WUmmerettm - Preise: Für Laibach: Ganzjährig . . 8 fl. 40 ft. Halbjährig . . 4 „ 20 „ «ierteljihrig . 2 „ 10 „ »hmotti« ... — ^ 70 „ MttderPost *«,j»hrig............12 fl. »«jiihrig............ 6 „ ««eljährig 3 » Laibacher Wir Zustellung ine Hau« vkrtrlj. 25 h., monetl. 9 kr. Einzelne Nummern 6 kr. TJ agblatt Anonyme Mittheilungen werden nicht berücksichtigt; Manuskripte nicht zurückgesendet. Redaktion: vahnhosgaffe Nr. 16. ExpeditiouS-* Jnserate»-bnreau: «vngreßplatz Nr. 2 (Buchhandlung von Jg. v. Klein-mayr & Fed. Bamberg.) 3«ferttim6tnretfe: Für die einspaltige Petit,eile i 4 lt., bei wiederholter Einschaltung & 3 kr. Anzeigen biS 6 Zeilen 20 h; - -sa y.-M Sei größeren Jnsetaten öfterer Einschaltung entspre- " ^ ch-nder Rabatt. Kür complicierten Satz besm*., ä dere Vergütung. >' Nr. 127. UliltlBDil), 6. Juni 1877. — Morgen: Lucrctia. 10. Jahrgang. Ju zwölster Stunde! (Allen Landiagswählern gewidmet.) IV. Zu den gesegneten Früchten der Mißwirtschaft der letzten Landtagernajorität gehört auch die Einbuße 6on jährlich ungefähr 1500 fl. an Ersätzen ®*t Stadtgemeinde Laibach für KrankenverpflegS-»osten. Schon im Jahre 1866 hat die Vertretung Stadtgemeinde auf Grundlage älterer Hiflort» Vorgänge und der daraus entspringenden recht-TT.n Covsequenzen an den Landtag die Bitte ge. ! » E°»>mune von Laibach der Bezahlung Derpflegskosten im Spitale für ihre Kranken zu entheben. Damals unterstützte einer der hervorragendsten Wortführer der slovenischen Partei, ein redegewandter, rechtskundiger Advokat, dieses Begehren auf das wärmste» indem er mit dem' ganzen Gewichte seiner Ueberzeugung erklärte, „daß die „Stadtgemeinde vollkommen im Rechte ist, „daß sie von dem Landtage gar keine Gnade, gar „kein Privilegium, sondern nichts anderes begehre »als dasjenige, was jedem werden soll: daSRecht," und er schloß seine Rede mit dem Mahnrufe an den Landtag, er möge sich hüten, daß eS nicht heißen würde: Stat pro ratione voluntas! — Allein von dem Augenblicke an, als die nationale Partei ihr Uebergewicht im Gemeinderathe verloren, dasselbe jedoch im Landtage und im Landes» "Mchuffe an sich gerissen halte, war derselbe Mann auch in dieser Frage der entschiedenste Gegner der «eugewShlten Gemeindevertretung Laibachs. Alle Versuche der Commune, diese Angelegenheit einem | friedlichen Ausgleiche entgegen zu führen, ja das Anerbieten derselben, zwei Fünftel der Verpfleg«. gebür entrichten zu wollen, scheiterten an der Wider. Haarigkeit der nationalen Majorität. Die Commune war somit genölhiget, ihren Anspruch vor dem Reichsgerichte geltend zu machen, und fand dort als ihren Gegner und als Vertreter des LandeSfondeS denselben nationalen Wortführer, der früher mit allem Nachdrucke die Forderung der Commune als ein volles Recht derselben erkannte und vertheidigte. So stehen wir hier abermals vor einem ethi« schen Räthsel und wissen nicht, wovor wir mehr zu staunen haben, ob vor der Wetterwendigkeit der Gesinnung dieses nationalen Streiter», oder vor der Leichtfertigkeit der Majorität des Landesausfchufles» welche die Vertretung der Sache des LandeSfondeS in die Hände desjenigen gelegt hat, der in derselben Angelegenheit in so entschiedener Weise daS Recht de« Gegners anerkannte! Die Folgen dieses Vorganges konnten nicht auSbleiben, und dir Commune bezahlt nun auf Grund des Erkenntnisses des Reichsgerichtes nur mehr ein Zehntel der VerpflegSgebür, was gegen-über dem VergleichSantrage der Commune für den Landesfond einer jährlichen Einbuße von 1500 fl. gleichkommt, abgesehen von dem Rückersatze von ungefähr 20,000 fl., den dieser für die Vergangenheit an die Gemeinde zu leisten hatte. In derselben bedenklichen Weise, wie beim eigentlichen LandeSfonde, steigerte sich während der letzten zehn Jahre das Erfordernis auch bei den übrigen der Gebarung der Landtage» anvertrauten Fonden. Wir wollen auch hier in abgerundete«' Endziffern die Präliminarien de» Jahres 1865 jenen für das Jahr 1878 entgegenstellen, und gelangen dabei zu folgendem fchreckenerregtnden Ergebniffe. Es betrug das Erfordernis: im 1.1865 gegen d. 1.1878 de« KrankenhauSfondeS . . 41300 „ 59700 des GebärhauSfondeS. . . 9200 „ 5800 des Findelhausfondes. . . 19600 27400 des JrrenhauSfondeS. . . 6400 „ 29800 des ZwangSarbeitShauSfonde» 28700 „ 47600, es zeigt sich somit, mit alleiniger Ausnahme de« GebärhauSfondeS, bei dem sich eine durch die Aufhebung der FindelanstaU veranlaßt- Besserung von 3400 fl. ergab, bei allen anderen eine rapide Steigerung, bei einzelnen Fonden bi» Über da» Vierfache, und bei diesen Fondew zusammen mit 68,500 fl. — Aber diese» Bild wird noch düsterer, wenn man die Ziffer de« Gesammterfordernisies de» Lande«hau«-halte« pro 1865 per 198,300 fl. dem Erfordernisse pro 1878 mit 62 2,300 fl. entgegenhält und daraus ersteht, daß die nationale Wirtschaft um jährlich 424,000, sage: Viermalhundert vierundzwanzigtausend Gulden theorer wurde, als es jene des Jahres 1865 war. Nun hat man es — wir wissen nicht, aus welchem Grunde — unterlassen, den Protokollen über die Landtagsverhandlung und den Präliminarien jene.. Beilagen anzuschließen, welche die einzelnen Detail» de» Erfordernisse» nachzuweisen bestimmt find und daher al» der eigentliche Hern des jeweiligen Voranschlages zu betrachten wären. Imilleton. Die Erbin von Thorncombe. Rv«,n nach dem Englischen, srei bearbeitet von Hermine Frankenstein. (Fortsetzung.) «Sie müssen sich irren, meine Herren," sagte Z. *- Fliut, mir keiner Miene oemthcnd, daß sie JlJa*heQ kenne. „Ich kenne Sie nicht." . Dalhell schloß die Thür und lehnte sich mit ®em Rücken gegen dieselbe. Er schien die Verkörperung vergeltender Gerechtigkeit zu sein. Cr spielte leine Rolle ebenso gut als die Frau, so daß der welcher natürlich keine Ahnung von einem «inverständnisse zwischen den beiden hatte, die Si- tuation so auffaßte, wie sie sich, zeigte. «Wenn sie auch uns nicht kennen, Madame, io kennen wir doch Sie," erklärte Dalyell. „Sie haben während der letzten Monate gar schön Verstecken« mit uns gespielt, aber wir haben Sie doch endlich entdeckt, und bas Beste, was Sie thun kön- nenf ist, die Wahrheit zu gestehen und die Fragen zu beantworten, die wir an Sie richten werden. Wer find Sie?" „Ich bin Mrs. Smith, eine ehrbare Witwe, mein Herr." „Sie find Johanna Ryan!" rief Dalyell. Leugnen Sie es nicht. Wir haben Beweise!" Die Frau schien zu erschrecken und zu zittern. Sie sank in den nächsten Stuhl und verhüllte ihr Gesicht mit der Schürze. „Sprechen Sie, sagte der Graf strenge. „Sind Sie Johanna Ryan?" „Ja, gnädiger Herr, aber —« „Still!" rief der Graf in einem befehlenden Tone, der sie einschüchterte. „Beantworten Sie die Fragen, die ich an Sie richten werde, und eS soll Ihnen nichts geschehen. Waren sie nicht in der Familie Mr. Georg Berwyn« in Australien bedienstet?" „Ja, gnädiger Herr," erwiderte die Frau. „Cr und seine Frau find gestorben." „Ja, sie sind gestorben," sagte der Graf, „aber sie hinterließen ein kleines Mädchen, ihr einziges Kind. Was ist aus ihm geworden? Wo ist es ?" Die Frau begann in Wirklichkeit zu zittern. Die Adleraugen des Grafen schienen ihre innerste Seele zu durchdringen. „ES war niemand da, sich des Kindes anzunehmen," sagte fie, „so nahm ich es in meine Obhut." „DaS weiß ich alles — daß Sie fich von Ihrem Gatten trennten und nach Sidney ginge« und dann mit zwei Kindern nach England segelten. Wer war das andere Kind?" „Es war die Tochter eine« alten Freunde», den ich in Australien traf. Er hieß Jack Cartwright und wurde wegen eine« verübten Morde« gehenkt!" Der Graf wich entsetzt zurück. „Und diese» Mörder« Kind haben Sie mit meiner — mit Blanche Berwyn nach England gebracht?" „Ja, gnädiger Herr, ich nannte sie beide mit dem Namen Ryan. Die eine war Johanna Ryan — die andere war Colette Ryan. Als ich nach England zurückkehrte, war ich eine Witwe. Das Cart-wright'sche Kind habe ich weggegeben. Das andere behielt ich. Ich heiratete wieder und wurde zum zweitenmate Witwe. Ich habe sehr hart gekämpft und gearbeitet; ich bin sehr arm gewesen, aber von Lolelte habe ich mich nie getrennt I" Damit hat man den Steuerzahlern die Con-trolle und eingehende Beurtheilung der einzelnen Ziffernansätze geradezu entzogen; und da man wetlerö beliebt hat, diese Voranschläge nach einer ganz eigenthürnlichen Methode, auf die wir noch später zu sprechen kommen, mit EilzugSgeschwindigkeit durch den Landtag durchzupeitschen, als fliehe man vor seinem eigenen Gewissen, «so sind wir heute außerstand, die näheren Einzelnheiten dieser bedenklichen und continuierlichen Steigerung der Auslagen zu besprechen und zu beurtheilen. Zwei Erscheinungen indeß lassen sich bei diesem fiutarligen Anschwellen des Erfordernisses dennoch ficherstellen: die eine, daß der größte Theil der -Mehrauslagen durch die Vertheuerung der Regie dieser Fonde und Anstalten hervorgerufen wird; — die andere, daß man, wo immer man die Frage aufwirft, wer denn zunächst an den vermehrten Kosten der Regie participiere, immer wieder Namen begegnet, die entweder zu der Sippe der Wortführer der Landtagsmajorität gehören, oder zu der Stoma» ruderte der politischen Gesinnungsgenossen zählen und bei den politischen Tournieren und Klopffechtereien ihrer Gönner denselben unbedingt ergebene Knappen« dienste leisten. Diese Erscheinung tritt insbesondere in auffallender Weise bei dem Kranken- und Irrenhaus« fonde zutage; da in dieser Richtung „eine Stimme vom Lande" in sehr deutlicher und beachtenSwerther Weise sich in diesem Blatte bereits vernehmen ließ, so wollen wir, um Wiederholungen zu vermeiden, hier lediglich auf jene „Stimme vom Lande" Hinweisen und dabei betonen, daß dieselbe nicht als die eines Einzelnen, sondern als vox populi — als Stimme der überwiegenden Mehrzahl der wahren Baterlandsfreunde aufzufassen ist. Gewiß anerkennen auch wir eS, daß die Zustände unserer Irrenanstalt einer Abhilfe dringend bedurften. Aber war es deshalb nothwendig, aus dem einen Extrem in da» andere zu fallen? Kann man es bei so beschränkten Landesmitteln und den gegenwärtigen, in jeder Beziehung so drückenden Verhältnissen wol rechtfertigen, daß das kleine Land Krain ein neues Irrenhaus nach Dimensionen erbaue, die nicht nur nahezu die Hälfte seines Stumm« vermögen» verschlingen, sondern dem Lande unvermeidlich auch noch eine weitere bleibende Belastung in der Gestalt einer vermehrten Landesumlage auf» erlegen werden? War es nicht vielmehr rin Gebot der sparsamen Sorge und Klugheit, hiebei jene Bahn einzuschlagen, welche die Minorität des Landtages in so überzeugender Art an gedeutet hat — jene Minorität, die nur das Wohl und das Interesse des ganzen Landes vor Augen hatte, jedoch' auf Sonderinteressen und Nebenzwecke pflichtmäßig keine willfährige Rücksicht nahm? „Ist Lolette Blanche Berwhn?" Die Züge der Frau arbeiteten unruhig; aber sie antwortete, ihre schlauen Augen aufschlagend: .Sie ist'S, das will ich beschwören!" „Wo ist sie jetzl?" „Sie ist in Bingley'« Singspielhalle. Dort ist sie als „Mademoiselle Zoe" bekannt." „Warum sind Sie vor Mr. Lockham geflohen?" fragte der Graf. Die Frau schien einen Augenblick aus der Fassuug gebracht zu sein. Dann ermannte sie sich und antwortete: „Weil ich fürchtete, gnädiger Herr, daß er mir Lolly nehmen würde, und sie ist meine einzige Stütze." Da« Zuschlägen des HauSthoreS hatte sie plötzlich alle aufgeschreckt. MrS. Ryan sprang auf, wie galvanisiert. „Das ist Lolly!" rief sie aus. ..Mylord!“ flüsterte Dalyell, gestählt für den wichtigsten Moment des Abends — „hier kommt sie — Ihre Enkelin, Miß Berwyn." Die Thür ging auf, und Lolette in ihren ärmlichen Kleidern und übermüthigster Laune sprang herein. (Forts, folgt.) Wenn eS nun in der Aufgabe jeder umsichtigen, wirtschaftlichen und gewissenhaften Vermögens-gebarung liegt, dafür zu sorgen, daß mit möglichst geringen Verwaltungskosten die intensiv größten Leistungen erreicht werden, und wenn — wie wir dies ziffermäßig nachgewiesen haben — unter der Verwaltung der bisherigen Landtagsmajorität der Regie-Aufwand von Jahr zu Jahr sich in so bedenklicher Weise steigerte, ohne daß andererseits irgend eine besondere Leistung aufzuweisen, irgend ein reeller Vortheil für das Land erreicht worden wäre, dann fragen wir, ob wir nicht im vollen Rechte sind, die Wirthschaft der nationalen Majorität des Landtage« als eine verderbliche, das materielle Wohl des Landes tief schädigende, nur dem Parteieninteresse und anderen unqualisicierbaren Zwecken dienliche Miß« wirthschaft zu brandmarken und zu verurtheilen. WaS anders kann — wenn sie zum Verderben des Landes noch weiter forldauern sollte — da« Ende dieser verlotterten Parteiwirthschast sein, als der gänzliche Ruin und Verfall des Landeshaushalte«? Aber derlei scheint diese Herren gar nicht zu kümmern. Ist die Zitrone einmal ganz und gar bi» zur Neige ausgepreßt, dann werden sie sich eine Zeit-lang die trockenen Schalen gegenseitig an den Kops werfen, aber sogleich wieder eines Sinnes und eine« Herzen« zusammenstehen, sobald sich wieder eine Gelegenheit ergibt, fremdes Gut zu — vergeuden. Vom Kriegsschauplätze. Die Pforte hat, um von den Ereignissen an der griechischen Grenze nicht überrascht zu werden, ihren Gouverneuren von Thessalien und Epiru« die nöthigeu Instructionen ertheilt, um eventuell den Landsturm aufzubieten. Der „Romanul" berichtet über eine Kanonade zwischen Kalafat und Widdin folgende«: „Die Rumänen etablierten eine neue Batterie, welche sie „Jndependenta" tauften. Die Türken begannen da« Feuer, da« von Kalafat au« lebhaft erwidert wurde. Zwei türkische Geschosse explodierten in Kalafat. Das Feuer der rumänischen Batterien soll großen Schaden angerichtet haben. Die Batterie „Jnde-pendcnta" hatte einen Verwundeten. Die Türken versuchten bei Nebel und Regen das Piquet Nr. 10 bei Jslasch zu überraschen, ,sie kamen demselben bi« auf 200 Meter nahe, wurden aber von einer Schildwache bemerkt; es entspann sich ein Kampf, bei dem die Türken zurückgeworfen wurden." Nach einem fünfstündigen Bombardement Sotschi'« durch zwei türkische Monitor« versuchten die Türken mit fünf Dampfkuttern eine Landung, wurden aber durch die Schützen auf 200 Schritt Entfernung beschossen. Die Mannschaft der Kutter wurde getödtet, die Landungstruppen wurden vollständig vernichtet. Die Monitors retteten sich, die Kutter gingen hierauf nach Pizunda ab. Die Detachements des General« Lamakin wurden durch einen 6000 Mann starken Haufen Tekiner bei Kisilarwat attaquiert; nach vierstündigem Kampfe ergriff derselbe mit großem Ver« laste die Flucht. Sodann fingen die Khane und geltesten an, Ergebenheitsbitten einzureichen. Zur Unterstützung der russischen Truppen im Bezirke Ter wurden Truppen nach Sulaka, Burtunai und Gumbet abgesendet. Die Eo-lonne des Fürsten Nakaschidse, welche nach Gumbet bestimmt war, stieß beim Aul Siok auf 500 Auf-ständische der Aule Artlach und Danut, welche an der Grenze Salatavien« liegen. Dieselben wurden geschlagen und verloren 80 Tobte und 100 Gefangene. ES gilt für ausgemacht, daß Serbien trotz allen Läugnen« in dem Augenblicke, da die Russen über die Donau gehen, den Krieg an die Türkei erklären und die türkische Grenze überschreiten lassen werde. Allerdings wird der Donan-Uebergang aller Voraussicht nach im Juni nicht stattfinden, da der Wasserstand jeden militärischen Uebergang unmöglich macht. Bus Meilen weit ist das Land überschwemmt, infolge dessen die Truppen diSlociert werden mußten. Der Gesundheitszustand der russischen Armee ist ein ungünstiger, und in manchen Lagerplätzen wurde die Truppe »ecimiert. Politische Rundschau. Laibach, 6. Juni. J«la»d. Vorgestern versammelten sich im Bureau des Präsidenten Dr. Rech bau er die Klub-Obmänner Graf Eoronini, Duntba, Baron Eichhoff, Graf Hohenwart und Ritter v. Gro-cholski, um über die Eintheilung der. Arbeiten de« Abgeordnetenhauses zu berathen. ES wurde be« chlossen, bei bet Regierung dahin zu wirken, daß angesichts der heißen Jahreszeit der Reichsrath längsten« Mitte Juli auf sechs Wochen vertagt werde. Die Subcomite'S für die Zuckersteuec und die Bankvorlagen sollen angewiesen werden, ihre Berathurigen so einzurichten, daß der AuSgleichS-AuSschuß bei dem Wiederzusammentritt des Hause« am 1. September sofort sich mit den Vorlagen be-affen könne. Da die Berichte über die Steuer* wrlagen noch nicht verfaßt find, soll auch die Ver-Handlung über die letztem im Plenum vertagt werden. Vor der Vertagung jedoch sollen die Ausschuß-Berichte zur Verkeilung gelangen, damit die Abgeordneten während der Ferien Gelegenheit haben, dieselben zu studieren. Bis zur Vertagung sollen im Plenum die Gesetze über die garantierten Bahnen und über die ExecutionSordnung erledigt werden. Heber den Verlauf der Ausgleichsver« handlungen schreibt „Hon": „Wenn die Oester« reicher ein Provisorium schaffen wollen, so mögen sie e« thun, aber nach Beendigung de« Kriege« und bei ruhiger Zeit werde Ungarn andere Forderungen stellen al« jetzt und werde sein Recht geltend machen, sowol bezüglich der Bank al« betreff« der Zollrestitution, der Verzehrungssteuer u. f. w." Die ungarische Regnicolar - Deputation hat ihre Borberathung beendet und bereit« einen Referenten zur Ausarbeitung de« an die österreichische Deputation zu entsendenden Nuntium# " bestellt. Ausland. Ein Petersburger Korrespondent des „Nord" schreibt: .Wenn Rußland nach erfolgtem Donau'Uebergange sein Programm durchführen könnte, wenn ferner eine feste Haltung der europäischen Mächte gegenüber der Pforte die ihr durch die russischen Waffen ertheitten Lehren vervollständigen würde, so könnte ein billiger und angemessener Friede geschlossen werden, ohne daß es nothwendig wäre, den Krieg bi« auf da« äußerste ' fortzusetzeo. Die Frage der Einberufung der Glupsch t i n a hat da« Ministerium in zwei Parteien gespalten; die einen wollen die Sknpschtina ad ca-lendas graecas vertagen, die ändern unbedingt auf den 2. Juli einberufen, weil am 12. Juli Wechsel über eine Million Gulden fällig werden. Die türkische Kammer berieth den Bud» get» Bericht, erhob mehrfache Ausstellungen gegen die Staatspensianen und die an die Banque Ottomane gezahlte Commission und beschloß eine Enquete über die außerordentlichen Ausgaben, ferner die Einsetzung eines KriegSratheS, die Vereinigung be# Arbeitsconseils mit dem Handelscanseil, die Auf' Hebung des PreßbureauS und die Uebertragung der Functionen der Kadi« an die Naib«. Die griechische Kammer nahm eine Res»' tutton betreffs Bildung eine« Fusionskabinett« a"> Kemunbure« erstattete Bericht über die Unter' Handlungen mit den Parteiführern. Zur Tagesgeschichte. — All- dem Quirinal. König Biktor Emanoel antwortete bei dem am 3. d. M. stattgefundenen @mpfan9e des Senat«: Er anerkenne die Gefühle de« Senat« «n dem Tage, wo wir mit heiterm Blicke auf einen Zeitraum von 30 Jahren zuritckblicken können, in welchem so Ereignisse sich vollzogen, welche die Einheit de« Vaterland- herbeisührten. Der König zolle dem Patriotismus des Senats, des Hüters der Institutionen, 'Anerkennung und sagte, er Ui überzeugt, daß der Senat immer jeine edle Mission erfüllen werde. Bei dem Empfange der Deputierten sagte der König: Er laute für die ausgedrückten Gefühle. Dreißig Jahre, reich an Opfern und unerschütterlichem Glauben, sicherten die Einheit Italiens. Rom ist die Hauptstadt der Italiener geworden. Die Vergangenheit ist ein Pfand für Die Zukunft. Der König drückte seine volle Befriedigung über diese Kundgebungen aus. Senatoren und Deputierte begrüßten den König mit den Rufen: „Es lebe 6er *8nig von Italien!" — Feuerwehrtag. Am 11. bis 13. August d. I. findet in Stuttgart ein allgemeiner deutscher Feuer-ttehttag statt. Oesterreich wird durch etwa 400 Feuerwehren «»treten fein. 2olal- und Provinzial-Angelegenheiten. Original-Lsrrespondenr. Eilli, 4. Juni. (Unsere Gemeinde- und V1 e ß z u (1 ä n 61.) Die hiesige Gemeindevorstehung liebt Beschlüsse deS Gemeinde-Ausschusses ad acta zu legen und vorläufig nicht zur Aussührung zu bringen. Bor tut-l'm wurde inbetreff der Erbauung einer Brücke über die ^ann, ober dem Steinbruche in Polule, Beschluß gefaßt, diese ^ugelegenheit wurde jedoch der Baiifectien zur neuerlichen ^kgutachtung zugetheilt, und es bleibt dieser Gegenstand, wie 1° man* anderer, in der Lust hängen. Die Sistierung der Ausführung solcher Gerneinderathsbeschlüsse erzeugt in hie-«reifen nicht die beste Stimmung; man führt hier bü T ^le®e' ks wenige Gemeindevertretungen geben *" deren ®ebiet der Weg vom Beschlüsse eines Ge-rnemde.Ausschlifsts bis zur Ausführung desselben ein so weiter 6° « ’ ~~ diit unseren Lokalblättern haben wir ein groges Kreuz. Die „Tillier Ztg." war früher von fachkun->ger, geschickter Hand redigiert, der leitende Redacteur jedoch WrlieB die gewöhnliche journalistische Bahn und berührte a tn' cie einerseits nicht t,er Oeffentlichkeit angehörten, art ererseits einen derartigen Kamps herbeisührten, daß der e acteur (eine Feder niederlegen mußte. Der gegenwät-’flen minder gewandten SHedaction scheint ein Eonsortium von Mitarbeitern zur Seite zu stehen, Venen selbst die Elementarbegriffe Set Journalistik gänzlich fremd sind; durch Beseitigung dieser Dilettanten könnte die „CiCier Zeitung-bedeutend gehoben werden. Das Höchste auf tiefem Gebiete jedoch leistet der „Cillier Anzeiger"; Form und Inhalt des-selben ist eines städtischen Preßorganes unwürdig. Unser freundliches Sannthal tann aus eine würdigere journalistische Vertretung Anspruch machen. — (FZM. F r e i H. v. Ä u y n) ist mit dem gestrigen Grazer Schnellzuge in Laibach eingetroffen. Dem Sandes-kommandierenden zu Ehren fand gestern im Gatten der 2asinorestauraiion ein von dem Slliilitäi= und Zivilstande ungehörigen Gästen zahlreich besuchtes Militärcoticett statt. ^ (Aus den slvvenischen Blättern.) Der . _etler Xotte|ponbent des „Slov. Narod" bemettt mit Mißrat”' ^'e ELiener Blätter gegen die edle (?) czechische lon Unfreundlich gestimmt sind. Dieser Korrespondent E, " , '"^besondere, daß „alle Deutschen" den Inhalt der meiTk Adresse mit Entrüstung zur Kenntnis genom* in Pi Alle Tage hören wir die alte Leier: „daß es e^frtei$ über 16 Millionen Slaven gebe, deren Her« to 6ut^8t6enti8 für Rußland, für den Sieg der russischen be» WIa8en; daß der österreichische Slave für den Russen Wto'b 1 roe'* cf,en 6,1 Russe süt die Freiheit und den jet ” tn frtnes bedrückten Bruders in den Kampf zog; daß satiou6'e Hkrkulesarbeit der Verbreitung der Eivili-n™ 101 Oriente übernommen hat; daß der Maghate und ! Zutsche dem Räuber, Braubstister, Schändet und g(r aten Slmpathien entgegenbtingt; daß der österreichische zieh^ roa^te Religionsfreiheit muthig in den Kampf @tS wiederholen zum hundertsten male, daß wir die I l*tn »er Freiheit und Aufklärung nicht in Rußland auf* En; daß die Stofe der «Zivilisation" in allen anderen Agenden, nur nicht in Rußland zur Blüte kommt. „Slov. ^ arod" und seine Gesellen würden gut thun, ihren Genossen gutes Beispiel zu geben, d. H. ein Land zu verlassen, t!n fr unglücklich fühlen, und dorthin zu ziehen, wo * W den siebenten Himmel erhobene Knute eindringliche 00l8«u zurückläßt. — (Süd bahn) Die Wien-Triester Eilzüge werden auch durch die heutige Sommerzeit mit Personenwagen 1. und 2. Klaffe verkehren. — (Landschaftliches Theater.) Mosers „Beitchenfrefser" ging gestern vor nahezu leeren Sitzen über die Bretter. Die Vorführung eines bereits bekannten Bühnenwetkes übte eine matte Anziehungskraft auf unser sonst theaterfreundliche« Publikum aus, das gestern verzog, die ProductionSfraft der sich nun in voller Pracht und Herrlichkeit entfaltenden Natur zu bewundern. Sämmt-liche Theater, die Wiener nicht ausgenommen, können den SalamitäteH des allgemein eingetretenen Theaterkrachs nur durch ein Repertoire exquisiter, feinster, neuester Bühnen-werte, durch Beiseitelegung alter oder bereits gesehener Produkte widerstehen. Wir wünschen, daß es der gegenwärtigen Theaterleitung gelingen möge, durch das Gastspiel der in der Bühnenwelt hochgeachteten Schauspielerin Frau Mathes Röckel, welches heute mit „Alfens" eröffnet wird, den Theaterbesuch zu steigern und der Theaterkaffe die notwendige Stärkung zuzuführen. Aus der Gemeinderathssitzung. Laibach, 5. Juni. Anwesend: Bürgermeister La sch an al8 Vorsitzender, 22 Gemeinderätht und der ProtvkollSfiihter. Nachdem der Vorsitzende die GRR. Dr. A h a z h i z h undDr.Bleiweiözu Verisicatoren des heutigen Sitzungs-protokolles bestimmt hatte, wurde zur Erledigung der Tagesordnung geschritten. I. Die GRR. Deschmann und Laßnit wurden in die städtische Landtags-Wahlcommisston gewählt. II. Referate der Personal - und Rechte» Sektion. Puntt 1. GR. Dr. R. v. Kaltenegger stellt den Antrag: In der Erwägung, als die GeschäftSgestien deS Magistrates von Jahr zu Jahr steigt, erscheint die Siste-mifierung einer neuen magistratlichenKanzleidienerstelle nothwendig, und wäre eine solche mit einer Jahres-besoldung von 300 fl. nebst Kassierung der Amtskleidung aus der Mannschaft der städtischen Sicherheitswache, eventuell im EoncurSwege zu besetzen. ött. Regelt beantragt: diese Stelle sei nur provisorisch mit einer Monat-löhnung von 20 fl. zu besetzen. GR. Dr. S u p p a n bemntt, um solch geringen Preis sei eine geeignete Person nicht zu betommen. Bei der Abstimmung fällt der Antrag Regali'S und wird der Sectionsantrag angenommen. Punkt 2. BR. Dr. R. v. Kaltenegger berichtet über die Concurrenzverhältniffe betreffend die Erhaltung der Lipestraße und stellt folgende Anträge: 1.) Der Magistrat werde angewiesen, die Loncurrenzverhältniffe auf der Liper und aus anderen Straßen, zu deren Erhaltung die Stadtgemeinde Laibach beizutragen hat, zu erheben und mit Beziehung aus das Straßengesetz Anträge zu stellen; 2.) der Magistrat habe die jetzt dringend notwendigen Herstellungsarbeiten auf dieser Straße vorläufig ohne Beiziehung einer Eoncurrenj auf Rechnung der Eemmune ausführen zu lassen. GR. Me galt stellt den Antrag: es sei an den San» desausschuß eine Petition betreffend die Uebernahme der Sipet(trage in die Verwaltung de- Landes zu -richten. Der Antrag Regali fällt und werden die Sections-anträge angenommen. Punkt 3. GR. Dr. R. v. Kaltenegger berichtet über die Za h 1 ungs bed ingni sse betreffend den Verkauf des städtischen Hauses auf dem Reitschulplatze und stellt zwei Anträge: 1.) Die erste Hälfte des Kaufschillinges sei nach Verlaus von drei Monaten nach Abschluß des Licita-tionSactes und die zweite Hälfte desselben nach weiterem Verlaus eines Jahres nebst Zinsen vom Meistbieter zu erlegen ; 2.) der Magistrat habe die Ordnung mit der Sparkasse und jene des Grundbuches zu veranlassen. GR. Dr. Ahazhizh beantragt andere Zahlungsfristen und die grundbücherliche Jntabulation des Kaufschillingstestes. GR. Dr. S u p p a n unterstützt den Sectionsantrag. Der Antrag Ahazhizh wird abgelehnt und die Anträge der Sektion werden angenommen. Punkt 4. GR. Dr. R. v. Kaltenegger berichtet über die Geschichte der freiheitlich Schweiget'sch en Fräulein - Stiftung und stellt folgende Anträge 1.) Dem Ansinnen der Regierung um Ausscheidung dieser Stiftung aus der städtischen Verwaltung sei Felge zu geben und das dieSsällige StiftungSvermtigen der Regierung zur competenten Verwaltung zu erfolgen; 2.) der Magistrat habe die Rückerstattung bet bei Uebernahme der Verwaltung dieser Stiftung aus der Stadtkaffe geleisteten Auslagen zu erwirken. Beide Anträge werden ohne Debatte angenommen. Punkt 5. GR. Dr. @ u p p a n stellt den Antrag: Dem Gesuche des Toliseums-Jnhabers um Auflassung der auf Grund deS Vertrages vom 15. Juli 1845 eingegangenen und grundbücherlich einverleibten Verpflichtung inbetreff der Haltung einer gedeckten Reitschule im liolifeum sei keine willfahrende Folge zu geben. Dieser Antrag wird ohne Debatte angenommen. III. Referate der Schulfectio ». Punkt 1. BR. Dr. Suppan stellt folgende Anträge : 1.) Der städtische Lehret an der eormaligen Titnauet Schule, Lukas Suschnit, sei vom 1. Juli 1. I. in den bleibenden Ruhestand zu versetzen und ihm im Gnadenwege eine Pension von jährlichen 200 fl. ans der Stadt-kaffe flüssig zu machen; 2.) demselben fei itbetbies bis auf weitere Bestimmung das bisher innegehabte Maturalquartier zu belassen. GR. Landes-VolkSschuleninspektor Pitket beleuchtet die langjährige Thätigkeit dieses bereits im Greifenalter stehenden Schulmannes und beantragt die Erhöhung der Jahrespension von 200fl. auf 300fl. Die GRR. Betsik und Horat unterstützen den Antrag PitterS. Bei der Abstimmung wird der Antrag Pitket, (1) und der ©ectienSantrag 2 angenommen. Punkt 2. GR. Dt. Schaffer erstattet summarischen Bericht übet den Stand bet schulpflichtigen Kinder in den hierstädtifchen Volksschulen i« Jahre 1876/77 und bemerkt, daß die statistische Nachweisung der Oeffentlichkeit übergeben werden wird. Der Gemeinderath nimmt diese Berichterstattung zur Kenntnis. Punkt 3. GR. Dr. Suppan referiert über die Anschaffung von Lehrmitteln für die hiesige Ober-t e a I f ch u le und stellt folgende Anträge: 1.) Der Ge« meinderath genehmige nachträglich die Anschaffung der zweiten Serie solcher Lehrmittel im Geldwerthe von 2156 fl.; 2.) der Gemeinderath gebe auch seine Zustimmung zur Anschaffung der dritten Serie solcher Lehrmittel im Geldwerthe von 2194 st. aus den taufenden Realschulsondsgeldetn. Beide Anträge werden ohne Debatte angenommen. IV. Referat der Bausection. Einziger Punkt. GR. Ziegler berichtet über die projektierte Versetzung deS Brunnens auf dem Ja-kobsplatze und stellt den Antrag: Der Gemeinderath wolle die Nothwendigkeit dieser Versetzung anerkennen, den «Ostenüberschlag per 720 fl. genehmigen, die Arbeiten im LieitationSwege hintangeben, jedoch die Zahlung des liqui-vierten Kostenbetrages erst im Jahre 1878 verfügen. BR. Dt. Suppan negiert die Dringlichkeit tiefer Arbeit und beantragt, eS fei dieselbe gelegenheitlich einer größeren Reconstruction dieses Brunnen« vorzunehmen; sollte jedoch der Vollzug dieser Versetzung noch Heuer vor sich gehen, so soll auch noch heuet die Zahlung für die diessälligen Arbeiten geleistet werden. GRR. Regali nnd Horak befürworten die sofortig« Vornahme dieser Versetzung, GR. Dr. Schaffet schließt sich den Bemerkungen und dem Antrage des GR. Dr. Suppen an, und GR. Bürget spricht für die heurige Ausführung dieser Arbeit. Nach Schluß der Debatte teitd der Sectionsantrag mit dem Abänderungsantrage Suppan, inbetreff der auch Heuer zu erfolgenden Kostenbezahlung, angenommen. V. Referate bet Pe 1 izeisectien. Punkt 1. «R. Dr. BleiweiS stellt den Antrag-Di- hierstädtische W a s e n m e i st e r st e 1 l e sei dem Sehne des bisherigen öasenmeiftere zu verleihen. Der Antrag wird angenommen. Punkt 2. BR. Dr. Keesbacher referiert über das Besuch der derzeit in Trieft demicilierenden vermögenslosen Frau von Neugebauer um Abschreibung der rückständigen H u n d e t a x e per 2 fl. und de« vom hiesigen Magistrate verhängten StrasbetrageS per 2 fl. und beantragt, dem Abschreibung«geju»e Folge )u geben mit dem Beisätze, daß von der bereits im Zuge flehenden executiven Einbringung dieser Beträge abzugehen sei. Der Antrag wird ohne Debatte angenommen. VI. Referate der Finanzsectio n. Punkt 1.) «R. Dr. R. v. Schvppl stellt den An-trag: zwei im Besitze der Stadtgemeinde befindliche Alter -thumögegenstände (ein Huldignngsfluhl und eine marmorne Büste) seien an das krainische Landesmuseum als Seschenk abzugeben. Der Antrag wird angenommen. Punkt 2. Ueber Antrag des genannten Reseremen wird dem Besuche eines Wiener Vereines um eine Unterstützung für Studenten keine willfahrende Folge gegeben. Punkt 3. Ueber Antrag desselben Referenten wird dem flkfwht des Stadtbauübergehers und des Stadtzimmerman-nes um ein B e k l e i d u n g S ä q u i v a l e n t in der Sr-wägung, als ersterer eine ausreichende Besoldung genießt und die Löhnung des letzteren erst vor kurzer Zeit entspre-chend erhöht wurde, willfahrende Folge nicht gegeben. Punkt 4. GR. Dr. R. v. S ch ö p p l berichtet über die derzeitige Benützung und Bermiethuug der im Tivoli-schlöffe befindlichen Wohnungslokalitäten und über die Höhe der gegenwärtig bestehenden Mieihzinse und stellt den Antrag: es fei eine allgemeine Steigerung der Miethzinfr derzeit nicht vorzunehmen, sondern in Fällen der Freiwrr-dung der Wohnungen eine Erhöhung des Miethzinses an» zustreben. GR. Regali wünscht die Anwendung des Prinzipcs der öffentlichen Lititation auch bei Bermiethuug von städtischen Wohnungen und einige Aenderuugen in der Benützung derselben vonseite städtischer Bediensteten. Der Referent erklärt das Prinzip der Licitation bei Wohnungen als nicht zulässig, der Antrag Regali'S fällt und jener der Sektion wird angenommen. Hiemit war die Tagesordnung der öffentlichen Sitzung erschöpft. Der Vorsitzende, eine in der vorigen Sitzung vom BR. Regali eingebrachte Interpellation beantwortend, «heilt die Art der Ausführung der während der Dauer seiner Function als Bürgermeister aus Rechnung der Stadtgemeinde unternommenen Baulichleiten, Straßenherstellungen und Adaptierungen mit; aus dieser Relation ist zu ersehen, daß alle größeren Arbeiten im Licitationswege hintangegeben und nur kleine Baulichkeiten und Reparaturen in eigener Regie auSgeführt wurden. Der Vorsitzende wird eine vom GR. Regali in der heutigen Sitzung gestellte Interpellation in der nächsten Sitzung beantworten. Die vom GR. P o t o l n i! gestellte Anfrage: wie weit denn die Angelegenheit mbetreff der vor zwei Jahren angeregten Anfertigung eines neuen Stadtplanes gediehen sei? wird vom Vorsitzenden dahin beantwortet, daß das erste Blatt dieses Planes (Neubauten enthaltend) bereits fertig ist und mit dem zweite Blatte desselben (Peters- und Kapnziner-Vorstadt) demnächst der gemeiuderäthlichen Revision vorgelegt werden wird. GR. H o r a t beantragt die Beschotterung und Fahr-barherstelluug des zur Kaserne in der Tirnauvorstadt führenden Eäßchens. Hiernach wurde die öffentliche Sitzung geschloffen und die geheime Sitzung eröffnet. Angekommene Fremde am 6. Juni. Hotel Stadt Wie«. Se. Excellenz Baron Kuhn, r. k. FZM.; Valleutschitsch, t. k. Oberst, und Fornago, k. k. Hauptmann, Graz. — Bothe, königl. preußischer Major, mit Gemalin, Breslau. — Brünhut, Vidic, Kflte., und Sticker, Wien. - Böck, Kfm., München. - Röthel, Kfm,, Bottschee. — Wenzel, Brünn. — Röthel, Commis, Linz. Hotel Elefant. Loos, Prag. — RuSconi, Triest. — von Thömmel, Oberftlieut., Wien. Mohren. Broß, Steyr. — Hohenthal, Villach. — Horsky, Linz. - Rolli, CM, Telegramme. Wien, 5. Juni. Im Abgeordnetenhause inter» pellierten Pfeifer und Genossen die Regierung über die Gründe der Auflösung de» krainischen Landtage». Petersburgs. Juni. Telegramm des Großfürsten Nikolaus: „Alles steht gut. Gestern bombardierten die Türken vergeblich Kalafat, heute vereinzelte Geschützschüsse. Die ganze Donau entlang bei Rustschuk große Bewegungen deS Feindes. Die Türken errichten beiNikopolis neue Batterien." — Ein offizielles Telegramm von der Kaukasus-Armee meldet, daß nichts Neues vorgefallen sei. In Sa-latavien wurde die Bevölkerung unterworfen und die Ruhe hergestellt. Bukarest, 5. Juni. Der Berkehr ist auf allen rumänischen Eisenbahnen wieder hergestellt. Der Senat berälh den Entwurf betreff» Ausgabe von Hypothekarbons auf Grund neuer Combi-nationen. Cetinje, ö. Juni. Heule morgens Kampf bei Maljat, der noch fortdauert. Die Türken, bis Kukofenjek zurückgedrängt, verloren 500, unser Der. lust ist noch unbekannt. Wiener Börse vom 5. Juni. Staatsfonds. 5?erj. Rente. öst.Pay, Mo. dt», oft. in 6116, jo <0 io e voll 185* e Bon 1860, e von 1860, Pramiensch. v. 1864 Orundent.-Obl, Siebenbürg. Ungar» Actien. flnglo.8«nI . . . , Ärabttanffalt . . . Oeeofttenbant . . , Secomete-HnRaU , ijtanco»Bank . . pantetebanl . . . Jlatienalban! . . , Oe#. Banlgesells. . Union. Bank. . . üerkehrSbaak. . . . lllsölb-Bahu . . , Ikarl Ludwtgbahn , »eil. «lis.-Sahn . Äaif. Fr, OofefSb . StaatSbabn . . . , ettbbefrn ....... «ell, | Bare 60 75 60-85 65 tOj 65-69 10885,108-75 110-75 111 180 — 180-50 181-851181-75 73 76' 73-— 74 50 7S-— 70— 10-66 148 — 148-86 IM—ilS6-640 - 660'— 774-— 775-- 46*— 47 -77.- 77-50 98-— 99— 807 85 107-76 188*— 139' 111 — 117-60 885-60 *2« 77-60) 78-50 Pfandbriefe. »tlt Ware Allg. oft. Sob.-Srcbit. dto. in SS 3. ... . Nation, ö. iß Uag. Ibob.-Ktcbitanft. 106 — 87-60 S6-16 88-o0 1C6-25 87 75 96*30 8b*76 Prloritäts-Obl. Krau, 3ofef«-®ebn . Liest. Rorbwestbahn . Siebenbürger .... P8 — 87*60 68-154*50 88 25 87-75 58 25 155 — Sübbahn t 6 Per,, bto. Bon« 9250 92*76 Lose. 162 — 13 8ö 162 50 18 60 «ubolf« - Lose .... Woche. (SOton.) »ugIburg 100 Mark Franks. 103 Mark . . vamburg „ , i'onbon 10 Pfd. feteti. Pari» 100 Franc« . . 60*60 1*4 80 49-66 60 80 12490 49 70 Münzen. lkais. Münz-Ducaleu iv-Fr-ncamiil.... Deutsche Reich»bank. Silber . . 5 97 998 61*40 110 60 5 98 9*9» 61 55 110 70 Telegrafischer Kursbericht am 6. Juni. Papier-Rente 60.65. — Silber-Rente 65 35. — Bold-Rente 72-10. — 1860er StaatS-Anlehea 110 —. — Bank-actien 779. — Änbitactien 142 20. — London 125 —. — Silber 110-70. - ». I. Münzdukaten 5 98. - 20-Francs Stücke 10 01. — 100 Reichsmark 6145. Witternag. teibedh, 6. 3nni. Anhaltend heiter, sehr schwüle Lust, schwacher SO. Wärme: morgens 7 Uhr + 161', nachmittags 2 Uhr + 28 0° C. (1876 + 26-8«: 1875 + 26 4« C.) Bar»-meter im Fallen, 736-81 mm. Das gestrige TageSmittel der Wärme -j- 20-9°, um 3 1 über dem Normale. Verstorbene. Den 5. 3 u n i. Arthur Schaffer, k. k. Landeshaupt» kaffe-Osstzialswitwen Sohn. 14'/, I., Floriansgaffe Vtr. 18, Zehrfieber, — Paul Ts»alk, Weber, 46 J„ Zivilspital, Lungentuberculose. — Tberesia Marenko, Wagenkuppler» Kind, 19 Mon., Aemonastraße Nr. 19, Rachinbräune. — Katharina Reven, Arbeiierin, 53 I,, Zivilspital, Krebs« Dyskrafie, — Johann Rupnik, Inwohner, 37 I., Zivil« spital, Beinfraß Derflorbene Auersperg Samstag Domkirche vormittags Zahnarzt Paichels Mmrdwaffereffery, das vorzüglichste ZahnreinigungS- und Lonservierungsmittel, findet noch besondere Anwendung gegen Zahnschmerz jeder Art, leicht blutendes Zahnfleisch, lockere Zähne, verhindert die Zahnsteinbildung, wirkt gcschmackverbeffernd, vertilgt vorhandenen üblen Betuch gänzlich, Zu haben außer im Ordinationslokale an der Hradetzkh' brücke im Mally'scheu Hause, ersten Stock, noch bei Herrn Kariuger und den Herren Apothekern Mayr und St®" boda am Preschernplatz. Preis pr. Flacon 1 fl. (291) 1 PILEPSIE (Fallsucht) heilt brieflich der Spezialarzt Dr. Killtech, Neustadt, Dresden (Sachsen). Bereits über 8000 mit Erfolg behandelt. (46) 19 üteficr itradi empfiehlt das Uruestr in Fotogrskic«, unv zwar: auf Seide von jeder Farbe sowie auf Leinwand, wafchhülliq; qebranntc Autogramme auf Porzellan für Grabmonumente, elegant und dauerhaft auSgefiibrt. (248) 2 --2 Gedenktafel über die am 9. Juni 1877 stattfindenden Vicitationen. 2. Feilb., LuSuer'sche Real., Telzach, BB. Lack. - 2. Feilb., Mikoltt'sche Real,, Hrib, BG. Reifuiz. — 2. Feilb., Rojc'sche Real., Retje, BB. Reisniz. — 2. Feilb,, «romer'sche Real., Niederdorf, BB. Reifuiz. — 2. Feilb., Terdan'sche Real,, Sufchie, BB. Reifniz. — 2. Feilb., Koschir'sche Real,, Jelowiz, BB. Reifniz. — Reaff. einziger Feilb. Bermek'scher Real., Laze, BB. Ober-laibach. — 1. Feilb., Petrii'scke Real., Bora, BG. Reifniz. — 1. Feilb,, Peterlin'sche Real., Reifniz, BB. Reifniz. — 1. Feilb,, Zidar'sche Real., Raschiza, BB. Broßlafchiz. — 1. Feilb,, Sternat'sche Real., Lesta, BG. Broßlaschiz, — 3. Feilb., Zujek'sche Real., Peie, BG. Laibach. — 3. Feilb., Susnik'sche Real., Reifniz, BG, Reifniz. — 3. Feilb., Kokevar'sche Real., Piauzbüchl, BB, Laibach. — 3. Feilb., Sobec'sche Real., Niederdorf, BB. Reifuiz. - 3. Feilb., Starc'sche Real., vüchelsdorf, BB. Reifniz, — 3. Feilb., RaS-fdtie Real., Travnik, BB. Reifniz. — 3. Feilb., Modic'fche Real,, Videm, BB, Broßlaschiz. — 3. Feilb., Leustek'sche Real,, Kleinlaschiz, BG, Broßlaschiz. ! Kundmachung! ®'c internationale Waareu-AuSstellung in Wien verkauft wegen Auflösung folgende SBaorenmaffen um den fabelhaft billigen Preis “ 5 fl. 65 ter. ö.W. - von nur xafrcclö er DuatW* 1 vorzüglich gut gehendePrii-is>on»uhr nebst vergoldeter Kette, für richtigen Dang wird garantirt, 2 echt sapan. Blumenvasen mit feinster Malerei, eine Zierde für leben Salon. l prachtvelleS Foeografie-Album, reich mit Gold verziert. I Paar eleg. Orient. 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