träim«rrall»L»-prt«st: Kür LaidaS »«»ziShrig , . . »I>. 40!r. H«ld,Ldn, . ««rteljjhri,. . . 70. Mir l>rr Post: »'-'„ährig . . . tt st. - kr h- ^»hrig . . . i , ro , jährig. . .2.7». ^ ' ?^stellung inV Haus viertel- LS !r. monatlich S kr. Un^lae «-»mer° « kr. Laibacher «nm-yme Mittheilungen werden nicht berücksichtigt; Manuskripte nicht zurückgesender. Nr. 246. Freitag, 25. Oktober 1872. — Morgen: Amandus. «edactioa: s-hnhosgafie Nr. IS» trprdilioa und Zusrralr»-«urcan: Longretzpla? Nr. 81 lBnchhandlm, cu I. ».Kleinmavr » F. Bambkr» Zllscrtious»rnsk: l>ir die einspaltige Petitzeile S k de, zweimaliger Einschaltung S dreimal t 7 kr. ^vsertionsftemvel jedesmal >>0 r», Sei größeren Inseraten und öltrrr» Einschaltung entsprechender Rabatt. 5. Jahrgang. Der Widerstand gegen die jetzige Voksschul-Gesetzgedung. Der nächste krainische Landtag wird sich aller Wahrscheinlichkeit nach wieder einmal mit Schulgesetz Vorlagen zu beschäftigen haben, und es steht zu erwarten, daß er, so lange die Hauplschildknappm dcs Ultramontanismus und der Volksverdummung darin das große Wort führen, sein möglichstes aufbieten werde, das dringende Reformwerk neuerdings tu hiulertreiben. Es wird daher gut sein, wenn wir aus die letzten Gründe dieses hartnäckigen Sich-ausbaumens gegen das anerkannt vortreffliche Gesetz näher eingehen und dem armen betrogenen Volke die Augen öffnen, damit es einmal sehe, daß diejenigen, denen cs die Vertretung seiner Geschicke anvertraut, kein Verständnis für die hohe Aufgabe eines Volksvertreters, kein Herz für feine Leiden und Drangsale besitzen. Nach den herben Schlägen deS Unglücksjahres 1866 entrang sich ein gemeinsamer Aufschrei der Brust aller Patrioten: „Die preußischen Schulmeister haben uns geschlagen. Es gibt keinen dauernden Sieg mehr, der mit ungebildeten Massen, mit den Mitteln brutaler Gewalt errungen werden kann; nur im höheren Zwecke der Cultur erringen sich die Lorbeeren der Zukunft." Aber es galt noch manchen harten Strauß, um diese Grundsätze jenen Elementen Mn Trotz durchzuführen, welche nur iu der Wiederbelebung mittelalterlicher Zustände das Heil jedes Staatswesens erblicken. Und doch war der Kampf, den es kostete, um die Februarverfassung durch die freisinnigen Gesetze vom 21. Dezember 1867 zu verbessern und zu erweitern, gar nichts als ein bloßes Vorpostengefecht gegenüber dem Riefenkampfe, als es galt, dieVolkS-schul-Gesetzgebung umzugestalten, die Volksschule auf einer neuen zeitgemäßen Grundlage aufzubauen, wie r- die Verhältnisse und die fortgeschrittene Bildung der Menschheit erfordern. Der gefammte Troß der Fortschrittsgegner in- und außerhalb des Reichs-rathes ward aufgeboten, um dagegen zu eifern und dies Reformwerk zu Hintertreiben, als der Reichsrath daran ging, die Reform der Volksschul-Gesetz-gebung in die Hand zu nehmen. Im Abgeordneten-hause waren es nebst den Abgeordneten Tirols zunächst die des krainer Landtages, welche Himmel und Hölle in Bewegung setzten, um die betreffenden Gesetzesvorlagen zu beseitigen, und die Schleppiräger der Jesuiten vermaßen sich, der täglichen Erfahrung in allen Ländern, wo die Volksschule schlecht ist, aufs frechste eutgegenzutreten und die ganz erlogene, durch alle statistischen Ausweise widerlegte Behauptung aufzuftellen, mit der Verbesserung der Volkserziehung wachse die Unsittlichkeit! — Und als die betreffenden Vorlagen trotz der Fahnenflucht der National-Klerikalen im Abgeordnetenhause durchgegangen, da wurden alle feudalen Barone und Grafen im Reiche, welche Feinde des Fortschrittes sind, alle Erzbischöfe und Bischöfe aufgeboten, um die verhaßten Gesetze wenigstens im Herrenhause zu Falle zu bringen. Aber alle Gründe, welche von den feudalen und ultramontanen Gegnern dieser Reform ins Feld ge führt wurden, verfingen bei der fortschrittsfreundlichen Mehrheit unserer PairSkammer nicht; auch das Herrenhaus nahm die Gesetzesvorlagen an, und sie erlangten alsbald durch die Sanktion des Monarchen ihre Giltigkeit. Nun aber boten die Römlinge und nationalen Fanatiker ihre letzten Hilfstruppen auf. Sie wandten sich an den Papst; und wirklich, dieser belegte sofort in einem öffentlichen Confistorium diese Gesetze — und weil diese nur durch die Verfassung überhaupt möglich geworden — auch unsere Verfassung selbst mit seinen schwersten Bannflüche», eine Anmaßung, deren Frechheit in der Geschichte aller Zeiten ihres gleichen sucht — als ob dem Bischof von Rom die Macht gegeben wäre, darüber zu entscheiden, ob ein Staat despotisch oder mit Achtung vor den unveräußerlichen Volksrechten regiert werden dürfe. Allein dieser in der bekannten päpstlichen Allocution ausgesprochene Bannfluch blieb wenigstens vorläufig ein Schlag ins Wasser. Der Kaiser ließ durch den Reichskanzler Beust nach Rom antworten, daß er das Concordat, gegen den Willen der Völker geschlossen, nicht länger gegen den Willen der Völker aufrecht erhalten könne, und daß er — da« sind feine eigenen Worte — „den glänzendsten Theil seines Ruhmes in dkk Schanze schlagen würde, wollte er sich der geistigen Entwicklung seiner Völker und dem allgemeinen Fortschritt der modernen Civilisaton hemmend in den Weg stellen." Und getreu dieser Anschauung unseres Monarchen, der gewiß jeder ehrliche Oesterreicher beipflichten und begeistert beitreten wird, arbeiteten die Volksvertreter rüstig an der Neugestaltung unserer Volksschul-Gesetzgebung weiter und schufen trotz alles erbitterten Widerstandes, der jeden Schritt auf dieser Bahn begleitete, in ziemlich rascher Zeitfolge alle jene Gesetze aus, welche die Umgestaltung der Volksschule, deren Erhaltung und Beaufsichtigung zum Gegenstände haben. Aber die Bannflüche des Papstes hatten nur das Signal gegeben, um einen Kampf zu entfesseln gegen moderne Gesittung und Bildung, wie er beispiellos in der Geschichte der Staaten dasteht. Das ganze unermeßliche Rüstzeug, wie es die Kirche und die neue Verfassung bietet, ward aufgeboten, um den Widerstand gegen die neuen Gesetze zu organisieren. Mit Haß und Furcht sah man die neue Saat emporsprießen; die lichtscheue Rotte ahnte gar wohl, daß diese neue Saat der VolkSausklä-rung ihren Sonderinteressen ans Leben rühre. In allen Krongebieten ward darum sofort der Kampf entfesselt, von dcr Kanzel herab, im Beichtstuhl und in Hirtenbriefen, in katholischen Vereinen und in Volksversammlungen wurde gegen diese Gesetze Jeuillcton. Aeußere Wärmequellen der Sonne. (Fortsetzung.) Nach der KoSmogonie von Kant und Laplace ^aren vor vielen Millionen Jahren Sonne, Platten und Trabanten noch nicht isolierte Körper, ,'°"dern sie bildeten eine einzige homogene Gasmasse A Zustande der höchsten Verdünnung, eine riesige, das ganze gegenwärtige Sonnensystem hinaus-^öende, von West nach Ost rotierende Gaskugel kinkn einzigen ungeheneren Nebelfleck, wie sie ^ Herfchels Untersuchungen in den verschiedensten Arwr,, als unregelmäßige, kugelförmige, elliptische, Ipiralförmige und ringförmige Gebilde, und in de» "krfchiedensten Graden der Verdichtung ungemein Zahlreich im Weltenraume verbreitet sind. Dadurch daß sich die im weiten Raume zerstreute Materie einem Centrum vereinigte und die Bewegung derselben sich in Wärme umsetzte, entstand eine so hohe Temperatur, daß alle stofflichen Theile sich disfociierten und das Ganze einen einzigen Homo-genen Nebelhaufen bildete. Infolge der durch die Wärmeausstrahlung entstehenden Abkühlung trat nach und nach Verdichtung und Eondensation an der Oberfläche des Gasballs ein; die Dissociation der Elemente wurde aufgehoben, und es konnten die chemischen Verbindungen ihr Spiel beginnen; es lösten sich endlich durch die Drehung dieser GaSkugel in Verbindung mit der Zusammenziehung am Aequator Ringe los, die anfänglich noch um den Hauptkörper rotierten, dann aber im Laufe der Zeit infolge der ungleichen Geschwindigkeit der äußeren und inneren Theile zerrissen und sich zu neuen, von der Central-kugel isolierten Kugeln aufrollten und sich zusammen, riehen mußten. So entstanden aus dem ursprünglichen Nebelhaufen die centrale Sonne und Hie sie umkreisenden Planeten und ebenso durch weitere Ringbildung und Theilung aus den Planeten die Trabanten. Redtenbacher hat aus dem Princip der Umsetzung der lebendigen Kraft berechnet, welche Tem- peratur die einzelnen Glieder des Sonnensystems ursprünglich, als die Ringbildung erfolgte, gehabt haben müssen, und findet für die Sonne 178,075.200 Grad, für Jupiter 1,656.000 Grad, für die Erde 55.200 Grad. Bei der Verdichtung der kosmischen Urmaterie, aus welcher das gegenwärtige Sonnensystem besteht, ^nuß der gegenseitige Stoß der Mo-lecule >ie vibrierende Bewegung der ganzen Masse vergrößern und bei der enormen Größe dieser Masse eine beträchtliche Wärmemenge erzeugen. Die Rechnung ergibt unter Berücksichtigung der Masse und der Art und Weise, wie dir Materie ursprünglich in den verschiedenen Entfernungen von dem Mittelpunkte, der heutigen Sonne, vertheilt fein mußte, daß die durch die gefammte Verdichtung entstehende Wärmemenge eine Temperaturerhöhung von 500 Millionen Grad erzeugen mußte. So hoch wenigstens wäre also die anfängliche Temperatur des gasigen Sonnenballs im Zustande der Dissociation gewesen; die Wärme, die wir heute noch an der Sonne wahrnehmen, ist nur ein kleiner Rest dieser blos durch die Gravitation erzeugten ungeheueren Wärmequantität. von denselben Leuten gepredigt und gedonnert, die stets behaupten, als loyale Staatsbürger thäten sie nur das, was der Kaiser wolle; als ob nicht derselbe Kaiser diese Gesetze gutgeheißen und ihcet-wegen durch seinen Kanzler die Erklärung abgegeben hätte, er würde den schönsten Theil seines Ruhmes in die Schanze schlagen, wollte er sich Vergeistigen Entwicklung seiner Völker und dem allgemeinen Fortschritte der modernen Civilisation entgegenstemmen ! Und weil die schwarze Sippe dennoch nicht über-all zum Ziele gelangte, nahm sie alsbald ihre Zuflucht zu schändlichen Ränken, unverschämten Lügen und Verleumdungen, sagte den Unwissenden, die Krüchte dieser Freiheitssaat würden Sittenlosigkeit, Unglaube, Umsturz alles Bestehenden in Kirche und Staat sein, das Volk würde in seinen heiligsten Interessen geschädigt werden. Und ein nicht geringer Theil des Volkes, besonders hierzulande, glaubte, weil er eben, in Rohheit und Unwissenheit ausgewachsen, gewohnt ist zu glauben, ohne zu prüfen, weil ein fanatischer Klerus es meisterhaft verstand, es für seine egoistischen Zwecke auszubeuten, sich als Diener eines Gottes hinzustellen, der die Gedanken der Laien der Controle seiner Priester unterworfen wissen will, und hauptsächlich, weil es die Regierungsorgane in sträflicher Gedankenlosigkeit versäumt hatten, offen und mannhaft für die eigene und des Gesetzes Autorititt einzutreten. _________________(Fortsetzung folgt.!_____ Politische Runvjchau. Laibach, 25. Oktober. Julaud. In der Ausarbeitung des Gesetzentwurfes betreffend die Wahlreform soll insofern ein Stillstand eingetreten sein, als man zögert, die letzte Hand anzulegen und das Elaborat zu vollenden. Man will damit warten, bis die Regierung mit den Vertrauensmännern der Verfassungspartei verhandelt und deren Ansichten über die Vorlage kennen gelernt hat. Es bestätigt sich nämlich die Nachricht, daß die Regierung nur eine solche Vorlage im ReichSrathe einbringen will, bezüglich welcher eine Uebereinstimmung zwischen ihr und der verfassungstreuen Majorität des Reichsrathes erzielt worden ist. Die Vereinbarungen sollen noch während der Session der Landtage stattfinden, wenn nach Einsetzung der verschiedenen Ausschüsse eine Pause in den Plenarberathunge» eingetreten sein wird. Die vor einiger Zeit gebrachte Nachricht, daß die Wahlreform-Vorlage in zwei Theile getrennt eingebracht werden soll, wird neuerlich bestätigt. Es ist gegenwärtig die B a n k f r a g e, auf die sich die Ungarn mit aller Energie und Zähigkeit werfen, die ihnen eigen ist und von der sie schon so oft, nicht iininer zu unsere», besten, man- Helmholtz gelangt zu dem Resultate, daß durch , die Verdichtung der äußerst verdünnten kosmischen Materie zu dem jetzigen Sonnensysteme eine Temperaturerhöhung von 28 Millionen Grad entstehen müsse, wenn die specifische Wärme der sich verdich tenden Masse gleich der des Wassers war; eine solche Verdichtung ist aber im Gruzide nichts an-deres, als ei» Falle» der kleinsten Körpertheilchen nach dem Centrum hin oder eine Wirkung der Gravitation. Uebrigens kommt es bei dieser Theorie auf die Art und Weise, wie diese Condensation vor sich geht, ebenso wenig an, als auf die Zeit, in welcher sie sich vollzieht; man braucht nicht anzunehmen, daß die Verdichtung nach Art eines Stoßes in sehr kurzer Zeit erfolgt sei; dieselbe Wärme, welche durch die plötzliche Aufhebung der lebendigen Kraft einer bewegten Masse in einem Augenblick entwickelt wird, entsteht auch in» Laufe der Zeit, wen» die Bewegung der Masse nach und »ach aufgehoben wird; die Verdichtung des Son»e»ballö kann daher sehr langsam erfolgen und doch ei»e ungeheuere Menge Wärme erzeugen. Nach Helmholtz geht in der glühenden GaS- ches Pröbchen abgegeben. Graf Andraffy soll nun, wie aus Pest mitgetheilt wird, in der Bankfrage ganz auf der Seite seiner ungarischen Colle-gen im Amte stehen und diese aufs eifrigste unterstützen. Das erschwert natürlich den Standpunkt des diesseitigen Finanzministers Herrn de Pre-tis und läßt sogar einen schlimmen Ausgang der ganzen Angelegenheit befürchten. Bekanntlich steht gegenwärtig in Pest die Angelegenheit so, daß sich vorerst die beiderseitigen Minister über die staatsrechtliche Frage zu einigen haben. Es geschieht dies auf ausdrücklichen Wunsch des Kaisers. Kommt nun keine Einigung zustande, dann ist es Sache der beiderseitigen Minister, separate Vorschläge zu erstatten, und der Kaiser soll sich für diesen Fall seine Entscheidung Vorbehalten haben. Die Nachricht, daß der bekannte Serbenagitator Miletics vom Schlage gerührt worden sei, hat sich nicht bestätigt und scheint nur verbreitet worden zu sein, um von dein Agitator reden zu machen. Mittlerweile bereiten die Serben des Banates eine große Conferenz vor, u>n dem gefunden Miletics den Gehorsam zu kündige»; die fyrmi-fchen Serben habe» dies bereits gethan und drückten durch eine Deputation dem königlichen Com-miffär Baron Majthenyi ihre Sympathien aus. Ein bischen Ausdauer und ein bischen gut angebrachte Energie — und Herr Miletics wird aufhören, ob gesund oder krank, die ungarische Regierung und die Journale zu interessieren. Ausland. Das preußische Herrenhaus wählte den freiconfervaliven Grafen Otto Stolberg zum Präsidenten uud begann sofort die KreiSordnungS-Berathung, wobei der Minister des Innern als Regierungsparole die Uebertragung der allgemeinen Dienstpflicht auf das bürgerliche Lebe», nämlich Selbstverwaltung bezeichnete. Im Abge -o r d n e tenh au f e legte der Finanzminister den Etat für 1873 vor, wonach Einnahmen wie Ausgaben 206,608.642 Thaler, die Mehreinnahmen gegen 1872 über 10 Millionen betragen. Die Regierung schlägt die Verwendung von 7'/, Millionen zur Schuldentilgung, 4^ zur Dotierung des Provinzialsonds, eine Million zur Einrichtung neuer Kreisverwaltungen, zu Wohnungszulagen für Civil-beamte, sehr beträchtliche Ausgabenvermehrung für das Volksschnlwesen, das CultuSministerium nnd Kunstzwecke vor. Die Regierungsvorlage wurde beifälligst ausgenoinmen. ES ist ein bedeutsames Zeichen, daß das Herrenhaus den Grase» Otto Stolberg-Wcrnigcrode zu seinem.Präsidenten gewählt hat. Der Ausfall der Wahl beweist, daß die äußerste Rechte nicht die Mehrheit im Hanse hat. Jnfoferne gestalte» sich die Aussichten a»f Amiahuie der Kreisordnung wieder günstiger. „Die Regierung," lesen wir in einer berliner Correspondenz, „ist überzeugt, daß die kugel der Sonnc »och heute dieselbe Verdichtung vor sich, die im Laufe der Zeit eingctrcle» ist, um die Materie vo» dem Zustande der höchste» Verdünnung bis zu der bedeutenden Dichtigkeit zu bringen, welche die des Wassers schon fast »m die Hälfte übertrifft. Durch eine einfache Rechnung hat derselbe Gelehrte »achgewiesc», daß, wenn die Verdichtung der So»»c»i»aterie bis zu dem Grade weiter fortfchreitet, daß das Gestir» die Dichtigkeit der Erde erreicht habe» wird, die hirdnrch entwickelte Wärme hinreicht, um den Verlust ihrer Ausstrahlung für 17 Millionen Jahre zu ersetzen. Eine solche Annahme aber, daß die Sonnc sich »och fortwährend verdichte, ihr Durchmesser also sich verkleinere, steht durchaus nicht mil den Ergebnissen der hente so überaus verfeinerte» Beobachtungen uud Messungen der Astronomen im Widerspruche. In der That würde eine solche Verdichtung, wie wir sie eben angenommen habe», bei der c»ormc»Größe der Soime erst i» 2^.000 Jahre» eine Vcrklei»e> rung des scheinbaren Dnrchmcssers der Sonnc um eine Bogenseknnde zur Folge haben, eine Größe, welche wir eben noch mit unsere» feinsten Meß. Nothwendigkeit der Kreisordnungs-Reform der großen Mehrheit nach in den liberalen Kreisen aner-kaiint wird und daß es darum gelingen wird, eine Mehrheit sür die Vorlagen auch im Herrenhause zusammeiizuscharen.^ — Ucber die Krcisord»ang selbst schreibt die „Speii. Ztg.": „Wir sehe» eiiie Kreisordnung vor uns, welche zwischen den Forderungen eines unbegrenzte» Selfgovernments und den alten Ueberliefernnge» der Beamten-Hierarchie die Vermittlung sucht, eine Kreisordnung, welche den Anforderungen der liberale» Partei vielfach Rechnung trägt, aber in ihrem tiefsten Grunde einen conser-vative» Charakter bewahrt. So erklärt es sich, daß einerseits die Regierung den umfassenden Abänderungen ihrer Vorlage durch das Abgeordnetenhaus ihre Zuslimmmg gegeben hat und daß andererseits conservative Männer, wie v. Knesebeck-Teltow, von Wedell-Malchow, Graf Fehndorf »,,d andere für den Gesetzentwurf gestimmt haben." Die französische» Republikaner gehen über das Schreiben des Grafen Ehambord mit trockener Ironie zur Tagesordnung über. „Gewiß, sagt die „Röpu-blique Fran^aise," „der brave Mann kennt uns nicht; er weiß nichts von dem Beivnßtsein, das die Revolution Frankrcich gegeben, noch von den Interessen, die sie geschaffen und die mit der Wiedereinführung der Monarchie von Gottes Gnaden sich sofort bedroht fühle» würden. Zum Glücke besteht keine solche Gesahr, und Graf Chambord gerade ist der Prinz, der sie uns für immer beseitigt. Darum besprechen wir auch seinen Brief in vollkommener GemüthS-ruhe, ohne uns in unserem Tagewerk im geringsten beirrt zu fühlen." Cin Artikel des „Journal des Dübats" gegen die klerikalen Umtriebe und Jntriguen und gegen das Auftreten der N a ti o n a l - V e r f a m m -lung, die öffentliche Gebete und eine Messe des heilige» Geistes decrctiert, hat die ultramontane Presse in den höchsten Zorn versetzt. „Fran^aiS", ,,U»io»", „UinverS" und „Monde" sind außer sich, and in ihren Augen sind die „DöbatS" nur noch elende Commnnards. Das „Jour al des DöbatS" ist das erste conservative Blatt, welches sich gegen die klericale Wirtschaft zu erheben wagt. Bisher träte» mit Aus»ahme des „Temps," der aber als ein prvtestaiitischeö Blatt nicht zählt, »ur die rein republikanische» u»d radicale» Blätter gegen das Treiben des Ultramontanismns auf, während die orlcanistische», bonapartistischcn u»d legitimistischc» Organe für alle Wallfahrten und soiistige» klericale» Anordminge» mjt größter Entschiedenheit cintraten. Selbstverständlich wird der Versnch, welchen die „DöbatS" niachte», um de» ultramoutaiic» Bestrebungen entgegenzutreten, die Klericale» nicht znrück-schrecken, da sic sich cmbilde», das; Thiers ihnen keineu Widerstand zu leisten wagen werde. Werkzeugen wahrnchme» könne» und bis auf welche heute noch der Durchmesser der Soime zweifel-Haft ist. - Es liegt aiißerhalb des Bereiche« »iiserer Am' gäbe, nachzuweisen, wie das von Mayer eutdeclte Gesetz der Umsetzung von Bewegnng i» Wärme allenthalben i» der Natur eine wichtige Rolle spiclt, und daß auch die imiere Wärme der Planeten und sehr wahrscheinlich auch die lebendige Kraft ihrer Bewegung aus demselbe»-abzuleite» >st. <,as Gesetz vv» de» Aeg»ivale»z der »icchamlchcn Arbeit nnd der Wärme führt uns so auf die wahre Ouelle der So»»c»wäri»e und damit zugleich aus die allgemeine Qnelle für alles Lebe» nnd für jede Art von Bewegung und Kraftäußerung auf uusercm eigenen Planeten. Die ungeheuere Menge vo» Wasserstoff, die ans der Souue gcgcuwärtig vorhanden ist, mnß ebenfalls als Quelle eiuer noch in gasförmigem Z»' stände verharrenden Disfociationswärme höherer Ord» nung gelte». (Schluß folgt.) Zur Tagesgeschichte. — Der Bau der Votiv kirche in Wien ist in diesem Jahre nahezu vollendet worden, indem das Gewölbe d-S Hauptschiffes. des Chor« und der beiden Kreuzschkffe ausgefuhrt und die Galerien längs der Kapellen, Seilenschiffe und Thürme ausstestelll wurden. Außerdem wurden das Relief „Krönung Mariä , neun Engel und zehn Heiligenstaluen ausgestelll, dreizehn Staiuen sind vollende,, sieben in Arbett und zwanzig abgeUesene Modelle sinb zu, Aussühruug bereit, welche bis zum nächsten Sommer ausgestellt werben sollen. Derzeit sind die Verhandlungen bezüglich der inneren Ausstattung im Zuge, so baß im nächsten Jahre »ach vollendeter Au,stelluug einiger kleineren Objecte mu den Arbeiten stir die innere Ausstattung begonnen werden kann. Der Hochaltar, der nach Leu, Beschlüsse weilanb «:r. k. Hohe,, des Herrn Erzherzogs Ferdinand Max von dem Bildhauer Andreas Halbig aus München für die vertragsmäßig festgesetzte Summe von 73.500 fl. auSgesührt wurde, ist bereits seit längerer Zeit vollendet und befindet sich unter Verwahrung der Bauleitung. Mit allerhöchstem Handschreiben vom 13. Oktober 1862 hat Se. Majestät der Kaiser „in Erwägung des erkannten Bedürfnisses einer nach Lage und Raumver-hältniffen geeigneten katholischen Garnisonskirche in der Haupt- und Residenzstadt Wien für so lange, als vom Militärärar eine eigene GarnisonSkirche nicht hergestellt werden wird, die gegenwärtig in Bau befindliche Botivkirche als diejenige bestimmt, welche nach ihrer dereinstigen Vollendung und Uebergabe zum gottesdienstlichen Gebrauche, unbeschadet der eventuellen Eigenschaft einer Civilpsarrkirche, von dem FeldkleruS Wiens bei Vornahme geistlicher Functionen und Abhaltung militärischer Kirchenfeierlichkeilen einverständlich mit dem bestellten Civilpfarrer als Garnisonskirche zu benützen sein wird." — Wie man nationale Literaturwerke schasst. Mit dem Ausblühen der czechischen Literatur will es keinen rechten Fortgang nehmen. Nun passiert den Herren an der Moldau noch das Malheur, daß sie von ihren eigenen Leuten auss gröblichste literarisch blamier, werden. .Die „Matica «Ska," eine Art Gelehrtengesellschaft, gab soeben ein Werk heraus, das den Titel führt: „Die Vereinig- ten Staaten Amerika'« und ihre Verfassung, nach den neuesten Quellen zusammengestellt von dem Museums-Custos Jakob Maly" (dem Verfasser der „loyalen" Broschüre, die vor wenigen Monaten so ungerechtfertigtes Aufsehen machte.) Nun kommen die „Narodni Listy" und weisen nach, daß dieses nach den „neuesten Quellen" bearbeitete Werk nichts anderes ist, als die wörtliche Abschrift einer von dem genannten Verfasser vor fünfzehn Jahren veröffentlichten Uebersetzung der Geschichte Amerika'ö von Washington Jroing. An dieser Uebersetzung, die Herr Jakob Maly nun Ar ein Originalwerk anSgibt, hat er auch nicht ein Äota geändert, nur ein neues Schlußwort hat er derselben beigesügt, welches er aber, wie „Narodni Listy" Nachweisen, einfach aus dem „Slavnik nauöni" ge- — non,hat, indem er einen in diesem czechischen Conversalions-Lexikon enthaltenen Aussatz, der mit >>Pok." gezeichnet ist, wieder einfach abschrieb. Und eine solche Mystifjcation hat die czechislde Gelehrten-Gesellschaft approbiert und zur Veröffentlichung fit, geeignet erklärt und sogar da» Geld zur Herstellung de« Werkes hergegeben. — Ausdauer derPferde. Die Ausdauer der Pferde in Entbehrung von Wasser und Nahrungsmitteln ist erstaunlich. Man hat Versuche angestellt, zu fahren, wie lange Pserde unter besonderen Umständen, B. in belagerten Festungen, ohne Futter würde» leben Wune», und dadurch solgende Resultate erlangt: Ein vserd kann 25Tage ohne Nahrung leben, wcn» es nichts üls Wasser trinkt. E» kan» nur sünsTage lebe», wenn feste Nahrung, aber nichlS zu trinke» bekommt. Hat cS jehn Tage lang feste« Futter, aber ungenügend Wasser erhalle», so ist der Mage« abgenützt. Diese Facta zeigen die Wichiigkei, des Wasser« ,„ der Erhaltung der Pferde und wie dieselben danach verlange» müssen, Ein Pserd, dem man drei Tage lang kein Wasser gegeben hatte, trank gegen 90 Liter in drei Mi-nnien. 2ocal- und Provinzial-Angelegenheilen. 2ocal-Chroml. — (Wahlbesprechung.) Anläßlich der übermorgen stattfindenden Generalversammlung der philharmonischen Gesellschaft findet heule abends nach der Männerchor-Probe eine Wahlbesprechung im Elub-zimmer der Casinorestauralion stall. Es wird eine große Betheiligung von Seile der ausübenden und unterstützenden Mitglieder erwartet. — (Die philharmonische Gesellschaft) wird bei der am. 27. d. vormittags um 11 Uhr im Vereinslocale (Fürstenhof, 2. Stock) stattfindenden Generalversammlung den Bericht Uber die Effectenlotterie entgegennehmen und sodann zur Wahl der Direktion schreiien. — (Der Männerchor) der philharm. Gesellschaft hält am 27. d. vormittags «ine Plenarversammlung zur Vornahme der Ausschußwahl. — (Aus Lehrerkreisen) erhält die „Tr. Zlg." folgende Zuschrift, welche beweist, baß dort unter de» Leuten die lächerliche Angst vor Germanisierung nicht vorherrscht, welche unseren nationale Kreise ersüllt, falls ihre Jungen etwa Deutsch lernen sollten. Dieselbe lautet: „Einen LieblingSvorwurs dramatischer Dichtung bildei die Handlung, wie ein mit alle« Reizen der Sinnlichkeit uno den blendendsten Vorzügen des Geistes und Herzens ausgestattetes Mädchen einen mit Glücksgütern verlockendster Art gesegneten Freier verschmäh,. Seine Zudringlichkei, und seine Versprechungen finden von ihrer Sette kein Gehör. Sie hat ihr Herz bereits verschenkt an einen Geliebten, der ihr für den Augenblick nicht die Bequemlichkeit und die Vortheile zu bieten vermag, wie der andere Bewerber, ihr aber durch andere Vorzüge Glück uud Wohlstand für die Zukunft ,n sichere Aussicht stellt. Eine ähnliche Handlung spielt sich im triester Schulwesen ab. Die italienischen Anstalten sind in der ersrenlichen Lage, ihren Besuchern Freihett von der Bürde des Schulgeldes zu verbürgen; sie können auf geeignete und geräumige Localitäteu Hinweisen, in welchen sie ihre Schüler unierbringen werden; sie haben es auch in ihrer Hand, die Mehrzahl der Stipendien ihren Schülern zu verleihen. Und doch geschieht das unglaub-llche, es wird dennoch die Klage wegen verminderten Schulbesuches laut, der Direclor einer italienischen Anstalt wird veranlaß,, die Ursachen der bedauerlichen Erscheinung zu beheben. In den deutschen Schulen hingegen ist ein Drängen, ein Begehre» um Einlaß bemerklich, daß man über eine solche Erscheinung mit Recht in Staunen geräih. Schulgeld und beschränkle Räumlichkeiten Hallen den Valer nichl ab, seinen Sohn dem Direcwr der beulschen Schule vorzustellen, um ihn i» d,e Anstal, einschreiben zu lassen. Die Schwierig-kei, der neuen ungewohnien Unterrichtssprache ist kern Grund, durch welchen sich die Ellern ilalienischer Kinder vom Besuche deutscher Schulen abschrecken ließen. Mil Unerbittlichkeit muß der Letter der Anstal, die sich Hinzudrängende» zurUckweisen, wenn sie nicht wenigstens einen schwachen Grund zur deutschen Sprache schon geleg, haben. „Wir wollen ja, entgegnen die Eltern, daß unsere Kinder deulsch lernen, das sie zu jedem Lebensberufe so nolhwendig braucken werde,,." Sind diese Thalsachen keine hinlänglichen Beweise dafür, daß die deuifchen Schulen dahier nur einem sich dringend geltend machenden Bedürfnisse gerecht werden, ohne im enlserntesten politische Proselytenmacherei zu betreiben, die man so gerne mit Germanisierung betitelt. ES wird durch diese Schulen kein Sonderinieresse eines TheileS der Stadlbevölkerung verlrelen, sondern das allgemeine Interesse gewahrt. Der versöhnliche Geist, welcher sich in den deulschen Schulen kundgibt, indem auch sür den Unierricht ui, der italienischen Sprache und Literatur durch Stundenzahl uud Lehrkräfte auf das sorgfältigste vorgesehen wird, ist jedenfalls eine der Hauplursachen für den zahlreichen Besuch. So hat z. B. eine Theilung der nunmehr 109 Schüler zählenden ersten Klaffe der Oberrealschule in drei Parallelklassen stattgesunden und wurde der Unterricht in der deulschen und italienischen Sprache Lehrern zugewiesen, welche beider Sprachen vollkommen mächtig sind. Am Gymnasium ist für die des Deutschen weniger Mächtigen eine Nachstunde eingesührt. Wirklich kann sich Regierung und Volk Glück wünschen zu dieser stetig sich vermehrenden Schülerzahl; denn die Verbreitung der Sprachkcnntnisse ist das wirksamste An-nähernngs- und Ausgleichungsmittel der verschiedenen nationalen Elemente, wie das Gegentheil, nämlich die Vernachlässigung dieser Mittel der gegenseitigen Mittheilung, die ausgibigste Quelle der Enifremdung und Gehässigkeit." — (Die deutsch-österreichischen Ge. u o s s e n s cha s t s b l ä tt er) erscheinen vorläufig alle 14 Tage und kosten (die Zusendung bereits mitge-rechnet) vierteljährig 75 kr. Bestellungen, die am be-quemsten mittelst Postanweisung gemacht werden, wolle man adressieren: „An die Administration der deutsch-österreichischen GenoffenschastSblätter in Wien, Wieden, Victorgasse 5, drillen Stock." Es ist eine der vorzüglichsten Aufgaben dieser Blätter, in jenen Orten und Gegenden, wo bisher noch keine Erwerbs- und Wirthschaftsgenoffenschasten nach Schulze-Delitzsch'schen Grundsätzen bestehen, über das Wesen dieser Vereine aufzuklären und zu deren immer weiteren Verbreitung in allen Theilen Deulsch-Oesterreichs beizutragen. „Wir richten deshalb, heißt es im Programm, an unsere Parteigenossen, denen die „Deutsch-österreichischen Ge-nossenschastsblätter" zu Gesichte kommen, die Bitte, denselben insbesondere auch in politischen Lese-, Fortbildung«- und ähnlichen Vereinen gefälligst Eingang zu verschaffen, da diese Vereine ganz besonders dazu geeignet sind, daß durch ihre Anregung und unter ihrer Mitwirkung Vorschuß- nnd andere wirthschast-liche Vereine entstehen, wie das an vielen Orten auch bereits durch die Erfahrung bestätigt worden ist." Somit mögen denn die „Deutsch-österreichischen Ge-noffenschastsblätter" allen ehrlichen Freunden des Genossenschaftswesens in Deutsch-Oesterreich bestens empfohlen sein. — ( Feu e rw eh r w ese n.) Nach den Mittheilungen der k. und k. österr. statist. Centralcom-missiön bestanden im Jahre 1870 in Oesterreich 233 Feuerwehren mit nahezu 19.000 Mitgliedern; Nieder-und Oberösterreich besaßen 60, Steiermark, Kärnten, Krain und Salzburg 24, Tirol und Vorarlberg 24, Böhmen 101, Mähren 13, Schlesien 7, Galizien 3, Küstenland 1 Feuerwehrverein. Erwähnt wird, daß es fast ausschließlich das deutsche Element in den verschiedenen Kronländern ist, welches Feuerwehren ins Leben rusl und erhält. Beruss-Feuerwehren (deren Mitglieder Sold und Unisorm rc. erhallen) bestehen i» Wien, Triest, Prag, Brünn (hat auch eine freiwillige Feuerwehr), Lemberg, Krakau, Czernowitz, Trient und Roveredo. Borgo und Levico in Südtirol haben bezahlte Pompiercorps nach italienischem Muster. Es wird coiistatiert, das sich das Feuerwehr-Wesen in Oesterreich fortwährend hebt, was aber auch sehr liothwendig ist gegenüber dem Aufschwünge in kleineren deulschen Siaalen. Großherzoglhum Baden zählt 194 Feuerwehren mit 18.609 Mitgliedern, Baiern 570 mit 15.051 verpflichteten und 45.002 freiwilligen Mitglieder». Rheinpfalz 24 Feuerwehren mit 5542 Mitgliedern, Würtemberg 173 Feuerwehren mit 26 910 Verpflichtelen und 13.025 freiwilligen Mitgliedern, Sachsen 251 Feuerwehren mit 15.000 Mitgliedern u. s. w. — (Zur Weltausstellung.) Die „Weltausslelluugs-Zeiiung" meldet: Die Ranmver-theilung wird durch die LandeScommiffionen bis Ende Oktober durchgesührt werdrn. Trotzdem für die Gruppen 2 und 4 eine besondere Agriculturhalle erbaut wird und der Ausstellungsraum um 12 Halb-galerien (überdachte Hosräunie) erweitert wurde, wird eine Rebuciion von circa 20 Percen, der von den Ausstellern angemcldeten Räume stattfinden müssen. Allein da der den heimliche» Ausstellern zur DiS-posilion gestellle Raum noch immer größer sein wird. «l» der auf der pariser Ausstellung den großen Industriestaaten Frankreich und England zusammen zugewiesene, und viele der Raumanmeldungen augenscheinlich zu hoch gegriffen waren, so ist eine Schädigung der einzelnen Aussteller absolut ausgeschloffen, umsomehr, als den LandeScommiffionen volle Freiheit in allen nothroendjgen Revirements gegeben ist. Die Anmeldungen sür die Gruppen 2 und 4 (Landwirth-schaft, Forstwirihschaft, Wein-, Obst und Gartenbau, dann NahrungS-und Genußmittel), ebenso wie Gruppe 13 (Maschinen- und Transportmittel) werden keine Reduktionen erfahren. Vom 1. bis 15. November werden die Aussteller ihre Platzmieihen mit den Lan-deScommifsionen zu verrechnen haben. Diejenigen Parteien, welche die Lieferung der Kästen von der WeltauSstellungS-Commission wünschen, werden ersucht, dies bei Gelegenheit der Begleichung der Platzgelder anzumelden, und werden die Halste des hiefür entfallenden Betrages im vorhinein, die zweite Hälfte bei Eröffnung der Ausstellung selbst zu erlegen haben. Verstorbene. D e >i 2 4. Oktober. Margaretha Borstnar, Jnwoh-nerswitwe, alt 76 Jahre, im Livilspital am Marasmus. — Maria Widmar, Inwohnerin, all 45 Jahre, im Livilspilal an der Abzehrung. Witterung. Laibach, 25. Oktober. Seit morgens 5 Uhr Rege» mit geringen Unterbre chungen. Wolkenzug aus Südost. Wärme: Morgens 6 Uhr -j- 9.8", nachmittags 2 Uhr -j- 12.3° 6. (1871 -j- 5.4"; 1870 -j- 12.4".) Barometer seit morgens um 5 Millimeter gefallen, 723 93 Millimeter. Das gestrige Tagesmittel der Wärme 10.2°, um 0,6° über dem Normale. Angekommene Fremde. Am 24 . Oktober. LI«»'»»«. Priester, Agram. — Pollak, Gürz. — Lattoni, mit Gemahlin. — Pajer, Triest. - - Meiserj Nürnberg.— Gm. Euer-, Paris. — Stepancik, Steinbrllck. — v. Lint-kowsky, W. Feistriz. TVI»»» Kaiser, Bar-Elees, VerzinSky und Bern-hanser, Kausleute, Wien — Herschom, Kausm., Frank fnrt a/M. - HanSwirlh, Eilli. — Römer, Marburg — Raßler, Kaufm. Uof. Ladstätter, St. Veit. — Hoberl Lack. » Cerne, Gastgeber, Rann. -- Fleischer, TUfser - Gallizier HdlSm., Ehrenhausen. — Zauiboni, Italien - Mejat, TUfser. Theater. Heute: Tie Lieder des Musikanten. Bolksstück mit Gesaug in 3 Abtheilungen und 5 Aufzügen von Rudolf Kneifel. Erste Abtheilung (in 2 Auszügen): De» Geiger« Heimkehr. Zweite Abtheiluug (in I Aufzuge): «mist und Arbeit. Dritte Abtheiluug (m 2 Auszügen): De« Knechtes Rache Personen: Nelke, Amtmann...............................Hr. Kranz. Käthe, seine Tochter.........................Frl. Sachse. Martin Winter, ein reicher Bauer . . - Hr. Wauer. Erhard, sein Sohn ..........................Hr. Larode. Jungfer Barbara, Wirlhschafterin bei Marlin Winter......................................Frl.Brambilla. Jobst, Knecht................................Hr. Hörmanu. Lebrecht Winter, ein fahrender Musikant, Martins Bruder...........................Hr Ausim. Thristine, LebrechtS Tochter .... Frl. Benisch. rau Werner, eine alle Bäuerin .... Fr. Kroseck. uff, ein Invalide.........................Hr. Midauer. Wiener Börse vom 24. Oktober . dto. öft.iv sse »ou 1854 . sie »ou 1860, «Seid Ware S5.70 «5.S0 70.- 70.10 - -! !-3.- 8, 5» «se voll 1880, Allllst. 123 5a brSmieusch. ». I8«t . ,4, xg i«z. - ar»o>I»»U.-0dl. St-ierm-rk ,ll S»«t. zi 5g 9,5g tLruten, Srai» L.Lüfteulalld S , ^ Ill-arll. > zuS , 8H — 8L 50 »loak.ll.8lav. 5 , 8z 75 84 LS »I-bNlbür,. . b . 78., 7--.L0 HlU»- /ialionalbaak . . gzg -.gz.- Union - Ballt . . 287.- r«7.5U Lreditanstalt . . ^7.2» S.7.72 «. ». L»c°m»t«.«ks. igjjo USZ lllglo-öyrrr.Lalll 31i.so 313.- Oeh.Bodellcred.-L . ^ Oest. HyP«th.-B-ll! . Stei-r. B-ld SS.— war, SS 50 Oeft. Hyvolh.-Ban! OdliU. s»dd..««s.,-»o»Ai. ns — iis r dto. Soll» S pLt. —.— - . N°rdb. (loa fl. LM.) ^ Sl.- SS.-- M.- —.— IS7.7S Ii8.rs »(s so iv4. »oa.so roi.ra ri?.— »«u.kv is?.ko rr8.— 17».- IdO.- sso.so »SI.— irr.- so B I85 S0I?S S0 174 - I74.!>0 zrallto - Austria kais. Ferd.-Nordb. Lüdbahn-Gesells-. »ais.LIisad-tb-Bah I-rl.elldwig-Bahll Sirbenb. Lisenbahi, LtaalSbahll. «!-b.-Ä.(»(X>Il.ö.rS.) SI.70 Sl.iO StaalSbahll Pr. SriiS 1iS.— 130.-EtaatSb. Pr. St. I8«7 IiS.— lik. Rudols»d.k300«.ö.W.) -S.75 S4.,S gran,-Jos. <««-.«.) loo.iv 100.4« I,»,». Sr-dit io«». S. W. I84- I84.S0 Doll.-DamPssch.-B-s. jll 100«. SM. . . SS - 97.-Tri-ft-r 100 fl. SM. . II7.S0 11«. s« d!°. so fl. c.w. .58.- SS.-Os-ll-r . 40 fl. ö.W iS !0 L0 SV Salm . . 40 . Palffv . . 40 . Llary . , 40 , El. «elloi», 40 , Mlldtschgrätz »0 , Waldfteiu . ro , »eglcvich . 1« . Rlld°is«ftift. lvö. Sais. Fra»,-Iosifir. «üllfi.-Barcser L.-« «lsöld-glllm. Bahn ü-tiou. ö.w.verlces. »2 :0 S0.S0 Lag. Bod.-Sreditani'.- 87.7S es. Lllg.sst.Bod.-Lredi'.. 101.— 101.50 »to. «ll «rück,. >-8.75, 8S.i5 «0 -i7.5v 3S.— »S.— »4.50 -3- 17.50 14.50 N.-3S-30.— »5.-»4 — 18 5< IS- <» Mo».) «llgsd.ioost.Iüdd.W grallll, 100' ioudo» 10 P-rt» 100 SO 75 - , . s» - Zs. Ster». 1«-7.->« 1. 7 gg Zraoc» ^ 4i- 4^.5» so SV Sl. Lall. Müllz-DllcatcA iO-Frallc«<>üa. . Ser-in»thal«, . . «ild-r 5.14 8 64° 5.15 8.«5 107 - 107.rs Telegraphischer Cnrsbericht der Male der Steiermark. Escomptebank in Laidach, von der k. k. öffentlichen Börse in Wien am 25. Oktober Schlüsse der Mittagsbörse. Papier-Rente 64.80. — Silber-Rente 69.75. — 1860er Staats-ilnlehen 101.75. — Bankactien938. — Lredit 329.60. - ilnglobank 313.25. — Francobank —. — Lombardei, 201.20. — Unionbank 268.—. — Wechslerbanl 314.—. — Baubank 139.—. -- Anglobaubank 219.50. — Rentenbank —. — Bauverein —. — Vereinsbank 182.50. — London 107.70. — Silber 107.10. — K. k. Münz-Ducaten 5.12.- 20-Franc-Stücke 8.62V». Für llebersetzungm aus dem Italienischen ins Deutsche wird ein tüchtiger Translator gesucht. Nähere« im Zei-tungS-Complvir, Steriiallee. Soeben erschien und ist durch ,o» «D k««I. Buchhandlung inLal - bach z» beziehen: Die Maul- und Klauenseuche, ihr Entstehen und ihre Gehandtling. Ein Handbüchlcin fnr Viehbefltzer, Aer;te, Beamte von k. k. steierm. LandeSthierarzl. Preis 30 kr. (l-54) Per Post unter frankierter Krenzbandsendung 32 kr. MchümiMarlieit und 8trohi1>'cken. Im r. k. Ttrafhause am Kastellberne zu Laibach werden Buchbinder- nud Cartonage-Arbeiten schuellstenS, solid und insbesondere billigst besorgt. Desgleichen Ttrohdkcken nach jeder Dimension sowohl in größeren als kleineren Onanliläten. Aufträge übernimmt die k k. Strashaus-Verwaltung- K. k. Strashaus-Verwaltung Laibach, am 23 Oklober 1872. (647-2) Rin-smä-chen, auch zur Zimmerbedienung geeignet, der deutschen Sprache mächtig, wird aus dem Lande nächst Laibach ausgenommen. — Auskunft im Hlmoneon-öurvsu, Laibach, Hauptplatz Nr. 313. (653) und kleine »st»ai;e Nr. 5, benutzt Die itzewinnkrast dieser Jnstruclioneil ist über jeden Zweifel erhaben, was die AM- Taufende Tankschreiben von glücklichen (Gewinnern fortwährend bestätigen, zu denen anch ich gehöre, indem ich in der letzten Ziehung eine» I t l lK» gewonnen habe!! Tausend Dank dem Herrn Professor N. v. Oi-Iiev! Pest k. k. Hauplman». Erlheiliing von Instructionen ^Nls Nl^v ll I werden vom Herrn Professor der gratis '(630) Mathematik vor» Vritv^, Berlin, Wilhelmstr. 5, bea»lworte>> Obig-r- Schon am 5 November »L LalLdiirKvr ^lllvden-I-ose. Diese« Lolto-Anlehen im Betrage von 1,726-WV fl. ö. W. wird im Wege jährlicher Verlosungen mit dem bedeutenden Betrage von ».»S2.V8V ft. j>. W. rllck--ezahlt. Jedes Los mus; »uindestens :rv fl. gewinne«. Im Jahre finden 5 Ziehungen mit Haupttreffern von 40.000, 30.000, 15.000, 15.000, 15.000 rc. statt, und bieten die Lose alle nur mögliche Sicherheit, da die Landeshauptstadt Salzburg mit ihrem gesamllltcn Vermögen, sowie mit ihren Sesiillen und nutzbaren Rechten fllr die pünktliche Einlösung der gezogenen Lose hastet. DM" Preis eines Original-Salzburger-Lofes SV fl. ö. W. Um jedermann den Ankauf dieser Lose ju ermöglichen, werden dieselben auch aus Raten mit nnr » A Angabe (Stempel ein fUr aklemal 19 kr.) zu», Preise von 30 fl. verlauft, so zwar, daß INDIItIEliey R »u entrichte» ist und man «ach Abzahlung des Lospreise» da« Original - Salzburger. Los ansgcfolgt erhült. — «1«^ »II«!»» «»ik «II« »»It. ^6—o) Wkchsclslubc der k. k. priv Wiener Handelsbaiik, »orm. v. 8«tl«!», Wien, Grabcii 13. Original'Lofe sind auch zu beziehen durch ^ in Laibach. Druck »»» ». t« LatbaL. Verleger und für die »tedactiov verantwortlich: 0»to«ar «awberg.