Laibacher Zeitung. M ^ 87. Dinstag am 21. Juli I84K Wien. ^c. k. k. Majestät haben mit allerhöchster Entschließung vom II. Juli l. I. dem überzähligen Hof-Concipi-ften im ^. k. Obersthofmarschallamte und Pl ivat-Secretär Ih'cr kaiserlichen Hoheit, der durchlauchtigste» Frau Erz-herzog!» Sophie, Heinrich Purgold, den Titel eines kaiserl. tön,'.-,!. Hof-Secretärs tarfrei allergnädigst zu verleihen geruhet Se. k. k. Majestät haben die Eleonora Gräfin von Trautman»sdolff zur Ehrenstiftsdame des freiweltlichen Da-menstifces Maria Schul in Brunn allesgnadigst zu ernennen geruhet. Die k. k. Studien-Hof-Commission hat dem Grammatics .Lehrer in Roveredo, Weltpriester Franz Pisoni, ei-ne dumanitäts - Lehrerstelle an dem dortigen Gymnasium verliehen. Die k. k. Studien-Hof. Commissio» hat das Ehren» amc eines Vice-Directors am k. k. Gymnasium m Stanis-lawoiv dem Gerichts.-Vorsteher, Moriz Hoch, verliehen. In Folge des allerhöchsten Patentes vom 2l. März »818, wird am l. August d. I., um >0 Uhr Vormittags, die Einhundert neun und siebenzigste Verlosung der älteren Staatsschuld in dem hierzu bestimmten Locale in der Sin-gerstiasie. im Franziskaner. Klostergebäude, Statt finden. n n g a r n. Pesth, den 7. Ilili. Ein merkwürdiges Falliment bildet gegenwärtig das Tagesgespräch der Handelsbefiissenen: »D. T., ein holder, dreiundzwanzigjähriger Jüngling ?llt-Ofens, der uock auf keiner Fahrt uach Mexico Schiffbruch gelitc.», weis; sich während einer zweijährigen Geschäfts-carri.re alsIuwelier einen Credit von circa 50.000 st, C. M. ju erfilolltireu, und stellt mit einem Passivum von gleicher Summe urplötzlich seine Zahlungen ein, ohne irgend ein begründete) Unglück nachweisen zu können, reißt viele redliche Kaufleute in's Unglück und weis't an Warenwrrth ein Activum von kaun, 100 si. C. M. auf, während ein be-theiligter Gläubiger nach dem Falliment eine an ihn gerichtete Warensendung von »600 fi. C. M. erkennt uud auf dem löbl. Pesther Dreißigstamte für die Concursmasse recla-nnrt. D. T's raffiuirte Gaunerei erreicht aber in folgendem Betrug dcn Culininationspunct der Industricrittcr: Er läßt sich nämlich von seinen zwei Schwägern, von denen einer bereits öfter fallirte und der andere ein armseliger Pfeifen-hausirer ist, auf eine fingirte Schuld von 7000 fi pfänden, lu>d sichert ihnen cmcn Warcnwerth von 12 000 si. C. M. zu, den er jedoch, wie viele Gläubiger erwiesen, vor dem Falliment am verstrichenen' Medardimarkt erkauft oder erhalten. Es steht zu erwarten, das; die Gerichte „,,'t der ganzen Strenge des Gesetzes diesen unerhörten Betrug entlarven und redliche Gläubiger auf eine so auffalleude Weis« nicht prellen lassen werden.« Italien. Rom, 29. Juni. An der Bank des hiesigen englischen Consuls Freeborn stellte sich in diesen Tagen riu Italiener ein, welcher 100 Napoleonsd'or einzuwechseln wünschte. Nach einigem Hin- und Herreden mit dem Cassircr einigte er sich über das Agio, empfing die Goldrolle und und steckte sie in eine Börse. Als er Jenem dagegen das Aequivalent in Cassenscheinen und Silber vorgezählt hatte, bemerkt er selbst, dasi an der zu zahlenden Summe 12 Scudi fehlten. Er steckte daher sein Geld wieder zu sich und gab die Börse mit dem Bemerken zurück, er werde in einer Viertelstunde wiederkommen uud das Fehlende bringen. Der Mann ging, ohne sich wieder sehen zu lassen. Der Cassier nahm daher die Börse, um die darin enthaltene Rolle in seine Casse zu legen; weil sie ihm aber äußerlich verdächtig vorkam, öffnete er sie und fand zu nicht gerin» gem Schrecke», dasi sie einen Bleicylinder enthielt. Den» Betrieger hat man, aller Nachforschungen ungeachtet, bisher nicht auf die Spur kommen tonnen. Die „Gazette du Midi", und nach dieser die „Allgemeine Zeitung« vom l4. Juli, erzählt über Pius IX.: «Während er Erzbischof von Spoleto war, brach eine revolutionäre Bewegung aus. Bei einem der Häupter fand mau ein versiegeltes Packet, in welchem nach seinem Geständnis; eine Liste sämmtlicher Theilnehmer an der Verschwörung enthalten seyn sollte. Triumphirend benachrichtigte der Polizeicommissär den Erzbischof davon, der die Liste, w,lche ,ener nach Rom schik-ken wollte, sich ausbat, und — sofort zerris; und ins Feuer warf. Schrecken befiel den Commissar; der Erzbischof aber sprach zu ihm: .Fürchten Sie nichts, ich nehme alles auf mich. Sie haben Ihre Pflicht als Polizeicommissär erfüllt, ich die meinige als Bischof. Sind nicht schon genug Personen verwickelt und genug Familien in Trauer?« Das «Journal des Döbats" fährt fort, zu versichern, dasi alle ihm zugehenden Nachrichten aus Rom von der stets zunehmenden Popularität des Papstes sprechen. Alle, welche die Ehre hätten, sich dem heil. Vater nähern zu dürfen, be--wunderten seine Leutseligkeit, seine tiefe Kenntniß der Menschen und der Verhältnisse. Allen denen, welche darum nachsuchten, gewähre er täglich Audienzen. 532 Deutschland. Baden-Baden, den 29. Juni. Die Spieltische sind stark besetzt und die Goldernte beginnt; doch wild selten übel- l500 Flanken pel' Point gesetzt; gleichwohl wurden i» diesen Tagen Summen von !0—20.000 Fr. gewonnen und verloren. Ein Opfer hat dieses Spiel bereits gekostet: heute Morgen ertränkte sich in der Oos ein thüringischer Handelsreisender, der sich, da das Wasser zu seicht ist, einen Scein an den Hals gebunden hatte. Er hatte Alles »erspielt, nnd seine ganze hinterlassene Barschast be> trug — einen Kreuzer. Mannheim, den 5. Juli. Heute, wahrend der größten Mittagshihe, wurde unsere Stadt in Bewegung gesetzt durch einen von hier aus sichtbaren Waldbrand. An der Gränze der Gemarkung von Käfcrthal und Lampertheim begann derselbe. Mit ausieroldeutlicher Schnelligkeit durchlief der Brand eine Strecke von einer Stunde Länge und etwa einer halben Viertelstunde Breite. Mehr als tausend Morgen Waldes seilen die Beute des FeuerS geworden seyn. Der Wald gehört der großh. Hess, Domaiue. Ueber den Ausbruch des Brandes konnten noch keine zu"erlässige Nachrichten eingezogen werden. Die von der Brandstatte ankommenden kandleuie sprachen von Anlegung. Preußen. Im „Oesterreichischen Beobachter vom 16. Juli lesen wir Nachstehendes: Die „Aachener Zeitung" meider aus Aachen vom 9. Juli: »Am heutigen Nachmittage wehten vo» der Höhe unseres ehrwürdigen Munsters herab die Festes« sahnen mit dem Bildnisse der seligsten Jungfrau Maria und des heil. KaiserS, Carl des Großen, so wie die Wappenfahne des hochw. Capitels; die Geistlichkeit im Ornate, Militär- und Civilbehörden in ihren Uniformen, die Mitglieder der städtischen Municipalität, die Kirchmeister und die Mitglieder der Armenverwaltung eilten durch volkbelebte Stra-sien, un, sich nach der Münsterkilche, in deren Umgebung die stattliche Bürgergarde aufgestellt war, zur Feier der Eröffnung des kostbaren Behälters, in welchem die gröberen Neliqnien aufbewahrt werden, zn begeben. Nachdem die betreffenden Förmlichkeiten unter den Augen der Anwesenden, und vorzugsweise der Geistlichkeit der Stiftskirche mit dem Herrn Propste, so wie der Municipalität mit dem Herrn Oberbill germeister an der Spitze, vollendet und die Heilig-thümcr aus ihrer ersten kostbaren Umhüllung genommen waren, wurden sie in den Chor getragen, wo sich die Amvesen-den im Kreise herumstellten, während die Bürgergarde im Octrogo» zu den Seiten des Grabsteins Carls des Großen in Spalier aufgestellt war. Hierauf bestieg der Stistspropst, Herr Dr, Grosmann, die Evangelien-Kanzel im Chore und setzte in einer gehaltvollen Nede die vorzüglichsten geschicht-chen Momente über die hiesigen glößeren Reliquien, so wie auch die katholische Lehre und Anschauung vo» ihrer Ver ehrung auseinander, worauf unter feierlichen Kirchengesängen, Glockengeläute und Pöllerschüssen die gänzliche Enthüllung tvr Heiligrhümer Statt fand und sic dann durch den Stifts. Propst und drei Capitulare den versammelten Glaubigen zur Anschauung nnd Verehrung vorgezeigt und alsdann in den in gothischer Form errichteten Behälter aufgehängt wurden, in welchen, sie nach der neuen Schaustellnngsweise vcn Morgens tt bis Mittags l Uhr zur Verehrung vorgeneigt werden. Die Feier schloß nut einem ernsten, feierlichen Gesang, nach dessen Beendigung del' Herr Stiftspropst das auf die Reliquie» bezügliche Bittgebet zu Gott sprach, wo das Amen als ein Segenswunsch für die ganze Stadt und Bürgerschaft den schönsten Schluß bildete. Darauf wurden die Ne-liquiru nach der sogenannten Heiligchumskammer, einer Ca-pelle des Glockenthurmes, getragen, wo sie zur N.ichtszeit bewacht und von da am Morgen wieder abgeholt und in der Kirche vorgezeigt werden, welche Vorzeigung von morgen ab in den Früh- uud Mittagsstunden und am Nachmittage von 3 — 4 Uhr oon den Galerien des Glocke»thurms herab geschieht. Am spätern Nachmittage um 5 Uhr wird dann die während der ganzen Heiligthumsfahrt ln vier Pfarrkirchen Statt findende Andacht mit Predigt in der St. Florianskir-che ihren Anfang nehmen.« Berliner Blätter berichten einen neuen Selbstmold auf der Eisenbahn: »Ein junger Pole, Wladislaus v, Weu-glenski, hat sich am 4. Inli auf schauderhafte Weise durch eine Locomotive todte» lassen. Der erste Pcrsonenz».z vo» Berlin nach Köchen hatte so eben das sogenannte Kachari-nenhölzchen hinter Koswig erreicht, als man vor drm Zug einen Mann bemerkte, der, nachdem er Rock und Hut abgeworfen, mic schnellen Schritten auf den Schieneustrang zueilte. Da man sogleich ei» Unglück ahme, wurde das Signal zum Bremsen gegeben. Dennoch erreichte ihn die nicht so rasch aufzuhaltende Maschine.!—(Fast keine Woche vergeht, in der die preußischen Blätter nicht ähnliche Selbstmorde berichten.) Belgien Der »Oesterreichische Beobachter" von» »6. Juli meldet ans Brüssel vom 9. d. M.: Der »Commerce Beige« gibt über eine schreckliche Katastrophe, welche gestern in Frankreich auf der Nordbahn Statt gefunden hat, folgende» Bericht: »Mehrere Personen unserer Stadt hatten sich gestern Abends nach der südlichen Station begeben, Freunde oder Verwandte mit dem Convoi, welcher die Reisenden oon Paris nach Brüssel bringen sollte, erwartend. Um l0, um ll, um I Uhr Nachts war dieser Convoi noch nicht angekommen. Besorgniß herrschte schon in Aller Herzen und ward von Minute zu Minute größer. Erst zwischen 3 und 4 Uhr Morgens erfuhr man die schreckliche Wahrheit. Ein großes Uu-ßlück hatte diesen Convoi bei Arras betroffen. Folgende Thatsachen haben wir aus dem Munde eines Augenzeugen: Der gestern um 7 Uhr Morgens von Paris abgegangene Convoi ward von zwei Locomotiven geschleppt und bestand aus einer bedeutenden Anzahl Wagen aller Classen und aus mehreren Equipagen. Gegen I Uhr war er über dasD^rf Roeux hinaus und auf dem Puncte, Douay zu erreichen. Tie Bahn geht dort über einen, inmitten einer großen sumpfige» Ebene aufgeworfenen Damm. Die Höhe der Bahn über dem Nweau der Ebene wechselt von 2 bis 6 oder 7 Metres ab. Die beiden Locomotive fanden sich plötzlich von den 533 Wage» und Wagons, die sie schleppten, gelöst. Die Ketten waren durch eme noch unbekannte Ursache zerbrochen; die bei-dra Locomotive blieben auf den Schienen, wahrend die Wagen, gewaltsam von den Schienen gerissen, durch einander in einen kothigen Sumpf, dessen Wasser mehrere MetreS tief ist, stürzren. Alle an der Spitze des Convois befindlichen Wagen, deren Zahl wir nicht kennen, gingen unter nnd verschwanden. Die Wagen, welche das Ende deo Convois bildeten, erlitten eine Erschütterung, blieben aber in der Bahn. Wir müssen darauf verzichten, diese Scene zu beschreiben; 'b,n so unmöglich ist es uns, alles zu bericht?.,, was m der Tiefe und an, Rande dieses Abgrundes vorging. Die Einen rangen mit den, Tode, die Andern waren von Betäubung betroffen nnd suchten sich vergebens das Schauspiel zu erkläre", welches sie vor Augen hatten. Andere siohen unter Geschrei und vermehrten die schon so große Verwirrung. Es war sehr schwer, Hilfe zu erlangen, und doch sollte ein Ver-zug von nur wenigen Minuten über das Schicksal, über das Leben nner großen Anzahl Unglücklicher entscheiden. Diese wenigen Minuten verliefen. Wir können nicht sagen, wieviele Personen dem Tode entgingen, »och wie es ihnen gelungen, aus diesem furchtbaren Schlunde zu einkommen; die größte Zahl ist in demselben geblieben. Mehrere Stunden vergingen auf diese Weise. Die Kraftvollen erholten sich; Beiitand kam an; die Verwundeten winden gepsiegt; man dachte an die Opfer. Eilf wurden aus der Tiefe deS Snmpfes hervorgezogen, und man sehte die Nachforschungen fort. Die Beamten der Eisenbahn organisirten den Convoi vo„ Nenem, um die nnbeschädigt gebliebenen Passagiere nach ihrem Bestimmungsorte zn bringen. Unter letzteren waren 5 bis sechs nach Brüssel bestimmt, welche diesen Morgen ankamen. Einer derselben hatte eine leichte Wunde erhalten; ein anderer erzählte, das; Hr. de ?ag,6N«e und der französische Deputirte Hr. kestiboudois, welche sich bei den, Convoi befanden, schwer ver-wundet worden, das; der Adjutant des Generals Ondinot umgekommen, der General selbst aber unversehrt geblieben sey, Die Verwundeten sind in d'«e dem Orte des Unglücks nahe liegenden Häuser vertheilt wordeu uud erhalteu alle Pflege, welche ihr Zustand erfordert.« Ein zweicer Bericht des nämlichen Blattes lautet: «Um halb l l Uhr hat der von Valenciennes kommende Convoi greifen, wie klein die Zahl jener Unglücklichet» ist, welche, il, Wagen angehäuft, in ein kothiges und tiefes Wasser gestürzt und ohne Zweifel schon qrößtentheils in ihrem Sturze schwer verwundet, glücklich genug waren, die nöthige Kraft und Geistesgegenwart zu bewahren, und siegreich ohne Beistand aeaen alle diese TodeZnrsachen kämpften. Man gibt die Zahl der Opfer auf ungefähr fünfzig an." Einem der Redaction der „Kölnischen Zeitnng« mitgetheilten Privatschrciben zufolge, gibt ein Reisender, der sich bei dem verunglückten Convoi befand, die Zahl der ums Leben Gekommeuen auf achtzig bis neunzig an. F r a n k r e i oy. Paris. 4. Juli. Marschall Soult hat plötzlich seine Entlassung als Conseilspräsident eingeschickt, sich darauf berufend, dasi die Aerzte ihm unbedingt Ruhe anbefohlen hätten. Der König nnd die Minister, mit Recht befürchtend, daß ein «olcher Schritt unmittelbar vor den Wahlen von der Oppositionspresse ausgebeutet werden würde, kamen dahin überein, daß diese Entlassung in dem gegenwärtigen Augenblick nicht angenommen werden könne. Ein Schreiben des MinisterrachS, begleitet von einem eigenhändigen Schreibe» der Königs, setzte den Marschall hievon in Kenntniß. Vor^ aestern traf Soult's Rückantwort hier ein; er besteht auf seiner Entlassung und bittet, ihm keine Actenstücke zur Unterzeichnung mehr zuzusenden. In Folge dieser Antwort war gestern abermals Conseil und ein neues Schreiben ging an den alten Marschall ab, worin man ihn, alle Nachtheile seines Rücktritts in diesem kritischen Augenblick auseinandersetzte und ihn bat, falls er durchaus auf seiner Dimissiou beharre, wenigstens biS nach den Wahlen Schweige» über seinen Entschluß zu beobachten, wogegen man ihn von diesen, Augenblicke an aller Geschäfte entheben werde. Der König soll in demselben Conseil durch eine sehr deutliche Aeußerung Hrn. Guizot alS den künftigen Conseilspräsidcnten bezeichnet habe», und in der That hat Hr. Guizot das Interim übernommen und unterzeichnet von heute an alle Document?, wie Mittheilungen an fremde Höft «., die der Unterschrift deö Conseilspräsidenten bedürfe». Die Ansiösuugsordonnanz der Kammer erscheint übermorgen ,6.). Die Wahlen sollen wo möglich vor der Messe von Beaucaire, die sehr viele Wähler beschäftigt, . ^' <- .... ^er Zusammentritt der Kammern erfolat am beendigt jey». ^" ^' > ^. . l? Auaust -^ es findet keine Thronrede »Vtatt, sondern eine einfache'Eröffnung durch königliche Botschaft. Waris, den 4. Juli, Marschall Bugeaud soll eingewilligt Kl> das Generalgouvernement von Algerien noch beizubehal-ten^Er wäre, heißt 's, zu diesen, Entschlüsse durch die Ver-mit'teluna des gegenwärtig in Algier verweilenden Herrn von S l'andy Minister des öffentlichen Unterrichts, vermocht wordeu. Spaneen. Einem Madrider Blatt zu Folge, soll an der Küste von Almeira ein überladenes Dampfboot mit 600 Mann Truppen an Bord ins Meer versunken, und nur 2 Menschen entkommen seyn. 534 Portugal Der Lo»do»er ^Standard" macht nachstehende Cor-respondenz-Nachrichten aus Lissabon vom 30. Juni, die ihm mir dem Postdampfboote zugekoinnieü suid, bekannt.- Der Versuch einer Gegen - Revolution zu Gunsten der Brüder Cabral, welche von Seite des 3. Negime„ts leichter Infanterie zu Braganza gemacht wurde, ist, Dank der Geistesgegenwart nnd Scandhaftigkeit des Obersten und einiger Officiere jenes Corps, gescheitert. Die Insurrection in den Provinzen hat, nachdem sie sich des früheren Ministeriums entledigt, die Larve abgeworfen, und an mehreren Puncten den Infante» Dom Miguel als König proclamirt. Die Provinzen Minho, Tras-os - Montes und Beira werden von Guerillasbanden durchzogen, welche unter dem Landoolke großen Anhang finden. Anderer Seits griffen die darüber bestürmen Constitntionellen zu den Waffen, und es kam zu einzelnen kleinen Gefechten, »vobei Blut geflossen ist. Der erste u,iguelistische Auöbruch gejchah zu Moncalegre in Estre-madlira, wo bereits ein l V» l><' tere v.-. binden, dasi noch in diesem Monat P. Bonifacius Wimmer mit seiner Mission, die au? 26 bi? 27 Personen besteht, nach Nord-Amerika abgehen wird, um in, Staat« Pennsylvanien ein Kloster zu errichren. Es ist diest die erste größere Mission, die von Baiern ausqehr. Vom l. Mai an erscheint in Baltimore eine religiöse Zeitschrift mner dem Titel: „Katholische Kirchen^icm'g" in deutscher Sprache, die zweite deutsche kacholische Zeitschiift in Nord-Amerika. Pater Bayer, der sich gegenwärtig al) Missionär in Buffalo befindet, hat dort eine Mission errichtet. Afrika. Aus Alerandrien schreibt man vom 20. Juni, das; Mehemed-Ali vo» dc» über d,e Aufliahme Ibrahim-Paschas ill England ihm zugekommenen Berichten sehr befriedigt sey. Gewundert habe es ihn bloi'l, dasi man nicht, wie in Paris, demselben eine» Palast eiügeräumt, sonder» ihn i» einem Gasthnise habe wohile» lasse». Nachdem ihm in-desse» e> läutert worde», das; der Kaiser vo» Rus;Iand dieselben Gemächer dewoknt, mid das; die brittische Regierung keine Palläste zur Verfügung habe, die sie hohe» Gästen einräumen könne, war er auch darüber beruhigt. Verleger: Ignaz AloiS Gdler v Kleiumayr. Anfang znv Im!iac!)epIeitmtH. kkours vom 17. Nuli l8l6 M'ttelvrei» Gtaatsschuldverschreib. zu 5 s^l. , 2»4 delto deito , 4 , <>" GM.> ,oz ijj dceio deito . 2 . (>>l CM ) ?i 2^» Verlos Oblici^tioii. Hofk^m» s zu 5 z'^t.^ il» 7^8 mer.Ol-Ilc,alic>ll.d.Zw>inqö'. » zl> 4 '/» ». l -^ »>al> Obligat, v. Tvrol. Vor» l zn 2 '^, .. l -— arlberg un^ Salzburg ^ l Darl.mit Verl. v.I i^fürlöofi (i»CM,> 3o6 5,8 5l,CM.) 6i Zj6 Hofsü!!!„,sr/fter älter« ^ooi. ! 5 , , ,.2 .. l 65 1^2 bardische,, Saiüide» , der in /,<ü,,^ ^» ' 5c) Iloilil^ »,,t> G,,iua ailfq«» l ^> 2 .. l — "0M»!s!!,!. Aüledt!» ^'«''»'.. / ^ / Aerar. D^'mcft. Dbü^anout» d,s Slaxdt (C.M.) (C.M.) v, Oesterl-eich uocer uiic' ^,^u 5 s<^l,^ .- — ob der (5i!»s. v^>„ 'üoh. «^11 , l^, ^. l 65 ,^i ?» me». Mähre» , Schle» I.'ll« ,j4 ,,t» l>ü,3,4 ^. > — >^-^ ^-^ i'ec W. Obers. Amte» ^ 1 «ctiei» dcr ofterr. Olnau.Oampfschlfffahrt j" 5aa ft. C. M.....693 >)2 fi. in C. M. , Pfandbriefe der qalizisch . stäildischei, Er,-. '-^^ ^d.i.ilnst^t zu ä pCt.fln »uo fl. CM., 100 ,j4 fi.i» C.W, «Qctretd ^3urchschnlt,^ Vreise m La,back a,n 18. Juli lUi46. M a rsl p r c, se. ßin W»e»el Meye,» Wc>h,,, . . 3 st. Zi^ll. — — Halblluchl . '-i'^ -l'.»^^. - — No", . . . 2 u » 20 v " — H"se . . . 2 ^ 20'/^ .. — — He,l,cn . , 2 » 5 « '^_______ H^ser . . . l « Ili » der hler A» g«k »m n,ene n und Abgereisten D,n 15. Juli 1846. Hl'. Lucas Ganjcmy, Besitzer, von Tri.st „ach No. Hitich. — Hr. Fra«i M«yor, D°cr. der Chyl»igie; — Hr. Mart. HtaI>h,Ha»d,lsm., — u. Hr. Turi. bius Pongral^ , k. ung. Oel-»cht^tafel-Be,s,tz,r; alle 3 vo« Ts,est nach Wien — Hr. Ios. Bonald», B,5ß,s, von Verona nach Triest. — Hr. Splr»dion Gopcevlch, Handcls«., pyn T,-^ nach Gray. — Hr. Mathias Padovani, Bislye!'. von Wien nach Tl'iest. Den il». Hs. Igs^ Römer, Auscullant ,en ' — u. ^,r. Hesmann Schwt.ßes, Kaufmann; bode von W.en ..ach T„t.5. ^ Hr. ^.9. Solar., B.' siher, von W.e., nach Ma.land. - Hr. IuImS Fr.ed-lander, Rlttera.ur6b.s,ytr. von Baden nach V.nedn,. Heu 15. Hr. Carl Stei'.biß, — u. Hi-. Tobias «e.Ibe.b, Kaufleute, ._ ». Hr. Carl Schulze, P.s. »cul.,,; alle 3 von W,en nach Venedig. — Hr. Gott. lieb Levin, Hausmann, von Wi,n nach Trieft. — Hr^ Frlebl. 0. Slltlnholm, dän. l'i'<;mi«;l' ^ L,eul, von Wien li«ch Till»". — Hl> I°l). Hauff, Handlungsreisender, vo„ Tuest nach lHi-ay. — Hr. Pbil. T,n,oni, BesiYer, von Trerlso »ach Wien. — ^r. Heinrich von Hiui'ibel', R'ttm. von Köing Sard. Hus. Regl., von Ungarn nach fallen. — H^. ?l»dl-. Gtinthe>', Hauptm. vom dalmat Garms. Arcill, D'stl-., v»l, Orah nach Zara. Den l6 Fr. Gs.isinn 0. Schöna,, , sammt Be» alemmg; — Hr. Jas. Eoer, Herrschafts.Odeibeanne, — Hr, Halle, Handelsgerichts > Präsident aus Ham-burl,, sammt Frau, — li. Hr. Glebert Kovp, k. k. Gub. Concloist; alle 4 von Wien nach Trieft. — Hr. Anqelo Foqazzoio, Besi^r; - Fr. Amal. Schütz. Oldosl, Hof- »>. Kammersängerinn, — u. ^Hr, O,c»-nomos, Doct. der Med,c.; all, 3 von Trieft nach Wien. — Hr. Job. ». Mo chemm, k. k. Gub. Concipist; von Klaa.tl,furt ««ch Txest. — Hr. Ioh, Iuliany, Handelsagent, — u. Hr. Ioh> Rovis, HaudelSm., beide von Triest n^,ch Nohitsch. -'. ^. -von Büchern, chyrurgijchcn Instru: menten und sonstigen Effecten. Am 28. Iul; d. I. werden im Hause Nr. 1?l am neuen Markte, im ersten Stocke, die zum Verlaff< des verstorbenen Herrn Doctors unc k. k. Districts - Physikers, Lorem Coppin, gehörigen Bücher, woruntei sich einige werthvolle mcdicinischi Werke befinden, dann chyrurglschl Instrumente und sonstige Effecter ten in den gewöhnlichen Amtsstunden öffentlich versteigert werden;wc>: zu die Kauflustigen hiemit eingela- werden. Laibach am i5. Juli Mtt. GEORG LEROHEE in Laibach ist neu angekommen: Das Porträt Gr. Heiligkeit des Papstes Pius IX. 1 fl. C. M. (3. Laib. Zeit. Nr. 87 ,. 21. Juli ,84s.) - 536 — Z< ,097. (5) ^ .H^ ncitatlons - Ankündigung. ^ In dem Hause des Ul. Ovjia^h, Nr. 37 auf oem Congreßplalze, lm ersten Slock, werden am 2Z. d. 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Juni >"/ü bekannt, daß die Ein lagen in die Iahreegesellschaft l8 6 el>en so,w:e in den frühern fahren, ohne Entrichtung einer Gebühr nur noch bis zum letzten I«li >8/.l) gemacht wer0«'n können. Nach diesem Zeitpuncte sind von einer jeden Emla^e in den Monaten August und September ,5kr Convenllons-Münze, uno in den Monaten October und November 3c, kr Conventions - Münze als ElN-schreioegebühr zu entrichten Wien am »6 Ium ,6^ti. Z. >"« (2) Eine Land re alitat von etwas größerem Umfarme, wobei sich ein ordenmches Wohnhaus befindet, und wenigstens e,1 bedeutender Theil des Be-sihlhums ln Weingarten besteht, wird an-zukaufcn gesucht. Die portofreien Antrage hierüber wollen bis Ende dieses Monats oem ^alba-chcr ^tilungv Comptoir zugesendet werden.