Laibacher Zeitung. M ««?. Mittwoch am KO. September «8H» !5).e stracker ^e,t„,^" pr^.!.,^ ,.,,^ "l,ts,las>me dcr Si,"lN' uno Fcicrtasse, täglich, und fvstlt sammt den Vcilaqcn im Co m V t°ir q an ,jähri g «l jl., halbjährig 5 ss. 3« lr. mit halbjährig U ss. F.., die Zustellung iu's Haus sind halbjährig 3l> lr. mehr zu entricht.... Mit der Post Porto- fre aau i^ ^"^ '" ^' halbjährig 7 st. 30 lr. - In seratiousgebüh r fl.r eine Spa!te.„e.le oder dn. Ra»m derselben, für ein- mal a^Ensck'/t../^r ss.r wc'malige 4 kr., für dreimalige 5 kr. C. M. Inserate bis ,2 Zeilen kosten l ft. fnr 3 Mal, 50 lr. fnr 2 Mal und 40 fr. für 1 Mal einzuschalten. 3u dicftn Gcl'ichrm ist »ach dr», „provisorischen Gesetze vom «. N^'cmbcr l. I. für InscrtionSstämpel" noch w kr. für einc jedesmalige Einschaltung hnizu zu rechnen. Alntlicker Theil. H^on den Districts-Commissionen Commission vorgelegt worden: 1. Die Urbarial-Opera te: der Herrschaften Weißenfels, Hopfenbach sammt der Gült Loitsch, Savenstein, Landspreis, Ratschach, Klingenfels, Gradatz, Prem und Präwald; — der Güter: Raitenburg, Stermoll (II. Abtheilung), Volautsche, Obererkenstein, Weinbüchel, Swur, Matscherollhof, Weinegg, Weinin, Garzarolhofen, Dolaine, Slapp und Leutenburg; — ferner der Stadtgült Krainbnrg, das Domcapitel Gült (II. Abtheilung) des Wer-negg'schen Beneficiums zu Matschach, der Stiftgült Gairach, der Stadtgült Tschernembl und des Hofes Sikule; — der Pfarrhöfe zu Blllichgral), Igg, St. Marein, St. Margarethen, Obergurk, Wippach, l'aas zn Altenmarkt, und zu Senosetsch; ferner der Pfarrkirchen zu Eisncrn, Billichgray, St. Marein, St. Margarethen, Senosetsch; des Beneficiums St. Peter zu Laas; dann von 30 Filial- oder Vicariats-kirchen; — endlich die Urbarial - Operate des Bernhard Schwiege!, Mathias Schittuig, Matthaus Ian-tschar und Johann Ermann. 2. Die Zehentoperate: der Herrschaft Senosetsch; der Güter: Thurn unter Neuburg, Alten-lack, Leopoldsruhe und Schivilchofen (ll. Abtheilung); der Probsteigült Radmaunsdorf, der Stadtgült Krain-burg, der Gült Vittichwald und des Kürschnervereins zu Laibach; — der Pfarrhöfe zu Senosetsch und des Vicanates zu Stiak; der Kirchen zu Schelimle und Gradische; ^ f,,,„, des Bernhard Schwigel, Mathlas Schittnig. Matthaus Iantschar, Florian Ienko und Johann Ermann. ^ , «' , ^' ^^udemial-Op.rate: der Güter Leopoldsruhe, Welnbnchel nnd Auenthal des ^am^ berg'schen Canouicates, des Rauber'sch,„ Beneficiums der Gült Gleinii), der Gült St. Katharina zu Iaa' des Pfarrhofes und der Pfarrkirche zu Bittichberg' sammt der dazu gehörigen Filialkirche; endlich/ ' 4. Die Operate über die ablösbaren Leistungen der Localie zu Golu und der Meßuer in Gottschee. Die vorbezeichneten Operate umfassen 17.263 Verpflichtete; davon entfallen: auf den District Treffen . . 6.0^1 ' „ „ „ Wippach. . . 2.79k „ „ „ Laibach . . . 2.431 ', f, „ Nadmannsdorf. 1.^37 " „ „ Adels berg . . l.376 „ „ „ Gottschee. . . 1.092 ^, », ,< Neustadtl . . 932 „ „ „ Tschernembl. . 677 „ „ „ Krainburg . . 372 Die Districts-Commission Stein ist in der Li-quidirung mehrerer getheilten Zehente begriffen, welche eine abgesonderte Vorlage an die Landes-Commission nicht zuließen. Die Districts - Commission Krainburg war grositeutheils mit der Liqnidirung der Urbarial-Bezüge der Herrschaft Lack beschäftiget, welche wegen ihres bedeutenden Umfanges nicht abgeschlossen werden konnte. , Die liquidirten Capitalien betragen: 9) für die gegen billige Entschädigung aufgehobenen Leistungen ........407.012 fi. 2tt kr. !>) für die Laudemien.... 17.461 „ 6.'! „ o) für die ablösbaren Bezüge . 438 „ — „ zusammen also . . 484.912 fi. 1.'! kr. Von dem Antheile der Verpflichteten wnrden. ..... 16.267 „ 37 „ zur sogleichen Einzahlung angemeldet. Aus der Zusammenstellung des bisher erzielten Gesammtresultates zeigt es sich, daß die Liquidirung von 917 Operaten mit 98.832 Verpflichteten gepflogen worden ist. Die ermittelten Gesammtentschadigungs-Capita-lien betragen: n) für die gegen billige Entschädigung aufgchobeuen Leistun- gen........3,427.948 fl. 40 kr. ly für die Laudemien .... 76.473 „ K.'j „ e) für die ablösbaren Bezüge . 1.232 „ 10 „ zusammen . . 3,5M;.634 fi. 4", kr. Von der Landescommission sind in den Monaten Juli und August im Ganzen 147 Liquidirungs-operate definitiv erlediget worden. Laibach am 4. September 1851. Vom Präsidio der k. k. Grundel'tlastlmgs - Landes-Commission. Se. Majestät der Kaiser haben mit allerhöchster Entschließung vom 2.'i. August I. I., dem churfürstlich hessischen Staatsminister Hassenpflüg das Grosi-kreuz des kaiserlich österreichischen Leopold-Ordens; dcm churfürstlichen Ministerialoorstande der auswärtigen Angelegeuheiten, v. Vaumbach, den Orden der eisernen Krone erster Classe; dem chnrhessischen Staatsrathe Schcffer denselben Orden zweiter Classe, und dem großherzoglich hessischen Hofrache Zulehucr eben diesen Orden dritter Classe aller-gnadigst zu verleihen geruht. Unter den vom Minister des Innern zu Bezirks-ärztrn in Tirol ernannten Aerzte» ist aus Verschen der k. k. Kreisarzt Dr. Ludwig Montavon m der amtlichen Kundmachung vom 6. d. M. ausgelassen worden. Nichtamtlicher Theil. 3ur Frage der Karstcultur (Fortsetzung.) Aus diesem geht hervor, daß auch nur mit eimger Aussicht auf guten Erfolg die durch ein Ge-se!) auszusprecheude Anlage junger Walder auf dem Karste, den Gemeinden nicht überlassen werden kann; denn, wenn auch der gnte Wille vorhanden ware, so würden ihnen die Mittel der Subsistenz bei ihrer notarischen Armuth wahrend der Dauer dieser Arbeiten mangeln. Wie wir spater darthun werden, müßte zur Sicherung der jungen Naldanlagen, wenn die neu angelegten jungen Wälder ein Eigenthum der Ge-memden blieben, aus öffentlichen Rücksichten, über dieselben der Forstbann verhängt werden. Als mit dem Forstbann belegte Wälder gingen sie in die Kathegorie des beschränkten Eigenthums über, von dessen Genusse die Gemeinden in der ersten Zeit gänzlich, und später periodenweise ganz ausgeschlossen werden müßten. Schon diese nicht zn umgehende Maßregel bedingt eine bleibend organisirte öffentliche Aufsicht über dieselben, und eine Entäußerung eines Theil's der Eigenthumsrechte der Gemeinden. Die Kosten dieser öffentlichen Aufsicht und Administration der neuen Wälder — wer sollte sie tragen? Zum Theile müßten sie gewiß auf die Gemeinden umgelegt werden. Doch, wie wären sie bei denselben aufzutreiben? Jedermann, der die häusliche Oeconomie der Karstbewohner auch nur einigermaßen kennt, wird mit uns die Ueberzeugung theilen, daß dieses schon dermal seine großen Schwierigkeiten hätte, später aber gewiß noch größere, wenn denselben ihr hauptsächlicher Erwerb durch den Schienenweg entzogen seyn wird, der in nächster Zeit den Warentransport aus Tnest in's Innere der Monarchie vermitteln wird. Es blieben also nach unserem Ermessen zwei Wege, auf welchen die Incultursetzung des Karstes mit gesichertem Erfolge unternommen werden könnte. Der Staat legt sich entweder das bedeutende Opfer selbst auf, und bewerkstelliget die Cultur der Karst-ssächcn durch Anlage der Walder auf den ausgemittelt werdenden Localitäten, m,d überlaßt die angezogenen Wälder dann wieder den Gemeinden, — oder es werde eine Erpropriation der für Wälder bestimmten Flächen angeordnet. Aus gleichem Grunde, wie eme Bannlegung gewisser Karstflächen zur Sicherung der darauf angelegten Walder verhängt werden könnte, läßt sich die Erpropriation rechtfertigen; beide Maßregeln würden durch den öffentlichen Staatszweck geboten, indcm es dabei die Entfernung einer großen Landcscalami-tat gilt, unter welcher nicht allein die Karstbewohner, die, angränzenden Küsten, so wie gewisse Staatsanstalten , sondern auch der Verkehr leidet, ja selbst auch das Leben und Eigenthum der Staatsbürger in Gefahr geseftt ist. Beide Wege würden unter der Voraussetzung, daß der Staat jedenfalls das ganze Uuternehmen selbst in die Hände nähme, zum Ziele führen; doch würden wir uns .aus staatswirthschaftl. Rücksichten für den lefttern, nämlich für Erpropriation aussprechen. Der dermalige Werth der fraglichen Grundstücke kann kein großer seyn; au'ch die öconomische Eristenz der Karstbewohner kann wesentlich davon nicht abhängen, und wenn dieses der Fall wäre, so würden dieselben in den Arbeitsrenten, welche die Culturarbeiten und die spätere Bewirthschaftung der zu schaffenden Wälder gewähren würden, ferner in der erhöhten Production der ihnen verbleibenden Grundstücke, mehr als reichlichen Erscch finden. Mit dm, zu bringenden Opfer stände der Werth der neu geschaffenen Wälder, wenn wir auch den Interessenverlnst durch eine lange Zeitdauer mit veranschlagen, noch lmmer in einem günstigen Verhältnisse; denn man mag erwägen, was 6tt.000 Joch Wälder m der Lage des Karstes für einen außerordentlichen Kapitalswerth repräsentiren würden, wenn sie zn Schiffbau oder zu Mercanl'lzwecken geeignete Laub- oder Nadelholzer enthielten; da schon jetzt der Cubikschuh Eichenholz in Trieft 1 bis 1'^ Gulden CM. kostet. Das aufzuwendende Culturscapttal wäre zudem 874 nicht verloren, es flösse in's Volk zurück, machte es stenerfahiger und vermehrte um ein Bedeutendes sein Betriebscapital. Wir erlauben uns überdies; liier noch einen Punct zu berühren, der in öffentlichen Blattern hansig erwähnt wird. sss ist die schlimme Seite des Volkscharakters am Karste, daß der gemeine Mann gegenwartig an ein wüstes Etraßenleben gewöhnt ist, welches seine demoralisirende Rückwirkung in allen Beziehungen äußert. Wenn nun der Nerv dieses wüsten Lebens dem Karstbewohner abgeschnitten wird, was durch den Schienenweg von Triest nach dem Innern in kurzer Zeit geschehen wird, ohne daß er einen andern Er-sal; dafür fände, so wären die Aussichten für denselben sehr trübe; der eintretende Mangel führte denselben gewiß auf uoch schlimmere Abwege. Die Bebauung der Scholle, in welcher die physische Eristenz des Volkes wnrzelt, war von jeher ein Motiv zur Hebung des sittlichen Charakters aller Völker. Möge auch dieser Umstand bei Beurtheilung der Karstcultnr mit in Anschlag gebracht, und möge das Volk am Karste durch weise Vorsorge der Negierung auf diesen Weg sittlicher Veredelung geführt werden. Spatere Geschlechter werden Zengen des aus-gestrenten Segens seyn, während der Gegenwart das sclMe Bewußtseyn erwachsen wird, den Grund dazu gelegt zu haben. Bevor wir auf den folgenden Punct übergehen, glauben wir noch anf Analogien zur Karstcnltur in anderen Ländern hinweisen zu sollen, da die dort gemachten Erfahrungen in unserem Falle benüftt werden könnten. In Frankreich und Spanien konnten Gesefte die EntHolzung gewisser Gebiete und Flnßthäler nicht anf-balten; ,si? schritt immer rascher vor, so daß die Depraoirung des Clima's, die Versandung der Thä-lev und Überschwemmungen an der Tagesordnung warcn. Da diesem Gib^en anf bloßem legislatorischem Wege, ohne daß sich die Staatsgewalten dnect bei der Wiederaufforstung der devastirten Terraine be-theiligt hatteil, nicht Einhalt geschehe,: konnte und das Uebel immer arger wurde, so sahen sich die re-spectiven Kammern, und zwar in beiden Staaten fast gleichzeitig, im Jahre 1842 veranlaßt, die Verwaltung und Wiedercultur der im Ininlüdationsge-biete der Nhone und der auf den Hochebenen von Eastilien liegenden Wälder den bezüglichen Regierungen zu übertragen, welche nun auf Kosten der Communen die Wiederaufforstung mit Erfolg bewerkstelligten. In dieser Verfügung haben selbst die Re-, volutionsstürme der leltten Jahre keine Aenderung hervorgebracht, weil die Zweckmäßigkeit dieser Maßregel allgemein anerkannt worden ist. Hieraus ziehen wir nun die NiManwendnng, daß auch in unserem Reiche die Karstcnltur von keiner andern Seite mit gewünschtem Erfolge wird bewerkstelliget werden können, als von Seite des Staates, und zwar würden wir wegen der besonders wichtigen örtlichen Lage des Karstes, nnd. weil die Karstbevölkerung gezeigtermaßen anderweitig hinlänglichen ErsaN finden wird, die Erpropriation einer zeitlichen Maßregel in allen Hinsichten bcvorworten. (Fortschuna, folgt.) Xünfte öffentliche Verhandlung der dritten Schwurgerichts Sitzung in Laib ach am 3. September 183l. (Schluß.) Ueber Antrag des k. k. Staatsanwaltes Hrn. Dr. o. Trauen stern, welcher sich mit der bloßen Vorlesung d«e,er Note nicht zufrieden stellte, wnrde nach gefaßtem Beschlusse des Echwurgerichtshofes der eben im Zuhörerraum anwesende Herr Postdirector Carl H o ffm a l, n zur persönlichen Vernehmung ein--geladen, welcher jedoch nur eine mit seiner dicßfalls erlassenen Note übereinstimmende mündliche Erklärung abgab. Tron dieser Erklarimg hielt die k. k. Staatsanwaltschaft ihre Anklage wegen Verbrechens der öffentlichen Veruntreuung im Sinne des §. !61, St. G. B. 1. Th., nach dem vollen Umfange aufrecht nnd erklärte, daß, wenn die beeideten Posterpeditoren anch keine landesfürstlichen Beamten sind, sie doch jedenfalls, wiewohl nur von den Postmeistern aufgenommen und salarirt, als öffentliche Beamte anznsehen seyen, wie dieß auch hinsichtlich der bei den bestandenen Patrimonial-Gerichten nud von den Privat-Inhabern bestellten Richtern der Fall war, wofür anch das Hofdecret vom 9. November 1816, Nr. 1293 der I. G. S., klar und deutlich spreche, worin es insbesondere heißt, daß im Allgemeinen nnter einem Beamten derjenige zu verstehen sey, welcher vermöge uumittelbaren oder mittelbaren Auftrages Geschäfte der Regierung zu besorgen hat; ferner, daß sich jeder Nichter des Mißbrauches der Amtsgewalt schuldig machen könne, obschon er bei einem Patrimonial-Gerichte nur von den Privat-Inhabern bestellt wird, und eben so könne ein Advocat, der doch nur Privatgeschäfte zu besorgen hat, der Strafe dieses Verbrechens unterliegen. — Ueberdieß sey es im Gegenstande der Frage dnrchaus nicht entscheidend, ob der Angeklagte ein landesfürstlicher oder öffentlicher Beamte gewesen sey, da es hier nnr daranf ankomme, ob das Amt, in welchem er bedienstet war, ein öffentliches ist; denn uach dem §. 171, St. G. V. l. Th., ist als ein Verbrechen diejenige Veruntreuung zn behandeln, wodurch Jemand ein, vermöge seines öffentlichen Amtes ihm anvertrautes Gut im Betrage von mehr als ^ fl. vorenthält oder sich zueignet; daß aber das Postamt in Präwald ein k. k., somit eül öffentliches Amt sey, werde wohl Niemand bezweifeln; so wie es zweifellos ist, daß der Vonducteur Dobler die posiämtlichen Sendnngen überhaupt nnd insbesondere die fragliche pr. .>l)0 ft. dem Engelbert Eder nicht als solchen, sondern nur als Augestellten des k. k. Postamtes Pra-wald anvertraut, und die durch das mißbrauchte Vertrauen beschädigte Partei ihren Entschadigungs-ansprnch nur an das k. k. Aerar zu stellen hat, welch' legerem das Regreßrecht gegen den Postmeister zusteht, der eben so wenig, wie ein Posterpedttor, ein landebf^rstticher Beamte^ sondern nur ein Bediensteter eines k. k. Post. und somit öffentlichen Amtes ist. Der Herr Vertheidiger, D»-. A ch a 6 i 6, hingegen stlchte seine Vertheidigung insbesondere anf die von der k. k. Postdirection abgegebene Erklärung, daß nämlich ein Posterpeditor weder ein landesfürstlicher noch überhaupt ein öffentlicher Beamte, sondern nur ein Prlvatdiener des Postmeisters sey, von dem er aufgenommen nnd bezahlt wird, nnd deren Verhältniß zn einander nnr auf einem privatrechtlichen Lohnvertrage beruhe, daher gegenüber der Postbehörde nicht der Posterpeditor, sondern nur der Postmeister als Repräsentant des Postamtes erscheine, und auch nnr dieser dem Staate, rücksichtlich dem Aerar, verantwortlich sey, weßhalb das Aerar im Falle einer vorgefallenen Veruntreuung auch uur an dem Postmeister, nie aber an dem Posterpeditor, seinen Regreß nehmen könne. — Es sey zwar allerdings wahr, daß der H. 1lN, St. G. V. I. Th., die Worte: „vermöge seines öffentlichen Amtes" enthalte, lind eben so sey es unzweifelhaft, daß das k. k. Postamt in Präwald ein öffentliches Amt sey, allein es sey nnr das Amt des Postmeisters, nicht aber das Amt des Posterpeditors. Die über Alttrag der Vertheidignng vorgeladenen UHid vernommenen Aerzte, Hr. Dr. Melzer nnd Hr. l)>-. Schiffer, erklärten, es sey nicht anzunehmen, daß Engelbert Eder dnrch den Gcnusi des Weines, welchen er an jenem Abende getrunken hat, in den Znstand der vollen Berauschung- verscht worden sey. 'Nach einem umfassenden Resume des Hrn. Schwurgerichtspräsidenten Carl v. Copptni wnrden nun an die Geschwornen folgende Fragen gestellt: > 1. „Ist der Angeklagte, Engelbert Eder, schuldig, in seiner Eigenschaft als beeideter Posterpeditor beim Postamte Präwald aus dem, mit dem am 26. December 18.>l1 Abends gegen 7 Uhr in Präwald eingetroffenen Görzer Mallewagen eingelangten, an Michele Levi l'l Comp. in Triest adressirten, mit 5M) ss., bestehend ans Vasseanweisungen nnd Banknoten beschwertem Brief, den Betrag von ^ ft. in Banknoten herausgenommen und sich zugeeignet zu haben i" 2. (,M' den Fall der Bejahung der ersten Frage:) „War der in der ersten Frage erwähnte Geldbrief dem Angeklagten Engelbert Eder vermöge seines öffentlichen Amtes anvertraut?" A. (Für den Fall der Bejahung der ersten Frage:) „Hat der Angeklagte die in der ersten Frage bezeichnete That in einer Sinnesverwirrung, in welcher er sich seiner Handlung nicht bewnßt war, begangen'?" Das Verdict der Geschwornen lautete auf die erste und zweite Frage einstimmig „Ja," auf die dritte Frage „Nein" mit 8 gegen 4 Stimmen. Die Staatsbehörde beantragte hierauf mit Rücksicht auf die vielen überwiegend vorhandenen Milde-nmgsmnstände, und insbesondere anf die ohne Verschulden des Angeklagten verlängnete nnd bereits über acht Monate ansdauernde Untersuchungshaft, unter Anwendnng des H. 48 St. G. B. 1. Th., die Strafe des schweren Kerkers in der Daner von 14 Tagen. Der Gerichtshof verurtheilte den Angeklagten auf Grundlage des Aussprnches der Geschwornen, wegen Verbrechens der Veruntreuung nach ^. 1l»1 St-G. B. l. Th., zn 1 4tägiger Kerkerstrafe. Korrespondenzen. Töien, 6. September. Die fünfte Sisinng des Comites zur Berathung der Statuten der allgemeinen Versorgungsanstalt brachte außer der Geldfrage die Vertretung der Interessenten durch eine zu geringe Zahl von Repräsentanten znr Sprache. Das Präsidium erklärte, es habe einzig und allein die Berathnng und Zustande-bringnng möglichst vollkommener Statuten beabsich-sichtigt; es habe daher selbst die Wahl zur Berufung und Lösnng der Anfgabe getroffen, und es sey auch jetzt nock bereit, Einladungen aufgemachte Borschläge an Capacitate», deren Einsichten im Interesse der 'Aufgabe förderlich seyn können, zur Theilnahme an den Berathungen ergehen zu lassen. Von einer cnd-giltlgen Schlußsassüng könne keine Rede seyn, da die Bestätigung der entworfenen und berathenen Statuten von der Staatsgewalt abhänge. Die Geldfrage aber erklärte das Präsidium als der gestellten Anfgabe ftemd, obwohl auch das Mein nnd Dein znr Sprache kommen müsse, und die Hossnnng biete, daß eben dieses zur Vermittlung einer Einigung dienen dürfte. Schließlich bemerkte dießfalls das Präsidium, daß die Bücher der Anstalt jedem Eomitl:<»!ii<>e I'oklii" sind vor Kurzen, im Königreiche Polen viele Verurtheilungen politischer Gefangenen erfolgt. Neues und Neuestes. " Wien, 8. Sept. Im Telegraphenamte wurde heute eiue Menge von Privatbepeschen aufgegeben, die fast sämmtlich durch die Anlehensoperation veranlaßt gewesen zu seyn scheinen. Die Auflage des Anlehens -erfolgte überall gleichzeitig gestern; so im Auslande auf den bezeichneten Handelsplätzen; so m den Krou-laudeshauptstadten, deren Intelligenzblätter theilweise schon mit der heutigen Post die betreffende Ausschreibung brachten. — Es hat sich nicht selten der Fall ergeben, daß militärpflichtige, namentlich den ersten Altcrs-classen angchörige Individuen sich durch Scheiukäufe uud vorgespiegelte, nicht als nothwendig erachtete Wirthschaftsabtretuugen von der Militärpflicht frei zu machen suchten. Um diesem Unfuge im öffentlichen Interesse zu steuern, ist ein Erlaß der Landesbehörden mit vorbeugenden Bestimmungen ergangen. 3 clegraphi sch e Depesche. E'onstantinopel, 30. August. Der Marine-miinster Suleiman Pascha ist entlassen, aber als Mitglied des Miulsterrathes ohne Portefeuille beibehalten wordeu. Mehemed- Ali Pascha ist zu seiuem Nachfolger ernannt. Der bisherige Finanzminister Haled Effendi ist zum Director der öffentlichen Wohlchättg-keitsanstalten, Nafis Pascha, bis jetzt mit letzterem Posten bekleidet, zum Finanzminister ernannt worden. Ali Bey, dcs Großoeziers ^jähriger Sohn, hat die Würde eines Pascha bekommen und wird die erst-geborne, 11jährige Tochter des Sultans heiraten. Die amerikanische Fregatte „Mississipi" ist heute hier eingelaufen. Mit Bestimmtheit ward versichert, sie sey bestimmt, Kossuch und Genossen nach den amerikanischen Freistaaten zu trausportiren. - Neapel, 30. August. Der in Ruhestaud versetzte Feldmarschall Crivelli ist gestorben. - Nom,31. August. Abermals polit. Attentate! Der Polizeiassessor Dandini empfing zwei Unterleibswunden mit einem vergifteten Dolche. Zum Glücke vermochte das Gift nicht stark einzudringen. Auch ein ehemaliger Democrat Namens Gnogni, vordem sogar als Mazzini'scher Agent verschrien, ward von unbekannter Hand ermordet. Nächst der Behausung des Staatssecretärs Antouelli erplodirte kürzlich eine Bombe. Mehrere Verhaftungen sind in Folge dieser Vorfälle vorgenommen worden. Nom, 31. August. Der neu ernannte spa-Ulsche Gesandte ist sammt Familie hier eingetroffen. Florenz. 1. Sept. Ee. k, k. Hoheit der Erzherzog Ferdmaud Mar hat die "scamM" Minister uud das an diesem H.ft beglaub.gte diplomatische Corps in einer Audienz empfauge"- ' Genua 4 Sept. Am 26. August war die < ^ ^ ', a^,, unter Parter im Hafen brtttlsche Mtttelmeerflotte u»i^ ^ « i Paolo der Insel Sardimen eingelaufen. 87i? Feuilleton. Terglou in Oberkrain Erstiegen am l0. August ^837, wiederholt am 28. Juli »8^1 von Heinrich Freyer, Museal-Cnstos zu Laibach. (Schluß.) «^'er mittlere 'I'«,-nla>, ist eil«, sowohl durch Verwitterung als auch durch Donnerschläge zerklüfteter schmaler Felsrücken, der dadurch seiner Zeit ganz unzugänglich sich gestalte,, wird. Ich fand selben nach 14 Jahren sehr verändert; denn seither sind bedeutende Felsmassen verschwunden und zertrümmert worden. Es ist möglich, daß auch hier die 5kantigen Blitzröhren aufzufinden wären, allein die verfugbare Zeit erlaubte keinen längeren Aufenthalt. Der südliche Felsabhang hat 39" Neigung, der dießmal theilweise mit Schnee bedeckt war; der nördliche Absturz dagegen fäUt mit 65". Es bedarf kaltes Blut, ruhiges Gcmülh und geübte Muskelkraft, selben in aufrechter Stellung zu begehen, Die Augen verwende man, ohne alle Nebengedanken, bloß zur Ermittelung sicherer An-haltspuncte. Nur an Ruhestellen gönne man selben die Umschau, und der ungewohnte Blick wird nach und nach auch an die schauerlichsten Abgründe sich gewöhnen lind das Unheimliche verschwinden. Am Ende dieses Fclsenkammes erhebt sich der scheinbar unersteigbare, hohe 'l'61-Ala« , dessen Aufsteigkante eine Steile von 53" bietet, mit theilweisen senkrechten Kletterstellen, wo drei-, zwei.- bis einzöllige Anhaltspuncte mit bewaffnetem Fuße das Ersteigen gestatten. Links und rcchts gähe Abgründe. Die Nordseite des 'i'6,-^!on bittet beinahe senkrechte Wände, nämlich eine Steile von 75«. Um l Uhr »2 Min. Nachmittags betrat ich nun zum zweiten Mal den höchste, dermal mit Sclincc bedeckte,.'l'<^ll).,.Gupf. Näclst demselben, in Nord-noldwest, streichen die Kalkichlchten nach Stund 21. lM0 fallen mit 47« nach Budostost. Herzliche Küssc dlwillkommttN Herrn 51 ,5 i 5 für dcssen glücklich üdel-wundene Bravour, und heißer Sonnenschein erheiterte die Anwesenden, indessen der mittlere 'I'<;i^lnu, dieWohein, seit i l Uhr 45 Min. in Nebel gehüllt, lmsichlbar blieben. Großg lockn er, Kärntcn, Tyrol waren rein zu sehen. Nächst dem Schneerande des südöstlichen Gupf-abhangeö, an der Stelle, wo dem Herrn B o sio ein Manu, Namens Do vx»,,, verunglückte, wurden in cine Felsfläche die Namen: 28 .',1 singemeißclt. Die alte Thurmstelle, mein früheres Zcichen, waren mit Schnee verdeckt; daher auch die von Hacquet am 23, Juli 1782 daselbst gefundene, in Stein cingehaucne Insch>ift: *) l. >i. i5. ll. l.. K. 1^. «. vcrdörgen blieb. Die Gipselfiäche ist circa 5 Schuh breit und bei 10 Klafter lang; eine genauere Abmessung war wegen gelagertem Schnee nicht möglich. An dcm der Stadt Laibach zugewendeten Rande fanden wir einen Haufen zusammengelegter Steine und Brett-chcn, Fragmente des Bosio'schen Triangulirungs-Ihurmcs, worauf die Namen unserer und früherer Begleiter eingeschnitten sind. Auf ein längeres Stück derselden befestigte ick. als Fahne, ein dunkles seidenes Tlichel, welches Tags darauf von >1aj«ls-3n.'» aus mit dem M»seal Tlibus deutlich zu scher, war; von Laibach d^rgen nicht mehr erkennbar, Das mitgemachte vom Hr„, Apotheker PreNner entliehene Thermometer ^.rde aus der kleinen eisernen Ossete, nebst lmer 5Migm messingenen Hohlkugel mit desMirtem Wasser und . Oes,rl mil der Weingeistlampe ausgepackt, um Wassers.d-Versuche. behufs derHöhen-derechnung, anzust.llen; allcir, dich wurde vereitelt, denn in dcm Augenblicke, als ich den Schuh« der hölzernen 5) 0!-)'c»<)8','p!>>2 c.ullioli.'.''. IU. Th. l"i;. U^. S^h? auch l. Th. v I. 1778, i"ß. 27—30. Thermometer-Hülse zum Theil öffnete, fühlte ich in der hohlen Hand abprellendes Quecksilber. Nach der Eröffnung war die Glaskugel entleert, an der Rückseite sah man ein kleines rundes Loch, die übrige Röhre dagegen war bis zum zugeschmolzenen Ende über dem Siedepuncte mit Quecksilber gefüllt. Schnell nach einander aufsteigende Nebel und Wolken entzogen uns zeitweise die Sonne, so daß die Zeit des Beginnens der Sonnenfinsternis) nicht beobachtet werden konnte. Bei dem ersten Sonnenblick, um 3 Uhr 26 Min., hatte die Verfinsterung bereits begonnen, und deckte die Sonne circa einen halben Zoll. Um 4 Uhr wurde das zuLaiba ch verabredete Zeichen, nämlich eine zuckerhutförmige, sechs Pfund schwere Terpentin-Pechfackel angezündet. Die graue Tageshelle ließ vom mittleren I'st-Klan nur dcn schwarzen Rauct, vom weißen Nebelhintcrgrunde unterscheiden; die Flqm» me war nicht unterscheiddar. Die Verfinsterung dcr Sonne beobachtete ich mit einer Plößl'schcn plan-concaven Brille Nr. 8, durch eine grüne, an einer Fläche dunkelroth emaillitte Glasscheibe geschützt. Mein Gefährte, I>Iil>» vovügn, hielt die mir von Sr. Maj. dem Könige von Sachsen in F I i t sch l841 regalirte genaue Cylinder-Uhr zur Zeitangade. Ich zeichnete anfänglich die Verfinsterung von 5 zu 5 Min.; später, so oft es die von Nordost nach Südwest vor-deiziehenden Wolken gestatteten, und zwar bis 3 Uhr 40 Min., vom höchsten Gipfel; dann begab ich mich etwas tiefer, dem oberwähnten durchsichtigen Felsen-fenster gegenüber, um einen bequemeren Beobachtungsposten zu gewinnen, wo ich allein mit zwei Gemsen-jägern von ch Uhr 5 Min. bis 4 Uhr 45 Min. verblieb. Die übrigen Fünf verließen die unheimliche Stelle, um vor einbrechender Nacht die Sennerhütten zu erreichen, wobci dem Hrn. M iäi<-, trotz aller Vorsicht, ein Stein, an den er sich stützen wollte, losriß. Schon im Abgleiten begriffen, rettete ihn die äugen« dlickliche Hilfe kräftiger Arme seiner Begleiter. Um 4 Uhr 25 Min. begann ein kühles Lüftchen fühlbar zu werden. Die Fahne der Höhe wurde vom Nordostwind schwach bewegt. Die Hörner oder Spitzen der verdeckten oder verfinsterten Sonne erschienen vom Beginne an stumpf. Um 4 Uhr 31 Min. erblickte man am südwestlichen Ende der Sichel cinen gäbe-ligen Spalt. 4 Uhr 35 Min. war die dunkle Mondkugel im Vordergründe deutlich unterscheidoar, unter welcher zwei auf einander liegende, durch das rothe Glaö g'sehen, blaßorangegelbe, Melonenschnitzeln ähnliche Kipfeln sichtbar wurden. Im Hintergrunde zwischen diesen Spitzm sah m,n, ähnliche Zipfel vorragen, wie es die hier beigefügte Zeichnung darstellt. Diese Nebensonnensichcln dauerten bis N^^H/ 4 Uhr 38 Min. Um 4 Uhr 39 Min. vcr.- ^------schwand das Bild, und nur die schmale Sonnensichel, nun mit scharfen Spitzen, war rein sichtbar. Um 4 Uhr 45 Min. sah man d-ie Spitzen wieder stumpf, u>»d der anfänglich erwähnte Spalt erschien an entgegengesetzter Seite, und in sclbrm Momente bekamen beid»: Enden ähnliche Ausschnitte. Da die Umwölkung bis 5 Uhr 3 Min. anhielt und keine weiteren Beobachtungen gestattete, so wurde der Rückweg am schroffen Felsenkamme rücklings angetreten, um ehcmöglichst den mittleren 'I'ot-nlo,, zu erreichen. Daselbst um 5 Uhr 10 Min. angelangt, blies ein empfindlich kalter Wind, daß ich bemüßigct war, Lcderhandschuhe anzuziehen. Hier wurde der Ausgang der Sonnensinsterniß abgewartet, welcher bei zunehmender Kälte um 5 Uhr 20 Min. erfolgte. Um Ichneller und sicherer den Kamm des mittleren 'l'6l-Klc»>i dis zu dessen Gupfe aufrecht Passiren zu können, leichten wir uns gegenseitig die Hände. Dann ging'ö sitzend, knapp nach einander, bis zum kleinen 'I'u^Iau, welcher nun nördlich umgangen wurde, um unter dem Thore neben dem Schneeabhange, ohnedieß vom verfinsternden Nebel umgeben, vor einrückender Nacht zur kleinen Wiese ob I^lim.i zu gelangen. Daselbst blühten Krili'il llium ».inum, 8»xi-li-g^a oppntjilisoli», ^I>«.8nm VV!lll«ninnm>, u. s. w., wovon etliche Wurzeln, nebst der noch nicht blühenden 8,-,,l85„r»6.i s>>AM»s'a, für dcn Garten freundlichen Andenkens ausgehoben wurden. Auf der obern körma wurde übernachtet. Zwei meiner Reisegefährten begaben sich über L«Io poijy in die Wohein. Zwei eilten über i^aMl-im» nach Aßling, sl, daß ich allein, von fünf Jägern begleitet, um halb ll Uhr Mittags in iUnj. ««ran» ankam. Nachdem wir uns allda für frühere Entbehrungen entschädiget und erholt hatten, wurde mit ausrichtigem Händedruck Abschied genommen. Am 30., Früh um halb 8 Uhr beim Bahnhofe zu Laibach wohlbehalten angelangt, wurde noch ein dankbarer Blick sür günstige Aufnahme dem 'l'e^lail zugesendet, der von der Wiener Straße, in der Strecke zwischen dem noch uneröffneten, nördlich gelegenen Triester Eisenbahnthore und St. Christoph, besser als vom Schloßberge zu sehen ist. Heinrich Freyer, geprüfter Apothrtcr. M i s c e l l e n. (Eine vom Winde fortgewehte Stadt) Am 24. Februar wurde L a fa y e t t e v i l l e, eine sehr hübsche, neue Stadt im Staate Tenne seen in Nordamerika, von einem Wirbelsturme heimgesucht, und davon zum größte-n Theile im eigentlichen Sinne des Wortes fortgeweht. Gegen halb 4 Uhr Mor. gens brach der furchtbare Sturm in Sü'dwesten los, und entwickelte plötzlich eine unbeschreibliche Gewalt. Tiefes Dunkel lag über der ganzen Gegend, die Atmosphäre war mit Electricität geschwängert, und anhal. tende Donnerschläge wetteiferten gleichsam mit dem Brausen des Windes und dem Sausen des strömenden Regens; aber dieses fürchterliche Tosen wurde noch übertönt von dem Angstgeschrci und Hilferufen der Frauen und Kinder der Bürger, die, ohne helfen zu können, in wenigen Stunden ihre Habe zerstört sahen. Die siro'ßten Gebäude und selbst zwei schöne Kirchen wurden niedergeworfen; viele Straßen, darunter die Hauptstraße, ganz verwüstet. Mehrere Frauen und Kinder fanden ihren Tod unter dcn Trümmern; vi, Namens gibt, wodurch so häufige Verwechslungen und ucrloreii gehende Briefe vorkommen. So gibt es UNter Anderem 25 Washingtons, 24 Franklins, 23 Salems, 22 Splingsiclds, 25 Cantcruillcs, »9 Jacksons, ,5 Iffersons, l8 Lafaycttes, 10 Fillmores, 9 Kossuths, lO Lowells, 20 Niclnnonds, >8 Waterloos. 22 Columbias, l8 Honcords u. s. w. Es muß daher stets bei dem Namen der Ortschaften genau der Staat und die County angegeben werden. (Unerhörter Gaunerstreich.) Zwei elegante Manner, deren Aussprache die brittische Abkunft ver. rieth, gi"gcn kürzlich alls den belebten Champs-Elysees in Paris umher, und boten große, 20 Franken ähn-liche Geldstücke, die sie auf Schwingen trugen, um l Franks das Stück, feil. Die Menge war mißtrauisch und kaufte nicht. Da kamen zwei andere Engländer nnd sagten zu der versammelten Menge: „Es gilt eine Wette, die jene zwei Herren, Lord A. und Lord B., gemacht haben, ob sie nämlich binnen einer Stunde 1000 Guineen zu I Frcs. das Stück verkaufen werde,, « Kaum hörten dieß die umstehenden Gaffer, als sie die dargebotenen Goldstücke gierig aufkauften, in der Meinung, aus der englischen Wettsucht großen Vortheil gezogen zn haben. Natürlich waren die Goldstücke bald weg, aber auch die vier Engländer w^rcn bald uer. schwnnden. Kurze Zeit darauf erschienen zwei engl. Polizeiagcntcn,welche den Gaunern — den" das waren jene 4 Individuen — von London auf dem Fuß gefolgt waren und sie bloß um wenige Minute» verfehlt hatte"-Sie erklärten, daß die Veutclschneidcr a/qenwärtia. in London so scharf bewacht werden, daß sie ihre Industne anderswo auszuüben bemüßigt sind. Vtlleger: Ign v. Kleinmayr und Fedor Bamberg. Verantwortlicher Herausgeber- Ign. Alois v. Kleinmayr. Telestraphiscliev (Tours c Bericht der Staat5papiere vom 9. September I85l. Vtaa'Sschllldverschrelbungeu zu 5 p(5t. (in CM.) 9^ 1 Z/, Darlehen mit Vrrk'siliig v.J. 1834, für 500 st. 1N25 dctto dctto 183l). für 250 st. 30s, l/4 Bans - Actien. vr. Stillt 12441/2 i» C- M. ?lcti«n der Kaiser Ferdinands-Nordbahu ^ «., zu tN00 st. C. M. ..... 1517 1/2 ft. "' C- M. Victim der östcrr. Donau-Dampfschifffahrt ^ , , ,. ^ zu 500 ff. ü. M. .... 55« 1/2 ft. "' 6- M. Wechsel.-(Z^ms vom 9. September l85,. Amsterd«.,,. für ,U0 Thaler ssur, ant. Nts.I. ,tt5 Vf. M". Augslmrg, für 10« Gulden <«nr.. O»ld. 119 i Monat. Hamburg, für 1 «U Thaler Äanw. Mil. 1,4 1/2 Vf. 2 Monat. «lvornl,, für »00 Toscauischt Lire, Gu!d. 117 Bf. l Monat. London, für 1 Pfimd Stelling, Gülden 11-40 3 Mona!. Mailand, fnr 300 Oesterreich. Lire, Guld. l 19 Vf. 2 Monat. Marseille, für 300 Franke», . O»ld. 140 Bf. 2 Monat. Vans, für 3tttt Franlen . . Gn>d. 140 Vf. 2 Monat. Vularcft fnr 1 Gulden . . . Para 235 .-. Salomon -varuch, alle 4 Handelsleute; — Hr. August Vicentini, Concepts-Praktikant; — Hr. Joseph Schneider, Dr. der Rechte; — Hr. Peter Nooeda, Jäger - H.uiptmann; ,.^. Herr Anastasius Macri, täi'k. Handelsmann ; — Hr. Filippi, -^ l>. Hr. Franz Richter, bcide Professoren; — Hr. Wilhelm Hauchecorne, k. preuß. Steuer-)?ath, alle l^i von Triest nach Wien. -- Hr. Kosi, HandeDlnann, oou Wien. — Hr. Zainm;—Hr. Pellartn ; — Hr. Leier,.-felder; —- Hr. Christiancig; — Hr, Saroin-r, — u. Hr. Kosmas, aUe 6 Ha»delolelite; — Hr. Maiseis, Rabbiner; _ Hr. Mar. Freiherr o. Kübek, Student; — Hr. Graf Caboga, t. k. FML.; — Hr. Echittte-rer, Landesger. Räch; — u. Hr, Seran, Rentiers alle 11 von Wien nach Triest. — Hr. Fr. Irmlcr, Oder--sinanzrath, ^ und Hr, Joseph Blan, Handelsmann, beide von Klagenfurt nach Triest. Den 5. Hr. Gabriel Ritter v. Florez, Privatier; — Hr. Carl Bulfoni; — Hr. Adolph Uhlich; — Hr. DiSmas Eisenstein; — Hr. Michael Tomasse, vig,__u. Hr. Daniel Piccini, alle 5 Handelsleute; — Hr. Leopold v. Rohrbek, Gutsbesitzer; — Hr. Mar-sus Niebuhr, k. preuß. Neg.-Rach; — Hr. Alerand.r Sormann, Vesißer; — Hr. Otto Schuhmain», Buchhändler; — u. Hr. ?llbert Meyer, Med. Dr, alle 1l von Triest nach Wleu. — Hr. Nikolich; — Hr. Fa-bnang; — Hr. Pranden; — Hr. Valeutini; — Hr. Regazzi; — Hr. Harisser; — Hr. Ullmann; — Hr. Mayer; — Hr. Tropcani; — Hr. Tiebano; — Hi. Bidenki; — Hr. Kricher, — u. Hr. Wresenberg, alle 13 Handelsleute; — Hr. Lafom, Mustklehrer; — Hr Baron Rothkirch . Trach; — Hr. Cuvelier v. Ostlock; — Hr. Buchaner; — Hr. Conte Novelli, — u. H'. Carl Baron de! Torso, alle 5 Pi watiers; — Hr. vou Nenland, Hofrath; — Hl>. M, Maler; — Hr. oeidter, Dr. der Rechts __ H^.. yo„ ^ehmann; — Hr. ?lr. chil; — Hr. Fürst 7Kenberg, — n. H>- Micheli, alle 4 Gutsbtsitzer; — Hr. Longhi, Assessor; — Hr. Ro-mag'iolo, Prator; Hl>. Briani, Besitzer; — Fr. Hoffmann, Handelsm,.'Gattin; — Hr. Ganstani, Cameral-rath, — ". Hr. Sterger, Geschäftsführer, alle 32 von Wie» nach Triest Den 6. Herr Christian Plattensteiner, — und Hl'. Al'tol, Rossi, beide Privatiers; — Hr. Emanuel Kochert; --- H>'. Athanas Stoikovich; — Hr. Cajelan Bosghi; — H''. "udwig Borghi; — Hr, Georg Csot-rich;'— Hr/Franz Illgov'y! -- Hr Anton '^ianchi; -^ H«-. Nicolo M'chieli; — Hr. Peter Bearzi, — ». Hr. Carl Tellini, alle 10 Handelsleute; — Hr. Sig. muud v. Deymek, Buchhalter; — Hr. EustachmsCa.-läfati, Besitzer; -^ und Hr. Heinrich de Kaufmanns, dan. Major, aUe 15 von Triest nach Wien. — Herr Topp»; __ H,.. Bertussi; — Hr. Cases; __ Hr. Ko-vaczeoic; ^. Hr. SchuUer; — Hr. Stampsi;—Hr. ^ch„st,l.. _ Hr. Haiterer, — n. Hr. Davels, alle 9 Handelsleute; — Hr. Metz, Bezirtscollegialger.-As-sessor; — H^ Sarnow, Pastor; — Fr. Therese Hauser, Ii'g- Assist.-Gatti»; — Hr. von P.rsa, Besitzer; ^ Hr. Ta'nawieki, Dr. der Rechte; — Herr von Wulf-'Crona, Med. Doctor, — u, Hr. Dulusch, Ad-vocct, alle 16 von Wien »ach Tnest. Z. «109. (I) Nl. 3204. Vericktissung. Il, dem Edicte, 3. I08? (eingeschaltet in Nr. 20 l, 203 und 206), soll c? statt Strulchte heißen - K. ^. Bez. Gericht Nassenfuß am 2. September 1851. Z. I1IU. (I) Nr. 3623^ Bekanntmachung. Die Administration der mit der ersten österr. Sparcaffe vereinigte allgem. Versorgungs-Anstalt macht hiemit bekannt, daß die, für das Jahr 1851 ermittelten, und vom 2. Jänner l852 an zu erhebenden Dividenden bereits zur öffentlichen Kenntniß gebracht wurden, und daß die dießfällige Kundmachung bei den Com-manditen der Anstalt von den Interessenten unentgeltlich in Empfang genommen werden kann. Von der Administration der mit der ersten österr. Sparcassc vereinigten allgm. Wersorgungs-Anstalt. ' ! Wien am 5. Juni 1851. 3. 1093. ("») Gymnasial- Kundmachung. Am k. k. achtclassigen Gymnasium in Cilli beglnnt das Schul jähr 18Z2 am 15. September. Die betreffende Anmeldung, zu welcher die Studierenden von ihren Aeltern oder deren Stellvertretern vorzuführen sind, findet am 12., 13. und 1H. d. M. bei der prov. Direction Statt. Neu eintretende Schüler, nut Ausnahme der vom Unterrichtsgclde Be-fretten, haben ctne Aufnahmstaxe von 2 fi. CM. zu entrichten. K. k. prov. Gymnasialdirection Ctlli am 2. September 1851. Z. l106. (1) "" ^^ Wegen Abreise ist das Quartler m der Odergradischa Haus-Nr. 23, im 1. Steck, bestehend aus ^Zimmern, Küche, Speise, Keller, Holzlege und Dachkammer, von Michaell 1851 an, ;u vergeben. 3- »102. (I) 23ei Wgnas q* W£leinmaur . <3. F^iit«»»«'«^ Sechste verbessere, mit emem Anhange voi, nahe an !000 l),5her nirgends allffindbaren Fremdwörtern p Fremowortern finden. l>>e wirklich im Gebrauche sind (mil llutscblusi dei. u„t brauchbaren Wustes, der nur Lie Uebersicht erschwert, olmc ,c davon Gebrauch machen zu können); er wiro zugleich dieAl>sn,m. munc, von jedem Worte und lie Aubsprache (wo es nölh,« ist), ft »vie schr vlcle Aufrücke und Zeichen erklärt finden, dic er,n ähnlichen, auf,hren Umfang und R?ichhal,igleit pochenden Werten vergeblich suchen würde; es wnd fur ihn ein erwünschtes t5rsa»z: Mittel ausgebllilcler Sprachkeüntmsi und eine reichliche Qualle viclfaliigcr Belehrung seyn. Z. 978. (3) I» Iss» v. Kleinnlayr st Febor Bamberg s Buchh^lidlil!,^ in Laibach, bei F. v. ^leinmnyr in Klagcufurt, bci Schimpf in Triest, und bei Munster i„ Venedig ist zu haben: L. G. Schulz (L'queur-Fadrikant in Berlili), die Liqueur- Fabrikation. Theorie u. Praxis, nebss 258 a us ge z rich-, e.-rcn gulc >i Reccplel, zu doppelten und ei,,.-sachte Liqueuien u. Aquavitcn, nach ei-gcncr ^rfahmüg gewonnen, velständlich daraestrllt llnd mil vielen Abb. versehen. Zweite AuNaac Preis 20 Sgr. odei l Fl. 20 kr. C. M ^ c^" (3s ist oicß ein sicherer Führer fm- jeden Liequeur-Fabiikainen, um ^iqueure, Aquaoite und künstlichen Rhum auf die feinste und billigste Weise herzustellen 3. 97 6. (2) Corpulente ^ ^'"^7"^" V,.^"' '/,^echtell Tpmnschen Moster - Essenz" dcbitne». w.,m sic ,ich vor Hchlagaufailen ,, chcrn odcr sich davon wiederherstellen wollen. Das ^isch be„ lojw 3 11. >,',tr.^Uanfn — t, -li.cu und tann nnzig dezogcn weiden von >»^.»'««,. ^»«««.,, Vuchbandlcr ,n Weimar. «»",^»,, 3. ma. (i) Indem ich zur geneigten Keiinmiss bringe, class mit t October der Schulunterricht tu meiner Erzieliungs - Au- stalt wieder beginnt, stelle ich das Ersuchen, dass die diessßilligen Anmeldungen der Mädchen wenigstens einige Tage vorher gefalligst vorgenommen werden wollen Auch sind ein Paar Plätze fi'ir interne Schülerinnen vacant. Für Fräubins, welche bereits der Schule entwachsen sind und theo retische Kennfciisse der französischen Sprache besitzen, errichte ich dreimal die Woche eine Conversations- Stunde in der fautiizÖNisehcn Sprache, damit ans solche Art die theoretischen Sprachkeunliiisse durch practi.sche Uebungen in das /olle geistige Eigeirtluuu der Sprachbeflisseiieii übergehen. Maria Olun - Feierabend, Iiisliliits- Vorsteherin, yicrrngasse Nr. 210, im 3tcn Stork.) (3. Laib. Ztg. Nr. 207 vom 10. Sept. i95l.) 878 Z. 959. («) Ein nordisches Handlungshaus sucht, gegen eine Provision von 33 Procent, rechtliche und solide Personen, welche ausgebreitete Bekanntschaft besitzen, und die sich mit dem Verkauft eines, selbst in den kleinsten Ortschaften gangbaren Artikels beschäftigen wollen. Reflectirende belieben ihre Adresse, mit genauer Angabe des Wohnortes, unter 6. U., Z. 959, an die Expedition dieses Blattes tiuuco abzurichten. 3. 1066. (3) A it ii o si £ e. Das am Stationsgebäude zu Laase 5ud Nr. 2 neu erbaute, mit Schiefer eingedeckte Haus, bestehend aus 6 Zimmern, wovon 4 gewölbt, einem Cabinet, 3 Kellern, 2 Küchen und einem Garten, ist aus freier Hand zu verkaufen. Liebhaber wollen sich bei dem Hauscigenthümer Anton Gostinzhar in Laase des Naheren z wegen erkundigen. Z. 745. (4) Nr. 2703. Edict. Vom k. k. Bezirksgerichte Plauilia werben die gesetzlichen Erben der, den 18. Avril 1850 mit Hin-tl'llassung eines Erbvertrages verstorbenen Maruscha Logar, von Kauce Nr. 100, deren Aufenthaltsort un» bekannt ist, aufgefordert, ihr Erbrecht zu dem durch den Ehemann Valentin Logär nicht angetretenen Theile dcö Verlasses binnen Jahresfrist, vom uitteliangesetzten Tage an gerechnet, geltend zu machlli, widrigens der Verlaß mit Jenen, die sich erbsertlärt haben, verhan, dest und ihnen eingkantworter werden wird. ' ' K. K. Bezirksgericht Planina am 16. April «9H1. Z. 1094. (3) Zur gefälligen Kenntniß. Zwischen der löbl. Gemeinde Laldach und mir besteht ein Contract, vermög welchem ich nach dem alten Bequartierungs-Patent den Soldaten um 3 si. übernahm, beim Erscheinen neuer Bequartierungs - Vorschriften jedoch berechtiget bin, die Assecuranz-Gebühren zu erhöhen. Würden die hohen k. k. Militär - Be-dörden, in Würdtgkelts-Rücksichten meiner großen'Anstalten, nicht eine Erleichterung eintreten lassen, so müßte lch die Assecuranz-Gebühren in Beziehung der größeren Leistungen, wie auch qegen die durch dle Valu^ gesteigerten Einkaufspreise und der erhöhten Zinssteuer tt. tt. ,fast um das Dreifache steigern, oder die Bequartie-rungs-Verpflichteten müßten nach Paragr. 7, und nach dem Ausweise ^. (siehe Rubrik Verpflegung), die gekochte Kost, bestehend in einem ortsüblichen Mittagsmahl, selbst beistellen. In der gewissen Voraussetzung der anzuhoffenden Erleichterung jedoch stelle ich die Assecuranz - Gebühr sür einen transenen Soldaten für das Jahr 185t, bis Ende April 1852, nur auf 3 Pfennige per Mann und Tag, somlt auf ^ st. 30 kr. per Mann für ein ganzes Jahr, und ohngeachtet dieses hohe Patent schon mit l. Juni d. I. in Wirksamkeit trat, erbitte ich mir für diese 11 Monate nur eine Aufzahlung von 1 fl. 2() kr. gegen die von mir eigenhändig unterschriebenen Quittungen zu vergüten. Sollte meine billigst gestellte Erhöhung verkannt und die Aufzahlung verweigert werden, so wollen je-ne^Herren Hausinhaber für die künftige Unterkunft ihrer Soldaten Sorge tragen, und dagegen den vorausbezahlten Betrag nach Abzug der Unkosten in Empfang nehmen. ' ' Laibach den 1. September 195,. Joseph Benedict Withalm, Coliseums-Inhaber. ^^^^ K. l. Wiche Sl««ls ° «MM«. fahrordnuns; der Züge auf der südl. k. k. Staats - Eisenbahn zwischen Mürzzuschlag und Laibach, vom 16. Mai d. A, bis auf weitere Bestimmung. Abfahrt der Wme m ^sv I!zHiWlO VVN Mürzzuschlag nach Laibach. Laibach nach Mürzzuschlag. Absahetvon »l.,^..^ Personen Abfahrtvon Personen " Stund. Minut Ttund. Minut. Mürzzuschlag Ä. ÄZ' Fmh 2. — Nachm Laibach 7. 30 Abends 8. lö Früh Gray 8. 3Z ,, 6. ZZ Abends Cilli !