Deutsche Macht (Irüöer „Hissier Zeitung"). Acht« |*ta Itllltltai u) Itiiiai ■•Iftal „» saftet fUt CtHl »» üu(UOaB| >,» (aal »,»,ll«ch |L —.S5, Mritct|<*ri| (1. UO, (L , gnttdtn« si. . MX» ncitt Knmmtx t ti. I»Ier»t« na« taiifi Wi iltma w,edrrtz«l»»zc» k»ts»rkch<»»ci «,»,«. latatrtl 3»r« i»,Uch. mit nulnttm »n «,»»- ■>! Itfirrtaae, IM »—II a%t Bit- »»» »—4 tti — »«I,»-N«»e» Mttifen. — m«n»lR4ttr wer»«» niAt |tttiI4«ef«t6rt. — ItwaHBC nu»t brriltfMUMt. Nr. 69. Cilli, Sonntag den 29. August 1886. XI. Jahrgang. Der deutsche Fürst verjagt, der preußisch« Lieutenant vom Thron gestürzt! So klang eS aus den Reihen der Panslaviften innerhalb der schwarzaelben Gcenzpfähle. Welch' e>ne rüh-rende Freude, daß der russische Rubel im Stande war, die auf Erhaltung des Friedens gerichteten Bestrebungen der verbündeten Kai-serreiche zu Schanden zu machen. Un> die seilen Schurken, welche gegen russischen Sold ihren ruhmreichen Feldherrn, ihren ovsersreudigen Fürsten zu verrathen sich bereit finden ließen, sie wurden in cynischer Unverfrorenheit als Helden gefeiert. Durch die Gegenrevolution deren Erfolg schon dadurch gesichert zu jein scheint, daß, wie sich herausstellt, nur ein ganz kleiner Theil der Armee unter Führung einiger ehrsüchtiger Streber und bestochener Schurken den Fürsten zur Abdankung zwang, hat da» bulgarische Volk gezeigt, daß es in seiner Gesammtheit nicht verworfen und moralisch verkommen genug ist, um der Treue und Dankbarkeit gegen einen Fürsten zu vergessen, dem es so unendlich viel zu danken hat. Nun werden sich freilich die Bulgaren die bittersten Vorwürfe all derer ge» fallen lassen müssen, die sür Treue und Dank-barkeit kein Verständniß haben und die eS nicht begreifen können, daß ein Volk Freiheit und Selbstständigkeit der Herrschaft der russischen Knute vorziehen mag. Was Freiheit und Cul-tur, was Treue und Dankbarkeit, wenn die schöne Hoffnung winkt, dem Ziele der pansla-vistischen Wünscht um einen Schritt näher zu rücken! Daß Oesterreichs Wohl durch eine der-artige Stärkung der russischen Macht auf der Balkanhalbinsel, wie sie hier so geschickt vorbe-reitet war, ganz außerordentlich bedroht und ge-sährdet erscheinen muß, das scheint unserenPatrio-ten vonPrag undLaibach völlig nebensächlich geger-über der sie beglückenden und begeisternden That- sache. daß Rußland, welche» sie für berufen hal-ten, die Vereinigung aller Slaven durchzuführen, einen Sieg über die Friedenspolitik Bismarcks davongetragen. Konnten sie e» nur dahin bringe», Oesterreich zur völligen Unterordnung unter die Ansprüche der russischen Politik aus der Balkanhalbinsel zu bringe», so wäre «S ihnen ganz gleichgiltig, ihr Vaterland geschädigt und zum willenlosen Werkzeug Rußlands herabgewürdigt zu seheu; die czechischen und slovenisch.'n Pa-trioten wissen eS even mit ihrem so oft ve-«heuerten und gepredigten Patriotismus in Ein-klang zu bringen, daß sie an Stelle des deutsch-österreichischen Schutz- und Trutzbün^niffes, welches allein für Oesterreich in schwerer Zeit Rettung bringen kann, wenn durch Rußlands Balkanpolitik einmal ein Weltkrieg unvermeidlich werden wird, eine russisch»österreichische Allianz inbrünstig wünschen. Ganz unverhohlen wird von der Zugehörigkeit Bulgariens in die balkanlän-» dische Schutzsphäre Rußland» als von etwasSelbst-verständlichem gesprochen. der gegenüber, wie die „Politik" sagt, jede politische Sympathie und Son-derneigung verstummen müsse. Wer dieSprache und Logik der MoSkaupilger kennt, der w'iß, wie die Worte zu verstehen sind. Der schmähliche Verrath an dem Fürsten, die Eidbrüchigkeit der Armee, die Verletzung österreichischer Interessen, die Gefährdung des Friedens: alle» tritt zurück und wird entschuldigt und vergessen, weil Ruß-land in seiner «balkanländischen Schutzsphäre" einen Erfolg aufzuweisen hat. Und wer sich der berühmten Moskaureise des Tschechenführer» Rieger erinnert, der wird da noch vielerlei jwikchtn den Zeilen lesen können. DaS bulgarische Volk Hai seinem politischen Bewußtsein von der Zugehörigkeit zur balkanläodischen Schutzsphäre Rußlands Ausdruck gegeben, und neben dieser balkanländischen besteht in dem politischen B<» wußtsein der Panslavisten noch eine andere Schutzsphäre Rußlands im Norden und Süden Hekerreichilche Patrioten. Mit staunenswerther Raschheit sind die Ctßant der österreichischen Slaven jederzeit mit Verdächtigungen und der Anschuldigung des HvchverratheS bei der Hand gewesen, wenn Wvdwo unter den Deutschen Oesterreich» daS Tisühl der Zusammengehörigkeit mit den Deut-i'Sfti im Reiche sich kund gab; um ja schnell g«Wg auf jede Aeußerung deS deutschen National-geWes hin den ganzen Apparat ihrer Denun-äationtouth spiele» lassen zu können, haben sich die Redactionen der verschiedenen Slaven-Matter bereits einen „Schimmel" angeschafft, »er die gangbarsten Phrasen, wie die vom Schulen über die Grenze, von dtm in jtder $uite Deutschböhmens hängenden Bildni» des »«ilichen Kaisers, und ähnliche enthielt, und re^lmäßig wurde dieser gebraucht, wenn Deut-sche nicht vergessen wollten, daß sie einer Nation mithören, deren mächtiges Reich, waS Cultur und politische Bedeutung anbelangt, derzeit in Europa daS maßgebende ist. Umso widerlicher un» ekelhafter wirkt dieser DenunciationSmanie der Slaven gegenüber die Unverhüllthtit und Lffenheit, mit der sie jetzt anläßlich der Vor» ginge in Bulgarien ihren PanslaviSmuS zeigen «ad offen bekennen, taß nicht die Jnter-effen Oesterreichs, sondern die de« nordischen Elavenreiches ihre Wünsche und ihr Sehnen ^stimmen. Daß Rußland durch einen Gewalt-streich, der freilich nicht so ganz vollständig nach de» Wunsch.- de» Väterchen» an dir Moskwa gelungen ist, den Frieden Europa» gestört und d» berechtigt« Machtstellung Oesterreichs in de» Lalkanländern schwer bedroht hat, bejubeln die paie>tine« Patrioten ,m cz«chi chen und slove-michen Lager und machen gar kein Hehl da-iau4, daß sie ihr« panslavistischen Ideale hoch über die Interessen Oesterreichs stellen. ßin Ausflug in die jütischen Atpen. Bon Dr. E. Glantschnigg. Wer sich nur einmal den G«nuß verschafft hat, einen Hochgipfel der Alpen zu besteigen, «ird aus allfallige Schwierigkeiten beim An-»der Abstieg vergesst«, und nur die erhabenen Wer der Alpenwelt werde» in seinem Gedächt» «-sie hasten und ihn bei nächster Gelegenheit j« neuen Ausflügen anspornen. Man ist in jenen Kreisen, welche dem Bergsteigen aus Un-famtni* der Alpenwelt abhold sind, gewöhnt, d:e Bergsteiger als Alpensex« zu bezeichnen; der Freund der Natur wird sich jedoch durch urtheil-lose» Verdammen niemals abhalten lassen, seiner Neigung zu folgen und Geist und Körper in der «inen erfrischende» Alpenluft zu stärken. Der AlpiniSmuS in seiner ursprünglichen Reinheit ist Freude am Hochgebirge, erkämpft durch erfolgreiches Wandern in d«n verschiedensten Theilen desselben. Er ist nicht zu verwechseln »it jenem Bergsport, welcher sich in neuester Znl breit macht und dessen Prinzip in der Auf-sassimg Auidruck findet, daß die Hochgebirge mt dadurch Interesse bitten, daß sie ein Kletter-gerüste seien, der Schauplatz von Tollkühnheiten; wer den schwierigsten Weg am schnellsten zurück-legt, wer über diejenigen Momente am trockensten berichtet, wo er cem HalSbrechen am nächsten war, der hat da» Richtige nach der Ansicht dieser SporlSmänner getroffen — sie verdienen in den Augen vernünstiger Freunde de» Berg-steigen» den Beinamen: .Bergfexe." Die vielen Unglückssälle, welche im vorigen Sommer und heutr in dtn Alpen vorkamen, sie sind zum Theile Resultate der Bergfex««. Diese Unglücksfälle sind abgesehen von den Opfern und ihren Angehörigen umsomehr zu bedauern, als sie den echten Alpinismus in Mißcredit bringen und manchen Freund der Alp:» mit Rücksicht auf die öffentliche Meinung und noch mehr auf seine Familie hindern, sich dem Genuße einer Bergfahrt hinzugeben. — Dieß waren ungefähr meine Gedankt», als ich Heuer im Geiste erwog, wohin ich meine Schritte lenken solle. Bevor die Katastrophe am Großglockner. bevo? mehrere Unglück»fälle in der Schweiz :c. bekannt waren, hatte ich meine Aufmerksamkeit auf die erhabenen Ei»-gipfel der Schweiz und Savoyen» gelenkt. Kühne Pläne wurden gefaßt, und schon war Zeit- und Geldaufwand genau berechnet, um den schönsten Ei»gipseln der Alpenwelt in den Walliser Alpen einen Besuch abzustatten. Durfte ich doch ohne Selbstüberschätzung mir gestehen, daß bei einiger Ausdauer, begleitet von M»uh und Schwindel-freiheit, nur wenige EiSgipfel der Alpen un r- reichbar feien. — Der Mensch macht Pläne, da» Schicksal vernichtet sie. — Ohne di« öffentliche Mtinung gegen mich zu erregen, durfte ich es angesichts der stattgehabten Unglückssälle ia den Alpen nicht mehr wagen, einem Monte Rosa, dem Breithorn, oder der eisigen Jungfrau meinen Besuch abzustatten; das Verdammung»-urtheil über mich als gewissenlosen Familienvater wäre unfehlbar gefällt worden. Ich er-inner«? mich wehmüthig der Schiller's chen Capuziner-Predigt: Oontenti estote, seid zu« frieden mit Euerem Commißbrote." Gesenkten Haupte« stieg ich im Geist« von den «rhabenen «iSumpanzerten Bergspitzen der Schweiz, und begnügte mich mit einer Harm-losen Besteigung des Rigi, welche sich auf die Paar Schritt» von dem Hotel Rigi Kulm bis zur Spitze des Berges beschränkte, da ich den übrigen Theil des WegeS um de» Cou'rafte» mit meinen früheren kühnen Plänen Willen mit dem Dampfwagen zurücklegte. Diese» bescheidene Heradsteigen vom Monte Rosa zum Rigi Kulm wurde reichlich belohnt durch ein« Fernsicht, wie sie selten den Rigi-Besteigern ->u Theil wird; so versicherten mir wenigstens Besucher diese» Berges, welche denselben schon wiederholt er-stiegen hatten. Meine Absicht ist eS nicht, meinen p. t. Lesern die Aussicht vom Rigi zu schildern, sie finden bessere und präcisere Beschreibungen 2 der österreichisch • ungarischen Monarchie. Mit welcher Macht würde diese» „politische Bewußtsein" zum Ausdruck kommen, wenn Oesterreich einmal in einer schweren Krise sich befinde», wenn eS schon jetzt so frei und offen sich kund» gibt! Die Herren werde» eS jetzt wohl auf einige Zeit unterlassen müssen, den Deutschen Oesterreichs Vortrage über Patriotismus zu halten. Sie haben ihr« Unfähigkeit dazu allzu unvorsichtig verrathen. —f. politische Kundschau. Ausland. Di« Art und Weise, wie die Entthronung d,S tapferen Bulgarenfürsten durch russisches Geld eingeleitet und ausgeführt wurde, erhellt aus einem Berichte, de» der „Pester Lloyd" von elnem Augenzeugen erhält. Darnach hatten die Verschwörer durch salsche Nachrichten über kriegerische Absichten Serbiens es erreicht, daß der Fürst d e gejamm!« Truppciimacht aus der Hauptstadt nach Slivnica verlegte. In Sophia war nur da? Bataillon von Küsteudil zurück-geblieben und mit diesem und mit Hilfe zweier aus den Zöglingen der Junker-Schule gedilde-ten Compagnien wurde die Revolution durch-geführt. Die Schloßwache wurde in der Nacht auf den Samstag gegen 2 Uhr überfallen vad zum Theil nievergemacht. Der Fürst erschien auf den Lärm hin; als die Verschwörer mit Hinweis, auf das Wohl Bulgariens feine Ad-dankung verlangten, wies er die Zumuthung ansang» zurück; der Commandant des Baiail-lo»S, Grueff, wurde darauf dringender, wies auf die vor dem Schlosse aufmarschirte Truppe hin und sagte, die ganze Arme« verlangte stur-misch die Abdankung des Fürsten und den Schutz des Czaren aller Russen, den der Fürst so schwer beleidigt habe. Der Hinweis aus die unten aufgestellten Truppe, der Anblick der hoffnungsvollen militärischen Jugend Bulgariens, die ihren ersten Schritt ins junge Lebe» >mt dem Verrathe ihres Kriegs-Herrn begann, der persönlich die BildungSan-statt geschaffen und eingerichtet, übte auf den Fürsten eine erschütternde Wirkung. „Wohlan", sagte er, „verfassen wie die Abdaiikungs-Ur-künde, ich werde sie unterschreiben. Wenn mich meine Truppen verlassen und die Offici-re und Soldaten mich im Stiche lassen, die ich zum Siege geführt, dann habe ich in diesem Lande nichiS weiter zu suchen!" Dann verließ der Fürst das Vestibüle des Parterres, in welcheni die Scene sta »gesunden, schritt die Treppe zum ersten Stock hinauf, wo sich sein Schlafzimmer befand, um sich völlig anzukleiden. Die Verschwörer hatten die Urkunde fertig in der Tasche, folgten daher dem Fürsten auf dem Fuße, ließen ihn nicht mehr aus de» Augen und leg- ,n den verschiedensten Reisehandbüchern über die Schveiz. Ich erwähnte dieses Aussichtspunktes überhaupt nur deshalb, weil ich mir auf dem-selben vornahm, in meiner Heimath einen de-scheidenen Gipfel auszusuchen, und unter Ver-zichtleistung auf interessante Gletscherfahrten zu erproben, ob man den Dolomitgipfeln meiner Heimat auch nur annähernd jenen Reiz ab» gewinnen könne, welche jederzeit die EiSgipfel Tyrol» auf mich geübt haben. Ich machte folgende Ansprüche an den zu besteigenden Berg: Der Berg mußte schön sein, schön in seinem Aufbau, wie etwa der Groß-glockner, die Königspitze, daS Matterhorn ,c. jc.; er mußte eine umfassende GebirgSauSsicht, hauptsächlich aber eine schöneThalsicht gewähren; der Anstig sollte interessant sein, ohne halsbrecherische Turnrrstückchen zu erfordern, er durfte nicht zuweit von meinem Wohnorte Cilli entfernt sein, denn mir standen nur zwei Tage Zeit zur Autführung zu Gebote, wenn ich noch die schonen Augusttage benützen wollte; endlich hatte ich für eine angenehme Reisegesellschaft zu sorgen i. e. einen Alpenfreund, der mit mir im Gehen gleiches Tempo hält, nicht zu schnell nicht zu langsam ist. vicht in jedem Gasthaus« einkehren will und eventuell riner Forcirung durch Benützung der Nacht zur Eisendahnfahrt nicht abgeneigt ist. Der Punkt 5 meiner Er- „Z»e»tsch< Wacht.^ ten ihm eben im Zimmer das Actenstück zur Unterschrift vor. Der Hürst nahm schweigend die Urkunoe und schrieb mit sicherer Hand dar-unter: „Alexander. Gott schütze Bulgarien." Gegen halb vier morgenS reiste hieraus der entthronte Fürst in Begleitung seines Bru-derS, von einer starken Militärische umgeben, ab. Nach seiner Abreise durchzogen Militär-Patrouillen die Straßen uno trieben alles Volk, das keine Ahnung von dem Vorgefallenen halte, in die Kirche. Jedem in die Kirche Eintretende» wurden von e«g«nS dazu ausgestellten Leuten 1 bis 2 Rudel in die Hand gedrückt. Vor 5 Uhr hielt der Metropolit den Go teS-dienst, wobei er den Gläubigen verkündele, Gott habe daS bulgarische Volk von d.m Prinzen von Battenberg erlöst und eS wieder dem Schutze des mächtigen EzarS aller Russen gnädigst zugeführt. Nach dem Gottesdienst gab die kleine Truppe vor der Kirche drei Salven, um daS freudige Ereigniß zu feiern. Diese Salven weckten erst den besseren Theil der Be-völkerung, die erstaunt auf die Straße eilte und sich nicht zu fassen vermochte, als sie erfuhr, der Fürst habe abgedankt und sei bereits ad-qereist, die neu« Regierung sei gebildet. Die Volksmenge wurde inzwischen zum russischen Eonsulat getrieben. Auf dem Balcon standen Bogdanoff, der russiische Consularver-weser, zu seiner Rechten der Metropolit Klement, zur Linken Zankoff, im Hintergrunde Gruess. Der Metropolit erhob beide Arme und sagte, er wolle da» Volk segnen; diese« kniete nieder, um den geistliche» Segen zu empfangen. Agitatoren riefen inzwischen „Urrah!" und flehten Bogdanoff um Hilse an, welche dieser im Namen des Czaren auch zusagte. So verliefen die Dinge, und nur wenige Leute hatten eine Ahnung von der Wahrheit, daß es nur «in« Handvoll Leute gewesen ist, welche daS Ganze arrangirien. Erst viel später, im Lause deS TageS, als allmählig die Wahrheit offenbar wurde, kam das Pudli-cum zur Besinnung und verfluchte offen die Missethäter, die den Fürsten vertrieben hatten. Der russisch'panslavistische Schwindel in Sofia hat nicht lange gedauert, das Volk und die Armee haben sich offen gegen die Absetzung desvFürsten Alexander, des Wohlthäters Bul» garienS, erklärt und entschiede» für denselben Partei genommen. Die provisorische Regierung wurde gestürzt, Karawelow übernahm die Re-gentschaft und an den Fürsten wurde eine De-putation abgesendet, welche ihn ersuchen soll, nach Bulgarien zurückzukehren. 6000 Mann rückten unter Hochrufen auf Alexander, den Befreier Bulgariens, inSofii ein. Sämmtliche Mitglieder der ehemaligen provisorischen Re-gierung mit Ausnahme des Kriegsministers Gruew, welcher entflohen ist, wurden verhaftet, ebenso der russische Oberst Kessinkow. Kara» fordernisse war leicht gesunden. Freund W., welcher mit mir schon manchen Berggipfel der grünen Steiermark erstiegen hatte, erklärte sich bald bereit, mit mir einen Ausflug aus Grund der obenangeführten Pmcktationen zu unternehmen. Ich hatte Lust, den Triglau zu besteigen, da abcr Freund W. diesem Bergriesen der julischen Alpen schon vor neun Jahren seinen Besuch ab-gestattet hatte, einigten wir uns aus den zweit höchsten Gipfel der julischen Alpen, den Mann-hart (Mangart) 2678 m oder 8462 W. Sch.; denn er entsprach allen von mir aufgestellten Erfordernissen, er ist unvergleichlich schön in seinem Ausbaue, bietet eine prachtvolle Rund-schau, hat vor dem Triglau den Vorzug einer unvergleichlichen ThalanSsicht, der Anstieg ist interessant ohne halsbrecherisch zu sein, und di« Parthie konnt« ohn« übermäßige Krastan-strengung in 4s Stunden ausgeführt werden. Wir schlugen ein, und am 16. Angust früh 3 Uhr 15 M. fuhren wir mit dem Courierzug nach Laibach, um von hier um 6 Uhr 40 M. unserem nächsten Ziele TarviS zuzueilen. In TarviS langten wir um 9 Uhr 55 M. und in Raibl unt 12 Uhr an. Hier trafen wir mit einem Touristen auS Norddeutschland zusammen, der sich unS anschloß, und so verließen wir mit dem Führer Franz Rinter und einem Träger um 2 Uhr Raibl. Um 3 Uhr langten wir am 1886 welow ließ den Metropoliten Klement, dei»6!>«' der provisorischen Regierung, in daSMinu'lenuA führe», und nannte ihn eine» gemeine» Zchuii. der allgemeine Vera htung verdiene. Der Fürst, von dessen Aufenthalt am lange nichts wußte, wurde in Reni auf Äefehl des Caren freigelassen; derselbe beschloß sofort nach Darmstadt zu reisen: in Lcmderg, wo a den 27. August ankam, wurden ihm großariige Ovationen bereitet. Korrespondenzen. St. Rarcili bci Erlichsici». 27. äugat. sWindische W ä h l e r v e r s a m m l u n gj Wie das windische Bauernhetzdlan „slooentt, GoSpodar" mittheilt, ruft der Abgeordnete DitU VoSnjak seine Wähler am 29. August Nach«it> tags 3 Uhr im Gasthause deS Karl Jagodwch zusammen, um über seine Thätigkeit im Land-tage zu berichten und wird dei dieser Gelegen-Heu sich aach der Candidat für den Reichstag, der Cauoutcus Gregorec seinen „b e r ü d m l e«" Wählern deS hiesigen Bezirkes vorstelle». Lei« der wurde hiebei die Mittheilung Untertassen, worin die Berühmtheit dieser Wähler besteht, so daß wir der Vermuthung Raum .d im Land-tage möglichst schwunghaft zu betreiben. Schluß« lieg dürfen wir auch neugierig sein, od die g«-nannten Volksvertreter aach zu dem hier ge-fchäftsmässig getriebenen wmdlschen ZeffioiS-und vierundzwanzigpercenligen Geldwuche: Stellung nehmen werden, ooer in welcher Äeie sie dießfalls den Jnt.vtioiien ihrer Wahl-: gerecht zu werde» ver prachen. Sei nie ei sei, für ausgiebiges ^viogebrüll dürfte gewrgt sein. — Horn in Niedcröstkrreich. Unsere Ortsgruppe des allgemeinen deutschen SchuloereiÄ zählt schvii zwanzig Mitglieder in Horn jeli« zu welche» noch 8 auS dem benachbarten Sz-genburg und 3—4 aus Stockerau tommen. lln-s«r kleines Städtchen tau» ken großen Gemeinwesen mit ihrer so zahlreichen gebildeten Bevölkerung als leuchteudeS Vorbild diene», zumal wenn man bedenkt, daß wir auch naH jeder andere» Richtung hin unserer nationalen Sach' große Opfer bringen, so große, daß ne zu unserer geringen Geldkraft in einem ganz außergewöhnlichen Verhältniße stehen. Bei» Beginne oeS nächsten SchuliahreS wird unser Zweigverein seine Thätigkeit aufnehmen; ti wird allwöchentlich eine Berfammluug stattn«-den, in welcher nach Mitteln und Wegen ge- Predil an; schon von hier genießt man eine herrliche Aussicht, einerseits auf den unvergleich-lich schön geformten Mannhart und auf Sen eolossalen Jalouc anderseits in'S Raccolanchal mit dem Monte-Canin im Hintergrunde uns auf die den Ort Raibl umgebenden Bergcoloffe. Bald gelangt man zur Festung Predil ran de» schönen Löwendenkmal, einer trefflichen Nach-dildung deS Thorwaldfen'schen LöwenderikmaU in Luzern und von da an einem Wasserfalle vorüber zu einer Mühle, wo man die Reichs-straße verläßt, um auf einem guten Gedirgt-pfaoe in 20 M. cie Käserhütten zu erreich«. Der Weg wird nun etwaS steiler und nöthigt den Wanderer, hie und da durch kleine Raste» di« Lung« zur Ruh« zu bringe». Um 6 Uhr erreichten wir die Unterkunftshütte der eeenon Villach des deutschen uud österreichischen Älpe»-Vereines. Wir benölhigten somit biSher ei» schließlich einer «instündigen Rast 4 iiuioen. Die Hütte hat eine prachtvolle Lage und Äir-mand, der nach Raidl kommt, soll ei verabsäumen, hieher einen Ausflug zu mache», D« der Anstieg keinerlei Gefahr dielet und auch nirgends Schwindelfreiheit erfordert. Die HuNe lie^t unter einer senkrechten Felswand, im Hinter-grünte thürmt sich der Manuhart empor, in der Tufe vor u»s erblicken wir die ^ensoz Predil, weiter gegen Westen das SRaccotanthai 1886 schSstSmässig lettitbtncn windischen Zession«-oud vierundzwanzigpercentigen Gelvwucher Zttllung nehmen werden, oder in welcher Weise 5e dießsall« den Intentionen ihrer Wahler stecht zu werden ver'prachen. Sei dem wie e« fri, für ausgiebige« Zioiogebrüll büifte gesorgt |«h. — Horn in Nirderösterreich. Unsere Ort«, jtupp« deS allgemeinen deutschen SchulvereinS Ml schon zwanzig Mitglieder in Horn selbst z» welchen noch 8 auS dem benachbarten Eg-gkndurg und 3—4 aus Stockerau kommen. Un-s» Neines Städtchen kann ten großen Gemein-»eien mit ihrer so zahlreichen gebildeten Be-Mkerung als leuchtendes Vorbild dienen, zu-»al wenn man bedenkt, daß wir auch nach jeder anderen Richtnng hin unserer nationalen Zach- große Opfer bringen, so große, daß sie $1 unserer geringen Geldkraft in einem ganz «iixergewöbnlichen Verhältniße stehen. Beim Leginne des nächsten Schuljahres wird unser Zveigverein seine Thätigkeit aufnehmen; eS j »itS allwöchentlich eine Versammlung stattfin-hn, in welcher nach Mitteln und Wegen ge-j snscht werden wird, wie die Zwecke des Ver-mti gefördert werden könnten. Amtscher Schutverein. In der am 18. August stattgefundenen Titzung der Vereinsleitung wurde beschlossen, der Männer-, dann Frauen- und MSdchenortS» Mve in Teschen für die Veranstaltung eine« LommerfesteS, welches einen namhaften Rein-«Nag ergab, den Dank auSzuspr>»chen. Der Preis deS in der nächsten Woche zur Ausgabe gelangenden SchulvereinskalenderS wurde deffi-«nriv mi! 50 kr. für broschirte, mit 6} kr. für ii Leinen gebundene Exemplare festgesetzt. Dr. Groß berichtet über seine Bereisung deS mährischen Theiles der Jglauer Sprachinsel, sowie Äer seine Intervention bei bcr Gründung der Ortsgruppe der Jglauer deutsch-böhmischen Landgemeinden, welche unter zahlreicher Betheiligung der Landbevölkerung in D.-Gießhübel stattgefunden hat. Da er bei der Rückfahrt von D.-Gießhübel im tschechischen Sprachgebiete mit Steinen beworfen wurde, hat er die Anzeige h:ecübei an die Bezirkshauptmannschaft Deutsch-brod erstattet. WeiterS wurden die Mittel zur Ifnhnwng von Musikunterricht in Gottschee «Id Unterstützungen für mehrere Lehrer daselbst bewilligt. Für einen zu errichtenden Kindergar-tra in Krain wurde eine Subvention gewählt. Fiir mehrere Erfordernisse der Schule in Pau-looitz wurde Vorsorge getroffen; die Sudven-ro« für den Kindergarten in Hoheuau wurde neuerlich bewilligt, di« Subvention für den Schulbau in Widach erhöht, und eine Bau- deiviithschaftet. Nichtsdestoweniger bekommt man Mchenwein, welcher in einem Kasten verwahrt ch, zu welchem nur die Führer den Schlüssel Kben. In das Fremdenbuch ist der Betrag sät den verbrauchten Wein behufs Controle tmzinrage». Um 5V« Uhr des nächsten Morgens brachen mr von der Hütte auf. Der Weg führt an-süalich über Älpenwnde empor zum Traunig-iattcL Von hier beginnt die Steigung, welche »och und nach am Fuße deS kleinen Mannhart Mchft und in Folge Gerölle« und FelSplatten de» Anstieg beschwerlicher, aber in keiner Weise gisihrlich macht. Hierauf folgt ein Schneefeld, iwldjtl bald überschritten wird und mit einem i«aagenthmen mächtigen Geröllfelde abwechselt. Wir tefinden uns zweifellos im Bette eines »eichwundenen Gletschers, von welchem ganz hibsche Gletscherschlirse ein beredtes Zeugniß ablegen. Ein steiles Schneefeld wird überquert und dringt den Wanderer an eine scheinbar un-erfteigdare Felswand. Bis hierher hatten wir ei,e stunde benöthigt. Diese Felswand erklimmt au» über auSgehauene Fußtritte; der Bergstock ist einem mehr hinderlich al« angenehm, weil «a» sich mit Hilfe der Hände emporarbeiten muß, doch gewinnt man bald di« Höhe und »ach einer halbstündigen Kletterpartie erreicht «an eine Felswand, welche wegen ihrer Form die Capelle heißt. Bis hieher stiegen wir auf Macht." fudvention für eine Schule im südlichen Böh-men neu bewilligt. Die Kosten für die Errich-tung der vierten Classe in Wrschowitz wurden genehmigt. Außerd«m erhielten einige Tiroler schulen kleinere Unterstützungen. sDer Kalender des Deutschen SchulvereinS für daS Jahr l887} befindet sich bereit« unter der Presse und wird nächstens zur Versendung gelangen. Die erste Auflage desselben wird in einer Höhe von 10.000 Exemplaren gedruckt, und heute schon sind von den Ortsgruppen mehrere Tausend Stück bestellt worden. Der Kalender hat tot* gende drei Abtheilungen: „Kalendarium". „Lite-rarisches Jahrbuch" und „Nachschlagebuch für Jedermann". Der Inhalt des literarischen Jahrbuches ist besonders reich. Eröffnet wird dasselbe durch einen prächtigen Aufsatz von Franz v. Löher über „Die Macht- und Welt-stellung der Deutschen", dann folgen di« „Deut-schen Mundarten in Oesterreich", di? durch Beiträgt von Anzengruber, Adolf Pichler. Han» GraSberger und Anderen vertreten sind. Die Reih«nsolg: der übrigen Arbeiten ist di« folgende: „DaS Schllzeugniß" von P. K. Rosegger; „Abschied", Gedicht von Wilhelm Jenseit; „Der arme HanS" von Emil Marriot; „Die Erstürmung Angermünde'S" von Ernst von Wilde,»bruch; „Her Sohn feiner Mutter" von Adam Müller-Guttenbrunn ; „Im Strafhause", Gedicht von Stefan Milow; „Ein Wi ner Jahr" von V Chiavacci; „Der freudige HanS", Gedicht von Rudolf Baumdach; „DaS Mor-genständchen", Lied von Richard Heuberger «Gedicht von Max Kalbeck) ; „Die Post-Elevin", Gedicht von Ferdinand v. Saar; „Ueber Be-rufswahl" von Prof. Juliu« Deininger; „DaS Versicherungswesen und seine Bedeutung" von Karl Mazal; „Ueber Curpfuscherei und Ge-heimmittelschwindel" von Dr. L. W.; „Der Schulverein", G«dicht von Felix Dahn; „Vom Allgemeinen Deutschen Schulverein zu Berlin" von Prof. Dr. P. v. Hosmann - Wellenhof; „Der Deutsche Schulverein in Wien" von Dr. Rudolf Maresch. Den Beschluß dieses BucheS bildet ein alphabetisches Verzeichn-,ß sämmtlicher Ortsgruppen des Deutschen SchulvereineS und ihrer Obmänner. Die schöne Zeichnung deS Titelblattes hat Prof. Julius Deininger nach älteren Motiven ausgeführt. Geheftete Exem-platt kosten 50 kr., für g«bund«ne mußte der Verkaufspreis im Hinblick auf die reiche Aus-stattung deS Einbandes in rother Leinwand mit 65 kr. bestimmt werden. Bestellungen nehmen die Vorstände sämmtlicher Ortsgruppen und die VtreinSkanzlei in Wien (I. Kolowrat-ring 8) entgegen, und kann ver Kalender auch von den Buchhändlern und Kal«nderverschl«ißern der Monarchie bezogen werden. der Raibler Seite. Hier lagerten wir uns z» einer kurzen Rast. Unser Führer holte bei einer nahe gelegenen Quelle Wasser, welches wir nicht tranken, sondern in einer Flasche mit auf die Spitze nahmen. An der Raststelle ist ein Drahtseil angebracht, um den Schwindel unter-liegenden Touristen einen Blick in das Weißen-selserthal zu gestatten; denn ganz schmal ist die Passage und ein Fehltritt hätte einen Sturz von mindestens 1500 w zur Folge; von hier sallen die Felswände lothrecht in's Thal ab. Die Paffirung ist jedoch nicht schwierig, weil der Pfad oben ist und an der Wand ein Draht-seil angebracht wurde. Ueber Geröll und Fels gelangt man nun an der Nordseite des Mann-hart bis zu einem Schneefeld, welches von den Weißenfelferfeen aus gesehen den Kops des Mannhart wie ein Silverband umschließt und unter welchen die Wände ebenfalls senkrecht abstürzen. Diese Stelle pflegen schwindliche Touristen mittelst Seil zu passiren, wenngleich eine solche Vorsicht nicht unbedingt geboten er-scheint, denn daS Schneefeld fällt nicht steil ab und zwifche» demselben und den Felswänden lagert ein Geröllseld von ungefähr 40 Meter» Breite, welche« vermöge seines massigen Gesteines ein rapides Abstürzen nicht besorgen läßt. Hat man dieses Geröllseld pasfirt. dann hören auch die pikanten Stellen de« Anstieges auf. Der Steig wendet sich nach Osten, Geröll wechselt 3 Kleine Hhrontk. sD «fr a u d ati o n.j Bei der vereinigten Budapest« hauptstädtischen Sparkasse wurde eine große Defraudation entdeckt. Anläßlich der am 24. d. M. vorgenommenen Bücher- und Caffenrevision kam man Unregelmäßigkeiten auf die Spur. Der Schuldtragende ist der seit 21 Jahren bei dem Institute angestellte Cassier Carl Peller, und zwar beträgt die von ihm seit Anfag Juni unterschlagene Summe 82.000 Gulden. Pcller war der Wechsel-Abtheilung zugetheilt. Die Unterschlagung beging er in der Weise, daß er da« erstemal die für einzelne fällig gewordene Wechsel eingelaufenen Beträge einfach einsteckte, in den ConsignationsblanquetS aber die betreffenden Wechsel als nicht einge-löst eintrug. Am nächsten Tage unterschlug er dann weitere Beträge, um mit einem Theile derselben die früher defraudirten Gelder zu decken. DieS ging wochenlang fort, dabei aber vergrößerten sich die defraudirten Summen immer mehr und mehr, biS^sie die Höhe von 82.000 fl. erreichten. Ein Theil der defrau-dirten Gelder erscheint durch die im Depot d er Sparcasse und anderer?? Geld-Institute befind-lichen Wertheffecten PellerS und dessen in der Szalaggasse.in Ofen gelegenes Haus gedeckt. Mittwoch Vormittags fand bei dem Institut eine DirectionSsitzung statt, in welcher beschlos-sei, wurde, gegen Peller die strafgerichtliche Anzeigezu machen. waS auch geschah. Peller wurde von der Polizei in Hast genommen und legte gleich beim ersten Verhör ein offenes Geständ-»iß ab. Ec gab an. seit Anfang dieses Jahreö an der Börse operirt und behuf« Deckung der Differenzen die Defraudation begangen zu haben. lE i n Lehrer für Kamerun} wird vom Reichskanzler gesucht. Er soll dort für die Eingebornen Schulen errichten, muß sich zu diesem Zweck« auf zwei Jahre verbindlich machen, noch jung, unverheiratet und von kräf-tiger Conftitution sein. Neben freier Hin- und Ruckfahrt und freier Wohnung wird ihm ein JahreSgehalt von 5000 Mk. zugesicherte Ueber die näheren Anforderungen geben die betreffen-den Landesregierungen den Bewerbern Auf- ichluß. [T u n n e l p t o j e c t ] Zu den vielen mehr oder weniger abenteuerlichen Tunnelpro-jecten, die in den letzten Jahren aufgetaucht sind, gesellt sich soeben ein neuer. Es gilt einen unterseeischen Tunnel zwischen Irland und Eng-land zu bauen, und zwar zwischen Donaghagel und Port Patrick, wo die Breite der Meerenge 33 Kilometer und deren Tief« 540 Meter nicht übersteigt. Der leitende Gedanke ist offenbar, den Verkehr mit Amerika zu beschleunigen und Queenstown mehr als jetzt zum AbsahrtS-und mit steilem Rasen, und endlich erreicht man mühselig einen Punkt, welcher mit einer trigo-nometerischen Stanze besetzt ist, und von wel-chem man in einer halben Stunde die Spitze erreicht. Der Mangart culminirt in einem mäch-tigen Plateau, welches im Osten von einem kleinen Gletscher begrenzt wird, der sich in einer Schlucht abwärt», bi« zu unserer früher er-wähnten Rast am Drahtseil hinzieht. Unser Führer hatte dies« Richtung beim Aufstiege schon einmal gemacht und glrubt, daß mit ein Paar FelSfprengungen und 100 Meter Draht-feil sich ein vortrefflicher Anstieg herstellen ließe, oer leichter und um eine Stunde kürzer wäre als der gewöhnliche. Unser Reisegefährte. Herr Carl Mühl, R-dac'eur im bibliographischen Institute in Leipzig versprach bei der sich dem-nächst ergebenden Gelegenheit in Villach die Umlegung des Steige« anzuregen und auch in Rosenheim dafür Propaganda zu machen. Die Tauern waren in Wolken gehüllt, de«> gleichen die Koralpe und die sannthaleralpen. Dagegen gewährten die Karawanken einerseits und die julischen Alpen mit ihrem Culimna-tionspunkte Triglau und seine mächtigen Tra> banten Skerlatija. Steinet. Jalouc anderseit« einen herrlichen Anblick, und über die niedern Berge, welche da« Flitscherthal begleiten, blinkte der Tngliamento. Den Glanzpunkt bildet die Thalaussicht; am Fuße des Nordabsturze« um- 4 AnkunftShafen für Post und Passagiere zu er-heben. Wer dorl lande», muß Dublin m t der Eisenbahn erreichen und hat dann eine Fahrt von 90 Km. über den Kanal St. Georges und schließlich eine längere Eisenbahnfahrt durch England zu bestehen, also ein dreimalige» Um-steigen. Mittel» de» Tunnel» würden die Reisen-be>. London in elsstündiger durchgehender Eisen» bahnfadrt erreichen und die Fart nach Amerika wäre nicht unbedeutend abgekürzt. Das Project dürfte iedoch an den Kosten (100 Millionen Mark) scheitern. (Ueber e i >. e n W o l k e n b r u ch.s w»l-cher jüngst die Umgebnng Salzburg» verheerte, wird der „Teutschen Zeitung" von dort Fol> gende« geschrieben: „Eine SchreckenSnachi im wahrsten Sinn de» Worte» war die Nacht von gestern aus heuie (26. d.) für zahlreiche Ort« in der Umgebung Salzburg». Gegen 10 Ubr Abend» entlud sich nämlich gestern über die Stadt und deren nächst» Orte ein furchtbarer Wolkenbruch. dessen verheerende» Wirken den Wohlstand ganzer Gemeinden für lange Zeit vernichtet hat. Zunächst wurde da» am Fuß, der Verberge de» Gaisbergc» reizend gelegene Dorf Gnigl schwer heimgesucht. Der da» Dorf in srintr ganzen Länge durchfließend« Bergbach, an dessen Ufern zahlreiche Mühlen stehen, schwoll binnen wenigen Minuten zu furchtbarer Höhe an. Brücken und Stege wurden weggerissen. Bäume entwurzelt und in breitem Strome er-goß sich Steingerölle und Schlamm den Nie-derungea zu. überall hin Schrecken und Ent-setzen verbreitend. Mit elementarer Gewalt bahnte sich da» entfesselte Element seinen Weg, und als um halb 11 Uhr Nacht» die schaurigen Klinge der Sturmglocken sich mit dem Heulen de» Sturme» mengten und weithin Kunde von der fürchterlichen Gefahr brachten, in welcher da» schöne Dorf schwebte, da halten die Fluthen schon ihr VernichtungSwerk in fürchterlicher Weil« geübt. In zahlreich« Häuser war da» Wasser mit vehementer Schnelligkeit einge-drungen, so twß die Bewohner oft nur mit knapper Noth da» nackte Leben zu retten ver» mochten. Eine Mühle wurde beinahe gan; de« molirt. und ein Anbau, welcher eine Backstube barg, in der eben drei Bäckerburschen thätig waren, weggerissen. Zwei von diesen Letzteren fanden ihren Tod in den Wellen, während der Dritte nur durch »in Wuuder gerettet wurde. Da» Neuhauser Feld, so genannt von dem nahe gelegenen gräflich Thun'schen Schlosse Neuhau» nächst Gnigl, glich um 11 Uhr Nacht» einem förmlichen See. Mit wildem Brauen ergossen sich die Wasser in die Ebene und richteten in dem unteren Theile des Dorfe» an Gebäuden, Gärten. Feldern und Wiese» enorme» Unheil an. Der Bahnkörper wurde zwischen Salzburg und Parsch unterwaschen und unfahrbar ge- rahmt von dunklen Fichtenwaldungen sahen wir die malachitgrünen Mannhartseen, während weiUr hinaus der Blick auf die Bahnlinie Tarvi»-Laibach schweift. Man sieht Eisenbahn-züge kommen und gehen. Lastwägen verschieben u. s. f. Ebenso deutlich erblickten wir den Bahn-Hof von Tarvis. die Ortschaft Ober-TarviS. das Gailthal und an den östlichen Ausläufern de» Tobratsch die Stadt Villach. Im übrigen unterschied sich die Aussicht wenig von der früher geschilderten an der Schutzhütte. Um 9'/, Uhr verließen wir die Spitze, nachdem wir in einer Flasche unsere Visitkarten hinterlegt ballen. Der Abstieg ist mit mehr Mühe verbunden, weil j^der Tritt Vorsicht er-heischt: wir benöthigten daher bis zum Traunig-sattel 1'/, Stunden und von da di» zur Bahn-icharte 30 Minulen. H ».• trennten sich unsere Wrge. Herr E. Mühl begad sich mit dem Trä-ger nach Raibl. während wir mit Führer Pinter um 11'/. Uhr den Abstieg nach Weiß n-fels durch die Lahnscharte unternahmen. vln« fang» geht es über feinkörniges Gerölle bei einem Gefalle von 60—70 Grad rasch vorwärts, da man ein großes Stück abfahren kann. Allmählig wird da» Gest,in gröber und gestattet nur seilen das Vergnügen des Ab-sahrenS, FelSstufen wechseln mit steilen Geröll-Halden bis wir mühsam einen kleinen Buchen- „Z>e»tsche Macht." macht, so daß der um 12 Uhr Nachts ein-langende GebirgSzug in der Station Aigen alt machen mußte. Der Jammer unter der nigler Bevölkerung ist ein unbeschreiblicher. So Mancher hat binnen wenigen stunden Hab und Gut verloren und ist zum Bettler geworden. Gleich wild, wenn auch weniger folgenschwer in seinen Wirkungen, geberdete sich der vom GoiSberg kommende Gersbach, der in Parsch Wiesen unl, Gärten unter Wasser setzte, doch nur zum Theil versandete und an Gebäuden mancherlei, aber glücklicherweise nur gering-fügigeren Schaden anrichtete. Dagegen hat der« selbe an seiner AvSmündung in die Salzach i.« Mittelpunkte der St«dt die dortige Brücke zum Einsturz gebracht, so daß der Verkehr, der seit Kurzen« eröffneten Dampflramway hier unterbrochen ist. Ein wahrhaft erschütternder Bericht langte au« dem salzachabwärt» ge-legenen, von Salzburg ungefähr zwei Stunden entfernten Dorfe Anthering ein. Dortselbst hat der vom HaunSberg kommende Bach zahlreiche Häuser beschädigt, theile dem Eiusturze zuge-führt und den hochgelegenen Friedhof derart Uiiterwaschen. daß die Särge aus den Gräbern zu Tage traten und die Kirche einzustürzen droht. In vielen Städte» ertrank daS Vieh, weil daS Wasser so rasch kam, daß an ein Ausdringen des ViehstanoeS gar nicht mehr gedacht werden tonnte. Das Elend in den so schwer heimgesuchten Gemeinden ist ein unend-lich große». [Aus Japans Jede» Jahr bringt neue wichtige Errungenschaften europäischer Civilisation in dem japanischen Jnselreich, nicht allem in den politischen Einrichtungen, >ondern auch in allen Verhältnisse» des bürgerlichen Leben». Selbst in der Kleidertracht ist eine gründliche Umwälzung vorgegangen, sämmtliche Beamt« und die besseren Classen der Bevölkerung tra-gen jetzt europäische Kleidung. Für erstere ist e« sogar Vorschrift, und aus der Straße sieht man die malerische Japanertracht nur noch bei de» niederen Classen. Nur bei den Damen der höheren Ständ« sind die losen Gewander noch beliebt, allein auch bi«>» werden allmählich abgelegt werden, und auf den Modedällen ist fast ausschließlich europäische BaUtracht zu sehen. Auch die Haartracht ;i In japonnaise haben Die Damen mit der amerikanischen vertauscht. Die Galtinen der Minister gaben zuerst das Schwär-zen ver Zähne und das Rasiren der Augen-dräuen auf, und die neue Silre hat allgemein Nachahmung gesunden. Die Hauptstadt kann sich bereits einer Universität rühmen, die den Vergleich mit den besten amerikanischen Jnsti-tuten nicht zu scheuen brancht. Deutsche Profej-soreu von anerkaunler Fähigkeit nehmen di« Lehrstühle in d«n wissenschafilichen und medi-cinischen Abtheilungen der kaiserlichen Universi- wald und nach Ablauf von 2'/, Stunden die Thalsohlt erreichten. Von hier gelangte» wir rasch an di« Seeen und um 4'/« Uhr Nach-mitlag nach WeißenfelS, nachdem wir zuvor in einem Wirthshause am See mit trefflichem Klagensurler Flaschenbier den Durst geloscht hallen. Mit Ausschluß der Rasten denölhigten wir von der Spitze des Manuhart b>» Weißen-fels 5 Stunden 45 Minulen. Der Anblick des Mannhart vom oberen See ist wahrhaft imposant. Bon einer Höhe »on 8000 W.-Schuh stürzen die Felswände senkrecht zu Thal, essectiv 5000 W.-Schuh. An diese Felswand schließen sich die Wände jenes 8000' hohen GebirgSkammes, welcher den Mann-hart m»t dem Jalouc verbindet. Die von der Bahnschatt« 4000 Schuh zu Thal ziehende Ge-röllrinne fällt ebenfalls scheinbar senkrecht ab; jedoch nur scheinbar, da sie in der oberen ^>äl>ie ein Gesäll von 60 — 70 Grad hat wahrend der dem Thale nähere Theil oft nur 30—40" Gefalle und am Schlüsse sogar nur 20—25* auswnst. Um 61/« Uhr Abends entführte un» ein Zug der Staalsbahn nach Laibach und von uö die Südbahn nach Cilli, wo wir um 2 Uhr Früh am 18. August anlangte». Wir hatten zu dieser Parlie ohne über-massige Kraftanstrengung 46 Stunden und 41 188-i tät «in, während für alte und neuere Literatur Engländer und Amerikaner beruf«» worden fiu. Vor Kurzem sind jedoch an Stelle mehrerer ausländischer Prof«ssor«n japanische glrei«! die auf europäischen Hochschule» studin tjjben und jetzt zurückgekehrt sind. Huxley'S, Spencer's. Darwin'S Schriften u. A. und ins Japanische übertragen worden und diene» d»n sladesle, als Handbücher. Die christlichen Missionare stoßen bereits auf belesenen SceptizismS und b«g«gn«n Argumenten der EntwickelungStheorie. Der BuddhiSmuS ist noch der herrschende Glaube, allein daS Christenthum findet unter den uitel« ligenleren Classen mehrfach Eingang, ob, wohl viel« der höchsten Beamten sich der Eu-sührung desselben noch hartnäckig wiedersehe». Ja allen größeren Städten werden Gcmnnde« schulen auf Staatskosten unterhalten, und jam«l-liehe Kinder sind, sobald sie ein gewisse» Älter erreichen, schulpflichtig. Ja Tokio bestehen z«i große Rechtsschulen, in der eine» wird raßenbeförd«rll»z vermitteln. Ein Dschinrikischu kann für 3 Mr! auf den ganzen Tag gemiethet werden, iväh-rend die Tramwaywagen pro Person von 8 bis 50 Pfennigen je nach der Entfernung b'-rechnen. ^Die Anthropologen über Bei menschlichen F u ß.j Bei dem Aulhropo-logen-Congreß in Berlin machte Professor Schaifhausen (Bonn) darauf aufmerksam, da« die Längenverhältnisse der einzelnen Zehen »ei menschlichen FußeS. insbesondere da» Verhüll« nife ter großen Zehe zur zweiten, eingehen»«« Uulersuchungen verdiene. Einzelne seien »er Ansicht, eine sehr lange große Zehe deute aus den bestialischen Urzustand deS Menschen, wäh-rend Andere gerade die hervorragend« Lange der zweiten Zebe dafür in Anspruch nehmt»; es scheine wünschcnSwerth, hierüber zu große- Minuten benöthigt. Führer Franz Pinter hone sich ausgezeichnet bewährt, und wir könne» ihn Jedermann fit die Hochloureu im Raidler-gebiete, namentlich Mannhart und Wischberz auf das Wärmst« empfehlen. Die Besteigung de« Mannhart ist unt« Führung Jedermann mit «iniger Ausdauer z» empfehlen. Schwindel unterliegenden Freund«» ber Alpenwelt rathen wir a!>«r jedenfalls f« die Mitnahme eines Serle» zu sorgen. A» leichtesten wird die Partie in der Weise ge« macht, wie ich sie beschrieben; der Abstieg übn den Trauniksattel ist nach Bericht des Führert um eine Stunde länger und beschwerlicher alt über die Lahnscharte. Wer ein Freund von Ueberraschungea iß und eine steile Kletterpartie nicht scheut, wir» über die Lahnscharte den Mannhart besteige» und nach Raibl absteigen; denn auf dies« Roule ha« er fast keine Aussicht bis zu? tpist de« Berges, dagegen große Beschwerde» de» Anstiege über daS positiv 4000 Schuh h»fc Geröllfeld. Noch erübrigt mir zu bemerke», daß der Tourist im Hotel Schnabelegsin i» Raibl und bei Dragant in WeißenfelS ei« ausgezeichnete Verpflegung erhält. 1886 Nrhow es sei zunächst erforderlich, sich über «ine Mittellinie deS Fußes zu einigen, um ver-«leichbar« Zahlen zu gewinnen. Was den Ein« st»ß deS SchuhwerkeS auf die Gestalt des Fu-ßes anbtlange, so ^ei derselbe schon auf de« griechischen Statuen zu erkennen; selbst die hoch-sttn Gottheiten erscheinen mit deformirten Fü-ßm. und so seien die antiken Bildwerke nach dieser Richtung kein gutes Studienmaterial sür den angehenden Künstler; die natürliche Form und Schönheit des niemals beschuht gewesenen Fuße» lerie derselbe auf den Akademien gar nicht kennen. Ein Besuch auf der Berliner Akademie habe ihm (dem Redner) übrigens auch gczeiflt, daß die sämmtlichen dort vorhandenen, der Antike entlehnte» Modelle eine unverhält-lisiwäßige Länge der zweiten Zehe besitzen. )D a S österreichische Schiss .M i r o S l a v."J welches vor fünf Monaten ten Philadelphia nach Fiume absegelte, hat, meNew-'Horker Blätter neuesten DatumS melden, «och immer nicht seinen BestimmungSrrt errncht imd -~irb jetzt von den Lloyds als verloren bettachtet. Der „Mirvslav." welcher 1853 ge-Kim ward und mit 1439 Tonnen - Gehalt ngistrirt war. gehörte der Firma Tonabochia ,»d Co. in Bukarest und hatte eine Ladung Petroleum an Bord, die auf 100.000 Lire ! Matz« wird. Die Manaichaft war 30 Köpfe j statt. sDie Mu11er der Debütantin.) I Vor einigen Tagen erschien, wie man der „Schl. Zig." au* B*rlin schreibt, in dem Bureau ! eine# der beschäftigtesten Berliner Theateragen-I >e» eine junge, angehende Sängerin, welche in der verflossenen Wintersaison auf einer Provinz-biihne ihre eisten theatralischen Schritte mit ent-schiebenem Glücke gethan hatte, begleitet von iwr Mama, einer echte» Theater-Mutter. Die Sängerin, welche eine sehr einnehmende Figur, m dübiches Gesicht und eine brillante Stimme desitzl, war vom Agenten bestellt worden, um vor dem Direktor eines der ersten Theater Deutschlands, den sie empfohlen worden war, bei Gelegenheit seiner Durchreise durch Berlin l (tue Probe ihre« Können» abzulegen. DaS Lareiu war von Herren und Damen deS Theaters besucht, auch mehrere kleinere Direktoren befanden sich dort, aber der „Großver-«cynde" war nicht unter ihnen. Der jungen Sängerin pochte daS Herz gewaltig, als der l %nt sie aufforderte, zu singen — die Mama ptoteftirte heftig dagegen und fand eS „unver-j ««»örtlich und rücksichtslos im höchsten 0ufe", daß der Herr Director ihre Tochter «anen lasse. Lächelnd erwiderte der Agent, die Tochter möge nur singen, er sei zugegen «d werde dem Herrn Direcior genauen Bericht «tauen. DaS Clavier wurde denn auch ge« ofiet und die Tochter begann Agathes Arie Zi-ule hat er fast keine Aussicht bis zur Spitze de» Berge«. dagegen große Beschwerden beim Anstiege über daS positiv 4000 Schuh hohe Serollseld. Noch erübrigt mir zu bemerken, daß der Tourist im Hotel Schnabeleglier in Raibl und bei Dragant in WeißenfelS eine '.uizezeichnete Verpflegung erhält. Ayzanz. Mit großer Befriedigung und lebhafter Ge-migchuung habe ich das vernichtende Urtheil gehlen, welches die „Deutsche Wacht" über d» Pircher-Verzückung der Wiener gefällt hat. Ta» if> die gebührende Sprache, welche wir Landpomeranzen" den Wienern gegenüber zu fthrea haben. Wir heraußen auf dem Lande haben uns, Ton sei Dank, den gesunden Sinn und den Trang nach Selbständigkeit und ein Gefühl 'üx Menschenwürde und ManneSehre bewahrt, wiö alles den Byzantinern am Wienfluffe gittjlich adhandengekommen zu sein scheint. Sie sollen uns immerhin in ihrer aufgeblasenen Ziinlelhastigkeit und in ihrem hohlköpsigen Troßstabtdusel sür Halbwilde ansehen und ver-achten: wir fühlen unS über sie unendlich er» iaben, so erhaben, wie die knorrige Eiche über I die glatte Pappel. A«ußt.- „Wie nahte mir der Schlummer". Die^ helle jugendliche Stimme der sehr begabten Sänge-rin entzückte alle Hörer, der Agent schmunzelt; die Staates hatte sich mißgestimmt in ihrem Sessel geworfen, da sie eS für überflüssig hielt, baß ihre Tochter „hier" finge. Plötzlich that sich die Thür des Nebenzimmers auf, ein gro-ßer Herr mit goldener Brille erschien auf der Schwelle hörte gespannt zu und war licht an die junge Sängerin herangetreten. Da hielt sich Mama nicht länger, sie schnellte von ihrem Sitze auf. und froh an Jemanden ihren Groll auslaffen zu können, rief sie dem Eingetretenen in unverfälschtem österreichischem Dialect zu t „So, gütigen S' weg do — mei' Tochter singt net sür Jed'n!" Der große Herr wandte sich um, machte der Mama «>ne Verbeugung und schritt zu? Thür hinaus. Die Arie ist zu Ende. Alles applaudirte der jungen Sängerin mit mehr oder weniger Aufrichtigkeit. ,,©ö, sagen S' amal," wendet sich nun die Theatermutler an den Agenten, „wer war denn der unver« schämte Kerl, der meine Tochter so anglotzte?" — „Der unverschämte Kerl." lautete die Ant« wort, „war der Herr Director. welcher Ihre Tochter hören wollte, ohne erkannt zu sein, um sich ein unparteiische? Urtheil zu bilden." Es war ein Glück, daß der Stuhl eine Lehne hatte, sonst wäre Mama ohne Zweifel rückwärts vom Sessel gestürzt. Welch' ein Donnerschlag ! Alles war verloren. Da klopft es und herein trat ein Dienstmann mit einem Zettel an den Agen-ten. Dieser las: „Der Contract mit Fräulein N. ist perfect, 2000 Mark monatlich Gage. Gruß an ihre Mama." Die Sängerin jubelte laut auf. Alle« gratulirte, die Mutter aber war ganz still geworden und gelobte sich selbst, künst ghin etwas vorsichtiger gegen die Zuhörer ihrer Tochter zu sein. (Falsche Zähne bei den alten E t r u « k e r n-1 dienlich ward eine alle etruS-tische Grabstätte in der Nähe von Bolsena in Italien ausgegraben, die sicher dem sechsten Jahrhundert vor Christus angehört und eS wurde ein Skelett gefunden, welches in seinem Oberkiefer drei mit Golddraht umwundene Zähne hatte. Also schon die alten EtruSter, die Vorfahren der Römer, haben künstliche Zähne gehabt! [I n einer holsteinischen Dorf» k i r ch es predigte der Pastor Über die wunder» bare Speisung der fünftausend Mann durch fünf Brode und zween Fische. Im Eifer der Rede verspricht er sich und ruft auS: „Und nun, liebe Christe», frage ich euch, welcher von uns wäre im Stande, daß er mit fünftausend Broden fünf Mann und zween Fische speiste? KlaS Klassen erhob sich lächelnd: „Jk, Herr Pastur!" Der Pfarrer, verdutzt über diese Un-terbrechung, schließt die Predigt und fragt sei« Früher einmal waren sie ein zwar leicht-lediges, aber dabei doch gcmüthvolleS Völklein, diese Wiener, denen Schiller nichts Schlechteres »achsagen konnte als: „Immer ist'S Sonntag, es dreht immer am Herd sich der Spieß." Aber heute, H ute sind sie ganz anders geworden: Rings umkriecht mich hündischen Blicks schweif- wedelnde Rotte, Küsset die schlagende Hand, jubelt dem Peini-ger zu; Wehe, wie hast Tu Dich, Volk der Phäaken, zum Schlechten gewandelt. Wehe, was birgst Du für Schmach, niedriges, feiles Byzanz! Die Genußsucht ist ihnen geblieben, daS Gemüth, der Edelsinn ist geschwunden. Ehr-gefühl und Selbstbewußtsein sind in ihrem Herzen erstorben. Bietet doch diese? jetzige Wien mit seinem vergnügungssüchtigen kriecherischen Volke ein getreue« Spiegelbild de« alten Rom, durch dessen Gassen und Straßen der Ruf er-scholl „Brod und Spiele!" Unzufrieden mit sich und ihrem Lose, Neider der Reichen, welche prangend und prunkend ein üppiges Wohlleben führen, jubeln doch die Massen diesen Reihen zu, wenn sie ihnen ein Fest bereiten; durch einen . Blumencorso" lassen & nen Küster in der Sacristei, wie Klassen zu dieser Antwort gekommen. Der Küster macht dem Herrn Pastor bemerklich, daß er sich ver-sprachen und statt fünftausend Mann fiinftau-send Brode gesagt habe. Am folgenden Sonn-tage beschließt der Herr Pfarrer, das Versehen gut zu machen. Geschickt kommt er am Schluß der Predigt auf das Evangelium des vorigen Sonntag« zu sprechen und ruft auS: So konnten wir unS fragen, wem wohl von uns Men« jchen wäre es möglich, heute, wie der Herr das damals that, fünftausend Mann zu speisen mit fünf Broden und zween Fischen?" KlaS Klassen erhebt sich wieder mit breitem Lächeln : «Jk. Herr Pastur !" Diese Verwegenheit ist dem alten Herrn auf der Kanzel doch zu viel, und er fragt entrüstet: „Klassen, wie könnt Ihr Euch das unterstehen? — „Herr Pastur". antwortete Klassen ruhig und bedeutend, eS muß ja doch wohl von den fünftausend Broden vom vorigen Sonntag noch etwas übrig geblieben sein!" (Der Gipfel d e « Stil«.) In einem Leitartikel einer durch ihre hochoriginellen Wen« düngen in den weitesten Kreisen deutscher Sprach-sorscher rasch beliebt gewordenen Straßburger Zeitung heißt es: „Wer z. B- wollte behaup-ten wollen, daß von der Frage, ob Elektrizität soll da oder da eingerichtet werden, die allgemein-politische Meinung in rinem Manne irgend-wo stärker betastet, bepocht würde ob oder weil seine bezügliche Gefärbtheit so oder '0 lautete ?" Weiter heißt es daselbst: „Was sich nicht ab« hebt kann nicht abgetrennt wer)en von d.m. wa« ihm cohärirend ohne mit ihn, sich indenti-siziren zu lassen." Und serner: „Wa« ist aber doch alles diese« Geflunker im Vergleich mit jenen Helden, die auf dem offenen Felde phy-sisch erblutet, was hernach erblutet mit Nichten mehr zu werden erübrigte." Wie tief-sinnig! )Z u g e b u n t> e n.] In ein Wirthshaus» das wegen seiner Wurste berühmt ist. kommt ein Fremder und fragt, waS zum Esseu da ist. „Frische Blunzen und Leberwürst". sagt der Kellner. „Kommen S' mir nicht mit Würsten," sagt der Fremde, „ich esse nie Würste, weil sie größlentheilS au« Schweinefleisch bestehen und ich immer die Besorgniß have, e« könnten Trichinen drin sein." „Ah belei!" sagt der Kellner, „oa brauchen S' kan' Angst nit z'haben. Wie sollten denn da Trichinen hineinkommen? Die Würscht san ja alle oben und um' zugebun-den." e»tsche ZV acht.' seinen Hirten ausgetrieben, und die „Nation" um einen „prächtigen Wahlsieg" reicher werden. Einige Pervaken werden zwar die Fäuste ballen — über di« Ohnmacht — aber gewiß nur in der Tasche! (Die Ausstellung inPittau,) welch? bekanntlich vom 19. — 20. September stattfinden wird, verspricht die l«tzt« dortige Ausstellung noch zu übertreffen. ES steht ein; recht reg« Betheiligung in Aussicht. Ohne Zweifel wird Pettau in den Ausstellungstagen ein sehr stark besucht«» Reiseziel werden, und dürfte auch aus Cilli dahin ein Separatzug abgehen. Wie die katholische Geistlichkeit de» Unterlandes überall gleich da ist, wenn es sich darum handelt, gegen Deutsche gerichtete Demon-stration«» zu förd«rn, so meldet sie sich auch stets, wenn e» gilt durch Deutsche angeregte Feste zu stören, wenn diese auch wie im vorliegenden Falle der Volkswirtschaft, dem Handel und der Industrie im Unterland« gelten. Wie wir dem Laibacher clericalen Tagblatte entn«hm«n, ist die Geistlichkeit d«S Au»stellungsgebiete» nicht übel gesonnen gegen die Ausstellung Front zu machen. . (Feuerwehr.) Morgen findet der Gau-tag d«r steirischin Feuerwehren in Juvenburg statt. Der Cillier Verein ist durch 3 Mann verlr«t«n. (Tschechisch« P r i e st e r.s Wie unS auS Marburg geschrieben wird, haben mehrere tschechische Abiturienten um Ausnahme in» dortig« Seminar angesucht. (Der slovenischen Press es und zwar specitll den Blättern „Sloveniki Natod" und d«m „Slov«n»ki Gospodar" ist «S vorbe-hallen geblieben, sich auf di« ersten Nachrichten von der Enttrohnung de» Battenberg«rS hin — am gemeinsten zu benehmen. Wie wir bereit» berichteten hat „Sl. N." stinem Lese-publicum durch die Blume die Mitthkilung ge> macht, daß Alexander ein Dieb sei, und diesem Au»spruche hat sich da« Orgrn der un-tersteirischen Geistlichkeit angeschlossen. Dem Triumphgeheul d«r Laibach«r Panslavist«nblätt«r über den Fortschritt der russisch«« Macht in der Richtung gegen da« „alpencroati'che Groß-fürstenthum" ist der AuSvruch tiefster Erbitterung über da« „politisch unreife" Bulgarenvolk gefolgt, welches de» „Schwaben" wi«d«r haben will. „Selbstsucht der Camarilla (?!)" Furcht de» ehemaligen Nihilist«» Stambuloff vor Ruß-land" und d«rgl«ichrn Unsinn mehr sind nach dem „Narod" die Ursachen der neuen Wendung der Dinge, „welche die Sympathien der Slo-venen für Bulgarien auch wieder «rkalt«t haben." Schrecklich! (M u t t e r g o t t« s « r s ch «i n u n g.( Die Behörde hat sich veranlaßt gesehen, d«» ab-scheulichen Schwindel von der Erscheinung der Madonna in Radsberg, worüber wir bereits «Heiligung deutscher Männer an einem Feste der Ungarn liegt, jenes Volkes, das innerhalb der grün-weiß-roihen Grenzpfähle dem Deutsch-thum Vernichtung geschworen hat; Wien aber, welche» als Hauptstadt der deutschen Ostmark in erster Linie berufen gewesen wäre, jenen Standpunkt einzunehmen, auf welchen wir Deut-schen uns heute den Ungarn gegenüber stellen müssen. Wien fühlt sich geehrt, vom „Bruder-volke" eingeladen zu werden und sendet seine Vertreter, an dem Jubtl derer theilzunehmen und denen zuzujauchzen, welch« unseren Brüdern den Dolch in den Nacken stoßen. O, daß wir einen AristophaneS hätten, so schmachvolle Erbärmlichkeit zu geißeln! Und da klagen sie über Niedergang. Wu kann denn eine Stadt, welche durch ihr wider-licheS Byzantinerthum den Ruf der Lächerlich» keit und den Abscheu der Welt auf sich zieht, daraus Anspruch erheben, daß sie der Strebe-punkt nach Freiheit ringender Völker sei! Wien und die Wiener müsse» sich anders gestalten, wenn sie da« wieder werden wollen, waS sie waren, der geistige und seelische Mit-telpunkt des Reiches; Wien, wie e« jetzt ist, wird uns nimmer zu sich neigen. Erich FtlS. 188« berichtet haben, ein Ende zu machen. Die Be» zirkShauptmannschaft verfügte die sofortige Te> molirung der an der Stelle des „Wunders' erbauten hölzernen Kapelle. Sogar dem Fmft« bifchof war die Sache ,u arg; er berief de»-halo den Pfarrer, dessen Sprengel durch die Erscheinung der Mutter Gott,» so außerordenl-lich begnadet worden war, und belehrte ihn. daß man auch beim begeistertsten Eintrete» für di« Macht d«r Kirche doch nicht de» Um-f!an?es vergessen dürfe, daß wir im 19. Jahr-hundert leben. (Auszeichnung.) Der Direclor der Staatsrealjchule in Marburg, Herr Joses Traak erhielt den Franz - Josef» - Orden. (Begnadigung.) Dem AloiS Ratai. welcher beim hiesige» SchwurgerichtShofe wegen Meuchelmordes zum Tod« durch den straig verurthkilt wurde, ist im Gnadenwkae von Sr. Majestät die Strafe in eine zwanz gjährige Kerkerhaft verwandrlt word«n. (Radfahrersport.j Nachdem i» jüngster Zeit die Kunst de» Zweiradsahren» in Cilli eine Anzahl begeisteter Jünger gesunde» und viele sich mit Hingebung und Eifer der aastrengendstr» Uebungen befleißigen, um bald mit dem Eilzug um die W«tt« dahinfliegen z» können, wird die Mittheilung inleressinn. daj di« hiesig« Firma Schmidl und Co. in de» nächsten Tage» «in« Sendung vorzüglicher BycikleS, nach den neuesten Erfahrungen ge-baut, erhält. (Socialisten -> Verhaftung« >.) Au« Klagenfurt wird der „Deutschen Zeitung' geschrieben: „Im hier anhängigen Sozialiftei-Processe gegen Göpshardt und Genossen nehme» die Verhaftungen immer größere Dimension» an. Neuerlich wurden hier und in Feldkirch« wieder mehrere Arbeiter, Mitglieder der karit-nerifche» Arbeiterkrankenkasse, verhaftet; ihre» Proffesion nach sind di« z«hn Jnhafiirten satt durchgehend» Schuhmacher, Tischler und Schneider. Unt«r den hiesiegrn Arbeitern herrscht ob di«s«r Vorfällt ein« bedeutende Aufregung. Die Untersuchung erstreckt sich bis aus das verbrechen de» Hoch verrath». Der Untersungsrich-ter LandeSgerichtSrath Wmkler, ein Man» so» anerkannter Objektivität, führt di« Untersuchung Nach seiner unermüdlichen Thätigkeit zu schlie« ßen, dürste bei unserem LandeSgericht: daS La» nahmSgesktz gegen Anarchisten zum erste»»»!« in Anwendung kommen. (Brand in S a ch s« n s e l d.) In der Nacht vom 25. auf den 26. d. M. brach in der Brau«r«i d«S Herrn Kuketz Feuer au». t>m Eingreifen der dortigen Feuerwehr ist e« gelun-gen den Vrand zu localisire». (G e st o ch e n.J Als kürzlich der Bergknappe Franz Gab tz von Store nach Hause gug. versetzt« ihm ei» BesiherSsohn ohne jede Ber-anlassung mit dem Mess«r einen Such in den HalS, warf ihn nieder, kniete auf seine Bvift und versetzt« ihm einen zweiten Stich m de» HalS und einen dritten in die Hand. T^r 4>er-letzt« mußte in» Spital getragen werden. (U e b e r s a l l« n.) Die Weingartende-sitzerin Maria Savratnig in Schwovinzen begab sich unlängst, da sie sich fürchtete, allein in ihr« Behausung zu schlafen, zur Nachbarin Maria Gallod, um dort zu übernachten. Am Wege dahin wurde sie von Martin Kriischan über» fallen, zu Boden geworfen, am Halse gewürzt, mit den Knieen in die Brust gestoßen und arg mißhandelt, daß ihr beide Arme gebräche» wurden. FolKswirtljschasttiches. (Die Entwicklung der Eisen, bahnen i» Ungar n.] Die ungarische Eise» bahn-General-Jnspection hat dem Eomuniu-tionS-Minister Baron Kemeny einen Bericht über die Entwicklung der Eisendahnen im Jahr: 1885 vorgelegt, welchem folgende Daten zu eni-nehmen sind: Die Länge der Eljeabahnen Un» garns mit End« 1885 war rund 9014 Äiloinetez. also mit 312 Kilometer mehr als un Jahre 1884; die Läng« der Schleppkähnen betrug circa üu Kilometer, die den Pnoatzwecken dienenden Industrie- und Bergwerksbahnen rund 294 ftiloai.» 1886 so daß sich die Gesammtläng« der ungarischen ^ihnlmi.n mit Ende 1885 aus 9ö38Äi(om. stellt. Jm Bau begriffen verblieben 584-7 Kilo,« ; du kauconceision wurde für 240 5 Kilom. ertheilt. Ttntradj wird die Länge sämmil cher Linien KS Eisenbahnnetzes mil Dampfvetrieb Ende toi laufenden Jähres wahrscheinlich 10.000 jl lometer erreichen. Tie Läng« der Vicinalbah-«» war Ende 1885 1255.6 Kilometer und die dir Tampsstraßenbahnen 152 Kilometer. Tie Zadl der Locomot'ven bob sich von 1876 bis Ende 1885 von 1033 auf 1509 Stück. Der Stand der PersonenwaggonS war Ende 1885 Stück, die Zahl der Frachtwaggons 3C'.472 Stück. Die Lange der Bahnen mit dop-ttlirm Schienenstrang betrug 364 Kilometer, ln Verkehr der Eiseubahnzüge hob sich vom Zadre 1876 bis Ende 1885 auf sämmtlichen Salinen von 24,936.828, respective nach Abzug M Verkehr» des östtrreichischen Theile« der Suöbabn, welcher in dieser Zahl indegriffen ist -von 18,000.000 Zugkilomeler auf 31,970.116 ^kilomrter. Der auf einem Bahnkilomeier nlszlleride Theil dieses Verkehrs war im 1885 3611 Zugkilometer. — Die ton Reisenden insgesammt befahrenen Strecken im Jahre 1885 eine Gesammtlänge m 736,516 455 Personen » Kilometern — m» 464.698.406 Personen - Kilometer des Z-hreS 1876 betragen. DaS Gewicht der ans ji»«llichen Eisenbahnen verladenen Frachtsen-Ouagm betrug im Jahre 1885 17,036.007 Ziiarn gegen 9,058.194 Tonnen deS Jahre« 1876. Literarisches. s.Liederbuch de« Ostmark-Xitngaii inNiederösterrei ch."J Im Auftrag« de« Gauturnrat ie« hat dessen Schrist-sthrer Carl R. Fröhlich in Stockerau dieses Liederbuch in den jüngsten Tagen in 2. Auslage herausgegeben. Unter den 127 Liedern, welche d auf 112 Seiten enthalt, finden wir außrr den allbekannten und allbeliebten deutschen LM-reisen ernsten und heiteren Inhalte« mich' neuen Sang, darunter kampftrotzige vittitgesänge auS der bet rang ten Ostmark. Tat Büchlein, daran sich männiglich erbauen »d manchßeiner sich kräftigen und stärken kann, j» hiemit alle» Deutschen Stamme« Knaben, «fc sie zur Turnergilde gehören oder nicht, aus da« wärmste empfohlen. Es ist zwar einfach ab t nett ausgestattet und um den gewiß billi-^»hPrciS von 20 kr. b?im Herausgeber Herrn öul R. Fröhlich zu haben. sJ l l u st r i r 11 Welt.) Mehr als ein ?nit«ljahrhundert hat jetzt das Familien-Jour-na; die „Jllustrirte Welt" (Stuttgart, Deutsche Lcckig».Anstalt. vormals Ed. Hallberger) einen Weuplay unter den deutschen Zeitschriften be-!»upw, und der neueste Jahrgang, der fünf-«ddreißigste, dessen beide erste Hefte un« jetzt tttUiflin, verspricht die früheren Jahrgänge üi beliebten Journals zu übertreffen. Aus M» reichen Inhalt heben wir hervor die jirei Romane: .Der Oberförster von Margra-:ooo* von Adolf Streckfuß und „Nummer 97" »m A. Turoy-Warnatz, die kleinen Erzahlun-cu „Mista. der Husar" und „Der grün« Jä- sind, die erste ein klein«?, lustig«« Kabinet-iiad osterreichijch-uugarisch, n Leb«n«. die andere ! «« originelle, fesselnde Novell« aus dem Schau-Wler- und Künstlerleben, ferner die Schilderung t>rc „Ferien in Amerika", d«n Artikel „Zahn-ftanffyeiten und deren Verhinderung", das Essay : .Der Kuß im RechtSleben" ic. Die so willkom-»lili geheißene Arbeitsschule für kleine Mäd« chen, di« Spiele und Denkitmerhaltungen für >tmbe«, den Gartenkalcnder, die Rezept«, die schr illieressanten kleineren Artikel au« al-It» Edikten finden wir wieder in glücklichster faircadl, wie auch die hunioristische Rubrik. :nch mit lustigen Sachen versehen. Dem Xfgt uoipticht das Bild. Da haben wir Genrebil-!rr. Landschaft. Tagesbegebcnheite», wie die Feier der Schlackt bei Sempach, die Pracht-:;urni und «in Portal des unglücklich » Königs II.. alt« Kultur «Aeqypteu», sowie eine I pra.ljtit;« farbige Kunüdeilage. Wi? man sieht, Ijchivmgl sich mit diesen Hesten der alte bewährte ..Deutsche Wacht." Freund der Familie, di« „Jllustrirt« W«lt," nach allen Richtungen hin aus eine höhere Stuf«, trotzdem aber den seitherigen überaus billigen Preis von nur 30 Pfennig pro Heft beibehal» tend. — In Cilli zu habe» in Theofil Drexel'S Buchhandlung (Fritz Rasch). Kremden-Merkehr in ßilki. Hotel Erzherzog Johann. Tr. 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I. und zwar bezüglich der erstgenannten Realität von 9 bis 10 Uhr, bezüglich der zweiigenann-ten Realität von 11 bis 12 Uhr Vormittag« bei diesem Gerichte, bezüglich der unbehauSten Weingartrealtät am nämlichen Tage Nachmit« tag von 3 bis 4 und bezüglich d«r behausten Weingartrealilät und der dabei befindlichen Fährnisse Nachmittag von 4 bis 5 Uhr an Ort und Stelle mit dem Beis tze anberaumt, daß jeder Licilant ein 10°/o Vadium zu Ge-richishanden zu erlegen Hai, daß die Rtäli-täten nur um oder über d«n Schätzwerth, die Fahrnifs« aber «benfallS im oder über den Schätzwerth gegen sogleich baare Bezahlung und Hinwegschaffung an den Meistbielhenden hint-angegeben werden, und daß endlich die bet der W«ingartr«alitäl befindlichen Fährnisse erst nach der erfolgten Veräußerung der Realität zur Feilbietung gelangen. Di« weiteren LicitationSbebingung«« sammt Grundbuchsextract und daS SchätzungSproto-roll können bei dem TestamentSexecutor Dr. Michael Lederer in Gonobitz oder hg. in den gewöhnlichen Amisflunden eingesehen werden. S. k. Bezirksgericht Gonobitz. 20. Aug. 1886. lili MlP — •Ikaliirbrr bestes Tisct- nid erprobt bei Husten, Halskrankheiten, Magen- und Blasenkatarrh. Heinrich Mattoni. Karlsbad und Wien. Eine Wohnung mit 4 Zimmer sammt Zogehör wird vom 1. November an vermiethet. Auskunft Eipedition. 575—3 Schönes und elegant gebautes Zinshaus iwei Stock hoch, mit impo&antor südlicher Gürtenfront, dem Stadtyark gegenüber, mit 33 Zimmern, prachtvoller Aussicht in die Berge, Stillung, schönem parkartigen Garten, Badecabinen im angrenzenden Öaiiiisluw, nwh 15 Jahre steuerfrei, nahe 6*/« Kr-trfigni*» liefernd, ist mit ansti^-endein kleineren II»»»« Nr. 138 (mit 7 Zimmern) unter günstigen Zahlungs-bedingnisaett zum Preise von -13 000 fl. zu verkaufen. 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