Nr. 254. Dienstag, 5, November 1907. 126. Jahrgang. Mbllcher Zeitung Prä»»««al»onet,«le: Mit ^ostvfrjendunß: nanzMng »<> X, halbjährig Ib X. Im Kontm: ganzjädrig , » «, halbjüln-ig li it. Für dtaiser-Paares ist folgendes: Di,e „Hoheilzolleru" loird knrz nach Mittag auf der Reede von Spithead eiilti-effen lind daselbst von der verstärkten >saual flotte nuter Lord Charles Ber^ford, von den im Hafen liegen den Schiffen nnd den Landforts begnißt werden. Der Prinz von Wales wird sich zur Begrüßmig der hohen (^äste an Bord der „Hohenzollern" be gel>eii. letztere landen etwa nm ^ llhr nnd werden mit vollen militärischen Ehreii empfangen iverden. Die Stadlvertretliiui von Portsmouth lm'rd eine Adresse iiberreicl>en. ^nm Ehrendienst sind kom mandier-t: beim deutschen Baiser: Feldniarschall Graf Roberts, OberstHon. H. (5. Legge und Oberst-lentnant .(x'nrn De Bemivoir de Lisle, Koinnian-deur des I. «Königs-» Dragolierregill>ents, dessen Ehef dei' Kaifel- ist', bei der Kaiserin der erste Lord, Kmnmerherr Lord Al'ton. Die Anknnft in Windsor ei'folgt init Sonderzug etlva lim ^ Uhr. Daselbst werden, der >iöilig nnd die, Königin ihre toaste aus dcul Bahnhof begrüßen. Nach Besichtigullg der Ehrenwache nnd Empfangnahme der Adresse der .^iorporatiollen voii Windsor erfolgt der feierliche Eiilzug llnter militärischer Eskorte dnrch die Stadi ins Schloß, lvo sich illzwischen die übrigeil Mit glieder der königlichen Familie, die Oberhof- lind Hofchargen versmnmelll. Anl Abend fiildet Fami-lientafel statt. Dienstag, deil 12. Jagd im Windsor park. Abends großes Ttaatsbankett in der Tankt Georgohalle, zu lvelchein eill Sonderzng die aus Londoil befohlenen ('»''äste, Velireter der diploiua-tifchen nnd politischen Welt, sowie andere Nota^ bilitäten bangen wird. ^cach dem Bankett wird wahrsäx'inlich ein .Konzert des llxillisischeil Äiänner chors stattfindeil. Vei der,0en wird, was das Land bewegt. Feuilleton. Die schwarze Roszika. Ungarische Torfncschichte von Ud^lf Ster dem Mädchen fiel sein eigentümliches Wesen alif. Beim Abschied lüßte er sie noch länger nnd heis'.er al5 sonst, nnd ehe er sich ans ihren Armen ris^, entschlüpfte ihin der Ausspruch: „Wenn wir die 2M (^nlden hätten, dann wäre alle Not zn Ende, dann könnten wir heirateil." Diese Worte gingen Noszika im Kopfe hernm. als sie die Treppe zur Dienstbotenkammer empor stieg, nnd nach nnd nach erriet sie ihren Sinn. Iekt Wichte sie anch, warnm Ianko die Flinte mitgenom-men hatte. Eine wahnsinnige Angst erfaßte sie. Ohne lange zu überlegen, eilte sie in den Hof hinaus, kletterte mit Hilfe eines aufgeschichteten Holzstoßes über die Mauer, denn die Tore waren schon ver-schlosscii, und verfolgte die Spuren Iankos, welche sich deutlich iu dem, frisch gefallenen Schnee an5 geprägt hatten. All Furcht dachte sie nicht; doch in stinkiiv hatte sie die schwere, schai-f geschliffene Art mitgenommen, welche auf dem Holzstoß lag, und stützte fich alls sie, al5 sie den sanften Abhang empor eilte. Der Mond schien hell, und sein Licht wurde vcm der weißen Schileedecke zurückgeworfen, so daß 5"' Neg weilhiu beleuchtet war. Al5 das Mädchen etwa riuc halbe Stunde so fort gerannt war, cr- tönte in ihrer, nächsten Nähe ein fürchterliches Brummen, dem unmittelbar darauf der lante Knall eiues Schusses folgte. Noszika dachte nur an die (Gefahr, in welcher der Geliebte schwebte. Sie flog mehr als sie ging den Abhang empor. Am Fuße einer mächtigen Tanne sah sie dent-lich eine Männergeslalt alisgestreckt am Boden lie geil, halb vergraben unter eiuer dunkleu Masse. Mit glichwttugeuer Art eilte sie darauf zu. Aber sie brauchte nicht eiuzngreifen. Iauko, der sie von weitem gesehen, jauchzte ihr scholl entgegen. Seine Kugel hatte da.5 Tier sicher getroffen, ans nächster Näl>, denn der Bär war unvermutet dicht neben ihm aufgetaucht. Noch im Todeskampfe hatte das Tier den Jäger lliedergenssen. Noszika half den schweren Leichnam beiseite wälzen. Ianko war unverletzt, nnr sein Fuß war dlirch die daranf gestützte Masse stark geauetscht, so daß er. von seiner Braut gestützt, nur mühsam vor wärts kam. So haiten sie ellva 50 Schritte talabwärts ge macht, als plötzlich zn ihrer Linken das Gehölz krachte nnd ein zweiter Bär auf der Bildfläche er< schien. Niemand hatte von dem Vorhandensein zweies Tiere Kenntnis gehabt; daß die Einbrüche m derselben Nacht oft an weit entfernten Orten er folgteil, das hatten die Ballern ill ihrer aberglänbi schell Weise gedentet. Die Lage nxir furchtbar. Iankos Fliute war nicht geladen, und das Peil hatte Noszika am Tat orte zurückgelasseil. Instinktiv warfeil fich beide zn Boden lind hielten den Atem an. Die Ansicht, daß der Bär Tote nicht angreife, ist überall auch in den Karpathen allgemein verbreitet. Das Tier kam heran, beganu den ansge streckten Leib Ianko5 zu beschnnppern nnd mit den Pfoten hin nnd hei- zu wälzeil. Inzwischen arbeitete das Hirn Noszikas fieberl)aft. Sie hatte nnr einen (^edanken: die Art. Etwa zehn Schnite kroch sie anf den Boden hin, dann sprang sie, unbekümmert lim die Folgen, auf lind flog zn der Stelle hin, wo das Beil lag. Das plötzliche Auftauchen der menschlichen (Nestalt mochte die Bärin — denn es war das Weibchen des Getöteten, wie sich später zeigte — erschreckt haben. Sie Packte Ianko mit dem mächtigen Gebisse bei den Kleidern nnd begann ill wiegendem Trab davon zn laufen. Eine wilde Jagd folgte. Das blitzende Beil in der Rechten flog Noszika dem Tiere nach. Wohl zehn Minuten und länger ging es so über den schneebed<'lften Waldboden dahin. Dann änderte das Tier plötzlich seine Taktik. Es ließ den Körper Iankos fallen, machte Kehrt nnd erwal-tete die Verfolgerin. Noszika erzählte später, daß in diesem Augenblick keine (^pnr von Furcht in ihrem Herzen war. Ihre Gedanken waren klar und scharf. Ein Aus-spruch des alten Dorffchäfers fiel ihr ein. daß i>er Schädel der Bären stein hart sei nnd für eine Flintenkugel selbst lmdurchdringlich. Wolle man sie töten, so müsse mau sie zwischeu die Augen treffen. Sie blieb stehen nnd, den linkeil Fuß vorgestreckt, das Beil mit beiden Händen hochschwingend, erwartete sie den Gegner. AIs das Tier ganz nahe war, schlug sie mit aller Wucht zn, gerade zwischen die Augen; dann sprang sie beiseite. Nie vom Blitze gefällt, stürzte die Bestie nieder. Ianko uud Noszika waren die Helden des Tages. Da sie zwei Bären erlegt hatten, wurde die Belohnung verdoppelt. Der Gutsherr spendete den gleichen Betrag, nud als er von der Armut und dem Herzensroman der beiden erfnhr, gab ei' ihnen die Gntssä)enke in Pacht. Die Bauern der ganzen Umgegend, von einem Alp befreit, ließen es sich angelegen sein, die schöne Noszika aiisznstatten, als wäre sie die reichste Banerntochter, uud die Bären-schenke, wie das Heim des jungen Paares noch heute heißt, ist daZ beliebteste Wirtshaus der gan zeu Gegend, dem es nie au Gästen fehlt. Laib ach er Zeitung Nr. 254. 2358 5. November 1907. Starke Parteien treten einander gegeuiiber und ver- z scckiten ihre Ideen. Das Politische Leben erhält von diesen Debatten ans seinen Anstoss seine Losnng,^ n>orte. So gefügig dieses Parlament auch sein inag, die Tatsache einer Volkvvertretnng selbst kan» nicht an5 dein (^edächtnio dc>? rnssischen Volles schlviuden. Ta<> „Nelie Wiener Tagblatt" meint, das; Stolypin mit dcr Rechten alleiit nicht regieren könne, selbst wenn er e? wollte- denn ein nicht un bedeutender Teil der siechten sei ihm wegen seiner ehrlichen konstitutionellen Alisichten todfeind. Diese N!',^ersöhlUichen von der siechten haben init, den Nn-üerjöbnlicheii von i^er Linl'en eine Berührung. Schließlich werden aber dennoch alle Schwierig-teilen iiberwundeir lverden nnd da<> eimnal an^ genommei^e Princip einer parlalnentarischen Ver tretug werde nicht verloren gehen«. Die „Zeit" führt ans, die dritte Duma sei keine Vertretliiig des rnssischen, Volkes; sie sei ein .MassenParlament". Ev mi'isfe sich erst geigen, ob das Ministerium Stolypin nicht ^l früh trinm-phiert, ob es nicht niit der Revolution von rechts einen härteren Kampf ausznfechten haben lvird als mit iener von links. Das „Neue Wiener Journal" saat, eo sei der rnssischen Regierung gelungen, sich eine gefügige Volksvertretung ^,n schaffen, aber die ^vnde dürfte dnrch die Ereignisse der letzten Tage eine leichte Dämpfnng erfahren. Die Vorgänge in Vladivostok erinnern nnd geigen deutlich, das; die Reaktion ed bisher nicht verniocht habe, in der Arnuv die Zu-verlassigkeit wieder herzustellen. Volttische Ueberlickt Laibach, 4. November. Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt anläßlich der (Honcsnng Seiner Majestät des Baisers und Bönigs F r a n ,^ Iosef: Weite .kreise Deutschlands teilen die Freude, die sich unter den Völkern Österreich-Ungarns über die (Genesung des Herrschers kundgibt, nnd erhoffen von einem gütigen (beschick, das; die von Weisljcit und milder erecht,igkeil, geleitete Hand des Baisers ^ranz Josef noch lange Jahre die Zügel der Regierung über die habsblirgische Monarchie führen möge. ^',raf Alfred Mensdorff plaidiert im „Vaterland" fin- die Annahme des Ausgleichs im Parlament. Man gibt oder verweigert den Ans' gleich nicht dieser oder jener Regierung, sondern der Monarchie und ihrer Znknnft. Wenn man ihn aber verweigert mit dem Gedanken, da<> führe zn einer endlichen Neugestaltung nnd Verjüngung des gangen Reiches, so müftte man entschlossen sein, eventuell einen Staatsstreich M riskieren. — Das „Deutsche Volksblatt" beklagt in, einem Rückblicke auf die Ausgleichsdebatte, das; sich Rücksichten ans Interessen Privater Natur stärker erwiesen haben, als der Wunsch nach sofortiger vollständiger Trennung von Ungarn, lind so ist es möglich, das; man zur Erneuerung des Ausgleichs gelansst. Das „Fremdenblatt" bemerkt gegenüber der Rede des Abst. Dr. 5t r a m ü r in der ersten Lesung der A u s g lei ch.s v o rI a ge n: >tann nut Rechl gegen nnsere Verlvaltung der Vorwnrf erhoben lverdeu. das; sie den E,',echen voreingelwmmen ge-geni'lberstehe, das; sie deren Lebenobedingungen nnterbindet. das; sie ihnen das Selbstverständliche verweigert? Äianches Verlaligen der E,',echen, mag bisher unerfüllt geblieben sein nnd sie mögen dies bitter empfinden. Aber sie müssen ,')Ngesteben, das; nicht Übelwollen, sondern nur der Zwang der Ve» Hältnisse dies verschuldet. Unter diesem Zwang leiden aber nicht nur die E'>echen, er lastet in gleicher Weise auf allen Völkern. Der nationalen Stellung, der Eichen droht keine Gefahr, wenn deren Vertreter dem Ausgleiche gegenüber ,',ur such-liehen Beurteilung zurückkehren. Das ,vans des allgemeinen Ttimmrechts kann> die Vertreter der Völker einander naher bringen nnd eine Ordnung schaffen, die das nationale Streitgebiet einengt und das rnhige A'ebeneinanderleben sichert. Das nächste päpstliche K o n s i st o r i u m wird in die erste Dezemberhälfte fallen. Kardinal Rinal-dini wird in diesem Konsistorium den Hut oils den Händen des Papstes empfangen, andere Kardinals-ernennnngen dürften, aber aller Wahrscheinlichkeit nach nicht erfolgen. Die Meldnngen, daß der. Er^-bischof von Westnünster, Msgr. Vonrne, in naher Zukunft den Pnrpnr erhalten werde, treffen nicht Die st ädti s ch e n W a h ! e n in England '.eigen für Wa l es in <-ll Wahlorten folgendes Ergebnis: Die konservativen erhielten 11^>, die Libe^ raten 20, die Arbeiterpartei 2^. die Unabhängigen l, die Socialisten 1 Sitze. Die Socialisten unterlagt in 27 Orten, wo sie den Versnch gemacht hatten, die eine Wiederwahl suchenden Kandidaten ,')N verdrängen. Tagesneuigleiten. — (Einen Streit wegen zu hohen Äer > d i e n st e s) hab«n die Klempner in den Daimler-Werten in Coventry in Szene gesetzt. Die Verwaltung hatte ein Lohnsystcm eingeführt, wonach die Arbeiter nebeil ihrem Wochenlohn noch eine Gewinnbeteiligung erhielten. Das« scheint gegen die Prinzipien der Arlicitcrverbändc der Trades Unions zu verstoßen. Mährend aber die übrigen Verbände! leinen Einwand erhoben, verweigerte der Klempnervevband ' seine Zustimmung, und die Leute durften da5 Geld nicht ! annehmen. Die Firma eröffnete darauf für jeden Ein- ! zelnen ein Guthaben bei der Vanl und zahlte dort dm Gewinnanteil ein. so daß die Leute das Geld abheben k'on- ncn, wann sie wollen. Schließlich war diese Versuchung FU stark, und die Mehrzahl der Klempner beschloß, Prin- ! zipien Prinzipien sein Zu lassen. Sie wurden aus dem Verbände ausgestoßen, während die pnnzipirntreuen ! Klempner streikten. Die Ungetreuen aber gründeten einen eigenen Verband und die Plätze der Alisständigen wurden rasch wieder besetzt. — (D i st a nz r i t t einer Dame.) Aus Petersburg wird geschrieben, daß Frau Vedenjapina, ein? bekannt? Sporlsfreundin, einen Distanzritt nach Vialystot antrat. Sie will Vialystol in drei Wochen erreichen, was einer Leistung von' 90 Werst per Tag entsprechen würde. Das Pferd der Frau Vedenjapina ist aus dem Gestüt Canta-cuzenc, Telegramme, die in Petersburg einliefen, ergaben, daß die Reise bisl>'r vorschriftsmäßig verlief, Die Offiziere des in Bialystol garnisonierenden Dragonerregimmts Char-lov wollen Frau Vebenjapina einen großartigen Empfang bereiten. Lange Distanzrittc sind für die Frauen und Töchter russiscker Offiziere nichts Ungewöhnliches. Sie werden in Turkestan, in den transkaspischen Provinzen und in anderen entfernten Teilen des Reiches oft unternomm.'n. Für viele Damen ist es nichts Seltenes, an einuu Ta^-100 bis 200 Werst zu reiten. — (Rekordmarsch der Siebzigjährige n) Aus Newyort wird berichtet: Der Champion der amerikanischen Fußläufcr. der greise Edward Weston, hat kürzlich seinen jüngsten 123N Meilcnmarsch von Portland nach Chicago angetreten, Nennundseck.zig Jahre zählt der rüstiae Mann, aber in jugendlicher Unternehmungslust ist er ausgezogen, seinen eigenen früheren Retord zu brechen, d?n er bor — 40 Jahren aufgestellt. Damals bewältigte er die gleiche Streck von 12."5 englischen Meilen in 2"' Tagen und 2.^ Stunden. „Diesmal will ich von Portland nactt Chicago in 24 Tagen und 23 Stunden marschieren", so erzählte der alte Herr lächelnd einem Besucher lurz vor seinem Abmarsch. „Ich fühle mich noch so gesund nnd kräftig wie damals im Jahre 1867. als ich von Portland ausmarschierte, lind ich kann heute noch so schnell und ohne Ermüdung gehen wie ehemals." Gine große Anzahl von Zeugen gibt ihm das Geleitc. Wenn er sein Ziel erreicht, so vollendet er damit scine siebzisitausendste Meile seit Ve-gmn seiner „Laufbahn". Später will Neston England besuchen, für das er eine besondere Vorliebe an den Taq legt. „Die Engländer sind eine Nation von Fußgängern. Zweifellos ist ihre prachtvolle Körpcrbeschaffenheit und ihre Ausdauer, die den Dnrchschnittsbriten zum körperlich mustergültigen Menschen machen, das Prodnlt einer Lebensweise, in der frische Luft und Marschieren die Hauptrolle spielen. Der Engländer wird nie einen Omnibus oder eine Straßenbahn nehmen, um kurze Strecken zurückzulegen. In solchen Fällen geht er. geht, geht. alle gehen, Männer. Frauen, Knaben, Mädchen," Die Amerikaner werden nach Westens Dreizehn Trümpfe. Erzählung von Carl Munsmann. Berechtigte iibcrsetzuna. aus dem Dänischen von Bernhard Mnnn. (!'. Fortsetzung.) (NaclMicl uerbul.',,.) Dritt e ö >l apit e l. Holgcr Werner nn>d Hano Vost waren bis Berlin gelangl. Sie hatten die steife in einer Tonr gemacht, und sie war recht anstrengend gewesen. Änf den jnngen >l'openhagener wirkten die nenen Ulngebnngen i>n höchsten (^rade anregend. (5r fühlte sich glncklich, als er die Vagenräder nnier sich rollen hörte lind in Pfeilschneller ^ahrt nn erwarteten Mentenern entgegeneilen konnte. Demi diese Reise war kein gewöhnlicher Tonristenansf!»^. Noch hatte er keine Mnnng danon. woln'n die Falu't ging, vielleicht rnnd nm die Welt, vielleicht mit dem nächsten Znge in die Heimat ^nrnck. Anf Holger Werner übte die schnelle Aewe-gnng eine höchst verschiedene Wirknng ans. Meistens sas; er still in einer (5cke deo Abteils nnd starrte vor sich hin. Bisweilen konnte dann ein heiteres Lächeln m seinem Antlik anflenchten. Einen kürten Augenblick erwachte das Interesse bei ihm, während eine fieberhafte Nöte hier nnd da anf seinen zarten, weichen Wangen anstanchie. i^ber das Ziel der Neise hatte ev kein Wort gesprochen. Er schien es fast vergessen ')ii haben. Aber ebenso wie ihm frnher die Em'n-nV gefehlt hatte, sich in Pe-wegnng ,^n sehen, war er jetzt nicht imstande, Halt ,',n gebieten. Als sie m Berlin ankamen, hatte Hans Vos; den 5vrelMd daranf aufmerksam gemacht, das; ihre Fahrkarten hier ^u Ende gingen. „Da5 geni'igt auch fnr hente," antwortete Wer ncr.^ „Es ist schon spät geworden, und das Beste düvfw som, wenn wir geradeswegs ms Hotel scchron." füsstc ov sslcichaüliig ln,l,',n. Tie nahmen .'nie Droschke und svchr.ir in^ Zeniralhotcl Dort speisten sie. ohne >em Wort. miteinander ,'»n w^echseln. Werner gähnte das einemal nber dad andere und ä'ns;erte. das; er nnide sei. Es wnrden ihnen Mei nebeneinander liegende Zimmer angewiesen, und kanm eiin' Ttnnde später war der. (^utsbesiher iiu Belt und schlief fest und rnhig. Hanö Vos; sas; allein in dem gros;en, trob d, 3 Komforts nngemi'itlichen Hotelziinmer. ^n'r ihn w. v die pfeife Absinth gelvesen. Sie hatte ihn angeregt, sein Blnt in Wallung verseht und ihm Lnst eingeflößt, allcs )iene ^,u sehei^, das sich um ihn ent faltete. Oft, hatten seine (5'edant'en mit Wohlgefallen bci der Möglichkeit verweilt, das; es ihm einst vergönnt sein wurde, ,^u reisen und wenigstens einen Teil der Welt ,^n sehen. Iei;t, wo seine Reiselust befriedigt war, sollten ihm die nenen Eindrücke, die er in sich anfnehmen wollte, verschlossen bleiben. Statt sich dransien nach Herzenslust ,iu tummeln. mus;te er hier still im Zimmer bleiben, wie er es ,1U Hause auch tnn konnte. Aber er dnrfte den ^rennd nicht verlassen. Man wuf',te nicht, Nias geschehen konnte, nnd er war ja da^u da. um ihil ^l! hüten und,',u beUiachen. Anderseits war er aber doch kein >lindermäd cken! Eine gaiize Weile saf; er da lmd starrte in das elektrische Licht. Dann erhob er sich, öffnete leise die Tür ,',n dem Zimmer deb ^renndes und klin-gelte nach dem .^'llner. Es danerte nnr einen Ailgenblick, dann ,'>eig!e sich der dienende ^eist in der Tür. „Mbt es in der Nähe nicht oin Vergnügnngs-lokal, aus dem Sie mich. wenn sich hier et.wad ereignen sollte, jeden Angenblick abrufen können?" „Jawohl, wir baben ja hier im Hause deu Wintergarten." „Begreifen Si>e denn gar nicht, welchen l^e- fahren Sie ihn ansseken? Was kann einem so nilpraktischen Menschen, wie er ist, nicht alles ',n-stos;en. went« er ohne Kontrolle in die Welt hinans gesandt lr.ird." „Der Kandidat ist ja bei ihnl." „Na 5 nükt erc' Er ist gerade so nn erfahren wie Holger selbst. Es erscheint mir gan^ nnverant^ lvortli^li, das; man ihn so anf eigene Hand reisen läs;t. Am besten wäre e5. wenn wir versuchten, ilm zurückzuhalten." „Lassen Sie die jungen Lente nnr ihren eigenen V^'g gehen." sagte ^-ran Werner in ihrer eigen artigen lächelnde,, Weise. Eine halbe Stunde später lies; der l^nwbesitzer l^raae sein Pferd besatteln nnd ritt nach Hause. svran Werner sas; im Zinnner ihres Sohnes. Znm ersteninal seit vielen Jahren war es leer. Soll ten lichtere Zeiten ^irückkehren, sollte sein Bewohner doch noch einmal ein branchbarer Mensch wer^ den? Aber anf der Landstraße rollte der Landaner mit Holger Werner nnd Hans Vos; der Bahnstation M. Keiner von ihnen sagte ^,'in Wort, während die Räder unier ihnen vorwärts strebten. Der junge (Gutsbesitzer hatte die Beine anf den Rücksitz gelegt nnd sich beqnem ^nriickgelehiü, während die Zigarette ständig zwischen seinen Zähne» glühte. Wohin die Reise ging, abnte sein Begleiter nicht, nnd das war ja an nnd für sich anch gleichgültig. Die Hauptsache war, das; man in neue siegenden, nnd .^n neuen Eindrücken kam. die anregend nnd erfrischend auf die kranke Seele wirkten, die so viele Jahre wie eine Pflanze im Treibhans eingesperrt, gewesen war und jetzt durch eine plötzliche Lanne in Gottes freie frische Natur binmisgetrieben wurde, Pnnkt sieben Uhr hielten sie vor dem Bahi^ Hof. (Fortsetzung folgt.) 2aib acher Zeitung Nr. 254. 2359 5. November 1907. Meinung stets eine Nation von Dyspcptilcrn bleiben, weil alle Städter eine fast krankhafte Abneigung gegen das Gehen zeigen und sich sträuben, eine Treppe hinaufzusteigen. — (Humor des Auslandes.) Ein Spazier-gängcr wurde durch schaurige Schreie angelockt, die aus cinrm llcinen. nicht lvcit von der Landstraße gelegenen Hause kamen. Eilends dorthin lausend, entdeckte er, baß ein Neiner Knabe eine kleine Silbermünze verschluckt hatte und daß seine Mutter, die nicht wußte, was sir tun sollte, sich in dcr höchsten Aufregung befand. Der Fremde ergriff dcn kleinen Burschen bei den Füßen, hielt ihn hoch und schüttelte ihn ein paarmal, worauf die Münze bald auf dcn Fußboden fiel. „Well. Mister", sagte die dankerfüllte Mutter, „Sie verstanden das aber, das Geld herauszukriegen. Sind Sie Doktor?" — „Nein, Madame", entgegncte dcr Fremde, „ich bin Stcuerexelutor." — Hauptmann Fizzlc-lops hatte sich vor der schmerzlichen Notwendigkeit gesehen, seinem Sohne Johnny eine Züchtigung angedeihen zu lassen. Nach getaner Arbeit sprach er streng zu seinem Opfer: »Und nun sage mir, warum ich dich gezüchtigt habe?" — ..So ist's recht", schluchzte Johnny, „erst Prügelst du mich beinahe zu Tode, und dann weißt du nicht mal, warum du's getan hast." Lolal- und Provinzial-Nachrichten. Ans der Chronik der Adelsbcrger Groite. (Fortsetzung.) Zur Illustration, von welch großer finanzieller Bedeutung dieser Schritt des Grottenvorstchers war. möge angeführt werden, daß die Einnahmen des Grottenfestes am Pfingstmontage des Jahres 1863 1843 fl. betragen hatten, während die des Grottenfeftcs im Jahre 1804 schon auf ^466 fl. stiegen. Die Einnahmen des Grottenfestes im Dezennium 1865 bis 1875 variierten zwischen 1162 Gulden (Kriegsjahr 1866) und 5446 Gulden (Ausstellungsjahr ^873). sanken aber nie unter 3500 Gulden. Im Winter 1865/1866 wurde jener Teil der Grotte, die sich vom „Semmering" bis zum „Papagei" in einer Länge von 311 Meter ausdehnt, gangbar gemacht. Hiedurch wurde der bei Massenbesuchen hervortretenden Unzulömmlichlcit, daß für den Aufstieg auf den Kalvarie»' berg und für den Abgang die nämliche Route eingeschlagen werden mußte, vorgebeugt, anderseits aber auch einige auf dieser Linie vorkommende schöne Tropfsteingebildc, z. V. der Brillant, das Zelt, die Taube, dem Vesuck)e erschlossen, Gerade nachdem diese Neucrschlirßuüacn der Grotte zugänglich gemacht worden waren, passierte Ihre Majestät o!e Kaiserin Maria Anna auf ihrer Durchreise aus Italien Adelsberg und hielt hier drei Tage Rast. Diesen Anlaß benutzend, erlaubte sich der Grottcnchef der Kaiserin die alleruntertänigste Bitte vorzutragen, dic Adelsbcrger Groite mit Aslerhöchstihrem Besuche zu be-glücken und Allergnädigst genehmigen zu wollen, daß diese Neu erschlossene Grotlenpartic nach dem Namen Ihrer Majestät „Maria Anna-Grotte" benannt werde, Ihre Majestät willfahrte dieser Bitte und ließ gleichzeitig einen namhaften Vctrag für die Armen in Adelsberg dem Pfarrcx'chant einhändigen. Im gleichen Jahre (1866) wurde der Parallclwcg. der oberhalb zum Tanzsaale führt, durchbrochen und hicdurch die Möglichkeit geschaffen, die imposante Ausdehnung des ..Tangsaales" in der Grotte von der Anhöhe herab dcn Augen der Grottenbesucher imponierend vorzuführen. Welchen mächtigen Eindruck dcr hellerleuchtete, von Menschenwogen durchflutete Tanzsaal, insbesondere bei Grottcnfestlichlciten und bei Massenbesuchen, hervorruft, taun sich wohl nur der vorstellen, der wiederholt Gelegenheit hatte, diesen faszinierenden Anblick zu genießen. Der Verfasser dieses bescheidenen Chronil-Anszugcs hatte wiederholt das große Glück, bei Allerhöchsten und Höchsten Herrschaften, bei illustren Korporationen, Vereinen und hervorragenden Persönlichleiten als Führer und Interpret in diesem unterirdischen Zaubcrreiche zu fungieren, und tann mit Stolz behaupten, daß bei jedesmaligem Eintrittc in den Tanzsaal dcr unglaublich großartige Effekt rühmend und mit begeisterten Worten hervorgehoben wurde. Wenn nun den als großartiges Naturwunder unerreicht dastehenden, akustisch unübertroffenen Tanzsaal »och die klänge unserer herrlicheil Vollshymnen oder der heimischen Weisen — je nach der Nationalität der Besucher — durchfluten, oder wenn sich ungezählte tanzende Paare in voller Bewegungsfreiheit dem Eindrucke der auf sie einstürmenden Großartigkeit dieses Weltwunders hingeben. dann1>ann der Augenzeuge wohl nichts anderes beifügcn. als die Vcrse des romischen Dichters: „0!i5tUI)N0!'<^ mnn«"', !!>!>,>>! i»>u<' ol'l' I,!!!«!)!!!!!." Nie gcnng kann Dank gezollt werden dem damaligen Grottenchcf. der die glückliche Idee verwirklichte, dcn Zu-l'laug zum Tanzsaale von dcr Anhöhe herab zu eröffnen. Im gleichen Jahre noch begannen die Verhandlungen m«t einer Wiener Firma wegen Einführung der atmosphärisch«,, Gasbeleuchtung. Diese Verhandlungen zerschlu-^u sich j„y^ ^^ wcgci, der Kostcnfrage, teils aus sicher-heltspolizciliche» Nücksichlc». Die näheren Details hierüber s'»d durchaus nicht interessant. In dcn nach dem Kriegsjahre 186<> folgenden ruhigen Zeiten wurde wieder zu Herstellungen vor und innerhalb der Grotte geschritten. Die hölzernen Pfeiler und Geländer darin wurdeu durch eiserne ersetzt. Veleuchtungsprolx» niii Petroleum. Magnesium und rauchlosem bengalischen Fruer gemacht, vor der Grotte aber durch Wegräumung des Bergsturzes und durch Anschüttung ein großes, geräumiges Grot-tcnplateau geschaffen und mit Bäumen bepflanzt. Bei diesem Anlasse wurde auch der neue großartige Grottcneingang. von dessen Bestehe» früher niemand eine Ahnung hatte, aufgedeckt, ausgeräumt und mit einer eifernen Gittertür versehen. Hiedurch wurde insbesondere bei Massenbesuchen einem dringenden Bedürfnis abgeholfen und der Grotte auch von außen das dem Innern entsprechende großartige Gebilde gegeben-. Bei Erledigung der Grottenrcchnungen hat das Landcs-präsidium für die Grottenverwaltung überaus schmeichelhafte Erlässe hinausgegeben. lForlsekung wlcit.) ** Philharmonische Gesellschaft. Erster ssammrrmusilabei'd den 3. November 1907. Die Besuche dcr Kammermusilvorträge bilden ebenso wie die Philharmonischen Konzerte Glanzpunkte im Lai-bachcr schön entwickelten Musikleben. Naturgemäß ist jedoch der Kreis der Musikfreunde, die sich für Kammermusik interessieren, viel kleiner, als jener der nach Hunderten zählenden Orchcstcrcnthusiastcn und wir müsse» u»s zufriedenstellen, daß es dem Konzertmeister G e r st n e r und seinen wackeren Mitarbeitern geglückt ist!, durch Beharrlichkeit eine tleiue Gemeinde von treuen Anhängern heranzuziehen. Durch die unbestechliche Durchsichtigkeit der Kammer, musit. die nur gelingen läßt, was dxrch die innere Kraft des musikalischen Gedankens bestechen kann, bildet die Teilnahme für Kammermusik einen Prüfstein für die Gediegenheit des musikalischen Geschmackes des Publikums, das sich schließlich auch nach der Bekanntschaft mit den neuen Ctrö« mungen auf dem Gebiete der intimen Musil sehnt; das Neue bringt Schwung und Pulsschlag in das musikalische Leben. Für eine Erfrischung unseres Konzertwesens st»rgen nun in dieser Hinsicht nicht allein die Philharmonischen Konzerte, sondern auch die Kammermusilvorführungen. die fast in jedem Vortragsabend eine fesselnde Neuheit bieten, die gewiß größeren Wert besitzt, als die Produktion irgend einer auswärtigen Kunstlraft, die manchmal mehr Befremden als Genuß bietet. O erstncrs Kammermusilvereiniguua, brachtc nun in trefflicher Ausführung eine anregende Novität mit dem Klaviertrio <>>> 5 in 1)- des Komponisten Hermann Wolf-Ferrari. Der Komponist, der erst 31 Iah« zählt und gegenwärtig als Direktor des Konservatoriums zu Venedig tätig ist, gilt mit Recht als eine der vielversprechendsten musilalischen Begabungen seiner Nation. Seine Opern, insbesondere die vielgenannte Oper „Die neugierigen Frauen", lenkten die Aufmerksamkeit der musikalischen Welt auf den jungen Komponisten, der auch mit Erfolg das Gebiet der Kammermusik betreten hat. Sein Klavierquintctt op. 6 in ?)<'«-sw,- sowie das hier aufgeführte Klaviertrio haben sich im Konzertsaale rasch eingebürgert. Nach einmaligem Anhören und ohne Einsicht in die Partitur, müssen wir uns natürlich mit einer Schilderung des Eindruckes begnüge», den das Werk auf uns ausübte, die leinen Anspruch auf Genauigkeit erhebt. GZ trägt lein besonderes nationales Gepräge, bedient sich der Sprache des gebildeten Musilers und nähert sich am meiste» der dentschen Kunst, Das Trio nimmt im allgemeine» durch warme Melodik und lebensvolle Rhythmik wie überhaupt durch Klarheit und Festhalten an der Form ein, es ist ein frisches, ausdrucksvolles Werk. Schon der erste Sah imponiert durch Fülle und Geist in den Motive», dcr zweite durch lombi natorische Kraft der Verarbeitung. Das Larghetto bildet ein poetisch zartes Frage- und Antwortespiel mit einem edlen, warmempfundenen Thema. Wir begegnen da Klang-zusammensirllungcn von neuer und reizender Art. Der Schlußsah blendet durch eiueu brillanten Klaviersah, scheint aber i» der Erfindung und Durchführung hinter den anderen Sätzen zurückzustellen. Die Kammermusikvereinigung, welche durch die Herren Gerstncr und Zöhrer und ihr neues Mitglied, deu Eellolehrer Herr» Friedrich Rupprecht. den wohlgeratenen Sprößling aus der Taufe heben ließ. hat sich mit der Einfühlung dieser interessanten Novität ein entschiedenes Verdienst erworben, das um so höher zu bewerten ist, als die trefflichen, altbewährten Künstler nie vor das Publikum treten, ohne in der Veredlung und Intimität des Vertrages neue Fortschritte aufzuweisen. Dem echt männlichen, gesunden Ton des Konzertmeisters Gerstner schmiegte sich der volle, saftige Gesangston des Cellos angemessen an. und mit dem energischen, von brillanter Technil getragenen .Nlavicrspicle des Musikdirektors Zöhrer gab es ein lebensvolles Zusammenspiel von packender Klangfülle, das das Publikum zu rauschenden Beifallsbezeigungen zwang. Den Abend krönte Beethovens unsterblichcs Streichquartett <,>>. 74 in I'^'>-. bekannt als Harfenquartctt wegen seinen Arpcggiofigurcn, womit die Violine» das von Viola nnd Cello gebrachte Motiv am Schlüsse des ersten Allcgrosatzcs umspielen. In rincr geistvollen Besprechung über Beethovens Streichquartette bemerkt Wilhelm Moulc — München: „Schon durch die Tonart ist diesem Quartett ein heroischer Charakter gegeben, welcher im ersten wie ini Scherzosatze festgehalten wird, während mit dem herrlicheil Adagio im weichen ^',-. verschiedenen Stellungen gegen das Licht betrachtet, ihre Farbe ändert. Sie ist. in zwei Felder geteilt; das eine enthält ein rosenrotes Mitteloval, das dann in die vier genannten Farben iibergleitet. In diesem Oval ist mit Lichtdruck die Benennung der Note aufgedruckt. Die Serienziffern ersck?cinen rot. Das rechte kleinere Feld führt einen kunstvoll ausgeführten Frauenlopf, der von einem Wellen-und Strichrahmen umgeben ist. Der Kopf wird sowohl im österreichischen als im ungarischen Text der Noten auf der rechten Seite situiert und für beide Texte derselbe sein, während bisher jede Seite einen anderen Frauenlopf hatte. " (Kindergarten in U n t e r - 3 i 3 l a,) Die provisorische Lehrerin in Unter-KMa Fräulein Vera Vcn -cajz wurde zur Leiterin des Privat-Kindcrgartens des Vereines „Gute Hausfrau" in Unter-5i5ka ernannt. —>'. — (Ve re in s we fc n.) Das t. l. Landespräsidium für Krain hat die Vildung des Vereines „?i-n»wvc)^no Sll^Nnn dru«tvn v Noü «-,'kvi" mit dem Sitze in Weiß-lirchen im Vezirlc Nuoolfswert zur Kenntnis genommen, -c>. — (Vor trag,) Heute findet im evangelischen Gc meindesaal, Maria Theresia-Straße 9, ein Vortrag über das Thema „Wilhelm SteinlMlsen, ein deutscher Künstler" statt. Der nächste Vortrag wirb Sonntag, den 10. d. M., bei freiem Gintritt in der Glashalle des Kasino veranstaltet werden. Hiebei gelangen 41 Lichtbilder von Rembrandts Werken zur Vorführung. — (Der Vollsbildungsvcrein „A kade-m i j a") in Laibach hielt am Samstag abends im Hotel „Ilirija" seine diesjährige ordentlich« Generalversammlung ab, zu welcher sich auch mehrere auswärtige Mitglieder eingefunden hatten. Der Vorsitzende. Herr Dr. Ravnihar, hob in einer längeren Ansprache hervor, daß der Verein in den breiten Schichten des slovenischcn Volles leider nicht jenes Interesse gefunden habe, welches angesichts seiner schönen Ausgabe erwartet werden durfte; immerhin tonne der Verein auf seine bisherige Tätigkeit mit Befriedigung zurückblicken. In Laibach sowohl als auch auswärts wurde eine Reihe von Vorträgen abgehalten, welche zumeist gut besucht waren und somit ihren Zweck vollkommen erfüllten. Einem besonderen Interesse begegneten die von kroatischen Uui-versitätsprofessoren abgehaltenen Vortrage in Laibach, für deren Zustandekommen sich insbesondere Herr Prof. Dr. Ilc-3iö große Verdienste erworben habe. — Vercinssctretär Herr Dr. Lonc-ar warf in seinem eingehenden Berichte zunächst einen Rückblick auf die bisherige dreijährige Tätigkeit des Vereines. Es wurden insgesamt 117 Vortrage abgehalten, znmcist in Krain, dann aber auch in Steicrmarl und im Küstenlande, in welchen zumeist naturhistorische, juridische, soziale, literarische und geschichtliche Themata behandelt wurden. Mit Unterstützung der Stadtgcmeinde Laibach und des Bürgermeisters Hribar wurde im Vereln« mit der „Prosveta" und dem Laibacher „Solol" eine öffentliche Bibliothek und Lesehalle in Laibach ins Leben gerufen und hiedurch ein bedeutsamer Schritt nach vorwärts auj dem Gebiete der Volksbildung getan. Netreffend das Programm für die nächste Zukunft sollen die Universitäts-vorträge der kroatischen Professoren womöglich als abge> schlossener Zyklus fortgesetzt und in allen größeren Orten des slovenischen Sprachgebietes Vortrage heimischer Kräfte veranstaltet werden. Die Tätigkeit des Vereines soll künftig auch durch Veranstaltung von Analphabeten- und VildungZ-lursen eine Erweiterung erfahren und der Errichtung von öffentlichen Lesehallen besondere Aufmerksamkeit gewidmn werden. Zu diesem Zwecke muß eine Konzentrierung allcr Bildungsvereine angestrebt werden, Der Bericht wurde genehmigend zur Kenntnis genommen und der neuzuwählende Vereinsausschuß beauftragt, das aufgestellte Programm nach Tunlichleit zu realisieren. — In den Vereinsciusschuß wurden pc^ -leaiainntiouom gewählt die Herren: Advokat Dr. Navnihar (Präsident), tais. Nat Prof. Franke (Vizepräsident), Prof. K enda (Sekretär), praktischer Arzt Dr. Dem 5 ar (Kassier), Prof. Dr. P e st o t n i l (Bibliothekar), Dr. Gro3elj, Dr. Lon5ar. N. Pusto-slem^ek. Dr. Stojc und Ingenieur Turk als Ausschußmitglieder; I, Lajovic. Prof. Dr. Merhar und Prof. Reisner als Stellvertreter. Zu Nechnungs-rcvisoren wurden die Herren Fr. Gärtner. Dr. K r e -del und Dr. T i 5 a r bestellt. — (Von der Erdbebenwarte.) Am 2. und 3. November verzeichneten die empfindlichsten Instrumente nnserer Warte zwei Fernbeben. Die Aufzeichnungen des ersten Bebens begannen um 11 Uhr 16 Minuten nachts, erreichten um 11 Uhr 41 Minuten das Maximum von 8 Millimetern und erloschen nach Mitternacht. Diese Aufzeichnung entspricht einem heftigen Erdstoß, der in Samarkand verspürt wurde (vergl. Telegramme der „Laibacher Zeitung" Nr. 2-^ vom 4. November). Das zweite Beben wurde >n der Nacht vom !'., auf den 4. d. M. registriert. Beginn 9 Uhr 10 Minuten abends. Maximum von. 2 Millimetern um 10 Uhr 4 Minuten, Ende gegen 1 Uhr nachts. Der Herd dürfte 15.000 Kilometer entfernt sein. In Padua wurde der Beginn dieses Bebens ebenfalls um 9 Uhr 10 Minuten abends verzeichnet. li. — (Famil ie nabe nd.) Der Laibacher Deutsche Turnverein veranstaltet Samstag, den 9. d. M,, um 8 Uhr abends in der Kasino-Glashalle einen Familienabend mit folgender Ordnung: 1.) Max Gulbins: Dem Vaterlande (Gedicht von Ernest Moritz Arndt). Chor mit Klavierbegleitung, 2.) Theodor Podbertsty: Friedrich Rotbart (Gedicht von Gmanuel Geibel), Ballade für Chor mit Klavierbegleitung. 3.) Turnen am Barren. 4.) Karl Lafite: Sankt Michel (Gedicht von Ottolar Kernstock). Chor. 5.) Franz Wagner: Dorfreigen (Gedicht von Rudolf Baumbach), Chor. 6.) Turnen (Stuhlgruppen). 7.) Stcirische Volkslieder: l>) „Da Hahnbfalz". d) „Der steirische Nullaza", Satz von Josef Pommer. c-) „Mit'n Fcstzamdrahten". Satz von I, N. Fuchs. In den ZwisckM Pausen Streichmusik. 8) Tanzlränzchen. Die Chöre werden von der Sängerrunde des Vereines gesungen. — Eintritt 1 X, Familienlartcn (3 Personen) 2 lv. — (Himon li rc,z? o rö i öovn i'a v n « ivni'ixnion in 5itu1lii«ü v I.)'u !) 1 ^'n n i.) Die öffentliche Lesehalle wurde in der vergangenen Woche, d. i. vom 26. Oktober bis 4. November, von 559 Lesern besucht. Die durchschnittliche Frequenz betrug also 80 Personen pro Tag. " (Ein gefährlicher Stiefsohn,) Der allgemein als gewalttätig bekannte Vagant Anton Pengov erschien gestern früh im Hause Nr, 26 in Hradetzlydorf, wo sein, Stiefvater wohnt. Zuerst warf er eine dort wohnhafte 86jährige Frau zu Boden und trat sie mit Füßen, dann zertrümmerte er in der Wohnung seines Stiefvaters verschiedenes Küchengeschirr und bedrohte seine Angehörigen, einen Ziegel in der Hand haltend, mit dem Erschlagen. Als ein Sicherheitswachmann erschien, ergriff der Gauner die Flucht auf den Golovcc. " (Industrielles.) Ueber Ansuchen der Firma I. D. Riedel. Aktiengesellschaft in Berlin, findet am 12. d. um halb 10 Uhr vormittags die Kollaudierung der zum Betriebe fertiggestellten Antimonhütte in Islack-Gallenegg durch einen Staatsbau- und einen Maschinentechniter der l, l. Landesregierung für Krain statt. —r. — (Der k. t. Bezirksschulrat in Krain-bürg) hiclt am 29, v, M. unter dem Vorsitze des l, l, BezirlZlommissärs Baron Schlosser eine Sitzung ab. Auf längere Zeit wurden beurlaubt Lutas Knific, Lehrer in Trstenil; Slavlo Flis, Lehrer in Vischoflack; Andreas Kmet, Oberlehrer in Zirllach. und Julie Iallis'-, Lehrerin in Bcsnica, Zu ihrer Supftlicrung wurden folgende geprüfte Lehramtstandioatinnen berufen: Johanna L ogar für Trstenik. Johanna Valenöiö für VifchoflaS, Franjica Bedenk für Zirklach und Karoline Znpan5i5 für Vcsnica, — An der Voltsschule in Neumarltl wurde eine Parallelklasse kreiert und mit der UnterrickMerleilung darin die Volontärin Marica Icle-n e c betraut, — An der Schule zu Pölland wurde wegen epidemisch aufgetretener Diphtheritis am 22. Oktober l. I, der Unterricht eingestellt. — Franz Ivanc, Lehrer in Kramburg, erhielt einen fünftägigen Urlaub, um sich an der am 2. und 3. November l. I. zu Wien tagenden Versammlung der Vertreter aller Lehrervereine Oesterreichs beteiligen zu können. — Für die einklasstgen Volksschulen in Vulov^ica und Gori5e sowie für die zweitlassige Volt->-schnle in Mavc^e wird die Herstellung von neuen Schulbauten bewilligt. — Behufs Besetzung der Oberlehrerstelle in Predoslje bei Krainburg wird der Ternovorschlag gefaßt. Da sich für die Lehrstelle in Nischoflack kein definitiver Bittsteller gemeldet, wurde sie dem provisorischen Lehrer Rudolf Gaöperin weiter belassen. — Eiuige Gesuche um Geldunterstützungen wurden befürwortet an den l. l. Landesschulrat abgetreten. ^ Zur Beförderung in die nächst-höhere Gehalisllasse wnrden vorgeschlagen: Slavto Flis, Lehrer in Vischoflack; Franz Nojina, Oberlehrer in St. Martin bei Krainburg: Leopold Ferjan, Schulleiter in Ol^evel; Iadwiga Schwickert-Lehmann, Lehrerin in Neumarltl; Alois Novak, Lehrer in Krainburg; Eugenie Pa dar. Lehrerin in Pölland ob Bischoflas, und Anton Mahlota, Schulleiter in Vollo. — Für dir Erteilung des Unterrichtes an der Exturrendoschule in Podblica bei Vesnica wird eine höhere Remuneration vorgeschlagen. — Dem Gesuche der Dorfbewohner von Golnil um Einschulung ihrer Kinder nach Gori<"-e, das nur zwei Kilometer entfernt ist, statt nach Kri/.e, wohin der Weg 4 Kilometer beträgt, kann erst dann Folge' gegeben werden, wenn in Gori^c das neugeplante Schulhaus fertiggestellt sein wird, denn in das jetzige Schulhaus zu Gori5e kann wegen Uebcrfüllung lein Kind mehr aufgenommen werden. — Zum Qrtsschulinspeltor in Sclcc wird der dortige Bürgermeister Franz Km id ernannt. — Dem Lehrer Alois Novak in Krainburg wird die erste, dem Lehrer Johann ^ tupica in Draxgo^e die dritte Dienstalters-zulage zuerkannt, — Da die jetzige dritte Klasse an der Knabenvollsschule in Nischoflack 104 Kinder zählt, wird die Kreierung einer Parallelklasse bewilligt, — Die Inspektions- berichte des k. k. Nezrrt-schulinspcitors Ferdinand Kalin -g e r über die innere Mädchenvollsschule im Ursulinerinnen» lonvent in Vischoflack sowie über die Volksschulen in Santt Martin bei Krainburg und Zabnica bei Bischoflack werden zur Kenntnis genommen. —^. — (Der Turnverein Solol in Idria) Hai anläßlich der im Oktober l. I. stattgehabten Feier seines zehnjährigen Bestandes Herrn Jan Gruden, Großgrundbesitzer und Großhändler in Ieliöni Vrh bei Idria, welcher seit der Gründung des Vereines die Ehrenstelle eines Sta-rosia bekleidet, zum Ehrenmitgliede ernannt, —«>. " (Sanitäres.) In der Ortschaft Lola, politischer Vezirk Tschernembl, ist eine 17jährige Frauensperson an Typhus, in der Ortschaft Dolenje, Gemeinde Planina, politischer Bezirk Adelsberg, acht Kinder an Scharlach erkrankt. In den Ortschaften Rob. Gradi^e. Osredek und Groß-Osolnil. Gemeinde Rob. politischer Bezirk Gottsckee. ist die Diphtheritis epidemisch aufgetreten. Bisher sind daran 13 Kinder erkrankt; hievon sind 8 gestorben, 2 genesen und 8 verblieben noch in ärztlicher Behandlung. — Ferner ist in den Ortschaften Ma5ji Dol und Dolga Njioa, Gemeinde Großlack, politischer Bezirk Rudolfswert, die Ruhr epidemisch aufgetreten. Bisher sind 9 Personen erkrankt, hievon sind 4 Kinder gestorben, 3 Kinder und 2 Frauen blieben noch in ärztlicher Behandlung, Die Entstehungsursache der letzterwähnten Krankheit ist auf verunreinigtes Trintwasser hinzuführen, nachdem aus der Quelle, aus ivelcher 1>as Trintwasser geschöpft wird. in unmittelbarer Nähe die Wäsche von den OrtZinsasscn gewaschen und das Vieh getränkt wird. Behufs Hintanhaltung der Krankheiten wnrden sanitätspolizeiliche Maßregeln getroffen. —r. — (Tierquälere i.) Man schreibt uns aus Gott-schee: Der bei der Firma Fratelli Tamburlini bedienstete Knecht Eduard Vartol wurde am 28. v. M.. als er Pferde vom Beschlagen nach Hause führte, von einem derselben mit dem Hufe derart getroffen, daß er eine gräßliche Verletzung erlitt. Der ganze Untertiefer wurde ihm zertrümmert, so daß er nur noch lose hielt, die rechte Backe hing in Fetzen herab und die Zähne fielen heraus. Er stürzte bewußtlos zusammen und wurde ins hiesige Spital überführt, wo er sich gegenwärtig in der Behandlung des Herrn Dr, O. Schreyer befindet. An feinem Aufkommen wird gezweifelt; unter allen Umständen wird der Hufschlag fürchterliche Entstellungen zurücklassen, Nartol genoß den Ruf. rücksichtslos mit den Pferden umzugehen, sie über ihre Kräfte zu beladen und unmenschlich zu quälen, was wiederholt seine Entlassung aus früheren Diensten zur Folge hatte. Auch im letzten Falle hat er das Pferd ohne jede Ursache durch Schläge gereizt und dafür einen Denkzettel erhalten, den er sich, wenn er am Leben bleibt, wohl merken wird. " (Von der T r a s sie r u n g s a b t c i l u n g Nudolfswert.) Herr Theodor Opitz. Tiwlar-Ober-inspeltor der l. l. Österreichischen Staatsbahnen und Leiter der l. l. Eisenbahnbauleitung Aßling, wurde zum Vorstände der k. k. Trassierungsabteilung Rudolfswert ernannt. — Aus Dienstesrücksichten wurden versetzt die Herren Ernest Afl. Vauoberkommissär. Georg Stingl. Bauobertom-missär. Josef Tomandl, Offizial. und Rudolf Franz, Vlluadjuntt der Oesterreichischen Staatsbahncn, sämtliche der Eisenbahnbauleitung Aßling, zur Trassierungsabteilung Nudolfswert. ' —i-. — (Vom Frauenspital in R u d o l f s we r t.) Dir Vertretung des Sanitcttsdistriktes Rudolfswert hat in ihrer Sitzung am 28. v. M, Herrn Ludwig Kal5i<" in Rnoolfswerl zum Verwalter des Kaiserin Elisabeth-Frauen-spitales dortselbst ernannt. Um sich für diesen Dienst die nötigen Kenntnisse anzueignen, begibt sich Herr KalÄ6 in die Praxis ins Liuzer Spital. — (Konferenz der österreichischen F re mden ve r le h r sve rdänbe.) Am 30. Oktober versammelten sich die Delegierten der österreichischen Landesverbände für Fremdenverkehr zu einer Zentraltonferenz.-sitzung im niederösterreichischen Landhause in Wien. Von feiten des Ministeriums des Innern war Sektionsrat Dr. Georg Pockels, von selten des Handelsministeriums Sek-tionZrat Dr. R. Schindler erschienen. Der Verband für Krain war durch den Vizepräsidenten Dr. Krisper und durch den Sekretär Dr. Märn vertreten. Den Vorsitz führte im Sinne der für die Konferenz festgesetzten Normen der Präsident des tirolischen Landesverbandes, kaiserlicher Rat Dr. Kofler. Den Hauptgegenstand der Verhandlungen bildete die Stellungnahme der Landesverbände zur Frage der Gebäudcsteuer-Reform, Es wurde eine Dringlichleits-Pctition an das Ministerrats-Präsidium und das Finanzministerium sowie an das Abgeordnetenhaus beschlossen. Die Vorschläge der Landesverbände gipfeln in folgenden Wünschen: 1.) Allgemeine Ermäßigung der Hauszinssteuer und Forderung einer Konventierung derselben auf längere Zeit (zirka 20 Jahre). 2.) Forderung nach höheren Abschreibungen für alle Objekte, die dem Fremdenverkehr dienen und die infolgedessen einer größeren Abnützung unterliegen, 3.) Begünstigungen bei Adaptiernn-gen und bei Mu- und Zubauten. 4.) Gewährung der den FabrikZ- und industriellen Unternehmungen eingeräumten Begünstigung an die Hotels. 5.) Ausdehnung der Steue» Laibacher Zeitung Nr. 254. 2361 5. November 1907. freiheit über die bisherige Grenze bis zur Erzielung eines Ertragnisses. 6.) Genehmigung von Umlagefreiheit an gewisse Hotelunternehmungen in Gegenden, wo bisher leine Hotels bestanden haben. Die" anwesenden Reichsratsabge-ordneten erklärten, sich für die Wünsche der Fremdender lehrsverbände mit aller Kraft einsehen zu wollen. Es folgte die Erörterung einer Neihe von Uebelständen im österreichischen Eisenbahnwesen, die geeignet erscheinen, den Fremdenverkehr ungünstig zu beeinflussen. Die Zentralkonferenz beschloß die Ueberreichung einer energischen Gingabe an die Regierung mit der Vitte um schleunige Aufhebung des Paßzwanges in den russischen Grenzstationen, Ein vom Tiroler Verband gestellter Antrag, gegen das bestehende System der finanziellen Sicherstcllung der Telephonanlagen Stellung zu nehmen, fand allseitige Unterstützung. Es wurde speziell darauf hingewiesen, daß auf jene Telephonbctriebe, die den Interessen des Fremdenverkehrs dienen, nicht jen^ harten Bestimmungen bezüglich der finanziellen Sicherstellung angewendet werden mögen wie für andere Telephonanlagen. Einen eigenen Punkt der Tagesordnung bildet die Frage der Regelung der Amtsstunden der für den Fremdenverkehr in Vetracht kommenden Aemter nach den Bedürfnissen desselben. Seitens der Delegierten aus den Alpenländcrn wurde Beschwerde darüber geführt, daß die Amtsstunden bei den Landpostämtern auch während der Touristcnzeit so unpraktisch als möglich festgesetzt sind. Das gleiche gelte von den Zollämtern. Die Abschaffung dieser Uebelstände wurde von der Konferenz entschieden gefordert. Nach Beratung eines Antrages des böhmischen Landesverbandes betreffs Regelung der Fremdenverkehrsstatistil wurden die den ganzen Tag geführten Verhandlungen vom Präsidenten Dr. Kofler mit warmen Danlesworten an die Vertreter der Ministerien und an die versammelten Delegierten geschlossen. — (K. k. Postsparkass e.) Im Monate Oktober betrugen in Krain die Einlagen im Sparverlchre 92.333 X 48 ii. im Schesverlehre 6,703.770 X 25 Ii, die Rückzahlungen im Sparberkehre 94.807 X 22 1l, im Scheclderlehre 3.663,543 X 94 Ii. " (Zugelaufen) ist zum Herrn Mencinger am Vurgftlatze Nr. 3 ein brauner, langhaariger Hund mit einer fremden Mark?. Theater, Kunst und Literatur. ** (D eu t sch e V ü hne.) Die deutsche Bühne brachte Samstag die von allen Qperettenfreunden sehnsüchtig erwartete Neuheit „Ein Walzertraum" von Oskar Strauß zur ersten Aufführung, und man brauchte weder Textbuch, noch Musik zu kennen, um den Erfolg voraussagen zu können. Die Ankündigung einer Novität, die in Wien 200mal „en suite" aufgeführt wurde, wirkt wie ein paar Liter in den Zuschauerraum gestrahlten Sauerstoffes. Das Licht schien lebhafter zu leuchten und die fröhliche, erwartungsvolle Stimmung sagte das leichte Rauschen des Lorbeer-Wäldchens voraus. Die Musik zeugt von den Vorzügen des aufstrebenden Talents Oskar Strauß', der sich nicht nur durch seine entzückenden Ueberbrctteltompositionen, sondern auch auf ernsterem Gebiete einen Mmen von Klang zu erringen wußte. Wie er auf die bunte Bühne durch seine feine Kunst reformierend wirkte, glückte es ihm auch, neue reizende, und wahrhaft künstlerische Wirlungen in der Operette zu erzielen, und wir können tatsächlich bei Strauß von einer Stilisierung der Operette sprechen, die ihr Schwergewicht auf eine interessante, geistreiche Orchestersprache, auf einen sorgsamen, charalteristischenStimmsatz, auf einen feinen Konversationston der Singstimmen legt. Der Komponist kennt gründlich die großen und kleinen Techniken orchestraler Kunst- nur ein geistvoller Kopf vermag die Farben so geschickt zu mischen^ und selbst innerhalb der Schablone Reizvolles zu bringen, kurz, er weiß mehr als holde Weisen aus schönen Tagen, er weih auch etwas Neues zu sagen. Zärtlich neigt sich der Komponist zu den Geigen, um sie zu zartem Kosen und Scherzen zu dämpfen, sie in den Stil graziösen Tanzschrittes hineinzuzwingen und hebt sich dann wieder triumphierend zu ganzer Größe empor, wenn es ein kräftiges, siegreiches Aufjauchzen des Orchesters gilt, oder wenn es sich nach kleinen, scherzhaften Spielereien einen echten, wienerischen Schwung gibt. Ja der wienerische Schwung beherrscht trotz aller schmachtenden Süßlichleiten die Operette. Oskar Strauß weiß den Walzer poetisch zu beseelen und zu selbständiger musikalischer Schönheit zu erheben. Dabei versteht er Maß in der Würze zu halten, wo sich falsches Pathos einzuschmuggeln droht, bricht rasch Wiener Schwung in leicht beschwingten Tonweisen, die Verschleppung auf fremdes Gebiet. Wir wollen nicht leugnen, daß die einschmeichelnden Melodien, süßen Walzer und Tanzweisen einen gewissen, bekannten Familienzug aufweisen. Nun Wir kennen ihn. aber er ist uns immer wieder neu und willkommen, gerade so willkommen, wie uns gute, alte, liebe Freunde willkommen sind. Ueber das Libretto der Herren Dörmann und Iacobson können wir uns kurz fassen. Norddeutscher Unbcholfenhcit wird Wiener Feschheit und Schneidigleit entgegenstellt. Es ist ein trivialer Dverettentext, der auch vor Gewagtheiten nicht zurückschrickt, Zwei nach dem „Simplicissimus" konstruierte urdrollige Figuren bewirken mit ihren Späßen und närrischen Situa- tionen krampfhafte Zwcrchfellsbcwegungen. — Die Aufführung der Novität war gewissenhaft vorbereitet, es lag in ihr Stimmung und Laune. Die mitwirkenden Kräfte gaben gerne und voll, was ihre heitere Kunst in Gesang und Spiel zu geben vermochte. Ein besonderes Wort des Lobes sei vor allem den tüchtigen Musikern der Militärkapelle gewidmet, die so vielseitig in Anspruch genommen, auch das Theaterorchester besorgen. Der Schwerpunkt der Operette liegt, wie bereits erwähnt, zum größten Teile im Orchester und dadurch erwächst demselben eine sehr heikle Aufgabe, die es unter der temperamentvollen Leitung des Kapellmeisters Herrn Schmidt wirkungsvoll löste. Im Vorspiele ließen sich allerdings noch feinere Schattierungen anbringen, der Ucbergang vom Sentimentalen ins Ucbermütige wäre stärker zu betonen und durch Cäsuren. die nicht zu Luftpausen zu werden brauchen, auZeinanderzuhaltcn. Diese Musik erfordert Phrasierung, damit ihr Charakter hervortrete. Einer besonderen sorgfältigen Ausführung erfreut sich der Violinsatz und der Konzertmeister des Orchesters brachte die obligaten Solostellen und das Geigensolo im Schlußalte sehr hübsch zur Geltung. Herr Schmidt hatte sich auch um das sorgfältige Einstudieren der Chöre verdient gemacht. Freilich scheiterte sein Bemühen Zum Teile, namentlich aber bei den u enpolla-Chören, an dem ungenügenden Stimm-materiale. Gesungen und gespielt wurde sehr brav. Herr Grasselly charakterisierte den Wiener Leutnant und Prinzgemahl mit gemütlicher, treuherziger Natürlichkeit und wußte auch den gesanglichen Teil mit Geschmack zur Geltung zu bringen. Herr Hermann ward seiner nicht bedeutenden Aufgabe als guter Kamerad in jeder Weise gerecht. Die köstliche Figur des Serenissimus fand durch Hcrru Walter in Maske und Spiel einen famosen Vertreter. Er spielte immer im Stil, mit Maß, aber urdrollig, wirl-samliäftig, ohne Purzelbäume zu schlagen. Herr Steiner war sein würdiger Partner, der ebenfalls mit vollem Erfolge für die Erheiterung des Publikums sorgte. Den heiteren Rahmen ergänzten die Herren Mahr, der sich um die geschmackvolle und geschickte Spielleitung verdient machte und Nedl in kleineren Rollen. Fräulein Seldcrn war als Erbprinzessin elegant und von gewinnender Erscheinung und sührte ihre hübschen Gefangsnummern mit angenehmer Stimme und anmutigem Vortrage zu schönem Erfolge. Im Spiele zeigte sie sich allerdings gar zu zurückhaltend, etwas mehr Temperament wäre wohl angezeigt. Fesch, lustig, schneidig gab Fräulein K u r t die Dirigentin einer Damen-lapclle. Sie versteht die .Kunst auf natürliche Art übermütig zu sein, ohne in maniriertc Uebertreibungen zu verfallen. Frau Urban sagt zwar die Rolle der Obeisthofmeisterin gesanglich nicht ganz zu, aber sie führte sie tüchtig und mit guter Wirkung ohne Zuhilfenahme von Mätzchen durch. Die Tschinellcnfifi wurde von Fräulein Albin recht resolut gespielt. Es gab lebhaften Beifall und viele Hervorrufe für die Solisten. .1. — (X 0 1 « <1 n r I) i' i! /.!) o 8 v. (ü i r i 1 u in No to da.) Der alljährlich wiederkehrende Kalender des Cyrill- und Methodvcreincs bringt für das Jahr 1908 nebst dem Kalendarium einen sympathisch geschriebenen Aufsatz über Monsignore Zupan (mit Porträt), ein Gedicht an Gregors von A, Medved, die stimmungsvolle Skizze „In der Frühlingsnacht" von Fr. X. Me5ko sowie das Gedicht „Des Kranken Osterlied" und die Plauderei „Ein Weg mit Hindernissen" vom gleichem Verfasser, ein Gedicht von Gregor Ac" an Laibach, die eindrucksvolle Erzählung „Für die heimatliche Scholle" von Fr, S. Fin 5 gar, einen Artikel über die Slovenen in Venetien und praktische Ratschläge über das Wesen einer Musterortsgruppe von Dr. Gregor S e r j a v. Hieran schließt sich der Anzeiger des Cyrill- und Methodvereincs (Bericht über die letzte Hauptversammlung, Verzeichnis der Vereinsfilialen :c.). — Preis 1 X 20 k. Geschiistszeitung. — (Aviso.) Die Heeresverwaltung lauft nach kaufmännischer Usance ab Militärverpflegsmagazin Marburg 200 Kubikmeter hartes, Cilli 500 Kubikmeter hartes, Trieft 1000 Kubikmeter hartes, Klagenfurt 1500 weiches, Laibach 800 Kubikmeter hartes und Görz 1300 hartes Brennholz, magazinsmäßiger Qualität. Die bezüglichen Sicher-stellungsverhandlungen finden bei den genannten Militär-verpflegsmagazin statt, und zwar: in Marburg am 15., für Marburg und Cilli, in Trieft am 19., in Klagenfurt am 21., in Laibach am 25. und in Görz am 28. November. Die gestempelten Verlaufsanträge haben bis längstens 10 Uhr vormittags bei den bezeichneten Verhandlungs stellen einzulangen, bei welchen auch die näheren Bedingungen aus den dort zur Ginsichtnahme aufliegenden vollinhaltlichen Einkaufsavisos und Usanceheften entnommen werden können. Telegramme des k. k. Tclcgraplicn-Oorrcspondenz-Bureaus. Bill ach, 4. November. Die hiesige StaatZbahn bireltion veröffentlicht folgende Mitteilung: Der heutige aus Erzwagen bestehende Glltcrzug Nr. 1965 a ist oberhalb der Station Glaslbremsc der Zahnradbahn Eisenerz-Vor-dcrnberg über den Damm gestürzt. Der Lokomotivführer wurde anscheinend leicht, der Heizer schwer verletzt. Die Ursache ist derzeit noch unbekannt. Eine Untersuchung ist im Gange. Vudapest, 4. November, Ein ungarisches Moniags-blatt veröffentlicht eine Unterredung mit dem Honvcdminisicr FZM. v. Iekelfalussy über die Erhöhung der Offiziers-gagen. Das ungarische Tclcgraphen-Korrcspondenzburcau wird von kompetenter Stelle zu der Erklärung ermächtigt, daß der Honvedminister die in diesem Interview enthaltenen Ausführungen nicht getan habe und daß diese apokryph seien. München, 4. November. Finanzminister v. Pfaff gab heute in der Abgeordnetenkammer auf eine Anfrage des Abg. Giehrl (Zentrum) über das Befinden des Königs Otto folgende Erklärung ab: „In meiner Eigenschaft als Mitglied der Administration des Privatvcrmögens des .Königs habe ich vielfach Gelegenheit, den König zu sehen. Ich kann daher sowohl auf Grund eigener Wahrnehmung wie auch auf Grund der Gutachten von Sachverständigen mitteilen, daß weder im geistigen noch im körperlichen Befinden des Königs irgend eine Aenderung eingetreten ist und daß die Gerüchte, die in der letzten Zeit die Presse beschäftigten, vollkommen grundlos sind." Neapel, 4. November. Während heute nachmittag auf dem Molo „N'uova Immacolatella" die Aushebnng für die Marine vorgenommen wurde, brach infolge des großen Andranges der Auszuhebenden ein Pfeiler einer Treppe zusammen. Etwa 60 Personen stürzten in die Tiefe, wobei 15, darunter 2 schwer, verletzt wurden. Petersburg, 4. November. (Meldung der Petersburger Telegraphen-Agentur.) Nach den bis 7 Uhr abends vorliegenden Meldungen sind 417 Dumaabgeordnete gewählt, davon 195 Mitglieder der Rechten und Monarchisten, 124 Oltobristen und Gemäßigte, 4 Mitglieder der Partei der friedlichen Erneuerung, 35 Kadetten, 14 polnische Nationalisten, 6 Mohammedaner, 11 Sozialdcmolraten, 6 Mitglieder der Linken und 2 Wilde. Verstorbene. Am I. November. Amalia Wisiak, Oberlehrcrsgattin, 76 I., Sallocherstraße 15, IU:nÄ8mu8 «omlis. — Anna Se» tina, Arbeitersgattin, 43 I., Martinsstraßc 14, 'I'udorelii. pulm. Am 2. November. Angela Eerm?, Kondukteurslochter, !) Mon., Nminilargassc 1^, lironcliit,!» eupill. - Luigi Chia-raluuzi, Taglöhuer, :>3 I., Polanaoamm üll, Herzlähmnng. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehöhe 306 2 m. Mittl. Luftdruck 736 U mm. k u W ft Wwd ^W^, ^ . ii U. N. 738 6 7 3 NO^starl" heiter *' 9 U.M. 741 9 2 6 NO. mäßig 5.1 7 Ü. F. ?42 4j-0'6j » » > 0 0 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur 5-2", Nor» male 6-4°. Monatsübersicht. Der verflossene Monat Oktober war sehr wann, aber dafür auch sehr naß. — Die Beobachtungen an» Thermometer liefern durchschnittlich in Celsinsgraden: Um 7 Uhr früh 111', um 2 Uhr nachmittags 1« 5 °, um !^ Uhr abends 13-l", so das; die mittlere Lufttemperatur des Monates 13 6" beträgt, um 3' 2° über dem Normale. Maximum ^17" am U,, Minimum tt'7° am 12. — Die Vcobachtungen am Barometer ergeben 735-3 mm als mittleren Luftdruck des Monates, um 0? mm unter dem Normale; Marimum 743-ii am 12. früh, Minimum ?2«-0 am 17. abends. -^ Nasse Tage gab es 19 und es sielen 335-1 mm Regen, wovon auf den 4. allein 82'7 mm entfallen. — Gewitter hatten wir an 5, Nebel an 9 Tagen. Fortdauernde südwestliche Luftströ» mungeil brachten viel Wärme mit sich, das Tngesmittcl der Temperatur stand immer ohne Ausnahme hoch über dem Normale. Es herrschte meistens große Schwüle und verursachte oft mächtige atmosphärische Entladungen; der Moorgrund war zweimal überschwemmt. — Im laufenden Monat November kommt der Mond am 9. gegen Mittag in Erdnahe. Wettervoraussage für den 5. November für Steicrmarl und Käruten: Wechselnd bewölkt, lebhafte Winde, sehr kühl, Morgennebel! für ilrain: Wechselnd bewölkt, leb» haste Winde, kühl, gleichmäßig anhaltend; für das Wüsten» land: Wechselnd bewölkt, stürmische Vom, sehr kühl. Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtet. 9uf meinem Nachttisch liegt ein Schatz- H^ ein ganz kleiner: eine Schachtet Fans echte Sodcner M Mineral-Pastillen, Ich rauche nämlich viel und bm ^ abends und morgens verschleimt. Da nehme ich denn allemal vor dem Schlafengehen und dem Aufstehen >L^ zwei Pastillen, und ich werde nicht nur alle Beschwer» ^D den los — die Pastillen wirken anregend auch auf ^ den Magen und wirklich erkältet bin ich nie. Und darum sind Fays echte Sodener mir ein Schatz, den ^ ich nicht entbehren kann. Man lauft sie für li 1-25 H» die Schachtel in allen Apotheken, Drogerien und ^ Mincralwasserhaudlungcn. (3812) 2—1 Geueralrcpräscntanz für Österreich«Ungarn: W. Th. Guntzert, HVlv» XU., Velghoferstraße 6. Laibacher Zeitung Nr. 254. 2362 5. November 1907. Filiale der K K. priv. Oesterreichischen Credit- Aktienkapital Kl 120,000.000- Anstalt für Handel und Gewerbe in Laibach Reservefond K. ©3,000.000— (1718) Kontokorrente. — Kauf und Verkauf von Effekten, Devisen und Valuten. — Safe - Deposits. — Verwaltung von Depots. — Weohselstube. Kurse an der Wiener Börse (nach dem offiziellen Knrsblattej vom 4. November 1907. Die notierten Kurse verstehen sich in Kronenwährung. Die «orierung sämtlicher Aktien und der „Diversen Lose" versteht sich per Klück, Geld Ware Allgemeine Staatsschuld. Einheitliche Rente: lllüv. steuerfrei, Nroncü (Mai-^iov.) per Kasse. , ftk't« 96'-betto (Iän,-I»l<) per N«ssr 9/>-?< 9^m 42°/« v. W.Noten Febr.-llug) per Kasse......9? 1» t? »l 4 2 »/<, ö. W. Silber (Upril-0lt.) per Nasse......9? 1s N7-8.' »860 er Staatllose 500 fl. 4°/„l<'- «14 s° vsterr. Rente in Kionrnw. stsr., N". per Nasse, . . 4°/^ 95'«b 96^.' oetto per Ultimo . . 4"/° 9?> b5 9ü'i5 bst. Iuvestitions.-Rente, stfr., Nr. per Nasse . 2'/»°/n kü ö' Kü7< Giftnbllljn.ztaalollhuld' »tllchltidnngt«. Eli sabethbahn in G., stenersrei, zu 10.000 fl. . . . 4«/„ --- - -Franz Ioses-Aahn in Silber (div. St.) . . . ü'/<"/l>li«2(> ' Oal. Narl Ludwig-Uahn (dw. Stücle) Nronen . . 4^, ziö 5< L»l 5< Nubolfbahn in Nronenwührung. steuersr. (dlv. St.) . 4"/, 9b b< 96 d0 Vorarlberger Bahn, steuerfrei, 400 Nronen . . . 4"/, 9L!l 9« 75 In Hl»»l»schnld»«sch«lbunzen »b»»fte«P«lll ßisenbahn.sktltn «llsabeth-N. LW fl.NM. 5'."/, von 400 Kronen . . , . !5« - ißt'-dettu Linz-Budweis 2NU fl. ü. W. S, 5 V//„.....^"s„ «76> delta SalzburgTlrol 200 ü. W. S- 5"/„ . . . .4L'-b> >^2- Veld Ware ssll» zlllall zu» Zahlung ilbn» uomnllUt LIsenbaliN'Pltolttäl»' Pbttgntionln. Bbhm. Wcstbahn. Vm. 188ö. 400 Nrunen 4°/„. . . , 95 5> re ^ Ellsubethbahn «UU und 3U00 M. 4 ab W"/„......114- '15 - Eliiabtthbah« 400 und 2o«0 M, 4 ,..........114 - <1b - sslllUj Joses-Bahn Em. 1884 (div. St.) Silb. 4°/« . . 86 5, b?'ö< Galizische Karl Ludwig. Bahü ldlv. Et.) Eilb. 4°/l, . . 95 ü< L« «0 Una-galiz. Nahn 2on fl. S. b«/° ,ss,-«d (»7 t>b Vorarlbergcr Äahn Vm. 1884 (dlv. St.) Etlb. 4°/« . . !k b< N7'5, Staatsschuld der Länder der nngarischeu Krone. 4"/° una,. Goldrrntr per Kasse «og 7, lO8 i»< 4Vu detto per Ultimo i»g ?< l(!S 9< 4 Z'/,"/„ dctto per Kasse. 81 eo «»6> Ung. Prämien-Anl. k 100 sl. . ißü?' li-3 ? bettu i^ 50 s!. , ltl« ?b 1»U ?i Thclsl-Neg.-llose 4»/« ... isü ^ <42 — 4°/» ungar. Grunbentl.-Obllg z>L 1» UA<^ 4°/» lruat. u. slav. Grunbentl., 0blig........94-- -'— Nndere öffentliche Nnlehen. Bosn. «ande«.«Inl. (div.) 4°/» »U'5C «l'5« Bosn.-herceg. Eisenb.^üandes' «nleheu (dlv.) 4'/,°/» . S»- l>« - 5°/« TonauMeg.Mnlelhe 1878 l08'- tt>4 - Wiener «erlehrS-Anlcihe 4°/^, 9k> 1« 9« 10 detto 19UU 4°/u 9ü 1> «e I" «lnlchen der Stadt Wien . . ioi-^ K'L t« detto (S, od. V.) . . . ii» »k> >^> 35 detto (1894) .... 94- Uü" dello (1898) .... ^H5> u«-5> detto (1900) - ... 85 u> U6'6< detto Inv.'A.) 1902 !<6 2< U7-2U Pürsebau-Anletirn verlosb. b°/„ «u^b i,7-üi, Villa. Llaalönjcnb.'Hyft.'Aiil, 1889 Eold . . . . ß°/i, 113-9! >20i>l> Vul«. Staat«. Hypothela», ?lnl. 1893 . , . !>k.0 Vllihr, Hupotyelenb. perl. 4"/, «« 4« l>? 4^ N..üsterr.i!lll!dce.Hyp..V!nsi.4"/„ W?i 9?7!> drtlo inN^^Pr. verl.»>/,'7^ 88 c" 89 ü' detto »..Schuldsch. Verl. 8»/«°/,' 882'- KU'Lk ^detto veil. 4°/° 962ü 97 2. Ofterr..n»nar. Van? 50 j2hr. verl. 4°/« 0. W..... 87 b( S8-5> detto 4°/» KT..... 98-t>« »9-^ Sparl. 1. öst., 60 I. veil. 4°/« 88^ 9^- Eifenbahn.Prioritäts' Obligationen. FerdlnandZ'Nordvahn Em. 188« — — —'-- detto Lin. I»«4 —- —'— Öslerr. Nordwestb. 200 fl. S, , 10^'b0 t»"»'^ LtaatLbahn bU0 Fr..... 400 - iN4- Oudbahn 2 8°/« Jänner »Juli 50« Fr. (per St.) . . . U«9 !<> 2üi 10 Eudvahn k b°/°..... 121-K <2»-1^ Diverse Lose (per Stück). D,rzln»lichl kos«. 8"/»Vodenlrcbit.Lose Eni. 1«8L iSö^ L?1 - dett» Em. »8«» 2«? - «» -5 "/u 3onan< Regulierung-Üosc 100 sl. ö. W..... ^5» - 260 - Eerb.Präm..«nl. v.i0n Fr.2°/^ S? «5 log n Zlnverzwlllch» k»l». Gudap,.Vasillla (Dombau) 5 fl. IS'b« 21 5< N^editlose 100 fl...... 429'- 445 - Llary.Luse 40 fl. K. Vl. . .153- 159- Osener Lose 40 fl..... 230'- —-- Palffy.Lose 40 sl. K. M, . . 1»^bC 1t>8bs Note» Nreuz, «st. Ges. v„ 10 fl. 44 ü 4«b<. »»oten Nreuz, una. Vcs. v., b s>. 26 2! 8» 25 Äudulf.Lusc 1« fl,. . . , . «8— 72- Salm.Losr 40 fl. K. M. . . 228'- öL9>- «eld Wave Türl. C..V..«lnl. Präm..0bll- Aktien. ßr»n,port.Ynt«ul!,«nnl:»n, Aussig.IepI. Vifenb. 5oo fl. . ^»0- - ^484 . ilölim. Äordbahu 150 sl. . . 8»!ü — ^gg- ouschtiehraber Elso.bW sl.KVi. i?N0-.- 28<0 - detto (M, N.) 2au sl. per Mt. l^47- wbz--Donau > Hamvsschlsfahrts. Ges.. 1.. l. l. priv., 500 fl. »M. 975 — 8ii6'. Tux»Aodenbachcr Eifb. 400Kr, 54«>— bzo- >erdlnandK.Nordb.100Usl.KM. ,^ieu- 5L2U--Ucmb..Czcrn,.Ills!t,. Eisenbahn. Gesellschaft, 200 fl. S, . 5^?-- 5«,,- . tiIoyd,öslerr,,Trleft..500sl.ftM, 410-- 4^,- vsterr. Nordwestbahn 200 fl. S. 4»2 — Hz» - dettll(Ut.U,)200fl.O.P.Ult, 423- 4«x- «rag.DuxerNisenb.tWfl.abgst^ 212— 214-- Vtaatseisb. 200 sl.S. per Ultimo «47- 648 - Züdb. 200 fl. Silber per Ultimo 14?-- ,4». 2üd»orbdcutsche VcrblndunnLb 2«0,l.ltUl.....' zyL- »85» Tramway. Ges., neue Wiener. Prioritäts.Nltien 10N sl. . —-- ^-_. Ungar. Wcstbahn («aab'Grnz) 20» fl. S....... 403'- 4^--. Wr. Lolalb.'Uttien.Ves. 20N fl. ^«0— 240 - V«nlen. «nglo.lbsterr. Vanl, 12» fl. . . 2go Lb 291 «b Oanlvereln. Wiener, per Kasse --. > -. detto per Ultimo . . . L19-2« 525 5a !8odenlr..Nnst. »sterr.,3NNfl.E, iuoö-— ,u,n- Nenrr.'Bod..Kredb, öst., »00 fl. bs9 50 Giro» und Kassenverein. Wiener, 200 fl........ 448 - 452 — Hypothekenbank, österreichische, 200 X 5°/u E. . . . . . 28?— 28S - Mnderbanl, öfterr., 200 fl. Pe? Kasse....... —- —- betto per Ultimo . . , . 4l>7'25 408 25 „Merkur", Wechselst..Alticn. Aesellschmi, 200 fl. . . .598— ßnö'— Veld Warc Österr..ung. Vnul I4no Kronen j?85'- l?9Ü — UnionbllNl 200 fl...... 523 — 529 — Verlehrsbanl, Mg.. 140 fl. . 326 5o »2? 50 Zndnftll,.ynl«ml>,munzle. Vauges., llllg. öslerr., 10» fl. ,12— 114 — ürl!xerKohle»bcrgd..Ges.1«ofl /öl>--- 7^2-. z!senbal>üw,'Uel!!g.,erste, 100fl. l«5 5u il»/'5t» „NbemüM", Papierf. u. N..IH, i?8'— 182 — 3leltr..Gcl., allg.Ssterr,, »oa fl. 4- detto internal., 2NY fl. e>8)'— 59^' — yirtenberger Patr.., Zimdh. u. Met..ffabril 40« i?r. . . 950-— 9>4 .. Uiesinner Brauerei 100 fl. . . 258 — zsi) -. !Ü!llntan.Oelellsch., Vsterr.'lllvine 5!<8 - 59t — „Poldi.bütte", Tieiielgühstahl- ss..A..G. 300 sl. ... 400'- 404-Vrager Eisen. Ind.. Ges. Em. 1905, 200 fl...... WU/— li»17 — !lima. Salgo.Tirjaner Gisenw. IN« fl..... K18 50 51V 50 ZalffU'Tarj. EteinlMen 10a fl. 5>ül' bl>— 254-Turk. Tabalregle.Wes. 200 Fr. per ttasie . —-— —'— bett» per Ultimo 401 — 405 — Waffenf.'Ges., bsterr.. in Wien. 100 fl........ 460 — 461 — Wagaon'Leihanftalt, aNgem., ln Pest, 40« Kr..... —'— —-- Wr. VaugcseUschast 100 fl. . . 14S - 150>— Wlenerbeisscr Ziegels,.Ntt..Oel. 635— 705- Devisen. K»rz» Iichleu und KchtH». Imfterbam....... 199 öo 199'äO deutsche Plätze...... 11? 25 «1?'4ü London........ 24'»'9>> 241 8l» Italienische BanlMbe . . , Sä-So 96' — Paris......... 35 72' 9585 Zürich und Basel..... 95 45 95-^5 Valuten. Dukaten ....... ,l,« 1140 20°ssranlen-Vttlcle..... 19 »? 1» z»<» ^o.Mail-Stilcke...... 33-4? 2» l»2 Deutsche Neichsbanlnol-n . . 117 87' :i? 47' Italienische Äanluottü ... 95 iu 8610 Mbel-Hoten . . . . 25^" 554'' 1223-aa.- \ixn5. "VerUcei.ia.f vou Renteu, Plhmlbrlefttn, Prioritäten, Aktien, Losen «te., Itevlnen mid Valuten. (4) Los-Veralcherung. . «IT. €>• lAHaayojtr I Bank- -uuaa.<ä. "V^'ecls.slergrescli.&ft TiiilltHcIi, NtrltArKHMH«. Privat - Depots (Safe - Deposits) "Caa.t«x • 1 gr• as.ona. T7"0r«c3aul-u.aa dsi IFatrtel. Varzlntuni von Bareinlagen Im Konto-Korrent und auf ßlro-Konto,