Nr. 169. fi. ", halbj. fi. 550. ssUi bic .^„steNuna , yallj. fi, 7 50, Mittwoch, 2«. Juli. Insertion»,«bür: F«i N«<« 3nler«tt bi» ,n 4 Z«ilen «5>ll., «löß«« tzn Z«U« « lr , bei i>s»ercn 1882. Amtlicher Theil. Se. k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchst unterzeichneten, Diplome dem Ministerial-lathe in Pension Johann Edlen von St ein bau er-^.ehdel als Ritter des Ordens der eisernen Krone Altter Klasse in Gemäßheit der Ordensstaluten den "Merstand allergnädigst zu verleihen geruht. ^ Se. k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 17. Juli d. I. dem W't dem Titel und Charakter eines Hosrathes belle,, veten Obeifinanzrathc u»d Director des Eentrallax-und Gebürenbemessungs^Amles in Wien. Georg Zim -^ermann, in Anerlennuug seiner vieljährigen aus-sezeichiu'tcn Dienstleistung den Orden der eisernen «rone dritter 5ttasse mit Nachsicht der Taxen aller-llnadlgst zu verleihen geruht. . Nm 22. Juli 1882 wurde in der l. l. Hos« und Slants-l« « ' '" ^'"' ^^ XXX V.Slült drs Rcichsacsr^'latleS. vor-^uftg blos in bcr deutschen Ausgabe, auoa.ra,ct>cn und vcr< Dasscll»c enthält uutcr «l. lOl dir .^undmachuuq der Mmistcrim dcr ssinanzcu und dcö Hniidcls vu», 8, Juli 1882, bctlssscnd dir ^rmächti-8»Ns, mchlrrcr PoMnlcr in Vöhmrn zllr Aujrllissunn von PosjjsndlMsssn im l^cluichtr auch üb« d»ri «ilo^ ^ Nrninln ins Vluölaxd ohne ^ntel^rnlinn dcr ^olloiMiir; "^- l<)2 die Vcroldnunss dcr Minisicricn dcr ^inanzril uno dcS .^andrls vom !>. Juli 1882. tictrrfflnd dir ^oiilrolpflich- ^ Unllii qswisser ^lrülc! in dc» lyicnzbczltfcn; "i. IO!i l)js Kundmachung drs Handelsministcliilnls von« Iltcu Juli 1882, bltrcfscnd die llcbrrlrassmi« dcr Ällerliochstcn ^oilcrjiiuil vom 22, Aovcmucr 1881 (»t. (Y. Vl. Nr. l<5) sür dic ^ocalbahn Iarosla» Total an die l. l. priv. gali» », zische Nnrl'Ludwisi-Bnh»: ''l. 10j dns laiscrlichc Patent vom 18, Juli 1882, brlrcffcnd die ^mbcrujung dcs Landtages dci> hcrzossllMns Äulo» "lnn. ^.Wi. Ztg." Nr. 1U? vom 22. Juli IS82,) Erkenntnis. u. , ^>nö ,, ' Landcsglrich! W!rn als Prrssgcrich! hat aus in 8, , ^ ^ SwatSllMuciKjchnsl crlannl. dass drr Inhalt dcs «r, 12 dci pcriodischrn, in Budapest rrschrinrndrn Druckschrist l«l« ^^^ vom Lonnlag, dcn 16, Juli 1882. cnlhallcncn Ärti» Ct,si ^" "lusschrist ^Ein ziucitcr cgypüschcr Anszuq" iu dcr Ä»i^ ^°" "^2" ungejnhi schildert dir Vibcl" bis „und des Cn /"'5"cdens"> uud dcs ArtifclÄ mit dcr Vlusschrif! !tl>att^ Rundschau" in dcr Stcllc von „Erinnern wir uns der «A^Acn" bis „Uodcn hinabslosltn wird", das ^ctqcljcn nach bol v ^t. G. lirgriindc. und hat nach 8 4W St, P. O. das Vcr- °er Wcilcivcrbrcitung dieser Druclschiist ausgesprochcu. Nichtamtlicher Theil. Se. Majestät dcr Kais/r haben der freiwilligen Feuerwehr zu Hehendorf im politischen Bezirlc Sechs-Haus eine Unterstützung von lOO st., den freiwilligen Feuerwehren zu Sl. Martin im politischen Bezirke Zwelll, Haindorf im politischen Bezirke Krems, Nieder. Russbach im politischen Bezirke Korncuburg uud Nuh-renbach im politischen Bezirke Horn. dann dcr Gemeinde Hain im politischen Bezirke St. Pullen zu Feuerwrhrzwlckcn Unlerstiitznngen von je 8(1 fl., endlich dll freiwillige» F^ueriUihr H.'nnlirchen am Ostrang im politischen Bezirke Krem,« eine Unterstützung von 5)0 st. aus Merhöchsleu Privatmitteln allergnädlgst zu bewilliljeu geruht. Zur Lage. Der Vörsen-Feuillctonist der „Neuen freien Presse" welst m seiner Wochenrückschau auf die vorzügliche diesjährige Ernte hm und spricht die Äe-jürchtung ans, dieselbe werde bald von den Osficiöscn cils das Verdienst des Herrn Finanzministers gepriesen werden. Die «Neue freie Presse" möge sich beruhigen. Aehnllche Uebertreibungen sind eben nur ihr selbst und gesinnungsuerwandlen Blättern geläufig. Das Glatt bemerkt schließlich, mimer in Bezug auf d,e Ernte: «Der Himmel ist sür Herrn v. Dunajewsli, und das bedeulrl noch immer s,hr viel." Wenn die „Neue freie Presse" diesbezüglich eines Trostes bedarf, so möge sie denselben in der Thatsache suchen, dass ja eine gute Ernte nicht blos einen Se^en für den Finanzministcr, sondern vor allem für d?'> Staat bedeutet. Die von den Professoren nnd Docenten der böh« mischen juridischen Facultät unterzeichnete Erklärung, in welcher dieselben den die Staatsprüfungen in Prag betreffenden Erlass als die »zweckentsprechendste Ausführung" der Allerhöchsten Entschließung vom l llen April 1881 bezeichnen, wird von mehreren Wiener Blättern, insbesondere von dcr «Presse" und dem « Fremde nblalt". mit dem Ausdrucke vollster Be-jlledigung registriert. Das letztgenannte Blatt bemeilt diessalls: „Insolge dieser ruhigen und sachgemäßen Aufklärung wird die Agitation g'gen den Prüsungs-e>lu>s vel stummen. St Nist wenn der angekündigte Tabor denselben ablehnen sollte, wird wohl die cze-chlsche Nation das Urtheil ihrer Professoren, der gel» stigen Begründer der neuen Hochschule, für competenter eiachlen als das Volum einer aufgeregten Volks« Versammlung oder als die Petition studierender Ver- eine, die sich mit solcher Entrüstung gegen die Zu-muthuna., ihre Kenntnisse zu erweitern, aussprechen. Namentlich wird jene Stelle aus der Erklärung nicht ohne Beachtung bleiben, welche für die einheitliche und gemeinsame Staatsprüfungs - Commission eintritt, gegen wclche doch die meisten Klagen gerichtet waren." — Anch die ,. Morgenpost " ,st der Ansicht, dass der Sturm, den dcr Piüfungserlass anfangs erregt, sich nunmehr, namentlich infolge der Erklärung der böhmischen Professoren, gelegt haben dürfte. Einem die innere Lage Oesterreichs besprechenden Artikel des „Frankfurter Journals" entnehmen wir: „Ein Sieg hilft nichts, wenn man ihn nicht zu benutzen versteht. Ein verständiger Sieger hat die Wahl: entweder dcn Gegner zu versöhnen oder ihn unschädlich zu machen; jeder Mittelweg ist von Uebel. Die Praxts der römischen Zeiten, ein ge» fangenes Heer erst unter das Joch kriechen zu lassen und dann freizugeben, ist mir immer ebenso absurd wie baibarisch vorgekommen." DieS Wort von Julian Schmidt scheint dem österreichischen NeichsralhK»Abge-ordneten von Plcnrr Kopfschmerzen verursacht zu haben. Denn es enthält einen hell hervortretenden Vorwurf gegen jene Führer der Vetfassungspartei, welche den bekannten deutsch-böhmischen Grundton innerhalb der vereinigten linken angeschlagen haben. Herr v. Plener glaubte nur den ersten The,I des Schmlbl'ichen Aus-spl uchr«, llnerlrnncn zu dm sen, dem er voi einigen Tagen die neue Fassung gab: der Moment der Niederlage sei nicht geeignet, um dem Frmoe Zugrstänomfse zu machen. Dabei lässt Herr v. Plcnrr leinen Zweifel auskommen, dass er sowohl als siegreicher Führer dem Besiegten wir auch als Unterliegender drm Obsiegenden nichts nachgeben werde. Er würde sich >m ersteren Falle angelegen sein lassen, den Gegner unschädlich zu machen; andernfalls nach leder Niederlage den Krieg wieder aufnehmen und bis aufs Messer sortsehcn. Das ist es m der That, was den Liberalismus der Deutsch-Böhmen kennzeichnet, was ihm em Iahrzehent lang zu Elsolgen verholsen hat, >hn dann aber in die Minderheit brachte, woselbst er jetzt seine Rolle mit jo herzlich wenig Geschick durchfühlt. Graf Taoffe ge» langte zur Negierung und erklärte: versöhnen se> befser als unschädlich machen. Graf Taafse erwies sich, wenigstens von seinem Standpunkte aus. als geschickter Operateur. Und je länger die Versassungsparlei in der Opposition verharren musste, desto mehr glengen der Bevölkerung die Äugen auf, darüber, wie wenig vorlhsllhaft es wäre, zu dem abgewirtschafteten Systeme zurückzukehren." Feuilleton. Kunst und Her). Original'Uoman von Harriri-Grünewald. (48. Fortschuug.) eini ^"^" ließ sich au dem Piano nieder; sie sang H.'se thüringische Volkslieder in einfacher, rührender Uck ""b ^e glockenhelle Stimme drang so fried« N?»!,^k ein reines Gebet, in den stillen, wonnigen ^ hmaus. «bend ^'"^H lehnte, wie damals am Weihnacht«, es rn ^ "' ^ blumengeschmückten Fensternische, und Ball^ '<"' urplötzlich als ob ein Engel wunderbaren Cckr? .'" lein krankes Gemüth liäufclte. All die lurch»? "^'"' die ihn in dcn letzten Wochen so Und k 5^"^"'' erbleichten immer mehr und mehr, tze,. ^Hussliung berührte mit leisem Flügeljchlag die di/ "rs aebrugten Mannes, in Valesla'eine Freun-dunll s^ "' b'e nnt ihrem liebenswürdigen Wesen «z ^ stunden aus semem Leben bannen löliue. Wie Kalt i "^l°li"' g,bt, die mit dämonenhasler Ge-so ba ">> ^v"' eines Mannes eingreifen können, Erden , Schicksal auch weibliche Wesen in das lllbni n ^zaubert, von denen ein Hauch der Ver-Kas ;-?. "'Zugehen scheint, die liebevoll ausgleichen, oftserwil/i "'"rochen hal.en. Mit ihren, hingebenden. habe"^',^^n fesseln sie unlösbar m. sich und lchen »1^^ s"l die schwerste Schuld, die andere Men-lolch ,i. ^"'""". ""lde. nachsichtsvolle Worte und «, ein Engel war auch Valesla. "i der l .'/^°"d regungslos in der Fensternische, v« letzte Ton eines muntern L'edeS leise von ihre,' Lippen velllungen war. Einige Secunden herrschte lautlose Stille in dem Salon, dann wandte die junge Frau langsam das Haupt zu ihrem stillen, schwelgen« den Gaste: ..Nun, hat Sie mcln Lied nicht fröhlicher gemacht?" „Es besah die wunderbare Kraft, dunkle Schallen zu bannen." „Dann will ich es immer und immer wieder singen, bis sie gänzlich schwinden." Die junge Witwe nahm abermals das Notenblatt zur Hand und wollte singen. Petrowitfch aber legte seine Hand auf ihren Arm. „Ich will Ihnen beichten, was aus meinem Leben lastet. Wenn Sie mich dann noch Ihrer Freundschast würdigen, werde ich stets meine Zuflucht m dies blu» mengcschmncklc Heim einer edlen Seele nehmen, so oft mich die Schreckgestalten vergangener Tage quälen." „O, Sie wollen mir beichten? Sie, der Mann?" .Ja, ich werde Ihnen beichten. Einer Blliul könnte ich unmöglich e,n Geständnis ablegen, aber einer Ficundm Will ich mein Herz erschließen." Und Petrowilsch entrollte Valrslas geistigem Auge die Bilder der Vergangenheit. Anfänglich sprach er fest und klar, da er die zunge Frau in feine eiste Jugend einweihte, die er auf dem alten, schon sehr herab» a/lommenen Gute semer Ellern zurücklegte. Seine Stimme wurde immer leiser, immer schwankender, als er von dcr unbesiegbaren Lcidenschasl zu Slbilla sprach, aber auch all der stillen Qual, t»e sie im Lause der Jahre mtt sich gebracht. Es wmde indessen recht dunkel, bis endlich ein schmaler Llchtstreifen die Bergkette säumte, die dem Fenster gegenüber lag. Jetzt stieg der Mond über derselben empor, er hüllte dli blühende Landschaft«« bild in seinen nächtlichen Zauberschle'er und lleh seine Sllberstrahlen in das Gemach der jungen Witwe fluten. Sie faß regungslos, die Hände im Schoß gefaltet, neben dem Piano, das Auge unverwandt zu Boden gesenkt, lauschte sie der gebrochenen Männerstimme. Petrowilsch' Beichte war beendet, er hatte in derselben auch nicht die auskeimenden Gefühle zu Mar-cella verschwiegen, ebensowenig das schreckliche Ende der Gräfin Sibllla und sein Duell Mit dem Minister Golden. Es war ein seltsames Bekenntnis, wle es nur der Mann dem Manne zu machen pflegt. Der Mond stieg immer höher und höher und warf feinen vollen Silberschimmer m den vcilchendurch-wlhlen Raum — noch herrschte lautlose Stllle in demselben. Jetzt e,hob sich Valesla und ihre Hand berührte leicht Prlrowilsch' Arm. „Wer viel geliebt hat. dem wird viel vergeben," sagte sie leise, und ihr blondes Haupt neigte sich tief zu dem bleichen Männeranllitze nieder. »O Dank. tausend Dank!" Der Graf hielt die kleine Hand fest und küsste sie. e> hob das Auge und senkte es l,rs. ties in die blauen Sterne. ..Sie wollen meme Freundin bleiben, und ich darf hier e>nc Zuflucht finden vor all den Spulgestalten der Vergangenheit?" sagte er voll mächtiger Erregung. ..Sie fragen noch, nachdem ich Ihnen den Bibel-fpruch entgegenhielt." sprach sie leise, im sanften Tone. Er küsste noch emmal lh,e Hand, dlc sie ihm leicht crrölhrnd entzog. ..O, Valeslo.. Sie haben milden Thau in die öde Wüste meines innersten Leben» gcfenltl" lssortsehung solgt.) Laibachcr Zeitung Nr. 10!) 1454 26. Juli 1882. Zur Organisierung der Fachschulen für Kunstgewerbe in Oesterreich. I. Die belgische Regierung, im Begriffe in Brüssel eine Fachschule für Kunstgewerbe anzu. legen, stellte an die österreichische Regierung das Ersuchen, ,hr die Reglements, die für derartige, in Oesterreich bereits bestehende Schulen maßgebend swd, zur Benützung bekanntzugeben. E« ist felbstver-siändlich, das« die österreichische Regierung dem an sie gestellten Ersuchen mit aller Bereitwilligkeit entspro-chen hat. Es dürfte nicht uninteressant sein, bei diesem Anlasse einiges über die Einrichtung der österreichi« schen Kunstgewerbeschulen zu erfahren, und dies umso-mehr, als in den jüngsten Tagen auch mehrere Mit« glieder der „Commission Royale Britanni« que d'En quote fur l'Enseignement Technique" in Wien angekommen sind. um die Ein» richtung der hiesigen Fachschulen für Kunstgewerbe zu studieren, und als auch der Director der Berliner Handwerkerschule und des Zeichen unter» richte« seit einigen Tagen zu gleichem Zwecke in Wien weilt. Die gewerblichen Unterrichlsanstalten in Ocster-reich, gleichviel ob der höheren, der niederen oder der untersten Kategorie, dienen entweder zur Ausbildung in einem Geweihe oder für eine größere Gruppe von zusammengehörigen Gewerben. Die ersteren heißen gewerbliche Fachschulen, die letzteren kommen eigentlich nur als Staalsgewesbeschulen, und zwar als höhere oder als (niedere) Wetkmeisterschulen vor. z. B. für Baugewerbe, Maschinengewerbe, chemische Gewerbe. Kunstgewerb»'. In einer vollständig ausgestatteten Staatsgewerbeschule müssen alle Fachabtheilungen vertreten sein. Bezüglich der Vorbildung erfordert (außer der entsprechenden Fertigkeit im Zeichnen) beispiels-weise die Kunstgewerbeschule des l. k. österreichischen Museums für Kunst und Industrie in ihren Fachschulen die Absolvierung der Unterstufe einer Mittel« schule (Untergymnasium, Uuterrealschule), für die Vorbereitungsschule derselben Anstalt blos die Erfüllung der Volkischulpflicht. Ebenso wird an den höheren Staatsgewerbeschulen das erreichte Lehrziel der Unterstufe einer Mittelschule, an den Werkmelslerschulen dagegen nur die Nbsolvierung der Volksschule als Nuflwhmebedingulig gefordert. Gegenwärtig bestehen nur an den Staatzgewerbeschulen zu Oraz und Salzburg, welche Werkmeisterschulen sind, ornamentale oder kunstgewerbliche Abtheilungen, dieselben müssen allen oder doch möglichst vielen Gewerben kunstindustrieller Richtung gerecht werden. Es liegt übrigen« im Plane, derlei einem größeren Ganzen eingefügte kunstgewerbliche Abtheilungen nach Maß» gäbe der damit gemachten Erfahrungen und Erfolge zu selbständigen Unterrichtsorganismen zu entwickeln, da sich die Verloppelung der Lehrziele zweier Unterrichtsanstalten, wo sie bisher bestanden, durchaus nicht bewährt hat. Die gewerblichen Fortbildungsschulen, deren Zahl in den cisleithanischen Kronländern l50 beträgt, bieten, unter Anknüpfung an das aus der Volks» schule Mitgebrachte, Handwerkern der verschiedensten Richtung Gelegenheit, sich in den Abendstunden der Wochentage sowie auch an Sonn» und Feiertaaen eine weitere Ausbildung anzueignen. Theils mit Gewerbe«, Real«, Volks« oder Bürgn schulen verbunden, theils selbständig, werden derartige Schulen nicht vom Staat-, sondern von locale» Interessenten (Handels« und G?« werbekammern, Gewelbevereinen, Gemeinden u. s. w.) ei halten, und beschränkt sich die staatliche Unterrichts» Verwaltung darauf, einzelnen Fortbildungsschulen, falls zu ihrer Erhaltung die localen Mittel nicht ausreichen, Subventionen aus Staatsmitteln zukommen zu lassen. Diese Schulen werden meist durch locale Commissionen, Eoiporationen, Nussichtsläthe :c. geleitet. Der Unter» richt beschränkt sich meist auf wöchentlich zehn Stunden aus Lesen, Schreiben, Rechnen und Zeichnen. Letzteres, meist mit Modellieren verbunden, nimmt je nach den im Orte der Schule vertretenen Gewerben eine ent» sprechend gewerbliche Richtung an. Einem aus der Volksschule mitgebrachten lückenhaften Wissen wird mittelst speciell hiefür eingerichtetrr Vorbereitungscurse nachgeholfen. Die Errichtung der gewerblichen Fortbildungsschulen ist mit Ausnahme des Kronlandes Niedelösterreich noch nicht gesetzlich geregelt. Für Niedelösterreich wurde die Organisation und die Ver« waltung der mehrerwähnten Schulen durch die Landes« gesehe vom 28. November 1808 und vom 26. Jänner 1872 geregelt. Hiernach fällt diesen gewerblichen Fortbildungsschulen die Aufgabe zu, Üehllingen und Ge« Hilfen in den zur Ausübung ihres Berufes nöthigen Kenntnissen und Kunstfertigkeiten einen theoretischen und, so weit als cs thunlich ist, auch praktischen Unterricht zu ertheilen. Zur Leitung der gewerblichen Vordereitungs- und Fortblloungkcurse sind an giößeren VNenNiede,österreichs mit unmittelbarer Unterordnung unter die Landcsschulbehörde Gewerbe-Schulcommif-ftonen bestellt. ^ ' «, > «-. ,?"b" den erwähnten gewerblichen Bildung«, anstalten bestehen noch in mehreren Hauptorten der einzelnen Kronländer des Reiches Zeichenschulen, und zwar 4 in Wien, l in Prag, 1 m Lemberg, 1 in Innsbruck, 1 in Klagenfurt. 1 in Eger und 1 in Gablonz. Diese gewissermaßen zwischen dem eigentlichen gewerblichen und dem Kunstunterrichte eingefügten Schulen sind nach Art der offenen Zeichensäle in Frankreich dcm nicht mehr fchulpflichtigen Publicum zugänglich. Diese Schulen haben den Zweck, Personen, welchen die Aneignung einer gewissen Fertigkeit im Freihand-Zeichnen sür ihren Beruf ein Be« dürfnis ist, als auch insbesondere solchen, welche sich für eigentliche Kunststudien vorbereiten wollen, Ge« legenheit zur Ausbildung zu geben. Derlei Zeichenschulen ergänzen sich naturgemäß dort zu gewerblichen Zeichen- und Modellierschulen, wo die vorhandenen und durch Unterricht zu fördernden Industrien einer gewissen, allen zugute kommenden Ausbildung nach beiden Richtungen erheischen. Das Zeichnen wird, un« geachtet der ihm in den Volks-, Bürger- und Mittelschulen als der unbestrittenen Grundlage jeder erfolgreichen, künstlerischen und kunstgewerblichen Thätigkeit gewidmeten gebürenden Beachtung, in allen gewerb» lichen Lehranstalten mit Rücksicht auf die besondere Sphäre der einzelnen Schule gewissermaßen von den Ansangsgründen aus gelehrt; die Nothwendigkeit des Zeichenunterrichtes tritt bei den für einzelne Gewerbe vorbereitenden Lehranstalten bei den gewerblichen Fachschulen am deutlichsten zutage. Das gewerbliche Fachschulwesen theilt sich in Oesterreich, dem Charakter der Schulen gemäß, in zwei Gruppen: in die technis ch » gewerbliche und in die kunstgewerbliche. Ihr Ziel und ihre nächste Bestimmung liegt schon lm Namen dieser Schulen. Alle jene Fachschulen, welche die Veredlung der Form und die Decoration in ihr Lehrprogramm aufnehmen, können in gewisser Beziehung Anspruch erheben, kunstgewerbliche Schulen genannt zu werden. Zu dieser Gattung von Schulen gehören die 25 Fachschulen für Textll. Industrie (die Spitzenklöppel«. Stickerei-, Posamentier«. Webe- und Wlrlereischulen), die 22 Fachschulen für Holz- und Steln-Indu-strie, jene (6) sürleramische und Glas«Indu« slrie. endlich jene (7) für Metall-Industrie. I>, allen Schulen, welche nicht blos die Flächendecora« non zn Pflegen haben (Fachschulen für Tert»l«Indu-sttie, Zeug«, Cattun«, Tapetendruck) mujs sich zum Unterrichte im Zeichnen auch der Unterricht im Modellieren gesellen, da nur dadurch die Grundlage zur Herstellung plastischer Gebilde gewonnen werden kann. Zu diesen grundlegenden Disciplmen tritt die pral« usche Unterweisung in der Ausübung des bestimmten Handwerkes.___________________________________^ Die Krisis in Ggypten. Die Stellung Deutschlands zur egyptischen Frage und der Intervention der Westmächte kennzeichnet ein Berliner Telegramm der „Köln. Ztg." als eine vollständig neutrale und parteilose. .,D,e öffentliche Meinung — heißt es m dem Nrtltel — wird wohl daran thun. sich mit dem Gedanken vertraut zu machen, dass die gegenwärtige egyplijche Frage nicht unbedingt als eine europäische betrachtet werden muss. Deutschland hat mit derselben thatsächlich sehr wenig zu thun. Unsere Betheiligung an der Schiffahrt ,m Suezkanale beträgt etwa e>n Procent der Gesammt-schljfahrt. die der Engländer über 75 Procent. Für England ist die Slcherstellung des Suezkanales eme Lebensfrage; uns interessiert dieselbe nur in gerlugem Grade. Die deutsche Politik vermeidet jede Parteinahme und lässt sich. wle bereit« an beachtenKwerter Stelle (in einem Artikel der „Nordd. Mg. Ztg.") ge-sagt, durch das Beispiel des napoleonischen Frankreich warnen, in Europa eine Art Censoren» oder Schul-melsterrolle anderen Mächten gegenüber üben zu wollen. Deutschland sieht seine Interessen sowie den euro» päischen Frieden durch die Vorgänge am Nil nicht gefährdet; nirgends macht sich auch nur im entfern« testen die Absicht erkennbar, die deutschen Interessen zu schädigen. Deshalb ist auch mit Slcherhelt anzu« nehmen, einerseits, das« Deutschland den Westmächlen kem Mandat ertheilen wird, in Egypten ohne die Türkei vorzugehen, andererseits, das« Deutschland Frankreich und England nicht zu verhindern suchen wird. in Egypten das zu thun. wa« ihnen im fran-zösilchen, beziehungsweise englischen Interesse geboten erscheint. Handelte Deutschland anders, sei e«, dass es seinen Einfluss zugunsten der Tüllei oder zugunsten der Westmächte geltend machen wollte, so würde es damit ohne Nutzen für sich und ohne gebietende Nothwendigkeit befreundete Mächte, sei e« England und Frankreich, sel es die Türkei, verletzen. Die Conferenz« jlhllllg, welche am 25. o. M. stattfinden sollte, wird wahrlcheinlich Erklärungen der Türkei bringen. Es ist kaum anzunehmen, das« diese Erklärungen die West-mächte befriedigen werden, auf die Haltung Deutschlands der Türkei und den Westmächten gegenüber wer-den sie jedoch keinen Einfluss haben. Diese Haltung ist durch den Wunsch Deutschlands bedingt, seine guten Beziehungen zu allen, auch zu den mcht emigen West-mächten, zu schonen. Es ist nicht zu befürchten, dass irgend etwa« geschehen werde, wa« Deutschland veranlassen könnte, diese Haltung aufzugeben." In einem spätren Berliner Telegramme desselben Blattes wird den vurstehendm Auslassungen noch bei« gefügt: „Man nimmt in liirsigen politischen Kreisen an. dass die französische Regierung sich entschließen werde, auch ohne europäisches Mandat mit England vereint in Egypten vorzugehen. Die Frage, od sich noch eine dritte Macht den West mächten anschließen werde, erscheint hier ohne Bedeutung. Der Charakter der Intervention würde dadurch nicht verändert werden, und dieselbe würde auch in dieser Form auf keinen Widerstand seitens Deutschlands stoßen. Der europäische Friede und die Interessen Deutschlands erscheinen durch ein Einschreiten zu Dreien ebenso wenig gefährdet wie durch ein Einschreiten zu Zweien." Die englische Regierung soll im Unterhause, die französische in der Abgeordnetenkammer ihre Creditforderunqen für die Expedition nach Egypten einbringen. Die Creditforderung der englischen Regierung beträgt, wie der Staatssccrelär des Kriegswesen« bereits, sich selbst berichtigend, im Unterhause mittheilte. 2.300,000 Pfd. St.. wovon 900,000 Pfd. St. auf das Heer. welches um 10.000 Mann vermehrt werden foll, und l.400.000 Pfd. St. auf die Flotte entfallen. Der Premier wird diese Crediworlage begründen. Es kann aber auch schon die parlamentarische Schlacht beginnen, welche die Opposition der Reaierung zu liefern gedenlt. Denn ebenfalls am 22. d. kündigte der gewesene Unterstaatssecretär Bourke an. das« er, wenn von seinem Palteichef, Sir Stafford Northcote, kein anderweitiger Antrag gestellt werde, an Gladstone die Frage richten wolle, ob er sofort nach Begründung oer Credlworlage in die Vertagung willigen werde. Einen Präcrdenzsall zu diesem Verfahren bilde die Berathung der Creditvorlage vom Jahre 1578. Jetzt sei aber eine Vertagung umso nothwendiger, we,l wichtige Schriftstücke betreffs der Konferenz-Verhandlungen, der identischen Nute, de« Äumbarde« ments und eine wichtige Erklärung betreff« des Suez-tanale« fehlen. Eine erschöpfende Erörterung der Frage sei aber beim Mangel dieser Schriftstücke unmöglich. Der französische Ministerrath hat am 23steN d. M. „dle zum Schutze des Suezkanalrs" zu ergreifenden Maßregeln nochmals geprüft. Schon am 22. d. berieth der Mimsterralh im Elysc über den zu verlangenden Credit für die Expedition nach dem Suez-lanale; e« wurde aber lein Entschluss gefaxt. Der Kriesminister verlangt, wie der „Köln. Ztg." au« Pariz erfährt. 40 Millionen, welche Summe der Fiuanzminister angesichts der Lage der Finaiizen zU huH fand. Eine andere Schwierigkeit ergab sich da-raus. dass der Kriegsminister, um die Armcecorp« nicht zu desorganisieren, die Reserven einberufen wollte, was das Cabinet aus politischen Gründe« nicht wünscht. Im Mlnisterrathe sprach Herr vott Freycinet die Absicht aus, das«, wenn die Pforte sich weigere, in Egypten einzuschreiten, Frankreich und England handeln würden; ihre Thätigkeit würde sich jedoch nur auf den Sueztanal beschränken; wenn Eng" land weiter gehen wollte, so würde Frankreich nicht folgen ohne die ausdrückliche Zustimmung Europas. — In der SenatscomlNlssion erklärte am 22. d. M» der Ministerpräsident Freyclnet. »m Interesse der 2c-hallung des Friedens habe er sich mit Europa geeinigt und die Conferenz vorgeschlagen. Auf die Einwendung mehrerer Mitglieder, dass die Konferenz blos ForM-sache sei, da sie den Westmächteu lein Mandat gebeN wolle, entgegnete Freycinet: In der That jcheine'n die an Egyptll, minder interessierten Mächte den Westmächteu lein Mandat geben und, ohne sich der Intervention zu widersetzen, die Westmächte unter dereN eigener Verantwortung handeln lassen zu wollen. Allein wenn auch lein Mandat, so wäre doch Europas Neutralität gesichert worden, und unter solchen Umständen würde er England allein in Egypten einschreite" lassen, während er sich auf die Beschützung des Suez' Kanäle« befchränlen und hiefür morgen einen Credlt verlangen wolle. Ein Mitglied der Commission fragte, ob, um den Soldaten Trinkwasfer zu verschaffen, e< nicht nothwendig werden würde, nach Kairo zu gehen» um daselbst den Süßwasserlanal zu sichern. Freycinef versicherte, er gehe nicht nach Ka,ro. Für Wasser ssl bereits anderweitig vorgesehen. Auf die Frage, ob d't Regierung während der Parlamentsferien auf eigeNt Verantwortung hm handeln wolle, antwortete Frey' cmet: Wenn sich die Situation verschlimmern würde, dann würde er sofort dle Kammern einberufen, um ste zu befragen. Ueber die französischen Nüstunge" wird aus Marseille, 22. d. M., berichtet: „In Toulo" sind wichtige Maßregeln für die Bildung emes egyp' tischen Expedition««,ps getroffen worden. Man erwartet zwei Bataillone Marine-Infanterie. im ganze" 1200 Mann, aus Nochesort. Das erste Regiment der Garnison von Brest und das zweite von Cheroots schicken ebenfalls je zwei Bataillone, die aberM«"» 1200 Mann ausmachen. Dlese 2400 Mann werd«" mit den zweien Bataillonen, welche die Garnison vo" Toulon zu liefern hat. eine Bligade von 5000 MN" bilden. E« sind Anstalten getroffen, diese Trupps sobald sie veremigt sind, unverwellt als Vorhut ew zuschiffen.« Laibachcr Zeitung Nr. 1ss9 1455 26. Ilili 1882. Ital,eulsche Blätter sprechen bereits von umfassen, den Rüstungen Italiens, doch werden ihre Angaben mit dem Beifügen dementiert, dass im Krieqs- und Marine. Mlmsteriuul nur Vorkehrungen getroffen werden, um Mchl unvorbereitet dazustehen. Die Zustände in Egypten machen eine bewaffnete Intervention, welche übrigens auch die Pforte Mlt 25,000 Mann angeboten haben soll. allerdings ganz mwermeidlich und gestatten, wie der „ssrancM" Nchtig bemerkt, kein weiteres Säumen, (tin Telegramm der ..Aa.c»,cr Havas" aus Alexandrien versicheri. dass Aaln Pascha in Kairo ein neues Ministerium mit «lahmud Pascha gebildet habe. — Andererseits melde! Vteuters Ojfice aus Alexandrien vom 2Ii. d. M.: Ein »ecrel des Khedive sprlcht die Absetzung Arabi Pa-Was aus und erklärt denselben als Rebellen. In cmer Proclamation verbietet der Khedive der Armee, den Vefchlen Arabi Paschas zu gehorchen. In einer wei« «ren Proclamation lässt der Khedive dem Volle die Weisung zugehen, die von Arabi verlangten Steuern Acht zu bezahlen. — Ein aus Constantinopel in «lexanorien eingetroffenes Paketboot wurde von den ««Horden „,jl Beschlag belegt und der Capilän unter dem Verdachte. Griefe für Arabi Pascha gebracht zu yabtn. verhaftet. — Kairo ist ruhig. Die Polizei wacht alle Anstrengungen, um die Ordnung aufrecht, herhalten. Privatnachrichlen ausKafr-el-Dcwar schätzen vle Arnice Arabi« aus 12,000 Mann. Das Wafser »m Alahmudie.Kanale sinkt rapid trotz des von den Eng> landern in der Richtung gegen die Meeresküsten er-vamen Dammes. — Ein Telegramm drS ..Temps" aus Alf^ndricn vom 21. d. abends sagt hierüber: «rabi Ptet. Wenn die Engländer ihre Operationen gegen ^labi nicht beginnen können, so wird die Stadt wegen ^assmiiaügelz nächsten« unbewohnbar sein." Anderer« !<»ts wird aus London versichert, für die britischen Kluppe» und die Flotte können mittelst einer großen AnM)l von Kondensatoren täglich mehrere lausend Gallonen Seewasser trinkbar gemacht werde». — ^lnstc Operationen der britischen Truppen in Egypten l'no vmoeihand nicht denkbar, well Alison weder Waller" "uch Artillerie hat. Die Feldgeschütze sind »War angekommen, allem ohne Bespannung. Vorgestern l^ ^ ä" einem kleinen RecognoscieruiigK'Gefechte zwi->lhen englischen und egyplischen Trupprn." ^ Im Gegensatze zu der bevol stehenden Meldung Uder die Ruhe ,n Kairo heißt es in anderen Telegram. An aus Alexandrien vom ^. und 24. d. Datums: ^ katholische Marienkirche in Kairo wurde geplün« s/"' der Altar demoliert. Neunzig Mann der Polizei nno zur Armee Nrabi Paschas desertier«. Arabl legte ^ "Udengrmeinde in Kairo eine Contribution von """,000 Francs, auf. In Tanlah wurden d,e Köpfe N? mchacrierten Chnslcn auf Stangen durch die l,'^ getragen. Das Land rings um Kairo befindet ^ 'n vollständiger Anatchle. D,e Elsendahnzüge er-«cyen nur unter großen Schwierigleiten Ismaila. Am . - hielten alle Consuln von Porl-Saw eine Versamm» ""^ lNl hause des österreichisch.ungarischen Konsuls, «m über die zum Schutze ihrer Landsleule zu treffen-"ln wiahregln zu berathen. lea ^ °'" ^' ^ ^' '" Wien eingetroffcnen Te-»lamme über die egyplischen Angelegenheiten lauten: ,, ^ undun. 24. Juli. Die „Times" verössent. !ck «" ^" ^°" ^- Iull datiertes Schreiben Arab, Pa-b?^ °" Gladstone, das letzterer erst nach dem Bom-^oemellt empsieng. In diesem Schreiben sagt Arabi. lisrk ^"^ versichert bleiben, dass der erste eng. We?! ^"^ Egypten von allen Verträgen entbinden Eia l^" ^unlrole der Schuld werde aujhö.en, das den ^ s ^ ^^ Europäer confisciert, die Kauäle wer« T)er^ " "'^ ^^ Verbindungen abgeschnitten werden, und ^ ^'2muK der Muhamedaner werde entflammen Predi ^^ubenslrieg in Syrien, Arabien und Indien des N^c." siantinopel, 23. Juli. Der Minister Palc^z lll Said Pafcha wurde an Stelle Assym «rnanm 3" Delegierten der Pforte bei der Eonferenz btstin, "Nsolge dieser Aenderung wurde die für heule ift^' ^l'lerenzsitzung verlagt. Derwisch Pascha ^/'ngrtrosfen. D^ 3 kandrien. 24. Juli. (Reuter-Meldung.) Piann ^^"'^""^^tschisf «Malabar« ist mit 1100 Il'sH " n) l'scher Truppen hler angekommen. Die eng. sich , ^^"lchiffe „Ugincourl" und „Orion" begaben M, U ^ort-Said; '^ engl.sche Krlcgscorvetten be-bei dpr m"" Snczlanale. Arabi Pascha stellte gestern sora« 7.. >V^""' ^'lche Ramleh mit Wasser ver-Ue ü„s/ ^"'" Kavallerie und ein Feldgeschütz auf; ^ass/r «>^ ^" Pumpstation wird vesürchttl. Das UN, ,4 "u^ahmudle.Kanale ist während 4« Stunden ^^^00U gefallen. Hagesneuigkeiten. berr^N)^^/^°"^""lh^lhtcn.) Se. Excellenz der zMcl^??"p"lident Graf T a äffe ist nach Wien luclgelehct. - Se. E^ellenz der Herr Präsident des Obersten GerichtKhofes Ritler v, Schmerling hat einen Urlaub angetreten und wohnt in dem neuen Südbahn-Hotel auf dem Semmering. — (Regiment«-Jubiläum.) An, 2b. d. M. begieng das l. l. Infanterieregiment Nr. 47 im Brucker Lager sein 200jährigcs Jubiläum. Der Errichter und Oberstinhalier des Regiments war vor 200 Jahren der l. l. Feldmarschallieuteuant Georg Freiherr von Waliis. Nach FML. v. WalliS waren der chronologische» Reihen-folge nach folgende Regimentsinhabcr: (165'.<) GM. Gras Idrgcr de Tollet. (U^l) FML. Graf Wilhelm Notger. (10!)^) GM. Gruf Sapicha. (10i)4) GM. Graf Sulari, (1704) IML. Gras Harruch. (1764) Markgraf FZM, Bayreuth. (1?ol^) FZM. Freiherr von Elrichshaujcn, (1770) FM. Graf iiinjly. (1^00) FZM. Freiherr von Voglsang, (182:l) GM. v. ^lopstein, (l^27) FZM, Gras Anton Kinjlu. (18<»4 FZM. Ritter v. Härtung. (1tt7>)) FZM. Freiherr v. Litzelhosen. welch letzterer an, Ihten Jänner d. I. starb. — Die rühmlichste Leistung des Regiment« gehurt dem Jahre 1X00 an; sie bildet zugleich eine der schönsten Thaten in der österreichischen Kriegsgeschichte. Napoleon Äunaparte, damals erster Consul, nberstieg den grcßen St. Bernhard, um den Oesterreichern überraschend m den Rücken zu fallen. Die Vergvest»' Nard verlegte ihm den Weg in das Dorn-thal Dort befehligte der Hauplmann Iosef Sli.'clard de» Bärenlups mit der '.). und 10. Compagnie iicK iiiegüncntL Kinsll), Dieser tapscrc Osficicc. welcher sich im Jahre 17W in der Schweiz hervorragend bewohn hatte, Y'elt mit seiner Handvoll Leute durch acht Tcige den ersten Kriegsml',ster der Neuzeit vur der kleinen iüeste ans. Französische Generale führten persönlich die Stnrm. colonnen; zwei der Generale wurden hiebei verwundet, vergeblich; nächtliche Ueberfalle führten bei der Wach. jlllnleit der Truppe zu keinem Erfolge ; Napoleon musste den Unlweg über das Gebirge machen, indem er sich erst neue Pjadc bahnte, und brachte cubl.ch mit großen Verlusten nur einen Thell der Fuhrwerke unter der Aeste durch, Völlig eingeschlossen, musste endlich Stockard nach vierzehntägiger, denkwürdiger Vertheidigung capitu» lieren. allerdings mit allen kriegerischen Ehren. General Ehabrau, an welchen die Ucbergabe erfolgte, ehrlc den Heldenmuth der Vertheidiger in auszeichnender Weise: „Hätten d'.e Franzosen im vorigen Jahre ihre festen Plätze mit solcher Vravour vertheidigt wie Sloclard, kaum wäre cS den Oesterrcichern gelungen, die Erfolge der letzten Campagne zu erreichen." Der in die ttrieg«. gefangenschast abziehenden Besatzung gab der ritterliche Franzose bloß sechs Grenadiere mit „als Wegweiser, nicht alK Wächter". Zwüls Tage später, am Schlachttage von Marengo (14. Juni 1A00), verlor da« Regiment 600 Mann; der Oberst und der Oberstlieutenant waren todt; alle Stabs' und der größere Theil der übrigen Officiere waren verwundet, aber der 3lest stand wie eine Mauer. Vei der Einweihung der Fahne de« Re> giment«, welche demselben jetzt noch vorangelragcn w,rd, stand im Jahre 1U3U al« Pathin Ihre kaiserliche Hoheit Frau Erzherzogin Marie Louise. Herzogin von Parma. — (Wettschwimmen auf dem Plattensee.) AuS Balaton-Fürco wird der ..Presse" gemeldet: Das große Wettschwimmen über den Plattensee von Zamardi nach Füred mnsStc noch Samstag telegraphisch abgesagt werden, weil sich nachmittags ein großer Sturm und nach diesem Regen einstellte, der lliizudanern dioht, Mlt dem Abcndjchncllzußl' sind Samstag 44 Personen zu dem Schwimmen gclummen. Sonntag morgens bei 100 Personen. DaL Comite. Präsident itduard v, As. both, Vizepräsident Szilard v Gral'lwSzly, Kalman von Szelrenyessy und Ludwig Nergcr. der Preisrichter Emerich v. Czlfra und Alexander v. Nagy. der Starter, der Arzt und dic aus den Vadegiisten gewählten Comite' Mitglieder hatten aber dasür gesorgt, dass wenigstens ein kleineres Wettschwimmen arrangiert wird, Ehren» preise wurden schnell herbeigeschafft, und um 3'/, Uhr nachmittags ruderten Sonntag die Voute mit dem einen Preisrichter, v. Cz>fra, dem Starter, dem Arzte Dr. Weiß nach dem ltndzielc. Viele Zuschauer riefen Glück« wünsche nach. Der See »uar sehr stürmisch, ein starker Westwind kreuzte die Bahn. Um b Uhr 1 Minnte starteten von den füns Männern die Herren Julius v. Komluby, Wilhelm Schwarz und Kaiman v. Sze» lrenycssy Die Führung übernahm Herr Schwarz, ein wahrer Athlet, der füns Stunden lang im See zu schwnn. men pstssst. Kumlody war ein braver Zweiter, nach einigen Minuten fetzte er sich an die Spitzr der Gesell« schaft, siel aber dann ab. Wlihrend dessen überholte Herr v. Szrlrenyefsy seine Mitcuncurrenten und kam in einer ailßclgrw0t)l,l>ch schnellen Tour trotz des WindeS und der Wellen bis zum Ziele. Der See hatte sich bald mit segellilwehrten Ruderbooten belebt und fuhren den Schwimmern entgegen. Nm l'< Uhr 4b Minulcn ergriff der Sieger die Treppe und donnernde EljenS begrüßten ihn. Die Schwimmjchule war mit Damen und Herren gefüllt. Herr Schwarz kam um 6 Uhr 5'^ Minuten an, Herr v Komlody hatte das große Malheur, nahe dem Ziele von einem heftigen lirampfc besallrn zu werden, er musste nm 6 Uhr 45 Mmuten ins Vuot steigen. Der Enthusiasmus über da» Gelingen dieses schönen Wettschwimmens ist sehr groß. Der abends abgehaltene Vall war glänzend. Der erste Preisschwimmcr erhielt eine goldene Medaille als Ehrenpreis und ein Ehren-diplom. der zweite eine silberne, der dritte eine Bronce-Medaille. Locales. — (Die Rebe) des hochw. Herrn Reichsraths-abgeordneten Karl Klun, welche derselbe am Sonntag in der öffentlichen Versammlung des lrainischen Ge« werbcvereineK hielt, und mit deren Wlcdrrgübr wir gestern begannen, lautet serner wie folg! Ganz anders aber handelte die Minorüat, Ich weiß nicht, wollte sie der Majorität nicht den Ruhm gönnen, dass sie mit der Abänderung des Gewerbe-gesetzes beginnen würde oder sürchtete sie für ihre früher erwähnten Freunde? Thatsache »st, dass sie mit allen Kräften dahin wirkte, die Berathungen möglichst m die Länge zu ziehen. Da sie leine andere Ursache hatten, wiesen sie darauf hin. es gehe nicht, einzelne Theile des Gewerbegesi-hrS zu berathen, sondern man möge warten, dass die h. Regierung das gefammte Gewerbegesetz vorlegen werde. All dies aber beirrte die Majorität nicht, muthig degnnn sie ihre Arbeit und sehte dieselbe mit großem Fleiße fort. Nach fünftägiger Generaldebatte beschloss sie, m die Sprclaldeblltte der einzelnen Paragraphe ein» zugehe» un» es wurden deren ^ erledigt, Es kamen sehr wichtig» Fragen zur Verhandlung, als die Veftim» mung der Dauer der Arbeitszeit. über die Arbeit der Frauen und Kinder in den Fabriken, über die Sonntage-Heiligung n. s. w. Alle diese Fragen find so wichtig, deren Erledigung so dringend, dass es sicher von großem Vortheile gewesen wärr. wenn die vorgelegte Ncwelle angenommen und diese Fragen gelüst worden wären Da thr,lt<- der damalige Handeleminifter Se, Excellenz Herr Korb« Weidenheiin mit, dass die h Regierung dem Reichsrathe den ltnlwurs eines vollständigen Gewerbegesehes vorlegen werde. Das ift im Herbste des Jahres 18^0 auch wirklich geschehen. Die betreffende Vorlage hatte neun EinführungSlirlilel und zehn HanPlftncke mit 1>46 Para» graphlli ilüd <'»0 Artikeln mit Bezug aus die Uctlvie-rung rwn Kassen, Es ift daher le,cht begreiflich, dass die Aufgabe des Oewerbe'Ausschusjls eine sehr schwierige war, ein so umfangreiches Gesetz zu beruthen und dies nicht in oberflächlicher, sondern in gründlicher Weise. Duch der Gewerbe.Ausschuss hielt es für seine Pflicht, die so vielen dringenden Wunsche des Gewerbestandes zu rrsülle» und die Angelegenheit nicht wieder zu vl» schieben, wie dies die frühere Majorität des Reichs-rathck im Jahre 1U74 und 1^77 gethan hatte. Die Hauptfrage, von welcher sich der Gewerbe« AnSschuss bei dieser Angelegenheit leiten lieh, war auf zwei Dinge gerichtet, und zwar: 1 ) dass das Gesetz so rasch als möglich berathen und beschlossen wird, und 2.) t'asS es im Sinne und nach den Wünschen, welche die Gewerbetreibenden selbst geäußert haben, erledigt werbe. Bezüglich des ersten Punltes meinte die Majorität, dass die Sache am schnellsten erledigt sein wird, wenn sich der Aukschuss in drei Subconutrs theilt, deren jedem ein entsprechender Lheil des Gesetzentwurfes zur Berathung zugewiesen wiro Und so war es >n der That. Es wurden drei Sutxomiles zu acht Mitgliedern gewählt und jrdes derselben wählte sich seinen Bericht-erstutter, welcher seine Anträge zu stellen «nd die betreffenden Abänderungen zu beantragen hatte. Doch diefe SubcomilsK hatten nicht den gewünschten Erfolg; die Berathung konnte nicht fortschreiten, die Minorität erhob bei jeder wichtigeren Veswnmiing Einsprache und verlangte, dass die Sachverständigen gshöil werden, oder liber ließ fie die allerwichtigsteü Brstmünnngrn unerledigt, mit Hinweis darauf, man müsse früher wisfen, was in dieser oder jener Angelegenheit ein anderes Subcomiti bejchllisjen habe. Die Vrrathnng war also sehr zeit» raubend, nnd da die Majorität überzeugt war. dass die Minorität alle in den Sublonot«,^ vorgebrachten Einreden und Befürchtungen noch einmal im gesammten Gewcrbe.Aueschufse wiederholen und so die Vlngelegen-helt noch mehr in die Lünge ziehen wird, beschloss sie sofort im Herbste, als der ReichsrcNb n znjammengetrelcn War. dass die l^, ., öt werden und dass für das gefammte Gesetz ein einziger Berichterstatter gewählt werde, welchen man einige Wochen Zeit lässt, dass er das Gesetz genau durch' studiert und dem Ausschüsse bann seine Anträge stellt. Für dieses schwierige Amt wurde der mährische Reichirathsabgeordnete Graf Belcred, gewählt, welcher der Losung dieser Frage alle seine Kräfte widmete und der nach rastlosen Bemühungen dem Ausschüsse seine Än. träge vorlegte. Der Aueschuse hat seit jener Zeit, nämlich von Ende Jänner o. I. angefangen bis Ende Mui d. I,, nur die Ostersericn ausgenommen, fast täglich Sitzungen ge-hallen, welche nach der Plenarsitzung des Abgeoidneten-Hauses größtenthcil» 3 bis 4 Stunden bis 10 odd 11 Uhr in die späte Nacht dauerten, Doch gieng die Ve« rathnng sehr langsam vonstciltrn. wril d,e Minorität bei jedem auch noch so eins^chli, Punkte ihre Bedenken halle und dieselben weit und breit verhandelte. Dic Majorität gelangte zur Ueberzeugung, dass auf eine solche Art und Weise dc,2 Gejeh heuer nicht beschlossen weiden. Laibacher Zeitung Nr. 169 1456 2ss. Juli 1882. Wild, wenn sie in die Berathung aller Abschnitte des vorgelegten Gesetzentwurfes eingehen will, und dass die Gewerbetreibenden noch weiters Armut und Noth werden leiden müssen, wenn der Sache nicht eine andere Wendung gegeben wird. Darum stimmte sie dem Antrage des Herrn Verichterfiatters Grafen Belcredi zu. dass für heuer als besonderes Gesetz, dem Reichsrathe die wichtigsten Abschnitte des Gesetzentwurfes vorgelegt wer> den. welche so zu sagen die Grundlage der gesummten Gewerbeordnung sind. die anderen Abtheilungen mögen ader später an die Reihe kommen. Die Majorität glaubte, es sei besser, wenn man mit den wichtigeren Gegenstäncen sofort beginne, als dass die Gewerbetreibenden wegen einigen nicht so wichtigen Bestimmungen noch Jahre und Jahre auf beides warten müssten. Die Minorität aber blieb consequent und hat noch am letzten Abend, als die Berathung über die ersten fünf Hauptstücke um '/^N Uhr beendet war, neuerlich (ich weih nicht zum wievieltenmal) verlangt, es mögen die berathenen Paragraphe nicht dem Reichsrathe vor« gelegt werden, insolange. bis auch die übrigen Pa« ragraphe des Gewerbegesehes erledigt sein werden. Es ist wohl nicht nöthig, noch besonders zu erwähnen, dass dieser Antrag sowie alle derartigen früheren von der Majorität verworfen wurde. Das zweite leitende Motiv der Majorität des Ge« weibe.Ausschusses war. so viel als mügllch den Förde« rungeu der Gewerbetreibenden zu entsprechen und nach ihren Wünschen zu handeln Diese ihre Wünsche und Forderungen aber haben die Gewerbetreibenden in zahl« reichen Petitionen an den Reichsrath ausgedrückt, wel» chem deren 380 solcher znlamen, und auf verschiedenen Gewerbetagen, insbesondere bei dem allgemeinen Ge« Werbetage am 15. November 1881 in Wien. an wel« chem bei 3000 Gewerbetreibende aus allen Ländern und verschiedener Nationalität aus unserem weiten Kaiserreiche zusammenkamen. Seine Wünsche hat der Gewerbetag in einer elf Punkte umfassenden Resolution ausgesprochen, welche sie dem Reichsrathe zur Würdi« guug übergab. In allen Petitionen und Resolutionen haben die Gewerbetreibenden eine Aenderung des jetzi« gen Gewerbegseches, besonders in zwei Haupthunlten, verlangt, nämlich: l ) Es mögen obligatorische Genossenschaften ein» geführt weiden, zu welchen jeder selbständige Gewerbe« treibende beitritt. we,,n er für sich zu arbeiten beginnt, und 2.) wer ein Handwerk betreiben w>ll, muss den Nachweis liefern, dass er eS erlernt und auch längere Zeit als Geselle ausgeübt hat. Diese zwei Bestimmungen aber sind dem jetzigen Gesetze gerade entgegen, weil dasselbe wenigstens that« sächlich nicht die obligatorischen Genossenschaften creierte und verschiedene gewerbliche Unternehmungen jedermann gestattete, wenn er nur sein Patent zahlte. Dass das Publicum infolge dessen schlechte Erzeugnisse bekam, dass die ehrlichen Gewerbetreibenden einen unberechenbaren Schaden durch derartige Schwindler erlitten, dass eine große Reihe solcher Anfänger, welche glaubten, es wer« den ihnen die gebratenen Tauben in den Mund stiegen, wenn sie nur das Patent nehmen, in einigen Monaten zugrunde giengen, was kümmerte dies alle anderen? Jedermann hatte Gelegenheit, jedes Gewerbe zu be« ginnen, das war den Leuten genug, das war die glühte Freiheit und Freiheit war ihr größtes Princip, obwohl diese Freiheit manchen an den Vettelstab gebracht hat. Darum wollten sie auch nicht den Abschnitt des jetzt geltenden Gewerbegesehes ausführen, welcher die obligatorischen Genossenschaften anordnet. Wäre dieser Abschnitt thatsächlich ausgeführt worden, so hätten die obligatorischen Genossenschaften manchen Fehler mid manches Uebel abgeschafft, welches auf dem Gcwerbe« ftande lastet. Insbesondere hätte die Gewerbefreiheit nicht so schön blühen und nicht so traurige Früchte tragen können. Darum wurde die Ausführung dieses Abjchnittes auheracht gelassen, als wäre er gar nicht im Gesetze, die freiwilligen Genossenschaften bestanden Weiter, die neuen obligaturlschen aber gefielen den Ge« Werbetreibenden felbst nicht, well das Gesetz bestimmte, dass die verschiedenen Gewerbe zwangsweise in einer Oenossenschajt vereinigt sein müssen. Dies nun wollte manche Gewerbegenossenschaft nicht, insbesondere wenn fie Vermögen besaß, welches dann auch anderen Ge» Werben zum Vortheile gereicht hätte, mit denen sie in eine Genossenschaft vereinigt werden sollten. (Forts, f) — (FünfzigjährigesPriesterjubiläum) Am 6. August d. I. feiert der hochwürdige Dechant und Ehrendomherr Herr Johann To man in Moräutsch sein 50jähriges Priefterjubiläum, Die hochwürdige Geist« lichkeit seines Decanates wird aus diesem Anlasse dem Jubilar eine prachtvoll ansgestattete Glücknmnschadresse überreichen, und die Bevölkerung des Decanates Mo» »autsch trifft bereits umfassende Vorbereitungen, um ihrem allgeliebten geistlichen Hirten, der durch eine lanye Reihe von Jahren »m Decanate Moräutsch als Seelsorger wirkte. Ovationen zu bereiten. -x- — (Juri ii. Feier) Der Nusschuss für die Iurkic.Fei.i. best.hend aus den Herren: Peter Grasselli. Juan Hrlbar. Franz Levcc. Johann Murnil. Dr, Josef Stare. Dr. Ivan Tav^r. Hugo Turk. Albert Valenta. Dr. Josef VrKujal. Dr. Valentin Iarnik. Thomas Iuftn, zmd Ivan Zelezn'lar, hat beschlossen, dass die Iurilö» Feier definitiv am 15. August d. I. stattfinden soll. An dieser Feier werden der Gesangsoerein der Laibacher Citalnica. der Laibacher Sokol und die freiwillige Feuerwehr von St, Marein theilnehmen, Um 10 Uhr treffen die Laibacher Festtheilnehmer im Geburtsorte des Iurc^c. in Muljava, ein, wo nach der heil. Messe die Enthüllung der Gedenktafel an dem Geburtshause desselben vor sich geht. Die Festrede wird Herr Notar Ianko ttrsmk halten. Sodann begeben sich die Festtheilnehmer nach Sittich, wo um halb 2 Uhr das Mittagsessen eingenom« men wird. Abends Weiden sich die Festgäste längere Zeit in Weichselburg aufhalten. x- — (Ein Bestkcgelschieben) zum Vortheile des „Narodni Dom" wird im Gasthause des Herrn F. Fortuna „I'olli^nickl« in Sittich stattfinden. Das Bestiegelschieben beginnt am 30. d. M, und wird am 3. September d. I. enden. Die Gewinnste sind sehr reich ausgestattet; das erste besteht aus 3 Ducaten. das zwnte aus 10 Silberthalern, das dritte aus 5 Silberthalern, das vierte aus 3 Silberthalern und das fünfte ans 15 diversen ausländischen Silbermünzen. Welche Herr Vicebürgermeister Franz Fortuna zu diesem Zwecke ge. spendet hat. x- — (Lebensrettung.) Jakob Dernousel. 48 Jahre alt, verehelicht. Taglöhner, nach Dobrouine zuständig, fiel am 22, d. M. abends halb 8 Uhr im betrunkenen Znstande von der Tirnauerlönde nächst der Militär-Schwimmschule in den Laibachstuss. sank unter den Wasserspiegel und wuroe nur durch die rasche Hilfe der Hafnergehilfen Vincenz und Michael Banouc mit deren eigener Lebensgefahr an das Ufer gebracht. Durch die angestellten Wiederbelebungsversuche, vorzüglich Einlei« tung der künstlichen Respiration, gelang es, denselben bald wieder zum Bewusstsein zu bringen, worauf er zur weiteren Pflege in das Civilspital transportiert wurde. — (Ertrunken.) Man schreibt uns aus Krain« bnrg. dass am 11. d. M, der irlsionig gewordene Kaischler Josef Peternel aus Mauciie durch seine Gattin ins hie» sige Irrenhaus hätte befördert werden fallen, es gelang demselben jedoch zu entkommen, wornach er sich in die Save stürzte und sofort feinen Tod in den Wellen fand. Bis jetzt hat man die Leiche des Verunglückten noch nicht aufgefunden, — (Einbruchsdieb stahl) Man schreibt uns aus ttrainburg: Am 14. d. M. gegen 7 Uhr früh wurde in das Wohnhaus des Grundbesitzers Lulas Ievnik in Pivla eingebrochen, und wurden daselbst bei Abwesenheit aller Hausbewohner nach Aussprengung der Schlösser an drei Kleidertruhen Kleidungsstücke und Geld im Gesammtwerte von 50 st, entwendet. Gegen 7 Uhr kehrte die Hauswirtin vom Felde nach Hause, und als die zwei noch daselbst weilenden Thäter dieses wahrnahmen, entflohen sie mit den entwendeten Gegenständen, Auf den Lärm der Hauswirtin winden die Flüchtigen von mehreren Dorfbewohnern in der Richtung gegen Krainburg verfolgt; sie feuerten einige Pistolenschüsse auf die Verfolger ab, ohne jedoch jemanden zu verletzen, liefen dann vor Krainbnrg z»r Save und durchwateten, nachdem sie sich der gestohleüe» Kleidungsstücke und auch theilweise der eigenen Oliertleider und Stiefel entledigt hatten, den Fluss und verschwanden dann in der Nähe der Eisenbahnstation Krainburg in dem Walde am St, Margarethenberge. Die sofort von der l. l, Gendarmerie eingeleitete Verfolgung führte auch alsbald zur Verhaf« tung der Thäter. zwe,er wiederholt wegen Diebstahl ab« gestrafter, sichelb/ilsgefährlicher Individuen, des Eduard Killer auS ttrainliurg und des Andreas Nrolich aus Terboje, welche dein l, l. Bezirksgerichte in Krainburg eingeliefert wurden. — (Brand.) Man schreibt uns aus Gurlfeld: Am 12. d. M. zwischen 2 und 3 Uhr nachmittags wurde der zu Glaoica liegende Weinkeller des Besihers Blas Spivt von Prilipe während eines Gewitters durch einen Blitzstrahl in Brand gesteckt «nd wurde dieser sowie auch der dort befindliche Weinkeller des Besitzers An« dreas Spivk vollkommen eingeäschert. Der Gesammt-schade beläuft sich auf 460 st,; die abgebrannten Objecte waren nirgends versichert. Neueste Post. Original'Telegramme der «Laib. Zeitung." Paris, 25. Juli. Das heute vertheilte Gelbbuch reicht bis zum 2. Juni. T)ie veröffentlichlen Document« sind meistens bekannt. — Der Senat nahm, nachdem Freycinet die Reglerungspolitil dargelegt, den von der Kammer bereits genehmigte» egyptischen l^iedit mit 2l4 gegen 5 Stimmen an. Freycmet legte dar, dass seine Politik immer auf das Einvernehmen Europas und die britische Allianz gegründet war. London, 25. Juli. Gladstone legt eine Botschaft der Küingin vor, welche angesichts der egyptischen Zustände die Einberufung der Reserven ankündigt. Prag, 25. Juli. Da« durchlauchtigste Kroi«. prinz enpaar ist heute nachmittags 3 Uhr aus Rclchstadt hier eingetroffen. — Ihre Majestät die Kaiserin Maria Anna spendete für die durch Ueber« schwemmung heimgesuchten Bewohner von Traulenau und Hohelielbe 1000 fl. Sarajewo, 24. Juli. Die Stellung im Brille Ljubuäti wurde am 20. und 2l. d. M. durchgeführt. Sämmtliche Stellungtzpflichtiqen waren erschienen. Dal Contingent wurde mit 37 Mann gedeckt. Der Stellungsact gieng unter musterhafter Ordnung und bei gehobener Stimmung der Bevölkerung vor sich. Berlin, 25. Juli. Der Obersteuermann der Kriegsmarine Meiling wurde wegen Landesverrathes zu sechsjährigem Zuchthaus und zmn Ehrverlust in der gleichen Dauer velmlheilt. London. 24. Juli. Auf eine Anfrage Fihmau-rices erklärt Sir Ch. Dille. er habe keine Information ü'bl'r die Äiloung des neuen Cabinet« in Bulgarien; es sei aber wahrscheinlich, dass russische Osficiere sich uxler den »ruen Ministern befinden. Die Regierung habe nicht die Absicht, isolierte Vnrstellnngen zu'glmsten Zankows zu machen, da dies in Uebereinstimmung mit den Berliner Signatarmächten geschehen sollte. Coiistantlnopel. 25. Inli. Die ,.Age„ce Havas" meldet: Wie man versichert, haben in der gestrigen Sitzung der Conferenz die Botschafter von den türkischen Delegierten die Beantwortung der der Pforte am 15. Juli überreichten Note verlangt. Saw Pascha erklärte, die Pforte fei geneigt, Tnippen nach Egyplfn unter einigen Abänderungen der Bedingungen zu entsenden, welche in der morgigen Sitzung berathen werden follen. Handel und volkswirtschaftliches. «udolfswert, 24, Juli, Die Dnrchschnitts.Preise stellten sich aus dem heiitiaen Markte wie folgt: n j tr, ^! "" fi, ! tt. Weizen pr Hektoliter 7 58 ^ Eier pr. Stück . . — 1« Korn , 6 18 Milch pr. Liter ... — g berste ., 4 88 l Rindfleisch pr, Kilo . 48 Hafer „ » 25 Kalbfleisch „ ^ 48 Halbsrucht „ ^. ^ Schweinefleisch ., - — Heiden ., 6 51 Tchiipsrusleisch „ 30 Hirse , — — .hähndcl pr. Stück . - 30 Kuluruz „ 7 16 tauben „ . — 20 Erdäpfel pr,Mctn>gtr. — — ^ heu pr 100 Kilo . — — Linsen pr, Hektoliter — — Stroh 100 „ . _ ^. Erlisrn „ — — Holz, hartes, pr.ilubis. Fisolen „ — — Meter .... 2 7l Nindsschmalzpr.Kilo — 8tt - weiches, „ - ^- Schweineschmalz „ — 80 Nein, roth., pr.Hcllolit 16 -" Speck, frisch, „ - «0 — Weiher. „ ,0 "> Speck, geräuchert, , — 80 'Augekommene Fremde. Am 25. Juli. Hotel Stadt Wien. Loser, Klil, - Widgay. städt.Obcrgärtncr, sammt Familie, Marliura. Kaiser uo» Oesterreich. Mlcha, Hörer dcr Aodencultur, Prag-Schulz, l. l. Militilrbeamler iu Pension, Wien. — Tomil, ^'n^lsswcrt. Muhten. Lonza Rosina. Private; Aussmiillcr Amalie. Privat« »nd Auamullcr Virainie, Lehrerin. Trieft. TijschmanN, Vximter, Nudweis., Verstorbene. Den 2ll, Juli, Iohcmn Ettelcl, Nauchfanalehrergesel-lenS'^ohn, 4 Mon., Florian«aassc Ar, 24. Fraisen. Den 24 Juli. Agnes öra^m. Fabrilsarlicilcrin. 19 I, Karlstiidteistraße, 3ir. 1b, Tulicrculosc. Im Civilspitalc: Den 2 0. Iuli. Johann Zavcrz cn. Arbeiterssohn. « MoN> Darmlatarrh, Den 21. Juli. Josef Kastelic. Taglühner. .'!4I.. LüN-gentubcrculoss. Im warnifonsspitale: Den IU. Juli. Wcorg kzerny. Infanterist. 22 I.. Ileo< typhus. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. ^ -3 ZZ« 52 « " 3 *z« ?U.Mg. 7.'iü N ^18^3 windstill Nebel 25, 2 „ N ?.'!4 91 ^.25-4 NO. mäfzia bewüllt 0^ 9 . Ab. N4 15 ^21 a windstill bewollt Mornennebcl, dann Sonnenschein und BewMluna., aolvt<^ selnd, ledere gcacn Aliend zunchmend. Wettelleuchtet, in Mst-Das Tagesmittcl der Wärme war -z- 21 7». um 2 1« nber del" Normale. Verantwortlicher Redacteur: Otl 0 mar BVmVers-^ Depot der 11 Generalstabs-Karten. Nas»lali I : 75./XX), P^cis per Älatt 5.0 lr.. in Taschcnsorl"<" anj Leinwand gespannt «<> lr. 2g. u. klemmM H Fell. L»allck,erst8 HucksmnlllM in Aaidach. 1457 Course an der Wiener börse vom 35.Äuli 1882. (N«« d«. 0^°«. 20^«°««.) »lib Wai« TtaatsNnlche«. !Aü ^° .«, . ""nstel'«» . ,.,5 5t. ,3«s.u !3!3 ^'°""°l' - !°o«172 -172 s.<) «°m«.««nt^sche,„e' ' p«"«?. ',".^ '^1 V<» vest Void,ente. steueiftei . »5 ,'«, 95 4k ^^ft. kcha^jcheinc. tüllzahl. U»g. Volb«n,e ««/. . . . .„:.»s. ,ll0- ' « , 5 <"/».... ««'40 «X s.s. ' ^? /"" '"^ « W.V. ,,^ ?5 ,»k L,'> » ^stbah« Pi.orilälen , . in«« «l »« » «taat«ObI, (Nng. Ostb,) no?s. ,,l !is. " « » " vvm I. >«?« «s. 8s> !»<: !eu «rundentl.-Obligationen (>l!l l N°/, ungai«cht......»e?0 »S — «ndere sffentl. «nlehe«. D«naU'««st,.l!ole .V/n «Oftfi, l» —I14 5.L bto. «Inleihe 1«?«, steuei<»i , in» bo l«4 — »NleblN d. «tablssemcindr Wien l0» 75 >0» «5, Nnlcytn b. Kladtgcmcmbt W>en (Eilb« odcr Gold) . . , . >»« — l«4 — Plämi«N'»nl,b.«»adtg«m,Wi«n 1«.^ „b 7b Pfandbriefe MrlWfi.) Vobtnci. aNg, vstni. <>/,"/««old 'lg 75 i2n 2c. dlo, in 5,0 ^ , li»/, . l 75 lOl «5 dtl». in l>o ^ , <'/,'/,, 0» «l 9» z. _ „ ««/« . 93»« 94 3<» bto. Plamien.echulbvellchl.il' a >0« 5 — Oest.-ung. Vanl verl, 5«/, . . l^o »u il.» 10 dlo. , 4'/,")« . . '«2 «l> ,01 — dto. „ 4"/« . . 95«> u« u» Nng allg Podtncltdil »clitngls, in Vtfi in »4 I. vtll. k'/,"/, . 98 75 — — Plioritäts-Obligationen. tlh.llUeNbahn l, 1 40 Oefierr. N»lb»estb»h« .... il......l l» l« l i!, ?5> Nng.'gali». »ah».....»4!ec. 94 «u Diverse Lose Lltbitlos« ion fi......l?»-— ,77 50 «lan,»ro<« 40 fi.......4< z»5 4» l»v 4"/. Donau»D»mpf — ii«, — Ofen« ^ojt 4« fi......z» 50 :>« — Palfsb.eolt 4« fi......,8 75 »»»?> «u^ols.frle'« ft......««n — — Salm.t'i'!« 40 n......5»>— 58 — Et ("enc"^^'ose4Nfi.....4,-«, 47 — W^sls,!! rots '/0 fi.....«»5«, l«'s»', Windilchgl^h t'ojc «) fi. , . 8!>-— .,«?.', Vanl Actie» «nglo'Oeficrr, «anl I«c> fi, . . ,»» — l»! l>n Ban».<»s!el! Il.«5.' - 3l!» ?.'. Deposilcnb,, »lla, !!>»> fi. . . , ,«!»/,»> «x, ,v. lechlfi.S «lwfi.«M,------— — Vohm, «„ldbabn l»0 fi. . . . 17« — 177 — „ Wtftbahn «w fi. . . . 3>» 5(< .'»>8 5.0 Vulchliehrad«, sisb. 500 fi. 2M, »bi — »l>3 — « (lit, ll> «<« fi, . ,»» — !«4 — Donau . DampOchiffahrt . Gts. Oessni-, 5>«0 fi, «Vl.....5«? — 5»9 — DlllU»t!<,«? 5c Dus.^'pf sndalix-l«, »<> fi. . . , l98'— 1»» bo >k!^ ^ !«73z I».1 «!. stc,sn>^ii!I >> N, Finn, ^l-^ »I. kill' > 7s> ,61 ^i> ?tn,ocra»Ü,ln°N!,. .^afiy loi, ,<»sI,«V.', ei..'. — »5.7'— Oc<, N SU!> >!? — »I» 5? t: " ,,„,,,«„,, «III. Sla«l«le»»7 -Vllb.Norbb Verb «» «0Osi.««l l.^ — I« 50 Ihe— — — Tlan»port-Vt f! ö. W, . — — — — Ung.'gali», E«senb, »o»fi. Gilbn l»,'5l» 1« — U»g. «oibofibahn «00 fi Gllbn »«4 75 >«b >e Nn,.»tstl>.l««»l».Vl«,)«0«fi,«, l«8 50 lv« - Ind»ftrie.Nctie» b Elahl'^nd »n W,en «0» fi. — — — — «f ' ' " ' l,»0«fi. 40«/, 10« — >s>« ?l. s U »..V. «5,«» «5« ^i rs .ilsin^ 71 - 70 5,3 Sain» T»l> >»? — Wllfien!, C, ------- l.li<»ilel llohlcllw.-Hcj. il»<»»« Pari»......... »7 8»» 47 8? Pttnsdul«....... —— — — »al«te». n........»«« »?b uc»»Sl