MARBURGER ZEITUNG AMTLICHES ORGAN DfS STEIRISCHEN HEIMATBUNDES VtalM kkrlftliMMf Mubnrf •. 4. Dim, BadguM Mt. C. PviumIi Mf. tS^, B-M, I9-M. Ak W Ute BtackeM wktloUek MorawutltviM laniuiiiirti ■■ uhibMt ■Äietiii* KU 3M ■i Rapport: ^rtwulw P®iti-h«ekkonto wl« ny. 54.mä. ^*m 2^ Altr«ich durck Port «outllcb RM 1.10 («Intcb! •»,» Rpf PortieltunBigebühr) wd M Rpf Zuftell- •aarkinMlallfi» ta Ott. M. tl Pcnnif l>k. ?, «ad !■ PcttMi, UnffartoryaiM Nr. I. Fwmral Ni. M. ««bahr. BuslnamaMr* wardaa wir ff«g«a VorelnsaBdaiM 4m nntalprclM* imd dac Portoauilagaa legeeeBdet Nr. 105 — 83. Jahrgang_Marburg^Draq, Donnerstag, 15. April 1943 Einzelpreis 10 Rpf Stolze Erfolge der Bordflakkommancfos Berlin, 14. April Zum Schutze deutscher Handelsschiffe, ▼or allem gegen feindliche Flugzeuge, rtad an Bord dieser Schiffe Bordflak-kommandoB der Kriegsmarin« komman< diert, die in enger Zusammenarbeit mit den im Geleltschutz tatigen Sicherung»-•treltkriften ron Kriegsausbruch bis j«txt mod 60 Millionen brt wichtigen, mit Kriegsmaterial, Lebensmitteln und sonstigen Transportgütern bei «denen Schiffsraumes sicher In die Bestim-mungshifen gebracht haben. In rielen hundert Kämpfen fielen ihnen hierbei 128 feindliche Kampfflugzeuge zum Opfer. Für 102 weitere Abschüsse liegen anerkannte Beteiligungen ror. öber ihr Aufgabengebiet hinaus gelang es ihnen, Tier britische Schnellboote zu yersen-ken. Außerdem sind sie an 29 Versenkungen leichter feindlicher öberwasser-•treitkrlfte, tot allem Torpedo- und Ar-tfllerieschneltbooten, betefllfrt. Welterhin konnten ihnen In 237 FSllen besondere Abwehrerfolqe gegen Luft- und Seeziele zugesprochen werden. 400. LnfUleg einer Jagdgeschwadergruppe Berlin, 14. April Die erste Gruppe eines am Kanal eingesetzten Jagdgeschwaders errang dieser Tage Ihren 500. Luftsieg. In hÄrtesten KAmpfen mll an Zahl meist überlegenen britlsrhen Gegnern schosson die Flieger dieser Jagdgruppe bisher 359 feindliche Jagdflugzeuge und 141 Bomber ab, dar-vnter 23 riermotorige. Am Tage der bri-tlKhen Niederlage ron DIeppe holten sie allein 29 Gegner herunter. In den Rethen dieser im Wpstraum erfolgreichsten Jagdgruppe kämpfen ElchpnlfluhtrÄ-ger Leutnant Wurmheller mit bisher 66 Luftsiegen. RitferkreuztrÄaer Lentnant Hannig mit bisher 91 und Feldwebel Gratz mit bisher 86 Luftsiegen. Der italienTSche Wehrmachtb^ricbt ^om, 14. April Der Italienische Wehrmachtbericht gibt bekannt: Der fedndllctie Druck, der Im Westab-•chnitt der tunesischen Front zunnhm, wurde Ton unseren Truppen in heftigen Gegenangriffen aufgehalten. Orte in Ligurien, Sizilien und Sardinien wurden von der englisch-amerikanischen Luftwaffe bombardiert. Schäden Ton-einiger Bedeutung werden aus Tra-pani gemeldet. Während dieser Angriffer die insgesamt 25 Tote und 30 Verletzte nnter der Zivilbevölkeriing verursachten, wurden sechs Flugzeuge von der Flak leretört und weitere vier von unseren JAgem abgeschossen. 400 Opfer der britischen Mordbrenner in Paris am 5. April Paris, 14. April Die Zahl der Opfer des britischen Terrorangriffes auf Paris vom 5. April wird Ton offizieller Seite nunmehr mit 400 angegeben, davon 383 in Paris und 17 im Departement Seine et Oise. Marschall Äntonescu beim Führer Besprechungen im Geiste der Freundschaft und der unerschütterlichen Kampfgemeinschaft Führerhauptquartier, 14. April. Der Führer empfing am 12. April den Staatsführer Rumäniens, Marschall Äntonescu, zu einem zweitägigen Besuch. Die Besprechungen, an denen der Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop und Generalfeldmarschall Keitel teilnahmen, umfaßten die allgemeine politische Lage und die Fragen des gemeinsamen Kampfes gegen den Bolschewismus und dir mit Ihm verbündeten englisch-amerikanischen Plutokra-tien. Sie fanden im Geiste der deutsch-rumänischen Freundschaft nnd der unerschütterlichen Kampfgemeinschaft der im Dreimächtepakt verbündeten Nationen statt. Dei Führer und der Staatsführer Rumäniens bekräftigten Ihre feste Entschlossenheit, den Kampf gegen die Feinde Europas unbeirrbar unter Einsatz aller Kräfte bis zum kompromißlosen Siege fortzusetzen. Das rtimänische Volk wird Seit« an Seite mit den Völkern der Achsenmächte den Kampf bis zum Endsieg führen und mit diesem historischen Beitrag zur Befreiung Europas die Grundlage schaffen für die Sicherstellung der Zukunft der rumänischen Nation. e Marschan Äntonescu war begleitet ▼om Chef des Militirkabinetts, Oberst Davidesc« und von Offizieren des rumänischen Generalstabes. Der deutsche Gesandte In Bukarest von Killinger und der deutsche General beim Oberkommando der rumänischen Wehrmacht General Hansen nahmen gleichfalls an der Zusammenkunft teil. 48 So^etflugzeuge vernichtet Feindliche ErkundungSTorstÖfie in Tnncsiea •cheiterten Führerhauptquartier, 14. April Da« Oberkommando der Wehrmacht gibt bekaimt: An der Ostfront kam es nur an einigen Abschnitten zu Kampfhandlungen von örtlichar Bedeutung. Die Luftwaffe setzte ihre Angriffe gegen die Stellungen und Nachschubver-bindangen des Feindes fort und versenkte in den Gewässern der Fischer-Halbinsel ein Schiff von 2000 brL Bei zwei eigenen Verlusten wurden 48 So-wjetflugzeuge vernichtet In Tunesien wurden mehrere Angriffe gegen den Westabschnitt der Front zum Teil im Gegenstoß abgewiesen. Im Süd-abechnitt schob sich der Feind mit starken Kräften an die deutsch-italienischen Stellungen heran und unternahm Erkun-dungsvorstöße, die jedoch scheiterten. Bed erfolglosen Angriffen gegen ein deutsches Geleit voi der norwegischen Westküste wurden fflnf britische Torpedo- und Bombenflugzeuge abgeschoe-sen. An der Küste der hetzten Westgebiete brachten Jäger nnd Marineflak w«iter« vier Flugzeuge zum Absturz. In den fillhen Morgenstimden des heutigen TagfJS warfen feindliche Flugzieuge einige Bomben auf Orte an der Deutschen Bückt e Erbitterte Nahkärapfe an der sfldtunesl-schen Front Berlin, 14. April Seit Tagen steht der Feind an der südtunesischen Front mit stark überlegenen Kräften, von zahlreichen Panzern unterstützt, Im Angriff. Unaufhörlich feuern die britischen Batterien gegen die von uns verteidigten Hügelstellungen. Vergeblich versucht der Feind mit Artille-rlefeuer und dem Einsatz seiner Kampfflugzeuge, die Widerstandskraft unserer Grenadiere und Panzergrenadiere zu zermürben. In den schweren Abwehrkämpfen am Ostrand der tunesischen Gebirgsschwelle aber hat sich unsere Infanterie wiederum hervorragend bewährt Wiederholt kam es zu erbitterten Nahkämpfen zwischen deutschen Grenadieren und feindlichen Panzern, die der Gefahr, abgeschnitten zu werden, auswichen und sich zurückzogen. Im Verlauf dieser auf beiden Seiten mit äußerster Härte geführten Kämpfe verloren die Briten bei Fonduck allein 60 Panzer. Um jeden Meter Boden wurde erbittert gekämpft Der Feind, mußte seine ganze zahlenmäßige Überlegenheit aufbieten, um unter schwersten Verlusten Geländegewinn zu erzielen Unsere Im Angriff und Abwehr hervorragend kämpfenden Grenadiere und Panzergrenadier« nnd unsere immer wieder kühn vorstoßenden Panzer verhinderten alle Umfassung»- und Vemlchfungsabsichten des Feindes nnd ermöqllchten. daß nach harten Kämpfen die Front auf der Jetzigen Linie stabilisiert werden konnte- Planmäßig« Angriffe der Kampfflieger In Tunesien An den tunesischen Fronten unterstützte die deutsche Luftwaffe auch am 13. April bei Tag und Nacht die in erbitterten Kämpfen stehenden deutschen und italienischen Heeresverbände. Durch planmäßig fortgesetzte Angriffe gelang es unseren Kampf-'nnd Sturzkampffliegerverbänden, den Feind bei seinem Versuch, die Absetzbewegungen unserer Truppen zu behindern, empfindlich zu stören Stukas bekämpften Kraftfahrzeugansammlungen und fahrende Kolonnen Unablässige Tiefangriffe schneller deutscher Kampfflugzeuge fügten dem Feind erhebliche Verluste zu und behinderten seine Bewegungen, sodaß die ihre neuen Stellungen beziehenden Ach-sentrppen dadurch we»ejitlich entlastet wurden. ]uden waren Stalins Henkersknechte Sensationelles Ergebnis der bisherigen Untersnchtugen des grauenvollen Massenmordes von Katyn Frauen und Kinder ins deutsche Minenfeld getrieben Berlin, 14. April 12 000 Ledcben der auf bestialische Das grauenvolle Vorbrechen im Blutwald von Katyn, das die Welt aufhorchen ließ, beschäftigt weiter die mit der Untersuchung befaßten zuständigen militärischen deutschen Stellen, die alles daran setzen, in Zusammenarbeit mit der ansässiigen Zivilbevölkerung, die teilweise Augenzeuge der Überführung der Gefangenen zur Richtstätte war, die Einzelheiten und Hintergründe dieses furchtbaren Massenmordes aufzudecken, Die Identifizierung der 10 000 bis Prctii-Hoflmann (Wb) Zimammpnkunfl Führer—Hute Der Führer verläßt mit dem Duce nach dessen Ankunft den Bahnhof Weise ermordeten Offiriere und Generale ded' ehemaligen polnischen Armee nimmt unter Hinzuziehung polnischer Sachverständiger ihren Fortgang. Außer den sachverständigen Erhebungen, die vom Direktor des Instituts für gerichtliche Medizin und Kriminalistik an der L'niversität Breslau, Professor Dr. Buhtz, geleitet werden, ist ein« umfangreiche Untersuchung durch eingehende Zeugenvernehmungen und durch genaue Aufzeichnungen von Augenzeugen eingeleitet worden. Die Bewohner der umliegenden Dörfer Sofewak, Nowobateki, Gnesdowo u. a., die Eisenbahnangestellten der Verladebahnhöfe, die vor drei Jahren die endlose Folge der Kraftwagen mit den polnischen Gefangenen gesehen haben, die zum Kosegory-Hügel im Walde von Katyn gebracht wurden, die Kolchosarbeiter, die die Eisenbahnwagen mit 4en gefesselten polnischen Offizieren auf den Abstellgleisen gesehen haben, sfe alle werden eingehend vernommen. Ihre Aussagen werden genauestens geprüft und verglichen. Das bisherige Ergebnis dieser Untersuchungen ist genau so sensationell wie die Aufdeckung des furchtbaren Blutbades, das die Henkersknechte Stalins unter den Offizieren der ehemaligen polnischen Armee anrichteten und das für alle Zeiten in die Geschichte als der Massenmord im Walde von Katyn eingehen wird. Die Vernommenen sagen übereinstimmend und ausnahmslos aus, daß die Mörder der polnischen Offiziere durchweg Juden waren und daß die GPU-Erschießungstrupps von jüdischen Funktionären befehligt wurden. Im Beisein führender Mitglieder des polnischen Hilfskomitees, namhafter Arzte aus Warschau und zahlreicher polnischer Journalisten erklärte der Eisenbahnarbeiter Alexei Sladkow, der seinerzeit auf dem Verladebahnhof, wo die gefesselten polnischen Offiziere aus dem Zuge in Lastwagen 'verladen wurden, arbeitete, daß sich die Bewachungskommandos aus jüdischen Funktionären der NKWD, d. h.vicr GPU, zusammensetzten. Er hat die beiüchtigten Gefängnisautos und Arrestantenwagen vom Bahnhof Gnesdowo hinauf zum Wald von Katyn verfolgen könntn, wie sie vollgepfercht mit gefesselten )Offizieren abfuhren und bald darauf le(?r zurückkehrten. Diese Vorgänge hat Isiadkow mehre Wochen hindurch beoba/:htet Ferner erschien auf Vorladung der Wusse Andrejew Iwan, geboren am 23 Januar 1917 In r*Jowo Bateki, dort Nri 2 wohnhaft, Schlosser, verheiratet parteilos, und gab zu Protokoll, daß unter der Bevölkerung über die geheimnisvollen Vorgänge im Walde von Katyn keine Zweifel herrschten und daß es unter den Dorfbewohnern bekannt gewesen sei, daß die Leitung der Richtstätte unter dem Kommando von jüdi sehen Agenten und Funktionären 1er NKWD stünden. Auch die Aussagen des Russen Kie-selow Parfeon, 72 Jahre alt und anderer erhärteten die Erkenntnisse, daß es ausschließlich Juden waren, die im Walde von Katyn ihre Blutherrschaft ausübten, die grauenvollen Morde begingen und nur wenige hundert Meter von der schaurigen Mordstätte entfernt ihre Orgien feierten. Das ist der Bolschewismus Französischer Kommunist eines anderen belehrt Paris, 14. April Völlig geheilt von seinen bolschewistischen Anschauungen wurde ein ehemaliger französischer Kommunist der von Frankreich aus frefwillig zur Ostfront ging, ursprünglich mit der Absicht, in die Sowjetunion zu flüchten. Das, was er dort erlebte, wandelte aber seme Weltanschauung von Grund auf, so daß er mit Überzeugung gegen die Sowjets kämpfte und schließlich den Heldentod fand. Der »Matin« veröffentlicht nunmehr den namentlich gezeichneten Brief eines seiner Kameraden, in dem er ein Gespräch wiedergibt das er mit ihm kurz vor dessen Heldentod geführt hat. Danach erklärte der frühere Kommunist; »Fünf Jahre lang habe ich in Frankreich für den Bolschewismus gekämpft. Ich habe mich für die französische Freiwilligenlegion gemeldet, um, wenn möglich, zu den Bolschewisten überzulaufen. Ich war überzeugt, dort das glücklichste Volk der Erde zu finden. Welche Enttäuschung schon, bis wir nach Smulensk kamen. Ich habe Städte und Dürfer gesehen, wo nur Elend herrschte. Einer meiner Kameraden konnte Russisch. Die Bevölkerung bestätigte uns, was wir sahen. Wir begriffen, daß wir schmählich getäuscht worden waren Meine Kameraden und ich haben daraufhin dem Bolschewismus, der Geißel der arbeitenden Bevölkerung, den Krieg erklärt. Ich habe geschworen, mit der französischen Freiwilligenieglon bis zum letzten zu kämpfen. Verblendet durch perfide Versprechen und durch eine lügenhafte Propaganda waren wir den Weg gegangen, der unserem idealen Ziel gerade entgegengesetzt war. Europas Marschlinie Rom, 14. April Das zeitliche Ausmaß der Beratungen zwischen dem Führer und dem Duce — die bisherigen acht Kriegsbegegnungea nahmen zum Unterschied von dem jetzigen dreitägigen Treffen nur einig« Stunden in Anspruch — und di« d«r anwesenden hohen militärischen ■»»«* politischen Sachverständigen machen in italienischen Urteil die Zusammenkunft vom 7. bis 10. April 1943 zur bedeutendsten seit der ersten persönlichen Venediger Begegnung zwischen Führer «nd Duce im Juni 1934. Und es wird In Italien einmütig zum Ausdruck gebracht daB es sich bei dem jetzigen Treffen um ein fundamentales Element für dl« Struktur Europas handelt Es interessieren dabei in Italien natflr-lich auch Einzelfragen militärischen nnd politischen Charakters, zum Beispiel etwa, wie die Achsenführung den gegenwärtigen Stand des Kampfei gegen den Bolschewismus oder im afrikanischen Vorfeld Europas beurteiltt «her noch viel mehr spricht man hier von der großen Marschlinie, nach der Deutschland und Italien und mit ihnen die Völker Europas in der nächsten Zukunft ihre Kampfziele abstecken und danach an der Verwirklichung der neuen Struktur Europas arbeiten werden. Hierüber gibt kurx und prägjiant die amtliche Verlautbarung von der Besprechung zwischen Führer und Duce Auskunft die nach italienischen Äußerungen zugleich wichtige Beschlüsse enthält; 1. Kompromißloser Kampfeinsatz zur Erringung des Endsieges und Ausschaltung jeder von Westen und Osten dem europäisch-afrikanischen Raum drohenden Gefahr und 2. Aufbau eines Europa, in dem sich die Nationen unseres Kontinents auf der Grundlage der Zusammenarbeit ihre Rechte, Ihre Entwicklung und ihre Interessen vor allem im Sinne der Erschließung der wirtschaftlichen Reichtümer zum Nutzen aller wahren. Die praktischen Folgerungen, die sieb aus dem zweiten Teil der Beschlüsse ergeben — ohne Zerbrechen der plutokra-tischen Vorherrschaft ist die Erschließung der wirtschaftlichen Reichtümer für alle Nationen ebenso unmöglich wie dl« Wahrung ihrer Rechte ohne Beseitigung der bolschewistischen Gefahr — beweisen den Italienern, daß die politischen und die militärischen Entschlüsse bei der Führer-Duce-Besprechung gleichberechtigt nebeneinanderstanden. Was die militärischen Beschlüsse angeht, sind die Äußerungen des »Messaggero« bemerkenswert in denen es heißt: »Die beschlossenen Maßnahmen beziehen sich ebenso auf den Einsatz zu Lande, zur See und in der Luft, sind der gegenwärtigen Situation bestens angepaßt und reichen bei weitem aus, jeder Lage die Stirn zu bieten. Wenn der Feind etwa eine Verminderung des Kampfpotentials der Achse erwartet, so wird er sich enttäuscht sehen, denn das Kampfpotential wird vielmehr über jede Voraussage hinaus intensiviert werden mit Ergebnissen, die planmäßig geradezu mathematisch zum Siege führen werden.« Ein besonderer Akzent liegt in den italienischen Kommentaren in diesem Zusammenhang auf dem in der Verlautbarung über die Begegnung erstmals Ton Seiten der Achsenführung gebrauchten Ausdruck der Beseitigung militärischer Bedrohung des Airopäisch-afrikanischen Raumes, was in Italien als dem Hauptträger der Südfront Europas besonderes Interesse weckt da damit Europa als für den nordafrikanischen Raum maßgebend und entscheidend erklärt wird. Dazu verweist »Popolo di Roma« auf die diesbezügliche Äußerung des Duce vom »Gravitieren Italiens nach Afrika« in seiner Rede an die Miliz vom 1. Februar dieses Jahres. Mit Recht macht ferner Gayda im »Glomale d'Italia* darauf aufmerksam. daß die Schlacht am Mittelmeer, der Kriegsschauplatz Tunesien, nur ein Aspekt ist, nicht entscheidend aber in der Gesamtkriegführung. Die Summe der 'durch die totale Mobilmachung eingesetzten Kräfte Deutschlands und Italiens an Hand der gemachten Anstrengungen, die Erhaltung der Achsenpolitik, das Zusammenbrechen der bolschewistischen Winteroffensive, die Produktions-steigerung und der Erfolg des Krieges auf den Meeren, sind nach dem Urteil des ebengenannten halbamtlichen Organs Italiens vom Führer und vom Duce mit Ruhe und Vertrauen auf die vorhandenen enormen Kräfte geprüft worden. Einen sehr weiten Raum nehmen In den italienischen Äußerungen zu der Begegnung die Ausführungen über die Ziele der Achse auf politischem Gebiet in der Gestaltung des neuen Europa ein. Allgemein ist die Feststellung, daß den ebenso nebelhaften wie von internen Rivalitäten durchkreuzten, in ihrer Zielsetzung lahmen Projekten der Gegenseite ein klares, kurzes und jedermann einleuchtendes Programm durch die Achsenführer entgegengestellt wurde. Gegen die plutokratisch-bolschewlstiSche Vorherrschaft kämpfen die Achsenmächte für die Solidarität der Völker. An Stelle der Ausplünderung, wie sie London, Washington und Moskau zum Ziele haben, setzen die Arhsoiimächte die gerechte Verteilung der wirtschaltUchcn Seite 2 ♦ Nr. 105 * Donnerstag, 15 April MARBURGER ZEITUNG Schätzt and Rohstoffquellen für alle Nationen, an Stelle der Knechtschaft, die die dnglo-ai..eril(anisch-sowjetische Presse Europa voraussagt,treten dieAchienmachte für das Recht der Völker auf freie Entwicklung im Rahmen ihrer Zusammenarbeit ein. Welche Form dieses Programm der Achse im Einzelfall für dieses oder jenes eiiTopäische Land haben wird, ist eine Frage der Zukunft, denn: Jedermann versteht, wie >Giornale d Italia« schreibt, daß jetzt noch nicht der Zeitpunkt da sein kann, um ins einzelne gehende weitausholende Pläne für das auszuarbeiten, was morgen Europa und die Weit sein wird. Eindeutig steht jedoch im Urteil Italiens fest, daß die Einheit und die Kultur Europas nur durch den siegreichen Krieg der Achse gewahrt und gesichert werden können, für welches Ziel die Begegnung zwischen Führer und Duce eine Etappe von entscheidender Bedeutung ist. Dr. V, L. Generaloberst Ruolf 40 Jahre Soldat Berlin, 14. April Am Donnerstag jährt sich zum 40. Male der Tag, an dem Generaloberst Karl Ruoff, Oberbefehlshaber einer Armee, als Fahnenjunker in das württembergische Infanterieregiment 1 in Tübingen eintrat. Am ersten Weltkrieg nahm er *u-nächit in diesem Regiment als Adjutant und Kompanieführer, später In Stabsstellungen, teil, Nach Kriegsende In das 100 000-Mann-Heer übernommen, wurde er 1933 als Oberst rum Kommandeur des Infanterieregiments 13 in Ludwigsburg ernannt. In seiner spÄteren Stellung als Chef des Generalstabes eines Heeres-gruppenkommandoa hatte er verantwortlich Anteil an dem Einmarsch In Österreich. 1939 wurde er zum General der Infanterie befördert und übernahm als Kommandierender General ein sOdwest-deutsches Armeekorps, das er 1940 in Belgien und Nordfrankreich und 1941 In der Sowjetunion von Erfolg zu Erfolg führte, bis ihn der Führer 1942 rum Oberbefehlshaber einer im Osten eingesetzten Armee ernannt und zum Generaloberst beförderte. Deutschland wurde wieder einmal verteilt «strenge sowjetische Vormundscbaft« Lissabon, 14. April Der Londoner »Daily Telegraph« veröffentlicht einen Plan, nach dem Deutschland im Falle eines nllilerten Sieges in zwei Gruppen aufgeteilt werden soll. Die eine soll die Ostmark, Bayern, Württemberg, Baden, das Rheinland, Hannover und Oldenburg umfassen, die andere Brandenburg, Pommern, Schlesien und einen Teil Westpreußens. Ostpreußen wird völlig abgeschrieben. Ebenso werden nach dem Plan alle linksrheinischen Gebiete abgetrennt. Die eine Gruppe soll unter die Aufsicht und Oberherrschaft Amerikas und Englands kommen, während die zweite einer wie es In den Vorschlag heißt, »notwendigerweise sehr strengen sowjetischen Vormundschaft« unterstellt werden soll. Da sich dei Haß unserer Feinde nicht auf den Schlachtfeldern nach Ihrem Wunsch auswirken kann, gebiert ihre entzündete Phantasie eben Immer wieder Pläne, die nie zur Ausführung kom-' men können. Dafür sorgt das Schwert der Dreierpaktmächte. Der »erste« Südamerikaner in Moskau Bern, den 14. April Die Bevormunduiigspolitik der USA gegenüber den ibero-amerikanischcn Landern beginnt sieb bereits »sinnvoll« auszuwirken: In Moskau traf jetzt ein Gesandter Boliviens ein. Er wird dort als der »erste« diplomatische Vertreter ibero-amerikanischer Staaten in der Sowjetunion in der sicheren Erwartung begrüüt, daß weitere diplomatische Vertreter Süd- und mlttelamerlkanlscher Staaten seinen Spuren folgen werden. Man scheint sich in dieser Erwartung nicht zu täuschen) denn in Santiago kündigte der chilenische Innenminister die bevorstehende Aufnahme diplomatischer Beziehungen mit der Sowjetunion an. Daß hier die Vereinigten Staaten »Vorarbeiten« im wahrsten Sinne des Wortes leisteten, ist wohl auch in Südamerika niemanden entgangen. Wlllkle besucht Australien. Wendell Willkie erhielt von der Vereinigung australisch-amerikanisdher Zusammenarbeit QUie Elnlfrflung mit der Bitte um baldigen BesucJi. Wie gemeldet wird, bat Willkie die Einladung angenommen Deutschlands U^Boofe — eine ernste Gefahr »Das Schlimmste in diesem Krieg steht uns noch bevor«(, meint Knoz Madrid, 14. April Das amerikanische Marineministerium hatte gleichlalls eine erneute Warnung vor deutschen U-Booten ausgesprochen. Es behauptete nach einer Meldung aus Wdshington, daß nach einer Pause von sieben Monaten wieder deutsche U» Buote vor der Ostküste der Vereinigten Staaten aulgetaucht seien. Die Warnung erfolgte, nachdem bekannt geworden war, daß Anfang April ein amerikanischer Handelbdampfcr vor der amerikanischen Ostküste versenkt worden war, Dabei soll es sich um das erste Schiff handeln, daß in den Küstengewässern seit August vorigen Jahres U-Booten zum Opier fiel. Nach einer USA-Funkmeldung sagte Knox in einer Rede: Wir können \'erstärkungen gebrauche», denn das Schlimmste in diesem Krieg steht uns noch bevor. Die deutsche U-Boot-Krieg Führung ist eine immer mehr zuneh-monde Gefahr. Sir Stafford Gripps, der in seiner Eigenschaft als englischer Flugzeugpro-duktionsminister dieser Tage zu englischen Flugzeugfabrikarbeitern sprach, mußte im Hinblick auf die U-Boote zugeben, daß es bisher nicht gelungen sei, sie zu »erledigen«. Bezüglich der Zukunftsaussichten auf diesem Gebiet konnte er lediglich sagen, daß alles geschehe, was zu ihrer Bekämpfung getan werden könne. Für den weiteren Kriegsverlauf fteht weiterhin die Tatsache fest, schreibt Ad-mlral Sir Herbert Richmond in der englischen Monatsschrift »Fortnightly«, dal* die Schiffsverluste sämtliche anderen Operationen der Anti-Achsenländer «ehr ■störten und die Entfaltung der vollen Kraft aufhielten, fis genüge nicht, daß der U-Bootkrieg den ersten Platz In den Gedanken eines jeden Engländers einnehme. Es müsse ihm vielmehr auch der erste Platz in der Planung militärischer Operationen eingeräumt werden. Spreche man jetzt auch noch von einer Invasion in Europa, dann dürfe man dabei nicht die gewaltigen Anforderungen übersehen, die an die angio- amerikanische Schiffahrt gestellt wurden. Denn solange der Landungiversuch nicht völlig geglückt sei, habe man praktisch zwei Operationen durchzuführen; einmal die eigentliche Invasion und zweitens die gleichzeitige Sicherstellung all der übrigen Seewege, auf denen laufend Kriegsmaterial und Lebensmittel aus Übersee für die Heimat und die Fronten herbei-geschaft werden müßten. Deutschland habe deutlich zu verstehen gegeben, daß es mit Hilfe des U-Boot-krleges seine Feinde zu schlagen hoffe Die U-Bootproduktion steige ständig. Aber, lo meint der Admiral schließlich. (Deutschland verlasse sich nicht nur auf die U-Boote. Deutschland gründe seine Siegeshoffnungen auf die wirksame Zusammenarbeit von U-Booten und Hilfskreuzern. Welchen Verlust die feindlichen Hilfskreuzer »chon den Engländern und Amerikanern zufügten, wül3ten nur die zuständigen Marlnebehörden. Die gesamte Besatzung des Zerstörers' »Harvester« mit den Schill untergegangen Die britische AdmiralitAt gibt jezt bekannt, das beim Untergang des Zerstörers »Harvesterc der — wie am 9. April gemeldet wurde — bei einer Geleltzugs-schlacht im Atlantik durch ein U-Boot versenkt worden ist, die Besatzung von neun Offizieren and 133 Mann den Tod gefunden hat. Außerdem kamen zwei Mitglieder des »Wehrmacht-Instituts«, die sich an Bord befanden, ums Leben. Post fOr die Fische Genf, 14. April Wieder sah «irfi der britische Genera Ipostmeister genötigt, durch feindliche Aktionen verursachte Postverluste bekanntzugeben. Danach gingen Briefe, Drucksachen und Pakete für Spanien und cUe Kanarischen Inseln verloren, die in der Zeit zwischen dem 7. und den 23 f'ebrudr in England zur Post gegebeij wurdoji. Außerdc-m erreichten »aus an deren Gründen« mit Schiff beförderti Drucksachen und Paketa üir Ziel nicht die zwischen dem 14. Februar und den 1. März für ein in Afrika gelegenes Gebiet in England aufgegeben wurden. Sieben Milliarden in 33 Ländern gestohlen Slockholm, 14. April Die USA-Pläne zur rücksichtslosen Ausbeutung der anderen Völker werden von der Zeitung »A Voz« mit aller Eindeutigkeit enthüllt «nd gebrand-maikt Sie stellt fest, heute bereits werde in Amerika der Wirtschaftskrieg der Zukunft vorbereitet Schon von Juni 1940 bis Dezember 1941 hAtten die Vereinigten Staaten von Nordamerika Wirt-Bchaftsunternehmungen in Werte von sieben Milliarden Dollar, die 33 verschiedenen Ländern gehörten oder mit deren Kapital betrieben wurden, nationalisiert tuid an sich gerissen. Alt eine besondere Waffe dieses kriegsvorbereitenden amerikanischen WirtschaftMie-ges stellt das portugiesische Blatt die sogenannten »Schwarzen Listen« hin, die schon seit Jahren angewandt werden. Das Blatt läßt ganz offen erkennen, daB im Falle eines amerikanisch-bolschewistischen Sieges die Welt sich in große politisch-wirtschaftliche Konzentrationen aufteilen werde, in denen aut-schließlich die Großmächte bestimmen und ihre Hand drückend auf die kleinen Staaten legen werden. Wenn Jemand heute noc^h einfällig genug »ei, in glauben, daß dann etwa Gummi nnd Beniin, Kohle, Eisen und Lebensmittel brüderlich zwischen den Völkern geteilt würden, wie man es versprochen habe, werde er eine bittere Enttäuschung erleben. Rege Aktivität an der Pazifikfront Tokio, 14. April Den heftigen Luftkämpfen, die sich seit mehreren Tagen im südöstlichen Pazifik abspielen, wird von d«i hiesigen Militärkreisen besondere Beachtung geschenkt. Beide Seiten versuchen hier, wie man feststellt, unter dem Einsatz starker Kräfte zunächst die Luftheor-schaft zu gewinnen. Das Hauptziel der japemischen Bomber sei aibeir, die Seetransporte des Gegners zu vernichten, bevor sie Ihren Bestimmungsort erreichen, zumal der Feind seit Woch«i fieberhafte Anstrengungen zur Verrstär-kung Reiner vorgeschobenen Basien mache. Den Jüngsten erfolgreichen Bombenangriffen auf den feindlichen Geleitzug in der Oro-Bucht von Neu-Guinea (südöstlich von Buna) komme umso größere Bedeutung bei, als hier Schiffe mit Verstärkungen vernichtet wurden, die für die dortigen am weitesten vorgeschobenen Stellungen de« Gegners an der Nordostküste von Neu-Gulnea gedacht wurden. Von der Oro-Bucht aus werden die Material- und Truppentransporte anscheinend entlang der Küste auf dem Landweg weiter transportiert. Die Oro-Bucht wurde übrigens bereita Ende USA-Verstärkungen Tertanken hi den Wassern der Oro-Bucht März schon einmal schwer von der japanischen Luftwaffe angegriffen. Der japanische Rundfunk behandelte am Dienstagabend in eönem Vortrag Bedeutung und Auswirkung dar letzten . Erfolge des japanischien Heerea und der ^hen, daß die Japaner bi« zum letzten japanischen Marine. Ausgehend von j Ideale ihres Vaterlandes der See- und Luftschlacht vor der Flo- kämpfen. Ob aber Briten und Yankees rida-Insel, bei der bekanntlich dn Kreu-1 Dienste der Juden und der Plutokra-zer, ein Zerstörer und zehn Transporter j ten auf die Dauer freie Völker, vor allem von Marinefliegern versenkt wurden, Inder, für ihre Interessen kämpfen las- schlicßend stellte der Vortragende fest, daß sdch die japanischen Sieg« aus der Unlcuschiedlichkeit der beiderseitigssi Kriegsziele ergäben. Die Anglo-Amerl-kanoir müßten früher oder spitsr sdn- stellte der Vortrageode fest, daß die japanische Marine angesichts der Tatsache, daß das Seegebvet um die Salomonen tind um Neu-Guiinea in der letzten Zeit mehr und mehr zum entscheidenden Kriegsschauplatz ^worden sei, den festen Entschluß gefaßt habe, unter allen Umstärvden di« Lage für «ich zu ent-schedden. Dies gehe auch klar aus den letzten Erfolgeberichten des Kaiserlichen Hauptquartiers hervor, Wh die Erelgndsse in bormeaisch-indischMi Raum an^be, so habe »eU)«t die »New York Herald Tribüne« erklärt, daß der britische Winterfeldzug der taidlsch-burroe«4sch®n Grenze ein unrühmliichss Ende genomsaeo habe. Ab- Das Klagelied der Schattenregieningen »Wir haben nichts bekommen and alles bezahlt« ZaioknanC von Erik — Scher) An Englands Küste ».,. und Sie wollen aus den USA kom men?« »Na, Sir — sehe ich vielleicht nicht so aus?f Stockholm, 14. April Den in London sitzenden Schatten-re^ierun^en hat sich das Gefühl bemächtigt, von ihren angloamcrikanischcn Kriegshetzern nicht ihren »Verdiensten« entsprechend behandelt zu werden. Aus der Reihe des Emigrantenklüngels hat der landesflüchtige ehemalige norwegische Reichstagspräsident Hambro klagend seine Stimme erhoben. Er beschwert sich bitter über mangelnden Respekt seitens der Verbündeten gegenüber den Sehat-tenregierungen und hält es für geraten, bei dieser Gelegenheit den Verbündeten klar zu machen, was sie den Emigranten in London und speziell in Norwegen alles zu verdanken hätten. Unter anderem sagte Hambro: »Es ist mitunter äußerst schwer für einen Norweger, zu verstehen, in welcher Weise britische und amerikanische Schriftsteller über die landesflüchtigen Regierungen sprechen. Unser Land hat bisher nichts bekommen — aber zu vielem beigetragen. Unsere Regierung hat alles bezahlt, was sie brauchte. Wir haben für die Anlegung jedes Flugplatzes oder Flugzeugträgers in Großbritannien bezahlen müssen, von dem aus unsere Flugzeuge Großbritannien schützen. Unsere Kriegsschiffe bezahlen Hafenabgaben, wenn sie in die Docks alliierter Häfen gehen, nachdem sie im Geleitdienst draußen waren oder U-Boote versenkt haben. Wir beklagen uns nicht, aber wir glauben uns berech tigt, für uns selbst sprechen zu können, und wir widersetzen uns, wenn irgend jemand versucht, uns bei den Friedensdis kussionen oder Nachkriegsplänen außer Rechnung zu lassen.« Im weiteren Verlauf seiner Rede äußerte Hambro: »Bisweilen spricht man von den landesflüchtigen Regierungen — die durch ihre Wirksamkeit Großbritannien in einem schweren Augenblick retteten und es für die Vereinigten Staaten ermöglichten, daß sie mobilisieren konnten, ehe es zu spät wurde, als wenn sie eine Bürde seien Man vergißt, daß ohne sie keine Vereinigten Nationen existieren würden.« Hambro erklärt im Hinblick auf die norwegischen Kriegsanstrengungen! »Hun derte norwegischer Kriegsschiffe bekämpfen die Deutschen auf vielen Ozeanen. Wir haben verhältnismäßig größere Verluste an Handelsschiffen erlitten, als irgendeine andere Nation, da unsere Schiffe sich immer in der Gsiahreazone belinden. Abschließend unterstrich Hambro, der britische Marineminister habe völlig recht daran getan, wenn er die Rolle dcr^ norwegischen Handelsflotte von 6 Millionen Tonnen im Kriege klargestellt habe, indem er erklärte, daß si« mehr bedeute als ein Expeditionskorps von einer Million Mann, das in Europa an Land gesetzt würde. seu könnten, das werde die Zukunft erweisen. Die feindlichen Verluste an der bme-slsch-indischen Gieiize. Das Kaiserliche Hauptquartier gak sm heutigen Mittwoch das Gesamtergetmls der Operationen im burmeslsch-indischsn Grenzgebiet nördlich von Akyab bis zum 10. April bekannt. Danach verlor der Feind 4200 Tote, darunter zweitausend Engländer, 516 Gefangene nnd größere Mengen von KriegsmateriaHeo, darunter 15ö GosriiOtze, 374 Maschinengewehre, 50 gepanzerte Wagen bzw. TdJiks und fünfhundert Pferde. Versenkt beziehungsweise besc-hädigt wurden 34 Schiffe bis zu edntausend Tonnen. An-ßerdoxn verlor dar Feind 465 Flugasngai, die abgo&cho»aen oder am Boden zerstört wurden. Die eigenen Verlust* betragen 422 Tote und 46 Flugzeug®. MacArthnr gesteht Japanisch« über* legenlieit zur See ein Stockholm, 14. Aprfl Wie der engHsr^e NachrichtenÄeoft meldet, mußte General MacArthusr zugeben, daß die Japanische Flo^ die Kontrolle üJ>er den Südwestpaalfik aus-(il)e. Die Erlangung der absoluten Luft-herrsrhaft scd notwendig »um sdne wirksame Verteidigung Austjaliens durch-IÖhren zu können,« Phanfasiegehälter Sdieinregisningen auf großem Puü Berim, 14. April Wlhrsed sicii die Lmigiantenregl*-rungen In Lorulon immoo' wieder über nMÜgelnds Anerkennung beklagen, hat die englische Bevölkerung auch allerlei an Sinen aiiazusetzen. Der Londoner »Stare regt sich jetzt über die Phanta-sie^ehälter auf, die von gewissen la London »residoerenden« Emigrantenre-gierungen an ihre Angestellten gezahlt «vHrdsoi. Im »Hauptquartier« des Generals de Gaulle bekomme beispielsweise eine einfache Schreibkraft ein wöchentliches Gehalt von RM 160.—. Monatsgehälter von 12 000 bis 15 000 RM für Subalternbeamte seien in diesen Delegationen keine Selteiihedt, und sogar dei Portieff der technischen Emigranten bekomme dafür, daß er die WiigenschlSga öffne und schUeße, einen Wochenlohn von RM IOC.—. Erscheinen schon die Gehälter den Londonem beneidenswert, so kränkt sis doppsJt die Tatsache, daß die Emigranr ten, eben well sie unter den Status del Emigranten fallen, keine Elnkomraen-st«u«r zu zahlen brauchen. Der »Star« nteint, schließlich müßten ja die Engländer die Kosten für diesen Aufwand durcb Ihn» Steuern decken. Wäre es aber iricht auch möglich, daß England die En*lgrantendelegation mit den Geldern bezahH, die sie selber Ihren Völkern raubten nnd ins Exil mitbrachten? Bei der Ge«:häftstflchtigkeit der brlü-schen Nation Ist es kaum anzunehmen, daB eigeoa Gelder für solche Zwecke vwschwendet werden. »Die Japaner gelandet« Panik In Kanada am ein »Invaiionssplel« Stockholm, 14. April Unter den kanadischen Rundfunkh6-rera brach bai ainem »Invasionsspiel« das kanadischen Rundfunks, wie »Nya Oagligt AJlehanda« aus Toronto berichtet, alna Panik au*. In einem Programm, das der Anwerbung von Rekruten für die kanadische Armee diente, hatte man ein« Nachricht eingeschaltet, deren Inhalt darauf hinausHef, daß die Japaner in ßritlsch-Kolujnbien gelandet seien. Das Programm sollte dann eigentlich weitergehen. Dias erwies sich jedoch als unmöglich, da alle Ryndfunkstationen gleichsam mit telephonischen Anfragen über Einzelheiten zu dieser Landung bombardiert wurden. Die Veranstalter der Senduim sahen sich schließlich gezwungen, mitzuteilen, daß es sich lediglich um «inen »Trick« gehnndet habe. In frischer Erinnerung dürfte eine ander« amerikanische Rundfunksendung sein, die seinerzeit ebenfalls zu Panik-erschelnungen, und zwar in, den Vereinigten Staaten, geführt hatte. Damals hatte man von einer Invasion der Marsbewohner berichtet, und zwar so realistisch, daß viele Hörer von panischem Schrecken ergriffen wurden. Tinnerfeler für Generallcutnanl Gral von Soden. Am Dienstag fand In Lübeck in der Kapelle an der Travemündnrallee die Trauerfeier für den verstorbenen Generalleutnant Graf von Soden statt. Der Sarg war mit der deutschen Kriegs-flagg« umhüllt Offiziere trugen auf schwarzen Kissen die Orden des Heimgegangenen, darunter den Pour le me-rite. Während auf dem Friedhof die drei Ehrensalven krachten, wurde der Kranz des Führers von Wehrmachtangehörigen am Sarge niedergelegt. Unter den K18r>-gen des Liedes vom guten Karneradon arfolgta nach der Feier die Überführung zum Bahnhof. Noch einmal hoben sich die Hände zum Gruß, dann trat die sterbliche Hfllle des Generals die letrte Fahrt nach Neustädtles Im Prankenland an, wo die Beisetzung In der Familiengruft erfolgt. GroBfener remlchtete mexikanische PetToleumrafflnerie. Nach einer Meldung aus Mexiko wurde die Petroleum-rafflnerie der Morterry-Flsenbahn durch ein Großfeuer gänzlich zer-itört. Die Ursache des Brandes Ist bisher noch nicht bekannt Blufrausch der Steppe Im Osten, 13. April Der von Deutschland und seinen Verbündeten als höchste Wsittfsfahr gebrandmarkte Bolschewismus hat in diesen Tagen im Ratuns von Wjasma einen neuen Beweis seiner gemeinen Brutalität nnd unersättlichen Mordgier |eliefcrt. Im Zuge der planmäßigen Räumung einzelner Kampfabschnitts an der mittleren Ostfront wurde auch die Bevölkerung der Städte und Dörfer in die rückwärtigen Landstriche verteilt «nd neuer Arbeit zugeführt Ein GroBteil der Bevölkerung war durch viele Monat« in neuerrichteten Betrieben, in Lazaretten, auf der Eisenbahn, in Werkstätten, l^i Straßenarbeiten, ia Waldungen, bd Truppenküchen und an anderen Stellen titig, hatte hier regelmäßige Arbeit gefunden und ein zufriedenes Dasein ieführt Diese Menschen hatten kein Verlangen danach, wieder unter den »Schirm« der BoUchewi-sten SU kommen. Deshalb sogen sie freiwillig mit den deutschen Soldaten, als diese ihre Quartiere riumten. Während des Marsohes, der sich fiberall in voller Ordnung vollzog, erhielt die Bevölkerung hinreichend Verpflegung und Unterkünfte. Immer wied'jr sah man auf den verschlammten rnd verschneiten Straßen die bunten Bflder der zwischen den deutschen Vcrbäncen mit ihren Pferden, Kühen, Schafen und Ziegen dahinziehenden Bevölkerung, Männer und Frauen saßen mit ikren halbwüchsigen Kindern auf den schl/erbeladenen Fahrzeugen unserer Trosse und auf Lastkraftwagen, halfen beim Ausschaufeln der frisch verschneiten Straßen, schafften Holz für Feuerung herbei, hockten neben den dampfenden Kesseln der Feldküchen, wo sie warmes Essen erhielten. Sowohl Fraven nnd Kinder ins deutsche Minenield |etiiebeii die Truppe wie auch die Ortshomman- weglichen HanpAampninle, wie die So-danturen und die Feldgendarmen« nah- wjets in ihrem infernalischen Haß und men eich der Menschen an, welch« ihr« Öir«r brennenden Mordgier die mitge- hclmatlichen Dörfer verlieBen, Schwangere Frimen und kleine Kinder, alt« Leute uno Kranke mußten allerdings in ihren Behausungen zurückgelassen werden, weit man sich mit Duen wlhread der Marschbewcgungen nicht belasten konnte, Sie wurden gemeinsam in mehreren Katen untergebracht, in Wjasma selbst im Ortslazarett nnd in «in«m |«-sonderten Bezirk. Wenige Tage nach dem Abmarsdl der deutschen Soldaten rückten die Sowjets in die Städte und Dörfer ein, deren wehrwirtschaftliche und krlegsMrichtig« B«* triebe zerstört worden waren. Die Bol-schewisten bereiteten den zurflckgeblie-bunen Menschen ein grausames Schicksal Die meist bewegungsunfähigen Laut« wurden aus ihren Hütten gezerrt, in der brutalsten Weise mißhandelt und langen Verhören unterzogen. Sie sollten Aus* künfte über die Bewegungen der deutschen Verbände geben und sie wußten davon natürlich nichts. Die Männer wurden, obwohl sie früher noch nie eine Waffe in der Hand hatten, zur Truppe gepreßt und zu schweren Arbeiten verwendet Die meisten von ihnen brachen infolge der ungewohnten Strapazen und der Kälte auf den verschneiten Straßen zusammen. Man ließ sie einfach liegen. Den Beweis für die Einreihung der nicht waffenfähigen Männer lieferten die Aueweise, welche bei vielen Gefallenen später vor den deutschen Linien gefunden wurden. Dei Angriffen schickten sie die ßolschewisten immer zuerst ins Feuer. In einem Abschnitt beobachteten deutsche Ccicchisvorpusten unweit der sohl«ppt«n nach Hilfe schreienden und kr«isch«ndee Frauen und Kinder untn wildem Johlen und Fluchen gegen die von unseren Pionieren gelegten Minensperren trieben, welche die Marschbew^ gungen dss Feindes behindern sollten. Die armen Menschen ahnten noch nichts von dem ihn«n bevorstehenden grausamen Schicksal, Immer wieder von den Sowjets angetrieben tappten sie, sich ratlos umschauend, Ober das verschneite Feld vor d4n deutschen Linien. Doch kaum hatten sie einige Schritte getan, flogen bereits die ersten Minen hoch. Gellende Schreie und lautes Krachcn er-ffiliten den Platz, der zum Friedhof für di« armen unschuldigen Menschen wurde. Zerrissene Körper wirbelten durch die Luft, doch die hinter den Zivilisten nachrückenden Sowjets schauten diesem furchtbaren Moraen stur zu. Fflr sie war d«r W«g nun frei. Sie konnten ungehin-dert gegen die deutschen Stellungen vordringen, wo fhnen allerdings von den Gefechtsvorposten ein entsprechender Empfang bereitet wurde. Nun hagellcn die GaA> en der Maschinengewehre gegen die anstürmenden Bolschewisten, so daß sie in Scharen in den weichen Schnee sanken, Ihr Angriff verblaßte bald. Kritgibtrlehttr Franz Münnich, Pn Draok ■. V«rl«| M«rl)«r|*r V«rl«ii ■. Druckf^ Gm. b. H. — V«fl«<»l«l'tin< Kgon BaoiiiiJsr""' hriilialtnnt Anten G«r»rh*ck all' HuptschridUltnot Marburg d. Dra«. ßadftaii« 6 Zwt 7.mi{ Iflr Anieigm di* Prtiiliil« Nr i 1, JhU 1»4J (Oltil Anilall dar l.leUrun« dea Olattaa bei höliarar Gewalt oder gibt kainen Anapruch auf RüLkiabluuil fie«Ui2R|«idi:a, ^ MARBURGER ZEITUNG Donnerstag, 15 April « Nr. 105 0- Seite 3 Der Zeitklau Den »Kohlenklau« kennen wir nun alle schon zur Genüge und man ist ihm auch in der Untersteiermark hart auf den Fnrsea. Ich habe aber einen anderen »Klau« entdeckt, derimAlltacj eine nicht minder böse Rolle spielt und beträchtlichen Schaden stiften kann. Es ist dei •Zeitklau«! Ihr seit ihm sicher schon oft beqeq-net. Wenn man diesen üblen Gesellen kennt, trifft man ihn dann jeden Tag an. Der »ZeLtJilau«, der herumwandert ist so eine Art Bazillus, der unsere Mitmenschen befällt. Manche sind besonders disponiert für ihn, wie etwa viele für eine Angina. Uns^r »Zeitklau« Ist so ziemlich fjl)erall anzutreffen, am häufigsten in den Geschäften. Der vom »Zeit-kldu« Befallene äußert zum argen Unwil len der von ihm Nichtbefailenen ein eigentümliches Gehaben. So bleibt er beispielsweise im Laden seines Kaufmannes sinnend stehen und fragt dann die Verkäuferin träumerisch; »Ja, was wollt ich denn eigentlich nur kaufen?« Dann sucht er einen Zettel, auf dem er sich aufgeschrieben hat, was er zu kaufen gedenkt und findet ihn nicht Er frÄgt, während er — oder siel — alle Taschen durchstöbert, teilnehmend die Ladeninhaberin, wie es ihrer Tante Maltschi geht. Das Stöhnen und Seufzen der anderen Wartenden ttören ihn nicht im mindesten. Kennt ihr ihn nun, den »Zeitklau«, der die kostbare Zeit uns stiehlt? Der uns ebenso kostbare Nerven kostet? Frauen icheinen für den »Zeitklau« besonders empfinglich zu sein. Oft befällt er sie paarweise mitten auf der StraDe. Dann erfüllen sie in ihrer ganzen Breite und der Fülle ihrer Einkaufstasche den Ge-•telg and das tägliche Leben muß einen großen Bogen um sie machen. Und nach einer Stunde stehen sie noch immer dort... Aaf den Bahnhöfen hat der »Zeltklau« *ach einen guten NAhrboden. Die dort von ihm Befallenen lehnen sich gemächlich auf den Fahrkartenschalter, stecken womöglich ihren Kopf lur G&nze In das Klappfenster hinein und wollen nicht nur die günstigsten Verbindungen nach Kikeritzpotschen wissen, sondern auch ob es möglich ist, eine zu wählen, die Aber Sinabelkirchen führt, weil man dort eine Jugendfreundin zn besuchen gedenkt Heimisch ist er auch in den öffentli-ei ihnen in sicherer Hut wußten! Eines der schönsten Hochtäler Euro pas, das Logertal, daß in seinem Panorama himinelanstrebender Bergriesen nur vom Cirque de Gavernie-Tal in den Pyrenäen Obertroffen wird, liegt eben falls im Bereiche der Ortsgruppe Leutsch Grenzkreis feiert die Heimkehr Trifail iJedenkt der gefallenen Kameraden Die Befreiung des Unterlandes, die vor zwei Jahren das siegreiche Schwert des deutschen Heeres ermöglichte, war auch Id Trifail Gegenstand einer schlichten, aber würdigen Gedenkstunde. Wie In allen Ortsgruppen des Steirischen Heimatbundes, (andeo sich an diesem Tage an der Ehrenstätte der für Führer und Reich gefallenen Kameraden, die ihren Einsatz für die deutsche Unter-Steiermark mit^ dem Tode besiegelt haben, das Führerkorps des Steirischen Heimatbundes, Vertreter des Staates und der Gemeinde unter zahlreicher Beteiligung der Bevölkerung. Kreistuhrer Hberharth gedachte dabei der gewaltigen Ereignisse, die vor zwei Jahren die Untersteiermark ins Reich heimführten und betonte, daß die gefallenen Kameraden ein heiliges Vermächtnis sind, den deutschen Charakter der Untersteiermark nicht nur in jedem Belange wieder herzustellen, sondern auch für alle Zeiten sicherzustellen. Gesangchöre der Deutschen Jugend und der Wehrmannschaft gaben der Feier einen würdigen Rahmen, Ein nener stolzer Erfolg Die am 27 und 28 Marz durchgeführte siebente Reichstraßensammung im Kriegs-WHW hatte einen stolzen Erfolg Nach Torläufigen Feststellungen beträgt dos Ergebnis RM 62 700 135,97. IJei der gleichen Sammlung des Vorahes wurden RM 44 718 552,28, so daß eine Zunahme von 17 98! 53.1,69, das sind 40,21 v. H. zu verzeichnen ist. Zahlen sprechen Bis tn die entlegenste Ortsgruppe md Zelle des Unterlandes wird durch den Steiris(hen Heiinatbund das Verständnis für die Aufgdben der Gegenwart getragen. Das beweist unter anderem eine Meldung des Amtes Frauen in Polstrau, das der Kreisführung Pettau 168 Paar Patschen für Lazarette übergeben konnte. Besonders verdienstvoll erscheint diese Lci.stung dadurch, daß nicht nur die geschlossene Siedlung des Marktes für dir.sen Erfolg zeichnet, sondern auch die Umgebung eifrig dflbei geholfen hat Ja daß gerade der entlegenste Block der Ortsgruppe, Oberschalofzen, die beste Leistui^ mit 19 Paar Patschen, aufweist. m. Kurzlehrgang fttr die Pra« bi der Kriegswirtschatt Wir weisen nochmals darauf hin, daß am Freitag in Marburg im großen S«nl der Oberschule in der TauriskerstraÖe der Lehrgang »Die Arbeit der Frau in der Kriegswirtschaft« beginnt. Dauer des Lehrganges; von 10 bic 12 Uhr und von 13 30 bis 17 Uhr, m Vereinfachung der VerlÄngeruBf von Waftenscheinen. Der Reichsführer ff Und Chef der Deutschen Polizei hat eine Krieqsregelung für die Ausstellung von Waffenscheinen erlassen. Danach können Waffenscheine bis auf weiteres vor Ablaut ihrer Gültigkeit durch einen Vermerk auf der Rückseite um höchstens drei Jahre verlängert werden. Es bedarf also nicht mehr der jedesmaligen Neuausstellung. Gesundes Volk im Unterland In jede Gemeinde eine geprüfte Hebamme — Forderung des erbgcsunden Kindes n. deutschen Mutier und de« deutschen her muß angestrebt werdm, daß )ed« Täuberkulosenkranko nicht nur sein Um die angetroffenen anhaltbaren Z«-stände im Hebammenwesen zu verbessern, lassen wir Hebammen nun schon seit über einem Jahre in der Frauenab-tellung des Gaukrankenhauses tn Kursen schulen. Auch die soziale Stellung der Hebammen war schlecht weil sich die ärmeren Schichten keine solche leisten konnten und einfach Pfuscherinnen ins Haus riefen. Nachdem sich die wirtschaftliche Lage in der Untersteiermark seit der Befreiung grundlegend gebessert hat ist die Stellung der Hebamme durchaus zufriedenstellend. Unser Bestreben geht nunmehr dahin, in jede Gememde eine geprüfte Hebamme zu bringen, und somit das Leben von Mutter und Kind zu slrhem. , Wieder dl« HilfsstellenlellerlnneB la ; vorderster Front! I Die Führung der gesundbeltllchea Belange hat von geschulten Kräften zu er-! folgen, wie Arzt, Apotheker, Hebamme, j Gesundheits- und Volkspflegerin, Säuglingsschwester usw Suweit in Krit<(is I Zeiten geschulte Kräfte zur Bewältigung der anwachsenden Aufgaben fehlen, sind Hilfskräfte einzustellen, deren Einsatzfreudigkeit besonders hervorgehoben werden muß. Vor allem müssen hier die Hilfsstellenleiterinnen des Amtes Volkswohlfahrt im SteirischeD Heimatbund genannt werden, die keine Fachkräfte sein müssen, dafür aber einerseits im Volke wur/eln. andereseit» die Verbindung mit den geschulteo Kräften aufrechterhalten. Sie kennen die Nöte der ihnen Anvertrauten und wissen, wie es in den Wohnungen aussieht, so daß man ihnen kein falsches Bild vortäuschen kann. Sie haben die wirtschaftliche Betreuung durchzuführen, die Vorbereitungen zu den Mütterberatungen zu treffen und werden ihren Stolz darein setzen, daß in ihrem Bereiche die Kinder blü-;iend ausseh^ und die Sterblichkeit eine ^nnz np»'iTirTP Ist. Wo sie aber f'»rhHchpn Rat benötigen, werden sie solchen von lon HPsrhiilfen Kräften jederzoit eibal-ten. So stehen sie mit an erster Stelle, wenn um Leben und Gesundheit der deutschen Mutter «nd de« deutschen Kindes gerungen wird. Trotz des Krieges bessere Milch für Säuglinge Was hier besonders nOtlg ist aine nn- ablässige Stillpropaganda, wird von der Hilfsleiterin am besten betrieben werden können. Aber es muß an alle die Bitte gerichtet werden, in dieser Propaganda nicht zu erlahmen Ln Kriegszelten, wo die Beschaffung einwandfreier Säuglingsmilch oft schwierig ist ist langes Stillen besonders nötig Natürlich bemühen wir uns auch um die künstliche Säuglingsemährung. Es ururde deshalb illes unternommen, daß die Vollmilch besser werde, und sie ist es auch geworden, wie die Lebensmitteluntersucbungs anstalt in Gr«? testqestplll hat Die Pa steurlslerungsanlage tn dei Marburger Molkerei arbeitet einwandfrei» aber auch die Frauen müssen bemüht sein, In reinen Töpfen und Kannen die Milch zu holen und si« an einem kühlen Orte aufzubewahren) es wird dann nicht vorkommen, daß dieselbe Milch bei einer Frau gerinnt, während sie bei der anderen In tadellosem Zustande bleibt Gesundheitliche Bedeutung der Kindergärten Auch die zahlreichen und tn vollendeter Form errichteten Kindergärten haben großen gesundheitlichen Wert-nachdem die Kinder bis zum zweUen Lebensjahr in den Mütterberatungsstellen betreut werden, soll diese Betreuung bis zum vorschulpflichtigen Alter in den Kindertmesstättcn l(if 1n»»<'pt/l werderi wozu In steigendem Masse Arzte einne-sftzt sind, soweit die kriegsbedingte Überlastung unseres Standes dies erlaubt Bekämpfung der Tuberkulose Zur Bekämpfung der Tuberkulose wurde die bereits bestehende Tubprl;u-losefürsoryestelle in Marbuig und Windischgraz auf breiter Grundlage ausgebaut. Da es sich bei der Tuberkulose um eine Ansteckungskrankheit handelt, kann sie nicht allein von der gesundheitlichen, sondern muß auch von der sozialen Seite her bekämpft werden. Da- eigenes Eett. sondern auch seinen eigenen Schlafraum hat. Auch hier ist all das nachzuholen, was das früher« Regime unterließ. Uuterdrückang andere* Inlektlonskramk- buitijn Die anderen Infektionskrankheiten haben sich m sehr mäbigeii Grenzen gehalten. Im vergangenen Jahre wurden die Jahrgänge \'J33 bis 1939 gegen Diph-terie geimpft, u. zw. zweimal 19.427 und einmal 3024 Kinder, die Folge davon ist ein bedeulendor Rückgang dieser Krankheit Ebenso sind die Scharlachfälle sehr gering, abgesehen davon, daß sie milde verlaufen Am meisteu zu befürchten rm'^ s'-ukcc Vrrbrriliinn von Typhus nnd Paratyphus, dies war «ber nicht der Fall VVeim Irgendwo ein kleiner Herd aufgetreten war, konnte dieser auch rasch beseitigt werden. Die alt« Unsitte: der Alkohol Auch auf diesem Gebiete mangefte •• m früherer Zeit an der nötigen Aufklärung. Wenn wir auch heule nicht so weit gehen wollen, die Untersteiermark zu einem Eiilhaltsamkeilsverein zu machen, muß doch gefordert werden, daß Säuglingen kein Schnaps verabreicht und die heranwachsende Jugend vollkommen alkoholfrei gehalten wird Alkohol ist für die Jugend Gift! Er hemmt die gesunde Entwicklung, namentlich den Auf-1.1U dei Gehirn und Nervensubstanz, er^tört da« Verantwortungsgefühl und verdirbt den Chariikter. 7.fe! allen Strebens: ein gesundes Volk Es Ist heute auch bereits tn der Un-tcrsteiermurk Selbstveistandlichkeit ge-wuiduu, adü in eister Keitie das ge-simde, das erbgesunde Kind gefördert wird Unser Bestreben ist es, das Volk gesünder zu machen und die Erbkrankheiten zum Verschwinden ro bringen. Dtiriiber hinaus aber wird auch von der Gesundheitsführung denjenigen Bevorzugten Förderung zuteil, die selbst be-stTbt sind, den Kampf ums Leben aus eigenem .Antriob zu fiihren. S. W. Flucht in die Lüge ■ oaan von Bert OehlHinn Ail«{{«ckM vorbetitlt«ibcl^ora-V«rlaf.BerlinSW II (37. Fortsetzung) »Natürllchl« rief Lotte, hochrot im Qeaicht Ich habe ja .auch gleich gesagt, daß Sie sich irren müssen, Herr Rechtsanwalt! Ein Mann, der so viel Geld findet und wiederbringt kann kein Betrüger seini Ein Betrüger hätte--1 »Wir werden sehen,« wehrte Zimmermann den Angriff ab. »Noch bleibe ich bei dem, was ich gesagt habe.« »Da wäre es vielleicht am besten, hineinzugehen,« schlug" Brink mit heiterer Miene vor. »Das wäre es allerdings,« nickte Zimmermann. Bin paar Augenblicke später fiel die Haustür hinter ihnen mit leichtem Schnappen ins Schloß. • Um vier Uhr nachmittags flammte das grüne Licht in Stelgers Zimmer zweimal auf. Malmströml Stelger erhob sich gereizt. Die letzten Stunden waren voller Unruhe gewesen. Man hatte Brambach in ein anderes Büro einguartiert, und dort, wo er und gestern noch Brink gearbeitet, saßen nun drei Bücherrevisoren, die fortwährend zum Prokuristen kamen und unzählige Fraaen seilten. Und dann — Lieselotte Emmerlchl N\in saß sie nebenan und tippte und heulte zu gleicher Zeit. Steiger hatte ihr auf den Kopf zuge-»lagj, nicht dicht gehalten zu haben, Ja, sie hatte geklatscht--zu Bier- stedt vor allen Dingen. Der Arger riß nicht ab, bei Gott ar riß nicht ab. Wie eine immer neu heranstürmende Flut war das, wie eine Lawine ohne Ende. Steiger schloß den Schreibtisch ab, steckte die Schlüssel zu sich und machte sich auf den Weg zu Malmström. Auf dem Gang stieß er auf Brambach, der die Gelegenheit benutzte, sich bitter über das Zimmer zu beschweren, das man ihm angewiesen hatte. »Nicht zum Aushalten ist das, Herr Stelger — — direkt nebenan der Fahrstuhl — — das surrt und surrt — und dnrübei die Adressiermaschine — — so'n Kopp kriegt man, Herr Stelger, so'n Kopp--und dabei soll man rechnen? Dabei wird man höchstens verrflcktl« »Es hilft doch nichts Wir sind Im Raum beschränkt. Das wissen Sie doch!« »Aber das kann doch niemand aushalten!« »Die paar Tage muß es gehen — —« Ärger, nichts als Ärger. Glatt ging überhaupt nichts mehr. Mit umwölkter Stirn betrat Steiger Malmströms Arbeitszimmer. »Jetzt kommen die Warnungen auch schon von draußenl« rief dieser. »Dal Sehen Sie sich das bitte mal an — — ja, den Brief da--kam eben mit der Postl« Seufzend griff Steiger nach der Post Zimmermann, Rechtsanwalt und Notar? Er begann zu lesen, war schon nach den ersten Worten (jefesselt. Seine Augen hetzten förmlich über das Papier. Bis er dann zum Ende kam; »Es steht nun liel Ihnen, von meinen Mitteilungen Gebrauch zu machen oder li« zu ignorieren.* Punkt Schluß. »»Nun?« Malmström schob die Brille mit leicht bebenden Händen auf die Nase. »Von draußen schlägt man jetzt schon an unsere Türen! Fremde Menschen er-barmeo sich unser und schicken uns Warnungen im Haus' Warnungen vor unseren eigeneo Angestellten. Eine Schande ist das.« »Im Grunde genommen,« faßte er sich, »im Grunde genommen teilt uns dieser Rechtsanwalt nur mit was Herr Lenz ja bereits ermittelt hat — — Auto — — Villa in Halensee — — — bedeutende Geldmittel, die mit dem verhältnismäßig bescheidenen Gehalt nicht in Einklang zu bringen sind — — — also wirklich nichts neues — —« »Als ob es darauf ankäme, Herr Steigerl« »Gewiß, ich verstehe — — der Ruf unseres Hauses — —« »Das ist es. gerade das. Und wir warten nnd drucksen. Genügen die Beweise nicht?« »Nein!« »Neln^« Malmström Heß sich äch7pnd auf den Schreibtischsessel fallen. »Wir suchen so lange, bis man In ganz Berlin ilber ims lacht. Nein, da mache ich nicht länger mit. muß was geschehen, Herr Steiger. Ich werde mich nachher mit Lenz In Verbindung setzen. Wir müssen losschlagen. Der Kerl muß in Nummer Steher. Wer snat uns denn daß er dr>n tTrlaub nicht noch df^7u benutzt, im Nebel zu verschwinden?« »Das dürfte doch bei der Überwachung, die Herr Lenz angeordnet hat, ein Ding der Unmöglichkeit sein.« »Ein Ding der Unmöglichkeit sein?« Malmström lacht krampfhaft. »Wissen Sie, was heute morgen geschehen ist? Sie wissen es nicht Brink hat eine unserer Detektivinnen tätlich angegriffenl« »Was hat Brink getan?« Steiger prallte ordentlich zurück »Brink hat — — ?« Nein, das war doch unmöglich? Wie sollte--? »Er hati Glauben Sie es nur. Fs war die Schröter. Das Mädel hat sich wahrscheinlich ein bißchen vorbei benommen --jedem kann ja mal ein Kunstfehler unterlaufen--jedenfalls ist Brink auf sie aufmerksam geworden — — hit ihr in einem halbdunklen Treppenflur aufgelauert und ist dann auf sie zugesprungen --Mann«, ächzte er, »wollen Sie noch mehr? Sagen Sie jetzt immer noch, die Beweise genügen nicht?« • Malm.ström war krebsrot im Gesicht. »Mir genügen siel« schrie er und donnerte die Faust auf die Schreibtischpl it- te »Außerdem ist er gewarnt--weiß, daß man hinter ihm her ist--sagen Sie doch selbst; wäre Brink nicht hirnverbrannt, wenn er unter diesen Umständen nicht macht, daß er fortkommt?* Steiger fühlte, wie sich so etwas wie Betäubung über ihn legte. Mit einer Zähigkeit, über die er sich selbst nicht klar wurde, hatte er Innerlich--trotz allem! — immer noch an Brink geglaubt, hatte gehofft, daß sich alles In letzter Stunde aufklären müsse--nun aber schwand die letzte Hoffnung dahin. »Natürlich,« Malmström sprang wieder auf und marschierte im Zimmer auf und nieder, »da sind Sie platt, nicht wtilr. Tiöbten Sic sich, ich war es auch, als lenz mich anrief und mir die Geschichte auftischte.« »Auf — auf das Mädchen zugesprungen ist er?« murmelte Steiger. »Und dann?« Und dann?« Malmström lachte bÖM. »Nein, ermordet h^t ei sie nicht Aber soll das vielleicht eine Entschuldigung für ihn sein? Die Schröter hat natürlich gedacht ihr letztes Stündlein wäre gekommen Wer weiß, ob nicht wirklich was Ernsthaftes geschehen wäre, aber jemand wurde plötzlich im Treppenhaus hörbar, und da ließ er von ihr ab. Seinen Wagon hatte er an der Ecke Wil-he'mstraße stehen lassen. Als sich die Schröter einigermaßen erholt hatte, lief sie dahin Aber da war der Sübergraue weg « Steiger schwieg. Er senkte den Kopf. Nun war wohl alles aus. »r>pr Kuckuck mag wissen, was er t® tier Iledemannstraße gewollt hat.« Malmström starrte durchs Fenster ins Leere. »Miin hat ihn dort schon einmal gesehen. Gestern mittag. Passen Sie auf, Herr Stelger, das gibt einen wahren Rattenschwanz, wenn Brink in Nummer Sicher kommt. Der hat seine Finger noch in anderen Dingen, Lenz wird schon recht haben. Aber, ob das nun so ist oder nicht — — wir können wir dürfen einfach nicht länger warten! Ich bitte Sie, wenn unsere Leute jetzt plötzlich nicht einmal ihres Lebens sicher sind — —« »\^elleirht,« würgte Steiger hervor, »virfliMcht hat dieses Fräulein Schröter e'was liberfiio'ien--sie hatte schließlich einen Fehler begannen---nun möchte sie die Aufmei-ksamkelt davon dbloiikos und vcrgrobeit deshalb--« t . ! / Seite 4 * Nr. 105 * Donnerstnj, 15 April MARBURGER ZEITUNG I Neue DesUminufijJen für HausschlachtunjJen Um eine bessere Allgemeinvertorgung 'mit Schweinefleisch zi ermöglichen, hat der Reichsernahrungsministei ergänzende Bestimmungen über die Hausschlachtung erla&äen, die die ZutuKrung erhuh ter Schweinefleischmengen zui gewerb liehen Versorgung zum Ziele haben. Die Landesernährungsamtet werden ermächtigt, die Genehmigung zur Hausschlach-tung von dem Nachweis abhängig zu mdchen ocer mit der Auflage zu verbinden, daß in den letzten *echs Monaten eine angemessene Anzahl von Schlacht-»chweinen zur gewerblichen Versorgung abgegeben worden ist oder in den fol-elenden sechs Monaten abgegeben wird Ferner wird eine Regelung für die Selbstversorger der Gruppe C getroffen, in der alle diejenigen Emrichtungen zusammengefaßt sind, die unter bestimm ten Voraussetzungen die von ihnen ge haltenen Tiere zur Eigenversorgung schlachten oder verwenden dürlen Hierzu gehören Krankenhauser und Anstalten, Kantinen und Werkküchen, Arbeitslager und ähnliche Einrichtungen sowie Einheilen der Wehrmacht und des Reichsarbeitsdienstes. Selbst versorg ei der Gruppe C sind vielfach in der Lage, durch die Hausschlachtunq ihren Fleischbedarf zum überwiegenden Teil aus selbstgemästeten Schweinen zu decken während im Rahmen der Rationen der Zivilbevölkerung nur ein verhältnismäßig kleiner Anteil mit Schweinefleisch \)#liefert werden kann Unter Beibeh.il-tung der Vergünstigungen, die den Selbstversorgern der Gruppe C im Hinblick auf die Selbstmästung von Schweinen gewährt sind, ist es notwendig, in angemessenem Umfang einen Austausch von Schweinen oder Schweinefleisch gf^geii Schlachttiere oder Fleisch anderer Art durchzuführen. Die Landesernäh-ninqsÄmter werden deshalb weiterhin ermächtigt, bei der Genehmigung von Hdusschlachtiingen entsprechende Auflagen zu erteilen. Die Anordnung behandelt ferner die Anrechnungszeit für nirhtlandwirtsrhaftlidie Selhstversorqer die n\ir einmal jährlich schlachten. Die Anrechnungszeit beträgt längstens 40 Wochen. Das Fleckfieber überwunden Ein Sieg deutscher Wissenschaft in zwölfter Stunde m. Die Schulungsburg der Deutschen Arbeitsfront In Neudorl eröffnet. Am 11. April wurde in Anwesenheit des Stellvertretenden Gauleiters Dr. Portschy die erste Gauschule der Deutschen Arbeitsfront in der Steiermark in Neudorf eröffnet. m. Anderbiirger WehrmSnner iflr das Kriegi-WHW. AnläBlich einer Veranstaltung des Sturmbannes V in Anderburg für das Kriegs-WHW am letzten Sonntag wurde das schöne Ergebnis von 3170 RM erzielt. Ein gutes Eintopfessen, ein Glückshafen und der Musikzug det Wehmiannschaft sorgten für gute Stimmung bei den Gästen, die sehr zahlreich erschienen waren. ra. Ahleben einer treuen Gemelndean> gestellten In Rohitscb-Sincrbninn. Nach schwerem Leiden verstarb in Rohitsrh-Sauerbrunn im Alter von 71 Jahren Fräulein Olga Vosou Die Verstorbene war eine geistig und künstlerisch hochgebildete Persönlichkeit. Jahrzehnte hindurch trat sie mit Erfolg als KonzertBän-gerin auf. Noch im Alter von 70 Jahren brachte sie die Willenskraft auf, «ich auf den Dienst einer Gemeindeangestellten umzustellen. Sie war eine zuverlässige Arbeitskraft und hilfsbereite Mitarbeiterin. An der Beisetzung nahmen am 12, April Führer und Gefolgschaft der Gemeinde teil. m Nachrichten ans Mureck. Aus dem Mühlgajig wurde kürzlich eine Leiche geborgen, die nach den aufgefundenen i'apieren als der seit 8 Februar abgängige, 50 Jahre alte Josef Rosenzopf, Mft-terialverwalter einer Baufirma in Marburg, agnosziert wurde. — In diesen Ta gen begeht der Inhaber der Papierhandlung und Buchbinderei Franz Koller In Mureck sein SSjähriges Geschäftsjubi* läum. — Forstmeister i, R. Thomas Mitterling ist nach längcrem Leiden im 79 Lebensjahre gestorben. m. Feler»tunde in Gurkfeld. Am Samstag wurde anläßlich der Wiederkehr f*e8 zweiten Jahrestages der Befreiung der Untersteiermark auf dem Ehrenhajn in Gurkfeld in einer Feierstunde ein Kram niedergelegt. An der Feierstunde nahmen alle Amtswalter, die Wehrmannschaft und die Deutsche Jugend teil. Das Lied »Heilig Vaterland-* leitete die Feier ein, es folgte eine Ansprache des Ortsgruppenführers Zarl. Mit der Niederlegung eines Kranzes an den Ehren-brettern der Gefallenen durch den Ortsgruppenführer und einem dreifa'"hen Siefall in Marburg Heute, Donnerstag, um Ifl Uhr findet im Marbur()er Rapifl-SlüdU 98 als Sieger und damit als Meister erwartet werden Im Bereich Berlin—Mark Brandenburg fällt die Entscheidung zwischen SCC und BHLC. Im Bereich Donau-Alpenland muß die SGOP Wien am la und 2.5 April gegen den Slaffelsieger ADTV Graz antreten ■ Aus dt»r Abt. Rapid der Marburger Sportgemeinschaft Zum Spiel gegen die Wehrmacht haben sich Donnerstag um 17,30 Uhr folgende Handballspieler im Rapid Stadion einzufinden; Schauritsch, Persclie Brunflicker, Gnllln, Troppan, Nitzsche, Teichstätter, Kleinwächter, Sturm, Krautinger, Oberdorfer, Kanitsch, Kebritsch Der Abteilungsleiter. : KAC-Rapid wurde Kärntner Pokalsieger. Auf dem Städtischen Sportgelände in Klagenfuhrt wurde in Anwesenheit von Sportgauführer Ernst Kollenz das Schlußspiel im Kärntner Re-gionalhewerb der Tsrhammer-Pokalkonkurrenz ausgetragen. Vor 20C0 Zuschauern siegte die durch Urlauber verstärkte Spielgemelns^haft KAC-Rapid über die Sportgemeins''haft Klagenfurt mit dem überraschend hohen Ergebnis von 5:0 (1:0) Toren. KAC-Rapid hat nunmehr in der nächsten Runde gegen den steiri-schen Pokalsieger anzutreten. — Im Meisterschaftsbewerb gab es eine große Überraschung, denn der Villacher SV mußte sich in Kralnburg mit einem 4:4 (3;3)-Unentschieden begnügen. Die Villacher sind aber dessenungeachtet welter mit 10:4 Punkten an der Tabellenspitze vor dem LSV Klagenfurt (7:3 P.). und der TuS Aßling (5:7 P.) zu finden. Landwirtschaft Blick nach Südosten e. Neues deutsches InsUtut In Ungarn. In Klausenburg wurde em deutsches wissenschaftliche« Institut eröffnet, das die Aufgabe hat, die Fortschritte des deutschen Volkes auf allen Gebieten aufzuzeigen und an der Festigung der kulturellen Beziehungen zwischen Deutschland und Ungarn zu arbeiten. o. Bulgarien geht gegen Kriegsverbrecher vor. Die ersten in Bulgarien gegen Kriegsverbrecher verhängten Todesurteile wurden vom Oberlandesgericht bestätigt und weiden dieser Tage mit dem Strang vollstreckt werden. Von den drei Verbrechern, deoen umfangreiche Schiebungen mit Seife zur Last gelegt wurden, sind zwei Juden. o. Soziale Fürsorge In Bulgarien. Unter dem Vorsitz des Generalsekretärs des bulgarischen Innenministeriums, Goljuloff, fand eine Sitzung des Obersten Rates für öffentliche Wohlfahrt statt, in der der Etat für 1943 bekanntgegeben und angenommen wurde. Er beträgt 151,975.710 Lewa (fast 5 MilL RM). Der größte Teil dieser für den bulgarischen Staatshaushalt sehr beträchtlichen Summe dient dem Wohl der Kinder. 29 Mill. (942.500 RM) sind für Kinder- und Walsenheime bestimmt, 66 Millionen Lewa (2,145.000 RM) für Kindertagesheime, kostenlose Mittagstische in den Schulen usw. 3,5 Mill. Lewa (116.750 RM) sind für den Betrieb von Volksküchen bereitgestellt worden, 4,5 Mill. Lewa schließlich für Tageskinderheime in den besetzten Gebieten. Ferner sieht der neue Etat noch die Einrichtung eines Luftkurhelmes für Walsenkinder und viele andere soziale Einrichtungen vor. Man sieht an dieser Bereitstellung von Mitteln, daß die bulgarische Regierung bemüht ist, die Durchführung soüiale' Maßnahmen nicht zti vernarhiässin'^n o. Neue rumänische Lebensmittelkarten. In Bukarest werden neue Lebensmittelkarten verteilt. Sie sind auf Staatspapier gedruckt, das eine Fälschung ausschließt. Alle Juden, auch die getauften Mischlinge usw. erhalten Sonderkarten mit Querstrichen. o. Befreiungsfeiern in Mazedonien. Die zweite Wiederkehr der Befreiung von Mazedoni^ durch deutsche Soldaten wurde überall in der neu zu Bulgarien gekoirnnencn Provinz gefeiert. Bei der größten Feier in Skoplje wurde der deutsche Gesandte SA-Obergruppenführer Beckerle zum Ehrenbürger der Stadt ernannt Erdbeerenanbau im Unterland Im Frühling Wildgemüse Dem Wunsch nach frischem Grüi können wir im Frühling leicht durcl: den Genuß von Wilcigemüse wenig stens teilweise stillen. Es ist nicht nu reich an wertvollen Wirk- und Srhut? Stoffen, sowie an Mineralsalzen, die un ?er Körper gerade im Frühling braucht sondern es schmeckt auch ausgezeich net. Fast überall ist es zu finden, leich und mülielos kann es auf Spaziergan gen gesammelt werden. Brennessel, Lö wenzahn, Sauerampfer, Vogelmiere Schwarzwurz (Wildwurz) können wi' auf diese We se ernten und unserer Gemüse-Speisezettel auf sehr wirksamt Art bereichern. Man bereitet daraus Suppen, Gemüsebeilagen, füllt Knöde damit, kann z. B. Brennesseln, Schwarz würz, Löwenzahn, Sauerampfer und Vo gelmiere auch wie Spinat verarbeiten Von Brennesselpflanzen pflückt man nu die jungen Triebspitzen ab. beim Lö wenzahn schneidet man die Grundrosrt ten an der Erde ab und entfernt vor 'len BMttern harte Blnttspitzen, bei Saue'-impfer verwendet man die Blätter, bei Vogelmiere das ganze Kraut ohne Wui 'ein und Stiele. Die meisten Wildgemü ^esorten lassen sich auch zu frisrhem SaIÄt verarbeiten. Wer sich erst einmal in den manchmal etwas herben, aber dabal kräftig würzigen Geschmack von Wiklgeinüse gewöhnt hat, wird, es spä 'er n'cht mehr missen wollen. * Grüner Salat muß richtig zubereitel \verden Die darin enthaltenen Nähr-itofte, vor allem die blutbildenden Salze und Vitomine, dürfen nicht durch fal fhe Zubereitung verloren gehen. Voi Icir Säuberung nimmt man den Salat aus Maanfler und fuitzt ihn, dabei entfernt man lediglich harte oder schlechte Bläl 'er, wahrend die Blattrippen mit verwendet werden. Größere Blätter unci licke Blattrippen werden zerteilt. Man v/äscht den Salat unter fließendem Was .er, dllenfatls in einer tiefen Schüsse' n reichlich Wasser. Keinesfalls jedoch larf man den Salat lange im Wasser ief[en lassen, Cr darf auch nach dem Waschen nicht ausgedrückt oder gar ge-nreßt werden, es genügt, ihn auszu icbwenken. Das Abmachen des Salates 'leschicht erst kurz vor dem Auftragen Dazu braucht man kein Dl — in der Di ilküche verzichtet man schon längst laraiif, Sauermilch, Bfittermilch, Essig Zitrone od(!r säuerlicher Obstsaft kann verwendet werdctii den richtigen Wohl lesrlimack erhält aber jeder Salat ersi lurcli Hin/ufügung grüner Kräuter, zu lenen nicht niii Petersilie, Schnittlauch Kerbel, Dill usw gehören, sondern auch gewirgtes Wilcigemüse, wie Saueramp lor, Löwenzahn und Huflattich. I Die Erdbeere nimmt innsrhalb des Obstbaues auch in dtr Untertteisrmark eine Ausnahmsstellun^ ain. Dias nicht allein deshalb, weil sie den krautartigen, ausdauernden Stauden beizuz&hlcn iiti sondern weil sie hauptsichlich in Kultur, Pile|{e und Vermehrung ganz ge&ndcrte Lifordernisae stellt als die übrigen Obst-arten. Immer soll daran gedacht Warden: Erdbeeranbau ist eine Intensivkulturl Die Erdbeere verlangt klimatisch weniger'anspruchslos eine sonnige Lage und nährstoffreichen Boden. Am Msten taugt ihnen humoser, sandiger genügend kalkhaltiger Boden, dem auch genügende Feuchtigkeit zur Verfügung st^en muß. Das Versagen mancher Erdbeerpflansun-gen ist auf Wasserknappheit bzw. Feuch-tigkcitsmangel zurückzuiQhren. Zu laichte Böden müssen durch humose Düngung bindiger gcmacht werden. Die besten Vorfrüchte für Erdbeeren sind alle Gewächse, die man in eine frühe Stallmistdüngung stellt, also Gurken, Tomaten. Kartoffeln, Kraut. Tabak usw., daneben auch Leguminosen, namentlich Kleestoppcl und nicht zu vergessen frisch umgebrochene Wiesen. Die Erträge der Erdbeere sind abh&n* gig von der richtig gegebenen Vorrats-düngung. Hat man auch mit den künstlichen Düngemitteln die Möglichkeit, Düngestoffe nachzugeben, die von großer Bedeutung sind, so helfen diese Düngergaben doch nicht genug, 'wenn vor der Pflanzung in der Düngung Fehler gemacht werden. Die Erdbeere gebraucht unbedingt zu ihrer Höchstentwicklung Kalk. Sie ist aber für eine frische Kalkung empfindlich. Die Pflanzung ist also unbedingt auf altabgekalktes Land zu bringen. Bei einer Spitsommerpflanzung muß somit die Kalkung schon im Herbst vorher gegeben werden. Frische Stallmistdüngung ist ebenfalls unbedingt zu vermeiden. Bei den in verschiedenen Gebieten durchgeführten Versuchen konnte ich wiederholt feststellen, daß die meisten Verluste bei jungen Erdbeerpflanzungen, wenn es sich sonst um einwandfreies Material handelte, durch frischen Stalldung entstehen. Zur Anpflanzung ist somit nur altgedüngtes Land zu verwenden und lasse auf diesem eine Vorfrucht vorweg- Die Bodenvorbereitung besteht bei feldmäßigem Anbau in einem Tiefackern auf etwa 30 cm. Was nun die Pflanzung als solche anbetrifft, so muß sie in erster Linie dem Boden angepaßt werden Im leichten Boden pflanzt man Erdbeeren in seichte Furchen, im schweren auf ebenes Land und im mittleren auf kleine DSmme. Die beste Pflanzzeit ist der Spätsommer, die Monate August, September. In anderen Gebieten spielt wieder die Früh-jahrspflanzung in den Monaten März, April und Mai eine Rolle. Bei zu später Pflanzung im Spätjahr ist zu befürchten, daß die Pflanzen durch den Frost gehoben werden und vertrocknen. Als Anbaumethodo bedienen wir uns der Beet- oder Rabattenpflanzung, die sich als besonders vorteilhaft erwiesen hat. Es werden stets zwei Reihen nebeneinander gepflanzt mit einem gegenseiti-({en Abstand von 35 bis 40 cm Pilanzab-stand innerhalb der Reihe ebenfalls 35 bis 40 cm je nach Sorte. Die Pflanzen werden im Verband gesetzt. Bis zu den nichsten beiden Reihen ist dann ein Abstand von 70 bis 80 cm einzuhalten (Arbeitsweg), Zum Ziehen der Reihen bedient man sich eines verstellbaren Rei-henziehers. Diese Pflanzweise hat folgende Vorteile: 1. Die Bodenbearbeitung bzw. Hackarbeit, sowie die Düngung ist leichter durchzuführen, 2, die Pflückarbeit wird erleichtert (Arbeitsweg), 3. in dem Beet selbst können sich die Ausläuferpflanzen gut entwickeln, 4, es wird nicht soviel Holzwolle als Unterlagenmaterial benötigt, 5. zum Bedecken des Bodens im Winter ist nicht soviel Deckmist notwendig, 6. eine bessere Durchlüftung der Anlage ist gewährleistet. Die Pflanzung selbst soll nicht in der Sonnenhitze vorgenommen werden. Tunlichst wären Regentage oder Morgenbzw. Abendstunden auszusuchen. Die Herstellung des Pflanzloches geschieht mit der Hand, dem Setzholz oder einer kleinen Grabschaufel Ein Eintauchen der Wurzeln der Setzpflanzen in einen steifen Lehmbrei ist vor dem Pflanzen sehr zweckmäßig. Beim Pflanzen ist streng darauf zu achten, daß die Wurzoln in ihrer natürlichen Lage »in den Boden kommen, und daß namentlich nicht^ zu tief gesetzt wird. Wird das Herz mit Erde bedeckt, dann kümmert die Pflanze und geht in vielen Fällen ganz ein. Die Erdbeerstöcke müssen frei im Boden sitzen, die Erde wird also beim Setzen leicht angedrückt. Ein Angießen der Pflanzen ist besonders bei trockener Witterung nötig, da es sonst Ausfall gibt. Bevor ich in der Kulturbeschreibung weiterfahre, will ich noch an dieser Stelle einige Ausführungen über die Jungpflanzengewinnung machen. Bei der Selbstgewinnung der Erdbce^pflanzcn ist besonders auf die Übertragung der typischen Sorteneigenschaften durch sfrenßo Stock-auslese, die jedes Jahr wieder neu vorgenommen werden muß, Rücksicht zu nehmen. Es empfiehlt sich, die einzelnen Pflanzen bei ihrer Entwicklung und Ernte genau zu beobachten, die kräftigsten, gesunden und reichtragenden Büsche besonders zu zeichnen und nur von ihnen junge Pflanzen zu nehmen. Die Erdbeeren bilden an den Mutterpflanzen Ausläufer bzw. Ranken. An diesen entstehen diese jungen Pflänzchen Das Beseitigen der Ranken bei den Mutterpflanzen hat stets mittels scharfem Messer oder Schere zu erfolgen. Durch das Abreißen werden die Mutterstöcke gelockert und der Wurzelhals l^schädigt. Bei gutem Boden und wo man die Felder alljährlich mit kurzem verrottetem Mist belegt, sind die Ausläufer beim Abnehmen von der Pflanze bereits schon bewurzelt und können in diesem Falle sofort zur Pflanzung verwendet werden. Wo dies nicht zutrifft, verstopft (pikiert) man seine Ausläufer zunächst auf ein gut vorbereitetes Beet mit nahrhafter Erde (auch Mistbeetkasten) auf allseitigen Abstand von ca. 10 cm. Für Beschattung gegen die Mittagssonne ist zu sorgen, auch darf öfteres schwaches Spritzen nicht vergessen werden Durch diese Maßnahmen bekommen sie ein gutes, kräftiges Wurzelwerk und wachsen sicherer an und weiter. Bodenbearbeitung und Dfingung für die ErdbeerkuHu-ren wird Inhalt eines folgenden Aufsatzes sein. H. Plock, Gau-Obalbauoberintpcklor TWTÜWG Donnergtag, 15. April * Mr, 105 * S«fte 5 Jj/s aUcr IVelt a.,loJ i«iu« Fiaiu»Rika4. Dat Wtlthad Franzensbad begebt M.n ISOjahn^jM Be-Ktuben als Friiuen- nnci HtrxhaiUiad. Zur Eröliiiung der ivuizut, di« vorauMicht-lieb, am 9. Mai stattfind«t und mit d*T Bnuiiienwc h«, der Bröffnioig d«i h«n-di«gno«UjBchPn ln«tl^jt«c und de» Sptttl-be^'.nn des Kurlhoator« aingelMtAt wird, soll das 150jdhrige EV««t*hMi dM Welt-bac!«s wiftdig gefeiert w«rd«a. a. Dak »WohllltigkeitsiMt« der StrUeil-rAuber. Auf originelle W«is« konnte die arqentiniach« Po]l?:ei mit ein«ra Schlage übef 100 der gcfahrlicheten StraBenriu-b«r verhaften. Diese veranttalteten auf ednem Gntsiinf auBerhalb von BuMioa Aires etn Wohltätlgkeitefeet für efnen d«r beiülchtigvten argcmtinischen P'sto-leroi, wie akm dort die Banailen nennt, mit den Spitznamen »Bauerleui«, Dieser Itt im Jahre 1935 aus dei^ Zuchthaus in La Plat entwichen und konnte bi&liei Dock nicht ergrilten werden, er lebte zur Z«it unter großen Entbehrungen im Verborgenen. Die PoHiei hrtte von diesem edgenartigen Wohltätigkeitsfest rechtzeitig Kenntnis erhalten, umstellte den Gutahof mit einem gewaltigen Aufgebot und verhaftete »ÄmtHche »Festteilneh-tner« nach Uberwindung hartnäckigen Widerstände«. •. Dait Ende der »Maria Madre«. Dar lAngtte Prozeß, der Jemals um ein Schiff geführt wurde, dauerte nicht weniger als vfenig Jahre — es war der Prozeß um die »Maria Madre«, einen italienischen Dreimaster, der 1902 erbaut wurde, 190? seine erste Fahrt antrat und niemals mehr nach Italien lurückkehrte. Das Schiff wurde im Hafen von Montevideo von den uruguayanischen Seebehörden beschlagnahmt, weil der Staat Uruguay behauptete, der Dreimaster sei in seinem Auftrage mit seinem Gelde erbaut worden. Der italienische Reedereibesitzer wiederum drohte, • rwerde die »Maria Madre« nicht mehr nach Montevideo schicken und verlangte die sofortige Freigabe des Schiffe*. Als Uruguay dies verweigerte, wurde ein Prozeß angestrengt, der sich viele Jahre hinzog. Die Italienische und die nruguayanlsche Regierung traten sogar In einen Notenwechsel wegen der »Maria Madre«. Als der Weltkrieg ausbrach, hatte man in beiden Ländern andere Sorgen, das in Montevideo festliejende Sciüif geriet in Verfiessenheit und wurde l!»2ü, nach dei Liquidation drr Reederei, für 750 Pesos als altes Eisen an eine Alibruchfirma versteigert. Auch die f irma brach zusammen, und die »Maria M.idre« lag immer noch zwis(hen anderen Schiifen im Halen. Da kamen jm April l'j42 Ayenlen der amerikanischen ScliiffiAhrtsbehörde nach Montevideo, um Ausjchdu nach kostbarem, knappem Schiffsraum zu halten. Die Amerikaner Sfhät'^ten sich glücklich, den allen Kasten entdeckt zu haben und erVlfirten ihn trotz seiner 40 Jahre für seetüchtig. Sie ließen Mutoren von flOO PS einbauen und schickten die verjüngte »Maria Madte» auf Englandfahrt. Und hiebet hat sie jetzt ihr Ende gefunden) allerdings Bicfat durch «te U-Bciot-Torpedo, sondern durch eines schweren Sturm, dem das überalterte Schiff nicht standhielt Wir hören im Rundfunk r>Dai»rilig, IS. Aj>i■■■ ••rlerlli Mr bIcM WUtrM Lidiisptele KaileHeeedkele Vm 19.—lt. A^ra tSgUck MB M Ute Die Unschuld Tom nr jM^Mdllch« Blcht ngelaMMl BuTQ-Lich^s^iele ClNl SackiaDfaldanlrsB« Tod I].—18. April tigllch Mi M m4 ».U ll«rrT Plal l* ' Welt ohne Madkt ■H Olga Tirhachnw«, Kart Va Markart. — FSr J«fM4Ulcka aicM Mi l2etropo^-I.Sch^tptef^ ClWl Vom •. bli IC. AprU Die f!anz großen Torhcftcn Btt Paala Wr«««lr. Rndolt Porilar, 11114« W«f«a« GuttaT Wflldaa PAr Jogandllrh« alrbt nif«l«a«Mil Toit-iich^spiefe.. Pcrti fltwr (Ue Rndtfflhrung von Mutallarbeltern, Baufacharbvttem, Tischlern nnd Bergarbeitern in ihren Bend. Zw Vermeidung ron MiBverstSndnlssen wird daravf hin-g«wles«n, dafi dla Verordnung über die Rückfflhrung von Metallarbeitern, Baufacharbeitem, Tischlern vnd Bergarbeitern te Ihren Beruf Tom ft. August 1941 (V,- «. ABL Nr. 36« S. 278) •ock Ton md gans te Kraft Ist Nach | 1 haben Unternehmer gewerblicher Betriehe, die Metallarbeiter, Bavfacharbelter, Tischler rnid Bergarbeiter lAnger als zwei Wochen gau öder Oberwiegend mit Arbeiten baschAftigen. die fhrar berafllchaB Vorbildung nicht entsprechen, den ftlr den Betrieb oder dia Betriebsabteilung Arttidi lustehenden Arbeitatotere hlerron anf einem, bei den ArbeftsAmtem erhAltIi(|ien Formblatt, v-▼errftgüch Anxelge m erstatten. Zuwiderhandlungen gegen dleae Vorschrift w«rdea nach Nr. S der Verordnung vom 14. April 1941 beatraft Eine bisher unterlassene, bis zum 19. April 1943 bei dem znst&ndigen Arbeitsamt eingehend« Meldung, wird als titige Reue aofgefafit and führt ansnahmsweis« nicht n ahier Straf-▼erfolgung. Später« Zuwiderhandhingen mässen )edoch entsprechend dem I 4 der angeführten Verordnung behandelt werden. tOO-4 Graz, den 6. April 1943, De. Bautager Sorialversicherungsbeitrag für PfUrhljührmUdchen nnd Führung Ton Qu'ttnng karteu für solche. MH Wirksamkeit vom 1. April 1943 wnd der fOr Pflirht-jahrmädchen m entrichtende Soziolvorslcherungsbeitrag ohne Rücksicht auf die Höhe dp« dem PflichtjahrraSdchen su *ah-landen Taschengeldes einheitlich mit RM 3.50 monatlich fest gesetzt In diesem Cesamtbeitraq sind d'e BeitrÄge mr Kranken- nnd Unfallversichenmg enthalten. Qnittungskarten dürf#»n för PflirhtjahrmÄdchen nnr fUr jene Zeit geführt werden, wÄhrend welcher auf Grund ergangener Zahhingsvorsrbreibung als Gesamtiieitraq monatlich RM 7.56 entrichtet wurden. Mit 31. M5rz 1943 sind die Quittungskarter für aolcha Fflichtjahrniä'ichen Uuich Erleilur»g der Verdieust-bescbelnigung abzuschließen und der überleitungsstelle fOr Sozialversicherung in Marburg-Drau eingeschriet>en zuzusenden Marburg, ara 10. April 1943. überleiluagsstelle für Sozialverslrhpning Marbnrg-Draa Dei Letter: gez.! I. V. TSrHHT IGA. 1«.^ fialsulUuiinv t i tt »Derzeit nur beschr&nkt erhältlich.« 98-4 Gonkrankcnhaus Marbni g 'Drau Krank enbesarhe hn Gaukranken haus Marborg-Draa sind bis auf weiteres nur dreimal wAcheal-lich ge«tattet, nnd zwar: Mittwoch, Freitag nnd Sonntag in d« Zelt von 13—15 Uhr. — Kindern wler 12 Jahren Ist der Besuch nntersagt 18? 2u i^erLauleR V»« Dleniiag Ma OoD««r«lac ttalica M ■ ■ ».30 Uhr Eine Frau wie da Mck dnm Rrmi ■« „Ick an Dlcii" f«a DtaMh Walk« POt JagnniUlrh« atrM nfleUaacal L3cMspiel^!)ea4er Trifall lA 116/43 — 3 Blnberufung der unbekannten Erben Maria Skat, geb. Lukeschitz, Pachlehrerswitre, Marbtsrg a. d . Drau, zuletzt in der Heilanstalt Laibach, ist am 18. 1 1943 gestorben und hat eine letztwillige Verfügung nicht hin-terlasseo. Ob Erben vorhanden sind, ist dem Gericht nicht beksnat. Bs bestellt Herrn Rupert Schmidt, Kaufmann, Marburg/Dran, Frauengasse Nr. 13 zum Kurator der Verlassenschaft. Wer auf die Verlassenschaft Anspruch erheben will, hat dies binnen sechs Monaten von heute ab dem Gericht mitzuteilen und sein Erbrecht nachzuweisen. Nach Ablauf der Frist wird die Verlassenschaft, soweit die Ansprürha nachgewiesen sein werden, herausgegeben, nqweit dies nicht gesch^en Ist, ra-gimsten des Staates eingezogen werden. Gericht Marburg/Dran, am 9. April 1943. tf5 lechnischß Fachbücher MTm. Taachanbwdi fir «•■ Di«har «mI Scbloaatf A«a Maacklaonba«««, 900 slt TlaiaB Tab«U«ii «ad Ab- bllduDyan ................ MAteh-SIDD, Motititff« oad RepcfatoT *t>iiMlb 4m bofci» W#<*«ekpp«em»g«e, M L, ailt Abb .......^....... KHWnOTFCGIT'l, Blekirtarh« M«M*chnlk< Olatcbatroa«- aiofit«rbiiik, WO S., aalt Abb., 1041..... FLDCHT-LUTZ, V««ul« ha Mutoroob««. Handbacb (Iv Vanille In Verbrunuinysoiutore« allei Art. 133 S.. ailt Abb.. IMl . ... ......... ■CXARDT-KRAMBK Haratallintf bectwcrtl^ar MalMlQb«^ tilg«. |E/<«hn>Dg«a Hlr 4l« prakUacb« CalvaiMtAck. ■Ikl, t«8 S............... MfTSCHB-NIRSSNBÄ, Angawandl« MHalloffrapW«, MO f., mit 234, telli laiblgoo. Abbildung«« uiul 22 AuttcbUg-t«l«ln, 103» ............... UM IM *.n t.6S «.« tf.« loa. JL KIENKEICH, Bvchhandlang. GlAZ, Sacksiralto I 7000 S(a<:k arstklualg« XplalwQAlM T«rk«un Vfirwaltar Pruiz Bruatscha«, G«u0ut Laf>g«nUt«l, f. RaMiMbatf b«l Marburg IM I Knnfrltitig lleNrbar; Srhaimlar«, B*-■rhlAga, Nletan, Drahtitlftan. Metall-werk.« J. a K. Mhl, Miiburf,Tk««ee, Tal ___m-t Tomvynl aua •rtniz«. Mcaatag, Q«al. Zinkiaglann^, AhiaitnlM« Uafait llristtg .1. K. B«1U, Marburg,'Thr< Tal n-n. 4 SielÜengesuche Z« krankar Fr«« p*m aalbattoaigw Betiauang •!«•• Ilanabalt«« «aipdcMI sich Utar« Fr««. Zii«cbnlt«B «atar .Gpblld«! und «yiapathiick" m dto Varw. d«r .>1. L", MarburgAlraat. _ ___*S»-4 VafkS»lar-icä«rta««liriia«Mti«» Mi Kaajittlkralt Mcbl italt« ab aaderC SctflftUcba Angebot« aa 41« Q« •cbirts(t«ll« d«a Blatta« ka OUa. _ _«W Uko«oaH«-V«f>MMat «tt !«■**. La^ «Mtalt, njibr Prtxlt «■( Gr«0b«trt» bao, t«rM«rt la Aek«r-, Obft-W«ie. VIehrarkt «ad Hasdelspllasaa^ b««, 4en«it I« StalKing, a«rM ab fort aelDo )«trlg« StuUung ■« ««riiaallk Gud ZuirkrKta« unt«r „Pkottowta T" aa dl« Varw. 4. B1 OKene Sielten Vom I3.-IS AprU lAgllck am I7.M » Uhr U« Grandl-PIIv> Premiere der Bvtterily nlt Marl« Cabutarl, Faie« Glachalll, l«sl« lafMick, Fa«! Komp u«w. — Ptr Jagaaditcb« alckt asfclauaa. Voihsbi dungistfitti Mflpbipg/Drii neute, Donnerstag, den 15. April 1043, liest Siud.-Rat Dr. Fritz findras aus Werken der grofien deutsche Dichterin Agnes Miegel Die Dichtervorlesung findet im Festsaal der Oberschule, TauriskerstraBe 9, mit dem Beginn um 20 Uhr, statt. Eintrittskarten zum Preise von RM —ÄO und RM —.60 ohne HArerkarta imd RM —.60 und RM —,40 mit Hörerkarte in der Buchhandlung W, Heinz, Herran-gasse, in der GeschSftsstalle des Amtes Volkbildung, Togetthoffstraße 10a, nnd an der Abendkasse. 188 ^Zl2?ofinoii- und SRnscßriffänderung mflssen unsere Postbezieher sofort dem zusfSn-dlgen Postamt (nlcM dem Verlag) melden. »Marburger Zeitung" Vertrlebsablellung Versand net>st Zatrfkirti WESIACK Staatlich« Lotterle-EbmalMM Marburg-'Dratt» Herrengasse 25 * Femrtif 20-97 _____/8 zti 3.— RM J« Klasat _____J4 zu 6.— RM fe KlasM ___fl zö 12.— RM }e Klawe ___J\ ru 24.— ;RM Je Klawe Name: _____ Anschrift: _ ADaarhiMi4(Wai wd aHiamdaol v^ufcle kuiS^eii f ir«nn « TsMilapitla« ki d«/ [..^nyarg«!*« w«rd«a _^aufg«ooB-aaa. Anmaldttaf b«ta tu d«t Langargaaaa Elaaa^niUillf« ««tbHA« jkran, matcbin«Bai:kr«lbkuii41(, «trS :h«lbtAgif ae(«rt aafganomgaa*. Tl«^ 'laral St. Kotor, Wlrttckafl«r P. Dtm, Marburg-Neudert, WerBlflgea* R Zu mfeieii gesackt BÄUER&CIE SAIVATOGENWEKKE • BERUN Seil Jatirrehnten hochwertige Prflparote xuf Erhaltung dos täglichen Wohlbefindens und xur Vorbeugung ßegen Ansteckung (jer cbeien LuiV^ego. (»ÄMt nvci« aiAMl«ft«« n block. Antrag« «ata VenraltOMf Aar ^ Dra«. SchSn ..Ant" aa t- m-s mar v«ta Dflii«r«Hat«r MawlS. Adk. I«t4«r Varwaltvaf i«t JWl X.~, Mar-^ bwig-tHa«. Hf-4 iMiiB4|sllaasck Ii SrkAa« W«tM—g. 1 ZImm ■mit Kabtn«tt. achft««t Ob«l-ndifgartaa, k Sar Dat«« ■träfe 115, 9«g«ai gMcka Wofe (1«( NAh« d«f Hauptbahahodi ■ rh«a gaanrkt. Aamga« kal Marburg, Tagatthoftilrala IS. TIeiratf A Schmerzerfüllt gebe ich im Na-mrn aller Angehörigen Nachricht, daß unsere Hebe. Mutter bzw. Schwiegermutter, Großmutter, Urgroßmutter u. Schwester, Frau Amnlle Nostls gob. Herzig heute, den 12. April 1943, am 10 Uhr vormitla(js nach kurr.an schweren Leiden im 83. Lebensjahr sanft entschlafen ist. Am 14. April haben wir die teure Tote am Wiedener Friedhof ztir letzten Ruhe gebettet. Wieden, am 11. Aprtl IMS. 182 Maria Dr. MMmI acBatmMii Danksagung In nnserem grof^en Leid, tob dem w4r dttrch den Heimgang nnserer lieben Gattin und Mutter, Prau JOSEFINE LIRZCR, betroffen wurden, sind tms so Tiele Beweise herzlicher Anteilnahme bekundet worden, dnfi wir anf diesem Wege allen unseren aufrichtigsten Dank sagen kennen. Besonder« danken wir allen, die ihr die letzte Ehre erwiesen haben. Marburg, den 13. April 1943. 343 Familie LIRZES. Wir geben noch ■namsTiiiucHni tCHWAKZI iiBisHLs-nixumn BIDBBnVFLANZEN $ Danksagung Auflerstande Jedem einzelnen za strhrefben, sagen wir ftür die Oberaus herzliche Anteilnahme an dem Heimgänge unserer heriansguten Mutter, Prav Aurella Tomitsch allen Freunden und Bekannten unseren innigsten Dank. Drai taaga ArWItnlaM Hnefwecbb«! aUI «att«« Mlddia«. Qb-ter A D." as 4m Vaatag Aaf ..M L", hUrbvrg/Dra«. MS-M J'un«!« - Verlusie \iB 12. Aprtl IM3 MPail MaS _______ ilarfeart««, l««laad a«f ^tm H«aMe __________ _____ _ Tberaaia and Lodmllla Wanaa, »«^ ab »olang« d«f Vonr«t mcM •b*r, KonMrvAirfabrik. Marborg-Drau,!™ . ^ Budoll-l»xil( RlraSa 11, Peninif 20^3 Di*-J*ll«». Mom««^ M 13, abiiigfibaK. n»-U S««Blal«( SMmoathallAr«! Karalcdt A---» . ^ :—t;---: _ _ Pmaea-BanchMkarla, hitawi ewt K»- C«. *. a. CUM. »urh«n«tr«B« 1» nharlna BorrhiMi. Trllall. ab9Mcklü«Ml Pemnif 3». 123 4 23 —25., aai 11. *. l » 41 ». ■. ^^'in der Tabnktraflk Voglar 1« dar rjifflox-EiigaB-StfdS« QUl Tarlarw. Ptn-'-^'Idnr ward« «rkaant. Abxug«ba« Vtlla .Kalla«, Paatigung, Palllagvrf«««« 2/1. IW-IS Marburg-Dran, den !4. April 1943. 325 Familien Tomitsch, GaBbergrr nnd Wosrhtar l^ia SoanUg, i. ApiU. W(Mie von 7.trfcla blt K^eltaa (Krata ftAnnl GSrtrl adnea rrQh|ahra.niiin-teH »«rtnraB !>»• ahrtlrH« Find««' den Gililal t« Gaathauaa Pet-' htuer In Rann g^gan Bplnhaung ab-»50-13 Verschi<^«l«nes Faha«« ^rlalamllW^Mr Art KurrirlMIg PahtiMiiirMogung Mlna Kpppnr, Gr««, Cinidoilpiati 1, lal. BlüOt.____m-14 ' Lelchllubrwprk wird T«rgeb«n. Aniu-i lragan: Marburg tHa«, Mosartitr. 30. r _ 340-4 M. ITrbliek. Martnirg'IVa«, Rdmund-Srhrald-Ga«<* I. Ermigung »on Gum-tul- und Mrlallnirmprl, ilrannMvmp«! , und atle la di«ias Pach «tairhllqlg« Urbolton, a