»chrlfU-Umtg: v i A Ä. jL A AttwaNu.g. I»tht»o«Hafs« Str. b A JHt? riM BSjHl a Skatkb«a h^^c."a"V.«! ■ ^ ▲ AI ^ III J|^JL um••■ ii-bmi •«■• Hm I MI ■ Jr$mk jnA| r.-l»».««.«dn°^>! WW1 ipini nip 11 inflTT «M %s=c=s EBliiiiIIII, iiiiimt ▼ ▼▼ TF ▼ ▼! ▼ ▼♦ räää Ha C«aaU« nnt tinallii I > W »ns.»d»»,,-««»^d, n. I Vin«(lrll(t( abonnrtn dem starren Absolutismus fest. Die deutschen Etaaien. Preußen, Oesterreich u. f. w., sind con-ßilvtionelle Monarchien mit einer starken monar-chifchen Spitze. Wenn man allerding» Ereigniffe der jüngsten Zeit berücksichtigt, unsere § 14»®tr« vrdnungen und die Maßregelung der preußischen Leamten, welche gegen die Canalvorlage gestimmt hiiden, so gewinnt e» den Anschein, das» die deutschen Staaten viel mehr monarchisch al« con» fliiuiionell sind, und das» daher in politischer Be> ziehung Preußen und Oesterreich dem absolut re« lliertrn Rus»land viel näher stehen, al» der französischen Republik. Aus dem Wärchenlande der Träume. Emil Granichstädter schreibt im „L.-A.": „E» vor nur ein Traum, e» war nur ein Traum, doch der schönste meine» Leben»." Dieser Frohge-fang der schönen Helena von Offenbach» Gnaden kann auf wirkliche Träume nur feiten angewendet «erden. Die schönen und guten Träume, welche nch nach dem Erwachen in der Erinnerung haften bleiben, sind so selten wie da» Gluck. Auch die richiiften Schrecken»träume, die un» da» Blut in den Adern gerinnen machen, au» denen wir, in Angstschweiß gebadet, erwachen, sind so selten wie wirkliche Katastrophen. E» muffen sich ganz be-sende» Konstellationen unsere» körperlichen und seelischen Befinden» einstellen, um solche positive lräume im guten oder schlechten Sinne zu erzeu-g». Zumeist wandelt die Traumphantasie ihre fwnen Wege uns führt un» in eine Welt der Er-scheinungen, der Gedanken, der Empfindungen, die weiiab von der Wirklichkeit liegt, so weit, dass wir oft nach dem lebhaften Traume erwachen, wissen, das» wir geträumt haben, dunkel nach-empfinden die Stimmungen de» Traume» und doch auf;« Stande sind, da« Geiräumie in Worte zu fassen, weil da», wa» wir geträumt haben, etwa» war, wofür wir im Wachen kein, Begriffe, keine Borfiellungen, folglich auch keine Worte haben. Die Wunder und Märchen de» Traume», die taufend« fÜliifiM Combinationen de» wirklichen Bewusstsein» und de» TraumdewusStseinS spotten allem, wa» di« teilst» wache Phantasie zu fchaff«» vermag. Darum Ut en seit den ältesten Zeiten bei allen befchränkten HiM, Donnerstag, 22. März 1900. Diese Beziehung tritt aus dem Gebiete der auswärtigen Politik am wirksamsten zutage. Im Deutschen Reiche und in Oesterreich wird die auS« wältige Politik persönlich vom Monarchen gemacht, und gerade daS bundesstaatliche Verhältnis Deutsch-landS und der österreichische Dualismus sind der Grund davon, das» in beiden Reichen die auS-wärtige Politik nur vom Monarchen gemacht werden kann. So ist also in Deutschland, Oesterreich und Russland di« auswärtige Politik eine rein monar« chische, d. h. von den Jntereffen der Monarchie bestimmte, während die französische Politik infolge der republikanischen SiaatSverfaffung ausschließlich national ist. Di« französische Politik wird also, solange e» dort nicht zu einer Wiederherstellung der Monarchie kommt, gegenüber der Politik der drei Kaiserreiche immer isoliert bleiben, und daran kann auch die Thatsache eine» sranzösich- russischen Bündnisse» nicht» ändern; der Ezar wollte sich mit diesem Bündniffe nur gegen einen Angriff der deutschen Mächte sichern. Er wird sich aber durch dtefe» Bündnis niemals gegen fein Interesse dazu be-wegen lassen, den Franzosen ihr« nationalen Ka-stanien, nämlich Metz und Straßburg, auS dem Feuer zu holen. Die hier dargestellte politische Gestaltung Europa« und die hieraus folgende politische J>o« lierung Frankreich« hebt also wieder den Nachtheil aus, welchen die geographische Stellung der drei großen europäischen Völkergruppen für die in der Mitte eingekeilten Deutschen mit sich bringt. ES kommt also in der Politik der europäischen Völker weder das nationale noch da« monarchische Princip zum reinen Ausdruck, sondern eS vollzieht sich von Wisten nach Osten ein allmählicher Ueber-gang von dem einem Principe zu dem anderen, indem daS westlich gelegene Frankreich als Träger des reinen nationalen Principe«, da« östlich gelegene Russland al« Träger de« reinen monarchischen Principe« anzusehen sind. Die bekannte Voraussagung Napoleon« I., das« Europa nach 100 Jahren entweder republikanisch und abergläubischen Geistern die Traumveuier eine so große Rolle gespielt. Darum vermögen sebst in unseren so nüchternen, aufgeklärten Tagen auch große und freier« Geist«? sich von d«n Zaubern de» Traume» nicht ganz loszumachen. DaS Märchen-reich des Traumes gehört mit zu den Räthseln der sogenannten vierten Dimension, zu jenen unserer VerstandeSihäligkeit noch unfaßbaren Dingen, denen der Ehrliche nicht erst nachforscht, die der Betrüger oder Geistesüberlegene sieghast für feine Zwecke ausnützt. Die sieben fetten und sieben mager,n Kühe, von denen der Pharao träumte, waren da» Sprungbrett, von bem Josef au« bem Kerker sich zur Macht über Egypten erhob. Bi« in« Volk«-fprichwort ist die Traumgewalt üi>ergang«n. und in Süddeuischland sagen die Leute, wenn ihnen irgend eine Sache bedenklich erscheint: „Mir träumt vom Teufel!• Philosophen. Phychologen, Aerzte haben sich mit dem Wesen de« Traume« wissenschaftlich be-fafSt. E« ist aber babei nicht viel mehr herauSge-kommen als eine physiologische Erklärung be« Alp-brücken« au« einem durch Ueberladung deS Ma«en« oder sonstige Einwirkungen verursachten Druck auf den Unterleib. Damit wäre weislich und schön die Traumstimmung erklärt, aber noch lange nicht der Traum. Wir sind beim Alp auf eine Art Gemein-platz im Traumleben angelangt, aber wie tausenb-fällig verschieden präsentiert sich der Alp in tausend« fällig verfchiedenen T-äumen! — Solange wir Junten sind, sahen wir unS meist unter der Be-ängstigungen da» Alp in eine gewaltige Balgerei gegen eine Uedermacht verwickelt und durch irgend 25. Jahrgang. oder moSkowitisch fein wird, ist also bisher noch nicht in Erfüllung gegangen. Republik und Mosko-witerthum bestehen noch unvermittelt nebeneinander, ja sie haben eS sogar versucht, ein Bündnis miteinander einzugehen, welche« allerdings bisher nicht di« Folgen hatte, die man sich in Pari» davon verfprochen hat. Ab«r nicht nur die Republik und das MoSko-witerthum bestehen noch fort; auch der dritte zwischen beiden, daS deutsche Volk, welche» nach der obigen Prophezeiung entweder von der Re« publik oder von dem MoSkowiterthum zermalmt werden sollte, erfreut sich noch immer einer recht guten Gesundheit und denkt nicht im entferntesten daran, seinen Nachbar zur Rechten oder zur Linken zum Erden einzusetzen. Richtig an diesem AuSspruche ist nur da« eine, das» Republik und Mo»kowiterthum sich so fremd und widersprechend sind, das» zwischen dielen beiden Kräften immer ein Kamps bestehen mus», der je nach Umständen bald mehr an die Oberfläche dringt bald, wie e» jetzt der Fall ist, mehr in den Hintergrund tritt. Bei diesem Kampfe sind aber die Deutschen tvrtius zaucksvs, und ihre oben dargestellte un-günstige geographische Stellung wird daher voll« ständig gut gemach», wenn sie eS verstehen, den Principienkampf zwischen Republik und absoluter Monarchie sür sich auszunützen. BiSmarck war hierin ein Meister, und eine seiner größien Leistungen war eS, dass er bi» zu seiner Abdankung da» von den Franzosen sei» 1871 sehnlichst begehrte Bünd» ni» mit Russland zu hintertreiben wusSle. Leider stand hierin fein Nachfolger Caprioi, welcher die russische Politik BiSmarck» sür zu „complicim" erklärte, tief unter ihm, und fo kam denn gleich nach der Demission BiSmarckS das französisch-russische Bündni» zustande, dessen schädliche Folgen zu vermeiden eine der wichtigsten Aufgaben der jetzigen deutschen StaatSkunst ist, welche dabei nach dem Obengefagten daS Hauptgewicht auf den unver-söhnlichen Gegensatz zwischen Republik hier und Selbstherrscherthum dort zu legen haben wird. eine Tücke wevrlo« gemach,! Einmal Hai irgend wer unS die Mütze über die Augen gezogen, und alle Anstrengungen, sie wieder Hochzuziehen, sind vergeblich; ein andermal ist unS der rechte Arm on den Leib geseffelt und nicht loszukriegen. All« diese Träume gemahnen an die Jagdgeschichte Piepmaier», der sein Gewehr verliert, von einem Bären versolgt wird und plötzlich vor einem fürchter« liehen Abgrund steht, bis da» rettende Wunder geschieht, das» die ganze Geschichte nicht wahr ist. So auch meist in ditsen Träumen. Die Angst, der A-rger sind alle«; ehe die gesürchteten Prügel kommen, erwacht der Träumend«. Phantastischer ist schon der Alpiraum von der endlosen Wendeltreppe, die wir hinunlersallen. Solche Tiesen, wie dieser Traum aufthut, sind wachend gar nicht auSzudenken. Wir rutschen auf vcm Geländer, kollern über die Stufen 5sO, 30 Slockweike hinunter, und immer noch ist ein Ende der Treppe nicht abzusehen, e« gibt keine» Halt, ba« Fallen dauert endlo«. und dann ende« die Treppe hoch in freier Luft oberhalb eine« Platze«, auf dem der Sturz enden soll — bi« wir tiefaufalhmend erwachen. Eine vielverbrei-tete Specie« ve« Männmraume» ist auch die erneute Abiturienienprüsung. Mag einer nachher noch so viele und strenge Examina gemacht haben, so wird der Angsttraum ihm doch nur vaS Adilurienex^men bringen. Warum!' Der tückische Alp weiß recht wohl, das» wir die späteren BerusSdiSciplinen ganz gut im Kopfe behalten, aber sehr viele« von dem, waS wir zum Aaiturienienexamen lernten, längst verschwitzt haben. So sieht sich der Jurist in sol-chen Traume plötzlich einer ungeheuerlichen Glei- 2 Heuifch- M-lchß- 1900 Der deutsche Volkstag, welcher am 1. April in Wien abgehalten werden wird, soll und wird der radical-naiiona!«» Partei Gelegenheit geben, zu den verschiedene» TageS-fragen Stellung zu nehmen und hiebei neuerlich das» jcnige zum Ausdrucke zu bringen, was wir Rabical-nationalen in richtiger Würdigung der gegebenen Verhältnisse und der LebenSinteressen unseres Volke» anstreben. ES ist die» nölhiger als je, da die Libe» ralen zur reinen Regierungspartei geworden sind und die Abgeordneten der Deutschen VolkSpartei sich nicht unS Radikalen anschließen, sondern mit den Lideralen und Clerieale» verbündet sind. Und mehr al» je thut eS auch noch, dass die Forderung nach der gesetzlichen Anerkennung der deutschen Staatssprache in der nachdrücklichsten Weise zur Geltung gebracht wird. Nur wenn vieS erreicht wird, kann mit Erfolg der allmählichen Slavisierung deS Staates vorgebeugt wird«». Die Gleichberechtigung, die unsere nationalen Gegner begehren, ist eine Verkürzung und Schädigung der Rechte unsere» Volkes, ein Herabzerren von der Stellung, die dem Deutschthum im Staate gebürt, denn die äußerliche Gleichstellung zweier nicht gleichwertiger Sprachen und Culturen ist ein« Herumersetzung der höher Stehenden. Durch dies« sogenannte Gleichberechtigung werden nicht die Tschechen und Slooenen auf die Höhe der deutschen Cultur und der deutschen Gesittung gehoben, sondern wir Deutsche auf die niedriger« Stufe der Slaven herabgedrückt. W«nn man einem Knaben von fünf-zehn Jahren dieselbe Arbeitsleistung zumuthet, als ^inem trästigrn Manne, so behandelt man sie nicht al» Gleichberechtigte. Etwa» ganz andere» ist eS, einem Tschechen ober Slooenen zuzumulhen, deutsch zu lernen, als einem Deutschen, sich eine slavische Sprache anzueignen. Jeder gebildete Slave wird in seinem eigenen Interesse deutsch lernen, weil er da-durch die Kenntnis einer Weltsprache erlangt und ihm ein weites Gebiet für sein Fortkommen er« öffnet wird. W«nn aber «in Deutscher gezwungen wird, tschechisch zu lernen, so wird dadurch seine ErwerbSsähigkett bei weitem nicht in jenem Maße «rhöht, alS die des Tscheche» durch Erlernung der deutschen Sprach«. E» wäre für di« Tschechen selbst, deren gesammte geistig« und wirtichaftllcke Entwicklung nur im Anschlüsse an die deutsche Cultur vor sich gegangen ist, von größtem Uebel, wenn die Unkenntnis der deutschen Sprache noch weiter um sich gr«is«n würde. alS «S bisher schon der Fall ist. Im Interesse unserer nationalen Gegner wäre «S wahrlich nicht gelegen, wenn wir uns national entmannen und zu Staatsbürgern zweiter Classe Herabdrücken ließen. Das kann und darf aber nicht geschehen; um eS aber zu ver-hindern, ist e« nothwendig, dass wir uns ganz und voll und ausschließlich auf den nationalen Boden stellen, nicht» anderes vor Augen haben und alle Kraft nur aus daS ein« Ziel hinlenken, nnser Volks- chung mit drei Unbekannten, ganz entsetzlichen Loga» rithmen, mit denen er nichts mehr anzufannen weiß, gegenüber; ein anderer soll wieder den Op» tativ irgend eines vergessenen griechischen Verbum» conjugieren; gestreng« Professoren durchbohren den Unglücklichen mit ihren Blicken, und wie zum Höhne dämmert es dem Träumenden: „Wozu?" Du bist ja schon längst RechtSanwalt und Notar." Und in diesem Trostgcfühl erwacht der Geängstigt«. Ein wundersame» Mittelglied zwischen diesen Alpträumen und den eig«nthch«n Freuden» und GlückSiräumen sind jene Traumbilder, die unS mit verstorbenen Freunden, Verwandten, Eltern wieder gesellig zusammenbringen. Diese Bilder sind tausend» fällig, bald tröstlich, bald ärgerlich, nur sehr selten schreckhast. Meist geschieht eS dabei, das» wir den lieben Todten an irgend welchen dritten Orten auf der Straße, aus der Reise begegnen, sehr erstaunt sind, sie zu sehen, von ihnen Geschichten un» erzählen zu lassen, die nach dem Erwachen sofort vergessen sind; das» nach Art de» Traumes dabei die ange-nehmen oder unangenehmen Eigenschaft«» der Ver» storbenen in dieser Wiederbegegnung besonders her» vortreten; dass sich im Traum die GefichlSzüge der geiräumten Gestalten ändern, bis das Erwachen den Gespensterspuk verscheucht. Der reizvollste und phantastisch-tollste Freuden-träum ist fraglos daS Fliegen. Wir fühlen unS flugbegabt, es ist uns, al» könnten wi' 4a« blos durch tieseS Ausathmen beliebig hoch erheben, durch den bloßen Willen unseren Flug dahin oder dort-hin lenken, und nun fliegen wir drauf loS, vom Fenster auf da» gtg«nüberlieg«nde Hausdach, dann wieder über die nächste Straße, manchmal ermüdend, thum zu wahren, zu pflegen und mit aller Macht zur Geltung zu bringen. Der dtutsch« Volk»tag wird ein weiterer und bedeutungsvoller Schritt auf diesem Weg« sein. politische Wundschau. Das ßnde des Kohlenarveiterausliandes. All« Meldungen weisen auf eine devorstthende Beendigung deS Ausstände» hin. So wird au» dem Duxer Bezirk vom Sonntag geschrieben: In Ladowitz meldeten sich gestern die Arbeiter in großen Mengen wieder an, in Dux läs»t noch ein Tykll der tschechische» Belegschaft aus sich warten. Die Arbeiter haben trotz einiger drohender Anzeichen die ruhige Haltung nicht aufgegeben. In den letzten Tagen wurden unter den Arbeitern die schaurigsten Nachrichten über Ausschreitungen in Nachbarort«» verbreitet. Die liberale Presse, welche ganz einseitig den Standpunkt der G«werke vertritt, frohlockt über den sür die Arbeiter ungünstigen AuSgang des Streiks. — DaS C«ntral-Sireikcomil6, sowie die GewerkschastScommissione» in Wien uns Prag empfehlen in einer in 20.000 Eremolaren aufgelegten Druckschrift die Beendigung de» Streike» der Berg-arbeiier im nordwestlichen Böhmen und daher die allgemeine Wiederaufnahme der Arbeit am 19. d. M. In 'dieser Flugschrift wird hervorgehob«», M» der socialpolitische AuSschusS deS Aogeordnttenhause» sich für die gesetzliche Einführung der Neunstunv«n» schicht im Bergbaue ausgesprochen habe. Di« gesetzliche Abkürzung der Schichtdauer im Bergbau sei also voraussichtlich bald zu erwarten. Da gegenwärtig das Parlament vertagt, die Mittel erschöpft, eine weitere Unterstützung unmöglich sei und da überdies die Zahl der Arbeitswilligen bedeutend gestiegen sei, bleibe nichts anderes übrig, als gemeinschaftlich den Streik zu vollenden, zwar nicht al» triumphierend« Si«g«r. aber auch nicht als Besiegte. — Das End« des bereit» volle acht Wochen währenden Streik» im nordwestlichen Braunkohlenbecken steht daher un-mittelbar bevor, umsomehr, al» der Beschluss der Gewerken auf Aussperrung einer Anzahl streikender Bergarbeiter aufgehoben würd« und da auch di« V«rtret«r der „Unabhängigen' sich für die Be-endigung deS Streik» einzusetzen erklärten. Der in letzter Stande erwacht« Widerstand de» deutschen Volke» gegen den lex Keinz« genannten reaciionäre» Anschlag auf die Freiheit der Kunst hat Erfolg gehabt: Die Weiterberaihung de» Gesetzes ist am Sonnabend nach «in«r »»gemein dramatischen und heftigen Debatte durch die Obstruktion der Linken verhindert und auf unabsehbare Zeit von der Tagesordnung abgeietzt worden. Man hofft, der un-selige Gesetzentwurf werde auf Nimmerwiedersehen verschwinden. Ueber die denkwürdige Sitzung be-richten di« „M. N. N.": „Um 0 Uhr, vor stark g«licht«tem Haus«, begann die össeniliche Sitzung. AlS erster zu berathender Antrag lag ein solcher von socialdemokratischer Seite zu § 3(30 deS Strafgesetzbuches, zum sogenannte« „Unsugp.rragraphen" dann wieder frei und leicht, al« wäre da» Flitgen etwas Selbstverständliche», bi» wir in irgend einem phantastisch ausgestatteten Zimmer landen, in einem Zimmer, das keine Thüren und Fenster hat, auS dem kein AuSweg, von dem wir nicht wissen, wie wir da hineingekommen, die Endstation vor dem Erwachen. Wer den Flugtraum öfters geträumt hat, erinnert sich auch, daf» er manchmal leichter, manchmal schwerer da» Flugkunststück geleistet hat. das» aber die Furcht de» Fallen» dabei nie recht in Frage kam. Nach solchen besonders lebhaften Flugträumen bedarf e» im schlaftrunkenen Erwachen noch einigen Besinnen«, ehe wir zur Ueberzeugung gelangen, das« wir doch nicht fliegen können. Zuletzt noch einig« Worte über den psycholo-gisch merkwürdigsten Traum, den man den Gedan-kentraum zu nennen versucht wäre. Wir denken im Traum, wir haben da« Traumbewus»ts«in von großartigen Ideen. Elfindungen, neuen, weltbe-glückenden Theorien oder wundervollen dramatischen Stoffen. Und nun vollzieht sich im Traume da« merkwürdigste Traumwunder. Mitten im Traume kommen wir träumend zum Bewusstsein, dass wir träumen. Um so besser! Aber der Traumeinfall ist zu großartig, er ist so glänzend, das« wir beschließen, diesen unserem Gedächtnisse einzuprägen, das« wir den Willen hegen, sofort aufzuwachen, um da« Ge» träumte niederzuschreiben und Ich wache auf. und der Strauß ist fort Und da« Wort hab' ich vergessen. So necken und schrecken unS die Märchen und Wunder des Traumlebens. vor. Nach dem socialdemokratische» Antrag fof dieser Paragraph auf Erzeugnisse der Kunst, Wisse» fchaft und Presse keine Anwendung sinden. Die Abgeordneten Slabihagen und Beck (5oburg) be» gründeten unter großer Unruhe deS Hanse« diese» Antrag Besonderes Aussehen erregte die scharf poi» tiert« kurz« Erklärung de» Prinzen Alexander zi Hohenlohe, der zwar gegen den vorliegenden Anttaz sich wandt«, aber in Anknüpfung an die Rede Vollmar«, dessen Ausführungen er vom .Stand-punkte de« socialdemokratischen Führers" al» meister» haft bezeichnete, eine äußerst prägnant« und z» treffende Kritik an dem ganzen Gesetz üb». Ffc dies« freimüthige Erklärung würd« der Sohn de« Reichskanzler» vom Regieruiig»oertret«r Leuth« i> ziemlich derber Form abgekanzelt. Der BindeSralhS« bevollmächtig» gab ausdrücklich seinem Bedaner» darüber Ausdruck, das» Prinz zu Hoh«nloy« üb« diese« Gesetz andere Ansichten hege, als die vn» bündele» Regierungen. — Gegen 5 Uhr, nach de» Reden SchönlankS, Richters und bei RegierungS-commissärS Leuthe erfolgte die namentliche Abstimmung, deren Ergebnis vorauszusehen wir, da viel« Abgeordnete bereits die Heimreise angetrele» halten und die Socialdemokraten und Freisinnige» bis auf zwei den Saal verließen. Der Niment-aufruf ergab nur 172 Abstimmend« — also en beschlusSunfähige» Hau». Großer Jubel auf der Linken und leidenschaftliche AuSbrüche de» Zorne! im Centrum und bei den Conseroatioen. Nach der Verkündigung deS Abstimmungsresultate« und der Erklärung der BeichlusSunsäyigkeit mach» der PM-dent «in« kurze Pause und sagte dann mit vor Ans-regung bebender Stimme: Aber ich hab« vor de» Hause und dem Lan?e zu coaftaüeren (allgemeine« Bravo und Rufe: So ist e« rech«! im Centra» und recht«), das« 50 Unterzeichner der Abstimmung«-anlräge den Saal verließen, um den ReichSiag beschlusSum'ähig zu machen. Noch während dieser Worte brach ein wahrer Hexensabbath lo». Eaze» Richter sprang auf und rief: Da» ist unser R-chl. da» war unsere Pflicht I — All« s«cialdemokcansch«i Abgeordneten schrien wild durcheinander und dräigm sich zur Rednerbühne und zum Platze de» Pcäü-deinen. Die Rechte todte und schrie: Hinaus mit der Obstruktion! Dazwischen die schrillen Töne »a Präsidentenglocke. Endlich konnt« sich Präsident Gras Ballestrem vernehmlich machen, um sage,: Ich hab« da» nur constalieren wollen. Wenn s>e so weiter lärmen, kann ich nicht von diesem Plstzt au» die Tagesordnung verkündigen. — Mai» sah dem sonst so ruhigen Präsidenten Grasen Bullestre» di« in ihm arbeitende Ausregung an. Augenscheinlich war auch seine Kraft durch die aufreibenden Är> beiicn letzten Tag« erschöpft, und «» kam wohl auf der Parteimann, dessen Herz dem Centrum aehöch in ihm znm Durchbruch. Au^ unabsehbare Zeit iß nnn di« Wiiterberathung der lex Heinz« von 98 Tagesordnung abgesetzt, da vor allem der fertiggestellt werden muss. — Es ist nun ein drei» Zeitraum für die nachdrücklichste Agitation g«schaffetz di« de» verbünd«»« Regierungen klar macheu moji, dai« ein solches Gesetz dem deutsch«» Volke ntcht aufgezwungen werden darf. UedrigenS kom« man bereit« in den Wanv«lgäng«n des Re«ch«iaget Stimmen au» dem Centrum und den Reihen Da Cons«rvativ«n vernehmen, di« die vollstäidiP Kampfe»müdigkeit der bisherigen ReichSlazSmehrhot bekundeten. J>i< weitere Vertheidigung der Auren M Ausnahme der Bahnübergänge üd«r de» Ocani-stuft sowie der Distric» vei Kimberley dürfte der Büm de» OranjestaateS von den Buren geräuml fen. Was etwa dort an VurencommandoS «och sich findet, wird entweder sich auflösen oder unter Plänt-lergesechien sich nach dem Norden durchschlag» wo «rst die eigentliche Vertheidigung beginnen n»o. Denn der Oranjestaat bietet biS hinter Kroaäa» wenig Chancen für einen ernsten VertheioigungSkrq der Buren. Die Gegend ist eine hoch »legene -iejw ein Plattau von ungefähr 4400 Fuß über S» Meeresspiegel. Weiter wird aber daS Land it-ck gebirgig. Die Eisenbahnlinie erhebt sich bis äte 5500 Fuß; sie ist von hohen Bergen, lies» Schluchten und Wasserläufen flankiert. Straße» es nur fehr wenig«; di« Etsenbahulinien dirch schneiden ein Terrain, aus welchem «ine Lecthv digung gegen Ueberfäll« kaum denkbar ist. ht Wassermangel kann sich zu Zeiten bi« zu flau« ftrophen steigern. Für einen Plänklerkrieg sind d« Buren wie geschaffen. Sie sind daS Klima gewöhn», beritten, unermüdlich auf dem Marsche, mit de» Lande vertraut, bedürsniSlo», gut« Schütz» » Einzelfeuer. Jeder Mann führt feinen Mund- i«J Wafferoorrath mit sich. Außerdem vermögen »es« den Kleinkrieg eine beinah« unbegrenzt« Anzahl g«a K so" Post Anweisnny auf IN Wortra ^ligcwicstn» Kjelraz 5u k^me.'VMÜnsrt uiu 0 br4 AdsendeLl 1 s a m Vti!immuags»rl Straße und Kausnummn Administration des „lERCUR" I , H ollteilc Mr. 10. ü-r lOOOK , s = H Hut für fj ~ Mnihmckuch v Sf f ür Abonnenten •= vom I April bim ^ tfr ^"Nalifung ® Kudr ftweinbfr s!L 1900. >«->. ^«(l-PirectionsJqirl.. -Z fl z» Umertjrift ttt «oätramtcii: Guittung des Empfängers. Den angewiesenen Betrag richtig empfangen zu haben, bestätigt: Ort ...............................den ...............................100. Sfamt AnkunstSbuch.v ifclfmpM M auf. 1900 Führer auszustellen. Die englische« Truppe« find im Gegentheil zu «i»em solch«« Kriege nicht geeign't. schwerfällig, anspruchsvoll, wa» den Lebensunterhalt betrifft. Di« Anzahl der Fuhrwerte, welche mit- S«führt werden müsst«, ist euor» groß. Die schnöde Ibweisung der Bitte um Frieden muss zudem auch den letzten Mann unter die Waffen treiben. ES ist somit nicht ausgeschlossen, dass Lord SaliSbury dinnen kurze« in die Lage kommen könnte, seine schroffe Absage an Krüger und Stej« bitter zu bereuen. Aus Stadt und Land. Aufzeichnung. Dem LandeSgerichtSrathe in Till, Laurenz Ulcar wurde anlässlich seiner Pen-fionierung der Tit.l und Charakter eines Ober« Landesgerichtsrathes verliehen. ^«»tzwirtschastlich« Nersautmtung. Am 13. d. M. fand im Gasthose „zum Mohren" die satzungS« mäßige Jahresverfammlnng der Filiale Cilli statt, in welcher über Einladung des Obmannes Herrn Dr. L a « g e r Herr Weinbaufchuldirecior Zweifler aus Marburg erschienen war. Der Obmann begrüßte den erschienenen Director Zweifler sowie die zahlreich vei sammelten Mitglieder und Gäste der Filiale und ertheilte fohin den, Herrn Director zu feinem Bortrage daS Won. Zum Gegenstande seines Vortrage» hatte Herr Director Zweifler die Cultur von Zwerg- und Busch bäumen sowie die Pfl ge dieser und der hochstämmigen Obstbäume und die Bekämpfung mehrerer Obstschädlinge gewählt. In lichtvoller Weise schilderte Herr Director Zweifler den ausmerksam lauschenden Anwesende» die Cultur der aus Amerika eingeführten Buschbäume, hob hervor, dass sich diese Culturgatiuug insbesondere sür Steinobst und Aepfel eigne, das» mau jedoch überall dort, wo man auch aus dem Boden deS Obst« gatUks einen Ertrag erzielen will, auf di, Cultur der Buschdäum« verzichten müsse. Hieraus ergebe sich die Unanwendbarkeit dieser Culturgatiung sür Lbstgärie«. aus Wiesen- oder Ackerboden. Vortheile der Buschcultur fei.n insbefonders die leichtere Be» kämpfung der verschiedenen Schädlinge und die leichtere Bearbeitung, während als Nachtheil inS-besonders die größer« Gefahr vor Hasensraß und Diebstahl der Fiüchie hervorzuheben sei. ES können daher Bufchdaum« nur in eingefriedeten Lagen c>l:iviert werden. Die Cnliur der Buschbäume ng>.e sich insbesondre« sür Calville, Ripsto, pepping »d Canada-Raineiie inSbesonder» mit Rücksicht daraus, als diese Aepsel sowohl an Größe alS auch an Feinheit des ÄuS eh.»« durch »i fe Cultur, ßanung gewinnen und man bei deafeb.«« insbesonderS die Schv,fkraokheit, welche er im weiieren Verlause seines Vortrage« bespreche« werde, leichter bekämpfen kann. Gegenüber dem Zwergodst« habe der Busch-. bäum de« Bonheil, das« er nicht eiuen fachmännisch ! gebildeten Landwirt deuöthige, sondein nur in de» ersten Jadren insbefonders «n den erste« drei bis m Jahren einige Sorgfalt beim Beschneide« ertvrdtre. später aber w«ig Beaufsichtigung nöthig habe, währeird beim Zwergobste durch das nicht iachaiaßige Beschneiden desselben häufig wohl starke emw-cklunp im Holze aber kemcrlei ^rvchtvildung verursacht werbe und außerdem auch va» Zwergobst zwecks richiiger Ziehung in der Form unbedingt ! iachmänniiche Bildung bei«« Landwirt« erfordere. Ve» Bnschbuu« sei auch die Auswahl d r Unter» lagt ein« viel «iniachere und nicht von so ein» schn«denoe»i Einfluss« aus daS spätere Ziehen der Dö»me. wie diS b« Zwergobst der Fall sei. Wird «mlich bei Zivergobst ei«« u,»richtige Unterlage imnhlx, w erichemt damit vom Anfange an häufig da» richtig« Ziehen des Zwergobste« unmöglich ß-macht. Al« Uittrlage sür Bufchdaum«, wen» Aepselsorxn veredelt werde» soll-u, eigne sich uub.dMsit der Splniapsel (Toussazit) sür t«nen die Öuitie;, für schw«chwitchs,s« Sorten Uns« ma» a«ch gewöhnlich« Wildlinge al» Unter-läge verwende«, jedoch müsse man bei Wildling»-«»rlagen wohl sehr daraus achten, das» ma» iMiwi nin schwachwüchsige Sorten veredle, da »an sooft den gleichen Nachtheil, wie bei Zwerg-»bst erleiden könne, nämlich den, dass der Baun, mr ins Holz «nd nicht zur Fruchtbildung heran-wächst. Schließlich warnt Herr Director Zweifler baror. die Buschcultur zu sehr überhaad nchme» pt lassen mit Vernachlässigung der Hochstämme, da diese letztere Cultur doch noch im allgemein.» sattbetrudeu «xrdm «Misse, weil unsere Landwirte iiuch ans den Ertrag des Bodens unter den Bäumen «gewiesen find. Sohia gieng der Vortragende aus zweiten Theil feiner mit g ößier Ausmerkiau,-teil vnselgten Darstellungen, nämlich aus die Pflege I der Obstbäume, über. Ei« Hauptfehler der meisten W«cht' Obstbauer bestehe in dem unrichtigen Schnitte der jung?« Bäume. Dieselben müssten mindesten« drei-mal geschnitten werden und sei ein Hauptgrundsatz, den jungen Baum solange zurückzuschneid«», bis di« Krone desselben genügende Aeft« in hinreichender Stärke habe. Es werde nun hiebei häufig in den gegkntheiligen Fehler verfalle», nämlich, das» der Bau», solange zurückgeschnitten werde, bi» er «ine unverhältnismäßig große Krone und dünnen Stanim hab«. Sehr zu achten sei bei jungen Bäumen auf die Länge der beigesetzten Stützpsähl«, welch« nicht di» in die Krone hinein, sondern nur bis zum Beginnt derselben reichen dürfen, da sonst ihr« Aestt sich am Pfahl« aufreiben und dadurch dem Baumkrebse und der Blutlaus willkommene An-grissspunkie bieten würden. Man müsse da» Moo» vom Stamme und von den Besten entfern««, sich kreuzend« A«ft« müssen herauSgeschnilten werden, wobei jedoch strengsten» da« Verbleiben von Ast-stumpfen vermiede« werden müsse; di« Echniil-wunden sollen mit Theer oder Baumwach» gut verstiichen werden. Die borkige Rinde, welche «in Ha«plunt«rschlups für alle mögliche« Schädling«', insbesondere den Blütenstecher, abgebt, müsse man abkratzen und verdrängen. Die Bäume müsse mau im Llamme mit einer Lösung von Lehm und kalk bestreichcn, was jedoch nur sür alt« Bäum« mit borkiger Rind«, keineswegs ab«r sür glaurindig« Stämme zu gelten habe, sür welch letziere das B«str«ichtn geradezu nachtheilig wirken kann. Da» Erdreich unttr den Stämmen, di« soge-nannt« Baumscheibe, müsse stet« locker gehalten werden, damit den Wurzel» de» Baume» stet» Luft in hinreichendtr Menge zukomme. Insbesondere warnt Herr Director Zweifler davor, unter Bäumen Klee anzusäen, da dieser den Bo:en zu sehr au»-trockn« und dadurch schädlich wirke/ hingegen sei e» sür den Baum günstig, wenn er sich beispielS-weis« in einem Kartosselseld« befinde, da er da stel» gelockerten Boden habe. Herr Director Zweifler be» spricht sohin in eingehend«! Weis« die Bekämpfung der am häufigste« auftretenden Schädling«, so ins-besonder« de» Biülenstecher«, der Fleckenkrankheit, der Blatt- und Bluiläus«. Um dem Blütenstecher in wirksamer Weis« enlgegenzuireten, sei das rationellst« Mittel, die Bäum« in de» ersten Morgenstunden um die jetzig« Jahreszeit ordentlich abzuschütteln, di« durch die Morgenkälte steis gewordene» und dadurch leichler abzuschülielnden Käser zu sammeln und zu vernichten: Herr Director Zweifler verweist auf da» früher besprochene Abkratzen der borkigen Rinde, durch welche» den Larven de» BlülenstecherS di« Schlupfwinkel benommen werd«». Die Flecken-krankheit trete häufig gerade auf den feinste» Sorten unf«r«r Aepfel und Birnen auf. entwerte dieselben und müsse daher ebenfalls schärfst«»» bekämpft werden; die» geschehe am beste» damii, das» man d!e Bäum« mit ein-r Kupfervitriollösuug. welcher kalk beigesetzt werbt, in gleicher Weise wie man die ?orono»pyr» viticol« bekämpft, bespritze, nur mit btm Unterschieb«, das» hier da« Besp itzen vor der Blüi« mit einer zweipercentigen und nach der Blüte mit «iner einpercenli^en Lösung genüge. Director Zweifler b«merk>, das» «r in der Besprechung der Schädling« nun auf di« Blutlaus komme, welche jedoch keineswegs so gefährlich sei, wie man die» anfänglich glaubte, und sei «r der festen Ueberzeugung, dass jene, welche behaupt«», die Blutlau» gisährde den Bestand unserer Obstculturcn, zu weit gehen. Dessen ungeachtet müsse er davor warnen, das» man diesem Schädlinge zu wenig Bedeutung beirmsse, sondern man müsse ihn mit aller Macht b«kämpf«n; wie «r schon bei der Pflegt der Bäume h rvorgehoben hab«, s«i erstes Ersoidenii» einer rationellen Bekämpfung da» Vermeiden sämmtlicher Verletzungen de» Stamme» und der Krone, da sich gerade an solchen die Blutlau« sofort ««siedle, wen» schon aber ein« Verletzung «»«standen fei, so müsse die» selbe durch ein Ueberstreicheu mit St.iukohtenlheer oder Baumwach» vor den Angriffe» der Blutlaus gesichert werde«; wo sich aber einmal die Lau» angeietzt habe, müsse man diese Stellen mit einer in Fitt getauchten Bürste stark abreiben. An» besten sei hiezu eine Mischung von 2 Kilogramm Schauer-seife, 4 Liter Pmoleuui und 50 Liter. Wasser; .überhaupt sei«» «ur jen» Mittel vou Wert, welche «ine» Beisatz von Alkohol oder Petroleum haben, da di« Blutlau» mit einer WachSschtchl«, oder besser gesagt Wachshaut bedeckt ist, durch welch« «be« nur Petroleum ober Alkohol durchdriugen und dadurch die Lau» vernicht««. Weniger grährlid) al» di« vor» besprochen.» Schädlinge s«i«u di« Blattläuse. Drsfn-ungeachtet bild«n dieselbe« doch eine Gefahr für unsere Bäume deshalb, aveil sie bei masse»hajt«m Austret«» «in Kräuseln und damit Absterbt« der befallen«« Blätter des Baum«» hervorbringen. wo- 3 durch ditser im Wach»thum zurückbleibt und wohl auch zugrunde gehe; man bekämpf« die Blattlaus am tin-sächsle» und billigsten durch Bes'.reichen der befallenen Stell«« mit »iner «iup«,centigen TabakextracUöiung. Herr Director Zweifler fasste sohin in übersichtlicher Form da» Gesammlresultat der verschiedenen Beka«psung»arten d«r vorbesprochenen Schädlinge zusammtn und beendet« seinen anregenden Vortrag unter wohlverdienten und reichlich gespendeten Bei-falle. U«b«r Anfragt be» Herrn Kausmanne» Aloi» Walland erwidert Herr Director Zwtifler, die beste Form der Düngung der Obstdäume in geschlossenen Pflanzungen sei die flüssig« Löcherdüngung; dieselbe werde in der Weis« vorgenommen, daf» man in die Baumscheibeptriphtrie 30 bi» 40 cm tieft Löcher in einem Abstand von 1 bi» l V, m mache in birselben bei lrocktner Witterung mit Wasser v«r-dünnt« und Holzasch« vers«tzte Jauch« gieße und sohin die Löcher wieder schließe; an Stell« der Holzasche könne man auch auf «ine Gießkanne voll verdünnter Jauche eine Handvoll schwefelsaure« Kali geben. Wird die Düngung bei starkem Regen vorgenommen, so kaun di« Jauche unverdüunl verwendet werden; immer jedoch müsse darauf gesehen werden, das« bi« Peripherie der Baumjchkib« möglichst in gleicher Größe mit der Peripherie der Krone gehalten werd«, da die Wurzeln de» Baume» sich unter der Erd« soweit vtrzwtigen, al» die Krone obtrirdisch. Diese Düngung müsje, da sie sehr rasch wirke, im ersten Frühjahr« (März) und ja nicht im Hrrbst« vorgenommen werden. Gedüngt müssen nur schwache Bäume werden und warnt Herr Director Zweifler vor allzu starker und häufiger Düngung und Düngung von kräftigen Bäumin inS bi sondere deshalb, weil sich sonst nur ein starke» Anwachsen in» Holz und keine Fruchtbildung entwickle. Herr Brenctc! befragt Herr» Director Zweifler über di« Tauglichk«it «in«» Mittels zur B«käa>psung dir Blutlau», welches eine Zusammen-setzung auS Buchenholzasche und puloerisierttm Kalk fei, sowie über bi« Eignung de» Mäusebacillu» zur Vernichtung der Maulwürfe. Herr Director Zweifler erklärt, da» erstere Mittel unter Hinweis aus feine» früheren Vortrag al» untauglich, bezüglich de» ^täufedacillu» bemerkt er, das» man diesbezüglich noch kein« Erfahrungen habt. Der Vorsitzende Herr Dr. Langer, dankt fohin Herrn Direktor Zweifler nochmals für srinea so belehrtndtn Vortrag, erstattet sohin de« Rtch«nschaft«bericht, wonach zur Wahl der Deltgierten sür bit Hanptversammluag der Ceatrale geschritten wird. E» wurden al» De-legierte sohin Herr Aloi» Walland und Herr Dr. Langer gewählt. Herr Landtag»abgeordneter Stallner regt die Abhaltung der Hauptversamm» Inngtn auch au»wärt» von Cilli deshalb an, weil sich zu derselben dann gewis» auch bäuerliche Obst-züchter und Landbauer einfinde« werden. Der Vor» sitzende nimmt diese Anregung zur Kenntnis. Ueber eine Anfrag« bt» Herr« Joses Pallo» und Herrn Aloi» Walland wegen Einfuhr von Reben aus -verseucht erklärten Gebieten nach Cilli, entspinnt sich «in« lebhafte Debatte, welche schließlich damit endet«, das« der Oomauu der Filiale beauftragt wurde, alle Mitttl bei den Behörden anzuwenden, um die Verschleppung der Reblau» zu verhindern. ßalinovcrei« und Wnsikverei». Der am letzu« Samt tag veranstaltete Familienabend der beiden genannten Vereine mus» mit Recht al» eine der gelungensten Veranstaltungen derselben bezeichnet werden. Da» abwech»lu>:g»:eiche, sehr geschickt zufamineng» stellte Programm war dazu geeignet, eiuen erfreulich guten Besuch zu erzielen. Schon die Wahl der Musikstücke der Verein»kapelle war eine glückliche und «las» die Anssührnng eine durchau» lob. »«werte genannt werden. E» w«ren die» namentlich: Vorspiel au« »Heimchen ani Herd" von G o 1 d », a r k, »Wal-purgisnacht" aus „F a u st* von G o u n o d und eine Phantasie au» „Verdis" Oper von Friedrich. Leider wurden die trefflich wiedergegebenen Meister-werte bei der auffallenden Unruh« der Zuhörer den vier Wänden preisgegeben. Wenn schon nicht da» musikalische Verständiti« vorhanden ist, so wäre bei dergleichen Ausführungen Ruh« nnt Rücksicht aus die Personen angezeigt, di« Sinn und Jnier.ssc sür schöne Musik habe«, wie es eben bei dieser Ausführung her Fall war. Ferner hatte sich eine Anzahl Künstler gefunden, bi« durch culd«rwei»ige Aufiflfirtii'gM die Zuhörer unterhielte». Vor allem der ank »Furcht vor der Schwitgermutter" vo>» Cla.a Zilgltr. Dieser (östlich.* schwant sührle un« jugendliche Mt»i«n au« unserer Gejrlljchast vor Augen, deren Leistungen allgemein alS vorzüglich« bezeichnet wurden und stürmisch«» Beifall hervor-rieten. Wir waren nicht überrascht; wussten wir doch, dass, wenn di« Fräulein Martha Rakufch, 4 . V-tttsch- W-cht" 1900 Gabi und Mitzi Zangger, sowie Herr Fritz Zangger aus den weltbedkutenden Brettern er» scheinen, wir aus einen seltenen Genus« rechnen können. Eine Glanznummer de« Abende« war der herrliche Vortrag von VolkSlitdtrquartettrn, mit denen die Geschwister Zangger (Fräulein Gabi Sopran, Fräulein Mitzi Alt. Herr Hermann Tenor und Herr Fritz Bas«) nicht endenwollende BtisallSstürmt entfesselten. Eine herrliche Gabe bot sich unserem Auge in den prachtvollen lebenden Bildern (Mond, Sonne, Hermann und Dorothea, Königin Louise mit den Prinzen); noch nie haben reizendere Bilder solchen Jubel im Casino zu wecken vermocht. Die prächtige Stimmung, die au« solchen Darbietungen entstand, beherrschte den lustigen Tanz, der in Unermüdlichkeit bi« zu den Morgenstunde» dauerte. Z»ie Socialdemokraten und die Hcmeinde- rathswahlen Am Sonntag fand im Saale de« Gast» hause« „zur grünen Wiese" eine Volksversammlung statt, in welcher der bekannte socialsemokratische Redner Kristan au« Trieft einen recht interessanten Vortrag über den Ausstand der Kohlenarbeiter hielt. Das« dabei auch die socialistischen Utopien durch» schlugen ist selbstverständlich. Mit btsonderem Interesse sahen wir dem Referate über die kommenden Ge-mtinderalh«wahlen entgegen. Herr Kristan ent-wickelte da« allgemeine socialistische Gemeinde-Programm, welche« folgende Hauptforderungen aus« weist: allgemeine«, gleicht« und directe« Wahlrecht, gesunde WohnungSpolitik, unentgeltliche ärztliche Behandlung, Verallgemeinerung der geistigen Bil-düng, städtische Arbeit«» und Stellenvermittlung u. a. Der Referent übte scharfe Kritik ant Nationalitäten-kämpfe. Der Schriftleiter der „Deutschen Wacht" venrat den Standtpunkt der deuisch-radicalen Partei. Bezüglich de« Cillier Gemeinderathe« verwie« er aus dessen bisher von niemandem angezweifelte Arbeiterfreundlichkeit. Er legte dar, das« bi«her noch kein Ansuchen um Berücksichtigung der social-demokratischen Pcogrammpunkle dem Cillier Ge-meinderathe zugekommen sei, ja das« die social-demokratische Partei überhaupt noch mit keiner Anregung an den Cillier Gemeinderath herangetreten sei, bevor da« heute ein Fremder au« Triest eingeleitet habe. Schriftleiter Ambrofchitfch sprach die Ueberzeugung au«, das« der Cillier Gemeinde-rath den berechtigten Forderungen der Arbeiterschaft sympathisch gegenüberstehe, das« er einzelne dieser Forderungen in Bethätigung de« deutschen Gerechtig-keit«gtsüdlt« verwirklichen würde, ohne sich jedoch da« abzwingt» zu lassen oder e« al« Gnaden-geschenk auszugeben. Mit aller Entschiedenheit stellte Schriftleiter Ambroschitsch mehrere Unwahrheiten richtig. So warf Herr Kristan dem Cillier Gemeinde» rathe Arbeiterseindlichkeit vor, weil er angeblich der Errichtung eine» GewerbegerichteS nicht zu» aestimmt habe. Schriftleiter Ambrofchitfch stellte fest, das« der Cillier Gemeinderath mit der für die Schaffung eineS GewerbegerichteS einzig und allein maßgebenden Enquete in gar keinem Zusammenhange gestanden sei. Die Behauptung KristanS, das« deutsche Arbeitgeber ihren Arbeitern zugemuthet hätten, sich an den Ausschreitungen anlässlich de« Tschechenrummel« zu betheiligen, bezeichneter Schriftleiter Ambroschitsch als Lüge, worauf jene Behauptung richtiggestellt wurde. Als den Gipfelpunkt nationaler Verrohung bezeichne«? Herr Kristan da« Fenster-einwerfen bei Dr. Sernec. Schriftleiter Ambro-schiisch stellte dieser unschuldigen Demonstration die Besudelung de« AnastasiuS Grün - Denkmales in Laibach und die mit Raub und Diebstahl gekenn-zeichneten Excesse des Prager Tschechenpöbels entgegen, wobei allerdings ein« „National-e i g e n s ch a f t* zutage getreten sei. Dieser Aus-druck versetzte Herrn Kristan in eine Aufregung, welche sein nationale« Herz ausfallend enthüllte und ihn zu dem AuSspruche hinris«: .Auch ich bin ein Slave." In der Versammlung waren drei Gemeinde-Wähler anwesend: ein socialdemokratischer Privaibeamter, der deutschradicale Schrift-leitet der „Deutschen Wacht" und der slovenisch-clericale Schlossermeister Rebek. Letzterer suchte durch tiefe Verbeugungen vor der social-demokratischen Partei ein Compromis« zwischen Slovenisch-clericalen und Socialdemokraten ein-znleiten — freilich vergeblich. Im Nebligen nahm die Versammlung einen sehr lebhasten und würdigen Verlauf. Theaternachricht. Da Fräulein Matzner noch zwei Tage der Erholung bedarf, so sindet die Aufführung von ..Orpheu« in der Unterwelt" erst diesen Samstag statt. Dafür gelangt morgen Donnerstag da« vorzügliche Lustspiel: .Die beiden Leonoren" von Paul Lindau znm Benesice der Liebhaberinnen Frl. Poldi Hoffman» und Frl. Adda N or d e g g zur Aufführung. Die Seiden Damen, die sich im Laufe der Saison durch Fleiß und Hin« gäbe an ihre Rollen hervorgethan haben, hoffen mit diesem Stücke eine gute Wahl getroffen zu haben. Ein volle« Hau« wäre ihnen zu wünschen. — Ueber den genialen Componisten von „Orpheu« in der Unterwelt" erzählt ein Kritiker im „Figaro": „Offenbach hatte sich durch seine Operetten ein große« Vermögen erworben, besonder« durch „Or» pheu»", welche» in Pari« durch zwei Jahre fast ununterbrochen gegeben wurde. In Wien, wo „Orpheu» in der Unterwelt" über hundertmal gegeben wurde, betrug die Gefammteinnahme sür diese Vorstellungen über '/« Million Gulden. Bei seiner Erstaufführung in Pari« musste da« ganze zweite und dritte Acisinale unter dem jubelndsten Beisalle wiederholt werden. Selbst Richard Wagner, hat den genialen „Orpheu«" - Componisten hoch geschätzt. Z>er ßillier Hladfahrerverein beginnt nach langer Unterbrechung am Freitag wieder mit seinen so beliebt aewordenen Clubabenden. AetheiNgt Knch nicht an den clericale« ßonsumvrrcinen? Der Rechnungsabschluss deS Consumvereine« in Mahrenberg beweist, wie sehr gelinde gesagt — unnöthig dieser Verein ist, wie gefährlich die Betheiligung an solchen Vereinen werden kann, die vielsach Kräften überantwortet sind, welche weder einkaufen noch verkaufen können, beweist endlich, das« dieser Verein sogar Waren .aus Puff" gieb», wa», wenn wir nicht irren, ganz und gar statutenwidrig ist. Der Mahrenberger Consumverein zahlte im vergangenen Jahre 383 Mitglieder, welche 11.010 fl. erlegten, aber, wenn der RechnungSabschlus« richtig ist, keine Zinsen bekamen. Der Verein hatt» 1700 fl. Bargeld-schulden, ist an War»n 12.115 fl. schuldig gewesen, verrechnete für VerwaltungSkostm 183 fl., bezahlte 758 fl. für'« Inventar und 1101 fl. für Gehalte. 2974 fl. betragen die Buchsorderungen. Man schreibt un« au« Mahrenberg dazu, das« einzelne Mitglieder sehr geängstigt und überdie« mit den feilgehaltenen Waren nicht zufrieden sind, weil si« qualitativ nicht entsprechen. Für gewisse jüdische Geschäftsleute sind Consumvereine sehr dankbar« Objecte zur Ablagerung von Pos«l für hohes Geld. — ang. Aus Ausser wird un« unter dem 20 d. M. geschrieben: Heute nacht« wurden am Hause, in welchem der slovenisch. clericale Consumverein unter-gebracht ist. die Fensterscheiben eingeschlagen. E« wird allgemein vermuthet, dos« die Macher de« Consumvereine« diese« Bubenstück selbst arrangiert haben, um sür da« Geschäft bei den Bau.rn mehr Reclame machen zu können. Die behördlichen Er« Hebungen nach den Thätern haben bisher zu gar kei. em Ergebnisse geführt. Z>ie Perwendungsdauer der alten Postwertzeichen. Zufolge Verordnung de« Handels-Ministeriums können die nach Ablauf de« Monat« März 1900 noch in den Händen de« Publikum« befindlichen Postfrancomarken zu 1 bis 50 kr. und zu 1 und 2 fl., Correspondenztarten zu 2 und 4 kr., Correspondenzkarten für den ausländischen Verkehr zu 5 und 10 kr., Kartenbriefe zu 3 und 5 kr., Streifbänder zu 2 kr.. PostauftragScouvertS zu '/, kr., sowie die anderen alten- Post-, Telegraphen- uud Telephonwertzeichen bis einschließlich 30. September 1900 im Postoerkehre verwendet werden. Bei den Correspondenzkarten zu 2 und 4 kr. muss neben eingeprägten 2 kr.-Postsrancomarke eine 1 Heller-Posifrancomarke ausklebt werden. 7etta»er Marktbericht. Der heutige Auftrieb betrug 602 Schweine. Der Markt war gut beschickt und von fremden Händlern stark besucht. Größere Transporte giengen nach Banjaluka, Pola, Mitter-bürg, Groß-Florian, Graz, Leoben, Stainz:c. An Geflügel wurden cnca 1400 Stück aufgebracht und wurde dasselbe bis auf das letzte Stück verkauft. Geflügelmarkt jeden Mittwoch und Freitag. Ein sehr lebhafter Verkehr ist zu erwarten. Jahr- und Viehmärkte in Steiermark. Am 23. März: Graz, Stech» lehnurkt nächst dcm Schlachthause. — Oberwölz, Jahr- und Biehm. — Am 24. März: Graz, Getreide», Heu- und Strohmarkt am Grie»-, Holzmarkt am Dietrichstelnplatze, Jahr«»-Pferde-markt nächst dem Schlachthaus«. — Altenmarkt, Bez. Sitze», Jahr« und Biehm. — Cilli, Jahr», Pferde-nnd Schlachtviehmarkt. — Rann, Schwetnemarkt. — Windischgraz, Biehm. — Am 25. März: Maria in der Wüste (Gemeinde Rottenberg), Bez. Marburg, Jahr-markt. — Am 26. März: St. Anna am Aig«n, Bez. Fehring, Jahrm. — Dobowa, Bez. Rann, Biehm. — Friedherg, Jahr- und Biehm. — Filrstenfcld, Jahr« und Biehm. — Lemberg. Bez. St. Marein, Biehm. — St. Marein im Mürzthale, Bez. Brück, Jahrm. — Miesenbachl. Bez. Blrffeld, Biehm. Stalnz, Jahr- und Biehm. — Waltersdorf, Be,. Hartberg, Jahr- und Biehm. — Leihnitz, Mvnat»vlehmarkt. — Am 27. Miq: Fehring, Jahr« und Btehm. Deutscher Schutverein. In der Sitzung de« engeren Ausschüsse« vo« 13. März 1900 wurde d«r Stadt Vertretung ii Böhm.-Kamnitz, dem Bürgermeisteramte in Bielitz, dem Magistrate in Biala, de« Gemeinderathe ii Lipnik, ferner den Sparcassen in Aussig und Bielitz, der Ga«gesellschast, dem Leseverein, der ESco»ptt-und Wechselbank, dem G«w«rb. verein. de« Gesang-verein, dem deulschsortschrittlichtn Verein, de» Bürgerverein, sämmtlich in Bielitz. dem Herr» Director Karl Strobach in Nikde:-Eisenberg sät Spenden, den beiden Ortsgruppen in Böhm.-L«i?» sür den Ertrag de« Balle« in .Weiß" vom 2. F* bruar 1900, d«r Ortsgruppe Aussig a. d. E. sür den Ertrag deS „elektrischen Bankette«", der Ort»-gruppe Kolleschowitz für Veranstaltung eine« Vereins-kränzchen« und der OrtSgrupp, Köflach für da» halbe Erträgni« eine« Trachtenkränzchen« der ge-ziemende Dank abgestattet. Der Anfall eine« Legate« nach Fräulein Johanna Burghardt in Marburg würd« dankknd zur K«rnttni« genommen. Einige Angelegenheiten der VeremSanstalten in Oberdois und St. Egydi wurden btrathen und der Erledigung zugeführt. Schlitßlich wurde dem Herrn Paul Bier-lein, bisherigem Obmanne der Ortsgruppe Guten stein, bei Niederlegung feines Amtes für die thatkräftige. umsichtige und erfolgreiche Leitung der Ortsgruppe der Dank de« Vere ne» bekanntgegebe» An Spenden giengen ferner ein: Troppa», Ortsgruppe, K 144*16, Troppa», F.-On«.irup«e. K 4 —, Wimpafsing, Ortsgruppe, K 4*—. Seiden-Blousen i ?« »nl koket! — « — »0,1». int joflftri iitgtkaM! ffistet t* edc»>o »»II fctaann, rorijtr ins iotfcujre «<*" » I schanzen, Armuth und Entbehrung seien jlafr I bedeutet mit Schmutz und Rohheit. Uns will e» I »linken, das« viel eher da« rothe Gold ma de» I Kainszeichen des Schmutze« und der niedere» & I siunung behaftet sei und der richtige Poet wodl im I Herz sperrangelweit den Mühseligen und Belad«»» Deutsch- Wacht' 1)cm Riegel den Schweigern verschließen müsse. Als d Bereicherung der diesmaligen I* - ' oex ivortgotrene Abdntck der Anfrage wackeren Frciheitsinanncs im Abgeordneten' .aiie fi. H. Wols bezüglich der Beschlagnahme der letzten „Fastenunmmcr" erwähnt. Dieselbe eiuhält toic wortgetrene Wiedergabe aller ans der Fasten-«mmcr „behördlich ansgeschiedenen" Kletten. Die stark social gehaltene ..Arme Leutnuauncr" enthält überdies treffliche Beiträge in gebimdeiier riid freier Sprache, prächtige Zeichnungen nick z^diegene Hiebe gegen die üx Heinze und ihre zudringlichen kunstmordenden Uiiversclüinthcitcii, die jeder sreigeborene Deutsche mit Stolz »ich Freude tegriiv»'» wird. L. D. „Mercur". DaS durch sein« Genauipkeit. «eiäidaltiqkeit und sorgfältige Redaction weli-Ktannte Finanz» nnd Verlosun^sblatt ,M«rcnr"^ Kien. T, Wollzeile 10) eröffnet mit !. April d. I. (in flfoiiit'ment mit der Befllln^liflUi'g, dass die hierauf reflec cien-bifitzer besten» empsotilen werv-n. per Aberglaube des belgischen Landvolkes «-». der Kinder, Verachleimiing Heiserkeit. Hals-, Magen-, Nierau-iiml RbiMMtleiden, sowie bei Illf In eil SB II ist besten 8 empfohlen die Kärntner, Kehati marke. Römer-Quelle. Dnti sofnate Tnsohnwuer, Haupt-Depot: Josef Mati6 in Cilli. «wimt Kflch« nnd Zugehör, aas Wunsch »och mit Wohnung, ist II errenjum &. 80 sogleich xn vermieten. 5768-24 Denaturirteii Spiritus rerkauft billigst die Spirilus-Bren-Mrei in Kranichsfdd a. >!. Südbahn. Auftrüge an die Gutsverwaltung, M. Breitenstein Antiquariats - Bachhandlung Wien, IX./8, Wfthringerstrasse 5 «npfifhlt ihr grosses Lager Ton Büchern «Kl Zeitschriften aus allen Gebieten zu enorm ermfosigten Preisen. 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Man wende sich wegen Frachten und Fahrkarten an die 8570—a K«-«l tttnr lilnli» in Wien, IV% WIednergürtet 20, JiiIIiih l'opiier. ISahnstraa.HA 8 in Innxbrurk, Anton Krhrlt. UahnhofgiiSH« V2 in Laibach. Ein wahrer Schatz fttr alle dnreh jugendliche Verirruneen Erkrankte ist das berührn; - Werk Dr. Ketau's Selbstbewahrong 81. Aufl. Hit 27 Abbild. Preis 2 Ü. Lese es Jeder, der an den Folgen solcher Laster leidet. Tausende verdanken demselben Ihre Wiederherstelluni — Zu beziehen durch das Vdigimjuii ii Uiftij, üeuitkt Sr. 2t, »owie durch jede Luchhaadlung.,,,,.», Wer will 400 Mark garantirt raonatl. leicht, ehrl. und ohne Risiko verdienen? Sende sofort Adresse mit Freimarke unter V. 21 Annoncen-Kxped. K. F. Wojtan, Leipzig- Lindenan. 42iJ9-27 Ich Anna Csillag mit meinem 185 CeMimetcr langen Rirsen-Loreley i^aar, Habe solches in Fowe i4mo»atlichen (Sebrauches meiner felbueriundencn Pomade erhalten. 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Miirz an die gefertigte Direction zu richten. Die Direction 4736 —? d.er Sparcasse der Stadtgemeinde Cilli. ROHtTSO Ü««o 3 e mp c t'S| y _73 [Erfrischung fGetränk. Unübertroffenes Heilwasser. Hanptvertretnug: J. Trojan, Graz, Landhaus. usteiiv*N ührende gillen welche »eil Jahren bewährt und von hernn ragenden Aerzten als leicht abführendes lösendesMittel empfohlen werden, •türen nicht die Venlannnif, sind vollkommen unschädlich. Der verzuckerten Form wegen werden diese Pillen selbst tob Kindern geru genommen. Eine Schachtel, 15 Pillen enthaltend, kostet 15 kr., eine Rolle, die 8 Schachteln, demnach 120 Pillen .•ntlittU. kostet nur 1 11. ö. W. Man TTorlanrra «Philipp Neuatein'«'4 abführende Pillen". lTiail verlange N„r echt, weun jede Schachtel auf der KCckteite mit unserer gesetzlich protokollierten Scliutimarke .Heil. , Leopold" in rothschwarzem Druck versehen wt» Unsere registrier-ten Schachteln, Anweisungen und Emballagen müssen die Unterschrift . Philipp Nenstein, Apotheker" enthalten, l'tilllpi» SeiMtein'» Apotheke zum „heiligen Leopold", Wien, I., Plankcngasae 6, De tiut iii Cilli bei Herrn Adolf Marck's Nachfolger, M. Ranschcr. Apotheker. 4S18—25 Iutollltfvnt« Damen Doggen ♦HE— — erhalten gründlichen Sclinittjcelchnen-Unterricht. — Nlheres täglich von 10 bi« 12 Uhr vormittags Schnlgasse Nr. 11, III. Stock, recht«. Kanu benutzte Ilcrrcn-Rleidcr, Wäsche, Damentoiletten, 1 Speisetiseb mit 6 Sesseln, 1 hochlehniges Bett, sonstige Möbel und Gebranebsgegenstftnde sind Verkaufes halber täglich von S>—11 Uhr vorm. und von 3—5 Uhr nachmittags Hermanngaase Nr. 12. zu besichtigen. Zwei echtrassige graue mit weisstr Brust, 3'/, Monate alt, sind bi Hnrl Mutter in tionobitx abzugebet. Eine alte, angesehene Versicherungsgesellschaft beabsichtigt in allen grösseren Ortes il Steiermark nnd Karaten General- u. 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Es soll mein eifrigstes Bestreben sein, durch stets frisches gutes Bier, ausgezeichnete echtsteirischeNatnrweine, vorzügliche warme nnd kalte Kiicho bei solider und aufmerksamer Bedienung und äosserst massigen Preisen mir die Zufriedenheit meiner geehrten Gäste zu erwerben, und bittet deshalb um recht zahlreichen Besuch 5766—24 Franz Schupper. «wiwfl« unb Herausgeber: BcwStaAoiucfecei „tf.om