Prinumer«ri«,s - Preise : , FürLaibach: Ganzjährig . . 8 fl. 4V kr. Halbjährig . . 4 „ 20 .. Vierteljährig . 2 „ 10 „ D!onatlich ... — „ 70 „ Mit der Post: »auzjährig...........12 fl. Halbjährig........... 6 „ Bierteljiihrig....... 3 „ Mr Zustellung in- HauS dkNelj. 25 kr., monatl. S kr. Einzelne Nummern 6 kr. Laibacher 'agblali Anonyme Mittheilungen werden nickt berücksichtigt; Manuskripte ni»t zurückgesendet. Rrdactton Bahnhosgaffe Nr. ISS. SrprditionS- L Jnser«ten-vureau: Tongreßplatz Nr. 81 ( Handlung von Jg. > mahr L Fed. Bamhtttz' J«ferti»»spre«^tz - Für die einspaltige PrtitzE L 4 kr., bei wiederholter Ein. schaltung L 8 kr. Anzeigen bis ö Zeilen 20 kr. Bei größeren Inseraten und öfterer Einschaltung entsprechender Rabatt. Für complicierten Satz besondere Vergütung. Nr. 151. Mittwoch, 5. Juli 1876. — Morgen : Jsaias Pr. S. Jahrgang. Zur Emancipation von Rom. Piu« der Neunte, „der Knecht der Knechte Gottes", feierte am 21. v. M. den dreißigsten Jahrestag der Besitzergreifung des päpstlichen Stuhles. Klerikale Blätter gaben im Festkleide laute Kunde von der Macht und Herrlichkeit, die ihre feurigen Strahlen während Verlauf dieser dreißig Jahre vom Vatican aus auf die katholische Welt fallen ließen. Die Ultramontanen sangen am 21. v. M. das hohe Lied zu Ehren des Jubilars auf dem Stuhle Petri. Diesen Hymnen mischten sich jedoch Klagetöne bei, welche der Trauer über die gesun- lene Macht und Herrlichkeit, über den Verlust der weltlichen Herrschaft des Papstes, über die Zwangs lag« des Märtyrers im Vatican lebhaften Ausdruck gaben. Pius der Neunte mußte Zeuge sein, wie moderne Bildung, geistige Aufklärung und konstitutionelle Freiheit in den verschiedenen Welttheilen all-^>älig feste Wurzel faßten. PiuS der Neunte mußte geistigen und freiheitlichen Entwicklung freien ^uf lassen. Obgleich er alle ihm zugebote stehenden Mittel hindernd in den Weg legte; obgleich er die Zügel seiner Regierung den Händen der Jesuiten anvertraute; obgleich die ihm treuergebene klerikale Armee in dem Artikel „Agitation" das Höchste leiste; obgleich im Vatikan SyllabuS, Encyklika und Unfehlbarkeitsdogma vom Stapel gelassen wurden; obgleich dem in allen fünf Welttheilen sich regenden Kustigrn und freiheitlichen Fortschritte ein „Mn P088uuw8« zugerufen wurde, vollzogen sich Tat- sachen, welche den Glanz des dreißigjährigen Papst-thums Pius des Neunten wesentlich trüben. In Mexiko wurde dir Religionsfreiheit publi-ciert, wurden fämmtliche Klöster aufgehoben; im ewigen Rom, dem Sitze des ersten Bischofs der katholischen Kirche, wurde die weltliche Herrschaft des Papste« zu Grabe getragen und wurden Klöster aufgehoben; die Republik Ecuador warf das Jesuitenjoch ab; in Chile erlitten die Klerikalen eine schwere Niederlage; der mächtige Einfluß des Vatikans auf weltliche Dinge wurde in vielen Ländern gänzlich gebrochen. An diesen für die römische Kirche fühlbaren Verlusten tragen Jesuiten und allzueifrige Fahnenträger der Klerisei viel Schuld. Wir meldeten in unserem Blatte vom 26. v. M., Nr. 144, an leitender Stelle unter dcm Slichworte „Ein Scheide-gruß an den Vatikan", daß die Republik Venezuela in Amerika beabsichtige, sich vom Vatikan zu trennen und eine eigene Landeskirche zu gründen. „Verbum esrolLvtum 68t — Das Wort ist Fleisch geworden", der gesetzgebende Körper in Venezuela nahm folgende« Gesetz an: ..Art. 1. Da die Verfassung der Republik die Religionsfreiheit erklärt, ist das öffentliche oder private Bekenntnis jeglicher Religion frei, vorausgesetzt, daß durch die Ausübung derselben der öffentliche Friede nicht gestört, die Sitte nicht verletzt und die verfassungsmäßige und gesetzliche Ordnung nicht beeinträchtigt werde. Art. 2. Da es der Verfassung gemäß keine Staatsreligion gibt, so sind die bestehenden und noch etwa ins Land kommenden Religionen auf die Almosen oder Opfer ihrer bezüglichen Bekenner angewiesen. Art. 3. Venezuela hat das Recht, die Geistlichen jedweden Bekenntnisses nicht zuzulafsen oder auSzn-weisen, welches Recht durch die nationale Regierung gegen solche Geistliche au-zeübt wird, die ihr der öffentlichen Ordnunz oder der Souveränität der Republik gefährlich erscheinen. Art. 4. Venezuela duldet in seinem Gebiet weder Erzbischöfe, noch Bistöfe, noch kirchliche La-pitel, noch irgendwelche Art von kirchlicher Hierarchie, weil dieselben mit den Rechten der Unabhängigkeit und der Souveränität des Vaterlandes unvereinbar sind. Art. b. Kirchen oder religiöse Genossenschaften können kein unbewegliches Vermögen erwerben, und Kirchen, die solches besitzen, bedürfen der Erlaubnis der Regierung, um es zu veräußern. Art. 6. In dem Gebiete der Republik dürfen kein Shllabus, keine Bullen, Breven, Reskripte, Encykliken, Hirtenbriefe oder Erlasse kirchlicher Behörden irgendwelcher Religion veröffentlicht^ verbreitet und auögeführl werden. Art. 7. Es ist den Geistlichen verboten, in Reden, Predigten, Erlässen, für die Oeffentlichkeit bestimmten Schriftstücken die Gesetze, Verfügungen, Urtheile, Verordnungen der gesetzgebenden, vollziehenden. richterlichen und verwaltenden Behörden als der Religion zuwiderlaufend darzustellen, durch dergleichen Handlungen oder Schriftstücke zum Ungehorsam gegen die Gesetze oder gegen Behörden und Beamten der Republik auszureizen, oder durch Anspielungen, Jeuilleton. Fräulein Raymond. Nack, dem Französischen des E. Mall et frei bearbeitet von Rudolph Müldener. ' (Fortsetzung.) ^ Fräulein Raymond zurückkehrte, rzayltefie mir einig, Einzelheiten ihres Lebens. . , „-'Mehrere Jahre nach dem Tode meines Bru-s. . / ^ »wünschte ich ArraS, meine Vater- ^ lthen. Ich fühlt, das Bedürfnis, Atmosphäre des Friedens zu-uckzukehren, m der ich meine Jugend verbracht; er niemand sollte dabei meinen Namen erfahren, «tne zwölfjährige Abwesenheit in Verbindung mit °"n Kummer, den ich unterdessen ertragen, hatten genugsam verändert, so daß ich nicht fürchten jemandem erkannt zu werden. ^ nicht mehr mit der Revolution, kn dachte, daß man unS vergefien hätte. Be-^nders wünschte ich das HauS wieder zu sehen, in weichem ,ch mit meinen Eltern so glücklich gelebt. M,t lebhafter Bewegung stieg ich die Treppe hin. auf. Das Logis, welches wir bewohnt.hatten, stand offen, weil man gerade einige Reparaturen darin vornahm. Ich durcheilte die Zimmer, welche mir, nach so vielen schmerzlichen Scenen, Erinnerungen des Glückes in da« Gedächtnis zurückriefen. Sie, mein Herr," unterbrach Fräulein Raymond sich hier selbst, „Sic find gütig und haben keine Dorurtheile. Ihnen kann ich e« mithin auch sagen, daß der Vater und die Mutter RobeSpierre'S beide tugendhaft waren, daß Vertrauen und Frieden sie umgaben, und daß ihre Kinder ihrer Eltern, ohne zu erröthen, gedenken konnten. Für mich ist es tröstend, jemanden zu finden, der mich anhören will. Ein wohlwollender Mann, der Bischof von Arra». brachte meinen Bru-der Maximilian in einem College unter, und dieser machte nur zu rasche Fortschritte. Akademische Auszeichnungen und eine glänzende advokatorische Praxis zogen bald dir öffentliche Aufmerksamkeit auf ihn und veranlaßten, daß er zum Mitglied? der ^88Sw-dI6s von8tliukmKtz gewählt wurde. Diese verhängnisvolle Auszeichnung, die Ursache aller unserer Leiden, erhob uns damals auf den Gipfel der Freude und trug uns eine Menge von Glückwünschen ein. Ach, warum scheiterte er nicht! Sein Leben würde dann zwar in der Dunkelheit verflossen sein; aber er wäre gestorben, umgeben von der Achtung seiner Mitbürger. Leider, trage ich nicht selbst Schuld an seinen Erfolgen. Mit welchem Eifer folgte ich seinen Fortschritten! Wie war ich stolz auf so viele ihm zutheil gewordene Auszeichnungen! In unserer Abgeschiedenheit hielt ich mich für die Mutter meiner Brüder und suchte ihnen dieselbe zu ersetzen. Ich wollte den Garten Wiedersehen, in welchem wir so viele Stunden unserer Kindheit verlebt. Dahin trug man meine Mutter in ihrer letzten Krankheit. Ich glaube noch den letzten melancholischen Blick zu sehen, mit welchem sie un- betrachtete, während wir ihr Blumen pflückten. Ach, mein Herr, was find wir, daß wir es wagen, die Fügungen Gottes zu tadeln? Ich habe es wol hart gefunden, daß er uns unsere Mutter entriß, und später habe ich die Vorsehung gesegnet, daß sie ihr so viele Leiden erspart. Für allL anderen wären solche Erinnrrun-gen schmerzlich gewesen, für mich waren fie süß. Unglücklicherweise bemerkte mich der Pförtner, der sich da« Recht angemaßt hatte, unsere ehemalige Wohnung den Fremden zu zeigen. Er bemächtigte sich meiner in dem Augenblicke, in welchem ich ganz in die Erinnerung an die Vergangenheit versunken war. Rathschläge, persönlichen Tadel oder auf irgendwelche andere Art da« Gewissen oder den Frieden in den Familien oder zwischen einzelnen Personen zu stören oder die Ehre irgend jemandes anzugreifen. Art. 8. Kein Geistlicher, welchen Bekenntnisses sei, darf sich mit dem öffentlichen Unterrichte befassen. Art. 9. Dir bisher in dem Staatsbudget für kirchliche Zwecke ausgeworfenen Summen werden.dem VolkSunterricht überwiesen. Art. 10. Uebertretung dieses Gesetzes wird als Anmaßung der Rechte des Staates mit Verbannung durch die Regierung geahndet. Art. 11. Alle Gesetze über kirchliches Patronat und alle dem gegenwärtigen Gesetze zuwiderlaufenden Bestimmungen werden hiermit aufgehoben." Politische Rundschau. Laibach, 5. Juli. Inland. Das gemeinsame Ministerium des Aeußern hat im Wege des k. ungarischen Mini-steriumS des Innern fämmtlichen in den an der Donau gelegenen ungarischen und kroatischen Städten fungierenden Behörden, sowie den Agenten der Donau-DampfschiffahrtS-Gefellschaft die strenge Weisung zugehen lassen, sich den beiden kriegführenden Parteien gegenüber vollständig neutral zu verhalten und alles zu unterlassen, was von der einen wie von der ändern Seite als Parteinahme gedeutet werden könnte. Im auswärtigen Amte in Wien ist ein vertraulicher Bericht des Grafen Beust eingelaufen, der über das bereits beseitigte Zerwürfnis zwischen Lord Derby und Disrae li interessante Auf> schlüfse- varbietet. Lord Derby soll dem Premier gegenüber auf der Ansicht bestanden haben, jede Landerwerbung seitens Serbiens den Mächten schon jetzt als oasus dslli und Nöthigung zur Intervention für England zu bezeichnen. Dem „Pester Lloyd" zufolge wird sich die gemeinsame Minister-Conferenz mit der Beschaffung der Mittel für die bevorstehenden militärischen Maßnahmen befassen. Ein wiener Correspondent des „Pester Lloyd" meldet, in leitenden Kreisen sei man überzeugt, daß es die Lebensinteressen-Oesterreichs gefährden hieße, wollte man eine Machtverschiebung zugunsten der Neubildung slavischerStaaten überhaupt dulden ; man würde eine Occupation vorziehen auf die Gefahr hin, Europa wachzurufen. Die niederösterreichische Telegraphendirection zeigt an, daß der telegraphische Verkehr zwischen Serbien und der Türkei aus Anlaß des Kriegsausbruches eingestellt worden ist. „Sie weinen, Madame," rief er, plötzlich vor mir auftauchend, aus; „ich bin nicht erstaunt darüber. Wie viel Mütter, Schwestern, trostlose Witwen find nicht schon hieher gekommen, um den Tyrannen zu verwünschen, der die ganze Menschheit geschändet hat! Sehen Sie, es waren ihrer drei: Maximilian, der boshafteste von allen, Augustin, der nicht viel besfer war, und eine Schwester. Ich, der ich jetzt mit Ihnen spreche, habe diese Familie gekannt, welche schon in ihrer Kindheit Proben gab von dem, was sie einst werden würde." Leider konnte ich ihm nicht entschlüpfen; je mehr er mich bewegt sah, um so greller trug er die Farben aus. „Indessen, mein Herr," antwortete ich ihm unglücklicherweise, in der Hoffnung, ihn zum Schwei, gen zu bringen, „ich glaubte bisher, daß Robespierre in seiner Vaterstadt weniger hart beurtheilt werde." „Hier, Madame, hier verabscheut man ihn noch hundertmal mehr, als im ganzen übrigen Frankreich. Hat er uns nicht Lebon, den wildesten aller Proconfuln des Convents, hieher geschickt? Aber Sie werden bleich; ach, ich begreife das. War nicht vor zwei Jahren die Herzogin von *** hier» die Die für den 3! d. M. einberufene Landtags« sitzung inAgram konnte, weil kein einziger Schriftführer anwesend war, nicht abgehalten werden. Ausland. Die außerordentliche Kammersession in Rumänien wurde am 2. d. M. durch den Fürsten mit einer Thronrede eröffnet, in welcher derselbe mit Hinblick auf die beunruhigende politische Situation einen warmen Appell an den Patriotismus und die Mäßigung der Senatoren und Deputierten richtet. Die Lage, welche durch die pariser Tractale für Rumänien geschaffen wurde, garantiere ihm die Wohlthaten der Neutralität. So lange es diese Neutralität beobachte und Europa ein Volk zeige, welche- an seinen Reformen und innern Verbesserungen arbeitet, habe er das Recht, zu hoffen, daß die auswärtigen Gefahren an unfern Grenzen Halt machen werden. Als Regierungsvorlagen nennt die Thronrede die Einschränkung des Budgets und die Umwandlung der Prästationssteuer in eine Geldsteuer. Dir „Corr. Orient." veröffentlicht über die Stärke der türkischen Streitkräfte folgende Daten: Die ObservationS-Armee in der Herzegowina zählt 32,000 Mann, jene an den serbischen Grenzen in drei Corps, bei Widdin, Nisch und Novi-Bazar, zusammen 48,517 Mann. Der Stand der in Ober.Albanien versammelten Truppen beträgt 11,520 Mann, also alles zusammen einschließlich einer auf 20,000 Mann veranschlagten Reserve 112,000 Combattanten. Außerdem stehen in Konstantinopel 10,000 Mann, auf Kreta 7000, in Makedonien, Epirus und Thessalien 7500, in Syrien 17,000, in Kurdistan 20,000 und in den verschiedenen Garnisonen 10,000 Mann. Den Gesammt-Effectivstand der türkischen Armee gibt dieselbe Quelle auf 206,000 Mann an, wozu jedoch noch in kurzer Zeit 10 Regimenter Rediss aus Kurdistan und Syrien, zusammen 30,000 Mann, und 43 Bataillone Rediss zweiter Kategorie, zusammen 15,000 Mann, stoßen sollen. Die bisher in Widdin vor Anker gelegene türki -sche Donau-Flottille, im ganzen aus siebzehn Kanonen-Schaluppen und mehreren Transport-Schiffen bestehend, hat soeben Turn-Severin passiert. ES heißt, daß sie Befehl erhalten habe, Semendria, Belgrad und die übrigen an der Donau gelegenen serbischen Ortschaften niederzubrennen. Am 2. d. M. fand bei Zupovac ein heftiges Gefecht statt. Die Truppen TschernajeffS eroberten drei vorgeschobene Werke und nahmen einige türkische Pontons (?) an der Nischava weg. — Die serbische Armee nahm eine Recognoscierung längs der südöstlichen Grenze vor, wobei einige wichtige strategische Positionen auf dem türkischen Territorium eingenommen wurden und Scharmützel ohne Bedeutung stattfanden. — Der Fürst von Monte - unwohl wurde, so daß wir sie in mein Haus bringen mußten?" Der Mann hatte einen Moment einer für mich seltenen, sanfteren Stimmung unterbrochen; ich be-griff, daß wir in Arras ein Gegenstand des Schreckens geworden und daß ich mich hüten müsse, mich den ehemaligen Freunden meiner Familie zu zeigen, auf deren Theilnahme ich gerechnet hatte. Ich fühlte mich geächtet in meiner Geburtsstadt; ich durcheilte die Straßen mit großen Schritten und gesenktem Haupte, aus Furcht, daß man mich erkennen und der Pöbel zusammenlaufen möchte." Fräulein Raymond unterbrach ihre Erzählung erst dann, als die Ermüdung sie dazu zwang. Sie empfand offenbar das Bedürfnis, endlich einmal die Gefühle auszusprechen, welche sie so lange in ihrer Brust verschlossen hatte. Ich bat sie, sich Ruhe zu gönnen; allein sie zögerte nicht, ihre Erzählung wieder auszunehmen. „Auf einmal," fuhr sie fort, „befand ich mich an der Thür der Kathedrale; ich stürzte hinein, wie ein verfolgter Uebelthäter in das offene Asyl, und erkannte die Kirche, wohin wir uns alle Festtage zu begeben pflegten, um dort dem Officium des Bischof«, unseres WohlthäterS, beizuwohnen. Wir wa« negro verfügt angeblich über 40,000 Krieger, die in drei Corps getheilt sind. Pavlooit besetzte mit 6000 Insurgenten Popovo polje. — Aus Ragusa wird der „Pol. Corr." berichtet: „Der montenegrinischen KriegS-Proclamation ging eine Art Organisation der Jnsurgenten-CorpS vorher. Zahlreiche montenegrinische Emissäre hatten mehrere Herzegowiner Districte durchstreift, und suchten dieselben auch die Flüchtlinge in den Districten Ragusa, Cattaro und MacarSca auf. Allen wurde unter strengen Androhungen befohlen, ehestens nach der Herzegowina zurückzukehren. Sie mögen, hieß es, lieber ohne Waffen als mit altartigen Waffen kommen, weil die Unbewaffneten mit Hinterladern betheilt würden. Au« diesem Grunde hatten sich bereits bi-Samstag Tausende von Insurgenten in Grahovo versammelt. Andere sammeln sich, dem Befehle ge> mäß, in Banjani, und der Rest in Grebci, Zubci und noch ändern wichtigen Punkten. Ihre Anzahl wird auf 8000 geschätzt." Die Forderungen des Khedioe wurden vom Sultan ohne wettere Verhandlungen genehmigt, um die Entsendung egyptischer HilfStrupppen nach dem Kriegsschauplatz zu beschleunigen. Der Seraskier hat von Nisch aus Befehl ertheilt, aus den asiatischen Garnisonen weiteren Nachschub zu bewerkstelligen. In Konstantinopel soll eine polnische und ungarische Legion gebildet und LangieviL und Klapka mit dem Commando betraut werden. In dem kürzlich abgehaltenen Divan wurde die Befürchtung geäußert, daß die türkischen Streitkräfte sich dem combiniertea Angriff gegenüber als ungenügend erweisen könnten. Nach der ersten Niederlage will der Sultan die Fahne des Propheten entrollen. Zur Tagesgeschichte. — Grenzbahn. Am 3. d. begab sich von Agram eine aus fünfundzwanzig Mitgliedern bestehende Deputation nach Wien, um in der Grenzbahn-Angetegenheit beim Kais« Audienz ru nehmen. — Getäuschte Hoffnung. In der Nacht vom 26. aus den 27. v. M. wurde in die Kanzlei der Gemeinde Maria-Graz nächst Tüfser eingebrochen, und die unbekannten. Thäter ließen sich die Mühe nicht verdrießen, die fchwere eiserne Kassentruhe ins Freie zu befördern. Bei der gewaltsamen Eröffnung derselben fanden sie aber nichts als einigt werthlose Schriften. Die Kasse wurde im Parke des Franz-Josefs-Bades bei Lilli aufgefunden. — Grubenunglück. In der Kohlengrube Frose bei AscherSleben brach eine Feuersbrunst aus. Von vierzig Arbeitern wurden nur dreizehn gerettet, während die übrige» erstickten. Bisher sind nur acht Leichen ausgefunden worden. Die nöthigen Arbeiten sind durch die starke Gasentwicklung und die rafche Zunahme des Wassers erschwert. ren beliebt damals, von Zeichen der Theilnahme umgeben; der Gesang der Priester, die Töne der Orgel, die Feierlichkeit des Gottesdienstes sprachen damals noch zu dem Herzen meiner unschuldigen Brüder. Eine Beute so heftiger Gefühle, wurde meine Aufregung so groß» daß ich kaum in der Kirche zu bleiben vermochte. Eine Dame, die neben mir stand, bemerkte meine Aufregung, und mich bH der Hand fassend, fragte sie mit sanfter Stimme: „Sind Sie unwohl?" und reichte mir ein Flacon. Dieses Zeichen de« Wohlwollens, welches ich zu erwarte« weit entfernt war, diese Worte de« Mitleids, welche mir Worte der Erlösung zu sein schienen, verliehen mir die Kraft, dem Gottesdienste bis an das Ende bei- > zuwohnen. Ich konnte beten für mein Vaterland» dem wir, wie man behauptete, soviel UebleS zuge« fügt, für meine armen Eltern und für mich selbst, die ich einsam zurückgeblieben war. Der Gedanke an die Kürze des Lebens, an da« Irrige jede« mensch' lichen Urtheile«, der Gedanke an die Ewigkeit erh»' ben meine geängstigte Seele." Nach beendigtem Gottesdienste entfernte ich mich zuerst au» der Kirche und erreichte zwar ohne U«" ruhe, nichtsdestoweniger aber mit schwerem Herze" die Post, mn wieder abzureisen. — O," setzte FrS»' — Erdbeben. Aus Athen, 19. Juni, meldet man: «Heftige Erdstöße sind in Korinth und der U ngegend wahr-genommen worden. Ein? große Anzahl Häuser ist ringe-siürzt, andere drohen den Einsturz. Die Einwohner sind ins freie Feld geflohen. Die Stöße sind fo heftig, daß Felsen geborsten sind." und Spectakel? Wird durch diese beiden Tugenden das Slovenenthum gepflegt? Lokal- und Provinzial-Augelegeuheiteu. Original-Correspon-en;. Rndolfswrrth, 2. Juli. (Unser Bürgercorps. Ein roher Bursche. Lästiges Peitfchenge-knalle. Unser „NLrvävi ä o m.«) Rudolsswerth erstieg ^ jetzt noch nicht die Höhe der Situation, um den eigent-«ch«n Zweck und den hohen Beruf des Bürgercorps begrei-ltn zu können, das Wesen unseres Bürgercorps ist sozusagen U» tiefes Geheimnis gehüllt. Dieser Schleier wurde am ' d. M. einigermaßen gelüftet, an welchem Tage unser Bürgercorps das Andenken an das im vorigen Jahre statt-gefundene Fahnenfest feierte. Das Bürgercorps begab sich ">"er Trompctenschall und Paukenschlag in den nächst der Sladt gelegenen Wald „Trata", dort harrten bereits Eß-artikel und Wein der Ankömmlinge. Ein echter Gardist, belebt von starker Seele, hält eine Eardinaltugend jederzeit im Auge, er gedenkt auch des Körpers. Bei diesem Feste Sing es lebhaft her, Bacchus erschien in rosiger, begeisterter Laune und credenzte den „Unterkrainer" in Fülle; Ziviorufe ertönten, Mützen flogen in die Höhe, Schüsse wurden abge-feuerl. Die Unterhaltung fand beinahe in allzu gemüth-l'chen Formen lebendigen Ausdruck und drohte gewaltthätige Gestalt anzunehmen. Dem Gedenkfeste wohnten viele Fa-mitten bei. — Keine Nose ohne Dornen! Bei dieser Gelegenheit insultierte ein roher Bauernbursche einen mit einem Cylinderhute bedeckten jungen Mann, beschüttete denselben mit Bier und zerschlug daS Trinkglas. Das hiesige Bezirksgericht wird den Excedenten belehren, daß nebst Beßlers Hut auch der Cylinderhut eines einfachen Bürgers zu achten fei. — Unsere Vemeindepolizei scheint an dem Peitschen-geknalle großes Vergnügen zn haben. Tag und Nacht, zu teder Stunde, müssen wir nach Ruhe dürstende Bewohner udolsswenhs das Peitschengeknalle der städtischen und uernknechte anhören. Wir beneiden die Polizeiorgane um ihren gefunden, kräftigenden Schlaf, welcher diesen Lärm *"cht zu ihren Ohren dringen läßt. Das übermäßige Schnal--en und Anallen mit der Peitsche ist in Rudolfswerth bei Strafe von vier Gulden verboten. Die Stadtgemeinde muß, "ach dem in Permanenz erklärten Peitschengeschnalze zu Mießen, sich bereits im Besitze einiger tausend Gulden Strafgelder befinden? — Unsere Citalnica, unser NationalhauS, scheint außerhalb des Polizeirayons der Stadt zu stehen, enn i„ einem Stadtlokale würde unmöglich Tag sür Tag cher Lärm, solcher Spectakel, geduldet werden. Kann ein keine günstigeren Erfolge aufweisen, als Lärm Raymond hinzu, „niemand begreift, wie fchmerz-H diese« Gefühl des Widerwillens ist, von welchem man sich beständig verfolgt sieht. Wie oft dachte ich, enn ich mich zufällig neben jemanden befand, der k«ni bewies, daß man, wenn man zu- s"U>8 meinen Namen wüßte, wahrscheinlich bedauern "tde, an mich das W:rt gerichtet zu haben. S» b^her nur von dem des zweiten TheileS meines Lebens untergeben« Ech Kraft, auf die Zeit meines ekr» .. )*Eckzukommen, in der ich mich so hoch ge-TMUertfah! die ^ °^lage mich, daß man aus meimm Bruder a?" revolutionären Sturmes gemacht, daß Verbrechen so vieler anderer auf seine Rech, für H^ien Sie mich indessen nicht frei»..!! ^ Uenug, ihn darum von jeder Schuld nicht s- "' ^ möchte es wol, aber ich kann es »rw i'l. °Eele Anstrengungen habe ich nicht gemacht, anka»^"*?»^Een. Wie viele Versuche, schüchtern der "ber lebhafter, da ich dieselben an Wi» Parteimanne» scheitern sah I — da ^ Scenen, wie viele Stürme gab es aetri^ - uns, als ich, von meinem Gewissen an. «^rieben, immer heftiger ihm entgegen trat!" — (Schluß folgt.) — (Aus den flovenifchenBlSttern.) »Slo-venski Narod" sagt in seiner 150. Nummer unter dem Stichworte „Vom südslavischen Kriegsschauplätze" unter anderem: „Der Kürst von Montenegro versammelte fein Heer und soll sich schon in Grahovo, aus türkischem Gebiete, be> finden.* Die geographischen Kenntnisse des „Slov. Narod" verdienen wahrlich volle Bewunderung! Bon einem nationalen slavischen Blatte kann man doch mit Recht erwarten, daß es wisse, Grahovo gehöre seit I86V nicht mehr der Türket an, sondern liege im Gebiete Montenegro'S. — In derselben Nummer citiert der Petersburger Lorrefpondent des „Slo-venski Narod" das russische Blatt „Aovoje Vranj»" hin» sichtlich der Haltung des russischen Volkes zum serbisch-türkischen Kriege; in diesem heißt es: „Die Wünsche des russischen Volkes für einen erlösenden Sieg, edle, heiße und un -eigennützige Wünsche werden das serbische Heer begleiten." In derselben Lorrefpondenz heißt es weiter, daß sich der rufst« sche Großfürji Wladimir im serbischen ArmeecorpS befinden soll, woraus man schließt, daß, falls Bulgarien seine Unabbängigkrit erringt, Wladimir zum König dieses Lande-proklamiert werden wird. Wie reimt sich letzteres Projekt mit der gerühmten russischen Uneigennützigkeit zusammen? — „Slov. Narod" gibt seiner exaltierten, sreudigen Stiu,mung Ausdruck über die Tatsache, daß in flovenifchen GasthLnsern den deutschen und fremden Gästen nur flovenisch geantwortet wird. „Slov. Narod" stellte sich bei dieser Zustimmung auf die Souveränetät der slovenischen Nation, der Starke steht ja aus eigenen Füßen. „Slov. Narod" scheint zu über-sehen, daß die flovenifchen Steuerzahler, daß flovenifche Wirthe und Gewerbsleute in Krain des Geldes aus deut-fchen Händen und Provinzen sehr dringend benöthigen. Wie stünde eS mit «rain, wenn das Reich demselben die Subventionen für Landes-, Schul- und Straßenbedürfniffe entziehen, wenn der Zufluß von Fremden sich vermindern würde? — (Lircus Sidoli.) Die gestrige Vorstellung war minder gut besucht. Direktor Sidoli wird, um einen zahlreicheren Besuch zu erzielen, eine Ermäßigung der Eintrittspreise eintreten lassen müsien. Sämwtliche Programmnummern wurden wieder mit wohlverdientem Beifall ausgenommen. Für die Schlußscenen kann sich unser Publikum nicht begeistern, obgleich die Originalität und Eleganz der Lostume immerhin volle Beachtung verdienen. — (Vergnügungsanzeiger.) Heute concer-tiert die Regimentsmusikkapelle im Garten der Südbabnhos-Restauration. — (Znm Unglückssalle aus der Laibach.) Gestern wurde der Leichnam der Maria Goloversek in der Nähe von Kaltenbrunn aus dem Laibachfluffe gezogen. — (Wünsche und Beschwerden.) Gestern in der achten Abendstunde fuhr ein mit Heu beladener Wagen in die Triesterstraße ein. Aus dem Wagen lagen einige dem Taglöhnerstande angehörige Personen und auch ein in städtische Kleidung gehüllter Mann, welcher mit besonderem Behagen eine Cigarre rauchte. Dieser Mann mag nicht bedacht haben, daß durch sein unvorsichtiges Tabakranchen auf einem in die Sladt einsahrenden Heuwagen ein gräßliches Brand Unglück im Rayon der Stadt entstehen kann. Aufgabe der Sicherheitswache ist es, folche die Sicherheit des Eigenthums gefährdende Personen nach Gebühr zurecht zu weisen. — (Anastasius GrünS neueste Gedichte) werden in ^nächster Zeit in einem Bande unter dem Titel: „In der Veranda" (Grote'sche Buchhandlung, Berlin) zur Versendung kommen. Man sieht dem Erscheinen dieser neuen Liedergabe deS Altmeisters der österreichischen Lyrik mit Spannung entgegen. — (DieAlpenvereinssectionKrain) traf bereits Anstalten, daß der die freie Aussicht theilweife hem mende Wald aus der Spitze de« Iavornik rasiert wird, auch wird dar Verweilen auf der Spitze de« Berge« durch einen Tisch und einige Bänke, welche aus Anordnung de« Au« fchuffe« oben ausgestellt werden, bequemer gemocht. Mit dem beiläufig Stunde unter der Spitze wohnenden Grundbesitzer wurde ein Uebereinkominen getroffen, »ach welchem sich derselbe bereit erklärte, Tonristen, welche keine großen Ansprüche machen. Unterkunft zu gewähren. — (Die Handels- und Gewerbekammer in Triest) beschäftigte sich in ihrer am 7. v. M. abge-haltenen Sitzung mit dem LommissionSberichte über Eisen- bahnangelegenheiten und unterzog folgende drei Punkte einer reiflichen Prüfung: 1. über eine directe Verbindung Triest-Udine mittelst einer directen Eisenbahn Triest-Udine oder wenigstens Monfalcone oder Ronchi-Udine; 2. über die Opportunität und Convenienz auf den geeignetsten Wegen die Zuweisung einer Staatssubvention für die Südbahn und dieRndolfSbahn zu erreichen, um sür Trieft solche Frachtbegünstigungen bei den Transporten Villach-Lai-bach-Triest zu erlangen und zu sichern, welche durch verhältnismäßige Herabsetzung der Tarife wenigstens theil-weife die verderblichen Ursachen der Isolierung Triests iw europäischen Eisenbahnnetze beheben und namentlich zu dem Zwecke, um für die jüngste Verweigerung der gewünschten Sisenbahnconcesstonen eine Abhilfe zu schaffen und 3. über die Mittel und Schritte, welche einzuleiten wären, um unter der passendsten Form darum anzusuchen und möglicherweise die Eisenbahnverbindung Triest-Spital-Salzburg zu erlangen, als einen für dieses Emporium höchst geeigneten Weg. um unseren Handelsbeziehungen eine erleichterte Loncurrenz und ein neues Feld der Thätigkeit mit den Centren des Consums und der Production zu eröffnen. Die Delegierten der Kammer erklärten, den ersten Punkt, beziehungsweise Antrag, nicht unterstützen zu können; inbetreff des zweiten Punktes gaben dieselben ihr Gutachten in dem Sinne ab, daß es zweckmäßig sei, die Subvention für die Südbahn und Rudolfsbahn in jener Ausdehnung zu verlangen, daß dieselbe fo wett als möglich Triest alle jene Bortheile brächte, wie eine zweite directe Linie, wobei jedoch immer, wie bisher, an der absoluten Nothwendigkeit einer solchen directen unabhängigen Verbindung festgehallen wird; inbetreff deS dritten Punktes beantragte die Commission bezüglich der einzuleitenden Schritte und Maßnahmen, daß die triester Kammer sich an die Kammern der verschiedenen Provinzen und die Commune Triest sich an die betreffenden Vertretungen wende, um auf diese Weise jene Maßnahmen zu vereinbaren und zu treffen, welche sich als die geeignetsten erweisen, um zum Ziele zu gelangen. — (Bon der Südbahn.) Die außerordentliche Generalversammlung der Südbahn-Gefellschaft wurde auf den S. August anberaumt. Es handelt sich um dir Geneh-migung des mit der italienischen Regierung abgeschloffenen Vertrages, betreffend die Fortführung des Betriebes auf den oberitalienischen Linien im Wege der Pachtung seitens der Gesellschaft. — (Zur Trennung de« Sü dbahnnetzes.) In der letzten General-Berfammlung der Südbahn wurde bekanntlich vom Präsidenten des pariser Lomites, Baron Alphons Rothschild, der künftige Ertrag der Südbahnactie auf Grund der durch die Abtretung des italienischen Netzes an die Regierung neugeschaffenen Situation auf 10 bis 15 Francs geschätzt. Die Berechnung, mittelst deren man zu diesem Resultate gelangt, ist nun nach der „Semaine Financiöre" folgende: Die Verzinsung und Amortisation der verschiedenen gesellschaftlichen Anlehen erfordert gegen-wärtig etwas mehr als 76 Millionen Francs und werden selbst nach Lontrahierung der Summe von IS Millionen Francs, die von der Gesellschaft nach dem letzten pariser Abkommen an die italienische Regierung zu zahlen sind, die Höhe von 77 Millionen Francs nicht übersteigen. Wenn man nun diesem Ersorderniffe die fixe Rente per 39 Millionen Francs und das ReinerträgniS des österreichischen Netze- per 44 bis 45 Millionen Francs entgegenhält, so ergibt sich eine Gefammt-Einnahme von 83 bis 84 Millionen Francs, welche- die Lasten der Gesellschaft um 6biS 7 Millionen Francs übersteigt und eine Dividende von 8 bis 10 Franc- per Actie repräsentiert. Berücksichtigt man weiter- die in Aussicht genommene Heranziehung der Obligationen zu der Steuerlast der Gesellschaft, so triff« die im Umlaufe befindlichen 4.054,438 Stück dreiperzentiger Obligationen (die fünfperzentigen sind bekanntlich ausdrücklich von jedem wie immer gearteten Steuerabzüge befreit) ein Antheil von 3 231,290 Franc-, gleich 0.,„ Francs per. Obligation, an der italienischen, 0.»» Franc- per Obligation an der französischen (Cote-) Steuer. Der Steuerabzug von dem Obligationen-Loupon stellt sich daher auf 0.,„ Franc-per Titre, wa- eine SrhShung der muthmaßlichen Actien, Dividend» auf 14.„, Franc- mit sich bringt. — (Sängerfahrt nach Tarvis.) Der Erfolg de« am 2. d. M. unternommenen Ausfluges der Mitglieder de« «esangSvereines „Eintracht« in Klagenfurt nach Tarvis , wird al« ein gelungener bezeichnet. An der Sängerfahrt «ahmen ISS Personen theil; der Empfang in LarviS war rin herzlicher. Di« Sänger und viele Freunde derselben begaben sich aus den Luschariberg, nach Pontasel und zu den weißenselser Seen. Abends führten die Sänger in Fillafer» großem Saale in Tarvis ein auS 10 Nummern bestehendes Programm auS. An die Liedertafel schloß sich ein recht vergnügter VeselligkeitSabend an. Die Rückkunft der Sänger und Gäste in Klagenfurt erfolgte erst am 3. d. M. um 4 Uhr morgens. — (Besteuerung der Vorschußvereine.) Am 28. v. M. fand in Klagenfurt eine Lonserenz der Vertreter von 15 Treditgenofsenfchaften und des SecretärS der Handelskammer statt, um ein gemeinsames Vorgehen in Angelegenbeit der Besteuerung der Vorschußvereiue zu besprechen. Wie weit in dieser Richtung die Dinge bereits gediehen sind, beweist der Umstand, daß, wie wir der „Klagenfurter Zeitung" entnehmen, die Borschußkasse in Wolfsberg, welche Ende 1875 über einen Reservefond von circa 4900 fl. v. W. verfügte, heute einem Zahlungsaufträge von 6671 fl. 75 kr. und der angedrohten Execution gegenübersteht; daß dem Vereine in St. Paul die Entrichtung von wehr als 1SV0 fl., jenem in Arnoldstein über 600 fl. aufgetragen worden sind, Summen, welche den vorhandenen Refervefoud beider Vereine weit übersteigen. In dieser Lonserenz wurde gleichzeitig die Bildung eines Verbandes der kärntner Creditgenossenschaften und die Aufstellung eines Normalstatutes beschlossen. Witterung. Laibach, 5. Juli. Morgens Höhenrauch, sonniger Tag, mäßiger SW. Wärme: morgens 7 Uhr -s- 171», nachmittags 2 Uhr 4- 25 6° 6. (1875 -j- 27.8«; 1874 -j-29 0°v.) Baro-Meter 735 99 mm. Das gestrige Lage-mittel der Wärme -j- 191° um 0 2° unter dem Normale. Angekomrnene Fremde am 5. Juli. Hotel Stadt Wien. Unger, Fabrikant, Stuttgart. — Go-rup, Privat, Triest. — Pollak, Privat, Fiume. — Koch, Kfm., Leipzig. — Wenzovsky, Jdria. — Kühn, Reichenberg. — Fuck, Wien. Hotel Elefant. Svetec, Notar, und Roblek Ludmilla, Littai. — Schechel und Gogala, Oberburg. — Puschnik, Bes. Wuttaring. — Pucker Helena, Ratschach. — Frau Roll, Lukowitz. Hotel Europa. Zadnik, Bezirlssecretär, Gurkfeld. — Her-both sammt Familie, Fiume. — Deutsch, Agram, vatertscher Hos. Rosch sammt Familie. Hrastnik. Mohren. Hamer, Privat, Krems. — Marn, Oberkrain. -- Saller, Agent, Graz. Zustimmung au». Auch au- Petersburg wird eine zustimmtnde Antwort signalisiert. Aus Bosnien meldet dir Correspondenz, daß der Sultan die Be-waffnung allrr Mohamedanrr vom 17. bis 70. Lebensjahre besohlen habe. W MM MW, aus vier Zimmern, Labinet und zwei Domestikenzimmern, schönem Garten und allem Zubehör bestehend, ist Bahnhof-gasse Nr. 117, im ersten Stock, zum 1. Oktober billig zu vermietheu. Auch sind daselbst die Parterre-Lokalitäten (zin» Kaffeehaus geeignet) sosort zu vergeben. Näheres beim Eigenthümer Polaua Nr. 83 (Oseusabrik). ' (380) 3—1 Wo ist guter Wem? Um diese Frage zu lösen, überzeuge sich das x. t. Pu» blikum bei Frau KI-Ti-Lr» ««ß»L«>r» am Rann berm „goldenen Schiff" Haus-Nr. 198. Gute unterkrainer Weine, das Liter zu 30 und 36 kr., Wiseller das Liter zu 40 kr. (378) 6-1 Wegen Abreise veranstalte ich Montag den 10. Juli L. I. und nötigenfalls die darauffolgenden Tage in meinem früheren Hause, Bahnhvsgasfe Nr. 117, eine freiwillige Licitation aller meiner Möbel und Hausgeräthe, Dampfkessel, Dampfmaschine, Transmissionen, verschiedene Werkzeuge, Eisenöfen-Röhren, Auslagkästen, Stellagen, GlaSwände und Thüren rc. und erlaube mir Kauflustige mit dem Beisatze einzuladen, daß die Gegenstände jetzt schon im obbenannten Hause an gesehen werden können. Laibach, I. Juli 1876. Virie. WoLeIuis.§§. Die gebrauchten Nähmaschinen sind bereits alle verkauft und sind nur mehr ganz «ene aber zu Spottpreisen zu haben. (374) 3—2 Verstorbene. Am 4. Juli. Ferdinand Super, Arbeiterswitwenkind, 6'/, M., Elisabeth-Kinderspital, Polauavorstadt Nr. 67, Auszehrung. — Anna Artner, Tabakfabriks-Feuerwächterskind, 3 M, Tirnanvorstadt Nr. 18, Durchfall. Gedenktafel über die am 7. Juli 1876 stattfindenden Licita-tionen. 3. Feilb., Egartner'sche Real., Krainburg, BG. Krain-burg. - 3. Feilb, Lipec'sche Real., Bai, BG. Feistriz, — 3. Feilb., Hrovatin'fche Real., Dornegg, BG. Feistriz — 2. Feilb., TeZak'sche Real., Hrast, BG. Möttling. - Ite Feilb., Buchwald'sche Real., Zirknabof, BG. Littai. — 3>e Feilb., ValeriM'sche Real-, Nareiu, Adelsberg. — l. Feilb., Kostelz'sche Real., Kermaiina, BG. Möttling. Zahnarzt Paichel wohnt an der Hradeczkybriicke im Mallh'sche« Hause, I. Stock, und ordiniert von 9 bis 12 und 2 bis 6 Uhr. — Seine Mundwasseressenz, Flasche 1 fl., und Zahnpulver, Schachtel 60 kr., sind außer im Ordinationslokale noch be Herrn Apotheker Mayer nnd den Herren Karinger L Kasch zu bekommen. (333) 8 in vorzüglicher Oualilät und reichster Auswahl stets am Lager offeriert die AetiengeseMast für Daxier- Druckinäuftrie 3.22. Schriftproben werden aus Verlangen gratis versendet. (271) 4-3 Telegramme. Belgrad, 4. Juli. Das officielle Bulletin meldet von Sonntag und Montag rin siegreiche» Vorrücken der serbischen Truppen. Konstantinopel, 4. Juli. Das Telegramm des Großveziers beantwortete der Fürst von Monte negro mit der von vorgestern datierten Kriegs erklärung. Die „Politische Correspondenz" erführt, daß dk beiden österreichischen Donaumonitors.Leitha" und „Maros" nach Semlin zum Schutze der österreichisch, ungarischen Staatsangehörigen abgehen. Außerdem soll der Grenzcordon durch eine Armeediviston bei Schabaz verstärkt werden. Dieselbe Correspondenz meldet: Die Pforte erklärte den Signatarmächten, sie werde vom Rechte der Vertheidigung auch über die Grenze Serbiens hinaus Gebrauch machen. Mehrere Mächte, namentlich England, sprachen ihre Dorsch-Merthran Del aus Äengen in Norwegen, gelb l Flasche 60 kr., wasserhell, geschmack- nnd geruchlos 1 Flasche 80 kr-, mit Sisenjodiir 1 Flasche 1 fl. Um Fälschungen zu vermeiden, wird jede Flasche meinen Nomen im Glase eiugeprägt haben. KabrivI pivooli, (68) 10—5 Apotheker, Wienerstraße, Laibach. Natürliche inerakwiM M Füllung W Zur Lieferung von M D GomertsFirmenSruck D M empfiehlt sich I ^ Jg. v. Kleinmayr L F. Bamberg. ^ Glück ans nach Sraunschweig! Ist und bleibt »«In« »It« v«,l»s, unter wel<§er ich wiederum die von hoher Regierung genehmigte und 8»r»»tirt« krLun8ekv.I-»näe8 Loltvrie, Gewinne im Betrag« von 8 696,000 enthaltend, darunter eveut 450,000, 8p6oieU »««,«««, IS«,«««, 80,0««, ««.«««, 2 L 4V,«VV rc. rc. welche innerhalb weniger Monate zur Entscheidung kommen müssen, angelegentlichst cmxsehle. Die «rot« Ziehung beginn« schon r»»i 80 ^7 .I»I> ». «. und versende hierzu gegen Einsendung de» Betrages oder Postvorschuß UrlxtnuU»»»« Vi V- V« V« zu «. 9 S.74.50 A.2.25 «. l.13 öst.'VV. Sende jedem Theilnehmer den amtlichen Plan gratis, sowie auch Gewinnlisten und Gi-wiimgeldcr werden. begünstigte auch in der kürzlich beendeten Lotterte wieder mein in reichem Maaße, mein« Firma bedarf daher SScompte-Anftalt Franco-Bank . . Handelsbank. . . Nativnalbank . . Oest. Bankaesells. llnion-Bank. . . Geld «4'SO 88-10 losroii««' 107SV 108-— II«-— 117 IÜ8-15 irr 7150 7Ü-S0 71 bo 7i'S0 Ware l?kiuaübrtvkv. 84-7V «llg. öst. Bod.-Sredit. 88 so dto. in S» S....... Nation, ii. W....... llng. Bod.-Lreditanst. Vrtorit»t»-OdI. Franz Iosef«-Bahu . Oest. Nordwestbahn . Eiebenbürger . . . . StaatSbahn.......... E«db.-Ses.,u500Fr. dto. Bon« 6SS5 ISS i» ISS 84S-- 8S5'— Berkehrsbank. Mföld-Bahn . . , »ail Ludwigbahn «aii. Ms.-Bobn »ais. Fr, IosesSb Staattbah» . . . Südbahn........... 4g 5» «0 -8»«— 8S8 - «0.— 81-S4 - 95' 1SS S» !»!> 14»— 14« 1S0 — I»0 >88.->i8S 80Ü5' 8) 5,« Geld 104 — S7-8« 8S-S0 I-o»s Credit - Lose . . Rudols« - Lose . (3Mon.) AugSb. lasst. südd.W, Krank,. l»c Marl. . Hamburg, - London loPsd.Elerl Pari« Ido Franc« . . VLiu»rv». Kais. Münz-Dncaten -0.Franc«stück . . . . "reuh. «afsenscheine. -ilber . . . War« W1.S« 88 Ä S7'«0 85'7i 8S-87 5» ISS— 11» ISS- IS'50 8«-ro «» »o i»sro 50 40 >10-1« 8»-«» 10» so ss-il 88— 81-- 15S50 Iis-sr IS»«« 14— e,40 »b'L eoso gor ia-17 8,7» iv,«o Telegraphischer Lursbericht am 5. Juli. Papier-Rente 64 65 — Silber-Rente 68 — — IbM StaatS-Anlehen 108 SO. — Bankaktien 848. — Lredit 142—' - London 13015.— Silber 102-20 - K. k. Min, dukaten 6 06. — 20°FrancS Stücke 1029. — 100 «««» mark 63 50. ____ Druck von Jg. v» Kleinmayr L Fed. Bamberg. Verleger Otwmar Bamberg. Für die Redaction verantwortlich: Franz Müller.