(Franko pauschaliert.) Erscheint wöchentlich zweimal: Donnerstag und Sonntag früh. Gchriftleitung und Verwaltung: Preternova nlica Nr. 6. Telephon *1. — Ankündigungen werden in der Verwaltung gegen Berechnung billigster ««bahren entg«gengenom«e». Se,ug»pr«ise: Für da« Inland vierteljährig K 84.—, halbjährig K 48.—, ganzjährig K 98.—. Für das Ausland entsprechende ErhShung. — Sinzrlne Z?«»«-rn l Krone. Nummer 29 || Sonntag den 10. April 1921 {3. [46.1 Jahrgang König Karl. Der alle Name Habsburg ist wieder von könig-lichem Glanz umflofftN. Karl lV., der zwei Jahre lang Karl der Letzte genannt wurde, ist legitimer apostolischer König von Ungarn. Zwar muß!« er, dem Drucke der kleinen Entente weichend, sei» Königreich veilassen und zu vorübergehendem Aus« enthalte in die Schweiz zurückkehren; aber die Budapest» Negierung hat ihn in seinen königlichen Rechlen anerkannt und ihm die volle Ap'nage von 10 Millionen Kronen ausgesetzt. Was wir von allem Ansang an befürchtet haben, ist eingetroffen. Der OsterauSflug des Exkaisers Karl war kein persönliche» Abenteuer des Habsburgischen ThronanwärterS, sondern ein wohl-überlegtes Unternehmen, das von der Hofkamarilla inszeniert und von der französischen Diplomatie zweifellos gefördert wurde. Wie gut fügen sich, von diesem Gesichtspunkte ouS betrachtet, die episoden-haften Einzelheiten in den Rahmen der ganzen Auf-machung! Selbst die Erkrankung des Exkaisers Karl hat ihren tiefen Sinn. Der ungarische König, der vor seiner Abreise erkranken a.ußte, geht als Mär-tyrer in die Berbannnng. umgeben vom Mitleid seiner Untertan«» uto seiner zahlreichen Freunde im Auslande. König Karl kann mit dem Erfolge seines Öfter-auesiugcS mit Recht zufrieden sein. Die ungarische KönigSsrage, die seit langem die politisch?» Kreise der großen und kleinen Entente beunruhigte, ist in seinem Sinne gelöst. Weder Erzherzog Josef, noch Kronprinz Otto, noch irgendein Fürst ans einem der Herrscherhauser Europas, noch ein Sprosse auS edlem magyarischen Geblüt kommen als An-wirter für den Thron in Betracht, sondern er. AeisesKizzen. von A l m a M. £ a r I i n, Gcljt. XIX. Die wilden Volksstämme in den Urwäldern Panamas II. Heute, wie einst legt min die Toten ferne von den Hütten auf eine Art Plattform und I5gt sie dort, di< die Tiere und Vögel die Knochen kahlgefressen, und erst da wirst man sie in Erdlöcher, die zumeist mit Flußsteinen auSgeltgt sind; oft gibt man ihnen, selbst in unseren Tagen, noch Küchengerät, Waffen und etwa« Nahrung mit hinab. Aerzte g>bt e« auch bei den Wilden, obschon sie «ich unlerer Auffassung eher Hexenmeister sind, deren Hauptausgabt e« bleibt, den bösen Seist au« dem Köiper htnau» zu beschwören. Ihre Einweihung «st sehr schmerzhast und langwierig. Sie müssen sich vieler Proben unterziehen, ein ganze« Jahr einsam in der Wildnis zubringen, die Eigenschaften aller Kräuter kennen lernen und erst da dürfen sie auf einig« Jahre studienhalber zu einem Nachbarstamm gehen. Sobald sie zu »ollem Manne»tum gereift und reich an Er-sahrung heimkommen, vollzieht der älteste Medizinmann oder Hexenmeister die endgültige Weihe und von da ab üben sie ihr Handwerk au«, hochgeehrt wo immer sie erscheinen. Da« »zweite Gesicht" ist bei ihnen sehr ausgebildet und ihr psychische« Können bedeutend. Sie beschwören in wilden, abgelegenen Felsschluchten In be-stimmten Mondscheinnächten tatsächlich Dämone, deren grausige« Aussehen einen heimlich sie belauschenden Weißen fast an die Grenze de« Wahnsinne» trieb. Karl IV., von Gottc« Gnaden, wird über kurz oder lang, umbraust vcm Jubel des Volke», in die KönigSburg von Ofen-Pest einziehen. Eine neue Aera beginnt in Mitteleuropa. DaS Königreich Ungarn mit dem Habsburger Karl an der Spitze ist eine latente Gefahr für die umliegenden Nachfolgestaaten geworden. Denn mit dem Habs-burgischen Königtum verbindet sich im Bewußtsein jedes Magyaren die Erinnerung an das tausend-jährige Reich der StcphanStron«. Die Abreise deS Königs Karl auS Ungarn hat die magyarischen Aspirationen nach Wiederherstellung der alten Grenzen nicht geschwächt, s»ndern eher noch gefestigt. Die Dynastie Habsburg aber steckt sich daS Ziel weiler. Sie wird nie darauf verzichten, auch die andere Hälfte der ehemaligen Monarchie wieder zu gewinnen und sich vor allem in den Besitz der angestammten E>bland« z» setzen. Eine weitver« zweigte Propaganda ist in Deutschösterreich am Werke, um den Boden für eine Restauration der Hab burger auch in Zisleithanien vorzubereiten. Zwar lehnt daS deutschösterreichische Bolk in seiner großen Mehrheit den Gedanken einer ungarisch öster-reichischen Monarchie ab und nur jene Elemente, die durch den Znsammenbruch ihre fetten Pfründen und den gesellschasilichen Vorrang verloren haben, setzen ihr« Hofsnungen aus den neuen ZakunstSstaat. Aber gefährlich werden diese Träume deswegen, weil sie durch die geheimen Ziele der Entente und in erster Linie Frankreichs WirklichkeitSwerte erlangen können. Die Nachfolgestaaten, die durch ihr Einschreiten in Budapest die Abjahrt deS Habsburgers vom ungarischen Territorium erzwungen haben, dürfen nicht auf halbem Wege stehen bleiben. Ihre Staats-männer müssen, wenn sie weitblickend sind, daS Wenn der Krank« unheilbar scheint, wird er vor da« Dorf (wenn min weit zerstreut« Hütten so nennen darf) getragen und stirbt dort verlassen, «nlweder an der Krankheit selbst «der er erli>xt.chem Hunger und Durst und veikiüppclte Kinder werden gleich getötet. Nur die Starken, Gesunden haben LebenSrecht. Die Einweihung«feste der Jüngling« heißen „Hn>te«". Sie sind sich seit vi«l«n Jahrhunderten gleichgeblieben. Die Greise führen di« Jüngling: nach langer Vorbereitung in da« Tiefinnerst« de« Walde» und lassen sie dort. De« Nacht« erscheinen sie ihnen mit fmchterweckenden Tiermalken, breiten Zweigen j auf dem Kopfe und von den Lippen dieser Eingeweihten erfährt der Jüngling die Bedeutung der Symbole, die alten Klagelieder, die Beschwörungsformeln gegen Schlangen und wilde Tier«, die Geheimnisse der Erotik und alle mündlichtn Ueb«rlief«rungen de« Gtam-me«. Er muß sich auch grausamen Proben seine« Mute« und seiner EltiagungSkraft untirwerfen und erst, wenn er alle« Nöit«e gelernt und alle Proben bestanden hat, kehrt er zu seinem Stamm zmück und wilde Fest« endigen die Einweihung, vei manchen Wilden erhält er zu dieser Zeit auch die Tätowierung — Einschnitte auf dem Rücken, Läng«zeichnungen auf der Brust oder Durchbohrung der Lippen oder der Nasenflügel. Da« größte und wichtigste Fsi der Guaimie« ist die sogenannte „Balceria*. Anfang Jänner, d. h. wenn am fernen Hmizont, am Rande dc« Australhimmel«, da» Kreuz de» Süden« sichtbar wird, schickt der Häupt-ling eine Schnur an alle Männer keine« Stamme» und die Zahl der Knoten bedeuten di« Tige, die die Teilnehmer noch vom Tige de» F und eingingen, seiner Hoftafel bei. Der Außenminister Or. Gratz war in diesen Tagen mit Sorgen und Arbeiten überladen. Wieder-holt fuhr er in seinem Auto vor, hielt mit Exkaiser Karl lange Besprechungen ab und verständigle die Regierung in Budapest vom ver laufe der Verband-lungen. Wie die Blätter berichten, kam eine Einigung auf folgender Grundlage zustande: Exkaiser Karl wild als legitimer König von Ungar» anerkannt und in feinen verfassungsmäßigen Rechten bestätigt. Infolge der schwierigen äußern und innern Lage aber verzichtet er vorläufig aus die Ausübung seiner Herrfcherrechte und kehrt zu vorübergehendem Aufent- Eillier Zeitung halte in die Schweiz zurück. ES wurde ihm eine Apanag» von 10 Millionen Krouen jährlich zuge-fprochen und die Reifefpefen für die Hin« und Rückfahrt vergütet. Die ungarische Nationalversammlung hat sich in ihrer Sitzung vom 5. d. mit der Angelegenheit besaßt. Der Ministerpräsident Gras Teleki erklärt», daß die ungarische Regierung den König bewogen habe, in die Schweiz zurückzukehren, um das Land vor unabsehbaren Schwierigkeiten zu bewahren. ES sei ein Einvernehmen erzielt worden, daß sich die Reise nicht nur ungestört, sondern auch in g«wiss«n Formen vollziehen solle. Den König würden außer einer ungarischen Leibwache auch drei Offiziere der Ententemächte begleiten. Ungarn könne eS nicht zu-[äffen, daß derjenige, her mit der Krone deS hl. Stephan gekrönt sei, irgendwelchen Zwijchenftllen ausgesetzt werde. Am gleichen Tage stand ein Sonderzug mit Salonwagen in Steinamanger bereit. Ein englischer Arzt, der die Krankheit deS Königs zu bestätigen hatte, wollte den Palienten in einem Roten Kreuz-wagen abtransportieren lassen. Karl lehnte aber daS Anerbieten mit der Bemerkung ab, daß man mit ihm nicht wie mit einem Kadetten verfahren dürfe. Die Vertreter der ungarischen Regierung geleiteten ihn zum Salonwagen. Graf Ecdödy küßte ihm zum Abschiede die Hand. Eine große Menschen-menge wartete auf dem Bahnhöfe und bereitete «em scheidenden Könige stürmische Ooalionen. König Karl, dessen Haare bereits angegraut sind, war durch diese Kundgebuugen sehr gerührt. Ec konnte lange Zeit kein Wort von sich geben. Als sich der Zug in Bewegung setzte, riefen ihm di« Scharen zu: „Auf Wiedersehen!" Karl entgegnete: .Aas Wiedersehen, ganz gewiß auf Wiedersehen!" und winkte mit dem Tafchentuche. An der steirischen Grenze wurde der Sonder-zug den österreichischen Behörden übergeben. Hiebei kam e« zu einem kleine,, Zwischenfalle. Di» Magyaren, die den Zug begleitet hatten, riefen auS vollen Kehlen: ,,ES lebe der König [*' Die österreichischen Eisenbahner waren darüber >o erbittert, daß sie in di» Rufe ausbrachcn: „Pfui Habsburg! Nieder mit Karl J" Der Zug fuhr über Fehring. Graz, Leoden, Selztal, BischosShofen und Innsbruck. In Fcohnleitcn bei Graz hatten unbekannte Titer dicke Holzklötze auf die schienen gewälzt u >d c» hätte ein große« Unglück geschahen töanen, wenn der Anschlag nicht rechtzeitig bemerkt worden wäre. In Brück a/M hatten Ardeiter einen Angriff auf den Exkaiser organisiert und nur dem Einschreiten der sozialdemokratischen Führer, der Gendarmerie und des Militär» ist eS zu verdanken, daß die lär. wenden Kundgebungen nicht in Tätlichkeiten a nS-arteten. Die Menge schrie zu wiederholten Malen „Nieder mit den Habsburger»" und ein hundert« köpsiger Mensch-nhausen durchbrach den Militär-korvon und stürmte aus dcn Wagen loS. in dem sich Karl befand. Die Enlenteofstziere, die den Zug be-gleiteten, drohten den Arbeitern: „Wenn thr uns Weißen und fie tagsüber gastfreundlich aüf ihren Ja-feln oder deren Festlandstrich aufneh«cu, aber ehe die Sonne sinkt, muß der Fremdling ihren Boden bei Todesstrafe verlassen haben, denn sie sind stolj auf ihr« Freiheit und Unabhängigkeit und nicht^gewillt. s'e an irgend jemand zu verlieren. Unzähliger Aberglaube herrscht noch vor bei ihnen und ihre Kenntnis der Heilkräuter ist groß. Sie ver-stehen e«, merkwürdige Gifte zu brauen, Leute zu „ver-zaubern" und verborgene Dinge zu finden. Wen» e« dämmert, muß eine schwangere Frau schweigen, in« Hau« eilen und di« Hände auf den Bauch halt«n, sonst fährt «in böser Seist In ihr Kind und allerlei Knochen, de« Nacht« unter der Hülle de« Feindes ver-scharrt, lassen ihn langsam eintrocknen und dahin-sterben . . . Trotzdem darf man nicht glauben, daß die CanraS» «der San BlaS Indianer noch ganz Wilde sind. Ei« »ige ihrer Häuptlinge reisten nach New A«rk und m«hr al« «in San Bta« Indianer kommt nach Panama und Eolon, während die niederen Stammesbrüder oft Früchte HU Markte bringen, aber d»« hindert nicht, daß wenig« Meilen von den Bewohnern der Bereinigten Staaten, fast noch in Hörweit« der Schiffspfeifen aller Länder, aller Rassen, ein Volk lebt, da« nackt und furchtlo« durch den Dschungel bricht, mit Pfeil und Bogen dem Wildschwein, dem Jaguar, dem Puma nachstellt und da«, wenn von einem Alligator angegriffen, dem Un« geheuer die Finger in die Augen stoßt, auf daß der Schmerz <« veranlasse, die Beute freizugeben. Die ganze Geschichte der Menschheit läßt sich wieder ausbauen bei Beobachtung dieser Wilcen und unsäglich traurig zu sehen Ist e«, wie eine Kultur von Tausenden von Jahren nicht? gezeitigt hat, at« Lüg«. Haß und verfeinerte Unzucht. Nich!« ist heilig in Panama; nicht« ist heilig dieSseit« d«S Atlantik, sobald die H-rr-schast englischspr«chend«r Völker aufgehört hat. De«dalb sind die reichsten Länder der Welt fast unbekannt, die Bücher ihrer Untertanen ungelesen, die Völker selbst mißachtet. Nur die sittlich: Höhe, die geistige Ent-Wicklung und da« nimm«r«ndende Streben jede« einzelnen Untertanen nach dem Beste» machen «in«n Staat groß. O Leser, schwach ist meine Stimme, aber wenn ich dich bitten dürfte, würde ich flehentlich ausrufen: „Laß deine Kinder den Wert eine« «inen Leben« kennen: laß sie lernen, wozu sie am meisten befähigt und laß ste darin ihr Beste« leisten; lehre sie unent-wegl, ihr Leben hindurch nach höherer Entfaltung zu streben: Satfaltung ihre« Wissen« durch andauernde« Lesen guter Bücher; ihre« Können« durch ständige« Ueben irgend eine« Handwerke«, einer Kunst; ihre« Charakter« durch wachsend« Selbstbeherrschung, zuneh-wende« Wohlwollen, immerrege Höflichkeit und besonder« durch Entwicklung der Selbstachtung. Ein Mann, eine Frau, di« stch um ihrer inneren Eigenschaften willen achtet, kann nie ein- gemeine Handlung begehen. So wirst du, Leser, reich lein, reich deine Kinder und reich dein Staat, denn deine Sitten werden die der anderen Siaalen v«rdunk«ln und bald muß selbst für un« der Augenblick kommen, in dem unsere Menschengröße und nicht unsere Soldatenzahl unser Völkerrecht bestimmen, wag immer unsere Sprache ist. Nummer 29 nicht fahren lasset, bringen wir ihn iii.' Ungarn zurück!", worauf dies» entgegneten: ..%it ihn nach Afrika I" Unter ohrenbetäubendem Geschrei und Gepfeife der Demonstranten fuhr der Zug au» der Station dav«n. In Innsbruck hatte sich auf dem Bahnhof« gleichfalls »ine Menge von Arbeitern angesammelt, die sich in Schmähungen gegen den ehemaligen Kaiser ergingen. Zwei socialdemokratische Abge-ordnete, welche i« Salonwagen mitfuhren, schützten aber den ungarischen König vor tätlichen Angriffen, «m 6. April um b Uhr nachmittag» langte der Zug in Box an der schweizerischen Grenze an, wo ihn »in Vertreter der Schweizer Regierung er-wartete. Dieser legte dem Exkaiser die Bedingungen für den Aufenthalt, der nach den Nach- richten auf sechs Wochen festgesetzt wurde, zur Unier-fchrift vor und begleitete ihn weiter bis nach Lazern. Politische ttiuiölchau. Inland. Aus dem Derfassungsausschuffe In der Sitzung d,s BerfassungSauSfchusse» vom 5. April wurde der Artikel 13, welcher unter dem .Namen Kanzelparagraph bekannt ist, in Beratung gezogen. Der demokratische Abgeordnete Dc. Zerjavver« l a« einen Hirtenbrief deSLjabljanaer Bischofes Dr.Ieg-Iic, in welchem unter anderem folgender Satz vorkommt : „Wer mit Gott ist, der stimme für die VoikSpartei!" Dr. Zerjav brachte ferner die Hirtenbriefe der Bi» fchije von Ljabljana und Malibor anläßlich der Wahlen sir die Konstituante zur Verlesung, worin beide Kirchensürstcn behaupten, daß e« ein Gebot Gölte« sei, di» Stimmen für die BolkSpartei ab-zugeben. Der klerikale Abgeordnete Dr. ©alibif erklärte, daß der SHs-Staat aus den Reihen der zivilisierten Länder gestrichen würde, falls der Pa-ragraph 13 angenommen werden sollte. Wenn >r-gendeine Partei die Zerstörung deS GlaubcnS auf ihr Programm geschrieben habe, so müßten auch die Geistlichen da» Recht haben, der Bevölkerung zu sagen, wem sie daS Vertrauen schenken solle. Der klerikale Abgeordnete Bari? richtete an die serbischen Abgeordneten die Aufforderung, sie mögen sich nicht von denjenigen hintergehen lassen, weiche unter den christlichen Bekenntnissen Uneinigkeit stiften möchten. Dr. Boßnjak von der selbständigen siowe-nischen Bauernpartei sühn» auS, daß nach der fer« blichen Verfassung die orthodoxe Kirche StaalSkirche gewesen sei, daß aber alle Konfessionen gleichbe« r.chiigt waren. Im Interesse de« StaatcS fei es gelegen, daß der Mißbrauch der Kirche zu politischen Zwecken verhindert werde. Christus fei keine politi« fche Persönlichkeit gewesen und sein Reich sei nicht von dieser *Welt. Ans dem Balkan hätte immer Glaubensfreiheit geherrscht, wogegen der Westen un» Rom die Religion nur entweiht hätten. Schließlich wurde der Paragraph 13 ebenso wie die anderen bisher »och nicht erledigten Paragraphen angeuom-men Hilmit ist der BerfaffungSentwurf vom AuS-schuß zur Gänze durchberaten worden und wird in Kürze vor das Plenum der Konstituante gebracht werten. Der Eid aus die Verfassung. In derselben Sitzung deS LersassungSauS-schufst«, in welcher der Kanzelparagraph ange-nommen wurde, ist auch der Wortlaut deS Side» festgestellt weroen, welchen der König bezw.die Abgeord-neten »ach Annahme der Verfassung zu leisten haben. Die Eidesformel der abgeordneten lautet folgendermaßen: Ich. (Name) schwöre beim allmäch-tijen Gotte und bei allem, waS mir nach dem Ge-setze am heiligsten und auf dieser Welt am liebsten ist. daß ich bei meiner Abgeordnetentätigkeit stet» die Verfassung einhalten und daS Wohl deS König» und de» Volke« und die Einheit heS Staate» nach bestem Wissen und Können immer vor «ugeu haben werde. Der Wortlaut des Kanzelparagraphen. Der Paragraph 13 dcS BerfassungSentwurfe» (der Kanzelparagraph) lautet in der nunmehr von dem BerfassungSauSschusse angenommenen Stilisierung wie fcljjt: Die Freiheit de« Glaubens und dc« Ge« wissen« ist gewährleistet. Alle anerkannten Konfessionen sind nach dem Gesetze gleichberechtigt und können ihre Zeremonien öffentlich vornehmen, sosern sie nicht ver öffentlichen Moral zuwiderlaufen. Der Genuß der staatSbü'gerlichen Rechte ist vom Glaubensbekenntnisse des I »dividuum« unabhängig. Nie-mand kann sih seinen staatsbürgerlichen und mili» Stummer 29 tärisch.» Vr>pflichtu»gen unter Berufung auf die Religion eulzithen. Anerkannt sind alle Konsessione», die in iigindewer Gegend gesetzlich? Anerkennung erlangt haben. Andere Glauben»bekenntnisse können nur «ittil« Gesetz anerkannt werden. Die auer-kannten Konjessionen ver-valien ihre inneren Reli» gioi»angelegenheiten selbständig innerhalb der Gren-zen de« Gei-tze». Niemand ist verpflichtet, seine nligio tu Pflichten öffenllich zu erfüllen und den vorgeschriebenen kirchlichen Zeremonien und Feierlich-leiten beizuwohnen außer an Siaaltfeiertagen und bei Feierlichkeiten, soweit dies da» Gesetz anordnet und soweit jemand unter väterliche, militärische und »ormundschoftliche Gewalt sälli. Die anerkannten GlauberSbekenntnisse können mit ihren anßerhalb der Staatsgrenzen befindlichen Oberhäuptern iu Verbindung stehen, soweit die« durch die geistlichen Vorschriften erforderlich ist. Die Art und Welse, wie diese Verbindung sich vollziehen soll, wi-d durch das littsetz bestimmt. Jnsoserne im Staatsvoranschlage Beträge jslt Religionszwecke vorgesehen sind, müssen iiese mit Rücksicht aus die Zahl der Gläubigen und ihre Bedürfnisse aus die einzelnen Bekenntnisse auf« geleilt werden. Die ReligionSvorstände dürfen ihre geistliche Gewalt nicht außerhalb der Kirche oder zu Parkeizwecken gebrauchen. Uebertretungen gegen diese Bestimmung werden nach dem Gesetze bestrast. Die Aiiklage wird bei dem zuständ'gen Gerichte eingebracht, welches daraus die Untersuchung einleitet. Die Verhandlungen in der Konstituante. DonnerSlag, den 14. d. M, beginnt iu der Nalionalversaoimlung die Debatte über den Ber-sasjungsentwurf. Bon jeder Gruppe werden nur zwei Redner das Woit ergreifen dürfen un» zwar bei der Generaldebaite anderthalb Stunde» und in der Spezialdebatte bloß eine Stunde. Die National-Versammlung wird feststellen, wieviel Zeit -Ür pariei-lose Abgeordnete einzuräumen ist. In der Spezial-debatte wird sich die Eörlerung aus die einzelnen Absätze des BersasslingSei,Iwurses erstrecken. Wenn von jeder Partei wenigstens ein Abgeordneter ge> sprochen hat, kann die Nationalversammluirng über Verlangen der Regierung beschließen, daß zur Ab stimmung geschritten werde. Schreitet die Arbeit in dieser Weise fort, besteht die Hoffnung, daß die Ver-sassung bis za den orthodoxen Ostern am I. Mai unter Dach und Fach sei» wird. 50*o Einfuhrtaxe auf deutsche Waren. Die Beograder Regierung hat angeordnet, daß alle Waren, die ans Dcuischland nach dem SHs-Staate eingeführt werden, mit einer 50% ige« Taxe ju belegin sind. Diese Verfügung steht mit den Sanktionen im Zusammenhange welche die ver-kündeten Staaten über Deutschland verhängt haben, um es zur Durchführung der Londonc» Beschlüsse |u zwingen. Ausland. Die Konferenz der Nachfolgestaaten in Rom. Am 6. April wurde in Rom die Konsereuz der Nachfolgestaaten eröffnet, ans welcher Italien, Deuts' österreich, Ungarn, Jugoilawien, Polen, die Tschechoslowakei und Rumänien vertreten sind. Der italienische Außenminister Sforza hielt die Eiöffnung»-anfprache, in w-lcher er cls Zweck der Beratung die Duichführung der Beiträge von Sl. Germa n und Trianon bezeichnete. Die Konferenz werde den Be-weis erbringen, daß in der heuligen Zeit der wirt-fchaftliche Aufschwung eines Landes nur möglich fei, wenn auch die benachbarten Staaten wirt'chaftlich gekräf igl feien. Durch unmittelbare und vffenher-zige Verhandlungen würde » die winschafilichen I»-tercssen aller an der Tagung oectrcieueu Siaaien am besten gesördert werden können. Blutige gufammenstöge , zwischen Kroatischen Bauern und italienischen Faschisten. Am 4. April fuhren 14 Faschisten aus meh-reren Wagen nach Krnic-, um auf eigene Faust den kroatischen Hochschüler Anton Celiga festzunehmen. Der genannte Siudent steht bei den Italienern in üblem Rufe, weil er die kioatische Bevölkerung feiner Heimat in nationalem Sinne erzieht und organisiert. Die Faschisten benahmen stch bei diesem Anlasse so roh und herausfordernd, daß das Blut der Dorfbewohner in heftige Wallung geriet. Die Bauern griffen die Faschisten an, welche von ihren Waffen Gebrauch machten. Nach einer Pause, wäh-rend welcher beide Teile Verstärkungen auS der Umgebung herbeigeholt halten, kam eS neuerlich zn blutigen Zusammenstößen. Zwei Bauern blieben tot Eillicr Zeitung aus dem Platze und viele wurden verwundet. Aus italienischer Seite sind zwei Faschisten schwer und fünf Soldaten leichter verwundet worden. Die italie-nischen Behörden haben eine streng» Untersuchung t»!S Vorfalles eingeleitet und eine Anzahl von Ver-Häftlingen vorgenommen. Angebliche russische Rüstungen gegen Rumänien und Jugoslawien. Der Korrespondent der Londoner Times meldet ans Helsingsoi«, daß sich einem russischen Blatie zufolge an der rumänischen Grenze eine Konzeu. Nation russischer Truppen bemerkbar mache. Die S'.ärke dieser Truppen betrage 21 Infanterie- und acht Kavalleriedivistone». Die Spitze dieser militä-rische» Aktion sei gegen Ruminten und Jugoslawien gerichtet. — Die Meldung von russisch rumänischen KriegSvorbereiiungen enthält nichts Reue«, es kann aber mit Recht bezweifelt werden, daß Rußland die Absicht habe, sich Jugoslawien zum Feinde zu machen. Waffenverheimlichung in Ungarn Jt mehr sich der Termin sür die Durchführung deS FriedenSvcrtrogeS nähert, umsomehr versucht die nngarische Regierung, ihr Kriegsmaterial zu v-r« stecken und nach anßcnhiu die Entwaffnung des Militär» vorzutäuschen. Die Geschütze werden nächt-licherweile auS den Kasernen aus das Land v.r-schleppt und dort iu die Er»e eingegruben. DaS Übrige Kriegsmaterial wird in den Ortschaften an vermögende Bauern und andere verläßliche ^Per-sonen verteilt, die «inert Revers unterschreiben müssen, daß sie daS ihnen übergeben? Kriegsmaterial zu geeigneter Zeit wieder rückerstatten werden. Die Außenpolitik des Präsidenten Harding Wie au» Washington gemeldet wird, hat der neue amerikanische Präsident Harding sein außen-politisches Programm «n folgenden Punkte» zusammen, gesagt: 1. Die Abschtießung eines Sonderfriedens mit Deutschland im Sinne der Knoxschen Resolution; 2. Nichtgenehmiqung deS FriedenSvertuizeS von Versailles; ö Richtbeteiligung am gegenwärtigen Völkerbünde; 4. Z»stimmu> g zur Erklärung der Verbündete», daß S'euischland für den AuSbruch de« Weltkrieges ver an «wörtlich fei; 5. Uninleressierlheit an den politischen und militärischen Bündnissen Europa«, jedoch mit der Einschränkung, daß Amerika die Bedrohung dc« europäischen Friedens als Ge-fährdungen des eigener, Lande« betrachte und sich zur Abwehr die geeigneten Maßnahmen vorbehalte; 6. Wiederherstellung der tiplomatifchen Beziehungen mit Deutschland und Deutschösterreich und Einleitung von Verhandlungen zur Anknüpfung von freund-fchaftichen Verhüttnissen; 7. Wahrung aller Rechte, Vor-rechte, Entschädigungssummen, Wiederhe.stellungen und Vorteile, aus welche die Vereinigten Staaten nach dem Waffenstillstände Anspruch haben; 8. Zu-rückoehaliutig des deutschen Eigenlume», da« am 6. April 1917 oder später beschlagnahmt wurde, bi» der Kongreß darüber entschieden hat. Auo Slaöl und land. Ausdehnung des Scheckverkehr«» Vom 1. April an wurde der Scheckverkehr auf allen Postämtern Jugoslawiens, ausgenommen in Serbien un» Montenegro, eröffnet. Der Verein der Hausbesitzer in Celj« veranstaltet am 17. April nachmittags um 3 Uhr in den GasthanSlokalitäleu des Narotni Dom eine öff ntliche Vereinaversammlung mit der Tage»-ordnuiig: Die neue Mieterschutzverordnung. Referent : Herr Frelih, Obmann des Vereine» der Hausbesitzer in Ljubljana. Evangelische Gemeinde. Sonntag findet um 10 Uhr vormittags der Gottesdienst in der Christuskirche statt. Predigt Pfarrer F. Maij: „Zum Reformationstage." Anschließend Kindergo'.teSdienst. vom städtischen Friedhofe Der Stadt-Magistrat Celje ersucht un«, dem Publikum nach, stehende Verlautbarungen zur Kenntnis zu bringen: Jede Partei, die auf dem städtischen Friedhofe Gräber instand fetzt, ist verpflichtet, da« ausgejätete Unkraut und überhaupt alle Abfälle auf den hiezu bestimmten Ort zu bringen. Wer Unkraut und son-stige Absälle aus den Gehwegen liegen läßt «der sie aus Plätze wirf', die nicht huzu bestimmt sind, wird >ur verantwortng gezogen «erden. — Jedermann, der einen Grabstein vom städtischen Friedhose weg-schaffen will, muß vor seiner Entfernung um die diesbezügliche Bewilligung beim Sladlmagistrat ein- Seile 3 kommen. Diese Bewilligung ist sodann dem Verwalter deS städtischen Friedhose«, Herrn Franz Karbeutz, vorzuweisen, der den Gärtner davon verständigt. Das Gemeindewahlrecht der Gottfcheer. Wie wir der GoUscheer Zeitung entnehmen, werden in den Gemeinden der deutschen Sprachinsel Ko-ievj, neue Wählerlisten aufgelegt werden, in die ohne Unterschied der Nation die stimmberichtigten Wähler aufgenommen werden sollen. Die Fleischpreise in Ko^eoje. Man schreibt un» au» ÄoCevje: Unlängst verlautete, die SHS Regierung habe die Ausfuhr vsu Fleisch verboten und die Ljubljanaer Fleischer seien in Verlegenheit, da sie wegen Mangels an Kühlkammern dort ihre großen Vorräte nicht aufbewahren könnten, mithin genötigt feien, sich deshalb nach Maribor zu wenden, wo solche Kühlanlagen bestünden. Sie erlitten dadurch ungeheure Verluste. Daraus konnte man sich der Hoffnung hingeben, da« Fleisch würde endlich billuer werden, aber da« Gegenteil geschah — die Preise schnellten gleich u« 4—5 K empor und die Fleischbänke vermehrten sich beispielsweise in Koc'.vje von vier auf neun! Also erst hieß e», die Italiener führten alles Vieh weg und die Bauern hielten hohe Preise, nun aber soll ein solcher Vorrat au Fleisch sein, daß es der Gefahr de« Verderbens ausgesetzt ist und teuer verkauft werden muß, wenn die Zleifchhauer auf ihre Rechnung komme» sollen. Wer da nicht de» Verstand verliert, hat keinen zu verlieren. Weil in den Schlachthäusern angeblich Fleisch zugrunde ging, daS aber gewiß zu Selchwaren, Dauerwürsten und dgl. Verwendung saud, soll da» Volk dafür auskommen. Eine ge» ordnete Fleischbeschau hat ohnehin schon lang« auf-gehört und eS besteht kein Z veifel, daß manche» Fleisch verzehrt wird, das den hygienischen An» forderungen nicht mehr entspricht. Das Krankenhaus in KoLevje. Au» Kccevje wird un« geschrieben: Das hiesige Krankeil-hau» ging vsr kurzem in die Hände der barm-herzigen Schwestern über, die sich schon lange darum bemüh! hatten. Die Bruderlave der Trbovljer Gewerkschaft, die e« von der Tladtgemeinde gepachtet hatte, stellte ansang» geprüfte Pflegerinnen an, die ihren Dienst während der vorjährigen TyphuS- und Rnhrepidemie zu voller Befriedigung verrichteten, bis eS der Leitung einfiel, sie angeblich wegen zu großer Kosten zu entlassen. Die A. bester erhoben Einspruch dagegen, es hals aber bisher nichls. Die Bruder-lade, die sür die Kosten auskommt, besitzt zwar ihr Selbstbestimmungsrecht, aber bloß aus dem Papier und muß sich der Direktion fügen, wenn e» auch mit Widerstreben geschieht. Es darf niemand wunder» nehmen, wenn die Unzufriedenheit überschäumt und sich Luft macht. DaS Spital von Kocevje, in der besten Absicht gegründet, erfüllte nie den ange-strebten Zweck und diente größtenteils nur all Wohnung für den BezirkSarzt. Jetzt hatte e» den Anschein, als ob geordnete Verhältnisse beginnen sollten, doch machten sich Einflüsse gelten», die trotz der mißgestimmten »Arbeiterschaft alle« über den Hansen warfen. Die Verwendung von Schulräumlich- Keiten für politische Versammlungen und Zusammen-fünfte wurde zufolge einer Verordnung der Lande»-regierung verboten. Turnsäle dürfen nur für Schul-und Bereinsturnen in Anspruch genommen werden. Gegen die Trunksucht hat die Lande«, regierung eine energische Verordnung erlassen. Die Trunkenbolde und solche, die zum Trinken verführen, werden strenge bestraft. Da» Ministerium sür Ge-sundheiiSwesen wird den Eisenbahnern auf di« Dauer des Dienste» jeden Alkoholgenuß untersagen. Sport. Fufzdall Sonnlag und Montag, den 3. und 4. April, spielte die Reservemannschaft der Athletiker gegen den hiesigen Sportklub Svoboda. Am ersten Tag konnte« die Athletiker mit 2:0 siegen, hin» gegen verloren ste am zweiten Tage infolge Sin» stellung schwächerer Kräste 1:0. Schiedsrichter Herr Branko Paiinov'ö gut. Da« Spiel fair. Wettspiele. Die erste Mannschaft des Ath. letik LportklubeS spielt Sonntag. ]»en 10. April, gegen den Sportklub Crkovec in Cakovec. Die Gegenmanvschast ist seit dem Vorjahre besten» be-kann», die beiden Mannschaften spielten einmal 3 :2, »nd ein zweilegmal 1:0 für Celje. Auch die heurig« Begegnung der beiden Mannschaft verspricht sehr interessant zu werden. Celte 4 Wirtschaft und vrrkrhr. Neu« Telegraphengebühren Vom 1. April angefangen sind aus alen Telegraphen, statione.i unseres Staates neue Taxen für Tele> gramme, die ans Südslawien nach anderen Ländern gehen, in Kraft getreten. Diese Taxen, d e aus Grund deS unlängst erzielten Einverständnisses ans her internationalen Tclegrophenkonserenz in Prag festgesetzt wurden, sind folgende (die angeführten Zahlen verstehen sich in Centimes): Albanien: s) über Italien 38, d) über Saloniki 51. Algier: 33. Azoren: 96. Deutschtsterreich: 18. Belgien: 29. Bulgarien: 15. Großbritannien: 33. Gibraltar: 36. Griechenland (ohne die Inseln): 13. Die gricchi-schen Inseln Jmbros, Lemno», ChioS, SimoS, Mytilene über Griechenland: 88, olle übrigen Inseln (Kreta usw.): 21 5. Dänemark: 2'». Estland. 60. Island: 73-5. Italien: 18. Kanarische Inseln: 52. Lettland: 60. Littauen: 60. Luxemburg: 129. Malta: 38\>. Marokko: 43 5. Deutschland: 25. Norwegen: 39. Polen: 25. Portugal: 36. Rumänien: 18. Senegal: 174.Tanger (Marokko): 48. Tripolis über Italien: 71-5, Tripolis über Deutschösterreich und Deutschland: 73-6. TuniS: 35. Türkei (über Saloniki) : 46. Ungarn: 13. Ferroinseln: 57. Finnland: 39. Frankreich: 25. Holland: 29. Tschechoslowakei: 25. Schweiz: 22. Schwede»: 32. Spanien: 32 Bei der Bezahlung der Gebühren rechnen b!e ein-zelnen T«legraphenämtec einen Franken zu drei Dinar, das Blankett zu 20 Para. Schaffung eines Bankinstitutes zur Gewährung billiger Kredite in Süd-flawien. In einer feiner letzten S tzungen hat der Ministerrat in Bugrad einen Kredit von 100 Millionen Dinar für die Schassung eine» Bank-institu'.eS bewilligt, dessen Ausgabe die Gewährung dilliger Kredit? an die Landwirte sein wird. Ein Sardinentrust Die der Präger Zv-nostentka banka affilierte südslawische Bank hat sämtliche dalmatinischen Sardinensabriten, die bis-her Eigentum des Budapests Institutes der Wiener Anglobank waren, in ihren Besitz gebracht. Einfuhr von Miuerölen und Fetten. Wie die Zagreber Handels, und Gewerbekammer mitteilt, hat die tschechoslowakische Republik den gebun« denen Handel von Paraffen und Derivaten anfge-hoben, so daß von nun an Benzin, Petroleum, Maschinen!», Asphalt, rohe« Baselin, Zrresin und Minecalwachs in der Tschechoslowakei Gegenstände deS freien Handels geworden sind. Preisermäßigung für Belenjer Kohle. Die Landesregierung für Slowenien hat beschlossen, die Kohlenprnse sür die Kohle auS Belenje herabzusetzen. Und zwar sollen sie in vier Klassen einge-teilt werden, wobei die Entfernung vom Bergwerke maßgebend ist. Die erste Zone umsaht Celje—Dravo-grad. Hier kostet velenjer Lignit 42 K, Stückkohle 40 K, Abfallkohle 35 K; in der zweiten Zone, die sich zur Save, bezw. bis Maribor erstreckt, be-trägt der Preis für Lignit 3950 K, für Stückkohle 3750 K, für Abfall 32-50 K: die dritte Zone reicht bis Ljubljana und Zagrev mit 37 A für Lignit, 35 K für Stückkohle und 30 K für Abfall. Alle Ölte, die über die dritte Zone hinaus liegen, fallen in die vierte Zone, für die später besondere Preise ausgestellt werden sollen. Freigabe des herzegowlnischen giga rettentabak Verkaufes und Exportes Demnächst wird mit ein r ministeriellen Verordnung der Export und der Verkauf von feinem herzego »mischen Zzarettentabak freigegeben werden. AIS Preise für den ZnlandSverkehr (in Jugoslawien) »urdm festgesetzt: Trebinje Flor 2ZSDtnar, feinster Herzegowina» 180 Dinar, feiner Herzegowinaer 150 Dinar, mittelfeiner Herzegowinaer 120 Dinar pro Kilogram». Die ersten beiden Sorten werden in Karion«, die letzteren in Paketen zu je 100 Gramm in den Handel gebracht »erden. Kartoffelstarkemehlfabrik üng. Butt ler. Bankovsky & Co., Petrovaradin» S H. S. Mitte 1920 wurde unter dieser Firma die erste Kariosselstärkemehl-Fabrik in Jugoslawien mit dem Sitze in Petrovaradin begründet; Ende desselben Jahres wurde das Unternehmen erheblich erweitert, maschinell besonders eingerichtet und in jeder Beziehung technisch in die Höhe gebracht. Ge-genwärttg b turn» gesammelt werden. Meist unter Maria Theresia und Josef II. kamen ihre vorfahren hieher; mit Sack und Pack, mit K nd und Kegel; aulWürttem-berg, Baden, Schwaben, Nassau, Hessen, der Pfalz, dem Elsaß und den Rheinlanden. Deutschen Fleiß brachten sie mit und erwarben sich, rodend und säend unter minder entwickelten Slawen. Reichtum und Ansehen. Nur deutsches Nationalgesühl konnten sie au» der Heimat nicht mitbringen; da» war auch zwischen Rhein und Eibe im achtzehnten Jahr-hundert ein seltenes Gewächs. Den langwierigen historischer. Prozeß aber, den EntstehungSgang un-sere» heutigen Nationalgesühls, haben ihr« Enkel nur al» Zuschauer aus der Galerie erlebt; 1813 1848 und 1870 wurden ihnen keine unmittelbaren Gefühlswerte. Den Schwaben hier unlen sitzt denn das Deutschtum nur als auswechselbare» Hemd, Nummer 29 Cillier Zeitung Siit« & nicht alt angewachsene Haut aus dem Leibe, und List, Eifer und «ewall der Magyiren haben so manchem da» Hemd «ukgtzogen— Hier will der „Schwäbisch-deutsch« Kulturbund" Wandlung schassen; fein Ziel ist nach den Satzung«» .Hebung und Be« fruchtung der materiellen, geistigen, ästhetischen und sillochen Kultur der im Staatsgebiet wohnhafte.» und daselbst hcimatberechligten Bevölkerung deutscher Nationalität" ; abseit« jeder politischen Betätigung, durchaus auf dem B»den de» Südslawenstaate», ohne Anflug »in Jrredenlagelüsten; sonst fallen „alle, nach Zeit und Ort vielfach wechselnden Maßnahmen, welche den Ginn für nationale Kultur j» wecken und zu beleben geeignet sind" in seinen Wirkung«-kreis. Die südslawischen Behörden haben vorderhand freundliche Blicke und Worte sür die Deutschen (in der Wo-wodina); deutsche Parallelklassen in höheren Schulen sind gestatt«; nur manche Panduren haben da» Prügeln a»S d r magyarischen Zeit noch nicht verlern». Doch Lauheit, Schwerfälligkeit, Engherzigkeit und Maz^irenanbeturg der rgenen StammeSge-nossen sind Steine aus dem Wege de» Kulturbundes. Aber c» gehl vorwärts. Buchhandlung Fritz Rasch PrcZernova ulira Nr. 1. Schrifttum. In R-clamS Universal Bibliothek erschien soeben: Nr. 6206. Der Vertrag von Versailles Inhalt und Wirkung gemeinverständlich dargestellt von Dr. C>uard Rosenbaum. [149 5.] Geh.M. 1.50. Dies« Darstellung N8 Vertrages von Versailles und der ihm rornufgegangeurn Vorverhandlungen wendet sich an den Leser, der ein« von parteipoliti-schen Färbungen freie, leider,schastSlose,sachliche Be« lchrur.g über seinen Zuhält sucht. Durch Abdruck der Wilsorpunkte im ganzen ist jedem die Möglich, keit geboten, daS feierliche Versprechen eine» gerechten Friedens mit seinem tatsächlichen Inhalt zu ver. gleichen. Die Erläuterungen stütze» sich auf die besten Quellen, die dem Verfasser in besonderem Maße zugänglich waren, da er als Volkswirtschaftler sowohl an den Arbeite» der Deutsche» Friedens-delegation in Versailles, als auch an den Konferenzen zur Wicdergulmachungssrage in Spn und ^rüss,? teilgenowmrn hat. Die Anordnung de» Stoffes ist so gewählt, daß da» Büchlein sowohl statt des Ver-trogst,x:e», als auch zn seiner Ergänzung neben ihm gelesen werden kann. Der Preis dc» Bande» ist absichilich besonder» niedrig gehalten w»rdeu, damit jedermann in der Lage ist. diese Urkunde, die von größter Wichtigkeit sür die Znkunit dcr vienstheil ist, und die daher jeder kennen sollte, zu erwerben. Vermischtes Die Spinne als Jndustriearbe it«r. In einem Institut sür Meßinstrumente in Hodoken bei New Uork sind 300 Spinnen damit beschäftigt, die sür die Meßinstrumente erforderlichen Fäden zn spinnen. Für diesen Zweck wurden bisher Menschen-haare und scingezogener Platindraht verwendet. Un» tersuchunoen aber haben einwandsrei bewiesen, b.ifc Epinngewebe ungleich bessere Dienste leistet. Die Gewi», nung der Fäden spielt sich aus folgende Weise ab: Die Spannen werden von Mädchen aus ihre Hand-teller gesetzt und durch vorsichtige» Klopsen veranlaßt, sich in die T'ese zu lassen. Di« Spinne befestigt zu diesem Zwecke am Rande der Hand einen Faden. Bevor sie aber den Boden erreicht, r»llen di« Mäd ch«n den Fade» aus ein Spulrad und bewirken durch die Drrhung de» Rade», daß der Frden ausgerollt wird. Dadurch wird die Spinne, die sich beständig bemüht, den Boden »u erreichen, aber immer wieder Stückchen in die Hihe gezogen wird, genötigt, fortwährend weiter zu spinnen. Aus diese Weise er-hält man r.on einer einzigen Spinne mehrere huudert Fuß Fäd«n. lußer der Arbeitszeit werden die Spinnen in einem großen Käfig verwahr« und mit Stubenfliegen gesüttrrt. Die r'Iierneuesten Tänze. Le Rire, de» bekann.e satirische Witzblatt von Paris, schr«ibt: „Trotz »5er Warnungen und Ermahnungen führen wir wuter eine Unmenge Sachen an» Amerika ein, die ^öir sehr gut entbehren könnten. Ko heißt e», demnächst drei neue amerikanische Ti-ze in riS lanziert werde» sollen, nämlich: Check-to-check, Lip-to-Lip, Hip to Hip; da? bedeutet: Wanze-an-Wange.Lippe an Lippe, Hüfte-an-Hüfte. Glücklicher« weis« hört eS da ansl Aber eS wird nicht lange dauern, daß wir auch das Weitere erleben werden. Wanze an Wange, daS mag noch gehen . . . Hüft« an Hüfte auch, denn alle» in allem, kann da« ja nicht sehr weit führen. Wenn aber ein Gatte feine Frau den „Lip-to-Lip" mit dem Erstbesten tanzen sieht, wird er einiges Recht haben, darüber unge, halten zu fein. Worauf ihm seine Frau billigerweis« erwiedern kann: — Aber s« wird eö doch getanzt, Mund auf Mund. W»! willst du, ich höbe den Lip to-Lip nicht erfunden.' DuS Zahlenverhällnis der G e-fchlechter in Europa. Durch den Krieg hat sich in allen Maaten das Zchlmverhältnis der Geschlechter ganz erheblich geändert. Die Kopenhagener „Stndiengcsellschuft sür soziale Fo'gen de» Kriege»" bringt in ihren bisher erschienenen Denk-schriften auch Zuhlen über die Verschiebung der Geschlechter, denen z» entnehmen ist, daß in den Hauptstaaien aus G.und der letzten BolkSMung». ergebnisse daS Verhältnis folgendes ist: Auf 1900 Männer kommen Frauen Alle Altersklassen Altersklassen 18—45 1913 1919 1916 1919 Deutschland .... 1024 1090 1005 1130 eh'm. O.-sterr.-Ung, . 1027 1092 1043 1230 Großbrit. u. Irland. . 1039 1091 1078 1175 Frankreich..... 1035 1120 1017 1230 Italien...... 1037 1070 1109 1228 Der Frauenüberschuß hat sich sehr start ver» mehrt. Sr stieg in D.utschians von 810.00) auf etwa 2-8 Millionen, im ehemaligen Oesterreich -Ungarn vin 700.000 aus etwa 2 2 Millionen, in England von 13 Millionen auf 2 1 Millionen, in Frankreich von 700.0D0 aus 21 Millionen, in Italien von 0 6 aus 12 Millionen. Ec h»< sich also in den M.tlelmächttn und Frankreich verdreifacht, in Italien verdoppeli und rn Sn-land u-n 60 Prozent gesteigert. InSgesumt stieg'"er Frauen-Überschuß von 4 1 Millionen auf 10-4 Millionen, hat stch also mehr als v?rdopp.'lt. Iu den h?irat»-fähigen Altersklassen ist daS Mßoerhäl'ni« noch weit größer. Zn den Bulkanstaateu, Bulgarien, Ru mänien und Serbien war vor dem Kriege ein starker Männerüberschuß vorhanden. Du» Mchr betrug insgesamt 330.000 bei einer G-sam!ein« wohuerzahl von etwa 17 Millionen. In Belgien belief stch der Frauenüberschuß aus annähernd 69.00). Auch in diesen kleinen Staaten ist das Zrhlenver« hältni» der Geschlechter sturk verändert word'n. In Belgien stieg der Frauenüberschuß von rund 60.000 aus etwa 170 000. In Bulgarin! ist der Männerüberschuß von runi 80.000 fast ganz ge» schwund.n. Am stärksten war die Verschiebung in Serbien. Bor dem Kriege hatte das Land einen Männerüberschuß von 150.000, jetzt überwiegt daS weibliche Geschlecht um mehr a!S eine halbe Million. In Rumäuien betrug der Ueberschuß an Männern rund 100.000, jetzt der Frauenüberschuß 60.000. Lrht? Nachricht. Manifest de« Königs Karl an das magyarische Volk. DuS ungarische Amtsblatt veröffentlicht iu seiner Nummer vom 6. April folgende« Munisist de» König» Karl, da« dieser aus Grund der mit dem Ministerpräsidenten Grafen Tel-ki getr.'ssenen Be-. einbarung vor seiner Abreise in die Schweiz an die magyarische Nation gerichtet hat. Die Knndgrbung hat solgenden Wortlaut: Ich bin aus den geweihten ungarischen Boden zurückgekehrt, weil mir jeder Augenblick der Ab-Wesenheit vom heißgeliebten Buterlande, an da» mich ein uulöZbarer Schvur und die Stimme des Blute» binden, unsägliche» Weh bereitet ha«. Ich bin zurückgekommen in der Ueberzeugung, daß dies«» Land, da» soviel gelitten, nur unter Führung de» legitim gekrönten König» die gesetzliche Ordnung und den früheren W hlstand zurückgewinnen kann. Die schicksalsschweren Ereignisse der I,hre 1913 und 1919 waren zu gleicher L:it gegen di« Verfassung und da» Gesetz deS Lande» wie auch gegen den gekrönten Kö-nig gerichtet. Aber das ma-zywische ÖJlf läßt sich in feiner Treue zur Bersussung und in seiner Einsicht nicht irre much>,n und nu' Genugtung seh: ich Uaz irn aus dem Wege zur Wiedergibuct. Durch die ele-mentaren Ereignisse sind die Bestimmung?» deS Ausgleiches vom Jahre 1887 aufgehoben worden und in gleicher Weife euch die pragmatische Sanktion bezüglich der Unteilbarkeit des Staate». E» würd« die vollständige Unabhängigkeit Ungarns etngesetzt, deren Schutz auch meine wichtigste Sorge ist. Jetzt erhält daS Leben und die Entwicklung der Nation neue Grundlagen. Ein ruhige», ge-sestigteS und unabhängiges Ungarn ist ein gemein-same» «uropäische« Interesse und die wichtigste Bürgschaft für den Frieden. Deshalb kann ich nicht glauben, daß ausländische Staaten die Absicht hätten, meine Bemühungen zu vereiteln, welch- einzig und aLein auf die Wiederherstellung, Wuhrung und Festigung der Ruhe und Ordnung gerichtet sind. Da ich aber überzeugt bin, daß die Ausübung der Herrscherrechteeine» apost»l>schen König« der Natian schwere» und große« Lei» zufügen würde und da ich die» vor meinem Gewissen nicht verantworten könnte, so gehe ich wieder von hinnen. Dennoch werd« ich aber auch fern von Ungarn alle meine Sorgen de» Volke weihen und wen» nötig auch mein Blut zum Opfer bringen, dem Vaterland zuliebe, dem ich nie-malS die Treue brechen werde. Ich vertraue auf die göttliche Gerechtigkeit, daß einsten» der Augen« blick komm.n wird, wo ich wieder im geliebten Vater« lande wohnen werde, in gemeinsamer Arbeit mit dem Volke vereinigt. Bis diese Zeit heranbricht, bitte ich da» magyarische Volk, eS mög« de» Mann unterstützen, der durch daS Vertrauen der National-versam nlnng jetzt daS schwere n»d verantwortungsvolle Amt des Staatsoberhauptes versieht, und von dem auch ich vertrauensvoll erwarte, daß er die Interessen schützen werde, welche nach der altehr« würdigen Versassung der ungarischen Gesetze ein harmonisches Zusummenwirk n von König und Na-tion verlangen. Karl m. p. Toteuliste, Monat März. In der Stadt: Franz KoS, 36 I., Bahn-arbeiter aus Celje. Johanna Jakhel, 71 I., Finanz-oberkommissärSgaltin au» Celje. — Im Kranken-Hause: Amalia Vraöko, 44 I., FabrikSarbeiterS-witwe au» Celje. Josef Krajnc, 9 Monate, Schuh-macherdkind au» Lopata, Gemeinde V.l. Pirosca. Joses Chlebina, 61 I, Hasenbinder aus Sljavnik (Ungarn). Maria Bitrih, 7 I., Schülerin au» Lokrovec, Gemeinde Okolica Celje. Bartlmä Cvibovjek. 53 I, Gemeindearmer auS Sv:tina. Franz Kvartic, 38 I., Tijchlergehilfe au» Polzela. Agnes Ostrajnik. 70 I, Keufchlerin aus Lokrovec 19. FranziSka Daear, 57 I., Bedienerin au» Rankovec 14. Maria lvoent, 45 I., Besitzerin auS Dobrna. Karl Kote«, 43 I, Invalid a»S Frankolovo. Johann vürih, 14 Monate, HolzarbeiterSkind auS Lokrovec. ^ofef Bohari, 24. I., Siräsling. Maria Horn, 62 I., Fabrik«-arbeilerswitwe aai Oitrozno. Joscfine Stant«, 20 I., Taglöhnerin auS Bubno. Gabriela Zdovc, 53 I., Taglihnerin aus LuZko. Jera Pciaik, SO I., Taglihnerin auS So. Kriötof. Katharina Erjaoc, 30 I., Taglihnerin au» Hrastnik. Anton Rojaic, 63 I., Tagtöhner au» Ponikoa. Joief Plauko, 28 I.. Tag. löhner au» Sv. Rupert. Antonia Narak», 27 I., Bettlerin ohne ständigen Aufenthalt. UnbekannterMann vor der Spitalsaufnahme. Albert Halu»,n, 30 I., Bergarbeiter au« SlraZe. Atlna Jean, 55 I., Reifender auS Vitanje. Mathäuk CremoZnik. 57 I., Besitzer auS BraSlov^e. — Im Militäripital: Simon Jantl^, 22 I, au« Globoko bei «vmarj« prt Jelsrh. Kautschuk-Schuhabsafz «eile 6 Zlerven. Skizze v»n Hanfi Rutin. Der Offizial Kriehuber war schwer nerven-krank. Die Ursache seine» Leiden» ließ sich in drei Worte» klarlegen: Wien, Staatiangestelltenbefol» dung, vierkinberschar. Obgleich er mit seiner Familie in einer ent-legenen Gasie wohnte, durch die keine Elektrische bimmelte, konnte er «bendS nie einschlafen. Irgendwo bellte ein Hündchen, miaut« ein« Katze und wenn auch {eine Bekannten ihm oft und oft versicherle», daß diese beiden Tierarten in Wien immer seltener werden, so mußten sie gerade in se'ner Gasse noch zu Tausenden von Exemplaren existieren, dachte Kriehuber voller Ingrimm. Um Mitternacht stand er gewöhnlich von seinem Lager aus. entzündete die Kerze am Nachttisch und begann sich anzukleiden. Dann machte er eine Zim-«erpromenade, indem er von der Tür bis zum Waschtisch, etwa anderthalb Meter, lief. Immer hin und her. Dabei weckte er s«in« Gattin und die Kinder aus. Letztere begannen, auS ihrem Schlaf aufgeschreckt, z t heulen. Die Mutler beschwichtigte sie. Kriehuber aber hielt sich d'e Ohren zu und jammerte: „ES ist zum Verrücktwerden bei Euch!" Da« war die erste Phase seiner Erkrankung. Später begann er sich vor fratzenhaft aussehen-den Bildern zu fürchten, weil sie sich in seine Träume einschlichen und ihn schrecklich quälten. Da war z. B. ein Kinofilm, dessen geheimSnisvolle Bor-anzeige mit grellen Lettern an ollen Straßenecken Wochen hindurch empfindliche Gemüter beunruhigte: Caligari kommt! od:r: Wer ist Coligari? BiS eine« Tag» ein Rieserplakat mit dem Bildni» des zweifel« haften Kiiioheidcn Dr. Caligari, besser, Lphinx-äugen alle Bor übergehen den unheimlich anstarrten, erschienen «rar. Kriehuber wurde seine Blicke nicht los. Sie versrlgten ihn de» Nichts und raubten ihm selbst da» Bißchen Schlaf, da» er sür seine Körpeikraste brauchte, um nicht umzuschnappen. Bisher war er — wen» auch in unregcl-mäßigen Zeilabstäuden — noch gewissen Veipfl-ch-tungen nachgekommen, die eine brave AlltagScbe erheischt. Bon nun an ließen ihn die Reize feiner Gattin vollständig kalt. >7) (Nachdruck verboten.) Der Australier. Roman von Hedwig «Lourths-Mahler. „Weil ich eine Freiin von Schönau bin? Lieber ®rft, da» wird mir weh Fouiomnmt nur erschweren. Auch, daß du Komtesse bist, wird dich überall be» engen. Und MädelS überhaupt! Wrnn ich eine Junge wäre, dann machte ich e» wie der Australier. Ich würde iu die weile Welt gehen und irgendwo so eine Goldader suche». Und dann käme ich mit vitlem Geld wieder heim und kaufte Schönau zurück." „Du bist aber kein Junge, und die Holdadern warten draußen in der Welt auch nicht auf jeden, der reich werden will.- Lotte nickte bekümmert. „Freilich, da hast du recht. Es sind jaminer-volle AnSsichten, die un» bleiben." „Sei nur nicht so sehr verzagt, Lolte. Vielleicht bleibt doch ein Notgroschen für Mama unv dich. Sie wird ja der Notwendigkeit gegenüber vernünftig werden, wenn sie erst einsieht, daß alles Jammern nichts hilft. Und jetzt wollen wir zu Bett gehen. Morgen f,üh müssen wir wieder klare Augen haben." Lo gingen die Schwestern zu Bett. Lotte» Zimmer lag neben dem der Schwester. Sie ließen die Berbindungstür offen stehen. Innig umarmten und fügten sie stch und wünschten sich gute Nacht. Als sie dann schon eine Weile still lagen, kam Lotte noch einmal im Nachthemd, mit bloßen Füßen an Dagmar» Bett und nmarmte sie. „Wie gut ist es doch, daß ich wenigsten» dich habe, Dagmar. Sonst müßte ich in dieser schweren Zeit ganz verzagen.' Dagmar zog sie zärtlich an sich, und so saßen sie eine Weile aneinander geschmiegt aus dem Bett. „Da« muß un» jetzt ein Halt sein, meine kleine Lotte, daß wir un» so von Herzen lieb haben. Aber nun geh zu Bett und schlafe gut.' G.horsam huschte Lotte in ihr Bett zurück, und in all ihrem Kummer war sie bald eingeschlafen. Dagmar aber lag noch lange wach und sah mit brennenden Bugen in» Dunkel der Nacht. Ihr Herz war von noch größeren Schmerzen Tillier Zeitung Frau Irene grämte sich darüber, ja noch mehr: sie witterte eine zierlich geringelte Schlange an der Pforte ihre» sorgsam gehüteten ehelichen Paradiese». Am Ehehimmel stiegen drohende Gewitterwolken aus. Die Lust war konfliktgeladen. Kriehuber allein ahnte nicht». Cr litt Tftmding« an Schlingbeschwerden und verschmähte sein abendliche» Essen, bestehend au» «ilosen Eidäpfelki ö)eln mit Sauerkraut, aber ohne Geselchte». Darüber entlud sich Frau Irene» eifersüchtiger Groll u, d eS kamen Tränen, Anklagen, halbecstickl« WutauSbrüche, wie: „Za. natürlich, da» blonde, ringellockige Bürvfräulein!" nsw. Der Offizial Kriehuber ließ alle» lächelnd und im Bewußtsein völliger Schuldlofigkeit Über sich er-gehen. Cr empfand bloß Mitleid.' Mitleid mit sich und seiner Unfähigkeit, der keine noch so fchinfärdige Blondheit etwa» anhaben konnte — Dann ging er zu dem alten, langjährigen Hausarzt und bat ihn, seine Frau von ihrem bösen Verdacht zu befreien. Nun war zwar der eheliche Friede wieder restlo» gesichert, nicht aber Kiiehubers Nerven. Die machten ihm zu schaffen. De» Nicht» eiskalte Füße trotz Wärmeflasche, in den Schläfen eine ganze Schmied, werkstätte und im Körper ein Zucken wie bei elektrischen Schlägen. Schlimm war'», daß ihn seit kurzem nachmittag» im Büro stel» eine unwiderstehliche Schlafsucht be. fiel. Er strengte mächtig seinen Denkprozeß an, sperrte die Augen gewaltsam auf — umsonst. Nach zwei Minuten siel sein Kopf aus die Schreibtisch, platte nieder. Der Vorgesetzt kam, sah und rügte mit scharfen Worten. Kriehuber schnellte hoch, stand stramm dienstlich und zwang ein höfliche» Eiitschuldignngslächeln auf sein müde» Gesicht. Nachher, al»der vorgesetzte draußen war, klappte er wieder zusammen und dachte bei sich: „Mir ist'S Wurst I Wenn der Abbau erfolgt, ist meine Pensionierung sowieso sicher?" — Als er aber »ach einigen Tagen infolge ner» vöser Ueberreizung von Darmkrämpsen befallen wurde, da muß!« er aus Urlaub geden nach Steinhof. In die Abteilung für Nerv »kranke. beschwert, al» von der Sorge um ihre Zukunft. Zu ihrer Oual^ irrte ihre junge Seele immer wieder zu Heinz Soisf. Ihre Liebe war nicht gestorben in Verachtung. Das peinigte sie unsagbar. Am nächsten Morgen erwachte Frau von Schönau verhältnismäßig ruhig und gefaßt. Lotte kam mit Dagmar an ihr La^er, und ein wenig wurde sie nun doch von ihren tapferen Töchtern beschämt. Nachdem Lott: die Mutter begrüßt hatte, be-richtete Dagmar sogleich, daß Herr Jansen ihnen beisteben wolle. Da richtete sich Flau Ellen mit einem Ruck empor. „Der Australier?" sragte auch sie erstaunt. Dagmar berichtete alles. Und i» Frau Ellen» Seele erwachte ein Hoffnungsstrahl. Forschend blickte sie in DagmarS schöne» Gesicht. Sollte der Austra-lier aus Dagmar Absichten haben? Irgend einen Grurid mußte er doch zn seinem Anerbi.'ten haben. An eine völlig selbstlose Handlungsweise glaubte sie nicht. Wenn Ralf Jansen schon irgend welche Versuche gemacht hätte, in die aristokratischen Kreise einzu-dringen, dann hätte sie glauben können, er biete seine Hilfe nur an, um einen Verkehr anzubahnen. Aber seine Zurückhaltung ließ diesen Verdacht al» haltlos erscheinen. Vielleicht war er aber willen», eine Dame der Aristokratie zu heiraten, und sich dadurch mit einem Male in der Gesellschaft eine Stellung zu sichern, um die er sich aus andere Art nicht erst bemühen wellte. Fast girrig faßte Frau Ellen diesen Gedanken ins Auge. Der Australier war vielsacher Millionär, deshalb konnte man über seine Vergangenheit hin-wegsekev. Aber — wenn er wirklich Absichten hatte, wie würde Dagmar diesen Absichten gegenüber stehen? Sie wußte sehr wohl, daß diese eine besondere Bor-liebe für Baron Korff hatte, wenn sie auch nicht ahnte, wie weit diese Angelegenheit gediehen war. Bisher hatte sie kein große» Interesse daran gehabt, aber jetzt erschien e» ihr plötzlich sehr wichtig. Dag-mar durste sich jetzt keinesfalls an «inen vermögen»-losen Mann binden. Wie die Verhältnisse lagen, gab eS sür sie und ihre Töchter nur ein« Rettung au« aller Not, nämlich daß Dagmar und Lotte sich reich verheirateten. Nummer ?S Dort suggerierten Ihm Aerzte und Pflegcschwe« stern fortwährend: »Ruhe, Ruhe, nicht» denken, keine Aufregung, nur Ruhe!" Und Kriehuber schloß die Augen und konnte wieder schlafen. Wie al» Kind. Trauml»» und lief schlafen. E< war köstlich, so ganz abgeschlossen zu sein von der Außenwelt! Keine Zeitungen sehen und nicht wissen, wa» draußen vorgeht. Im An-staltSpark spazieren gehen und ner»cnoelebende Bäder nehmen. Wunderschön war da»! Nur schade, daß die sechs Wochen ra^ch um wäre» l Den letzten Tag besichtigte Kriehuber, der seine ganze einstige Frische und Elastizität wiedergewonnen hatte, unter Führung eine» Doklo>.» die Abteilung der Griste»kranken. Welch ein Anblick! — Zu denken, daß man vor sechs Wochen denen da drinnen lang, sam nähergekommen wäre, wenn keine Ausspannung erfolgt hätte! Kriehuber rann ein kalter Schauer über den Rücken hinab: Nein, da hinein würde man ihn lebend nicht bringen können l Er wandte sich rasch ab und schritt dem Au»gang zu. Daheim in W'en empfing ihn seine Familie mit großem Jubel. Frau Irene hatte inzwischen ihr Klavier verkauft, um wegen der AnstaliSkosten ihrem Manne kein Kopfzerbrechen za verursachen. Es war ein rührender LiebeSb-ive?» und wurde von Krie» huber entsprechend belohn'. Der Rest der Verkauf»-summe latte noch zn einem Gugelhupf gereicht. Da» WiederfehenSfest verlief rauschen». — Kriehuber schlief die ersten zwei Nächte dah im glänzend, die dritte weniger gut und in der fünften hörte er ein Hündchen bellen . . . Dann kehrten langsam, aber sicher wieder alle Symptome seine» Nervenleiden» zurück. — Kriehuber will aber bi» zur letzten Phase, nämlich b>» zum Beginn der Darmkrämpfe warten. Klavier ist keine» mehr zu verkaufe» und wa» sonst noch an Einrichlung»stücken da sieht, ist uiient» behrlich. Dafür liegt in Kriehuber» Schreibtischlade schußbereit ein Revolver . . . Au« einem Nachtbuch: Im Umgang mit den Gesetzen lernt man die Gesetze — umgehe«. Es kommt der Tag, an dem auch in Ehren blond gewordene Frauen — Farbe bekennen. Dieser Gedanke elektrisierte Fran Ellen und rüttelte ihre Lebensgeister wieder wach. Augenblicklich erschien ihr nun der Australier die erstrebenswerteste Partie. Ee war sehr reich, war durchaus nicht gewöhnlich oder unansehnlich, sondern war von tadellosem Aeußern. Ec trug immer die beste Garderobe und würd« sich von einer klugen geschickten Frau auch in allen anderen Dingen be» lehren und zurechtstutzen lassen. Wenn eine Komteß Ried-berg seine Frau wurde, dann fragte niemand mehr nach seiner dunklen Herkunst, und Dagmar würde al» Herrin von Bernvorf immerhin beneidenswert sein. Für ihre Mutter und ihre Schwester war dann auch gesorgt. Kurzum. Fran Ellen machte Pläne, die sie von ihrem Kummer ablenkten, und rechnete schon risrig mit den Millionen de» Australier». Selbst wenn dieser noch keinerlei Absichten aus Dagmar hatte, — man konnte da ein wenig nachhelsen. Nur wie stch Dagmar zu dieser Frage stellte, machte ihr Sorg«. Sie hatte so eigenartig strenge Ansichten »om Leben. Prüscnd sah sie ihre ältere Tochter an. Sie war ohne Zweifel schön und reizvoll genug, auch da» sprödeste Männerherz zu besiegen. Vielleicht hat der Australier doch schon Feuer gefangen — vielleicht bot er nur deshalb seine Hilfe an. Klugerweise erwähnte Frau Ellen vorläufig kein Wort bon dem. was ihre Gedanken beschäftigte. Sie kannte die „Eigenart" ihrer Töchter, wie sie DagmarS und Lottes Charakterfestigkeit rannte, und wollte ihren Trotz nicht wecken durch vorzeitige An» fpielungen. Jedenfalls belebte der Sedanke an den Austra» lier Frau Illen» Lebensmut. Die Schwestern be» merkten mit groß-r Erleichterung, daß ihre Mutter, ruhig und gefaßt schien. Sie erhob sich von ihrem Lager und ließ sich ankleiden, um mit ihren Töchtern zusammen da» Frühstück einzunehmen. Danach sragte Dagmar, ob die Mutter mit ihnen in den Ga:tensaal hinübergehen wolle, um sich anzusehen wie der Stiefvater aufgebahrt sei. Da schauderte aber Frau Ellen zusammen, und ihr Gesicht bekam einen harten abwehrenden Au»-druck. Nummer 29 Tillier Zeitung Seite 7 „New, nein, erlaßt mir das, ich m«g' ihn nicht noch einmal sehen — er hat mir zuviel dadurch >n. get«n, daß er mich hilflos diesen furchtbaren ver-hällnissea preisgab, da» kann ich ihm nie verzeihen", sagte sie ner»öS. Die Gchwestern erblaßten »or der Gesiihlskilte, die au« diesen Worten sprach. Sie sahen scheu an« einander vorbei, weil sie sich ihrer Mutter schämte». Aber sie drangen nicht mehr in sie. Al» sie dann beisa««en saßen, mußte Dagmar noch einmal ganz ausführlich von ihrer Unterredung mit Ralf Jansen erzählen, und dabei fpr»ßte der Hoffnungskeim in Fcau Ellen« Brust schon kräftig «mp»r. >(S Dagmar mit ihrem Bericht zu Ende war, sagte bie Mutter ganz lebhaft: „DaS ist wirklich sehr liebenSwurbig v»n Herrn Zansen. Du hast recht, Tagmar, wir sind ihm sehr zu Dank verpflichtet. Hoffentlich wird eS ihm nicht wieder leid, uns zu helfen.- Lotte schüttelte den Kopf. „Ach nein, Mama, er sieht nicht auS, al» ob er heute fo und morgen fo denkt. Ich habe schon immer eine große Meinung von ihm gehabt und mich sehr für ihn interessiert." Nachdenklich sah Frau Ellen zu ihrer T»chler hinüber. Sie erwog bei sich, daß man schlimmsten Falles L»!te str diese Partie gewinnen könne, fallt Dagmar nicht dafür zu haben sei. Sie mußte für jeden Fall mit in Betracht gezogen werden. „So, so — du hast dich für ihn interessiert?" fragte sie. „Davon habe ich ja gar nichts gewußt." LotteS Lippen zuckten. »Ich habe eS mit Absicht niemand merken lassen. Ihr habt euch von Anfang an über den „Handwerkersohn" lustig gemacht, und du hast sogar einmal gesagt: »Wenn man ihn ansieh», riecht man Tischlerleim.' Aber mir hat er immer gefallen in seiner stolzen Männlichkeit, und eS hat mich gefreut, daß er nicht, wie man hier allgemein annahm, ver« suchte, sich in den geschlossenen KreiS zu drängen, den ihr anfangs gegen ihn gebildet hattet. ES gab auch keine Gelegenheit, ihu abfallen zu lassen. Und jetzt, da wir in Not sind, ist er ber einzige Mensch, der sich unser a««immt. Da» ist ein ganzer Mann. U.ib wenn er unsere Sache in die Hand nimmt, bann ist sie wirklich In den besten Händen.' (Fortsetzung folgt.) Sie leiden a»l rheumatische» gich-tislhen Schmerlen? Einreibungen mit Feller« echtem Eifufluid sind förmlich eine Wohltat I 6 Doppel-odrr 2 große Spezialflaschen 42 K. Staatliche BerzehrungSsteuer separat. Sie brauchen ein mildes verlätzliches Abführmittel? 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Wir bitten die geehrten Kommittenten, das der genannten Bank-Filiale bisher geschenkte Vertrauen auch der nunmehrigen Filiale Celje der Prva hrvatska Stedionica zuwenden zu wollen, welche die Interessen der verehrlichen Kundschaft in gewissenhafter Weise und unter möglichst günstigen Bedingungen wahrnehmen wird. Allfällige in Ihrem Besitze befindlichen Einlagsbücher der bisherigen Böhmischen Union-Bank Filiale Celje ersuchen wir zum Austausche gegen neue Einlagsbücher der Ersten kroatischen Sparkassa Filiale Celje bei dieser einreichen zu wollen. Hochachtungsvoll Böhmische Union-Bank Prag. ' ' Pra hrvatska Stedionica Zagreb. Reicher Deutschamerikaner 31 Jahre alt, sucht zwecks Heirat die Bekanntschaft mit liebevollem Fräulein gleiches Alters, die gewillt ist, ihm ins Auslaid zu folgen. Vermögen Nebensache. Ernstgemeinte Anträge mit Bild erbeten unter .Amerikaner 26965* an die Verwaltung des BlaUes. 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