Laibacher Zeitung, tz ^ 94. Donnerstag am 6. August I84O. Herzogthmn Karntcn. «^ lagen fürt, 2«. Juli. Der l. f. Markt Kappe l lst in der Nacht vom 22. auf den 23. Juli von einer Feucrsbrunst zum Theile zerstört worden. Ein und vierzig Wohnhäuser uud ein großeS Wirthschaftsgebäude sind »ach einer heute eingelangten amtlichen Anzeige ein Raub der Flammen geworden. Wenn auch der hierdurch angerichtete Schade lmmmerisch nicht angegeben werden sann, weil die dießfälligen Erhebungen noch nicht beendet sind, so steht doch die traurige Gewißheit fest, daß nur wenige Bewohner der vom Feuer ergriffenen Hauser einige unbedeutende Effecten, die meisten aber nur ihr Leben gerettet haben und viele Familien Bettler geworden sind. W i e n. Se. Majestät haben mit allerhöchster Entschließung vom l8. Inli l. I. die Lehrkanzel der theoretischen Medicin an der Präger Universität dem Professor des gleichen Lehramtes an der Innöbrucker Universität, Franz Kurzak, allelgnä'digst zu verleihen geruhet. Die k. k vereinigte Hofkanzlci hat, im Einverständnisse mit der k. k. obersten Iustizstclle: n) die im Küstenlande, Istrianer Kreises, erledigte Bezirks.-Commissärsstelle erster Elasse zu Voloscc» dem Bezirks - Eommissär zweiter Elafse zu Montona, Joseph Zerin, und li) die Bezirks-Commissärsstelle erster Classe zu Castelnuovo in dem nämlichen Kreise dein Bezirks - Commissär dritter Classe zu Pa-renzo, Dr. Franz Tomschitz, verliehen. Se. k. k. Ma mcnsgenossen und Anhänger uns nur zu bald beweisen werden, daß sie noch leben und noch nicht in, Sinne haben, unö so bald in Nuhe zu lassen. Paris, 23. Juli. Die algierischcn Correspondenten dc, »Africme,« eines Beiblatts zum »Esprit Public," und der ^N^fcrme" erzählen von dein barschen, husaremnäßigcn B<^ nehme» des Marschalls Bugeaud seltsame Diuge. In Blida, wo er den von seinen Creaturen und Adjutanten in Beschlag genommenen Hrn. v. Saloandy, trotz dessen sichtbarer Erschöpfung, auf deu Plätzen, Gassen uuo Terrassen umher«-schleppte, wollte der Marschall die Magistratsräche in, Ho^ tel nicht empfangen, und als diese ihre Empfindlichkeit darüber nicht verbergen tonnten, sagte oer Marschall: »Warum so empfindlich, meine Herren? In einem erst werdenden Lande darf man nicht so empfindlich seyn." Hierauf beleidigte er den Gexeralprocm'ator Gillarbin in so ungebührlicher Weise, daß dieser sofort seine Entlassung forderte. Nur mit Mühe vermochte der Minister des össenllichen Unterrichts ihn vol» seinem Entschlüsse abzubringen; Hr. Gillardil, gab endlich nach, doch uur unter der Bedingung, daß der Marschall sich für seine verletzenden Worre entschuldigte. Der General-Gouverneur von Algerien, Marschall Bugeaud, war, von Algier kommend, am 23. Juli in Eette eingetroffen. Er begibt sich alls Anlaß der Erneuerung der Deputirteinvahlen nach dein Wahlbeziik Ercioeuil, deu er bisher in der Deputirteukammer rcpräsentirte. Der »Moni' teur Parisian« will wissen, daß der Marschall gleich nach be-cudigteu Wahlen sich auf seinen Posten nach Afrika wieder zurück begeben werde. Die niemals widerlegte Behauptung, daß die Schienen der Nordbahu für das Gewicht ihrer Locomotive» zu schwach se!)cn, scheint mm zur Gewißheit erhoben zu seyn. Man weiß jetzr bestimmt, daß die Compagnie schon seit einiger Zeit wegen nothwendiger Ersetzung derselben durch star-kere mit der Regierung unterhandelte und daß dabei die Frage nur die war, wie mau der Ausgabe ciuer Summe von zehn Millionen sich entziehen könne. Endlich hat man ein Mezzoterunnc gefunden, wornach der Kostenanschlag nur sechs Millionen betragen wird. Spanien. Der „Oesterr. Beobachter« von, 2. August berichtet: Der »Heraldo« wird llicht müde, den Iufanteu Dou Franz d'Assis (zweien Sohn des Infanten Franz de Paula) als Bewerber um die Hand der Königin Isabella zu empfehlen; der besagte Infant (geb. l3. Mai 1822)war zu Madrid erwarter. Es hacre sich das Gerücht verbreitet, zu Pamplona sey eine Verschwörung entdeckt worden; einige Sergeanten der Garnison sollen dabei complicirt seyn. Berichte aus Madrid vom ll). Juli melden'. Auf de» Höhe des Pardo, ein Paar Stmidcl» von der Hsuz»t> 581 städt, wüthet seit drei Tagen ritte Feuersbrunst, die den yanzeu Berg zu bedecken scheint und bereits 3 — 4 Meile» Waldland verzehrt hat. Alle Löschversuche sind bis jetzt uin-so»st gewesen, und «nan glaubt, der Brand, der zuerst auf ,,'ner lin't dürrem Grase bedeckten Spitze, vielleicht in Folge dcr Unvorsichtigkeit eines Jägers, ausgebrochen ist, werde nicht eher aufhören, als bis er in der Niederung den Fluß erreicht haben würde. Der Verlust, namentlich an Hochwild, das dort in großer Zahl gezogen wurde, dürfte außerordent-lich groß seyn. Der Schaden jeder Art wird jetzt bereits auf «lehr als 3 Millionen Realen angegeben. Madrid, den 2l. Juli. Nach Berichtet, aus Pam-peluna vom 15. Juli ist dorr eine Verschwörung von Uu-terossicieren entdecke worde» , deren Zweck gewesen seyn soll, sich der Citadelle zu bemächtigen und dann ein Prouuncia-mento zu machen. Ei» Sergent, der betheiligt war, verrieth seine Genossen, worauf 17 Militärs und Bürger verhaftet wurden. — Der Gouverneur vo» Madrid hat den Ossicie-,igte eine Salve von fünf Kanonenschüssen, daß die Vermählung dcs Kronprinzen von Württemberg mit der Großfürstin Olga vor sich gehe» werde. Vo» der Menschenmenge, die theils in Dampfboote», theils zu Wagen hierher gekommen war uud alle Straßen und Wege bedeckte, kau» man sich kaun, eineu Begriff machen. Um 12'/.. Uhr versammelten sich die hohe Geistüchreir, der Neichsrath, alle ausgezeichneten Personen beiderlei Geschlechts, die Gesandtschaften, die anwesende» Generale, die Ossiciere der Garde» und sämmtliche übrigen Oberofficicre der Land « und See-«rniee, ferner alle bei Hof vorgestellte» Personen, so wie zahlreiche Deputationen der Kaufmannschaft von Petersburg in den Sälen dcs Peterhofer Pallastes, die Damen im rus, stscheu Nationalcostüm, die Herren in großer Uniform. Im Innern der Capelle stellten sich die hohe Geistlichkeit, das diplomatische Corps und das Gefolge des Kronprinzen vo» Württemberg vor der Ankunft der l'aiserl. Familie auf. Nach- dem die hohe Braut, mit Beihilfe ihrer Ehrendamen, lh?e Toilette beendigt hatte, wurde sie von einem Ccremonienmei-sier in den Saal geführt, wo die kaiserliche Familie sie er-warteie. Ich habe die Großfürstin Olga nie schöner gesehen, als an diesen« Morgen. Ueber einem weißen, silbergesticktcn Atlaskleide trug die hohe Braut einen lange» rothsammctnen Mantel, reich mit Hermelin besetzt, dessen lange Schleppe von vier Kammerherren und dem Ehrenstallmeister getragen wurde, und auf den, Haupt die Krone; ihr reiches blondes Haar hing in langen Locken auf Brust und Nacken herab. Vo» dem Vcrsammlungssaal begab sich der Zug i» folgender Ordnung in das Innere der Capelle: Die Hof- und Kammcrfouriere Sr< Maj. des Kaisers, die Oberceremonien-Meister, die Kammcrjunker, Kanmierherren und Hofcavaliere, zwei und zwei, die jüngsten voraus, die großen Hofchargen zu zwei und zwei, der Hofmarschall mit seinen, Stäbe, d« Obcrstkammerhcrr und Obersthosmcistcr mit ihren Stäben; II. MM., der Kaiser und die Kaiserin, gefolgt von dem dienstthuenden General und Flügcladjutantcn, Se. kaiscrl. Hoh., der Großfürst Thronfolger mit seiner Gemahlin und Se. königl. Hoh., der Prinz von Preußen, das hohe Brautpaar, Se. tönigl. Hoh., der Kronprinz von Württemberg, in der württemberg'schcn Generalsnniform, II. kk. Hoh., die Großfürsten Constantin, Nicolaus und Michael, Se. kais. Hoh., der Großfürst Michael Paulowitsch, II. kais. HH., die Frau Großfürstin Marie und der Herzog vor. Leuchtenberg, II. kk. Hoh., der Prinz und die Prinzessin von Oldenburg mit dem Prinzen Fuedrich von Holstein-Glückoburg, die Ehrendamcn, Ehrenfräulcin ü zwiliüil, und Chrcnfräulein I. Maj., der Kaiseriu uud der Großfürstin, beschlossen den Zug. Nachdem der Kaiser das hohe Brautpaar an den Altar geführt, begann die Vermählungsfeicrlichkeit «ach den Gebräuchen der griechischen Kirche. Wie bei der Verlobung versah das Amt auch heute Se. Eminenz, der Metropolitan, Sehr ergreifend und wahrhaft schön sind die kirchlichen Gesänge, welche von dem zahlreichen Sängerchor mit außerordentlicher Genauigkeit ausgeführt wurden. Nach der Trauung verließ der Zug, wie oben beschrieben, die Caprlle, und der Kaiser führte die hohen Neuvermählte» auf den Balcon des Schlosses, wo die unten vorsammelte ungeheure Volksmenge sie mit lautem Zuruf begrüßte. Nachmittags um 4 Uhr war große Tafel, bei welcher unter Musik und Kanonendonner die Gesundheit II. MM., des Kaisers und der Kaiserin, des Köm'gS und dec Königin von Württemberg, der hohen Neuvermählten, so wie der Geistlichkeit und aller getreuen Anhänger des Kaiserhauses ausgebracht wurde. Bei dem Polonaisenball, der, Abends um 8 Uhr begann, erschien die kaiserliche Familie, so wie die hohen Neuvernlählten für eine Stunde, und zogen sich um 9 Uhr zur Familieutafel in ihre Gemacher zunick. Den ganzen Tag läutete» alle Glocken, sowohl i» der Hauptstadt, »vie hier in Peterhof, und erstere ist heute, so wle morgen und übermorgen, festlich illuminirt. In den Gärten des Peterhofer Schlosses war auch am heutigen Abend dieselbe feenhafte Beleuchtung, wie all, Verlobungstage. Obgleich das Wetter ini Allgemeinen diesen Sommer ziemlich ua,; u»o unfreundlich ist, hatten wir doch heute einen fast wolkenlosen 582 Himmel und das Wetter verspricht für morgen, als den Tag der großen Peterhofer Illumination, günstig zu seyn." Osmmliscdes Neich. Constantinopel, l 5. Juli. Zu Kanlidftha, nahe Scu-tarl, war letzten Winter ein Imam m!r allen seinen Ange-hörigen Im eigenen Hanse ermordet worden. Die Thäter hatten ausfindig gemacht, daß er damit umging, eine Summe von 100,000 Piastern, die er auswärts angelegt halte, einzuziehen, um sie dann an einem dritten Orte frnchtbringen-der zu verwenden. Eine armenische Trödlerin, die den Frauen des Imams öfters ihren Kram zuzutragen pflegte, ließ sich gegen Versprechen eines Antheils an der Beute herbei, jenen Imam am Abende, als die Gelder eingelaufen waren, zu besuchen und wußte es so anzustellen, das; man ihr Nacht-lager im Hause bot; sie öffnete ihren Spießgesellen, als alles in tiefem Schlafe lag, die Thüre und wurde, nachdem der Raubmord gelungen war und sie den Lohn ihrer Gefälligkeit zu ernten hoffte, abseits vom Dorfe, wo die Strolche das Geld mit ihr zu theilen versprachen, durch einige Messerstiche fiir immer zum Schweigen gebracht. Die blutigen Einzelnheicen dieser Mordgeschichte hatten seiner Zeit hier viel Gerede und Entrüstung veranlaßt, so das, sich Chosrew Pascha — (die Polizei Constantinopel's und Scutari's liegt dem Seriasker ob, sowie jene von Pera, Galata und Topchana dem Grosi. admiral) — bewogen fand, seinen besten Kaoaß, einen kleinen türkischen Vidocq, freigebigst zur Entdeckung und Haft? nähme der Schuldigen aufzumuntern. Dieser Mensch scheint sein Handwerk auch ganz leidlich zu «erstehen. Die Mörder hatten sich bald nach verübter That zerstreut: einer war nach Trapezunt, ein anderer nach Varna entflohen. Doch sind sie bis auf elnen Griechen, von den, keine Spur mehr erhalten werden konnte, zur Stunde sämmtlich der türkischen Straf-gerechtigkeit verfallen. Zum warnenden Beispiele für andere (so heißt es in der Kundmachung) wurde letzthin einer der Mörder in Kanlidscha, an der Stelle, wo das Verbrechen begangen worden, der zweite am Fischmarkt in Constantinopcl, und der dritte in Galata, am Ausgang eines sehr engen Gäßchens, vor den Magazinen der europäischen Kauflente ge^ köpft und die Leichname blieben drei Tage auf den Nicht-statten liegen. Der Pöbel aller Stände, der sich dem Spektakel einer Hinrichtung überall gierig zustürzt, hatte sich dieß.-mal, sagt man, der erquicklichsten Gemüthsbewegungen zu erfreuen, denn es ergab sich, daß die das Urtheil vollstreckenden Kavasse in den czegenwärtigen milden Zeitläufreu die alte notorische Fertigkeit ihrer Gilde im Kopfabschneiden völlig eingebüßt haben. Constant! novel, 22. Inli. Am 19. Juli ist der Statthalter von Aegypten, Mehemed Ali Pascha, nachdem er sich in Rhodus einer zwölftägigcn Quarantäne unterzogen lMte, mit seinem Enkel, Hamid Bei, und einem zahlreiche,, Gefolge >" dieser Hauptstadt angelangt. Der Pascha befand sich auf dem ihm entgegengeschickten Dampfschiffe der türkischen Marine „Essen Dschedid,« sein Gefolge hingegen auf dem ägyptischen Danipfboote „Siut." Ersteres gab beim Einlaufen in den Bosporus eine Salve von 2l Kanonenschüssen, welche von der im Hafen stationirten türkischen Fregatte mit l9 Kanonenschüssen enmedert wurde. Me-hemed Ali Pascha stieg in dem zu seiner Verfügung gestellten Hause Niza Pascha's in Orta Köi ab nnd er^ hielc nach einer halben Stunde die Einladung, sich ins Serail zu beqeben, wo er von Sr. Hoheit, dem Sultan, mir Wohlwollen und Auszeichnung empfangen wurde. Am 2l. stattete der ägyptische Statthalter dem Großwesir Neuf Pascha seinen officiellen Besuch bei der Pforte ab, und nahm sodann das Grabmal Sultan Mahmuds und die Sophien-Moschee in Augenschein. Nach Orta Köi zurückgekehrt, empfing er noch an demselben Tage den Gegenbesuch des GroßwesirS. Die neuesten Berichre aus Smyrna melden, bast griechische Seeräuber die Gewässer des Archipels abermals unsicher machten, weßhalb englische und türkische Kriegsfahr-zeuge sich anschickten, Jagd auf die Piraicn zu machen. Diese Uebelrhäter hatten eine Landung auf Samos bewerkstelligt und dorr ein griechisches Kloster ausgeraubt, dessen Vorsteher sie unter den grausamsten Mißhandlungen ermor^ decen. — Am l5. waren in Smyrna gegen 4 Uhr Morgens wieder zwei leichte Erdstöße verspürt worden. — In der Stadt Menemin, vier Stunden weit von Smyrna, hatte am l!. Juli eine Feucrsbrunst alle Bazare und mehrere Häuser zerstört. <3 h i 1, a. Das Christenthum scheint nicht bloß >'n den Uferland-schaften, sondern auch im Innern des Reiches große Fortschritte zu machen, Die katholischen Sendboten sind ab^r noch immer bei weitem zahlreicher, als die cvangelijchen. Es befinden sich deren im Ganzen ungefähr 80 im Lande, wovon 60 Franzosen und 2N Italiener seyn mögen; sie durchziehen das Mitrelreich nach allen Richtnnqen, während noch kein einziger evangelischer Missionär aus Em'opa ins Innere des Landes gedrungen ist. Dieß überlassen sie den bekehrten Chinesen, welche sich anch diesem Geschäfte, wie berichtet ward, mit großer Beharrlichkeit und Aufopferungen aller Art unterziehen. Man zählt bereits 30 solcher einheimischeil Prediger, welche in, Beginne des Jahres einen Aufruf an ihre deutschen Micchristen erlassen haben. Sie bitten, daß Man ihrer Armmh nachhelfe u»d sie zu ihren vielfältigen kostspieligen Reisen unterstütze. Sie haben bereits ganz große Strecken ihres Vaterlaiides mit dem Evangelium in der Hand durchzogen, und hier und dort einzelne kleine christliche Gemeinden gebildet, wovon eine sogar, was bei den Chinesen sehr viel sagen will, eine gute Summe Geldes zu dem Missionswerk nach Hongkong überbrachte. Man er» sieht hieraus, daß sich nicht bloß arme Lence, sondern vermögende, einsichtsvolle und wissenschaftliche Männer zum Christ.'nchuinc bekennen. Dieß wird auch in den Berichten ausdrücklich hervorgehoben. — In Japan sollen in der letzten Zeit große Veränderungen Statt gefunden haben. Die Nordamcrikaner haben, während des letzten Iabrzekents, mehrere vergebliche Versuche gemacht, in Nangasacki Zutritt zu erhalten; sie lassen sich aber nicht abschrecken und senden im Anfange des nächsten Monats eine Gesandtschaft nach Ieddo. War dieß in der That der Fall, ist die Mission wirklich in, Mai 1816 abgegangen, so werden wir bald nähere Nachrichten erhalten. Verleger: Ignaz Alois Fl.cksi.b.r - Waarcn. ^ ^ . ISemmelteigl l 4 — 6 ! Fleck, Lunge und Bries . L -. — l ^ 2^'z.n-Brot. ^ ordm.^ _ 24 - 5 ! Zungenflcisch..... 1----------l2 lSemmelteigV l lb — 6 ! Leber und Milz .... 1 — — 3 sa. »^ We.-s , . _^ , Herz....... 1 - - !3 5?ocken - Brot < zen - u. ' ^ ^ .. '. z Nase, Obergaum und Unter- ( Kornmeh! ^ ^ ^ — " , ^^^...... ^ __ ^. 2 Oblagt «ut Naa^ ... l 4 — 3 OchstNfüsie.....1 — — l '/, Vorstcl,i»0e Hayunq kommc durch de» ganzen Verlauf des Monat« ?o>< de» betrlffcodc» ««ewcrbeicitte» l»ci Veruitidung str.ng^el A!)»d!i»q auf daH Oc>la»tstc z« beodackten, und cö hat Ied-rman«, der sich durch »?>c Nichll'efolguog v«>» ^»«lc i«gt»d tine» Gewerdmannti brvorthtilt zu feo» erachtet, solcheö tem Sla0ln>»q»str»,«e anzuicigcn. Da« -vcilwerf mus> sein ssspuyt sen», Frische »»d liiigcpoctelte Zungen sind sahsrei. Pei cincr Fleisch-Abnadme unter 3 Pnmd hat leine Zllgabe vom Hinterlopfe, Oberfusie» . Nier» und de» v«rschie, denen dc! der ^llisschrolt!!»^ sich »rgcbcnde,, ?lbfaUen von Knochen'. Fett »nd Mark Statt; bci einer Abnahme von 3 bi4 !! Pfund dagegen sine lie Fleischer vercchNZet, l,jei>on tt Lerb. und l>ei 5, bis 8 Pfund ein halbes Pfund und sofoil verhaltoisimäsiig' zuzliwäge», doch wnd ausoructlicv »erl»»«,,. sich be, dieser Zuwage fremdartiger Fle>scht!)«ilc, als: Äalb«. Schaf-, Schwein, ^isch u, dal. i» bcdtcnen. >i ,, l — DarlelxnK »»Klau, u. Aera. ^ zu < ,, ^ ylt »ial' Obligat. ,. Turol, Vor« l zn 5 'V^ ., « ^- arlberg l:l,i> Salzburg ^ F HoffHMiner, c»^ «!ter« Üc»ll>. l»u,,j« ,, > — darbische» 3chu',t>ei, . der >u / ^, » »»4 ,. ^ 58 2^4 «,>>',»«»,« Ai'leven ^ju , 5 Stück Hornvieh von der Mürz- thaler Race am ,6. d. M. August, und zwar an der Herrschaft Burg Windisch-Felstritz im sillier Kreise, licitando verkau« fen. — Unter diesem Hornvieh sind junge Stiere, Kälber, Kühe, Ochsen, Zugochsen und Ochsen zur Mästung geeignet. — 'Kaufslustige werden daher zur dleßfälligen Lici-tation bei der Herrschaft Burg Windisch-Feistritz zu erscheinen hiemit höflichst eingeladen. 3 »209. (2) Vollkommene Heilung der Mühneraugen, Di« Krauen Klein imd Plill aus ^aris, Tchülevinkn des berühmten Mitgliedes der koiligli' chen Academic Jeo l,. übernehmen es, Hühneraugen, Schwielen, inö Fleisch gewachsene Vtägel l>.. auf eine g^nz neue, den bisberigen Hübneraugen. ^pe- (Z. Laib.Ztit. Nr. 9^> ,. s- Aug. 1846.) 580 lateuren unbckaunie Welse, aus.urotten und fur die Heilung und Schonung leidender Fuße zu sorgen. Die Operation, welche nur »0 Minulen d^>u-«lt, velursachl keinen Schmerz, und verhindert nichl, Schul>e oder Stiefel sogleich anziehen zu kömicn. Nach gescliehener Operanon hat der Patient das Vergnügen, die Wurzel dcr Hühneraugen in der Hand halten zu können. Die Frauen Klein und Pr,ll, welche ibre Kunst in den ersten Familien Mailands und Venedigs mit allgemeinem Beifall geuln, wie ihre Zeuqniffe bestätigen, daden nun vor, in^aibach, wo sie sich gcgenwäriig befinden, einige Zrit zu renvei^ Icn N'ld zeigen an, düß sie zuv größcrn Bequemlichkeit derjenigen, welche sie mit Ihrem Zuspvuche beehren, sich auf Verlangen auch in die Wohnungen begeben werden. Sie wohnen im Gasthof zur goldenen Schnalle. Z. l2l3. (!) Anzeige. Die gehorsamst Gefertigte, welche schon r?» emi. gen Iahrc» die Eh« hatte, das hochverehrte Publikum m>c dcm Wasche» del- semen Damcn.- imd Her-renwäschc mit Zufriedenheit hicr zu ded,,nen, hat sich entschlossen, dieses Geschäft wilder anzufangen, Sie em-pfie lr sich daher allcii hochvcrehilcli Brwohlnvn ifa<-bach'S in dieser Pezlehnna,, und erlaubet sich zu he-merken, daß sie nach einer nine habenden, ganz neuen Waschs,,ethode alle Gattungen gestrickter und gcschluli-genei" Krägen, Chemisetten, Spitze», Waschkleider zum Wasche!» üdelMtnmr u»d selbci» das Ansehen ju geben weiß, als wären sie neu; auch >ve>v sie den Farben der benannten Kleidungsstücke l>ach Wnnsch der hochver^ «hlten Kunden den nöthigen Glanz wieder zu geben. Sie bittet daher um geneigtes Zutrauen und re>chl,che Auf» träge, wogegen sie prompte Bedienung und möglichst billige Preise verspricht. Ihre Wohnung ist dermal ,m Hause des Heir» Handelsmannes Joseph Stare, Nr. t5 am alten Markte, im 3. Stock rückwäits. Katharina Rasch. 3. ,17l. (3) Bekanntmachung. Die Direction der adriatischcn Asphaltwerke m Venedlg macht bekannt: daß Herr Johann Nep. Mühlcisen die Niederlage für Laibach übernommen hat, daselbst der Wien.-Centn. Asphalt-Mastix zu Ä ft. lO kr. C-M-, u. der Wien. - Ccntn. Crdpcch zu ö ft. 30 kr. C. M. zu haben ist. Die AWalt-Bekleidung eignet sich besonders für Straßen, Pftast^r, Trottoirs, Terrassen, Gänge, feuchte Wände u s. w. Herr Treo, Baumeister, übernimmt die Ausführung von Asphalt' Arbeiten. Littrarische Anzeigen. Bei KUllDLMLHMIiYR, Buch-, Kunst- und Muslkallcnhandlcr «n Lai^ach, am Congreßplatze ,ist zu haben: Ivanetizh, vollständige theoretisch prac- tische IulerpuilcNonöleblt. l816, drosch. 42 kr. Lind (Icnny), elne Skizze ihres Lebens biß zu iyrtlN eisten Auftreten i>, Wicu am 22, April l846, mit dem Portra! der Kunstlsrilui. Wlen l8^6 30 kr. Perger, Ant., Ritt., die Wiener Kunst- velemödlältcl, vou i"32 l)iS l84«. Wien «8^6. 24 kr. Realis, das k. k. Lustschloß Schönbrunn mit l Plau. Wlen 1K46. <5 kr. do. das k. k, Lustschloß Laxenburg Wien 1846 »2 fr. Schmid, Dr. G , Homöopathische Arz- litideicitung lind Gadenglöße. Wien l 846 2 fl. 2« kr. Deindardstein, Erzählungen und Novelle», l84l>. ^ si. Hacklänocr, Dr., Reise m dem Orient. 2 Bde, StmtgHN l»^6. l si. 2', kr. Hlllardl, F ^ dcr österr. Staatsbürger. Wicn l8^6. 50 ti. NigriS, F., theoretisch - practlsche Hllfs- mitt.'I zui Erlernung der italienischen und deut' jchen Umgangssprache. Wien 1846. t fi. W kr. Pfeiffer, Ida, Rcise nacd ocm skandüia- viichen Norden und dcr Iuscl Iüland, im Jahre ,845. Pettl) l8'le. 2 Bände. 2 ft. 4l1 kr. Richter, Dr. Jod, biblische Erziedungs- lehlln für Aeltern u Erzieher. 2tc Aufiage. Wien ,8^,6. 54 lr. . ^ . Pichlcr,Dr., vollständiges Fremdwörterbuch/ mil Bezeichnung der richtigen Aussprache und Betonung der Fremdnamen u. Fremdwölter. 5le Aufl. 2 Bde. Pestl) »84«. 1 fi. 40 kr. Tschabuschnigg , (Rttt. v.), der moderne Eulenspiegel. llioman, 2 Bände. Pcsth lI4e. br. 4fl. 5U9 Vermischte Verlautbarungen. 3. 12 l9. (l) sir. 3626. E d i c t. Von dcm k. k. Bezirksgerichte dcr Umgebung Laibach'ö wird hiemit bekainn gemacht: Man habe in der Erccutionssache dcr Maria Slounig von In. nergovili, wivcr Matthäus Elounig von cbcndort, wessen alls dem gerichtlichen Vergleiche ddo. 5 Juni 1840,3. 2!07,schuldigen Lebensunterhaltes pr. 30 fl. l-.. «. e. , in die executive Fcilbiclui'g der, dcm E>e-llttcn gehörigen, dem Gulc Moos!!)al »ul> lUb. 3ir. 20 dienstbaren, getichtlich auf 2466 si. 20 kr. geschätzten Halbhube sammt Wohn- und WlNhschafls. gebäuden gewiUigct, und wegen 5ertn Vornahme die drei Fcllbielungstagsatzungen auf den 22. Juni, 27. Juli und 24. August l. I. , jedesmal von 9 bis »2 Uln Vormittags in loco dcr Realität mit dem Beisatze angeordnet, daß dieselbe bei der ersten und zweiten Heilbietungstagsatzung nur um oder über den Schätzungswert!), bei der drillen aber auch unter dtmftldcn hiittangegcben werden w^rde. Der OrundvuchLcnract, daö ^cha^ungsproto-coll und die Licilationtzdcdingnisse können täglich hier« amls zu den gewöhnlichen Amtöstunden eingesehtn werden Laidach am 2i. März l84s. Anmerkung: Da zur ersten und zweiten Licir talion kein Kauflustiger erschienen ist, so wird zur dritten geschritten. Laibach a,n '^8. Juli l«46. Z. l^26. (l) Nr. 2849. Edict. Von dem Bezirksgerichte Wippach wild hicm t Über Ansuchen dcs Anton Gerlevizh von Audaine, die mit Edic: li,m 9. December 1944, Z- ^l)2l , erfolg los vrgerufene Maria Gerlevizh sür todt erklärt und zur Vornahmt der Vcrlaßabhandlung nach ihr der 2l. September l8^l6, Vormillüg um 8 Uhr, an-deraum'. Bezirksgericht Wippack am 20. Iu'i l8^l6. ZT",^^ ('l?' Nr. 554. E d , c t. Dc< bei dcr mit Edict vvm l7. Juni l. I., Nr. 406, auf den l7. Juli »846 angeordneten ersten ere. euliveu Feilbielung der Marko ivtaudachcr'schen Rea.-litäten zu Vornschloß kein Kaufiustig»>r erschien, so hat es bei der zweiten auf den l7. August angeord neten Tagfahrt stin Verbleiben. Bezirksgericht Polland am 28. Juli «84«. 2. »223. (l) Nr. 782. Edict. Von dem k. t. Bezirksgerichte Sittich wird öf» ientlich bekannt gemacht: Es sey über Ansuchen des Herrn Dr. Ivhann 2wayer,Hof.- und Gerichtsad--vocaten zu Lal'bcich, in die «recutive Feilblctung der dem Anton Leßjak von Podborst gehörigen, daselbst gelcgencn, der ^taatsherrjchaft Sittich '«ul, Urb Nr. 52 im Feldamte zinsbaren, gerichtlich auf l847 fl. C. M. geschätzten Hübe, wegen aus dem gerichtli» chcn Vergleiche ddo. 3l. October 1837 schuldiger 46 fi. <-.». o. gewilligel, und hiezu 3 Tagsahungen, und zwar auf ^en 3l. August, auf den 30. September u„d auf den 30. October l. I., jedesmal Vor« mittags von 9 bis l2 Uhr in !oco Podborst mit dem Bcisal^e bestimmt worden, daii di^'se Hubrealität nur bci dcr dritten Feiibictu^igSlagsa^ung unter dem Schä-hungswerthe huuangegcbcn werden wird. Hiezu werden Kauflustige mit dein eingeladen, daß lU "/, als Vadium der i!icitalionscom!Nlssion zu erlegen seyn wird. " Das Lchayu.'lgsprotocoll der Grundbuchser-tract und die öicnaiionsbedingnisse können täglich wahrend den Amlsstundcn hicramts eingeschen werden. K. K. Bezirtogeiicht Sittich am 4. Juli l846. 3. ll86. (2) Nro. !6S4. Edict. Vom gefertigten Bezilksgerichte wird hiemit bekannt gemacht: daß in Folge freiwilligen Ansuchens des Johann F'.iedrlch Tcltschek, Verwalters von iiust» thal, dessen nachstehende Realitäten, als: ») Die der Psarrgult Töplltz 5ut> Urb. Nr. 5« » dienstbare Halbhube sammt Wohn - und Wirth» schaftsgebäuden in Töplitz »»li (3onscr. Nr. ä, im Schätzungswerthe von 2N00 fi. ; lZ) Die Wisthschastsgebä'ude ill 2,vibu, im Werthe pr. l30 fi.; c) der Welngarlen daselbst, im Wertke pr. 43 fl. u. en ^ Mar-cellin-Taffete; Floreiis, dann etwas maculirte Cros de Naples; alle Sorten Gros de tour et Atlas - Mode- Bander, Spitzen, Illusion, Filet, Peti-no et riches; Seiden- Bajaderes, Echarpes für Damen u. Herren, so wie Seidentücheln für beiderlei Geschlechts. Dichten Schafwollstoffen, als: Tüfttes, Tücher, O'Conells , Struck, Bristols u. Toskings für Herren-Beinkleider et; Espngnolettes ; dann alle Sorten Wattmulle für Damen-Wickler. Feinen Schafwoll et Atlas-Stoffen, als : Thibets, alle Farben; glatte, faeonirte n. irisirle Orleans., alle Farben*, llaltc, faconirte u. irisirte Herbsthosenstoffe, et schwarze Lasiings; Poil 5e Chevres, Polkaus, Jüinville , Anmale, englische Hemd- n. Cachemir-Flauellu; dann englisch Pelzwerk fAr Rheumatisineri, ei Meuble.s - Damaske. Leinen waren, als: 58e11ige Rnmburger Lederlciiiwanden, Tischzeuge , derlei Garnituren für 6 und i2 Personen-, weissc leinene Tücheln *, gefärbte 4|4 u. 9|8gros-te Leinentücheln mit. 2 verschiedenen Seiten; Leinen-Trills für Beinkleider ; Futter-Canavasc; farbig«; und weisse Zwirne; Leinen - Damask zu Meubles. B a u ni w o I I w a r e 11, als- Alle Sorten Hosenzeuge, Weberzenge , Barchete, Futter- Cottonej Croise u. Chardmgs; weisse Percale, Battiste, Batüste Clair Vapeurs; Dranperie-Mousselins, Meubles - Damaske in allen Farben dann weisse Baumwoll - Damaske fur Unterröcke u. Nachtcorsctten •, alle Sorten glatte et faconirte Mulles, Diverse M O d e w a r e n, als DamenkleidiM-in ganz und halb Foulard - Pondicherie; Creppe delaine ; Mousseline de laine von billigster bis feinster Soite ; Battiste - a - Joiir-Kleider; alle Sorten von feinsten l)is billigsten Schafwoll- Shawl tuchein, nebst noch unzähligen aridern Mode - Artikeln lür Damen und Herren, wie selbe nur immer in einem coinpleuen Mode-Assortimenl sich vorlindeii können. , . , Es wird um zahlreichen Zuspruch hüilichst gebeten, um sicli von der äussersten Billigkeit selbst überzeugen zu können. Laibach den li. Augnsl 1846,