LaitmchcrOMtlmg. Nr. 278. VlHn»mel«tion«prel«: 3m «omptolr ganz>. ft. il, halbj. ll. .Vllo. Yilr blc Zustellung in« Hau» halbj. l<> ll Vitt t>« Poft »anzj. fi. li., balbj. fi. 7.50 Samstag, 30. November 3«sertion»ge»«hi b<« l« gellen: lmalsol». l«.«0li., »m. > fi.;s°nft pl.Zrilc lm. «lr., »m. »ll. 8m. lU tl. u. s. w. In!erti»n«ftempel jlbe«m. ««l». «872 Mit 1. Dezember beginnt ein neues Abonnement auf die „Lailiacher Zeitung." Der PriinumerationS-Preis beträgt für dle Zeit vom 1. bis Ende Dezember 1872: III! Comptoir offen.......— fl. 92 lr. Im Comptoir unter Couvcrt .... 1 „ — „ Mr Laibach ins Hau« zugestellt . . . 1 „ — „ Mit Post unter Schleifen.....1 „ 25 „ Amtlicher Tbeil. 3e. l. und t. Apostolische Majestät habe» nachstehendes "«erhöchste Handschreiben allergnädigst zu erlassen geruht: . «icber Freiherr v. Lasser! Ich finde Mich be, llilNlni, den Reichsratb. z,n Wiederaufnahme seiner Thä-^lcit auf den 12, Dezember d. I. einzuberufen, und beauftrage Sie. hienach das Entsprechende zu veranlassen. Wien. 20. November 1872. Franz Joseph in. p. Auersperg m. p. Lasser m. p. Der Minister des Innern hat über Einschreiten "< ersten allgemeinen VeamtenvereinS der österreichisch- ungarischen Monarchie im Einvernehmen mit den bethei- ,^tn anderen l. l. Ministerien dem Herrn Karl Fried- .H Fell mann Ritter r, Norwill, Präsidenten i nes V^j,,^ ^^ Bewilligung zur Errichtung einer «cllenaesellschaft unter der Firma ..Vaugcsellschaftt des ">len allgnl,eincn Geamtenvertines der österreichisch ^nü ^lllhssecretarS-Adjunctenstelle dcm t. l. wiener ^gerichts.Adjuncten Dr. Leepold Adler verliehen. ih »?!" ^' Dezember d. I. um 9 Uhr vormittags wird ^^tisein der Staatsschulden »Eontrolcommission deS iy ^^theS in dem für Verlosungen bestimmten Saale H «ancogebällde, Singerstraße, die 32. Verlosung der l°sun ^ Lotto.AnlehenS vom 1839 und die 43. Per» ^nl l? ^ Serien- und Gewinn-Nummern des Prämien« 'tns vom Jahre 1864 vorgenommen werde:,. V°n der l. l. Direction der Staatsschuld. dr^?"' .27. November !«72 wurden in der l. l. Hof- und Staats-!lovt,sf' '« Wien die iililieuische. böhmische, Polnische, ruthenische, l8?z» '^e lroatische und romanische Ausgabe de« am 21 August tztllg °°"°ufig blo« in der deutsch«'!! Ausgabe erschienene» XI.V, ,. Dl>«s.,l.^ Neichsyssshhlattcs ausgegeben und versendet. ^. N? ! ""l>"ll unter m,j.?" Verordnung be» Ministeriums der Finanzen, des mÄ"'""" lur «lulln« und Unterricht und des Justiz. '"Nlfttnum« vom 14. Juli 1872. betreffend die Rechlsver- tretnug der staatlichen Schulbehörden durch die Finanzftro-curaturcn; Nr. 120 die Verordnung des Ncl>rbanministcrium« vom 30. Juli 1872, betreffend die Nnwenduuc, der flir die Hochschulen' llberhanpt geltenden Gcsrhe und Verordnungen auf die Hochschule filr Vobrncultur ,n Wien; Nr. 121 die provisorische Verordnung des Ackcrbanministcrium« vom 31. Juli 1N72 bczttglich der Habiliticrunn und Function von Privatdoccnlen an tz,r Hochschule filr Vodencultur in Wien; Nr. 122 die Verordnung be« Ackerbauministermm« vom 1, August 1872, betreffend die Wirlsamlcit der Immatriculalioi: au der Hochschule für Vodencullur bezüglich der anderen Hochschulen Wiens; Nr. 123 die Verordnung deS Ackerbauministtliums vom 1. August 1672, betreffend die MatnlclgelMr nnd das Untcrrlchts-honorar, welche an der Hochschule sllr Godencultur in Wirn zu erlegen sind; Nr. 124 dit Verordnung des Ackerbauministerium« vom I.August 1872, betreffend die Bestellung oou honorierten Docenten an der Hochschule für Bodrucult'ur in Wien; Nr. 125 die Verordnung des Ncterbaumiilisterium« vom 1. August 1872, womit Ilebergaiigichfstimmlmgrn zur Verordnung vom 31. Juli 1872, betreffend die Haliililieruug von Prioaldocen. te» sllr Bodrncnltur getroffen werden; Nr I2N die Kundmachung des Finanzministerium« vom 4. August 1872 ilber die Errichtung einer Espositur oc« Hauplzoll: j amtes in Prag am Bahnhöfe der buschtichrabcr Eisenbahn zu Smichow; Nr, 12? den Erlaß des Finanzministerium« vom 9. August 1872 in Vclreff der Zoll- nub Verzehrungsstcuerbrhanblung der znr wiener Weltausstellung im Jahre 1873 einlangenden Gegenstände. (Wr. Ztg. Nr 272 vom 27. November.) Nichtamtlicher Theil. Se. Exc. der Herr Ackerbaumlnister hat das vorgelegte Project einer Ausstellung der österreichischen Melkvieh' racen bei der Weltausstellung, welche bit wiener Landwirth« schafts»Gesellschaft im Einvernehmen mit den anderen Landwirthschafls'Ocscllschaften zu veranstalte!, gedenkt, im Interesse der geeigneten Vertretung der österreichischen Nmdoiehzucht, bei dieser hervorragenden Gelegenheit und namentlich mit Rücksicht auf den Umstand, daß dadurch während der ganzen Zeit der Ausstellung den Gesuchern derselben Gelegenheit geboten wird, sich mit den österreichischen Vichracen bekannt zu machet,, so bcrücksichli-gmswerth und im Interesse deS ganzen Reiches liegend befunden, daß er für daS Unternehmen, wcnn es unter den angegebenen Modalitäten zur Durchführung kommt, eincn Staatsvcitlllg aus der Dotation des Ackerbauministeriums in der Hohe von 20.000 fl. für das nächste Jahr in Aussicht stellte. Gei der Zusicherung dieses StaatSbci. träges ging der Herr Minister von der Voraussetzung aus, daß von der Generaldircction der Weltausstellung ein Platz für daS Gebäude unentaelllich überlassen und auch das Rtcht des Milch- und Kaffeeschanles ohne be-sondere Kosten eingeräumt wird. Die Abordnung eines Vertreters des Ackcrbauministeriums in das zur Durch» sührung deS Unternehmens bestimmte Comit6 wurde vorbehalten. Vom Taze. Die „Presse" bringt in Betreff bcr in Aussicht sllhcnden Wahlreformvorlage unterm 27. d. M. nachstehende Mittheilung: „Der letzte Rettungsanker d:r Föderalisten uud Feudalen ist durch die Thatsache vernichtet, daß der unter Vorsitz des Monarchen abzu» hallende Ministerrath, der unter andern, auch den formellen Abschluß der Wahlreform dringen soll, für mor» gen anberaumt wurde. Die Gegner des Ministeriums waren infolge der mehrfachen HmauSschiebung des Con-scilS zu völlig unberechtigten Combinationen gelang! und gaben sich Hoffnungen und Erwartungen hin, die nur aus einer totalen Unkenntnis der Verhältnisse go zogen werden konnten. Die Festsetzung des Tages für den Ministerrath blieb von ganz nebensächlicher Bebeu» lung. Beweis hiefür, daß noch gestern, und zwar aus rein formellen Gründen, ein weilerer Aufschub bis in die eisten Tage des kommenden Monats in bestimmte Aussicht genommen war und daß wieder Umstände rein^ formeller Art zu dem abändernden Entschluß führten, den Conseil heute zusammentreten zu lassen. Es ist lein Zweifel, daß denselben vorwiegend die Wahlrcformüjor-lagc beschäftign wird. Die Ausarbeitung derselben hat die volle Billigung deS Monarchen erhallen, worüber unzweideutige. mehr als mündliche Aeußerungen vor» liegen, waS zumal den Feudalen nicht unbekannt sein sollte, wenn sie über die Stimmung in den Allerhöchsten j Kreisen in der Thal so gut unterrichtet waren, wie sie in ihrem Organe sich den Anschein geben. Bedeutsam wird der morgige Minislerrath speciell sür Galiziei/ insoferne werden, als er auch über die Stellung dieses KronlandeS gegenüber der Wahlreform zu entscheiden haben wird und dies möglicherweise in Verbindung mit der Antwort geschehen wird, die dem galizijchen Landtage über die Adresse zu erlheilen ist. Der Verlauf b« Adreßdebatte im galizischen Landlage tonnte übrigens dem Ministerium leinen Anlaß geben, von seiner oen Polen im allgemeinen nicht ungünstigen Position irgendwie abzugehen." — Die wiener Blätter vom 27. d. beschäftigen sich fast durchwegs mit den nunmehr zu Ende geführten Adreßdebatlen im galizischen Landtage. Sie thun dies auf Grund der vorliegenden telegraphischen Berichte, welche der Natur der Sache nach nicht vollständig sein können. Mehrere Blätter constalieren, daß aus den Verhandlungen ein dem Ministerium freundlicher Ton hervorllinge. Die „N. Fr. P." findet an denselben zumal die gegen den Föderalismus gerichteten Aeußerungen einiger hervorragenden Rebner bemerken«» werth, ein Umstand, welcher in gleicher Weise auch von der „Tagespresse" hervorgehoben wird. Daß dem ga-lizischcn Landtage Gelegenheit geboten wurde, sich mit eclatanter Majorität gegen den Föderalismus auszusprechen, findet daS .,Frembenblatt" sogar als den hauptsächlichen praktischen Erfolg der «ldreßdebatte. DaS „N. Frdbl." glaubt endlich darauf hinweifen zu müssen, wie , zahlreiche und verschiedenartige Gegner die Adresse selbst in ihrer gemäßigten Form in der Repräsentanz Gali-zienS gefunden habe und wie die Anhänger derselben nur durch allerlei Compromise zusammengehalten werden konnten. Zur Action >cr Lanttage. (27. November.) Nieoeröster re ich. Der Landtag beschäftigt sich mit der Berathung des GeslheS über die Vermittlung«, ämter. Der betreffende Gesehentwurf, hervorgegangen aus einem Compromiß zwischen Regierung, Landesaus-schuß und GmieindeauSschuß, wurde, da im Hause gegen denselben keine principiellen Bedenken hervortraten, mit wenigen unwesentlichen Modifikationen in zweiter und dritllr Lesung zum Beschluß erhoben. Desto lebhafter gestaltete sich die Discussion über die RegierungSoor. läge, betreffend die Schonzeit des WildcS. Dr. Granitsch beantragte Ulbcrgang zur Tagesordnung. Diesem Standpunkte gegenüber vertraten die Abgeordneten des Großgrundbesitzes und der Städte die Ansicht, daß ein so lucretiver Zweig der Landesproduction, wie die rationelle AuSbculuug deS Wildstandes, nicht ohneweilers beiseite geworfen werben könne, zumal der Schaben, den daS Wild an Feld und Acker anrichte, in keinem Verhältnisse zu den national'ölonomischen Vortheilen steht, welcde gerade die Landbevölkerung aus dem Ertrage de« etlegten Wildes ziehe. Die beinahe dreistündige Berathung, an welcher auch der Statthalter mit der Erllülung lheilnahm, daß die Regierung die Noth. wendiglcit einer Aenderung der Iagdgesehgebung gerne anerkenne, schloß mit der Ablehnung einer vo» «bge-ordnelen Dumba beantragten motivierten Tagesordnung. Salzburg. Der Antrag LlenbacherS, der Ver-waltungsausschuß möge über die Predilbahnangelegenheit noch in dieser Session Bericht erstatten, wird angenommen. Der Landeshauptmann theilt ein Telegramm des Ministerpräsidenten Fürsten «uersvcra. mit, wonach eine Allerhöchste Entschließung belreffend die Wilderer-richtuns, des Bezirksgerichtes in Golling erflossen ift. Der Landtag bringt ein dreimaliges Hoch auf Se. Ma-jestät den Kaiser auS. Zahlreiche AuSschußberichle wur-den sodann erledigt. Böhmen. Ruß und Genossen beantragen die Beschlicßung eines Gesetzentwurfes, durch welchen einige Paragraphe deS Gesetzes vom 21. Jänner Itt?0 zur Regelung der Rechtsverhältnisse deS LchrerflandeS an den öffentlichen Volksschulen abgeändert werden sollen. Lumbe und Genossen beantragen entsprechende Nbände-rungen deS Gesetzes über die Gezirlsverlretungen. Die Berichte der Budgelcommission über den Rechnung«, abschluß de« Slislsfond«. über die Befreiung der Officiate und Assistenten vom Erläge einer Dienstcaution und über den Zustand der au« dem Lande«sond« bolier. ten landwirthschaftlichen Schulen werden genehmigt «ch hierauf Berichte deS Petitioneausschusses verhandelt. 1956 Schlesien. Der Reichsrathsabgeordnete F. v. «Miller legt sein Mandat als solcher nieder. Der Gesetzentwurf einer Feucrpolizeiordnung wirb angenommen. Galizien. Ziemialtowsti, Chrzanowsli und Kabat erneuern den Antrag auf Vermehrung der Abgeordneten für die Städte bis auf 35. Smolla inter« Pelliert den Regierungscommissär, warum ein Gesetzen!« wurf über die Nmortisierung der vom Jahre 1853 bis 1807 dem galizischen Grundentlastungsfonds geleisteten Staatszuschüsse uad die fernere staatliche Dotierung dieses Fonds im Reichsrathc nicht eingebracht wurde. Folgt sodann die Generaldebatte dcS Straßengesetzes. Steiermarl. Der Landtag hat das Budget pro 1873 angenommen, die Subvention für die städtische Realschule abgelehnt, und für die neue Gewerbeschule 2000 fl. bewilligt. Unten ichtsminister Stremayr »ohnte der Sitzung bei. Kärnten. Abg. Leitgeb, Berichterstatter deS SchulauSschusseS, beantragt die Mehreinstellnng von 1000 fl. für Lehrmittel an Volksschulen. Cinspieler beantragt, nur den vorjährigen Ucuerschuß mit 1700 ft. für arme Gemeinden zu verwenden, ferner an slooenische Gemeinden slovenische Lehrmittel zu verabfolgen. Der Berichterstatter constatirt, daß slooenische Gemeinden deutsche Lehrmittel verlangen, weil sie die neujlovenische Sprache nicht verstehen; auch seien leine guten slove-mschen Lehrmittel vorhanden. Abg. Rainer wcist nach, daß die ganze Bewegung durch die llerical-nationale Agitation künstlich hervorgerufen ist, der slovenifchen Bevölkerung Zwang auferlege und den Bedürfnissen derselben nicht entspreche. Hoch bedauernswcrth sei die Agi-tation der slovenischen Geistlichen, namentlich derKraincr im Lande, wodurch die slooenische Bevölkerung, welche sich ganz als Kärntner fühlt, irregeführt wird. (Lebhaf< teS Bravo!) Der Regierungsleiter spricht für die Aus« schußanträge und gegen Einspieler. Für diesen erhebt fich nur der Fürstbischof. Die Ausschußanträge werden mit allen gegen zwei Stimmen angenommen. Alle anderen Gegenstände der Tagesordnung haben nur locales Interesse. Zur Affaire Tscrnatony läht sich eine Correfpondenz deS „P. Ll." aus Wien unterm 25. d. vernehmen, wie folgt: „Die Vorgänge im ungarischen Unterhause haben hier im verfassungstreuen wie im feudalen Vager aufmerksame Beobachter gefunden. Im letzteren knnzcichnen sich die Erwartungen, die man an diese Creianisse knüpfte, zur Genüge durch zwei eillfache Thatsachen, von denen die eine «n dem Jubel der national.feudalen Presse über die bekla-genswerthen Szenen im ungarischen Unterhause, die andere darm besteht, daß das hiesige feudale Organ sofort den Namen Sennyey lancierte. In dem einen Mo» mente drückt sich die Hoffnung auf einen Umsturz all^ Gestehenden, in dem anderen die Zuversicht aus, mil der man von Seite der hiesigen Reaction den Namen Sennyey für sich reclamieren zu können glaubt. Inwiefern eine solche Annahme eine berechtigte ist, wird man in Pest zunächst beurtheilen können, hier sei nur die Thatsache constatiert, daß unsere ClamS, Thuns u. s. f. Herrn v. Sennyey als ihren Mann betrachten. Dieselben Gründe, welche die feudal-uationalcn Organe aufjauchzen ließen, mußten die Verfassungspartei mit Betrübnis und Befürchtungen erfüllen. Hier ist man sich klar, daß mit dem Sturze eines von der Deal-partei vollständig getragenen Cabinets und dem Versuche, auch Ungarn zum Objecte für altconseroative Projecte zu machen, der Parlamentarismus in Oesterreich an seinem Lebensabende stände. In der constitu-lioncllen Entwicklung unserer Westhälfte fehlt der alt-conservative Gedanke, wie er sich in Ungarn erhielt und selbst mit der modernen Entwicklung sich abzufinden gewußt hat, vollständig. Dem ungarischen Allconseroa-tismus stünde hier die finsterste Reaction gegenüber, die ihre erst« Ausübe dann ecblicken würde, mit dem consulutioncllcn Rechtsstaat: nach cimin bekannten Muster tudula. rÄ3H z>, machen. Darum blickte man im verfassungstreuen Lager fast ängstlich »ach den Vorgängen im ungarischen Parlament und im Dealclub und ist jetzt hoch defri.iqt. daß das Cabinet Lonyiy auch diese oppositionell' Feuerprobe siegreich bestand. Im allgemeinen war un^re Presse der Ausdruck dieser Stimmung, einzelne Organe ausgenommen, denen die Magyarophobie zur zweiten Natur geworden und die sich selbst in diesem für ihre eigene Palte« bedeutsamen Momente von ihr fortteißen^ließen. In Ungarn wer. den wohl diese vereinzelten Stimmen nicht schwer genug in die Wagschale fallen, um über dieselben an die sympalischen Kundgebungen der gesummten liberalen Presse Oesterreichs für die ungarische Verfassun««partei zu vergessen." Sämmtliche Blätter sprechen ihre Befriedigung über die Vüsung der Affaire Csernatony aus „Naplo" schreibt: ,Damit wir alle in uns kehren, damit wir alle ohne Ausnahme erkennen, was auf dem Spiele steht, um welche große Iütcrcssen des Landes, es sich handelt, dazu war es vielleicht nöthig, daß die Krisis sich sn rasch entwickle, wie dies seit acht Tagen geschehen. Unter der Einwirkung all der erlebten Er« , fcheinungen fühlten wir alle. daß eS, g'schehe was da »ill, so nicht Weiler gehen könne. Allgemein wurde die Ueberzeugung, daß wir auf eine abschüssige Bahn gerathen sind, die zum Abgrund leitet. Die heutige Stimmung gab Zeugnis von der Allgemeinheit dieser Ueberzeugung. Möchte doch die Versöhnlichkeit, die alle Parteien von ihrem Alpdruck befreit hat, dauernd sein." „Reform" schreibt: Viele fragen, ob eS nicht vernünftiger gewesen wäre, die Krisis durch Abstimmung, als durch die Unterhandlung zu lösen. Die Abstimmung Hütte entweder die Regierung in offener Parlamentssitzung gestürzt, oder eS würde sich für die Regierung eine Majorität ergeben haben, aus welcher die unoerläßlichen Elemente weggeblieben wären. Eine solche Krise hing heute eine halbe Stunde nur an einem Haar. Niemand wollte aber, wie eS scheint, die Verantwortlichkeit dafür übernehmen, weder die amtsmüdc Regierung, noch die Deakpartei, noch die Coiiscrvatioen, noch die Opposition. Die Frage diS schte den Antrag Györffys im Club zu verhandeln, damit eine Ministerlrise nicht ohne Wissen und Einwilligung dcS kranken Franz Deal entschieden werde. Endlich kam man aber im Minislerrathe überein, den Antraa Györffy's anzunehmen, wenn Csernatony dem Hause Abbitte lcistct." Die Krise in Frankreich wird von dem öffentlichen Glätter sehr eifrig besprochen. Der „Köln. Ztg." erscheint die Situation iu Paris minder drohend, als sie von anderer Seite her gekennzeichnet wird; wohl nähmen die schwarzen Punkte am politischen Horizonte zu und doch sei der wirkliche Ausbruch eines Gewitters nicht zu gewärtigen. Sclbst wenn die Kerdrel-Coinmission mit einem scharf gegen Thiers gelichteten Antrage vor die Nationalversammlung hin-treten sollte, so dürfte doch schließlich der Sieg dem Präsidenten der Republik gesichert bleiben, da, wie all« gemein angenommen werde, im letzten Moment auch ein Theil deS rechten Centrums sich für ihn enlscheiden und ihm so die Majorität namentlich dann sichern würle, wenn er die Vertrauensfrage aufstellen sollte, eine For» derung, zu der ihn auch dic zahlreichen Vertraucnsadresscn aus allen Theilen des Landes ermuthig n läimen. Im Gegensatz zu dieser Anschauung betont die „Indcpendance belge" neuerdings, daß die Beziehungen zwischen Herrn Thiers »md der durch die Kerdrtl'Corn-mission repräsentierten Nationalversammlung aufs äußerste gespannt seien. Auch die „Fran;. Corr." sagt, daß beide Theile zum Aeußerstcn entschlossen seien. Der Rechten werden gcrüchtweise die verschiedensten Pläne zugeschrieben, Nach den einen wäre ihr künftiger Präsident General Changarnier, nach anderen Marschall Mac Mahon und wieder nach anderen Herr Grevy. Mittlerweile langen fortwährend Zustimmungsadressen für Thiers ein, der am 24. in Paris im Elys6e eine Deputation von Kaufleuten empfing und dann nach Versailles zurückkehrte. Unterm 24. d. wird der „Köln. Ztg." aus Paris telegraphiert: „Von allen Seiten wird bestätigt, daß die Lage seit gestern viel ernster geworden ist. Der in der gestrigen Sitzung der Kerdrel-Commission von Thiers ge< stellte Antrag (Erneuung einer Commission zur Prüfung der Verfassungsform) hat leinen Anklang bei der Majorität gefunden. Nachdem Thiers sich entfernt hatte, be< schloß die Commission, in dem Bericht, den Gatbie ab» zufassen hat, die Frage in Betreff der Republik, deren Existenz nicht abgeleugnet werden soll, ganz bei Seite zu lassen und einfach auf die Ernennung einer Commission anzutragen, welche die Beziehungen des Herrn Thiers zu Kammer regeln soll. Alle anderen Fragen tonnen, wie im Berichte ferner gefugt wcrden soll, mit Nutzen nur nach der vollständigen Räumung des Terri« toriums gelöst werden, während dic Regelung der Beziehungen zwischen der Cxecutivgewalt uüd der Kamine, nicht ohne Nachtheil zu vertagn ist. Der Kerdr?l'sche Antrag soll verworfen werden. Wir mai f?rn>:r vernimmt, wird der Bericht versteckte Angrifft auf Thiers cnthaltcn, den man gern wieder reizen möchte. Natürlich wird dieser sich ^as nicht gefallen lassen, sondern, wenn der Bericht in einem böswilligen Sinne abgefaßt ist, damit antworten, daß cr die Kammer auffordert, zu erklären, ob er und seine Re ierunq ihr Vertrauen haben oder nicht. Daß er sich von der Majorität, wenn dieselbe auf die angegebene Weise wirklich vorgeht, nicht beugen wird, geht übrigens aus einem Artikel des „Gien Public" hervor,' der sich sehr scharf, sogar drohend gegen die Majorität ausspricht. Er sagt, Thiers wcrde die Bedingungen der Commission nicht annehmen, sondern auf seine Entlassung antragen, Wi? die Stimmung unter der Majorität ist. beweist zur Genüge die Sprache ihrer Glätter. Oie leqit'M'slische „Union" beschuldigt Thiers, rincn Gc-waltstreich versuchen zu wollen, u..d mahnt die Versailler, auf ihrer Hut zu sein. Der „Francis" will, daß die Majorität fest zusammenhalte und sich hinter die Commission schare. Da« Faktotum von Saint Marc Gi-rarc,!», Leo, drückt sich im orleanistischen. „Journal de Par,s" auch sedr energisch dahin aus: wenn Thiers in der Commission wirtlich so gesprochen, wie die Zeitungen mitgetheilt hätteu, so müsse entweder er oder die Ma« jorltilt abtreten. Die übrigen Blätter halten die Sage alle für sehr ernst. Der „Temps" meint, Thiers habe sein Ultimatum gestellt, die Majorität das ihrige und da eS nicht wahrscheinlich sei, daß das rechte Centrum fich von der Rechten trennt, um mit der Linken die Republik zu organisieren, so könne die Krisis noch sehr lange dauern. Die Situation in Frankreich wird von den lon» doner Blättern keineswegs als ernst und drohend aufgefaßt. „Times" hält sich für überzeugt, daß Herr Thiers versöhnlich gestimmt und zu Concessionen, so weit solche nur irgend möglich, bereit sei, während andererseits die Majorität der über den Kerdrel'schen Antrag berathenden Commission, obschon sie der Rechten angehöre, doch von den friedlichsten Absichten ausgehe. WaS den von einer Seite her in dl i Vordergrund gestellten Marschall Mac-Mahon anbelange, so wolle dieser nichts davon hören, eventuell des Präsidenten Nachfolger zu werden. „Daily NewS" seht den Franzosen auseinander, me ein Rücktritt des Präsidenten in diesem Augenbicke von den ernstesten Folgen begleitet sein könnte und man daher trachten müsse, die Staatsmaschine andauernd in G"l>g zu bringen. Es stehe übrigens ein mehr oder weniger vollkommenes Einvernehmen zwischen Thiers und der Kammer zu erwarten; die letztere werde sicherlich von den Lehren der letzten Ta^e zu profitieren wissen. „Daily Telegraph" meint, die ganze Situation >ei darnach angethan, im Interesse Frankreichs den warmen Wunsch auszusprechen, daß Thiers als bewährter Regent recht lange am Nuder bleiben milge und nur „Standard" räth dem Präsidenten, ohne weitere Umstände seine Drohnng wahr z>i ma^en und zurückzutreten, damit der ewigen Unentschlossenheit ein Ende gemacht werde. Die „Nordd. allg. Zta." läßt sich bei Gelegenh?« der Besprechung der französischen Erreignisse vernehmen wie folgt: „Es wäre müssig zu eruieren, von welcher Seite di« Initiative zu einem streite ausgegangen, welcher heute den von der Majorität der Nationalversammlung berufenen Träger der Staatsgewalt dieser selben Majo-rilät in einem fast unversöhnlichen Gegensatz gegenüber-stellt. Man ist dahin nur durch MisvcrlMtnisse, durch ein Verkennen der Lage und Pflichten gelangt. Der Pact von Bordeaux schuf »icht nur cine Basis der Vezichu. 6'" zwischen der Nationalversammlung als der zeitigen Trä-gerin der Nationalsouoeränetät und Herrn Thiers, dem von ihr berufenen Repräsentanten der letzteren, fondern er schuf damit anch eine Basis der Beziehungen zwischc» Frankreich und Deutschland, jene Basis, auf welcher seitdem die in vieler Hinsicht fiir Frankreich «rsolgrrichtli Verhandlungen stattgefunden haben. Dicse Basis intact zu erhalten, bis der Zweck erreicht ist, zu welchem sit geschaffen worden, erscheint demnach heute als oberstt Pflicht aller französischen Patrioten. Die strenge Rücklehr zum Pact von Bordeaux sollte allein die Lösung der augenblicklichen Krisis sein. Tragen auch hcute die direct und indirect eingelaufenen Nachrichten ein ernsteres Gepräge, so schließen sie doch die Möglichkeit, ja dic Wahrscheinlichkeit einer Verständigung nicht anS. Dic Ministervcrantwortlichteit, welche von der Rechten vel' langt wird, ist bereits im Art. 2 der Constitution R'v'l enthalten, eS würde sich also nur um den ModuS haN' deln, sie eventuell zur Anwendung zu bringen. Die V>b' lehnung einer Antwort auf die Botschaft, „weil der Präsident der Republik nur Deligierter der Nalioualvel' sammlung sei", erscheint uns vollkommen correct. H^l Thiers steht zur Kammer faclisch nicht in dem Vcl' hältnis, wie in andern Ländern die Krone zum Pal-lament. Er ist nur der Mandatar derselben, nicht ein gleichberechtigter Factor neben ihr. Herr Thiers will die Rückkehr zum Zweikammersystem, zur praktischen Bethätigung der Theorie von den drei gleichberechtiate" Gemalten. Zwei derselben lassen sich allerdings herstellt die dritte, die schwerwieacndstc, mag als rcpublilanif^ Präsidentschaft jenen beiden gleichberechtigt constltuiel' werden können, gleich berechtigt wird sie deshalb n^ s?in. Denn eine Revolution schafft kein Recht. Die M" jorität der Nationalversammlung steht auf diesem Stand' pnnlt. Seit achtz^ Jahren hat man in Frankreich "' schnell wechselnder Folge die Revolution zur RechtSvas'' genommen, — es ist den conscruatioen Fractionen n<^ zu verdenken, wenn sie nach den Erfahrungen beinah eines Jahrhunderts weitere derartige Versuche nicht meh' zulassen wollen." Bolitische Uebersicht. «aibach, 29. November. Aus der Sitzung deS ungarischen Abge' ordneten Hauses vom 28. d. berichten wir folge''^ deS: Iustizminister Pauler legt einen Gesetzentwurf U^ die Kosten der Ncuorganisierung der Iustizpflege in ^ Militärarcnze vor, welcher sofort dem Finanzausschuß zugewiesen wird. — Referent Auqust PulSzlY ">" den Berlcht der Commission für den Honved.Oesttzen wins betreffend die Deckun« deS Pferdebedarfes >m ü" bilisierungsfalle ein. Hierauf wird zur TaaeSordrlU'" geschritten und die Berathuna des Hauptstäbtischen " setzcntwurfcs, respective die Debatte über die Einfuhr""" der Virilstimmcn fortaesetzt. Die „Provmzial.Correspondenz meldet, der ««" werde die endgiltige Bestimmung über die zur Sl«^ 1957 rung des Zustandekommens der Kreisordnung er-forderlichen Maßregeln treffen, — Am 25. d, wurde in tlmr vertrauliche» Sitzung des preußischen Staats-uumsleriums die Liste der neuen Pairs, wctche auS« schlirhlich hohe Bcamte und große Grundbesitzer enthält, tndgiltig abgeschlossen. Die Sanction des Kaisers wird erwarttt. An de» Bemühungen, die Meh'heit deS Herrenhauses umzustimmen, um den Pairsschub zu oer» weiden, nahm auch der Präsident deS Herrenhauses theil. Man hofft in Frankreich noch immer auf eine versöhnliche Wendung. Die Regierung beabsichtigt, dcr Nationalversammlung die Einsetzung einer Commission vorzuschlagen, die mit der Vorbereitung des Gesetzentwurfes über die Ministerverantwortlichleit so wie anderer in der Botschaft angedeuteten Reformen bctraut würde. Der Ministerralh wird endgiltig übet die anzunehmende Haltung Beschluß fassen. Die italienische Kammer setzt die Berathung über das Budget deS Ministeriums des Aeußern fort. In Beantwortung der Auslassungen eines Vorredners sagt der Minister des Auswärtigen: Die Regierung gedenkt in ib/.er Politik der Mäßigung zu verharren; ste will der klericalm Partei jeden Vorwand l benehmen, sich Verlicter der religiösen Interessen zu nennen, indem sie dieselbe zu dem Geständnisse zwingt, baß sie lein anderes Programm habe, als einen europäischen Krieg zur Wiederherstellung der weltlichen Macht zu entflammen. Der Minister spricht weiters über den befriedigenden Zustand der internationalen Beziehungen, l'der das gute mit Deutschland bestehende Verhältnis l'nd über den Zwischenfall in der Mctercommission, welcher nach freundschaftlichen Erklärungen beigelegt wurde. Er erwähnt ferner dcr Laurion-Frage, welche l'inen Schritt vorwärts gemacht hat, ungeachtet dcr! Mäßigung des gegenüber del griechischen Regierung ein» Wollenen Vorganges. Der Minister sagt schließlich: ^ ie Interessen Italiens sind die Inleressen Europas, b h. dtr Friede, der liberale Fortschritt und die Erhal-l"ng deS Bestehenden in sozialer Beziehung. Ein Telegramm aus Du la rest meldet: Fürst ^arl hat am 27. d. die gesetzgebenden Kammern er-öffnet. Die Thronrede kündigt an, daß die Eisenbahn» linien Pilesti-Krajova und Thurli'Sevcnn-Verecserowa bnnniuhst qeba«l und nach den bestehenden Gesetzen be» endet werde,.. Das Erträgnis der Amen '1jitesti'Galatz> "^l>lnan lasse schon für heller eine Vcl Minderung der hantierten Annuitäten hoffen. Die Thronrede velspricht T^sorinen in allen Verwaltungszweigen und erklärt '^lcßlich die Beziehungen zu dem Auslande sür bcsrie» ^aend. Dcr Fürst würd? bei Beginn und be» dem Schlüsse der Thronrede enthusiastisch begrüßt. RaschidPascha, aewesencr Gelieral'Gouverneur des Vilajet« Syrien, ist an Stelle Khalil Paschas zum Minister des Acußcrn ernannt worden. Präsident Grant erklärte gelegentlich eines Gespräches, die Botschaft werde leine politischen Verände-rungen ankündigen. Wenn er in derselben eine Amnestie empfiehlt, so werde diese eine vollständige sein, unter der Bedingung, daß alle, welche deiselbcn theilhaftig werden, einen Eid auf die Verfassung leisten. Es sei nicht noth« wendig, gegen den Norden eine freundschaftlichere Erllä« rung zu geben als gegen den Süden. Präsident Grant ^lrd dem Congrcsse auch Mißregeln bezüglich der in Genf bewilligten Entschädigung vorschlagen. ________ Hussesmmgkeiten. Aararischer Oongreß. Der agrarische Congreß in Wien 1873 wird sich "it den nachfolgenden Verhandlungsgegenständen beschäftigen: 1. Erscheint die von »«hre'ren Seilen angeregte Ein-berufung des agrarischen Congresses in bestimmten Ze,it° läunien oder dessen Umwandlung in eine stehende Institu. ^°n nothwendig. . 2. Ha» sich die seit dem ersten agrarischen Congresse ""gehaltene Art und Form des Verkehrs zwischen dem ^eldauministeriunl und den Landwirlhschafls.Gesellschaften "s entsprechend sür die gedeihliche Wirtsamleil der letzteren ""'esen oder werden hierin Aenderungen beantragt und Welche? h 3. Welche Erfahrungen liegen über d« von verschie-ene» Seite» angeregte Frage vor, inwiefern die bisherige "»ere Organisation der LandwirchschaftS-Gesellschaftcn auch °. , Sicherung einer fachlichen Behandlung technischer Nn-^egenheiten 'genüge? A 4. Lassen die bisherigen Erfahrungen bezUglich deS ^Ubvtnlionswesens im allgemeinen oder bezuglich einzelner A""lle desselben prinzipielle Aenderungen, sei es sur daS ebaren des Ministeriums oder für jenes der Landwirlh-'Hafle-Gesellschaften, wunschenswerlh erscheinen? ^. , ü. Werden bezUglich der Hebung des vom Ackerbau-"Helium subventionierten landwirthschafllichen Unterrichtes wanderte oder neue Maßregeln vorgeschlagen? w . ^- Was kann geschehen, um das landwirlhschaflliche "lelioralionswesen im weitern Sinne (insbesondere Be. c"° Entwässerung, Drainage, Umsystemisierung von Wirth. U"''en tc. lc.) von technischer und finanzieller Sette den ^"haltnissen dn einzelnen Länder entsprechend zu fördern? "p'lehlt es sich insbesondere, StaalsvorschUsse und unter »niN« Bedingungen zu ertheilen, landwirlhschaslliche Com» >>«re, Kultur ingenieure, Wiesenbaumeister anzustellen und eine bestimmte Form des speciellen Unterrichte« im land» wirthschaftlichen Ingenieurwesen fUr verschiedene Stufen dieses Berufes zu adoptieren? ?. In welcher Weise wäre die Verallgemeinerung der Genossenschaften zur Hebung der landwirlhschaftllchen Production und Industrie am wirksamsten zu fördern? 8. Welche Maßregeln wären für die Hebung des landwirthschafllichcn Kredits zu ergreifen? 9. In welcher Beziehung bedarf die agrarische Oesetz-gebung vorzugsweise einer Ergänzung durch neue Gesetze und welche Prinzipien wären der letzteren zu Grunde zu legen? — (Perfon alnachr icht.) Se. Excellenz der Herr Minister Dr. v. Stremayr besuchte in Vraz die beiden Bildungsanstalten für Lehrer und Lehrerinnen. Während seines fast zweistündigen Aufenthaltes in der Anstalt begab er sich in Begleitung des Directors in sämmtliche Klassen und Abtheilungen, wohnte dem Unterrichte bei, pruste lheilweise selbst und nahm Einsicht in die Schülerarbeiten. — (Franz Deal) ist nun ziemlich herbestellt; bei seinem Erscheinen im ungarischen Abgeordnetenhaus wurde er mit stürmischem Eljen empfangen. Deal erhielt einen Besuch des Herrn Erzherzogs Josef. — (Personalnachrichten aus Stele r-mark.) Der l. t. Bezirlshauptmann 1. Klasse, Herr Gustav Gutman in Deutsch-Landsberg, ist iiber sein Ansuchen Mtlich pensioniert worden. Der Oezirlscommissär Dl. Michael Gstettenhofer wurde von siezen nach Deutsch» Landsberg, der Conceptsadjunct Dr. Johann Hußal zur Bezirlshauptmannschaft Graz. die Conceptsadjuncten : Adolf b'Arailza von Leibnitz zur Statthalterei, Karl Viltor Bo, velino zur Bezirlshauptmannschaft Liezen und Friedrich Markgraf von Marenzi zur Bezirlshauptmannschaft Leibnitz Übersetzt. — (Das florentinerOuartett) hat gestern in Klagenfurt nachstehendes Programm ausgeführt: 1. Haydn I., „Quartett in D-cwr." 2. Gotthard I. P., „Andante mit Variationen und Scherzo." 3. Beethoven L., van, Quartett in llt, (op. 74.) — (Sternschnuppen.) In der Nacht vom i27. auf den 26. d. wurden, wie die „Grz. Ztg." berichtet, in Graz häufige Sternschnuppenfälle wahrgenommen; 5 der llare sternenhelle Himmel war der Beobachtung dieser , Naturerscheinung sehr günstig. Die in die Sladt gekommenen Landleute und auch die mit der natürlichen Erllä« rung der Sternschnuppen nicht bekannten Leute aus den unteren Klassen der Gesellschaft ergingen sich in den di» verfesten Vermuthungen, was wohl diese, nur um ^au» renzi" berechtigte Erscheinung jetzt, lurz vor dem Advent, zu bedeuten haben könne. — Blattern, Krieg, Theuerung oder einen „großen Sterb" nannte man besorgt als d't wahrscheinlichen Calamiläten, welchen diese Himmelserschei» nung als Vorbote dienen sollte. Locales. Kraillischer Lanllag. VII. Sitzung. Laibach, 28. November. (Fortsetzung und Schluß.) Nbg. Dr. Razlag weist auf die Wichtigkeit der Volksschule hin und betont: es sei bei Regelung deS Vollsschulwesens nicht nur auf die territorialen und klimatischen, sondern auch auf die sanitären Verhält« nisse eines Landes Rücksicht zu nehme,,. Bei einigen Kindern beginnt der Schulunterricht erst mit dem 7. oder 8. Lebensjahre; in diesen Fällen wäre die Unter» richlSdauer bis zum vollstreckten 12. Lebensjahre eine zu kurze. Auch Dalmatien und Istrien haben unler gewissen Geschriwlungen das 14. Lebensjahr als Ab» schluß des BollsschulenunlerrichteS angenommen; die Volksschule ist die Grundlage für Industrie m.d Ackerbau, Redner stimmt für den Minoritätsantrag — Schul-pflichtigleit bis zum vollstreckten 14. Lebensjahre; sollte dcr Antrag Costa durchgehen, so beantrage Redner den Gesuch der Sonn- und Feierlagsschulc bis zum voll' streckten 15. Lebensjahre. Abg. Baron Apfaltrern vertheidigt in längerer Rede den Antrag der Minorität, der conform m>t der Negicrun.isuorlage; nur würde er eine einziae Abänderung in der Richtung wünschen: wann der Schulbesuch mit dem vollstreckten 12. Lebensjahre als abgeschlossen betrachtet werden lann. Redner beleuchtet den üblen Zustand unserer Volksschule, der nur durct, Verlängerung dcr Schulpflicht bis zum vollstreckten 14. Lebens, jähre, durch Heranziehung tüchtige Lehrkräfte und aus. reichende Bezahlung derselben zu beseitigen ist; durch üie Annahme des Antrages dcr Majorität würden wir um ein Jahrhundert im Schulwesen zurückschreiten. Der Einwurf: die Eltern können die Kinder im Haushalle so lange nicht entbehren, ist nicht stichhältig und des Gc-rufcs der Kinder nicht würdig. Gc^en den Einwurf, die Kinder hätten im 13. und 14- Lebensjahre nichts zu lernen, fprichl das vorhandene reiche Lchrmateriale; der längere Vollsschulunlerricht werbe auch jenen Kindern von Nutzen sein, die im elterlichen Hause verbleiben, unk sür jene, die in andere Schulen übcrtrctcn. ist er nothwendig. Reontr constaliert, daß Kiam hervorragende Talente aufzuweisen habe, daß man flir eine gute Volks» schule sorgen müsse; in dem «mendemmt Costa li^t ein geistiges Armuthszeugnis: der Schulbesuch in dci 1. und 2. Klasse sei lein so frequenter, daß man für eine kürzere Schulpflicht stimmen sollte; auch der An-trag Razlag biete leinen Ersatz für eine längere Schul» Pflicht. Redner empfiehlt würmstens den MinoritätS-antrag. Nbg. Taviar^plicht sich im Interesse der Volls-bildung für die Ausdehnung der Unterrichtsdauer au«, aber auf die Verhältnisse des Landvolles müsse man Rücksicht nehmen; ein langjähriger Schulbesuch sei ab» solut unmöglich und mit vielen Schwierigkeiten verbun» den, was Redner aus eigener Erfahrung bestätigen lann. Redner beantragt eine Resolution: dcr Landesausschuß sei aufzufordern, ein Gesetz über die Fortsetzn >q des Unterrichtes m den Fortbildungsanstalten auszuarbeiten und dem Landtage in der nächsten Session vorzulegen. Nbq. Deschmann spricht gegen die Anträge Costa uüd Razlag. Dem Antrage Costa stehen pädagogische und disciplinarische Bedenlen entgegen; es sei etwas misliches, die Dauer der Schulpflicht nach dcr Geschaffenheit einer Schule zu fixieren; eben solche Schwierigleiten tauchen rücksichtlich der Schüler vom Lande und in den Städten auf; in Fabrils-schulen werde in der Regel gar ie Vermvaensoerhültnisse der Eltern legen solle, da doch der Wohlstand mit der In< t'lligeru eines Volles gleichen Schritt hält. Abg. Dr. Razlag erllärt, dah er misverftanden worden sei; er werd? für den Minoritätsntrag stimmen, nur für den Fall, als der Majoritülsantrag angenommen würde, habe er den erwähnten Antrag gestellt; die frag« lichc Resolution wäre nur die Aufschiebung oll Fortbil» dungsschulfraal k<1 ^i-uvoks kkieiiäau, mindestens bis zum Jahre 1874. Hiernach wird die Debatte geschlossen. Verichlerstatter Soetec ertlürl sich für den Mi» noritiilsantrag und widerlegt den Majoritätsantrag. con« statiert, daß alle Provinzen das vollstreckte 14. Lebens» jähr als Schluß der Schulpfiichtigleil annehmen; Krain lönne nicht zurückbleiben, die Opfer des Landes werden leine großen sein, indem in Krain nur 5l pCt. der Ge völlerung die Schule besuchen; sind die Auslagen für die Schule größer, so werden auch die Erfolge größer sein. Der Minoritälsanlrag ist der Rahmen, in dem sich auch unser Vollsschulwesen entwickeln muh. Der Redner deutet noch auf die vielen Anträge und Amen' dements hin und empfiehlt unter großem Beifall de« Hauses dringend das Minoritatsootum. Ueber Antrag des Abg. Horal wirb über den Antrag Costa abgestimmt und dersclbr angenommen, ebenso wurde dcr RlsolktivnSantrag Tavcar geneh' migt und t»r Antiar Razlag abgelehnt. Vbg. Pin tar beantragt zu § 24, daß die Con. tlvlc der Schullaliloge :ncht halbmonatlich, sondern monatlich stattfinden solle. Abg. Deschmann spricht aus pabaqoglschen Rück sichten dagegen; dcr Berichterstatter vertheidigt den AnS^ schußantrag. und der «lntrag Pintar wird abgelehnt. Nbg. Razlaa. beantragt zu § 37 und 36 die Aufhebung des Lchlilgelocs; das Schxlßeld sei als Hemmschuh für arme Schüler anzuschen. Abg. Kromer hüll dcn Antrag Razlag für vrl' früht. überdies winde tl dem Lande große Auslagen aufbürden. Abg. Zagorc spricht für die Aufhebung de« Schulgeldes. Berichterstatter Boetcc vertheidigt den «usschuß. antrag; der Antrag Razlag wird abgelehnt. Avg. Deschmnnn spricht sich bei ß 44 für die Fassung „ach der Regierungsvorlage aus. Der Antrag Razlag: dnß die Gehalte der Volls. schullehrer von Abzügen zu Sct,ul,weckm befreit werden, fällt und wird die ursprüngliche Fassung angenommen. Der Gesetzentwurf wird hiernach in 2. und 3. Le« sung angenommen. Wegen vorgerückter Stunde werden die Punlle 2. 5). 0 und 9 von der Tagesordnung abgchtzt und die erste Lesung von den Punllen.3, 4, 7 uno 8 vorgl' nommen. Abg. Dr. Razlag begründet seinen in der letzten Sitzung gestettttn «ntrag in Betreff der Nbänderuna einiger Bestimmungen des Wehsgesehcs wegen Vegünsti gung der Candidates» der Theologie. Rldner betont di, Wichtigkeit der theologischen Studien, weist daraus hin, 1958 daß den Hörern weltlicher Facultälen besondere Begünstigungen zuthcil wurde»', insbesondere den Medizinen», dic ihr FleiwilllgtNlnhl >llö lällven des militäl>ürztli. chen Dienstes persolvlecen tönlleu. Redner stellt den Antrag, es sei.sich dahin zu verwenden, daß auch den Studicrellden der Theologie die Begünstigung zuthcil wcrde. ihre Studien auch nach ersalM Assentierung fortsetzen und die Ordiuatio« erlang.» zu tonnen. Die^ ser Antrag wird dem Gem.'indeausschusse zugewiesen. Der Herr Regierunaevertreter wird die Interpellation des Abg. Dr. Costa m Betreff des Aushilfe«« lassaoereiueS der Illüuslrlcllcn iu eine: der nächsten Sitzungen beantworten. Schluß der Sitzung 2 Uhr 30 Minuten nach» mittag«. Nächste Sitzung Montag den 2. Dezember. — (Ernennungen.) Das t. t. Olierlandesqericht für Steiermacl, Körnten und Krain hat den Dmrnisten Ialob Springer zum Kanzlisten bei dem l. l. Bezirksgerichte Illirisch-Feistritz ernannt und den Kanzlisten deS Bezirksgerichtes Eenoschetsch. Ialoli Belepic auf sein Ansuchen zu jenem in Stein in Krain Übersetzt. — (Theateranzeige.) Herrn Karl Car ode, unserm ersten Helden und Liebhaber, ist es gelungen, das auf dem neuesten Reperloir oes Hoflmrqtheaters in Wien stehende Mhnenwert „Ein Bruderzwist im Hause Habs» bürg", Drama in fill's Atten von Grillparzer, mit bedeutenden Auslagen zu acquirieren. Herr Karl Carode wird uns dieses neueste hervorragende Drama unter Mitwirkung sämmtlicher hiesigen Bühnenlräfte mit großem Aufmande am Dienstag d. 3. t. M. in seiner Venefizvorstellung vorführen. Der uns in Ausficht stehende dramatische Hoch» genuß und Herrn Earode's bisherige vorzügliche Leistungen in den Vorstellungen ,Mutter und Sohn", „Unel Äcosta", ^.Kabale und^lebe", „Pasquill", „Müller und sein Kind", „Gefängnis", „Der letzte Natwualgardist". „Stiftungsfest" u. m. a. berechtigen zu der Annahme, daß die höchst interessante Theatervorstellung a > 3. l. M. sehr zah'reich be, sucht werden wird. — (Eine Presirenfeier) wollen, wie..Slov. Nar." erfährt, auch die Studenten sloveuljcher Zunge an der wiener Universität begehen. — In Wippach veran« staltet die Cilalnica am 1. t. M. einen Festabend mit Gesang. Declamation, Aufführung des Lustspieles: „Gruß Euch Gott" und Tombola. — (Linie T/iest-Lack.) Wie „Tergesteo" meldet, arbeiten die Ingenieure Südenhorst, Huzzi und Ballon eifrig an der projectierten Linie Triest.^ack, und das betreffende abgeänderte Project werde binnen kurzem vollendet sein. — (Von der Kronprinz Rudolfbahn.) Auf der Strecke NltenmarltRottenmann (8 88 Meilen) waren vom 1. bis 15. November durchschnittlich 676 Ar« beiter beschäftigt, darunter 254 Erdarbeiter, 119 Hand-langer, 11 Sleinmetze, 73 Maurer, 61 sonstige Professio-msten lc. Nach den Perzentsätzen der fertigen Arbeiten, die sich zwischen 92 und 99 bewegen, dürfte diese Strecke in Kürze betriebsfähig werden. — (Theaterbericht vom 29. o. ) Das wohl nur schwach besuchte Haus wurde durch die vorzügliche Aufführung der beiden Lustspiele: „Dle Liebe im löckhausc" von LebrUn, und „Des Nächsten Hausfrau" von Julius Rosen in die rosigste, heiterste Laune versetzt. Die verwickelten Szenen des ersten Stückes spielten sich recht lebendig ab. Sämmtliche Darsteller: die Herren Röder, Carode und Hofbauer, die Damen Brambilla, Brand und Kroseck wurden nach jedem Aktschlüsse beifällig hervorge. rufen. Der Glanzpunkt des Abends war Rosens mit Humor und Witz ganz nach der Natur excellent gearbeitetes Lustspiel. Als hervorragende Leistung müssen wir jene der Frau Kroseck (Camilla, Frau) bezeichnen; Maske und Spiel erschütterten unser Zwerchfell. Fräulein Vram-dilla gab die Camilla (Nichte) äußerst fein und schalkhaft. Herr Mida nerwar als „Löffelmann" urgemüthlich; Herr Carode (Tonner) naiv und sehr verdienstlich; nur die Kellnerrolle offerierte unliebsame Störungen. Sammt« liche mitwirkenden Ällhnenlräfte wurden nach jedem der drei Altschlüsse beifällig gerufen. Nur interessante Bühnen, werte, und der Beifall des Hauses ist den Darstellern sicher! Stimmen aus dem Publicum. Mr fänden es begreiflich, wenn nahezu sammt» liche Mitglieder einer Vuhne kritischen Angriffen ent« gegentreten, die gegen die gesammten Bühnenlräfte ge« richtet sind. Wenn wir aber einer fogeuannten „Abferti« gung" begegnen, die von Biihnenmitgliedern mitgefertigt ist, deren gute und acceptable Leistungen wir öffentlich an» erkannt haben, so müssen wir einen solchen Vorgang unbegreiflich, ja unberechtigt finden. Die Herren Delin, Ausim, Stoll, Kühn und Frau Kropp halte» am allerwenigsten Ursache, die in der „Laib. Ztg." vom 29. d. eingeschaltete „Abfertigung" — wenn sich Theatermitglieder vi3 2. vis dem Publicum eines solchen Titels überhaupt bediene» dürfen — mitzufertigen. Das Recht, Ver» gleiche über die Theaterträfte des Vor» und laufenden Jahres anzustellen, gehört in die Competenz des zahlen-iden Puolicums; aus diesem Grunde müssen wir auch die ^ in der Abfertigung vorkommende unschickliche Bemerkung hinsichtlich des vorjährigen Damenchores entschieden zurück» weisen. Es soll uns freuen, wenn die dermal igen ! Bühnenlräfte — auch ohne Schlesinger und Paulmann u. a. — in der Lage fein werden, uns genießbare Operetten und Gesangspofsen zu offerieren. Unseres Erachten« i müssen im Stande des Theaterpersonales noch einige Lücken ! ausgefüllt werden, bis die Frage „Sein oder Nichtsein" endgiltig entschieden werden kann; dabei bleiben einige permanente Fautenils Inhaber. Im allgemeinen Interesse . filidcil wir uu« veranlaßt, auf die im hmtia/u Blatte enthaltene lAuuouce des Herrn Gustav Tchlvarzschild in Hamburg ganz j besonders hnizuwciseu. Die augelilüdigteu Original l!osc tonnen > wir wegen der großen nnd zahlreichen Gcw'nnc bestens empfehlen, > Die Reel lität und so lidität dieses Hanfes ist bekannt mid daher I nichts natürlicher, als die vielen bei demselben einlaufenden Auf-^ träge, welche ebenso rasch als sorgfältig ausgeführt werden. Neueste Post. Wien 29. November. Se. k. und t. Apostolische Majestät sind gestern, den 28, d. M.. abends nach Gö-düllü abgereist. Die „Oest. Cor,." meldet, Se. Majestät der Kaiser haben am 28. d. gegen 40 Audienzen zu ertheilen und unter anderen den Fürsten von Thurn und Taxis, den Maitgrafen Pallavicini zc. zu empfangen geruht. Um 12 Uhr fand rin Ministerrath unter dem Vorsitze Sr. Maj.stät statt. Wien. 29. November. Im gestrigen Minister» rathe erklärten sich alle Caometsmitglicder solidarisch sür das Wahlrefarmgesetz; der Kaiser beauftragte hierauf den Minister Lasser mit Ausarbeitung deS betreffenden Entwurfes. Madrid, 28. November. Die Insurgenten sind in die Slaut Murcia eingedrungen, nach hartnäckigem nnd blutigem Kampfe aber zurückgeschlagen worden; mehrere andere Vanden wurden ebenfalls zersprengt und in Madrid selbst herrscht vollständige Ruhe. Madrid, 2l). November. In Saragossa Aufregung. Truppen operieren überall thätigst gegen die In« snrgenten. — Nach der „Epoca" wurde eine französische Observationsarmee an die Grenze dirigiert. telegraphischer HUechselcurs vom 29. November. Papier-Rente 66.25. Silber-Rente 70.55. 1860er s'tc,5t«-Anleheu 102,80. - Vaul-Actiei, 985. - Credit. Nctien 341.25 - i.'l.l.dlm 108.60. — ^'lber 108. - « t M»t„',-^"- cr Damftfinllhle, sciu Kind Maria, alt I Jahr und 5 Monate, in der St. PcterSvorstadt Nr, 7 an der acuteu Gchirlchohltll-Wassersucht. Den 25. September. Johann Leben, Knecht, alt 60 Jahre, 6 Jahre, iu der Karlslädtcrvorstadt Nr. 6 und dem Jakob KaalaN, FabritSwcichter, s.iu Kiud Johann, alt 2 Jahre uud 5 Mouate, in der Polauauorstadt Nr. 96 beide au der Luugcutuberculose. Den 27. November. Dem Herru Ferdinand Melchior Schnull, Haudelsmaun in Laibach, seiue Mutter Cäcilie Schmitt, gcboruc Kallischuegg. Ledcrfabrilaulcuswitwe, starb im 62. Lebens« jähre in der Stadt Nr. 273 am Zehrfiebcr. Angekommene Fremde lllm 29. November. 6»«5l»»,,». llrblluiit, Thuru. — Lauter, Professor. Giirz, - Bach, Wieu. Tarabelli. Trieft. - Graf Aichelburg, Stern- stciu Hilpert, Lhiostri, Masi und Vccker, Florenz. — Dl. Freiherr v. Seiteudorf, Wicu. »lt,,»»< KV««»«. Guttmanu, Strasser und Stalzer, Kaufleute, Wien. - Dcbeutz, Spediteur, Trieft. - Stern und Klein, Prag. l«»t^l «,,r»,»«. Dclleva, Adelsberg. — Gorup, Tlicst. — Kahu, Ingenieur, Wieu. - Steiuliu, Graz. .- Willuel, Wieu. - Schöuuer, Kaufm., Haselbach. — Wenig und PirhaN, Marburg, »»<>>l»««»«r »«l. Kramer, l. l. Hauptmann, Esseg. Theater. Heute: Tie Schule dei> Ucbenö, oder: Die WuiaStschter alS Vettlerill. Schauspiel iu 5 Auszügen von Naupach. .M?te0roloatschss Helilillchlunssell in Laiüach. 6ll. Mg. 732.^.4 >11,6 SW, mäßig! trllbe 'I 29. 2 „ N, 730.«, , 12.« ,>SW. mäßig Strichregen, «" «0„ Ab. 731«, ^. 8« !SN. schwach^ gauz bew. ^"" sciroccalstriimung anhalteud, Pormiltags trllbe. Nachmittags Strichregen. Sildwcst auhaltcub. Das TaaeSmittel der Wärme ^ I' 1". um 9 3" Über dem Normale. !i:^a!ttwl)^lln! t,- Rr5«!<->,?ur: Ignni, »,. K l e i u m c> v r. Danksastung. Fllr die vielfachen Beweise iuuigcr Theilnahme uud die zahlreiche Geglcitung zur letzte» Ruhestätte der verstorbenen Frau Eäcilie Schmitt »e»,Aalli schnegg sage ich hicmit im Namen aller Verwandten den herzlichsten Daul. Laibach, am 30. November 1872. Kerd. Melch. Schmitt. ^NslsNltl'sisKt Wie,«, 28. November. Die Grundtendenz der Vürse ist unveräudertc Nciguuc, zur Hausse. Allciu die Viirse wird durch äußerliche Umstäudc gehindert. dieser ihrer Tc« ^v^^uz»»,«.»U/z. h^,^ ^, folgcu. Die Verwirrungcu im Arrangement uud die Ungewißheit darllbcr, wauu uud wie diesem Zustand eiu Ziel gesetzt werdcu wi,d, die Stocluugeu iu der Voll zirhuug den cfsccluienn, Schlilsse uud die Unsicherheit der Geldeiugäugc, welche deren Folge ist, errege» weitgchcude Oefllrchtuucicu uud siud die Ursache vou Rückgängen, welche Übrigens uicht allc Kategorien vou Papieren und uamcutlich mcht die Anlagspapiere betreffen. i»Ul 1W sl. Vt'd 7..,!!!', einheitliche Staatsschuld ,u 5 p«ll - in sioten verzinsl Mai-November 66 30 66 40 ^ ^ ^ Februar-Nuguft 66 30 66.40 „Silber , Iäuner-Iul» 70 60 70.75 „ April-October . 70,50 70.70 r°sev3. 1U39..... 338.-340.- . ^ 1854(4««) zu 850 ft. 96.- 9?.-, ^ 1860 zu 500 ft. - . 103.- 103.25 „ . 1860 u 100 st. 125.- 126.„_ ^ ^ 1864 ,u 100 fl. "«- 148 50 Glet.i. FNr 100 st. i??l!' Waar^ »öhmeu ... ;u5pp.'c-öfte<,r. Genl . 335.25 335 75 «°l'.kvereil: ... 373.— 375,— Vo»)m-<5r?ditllusslllt ... 282,— 284.— «lreditanftalt s Handel u. Vew . 343.50 343,75 «lreditauftalt, allgem. ung»r. . , 137.— l38 — Depositeubanl ...... 138.— 139.— Hscomptt-Oescllschaft. n il. . 1100 1105.— Frauco-üsterr. Vnnl . . 14150 142,— Handelsbank.......309-- 309,50 Nationalban? . 980,— 982-- Umonbaul . . , . 880.50 281.— Vereiusbaul . . . . 206 75 207.— Vertehrsbanl...... . 253.— 254.— N. vlll»,, «VN L«al,«>p»>fn,:,lee.leh» mnnzen Geld Waare Nlfülb-Fiumaner Vahu . 174 — 174.50 Vöhm, Westbahn .... -.__ -.— «larl-Lubwig-Nllhn.....237 75 238,25 Donau-Dampfschiffs, Gesellsch. 650.— 652 — Elisabeth-Westbah,: ..... 250.— 25050 Elisabeth-Weftbllhn (Linz - Vud« weiser Strelle).....—.— --.— ss!>r>,inidf>>>hv . . 2110—2125.— Fra? ^Iosephs-Nu^! . 218— 218 50 rlMberg.«»,rl«.'I?fsytr''««cht, . 148.— 149 — Lloyb, »fterr. . . . , . 580.— 582. - Oefterr. Nordwestbahn . . . 218- 216 50 Ruoolfs-Vahu......173,50 174.— Siebenbtlrger Vahn . , , --— —.-- Gtaatsbchn...... 342 — 342,50 Güdbahn.......20250 202.75 Sltb.nordb. Verbind. Vahn . 171.— 172.— Theiß-Bahn.......248,50 249.— Uugarische Nordoftbahu . . . 157 — 158.— Ungarische Oftbahn . . 136. - 136.50 Tramway......392.— 392.50 k'. Vfandbriefe (fiir 100 ft.) Allu- öft, Bobm-Credit-Anstalt Geld Waare v.cl°i>z,ar zu 5 p«t. in Silber 100 50 100 75 ol.<..in33I.r»sz.zu5p«t.inö.U. 87.75 88.— NaUbnalb. zu 5 ft«t, ö. W. . . 90,70 W90 Uns,, Vod.-«rcd.-«nft. ,u 5'/, plt. 87.— 87.25 «. ^»ivritätsobligatione,.. Gelc, Waare M,s.«Weftl>. iu T. uerz. ^l. Vmiss.) 90.25 90 50 F».rdinand«-Norbb in Sil»i vlrz. 102 - 102.50 Franz-Iosephs.Vahn .... 9950 99.75 « t?»!-s.sind>v V.».«'-"'''5'". 100.50 101 — vtft««. «,rb»e«««,u . . 9S.bO Vs.70 Velk Wn< Biebenb. Nahn .A FranlfurtaM. 100 fl. dtttn 9175 9l^ Hambnrn, s^lr 100 Mert «. sltr WU ^ra-icl' . . . 42,60 4s?" «. Mnnz-Vut»ttn b ft. 15 tr. 5 ft. 1? «' ^l'a)o°l^usd'°r . . 8 ^ 69 .. 8 ^ 70 " Pieuß. «laffenscheint 1 ., 63 . 1 . 63« " ^.l5:l . . , 108 „ 2b ^ 108 . 50 ^ «l,«nis<»e ^mdenNllftlMl^Ohlilla^oniU,. P^' v,lu»tilua>: yh.7ti G,ld. Us W?"««'