegen die Reb-^u s>) Aus dem Gebietsumfange des von der Reblaus befallenen politischen Bezirkes Rann wurde Versendung (Ausfuhr) von Reben, dürrem Reb-Weinlaub (Letzteres selbst als Verpackungs-^tzenstand), Trestern, Dünger, Compost und Dünger-dann von schon gebrauchten Spalieren und pfählen wo immerhin gänzlich untersagt. Insbesondere dürfen aus den von der Reblaus inficirten ^risgemeinden: Wisell, Königsberg, Pischätz, Boisno, loboko, Sromle, Artitsch und Kapellen der Bezirks-»Nptmannschaft Rann die vorangeführten Gegenwinde auch in keine andere Gemeinde des benannten litische" Bezirkes übertragen werden. (Aus der Künstlerwelt.) Der hier >>l wusikfreundlichen Kreisen bestbekannte Violin-^tuose, H^r Heller, ist in Triest am Typhus ^kenklich erkrankt. — Der beim hiesigen Theater-noch in lebhafter Erinnerung stehende Opernsänger, Herr Stoll, verläßt die Prager ^tzbne und übernimmt am Theater an der Wien itz Partien des zum artistischen Leiter dieser Bühne ^stellten Operettentenors Girardi. — (Das Vorkommen der Reblaus) ^Urde "or einigen Tagen in den Weingärten der Gemeinde Groß-Dolina im Gurkfelder Bezirke con-^tirt. Seitens der Behörden wurden die gesetzlich ^geschriebenen Verfügungen zur Vertilgung und Verhütung der Weiterverbreitung des gefährlichen Wertes getroffen. — (Für Touristen.) Das Frischaufhaus der Südseite des Grintouz (1500 Meter) wird ^uer für den Touristenverkehr am 21. Juni eröffnet ^«rden und bis Ende September geöffnet bleiben, daselbst bestellte Wächter verabfolgt während Saisondauer Flaschenbier, Wein, Thee und ^yffee zu verhältnißmäßig billigen Preisen. Die Etliche Frequenz im Vorjahre läßt einen regen besuch auch für Heuer erhoffen. — (Die Diphtheritis) ist in Ober-^chischka und St. Veit bei Schischka epidemisch auf-Areten; in Folge dessen wurden in beiden genannten Ortschaften die Schulen geschlossen. — (Zur Frage der Karst auf forstung.) ^vr einiger Zeit fand bei der hiesigen Landes-^gierung eine Enquete statt, wobei der betreffend Karstaufforstung dem nächsten Landtage vorzu-*tzende Gesetzentwurf beralhen wurde. Man beschloß, im Allgemeinen mit den bereits bestehenden Halogen Gesetzen in Istrien und Görz übereinstimmende Vorlage einzubringen. . — (Ein außerordentlicher Gewer» .«ntag) wird am 7. Juli l. I. in Littai abge-Men werden. — (Eine landwirthschaftliche Ausstellung) wird in den Tagen vom 28. September bis 3., eventuell 11. Oktober l. I. in den Lokalitäten der Bürgerschule in Gurkseld abgehalten werden. Ausgestellt werden: Landwirthschaftliche Erzeugnisse, Wein, Obst, Gartenproducte, Thiere, land-und forstwirthschaftliche Geräthe. — (Krainische Sparcasse.) Am 26. d. findet im Pfandamte der hiesigen Sparcasse die licitatorischc Veräußerung der im April 1883 eingelegten, bisher weder ausgelösten, noch verlängerten Pfandstücke statt. — (Das Ober-Bahnbetriebs-Amt Villach) erstreckt seine Wirksamkeit auf die Bahnstrecken: Kleinreifling - Pontafel, Hieflau-Eisenerz, Laibach - Tarvis, Glandorf - Klagenfurt, Launsdorf-Hüttenberg, Zeltweg-Antonischacht und St. Michael-Leoben. — (Aus dem officiellen Saatenstandsberichte) entnehmen wir nachfolgende Daten über den Stand der Feldfrüchte in Krain zu Ende Mai l. I.: Roggen gut, Weizen sehr gut, Gerste, Mais und Kartoffeln gut, Klee, Gras und Obst mittelgut. - (Erster allgem. Beamtenverein der öfter r. -ungar. Monarchie.) Der Einlauf neuer Lebensversicherungsanträge im Monate Mai d. I. ergab 601 Posten über 612.696 fl. Capital und 4420 fl. Rente und es gelangten zur Ausfertigung 498 Versicherungsverträge mit dem Ge-fammtcapital von 478.319 fl. und 2782 fl. Renten. Der Stand der Lebensversicherungsabtheilung am 31. Mai L. c. bezifferte sich mit 43.094 in Geltung befindlichen Versicherungsverträgen über die Summe von 41,355.636 fl. an Capital und 168.098 fl Rente. In Folge seit Beginn d. I. eingetretener Ablebungssälle wurden 222 Polizzen fällig und daraus 193.350 fl. Capital nebst 540 fl. Rente zahlbar. Seit Beginn der Vereinswirksamkeit sind für Versicherungsverträge 4,500.000 fl. ausgezahlt worden. An Prämien für den Monat Mai war cinzucassiren der Betrag von 86.258 fl. Der Rechenschaftsbericht pro 1883 wird Jedermann auf Verlangen von der Centralleitung des Vereines ausgefolgt und zugesendet. chron. Darmkatarrh. — Am II. Juni. Mathias Murnik Arbeite«, 37 I., Lungenödem. — Am 13. Juni. Gertrud Slemer, Inwohnerin, 67 I., AlterÜchwäche — Josef Prevc, Inwohner, 64 I., Herzerweiterung. — Jakob Jarc, Arbeiter. 43 I., Lungentuberkulose. Wochenmarkt-Durchschnittspreise. Laibach, 18 Juni.________ Korn Gerste 5 — 50 — — Stroh 100 „ 1 78 — 9 - — Holz, harte», per >! — 96 — — 4 IH-Meter 7 — — 80 — — Holz,weich. „ 4 50 — — 60 — — Wem.rotlj.lOOLiter 24 — /4 „ weißer 20 Witterungsbulletin aus Laibach. Verstorbene in Laibach. Am 5. Juni. Johann Macorati, ArbeiterS-Sohn, II M., Polanadamm Nr. 48, Brechdurchfall. Am 6. Juni. Johann BauLka, pens. Amtsdiener, 73 I., Karlftädterstraße Nr. 15, Lungenemphysem. — Agnes UratariL, PoftamtSdienerS-Gattiii. 54 I., Wienerstraße Nr. 5, Lungenschwindsucht. Am 8. Juni. Rudolf Zalmiü, VerzehrungSsteuer-Bestell-tenS-Sohn, 1s Mon,, Polanastraße Nr. 18, RhachitiS. — Wilhelm Schleh, StationS-Aufscher, <4J., Wiesengasie Nr.b, Hirnschlagfliiß. — Johann Pir, Mafchinputzers-Sohn, Wienerstraße Nr. 23, allgemeine Schwäche. Am 10. Juni. Maria Paulin, FriscurS-Tochter, 6 M., Alter Markt Nr. 19, Auszehrung. — Wilhelm KoLelj. Satt-ler«-Sohn, 14 Tage, Preschernplatz Nr. 2, Leben»,chwäche. — Anton 8pelak, EisenbahnbeamtenS-Sohn, 1 I., Congreß-Platz Nr. 14, Brustwasfersucht. Am 12. Juni. Fran, KaLar, HauSbesitzerS-Sohn, 18 I., Krrchengafse Nr. 17, Darinlühmung. — Maria Kodrm, Inwohnerin, 57 I., Studentengasse Nr. 13, Herzfehler. - Anna Rahuiic, gewesene Magd, 62 I., Rosengasse Nr. 9, Gehirn-apoplezic. Am lg. Zum, Jakob Zaverönik, Armenpfründner, 84 I., Karlitadterstraße Nr. 7, MaraSmuS. Am 14. Juni. Elisabeth Smole, Inwohnerin, 76 I.. Petersstraße Nr. 69, MaraSmuS. Am 16. Juni. Anton Gerden, Arbeiters-Lohn, 16 Tage, Petersstraße Nr. 83, Schwäche. « w"'??»3uni. Anna Lesar, ArbeiterS-Tochter, 7 Tage, n ^ Fraisen. — Otto Zhuber von Okrüg, pens. ^andeSregierungr-Official, 60 I., Römerftraßc Nr. 20. Gehirn-lchlag. — Kranz Lomc, Gaftwirth, 43 I., Petersstraße Nr. 3. chron. Lungcntiii'erkulose. — Anna Maria Roncetti, Jnstru-mentenmacherS-Tochter, 8 Tage, Rain Nr. 8, Fraisen. — Margaretha Janc, Tifchlers-Gattin, 37 I., Maria Theresien-Lungentuberkulose. — Gabriela Püchler, Private, 40 I., KathanSplatz Nr. 19, Lungenschwindsucht. 3m Livilspitale. Am 5. Juni. Franz More, Handlungslehrling, 18 I., Lungentuberkulose. — Am 7. Juni. Maria Peternel, Arbei- terS-Gattin, 50 I., Gehirnödem. — Am 8. Juni. Maria Celik, Arbetterin, >0 I., Lungentuberkulose. — Am 9. Juni. Apolloma Slapmöar, Arbeiterin, 33 I., Lungentuberkulose. — Am 10. Juni. Mathias Terüek, Inwohner. 88 3., allge-meine Wassersucht. - Andrea« Klemenöiü, Arbeiter, 52 3., e-r Suftdrul! mMilli-metern auf » reduciri Thermometer nach »elku« Nieder-ichla« in Millimetern Witterungl-Lhaeakter Tage«. iniirrl Tage«- mitlel Mar>- mum Mini- 13 738'7 -«-Ik'7!-t-ri'5 >ir'2 I8'0 Wechselnde Beirölküng, zuweilen Regen, Wetterleuchten. 14! 735^7 ^-IS'1 >17-0 >12 2 .12« Regen fast den ganzen Tag anhaltend. 15! 731 S ^-17^3 >ri-4 >10 8 2-8 Morgennebel, dann ziemlich beiter. 731 4 I'^k >1SV >10 0 28 0 Regen anhaltend. 7320 4-10-1 > 8'2 2» Nebel, dann trübe. Nachm. ferner Donner, sehr kühl. 18 7S4'4 -^Iv-r >160 > so o.o Nebel, sehr kühl, wechselnde Bewölkung. IS 733 S >11 s >18-2 > 5-0 °° sNebel, dann Sonnenschein. Haufenwolken, kühl. Mit 1. Juli l. I. wird auf das ein neues Abonnement eröffnet. — Die AbonncmentSpreise find am Kopfe unseres Blattes ersichtlich und wollen dieselben gefälligst eingesendet werden an die Administration des „Laibacher Wochenblatt", (>454>___________Laibach, Herrengaffe 12. k'rvllvälivlre kmlaäuvK 2um von I'kee. ans un8vrsr rsnoivwirtsn klsntdiirxer «n xro-i-^Iaxarinsn, bei ?r iss portnlr«»!, Lnaoeo untVi« ILaKee Ln SLeksn von 5 Ko. L. ö.>V. H>ee in sl6^.ediv.?Leknv^ü.ö. Vs. 6ün,3tLnd1^. < oux»», srtraköin . . . . 2.3V SouekonK, vitrasvin 2.LV 8ouoknn»c, sxtrLfviv 4t. oxtrskoin pr. 5 IL. 4 I^iter IL. ,Hss4Lo.1nti.?.5V Vmiläv xssnir.i ^ ^ ^ ^ 5 Lo. ^L8s novo volieat. ' uvä L.60 vvodlserimeeic.S.'LO ILio fsin krLktix , . . . 3.50 8»nto»i rviv8l:1im. 3.80 Luda, xrün, brillant 4.25 popI-iTIoevL fguri;; 4.45 Legion dlauxrün, kräktix . 4.85 ortraksin miläs . 5.20 korEori»'«. äsliead, 1irLk1.jx 5.30 perlksir«'«, koe^siv. 5.80 ^r»d. 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