PoitiiiiMi pteem f folpiluli 79. lahtgang Nr« 78 Enebeint wöcheoUkh seciismal (raft Amnaltoie der Feiertage). SclMrilt* leituDfl, Verwaltung und Bachdruckerei Tel. 25-67, 25^ und 25-69. Maritxnr. Kopalllka oUca & Manuskripte werden nieht reloaniiert. \nftrtfen RAckporlo beilegen« MHtwoch, dM S. AprM 1999 inaeraten- iind Abonneraents-AiinaJime in Maribor, ilopali&ka ulica 6 (Verwaltung). Bezugspreise: Abholen monatlich 23Dit^ zustellen 21Din, daroh die Poat monatlich 23 Diu, für das Ausland monatlich 35 Diu Einaelnunniier tAO und 2 Din. Prds Oh$ f'50 lijjujP ^ Prais ofH rso 9latiliortt Btiluna 3in Spieflel Der treffe Die Zagnber VerhandlaiigeiL Der »Trgovsk! Li Sit (Ljubljana) befaßt sich' mtt den Zagreber Einlgungs-verhandUingen und schreibt darüber u. a.: »Die Einigung muß uns allen mehr Freiheit geben, dem Ausland gegenüber aber unsere Unabhängigkeit garantieren. Sie muß unser Leben erleichtern, damit unsere Lebenskräfte vermehrt werden und daß wir mit größerer Kraft als bislang geeignet sein werden, unsere Freiheit u. Unabhängigkeit und damit unser Staats-games zu verteidigen, welches unsere Freiheit dem Ausland gegenüber repräsentiert. Nichts beweist die Notwendigkeit einer Einigung so, wie die Frage: Was könnte entstehen, wenn die Verhandlungen scheitern? Gibt es jemanden, der die Verantwortung für eünen Mißerfolg übernehmen könnte? Gibt es jemanden, der den Mißerfolg vor dem Volke zu begründen versuchen würde? Die Lage ist heute so beschaffen, daß die Verhandlungen nur positiv sein dürfen, andernfalls wäre es besser, sie hätten überhaupt nicht begonnen. Das Volk fordert die Einigung, unsere Wirtschaft braucht die Einigung, unsere Freiheit und Unabhängigkeit sind ohne Verständigung bedroht. Für die Zagreber Verhandlungen gibt es nur eine Möglichkeit: erfolgreich zu sein. Daran glauben auch wir, weil es anders gar nicht sein kann. Die Einigung Ist eine Dringlichkeit, vor der alle anderen Interessen zu weichen haben.c Die »Novosti« (Zagreb) schreiben: »Die kroatische Oeffentllchkelt hat diese Zusammenkunft mit viel Sympathien und sogar mit Erleichtenung entgegengenommen. Es scheint, daß es wohl keinen aufrichtigen Kroaten und Anhänger Dr. Mareks gibt, der es nicht wünschen würde, daß die Besprechungen günstig enden. Es ist eine charakteristische Erscheinung, daß Herr Cvetkoviö mit viel Sympatien auf dieser Seite empfangen wurde. Er besitzt in diesem Moment viel Sympatien in kroatischen politischen Kreisen wie auch In der Bürgerschaft. Herr Cvetkovid hat bis jetzt in keinerlei Weise gezeigt, daß er nicht vollen Herzens wünscht, was er predigt. Das Volk, weiches instinktiv empfindet, fühlt es nachgerade, daß er der Mensch sein könnte, der mit Dr. MaCek eine große Tat vollbringen wird. Es liegen noch keine Erklärungen darüber vor, was in den ersten Besprechungen berührt und erzielt wurde. Als Zeichen des Vertrauens, mit dem die kroatische Seite auf das Ereignis blickt, verweisen wir auf den Artikel, den Dr. Äiga S c h o 1 t in »Z a-g r e b a ö k i List« mit den Worten beschließt; »Das ganze kroatische Volk wünscht es unterschiedslos, daß die begonnenen Besprechungen erfolgreich enden zwecks Verwirklichung der berechtigten kroatischen Forderungen.« » Die »P 0 i i t i k a« (Beograd) schreibt: »In politischen Kreisen wird hervorgehoben, daß dieser Besuch des Ministerpräsidenten in Zagreb zweifelsohne bedeutsam ist. Dr. MaCek wurde vorher bekanntlich von den Vertretern der serbischen Oppositionsparteien besucht. Bringt n^an diesen Besuch und die Konferenz der Opposition mit dem offiziellen Besuch des Ministerpräsidenten in einen Zusammen- ISiartö im 3rldDen 6er ISiräfl^entenlDal^i ALBERT LEBRUN DORFTE MIT 550 STIMMEN ZUM PRÄSIDENTEN DER REPUBLIK OEWAHLT WERDEN. — DIE iVlARXlSTISCHEN PARTEIEN MIT 245 STIMMEN WAHLEN IHREN KANDIDATEN. t obcrhaiiptes. Obzwar die politiachen Gruppen des Parlaments ihre definitive Stellungnahme noch nicht t)ezogen haben and dies erst morgen tun werden, herrscht dennoch die Ansicht vor, daß der bisherige Präsident Albert L e b r u n wiedergewählt wird. In diesem Zusam-nenhange Ist nun die Frage der traditio-nellen Regierungsdemission aufgetaucht. Wie in politischen Kreisen verlautet, wird das Kabinett D a 1 a d I e r keinesfalls zu demissionleren brauchen, da nach wie vor alle früheren Dekrete des Präsidenten der Republik in Kraft sind. Dies gilt in erster Linie für die Ermichtlgungsde-krete Daladlers, die die Unterschrift Albert Lebruns tragen und bis 30. November h. J. befristet sind. Wie in politischen Kreisen verlautet, dürfte Lebrun morgen 550 Stimmen der NatkMuilversammlung, d. 1. der Kammer und des Senats, erlangen. Die Sozialisten, die über 245 Deputierten- und Senatoren-Stimmen verfügen, werden für ihren eigenen Kandidaten stimmen. P a r I s, 4. April (Avala) Ganz Paris stellt fan Zelclien der morgen in Versailles atettfladsodte Wahl der nenen Staats ü>cMMHa Mlött neue tKOciQiKOe ülegienino P r a g, 4. April. (Avala.) Dieser Tage wird die Ernennung der neuen Regierung des böhmisch-mährischen Protektorats er folgen. Allgemein geht die Auffassung da hin, daß zum Ministerpräsidenten H a-V e 1 k a ernannt werden wird, der das Vertrauen des Staatspräsidenten Dr. Ha-cha genießt. Vizepräsident der Regierung wird General G a j d a sein, während das Innenportefeuille für den Führer der tsche chischen Einheitsbewegung Adolf H r u-b y ausersehen ist. info mb Xurianff« natt a)eriln Preßburg, 4. April. (Avala) Ministerpräsident T 1 s 0 und Außenminister Turöansky sind nach Berlin abgereist. In ihrer Begleitung befindet sich der erste slowakische Gesandte bei der deutschen Reichsregierung, C e r-m a k. <2(1^0 der erIain-9te&e in Berlin Der Kommentar des »Deutschen Dienstes« ~ Der Standpunkt Italiens B e r 1 i n, 4. April. Zur gestrigen Rede des Premierministers Chamberlain im Unterhaus schreibt der »D e u t s c h e D i e n s t«, es handle sich beim englischen Regierungschef um eine Affektpolitik, die weit davon entfernt sei, an der Befriedung Europas zu arbeiten. England biete alle Kräfte auf, um im Geiste von Versailles seine Politik der Einkreisung Deutschlands durchzusetzen, ohne dabei zu bedenken, welche Folgerungen aus die sem Vorgehen entstehen müßten. Die Samstagrede Hitlers sei In London offenbar mißverstanden worden. Der Führer habe betont, daß das Deutsche Reich nicht die Absicht habe, abzuwarten, bis das Einkreisungsnetz zu Ende gesponnen und Deutschland eingeschlossen sein würde. Die beiden Wortführer der britischen Außenpolitik Chamberlain und Halifax zeigen, daß sie zu Vorbetern einer ihnen früher fremden Politik geworden seien. Deutschland verfolge aufmerksam die fieberhaften diplomatischen Aktionen der Westmächte in verschiedenen Gegenden der Welt. Ihnen sei entgegengestellt, daß Adolf Hitler an der Erhaltung des Friedens im deutschen Lebensraum arbeite. England störe jedoch diesen Frieden durch unaufhörliche Intrigen und böswil-Hge Einmischung in den deutschen Lebens räum. Die übrige deutsche Presse meint, die Sicherheit Deutschlands beruhe in seiner Kraft. Der Ring um Deutschland stoße auf die Geschlossenheit einer illusionslosen deutschen Führung. R 0 m, 4. April. Die vom italienischen Erziehungsminister B o 11 a i geleitete »CriticaFascista« schreibt, jeder gegen Deutschland gerichtete Schritt müsse dahin gedeutet werden, daß er auch gegen Italien gerichtet sei. Die auto ritären Regimes würden jede Herausforderung annehmen und sich darnach richten. Mexiko anerkennt das nationale Spanien Mexlko-City, 4. April. (Avala.) Die mexikanische Regierung hat beschlos hang, so kann man sagen, daß es sich um zwei positive Tatsachen in der heutigen innerpoUtischen Lage handelt. Die beiden Besuche fanden sich an einem und demselben Werk ein: an der Frage der Verständigung zwischen dem serbischen, dem kroatischem und dem slowenischen Volke. Das kann als Zeichen gewertet werden, daß diese Dinge in dieser wichtigen Angelegenheit sehr bald auf guten Weg sich begeben werden. Von diesen Besuchen und Konferenzen braucht man jedoch keineswegs direkte Ueberraschun-gen zu erwarten. Trotzdem ist festzustellen, daß diese Konferenz Ergebnisse der Bestrebungen der Volksmassen — sowohl der Serben, als auch der Kroaten und Slowenen — sind, die Frage unseres Innenverhältnisses ihrer Lösung zuzuführen zwecks Befriedung aller nationalen und historischen Individualitäten im Lande.« sen, mit der Regiierung des Generals Fran CO in ordentliche diplomatische Beziehungen zu treten. Der AOnfs &e6 3raf töMUb beningllidK B a g d a d, 4. April. (Avala) König Aziz des Irak ist heute morgens einem Automobilunglück zum Opfer gefallen. Diplomaten bei Bonnet. P a r i s, 4, April. Der französische Außenminister B o n n e t empfing gestern den englischen, den türkischen und den sowjetrussischen Gesandten. Wie der »M a t i n« wissen will, soll Bonnet mit dem türkischen Gesandten die Fraae der Durchfahrt von Schiffen durch die Dardanellen besprochen haben. ^ Das deutsche Budget B e r l i n, 4. April. Das Reichsg?se!z-blatt bringt die Aufstellung des neuen Reichsvoranschlages für die Zeit vom 1. April 1939 bis 31. März 1940. Der Reichsetat ist im Hinblick auf die Rückgliederung der Ostmark und des Sudetengaues sowie im Hinblick auf die Gründung des böhmisch-mährischen Protektorates in den Einzelheiten noch nicht testgelegt. Weidmann bittet um Gnade P a r i s, 4. April. Der zum Tode verurteilte Massenmörder Weidmann hat sich auf Betreiben der Rechtsanwälte zur Unterzeichnung , eines Gnadengesuches bewegen lassen. Eupen und Mahnedy B r ü s s e 1, 4. April. Bei den belgischen Parlamentswahlen siegte im Kreise Eupen-Malmedy, der in Versailles von Deutschland an Belgien abgetreten werden mußte, die »Heimattreue Fronte, die gegenüber der Katholischen Union, den Sozialisten, Kommunisten, Rex'sten und Liberalen relativ die meisten Stimmen auf sich vere'nigte. De »Heimattreue Front« ist sozusagen die deutsche Einheitsliste. 2>a0 3agre6er 6(|Hi(f)turnier In der zweiten, Montag nachmiit-tags und abends ausgetragenen Runde ge wannen Avirovic gegen Filipäi<5, Kostiö gegen Petek, Vukoviie QSrr^anMungrn atoiWen Orm Oftinifterpräffdraten 9rasi$o «SbttTotU uii( :8r. onoerf torröen im deifie einer freunöfcbaftli^en ^imoip^arr fonaetcftt / (Sinige lurae org-M.) der Republik Albert L e b r u n auf Zureden vieler Kreise die Kandidatur angenommen, so daß seine Wiederwahl außer Zweifel steht. Zu der Aufstellung der Kan didatur wurde Lebrun durch die einmütige Haltung sowohl des Senats als auch der Kammer bewogen. Die diesbezüglichen Mitteilungen sind an den Präsidenten vom Senatspräsidenten J e a n n e-n e y und vom Kammerpräsidenten H e r-r 1 0 t gemacht worden. ^^irginio (5^öl|t)a itkr t)ie Süflc »Je länger Frankreich zögert, desto grösser seine Schuld gegenüber ItaKen«. — Italien erinnert Polen an die Notwendigkeit der Fortsetzung der Politik Pilsudskls R 0 ni, 4. April. Virginio G a y d a, der führende Publizist Italiens, schreibt im »G i' 0 r n a I e d'l t a 1 i a«, daß die fran zösische Polit'k gegenüber Italien und die französisch-britische Politik Deutschland gegenüber auf falschem Wege schreiten, da sie auf Illusionen beruhen. Frankreich — schreibt Gayda — kann die Haltung des Abwartens einnehmen, wie sie auch Italien eingenommen hat. Indem jedoch die italienische Regierung erklärt hatte, daß sie warten könne, wollte sie Frankreich nur d e Gelegenheit geben, sich näher zu erklären. Italien wartet» es kann aber nicht ew'g warten. Je länger Frankreich zögert, desto größer wird die Schuld Frankreichs Italien gegenüber. Ebenso basiert die brHische Initiative, die sich auf die Freundschaft mit Frankreich stützt, auf falschen Voraussetzungen abgesehen davon, daß die gegen Deutschland gerichtete Politik der Westmächte automatisch auch auf Italien ausgedehnt wird. Was Polen betrifft — fährt Gayda fort —, so wäre daran zu erinnern, daß weder Frankreich noch England kürzlich das erfüllt haben, was gewisse Länder von ihnen erwartet hatten. Polen muß an den Negus, an China, an Tschiangkai»-schek, Negrin und noch vieles andere erinnert werden, was unter dem Protektorat und mit Hilfe der Wetsmächte getan worden war, E'n Volk, welches im Frieden leben und seine Unabhängigkeit bewah-rpii will, kann sich rlenials auf die Versprechungen neuer Freunde stützen. Polen müßte in den Fußstapfen Pilsudskls weitergehen und das Oleichgewicht seiner Außenpolitik aufrechterhalten. ?tain»5r iftritit^tn und (e4 froniöHlil^ra aotKdalter« na(( aserlin P a r i s, 4. April. Der französische Botschafter Coulondre und der eng lische Botschafter Sir Neville Hender-s o n werden nach Berlin zurückkehren. Im Foreign Office und am Quai d'Orsay wird in diesem Zusammenhange neuerdings erklärt, daß die beiden Botschafter kürzlich nicht abberufen, sondern lediglich zur Berichterstattung nach London, bzw. Paris beordert worden seien. Reichshanller Hitler kehrt nach Berchtesgaden zorfick. B e r l i n, 4. April. Der Führer^und Reichskanzler, der sich gestern im Kreise der KdF-Urlauber an Bord des »Robert Leye befand, ist heute über Hamburg nach Berlin zurückgekehrt. Von Berlin wird sich Adolf Hitler nach Berchtesgaden begeben, wo er bis zu seinem Ge* burtstag (20. April) verbleiben will. OTener Vorf o| 3oi>aiie aeqra Marft>or«r Zeitung« Nummer 78. besetzt hatte, bedeutet die Besetzung der Spratly-Insein eine neue Errungenschaft, wird doch das französische Indochina von zwei neuen Punkten aus blockiert, während Shigaporc wiederum näher In die Reichweite der Japanischen OeMhOtze gekommen ist Auch die amerikanischen Philippinen sind jetet von westlicher Seite h« bedrolii SHt ,4l0nfo On* asu(tymo(0(r" odiortni laivesverdleiitt bis zn 100^ Pfund — L 0 n d 0 n, 2. April. In Nordhampton ist kürzlich im Alter von 54 Jahren der Buchmacher Frederik Parker gestorben, der bi ganz England unter dem Namen »König der Buchmacher« gestorben war. Parker war eine Koryphäe auf dem Gebiete des Rennsports. Er wußte Uber je des hervorragende Pferd aufs genaueste Bescheid, kannte jeden Stammbaum und alle charakteristischen Eigenschaften des laufenden Tieres, So wurde es ihm nicht schwer, mitunter bedeutende Renngewän-ne einzustreichen. Es ist erwiesen, daß er in minder günstigen Jahren 15.000 Pfund, in guten Jahren aber bis zu 100.00Q Phind verdiente. BlumengaHea fan ^ Bergwerksschtcht N e w y o r k, 2. April. Ingenieure eines großen unterirdischen Elektrizitätswerkes in den Kohlenbergwerken von Qlace Bay (Neu-Schottland) sind auf die geniale Idee verfallen, 250 m unter der Erde einen regelrechten Blumengarten anzulegen. D!^ Erde für diesen tiefsten Blumengarten der Welt wurde im Laufe der Jahre von der Oberweit herangeschafft und deckt 30 cm tief den Boden. Die Erde ist kühl, feucht, die Temperatur ständig auf 16 bis 18 Grad Celsius gehalten. Die Blumbeete wer den ständig^aus dem Elektrizitätswerk mit Licht versorgt, wozu mächtige Bogen lampen verwendet werden. MinkMienstadt ohne Brot Mexiko-Stadt erlebte einen Streik der Bäcicergesellen und Bäckerlehrlinge. Die gewohnten Brötchen blieben am Morgen aus. Nicht einmal frisches Brot war ohne weiteres zu haben, weil die Bäckermeister nur einen Teil des täglichen Arbeitspensums erledigen konnten. Die Streiken den fordern eine höhere Entlohnung, die nach einem Abkommen bereits ab 1. Jänner bezahlt werden sollte. Byrd Mtcht Kohle in der Antarktis. Admiral Byrd wird demnäst zu einer ■neuen Antarktis-Expedition aufbrechen. Er hofft etwa eine Million Quadratkilometer »Neuland für die Vereinigten Staaten« entdecken zu können. Wichtiger als die wissenschaftliche Forschung des Süd-polargebietes scheint Ihm aber die praktische Nutzung seiner Entdeckungen. Er ist der Ueberzeugung, daß sich am Südpol Gebirgszüge befinden, die große Kohlenlager enthalten. Der Plan, in der Antarktis Kohlen zu gewinnen, wird damit von Byrd aufs neue aufgegriffen. Cnglanbs neue flufeenpolitil^ ZUSTIMMUNQ DER OPPOSITION, — BEMERKENSWERTE AUSFÜHRUNGEN DES AUSSCNMINISTERS LORD HALIFAX UND DES PREMIERMINISTERS CHAMBERLAIN. London, 4. April. Außenminister Lord H a 11 f a X gab gestern vormittags im Oberhaus eine Erklärung über die britische Außenpolitilc ab. Er erklärte u. a.: »Das Vorgehen der englischen Regierung nach den am Samstag erfolgten Unterhaus-Erklärungen Chamberlains ist in einigen euro^flischein Kreisen so ausgelegt worden, als ob es sich um die Einkreisung Deutschlands handeln würde. Tatsächlich ist in Europa ein mächtiges Deutschland entstanden. Tatsache Ist ferner, daß in verschiedenen Staaten Befürchtungen über eventuelle weitere Absichten Deutschlands entstanden sind. Un sere Garantieerklärung bedeutet eine neue Kursrichtitng der englischen Politik. Ich muß erklären, daß wir diese Erklärung abgegeben haben, weil wir lediglich die Erneuerung normaler Verhältnisse In Europa anstreben.« Nachdem Hallfax die Zusammenarbeit mit Frankreich erwähnt hatte, fuhr er fort: »Noch Ende Jänner schien es, daß keine neue Erscheinung das Vertrauen in Europa trüben u. dtS das Vertrauen zurückkehren werde. Die britische Regierung hat sich bemüht, mit Deutschlamd auf wirtschaftlichem Gebiete zusammenzuarbeiten. Inzwischen kam die militärische Besetzung Böhmens u. Mährens. Diese Ereignisse haben große Befürchtungen wachgerufen. Der Anschluß von nahezu acht Millionen Tschechen bedeutet die Aufgabe der Grundsätze, die die deutsche Regierung bisher betont hatte. Demgegenüber kann man sich nicht wundern, daß einige andere Staaten sich in ihrer Unabhäingigkeit bedroht glauben«. Lord Halifax erklärt sodann, daß die Verhandlungen mit einigen Regierungen fortgesetzt würden zwecks Ergreifung von Maßnahmen zur Wiederkehr des Ver trauens, doch könne er .darüber noch keine Aufklärungen machen. Der Außenml-nlsW verwies sodann auf den Besuch des polnischen Außenmhisters Beck und sagte: »In einer Zeit, in der die britische Regierung die Lage in dem Wunsche prüf te, um zu einer friedlichen und ordentlichen Abwicklung der Internationalen Beziehungen beizutragen, sind Umstände eingetreten, die die Annahme zuließen, daß das Verhältnis zwischen Polen und Deutschland verschlechtert werden könnte. Ohne an die zirkulierenden Gerüchte zu glauben, war die britische Regierung der Auffassung, ihren Standpunkt darlegen zu können, bevor sie sich mit anderen Staaten für den Fall auseinandergesetzt hätte, daß Polen in eine schwierige Lage geraten sollte. Unsere Politik Polen gegenüber bedeutet einen Umbruch in der britischen Außenpolitik, die die Behauptungen von einer Einkreisung Deutschlands ablehnen müsse. Wir haben uns zu dieser Politik ohne feindliche Einstellung gegenüber welchem Staate immer entschlossen. Wir haben so in der Hoffnung gehandelt, daß wir den Frieden und die Stabilität in feuropa werden befestigen können.« Die Redner der Opposition schlössen sich mit Beifall und ohne Vorbehalt der Außenpolitik der Regierumg an. L 0 n d 0 n, 4. April. Im Unterhaus erklärte Premierminister Chamber-I a i n folgendes: »Es ist verwunderlich, daß Ober meine am Samstag bezüglich Polens abgegebenen Erklärungen Mißverständnisse entstehen konnten. Umfang und Bedeutung meiner Erklärung sind vollkommen klar. Ich muß noch einmal betonen: Sollte die Unabhängigkeit Polens wie immer bedroht werden, werden Frankreich und England Polen unverzüglich zu Hilfe kommen. Ich habe im übrigen bereits Im September des Vorjahres auf die Möglichkeit einer Aenderung unserer Außenpolitik hingewiesen. Ich habe am 27. September in einer Rede erklärt, daß der Staat, der irgendwie versuchen sollte, die Vorherrschaft in der Welt zu erlangen, auf unseren energischen Widerstand stoßen würde. Noch kürzlich hieß es, daß England keine Kontinentalverpflichtungen eingehen werde. Etwas anderes ist geschehen. Die Garantien, die wir jetzt gegeben haben, verfolgen nicht den Zweck, Deutschland absichtlich irgendwelchen Schaden zuzufügen. Sie sind nur solchen Charakters, daß jeder Versuch der Erzwingung seiner Weltvorherrschaft vereitelt wird. Mögen die Befürchtungen anderer Staaten begründet sein oder nicht, eines ist gewiß: wenn die Notwendigkeit nicht provoziert wird, dann wird die von uns vorbereitete Einigung niemals in Kraft treten. Man wird diese Einigung dann vergessen können. Möge das Ergebnis unserer Besprechungen wie immer sein, eines muß ich betonen, daß der Zweck der Einigung nicht die Bedrohung Deutschlands ist. Es wäre phantastisch, die englische Zusammenarbeit mit anderen europäischen Staaten als Einkreisung Deutschlands aus zulegen. In Wirklichkeit ist es eine Politik der Selbstverteidigung.« Ueber die Beziehungen Englands zu Sowjetrußland sagte Chamber-lain: »Mögen die weltanschaulichen Differenzen zwischen England und Sowjetrußland noch so groß sein, hier handelt es sich nicht darum, denn es geht nur um die Aufrechterhaltung der Unabhängigkeit der beiden Staaten und auch um die Unabhängigkeit aller anderen möglicherweise bedrohten Staaten. Wir sind zur Zusammenarbeit mit jedem Volke bereit, ungeachtet seines inneren Systems, da es sich nur darum handelt, die gemeinsame Gefahr abzuwehren. Ich weiß, daß ganz England die Entscheidung der Regierung gutheißt. Ich bin überzeugt, daß unsere Aktion, die erst am Anfang und noch nicht am Ende ist, in der Welt einen Umsturz bedeutet, der uns nicht in den Krieg führt, weil damit nichts gewonnen wäre, sondern neuerdings in gesunde Zeiten, In denen die Vernunft Ober die Gewalt siegen wird.« Die Ausführungen wurden vom ganzen Hause, so auch von der Opposition, mit stürmischem Beifall aufgenommen. Alle Redner der Opposition solidarisierten sich mit den Erklärungen Chamberlains. Stier Jagt durch die Stadt. Eine wilde jagd auf einen ausgebrochenen Stier fand in Birmingham, England, statt. Das Tier sollte geschlachtet werden, konnte sich aber in letzter Minute vor dem Schlachtmesser h Sicherheit bringen. Er stürmte aus dem Hof des Schlachthofes heraus, jagte mit drohendem Gebrüll durch die Straßen uno' nötigte die Spaziergänger zu einer wilden Flucht in die Häuser. Nach sechsstündiger Verfolgung wurde der Stier gestellt und erschossen. Jeder Ruderschlag 1000 Dinar! Das traditionelle Bootrennen zwischen Oxford und Cambridge, das am 1. April stattfand, kostet pro Ruderschlag 1000 Dinar. Die Gesamtkosten belaufen sich, wie englische Zeitungem ausrechneten, auf. über eine Million Dinar. Lotterie um eine Ffrau Die 20jähr;ge Japanerin Kazuye Koji-ma, die für Japan bei den Olympischen Spielen in Los Angeles im Jahre 1932 den sechsten Platz im 400-Meter-Freischwim-men gewann, wiill sich jetzt als Ehefrau einem japanischen Siedler in Mandschu-kuo zur Verfügung stellen.Auf ihr Angebot empfing die tüchtige junge Dame eine solche Fülle von Zuschriften, daß sie besclilossen hat, unter ihren Bewerbern e'ne Lotterie zu veranstalten. Derjenige junge Japaner, der als Gewinner unter den vielen Anwärtern auf ihre Liebe hervorgeht, wird si€ als Frau erhalten. Der ehrliche Verbrecher. In Falls Chirch, USA, war ein junger Verbrecher ins Gefängnis eingelietert worden. In der Nacht flüchtete er, weil er sich mit seiner Freundin, die von seiner Verhaftung nicht wußte, verabredet hatte. Am Morgen meldete er sich bei dem Gefängniswärter wieder zurück. Automat gibt Wetterauskunft. Die Einwohner von Paris werden in Zukunft keine unliebsamen Wetterüberraschungen erleben. Jedenfalls haben sie es nicht nöt'g, wenn sie vor einem Ausflug oder Spaziergang die Telephonnummer »Invalides 88-00« wählen. Dann wird ihnen von einem Phonographen in der Postzentrale e'ne genaue Auskunft Uber die Wetterauss'chten der nächsten Stunden erteilt. Die Post steht in ständiger Verbindung mit dem Parser Wetterdienst und legt sofor eine andere »Platte« auf, wenn irgend eine Aenderung eingetreten ist. SradHng^oeftän&nid Von Paul MePnke Der leuchtende Frühling lag Über der Welt, wie ein Zauber. Die Sonne warf ihr Strahlen in vollem Glanz üi>er alles. Bis in jedes Herz drang ihr Schein. Bi® in die entlegcndsten Stübchen. In Fabriksäle und Kontore. Malte Reflexe und Drehbänke und Schreibmaschinentasten, malte s^e auch auf die Nähmaschine, die unweit des Fensters stand. Hell sang der klein Motor sein Lied. Lustig drehte sich das Rad der Maschine, hurtig ging die Nadel durch den buntgemusterten Ober-hemdstoff. Flink drehten die Hände die einzelnen Teile, Und auf die Hände fiel die Sonne auch. Schmale Hände, die mit geübten Griffen ihre Arbeit taten. Viele junge Mädchen sassen in d'esm Raum der Schneiderstube. Jede mit ihren WUn-sclien und Träumen. Schwärmten und schwatzten. Hofften und trällerten hin und wieder eine Melod'e. Erzählten von ihrem Hans, der ein Motorrad htft, schwärmten von Ausflügen oder erklärten die Vorarbeit, die am Boot gemacht sein wollte, ehe der Kahn wasserfertig war. Schauten hundertmal am Tag nach der elektrischen Uhr, bis endlich der Zeiger auf der Zahl anlangte, wo durch einen Kontakt der Summer ausgelöst wurde und verriet: »Feierabend«. Alles ging jetzt flink. Eine Verabredung wollte pünktlich eingehalten sein. Unten wartete schon ungeduldig ein junger Mann, wartet unruhig in der Früh-I ngssonne. Anders an der Maschine, die am Fenster stand. Martha Fibig hatte es nie eilig. Sie war nie e'ne der ersten, die den Weg zur Garderobe fand. Warum auch? Was sp'elen bei ihr fünf Minuteen schon für e'ne Rolle? Selbst ein Stunde machte n'chts aus für sie. Auf sie wartet niemand. Keinr verlangt Pünktlichkeit von ihr nath Feierabend. Heim kommt sie früh genug. Und die paar Kleinigkeiten, die sie sich zu besorgen hat, sind in wenig Zeit zusammengetragen. Martha ist die älteste in der Schnlderstube. Dreißig Jahre. Ein Alter, das ke'ne Frau gern als Mädchen erlebt. Ach ja, sie war auch einmal jung, so blutjung wie all die anderen Mädchen um sie herum. Hoffte und träum te, war auch froh wie sie. Mußte sich auch eilen nach Feierabend, weil irgendjemand auf sie wartete, für den sie lebte, m't dem sie sich d'e Zukunft ausmalte in allen Farben, die die Phantasie nuru hergab. Und dann kamen die Jahre und die Enttäuschungen, das Leben erfüllt sich nicht immer, wie man es jung zwingen will. Geblieben war für Martha von all jener Zdt nur noch ein Hauch Erinnerung. Sie hatte sich damit abgefunden m't dem was für sie geblieben. Die kleine Wohnung. Die Bücher. Die stillen Stunden am Radioapparat, wo leise Mus'k das Zimmer und das leere Herz füllte. Einsame Spaziern[änge. Handarbeiten, die toten Charakter hatten, weil sie doch nie e'ne Bestimmung erfahren würden. H'n und wieder eine Einladung von guten Bekann tcn, die so ganz zufällig e'ne Theaterkarte nicht verwerten konnten, von der man spürte, sie war gegeben aus Mitle'd mit einem Menschen, dessen Herz am Alleinseln krankte. Aber sie hatte sich eben abgefunden mit allem, was sollte ewiges Grollen und Zanken mit s'ch und der Welt. Es war ihr Schicksal. Jeder Mensch hat sein Schicksal, Der eine so, der andere so. Manchmal, wenn Martha in letzter Zeit in den Spiegel sah, bemerkte sie deutl'ch in ihrem Haar graue Fäden, Um die Au-qen lagen kleine Fältchen. Der Zug um ihren Mund war streng. Und ihre L'ppen ze'gten nicht jene Röte, die einst durch junges Blut geschaffen. Aber sie war ja an alles gewöhnt. Sie nahm alles wie es ihr das Leben gab, fast dankbar für D'n-ge, d'e andere in der Fülle des Glücks übersahen. ■t)er kleine Buchladen, in dem sie s'ch hin und w'cder ein Buch kaufte, wurde geleitet von einem kle'nen freundl'chen Herrn Balkc. Er kannte Martha n cht nur als flüchtip:e Kimd'n. Gern suchte er Gelegenheit, mit ihr über das GeschäftPche h'naus zu plaudern. Herr Bnlke war alles andere als ein fescher junger Mann, Seine rundliche Gestalt, d'e wenigen Hnare und die etwas milden Augen hinter den Brillengläsern gaben ihm bestimmt nicht die Mariborer Zeitun^c Nummer TB. Mittwoch, den 5. April 1939. Aus ilädl Mkd ©IromleHuno ISir^nica— 6b. Senorl—6ö. Xroffco VOR I>ER ELEKTRinZIERUNG DER WEITEREN UMGEBUNG VON MARIBOR. (n Sv. Lenart fand eine Aussprache der maßgebenden Stellen statt, die den Vorarbeiten für die Elektrifizierung der Slowenischen Büheln galten. Anwesend waren u. a. die Bürgermeister der meisten Gemeinden, die Abgeordneten ^ebot und Spin dl er, Bezirksh^upt-mann Dr. S i s k a, Vertreter der Stadtge-nicinde Maribor usw. Nach dem Projel^t das der Direktor des Städtischen Elektrizitätsunternehmens U r s i c eingehend besprach, würde die FernleitunK über Pesnica und Sv. Lenart nach Sv. Trojica führen, wo auch Transformatoren errichtet werden sollen. Von dietsev Häuptlinge würden Nebenlinien nach anderen wichtigen Gegenden der JSlow. Büheln abzweigen, so besonders nach Sv. Anton, Sv. Benedikt, Sv. Jurij, Sv. Ruoert und Marija Snezna. Die Bezirkssparkasse in Sv. Lenart ist bereit zur D c c k u n g der Baukosten eine bedeutende Summe beizusteuern. Des gleichen erklärten sich die in Betracht kommenden Gemeinden durch ihre Vertreter bereit, einen Teil der Kosten zu übernehmen. Einen bedeutenden Beitrag wird jedenfalls die Stadtgemeinde Maribor leisten, deren Stadtbetriebe die Bauarbeiten durchführen und das Leitungsnetz mit Strom beliefern werden. Jedenfalls wird auch die Banatsverwaltung ei-rle größere Subvention aufbringen, wo dies schon öfters für Zwecke der Elektrifizierung der Fall war, so besonders in Unterkrain. Die Angelegenheit nimmt einen günstigen Verlauf und ist schon in Bälde mit einem völligen Einvernehmen zwischen in Betracht kommenden Faktoren zu rechnen. Mit dem Bau der Stromleitung nach den Slowenischen Büheh wird auf dem Gebiete der Elektrifizierung der weiteren Umgebung von Maribor ein bedeutender Schritt nach vorwärts getan werden. Xaguna TRarlborer V8oloHu60 Der Mariborer Photoklub, in dem un-^(.re bekanntesten und erfolgreichsten Lichtbildner vereinigt sind, hielt gestern abends In der Knabenbürgerschule L sei-jjo Jahreshauptversammlung ab, die der umsichtige Obmann Marian Pfeife r leitete. Der Klub hat sich mit seinen grossen Ausstellungen im Vorjahre einen klingenden Namen gemacht, aber auch sonst traten die Mitglieder bei verschiedenen Konkurrenzausschreibungen wiederholt erfolgreich hervor. Auch im Auslande, vor allem in Wien sowie in Belgien und Ungarn, haben die Lichtbilder unserer Pho-toamateure berechtigtes Aufsehen erregt. Hs gab auch mehrere Vortragsabende, ferner wurde alles daran gesetzt, um die lechnische Vervollkommnung in der Licht bildnerci zu fördern. In den neuen Ausschuß wurden folgende Herren entsandt: Obmann Ing. arch. V i c i c, Obmannstellvertreter Bürger-schullehrer B e r t o n c e 1 j, Schriftführer Geometer P o h a r, Kassier Bankbeamter R a 1 c a, Ausschußmitglieder; Photoreporter Marian Pfeifer, Tischlermeister Vutolen und Bankbeamter Simon-cic, Ersatzmänner Magistratsbeamter Piv-ka und Bahnbeaniter Arko. Revisoren sind Buchhalter Janezic und Bankbeamter l.orti, während sich das Ehrengericht aus Notar Dr.,Grobelnik, Prof. Skof und Magistratsbeamten Weißensteiner zusammen setzt. Mit der technischen Leitung wurde der wiederholt preisgekrönte Meisterphotograph Marian Pfeifer betraut. Der Klub wird auch heuer eine große internationale Ausstellung veranstalten. S)icn4(og, («1 4. Qlvril det Pläne für Ausflüge und größere Wanderfahrten oder für eine kleine Oster-reise. Am schwersten haben es die Hausfrauen, denn auf ihnen ruhen alle Lasten der Ostervorbereitungen. Natürlich soll die Wohnung zum Fest Blitzen und blinken Manche Hausfrau, die das Großreinemachen bis nach dem Fest verschieben wollte, wird beinahe in letzter Stunde von Gewissensbissen geplagt, wenn ihr Blick HerrenwSsche nach Mali in feinster Ausführung nur bei I. Bablö, Gosposka ulica 24, vis-a-vis Cafe Cen-traL auf die wintergrauen Gardinen fällt. Nein, es geht nicht anders — ganz rasch wird noch ein Großkampftag des Reinemachens angesetzt — und wenn dann alles blitzt und blinkt und sich btütenweiße frische Gardinen vor den Fenstern blähen, dann erst zieht die rechte Ostervor-freude ins Herz der Hausfrau. Um die Mitte der Woche ziehen bereits Kuchendüfte durch das Haus. Kein Osterfest ohne den traditionellen Festtagskuchen! Wenn Vater aus dem Beruf heimkommt, so empfangen ihn Düfte, wie sie nur vor Ostern durch die Wohnung schwe ben können: ein Gemisch von Scheuerluft, Bohnerwachs, Terpentin und — Kuchen! In der Küche besonders riecht es nach Mandeln und Zitrone, und die Wärme des Backofens verbreitet sich angenehm durch die Wohnung — schließlich hat der Frühling bisher ohne die dazu gehörige Wärme seinen Einzug gehalten. S)ie OfKrnumntPr Orr „Onari&orrr 3pi(uiig" erscheint im vergrößertem Umfange und vermehrter Auflage bereits eamdtag, öen 8. tHpril frfld und nicht wie bisher erst in den ersten Nachmittagsstiinden. Die geschätzten Inserenten werden darauf höfl. aufmerksam gemacht and gleichzeitig ersucht, die Osteranzeigen sobald als möglich, spätestens aber bis Freitag, den 7. April 18 Uhr in der Verwaltung des Blattes (Kopaliika ulica 6> abgeben zu wollen. Am Samstag, den 8. April können keine Anzeigen für diese propagandistisch wertvoüe Nummer des Blattes mehr angenommen werden. DIE VERWALTUNG DER »MARIBORER ZEITUNG«. Oftcrliafe int SnMpntt Man kann die Tage bis zum Fest zählen — die Osterwoche verrinnt mit unglaublicher Schnelligkeit. Sie zeichnet sich überall durch umfassende Vorbereitungen für die Feiertage aus. Man Schmie Notu des Mannes in der Blüte der Vierzig. Einmal hntter er Martha erzählt, daß er es schwor habe als Junggeselle, noch dazu, wo vor einem Jahr seine Mutter gestorben. Martha land in dem alien nur eine Unterhaltung. Doch sie konnte nicht umhin, j^ich selbst einzugestehen, daß sie gern den Weg in das Geschäft von Herrn Bal-kc niachtc. Jetzt erzählte Herr Balke viel vom Frühling, vom nahenden Sommer. .Viachte Pläne über sonntägliche Spaziergänge. Wenn s':ch Martha verabschiedete, hielt er oft ihre Hand länger in der seinigen. Hernach schalt sie sich dumm und albern und schwor, nie mehr in das Buciigeschäft zu gehen. Was sollten so alberne Gedanken, sie war doch kein Backfisch mehr. Aber sie fand doch wiedere den Weg zu dem Buchladen. Wie sie diesmal Herrn Balke den kleinen Band reichte, legte er ihn be'seite, so als wollte er ihn gar nicht verkaufen. Er blickte sie lange an, dann holte er tief Atem. Aber wie er eben etwas sagen will, betritt em Kunde den Laden. Ein junger Mann in Lederweste mit frischem Gesicht; ylch infkiitc ticii Rdiuhh Ich liehe Dichc. »Jawohl, bitte.« Schnell hat Herr Balke den Kunden bedient. Martha wartet in dem Laden und weiß n'cht, was geschehen soll. Plötzlich steht Herr Balke vor ihr: »Nun brauche ich Ihnen ja nichts mehr zu sagen. Eben hat es der junge Mann mit dem Buchtitel gesagt, was ich Ihnen vorhin sagen wollte.« Martha erschrickt. S'e weiß nicht, was sie sagen soll. Sie spürt, er wartet auf ihre Antwort. Ihre Bl'cke gehen durch den Raum, hängen an den vielen Regalen, wo die unzähligen Bücher stehen. Jäh greift sie zu e'nem Buchbrett, nimmt einen kleinen Band und gibt ihn Herrn Balke. Er kennt den Titel, ein kleiner Roman, der keine hohe Auflage erzielt hat. Er hält das Buch fest in seinen Händen. Die Leute, die draußen vorbeieilen an dem schönen Frühlingsabend, haben nicht gesehen, daß in dem Buchladen sich zwei Menschen küssen. Sie wußten auch nichts von dem Titel des kleinen Buches: »Ein Mädchen sagt ja«. Die Frühlingssonne warf schräg einen letzten Abendstrahl über sie beide. Es war ein heller und warmer Strahl, ein später Frühlijigssonnenstrahl für sie. Der Osterhase ist beim Endspurt. Er hat schwer zu arbeiten, in den Schokoladegeschäften drängen sich die Menschen, um Ostereier einzukaufen. Kleine Jungen und Mädel daheim halten Ausschau, ob sie nicht zufällig den Osterhasen erwischen, wenn er durch die Wohnung huscht, um seine bunten Eier zu verstekken. Man kann es übrigens dem Osterhasen verdanken, wenn er es immer furchtbar eilig hat? Niemand muß sich in dieser Zeit vor dem Fest so plagen wie er. Da wollen viele Nester gepackt und zahllose Eier für kleine Menschenkinder kunstvoll versteckt sein. Uebri-gens immer die niedrigsten Regionen, wo kleine Leutchen sie auffinden können! Die Osterwoche verrinnt schnell. Schon steht Gründonnerstag vor der Tür, und viele schnüren bereits das Reisebündel, um für die Ostertage auszufliegen in den Frühling. Nun bleibt nur noch die große Frage: Wie wird das Osterwetter? Beinahe sieht es so aus, als ob Petrus ein Einsehen hätte und uns eine Reihe schöner sonniger Tage bescheren würde. m. In der Karwoche nur ein Markttag! Die Oeffentlichkeit wird darauf aufmerksam gemacht, daß nach der neuen Marktordnung für d'e Stadt Maribor in der Kar woche nur ein Wochenmarkt abgehalten wird, und zwar am G r ü n d o n n e r s-t a g, den 6. d. m. Promotion. An der König Alexander-Universität in Ljubljana wurden die Di-plomjuristen Boris Z a k r a j s e k, ein Sohn des hiesigen Arztes Dr. Zakrajfiek t und Wilhelm Androjna zu Doktoren der Rechte promoviert. — Wir gratulieren! m. Stoweniens Journalisten tagen in Celje. Die in der Sektion Liubljana des Jugoslawischen Journalistenverbandes vereinigten Journalisten Sloweniens halten Sonntag, deii 16. d. im Rathaus» saal in Celie die Jahrestagung ihrer Standesorganisation ab. Gleichzeitig wird die Jahreshauptversammlung der Genossenschaft »Novinarski dorn« stattfinden. m. Am KarSamstag bleiben, wie die Kaufleutevereinigung für Maribor-Stadf mittent, die G e s c h ä f t c bis 17 Uhr (5 Uhr nachmittags) geöffnet. Nur die De likatessenhandlungen können bis 19 Uhr offen gehalten werden. Die Bevölkerung wird ersucht, die Besorgungen rechtze't'g vorzunehmen, da die Sanktionen sehr empfindlich sind. m. Die Reinigung der Verkehrswege wird, wie der Stadtmagistrat verlautbart, vom heutigen Tage an wieder in der Nachtzeit vorgenommen. Aus d'escm Rnvatten. SodNm. Sporfilriiiiiife, Kragen und alle übrigen Herrenmodeartikel nur von I. Babiö, Gosposka 24. Größte Auswahl, solideste Preise! Grunde werden die Hausbesitzer bzw. ihre Stellvertreter darauf aufmerksam gemacht, daß die Bürgersteige und Gehwege vor ihren Häusern und Gärten während der Nachtzeit, spätestens jedoch bis 23 Uhr, zu reinigen sind. Der Kehricht st in den Hof zu schaffen und nicht an die Kanalöffnungen oder auf die Fahrbahn. m. Gestortjen ist in Mozelj bei Koj!evje der dortige Pfarrer Josef E r k e r. R. 1. p.! m. Wichtig für reichsdeutsche Staatsbürger! Mit heutigem Tage tritt das Gesetz über die Meldepflicht der deutschen Staatsangehörigen im Ausland vom 3, Februar 1938 im Amtsbezirk des Deutschen Konsulats in Ljubljana (Dravska banovi-na) in Kraft; hiernach sind alle Reichsangehörigen, die sich länger als drei Monate im Amtsbezirk des Konsulates aufhalten, verpflichtet, sich zu melden. Diese Meldung muß innerhalb dreier Monate — vom heutigen Tage gerechnet — eingehen. Die zur Meldung erforderlichen Vordrucke sind beim Deutschen Konsulat in Ljubljana, Bleiweisova cesta 34, und bei der Zweigstelle des Konsulats in Maribor, Ciril Metodova ulica 14-11., zu erhalten und auch dorthin wieder einzusenden. Die Zweigstelle in Maribor umfaßt die Stadt Maribor und die Bezirkshauptmann schaffen Maribor (linkes Ufer und rechtes Ufer). Dol. Lendava, Dravograd. Liu-tomer, Murska Sobota« Ptuj und Stov. Gradec. Es wird darauf aufmerksam gemacht, daß für jede Person über 15 fahre ein besonderes Meldeblatt ausgefüllt werden muß. m. JMit raschen Schritten naht der Beginn der neuen Spielrunde der staatlichen Klassenlotterie, deren Spielplan neuerdings sehr zugunsten der Spielteilnehmer verbessert wurde. Wer noch kein Los besitzt, wende sich so rasch als möglich an unsere bestbekannte Qlücksstelle und bevollmächtigte Hauptkollektur der Staalsklassenlotterie Bankgeschäft B e z-jak, Maribor, Gosposka uHca 25 fTel. 20-97), wo noch neue Klassenlose aufliegen. Das Glück ruft, entschließt Euch rasch! m. In Slovenjgradec ist der dortige Fleischhauermeister und Realitätenbesitzer Anton K u h a r gestorben. — Friede seiner Asche! m. Die Schwalben %d da! Ja, sie sind wieder da, die kleinen, behenden Segler der Lüfte, so wie jedes Jahr. Man kann sie beobachten, wie sie am seichten Ufer der Drau dahlnflitzen, um die naseweisen Mücken und Fliegen zu haschen; man s'eht sie gleich hurtigen Schatten an hohen Hausmauern dahingleiten und sich mit fröhlichem Gezwitscher um Kirchtürme tummeln. Ueberall dort, wo sie im Vor jähr bereits beheimatet waren, finden sie sich mit ihrem untrüglichen Instinkt und ihrem hervorragenden Ortssinn wieder ein, und wo s'e noch nicht waren und es Ihnen aber gefällt, da »bau'n sie sich ein Nest«. Heuer hatten die Tierchen mehr Glück als vor einigen Jahren, wo s'e von einem Spätwinter überrascht wurden und Mittwoch, den 5. April 1939. ^MafUjorer Zelhing« Nutmntr 78. zu vielen Tausenden elend zugrunde gehen mußten, oder wo sie im Herbst infolge Kälteeinbruches n'cht mehr abfliegen konnten und ebenfalls zu ungezählten Tausenden starben. Heuer ließen sie den Nachwinter vorübergehen und kamen nun mitten im schönsten Frühling bei uns an. Schon sprießt und knospet alles und d'e zeitigen FrQhjahrsblumen haben i'hre Kel che geöffnet; Fliegen schwirren bereits, und die Hummel brummt und die Biene summt über die zarten frühlingsweichen Gefilde. Da darf auch die Schwalbe nicht fehlen, sie, unser liebster und stärkster Jnsektenvertilger. Nun hat sie's endlich ,!,'Ut und kann sicher se'n, daß ihr Feind, der schnauzbärtige, unbotmäßige Altgeselle Winter endgültiig Abzug genommen hat. Also — die lieben Schwalben sind wieder da, d'e fröhlicfi begrüßten Künder des sietrhaften Frühlings! ni. Der Klab der absolvierten Handels akademiker in Maribor hält Dienstag, den 18. d. M. um 20 Uhr im Saal des Hotels »Novi svet«, Juröiöeva ulica 7, seine Jah reshauptversammlung mit der üblichen Tagesordnung ab. m. Svengali, der Meister der vierten Dimension, befindet sich gegenwärtig auf einer Tournee durch Slowenien. Dieser Tage weilte er in Jesenice, wo er einen vollen Erfolg erntete. ni. Der »Bettelstudent« im Mariborer Theater. Als nächste musikalische Novität bringt das Mariborer Theater Millök-kers klassische Operette »D c r B e t-telstudent« heraus. Die beiden Studenten Simon und Adam werden von ManoSevski und Anzlovar gegeben werden. In der Rolle der jungen Gräfin Laura wird sich uns Frl. IgliC vorstellen, während die Partie ihrer Schwester Bronisla-va Frl. Veldin übernommen hat. Frau Za-mejic-Koviö singt und spielt die Rolle der Mutter. Als Oberst Ollendorf tritt Vladimir SkrbinSek auf. Frau Lubej verkörpert den Kornett und Pavle KoviS hat die Rol-Tc des fidelen Kerkermeisters übernommen. In den übrigen Rollen treten noch Rasberger, Verdonik, Blaz, Crnobori und Nakrst auf. m. Von einer Bisamratte überfallen. Unweit von Slov. Bistrica wurde kürzlich der Banatsarzt Dr. Simon J a g o d i c im Dunkel der Nacht von einer Bisamratte angegriffen. Dr. JagodiC setzt sich zur Wehr und konnte den gefährlichen Nager bald mit einigen Steinwtirfen unschädlich machen. Dieser Vorfall zeigt uns neuerlich. wie weit die Bisamratte In unser Land bereits eingedrungen ist und anderseits ist er auch ein Beweis dafür, daß die Geschichten von der Angriffslust dieses Nagers keineswegs in das Kapitel Jägerlatein gehören. m. Das ReiSebfiro »Putnik« ersucht jene Personen, die zu Ostern eine Reise anzutreten gedenken, die Fahrkarten, Sichtvermerke, Kreditbriefe und ausländische Zahlungsmittel rechtzeitig zu beschaffen. Die Putnik-Geschäftsstelle in der Burg bleibt am K a r s a ni s t a g, den 8. d, M. von 7.30 ununterbrochen bis 16 Uhr geöffnet, wogegen sie am 0 s t e r s o n n-tag und Ostermontag den ganzen Tag geschlossen ble'bt. Hingegen bleibt d'eExpositur und Wechselstube des »Putnik«. am Hauptbahnhofe auch zu Ostern bei der Ankunft und Abfahrt aller internationalen Züge geöffnet. * Moderne Küchenuhren von 85 Dinar aufwärts, auch auf Teilzahlung ohne Preiszuschlag bei M. Ilgerjev sin, Juwelier, Gosposka 15. 399 m. Auf dem Heimwege überfallen. Als Sonntag spätabends der 35jährige Besitzerssohn Josef P e i 11 e r aus Kapla heimwärlö ging, hielten ihn mehrere Burschen an und fügten ihm Verletzungen am ganzen Körper zu. Peitler, der h'ebei schwere Stichverletzungen und einen Annbruch erlitten hatte, wurde ins Krankenhaus nach Maribor überführt. in. Unfallschronik. In Slivnica wurde der "Ojährige Hilfsarbeiter Franz Ku§er von einem Pferd in den linken Arm gebissen, wobei er eine klaffende Rißwunde erlitt. — In Spodnji lakobski dol fiel der HOjährige Winzer Franz Hac über die Kellerstiege und brach sich den linken Arm. — In Fram wurde der 55iährige Winzer Anton Legat von einer ausschlafenden Kuh getroffen u^'d trug hiebei einen Bruch des linken Beines davon. — ^ud&au Oed onufcumd inDtuj DAS WEINMUSEUM WAHRSCHEINLICH NOCH HEUER UNTER DACH. Der Museumverein in Ptuj hielt dieser Tage seine Jahreshauptversammlung ab, in der der Präses Direktor Dr. K o m-I j a n c c zunächst der im Vorjahr verstorbenen Mitglieder gedachte. In erster Linie der Ehrenmitglieder Notar S k r a-b a r und des Prälaten Dr. K o v a C i C, die sich um die Forschungen in der Geschichte unserer Gegenden und um die Bereicherung des Museums unvergängliche Verdienste erworben haben. Einen eingehenden Tätigkeitsbericht er stattete der Schriftführer S m o d i s. Darnach erwarb das Museum zahlreiche altrömische Gefässe, die aus den Grabungen bei Zg, Hajdina stammen, ferner Urnen, Nadeln, Bronzespangen, Fibeln usw. Im Vorjahr nahm der Universitätsprofessor Dr. S a r i a, der aus der hiesigen Gegend stammt, bei Gerecja vas und Hajdina Grabungen vor, um die Reste der römischen Wasserleitung freizulegen. U. a. stieß man auch auf die mit großen Ziegelsteinen bedeckte und noch gut erhaltene Rohrleitung. Die Funde, von denen viele den Stempelaufdruck des XIII. Legion tragen, wurden dem Museum einverleibt. Große Aufmerksamkeit wird der Errich tung des Weinmuseums in Ptuj zugewendet, für dessen Unterbringung die Stadtgemeinde den alten Turm am Park (Reckturm) zur Verfügung gestellt hat. Für das neue Museum wurde bereits wertvolles Material gesammelt, das der Stadt und der Umgebung zur Ehre gereichen wird. Frau Osterberger stellte dem Museum großmütig eine schöne Sammlung alter Gemälde und verschiedener anderer Gegenstände zur Verfügung. Die Pläne für den Umbau und die Adaptierung des Museums sind ein Werk des Mariborer Architekten Ing. D e v. Die Bauarbeiten werden demnächst pufgenom Die Verletzten wurden ins Allgemeine! Krankenhaus eingebracht. | m. Von einem Radfahrer niedergestoßen wurde an der Einmündung der Ve-trlnjska ulica in den Hauptplatz die Ei-senbahnersgattii Marie C o I j a, wobei sie erhebliche Verletzungen am ganzen Körper erlitt, m. Rasch gelöscht Auf noch nicht ganz geklärte Weise brach im Haus des Besitzers Franz S l a m b e r g e r in Po-breije, Sokolska ulica 14, am Stiegenaufgang zum Dachboden ein Feuer aus, das das ganze Haus bedrohte. Zum Glück wurde die Gefahr rechtzeitig wahrgenommen, sodaß die Hausbewohner das Feuer selbst löschen konnten. m. Unbekannte Missetäter legten gestern e'ne 1.50 Meter lange Schiene auf die Bahnstrecke unweit der Uebersetzung n Cirknica bei §t. Ilj und beseitigten auch das Drahtseil bei den Bahnschranken.* Zum Glück konnte die Schiene vom Bahn Wärter rechtzeitig entfernt werden. Nach den Tätern fahndet die Gendarmerie. m. Spende. Für die beiden mittellosen und kinderreichen Familien spendete E. B. 10 Dinar. — Herzlichen Dank? m. Agnoszierte Leiche. Der Polizei \s{ es gelungen, die Frauenleiche, die am Bahngleis im sog. Einschnitt aufgefunden wurde, zu agnoszieren. Es handelt sich um die 27jährige Hausgehilfin Marie P 1 i b e r s e k aus Sv. Lovrenc na Poh., die zuletzt in der Maistrova ulica bedienstet war. Unglücklichc Liebe dürfte das Motiv ihrer Verzweiflung gewesen sein. m. Osterbitte. Zwei mittellose und kin-j derreiche Familien wenden sich ange-j sichts der beistehenden Osterfeiertage an mildtätig? Herzen mit der innigen Bitte um kleinere Spenden, die die Schrift eitung des Blattes übernimmt. men werden, und es ist damit zu rechnen, daß das Weinmuseum noch heuer unter Dach gebracht wird. Zu den wertvollen Bereicherungen des Museums gehört jedenfalls die Uebemah-me der Bibliothek und des Arbeitszimmers des verstorbenen Notars S k r a-b a r, die unschätzbare Werte für die Erforschung der Geschichte der Stadt Ptuj enthalten. Größter Dank gebührt der Wit we des Verstorbenen, die diese wertvolle Hinterlassenschaft dem Museum zugewendet hat. Zum ehrenden Gedenken an die fruchtbringende Wissenschaftliche Arbeit des Notars wird sein Zimmer im Museum die Bezeichnung »BibliothecaSkraberianac führen. Für diesen Raum hat Frau 0 t-tilieSkrabar einige prachtvolle Porträts gespendet. Die Museumbibliothek wurde durch Neuerwerbungen bedeutend ausgestaltet, wobei auch schöne Buchspenden hinzukamen. Die Museumräume wurden im Vorjahr um vier Zimmer c r w e i t e r t, in denen Urbare und Grundbücher mit wertvollen Schriften sowie alte Gemälde untergebracht wurden. Wichtig ist auch die Erwerbung alter Innungsbücher der Gerbermeister der Stadt Ptuj für das Archiv. Ausgestaltet wurde ferner die M ü n-z e n s a m m I u n g, wie auch die W a f f e n s a ni ni I u n g. Fräulein Strohbach widmete deu Museum einige Stük-ke wertvollen Porzellans aus der Biedermeierzeit. Neuerwerbungen weist schließlich auch die Abteilung für V o I k s künde auf, der einige alte G I a s m a-I e r e i c n einverleibt wurden. Nach den Berichten der Revisoren Direktor Sega und Restaurateur B c r-I i c wurde der Beschluß gefaßt, im Museum eine B ü s t e des verstorbenen Notars S k r a b e r aufzustellen. Aus lUui p. Rabiate Zecher. In einem Gasthause h Makole kam es kürzlich zu einem blutigen Zwischenfall. Mehrere betrunkene Burschen forderten den 28iährigen Tag-löhner Leopold Cajnko auf, einen Liter Wein zu bezahlen. Da Cajnko dies ablehnte, fielen die Burschen über Ihn her und mißhandelten ihn in bestialischer Weise. Cajnko, der blutüberströmt zusam menbrach, mußte ins Krankenhaus überführt werden. p. Im Stadtkino gelangt am Mittwoch das packende Filmdrama »Der rote Mantel« mit Annabella und Conrad Veldt in den Hauptrollen zur Vorführung. — Im Beiprogramm die neue Wochenschau. Aus Cifk n Bei Stuhlträgheit, Aufblähung, Sodbrennen, Kopfschmerzen infolge Verstop-ung bewirken 1 bis 2 Glas natürliches »Franz-Joseftt-Bltterwasser gründliche Reinigung des Verdauungsweges. Das Franz-Josef-Wasser wird auch von Bettlägerigen gern genommen und gut gefun- ' den. Reg. S. br. 15.485/35. ailöWlf" 2:2 gesni „»rat'bo" C e I j e, 3. April. Als ich gestern morgens in Ljubijana den Personenzug nach Maribor bestieg, befand ich mich plötzlich inmitten der Meisterelf »Bratstvo« aus Jesenice. Lauter stämmige, fußball- und wintersportgestählte Burschen mit zumeist sonnenverbrannten Gesichtern. Man merkt es ihnen an, daß sie inmitten der Oberkrainer Berge leben und das Kämpfen nicht nur vom Fußball-, sondern auch vom Kletterund Skisport her kennen. Durchwegs freuten sie sich auf den Kampf in Celje. In Zidani most wollte der Ober wetten, daß »Bratstvo« 4 : 0 gewinnen würde, ja gewinnen müsse. Es kam aber anders. »Bratstvo« war gestern auf dem Platz beim »Felsenkeller« nahe daran, eine Niederlage zu erleiden. Die Gäste kamen aus dem Treffen gegen die hiesigen »Athletiker« mit einem mageren 2 : 2 heraus. Mit Ach und Krach und gerade noch! Unter Leitung von Ehrlich (Ljubijana) ging der temperamentvolle und spannende Kampf vor sich, bei dem »Brat stvoc die erste Halbzeit mit der Sonne im tfMtom Ilaaiet REPERTOIRE. Dienstag, 4. April um 20 Uhr; »Nr. 72«. Ab. C. Mittwoch, 5. April: Geschlossen. Donnerstag, 6. April: Geschlossen. Freitag, 7. April: Geschlossen. Samstag, 8. April; Geschlossen. Tött Huio TonWno Esplanade. Bis einschiießlicli Mittwoch der Olympia-Filin »Olympiade in Wort und BUd«;. Donner.^^tag und Knr freitag bleibt das Kino geschlossen. AU Samstag 20.45 Uhr der wunderbare Volks film »Der Edelweißkönig« nach dem besten und schönsten Ganghofer-Roman mit Hansi Knotek und Paul Richter. Der Film erzählt uns, von prachtvollen Landschafts bildern umrahmt, eine große Liebesge-schichte von einem Graten und einem Landmädel. Ein Film, der da»; Tagesgespräch bilden wird. Burg-Tonklno. Bis einschließlich Mittwoch das große Gesellschaftsdrama »Frau Sylvelin« mit Maria v. Tasnady. Heinrich George und Paul Richter. Em Bruchstück aus dem Alltag, das letzten Endes doch seine Fügung findet. — Gründonnerstag und Karfreitag Norma. Karsamstag um halb 21 Uhr Premiere des großen deutschen Spitzenfilmes »Hotel Sacher«. In der Hauptrolle die Mariboref Sängerin Elfie Mayerhofer. Ferner wirken Sybille Schmitz und Willv Birg^^l mit. Union-Tonklno. Bis einschließlich Mittwoch »Die Skia» ven der Freiheit« mit Warner Baxter und dem kleinen Fredy Bartholomev. Der Film — in deutscher Sprache — ist ein Abenteuerschlager und Meisterwerk der Filmtechnik. — Am Donnerstag und Freitag bleibt das K'no geschlossen. Mit dem Oster - übcrraschungspro-gramm beginnen wir am Samgtag um VxQ Uhr abends und zwar bringen wir den besten Shirley-Temple-Film Der Hu* ter von Indien« in deutscher Sprache. 3Il>otDelennal^tMnil Bis Freitag, den 7. April versehen die Mariahilf-Apotheke (Mag. pharm. Kö-n'g) in der Aleksandrova cesta 1, Tel. 21-79, und die St. Antonius-Apotheke (Mag. pharm. Albaneze) in der Frankopanova ulica 18, Tel. 27-01 den Nachtdienst. Rücken mehr im Angriff lag. Es »roch<^ nach einem Sieg der Gäste. In der 10. Spielminute brachte ihnen T r i f u n o* V i C das Führungstor. Nach der Pause haben die 3>Athletiker::er. c. Kino Unf!on. Von Dienstag bis Donnerstag »Der Herr des Krieges«. Sparinen de Szenen aus dem Leben des größten chines'sclien Kämpfers. In der Titelrolle Poris Knrlov. c. Kino Metropol. Von Dienstag bis Donnerstag »Die Insel der toten Seelen'):, 'as abenteuerliche Schicksal eines Amc-'kaners, der den Gesetzen entgegenwirkt !n der Hauptrolle John Litel. OSod^pitDerfd^t &rr :Beogra&rr «örfe Effekten: Im Laufe dieser Woche hat die Entwicklung der Kurse an der Effektenbörse keine interessanten Momen te verzeichnet. Auf die ungünstigen Ereig nisse in Europa hin hat die Börse wie immer mit einem Minimum von Interesse geantwortet. Kein Käufer hat sich an der Börse gezeigt, mit Absnahme der staatlichen Hypothekenbank, die die angebotenen Mengen zum größten Teil angekauft hat. Ein gewisses Interesse zeigte sich ausschließlich für die Dollarpapiere, die stark verlangt wurden und auch verkauft worden sind, und zwar für Rechnung von privater Hand; insbesondere wurden sie von den Banken angekauft zwecks Hinterlegung in die Reservefonds. Auf diese Weise ist der Kurs dieser Dollarpapiere ziemlich fest geblieben, Alle Kurse sind im Vergleich zu den Kursen der Vorwoche in einer besseren Stellung, Einen Rückgang verzeichneten nur die 6 proz. dalm. Agrarobligationen und die 7 prozentige Stabilisationsanlei-he. Die K r 1 e g s s c h a d e n r e n t e blieb unverändert. Der Vergleich der Kurse vom Ende der vergangenen und der vorvergangenen Woche ergibt folgendes Bild: 24, März 31. März Kriegsschadenrente 465.50 465.50 7®/o Investitionsanleihe 100.50 101.00 4Vo Obligationen 61.50 62.25 6Vo Beglukobligationen 90.00 90.25 6«/o dalm. Agrarobligation. 89.75 89.50 7<>/o Blairanleihe 92.00 93.25 8o/o Blairanleihe 100.00 100.50 7®/o Seligmananlehe 100.00 100.00 7»/o Stabilisationsanleihe 98.50 98.00 A k t i e n : In den Aktien der Nationalbank waren keine Veränderungen zu verzeichnen. Sie wurden zu Beginn der Woche zu 7500 Dinar getätigt. Ende der Woche notierten sie nur im Angebot 7600 Dinar. In den Aktien der Privilegierten Agrarbank war die Tendenz wegen der Auszahlung der Coupons sehr fest. Die großen Stücke wurden zu 235 getätigt. Sonst war kaum Interesse für Aktien zu verzeichnen. Devisen: Das PfundSter-1 i n g blieb stabil bei 238 oder bei 258 mit 8.4 Prozent. Die Reichsmark wurde ständig zu 1380 getätigt. Die grlechischenBons verbesserten sich auf 32. Ljubljana, 3. März. — Devisen: Berlin 1778.62—1796.38, Zürich 995— 1005, London 207.05^—210.25, Newyork 4406—4466.12, Paris 116.90—119.20, Tri-est 232.75—235.85; deutsche Clearingschecks 13.80, engl. Pfund 238, im freien Verkehr 258. Zagreb, den 3. März. Staatswerte. 2>^% Kriegsschaden 465.50—466, 4% Agrar 61—61.50, 4% Nordagrar 61—0, 6% Begluk 90—91, 6% dalmatinische Agrar 89.25—89.50, 7% Stabilisationsanleihe 98—0, 7% Investitionsanleihe 99— 102, 7% Blair 93—93.50, 8% Blair 99.50 -0. rrsfugung firlot an Von unserem Dr. Fa.-Mitarbe]ter. Berlin, Ende März. Die Kohle bildet Deutschlanc^ wichtigsten Rohstoff, sie steht auch in fast unbeschränktem Umfang zur Verfügung. Deutschlands Anteil an der W e 11 s t e i n-kohlener Zeugung hat sich von 11 v. H. im Jahre 1932 auf 17 v. H. im Jahre 1938 erhöhen können. Mit einer Förderung von mehr als 186 Mill. Tonnen steht Deutschland hinter den Ver. Staaten und England an dritter Stelle. Noch stärker aber ist die Stellung des Deutschen Reiches im Braunkoh-lenbergb au. Der Anteil an der Weltbrau nkohlenerzeiigung betrug in den letzten Jahren 80 v. H. Nach Ern-gliederung der Ostmark und des Sudetenlandes treten zu der durchschnittlichen Monatserzeugung des Altreiches von" 15.8 Mill. Tonnen weitere 0.3 Mill. Tonnen aus der Ostmark und 1.4 Mill. Tonnen aus dem Sudetenland. Mit einer monatlichen Förderung von 17,5 Mill. Tonnen umfaßt die großdeutsche Braunkohlenerzeugung heute 91 v. H. der Weltbraunkohlenerzeugung. Eine weitere Steigerung der Förderung von E r d ö 1 ist durch die noch ausbaufähige Erzeugung der Ostmark hinzugekommen, sodaß etwa z^ei Fünftel des Deutschlands Elsen- und Stahlerzeugung verzichtete 1932 weitgehend auf die Verhüttung heimischer Erze, da man die deutschen Erze als zu arm an Eisengehalt und deshalb ihre Verwertung als unrentabel ansah. Nachdem aber diese Frage technisch gelöst worden ist, ist die Bedeutung der deutschen Eisenerzvorkommen noch größer geworden. Trotz der gewaltigen Steigerung der deutschen Eisenerzförderung seit 1932 von 1.3 auf 11.2 Mill. Tonnen im Jahre 1938 ist seine Erzeinfuhr in der .fjleichen Zeit von 3.5 auf etwa 22 Mill. Tonnen gestiegen, was naturgemäß auf die gewaltige Steigerung des Verbrauches an Elsen und Stahl zurückzuführen ist. Durch den Anschluß der Ostmark Ist eine leistungsfähige Eisenhütteniindustrie zu Deutschland gekommen. Die Rohelsenerzeugung hat 1938 etwa 550.000 Tonnen betragen, die Rohstahlerzeugung etwa 700.000 Tonnen. Die Förderung von Eisenerzen, die 1937 etwa 2 Mill. Tonnen betrug, kann noch bedeutend gesteigert werden. die im Jahre 1934 gegründet worden ist, durch zielbewußtes Vorgehen es schließlich durchsetze, daß ihre Mitglieder jetzt thr Geld erhielten. Im Interesse aller G'äu biger der seinerzeitigen Ungarischen Postsparkasse Ist es gelegen, dem Verein In Dolnja Lendava unverzüglich beizutreten. Die Interessenten wenden sich kn die Adresse »Dru§tvo za za55ito Intere-sov vlagateljev bivSe BudlmpeStanske poStne hranllnice« in Dolnja Lendava. X Der Landwirtschaft der Schweiz ist die neueste Nummer der Beograder Revue »Poljoprivredni Glasnik« gewidmet. In einer Reihe von Artikeln aus der Feder bekanntester Fachmänner auf diesem Gebiet wird zunächst die Agrarpolitik dieses Landes behandelt. Es folgen aufschluß reiche Abhandlungen über die Organisation und den Aufgabenkreis des Schweizerischen Bauernbundes, über die Agrar-verbäinde und Genossenschaften, Fachunterricht und Forschungswesen, Ober die vorbildliche Milchwirtschaft der Schweiz, dem »Lande der Milch«, über die Butterund besonders Käsezubereitung, Rinderzucht, Rasaenkunde, Pflanzenkultur, Obst bau u. Obstverarbeitung, Über den Weinbau usw. Das starke Heft von Großformat Ist mit mehr als 80 schönen Aufnahmen aus den oben angeführten Landwirtschaftszweigen der Schweiz versehen u. ist jedermann, vor allem aber unserem Landwirt wärm«tens zu empfehlen. Hidbii'Cktotiik dem auch auf den Personenverkehr. Die Aktion der Wirtschaftskrelse, die dahin ging, eine nachträgliche Milderung dieser tief einschneidenden Bestimmung des Verbrauches an rohem Erdöl heute aus' Finanzgesetzes zu 'efwirken, hatte keinen + Paul Wegener gab soeben im Deutschen Theater in Reval ein dreitägiges Gastspiel und trat zum erstenmal in Sudermanns »Die Raschoffs« auf. Das zahlreich erschiedene Publikum gab seiner Begeisterung durch langanhaltenden Beifall Ausdruck, '+ Internationales Musikfest in Baden-Baden. Mit einem Empfang der Ehrengäste im Kurhaus wurde am Donnerstag das Internationale zeitgenössische Musikfest 1939 eröffnet, das vierte, daß die Stadt und die Kulturverwaltung Baden-Baden Im nationalsozialistischen Deutsch land veranstaltet. Als Vertreter des Lan-lies Baden betonte Minister Pflaumer die Verpflichtung und die Absicht, die alte Tradition dieses Weltkurortes gerade auf diesem Gebiete der internationalen Verständigung fortzusetzen, und betonte daher mit Recht den sachlichen, in diesem Sinne ungeschäftlichen Charakter dieser Tagungen. Im Rahmen des persönlich erschienenen Repräsentanten der Musik im Propagandaministerium, Generalmusikdirektor und Generalintendant Dr. Drewes, sprach dessen Fachreferent Dr. Rosen Über die Bedeutung des nationalen Faktors der Tonkunst im Musikschaffen und im Musikaustausch der Kulturvölker. Das diesjährige Badener Musikfest umfaßt 3 Orchesterkonzerte, eine Kammermusik u. ein Chorkonzert. In den instrumentalen Konzerten kommen insgesamt 19 zeitgenössische Komponisten zu Wort, darunter 8 aus Deutschland, 3 aus Frankreich, 2 aus Italien, je einer aus Holland, Belgien, Ungarn, dem tschecho-slowakischen QeWet, Norwegen und Südamerika. Im Chorkonzert wollte ursprünglich der Chor X.Die Tarlfefhöhiing auf den Staats-Ider britischen Rund'funkgesejlschaft Wer bahnen trat mit 1. d. In Kraft, worauf die He von fünf englischen Komponisten def Geschäftswelt sowie das reisende Pu- Gegenwart darbieten. Es ist aber leider Publikum aufmerksam gemacht werden.'abgesagt worden. Statt dessen wird def Die lineare Erhöhung um 5% bezieht sich Aachener Domchor alte und neue flämi-nicht nur auf die Gütersendungen, son- sehe Musik vortragen. '■f Goethe und Schiller auf den deutschen Bühnen. Wie im Vorjahr, veröffentlicht die Goethe-Gesellschaft im ersten Heft ihrer Viermonatsschrift »Goe- X Die Vereinigten Papierfabriken Vev-.Ce, Goriöane und Medvode AG. in Ljubljana hatten im Vorjahr einen Reingewinn von rund 2.5 Millionen Dinar gegen 2.7 Millionen im Jahre 1937. Die Produktion ging etwas zurück und betrug 757 Waggons Papier, 510 Waggons Zellulose und 155 Waggons Schleifholz, Die Reserven belaufen sich bereits auf 63% des Aktien kapitals, das 25 Millionen Dinar ausmacht. Zum Präsidenten des Verwaltungs rates würde abermals Kammerpräsident J e 1 a C i n gewählt, der atich Präsident der Ljubljanaer Kreditbank ist. deutschen Bohrungen gewonnen werden können. Die Erzeugung von synthetischem Benzin hat sich gegenüber dem Erfolg. X Die Gläubiger der ehemaligen Budapester Postsparkasse werden eingela- Vorjahr um etwa 200.000 Tonnen erhöht. 2utn Schutze ihrer Rechte zu- Wenn auch die Benzolerzeugung an die sammenzuschließen, da sie nur auf diese Kokserzeugung gebunden bleibt, so konn-1 Weise ihre Ansprüche werden durchset-te durch Fortschritte in der Kokere tecli- zen köiinen. Es wird darauf verwiesen, nik die Benzolniisbeute um etwa 30 v. H. daß die Organisation der Interessenten verbessert werden. der seinerzeitigen Wiener Postsparkasse, the« eine beschreibende Statistik def Goethe- und Schiller-Aufführungen. Die Gesamtzahl der Goethe-Aufführungen beträgt 588 (im Vorjahr 444), an der Spitze steht wieder Faust, L Teil mit 171 Wiedergaben (im Vorjahr 260), es folgt der Götz mit 121 (gegen 82); alle anderen Werke bleiben unter 100, so Eg-« mont mit 99 (gegen 52), dann folfjt Cla-vigo mit 44 (gegen nur 2 im Vorjahr)» Mittwoch, den 5. April 1939. //Mariborer Zeltung« Nummer 7S. Iphigenie mit 43 (gegen 71), Bürgergeneral mit 36 (gegen 8), Stella mit 23, Geschwister mit 22, Tasslo mit 9. — Für Schiller ergibt sich eine Gesamtzahl von 073 (im Vorjahr 1052). Obenan steht der Teil mit 240 (gegen 207), dann folgen Kabale und Liebe mit 122 (gegen 103), Don Carlos mit 112 (gegen 89), Maria Stuart mit 110 (gegen 194); die anderen Werke bleiben unter 100 Aufführungen; die niedrigsten Zahlen haben Fiesco 21 (im Vorjahr 72) und Braut von Messina 5 (gegen 8 im Vorjahr). Im Ausland ist vor allem Schiller gespielt worden, von fioethe nur der Faust. Besonders sind beteiligt: Polen, Finnland und Jugoslawien 4 OpernpUltie in Coventgardeti. Die Royal Opera Company Coventgarden in London veröffentlicht jetzt ihre Pläne für die Frühjahrs- und Sommerspielzeit 1939. Wieder stehen Wagners Werke im Vordergrund; neben dem Ring wird Parsifal, Tristan und Tannhäuser gespielt werden. Von Mozart sind Die Entführung aus dem Serail und Don Giovanni mit Ezio Pinza in der Titelpartie angesetzt. Zum erstenmal stehen auch drei tschechische Opern auf dem Spielplan, und zwar Smetanas Verkauste Braut, Dvofaks Rusalka und Smetanas Geheimnis, das tschechisch gesungen werden soll. Das Repertoire umfaßt ferner Tosca und Turandot von Puc-rini und Aida, Othello, Traviata und Trou badour von Verdi. Als Dirigenten werden Sir Thomas Beeham, Dr. Felix Welngart-ner und Vittorio Gui mitwirken. Hosen reiten auf einem Pferd. Bei einem Pferderennen, das kürzlich in Liverpool, England, stattfand, bot sich tien Zuschauermengen ein ungewöhnlicher Anblxk. Ein Pferd stürzte u. schleuderte den Jockey zur Erde. Das Tier erhob sich aber sofort wieder und jagte den übrigen Pferden nach. Auf seinem Rük-ken befand sich nicht mehr der Jockey, sondern nur noch dessen Reithose. Dem abgestürzten Re'ter reichten hilfsbedürftige Leute eine Pferdedecke, die er sich um seinen »enthosten« Körper legen konnte. Die Leistung des Pferdes, das mit der Hose durchs Ziel ging, kojinte nicht gewertet werden. Häuser — nur noch mit Dachgarten. , Eine interessante Neuerung hat die Bau polizei der Stadt Grenoble in Frankreich verfügt. In Zukunft werden nur noch solche Häuser gebaut, die mit einem Dachgarten ausgestattet werden können. Auf dem Dachgarten muß für sämtliche Bewohner des Hauses Platz sein. Grenoble wird also nur noch Häuser mit Flachdächern bauen. Eislauf in Indien. Der Sport des Schlittschuhlaufens ist in Indien so gut wie unbekannt. Als einer der ersten wird der Maharadschah von Udaipur diese Kunst seinen Landsleuten vorführen. Er hielt sich längere Zeit in Europa auf und lernte hier den Eissport kennen. Jetzt ließ er sich in Indien einen geräumigen Eislaufsa-al mit großen Kühlanlagen bauen, um auch in seiner Heimat den geliebten Sport pflegen zu können. Sport ^tiefrnflorrm auf Drr )3ir^<>n LETZTES KRÄFTEMESSEN DER ALPINEN MEISTER ÜBER EINE STRECKE VON 2400 METER. Der SSK. Maribor bringt am Oster- (lomlaufes wird herausholen können. Start montäg, d. i. am 10. d. auf der Petzen einen Slalomlauf auf der 2400 Meter langen Strecke von der »Kordezeva glava« bis zum großen Sattel oberhalb der »Ule-tova ko(5a« zur Durchführung. Die Strecke verfügt über eine Reihe von zutreffenden •Steilhängen, auf denen eine bestimmte An berechtigt sind alle verifizierte Skiläufer. Ausgeschrieben sind drei Ehrenpreise. Für die Unterbringung der Teilnehmer sowie für deren Verpflegung wird bestens vorgesorgt sein. Da die Schneeverhältnisse gerade jetzt die besten sind, dürfte diesem letzten Kräftemessen unsefer al zahl von Toren ausgesteckt werden soll.'plnen Meister ein besonderer Erfolg bc Die Trasse wird so angelegt sein, daß schieden sein. man alle Feinheiten eines zünftigen Sla-| 0(Dnen, {(OntK IM iCrotfene! OltMting | schlug der Chinese Ko Sin Kie den frü- n«. c««..*! \ u ^ t 'X . t Bieren deutschen Meister Cramm mit Der Sportklub »2elezni^ar« veranstai- r . « « . j . q ichef EröfL''" Cramm-Hughes gegen Brungnon-Journu sches Eröffnungsmeeting für Senioren u. «lif c; • 7 k • 7 r • i Junioren. Die Wettkämpfe, die um 9.30, " ' ' ' ' ' Uhr im »2eleznifar«-Stadion stattfnden, werden in folgender Reihenfo'ge vor sich gehen; 100 Meter Vorlaus, 1500 Me'er, Hochsprung, Speerwerfen, 100 Meter Finale, 3000 Meter, Weitfiprung, Kugelstoßen, 400 Meter Vorlauf, Diskuswerfen, 400 Meter Finale, Stabhochsprung. Teil-lahmsberechtigt sind verifizierten Athleten, die einem beim Jugoslawischen Leicht athletikverband ange»/liederten Verein angehören. Die Anmeldungen sind schrift-Fich an Joze J e n k o, Maribor, »2e'c-'ni-car«-Stadion bis spätestens 16. d. 12 Uhr richten. Nenngebühr ist keine zu ent-•Tchten, weshalb auch keine Prcsc aus-■^esetzt sind. Später eingelaufene Nennungen können nicht berücksichtigt werden. Die Wettkämnie werden n«^ch dem Reglement des lugoshwischen Leichlathle-tikverbandes bestritten. : Die deutsche Fußballmeisterschaft wurde gestern mit den Gaugruppenkämpfen eröffnet. In Wien rang der Ostmark-Meister Admira die Stuttgarter Kickers mit 6 : 2 nieder. Weitere Ergebnisse waren; Blau-Weiß Berlin gegen Hamburger SV 3 ; 3, Osnabrück gegen Hindenburg Allenstein 0 : 0, Schalke—Kässei 6:1, Vorwärts Rasensport (Gleiwitz) gegen Wortmatia (Worms) 5 : 3, Fortuna (Düs seldorf) gegen Sülz (Köln) 3:1. : In Graz trat am Sonntag der Berliner Sportklub »Elektra« gegen den Grazer Sportklub an und erzielte nur ein Unentschieden von 2 : 2. : Schwlnrnikampf in Beograd. Im Hallenbad Krsmanovic in Beograd kam am Sonntag ein Schwimmkampf zwischen dem »Bob« und der »Vojvodina« aus Pe-trovgrad zur Austragung. Bala erzielte über 400 Meter die ausgezeichnete Zeit von 5:15.7. : Gramm wieder geschlagen. Anschlies send an Kairo begann nunmehr das internationale Tennisturnier in Alexandrien. In dem einleitenden Schaukampf g)er CifMturm toird 50 3al5rr alt m Ein spaßiges Bild von einem Trennistur-nier in Harrow, England. Sieger des Turniers wurde der Regen, denn immer wieder mußten die Spieler flüchten und zum Schluß ganz aufgeben. Vor 50 Jahren wurde der Eifelturm erbaut. Aus diesem Anlaß fand eine Jubelfeier statt, bei der Fran^ols Comot dleaelbe Trikolore hißte, die er vor 50 Jahren in Gegenwart seines Vaters, des damaligen Präsidenten der Republik, Sadi Carnot, hißte. (Weltbild-Wagentjorg-M.) In der italienischen Fußballmeisterschaft führt Bologna. Am Sonntag spielten Milano—Novarra 2:1, Lazio—Liguria 1:0, Juventus—Bologna 2:0, Triestina— Livorno 2:0, Luchese—Bari 0:0, Modena -—Genova 0:0, Ambrosiana—Roma 3:2, Napoll—Torino 0:0. : Im Semifinale des französischen Fußballcups siegten Lille gegen Sette 1:0 und Rac'ng gegen Fives 1:0. : In der tschechischen Fußballmeisterschaft gab es am Sonntag folgende Kämp le: Viktoria 2izkov—Kladno 3:1, Pilsen— Slavia 1:1, Sparta—Zidenice 7:2, Pardu-bice—Ostrava 3:1, Nachod—Bata 2:0. : Trainer Vissault in Zagreb. Der französische Trainer unserer Davis-Cup-Mannschaft Henry Vissault ist gestern in Zagreb eingetroffen und wird bereits mit heutigem Tage das Training unserer Ten nisrepräsenta,nten aufnehmen. : PunSec muß einrücken. Wie die Zagreber Blätter melden, wurde Jugoslawiens Tennisme'ster Franz Punßec zur .Milit.nrd'enstleistung einberufen. Puncec hat sich am 15. cl. den Militärbehörden vorzustellen. : Sonja Henie übertrumpft. Zu einem durchschlagenden Erfolg gestaltete sich ein Gastspiel der schwedischen Eistänzerin Villianne Hulten im Newyorker Ma-dison Square Garden, Die amerikanischen Blätter schreiben fast durchaus, sie sei in den Tänzen, vor allem im Tango und im »Slawischen Tanz« nicht zu überbieten. Die Schwedin habe Sonja Henie in dieser Beziehung in den Schatten gestellt. : 1 ein halb Millionen Menschen beim 91, Ruderkampf Oxford-Cambridge. Der herkömmliche Ruderkampf der englischen Uriiversitätsmannschaften Oxford-Cambridge gelangte am Sonntag in London auf der Themse zum 91. Male zum Aus- trag. Nach einem spannenden Kampfe siegte Cambridge mit 19:03 Sek. (mit vier Längen). Dem Kampfe wohnten eineinhalb Millionen Menschen bei. : Schweiz—Ungarn 3:1. Im Kampte um den Europa,Fußball-Cup schlug am vorigen Sonntag in Zürich die Schweiz die ungarische Nationalmannschaft mit 3 : 1 (1:0). : Tilden mußte bei dem Professionat-tumier in London seitens des französischen Tennislehrers Ramillon die erste Niederlage einstecken. Der Franzose siegte mit 6 : 2, 3 : 6, 6 : 3. Ferner schlugen NOßlein KoJeluh 6 : 1,6:3 und Nüßlei'i Stoeffen 7 : 5, 6 : 4. Bütkiesätäu b. Die iiiinderwirkendc Fastenkur u. ihre Anwendung bei Herzkrankheiten. Bluldruckkrankhcit. Fcttsiirht, Rhcu-raa, Gicht, Hautkrankheiten, Magen- ii. Darmerkrankungcn n. anderen Krankheiten. Von Dr. med. Frilz Pezold. 87 Seiten. Kartoniert RM 1.80. Falken-Verlag Erich Sicker, Berlin-Schildow. Wie ein reinigendes Gewitter fährt eine richtig durchgeführte Fastenkur, wie sie der Verfasser aus langer Erfahrung beschreibt durch d. erkrajik-ten Körper, niumt Sclilackoii, schädigende Gifte und Krankheil.sstoffe ans dem Körper auf solch natürliche und unschädlichc Weise, wie es keine chemische Medizin der Weil >erniag. Das Fasten wirkt sich schon allgemein gesehen bei den häufigsten Krankheileu äusserst günstig auf die Heilung aus. ans Wunderbare grenzt aber der Erfolg bei Herz- und Blutdruckleiden. Fettsucht, Rheuma, Gicht, Haut- und Magenleiden untl allen Stoffwechsel-leiden. Ausführlicli legt der Verfasser dar wie in allen Fällen die Anwendung erfolgt. Der großen Zahl der an diesen Leiden Erkrankten ist zu wünschen, daß sie im Interesse der b 1. Mal zu ver mieten. Anfragen Trtfilc, Spla vtrska ul. 3020 2B mWlB MöbL Zimmer and Küche von Icinderlosem Ehepaar zu mieten Kcsucht. 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Ciril-Metodova 16, zwischen 19— 20 Uhr._ Selbständige KOchln wird auf genommen. Hutten Baldova ul. 2._30U Tüchtige Köchln, die auch an dere häusliche Arbelten verrichtet. wird für den 15. d. zu 3 Personen gesucht. Adr. Verw. 3015 Mädchen Iflr alles gesucht n. als Aushilfe Bedienerin. Qre-gorgKieva M, r. 3027 Verkinftrlnda) tind Stuben-raädcben werden aufgenommen. Plaue, Maribor. 3031 HolitHPW EigeiilMinKin flUtf Llt«r 3022 Dtn 30- * edar . 40!» w Dr.BaRciMr, Pekre-Dorf 57 iääA Lebende Ksrofen und Porellen ferner Hechte und Schleien in bekannt guter QutUtlt bil ligst zu haben tafpllch bei Ferd. Oretner. Merlbor, OosDOfka nl* 2* 3024 Peutschland Tausch Hausgrundstück. Berliner Vorort, tausche in Jugoslawien. Ausführliches erbeten unter Nr. 52772 an Pnbllcitas d. dn Zagreb, nica 9. 3023 Gedenifet bei Kranzablösen. Verglei-chen und ähnlichen Anlässen der Aotltiberltnlosenllga In Marlbort — Spenden fibernimmt auch die »Mariborer Zeitung«. ■ Die schönsten Ostergeschenke und tainstan BUckwai^ii erhalten Sie in der Konditorei, sowie im Hauseingang Gosposka ulica 2 TOMOVIC IVO Mfaim mmn OaicMmteifofge hat, so Ist «s mafsl dtu fnaarall Gesucht fUr Slowenien Wlrt-fcbafterln zu älterem Ehepaar auf dem Lande. Bewerberinnen von 30—40 Jahren, welche Kenntnisse im Kochen Nähen, Gartenbau haben, sowie über gute Nachfrage ver fügen, wollen genaue Angaben Über bisherige Tätlglceit und B4ld unter »Wirtschafterin« an Annoncenbüro Sax. Maribor, senden. 3016 Ehrliche, solide. tüchUge Köchin für größeres Geschäftshaus gesucht. Angebote mit Zeugnisabschriften sind unter »Wirtschaftlich« an die Verwaltung d. BI. zu richten. 2597 Klnderfrättlein. in der deutschen Sprache i>erfekt. mit Nähkenntnissen bevorzugt, wird gesucht. Anzufr. Slom-5kov trg 5. 3030 Danksasuns Anläßlich des unerwarteten schweren Verluste^ den wir durch das Ableben unserer edlen Mutter, Schwiegermutter, Schwester, Tante und Großmutter, Frau Therese Perko erlitten haben, sprechen wir allen, die der Heimgegangenen die letzte Ehrenbezeugung erwiesen haben, unseren innigsten Dank aus. Insbesondere danken wir der Eisenbahner-Musikkapelle und dem Gesang verein der Bäk-kergehilfen für die ergreifenden Trauerchöre sowie der Hetzhausleitung für die beigestellten Windlichter und für die zu den Leichenfeierlichkeiten entsandte Abordnung. Unser spezieller Dank gebührt dem Arbeiter-Radfahrerverein, der mit dem Vereinsbanner an der Spitze der Dahingeschiedenen das Ehrenmleite gab. Schließlich sprechen wir allen, die uns In unserem großen Schmerze ob des Verlustes der teuren Helmgegangenen mit innigem Mitgefühl zur Seite gestanden sind, unseren tiefgerahlten Dank aus Mnribor—Viäach, den 4. April 1939. DIE TIEFTRAUERND HINTERBLIEBENEN. mm Eil liues Idn lim IIA? ROMAN VON HANS JOCHEN VON PLEHWE Copyright 1937 by Aufwärts-Verlag. Berlin SW 68 14 »Sie haben recht. Ich muß gehen. Bitte, grüßen Sie Quitt sehr von mir, Fräu-k'in Uthinöller! Und ich danke Ihnen herz lieh.« Barbara sieht in etwas hilflos an. Darf man ihn so fortlassen? Aber was soll sie tun? »Kann ich Ihnen irgendwie helfen?« fragt sie vorsichtig. »Nehmen Sie es mir nicht übel. Aber Sie haben vielleicht...?« »Nein, danke sehr, mir kann man nicht helfen! Das heißt, es gibt gar nichts zu helfen, ich bin nur vorbei gekommen, um Quitt guten Tag zu sagen.« Hannos müdes Gesicht ist ganz Ablehnung, Noch ein paar leere Worte auf beiden Seiten: Dank, Gruß bestellen und so weiter. Dann macht sich Hanno auf den Weg Barbara sieht ihn ungern ziehen. Sie hat plötzlich das Gefühl, daß es unverantwortlich von ihr ist, den jungen Menschen in diesem Zustand sich selbst zu (•bcrlassen. Aber wie ihn zurückhalten? Sie geht wieder an die Arbeit. Sie bespannt einen Holzrahmen mit der Leinwand für ihr nächstes Bild, eine Havellandschaft, die sie an einem der letzten Tage draußen skizzierte. Doch kaum hat sie begonnen, wird die Unruhe zu stark in ihr. Sie läuft die Treppe hinunter, Hanno Denker nach. Sie trifft ihn zwischen dem ersten Stock und Erdgeschoß; er muß langsam Begannen sein. Er sieht sich erstaunt um, als sie ihn anruft. »Hallo, Herr Denker, hören Sie mal — •ch habe mir eben überlegt, wäre es nicht n;ut, wenn Sie Quitt ein paar Worte aufschrieben? Ich habe Briefpapier oben.« Hanno zögert mit der Antwort. Er wird jetzt wohl irgend etwas Falsches und Dummes denken, fällt es Barbara ein. Sie kann es nicht ändern. Jedoch Hannos Gedanken gehen ganz andere Wege. Er sieht das junge Mädchen an, das da wenige Stufen über ihm steht. Es ist Quitts Freundin, die ihn so freundlich einladend, fast bittend ansieht. Aber auch, er gehört ja nicht mehr in die gute, klare, saubere Qultt-Welt; er hat sich .selbst ausgestoßen — es war Ver-messenhelt von ihm, hierher zu kommen, um Abschied zu nehmen. Ein drängendes Schuldgefühl treibt ihn noch ein paar Stufen die Treppe hinunter, um sich noch mehr zu erniedrigen, ehe er Barbara Uth-möller Antwort gibt. »ich danke Ihnen, Sie sind sehr freundlich — aber ich werde« zu Hause Quitt schreibenl Leben Sie wohl.« Da erfaßt Barbara mit einem Schlag den Grund dieser Furcht, die sie trieb, dem jungen Menschen nachzulaufen. In Hannos blassem, müdem Gesicht steht der Wille zum Sterben geschrieben. Er geht in den Tod, er war hier, um Quitt noch einmal zu sehen, fühlt Barbara. Ich darf ihn nicht fortlassen, ich muß ihn halten. »Hanno . . unwillkürlich nennt sie ihn beim Vornamen, »Hanno, ich bitte Sie, gehen Sie jetzt nichtl Sie haben etwas vor, was nicht geschehen darf, was auf keinen Fall geschehen darf. Es ist solch ein endgültiger Schritt •— nichts, nichts, Hanno, kann ihn wieder gutmachen!« Der junge Mensch sieht sie betroffen an. Einen Augenblick lang fühlt er sich im Tiefstem angerührt durch ihre Worte, ein Schluchzen würgt ihn in der Kehle, und er weiß: »Gleich wirst du losheulen vor diesem fremden Mädchen!« Aber dieser Augenblick geht vorbei. Er schlieBt einen Panzer aus Stolz und Abwehr um sein Herz; er ist kein Schuljunge mehr, er weiß, was er tut. Man soll sich nicht In seine Angelegenheiten einmischen — verdammt noch mal!« »Ich verstehe Sie nicht, Fräulein Uth-möller. Was soll ich denn vorhaben? Ich will nach Hause schlafen gehen . . .€ Er will ihren Verdacht entkräften und möglichst leichthin und heiter sprechen; aber unwillkürlich kommen ihm Worte auf die Zunge, die Barbaras Sorge noch vermehren müssen, »Nach Hause und schlafen gehen 1« Das klingt aus seinem Munde, seinem traurigen, zu einem mißlungenen Lächeln verzogenen Munde, wie eine Absage an das Leben. Das klingt wie: »Ich will sterben gehen!« Da kommt Barbara die vier Stufen herunter zu ihm, legt ihm die Hand auf die Schulter und sieht ihn an. Alle gespielte Sicherheit nützt ihm nichts; er kann ihr nicht in die Augen sehen. Sein Blick geht an ihrem Gesicht vorbei — da ist das Treppenfenster, durch das man in die dunkle Nacht hinaussieht, sein Rahmen ist mit gelber Oelfarbe gestrichen. Die Lampe links an der Wand hat einen kleinen Porzellanschirm, dessen Rand ausgebrochen ist — das alles sieht er, um nur nicht in die braunen Augen blicken zu müssen, die ihn so forschend ansehen. Barbaras Herz ist voll Angst, Sie sucht verzweifelt nach irgendeinem Wort, das sie Hanno Denker sagen, nach einem Rettungstau, das sile ihm zuwerfen kann, das er vielleicht, vielleicht in seiner Not ergreift, um sich ans feste Ufer zu ziehen. Ein junger Mensch von siebenundzwanzig Jahren will sterben — in'welcher Gestalt muß man ihm das Leben zeigen, daß er es wieder Heb gewinnt? Sie kennt ja den Grund seines Schmerzes nicht; sie weiß nicht, wo sie anpacken muß, um seinen Entschluß wankend zu machen. Jeder Augenblick iist wichtig, gleich wird er gehen .. . »Und was soll aus Quitt werden?« fragt sie plötzlich, mit einer Stimme, die nicht ihre eigene ist. »A/lit Quitt? Was ist denn mit Quitt?« »Elisabeth Petersen liebt Sie doch! Wis sen Sie das nicht? Sie wartet doch nur darauf, daß Sie sie heiraten könnenl« Der junge Mann sieht aus wie ein Schla fender, der erwacht. »Das wissen Sie, ja, wissen Sie das wirklich? Sie hat es mir nie gesagt, mich immer vertröstet und hin gehalten. Sie sagen. Quitt liebt mich?« Barbara geht weiter, auf dem schmalen, schwanken Pfad, den sie einmal betreten hat, der jeden Augenblick zusammenbrechen kann. »Um Quitts willen dürfen Sie sich doch nicht einfach fortstehlen aus dem Leben — hören Sie? Wer einen Menschen wie sie auf der Welt hat, der ist doch nicht arm, der hat doch kein Recht, in den Tod zu gehen!« Wie nahe mit einem Male am Ziel aller Wünsche seit langer, langer Zeit — und wie fern zugleich! Hanno hat Jahre in Fin stemis gelebt voll Sehnsuch nach dem hei len Tage, den eine Ehe mit Elisabeth Petersen für Ihn bedeuten würde. Da kam ein Komet, feurig und lockend, vor dem alles Dunkel zu weichen schien — er ist ihm nachgezogen, ein Verblendeter, in Im mer tiefere Nächte hinein, immer ferner dem schmalen Lichtsaum am Horizont. Das Irrlicht erlosch und ließ Ihn allein, nun war nur noch Dunkel ringsum. Und da, in diesem Augenblick, muß er erfahren, daß Ihm ein Morgen geblüht hätte, schöner als sein schönster Traum, wenn er standhaft im Hoffen geblieben wäre, (Fortsetzung folgt.) ClMsfrRdakleur und tür di« Radaletion verantwortlich: UDO KASPER. - Druck der „Mariborska tlskarna" in Marlbor. — Für den Herousnehcr und den Druck vtrsnlworUicii Direktor STANKO DETELA. — Beide wohnhaft in Maribor e