Ar. 51. Sonntag, den 26. Juni 1881. VI. Jahrgang. Cillier Pränumerations-Bedingungen. Für Ellli: Mit Post. Dtriniit . ..-.s» Versendungz t• • '-60 «IrtUliittna . . l.no tt>|S6ri9 . . . S.— . . . ».*o »»>»>>"»- • • «•- ««»«»dn, n«mi z»a«a»»« I Ein,eine Nummern 7 kr. Erscheint jeden Donnerstag und Sonntag Morgens. Inserate werden angenommen W »er SfPtMtlon »re ..SIBitt Atilnn,". H«t» miflj'lt «r. « <»-ch»ril««rci v.n Jol>«nn «»Wich). tulnürlt luiaca 3n|tcit fit »tt ..aiflitt jrUttin" an: JH. Mo'It In Hi'ti. Hüt alles »«»txltnbt» »«» SonitittnU. 3«f. tä- tlich in <8(i|. «. Ovv-»e »I>» SUlti. * 5««» tu Wt«i. g. Diütt, rfcitana« • ü^tnut in Viibuti. H^rännmerations-Hinladnng. Schwere Zeiten sind über unser Vaterland hereingebrochen. Mächtiger als je zeigt sich allenthalben Unzufriedenheit; offener als je tritt überall Verbitterung zu Tage. Nationale Kämpfe und reactionär-clerikale Umtriebe ersticken alle volkswirtschaftlichen Reformen im Keime. Bon den sehr berechtigten Wünschen unseres Volkes ist nicht Einer in Erfüllung gegangen, dagegen aber erlahmen die Versuche nicht, jene weniger freiheit-lichen Errungenschaften, welche deutscher Fleiß und deutsche Ausdauer gewonnen, zu verdrängen. — Wohl wissen wir, daß die gegenwärtigen Zustände auf die Dauer unhaltbar sind, allein mit stummer Resignation der endlichen Lösung der Versöhnungswirren zu harren, ist des wahren Patrioten unwürdig, denn gerade der Kamps weckt und stählt das Selbstvertrauen. Es ist nicht unsere Aufgabe hohe Politik zu treiben, wir wollen nur das deutschliberale Bewußtsein hegen und schirmen. Getreu dem vor mehr als siinf Jahren ausgegebenen Programme wollen wir auch fernerhin für die Interessen der Bevölkerung des Unterlandes, unbeirrt durch Mßgunst oder Neid, unbeirrt durch Ber-leumduugeu und Verdächtigungen unserer Gegner, einstehen. Indem wir unseren Freunden fiir die rege Unterstützung den besten Dank aussprechen, erlauben wir uns neuerdings auf ihre Sympathien zu appellireu und sie zu neuem Abonnement höflichst einzuladen. Die Redaction und Administration der „Littier Zeitung." Feuilleton. In den Hewittern der Zeit. Roman von Max Liglrr. (Lv. Fortsetzung.» Eine Hand sucht drinnen an der Wand de« Flur« . . . Richtig! ... Da hängt der Schlüssel, der hier seinen Platz zu haben pflegt. Er schlüpft leise in da« Schloß ... alle Sinne Bruno's wirbeln in heißem Taumel durcheinander, er ist feiner selbst nicht mehr mächtig. Wie versteinert starrt er auf die Thüre. Sie öffnet sich, und, in einen weichen Pelz zehülll, erscheint eine hohe, üppig« Mädchengestalt. Poa bem schönen Haupte fällt eine fluchende Fülle dunkler Locken herab. Die Blicke tauchen sich in einander ... er will ihre Hand erfassen. Sie zieht sie zurück. — Luzia! Willst Du mich rasenv machen? spritt er so ungestüm, daß sie ihn zur Mäßigung »ahnen muß. Sie hat ihr Opfer, sie hat e« ganz. Es ist blind in ihre Hand gegeben, sie kann ihn tödten, wenn sie will. Alles Sträuben und Zögern ist überflüssig geworden; sie braucht nur die Arme auszustrecken, uns er sinkt hinein. Aber martern muß sie ihn erst, wie ein Reumüthiger muß er vor ihr stehen! Und sie sträubt sich noch; sie zögert noch, und ihr Herz fühlt wollüstige Schauer ob der Qual des feinen. — Luzia! Sei barmherzig! stöhnt der Unglückselige. Ich liebe Dich wie einst! Sei barm« herzig! Er fleht um ihre Barmherzigkeit ... so will sie'S haben! Sie ist die Königin, die Gnade spenden und verweigern kann! Er steht sie um Barmherzigkeit . . . unsagbare Genugthuung! Und sie ist barmherzig, und sie öffnet die Arme. — Komm'! flüstert sie. Diese Seile des Hause» ist heute von Niemand bewohnt al» von mir I Und sie ergreift feine Hand und zieht ihn hinter sich her; er folgt willenlos, ein schwaches Kind im Banne der Leidenschaft, leise, auf den Zehen, langsam und vorsichtig von Stufe zu Stufe, die Treppe hinauf. . . Seine Hand zuckt sieberisch in der ihren, und das klopfende Herz droht, feine Hülle zu zer-sprengen . . . Jetzt sind sie oben. Sie öffnet die Thüre. Ein milder Dämmerschein von der hellgrünen Ampel quillt ihm entgegen; üppige Blüthen und frische, saftige Blätter schimmern auf dem künst- lerich gearbeiteten Blumentisch; berauschender Dust strömt durch da» Gemach. Sie neigt sich lächelnd über ihn, daß die dunklen Locken um seine Schläfe spielen und der schimmernde Busen ihm enlgegenfluthet, und sie drückt einen flammenden Kuß auf feinen Mund. Sie hat ihr Opfer gesunden . . . XI. Vrrkezert. Der Schlitten de« Grafen Bruno von Pahlfen fuhr spät zur Stadt hinaus. E« war schon einhald fünf Uhr Morgen«, und als die feuriaen Rosse durch da« große Thor in den Hof de» Schlosse« eilten, legt sich auf dem Rittergute Lindenschlag der erste Schlaf in die Augen eine« schönen einsamen Mädchens, dessen Haupt wie im Fieber brannte . . . Dann und wann nur war auf der Heim« fahrt das Bild Margarethen's aus der wilden Traumwelt, die Bruno's Seele umfing, emporge-taucht, plötzlich und schnell wie ein Blitzstrahl, und rasch wieder verschwebend. Er ließ jetzt dieses Bild nicht nur unbewußt von den hohen Wogen seines Herzens begraben; es war sein Wille. . . er mühte sich selbst, es immer wieder in der Seele tiefsten Grund hinabzubannen. Schien es doch, als ob der Glanz diese« Bildes alle die anderen, in glühenden Farben seine Seele durchziehenden per spaßhafte Kraf. Da« Frühobst der VersöhnungSära ist gereift. Ja Prag und Pilsen prügelt man die teutschen und belagert und stürmt Localii&ten. in denen sie sich befinden, in Raudnitz legt man ihnen Petarden, tschechische Studenten planen die Ermordung ihrer deutschen Kollegen, in Wie» erhalten die Polizei-organe den Auftrag ausgeworfene slavische Hetz« schristen aufzulesen, die Tschechen daselbst rotten sich in Haufen zusammen und demonftriren ihr politische« Uebergewicht, die Rulhenen hadern ärger als je mit den Polen, die Jubenhetzen stehen vor der Thüre, — wenigstens predigen die edlen Tschechenblätter genug Haß gegen die Semiten, — die „Besten" der Polen und Jungtschechen schämen sich ihrer eisernen Parteidisciplin, ihrer Unter» stützung dem klerikalen Bolksverderber gegenüber, in Krain prügelt man deutsche Spaziergänger, die Zeitungen der Slooene», Slaven und Tschechen hetzen mit allen ihnen zu Gebote stehenden Mitteln das Volk auf. — und der deutsche Michel rüttelt endlich an seiner Schlafmiitze. Der bekannte Graf ist allein sich konsequent geblieben, er ist spaßhaft. Es wäre allerdings besser, wenn er weniger spaßhaft wäre, denn e S scheint uns fast, als ob die Verhältnisse in Oesterreich gar «icht so belustigend wären, daß man sich ihrer kindlichen Gemüthe» freuen könnte — nicht der Deutschen wegen, sondern Oester-reichs wegen. Der bekannte Graf „wurstelt" (sein Origi-nalauSdnick soll dies sein) „halt so fort" — ohne Ziel natürlich, und hat seinen Spaß daran, wenn sich das Bolk „a bisserl' ärgert; dieses gute Bolk, warum soll es denn »icht auch einmal zur Erhei-terung de« Grafen dienen?! Sport muß sind! Es ist eine unwiderlegbare Thatsache, daß der Nationalilütenhader heute schon alle Stände, ohne jede Ausnahme, ankränkclt, und daß man allenthalben in hochgradiger Erbitterung gegen einander lebt. Doch die« Alles ist erst im ersten Stadium und man täuscht sich sehr, wenn man meint, diese Bewegungen werden spurlos im Sande verlaufen. Mit der Unterdrückung des Deutschthum» in Oesterreich, und wenn sie auch nur eine temporäre ist, schlägt man dem Staate eine schwere Wunde, und man weiß e», daß schwere Wunden nicht leicht und nicht immer heilbar sind. Die Slaven find nie und nimmer berufen Oesterreich zu regieren. Läßt man sie die« doch thun, dann ist e» ein StaatSexperiment auf Leben und Tod. Man betrachte doch wie sie sich ihren Mitbürgern gegenüber geberden! Spott, Hohn, Verleumdung, Verdächtigung, Angeberei und Per-gewaltigung werden angewendet und gutgeheißen im Interesse der ParteidiSkiplin. Wohin soll das führen ? Als die Deutschen noch am Ruder saßen, wurde zwar auch weidlich geschimpft, allein zu Bilder, deren Zauber «r sich mit vollem Herzen hiugad, verdunkeln, ja, zurückdrängen wollte! Und er machte stet» von Neuem den Versuch, keinen Gedanken mehr an Margarethe in seiner Seele Raum gewinnen zu lassen, und er mußte der Andern folgen, in ihren heißen Umarmungen, in ihren feurigen Küssen mußte er Vergessenheit suchen, und wenn eS ihn zuweilen wie eine böse Ahnung ergriff und gleich einem jähen Schrecken durch seine Seele fuhr, dann fehlte ihm die Kraft, diese Ahnung festzuhalten und sie in voller Gestalt vor seinen Blicken emporwachsen zu laffen; er scheuchte sie schnell hinweg, und eine süß«, heim-liche Gluih stieg wieder zu seinem Herzen, und in seiner Brust klangen die Worte Giacomo Leopardi'S : „Und süb ist mir'«, in diesem Meer zu scheitern!" Herr LiSwendt freute sich nicht wenig, daß von nun an die Besuche de« jungen Grasen in seinem Hause wieder häufiger wurden, und er bot Alle« aus, um da« letztere sür den Gast recht anziehend zu gestalten. Dazu gehörte e« natürlich auch, daß man öftere Zusammenkünfte zwischen Bruno und Luzia allein ermöglichte, und e« war gar nicht« Seltenes, die beiden, Schulter an Schulter gelehnt, drunten im Wintergarten sitze» zu sehen. Der Wintergarten mit seinen üppigen Blüthen und Blättern und dem gluihheißen, be- einer Erregtheit wie sie heute besteht kam e« nie. Man wußte immer den Weg. sein Recht zu finden, und man fand e« auch. Heule ist jede StaatSin-stitution schlecht, die nicht den einseitigen Plänen der Föderalisten dient. Jede« AnstandSgesühl ist seit den ReichStagSdebatten. wo der Bund der StaatSzertrümmerer über jeden Gedanken irgend eines Liberalen so roh hinwegging, abhanden gekommen. Wo rohe Kräfte sinnlos walten, da kann sich kein Gebild gestalten, selbst in dem Reiche der Unwahrscheinlichkeiten, selbst in Oesterreich nicht. Slavistrte Äermanen. Am Speffart und im Odenwald«, auf den böhmischen Bergen und den heimischen Alpen, überall wo Deutsche wohnen, erglänzen am Abend de« 23. Juni die Sonnewendseuer, ein alte« ger-manisches Freudenopfer, dem wiederkehrenden Som-wer dargebracht — mag die christliche Religion daraus du Johannisfeuer gemacht haben — der Brauch ist älter als der Heilige, für den si« jetzt brennen; er hat sich von Geschlecht zu Geschlecht vererbt als ein, wenn auch unbewußtes Opfer deutscher Pietät, dem alten deutschen Gotte! An dieses Wahrzeichen deutscher Sitte wollen wir an> knüpfen, um an der Hand unanfechtbarer geschicht« licher Daten zu beweisen, daß zwischen Drau und Sau heute Deutsche wohnen, welche die vielfache Berührung mit den angrenzenden Slave» zwar slavisirt, deren -lamm aber ein deutscher ist und deren Voreltern weit draußen auf gut deutschem Boden wohnten: in Thüringen und Schwaben; hieher verpflanzt um den Stock abzugeben für eine säßige Bevölkerung. Wie vor Jahrhunderten drängen die modernen Sarmaten — zwar nicht mehr mit Keule und Axt — durch politische Maulwurfseubeit vorwärts auf deutschem Boden; deutsche Eultur und Bieder-kcil bedrohend durch Unkultur und Verschmitztheit. Blindlings folgt der ungebildete slavische Pöbel Jenen, welche Wahl, Geschick oder Mißgeschick zu Führern der Bewegung ihre» Volke« bestimmte, die unter dem Vorwande die Freiheit ihrer Nation zu verthkidigrn, sich wechselseitig verrathen um ihren Ehrgeiz, ihre Weichlichkeit zu unterhalten und sich in stetem Müßiggänge von dem Schweiße und dem Blute Millionen Unglücklicher zu er-nähren. Arme» Volk! E» ist der letzte Kamps den die Deutschen auf deutschem Boden gegen Sarmaten kämpfen, auch diese Springfluth de« SlaviSmuS wird sich wieder zurückstauen, um später nimmermehr durchdringen zu können, die Wellendrechtr, die deutsche Sitte und Cultur auf» gethürmt haben werden. Im Jahre ö nach Eh. G. erscheinen unter ihrem Könige Marabod da» erstemal Markomanen rauschenden Duft, der ihn durchwehte, war so recht eine Stätte für Luzia, eine Stätte für diese Liede . . . Ja dem Hause LiSwcndt und Sohn folgte jetzt eine Festlichkeit der andern, und es war für Luzia keine geringe Befriedigung, sich als die Schönste in dem reichen Damenflor. der sich dabei entfaltet«, von den Frauen beneidet, von den Männern bewundert uud begehrt zu sehen. Und welche Genugthuung erst, auf allen Lippen als die Braut des Grafen Bruno von Pahlsen zu schweben ! Am Morgen nach einem solchen Festabende wollte Willibald zur gewohnten Stunde in sein Contor treten. Eben war auch sein Vatrr in daS daranstoßende Zimmer gekommen, wo «r allein zu arbeiten pflegte. Kaum aber hatte sich Herr LiS-wendt auf seinen Sessel niedergelassen, als rr dir Schritte seines Sohne«, der ebcn noch an drr Thür« seines eigenen EontorS gestanden hatte, hastig sich der Thüre de» Zimmer« nähern hörte. Billeicht wollte er noch irgend eine geschäftliche Auskunft haben. Herr LiSwcndt legte darum die Feder nochmals zur Seit« nnd lauscht« auf. Willibald eilte zur Thüre herein. Sein« Augen leuchteten lebhaft; er befand sich in sicht-barer Aufregung. Der Vater sah ihn an un) er« wartete ungeduldig seine Worte. Aber schnell, als ob er etwa« vergessen habe oder als steige eine plötzliche Erinnerung io ihm und Ouaden io den Gegenden zwischen Dr?u und Sau. welche den Römern zinsbar, theil« römische Provinz, eine aus Galliern (TouriSkern später Norikera) Jllyriern. Lenkten und anderen Völker« schaften zusammengewürfelte Bevölkerung hatten. Pannonien und Noricum waren noch nicht ganz besiegt, al« Marabod mit seiner Macht au« dem hercyaischen Walde über die Wüsteneien der Bojen — über die Donau — bi« zur Drau vordrang; Pannonier und Dalmater stießen zu ihm und drängten die römischen Legionen unter Veleju« bi« hart an Italien« Grenzen; Tiberiu» und Germanicu« erst gelang e« in Zjährigem Krieg«« zuge Maraboa wieder in« untere Pannonien zurückzuwerfen um ihn endlich am Fluße Bathinum entscheidend zu schlagen. Marabod lieferte sich später selbst den Römein au» (19). nachdem auf seinen Kriegszügen gegen den Eheruekerfürste» Arminiu» und den Gothen Eattualda da» Glück der Waffen gegen ihn entschieden, und starb als Privatmann zu Ravenna. Siebzehn Jahrzehnte später kommen sie ver« stärkt wieder die wilden Horden der Sarmaten. Markomanen. Nari«kcr, Hermunduren, Latringer, Buren. Viciooalen. Bastarnen. Kosiben, Sikoboten, Roxolanen, Alanen, Peuziner, Kostodoken u. a. verheerend und plündern» über Dou»u und Drau; nur der Thatkraft eine« Mare Aurel hatte Rom e» zu danken, daß nicht auch Sarmaten die fru»tt« baren Gefilde Italien« zerstampften, daß Rom nicht erzitterte vom Siegesgeheul der Barbaren. Durch» Kankerthal zog er ihrer vereinigten Kriegsmacht entgegen, trieb sie durch den Kara« vanka» in» Noricum und sodann nach Germanien, wo er so glücklich war sie entscheidend zu schlagen. Ein harter Friede, der insbesondere die treulose» Markomanen traf, verschaffte Rom für einige Jahre Ruhe. Damal» fiedelte Marc Aurel, von den ge-fangenen Markomanen. zahlreich- kleinere Stämme in Dacien, Pannonien, Möfien, ja selbst in Italien an und damals mögen auch die ersten Ansiedler sarmatischen Stammes in unsere Gegenden qe« kommen sein — al« Eolonisten der Römer. Unter Zosimu« beginnen die fortwährenden Kriege Roms gegen Sarmaten und Golhen. Hunnische Völker aus dem Innern Ästen'S drängte» und häuften sich an den nördlichen Ufern der Donau; Sarmaten und Golhen mußten Auswege suchen, wenn sie sich nicht durch einheimische und nachbarliche Kriege selbst aufreiben wollten. Zuerst wagten Sarmateu einen Ausfall Über die Donau, nach mehrjährigem Kampfe zurückge» trieben, fanden sie ihre Wohnsitze von den Golhen besetzt, ein mörderischer Kamps zwischen beiden war die Folge, der erst durch Eonstantin 332 n. Eh. nach Besiegung beider Völker sein Ende fand. 300. behrlichen Zimmer» zur Unterbringung der Schule führte zu keinem Resultate, indem dasür eine »»erschwing-liche Melde verlangt wurde. —BezirkS-Vertretung. Dienstag, den 28. Juni findet bei unserer Bezirtsver-tretung eine Ergänzungswahl in der Gruppe des „Großgrundbesitzes" statt. Die liberale Partei candidirt den Reichs- und Landtags-Abgeordneten: Herrn Gun-dacker Grasen Wurmbrand, Gutsbesitzer in Ankenstein. — B a u-C o m i t s. D«s von der Gemeinde-Bertretung in der letzten Sitzung gewählte Bau-Comi>6 hat sich bereit? ronstituirt, und zu seinem Obmanne FabrilSbes. Wilhelm Pisk ernannt. — Ba d e > An sta l t. Ter Besuch, sowohl der warmen als auch kalim Bäder ist ein recht lebhaster. Der Eigenthümer. Herr Obendrauf, bemüht sich den Wünschen und Ansprüchen de» Publi-kums möglichst gerecht zu werden. Wohlthuend conlroftirt die jetzt herrschende Reinlichkeit gegen früher. Die Eabinen sind im guten Austande, das Bassin besitzt genügende Tiefe für Schwimmer. Wir hoffen, daß diese Anstalt, in der bisherigen Weise sortgesührt. ganz gut prosperiren wird, und wenn wir hiedurch ermuntert, einen Wunsch auSsprechen, so wäre es im Interesse der Beoöllerung der. daß die Errichtung eines kleinen Tampsbades nichl zu lange aus sich warten lassen sollte. Zinsen-Reduktion. Bo« I. Juli wird unsere Sparkasse den Zinsfuß für den Wechselescompte aus 7%, unter Auslassung der bisher separat berechneten Provisionen, sixiren. Unser Vorschub - Verein ermäßiget von dem gleichen Ta^e an den Zinsfuß sür, an seine Mitglied«? zu gewährende Darlehen aus 6*/», eventuell <5'/,*/«■ Der Zinssuß sür Spareinlagen ist bei beiden Anstalten derzeit 5*/», doch steht eine weitere Reduktion desselben in Aussicht. Sachsenfeld, 25. Juni. iOng-Eorr.) Wenn man die Entwicklung deS Slovenismus in unserem Markte seit langer Zeit ruhigen Gemüthes verfolgt hat, wenn man den zu Slovenen gepreßten Theil der Be-wo»ner unseres Marktes näher kennt, dann kann man ruhig sagen, daß der ganze Slovenismus bei uns nur eine künstlich gezogene Pflanze ist, die nun freilich mit allen möglichen Mitteln genährt wird, damit sie nicht — was ihr einmal doch beschicken ist — verdorr«. Mit den deutschen Wiegenliedern, die. uns unsere Mütter langen, haben wir unser Dasei» begonnen, der deutsche Bater führte uns in die deutsch« Schule, und deutsche Bildung ist es, der wir uns ersreuen. Wie steht es heute, »ach den, hier seit Jahren gegen das DeutschtHum gewühlt und gewüthet wird, mit unserer Umgangs-sprach« ? W«r kann behaupten, sie sei die Slovenische? D ie deutsche ist es, und sie legt Zeugniß ab, daß sie die natürliches st, daß sie die Muttersprache if!, die sich wohl schmählich i»er° läugnen aber nicht ausroden läßt, wie die» die skove- nischen Oberpropheten, deren wir ein kleines Dutzend in unseren Mauern haben, so gerne hätten. Diese Agi-tatoren. deren Leitung ein Theil der Bürger über sich ergehen läßt, sind sammt ihrem Oberleiter selbst kern-deutschen Ursprung», und ein Renegat ist es. dem sie sich willig oder unwillig ergeben müssen, dem sie ihr besiereS, ihr inneres deutsches Ich opsern. Und das ist schlecht, ob e» nun aus Interesse, aus Feigheit, au« Phlegma oder sonst einem Grunde geschieht. Ter Deutsche in Oesterreich braucht vor Niemanden iein Auge zu ienken, denn er ist der Einzige, der den Staat zusammenhäk', oder wenigsten» bestrebt ist, es zu thun. Freilich die Mitbür-ger, die e» sich sogar vorschreiben lassen, welch« Zeitungen sie öffentlich lesen dürfen, die müssen sich viel weiß machen lassen. Wollt Ihr Beispiele? In einer meiner letzten Korrespondenzen sagte ich ungesähr, daß einige slovenische Phantasten die Lostrennung der Unter-steiermart und die Bereinigung derselben mit Krain anstreben, sagte dann weiter, daß wir an der schönen grünen Steiermart, unserem theurem Heimalsland«, sest-halten sollen, und daß der, welcher uns unseres Landes enifremd«n will, der e» innerhalb der weißgrünen Grenz-psähle nicht mehr aushält, fürbaß ziehen möge, .halle ich Unrecht? Was antwortet jedoch hieraus „Slovenski Gospodar"? „Ter Herausgeber der „Gillier Zeitung" mit seinen Bismark-Jd«en weist die Slovenen aus Steiermark hinaus." — So müßt Ihr Euch bedienen lasien, - und dieser Mann Gotte» wagt eS von Lüg-nern und verschlagenen Dummköpfen zu sprechen: — daS sind die ehrenwerthen Leute, auf die Euch Eure Lenker schwören lassen. Wie im Kleinen, so im Großen. Da wird Such vom „Krach" gefaselt, den natürlich daS versass ungsrreue deutsche Regime am Gewissen hat — und die national-clericale Bank „Slovenia", bei der Ihr um Euer Geld kamt? Waren eS auch deutsch-nationale Gastliche und echte deutsche Männer, die sie gründeten und zum Falle brachten? Und weiters die Schulen, die wir, Gott sei'« gedankt, besitzen, — wer hat sie un« ge-geben? Die Slovenen wohl? Ich glaube doch, dies« wollen das segensoolle Gesetz, welches freilich erst in einem Menschenalter Früchte tragen wird, welches dem Bürger und dem Bauer eS möglich mach«» soll, sich eigene unabhängige Ideen zu bilden — beschränken. Ja was Schulgesetz, der kleine Bürger und der Bauer muß beschränkt werden oder bleiben, um mit ihm leichter so zu wirthschaften, wie man ei mit Euch thut. Da« DeutschtHum in Oesterreich fürchtet die Ausklärung und die Bildung nicht, welche die Schulen bringen sollen, und nur die Furcht, daß die Bildung der beste Weg zur Erkenntniß de« hohen Werthes des DeutschtHum» in Oesterreich sührt, schafft ihr Gegner in den Reihen der Slooenier. Kleine Chronik. Eilli. 25. Juni. (S t e r b e f a l k.) Von «inem überaus Herden Schicksalsschlage wurde die freiherrlilie Familie Hackeldcrg betroffen. Die Baronessen Gabriel« und Carolin« Hackelberg, erster« im Alter von Die Römer nannten die neuen Ansiedler Limiganten. Angrenzend« und Arkaragantkn. Ber-triehene; Sarmaten waren e» sicher — der Name Slave war noch unbekannt. Immer tiefer sank da« weströmisch« Reich, immer neue farmatische Schaaren drängten an »ad in die germanischen Lande. Bon den Schlün-den Eattaro» an der fturmgepeitschten Adria bis gegen das Eismeer vom Obermai» und von der Eide bis an den Irtifch breitete sich jene nnge-hcurc Masse d«r Slaven. An ihren westlichen Vorwochen den zurückgedrängten Germanen begeg-ncnd, südwärts noch den Römern, östlich von an-dern asiatischen Horden gedrängt, den gewoltigen finnisch«« Stamm immer höher in den Norden hinauftreibend — fordert« sie frühe schon, bald nach dem Sinken d«» römisch«» Wesireiche«, «in immer wachsames Auge. Sie fordert« beständige, umeinander Hand in Hand gehende militärische und Missionsoorkchrungen heraus. In den un-ermeßlichen Ebenen neben der Weichsel und bis an die daliischen Küsten und an und über die Karpathen und Sudeten, zogen und stritten far-malische Stämme. Am Ende des fünften Jahrhunderte«, al« die große Wanderung asiatischer Völker ihr vor-läufige« End« erreichte, al« all' die gedrängten Stämme in neuen Ansiedlungen zu staatlichem Leben gelangten, finden wir im Herzen Deutsch-lavds den slavischen Stamm als Herischenden. Wenden. Slaven oder Anten gründen neue Reiche: Groß Ehrobotitn entsteht if Ost'Böhmc». Schlesien und Lodomrri«». Groß - Serdlien in Meißen, West-Böhmen und Mähren. Wenden «der Anten nehmen die füdlichen Donauländer ein. um gleich von einem Franken Samo lim siebenten Jahrhundert) beherrscht zu werden. Noch ist die Frage nicht gelöst, ob die alten Wenden überhaupt ein slavischer Bolksstamm sind, berühmte Gelehrte, wie Gatterer, halten sie über-hauvt sür Germanen; die späteren Wenden aber seien von Süden eingewandert« Slave» gewesen, welche dann nach ihrer gewöhnlichen Sitte von dem neuen Baterlande (vcm Lande der alten Wenden) den Namen entlehnt hätten. In einem nächsten Artikel kommen wir auf die specielle Geschichte der Bewohner zwischen Drau und Sau zu sprechen, auf die schon mit Eart d. G. beginnend« Colonisotion mit Deut-scheu aus Franken und Schwaben. Pettau, 24.Juni. fOrig-Corr.) Musik Berein Das durch ungünstiges Wetler wiederholt vereilelt ge-zxstiie Promenade Eoncert unseres Musilvereines wird, schöne Witterung vorausgesetzt, Sonntag, den 26. Juni stattfinden. Am 1. Juli veranstaltet die Schule dieses vereine« eine öffentlich« Prüfung der Musilo«reinszög-liiige. Für diesen Verein besteht gegenwärtig eine Loea-liläien Krise. Die derzeitig innehabenden Ubicalionen ansprechen in gar keiner Weise ihrem Zwecke. Dieselben — Gleichviel! E» muß sie Jemand au« meinem Wohnzimmer drüben entfernt haben! Mit halb angstvollen, halb zornigen Blicken starrte Herr Liwendt jctzt seinen Sohn an. — Die Schlüssel fehlen Dir? fragte er hastig, vom Sessel aufspringend. Mein Gott! Und Du birgst ja wohl in jener Schublade den Schlüssel zum Geldschrank? — Allerding«! antwortete Willibald nun immer aufgeregter. Mir fehlt der ganze Schlüssel-bunb! — Ader ich denke. Du verwahrst dies« Schlüs-sel sorgfältig genug! Hast Du sie denn gestern Lbknd nach Schluß de« Eontor« nicht mit Dir genommen? fragte Herr LiSwendt in einem Athem weiter und stand mit einer Gederde vor Willibald, al» wolle er diesem die Worte au« dem Munde heranspr essen. — Wie immer, antwortete dieser, nahm ich auch gestern Abend die Schlüssel mit mir in mein Wohnzimmer, legte sie aber dort während ich mich unierer Festlichkeit wegen umkltidtt«, auf den Schreibtisch. Bei der Eile, die ich hatt«, um unsere Gäste nicht allzulange auf mich warten zu lassen, tabe ich vergessen, sie wieder zu mir zu nehmen oder dieselben anderSwie aufzubewahren! — Und hast Du dann die Thür« Deine« Wohnzimmer« verschlossen? — Nein! . . . Wie Du weißt, pflege ich dasselbe bei dem Zutrauen, welche« wir in unser Dienstpersonal setzen dilisen, niemals zu thun! — Genug der Worte! fiel Herr LiSwendt heftig «in. Laß un« jedenfalls jetzt in Dein Eontor gehen! . . . Die Thüre, welche die Arbeitszimmer de« Vater« und de« Sohne« verband, war nur von dem de« letzteren au« zu öffnen und pflegte de« Abend« verschlossen zu werden. E« blieb nur da« ein« Mittel, die Eingang«thürr von Willibald'« Eontor zu öffnen. Man rief «inen Schlosser hrr-bei, der die« vermittelst «in«« Dietrichs btwerk-stelligte. In da« Eontor einp«tr«ten, fand man sowohl die Schublade am Schreibepult, al« auch d«n danrbinstrhtndtn eisernen Geldschrank fest v«r-schloffen. Herr LiSwendt überlegte stirnrunzelnd. — Ist, so lange Du gestern in Deinem Zim-mer warst. Niemand bei Dir gewesen? fragte er plötzlich. — Niemand ... außer, während ganz kurzer Zeit, Helmbold! ... Ich war eben fast mit dem Umkleiden zu Ende, al« er eintrat und mir das ihm zuletzt geliehene Buch zurückbrachte! — Und hast Du ihn auch während feiner Anwesenheit scharf beobachtet? — Da« nicht! ... Ich trau« ihm ja nicht« Arge« zu. Außerdem war ich mit der Beendigung meiner Toilette beschäftigt und ging während unserer kurzen Unterhaltung im Zimmer bald dahin, baib dorthin! — Oder hast Du ihn etwa während der Dauer seine« Besuche« ein Mal allein gelassen? — Da« ist allerding« geschehen! ... Er wünschte ein andere« Buch zur Lektüre. Ich hatte dasselbe gerade nichl zur Hand, sondern es, da ich noch unmittelbar vor Tisch« selbst darin la«, im Speisezimmer liegen lassen. Einen Augenblick nur entfernte ich mich, um da« Buch herüberzu» holen! — Dann liegt der Berdacht nahe, daß dieser vermaledeite.. . — Battt! unterbrach ihn Willibald vor» wurfsvoll. — Wende mir nichts ein . . . Und die Zorn«sad«r schwoll wieder auf der Stirne de« Herrn Liswenlt. als er so sprach. — Du hast diesem Menschen stets zuviel Ber-trauen geschenkt! Jetzt wirst Du die Folge Deiner Unoorsichigkeit sehen! Herr LiSwendt zog die Klingel, und in wenigen Augenblicken war ein Diener de« Hause« hereingetreten. — Ersuchen Sie Helmbold, wandle «r sich barsch zu diesem, unverzüglich hierhe, zu kommen! 25 Jahren, letztere im Alter von 24 Jahren, welche zum Besuche ihre» Oheim«, de« Reich?. rath«abgeordi,cten Baron Hackelberg. auf Schloß Pragwald eingetroffen waren, erkrankten und starben binnen einer Woche an Dyphieriti«. (Ordnung der öffentlichen Prii-fungen im hirrortigen k. k. Gymna-s i»m.) Montag den 27. Juni. um 11 Uhr Vormittags, Prüfung aus der Stenographie. Dienstag den 28. Juni, um 5'/« Uhr Nachmit-tag«, Turnprüfung in der städtischen Turnhalle. Donnerstag den 30. Juni, um 5 Uhr Nachmittag«, Prüfung au« dem Gesänge. Montag den 4. Juli, um 11 Uhr Vormittag«, Preisprüfung au« der steiermärkifchen Geschichte. Mit Ausnahme de« Turnen« werden die übrigen Prüfungen im Lehr« zimmcr der I. a Classe de« Gymnasiums abgehalten. Der Zutritt zu diesen Prüfungen steht jedem Schulfreunde frei; ebenso werden die Zeichnungen der Schüler am 3. Juli Vormittag« im Zeichen-saale zur Ansicht aufliegen. (8. k. Postamt.) Wie bekannt, wird mit 1. Juli d. I. die hiesige Postanftalt in ein Aerarial-Postamt umgestaltet. Bei demselben werden acht Beamte functioniren. (Au« T ü f f t r) schreibt man un«, daß seit dem 20. d. M. die Volksschule wieder eröffnet, die Märkte freigegeben und alle wegen der Blattern-krankheit angeordneten Maßregeln eingestellt wurden. (Neue Feuerwehr.) In Raun wird eine freiwillige Feuerwehr gegründet. (P a r k m u f i f.) Die Eillier Musikverein«-Capelle wird morgen, Sonntag den 26. d., von 11 bi« 12 Uhr Mittags, ein Promenade-Concert im hiesigen Stadtparie veranstalten. (G u t « v e r k a u f.) Da« Gut Gollitschhof bei Gonobitz wurde nicht wie wir seinerzeit be-richteten au Herrn Schulmann sondern an Frau Baronin Julie Kunde verkauft. (Städtische Bauten.) Die Abtren-nungsarbeiten an dem Theatergebäude sind der Vollendung nahe; wenn der da« Auge beleidigende Gang und der Zaun entfernt und die Anlagen vor dem Gebäude hergestellt fein werden, hat Cilli um ein recht nette« Plätzchen mehr, die Villa dem Thurme gegenüber wird dann erst recht niedlich hen>ortreten. — Die Steigerwand im Hofe de« Rathhauses für die Feuerwehr wird nächste Woche fertig. (T u f ch - Z e i ch n u n g.) Im Schaufenster der Buchhandlung Theophil Drexel ist da« noch einer Photographie aus freier Hand in bedeutender Vergrößerung gezeichnete Bild des weiland Bürger-mcisters Herrn Wambiechtfamer ausgestellt. DaS-selbe wurde von Herrn Carl G u t k a i ß aus Linz ausgeführt und spricht wohl besser al« jede Reclame von den vorzüglichen Fähigkeiten dc« Zeichners. Der Genannte hält sich gegenwärtig hier im Hotel zum „goldenen Löwen" auf. Wir glauben ihn zur Anfertigung ähnlicher Bilder F— _____ __ Der Diener eilte schnell zur Thüre hinau«, um dem Befehle Folge zu leisten. Kaum aber hatte er einige Schritte auf dem Gange draußen gethan, al« er auch schon wieder hereintrat, von Helmbold gefolgt. — Hier ist er schon! rief er auf der Schwelle, sich zurückwendend und auf den Erwartete» deutend. Ohne sich Zeit zu nehmen, Helmbold'« ehr-erbietigen Gruß zu erwidern, fuhr ihn Herr Li«-wendt an: — Un« fehlen die Schlüssel zu diesem Zim» mer und zur Schublade de« Schreibtische«, Helm-bold . . . Wissen Sie vielleicht Auskunft über dieselben zu geben? — Wie sollte ich. Herr Prinzipal? ver-setzte dcr Gefragte, zuerst äußerst betroffen, fügte aber in demfelbem Athem hinzu, den Ausdruck freudiger Genugthuung im Antlitz. Doch hier ist ein Schlüsselbund! Und er zog in der That au« der Seiten-tasche seine« dunklen Arbeitrocke« einen Schlüssel-bund hervor, an dem sich mehrere größere und kleinere Schlüssel befanden. Hastig griff Herr Li«wendt zu, er erkannte allerdings unter denselben die gesuchten Schlüffel. — Wie gelangten Sie zu diesem Schlüssel-bund? fragte er streng forschend und ganz nahe an Helmbold herantretend. unserem Publicum um so leichter empfehlen zu dürfen, al« seine Arbeiten neben minutiöser Por-trätähnlichkeit, sich durch Dauerhaftigkeit auszeichnen und auch äußerst billig zu stehen kommen. (Theate r.) Montag, den 27. d. veranstaltet Direktor Mayer abermals eine Vorstellung im Gartenfolon deS Hotel« „zum goldenen Löwen." Zur Aufführung gelangt da« Possenlustspiel „Der Onkel au« der Residenz" oder „Der Pfarrer in der Klemme". (Im Rausche.) Der Schweinehändler Joses St. au» Krain fuhr am 23. d. in total berauschtem Zustande durch die Stadt. Ein Bür-ger, dessen Eigenthum er mit seinem Gefährte bedrohte, stellte ihn deswegen, sowie wegen arger Thierquälerei zur Rede. Eine Fluth von Schimpf-und Scheltworten war d>e Antwort. St. wurde daher von dem gedachten Bürger angehalten und von einem sofort requirirten Polizeimanne arre-tirt. Im Arreste angelangt, begann er derart zu wüthen, daß er mit Hilfe mehrerer stämmiger Personen gefesselt werden mußte. Nachdem inan ihm mit Mühe und Roth die Handschellen ange-legt holte, schlug er nach dem Polizeimanne und brachte demselben eine tiefe Wunde am Kopfe bei. St., welcher sodann im Arreste die Nacht über zum nicht besonderen Ergötzen der Nachbarschaft lärmte und wüthete, wurde dem Bezirksgerichte übergeben. Berzeichniß der Spenden zur Anschaffung einer Stadtsahrspritze für die Ciliier freiwillige Feuerwehr: Ungenannt...............st. i._ b">................* ü.- Herr Gsund (Nachzahlung)........„ 8— „ Professor Heinrich..........„ 2.— „ Baron Buthon......... . . „ 5.— Löbl. Berg- und Hüttenwerk Störs.....„ 40.— Azicndu Asaicuratrice . ........ . . 25.— Weitere Beiträge übernimmt Herr Franz Paechiaffo und werden selbe wie bisher in der „Ciliier Zeitung" dankend quitt irt. Tas Comite. Bnntcs. (Amerikanische Geschäftsregeln.) „Du selbst bist Deine« Glückes Schmied. Ver-lasse Dich auf Deines Leibe« und Deiner Seele Kraft. Dein Stern fei Selbstvertrauen, Selbstser-antwortlichkeit. Nimm nicht zu viel Raih an; steh fest am Steuer. Ergreife die gute Gelegenheit. Sei pünktlich .n der Erfüllung Deiner Verbindlichkeiten. Laß nie auf Dich warten. Dein Gefchäftslocal sei steter Aufenthaltsort. Sorge, daß eS gesund, freundlich und einladend ist. Hast Du ausmärt« zu thun, besorge Dein Geschäft schnell und halte Dich nicht mit unnützen Dingen auf. Zeit ist Geld. Morgenslund' hat Gold im Mund'. Sorge für deine Gesundheit. Betreibe nicht«, wa« Du — Ich fand ihn im Hofe zwischen einigen Eisenstangen, die ich zur Verarbeitung in die Werkstätten bringen wollte! antwortete Helmbold mit fester Stimme und keiner Mieneveränderung. Willibald empfand ein leise«, schmerzhafte« Zucken in seinem Inneren und warf einen langen, prüfenden Blick auf de« Arbeiter« Antlitz. Herr LiSwendt trat an da« Schreibepult und nahm aus der Schublade desselben den Schlüssel zum Geldschrank heraus und öffnete diesen. Es war natürlich unmöglich, ganz genau über die Summe dcr hier aufbewahrten zahl-reichen Gelder unterrichtet zu fein. Doch hatte gestern unmittelbar vor Eontorschluß Willibald noch einigt Summen abgezählt, die für mehrere heute aufzugebende Sendungen bestimmt waren. Sie machte zusammen einen Betrag von zwölf-tausend Reichsmark au«. Kaum öffnete Herr LiSwendt die Geldschrank-thüre, als Willibald auch schon hinter ihm stand. Sein erster Blick fiel auf das unterste Fach de» Behältnisse«, worin er jene Summen, sorgsam in kleine, mit der Höhe de« jedesmaligen Betrag« bezeichnete Packele geschlossen, niedergelegt hatte. Einen Augenblick lang starrte er regungslos auf diese« Fach hin, dann fühlte er mit der Hand hinein und fuhr darin umher und suchte in allen Winkel» . . . nicht verstehst. Credit ist die Seele de« Handel«. Sei vorsichtig im Ereditiren. Sei beharrlich in Deinen Unternehmungen. Sei nicht eigensinnig. Sammle Freunde und hilf Dir selbst. Laß Dich nicht außer Fassung bringen. Sei streng mit Deinen beuten. Fordere nicht zu viel von ihnen. Da« Schwerste besorge selbst. Wa« Du versprichst, halte. Wisse aber „Nein" zu sagen. Deine Ge-schästSgeheimniße behalte für Dich. Verlange nicht schnell reich zu werden. Man hält über das Ziel hinaus, da« man treffen will. Energie, unbeug« same Entschlossenheit, mit rechtschaffenem Sin» ver» bunden, bilden die Hebel womit man die Welt bewegt. Trinke nicht, rauche nicht, fluche nicht, lüge nicht, trüge nicht; verheirate Dich erst, wen» Du eine Frau ernähren kannst. Sei ernst, be-ständig, kühn, großmüthig. höflich. Sie« die Zei-tungen. Annoncire Dein Geschäft. Erwirb Dir Ver-mögen, und thue Gute« damit. Liebe Gott und Deinen Nächsten, liebe Tugend und Wahrheit, liebe Dein Vaterland und gehorche seinen Gesetzen." (selb st lob eine« Wurstmachers.) Ein Münchener Schweinemetzqer hat da« Innere feine« Hause« mit folgendem Reime geschmückt: „Feindlich ist der Metzger» Streben: Mit zerreißender Gewalt Geht er Ochse», Stiere» an da« Lebe», Und macht fette Schweine kalt. Wa« er schuf, verzehrt man wieder, Nimmer ruht der Wurstgenuß; Froh erschallen seine Lieder. Wenn er Därme füllen mnß. Mensch I daran« ei kenn' die Lehre: „Jeder Stand hat seine Ehre5" („Wer das Glück hat. führt die Braut hei m,") sagt ein alte« Sprichwort. — .Wahrscheinlich, damit ihn da« Glück nicht über-müthig macht." fügte ein Weiberfeind hinzu. (Der „Gipfel" der Reklame.) Letzthin wurde in Calcutta ein Uebeltyäter gefähr-licher Sorte arretirt und zum Tode verurtheilt. Der Tag der Hinrichtung war angebrochen, der Henker beschäftigte sich eben mit ter Toilette de» Delinquenten, al« ein Gentleman, vor Kurzem von der Reise angekommen, sich vorstellt und eine Ordre de« Gouverneur« vorzeigt, die ihn ermäch-tigt, sich einige Augenblicke mit dem Verurtheil-ten zu unterhalten. Man läßt sie während einer Viertelstunde allein und al« sie sich trennen, hört man, wie der Verurtheilte zu dem Gentleman sagt: „Hören Sie, ick thue e«, aber Sie werden meine» Verwandte» 1000 Pf. Sterling auszahlen." »Ich sckwöre auf die Bibel!" Der Verurtheilte läßt sich binden, man führt ihn aus dem Gefängnisse und bald ist er auf dem Schaffst. Dort macht er von dem Recht, da« jeder Gefan-gene hat, vor dem Tode einige Worte an die Zuschauer zu richten, Gebrauch, und ruft mit Steulorstimme: „Ihr Alle, die Ihr mich hör«, wisset: Die beste Ehololade Williamsou. Kennedy E« war nichts zu finden, da« Geld war ver-schwunde». ES konnte nur gestohlen worden sein. Mit einem Blick unsagbarer Wehmuth und tiefsten Schmerze« sah er Helmbold an. O, wenn der Vater recht hätte . . . wen» er sich doch ge-täuscht! Helmbold schien zu verstehen, wa« Willibald'S Benehmen andeutete und wa« ihn jetzt in seinem Innersten bewegte; wenigsten« schloß sein Auge einen halb traurigen, halb zornigen, vorwurf«-vollen Blick zurück. Auch die noch anwesenden anderen Beiden, jener Schlosser und dcr herbeibefohlene Diener, hatten ihre Augen forschend auf Helmbold ge-richtet, und dem letzteren zuckle e« verächtlich um die Lippen. Helmbold befand sich in peinlichster Lage. Rasch entschlossen, wie Herr LiSwendt war, sagte er mit zorndurchbebter Stimme: — Sie kehren einstweilen nicht zur Arbeit zurück! Sie werden in diesem Zimmer bleiben, Helmbold! Und Sie beide, wandte er sich zu den Andere», Sie werden diesen Menschen bewachen und sorgsam darauf achten, daß er da« Eontor nicht verläßt! . . . Auch Dich ersucht ich, Willi-bald, hier zu verwtilrn! (Fortsetzung folgt.) #. Co.. Piccadilly. LondonHierauf steckt er seinen Kopf in Die Schlinge. — So weit haben es selbst die Amerikaner noch nicht gebracht. Fremden - Verzeichnis vom 18. bis 25. Juni. Hotel Erzh erzog Johann: flaufm. Linz. — .Unaflie, Stationsches Paternion. — Pasquali, Privat Trieft. — Tambor, t. l. Beamter Mrburg. — Pol, Privat s. Gemahlin, Weber, Lehrer ZAIlan. — Kundegrabet, Kaufm. Graz. — Eußmann, Zieisender. Freiheir v. Hackelberg. k. k. Kämmerer und Gitlibesitzer. Kraft, Kaufm.. s. Wien. — Keckenberger, Zlzuftn. Paßau. — Baron Hackelberg, Privat Karlstift. Hotel Elefant: Iniporath, Privat Trieft. — PetterS, .«aufm., Stranig, Kauim., Edl. v. Küttel. Jng., »aifer, Beamter, Honet, l t Major, f. Wien. — Wiljlinger, Hausbesitzerin Zdmont. — Gräfin Lajovski, Private. Deutschmann, Private, Ertl, Techniker, f. Graz. — Rindler, Fabrikant Dieme Neustadt. — Bauer, Wirthin Friedau. — Hofer, Privat Pettau. — Kendinek, Jng. Paris. — Pondai, Privat Laibach. Hotel weißer OchS: €ap5. Dir. Karlstadt. — Glas, Weiß, Kohn, Esfinger, Herz, Bienzl, Klein, s. Reisend«. Sigmund, Kaufm. s. Dim. — Stubenschrot«, Priv. GleiSdorf. — Schupfer, Zins Linz. — Zegner, Reis. Laidach. — Wschnisch, Jmift Agram. — PreSker. k. I. Lieut. Marburg. — Cwii, Reis. Graz. Hotel goldener Löwe-Seemann, Poldis, Eckhardt, BijchofSki. Faninger, Barsch, s. Beamten, Nerath, Reis., Puschnig, Ingenieur-Assistent, Vruckner, Priv., s. Wien. — Krilan, Priv. Ehrendauscn. — ktel, Bandagist Berlin. — Eigner, Gastdiener Graz- Eingesendet. *) Geehrter Herr Redacteur? Ich habe schon wiederholt die Bemerkung gemacht, daß Zuschriften an die Redaction dcr „Cillier Zeitung", welche Sie zu veröffentlichen die Güte hatten, die ge-wünschte Wirkung brachten, ich möchte mir nun erlauben, dem allgemeinen Wunsche nach wirksamer Etraßenbefpritzung hiermit Ausdruck zu gebe»; bei der drückenden Hitze auch noch den staub schlicken M müsien fällt vielen satt, zudem möchte ich wissen, weshalb man diesbezüglich Heuer eine Ausnahme macht? > Genehmigen Sie, jc. Ein Abonnent. Zur Erhaltung der Gesundheit! Die Nothwendigkeit und Wohlthätigkeit einer ratio-»eilen „Blutreinigungs-Ciir im Frühjahre" sllr den menschlichcn Orgamsmuo ist von den größten Aerzien aller Zeiten anerkannt worden. Und beachte» so viele diese Nothwendigkeit nicht. Jeder Mensch sühlt den ßmfwß d schlage und Flechten offenbaren. Echleimmassen, ! überschüssige Galle «Ursache der Gelbsucht) und andere ; PitiNKtt krankhaster Processe find im Körper angehäust 1 tn5 im Frühjahre sucht die Natur alle diese sremden ^ (t»ffe, dt« oft lange unbemerkt im Innern schlummern, auSzilstoßen. Pflicht eines jeden ist es, ob er gesund oder fiaat ist, dieses heilsame Bestreben der Natur rechtzeitig durch eine rationelle Blutreinigungs-Cur zu unterstützen, 1oilc« nicht diese Stoffe im Körper zurückbleiben und die Ursache schwerer Erkrankungen werden. Tas kreis-tiqjle und bewährteste Mittel biezu bleibt die von allen i Aerzten der Welt als das bestt Blutreinigungsmittel aiicrkannte „Sarsaparilla" und die bequemste und wirk-s-i»fte Form, dieselbe zu nehmen, der „verstärkte zu» si»«engesetzte «arfa parill a-Syruv von I. J Herdabny, Apotheker zur Barmherzigkeit in Äien. VII, Kaiserstraße 90". Tiefer Syrup enthält eile wirksamen Bestandtheile der Sarsaparilla und vieler gleich vorzüglicher Mittel in concentrirtem Zustande, und wntr dabei erstaunlich rasch, auflösend, milde und schmerzlos. Tie mit der Sarsaparilla erzielten Erfolge find weltbekannt, daher können wir auch I. Herbabny s verstärkten Sarjaparilla-Syrup, da er zugleich auch bil-lig ist ^l Flac. «5 kr.,) nur wärmsten« empsehlcn. Um ida echt zu bekommen, verlange man stets ausdrücklich I Herdadny's verstärkten SarsaparillaSyrup, und de-zielx ihn direkt vom Erzeuger oder aus dem Depot in Cilli: I. Kupferschmid, Apotheker. 167—12 *) Für Form und Inhalt ist die Redaktion nich «erantivortlich. Corresponden; der Redaction. XXX Cilli Wir wollen vorerst noch abwarten, mehren fich die Denunciationen der beiden Herren, so werden wir uns nicht scheuen, jenen das elende Hand-wert durch Aufnahme Ihrer periodischen Artikel „Aug' um Auge" zu legen. Kourse der Wiener Börse vom 2». Juni 1881. Goldrente...........03.70 Einheitliche Staatsschuld in Noten . 76.75 » „in Silber . 77.55 18ß0tr Staats-Anlehenslose .... 132.— Bankaktien........... 824.— Creditactien...... . . . , 353.60 L'otioou............117.— Napoleond'or.......... Ö.28 f. I. Münzvucaten........ 5.51 100 Reichsmark.........57.— Eisenbahn Katjrordnung. Richtung W i e n - T r i e st. Ankunft Abfahrt Tages-Eilzug................ 3.40 3.42 Nachm. Nacht-Eilzug................. 8.:M 3.3ti Nachts. Poftzug.....................11.32 11.42 Mittag. Postzug.....................11.42 11.47 Nachts. Gemischter Zug.............. 5.22 5.30 Nachm. Richtung Triest - Wien. Anlunst Absahrt TageS-Eilzug................ 1.12 1.14 Nachm. Nacht-Eilzug.................12.24 12.20 Nachts. Postzug..................... 8.58 4.0L Früh. Postzug..................... 4.26 4.32 Nachm. Gemischter Zug..............9.11 9.19 Borra. Secundürzug ab Cilli 6 Uhr Früh Ank. Laibach 9 Uhr 24 M. Vorm ab Laidach 5 Uhr 45 M. AbdS. Ank. CMi 9 Uhr 4 M. Abds. Avfayrt der Kosten von Cilli nach: Sachsenscld, St. Peter, St. Paul, Franz, Möttnig, Troja»«, Lukuwey, Bir, Laibich um 5 Uhr Früh. Fraßlau, Praßberg, Laufen, Lverbürg um 5 Uhr Früh. SSillan, Schönstem, Mißling, Wiltdischgraz um 5 Uhr Früh. ReuhanS um 12 Uhr Mittags. Hohencgg, Weitcusteiii un» 12 Uhr Mittags. Tachsenseld, St. Peter, St. Paul, Franz um l Uhr 5 M. Nachm. 'HlUfy i|lff fUltyfllfr , durchstiegt mancher Kranke die Zeitungen, sich fragend, welcher der vielen Heilmtttel-Annoncen kann man vertrauen? Diese oder jen Anzeige imponirt durch ihre Größe; er wählt und wohl >» den meisten Fällen gerade das — Unrichtige! Wer solche Enttäuschungen ver< meiden und sein Geld niet-t unnütz ausgeben will, dem rathe» wir, sich von Äarl «»rlschek, K. St. UniverfitätS'Buchhdlg. Wien, 1. Stesansplatz »! die Broschüre „Kiankensreund" kommen zu lasten, denn in diesem Schristchen werden die bewährtesten Heilmittel ausführlich und fachgemäß besprochen, so daß jeder Kranke in aller Ruhe prüscn und das Beste für sich auswählen kann. Die obige, bereits in 450. Auslage erschienene Broschüre wird gratis und franco versandt, eS entstehen also dem Be-steiler weiter keine Kosten, als 2 kr. für seine Postkarten._ XXXXXXXXXXXXXXXX 500 Gulden ' " inbV ich dem, der beim Gebrauch Ton liö»ler> Znlni-Mim>«r« Wien, I. Rcgitirung»- gafii«c 4. Nur echt In Cllll bei J. Kapferaohmld, Apotheker. XXXXXXXXXXXXXXXX In einem Alter von 70 Jahren litt ich mehr denn 0 Jahre an einem schmerzhasten Magenkatarrh, den weder Homöopathen. Allöopathen und Hydro-pathen zu beseitigen vermochten. Zusällig las ich in einer Wiener Zeüung von der guten Cur des Herrn P. in H., habe mich hieraus dorthin gewen et und die wunderbare heilkrüstige Wirkung des Pulvers als-lald ersahren, so daß ich allen Maaenteidenden diese Kur empsehlen kann. Ilses Noack, k. k. Forstbeamter >. P. G ö r z im Küstenland. N. 8. Selbst auch der Kostenpunkt darf oen Pa-tienlen von dem Gebrauche dieser Kur nicht abhalten, denn die Curkosten find sür Jeden, auch jden Aermstem erschwinglich. Zum Zweck der Einleitung einer Cur belieb«" man zunächst die Broschüre: „Magen- und Darurtatarrb Preis 20 kr. in Postmarten, oder den Auszug derselben kostenfrei von Popp's PoU« klinik in Heide ^Holstein). Für Familien und tcfccirfcl, Bibliotheken. k>»lels, Cafes und Restaurationen. VcL Probe-Nummern gratis und franco. Abo,mement5. preis vierteljährlich « Mark. — Zu beziehen durch alle Nnchhandlungen und posianstalten. Lrpedition der ^llustrirten Zeitung in teipzig. vie besten und billigsten a haben Mai Hauptplatz Prew-Courant* und Zeichnungen gratis und franco |-S- EjMi ff. 7. ?»a =lsffs5SS«!«U r «»? r r ff a •.-. «* B ^ 2 " • «5 w ?: *s§- • SSE'S» 5" Sff 8 3-§5 ®£'3 Z 53= ? ="? K « 2,. = 1 s 2 *• • • • -Z--SS' SJ-s « M 5 u I 5 slil. s-?»? .....* nfs ist? s S xa- Sa 3 .....s- s- s? Z,?z * Z !• ii 's i.n f f! 9 T <2 H 8||3SiS_s> Itzti iss£ ii B«Bi»a»ffgaggggg imsss i sgggyjg, s f S2 "6sil!"3iii li'iSi'Väiii I s I RSSSX I I 23£2 IX I gSHTTTSSgS_gs srt Z "S. £ c» ? e. i 5"";e't""3s S _lJLJUJJ_LS3JJLLLJ !_*3. I S I I I I Hilft B £• 'S I t- fllisiSüssllli ÜSiLiiiiil 1 ILSLZS,S!»KSK?SS isssss i ssaans t B* Bi 8 S « 5 «2® «*«• K fi8 ■ i ijjsf: - x*i5:r fivp 2? fr- M IIH }«S?5 Z. ^5 i If % 13 • S-? 1 5- £ nvt 1 siiil iiiii > SLSSS Li Ii3' 3|1? » r. I ??!!?? !| I ■Stil! !I |?fM* ll- i * 5||f? fg. f 5 s? „ l»«3i ?SSS^i *. » s *Jf!Tserfa| 5pff«U iiwmk 5 *iöäS« • • LSAssH »«ms- r £ S»SiiS» «??! lilffi f a ÄS?' £2 äs, fqf"öl- Hif ' a 3 3 g 1 • s»bv5S' ;«* if-lfS«' ffä* "?■'I"? -22 1 Z.T f* =S=« | • 8? 3 * ®*a3 l ts? ?? • s? » » s«r g« sJll3" ?.SS, s*MSSJ ff ? glf3|| : äs:, -lg sp 4; «I s . *Si" frl 3. . =■ II ** w n I #s 2 ^ «i • — ? «* "5 a Ä f» —" e» s»' ?• *3»«- ?. fii: 'I? s ?»»Z. :M ■» ü l,| * 5"1 fS-. |r | *2**. ?° I- f*11 «s ». '.-r > i > ZZJZ LS5L ijfttn f 5?s?s 5 »s ff? «- - - Z ? e t 3 . . • ! - F • • M fcTE s. 'S 27 g.iiii ii 1 5 Zi?LS 1 lg -SS23 SSI»IS «d i SS SSSSM I o g E 1 £ z s S I S R Ithlr f ttl! | mi. f.; s| 5 S . . af. B. . .. ff... • 5 ® M ?£.■ -3. 8£, 5 ff&7 -z aSggs | i|ifa« s Z 5. « •!•»•• i a - S ?. S lisili ? ilsl 1 | 2 3 sr#2i i i ins <Ä 55 V s «k ö ^ ss Q0> r-t s « «r n i—k oo oo o ob c <3* r-{ Hcdicinische Briefe. 1. Verdauungsstörungen. Die Organe, durch welch« dem menschlichen Körper die Stoffe z« »einer Erneuerung aufnahm «fähig gmacht werden, sind für die Gesundheit natürlich vo» äusserster Wichtigkeit, jede Störung in den Func-twaen dieser Organe, jede Minderung, Alteration und Hemmung ihrer Leistungsfähigkeit erzeugt krankhafte Zustände mehr oder weniger schwerer Art. Durch die «chlechte Verdauung wird auch die Darmpartie des t:iit*rlfib«a in Mitleidenschaft gelogen. Tritt nicht an Am rechten Stelle richtige Heilpflege ein, so treten die r Mannigfachsten Krankheitserscheinungen auf, als: Blut-imiuth. Bleichsucht. Trägheit der Glieder, Apetitlosig-krit, sauere» Aufstossen, Schmerlen im Magen, den Pinnen, überhaupt im Unterleibe, Verstopfung. Blä-tagen. Diarrhöe, Abmagerung. Leber- und Uallenleiden. iliast man die Krankheiten ungehindert ihr zerstörenlies Werk fortsetzen, so ist allgemeines Siechthum und : athliesslich der Tod die Folge. Es ist statistisch festgestellt, das» in Folge der heurigen Lebensweise zwei Drittel a'ler Menschen an prtörter Verdauung leiden ohne es zu wissen und nur ii i>ft durch eigenes Verschulde», durch Unkenntnis», Vernachlässigung, durch Anwendung ungeeigneter oder x»r schädlicher Mittel schwere Leiden über «ich herein» Iffi-Vn lassen, wie Hypochondrie. Melancholie, Hysterie, i Gklit- und Rheumatismus. Verdauungsstörungen werden meistens durch nicht , ««lügende Absonderung des zur Verdauung nothwen-, 5is,n Magen- und Darmsaltes hervorgerufen. Nach die-> k? Richtung hin. um48 desshalb die Heilung des Lei» ' 4{lu erstrebt werden, es dürfen keine drastischen, ' Klurf abführend wirkende Mittel in Anwendung kotn-men, sondern nur Arzneien, welche die Magenschleim-; baut und Danndrüsen zu grösster Thätigkeit (Abson-[ lUrnngl mild« reizen. Als eine» der am sichersten und raschesten wir-kenden Heilmittel kann man die v»n dem Apotheker Sich. Brandt in Schaflliausen dargestellten Scnwcizcr-jiillen aufs Beste empfehlen. I Viele Aerzte haben constatirt, dass deren Wirkung eine äusserst angenehme, anregende ist un.i dass du Pillen keine, dein Körper schädlichen Stoffe ent-1 kilten. In Graz sind dieselben in der Apotheke der larraherz. Brüder, in Marburg Apotheker König, in ; Laibuch Apotheker Mayr vorräthig und findet man die-sti bewährte Arzneimittel nur in Blechdosen enthaltend y> Pillen für 70 Kreuzer und kleine Probeschächtelchen mit 15 Pillen für 25 Kreuzer. Man achte beim Ankaufe. dass jede Schachtel eine rothe Etiquette mit dem Schweizerkreuz und dem Namenszug des Apotheker R. Brandt tragen muss. Ilerger's mediciuische THEERSEIFE Durch medic, Kapacitäten empfohlen wird in den meisten Staaten Europa's mit glänzendem Erfolge angewendet gegen Haut-Ausschläge aller Art itubeiandere gegen chronisch« und Schuppenflechten, Kritje. Grind- und parasitäre Anschläge. sowie gegen Kopfcrnuse. Frostbeulen. Scnwei*»s#*se. Kopf und Bart-schippen. — Bergers Theerseif« enthält 40% Hol« theer und unterscheidet »ich wesentlich von alle» Sbrisfii Theerseifin des Handel». — Zur Verhütung van Tünsehungen begehre man ausdrücklich Berger's Theerseife und achte auf die bekannte Schutzmarke Ab mildere Theeraeife zur Beseitigung aller riirctiilM'iten na Gerüche «a» b<« Vixnd« a»d de» .-(«bafteise«. Haupt-Drvvt - J.WEM, M«»re> «»»thkkr. Wies, Taehlaaben Nr. «7. Kraz: Jns, I'HrcIritnrr. Dank und Anempfehlung. Nachdem ich schon seit vielen Jahren an Gicht und Rheumatismus gelitten und sowohl an Händen und Fflssen, als auch im Kreuze so unerträgliche Schmerzen hatte, dass ich oft der Verzweiflung nahe war und alle ärztlich verordneten Mittel nichts halsen, gebrauchte ich zuletzt das in den Zeitungen empfohlene „Breslauer Universum" und muss es dankbar anerkennen, dass schon nach kurzem Gebrauche die Schmerzen sich verloren haben und ich wieder meine Arbeit verrichten kann; auch von einem Magenleiden, welches darin bestand, dass ich fast keine Speise vertragen konnte, bin ich durch den Gebrauch des „Breslauer Universums" vollständig befreit und so gesund geworden, dass ich meinen früheren Appetit wieder habe und Alles gut vertragen kann. Ich sage daher dem Erfinder dieses heilsamen Mittels. Herrn Oscar Silberstein in Breslau meinen aufrichtigsten tiefgefühltesten Dank und kann das »Breslauer Universum" allen Leidenden nur dringend anempfehlea. JHarhnm NehtnaU. in Ilögeratall bei St. Leonhard am Forst AnmerkuiiK. Langwierige, veraltete, tief irn Organismus eingewurzelte Krankheiten alter Art, insbesondere Steht und Khenmatiamna, Lähmungen, Bruat-, Lungen-und Bf&genlelden. Härmorrhoiden. Knoohenfraee, Flechten und eonttige Haut- auaaohl&ge Frauenkrankheiten n. ». w.. bei welchen bisher jede Behandlung ohne Erfolg geblieben ist. werden durch den Gebrauch des Blut- und 8äfterelnlgungamlttela BRESLAUER TJSIVERSUM für immer beseitigt. Das Breslaucr Universum ist per Flasche zu 2 st., zum Gebrauche auf 6 Wochen ausreichend, zu haben: in €'1111 bei <3. lAiipf<"rMC*luui B» o B* B s Ausverkauf von 160— Herren- und Knaben- Kleidern zu tief herabgesetzten Preisen wegen Räuinurg des Locales in dem Geschäft« Huuiitplutz \o. 2. Zugleich gebe ich den Herren P. T. Kunden bekannt, dass ich in meinem Hause. Herrengasse No, 8, ein grosses Lager in- und ausländischer Stoffe führe. Bestellungen werden prompt und billigst esseetnirt. 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I-SO ÄtKjSkrt« ... *•— G»n,li>dr>». . . luanil Ali»»»»«« tkin,eln» Nummern 7 kr Mit Post-Versendung: (UeTtritMria . . l.M »»ItliN,», . . . 9.1« Gan^ahrlg . . . »».^ Erscheint zeden Donnerstag und Sonntag Morgens. Inserate werden angenommen in bei JjpcMIcrn »«, „aiOict Zkilnn«". Hn-rcnjaif« Bt. « (»nAStadtt« »»» Jod»»» Kitilft). ■ulMitll nttmtn 3»(crate für bie „sillin ! .•('»tun«" *■: 9t. tXoflc in üken. »n» »I«n beScutcttDt» 6tabt(* tt> 3*nlintatt. 3»(. *i«n-»»ch in dtup n. CvtKlit uns ttattt. u litmp in w>k», K. RSll-c Zcilnnz»»«s-nlnr in I Üxidach. H^ränumerations-Kmtadung. Schwere Zeiten sind über unser Baterland hereingebrochen. Mächtiger als je zeigt sich allenthalben Unzufriedenheit; offener als je tritt überall Verbitterung zu Tage. Nationale Kämpfe und reactiouär-elerikale Umtriebe ersticken alle volkswirtschaftlichen Reformen im Keime. Von den sehr berechtigten Wünschen unseres Volkes ist nicht Einer in Erfüllung gegangen, dagegen aber erlahmen die Versuche nicht, jene weniger freiheit-lichen Errungenschaften, welche deutscher Fleiß und deutsche Ausdauer gewonnen, zu verdrängen. — Wohl wissen wir, daß die gegenwärtigen Zustände auf die Dauer unhaltbar sind, allein mit stummer Resignation dcr endlichen Lösung der Versöhnungswirren zu harren, ist des wahren Patrioten unwürdig, denn gerade der Kamps weckt und stählt das Selbstvertrauen. Es ist nicht unsere Aufgabe hohe Politik zu treiben, wir wollen nur das deutschliberule Bewußtsein hegen und schirmen. Getreu dem vor mehr als fünf Jahren ausgegebenen Programme wollen wir auch fernerhin für die Interessen dcr Bevölkerung des Unterlandes, unbeirrt durch Mißgunst oder Neid, unbeirrt durch Ver-leumduugeu und Verdächtigungen unserer Gegner, einstehen. Indem wir unseren Freunden für die rege Unterstützung den besten Dank aussprechen, erlauben wir uns neuerdings auf ihre Sympathien zu appellireu und sie zu neuem Abonnement höflichst einzuladen. Die Redaction und AdmiMration der „Cillier Zeitung." Feuilleton. In den Gewittern der Zeit. Roman von Max Bigler. (20. Fortsetzung.) Eine Hand sucht drinnen an der Wand de» Flur» . . . Richtig! ... Da hängt der Schlüssel, der hier seinen Platz zu haben pflegt. Er schlupft leise in da» Schloß ... alle Sinne Bruno'« wirbeln in heißem Taumel durcheinander, er ist seiner selbst nicht mehr mächtig. Wie versteinert starrt er auf die Thüre. Sie öffnet fich. und, in einen weichen Pelz gehüllt, erscheint eine hohe, üppige Mädchengestalt. Bon dem schönen Haupte fällt eine fluthende Fülle dunller Locken herab. Die Blicke tauchen sich in einander ... er will ihre Hand erfassen. Sie zieht sie zurück. — Luzia! Willst Du mich rasend machen? spricht er so ungestüm, daß sie ihn zur Mäßigung mahnen muß. Sie hat ihr Opfer, sie hat e« ganz. E« ist blind in ihre Hand gegeben, sie taun ihn tüdten, wenn sie will. Alle« Sträuben und Zögern ist überflüssig geworden; sie braucht nur die Arme auszustrecken, und er sinkt hinein. Aber martern muß sie ihn erst, wie ein Reumüthiger muß er vor ihr stehen! Und sie sträubt sich noch; sie zögert noch, und ihr Herz fühlt wollüstige Schauer ob der Qual de« feinen. — Luzia! Sei barmherzig! stöhnt der Un« glückselige. Ich liebe Dich wie einst! Sei barm-hcrzig ! Er fleht um ihre Barmherzigkeit ... so will sie'« haben! Sie ist die Königin, die Gnade spenden und verweigern kann! Er fleht sie um Barmherzigkeit . . . unsagbare Genugthuung! Und sie ist barmherzig, und sie öffnet die Arme. — Komm'! flüstert sie. Diese Seite de« Hause« ist heute von Niemand bewohnt al« von mir I Und sie ergreift feine Hand und zieht ihn hinter sich her; er folgt willenlos, ein schwache« Kind im Banne der Leidenschaft, leise, auf den Zehen, langsam und vorsichtig von Stufe zu Stufe, die Treppe hinauf. . . Seine Hand zuckt fieberisch in dcr ihren, und das klopfende Herz droht, seine Hülle zu zer-sprengen . . . Jetzt sind sie oben. Sie öffnet die Thüre. Ein milder Dämmerschein von der hellgrünen Ampel quillt ihm entgegen; üppige Blüthen und frische, saftige Blätter schimmern auf dem kiinst- lerich gearbeiteten Blumentisch; berauschender Duft strömt durch da» Gemach. Sie neigt sich lächelnd über ihn, daß die dunklen Locken um seine Schläfe spielen und der schimmernde Busen ihm enlgegenfluthet, und sie drückt einen flammenden Kuß auf seinen Mund. Sie hat ihr Opfer gefunden . . . XI. verwert. Der Schlitten de« Grafen Bruno von Pahlsen fuhr spät zur Stadt hinaus. E« war schon einhalb fünf Uhr Morgen», und al« die feurigen Rosse durch da« große Thor in den Hof de» Schlosse« eilten, legt sich auf dem Rittergut« Lindenschlag der erste Schlaf in die Augen eine? schönen einsamen Mädchen«, dessen Haupt wie im Fieber brannte . . . Dann und wann nur war auf der Heim-fahrt daS Bild Margarethen'» au« der wilden Traumwelt, die Bruno's Seele umfing, emporge-taucht, plötzlich und schnell wie ein Blitzstrahl, und rasch wieder verschwebend. Er ließ jetzt diese« Bild nicht nur unbewußt von den hohen Wogen seines Herzens begraben; e« war sein Wille. . . er mühte sich selbst, es immer wieder in der Seele tiefsten Grund hinabzubannen. Schien es doch, als ob der Glanz diese« Bilde« alle die anderen, in glühenden Farben seine Seele durchziehenden In unsere Qser. Die heutige Nummer unseres BlattcS wurde von der k. k. Staatsanwaltschaft mit Beschlag belegt. Wir veranstalten eine zweite Auflage mit Hinweglassung des beanstände»» Artikels. Die Redaction. Stavifirte chcrmauen. Am Spessart und im Odenwald«, auf den böhmischen Bergen und den heimischen Alpen, überall wo Deutsche wohnen, erglänzen am Abend de» 23. Juni die Sonnewendfeuer, ein altes ger-manisches Freudenopfcr, dem wiederkehrenden Som> wer dargebracht — mag die christliche Religion daraus die Iohannisfeuer gemacht haben — ter Brauch ist älter als der Heilige, für den sie jetzt brenne»; er hat sich von Geschlecht zu Geschlecht vererbt als ein, wenn auch unbewußte« Opfer deutscher Pietät, dem alten deutschen Gotte! An dieses Wahrzeichen deutscher Sitte wollen wir an-knüpsen, um an der Hand unanfechtbarer geschicht» licher Daten zu beweisen, daß zwischen Drau und Sau heute Deutsche wohnen, welche die vielfache Berührung mit den angrenzenden Slave» zwar slavisirt, deren ^ tamm aber ein deutscher ist und deren Voreltern weit draußen auf gut deutschem Boden wohnten: in Thüringen und Schwaden; Hieher verpflanzt um den Stock abzugeben für eine süßige Bevölkerung. Wie vor Jahrhunderten drängen die modernen Sarmateu — zwar nicht uuhr mit Keule und Axt — durch politische Maulwurssarbeit vorwärts auf deutschem Boden; deutsche Cultur und Bieder-feit bedrohend durch Uncultur und Verschmitztheit. Blindlings folgt der ungebildete slavische Pöbel Jenen, welche Wahl, Geschick oder Mißgeschick zu Führern der Bewegung ihres Volke» bestimmte, die unter dem Vorwande die Freiheit ihrer Nation zu vertheidigen, sich wechselseitig verrathen um ihren Ehrgeiz, ihre Weichlichkeit zu unterhalten und sich in stetem Müßiggange von dem Schweiße und dem Blute Millionen Unglücklicher zu er» nähren. Arme» Volk! E» ist dcr letzte Kampf den die Deutschen auf deutschem Boden gegen Sarmaten kämpfen, auch diese Springfluth de» Slavismus wird sich wieder zurückstauen, um später nimmermehr durchgingen *u können, die Wellenbrecher, die deutsche Sitte und Cultur auf« gethürmt haben werden. Im Jahre ö nach Eh. G. erscheinen unter ihrem Könige Marabod das erstemal Markomanen und Ouaden in den Gegenden zwischen Driu und Sau. welche den Römern zinsbar, theil» römische Provinz, eine au» Galliern (TauriSkern später Norikern) Illyriern, Beneten und anderen Völkerschaften zusammengewürfelte Bevölkerung halten. Pannonien und Noricum waren noch nicht ganz besiegt, als Marabod mit seiner Macht aus dem hercynischen Walde über die Wüsteneien der Bojen — über die Donau — bis zur Drau vordrang; Pannonrer und Dalmater stießen zu ihm und drängten die römischen Legionen unter Veleju» bi« hart an Italiens Grenzen; Tiberius und Germanicu« erst gelang e« in Zjährigem Kriegszuge Maraboo wieder in« untere Pannonien zurückzuwerfen um ihn endlich am Fluße Vathinuu» entscheidend zu schlagen. Marabod lieferte sich später selbst den Römern aus (19), nachdem auf seinen Kriegszügen gegen d;n Chcruskerfürste» ArminiuS und den Golden Cattualda das Glück der Waffen gegen ihn entschieden, uud starb al« Privatmann zu Ravenna. Siebzehn Jahrzehnte später kommen sie ver-stärkt wieder die wilden Horden der Sarmaten, Markomanen, NariSker, Hermunduren, Latringer, Buren, Bictovalen, Bastarnen, Kosiben, Sikoboten, Roxolanen, Alanen, Peuziner, Kostodokcn u. a. verheerend und plünderno über Donau und Drau; nur der Thalkraft eines Marc Aurel halte Rom e« zu danken, daß nichl auch Sarmaten die frucht-baren Gefilde Italiens zerstampften, daß Rom nicht erzitterte vom Siegesgeheul der Barbaren. Durch« Kankerthal zog er ihrer vereinigten Kriegsmacht entgegen, trieb sie durch den Lara-vankas in« Noricum und sodann nach Germanien, wo er so glücklich war sie entscheidend zu schlagen. Ein harter Friede, der insbesondere die treulosen Markomanen traf, verschaffte Rom für einige Jahre Ruhe. Damals siedelte Marc Aurel, von den ge-fangenen Markomanen. zahlreiche kleinere Stämme in Dacien, Pannonien, Mösien, ja selbst in Italien an und damals mözcn auch die ersten Ansiedler somalischen StammcS in unsere Gegenden gekommen sein — al« Eolonisten der Römer. Unter ZosimuS beginnen die fortwährenden Krieg« Roms gegen sarmateu und Golhen. Hunnische Völker au» dem Innern Asien'S drängten und häuslen sich an den nördlichen Ufern der Donau; Sarmaten und Golhen mußten Auswege suchen, wenn sie sich nicht durch einheimische und nachbarliche Kriege selbst aufreiben wollten. Zuerst wagten Sarmaten einen Ausfall über die Donau, nach mehrjährigem Kampfe zurückge-trieben, fanden sie ihre Wohnsitze von den Golhen besetzt, ein mörderischer Kampf zwischen veideu war die Folge, der erst durch Constantl» 332 n. Ch. nach Besiegung beider Völker sein Ende fand. 300.000 Sarmaten erhielten ihre neuen Wohn-sitze von Eonstantin in Tracren, Makedonien und Italien angewiesen. Bilder, deren Zauber er sich mit vollem Herzen hingab, verdunkeln, ja, zurückdrängen wollte! Und er machte stet» von Neuem den Versuch, keinen Gedanken mehr an Margarethe in seiner Seele Raum gewinnen zu laffen, und er mußte der Andern folgen, in ihren heißen Umarmungen, in ihren feurigen KLssen mußte er Le-gessenheit suchen, und wenn eS ihn zuweilen wie eine böse Ahnung ergriff und gleich einem jähen Schrecken durch seine Seele fuhr, dann fehlte ihm die Krast, diese Ahnung festzuhalten und sie in voller Gestalt vor seinen Blicken emporwachsen zu lassen; er scheuchte sie schnell hinweg, und eine süße, heim-liche Gluth stieg wieder zu seinem Herzen, und in seiner Brust klangen die Worte Giacomo Leopardi'«: »Und süß ist mir'«, in diesem Meer zu scheuern!" Herr LiSwendt freute sich nicht wenig, daß von nun an die Besuche de« jungen Grafen in seinem Hause wieder häufiger wurden, und er bot Alle« auf, um da« letztere sür den Gast recht anziehend zu gestalten. Dazu gehörte e« natürlich auch, daß man öftere Zusammenkünfte zwischen Bruno und Luzia allein ermöglichte, und e« war gar nicht« Seltene«, die beiden, Schulter an Schulter gelehnt, drunten im Wintergarten sitzen zu sehen. Der Wintergarten mit seinen üppigen Blüthen und Blättern u.rd dem gluthheißen, de- rauschenden Duft, der ihn durchwehte, war so recht eine Stätte für Luzia, eine Stätte für diese Liede . . . In dem Hause LiSwendt und Sohn folgte jetzt eine Festlichkeit der andern, und eS war für Luzia keine geringe Befriedigung, sich al« die Schönste in dem reichen Damenflor, der sich dabei entfaltete, von den Frauen beneidet, von den Männern bewundert uud begehrt zu sehen. Und welche Genugthuung erst, auf allen Lippen al« die Braut de« Grafen Bruno von Pahlfen zu schweben ! Am Morgen nach einem solchen Festabende wollte Willibald zur gewohnten Stunde in sein Contor treten. Eben war auch sein Vater in da« daranstoßende Zimmer gekommen, wo er allein zu arbeitet: pflegte. Kaum aber hatte sich Herr Li«-weudt auf seinen Sessel niedergelassen, al« er die Schritte seine« Sohne«, der eben noch an der Thüre seines eigenen Conlor« gestanden halte, hastig sich der Thüre de« Zimmer« nähern hörte. Villeicht wollte er noch irgend eine geschäftliche Auskunft haben. Herr LiSwendt legte darum die Feder nochmals zur Seite nnd lauschte auf. Willibald eilte zur Thüre hcrcin. Seine Augen lcuchlctcn ledhast; er befand sich in ficht-barer Aufregung. Der Vater sah ihn an und er-warnte ungeduldig seine Worte. Aber schnell, al« ob er etwa« vergessen habe oder als steige eine plötzliche Erinnerung in ihm auf, wendete ihm der junge Mann den Rücken zu und ging hastigen Schritte« über die Schwelle zu-rück. Er eilte draußen über den Gang wie rasend über den Hos weg, durch da« hohe Thor, das ihn erschließt, und drüven in das Wohnhau» hinein. Am Lorsaal riß er in heftiger Bewegung am Klingelzug und konnte gar nicht erwarten, bi« man ihm öffnete. Er stürmte dann den Corridor entlang in sein Zimmer und suchte auf allen Tischen, auf dem Sopha. auf allen Stühlen, er warf alle Papiere vom Schreibtisch herab und lief in der Stude von einer Ecke zur andern, von diesem Fenster zu jenem . . . Er fand nicht« und schritt wieder rasch nach den Werkstätten hinüber. Die Leute, die den sonst so ruhigen Mann in dieser fieberhaften Aufregung umherstürmtn sahen, blickten sich vcrwuudert an und steckten fragend die Köpfe zusammen. Willibald kam jetzt wieder in das Contor seines Vaters geeilt. Auf seiner Stirne stand perlender Schweiß. — Verzeihe. Vater! rief er dem nunmehr schon ernst Beschäftigten zu. Hast Du die «Schlüssel zu meinem Contor und Schublade mcincS Schreibepults ? Der Angeredete blickte überrascht von der Arbeit empor. — Wozu sollte ich diese Schlüssel nöthig gehabt haben? versetzte er erstaunt. Und ich hätte sie ji auch nur von Dir erbitten können! r • "! ■ " " ■ k" Die Römer nannten die neuen Ansiedler kimiganten. Angrenzende und Arkaraganten, Ber-ttiedene; Sarmaten waren eS sicher — der Rame Slave war noch unbekannt. Immer tiefer sank da» weströmische Reich, immer neue sarmatische Schaaren drängten an und in die germanischen Lande. Bon den Schlün-den Catlaro'« an der sturmgepeitschten Adria bi« gegen das Eismeer vom Obermain und von der Elde bis an den Jrtisch breitete sich jene unge-beute Masse der Slaven. An ihren westlichen Boiwochcn den zurückgedrängten Germanen begegnend, südwärts noch den Römern, östlich von an-der» asiatischen Horden gedrängt, den gewaltigen finnischen Stamm immer höher in den Norden hinauftreibend — forderte sie frühe schon, bald nach dem Sinken des römischen Weftreiche», ein immer wachsame» Auge. Sie forderte beständige, miteinander Hand in Hand gehende militärische und Missionsvorkehrungen heraus. In den un-ermeßlichen Ebenen neben der Weichsel und di« an die baltischen Küsten und an und über die Karpathen und Sudeten, zogen und stritten sar-malische Stämme. Am Ende de» fünften Jahrhunderte«, al« die große Wanderung asiatischer Völker ihr vor-läufige« Ente erreichte, al« all' die gedrängten Stämme in neuen Ansiedlungen zu staatlichem Leben gelangten, finden wir im Herzen Deutsch-land« den slavischen Stamm a!S herrschenden. Wenden, Slaven oder Anten gründen neue Reiche: Groß-Chrobatien entsteht ir> Ost-Böhmen, Schlesien und Loeomerien, Groß>Serdlien in Meißen, West-Böhmen und Mähren. Wenden oder Anten nehmen die südlichen Donauländer ein, um gleich von einem Franken Samo (im siebenten Jahrhundert) beherrscht zu weiden. Noch ist die Frage nicht gelöst, ob die alten Wenden überhaupt ein slavischer BolkSstamm sind, berühmte Gelehrte, wie Gatterer, halten sie überhaupt für Germanen; die späteren Wenden aber seien von Süden eingewandert« Slaven gewesen, welche dann nach ihrer gewöhnlichen Sitte von dem neuen Paterlande (dem Lande der allen Wenden) den Namen entlehnt hätten. In einem nächsten Artikel kommen wir auf die specielle Geschichte der Bewohner zwischen Drau und Sau zu sprechen, auf die schon mit Carl d. G. beginnende Colonisatio» mit Deut-schen aus Franken und Schwaben. Petta», 2< Juni Orig-Corr.) Musik-Berein. Das durch ungünstiges Wetter wiederholt vereitelt ge-Ieienc Promenade-Eontert unseres Mufikvereines wird, schine Witterung vorausgesetzt, Sonntag, den 26. Juni stattfinden. Am 1. Juli veranstaltet die Schule dieses vereine? eine öffentliche Prüfung der MusikvereinSzög-linge. Für diesen Berein besteht gegenwärtig eine Lokalitäten Krise. Die derzeitig innehabenden Ubicalionen entsprechen in gar keiner Weise ihrem Zwecke. Dieselben — Gleichviel! ES muß sie Jemand auS meinem Wohnzimmer drüben entfernt haben! Mit halb angstvollen, halb zornigen Blicken flarrtc Herr Liwcndt jetzt seinen Sohn an. — Die Schlüssel fehlen Dir? fragte er hastig, »«i Sessel ausspringend. Mein Gott! Und Du birzst ja wohl in jener Schublade den Schlüssel zum Geldschrank? — Allerdings! antwortete Willibald nun immer aufgeregter. Mir fehlt der ganze Schlüssel-band! — Aber ich denke. Du verwahrst diese Schlüs-fei sorgfältig genug! Hast Du sie denn gestern Sbend nach Schluß de« Contor« nicht mit Dir zenommen? fragte Herr LiSwendt in einem Athem weiter und stand mit einer Geberde vor Willibald, al« wolle er diesem die Worte au« dem Munde herauSpressen. — Wie immer, antwortete dieser, nahm ich ant gestern Anend die Schlüssel mit mir in mein Wohnzimmer, legte sie aber dort während ich mich unserer Festlichkeit wegen umkleidete, auf den Schreibtisch. Bei der Eile, die ich hatte, um unsere Gäste nicht allzulange auf mich warten zu lassen, labe ich vergessen, sie wieder zu mir zu nehmen oder dieselben anderswie aufzubewahren! — Und haft Du dann die Thüre Deine« Wohnzimmer« verschlossen? sind feucht und »u entlegen. Bom hygienischen Stand-punkte aus kann diese» Lokal« absolut kein Ausenthalt für zarte Kinder i«in; allein auch das Eigenthum des Bereines, die Instrumente, Noten, leiden dort sehr, und eS wird aus diesen Gründen »ine durchgreifende Aenderung eintreten müssen. DaS Ansuchen an den Easino-Uerein um Ueberlassung eines ihm leicht ent-behrlichen Zimm:r» zur Unterbringung der Schule führte zu keinem Resultate, indem dafür eine unerfchwing-liche Miethe verlangt wurde. — BezirlS-Vertre tun g. Dienstag, den 2«. Juni finde« bei unserer Bezirksver-tretung eine Ergänzungswahl in der Gruppe des „Großgrundbesitzes" statt. Die liberale Partei candidirt den Reichs- und Landtags-Abgeordneten: Herrn Gun-dacker Grasen Wuimdrand, Gutsbesitzer in Ankenstein. — B a U'C o m i t (. Das von der Gemeinde-Vertretung in der letzten Sitzung gewählte Bau-Comite hat sich bereits conftituirt, und zu seinem Odmanne FabrikSbes. Wilhelm Pisk ernannt. — B a d e - A n st a l t. Der ( Besuch, sowohl der ivarmen als auch kalten Bäder ist ein recht lebhafter. Der Eigenthümer, Herr Obendrauf, bemüht sich den Wünschen und Ansprüchen des Publikums möglichst gerecht zu werden. Wohlthuend contrastirt die jetzt herrschende Reinlichkeit gegen früher. Die Sabinen sind im guten Zustand«, daS Baffin besitzt genügende Tiese sür Schwimmer. Wir hoffen, daß diese Anstalt, in der bisherigen Weise fortgeführt, ganz gut prosperiren wird, und wenn wir hieburch ermuntert, einen Wunsch ausiprechen, so wäre es im Interesse der Bevölkerung der, daß die Errichtung eines kleinen Dampfbades nichl zu langt aus sich warten lassen sollte. Zinsen-Reduktion. Vom 1. Juli wird unsere Sparcafse den Zinsfuß sür den WechfeleScompte auf 7'/». unter Auflassung dcr bisher separat berechneten Provisionen, fixiren. Unser Vorschuß - Verein ermäßiget von dem gleichen Taze an den Zinsfuß sür, an seine Mitglieder zu gewährende Darlehen aus 6"/„ eventuell O1/,*/«- Der ZinSsuß für Spareinlagen ist bei beiden Anstalten derzeit 5'/^, doch steht eine weittre Reduktion desselben in Aussicht. Sachfenfeld, 25. Juni. (Orig.-Eorr.) Wenn man die Entwicklung des Slovenismus in unserem Markte seit langer Zeit ruhigen Gemüthes verfolgt hat. wenn man den zu Slovenen gepreßten Theil der Be-wohner unseres Markte» näher kennt, dann kann man ruhig sagen, daß der ganze Slovenismus bei uns nur eine künstlich gezogene Pflanz? ist, die nun freilich mit allen möglichen Mitteln genährt wird, damit sie nicht — waS ihr einmal doch beschieden ist — verdorre. Mit den deutschen Wiegenliedern, die uns unsere Mütter langen, haben wir unser Dasein begonnen, der deutsche Bater führte uns in die deutsche Schule, und deutsche Bildung ist es. der wir uns erfreuen. Wie steht es heute, nachdem hier seit Jahren gegen da? DeutschtHum gewühlt und gewüthet wird, mit unserer Umgangs-spräche? Wer kann behaupten, sie sei die Slovenische? Die deutsche ist e«, und sie legt Zeugniß ab. baßsiedienalürlicheist, daßsiedie M u t t e r s p r a ch e i K, die sich wohl schmählich ver-läugnen aber nicht ausroden läßt, wie dies die slove- — Nein! . . . Wic Du weißt, pflege ich dasselbe bei dem Zutrauen, welche» wir in unser Dienstpersonal setzen dürfen, niemal« zu thun! — Genug der Worte! fiel Herr LiSwendt heftig ein. Laß un» jedenfalls jetzt >n Dein Eontor gehen! . . . Die Thüre, welche die Arbeitszimmer de« Vater« und de» Sohne« verband, war nur von dem de« letzteren au« zu öffnen und pflegte de« Abend« verschlossen t s.. « I *1 - ? ! ----? ! itflill «*,äs i - z s », Z.^5 ...*.!• ii. * s ?s • • • • • ff' • * *j* I II .....a. . . • äs. Sfi' ls S$.5.882£5SSSS2S? I-S-sS! SSS5.2 t3 O L! s «• o S 38 3 fj :i2 ~ 1 s «»■ O. /-» £ ?. ~ E t ? 3 5 $ ** T » 5 5 er 3 •er I ^sss-ssSüL.ssia KSSSSiSxLSSSLZ^ sisSs" 1,-gisI nJ> H u g *. ai4?H»J »« #• -« ä 5r> oxo&Mt» K 5 ss 6 i"i^|g5iiS|ii I« "»feMH MC»- »I I I IStHHJTllt" 1 8 ' I sfi*! ■ Ist_SSL_ laTsssTDlsssa_g. 1ÜL_ 5" 1 «bs'SI ' "3i II II >1111! i *£> am laaiei i i i sä H i gi i t | i I i i ü a ?| JE " ~ sa I sZss-8ssZsiss t- ?. U X O lO>5'g . i© — C -4 •« ilS.SiilSS £ 8S588S3888g8g8?. l58g*8 I SSSSSJL- .S Ou a ~a a 3 £13, r? fcj •* ? 5 " S s 3 » r SS ?! <-* if it ® o iS Crt "S. •-» co o cET ff •Ä « -t -=ri sB* «So öR = la ca Sf? I? s« ü ?5 ii il s " t* ?" e2 T. 5 11-1 c. V Ä- • tei ' S£ £2 S St «1 M 3 £ & « » I 3 »a » »'S r lisr ??* sa« 5II SP »I Citm K II V> »5 = 3 *« I - S. S 3 ? I' ir 2 ^ f' 5 I. s 'S I a II ¥ ' x- & . M «r ? 8 | M« » S» 5 si-ftS - a#eZ^2 I*SHK |!lf|i 3 ^ " ST 2 ** X S 2 ? Ä s fSft35 I?1" ? JH 1 £ * 5- * s. s.Z ss?s • 54** S 2 »^5 ? 2 'K * in* r . .. 3 »», 8 er - «? 5- ?x Z." --. L. 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I t* a f «s il5S£f"3i'Z s#"?? « r 2.- 3*S-• »• ? s 3S»= 5 g 5*3 * X * 3 I" • ? •j | i s DU ' * «■.....£ 5 eS . . B ? • • 5 115« . -hti 2I = ? « "23 Z ff Z Z. « ».... « . A. . . . ?. ?. h 2 5 illlli s ssil - 5J LLZ2II l nin ? «-C v a «- ♦t U & ? 3 & Ct a" 00 95 <75 <-{ CÄ (F^ » Dank und Anempfehlung. Nachdem ich schon seit vielen Jahren an Gicht und Rheumatismus gelitten und sowohl an Händen und Füssen, als auch im Kreuze so unerträgliche Schmerzen hatte, dass ich oft der Verzweifluug nahe war und alle ärztlich verordneten Mittel nichts halfen, gebraucht« ich zuletzt das in den Zeitungen empfohlene „Breslauer Universum" und muss es dankbar anerkennen, dass schon nach kurzem Gebrauche die Schmerzen sich verloren haben und ich wieder meine Arbeit verrichten kann; auch von einem Magenleiden, welches darin bestand, dass ich fast keine Speise vertragen konnte, bin ich durch den Gebrauch des .Breslauer Universums" vollständig befreit und so gesund geworden, dass ich meinen früheren Appetit wieder habe und Alles gut vertragen kann. Ich sage daher dem Erfinder dieses heilsamen Mittels, Herrn Oscar Silberstein in Breslau meinen aufrichtigsten tiefgefühltesten Dank und kann das .Breslauer Universum' allen Leidenden nur dringend anempfehlea. Mtarbnra Sehntt>ll, in HögorKtall bei St Leonhard am Forst. A.iimex-1ci»ifc. Langwierige, veraltete, tief im Organismus eingewurzelt" Krankheiten aller Art, insbesondere Gicht und Rheumatismus. Lähmungen, Brust-, Lungen-nnd Magenleiden, Härmorrhoiden, Knochenfrass, Flechten und aonttige Haut-aussohl&ge, Frauenkrankheiten u. s. w„ bei welchen bisher jede Ikhan.Uung ohne Erfolg geblieben i>t. werden durch den Gebrauch dec Blut- und Säftereinigangamittel* BRESLAUER UNIVERSUM H'lr immer beseitigt. Das Breslauer Universum ist per Flasche zu 2 fl., zum Gebrauche auf 6 Wochen ausreichend, zu haben: in Cilli bei J. JKupferMCbiui # G O # G 5 V O 204-1 Agentschaft in Cilli bei Herrn [Eisenhandlung]. 8 Mathematische Unterrichtsbriefe. Für das Selbststudium Erwachsener. = 1 'robebriot'c a 60 kr, Ö.-W. = Durch alle Buchhandlongen zu beziehen. Diese, mit besonderer Berücksichtigung der angewandten Mathematik uud unter Mitwirkung hervorragender Fachmänner und Gelehrten von W. Burck-taardt bearbeiteten Unterrichts-Briefe werden Vielen, namentlich den Angehörigen praktischer Berufszweige hochwillkommen sein. Sie sind der erste Versuch, ein Selbst-Unterrichtswerk der mathematischen Disciplinen zu schaffen, und für ihre VortrefHichkeit spricht die einstimmige lobende Anerkennung sowohl der Fresse als der masgebenden wissenschaftlichen Autoritäten. Das Privatstudium der Mathematik, welches bisher nur durch zeitraubende und kostspielige Unterrichtsstunden möglich war und desshalb ein Privilegium einer bevorzugten Kaste blieb, ist durch dieses Werk zum Gemeingut des ganzen Volkes gemacht worden. Bibliographisch-artistische Anstalt zu Leipzig. Ter Gesammtauflage unserer heutigen Nummer liegt ein Prospekt, betreffs Bandwurm mit Kopf bei. Zwei möblirte Zimmer mit separatem Eingang sind zu vcrmiethen ftfnfi ION. Weinschank-Verpachtung. Johann Zimniak verflachtet wegen langwieriger Krankheit seiner Frau, den in seinem Hause Brunn-gasseNr. 178 gehabten Weinschank sammt Einrichtung auf 1—2 Jahre. Nlkeni dortselbst beim Eigenthümer. __327—1 Haushälterin »acht sofort, Dr. Kheinstadter derzeit in Rakovitz l»ei Weitenstein. 823—1 Eine Kalesche, ganz neu hergerichtet, auch als Kutschirwagen nmzn-a teilen. sowie auch ein einfacher Kutsehirwagen und elegante und einfache Pferdegeschirre siud zu verkaufen. Auskunft ertheilt die Expedition der »Cillier Zeitung". Wohnung^ mit 5 Zimmern im 2. Stock Ist sogleich zu vergeben. Postgasee Nr. 40. 325—1 Eil lei* WMMr Km wird zu kaufen gesucht Nähere» in der Expedition dieses Blattes. 1 Bei meinem abermaligen Scheiden au» Cilli. «age ich allen meinen Freunden besonders dem löbl. Gesangsvereine ein Herzl Lebewohl. Franz Lniig. Die gefertigt« Caaino-Vereinadirection gibt den P. T. Vereinsmitgliedern bekannt, das» die Licitation der Zeitschriften für die Periode vom 1. Juli bis 31. December 1881 am 30. Juni 1. 2 Uhr Nachmittags, in den Vereinslocalitäten stattfinden wird. Cilli, 24. Juni 1881. 326—1 Die Direction. 1 D. 388. Ursula Lang ®x-12 empfiehlt ihre Mobelhandlung in der Herrengasse Hr. 125 einem gütigen Zuspruche, da in derselben alle Gattungen Möbel und Bettfournitareii sich in stets grosser Auswahl am Lager befindet], Güter, Villen, Häuser. Oeconomien, Weingärten, industrielle Unternehmungen etc. etc. werden durch das coimsioiiirtB Vermittlmms-Biireaii Plaiitz, Cilli zu den billigsten Preisen angeboten, woselbst auch diesbezügliche Auskünfte gerne ertheilt werden, so auch jede» in mein Fach einschlagende Geschähst reellst besorgt wird. 276—4 Eröffnnngs-Anzeige. Ich Endeagefertigter mache die höflich« Anzeige, dass ich mein mit grösster Eleganz ausgestattetes und Friseur-Gcsch ii st uni Mt au i* 11» I a I * e im Wolf sehen Hause mit heutigem Tage eröffne, nnd «war mit der Versicherung der solidesten Bedienung nnd stelle gleichzeitig an ein hochgeehrtes Publicum die ergebenste Bitte, mich in meinem Unternehmen gütigst unterstützen zu wo'len. Hochachtungsvoll Johnnn Zweren/.. Cilli, am 23. Juni 1881. 316—7 Bergmann's Sommersprossen-Seife xnr vollständigen Entfernung der Sommersprossen, cuipf. a Stück 45 kr. Apotheke Baumbaoh'» Erben. "7 Kundmachung. Es wurde wahrgenommen, dass zinkhaltige, aus vulkaaisirtem weissem Kautschuk verfertigte Saugdtiten im Handel sich befinden. Da nun diese Saugdüten aus vul-kanisirtem weissen Kautschuk alle meist zinkhUltig und in diesem Falle nach der Ministerial-Verordnung vom 1. Mai 1866 R. G. BI. 54 verboten sind, so werden die betreffenden Herren Gewerbeinhaber und Apotheker im Sinne des hohen Statthalterei-Erlasses vom 7. Juni d. J. darauf aufmerksam gemacht. Stadtamt Cilli, 17. Juni 1881. 318—2 Der Bürgermeister: Dr. Neckermann. Ausverkauf von 160— Herren- und Knaben- Kleidern zu tief herabgesetzten Preisen wegen Räumuzg des Locales in dem Geschäfte lluuptplatz \«. S. Zugleich gehe ich den Herren P. T. Kunden bekannt, dass ich in meinem Hause. Herrengasse No. 8, ein grosses Lager in- und ausländischer Stoffe führe. Bestellungen werden prompt und billigst effectuirt. Ans eleganten Schnitt nach der neuesten Fa^on wird die grösste Sorgfalt verwendet Hochachtungsvoll Eduard Weiss, Herrenkleider-ConfectionBgesch&ft. Dampfmaschinen, Pumpen a. Art, Feuerspritzen, Mahlgänge, Gattersäge-Feilen, Transmissionen, schmied- und gusseiserne Röhren empfiehlt s. JUHASZ in Graz. Sie Preise worden bedeutende rmissigt. 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