?lr. 47 Sonntag dm iZ. Zum 1892. XXXI. Iayiaai^si. Der Preis des Blattes beträgt für Marburg: ganzjährig 6 fl., halb-jührig 3fl., vierteljährig Ist. 50kr., monatlich 50?r. Bei Zustellung mt HauS monatlich 10 kr. mehr. Mit Postversendung: ganzjährig? fl., halbjährig 3 fl. 50 kr. und vierteljährig 1 sl. 75 kr. Die Einzelnummer lostet 7 lr. Erscheint jeden Bonmag and Donnerstag Schriftleitung nnd Verwaltung d-finden sich: Posigasse Nr. Sprechstunden des Schriftleiters an allen Wochentagen von 11 bis 12 Uhr vormittags. Einschaltungen werden von der Berlagshandlung dcs Blattes und allen größeren Annoncen-Ez^'peditionen entgegengenommen. Schluss siir Einschaltungen Mitwoch und Sainstag Mittag^ — Offene Neclamationen sind portofrei. Manuscripte werden nicht zuriick< gesendet. Bedeutsame Zeichen. Die Ausländer bringen dem nationalcn Kcnnpfe der Deutschen in Oesterreich im Allgemeinen nur ein geringes .^Vv'ständttis entgegen, sind ihnen ja unsere innerpolitischen ?U?altnisse meist ein Buch mit sieben Siegeln. Das hat man im Auslände, insbesondere in Deutschland, freilich erkannt, ^ss die österreichischen Deutschen nur zu häufig zu „gemülh-lich" sind, um keinen stärkeren Ausdruck zu gebrauchen, und infolge dieser Gemiithlichkeit die ernste nationale Stimmnng nicht finden können. Einen neuen Beleg für diese Anschauung hat das Gastspiel der Tschechen in der Wiener intelnalionalen Ausstellung geliefert, denn die Söhne Vibussas errangeil sich den Beifall dcs schaulustigen Pnbliclnn? und wnrden mit größter Znvorkommenheit behandelt, indes die Berliner Mimut init frostiger Höflichkeit behandelt wnrdell. Uln aber dem Ganzen die Kroue auszusetzen, hatte der nicht unbekannte jiidische Journalist ^.Lioriz Szeps die Stirne, das bei einem Bankette der tschechischen Schauspieler ausgebrachte !" mit folgenden Worten seinen ^>;esern znr Kenntnis zu bringeu: „Es war eine Kundgebung, welche sich zu einer ailS dem Herzen kommend^'n Demonstration gestaltete, die nicht verfehlen wird, bei den Wienern lebhaften Widerhall zu finden.'^ Man sollte meinen, dass die Zuinnthnng dcs Herrn Szeps einen cntriistetcn Wideispruch der beleidigten Wiener hervorrufen innsste, doch davon ist keine Rede. Das „gemiith-licde" Wien lässt sich dnrch derartige Kleinigkeiten aus seiner Nuhe nicht aufriitt>.lli und es wi^d manche geben, die die Szeps'sche Maulschelle gar nicht so übel finden. Das Lcrbri'ldern bei klingenden Gläsern ist auch wirklich gar zu nett. Dass man im deutschen Reiche die Sache mit anderen Angen ansieht, geht aus den Aknßciungen bedeutender nnd gut unterrichteter Blätter hervor. So schreibt z. B. die „Berl. Tägl. Rundschan": „Die Rohheit des tschechischen Fanatismus, ein Erbstiick aus den Zeiten Ziskas und Prokops, nintmt nachgerade einen Umfang au, der fast auch eine österreichische Regierung ans ihrer Genmthlichkeit aufschrecken könnte. Aus Prag und aus Nancv, aus ^.kemberg und aits Kiew werden dieser Tage AnSbriiche eines Hasses und einer landesverrätberischen Ge-sinlluug bei den Tschechen gemeldet, die es unbegreiflich erscheinen lassen, dass man in Wien das tschechische Treiben noch weiter ruhig mit ansieht und gar noch versichert, es sei nicht so ernst zu nehmen. Und was thut die „deutsche" Stadt Wien? Während vor dem Geheul der Prager Presse französische Schauspieler ihr beabsichtigtes Gastspiel im dortigen Deutschen Thealer aufgeben, sitzen die guten Wiener allabendlich da und klatschen dem Spiele des tfcheclzischen Nationaltheaters übermäßig Beifall. Natürlich! Wozu wären denn die Placht-worte „objektiv", „tolerant" nnd „hnm.initär" da? Nlit Recht sagt die „Allgeni. Atg.": „In diesem Znsamlnentreffen zeigt sich der gewichtige Unterschied an Kraft und Rücksichtslosigkeit, mit welcher die Deutschen und Slavcu in Oesterreich ihre Intenssen vertreten. Es ist die Geschichte, die sich immer wiederholt und die mil stärkstem politischem Gc>vichte anläßlich des böhmischen Ausaleichs zum Ausdrucke kam. ^.Ll'au fragt sich besorgt, ob denn das Streben naäi „Objektivität" anf deutscher Seite uicht zn immer größeren nationalen Verlnst>!n führen müsse. Im lauten Drange des 5!ampfes wider deu slavischklerikaleu Riug, der Oeslerreicli zehn Jahre lang beherrschte, felnen eine gewisse Härtnng des dentschen Elenients einzutreten. Jet;t ist man wieder in das alte traute Phäakenthllm versnnkeu. Wohin soll das ain Ende führen?" Die Antwort anf diese i^rage ist unschwer gesunden und es ist hock? an der Zeit, daß die österreichischen Deutschen mit der Lauheit und.Lässigkeit brechen, wenn sie es vernieiden wollen, ans allen Stellungen verdrängt zu werden und eine untergeordnete Rolle in dem Staate zu spielen, dessen bedeutendster Volksstamnt sie ^^..hrhunderte lsindnrch gewesen sind. Dass die '.'''>efahr ni lzt a''ittg ist. beweist die in den lel^lei: Tagen ..folgte Bev'sUl.? eines sl^oenischen Personal-referentcn ins Jnsiizminisierium. Diese Berufung beruht, der Meldung allS Wien zufolge, auf einem Beschlüsse des Ministerra tbes, es ist alio der Wille des Ecibinets, dass den Wünschen der Slooenen Rechnung gctragen werde. Angesichts dieser Thatsache muss man fragen, was der Vertrauensmann der Bereinigtcn Linken, Graf Kuenbnrg, im Rathe der Krone getban liat, nin den Beschlnss des ^I^linisteriuins hintauzuhalteu. Wir haben vor Knrzem nnseren Zweiscl darüber geänßert, ob das Veto dcs Grafen siuenbnrg im Mlnisterintn jenes Gewicht habe, um die slovenenfreundlichen Anschauungen zn verdrängen, nnd znm Schweigen zu bringen. Raseder als es vermuthet werdeu konnte, ist unsere zweifelnde Frage beantwortet worden und hente wissen wir es bereits, dass der dentsche Landsmannlninister nicht jenen Einfttlss im Cabinete besitzt, der die Dentscheu vor weiteren Einbußen und Kränkungen bewahren könnte. Allerdings b.^dcn wir schon bei der Ernennrmg des Grafen jlnenburg zum ^^an^öinannni'.'.iister die Ueberzengnng geänßert, dass der Wasfenstillstand, den die Bereinigte Vinte nnt der Regierung al'zusctließen sich anschickte, keineswegs einen Erfolg der liberalen P.ntci zn bedeuten habe. Es lanu nns daher l?cnte der Bor'.ourf nicht geinacht werden, dass wir in bline'cnl ,^cgcn die ^'ideialen .^n Felde zielieu, ivenn wir unser Bedauern über jenen Wassenstillstand ans das '^lebhafteste Min Ausdrnetc bringen nnd den Wunsch nicht uutcrdrilcken tonnen, es möge bal^ an Zielle der lendenlahnien liberalen Politik der frische, kräsiige Hauch nationaler Ueder.',cngnng nnser poliliscbes Veben durchdringen. Bedentsam sind die Zeiclien der jüngsten Zeit und wer mit offenen Angen nni sich blickt, dcr merkt, da^s die Gegner der Deulsch-'u immer 'glversichtliä er sich geberden und den naben Sieg mit jubelndem Munde ausrnseninockten. Sicmo.len nchbescheideu. Nicht alle Deutschen in O^sterreict) sind von dt-ni Genu'nbliäi-keitdus l dcr Hanptstal)t qel.ibiitt und in der Stunde der'.'^elli wcrden A^'änncr erstehen, an deren nnbcngs.nnein Mnlb, a'i deren kiihuer Eutschlosscnh.il uud W:llctl-?stärke die Anset^täge unserer F.iude zn Sä^an.^en werden. Die Gesäucbt^ u'^ablt manches Beispiel dcntscher Grone nnd die l.u-htendcu '-^Vorbilder ans vergangenen Tigen werden auch in nns deu heldenh.iften Sinn der '.!?äter erwecken. (sin Llovene im Auftizminifterium. Die Zttgeständniss.', die in dcr jün^^sten Zeit den Slo-oencn gcnlacbt wnrden, lviben durch die '>!.-^ernsnng des Hof-ratk)?s i-, ^'vnstiun'nisterium c"ie nene Be- reiäierung erfahren. Abrain ist Slovk'nc und '.um Personal-Referenten int Jnsti^Ministerinm für S t ei er niar t, .^tarnten und Krain auserseben. Teine Berufung soll, w'e die„N.F.P." zu niel^en wtiß. den Wlinsch n dcr Fraction Scl'utlje entsprechen, während der vonl t^^razer Oberlandes,'eriä'ts-Prä'i''ium als Personal'Resereitt vorgeschlagene Ode'lan>ee..^criä^tsrirh Dr. Moriz v. Pftiigcl voin ^^^ustizminister nicht ins '.'.^tinisterinnr berufen wurde, obwobl er die slovenüche 5vr^c1ie vollkonün'n beherrscht. — Die liebenswürdige '.?!a!ner, in't dcr die '>te-gicrnng die slavischen Elemente dcs Staates behandelt, wird ihre Folgen bibcn; ob abcr diese Folgcn 'en Wün'ä'en dcr leitenden Staatsniänner entsprechen werden, mnis billig bezweifelt werden. Jedenfalls abcr müss-n die Dents.-ben in Ocst rreicl' daranf gefasst sein, so lange die Rolle de? Aschen^ brl)dcls zu spielen, als ne dcrnitionalen Energie ibrer Gegner nnr liberale „Mäßignng" und „Objeelivitä'.^^ eutgef.cn zu stellen wiffen. Im Lande des Gesanges. Italicniscl>e l^tovelle von B. W. ^iell (5. Fortsetzung) Als Landcck des Abends, noch in gehobener Stimmung über die wultderbaren Natur- und Kllnstgcnüsse, welche er in diesem märchenhaft schönen Sommcrsit; eines kunstsiunigen dentscheu Fürsten cmpsaugen, in langsamer Gondclsahrt nach Bellagio zurückkehrte, halte er cine sonderbare Vision. In wachem Träumen in die Polster der Gondel znrückgelehut, sah er noch immer iu leuchteuder Pracht die Canovasche Psvche vor sich, wie sie die herrlichen Glieder auf dem Rnl?ebett dehnt und die Arme in sehnsüchtigem Verlangen Amcir entgegenstreckt, der sich zum Kusse ülier sie neigt. Und plölzlich schienen sich die Marmorglieder dcr beriickcnd schönen Gestalt ^n verwandeln, sie wnrdcn kleine!', zarter, durchsichtiger, und nicht mehr die Gestalt eines voll entwickelten Weibes, sondern die eines Kindes war es, die seiu Gcistesange vor sich sah. Dies Kind aber trug die Zü..ie Mariettas, nnd nicl)t Atnor war es, dcr sich zum Kusse iidcr sie neigte, sondern eine crnste, träumende Gestalt — der Todcsengel. — Landcck subr ans--wie halte ihm di's Bild vorschweben töuuen? War er hier ini Laude dcr Schönheit nervös geworden? Energisch schüttelte er die traumhafte Stinunung ab. Äl'an näherte sich je<;t dem Ufer und in weuigeu Minuten trat er anf die Terafse seines Hotels. Es war anei) statt von Italienern besetzt heute; Bcllagio galt ebenso wie Meuaggio, für die Ainvohnenden als beliebter Sonntags'Ausflngsort, und Hotel Florenze war besonders bevorzugt für die Eiilkehr. Da alle Tische dicht besetzt waren, gicng er iuS HauS, um im Speisesaal sein Abendmahl einzunehmen, nach welchem er GlaS um l^laS des goldigen Rheinweines hlnuntergoss. — So saß er lange, bis von draußen stltsam rauher misstenender Gesang ihn aufrüttelte. Hatte sich da heute eine sreinde Mnsikbande einaefuuden? Nun verheißend klang das nicht. Dennoch gicng er hinatts, nni sich cin er-frischcndcs Pläjzcheu ain Sce zu suche«. — Wie erl'taunte er, als er draußen die Familie Fiesoli mit allem musikalischcn Juvcntar versammelt fand, und die Kleine, die eben ein Liei) sang " ja, es war wahrhafti.^ Marietta, seine An.ien tänscbten ihn uicht. War es möglich, dass diese ranbe, entstellte Stilnme ihr gehörte? Abcr frulieb, das Kind war ja am Morgen sclwn stockheißer gcwescn, nnd diese gelvissenlosen Eltern sch.'nten sich nicht, es trotzdem ;nnl Singen zu zioiugen! Die llngnnstige Wirknng anf die Hörer blieb denn auch nicl)t ans. Die, welche Marittta schon gestern abcndS kennen gelernt, murrten über die Eltern, dass sie das heisere Kind init dein Singen auälten, die sremden Sonntagszuzügler ließen empörte Ansrnfe hören, wie dcr Wirt erlauben könne, dass man sie init derartigen: Gekräcbz bctästige. — Schnell trat Landeck jel;t anf Giaeomo zn. Bepplna nahm eine l)erausfordcrnde Vciene an, als sie ihn kommen sah, ^üiarietta ivarf ihm aus thränclivollen i'lugen einen hilflosen Blick zn. ..Wisst Ihr nicht, dass der Hotelier Encl? fnr iinmcr davonjagt, wenn Ihr ilmi skine Gästc m't deruligem Gesang vcrtrcibl?" berrschtc Landcck dcn Äkann und das Weil.'' an. „Marielta hat hcnte i^eincn einngcn Ton in der Kchle — das hört Ihr doch wohl selbst. Lasst sie spiclrn, wenn es sc!'0n scin lnuss. aber wagt nicht noch eininal, sie hente zmn Sitlgen zu gnälen. Ich hole sonst sofort den Wirt herbei." Das half. Marietta geigte von nnn an: als sie aber einsammeln kam, sah Landeck sofort, dass sie stark sicherte. „Dn wirst nics)t mehr spielen, ich werde niit dcn, Vater reden." „Ach ja, Signor, thut cs doch, Kopf nnd Hals schmerzt, uud auch da drinueu" —, sie legte die Haud auf die Brust. „Auch sind meine Glieder so schwer-ich ivünschte,wir gien^en bald beim, oter ich dilrstc mich wenigsten? abfeits niedersetzen." .,Du sollst es, ge'.viss", tröst'te v.in'^eck ?an:'. g'eng er zn Giac'oino, und wäbren'' er noch redete, dass das K'nd wirllict) trank sei, trat nnerwarl t der alte Fikst^'li zu ibncn. „Marietta unrd nacbhause gelten und nch ni.'dcrlegen entschied er kllr'>, nachdem er vcrnonnneu, nin was es sich da handle. „Ich habe cine Ttnnde ^'Zeit nno werde an ihrer Stelle singen — Du weißt, Veppina, dass Ihr alsdann keine Einbus?e erleitel", wandte er sich zu dein.Weibe. Wl^arietta ivolltc nicht nachhamc. Sie bat, sich still in einen Winkel kauern uud den Gesang des Großvaters zuhören zn dürfeu. „Wenn ich weder spielen, noch singen, noch stehen brauel'e, wird mir schon bester loerden : auch einsammeln kann ich gehen.' „Dulumes Ding!'' keiste die '.VlUtter. Wenn Dn nicht singst, hat eS auch teiucu ^'»ireck, oass geradezu sannnelst — ich kann cs anch. Wird überhaupt nicht arg s.in mit Dei:ic.' Krankheit Faulheit ist's, nichts weiter." Elu Blick des Alteu machte sie verstummen. Landeck aber nahulÄ^aiielta an seiiicn Tisch, li^ß sie dort niedersil;en nnd reichte ibr dcn kühlen Rheinn'un, den sie diesinal, ganz gegen ihre Ge^oohiiheit, in gicri.^'n Zü^en lra^il. Und jazl sang dcr alte l'^^ondolier. Er hatte sich ^künulcr-sähig" gemacht, wie er sagte, das heißt, deu grauen Drellhosen und denl bnntgestrciften Henid cilic blanc^ leinene Jacke zu< gesi'igt. Das Haupt mit deni dichten weißen Haar trug er unbedeckt; der "schöne Greisenkopf kain so znr vollen Geltuu.-, deul Alleu unbewnsst, dein nichts ferner liegen mochte, als das Kokeltieren init seiner Persönlichkeit. Seine Baritonsüminc war von seltener Krast nnd Fülle, :lnd die ruhige Haltung, welche cr bcim Sin^icn beivahrtc, und die wundersam gegcn seine solntige '^'ebbaftigkeit abstach, gaben ihtn ctivaS Würdevolles. Noch jetU als anaehendcr Greis wäre UeserMarm eine hervorragende Kraft auf dcr Vübn? ^e-.ocscn — cr l atte es scin Seile L Die Tschechen in Mähren. Die jungtschechische Partei hat nun auch in Mähren, diesein Crbsit;e tschechischer Hof- und RegicrungSräthe festen Fus; gefaßt. Zu Pfingsten hat sich in Briiun eine tschechische Bolkspartei in aller Form constituirt, deren ^^eitung der ^^andtagsabg. Dr. Tutschek übernahm. Die Tschechen unterlassen es auch in Mahren nicht, sich möglichst fest zu vrgani-siren, und sie haben ihrer Organisation, deren uatiirliche Grundlage die slavisch-nationale Idee ist, auch ihre meisten Erfolge zu verdanken. Die Dentfchen in V^ahren sehen der tschechischen Minirardeit mit verschrankten Armen zu. An ihrer Spitze stehen Chlumccky und Dr. Promber, lvovou der erstere das bekannte Wort von dem Bremsen der nationalen Bewegung ausgesprochen hat. Wie weit man mit dieser Brems' theorie in Mähren gekommen ist, das zeigen die unaufhaltsamen Fortschritte der Tschechen, das zeigt der Umstand, das; nicht weniger als sechzehn einst deutsche Städte den Tschechen in die Hände gefallen sind. Der Egoismus der liberalen Partei hindert hier wie anderwärts das Aufkommen und die Ver-l'reitung jeder gesunden, deutschnationaleu Bewegung, die für liberale Herrschsucht freilich keinen Raum bietet. Die Verbrüderung von Kronstadt — ein Verlegenheitmanöver. Als sich im Sommer des vorigen Jahres die Franzosen und Russen in Kronstadt die bekannten Liebeserklärungen machten, staunte die Welt über die so pli)lzlich mit scheinbar elementarer (^)ewalt zum Ausbruch gekommene innige Neigung und mancher war geneigt, den gemeinsanien Hass der Franzosen und Russen gegen das Deutschthnm den Vater der drennenden ^iebe zu nennen. Man errieth jedoch damals nur die balbe Wahrheit und heute erst erfährt Europa, welche Göttin den Herzensbund in Kronstadt herbeiführte, die Göttin Verlegenheit nämlich. Die Thatsache, dass der russische Finanzminister, NM eine Anleihe in Frankreich machen zu können, die Hanswurstiade von Kronstadt in Scene setzte, enthält so viel des Komischen, dass ein Poet recht wohl, ein historisches Lustspiel, etwa unter dem Titel „Die Verliebten von Kronstadt", aus jenen Vorgängen herstellen konnte. Der Münchner „Allg. Ztg." gebürt das Verdienst, zuerst die ganze Wahrheit ermittelt und ausgesprochen zu haben. Es ist noch in jedermanns Eunneruug, dass sich der Pariser Rothschild im Frühling des vorigen Jabres den Pumpversuchen Wyschne-gradski's gegenüber ablehnend verhielt. „Man war", schreibt die Wlünchenener ^Allg. Ztg." in Deutschland geneigt, diese Ablehuung auf die russischen Judenverfolgungen zu setzen. Diese Auffassung diirfte nickt zutreffen. Die genannte Pariser Firma war eben frühzeitiger und b:fser als viele andere Stellen in Europa iiber die für Rußland zu gewärtigende Missernte und die danlit unal)weislich verknüpfte Hungers-noth unterrichtet. Die Judenverfolgungen spielten dabei höchstens insoweit eine Rolle, als die verfolgten und ausgewiesenen Juden wohl das Ihrige dazu beigetragen haben, ihre mächtigen Pariser Glaubensfienossen über die Verhältnisse in Rußland aufzuklären. Die russische Finanzverwaltung gerieth dadurch in die übelste Lage. Geld musste beschafft werden, die misslichen (?rnteaussichtcn ließen sich der Oeffentlichkeit gegenüber nur noch auf einige Wochen verbergen, der Pariser Vertreter dcs Finanzministers WyschnegradSki erklärte jedoch auf Grund ihm zugegangener guter Informationen, dass eine russische Anleihe in Frankreich nur noch möglich sei, wenn man ihr ein patriotisches Mäntelchen umhängen könne. Man nennt den Director dcs Credit Lyonnais und ncch eine andere nichtfranzösische Persönlichkeit als in dieser Richtung besonders thätig: von ihnen gieng der Vorschlag einer großen Ver-brüdernngHdcmonstration aus. Herrn Wyschnegradski siel die sehr schwicri.ze Auf^^abe zu, den (iaren auf die ihm in dieser Demonstration zugedachte Rolle vorzubereiten und ihn damit zu befreunden. Kaiser Alexander wollte von der Sache anfangs durchaus nichts wissen, nur der categorische Imperativ des Finanzministers„Aber, Majestät, wir müssen das Geld haben und können es anders nicht bekommen", vermochte ihn zu bestittnntn, zumal damit die Versicherung verknüpft ward. Lebelang vorgezo.^en. als armer Gondoliere auf dem herrlichen Eomosee zu leben, sich in seiner sonnigen Heimat zn baden. Nur einmU wurde sein Gesang leidenschaftlich bewegt und von lebbaften Gesten begleitet, und daS war, als er im Liede liella Italia pries. „Jtalia, Dir lebt ich — gewähr mir einst ein Grab—" war der Endreim jeder Strophe. Der alte Mann sang es hinreißend, mit stets wechselnder Betonung der Worte; der letzte Vers verklang wie der Hauch eines Sterbenden. Stürmischer Beifall folgte dem Vortrag des Alten, und als Frau Beppina gerade jetzt einsammeln gieng. konnte selbst sie zufrieden mit deul Ertrag der Sammlung sein. Früher als sonst nahm heute die niusikalische Unterhaltung ein l^nde. Nachdem des alten Fiesoti freie Zeit abgelaufen und sein Gesang verstummt, waren die Hörer nicht mehr gestimmt, sich mit GiacomoS Leistungen zu l.'eaui!g !N und dass Marietta noch einmal znr Mitwirkung herangezogen wurde, hätte Landeck uin keinen Preis gelitten. Die Fanntie rüstete also bald nach Zehn zum Aufbiuch u^'.d Marielta, welche den: Gesänge des Großvaters mit einer Art leidenschaftlicher Andacht gelauscht, erhob sich vom Tische ihres Gönners, ibm mit heißerem Flüsttrn innig Dank sagend für seine sorgende Güte. Aber plötzlich umklammerte ihre kleine Hand krampfhaft den Stuhl, die Augen schlössen sich und die ganze zarte Kindesgestalt schwankte. „Du bist krank, Marietta", sagte Landeck ganz erschreckt, „kränker als wir glauben! Wie wirst Du nachhause gelangen? vielleicht gelingt es mir, einen Wagen zu beschaffen." Sie lzffnete jetzt die Augen, ihn dankbar anschauend. „Es geht schon besier, Signor ich weiß nicht, was es war. Pli)tzlich drehte sich Alles um mich her — aber nun ist's wieder gut. Da schaut, wie schnell ich gehen kann — seht Ihr? Morgen ist Alles wie sonst." Wirklich gieng sie leicht und fest zu den Eltern, die schon ungeduldig winkten. Landeck schärfte diefen noch dringlich ein, sich um das kranke Kind zu Marburger Zettung der Ear habe in der Sache nichts weiter zn thnn, als die ^ Franzosen huldvoll zu e^npfangen, das Andere werde sich dann schon von selber machen. Also geschah es. Dies ist die Geschichte von Kronstadt und der vorjährigen russischen Anleihe." Die Kaiserbegnung in Kiel. Am vergangenen Dienstag hat der Ear dem deutschen Kaiser in Kiel seinen Besuch abgestattet und auf diese Weise der Höflichkeit Geuüge geleistet. Eine besondere politische Bedeutung darf der Zusammenkunst der beiden Herrscher wohl kaum l^eigelegt iverden. Ist es dock bezeichnend genng, dass Kaiser Wilhelm II. sich dazu verstand, seinen Gast in der Hafenstadt zu empfangen, um ihm so die lleberwinduug zn ersparen, die ihn eine Reise nach Berlin gekostet hätte. — In Frankreich war man wegen der Kaiserbcgegnuug wiederum einmal grundlos aufgeregt, wie dies aus einem Berichte der „Voss. Zeitung" hervorgeht, der aus Paris stammt nnd folgendermaßen lautet: „Die Begegnungen des Kaisers Wilhelm mit fremden Herrschern sind der Gegenstand der ängstlichen Sorge der hiesigen Politiker. In erster Reihe ist es natürlich der Besuch des Earen, der sie beschäftigt. Französische Liebe geht nicht ohne Eifersucht, und über die Stirn eines jeden rnssenschwärmcnden Franzosen zieht ein tiefer Schatten, wenn er daran denkt, dass der Ear beim deutschen Kaiser zu Gaste sein könne. „Sind die Gerüchte von einer Annäherung Rußlands an Deutschland wahr?" rief zu Anfang dieser Woche ein hiesiges Blatt schmerzlich bewegt, „sott Berlin, Potsdam oder Kiel das Andenken von Kronstadt auslöschenUnd ein anderes Blatt nahm ohne Weiteres an, dass diese Frage bejaht werden müsse, und schritt zu einer Prüfung seines Gewissens, bei der es zerknirscht die Entdeckung machte, dass Frankreich wohl die Liebe des Caren verscherzt haben könne, erstens, weil es das gute, alte Eabinet, das Kronstadt „gemacht", gegen ein radicales,pricsterverfolgfndes Ministerium vertauscht, zweitens, weil es sitr die Opfer der Hungersnoth den ganzen Winter und Frühling hindurch nichts gethan habe. Die neuesten Nachrichten aus Berlin und Kopenhagen nehmen aber jede Sorge vom bekümmerten tÄemülhe der französischen Vaterlandsfreunde. Der Car stattete dem Kaiser Wilhelm einen Besuch ab, jedoch, so sagen die Franzosen, unter äußercu Umständen, die diesen Besuch fast zu einer Knndgebnng der Entfremdung, um nicht zu sagen der Feindseligkeit, machen. Der Car begibt sich nicht in ein Schloss des slaisers, er betritt nicht einmal deutschen Boden, er fährt bloS iu den Hafen von Kiel ein und geht an Bord eines deutschen Kriegsschiffes. Der Besuch soll blos einige Stunden währen, dann nimmt der Car Nihlen Abschied und eilt nach Kopenhagen zurück. Kronstadt wird also nicht ansgelöscht, und Frankreich kann ruhig sein! Der Besuch des Großfürsten Conftantin in Nancy hat gewiss anch zur Beruhigung Frankreichs beigetragen. Aber auch Deutschlaud bleibt bei dieser unter so eigenthümlichcn Verhältnissen erfolgenden Monarchen-begnung ruhig, und so hat eigentlich Nienland Grund zur Aufregung." Die Sotoliften in Nancy. Die tschechischen Blätter sinden fast keinen ihrer Freude und Gcnugthuuug entsprechenden Ausdruck, um die Großartigkeit des Empfanges, der den Prager Sokolisten von den ftanzösischen Revanchebrüdern zu theil geworden, zu schildern. Den Sokols zu Ehren war ein Champagner-Bankett veranstaltet worden, bei dem die Begeisterung begreiflicher Weise stetig zunahm. Die Kundgebungen der Sympathie uud brüderlicher Liebe wollteu gar kein Ende nehmen, die Pariser und Nancyer Blätter brachten nebst enthusiastischen Artikeln auch noch das Porträt von Dr. Podlipny. Den Sokolisten wurden Ehrenplätze neben denl Präsidenten der 9iepublik und neben den Ministern eingeräumt. Beim Festzuge wurde natürlich den Sokolisten, welche gewöhnliche Civilkleider trugen, von den Franzosen ganz begeistert zugejubelt. Wir haben keinen Grund, den Tschechen die Begeisterung, die sie in Nancy erregt haben, zu missgönnen. Die Sache ist zwar sehr charakteristisch, aber sie allzu ernst zu nehmen, wird Niemandem einfallen. Bedenk- kümmern nnd ihm alle Schonung augedeiheu zu lassen. Morgen werde er selber nach Marietta sehen. So trennte man sich. Landeck hatte für den folgenden Tag in aller Frühe einen Führer bestellt, um den Monte Samt Primo zu ersteigen. Da der Weg unter vier Stunden nicht zu bewältigeu war, weil man auf mindestens ebenso lange Rast rechnen musste, so würden mit dem Rückweg gut zwölf Stunden vergehen, ehe man wieder in Bellagio sein konnte. Dies erwog Landeck, dabei sorgenvoll an Marietta denkend. Ob er lieber vorher noch anfragte, wie es dem Kinde ergehe? Aber nein, jetzt um vier Uhr morgens — Frau Beppina würde ihn mit den bösen Augen schön anfnnkeln, wenn er so früh ihre Nachtruhe störe! So eutschloss er sich denn, gleich nach der Hein,kehr zum Häuschen am Berge hinanfzusteigen. — Aber auch damit war's später, als er gedacht. Zwar war er nm fünf Uhr nachmittags zurück, wohlbefriedigt von dem herrlichen Aussiuge, aber anch so müde vom weiten Wege, dass er nicht einmal imstande war, zu speisen, sondern eiligst ein Bad nahm und sich dann in seinem kühlen Zimmer zur Ruhe niederlegte. PeinigeuderlHunger trieb ihn nach einer Stunde wieder auf. Als er diesen gestillt und zu Fiesolis Wohnung hinaufstieg, war es acht Uhr. Diesmal tönte ihm nicht schon von Weitem Beppinas Stinnne entgegen. Still lag das Häuschen da. Er trat in den kleinen Flur und klopfte an die nur angelehnte Thür —keine Antwort. Nun stieß er sie auf. und trat in die Stube. Dieselbe war leer, aber aufgeräumt, die Lagerstätten sorgfältig geordnet. Wo waren die Fiesolis, vor Allem Marietta? Sollte sie bereits wieder gesund, vielleicht gar von den Eltern zum Singen und Spielen mitgenommen sein — denn dass die Abwesenheit aller Familienmitglieder aufdiegewohute musikalische Abendthätigkeit zurückzuführen, war anzunehmen. Aber das Kind — uach Mariettas gestrigem Zustande war es nicht denkbar, dass sie sich so weit erholt haben sollte, um mitzuwirken. Nr. 47, 12. Juni 1392 licher ist der Empfang, der dem Großfürsten Constantin zutheil geworden ist. Er wurde vom Bahnhofe unter Vorantragung der Fahne mit der Inschrift Elsaß-Lothringen und zahlreicher im Nu beschaffter russischer Fahnen eine halbe Stunde lang von Tausenden bis zur Präfectur, dem Absteigequartier Earuots, geleitet. Man sang fortwährend die Melodie der rnssischen Hvmne und brachte Hochrufe auf den Car und Rußland, sowie Elsaß-Lothringen aus. Der Großfiirst erwiderte die Grüße mit Hutschwenken. Die Studenten und Turner umgabeu deu Wageu des Großfürsten in dichten Reihen und warfen die Mützen in die Höhe. Dem Wagen eines Blumenhändlers, welcher dem Zuge begegnete, nahmen die Studeuten BonquetS und Blumen ab, um den Wagen des Großfürsten zu schmücken. Auch von allen Fenstern regneten Blumeu in den Wagen. Anf dem Hauptplatze war rasch ein Spalier von Truppen gesammelt, welche die Ehrenbezeigungen leisteten. Die Menge folgte dem Großfürsten bis zur Wohnung Carnots, so oass die Soldaten schließlich mit Bajonetten die Ordnung herstellen mussten. Der Großfürst schien die Huldigung mit Wohlgefallen aufzunehmen. Wenn russische Großfürsten an derartigen Demonstrationen, deren Spitze nnverkennbar gegen Dentschland gerichtet ist, sich be-theiligen, so mnss dies gewiss uuangenehmes Aussehen erregen. Die Störenfriede am Balkan. Die bnlgarische Emigration wird in letzter Zeit mit allen ihren hochverrätherischen Plänen vom Missgeschicke verfolgt. Ihre Attentate gelingen entweder gar nicht, oder sie ver« mögen selbst dann, wenn, wie im Falle Vnlkowitsch, der Dolchstoß gelingt, keine wirttichen politischen Erfolge zu erzielen. Serbien, das den Landesflüchtigen so lange Zeit hindurch Vorschub geleistet hat, musste dem energischen Drängen Bul» gariens nachgeben und wies die Emigranten aus, sogar R'zow, den verwandtschaftliche Bande mit den Staatsmännern in Belgrad verknüpfen, musste entweichen; in Rnmänien finden sie ohnehin keine sichere Unterkunft und haben sich daher von dort ganz ^rückgezogen nnd jetzt treffen sie zwei neue schwere Schläge. Wie die „Frkf. Ztg." meldet, hielt das Actions-Comitv für die russophile Propaganda in Bulgarien am Montag eine stürmische Sitzung in Petersburg ab. Capitän Kosarow und Rissow hätten Zaukow und Lutzkanow der lKeld-uuterschlaguug beschuldigt. ES sei beschlossen worden, die Propaganda der That bis auf Weiteres wegen Geldmangels einzustellen, llnd die Gagarin'sche Schiffahrtsgesellschaft, diese ausgesprochene Helfershelferiu der revolutionären bulgarischen Emigration, hat, wie ein Privattelegramm aus Belgrad berichtete, ihre dortige Agent.e aufgelöst. Die genannte Gesellschaft spielte bekanntlich anch in dem Verkehr zwischen Rumänien und Bulgarien eiue sehr eigenthümliche Rolle und mau schreibt ihr nicht gelingen Antheil an der Rustschuker Bombeuaffaire zu. Vermuthlich ziehen sich die plötzlich fried-liebeud gewordeueu russischcu Officiösen z. Z. von den Männern der That zurück und „wo kein Geld, da kein Geschäft." Bulgarien aber und mit ihm die orientalische Frage werden aus Allem dem den Nutze» ziehen. Genießt ersteres einige Zeit auch von außen her völlige Ruhe, daun wird sich dieses Staatswesen nur noch mehr consolidieren und den später einmal ansbrechenden Stürmen gewachsen sein. Tagesneuigkeiten. (Das .Grubenunglück bei Przibram.) Die Prager Blätter sind voll von grauenhasten Schildcrnngen der Grnbenkatastrophe Im ,.Hlas Naroda" liest man: „Der Bergmeister Soyka ersuchte am 2. Juni Nachmittag die in dichten Gruppen um ihn stehenden Bergleute, es mögen einige von ihnen Vorbereitungen treffen, sich in den Franz-Josef'Schacht hinunterzulassen, weil berichtet wurde, man habe läuten gehört; dieß bedenke, dass unten sich noch Lebende befinden. Sogleich meldeten sich zwanzig Bergleute, denen man die größte Ermüdung und Ansregung ansah, zu den Rettungsarbeiten. „Aber ich brauche nur drei oder vier", rief der Bergmeister. „Wir gehen Alle!" war die eininüthige Antwort. Und die Bergleute loosten unter einander, wer Als er rathlos in dem kleinen, kahlen Ranm um sich schaute, drang ein Ton wie das leise Aechzen eines Menschen an sein Ohr. Drüben neben dem Herd war eine niedere nur angelehnte Thür — dnrch ihren Spalt drang das Aechzen, diesmal lauter, langgezogener. Landcck stieß die Thür auf — da lag anf dem ärmlichen, unsauberen Pfiihl Marietta und langte eben nach dem braunen, plumpen Topf, der neben dem Lager stand. Ihre Angen waren geschlossen, das Gesicht in Fiebergluth geröth-t. „Wasser!" stöhnte sie. „Ach, ich vergaß — der Topf ist lauge leer. Wenn ich nur ausstehen könnte —" und sie stützte sich ans die Bettpfosten, ein vergeblicher Versuch, sich aufzurichten. „Marietta — armes Kind — haben sie Dich allein gelassen?" kam es erschüttert von des Professors Lippen. Da riss sie die schweren Augeulider auf uud ein Leuchten gieng über das glühende Gesicht. „Ut'.ser guter Signor ^ mein lieber, lieber Signor — nicht w^ibr, Jdr gebt mir Wasser?" flehte sie röchelnd. „Ja, doch, Kind, ja — sage mir nnr, wo ich es finde", rief er t'ebend vor Schreck über Atariettas Zustand. „Draußen im Flur — in der Ecke — Ihr werdet den Eimer schon sehen. Wenn nur noch Zöasser da ist" — Landeck stürzte schon fort. Er fand den Eimer und zum Glück war noch Wasser darin. Vorsichtig setzte er dann mit ungeschickten Händen den gefüllten Topf an die heißen Lippen der Fiebernden, die gierig trank. „Ich danke Euch, Signor — jetzt ist mir gleich besser.- „Die Eltern ließen Dich ganz allein hier?" „Ja, sie musiciereu l)eute in Bareena uud wer sollte hier bleiben, Signor? Sie müssen spielen, um zu leben — wie die Mutter iltuuer sagt. Auch bielte sie es hier in der heißen Stube nicht ans, meint sie." (Schluss folgt.) Rr. 47, 12. Juni 1392 ___ «infahren solle, obwohl ihnen dort der Tod drohte! Sehr richtig bemerkte der Bergarzt Dr. Rosol, dass dies wahre Helden seien. Endlich wurden die Bergleute Bintiska, Tesarek und Hlavka für die Rettungsarbeit bestimmt. Das Glockenzeichen wurde gegeben, Dr. Rosol drückte den wackeren Bergleuten die Hand und rief bewegten Tones: „Nun denn, Jungen, in Gottes Namen!" Der Fahrstuhl flsg hinunter und aus Hunderten von Kehlen ertönte eS: „Glück auf! Gott helfe Euch!" Der Bcrgmeister rief den Leuten in die Tiefe nacd: „Vergesst nicht, wenn einmal geläutet wird, so bleibt unten stehen; wenn Wci Mal geläutet wird, so lasSt Euch schnell hinauf. Vergcßt dies nicht, Jungen." — „Wir werden eS nicht vergessen, Herr Bergmeistcr." Mit diesen Worten verschwanden die Einfahrenden in der grausigen Tiefe." — Ein Bergmann, der zur Rettung seiner Kameraden iu den Schacht Hinalfuhr, erkannte unter den emporgebrachten Leichen seinen ugcnen Sohn, der nur noch Reste des Schädels am Rumpfe hatte. Er wurde an der Uhr ettannt. Als die Mutter herantrat und gleichfalls an der Uhr ihr Kind erkannte, schrie sie: „Wie habt Ihr mein Kind zugerichtet!" und ballte die Fäuste. Die „Bohemia" schreibt: Vielfach besprochen wird folgender rührende Borfall, der vcn Augenzeugen bestätigt ist: Am 2. Juni wnrde aus dem Franz-Josef-Schachte die Leiche des Bergmanns Josef Kasch hervorgezogen; Kasch hielt in der einen Hand krampfhaft ein Stück Papier fest. Als man eS ihm aus der Hand genommen, sah man, dass auf dieftm Papier der letzte Wille deS armen Verungliickten bezeichnet war; es stand nämlich auf dem Zettel in czechischer Sprache Folgendes: „Liebes Weib! Bezahle 90 st.!" Hierauf folgt der Buchstabe „b". Der arme Mann scheint in diesen: Momente das Bewusstsein verloren zu haben und dann erstickt zu sein. Nach den Erzählungen der Geretteten mrrss der Tod überhaupt bei den meisten Opfern ganz momentan erfolgt sein. Denn wie die Ueberlebenden angeben, hätten sie mit ihren verunglückten Kameraden noch gesprochen, als diese plötzlich in der Stellung, in der sie sich befanden, mit eirlem Stoßftufzer die Angen schlössen und den Geist aushauchten. Thatsächlich wnrdeu die Beruuglücstcn in den verschiedensten Stellungen vorgefuriden, der Eine stehend, den Kopf czestntzt, ver Andere sitzend, ja einer der rernnflnckt^n Arbeiter hielt sogar noch das brennende Licht in der Hand. Ein Älann hatte eine lächelnde Miene, zwischen seine offenen ^.'ippen zeigten sich seine gesunden weißen Zähne. Ein verzerr t:s Gesicht war an keiner Leiche bemerkbar. Es scheint somit, dass die armcn Lente einen leichten Tod latten. (Die Mädchenhändler r'o r Gericht.) Die in Lenrberg stattfinderrde Untersuchung gegen ^.1.^lclischenbändler, die Mädchen ins Ausland entführten, nin sie dort der Schande zu überliefern, nilnmt einen nnc^eheilren Umfang an. Es wird einer der scirsationellsten Processe der letzten Jahrzehnte sein und in mancher Hinsicht bezeichnender als der Process in Wadovlce. Bis jetzt sind siebzehn Personen verhaftet worden: Z) Isaak Schäferstein nnd 2) seine würdige Gemahlin Reiste, geb. Briefer, 3) Verl Etmer, 4) Breindle, Komer Prima, Rosengarten Sekunda, Hoffnung, ü) Joscf Wandt, 6) Ehaim Laib Moretzky, 7) Ehane Weirrberg, genannt Kracbel, 8) Perie Dore, verehelichte Ahoch, 9) Pcrle Tafel, 10) Ryfke Dynikacz, l1) Freiden Einer, 12) Nnssim Queller, 1!!) Bernhard Stark, 14) Leib Schwamm, 1.^) Esther Schrvamm, 1n er erklärte, er fühle sich in seinem neuen Leben sehr wohl und müsse anch den Um-gang mit Landslenten nicht vermissur. Graf Karolyi ist nämlich Hotelpächter in San Frarrcisco. Sein Buchhalter (Sekretär) ist ein jun.'>er Ungar, Nainens Ladislarrs v. Szögyeny und als Portier ist ein — Graf ^^ogothetti angestellt! Die beiden leijteren waren merkwi'lrdigerweise vor noch nicht langer Zeit unmittelbar nach einander als Ober-gespaus'Sekretär in Temcsoar thätig. (Ueber die Verhaftung des Rektors Ahlwardt,) der die Broschüre Judenflinten" veröffentlichte, deren Erscheinen rvir seinerzeit meldeten, liegt ein Bericht des Beiliner „Lokalanzeigcrs" vor. Derselbe lautet: Am Donnerstag Nachmittag erschienen in der Wohnrmg Ahlivardt's zwei Kriminalbeamte, um ihn zn verhaften. Nach einigen lcdhaften Ariskinandersetzungen nrachte Al)lwarU, der gerade mit der Vorbereitung zu einem für denselben Abend in der Tonhalle angekündigten Vortrage „Jndenfliitten und Jutenrache" be» schäftigt war, Toilette, hinterließ für seine Gattin einige Zeilen und begab sich dann mit den Beamten nach dem Polizeipräsidial^zedäude. Am Freitag Früh begab sich die Ehefran des Juhaftirten nach dein Polizcipräsidinm, nm ihren Mann zn svrccl)en; die erbetene Unterredrma wurde ihr ver-rveigert, eben'o eiue Aufklärung über deu Grund der haftirung. Als die Verhaftung Ahlwardts in der erwähnten, von nngefälir Persouerl besuchten Versammlnng in d^r Tonhalle bekannt wurde, griff große Erregung unter den Anhängern des vergeblich Errvartetcn Platz. Es wahrte geranine Zeit, ehe die VerlMdlrrngen beginnen konnten; dann wnrde folgende Resolntion arrgenommcn: „Angesichts der wuthvollen, ehrlosen ^lngriffe, Lügen und Verlenmdungen der Jndenpresse und ihrer Trabanten gegen den Antisemitismns nitd ihre Fiilirer, insonderheit gegen Rektor Ahlwardt, von der Erwägnng ausgehend, dass die ehrlosen, jänrmerlicher Er-zerrgnisse dieser Preßpirateil gegen den dentschnationalen Anti-semitisnnlS weniger hilferufeird nach oben gerichtet sind, als vielinehr bezrvccken, die breiten Bkassen unseres Volkes zn verrvirren und eventnell zum Abfall von nnserer gerechten Sache zu bewegen — erklären die heute in der Tonballe versammelten zveitansend derttschen Märrncr, dass sie nnbcirrt NM jiidisches uud jndendienerisches Wnthgeheul irn Kampfe gegen jüdische Ansbcntnng, Anmaßung uud Bciterlaudslosigkit für Dentschthum, Ehristenthum und Monarchie, sich selbst und der Sache treu, — nrnthooll ausharreu werden, so Gott Witt, bis zrnn endlichen Sieze! - - Niemals wird die Welt das traurige Schauspiel sel)en, dass Söhne eines kraftvollen, idealen Volkes den überzeugnngstrenen Brrrder verlassen, der ihnen unter Verzicht auf Amt, Vortheil rmd Ehren in aufgezwungenem Kampfe für des gesammten Volkes Wohlfahrt, firr des Baterlands n Metzger ab nnd ließ sie anf sein Landgut lnnansfnbren, er ihr das Gnadenbrod schenken will. (Der Poesie nnd dem Humor in der Kiu?c'-spra ch e) hat ein Mitarbeiter der „Köln. Volksztg." '^."»lanchcriei abgelanscht. Reich zeigt sich die Sprache der Kleinen an neuen Wortbildnngen rmd' Wortanlvendnngen. deren Seele dcr Vergleich ist. Vou dcr Scl^a.htkl gebt uichl der Boden, sondern die „Sohle" ab. Ein >i!ial?c, der schon Flinten gesellen hat, aber keine Pistolen, neunt lel',tcre „junge Flinten", ebenso spricht ein anderer, als sein ^i^Uer den Dectel dcr Pfeife zumacht, von deren D^nn wird ein Streichholz, daZ gebrannt hat, ein todles „Streichhölzchen" genannt. Ein Mädchen nennt Hobclspädnc „bolzige Locken^'. Linen hübschen Beitrag znr Empsinevng der Karben g!cbt ein kleiner Knabe, der „kalte nnd warme Väuine" erfindet, nm damit welke und grüne zu bezeichnen. — ?1!asllos thätig i>t bei den Kindern die etoniologische Anlcl)nnng fremder Worte und Wendungen an bekannte. DaS gicbt ofl drollige Vermengnngcn. „Oper" ist für die Kleine ein nn''ekannter Begriff, so machte sie aus eiuein „Operngncker" einen „Obergneker". „Heulen und Zähneklappern" h^t daS.^iind noch nie gkbört; so wird d.iranS ein „Nenn- und Zehnklappen.'^ Ein kleiner Jnnge, dcr nichts von einem Raben weiß, aber schon Kohlral)! gegessen hat, bildet das Wort „kohlrabischwar'/, luid ein Anderer spricht von „H'nterpunktion". Ein filnsjähriges K ird rvird von der Mutter ermahnt: „Lass das, sonst schilt Tante Bertha", woraus es leise mit denr Worte „Schildkröte" antwortet. Ein kleiner Schnljunege aniirortet eins die Frage, w^^s er eben thue: „^^ch krljonir Zcitwörter!" Ein kleines Mädcherl erhält von dcr Tante immcr büdselie Gescbenke. „Aeb. Tantchcn, Du bist immer so gnt und schenkst mir waö, Du l^'ist die „I möchl' h'nnt' gern über d' Zeit bab'n!" änßerte sich der Gefreite Huber zum Korporal Gratinger; „maust nöt, dass der Franz n' „W.icht" eS stecken knnnt'^" „Na, waßt. Dir ist d' Erlaubnis anf zwa Monat ent« zogen", meinte Gratinger bedenklich, „aber dcr Franzl kann Alles; zahlst eahm halt a Vetschina." Und Korporal Gratinger hatte Recbt: der Franz bekam die Vctscbina und der Gesrcite die Erlaubnis. Franz hätte, wie uran sieht, ein bcneidensivertbes Leben t)ei dcr Kompagnie führen können, aber ')!och keinen sah ich fröhlich endeu, Anf dtu nrit immer vollen Händen Die Götter ihre Gabcn strcu'n. Das Dichterwort sollte sich auch bei Franz in verhängnisvotter Weise bervähren. Der verwegene Liebende war anf die Idce gekonrmen, anch für die geinige Nahrnng seiner Angebetcncn zri sorgen. Ein Kolportenr batte Einlaß in die Kaserire gefunden nnd von diesein bezog Franz die nenesten literarischen Er'>engnisse NM den Preis ron fünf Kreuzern per Liesernng. Diese Sanrrnlnng geistiger Produkte nmsasste Alles, was ron Ritter Krrnibert dem Grans^rnen bis znin Ehepaar Schneider an schrecklichen Thatcn von verworfenen Menschen geleistet worden war, wabrheitsgetreu dargestellt in Wert nnd Bild. Zudem war auf dcr Rückseite jeder viefernng zn lesen, dasS jeder Abonnent nacli Adschlnß des Romans das Bezugsrecht auf das wuudcrse-bonc Bild „Maria mit dem Kind«." habe uud zwar gratis bis ans den R^hmcn nnd die Spesen, welche extra vn t'ezablen waren. Franz sel'^te große Hcssnu'lgcn ans dieses Gratis-Knrst-wcr!, welches er dcr Geliebicn aio G.''chcnk zunr Namensseste bestimmte. reine Schenkmainsell!" Der kleine Emil ist entsetzt, als er hört, dass Herr Miiller „durchgebrannt fti. Ein anderes Kind bringt das Wort „Amerika" in Be^^iebunq mit „am Mcer" und fragt daher, ob dort viel Wasser sei. Dann lrictcr cntstehcn greuliche Verwirrunsien, wenn daS Schulkind Apostel von Post, Pricster von Priese ableitet, oder einen ^Arbeiter vom Felde „Feldherr" nennt. Diese Denkthätiqfeit der Kleinen stei.^ert sich oft ^^enug zur Philosophie. Was kann einfacher und schlagender sein, als folgende Erklärnng des kleinen Hans, Mama: „Hans, weisU Dn auch, was unanständig ist?" Hans: „Ja, wenn Jemand dabei ist." (Ersamittel für ardolsänr e.^ Unter den zur antiscptischcn Wundbehandlung und zur DeSinfection bei an-' steckenden Krankheiten gcvrättchlicl?cn Aüttcln spielte bislier die Carbolsäure eine Hauptrolle. Da dieselbe aber sehr gifrig ist und infolge Unvorsichtigkeit wiederholt llngliieksfallc verursacht hat, hat man schon lauge nach eincin geeigneten Ersatzmittel filr dieselbe gesucht. Än solches nü'lsste vor allc'n Dingen miudesteus die gleich hohe desinficierende Wirkmig und eine viel gerin.'icre b^iftigkeit haben als die Carbolsänre und der letzteren auck mit Riicksicht auf die übrigen siir die Anwendbarkeit in Betracht kommeuoeu Eigeuschaften nicht nachstehen. lZin solches Mittel scl'eint nun nach den vorliegenden wissenschaftlichen Abhandlungen in dem !>^^ysol gefunden zu seiu. Das ^'l)sol soll nach den in verschiedenen hygienischen Instituten sso anch an der Wiener Universität) ausgeführten l'actenologischcu Unlersuchuugen die Carbolsäure au mikrebentodteuder Wirksanikeit l.'edcuteud übertreffen, dabei nur etwa deu achreu Tbeil der Giftigkeit der Earbolsänre .vigen, so das:« man dassell^e (da eiu absolut ungiftiges Mittel, welches die Jiifcctinskeime tödten soll, nicht gut denk-l'ar ist) so gut wie ungiftig be.^eichnen kann. Das ^^ysol wird, ivie schon so manches wertvolle V^iltel, aus dcm Theere dcir-gestcllt. welcher eine geradc^^u erstaunlich reiche Quelle für die Darstellung der verschiedeusten Pravarate geworden ist. Es stellt elne braune, wie Oel aussehende Flüssigkeit dar, welche iu Wasser indessen klar löslich ist. Diese ^.^öslichkeit des ^^ysols wird als eiu b»souderer Vorzug hervorgehobeu. weil dadurch die Möglichkeit einer Vcrdüunuug und damit eiuer qleichuias^i^eu Eiuwirkuug auf die zu dcsinfieicrcuden Gegcu-stande gegeben ist. Das Vvsol hat sich als Antisepticum iu der l^^ebnrlshilfe uud iu der Chirurgie bereits bewährt; dasselbe ist aber insbesondere auch zur Dcsiufection in der Hansbaltttn.i geeignet, ta ein Abw.ischen der A^öbel, Wände, Böden :e. mit einer '.'ysollösuug genügt, um die Anstecknugs-keime .^ll vcruichteu. ^^ur Desiufeetiou des Auswurfes Lungenkranker, der Abgänge bei Typhus, Cholera n. s. w. soll es von allen bekannten Mitteln am meisten leisten. Es wäre zu »vüuschen, dass sich die bisherigeu Erfahrungen bestätigen. Eigen-Berichte. Wien, ll). Juni. (Die ^^oc albahn Eisenerz-Norderul'erg.) Durch die criu d. erfolgte Eröffnung der ^'oeall'abu Eiscnerz-Vordcuiberg für den allgemeincn Verkehr N'ird nicht allein ein heiß ersehntes Ziel der Alpinen Moutan-gesellschaft kl reicht, deren (Äestehuu^^skostcu nuumehr für alle aus dilll Er^l'uge geförderten Erze um ciu Vedeutcudes reducielt werten, sonteul auch fiir die ^'eoben-Vordernberger Bahn, die bisher nicht viel mcl)r clls eiue Art Sackgasse war, eine ucue Aera aubr>.cheu. Die ^ocalbahnEisenerj-Vordernberg wird aber auch der gesannnteu stcicrischeu Eiseuiudustrie zu-statteu koluuieu inid darf deren Bau uud endliche Fertigstellung somit iu je!.'er Beziehung als erfreulich bezeichne.! werden. Die ^^ocalbahlt Eisenerz-Vordernberg ist nicht allein für den Frachten-Verkehr von tcr c.rößten Bedeutuug, sondern sie besitzt auch alle Eigeuscliafleu, uul als Touustenbahu erstui Rauges eine Nolle zu spielen. Äkan übertreibt nicht, wenn man diese Local-bahn als tie großartigste ter iu Europa besteheudeu'^ahnrad-dahuen bezeichuet. Die Anlaize, der Bau uud die Betliebs-eiurichlung siut nach dem gemischten Abt'schen Svsten (Athäsion und Za!?ura^) vou Jngenieureu der Gcncral-Juspectiou der Veiter sollte es nicht dazu koulmen. Eines Tages haue tvieder einmal Franz deu Dienst eines JuspektiouSsoldateu zu verscbeu. Wie immer, weun er diese Würde bekleidete, dehute er auch diesmal seine Juspckliousreiseu ül'er den Kompagnie-Nayon hinaus auch auf die F>.ldwel.'el Behausuug aus, zumal da Frail Iiicsner die neueste Lieferung des Nomanes „Der Moid auf der Eiserbnrg" oder „Die veiflnchte Grafentochter" von Frau; s ll'st vorgel^seu habeu wollte. Es war eine stille Täminerungsstuu?^e, der Feldwebel sas; iu der Kautiue und der guuüige Moment für Franz war gekomnun, sich der au-geuehnlen Pflicht zu entledigen. Frcul öiiesuer empfing deu Nezitator auf das Freuud-liehste, setjte ihm eiu.' Tasse Kaffee vor, legte auch eiue halbe Virginier ihres Gatteu danebeu llud, behaglich sich zurecht-set^enk", lauscl?te sie gl.itlou war zu äliulich — seiner Siuue uicht niehr ulächtig, der hcißgeli^l.'ten Feltwebelsgattin zu Fül'?eu. „Fortsetzung folgt", rief iu dieseul Augeublietc auch die dröhuende Stiulme des hereiutreteudeu Feldwebels. — Es sei mir erlasseu, auf diese Fortiet;nng näher einzu-gelien nnd es genüge mitzutheileu, dass man Frauz erst uach zel)u Tageu bei der Kompaguie und das in einem kläglichen Zustande wiedersah. Ich lies; mir sageu, dass diese Veränderung seines Wesens durch den unangenehmen Wechsel von j?icht und Schatteu, ratiouelles Spaugeuschlieszcu und unfreiwilliges Fasteu, jiasteilmgeu, wie sie eiu läugerer Aufeutbalt im Eiuzelarrcste mit sich bringt, hervorgebracht worden sei. Franz ist seitdem Anti-Romantiker geworden. I?^V'.—8. österreichischen Eisenbahnen ausgeführt. Bon Eisenerz aussteigt die Bahn bis Präbichl in mehreren langen Tunnels auf einigen wcitspannenden Biaducten um den steierischen Erzberg herum bis zu Meter. VomPräbichler Tunnel ausfällt die Trace bis Vordcrnberg, wo sie in den Leoben-Lordern-berger Bahnhof mündet. Ungefähr 18 Kilometer lang, wovon circa 80 Procent mit der Äbt'schen Zahnstange ausgerüstet siud, hat die Bahn Steignngen von bis 1: Grössere Stationen sind nur Präbichl und Erzberg. In diesen beiden Stationen nnd mit ihnen dnrch Geleise verbilnden besinden sich die der Alpinen Montangesellschaft gehörigen „Ladehalden", lvelche zum Sammeln und Verladen der Eisenerze dienen. Die Locomotiven, welche diese Localbahn befördern, stehen bisher einzig iu ihrer Art da. Die Zahnrad- sowie die Adhäsions-maschiue wird vou eiuem und demselben Kessel gespeist. Eine höchst geistreich constrnierte nnd glänzend ausgeführte Luftbremse fügt sich den soustigeu gewöhnlicheu Bremsvorrichtungen geschickt an. Der Umstand, dass die W.^gen der Eisenerz Vordernbcrger Bahn auf alle nonnalspurigeu Bahneu über-geheu können, erhebt diese Locall'ahn iu Verbindnng mit der in Anssicht genommenen jährlichen Frachtenlnenge (au Eisenerzen allein etwa eine Million Tonnen) znr eigenartigsten Zahnradbahn Ellropas. Bon welcher Bedeutuug diese Local-bahu für die Leobeu-Vordernberger Bahu ist, geht aus dem vorliegeudeu Geschäftsberichte für das abgelaufene Jahr, den die Verwaltung der le^tgenannten Gesellschaft erstattet hat, hervor. Derselbe benlerkt, dass die Leoben-Vordernberger Bahn nunmehr eineu normalspurigen Anschlnss an die Staatsbahnen in Eisenerz bekäme, der den unmittelbaren Uebergang der Zi'lge von den bestehenden Bahnen auf die ueue Bahn ermöglicht nnd welcher daher die Leoben-Vordernberger B-ihn zu eiuem wichtigen Bindegliede zwischen deu Staatsbahueu und dem Endpunkte der Südbahu iu Leobeu macht. Es ist aller Wahrscheinlichkeit uab mit der Möglichkeit zu rechnen, dass die Localbahu Eisenerz-Vorderuberg nicht blos den Massentransport der Montanindnstrie bewältigen köuue, solldcrn anch in der Lage sein wird, einen Theil der zwischen den Staatsbahnen nnd der Südbahn in dieser Richtung transitierenden Güter auf dieser kürzereu Route zu befördern. Der Bericht stellt eine nanlhafte Entwicklung des Frachteutrausportes für die Leoben-Vorderuberger Bahn in Aussicht uud eine weitere bedeuteude Erhöhung der dermaligen Einnahmen. Marburger Nachrichten. (Marburg er Ge m ein de rat h.) Die Tages-ordnnng der am nächsten Mittwoch stattsindenden Genieinde-rathssilzung enthält folgeude Gegeustäude: Wahl des Kirchen-koukurrenz-Ausschusses für die Dom- uud Stadtpfarre. -Wahl des Kircheukoukurreuz-Ausschusses für die Grazervorstadt' Pfarre. — Wahl des Kircheuconcurrenz-Ausschusses für die A!agdaleuavorsladt-Pfarrc. —Gesuch d^S Herru Franz Swaty um eiuen zweimonatlicheu Urlaub. — Vertrag ulit Herrn Eduard Steiuherz wegen Strasieueröffnung iu Melling. — Vertrag nlit Herrn Richard Detlzl über die zn crricl)tcndc Badeanstalt. — Verleihuug. der erledigten Bürgerspitals' Pfründe. — Wlitthcilung des hohen steicrm. Landesausfchusses betreffs der Erueuunng des Herru Dr. Thalmanu als ordinierender Arzt im allgemeiuen Krankenhanse. — Ansuchen des deutschen Schnlvereines wegen Errichtnng eines Killder-gartens. — Beschaffuug vou Lokalitäten für eine dritte Mädcheuschule. — Antrag des Herrn Bürgermeisters wegen Wahl eines Eomitvs für den Entwurf eiues Regulicruugs-Plaues der Stadt Marbllrg. — Ablösuug eiues Garteu-autheiles vou Franz Oelnu'S Erben znr Regnlieruug der Fabriksgasse. — Neuerliches Ausucheu uiu Eaualisierung der Elisabethstraße. — Zuschrift des k. u. k. Militär-StatiouS-Eonnuaudos in Angelegenheit der herzustellenden Wagenrcinisc. — Eomit6-Bericht über die Revision der Gemeinderechnung pro — Angebot deS Herrn Julius Pfrimer betreffs Ankauf der Gruudparzclle in Melling zur Erbauung eines Schlachthanses. — Ansuchen des Festausschusses ft'ir das IV. österr. Buudesschießen um Zuweudung eiuer Ehrengabe. — Ansucheu des Verballdes der Marburger Radfahr-vereiue um eiueu Ehrenpreis für das Rennen am IN. Juni — Berathuug über die Ertheilung des Kaffeeschankes au F^iu Josefa Gradischuig. lö^(Ortsgruppentag der vereiu igten Ortsgruppen des ol) eren Drauthales.) Die Tagesordnung des in Saldenhofen hente stattsindenden Ortsgrlippentages lantet folgendermaßen: Empfang und Begrüsznng der Fest-gaste; Bericht über die Thatigkeit im Gebiete des Orts-grnppentages ; allgemeiner Bericht des Vertreters der Vereins-leituug. Der D!ahreubcrger Gesangs-Elnb wird Lieder zum Vortrage bringen; auch werden Musikoorträge stattfinden. Von den Volksbclnstiguugeu, die veranstaltet werden, heben wir den ..groszen Fischzug" und das Feuerwerk hervor. (Volkstombola.) Am !!. Juli, Uhr nachmittags findet auf dem Hauptplaj^e eine große VolkStombola statt. Die Gewinuste haben wir bereits vor einiger Zeit bekannt gegeben nnd theilen hente noch mit, dass vor und während der Tombola die Südbahn-Werkstätteukapelle spielen wird. Der Vorverkauf der Karten hat bereits begouueu llud endet am 3. Juli. Sollte die Ungunst des Wetters die Veranstaltung der Tombola am Juli nicht gestatten, so wird dieselbe aus deu 10. Juli verschoben werden. (Volksfe st.) Vergaugeueu Mittwoch um <> Uhr abends faud iul Easiuospeisesaale die Bildung des großen Ausschusses für das ;u Guusten eines zu errichtenden Kindergartens uud der Suppenanstalt geplante Sommerfest im Volksgarten statt. Frau Ida Reiser, die Vorsteherin der Frauen- nnd Mädchen-ortsgrnppe begrüßte die Erschieueuen nnd sprach die Hoffnung aus, dass in Anbetracht des schönen Zweckes des Festes die Theilnahme des Pnblicums eine rege sein und' zahlreiche Beiträge eingehen werden. Herr Dr. Schmiderer, Obmann der Akännerortsgrnppe, gab dem Wunsche Ausdruck, dass im Schöße des Ausschusses neue Anregungen erfolgell inögen, damit das Fest von seinen Vorgängern sich dadurch unterscheide, dass es gewisftrmaßen in einem neuen Rahmen sich bewege. Der Männergesangverein, die Südbahnlicdertcifel und der Turnverein werden eingeladen werden, bei dem Feste mitzuwirken. Neben der Aufstellung von vielen Fleisch', Wein-, Bier- und Bäckereizelten ist auch die Errichtung von Buden beabsichtigt, wo heitere Theatervorstellungen uud lebende Bilder den Beschauer ergoßen sollen. Die Siidbahnwerkstättenkapelle wird fröhliche Weisen zum Vortrage briugeu und außerdem werden noch andere Musikkapellen für den Ohrenschmaus der Besucher des Volksfestes forgeu. Der Fraueu- und Mädchen-ansschuss, der sich noch verstärken wird, besteht vorläufig auS folgenden Damen, die ihre freundliche Thatigkeit entfalten werden nnd zwar: im Fleisch- nnd Weinzelte die Frauen: Felder, Quandest, ^!asko, Reiser und die Fräulein: Bertha Mally, Frieda Mally, Steinwcnter, Pfrimer, Blecha, Neu-paucr, Helene Schleicher, Louise Schleicher, Josesine Nekrepp, Straschill und Helene Granitz; in einenl zweiten Fleisch-und Weinzelte die Frauen: Fnrche, Miklaui; und die Fräulein: Louise Plssaneh^, Toni Pisianetz, Lina Stark, Lipotty, Wesiak, Furche, Leon, Schmiderer, Miklantz, Mizi Macher, Anna Pirchan Ulld zwei Fräulein Arps; Backereieu und sonstige Süßigkeiteu werden spellden die Frauen: Sedlatschek und Arps und die Fräuleiu: Llldmilla Nekrepp und Bertha jScheikl; zum Losverkauf haben sich erboten die Frauen: Mally und Bertha Pfrimer nnd die Franlein: Olga Orosel, Helene Grögl, Katharina Scheikl nnd Schlesinger; Blumen nnd Abzeichen lverden verkaufen die Frauen: Philomena Scherbaum, Küster und die Fräulein: Wilibalde Grögl, Buhrmann und Melitta Orosel; endlich werden sich dem mühevollen Easse-geschäfte widmen die Fraueu: Reiser-Frühauf, Amalie Quandest, Lischke und Göring. Es wurde beschloffen, das Fest am 26. Juni abzuhalten. Falls das Wetter an diesem Tage aber un-giinstig ist, wird die Abholtnng anf den Li), d. verschoben. (F r ü h l i n g s - L i e d e r t a f el des ü)! än n e r-ges ang - VereineS.) Die Vortragsl)rdnung der am nächsten Mittwoch im grojzen Garten der Gölz'schen Bierhalle stattfindenden Frühlings-Liedertafel ist sehr gewählt nnd enthält u. a. folgende Nummern: Soldatenchor aus Faust von Gounod, Frühliugslied, fi'infstimmiger Männerchor von I. Wöckl, Wiedcrsehn, von Alfred Dregert (mn), Es blühet der Wein, von Max Weinzieil (nen), Kärntnerlieder, von Hans Ncckheim, Maitrank, von Rndolf Wagner (nen) Ulld Liebes-glück von E. Kremfer. Die Elavierbegleitung hat Herr O. Bitterbtck übernoinu^en, deffen treffliches Spiel zu rühmen lvir wiederholt Gelegenheit h^tteu. Die Südbohu-Werkstätten-kapelle wird unter der Leitung ihres Kupellineisters Herrn E. Füllekrnß concertiereu und unter anderem den Pilgerchor aus „Tannhäuser" v. R. Wagner zn Gehör bringen. — Die Frühlings-Liedertafel wird dem Männergesang-Verein gewiss viele neue Frennde erwerben. (Verband der Marburger Radfahrvereiue für Wettfahrsport.) Die Vorbereitungen fiir das am d. stattsindeude Frühjahrs-Nennen lverden in umsichtiger Weise getroffen. Die beiden Ausschüsse vereinigen sich zu ge» nl^insamen Berathuugeu und es darf der Ueberzengung Ausdruck gegeben werdcn, dass das Radfahrerfest, für welches sich in luiserer Stadt bereits ciu reges Juteress? kundgiebt, ein.'n in jeder Beziehung trefflichen Verlauf nehmen wird. — Der Männergefangverein ..igte in liebenswürdigster Weise seine Mitwirkung beiiu Eoinmerse zu. — In den ersten Tasten der nächsten Woche werden einige der schiinen Rennpreise iu der Auslage des Herrn Peteln in der Herrengasse ansgestellt sein. Am nächsten Samstag werden sämmtlichePreise in den Schaufenstern des Herrn Hen ansgelegt werden. —Ailf dcr Rennbahn des Verbandes beim „Krenzhof", zu der dem Publicum der Zutritt gestattet ist, kann man allabendlich schnuicke Falirer trainieren seb.'n und da Küche und Keller in „.>!renzbof" gut bestellt sind, so empsiehlt sich derselbe als Ziel kurzer Spaziergänge bestens. (Pfin gstansflng der Turner.) Der Au->flng der Marburger Tnrncr auf den Hoch-Obir gestaltete sich tl0t'^ des ungünstigen Wetters zu eiuer der geluugeusten P.irlie:i. Die Tour wurde von Miklautzhof ans iu sechs Stunden ausgeführt. Der Abstieg wurde ain Pfiugstnioutag uni «»Uhr frlth bei Schneegestöber ilber den Wildensteinergraben na^ Galinzin unternommen, wo gemeiuschastlich der Aiittagstisch stattfand; hierauf wurde mittelst Leiterwagen zur St.uion Grafenftein und mit dem Postznge nach Klcigenfurt gef^U^ren, wo die Ausflügler eiu Tbeil der Klageufurter Turner erwartete. Im Laufe des Nachmittags faud gemeinschaftlicher Ausflug zum Wörthersee und am At'cnds Zusalumcukunft in der steirischen Weinstube des Herrn Roth zu einer gcmüth-lichen Kneipe statt, wo die Theilnehmcr bis zllr Abfahrt des Eilzuges in der gcnlüthlichsten Stimuuiug verwcilteu. Eiu kräftiges „Gut Heil" deu Bergen. I''. (A llge m. steier ni. K ranken - Unter st n t; u u g s-cassa.) Ans dem Rechenschaftsberichte der Filiale Mnrbnrg für Mai l. I. erhellt, dass die Einnahmen ini abgelaufenen Monate fl. 74 kr. betrügen, welchen an Ausgaben 779 fl. 99 kr. gegenüberstehen. Unter den Einnahmen nehmen die Wochenbeiträge in der Höhe von 743 fl. l kr. die elste Stellung ein, die Beiträge der Arbeitgeber beziffern sich init 50 fl. 5)5i kr.; die Eintritts- und Büchelgebühreu belaufeu sich anf Ki fl. Ät kr. Die Ausgaben enthalten unter anderem für .^U'ankemlnterstützungen 5)5^1 fl. Beerdiqnngsbliträge 90 fl., den Aerzte-Eonto fl., Spitalskosten fl. kr. nnd Adniinistrarionskosten fl. .')<) kr. An die Centrale (Uiifalloersichcrung) wurden 17 fl. 7i!^ kr. abgeführt. Dic C^ffe verfügte Ende Mai über einen Baarbestand von^'^^^fl 75i kr. (Orei hundert Gulden B e l o h n u u g.) Die Polizeii?irect!on Wieu hat im Central-Polizeiblatt folgende Kundmachung verlautbart: „Dreihundert Gulden Belolmnn.^. An: 4. d., zwischen 12 nnd 1 llhr mittags, wurde die Uln'machers-w'itwe Maria Sotolar in ihrem Geu'ölbe, VlI. Bezirk, Zieglergaffe Nr. von einen: nnbekannten Manne, den sie als gegen 4l) Jahre alt, übermit elgroß, niit breitem Gesichte, läns.licher )tase, duukelblonden Haaren, solchem starken Schnurr« bart, groben Häudeu, grauem, lodenartigetn, einreihigenr Sakko niit schwarzen Fäden durchzogen, innthtnaßlich Stehkragen, schwarzein, steifem, niederem Filzhnte, den Wiener Dialekt Nr. 47, 12. Juni 1892. M^rduryer,»^e;nin^ sprechend, beschreibt, überfallen und mit eiueni sch.nfcn Instrumente, das er unter dem Rocke hervorzog sanschcinend einer Hacke oder dergleichen) am Kopfe lebcn^grfahvlich verletzt, worauf derselbe aus der Auslage acht goltcnc Nenwutoir-uhren im Gesammtwerte von 400 fl. raubte und damit entfloh. Von den qeraubten Uhren ist eine glatt, 7 sind thcils graviert, theils guillochiert; darunter befinden sich: eine I ^ lin. Savonnette-ilhr mit Golomantel,' Werk gelb, 1.') Rubis Nr. 4706 (Wert 42 fl.); eine 19 lin. Savonntttc-Uhr init Metallmantel, 15 Rubis Nr. 2293? (Wert fl. .')() kr.^; eine 18 lin. Guichet Uhr mit Go!dm.intcl, Rubis Nr. t)3708 (Wert 37 fl.); eine (^uitbct-Uhr mit Goldmautel Nr. 39079 <^Wert 59 fl.); zwei l^^uichrtUhrcu mit t^^old-mantel und zwar Nr. 27446 ^Wert 37 fl.) und Nr. l6i;3ö mit 15 Rubis (Wert 57 fl.); endlich eine Savoi'ncttc Ubr mit Goldmantcl und 15 Rnbis Nr. (Wert 43 fl.). Von einer guillochierten Scivonncttc-Uhr is: der Bi'igcl abgerissen im Gewölbe vorgcfnndcn werden. Um Anhaltun.^ de° üc.ach bedenklich gestiegni. Der Oit Oberltdorf steht ganz unter Wasser und cii'.ige Häuser sind dem Einstnrze nahe. Bei Gmunden ist dcr Traui.see ausgetreten: es mnssten Delo-gicritngeu vorgsuomm'u w.'rdcu. In Ischl ist die Eiplaucide überschwemmt, in St>.'vr stellen di'e niedrig cele,icueu Häuser längs des Ennt-flnsz^s ulld lie Wasfeufabril iin Erdgeschosse unter Wasser, iu Linz wurden rie Douan-Aueu überflutet. — Die Passa.^ikrlalitt.'n der Denan Dauipf!chiffal)rts-Gescllsch.ist zwisäieu Wieu und P.'ifsan und der Berkehr der Staatsbahneu auf den Strecken (''^rei^-Ncifling Hicflan und Ischl-Ebeusee wurde« infolge des Hochwass.rs eingestellt. — Das Mcircb-feld steht ans weite Strecken unter W.^sser und in ,^naim ist ein Tbcil dcr alten Stadtniaucr infol,ie von Untenvaschung ciugestiirzt; tiiebei wnrte das Dach eines Hauses durchgeschlagen. Bei ^'ischatuend sind iu der Donau drei Personen ge'et'cu worden, welche sich an eincui B^ilkeu augeflauuuert l'attcu und nnt deu Wcllen raugeu; bald darauf vcrsclnrandeu dieselben spnrlos in den ^-llttcn. — Ueber den Brücken'Eiustnrz bei Hiflan wird t-erici-tet: Ain 7. d. M.. gegcu U» Ul^-vorinittags, stürzte die au^erhütl? dcr Eisenb.ibnslatiou in Hiflan l)esindliä e, sogenannte Scheidenbrüeke. wclcl'e gegen Äst^ttcrl.'0dcu die Berbiudung ans der öffeutlicben Straße über ten Ennöfluss l'e»stellt, infolge des cingctreteueu Hochwassers ein, so dasö in diescr Richtung bis anf weiteres jeder Verkehr uuterbrocheu ist. Hiebei vernnglückte dcr l><70 geborene Obcrbauarbeiter!i^ukas Lajos aus Ungarn, mit scincnt Arbeitsgenossen Alois Florian dadurch, 'das-? beide in die hoch gebenden Fluteu stiirzteu. Ersterer verschwand in d.uselbeu, den: letztercn gelang es, sich au einen gri.'s?eren Bannistamm zu tt.inllnern lnu sich biedurch n^ch längerer -^»eit anS Ufer zu rotten. ^x'eichc des Vernnglncklen Vnkas Vajos tonnte bi-^hcr noch nicht anfgesunden werten. (Diebsta l'l.) dem Wandschränke eines Gcist-lceales in der Tege>t!'osfstr.is^e wurde ein noch g.inz neuer lleberzieher von grauer Farbe nüt breunteni SeidcufiNter iin Werte von 40 st. gestohlen. An dcr Innenseite des .. Jänner l. I. l)at in dcr Or:schafl Cikovici bei C.istua im Bezirke Volossa, ein scinlm Aeunerem nach den besseren Ständeu angcl)i.>,iger M^nn mit unem Reooleerschuss seinem Leben eiu Ende geniacht. ?er Selt^ninöider, der oocher Alles, offenbar niit Absicht, beseitigte, wc,s als Anhaltspunkt zur Feststellung seiner Identität dienen konnte, war einige Tage vor verübtem Scll)stmorde im Hotel „Enrop.i" in Fiume abgestiegen nnd hatte sich nnter denl Nanieu „S. Fink .^'kansinann aus Wien" ailgcmcldct. Alle bisher gepflogenen, auf dic Feststclluug der Identität dieses Selbstinördcrs gerichteten Erhcbuugen llicbcn resnltatlos. Dic Pcrsonsbeschreibnng des Unbekanntcn ist folgende'. Er war an die NU Ialwc alt, niager besas? lungenkranken Habitus, 1'85 Meter Höl)e, schwarzen Bart, blanc Angcn, dunkle und spärliche Autienbrancn, lauge .Nase, die gebogen und spil; verlief. Seine Bekleidung war: Kaffeebrauner Minrerrock mit Sammtkragen, blauroth gefüttert, weiß carrierter Roek, Weste nnd Beinkleid, Hemd-krageu mit R. 485.486 R. gemarkt; vergoldete Mcinschettcu-kni)pfe, Armcn-Geldbi)rst, schwarzlcd.'rne l^igarcttent.ische, silb. Ankernhr mit kurzer goldener Kette und golt'enein herzförmigem Akedaillon. (Glockcnwcihe in Leinbach.) Gestern nachmittags wurden durch die Stcidt vier mit Blunwn bübsch geschmiicktc Nkue Glocken geschasft. welche für die Vemdachcr Kirche be-stinlNlt sind. Hente findet in deni genannten Ort d^'s Fest dcr Glockettweihe statt. Ein Kamps aus Leben nnd Tod. In der letzten Freitagsnacht '..'ar nnscr Sta^lp.nk der Schauplatz eiues blntigeu Dr^uuas, das nüt dem Tode eines Mensche« endigte. Die uähereu Uinstand.' de? Vorf^illcs stellen sich solgendcrm.ißcn dt.ir: D.'r städtische Wachnrann Franz Pacboleg bezog am Freitag, nachts nnl ll Uhr seinen Posten in dcr Nähe des Mnsikpavillous^ Es batte sich nämlicb iu dcr lct^tcn '>cit die Nothwendl.jk.it ergeben, iin Stadtparke einen verschärften Sicherheitsdienst an'.uol-dilcn, da. wie bekannt, einige der Enten im P.irktciche die Beute eines kecken diebischen Angriffes geworden waren nnd in jün.^ster ,^eit auch dic Soda- und Tabakbütte dic vcrbrecherischril Gelüste der Moudschcinritter geweckt hatte. In dcr Nacht zunl U) d. hatte eiu Eiubruchsversach in jene Hütte statt.,efiulden. Der dieustthuende Wachmann beinerkte bald, nacl)dcin er seinen Posten bezogen hatte, einen ^.D^anli. dcr der Sodahütte gegeuübcr in dcr Dullkrlheit auftallchte ilild ilin sich späbtc. Da der verdächtige Geselle, den dcr Wach? manu uicht kannte, sein aussalleudes Benehmen fortsetzte, stellte ihu Pacholcg zur Rede und forderte ihn ans, sich zn nenliell ulid dcu ^'^»weck scilier Anwesclilicit anzngclien. Dcr ) ('»Gefragte antwortete jedoch dem Wachin^inn iinr init groben Worten uild dieser schritt daher zur Arretiernllg des frechen Bursche«, dcr aber sti'lrUe sich auf dcu Wachmann, packte ibn beiin Halse '.lnd würgte ihu. Der W.ichinaun zog den Säbel und versetzte dem Angreifer einen Hi?b über den Kopf, eine Art der Vcrtheidiguug, zn der er" wiederholt ge-zlvungeu war, da die All^iriffe des (^^eguers sich crileuertcn. Dass dieser Kainpf überans l)cftig war, beiveist der Meintet des Wachineinns, dcr in Felben aerissen lvlirde. Eltdlich fasste der gewaltthätige Bursche den Wacinilanu uin die Mitte ulid wollte il?n zu Bodeu lverfen. Iu diese,n kritischen Aul^enblicke führte der Wachmauu ciucu Stich gegen die rechte Brustscite seines Angreifers, worauf derselbe zurücktannieltc, auf dcn Rücken fiel nnd verschied. Der Wachmalln erstattete von dem Vorfalle sogleich die Akeldluig nnd cs begab sich noch in der Nacht eine l.^erichtskolninission unter dcr Führung dcs Hcrrn Bezirksrichtcrs Fladung an Ort unc» Stelle. Der Leiclinain wnrde scd.inu iu die Todtenk.iminer des Stadtsricdhofes übertragen. — Der Gcti.'dtetc war der dicnstlose Knecht Josts Jost, dcr iiu 28. Leben-'j-ihre stand und nach Dr^mlje, Beürk Eilli, zustäudig wcir. Aus der Whitosopyenecke. Jäger ist hier durchgefahren. Er dillicrte am hiesigen Bahnhof.' in Begleitung vou Mänliern, die sollst zu Jä^^erianern, Kncippianern ja selbst zn W.ignerialicril .zu bckel)ren wären; di.'^mal aber wurden sie in Aint und Würden auf die Reise gcschlckt. .Halte sich Jäger?!>-. lvelügl'teus anf dcr hiesigen antolnatlschen Babnhoflvage lvägen lciffeil - wer lvcis;, ob nicht ein sindigcs Freindenverkehrs-EolnitL dieses Mi^bel n,it Vcrgnügcu in scin Inventcir aufgeuottlnlcll l)ätte; nur um dic Frcguellz uuscrcr Stadt culch dcn Nachkoiumeu drastisch zu dcinonstricrcu. Mau stcllte die ucncntdecktc Feucrsäulc, die außer uuscrcr Stadt uoch keine ailderc hat, aus uud stclltc davor ciuen Frcmdeu, dcr sich zniu Vergnügen A!arburg ansehen will. Wer wohl dabei als die gri.'i'zcre Seltcnhcit gelten lvürde? Die Wiciler h.ibcn ibrcn Blllnieneolso glänzcnd von Stapel gelassen; eiu bcsolidcrs phantastischer Mann erblickte so.iar ciueu rolle>idcu Früliling: alles das iiud uoch viel schi)ner köllilteu lvir hierclnch haben. Seitdem mchrerePrivat-. Egnipagen nlit livlierten Lclk.iicn die Stadt dnrctikrcnzcn, ist auch ein gewisser Stol^, feist nlöchte ul.iu s.igcn Hochmnth in die Fiakelpferde gefahren, Nlid i'tehcn dicsetveil j t^t so herans-sordcrlid anf deln Standplätze, als hatten sie ein Dcrby-Rcnncn gcu'onncn. Schlni'ickt also die Wägen nlit Bluinen, und fahrt im Zugc durch die Stadt bis zllr Schlapfcn — uud dcr Blluueucorso ist fertig. Die Wägeu werden zur Rückkehr gewiss ebensolange br^incheu, als die Wiener vem Pl'cltcr-steru vis zum Lnsthaus, und die Taxe lvird ailch uicht ae' riuger seiu. Noel illld Pattard, die AtVitadore dcr G.istlvirtschafteu iu dcr .'^iuust- uud Musikausstellung in Wien, haben an Oesterreichs Gesilden Gefallen gefunden, '^u einer danernden Niederlassung schienen Wien und Gra'> nicht aeci.^net: vielleicht setzen sie sich in Marblirg an. Eine Restauration U'äre eventuell hier vaeant, und lvas die Preise anl.'elall.!t, so dürften sieh die Herren nur mit Vergnügen den dc,sclb''t üblichen anschließen. Eine bestimlnte Antivort ist allerdings noch ansständi.,, doch müsstell es arge Ziveifler sein, die dieses Project überhaupt als fraglich hiustellteu. Einen Ricseninan i scheiucu wir besesieu zu habeu, wenigstens nach dein Berichte eines Grazcr Blattes. Lehnte sich da ein etivaS heiterer Mann so lveit über eiu Draugcläude, dass er iu die Douau siel. Trotjdciu iliuss dcr Akanu ein guter Schlviiuluer gelvesen sein, der auch stroinaufwärts tüchtig schlviiuiuen konnte, da seine Leiche bei Wuriuberg vorbeischivimiuen gesehen ivurde. Du lieber .Hiininel, was lvisien wir arine Provinzler, init welch Riescnfortschritten der Zeitgeist vorschreitct. — Wir sind leider nnr iln Kleinlichen groß, dafür abcrauch öfters iin Gro''^cn kleinlich. Nun w.irtet unser uoch dcr t^)cnllß cincr Volks-toinbola. Große Ereignisse Pflege« ihre Schatten voraus zu werfen, den« scho« jet^t kann das gewinnsüchtige Publicuin Karten zli 20 kr. känflich ertvcrbcn. Was die Gelvinnste anbelangt, so siltd dieselben ja nebensächlicher Natnr; lvenigstcns sür Jene, dic noch keine .Karlen besitzen. Ain Ta.^e des Gerichtes— Pardon dcr ^^ichung soll es heißen — dürfte auch diese Klciuigkeit eine Erwähnung siilden. Also frisch darauf los! Karten sind uoch zn habclt, und Tolubola heißt nian auf gut Dctltsch Purzelbaum", deil zit machen jedein Gewinner freisteht; dcr .'^')anptplat', ist groß genug dazn. Fischart II. Buntes. (Die nächste Instanz.) Stationseorsteher: „Was lnachcn Sie dcn« für ein betrübtes l^esicht, Herr Pl'ofesior?" — Professor: „Ich habe Magenbeschwerden." — Stationsvorsteher! „So schreiben Sie's doch in itnser Beschwerde-Bnch ein!" (Mißglückte Ausslucht.) Dcuuc: „Herr Assessor, Sic wcrdcu doch zu unserer luusikalischeu Soirve erscheinen?" — Assessor: „Wann sindet sie statt, ineinc Gnädige?" — Dcllne: „In vierzehn 5agen." — Assessor: „In vierzehn Tagen? Ah — bedalire sehr — da lvird ein Vttter von lnir beerdigt !" (.Ntrz und bündig.) A.: „Nlln was ist aus deu l0,0l1() Thalcrn geworden, die Deine Schwester gcerbt hat?" B.: „Eiu Schlvager!" (Gerechte Abscheu.) Ladnerin: „Wünschen Sie vielleicht die Strülllpfe fleischfarben?" - Känfer: „Illn Gotteswillcn! Ich bin Vegetarianer!" (Annollce.) Ein jllltger Ä!alln v0lt angeuchlncn Acuijeren, der sich zu verheirate« lvünscht, sucht auf diesein nicht mehr ilngelvöhlllichell Wege einen ältereli .^>.^rr«, lvelcher ihln davon abredet. (Eiu Eolltpliiuelt t.1 Tochter dcs .>)>allses: „Ein-pi^relld! Älir macht der Assesior seit '.^)l0natell den .>I'>of nlid luit lneillcr Eoufiltc vcrlobt cr sich. Hätte« Sic das für l«i.'g-lich gcbaltcu?" Besuch: „O der — dein ist Alles zlizutraucn — d^is ist ein Schlatllllticr!" (U uverINnthete A u f fass un g.) Junge Dame: „Nun, Herr Doetor, lvie hat Ihnen das Ballet gestern gefallen ?" "Na, für das viele Geld hat inan doch eigentlich zu wenig geseheu." — „Aber Herr Doetor!" (Treffeudc Frage.) Wilt: „Also Sie siitd die Wäscherin; was sind Ibre Bediliguugeu?" — Wäscherin: „Na, qnä' Herr, ich koiuln' halt i« der Früh, u«d da krieg' ich gleich mn a Scchse an' Kaffee mit zlvci Seinlncln, na, ulld nln a acht Uhr inci Fruastuck, wicdcr an' Kaffee und a paar Scinlneln, uni M)ue a Butterbrot, zlva Paar Wursteln Nltd a Glas Bier, na. was halt da is, nln a Zivölse 's Mittagessen; Suppe«, Fleisch, Gcl«i':s' und Ncehlspeis'. Uin drei lil)r a Jause«, uni sitnf Uhr a Vesperbrot init an' Seitcrl Wein uud uni sicbcu Uhr 's Nachtiuabl. Na, lind wann i fortgkb', halt nltr an Gnldcnzcttcl." — Wirt (gemüthlich): „Na, nnd was zahl' ich Ihne«, ivcun Sie de« ga«zcn Tag fresse«?!" (Gllter Rath.) ,'^ciche«lehrcr: „Wo bast Du denn Dein Liucal?" — Schüler: „Der Vater hat luich gestern dainit gel?alten, nlld dabei ist cs cilt'^wci gegaligen." — Vehrcr also bitte Deincn Hevr« Vatcr, er uiogc Dir ci« stärkeres Lineal anschassen!" (Das Endziel.) Fran lauf dcr Landpartie): „Sieb nnr, Einil, die schrecklich vielen Erdbeeren, die cs bier giebt: wie schade, dai'i loir die Kinder nicht lnit.^cnomlncn babcn, die ki.nlntnl sich l^ier g.ill^ ulilsonst krank csicn!" (Seclc« g c n, e i ll s ch a s t.) 'Sie: „ To, also nin 4 Ubr erst koinlnst Dn hciln, — ich habe die.ganze Zeit «icht schlafen könne« !" — Er: „?!a, ich bin ja auch bis jetzt «mntcr gclvcscn!" (In .'^orn gebracht.) Frau: „Denk' Di,-, Mann, als ich ebcu die Treppe heraufkonllue, fasst mich ein Un-bckanntcr nnd gicbt inir 'n Knss!" - Mann: .s^iininel-schockschlverenoth, da brennt inal wicdcrdranscn die Lainpenicht!" (Auch ein Gennß.) Princival znnl Leluling, dem beim Rauchen einer Virginia übel gcwi.'rdcn: „Warnm rauchen Sic aber anch so starke Eiaarrei», lr^eiul Sie sie «ici't vertragen köuncu?! — Lehrling: „O, niau lvilt toch auch das Lcbcu geuicßen!" (Tobsucht.) „Ist das uicht Deine Tante, die oben ain .^Uavier si!;t?" — „Allerdings: sie bat sich vorhin geärgert, jct;t tobt sie sich alls!" ---^— .. Deutscher Schulverein. Iu dcr Sil^lUl.i des ,reiterell Auoschusscs aiu I,l«i lvllrdcll die Herrcii Dr. ^Ili'ori'^ W.iklef al^' Obiliallll. Prof. Dr. Vieler ^)iilter veil .'»Irans als t. Olnnannstellvertreter, Dr. .>!arl Eckls Obnia,lns'tellverlrcter, Dr. Eduard Wl.'lsfl'ardt als 1. Schriftsiibrer, Professor Kirl Zilvsa als Schriftführer. Julius Ecket als I. Zihtlueiüer, Dr. Rudolf Maresch als 2. Zahti«cistcr, ferner Dr. Gustav Groß un> Dr. Ot?o Stcinw.llder al-:. ^^!itgliedcr dcs engeren Alt»?-schliff.s ,v:ederge>vählt. Durch Eoevtierun, wird der re Anöschuss velfiärkt durch die Herreu Dr. Serasin Bo:iU, j Seite Marburger Zeitung Nr. 47, 12. Juni 1392. Sestantl tle» Kk'sciittftl's seit iölL ö von l'asclisii.ulii'öZi, 8 V/eokei', k^önliel- unll Zeli^ai'i^älllöl'ulii'en, I utici6 Ll6cliulii'6n stv. del l.Sg ^I.ois Il-oiZ» U kr maokell' K kiii-gsil-ii?. >i/VleiZi kui'giil->«2. lZ!,l>n>i>>i'M!iet>t'i'l'i seit !>!><'< iul - ilxoil iiii' Aller Arten. für jeilkn Iweok. NM" kökreQ in aUon Vimevsionen. ''WlL LotUiuAnüit - Vesellsoliaft kür ?UMpen- u. vlasolilnen- 8l)mmel'«olinung li'i Miitttten vom Zildbahiiliofe entfernt, livllkvilinieii eingerichtet, l'onl I. M>ii l'iS E'.de Lepteniber zu vertieben. .'»lü >1^,»',1?» .1»« »»» Madrid: s.tion. 'tü? !V. ^iön,VVaIIsl8l:IigA88k 14. Xats^Io xe xra-ti» n. tranoo ^ÄUpt-k^lsäsrlses von !'t»l perZMooLvr portlallÄ-Vomevt ll i l ItZi^ÄrA^HKlisvIio»» XA,1K 1s<> Kill» I'eilllis>c>8c?l' il. »'t.tio, . . . il. l.W uitt Zl» I<) Ku. <^i8iinnl .al,rräd'.'r 5ue/,!alil(il 1>l'r. 1 niil iintil Tnnl^'^'. :'nlinlie>ten pi»iliiiliiischen Alteisen, A'üichervllen, ^.'aiidi'.'irisunn'l-'' Mlijchiucn, ;» den ('illit-isten P^-ciseil nnd niich j^e^^en 17!» Ziiiniillliche ^'l'ülinias(1nneii nnd (Ilin^uheile, '.'!p;unlile, ^),'adeln ^ele .'e^ iiiid stei / /^n den l'illi,^slen Pieiseii nin ^^'Nl^er. (^Ueich',eilig einvielile ich noch ilieine neu eingerichtete 1^)ttchanischc ^'!l>erkstlit»c si^^ric i,alvainscl;e ^^icrnickeliuis^ in nieinein eigenen .v^uise, >l>osell>sl nene '^^e^Iandlheile und ^1ü'v>u>iliil'en von ^.Viih nicischinen sowie ^nlinädern .'c. stichninniusch nnler »».n-linlie, gnl nnd l'illigsl anlt AlardurK, !8. bcstchtnd aus ,'^iiuinci', '-^^ormnmcv, s.-diilie lichte Ki'lckc s^iiiliiit .^^miitiicrsN'dsic li>, l. Stock, ist dis !. Attgilst z»! vcrmieicu. C'ln GeschinMiist ^inf glltcm Posten in der Stadt ist M vergeben. Näl)tre :>lU'Nnnft iii der Vevw. d. Blattc^?. 85)4 I!Ia.K0i» ViiRv^Ui^r ) .zubereitet von l!i7 ./^potlivlcvr?IVV<)l.I, „^um Luxs1"1i» ^tovvr5»tr»»»o, Ist vti» virk-»auiv», üio I'unottoQvn üvr VvrÄ»u-uaxsorxswv rvxvlnüv» Nllttol, welches den »t^rlet nnd »uxiviod ülo I.vtdv»vtrllUQx türüvrt. Dieselbe wird von ihreni Er^zenger in K'ist^ chen .',tt l'^ nnd melir?^läschcheu verschiett. Ein illistchen ^läschchen tostet sl. 1.3S, zu s»!"» l'ildet ein Kg. Posteosli und kustet sl. S.2S. Das Postporto trägt der Bestellende, IS Icr. das ^läschchen wird iviederverkanft in den ^.'lpotl). W. .^iöllii^ tt. Palicalliri in Mcirbnrg, dann Molitor in Pettan, >inpfcrsclinlicd in (5illi, (i'-ichler, Trilkoczii und Franze in Grl,z. Ein nettes Polllllllullgerl Ul vutausen. AN'?tsl. i.d. ^^'cvw. d. Bl. 'Vsi'S^ZTZ.SZ.'Z. einpsielill sit1> .'inr schnellsten und billigsleii '.'lnferlignng vo!i ^' tatiitkn. Einllidilllgl'll iliid ^I^^rollilNiilllk» die DZilchdrucücrci Ld. Simjchitz'Aachk. Lralii-. l 'poslg.isse, Marbnrj^, Post^^.isse !. .?«!ch»»^»»^»»^»»^»»ch»Wch»ckIMch^ch>»IchW»ch i :--Ä. Stampiglien «l»rdurL vis ^s^rdurZer ^situnZ l!rZs.ri äs? llsutsvdsv^ La ?litsrsl.sjsrmarl? seit 3l .t^krqn kvstkkvnci. kr8ei,eint VonnvrLtay unä 8unntaft in jgäsr Mvkv. i^t «la?! verdrilltetste 'inti Or^ilu IN l^nter^l-eierinüsl^ uiu! (icin iuigren- 7.oin!vii I<;t.rttt.evZ unci ci^'uet fzie!) vlirslig- lieti 7.ur Ili.^)(.'vtl0l^. fü» Üstsfrsick Ungsm: Viv5tv!jä!il-j^ f.> l.75. lialdjSK'-iy sl Z.5l), gsnzjAkrlg il. 7. l)ie üwal fl?8p5lttei^k potit/olio 6 Kf., Lingk80nögt. c^io Zmat Zssj^kiltene (?!^rmvuil/oile iO Ks., i'il lol^onkjs' luli8^1l»!um8 dvltsutvnljsr ^»etlls88. 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Sta^trathe Marbur^^ wcrdcn die bicrl^itigcn Besitzer r»n Hunden hicmlt anfgcferdcrt, den Bcsil', derselben vom 1. t^is !,!. Juli dciin hiesigen Stadt^^aklanite anittnielden llnd die Ausla^^e inl reu 4 st. gegen Empsangnahuie der Besläliguiig und Vt'alke.zuverlässig zu eiitvichken, widrigenH jeder Hund, del- vom 1. August 1^!>3 au mit einer für das nächstfolgende Slenerjahr i^iltiqcn Älarke neuer Prägung nicht veiseheu ist, rem Wcisenmeisler ciugcsangcn nnd nach Umstanden sogleich vertilgt wird. tcis Steucrjahr fällt in die Zeit voni 1. Juli bis Cude Juli 1'^!'.'^,. '^iir Huude fremder oder durchreisender Pcisounl kouncn Freiudcu-welche einen ^^^coucit l^^iltigkeit haliul, l?eim Stadtzal)lcilnte behoben uerdcu Jede Umfleh«ng der Steuerentrichtnnfl, iusb(sondere die Verbeinilichung odcre imterlasseue Arnielrnug einrs slcucrpstichtigen Über 4 Monate alten Hundes, die VcniU^uug cincr salscheu oder tluf anderen Nennen gelösten Akcuke, ferner die Bcuill;ttng eiuc(' srelnden . „ . Sck-iucs zur -mcr Duplic^um.^-. wird rm.^a'l Irischen eulfzer dtr bciondclen („iitnchtnng del ^^(il)lev^tener von 4 fl. lNit deNL heet^cstellt oi'er »lach l!>eii^ neuen Slistein lier-(en, mit 8 fl. bestraft, wovon dem Anzeiger die Hälfte znfällt. Di se Straf l?cstimunlng findet anch ciuf jene Personen Äuwen^nng, welche eist nach der erfel.itcu Hulidileschreibnug «^nänilich ini ^^cuise des Steucrjalxes) in den Besitz vou Hunden l^clangen, nnd dieselben nicht binnen L Tagen beim Statt.',ablanlle cinnleldeu. Stadtrath Ü1! arbu r g, ain Il). Juni I Der B i'lrg e rm e i st er: Nagt). 3vI»vii»i>»soI»HKl IiröA»L»i»x. Der eri^el'enst i^^efeitigte ^'eelnt sich hieinit anui^eigen. dasc' So?.>»<' vo» «riilri» I^uss- M siss1Zucdsii-IIsZö1 und soktHa 8saetus ° KuAsla.. Anch i'lberninrmt alle Gattungen Drccht'levarbeiten nno Reparaturen Kls8eliit7, Dreolizltüiitt^isitvi' li. ^Vrmvv-I^iekerant ür^suxunx vou ncncl^er ^onstrnctkon v. Pros. .^.W. 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I. gegen die Person uud Cl^irge deS Herrn Nndolf Xdäfer, t. u. k. Rechuungs k lInterofficierS l. Classe gebrauchten l.'cleidigenden Ausdrücke zurnci' und leiste il'm hiemit Abbitte. Iohann^ Tisso. Verantwortlicher Schriftleiter: HanS idordon. - Herausgabe. Druck und Verlag von Ed. Janschitz Nsg. lL. Kralik) in Marburg. Tas heutig? Blatt besteht aus 10 Tciten und der Sonntags Beilage