Degotardische ^^ U Ml Laibacher Zeitung, M ^ ^! Softabend den 3'. Aug. 1799. ^^ K K Belohnung;Bas östreichische Rosenfesie.—Kr«.«; am Rhein; R, der franz. Regierung aufgedeckt wird. An die studirende Jünglinge bei Anfany der Schulfeier. Die Heit der AeriNte ist für Euch, wie für den Landmann da, Es enden in den Schulen sich nun alle.Studia: Kommt Jünglinge! empfanget denn die Preise, Des Fortgangs und des Fleißes redende Beweise. Inländische Begebenheiten. Wien. Se. Maj. haben dem O- ron Vukassovichschen Ungarischen )n-bersten und Kommandanten des Ba- fanterie-Regiments Nr. 43, Albert Grasend. 0'yulay, zum Mcrwahl ^ der besondern allorhöchsren Zuftic- l denhcit, und zur Belohnung der von ihm seither vor dem Feinde, b fonders bei dem Tressen vor Verona, und in der entscheidenden Schlacht bei Magnan am 26. März und 3. A-pril d. ^. mit Auszeichnung und Vor-zug geleisteten Dienste, ncbst dem schon im leyten türkischen Kriege, wegen ähnlichem Wohlverhalten erworbenen militärischen Maricn-Theresi-enordcn, auch das Elisabeth-Theresi-anische Stiftungskreuz allergnädigst zu verleihen geruhet. ' Mahren. Aus Nikolsburg wird unter 19-Aug. geschrieben: „Der bekannte Stifter des hiesigen Tugendoder sogenannten Rosen-Festes, hat unS durch die neuerliche Vertheilung der von diescm edlen Menschenfreund ds, zur Aufmunterung weiblicher Tu-gend und Arbeitsamkeit in den Dorfs-gemcinden dieser Herrschaft bestimmten jährl. Prämien, die herzerhcben-de Ueberzeugung verschafft, daß Unterscheidungen dieser Art aufdas Gefühl des Landvolks für das wahrhaft "Gute und Schöne, und für den Werth Her Tugend, den glücklichsten Einfluß haben. Die durch die allgemeine Otimme der Orts-Einwohner, wegen ihrer bescheidenen Sittsamkeit, wegen Fleiß und kindlicher Liebe für hülfiose Mütter, als die würdigsten anerkannten Mädchen: Anna Maria ! Schmid, von zUnterwüsterniy, uid Anna Prißner, von Bergen, beide arme, vaterlose Waisen, wurden unter lautem Beifall des auS der ganzen Gegend versammelten LanHyylkeS/die ^ erstere am 16. und die letztere am i F. ^ d. M. öffentlich mit Rosen gekrönt, und mit dcrAusstattungs-Prämie von r 50 ft. beschenkt. Der grosse Zusammenfluß des Volkes bei diesem Feste, und der einstimmige Beyfall, der arf dem Gesichte ledes Einzelnen unverkennbar zu lesen war, sind eben so redende Beweise, welchen Werth diese herrliche Stiftung unter dem Volke der Gegend habe, als es auch die günstige Folge hatte, daß von den 6 in den vorhergehenden 3 Jahren ausgezeichneten Mädchen, bereits fast alle an brave Männer verehcligct sind, die ihre Wahl mit Freude und Zuversicht auf solche Mädchen richteten, welche allgemein für die lügenhaftesten und arbeitsamsten anerkannt wurden. Dieses so gemeinnützige Unternehmen dcs edlen und verdienst-vollcn Stifters, hat auch noch einen andern verborgenen Freund der Menschen und ihreS Wohlseins bestimmt, heuer zu eben der Absicht loo fl. zu widmen, welche unter diejenigen 4 Mädchen, welche den gekrönten am nächsten kommen, öffentlich vertheilt wurden. Welche frohe Aussicht eröffnet sich in die Zukunft zur Veredlung der Sitten, wenn mehrere dergleichen Freunde der Tugend und des Mcnschenglückes sich so thätig für diese verwenden!" — Ausländische Begebenheiten. Deutschland. ' Krieg am Rhein. Augsburg, den 18. Aug. SeriH-te aus dem tsiserl. königt. Haupt- Kartier Klotcn d. d. 14. Aug. thun bloß von einem VorpostcnZesechte, das an diesem Tage früh vorgefallen, Erwähnung, das adcr ohne Folgen blieb. Hievon nächstens das Mehrere. „ Schreiben aus Zürich vom 14ten August. Heute Morgens um halb 3 Uhr wurden die hiesigen Einwohner von dem Donner der Kanonen ans dem Schlafe geweckt. Die Franzosen , durch einen äußerst dichten Ne-del begünstigt, rückten unvermerkt, gegen das vor Zürich stehende kaiftrl. Lager an. Kaum wurden sie, nachdem sie schon ziemlich nahe waren, bemerkt, als der Kampf sogleich seinen Anfang nabm, und immer hitziger und hartnäckiger wurde. Die Franzosen wur^n öfters zum Weichen gebrach^ allein sie wiederholten ^ ihre Angriffe immer mit neuen Verstärkungen. Der Kampf dauerte 8 voll-Sl'mdon bis Mittags 12 Uhr. Dcr N.bel verschwand aus dem 3ha-le: zu gl?ick,er Zeit traffm die Dragoner 3U-gim'nterKob:lrg undWald- ^ eck ein, und bey ihrnn Anblicke eil- ^ tc der F^ind in seiln vorige Stellung zuräck, uu) dis Treffcn hatte eine Ende. Tröte und Gcfai?gcne gab cs auf hoyh^n Scitcn wenige, aber desto mehr Verwundete. Vrsonders had.u di.'Grcnzbnssaren, dieaufdey Vo^post.:: staildctt, viele V?rw»,n-dcte. ^ch roar a"fd?m Schlachtfcl-be, sah abcr nichls als hicr undda elncn 00 cu Monsch unserm Bundesvcrwandten giebt uns die beßte Hoffnung, daß die Englische Flotte der feindlichen auf jhrem Zug schnell nachfolgen werde: denn uns soll eS keine schwere Sache sein, der feindlichen Landung einige Tage und in so lang, bis die Engländer kommen, Widerstand zu leisten. Ausser dem hat sich in PortuM bey der Regierung eine sehr schnelle Veränderung ergeben, daß dcr Prinz von Brasilien den gegenwärtigen bedenklichen Umständen es angemessen fand, das Ruder der Regierung selbst zu führen; folgendes Dekret, worin er sich zum Regenten erklärte, wurde im ganzen Reich bekannt gemacht: „ Da Kraft der Gescye , auf welche die Portugiesische Monarchie gegründet ist, alle Reckte der Souve-rainität wegen dcr sehr bekannten und bedauernswürdigen Krankheit der Königinn, meiner Mutter, und wegen ihrer Unfähigkeit, die Regierung fortzusetzen, auf meine Persolt zurückfallen; und da ich mich durch die Erfahrung vom " Jahren, in welchen die Sorgfalt und der Beistand der berühmtestem Aerzte unwirksam gewesen ist, überzeugt halte, daß diese Schwachheit, menschlich zu reden, als Wahnwitz betrachtet werden muß: so scheint es mir, daß unter den jetzigen Umständen der öffentlichen Angelegenheiten eben so wohl, alS in Hinsicht auswärtiger VerhsttdunZen nnd der innern Regierung des König- , reichs, das Beßte der getreuen Unterthanen von Portugal! und meine persönliche Ehre dabei gleich stark intereßirt ist , mein Dekret vom io. Februar 1792. zu wiederrufen, welches bloß durch die Empfindungen der Hochachtung und kindlichen Liebe eingegeben wurde, wovon ich der Königinn, meiner Souveraine und Mutter, stets die hinreichendsten Beweise gegeben habe, und noch zn geben wünsche, und daß daher künftig die Regierung dieser Königreiche und seiner Besitzungen von diesem Tage an unter meinem eignen Nahmen und obersten Ansehen stehen sollen; in welchem Betracht ich, yhne mich besagten Empfindungen zu entziehen, jedoch so, daß sie ihrer Natur nach dem Bcßten des Volks und der Ehre der Souve-rainität untergeordnet sein muffen, zu dem Entschlüsse gekommen bin, daß vom heutigen Dato an alle Gesetze, Acten, Beschlüsse, Reso-luzionen und Befehle, die im Nahmen der Königinn, meiner Souveraine und Mutter, auszufertigen sind, als wenn sie wirklich diese Monarchie regierte, in me ncm Nahmm als Prinz - Regentcti ausgefertigt werden sollen, als welches ich während ihrer wirklichen Verhinderung bin, und daß alle Rathschläge , Bittschriften, Gesuche und Vorstellungen auf gleiche Art auszufertigen sind. Joseph Seara da Sousa, Staatsrath für die Angelegenheiten deS Königreichs, wird dieses hekannt machen und in Aus- übung bringen lassen, indem schriften dicstS Dekrets an alle V^ Horden ausfertigen lassen wird." Gegeben auf dem Schlosse zu Que lus, am 15. Iuly 1799. I.S. daSousa. Italien. Neapel, den 20. Julius. Ueber die besonders merkwürdigen Umstände des Generals Marquis Carraccio-li enthält ein Privatschreiben Folgendes: „Carraccioli ist 32 Jahre in königl. Militärdiensten gestanden, und hatben jederGclegcnheitdi? Gnade dcs Königs vorzüglich genossen. Er war meistens und besonders in dcm unglücklichen Fcldzuge um die hohc Person Sr. Majestät, und kam dah?r mit dcm Hofe nach Palermo. Nach einem kurzem Aufenthalte daselbst bath er um Erlaubniß, nach Ncapel gehen zu dürfen, unter dem Vorwandc? wo möglich, sein zurückgelassenes Vermögen zu retten. Der König ertheilte ihm die Erlaubniß, mit der Versicherung, daß derjenige Theil seines Vermögens, der nickt gerettet werden köttnte, demselben auS der königl. Kasse bezahlt werdl« soll. Hierauf reisete er ab, und war kaum in Neapel angekommen, als er treulos an seinem König wnrde> zu den sogenannten Republikaner» trat, und sich anboth, eine Flott gegen den König, der ihm mit Gnaden überhäufte, zu kommandircn«. Nach dcm Abzüge der Franzosen wurde sein Gchiss von der königl. Partey und den Engländern weggenom- wen, wora.'.f ohne weiters Umftan-, dc Staudrecht über ihn gehalten / und er nach Z Vorbereitungs - Stunden an den Mastbaum dcö Schisses der Mlnerva aufgehängt wurde. Cei-«en Leichnam hat man mit Vley beschwert, und ins Meer versengt. — Die Anzahl der arretirten R-bellen, unter welchen meistens Adeliche sind, wird in 3 Klassen abgetheilt, nämlich in wirkliche Jakobiner und Verführer, in sogenannte Republikaner und in Verführte. Die aus der er-stcrn Klafft sollen nach den Gesetz?» mitersucht und gerichtet werden. Die aus der 2t?n Klasse werden aus dm ! königl. Landen verwiesen, mit der Er- j la"bmß, sich in der Entfernung recht-fe ti zen zu dürfen , und im Falle der erwiesenen Unschuld wieder zurückkehren zu können. Für die dritte Klasse ist Verzeihung und Begnadigung bestimmt. Frankreich. Geheim? Instruction des vollzie- ^ henden französis. Direktorwm an den ^ Bürger Scherer, Ob.rgencral der I- ^ taliäni chenArmee. „DicwichtigeUn- ^ ternehmnng , die das Vaterland Ih- ^ ncn, Bürger - General, anvertraut, ^ zielet auf nickts Gl'ringl'res ab, als ^ die fran ösis. Ne»'"blik künftig zur , SHiedsrickttrlnn ober das S^icksal aller Nakw'l auf dies m Erdenrund z>, rr^b?^?. Rom sa?) im llmstnrzs vo