EchrMritiillg: Ratha»«gasse OTr. Ä ' (Hgfjrl foul.) «Tiidift«n»T: X1«I<4 (mit •ulubnx fctt S°»n- s. ffftft-t0)«> dib 11—It lltzi ina. Bctfm nicht nrütfqfflftfB, Ttcnunloss (hn- ■oHbqcb atchi dnÄSstchligl. lallakigangcn ■taut Mc Ocrmaltaag g»tn PattSrttug der billigst ftst. »ckrllttB ««biidrni eatgigea. - wi»drrd»l»BgrB »««». MMchlAt. r« »vnittch« w»»i- nichrtn« |ttn L»intt»g „ad XonnrNtui notgeal. »HM»«!»(!««• *onu von«. Verwaltung: Rathausgasse Str. S Wa!»« di« hlh-ie» «nsnikuai, «-««dSYNB Siogeitilelr Iboaatmea!» g«I»a di» ,a, Ar. 01. Mi, Sonntag, 12. Hlovemöer 1905 80. Javrgan^ Z>ie deutsche Staatssprache. Im Salzburg» Landtag hat LandeSauSschuß Tr. Siölzel »inen überau« beachtenswerten Antrag eingebracht, der die ReichSregierung auffordert, der drohen:«» Gefahr de« Zerfall, 6 des Reiche» durch entschiedene« Eintreten für die deutsch« Armee» svrache de« gemeinsamen Heere« und die gesetzliche Festlegung d>r deutschen Staat«sprache für di« im Neich«raie vertretenen Königreiche und Länder vor» zudeuger. Die eingehende und zielsicher« Begründung des vom Verwaltung«au«schusse de« Salzburger Landtage« über diesen Antrag erstatteten Berichte« knüpft an die Tatsache an, daß die ungarische Parla«ent«mehrheit die Aushebung der d«utfchen trmeesprach«, der deutschen Kommandosprache für da« k. u. k. Heer, dabei auch vollständige mili-täusche Ausgestaltung eine« nur der magyarischen Machtsphäre unterworfenen Heeres verlangen. Tann fährt der Bericht fort: Die Tschechen, unterstützt in ihren Bestrebung«» von allen nichtdkut» sche» Nationalitäten, streben offen und rücksicht«lv« i» ihrem derzeitigen politischen Endziele die Schas» fang eine« Reiche« der Länder der Wenzel«krone, »ach Muster und Borbilv der ungarischen Stephan«» kröne, die Verwirklichung de« böhmischen Staat«» rechte« in weitester Au«dehnung an. Die beiden Forderungen in ihrer Gänze durchgesetzt, sind gleich bedeutend «it de» Untergang der Monarchie alt Großmacht einerseits, mit dem Zerfall der ?!,ich»rat«länd»r in durch lose zoll» und Handel«» Mische, alleniall« noch militärisch« Rücksichten verknüpfte Föderativstaaten andererseil«, aber auch gleichbedeutend mit der dauernden Schwächung de« deutschen Einflüsse« auf nationalem, kulturellem uis wirtschaftlichem Gebiete im gesamten Staate. Der Bericht führt dann au«, daß ein ungarische« (fachkraft »citotc*.) Sonntagsptauderei. Kühl zieht der Wind über die kahlen F«lder. Graue Wolken treiben am fahlblauen Himmel dabin. Leise knistern die letzten trocknen braunen. Llätier an Baum und Strauch. Au« der Ferne klingt ein Kirchen? löcklein. E« ist so still, so einsam um un« her. Wie (ol umflorten Augen blickt dir Welt durch den ptitn Nebelschleier, der über Berg und Tal. über Lald und Wiese liegt. Lange schon ist da« Abschied«lied der tchwalben verklungen, die einer schöneren Heimat geeilt sind. In melancholische» Schweigen trauen die Fluren um die entflohenen Sänger. Wie ein Frösteln geht e« durch die Natur. >uch wir erschauern in unserer Einsamkeit inmitien eint kalten Welt und ein lies«« Verlangen nach einem Vaterhaus«, nach «in«r Heimat, nach H«rz«n. die un« v«rst«hen, di« mit un« fühlen, packt un» «ii unwid«rst«HIicher Gewalt. Ich möchte hei«, mich zieh»'« de« Vaterhaus», Tem Vaierherzen zu, Fort au« der Welt verworrenem G«brause. Zar stillen, tiefen Ruh! Denn wie viel«, di« nicht unsere« Herzen Mb< standen, sind auch fortgegangen in die ei»ige Heimat. Wie mancher der Sonnenschein in »»s«r dunkle« Leben trug, dessen Hand unseren Scheitel liebkoste, schläft j tzt unter dem kühlen Heer und ein Heer der im Reich«rate vertretenen Königreiche und Länder ein Unding ist, eine Schwächung de« Heere« zu einer Schwächung der Monarchie führen, ihre Stellung in der Welt« Politik und bannt die wirtschaftliche Kraft de« Staate«, der Länder und jede« einzelnen gefährden muß. Sein Hauptgewicht legt der Bericht auf den warnenden Hinwei«, daß die Theorie de« böhmi» fchen Staal«rechle« die gleiche Tendenz verfolge, wie die Uaabhängkeit«bestrebungen Ungarn«. .Böhmische« Staat«recht bricht österreichische« Staal«recht." An de« Beispiele Ungarn« läßt sich auch erkennen, daß die Bildung von Gebieten im Staate mit geschloffen« Jntereffengemeinfchast der herrschenden Mehrheit unverträglich ist «it dem Einheil«bestande de« Staate«. Und deshalb liegen in den Bestrebungen der Tschechen die leider sehr stark entwickelten Keime der neuerlichen Abtren-nung eine« großen Landgebiete« von dem Staate. Da«, wa« von den Tschechen unter de« Titel der böhmischen Lande«sprache gefordert wird, ist nur die tschechische Staal«sprache für die Länder der Wenzel«krone; von der politischen Sprachenfrage ist nur «in Schritt zur miliiärischen. die Ansätze sind genügend bewiesen und neuerlich wird jder Werdegang eintreten, der in Ungar» sich abspielte: vom Wörtchen „und" zu« böhmischen Heere. Die Entwicklung der ungarischen Frage hat denjenigen Politikern Rech» gegeben, welche im Beginne der ungarischen Au«gleich«ära den faktischen Beginn der vollständigen Trennung von dem alten Oester» reich sahen. Da« Reich steht jetzt bei den Vorbe-reitungen einer tschechischen Au«gleich«ära, nachdem die Aera der Versöhnung«politik un« dahin ge» führt hat, daß da« Reich in den Zeichen der Po» litik de« Haffe« semer Völker steht. Nicht umsonst erblicken die Tschechen in der Au«ges!altung ihrer Sondersprachrechte die sicherste Grundlage ihrer Rasen, und der Mund, der liebe, gute Worte zu un« sprach, ist bleich und stumm. Ja, unser Herz friert unter kalten, lieblosen Menschen, und die Einsamkeit «acht e« stumm, denn e« findet kein Echo in dem geräuschvollen Treiben de« Alltag«. Ich möchte heim, bin müd' von deinem Leide, Du arge, falsche Welt, Ich möchte heim, bin satt von deiner Freude, Glück zu, wem sie gefällt. Weil Gott e« will, will ich mein Kreuz noch tragen. Will ritterlich durch diese Welt mich schlagen. Doch tief im Busen seufz' ich in«geheim: Ich möchte hei«. Die tausendfachen großen und kleinen Bitter« niffe de« Leben«, denen niemand, auch der Glück-lichste nicht entgeht, all da« verborgene Weh. da« in der Tiefe unsere« Herzen« schlummert, e« wacht aus, wenn da« große Sterben durch die Naiur gehl, wenn Himmel und Erde um die Vergäng-lichkeit alle« Sein« zu trauern scheinen. Erst wenn e« still um un« geworden ist, dann ringt der tiefste Schmerz sich lo« in un« und still ist e« jetzt in der Natur, nach den Gluten de« Sommer« und den Stürmen de« Herbste«. Dann steigt vor allem auch die Sehnsucht nach einem unvergänglichen Frieden in unseren Herzen empor, nach einem Frieden, den da« Leben «eist nicht zu bieten vermag. Im möchte heim; ich sah in sel'gen Traumen Ein bessere« Vaterland. Ziele. Die Verfechter de« Einheitöstaate« müssen daher naturgemäß in dem Gegenteile, der faktischen Erhaltung und rechtlichen Festlegung de« einigenden Sprachzedanken« ein und vielleicht da« wirksamste Mittel zur Erhaltung de« Einheit«staateS erblicken. Dieser einigende Gedanke ist der der Staatssprache. Jeder nicht rein sörderalistische Staat, und auch von diesen mit vielleicht einziger Ausnahme der Schweiz, hat eine offizielle Sprach«. Die offizielle Sprache der Armee, der Aemter, der Vertretung »ach außen, der Vertretung«körper im Innern; diese Sprache ist aber auch diejenige, deren vollständige Beherrschung jeder Staatsbürger, welcher im osfiziellen Staate auftritt, nachweisen muß. für welche also UnterrichtSanstalten auch im Gebiete einer anderen lande«üblichen Sprache erhalten werden müffen und deren Beherrschung jeder Be» amte ohne Au«nahme nachweisen muß, da jede« Beamten theoretisch der Zutritt zu jedem ferner fachlichen Ausbildung entsprechenden Amte zusledt. Keineswegs fei damit gesagt, heißt e« im Be» richte, daß einem Angehörigen eine« Volkssi.im-me«, dessen Sprache nicht die Staatssprache ist, daS Recht genommen würde, in feiner Mutier» sprach« gehört zu werden vor den Aemtern, und hierin liegt die «it Artikel 19 deS StaatSgrund» geseyet Nr. 142 auS 1867 anerkannte Gleichberechtigung der Sprachen. Allein die Sprache, in welcher das Amt selbst verhandelt, hat die Staut«» sprach« zu sein, und Sache der technischen Durch-sührung ist eS und kann eS leicht sein, die Amt«» Handlung in der Staatssprache in Einklang zu bringen mit dem Verständnisse der Bevölkerung von der Amtshandlung, ohne die Gleichberechti» gung der Nationen zu verletzen. DieSfallS übn» genS eine Besorgnis zu hegen, erscheint bei aner» kannte« Bestände einer Staatssprache überflüssig, wie da« praktische Beispiel in allen Reichen zeigt Dort ist mein Teil in ewig lichten Räumen. Hier hab' ich keinen Stand. E« ist die Ruhelosigkeit de« immerwährenden, leise nagenden Schmerze«, der zahllose, vom. Leben unbefriedigte Menschen heimsucht, und der niemal« stärker ist, al« wenn Feld und Flur draußen sich zu entvölkern beginnen und die ersten Boten de« tode«starre« Winter« durch die Lande ziehen. Ich möchte hei«. Da« Schifflein sucht den H^en, Da« Bächlein läuft in« Meer, Da« Kindlein legt i« Mutlerarm sich schlafen Und ich will auch nicht «ehr. Manch' Lied hab' ich in Lust und Leid gesungen. Wie ein Geschwätz ist Lust und Leid verklungen, I« Herzen blieb mir noch der letzte Reim: Ich möchte heim, singt Karl Gerok. der tief empfindende Dichter der .Palmblätter Diese Leben«müdigkeit, die un« bi«weilen, und ganz besonver« im Herbst, überkommt, diese Sehusucht, nach Vereinigung mit unseren geliebten Toten, ist der leise Mollton, der klagend und sanst beschwichtigend die krästigere Dur«elodie de« Leben« durchzieht. Er schleift die härteren Seiten in un« ab und lenkt unseren, zu leicht nur aus Aeußerlichkeiten gerichteten Blick über da« kurze, irdische Dasein hinau« zu erhabeneren Höhen. H. Volchert. Gert? 2 wo bei Polyglotter Bevölkerung eine Staatssprache besteht. E« wird nur aus zwei sonst vollkommene Gegensätze verwiesen: Vereinigte Staaten Nord» amerikaS und Belgien. Die im ReichSrate ver» tretenen Königreiche und Länder sind derzeit noch eine offizielle Einheit. Scheue man sich nicht, nach» de« da« alte, große Oesterreich in Oesterreich»Un» garn übergegangen ist, von einem Oesterreich zu sprechen, so gern» man von den im Reichsrate vertretenen Königreichen und Ländern spricht. Scheue «an sich aber auch nicht, wenigsten» die bestehende Einheit diese» Oesterreich» zu erhalten und de« Staate zu geben, wa» de» Siaate» ist: Di» Staat»sprach». Die Staatssprache von Oester-reich kann aber feiner Geschichte und seiner Ent> Wicklung keine andere sein al» eine deutsche. Schon Ministerpräsident Graf Beust, dem ge» roifj von keiner Seite übermäßige Deutschtümelei vorgeworfen werden kann, sagte am 18. Juli 1867: .ES muß doch irgend eine gemeinsame Staats» sprach» vorhandt» fein, und das ist, sowtit e» die Länd»r, di» nicht zur ungarisch»» Krone gehöre», betriff«, am meisten berechtigt, die deutsche Sprache zu sein, weil sie die vorgeschrittenste, weil sie die Sprache eines Kulturvolkes von 40 Millionen, weil sie die Sprach» der Dynastie ist, und diese Sprache dürfte diejenige sein, die mit Recht sor» der» kann, daß sie al« Staatssprache für di»se Teile behandelt werde." Hiezu muß noch gesagt werden, die deutsche Sprache ist eine Weltsprache, heute gesprochen von 65 Millionen. Die deutsche Sprache ist aber auch die Spruche deS Volkes, welches mit stimm Blute Oesterreich erworben und erhalte» hat durch Jahrhunderte! Mögen immer die Segner de« Deutschtum« historische Rechte auführea zur Geltendmachung der Berechn-gung ihrer Bestrebungen, da« deutsche Volt läßt sich sein historisches Recht auf den Boden, den deutsche« Schwert geschirmt, deutscher Fleiß urbar gemacht und deutsch» Treue dem Staate erhalten hat, nicht streitig machen. Steiermärki scher Landtag. 3. Session, II. Sitzung. LA. Dr. v. Derschatta beantwortet die Anfrage de« Adg. Daniel, betreffend die Revision der Bauordnung und erklärt: Wenn die vom Grazer Gemeinderale beschlossene, von der Re» gierung aber »och immer nicht erledigte Grazer Bauordnung Geltung besitzen wird, werde der LandeSauSschuß »ach einer genauen Prüfung der I?«chdr»a gnbotca. (Ein mutiges Weib. Erzählung. Es war >m Juli des Jahre« 18—. Die Ba» ronin v. Randow, eine schöne junge Frau von 20 Jahren, war während einer Geschäftsreise ihre« Gemahl« auf dem Schlosse eine» Landgutes zu-rückgedlieben. Es lag ein paar hundert Schritte von dem Dorfe und von der Heeistraße entfklnt, in einer Gegend, die noch nie von Raubern UN-sicher gemach, worden war. Als sie den zweiten Abend nach der Abreist ihrtS Gemahls sich ebtn zur Ruht begeben woll>e, entstand in brm Nhr«m Blut« i>> der Mitte dt« voll frtmder wild aussehender Männer gefüllten Zimmer«, von deren einem der Baronj» Kamm-r-frau kniete und statt der erbetenen Gnade in dem Augenblicke, al« sie die Tür öffnet«, den Tode«» stoß empfing. „Seid Ihr da P" rief sie mit dem verstellten Ton* der größten Freude den Zweien entgegen, die sogleich aus sie losstürzte». „Seid Ihr da 1 Leute wie Euch habe ich mir schon längst gewünscht!" — „Gewünscht?" brüllte befremdet einer von „9*Kxiflie M«a»«' Grazer Bauordnung da« Notwendige zur Au«-arbeitung der Bauordnung für da« Land veraa» laffen. Bei Uebergang in die Tagesordnung be» aründet Abg. Dr. Schacher! folgende» Antrag: Für die Iahn 1906 bis 1910 wird de« Landes« auSlchuff» für die weitere Versetzung von Schulen in höhere Ortsklassen »in Betra« von jährlich 50.000 X bewilligt und zwar follen jede« Jahr 30.000 X für die Versetzung von Schulen au« der 3. in die 2. Ortsklasse uns 20.000 X für di« V«rs«tzu»g von Schulen au« der 2. in die 1. Ort«-klaffe verwendet werden. Die Einteilung ist dem Land»«au«schusse im Einvernehmen mit de« LaudeSschulrate überlasse». Die RechtSwirksa«keit der erstjährigen Versetzungen hat mit 1. Jan« ner 1906 zu beginne» und der erforderliche Kredit ist in den LandeSvoranschlag für 1906 einzu» schlagen. Abg. Dr. Hrasovec hält sich darüber auf, daß die Wohl von Gemeindevertretungen, welche durch Schwindel. Betrug und Gewalttätigkeiten der Ptrvakrn im pervakischen Sinne ausfielen, infolge der begründeten Proteste der vergewaltigten deut» fche» Einwohner annulliert wurden. Die Abg. Brandt und Genossen inter» pellieren den Statthalter wegen de» Borgehen« de« Pfarrer« vo» Klemlobming, der bisher da« Recht halte, für den Me«ner unter den Gläubigen sammeln zu lassen. Der derzeitige Pfarrer habe aber gar keinen Me«ner. sondern lasse dessen Aus-gaben durch seine Köchin und Magd durchführen, wa« mangelhaft geschehe, we«dald die Kirche in keinem sauberen Zustande sei. Die Gaben für den M'Snec werden aber trotzdem »ingesammelt, und als sich einzelne Grundbesitzer weigerten, »twa« zu g'ben. habe der Pfarrer dte politische Behörde in Anspruch genommen, di« sich dazu hergab, die Gläubige» über den Grund der Geschenkoerwei» gerung zu befragen. Da« Vorgehen de« Pfarrer« sei um so empörender, al« sehr häufig Sch-nken, aus die der Piarrer besondere« Gewicht lege, am Düngerhausen de« Pfarrer« liegen, wohin sie dte im Ueberflusse lebende Köchin und Magd warsen. » • • 12. Sitzung. Lande«au«schußbeisitzer Stallner beant-wortet «ine Reihe von Interpellationen, die Reau-lierung der kainach und der Raad. sowie den Bau einer Straße von Frohnleiten nach Passail de« »reffend. Abg. Baron RokitanSky begründet den Antrag, betreffend die Errichtung einer Lande«-si«ch«nanstal» im Bezirke Umgebung Graz. Abg. Lenko erstattet den Bei ich« de« Son-derauSschusse« sür Gemeindeangelegenheittn mit Vorlage eine« Gesetzentwürfe«, betreffend die Be-kremng der in der Stadtgemeinde P tiau ausgeführten Bauten von der Entrichtung der Gemeindeumlaae» aus die HautzinSsteuer auf die Dauer von 25 diesen Mördern. „wie meint Ihr da«?" — Schon schwang er rücksichtslos den Säbel, als id» fein Kamerad aushielt. «Halt noch einen Augenblick. Bruder", sagte dieser, „faß »nS erst hören, was st» will." .Nicht» anbtreS*. fiel di» Baioni» ei», „als Ihr wollt. Schon lange sah ich mit Un» g»duld diesem Augenblicke »ntg»g»n, und es wird weder mir noch Euch gereuen, wenn Ihr mich nur zwei Minuten lang anhören wollt." „Redet", schrie die ganze Rotte, die indessen herzubekommen war, „und saßt Euch kurz", setz,« der Fürchierlichfte unter ihnen hinzu, .glaubt aber nicht «twa, un« «in« Schling« leg«» oder un« mit umständlichen Weitläufi keilen hinianhalten zu können, denn Euer Gered« wird Euch doch nicht viel helfen." — .Da« hoff, ich doch", «nige^neie sie, „wenn Ihr mir nur au«zureden erlaubt. .Ich bin die Frau des reichsten Edelmannes im Lande, aber auch zugleich da« allerunglücklichste Weib Mein Mann ist der abscheulichste, eiser-süchtigste Filz, den je die Erde trug. Ich Haffe ihn unaussprechlich; von ihm loszukommen und mich zugleich an ihm zu rächen, war schon längst mein Wunsch. Ader eS war unmöglich, ihm zu ent-wischen, denn alle Bedienten wa>en feine Kund-schaiter und während seiner Abwesenheit hat sie ver Tyrann sogar als Wächter über mich gesetzt, der dort mit der zerschmetterten Hirnschale war der ärgste von allen. Ich bin zwanzig Jahre, und wenn mein Spiegel mich nicht trügt, auch nicht häßlich; wollte Einer von Euch mich mit sich nehmen, ich folgte ihm, wohin e« wäre. E« soll Rummer 91 Jahren. Der bezügliche Gesetzentwurf wird oh?» Debatte beschlossen. Abg. W a ft i a n und Genoss-n stellen einen Antrag wegen Steuerbegünstigungen bei Reblaus Verheerungen im Marburger Bezirke. Der Antro; gipfelt in der Aufforderung an die Regier««!, durch den Landtaa, ihre Organe ungesäumt anzn. weisen, daß sie di« weinbautreibende Bevölkerun, bei der Verteilung der Steuerlasten begünstige,, damit sich nicht zu den ärgsten Feinden de« Wen» bauerS, wie Geldmangel, Leutenot und schlecht« Witterung, auch der ungerechte Steuerdruck geselle. Die Abg. Ornig und Genossen beantrag-» die Ausgestaltung deS Landes-Kranken- unD Siechenhause« in Pettau auf einen Belegraum vo« mindestens je 50 Betten. Österreich, ein glücklicher Staat! Ein Beitrag jur Lösung der vaterländischen Staatswirren. III. Ueber das Wahlrecht und die Wahlen. Viel Schuld an der Zerrüttung unsere« Staaie« trägt unsere unglückselige Wahlges-tzgebung. Schon da« Grundprinzip derselben, daß da« Abgeordnetrnhau« eine Interessenvertretung da:> stellen soll, ist ungerecht. Noch ungerechter ist Hit Verwirklichung desselben, wenn man sieht, wie u»< gleich die erwerbende» Stände mit Mandaten de-dacht wurden. Welche Moral steckt in der Taifatr daß der Großgrundbesitz allein fast ein Fünftel aller Mandate innehat und zudem durch seine erb-lichen Mitglieder noch da« Herreuhau« beherrsch,? Diese« schreiende Unrecht hat unter andern sem,r> zeit den bekannten Wahlrecht«rum«el herau'be-schworen. Dem Grafen Badeni ist e« zwar gelungen, mit der Schaffung einer fünften Kurie o« Gemüter aus einige Zeit zu besänftigen, aber mit für die Dauer zu besriedig.n. Der Rummel wirk wieder lo«breche» und d Shalb ist e« die Pflicht einer weiter schauende» Regierung, diese Frage bei-zeiten zu lösen. Da aber dieselbe in Oesterreich mit der Naiionalitätemraae innig zusamm-nhäng». muß sie schon au« Rücksicht auf die Erreichung de« Völkerfrieden« ehemöglichst au« der Well geschafft werden. Glücklicherweise stehe» wir aus diesem 3* biete nicht ohne Erfahrung da. Die Experiment« in Belgien und die in Deutschland ge>amme!u» Erkenntnisse lassen un« leicht einen Schritt wenn wagen. Welche Forderungen soll man nun an «» Wahlgesetz stellen? E« soll gewährt isten: Daß die Wahlen rein und unverfälscht v« sich geben; Euch alle nicht gereuen, mir vo« Leden g«>ch.»lt zu haben. Ihr seid i» einem Schlosse, worin sich vi'le Reichtümer bisinden. aber e» ist unmö> !it daß ^dr alle Schlupfwinkel desselben aussinie, solltet. Ich will keinen verhehlen und wenn ö^ch da» nicht um 6000 Taler reicher macht, so mli ich mich demselben Schicksale, welche« »ernt Kammerfrau erlitt, will'g unterwerfen.' Eine so une>wartete Anrede, der unbefangen' Ton ihrer S.imme. erhöh! durch den Zauber tutet Schönheit, machie die Böfewichier stutzig. Sie > sprachen sich leise mit einander, doch konnte sie einige Mal deutlich die Worte .nieder mit ihr' und „wir wissen woran wir sind" re> nehmen. Gleichwohl behauptete sie eine so unerschütterliche Gewalt über die in ihrem Innern sich re ende Tode«angst, daß weder i?re Miene noch ihre Far.e sich veränderte, und sie wußte mit glücklichster £er> ftellungSkunst einer Vertraue» heuchelnden Mene ein solche« Gepräge von Wahrheit zu geben, da« einer, vermutlich der Haupimann der Bande j» >dr trat, und an sie mit e» «m scharfen, prüfenden die Fragen stellte: .Darf ich sicher euren Worin trauen und seid Ihr entschlossen. >uch unsrer Ln-bindung anzuschließen?" Di» Raschd-n der Än-wart: .ja, ja", und der leb »mge freudige Blick, womit sie begleite« war, gaben keinem weil.«» Zweifel an ihrer Glaubwürdigkeit Raum. „Nun, so komm» und führet un«. Der Henk» traue zwar euch Weibern, doch für die«mal wolle» wir e« wage». Aber wisset, daß augenblicklich Euer Leb?» verwirkt ist, so bald wir Verrat merke» oder Blätter zur Unterhaltung und Belehrung für Haus und Fmnilie. Houut«gsöeikage der „Deutschen Wacht' i« Lilli. A C* 1 .Die Südmart" erscheint jeden Eonntaq als unentgeltliche Vtilaae sÄr die Leser 1Ci(~\F' Mr. 40 I der „Teutschen Wacht". — Einzeln ist „Die Sildmark" nicht täumch Hreue um Hreue. Ein Roman auS Transvaal vo» F-rdinand N u n k e1. t Fortsetzung.) (»ta4»ral ttifttm.) „Das würde ich Ihnen doch nicht empfahlen, Sie wissen, wir sind hier an der Grenze der Civilisation und an der Grenze der Wildnis;. Sie dürfen nicht wagen, in der Nacht zu reiten, denn das wilde Nacht-leben ist hier noch sehr gut entwickelt, und es kann Ihnen leicht passiren. daß Sie die unangenehme Be-kanntichatt mit einem soweit machen. Halten Sie e? aber unter allen Umständen nothwendig, noch während der Stacht zu reiten, so werde ich mich Ihnen an> schließen, denn drei Büchsen treffen mehr als zwei." ..Es freut mich. Mijuheer, daß Sie meiner Ver-theidigungswasfe so viel Zutrauen schenken." „Oh. mein gnädiges Fräulein, ich weif? wie gut Sie schienen und wie muthig Sie find. ?lber nun trete» Sie bitte ein. Iosna wird sogleich das Frühstück bereiten." Die Station des Herrn von Krolikowsky war nicht übermäßig groß. dennoch aber hatte sie den An-schein einer kleinen Farm, und sie war von einer stark und hoch gewachsenen Akazienhecke umfriedet, inner-halb derer der Pole seinen Küchengarten angelegt hatte den der Hottentott Iofua pflegte. Augenblicklich stand Alles in Blüthe. Ein Theil der feinen (Linuse war schon vollkommen gebrauchsfertig, und Iosua suchte das Beste aus. um es für das Diuer. das am Abend eingenommen werden sollte, herzurichten. Das Wohnhaus der Station bestand auS zwei Etagen. Die untere bewohnte Krolikowsky allein mit seinen Dienern. >lnd er hatte sie ganz nach seinem Ge-schmack ausgestattet. In der oberen Etage war eine Flucht Zimmer be-ständig eingerichtet und zur Aufnahme des Besitzers bereit, sobald es ihm gefallen würde aus der Station zu übernachten. Auch Marij hatte ihr besonderes Boudoir, das sie mit eigenartigem Geschmack eingerichtet hatte. DaS Zimmer war ein Bild der Prairie. Grüne Teppiche und grüne Gardinen gaben dem ganzen Raum eine milde, ruhige Stiminung. Die einfachst, und doch so fornienschönen englischen Möbel mit grünem Anstrich und die tausend niedlichen Kleinigkeiten, die hertun-lagen und henimstanden, waren alle auf den einen Ton gestimmt. Die Fenster überzog ein Gewirr von blühenden Schlingpflanzen und ein kleiner Balkon gewährte ein schattiges und doch von der Luft getroffenes Ruheplätzchen m der heißen Mittagssonne. Krolikowskys Wohnung selbst zeigte den bizarren Geschmack des Einsiedlers. Dort »var Stiles anfge-stapelt, wofür er sich interessirte. Man hätte, wenn man kn sein Heiligthum trat, nicht sogleich den Ge« danken fassen können, in der Wohnung eines Musikers zu sein, sondern eher an das Kabinet eines Natur-forschers glauben können. Da waren an den Wänden aus großen Regalen ausgestopfte seltene Vögel, kleine Thiere, ein Elefanten-schädel, ein präparirtes Krokodil. «Schmetterlinge und Käfer brachten eine lebhafte reiche Farbenstimmung in die Wände: die bunten Infekten waren sorgfältig in Kästen unter Glas gebracht, und der polnische Ein-siedler Pslegte seine Sammlung mit der ganzen Sorg-fält des Liebhabers. An einer anderen Stelle der Wand hingen zahl-reiche Massen der Eingeborenen, und in einer Ecke glänzte die gewaltige Gestalt eines ausgestopften Gorillas, der sich aus einen Baumstamm stützte und sein sletscheudes Gebiß dem Beschauer zuwandte, und dicht hinter dem Schreibtisch befindet sich ein aufrechtstehendes menschliches Skelett, das wie ein Memento mori die Arbeit des Sonderlings zu betrachten scheint. Das Hausthier dieser Stube war eine große Schildkröte, die. sobald sich der Herr in der Wohnung nieder-gesetzt hatte, behaglich herankroch und den Kops auf seinen Stiesel legte. Zu dieser eigenthümlichen Stimmung paßte die Person des Besitzers ausgezeichnet. Sein bleiches, dämonisches Gesicht mit dem langen, herabhängende» Schnurrbart, den große», in Blau schwimmenden schwarzen Auge» und der wallenden Mähne dunkler Locken, die ihm ungebändigt i» die bleiche hohe Stirn fielen, der abgeschabte Schilslemenanzttg und die langen Stiefel, die langen, dürren, krallenartigen Finger, Alles das zeigte sofort, daß mmi es mit einer außergewöhnlichen Persönlichkeit zu thun hatte. Bei dem ersten Anblick fürchtete Woldemar, daß er doch ein wenig von der erblichen Belastung dieses Sonderlings merken müßte, aber während der leb-haften Unterhaltung, die beim Frühstück geführt wurde, erkannte er bald, daß er sich durchaus geirrt habe. Krolikowsky war ohne Zweifel ein hochgebildeter Mann, er war viel gereist und hatte eine Zeit lang in Heidelberg und Berlin snidirt, war dann, seiner Neigung für Musik folgend, auf das Konservatorhim in Leipzig gegangen, und um Kenntnisse in militärischen Dingen sür einen von ihm erträumten Aufstand der polnischen Bevölkerung zu sammeln, war er in die Armee des von ihin gehaßten Rußland getreten uud sehr bald nach dem äußersten Siidosten des Reiches beordert worden. DaS einsame GarnisouSleben in einem JYorf Auf brnt ^ocfiraithr von Pamir, Rar! an der Grenze des englischen Indien?, nnd die damit leicht zu verbindenden Urlaubsreifen nach China und Persien hatten bei ihm die Vorliebe für orientalischen Kom-fort erweckt, nnd um schneller Geld zu verdienen, damit er sich diesen LuxuS in reicherem Maße gestatten könnte, tvar er aus der Armee geschieden und hatte eine Zeit lang daS Leben eines wandernden Kaufmanns in Kaschgar geführt. Das lvar ihm natürlich bei seiner Künstlernatur sehr schlecht gelungen, und so hatte er das Vermögen, das ihm sein Vater hinterlassen, sehr bald ausgebraucht und stand nun ohne einen Pfennig Geld im asiatischen Orient. Aber er war nicht der Mann, zu verzagen. Mit dem letzten Rest, der ihm blieb, kaufte er sich ei» Kameel, nahm die Fidel auf den Nucken und durchzog im Gewände eines Derwisches den ganzen Orient. Er durchstreifte Arabien von Norden bis Süden, überall sich durch die süßen Klänge seiner Geige Brod und Nachtlager erwerbend. In jener Zeit drangen bis in den Hasen von Aden, wo er gerade weilte, die Gerüchte von den marchen-haften Reichthümern, die in Kimberleq und Trans-vaal aus der Erde gegraben wurden. Schnell ent-schlössen machte sich Krolikowsky ans de» Weg Er setzte nach Abessinien über nnd gelangte fidelnd und nomadi-firend allmählich nach dem Süden Afrikas, aber wie er hinkam, hatten die Engländer schon ihre gierigen Finger auf Gold nnd Dianicfnten gelegt, und es wäre ihm nichts weiter übrig geblieben, als ausH Geradewohl in den Gebirgen herunizuklettern und zn schaufeln. Da war er vor Pieterssarin gelangt und hatte sich bei der gastfreundlichen Burensamilie wie ein flügellahmer Adler niedergelassen, Die wunder-bare musikalische Begabung des einsamen Tramps nnd die vorzügliche Bildung, der feine gesellschaftliche Takt nnd die vornehme Zurückhaltung seines Wesens hatten ihm bald die Herzen der Familie gewonnen. Und so bot ihni Pietervan t'Hoff die Stelle an. die er jetzt inne hatte. Seitdem tvollte er nichts mehr. aU auf dem Fleckchen Erde, das ihm verliehen war. sterben und die schöne Marij wunschlos anbeten. Die beiden Männer verstanden sich sehr bald. Schließlich steckte doch ein Kern in Beiden, der Kern des Abenteurers, Beide waren sie aus den ersten Kreisen der abendländischen Gesellschaft, Beide waren eigentlich schuldlos hier in die Einöde verschlagen, und Beide trugen eine unglückliche Liebe im Herzen. Krolikowsky war älter als Arieneck und ihm an wissenschaftlicher Bildung und Lebenserfahrung über-legen, das aber ersetzte Nieneck durch männliche Festig-keit nnd große Energie. Er war doch zu sehr die ger-manische Mannesnatur, während Krolikowsky der weiche slavische Stimm»ngsmensch war, der noch dazu durch sein langes Leben im Osten das ganze orienta-lische Pslegma in sich aufgenommen hatte. Man war gerade dabei, das Frühstück aufzuheben, als ein lautes Halloh draußen hörbar wurde: ein paar englische Flüche drangen zu den Ohren der kleinen Frühstücksgesellschaft, und gleich darauf kam Iosua, der Hotteutott, heulend und schreiend ins Zimmer gestürzt und rieb sich den nackten Rücken, über den ein breiter rother Striemen hinlief. „Was hast Tu denn, Iofua, wer hat Dir was gethan?" „Oh, Baas Whitney hat mich geschlagen." „Baas Whitney, ist der denn hier?" „Jawohl, er ist hier, und ich habe ihm abge-nommen das Pferd, haben es aber links herum statt rechts herum geführt, und da haben ich bekommen etwas.mit der Peitsche." „Tn<< Ist borf» eiiidSrenk»". fuTir Maris auf. ..»»fflwi einer solchen Kleinigkeit den armen Menscheil zu schlagen. Aber so ist Whitney, roh und brutal!" Der eben Avostrophirte trat unvermittelt ein. ..Guten Tag. guten Tag. Ei. da finde ich ja auch die schöne Tochter meines lieben Nachbars. Wie geht'S, Miß Marij?" „Danke, Mr. Whitney. Gestatten Sie, daß ich Sie init unserm Gast und Freund, dem Grafen von Nieneck bekannt mache." „Bin sehr erfreut, mein Herr, man erzählt sich ja von Ihnen Wunderdinge, von Ihrer großartigen Schießfertigkeit und Ihrem Muth." Er reichte ihm die derbe Hand hin, die Rieneck kaum berührte. TO- englische Farmer und Besitzer einer großen Reihe von Goldminen am Witwatersrand hatte etwas höchst ll »sympathisches. Sein Gesicht glühte in feurigen, Roth, ein Zeichen, daß er dem Alkohol ganz be-sonders ergeben war. „Es ist mir ganz angenehm," begann er wieder mit seiner unangenehmen Stimme zu sprechen, „daß ich Sie hier treffe. Miß Marij, ich wäre doch dieser Tage nach Pietersfarm gekommen, um mit Ihrem Vater etwas zu besprechen, und dann hätte ich auch eine wich-tige Frage an Sie zu richten." Mit einem seltsam verlangenden Blick streifte er die schlanke Gestatt des jungen Mädchens. Dieses aber wies ihn mit den Augen kalt ab und antwortete ganz kurz: „Was Sie mich zu fragen haben, können Sie auch hier thun." „Nun, ich weiß nicht," antwortete er, ..aber es scheint mir besser, es Ihnen allein zu sagen. Wie lange gedenkeil Sie übrigens auf der Station zu bleiben?" „Wir wollen, wenn möglich, noch heute Abend reiten. Herr von Krolikowsky wird die Liebenswürdig-keit haben, uns zu begleiten." „Das ist ein Wagniß! Wenn Sie aber durchaus wollen, stehe ich Ihnen auch zur Verfügung, meine Doppelbüchse trifft zwar nicht so sicher, als die des deutschen Offiziers, aber sie ist iinmer eine schätzens-werthe Kraft." Und mm wandte er sich an Rieneck: „Sagen Sie. Mr. Rieneck..." „Graf von Rieneck", korrigirte Woldeinar mit einem seltsamen Ernst. Der Engländer schob beide Hände in die Hosen-taschen nnd lachte kurz und leise auf: „Wissen Sie, Mister, hier an der Grenze nimmt man das nicht so genau, wir geben nicht viel auf ge-sellschaftliche Formen, aber wenn Sie wollen, kann ich Ihnen ja die neunzackige Krone aussetzen." „Ja, ich habe ein Recht auf diesen Titel." „Na, Gott, das können wir ja hier nicht so recht kontroliren." „Mein Herr, was unterstehen Sie sich?" „Bleiben Sie ruhig. Herr Woldemar", warf Marij jetzt deutsch dazwischen, begütigend die Hand auf seinen Arm legend. Der Engländer verstand zwar die Worte nicht, die gesprochen waren, aber ihr Inhalt wurde ihm durch die Geste klar, und vor allen Dingen hörte er den Vor-namen und bildete sich sofort ein Urtheil über die Beziehungen zwischen den Beiden. Obwohl ihm ein leidenschaftlicher Groll aufstieg, beherrschte er sich doch nnd lenkte ein: „Nehmen Sie's nur nicht »o genau, Herr Graf, ich habe es nicht böse gemeiut, u»d feien Sie über-zeugt, es ist auch uns nicht so chlimm anzurechnen, daß wir aus Titel nichts gebe,!. Senn eS treibt sich so viel Gesindel in diesen rasch emporblühendm Kolonien hei^lm, das alle möglichen Titel führt, und eine gc- ri»?fTc Vorfielt tsl tmmrrMii avt>olrn Un"' ich eS ^finrn nicid) sage, «ton Witiiirclt nllrrlel l,?r„»> über Sie. Klatsch natürlich, dummer. böser latsch' „Was »winkelt man denn über midi, Mr. Wbit»..' es wäre mir interessant, zu erfahren." „Lassen Sie das, Herr Graf, warum soll ich den Klatsch »veiter tragen, es ist ja auch nicht der Red. werth. Wir brauchen hier Männer, aus deren Hand und Auge wir «nS verlassen können, im Falle di. Matabele, die Basutos oder die julus über uns her-fallen. Wir fragen daher nicht, was den Einen ode. den Andern aus seiner geachteten Stellung im Vater-lande Heransgetrieben hat, wen» er sich nur hier an-ständig beträgt lind sich nicht allzusehr jenseits der Gesetze stellt." Marij betrachtete während dieser brutalen Rede den Grase» mit großen angstvolle». Augen, und ein leises Zittern ging durch ihre Gestalt, als sie bemerkte, daß Rieneck erst seuerroth im Gesicht wurde, dann aber tief erblaßte. Der Engländer bemerkte sofort den Eindruck, den seine Rede auf SDfarij und den deutschen Offizier ge> macht hatte. und ergriff sogleich die Gelegenheit, dem Gast der van t'Hoffs noch einen tüchtigen Hieb zu versetzen. „Sehen Sie, Herr Graf," fuhr er fort, „wir find hier eben selbst Gesetz. Wenn uns einer beim Spiel falsche Karten untermischt oder sonstwie betrügen will, da schießen wir ihm eine Kugel vor den Kops." „Was soll das heißen. Mr. Whitney", fragte jetzt Marij. und eine leidenschaftliche Erregung durchzitterte ihre Stimme. „Oh, das soll lveiter gar nichts heißen, ich denke nur eben gerade an eine Geschichte, die ich vor einigen Wochen in den „Times" gelesen habe, von einem Grafen Rieneck, der in einem vornehmen Klub als Falschspieler entlarvt wurde und sich dann dünne gemacht hat. Sie sehen, welches eigenthümliche Zusammentreffen ! Es ist ja ganz natürlich, es giebt Viele schwarze Ochsen, und der Gauner Rieneck ist mit Ihnen doch sicherlich nicht identisch." Woldemar richtete sich hoch auf. „Mister Whitney, ich bin Ihnen eigentlich keine Erklärung schuldig, aber in Gegenwart dieser beiden ehrenwerthen Personen, die, wenn ich schwieg, doch vielleicht anders denken könnten, als mir erwüilscht wäre, will ich Ihnen die richtige Antwort geben. >,a, ich bin mit dem Falschspieler Rieneck identisch." „Woldemar I" .Mit einem Schmerzensschrei hatte daS junge Mädchen dies herausgestoßen und war dann vollstän-big gebrochen auf einen Divan, der mit einem wunder-baren Löwcnfell bedeckt war, zusammengesunken. Rieneck stand wie versteinert. Aber Krolikowsky, der sonst so theilnahmslose, weiche und passive Mensch, loderte in Heller Wuth auf, denn es war ja seinem fHebfbd, dem Liebling seines Herzens, ein Schmerz zu» gefügt worden. Sein langer Schnurrbart zitterte in fieberhafter Erregung, und mit einen» Male »vallte da? beiße Blut des Polen in ihm auf. „Was »interstehen Sie sich in meinem Hause, Mister Whitney, die Tochter meines Herrn zu be-leidigen! Sofort hina»»s!" „Haha." lachte der Engländer, „ich habe Miß Marij »»ichts gethan, und falsch spielen bleibt doch eine Gaunerei! Good bye, meine Herren", und draußen war er. I*. Ganz Überraschend hatte Marij sich entschlossen, nicht in der Nacht zu reiten, sonder»» aus der Station den Morgen zu erwarten. Ter Grund »vor zieinlich d»»rchsichtig. Sie hatte die Absicht, sich »nit Rieneck aus-zusprechen, und wollte dazu keinen Zeugen haben. Sie war aber auch derartig verstimmt, daß sie sich sehr schnell in ihr Zimmer zurückzog, wovon sie durch kein Bitten KrolikowskyS abzubringen »var. Selbst die Altssicht, daß der Virtuos ihr ein ne»»es Violinkonzert, das er komponirt, vortragen wollte, konnte sie nicht zurückhalten, sie war und blieb verstimmt. Das letzte Wort, was sie sagte, war: „Sie lassen mich mit Tagesanbruch wecken, Krolikowsky", dann nickte sie schmerz-lich wehmüthig Rieneck zu nnd verschwand in ihrem Zimmer. Eine alte Hottentottenmagd, die so alles Mögliche auf der Station besorgte, bat sie sich zur Bedienung aus. und diese mußte im Kabinet nebenan ihr Lager für die Nacht ausschlagen. Die beiden Männer blieben allein zurück. Sie zündeten ihre Pfeifen an und setztet» sich unter einen mächtigen Korkeichenbaum an die kleine Quelle, die der Station das Wasser lieferte, und plauderte»». Bald stockte die Ui»terhalt>tng, denn die erschlaffende Hitze des Hochmittags wirkte derartig, daß die beiden Euro-päer ihre Pseisen ausgehen ließen i»nd einschliefen. Znr Tinerzeit »veckte sie Iosua erst, aher die Hoff->»una, die Krolikowsky ausgesprochen, Mejuffer Marij würde mit ibncn zusammen speisen, erwies sich als trügerisch. Sie schickte die alte Hottentottenmagd her-unter, »ml ihr die Mahlzeit aus das Zimmer z>« bringen und ließ sich in der That nicht ivieder sehen. Inzwischen hatten sich die Beiden einander mehr genähert, als es vielleicht in Marijs Gegenwart mög-lich gewesen wäre. „Verzeihen Sie. lieber Rieneck." begann Kroli-kowsky, als die südafrikanische Nacht schon ihre Schatten über die Station gebreitet hatte, „ich möchte nicht gen» indiskret sein und der rohe Engländer hat ivirklich recht, es kommt kaun» etwas darauf an. was dem Mann, den mir unter unserem Dache a»»fnehmen. in seinem Paterlande begegnete, wenn er nur ein ganzer Mann ist. Ich möchte Sie nicht gern verletzen. Trotz alledem bleibt mir etwas unklar in Ihrem Cha-rakter. und das möchte ich »im meinetwillen, nicht um Ihretwillen, beseitigt haben. Sehen Sie. wir sind hier gewissermaßen die einzigen Vertreter des abendlän-dische» Adels, leichtsinnig waren »vir Alle in der Jugend, und trf) tvar es mehr als jeder Andere, darum bin ich auch mehr als jeder Andere geneigt, einen Febl-tritt zu verzeihen." Die Unterhaltung stockte. Kroli-kowskn war verlegen, was er weitersprechen sollte, und Rieneck saß in einen» sitister brütenden Schweigen da. „Sie wollen mir nicht Rede stehen, Sie glaube» nicht daran, daß man in einein Nachinittag der Freund eines Menschen werden kann?" „O doch, das glaube ich schon, ich glaube sogar. t>aß man einen Menschen lieb gewinnen kann, wenn niai. mir von ihm hört... So ähnlich ist es »nir mit Ihnen ergangen." <'rltiot?«nq e'fii I aW& «. elrlu rndes, Hntevlialtcniies, Weiteres etc. jkj | Vn>> ______! II | | I " tts«guie"MHII -^^■aww^M*wg»>wma>BW«a<'TO!sa!gaaigg8'« «BaBgggBggBgiMgiiifflsag^ Sinrm abgefallene» X>*iitfrt>tit! Heimlichkeit. "Jiieorlfltell btin Hau« «nt entweiht. Warum gestehst nicht in drangvoller Zeit. Taß auS bm Herzen «>" Teutscher dir sprich»? Tob du die Seele vnkaufet noch nicht? Eher willst ftnben ola dulden de» Frohn Einer wildfremden Sli«s-Nalion< Hcimuchleil, Riedrigieit dein HauS entweiht l Heimlichkeit. Niedrigkeit - sündige Scham. *Die dir den treulleben Brauiichatz wegnahm. Meineidig bist selbst dir, alleiärmster Narr, Träfst einst mit Schanzen dein graueS Haar. Bleilsl »och in litzler Stunde verflucht. Wlandl Karl Pröll. Ins ?llbüm. Tote Gruppen sind wir — nenn wir hassen, Götler -- wenn wir lelend unS um> sassen. Schiller. * Selig, wer sich vor drr Welt Ldne Hab ve,schließt. Einem Mcui'd am Busen hält Und mit den» genießt. Goethe. Er!ay fflr mai cties beut die Weil) Für Liebe beut sie »ich, . Plalen. Berhntnng de» Einfrierens der Wasserleitungen. Man bedeckt die dem Fivste ausgesetzte Slohrleitung mit einer dünnen, gleichmäßigen Schicht von Stroh, Säg'spänen oder Gerberlohe. Hieraus gibt man «in« Schickt faustgroßer Stücke ungelöscht«» Kalte» und daraus wieder eine dickere Lage irgendeine» schlechten Wärmeleiter«. Die ersterwähnte Schicht bat hauptsächlich den Zweck, die m«taUische Rohrleitung vor der Berührung mit dem ungelöschten Kalk und da-mit vor einer etwaigen schädlichen Ein-wiilung zu schützen. EinedcrarligePackung schütz! den beireffenden Rohrstrang den ganzen dinier bindurch vor der G-iabr de» Einfrierens und dem meist hierdurch bedingten Berste». Tasielb« Be-iabren läfti sich auch anwenden, sobald e« sich um da» Auftauen einer Rohrteilftreck> bandelt, wenn man sick au? irgendwelchen Gründen niäit einer freien Flamme be-dienen will od,r kann. Man brauch! nur den Rohistrang ml ungelöschtem Kall -u umgeben und diesen mit Waffer zu be netzen. Die dann freiwerdende Wä>me genüg!, um daS Auftauen des Wassers in der Rohrleitung zu bewirken. Gegen Mefchwülst« und Abszesse. Nimm ein E>, ich-oii'.ge es «in wenig, rüdre eine Piise Salz hinein und sey« etwas Süßmandelöl binjll. Zeigt sich irgenkwo eine rni»ü>,bliche Geichu ulst so wird mit dieler Salbe r>« Leinwand läppchen b«>'nch«n un» daraufgelegt. Tas-fel'e ist zu wechseln, ehe di« Salbe ganz lro^en.wi>d Be> sehr stalten Entzilndun-gen kann dieser Wechsel alle fünf M>nu ten nölig werden Bei Nachlaß drr Entzündung »st auch der Wechsel der Salbe weniger häufig nötig. In >>i«I«n Fällen gelina» es. duich Anwendung diese« Mittels aUrin da« Uebel zu heben; zum mindesten erweicht es di« Gejck wulst und bringt st« zu sckneller Reif«. Lelbstoer ftäntiilii sind nar frische Eier zur Anfertigung der Salbe zu verwerten Harte« Schuhwerk weich zn »nacke». Harigetrocknel« Stiefel usw. werden, um sie wi«der weich zu bekommen, zuerst einige Stunden in Wasser ring«, w« chl, nach dem Herausnehmen geirocknet, indem man sie obeiflächUch abwischt, und dann mit gelinde erwärmten Feit oder Oel tüchtig abgerieben. Bei dieser Be> hai.dlung wird da« härieste Leder samtweich. Zerdrückte Kleiber aufjufrischen. Wollene Kleider, besonders solche ans dunllen Stoffen, sollte man nicht bügeln, da sie dadurch leicht speckig und glänzend werde». Solche Kleider werden wie mu, ja sklbst fest eingetmffene Falten ver» fchwind«» daraus, wenn man sie im Keller a» einem freistehenden Haken hängt. Besonde»s kranse Stellen kann man vor-her mit einem Schwamm und Regen» waffer leicht anseuchlen. Grob. Fräulein (nach der Liebhab«!-voisteUungs: „Habe ich di« alte Jungker nickt vorzüglich gespi.lt?" — Vorsitzende: „O ja. nur etwas gekünstelt . . . Sie müffen sich geben wie Sie sind." Pariert. Sie sain Schaufenster): ..Was dälst du von diesem Hui?" — Er „Ich glaube, daß er dich alt machen würde Praktisch. A.' „Und »ras versetz!«» Sie daiauf, al» er Ihnen Ihr« Bitt« so schroff abschlugt — B.: „Meinen Ueber-zieder." Ein Philosoph. Cohn: „Warum weinst du>" — Maier: «Ach. hier steht! Tu bist gemacht au» Staub und wirst wieder Slaub." — Cohn: Nun also, was weinst du? Das »nacht dir doch leinen Schad.'«." (sin galanter Träumer. Herr: ,O, Fiaulei» Maiie! Heule Nacht hat mir's doch sortwähiend von Ihnen geiräumt. Bald habe it Sie auf dein Balle ne-lehtN, bald a-f dem Spazi.rgange. bald bin ich mit Ihnen Schlinen gefa^ret», lurz, immer war Fräulein Marie um mich." — Tante: .Nun. Herr Referendar, da» find« ich für meine Nichte Marie recht ichineichelhaft, denn wovon «S einem bei Nacht träumt, an das hat man den Zag voiher am liebsten gedacht." — Ht Frage um unv fragen: Wa» soll era gute« Wahlgesetz nicht festsetzen? E« soll nicht bestimmen: Daß e» verschiedenweriige Wähler gibt; daß Leute ohne Bilduna wählen dürfen; daß jemandem ein Wahlrecht aufgedrängt iverde, der e» »ie verlangt hat; daß Leute da» Wahlreit erlangen, die gar kein Interesse für da« Staai«leben bekunden; daß irgend jemand zur Autüdung eine» Wahl-rechte» gezwungen werde. Wenn wir nun Umschau halten, so müssen wir un» sagen, daß kein b>»her in Geltung stehen» fi » Wahlgesetz der «abgebenderen Staaten alle dies» Bedingungen ei füllt. Di? letzten Wahlen im Demschrrich» beweisen, daß auch da» allgemeine Wahlrecht, wie e» dort besteht, nicht viel taug». Wer hat den Autgang der Wahlen bestimmt? Die Intelligenz? Gott bewahre! — Diejenigen Wähler, welche man in der Wahlproxi» „Stimm-u>.h" zu nennen pflegt, die nicht wissen, wa» sie tun und zumeist erst zur Wahl abgeholt werden wissen. Dabei möge man noch bedenken, daß mehr al» die Hälfte der Mandate erst durch die Stich-wählen besetzt wurde. Wa» bedeuten aber Stich-wählen? Sie liesern ein Ergebni» absichtlicher oder zufälliger Kompromisse, folglich bedeuten sie eine Fälschung der wahren Volksmeinung. Wenn schon dä« .Stimmvieh" bei den Hauptwahlen di« be->e»klichste, aber leider au«schlaggebende Rolle spielt, wie soll man dessen Rolle bei den Stich-wählen bewerten? Diejenige Partei, die die beste Agitation ent« w ckel», ist nicht immer auch die anständigste und edrlichste. Ei« Erfolg aber, der nicht ehrlich er-lämpfi wurde, sondern nur durch viel Geschrei ir.d Geld, ist ein unverdienter, ein für die Ge-lumiheit der Staat»bürger gewiß schädlicher «nd «ag»-»ahlen ohne Agitation und ohne „Stimmvieh* durchgeführt, wer wollt« behaupten, vaß sie ein gleicht« Ergebnis geliefert hätten, wie e» in Wirk« Iichkett der Fall war? n h u.hmen, roß Ihr vuf e nen günstigen Augen« duck zum Entfliehen wartet. Um Euch den unzweideutigsten Bewei» zu geben, wie unendlich willkommen Ihr mir seid, will ich Euch selbst jede Mühe ersparen. Euch durch Luge« Suchen in den Besitz meiner Schätze zu dringen.' Hier ergriff sie schnell da» nächste Licht »ad führte den ganzm Hausen durch alle Ge-«ächer. Sie schloß jedtn Schrank, jede Tür, jeden »asten auf, half ausleeren und tinpacktn, fchtrzte in dem heitersten Tone, schritt gleichgültig über die Xörper der Ermordeten hinweg, sprach mit jedem b«t Bösewichier. wie mit einem alten Bekannten i»d bot selbst zur mühsamsten Arbeit ihre Hilf, dar. Geld, Kleider. Alle« war nun zufammenge-ufjt und der Hauptmann gab schon zum Ab-«arfche B«s«hl, al« di« Baronin ihn hastig am tlnn ergriff. .Sagte ich Euch nicht', rief sie au«, .daß e« Euch nicht grreuen sollt«, an mir «in« Freundin gefunden und mein«» L«b«n» geschont zu haben? Glaubt Ihr denn, daß «» in Schränken, die so voll Kostbarkeit«» sind, keine heimlichen Ficher gäbe?" Sie drückte an einer verborgenen Feder im Kchrribepult» ihre« Manne», ein gehkimes Fach Ivrang aus und s«ch» Rollen. j«d« von 200 Du-kneu. kamen zu« Vorschrin. „Wetter l' rief der Anführer der Räuber au», „nun sehe ich, daß Ihr i ein brave« Weib seid, ich will Euch auch halten wie eine Herzogin 1" „Und wohl besser noch", fiel Wacht" Meine Borschläge gehen nun dahin, daß in Oesterreich ein Wahlgesetz geschaffen werde, welche» alle - orhandenen Uebel^nde bei den Wahlen be-seitigt und olle eingang» ausgezählten günstigen Bedingungen erfüllt, welche» niemanden vom Wahlrecht ««»schließt, wenn er da»s«lb« besitzen will und w«lche» gleichzeitig unserer staatlichen Eigenart entspricht, also zur Lösung der nationalen Frage beiträgt; «» ist die» ein Gtsttz, weicht» da» allgemeine, gleiche unv direkte Wahlrecht allen jenen gewährt, die am Liaat»leben uilnehmen wollen. (Wahlrecht der' Jnterrfsirrttn l) Nun meine vorschlägt: Wahlberechtigt wäre vorläufiz jed«r männ-lich« Staai»bürg«r, wrlcher da» 24. Lebensjahr zurückgelegt hätte oder im Wahljahre noch erreichte. Außer den schon jetzt gestellten Bedingungen hätte er noch folgende zu erfüllen: a) Wäre von ihm ein Bildunasnachweis zu erbringen «nd zwar zumindest durch ein Entlassung«-zeugni« einer Volksschule. (Ein Abgangszeugnis genügte nicht l Da» En»assung»zeugm» sollt« fortan tint Klausel enthalten, w'lche besagte, daß der Inhaber de«selben seinerzeit bei Erfüllung sonstiger Erfordernisse das Wahlrecht zu erwerben befähigt sei. Staatsbürger-Diplom!) b) Hätte Verselbe nachzuweisen, daß er durch fünf Jahre die Wahlsteurr entrichtet hat. (Für die Zeit der Einführung dieser Bestimmung müßte selbstredend die einmalige Entrichtung der Wahl-steuer genügen, ebenso auch später bei allen Per-fönen, die erst vermöge der Erreichung de« 24. Lebensjahres in den Genuß de« Wahlrechtes treten würden.) Di« Wahlsteuer müßt« entweder auf «inmal für di« ganz« Wahlperiode (fünf Jahre) oder all-jährlich entricht?» werden und könnte nicht erst später, z. B. vor den Wahlen, für eine kürzere over längere Zeit nachgetragen werden. Ebenso wäre der Uebertritt von einer in eine andere Nationalität innerhalb einer Wahlperiode nicht gestattet. Die Wahlsteuer sollte von der Gemeinde ein-gehoben und verbucht werden. Diese« Buch bildete die unabänverliche Wählerliste. Der Wahlberechtigte erhielte eine Karte ausgefertigt, di« nebst sein«« Nationale die AmtSbestätigunaen über di« richtig entrichtete Wahlsteuer enthalten müßte. Jede solche Karte hätte den Wert eine« Legiti-mation«au«weisra. Nebst der staatsgrundgefetzlich zu grwährlei-stunden Freiheit der Nationalitäten «nd der ge-trennten Sttuer«inh«bung nach ^Rationalitäten ist dir Einführung der Wahlsteuer eine der kardinal« sorderuiigen, die zur Lösung der Nationalitäten-frage gestellt werden muß. Durch die Entrichtung derselben sollte j«d«r b«kund«n, daß «r «in Jnt«r«sf« an d«m Staat«-wesen hab« und da Dieselbe von j«d«rmann in glrichtr Höh« eingehoben werden soll und anderer-seit« nur durch si« da« Wahlrecht erlangt werden könnte, wäre dieselbe da« Mittel, durch welches sie lächelnd ein, „wenn ich Euch noch etwa«, ob» schon da« Letzt» von allem sage! Daß Ihr Kund» schafter hatte«, die Euch meine« Peiniger« Ab-Wesenheit steckten, begreife ich wohl; aber haben sie Euch denn nichts von den 4000 Gulden gesagt, die er erst vor zwei Tagru »innahm?' — „Nicht »in» Silbe", antwortete er; „wo sind si»?' »O, gut vtrwahrt unter Schloß und Riegel! Ihr hättet si« und d«n eisernen Kasten, der sie einschloßt sicher nicht entdeck», wenn ihr nicht ul« meine R«tt»r an mir «in« dankbar« Fr«undin gewnden hättet! Mit mir, Kamerad«»! Ukber der Erd« sind wir fertig, nun mag'» unter d1«f« gehen. Folgt mit also in den Keller!" Die Räubrr folgt«« nicht ohn« Vorsicht. An den Eingang d,S Keller«, der mit einer großen Falltür« vers«h«n war, wurde ein Mann alS Schildwacht gestellt. Die Baronin führte sie hinab und der Kasten stand in einem Winkel. .Hier', sagte sie und bot dem Hauptmann einen Bund Schlüssel an, .schließ auf und nimm wa« Du findest zum Hochzeit«gefchtnkt an, rotnn Du Deiner Gefährten Einwilligung so leicht al« die meinige erhältst." Der Räuber versucht« «in«n Schlüssel nach dem andern, keiner schloß. Er ward unge« duldig, die Baronin war es noch weit mehr. .Gib h«r", sprach sie, .ich hoffe schneller damit fertig zu «verödn. — O. nun begreift ich wohl, warum es mißlang. Verzeiht, wenn die un«rwart«te Freude über Euren Besuch mich »in wenig außer Fassung gebracht hat. Ich habe die falschen Schlüssel er- Seit, 3 die vollkommene Gleichstellung aller Wähler er« reicht w«rden würde. Da« Wahlrecht eine» Tag« löhner« hält« dann g«rad« soviel Wert, a!S tv« eine« vermögenden Feudalherrn. Dieser Unnianl» und die Möglichkeit, daß jeder EiaaiSbürge, ob vornehm oder gering, ob reich oder arm, daS Wahlrecht erla.igen könnte, wenn er den willen dazu hätt«, bedeutete aber nicht« andtrt« afc die Regelung der W a h l r e ch t S s r a g e für ewige Zeiten, weil eS keine Zu-ück-gestoßenen, keine Entrechteten mehr gäbe. Zur Wahlurne schritten nur Personen, die eine f.ststehende Meinung hätten; jede Wahlagitation wäre fast zur Unmöglichkeit gemacht »nd da« Ergebni« der Wahlen lieferte immer ein vild der wahren Vollskimmung. Welch ein Gcutn« für Regi«r«nde und Rtgierte! Eine Agitation s^nde wohl noch statt, ab«r erst ein Jahr nach »»r Wahl, w«nn von dtn da« Wahlrecht Suchenden die neuen WahlkarttN würden gelöst werden. DaS Ergebni« der Wahlen würd« jeder Partei genau zeigen, wie viele wirkliche Anbänger sie besitzt: an der Hand einer so zuverlässigen, vom Zufall ganz unabhängigen Statistik wäre si» dann wohl >m» stand», da«j»nige vorzukehren, wa« in ihrem Jnier« esse läge. Bloße Schlagworte würden aber glück-lichrrwiise dabei nicht genügen, we>l eben die zu Gewinnenden sich nicht im Stadium dts Wahl-fieberS befänden, sondern ganz ruhig vnd nüchiern sich für »ine Wahl, die erst in fünf Jahren statt-fände, vorzubereiten hätten. Durch di« Wahlsteuer wäre aber auch eine neue, die Et«ukrträg«r nicht drückend« Staatsein« nahm« erzielt, mittels welcher wenigstkn« zum Teil« di« Kosten der Volk«vertretungea gedeckt werden könnten. Die Wählerzahl würde bestimmt abnehmen. Kein Schädel Abfall«» würden ja doch nur die Uninterefsiertenz da« sogenannte „Stimm-vieh". Andererseits könnte aus einer fortdauernden Abnahme der Wählerzahl mit Recht gefolgert werden, daß Vertrauen zur Regierung hen'cht und daß daS Volk mit den Zuständen de« Staaie« zufrieden ist. Man sieht, daß gering«,« Wähler« massen in keinem Fall« ein Unglück bedeute-»«, w«d«r für de« Staat noch für die Völker. Für die Völker deshalb nicht, weil ja die Anzahl der Mandate auf Grund der Steuerleistung schon im vorau« bestimmt wäre und von der Anzahl der Wähler gar nicht mehr abhinge und weil die Nationaliiäien gegen einander gar nie mehr in «intn Wahlkampf geraten könnt«», nachdem j«d« für sich allein wählte. Ein Vorteil, den bi« jetzt nur rein» Nationalstaaten zu bieten vermögen! Dte Wahlen würden eben nicht über die Stärke der Nationalitäten zu einander, sondern nur über die Macht der Parteien innerhalb der« selben Aufschlüsse geben und eine Entscheidung bringen. Das Wohl unv Wehe einer Nationalität hinge nicht m5hr von der Saumseligkeit oder In« dolenz ihrer Wählerschaft ab, ihre Stärke wäre griffe«: zwei Minuten Geduld und der Fehler ist wieder gut gemacht.' Sie lief die Treppe hinauf «nd ehe die zwei Minuten vorbei waren, kam sie schon wieder, doch ging sie langsam, gleichsam atemlos von allzu großer Eile. „Gefunden, ge-funden!' rief sie schon von fern. Sie war jetzt ungefähr noch drei Schritte von der Schildwache am Eingange de« Kellers, als sie mit »ine« Sprunge auf diesen Elenden, der sich eher de« Einsturz»« des Himmels als eines solchen Angriffs versehen hätte, lossprang und ihn »it einem Stoße aus allen Kräften die Treppe r.i,>ab« warf. In demselben Augenblicke schlug sie die Fall« tfire zu, schob den Riegel vor und die gunze Bande war in dem Keller gefangen. Mit BitzeS-schnelle eilte sie auf den Schloßhof und zündete einen einsam stehen Stall an. Der Wächter im nahen Dorse erblickte die lodernde Flamm- und machte Lärm. Binnen wenigen Minuten war alles wach und eine Menge Bauern eilten der Brand« statt« zu. An der Hoftür d«S Schlosses erwartete sie di« Baronin. „Um zu löschen oder zu vervüien, daß doS Feuer nicht weiter greise", sagte si«, „sind Wenig« von Euch genug, abzr nehmt jetzt Ge» wehre, di» Ihr in meines Gemahls Rüstkammer in Menge finden werdet, besetzt die Zuglöcher des Kellers und laßt keinen von den eingesperrten Räubern entfliehen. Man gehorchte und es entkam keiner der getäuschten Bande setner verdienten Strafe. Seite 4 Atumv er 91 wie in einem Nationalstaale von staat«wegen ge-sicher«. Welche Beruhigung sür jede« Volk läge darin! Eme fünfjährige Leistung der Wahlsteuer müßte d-thalb verlangt werden, damit eine Wahl» agitalion im letzten Momente unmöglich wäre; de>>» f4 könnte sonst Parteien, die über große Geldmittel versagten, in dem Wahljahre durch Bezahlung von Wahlkarten gelingen, Mittel» „St mmvieh" die Wahlergebnisse zu fälschen. Die« könnte allerdings auch für die ganze Wahlperiode be-rerkst.lliqt werden, aber jede» solche „Stimm-vieh* kostet« dann 15 K, einen Betrag, der immer» hin ichwiniger al» 3 K auszubringen wäre. Die Gegenpartei hätte aber hinreichend Zeit, hievon Kennt«,» iu erlangen, um geeignete Gegenmaß» regeln treffen zu können. Der Staat, al» der un» parteiliche Dritte, könnte aber «inen solchen Weit-bewerb der Parteien mit größtem Wohlbehagen hinnehmen; für ihn bedeutete derselbe nicht» ande» iti al» eine Agitation behus» Erhöhung der Sleuereitigäage. Die Gegnerschaften der Parteien wären somit auch in den Dienst de» Staate» gestellt. Alle Wahlen wären streng geh«im und nur mit Benützung d«r amtlichen Druckforten zu voll-ziehen. Hiezu gehörten: 1. Ein« Briefhülle mit dem Nimm de» Wähler», der Gemeinde und der Nummer 0«» Wahlsteu«rbuche». Diese Briefhülle hätte der Wähler eigenhändig zu unterf«rtigen. 2. Eme Bri«fhülle mit dem Name» der Gemeinde und de» Haupiwahlorte» und 3. der Stimmzettel. Der Stimmzettel müßte in di« zweil« Briefhülle eingeschlossen, dieselbe dann in die erst« gesteckt und so abgegeben werden. Die Farbe de» Papier» wäre für jede Natio» nalität verschieden. E» versteht sich wohl von selbst, daß sür eine etwa notwendig werdende engere Wahl auch Drucksorten, aber in «twa» ver-ändert» Ausstattung an die Wähler verabfolgt werten müßten. Wahlort wär« jede Gemeinde. In der den Wahldrucksorten beigegebeuen amtlichen Mitteilung, müßt« ken Wählern genau mitgeteilt werden, bis zu welctem Zeitpunkte die „Wcchlbritft" von der GemeinL« entgegengenommen werden. Die „Wahl» briefc" lönnien schon Tage und Wochen früher, entweder persönlich oder durch einen Boten oder auch auch mitte!» der Post abgegeben werden. Immer wäre dem Wähler eine Empfangsbestätigung (Reivur-Rezipifle) auszustellen. Die G.memd» hätte nicht» weiter zu tun, al» die äußeren Btieshüllen von den Wahlbriesen zu enisernen und die in der zweiten Briefhülle ver» schlössen bleibenden Wahlzettel zur festgesetzten Zeit der zuständigen Wahlkommifsion mit den notwendi» gen Begleitworten versehen zu übermitteln. Eine Wahlkommission bestünde nur an dem Haupimahlorie. Bei deren Zusammensetzung hätte der laude»fürstlichi Kommissar aus die in Betracht kommenden politischen Parteien durch Berusung von Anhängern derf«lben Rücksicht zu nehmen. Da» Wahlergedni» wäre ort»w«>s« zujammenzu» stellen. Sollten sich für größere Städte einzelne Wahl» bezirke nicht leicht konstruieren lassen, so könnte di» Sache derart geregelt werden, daß der zu schaffende Wahlbezirk bi» zu drei Abgeordnete zu wählen hä te. Eine Zusammenlegung noch größerer Wadlbeziike wäre uniunlich. (Ausführlichere» müßte im Berordnung»wege bestimmt werden.) ^otttlsche Zlundschau. per geheime Widerstand. Der geheime Widerstand der Eisendavner, »in» Belegung, die von der tschechischnationalen Eisenbahn-Atbeiler-fchasit eingeleitet wurde, der gegenüber sich die sozial^emokratischen Führer anfänglich ablehnend Verhalten, dann aber, al» die Bewegung auch die d-utschnationalen Arbeiterorganisationen erfaßte und imm^r größere Au»dre»ung gewann, zu ihr dinüberschwenkien und ihr damit die Verbreitung über die ganze Monarchi» sichert»«, macht sich auch bereits in Sieitrmark recht fühlbar. D»r geheime Widerstand ist em neue» Kampfmittel, da» der Dienstve-wng«rung der Arbeiter einen Schein der Berichtigung sichert. Mai hält sich nämlich mit peinlicher G-nauigkeit an die DiensteSvorschrifikn, an den Buchstab«« der Vorschrift und nicht den Grst de,selben und greift damit hemmend in da» Räderwerk de» Verkehre» ein, denn j'Nk Vorschrift kann in der zu Gebote stehenden Zeit nicht in allen ihr»n Einzelheile« befolgt werden. Durch den Druck der großen wirtschaftlichen Schädigung hofft man bessere DaseinSbrdingungrn der Eisen-bahnarbeiterschast zu erzielen, »in Beginnen, d-m vom Standpunkt» d»r sozialen G»rechljgk«it nur Erfola zu wünschen ist. Jlnglauölich, aber »ahr Der Gemeinderat dir LanveShaupistadl Graz hat sich für di» schleu» nigste Einführung de» allgemeinen und gl»ich»n Wahlrechte« -»«gesprochen. Der Berichterstatter, Gemeinderat Dr. Greiftorfer, führte zur Begrün-dung dieser Stellungnahme au«, daß von de« neuen Abgeordnelenhause eine Milderung (!) der nationalen Gegensatz« zu erhoffe sei. In einem Athem mit der Einführung de« all» gemeinen und gleichen Wahlrechte« verlangt Dr. Greistorfer die ungeschmälerte Erhaltung de« nationalen Besitzstände« der Deutschen. Eine« schließt da« andere au». Verderben gehe deinen Gang! Un« Deutschen in Oesterreich hat die Ge» schichte der 48et»Jahte nicht« gelehrt! Sloveutsch Liberaler |>a«ß. Im krainischen Landian« ist mit dem alten Brauche, di« Sitzuna»-Protokoll« abwechselnd in d««tscher und slovenischer Sprache abzufassen, gebrochen worden. Da« Deut-fche wurde nun gänzlich au«gemerzt. Hiebei leiste» '»n dir Slov«nisch»Liberalen den kletikalen Heiß-spornen Hantlangerd.enste, damit zugleich ihren Dank für die ihnen zuteil werdende Unterstützung durch die Deutschen abstattend. Meuternde Kruppe». Die neueste Ueber» raschung aus der russischen Schaubühne ist die Meuterei größerer Truppenteile. Man spießt die Offiziere auf, giebt Salvtnfeuer auf die der alten Ordnung tr»ugebliebenen Truppen und beschießt friedliche Handel«dampser mit Kanonen. Man mordet also im großen Stile, sehr zu« Ergötzen der großen Judenpresse, di, darau« schaurige Mordariikel schmiedet, die da« Gruseln lehren sollen. Dagegen bläst der Wind sofort au« einem anderen Loche, wenn die Sprache auf die Vertiert-heit zu sprechen kommt, mit der man in Süd» rußland Judenhetzen veranstallet. Und doch sind die Mordtaten im Wesen die gleichen. Hier meuchelt ma« aus grauenhafte Weis, Männer, die sich mit ihrem Gewissen an di« Pflicht und die alte Ordnung gebunden erachten und dort wieder»« bringt «an den Juden um, in dem man den Wucherer und Ausbeuter haßt. Jus Stadt und Land. Ae5erschwem««»g Al« am Moniag die Hochwassergefahr glücklich vorüberging, atmete alle« erleichtert auf, indem man sich der Hoffnung hingab, daß für diese« Jahr eine weitere Gefahr vorüber sei. Die Hoffnung troa. der Himmel hat neuerding« seine Schleusen geöffnet und über Eilli Tag und Nacht regnen lassen, dazu sind im Sanntal Wolkenbrüche niedergegangen, di«, nach dem talwäri« treibenden Holze zu schließen, nicht übel gewirischaftet haben mö»,en. Als em Gluck muß e« noch bezeichnet werden, daß in den Alpen nicht Rkj en, sondern Schnee niederging, sonst hätte di« Gefahr noch ein br^rohlichtr,« Gesicht angenommen Um die viert« Morgenstunde stienen di« Gewässer der Sann und ihrrr Neben» flusse so rasch, daß in kurzer Zeit da« lianze Ge» länve unter Wasser gesetzt war. BesoraniSerregend war der Umstand, daß der Wasserstand infolge der unaufhörlichen Regengüsse auch in den Vo-m, ebenso war«« die G-ünde g«^«n den Galgenberg größten» teil* unter Wasser, dagegen blieben di, Felder gegen Oftroschno und im Köuingiale größienieil« noch frei von Wasser. Der Pegelstand betlUg im Gröbimaß« 3.70 M'ter, waS brm Hochwasser» stand« rorn Jahr« 1895 entspricht. Auch da« Bild der Ueberschlo mmung war daS nämliche. Da« Sanntal glich weit nach Ost»« hin einem See; der Siadtpark sowohl, al« auch die Gärten am lingen Ufer bi« zum Gymnasium, dann die Insel mit ibren Villen und Per «vanaelische« Suche, sowie die Festwiese waren vollständig unter Wasser. Jeder Verkehr dahin war abgeschnitten, selvst die Laibacher Reich«stroße war an einzelnen Eiellen übe,flutet. In Lawa standen schon f,üh morgen« einzelne Häuser und Stallungen im Wasser. Da« Vieh m«m« au« den Stallungen an p»sich«rt« Ort« gtbracht werden. Unb«r«ch-nbar ist vorläufig noch der Schad««, d«r durch da« Wegschwemmen von FutteroortSten entstanden ist. I« Siadipatke befand sich noch da« Holz der bei« Wirbelstur« ciefallenen Bäu«e in zu« Wegführen bereite» Zustande. sowie die gesamte Laubstre«, welch« vom Verfchönerung«ver«ine bereit« vergeb«, worden war. Die Blumenbeet« sind natürlich der Zerstörung anheimgefallen und di« gute Erde vo, ihn«n entführt, dag«g«n Wi«f«a und Wege ver. fandet. Da« heurige Jahr ist «in unh«ilvolle« ffr unf«r«n Stadlpark. Di« Jnselgiünde war«n gleich, fall« zum See umgewandklt. Einzeln« Vill«, mußten mit Kähnen verprovianiiert werden. Das Wasser trug auch vi«l Bauholz von der beinahe f«rtiggtsttlli«n evangelischen Kirche davon. Ztalie. Nische Bauarbeiter zimmerten sich unter Leitu«, ihre« Baumeister« ein Floß, auf dem sie zu ein« Baracke zu gelangen suchten, um Z«««nt und a>>. dere« Baumate-ial z« bergen. Bei diesen Vn. suchen nahm der Baumeister ein kalte« Bad. D« steinerne Brücke b.im Warmbad Tratxik erweist sich wiederum von großer schädlicher Wirkung. ix sie di« Wässer zurückstaut. Sie hat «inen zu ge. ringen Durchlaß. Im Ga«werke arbeitete di« Spritze der Freiwilligen Feuerwehr, um «in Er. säusen, der Halbgenerator-O«f«n zu verhüten, was sonst zu einer Kaiastroph« führen könnt«. Mit de» Gut« Sannhos und einzelnen Villen aur der Jnfe wurde die Verbindung durch einen vo« Stadiökon» men Herrn Derganz g«sührt,n »ahn h«rg«stelli. Auch die Wogleina hat sich wiederum al« sehr böSartift erwi-fen und sämtliche Ufergründe wen und breit überschwemm», so daß der Verkehr mit der Ortschaft Sawodna, der Zugang zum ftädti» schrn Schlachthaus« vollkommen g«sp«rrt war. Da» Wass«r stand in d«r Eisinbahndurchfahrt bei« Beginn der Tüch«r«r Bezirk»straß« fast in Ma». neShöhe und hinderte di« Durchfahrt. Abermals trat die schon wiederholt betonte Noiwendigk.it zutage, an dies« St«ll« für den Hochwisserfall eil provisorische« Verkehrsmittel herzustellen. Viel« Keller der Stadt waren unter Wasser. Al« >» Jahr« 1901 die Hochwasserkaiastrop e eingetrein war. da be«il!« sich di« Regierung. «rsch'ecki durch dir Gefahr, Erdedunqen einzuleiten und versprach alle« Mögliche, die Sannregulierunq und die damit notwendig im Zusammenhang« stehende Reguli«. rung sämtlicher Nebenflüsse und Bäche der San». Man hatte damals tatsächlich Hoffnung, daß e»d> lich einmal für unsere steuerkräfiige G-uend «raus geschehen werde, umfomehr, al« ja für ander«« Länder stet« Geld zu d-raitigen HilsSaktio««, vorhanden ist. Diese Hoffnung hat sich al« trüa«. tisch erwiesen. Abgesehen von einigen Kommission,» ist gar nicht» geschehen,- wir stehen heute genai da. wo wir vor vier Jadren aestanden sind. Nicht einmal jene Objekte, die sich bei j«dem Hochwuss» al« die gesährlichsten Stauodjekie gezeigt dabei, gegen deren Bestand bei der berufenen Behörde stet« Verwahrung eingelegt wurde, z. B. Dir Reich«straßenbrücke in der Laibacherstraße. si„» entfernt worden. Wir rich'e« die ernste Madnunz an die Regierung, alle« aufzubieten, um die länoft versprochene HrlfCafiion, di« Regulierung der Sann und ihrer Nebenflüsse, endlich in flignfl zu nehmen und durchzuführen, damit die Bei öl-kening Cilli« un? de« SannialeS, die eine s> stiefmütterliche Behandlung gewiß nicht verdi il, «ndlich beruhigt wir?. postalisches. Die Postosfiziale Gustav Sol»^ l i t f ch und Joses H a ck l haben die AmtSleii«, Prüfung in Wien mit Auszeichnung bezw. gule» Erfolge abgelegt. Wir gratulieren! — Der Poß> kontrollor, Herr Karpf, wurde nach G az irer» setzt an seine Stelle kam Herr P^stkomroll« Scherbaum aus Marburg HedScht«i»feier für Kaiser!» Ktis-teth. Mit Rücküch, au| den Umstano, at« heuer ott 19. November auf «in«n Sonntag fällt, wird di« üo» licht GedächiniSskier anläßlich deS Namenstages der Kaiserin Elisabeth von Seite der Schulj».M am 2V. N vemker ad'eh'lten werden. ßoaugeNsche Hemeivöe. Heuie Sonntag, u» 10 Uhr sin ».! in dem Kirchlein in der Äane»-gasse Goite«dienst statt. K»r«verei«. Sonntag, den 5. d. M. fand ii Rann die Gründung ein»S TurnerneretneS natt. Unser Verein hatte au« diesem A-rlass eine sta»-liche Abordnung dabin abgesandt. Nach»iUn» 5 U»r wurde die 1. Turnstunde unter der Lmuiiz deS BezirkSturnwarleS kretfchmer im Schlosse p, Rann abgehalten. An dieie Turnstunde schloß sich dann die gründende Versammlung. Dieselbe !?»«» Herr Apoiheter Han« Schnideritsch. Räch eingebender Besprechung der Satzungen und Fest» (Fortsetzung stehe veilage.) >W- Beilage zu Nr. SR der „Deutschen Wacht", fii IcQunn der Turnstunden wurde die Wahl in den D«rnrat durchgeführt. Diese ergab: Sprechwart, Mgermeister Fale»chiui. Sprechwart-Stellvertreter Franz Konkow»k>, Turnwart Dr. Josef OSwatitsch, luinwart'Etellvertreter Rudolf Schmidt, Schrift» vart Ernst Schmidt, Säckelwart Gustav Peidach, grugwart Ha»« Drngg. Di« GründungSknripe »rlies in anr«g«nder Weise. Von den Rednern, die »a» Won nahmen, sei insbesondre» Herr Pros. Mfirich genannt, der einen Rückblick aus die ersten lasänge be« Turnen» auf deutschem Boden machte, di« Begeisterung für Jahnsche» Turnen schilderte luid dem Bedauern Ausdruck gab, daß das Band, das Oesterreich mit Deutschland zusammenhielt durch die große deutsche Turnerschast, bi« aus wei» Irre« gelöst ist. Seine Worie fanden den mächtigsten Beifall der sehr gut besuchten Versammlung, dir ein herrliche« Bild der Einigkeit im kämpf» «nlobtrn Rann abgab. Mögr drr neue Verein in der Weise stch entwickeln, wie e« die Glückwünsche der vielen Bruderve?eine zum Ausdruck brachten durch den alten Schluß: Vivat! Floreat! Orescat! Iir unseren ^tadtpark Für unseren Stadt-park hat da« Geschick in diesem Jahre nicht« üb-riß gehabt als Verwüstung und Schädigung zu «llin Zeiten. Kaum ist der Wirbelsturm. der mit «erherrender Gewalt in den Baumwuch» de« Pule« griff, vorübergerauscht und schon meldet sich ed, neuer unwirtlicher Gesell, die Überschwemmung »it ihren gurgelndrn Wässern, die Wiesen mit tzind bedeckend, da« gute Erbleich unv die Laub» streu mit sich führend. E« reißt nicht ab, wie sich der LaUtmund au«drückt. Für den werktätigen Bürger-st»n erwächst damit di« Pflicht, in dem Sammel» eiser und der Freigebigkeit sür die Zierde unserer ftabt licht zu erlahmen. Da» widrige Geschick nd di« Lpfersreudigkeit mögen sich di» Wage halten. An Spenden gingen bei Herrn Fritz Rasch mirrding« »in von den Herren: Anton Kcffär 5 K, Ct. Adalbert Hofmann, Taoo« 2, Oberleutnant 5tomm, Davo« 5, Dr. Josef Kooatjchitsch 1V, Gras von Egger, Feistritz 10, Carlo Zimmer, «lest 10, und durch die Herrn Makesch & Moß-«om abermal« eine staatliche Sammlung von «K. Kür die Aismarckwarte. Bei Gelegenheit ■einer geselligen Vereinigung von Mitgliedern de« ßmeindekollegium« der Stadt Nürnberg wurde m 12 Herren «in Betrag von 140 Mark a!« leilrag sür den Bau deS BiSmarckiurmcS g»* pchaet und durch Herrn Dirrkior Kr»ll drr ichrifileilung unsere« Blatte« übermittelt. Den fcibn» im Reich? unseren besten Dank, de«» strichen den weiteren Spendern, Herrn Dr. dflner 20 L. Herrn August Holzer 2 X und lmla Lungrenie G K. Es muß hiebei vermerkt «r>en, daß die eigentliche Sammelarbeit noch nicht kgonnen Hai und der Arbeitsausschuß vorläufig w veschaffung eine« reichen Anschriftenstoffes illirgt. Z>er Ztau des Deutschen Kaufes ist soweit »rceschritien. daß «it d«r Aufstellung de» Dach-MsteS durch d«n Mar burger Zimmermeister torl tkrffmann bereit» begonnen werden konnte. In luzer Zeit ist der Bau, auf dem da» Auge jede« Ains mit Freude ruht, unter Dach »nd Fach «»bucht. Aekelung zum Sachverständig,« Herr i.iUmo«lechner juu. wurde vom hiesigen dntgerichie zum Sachverständigen drr Uhren, feit) und Juwelenbranche bestellt. Schauöükne. Dir Antipode des Fuhrmanns E)«l heiß« Zavadil und ist .Gegrnoormund.' feindliche Pole, die einander fliehen; hier ein tenliß, geschnitten auS dem Ernst deS LedenS. »I Mitgefühl mit d'm bohrende», hi-nveisengen-t«» Schmerze eine» getäuschten, schlichten Menschen-We« in unS aufrufend, — dort eine Abart Brze-|ma, eine Gestalt von der Taborlinir, un^rh.uer-Ost Heiterkeit um sich verbreitend, ein AuSflug in vi Sebiei, d«ffen kategorischer Imperativ tautet: ,1t sollst und mußt lachen!" E» kann ja nicht nd«» sein, hier unter dem wechselnden Mond: ki» Erhabenen zum Lächerlichen ist nur eine «lsirllunfl. In zwei Extremen hat sich Dr. Tyrolt ml vorgestellt, zwei Grenzwerte hat er geschaffen, lernt! cm Besten zu erkennen gebend, baß ihm die Mi Skala der dazwischen liegenden Gefühl«- u, d Mrakler!pi»g«lungen zu Gebot« steht. Dr, Tyrott »erjügl üoer eine Verwaridlung«sähigkeit, die ein-siih eistaun lich ist; er vermag sich umzukrempekn, Ub auch nicht «in leiser Zag an »ine frühere Ge-Kit »ahn«. Wie in einem chemischen Prozesse geht e au» jeder neuen Rolle wie ein Wefen mit «ÜB neuen, veränderten Eigenschaften hervor. Wie eine Lästerung der hehren Gestalt Henfchel« nimmt sich z. B. der Gedanke au«, daß in dieser Gestalt auch der drollige Kautz Zavadil steckte. Da« Experiment birgt allerding« auch seine Ge» fahren. Da« Lächerliche zehrt an dem Hehren und Hohen. Dr. Tyrolt« Zavadil war — wie e« nicht anders zu erwarten stand — eine Glanzleistung, dem Leben deS Libuffafohn« abgelauscht und ihm in die feinsten Züge und Verästelungen folgend. Sie zeugte von einem durchdringenden Studium der Naturgeschichte der Lebewesen um TfchaSlau herum. Cilli bewahrt dem gefeierten Künstler ein dankbare« Gedenken für die gebotenen, hohrn «unstgrnüssr. Da« Stück srlbst hat leise ent» täuscht. Einem Schwank verzeiht man e« gerne, wenn er mit kräftigeren Mitteln arbeitet, die Hauptsache ist, daß die Lachlust auf ihre Rechnung kommt. „Familie Schimek' bürdet die gesamt« Last zu viel auf die Schultern einer Persvn, auch ist da« Stück so kurzatmig, daß e« sich wie ein Bruchstück au«nimmt. Die«, die in aller Flüch-ligkeit festgehaltene» Eindrücke. Sehr gut unterhielten sich diesmal auch die Darsteller. E« war eine Bühne auf der Bühne, «an gab einen Schwank im Schwank und der das Unheil anrich-tete und die Lachmuskeln der Mitspieler in Bewe» gung sitzte, war Zawadil. »it dji, dji. DaS Spiel war ein flotteS und im Allgemeinen zufrieden» stellendes; besonders brav hielt sich Herr Weiß-müller als Kalienbach. ßin Z?rrkeßrshi«der»is. Am 10. d. M. er-eignete eS sich, daß um die fünfte Nachmittags-stunde die Schranken der Wöllaner-Bahn bei der Uebersetzung b Gab-rje nach dem Passieren ein-S Zuge« noch durch 20 Minuten geschloffen blieben, so daß sich an beiden Seiten weit über 30 Zuhr-wagen ansammelten. Der geheime Niderstand der Kisenöahver hat seine Wirkungen auch ichon noch Cilli ausgestrahlt. Ein von Trieft abgelafseuer Morgenzug traf hier mit erh.blich r Verspätung ein. deren Ursache auf den geheimen Wo«,stand zurückgeht. Aur das allgemeine Wahlrecht. In der Nacht von Freitag aus SamStag wurden in Cilli und namentlich im Umkreise der Stadt an den Häusern u.Zäunen rote Zettel aufgeklebt, mit welchen zum Massenstreik aufgelordert wurde. Die Auffor» drrung lautrtr: «5000 Adelig« 85 Abgeordnete — 5,000.0000 Arbeiltmenjchen 72 Abgeordn.tr. Ar» bener! Rüstet Euch zum Massenstreik. Da« allge» «eine, gleiche, geheime Wahlrecht muß heraus!" Die Polizei entfernt« dir Zettel im Stadtgebiete in den Morgenstunden. Dir Zettel sind von drr Gr» nossenfchaft«buchdruck« wahre. E« ist un« nämlich nur zu gut bekannt, daß Herr ^amernik feine Arbeiter von Woche zu Woche mit Zahlung«verspr»chungrn vertrösten i mußte und daß an der Amt«tafel wiederholt ihn betreffende Versteigerung«edikte angeschlagen waren, auch ist e« un« bekannt, in wie wenig schmeichel-haster Weise stch Herr ^amrrnik srlbst übrr die mangelnde Unterstützung feiten« seiner Volttge-»offen auSsprach. Wenn ihm nun, da ihm da« Wasser in den Mund läuft, eine Hilfe gereicht ward — vielleicht war e« wieder nur »in Stroh-Halm — so mög» »r sich in erster Linie bei der „Deutschen Wachs bedanken, denn nur die Furcht vor weiteren Skandalen ist 'r«, die die Cillirr Pervakrn bestimmen kann, ihren in Grldnöirn steckenden Geschöpfen die pflichtgemäß? Hilfe ange-drihen zu lassen. Kiu Sokol-Aom in ßilli. Die Domovina bringt einen Ausruf zur Gründung eine« Sokol-Doui«, eine« Turnerheim« und führt zur Be-gründung der Notwendigkeit die Notlage an. in der heute der Cillier Sokolvrrein schwebe. Die jetzige Turnhalle müsse au« gesundheitlichen Gründen, nachdem mehrere Turner bereit« erkrankt seien, gemieden werden und da sich weder in Cilli noch in der Umgebung ein paffende« Lokal finden lass«, so sei der Verein heule auf der Straße. In diesem Aufrufe wird von den Sokol-vereinen, al« der wichtigsten Naiionalgarde de« slowenisch.» Volke« und als dem mächtigstrn Damme wider den drutschrn Drang nach Süden gesprochen. Auch wird der Cillier Sokolverein ge-feiert al« der Erweck» des slovrnischnationalrn Leben« im ganzen Unterlande. Man sieht, der sloo.nische Turnverein stellt in erste Linie die Pro-paganda deS völkischen Gedanken«, die sogenannte innere Mission. Da« Turnrn srlbst grht nur so nebenher, um dem Dinge einen Namen zu geben. Man kann nicht leugnen, daß dir intensive Agitation, die von den Sokolvereinen ausgeht, wa« die Verhetzung der Landbevölkerung anbelangt, ihre Flüchte gezeitigt hat. Auch haben e« die Sololvereine verstanden, ihr« Mitglieder mit dem giftigsten Haß gegen alle» Deutsche zu sättigen. Die Sokolvereine bilden eben — so recht im Geiste Iahn» — eine Vvlkswehr. in der da« Hauptgewicht nicht aus Gymnastik und Luftsprünge sondern auf di» nationale Wehrhaft» machung, auf die Heranbildung einer wehrhaften Schar junger Männer gelegt wird, dre dann in Zeiten der Entscheidung, wo dc« Eisen die Not brechen soll, die Kadrr« der flovenifch-nationalen Wehrmacht abgibt. Ein Blick auf die polnischen Sokolvereine, in denen auch dc« .Lanzensechten" peübt wird, bestätigt wohl diese« Urteil. In dieser Hinsicht könnten wir Deutsche von dem Gegner lernen. Die Idee eine« Sokol-Dom« in Cwi hallen wir sür verünglückt und wenn der Bau je zustande kommen sollte, so werden die Cillier Peroaken wenig Freude daran finden. Der finan» zielle Aderlaß wird ihre Kräfte gründlich lahmlegen. unvorsichtiger Schütze. Dieser Ta?« oblag ein Cillier nahe dem Guie Wischegrad dem Fischfang in der Wogleina, al« ihm plötzlich die Schrottladung eine« Gewehr«» im den Kopf schwirrte. Nachdem sich bei ihm und seinem Be-gleitrr der »rst» Schreck gelegt hatte, hielt er nach dem unvorsichtiarn Schützen Ausblick und entdeckte ihn in der Person deS Advokaten Dr. Vreöko, der auf einem Fasan angelegt hatte, jedoch nur ein Loch in die Luft schoß. Uebrr seine Unvorsich-tigkeit, die nur durch einen Glücksfall ohne verhängnisvolle Folgen blieb, zur Rede gestellt, ereiferte stch Dr. Vreöko sogar und fand einen Sekundanten in GerichtSsekretär Dr. Kotnik, der den an seinem Leben bedroht Grwesrnrn und br» greiflichrrwrisr Ausgrbrachtrn damit beschwichtigen wollte, daß er idm sagte, e» sei nur Achterschroit im Lause gewesen, worauf ,hm aller"in-4 die Antwort ward: ES genüge auch Vogeldunst, um einen Menschen zeitlebens unglücklich zu machen. Dr. Vrikko, der al« Schütze so wenig vorsichtig zu Werke geht, gebrauchte nach der Au«einander» setzung die Vorsicht, die Entfernung zwischen feinem Standorte und dem de« Angler« abzu-schreiten, wahrscheinlich besorgte er rin gerichtliche« Nachspiel. Für d,e Folge »ön» sich jedoch Dr Vrec'ko aus seinen JagdauSflüg»» lieber da» Sprichwort vor Au^en halten: „Vorsehen ist besser al« Nachsrhrn I" Ei« vielversprechender Lehrling Am Freitag wurde der beim Zuckerbäcker Herrn Karl Petrierk bedienst« gewesene lOjähripe Lehrjunge Peter S t o l e k a r au» RittnSbrrg Brz. Windisch« Feistritz dem KrriSgrrichlr ringrliefrit. Prter Stolekar brstahl seinen Dienstherr» seit längerer Zeit in unverschämtester Weise. Er benützie di« Z«it wo sich niemand im Geschäfte besand, um einen raschen Triff in bie Geldlade zu tun. In eine« Monate stahl er nach seinem eigenen ständnisse seine« Herrn allein über 40 K. ^n seinem Besitze wurden mehrere wertvolle Uhren, Flobertpistolen und verschiedene andere Gegen stände gesunden, die er mit dem gestohlenen Gelde gekauft hatte. Kia »indischer Messerheld. Am Sonntag kam in da« Gasthau« der Karolin Kunstitfch in Tüchern bei Cilli der Zinkhüttenarbeiier Karl Le « kosek. Wegen einer Kelingsügigkeit fing er mit dem Grundbesitzertsohn Joses Ostroschnik einen Streit an. welcher al«bald in eine Rauferei «i<> artete. LeSkvsek zog sein Taschenmesser und versetzte de« Ostroschnit «ehrere Stiche in den Ar«. Run wurde er aus die Straße gesetzt. Le«kofek rächte sich für den Hinau«wurf dadurch, daß er mehrere, überfaustgroße Steine in da« Gasthau« wars und dann die Flucht ergriff. LeSkoset ist ein gelürchieter Rauser und Trunkenbold, der namentlich nacht« die Gegend unsicher macht. Im E p ember ver-übte »r zur Nachtzeit mehrere boihafte Beschiß, gun^en fremden Eigeulums bei verschiedenen Be sitzein. Er wurde dem Krei«gerichle eingeliefen Sovobitz. (Unvorsichtiger Revol verschätze.) Der BesitzerSfohn Alo>« Skale stellte innerhalb der geschlvssenen Ortschaft Eeitz dors mit dem Revolver Schießübungen an, die so unvorsichtig au«siclen, daß dem Besitzer 8>anz Klinc ein Geschoß in den Fuß drang. Konovitz. (Schadenfeuer.) Dem 4 Jahre allen Jnwohnei«sohn Luka« JerebinSil war»n Zündhölzchen in die Hand gefallen, mit denen er al«bald in eine Streuhütte -in Feuer abmachte. Da« au«brechende Fcuer äscherte die aus Holz bestehende Keusche de« Besitzer« Lewart sänzlich ein Honolitz. (Da« M e ffer.) Am 5. d. M. zechten mehrere Burschen beim Gasthau«pächter Binzenz Kraöun in Galt r«dorf. Darunter befand sich auch der al« rauslustig bekannte Be>ne« »uaeiendet. einspännigen Wagen in so rasende« Tempo durch die Herrengaffe, über den Hauptplatz gefahren zu fein, das- die Wagendeichsel de« Gespannt den Plakatiern: Franz Bratfchitfch. der eben an der Ecke de« Hauptplatze« und Kirchplotze« mit Plakatieren beschäftigt war und nicht mehr ausweichen tonnte niederstieß, wodurch derselbe schwer be-schädiget wurde. Bralschitsch erlitt einen Bruch de« linken Schlüßelbeink«, sowie einer Rippe und mehrere Quetschungen und ist heul» noch nicht hergestellt. Pleter«ki entschuldigt sich damit, daß das Pferd scheute und er die Herrschaft über da«-selbe verloren habe. PleterSki wurde der Ueber-tretung gegen die körperliche Sicherheit schuldig erkannt und zu einer Arreststrase von 24 Stunden und zu einer Geldentschädigung an Bralschitsch im Betrage von 262 K verurteilt. Möge die« Urteil eine Warnung sür manche Fleischhauer sein, die da« Schnellsahrcn alS ihr Vorrecht zu betrachten scheinen. Aom Kampsfelde dcr Arbeit. Vorsitzender de« Erk>nd dii« die Übjährize ver-heiratete Anna Drolc, der 22jährige Martin Bebar, der 22jädrise Michael Cilenfek. der 49jährige Franz Drolc. die 23jährige Maria Zmerzlak, der 13jährige Ernst Kese, der 20jährige Jgnaz P e r k o n , die L4jährige Fran» zi«ka O « r e d k a r. die 21 jähri..» Maria Mo st a r, die 20jährige Leopoldine Smrtole. die 19jährige Ursula Karlic, die 24jährige Joses,ne Kastelic, die 20jährige Matilve Ledar, ver 19jährige Franz Potocnik, die 18jährige Josefine KljucevSek und die 23jährige Anna Tkalec. Am 10. August d. I. brach in der .Separation" de« Kohlenwecte« in Trifail. in welcher meist Weiber arbeiten, der Streik au«. Die Arbeiterinnen verlangten eine bedeutende Lohnerhöhung. Gegen Abend de« 10. August meldeten sich aber trotzdem einige Arbeiierinnen zur Arbeit auf der „Separa tion". Die« verursachte bei den streikenden Ar beiterinnen große Aufregung. Sie sammelten sich vor der „Separation" an und da sich zu ihnen auch männliche Arb.iter gesellten, wuchs die Menge bald auf mehr wie 400 Personen an. Unter furchtbarem Geschrei und Lärm forderten sie die in der „Separation* Arbeitenden auf. die Arbeit ein-zustellen. Sie warfen einige Hunte um und al« eben eine Lokomotive der Werksbahn sich in Be-wegung fetzen wollte, stellte man sich vor dieselbe und verhinderte so deren Abfahrt. Auch löschte man die Lichter auS. wodurch die Arbeiterinnen in der .Separation' in solche Angst geriete«, daß sie sich in die Baracken flüchteten. Man befürchte'» eben noch Schlimmeie«. al« die Gendarmen BraS-nik und Dreo, sowie die Gcmeindediener Ursic und Franchetti herbeieilten, welche die Leute im Namen deS Gesetze« und unter Hinweis auf die gesetzlichen Folgen de« Widerstände« aufforderten, auseinander zu gehen. Diese Aufforderung hatte jedoch nur die Wirkung, daß die Menge sich gegen die Wache selbst wendete, sie >mu Schimpsworten überhäufie und ihr zurief, sie häite hier nicht« zu suchen. An« der Meng» erkannte die Wache die Angeklagten al« diejenigen herau«. die eS am ärgsten trieben. Um endlich der Geschichte ein Ende zu machen, ver-haftete die Wache die Anna Drolc. welche sich am meisten hervortat. Nun aber mischten sich die Ar- beiter Bebar, Cilensek, Drolc, Kese und Perko». welche bisher nur die Weiber vorschoben, ein und verlangten unter großem Geschrei die Freigabe der Drolc. Die Gendarmen fällten da« Gewehr und die Wachleute hielten in der einen Hand den Läbd, in der anderen den Revolver vor, während sie de» Johann Supan er'uchten. die Drolc zu halten. D« trat Bebar vor und sagte, es werde nicht gtf gehen, wenn man di« Drolc nicht auSlaffe, woraus man sie tatsächlich freigab. Die Wache wurde »it einem förmlichen Hagel von Schimpsworten über, häuft. So sagte die Anna Drolc: .Ihr Teufel, wollt un« Weibern da« Brot fressen". Franz Driic hielt den Gendarmen die entblößte Brust hin u»t sagte: „Da stecht zu. Ihr Teufel!" Die Marij« Zmerzlak schrie, nachdem sie sich selbst am Säbel de« Wachmann?« verwundet hatte: »Du schwarz« Teufel, der du unser Brot fressen willst, hast mir die Hand abgeschlagen. Jetzt wirst du .gifpritzl' usw. Sämtliche Aiigeklagte stellen sich, während s« in der Voruntersuchung ihre Schuld teilweise «»> gestanden haben, aus den Standpunkt de« voll« ständigen Leugnen«. Namentlich die Arbeiterinn» treten sehr selbstbewußt und ^ entwickeln e« staunen«werte Zungenfertigkeit. Sie behaupten » .ganz guttr Absicht" zur „Separation" bekomme» zu fein. Die Wache wollten sie n'cht beleidigen, d« Ausdruck „Teufel" (kuäiö) liege ihnen fchon fo m Munde. ' Auf die Fragt de« Vorsitzenden, war» st« auf die Aufforderung der Wache nicht auSei» ander gegangen feien, dehaupien sie, »S wäre tu« unmöglich gewesen, da die Menge hinter i',»a nicht wich. Durch da« BeweiSverfahren wird t>« Anklage in den meisten Fällen begründet. T« Gendarmeriewachtmeister sowie die übrigen Wach organe und mehrere Zeugen sagen ganz fonsors, der Anklage au«. Ein Gendarm weigerte sich an» zusagen, bi« nicht der im Zuschauerraum anwefeii-Berichterstatter der sozialdemokratischea Blätter, de Arbeitersührer Lienhard au« dem Saal g-wiesa wird. Erst nachdem ihm der Vorsitzende bedeute daß'die« nicht angeh?, machie er seine AuSsM Eine heitere Wechselredt entwickelte sich zwisih» dem Verteidiger Dr. Karlovset und d.m Start an walt. Verteidiger: „Warum haben Sie n:4 alle 400 angeklagt?" StaaiSanwalt: .Ich häa t« sicher gela', wenn mir die Namen derselbe« i» kannt gewesen wären." Verteidiger: „Da« aä Ihnen natürlich schr angenehm gewesen.' Siaa» anmalt: „Jynen noch mehr, denn Sie hätten da mehr zu tun gehabt!" Der Verteidiger baut se» Verteidigung aus die Behauptung auf, daß jG wo die Frage de« allgemeinen, gleichen »ii direkten Wahlrechte» an der Tagesordnung sei, & einem Streike alle« gestattet f-i. Der Geril.it>' spricht die Angeklagten wegen der Uebertretung ni § 3 de« KoalilionSgesetzt«. wegen Vergehens * Auflaufe« und Wachebeleidigung schuldig uad » urteilte alle za Arreststrase» in der D^uer oon bi« zu 10 Tagen. Nach der Verkündigung X Urteile« rufen die Arbeiterinnen „Glück aus!'al Danke schön!" und verlassen lächelnd den iai Herichtssaat. ?o» der peichsel niedergellohen. kürzlich sand vor dem Einzellichter Herr Ge-richt«se»reiär Dr. Edl. vo» Dukar die Strasver-Handlung gegen den Fleischbaversoh» Anton P l e t e r « ti am Rann bei Cilli stau. Derselbe ist beschuldiget, am 7. Oktober l. I. mit einem Kakao- a.&obokoladallobbabaru boatena empföhlet Johann ftokk's Kandol-Kakao bat dao icarlagatan Fettgehalt, lat dabar latcht«»t verdaalloh. vernraacht nl» Var»topfttn(t nnd Ut d«> salnatam Woblnsacbmaok.aalarordaoUlab btlllf. Echt nur mit dem Hamas Johann Hoff and dar LSwan-Bahntimarka Pakete k '/tkg 90 Heller » . >/. . 60 Obarall in haben. Untenstehende ETIQUETTE, das Wort MILLY, sowie die Marke SONNE sind gesetzlich geschützt. F. A.SARCSOHN »CtWIEN Hu* I* AU*ete*»* 2*. KK.'eedeepH MILt-Y • K E RZ E N -SCIFtH » OLYCERIN FABRIK. I aUAXITAT ■»I» UiimMlUiM .«atr »o»«' 9iumuirr 91 „Deutsch- Mckcht- Seite 5 Spracheck« des Allgemeine» Deutschen Sprachverews. Aweigverei« Killt. Vorsitzender — Aorfttzer. Wo die Engländer einmal festen Fuß gesagt haben, ist tl ihnen in kurzer Zeit ge-lungen. mit ihren Eliten auch ihre Lpracde einzu« führen. Wo da« Englische «it andern Sprachen in Weitbiwerb tritt, trägt e« stet« den E»eg über diese davon. Natürlich üb« dabei die staatliche Macht Großbritannien« einen wejenilich-n Einfluß au«, allein den Autstlag fibj die leichte Erlen,-batfett der englischen Sprache und ihre Handlich-keit» die sie f'lr den GeschäfiSoertebr so geeignet macht. Da« Deutsche ist bedeutend schwieriger zu erlernen, weil e« in Formen- und Satzlehre weit verwickelter ist. Um unsere Spracht ebt'.so bequem .u machen wie die englische, müßten wir sie gönz-lich umgestalten. Daran ist selbstverständlich nicht ,u denken. Wohl aber sollte man danach streben, f« zu vereinfachen, wo man nur irgenv kann, so-fern dabei va« ihr eigenarlis.e Gepräge nicht be-rührt wird. So sollte man in der Satzsügung mög-lichst übersichilich und klar sein, was am besten durch kurze Sätze und durch Vermeidung von Einschachtelungen erreicht wird. Bei der Bildung neuer Wörter, namenilich bei Verdeutschungen von Fremdwörtern, hüte «an sich vor langen und schwerfälligen Formen. Wo der Wortschatz die Wahl zwischen einem längeren und einem kürzeren Worte bietet, gebrauche man da« letztere. Da« ist z. B. der Fall bei den in der Ueberschrift genann-ten Wörtern. „Vorsitzer- hat freilich nur eine Silbe weniger al« .Vorsitzender', seine Anwendung biete« aber Vorteile. die w«sentlich größer sind al« die der Silbenersparni«. Wie oft muß man die völlig regelwidrige Form l-sen: „Herrn 3£„ Vorsitzender de» Allg. D. Sprachverein«'. Dieser Fehler lönnie bei dem Worte „Vorsitzer' überhaupt ni« gemachi werden. Sein Gebrauch würd« auch die schon vor 100 Jahren von Campe in seinem deutschen Wörterbuch angeführten Zusammensetzungen .Bor-sitzerwihl. Vorsitzeramt, Borsitzergeschälte" u. a. ermöglichen, die jetzt durch länger« und schwer-fälligere 21:,«Mucke, wie „Wahl ve« seine«) Vorsitzenden' (Wahl al« Vorsitzender) «iw. ersetzt werden «üssen. Dabei ist da« Wort, da« di« längst gebräuchlichen »Beisitzer" entspricht, keine«-weg« neu. Es kommt schon bei Goethe i» „Egmont" vor. wo im letzten Austritt de« fünften Auszug« von Ferdinand, Herzog roi Alba. al« dem „Vorsitzer de« Gericht« der Zwölfe' die Rede ist. Goethe gibt hier mit großer Feinheit da« niederländische Wort voorzitter wieder, da« übrigen« Philipp von Zes«» in seiner Beschreibung von Amsterdam (1664) mehr« fach in der deutschen For« Vorsitzer bietet. Gutzkow wendet e« in seinen „Rittern vom Geist«' an, Kleist im „Käthchen von Heilbronn^, Wi.land im „Aristipp', und in Siebenbürgen ist e« in der gesprochenen, wie in der Schriftsprache von alter«-her gang und gäbe. Einige Behörden und Ber> eine brauchten e« nur in ihren a««lichen Schrift-stücken regelmäßig zu verwenden, und binna kurze« hätt« man sich daran gewöhn«. Gedenket ££25^85 Metten und Legate» l Dank. Die gefertigte Spitalsverwaltung erlaubt sich der „Freiwilligen Feuerwehr" von Cilli fllr die in entgegenkommenster Weise durchgeführte Auspumpung der infolge des Hochwassers in den Kellerräumen des allgemeinen Krankenhauses angesammelten Wassermaesen, den wärmsten Dank auszudrücken. Insbesondere gebührt dieser Dank dem Wehrhauptmanne Herrn Karl Ferjen für die bereitwillige Beistellung der Dampfspritze, sowie der wackeren Bedienungsmannschaft derselben für ihre ausdauernde, unermüdliche Tätigkeit. Cilli den 11. November 1905. Der Krankenhaus-Verwalter: na2o Franz Smartschan. Futterbereitungs-Maschinen Häcksel-Fntter-SchneidmasehiBen mit Patent • Rollen - Ringxchmierlagern mit leichtestem Gang >»?, einer Krasterspami* di» circa 46°/,, Rüben- u. Kartoffel-Schneider, Schrot- und QuetschmUhlen, Vieh-Futterdämpfer, Transportable Spar-Kessel-Oefen mit emaillirten oder nnemaillirten Ein-satzkes»eln, stehend oder fabrbur, zum Kochen und Dumpfen von Viehfntter, Kartoffeln, för viele land- und liaut-wirtscliaftliche Zwecke etc., ferner: 11282 Dreschmaschinen, Göpel, Stahl-Pflüge, Walzen, Eggen. fa)>ticiren nnd liefert» in neuester pretagekrünler Konstruktion PA. Mayfarth ch' Co. Fabriken laadw. Maschinen, Kigengiesaereien und Dampfhammerwerke WIEN, I11. Taborslrasse Mr. Tl. Illustrierte Kataloge gratis u. franko. Vertreter u. Wiederverkaufet erwünscht. Gothaer Lebensversicherungsbank a. G. Grissle Amtalt Ihrer Art In Eurepa. Bestand an eigentlichen Lebensversicherungen Aber 1012 Mill. Kronen Bisher aasgezahlt« Vericherungiguinuicn 517 „ „ DI« stets hohen l ebrrsrhAsse kommen irnver-kflrst den VersIrheruiiKsnehmern iu(ute, bisher wurden ihnen 255 Millionen Kronen zurOckgewährt. Hehr (Anotlge VeraitheniHcsbedliigunRen: Uttverfanbarkelt sofort, Unanfechtbarkeit und Weltpollee nach 10338 2 Jahren. Prospekt« nnd Auskunft kostenfrei durch den Vertreter der Bank: AUgllSt Pilller, Sparkasse-Beamter in Cilli. >OOOO __ Dann gebrauchen Sie umgebend WOLF's Q HllStGIl fccIiel-Malz-Extraktbonhons' Sie? »icher»tes Mittel gegen Heiserkeit und VerscblelmuiiK. Pickchen k 20 Heller. Haupt-Depot: K. WOLF. MARBURG ». d D. ------- Erhältlich in Cilli s = Mag. Phartn. J. Fiedler, Med.-Drugerie. ZI. 11269. Kundmachung. Zur regelmässigen Stellung des Jahres 1906 sind die iu den Jahres 1885, 1884 und 1883 geborenen Wehrpflichtigen berufen und werden all» im Stadtbezirke Cilli sich aufhaltenden Stellungspflichtigen dieser drei Altersklassen aufgefordert sich behufs Verzeichnung in der Zeit vom 1. bin 30. November 1905 beim gefertigten Stadtamte zwischen 9 und 12 IJbr vormittags cn melden. Die Fremden, das sind die nicht nach Cilli zuständigen Stellungspflichtigen hab n zu dieser Meldung ihre Legitimationsurkunde mitzubringen. Gesuche um Bewilligung zur Abstellung ausserhalb des heimatlichen Stellungsbezirkes sind schon bei der Anmeldung mitzubringen. Wer die-e Meldung ohne hievon durch ein für ihn unüberwindlich«*] Hindernis abgehalten worden zu sein, unterlässt, verfallt in eine Geldstrafe-] von 10 bis 200 Kronen. Stadtamt Cilli, am 27. Oktober 1905. Der Bürgermeister: 11277 Julius Rakuich. kann man allerdings nicht gleich im ersten Jahre werden, doch bedeutendes Vermögen ist durch ein gesundes Brantwein-Geschäst zu erwerben. Ein tüchtiger erprobter Fachman« richtet nach bewährter und rationeller Methode diese Erzeugung, sowie auch jene für alkoholfreie Erfrischungsgetränke an Ort nnd Stelle sofort ein. Für den besten Erfolg der Manipulation, sowie auch für behördliche Bewilligung wird garantiert. Informat on kostenfrei. Reflektanten belieben zu schreiben unter Adresse: .Gesundes Unternehmen 10.000* ^ an M. Dukes Nachf, Annouzen-Kxpedition in ztl -J*- 11259 Wien I, Wollzeile 9. |Primiirt m. d. höchsten Auszeichnung „Grand Prix" Weiumt. st. um i globu$Js*>x Man verlange mir PUTZ- Intnhta I li!F>>»t| \ Mitall. sjjBi, ■ itit ni! Firn» «.Eicht, i rstkim S iGlobus- Putzextrakt, Mad«ä M wie nebenstehende Abbildung. da viele wertlose Nachahmungen «»•»>•♦•■ | Allein. Fabrikant: Frilz Schul/. jnn. Akt.-iin*., Kger n. Leipzig, j Seite 6 ,De»tfche Wacht" Nummer 91 Braut-Seide Mti «d Mt f. 1L» d. M«?. I» I»«» Reiben. »rtaiiTo »nd »edo» Yerscilt in« Hzu« (tliHcrl. Wcidic Aui (t-E»:ocl|I »»- IW üridrn-1'iiltrlkt. Urnnrborg, Zfirlth. &t\r* Ku^vodenlack ist der vorzüglichste An> strich sür weiche Fußböden. Der Anstrich ist außer-«rdrnilich dauerhaft und trocknet sofort. so daß die Zimmer noch einigen Stunden wieder beniitzi werden können. Keil't Fußbodenlack ist bei Kustao Sliger »nd bei Biclor Wogg in Cilli erhältlich. Die Puhe im Kaase. Gar os« werden Er-jeugnisse in die Welt mit »roßer Reklame ß»< schleudert, deren ang'priesene Wirkungen ganz und gar ausgeblieben, und dadurch im Publikum Miß-trauen gegen Neuheiten erwecken. CM ist daher kein Wunder, irenn der Bedürstige ratloS der Unmenge der Artikel gegenüber steht und schwer stt> zu einer Wahl enischließt. Doch den Ratlosen kann gehol» sen werden, und wir erachten eS al« unsere Pflicht aus die heutige Annonce hinzuweisen, wo die be-»digende AuSsape: ,K. WolfS Fenchel-Malz-ionbon« bringende umgehende Linderung", keine leeren Wo>ie sind. Hraf Kh»u und tauend andere haben ver« s»cher«n Dankbezeuqungen erhielt, in welchen be-hivoiet wird, vaß. nachdem die Betreffenden alles versucht halten und der Erfolg dennoch au«?cn. Beim (iinlasf friste# utetcO telirMfit ftauimitteU nkhmk man not Originaiflasche» in Schachtel» na tadm&Mr matte „Sinltr"an, IXUIN ist man sicher, da» Crigtualetjcngni« eiskalten ju habe». Dr. Richters Apotheke (Holdene» üönra" i» Prog Elii-belhftrabi St. 8 nen. • • • • ^8nia*IMä9lichJ • • • • ZENTRAL-HEIZUNGEN ! Dauerbrand-. Meldlnger- | Her- J OEFEN. and Chanotte-Reguli Sparherde und Küchenanlagen. Kehlen- and Casheiz- BsdcÖfcili Kocher, Herde, Oefen lür Gas nnd Spiritus " "ÄKSr* Max Bode & Co. Gegr. >863. Wie« V., Slebenbronnengaste 44. Tel.8398. ftrkios tu Orl^inals&briksprel&en dutcb hiesig« Eiseohindler. L Luser's Toaristenpflaster Das anerkannt beflte Mittel gegen Hühneraugen, .Schwielen etc. i»mi Hauptdepot: L. Schwenk's Apotheke, Wlen-Meidllng. Ä, Luser's JSTS Erhältlich in allen Apotheken, in Liegen _bei Mich. Weinkopf._ Quelle <>.r Kraft far Alle die sich matt und elend fühlen, nervös und energielos sind, ist Sanatogen. 678 fon mehr all 2000 Aerzten oller Kulturländer glänzend begutachtet. Zu haben in Apotheken «nd Drohnen. Broschüre gratie ■nd franko. Bauer It CI«.. Berl.n SW. 4». Gon oral-Vertreter für Öeterreicti-Ungam - C. Brady, Wien, L, FleiscIimnTkt 1. ■ ■ Aussig a. d. Elbe. Verehrte Hausfrau! Bitt« reinigen Sie ein ALTES KLEID ob aus Wolle oder Seide, ob gefärbt oder nicht, mit Schicht's fester Kaliseife, Marke „SCHjWAN* (Schwanseife) nach der auf die Umhüllung gedruckten Gebrauchsanweisung und Sie werden über den Erfolg Stlllllieil* Georg Schicht 10872 Cerrttndet 1861. Telephon s&i. In Tafeln ä 10 h Überall erhältlich. k«u.k. Hof- WIEN, VII. KAISERSTRASSE 71, ICH DU buiggissi Größtes and reichhaltigstes Lager von allen OaMnngen TTT,T,7 stPr T\T einfachster und elegantester Ausstattung UijiAj'VI U 1s |>Csondert feinst in allen Farbe«, !*««■- eroaütierle Ölen mit Nickclnaontage. REGULIER PÜLLÖt EN tob 15 Kronen aufwärts. SPAR-, KOCH- U. MASCHINENHERDE in allen QrÖB«n. BESTE GASÖFEN U. KAMINE tchnrz and emailliert. EISENKACHEL-ÖFEN Hlr rvci und drei ZlanierbetriiBKen. PATENT-EINSÄTZE Nir ThonOftn. DÖRR-APPARATE Konti iwkrtlche ETAGENBACKÖFEN. SW > Klavier-Etablissement, Harmonium- Niederlage nnd Leibanstalt von Franz Nemetschke & Solin J k. u. k. Hoflieferanten Wien, 1., Bäckerstrasse 7. Gegr. 1840. Q/errava/lo£ (Mna-VIcitttmtSisen. Kräftigungsmittel für Schwächliche, Blutarme und Rekonvalescenten. Appetitanregendes, nerTenwtärkendeg, blntTerbe#»erndea Mittel. Vonftulieiiee Qeaeluaack. Ober 3S00 Irrtllohe Qetaoktea. j, m:RKAV4IXO, Trlntr-BarrvU. KSuflieh in den Apotheken in Fluchen in >/, Liter a K 2-BO and III l Liier k R 4.80. Verdauungsstörungen, Magenkatarrh, Dyspepsie, Appetitlosigkeit, Sodbrennen etc., sowie dte Muturrlio «l«r Lultwege, Verschleimnng, Husten, Heisorkit sin 1 diejenigen Krankheiten, in wel Jtau l .jATTOfü: ■aMrlUlMf tlkailMbef nach den Ausaprüchen medlcinischer Antorititen mit bcchr» H«»r- nn« MieatnaM wuchst». Jn aam tuijrr Zeit ili>n. i»Icht»»er pn Aiaschk ---- »trr Zirgei^K 3 -, S—> Vr»bki>«I»chki> K 1.1*. «triaBM Segen »!°ch-jtatjme nur .Hur® |$r«ii KälH« R(l|(i, Bit«, XVIII, Sch«l>»n« S». Kann man sich gegen Lungenleiden schützen? AI« Krr»f?tr ii«*rYutiicent?rkrankung«n aieddis Tuberkel- i besillen erkannt worden, di« tlbsrall, wo SchwiodsQehtiK« sich auihalt«D, in der Lose und im Strasaenataab enthalten sind and «ich niekt absperren lamen. Trotedem fa*t jeder Menach diese BaaUlen mit dem Staub einatmet, werden nicht alle Mensoheu krank, weil gifteklicherweiae der menaohÜGhe Organismus untsr normalen VerhAltniasen imstande ist, di« in ihn «ingedrungenen Krankheitskeime vermittelst der In den Bronchial-«ÄM« w- nd»!«-«- Hartsteinziegel, dieselben huben eine sehr gefällige iinm» pfohler ge>reu Husten. Heiser* keit Katutrh, Vetxchleiintiiig und Racbu-katarrhe. ifijO not. beglaubigte Zenjr-TÜlfl ni»?e beweisen, da*»sie halten, wa« sie versprechen. Paket 20 und ^0 Heller. Banmbachs Erben Nacliiolgir M. Rauacher . Adler-Apoth.« in Ciili. Scli warzl & Co . Apoth ,*nr Mariahilf*. Cilli. Karl Hermann. Ma'ktT#ff-r. Die besten und vollkommensten ? laninos bitt man am billigten gegen Kassa ode, !i, in den kleiceten Monatsraten, anch für ik Pruvimen. nur direkt beim Fabrikanter, Heinrich Breuiltz. k. k Hoflieferant 11058 TIUEST, Via O. Boccaoolo 6. Kataloge ond Konditionen gratis u franko. Reparaturen von Nähmaschinen aller Systeme prompt, gut und billig. Verkauf von bestem NRhraaschinen-Oel, •Nadeln, -Teile u. Zugebttr. 10380 lernte für die versetaiedeosten Näharbeiten. äiier Co.. Kälnascliiei-A-Ges. < '1111. BHllllllotifllMWI' H». ga, fiiSS5- Elf El ■=■'«•15 Z« n, « 3^,?:'. = ~ = B ie» , 0. Schwarzl » Co., ( In Drogerie J. Fiedler, C'IIH Galaht.-Gescb.Fr.Karbeutz, I Ein wahrer Schatz för alle durch jugendliche Verirrenden Erkrankte ist das berühmte Werk Ilr. ßetaa'8 Sei listbe Währung M.Au«. Mit 27 Abbild. Preis 9 ri. l ese es Jener, der an den Folgen sulcber Laster leidet. Tausende verdanken demselben Ihr« Wiederherstellung. — Zu b1. linuseher. Martin Ursnhkn Bau- und Möbeltischlerei mit Maschinenbetrieb \ (Efigriindst 187B, priniirt Cilli 1831) verdienste $41 W CILLI Rathausgasse empfiehlt sich zur Uebernahme von den kleinsten bis zu den grössten Bauten. Muster-Fenster und -Türen stehen am Lager. Lieferung voi Parqaett-Brettelhöden and Fenster-Rouleaux. Gleichzeitig mache ich den hohen Adel und die geehrte Bürgerschaft von Cilli u. Umgebung auf meine nen hergerichtete Grösste Möbel-Niederlage == Unteisteierinarks ■ aufmerksam und empfehle eine grosse Auswahl in allen erdenklichen Stilarten lagernden Schlaf- uud Speisezimmer- und = Salon-Möbel- Grosse Auswahl in Tapezierermöbel, Salon-Garnituren Dekoration*-Divan, Bett-Einsätzen, Matratzen, Bildern, Spiegeln etc. etc. Komplette Braut-Ausstattungen in grosser Auswahl zu staunend billigen Preisen lagernd. 1 ist sicher, da s es kein besseres nr.d wirk-ameres Mittel gegrn Schuppen und HauauMall, sowie kein «r-frUchend- s E idwas- , r gibt aU der weltberühmte Bergmann's Orig.- ShampoGing - Bay-Rum «Marke: 5 Rergmäuner) 10419 von Bergmann & Co, st ehen a. E, welcher brkuriiitllca die älteste und beste Biv-Hnm-Maike ist. Vorrfitig in Flaschen a K 2— in den meisten Apotheken, Drogerien, Parl'unierie- u. Friseurgesoliästcn. XXXXXXXXXXXXXXXXXXXX xxxxxx xxxxxxxxxxxx S Erste Marburger Nähmaschinen- u. Fahrrad-Fabrik X Bnrgßasse Nr. 29 Fl'mi/i Ipgei' Barkasse Nr. 29 Filiale: Cilli, Hixrengasse 2 ii it mechanischer Nähmaschinen- und Fahrräder ■ Reparatur« -rk>lätte * Rcpa titnr aller fieind.r Fabrikate werden faehmtanied, gu und billig >t un'er Garantie n-inach', anen Vernickeln g uud Kiuaillierii' g. Ura>Mi Lager vo:, Er«at*. und /ubelisirttih n Irti Nähmaschinen nn-1 Falirräter aller r>y.»l tue sowie Nadeln, Oele etc. L-ig. r vop neuen u< d allen Kihmaaehieea und Fahrrädern zu den billig >u-n Preisn. Sljj Vertreter: AlllOSI Hedia-ilter Cilli, Berrangasae 2. Piei.-hste gratis und franko. Alltdii-Verkanf der berühmt--t-en I* fnir-ldii-■••iihrliiiit-n. «wie üiiv" Verkaul von Kühler nnd l'hänix s-mie RingkCiiitfiuaj.eliu.L-ii, .Minerva', Howe, r etc. et s«i*ie ■________________ .Singer, tUstik-Zjl.n. Oioner, tusui-aviinaT etc. ei.. Jf XXXXXXXXXXX X XXXXXXXXXXXXXXXX XXXXXXXXXXX ^ Nummer 91 Geschäfts-Eröffnung! Hiermit erlaube ich mir einem P. T. Publikum sowie den geehrten Geschäftsinhabern von Cilli und Umgebung für das mir geschenkte Vertrauen, welches mir während der Jahre als ich in Diensten der Speditionsfirma Pellä stand bestens zu danken, Dache gleichzeitig die hüll. und ergebenste Mitteilung, dass ich auf hiesigem Platze auf eigenen Namen und Rechnung unter der Firma ALBIN SCHELIGO Speditions-, Kommissions-, Möbeltransport-, Holz-, Kohlen-, Landesprodukten-Export- und Salz-Kommissions-Geschäft «röffnet habe. — Meine langjährige Praxis in diesem Berufe, sowie Orts- und Lokalkenntnisse setzen mich in die angenehme Lage, tUen Anforderungen seitens meiner geehrten P. T. Kunden gerecht zu werden und bemerke, dass ich stets bemüht sein werde, sämtliche Aufträge prompt, billig und sorgfältigst durchzuführen Mich bestens empfehlend und um recht zahlreichen Zuspruch bittend, zeichne mit aTier Hochachtung Kontor: Cilli, Rathausgasse Nr. 6. Albin ScheligO, Cilli. Eil), KufSCllCr (gedienter Militär), ein Stubenmädchen, eine Viehmagd und Z ein Knecht S 2 8 • • • werden bei hohem Lohn aufgenommen. Kenntnis der slovenischen 8prache erwünscht, jedoch nicht Haupterfordernis. Nur deutsche Bewerber wollen sich melden. Schl08S Neustein, PostRadna in Krain Atmdmachung. Die P. T. Leuchtgasabnehmer des städt. Gaswerkes Cilli werden hiemit höflichst verständigt, daß das wöchentliche Reinigen der Glühlichter per Flamme mit S Heller im Abonnement vorgenommen wird. Diesbezügliche Wunschäußerungen sind an das städt. Gaswerk Cilli zu richten. Die Verwaltung des städt. Gaswerkes i27f. Juglnieur Edmund lloger-Ullmau». Personal-Kredit! Darlehen von 500 K aufwärts, ohne Yermittlerspesen, an Beamte, Lehrer, Offiziere, deren Einkommen mindestens 1800 K beträgt, offerirt inländisches Institut unter günstigen Bedingungen. Zuschriften unter „Personal-Kredit 858" an R. Mosse, Wien I., Seilerstätte Nr. 2. ' nsoe $a uoarbf «trr-S trief mafcbinrn*(*>r ff flfcfaoft. 4®tiu*t Pe'ivnkn beiderlei Geicklechl» zum Sttidcn auf unserer Maschine, dinfadic und idjneUe Arbeit daS stanze Jahr hindurch zu Hause, — Jteir.e «vrlenntnifle nötig. Entfernung tut nicht- zur Sache und wir verkaufen die Arbeit Hausarbeiter Strickmalckinen Gesellschast Thos. H. Whittick K Co. Prag, PeterSplatz 7—147. Trieft, Via Canipanilt 13—147. tacMMolra passend IQr einen Prosessionisten, wird sofort vermietet. Anzufragen bei Franz Petachucb, Gaberje. msxj Ein Lehrjunge aus anständiger Familie mit guten Schnlzeuguissen und beider Landessprachen mächtig wiid bei Josef Teppei, Gemischtwarenhandlung in Weitenstein sofort aufgenommen. Husten Sie? so nehmen Sie nur dieunübertroffenen, ärztlich empfohlenen Gloria- Brust-Caramellen mit reinem Malzextrakt hergestellt. Pahelr tu »O und 40 h b«i: Johann Fiedler in Cilli, Bahnhofgasse. 11300 Weinpwnpe ist billig zu verkaufen bei: Anton Kossär, Bauschlosserei, Cilli, Herrengasse. 11304 5 Kronen 11102 >nnd mehr per Tag Verdienst. Eiien Nie Suppen, Saucen, Mehlspeisen ic., dann ESrnipftircii Sie teure frische Eier. Benutzen 8Ie zur Zubereitung „PHCilie" Trocken - Eier - Mehl»Präparat aus JHT üli nereiern. In Pakeien von 10 Heller an Crbcrall käuflirh. Generaldepoi für Oesterreich: Ludwig Wild Wien. VI. nitgdHlrnrnRlratlr I4-S6. 11165 mit schönem Zimmer und grosser Köche und Vorraum ist sofort zu vermieten. Laibacherstrasse (Bau-genossenschaftshaas). moi Lehrjunge aus gutem Bause wird sofort aufgenommen bei JFranz Fuchs, Kanchfangkehrermeister, Cilli. _11297 Ein zweiter junger eingezogener Kommis wird aufgenommen in der Gemischtwarenhandlung des Richard Zisel in Ob. Pulsgau. Retourm. verbeten. flink und nett, feine Büglerin, die hflbsch näbt wird mit 1. Dezember ausgenommen. „Villa Reyina", hoebp. 11298 30—35 Jahre alt, wird zu einem alleinstehenden Geschäftsmanne ausgenommen. Adresse i. 6. Verw. d. BI. !1S02 Heringe in ncnenter frischer Dauerware ff. geräuchert, goldg.-lb, Tollsett, monatelang haltbar, 5 kg, bis 60 Stück 6 K. Probesendung K 4 30. Salzrollherin/'- Postd.Hie K 4*50. Versandt franko p r Nachnahme oder Vor«iB*«ndnng ohne Fracht. Dosen oder Emballugenb-rechnung Hermann Kirsvhner, Riedeni Bremens Vorarlberg. Schtesische Leinwand! 70 cm frrdl, t« » lax,, QkbitjlUimiiiiiit ff f»o S*artnl Qxsord..... ?& cm . tO l 31 cm . »v« 71 em „ ?> » 76 cm « «HM 7.'. cm » 28 d ?.'> cm , 23 m liiern m 10 m »fttmij .... SVttBdKt .... . «.M . ' — . «'40 . I® . «» Tliehttrhvr. ücnleUrii, lnl.lt, Bettgradl, Handttiebrr »»<> Sirktücknr. K|>-lMälinrasdiinen Für Familien-Gebrauch ,:ä. || Für Gewerbe Dürkopp & Co., Graz, Versandlager in Wien. Lehrjunge mit guten Schulzeugnissen wird in der Zuckerbäckerei Cilli, Bahnhof-Kasse Nr. 7, sofort aufgenommen. 11316 Jagdstock vertauscht• Sonntag den 5. November wurde beim Erjauc ein vernickelter Jagdstock ausgetauscht. Es wird gebeten, denselben an Herrn Aug. Egersdorfer zu Qberbringen. z Männchen, semmelbraun, schwarze Maske. Abzuholen: Schmiedgasse 9 bei Johann Pernoviek, Tischlermeister. 11315 Ein wahrer Orig.-Packete in haben bei: Gustav Stiger. L ■ i-!• hi • s ® = . tt" sey tgi i*x «- = WWWW Billige OOO Plttschdiwan, riATENT-ÄNWALI JDrJRITZ FUCHS | diplomierterChemiker ( beeidet) TechnischesBureau WienVIl.Siebensterngasset Garnituren. Holzmöbel und fertige* Bettzeug •mpfiehit Karl Watzeks W" Tapezierer- und DekoralioasgescUA Cilli, Hnnptplatz 17. Niederlage: Rathausgasse 5. Zu naieleii «staucht ein kleines Gewölb mit anstossender kleiner W ohnunf oder gassenseitige Parterre-Wohnung mit zwei Zimmern und Kslcbe di» 1. Jänner oder auch früher. UM Anträge übernimmt Herr Hebastiia Selischek,] Rathausgasse 16. I. St Anleger und Heraus geder Vereinibuchdnukerei „Celeja" in CiUi. VuüUworllicher Schrtjtletter: Daniel Waller. Druck der VereiaSbuchdruckerei „Celeja" in Cilli.