HrtftMittSfl: »«ttzh««aff» Str. I Mali« (au 1« «»Ml» u. ifrin->•» m ll—il »h, Hm. I «initff, uamltk MHn^rr - ' taitfltAtl«! WM IM SftMlnre« irir» MtUj Ut MGt«|l fr». MßMii« IftlUm rntgcgts. » M BMttltlnitgca ilioi- n«U|. m,b«i<4c «,«»» rtf«, n|(|n tii 4ct°.l<4itiiticaiia tu Snfaibg n«*.0< lilltirg. CiU|t[ritctc nbonncntiUI »«>!«» bis )U( «dkistcll»»«. 24. Jahrgang. Windische Schachzüge. Man dürste sich billiger Weise der Pflicht «hoben erachten, über den Einfall der Tschechen » unseren angestammten deutschen Besitz und die taut« mit Naturnotwendigkeit sich ergebenden Folgezustände noch Wort« zu verlieren, denn der Zweck und die Absicht de», mit einem jeder Ver-«wortungSpflicht spottenden Freoelmuthe veran-stalteten Rummel« liegt doch so sonnenklar zutage, ft iverstn aber doch gewisse Einzelheiten in außer-«tdnilich bezeichnender Weise ein grelle« Licht auf die Veranstalter und die windischen Lügenblätter Wen in den gröbsten Entstellungen hinsichtlich deS Anecke« der Berichte, zu denuncieren, geradezu Kistlerische«, so das« man e« sich nicht versagen totf, diesen Schandmäulern den Mund zu stopfen. Behauptet nicht da ein windische« Blatt dunkelster Haktmsi. die Deutschen hätten die Beseitigung der Wrlichm Fahne (!) vom Narodni Dom, diesem «itdischen Wespennest«, begehrt! Wie prächtig hätte sich doch diese erbärmliche lani;«tc Lüge bei einer allsälligen Audienz verurteil lassen!! Allerding« hat man den windischen Jtüufiieben in dieser Hinsicht kräftigst, «it voller Vaechiigung abgewunken. Nicht minder plump »st da« Lügengespinst da.Rarod. Listy", welche in geradezu h^rntoller Leise davon faseln, die Fahrt der tschechischen Stu» tatm sei ein einziger SiegeSzug gewesen und sie (Anen an den Deutschen ordentlich ihr Müthchen gefühlt Wir beglückwünschen diese« Ehrenblatt zu ferne« Leserkreise, der diese Kost verträgt. Die In-ttUigenj und die Wahrheitsliebe müssen doch bei tosem .Culturvolke" strengsten« vom Handverkaufe »«geschlossen fein! Wenn Drohungen schon die Vorboten der Ge-sahr wären, so müssten wir Eillier Deutschen be-reu« vom Erdbodrn vertilgt sein. Um die Stadt ja nicht völlig zur Ruh« kommen zu lassen, setz i z>n deutsche SMsgeili und das deutsche Weiß. (Ein ernstes Mahnwort von Siegfried.) Wie so oft hört man, da« in der Ueberschrift «gezogene Gebiet sei nur darnach angethan, um »weder rührseligen Gemüthern einen GesühlSdusel «zuzechen oder aber um dem Müßiggänge philosophischer Klügeleien einen Stützpunkt abzugeben. Und doch birgt die sogenannt« Frauenfrage tiefen, schwnen Ernst, und «S ist al« «in schr«i«nder Miz. su»d zu bezeichnen, das« man diese in ihrer Trag» »eile «vhl schwer zu übersehende Frege so leichthin »der gar nicht behandelt und ihre» Einfluss auf tat geschichtlichen Entwickelungsgang von Völkern — der Schreiber des« Zeilen vermag diese inhaltS-schweren Worte zu verantworten — aus ihre Cultur* geschichtliche Leistung«sähigkeit so sehr verkennen zu Mrsen glaubt. In einer Zeit, die dem nicht vollstänl ' seinem beschränkten Gesicht«kr«ise Befangenen g« laichen dafür bietet, das« der durch die En>-«ickelungtgeschichie der Menschheit bedingte Em» scheidungtkawps zwischen Germanen und Slav^» «abwendbar ist, grenzt e« an Gewissenlossigleii Mb ßelbstverrath, sich um so brennend« Fragen gan) einfach herumzudrücken und, statt ihr« Lösung krajtig anzubahnen. mit ihnrn Vogkl Strauß zu spielen. E« wird sich Vereinst in blutiger Fehde unsere windischen „Nachbarn" die schnurrigsten Ge-rüchte in Umlauf, Gerüchte von verzweifelt dum» mem Inhalte. So will „der winkende Finger' un« Cilliern durch den Einmarsch von 2000 (!) Bauern da« Gruseln lehren. Anderstil« predigen wieder fromm« Hirttn d«r Landbrvölkerung, sie mögen mit ihren landwirtschaftlichen Erzeugnissen den Eillier Markt meiden, um vielleicht so die Stadt au«zu-hungern! O, du heilige Einfalt du! Diese grau-samen Märchen mögen ja schreckhafte Kinder ganz gut in Angst und Beben versetzen, aber das« wir keine Kinder sind, davon haben wir ja doch, so Zollte man meinen, dem hiesigen windischen Mini-sterium gerade in den letzten Tagen schlagende Beweise geliefert!! Wa« nun noch die Märtyrerkrone de« „gestei-nigten" Herrn Dr. Sernec anbelangt, so erscheint sie ihm selbst für da« ruhmvolle Haupt viel zu matt; denn sein den Kleinigkeiten abgeneigte« Ge« müth begnügt sich nicht mit den Steinen, die ihm die erbitterte Volksmenge vor die Thüre legte; e« wurden, wie un« von Augenzeugen berichtet wird, von seinen Familienangehörigen und Bedien-steten noch Steine zum Grabdenkmale der »sch-chi-schen Ruhme«sahrt hinzugeschafft, allerdings noch vor dem Eintreffen der Gericht«commission. Nun, jeder, wie er kann! Siegfried. Aitte zu lesen, Kerr Staatsanwul ' Der Berichterstatter der „Narodni Listy" über die Borgänge in Eilli schreibt diesem Blatte: »Die tschechische Expedition nach Eilli ist ein mit Hilfe der mannhaften wackeren tschechischen Jugend erntn-gener großer Sieg der slavischen Sache. Die Wuth der Eillier Deutschen war eine entsetzliche; sie fübiten, dass ihr TerroriSmuS im südlichen sloven„chen Steiermark den Todesstoß erhielt. Der Einzug der Tschechen in die StaSt d«r wüthendsten Germanen war ein wahrer Triumph des mannhaften, selbst-bewusSten und tapfer vordringenden Elaventhum«. darum handeln, welcher von beiden Volksstämmen besser gerüstet auf den Kampsplatz »ritt, wer iregk.i der trefflichen Ordnung in feinem Haushalte rücken-sicher, mit freiem Schwertarme die Loofe zur Ent-scheidung zu werfen vermag. ES würde viel zu weit über den Rahmen einer kurzen Anregung hinau«g«hen, die F.auen-f- age in iyrem vollen Umfange zu behandeln, so verlockend und ungemein fesselnd die« auch wäre, e« soll mit diesen Zeilen nur der Schlüssel zur Lösung geschmiedet, der Grundstein beha'ten werden, aus dem man den Bau ohne Zagen ruhen lassen kann, aber auch ruhen lassen m u s«, will man nicht der Zerstörung, d«m Verfall« dir Wege ebnen. Blutige Spurm lässt heutzutage da« S^iel der politischen Kräfte am deutschen Leibe und immer näher rückt die «stund« d«r Verzweiflung, w«nn nicht das Steuer unserer Volkstraft die furchtbar gefahrdrohenden Wellen bricht; denn nicht die Thatsache unsere« Bestehen«, nein l nur die Zähigkeit, ÄuSiiai'i? und Scharfe d KamvseS, den wir um unscc Sein führen, giebt, oie Daseinsberechtigung im Völkergetnebe. Kammer oder Amboß, Licht oder Schal! e.i, Sein oder Nichtsein, da« sei unsere Losung. Und in dem Kampfe, in dem auch um das Loo« des deutschen WeibeS gewürfelt wird, wollen wir eS aus Achtung vor der Blutsverwandt-fchaft nicht zur Rolle de« unthätigen, mit knechtischem Sinne sich in da« Verhängnis fügenden Zuschauers verdammen, sondern e« als freud- und leidfrohen E« schien, al« ob die Deutschen die alt« Angst vor den Hussiten noch nicht verloren hätten. Der Au«-flug von hundert tschechischen Studenten, unter denen sich zarte Jüngling« von 18 Jahren brsan-den. wirkte auf die Eillier deutsche Jugend nicht ander«, al« ob Prokop der Kahle herangezogen käme.- Im weiteren Verlause de« Berichtes wird die mannhafte Haltung der tschechischen Studenten gerühmt, welche sowohl beim Einzüge in die Stadt als bei der Abreise sich zeigte. Die Deutfchen seien oynmächtig gewesen, da sie weder die Fahrt nach Eilli verhindern noch, wie sie es oerfprochen habet, die Tschechen mit blutigen Köpfen au« Eilli hin-au«jagen konnten, trotzdem sie in großer Uebermacht waren. Zum Schlüsse de« Briefe« heißt e«: „Die Deutschen gingen bi« zum Aeußersten und erreichten wenigsten« in einer Hinsicht, wa« sie wollten. Sie erzielten ein Blutvergießen. E« floß Blut, aber sast nur deutsche« Blut. Die deutschen An-greiser wurden einigemal? blutig geschlagen. Zwei von ihnen wurden angeschossen, darunter einer von ihnen tödtlich. Einem von ihnen würd« von einem Officier der Schädel gespalten (?). Zwei „Bur-schaken" wurden schwer verletzt, al« sie die tschechischen Studenten angriffen, und viele ra-diäte Deutsche erhielten gehörige Prügel (?). Auf Seite der Uebersallenen gab e« fast keine Verwundeten, nur ein Tscheche und zwei oder drei slovenische Studenten wurden leicht verletzt. Da« ist da« Ergebnis des deutschen Angriffes auf die Tschechen und Slovenen; so endete der Kampf der deutschen Uebermacht gegen ein Häuflein Tschechen und Slovenen. DaS Resultat de« Besuche« der tschechischen Studenten in Eilli ist ein sur un« und die Slovenen in hohem Grad« befriedigende«. Die tschechischen Studenten bewiesen, das« sie im ernsten Augenblicke Kaltblütigkeit und Disciplin kennen. Die Slovenen aber freuen sich wie nach einem großen Siege. Da», wa« sie wollten, haben sie durchgeführt und haben damit ihre Sache gestärkt.' politische Auudschau. Aeitungsftimmn». Noch immer beschäftigt sch die gqammte deutsche Presse mit den Eillier Vor-gangen und ihren Folgen in der eingehendsten Weise. So schreibt die »Ostdeutsch« Rund-fch«»": „We.in die Ruhr in Eilli auch ncch G«fährt«n an unserer Seite begrüßen Ist voa, d.r deutsche Volk«geist «in «wig sprud«lnd«r Qu«ll, au« dem alle, alle nach de« Tage« kleinlichem Gezänke Lebensfreude, Schaffenslust trinken können, und ewig ju.ig, gewiss ein nicht vereinzelte« Streben im schwach*,.! Geschlechte (wenn auch nur aus rein körperlichem Gebiete), bleibt da« deutsche Weib, wenn e« vom Borne deutschen Volksgeiste« ge-trunk?n. Wie die Urkraft desselben deutsche Männer hinaufführte zu den lichten Höhen der Wissenschast und Kunst, wie sein Walten dem deutschen Volle die Führerschaft errang, also schuf fein Zarinn, sein Edelsinn dem deutschen Weibe seine Würde. Wer machte daS Weib zur Person, befreite sie , "S dem menschenunwürdigen Zustande, in dem sie nur Hande'Sware, Sache war'/ E« ist de« deutschen VolkSgeiste« innerer erhaben schöner Inhalt? Und diese« Weiei», daS sich nun nicht mehr bloß Mensch nennen, sonoern sich alS solchen fühlen darf, ver-möchte e», die geistige Vaterschaft abzuleugnen, da« G'kühl der Dankbarkeit zum Höhne werden zu lassen ? DaS deu.|che Weib, daS niht bi« zu dieser, wohl kaum schwindelerregenden Höhe der Gedanken-weit empor zu klimmen vermag, fordert entweder in fei.iem Schwachsinne da« herzlichste Mitleid herau«, oder sie ist, wenn sie sich gewaltsam der besseren Erkenntnis verschließt und ihre geistige Unreife dabei mit dem fadenscheinigen Mi-n'el des Kosmopolitismus zu decken vermeint, er b ärm li ch; es sei denn, das« man sich dazu bkq> emte, ote 2 ..Keuifche WAcht" 1899 Abzug der frechen Friedensstörer au« der Fremde noch nicht völlig eingekehrt ist, so ist da« sehr be-greiflich. Wohnen doch einige der windischen Haupthetzer in der Stadt selbst und ihr Dasein erinnert immer wieder an die erlittenen Herausforderungen, die noch ebenso un gesühnt sind, wie die mörderischen Anfälle auf zwei Deuischt, b'ren Blut den deutschen Boom getränkt hat . . . Zugleich sorgen die Tschechen und Windischen durch Lügrnberichte und herausfordernde Ehrungen der „slavischen Helden* — wa« halt so bei Slaven als Helventhum gilt — dafür, dass deutsche« Blut in Wallung bleibt. Und das ist gut so! Denn der Deutsche ist von Natur aus viel zu gutmüthig und bedächtig. Der Rasfeninstinct, der waldursprüngliche deutsche Kampfzorn ist eS, der unS noth »Hut, der muss in uns erwachen, und ist er 'mal erwacht, so darf er nicht wieder einschlafen. Dann sollen sie nur kommen. . . . " — Einige Blätter wissen zu melden, dass sich der berüchtigte Slaven-apostel Dr. Sernec zum Kaiser nach Jschl bc-geben will, um eine Audienz zu erlangen. Unter-dessen wird wohl sein Stellvertreter Dr. D etsch ko die Fortsetzung der Hetze gegen die Deutschen be-sorgen! Wa« ist denn eine schamlose Lüge? Nun wohl vor allem der erbärmliche Bericht, den der Correspondent der „Narod ni Listy" — wahrscheinlich in betrunkenem Zustande — über die Eillier Vorgänge „verfasst»." Da wir unseren Lesern nicht zummhen können, ein spaltenlange« tschechisches Lügengewebe, von frecher Fälschung der Thatsachen strotzend, zu verdauen, so heben nur hervor, dass „Narodni Listy" zu bemerken geruhen, die tschechische Expedition nach Eilli sei ein mit Hilfe der mann-hasten wackeren tschechischen Jugend errungener großer Sieg der slavischen Sache! Die Wuth der Eillier Deutschen sei eine entsetzliche gewesen; sie fühlten, dass ihr TerroriSmu« im südlichen sloveui-schen Steiermark den Todesstoß erhielt! Weiter faselt daS tschechische Ehrenblatt von einer alten Angst vor den Hussite« und erzählt mit unglaub-lichem Lügengenie, das« fast nur deutsche« Blut Jlos«! Da« Ergebni« des Besuches der tschechi-chen Studenten in Eilli sei für sie und die Slo-venen in hohem Grade befriedigend! Wer Zeuge davon war. mit welcher Schmach die Tschechen aus Eilli hinauSgewiesen wurden, wer sah, wie erbärm-lich seige sich Dr. Sernec vor den Deutschen nach der „Abreise" der Tschechen über Berg und Thal flüchtete, wird die Hände zusammenschlagen und ausrufen: „Ihr mit der Zuchtruthe geschlagenen Kinder der „Wenzelskrone", seid ihr denn ganz toll geworden? Ja, aus Revolvern wolltet Ihr daS mörderische Blei in die Herzen der Deutschen senden, aber mit blutigen Schädeln habt Ihr den Zug bestiegen, der Euch eilends au» Eilli entführte'.' Sehr bemerkenswert ist serner die Meldung tschechi« scher Blätter, das» die tschechischen Akademiker, die an dem AuSfluge nach Eilli theilnahmen, sowie die Prosessiren Herlik und Stokl affa eine Beschwerde an daS Ministerium und ein Memo-randum an den Reichsrath richteten, worin sie an» führen, sie hätten sich nun aus Wunsch des Landes-Hauptmann-Stellvertreter« Dr. Sernec bewogen Unmündigkeit de« Weide« auf jeglichem Gebiete al« selbstverständlich zu finden. Welch unendlich weittragende Bedeutung bat doch da« deutsche Familienleben, da« ureigenste, opferfreudigste und erfolggekrönte Schaffen«gebiet de« deutschen Weibe«, in der Entwicklung deutschen Wesen«! Wie da« gesammte deutsche Volk die höchst« Einheit dt« deutschen Gedanken« verkörpert, so möchte ich die deutsche Familie unbedingt die nächst niedere Einheit nennen! Ist sie e« ja doch, die unserer Stellung im Völkergewirre jederzeit die felsenfeste Grundlage bot, aus welcher wir so manch kühne« deutsche Werk siege«sicher und vertrauensvoll fußen lassen konnten. Wer ist eS, der so mancher Geistesgröße den Weg zum Ziele bahnte und dadurch den Ruhm des deutschen NamenS erklinge» ließ, soweit man Sprachen spricht? Wer ist die letzte, grundlegende Ursache unserer geistigen und auch nicht zum geringsten Theile unserer politischen Ueber-ordnung über die gesammte gesittete Welt ? Es ist daS deutsche Familienleben, ein leuchtendes, strahlen-des Bild, unerreicht in seiner sittlichen Schönheit, unabsehbar in seiner Tragweite, ureigen deutsch!! Und wenn die Stahlkette, unter welchem Bilde ich daS deutsche Volk ausgefafit wissen will, fest und unzerreißbar sein soll, muss da nicht jedes einzelne Kettenglied, die deutsche Familie, durch ihr festes Gefügt jeder Feuerprobe spotten können?! Wie nun zu einem Manne, der gefühllos ist gefühlt, nach Eilli zu gehen! WaS sagt denn der von den Deutschen so unschuldig verfolgt« Dr. Sernec dazu? Lügen am Ende seine tschechischen Freunde? So sehr wir sonst an tschechische Wahr-heitSliebe zweifeln, in diesem Falle halten wir diese Meldung s."; richtig. Wir übertreiben gewiss nicht, wenn wir Dr. Sernec für jede nationale Ruhe-störung in Eilli verantwortlich machen. Die „Reich«-wehr' bemerkt, das« die beklagenswerten Vorgänge in Eilli von der radicalen Presse fortgesetzt zu chauvinistischen Hetzer«ien ausgenützt werden. Wie schade, dass die Deutschen die Regierung nicht um Verzeihung bitten wegen der Vorgänge, die durch Thun'« weise Politik heraufbeschworen wurden! Auch das conservatioe „Linzer VolkSdlatt' nimmt zu den Eillier Ereignissen Stellung und wirft die Frage auf, was die tschechischen Stu-denken überhaupt in Eilli zu thun hatten. Die fluchiartige und wenig ehrenvolle Eile, mit der die Tschechen die Stadt verlassen mussten, sei eine ver-d.ente Strafe für ihre provokatorische Reise. DaS Blait richtet an Dr. Ferjanöiö die Anfrage, ob er, der die tschechischen Studenten aufforderte, nach Eilli zu gehen, jetzt die Verantwortung übernimmt für das, was geschehen ist! — Die „Freien Stimmen' in Klagenfurt heben hervor, dass sich die Slaven wieder eine ungeheure Heraus-forderung der Deutschen geleistet yaben. Auf ur« altem deutschen Boden haben sie eines ihrer natio-nalen Hesseste veranstaltet und im verein« mit tschechischen Studrnten den frechrn Versuch gewagt, da« Weichbild einer deuischen Stadt zum Schau-platz« «in«s allslavischen VerbrüderungSrummelS zu machen. Das Blatt erinnert an die aufreizenden Reden des sauberen richterlichen Beamten Dr. Ferjancik, der eS klipp und klar heraussagte, dass eS sich den Slovenen um kein friedliche« Fest, sondern um einen übermüthigen Raubzug in deutsche« Gebiet handle. Das« sich die Deutschen Eilli'«. deren nationale« Gefühl in einer harten Leiden«schule stark geworden ist, diese Frechheiten nicht bieten ließen, das« sie, von ihrem HauSrechte Gebrauch machend, den scandalsuchenden Eindring-lingen thatkräftig die Thüre wiesen, sei erklärlich, ja selbstverständlich. AlS unbegreiflich bezeichnen eS die „Freien Stimmen", dass die k. f. Regierung, deren Pflicht eS gewesen wäre, sür Ruhe und Sicher-heit zu sorgen, eS in dieser aufgeregten Zeit zuließ, dass auS reinem Muthwillen ein deutsches Städte« wesen zum Tummelplatze einheimischer Hetzer und landfremder Deutschenfresser gemacht werden durfte. Oder sollte — fragt da» Blatt — die Bewilligung zur Abhaltung diefer Hetzfestes ein Entgegenkommen gegen die Slovenen gewesen sein, um deren weitere Mitwirkung zur vollständigen Erlödtung unsere« Verfassungslebens zu erkaufen? Wenn dem so wäre, so träfe den Grafen Thun die moralische Mitschuld an den in Eilli von Slovenen und Tschechen ver-übten „Heldenthaten!" Am Schlüsse ihre» Artikel» bemerken die „Freien Stimmen" treffend: „An der Spitze der gefährlichen Hetze standen der Lande«« Hauptmann-Stellvertreter Dr. Sernec, Landtag«-abgeordneter Dr. D e f k 0 und katholische Geistliche, darunter der Abt von Eilli, ein fanatischer Sloveae. Auf da« Haupt dieser BolkSverhttzer fällt dir ganze gegen die Streiche, die seinem Volke klaffende Wunden schlagen, der im kleinlichen Gewühl« de« AlliagSlebe.iS seine ganze geistige Schaffenskraft, seinen Thatendrang erschöpft, seinen Beruf al« Mensch, al« Sohn feine« Volke«, erfüllt glaubt, dessen ganze Gesühl«welt oft nur der Geldsack birgt, das echte deutsche Weib nicht aufblicken kann, nie in ihm den Führer ihres Dasein« sehen und ver-ehren, nimmer vertrauensvoll und gläubig auf den Schutz dieser schlaffen Arme bauen, unmöglich ihr Beste« und Edelste«, ihr ganze« Sein, dieser Scheingestalt weihen kann, noch soll; wie soll nun der wahre deutsche Mann, im bunten Gewirre hält sich allerding« auch so mancher GlaSsplitter für einen Edelstein — und gerade unsere Zeit wäre dazu geschaffen, VolkShelden zu bilden, nur mangeln ihr die Personen — wie soll der kerndeutsche Mann einen Theil seine» Ich in dem Weibe erblicken, da» verlernt hat, sinnig deutsche Art, reine, deutsche Sitte, ein schmieg- und biegsame» deutsche» Gemüth, Gedankenreinheit und Thatenschönheit al» die Seele ihre« Leben» zu kennen und zu nennen, da» da den klaren Spiegel ihre» Innern durch fremdländische« Geziere trüben läs»t, da» ihr deutsches Wesen durch deutschfeindlichen Flitterkram und Wust ertödtet, da« statt dem Sein dem Scheine opfert. daS in der Anrüchigkeit der Gesinnungslosigkeit einen höheren, überlegenen Bildungsgrad zu wittern ver-meint. Innere Einkehr ist nothwendig; denn tiefste Innerlichkeit heißt der Edelstein, der beim deutschen Schwere der Blutschuld. Mit F«rjancic, der die beispiellose Frechheit hatte, die Deutschen auf tausendjährigem HeimatSboden al« Fremdlinge zu bezeichnen, wird im Abgeordnelenhause noch i» entsprechender Weis« geredet werden. Dieser frivole, gewissenlose Hetzer darf die Präsidententribune nicht mehr besteigen!" Mögen diese Worte Recht be« halten — wir werden gewis« mit ganzer Kraft dazu beitragen. Doch auch Graz wird die slavi-schen Helden Sernec und Deiko zu „feiernwissen. da« sollen sich die beiden zu Gemüthe führen. Aus einem Hrazer Ariefe. E nem Briefe, in den Einsicht zu nehmen un« gestauet wurde, entnehmen wir: .... Die Kunde (von dem Re» volverattentate) verbreit«!« sich sehr rasch. Noch bevor die Sonderausgabe de» „Grazer Tag blattet in die Oeffentlichkeit gelangte, gab sich eine unge« heure Erbitterung über diese neueste Brutalität an Euch Eilliern kund. Einige Beruhigung brachte» die bestimmten Angaben de» „Grazer Tagblatte«', die die aufgebauschten Gerüchte auf da» wahre Maß beschränkten. Bi» spät abend» aber bildeten die Eillier Vorgänge den GesprachSgegenstand und all» gemein bedauert« man, dass die Eillier Deutschen ihre Heimstätte nicht mehr allein aus Grund ihrer geschichtlichen Rechte, deutscher Treue, Arbeitsamkeit und Intelligenz zu vertheidigen haben, sondern das« schon deutsche« Bürgerblut fließen mus». Da die slavischen „Gäste" schon auf der Fahrt nach Laibach provociert««, so das» e» bereit« in St. Michael zu Schlägereien kam. und die Tschechen auch der Denkmalfeier für den Slaoisten Oblak in Eilli gar nicht anwohnten, war e« hier allgemein klar, das« die Tschechen rein nur zum Aergerni« der Deutsche« und zur Schädigung de« Eillier deutschen Gemeinwesen« nach Eurer Stadt kamen. Man bedauert hier allgemein, das« e« heule in Oesterreich zu solchen Austritten kommen kann und bedauert noch mehr, das« die Unterbehörden infolge der Fehlgriffe der Oberbehörden Störefriede schützen müssen. Au<^ das erkennt man hier an. das« in Eilli die Unruhe» durch die einheimischen Slovenen systematisch her» vorgerufen werden, da man ja jetzt alle Jahre auswärtige Slaven zu panflaoistifchen Demonstrationen in Eure Stadt lockt..... Per „pentlche Aowsverein" hat einem ein-stimmigen Beschlusse seiner letzten VorstandSsitzung zufolge ein Schreiben folgenden Wortlautes „A» die deutscht Stadt Eilli!" zu Handen ihre« Bür« germtister« Herrn Gustav Stiger gerichtet: „Der „Deutsche Volk«oer«in" gibt hiemit Euch, liebe» treuen Volksgenossen im urdeutschen Eilli anläsSlich der tschechifch-windischen Heimsuchung, die Ihr über» stehen musstet, die Versicherung, das« gewis« alles, wa« deutsch fühlt und denkt, wärmsteu Antheil nimmt an txn Unbilden, dir Ihr erlitten. Euch aber auch herzlich Dank weiß sür Euer rvackere«, unbezwinglichr« Aushalten im Kampse für Euer und unser Recht, im heißen Streit« für de« edle» deutschen Volke« Gut und Ehre. Möget Ihr nimmer erlahmen, trotz all der wüthenden, wahnwitzige» Anstürme jene« feindlichen Natiönchen«, mnd un« (in leuchttnde« Vorbild von Treue. Muth, Ausdauer und Entschlossenheit in der un» ausgezwungeue» Weibe auch in der schmucklosesten Fassung nicht a» Wert einbüßt! Wenn diese fehlt, dann umtergräbt daS deutsche Weib selber die Stellung, die der deutsche VolkSgeist ihm geschaffen hat. 'Nur die Achtung und Verehrung soll ja dochZde» «deutsche» Manne den Hut in die Hand zwingen «nid er soll nicht mit jedem Gruße, den er nur der Höflichkeit zum Opfer bringt, seine Kürschner- oder Hmtmacher» rechnung beklagen müssen. Ist e« füriv«hr nicht etwa« Herrliche« um da« deutsche Weib, da«, durch» drungen von der Hoheit de« deutsche« Seedanken«, au« dem Moore der Kleinlichkeiten de« '.Alltag«» leben«, in dem nur zu viele geistig oerkkrüppel«, emporwächst zu einer Bedeutuna, die ihr die Achtung jede« wahren, deutschen Manne« sicherte? Erst durch die volle Erkenntni« und zweiseelSsichere Bemessung der Tragweite und de« Spiellbereiche« deutschen Wesen« kam sie zum BewusSlseri« ihrer Würde gelangen. Ja geradezu al« ein erzziehliche« Moment möchte ich ein bewei«kräsiigeS Volk«» bewusSlfein bezeichnen, und so mancher Schemnbegriff, so manche Unnatürlichkcit in unserem gesellschaftliche» Leben wie viele irrige Anschauungen auf tden ver» schiedensten Gebieten wären unmöglich, ivvenn da« Bewusstsein, deutsch za sein, in der großen« Ueber» zahl von Volksgenossen tiefer säße. Wöen« der sause Kern ab«r nur mit einer äußerst dünn«« Schicht« deutsch«» Wesens übertüncht wirkt), dann kann di« Hoffnung aus di« deutsch« ZulrmNft keine rosige fein. Deutsche Mädchen! Ihr hadt t in dem 1899 Vertheidigung unsere« hehren VolkSthnmS und deS »»« angestammten Boden« bleiben! Dann wird wch die slavische Wogt am hochragenden FelS «achlloS zerschellt» und dkr herrliche Endsieg unser sei»! Heil dem deutschen Eilli! Heil seinen wackeren deutschen Bewohnern, unseren lieben, kampseSmuthi« gen Brüdern!" Aus Stadt und Land. ßissicr Hemcindcratlj. Am Freitag, den >8. d. M., um 5 Uhr nachmittag« findet eine «rdemliche öffentliche GemeindeauSschusS-Sitzuug fall mit der Tagesordnung: Nach Mittheilung der Cbtläufe Bericht der Finanzsection über di« Sin-citf der Redaction de« Buche« „Die Südbahn und ihr BerkehrSgediet in Oesterreich-Ungarn" um Flüssigmachung dt« Beitrage« von 150 fl,; Bericht der Gewerbesection über di« Eingabe de« Anton illtziebler um Verleihung der Gastgewerbe-Concession »ach seiner Mutter; Bericht de« Friedhof-EomitS« itn die Eingabe de« Franz Walland in Angelegt«' heil ber Begräbniskosten nach feinem Sohne; Bericht de» Obmanne« des Theater-Eomiiv« in der Bkleuch-«iingjflage; Bericht d«S VerwaltungS-Ausschusses »et städtischen Schlachthauses in mehreren Angelegen» heilen. Kermäbtuug Herr Fabriksbesitzer Franz Loschnagg d. Jüng. in Schönstein hat sich mit Zrl. Marianne Melzer aus Wien am 14. d. M. Rmiblt Kodesfass. In Gonobitz ist am 12. d. M. «chmittag» Herr Peter Kapun, emerit. Bezirks-fchulinfpectOT und VolkSschuldirector im Alier von 72 Jahren gestorbtn. Die Leicht drS allgemein ver-ehrten und hochverdienten deutschen Manne« wurde un Montag unter überaus großer Betheiligung am vrissriedhofe zu Gonobitz bestattet. Die Erde sei ihm leicht! plötzlich gestorbm Helene H u b e r, 52 Jahre Privat« auS Graz, ist g«st«rn abends, als sie ks einem Spaziergange zurückkehrt«, in der Sann-gaffe an Herzlähmung plötzlich verschieden. Die !Zastorbene ist in der Elisabethkapelle des städtischen ilimenhauscS aufgebahrt und wird nach Graz über» juitt werden. ßoncert August v. Mauoff. Das am 12. d. Lii«. im Eillier Sladitheater von dem k. preuß. Ho'opernjänger August v. Manoff veranstaltete Concert erfreute sich eines außerordentlich starke» LejocheS, namentlich auch feilend der zahlreiche» :n;eii in Eilli weilenden Fremden. Da die Hälfte l«rEinnahme dem hiesigen Studentenheim gewidmet nrde, so fand sich ebtn nicht unwillkommtiie Ge-Itgmheil, nicht bloß am deutschen Sang« Herz und öinn zu erfreuen und zu erheben, sondern auch der Mn deutschen Sache werkthätigen Antheil zu leweifen. Der Eoncertgeber hatt« den weitaus Gieren Theil der VortragSordnung selbst zu be-gen, wtil die angekündigten Elaviervorträg« deS Frl. Beat« Ploner, daS sich an der linken Hand ««letzt hatt«, entfallen mussten, und daS Crchefter de« Eillier MusikvereineS bloß zwei Ammern in Aussicht gestellt hatte: Glucks Ouoer» tute „Jphigenie i» AuliS" und Goltermann, Ro- ratlosen Kampf« der Völker um den Borrang ein« hohe, heiligt Pflicht zu «füllen: di« Wagenburg diS deutschen Wesens, die deutsche Art und Sitte, tosn» Grundpseilcr der dtutschm Größe zu wahren mo zu hüten. Btwasfntt «utr Gewissen!! Dem deutschen Mädchen, der deutschen Frau. >» deren Händen immerdar die Hoffnung aus die Mnfi liegt, die dem Knaben mit deutschwalte,«-tan Sinne von den Großen und Edlen unseres Solle« erzählt und in seinem empfänglichen Herzen j»e heiligt Begeisterung für deutsches VolkSthum Miluiml, die ihm später Führer durch? Leben ist; die da« Mädchen lehrt, da» zu werden, waS sie selber ist — eine treue, sorgsame Hüterin deulschen LmnenS und Denkens, deutscher Art und Sitte, solchem deutschen Weibe werden all«, die «S noch «mozen, ein Ideal in der Brust zu bergen, die sich nicht den Keim des zarten Empfindens durch dclZ Grobsiunliche verkümmern und verdorren lassen »ollen, die mit richtigem Scharfblicke hierin unseren Untergang als völkerbeherrschende Macht trblicken nüffm, jederzeit froh und freudig, mit Herz und ©eist ein feuriges Lob singen, welches sich aber lnneswegS messen will mit jenen, über die Wahr» heil nur zu oft stolpernden, p f l i ch t m ä ß i g ge» »ordenen LobeSauSbrüchen der EommerSredner, die die jeweilig anwesenden deutschen Frauen und Mädchen in der Wiege einer von ihnen selbst nicht geahnten und nie empfundenen volklichen Bedeutung in.heiligem Wahnsinn" schaukeln. ES kann doch nicht jener Heldengeist in unseren deutschen Frauen ..Deutsche -wacht' manze für Cello mit Orchester. Die Kapell«, ob-schon nicht in voll«r Besetzung, entledigt« sich ihr«r Ausgabt in lobenswerter Weise; da« treffliche Spiel dr« Herrn Zahradnizek hätte die Wahl «ineS geholt» volleren TonstückeS verdient. Herr v. Manoff fang zuerst den Prolog aus LeoncavalloS „Bajazzo" und führte sich damit gleich auf das Beste «in. Gne klangvolle, kräftige Stimme, die sich jedoch auch zum zartzsten Piano abschwächen kann, auSdruckS-voller Vortrag, vereint mit deutlicher TextauS-spräche, ohne dass dabei, wie nicht selten zu be-merke» ist, der bei canto zum Opfer fiele; daS sind die beachtenswerten Vorzüge, die dem geschätzten Künstler eigen find. Zart und lieblich klangen u. a. die Weifen in LonviS „Letzter Gruß", Grieg« reizendem .Im Kahne" und „Feldeinsamkeit"von Brahm«; dramatische Lebhaftigkeit de» Vortrage« neben edler Einfachheit der Empfindung zeigten Wolframs An-spräche im Sängerkrieg (Tannhäuser), der schon oben erwähnte Prolog und die Wiedergabe der Löwe'schen Balladen: „Tom der Reimer" und „Heinrich der Vogler". Htrr v. Manoff, der durch reichen und warmen Beifall ausgezeichnet wurde und im Verlaufe deS Abends zwei mächtige Lor-beerkränzr, einen mit schwarz-roth-goldenen, den zweite» mit weiß-grünen Schleifen erhielt, musste sich wiederholt zu Zugaben entschließen und würde wohl auch nach dem feurig gesungenem „Da» Herz am Rhein" noch nicht zum Schlüsse gekommen fein, hätte man nicht besorgen müsse», an den fast ununterbrochen in Anspruch genommenen Sänger zu weitgehende Forderungen zu stelle». Danken«-werte und verständnisvolle Unterstützung fand Herr v. Manoff durch die Elavierbegleitung, welche Frau Baronin E f e b e ck mit großer Gewandtheit und Sichtrhtit durchführt« und darum den Dank auch vollauf verdient«, d«r am Schluss« der Vorträge neben dem Sänger auch ihr in reichem Maße zu theil wurde. Danksagung. Der AuSschus» deS Vereines „Deutsches Siudenheim" spricht hiemit dem königl. preußischen Hosopernsänger Herrn August von Manoff für die hochherzige Ueberweifung deS Betrage« von 100 fl. aus dem Ertrage deS am SamStag stattgehabten herrlichen Concerte« an da« Deutsche Studentenheim den herzlichste» Dank aus. Sedanfest - Postkarten Zu der diesjährige» Sedanfeier erscheinen zwei in fünf bezw. zwei Farben künstlerisch ausgeführte Postkarten. Die Sedanfest-Ausschüsse bezw. Wiederverkäufer wollen sich schleunigst an den Verlag „Odin" zu München 19 wenden, da die Nachfragt bereit« eine überaus große ist. Einen Theil de« Reingewinne« au« dem Postkarten-Verkauf verwendet der Verlag für die deutsch-nationale Bewegung in Oesterreich. Hine erfreuliche Kundgebung. Wenn sich auch in den letzten Tagen, man dars wohl sage» die ganze Oeffentlichkeit mit Eilli und dem frechem Einbrüche der ungebetenen Gäste beschäftigte, so kann un« die Kundgebung gemeinbürgschafllichen Denken«, die sich in der Drahtung der Brucker Handelsangestellten an hiesige Kreise auSspricht, umso freudiger berühren, als sie ohne jedwede Ein-flusSnahme nur einer herzlichen Theilnahme ent- und Mäachen verdorben und erftorben sein, dtr eS in das Buch der Weltgeschichte schrieb, dass deutsche Frauen den am Schlachtenglück verzweifelnden Kämpfern Muth und Begeisterung zusprachen, so dass sie sich von neuem, ermuthigt und gestärkt durch diesen zornentflammien Zuspruch, hineinwarfen inS wogende Schlachtengetümmel und entweder den Sieg an ihre Fahnen hefteten oder den Heldentod «kieSien. Doch — um jedem Missverständnisse vor-zubeugen — nicht im grellen Lichte der Oeffent-lichkeit möge die deutsche Frau, daS deutsche Mädchen ihr ThäiigkeitSgebiet suche»; denn — so glaube ich — die Oeffentlichkeit hat zu sengende Sirahlen, als dass die anmuthSooll« Zarihtit, sanfte Reinheit, keusch« LebenSfrisch« und Natürlichkeit de« deutschen Weibe« durch den Hauch derselben nicht Schaden nähme. Im häuslichen Kreise und nur in diesem legt die deutsch« Frau di« Keime zu Zu-kuuflSgedanken, hier sammelt sie Stoff zum G«-dankenbaue kommender Tage, von hier aus nimmt der Zeitgeist der Zukunft feinen Weg! Welch herrlich« Gestalt bietet daS deutsche Mädchen, daS den brennenden Fragen volklicher Entwicklung nicht traumhaft, gefühlsarm, gesin-nungStodt gegenübersteht, fondern mit feurigem SiammeSbewusStfein ihres Dasein« Wen richtig erkennt, im volklichen Gedanken die treibende Kraft ihrer Gefühlswelt sieht! Welch trostlose Orde hin-gegen, welch gähnende Leert muss da nicht — von der Seichtheit des Gefühlslebens der Jetztzeit im 3 springt. Sie lautet: „Heil den Deutschen in Eilli sür die stramme Haltung!! Wir bedauern herzlich den Unglücksfall eines StandeScollegen." sine Stimme über de» „Aeluch" der Tschechen tu ßissi. Wie groß die Erbitterung selbst unter den unsere liebe Sannftadt besuchenden Sommerfrischlern ist, ist unschwer aus folgendem kleinen Briefwechsel zu ersehen, in welchem durch die lau» nigen Worte sich ein unleugbarer Ernst durchbricht: Herzliche Grüaß und komm bald ham, — Lass do das Baden stehn in der Sann! Antwort: Dank enk sür d' Grüaß, die 'S mir Habt'S bracht. Hab' öfter wohl a schon an Enk gedacht. — I komm mit Freuden jetzt bald wieder ham, — Aber stehn lassen kann i 'S Wasser net in der Sann: Hätt i die Macht g'habt wie MoseS der Jud, — So hätt' i die Tschechen .... in der Flut! Z>ie Tschechen und der steirische Kretinismus. Die tschechische» Blätter meinten u»S Deutschen, die wir den Vertretern der großen Burschenschaft mit dem bekannten, schon sprichwörtlich gewordentn „tschechisch«« Zirkel" den gebärenden Empfang be-r«iteten, damit nahetreten zu können, dass sie schri«b«n, dass eS uns „an Courage fehle, wir ein demoralisiertes Volk und großentheilS mit CreliniSmuS behafie« fei«,,". Ohn« einem Blatte, wie die „Narodni listy" auch nur den Schein einer Beachtung verleih«« zu wollen, veröffentlichen wir dennoch mit Vergnügen «in an nnS gerichtetes Schreiben eine« von uns sehr vtrehrlen Parteigängers mit folgendem Wort-laute: „Zur Beruhigung der Tschechen und zur Richtigstellung ihrer irrigen Meinung über die Cretini«mu«-Verbrtitung in Steiermark erlaube ich mir mitzutheilen, dass die vor sechs Jahren von Julius Wagner R. v. Jauerntgg, k. k. Prostssor dtr Psychiatrir in Wien vorgtnommentn Untersuchungen daS Ergebnis hatt«», das« di« flovenische Bevölkerung de« politisch«» Bezirkes Eilli den weitau« höchsten Percentsatz an Crktin« unter der Bevölkerung Steiermark« ausweist, wie dies auch die Schülerliften deutlich zeigen. Diese« Ergebnis feiner Studienreise hat mir Herr Pros. Wagner R. v. Jauernegg selbst mitgetheilt/ Also vorsichtig, tsche« chisch« Brüder!!! Das Klappern einer politischen Kogel-scheuche. Wir bitten unser« L«s«r um Entschuldigung, dass wir diesmal ausnahmsweise auf daS Unken» gekrächzt der „Südsteirischen Post' «ine Antwort haben. Der Wortreichthum diese« DiSpositio»«sond«» säuglinge« gipfelt in der Benennung der deutschen Bewohnerschaft Eilli« al« „Gesindel". unter dem sie außerordentlich viele Kunstpfeifer entdeckt. Dieser ihr „musikalischer" Spürsinn ist geradezu verblüffend. Staunen wir selbst ja doch auch über die leicht-füßige Taktsicherheit, mit der viele »indische „Gäste" trotz der schwülen Sommernacht dem belebenden Feuer so manche« Takistocke« nicht widerstehen konnte». Eine Muse bergtn die Mauern de« deut-schen Eilli in den Tagen solcher frtcher windischec Hetzfeste, e« ist Terpsichore, die Göttin der Tanzkunst. Hine alte Aeuigkeit aus dem Aezirkc?iann. Anlässlich der am 9. l. M. in Videm abgehaltenen Bezirkslehrer-Couserenz hielt der AmtSleiter ber allgemeinen abgesehen — in einer deulschen WeibeS» brüst wohnen, wenn nicht daS zündende Feuer, die sittliche Hoheit, die seelische Fülle de« deutschen Gedankens sie belebt, ihr die B e r e ch t i g u n g, geachtet zu werden, vor Augen führt!l Die nöthige Ueberlegung«sähigkeit und geistige Mündigkeit vor« ausgesetzt, hat dann ihr Gefühl, so ganz über-flüssig, wertlos zu sein, nur al« Spielzeug, al« Lückenbüßer, al« Schaustück zu gelten, dem jeder innere Wert mangelt, seine nur zu berechtigte Gel-tung. Wenn aber der deutsche Gedanke in seiner Herrlichkeit, waS ich (einige klägliche Gestalten mit Verachtung Übergängen) nicht voraussetzen will, unseren Frauen und Mädchen zu hoch und unfaß. bar dünkt, dann — verzeihen Sie die schroffe Offen-heit — dann mögt» sie sich, wie dtr Esel mit der Distel, so mit dem schalen Süßholzgeraspel, mit der bejammernswerten Gedankenarmut der seichten, gesellschaftlichen Alachköpse begnüge» und nicht die unver—froren? Forderung stellen, auch nur an-uäberuligSweise dem deutschen Manne ebenbürtig erachtet zu werden! Jeder verdient die Gesellschaft, die tr sich kürt!! — Die Dankbarktit also, durch den dtutschrn VolkSgtist zur Würde deS deutschen WeibeS emporgehoben worden zu sein, die innere Sehnsucht jeSeS edlen Gemüthes, einem hohen, er» habene» Berufe gerecht zu werden, sie sind eS, die die deutsche Frau, das deutsche Mädchen mit Nothwendigkeit dem deutschen Gedanken in die Arme sühren müssen. Wenn nun aber alle diese Utberlegung«n an einer unbezähmbaren Ge- D-vtsch- W«cht' 1899 f. f. Bezirkshauptmannschaft Rann, Herr v. Bistarini. an die Lehrerschaft be« Bezirke« eine Anspracht, in welcher er mit rücksichtsloser Offenheit di« Thalsache feststellte, das» die Volksbildung i« politischen Be« zirte Rann trotz der vielen Schulgründungen in den letzten 20 Jahren nicht nur nicht fortge-schritten, sondern zurückgegangen sei. Er empfahl der Lehrerschaft, über die Ursachen dieser traurigen Erscheinung nachzudenken. Unsere slovenischen Iugendbildner haben denn auch diese brennende Ohrfeige mit Stillschweigen einstecken müssen und werden vielleicht nunmehr zur Ueber-zeugung gelangen, das« die HeilSlehre der windischen Hetzpresse nicht zur Beglückung de« Volke« taugt, Wir haben schon wiederholt öffentlich behauptet, das« die hiesige windische Bevölkerung jetzt weniger lesen und schreiben kann, al« in früheren Jähren und das« mit dem Niedergang« der Volksbildung auch die Verarmung der Bevölkerung in geradezu erschreckender Weise um sich greift — und freuen un« nun. zu wissen, das« uns«r« Behauptung amtlich beglaubigt wurde. Wir werden unS der Mühe unterziehen, die Ursachen dieser traurigen Schulver Hältnisse eingehend zu beleuchten. Noßitsch.Sanerbrnn«. Das Benefiz. Concert der Curkallepe unter der bewährten Leitung unsere» tüchtigen Kapellmeister« Herrn Stahl bot uns einen genus«reichen Abend. Sämmtlich« VortragSnum-mern wurden vorzüglich zu Gehör gebracht. Als Einleitung war die Ouverture zu „Oberon" (C. M v. Weber), womit die Curkapelle reichen Beifall erntete. Im Waldhornquartette „Beim Fensterle« (Koschat) und „Frisch auf zur Jagd' (Schantl) zeigten die Herren A. Schantl sen., A. Schantl jun.. K. Stephan und Fr. Wastian ihre gediegene Vor. tragSweise. In „Andante" au« dem 3. Concert von Goltertnann bekundet« Herr G. Farka« eine besondere Fertigkeit und Feinheit auf dem Violon-cello; mit gleicher Innigkeit wurde der junge Künstler van Frl. Farka« begleitet. Der I. Satz au« dem Trio in D-moIl (Mendelssohn) vorgetragen von den Herren I. Kovac«, G. Gentilli und Frl. E. Dorfl.'S würd« allseits mit wohlverdientem Beifalle ausgenommen. Den Schlus« De« Concerte» bildete der I. Satz au» der Symphonie in (Z-moll (Mozart) welcher von der Curkapell« in musterhafter Weise vorgetragen wurde. Die gediegenen Bor-trag«n»mmern fanden ungetheilte Zustimmung und kann Herr Stahl und die Curkapelle mit vollster Befriedigung diese« schönen Abende« gedenken, der das kunstsinnig« Curpublikum angenehm und genusS« reich unterhielt. Ein muntere« Tanzkränzchen folgte dem Concerte. — Auch den kleinen Curgästen bot Herr Stahl einen heiteren Nachmittag. E« war Kinderball. Schon der Einzug der Kleinen in den Saal zeigte ei« herzige« Bild, da« gar bald ein recht bewegte« und leohaftes wurde, denn die Jugend traf eS vorzüglich, sich flott im Kreise zu drehen. Besonders ausgesucht war das Büffet, wo süße Stärkung unentgeltlich verabreicht wurde. Zu schnell verflosS sür die kleinen Tänzer die Zeit und bei der Curmusik erzählten sie sich dann die herzigsten Geschichten vom ersten Tänzchen. Mädchen Fyceum in Kraz. Diese öffentliche dankenträgheit — und für weite Kreise ist ja diese einer unter den vielen Götzen, vor denen man willig daS Knie beugt — großen Widerstand finden sollte, dann möge man noch tinen kleinen Ausblick in die Zukunft und in die von der angeblichen HeilSlehre der Socialdemokratie beabsichtigten Aus-gestaltung derselben thun! Welchen Abgruno diese dem Weibe eröffnet, das kann nur in einem ge-schloffenen Kreise erörtert werden, weil eS sehr be« deutende Anforderungen an die Empfindsamkeit de» — Trommelselle« stellt, womit nicht die Fein-sühligkeit der Frauen Überschätzt werden soll; wie gäbe eS sonst Caffeegesellschaflen? Hier — die überzeugende Kraft, die erschüt« ternde Wahrheit de« volklichen Gedanken«, der im strahlenden Glänze der Reinheit, der sittlichen Schönheit leuchtet, der durch seine veredelnde, ver« jüngtnde Kraft den ersterbenden Zweigen wieder da« Grün der Hoffnung zu bringen vermag; dort — die meist auf dem Wege der Verneinung wan« delnde, in ihren äusserten Folgerungen die Sprache des Rechtes und der Gerechtigkeit laut übertönende, in einzelnen Punkten allerdings auch wieder völlig berechtigte Bewegung der Socialdemokratie, bei welcher die vo» wahrem Edelsinne deutschen Denkens getragene Ansicht über da« Weib in schlau be-rechnet« Absicht über Bord geworfen wird. Und gerade im Dienste dieser Bewegung sehen wir daS Weib, seiner ganzen Weiblichkeit entkleidet, zur — Genossin werden. Und auch die schwarze Gilde von Wien verfügt über einen ganzen Troß von Geiste»« städtische, in ihrem Grundzuge humanistische Mittel schul« genießt ob ihrer ausgezeichneten Uiterrichts und ErziehungSersolge eine StaatSsubvention von 8000 st. und ist unter den 12 ähnlich eingerichtet«» österreichischen höheren Töchterschule« noch immer die einzige, welche das Recht der Reciprocität mit den StaatS-Gymnasien und Realschulen besitzt. Im October 1898 waren 25 Jahre seit ihrer Gründung verflossen. Dieses Ereignis benutzte eine große An zahl ehemaliger Lycealschülerinnen. welche das Leben zum Theile weit verstreut hatt« und deren viele an angesehene Männer in den manigsaltigsten Stellungen verheiratet, andere wieder als Lehrerin-nen und Erzieherinnen thälig sind, um dem Director und dem Professor F. Walcher, welche seit der Errichtung der Anstalt im Jahre 1873 uuunter« krochen an derselben wirken, im Verein« mit allen diesjährigen Schülerinnen eine überaus erhebend« Ehrung zu bereiten, die in einer Festversammlung und in der Uebcrreichung von Ehrengeschenken ihren spontanen Ausdruck fand. Diese Feier bewie« am besten, wie sehr sich das Grazer Mädchen-Lyceum die treueste Anhänglichkeit und stete Dankbarkeit aller derjenigen erworben hat, welche es je be-suchten. DaS Unterrichtsergebnis war auch Heuer ein sehr erfreuliches. 71 Schülerinnen erhielten Vorzugs«, 70 Zeugnisse l. Classe, 5 Interims-Zeugnisse und 8 blieben zwar wegen längerer Krankheit unclassificiert. können die entstandenen Mängel aber vor Beginn des neuen Schuljahres durch Nachtragsprüfungen ergänzen und dann eben-falls in die nächst höheren Jahrgänge aufsteigen. Nur I Schülerin erhielt ein Zeugnis II. Classe. Die LehrbesähigungSprüfung aus der französischen Sprach« haben in diesem Schuljahre 2, jene aus dem Emglischen 3 Lyceal-Absolventinnen abgelegt. Der gesundheitlichen Pflege deS Körpers und der gelegentlichen ermunternden Belohnung der Schüle-rinnen durch liierarisches und gesellige« Vergnügen wurde alle Aufmerksamkeit zu Theil. Die leibliche Obsorge über die Schülerinnen während der Unter« richt«zeil, welche sich auf die Vormittage beschränkt, ist zwei Beiräthinnen oder sog. AussichlSdamen an-vertraut. Die Aufnahme neuer Schülerinnen für da« nächste, 27. Schuljahr I899/I000, findet in der DirectionS - Kanzlei der Anstalt. Graz, Sack-ftraße 18. 2. Stock, an, 13. und 14. September statt. Die Eintrittsbedingung für den ersten, bezw. niedersten Jahrgang ist das zurückgelegte 10. Lebensjahr, das in 10 Monatsraten zu entrichtende Schulgeld beträgt 00 fl. Mittellosen Beamten«« und LfsicierStöchtern werden Ermäßigungen ge-währt, sobald sich dieselben als vorzügliche Schüle-rinnen erwiesen haben. Weiter« ist den bezüglichen Inseraten in unserem Blatte und Au«sührliche« dem gedruckten Jahresbericht« zu entnehmen, welcher Interessenten gegen Mittheilung der genauen Adresse an die Lycealdirection kostenfrei zugesandt wird. Merei« Südmark. Die heurige Haupiver-sammlung unsere« völkischen SchutzvereineS Süd-mark findet Sonntag, den 10. k. M. in Eilli statt. Die Festordnung wird demnächst bekannt gegeben werden. Die hohe Bedeutung unserer Grenzseste und die hohe Bedeutung unseres SchutzvereineS armen auch aus dem Gebiete der angeblich schöne-ren Hälfte der Menschheit, und in den Spuren deS schönen Karl«", der die Rolle deS verfluchten KerlS spielt, hallt eS vom Getrippel, aber auch Getrampel, je nach dem gesellschasilichen Fuße, aus >em daS betreffende, mehr oder minder zarte Wesen steht!! Und gerade der reine deutsche Gedanke, der >a ist: dem SelbstbewusStsein — ein untrüglicher Wegweiser, der — Sittlichkeit — ein nie wanken-»er Hort, dem Gemütsleben — eine nie versiegende Quelle, dem Ehrgeize — ein erhabene« Ziel, und gerade dieser Gedanke sollte in der Brust unserer grauen und Mädchen, denen da« Edle und Er-,abene doch ein sittliche«, seelisches Bedürfnis fein oll. keinen Platz finden?! Unser Leben ist inhaltsleer, ist zwecklos, wenn eS sich nicht in den Dienst eines erhabenen Ge-zanken« stellt. Also sei deS DeutschthumS hehre Reinheit unseres Daseins führender Stern!! Auf der Unsumme unser allbezwingenden Schaffenskraft in unserer StammeSgeschichte, die weltgestaltend war und ist, lassen wir unseres Da-seinS Zweck und Berechtigung, unsere innere Wen-fülle, unseren VolkSstolz fußen, dem wir darin ge-nügen wollen. Führer zu fein. Trum freie Bahn deutscher Kampfeslust!! Wer zaubert und zagt dann, wenn hallend vom Hörne der Schlachttuf erschallt?! für unsere südlichtn Gr«nzmark«n macht e« jedem, dem eS seine Verhältnisse Halbweg« erlauben, zur heiligen Pflicht, an dieser Kundgebung deutschen VolkSempfindeuS theilzunehen. Anleitn. Wir erhalten nachstehend« curiof« Berichtigung: Es ist unwahr, das« «ir anläsSlich be« Radfahrerfeste« in Eilli dortseldst eine Ehren« gab« huldvollst überreicht worden wäre, vielmehr ist eS wahr, dass ich in Cilli keinem Radfahrer« feste beigewohnt habe —«« ist dah«r auch unwahr, das« dies« Ehrengabe in eme« Sortiment Pracht-birnrn bestand, wa« ich sonst mit Rück icht auf da« schlechte Obstjahr mit Vergnügen angenommen hätte. Unwahr ist e«, dass ich mich über diesen Act be« lobend ausgesprochen hätte — unwahr ist e«, dass ich nicht Birnen essen könnte, unwahr ist eS, das» da« Herz eine» jeden Gonobitz er« vor Freude hüpft, wenn eS mich über den Markt lustwandeln sieht, vielmehr ist es wahr, das« «ich kein Herz sehe» kann. Unwahr ist »«, dass mein Puls 76 beträgt, unwahr, dass meine Zähne wackeln, unwahr, dass meine Hautfarbe blau, unwahr, das« Beulen im Abschwinden sind, unwahr, das« mich ein Herr Dr. Naöa Zemlja behandelt, wahr ist e« aber, das« mein Befinden ein befriedigende« ist. wa« man schon au« dieser Berichtigung ersehen kann. Mit Hoch« achtung Ivan Rozman. Posvjibäca.Sccretär. Gonobitz, am 8. August 1899." — Wenn der gute Mann nach dieser Berichtigung sein geistige« Befinden sür ein befriedigende» hält, so müssen wir ihn wirklich für einen sehr bescheidene« Menschen erklären. UedrigenS hat er recht, ein Herz kann nicht sehen, denn Liebe «acht ja btind. Hingesendet. (K eil'S Fußb o denlack) ist der vorzüglichste Anstrich für weiche Fußböden. Der Anstrich ist außerordentlich dauerhaft und trocknet sofort. KeifS Fußbodenlack ist bei Traun & Stiger mrt bei Victor Wogg in Cilli erhältlich. 3699 Vermischtes. Weltausstellung ?«ris 1900. AuS dem Umstände, das« auf der Pariser Weltausstellung gruppen«, nicht ländtrweise installiert wird, ergibt sich sür alle beteiligten Factoren ein komplicierter Vorgang. E« muj« sür jede Gruppe, und inner-halb jeder Gruppe wieder für jede abgeschlossene CollectivauSstellung ein eig«n«r Jnsta!lation«plon ausgearbeitet werden, dieses von dem Architekten deS betreffenden SpecialcomitvS «Mworfene Project dem österreichifchen General-Commissartate, von letzterem wieder der französischen General-Direction zur Genehmigung vorgelegt werden. Man kann sich denken, wie viel Zeit und Mühe diese Arbeit verschlingt, die doch, um mit der wirklichen An« fertigung der JnstallationSobjecte. Kasten. Tische. Vitrinen, Decorationen aller Art rechtzeitig beginnen zu können, vor dem Herbste dieses Jahre« unbe-dingt vollendet sein muss, und wi« viel« von einer Stelle zur anderen sich fortpflanzende Urgenzen die« schon mit sich führte. Dank dem System,, nicht zu ruhen, aber auch die And«r«n nicht ruhen zu lassen, ist »S dem österreichischen General-Co«-mtssariate bereit« gelungen, die Ungeduld der Fran« zofen durch Vorlage der JnstallationSpläne und AuSstellerliften für die Mehrzahl der wichtigsten Gruppen zu befriedigen: D»e Vorschlag« für die Gruppen I und III (Hilfsmittel der Kunst und Wissenschaft), IV und V (Maschinenwefe» und Elek-trotechnik), VI (Ingenieurwesen). VII unk» X (Land-wirtschaft und NahrungSmiitelindustrie) XLII(Tejriil« Industrie, Leinen-, Baumwolle«. Schafivollle-, Seide» und Bekleidungsindustrie) XIV (Chemische Groß-industrie, Leder- und Papvrerzeugung) liegen in Paris bereit« vor und werden zweifellos die unein-geschränkt« Genehmigung d«r französisch«« General-direction finden. Die noch fehlende» Vorlagen dieser Art sollen im Lause dieses Monate« nacchgetragen werden. Die Hauptschuld für die Rück'ständigkeit dieser letzteren liegt aber in d«r verspätetem Rcuim-zuweisung durch die Franzosen, oder vairin, das« im letzten Augenblicke durch gänzlich geänderte Raumdispositionen sranzosischerseit« alle uossere bereit» fertigen Pro.ecte umgestoßen wurden. Erfst seit den allerletzten Tagen ist e« möglich zu coinsiaiieren, dass sämmtliche Raumzuweisungen feiten« Ibet Franzosen eingelangt. Hroße ßisenbalin-Augsücksfälle. Atm» Pari« wird vom 6. l. M. berichtet: Geilern abnrnd« gegen 10 Uhr fand auf dem Bahnhofe zu IZuvisysur« Orge infolge de« Versagen« de« Semapohor« ein Zusammenstoß zwischen zwei Eilzügen stattt. welche beide in einem Zwischenraume von fünf' Minuten von Pari« nach Nantes abgelassen war«n. Fünf 1899 Dagflvn« deS ersten Zuge« wurden zertrümmert. Zahl der bei dem Unglücke Getödleten beträgt 17, die der Verletzten 73, darunter viele schwer, «ehren tödtlich. — AuS Bordeaux wird vom S. l. M. berichtet: Der au» Pari» kommende H?lel»zug stieß heute vormittag« bei der Einfahrt in den hiesigen Bahnhof in dem Augenblicke, als die Passagiere auSsteigen wollten, heftig gegen die Hidpuffer; etwa 30 Personen wurden lncht verletzt. Z>»el< ans Bädern. Wie eine englische Revue «Mt. sind Radduelle der neueste in England be» lieble Sport. DaS erste Erfordernis, um fein Streit-roß in den Kampf führen zu können, ist natürlich, das« der Fahrer seine Maschine ohne seine Hände zi lenken imstande ist. Außer dem gewöhnlichen Lvstüm trägt jeder Duellant »ine Maske, ähnlich m« die. die von Fechtern getragen wird, und Panzer« hmdschuhe. um die Hände so gut wie daS Gesicht ja schützen. So ausgerüstet, besteigt jeder bei ge-gedenem Zeichen sein Rad; die linke Hand ruht leicht auf der Lenkstange, die rechte hält daS Rapier. Dann gehen sie langsam vorwärts, umkreisen ein-«der, bis plötzlich einer den geeigneten Moment für gekommen hält und vorwärts stößt. Die Rapiere hat?» Knöpfe, di« mit Kreide gezeichnet sind, so das« jeder Schlag durch ein weißes Zeichen bemerkbar wird. Natürlich ist diese Art d«S Duells der Weise durchzuführen, dass er zuerst den SefechtSlhurm deS Schiffes luftdicht verschließt. Ms einem längs deS Wracks aufzustellenden Schiffe acrbeti dann mächtige Pumpen angebracht, welche »it der Spitze de? FechtthurmeS in Verbindung gebracht werden. Wenn sich daS Schiff in einer von 30 Fuß Wasser befindet, so ist nur ein Druck von 15 Psund pro Quadratzoll nothwendig, »« da» Wasser herab und aus dem Schifft hinaus-Meiden. DaS Herabdrücken de» Wasser» durch die Luftpumpen kann nach der Meinung der Pro-ponexien leicht soweit durchgeführt werden, dass die Zlwcher nirgends tiefer unter Wasser arbeiten als die Distanz zwischen zwei DeckS beträgt, so dass ftr deren Sicherheit stet» Vorsorge getroffen werden kam. Ein Druck von 20 Pfund pro Quadratzoll mird« nun genügen, um da» Wasser fuccesive aus de» Schiffe auSzutreiben, worauf die zerrissenen Theile der Wandung wasserdicht überplankt werden. Da» Schiff komm» dann in Folge des eigenen Eintriebe« wieder in di« Höh«. Der Plan soll i>e« Senate vorgelegt werden. Landwirtschaft. Mittheilung der Hbllverwcrtuugsllelle. Dieselbe erhält sast täglich auS alle« Theilen dir Steiermark und aus allen Kronländern der Monarchie Schreiben, auch Telegramme, worin sie «riucht wird, umgehend so und so viel Kilo verschiedenes Obst. Saatgut oder ein landwirtschaftliches Geräth mit Nachnahme zu senden. AuS diesen Aufträgen ist zu entnehmen, das« viele Leute glauben, die OdWierwertui'gSstelle besitz« Magazine, gefüllt mit Obst. Saatgut und landwirtschaftlichen Geräthen, um damit Bestellern sosort dienen zu können. Zur Ailsklärung sei nun wiederholt gesagt, das» diese Stelle kein Obst, kein Saatgut und keine landwirt-schchlichen Geräthe kauft, fondern nur den Kauf »»& Verkauf von Obst, dessen Producte und von Saatgut, sowie den Bezug von Kunstdünger zwischen „Deutsche IWucht" den Producenten und Eonsumenten unentgeltlich vermittelt. Dazu wird angefügt, das« Eier. Schmalz, Geflügel, Heu und Stroh von der Vermittlung ausgeschlossen sind: e» liefen eben solche Anbote auch ein. Wein. Obstbäume und Honig dagegen werden angenommen. Schließlich wird noch mit-getheilt, das» die Mitglieder deS ObstbauvereineS sür Mittelsteiermark. welche durch die Obstver-wertungSstelle Kainit oder Thomasmehl bestellen, per Metercentner ein« Preisermäßigung von 10 kr. erhalten. Auflösungen der Ztitysel ans letzter Mummer: Te« LogogriphS: Rose, Marine, Rosmarin. TeS Bilderräthsel»: Ameisenhausen. T«s SleichtlangS: Zug. T«» Kapselräthsels: Meise, After, Vera. vora. Eftl, Betn, Ulan, Rabe, Gramm. Magdeburg. TeS WorträthselS: Milchstraße. Des ScherzräthselS: Der Hos. Cur-Liste der Landes-Curanstalt „Neuhaus" bei Cilli. Vom 2. August bis 9. August! Frau Alolsia Winkler, ttestaurateurin, au« Graz, mit Cousine; Frau Ilerinlne CrodeckI, Beamtenggattin, au« Wien; Frau Jorka Yasi<-Benkovlü, Juweliersgattin, aus Agram; Herr Ször^nyi Gjriila, König!. Bezirks-Unterrichter, mit Gemahlin, au« SrfazlrabÄnya; Herr Dra-gan Ritter von Trnskl, künigl. Bezirksvorstand, au« Kreutz; Herr Aaton von Suslf, k. u. k. Oberst i. R., mit Frau Betty von Susif und Marj Rltdiup, Private, au« Cilli; Herr Julias Frlsehler, Comitats-Rechnungsführer, aus Zombor bei Bacs; Frau Minna Harpf, Chemie-Doctongattin, au« Przibram, Böhmen ; Fräulein Harte Appel, Bürgerschullehrerin, au« Wien; Frau Joseline Paris*. Kaufmannsgattin, aus Budapest; Berr Armin Arbeiter, LMdes-Irrenanstaltverwalter in Feldhof bei Graz; Herr Franz Doberiet, Privatier, aus Lnibach; Frau Antolnette Garofoto, Private, mit Stubenmädchen, au« Fiume; Frau Joseflne Kolleros, Brauereibesitzerin, mit Sflhnchen, aus Völkermarkt; Herr Riehard Wlttek, Ober-Ingenieur, mit Gemahlin und Söhnchen, aus Graz ; HerT Josef Ritter Weiss von Ostbornlub, k. 1c. Ober-finanzrath, mit Gemahlin, au« Graz; Herr Dr. Prokop Lothar Freiherr von Rokltanskv, k. k. a. <5. Professor der medicinischen Klinik, mit Gemahlin und Stubenmädchen, aus Innsbruck; Frau Martha Jiruseli, Private, aus Seelovitz, Mähren; Frau Bcthl Sebachner, Kaufmannsgattin, aus Banjaluka; Frau Marie Frtth-baucr, Private, mit Enkel, au« Graz; Frau Cölestine l'apettl, Private, aus Fiume; Herr Friedrich Kadel-burg, Student, aus Wien; Herr Johann Chr. Behr, Kaufmann, mit Gemahlin und Fräulein Tochter, au» Budapest; Herr Anton Knörleln, k. u. k. Oberstabsarzt I. Cl. d. R., mit Gemahlin, au» Linz a. d. D.; Frau Elsa Haekhofer, Architektensgattin, aus Wien; Herr Franz Tsehoffn, Obergerichtsrath, mit Gemahlin und Nichte Fräul. Carollne Hajek, au» Sarajevo; Herr Ferdinand und Frau Cäellla Küster, Weinhändler, mit Kind, aus Marburg; Herr Emil Gibaro, Professor, aus Fiume; Frau ('slzinadla Müller Adel, mit Tochter Marie Bellagh und Kind, aus Perlak; Herr Emil Ditt-rich, k. u. k. Lieutenant, aus Pola; Frau Marie Kocher, Private, au» Graz; Fräulein Anna Geist, Lehrerin, au« Wien ; Herr Splridione Sieuro Desllla, Kaufmann, au« Triest; Herr Dr. Emil Weigmann, Landes-Secretär, mit .Gemahlin und Mutter, aus Graz; Frau Marie Cani4, Majorsgattin, mit Mutter Frau Katharina Pävek, Obersten»witwe, aus Lemberg; Frau Antonle Marehl, Fabrikantensgattin, mit Tochter, aus Ettendorf bei Stninz; Herr Dcmeter, Angelina und Marie Podhrniky, aus Agram; Herr Alols Schustersehitz, k. u. k. Linien-schiffsBcutcnant, au« Pola; Herr Ludwig Baumgartner, Haudelsgärtner, mit Gemahlin, aus Wien; Frau Samael Herzseid, Kaufmannsgattin und Freu Dr. Schwarz. Be-amtensgattin, aus Fiume; Frau ('aroline Mnrlusehek, mit Tocliter, aus Laibach; Frau Therese Macek, k. k. Post-Cafwiersgattin, mit Söhnchen, aus Graz; Frau Helene Slmlc, Finanz-Directorswitwe, mit Frau Anna Peroll, au« Agram; Herr Victor Ilornung, UnivereiUtshörer, aus Graz; Herr Carl Haller von Raltenbrnch, k. u. k. Oberst, mit Gemahlin, aus Graz, Herr Ludwig L. Fürst, Beamter der Angl. Oesterr. Bank, au« Budapest; Frau Josephine Strohsehneider, Kaufmannsgattin, mit Töchterchen, au« Graz; Fräulein Nett? Strohschneider, Private, mit Stubenmädchen, aus Graz; Herr Ignaz Trojan jnn., Kaufmann, mit Gemahlin, au» Graz; Frau Anna Meth, Doctorsgattiu, au» Triest; Fräulein Fanny von Benaek, au« Wet»; Frau Ida Holzer, Private, mit Kind, ans Graz; Frau Helene Herzog, Directorsgattin, mit Frl. Tochter, aus Budapest; Frau Marie Mantsehek, Private, mit Schwester, aus Graz; zusammen 620 Parteien mit 1047 Personen. Cur- und Fremdenliste von Römerbad in Steiermark. Vom 1. bi» 8. August. Frau Auguste Popper, mit Fräulein Tochter, au» Brünn ; Frau Baronin Ottonle Htenglln, Stiftsdame aus Dobbertin, Mecklenburg - Schwerin; Herr Carl Brandet», pens. Bankbeamte, mit Gemalin, au» "Wien; Fräulein Grethe Schimitzek, aus Wien; Frau Emma 5 FUehsel, Private, aus Wien; Frau Marie von Orlowska geb. Marquise von Massel, aus Triest: Se. Excellenx Herr Feldmarschall-Lieutenant Carl Freiherr von Ur-ban und Gemalin, von Römerbad; Herr Peter Rosich, Beamte, aus Fiume; Herr Charles t'honee, Privatbeamte, aus Temesvar; Frau Rosa Jagicza, aus Neu-Gradiska; Herr Dr. Friedrich Ploi, k. k. Hofrath, au« Wien ; Herr Anton Rosenaner, k. k. Oberlandesgerichtsrath, aus Prag; Herr Ludwig Ziegler, Beamte der Credit-Anstalt. au» Wien; Frau Fanny Maurovl6, Oberinge-nieurswitwe, au» Agram; Herr Dr. M. von Cueulll, 8ec-tioosrath, mit Gemalin und Herrn Sohn, au» Agram; Herr Arthur F. Bütlheim, Privatier, aus Agram; Herr August Nützt, mit Gattin und zwei T&chtem, au» Linz; Herr A. Malitsch, Privatier, aus Laibach; Herr Graf Philip» Saint Marson, Privatier, an» Peczel bei Budapest; Herr Professor Dr. Tbeophll Elselt, k. k. Hosrath, au» Prag; Frau Solle Pollak, Private, au» Agnun; Freu Judith von Stojeevi^, Private, mit Stubenmädchen, aus Vukovar; Frau Angeline Petrovltf, Beamtenawitwe, aus Vukovar; Herr Dr. M. Mnuroril, Universität»-Professor, au» Agram; Herr Franz I thctnann, au» 8t. Petersburg; Herr F. Heine, Kaufmann, mit Gattin, aua Wien; Herr Robert Xepomucky, Ingenieur-Adjunkt der k. k. priv. Südbahngesellschaft, au» Wien; Frau Kos* Rendi, Kaufmanusgattin, mit Tochter, au» Graz; Frau Emilie Hausclike, Hauptmannsgattin, mit Sohn, aua Graz; Fräulein Loulse und Marianne lläckl, k. k. Post-und Telegraphen-Manipulantinnen, aus Wien; Frau Irene Milelia, mit Frl. Tochter, ans Triest; Herr Dr. Albert Leonliard, k. k. Oberbezirksarzt, mit Gemalin, aua Marburg; Herr Hermann Werthelm, Gutsbesitzer, au« Enying (Ungarn); Herr Samuel Ferenez, Advocat, mit Sohn, au» Budapest; Frau Marie Gaber, Oberlehrers-witwe, aus Marburg; Herr Franz Blaehfelner, k. k. Regierungsrath i P>, au» Graz; Herr Josef Ludwig Wanitsek, Privatier, mit Gattin und Frl. Tochter, aua Oedenburg; Herr F. A. Hren, Oberlande«gerichtsrath, aus Oraz; Herr Dr. Ruffo Rudun, Arzt, an» Budapest; Frau Elisabeth von Vifky, Privatifere, au» Oedenburg; Frau Jelka Legier, Private, mit Töchterchen, aus Wien; Herr Franz Seme, k. u. k. Major, mit Gemalin, FrL Tochter und Schwägerin, aus Triest; Herr Carl Ra-dimsky, Privatier, mit Gemalin, au« Prag; Herr Mathiaa Stunkovl6, Beamte, aus Agram; Frau Victoria Lehner, mit Frau Emma LSwy und deren Enkelin, aus Dombovar-Essegg; Herr Silvio Llebman, Kaufmann, aus Triest; Frau Paullne Lafranko, mit Tochter, aus Budapest; Herr Michael Dolecsko, kgl. ung. Baurath, mit Tochter, aus Budapest; Herr Felix Costa, aus Miramar; Herr Friedrich Nadermann, Hausbesitzer und Privatier, aus Graz; Frau Solle Hoffmann, lianquiersgattin, aus Dalja (Slavonien); Herr Carl Sehelbel, mit Gattin und Frl. Tochter, aua Dalja; Herr J. U. Dr. Andreas Stanger, Landeshauptmann-Stellvertreter und Bürger-meister mit Gemalin, aus Volosca-Abbazia; Herr Dr. Oscar Oblnth, Arzt, aus Triest; Frau Marie DitL Private, mit Frl. Nichte, aus Leoben; Herr Carl SehlSgl. k. u. k. Major, mit Gemalin, aus Leibnitz; Frau M. und N. Napotnik, Grundbesitzerinnen, aus Gonobitz; Frau E. Voneina-Rudan, au» Fiume; Herr Richard vom Roebow, k. k. Rechnung» - Revident im Finanzministerium, au» Wien; Freu Therese Neuman«, Private, aus Wien; au» der Umgebung 81. Zusammen 363 Parteien mit Ö7S Personen. Cur- und Fremdenliste des Kaiser Franz Josefe-Bades Tüffer. Vom 1. August bis 10. August 1899: Herr Ferdinand Lfiffler, Kaufmann, aus Wien; Herr Franz Lang. Privat, mit Gemahlin, aus Graz; Frau Hofle Davidovle, Obereespans-Witwe, mit Tochter Fräulein Olga, au« Agram; ireu Marie Schalter, Med.-Doctors-Witwe, mit Nichte Frl. Slda Lösch, au* Agram; Frau GrBfln Adeline Delmestri, Privat, aus Voloac* (Küstenland): Frau Marie Sehitblnrer, Oberlehrers-Witwe, aus Graz; Herr Johann Blatta, k. k. Beamter, aus Mödling; Herr Eman. Bendel, Privat, aus Dresden; Herr Alols Hirsch, k. u. k. Oberst-Auditor i. R., Wien; Herr Gustav von Husehek, k. u. k. Oberst !. R., Wien ; Herr Alexander von Seidel, Oberinspector L R., Triest; Frau Theresie Trlgler, Rentiers-Witwe, au» Oraz; Herr Hugo Breuer, Ingenieur, aus Krems; Herr Adolf Ernst, Kaufmann, aus München; Herr Emil Stöker, Privatier, au» Oraz; Frau Aloisle Praunsels, Private, aus St. Georgen; Herr Gustav Pipetz, Lehrer, aus Graz; Herr Ludwig Freuzl, Beamter, aus Leoben; Freu Rosa Roth, Private, mit Fr. Tochter Liebtenstrrn, aus Fiume; Herr Josef Stefflch, k. k. Finanzwach-Obercommissftr I. Cl., aus Triest; Herr Bruno Ekhardt, Privat, mit Gemahlin, aus Triest; Herr Franz Stürzer, Spenglermeister, mit Frau Schwester Marie Winter, aus Grez; Herr Dr. Benno Rappnport, Oberfinanzrath hei der k. k. n.-ö. Finanzprocuratur, Wien; Herr Eduard Gedl, k. u. k. Oberstlieutenant-Auditor L R, au» Wien; Herr Dr. Aloi» Semler, k. k. Notar, mit Frau Gemahlin, ans Wien; Herr Adolf Altmann, Fabrikant, mit Frau Ge-mahlin, aus Wien; Herr Paul Kinzl, Professor, mit Frau Gemahlin, au« Berlin; Herr Hermann Kaufmann, Di-rector d. R., au» Reichenberg; aus der Umgebung 35. Zusammen 230 Parteien mit &54 Personen. £ mifest des „Deutsches Schul-gf mülllnn Vereines" und unseres Tchutzvereines „Züdmarl" bei Spiele« und Wetten, bei Festlichkeiten n. Testameate», sowie bei unverhofften Gewinusten! »»»»»»»»»«»»»»»«» .Deutsche Wacht* 18S9 Gründl. Zitherunterricht ertheilt nach jeder Methode Wilhelm Friedrieh, Zitherlehrer, Schulgasse 13, ebenerdig. — Aoch werden Zithern ans Ratenzahlung abgegeben. 4149—67 Eine Wohnung mit 2 gassenseltigen Zimmern, jede« mit •eparirtem Eingänge, lichter Soeia o. Spar-herdküche, ferner Keller onil Bodens itheil, ist im IL Stock, Grabenjrasse Nr. 9, vom 15. September an an vermietben. Nähere Auskunft wild nebenan, im Hau-e Nr. 7. L Stock, ertheilt. 4159—68 25 Jocb Grund mit Wiese, Acker, Wdd und schönem Obst-and Gemüseparten in der Koschnitx N*. 11, eine halbe Stunde von Cilli, ist tu billigem Preise tu verkaufen. Näheres beim Eigenthümer. Josef BreSnik, daselbst. «i«-«s Schmiede-Verpachtung. Unter günstigen Bedingungen wird eine Schmiede an der kirnt». Grenze an einen tüchtigen, nüchternen Huf* u. Zeug-schmied sogleich auf mehrere Jahre in Pacht gegeben. — Die Schmiede ist mit alkm nCth:geu Werkzeuge und Maschinen, so auch mit Wohnungslo&ilititen versehen, hat einen grossen Kundenkreis, indem sie knapp an einer stark befahrenen Bezirks-strafe liegt. Beflectanten mögen angeben, ob verheiratet, Alter, wo bis jetzt in Verwendung n. ob sie Caution leisten können. Anfragen unter »Schmiede* an die Verw. der „D. W.- 4147—67 Heizender Besitz auf schöner Anhöhe, herrl. Aussicht iu's Gebirge, in rein deutscher Gegend im Murthale, zwischen Brück und Graz, bestehend aus 2 Villen, Stall-und Wirth8chafi8-Gebfmde, arrond. Grund circa 9 Joch, eigene Wasser-leitg., möbl., aus freier Hand mit günstg. Zahlungsbedingn. zu verkaufen. Anirg. an Marie Kimme), ßadetzkystrasse 7, Graz. 4141—67 Für Kaufleute od.Gastwirte. M-, Zins- & Gescbästsbans in Graz, '. Bez., 2 stückig, solid gebaut, Steinstiege. Wasserltg. etc., zu verlaufen. Anzlg. 4 —5000 fl. Unteihdl. auszeschl. — An.'rg. Felix Wagzier, Radetzkystrasse 4, II. Stock. 4142—07 In Schloss Guten egg sind ein Paar Wallachen, preiswflrdig verkauflich. Selbe sind 10 Faust hoch, 5 Jahre alt und gut eingeführt. Anfragen an die Gut .«Verwaltung Gntenegg, Neubau» bei Cilli. 6150—68 I stöckiges Haus In Grnz, Centrum d. Stadt, für jedes Geschift geeignet, u. für eine Familie bewohnbar, durch angrenzenden Bauplatz sehr gut verwertbar. zu verkaufen. — Zuscbr. an Frl. Marie Kohl, Jakominiplatz 18, Graz. 4143—67 Eine solides, Aber 20 Jahre altes, tüchtiges Ladenmädchen, ans besserem Hause, der deutschen und sloveniseh*n Spraehe mächtig, wird för ein Gemischtwaarengeaebäft am Lande sogleich oder bis 1. September unter günstigen Bedingungen aufgenommen. Jene mit guten Zeugnissen, die schon in dieser Eigenschaft in Stellung waren und tüchtige Verkäuferinnen sind, werden bevorzugt. — Gute Behandlung zugesichert. — Anfragen sind zu richten an Johann Scharner, Handels-iiiann in Schönste». 4123—06 Stadt. Mädchen-Lyceum in Graz, staatlich subventionierte, öffentliche Mittelschule (mit dem Rechte der Reciprocität m. d. österr. Gymnasien u. Realschulen z>. h. Mln.-Erl. r. 9. Jnni 1896, Z. 10.208). Einschreibung neuer Schülerinnen für das 27. Schuljahr 1899/1900 am 18. und 14. September vormittags. — Mindestalter zum Eintritte in den n edersten der 6 Jahrginge das vollendete 10. Lebensjahr. — Aufnahmeprüfungen am 15. und 16. September. Schulgeld in 10 Monatsraten ft 6 fl. — Unterricht in den obligaten Lehrgegenst&nden (Kathol. Religionslehre, deutsche, französische und cnelisehe Sprache und Literatur, Geographie, Geschichte. Naturgeschichte, Mathematik, Physik, Chemie, Haushaltungs-kunde, Erziehungslehre, Zeichnen. Turnen, Singen) aar vormittags, in den Handarbeiten und in der Kalligraphie nachmittags. — Für Schülerinnen von auswärts Adressen vortrefflicher Kostorte bei »ehr achtbaren nnd gewissenhaften Familien zur Auswahl. Weitere Aufschlüsse über diese Anstalt bietet der Jahresbericht, welcher auf Verlangen kostenfrei zugesandt wird. 4138-71 L. Kristos, Director. Vom tiefsten Schmerzo gebeugt, geben die Unterzeichneten im eigenen, wie im Namen aller Verwandten Nachricht vom Hinscheiden ihres innigstgeliebten Gatten, beziehungsweise Vaters, Schwiegervaters, Grossvaters und Onkels, des Herrn PETER KAPUN, emerit. k.k. ßeiirksNcholinspector« nnd Volksschuldirek' ors i. R , welcher am 12. d. M. um Uhr nachmittags, versehen mit den hl. Sterbesakramenten, im 72. Lebensjahre sauft im Herrn entschlief. Die irdische Hölle des theueren Verblichenen wurde am 14. d. M. um 3 Ubr nachmitt .gs am Ortsfriedhofe St. Anna in Gonobitz zur ewigen Ruhe bestattet. Gonobitz, am 15. August 1899. Amalie Kupon geb. Gallinger •<» Os.iin. Alfons Kapun Antoinetta Kapun geb. Chicco k.k. Ge. iciiUsel r«.iJ'r in Mnrhnrg Jkbe'ef* rocStar Ida Wrubl geb. Kapun Dr. Josef Wrubl AllgUfltfl Kapun Prof. !• il«r k.h. RbmiiobtrrMiwihu^ i« BlilUi Ltkrern mlH Schwiegersohn. Antonu Kapun Rudolf, Erna und Carl* Kapun als Kinder. als Enkel. 4145 Statt jccLor ■fcason.d.ereis. ! Fahrräder nnd Nähmaschinen kauft man am besten bei 3977 F I 6. Schmidl's Nachfolger, Cilli itteste und gisste Fahrrad- und Nihmaschinen-Niederlage Untersteiermarks. \ * ej. i at'en ft 9 ■eutSujetv loProbcV^.'t. trancu Yorker, send?. ▼. SO kr. In Briefmarken+ F&rWlederrerk.; lOO«t.srAneofl.3-&0. Em. Storch, k„SSJ^L. t. Sensationelle Erfindung in Ansichts-Karten *ind TiU Fahrkarten- M Frachtscheine nach Amerika kOnigl. belgische Postdampfer der ,Red Star Linie' von Antwerpen, direct nach to-Yorfc ifl PtiiladBlpIiia concess. von der höh. k. k. österr. Regierung. Man wende sich wegen Frachten und Fahrkarten an die 3570—a Red Klar I.lnlr In Wien. IV., Wlednergürtel 20, JiiIIiih Pepiier. Bahnstraase 8 in Innsbruck, Anton Rebrlt, Iiahnhofgxgse 29 in Laibach. Y erloren. Ein kleines allbcrnos Krou*, mit dünner Kette, wurde in der Badekabine Nr. 7 der Badeanstalt P.llos verloren. — Es wird gebeten, dasselbe gegen Belohnung rückst>!len zu wollen bei der Badew&rterin daselbst. Jlismarck-Postkarten empfiehlt Wiederverkäufen!, Vereinen, deutschen Tischgesellschaften (nicht unter 50 Stück) die ymiistaMrtBrtCjl&ia" Cilli. empfiehlt Georg Adler, Cilli. Ich warne hiermit jedermann, meiner Frau Panik. W a k o n i g g Geld noch Geldeswerth auf meinen Namen zn borgen, da ich absolut nichts für sie bezahle. Michael Wakonigg^ Ein anständiger, braver Knabe mit guter Schulbildung findet Aufnahme als inder-Lehriing. Anfragen an die Vereinsbuchdruckerei „Celeja" in Cilli. _ _ Grosser Nebenverdienst Ca. 300—400 Mark ksanen Personen jede» Stand«»* ohne Kosten und Bisico monatlich verdienen. — Oft unter „F. D. 90."-Leiprig-Lindenau. 4038: Wohnung, bestehend aus 3 Zimmern nebst Zu-gehör. Herren gasse Nr. 25, 1. Stock. Anzufragen bei der .Sparcassa der Stadtgemeinde Cilli*. 4006 Ein Darlehen von 250 ?. wird gegen vollständige Sicherstellung aur 5 Jahre aufzunehmen gesucht — Antrüg» unter ,A Z.€ an die Verw. der ,D. W.* Wohnung, bestehend aus 3 Zimmern, Küche und Zu-gebor ist mit 1. September 1399 in Ga-berje Nr. 66 zu vermiethen. Näheres beim Hauseigenthümer. M ♦•Ui Cuplau, «d»l.....* t" W4' ■sms, aflrtk........ . H* U*' Cararalloi, t»in...... ttl mm Preisliste Ober alle Sortan, nach über The«, (rmtis ond ftsaneo. C. H. Waldow * Hoflieferant Hamburg, in der Älster 229. «erleget und Herausgeber: «eremebuchd-udr-ei „<5»le,a" t» iLtUt. ««rantwortlicher Schrifttetter: vtt» «mdrotchltich. Lruck ott tb^tinetudjocudeiei „tteltja" tan »lUt.