Deutsche Macht (Krüöer „Hissier Zeitung"). Crf«tlat )r» ••mit« morgen! »ad »-st« für S>a> alt instrHanj >»« (, IL » , gami-d->>! kl. . «i» t. 1.110. 11. ».»», |«k|19|ti« ß. (.40. Cie «iajelac Rnamci f K. Jalrratc »„ tarif; bet Hirte* W>kd«rd»Illnjkii «ailpicchendar (talalt. «N«ioÄrl> nehmea Saieral» fix aa|rt ■ai»atr«trKttn«nra M Z» aal laMaalH »a ttriactlaa (mni|. I. MalilRrittti fmi«), ». Sprich«, irdca l<« Rctactcatl täglich, «i» l»r v»aa- aad jfnrr«»,», VON t-| Ui Wutadttag«. — ftccluaationti »otuftn — Wonaferiptr ncrtirn »ich! taiitfafi bar wird. So lange die einzelnen Glieder fein 1 still und unhörbar, gleich gut geschulten Die-nern ihre Schuldigkeit verrichten, so lange ist es mit dem Ganzen vortrefflich bestellt. Alles geht nach dem Schnürchen, da? Auge sieht. daS Herz schlägt, die Nase riecht, der Magen verdau«, zu unserm Wohlsein fehlt nichts. Doch wehe, wenn ein Organ anfängt, uns sein bis dahin schier völlig überfeheneS Dasein ins Ge-dächtniß zu rufen! Erst dann wenn er seine Tienste versagen oder einschränken muß, zeigt sich, welch wichtiges Amt auch der niedrigste Anecht im großen Haushalt versieht. Jetzt, da er uns darniederliegt, erkennen wir seinen un° erseylichen Werth. Es hapert an allen Eckeu und Enden, die ganze Wirthschaft geräht in Verwirrung. Wie sehnen wir nnS dann, daß der Unentbehrliche, allzeit Getreue, doch recht schnell wieder seinen Posten antrete? Auch die Luuge gehört zü diesen bescheide-nen Dienern, deren Vorhandensein wir nur ge- Man denke nur, welch' verblüffenden Ein» druck es auf die Deputation gemalt haben würde, wenn der Herr Minifterpräydent die Frage aufgeworfen hätte, in welcher Sprache die slovenische Statthalterei-Abtheilung am-tiren solle, ob in der Sprache diese« oder je-ueS windischen Dorfes oder am Ende gar in jener Sprache, in welcher der „SlovenSki Narod" erschein». Wohl oder übel hätten die Herren daS letztere wünschen müssen und nun wäre aber wieder die Bemerkung so nahe ge-legen: „Ja. die Sprache des „slovenSki Na-rod" wird aber nicht einmal von den 700 Abonnenten diese« Blattes verstanden! Warten Sie nur, meine Herren, — hätte dann noch Seine Excellenz vom Standpunkte der Regierung aus beifügen können, — gedulde» Sie sich noch ein Weil-chen, dann wird sich die Sache schon machen. In zehn Jahren sprechen ohne Zweifel alle die 700 Abonnenten des „Narod" bereits per-fect Ihre Sprache; in fünfzehn bis zwanzig Jahren aber wird Dank der eifrigen Wirk-samkeit der slovenischen Geistlichen und Lehrer eine Generation herangewachsen sein, der die neuslovenische Sprache wirklich geläufig ist, und in der gleichen Zeit werden Sie es wohl auch dahin bringen, daß es eine ausreichende Anzahl von slovenischen Juristen gibt, um an die Errichtung einer slovenischen Statthalterei-Abtheilung schreiten zu können. So hätte, wie gesagt, Herr Graf Taaffe die slovenischen Abgeordneten abfertigen können, wenn er gewollt hätte und wenn es ihm nicht so sehr daraus ankäme, sich die Stimmen die-ser Abgeordneten zu erhalten; und so hätte er antworten müssen, wenn er davon eine Ahnung hätte, wie bei uns im Unterlande und selbst in Krain die Verhältnisse in Wirk-lichkeit stehen. wahr werden, wenn ihre Leistungsfähigkeit eine Ä?tocknng erleidet. Ohne Rast, jahraus und jahrein, in Schlaf und Wachen, besorgt sie, ein-zig darauf bedacht. Sauerstoff aus der Luft ein- und Kohlensäure in dieselbe abzuladen. daS Geschäft deS AthemholenS mit höchster Pünktlichkeit, beim Erwachsenen gegen fünf-zehn Mal in der Minute. beim Kinde noch weit öfter. Und alleS das geht so still und ge-räuschlos vor sich — kaum, daß ein leiser Hauch ihr emsige? Schaffen verräht. Aber lei-der hat sie den Fehler, recht anstößig zu sein. Wohl kein Organ unseres Körpers ist gegen Krankheitsangriffe so empfindlich. als gerade die Lunge. Schon bei einer einfachen Grippe wird sie unwirsch und meldet ihr Mißbehagen durch Kratzen im Halse und rauhen Husten. Entzündung der Lunge verursacht heftige Stiche bei jedem Athemzug, die Brust des Schwind-süchtigen wird von schlafraubendem, martern-dem Husten gequält und athmet schwer und be-drückt. DaS Bischen freie Athemholen erscheint so leicht, so selbstverständlich und natürlich, das Gegentheil fast unmöglich, aber wie ver-zweifelt sauer es oft wird, da»on weiß na-mentlich der Astmhatiker ein Lied zu singen. Der Anfall erscheint meistens mitten in der Nacht. Der Krank« erwacht unter dem Druck einer ungeheuren Beklemmung auf der Brust. Ihm Indessen mögen für eine Zeit lang auch die staatsrechtlichen und financiellen Bedenken deS Ministerpräsidenten ihre Schuldigkeit thun, u. zw. mehr noch die ersteren als die letzteren, denn wenn der Chef der Regierung daS Vor-Handensein staatsrechtlicher Schwierigkeiten zu-gibt, so liegt hierin unzweifelhaft daS Zu-geftändniß. daß zur Zweitheilung der Tteier-mark, als zu einer Verfassungsänderung, ein mit zwei Drittel Mehrheit vom Abgeordneten-Hause gefaßter Beschluß nothwendig sei, welche Zweidrittel-Mehrheit aber wohl nicht heute und nicht in einer späteren Zeit wird erlangt werden können. Indem wir daS staatsrechtliche Bedenken deS Grafen Taaffe gegen die Zweitheilung der Steiermark acceptiren, sind wir unS noch bewußt, daß das gleiche Bedenken auch unse-ren Stammesgenossen in Böhmen entgegenge-halten werden wird, welche gleichfalls eine Zweitheilung dieses Kronlandes fordern u. zw. «ine noch weitergehende als diejenige, welche von den Slovenenführern in Bezug auf die Steiermark angestrebt wird. Aber — sagen wir eS offen — wir vermögen darin ei« Un-glück umsoweniger zu erblicken, als uns die Forderung der Deutschen in Böhmen als ein Rückzug erscheint und als eine freiwillige Äer-zichtleistung auf die spätere Geltendmachung der historischen Rechte unsere« Stamme« in dem genannten Kronlande. Ein solcher Rückzug, ein solcher Verzicht aber wäre unwürdig unserer Nation und sträflich in hohem Grade, weil er auf Preis-gebung eine« großen Stücke« deutscher Erde und aller aus demselben wohnenden Stammes« genoffen hinausläuft. Wir Deutschen im Unter-lande, die wir hundertmal mehr bedroht sind in unserer nationalen Existenz, als die Deut-schen im nördlichen Böhmen, sind nicht feig ist. als ob er ersticken müßte. Luft. Lust! Er athmete keuchend, oberflächlich, 50 — 80 Mal in der Minute mit langgezogenem, tönendem AuSathmen. Im Gesicht spiegelt sich die höchste Angst, der Mund ist weit geöffnet, die Nasen-flügel, das Zwerchfell, die Brust- und Bauch-muskeln arbeiten angestrengt. Da« Liegen wird bald unerträglich. Erleichterung bringt anfangs vornübergebücktes Sitzen. Auch die« wird schnell lästig; der Kranke steht auf, wandelt umher, eilt ans geöffnete Fenster, saugt begierig den kalten, frischen Luststrom ein. Auch der hilft wenig. Die Qual will nicht euden. Die Haut wird kalt, die Stirn von klebrigem Schweiße bedeckt, die Sprache leise, die Silben kurz abgebrochen. Auf der Brust pfeift es und schnurrt eS wie ein Orgelregister, bi« in andere Zim-mer hörbar. Stunde auf Stunde verrinnt und keine bringt die ersehnte Befreiung. Kann denn sol-cher Kamps noch lange dauern ? Muß nicht die erschöpfte Natur unter solchem Sturm zu-sammenbrechen? Die Scene sieht wahrlich tra-gisch aus. hat aber doch keinen düstereren Ab-schluß. Am Asthma stirbt höchst selten Jemand. Man kann alt und grau werden; der vor einiger Zeit verstorbene Gras Redern brachte sich bei seinem Asthma doch auf 95 Jahre! — Allmählich tobt sich das Gewitter aus; unter reichlichem, lösendem Husten und zähem, schlei- 2 und undeutsch genug, zu solcher PreiSgebung nationaler Rechte, wir sind nicht muth-loS genug, um einen Waffenstillstand zu schlie-ßen mit Gegnern, die es auf unsere 93m,ich. tung abgefeden haben, wir werden kämpfen und unsere nationale Ehre wahren auch wenn die slavische Hochfluth unS zu verschlingen droht. Und aus eine Vernichtung des Teutsch--thnmeS im Unterlcndc haben eS die slooeni-nische» Abgeordneten mit ihrem Memorandum ja wohl abgesehen, denn einem Bedürfnisse entspricht die Forderung nach Zweitheilung der Steiermark doch wirklich nicht. ES handelt sich hier nur eben um ein neues Mittel zur Verwirklichung ^er slovenischen GroßmachtS-träume. Durch administrative Theilung unjeres Kronlandes soll zunächst eine Annäheru^^deS Unterlandes an Krain herbeigeführt und da--durch die Errichtung jenes Königreiches Slo-venien gefördert werden, welche das Endziel der pervakiichen Hetzer bildet. Nur Lumpe stud bescheiden, denken sich die Führer der sogenannten slovenischen Na-t!on und sie wollen keine Lumpe sein. Daher ihr unablässiges Streben nach Erweiterung deS slavenischen Einflusses und nach Einbe-ziehung deutscher Länder in den Bereich des erträumten Zukunftsreiches Slovenien. Daß dieses Streben für alle Zeiten ein vergebliches bleibe, dafür werden wir Deutschen sorgen. Htundfchau sSlovenisirung der Mittel-schulen.j Der Abgeordnete T o n k l i brachte im Ausschusse die Slovenisirung der Gymnasien in Cilli und Marburg zur Sprache. Die von ihm überreichte diesbezügliche Resolution wurde nicht angenommen, während die vom Renegaten Grafen Clam redigirte, in ihrer Wesenheit dasselbe bezweckende Resolution Aufnahme fand, nachdem die deutschen Abgeordneten dunh ihre Anwesenheit die Beschlußfähigkeit des Ausschusses bewirkten. Von den Abgeordneten unserer Partei ist namentlich Herr Dr. Sturm in anerkenneuswerther Weise gegen diese SlovenisirungSbeftrebung aufgetreten. s Unser StaatSvoranschlag. ] Der Bericht über den StaatSvoranschlag pro 1884 ist gedruckt und an die Abgeordneten vertheilt worden. Berichterstatter ist Graf einrich Clam. Obmann deS Ausschusses Graf ohenwart. WaS habe» die beiden Herren, welche die liberale Staatsanwaltschaft so höh-nisch verurtheilen — waS Graf Taaffe und Finanzminister o. DunajewSki erzielt: ES be-trug daS Deficit nach dem StaatSvoranfchlage migem Auswurf verliert sich der schreckliche Druck auf der Brust; der Kranke fühl« sich wie neugeboren; hoch beglückt preist er die wiedergewonnene herrliche GotteSgabe, das schöne, freie Athemholen! Leider dauert die Freude nicht gar zu lange. Häusig bringt schon die nächste Nacht einen neuen Anfall. Bei Tage kräftig, wie ein Löwe, bei Nacht ein armer SchScher, matt zum Umsinken! Nur sehr selten begnügt sich das Asthma mit einem Angriff, meist ruht eS nicht, bis eS seine Opfer in einem ganzen Cyk-luS von Gefechten mürbe gemacht hat. Dann Siebt es ihnen eine kleine Erholungspause von vochen oder Monaten; „und wer daS Lied nicht mehr weiter kann, der fängt eS wieder von vorne an." Wenn unS doch alle Freunde fo treu blieben, alle Kunden unS fo fest an-hingen! Sehen wir uns nun den widerwärtigen Gesellen, den überzudringlichen Gast vieler Häuser, etwaS näher an. Da erfahren wir denn gar bald, daß daS Asthma gar keine ei-gentliche Krankheit ist, sondern nur ein krank-hafter Zustand, der von zahlreichen und sehr verschiedenen Grundursachen herrühren kann. Asthma heißt Athemnoth, und diese kann be-dingt werden durch Alle«, was daS freie Athem-holen beinträchtigt; Anhäufung von Wasser. Eiter, Luft in der Umgebung der Lunge, Er- Macht." pro 1879 fl. 78,590.800 „ 1880 „ 25,173.000 „ 1881 „ 53,466.000 „ 1882 „ 37,505.000 „ 1883 „ 28,194.000 „ 1884 „ 40.764.000 zusammen in den sechs Jahren der Regierung Taaffe ein Ge-sammt-Desicit von . - . . 263,770.000 waS durchschnittlich st. 43,961.000 jährlich ausmacht. Die alljährlichen Nachtragscredite, die mehrere Male eine sehr bedeutende Höhe erreichten, sind hiebei noch nicht gerechnet. Diese 263 Mil-lioneu sind das jfinancielle Monument, welches das Ministerium Taaffe Dunajewski sich aufge-richtet hat und an dein noch weiter gebaut wird. Wie lautet doch das zukünftige Programm dieses Ministeriums? „Herstellung des Gleichgewichtes im Staatshaushalte." Wenn in sechs Jahren im Ganzen günstiger' und allgemeiner Rechtsverhält-niffe und bei erheblich gesteigerten Steuereinnah-men jährlich über 43 Millionen Deficit gemacht und dafür neu« Schulden aufgenommen werden, wann und wie soll sich das Gleichgewicht im Staatshaushalte sich ergeben. Um Antwort wird gebeten. _ [Reform deS militärärztlichen Offlciercorps.j Ueber die Reform der militärärztlichen Officierscorps veröffentlicht die Armee- und Marine-Zeitnng eine Reihe von Mittheilungen, darunter Folgende: „Die völlige Gleichstellung der Militär-Aerzte mit den com-battanten Officieren ist beschlossene Sache, und der Militärarzt wird in Zukunft SanitätS-Ofsicier sein. Trotzdem wurde ein Verbot für die Militär-Aerzte. Civilpraxis zu üben, nicht in Aussicht genommen. Was die Dieldungen anbelangt, daß die Chargen als Oberärzte e»t-fallen sollen und man die militär-ärztliche Car» riere in der Charge eines Regimentsarztes be-ginnen würde, so ist — nach der Versicherung der Arm >e und Marine-Zeitung — hievon uic» malS ernstlich die Rede gewesen. Eine besonders bedeutende »nd umfassende Vermehrung der StabS-Chargen konnte in den Plan aus bud-g tären Gründen nicht aufgenommen werden. Doch sollen vier General - Stabsarzt« Stellen systemisirt sein, was allein eine Permehrung der StabS-Chargen mit sich bringen würde. Eine hervorragende Stelle nehmen in dem Re-formplane die Maßnahmen behufs Completi-rnng des militär-ärztlichen Status ein. Im Vordergrunde dieser Maßnahmen steht die Wiedererrichtung der JosefS-Academie, welche auf derfelben Grundlage, in ungefähr denselben Grenzen rcactivirt werden wird, wie sie ehemal« bestand. Die JosesS-Akademie wird als» nicht ein blsßeS Jnternant. ein Convict sein, dessen «üfse von Waffer in den Herzbeutel. Doch ver-eht man unter Asthma „icht die beständige, sondern nur die periodisch auftretende Athem-noth, und diese stammt meist auS einer beson-deren Erkrankung der Lungenzellen oder der Nervenverzweigungen. welche dieselben umklei-den. Außerdem können durch sogenannten Ref-lexact KrankheitSreize aus einer von den Lun-gen weit entfernten Körpergegend durch Ver-mittlung der Nervenbahnen auf die AttimnngS-organe überspringen und asthmatische Anfälle erzeugen, zum Beispiel Polypen deS Kehlkopfs, der Nase und des Rachens, wie auch in Folge von eingewurzelten Rachen-Catarrhen und ver-größerten Mandeln, ja selbst von Erkrankungen der Unterleibs« und Verdauungsorgane und so-gar von Wünnern die heftigsten Zufälle von Athemnoth beobachtet worden sind. Durch Ad-tragung von Polypen und geschwollenen Man-deln und galvanisches Ausbrennen von Rachen-wülsten sind nicht gar selten die hartnäckigsten asthmatischen Beschwerden sür immer beseitigt worden. Mag also, wer außer dem Asthma noch von anderen Gebrechen heimgesucht wird, diese wegen ihrer geringeren Pein nicht miß-achten und dem Arzte verschweigen ; oft ist daS kleinere Uebel die Wurzel des größeren. Leicht möglich, daß durch die Cur eines Stockschnu-psenS oder einer Rachenentzündung zugleich der schlimmere Feind in die Flucht geschlagen wird! 1884 Zöglinge aber ihren Stndien an der medici-nischen Facultät der Universität obliegen, son-dern dieselbe wird auch eine vollständige medi-cinische Facultät enthalten. Die Erhöhung der Zahl der StabS-Chargen steht hiemit in Connex ; es werde» aus dem Corp« eine Zahl von Stabs-Chargen als Professoren an die Akademie ab-gegeben werden. Ein wichtiger Punkt des Re-organisationS-Plane« ist derjenige, welcher die Einjährig - Freiwilligen als Militär - ärztliche Eleven betrifft. ES liegt diesbezüglich dem Kriegsminister der Antrag vor. daß die Medi-einer ihr Einjährig-Freiwilligen-Tieustjahr erst nach Erlangung des Doktorgrades ableisten sollen. Die militär-ärztlichen Eleven, wie sie jetzt in einer Zahl von 20—30 jeden Prima-rius umgeben, gewähren dem Staate gar keinen Nutzen durch ihren Dienst, gewinnen in diesem Dienstjahre für ihr Fachwissen so viel wie nicht« und hemmen den AbtheilungSvorstind, dem sie zugetheilt siud, in seiner Arbeit." Die anarchistische Bewegung in Oesterrei ch-U n g a r nj findet, wie Be-richte aus Newyork melden, »icht allein Er-muihigung, sondern auch materiellen Rückhalt in der grogen Anzahl von Social-Revolutionären, welche sich aus Europa und besonders aus dem bestandenen Londoner-Hauptquartiere der Lon-doner „Internationale" nach Amerika geflüchter haben. Unter denselben spielt bekanntlich der Apostel der Social-Revolutionären, Most, die erste Rolle. Vom Comite der Social-Revolu-tionären für Oesterrnich - Ungarn wurden — wie wir in „Newyork Herald" lesen — seit ge-raumer Zeit Geldsammlungen veranstaltet, welche zur Unterstützung der auarchistische» Bewegung in Oesterreich-Ungarn dienen und den Ver-trauten der Partei übermittelt wurden. Die Nach-richten aus Wien veranlaßten die Führer der Anarchisten in Newyork, Johann Most, Justus Schwab und Victor Drury, für den 10. Fe-bruar eine Versammlung einzuberufen, welche von über fünfhundert Personen besucht war; in den daselbst gehaltenen Reden wurde zu Re-pressivmaßregel» gegen die Unterdrücker der Anarchisten in Oesterreich-Ungarn aufgefordert. Most's Rede bezog sich auf seinen Aufenthalt in Wien im Jahre 1661, „wo er bestrebt war. die Lage der arbeitenden Classe z>l verbessern." Die Tyrannei der Polizei verschlechterte jedoch die Verhältnisse auf'S Unerträglichste uud nachdem dem Volke keine Waffen zu Gebote stehen, müsse das Dynamit und der Kampf deS Einzelnen gegen Einzeln« als wirksames Mittel dienen. Die Brandrede schloß mit Drohungen gegen die bestehende gesellschaftliche Ordnung. Zum Schlüsse wurden Resolutionen in englischer. Für gewohnlich allerdings haben wir die ergibigste Quelle asthmatischer Leiden in einem verschleppten uralten Lungenkatarrh zu suchen, welcher bei langer Dauer organische Verände-ruugen und theilweise Verödungen im Bau der Lungenzelleil und Verlust ihrer Spannkrast her-vorruft (Emphysem). Da aber in diese» Zellen der Gasaustausch zwischen dem Blut und der athmoSphärische» Luft stattfindet, so muß ihr Schwachwerden zunehmende Kurzathmigkeit und Erstickungsanfälle zur Folge haben. Im weite-reu Verlaus des Krankheitsganges verschwinden die Seidewände vieler Zellen ganz und gar,' eS entwickeln sich in den Lungen Hohlräume von der Große eines StecknadelkopfeS bi« zu der eines Tauben-EiS. Zugleich mit den Lun-genzellen verfchrumpfen auch die in ihre Wan-düngen eingeflochtenen kleinen Blutgefäßchen. Allmählich folgen schwere Störungen des Kreis-laufes, Erweiterung und Vergrößerung der rechten Herzkammer, Verfettung des Herzens, Stauungen in den Nieren. Den Schlußact pflegt allgemeine Wassersucht zu bilden. Solchem Schicksal verfallen in der Regel Personen, welche durch Beruf und LebenS-stellung genöthigt sind, ungeschützt durch geeig-uete Kleidung uud Wohnung, sich zu jeder Jahreszeit der Unbill der Witterung auszu-setzen. E« ist das Los der meisten Tagelöhner vom Lande und ihrer Frauen, an Lungen- 1884 deutscher und böhmischer Sprache verlesen, in welchen die Newyorker Anarchisten ihre Sympathie mit Stellmacher und der von ihm be-folgten Methode Ausdruck gaben und ihre Ge» sinnungSgenossen in Oesterreich und Ungarn auf-fordern, die Tyrannenherrschaft mit einer Schreckensherrschaft zu vergelten. Ehe die An-wesenden auseinandergingen, wurde eine Geld-sammlung für die Zwecke der Anarchisten in Lesterreich und Ungarn veranstaltet. Korrespondenzen. Pkttllv, 6. März. (O.-E.) [Verein für Lehrer und Schulfreund e.] Endlich hat sich auch hier eine ansehnliche Anzahl von VoltSschullehrern aufgerafft, um dem demoralisirenden, national überspannten Treiben des hiesigen BezirksvereineS, welcher unter der Leitung des bereits öfter erwähnten kroatischen „Drescherhelden" Franz Ziher, Oberlehrer in Wurmberg und des nicht we-niger bekannten Volksbildners Thomas Ro-mich. UnterlehrerS in Pettau steht, — nach Möglichkeit Einhalt zu thun. ES constiniirte sich nämlich heute, nach dem Muster des be-reits in Cilli bestehenden Vereines, ein neuer Verein für Lehrer und Schul-freunde, welcher sich zur Aufgabe stellt, mit Beifeitelassung von politischen Tendenzen und auf Grund der deutschen Sprache die pä-dagogisch-didactische Fortbildung im Beruf« anzustreben und Schnle und Elternhaus in engere, harmonische Fühlung zu bringen. Der Vereiu zählt bereits 20 Lehrer und 15 Schul-freunde und es t «steht gar kein Zweifel, daß namentlich die Zahl der letzteren bei d«m no-torisch lebhaften Schulinteresf« unskrer wackeren deutschen Stadtbewohner, sich von Tag zu Tag wesentlich steigern werde. Charakteristisch ist hiebei der Umstand, daß die Creirung die-ses Vereines von auswärtigen, am Lande wirkenden Lehrern angestrebt und durchgeführt wurde; ein erfreulicher Beweis. daß es auch bei uns noch Lehrer gibt, die ihren wichtigen Beruf richtig und würdig auffassen. Zum Obmanne wurde der um die Schule und Pflege des landw. Unterrichte« vortheilhaft bekannte, vom Bürger und Land-mann hochgeachtete Oberlehrer in Waida, Herr Vincenz Kotzmuth, einstimmig gewählt. Wir wünschen dem Vereine aus vollem Herzen das beste Gedeihen nnd die vollste Unterstützung! Den wackeren Gründern aber rufen wir ein begeistertes „Bravo" zu. St. Marein bei Erlachstcin, am 7. März. (C.-C) [Citalnica-Gefchicht »XI Es kann uns nicht Wunder nehmen, daß W die Emphysem und feinen Folgen nach fanger Leidenszeit zu Grunde zu gehen. Der ländliche Arbeiter kann ja seinen Katarrh nicht im warmen Zimmer und uiit Arzneien abwarten, und fortgesetzte Durchnässungen und Erkältun-gen müssen daS Uebel schließlich bis zur Unheil-darkeit steigern. Womit nicht in Abrede gestellt werden soll, daß vernachlässigte Lungenkatarrhe mit ihren bösen Folgen auch bei den besser ge-stellten Ständen in nicht geringe Zahl sich ereignen. Verkümmerung und Schwund der Lungen-zellen tritt freilich zuletzt bei jedem länger dauernden Asthmaleiden ein. auch bei dem auf rein nervösem Boden beruhenden. Dieses ner-vöse Asthma treffen wir mehr unter den wohl-habenden, alS unter den „enterbten" Classen; sonst gleicht es in feinem scenischen Verlauf gänzlich seinen anderen Vettern, nur daß eS eine Eigenthümlichkeit besitz», die jenen fast voll-ständig abgeht. Im Auswurf der Kranken — jedoch nur während deS Anfalles und kurz nach demselben — finden sich nämlich zahlreiche derbe gelbgrünliche bis. hirsegroße Pfröpfchen, nnd in diesen, wie Leyden nnd Charcot micro-scopisch nachwiesen, farblose Crystalle in Gestalt von Doppelpstramiden. Reizen diese Leyden-Charkot'schen Crystalle durch ihre scharfen Spitzen die zarten Nervengeflechte an den Wänden der Lungenzellen und rufen dadurch „Z>-«tsch- Macht - hiesigen nationalen Dorfpervaken ihren klerikalen Vorbildern abgelernt. — den bäuerlichen Sack bei jeder Gelegenheit nach Thunlichkeit zu erleichtern. Abgesehen davon, daß wir.es kaum erleben dürften, daß die bäuerlichen Ci« talnica-Mitglieder für ihren Geldbeitrag die eigentlich nur für die „Herren" abonnnirten nationalen Revolverblätter lesen, — fo sollten dem ohnedies steuerüberbürdeten Landmanne auch durch „nett" arrangirte Citalnica-Tom-bola'S womöglich einige Groschen abgezapft werden; so ward'S beschlossen im hohen Rathe der National-Götter — und allson.itäglich und unter Mitwirkung einiger bekannter natio-naler Heißsporne der Umgebung wurde das familiäre „Erleichterungsfest" abgehalten. Doch eS ist nichts zu fein gesponnen, es kommt doch — zur Kenntniß der Finanzbehörde. Diese legte den unbefugten Tombola - Arrangeuren daS Handwerk uud leitete gegen dieselben eine Ge-fällsunterfuchung ein, welche das Prositchen der — wie man sieht — auch industriellen Citalnica etwas vermindern dürfte. Uebrigens der Wahrheit die Ehre. Der Haupt-Rebach bei der Geschichte fiel zweifelsohne einem hie« sigen nationalen Krämer zu, der größtentheilS die Beistellung der Gewinnst« besorgte; besagter Krämer sollte hierdurch offenbar etwas für feine nationalen Mühen — selber wird nämlich. alS ehemaliger Artillerist bei den Operationen der windischen Generalstäbler als „fchwereS Geschütz" verwendet, — entschädigt werden. Bedauerlich ist eS, daß sich noch Leute finden, welche den nationalen Maulhelden noch auf den Leim gehen und hoffen wir, daß die-seit Bethörten nicht zu spät die Augen geöff-net werden. Etwas fpaßiges und für die hiesigen Verhältnisse sehr bezeichnendes darf nicht verschwiegen werden: Der hiesige Citalnica-Wirth Namens Puschnigg, ein biederer Sauer-brunner. mußte zum Gaudium seiner Lands-lente nicht nur seinen Namen, sondern auch seine Gesinnung ändern; selber heißt nämlich in hinfüro „Pnönil" und darf bei sonstiger Acht und Bann nur mehr nationale Revolver-blattet lesen. Besagter Herr Puschnigg war nämlich anfänglich hier sogar so unvorsichtig, den „KmetSki prijatel" zu abonniren. Doch dieser Uebernmth bekam ihm sehr schlecht. Eines TageS betritt einer seiner Kunden, ein streitbares, vor Galle gegen die Deutschen grasgrünes Schulmeisterlein sein Gaftlocale und flugs lag der „Kmetski prijatel" unter dem Tisch und zwar mit dem Ultimatum, daß sich die Schulmeistersippe im Gasthauie nie mehr blicken lasse, wenn der verhaßt« „Prijatel" nicht sofort verschwinde. Von der Zeit an mußte sich der prijatel bis zum Abonnements-Ablauf im dunkeln Schranke verstecken und den asthmatischen Anfall hervor, und welcher Art find die Vorgänge, welche diesem Aufruhr im Gebiete der AthmungSwerkzeuge zu Grunde liegenDaS sind Fragen, auf welche die Wissenschaft eine abschließende Lösung bis jetzt noch nicht erzielt hat. Was nun die Entstehung des asthmatischen Anfalls anbelangt, so suchen sie die Einen in einem mechanischen Hinderniß, einer Anschwellung der Schleimhaut der kleinsten Lungenzellen, einer Verstopfung derselben durch zurückgehaltene Schleimtheile, während Andere als Hintergrund deS Schauspiels einen krampfhaften Zustand des Zwerchfells annehmen. Die furchtbare Angst aber, welche der Kranke bei dem Anfall empfindet, mag wohl theilweise ihren Grund darin haben, daß in Folge der erschwerten Ansathmung die Kohlensäure im Blut länger als zuträglich, zurückgehalten wird und dadurch eine Selbstvergiftung des Organis-muS erzeugt. Der Orden der Asthmatiker zählt eine große Schaar von Mitgliedern, die ihr Kreuz mehr oder weniger ritterlich tragen. Eine ge-brechliche Garde, nicht einmal zum Landsturm mehr tauglich, trotz der vielen Attacken, die sie durchzumachen hat, und trotzdem, daß sie wäh-rend derselben allnächtlich aus dem Posten — sitzt! Indeß ungeachtet der schlaflosen Nächte und der jammervollen Leidensmiene erholen sich die scheinbar Verlorenen mit wunderbarer 3 das im Anzüge befindlich gewesene Gallrnfieber deS hageren Schulmeisterleins verliert sich ohne Gefahr — für sein angebliches CompositionS» talent. So geschehen zu National-Abdera im Jahre de» Heils 1883! Kleine Hhronik. [Zur Affaire Kaminski.j Man telegraphirt uns aus Wien: Bekanntlich wurde von einigen Mtgliedern des Kaminski-Ausschusses das Ersuchen gestellt, der Obmann mög« durch das hohe Präsidium des Abgeordnetenhauses beim Handelsministerium erwirken, daß Beamte, ivelch« b«i der Affaire der galizischen Transoersalbahn intervenirten, zur Ergänzung des Aktenmateriales vorgeladen und für die diesbezüglichen Deposttionen des Amtsgeheimnisses entbunden werden. Dies em Ansinnen hat das Handelsminifte-r i um sich widersetzt und das Ersuchen abschlägig befchieden. [Wiederaufnahme von V o r-l e s u n g e n.j Wie in akademischen Kreisen ver-lautet, wird Prof. Dr. Ottokar Lorenz feine Vorlesungen über Geschichte au der Wiener Uni-versität im Sommersemester wieder aufnehmen. [Bei den Jesuiten.) In der von den Jesuiten geleiteten Erziehungsanstalt „Stell* matutina« der Gesellschaft Jesu zu Feldkirch in Vorarlberg befinden sich 410 Zöglinge, darunter 124 Adelige, zum Theil auS der höchsten Aristokratie. Die meisten Zöglinge sind au» Preußen, nämlich 175; es stellen aber alle Länder ihr Coutingent. [Ein Drama aus dem Balle.) Einer der bekanntesten und angesehensten Bürger Alt-OfenS. LadiSlau« S., hat — wie „Pesti Hirlap" meldet — vor sechs Monaten ein junges Mädchen geheirathet, das vier Jahre lang bei seinen Kindern als Erzieherin thätig war und sich die Liebe und das Vertraue» der Familie in hohem Maße erworben hatte. Vor einigen Tagen gab S. in seiner Wohnung eine Soirve. zu welcher auch einige MaSkea er-schienen. Gegen Mitternacht verschwand die junge HauSsrau aus dem Zimmer; zur selben Zeit wurde auch eine der maSkirten Gestalten abgängig. Das fiel dem Hauswirth auf und er suchte nach Beiden argwöhnisch in den übrigen Gemächern. In der That fand er seine Frau im Schlafzimmer mit einem demaSkirten Jüng-ling. ihrem früheren Anbeter, in einem zart-lichen Tdte-ä-tetc. Voll Ingrimm ob des Treu-brucheS fetzte er den Revolver auf seine Frau an, noch ehe er ihn aber abdrücken konnte, hatte diese schon die Klinge eines Messers sich ins Herz gestoßen. [Den kostbarsten S o n n e n f ch i r m,j der wohl jemals angefertigt worden ist, besitzt Schnelligkeit. Gestern wurden sie bereit» todt gesagt, heute — Dank ihrem rüstigen Magen, der so manche Bresche rasch auszufüllen weiß — wandeln sie munter auf der Straße umher, und so folgt lange Jahre hindurch auf Sturm und Gewitter jedes Mal wieder eine Ze»« milden Sonnenscheins. Manche haben das Asthma — eigentlich hat das Asthma sie — schon von Kindesbeinen an, doch erscheint eS meist erst nach dem vier zigsten Lebensjahr; mehr leidet das männliche Geschlecht daran, als daS weibliche. Wohl auch das kleinste Städtchen hat feine „Lungenpfeifer" denen der Blasebalg schnaubt und aus allen Tonarten singt. Viele von ihnen haben bereits den ganzen Asthmakram durchgearbeitet, sie kennen Jodkali. Quebracho. Nitroglycerin und Paraldedyd (welches ihr Galgenhumor in „Paar alte Hüt" als Symbol feiner geringen Wirksamkeit verwandelt! aus dem ff; sie haben Stechapfel-, Hanfextracl-, Kampfer- und Grin-delia-Cigarren geraucht, sie wissen in den pneumatischen Cabinetten und den Apparaten von Waldenburg und Biedert Bescheid und sind in allen Bädern zu Hause. Im Gebiete deS Asthma» gibt es für sie nichts Neues mehr. Auch die in den Zeitungen dagegen angepriese-nen Geheimmittel (die ans Paris sind unver-schämt theuer) haben sie fämmtlich durchgeprobt. Es steht aber die Thatsache fest, daß eine 4 ohne Zweifel die Königin von England. ES ist ein Geschenk der reichen ostindischen Com-pagnie, und das dazu verwendete Material ist ausschließlich dieser Colonie entnommen. Der Seidenstoff, a»S welchem der Ueberzng gefertigt ist, wurde bisher an Feinheit des Gewebes noch nicht erreicht und die Mtensten Farbe» verleihen ihm daS bunte Colorit. Der Stab ist von Elfenbein und mit den kunstvollsten Schnitzarbeiten versehen, die Spange» sind von massivem Golde, ebenso der Griff und der Ring, welcher den Schirm zusammenhält. Eine be-trächtlicheAnzahl kostbarer Diamanten und ande-re? Edelsteine, mit denen Griff und Ring besetzt sind, erhöhen den Werth dieses Prachtstückes, welches die Königin nur bei besonders feierlichen Gelegenheiten trägt. sRach der neue st en Statistik de» Weltdur steS^ stellt sich der Biercon-fum per Kopf und Jahr in den einzelnen Staa-ten folgendermaßen: Baiern 240.6 Liter, Württemberg 154, Großbritannien 118, Baden Cd. Sachsen 90.5, Elsaß-Lothringen 48. Preußen 39.5, Niederlande 37, Oesterreich 34.5, Nord-Amerika 29, Frankreich 19.5, Norwegen 14.5, Schweden 12.5, Rußland 1.75 Liter. Oesterreich nimmt in dieser Rangliste den zehnten Platz ein. Baiern den ersten. Ueber Baiern steht aber dessen Hauptstadt München, wo jährlich nicht weniger den» 445 Liter auf den Kopf kommen, mehr als ein Liter täglich auf jeden Einwohner, Mann oder Frau, Greis oder Säugling. Beiläusig berechnet, trinkt ganz Oesterreich nur neunmal so viel als München. Frankreich nur fünfmal fo viel, und wenn einmal der Durst der Münchener sich ein UebrigeS erlaubt, dann consumirt die einzige Stadt in einem Jahre fast eben so viel Bier als Rußland, das Achtzig-Millionen-Reich. [Ein Duell — auf Knuten.] Ein eigenartiges Duell fand kürzlich, wie der „Odes-saer Zeitung" aus Mohilew mitgetheilt wird, in der dortigen Umg-gend statt. Ein reicher, älterer Gutsbesitzer unweit von Mohilew. der eine hübsche jnnge Frau halte, machte nämlich vor einiger Zeit die traurige Entdeckung, daß sich in seine Eherechte noch ein Anderer theile, und zwar ein benachbarter Gutsbesitzer, dessen Jugend und Anmuth der hübschen Nachbarin besser gefielen, als das kalte Wesen ihres be-jährten Mannes. Da Letzterer seinen jungen Nachbar schließlich ernst inS Verhör nahm und ihm dieser seine heiße Liebe für seine Frau offenherzig eingestand, beschlossen die beiden Rivalen,, die Sache durch ein Duell auszu-tragen, und zwar nicht etwa durch ein Duell auf Säbel oder Schußwaffe, sonder» mittelst der Knute, die am Ende mit einer Bleikugel verfehln war, und es wurde die Bedingung ge- Krankheit, gegen welche viele Eurmethoden von Aerzten und Quacksalbern aus gelobt werden, geradezu unheilbar ist. Nicht anders ergeht es dem Asthma. Und dennoch gehört die BeHand-lung dieses Leidens zu den dankbarsten Auf-gaben des Arztes. Kann er es nicht mit der Wurzel auSreißen, so kann er doch die einzelnen Anfälle bedeutend lindern, abkürzen, ihre Wieder-kehr verzögern. Verstände er die Kunst, entschwundene Lungenbläschen neu zu zaubern und ausrangierte wieder jung und diensttüchtig zu ma-chen, dann wäre die Gilde der Asthmatiker bald auf ein kleines Häuflein zusammenge-schmolzen aber schon die Wiederbelebung von viertel- oder halbinvaliden Zellen, deren Muskelfasern und Gefäßschlingen noch nicht ganz verödet sind, wäre ein hoher Gewinn. DaS Ziel nun unter andern setzt sich die pneu-matische Curmethode, welche zur Erreichung bestimmter Heilzwecke mittelst geeigneter Appa-rate theils verdichtete Luft (und damit eine größere Menge Sauerstoff) in die Lungen ein-führt, theils die in denselben angestaute Luft durch AuSathmung in künstlich verdünnte ihnen ent-zieht. Auf Letzteres kommt eS bei der asthmatisch erkrankten Lunge nicht an. Hier erscheint die AuSathmung auf Kosten der Einathmnng übermäßig verlängert, weil die Luft auS den starren, ihrer Spannkraft verlustigen Zellen „Deutsche Wacht." macht, daß Derjenige, der seinen Gegner zuerst dreimal in die entblößten Weichtheile trifft, in den alleinigen Besitz der schönen Frau gelangt. DaS Duell wurde nun in Gegenwart von Se-cundanten und eines Arztes genau nach den vereinbarten Bedingungen auSgetragen, wobei der jüngere Held den rechtmäßigen Besitzer des hübschen Streitobjectes arg verwundete und somit aus dem Duell als Sieger hervorging. sEinMenschenschädel aus der M a m m u t h S z e i l] ist kürzlich im Ziegel-lehm bei Pobbaba gesunden worden, und zwar in einer gelben Diluviallehmschicht, au» welcher man einige Tage vordem einen Mammuth-Stoßzahn auSgegraben hatte. Auffällig machen den Schädel, dessen untere GesichtStheile leider fehlen, seine sehr flache Stirn und die ver-dickten Augenbrauenknochen, weshalb er dem berühmten Reander-Schädel sehr nahe steht. Jedenfalls wird dieser Schädel von einer gro-ßen Wichtigkeit sein, denn es ist da» die älteste Erinnerung an den Menschen der Mammut HS» Epoche und weist auf eine sehr niedrige Ent-wickelung des GehirnS. lZn die Geschichte der verun« glückten T o a st e] gehört eine überaus drol-liste und recht picante Geschichte. Der Minister eines deutschen Staates sollte in Vertretung seines Monarchen der Säcularfeier einer Uni» versität beiwohnen und natürlich einen Toast halten. Die Excellenz, eine in ihrem Berufe sehr tüchtige, als Redner aber stets unbeholfene Persönlichkeit, ergreift also bei dem Festdiner, während dessen ganzer Dauer er sich zum Gau-dium seiner Nachbarn — es gibt ja so schlechte Menschen — viel weniger mit dem Studium des lucullischen Mahles, als mit dem Memo-riren seiner Rede beschäftigt, unter unheimli-cher Stille da» Glas und spricht: „Hochan-sehnliche Festversammlung! Mir ist die Pflicht zugefallen, unseren erhabenen LandeSvater heute zu feiern. Meine Herren, ergreifen Sie mit mir die Gläser und stimmen Sie ein mit mir in den Ruf: „Seine Majestät der König lebe wohl!" Und begeistert stimmte die ganze Ver-sammlung in den Wunsch ein. Der Souverän soll herzlich über die gute alte Excellenz gelacht und ihr vesichert haben, daß er zu seinem Be-dauern diesem Wunsche nachzukomme» vorläu-sig nicht gewillt sei. sA ll z u v i e l Ehre.) Im Budapester National-Casino erzählt man — wie der Wiener „Allgem. Ztg." aus Budapest geschrieben wird — die folgende drollige Geschichte: „Ein Herr Koloman Ellbogen hatte das Bedürfniß gefühlt, seinen Namen zu magyarisiren. Da er ein treuer Anhänger der Regierungspartei ist, entschloß er sich de» Name» TiSza anzunehmen. Ehe jedoch Herr Ellbogen beim Minister des nicht entweichen kann. Durch die Maschine wird die unbewegliche Luftsäule auS den Lungen in den verdünnten Luftraum gepumpt, gleichzeitig aber auch nach den verkümmerten Lungenbläschen ein kräftiger Blutstrom ge-lenkt und damit ein neuer LebenStrieb in denselben erweckt. — Wenn dieser schönen und an sich ganz richtigen Theorie dieWirklichkeit nicht immer entspricht, so wird dies davon herrühren, daß die Hilfe dieser bedeutenden Heilkraft zu spät ausgesucht worden ist. Bei eingetretener voll-ständiger Entartung der Lungenzellen kann eine Wiederherstellung nicht mehr erwartet werden. Der Nutzen der pneumatischen Borrichtungen wird sich daher im Ansangsstande des Leidens und noch bevor sich die Katarrhe zu ihrer vollsten Hartnäckigkeit entwickelt haben, am sichersten zeigen. Die Leidenszeit der Asthmatiker beginnt gewöhnlich mit der Scheide zwischen Herbst und Winter. Wenn die Novemberftürme zu toben anfangen, erheben sich die wilden Geister in seiner Brust und martern ihr bedauernS-werthes Opfer mit Folterqualen. Darum fürch-tet diese Gattung Kranker die rauhere Jahres-zeit so sehr und sucht, wenn die Mittel es er-lauben, im Oclober den Süden auf. Denn ein Asthmatiker müßte eigentlich immer wohlha-bend und von der Sorge um das tägliche Brot befreit sein, er, welchen sein Leiden so oft aus 1384 Innern um die Bewilligung der Namensände-rung einkam, erbat er sich eine Audienz bei Koloman v. Tisza, welchen er seine Bitte vor-trug und schließlich fragte er ob Herr v. Ti»;a nichts dagegen habe, wen» Herr Ellbogen in Zukunft Koloman Tisza heiße. „Nicht das Ge-ringste," entgeguete der Minister-Präsident. „Ich möchte Euer Excellenz aber durchaus nicht unangenehm sein." meinte Herr Ellbogen. „Nun, wenn Sie mir schon durchaus einen Gefallen thun wollen, bitte ich Sie, Ihren neuen Namen mit Th, nämlich ThiSza zu schrei- ben.".....Herr Ellbogen scheint den Wunsch des Ministers für unerfüllbar gehalten zu haben, denn er ist um feine NamenSande-rung gar nicht eingekommen und zieht als ein-sacher Koloman Ellbogen auch fürder seiner Wege." Eine ähnliche Geschichte erzählt man von JustuS Grüner, der in napoleonischerZeit Prüfect am Rheine war. Damals sollten be-kanntlich die Juden sich sämmtlich einen deu-tschen Namen beilegen. Da kam ein alter Jude zu Grüner, um gegen diese Zumuthnng zu re-monstriren. Der Präfect setzte ihm auseinander, daß er sich unter allen Umständen einen Na-men nehmen müsse. Nach einigem Besinnen sprach der Alte: „Nun. so heiß ich mer Grüner." [Ein böses Ome n.) Im Londoner Ceniral-CriminalgerichtShofe ereignete sich un-längsißwährend einer Schwurgerichtsverhandlung eine aufregende Scene. Das „Schwert der Ge-rechtigkeit," welche» an der Wand hinter der Richtertribüne hängt, löste sich von seinen Banden und fiel — horribele dictu — aus das Haupt de» darunter sitzenden Aldeman de Keyser. Glücklicherweise kam der verehrte Al-derman mit einer leichten Hautabschürfung an seiner Stirn davon. Abergläubige erblicken in diesem Ereigniß ein böses Omen für die Zu-kunft der Corporation der City. sW e r A n d e r » e i n e G r u b e g r ä bt.j Ein alter Herr au« Galizien machte die Au-zeige, daß zwei von seinen Bekannten unbefugt und unbestenert Agenliegeschäste treiben uud forderte mit Nachdruck deren strengste Bestra-jung. Von Seite der Finanzbehörde ging nun dem Magistrate ein Verzeichniß von 13 solchen unbefngten Agenten zu und siehe da: unter ihnen befand sich auch — der alte Herr aus Galizien! Selbstverständlich wurde er vernom-men und gab zu, daß er Agenliegeschäste un-besteuert betreibe. Es wurde auch erhoben, daß er mit Wechseln „falliter galizianischer Häuser" handle und daß Geschäftsneid die Triebfeder seiner Anzeige war. Facit: daß der Magistrat sich dMüssigt fand, den alten Herrn aus Ga-(ijietrzu einer tüchtigen Geldstrafe zu verur-theilen. der Berufsthätigkeit reißt, den jeder scharfe Luftzug, jede Anstrengung alsbald nieder-wirft. — Im Juni nach Reichenhall, wo Soole und Kiefernadeldämpfe (Latsä enbäöer) so wundervoll wirke», nach der Rückkehr Aus-enthalt an der See oder einem schattige» Ge-birgsort, im Herbst an den Genfer See oder nach Cannes, nach der Riviera. Wem der leidige Mammon oder vielmehr fein Mangel eine solche Reise verbietet, der versuche e» mit einem Ortswechsel, einer län-geren Besuchsreise. Der böse Feind scheint dann wie weggeblasen, die Lunge wundert sich, wie sie so schön Luft holen kann. Wenn'S nur immer so bliebe! Luftveränderung thut dem Kranken oft so gut, daß schon eine Ausfahrt über Land, trotz aller Schwäche und Kurz-athmigkeit unternommen, die wohlthätigsten Folgen äußert. Die Diät des Asthmakranken fei eine reichlich nährende. Er braucht wa» zam Zusetzen ! Täglich einige Gläser Tokaier auch Kulmbacher. Bouillon, weiche Eier. Milch. Abends um 6 Uhr eilte Suppe als letzte Mahl» Aeil; denn nicht selten werden asthmatische Anfälle durch Diätfehler ausgelöst. Zwiebel, schwere Speisen, blähende Stoffe (Hülsenfrüchte, Kraut, Kohl und Rüben) wirken al» reine Gifte. Bewegung im Freien, aber feine ermüdenden Spaziergänge. Den ganzen Sommer 1884 [Feuer im Wind e.) Wie kann man ein Zündhölzchen zu», Anbrennen einer Cigarre bei starkem Windzüge vor dem Verloschen Huten? Man theile mit dem Daumennagel durch kleine Einschnitte das Holz deS Zündhölzchens bis zum PhoSphor in vier Theile. Solch ein Zündhölzchen versagt selbst beim stärksten Lust, zuge den Dienst nicht. [Enttäuschung.) Knabe: Tante, schenkt mir doch eine von Deinen Haarlocken! — Be-sucherin (schwärmerisch): O, daS reizende Kind, »och in so zartem Alter und schon so poetisch veranlagt! Eine Locke ron meinem Haare wünscht es ... — Knabe: Ja. mein Pserd hat den Schweif verloren; ich möchte ihm gern einen neuen machen. [Treffende Antwort.^ Der durch seine frivolen Romane bekannte Crebillon prahlte einst Rousseau gegenüber, da« sein Verleger im letzten Monate bereits vier Auf-lagen feines jüngsten Werkes verkauft habe, während in dieser Zeit noch lange nicht die erste Auflage von RonsieauS ..Reue Heloife" abgefetzt worden. „Run ja", meinte Rousseau rulng, „man kaun mit Sicherheit annehmen, daß jährlich mindestens eine Million mal mehr Eicheln als Ananas verzehr» werden, aber — wer verzehrt sie < Deutscher Schulverein. [Generalversammlung deS deutschen Schulvereine S.s Wie aus Graz gemeldet wird, constituirte sich am 5. d. der Festausschuß für die zu Pfingsten statt« findende General-Versammlung des deutschen Schulvereines. Gewühlt wurden: zum Obmann BKrgermeister Kienzl. zu dessen Stellvertreter Dr.' Schlosser, zu Schriftführern Dr. Starkel und Peueke. Es wurden mehrere SubcomitäS eingesetzt. _ Wir», 6. März. Der erste Obmann-Stell-Vertreter, Prof. Dr. von Kraus berichtete in der letzten AuSschußsitzung über feine Reise nach Trautenau, welche wegen deS mit manigfachen Hindernissen verbundenen SchulbaueS in Köni-ginhof unternommen werden mußte. Die eingehen-den Ausführungen wurden zur Kenntnis ge-nommen, und die an Ort und Stelle vereinbarten Maßnahmen vollinhaltlich gebilliget. Für einen Lehrer im Nordosten Bühmens wurde eine Ge-haltzulage, und einem Schulhausbau eine kleine Nachtragsbewilligung genehmigt. Eine Anzahl werthvoller zoologischer Präparate, welche auS Garnsdors gespendet wurden, bestimmte der Ausschuß für die Schule in Josefstadt, und widmete dem Schüler-Unterstützungsverein eben-daselbst einen entsprechenden Betrag. Einer armen Gemeinde in Mähren wurde zur Bc- über, wenn irgend möglich, kalte Bäder im Freien! Morgen» und Abends Abreibungen der Brust und deS Nackens mit kaltem Wasser, zur Stärkung der AthmungSmuskeln! WaS nun thun, wenn die Drangsalperiode anhebt l ES ist immer gut, einen kleinen Bor-rath der hilfreichsten Mittel stets in der Nähe zu haben. Senfpapier, naß gemacht und auf der Brust 10— 20J Minuten liegen lassen. Salpeterpapier (Löschpapier mit Salpeterlösung behandelt) anzünden und die Dämpfe einath-men, oder auch solche von salpetrisirtem Feuer-schwamm. Eine Tasse schwarzen starten Kassee. Etwa» Fruchteis vom Conditor. Die Haupnnittel sind Choralhydrat, die Morphiumeinspritzung und Stechapfel. An die ersten beiden soll man nur als an Freunde in der höchsten Noth denken: zu oft angewendet, versagen sie ihre Dienste und strafen durch schreckliches Kopfweh nnd Nebelsein, während sie abwechselnd mit andere» Mitteln und in weisem Maß gebraucht, uns himmlische Ruhe bringen. Dagegen bewährt sich Stechapfel weit beharrlicher als Wohlthäter. Man kaufe iu der Apotheke 100 Gramm, lasse es fein pul-verisiren, bringe zwei Theelöffel voll in einen Blechlöffel, entzünde das Pulver durch ein Streichholz und athme die Dämpfe ein, die sich entwickeln. Man wird in der Regel bald „Deutsche Wacht." streitiing der SchuleinrichtungSkosten ein Beitrag geleistet, und einer zweiten Gemeinde die Zahlung des Schulgeldes für arme deutsche Kinder zu-gesichert. Ferner wurde in einer Dorfgemeinde desselben Landes die Errichtung einer Schule in Aussicht genomlnen. und schließlich durch Be-willigung der nöthigen Mittel die Gründung eines Kindergartens in Königsfeld. Mähre», er-möglicht. Dem deutschen Schulverein flössen ferner« zu: von der OrtSgr. Gablonz von Herrn Bretscheid 2 R.-M., Amicitia fl. 1*20., Hochzeitswagen fl. 3., Gesellschaft der Reichsdeutschen fl. 14.. von der OrtSgr. Eisenstein für Ueberlassung eineS Liederbuches 25.. kr. für WeihnachtSbücher fl. 2.. Hütten - Einweihung fl. S14. und I M. 56 Pf.. Sammelschütz fl. 105.. Sammelschütz bei Fischer fl. 2.87., Bestschießen fl. 10 02.. Sammelschütz fl. 6 23., Sammlung bei Neigert fl. 6-80., Bahnhofge-fellschaft fl. 5'07., Verlosung von 2 Bücheln fl. 2813.. Dr. Weiß fl. 5.. Zimmerschützen gesellichast 25 R»ichs - Mark und an Spenden fl. 17. — von der Stadtgemeinde Znaim ein Jahresbeitrag von fl. 20., vom Ge-fangSvereine in Prerau fl. 10., Sammlung durch Herrn Hipper in Toegl v. Königsfeld fl. 8'15, durch de» Schütze» in Seelowitz fl. 15.. von der OrtSgr. Bleiberg. Kärnten. im Gast-häufe Zaboth in Tarvis fl. 2*60. Gelbfuß in Tarvis fl. 640. Gasthof Teppan fl. 8.. Gast-Haus Kornposch fl. 3-36, Gasthaus Gram fl. 3'42, von einer Abendgesellschaft Fohren fl. 20., vom Herrn Sim. Kieger fl. 150.. ge-legentlich einer Abendunterhaltung in Thörl fl. 40"37, durch die „Deutsche Zeitung": vom Herrn Horak in Brünn, Weihnachtsfest fl. 2°40, fröhliche Gesellschaft in Buchan fl. 2 10, Trü-baue? Tischgesellschaft am Schönhengst fl. 6., von der OrtSgr. Neubistritz, durch den Sammel-fchützen fl. 34*90, vom Hrn. Winderlich 43er, vom Hrn. Volkssäuger Keller fl. 13., Studenten-kneipe fl. 5*10, für Schlachtrufe 80 kr., von der OrtSgr. Trebnitz: Sammelschütze beim Con-certe des musik. Vereines fl. 3*40, Sammlung der Feuerwehr 60 kr., lustige Gesellschaft 67 kr.. Hrn. Kiasek 10 kr., von der OrtSgr. Marburg: Tombola des Turnvereines fl. 21.. von der OrtSgr. Pilnikan: Samnielschütz fl. 5 55, von der Ortsgr. Rudolfstadt: Spritzfahrt von Bud-weiser Turnern fl. 3*31. von der Ortsgruppe Hotzenplotz: Sammelschütze fl. 36°13, von der Ortsgr. Troppau: vom dortigen Turnverein ein Fondsbeitrag von fl. 25., vom Stammtische in Nossek'S Restauration ein Fondsbeitrag von fl. 20, von der Tischgesellschaft „Kalter-Schlag" fl. 6-20, von einer Tischgesellschaft in der Restauration Hansel ein !>ondsbeitrag v. 50 fl. von der Ortsgruppe Troppau: Erträgnis des Eommerfes, Fondsbeitrag von fl. 150., voin Troppauer Turnverein (Kränzchen) ein FondS- Erleichterung fühlen. Stechapfel (stramm«-niumi ist der Hauptbestandtheil der meisten Geheimnittel gegen Asthma. Neuerdings werden mehrfach mit Nutzen gegen Athembeschwerden Sauerstoss - Ballons verwandt. Jede Bereicherung des Heilschatzes um wirklich nützliche Mittel ist willkommen, besonders aber beim Asthmatiker, welchem alle Medicamente nur auf Zeit helfen, der also eines abwechselnden und reichhaltigen Reper-toireS für seine Leiden dringend bedarf. Auch Zerstreuung gehört zu den wohlthätigsten Mit-teln; eine Parthie Schach oder — Skat verjagt nicht selten den Jammer in seiner ärgsten Wuth. Cigarren verbieten sich während der Lei-denSpeuode von selbst; in der freien Zeit wird ein leichtes Kraut den Tag über nicht schaden. Mamsell Myer. (Ein L»l«raturbild. Aus Nr. 8 der „AeolSharse" Organ b. A. T. R. Berlin, A. Haack, Torolh.enstraßc 5ö. Roch keinem der Biographen Heinrich Heines hat es der Müh« werth geschienen, eine Persönlichkeit festzustellen, welche in dem Ber-liner Aufenthalt des Dichters durch den Zauber ihrer innigen Theilnahnie an feinen poetischen 5 beitrag von fl. 35., Wette Her" Weber fl. 2-20, von den Abiturienten des Ober-GymnasiumS und der Ober-Realschule fl. 10., Ueberschuß der Prüfungstaxe» der Lehrerinnen-Bild ungS-anstalt fl. I., Sammlung im Eisenbahn-Coupe fl. 2-20, Hirschdorfer Fahrt fl. 2 2. Gesellschaft beim weißen Schwan fl. 7.. Kegelgesellschaft „Vergißmeinnicht" fl. 1-50, von der Brankoer Nagelfabrik Spende für die Grätzer Schule fl. 100., ungenanntes Fräulein fl. 1., Gesell-schaft in Schwarzbrann'S Gasthaus fl. 5'3rt, Hrn. Kudlich 10 R.-M. Tanzkränzchen in Gil-schwitz fl. 5. Locales und Srovinciates. Lilli, 8. Mörz. Per Syeateröau v»r dem chemei«»eratye. Der Cillier Genieinderath hielt am 7. d. eine denkwürdige Sitzung; auf der Tages-ordnung stand die Erledigung der Theaterfrage. Wie sehr dieser Gegenstand der Bevölkerung zu Herzen ging, zeigten namentlich die letzten Tage, wo der Theaterbau daS Tagesgespräch bildete. Die im GemeinderathS'aale aufliegenden Pläne wurden von einer sehr großen Anzahl Gemeinde angehöriger besehen, und daS einstim-mige Urtheil über dieselben war ein äußerst günstiges, sie bewirkten allgemeine Befriedigung. Die auf 5 Uhr anberaumte Sitzung war von sämmtlichen Gemeinderäthen besucht, und hatte sich außerdein noch ein stattliches „Galerie"-Publicun» eingefunden, unter welchem wir mit Vergnüge» auch Damen constatiren. Es zeigte sich bei dieser Sitzung aber auch so recht die Mangelhaftigkeit der SitzungSlocalität. — Der „Saal" ist nämlich ein Zimmer in ziemlich be-fcheidcnen Dimensionen, d-r „grüne" Tisch, der zwar in der letzteren Zeit schon eine Verlängerung erfuhr, ist entschieden zu kurz, und die Väter der Stadt sitzen fast buchstäblich Einer auf dem Andern. Und erst die Galerie! — Wir schweigen lieber davon, und trösten unS mit der Hoffnung, daß der verehrliche Ge-meinderath sich gelegentlich einmal daran er-innern wird, daß zur Oeffentlichkeit seiner Sitzungen auch entsprechende Vorkehrungen für Zuhörer gehören. — der Raum zwischen den Thürangeln ist denn doch etwas zu schmal. Wir lassen hier in gedrängtester Weise den Bericht über die Sitzung folgen: Kaif. Rath Bürgermeister Dr. N e ck e r-mann eröffnet die Sitzung und verliest die Einläuft: Der Verschönerungsverein empsiehlt die Neupflasterung der Bürgerschulgasse; LGR. Tfchech bringt in einem sehr warm gehaltenen Schreiben den Dank der Familie Stepischnegg für die Betheiligung der Gemeinde an der Be-stattung deS Herrn Mux Stepischnegg neu. zum Schöpfungen gewissermaßen als die Muse des Buches der Lieder betrachtet zu werden in so hohem Maße verdient. Allgemein bekannt ist der Vers auS einem der in Berlin entstände-nen Lieder Heines, in welchem er den „langen Engel Gabriel" auffordert, ihm seinen „treuen Freund Eugen" in seinen (des Dichters) Himmel zu citiren. Es heißt in demselben: Such ihn beim GlaS Tokayer, Such ihn nicht in der Hedwigskirch'. Such ihn bei Mamsell Meyer. Diese Mamsell Meyer hatte Heine am 13. April 1823 in dem neuerbauten Schauspiel-hause bei Gelegenheit einer Aufführung von Jfflands „Hagestolzen" kennen gelernt, wo er im Parket links ihr Nachbar war. Die leicht angesponnene Unterhaltung nahm, durch das empfindsame Stück angeregt, einen mehr und mehr erwärmten sentimentalen Character an und setzte sich bei der Begleitung, die das schöne Mädchen ihrem geistvollen Nachbar ge-stattete, bis zu ihrer Wohnung fort, wo man sich nnter dem Versprechen eines Stelldicheins für den folgenden Abend trennte. Bald ent-spann sich zwischen Dichter und Mädchen ein zärtliches und inniges Verhältniß und beide sahen sich fast täglich in der Wohnung des Dichters, Behrenftraße 62, den sogenannten „beiden Mohren", ohne daß die sorglosen 6 Ausdruck; Theaterdirector Stubenooll ersucht um Verleihung deS Theaters in der nächstjährigen Saison; AtufealvereinSdirector Riedl pe-titionirt wegen Erhaltung der Ruine. Hi:rauf erstattet der Bürgermeister Bericht über seine Audienz bei», Kaiser. Se. Majestät erinnerten sich mit besonderem Wohlgefallen der freundlichen Stadt Cilli, die sichtlich dem Fortschritte huldigend in allen ihren Stadt-theilen und ihren Einrichtungen einen sehr an-genehmen Eindruck gewähre. Der Bericht des Bürgermeisters wird mit Beifall zur Kenntnis genommen. Nun wird zur Tagesordnung geschritten. Es erhält das Wort der Obmann deS Theater-Comites GR. Josef R a ! u s ch : Die Anträge deS TheatercomitäS sind kurzgefaßt folgende: I. Mit Rücksicht auf de» baulich und in seiner inneren Einrichtung sowohl alS in sachlicher und ästhetischer Beziehung, sowie mit Rücksicht auf EicherheitS- und Feuerpolizei nicht entsprechenden Zustand deS jetzigen Theaters, in weiterer Rück-ficht auf die fortschreitende Entwicklung der Stadt und den wachsenden Fremdenverkehr be-schließt der Gemeinderath die Erbauung eines entsprechenden Theaters. 2. Als Bauplatz wird der Platz des jetzigen Theaters mit möglichster Benützung einzelner Bautheile deS letzteren be-stimmt. 3. Die für den Neubau vorliegenden Pläne mit Kostenvoranschläge werden angenom-men. 4. Die zur Führung deS Baues nothwen-dige Bausumme von 35.000 fl. ist bei der städ-tischen Sparkasse aufzunehmen. Der Bau ist sofort in Angriff zu nehmen und bei Aufstellung deS Bauprogrummeö der Grundlatz gelten zu lassen, daß die Maurer- und Zimmennannsarbei-ten in eigener Regie auszuführen sind. Unter allgemeiner Spannung entwickelt nun Berichterstatter die Misere des alten Theaters, welches in allen seinen Theilen derart schlecht dastehe, daß eine Aenderung in dieser Richtung vorgenommen werden müsse. Der Wunsch »ach Besserung der Theaterzustände sei ein allgemeiner gewesen und ihm folgend wurde vor zwei Jahren daS Theaterbau-Comito gewählt, welches nach reiflichster, eingehendster Prüfung und Ueber-zeugung zunächst zu dem Schluße gelangte, daß der Bau nur an der alten Stell« aufgeführt werden könne. DaS Comite acceptirte damit die allgemeine ursprüngliche Ansicht. Herr Architect Walter, bekannt durch seine im Kaiser Franz Josef-Bade ausgeführten Bauten, wurde zur Herstellung von Plänen veranlaßt, die in höchst gelungener Weise zusgeführt den ungetheilten Beifall der Bevölkerung fanden. Der Werth eines Theaters in Bezug auf Vergnügen und Bildung fei ja bekannt. Redner schildert in warmen Worten den Contraft der Gegenwart und Zukunft in Bezug auf unsern Musentempel, seine Bedeutung in nationaler, öconomischer und socialer Beziehung und schließt unter Beifall Eltern der Schönen auch nur den geringsten Argwohn schöpften. Ungestört genoß das glück-liche Paar monatelang das Glück einer heim-lichen Liebe, bis ein Freund Heines, Eugen von BreczanSky, welcher in Berlin die Rechte studierte, durch seine leidenschaftlichen Bewerbungen um die Gunst des Mädchens diese zu treulosem Abfall von ihrem alten Freunde ver-führte. Dies geschah in der zweiten Hälfte deS Monat August. Aus derselben Zeit stammt nun HeineS Lied: „Mir träumt', ich wär' verliebe Gott", dem die obige Strophe angehört. Wer war nun aber „Mamsell Meyer" und wer der „treue Freund Eugen" ? Diese Fragen werden dem Litteraturfreunde und Forscher im Gebiete deutscher Dichtung von hohem Interesse sein. Durch einen günstigen Zufall sind wir in der beneivenSwerthen Lage, Antwort ertheilen zu können, und zwar eine authentische, deren De-tailS zum Theil dem Tagebuche und Brief-Wechsel deS geliebten Mädchens entnommen sind. Ausweislich des Kirchenbuches der Jeru-salemer Kirche in Berlin wurde am 13. Sep-tember 1804 dem Bürger und Schuhmacher-meiste? Herrn Erich Gustav Meyer und seiner Ehefrau Margarethe Sophia Elifa-beth geborene Trümpell ein Kind weiblichen Geschlechtes geboren, welches in der heiligen „Deutsche Macht. ^ mit der Bitte, der Gemeinderath möge allen wohldurchdachten Anträge» die Genehmigung geben. GR. Professor M a r e k widmete dem Gegenstände in kultureller Beziehung begeisterte Worte und demonsirirte durch Beispiele die He-bung des Nationalgefühles, Erwcckung der Liebe für Literatur und die Veredlung der Sitten durch ein gutes Theater. Der Obmann der Fmanzsection GR. Julius R a k u s ch entwickelt nun seine Ansichten über die Financirung deS Theaterbaue« respective die Belastung der Gemeinde durch den Bau. Die Finanzsection sei besorgt die Gemeindeumlangen mindestens auf den gegenwärtigen Stand zu erhalten und würde jedem Unternehmen, welches dief.s Programm beeinträchtigen würde, ihre Zustimmung versagen. Die Belastung deS GemeindehauShalteS durch die Aufnahme der Bausummen ist an Zinsen 1750 fl. an Amorti« sation 35V fl. mithin 2100 fl. Die Sparkasse ist eS nun wieder, die eS ermöglicht diese Summe verhältnißmäßig leicht zu bezahlen; sie hat die GaSbelkuchtungSkosten der Gemeinde pro Jahr um 1000 fl. ermäßigt und diese Summe, die auf ganz außerordentliche Weise au» dem Er-forderniffe ausgeschieden wird, verringern die durch die Capitalsaufnahme gefchaffene Bela-stung auf 1100 fl. Zudem erhofft man sich vom Theater (Logen) einen Ertrag von beiläufig 1000 fl.; und endlich werde der Zuschuß der Sparcasie immer mit 7500 fl. eingestellt, während er thatsächlich über 10.000 fl. betragt und der Gewinn der Sparcaffe Heuer z. B. eine doppelt so hohe Summe repräsentiren dürfte, die gemein-nützigen Zwecken zugeführt, das Budget der Gemeinde entlasten. Von einer Erhöhung der Um-lagen könne keine Rede sein. Nun ergreist GR. Z a n g g e r daS Wort um in beifällig aufgenommer Rede das Unterneh-men vom practifchen Standpunkte als ei» durch-aus im Interesse der Steuerträger liegendes zu bezeichnen. Der Zuzng von Fremden sei ein stetig wachsender, viele würden hier bleiben, wenn ihnen im Winter der Genuß eines ordent-lichen Schauspieles geboten werden könnte; — in den alten Kasten aber gehe Niemand, der sich schon einmal RheuinalismuS, Zahn- oder son> stige Schmerzen darin geholt hat. Cilli sehe mit Vergnügen den Zuzug von Pensionisten, die von ihrem Abzüge abstehen würden, wenn man ihnen im Winter etwas mehr bieten würde als ein paar Familienabende im Casino, einige Concerte und Bälle. Hierauf wird die Generaldebatte geschloffen und Punkt 1 einstimmig zum Beschlusse er-hoben. In der Specialldebatte spricht als ersterRed« ner zum Punkt 2 der Obmann der Bausection. GR. Carl M a t h e S hatte seinen besonders guten Tag. Er demonstrirte mit wirkungS-vollem Humor die tausend Wünsche, die an den Taufe die Namen Sophia. Cäcilie, Emma er-hielt. Sie ist die Freundin Heinrich HeincS ge-worden, der „seine Emma" trotz ihres Treu-bucheS nie hat vergessen könne». Der Vater Meyer wohnte in der Kochstraße Nr. 78 zu ebener Erde und hatte außer Emma, feiner Jüngstgeborenen, noch zwei Töchter Loife und Marie. Alle drei Mädchen waren wegen ihrer Schönheit bekannt, aber Emma war von ihnen diejenige, die durch Munterkeit, Mutterwitz und Empfänglichkeit sich hervorthat. Im Jahre 1822 hatte ein junger Kürschnermeister um ihre Hand geworben, sie aber trug „besseres Verlan-gen" und schlug seine Werbung ab. Im fol-genden Jahre machte sie die Bekanntschaft Hei-neS und dann BreczanStyS. Als letzterer nach Beendigung seiner Studien nach seiner Heimat zurückkehrte, verzehrte sich das schöne Mädchen in LiedeSgram und starb am 3. März 1825 im Elternhause an de» Folgen einer Darmverschlingung. Die schöne Devise der ver-witweten Herzogin von Montmorency zu dem Emblem deS AbendfternS : „Fulget ab extincto* (von der untergegangenen Sonne hat er seine» Glanz) erklärt daS Andenke» der Geliebte» deS große» Dichters mit poetischem Schimmer für alle Zeiten. Stanislaus Roger Adam Eugen v. Brec- 1884 Theaterbau gestellt werden. De.' Eine will es groß der andere klein, einer da der andere dort, es foll sich zusammenschieben und ausdehnen lassen, es soll alle möglichen Eigenschaften be-sitzen, die aber alle nicht ausführbar sind. Red-ner weist auf die vortrefflichen Pläne hin. macht darauf aufmerksam. daß Vorkehrungen getroffen sind, um über die Sperrsitze einen Boden zu zie-hen, der die Benützung deS Theaters zu Redou-ten u. dgl. ermöglicht und spricht sehr für den Bau. Die Kostenvoranschläge seien genau ge-prüft, der städt. Ingenieur habe alle Aufstellun-gen genauestenS untersucht, und hoffe an der Bausumme. wenn eS genau beim Programm bleibe sogar etwas zu ersparen. Hierauf verlieft der Sprecher einige Gutachten über die allfällige Benützung anderer Plätze und Herstellung tirei Neubaues, die alle zu Gunsten des Comite-An-träges lauten. Nun ergreift das Wort GR. P a c ch i a f f o, der als Führer der „radikalen Partei" — der Redner acceptirte diese Parteibezeichnung — dem Gemeinde-Ausschusse dringend ans Herz legte, man möge doch noch andere Pläne machen lassen und unbedingt andere Plätze in Aussicht nehmen; so wäre z. B. der Wokaunplatz, der Platz Centa vor dem Bahnhofe und dergl. in Berücksichtigung zu ziehen, und auf Grundlag« dieser Rücksichtsnahme die Anfertigung von Plänen auszuschreiben. Der Redner kämpfte für «ine verlorene Sache — das wußte er wohl — die Ansichten, die nicht schon außerhalb der Ge-meindestube wiederlegt worden waren, wurden vom Berichterstatter in Bezug auf die Critik über die Thätigkeit des Comites und in treff-licher Weise von GR. Dr. HigerSp«rg«r in Bezug auf die Wahl eines anderen Platzes und dem Bau eines neuen Theaters widerlegt. Darüber feien mit Pacchiaffo alle derselben Meinung, daß ein Neubau auf einem neuen Bauplatze ein schönes Project sei, aber eS sei nicht nur auS dem Grunde, weil man sich zuerst in den Besitz der Plätze fetzen muffe die AuS-schreibung für diese Pläne nicht durchführbar, sondern die Kostensumme sei eine enorme, wenn man auf einen neuen Platz ein monumentale? Gebäude aufführen wollte. GR. Pacchiaffo replicirte mit Wärme, konnte aoer seine Ansichten »icht zu jenen des gesammte» AuSjchußes machen — für seinen vertagenden Antrag stimmten nur — le« oxtrernea ss touchent — die GR. Bahr und Ferje». Nun wurden alle weiteren Punkte des Comil6°AntrageS angenommen. Eine kurze De» batte entspann sich nur wegen der Ausführung der ZimmermannS- und Maurer-Ardeiten, die GR. Fritz M a t h e S nicht in eigener Regie ge-führt wiffen will. ES wurde diesbezüglich eingewendet, daß die Gemeinde jetzt einen eigenen Ingenieur habe, der mit einem guten Polier an der Seite zansky war am 16. Juli 1802 auf einem Gute bei Wilna geboren. Im Jahre 1821 bezog er die Universität Breslau und anderthalb Jahre später die Universität zu Berlin, wo er bald nach seiner Ankunft im Hanfe deS Criminal-rathS Ed. Hitzig Heines Bekanntschaft machte, welch« sich zu ein«m intimen FrundschaftSbund ausbildete. Fast allab«ndlich trafen sich die bei-den in der Jppelfchen Weinhandlung bei einer Flasche deS von ihnen so geliebten Tokayers. Emma MeyerS Treulosigkeit macht» dem Freund-schaftSbündnis ein Ende. Ostern 1824 verließ Eugen v. BreczanSky die Universität und über-nahm die Verwaltung deS väterlichen Gutes, auf welchem er am 14. November 1856 starb. Der „lange Engel Gabriel" war der ge-meinfchaftliche Stiefelputzer der beiden Freunde. Er hieß mit feinen vollen Namen Christian Otto Gabriel Frischmüller und war nach den Angaben des Taufregiester« der St. Georgen-kirch am 2. Februar 1789 zu Berlin geboren, als Sohn des Kutschers Friedrich Wilhelm Frischmüller und seiner Ehefrau Auguste Alber-tine Friederike geb. Pasemann. Wegen seiner Körperlänge nannten die Freunde ihr Facto-tum scherzhaft den „langen Gabriel." 1884 stefr Ersparungen erzielen könne. Schließlich stimmte das Plenum für den Antrag des Comites. Hierauf ergriff Kais. Rath Dr. Neckermann daS Wort, um dem Theatercomits für feine Mühewaltung zu danken und d»m vollzählig onivefenden Gemeinde-Ausschuffe zu seinen heute gefaßten Beschlüssen, die den Stempel echt fort-schrinlichen Geiste« tragen, zu beglückwünschen. Unter lebhafter Acclamation schloß er die denk-würdige Sitzung, in welcher den gegenwärtigen ui Cilli herrschenden Verhältnissen, Wünschen und Hoffnungen ein würdige» Monument zu setzen beschlossen wurde, da» «och in fernen Ta-qu werden; Dienstag soll die erste Opperetten-Aufführung u. zw. mit Sup6eS „Donna Iuanita" und wie wir vernehmen diesmal ohne Striche und Kürzungen, stattfinden, serner Mittwoch das neue Lustspiel „Der neue StistSarzt" von M. und L. Günther in Scene gehen. Dieses Lustspiel, welches im Borjahre aui k. k. Hofburgtheater in Wien zur Aufführung kam, ist eines der reizendsten. „Deutsche Wacht." welches in der Neuzeit geschrieben wurde, und hat den Vorzug, daß eS fern von jeder fron-zösischen Pikanterie, wieder einmal ein echt deutsch durchgeführtes ist. Samstag geht die beliebte und berühmte Opperette „D e r l u st i g e Krieg" von I. Strauß zum ersten Male und zwar wie unS mitgetheilt wird, in geradezu prachtvollerWeise neu ausgestattet in Scene. Hoffentlich wird ein zahlreicher Besuch daS rührige Streben der Di> rection entschädigen. [Ein Kind verbrannt.] Zu Skom> mern, Gerichtsbezirk Gonobitz, gerieth durch Kinder, welche mit Zündhölzchen spielten, das Wohngebäude des Grundbesitzers Franz Kotnik in Brand und wurde sammt Stall und Tenne eingeäschert. Während die Bäuerin sich bemühte, das Vieh zu retten, vergaß sie ihres zweijäh-rigen Knaben und wurde die Leiche halb ver-kohlt unter den rauchenden Trümmern auf--gefunden. [Kindesmord.j Die beim Mühlbesttzer Franz Strüglrtz zu Neukirchen bedienstete Magd Antonia Breslan hat ihr neugeborenes Kind gleich nach der Geburt in die neben dem Schwcinstalle befindliche Mistjauche geworfen. [R a u 6.] Am 26. v. M. wurde die Be-sitzerin Diaria Guggi auf dem Heimwege vor Hitzendorf von einem Manne angefallen und ihrer Baarfchaft im Betrage von 27 fl. beraubt. [Aufgefundene Leiche.] Hinter einer Gartenmauer zu Rokafzen wurde in der ver-flofsenen Woche die Leiche eines neugeborenen Mädchens aufgefunden. [L u st m o r d.] Vor einigen Tagen wurde die 18jährige HäuZlerstochter Maria Prohaska auS Tremlis aus einem Baume hängend ge-fünde». Die Genannte war knrz zuvor bei ihren Eltern aus Besuch gewesen und wurde bei der Rückkehr nach ihrem Dienstorte von einem Manne überfallen, mißbrancht und schließ-lich erdrosselt. [Segen G o t t e «.] In Folge der unter diesem Schlagworte gebrachten Notiz in unserer letzten Nummer sind uns für die arme Wöchnerin und ihre drei Säuglinge nachstehende Spenden eingegangen: Von Herrn Jean Herzmann ein Sack Wäsche, von einer ungenannt sein wollend«» Dame fl. 2., desgleichen fl. 1., desgleichen fl. 1., von Frau Iahn in Peggau fl. 4., von Frau Jda PreiSecker ein großes Paket Wäsche. Indem wir sür die Gaben bestens danken, bemerken noch, daß wir selbe am Montag nach ihrem Bestimmungsorte dirigiren werden und bitten unS weitere eventuelle Spenden bis dahin gütigst zukommen zu lasse». • • [Gefunden.] „Csacza, Ungarn, Herrn Rich. Brandt, Apoth. in Zürich. „Euer Wohl-geboren! Hiemit erlaube ich mir meine Er-klärung abzugeben. Vorige« Jahr habe in einem Ungarischen Blatte über die Rich. Brandt Schwei-zerpillen gelesen. Int em jeder Leidende nach ei» ner Erleichterung bestrebt ist. habe auch ich einen Versuch gemacht, und habe solche Pillen aus der Apotheke des Herrn Josef V. Törek aus Pest mir kommen lassen. Tausend DankJbnen; selbe Pillen haben mir -sehr gut gedient, ja sogar mein klagen- und Darmleiden bedeutend er-leichtert. Mit aller Hochachtung Franz Szikara, Kaufmann." Die Schweizerpillen sind 4 Dose 70 Kreuzer in den Apotheken erhältlich. Hingesendet.*) Herr Redacteur! Ich fordere Sie hiemit auf Grund des §. 19 des Preßgeseyes auf. folgende Becichti-gung de« in Nr. 19 Ihres Blattes vom 6. März 1884 äbgedruckteu mich betreffenden Eingesendet richtig zu stellen nnd an betreffen-der Stelle auszunehmen, uud in Ihrem nächsten Blatte zu veröffentlichen. *) gar Form und Inhalt ist die Redaction nicht verantwortlich. 7 Es ist unwahr, daß durch mich oder durch meine Veranlassung die Korrespondenz in die „Südsteirische Post" ddto. 27. Februar 1884 unter dem Titel „Ein verunglücktes Privilegium" veröffentlicht wurde. ES ist unwahr, daß ich Herrn Franz Schön sen. zu Herrn Fritz Mathes sandte, um seine Sperrvorrichtuug abzuspähen. Ich habe dieselbe in KremSmünster im Jahre 1881 gesehen. Es ist unwahr, daß ich aus Haß gegen Herrn Fritz Mathes die Anzeige beim hohen k. k. Handelsministerium bezüglich des Privi-legiumS erstattete, vielmehr geschah dies aus Rechtsgesühl, welches jedem Staatsangehörigen zur Pflicht macht, die hohen Behörden aus Un-correctheiten, welche sich einzelne Leute erlauben, aufmerksam zu machen, und eben aus diesem Grunde habe auch ich den, hohen k. k. Han-delsniinisterium berichtet, daß Herr Fritz Ma-thes sich gegen den § 29—1. a b b. des Pri-vilegiumgesetzes vom 15. August 1852 R.-G.-B. Nr. 184 bei Gesuchstellung um obigeZ Privilegium vergangen hat. Im Uebrige» behalte ich mir die gesetz-lichen Schritte vor. Cilli, am 6. März 1884. Achtungsvollst Raimund Koscher m. p. Hotelier. O • >A Herr Koscher wird diesmal verzeihen, wenn wir unsere Reserve, die wir bis jztzt der Privilegiumsangelegenheit entgegenbrachten, bei Seite setzen und in ganz derbverständlichem Deutsch erklären, daß wir und mit uns die g e-sammteEinwohnerschastvon Cilli nicht einem einzigenPuncte seiner BerichtigungGlauben schenken. Ja selbst die Bemerkung, daß er aus Rechtsgesühl e i n Denunciant wurde, wird Niemandem die Ueberzeugung beibringen, daß Herr Koscher nur um dem Zuge seines Herzens zu folgen, den Angeber machte. — Da uns übrigens Herr Koscher in der Einleitung seiner mehr als sonderbaren Berichtigung ersucht, d i e letztere richtig z u stellen, so kommen wir diesem Wunsche bereitwilligst nach. Herr Koscher sagt, e» fei unwahr, daß durch ihn oder seine Vera n-lassung dieCorrespondenz in die „S ü d ste ir i sche P o st" v o m 27. Fe b ruar l. I. unter d e m T i t e l „E i n v c r u n-glücktcSPrivilegium" veröfsent-licht worden sei. Dies ist eine mehr als lendenlahme Ausrede. Vielleicht erinnert sich noch Herr Koscher, daß er vor ungefähr vier-zehn Tagen in der Administration der „Deut-schen Wach'" gegen Geld und gute Worte die Aufnahme eines Eingesendet, welches die Pri-vilegiumS-Entziehung zum Gegenstande hatte, anstrebte. SeinAnfuchen wurde indeß abgewiesen. Herr Koscher bemerkte damals auch, daß er im Falle der Nichtaufnahme das Eingesendet in einem Grazer Blatte veröffent-lichen werde. Nach ungefähr vier bis fünf Tagen darauf erschien jedoch in der „Südst. Post" die gedachte Korrespondenz, die den gleichen Gedankengang, wie daS der „Deut-scheu Wacht" zugedacht gewesene Eingesendet ausweist. Wer wäre nun angesichts einer solchen Coustellation so naiv, zu glauben. Herr Koscher stehe in keiner Beziehung zu gedachter Cor-respondenz? Da wir der Bosheit, in welcher MaSke wir sie auch antreffen, stets entschieden zu Leibe rücken, namentlich wenn egoistische Motive sie aushecken, so wird eS Herr Koscher wohl be-greisen, daß. falls er gegen einen der besten und edelsten Bürger Cillis nicht bald einen res-pectvolleren Ton anschlagen sollte, — wir mit noch bitteren Wahrheiten kommen werden. Noch haben wir nicht daS letzte Wort gesprochen, noch haben wir nicht der allgemeinen und gerechten Entrüstung über sein unqualisicierbareS Borgehen Ausdruck gegeben. Wir rathen Herrn Koscher daher nicht klug scheinen zu wollen, sondern ausnahmsweise eininal wirklich klug zu 8 „Deutsche Wacht 1884 sein und — zu schweigen. DaS Brandmal, daS die PrivilegiumSgeschichte zurückließ, läßt sich durch Quacksalber-Essenzen nicht mehr wegspühlen. Verehrliche Redaction! Der neue Friedhof der Gemeinde Umgebung Cilli hat, wenn wir schon vom sanitären Stand-» punkte rücksichtlich der Nähe der Stadt nnd deS Orte« Gaberje Umgang nehmen wollen, gegcn-wärtig eine sonst hübsche Stätte, da er aber vermöge seiner nach Süden abhängenden Lage sein ganzes trauriges Angesicht uumittlbar der Stadt und dem mitdenannten Orte zukehrt, so wäre eS auS ästhetischen Rücksichten gewiß nur zu wünschen, wenn derselbe von seiner südlichen alS östlichen Seite vielleicht im heurigen Frühjahre schon mit etwas größerenBäumen bepflanzt werden möchte. Hiedurch würde auch der gewaltige Sonnendruck, dem diese Begräbnißstätte den ganzen Tag hindurch ausgesetzt ist und die die Ausdünstung sehr fördern muß wenigstens zum Theile abgehalten werden. Wir hoffen, daß dieser gewiß nicht unberechtigte Appel an die löbl. Gem^meindevertretung Umgebung Cilli umsomehr Berücksichtigung finden wird, als diese Gemeinde ja auch an den Vortheilen participiren wird, die die immer mehr vorschrei' tende Verschönerung der Stadt und ihrer Um-gebung im Gefolge haben muß. Und nun möchten wir noch auf einen recht wunden Punkt aufmerksam machen, nämlich auf die egyptische Finsterniß uud das Kothmeer in der Nähe der Allee nächst den alten Fned» Höfen. Diese horrenden llebelstände näher zu schildern wollen wir uns hier erlassen, weil die Mehrzahl der Bevölkerung, die NachtS diese Straßenstrecke, besonders ^ur Frühjahrs- und Herbstzeit postieren zu müssen so unglücklich ist, auS trauriger Erfahrung ohnehin kennt. Die Schaffung einer diesbezüglichen Abhilfe halten wir geradezu für eine brennende Pflicht der Stadt und der Gemeinde Umgebung Cilli. Mit dem sehnlichsten Wunsche, daß diese Zeilen dazu beitragen mögen zumTheile längst und schergefühlte Nebelstände zum Wohle der auf-blühenden Stadt und ihrer schönen Umgebung zu beseitigen, zeichnen sich Hochachtungsvoll Mehrere Besitzer, denen die Verschönerung dir lieben Stadt Cilli und ihrer Umgebung sehr am Herzen liegt. MATTOiJi ftflMM r bestes Tisch- nnd Erfrntapteträiil, erprobt bei Husten, Halskrankheiten, Magen- und Blasenkatarrh. üoinrich Mattoni. Karlsbad nod Wien. Etiquette i. Korkbrand wie nebenstehend * > genau an beachten. MATTONI'si GIESSHÜBLERl Aus dem Amtsblatts. Kundmachungen. Curatelverhängung über Barbara KoKar wegen Blödsinn. Curator Bartlmä Koöar in Jandorf. B.-G. Ober-radkerSburg. L i c i t a t i o n e n3 executive Feilbie-tungen der Realitäten des Josef Flucher in UnterjakobSthal. Sch.-W. 3012 fl. 25 kr. am 15. März. B.-G. ^Marburg l. D. U. — DeS Anton und der Maria Pehar in Amtmanns-dorf. Sch.-W. 8000 fl. am 21. März. B.-G. Pettau. — Andreas Windisch in Unterleskovitz. Sch.-W. 12.000 fl. am 21. März. B.-G. Pettau. — Der Maria Deutschbauer in Schützenberg Sch.-W. 300 fl. am 15. März B.-G. Lutten-berg. — Der KaufschillingSrestforderung der Maria Oßrain-g beim Ladineg in Arlberg pc. 611 fl. 36 kr. am 14. März. B.-G. Mahrenberg. Erinnerungen. VerjährungSanerken-nung und LöfchungSgestattung von Forderungen und Rechten nach Maria Malleier. Tags, am 14. März. B.-G. Marburg r. D. U. — nach Thomas BaletiS und Peter Markoviö. Tags. 2. April B.-G. Oberburg. — nach Daniel Derrain und Ursula Drevenschek Tags, am 26. März B.-G. Pettau. — Nach Franz Mlinar, Tags, am 27. März B.-G. Oberburg. — Nach Mathias Gregorinöii Tags, am 1. April B.-G. Luttenberg. — VerlassenschaftSaläubigereinberu-fung nach Herrn Anton Schufcha, Hauptpfarrer in Tüffer am 26. März B.-G. Tiiffer. — Verjährungsanerkennung und LöjchungSgeftattung von Forderungen und Rechten nach Hrastovec und Ma kus KoSar Tags, am 18. März. B.-G. Luttenberg. — nach Jacob Koiiö und Brunöie' sche Pupillen von Munatzen, Tgs. 18. März. B.-G. Luttenberg. — nach Anton und Barbara Geliak, Tags, am 27. März. B.-G. Rann. Wotkswirthschafttiches. [Stand deSPettauer Vorschuß-Vereine» mit Ende Februar 1884.! Mitglieder 571 mit 1011 Stammantheilen, woraus fl. 47.945-90 kr. einbezahlt sind: Stand deS ReservefondeS fl. 15.130-34 kr., der Forderungen fl. 152.178*52 kr., — der Spareinlagen fl. 85.338-30 kr., des G'ro-Obligo fl. 1100. Kourse der Wiener Morse vom 8. März 1884. Goldrente...........101.85 Einheitliche Staatsschuld in Noten . 79.75 „ „in Silber . 80.85 Märzrente 5% ....... . 95.40 Bankactien.........847.— Creditactien......... 325.20 London . , wista........121.50 Napoleondior.......... 9.60'/, k. k. Münzducaten........ 5.70 100 Reichsmark.........59.20 ZETalir-Ord-nAing" G 1 1 11 (£ V o in IS. Oot. 1S88. Trie»t—Wien. Courirzug Kr. t, Ankunft Cilli 1 Uhr 26 Min. Nacht». Abfahrt , l , 23 , , Anschluss Prageihof, Eilzug Nr. 202, ab 3 Uhr Früh. , Marburg — Eilzug Nr. 3, Ankunft Cilli 1 Uhr 15 Min. Mittags. Abfahrt » 1 , 17 » » Anschluss Pragerhof — , Marburg Postzug Nr. 406, ab 3 Uhr Nachm. Postzug Nr. 5, Ankunft Cilli 6 Ubr 9 Min. Abends. Abfahrt » 6 , 14 » » Anschluss Pragerhof Post*. 206ab 7 Uhr 55 Min. Abends. , Matourg — Postzug Nr. 7, Ankunft Cilli X Uhr 10 Min. Früh. Abfahrt . 3 , 15 , » Anschluss Fragerhof, Fostz. 204. ab 9 Uhr 35 Min. Vorm , Marburg, , 404, , 9 , 15 , » Secundin. Nr. 93, Ankunft Cilli 9 Uhr 4 Min. Abends. SecundArzug 91, Abfahrt Cilli 6 Uhr 5 Minuten frtth bis Mftmuschlag. Anschluss Pragerhof Postz. 204 ab 9 Uhr 35 Min. Vorm, Gemischter Zug Nr. 97, Ankunft Cilli 9 Uhr 11 M. Vorm. Abfahrt » 9 » 19 , , Anschluss Pragerhof — » Marburg wie boi Zug Nr. S. Wien— Trieat. Courirzug Nr. 2. Ankunft Cilli 2 Uhr 41 Min. Nachts. Abfahrt , 2 , 43 , „ Anschluss Steinbrück, Gemischter Zug Kr. 512 ab 4 Uhr 50 Min. Frtlh. Eilzug Nr. 4. Ankunft Cilli 3 Uhr 49 Min. Nachm. I » 3 , 51 „ » Anschluss Steinurück Postzug Nr. 502. ab 5 Uhr 43 M. Nach m. Postzag Nr. 6. Ankunft Cilli 10 Uhr 24 Min. Vorm. Abfahrt , 10 , 29 , Anschluss Steinbrück wie bei Zug Nr. 4. Postzug Nr. 8. Ankunft Cilli I Uhr 45 Min. Nachts. Abfahrt , 1 , 50 „ . A nschluss Steinbrnck wie bei Zog Xr. 2. Secundirzng Nr. 94 Ab'ihrt Cilli 6 Uhr Früh. Secundirzug, Ankunft Cilli, 9 Uhr 18 Min. Ab»o4i v. Marzzusehlag. Gemischter Zug Kr. 98, Ank. Cilli 5 Uhr 27 M. Nathm Abf. i 5 n 3o | , Anschluss Steinbrtlck — CourirzBge 1 und 2 veikehren mit Wagen I. II. und III. Classe; di« Eilzüge 3 und 4 mit Wag«a L und II. Classe. Vom I. Juni an werden Tour- und Retourkartei aller 3 Wagenclassen sowohl nach Marburg als atub nach Pettau ausgegeben. Mit höflstn Pnisi tusgtieitliet. H» XiOHB & S0BH IN SAAJ General-Depot für die Monarchie empfehlen heL HopfeDMiira-Leiiwaiil in allen Breiten BV zm Fabilkspreiser.. -W> Auch in CIIII bei den Herren Traun «S: Stiger. 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Commissionsrath, Besitzer des goldenen Yerdienstkreuzes mit der Krone, Ritter hoher preussischer und deutscher Orden etc. etc. Johann Hoff in Wien, Graben, Bräuneretrasse 8. Seit 1'/, Jahren litt meine Frau an Brustkrankheit, Bleichsucht und Magenbeschwerden. Nichts wollte helfen. Endlich gebrauchte ich Ihr Malzextrakt-Gesundheitsbier und Ihre Malz-Chocolade. — Augenblicklich trat eine Besserung ein, die Brust wurde entschleimt und die gesunde Blutröthe kehrte wieder zurück. (Dank.) Balter, königl. preussischer Polizei-Beamter, Wilsnackerstrasse 8, Berlin. Aus Wien. Mein Mann, i. Kraus, Wachsleinwand-Fabrikant, litt an Lungentuberkulose, konnte weder ruhig essen noch schlafen, spukte Blut und wir gaben die Hoffnung auf Heilung auf. Endlich entschlossen wir uns zum Gebrauche von Johann HofTschem Malzextrakt. Nach Gebrauch von 30 Flaschen und diversen Beuteln Brustmalzbonbons trat eine wunderbare Umwandlung ein, er spukte kein Blut mehr, ist gesund, isst und schläft gut. Franciska Kraus, Hausbesitzerin in Wien, Ottakring, Flötzersteig 64. Der Papst Pius IX. gebrauchte das Johann HofTsche Malzextrakt, das er sich durch den Cardinal Scipio Capello kommen liess, und fand Erleichterung vom Asthma. — Der Kaiser von Russland lässt es sich nach seinem Lustschloss Zarskoje - Selo durch seinen Adjutanten Grafen SchuwaloflT kommen. des echten JoL HofTsclien Malzextrakt-Gesundheitsbieres: 13 Flaschen fl. 6.06, 28 Flaschen fl. 12.68, 58 Flaschen fl. 25.48. — Von 13 Flaschen ab Franco-Zustellung in's Haus. Zum Versandt ab Wien: 13 Flaschen fl. 7.26, 28 Flaschen fl. 14.60, 58 Flaschen fl. 29.10. '/, Kilo Malz-Chocolade I. fl. 2.40, II. fl. 1.60, III. fl. 1. (Bei grösserem Quantum mit Rabatt.) Concentrirtcs Malzextrakt 1 Flacon fl. 1.12, !/t Flacon 70 kr. Malzbonbons 1 Beutel 60 kr. (auch '/» und '/4 Beutel). Unter 2 fl. wird nichts versendet. Die ersten, echten, schleimlösenden Johann Hoff1 sehen Brust-Malzbonbons sind in blauem Papier. m li tuieb«! bei du Dimi TRAUN k STIGER. ZASGGER ul tliei rtuaairtti Builugti ii Cilli Cantu*. 1 in Wien, Provinz und Aus* land eine Stelle sucht, ei»« nulche zu »ergeben hat, ein» Realität, Geschäft kaufen oder verkaufen, ei > Gid pachten oder verpachten, Waa-Herren jeder Art absetien nai Bezugsquellen erfahren, Wohnungen mch«. Hei rathen etc. etc., Oberhaupt was immer zuckt, erfahren oder verwerthen will, wende sich mit Retourmarke an den „Central-Anzeiger" Wie«, Wollteile 5, im Durchhau*. 124 Haupt-Depots: 40-2 MiurtlL KupfVraclinmit lasek Kasimir 1000 Gulden derjenigen Dame, welche nach Gebrauch meiner •owohl die Sommersprossen, wie Leberflecken u >d Sonnenbrand, als auch jede, den Teint entstellende Färbung nicht verloren. Ein Tiegel 2 fl. 10 kr. „Epilatoire" zur gänzlichen Vertilgung der Haar« im Gesicht, den Händen nnd Armen etc. Die Haare an unliebsamen Stellen zu vertilgen, so dass selb« nicht wieder wachten, i*t bi» beute eia Brhöner Wun«ch gewesen, da kein Mittel befriedigte. „Aufsehen" erregt daher mein Mittel, welche» nicht nur die Haare vertilgt, sondern auch den Nachwuchs verhindert, umso mehr, als ich die volle Garantie für das Gelingen übernehme. indem ich mich verpflichte, im Falle des Niehtge- lingens den vollen Betrag retour zu geben Preis eines Kleine» Flacons 5 fl., elaea Kroate» 10II. MeMsfcr QaarzsHd, X'ffÄS: ifV 1 Schachtel 1 fl. 50 kr. „Brasilin" Haarfärbemittel 2MT ä la Minute. "WU Gift una metallfrei, färbt jede beliebige Nuance von blond bis schwarz, echt und dauerhaft. Die mit »Brasilin« gefärbten Haare find vom natürlichen Haar nicht zo unterscheiden. Preis eines grossen Flacons 3 fl. Versende gegen 85—8 Wachnahme. üslBFDiP PIOmPD Docter der Chemie. nUDÜiül rloLnlin, Wien I. Johanaesgasse II. Kieler Sprotten in feiner goldgelb geräucherter Waare au* erster Hand. Versandt in Kisten ca. 220 Stflck Inh ilt 1 fl. bis WO 2 Kisten I Puststück....... 1 fl. 68 bis 2.50 Speckbticklinge i«.»» grönste beste Waare, in Kisten von 45—50 Stflek enth. . . franco gegen Nachnahme. Bei ergiebigem Fang bringe die äussersten Notirungea in Anwendung. Prima grobkörniger Caviar ff. Waare mild gesahen in Fässchen it 1 Ko. 3 fl. 30, 2 Ko. 5 fl. 10, 4 K». 9 fl. franc.o. — Preislisten Ober sämmtliche Artikel meines Waarenlagers gra'is und franco. Hochachtungsvoll II. Hrelini'yor. A. L. Mohr Nacht Seefisch- und Consum-Artikel-Export. Ottensen hei Hamburg 1883. 629—10 Lungenkranken, ;| NehnlndasirhllKen etc. wird kosten* " frei ein ganz vorzügliche« Heilmittel mitgetheilt. Anfragen beantwortet pern Theodor Rössner, Leipzig. 1884 „Z)«ttsche Wacht." 11 ,.Zdui £0lßenen T DGWIVtfVPPB'8 Apotheke in Wien, ReiGüsapsel". «I ■ Jr 9JCinJEXvJC JCflJEl Sinaerstrassc 15. Dlutiuitniminna p;ilstt, »»»mal« «»tbttlal-Pille» g<»ott»t, brrbitacn testeten Namen mit tjostflem rSlOlI < l!lljHlllf!;S-i IIH II, »» »« et that bttnabt leint Ärnntheit gibt, in w«lch«t lief« Pillen eilt! (£:tt Il ase«d>och ihre Knnberihiitieie wiitung bewiesen btttten. In den hckrtnö-tsgft«» »alle», wo viel« ««der« ®lt»ieam««te tergeb,«» «»g.» »Itt w,r:e». ist •.:><» title Pille» »n,«hlia«malr »«b »»ch furj«t Z«il Ixllt «cutiuua erfolgt. 1 kchachtel «il 15 «Ilsen It., I wollt nit« citiaCitrln 1 ». 6 tr., bei nilrgnl. na6n>tlenbnno I «, 10 It. u Ia«m anrrtcht erhaliin, bi« Ich endlich o»« 3b"« I«st mundetwieltnben Slul-ltinijnng«-P>II«n Gebtaach mochte, welche ihre iiilrtung »icht oetfchlten IN» «ich »an n»i»nn fall ««beiltaren Seiden gänzlich bestelle». Iahet ich Satt W.'IN geboren filr ihre Pla trtii^gunql-Pillen ub übtigen nietenden ilnncKN uiOil oft g«n«g meinen Donl ii«b «eine H»rrte«nu*i| aii«>»r«ther. t»»«. iltit »ot,!lg»chet Hochachtung Johann Oelinger. MV ... . i« 2H« t» eixnn«i4ung«-$iOen |U gelangen, welch« bei mit SBantei je-nirti hoben. Ich hatte jahrelang an »°?"chinet, utib SMmsindtl ■■rii * M Jn-----— Satt ««hlgtbett»! Ich war j» Glücklich, zufällü ».»«5 " «Ultra; eint ?tiunbi» Hai nie 10 Stiii Ihrer a«lge,e!chnele» ■fr «stellt, da Rollt I« (erben. Pioil«, de« li. Wüt) 1B81. Andreaii Parr. jTtn u«b diele 1« Pile» hobelt «ich fo tiellloninttn httjestelll. bos et ein Wandet ist. Mit X««l bitt« mit wiedet 1 Kolli »ielit. '<« 2. 3«ni 1 «74. Hoch^tehtter H«rt Plethoset: «at»(IM»i|. Würmer». A-gcas-liw^che und Mage»lt«»|»f. Schein. . . ^ berbarste Heilkraft bewiese», tu« alle anbete» Mittel bttfltben» traten, ivei Vlaitit bet i H«t»<»«»a. vllrmct». D ^WWWW___.. . ...... ... . W bei und IM.» anbeten Uebeln »ade« K« jeiiudlxti ztholltn. Mil »alltm Ve-lrciuen ersuche ich »»t, mit wiebet li Rolle« \u sende«. Hochachlenb Karl K ander. Euer fSohlgeboten I 3* bet ivataulfth«»«, bat alle Ihre Rt|nci<« »o» gleichet Stile fein bürste« wie Ihr beriibmttt Steflbelfaai, bet in meinet Familie nebtet«« tetolieteu Rtofl-benle» ei« rasche« ü»bt bereitete, habe ich mich rtoh meine» Miiitaue»! legen sogenannte Uniwrialmiiitl entichlofTen. i 1 Ihren Vlnlremignitgl-Pille« ,» gttifen. »» mit Hilfe bittet Hellt«» Angel« net» l»»gjahtige« o-marrheibol-Leit«» in born-barbire». Ich nehme »»» durchau« lein«» «Nstanb. Ihnen I» gestche». b«t «er» alles Leiden »ach «lerwiichenilichem Gebraucht gan, und g«t behoben iß und ich Im ileeiit meinet Velannltn diese Pillen ans« eifrigste »nempiehle. Ich höbe auch nicht« gegen ein;ui»«»be«. loeun Ei« von bief«n Zeile» »ff«»tlich — ledoch ohne «ame»«fertigu»g — Gebrauch machen wolle». Sie», iO. jtebruat 1881. Hochocht«ttg»»oll C. T. T. llI« n « h. be» 17. Mai 1874. (Stier Wahlgeboren! Kochten Ihre ii|«treinigit»ii»-P>Ze» meint (tfottis. bi« burch langjährige» chronisch«« Maaenleideu uud «lieb«t-Rhe»maIi»mul geplagt war. »icht »»t bem kebe« wiebet» gegeben, sondern ihr sogar neue !>>»endliche »tast verliehen haben, so lanu ch den Litten ««deret an ahulichen «taakbeiie» leidender nicht TOiberstttyn und ersuche um abetnalig« Zuiendnnz ben » Mollen dieser wunderwaleuden Pillen gegen Nachnahme. Blasio* SpiMtek. Hochachtn »glvoll Amerikanische ^icht-Salde««. VSÄm« Mittel bti allen gich!i>chen und thtnmatisehen Uebel», all: «tidtnrnarlbleiden. «Zlliedctteitni. Ifchia«, Migrant, n«rvbl«m Zahnweh, »opfweh chi«»teiit« It ic. 1 ß. to tt. «nalhcrin-Mundwasser. all Hl teste ja(»^o»fnvtr»»A«ntitttl. i ftlaeon l fl. 40 tt. CCfton. von St. Sionitrlhaiile», zur Stärkung »ab UlI(ltnsir||Cn> tfthalt»»« b«t SehlroWWMW^W>>»>M^^WW mal in et>stn «c b«ttn ivrrdrn I«»», «ach bett» Stbtattch bit Haut stch wie seiner kam»! a»f»blt UNO einen setzt angtnebmen Geruch betzhll. kl« ist stht »«»gitbig nnb vettrort ein bat- »ügltche« Hoilnltttl. 1 Klaren to tt «nai Hcii soto Leberthran (Dorsch ), Pulver gegen Fußschweiß. LKULA dodurch er,engten un«»g«»th»ien Äeruch. tonfttvirt die »«. schuh»«, »«d ist erprobt unschädlich. Pr«i« tintt Schacht«! .',0 It. rulB JMSl/Mliaie ,|| eine* der vorzüglichsten »nd Etnthmstktt Hilfmittel g«g«» vnfchleimu»g, Husten, seileit, «otorthe, Brust- und Lnngenltidtn. K»hlt»pf-tvt->«tb«n. allgemein anerlannl. 1 Schachtel !>0 t>. Tanaochinill.Pomade ^e?^L^tn"?l! bol beste unter alle» Haarwach«»! Ittel» VON «et,ten aiurtnniu. eine elegant anOgestattete gtoie ras« II ?. Uuiversal.Pflaster aller Art. auch alle» periodilch aufbrechenden «elchwuren a» be» Küsse», lioi tnüctigen Dtüjlngtschwüren. bei ben fchmtt,-haften Kneunlel». beim Krngenvatm. wand«» a»d entjündei-n »rüsten, erfrorene» Gliedern, «ichtilüsten »nb «h»lichen beiden vielfach bewiihrt. 1 liege! 50 It.__ Nniversal-Reinignngs-Sal; & Mittel gcgt» all« Holzen gestörter Verdauung, all »opfweh. Schwindel, Magenlramrf, Sodbrennen, Hi>mortholda>-i?elben. ilierstopsuitg X. 1 Polet 1 fl. »fl« französische» S peeialit«le» werden enri»«der ans Lager gehalten ob«t ans Btrlang«» prompt »üb billig» besorgt. Yenendnng per Poet bei Brträicen aaler 5 1. nur gegen vorherige F.lniendnng de* Betrage« durch Poataaweiaaag, bei grönaere» Betrage» »»ch mit Naehnnhne. ^0 8—12 OelTeiitlirlier Dank. Mein« Frau war durch hartnäckigen Rheumatismus In allan Olladern, mit starker Anschwellung der UänJe and Fässc so weit irekonimen, dass «ic iwei Jahre hindurch Im Bette liegen mustt* und die farohterliohaten Schmerzen tu erleiden hatt«. Kein Mittel wollte helfen, es wurde im UegeDth'-tl immer schlimmer. Da wurde ich. durch die Heilung: des Herrn Uhrmachtr August Sternath in Feldkirchen ron einem ähnlichen Leiden, ans das Brealauer Universum jufmeikwm gemacht und liess meine Frau dasselbe gebrauchen. Bei detn erslet. FllUchchen konnte man von einer Besserung nichts sagen, aber beim zweiten Fl Ischchen liessen sehnn die Schmerzen bedeutend nach und su gebrauchte meine Frau das dritte nnd vierte, welches sie jetit derart vollständig hergestellt hat, dass sie alle Hausarbeiten selbst wieder verrichtet Ich halte es daher t'Qr Menschenptlicht, solches hierdurch öffentlich bekannt zu machen und dieses Brealauer Universum allen Leidenden angelegentlichst und uuf das beste zu empfehlen. A.ntOH ftrah. Holz-Agent, 153—20 in Poitsch&ch bei Feldkirchcn (in Kirnten). ANMKltKUNß. Langwierige, veraltete, tief im Organismus eingewurzelte Krankheiten niler Art, insbesondre flieht und Mthmn*nHi»n*tM, W^ei/tutungen, Brust-, ''UHffrii- und .fgagmlrttlrn. MtäntarrAoitlrn. Hnoehensrn«*, flechten «mrl nonutige UnutanmmeMnae. Fmuenfimn/tArtten u. s. w. bei welchen bisher jede Behandlung ohne Erfolg geblieben ist. werden durch den Gebrauch des Blut- nntl Snslerefnigungamittelu MtWtKS/.At KK VKMWBMVM flr immer beseitigt. Das Mlrvftlmter EJntrernutn ist per Flasche zu 2 fl. zum Gebrauche auf 6 Wochen ausreichead, nebst Gebrauchs-Anweisung echt zu haben: In CI111 bei J. KupserMClimld. Apotheker, in Deutacb-Landsberg bei H. Milller, Apoth. iuLeihnitz bei Othmar Rnmheira, Ap. Feldbach bei Ja« Kiinif?, Ap. „ Krlesach bei A. Aicbinger, Ap. „ Frohuleiten bei V. Bluinauer. Ap. „ Fürotenseld bei A. Schröckensttx Ap. , Gonobitx bei J. Puspischil, Ap. „ Graz bei F. X. Gmchihay. Ap. . Klagenfurt oei W. Thurnwald, Ap. Marburg a Drau bei W. A, Kttnlg, Ap. „ Neumarktl i. Steierm. bei Otto Maly, Ap. „ Pettau bei Hugo Ellasch, Ap. „ Kottenmann bei Franz Moro, Ap. „ Tarvis bei Joh. Siegel Ap. „ Villach bei Friedrich Schulz. Ap. „ Weis bei C. Maly, Ap. Zahlreiche und dauernde Keiterfotge hleu empföhle!» I« wer den verdient. ?ltr;tlidl ciiiftalirte Wirlungkii: Älitrr «ppktit, rv-histtr Schlaf, Slkigtriing örr ^(nibiliiunq und ftno-chtndildililg, üatftrunfi des Hustcus» Lösung de» Schttimr«, «chwindkll »es HustcnrkizkS, der nacht-licht» Schwtihk, der Mattigkeit, u»ter allgem. «riislezilnahmr, Htiluna durch »Umalize Vrrkalkuita der Tuderktlli. AnerkenttungS-Schreibr». Herrn Jnlw» Herbabn«, Apvthrfer in Wie». Ich sag« Ihn««, dem „St. m I rftW findet der teftbaren flrjeitti, genannt »«II. irise«. kytnp", mtine« innigsten Da»l, denn ich war schon so ,» sage» am Ranb« b«l «tabel »nd lein Mittel wirft« mehr bei mit, bti id| i» bet Zeitung »o» Ihrem Heilmittel nrirjci' ha,it. birch welch«« ich in b«r liir|tl«n Zelt Pot1e«stein. ». Iäa«t 1883. «inte»» »ol«. Ich tonn «ich« genug T«»l finde» für Ihren oor,ii|liaea »alt Sisen-Stirup. welcher mich »an meinem vrnstleiden bettest«, wahr«»» all« anderen angewendeten Mittel ftachtl»! waten. — Bitt« »ochmal« um S iWnWk» per «achn»hmc. Plaggau, P. griebberg, »7. Mai 188». Peter cstetma»». »tsuch« mit nochmal« 6 Flaschen Ihre« »all trllen-eym, ,n lenbc». sprecht für bie JSithtna meint beste «nert«»»»,| aal. derselbe mach! libertalchtnbt I9trf»»(. »itthbach, P. R»l>Polt«»st«i». «, Mai 181,8, Han« Fiiigerl, kehret. Preis 1 Flasche 1 fl. 85 fr., per Post 20 fr. mehr für Paekting. Wir bitten, ausdrücklich Kalk-Elaes-Sy rup v«» lulius Herbabny ;u verlaxgeu uud dacaui zu achten, daß obige behirdl. vroiok. -chuxmarke sich ans jeder Flasche befindet nnd derselbe» eine Srsschüre von Dr. Sch»ei;er, welche genaue «eledrnng und viele Atleftk enthält, bei geschloffen ist. «11—20 Centrat-Versendungs-Depot für dieProvinzen: Wien, Apotheke „zur Barmlieniikeit" des J. Hrrbitzhiay, Neubau, Kaiierstrasae 90. Depots ferner bei ten Herren äpotbefern: (killi: I. .«»pserschinid, Baumbach'S r. Meckennann. Z. 2620. Edirt. 139—2 Vom f. f. slädt. bei. Bezirksgerichte Cilli wird hiemit bekannt gemacht, daß über Ansuchen der Erben Lorenz und Anna Deünann die frei-willige Versteigerung sämmtlicher Fahrnisse des verstorbenen Anton Deimaim zu Kappcldorf für den 10. und 11. März 1884 von 9—12 Uhr Vormittags und von 3—6 Uhr Nachmittags stattfindet. TslS SchätzungSprotocoll ist im AmtShaufe, 2. Stock, Thür Nro 4, zur Einsicht offen. Sämmtliche Fährnisse, als: Haus- und Kü-chrneinrichtuny, Wäsche, Kleider, Schnitt- und Manufactur Waarcn, werden nur um und über den Schätzwerth gegen baare Bezahlung und so-forlige Uebernahme hintangegeben. Cilli, am 26. Februar 1884. Z. 2600. 131—3 ©feiet. Bom k. f. städt. del. Bezirksgerichte Cilli wird hiemit bekannt gemacht, daß die frei» willige Versteigerung der Wagen, Pferde, Ge» schirre und des Riemenzeuges au» dem Nach-lasse des k. k. Feldmarschalllieuteuantö Sta-nislaus Bourguignon für den 12. März 1884, Bormittag von 9—12 Uhr und nöthigenfalls von 3—6 Uhr Nachmittags, in der Billa IordiS in Tüchern bei Äilli stattfindet. DaS Verzeichnis} der zu verkaufenden Ef-fecten erliegt im Expedite dieses Gerichtes zur Einsicht. Der Ausrufspreis wird speciell bestimmt, die Fahrnisse nur über oder um den Ausrufs-preis hintangegeben und haben die Erstehet den ErstehungSpreiS baar zu erlegen und die erkauften Fährnisse sofort zu übernehmen. Cilli, am 26. Februar 1884. Fertige weiche Möbel lind stet« tu rorkaasen: Chiffonierc (einthslrig), Dop-pel-Chiffoniere, Betten in verschiedenen Formen, Nacht-kistchen, Tische, Wasehkästen, zn den billigsten Preisen. Ferner habe ich verschiedene Gattungen Metall-Holzsärge, feine nnd ordinäre, und zwar: schwarzlakirte, ailber-bronzirte, kupferbronzirte, miimorirto und Kichensiirgc ctet« vorräthig am Lager. Hochachtungsvoll^ jjy__t V. Nasko, Tischlermeister. 9 vormals C. Krisper, Speoeroi-, Nürnberffer- und Wein-Gcschaft CILLI, Grazergasse 76. CILLI. Empfehle mein bestassortirtes Waarenlager in Min fffr, W.ueker, Krim. Ort, Siitlsrüchte. echt rAiiirs/tr/iPN THer, seinat Jntnttikn-Hutn. vorzügliche M'ettauer Vf ritte ii Gebintlen zu den billigsten Freiaen. Versende Kaffee franco, in Post-Paketen zu 4'/« Kilo, je nach Qualität, von fl. H.OO angefangen, » garanlirl rrinarhntee/irntler Waare. Zur angehenden Anbamrit i garantirt ßieitnfiihigen I.nterner- und atririmchcm Jilrr. tlrnaantnen. 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Nähere Auskünfte ertheilt der Obmann Gustav S t i g e r. 137—s Tit Vereinsleitung. Blauen Düngergyps I« » veikauft en gro.« nnd en detai] b i 11 i _r t A K Alois Wallest, R Cilli, Hauptplatz u. Postgasse welches in einem hiesigen Geschäft« bei leichter Arbeit gegen einen Wochenlohn von 3—5 ti. einzutreten wünscht, wird sogleich aufgenommen. Auskunft iu d*r Administration. 147— I^Xu kaufen Kesuchl:^ Doppelläufiges Jagdgewehr und 152—3 ©in IEri"a.li.r-wa,g-en. mit Heuleitern, ferner« verschiedene Issiiüwetrth-■plsssftHrhr l.rrathe und >ln«cl»liien. Offerte an Bisresm Plenti in Cllll. Eiiiluduiif zu dem Sonntag, den 1». >Xilne 1HH 1 stattfindenden -t MiMiiuo-lriucln f im Gasttcf Strauss. Eintritt 50 kr. 8 Ute. Mnsit: Die Cillier Masi^yereipstapelle. Nur noch bis Anfang April werden im 49-» zahnärztlichen Atelier fCVMtf, Fase Manabaum) künstliche Gebisse erzeugt. Zahnoperationen vorgenommen und Zahnplomben ausgeführt. 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Auch nehme ich Bestellungen auf obige Artikel an. Hochachtungsvoll Stefan Cedko, Webermeister, 107—12 Hochenegg bei Cilli. Eigenthum, Druck und Verlag von Johann Raknach in Cilli. Verantwortlicher Redacteur Max BeaoaiL