^246. Freitag, 25. October 1889._____________108. Jahrgang. Zeitung. vr«„^ '--------------------—— "°Mt""'°"f«"l »N!tPl>fiv,,,«nbun«: «anzlühr!« ft. l». halb,«hr,g ,l. ?.l>o. Im « « mptol,: "" 0u,«va'».^, ^'0 ll.».»», YU» dl« suplNn«, lu» Haus »nnzjährl, sl. i. - I' »> ' 5e> «»llr«u wt«^«»»»!»«!,»» y», l^,»l, » l«. Dle «a<»«H» .^"llira" «scheel la«lich «ll »n»n«dm« l>« Sonn. und y«,W« deNubtt sich nN,rl«'»>'l«!, »rideu nicht »ua«»om»en »ub Vlcuul«iVt, nicht z»,K«,»H«llt. Amtlicher Mil. ^uteua,,/' ""^ ^ Apostulische Majestät habe» dem <5l«Nl ii «>?.^l Reserve des Uhlanen - Regiments ^llttei.ss'« "ll beider Siciln'N Nr. 12 und Statt' Ceschz °"MftrMlcmten in Trieft Anton Freiherrn !^i all^«'? ^" ^ Eruce die Kämmererswürdc tax-«Uergnadlgst z« ^leihen geruht. ^^chst!r ^'^. "Porsche Majestät habe» mit dbttsi^" ^'tschl,chul,q vom 11. October d. I. dem ^>t»t,ia 3 ^ ""d ZoÜoderamts-D.rector in Trieft, ^»d,, '"er Ritter vcm Linden pichet, den der Tare «n"'"""' Krone dritter Classe mit Nachsicht '^^^gl'ädigst zu verleihen geruht. Nichtamtttcher Hh^ Unter ^ ^" ^^' ^»tcn i8,.f,?s? pichen des Friedens, mit einer er° ','' der N/l?^'.^ l'uer friedlichen Tendenzen, welche b"zeuqend?>! " ^s deutschen Reiches seit Jahren zutage treten, ist Dienstag es Frieds '"^"lin eröffnet worden. Die Sicherung ? bleibt ^°Z °"l"'" wie im Innern — das war . staatzpvf!^. "^abe des Reichs-Parlaments. und ,^ie vn, '.'^"' Elemente desselben erscheinen ""reich Ä'a in dem Streben, dieses hohe Ziel ?b"en N»^N"" Opfer hat die Wahrung dieses Erreich z ^"'ls von der Bevölkerung unseres ?"°lchtt^ w'e von den Völkern unserer eigenen » worden?"' "ber sie sind nicht umsonst ge- E «'"3 ihrer ?^en den verbündeten Reichen jede ?^tlina s./'/blichen Entwicklung und culturellen V?"n?,t N"ten. Die gewalt.ge Macht, wlche tt^derK^tbedentet. h" sich als starkes ^>die^^K erwiesen, und diese Macht zu K i^ute als ^ ^'^e Wehrkraft sicherzustellen, wird 3'^ erklätt ^""ehmste Aufgabe des deutschen Wehrmacht dem Ü,.", Mclt . "^""b des Laien erscheint, sie darf von dem rastlosen und der Nationen auf dem Felde « wK.^."' wenn sie nicht überboten und ^iirte m. """' Ein Vergleich der dentschen ^^^^lene^ iistljchen und westlichen Nachbarn ergibt ziffermäßige Resultate, welch? die militärischen Autoritäten Deutschlands nicht kalt lassen können. So ist der bisherige Rahmen der deutschen Armee, die Gliederung in 18 Armcecorps. nicht länger festzuhalten, da die Truppenzahl langst über diesen Nahmen hinausgewachsen ist »nd die militärischen Verhältnisse an den Grenzen eine Neugrupftierung der dort dislocierten deutschen Streitkräfte gebieterisch verlangen. Man hält die Errichtung zweier neuer Armeecorps für unausweichlich, um die erschütterte Gleichmäßigkeit in Heeresgliederung wieder herzustellen, und eine solche Nenformation ist nicht zu denken ohne sichtbaren Aus< druck in den Ziffern des Etats. Außer dieser bedeut« sameu Aenderung in der Gliederung der größten deutschen Armee-Einheiten werden — wie sehr bestimmt verlautet — vornehmlich die Vermehrung der Artillerie und Neuernngen auf dem Gebiete des Waffenwesens namhafte Summen in Anspruch nehmen. Seit Jahren hat speciell Frankreich unnntcrbrochen an der Vermeh. rnng seines Geschützmaterials gearbeitet, so dass sich die deutsche Armee zur kräftigsten Nacheifcrung ent-schließen muss, wenn sie nicht gerade in einem so wich-tigen Zweige des Heerwesens inferior werden will. Das Waffenwcscn aber bietet in Deutschland und in allen Staaten des Continents beständigen Anlass zur Verwertung neuer Errungenschaften und Erfindungen, denen sich gerade die vorgeschrittensten Militärmächte nicht verschließen dürfen. Nicht die Landmacht des Reiches jedoch allein, auch die Seewehr, deren kräftige Weiterentwicklung gerade im Hinblick auf die lebhafte Colonialpolitik des neuen Deutschlands Lebensinteresse geworden ist, wird in dem diesjährigen Etat durch starte Mehrforderun» gen vertreten sein. Die deutsche Flagge weht heute iu West« und Ostasrika und in der Südsee; sie hat ausgedehnten fernen Küstengebiet,'» den Schuh des mäch» tigen Reiches, den Opfern dei lHafrikamschel, Sclaven-handrls vielfach Erlösung, den Patronen dieses schmählichen Menschcnverkaufrs aber verdiente Züchtigung gebracht. Soll die deutsche Kriegsmarine aber in den Stand geseht werden, die eigenen Küsten gegen jeden Feind zu vertheidigen, die culturelle und humanitäre Missiun des deutschen Reiches in überseeischen Landen nachhaltig zn fördern und zu stützel,. dann wird stch diese jnnge Seemacht in demselben rapiden Tempo, m welchem sie aus schüchternen Anfängen emporgewachsen ist, weiter entfalten muffen. Schon hat die deutsche Colonialpolitit eme Aus- dehming und Bedeutung gewonnen, welche einen Gesetz, entwurf über die Abzweigung der Colonialverwaltung von den Geschäften des auswärtigen Amtes nothwendig machen — in demselben Stile wird die Kriegsmarine wachsen und gedeihen müssen, welche ja auch in Europa eruste Aufgaben zu erfülle» und im Kriege eine be« deutsame Rolle zu spielen hat. Das deutsche Voll in unserem Nachbarreiche erkennt die Gerechtigkeit und Unabweisbarkeit dieser Forderungen. Wenn es mit Freude die Fürsorge der Reichsregierung und des er-habenen Reichsoberhauptes für die Erhaltung uud Stärluug der Ruhe und Ordnung im Innern durch die Invaliditäts- und Altersversicherung, durch Maßregeln der dauernden und thatkräftigen Abwehr staats» feindlicher Agitationen innerhalb der Nrbeiterbevölke« rung bethätigt, die Ausgleichung klaffender socialer Eo gensätze durch weise Gesetzentwürfe angebahnt sieht, so bringt es auch mit patriotischer Hingebung alle Opfer zur immerwährenden Stärkung und Sicherung des äußeren Friedens. Ohne die vollste Tüchtigkeit und Schlagfertigleit eines den höchsten Anforderungen unstrer Zeit gewach« senen Millionenheere«, ohne die stete Fortentwicklung und Ausgestaltung der gewaltigen deutschen Heeresmacht wäre die Realisierung der auf Erhaltung des Welt« friedeus abzielenden Bestrebungen des deutschen Kaisers und seiner Verbündeten nicht denkbar. Und dieser Er« folg ist des größten Opfers wert. Mit Befriedigung konnte die Thronrede constatieren. dasi die von dem Oberhaupt des Reiches vor Jahresfrist an derselben Stelle geäußerten Hoffnungen, den Frieden zu erhalten, sich durchaus erfüllt haben. Mit doppelter Freude und Genugthuung aber wird das deutsche Volt und ganz Europa die weiteren Worte der Thronrede vernehmen, welche es klar aussprechen, dass jene Hoffnungen durch die persönlichen Beziehungen, welche der Kaiser seitdem mit den Herrschern befreundeter und verbündeter Nach» barländer gepflogen hat. für die Zukunft noch an Sicherheit gewonnen haben. Die Metropole des deutschen Reiches hat in den letzten Monaten erlauchte Gäste in ihren Mauern gesehen : erhabene Verbündete und Freunde, die Herrscher mächtiger Reiche des Welttheils hat der erleuchtete Monarch in seiner Hauptstadt begrüßt, und immer zahlreicher und sichtbarer wurden die Symptome einer freundlicheren Gestaltung der Weltlage. Wiederholt ist Europa Zeuge der friedlichen Gesinnungen und Bestrebungen des mächtigen jungen Herrschers geworden, Heuisseton. "l den Nordhängen des Triglav. i. A'f lricchrudcn Wollen ereilen unS «icht, ^l "'lllru das icinste, das rosigste Licht ""I unser.« ewigen Bergen. ">IG ^ M f,'i >. Gilm. ^V^s/^den Naturfreund kaum etwas E,.t-i" be 7" Ta,e« ^"abgeschiedene Lieblingspunlte in '°""'a n !!: "achd,,.. Obstes und Winters wieder !>t ^tm,dc7 ? '""' 'W Bekanntschaft in den >nia?7 Gchlhl«> ..Frühlings °d" Sommers ge> seiche? 5'cht u M. ^""" Hebel anwandeln, sind >r? pfl'gen ^ l'ch. welche uusere Seele zu be-^ Ucf'" kutsch^ "" ""end ein Ungefähr die Er-k Ein^ ^ln2 .^" ""d verschollene Augenblicke V< 3. den, KZWl. tausendfache Blütenzier fchau-»" ?"'Ne„ n?"'"sln des West und chmeichelt Vl«er gr7u "A" F"ben nnd balsannschen 2^l> Nip, " Ste.„g.schiebe zittern die blauen V de?'Md dez A"p°""la "eben den Sternen der »^,7^^hi,^' weiß. m,d wenn der stürmische lö"p n s^lt ,nd ."le die üppigen Büschel der >3 üchle^d d,«. vom AbeMolh angeglühten Etir?.bk" und Strahlenbündel von ihrer "ver die.kimm-lHl-tt.' Kmmsckienen scheinen, als ob sie allen Glanz, alles Licht des Tages m sich gesogen und es nun zurückstrahlen wollten ms unergründliche Blau — fo glauben wir eine der Wunderinseln zu betrttrn und die Zauberblume unsrer seligsten Iugendträume zu haschen. Die süßeste" Erinnerungen nehmen uns gefangen, aber auf Angenblicke „ur. dann zerflattert der Trug, und herbstliche Nebel umhüllen ein ernstes Bild wie Todtenschleier die Trauer. weiden einer Gruft------- «««-.. c Ein traurig trüber Octobcrtag. Wir sitzen auf demselben rußigen Dampfross. das uns m den llcht« vollen Tagen des August so oft durch Oberlram ge-tragen, und wieder ist Mojstrana unser nächstes Zlcl. Wohl hat das reizende Nlpenparadies von semer Vrok« artiqkeit nichts verloren, aber im Augenblicke, da sich das holde Feenkmd in sein graues Winterkleid gehüllt, fehlt ihm jedweder Farbenschmelz, der sonst das Auge 0 sehr zu fesseln pflegt; kein Soimcnschlmmer überhaucht die stille Berglandschaft. Da wmtt zwar noch rechts über dem Schienenwege das altersgraue Städtchen Radmann»dorf. ein alter Bekannter Mm Pllger Oberkrains. aber der abenteuerliche Schattcimss der verfallenen Mauern ist ebenso aschgrau w,e der bleierne Himmel, auf dem er sich abzeichnet; drüben steht auch das stolze Schloss Veldes, das H"Upt des rHen ffelsenleus krönend und an längst verschollene Herrlich, keit gemahnend. Das tiefe Stromgrab der Save hmab fegt ein e.siger Wind. ein graues Gewimmel von Nebeln, das sich nur griesgrämig die heiteren Farben der Abendröthe aufzwingen lässt, kriecht an den Berghängeu herum, und selbst die Steinadler, welche sonst d,e AIs-zinnen der jütischen Alpen zu umkreisen pflegen, schei- nen sich in ihren Horsten wohler zu befinden, als in neblichter Luft, die ihnen den Ausblick benimmt. In trübe Gedanken über die Vergänglichkeit alles Schönen versunken, erreichte ich mit meinem Freunde Tannhäuser — er bildete diesmal die ganze eine Hälfte der Reisegesellschaft — bei einbrechender Dunkelheit die Station Üengenfeld. Resigniert über die Ungunst des Wetter«, entstiegen wir dem Zuge und begaben uns geraden Weges zum «Schmerz» — lucus u non Iu-esn6o — nach Mojftrana. um den vollständigen Mangel an Naturgenuss durch audere Sorgenbrecher zu ersetzen. Bald hatten wir uns hmter einer Reihe langhalsiger Flaschen verschanzt und attakierten wacker die dünnen Scheibchen einer Salami, die in vorsündflutlicher Zeit zemand in diese Gegend gebracht haben mochte. Was mein Gegenüber und ich für diese Nacht vorhatten, lag noch in schattenhafter Unbestimmtheit vor unserer Seele, aber — traurig genug — all unsere Thatrnlust und unser Naturgefühl gieng im Nu in der beschämenden Ueberzeugung auf, dasl unsere redselige Wirtin den Schlüssel zu unserer touristischen Leistunglkrast besitze »nd dass es lediglich von ihren Launen abhänge, un» seier alpinen Wanderlust Flügel zu leihen oder sie bleischwer über den Staub der Schwelle schleichen zu lassen. «Vma pararil animo»», und wenn der griechische Sänger sich vor dem Becher einbilden konnte, «von den Städten dm Kranz der Zinnen reißen, zu können, so konnte wohl auch uns. die wir den großen Triglav zusammen beinahe zweiduhendmal erklommen hatten, der Gedanke einer Besteigung des Vergriesen bei Neuschnee nicht gar zu verwegen erscheinen. Weg Lalbacher Fcitun« «i. 24«. 2102 25. OctoberiM^ dem seines erlauchten Großvaters und Vaters weise Rathgeber in ungebrochener Kraft zur Seite stehen. Das Vertrauen auf die ehrliche Friedensliebe der deutschen Politik «scheint in d^r That, wie die Thron« rede mit gerechtem Stolz aussprechen kann, heute in aller Welt befestigt, und mit freudiger Zuversicht erfüllt alle Freunde der Weltruhe der in der Thronrede betonte Glaube, dass der Friede auf der Grundlage der bestehenden Verträge mit Gottes Hilfe auch im nächsten Jahre erhalten bleiben werde. Die vereinigte Kraft Deutschlands und seiner Verbündeten, die von der Opferfreudigkeit der Völker getragene Macht des Dreibundes wird das stärkste Bollwerk dieses Friedens bleiben zum Heile Eliropa's! Politische Uebersicht. (Aus dem Landtage von Kärnten.) Der Kärntner Landtag drilckte seinen Dank für die kaiserliche Spende von 5000 fl. aus. welche den durch das jüngste Hochwasser im Lande Beschädigten zugewiesen worden ist. Für das Jahr 1890 wurde zur theilweiien Deckung des Abganges im Landeshaushalte die Ein» Hebung eines LOprocentigen Zuschlages zur Verzehrungssteuer von Wein und Öbsimost. dann Fleisch im Prä' liminierten Erträgnisse von 35,436 fl. sowie einer V>r-brauchsumlage auf gebrannte geistige Flüssigkeiten, und zwar im Betrage von 10 fl. per Hektoliter Liqueure aller Art, Rum, Cognac und Arrak, ohne Unterschied der Gradhältigkeit, von anderen gebrannten geistigen Flüssigkeiten aber nach Graden der hunderttheiligen Alkohol Scala mit 7 kr. per Grad und Hektoliter beschlossen und der Voranschlag für diese letztere Auflage im Brutto - Ertrage von 124.000 fl., im Regiekosten-Erfordernisse von 29.500 fl. und mit dem Bedeckungsüberschusse von 94.500 st. genehmigt. (Graf Taaffe) empfieng vorgestern eine De-putatiou der evangelischen Generalsynode. Graf Taaffe erklärte, die evangelische Kirche bedürfe nicht seiues Schuhes, derselbe sei ihr staatsgrund^setzlich gesichert, er habe aber sein Wohlwollen stets b kündet und wolle dasselbe auch bewahren. Iu der heutigen Zeit thue es vor allem noth, dass die Seelsorger und Vorsteher aller Kirchen nationalen Streitigleiten ferne bleiben und den Frieden zu fördern sich angelegen sein lassen. (Aus Böhmen.) Wie aus Prag telegraphiert wird. sandte der Oberstlandmarschali an sämmtliche deutsche Landtagsabgeordnete im Sinne der Geschäfts» ordnung die Aufforderung binnen vierzehn Taa/n im Hause zll erscheinen, widrigens der Mandatsverlust aus« gesprochen wird. (Im galizi schen Landtage) hat sich zur Bekämpfung der demokratischen Fortschrittspartei ein aus l)0 Mitgliedern bestehender conservativer Club ge« bildet, dessen Obmann Fürst Sanguszko ist. Dieser Club zerfällt in einzelne, nach Landsmannschaften gegliederte Gruppen, die sich von Fall zu Fall zu ge< meinsamem Vorgehen zu vereinigen haben. (Abgeordneter Ritter) wurde von der Wählerschaft in dringendster Weise ersucht, die beab> sichligtc Mandatsuiederlequng zu uuterlasfen. Ritter behält deshalb das Rnchörathsmandat bei. (Der Zonentarif in Ungarn.) Im Finanzausschüsse des ungarischen Abgeordnetenhauses führte bei dem Präliminare der Staatsbahnen Minister Barosz aus, dass das Erträgnis der Vorjahre das Präliminare fast um vier Millionen überschritten habe. Der Zonentarif hat sich, abgesehen von der großen volkswirtschaftlichen und culturellen Wirkung, auch finanziell als sehr vortheilhaft erwiesen. Vom 1. August bis zum 10. October betiug die Zahl der Reisenden um al'derthalb Millionen mehr. und wurden 441.000 Gulden mehr eingenommen. Im September war das Resultat noch günstiger als im August, und es wird. nach den Resnltatrn der ersten zehn Tage des Monats October zu urtheilen, in diesem Monate noch günstiger sein. Dem gegenüber kann das aufgetauchte Ausgnben-Plus als ein unwesentliches bezeichnet werden. Minister Varosz bcmerlt, dass bei gewissen Züg>n noch in diesem Jahre Schlafwagen werden eingeführt werden, welche das Publicum bei Tage nur gegen eine Auf zahlung von 2 fl.. bei Nacht von 4 st. wird in An fpruch nehmen können. Der Ausschuss dankte dem Minister für die beruhigenden Aufklärungen. (Kroatien und Dalmatien.) Die Resold tion. welche von dem zur Berathung des Antrages Barcic entsendeten Ausschusse dem kroatischen Landtags vorgelegt wird. hebt das virtuelle Recht Kroatiens auf Dalmatien hervor, gedcnkt hervorragender historischer Momente aus der Zeit der Z»sammena/Hörigkeit unter den nationalen Dynastien, betont, dass die Frage nur auf Grund des Ausgleichsgesetzes und unter Mitwir-kung aller gesetzlichen Factoren sowie zu einem von allen diesen Factoren einvernehmlich als passend an erkannten Zeitpnnkte gelöst werden könne, und schließt mit den Worten: Nachdem dieser Zeitpunkt gegenwärtig nicht vorhanden ist, empfiehlt der Ausschuss mit ruhigem Gewissen dem Landtage Uebergang zur Tagesordnung. (Der deutsche Reichsetat) für 1890 enthält im Heeres - Ordinarium 6-6 Millionen fortdauernde Ausgaben, darunter 1-5 Millionen für die Aufstellung zweier neuer Armercorps in Lothringen lind Westpreußen. Für das Extra«Ordinarium des Neichsheeres werden 139'5 Millionen als einmalige Mehrausgabe gefordert, darunter 14-5 Millionen für neue Tornister und Patronentaschen und 61 2 Mil« lionen für artilleristische Zwecke. Der Gesetzentwurf zur Abänderung des Militärgesetzes stellt für die Zukunft i)ie Stärke des Reichsheeres im Frieden auf zwanzig Armeecorps fest. (Die Führer der liberale u Partei 3n glands.) Harcoult. Oranville und Morley, ha^ lien seit Mitte voriger Woche mit Gladstone auf dessen Landsitz in Howardeu Berathungen gepflogen, als dnvn Zrgebnis der Entschluss zu betrachten ist, nunmehr, nach den fortdauernden Errungenschaften b>i den Ersatzwahlen, den Kampf gegen das conservative Ministerium Salisbury mit aller Kraft zu führen. Vorgestern begab sich Gladstone nach Southport, um daselbst bei einer liberalen Kundgebung eine große Rede zu halten, der in politischen Kreisen mit Spannung entgegengesehen ivird. Es wird allgemein geglaubt, Gladstone's Rede werde eine Art von Manifest über die gegenwärtige Ztellung der Homerule-Frage bilden, sowie auch den gegenwärtigen Stand der auswärtigen Politik Englands blleuchten. (Aus Stuttgart) wird telegraphiert: Wie nlnmehr festgestellt, ist das Individuum, welches das Attentat gegen den Prinzen Wilhelm verübt hat, iden« isch mit dem 35jährige!, Gerber Marti» Müller aus lüinnendcu. mohnhaft in Oethlinqen bei Ki,cht>im. Müller arbeitete im vorige., Jahre in "ner 2a l ^ in Ulm und bot nach der Aussage der "" ""^z schäfiigten Arbeiter schon damals Beweise vasul. er geistesgestört sei. «,,sorB' (Die Pforte) erhielt d.e amtllch >H ^ tion. dass während der Unterredung.^'" galta»' dem Zaren keine Abmachunge» bezüglich dtt ^ Halbinsel getroffen wurden/ Als der deutM ,,^ die Absicht erwähnte, den Sultan zu besuchen, der Zar seine Befriedigung darüber aus. , ^ (Im dänischen 'FolkethiNgb^ Finanzministcr eine Vorlage em, bcMss'" ^ Hebung einer Bicrsleuer von 7 Kronen p^" ^>de 2 Oere per Halbflasche. Der Ertrag der Stcur ^ sich etwa auf 11 Mlllionen belaufen, wovon ^ ^^ lionen im Verhältnisse von 2 Kronen p" ^f Mc die Communen vertheilt werden. Der ZoU « l .^ soll ermäßigt, jener auf Wein und SpmtMe" werden. .> A"" (Japan und die Schwelz.) ^' . ^fr gepflogenen Verhandlungen über einen "<^ttt"ß Schweiz und Japan abzuschließenden V"'' c, dill" sind beendet, uud der Vertrag soll nn "", Woche unterzeichnet werden. ___^»-^' Tanesneuigleiten. ^, Se. Majestät der Kaiser hab",. w>e ^' ^ fnrter Zeitnnq. meldet, den durch Hag"'^ ^Hei«' digten Bewohnern von Wunderstättei' mW " Greuth 400 Gulden zu spenden geruht. ---------------- «Albrechl, - (Die Reise d e S E rz h erzog» "^„B Wie man aus Madrid meldet, wird daselli" ^^lh' Sr. kaiserlichen Hoheit des Herrn E^M« ^ llb' für de„ heutigen Tag entgegengesehen. 3"'^M'ch ^ lebens des Königs von Portugal und der ^ ^herM dingten Hoftrauer werden die zu Eh"" d^ ^,,' geplanten Hoffestlichleiten cxll'allcn. I^'M ^ B> aber aus diesem Anlasse eine Truppcnrev» litärische Manöver veranstaltet werden. Oiß' - (Neues ans Afrika.) mann schlug die in Usäramo eingefallenen «^^, B bei Somwe uud brachte denselben eine" ^ zü-vierzig Todt.» bei. Ferner erhielt W'ß""' ^a"' verlässigste Nachricht, dass E min Pas^a ^ ,M ley, begleitet von dem Italiener Cai'"'. hall>d" Engländern. Ende November in Mpuavua, deutschen Interessen-Sphäre, erwartet ""0" ^„d^ — (Die Verheerung bur«? ^ d.»» Welche ungeheuren industriellen Werte aUl°, ^ ,^ Feuer zerstört werden, geht aus d" «"«"" ^ der größten österreichischen Feuerversicherung ^^, ß über die von ihnen in den Jahren 187" ^cher»"« lich 1887 lediglich für Fabrilen '" ^tcn ^H werte von mehr als 30.000 Gulden veM ^ 5"" hervor. Danach belief sich der Gesainmtve" u^.^ ,M Gulden übersteigenden, also der ^ch "" ^» S^ überwiegenden Theil der Vergütungen t»l° ^,„ « auf lund 30 Millionen Gulden. b'"°''^ Schals Spinnereien und Webereien von V"""^.,ü es denn, aus der Noth eine Tugend macye.^ ^,^ ^ war ein Lager unter Dach einem Pw „," ^ M'V Pickel zum Feuer zu hängen "^ ,-<^ derm es nur in den geheimsten Or""' ^ hab ^, sacke noch gab - hervorzuholen. V«,» ^.M,^,„. während in Lebensgefahr schwebte. 0° ^i" "'Fi den schweren Laden mir lm einem V^"^ ucri^l« liches Ende bereitet hätten, darf M) ' eM^B V?rdient hätte ich es s^. W'^ in meiner Naseweishelt fortwähre"" ^ ^F d->s Holzvorrathes empföhle», hatte. ^ ^^i -'^,^ schamlos a/wesen. meine g^^eo"' ^g i"/,"" lichen, gerade am Eingänge an den ^e,l und damit die ganze Aussicht gegen ^ spec""' , e l ,§ F Nähe des Feurr« her^stellt w" ". . ,B^> . ritisches Nachtlager, aber doch g"t ^ Z h.-„„sll das Ungastliche eines solchen U"" sF" schen. Wir hüllten uns in unsere Plai" ^^ Geltung Nr. ^46. 2103 _________ 25. October DW. »us ." l.800.000 fl.. auf Holzindustrie an 3 Millionen, Nau!,^, ""'gen Industrien (Zucker, Papier, Leder, wchbinn .'' "'^, die restlichen 8 Millionen. Bei Vaum-niz lo.""" beispielsweise betrug das Schadenerforder-bei der ft ,^" Prämie, und ähnliche Verhältnisse liegen Mühlen u. a. vor. ^eiilak " ^'^"" '"'^ " erklärlich, wenn im «A,»iif ^ ^" ""^°lh verbreiteten Ansicht über die in l>^ ^^nde Natur des Fcueroersicherungs'Geschäftes "''ssion " "^sschrist der k. l. statistischen Central. Com-^lllck.s?^""!^ "'rd, dass der Gewinn der Actien-l88? «. ' z"r"ckgeht, indem er 1864 noch 5'/, pCt.. Vl^'^'^r 2>98 M. betrug, somit die höheren ""heilen .^ ""^^^ bie Gesellschaften als Dividende ^chaste« "^t aus dem Netriebe des Feueruersicherungs-^lerv s.«'.?!'^'"' aus der Anlage ihrer Actien- und «esonds herrühren. lliozj^ ^'"desmord.) Die Dienstmagd Thercse ^ anbeM »l- °^"'" '" Budapest ein ihr anvertrau-^llnn sel!.s. Ihriges Kind in die Donau und zeigte sich «tüßez U,,' °" der Polizei an. Der Fall erregt dort ihr Hlbr?"' '""^ ^" Mörderin keinerlei Grund für dos« «» "An anzugeben weiß und die Aerzte erklären, ^ "cht geisteskrank sei. Die französische '""Nlltionnl! ^ Illustre-, veranstaltet ein großes ^Echacks 7°rrespondenz.ns. ° '" Europa offen ist. Der erste Preis °"" solllen ^"^"^ im Werte von 2500 Francs, "" 1 N.. "? ^" Preise. Das Spiel beginnt schon °"en'unk n ' die Partien werden mittels Post. ^ Francs. ^"^eitig gespielt. Der Einsah beträgt !!^T^ ^^ Tollwuth gestorben.) Das fünf-nelete wu^ ^" ^s Ofner Wcingärtners Andreas Me„ )-, <.°" U-v. M. von einem wüthenden Hund Mchen ^.°« sorgfältigen Pflege wurde das kleine ' und in ,. ?"^"" Tagen von der Wasserscheu ergrif-^ ', ""er grässlichen Leiden verschieden. ^ter ^.?^terung der Wiener.Neu-!°"" ^ ', ^r.Ulademie.) Mit dem begon- ""d l ssn!?"" 'sl eine erhebliche Erweiterung der zu Wiener-Neustadt ein- !"'"°n z., °", Um dem großen Andränge von Aspi. °^"b.n .m/ ^"'' "'^ "ämlich zu den bisher be-,'"° GlitteV". ^'"Nelclassen jedes Jahrganges noch > bei dem »./ ^" Errichtung dieser dritten Abthei. ">°rbe„. " ersten Jahrgang« ist bereits durchgeführt ^""' 11 d"m>""^"rdige Heirat.) In Paris ?' ^"ttoren s' "v"^ "»"'artige Hochzeit stattgefunden. K b"r Dr c! "^n vor dem Trau-Altar, der eine 3>der St^Ä"s Vertillon, Chef des statistischen k ^"lsl". der^ ^"^' bie andere Fräulein Dr.Schultze, ^s U.,»? alanzende Promotion im vorigen Jahre i^^^lreiche^,'Industrie.) In Europa sind ll«?"eb, P^" "einen Mühlen 2743 Papierfabriken ^ "^a 5 96si^!"l"°d"ct'on des deutschen Reiches be> Ü""' Oester. " ^"""' die Englands 3.914.000 ösw?w ^°?"leite on der Glut hin-bllld s^usse dez .'! "b dle Kehrseite dem wohlthäti-z»t <5 Mn die f.s""menden Elementes ausgesetzt, und und Wölklein, die lustig >l^'ffn'lnZ7 ,' l° schwellten sich die Segel "! da« M hinan« .^" ""Men Tag. und manch Me,^,Dach^Ns m hie finstere Nacht, während ?>ldc>,.^ hinein i. ^gentropfen niederfielen. Da >der „>isrn- ^" ">e vergilbenden Schatz froher > ",i, .'' 'Perl^ ^lte Vurschenherrlichkeit. l^bte 3kl°h e>",^ ftuchtfröhliche Weinschwelg. ^ M?c 'i" Kr.« p'^l"' der leine ist noczuali«., ^>,f" frisch u^« zu«' grünen Kranze., wo «die !'K lz!' M.".^.n..; und -wenn sich der Schwärm >. 5'b" Node d" n'itternächtige Stunde., da V>. >'n ! "n'"""« geht um - rum. plum, ^z ln!ch- M,t> ß""d"e an die Reihe. Schnader-^ v>h , un^'l"' baarbrecherg'sanglln. N >cr >>Men ? Vorzeitig,. >^/z ^ d.e Stunden schneller und an- s^?"ez^ früherer Nächte, und - die l ^ ^eite m,>e Vorsehung halte mich sch°" " 9eb.tte"""es Freundes und nicht immer ^__ A. bintner. ssüchbru«! verboten. Verschlungene Zläden. Roman aus dem Englischen von Hermine Kranlenstein. ll>3. Fortsetzung.) ViS spät in die Nacht hinein la^ sie regungslos, mit ihrem Schmerze tämpfeud, in ihrem Boudoir; erst als der Tag bereits graute, suchte ste Memo chr Laaer auf; doch umsonst. Sie konnte den Schlaf nM finden, der in diefem Augenblick ihr einziger Tröster aewesen wäre. Der Dämon, der Besitz von ihr genommen hatte, ließ ihr leine Ruhe. sondern wühlte vielmehr alles m ihr auf. was in den verborgensten Tiefen ihrer Brust schlummerte - alle bösen Leidenschaft",, die em Men» schknherz nur zu bergen vermag, und was diese Mch Geisterstimmen ihr zuflüsterten, es war mchts als Hass und Rache - Rache, nicht gegen den Mann. der sie in ihrem sich selbst demüthigenden Stolze verschmäht hatte, sondern im Gegentheile einzig Rache gegen em schuldloses Wesen, welchem seine Liebe gehörte und welches deshalb niemals die Seine werden durste und sollte, und wenn selbst Himmel und Erde sich dagegen auflehnten; denn sie hasste jenes Mädchen, nnd Isabella Farqnhars Hass war für deniemgen. dem er galt. dem Gisthauch des Samum gleich, dessen Atyem tod bedeutet - rettungslosen Tod für das chm ver. fallene Opfer.. . 24. Capitel. Otto Lynwood war nur zwei Tage von Lynwood' Hall fern gewesen, als zur größten Ueberraschung S.r Ralphs, welcher geglaubt hatte, dass d,e großstädtischen Zerstreuungen seinen Neffen länger festhalten würden, er auf Lywoob-Hall völlig unverhofft plötzlich wieder eintraf. «Ich bin wie der fchlechte Pfennig, der immer wieder zurückkommt,» bemerkte der junge Officier mit gezwungenem Lächeln, als fein Onkel sein Erstaunen darüber ausdrückte, dass er nicht länger ausgeblieben sei; «ich fand es entfehlich langweilig in London; es waren nur noch wenige Bekannte anwesend, und selbst diese wenigen rüsteten sich schon zur Abreise. Die Saison war von keinerlei Bedeutung.» «Und keineswegs glänzend, wie ich aus den Zei« tungen ersehe.» fügte der Baronet hinzu, in dessen Studierzimmer diese Unterredung stattfand. «Ich glaube, ich werde Aorienne nächstes Jahr einführen und ihr zu Liebe während der Saifon zwei Monate in der Stadt zubringen. Ich muss die Familiendiamanten aus der Bank nach Hause nehmen und neu fassen lassen, damit sie sie bei festlichen Gelegenheiten tragen kann.» Otto zuckte zusammen. Er hatte lange die Brillanten, welche einen enormen Wert repräsentierten, als sein künftiges Eigenthum betrachtet und sie dazu aus-erlefm, einen Theil seiner Schulden zu bezahlen, sobald er Baronet und Sir Ralphs Nachfolger sein würde. Jede Bemerkung, die ihn daran erinnerte, wie anders es mit seinen Aussichten stand, seit Lynwood-Hall eine Herrin hatte, war ihm unaussprechlich bitter. «Hast du die Brillanten deiner Frau im Ehe-contract zugesprochen?» fragte er in erheuchelt gleich-giltigem Tone. Sir Ralph jchaute ihn überrascht an. Lallen Zeitung sic. ^46. __________2104________ Netrag von der k. l. Finanzvrocuratur dem Lcmdes-ausschusse übermittelt und zur Begleichung der für Johann Ravnikar ausständigen Verpflegskoslen in Empfang genommen wurde. — Die angeführten Punkte des Rechenschaftsberichtes wurden vom Landtage zur Kenntnis genommen. Abg. Vi^nikar referierte namens des Finanz« auSschkfses über den Rechnungsabfchlufs der Landes-Wem-, Obst- und Ackerbauschule in Stauden pro 1888. Der Bericht wurde zur Kenntnis genommen. Abg. Viß' nilar belichtete ferner über die Landesstiftungen an der obgeuanntei, Schule in Stauden. Für die Schule in Slap hatte der Landtag zur Zeit deren Errichtung acht Landesstiftungen zu 120 ft. jährlich bewilligt und im Jahr? 1883 deren Anzahl auf zehn erhöht, wobei es auch geblieben ist, als die Uebersiedlung der Schule von Slap nach Stauden stattgefunden hat. Die Stiftungen werden nicht drn Schülern ausgezahlt, fondern an die Schullüche abgeführt. Die Schüler erhalten hiefür die Kost aus der Schulküche, welche nur die factischen Aus« lagen verrechnet. Da jedoch die Kost, die Wäsche der Schüler :c,, seit die Schule in Stauben sich befindet, billiger zu stehen kommen, so wulde von dem für Stiftungen bewilligten Credite im Jahre 1887 der Netrag von 400 fl. 37 kr. und im Jahre 1888 per 623 fl. 79 kr. in Crsparung gebracht. Pie Direction beantragte daher, die Stiftungen von 120 fl. auf 100 fl. herabzusetzen, hingegen deren Zahl in Hinkunft auf 12 zu erhöhen. Vei dem Umstände, als die Zahl der um die Aufnahme in die Schule bittlich Gewordenen immer mehr zunahm, hat der Landesausschufs in Anhoffung der nachträglichen Genehmigung des hohen Landtages die Stiftung fchon für das Schuljahr 1889/90 mit 100 fl. ausgeschrieben und die Zahl der Stiftungen auf 12 erhöht. — Der Landtag hat die bereits erfolgte Ausschreibung der Landesftiftungen mit je 100 fl. geneh« migt und den Landesausschuss beauftragt, diese Aenderung des Statutes der k. k. Regierung mitzutheilen. (Schluss folgt.) — (Herzog Wilhelm von Württemberg) ist vorgestern um 2 Uhr nachmittags in Klagenfurt angekommen und auf dem Bahnhofe vom Brigadier Oberst Heyrowsly, dem Regimentscommandanten Oberst Rungg und dem Landwehrcommandanten Oberstlieutenant Marx empfangen worden. Nach Abschreiten der Ehrencompagnie, die mit Musik ausgerückt war, ließ der Herzog dieselbe defilieren. Hierauf fand der Empfang des Officierscorps im Casinofaale statt. — (Die Bewegung in Podraga.) Wegen gegründeten Verdachtes einer gesetzwidrigen Agitation in Angelegenheit der Religionsbewegung von Podraga ist Dienstag eine Gerichtscommiffion, bestehend aus den Herren: Staatsanwaltsubstitut Dr. I. Kavcic und Lau» desgerichts-Ndjunct Hauffen aus Laibach und Gerichts» adjunct R. Vamberg aus Wippach, dahin abgegangen, welche vorgestern nach Pornahme einer Hausdurchsuchung zur Verhaftung des Agitators Ivan Vozic geschritten ist. Derselbe wurde dem Bezirksgerichte Wippach über» stellt. — (Im istrianischen Landtage) ergriff gestern nach Erledigung einer Personalfrage bei den De» batten und Veriftcierung der Wahlen der Landgemeinden Regieruligsvertreter Statthaltereirath Eluscheg das Wort und bekämpfte in langer, schneidiger Rede die Aus- «Wir haben keinen Ehecontract gemacht — ich glaube, ich sagte dir dies schon einmal.» «Wirklich? Dann muss ich es ganz verg.ssen haben. Nun freilich, ein solcher ist auch gar nicht nothwendig, da du ja Adriennens Zukunft testamentarisch sicherstellen willst. Du hast gewiss deinem Nechtsanwalt schon den Auftrag gegeben, alles Nöthige dafür vorzubereiten?» «Nein. ich will noch einen oder zwei Monate warten, bis die Pacht für einige unbedeutende Farmen abliwft, dir ich dann verlaufen und den Erlös dafür besser verwerten will.» Ein Ausdruck groher Erleichterung malte sich bei diesen Worten seines Onkels in Otto's Augen; Sir Ralph schaute durch das Fenster in den Park hinaus ,md merkte nichts davon. «Du thust schr klug daran.» sagte er, «dass du diese Augelegcnheit so viel als möglich verein» fachst. «Das meine ich ailch,» versetzte der Baronet und fügte dann lachend hinzu: «Ich habe durchaus nicht die Absicht, mein Testamrut fo abzufassen, dass nach meinem Tode jahrelang wegen des einen oder anderen Plmkieö procefsicrt werden könnte; nein. es soll jedes Wmt so klar und deutlich meinem Wille» Ausdruck g'd,ii. dass nicht der leiseste Zweifel daran aufkommen kmm. N^lirigeus dachte ich auch. mir mit mliiieu letzt-Nüsligcu Vcfügungen noch Z'it lassungczechisch«'n Adressentwurfes durch den Abg. Dr. Julius Gre'gr in Anspruch. Dieselbe währte ungefähr zwei stunden. Gegen die sonstige Gewohnheit des Antragstellers stach dessen heutige Rede durch die maßvolle Tonart vortheilhaft ab. obgleich dieselbe sowohl gegen die slltczechen als auch gegen die Feudalen, wie gegen die Regierung und die Deutsche» die heftigsten Anwürfe lind Anklagen erhob. Der Antragsteller fchlofs fehr pathetisch mit einer Apostrophe an den gesummten Landtag: «Mögen Sie mit der Adresse verfahren wie Sie wollen, mir Eines bitte ich Sie» (dabei zog Gr»!gr oas Taschentuch heraus und wischte sich die Thränen aus dem Auge). Sie mögen über dieselbe nicht zur Tagesordnung übergehen.» Stürmischer Beifall folgte den Schlusswortcn auf den Inngczechen Bänken und der Gallerie. Zur formalen Behandlung des Antrages nahm Dr. Rieger das Wort und erklärte unter allgemeiner Spannung: «Wiewohl die Adresse nach Form und Inhalt seinen Gesinnungsgenossei, nicht völlig cut« spreche, so werden sie doch mit Rücksicht auf die hohe Bedeutung des Antrages der Znwchuug desselben an eiue fimfzehnglicdrige Commission beistimmen.» Stürmischer Befall auf den Iuugczechen-Äänlru. Die Adrefse wurde sodann einstimmig d.r fünfzehugliedrigei, Commissioil zugewiesen. Berlin, 24. October. Der ReichsanMtt ^ dass Dr. Herrmann Klee zum Redacteur oes, schc» Reichsauzeige.s» und .Preußisch" ^U'«^ gers» mit dem Range eines Rathes vierter ^» nannt wurde. ., ., AB- Miinchcn, 24. October. Anlässllch d" z., oerathunq im Finanzausschüsse bezeichne"^ nisterpräsiomt den Krantheitszu stand des «^ ,' z uommeu — das Beiu musste amputiert wer» Herlauf der Krankheit ist rin günstiger. , <,Mde Teheran, 24. October. Die lais"l'chr ^ .„ gestern eröffuet; der "GolkswiiWastliches ^. Mdolfswert, 22, October. Die Durchschnitt« ^"' sich aus dem heutigen Marlle >vic folgt: ——"^ Weizen per Hektoliter 7 80 Vulter pr. Kilo - - ' ^. Z, Korn . 5 20 Eier pr. Stun ' ' . ^ ' Gerste . 4 88 Milch pr. M" > ' . ^. A Hafer . 2 60 Rindfleisch pr. l"" ^ 4 Halbfrucht . 5 52 Kalbfleisch . . ^ " Heiden . 4 22 Schweinefleisch ^ ^ Hirse . b U0 SchöpseB"^ . . ^ s' Kuturuz . 4 88 Hähndel pr. SM > Erdäpfel pr.Meter-lltr. 2 92 tcmben . L^ Fisolen per Hektoliter b 52 Heu pr. M-^«' l Erbsen . 5 84 Stroh W" ^. Linsen . 5 52 Holz. hartes, pr-"" 2 " Leinsamen . ---------^A« u'r Vubil' .. Rmdsschmalz pr. Kilo — 80 Holz, welches,p^ ^ Schweineschmalz . -7« . ^A'«r Ml- " ^ Speck, frisch, . - 56 Mm. «th.,pr.^ ^ Speck, «/räuchert. . - 76! Wein, welder. ^ fl, Die Wciilprcise variierte» zwischm^^^.— Lcrslülwlc. ^„M Den 23. October. Sebastian Vergers ^,,!» 42 I., Panada,,,», 50, Tul'ermlose. ^ s„„is. , ,.I„ Schneidermeister, !14 I., Polallastrahe ^o, Vtar^ ^^„^^ Deu 2 4. October. Anna KoSir, Albeit» Aahnylisgass,' 28, Gehinl.Apoplcxic. Im Spitals ^.Mr^"'" Den 22. October. Maria Krasourc, ^, 5!ottozichllng vom 51. October. ^ Prag: 40 63 26 25^^^ Mcteorolonische Beolmch^ml^ett^ z zl V ft .. --"s "'7^!7M^7W-6 "6^"^»M h,it.>r M 24 ^ . Äi. 739-0 1l-4 O. sch"^ ^>r l <"' ',1 . Ad. 739 3 9-0 O. schwach . " ^„"'^ Mor„e.m.bel, dann ziemlich hei!«! n»^^» ^ Das Tageömiltel der Temperatur 8 « , " ^^.^ Normale. ^-—-^TT^ ^. «era»»l>o,üicd,r lttedacteur: ^- ^^--^.^,j. «lo besonderer Tchatz «ilt einer jew'pra^' ^,,,, sra.. >l,re Sammluxc, bewährter ^"«V'^,,,, da^^^ Freillldilüleii praktisch erprobt und !"' !1'" ' «^hrc l'" ., „iD,"?,' unsere Damen, und so entsteht im chronil,. nniche wertvoller ist als mauch^iro""^^c!i,>^, eine Anzahl derartiger Neceptsam'nlungc!, z» ^erall „i'!> "",^'milie< Suppen, Gemiiscu und ssleischspn1"l ""M^^ b>c ^"^"^ Speisen wilrzisser und schmackhafter >uan)» wesenüich vereinfacht und verbilligt. ^^^—""^^WW D Gott den, Allmächtigen hat ^ ^^,vc>'st ^^" W lieben, mwergtlslicheu Vater, bezley""» W vater »nd Schwiegervater, Herrn » Bernhard Icntl > Privatier ^,il. > qestern um N Uhr W versehen mit deu heil. ^rbesacr n^ ^.^.l. , W von 94 Jahre» in ein bcssen's ^'"' l.lich.''' ^!?' » Die irdische H.'Ne des thmre" ^ „^ ^,., > ssreitag. den 25. October, u" "^-^/>" > aus dem Trauerhanse Polauada '.' ^ ,." "" W und auf den, Friedhofe zll St. ^y ^" M Grabe bestattet werden. .„ »eri^ W Die heil. Seelenmessen wervc" ^^ > Kirchen gelesen werden. ,.„u,.chlc'" '"hF"' > Deu theuren Verblichenen e.P''^,„ A>" W freunden ,lud Nclanuten com" ' > Lail. ach am 24. October ^' ^l't"'! » Die trantlndcu Hi«^^^ 2105___________________________________________ Course an der Wiener Börse vom 24. October 1889. «»«dm. »««inm «o«»«»,» ^?««»..,,. ,„,,.,„, «« ««, i3z...^»...-«,!3;7,:»«! l. ^ . ' - NX! fl. 177 75 178 l.l) ^'NVls"^', 10«'95,,«15 >'hia n?"'b«n,le... <»« İhn ,.^Ä« . «14 75 115 75 « izn wu n^ S'lbkl l03-i03 5" °"«'U,5""e5°/ ^ ' - '"25 1014!. > cQ ">"u ^«^^^ l,4 '/0 „5 3', Geld Ware Gnmdentl.-Oblilllltionen (sür 100 fl, VM.). 5°/,. galizische...... 103 K0 104i!0 b°/„ mahrische...... 109 50 III,- b°/° Kialn und Küstenland . . — — — — b°/, nleder»slel«ichilche . . . 109 50 l 10 50 k"/„ stelrllche......-'--------'- b°/„ lroatllche u»b slavonische . 1«b'- - — b"/„ siebenliüraUchc ... IN4'7ö ioblo b°/„ lemeser Vll»a! , , . . 104 70 105 8« 5"/« unoarlsche...... lU4'7U l0b«« Andere össentl. Aulchen. Do»au««eg..Lose 5"/„ 100 fl. . I« 50 128 -blo. «lnlelhe 187» . .107-10« — «nlehen bei Stadt Vbrz . . Ill) - — — «nlehen d. Vtabtgemeixdc W!o» 105 l.0 10« — Piäm.-Nnl. d. Stadtaem, wlcn 14» e<» 144- V0rlenbau-N»leht» verlo», 5«/^ W'5« - - Pslludbriese (sül 100 fl,), «obrncr. allll- 0s<. 4°/„ «. , . »I» 50 119 50 dt°. » 4»/,"/«. . . 1^0 75 «01 «5 dtl). , 4"/^ . . , »«'40 W'90 dto. Pram.-Hchulbverlchr. »"/„ l»8 L5 10» 75 Oest. Hypothelenbanl l0j. 50°/, 101— 10» - oest.-un«, »anl veil, 4'/,°/° . 10» - 1^2 50 delto » 4°/, . . lw'»010« »»> betto 5N Priliritäts-Oliligationcn «ür 100 fi.). s5,rd!na»d« «ordbah» Em. 1»»« »00 — INN 50 Vaüzüche »arl^UudwlgVllhn Diverse Lose (per stuck), llieditlose 100 fi...... ,84-.. ... - lllaryLose 40 fi......^95« 6« — 4"/„ Donu» Dampssch. 100 fi, . iz? — ,ii8 -«albacher Präm, «nlcl,, W sl, ,4-. L5 - lDsenrr L°lc 40 fl.....h, 75 ««75 Pnlffl!L°!e 4« fi......57-hU D« - Rothen Kreuz, Ost. Oes. »., l» ss, ,«80 I»'»" Rudolph Lose 10 fi.....„.go zo I« 3alm i/ose 40 fi......yu l,u 65i>u Ll, Genols'Lose 40 si. , . , gz-. «N- WaldstslnLose 2» fi.....41>,5 c> s" V»lb war» Aindcrba»!, ost, »W fi, . . . «57 »5 »i? 75 0esteri.°ungar. Aanl »00 fi. . 91» — 9^0 - UnionbanI «00 fi...... L4t50 245- «erlehrsbanl. «lllg, t4U fl, . , 159 50 ioo 50 Nctien von Transport-Unternehmungen. (per Stück). Albrecht «ahn »00 fi. SUbei . SI'— «3 - «lj«ld-ssiumlln. Bahn 200 fi. 3. »00-25 »»0 75 V«hm. «ordbahn 150 fl. . . . 830 — ^8« - » Westbahn »00 fl. . . . 83» 50 33» - Vuschttehiaber 50 1060 dt°. (lit. L.) »00 fi. . 89! - 39» — Donau» Dlllnsifschifffahrt» Ves., oesterr, 500 fi, EM. . . . «75 - «77 — Dlllu-V!!.(Ä..Db..Z.)800fi.N.---------------- Dul'Nodenb, »is,-U. »00 fl. N,---------------- Ferdinano« «orbb. 10«u fi.75 » neue Wr., PrlorltH«. «ctlen 100 fl...... 98 7i 99 »5 Ung.««llllz. Visenb. 900 fi. Silber 192 ?5 »03 2b Ung. Nordostbahn 200 st. Silber !l«9 50 1«,.- Un«.UeNb,(«a<>b-Viaz)»0»1l.V !i91 i>0 1««.. Inbustrie-Attien (per Stück), »auges,, »llz. 0««. 100 fl. . 90 — « — lzydier Ellen« und Stahl'Ind. in Wien INN fl...... 95 — loo» — Visenbahnw-Üeihg, erste, «0fl. vt 5» 95 — «ltlbrmuhl». Papieri. u. V»<». ^ b» 75 »» 75 Lleslnger Brauerei «00 fi, . . ill» 50 «04 b<. Montan-Vesell,. üsterr,.alpine Ui - z»ü 4« Pr仫 Iali, Kteinlohle» «0 fi. 3Ul - 3UI, - «Lchliiglmühl», Papiers, 200 fi, »07'.- A«, «, »Ltcyrermühl»,Papiers,«.«.-«. 18S — 18? — Irisailer Nohlenw..G«s. 70 fl. . i»8 — ,,» ._ Wllsfens.-»,,0eft,!>lWieu1N0fi, 445 — »52 — Wazgon-lltihllnst.. «ll». in P<« «0 fl......... »b-»z X9 «s. «sr. Vllu«eseMchaft 100 fi. . . »»— «s »5 Wienerberger 8le«el «ctien »es. I?» — 178 -- Devisen. Deutsche Platze...... 5« 87, «50 London ........ 119 10 »19 50 Pari«......... 47 »l» 4?»« Valuten. Ducaten........ 5 69 570 »U'Franc«-Stül!r..... 9 4» 9 49 Deutsche «eichebanlnoten . . 5« »», «» »?, Popiel-Nulxl...... l »8,, »-»««, Italienische Banlnoten (KW U.) 4» 65 4« ?2^