H^tto. Montag, 18. Juli 1898. Jahrgang 117. Macher Mum. »°»Mrl""'°^p«l»: Mt Postversendung: «anzjährig fl. 15. halbjährig fl. 7 50. Im Comptoir: """ Inleratt bl« ... / ^'^'^' 3ür die Zustellung iu« Haus ganzjährig sl. l. - Iusertionsaebiir: Für ^^^^^^^">» zu 4 Zeilen 25 tr,, grützere per geile 6 li,; bel öfteren Miede» holunge» per Zeile 3 lr. Die «Laib. Fta,» erscheint täglich, mit sslusnahme der Soiiü- und Feiertage. Die «ldmiuiftratlll» befindet stch Congressplah Nr. 2, d!e Redaction Äarmherzlgergasse 0lr, 15. Tprechslunbcn der Redaction von « bl« 11 Uhr vor« mittags. Unfranlirne Vnefe werden nicht angenommen, Manuscrlpte nicht zurückgestellt. Amtli6?er Cheil. betresi^^"^ Verordnung vom 9. Juli 18W Vest mnm,.„ Aufrechterhaltung der Wirksamkeit der 2"' 2 K«^'^ s 3, Z/i, des Gesetzes vom Uieiluna d^ ' ^' ^ «l. Nr. 95, über die Ver- iu eneuap^ sum niedrigeren Satze der Consumabgabe ^s Ge,>?? Alkoholmenge, sowie der Anordnungen ^en A "?" «^?"ll 1«W, R. G. Bl. Nr. 111, Mtweiser Abänderung ewiger Bestimmungeu Aul «< ^ Zuckersteuergesetzes. ^' Dec n.^"^ bes § 14 des Grundgesetzes vom G- Bl. Nr. 14i/finde Ich ^rksamk,it^ "^ E"t>e August 1898 ablaufende ^Iu 8^ "" s 3, Z. 1, des Gesetzes vom ^nbesww, ' ^' ^ ^' 95, über die Brauten 2, ^'6^"fügte Vertheilung der zum niedri->ge. so^j, 5 E°nsumabgabe zu erzeugenden Alkohol-^' ^uwtt io^"" ber kaiserlichen Verordnung vom 3"i lA ^??' R. G. Bl. Nr. 193, bis Ende ^ Gese^ panzerte Wirksalnkeit der M 1 und 2 '">' eit^l^?- Juli 1896, N. G. Al. Nr. 111, i^rstei ^I Abänderung einiger Bestimmungen des wird aufrecht erhalten. Die auf s/ir. Ii4 fesches ^m 4. August 1891, R. G. Bl. tjstließlich 'i^^ Betriebsperioden 1894/95 bis ein-^^^ltch^ ^^ "folgte individuelle Vertheilung U^'m ^>.'"ge, welche in den im Reichsrathe ver-^l"Nlah2"c^/" und Ländern von den unter die !l°be dieser «r/. "den Brennereien zum niedrigeren D^ werde. >> ?b< in je einer Betriebsperiode er-« ^ i «."/' bleibt auch für die Betriebsperiode ^>9.'w^ ^'" ^^zuge dieser kaiserlichen Ver-^st «-^vekh ^ ^ ^^^. ^ 5kundmachung in V Ischl' ^"" Finanznlinister betraut, l ^ am 9. Juli 1898. l^UNu, » 3"nz Joseph m.p. Kittel ^- Welsersheimb m.p. "lnNaud^l" Ruberm.p. . ^izl^t m.,. Käst m.p. ß^ ^' . Vaernrelther m. p. !^^^^^Ü?^'öejowicz m. u. Seine k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 10. Juni d. I. dem Erzbischofe von Scutari und Metropoliten von Albanien Pasquale Guerini das Großtreuz des Franz-Iosef-Ordens allergnädigst zu verleihen geruht. Se. k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 11. Juli d. I. den Oberfinanzrath der galizischen Finanz-Landesdircction Johann Ritter von Sawicki zum Rathe des Ver-waltungs - Gerichtshofes allerguädigst zu ernennen geruht. Thun in. p. Seine k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 12. Juli d. I. den Statthaltereirath Johann Freihcrrn von Kutschern zum Hofrathe bei der Statthalterei in Wien allergnädigst zu ernennen geruht. Thun m. p. Seine k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 11. Juli d. I. dem Polizeirathc der Wiener Polizeidirection Josef Reif anlässlich der von ihm erbetenen Uebernahme in den dauerudeu Ruhestaud, in Anerkennung seiner viel-jährigen, treue« und vorzüglichen Dienstleistung, den Titel und Charakter eines Negiernngsrathes mit Nachsicht der Taxe allergnüdigst zu verleihen geruht. Thun m. p. Seine k. und k. Apostolische Majestät habeu mit Allerhöchster Entschließung vom 12. Juli d. I. dem österreichischen Staatsangehörigen, Secretär der österreichisch - ungarischen Handelskammer in Paris Alois Goldschmidt das goldene Verdienstlreuz mit der Krone allergnädigst zu verleihe» geruht. Den 15. Juli 1898 wurde ill be; l. l. Hof- und Staats- druckerei das XXXVIII. Stück des Neichsgesehblattes in deutscher Ausgabe ausgegeben uud versendet. Dasselbe enthält unter Nr. 118 die Kundmachung des Finanzministeriums vom 8ten Inli 189«, betreffend die Errichtung einer gollamts«Expositur in Drenkova; Nr. 119 die kaiserliche Verordnung vom 9. Juli 1898, be< treffend die Aufrechterhaltung der Wirlfamleit der Bestimmungen des § 3, Z. 1, des («esches vom 20. Juni 1888 (N. G. Vl. Nr. 95,) über die Vertheiluug der zum niedrigeren Satze der Eonfumabgabe zu erzeugenden Altoholmenae sowie der An-» ordnungen des Gesetzes vom 5. Juli 1896 (R.G.Bl.Nr. 111) wegen zeitweiser Abänderung einiger Bestimmungen des Zucker» steuergefetzes. Den 15. Juli 1898 wurde in der l. l. Hof< und Staatsdruckerei das Titelblatt, das chronologische und alphabetische Nepertorium zur italienischen Ausgabe des Ncichsgeschblattes vom Jahre 1897, das XXXIV. Stück der Polnischen und das XXXVII. Stück der böhmischen Ausgabe des RelchsgesetzblatteS ausgegeben und versendet. Nichtamtlicher Theil. Die Regelllug der Sprachenfrage. Behufs Entgegennahme der Vorschläge in Bezug auf eine günstige Regelung der Sprachenfrage in Böhmen und Mähren hat am 15. d. M. vormittags um 10 Uhr eine ueuerliche Zusammeiltretlmg der Delegierten des verfassungstreuen Großgrundbesitzes iu Böhmen mit dem Ministerpräsidenten Grafen Thun im Palais des Ministeriunis des Innern stattgefunden, die bis gegen halb 3 Uhr dauerte. Zu derselben waren unter Führung des Grafen Oswald Thuu-Salm die Delegierten Fürst Karl Auersverg, Fürst Rohan, Baron Ährcnthal und Dr. Dammer erschienen. In eiuer am 14. d. M. beim Grafeu Thuu-Salm abgehaltenen mehrstündigen Conferenz hatten die Großgrundbesitzer den Inhalt der Vorschläge unter sich einer eingehenden Berathung uuterzogcn. Hiemit wurde die Erörterung der deu Großgrundbesitzen! aus Böhmen vorgelegten Grundzüge zum Abschluss gebracht. Ueber das Ergebnis der Besprechuug wurde nachstehendes Communique' ausgegeben: «Die versammelten Delegierten des verfassungstreuen Großgrundbesitzes in Böhmen haben auf Grund sorgfältiger Erwägung der gesammten politischen Lage erkannt, dass die ehemöglichste Aufhebung der Sprachenverordnungen die un-erlässliche Vorbedingung geordneter parlamentarischer und staatlicher Verhältnisse bildet. Auf Grund reif« licher Prüfung der ihnen vorgelegten Gruudzüge erkannten die Delegierten, dass der Ministerpräsident in seinen Vorschlägen Anhaltspuntte für eine merilorische Behandlung zu geben sich bemüht habe machte jedoch eine Reihe von schwerwiegenden Einwendungen gegeu die gehörten Grundsätze geltend. Sie erkannten es für geboten, dass die vorgelegten Gruudzüge einer wescut- Feuilleton. "«lere Pessimisten, i. 'Das Glück, sagt man, sei nur ein Schell,. Und so ist es! Gebe dir Müh', glücklich zu sein, Und du bist es!» , ^. ^ ^ (Bodenstedt.) ' OU^" l".?' 'lt lMge^nicht so" schwel, "ls schwer es ist: zufrieden werden wollen.. e^die^u^i!"^ "A der Suche nachten i^ glücklich und""^ ^"Ncn ^,li,^,, so r w"'!"ch dm 5 ^wl.ch äufncden zu sein, wie 'ich^>^ ^ s«glich sein könnten. N^l in d?^ '" 5" """" Punkte, der uu- t^iimis,nus"s^/ "^"^"eu Resultate beiträgt: 12 ^r unmöal^ w"tttiufiger Verwandtschaft, 'slnus sel 2M m meiner Abficht lieaen d n lld We e?s, ^ Berechtigung^?: aK'neinen w/"t'der^^ ^ haben es hier H^i allerdings", ^^ ^'"om Wirkuug zu ^ 'Mgung Xia 2 s7n""'beu werdeu kann, l ^P ^st zu ve 2 um ^?^ zu. bestreiten, «iF^l^ie treibe« denn^s?'" hier kcines-den (^ade ins Unendli^ bekanntlich führen ^"irten, Grü „ ^,i?^ .'""" verlässt . GHs, Wir beschM'. ^"sen, den Psychologen es V"'' Alltäglich ,? ?er auf das Ein- B^ptnis, '".merhi" U d.«, 'k s'^ "ns bietet, 'V'"' der' gern" ^"den Menschen uud ^ '"^te. anregt. " '" alles und jeden glücklich Wo viel Licht ist, da ist auch viel Schatten. Unsere moderne Eultur, unsere verfeinerten Lebens-gcwohnheiteu haben Contraste geschaffen, haben die Ansprüche gesteigert und da, wo ihnen nicht genügt werden kann, die Unzufriedenheit erweckt. Der erleichterte Verkehr mit vielen Menschen, die Schicksale der einzelnen, die sich heutzutage immer seltener innerhalb der Markgrenzen des Geburtsortes abspielen, sondern sich gar oft über ganze Erdtheile hin oder auf beide Hemisphären erstrecken, verschaffen uns vielfach Gelegenheit, Welt und Menschen kennen zu lernen und uns Nahrung für einen tiefeingewurzelten Pessimismus zu holen. Ist ein Mensch, auf deu das Vorstehende passt, der traurige Erfahruugcn gemacht hat und viel missbraucht und getäuscht wordeu ist, uuu noch von Natur melancholisch veranlagt, so mag aus ihm eiu finsterer, argwöhuischcr, meuscheufeindlicher Patron werden, der den Glaubeu an das Gute in Welt und Menschen verloren hat. Es wäre thöricht, einer solchen Person das Evangelium des Optimismus predigen zu wolleu und es wäre ungerecht, ihn tadeln zu wolle» ob eiuer Seelcnstimmung, die ihn zwar nicht glücklich macht, die aber immerhin in den Thatsachen begründet und theilweise berechtigt ist. Lassen wir also solche Leute sich iu ihre Verbitterung einwühlen, wenn sie sich wohl dabei fühlen. Sie mögen das halten, wie sie wollen, solange sie es bei der eigenen Kasteiung bewenden lassen und nicht ihre Mitmenschen mit hineinzuziehen und sie, die keinen gleichen Grund haben, ihres Lebensgenusses zu berauben versuchen. Einem wirklich unglücklichen Menschen sagen zu wollen: «Sei doch glücklich! Sei froh, dass du überhaupt lebst!» ist grausam. Es gibt unendlich viel Kes wirllicken. baudareiNicken Unalücks. das la'lst Nck nicht mit einer Art Glaubeuscur wegleugnen! Und das Leben, für das dankbar zu fein wir ihnen zu-muthen, ist für solche Menschen gerade der Inbegriff ihres Elends, sie wären es lieber heute los als morgen, weil damit alles andere Elend von selbst zu Ende wäre. Wo Krankheit und jeue bittere, nagende Sorge, jene Armut, die unrettbar in den Staub zieht, chronisch geworden ist, da gibt ein echter Mensch nicht weise Lehren, foltert die Unglücklichen nicht mit Philosophie, sondern er hilft wo er kann, oder wendet ihnen Sympathie und Schonung, letztere durch eiu achtungsvolles Schweigen, zu, wo ihm sonst nichts zu Gebote steht. Also das alles ist es nicht, was ich heute be-leuchteu will. Ich werde mich ausschließlich an jenen Pessimismus, der augenblicklich als Modetrankheit grassiert, gerade wie man seinerzeit an «Ohnmachten» litt, halten. Es sind auch dieselben Sorten Menschen, die damals wie heute sich von der Mode beherrschen ließen. Nur beschränkten sich jene auf das weibliche Geschlecht, wahrscheinlich weil für die Männer niemand dagewesen wäre, der die Aermsteu «sanft auf ei» Sofa hätte gleiten lassen», wie es umgekehrt der Fall war, deun man fiel nur in Ohnmacht, wo ein Sofa zum «Hiu-gleiten» und ein Mann zum Stützen bereit standen. Den Pessimismus können sich beide Geschlechter gleichmäßig leisten und sie thun es auch ovitii ll. will!» Sie sitzen mitten im Wohlleben, genießen (oder noch öfter: haben genossen) in vollen Zügen und versichern dabei uuermüdlich, dass das Leben nicht wert sei, gelebt zu werden. Welt und Menschen «ekeln sie an» und «werden immer schlechter», aus dem allgemeinen Sodom ragen nur sie als leuchtende Säulen empor. Wenn solche Menschen nur wussten, dass schon allein ihr Gebaren genügte, andere Leute dem Pessimismus in die Arme zu treiben! Laibacher geitung Nr.'160. 1310 18. Juli 1898^ lichen Revision auch in den Hauptpunkten unterzogen werden müssten, da dieselben in ihrer jetzigen Gestalt nach den Anschauungen der Delegierten nicht geeignet seien, einem entsprechenden Gesetzentwurfe zur Grund« läge zu dienen. Die Delegierten sprechen die Ueberzeugung aus, dass im Interesse des Staates es geboten sei, angesichts der immer drohender werdenden inneren Lage die Bemühuugen fortzusetzen, zur nothwendigen Verständigung zu gelangen.» Von diesem Beschlusse wurde der Ministerpräsident noch nachmittags in Kenntnis gesetzt.___________ Der jpllllisch-amerilanilche Krieg. Ueber die Auffassung der Lage in Madrid, wie sie dort noch vor wenigen Tagen herrschte, schreibt man der «Allgem. Ztg.» aus Madrid, dass die spanische Regierung diesertage eine Depesche des Marschalls Blanco erhalten hatte, in der dieser mittheilte, dass das unter seinem Befehle stehende Heer, einschließlich der cubanischen Freiwilligen, entschlossen sei, selbst wenn Santiago fiele, den Kampf fortzusetzen, und vorläufig uichts vom Frieden hören wolle. Die Regierung habe sich schon vor einigen Tagen an Blanco mit der Frage gewendet, wie sich das dortige Operations-Heer zur Aufnahme von Friedensverhandlungen verhalten würde. Die Antwort des Generalgouverneurs Marschalls Blanco hat die Regierung keineswegs befriedigt, denn alle Tapferkeit und Aufopferung des Heeres werde es nicht verhindern können, dass binnen kurzem für die Spanier, wegen der sich immer enger um die Iusel ziehenden Blockade, auf Cuba weder Proviant noch Munition vorhanden sein wird. Von den Schiften der spanischen «Compania Transatlantic«», die nach Cuba bestimmt wareu, musste eiues, der «Antonio Lopez», den Strand Portoricos anlaufen und ein zweites, der «Alfonso XII.-., lief bei Cuba auf den Grund und wurde von amerikanischen Kriegsschiffen in Brand geschossen. Nach Ansicht der Regierung gehe aus all dem hervor, dass es durchaus unmöglich geworden sei, Cuba zu verproviautieren und demnach jeder Widerstand unnütz ist, da im Falle der Wetterführung des Krieges die schließliche Niederlage infolge von Mangel an dem Nothwendigsten unvermeidlich ist. Ferner gehe die Auffassung der Regierung dahin, dass die sofortige Einleitung der Friedensverhandlung, ohne die Capitula-tiou Santiagos abzuwarten, für Spauien vorthcilhafter sein werde als die Aufnahme derselben infolge der Uebergabe dieser Stellung und der Eroberung Manillas und Portoricos durch die Amerikaner. Demnach habe die Regierung es für angezeigt erachtet, diese ihre Auffassung dem Marschall Blanco auseinanderzusetzen und ihn zugleich zu ersuchen, darauf hinzuarbeiten, dem Heere die Zweckmäßigkeit derselben begreiflich zu machen. Alle Anzeichen sprechen dafür, dafs binnen wenigen Tagen von Madrid ans entscheidende Schritte zur Erlangung des Friedens werden gethan werden. Den Londoner «Times» ist über die Art, wie man zur Zeit in Amerika von den Spaniern denkt, zu entnehmen: «Als der Krieg begann, bestand Hass und Verachtung gegen die Spanier in den Vereinigten Staaten. Das Kriegsglück ist beständig gegen die Spanier gewesen. Diese haben aber die Achtung der Sieger errungen. Der Ton der Presse hat sich völlig gäudert, und in den Vereinigten Staaten spricht man jetzt anders über Spanien. Es gibt wenig Amerikaner, welche sich nicht vom Herzen freuen würden, wenn Spanien heute die Wahrheit der Lage einsähe und sich zu mäßigen Friedensbedingungen entschlösse. Niemand zweifelt daran, dass die spanischen Officiere und Soldaten Cuba heldenmüthig vertheidigen werden. Aber niemand zweifelt auch daran, dass alles nichts nützt uud die Eroberung Cubas uur eine Frage der Zeit ist. Schließlich weiß jeder, dass Spanien und die spanische Regierung dies selbst sehr wohl einsehen.» «Newyork Herald» meldet aus Washington: Functionäre der Regierung versichern, dass Präsident Mac Kinley nicht beabsichtige, die Philippinen zu behalten, sondern sich mit der Insel Guan Mariauen und einer Kohlenstation begnügen würde, vorausgesetzt, dass Spanien die Unabhängigkeit Cubas anerkennen und Portorico abtreten würde. Mac Kinley schlägt vor, keine Kriegsentschädigung zu verlangen, weil er glaubt, dass Spanien lieber den Krieg fortsetzen würde, als sich mit weiteren Verpflichtungen zu belasten. Es besteht nicht die Absicht, Santiago an Cuba zu überantworten. Das von den Spaniern geräumte Gebiet wird von den Land- und Seestreitkräften der Vereinigten Staaten besetzt werden, bis die Spanier Cuba definitiv geräumt haben. Nach Berichten aus Madrid mehren sich die Friedenssymptome. Die öffentliche Meinuug würde gern sehen, dass sich die Mächte für die Wiederherstellung des Friedens verwenden. Frankreich habe indessen, entgegen den verbreiteten Gerüchten, bis nuu die Initiative nicht ergriffen. Politische Ueberftcht. Laibach. 16. Juli. Die amtliche «Troppauer Zeitung» veröffentlicht folgende Mittheilung: »In der letzten Zeit wurde in den öffentlichen Blättern die Nachricht colportiert, es sei vom Justizministerium in Bezug auf den Sprachengebrauch in Schlesien bei Gericht eine Neuerung in der Richtung verfügt worden, dass in Strafsachen das Protokoll mit Zeugen und Aeschnl-digtcn böhmischer und polnischer Zuuge stets in der Sprache des Einvernommenen aufgenommen werden soll. In dieser Form beruht die Nachricht auf einem Irrthum, da die Gerichte nur dahin belehrt wurden, dass von den Bestimmungen der U 163 und 198 der Strafprocessordnung, wonach dasPrototoll inderSprachc des Zeugeil, beziehungsweise Beschuldigten, aufzunehmen ist, bei Vernehmung von Zeugen und Beschuldigten böhmischer und polnischer Zunge stets Gebrauch gemacht werden soll, wenn Nichter und Schriftführer dieser Sprache hinreichend kundig sind.» Hieraus ergibt sich, dass das Justizministerium keine andere Ver-ügung getroffen hat, als dass eine gesetzliche Bestimmung in Erinnerung gebracht wurde, uud es entfallen hiemit alle weiteren Folgerungen, welche anf Gruud dieser irrthümlichen Mittheilung verbreitet wurden. Die Enquete, welche am 14. d. M. im Palais des ungarischen Handelsministeriums in Budapest über den Gesetzentwurf, betreffend die Feststellung eines autonomen ungarischen Zolltarifes, bego^ wurde, ist am 15. d. M fortgesetzt worden. Die 2M wird heute fortgeführt. Au deu neugewählten deutschen Reichs^ werden, wie der cHmnb. Corr.» mittheilen zu lö^ glaubt, in seiner nächsten Legislatur-Periode ^ der letzten Rate für die Neubewaffnung der ArtM auch einige Mehrforderungen für andere Hecrcsz^' anderweitige Organisation der Artillerie u. !', herantreten; hiebei handle es sich um «Dinge ^ ungleich geringerer Bedeutung als bei der H^ Verstärkung von 1893». Dagegen wird der "5 Reichstag in Fragen der Social- und Wirtschaft^' alsbald Farbe zu bekeunen haben. ,^ Eine aus'R o m zugehende Meldung coiM gegenüber anderweitigen Nachrichten, dass die ^ Handlungen, welche der italienische Ministerrcside" Addis - Abeba, Capitän Ciccodicola, mit ^ Menelik über die definitive Abgrenzung,. Gebietes der Erythräa führt, einen durchaus bE genden Fortgang nehmen. Die Langsamkeit del ^ Handlungen sei, abgesehen davon, dass derartig^ gelegonheiten selten in raschen» Tempo erledigt ^, hauptsächlich auf den Umstand zurückzuführen,'' der italienische Vertreter in einzelnen Fällen e^, Zustimmung der Regierung einholen muss, was!^. verständlich außerordentlich viel Zeit beanN Meuelik soll Italien gegenüber sehr freundliche, sinnuugeu bekuuden und auch vollständig geneigt ° das von italienischer Seite betriebene ProjA, Herstellung einer Telegraphenlinie zwischen ^ und Addis-Abeba, das gleichfalls einen Gegenst^ jetzigen Verhandlungen bildet, kräftig zu fördel^ Wie man aus Petersburg meldet, ^ während der Rundreise des neuen Generalgouv^ von Turkestan, Generallieutenants Duchol^ im Innern der Provinz viele Deputations Samarkand, Katta - Kurghan uud anderen O^ gebenheitsadressen an den Zaren überreicht,, auch gegen die aufständischen Versuche in, Oed^ Ferghana protestiert wird. Die Bevölkerung ^ die Erlaubnis zu Geldsammlungen für tM Soldaten, die bei dem Angriffe der Rebellen "^ Lager in Andidschan gefallen sind. Der O durch das Kriegsministcrinin seinen Dank f"^. Kundgebungen der treuen turkestanischen Unt^ aussprecheu und gestattete die Einleitung Sammlungen. Ferner sollen aus Turkey Notabeln und Mullahs bestehende Abordnn"^ Petersburg kommen, um den Gefühlen der une^ lichen Hingebung für deu Zaren und ^ mündlich Ausdruck zu geben. ^ Die Gesammtsumlne der mit Beschlag ,, Rate der letzten Zahlung der g riech, Kriegsentschädiguug beträgt 1,60^ worin die italienische Reclamation im BetI 400.000 Francs Inbegriffen ist. Die franM die italienische Regierung betreten gege"^? Paris den Rechtsweg zur Durchsetzung ihce mation. ch Aus Valparaiso meldet Reuters^ Die finanzielle Krife dauert an. Die VaN^ ihren Deponenten nur kleine Summen "A gewerbliche Unternehmungen mussten geschlosst^ I)er Grauln vonr Golde. Roman von vrmanos Sandor. (00. Fortsetzung.) Der Garderobier hatte sich ebeufalls eutfernt, um einen Wagen zum Transport des Todten zu holen. Nur Herr von Larensdal war bei Hilda zurückgeblieben. Hilda kniete an der Seite des Todten. Ein leises Schluchzen erschütterte ihre zarte Gestalt. Wenn der Vater auch nie gut mit ihr gewesen war, so hatte sie doch einen Anhalt an ihm gehabt; er war ihr doch Schirm und Schutz gewesen; jetzt stand sie ganz allein und verwaist in der Welt da. Als sie sich endlich aufrichtete, sah sie zu ihrem Erstaunen, dass sie sich nicht allein in dem Zimmer und bei dem Todten befand. «Verzeihen Sie, mein Fräulein, ich will mich Ihnen nicht aufdrängen,» sagte der ehemalige Hauptmann, «aber ich habe das Gefühl, dafs Sie in Ihrer gegenwärtigen Lage eines felbstlosen und aufrichtigen väterlichen Freundes bedürfen. Der plötzliche, unerwartete Tod Ihres Vaters, die Beerdigung, die Erledigung der nöthigen Formalitäten, alles das wird Ihnen selber zu besorgen augenblicklich schwer fallen, ja, vielleicht gar umnöglich fein. Gern stelle ich mich Ihnen zur Verfügung. Sie dürfen, wie ich Ihnen schon sagte, mir unbedingt vertrauen!» Hilda blickte schüchtern zu dem allerdings vertrauenerweckend aussehenden Herrn auf. «Sk sind sehr freuudlich!» sagte sie. «Wenn ich nur wusste, wie ich Ihnen für die Güte, die Sie mir, der Wildfremden, erweisen, danken kann'.» Herr vou Larensdal machte eine abwehrende Handbeweguug. «Ich habe selbst Töchter in Ihrem Alter,» sagte er etwas pathetisch. «Der Gedanke an meine Kinder, die eines Tages ebenso verlassen uud verwaist dastehen können, wie Sie, ist mir aNein schon Triebfeder zu meinem Anerbieten!» «Aber ich entziehe Sie Ihrer Familie!» erwiderte Hilda. «Durchaus nicht, Fräulein Braun. Ich halte mich nur vorübergehend in Berlin auf. Ich habe Geschäfte hier. Meine Familie wohnt im Württem-bergifchen.» Hilda legte ihre Hand in die dargebotene des Hauptmanns. Wohl war es ihr ein beruhigender, tröstlicher Gedanke, jemand zu haben, der für ste forgte und dachte und ihr die vielen Obliegenheiten, von denen sie nichts wusste, abnahm. Der einzige, dem sie ihre Angelegenheiten sonst hätte anvertrauen können, Mr. Wilson, befand sich gerade auf einer kleinen Geschäftsreise nach Hannover, und dann war er auch ohnehin immer von allen Seiten genug in Anspruch genommen. Deshalb begrüßte Hilda es als ein gütiges Werk der Vorsehung, dass sich ihr gerade in dieser traurigen Stuude ein allen Anzeichen nach würdiger uud vertrauenswerter, älterer Mann zum Beschützer anbot. «Ich nehme Ihr Anerbieten an! Gott lohne es Ihnen!» sagte sie leise. Der Hauptmann machte nicht viele Worte. Stillschweigend ordnete er nach der Rückkehr des Garderobiers alles auf deu Transport der Leiche Bezügliche an; dann begleitete er Hilda nach Haufe, traf dort auch noch alle nöthigen Vorkehrungen und verabschiedete sich erst, nachdem nichts mehr zu besorgen war " sich zur Ruhe begeben konnte. ^ Aber erst in den folgenden Tagen w^, ganz klar, wie viel ihr der ehemalige HaH^ Freund wert war. Da gab es zahllose M^ und Gänge zu machen, zu denen sie in ihrel^, Gemüthsverfassung nicht imstande gewesen ^> von Larensdal that alles für sie und st"^ jeder Weise zuvorkommend zur Seite, s"^ Dankbarkeit gegen den ihr vollständig srenH der sich ihrer so uneigennützig annahm, sch^ noch Grenzen kannte. ^ Der alte Braun wurde mit großer A bestattet. Sämmtliche College« von H ^ j seinem Sarge, den ein reicher Kranz- """ schmuck bedeckte. >' Am Tage nach der Bestattung ta»" p Larensdal noch einmal zu Hilda. Ihre" seine Bemühungen wehrte er ab. ^ «Alles, was ich für Sie that, habeH' than,» sagte der uneigennützige Mensches, komme lediglich, um mich zu erkund^ meines Rathes und Beistandes noch fernel Hilda fchüttelte den Kopf. ,. . «Ich danke Ihnen von Herzen f"^ Güte,» fagtc sie, «jetzt aber brauche ich ^ länger in Anspruch zu nehmen. Ich w"^' mit Frau Leonie Sar< ^""' sich nicht nur eines guten ""Mich den ^/^? ""^ unansgesetzt und un-lügt hin^, ,??^F^°lten nachgehe. Der .Osservatore-">ehn2 <-. ' ^'' ^"iglcit in den letzten Tagen ««macht 1^^?""^ in den vaticanischen Gärte,: ^cn V«s^. ' >'°ti^l'^ "'". ^" Vertretern aller Waggon- und sprechü 7 ^'""' stattgefunden. Der Zweck der Be< der ö aat. 7 ^e. Feststellung des gesanln.teu Bedarfes "abriten di. ?"- '"' ^' ""^en « ^hre, um den "berweiil',, ^'serung fur einen längeren Zeitrauin zu Wcessiv n ^ "' "'^ dies bisher der Fall war, nur handelt s^^mungeu bei deu Fabriken zu machen. Es ^Werfer 5^/"" " Lieferung von circa 13.000 Waggons ""«den dp ""^ ^" Locomotiven. Die Lieferungen ^eiluna l,l s?^"""^'" 3"briten überwiesen. Die Auf. greise ln/^ r '" ^bteren ullteremander überlassen. Die l"r dir ? ^'^" beluilligt wurden, stellten sich sowohl ""inernml. 6.NM6 als die Locomotiven und Tender Budapest w- ^^' "ls die bisherigen Preise. - Aus Die uugarischen Staats- ^tc und i^Ü" ^' I^M 1899 bis 1901 1800 ge-^^«000 is " °^ Lastwagen um den Preis von ^"" n. bestellen. ^ I^sln .^^"^ch^ituugen in Galizieu.) ^2rn d>° w V^ ^'" Kreisgerichte Jakob Ennemann ^2en ^./"brcchens der Verleumdung, dadurch be-^chen ^ ^ wahreud der antisemitischen Excesse seine ^les u, ^^^ "ud sechs Bauern fälschlich des Dieb-ä" sechs iw ^fentlicheu Gewaltthätigkeit beschuldigte, ^"kers veru tb^/" s^veren, mit Fasten verschärften ^chd^l,(D^ Blutthat vou Sjenicak.) ^ Insten "^' ^// ^' Vertheidiger ihre Plaidoyers ." Etaat^,? / "lleklagtcn beendet hatten, auf welche ^ ^erban^ " ^'^ repliciertc. schloss der Präsident ^»en die "s.. ,'? "'" ^"' Aelanntgabe, dass das Urtheil "l"aW d, ^? ?^" ^"ü"^ den 18. d. M, um 12 Uhr u^publmert werden wird. Riffes) n""z/l"es versuukenen Kriegs-feiten fran,^ ^ch wird genieldct: Während der ?"n l^arln i f?^" ^"lpation versank nächst dem Molo ^"wte f^^« elfhundertjähriges Dorf.) Das ^"jährig s'"'^"se Hijxtcr hat nenlich sein elfhun- " ^°s^^flchlchtl.ch bezeugtes Vestehen gefeiert. Karl ^h den Cl^n'f ?" "U" Vurg gebaut und verlebte 9^' Zur I ° !"', ^selbst den Winter von 797 auf >' gewesen ein ^? "' ^"^lle schon ein befestigtes " berA)m e <> "',^ "" "iN sogar wissen, dass dort — sn,. "^"lc gestanden bat ^latze.)^ kl "cksfall auf einem Schieß-E . bei eln" ^P!'bplatze Lamsdorf bci Neiße ^ ^"en sch.v„ ^«bnbung ein Hauptmann und fechs " ^ein wegge^ "orden. Dem Hauptmanne wurde ^"?er^^5"des Eisen per Bahn trans- d'' ^reiches ^" ^^eitung «Irou Age- wird über ^/""' H chofe 5"'"!"gerichtet, geschmolzenes Eisen Mahlwerke .»?.>. ^^ilen weit per Bahn nach dem 3? zu Du es,? - ^ ^' Versnch wnrde an den Hoch- ^"en H°Me?.!^'F""^^vanien und der 5 Meilen ^> Wäh" 7" ,^whlfabrit gemacht uud gelang voll- sli?' »°g°ss n ab^H" d"s gesch,nolzene Metall in ^l^afft '^")lt, auf Wägen geladen, nach Home- "°" aujs neue emgefchmolzen wurde, fließt das geschmolzene Eisen jetzt ans dem Hochofen in einen riesigen Mischlössel, aus welchem es dann in Wag-gons, deren Wände mit einem mit Sand beworfcnen Material ausgefchlagcn sind, vertheilt wird. Die Locomotive befördert dann einen solchen aus zehn bis zwölf Wagen bestehenden Zug nach Homestad, wo alsbald die Verarbeitung des geschmolzenen Eisens in Stahl erfolgt, so dafs alfo die gesammten Kosten des alten umständlichen Processes erspart bleiben und ein beträchtlicher Zeitgewinn erzielt wird. Der erste gelungene Verslich wurde anl 1. Mai gemacht; und jetzt werden täglich 700 bis 800 Tonnen Eifen auf diefe Weife nach Homestead befördert. — (Das kleinste Buch der Welt) haben jetzt die Brüder Salmin in Padna hergestellt. Das typo-graphische Kleinod ist ein «voluinetto» von I0:tt Mm. mit je 10 Linien anf 208 Seiten, enthaltend einen bisher ungedruckten Brief Galileis an Christina von Lothringen aus dem Jahre 1628. Local- und Provinzial-Nachrichten. Abiturientenfeier. Im festlich uud überaus geschmackvoll dccorierten Tnrnsaale des «Narodni Dom» fand vorgestern das von den Abiturienten der hiesigen Lehrer- und Lehrerinnen-Vildnngsanstalt zur Feier des füufzigjährigeu Regierultgs-Iubiläums Seiner Majestät des Kaisers veranstaltete Festconcert statt. Ein stattlicher Chor von Sängerinnen und Sängern unter der erprobten Leitung des Mnsitdirectors der «Glasbcna Matica», Herrn Josef Cerin, löste seine Anfgabe in einer der festlichen Veranlassung entsprechenden, exacten Weise, wofür ihm zu wiederyolteumalen der Dank des zahlreich anwesenden Pnblicums ward. Das Concert wurde durch Neineckes Iubilänms-Ouverture «Ii.63 »«v«iu ost veinin Fuuänun» eiu-geleitet. Das stimmungsvolle Tonstück, von der Regiments-tapclle unter Leitung ihres Kapellmeisters Herrn Frisek prächtig gespielt, fand eine sehr beifällige Aufnahme. Hieranf fprach Abiturient Hanptmaun, an der nnter einem Baldachin postierten Büste Sr. Majestät des Kaisers Aufstellnng nehmend, einen von ihm felbst verfafsten Fest-Prolog, welcher den patriotischen Gefühlen unserer jüngsten Lehrerschaft in beredter Weise Ausdruck verlieh uud iu ein dreifaches «Slava» auf Seme Majestät, deu Förderer des Schulweseus, ausklang. Die sodann unter Orchestcr-bcgleitung gesungene Kaiserhymne wurde vom Publicum stehend angehört und lebhast acclamiert. Nun folgte der bestbekannte Männerchor «VHaHka» von Nedvöd und fodann brachte Abiturient Vrabl Foersters dankenswerte Composition «VprugAnjs, und Schumanns prächtige Romanze «Die beiden Grenadiere» («(^l'onuäii-^») zu Gehör. Die sympathische Stimme und der von gnter Empfindung zeugende Vortrag trugen dem jugendlichen Sänger so stürmischen Beifall ein, dass er als dritte Nummer Vilhars «Norn^r» zugeben musste. — Allgemeiner Anerteunung erfreuten fich zwei reizende Fraucnchüre, und zwar das nach mährischen Volksmotivcn vertonte ^adoilco» von Drahlovsky und das zarte Lied «?oin1u,ä, äoklo raxilcuäniii lio» von Acndl — nach unferem Ermessen überhaupt die Glanznummern des Abends. — In den beiden gemischten Chören «kaälo so posmi v äuöo mi» von Dvorak und «Abschied vom Walde» ('8lovo uä AOiiäu,») von Mendelssohn bethätigten die Sängerinnen und Sänger ihr bestes Können. Als Schlussnummer hörten wir Bruchs effectvollcn «Römifchen Trinmphgefang» («liiinuki »lnvospov»), ein Wert, das den Znhörer durch feine gewaltige Kraft und kunstreiche Stimmführuug gefangen nimmt, aber infolge feiner starken Instrumentation allerdings auch eine numerisch sehr starke Sängcrschar verlangt. Sämmtliche Nummern waren von Herrn Eeriu vortrefflich einstudiert worden; das Stimmaterial der jugendlichen Sängerinnen und Sänger ist nicht »linder ein vortreffliches, was sich übrigens schon ans der Thatsache ergeben dürfte, dass dieselben in den jüngsten Jahren zn den vorzüglichsten Mitgliedern des Gesangs-chores der «Glasbena Matica» gehörten. Unter dem Auditorium bemerkten wir zahlreiche Dignitärc, so die Herren: Landcsregieruugsrath von Nühling, Landes-Schulinspcctor Sumau, Bürgermeister Hribar, Handelskammerpräsident Perd an u. a. m. Der hochwürdigste Herr Fürstbischof hatte, am persönlichen Erscheinen verhindert, dein Fcstcomite^ ein überaus liebenswürdiges Schreiben nebst einer namhaften Spende zukommen lassen. Nach Schluss des Concertes entwickelte sich ein reges, ungezwuugenes Treiben und die junge Welt ergab sich mit Eifer dem Tanzvergniigeu. Das Fest dürfte dein Lehrerconvictsfonde, zn dessen Gunsten das Neincrlrägnis bestimmt war, einen ganz bedeutenden Beitrag zuführen. ------ - — (Loyalitätskundgebung.) Wie man nns aus Kraiuburg meldet, veraustaltetc die dortige Mädchenschule am 14. d. M. zur Feier des 5,0jährigen Regierungs-Iubiläums Seiner Majestät des Kaisers im Turnsaale des Gymnasialgebäudes eine Festvorstcttung, bestehend aus loyalen Festreden in beiden Landessprachen, Spielen und patriotischen Liedern sowie der Huldigung vor Seiner Majestät dem Kaiser, dargestellt in einen: lebenden Bilde. Dieser Festvorstcllung wohnte ein überaus zahlreiches Publicum bei. — (Zur Feier des Kaiser-Jubiläums) hat soeben der Herr k. k. Gymnasialprofefsor Dr. Oskar Gratzy eine für die gefammte österreichische Geschichts-fachwiffenfchaft wertvolle Publication: «Neper tori um zur 50jährigen GefchichtsfchreibuugKrai us 1848—1898» veröffentlicht, welche auf 76 Seiten Octav ein ebenso praktisch angelegtes wie erschöpfendes alphabetisches Autorenverzeichnis, sowie Namens-, Orts- uud Sachregister über die in den Mittheilungen des bestandenen historischen Vereins für Kram, fowie in den Publicationen des Musealoereines, der bestandenen «Blätter aus Kram», der «Carniolia» und der noch gegenwärtig erscheinenden vaterländischen Zeitschrift «Argo» enthaltenen Beiträge und Aufsätze zur lrainisch-vaterländischen Geschichte enthält. Der Nutzen dieses ganz besonders zweckentsprechenden Nachschlagebuches, das auf keinem Arbeitstische österreichischer Geschichtsforscher fehlen wird nnd das dem vom k. k. Universitätsprofessor Dr. Arnold vou Luschin-Ebengreuth in Graz edierten, die Steiermark betreffenden gleichartigem Werte nachgebildet erscheint, ist ein in die Augen fallender, gleichwie ans diesem Werke des Herrn Professors Dr. Gratzy für Kram wie in einem Spiegel-bildc ersichtlich wird, wer alles im Laufe dieses halben Iahrhnnderts in Kram und für Kram auf dem Gebiete der heimatlichen Geschichte thätig gewesen ist, und zwar allein in den obgenannten Zeitschriften und Vereins-mittheilnngen. Es ist demnach des Herrn Dr. Gratzy Neperlorinm zugleich eiu gut Stück kraiuischcr Üiteratur-geschichte an sich nnd wird auch in dieser Beziehung für spätere Arbeiten erwünschte Bausteine liefern. Das im Selbstverlage erschienene dankenswerte Buch erhielt seitens der Bnchdrnclerei Jg. v. Kleinmayr H Fed. Bamberg eine vornehm würdige Ausstattnng nnd empfiehlt sich so nach jeder Richtung ganz vorzüglich. 1^. v. 1i. — (EntscheidnNg in Co ngrnaangelegen -heitc n.) Der k. k, Verwaltungsgerichtshof hat über eine einschlägige Beschwerde entschieden, dass bei der freiwillig übernommenen Verpflichtung eines Theiles der Pfarr-gemeiude zu Congrnaleistungcn fowohl bezüglich der Lcistnngspflicht, als auch bezüglich der Verpflichteten ausschließlich der Inhalt des diese Verpflichtung begründenden Actes (Gemeinde-Ausschussbeschluss) maßgebend ist. —0. — (Städtische Wasserleitung.) Lant Statuten für den Bezug von Wasser aus dein Wasserwerk der Stadt Laibach ist die Ausführung und Instandhaltung der Leitungen innerhalb der Häuser und Grundstücke — vom Haupthahn oder Wassermesser — Sache der betreffenden Eigenthümer. Uebcrdies sind die Eigenthümer verpflichtet, die Leitungen innerhalb der Liegenschaften in vollkommen gntem Zustande zu erhalten und jeden Mangel uuverzüglich auf ihre Kosten beseitigen zu lasseu, mögen die Mängel zu ihrem eigenen oder zum Nachtheile der Stadt gereichen. Leider kommen manche Hausbesitzer dieser Verpflichtung mangelhaft oder auch gar nicht nach, weshalb fich der Stadtmagistrat veranlasst findet, auch die Leitungeu innerhalb der Häuser voll Zeit zu Zeit durch eigene Organe revidieren zu lassen. Die Hauseigenthümer, beziehungsweise deren Stellvertreter, werden darauf mit dem Ersnchen aufmerksam gemacht, den betreffenden Qrgancn, welche mit der Revision nächste Woche beginnen werden, hiebci gefälligst an die Hand gehen zu wollen. — (L and sturmp a ss.) Auf eine Aufrage, ob bei einem Wechsel der Hcimatsznständigteit eines Land-sturmpstichtigen dessen Landsturmpass berichtigt oder neu ausgefertigt werden foll, hat das Ministerium für Landcsverthcidigung verfügt, dafs der Pass uur dann neu auszufertigen ist, wen» derselbe eutwedcr vollkommen unbrauchbar geworden ist oder die Deutlichkeit durch wiederholte Berichtigungen verloren hat. In allen anderen Fällen werden Aenderungen, vcziehnngsweife Berichtigungen im Laudstnrmpassc anf Grund beigebrachter Bcweisdocnmcnte durch die politifchen Behörden des Aufenthaltsortes, welchen eventnell der Pafs zuzusenden ist, vorgenommen. —- (Schlussfcier der O rg e l s ch u l e.) Dic ersten, von der studierende» Jugend so sehr ersehnten Fericntage sind nun herangenaht. Eine Anstalt nach der anderen schließt ihre Schlilzimmer, um ihren Zöglingen die nothwendige Erholnng zu gestatten. So fand am Freitag dic Schlussfeier der hiesigen Orgelschule mit einer Geueral-prüfung statt, zu welcher auch eine ansehnliche Anzahl von Zuhörern erschienen war. Der Priifungsstoff dehnte sich fast auf alle Fächer der Musik aus. Mau bcgann nlit dcr Liturgie, dem liturgischen Gesänge uud dcsseu einzelnen Gattungen. Hierauf wurde in kurzen Zügen die geschichtliche Eutwickelnng des Gesanges, die Harmonielehre, die Modulation, der einfache und dappelte Contra-pnntt nnd die Fuga behandelt. Nach dicfem ersten theoretischen Theile übcrgieng man zum praktischen. Mit Begleitung eines Harmoniums sangen die Zöglinge aus Dr. Fr. Witts Lucien-Messe I^l'lE und Aloria und aus der Niä8k »olknniii im Choralgesauge X^rw und Laibacher Zeitung Nr. 160. 1312 18. Juli 1898. 8unotu». Zum, Schlüsse producicrten sich noch die ein« zelnen Zöglinge sowohl auf der Orgel, als auf dem Claviere. Es wäre sehr wünschenswert, wenn die für die Musik sich interessierenden Factoren dieser für den kirchlichen Gesang so verdienten Anstalt die grüßte Aufmerksamkeit schenken würden. Der Anstalt, welche scholl seit 21 Jahren durch die aufopfernden Bemühungen der Herren Directoren A. Foerster, Prof, I. Gnjezda uud ^. Ang. Hribar sehr erfreuliche Erfolge aufzuweiseu hat, wüuschen wir auch fernerhin das beste Gedeihen! I). * (Besuch hiesiger L e h r a n st a l t e n durch den hochwürdigsten Herrn Fürstbischof.) Der hochwürdigste Herr Fürstbischof Doctor Ieglic zeichnete in Aegleituug seiues Secretärs Donnerstag, den 14. d. M., vormittags die Handels-Lehranstalt Mahr durch seinen Besuch aus. Durch den Director der Anstalt Herrn kais. Rath M ahr und dessen Stellvertreter Herrn Arthur Mahr ehrfurchtsvoll empfangen, besichtigte Se. bischöfliche Gnaden sämmtliche Räume der Anstalt und die Schulzimmer, in denen die Zöglinge mit ihren Lehrern Aufstellung genommen hatten. Der hochwürdigste Herr Fürstbischof geruhte viele Zöglinge anzusprechen, sprach sich über die musterhafte Ordnung und Zweckmäßigkeit der Anstalt äußerst lobend aus und zeichnete zum Schlüsse seinen Namen in das Gedentbnch ein. Um 10 Uhr vormittags beehrte der hochwürdigste Herr Fürstbischof den hiesigen, seit 14 Jahren im Mahr'schen Hause am Kaiser Iosefs-Platze bestehenden Kindergarten des deutschen Schulvereins mit seinem Besuche. Zu seiuem Empfange hatten sich die Obmännin der Frauen-Ortsgruppe des deutschen Schulvereins, Frau Theresiue Maurer, mit den beiden Vorstandsdamen Frau Mary Götz uud Frau Alba Hintu er, sowie als Vertreter des Vorstandes der Herren-Ortsgruppe Herr Leo Supantschitsch eingefunden, die den hochwürdigsten Herrn Fürstbischof an der Schwelle begrüßten und ihn für dcn auszeichnenden Besuch dankten. Die in ihrem Sonntagsstaate versammelten Kinder — ungefähr 70 Knaben und Mädchen — stimmten unter der Leitung der beiden Kindergärtnerinnen Fräulein Eugenie Singer und Fräulein Vöh ill, ein kurzes angemessenes Liedchen all, worauf auch uoch ein junges Mädchen vortrat und ill wohlgefetzter, schwungvoller Rede um den bischöflichen Segen für die anwesenden Kinder bat, welcher Bitte der hochwürdigste Gast auch gerne entsprach. Der Herr Fürstbischof verweilte hierauf noch kurze Zeit in leutseligster Weise im Kreise der Kleinen, denen er auch für den Nachmittag eine Bildersendung zur Erinnerung au den heutigen Tag in Aussicht stellte und verließ hierauf dcn Kindergarten, indem er sich schließlich noch voll den anwesenden Vorstandsmitgliedern freundlichst empfahl und für den ihm bereiteten Empfang verbindlichst dankte. — (Ernennungen an Mittelschule») Seine Excellenz der Herr Minister für Cultus nnd Unterricht hat erledigte Lehrstellen an Staatsmittelschulen verliehen: dem Professor an der Staatsrealschule in Trauteuau August Nömecek eine Stelle an der Neal-schnle in Laibach; ferner ernannt zu wirklichen Lehrern an Staatsmittelschulen die provisorischen Lehrer Anton Peterlin vom Staats-Untergymnasium in Laibach für das Gymnasium in Krainburg, Dr. Josef Pivcn-bach er vom Staats-Untergynmasium in Laibach für das Gymnasium in Nudolfswert, Leopold Poljanec vom Staatsgymnafiunl in Krainburg für diefe Anstalt und Dr. Iofef Tominset vom Staatsgymnasium iu Kram-bürg für diese Anstalt. — (Auszeichuuug heimischer Fabricate.) Die internationale Ausstellung für Fortschritt ill Paris hat mit Diplom vom 2. Juli 18!) 8 Herrn Jakob Klauer in Laibach mit der goldenen Medaille für seine vorzüglichen Liqueure (Alpenkräuterliqueure «Triglav») ausgezeichnet. — (Genossenschaftliches.) Wie uns be-richtet wird, wurde im Pfarr- und Gemeindeamte Sturia, politischer Bezirk Adclsberg, eine Spar- nnd Vorschuss-casse «Ili'lniilnioa in posoi'ililicu, v Hwrijuli» als Genossenschaft mit unbeschränkter Haftung gegründet, dessen Vorstand ans dem Obmanne und sechs Mitgliedern besteht. Derzeit fungiert als Obmann diefcr neuen Genossenschaft der Pfarrer Herr Johann Kromar in Stnria. —o. — (Von der k. k. Studieubibliothek.) Das Lesezimmer ist während der Ferialmonate offen: an Dienstagen und Freitagen von 10 bis 12 und von 2 bis 4 Uhr. — (Neues musikalisches Wert.) Für Gc-sangschöre der Studierenden wie der Männergesangvereine veröffentlicht Herr Anton Foerster im Selbstverläge eine lateinische Messe zu Ehren des heiligen Aloysius nebst Introitus, Graduate, Offertorium, Communio fammt allen Responsorien für vier Männerstimmen bearbeitet. Der Compositionsstil ist der denkbar leichteste, der Umfang der Stimmen mäßig, so dass die Compositionen auch von Frauenchöreu leicht exccutiert werden können. Aus der Partitur singen alle Sänger unschwer, deswegen ist der Preis des ganzen Heftes (1!) Seiten) bei mehreren Exemplaren von 5)0 anf 40 Krenzcr geseht, da Einzelstimmen nicht erschienen sind, — (Versuchter Mord.) Am 7. d.M. nach-mittags entstand zwischen dem Schmied und Wasenmeister ill Sagor Josef Invan und dessen Gattin wegen einer von derfelben auf den Namen des Mannes gemachten Schuld ein Streit. Anna Iuvan, die sich fürchtete, voll ihrem Gatten misshandelt zu werden, ergriff vor dem-felben aus dem Zimmer die Flucht, worauf sie Josef Iuvan mit feinem mit Hasenschrot geladenen Jagdgewehre verfolgte und voll der Hausthürschwelle aus einer Entferuuug voll 25 Schritten auf die Flieheude einen Schuss abfeuerte. Dass Anna Iuvan von der Schrot-laoung nicht getroffen wurde, hat dieselbe nur dem Umstände zu verdanken, dass sie sich gerade in dem Augenblicke, als der Schuss losgieng, bereits hinter die Ecke des Hauses geflüchtet hatte. Josef Iuvan gab an, dass er seine Frau in der Aufregung bloß anschießen und dieselbe in Furcht versetzen wollte, gab jedoch zu, dass ihm auch nichts daran gelegen gewesen wäre, wenn er dieselbe erschossen hätte, um sie einmal los zu sein. Er wnrde durch die Gendarmerie verhaftet. —I. * (Aus dem Polizeirapporte.) Vom 15. auf den 16. d. M. wurden achtzehn Verhaftungen vorgenommen, und zwar vierzehn wegen Vettelns, zwei wegen Uebertretuug des tz 5 des Vagabundengesetzes und zwei wegen Excesses. — Vom 16. auf den 17. d. M. wurden acht Verhaftungen vorgenommen, uud zwar fünf wegen nächtlicher Ruhestörung, zwei wegen Trunkenheit und eine wegen Bettelns. —i' * (Selbstmord.) Am 8. d. M. gegen 10 Uhr vormittags wurde, wie man uns aus Gurlfeld berichtet, am rechten Ufer des Savcflufses nächst dem Globocnik'schen Hause bei Gnrkfeld die Leiche der achtzigjährigen Inwohnerin Barbara Zajc voll dein Anrschen Franz Caharia alls Gurkfeld aufgefunden. Die Leiche, an welcher die Spuren einer Gewaltthätigkeit durch den Todten-beschauer nicht wahrgenommen werden konnten, wnrde sodann über Veranlassung des Gemeinde-Amtes Gurtfeld in die Todtenkammer überführt. Barbara Zajc, welche infolge Altersschwäche bereits schwachsinnig war, hat sich zn ihrer Nachbarin Maria Kravlavic wiederholt geäußert, dass sie in die Save springen werde. —r. * (Einbruchsdiebstahl.) In der Nacht vom 6. auf den 7. d. M. brachen, wie man uns aus Gurkfeld meldet, bisher uneruierte Diebe ill die Kammer oberhalb des Wohnzimmers im Hause des Besitzers Franz Inoglic alls Prclesje, Gemeinde St. Ruprecht, ein, nachdem sie das Fenster gewaltsam geöffnet hatten. Aus dieser Kammer entwendeten dieselben mehrere Kleidungsstücke, einen Ehering der Gattin des genannten Besitzers und Kleinigkeiten im Gcsammtwerte von 27 fl. Um in die Kammer gelangen zu köllnen, trugen die Thäter vom Stalle, welcher etwa 15 Schritte entfernt ist, eine Leiter zllm Fenster und stiegen mit Hilfe derselben in die Kammer. Da in der Kammer sehr viele abgebrannte Zündhölzchen gefunden wurden, scheinen die Diebe längere Zeit herum« gesucht zu haben, woraus geschlosseu werden kann, dass dieselben mit der Oertlichkeit nicht vertraut waren. Nach den Thätern wird eifrigst geforscht. —r. — (Fuude.) Gefunden wnrdcn oiesertagc beim hiesigen Post- uud Telegraphcuamte ein Geldbetrag und ein Zwicker. Die Verlustträger können diese Gegenstände daselbst beheben. — (Steirischer Ob st markt in Graz) Die Stadtgemeinde Graz veranstaltet im Herbste den erstell mehrtägigen Obstmarkt, welcher am 2. October l. I. eröffnet wird. Der Verkauf geschieht all Ort und Stelle durch den Producenten selbst, nach eingesendetem Muster und durch Auctionierung von Waggonladungen anf dem Südbahnhofc Graz. Alle Anfragen sind zn richten an den Stadtrath Graz (Obstmarktcomite'). Neueste Nachrichten. Am 16. d. M. vormittags fand unter dem Vorsitze des Ministerpräsidenten Grafen Thuu eine längere Ministerconferenz statt. Die «Wiener Zeitung» publiciert abermals eine vom Gesammtministerium contrasignierte kaiserliche Verordnung auf Grund des § 14. Die vom 8. d. M. datierte Verordnung bildet eine Abäudcrnng des Steuerreformgesctzcs und betrifft die theilweife Aufhebung der in den Paragraphen 234 und 235 desselben Gesetzes ausgesprochenen Verpflichtung zum Steuerabzüge bei Auszahlung veränderlicher Dienst-bezüge. __________ Der spanisch-amerikanische Krieg. Santiago hat sich am 14. d. M. ergeben. So verkünden Placate, welche das Kricgsdepartement der Vereinigten Staaten auf den öffentlichen Plätzen Washingtons hatte anschlagen lassen. Die Einzelheiten der Capitulatiousbedingungen sind noch nicht bekannt; die Verhandlungen hierüber zwischen General Toral und General Shafter boten manche Schwierigkeiten und drohten noch in« letzten Stadium zu scheitern; die Spanier und die Amerikaner blieben darum immer iu ihren Stellungen. Die wichtigste Folge der Capitulation wird wohl die Einleitung von Friedensverhandl nngen sein. Die Madrider Blätter mcldm auch schon, ^ ^die spanische Regierung durch Vermittlung ^ , französischen Botschafters in Washington die Frieds Verhandlungen einleiten werde. Die amerikanische M rung sei mit der spanischen darüber einig, Cuba "^ die von ihm gewünschte Negierungsform durch ^, Plebiscit entscheiden zu lassen. Spanien werde ^ Entschcidnng des Plebiscits ohne Vorbehalt anm'lL. Die Regierung wünsche, dass die Gefangenen ^ Santiago anf neutralen Schiffen und nicht ^ amerikanischen in ihre Heimat gebracht werden. 5 (vrlülnal'Ielegramme.) Santiago, 17. Juli. Die Spanier verlief vormittags die Stadt und legten regimentslvei!^ Waffen nieder. ., Washington, 16. Juli. Um halb 5 nachmittags wurde im Kriegsdepartement durch ^ schlag Folgendes bekannt gemacht: Die Bedingungen ^ Uebergabe vou Santiago de Cuba umfassen alle Tlül^ und alles Kriegsmateriale, welches sich in dem d^ das Uebergabeprotokoll bezeichneten Gebiete befi»^ Die Vereinigten Staaten von Amerika verpflichten I^ in möglichst kurzer Zeit alle spanischen Truppes in Frage kommenden Gebietes nach Spanien ^ zuführen. Die Truppen werden sich, soweit dies >^ lich ist, bei der Garnison einschiffen, der sie M wärtig angehören. Die spanischen Officiere lie^ ihre Waffen behalten. Die Unterofficiere und gcn'e^ Soldaten werden im Besitze jener Gegenstände blei^ die ihnen persönlich gehören. Der spanische Coin^ dant wird ermächtigt, die militärischen Archive des ^ Amerikanern übergebenen Gebietes mit sich zu ueh»'!> Den Freiwilligen, Nationalgarden und Guerilas >^, erlaubt werden, wenn sie es wünschen, anf Cuba. Freiheit zn bleiben, unter der Verpflichtung, dajs!, für die Dauer des Krieges ihre Waffen anslies^ Die fpanischen Truppen werden Santiago de Cuba "^ mill'tärifchen Ehren verlassen und ihre Waffen 5, Verfügung der Amerikaner an einem noch zu Vl'^ barenden Orte niederlegen. ^, Wafhington, 16. Juli. General Shafts nachrichtigte das Kriegsdepartement, dass die Sp^ Sonntag um 9 Uhr morgens Santiago de Cuba l", lafsen werden. Sie werden als Kriegsgefangene^ geführt, worauf die amerikanischen Farben über ^ tiago gehisst werden. .^, Washington, 16. Juli. In dem militari Rathe, welcher gestern iu Anwesenheit Mac K>>^ und der Secretäre der Staatsdepartements der W'! und des Krieges abgehalten wnrde, wurde die ^ Lage berathen, und gieng die allgemeine Ansicht d^. dass man jetzt Portorico angreifen und das GeschO Watsons an die spanischen Küsten senden müsse. ^ San Francisco. 16. Juli. Man hurt ^,, Honolulu, dass Capitän Monterey sich mit Karte» ^,, Karolinen versehen habe nnd glaubt, dass es in s^ Absicht liege, sich auf seiuem Wege diefer Inscl"^ bemächtigen. Nauhcim, 16. Juli. (Orig.-Tel.) Ihre »^ die Kaiferin El ifabeth ist heute bei präch^ Wctter hier eingetroffen. Die Stadt ist beflaggt ,, Ischl, 16. Juli. (Orig.-Tel.) Bei schönsten' ^' fand heute abends das Radfahrer-Huldign»^, mit einein folenncn Fackelzuge, an welchem ^, hundert Nadfahrer theilnahmen, statt. Der W. wegte sich in Begleitung von drei Militär-Musitlap'.,, und der Gemeindevertretung zum Eingänge der ^' , Villa, wo Se. Majestät der Kaiser mit Ihrer k. , Hoheit der durchlauchtigsten Frau Erzherzogin "^, Valerie und Sr. k. u. k. Hoheit dem durchlauchlH Herrn Erzherzog Franz Salvator erschien. ^ Majestät nahm unter den Klängen der VoltM, die Huldigung der Radfahrer entgegen und sagte i, Präsidenten: »Ich danke für diese Huldigung. ^ hat Mich sehr erfreut und Ich danke namentlich >, Damen, die sich. daran bethciligt haben.» ^ch. geisterten Hoch-Rufen auf Se. Majestät wurde ", klingendem Spiele die Rückfahrt angetreten. D^ ,,^ ist reich beflaggt, viele Häuser sind prächtig dee"' ? Ischl, 17. Juli. (Orig.-Tel.) Das heutige ^, fahrer-Huldigungsfest gestaltete sich zu einer gläl^H Ovation für Seine Majestät den Kaiser, '^ in Begleitung Ihrer k. uud k. Hoheiten der "'i wuchtigsten Frau Erzherzogin Marie Va^ , und der durchlauchtigsten Herren Erzherzoge L"" ^ Victor und Franz Salvator dem FestM^, Kuustfahrer und dem Rennen beiwohnte und '"'s holt die vollste Anerkennung auszusprechen g" ^ Zum Schlüsse brachte die tausendkopfige M"^ Monarchen eine spontane Ovation dar. ,,,/ Zara, 16. Juli. (Orig.-Tcl.) In Sinj '"/ heute um 3 Uhr 35 Min. nachmittags ein ,/ Erdstoß verspürt. In Trilj wurden ein Mle^, drei schwache Erdstöße, der letzte um 5 Uhr 2" <" nachmittags, wahrgenommen. ^bacherHwng^^ 1313. . 18.« 1898. Kiterarisches. Kronländer ^ a -^" " " " ch' e.. Die österreichischen Er 3^ M^,^3 ^7 50jährigen Negieru»!gsjubiläums »m von ^ul'5 "^ " '^ ' ? " z I ° sef I Heraus-t t University N ^^^'' ^"ag: Georg Szelmski, Heften 1 i ^^^"^""ung, ^ien. Complet ill 24 Mtt ws/^' D« grüne Steiermark/die «eherne " chlen s .ä?^ ^'r ^^Mcn Länder, welches die l^ und on "^"' beherrschen, wird in den Heften "°u auserlefenen "schienen ^ "?^^"' I" H'lt 1i), welches jungst G° vom K: ^/"" vollendete Ansicht der Stadt l'ch n C?.^ "'""?" °"s, das weite Gebiet der freund, bilder N"'."'^ ^' '"d eine Anzahl Gruppen-d°r Ub^ "^ du Packendsten Bauten, Gassen, Plätze :c. btathbau^ ^.^"'"^°^ Landhaushof mit Details, dann m.« ^ Swdtpartbrunnen und die neue Universität, die nun^l Umgebung das idyllische Maria Grün; ^aMa2^'"^^ elektrischen Bahn zu erreichende 'oerd n^ '/^' Naria Trost ulld Schloss Eggenberg ^duw' Ä s?. ""^^" ^ildertafelll in den feinsten 6m anderes Blatt bringt ill den Gnadend ^Hen Mürzzuschlag, Neuberg, den berühmten slolzen?. «?^"" 6eU. ^ussee und Altaussee lnit der "ralte m ''^"°"b, die sich aus dem See erhebt. Der Wftenl,nk U°" Eisenerz mit seinen Alpenmatten und und ei,. 3 p^sentiert sich als ein treffliches Vollbild lemem Vü" b lässt den Leopoldsteiner-See init all bilder «^ ^^" ^"^ lebendig werden. Mehrere Detail-iche» Th, Eisenerzcr Gegend schließen diese maleri- gegen^„^"6aug ins Gesimse« der von Ndmont bild in ' " laufcllden Eiscnbahntrace zeigt ein Vollselbst '""tuugsvollster Wiedergabe; dem «Gesimse» und «wn «s ^ stimmungsvolle Detailbilder gewidmet, l'nie »,n! ?^^"' von Hieflau, von Objecten der Bahn-e»ge ")?, ^ "^cn Berglandschaft in diefer Felfen-inii,^ ?' 'lh"le Vollbilder führen den Markt Schlad» odcrstei, s^" ^""«ling vor. Ein Blatt mit Ansichten der iliruct, !^" Städte Murau, Iudenburg, Leobell uud best 19 M "^ beschließt das vorzüglich zusammengestellte den Mk "" "^ hinzugefügt wird, oafs den Text zu Flosse, " ^ bekannte Literarhistoriker Dr. Anton betMrt.üi ^ der Grazer Universitätsbibliothek, der darf c« , "" ber Steierinark, geschrieben hat, so be-^M tr ^ c ^""' der speciellen Erwähnung, dass dieser ' l°tz selner Kürze belehrend und schwungvoll ist. hiesig. 3 '" tiefer Nnbrit Besprochene kann dllrch die Vamb, ^"dlung Ig v. Kleinmayr ^ Fed. ^"krg bezogen werden. Angelommene Fremde. Hotel Stadt Wien. belln,^" 15. Juli. Dorfchel, Ingenieur. Eggenberg. -"'lM ^^aurath. s. Familie: Kintz. f. l. Lehrer, Trieft, ^boch'ens,. """"; '«'Ooli. Vezirlsrichtcr. f. Frau, Mödling. ^°cher. , "«. t. u. l. Uielltenant in d, R., Hartberg. — Dr. Aich> ^''lpeclor m«"'lWMl), Voitsberg. — Dr. Altmann, Ober->l'Cteu,',' "h- ^ ^"^l, Private, Gurlfeld. - Peharz, ^ernrn^f ""^"". Hermagor. — Vucar. l. l. Bezirksadjunct, ' 3rau N, ^ Vombach, Fabrikant, Offenbach. — Dr. Rechas, ^u. l. i.!,. "N- ^ Dr. Sebizjen. Professor. Budapest. — Hampl. ^^^nstri '^'.^' ^resect, Ksm.. Oörz. - Woschnag. Fabrikant, ^. ^rchn,^ ^""t Kfm. Warburg. - Rubasch, Kfm., Pilfen. .'ldhauer ««. ^ ^ Oberbaurath uud Ministerialrath; Spily, ^"»ler d/ fast heiter j 0-0 Das Tagesniittel der Temperatur von« Samstag 17-7° und Sonntag 20 2°, um 2 1° unter, beziehnngsweise 0'4« über dein Normale. Verantwortlicher Redacteur: Julius Ohm-Ianuschowsly Ritter von Wissehrad. Vllllksagung. AnläWch des tiefcrschiitternden Ablebens nnstres innigstgrlicbten nnd unvcrgcsslichen Familienober< Haupte?, des Herrn Josef Domladisch Handelsmannes und Hrn'schaftobrschers sind uns von allen Seiten fo viele Beweise von inniger und aufrichtiger Theilnahme zugekommen, dass wir außerstande sind, jedem einzelnen gebürcnd zu danken. Wir drücken für die zahlreiche Betheilignng am Leichenbegängnisse allen den wärmsten Dank aus; insbesondere dnnlen wir der hochwürdigen Geistlich» leit, den Herren Beamten des t. l. Bezirksgerichtes und des k. l. Stcneramtes, dem löblichen Lehrkörper, den ehrwürdigen Schulschwesteru, den Herren Säugern für den ergreifenden Grabesgesaug, dem löblichen Feuerwchrl'erciue und der l. l. Gendarmerie des hiesigen Postens sowie überhaupt allen, die nns in den Stunden unseres namenlosen Schmerzes trostvolle Worte zn spenden geruhten. IllYr.. Fri st ritz, deu Kl. Juli 1 «98. Die trauernden Hiuterbliebenen. DlllltslMUg. Außerstande, für die mir anlässlich des Ablebens meines innigstgelieblen Gatten Herrn Julius Deu stiidt. Schlachthausuerwaller und Thierarzt zugelommenen Beweise herzlicher Theilnahme sowie für die zahlreiche Betheiligung an dem Leichen» begängnisse und die schönen Kranzspenden jedem einzelnen persönlich zu danken, spreche ich hiemit allen lieben Freunden nud Bekannten, insbesondere dem hochwohlgcborncn Herrn Bürgermeister Ivan Hribar, dem hochverehrten Herrn Pfarrer Malenöel, den Herren Magistratsbeamten, den Herren Thier» ärzten, dem lobt. Verein «Sokol» und der löblichen Genossenschaft der Fleischhauer in meinen» und im Namen meiner unmündigen Kinder den innigsten Dank ans. Laib ach am 16. Juli 1NW. Ioscfiue Deu. Course an der Wiener Börse vom 16. Juli 1898. ^ch dem °fsiciellm Cours««««. ^'""--gnIelM. «""> Ware ""'lbei A. lx"'"uaust l0,-65 1»! «.', ''«°M.-P«^ ' bo jl. ,82- li,!,-^"°r. A 120 st. 14U bU,bU5U "^»t°>U°?."."''"e"«s«l l2l5U 2170 2 ' ' - SS 30 lO« 3(1 Geld Ware »o« Vtaatt zur Zahlung »bernommtne Olsenb.'Prlor.» Obligationen. llisabellibah» 60U u, 3000 M. ,^ 4«/,. ab IN"/« «, Et. ... "" -" ^ l"" »b Galizüche Nar!--Uudwlg?«ahn, «.,,^ ,^«,, divech Stücke 4°/« . . , . «^ »" lon »0 «orarliergei Nahn, llm, 1884. 4"/« (div, St.) S.. l. 1W fl. «. "^ b0 1UN K0 Nng, E°ldre»te^4<>/, P«r Cass. '^ 12075 bt° dto. per Ultimo . , . . l2U o5120?l, dto. «eutc in ttru»c»w»l,r,,4"/«. bt°. dto, Silber 1W ,!,. 4'/,«/. I«!.'- 1UU90 dt°. Swats-Oblig, (U»l,, Oltb.) ^,,1.) i^ia UeihM.« .«°l« 4°/« l«° ft. . l4U 2. 141 2d Hrundentl..Vbligall°nt« (»I too ll. LVt.), A»d«rt üfftntl. Anlehtn. «nleien b, S0 dto. Präm,.Schlbv, »"/.,. ». «m. 121 - 122 - bto, dtli, »'Vn' » Okst,»!,!, Äaol v,rl. <"/,. . . 10020 1U1 20 dto, dlu, üUjÜhr, „ 4"/a . . 10<1 20 INl W Lparcasse.i.ost.. »u I b'/.°/«vl, i0b 50 — — Priorilälüchbligationtn (fiir MU fl.). Ferdlnaüds-Norbbahil Vm, l»8« l»U>40 101 40 Oestcrr, Nordwestliahu . . . Hl'— 1^'- Ltaatül>nl>n3"/„llss'cs,!"/,.il20a ll,p, lou ft. '27 20 l28 »l> Ul,g,°8llliz, Valj»..... 108 45 W!) 4.'. Acti«n (per Stück). «lnalo-vest. V°"l 200 fl. «o°/«»- "?'- "' °« Vantvereln. Wiener. 1W si. . »A." 2»? ^> Urdt,-«nst, f, Hand, u. « l6N st. — . dto, do- per Ultimo Sevtbr. ^» "'"^" «lrebitbanl.ANgung 2U«sl. . »" 7^ Ä«v- Dcp°sl!enda„l, «Nn„ 20» ft. . 224 50 ^ - Vir°-u «lassenv,.wiener 200N. 25? - 2°'- bl,pollicld,,0est,,20U sl,«b"/»l Tranoporl» Vnternehlnungen (prr Slücl), Ä!,ss!„ Trpl, ssiseüd, 300 fl, . 1N28 lN3» B0l,m, Nmdbal,!! ls>0 fl, . . 2',«'—2l,» 50 V»!chln>I,rnd,'!' Eif. üuu fl, EM, !«»2 1«»5> dlo. dto, (lil, l!) 20U sl, . 607-50 «08'— Donau < Daiüpfichiffahlls Ges,, Ocsterr,, s,«w fl, CM, . . 485 50 4s6'— D»lAode!!l>achl'rlt, « lilwflS. «»Ü0 69'— Ferdinands «urob, N>o»s,,CM, 2415- l»425' Lemü,'<5zernnw,' Iassl, llissüb.» Grssllschafl ü0<> fl, S. . . 2l11 — 29»-— Lluyd, Oest,, Tril'st, 5.00 sl,al,n 2üO sl. S..... 7«'20 77-50 Südnordd, Vrrb,'Ä, 2«<> fl, litälö'.'lcli^ii >on si. . . . 115'bNfl.V, 2,0 ?.'> »1175 Wiener Lacaluahüe». «ct,'V«I. ^— -^^ Industrle.Aclien (per StNck). Vauaes,, »lla, «sl., 100 fl. . . 101 b« III-«gydler «kifeü» »md Stahl'Inb. !„ Wien 100 fl.....»(>' - »0 50 Vifenbahnw'Ueiha,, Erste, »0 fl. i»04N »40 5» ..Elbtülllhl", Paplerf. u. U.-G, 80— 82'— Lieslüger Vlaxrrn »oo fl. . . 152 — l5< - Vlontan Oclellsch,, Oest,-alpine i«3-5N !»>» 7^ Prager Eüci, Ind,<«el. 200 fl. 788— 741- - Salno-Iarj, Tteinlulile» 60 fl, »26— lttN — „Schlüglmüt/l". 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