cutsrije Macht Keransgeßer.- cherkard Ramberg. l« T«»tlch« »I«»t erf«6*int jclini eenntnq Bit» To»»n«»g mctacnt u»l> toS« flammt bft 2»nntna«bcll«ii< X l f 8 tl b m n i f) fit Silli mit Znsttllu»« in » Ha»« mo»»llia fl. — J5, ciI t'o«miII««d an» Sa»«»» 10 Übt !Poim>lI«g. eptKliflnriKfti fon 11—1* Uhr vnh 0»n 3—5 llh, R»ch»i»«s». >»n» »rrdoi «>>ch t» brr Pudibuiitari 3obann bneitraiUigit crl^eill,. Schris«I«,I»»ß ». >. Sl«t. Spttchft»»»«« »r» <»»» «Wrrtact«»#)! 11—IS Utzr V». mittnfl (mit Jiimio»m< Ux gönn- traft gcicrtngt.) — WKlanMiioncs «Inb »ortoftri- — S'» unMamtt fittb, tönn« »ich« brtüdfiiStijt nwtb«. Nr. 84 Cilli, Donnerstag den 20. October 1892. XVII. Jahrgang Der Hnsssng nach ?iann. Am Sonntag den 23. October werden die Wer einen Ausflug nach der südlichsten demschen «ladt unternehmen, um ihre Zusam-»engehörigkeit mit den dortigen Gesinnungsge-genossen zu erweisen. Schon heute haben sich »liKju achtzia Theilnehmer gemeldet, und eS vird somit ein S o n d e r z u g benützi werden, Kr mittags um halb 2 Uhr von C lli ab-ßiben soll. Es ist im höchsten Grade erfreulich, daß die Betheiligung an dem Ausflug? so rege ist Die deutschen Männer von (Silli beweisen W dieser Gelegenheit auss Neue, daß sie vor Keinen Opfern nicht zurückschrecken, wenn es ge-«einsame Ziele gilt. Schon lange besteht die Absicht, den Dluischen in Rann durch unsere Anwesenheit zu )tiß«n, daß wir uns trotz der räumlichen Ent-faraHiR mit ihnen eins suhlen, daß wir zu ihnen halt«,. wie sie zu uns gehalten haben. bisher konnten sich die Cillier über die Viihl des Tages nicht einigen. Heute war dieser, mrgen jener durch Bernfspflicht oder durch eine ibne Vereinbarung an der Reise verhindert. Zldn gerade weil die Meisten auf den Ausflug «cht verzichten wollten, wurde der Tag zu «eberholtcnmalen aus Rücksicht für diesen und Mn verschoben. So vergiengen zwei Sommer, if« eS Herbst, und der Winter steht vor der Hütchen Ein Märchen von Adolf W i l b r a n d t. (10. Fortsetzung.) Nach Richards Versicherung, der man ßlanben darf, verlebte er nun die schönsten Jahre, deren er lich zu erinnern weiß; anfangs auf Seifen in Italien und andern gottgesegneten ändern, dann wieder in der Heimat, mit der irwesten und besten Frau, von Freunden ge« schaxt und von kleinen Wesen umschmeichelt, die, iobald sie sprechen lernten, ihn mit dem herz-«freuenden V^iternamen beehrten. EineS Tages, ili er im dichten Wald lustwandelnd sein Lebm Erdachte und sich im Gehen bewußt ward, daß hÄchen noch nie wieder darin aufgetaucht sei, :!b keinerlei Hilfeleistung nöthig gesunden habe, jül ihm im Dickicht ein Mann auf, der laut «>t sich sprach, dann, in sichtbarer Ausregung, «ine Pistole hervorzog und die Absicht verrieth, sch damit zu tödten. Richard sprang hinzu, und not zur rechten Zeit schlug er dem Mann die V:ie aus der Hand. Als der Unglückliche tan zuerst in Verwünschungen, darauf in lhrän-n ausbrach, und sich endlich auf die Erde Wif, setzie Richard sich neben ihn und redete 4« eme Weile männlich und herzlich zu, bis i« Andere, durch die guten Augen seines Ackers wich geworden, ihm sein Inneres auf- Ploil und die Geschichte seine? Elends ohne ickhalt erzählte. Thür. Jetzt Heißt'S Einst machen, wenn überhaupt die Reise h^uer noch unternoinmen werden soll. Unser neuer Ehrenbürger hat daher al» Erster seinen Namen auf den Bogen gesetzt, der die Theilnedmer am Ausslug verzeichnet, und die zahlreichen Umerschristen, die sich dem Namen Neckermanns anreihen, beweisen, daß die wackeren Cillier ihrem Bürgermeister freudig folgen, niie sie ihm seit 23 Jahren gefolgt sind. Somit hat auch die Reise keine öffentliche Bedeutung und kein feierliches Gepräge. Dr. Neckermann fährt einfach mit seine» Freunden nach Rann. In zwangloser Gesellig-keit wird sich alles Weitere ergeben. Im Familienleben erscheint der als der Weiseste, der nicht nur den Verstand, sondern auch das Herz sprechen läßt. Geradeso ist es im Getriebe der Parteien. Wie eS uns wohl thut, wenn die in Oesterreich verstreuten Deutschen ihre Zust'mmengehörigkeit mit uns beweisen, die wir die deutsche Sprachinsel Eilli gegen slovenische Stürmer vertheidigen müssen, so mag es auch den Freunden in Rann wohl thun, wenn sie sehen, daß wir ein Herz haben sür ihre nationale Bedrängnis. JeoeS gesellschaftliche Verhältnis beruht auf gegenseitiger Neigung oder auf gegenseitiger Verpflichtung. Die Ehe kann nicht glücklich sein, in der nur ein Theil liebt, der andere gleich-gültig und kalt ist. Ich kann einem Anderen Er war mit seinem Schicksal ganz zufrieden gewesen und lebte in Gott vergnügt, als ihm eines Tages ein verführerisch schönes Weib vor die Augen kam, in das er sich wie im Hand-umdrehen verliebte und an das seine Leidenschaft ihn nun heftete, bis sie feine Frau ward. Nach einigen Flitterwochen stolzer Seligkeit begann sein Glück den Krebsgang: Die wunderschöne Frau liebte nicht ihn. sondern sein Geld und sich; sie vergeudete sein Geld und verschenkte sich an Diesen und Jenen, der ihr besser als er ge« fiel. So ward ihm bald das HauS zur Hölle, und die Welt verleidet. Aber das Schlimmste sei, setzte der unselige Mensch hinzu, daß er sich doch von Zeit zu Zeit nach dieser Hölle zurücksehne; daß er die Frau verachte und nicht von ihr lasten könne; so habe er sich in seiner un-würdigen Noth keinen Rath mehr gewußt, als auf der großen Straße, aus der man nicht mehr umkehren könne, für immer davonzugehen. Gewiß hatten Sie Rech», sagte Richard nach alledem. sich aus dem Staube zu machen; aber Sie mußten als Mann doch versuchen, denk' ich, ob Sie nicht auch ohne einen so tödilichen Schnitt dieses Band zertrennen und sich von einem Weibe scheiden konnten, das Sie nur elend macht. Raffen Sie sich auf; lösen Sie sich ganz von ihr 5 und kann ich Ihnen dabei helfen, so gebieten Sie über mich l — Der Mann dachte nach; endlich wurden sie einig, daß er dieser Wohlmeinung folgen und daß Richard die Vermittlung übernehmen wolle: denn es sei nicht gut, wenn Mann und Frau nicht die Hand drücken, wen» er mir seine Hand nicht bietet. Bieten wir also den Deutschen in Rann die Hand, damit unsere gegenseitige Freundschaft auf« Neue besiegelt werde! Irieden nach außen! Schon in Nr. 8 hat die Deutsche Wacht das Bestreben jener Slaven ge brandmarkt, die den Unfrieden auS dem Innern des Landes aus die äußere Politik übertragen wollen. Neuerlich hat Herr Eim sein« von jungtschechischem Größen-wahn durchtränkte» Gedanken in den Delegationen vorgebracht. Neuerlich hat der Croate Spincic, dessen Verhalten unserem Kaiser viel Kummer bereite», über die sogenanme Bedrängnis der Slooenen und Croaten geklagt und dem Drei-bund seine Unterstützung verweigert. Die aus äußere Wirkung berechnete Rede Eims hatte daS Ergebnis, daß eine erdrückende Mehrheit ihr vollstes Vertrauen zu der Politik des Grafen Kalnoky ausgesprochen ha». Der Vertreter des seudalen Großgrundbesitzes, Graf B u q u 0 q, der Führer des Polenclubs, Ritter v. I a w 0 r s k i, der Alttscheche M e z n i k, der Slovene G r e g 0 r c i c, der Deuisch-Nationale Richter, der Italiener L u z z a t t 0. der Führer der deutsch-liberalen Partei, Dr. v. P l e n e r, und das Mitglied der Versassungs-partei des Herrendauses, Herr D u m b a — alle haben sich gegen den Jungtschechen gewendet, sich noch wiedersähen. Damit brachen sie aus; der Mann nach einer Herberge vor der Stadt, wo er einstweilen seine Schmach zu verberaen dachte, Richard in die Siadt zurück, um bei der treu-losen Frau die Sache seines Vollmachtgebers zu führen. Er fand sie auch in ihrer Wohnung, allein, auf einem Berg von orientalischen Polstern malerisch ausgestreckt: und gleich bei seinem Eintreten — seine vorausgeschickte Karte in der kleinen Hand — lächelte sie ihn an. Er erschrak so, daß er sich verfäl-bte: es war jene fchöne Herwig, die er damals fo geschwind hatte freien wollen. Sie war reizend gekleidet, und noch immer^ausfallend schön; ihr Gesicht schien sie aber mit vieler Kunst übermalt zu haben, um noch stärker zu wirken, und in ihren Augen leuchtete ein Glanz, der ihm auch nicht natürlich schien. Ehe er noch reden konnte, begrüßte sie ihn mit großer Freude, fast mit Herzlichkeit; sie sei glücklich, ihn wiederzusehen, einen so alten Bekannten, der ihr freilich nur. sozusagen, im Fluge begegnet sei. Sie habe aber gleich be» griffen, was die Welt an ihn, habt; nicht nur feine Stattlichfeit, auch sein Witz, sein Geist sei ihr aufgefallen, und daß er offenbar zu den Menschen gehöre, die man nicht vergesse. Während sie den. halbverwirrten Richard so mit Artigkeit überschüttete, starrte er sie immer noch an, still bei sich denkend: das wäre nun meine Frau I (Schluß folgt.) 2 Deutsche Wacht" 189? dessen Alleinbleiben ant deutlichsten beweist, wie nichtig seine Anschauungen sind. Lediglich die Elericalen haben geschwiegen. Mit grausamem Behagen hat der DelegirU Ein, alle Fälle aufgezählt, in denen sich Preußen und Oesterreich feindlich gegenüberstanden. Und er ist zu dem Schlüsse gelangt, daß ein Bündnis beider Länder widernatürlich sei. Haben nicht Sachsen und Bayern im Jahre 1866 gegen Preußen gekämpft und bilden diese beiden Königreiche heute nicht kräftige Stützen des einigen Deutschlands k Warum soll also Oesterreich-Ungarn dem Deutschen Reiche heute noch feindlich oder fremd gegenüberstehen P Italien wurde von Herrn Eim als uuzu-verlässig verdächtigt, und als unser natürlicher Bundesgenosse wurde Frankreich bezeichnet, während Rußland unser geschichtlicher Bundes-genösse sei. Die Sehnsucht nach der russischen Knuie leuchtet bei den Jungtschechen immer durch ! Wie vor Wochen im Abgeordnetenhaus? hat nunmehr auch in den Delegationen der Pole I a w o r s k i die Berechtigung solcher Russen-liebe beleuchtet. Unter allgemeiner Heiterkeit verwahrte sich Jaworski gegen die Behauptung EimS, daß alle slavischen Stämme für Rußland Sympathien hegen. Weitn Herr Eim glaube, daß Rußland die Selbständigkeit aller slavischen Stämme will, so könne Jaworski, nur daraus erwidern : Sonderbarer Schwärmer! Die Absertigung, die Gras Kalnoky dem Jungtschechen zutheil werden ließ, ist so voll feiner Spitzen und verbreitet dabei solche Klarheit über die auswärtige Lage, daß wir e« uns nicht versagen können, die Rede wenigstens theilweise wiederzugeben. Hohe Delegation I Es fällt mir die Aufgabe zu, am Ende der Debatte ein Schlußwort zu sprechen. El ist natürlich nicht zu erwarten, daß ich auf die Rede des Herrn Delegierten E i m dem v«llen Um-fange nach eingehe, und ich werde mich darauf he-schränken, einige wesentliche Punkte hervorzuheben und den Eindruck zu resümieren, den ich selbst und, ich glaube, so ziemlich Alle aus der heutigen Debatte gewinnen haben... Nicht die kritisierende Rede de» Herrn Delegierten Eim an und für sich ist da»-jenige, wogegen ich Einwenbungeu erhebe. Hingegen möchte ich ater doch sowohl die Methode al» auch da» Ziel der Rede nicht al« solche bezeichnen, von denen ich wünschen würde, daß sie sich in den Debatten der Delegation einbürgern. Wa» die Methode anlangt, so wird in der-selben das M i ß t r a u e n ich möchte sagen zum Principe erhoben. Es wird Mißtrauen gegen die Institution der Delegation erhoben, Miß-trauen gegen ihre innere Einrichtung. Mißtrauen gegen die Alliirten, Mißtrauen nach recht« und links, nach überallhin gepredigt. Es könnte, wenn andere Herren die historischen Forschungen des Herrn Delegierten Eim in demselben Geiste fortgesetzt bitten, wie er selbst sie uns vorgetragen hat, ein Herr Delegierter ausstehen und in der Geschichte unserer Verhältnisse zu Rußland herumwühlen, ein anderer die Geschichte unserer Beziehungen zu Frank-reich hervorziehen, ein dritter Italien, ein vierter die Türkei aufsuchen, und dann frage ich: Wo ist der Minister des Aeußern, der gute Bezieh-ungen zu allen Mächten zu pflegen im-stand« wäre? (Beifall und Heiterkeit.) Ich freue mich, daß keiner der übrigen Herren Delegierten diesen Irrweg betreten hat, und daß alle Redner mit Tact über unsere Beziehungen auch zu solchen Mächten gesprochen, mit denen wir nicht in jenen intimen Beziehungen wie zu Deutsch-land und Italien stehen. Ich möchte jetzt aus' die Ziele reflektieren, welche sich der Herr Delegierte Eim bei seiner Rede gesteckt haben mag. Wenn wir uns nun am Schlüsse der Rede und nach dem Eindruckt dieser so langen Auseinandersetzungen fragen, wa« der Nutzen der-selben sein kann, und wenn sich verschiedene Volks- stamme der Monarchie die Tschechen ausgeschlossen, diese Frag« vorlegen, s« bleibt, glaube ich — wobei ich wiederhole, daß ich ein Eingreifen in die Debatte au sich nur begrüssen kann — von dieser Rede nicht viel übrig im positiven Sinne; im negativen Sinne so Manches. Was wird der Herr Delegierte damit erreicht haben? Seine vollkommene Isoliertheit, die sich schon jetzt herausgestellt hat, und zwar nicht eine Isolierung au« Mißgunst oder irgend einem derartigen Grunde, sondern weil Niemand den Ansichten, die er vorgebracht hat und namentlich den heftigen Beschuldigungen sich an-schließen will. . . Auf eine sachlicheAnfrage hätte der Minister dem Delegierten Eim geantwortet, daß Niemand hier sei. der den Krieg mit Rußland will — was der Herr Delegierte von der tschechischen Nation als etwas ganz Besondere« gepriesen ha» — und auch Niemand sei, der nicht gute und auch bessere und beste Beziehungen zu Rußland wünscht. Hingegen hat der abstoßende Ton der Rede, ihre Angriffe auf die Regierung nach allen Richtungen hin, eS natürlich mit sich gebracht, daß mit solchen extremen politischen und nationalen Ideen und den jeder sachlichen Begründung ent-kehrenden Einwürfen, die hineingemengt wurden, Niemand einverstanden sein kann. Da gibt eS ganz merkwürdige Widersprüche; so z. B. ist eS doch ganz unbewiesen, daß Frankreich der natürliche Bundesgenosse Oesterreich-Ungarn» ist. Wenn der Herr Delegierte in der Geschichte etwa« weiter zurückgeht, kann er sich über Manche« informieren, wa» nlcht eben den BeweiZ erbring», daß Frankreich der natürlich« Bundesgenosse ist. Wenn der Herr Delegierte auf eine Besserung der russischen Bezieh-ungen hinweist, so begreife ich die«. Er wünscht einen besseren Handelsverirag. I ch a u ch ! Er hat jetzt diese Parole ausgegeben; wir werden ja sehen, wie eS von Rußland zurückhallt. Ich glaub«, «S ist Niemand, der gegen bessere Handelsbeziehungen ist, und e» ist gewiß auch Niemand, ber nicht wünschen würde, bessere Beziehungen zu Rußland zu erhalten. Wir werden sehen, wie dieser Anstoß, den der Herr Delegierte gegeben hat, wirken wird. (Heiterkeit.) ... Der Herr Delegierte hat un« in seiner Rtde sehr bestimmie Erklärungen der Loyalität abgegeben, die ich nicht bezweifeln will. Ob aber diese Rebe gerade sehr patriotisch ist vom allgemeinen Standpunkte, möchte ich doch bezweifeln. Die Intention war gewiß eine gute. Fraglich ist e» aber, ob es gut ist, in solcher Weise den nationalen Loeal-PatriotiSmu» bei so großen Angelegenheiten, bei Dingen, «elche die allgemeinen Interessen und die Beziehungen nach Außen betreffen, in diese Versammlung hineinzu-tragen. E« ist ja bei un« immer be-bäuerlich, wenn Partei- und Natio-nalität«-verhältnisse in äußere Politik hineingemengt werden; aber ist einmal ein Stein hineingeworfen, klatscht e« dann aus, und e« wird mehr davon gesprochen, al» e» vielleicht gut ist. Aber die Beruhigung nehme ich mit mir daß ein Sinn de» Patrioti«mu« sich bei dieser ganzen Verhandlung gezeigt hat, und daß Alle einig waren, dasjenige zu suchen und zu sinben, was der ganzen Monarchie, der Machtstellung und Größe Oester» reich« entsprechen kann. ... Ich möchte die hohe Delegation nicht länger aushalten und concludiere daher, indem ich meine Eindrücke au« der heutigen Sitzung dahin zusammenfasse, daß wir un» trotz der einen diffen-tierenden Stimme in vollem Einklänge befinden, ich meine nämlich der Leiter der auswärtigen Politik und die Vertreter der verschiedenen Kronländer, die hier in der Delegation versammelt sind. Es möge mir gestattet sein — immer mit Au»nahme der einen Stimm« — meinen warmen Dank für da» ehrende Ber-trauen »»»zusprechen, welches mir h'er entgegen-bracht word«n ist, und bitte ich, die Versicherung entgegenzunehmen, baß ich mit allen meinen Kräften in jeaer Richtung fortfahren werbe, »«Ich« ich nach meiner vollen Ueberzeugung al» eine den Interessen der Monarchie am besten entsprechende betrachte jetzt und in der Zukunft. (Lebhafter Beifall.) Amschau. Einigung der Tüdslaven Eine Wiener Drahtnachricht meldet: Aus slooenijchen Kreisen verlautet, daß noch vor Beginn der ReichsraihSsession eine Conserenz der südsla-vischen Abgeordneten in Wien stattfinden werde, um über die Stellung zu berathen, welche gegen-über der Ernennung des Freiherrn von Hein zum Leiter der Landes« nerung in Krain zu nehmen sei. Slowenisches aus den Delegationen^ In der österreichischen Delegation erklärie der R e i ch s k r i e g S m i n i st e r, eine An« frage des Delegierten Gregorcic beantwortend; im Jnfanterie-Regimente Rr. 7, Graf Kheven« hüller, habe die slovenische Sprache deshalb ausgehört Regimentssprache zu sein, weil die Zahl der Slovenen in demselben auf zebn Percem gesunken sei. Bei der im zweiten Leitaufsatze näher beleuchteten Debatte klagte der Delegierte Spincic über die Zurückd ängung (?) des Croatischen und Slooenischen (!) durch daS Deutsche und Italienische und über die Ber» nachlässigung der materiellen und geistigen Jnteiessen der Eroaten und Slovenen. Ange-sich:? der Bestrebungen. Germanien bis zur Adria auszudehnen und das Küstenland und einen Theil von Krain an Italien zu düngen, könne er au« österreichischen Interessen eine Politik nicht unterstützen, welche aus dem Bund« Nisse mit Deutschland und Italien beruhe. Aus den slovenischen Lagern. Unter derSpitzmarke: Unser Benjamin! läßt sich S l o v e n e c au» Uniersteiermart schreiben: Von den slovenischen sleirischen Abgeord« neten hat sich dem P r o t e st gegen d e n s l o > venischen Katholikentag am v. Oktober n u r e i n e r angeschlossen (damit sie nicht in Verzweiflung gerathen) aber selbst dieser Ein« — damit sich die Todtengräber der slooenischen Nation nicht zu viel zu Gute thun — war der allerjüngste unter ihnen, Dr. Joan Detko aus Eilli. Es betrübte uns umsomehr als Dr. De<:ko das Glück hat. den politisch verläßlichen Bezirk Luttenberg zu vertreten. Kaum kalte Dr. Decko da« 30. Jahr überschritten wurde er schon mit Hilse und Unterstüßung der dortigen nationalen Geistlichkeit LandiagSabgeordneter; er kandidierte selbstverständlich über Beschluß deS einflußreichen Slovenischen Bereines für Steiermark. Herr Dr. Decfo hat indessen bei seiner Wahlsahrt nach Laibach auf die nation.,le Disciplin in Steiermart doch ein weini^ zu stark gerechnet und den Einfluß des slooenischen Vereine« etwas zu hoch veranschlagt. Die maßgebenden Facioren mögen bei diesem Fall erwägen ob es nicht besser wäre, älteren, erpropten Charakteren die Edre der Volksvertretung z» übertragen, als einem ungeprüsten Benjamin. Das sagte man schon seinerzeit, und in der That, die Schwarz» seher hatten Recht ! J. V. Der Abgeordnete Steinwender bat in seiner am l3. Oktober in Klagen f ur t ab-gehaltenen Wähleroersammlung einige Frage« besprochen, die auch für uns von Interesse sind. Wir heben folgende Stellen aus seiner Rede hervor: Die Slovenen haben seit zwölf Jahren ungemein viel erreicht und haben bis auf den heutigen Tag neue Erfolge »u verzeichnen, ohne daß es je einen slovenischen Minister gegeben hätte. Sie haben dadurch den Beweis erbracht, wenn es überhaupt eine« solchen be» dürste, daß eine energische Partei auch etwa« durchsetzen kann, ohne im Ministerium vertreten zu sein. Ein Gegenstück da^u bilden die Tleri« calen. Mit Verleugnung ihrer Ueberzeugung, mit Hintansetzung der Wünsche und des Wohles ihrer Wähler, manchmal im Widersprüche mit der Moral, deren ausschließliche Pächter sie zu sein beanspruchen, leisten sie seit 13 Jahren dem Ministerium Frohnden und Kärrnerdienst«. Erreicht aber haben sie — nichts. Von d« Herrschaft über die Schule sind sie heute so weit entfernt, daß sie kaum mehr davon zu reden wagen. Und doch haben sie seit je ihren Mann, nämlich den Grafen Falkenhayn, in der Regierung und liefern wieder dadurch den Beweis, daß die Vertretung einer Partei im Ministern» 1892 durchaus keine Bürgschaft des Erfolges in sich schließe. . . diese Ansicht hat viel für sich. In der That wurden — seltsam genug — die Unterhandlungen zwischen der Regierung und »er Deutschen Linken nicht durch den Kralen Kuenburg. sonvern durch Herrn von Hlener vermittelt. Ernennung Wie aus Graz berichtet ■ird, ist Herr Edmund S et t e 9, Edler von Ziedlwerth, der längere Zeit alS Landes-»erichtsrath in C i l l i war und sich hier viele neunte erworben hat, zum Hofrath deS tberstm Gerichtshofes in Wien ernannt norden. Hofrath von Schrey, der sich anfangs ikwembea aus seinen Posten beliebt, ist ein Lohn des im Jahre 1866 verstorbenen Herrn bezirksamlsvorstehers in Sittich. Dr. Franz schrey Edlen von Redlwerth, und ein N?ffe des vor mehreren Jahren verstorbenen Hos-nües beim VerwaltungSgerichtShose in Wien, Llerander Ritter von Strangseld. Der Advocal Herr Dr. Robert Edler von Schrey in Laibach ist sein Bruder. Im Wiener Gemeinderathe kam A am Dienstag abermals zu g oßen Skandal-Kcknen. Schmach und Schande! Zur Wesorm der technischen Truppen. Wir haben in den Nummern 8V und 81 »# Studie über eine kriegsgemäße Lösung unserer «chnischen Armeesrage des Herrn G-neralS Iilliches eingehend besprochen. Nach kurzer Wieder-»»be ihres Inhaltes habm wir festgestellt, daß simmlliche bisher zu unserer Kenntnis gelangten «litärischen Fachblätter einstimmig den Erör-leruaqen jener Studie beigestimmt haben, aus mlchen sich die Nothwendigkeit der Bekämpfung df4 für die Reform der technischen Truppen vom Gmnalstabe ausgearbeiteten Projette» ergibt. Jede» einzelne dieser Blätter ist noch besonder» fär timn der Hauptpunkte der von der Studie ski^inlen Reform eingetreten. Von den politischen Blättern hat sich bisher hauptsächlich der Pester Lloyd mit der geplanten Reform der technischen Kippen beschäftigt, und zwar zuletzt in den ifauime™ 226 vom 21. September und 237 00m 8. October. In der ersteren wird angeführt, daß in dem entscheidenden Militärische der durch lange Zeit vorher von den berufenen Seneralen und Obersten geprüfte Entwurf des Seneralstabes f a st einstimmig angenommen würbe und daß selbst jene Mitglieder der Con-snenz, welche aus der Geniewasie hervorge-zangen sind, oder derselben noch angehören, die also gewissermaßen als die natürlichen Bundes-Massen deS General - GenieinspectorS gelten tiirften. gegen diesen, und sür den Generalstad rfumnt haben, womit der Beisatz, daß der ehemalige General-Genie-Jnspector völlig isoliert blieb, wohl nicht in Einklang gebracht werden lam. Auch im zweiten Aufsatz tritt dieser Wider-sprach zutage, indem eS dort heißt, daß der Aeneral-Genieinfpecior ganz isoliert blieb. Hieraus «rd der Schluß gezogen, daß es übel angebracht «tot. im Widerspruche gegen alle Autoritäten ter Armee der geplanten Reform im Wege iiehen zu wollen, als deren Hauptzweck der zu iarachien sei, daß jedes unserer fünfzehn Corps !<» technisches Bataillon habe. Diese Darstellung ruft bei der Tagespost -achfolgmde Erwägungen hervor: Wesentliche Betrachtungen der eingangs ge-unntm Studie deS Generals KillicheS gelten di« Nachweise, daß die gegenwärtige Organi-Krim deS technischen Dienstes, für den General-stob nicht minder wie für den Geniestab, eine einseitige ist und daß sie keinem der beiden Stäbe fef zur Heranbildung von Autoritäten im Ge-dule deS gesammten sortificatorischen KriegS-tirnfte« erforderlichen Mittel biete», weiter, daß ei sich in erster Linie um eine Aenderung der brqmisalionsprincipien und darum handle, den Tmeralstab durch gründlichere sortisicatorische Alibildung eines Theiles seiner Mitglieder auch l Leitung deS sortificatorischen Dienstes zu be-higen. ^Deutsche Wacht" Es standen im entscheidenden Militärrathe nicht, wie der Pester Lloyd behauptet, alle Autoritäten auf der Seite deS Generalstabes, sondern es stand einfach, wie in den meisten commisiionellen Berathungen einer Majorität eine Minorität gegenüber, und bekanntlich läßt sich von der Urlheilssähigleit der Minorität nicht immer behaupten, daß sie unter jener der Majorität stehe. Die Annahme aber, daß die aus der Ee-niewaffe Hervornegangenen, gegenwärtig dem Generalstabe angehörenden Mitglieder jenes Militärisches gewissermaßen als die natürlichen Bundesgenossen deS GeneralaenieinspectorS gelten durften, hallen wir für hinfällig, was näher auszuführen wohl unnöthig sein dürste. Endlich haben sich, wie bereits erwähnt, außer der Minorität jener Commission auch die militärischen Fachjournale bisher einmüthig gegen das Proj.ct deS Generalstabes aus-gesprochen. Es ist »ns daher vollkommen unklar, wie ein unbefangener Beobachter, welche Stellung der Pester Lloyd für sich in Anspruch nimmt, ein» zelne maßgebende Verhältnisse augenscheinlich ganz irrig auffassen, andere einfach todtschweigen und. hieraus basiert, sich zum Vertreter einer Organisation machen kann, von welcher man eigentlich nur so viel weiß, daß sie — trotz der im Budget für 1893 eingestellten, Verhältnis-mäßig niedrigen Beträte — im ganzen wenigstens 15 Millionen Gulden kosten werc>e, und obgleich das Hauptargument der Reform des Generalstabes, nämlich die Zuweisung je eines technischen Bataillons an jedes der 15 Corps, unrichtig und auch undurchführbar ist. Wir halten an unserer früher ausgesprochenen Ansicht fest, daß die Rücksicht aus die Interessen der Armee sowohl als der Steuerzahler eS erfordere, das ReichskriegSministerium um die nochmalige gründliche Prüfung des Geueralstabsprojectes. > um die Ausarbeitung eines den gesammten tech-1 Nischen Dienst umfassenden neuen PrajecteS, sowie um die vorläufige Einstellung aller vor» greifenden Experimente zu ersuchen. Der HewerVeönnd üöer das geplante Steuergesetz. Das in der letzten Versammlung des ersten Steiermärkische» GewerbebundeS über Auffor» derung deS Präsidiums des Abgeordnetenhauses erstattete Gutachten hinsichtlich der Steuerreform lautet folgendermaßen: A. Int allgemeinen: Wir begrüßen die ernstliche Absicht einer Reform der gegenwärtige» Besteuerung umso» mehr, als diese zum größten Tbeile veraltete und einseitig nur den FiSkalinieressen rechnung-tragende Besteuerung eine ebenso enorme als höchst ungleiche Belastung der Bevölkerung, inS-besondere aber der schaffenden Stände mit sich bring«, ganze Productionszweige geradezu in ihrer Existenz bedroht und dem im Steuer-wesen besser gestellten Auslande gegenüber con-currenzunsähig mach«, schließlich aber das ge-sammle Leben theurer gestallet und so die LebmS-bedingungen gerade für die wirtschaftlich Schwache» auf das äußerste erschwert, während dagegen riesige Capitalien und ungeheure Ein-kommen sich einer Besteuerung fast gänzlich ent-ziehen. Wir begrüßen somit die beabsichtigte Reform als die dringend nothwendige Beseitigung eines aus die Dauer unhaltbaren Zustandes, für welches Ziel jeder gute Volksvertreter unentwegt einstehen muß. Wir anerkennen zugleich die in den Motiven zur Regierungsvorlage auSge-sprochme Absicht, die am meisten drückenden ErtragSfteuern, die augenblicks nicht abgeschafft werden können, möglichst herabzusetzen und hiezu daS ErtägniS der directen Personalein-kommensteuer zu benützen, ferner die Absicht, die unteren Classen der Bevölkerung mehr zu entlasten und dafür die Reicheren mehr heran-zuziehen, somit eine gerechtere Vertheilung der Lasten herbeizuführen, endlich auch die Absicht, auch die Steuerträger selbst zur Steuerbemessung heranzuziehen und hiedurch ihnen eine Art Mit-bestimmung für die Höhe der Lasten einzu-räumen. 3 Wir anerkennen insbesondere auch den vom hohen Abgeordnetenhaus? hier zum ersten« mal eingeschlagenen Weg, die Bevölkerung selbst an dem Zustandekommen des Gesetzes insoweit mitarbeiten zu lassen, daß die Gesetzesoorlage allen berufenen Körperschaften, insbesondere den gewerblichen Genossenschaften und Vereinen zur Begutachtung zugesendet worden ist, indem dieser Weg nicht nur die Rechte der Wähler in aanz anderer Weise respectiert als es bisher immer der Fall war. sondern auch für das Zustandekommen emeS wahrhaft gulen Gesetzes gewiß alS der beste sich erweisen wird. Wir vermögen aber nichtsdestoweniger eine Reihe von höchst gewichtigen Bedenken nicht zu unterdrücken, die von unserem Standpunkte aus gegen die Regierungsvorlage in der gegenwärtigen Form geltend zu machen sind, und bemerken nur zugleich, daß wir die großen Schwierig-leiten durchaus nicht verkennen, welche bei der geplanten Steuerreform zu bewältigen sind und welche vielleicht zum größten Theile die ins Auge fallenden Mängel der Vorlage ver-schulden. Unsere Bedenken sind folgende: Von der l so ersehnten Steuerreform dürfte man gewiß mit Recht erwarten, daß sie eine ausgiebige Sleuer-erleichterung für die jetzt am stärksten bedrückten Classen der Bevölkerung mit sich bringen würde, umsomehr, als nur e:ne solche ausgiebige Erleich lerung den betroffenen Ständen die dringend nothwendige Hilse bringen würde. Gerade diese Erwartung wird jedoch von der Vorlage, wenn sie so Gesetz wird, nicht erfüllt. Denn abgesehen davon, daß einzelne ebenfalls drückende Steuer-gattungen. wie z. B. die Grundsteuer, fortbestehen bleiben und nur durch die mittelst der Personal-einkommensteu-r zu bewirtenden Nachlässe gering-fügig ermäßigt werden, daß ebenso die höchst drückenden, das ganze Leben vertheuernden indirecten Steuern unberührt bleiben, sollen gerade die in der Vorlage behandelten Steuern im allgemeinen auf der gegenwärtigen Höhe bleiben und nur die ebenfalls geringfügigen Er-Mäßigungen durch die vorgesehenen Nachlässe erfahren. Insbesondere soll die Erwerbsteuer infolge der Festsetzung einer Erwerbsteuerbaupt» summe in gleicher Höhe wie die jetzige Gewerbe» steuer und Einkommensteuer erster Classe bleiben, ja sogar von zwei zu zwei Jahren um 4 8 Per» cent ständig steigen, obgleich eine solche Steigerung durchaus nicht im natürlichen Wachs-thume der gewerbetreibenden Bevölkerung be« gründet ist. sondern der zum AuSqange ge-nommene zehnjährige Durchschnitt nur infolge außergewöhnlicher Umstände (Einführung der Gewerbegeiitznovelle vom Jahre 1883 und hie-durch bedingte Heranziehung weit größerer Kreise zur Besteuerung, stärkere Anwendung der Steuerschraube von Seite der Finanzbehörden und dergleichen) eine Steigerung von 2'4 per Jahr ergeben konnt« und ergeben hat. diese Be-stimmung der Vorlage somit durchaus mcht ge-rechtfertigt, vielmehr zu verwerfen ist. Ferner bieten die großen Spielräume deS Tarifes, die wenig genau umgrenzten Befugnisse der Erwerb« steuercommissionen und der Contingentcom» Mission, die nach der Vorlage geplante Zusammensetzung derselben, die übergroßen Be-sugnisse der Finanzbehörden, insbesondere des Finanzministers gar zu sehr die Hand zu Er» höhungen der Erwerbsteuer, welcher Befürchtung gegenüber die nun vorläufig mit 20 Perceui in Aussicht genommene Ermäßigung oer Erwerb» steuer-Hauptsumme nur weuig zu bedeuten hat. Von dm Erwerbsteuerträgern erscheinen zudem auch gerade wieder die unteren wirtschaftlich schwächeren Classen gegenüber den capitalistisch kräftigeren (wie z. B. Fabrikanten) ungünstiger gestellt, indem der Tarif in der ersten Ab-theilung, welche die Fabriken betrifft, zum Theile niedrigere Sätze (bloß Grundlaxen) enthält, als in der zweiten Abtheilung, welche die Klein« gewerbetreibendm betrifft und welche für diese neben den Grundtaxen noch Betriebstaxen nach der Zahl der verwendeten Arbeitskräfte u. dgl. festsetzt, wobei außerdem durch Anrechnung der Lehrlinge und Arbeitsunfähigen, zu große An-rechnung von Motoren große Unbilligkeiten ge-schehen. Auch die Einkommensteuer steigt gerade 4 in ihrem untersten Theile, welcher die Einkommen von Ö«r Beamte mehr an Besoldungssteuer und Einkonimensteuer zahlt als der Rentier an Renten und Einkommenstcuer, und dnser Unterschied je Höher hinaus, desto größer wird. Daß D r Percentsatz. welchen der Gewerbetreibende an Erwerb- uno Einkommen-steuer zahlen soll, durchweg« höher ist als der Percentsatz des Rentiers, welcher die 2 Perceni Renten und Einkommensteuer zahlt, ist eben'allS nicht zu leugnen. Ein großer Mangel der Vor-läge ist endlich auch dann gelegen, daß die" io besonders drückende Umlagenwirischaft, welche die Steuerlast zu ein^r erig schwankenden und ungewissen macht, in einer kaum nennenswerthen Weise gebessert wird. Denn die Zuweisung der 20 Perceni vom Erträgnisse der Personal-Ein-kommensteuer an die Länder wird im einzelnen eine nur wenig merkbare Ermäßigung der Lan-desumlagen herbeiführen können, da ».ich dem Anschlage der Regieruug selbst nur 2°7 bis 4 2 Millionen (höchstens) an sämmtlich« Länder zur Vertheiliing gelangen und hiedurch die betreffenden Landesbudgets nicht soniellich geändert werden. Die Gemeindeumlagen, die noch weit höher und drückender sind, bleiben zudem gänzlich unberührt. Gerade dies wäre aber als ein wesentlicher Punkt bei jeder Steuerreform zu berücksichtigen. AlleS in Allem genommen, finden wir so-nach eine große Zahl von Mängeln in der Re-giernngsvorla-e und erwarten von der Einsicht und dem ernsten Willen der Volksverter, daß sie dem voraussichtlich einmüthige» Urtheile der Bevölkerung entsprechend Rechnung tragen und um allem Eifer die Verbesserung der Vorlag« in den angedeuteten Richtungen ar.streben und durchführen meiden, wonach die jetzt im Zuge befindliche Sieuerresorm wenigstens die Vor-läuferin einer wahren Steuerreform und der Uebeegang zu derselben sei» würd«. Zu jener wahren Steuerreform nämlich, die das veraltete System der Ertragssteuern gänzlich beseitigt und an deren Stelle «ine wirkliche, allgemein pro-gressive Einkommensteuer, sowie eine allgemeine Vermögenssteuer setzt, ourch welche die großen Einkommen und Vermögen endlich einmal or° deutlich zur Steuerleistung herangezogen und hiedurch die kleinen unn mittleren Leute fühlbar erleichtert werden, durch welch« auch die Um-lagenwirtvschafl beseitigt und die autonomen Körper auf direkte Einnahmen aus ihnen zunächst zukommenden Stevergallunge > gewiesen werde», durch welche mit einem Worte jenem Grundsätze eine« gesund«-' Staatslebens Rechnung getragen wird, der da lautet: Gleiche Recht«, gleiche Lasten. » * * I!. I m einzelnen: Hinsichtlich der einzelnen Paragraphe der Regierungsvorlage wird der Bnndtsrath beauf-tragt und ermächtigt. ans den Beschlüssen des Leobener und des Pettauer Gewerbegenossen-schaftstageS. sowie aus der Petition des Vereines zur Vertretung gewerblicher Interessen in Wien, beziehungsweise deß Wiener Gewerbegenossenschaftstages jene Herauszunehmen, welche den in obigem allgemeinen Theile enthaltenen Grund-anichauungen am besten entsprechen und dieselben dann dem an daS h. Abgeordnetenhaus zu sen-denden Gutachten mit dem einzuverleiben, daß der Erste steiermärkische Gewerbebund sich diesen Beschlüssen vollinhaltlich anschließt. In dem Begleitschreiben an das hohe Prä-sidium deS Abgeordnetenhauses ist endlich zu er-wähnen, in welcher Weise das gegenwärtige Gutachten zustande kam, daß nämlich der heutigen Beschlußfassung eine Versammlung d«r sammt-lichen Genossenschaslsvorständ« vorangieng, in welcher die Reglerungsvorlage besprochen wurde, und daß dann zahlreiche Genossenschaften mehr oder minder eingehende Gutachten an den Bun-desrath eingesendet haben, auf Grundlag« welcher Gutachten sohm das heute in der Versamm-lung vorgelkgte und beschlossen« Gutachten ver-saßt worden ist. 1«92 Aus Stadt und Land. Gin AefZblatt In wenigen Wochen feien die Stadt Cilli. di« 25jährigen Selbständigkeit ihrer Gemeindefatzunzen. Au« diesem Anlaß wird dem langjährigen Bürgermeister, Herrn kais. Rath Dr. Necke>mann die Urkunde als Ehren» bürger überreicht; aus diesem Anlaß läßt das Stadlamt ein« Chronik d«S letzten Vierteljahr» Hunderts erscheinen. Die Teutsche Wacht aber veranstaltet ein Feftblatt, das — frei von politischen Erörterungen und geschichtlichen Ab» Handlungen — rein künstlerisches Gepräge tragen soll Kurz« Schilderungen und Epigramme mögen abwechseln mit Gedichten, Zeichnung«» und kleine« Musikstücken. Was auf Cilli und feine Umgebung Bezug Hai. wird besonder« willkommen jein. Da sast Alle, die einmal in Cilli gewesen sind, der Stadt ein freundliche« Andenken bewahren, ist zu hoffen, daß die Belträge zu Ehren der 25jährigen Selbständigkeit recht zahlreich ein» laufen. Die Anordnung der Festschrift übernimmt unser Herausgeb-r. H«rr Gerhard Ramberg, der auch das Lausn'sche Jahrbuch: Die Kunst in Oesterreich-Ungarn redigiert hat. Di« Lieferungs» frist dauert bis 30. Oktober. ülusftug nach Rann. Der S o n » d e r z u g für den Ausflug nach Rann ist ge-sichert und auch schon bei der Direction der Südbahn bestellt morden. Der Zug wird am Sonntag um halb 2 Uhr nachmit» tags von Cilli abgehen und in Tüff-r. Steinbrück. Lichte n w a l d und Gurkf« ld zur Aufnahm« von Theil-nehmern hallen. Die Rückfahrt von Rann er» folgt pünktlich um 10 Uhr. so daß die Ausflügler ctiv i um halb 12 Uhr nachts in Cilli eintreffen. — Nach dem, was wir über die Theinahme an dem ÄuSfluge hören, wird sie ein« sehr zahlreich« w«rd«n ; nicht nur die deutschen Bewohner von Cilli, sondern auch die Teuischen der untersteirnchen Märkte werden in großer Zahl mitfahren. Der Ausflug findet bei jeder Witterung statt. Der Männerqefanqsverein hat in feinet am Freitag abgehaltenen Sitzung beschlossen, am ÄuSfluge nach Rann td«ilzunehmen. ES ist also zu hoff n, daß am Sonntag in Rann «in deutscher Sang ertöne! — Auch die frei» willige Feuerwehr wird sich an dem Aus-flug durch ei»« zehngliedrig« Abordnung be» th«»lig«n. Bczirksseuerwehrtag. Am letzten Sonntag fand hier die Versammlung deS Bezirks-verbandes ktall, zu welcher Teilnehmer aus Hochenegg, Weilenstein. Gonobitz. Tüsier, Trifail, Hrastnigg. Pragwalo und St. P«t«r erschienen waren. Die hiesige Feuerwehr veranstaltete am Nachmittag unter Commando des Herrn Haupt» mannes Eichb«rg«r ein« Schulübung zu der sich — im Hofraum des RathhauseS — zahlreiche Zuseher eingesunden hatten, di« d«n Übungen mit sichtlichem Interesse folgten. Dies« Uebungen machten den angenehmen Eindruck, daß unsere Feuerwehr tüchtig geschult ist. Den Schluß der Uebung bildete ein Angriff der sowohl seitens der Steiger als auch der Spritzen-Mannschaft mit militärischer Pünktlichkeit aus-geführt worden ist. Leider hat die verwendet« Spriy« beim letzten Brand eine Verletzung er-litten, die sich als so bedeutend herausstellte, daß sie nicht sofort zu beheben war und daher konnte daS zur Uebung nöthige Wasser nicht prompt zustand« gebracht werden. Die Maschine ist jetzt schon wieder hergestellt. Nach der Uebung fand unter dem Vorsitz des Herrn Obmanne» Adalb. Walland ans Gonobitz die Sitzung de« Verbandes statt. Anwesend waren folgend« Vertreter: die Herren Hafenbichl und Zwischen« bcrger für Gonobitz; Benedikt und Drolz für T üffer; Petra» und Nowak für Rann; Kreinigg und Findenig für W e i t e n st « i n. Für Hochenegg Joscht; St. Leonhardt Sackl; Hrastnigg Rückl; Pragwald Tschulik i Trifail Stangl; C i l l i Eichberger und Küster. Die Versammlung wählte Herrn Otto Küster zum Schriftführer. Herr Obmann W a l la n d hob in feinen Anführungen nament» lich den bedeutenden Werth hervor, den die Krnier fiir hi* Cter Kamps zwischen Liebe und Pflicht, zwischen Lüge und Wahrheit wird hier in ganz neuar» lifter Form zum Ausgangspunkt der tragischen Entwicklung genommen. Der Kunsthändler Pfeiffer will dem regierenden Fürsten ein Ge-mälse verkaufen, das Vasari als echten S i g-norelli bezeichnet haben soll. Der Entschluß des Fürsten hängt vom Urtheil des berühmten Professors Waede ad, der nicht nnr ein großer Kunitgelehrler, sondern auch ein zärtlicher Familienvater ist. Waede hat zwei Söhne. Der ältere, ein tüchtiger Maler, ist von streng sitt-lichtn Grundsätzen beherrscht; der jüngere, ein lebensfroher Officier, neigt zu Leichtsinn und LLerschtvendung. Nachdem der Vater schon wie-berboLt feino 2diuIÖL:i bealllbe» bat. tritt endlich ..Deutsche Wacht" der Punkt ein, wo die Geldmittel völlig erschöpft sind. Der Oificier kann eine Ehrenschuld nicht befahlen und sieht keinen anderen AuSweg, als den Tod. Da tritt der Kunsthändler Pfeiffer in daS Haus des Gelehrten ein. Er bietet 30.000 Mark, wenn Professor Waede das Bild des Signorelli anerkennen wolle. Waede hat beruts das Gemälde als unecht bezeichnet, und er ist sich bewußt, das Werk feines Lebens preiszu-geben, wenn er feine wissenschaftliche Ueberzeu-gur.fi verleugnet. Ein furchtbarer Kampf wüthet in seinem Innern. Zärtliche Vaterliebe, menschliches Mitleid und das verzweifelte Flehen der Gattin stürmen auf ihn ein; er unterliegt. Alle späteren Versuche, daS Unrecht wieder gut zu machen, scheitern an dem Widerstand Pfeiffers. Professor Waede muß vor seinen Fürsten hintreun »ad ihm di« Lüge ins Gesicht sagen: er nehme sein erstes Urtheil zurück und erkenne das Gemälde als echten Signorelli an. Der Fürst gibt seiner Freude Ausdruck, daß Waede nicht in trotzigem Gelehrtendünkel bei seinem vermeintliche» Irrthum verharrt. Dieses unver-diente Lob vernichtet den Professor gänzlich. Er wagt es nicht, seinem Sohne, dem Maler ins Auge zu blicken: er fürchtet sich vor seinem ehrlichen Gesicht. Der Alte erduldet furchtbare Qualen. Als nun gar ein Kammerherr erscheint, um dem Professor im Namen seines Landes-Herrn eine Auszeichnung zu überreichen, da tritt dem Schwergeprüften seine Erbärmlichkeit so deutlich vor die Seele, daß er darüber den Verstand verliert. Im Wahnsinn vernichtet er das unechte Bild des Signorelli. Weinlese. Am Samstag und am Sonntag haben zahlreiche Weinlesfeste stattgefunden. Da außerdem am Sonntag der BezirkSfeuerwehrtag in Cilli getagt hat, war es ganz begreiflich, baß der ursprünglich für den 16. October geplante AuSflug nach R a n» auf den 23. October verschoben wurde. Viel fröhliche Erntefeste wären durch den Ausflug am Sonntag gestört worden. Wir selbst möchten die angenehme Er-innerung nicht missen, die wir einer Cillier Weinlese verdanken. Gegen Abend versammelten sich trinkireudige Männer aus ber Höhe des NikolaibergeS. wo sogleich herrlich süße Trauben den Gästen dargeboten wurden. Neben dem frischen Rebei'saft glitt auch genugsam gegohrener durch die Kehle.. . Friedlich lag die sanndurch-zogen« Stadt zu unseren Füßen, und als die ersten Lichter in den Straßen erglänzten, wurde das Gelage vom Freien ins gemüthliche Winzer« haus verlegt. Dem Imbiß schloß sich allfogleich ein gediegenes Festmahl an, das die anmuthigen Töchter d>S Gastgebers k-edenzten. Wurden aber auch in Tnnkiprüchen gefeiert! Der Wein löit ja die Zunge; deshalb ist es begreiflich, wenn nicht nur viel getrunken, sondern auch viel geredet wurde. In den meisten Trinksprüchen kam die Freude unserer Bürger zum Ausdruck, die Spitzen der Behörden traulich in ihrer Mitte zu sehe»! Bergdauingenieur in Cilli. Herr Johann F r i « d 1, bergbehördlich autorisierter Bernbauingenieur in Cilli. hat, nachdem er den vorgeschriebenen Eid abgelegt hat. bie Berech-tigung zur Ausübung be« Befugnisses eines bergbehörblich autorisierten Bergbauingenieurs erlangt. Gin Jahr Bieh und Pserdemarkt findet am Freitag den 21. October in Cilli statt. Verunglückt. Die Müllersgattin Frau-ziska Vvdoufchek am Pelfchoonig ist am Sonntag, den 16. October in ihrer eigenen Mühle verunglückt. Man fand ihren Leichnam zwischen den Rädern. Flüchtig. Der Kellner Franz S t a n 11 beim Gastwirtve Anton Mastnak in Lubeino bei Cilli ist nach Veruntreuung von 140 Gulden flüchtig geworben. Ein Steckbrief wird vom Kreisgericht erlassen. Gattenmord. Der Winzer Karl Weiß hat in ber Nähe von Marburg sein Weib in ben Walb gelockt, ihr bort ben Hals durchschnitten und sie ber Schuhe und ihrer Baarschast beraubt. Die Unglückliche schleppte sich aus eine Wiese, wo sie tags daraus von einem Besitzer noch lebend aefunden wurde. Sie konnte nur 5 noch flüstern, ihr Mann habe die That verübt. Der Mörder ist bereits verhaftet; ebenso die unverehelichte Agnes M l a k e r, welche die Anstiften« deS Verbrechens war. Gefangenaufseher Stelle. An ber k. k. Männer-Sttafanstalt in Marburg gelaugt eine Gefangenaufseher-Stklle II. Classe zur Besetzung. Der Gehalt beträgt 260 Gulden jährlich und 25'/, Activitätszulage nebst Emo« lumemen. Bewerber um diese Stelle müssen der deutschen und slovenischen Sprache mächtig sein, di« österreichische Staatsbürgerschaft besitzen und dürfen daS 35. Lebensjahr nicht über« schritten haben Die Gesuche sind bis 13. November bei der Strafanstalts-Direction ein-zureichen. In Graz wird eine österreichische TheaterauS'tellung geplant; Steier-mark, Körnten und Krain sollen besonders be-rücksichtigt werden. vermischtes. Kaiser Wilhelm hat der Freiwilligen RettungSgesellfchast in Wien «ine Spende von 500 Mark zukommen lassen. Der deutsche Bot-fchafter Prinz Reuß sandte dem Ehren-Präsi« denten der Freiwilligen RettungSgesellfchast fol« gende Zuschrift: Euere Excellenz! Seine Majestät der Kaiser und König, mein allergnädigster Herr, allerhöchstwelcher der unter Euerer Excellenz Leitung stehehben Freiwilligen Rettungsgefellschaft und deren ausopferndem nützlichem Wirken aller« höchstfein lebhaftestes Interesse zuwendet, haben mir befohlen. Euerer Excellenz die beifolgende Spende von 50u Mark zum Besten der Wiener Freiwilligen RettungSgesellfchast zu überreichen. Genehmigen u. f. w. Prinz Reuß. Ein warmeS Nachtmahl für unsere braven Soldaten wird gegenwärtig von den Volksvertretern dringend verlangt. Der Kriegs-Minister lehnt dankend ab. Internationale Hengstenschau. Im Beisein des Ackerbauministers Graf Falkenhayn fand am Samstag die Eröffnung der inter-nationalen Hengstenschau in Wien statt. Durch nahezu 140 fast tadellose Vaterpferde find sämmt-liehe in Mitteleuropa und England gezüchteten Rassen vertrete». Bemerkbar machten sich u. a. die Pferde aus dem Gestüt Turnisch in Steiermark, ferner diejenigen aus dem Lavantthal in kärnten. Die Wunderrabi — besteuert. DaS Finanzministerium hat die Finanzdirectionen von ^emberg unb Czernowitz zur Besteuerung ber Wunderrabi angewiesen, die bisher keine oder nur eine geringe Einkommensteuer ent« richteten. Diese Maßregel ist eine Folge deS Bukowinaer Schmuggelproceffes. Ein Nachkomme Göyens hat dieser-taa« im Wiener Burgtheater einer Vorstellnng des Götz von Berlichingen beigewohnt. Herr v. Berlichingen ist priesterlicher Natur« forfcher und gehörte früher der Gesellschaft Jesu an. Er lebt in der Nähe von Salzburg. Goethe'S Schauspiel, dessen Held sein Ahnherr ist, hatte es bisher noch nicht aus der Bühne gesehen. Die Vorstellung fand gleichsam ihm zu Ehren statt. Ab> ndS versammelten sich die Künstler aus des Priesters Einladung zu einem gemein-famen Schmaus. Kin verhafteter Briefträger. Mödling, 15. October. Aus Veranlassung beS Möblinger Bezirksgerichtes wurde der Briefträger Joses Kuertz in Perchtoldsborf verhaftet und heut« dem Landesgerichte Wien eingeliefert. Der« selb« ist verdächtig, mehrere rekommandierte Briefe mit Geldeinlagen unterschlagen zu haben. Gelehrtendeutsch. Gast (meiner Zeitung lesend): In der That. eS zeugt von einer immensen Ignoranz gewisser Pathologen, wenn dieselben bie Immunität gewisser Individuen inbetreff dieser bei uns gegenwärtig dominierenden und die Population ganzer Städte decimierenden Jufectionskrankheiten constaiieren. . . Hm. hm! — Kellner! — Kellner: Sie wünschen, mein Herr? — Gast: Bitte, bringen Sie mir sammt-liche Bände von Meyers ConversationSlexikon'. leutsdjr Wacht' 1892 Aus dem Herichtssaate. Am H o p f e n f e I b e. D«r 30 Jahre alte Taglöhmr Peter I a n k o v i c gerieth mit Stesao Novak am 7. März l. I auf einem Hopfenfeld« in Streit, in dessen Verlause Ersterer dem Novak mit einer Hacke einen Schlag auf den Kopf ver-setzte und ihm hiedurch eine schwere und leben»-gefährliche Verletzung beibrachte. Der Beschuldigte gestand bei der Hauptverhandlung die That-Handlung, behauptete aber, er habe sich vor Stefan Novak, der mit den Fäusten und mit einer Hopfen-stange auf ihn eingedrungen sei, wehren müssen. Diese AuSred« wurde aber durch die Erhebungen widerlegt und Peter Jankovic wegen de« Per-brechen» der schweren körperlichen Beschädigung vom ErkennIniSsenate unter dem Vorsitze de« Herrn LGR. von W u r m s e r zum schweren, mit einmal Fasten alle 14 Tage verschärften 9 monatlichen Kerker verurtheilt. Ein ungetreuer CommiS. Die bereit» zweimal »ertagte Hauptverhandlung gegen den 22 Jahre alten CommiS Franz PodgraiZek aus Laibach wegen deS Verbrechen« de« Dieb-stähle« wurde am 17. October durchgefithrt. Er wurde beschuldigt, während feiner Dienstzeit im April d. I. bei Franz Mischag in Gonobitz demselben eine Zehnguldennote und 4 Flaschen Wein im Werte von I Gulden 12 kr. entwendet zu haben. Obgleich er leugnete, wurde er seiner That doch überwiese» und da er bereit« wegen gefährlicher Drehung, Veruntreuung und Betrug bestraft worden war. »eurtheilte ihn der Erkenntnilfenate unter dem Vorsitz« d«S Herrn LGR. von W u r m f e r zum 13 monatlichen schweren, mit einmal Fasten monatlich verschärften Kerker, Schlafende bestohlen. Der wegen ver« brechen« sechsmal und wegen Uebertretung viermal bestrafte Michael G r a n z o t t i, 57 Jahre alt, Maurer ohn« b«stimmten Aufenthalt schlich sich am 12. Juli und 20. August 1892 nacht« in di« Tenne de« Rack in Wöllan und stahl daselbst den dort schlafenden Franz Vrabic ein Tüchel mit f> Gulden 50 kr. Inhalt, und dem Aloi« Kolhauser eine Brieftasche mit 8 Kreuzer, während er dem letzteren am 21. August abermal« zu bestehlen versuchte, jedoch dabei ertappt wurde. Da« Urtheil wider ihn lautete wegen de« Verbrechen« de« Diebstahle» zum schweren Kerker in der Dauer von 10 Monaten, mit einmal Fasten monatlich verschärft und auf Landesverweisung weil er ein Ausländer und sicher-heittzgesährlich ist,, Kunst, Schriftthum, Bühne. Weltausstellung in Chicago. Ueber Antrag der k k. Ceniral-Commission hat sich der Handelsminister bestimmt gefunden, derselben eine Erhöhung de« Gesammtcredite« für di« Be-theiligung Oesterreich« in Chicago im Betrage von 12-'».000 Gulden in Aussicht zu stellen. Bei diesem Anlasse erklärte sich der Minister bereit, der G e-nossenschaft der bildendenKünstler Wien« behuf« selbständiger Durchführung der Betheiligung d«r österreichischen Künstlerfchaft an der genannten Ausstellung den angesprochenen Betrag von 30.000 Kulden au« der Geiammtsumme de« AuSstellungscredite« zur Verfügung zu stillen mit dem Bedeuten, daß mit diesem Betrage für alle au« der Kunstausstellung erwachsenden Kosten, soweit dieselben au« Staatsmitteln bestritten werden sollen, also insbesondere auch für die Kosten der Bethei-ligung au« anderen Kunsteentren diese« Staat«ge-biete« und au« Pari« angemeldeten öfter-reichlichen Künstler da« Autlangen gefunden werden müsse. Aus diese Art wäre auch der öfter-reichischcn Kunst, welcher im Kunstpavillon der Chicago« Ausstellung einer der schönsten Räume zur Verfügung steht, die Betheiligung ermöglicht. DaS neuerschienene Heft 11 der Gartenlaube bringt die Fortsetzung de« Roman« von W. Heimburg Mamsell Unnütz, den Schluß de« Perfall'schen Roman« Ketten und eine Skizze von Arthur Achleitner: Da« Wispert; eine ander» von Maria Bernhard: Die Freude. Unter den Aufsätzen heb«n wir hervor einen über William Lee. den Erfinder des Strumpfwirkstuhle« von Moritz Lilie, einen anderen über altamerikanische Culturbilder von Paul Schellha«. Reiche und gediegene Abbildungen zeichnen außerdem da« vorliegend« Heft au«. Die erste v»lk«thümliche Nachmittagsvorstellung im Wiener Hofburgtheater hat am Sonntag stattgfunden, Man gab Die Räuber mit Herrn Lewin«kv al« Franz M oor. Frau Sarah Bernhardt, die gegenwärtig im Carltheater Gastvorstellungen gihl, wohnte der Aufführung bei. Au« Berlin wird ein Theaterkrach nach dem andern gemeldet. Zuerst litt die Neue deutsch« Oper Schiffbruch; jetzt wurde allen Angestellten deS Wallnertheater« gekündigt. Director Lesfer soll schon hunderttausend Mark zugesetzt baden Da» Wachsthum der reichsdeutschen Hauptstadt ist gewaltsam rasch erfolgt. Jeder Zwang an der na-türlichtn Entwicklung rächt sich. __Der heutigen Auflage unseres Blatte» liegt eine Ankündigung von Drexel» Buchhandlung iu Cilli bei. eine BslkSansgade von Bertholt» Auerbach» Tchristen betreffend, die von der C o t t a ' s ch e n BerlagSbuchhondlung ver-anstaltet wird. Alle vierzehn Tage erscheint eine Lieferung zum Preise von fünfzehn Kreuzern. Billiger und bequemer tonn die Anschaffung guter Bücher nicht mehr gemacht werden. eJaratHfe feiet ««ar.rijttn ««chrr fint ,, blzittzt» l>> »<* »tu#-. »ad wufttalif« • £-mKiian Frlt« l{ * » r h _ t» 4iÜt. f Eisenbahnverkehr. Abfahrt der Züge von Cilli in der Richtung nach Wien: 1'37na»tS(S.-Z.); !'4"> nachm. (Sch.-Z.); 5'24 nchm. (P.-Z.)Z.U'nacht»; (V'Z),' 1 6'25früh(Sec.-Z.); **49 vorm. (G.-Z.); | Trieft: 4'18nachts (S.-Z.); 3.25 nachm. (S.-Z ); 1 5l nacht« (P.-Z.): 10.2" vorm. (P.; I Z1; 5 40 abend« (G.-Z.) 6 30 früh,S.-Z. Wöllan! tt'55 früh 3'50 nachm. Ankunft der Züge in Cilli in der Richtung von : Trieft: 1-36 nachts (S.-Z.): >'49 nachm. (S.-Z.); ! 5 19 nachm. (P.-Z.); 3*05 nacht« (P.-Z ); j 9.04abends(Sec.-Z.); 8*41 vorm. (G.-Z.); « Wien : 4-17 nacht« (S.-Z ): 3'24 nachm. (S.-Z.); ! I'44 nacht» lP.-Z.); l0'15 vorm. (P.-Z.); j 5.32 ab«nd» (C.-Z.) 9'25 abend» (Sec.-Z.) Wöllan: 8'24 früh; 5*0y nachmittag«. Soeben ersch en: Ein Sang aus den Hergen TOD sl. 1. mit Postxuseodang sl. MO. Vorrithig bei SrüO FVitsc Ka»«(!li, B-va.o'h.'h.a.n.d.l-va.gig. OTT ,T .I. Schwarz, weiße und farbige Seiden- GSfitff*» ttitit kr 1,1 » in«« — «imtttii» »Hli|jl UUN IU. MO (KrMift. Casl. »ud ioOO mtMi. Karde», Seist*« je.) — wtititfcrt a. HHd utthei fit dritoa-S H«»»,dcr» (t. u St. Hoilief.) AiirU». Wnltor »»»-hol». Srttf« foflcti 10 fr. Horl». 1 Koststudenten welche ihre Flätie n wechseln wünschen, finden billie-t tarnte Verpflegung hei einer Beamten »frau Henvu^asse Nr. 25, l. Stock, reell t». 9:44—a Ein pasfterseitiie» schön möbl. 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Bendik, Eabriksbesitzer in St. Valentin, NiederOsterreicb. Poststempel: Oedenburg, am 28. 1892. Ersuche um Zusendung einer grossen Flasche Lederglanztinktur. Unterschrift. Poststempel: Salzburg. 12. Juni 1892. An Herrn J. Bendik, Fabrikbesitzer io St. Valentin, NiederOsterreich. ■ ErsocLe baldigst mir 6 grosse Dosen Ledernabrangsfett und 5 Flaschen Leder-gUnz-Tinktnr zu senden, da ich es für Se. kaiserl. Hoheit schon dringend be-nöthige. Johann Schek, k. k. Hof-Bergschuhmacher. Wunderbar schön FezsiscKei IT.ied.cr neuestes Parfum für den Toilettentisch empf. » Flacon 80 kr. Johann Warmuth, Friseur. 745—4 ..DenrsqeWckcht tm 1 Pilsner Schankbier Hiemit beehren wir uns, bekannt zu machen, dass der Ver-: unseres Schankbieres j PILSEN, im October 1892. sandt unseres Schankbieres am 17. October a. c. beginnt. 921—2 Haupt-Depot: Biirprlicta Mm io Pilsen, M. 1842. *l/9 GKAZ, Annenstrasse 19. Z. 8317. Kundmachung. Das köngl. ungarische Ministerium des Innern hat dem h. k. k. Ministerium des Innen, mitgetheilt, daß zum Zwecke der Verhinderung einer Verschleppung der Cholera von Budapest nach auswärts auf sämmtlichen Bahnhöfen und Tchiffstegen die von Budapest abreisenden Personen, sowie deren Reisegepäck einer sanitären Untersuchung unterwolseu und verdächtige Gepäcksstücke der DeSinfection unterzogen werden. Außerdem wurde die Ausfuhr der nachbenannten Waren und Gegenständen als: Hadern, Lumpen, alte Kleider, gebrauchte Bett' wasche, unreine Weißwäfche, Tauwerk, frisches Obst, frisches Grün-zeug, Caviar Fische mit Ausnahme der in Blechbüchsen eiugeschlossenen, ^ eisch, Würste, rohe Felle, Milch, Butter, Topfen, Weichkäse ge-preßteS Fett, Haare und Borsten, Federn, frische und gesalzene Därme, Schweinwolle, Knochen, thierische Abfälle und in Fetzen ge-packte Waren überhaupt aus Budapest verboten und wurden zum Zwecke der strengsten Befolgung dieser Anordnungen die entsprechenden Verfügungen getroffen. Diese Bersügung der königl. ungarischen Regierung wird in Folge Erlasses des h. k. k. Ministerium des Innern vom 11. October 1892 Zahl 24083 und der hohen k. k. Statthalterei in Graz vom 13. October 1992 Z. 24395 hiermit zur allgemeinen Kenntnis gebracht. Stadtamt Cilli, am 16. October 1892. Der kaiserl. Rath und Bürgermeister: 92$ Dr. Reckermann. ii ii Ich erlaube mir zur höflichen Anzeige zu bringen, daß ich mit heutigem Tage das Gastgeschäft ,zum grünen Baum' Theatergasse Nr. 7, übernommen habe. Dem verehrten P. T. Publikum bringe zur Kenntnis, daß ich nebst kalten und warmen Speisen, echte Naturweine, Luttenberger. Sauritscher alt, Sauritscher neu, sowie echt naraniierte Tiroler Weine, und vorzügliche» Götzer Märzenbier im Ausschante bade. Götzer Märzenbier über die Gasse 18 kr. pr. Liter. Um nützen zahlreiche» Besuch bittet 931—2 hochachtungsoollst Karl Henke. 8 8 8 IM.« »i»l— a neuerbauten Häuser «im Franz «Iogefw-Qmti in Cilli «ind einieln «Tfntaell auch zusammen — ins freut Hand 3V z-o. •verlsia.-u.iferi.. "MF Unterhändler aa^'-'sehlom'ii. — Anfragn an den Eigenthümer .Junes Weber, StHnmetiMeiKtcr in Cilli. •••••••*••••••• xxxxvxxxxxxx+xxxxxxxxxxxx Heinrich Reppilsch Zemtsctaiiil tir Brüctenwaienbai nnd ?.">3-6 KiitiHtHeliloHHerei «555um CILLI, Steiermark erzeujrt I)"lt'-rlbiire„ und tielander, OitumiI« :tid t •. «§ Wappen iu< Schmiedeeisen. Garten- n d <»rab \ _fr jjitter. Hen- an Weinpressen, Tiefbrnnnen- Pumpen, auch Einschlagbnitinen. «rwi« Wugenwiniien solid and bi 1 I i ^ ~ t KATHREINERS Unübertroffener Kaffeezusatz. 8öO—18 Kneipp-Malz-Kaffee Ueberall zu haben. Wir! (CfSflt. Nor M mit dieser äclotmark Vor M- ii MuV* Kf »riirx Druck und Vtirlae der Firma Johuwi Uakilsch in Cilli. Verantwurtlicb'T Schriftleiter Franz <'/.i«chek.