73. Ilr. ISS L«m»t»si 6«n 20 lAsi 1SSS »»»'»»« » ,» » 4 >. Kb«WS««ni»-Ki«,dm« ,» ui. 4 lV«sWsiwno «7M «o«I« V»»W>IW>> imä V«eI,6m«kO„» (7«I«ß»» viugspfGl—: mo««tl. A 0i„. Z4 vin. «turek ?«i moa»tl ««ck^IvoR. >1ufeiö«v «t. 4, ?Ui«tk.«I.K«oi.,» »«0GRK0. V-Mj«»» u«e» « »tzlWlI» » vlU. «r s- vdfli« mon«U. » Lln«lnumm«, ' d», Z 0iy s»». ZOG««, ^««krlpw —»öl» «lok, wwriU«,^ Maridorer zeUuila Der ArtedmswlMe der Kleinen Entente Am 17. d. trat in Ljubljana der jugosla« wisckie Vorstand der Paneuropa-Union zu einer Sit)unl^ zusamnll?«, die sich mit wichtis^e»» Orqanisatiollsfraflcn der paneuropäischen Union fi'lr Jugoslawien beschäftigte. In diesem Zusammenhange ist es angebracht, auf ein denkwürdiges Datum hinzuweisen in der Geschichte der Bemühungen, den Zusammen-s6)luk Europas zu bewerkstelligen: den 17. Mai 1W0, den Tag, an dein Frankreich 26 euroväische Staaten aufforderte, eine internationale Gemeinschaft lonsöderativen Charakters .^n bilden, die im Rahnien deS Völkerbundes den Frieden der Welt für alle Zeiten zu sichern hätte. DnZ französische Meinorandum war die svrucht lniigjähril^er Arbeit und hingebungsvoller Beniühungen Aristide B r i a n d s, des Vorsitzenden der Paneuropäisä)en Union und damaligen AusjenministerS der französischen ^^kepul'lik. Der Versuch Briands fiel dalnalö in einen der schwersten Zeitabschnitte der Nachkriegsgeschichte Die Weltwirt-sckmftskrise wütete in siimtlichen Ländern und nnier dem Ciudrntlc dieser katastrophalen (Erscheinungen kauten die verantwortli-6)en politischen >ltveise in Europa zu der Einsicht, oa^ beschleunigte nild rasche Mas;^ nali^lien ^^ur Regelung der wirtschaftlichen j^ialanlüenten .^u ergreisen sind, wenn den Völlern »ilfe oelnacht werden joll. Es war von vorneherein klar, das; jede individuelle Attion von vorneherein zuni Scheitern ver- teilt war uid da» nur durch gemeinsame ^Anstrengungen das Ziel erreicht werden kann. So revolutionär diese Auffassung auch aussehen «lochte, so wenig waren gröstere Vei'indcrungen der besteliendeu inlernationa len Ordnung Nk Aussickit genommen worden. Die Sicherung des Friedens und die Gesundung der Weltlage war na6) den Intentionen Briands und der Ideologie seiner 'Anhänger inl Nahnien internationaler Organisationen vorgcdacht. Es gab ^wei Wege, die zum Ziele führen könnten: I. die Abänderung des Völkerbund-pakteS auf der Basis regionaler Abkommen. L. Tie Unterstützullg der ?^ormierung regionaler und kontinentaler Grnppen im Rahnien des Völkerbundest. Vriand entschloß sich fiir die zweite Solution. Nach seinem Plan sollte die Europa-Union mit einer ständigen Administration ansgerüstet werden, einem direktorialen .^ioniitee und allfährlichen Ver-sammlunc;en alter Mitgliedsstaaten, nicht als Parallelorganisation und keineswegs als unabhängiger Organismus, vielmehr als europäische Sektion des Völkerbundes. Der Briand-Plan stieß auf die verschiedensten ScknvieriIkeitett. Die grösite, nahezu unüberbrückbare Schwierigkeit bildete die besondere politische Lage Rußlands, denn ohne Mitaiüsit dl'r Souisetunion wäre die Ver-mirflichung der Europa-Union nur jtliN'er zu beincrüielligen. A,lderseit'> bcsit.^en ^rank< r^'ich. ()niil>''ui) nnd .^'»olsand stros;e üiolonien aiiszerhall' Europas. Die Interessensphäre die sn- Staateil qreist natiirgenläs; in grosse Teile anderer .^tontiiiente. Aus diesenl Gruude biiben die eru'iis)iit''n Staateu die im Bri-and-Meinoraudulii enthaltenen Vorschlag" nicht aullclnnen löilneii. In einigen Staaten bat man die Mefälirdiing dieser N'irtschaftli-l'lu'n -.'s'^'i! liefin.s'iet. so das^ auch diese si>'> iieiiei! i>eii i'lviilide Briand'.' aus^ splachen. Alls dieser Slllialion wnrde England erwartet Annahme des Abrüftungs-planes Macdonalds Der Eindruck der Hitler-Rede in Paris und London PariS, l». Miii> Die Blätter lassen sich aus den großen politischen und diplomatischen Zentren den Eindruck nlitteilen, den dort die Erklärungen des Reichskanzlers Hitler ausgelöst lm' ben. Die französische Presse erklärt im all-gemeinen, man würde sich deS Friedenswillens des deutschen Reichskanzlers ganz gerne freuen, wenn der Gegeirsatz zu seinen Erkläruugen in den Taten seiner Pariei uicht Misttrauen erwecken würde. Die Beti6i>lerstatter französischer Zeitungen aus London und li^enf berichten ihlx^n Redaktionen, das; nian in jenen Areisen eine abwartende Stellunsinnhme beobacl/t^v Der „E x c e l s i o r" schreibt, die ^eiit-sckie Delegatiou, die in Genf die Ti^^kussisn i'M'r die Geheimdokumente zur delitschen Aufrnstuug abgelehnt hatte, werde jesn Be-»veise brinjien inüssen für die Bebanpiungen des Reichskanzlers .Eitler. Deutschsand 'ver de vor die Frage gestellt, o-t es der Auslösung seiner Reichswehr und der Un,bil-dung in eine Miliz »nit kurzer Dienst.^cit zu-spiinnle oder ob es beides behalten wolle. Ebenso uerde. Deutschland sich zur Frci^^e der internationitlers zufriedengostellr und inan envartet, daß DeutWand in Gens den ?)wcdonald'sch<'n Abrüstungsentwurf annehmen Coerde. Freilich werde es ijch se^zt erst aus dem Verhalten der dent»6ien Delegation in l^!cns entneihmen lassen, inmie-weit sich die Erklärungen .Yitlers mit der praktisclien Politik decken. Nach Meinunc^ enfllis<5)vr politisrlier Kreise wird die deutsche Außenpo-litit setzt vor alleui darnach trachten, Zeit zu gewiunen. Man erwartet aber trotzdenl, das; die DentÄ^en den englischen Abri'lstungsplan vorbehaltlos annehinen werden. lveuMlond roM vie Kolonial-fraae auf Umbildung der Deutschen «olonialgesell-gejellschaft auf Iuitiatilße des Reichskanzlers Hitler. Berlin, 10. Mai. Die Aktion sür die Riiclgabe der einstigen deutscheu Äolonialgebiete ist erneut in Angriff genommen worden. Soeben hat der Gouverneur Dr. S ch n e e über Initiative des Reichstanzlers .Miller die Unbildung der Deutsckien ^tolonialgeselijchaft vorgenoiumen. Denl „12 U h r - B l a t t" zufolge liesze sich in !^utsch-Ostafrika der deutsche ??evöl-kerungsllberschuk so unterbrinslen, das; auf Siedlungen zu je Hektar 80v.li00 deutsche Fautilieu unterk^ebracht werden könnten, in Sitainerun hingegen 4l)0.00V Familien. MnanidlNatur in Belgien SSiarse Mahnahmen im Sinne des Ermäch-tignngsgesedes. — Grohe Mibbräuche in der Arbettslaftnunttrftllbung. — UnterstiiAungS beziehet mit H/iusern und Autos. Briissel, 19. Mai. Das jüngst von der Kammer mit besonderen Vollniachten ausgestattete neue Kabinett hat eine ganze Reihe von Maßnahmen zuin Schutze der öffentlichen Finanzen erlassen, die sich auf Steuerhinterziehung und auf die Mißbräuche in der Arbeitslosenun-terstütznng beziehen. Di<' admilsistrativen Anstiaben werden uni die inateriellen um gesenkt. In der Arbeitslosenunterstiützung sind die Behörden auf riefige Mißbräu6)c gestoßen. ??ur allein in AnNverpen zahlte man mehr Unterstntzunggenioßende, als eS überhaupt !i)afenarbeiter gibt. Die Untersuchung in Charleroi hat ergeben, daß es dort in den Listl?n der Unterstuhlingsberechtigten Perio-N'.i, gab, die Häuser und ^raftlvagen l)c-sit'.en. Kurze Nachrichten Berli n, 19. Mai. Die deutsche Reichoreciierung hat verschärfte Bestimmungen zur Bekänivsung der .^uipitalsslucht erlassen. Iu .'?.'>lnkunst werden auch einfache Briefsendun>ien einer genauen ^tontrolle untevlv-orsen sein. Die Uebertre-tungvstrafen sehen ein Höchstniaß von 10 Jahren Kerker vor. B e o g r a d, 19. Mai. S. M. der 5tönig hat dem Vorsihend^n der Jugoslawischen Arbeitervereiue in Deutschland, ^aul Bolha, ferner dem Bize- Präsidenten dieser Bereinigung Fran^ Do» berke? und deni Füihrer der jus!cjla.oiscl>elt Arbeiter in Hottand Johann Zupanc den Jugoslawischen sironen-Orden i!). j^tlassc verliehen. Die Aus.zcick)nungen wurden vormitags den Genannten durch den Vet-treter des Außenministers, Minist^'r Dokto? ÄTamer, feierlich überreicht. Marlene kimnnt nach Europa. Marlene Dietrich, die deulscl>e ?j-ilm'chall-spielerin, die in .Hollywood zu grossem i^ilin--ruhnl tlclaugte, hat sich an Bord der „Europa" l'egeben, lin, in ihre Heiinat znri'lc^;«-kehren. Sie hat in letzter Zeit weniger dlirch ihre Filmrollen als durch ihre exzentrischen Modelaunen von sich reden gemacht. Sie war es, die die „männliche Mode" eingesuhri-^^^at.-x Sie trägt auch auf oenl Ozeandampfer aus-schließlich Männerlleidung und erklärte den Reportern, daß sie kein einziges Fraucnkleid in ihren Kosferil '.nitsühre. A'llerdin.qs wird sie in Deutschland niit dieser neuen Moöe auf wenig Verständnis stoßen, selbst die wooder, die do6) an inancherlei g.'nwhnt lind, konnte ihre Elscheiliung in letzter Zeit nich^ niehr begeistern. Ueberall, n>o die ..inänn-liche Marlene" erschien, wurde sie belächelt und bespöttelt, sodaß di^' Filnipri'ldn^eilten ernstlich um die Popularität ihres Star? bangen. Selbstinord im Fabritschornsiein. In Barcelona hat ein Sck'oriiste!ili.'ss?r anf eigenartige Weise Sellistmord verilK. NaÄ) Besteigung t.'ines et'^v.a 30 ^vi^'ter liolien Fabrikschornlstein inarf er einen niit Steinen teschiverten Brief ab; gieich,zeitig stürmt.' er sich in den Sch^NAstein. Ans ^ein des Briefes, der sowrt gefiulden innrdc', geht henior, das-, der Schornsteinfeiler freiwillig ans dem Lesben scheiden nwllte. Seine Lolche tonnte noch nicht geborgen i»erden. da der 5törper iin T^nnern d.'H Sche.rn'tein'Z sich zwii'6?en zwei Vorsprünaen fcitgefiennnt hat. Börsenberichte Ljnblsana, 19. Mai. Deviien: '>lerllN l:ul3s)5.:ii^, Mrich 1 -u 1 Wien 8.75^.9f), London N«.ivvor? 4vt7.lö—'ls)75i.11. Paris _ 22«.94, Prag 170.V0„171.7t;. Drieit —300.91. Z ü r i cs', U». Mai. Devisen: Pari6 ?0.^75, London 17..'i0, ??eninors Prag l.').!!?, Wien .'^7, ^-l^erliir 1'21.10. i^lZyloZSk 6e?uci clei' ist liui-mügliefi. ^enti cjel' Le^ieiiei' clas /^donnsment vlinktlicli ekiegt ociek eiliZSsicie'. beiul Völkerbund die E u r o P a- K o m-Mission gebildet mit der Aufgabe, die Vorbereitungen zu treffen für die Schaffung eiues Organismus, der den Ideen der euro-Plüschen Solidarität nud inlerno'ii^nialen Zusanrnienurbeit zn treffen I>ätte. Mit der Bildnng dieser .'^tonünissioii trat die Panen-ropa Ben'egnng ans den Greilzen der reinen Idel^!''gie in den Be^zirt der sachlichen P^'lilit. Darin liegt daS Verdienst Briands, der belviesen l,atte, daß sich sein französischer NatioiuUisinns nlit den Gedankengäilgen des Enroväisnlns verbinden läßt. Man l)at ihni zeitlebens den Vonunrf. gen,acht, ein Utopist zn sein. Aber Briand berief sich ailf.die Geschichte nnd anf die reale Wirklichkc^it. Bri^ and lniill' die scs)U'^:',e>'lsche Uonsödera'ion und die bereinigte» Staaten ^on Amerika vor deil Augen, als er seine Pläne skizzierte. .Heute liegen die Pläne zur Schaffung ei-neS internationalen Organismus, der die Garantie des Friedens nud die Erneuerung de» ^^^^^eUnnrlsfliast zn garantieren verniöch-le, in den .^tanzleieil dcs Völlerbnndes. Dnrces slalns qno in Eitropa lebendig interessiert sind. Dank der Altivilät der .^tleinen Entente bedentet der Tod Briands niclit aiicli den Tod keiner Ide en. Sein Plan bleibl anch nieiter der Weg N'eiser anf dem Wege znr Befestignng der Solidarität der eiiroväisclien Völker in poli lissher nnd wirljrliastlicher .^''inslchl, sie i't aber anch die besl^' Sicherung vor i>eil (^»e fahren ewcS ncuM »Mariborer Zeitung*'Rvmmer 13» den ?v. WZZ. Drei Schlcksalswochen Senfer Hauptausfchuß fSr deute einberuft« / Dle WM in Erwartung prak-Nfcher Srgebnlsft nach den SrNürungen Stoosevelts und Hitler» / Stalimischer Widerdoll der Kanzler Nede A.« n f, t8 Mai. Der Prü^rdenl öer Mrüstungstlnlferrnz, 5^ cn dcrso u, richtete an die Ti^letiatio« nett cine schriftlickie Mitteilung di^' Inhaltes, daß der Hauptausschuß i)er Konferenz ,'yrcllasi nnchnnttaqs zummmcntretvil ivcrdc. 5.Xlü>ei'ioil vevlveist in seincni ^chreib<^n aus die c;ros',c VedeulunI der Er^lnrun'iicn Roo-sereltH und Hitlers hin. In Gens wird bereits damit gei-cchnet, daß als nächste prak-tis6ic Auswirkung d^^r Roosevelt-Botschast und der Hitler-Nede schsn in Bälde eine Zilsanriuenkunft der ll'evollnläckitigten Vertreter der fünf l^rokinächte England, Frankreich, Deutschland, '^^talien und der Vereinig ten Staaten stattfinden iverde. Berlin, l8. Mcii. In einsienieiliton Kreisen wird bezüglich der praktiscsM Ausmirkunlzen der Erklärung der Reichsresiiernng erklärt, man habe in s^^enf l>!v .zilni ^unl, dem Tage des Zu saunuentrittes der WeltwirtsckBft'^konierenz, genügend -^eit, praktischen Ergel'i.issen zu kommen. Man könne diese drei Wuchen ge-niisserums^en die 5ch!cksalswochen der Welt nennen. Dieser Michluß, erklärt man hier, diirfe aber nicht wieder eine Etappe, sondern ein ivirklicher Abs6)lus; der Abriistun^^Suer-handlunc^eu sein. Sollten sick> dann noch ungelöste Neben fragen erszeben, so können die-sell^-en ungeachtet eines prinzipiellen und definitiven '^lbsMusses einer AbrustuiVs-konliention Nl?ch weiter in den Nebenkommis-sdvneir l'el?andelt werden. Es wind in unterriäiteten Kreiien weiter erklärt, daf; die cinslnndische Presse auf Ab-nioge geraten sei, weiln behaupt.'t »verde, Deutschland hätte eine neue Situation qe-schafen, !nan nn'isse jetzt erst die Taten Dents.'h lands abniarten. Deutschland habc in der ^rasie der Abrüstung genug geleist'.'t^ Es sei jet'. Sache der anderen Mächte, Taten zu .^e'gen und zn handeln. Bis zum 12. Juni s>ätte uian Zeit genug. Neich^aufiennnuister Baron Neurath werde zunächst nicht nach <^enf reisen, u^älirend Botschafter Nadolnt) in feiner Eigenslfiaft als Delegatioilöchef in s^^enf danrit beschäftigt ist, die Erklärungen des Reich-skanzltrs in die entsprecl^'nde diplomatische für Mief zu bringen. Man bat also Ämnit u rechnen, das; die deutsche Delegation in l^nf entlsprechende^ Anträge stellen iviri». R o ni, l8. Mai. Des 'lieiäistauzlers .Hitlers Erklärungen vc'r denl Reichstag beherrschen heute die ge^ samte italienische Presse. So schreibt „P o-polo di N o IN a" u. a., nach der Rede des Reichskanzlers.Hitler und der Bots6iaft des Präsidenten Noosevelt sei es nicht mehr nwgli6i, die Weltöffentlichkeit durch Zwei-denligkeiten zu beuuruhigeu und zn täuschen. Auch sei es nicht mehr niöglich, na6? diesen .^lundgebungen sich ein falsches Alibi zn besorgen. Der Londoner .^korrespoudent des ,.M e s-s n g g e r o" schreibt, nach der vorwiegenden Auffassung englischer Politischer Kreise Halle der Reichskanzler mit seiner Rede ganz einsach Europa an seine nunmehr unaufschiebbare Pflicht erinnert, die Zustimmung Deutschlands zu deni von Macdonald vorgeschlagenen Abrüftungsplan zu erleichtern lind dann anschliessend in einer ruhigen Atmosphäre zu der nnerlafilich gewordenen Revision der Verträge auf dem Boden einer tntsächlick)en Verständigung unter den vier s^^rof^nlächten die Möglichkeit zu schaffen. Das Blatt betont ferner, der Friedenswille sei von Deutschland mit Bestimmtheit und Wärme betont worden. .Hitlers Worte, i'lber einen neuen Krieg seien so klar und l'indend, dast nien'and daran herunideuteln lönne. Nicht lveniger klar und bindend seien die vor der Weltöffentlichkeit gesprochenen ^ür alle. T'as Blatt ist der Anficht, daß Hitter die Welt über den Friedenswillen Deutschlands zu überzeugen vermocht habe. Das Vrogramm der Konferenz der Kleinen Sntmie Zusammentritt der Konferenz der Kleinen Presse-Entente Prag, lS^ Mai^ Ende Mai tritt hier die erste Plenarsitzung der Kleinen Vntente nach d^ Abschluß des OrganisationSpakteS zusammen. Reben den politis«!^n Fragen werden dies mal auch die wirtschastSpolitischen ErSr-terungen in den Berha„dl«ngen einen breiten Raum einnehmen. Die erste offizielle Zusammenkunft findet am 29. Mai statt. Am Vorabend findet im Sitzungs« faale des Prager Gcmeinderates eine Fest-fitzung des Presseverbandes der Meinen Entente statt. Bei dieser Gelegenheit wird der Vertreter des Prager Auhenministe-riums Dr. K r o f t a über die konstruktiven Ausgaben der Kleinen Entente im Donaubecken sprechen. Am Dienstag, den 30. d. beginnen die Besprechungen der Außenminister T i t u l e s c u, Dr. B e- n e s und Dr. I e » t i 6. Die Minister werden in den Beratungen ihren Hauptaugenmerk aus die wirtschaftliche Annäherung der Staaten der Kleinen vntente richten. Dabei foll die politische Organisation durch die Gründung eines WirtschaftSrates ergänzt werde«. ES ist sehr wahrscheinlich daß bei dieser velegen heit fiir die einzelnen Wirtschaftszweige besondere Kommissionen gebildet werden. Am ZV. Mai wird PrLfident Masaryt die Außenminister der Kleinen Entente auf Schloß Sana als GSste empfangen und beim Mittagessen behalten. Mr nachmit tag ist die Besichtigung der heute erösf neten MeStroviö-AuSstellung geplant. Die Außenminister werden am l. Juni ihre Beratungen beendigt haben, worauf die Ergebnisse der Konferenz den Vertretern der Presse mitgeteilt werden. Japan läßt nicht locker Tschang Kai Scheck zögert, mit Tokio Frieden zu schließen General Mutos unbeirrbarer Weg London, 1K. Mai Die chinesischen Nadionalisten wollen mii allen Mitteln das angebliche AriedencangS' bot der Nanking-Regierung an Tokio vereiteln. Marschall T s ch a n g K a i S ch e k will die von der Nanking-Regierung ausgearbeiteten Friedensverträge, in denen i^e Selbständigkeit Nordchinas angeboten wird, nicht unterzeichnen, weil er die Nactie der ^tuomintang-Partei fürchtet. Unter den» Ein driick dieser Lage haben die Japaner das »veitere Bordringen beschllossen, so da^ die Aussichten dig>ung Mischen dein heutigen Nairking und Tokio iMnz gering erscheinen. Der Widerstand der Chinesen ist vor Polin nnid Tientisin so gut wie gebrochen. Die lShmesen haben das letzte befestigte Werk Miun vor Peking selbft ver lassen. Peking wird widerstandslos von den Ja-panern besetzt werdeil, ivenn fich Tschang Kai Scl^k nicht besinnt. Eine chinesischrjapa Nische Verschluing paßt aHer «uch den Ame rikanern ebensoweirig wie der japanischen Militärpartei. Der saipantsckie Marsi>elWhrer und ihre au^ührenden Organe, »velcher der sta«tS^inidlich!m Parteieil sie auch angehören inögen, in Wnzentrationslager zu stecken. Im iMilgen trifft bei unseren Nationalsozialisten die Charakterisierung als innerer Feind gar nicht zu. Denn ihre Politik, ihre UntevoÄnunlg unter den „Whrer" Partei iin Reich, der dort zugleiich Reichs^ ^izler ist, ihr Streben nach dem Anschluß, der Oesterreich nach den BBimnlungen deS s^edenSvertrages grundsä^ich verboten bleiltt_alldies birgt die größte (^j^fal>r für den Fortbestand eineS selbständigen Oestzr« reich und die größte Gefahr kriegerischer l!wtwicklungen in sich, die ?atastropbals Folgen für Oesterreich haben im'lßten. Von diesem Standpunkt auS geseihen sind die österreichischen Mtionalsozialisten Verräter d^ Baterlandes, Ueberläufer «nH der öster-reichischeir Front, Feinde des Staates, in dem sie lcbm und für solche Leute gibt e« nur eines: Konzentrationslager?" Das Ende der Insel der Tränen «ufhebnng von Vllis Island. Ellis Island, die Insel der Tränen, die vor den Toren Amerikas liegt, und an die viele Eiwvanderer schreckliche Erinnerungen haben, wird geschlossen. Die. Washingtoner Regierung hat nlitgeteilt, daß Ellis Island nicht niehr lveitergeführt zu werdeu brauche, da die Eiuwanderung nach Amerika ganz erheblich nachgelassen hat. Seit vielen Jahrzehnten ist es zum ersten Mal vorgekommen, daß die Zahl der Auswanderer die der (Einwanderer übertrifft. Die uirgölieuve wirtschaftliche Not der Bereinigten Staaten hat so abschreckend auf die Auswanderungslust aller Völker gewirkt, daß der Strom derer, die in der Neuen Welt eine .Heimat suchen, auf natürliche Weise abgeebt wird. Man schützt die Zahl der Arbeitslosen in Amerika auf l2 Millionen. Cs geht ihnen so schlecht, daß sie einen ständigen Unruheherd für die Bereinigten Staaten bilden. Wenn eS nicht in nächster Zeit gelingt, die Arbeitslosigkeit beträchtlich abzubauen, so fürchtet man auch für die USZ1 schwere innere Erschütterungen. Ellis Island, das sind drei kleine Inseln in der Newyoi^-Bay der Vereinigten Maaten von Amerika, wo die ankommenden Einwanderer auf Ausweispapiere, Gesundheitszustand, Geldmittel usw. untersucht wurden. Lagen irgendivelche Beanständungen vor, so wurden die Betreffenden auf (5slis Island zurückbehalten. Sie hatten schon das qelobte Land vor sich l^esehen; aber ibnen ivurde der Eintritt verwehrt und bei '^-erlieqen von besonderen Umständen sogar niiinl^c^lich geniacht. In vielen aineriknniscljen Filnien l)at inan das Leben uich Treiben der Insassen vo« SamSkag, t>en ZV. MaZ l^3. »Markborer Zeltung^ Nummer lI5. Fünf Dlplomatm gehen... Neue Meie der ttoNenUchen AußenpolNl? / sae eine DerfiLndigung mtt Iugoslawten / Anlednuna an Swn?retch? A ü r i ch, l8. Mai. Me „N e ueZürcher Zeitung" veröffentlichtt einen ftihr bemerkenswerten Bericht rhres rSmisourna>list sieht die Borzeichen einer röinischen Wandlung in einer Diplomatenflucht aus Rom. Eine Reihe ron ausländischen Vertretern, die in den letzten Monaten an den politischen Beratunc^en in der ewigen Stadt teilgenonommen tätten und so für die Spannunfl mitverantwortlich zeichnen, wird in Mrze Rom verlassen, um durch Männer mit neuen politischen Nicht, linien ersetzt zu werden. Die größte Vernnt-nwrtung si'ir die Intrigen der letzten Monate salle auf den sranzMschen Botschafter d « Iouvenel, i^r ^^ankreich unl jeden Preis von seinen kleinen BerbÄndeten lostrennen wollte, um eine franzSstsch italie« Nische Berständ'iflunss zu erzielen mit Opfern, die Polen uud die Kleine Entente zu bringen liätte. De Jouvenel wird in Wrze abberufen »Verden. Damit endige ein trauriges Kapitel diplomatischer Irrungen eines Men- schen, der ein Diplanivt sein wollte ut^ld sich lol^iglich als politischer Jntrigaltt erwiesen habe. Der polnische Botichaster A r a f P o t o e k i sei auch HM» nach der Äer-Affentlichung des römiischen Paltes abberufen worden. Ncich ihin wäre der englische Botschafter zu nennen, der in den Ruhestand übergeführt wird, da auch er für di? Irrungen Ma^donaldS verantwortlich sei infolge der Tatsache, daß er seinen Chef iiber die tatsächliche Äge nicht genau imarinierte. Der jugoslawische Gesandte R a-k i ein intiiner Freund des französischen Bvtislj^fterS de Jouvenel und sein politisc^r Mtarbelter, ist ebenfalls abberufc'n worden von seinem Außenmintister, und zwar auS Grün^, die in diesem Zuisammenhange klar seien und keiner weiteren Bohandlun? mehr bedürfen. Auch der rumänische (^)esandte P r i n z G h i c a, ein petrifizi«rter Jtalo-Phiel, der Rumänien auf jeden Fall vor den Wagen Italiens spannen wollte, erhielt das Pelchonsdekret. Aber auch von dein tscZ^cho-flowatischen Gesandten Chvalkovsk ^ hieß es bereits, eS werde.transferiert wer. i^n, doch scheint es, daß er der einzige g«' wesen war, der in den Grenzen de? Unteres« sen seines Staates blieb und ron 5? .lt^en für die OSR wie «mch für die kleine Entante gewesen ist. Die italienische Regierung segelt bereits in cinein neuen Jahrwasser. Ve Prejsehetze gegen Jugoslawien, früher eine täglich Rubrik, ist über Wetsunq von oben einge» stellt lvovi^n. Tas Gespenst eines italienischjugoslawischen Krieges ist ülber Nacht spurlos verschwunden. Wie man vernimmt, hat die italienische Regierung sogar durch ihren Boograder Vertreter O a l l i der sugoila-imschen Regierung konkrete Borschläge un^ terbveitet ^ie definitive Regelung aller «strittigen Fragen. JuMslawien habe diese Borschläge mit Wiirde, aber auch mit sichtlich gutem Willen iibernomimen. Außerdem habe Dr. Be n e >S sich bemM, Italien zu einer neuen Einstellung der Meinen Entente gegenüber zu gewinnen. Italien möqe die Kleine Entente nicht als Gegner, sondern als Mitarbeiter oder zumindest als ang^neh. men Nachbarn betrachten. Die „Neue Zürcher 5^itung" gelangt zu der Aestistellung, daß der politische Horizont keine Wolken inehr aufn^eife. Nach dem Ende des „Adria-ZyklonS" habe sich auch der pollitische Himmel ml der franzMilien GrÄl« ze geklärt. Cllis Island gesehen. 5tahllose rührselige Geschichten nahmen von Ellis Island ihren Ausgang. Sie endeten, wie das im amerika-nisll^n Film so üblich wav, mit einenl happtt 'nden. Man hoffte schon, daß er gerettet se- als der Tod infolge von unerwarteten Koi^iplikationen eintrat. Bobby und Napoleon. Bobby hat von seinem Freund eine Le benSgeschichte Napoleons entliehen. Nack) ein paar Tagen begegnen sie einander. ..Na, Bobby, wie gefällt dir das Buch?" — „Wun derbar. Ich lese gerade, wie Napoleon auf Elba war." — „??a warte, bis du zu seinem Aufenthalt auf St. .'^'»elena kvnimst . . — „Bitte nicht den Schluß inl voraus verra-tm!" V V«r«« SedmOriea, lZ«»l»a7 V/»rum alvdt <-!Üak «r>tr»UO»? äureb Segsb»« vir Nlirä leivkie», »vdmerilo»' l«Obea. O O >r 6 , Z2. X»»»«« 8. kir. 3lZZ » zz u. II». Mt vegg« Mr. MM mWftrt wurde Ganz Amerika feiert ein Kind Newvork, im Mai. Seit der Entführung des Lindberg-Ba-bys hat Anlerika keinen Ariminalfall gehabt, der die Oeffentlichkett so gewaltig interessierte wie der Raub der zehnjährigen Peggy Mc. M a t h, die inztvischen bekanntlich wohlbehalten zu ihren Eltern zurll<1kgekehrt ist. Auch Peggy wurde von unbekannten Banditen entführt und erst dann freigegeben, als die Eltern daS verlangte Lösegeld in der Höhe von 1W.VV0 Doll. bezahlten. Inzwischen gelang es der Polizei, zw?i Brüder !n Haft zu nehmen, die wahrscheinlich die Entführer und Lösegeld-Erpresser sind. Die kleine Peggy wird gegenwärtig von gunz Amerika gefeiert. Alle Äile des Landes sind Plötz!ic>) an dem Schicksal des Mädchens interessiert und überschütten es nlit Geschenken aller Art. Die Presse weiß täglich neue Einzelheiten der Entführung zu erzählen und lobt imnier wieder die tapfere Haltung des Mädchens. Täglich treffen hunderte von Paketen und Briefen für Peggy ein, auch an Glitikwunschtelegram-men mangelt es nicht. Ein kalifornischer Grundbesitzer hat sich bereit erklär., Peggy längere Zeit eine Billa zur Verfügung zu stellen, damit sie sich von den Schreckeil ihres Abenteuers erholen könne. Er will sämtliche Ausgabeil auch für die Dienerschaft tragen. DaS Mädchen hat hingegen im Auftrage seiner Eltern dankend abgelehnt. Es will nicht wie eine „Fürstin leben". Die kleine Peggy hat selbst einen ausfithrlichen Bericht über ihre Entführung gegeben, dessen spannende Einzelheiten in Amerika übergroßes Aufsehen erregen. Peggy erzählte, daß sie nicht ängstlich gewesen sei, obgleich sie genau gewußt habe, das; Räuber die Macht über sie hätten. Als sie die Schule verlassen hatte, näherte sich ihr ein Neger, der sie in ein Auto trug, das dann sofort losfuhr. „Während dahinrasten," berichtete Peggy, „drohte ..är ein Mann, mich zu betäuben, wenn ich den geringsten Schrei ausstieße. Er befahl mir, mich ganz still zu verhalten Ich mußte dann auf dem Rücksitz dos Wagens Platz nehinen und sah am Boden Stricke und .^^andsesseln liegen. Dann wurde mir ein schwarzes Tuch über das Geficht gezogen. Auch die Arme band mir der Mann ant L^-Her fest. Ich mußte mich nun auf den legen und er wollte nur Tücher in den Mvnd stopfen. Ich bat, davon abzusehen, worauf er es mir gestattete, mich etwas be. quemer hinzulegen. Tücher wurden mir dann auch nicht in den Mund gestopft. Ich verhielt mich ruhig, weil ich wußte, sonst Tu cher in den Mnnd gestopft zu bekomnien. Nach einer langen Fahrt über holprige Stra ßen hielt der Wagen, und ein anderer Mann trug mich in ein kleines Haus. Mit den Knien konnte ich die Binde über meinen Augen so weit verschieben, daß ich erkennen konnte, daß das Haus erleuchtet war. Am späten Abend führte mich dann ein Mann wieder fort und brachte mich in einen Schuppen. Dort hatte ich zwar keine Binde mehr ü^ier den Augen, aber ich war ganz allein. Manch mal kam ein Mann mit einer Fackel in tien^ Schuppen und brachte mir etwas Kakao und belegte Brote. Ich sah, daß der Mann ein Weißer war. Zwei Nächte später verband er mir wieder die Augen und trug nuch in ein Auto, mit dem Bemerken, mein Bater sitze darin Als er mir die Binde abnahm, erkannte ich zu meiner größten Freude wirk^ lich meinen Vater. Nach einer langen Fahrt erreichten wir den Hafen und gingen an Bord eines Motorschiffes. Papa erklärte mir, daß wir hier 48 Stunden bleiben nn'iß-ten, weil der Mann ihm gedroht habe, ihn zu ermorden, wenn er die Polizei benach' richtige." Bei Verqiftungterscheinungen, hsrvorgsrusen durcki verdorbene NuhrungsmiNel. »ilpet ^lik» io« kortiae Anwendnnq des nlitürlichen .,Froni-?^0' sis"-Bitt«rwassers ein wcsentlilbc'? ?^hlre!lf>e Aerzte wenden das »^ranl^-^oscf'W!:!-fer auch bei beckarkidiaen Mrunq?« und ,^er. sebungSvorqZngen im Magendarmkiinal mit aünstil^om Erfola ün. 'T^s „?^ran>i-i^osos", Bitterwasser ist in nUen Apotkieken. Progerien und Kpeur-'sfiandsiinaen erl^ästsicki. Wild als Opfer des .Hagels. In der Nähe des ungarischen Ortes Sar»^ var richtete ein surchtbares Unwetter ungeheure Verwüstungen an. (5in Gewitterstürm. der von heftigen Wolkenbrnchen und .Hagelschauern begleitet war, verursachte in der Stadt und in der weiteren Umgednng beträchtlichen Schaden. Bäume wurdeir entwurzelt. die gesamte Telegraphenanlage nn-brauchbar gemacht, Ueberschwemmungen machten weite Wegstrecken unbefahrbar. Faustgroße .Hagelschlossen vernichteten die gesamte Obsternte. Anr Tage nach dein Unwetter fand man in der Unigebung von Sarvar eine große Anzahl von Fasanen ut,d anderen Wildvögeln, sonne etwa zweihundert tote Hasen, die dem Hagelsiurin zun? Opfer gefallen waren. Sttett um einen wnIgNchm Hundenamen Viel belacht wurde in Frankreich der Streit um einen Namen, den ein angesehener Adliger gegen den l>ekannten Geschichtsf:^r° scher und Heral^iker de Brnmagne führte. De Brnmagne hatte nänilich auf Grund ai-ter Urkunden festgestellt, das; die Familie des Barons de Eargueray um di^' Mitte des M. Jahrhunderts von deni n'an^öiischc'n nig Karl lX- in den Adelsstand erho^'n nwvden war. Derselbe .'iki^nig besas; vier Lieb' lingAhunde, von denen einer ans dcn '^lanien ,.Ea:queray" hörte. Der Heraldiker behaui' tete nun, daß K^önig skarl IX. dem Versah ren des jetzigen Barons gleichzeitig nnt de?,' Adelötitol den Namen seims Lieblings-Hnn^ des verliehen hatte. Die^e Bebauptnnsi liel' den Baron de Eacgueran nicht zur R'il'c kommen. Er si^blte sich in seiner Elire sch'ne' geki'änkt. daß der Ursprung ^eine? Nanien -auf einen Hund wenn es anch ein k?nili licher war — ziirück-iesiihv! m'rden sell!e Er stellte ans eig^'n^c« Faii't nmla.'>ireir>ar. C-r fand i^mn^ich heraus, datz <'s schan itinq :^or t»er RogierunsMit Äuvls 9. im ^"^-ahrc Uvl» am königlichen .^fe einen berühmten Künstler feinet' Nainens csab, der sich besonderen Gunisl. des damaligen Köm^ Philip;» VI. erfreute. Es ist nun durchaus anzunehmen, daß die Familie de Ccicquerat, siä) auch der ?^^remibschaft der nclchwlsicnden .'»tvnige rühmen durfte, sodast ^icirl IX. nzlahrscheinlich in einer Laune soi-nem ^icblin^^hund den Nanien seines Gunst-lniffö ssi^geten l?adte. Geyen diese BeiveiS-führunss ü'is;t sich nichts einwenden, und der in seiner Chre verlebte Boro« hat damit einen vvllen Trinnipb über den Geschichtsforscher dalwn>-ietraqen. «oldfieber im Colorahv'Gebiet. In dem schwer znqanfllichen Colorado-l^ebict in Amerika, in der Nähe der Canon-Cit^), hnt ein Neider durch Zuscill eine aNem '^'lnschein nach iiberaus ergiebige Goldader entdeckt. .'^lUerst wollte man seinen Erzäh-lunl^en keineli <^lanben schenken, doch als er .^nnl Beiveis einen grossen .^lumpen gold-lialticzen Erzes vorzeikzte, setzte sofort eine fi^rmliche Pülkerwanderunfl nach dem Fundort ein. Auf dell l^efährlichen Gebirgsstra-s^en, die nn wilden Schluchten und steilen Abl^riinden liorbeiführen, beweqt sich eine endlose Schlnnqe von Automobilen und Gefährten aller Ärt. Wer keinen Magen und kein ^jieittier sein eigen nennt, macht sich zil auf den Weg und durchwandert ta-gelailgc strecken. Immer neue Goldsucher treffen in Canon-Citn ein. Die Nachricht non dcnl Pvrkonlnien des kostbaren Metalls liat sich mit ^^'^lihschncllc verbreitet. Ueber Nacht ist in der Nähe des Fundortes eine qanze Zeltstadt entstanden. Inzwischen sind die Angaben des Negers von mehreren Gold grcibern bestätigt nwrden, die in dem be-»zeichneten l^el^iet goldhaltiges Gestein gesunden l)aben. Bücherschau b IxvostaZI za.1. r«l. Ä. skupStIm» 88KI. Bering Eavez Sokola .^aljevine Jugosla-nije, Ljubljana. Die vorliegende Publikation bietet eine genaue statistische Ueberficht nlicr die im verflofseneni Jahre geleistete Arlieit und deren Erfolge. Aus dem statistischen Materiale ist ersichtlich, daß die Mitgliederzahl einen ZulvachS von cca 25.000 ,^u verzeichnen hat. Mustergiltige Arbeit aller Sotolgaue, das Bestreben, auch die Bewohner entlegendster Orte körperlich zu er-ti'lchtigen, geht aus allen Einzelberichteu her vor. l,. Geopolitit. Maikjest 1933. Jahrgang mit Register M. 22.—. Verlag .^kurt Bowink-kel, Berlin-Griinewald. b. „Jadranska StraZa". Ataihest 1933. ZIahresbezug Din 1S0.—. Verwaltung in Split, Ban Jelati('eva ulica. b. „Weltstimmen". Weltbückier in Umrissen. Maiheft 1933. Einzelheft 80 Psg. — ^ranckh'sche Verlagsbuchhandlung, Äutt-gart. b. Lieder eines Erwachten. Bon Paul Zimn,ermann - Frohnau. Dritte Auflage. — In .5ialbleinen Mk. S.—. Aufbau-Verlag, Berlin SWM. b. Erkenntnisgeist und Muttergeist, die aufsehenerregende Geschlechter-Soziosophie des Leipziger Philosophen Erilst Bergmann, ist soeben in zweiter Auflage ersckiienen. — Preis in Gan^einen Mk. 9.59. Verlag Fer-dwand .^"»irt, Breslau. b. Die Kunst des Reifens in der Praxis. Gin reichbebilderter Wegweiser für das Reisejahr 1!133. Verfaßt vom bekannten Neise-organisator Ludwig Siemer. Verlag Rudolf Rother, München. Preis .^>0 Pfg. k». Mutter Vrnckner's Rachlatz. Ron,an von F. Kaltenhanser. Verlag „Das Berg-landbuch", Graz. Ganzleinen Mk. 3.85). — K^ltenhauser hat uns nnt diesem lustigen ländlichen Ronian wieder ein Stund chen lachen gelehrt. Wir sind überzeugt, das; diese köstliche Gabe vielen Lesern Lust ,lnd ^-reude bringen wird und dannt hat sie nwhl reichlich ihre Aufgabe erfüllt. b. Persönliche Leistungssteigerung. Lehr-turs in 19 Briefen von Sportrat Fritz Ztru'be, Bremen. .?>cft l> bringt neben eini-tämpfen durch Gasparin Po«, V o H l a r, M a st c ?, a b i Ing. Öe rn ig o j rertn'ten sein, währ>^ .si6? die Cisenbchner vor allen» auf Berga n t, PuSenja? und Masi lsttützen d'ürften. Der LSK. Maribor ist auch diesmal geznmiigen, auf die Mirwirk'ing von F a b j a n und M e S i L e k zn '.'er-zichten, die zu'ar fiir diese Tage ihre Anfnnft angekündigt haiben, doch dieselk« studienhalber wieder hinauszuschieben genötil^t waren. Ter Ausschreibung gemäß gelangen auch die DamemvettkAmpfe Auötrag. Frau Zora R a v n i k und Frl. Br.da r i ba r werden neuerdings die iveiß-schtvarzen Farben verteidigen, unl für das schM^re Match Wgen „HaSk" die letzte Kraftprobe zu bestehen. „Z^eznivkrr" wird in den Tanlonkmlkurrenzen durch seine Wici stärksten Spielerinnen Frl. Legat und Frl. ^ erovec vertreten sein. Die Wnipfe, die allenthalben Interesse zu erwecken in»!-stände find, begimnen um 8 Nhr. Frauen Weltmeisterschaften tSS4 Die jetzt als sicher geltende Durchführung der Vierten Frauenweltmeisterdient 3:1 Die siegreiche jugoslawische Frauenriege übertraf ihren lv-egner an Schnelligkeit, tadelloseln Zusam-inensipiel und durch grö^re Schlagfertigkeit. : Vertiefung der sportlichen Beziehungen zwischen Jugoslawien und Ungarn. Dieser Tage iveilte der Untersekretär des Ungarischen Fußballverbandes Maurus Fischer in Beograd und hatte Gelegenheit, mit mehreren führenden Sportleuten des I9ZS über die Vertiefung der sportlichen Bozishunflen zwischen Ungarn und Jugoslaivien zu spre-chien. Fischer erklärte, daß es mrbedingt im Jnter<^se beider Länder liege, die herllchen-den Sportbeziehungen noch weiter auszubau en. Man beriet ü^r wichtige Austausr^'lpic-le zwischen Jugoslawien und Ungarn. : Grohdritannien bei der Weltmeisterschast 1934? Aus Rom wird gemeldet, das; die Fifa zur Zeit ernste und aussichtsreiche Verhandlungen lmit der englisö^n Football-?ls-sociation »vegen einer Beteiligung an der zweiten Fußball Weltu,eisterschaft fiihre. In maßgebenden Kreisen des englischen Verbandes sei man der Zustiulmung bereits sicher. Allerdings trägt man si6i in (!kngland mit denl Plan, die Weltmeisters6)aft nicht nnt einer rein englischen Elf zu bestreiten. Ani lieini Verhandlungswege mit den Berbäudi'n von Schottland, Wales und Jvlaizd hofft der englisch? Verband die Entsendung einer britischen Mannschaft zu ermöglichen. Dazu ist AU sagen, daß Irland für sich bereits eine Meldung zur Fußball- Weltmeisterschaft abgegeben hat. : Hitrec und Gewli^ nehme» an der Val-kauiade nicht teil. Hittec und B. Sekulic, die zwei hervorragendm jugoslawischen Spieler in der Schweiz, wurden vmu JNZ für die Balkancupspiele in Bukarest (Juni l. I.) eingeladen. Der SchiveiM FußbaMund hat aber für die Teilnahme beiden Spielern keine Erlaubnis gege^n. Hitrec und SekuliL werden nur gegen die Schweiz und Polen in der jugoslawischen Auswahl mitwirken. Aus Gelte c. Der iilteste Büeßer v«« ieser Aolksscuchc und die Art der Bekcilnpfnnc, derselben in alsqeinein-ver-stiindlicher ??orm dienen. Bei nnS werden linier die Antituberkulosentage am M., 20. i'nd 21. d. abgehalten. Unter der Devise „Tuberkulose ^ Feind der I u g e n d'^ ri'istet sich die geschulte Welt zun: ^ianipf gegen den ge-säs)tlichsten ^eind (i^nropas. <<-ben weil dieser ^eiild unsichtbar ist und niemanden verschont, der das Ungliitt l)atie, ihm zu verfall teil, ist dieser ^eind so gefährlich, so tückisch, das'> sick? alle Schichten der Betii^lterunq zum geschlolseuin .'lianips gegen ihn organisieren nliUsen. ^<^eionderS dringend ist die Abwehr schon de')l,alb, '.veil unser Nachwuchs, unsere Jugend, von der Tuberkulose nnl stärksten dedroht erscheint. Andrerseits ist es gerade die Jugend, die zur erfolgreichen Bekiimp-fnng der furchtbaren Nolkäseuche am leichtesten herangezogen werden kann. Schrecklich sind die Ziffern, die i'iber die .Hekatomben von Opfern vorliegen, die die Tuberkulose von ups fordert. Cs ist festgestellt worden, daft in ganz Jugoslawien jährlich gegen 50.0lX) Menschen an Tuberkulose sterben. Seit Friedeusschüch hat dieser ti'tcki-scheste Feind des Menschen mehr Opfer von unZ gefordert als der Weltkrieg. Außer den Todesopfern weist die Statistik gegen eine Vi^rtesmilliou solcher Tuberkulosekranken nus, die fiir ilire Umgebung gefährlich sind und eine halbe Million solcher Ungliicklicher, die einer systematischen Pflege bediirfen, wenn sie auch fNr die Umgebung keine direkte Gefahr bedeuten. 800.000 Opfer fordert sonlit der gefährlichste Feind der Menschheit ilur in Jugoflawien in einem einzigen Jahr! Diese Zisfern sprechen eine allzu beredte Sprache. Noch verständlicher wird das Bestreben der ganzen Welt sein, wenn nmn bedenkt, welchen materiellen Schaden die Tuberkulose bedeutet. Abgesehen davon, das; diese tückische Krankheit Tausende von Todesopfern fordert und die Erkrankten zur Erhaltung ihrer selbst und der Familien unfähig macht, ist auch die HeNung, so weit dies überhaupt möglich ist, mit grossen Ausgaben verbunden. Die erfolgreiche Behandlung eines Kranken mit offener Tuberkulose fordert mindestens eine zweifährige sorgfältige ärztliche Pflege. In einem Großteil der .Krankheitsfälle ist all der Aufwand für die Wiedergenesung vergebens, da der Krank-beitsprozest schon zu sehr vorgeschritten ist und die gesamte ärztliche Wissens6)aft, wie vorgeschritten sie auch sein mag, dem Umsichgreifen des Infektionsherdes nicht mehr Ein-l)alt gebieten kann. Der Krinld dafür ist darin zn suchen, daß nicht rechtzeitig Borbeu-flungsmaftregeln ergriffen oder die Krankheit bereits inl Anfangsstadium bekämpft worden ist. Die Tuberkulose ist dank den Fortschritten der medizinischen Wissenschaft gegenwärtig feine unheilbare Krankheit mehr. Sie ist heilbar, wenn die Heilung rechtzeitig einsetzt. Das wichtigste Moment in der Bekämpfung der Krankheit ist jedoch deren Vorbeugung, die Belehrung der Bevölkerung und vor allem der Jugend, wie die Lebensweise geführt werden muß, um die Tnberkuloserkrankungen auf ein Minimum herabzuschrauben. Und das ist eben der Zweck der Antituberkulosentage: Unterweisung der Bevölkerung in der Hygiene, Aufklärung und Organisation im Kampfe gegen die Bolksseuche. Bor allem ist die Jugend von der Gefahr zn unterrichten, die uns allen seitens dieser furchtbaren Krankheit droht. Durch Borträge in den Schulen und austerhalb derselben soll unser Nachwuchs auf die Gefahreu aufmerksam geumcht werden, die ihnl drohen, wenn er nicht rechtzeitig Bor-beuglingsniaßnahmen trifft. Auch der reife Mensch soll belehrt werden, wie er zu lebe?! l?at. damit er nicht dem heimtückischen Feind erliege. Die Propaganda für den allgemeinen Sturin auf den unsichtbareu Feind der Menschheit soll in den Antilnberkulosenta-gen den.Höhepunkt erreichen. Und das ist der Zweck dieser Tage! » Die Bewohner unserer Draustadt werden ebenso eingeladen, au dem Propagandafeldzug gegen die Tuberkulose mit allen Kräften teilzunehmen. Am wirksamsten unterstreichen wir die grosze Bedeutung der Antituberkulosentage auf die Weise, daß wir unsere agile Antitttberknlosenliga und deren ulenschenfreundliche Bestrebungen soweit alS möglich untersti'chen. Auch in diesem Jahre will sich unsere Antituberkulosenliga an den Li'iuder-Z^erialaktionen nach Maszgabe der verfügbaren Mittel beteiligen. Da nun die heurigen Antituberkulosentage unserer Jugend gewidmet sind, wird an unsere edelmütige Bewohnerschaft der warme Appell gerichtet, in richtiger Würdigung der Bedeutung der Antituberkulosentage die Jugend-aktion unserer Antitnberkulosenliga nach .Gräften zu unterstützen. Jede, auch die kleinste Spende ist willkommen und geeignet, das klittere Los unserer Armen und in ihrer Gesundheit gefährdeten Kinder zu lindern. Spenden übernimmt auch die „Mariborer Zeitung". Vroteftstreil der Kinos Die ron den Nationaltheatern in Ljub^ Ijana und Zaigreb eing-eleitete Aktilin, durch einen lOprozentiqi'n Zuschllvg auf die Äin!?-eintrittskarten fÄr ^e Theater eine Nv'ue Subvent'ion zu finden, ist auf den l'eftsststeil Wider!std der Kinonnternchn^er gestoßen. Zum Zeichvu de? energischen Priteste? Ve. schloß der Berband d<'r Kinomotograpl'.''-, in den Streik zu traten, um t>!e nmßiieben' den Faktoren auf !^en Ernst der La^^ der Kinos ausnierkisam zu nmchen. Bekanntlich inachen schon seht die Stenern ins^iesaint Prozent der Bruttoeinnahmen aus, weshalb eine weitere 10^ ige Besteuerung völlig aus geschlossen erscheint und nnr den lwterganc? der Kinounternebn^en zur Folge halben könnte. Der Streif erstreckt sich auf den g'anzen Staat, scdaß beute, Freitag, auch in Mariibor die Kinovorstellunaen entfallen Dei^ Mairesen im Dolkicßsportlicher BetOigung recht zahlreich beimhen werden. Jeder in,ihrc Weidnrann nttlß rechtzeitig Sorge tragen, daß er noch vor Aufgang der Jagdzeit seine Scl>'eßsertia seit sensit als möglich veniolskommnet Nnr ein auter Schutze ist ein guter Weidmann! ul. Die schiinste Zeit des Jahres ist nun da! Es ist nicht inelir kalt Ulld kühl, aber auch noch nicht zu heiß, nnd ganz besonders herrlich ist's am frühen Morgen und voin Abend bis in die Nacht. Einen klaren Hinl-,nel vorausgesetzt, gibt's jetzt überhaupt keine eigentliche Nacht. Wir befinden unS in der Zeit der immerwährenden Dänlmerung, deren Ursache auf der Stellung der Sonne bernlit, die nun weniger als 18 Grad unter den Horizoilt smkt. Dadurä) beleuchten die ^«Ilaclontz kt Äe vokikommonsto Iskn-oeömv! 6Io Akne vOlV, «rirlselit 6«, KtuiKl. — prvk via 5^ per?ude. Sonnenstrahlen noch die höheren Schichten der Atmosphäre, die ihrerseits das Licht auf die Erdoberfläche reflektieren. Bis zum 22. Juni nimmt die Dämmerungshelligkeit iloch zu, dann haben wir den längsten Tag, die Sonlle beschreibt nur noch einen flachen Bo-dell am Horizont und ^ hienach geht's schon wieder abwärts mit dem Jahreslauf. Darum jetzt emsig hinaus in die Natur, die Wunder der Welt zu schauen, sich an der voll entfalteten Vegetation zu erfreiien, die lvonni-gen Lüfte und Düste einzuatmen, den Nachtigallen zu lauschen! O, wunderbar ist Gottes Welt —! So singt der Dichter. Empfinden wir es ihm nach! lil. Am heutigen Fischmarkt war ein Nach« lassen der Preise festzustellen. Petersfische wurden zu 26, Makrellen zu IK und große Sardellen zu 12 Dinar pro Kilo feilgeboten. m. Der «ehUfenauSschuh des hiefigsn Handelsgromiums macht alle Mit^^lieder a,if die heute, Freitag, stattfiivder^ '^^crsamnl-lung des Privatangestellten^erbande^ aufmerksam. In der Bersainmilung, die uln 2<> Uhr im Saal der Arbeilterkamrmer stat'tfin'-det, werden wichtige vitale Fragen dsr HalrdelsangestelltlM durchberaten werden. ^ m. Wieder ein Minderjähriger verschwuu. den. Bei der Polizei erst>ai^te gesterir der Schuldiener Pete? die Anzeige, daß sein jähriger Sohn Josef Petek seit Montag ab güngig sei. Trotz k>er Nachforschllngen der Eltern konllte bislang nichts über den Aufienthalt >des Knalken in Erfahrung gebracht iverden. m. Wetterbericht vom W. Mai, 8 lkhri Feuchtigkeitsmesser —19, Baronretel^stani^ 740, Temiperatur 10, Windrichtung Bewölkung ganz, Niederschlag Re.^n. m. Spende. .Herr Joh. B a n m g r t-» n e r in So. Marseta ob Pesnici spendete .50 Dinar für die Antitnberkulosenliga in Maribor. .Herzlichen Dank! nl. Unfälle. In der Kej'/arjeva ulica stürz« te der siebenjährige Milan Zavadlalso unglücklich, daß er arge Verletzungen am Hinterhaupte erlitt. — Der S7jährige Alais B i d ln a r wurde in der Sodna nlica von einem Passanten zu Boden gestoßen, wobei er Berletzungell am Nasenbein davolrtrug. Beide wurden ins Krankenhaus überführt. Im Maiengriin von Laznioa bei der „Tante Nesl" und ihreil Back^'lhnern und dem gutell Tniipfen. Sonntvg: Gartsll-eröffnungskonzert der Schönl^erlckapelle. Der kaufmännische Gehilfenausschich und der Verband der Privatmrgestellten in Maribor veranstalten a-nl Svnntvg, den 21. Mai ewen AllMug auf Poborje. Sa>M' melplatz Punkt 5 Uhr früh ain Kvalsa Pe^ trg! Alle Mitglieder und Fremlde herzlichst geladen! 4? ^ Die Rot unseres Bauern helfen Sie inildern. lvenn Sie in Ihrem Hanshalte nur Erzeugnisse der heimischen Landwirtschaft verwendeil. „Kathreiner Kneipp Malzkaffee" und «Aecht : Franck : Kaffeezusatz" gehören zu ihnen! * GraiSka klet kommen heute frische Meerfische. SN? StdankenfplMer Boll Rolf W e n d t. Der Realist eilt.. der Träumer sinnt. .. deni Ziele entgegen. Wer inl Stadtgetriebe llicht Fuß fassen kailn, sucht festen Halt in der Natur zu finden. .Knnst der Technik inacht uns erstaunen, nnr selben Gott im Geiste des Menschen . . . Wunder der Natnr macht uns andächtig, ^'nr suhlen Gott in imserem .Herzen. Unrast des Geistes läßt uns Gipfel erstür inen; Ehrgeiz dann — nns Glück emPfinden^ In der Stadt Passen Nnr nns den Gesetze!' der Gesellschaft an ... in der Natnr denen Gottes. Wer den Schatten fürchtet, muß der Soi, t lle ausweichen. ^K«rlbvrer fZeitu?ig" Nummer W. SamstSA, den 29. Mai I93A Wirtschaftliche Rundschau Aktueke MttfchastSfragm Wichtige Verhandkmgen der Geldinstitute / Die neuen Abkommen mit Ungarn nnd Griechenland / Ein Ausschuß zur Lösmg der spanischen Frage / Selbsthilfe / Die Kleine Wirt- schastsentente wird attiviett --O— Die'Interesse,l der Hauptstadt sino in der letzten Zeit aus die verschiedenen h'.. slorischen und politischen Feierlichkeiten und ans bestialischen Mord am Kvusniann Stankovi^ gerichtet gewesen, so daß eine Reihe wichtil^er wirtscs>astllrlier Aktionen faistj unbcmierkt ^'inst.'hen tonnte. To »Verden m ?sinanztrcisen schon seit längerer Zeit ge-»vichtiqe 'Verhandlungen ill^sührt, deren Ä-qebnisse schon in ^ür.^e in die Oesfentlichkeit gebracht werden sotten. ^ Bordergrunde stehen die Fragen des Einlegerschuttes und eine Aktion zur Sanierung der allgemeinen nnn'lis)anqe init den allflemeinen ^iErschoinuusten auf dem A^ltinnrkte, besonder? aber in Amerika und England, sind !hier Borschlcisie attf<^'tau6)t, die einen Widerhall der nuch ill anderen 'Staaten erfolq-ten Persuche durstellen. Tviveit man erfahren lann, wird der l^edanke einer Inflation bM. das Absuchen ui>ui (Goldstandard ener->qisch abgelehnt. Auf dil^seni Metie lassen sich die f^ldverliältuisse in Incioslawien nicht ändern oder de'sern. Viel näher lies^te der <^edanke einer Selbsthilfe, die in qroßzüqiti-ster diirchaes^ührt werden soll. Vor Beert der importierten Wore nnd findet stets Mi^lich-k<'it, die „i^ebiindenen Dinare" in Erport-n>ar<' nln^^usetzeu, die dann ohne neuerliche .^ablinisi in freu,der Valuta au«.^ dein Lande aeht. >Mi! solchen Transaktionen ist der Linn de'5 Vrivatklearinsis verfehlt; am allenveniq sten kann dannt unser Bestand all frouiden Valuten aufgebessert iverden. Die VerHand« lnngen gehen nnn dabin, hier einen Modu^ zu schaffen, der den Absichteu iniseres Fi-nan^^nnnisteriuwS entsvricht. Mt Ungarn wnrde ein ,^usah zutn ^^andelonertrag qesck>affen, der bereits in >irlift getreten ist. l5r uulfasst eine Neihe von Wnren, die besonders iür doS ni^irdlirl>c Drnnblinat von Bedeutung sind, wie Aepfel. Brenttfuis^^, ?ii'lsse, .?iolzkoble, (Grubenholz, s?'>ol',nägel usw. Dl>rch diesen Nach" trag zmn Handelsvertrag erhält ilnser Au« ßenhandel nnt Ungarn den Charakter eines reinen Warenkampensationsgcschäftes. Interessant ist, daß sowolil in Jugoslawien, als auch in Uugaru eine qeunschte Kommission zuul Studitini der HandelsschwieriFkeiteu zwischen beiden Staaten eingesetzt wird, die diese Arbeit systematisch verrichten liat. U. a. haben diese ^önnnissionen auch die Auf gal^^, die Mi^glichkeit der Verstärkung deS gegenseitigen Warenaustausches zu untersuchen. Ml den jugoslawischen .Handel mit Spanien eudlich in geregelte «Bahnen zu brin gen, wurde jetzt ein Ausschuß gebildet, dem die Aufgabe zufällt, alle auS diesem Sandel entspringenden Fragen und Differenzen zu untersuchen und zu linsen. Hier handelt cS sich in eristier Linie uul die Äntroibung jll-goslawischer Forderungen in Spanien, die bisher sehr schleppend eingegangen sind, umso niehr, als der gegenseitige Handel keine Wa-renkoinpeilsation zugelafselt hat. Man hofft, auf ldiese Weise nicht nur M einer allgemein ent^rechendell LKsuug der Hauptfrage zu kom'Nteu, sondern auch das ?lbsatzgebiet in Spanien zu vergrößern und die Handelslve. ziehungen zu dieseni Mittelmeerstaat zu festigen. Zur selben Zeit haben auch die Verhaud« lungen uiit r i e ch enland den Be-schlns^ erbracht, die Geltung der Nachträge zUiNl .Handelsvertrag bis zum 1. Juli d. I. zu »^lerlängern. l^'ntsprechend diesem Bertra-« ge sil,d der jugoslawischen Einfuhr nach biriechenlaud in Devisen zu bezahlen, wogegen der Nest von ii», BLarenfowpensa-tionSwege auszugleichen ist. Mit der gleichen (Energie wird auch an der Effektuierung der Kleinen W i r t-schastsentente gearbeitet,' die, wie lnan erfährt, niöglicherwcise schon inl Laufe dieses Jahre vollkonnnon aktiviert sein U'ird. CS ist der Wunsch aller Wirt-schaftler, Polen und nach Möglichkeit auch weitere Nachbar« länder in diese Wirtschaftsentente einzube^ ziehen, uinsomehr als m>an hier das erste Mal eine energische Alwvhrmöglichkeit gegen die Nationalwirtschaft nnt ihren ver-sckiiedenen Protektionistischen Einrichtungen zn sehen glaubt. Alle diese Fragen sind heute in Behandlung n. n'ickeln sich in normalem Tempo ab. Sobald sie in das Stadium der Neife getreten sind, wird dein neuen Finanzrat beiin >'^ndelsministeriuni die ''.?lufgabe zufallen, feine 'Funktionen aufzunehinen. Ttand der Nationalban? vom lu. d. ('7l ').il!fli?nen Dingr, in ^klmuinern -der Un-rer'chied ae-aemil^er der Vorwockiel. Aktiva: Meiall^el^nnsi 1s»!2.s> s—lO.^'»), davon in s^'old I V».'?..', i'0.2), Wechselportefeuille Lombarddarlehen l.lX nlte Stantsschnid 181.'^.^ PovsMsse an den Staat lilX) s0). __ P o s-siva: Boirknoienunilauf l—üt.l)), Verbindlichkeiten gegen Sicht !>N.? f-i-IV.?), davon ^ortieningen 1)es Stoates l.s» s- .'>V '.'erschiedene Verbindlichkviten in l>)irörel) Franken eingeführt, die auf jedeS .Kubikmeter ein geführteu Holzes eingehoben wird. Tiefe l^xe gilt für daS aus allen Staaten eingeführte .Holz. X Tschechosowakische Bierausfuhr nach Amerika. Da vorauszusehen war, das; die Freigabe von Leichtbiercn und Weinen in den Bereinigten Staaten den Konsum dieser Getränke stark erhöhen werde und daß die wieder einsetzende heimische Produktion die starke Nachfrage nicht befriedigen lann, wird die Frage der Alkoholeinfuhr, diesmal der legalen, wieder aktuell. Eiue große Pilsner Brauerei erhielt zunächst eine Probdbestel-lullg vou Flaschenbier. Da die Sendung in kürzester ,^eit vergriffen war, rollten fetzt Waggons Faßbier nach Ann'rila ob. ES ist eien größere Aufträge für U. S. A. nicht nur in der Tschechoslowakei, sondern auch in anderen europäischen Staaten erhalten werden. X Große Auswahl in Leder und Lederwaren bietet die diesjährige Mustermesse in Ljubljana, die vom 3. bis 12. Juni abgehalten wird. l!^s werden alle größeren heimischen Firmen mit ihren Erzeugnissen vertreten sein. Dieser Abteilung wird eine Ausstellung verschiedenartiger Schuherzeugungs luaschinen angeschlossen sein, worauf insbesondere die Schuhmachermeistor aufmerksanl gemacht werden. X Erleichterungen für ungarische Bäder-besuchet i« IWgoflawie«. Nach Budapester Meldungen handelt es sich nach Abschluß des netten Handelsabkommens mit Ungarn auch darum, den Besuch jugoslmoischer Bäder durch Ungar,! soweit als möglich zu erleichtern. Der Plan geht dahin, daß die ungarischen Bäderbesucher die Rechnungen in ^ngö begleichen sollen. Diese Gelder sollen bei einem Geldinstitut hinterlegt werden. Als Gegenleistung würde Jugoslawien TVa-rett iln entsprechenden Werte aus Ungarn beziehet!. X Befler««ß be» Markliirse» trotz »eiteren Riitl^anges der Der Ausweis der Deutschen Reichsbank verzeichnet in der zweiten Maihälfte einen weiteren Rückgang der Markdeckttng von 9.l auf kauin 8.5?L. Der Gold- und Devisenschatz verringerte sich um 27.« auf 472.S Millionen Mark. Trotz der ältßerst niedrigen Deckung hat sich der A^rkkurS wieder etwaS erholt, was vor al-leut der Einleitung von Gläubigerverhand-lungen in der Frage der Deutschland zu ge-währendeil Transfererleichterungen zugeschrieben werden dürfte. X Verteuerung der Sch»eine in Oesterreich. Die Folgen des Verbotes der Schwei-neeinfuhr aus Iugoslawieit, Ruinänien und Polett zeigen sich bereits in Oesterreich, in dem ittsolge ungenügetlder .Konkurrenz die Schweinepreise anzuziehen begannen. Jut Detailhandel wirkt sich die Preiserhöhung besonders bei Fleisch und Speck aus. Unter dem Drucke der breiten Volksschichten sah sich jedoch die Wiener Regierung veranlaßt, das Verbot teilweise zu revidiere«. Bis auf »veiteres werden Jugoslawien 4. Ätal lVZ». »Mariborer ^^ettunq' Nummkr 13.^. IVIocIsscksu W «WWW» Sioffm Uder die neu» Mode Buntgemusterte Gewebe -»befterr-fchen die fiMsommerMe Mode 4? 4? Die ueueste Mode macht es unseren Künstlern wahrhaftig leicht, wirklich Schönes zu schaffen, denn sie bietet ihnen in (Gestalt der modernen Gewebe (die so effektvoll sind, das; bei Wahrung einer interessanten Silhouette die Wirkung nicht ausbleiben kann!) eine er-folsisichere, nwdische Grundlage. Frilher einmal, da einem nur einfärbige Getvebe zur Verfügung standen, war es sicherlich bedeutend komplizierter, eigenartil^e Effekte zu erreichen, sodaß sich fast die zwingende Notwendigkeit ergab, diesen oder jenen Anfputz anzubringen, da ja das einfarbige Material nicht genügend wirkungsvoll wniv Die vielfarbigen Seiden alier sind an sich s6)on so außerordentlich eindrucksvoll, das; sich jede „fremde" Garnierung erübrigt, ja es gilt sogar als wenig geschmackvoll, ein buntes Sommerkleid mit Aufputz zu versehe,!, es sei denn, daß es sich lediglich unl einen einfärbig-abstechenden Gürtel, um eine Kragengarnitur aus Pikee, Organdy oder dgl. u. um andere, verwandte Effekte handle. Die besten Wirkungen aber müssen aus dem Materiale selbst geholt werden, sodaß den Geweben die gri^ßte Aufmerksamkeit zu widmen ist. Es gibt hier die allerverschiedenstc^n Muster, ohne daß sich die Mode dabei in bestimmter Richtung festlegen würde. Neben kunstgewerblich-stilisierten, sogenannten „geometrischen" Ornamenten stößt man iinmer wieder auf aparte Blumenmotive, die in ihrer Buntheit nie dagewesene Schl>nheit und bewunderungswürdige B»-herrschung der ^arbtechni? verraten. Das Bemerkenswerte an der neuen Musterung ist die Tatsache, daß man von den „Streu-Motiven", also von den in einfär-bigem Grunde verteilte!» Blütenpartien abgekommen ist und durchlaufendes, also „ta-petenhaftes" Muster vorzieht, das keine größeren einfarbigen Stellen des Grundnrate-riales freiläßt, sondern den durchaus dossi-nierten gedeckten" Eindruck ins Tressen sükirt. In diesem Falle wird trotz aller Buntheit eine dezente und vor allen Dingen: eine ruhige Note gewahrt, während die früher beliebt gewesenen „Streumotive" immer etwas schreiend und vielleicht auch ei,t wenig zu theatralisch waren, also den gegenwärtigen Verhältnissen wohl kaum Rechnung trugen. Das bunte Kleid, das sich in jedem Rah-nlen syinpathisch präsentiert, kann für jedwede Gelegenheit herangezogen werden und wird die Trägerin unter allen Umständen gnt-angezogell erscheinen lassen. Uebrigens ist es — da man ja ein Fleckchen in der Fnrbigkeit dos Milstcr'' tauin »nabrnimmt — auck sehr praktisch und ange- sichts seiner Buntheit unter jeder Umhülle zu tragen, gleichviel welche Schattierung sie auch haben mögen, da die vielfarbigen Muster zu jedein Tone abzustinlmen sind. Natürlich präsentieren sich die bunten Ornamente nicht nur in Seide in geschmackvollster und apartester Art, sondern werden auch für die sogenannten „Primitiv-Mate-rialien" verwendet, sodaß gerade Heuer au ßervrdentlich interessante, buntornamentierte Leinen- und Baumwollgewebe in den Bor dergrund rücken, die — besonders wenir sie mit Seide oder mit Kunstseide untermischt werden (dank einenl sich daraus ergebenden besonderen Glanz) größten Beifall finden. Auch farbig gemusterte Rohseide ist gleichzeitig wieder aktuell geworden und findet für Jackenkleider und Pronienade-Paletots aller Art Verarbeitung. Wenn man ein erschöpfendes Bild über die Möglichkeiten der neuen Buntmode gewinnen will, ist es gut, die in unserer Gruppe festgehaltenen Entwürfe genau zu studieren. Aus farbenreich gemusterten! Rohleineii hat man sich unser erstes Modell hergestellt zu denken, das absichtlich primitiv i!N Schnitt und eben darun! geschmackvoll in der Gesamtwirkung ist. Es l?andelt sich um ein einfaches „Kittelkleid" init eingelegten Falten, fünfeckigem Ausschnitt, kurzen Flügelchen und breiten Wildledergürtel in markanter Farbe. Mantelkleidartiger Charakter hat unser nächstes Bild, bei dein über ein mit einem Schalkragen garniertes Unterkleid ein mit Eapeeffekt versehener Ueberwurf fällt, der sehr schlank macht. Der breite Gürtel aus dem Materiale des Unterkleides vereinigt sich mit dem Schalkragen zu einer geschmackvollen Einheit. Ein solches Modell — vornehmlich für ältere oder stärkere Damen bestimmt — wäre aus einem unauffällig-deffinierten Seidenmateriale herzustellen, in dem keinerlei grelle Farben enthalten sind. Im Gegensatze zu dem eben besprochenen EntWurfe steht unsere vorletzte Skizze, die ganz auf Jugendlichkeit, ganz auf Origina lität gestellt ist! Man verwendet hier die bunte Seide in zwei Farbstellungen u. zwar: in Heller Musterung auf dunkl^em Grunde und dieselbe Dessinierung in duntter Zeichnung auf Heller Basis. Man hätte sich also beispielsweise ein rotes Jäckchen mit!vei-ßem, blumendurchsetztem Karomuster vorzustellen, während das Kleid darunter weiß ist, aber das gleiche Muster in roter Farbe bringt. Die dadurch entstehende Wirkung ist in ihrer Anmut kaum zu übertreffen. Mitunter begnügt man sich auch damit, eine der schicken Paletot-Umhüllen aus Bunt inaterial zu arbeiten und erreicht damit über einem einfärbig-dunklen Seidenkleide, dessen Gürtel aus dem Materiale des Paletots herzustellen wäre, gute kontrastreiche Effekte. Unser letztes Bild nlacht uns mit einem der neuartigen Cape-Paletots vertraut, für die die elegante Frau volles BerftändniS und größte Borliebe hat, da sie genau weiß, daß damit jedes dunkle Kleid im Augenblick in eine neuartige, sommerliche Aufmachung zu verwandeln ist. MIy Ungar. (Sämtliche Skizzeil nach Original-Ent-würfen von Willy Ungar.) Die große Mode: Leinen Kostüme, Mäntel, Jacken, Hüte Dic; Leinenmode, die einen schnellen Sie-geszug erlebt hat, ist doppelt zu begrüßen. Sie bringt in die Mode eine neue sportliche Note und — das ist heute besonders lvichtig und erfreulich — sie verhilft einem Zweig der Industrie, der jahrelang ins .Hintertreffen gekoininen war, zu neuer Blüte. Alle paar Jahre erkennt plötzlich die Welt ihre Vorliebe für Leine!l, diesen glatten, kühlen und besonders haltbaren Stoff. Vor zehn Jahren triumphierte einmal auf der ganzen Linie das blaue Leinen-Sportkleid, das mit weißen Knöpfen besetzt war. Heute ist der Wunschtraum jeder Frau das natur-farbige Leinenkostüln, bei dem rote Knöpfe bevorzugt werden. Dieses neue Leinenkostüm überrascht durch seine schlichte Forni, mit der gerade eine besonders flotte und jugendliche Wirkung er zielt wird. Man !vird vielleicht einwenden, daß der helle naturfarbige Ton besonders enlpfindlich sei. Doch tvird inan es als besonders praktisch und für den Sommer hygienisch eznpfinden, daß alle !nodernen Leinensachen leicht waschbar nnd dennoch uu-verwüstlich sind. Unter den Leiuenkostüinen steht, wie schon betont, das naturfarbige an erster Stelle. Neben ihn» werden auch Leinenjäckchen allen in allen niöglichen Kleidern getragen, und sie wiederum sinden »vir in allen erdenklichen Farbe»?. Blaue und rote wirken flott und lustig, weiße sehen zum leichten soninierlichen Sportkleid besonders gut aus.! Auch der Leincniu.intel versucht sich durch-^ setzen, er wird elu'iua'.ls nicht nur natuv-farbig, sondern auch n anderen AarbtönLnI angefertigt. Rostrot mit schwarzen Knöpfen und schwarzem Ledergürtel, tütenblau oder mandelgrün oder ebenfalls mit andersfarbigen Knöpfen besetzt, wirkt er sportlich schick. In d»lnkleren bräunlichen Tönen eignet er si6i besonders gut als Saub- und Reisemantel für die warme Jahreszeit. Und auch im Auto erweist er sich als praktisch und schützend. Der kleine Lederhut ergänzt Kostüin und Mantel. Wird er gleichfarbig znm Naturleinenkostüm getragen, schlicht ohne farbigen Aufputz, so ist betonteres „Zurechtmachen" des Gesichts erforderlich. Man könnte auch sagen „Vorsicht für Blondinen", denn der Gesamteindruck wirkt leicht — besonders bei blassem Teint etwas fade. Jnl allgeniei-nen kleiden naturfarbige Stoffe Brünette besser, doch wirkt ein wenig Nachhelfen heute oftinals Wunder. Die .^lüte erhalten leicht eine etwas lebhaftere Note, wenn nian sie ntit einem hübschen farbigen Band verziert, das sich der sportlichen Richtung gut an-paf,t. Was die Leinenstoffe, die man dieses Jahr trägt, anbetrifft, so sind ziemlich grobfädige Qllalitäten beliebt. Ganz besonders der Mail tel zeigt schweres Material, während die leichten Jäckchen auch aus etwas dünnerem Leinen gearbeitet werden. Die Leinenmode ist flott und jugendlich. Ganz besonders die Kostünie bilden für Stra ße und Sport einen praktischen n. stets vollständigen Anzug, der durch hübsche farbige Blusen gesch!nackvoll ergänzt »verde», kann. E v e l i n e. Nicht nur so sondern auch so? (Modekarikatur von Willy Ungar.) und gibt in diese Wurzelbrühe l (^,löffel gewaschenen Hirsebrein, den man darin kochen läßt, bis er weich ist. Man verdünnt anf Suppendicke und gibt nach Geschmack feingeschnittenen Schnittlauch dazu, auch kann man vor denr Anrichten einen Dotter hineinsprudeln. h. Hirnsuppe. 4 Dekagrmnn: Bntter odn Margarine zerfließen, und darin et!vas gc-hackte Petersilie anlaufen lassen. Dann mit Mehl staube»! und mit einein Liter heißem Wasser vergießen. Salzen und ein feingehack tes Echweinshirn dazusieben, und eine Weile darin kochen. Bor dcn! A»!richten einen Eßlöffel Suppenwiirze hineingeben, und nudelig geschniteue, geblähte Semineln dazu anrichten. h. Kalbszungen. 2 schöne Kalbszungen w Salzwasser fast weich kochen, abhäuten, in Scheiben schneiden und in w Detagran!M Vntter oder Marciarine fertig dünsten. Jn-Mischen kocht inan 2 Nvsen Karfiol in Salz Niaffer weich, leat sie ganz auf eine lange Schilffel und gainierl Iiernin die Zunge. ?ln^^ einem Teil des ^iiarfiolnmssers inaclit nnin ! mit 5) Dekasimnim ?X«ircic>riiie und dein »n' I tigen Mel)l eine 5oße, iii de»- uiau elinn'? ! gehackte Zitronenschale ui!d geriebene Mns ».Mariborer Zeitung" Nummer V ' (samslag, öen 20. Mai 193Z katnuß aufkochen läßt. Mt einem Dotter vnquirlt qieszt man sie über den Karfiol UN» ülier die Zunsie. h. Schwarzwurzeln. K'ilo Tchwarz-wurzeln die Haur abschaben und in mit (ts-si^<'(ien die Tiir und schleuderte iu-!)<'sscn dk' ^chueeschnlie iwn den ?lilßen. Nicht>5 dinsle inich stl^reu, nx.'tnl die Tür ge-.fsuet lm'rdeil n^ürde. diesem Augen-blick ^juniel al». Mein Geivehr I)i<.'lt ich schusilu'veit neben der Hüfl<'. Obgleich d<^r Sck>u^e an diesem )!achmit-ttin — selbst sür ''llasta — in ungewi^hnlich dlcki'll fiel und nll<.' Epuren verwischt l)citt<', ivar ich dnvou ülx'r^^ettgt, das; Renoir sirli in divl!nd<'t und <'rschi)Pft wie cr u't^r — die eiii^isie Mi.'glichkeit, u. er war nicht der Mann., sie sich entgehen zu lasseil. '.'.'leiii" liiiK're (5rregunc, steigeinttng im .'hauseingaikg i'rberraschte inich. So f>och oben im Norden sti)ßt nmn nur sehr selten auf Fraueu. In diesen Erkunden — seltsanie unwirkliche Sekunden, ill denen der Schneesturnt an inir entlang in da? Innere der Hütte brauste und die Frau, den starren Blick auf urich geheftet, die Tür nur mit Müs)e offen hielt — schien sie mir fast zu schön, lnn wirklich zu sein. Ich befürchtete einen Hinterhalt. Mit der linken .^and stieß ich Äie Tür völlig auf. Die Frau wich zurlick bis neben die ^troleuin-lainpe auf dent Tisch. „Treteu Sie ein, Frvnvdt'r", forderte sie utich 'Nlit einer tiefen schönen Stimme auf. Ich fchlosz die Tür und blieb, mit dem Riltken gegen sie angelehnt, stehen — auf alles vorbereitet. Während ich das Innere der Hütte schweigend inusterte und die Ber-steckiiröglichkeiten zu crforfchett versuchte, fi^l mir erneut die seltsame Sö^nheit der Fran l^uf. Und zugleich ihre verdächtige Selbstbeherrschung. Ich geriet ilNluer uiehr in den Bann ihrer Schönheit. Ich nahni die PelMiihe ab und warf sie auf die Bank an der Wand. Noch inluier verharrte die Frau reglos neben dem Tisch, nur wenige Meter von mir entfernt. „Ich bin Sergeant der veritteneil Polizei", crklärte ich .zögernd, „ich . . . suche . . „Wen" — fie bi,^ sich auf die Lippen — „was führt Sie dann hierher?" Der Schiui-mer eines Lächelns tauchte auf. Meine Stimnic klang jetzt hart. „Ich suche Lenoir. ^r ist hier." Die Frau bclvegte sich zum erstenum? — eine rasche (gebärde über das glänzende lZchtvarzhaar. „Lenoir! Er ist urein Mann! Er — er ist nicht hier . . ." Wie verwirrend ihre Haltmlg war. So einfach und trotzdeut so unnatürlich. Wir lächclten beide. „Ich verfolge ihn bereits vom Macmillian-Fluß aus; er ist ein Mörder. Er muß hier sein. Und er rst es bestimmt — ivenn Sie seine Frau sind." Ihre Hand beschrieb einen .EreiS. „M), lvi^'shalb glauben Sie, dab er hier sein soN?" Sie trat heran und legte ihre Finger auf nieiuen Avln. „Lieber Her? . . Ja, uieshalb... ach waS, ich konnte es beinah sehen, nne er ins Haus getaumelt war. ÄußerdeiNt war doch dieses dunkle Geschöpf seine Frau. Die Frau Lenoirs. . . cin l^neidenSwerter Kerl. Aber wenn er hier war, wenn sie ilM vor nlir verbarg — wie konnte sie da derart gelassen sein? Woher kam da das Lächeln, die Augen... Ein sonderbar unstcheres G-'.'fühl beschlich mich. Ich vermochte ihren Blick nicht zu er-trächen. Mir war, als ob sie niich abschätze. Ich fürchte, daß ich rauh ihre Hand abschüttelte. Ich näherte mich der einen Ecke des Zimlniers, die durch Borhänge abgetrennt lvar... Wie eine Katze sprang die Frau mick) von hinten an; ihr Gesicht starrte mich an mit einen, ?lnSdruck. der zu»: erstenmal Angst verriet. .,DaS ist lnein Kind dort, es ist so krank, es schläft. Lassen Sie eS . . Mit der Linken schob ich den Vorhang etwas äur Seite nnd spähte dahinter. Dort lag ein Kindchen. Und ja, es schlief! Ich den Vorhang wieder fallen und wandte mich der Frau zu. Sie lohnte sich weit zurück gegen den Tisch und lächelte zu mir auf. „Sie glaulien mir'^" Ich fühlte einige Beschäniung durch mein rauhes Sluftreten. Auch spürte ich plötzlich ciue Emlpfindung, das; ich hier nieine Zeit r>ßRiI?ßAElHDß.'p DrozsEne Aoghurt tätlich srisch^ en groö. cn dewil. Mlckarna Bernhard Aleksandrolxi ccsta ül, K'nro^ka rei Pl>lstavn luit Äul0 ^'rreich-bnr. 'M.lM Dinar, niit Cvnr-I'ucj,. — Schöne» Zi»»hauS, t '^Ljodttungen, Zentrulu, '.'8v.i)g0 T>in. Mro „Rapid", t^^osposln ul. 28. Stockhohes Haus nut i^^chs Woh iiuniien, s^^schn-ft. s^leischhmicr-ct und l'iwrten zu vertainen. 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