>^M!»2»»»W«»»!»»»» Dl» lllna SMlt. Vor deck Eintritt Deutschlands in den Vvl- kerdnad. Maribor, 2. i^ktober. ^ie Atmosphäre, die infolge der Genfer Verhandlungen tn fast allen Staaten Europas geschaffen wurde,' scheint nun auch lür den Völkerbund eine neue Zeit eröffnet zu haben. Es ist schwer hinwegzuleugnen, daß der Völkerbund biAher nicht viel mehr als eine Exposttur der Sicgermächte war. Nur so ist es eigentlich zu ve^tchen, daß die Frage d^s Eintrittes der deutschen Nation in den Bölterbund erst fünf Jahre nach dessen Gründung ernstlich an die Tagesordnung gestellt wurde. Wohl find im Völkerbünde bereits Nationen vertreten, doch der weit-UUS größere Teil derselben bildet nur einen Chor von Figuranten, der der ganzen Institution den notwendigen moralischen Halt verschaffen lollt«, Mit den wichtigeren i!wt-schetdungsn der wenigen Äiegermächte aber nichts zu tan hatte. Ost hött man den BSl-ttvbund Weltparlament nsnn?n. Bisher konn te jedoch davon sticht gesprochen werden. Früher als man vielleicht glaubt, dürste jedoch diesbezüglich bel^utender Wandel geschaffen Verden. Die bekannLö Entscheidung des deutschen Reichskabinetts, die sich für einen baldigen. Eintritt Deutschlands in den Völkerbund ausspricht, falls dem deutschen Volke vollkommene Gleichbert'chtlgunq mit den übrigen Mttgli^ern d:S Bund>?S zuge-stchert wird, bereitet den Boden sür die Entwicklung Bölkerbllndes zu .üner wirklichen und lückenlosen Gesellschaft der Nationen vor. Außer Deutschland stehen noch die Vereinigten Staaten von Nordamerika,, Rußland und die Türkei abseits voni Völkerbünde. Diese Milchte bilden eine Art moralischen Blocks gegenüber der Liga und find wegen ihres nNmerifchen^ und territorialen Ausmaßes ohne Zweifel ein ausdr'jcksvolles Argument, das die Entscheidungen des Völkerbundes wegen seiner Passivität stark beeinträchtig. Wird nun Deutschland tatsächlich Mitglied des Völkerbundes, dann verliert oieseS Argument einen ziemlichen T^il seinsS Ein-fluffeS. Außerdem wird sich ei,» Einjchlvenkpn der deutschen Ration auch bei den noch abseits stehenden Nationen stark fühlbar machen. Das an der Spitze der praktischen Zivilisation marschierende amerikanisch Volk d^ste bald dem Beispiele Deutschlands fi'l-gen. ES möge nur daran erinnert werden, daß StaatSfekretär HugheS bei seinem AnttS-antritt« den Eintritt der Bereinigten Staaten in den Völkerbund befltrwortete. Al ch die Türkei hat erst unlänqst anläßlich der ?^.^rl)andkungen über dis Irak'Frage erkennen lafsen, daß eS ihr nicht l^erade unangenehm wäre, wenn man d?m türkischen Bolke drn Eintritt in den Völt^-rbund vorschlüge, ^cis schwerste Kapitel in dic'ser Einsicht bil-de! natürlich die Sowjetrspulilik. 1hint.'r den Sewje^ulisfen sch-^inr man eifrig das Fl^r mid Vider der Chan en zu «erwägen, die ein.' aktive Teilnalime an den Genfl^r Neratunyen bieten könnte. Das stärkste !i?in-dernis lildet vernmtlich die WeltrovolutlonS-ide.ilo;;le. ?>nn' der Eintritt in den Vimd d^r kapitalistischen Mächte würde tin Paktil'-ren wi» d/r Weltreaktion bedeuten und auf die tnf.ilNt'Nistische Prop^'gonda läsmiend wir keg. DoK naA den Wejiigen.Erjc>MngW SNarldor, Sreitaa. »ei» s Oktober t024. Vor dem Abschluß des deutsch - französischen Handelsvertrages. «nkunst der deutschen Delegierten in Paris. — Vegwn der «erHandlungen. Begrüßungsrede. — Die Worte des deutschen Votschasters von Hoesch. Herriots WKB. Paris, 1. Oktober. (Havas.) Die deutsch-französischen Verhandlungen i'iber den Abschluß eines Handelsvertrages haben heute nachmittags im Ministerium des Aeußercn be gönnen. Ministerpräsident Herriot begrl'l^te die deutschen Delegierten und erklärte, diese Verhandlungen, deren Ergebnis von so großer Bedeutung für die Zukunft beider Völker fein könne, mußten als die logische Folge jener Verhandlungen erscheinen, die in London zu einem gedeihlichen Ende geführt worden stnd. Wir wollen hoffen, daß in Hinkunft nicht die Anwendung der Bestimmungen über die Wiedergutmachung stören wird. Es handelt sich darum, zwischen den beiden Ländern einen ununterbrochen fließenden Strom eines wechselseitigen wahren Erkennens zu ermöglichen, um hier und in Deutschland daS Leben Abrüstungskonferenz und Schuldenfrage. Rewyork, l. Oktober. Auf die Genfer Meldung über die geplante Abrl'lstungskonferenz wird in Washingtoner Kreisen erklärt, daß die Regierung jede Abrüstungskonferenz unterstütze. Im Weißen Haufe wiirt^ man es nie verg^n, wenn statt des Völkerbundes die Großmächte als Einberufer der Konferenz auftreten, weil dadurch Amerika eine weit kleinAe Handlungsfreiheit erhielte. Eine Verknüpfung der Schuldenfrage mit der Ab-rüstungskonferenz dagegen wäre Amerika keinesfalls angenehm. Das fcbließe aber nicht aus, daß Amerika zu einer besonderen Schuldenkonferenz der europäischen Staatm Beobachter entsende. Todesurteile gegen Arbeiter, die einen Streik organifiert haben. IKoSkau, l. Oktober. Der'sowjetrevclutio-näre „Dnij" berichtet aus Smolensk über den Prozeß gegen die 13 Arbeiter, die wegen Or« ganifierung eines Streiks in den staatlichen Unternehmungen von Smolensk angeklagt waren. Während deS Streiks wurden zwei Agenten der staatlichen politischen Verwaltung ermordet. Fünf Angeklagte wurden znnl Tod durch Pulver und Blei, alle Übrigen zu schweren Freiheitsstrafen verurteilt. . EinbruchSdiebftahl i« den Gemächern des (Exkaisers Karl in Gchöubrunn. Wien, 1. Oktober. Wie die „Korrespondenz Wilhelm" meldet, wurde heute früh im Schloß Schönbrunn ein von bisher unbekannten Tä-ern verMer Einbruch in den Gemächern des früheren Exkaisers Karl entdeckt. Es fehltm von dem Schreibtisch des Exkaisers eine Reihe von Gegenständen im Realwerte von ungefähr 16 Millionen Kronen, doch ist der Sain-melwert wesentlich höher. Die Erhebungen sind, im Zuge. dürften auch diesnial die russischen Machthaber umschwenken, wenn sie eingesehen Habel: werden, daß es im Interesse Rußlaads liegt, nach Genf zu gehen. . ^Iso. iaaba sst! Das Berliner Kabinett brachte den Stein ins Rollen, der slä) nun mit unwiderstehlicher Gewalt Bahn bricht, rm der Genfer ExPositur der Tiegermächte den Garaus zu machen und einenl Völkerbunde im wahrsten Slyne des Wortes das Leben zu schenken. Nur auf diesem Wege .dts WAli^leit gybalen, daß die Liga zu erleichtern. Nur der Wille, gegen einander Billigkeit walten zu lassen, wird es ermögli-chen, zu einem Erfolge zu gelangen. Der Ministerpräsident sprach die Hoffnung auf einen raschen Erfolg der Verhandlungeil aus. Der deutsche Botschafter von Hoesch dankte dem Ministerpräsidenten sür die Begrüßung und versicherte, Deutschland wünsche aufrichtig, daß die Verhandlllngen zu für beide Länder annehmbaren und befriedigenden Ergebnissen führen. Der Botschafter sprach die feste Zuversicht aus, daß die Schwierigkeiten durch den guten Willen beider Regierungen in der Erkenntnis der beiderseitigen Interessen werden überwunden werden können. Er schloß mit den Wünschen fiir ^nen Erfolg der Verhandlungen. Äe meritorischen Verntiinl^en werden morgen beginnen. Die Lustreise nach Amerika. Berlin, 1. Oktober. Wie das „Berliner Tageblatt" aus Friedrichshafen erfährt, sind die Borarbeiten sür die Uebersahrt deS „Z. 3^ nach den Bereinigten Staaten in vollem Gang. Das Schiff wird zurzeit mit (y.is nach" gefüllt, die Benzin- und die Oelvorväte ergänzt und die Hülle nachgesehen. Zu Be /an der komnieuden Woche wird.das Schiff zur Uebersahrt bereitgestellt. Zur Speisung der Motore sür die Uebersahrt wird das Schiff Kilogramm Benzin und 2500 Kilogramm Oel mitführeu. Äefe Vorräte reichen filr eiue 130stün^ige Fahrt. Die Besnt^uu^ oe-steht aus 28 Personen, einschließlich des Fiih-rers und zweier Neservemonteure. Von Passagieren wird neben drei amx rikanischen Prüfungskommission der künftige Kapitän de^ Luftschiffes, Steel, mitfahren. Man rechnet mit einer Fahrtdauer von mindestens W und liöchstens hundert Stunden. Diese Mäxinialzeit kommt nur bei starken Stl'lrnien uud anhaltenden Böen in Frage. Bon der Besatzung werden eiuige Offiziere, unter anderen Kapitänleuk"'''nt ^semming und ^ ^olitor, etwa 4 Dc-:.e'' klt den 'bereinigten Staaten l^»leiben, um die amerikanische Besaßung mit der.'Handhabung des Schiffes vertraut zu machen. Deutschlands Eintritt in den Völtelbund. Paris, 1. Oktober. Es wird mitgeteilt, das; zwischen Herriot und Macdonald ein Meinungsaustausch über die deutsche Note betres-send den Eintritt Deutschlands in den Völkerbund stattfindet. Man glauot Paris, daß sich auch die belgische Regierung diejem Meinungsanstausch anschließen werde. 5'?axim Gorki im Sterben. London, 1. Oktober. „Daily NewS" n^esoeu aus Kopenhagen, Nioxim Gorki liege i?tchrenden Baseler Schniellznsi, der imsolge eines Defektes im Tunnel zwis.-lien dem .Hcinpt- und Südba'hn-Hof zu halten geznnnigcu^l war, ist der um 12.18 hier ivbfahrende Personenzisg anae-fahren. Eine Anzahl v^on Perjonen wur'l« gelötet oder v^'rlcht. Der vordere Teil des Bas<^ler ,^U!ges konnte n>eiter fahren. Dis Bergilngsarbeiten im- Tunnel gestalten nch äußerst schwierig. Zli dem Eisenbahnunglück wird noch gemeldet, der Verlej>te fest^iestellt woi^v-.'n. Eine Rei« he von Personen ist leicht verleyl. F-iws Et« fenl)ahnMi.aen sind bein^ Znsa.nnn'nstoße in-ein-andertiesäioben worden. Die Kämpfe vor Shanghai. WK^V. London, 2. Oktviber. 'Woli?). Die „Daily News" m<;lden aus Shanghai, sich die stark zus^nunenHesÄMdol.^nen Ver-toi'diger hinter denl Feuer der feinslichen Ar« tisserie imd der Flie^r zurückziehen. Aus beiden Seiten sind e't'N>a 2000 Tote und Verwundete zu vcrzeickmen. Eine Stadt in Flammen. ^ WKB. London, 1. Okto-ber. Das Reuter-buro meldet aus Sih^mghai: Di? Stadt Lo< Tien stebt in Flam>men. Der Gouverneur von Tslbeki-anq hat die fremden Bcchörden und Niet^erssssttn-gon ans die NotU'endtgkeit alrfmerksa.Nl gemacht, Vorsichtsmaßrc^eln z» treffen. »ökftubericht Zürich, ?. iDktober. (SchlnßkurleV ParlS 27.^, V«ograd 7.20, Lolldon 2.';.10, Prag Mailalld 23.—, Newyork 521.7^ Wien 0.0071 eil! Achtel, Budi^X'st 0.0692S» '^^llkarest 2.72^. Zagreb, 2. Oktober. sSchllls^knrse). Züriiy Lml'don 3?^ eqn Achtel bis ein Ächtel, Wien 0.1 0.10j3'2'>. Pray 21<'..00-?N^.90, Maikaind 319.^—322^0. Nowyork —73.7ö^ ««ue t. Der «<«ie«egri»ische Vrl«5 Peter i« Dieiser Taye ist in Beo^raS der Wo«ta«gr1nische Prin^ Petcr, ein ^ehn dcZ verstorbenen montenegrinischen Königs Ni- einAetrvifsen. Ei? wv^nt im Hotel ^Pa-l«e"^ Gestern wurde er vom MiniiterprSsi-denken T^idovtä enchfvngen. t. Ei« ««»rilimischer Vizeadmiral — V^e«ttrger vo« Split. Die Etaöt Split ernannte den amerikanischen Vizea^mira! Andrews zu ihrem EHreiMrg:?. da ^'r an-5Mich der Ankunft der mnerikant^chen Flotte in ^lit, der Stadt einen großen Dienst er. Viesen h>atte. Zur selben Zeit tanl es nane in Ljublsana MeSS Verteilung Vermittelt. Möge dieses Beispiel auch bei itllen anderen Gemeindeämtern ^ca^chahiniung finden! t. W» senfationeller Doppelselbftmord in AWeei. Die vor einiger Zeit in Zagreb herrschende Selbistmordmanie hatte wieoer zwei ?^nschenleben vernichtet. Äit dem 13. ^p-temöer wohnten im .^tel ,,Roya!" ein fün-gerer Mann und eine noch jüngere, schöne Dame, die sich im das Fremdenliuch des .Hotels als „Mato Svetina, Medi^ziner auS Vu-kwvr und Gattin Maria" eingetragen Hutten. Das junge Ehepaair kam nur W '.^en Vdohlzeiten in das Speisezimmer und ver-brm^e die Äbrige Zeit in ihrem Zimmer. Borgeistevn erschien jedoch das Niepaar nicht zam Mitdayessen. Der .Hotelier schöpfte Perdacht, der dadurch vers^rkt wurde, '5aß d'as Zimmer versperr war und man auf mehrmaliges l^o^n k^ine Anwor erhielt. Es wurde die Polizeidirektion verständigt. Mittlerweile ab^ wurde die Zimm.'rlür gewaltsam geöslfnet. Darauf bot sich ein furchtbarer Uniblick dar. Die beiden jungen Leute la^en «y vmschlungen iß einem mit Blut getränktem Vette; beide waren bereits tot. Der Mann hielt eine Fvommerpistole in der Hand und hatte eine schwere Kopfivunde an ^ rechten Gchläse. Die Augen der Frau waren stark angeschwollen, so d^aß anzunehmen iift, 't«!b fle den Schuß durch ein Auge «chMen hat. Eine Rettung der beiden ivar ausgeschlossen. Die polizeiärztliche Unter-fllchMy ergab, daß ^r DoppelseMmord um !y Uhr vormittaglS erfolgt sein mugte. Aus der vorgefundenen Korrespondenz war ersich- (Nachdruck verboten.) ' vb es Liebe war, was ich für Sie empfand ich' weiß es nicht, aber das Gefühl Ihrer «ähe, Ihrer Sorge, Ihrer Freundschaft war «ir ein Blick ins Märchenland mnner Zngand. Vielleicht gab eS auch einen Moment, wv ich meinte, es müsse süß sein, an Ihrem treuen Herzen auszuruhen, die Augen zu schließen uyd nichts mehr zu fühlen Ihre Liebe. Es war damals auf hoher See, als unser Schiff in Gefahr war und wrr, umbrandet von haushohen Wellen, dicht beieinander dem Tod ins Auge sahen. Vielleicht würe eS besser gewesen, das Schiff wär damals zerscheW. Ich hätte dann wenigstens Vein Leid über ein anderes Menschenherz gebracht.* „Ne quälen sich umsonst, Malette. Ich vermerk Sie, Josa leidet nicht Jhretwe^-^n. ?kur zu leichi hat Sie mich aufgegl>^n." Ei'le tief schmerzliche Bitterkeit bebte in seiner iKtimme. Prüfend sah Madame de Maravet in Gisberts Gesicht, das in dem gleißenden Manglicht geisterhaft bleich erschien. Jetzt beugte er sich wieder über fie. Mit heißen, flehenden Augen sah er sie an. " ^ ^ - G Vt o» oUlll » lich, bvß der Mann taibsächlich üer 31jährige ab^l^ierte MediMer Mato Svetina aus Vukovar ist, der in der letzten Zeit als ärztlicher Praktikant im Sanatorium Brestr^va,. am Sljeme tätig war. Die Dalne i^t eine geschiedene Frau Maria Bidas, k^aNin de^ pensionierten HauptnmTincs Franz Vidas. Sie ist 23 Iiahre alt und n>ar vor einig^'n Moniten an Tuberkulose erkrankt. Zie kam iTis Sanatorium Brestovac; 'der lernten sich die beiden kennen und lieben. D^r Beweggrund zu dieser Tat dÄrkte finanzieller Na--^ sein. t. Den Gatten ermordet. Im Dorfe Presna (Bosnien), ermordete ^ie Bäuerin Barbara Horvat ihren Mann, sie nenven-dete 'dazu eine Axt mit der sie d?n Kovf ihres Mannes vom Rumpfe buH'^äblich abtrennte. Die Eheleute lebten im ständi.^en Streite. Schon vor zwei Icchren batte Bar» bara Horvat ivä^hrend eines Streites ihrem Manne mehrere Bnuchwunden zug^'igt, wes halb sie mehrere Monate :m Zuchthaus vergingen mußte. t. Im Zuge beftohlen. Acstcrn reiste der Kaufmann Fritz Karniönik aus Llovenjgra-dec nach Z>a.greb. WÄirend ser FHrt von Zidanimost nach Zagreb schlief er inr C-oupe ein. Diese (^elegcnhei wu^e von einem Ta-schendieibe au^'geniuyt, der dem Schlafenden die Rocktasche aufschnitt und oarails die Brieftasche mit 1(jl).(XX) Dinar entwendete. Als Karniknik in der Mhe von Zagreb erwachte und den Diebstahl bemerke, war vom Diebe keine Lpur mehr. Die Tiienbahttpoli-zei ist bemÄht, denselben auszuforschen. t. Zoologische Expedition im M'indungs-gebiet der Donau. Der österreichische Regierungsrat Dr. Viktor Pietschmann ist von einer zvoloen nachtdun'len Auflen, den >sck>arfgezeichneten Brauen, dem schwellenden Mund unter der feinen Nais und dem zartgerundeten Kinn. Wie schön sie war, sündhaft schön, von eine? beraujschen^n Süße. Und doch krvth l Dke Keeuzotker im SiwsLbrAlE«. Tschechische Zeitungen berichten von einem merkwürdigen Erlebnis, das vor wenigen Tagen eine Familie in Reichenberg hatte. Die Kaussrau Halle eine Güns zum Braken serliI gemacht und sie fkellte die Bratpfanne in den Keller. Am nächsten Tag Holle sie den festlichen Braten au» dem Keller, skellle ihn in die Osenröhre. die sie fest verschloß, worauf sie das Feuer kräftig anschürte. Wer beschreibt den Schrecken der Frau, als es in der Pfanne recht lebendig wurde. Da fte sich nicht getraute, den Vackraum des Ofens zu össnen. holte sie ihren im Karlen arbeilenden Mann. Ansfatt aber nachzusehen, legte dieser tiich-tig an und in der,^unebmenden Kit^e be-rnhigte sich bald das rätselhaste Wesen. Als nun der Mann mutig die Bratröhre öffnete, sah er neben dem stark geri^steten Gänsebraten eine zu Tode geröstete Kreuzotter. Das rälselhafke Zischen und Pfauchen ward nun allen begreislich ^ die Freude an dem Gänseschmaus aber war verschwunden. Es ist bekannt, daß die Kreuzotter nach dem Sonnen kühle Plätze aüssucht. Durch das ossene Kellerfenster kam sie in den Keller und fand in der ausgenommenen Gans ein ihr besonders zusagendes Ruheplätzchen, bis es ihr in dem Bralraum etwas ungemütlich heiß wurde. Sie suchte dieser Aitze zu entweichen, zischend und psauchend fuhr sie in dem engen Raum herum — bis sie selbst gebraten war. t Pikkolo» FlMrriere. Der bestbezahlte ^otelangestellle ist ein Schweizer, Oskar Tschirky (ein St. Gallener), der Betriebsleiter des Waldorf-Astoria-Aotels in Newyortt. Cr kam im Jahre 1383 nach der amerikanischen Welstadt und begann seine Lausbahn als Pikkolo mit einem Wochenlohn von 2'50 Dollar. Heute bezieht er ein jährliches Einkommen von 50.000 Dollar. Gr verbringt derzeit seine Ferien in Europa. (50.000 Dollar entsprechen vier Milliarden Ungarkronen.) t G auenhafter Word an owo« Priester. In Acerra ist ein surchtl>arer Mord verübt worden» dessen Opfer ein Priester geworden ist. Ats der Psarrer Dematieis im Begriss stand, die Meffe zu zelebrieren, wurde er aus dem Kinterhalt durch zwei Flintenschüsse tn das Kerz gelötet. Man nimmt an, daß der Psarrer von einem Familienmitglied ermordet worden ist, da er, obschon er sehr ver-mi^gend ist, seinen Bruder und bessim Familie im größten Elend darben ließ und nach dem Tode des Brudörs dessen Witwe nicht die geringste Unterstützung zuwandte. t Die Äafskraukhett. Aus Königsberg i. Pr. wird gemeldet: In der vergangenen Woche sind in Zimmerbude sechs Fischer von der sogenannten Kasskrankheit befallen worden, deren Ursache bisher noch völlig im Dunkeln liegt. Vier Fischer waren so schwer erkrankt» daß sie in erstarrtem Zustande in ihre Wohnung getragen werden mußten. Wie die Meldung besagt», waren ihre Fahrzeuge nahe beietn- plötzlich etwas Frenides in Gisbert empor. Umsonst suchte er dieses Gefühl zu bannen. Es ließ sich nicht vevschsuchen, ja, es wuchs und wuchs. Fwst angschaft prüfte er jeder; Zug in den: Gesicht der heiß geliebten Frar die rote Maske geliebt? Wie abbittend zog er c»ie Hände der geliebten Frau ml seine heißen Augen. „Malette," stammelte er, „wie bist du schön." „Aber doch eine andere, GiOert, als die du geliebt. Leugne es nicht, ich lele es in deinen Zügen. Wehre nicht so entsetzt. e^Z i?t ia ganz natürlich.'Mit tausend Farb.'n hast du alle Tage meiu Bilo geschmückt, un^ nun ich dir in Wirklichkeit mit meinem Aatlil^ gegen-übechehe, da ve'rblassen! die Farben. Aber ich wollte nicht von dir scheiden, Gisl'er: von Hohenwald, oihne idir gezeigt zu lmb^:, daß ^ eine alte Frau liel>test, 'bie noch einntal einen FrühlingStraunk in Andaluiieu trälrmte» während der Sommer is)res Lebens zur Rüste ging. Noch ein Tag und die Frau mit der roten Maske irrt nü^^der heinwtse.z ourch die Welt. Alier die Crinnerunq an dielen F?uulmer 5^6 Vom 3. 192^ ander gewesen. Eine Aerzkekommission hat jetzt in der Näh« »on Deplecken bei Fischhausen UnterluchunZe» über den Grund dieser Krankheit angestM. Man setzte, um zu erproben, od das Wasser gistige Substanzen enthalte, zwei Aale in sogenannten Aalsäcken in ^s Wasser ein. Nach zehn Minuten wurden die Aale tot herausgezogen. Ein Versuch mit Flundern ergab dasselbe Resultat. Die am Usee ausgesekten Frösche slückteten bei de« Ser ruch des Waffers. Die Aerzte selbst klagten infolge des Geruches bald über hestig» Kopfschmerzen. Aus dem Seimwege wars die Untersuchungskommtssion die tote» Aale den Sühner» zum ^atze vor, doch verschmähten sowohl diese, als auch Katzen den sonst'so gesuchten LeckerdiAen. t. Der verbotene Rodi«. In einer Ausstellung der Tokioter Nationalgalerie hatte fich die Leitung Auguste RodinS berühmtes Werk „Der Kuß" ausgeliehen, dabei aber nicht daran gedacht, daß die japanischen Sitten den Kuß nicht nur verwersen, soi^ern ihn, in der Oeffentlichkeit und unter Erwachsenen, überhaupt nicht kennen. Auf jeden Fall gilt Küssen als etwas überaus Anstößiges, und dem-zufolge ist denn auch die Polizei eingeschritten und hat rings um daS europäische Kunstwerk eine Bambuswand errichtet/hinter di« nur privilegierte Besucher gelassen werden^ Tatsächlich ist der Kuß so verpSttt, daß w Japan aus den amerikanischen und europäischen Filmen die Kußszenen herausgeschnitten werden. Dazu kommt noch,^ daß dort die Nacktheit, nicht etwa im Leben, sm^ern in der Kuttjt so unzulässig ist, daß man den griechischen Statuen in den Galerien Schürzen vorbindet. Und Rodin» herrliche? Lieb^paar ist leider noch zu allem völlig nackt .». t. geitgemätze »echlt«ese. Auch kn Sande des „PftrndieS" wirb das Leben schwer un'li das Heiraten nkht kkht. Die Johl der ml« vetheirateten Männer vnld Frauen ist an der Dhemse nicht geringer als onberwärtt. Weil aber die Gngttkder .jede Hitua:ion von der pvaMschen Seien Ba» ewer unterir!!>lschen Stadt bot^ w Akom verysben. Die Bahn wird vmn des Monte Marw Aber die Pie kam freilich an den Tckg unid nun wurde Pesek festgenomnien und dem Gerichte eingeliefert. P-anline A. erleidet einen Schaden von 6500 Dinar. m. Die Genossenschaft der Zimmer-, Schristenmaler und Vergolder teilt niit, daß die Lehrlingsfreisprechnng soiivie die Einschreibung von neuen Lohrlin-^en am SonAtag, 'oen 5». Oktober im Saale des Hotels „Pri zMn-orcu" um 10 Uhr vormittag'? stattfindet. m. Ein weißer Hahn w Verlust geraten. Einei^ armen in der Tr^aL^ta cast^^a w)hn hasten Witwe verschn>an.d dieser Taqe ein weifzer Haihn. Wer i1>ber den Verbleib des Hahnes etwas wissen sMte, niÄge dies i-n der Redaktion uniseres Blattes bekanntgeben. m. Kleine Polizeichronik. Gestern wurden drei Personen verhaftet un'd zwar ci^' wegen Landstreicherei, eine we^^en Diebstahls Wnd eine w<^en geheime? Prostitution. Von den Wachor-ssanen wlirden mehrere Anzeisien erstattet, dmunter vier wegen Diebstahls, eine wegen Beitruges und mehrere wegen kleinerer Delikte. — Einige Fiater wurden zurect)itfte>tviesen, weil sie die vorgelchriebencn Tarife nicht an sichbbcrrer Sbelle angebracht hatten. m. Spende für die Freiwillige Rettungsabteilung in Maribor. Die Familie Wurzinger in TeMo spendete 100 Dinar statt ei-Kranzes st.x den verstorbenen Lierrii Auf dem Prunksessel Se. Heiligkeit der Kalif ul-Messih ulit zwei afrikanischen Missionären (stehend) und zwei Ahnladia-Pilgern aus Mekka. — Ul-Messih wird in den nächsten Tagen in London eine Einführung in seine Lehre geben. Johann Miloschitz, Roalitätenbesitzcrs in Maribor. m. Oerels iran^als. Beginn der französischen Sprachkurse Freitag, den z. Okto-ber. Einschreibungen Dienstag und Freitag um 18 Uhr abends an der Lehrerbildungsanstalt, Montag, Mittwoch und Freitag zwischen 17 und 19'llhr abends im Staots-gymnasium, Erdgeschoß links. N :0 m. Serbokroatischer Sprachunterricht wird nach der leichtfaßlichsten Berlitzmethode von einem langjährigen, erstklassigen ^au^^^hc'.r, mit 13. Oktober l. I. sowohl in Gruppen als auch im Einzelunterrichte in den Räumlichkeiten der Ant. Rnd. Legat'schen Privat-Lehr-anstalt für Maschinenschreiben, Stenographie und Buchhaltung (Einzelunterricht und Kurse) Maribor, Vrazova ulica 4, erteilt. Ebendaselbst wird auch die cyrillische Schrift (Lesen und Schreiben) in einigen Unterrichtsstunden separat gelehrt. Anzahl der Unterrichtsstunden fiir serbokroatisch vier per Woche, nach Wunsch auch weniger. Niemand lasse sich diese günstige Gelegenheit, eine der Staatssprachen gut und leicht zu erlernen, entgehen. Alle Auskünfte und Einschreibungen werden im Spezialgeschäfte für Schreibmaschinen Ant. Nud. Legat, Maribor, Slovenska ulica 1, erteilt und vorgenommen. Unterrichtshonorar mäßig. Telephon 100. 9118 in. Harfenkonzert. Komnreno^.'n ^lreita^g findet in der Belika kavarnn ein Hanenkon-zert statt. Iin übrigen vel'w'^i'en wir auf das Inserat in unserer «heutigen Nunriner. m. „Syl et Evian Merval", Groteske, exzentrische und moudaine Tänze, täglich in der L!lub-Bar. 8898 * Kavarna J^adran. Täglich Konzert. Solide und gute dienung. Mäßige Preise. ^119 * Ein „Svoboda"-Tambu rasche nkonzert finidet Smn'^'tag, den 4. Oktoiber um hal'b 20 Uhr aibends iin kleinen Göj^saale (nicht Ka-sinosaale) statt. Alle Freunee und (Gönner der Arlvitei'kultiirorganiiation mögen bei diesem Konzert erscheinen. N l-t * Slowenischer Sprachunterricht an An- iänger und ^fortgeschrittene, einzeln o wer)en Ein-scl^reibun^gen ab 1. Oktober täglich von 19 bis 20 Uhr und an Sonntagen von 19—11 Uhr in der Gmnbrinushalle entgegengenommen. Der Äusschusj. N i3 * Trgovski sportni klub „Merkur", Maribor. Verschiedener Hindeinlsse wegen findet das für Sonntaig, deil 5. Oktober i.m Götzsaale an'geKün-di^Fte Weiule^'feft nicht st-^itt. Der Ausschuß. ?? 12 -LH-' «ochricht«, ans SeM. c. Schulbeginn. Wegen der herrschende» Scharlachepidemie begann daS Schuljahr 1924/25 an sämtlichen Schulen erst am 1. Oktober l. I. ^r Besuch an allen Anstalten kft zusriedenstellend. In der städtischen Knaben-Volksschule sind insgesamt .^21 und in der Mädchenvolksschule Ä)8 Kinder eingeschrieben worden. Die Mädchen- und Knaben'bürger« schule besuchen je Schüler. An der zwei-klassigen staatlichen Hanoelsschule meldete» sich 170 Schüler. Die Schüleranzahl deS staatlichen Realgymnasiums beträgt Heuer 310, hat also gegenüber dem Vorjahre eine erhebliche Steigerung erfahren. c. Gewerbliche Fortbildungsschule in EelZe. Die Direktion der gewc^blicl)en Fortbildung^ schule in Celje verlautbart: Die Einschreibung der Lehrlinge wird am Samstag den 4. Oktober von 10 bis 12 Uhr und vo" 14 bis 17 Uhr sowie am Sonntag den 5. Oktober von 8 bis 12 U'hr vorgenommen. An diesem Tage müssen alle Lehrlinge erscheinen, damit sie in Klassen eingeteilt werden können. c. Fachgewerbliche Forwildungsschule fir Lehrlinge des Gasthaus- und Aasseesiederge» werbes. Die Einschreibung findet am Montag den 6. Oktober von 14 bis 17 Uhr in der Direktionskanzlei der staatlichen Knabenbürger-schule statt. Anmeldungspflichtig find all« Lehrlinge otben erwähnter Gewerbe der Stadt und der näheren Umgebung von Celje. Wei tere Aufklärungen werden bei der Einschreibung erteilt. c. Wo!^"- . Stand der an« steckenden Krankheiten. Das Stadtphyfikat von (lelje verlautbart für die Zeit vom 21. bis 27. September f-^genden ?tand der anstecken den Krankheiten. Malaria: neu erkrankt l, verbleibt in weiterer Behandlung 1; Pertussis: verblieben 1, neu erkrankt 0, verbleibt 1; Bauchtyphus: verblieben 3, neu erkrankt 1, geheilt 2, verbleiben 2; Paratyphus: verblieben 1, neu erkrankt 0, v'^'bleibt 1; Dissen-terie: verblieben 1, geheilt 1; Scharlach: verblieben 16, neu erkrankt l, geheilt 6, gestorben 1, verbleiben 10. Theater und Kunst. Nationaltheater in Maribor. Donnerstag den 2. Oktober: „Nikola Sub^ Zrinjski", Ab. C. Freitag den 3. Oktober: Geschlossen. Samstag den 4. Oktober: „Nikola Subie Zrinjski", Ab. A. ^ Lionardos Abendmahl m»n Vernichtung bedroht. Jeder Kunistkenner wech, daß oiiD berichlnte Fresoogemälde Lionaroo da VrnciD „Das Abendnmhl" in Mailand, immer mehr vevblasjt, und daß seit Jahren befürchtet wird, dieie^ Kunstwerk werde !»ald wtal zu-gründe gehen. Bereits im Jahre 1517, zwanzig Jahre nachdem es genullt worden ist, wurden Symptome dei^ Zerrüttung festgestellt, denn Andrea de Beatis erMlt von ci-7U!m „Bilde von Messer Lionarix? 'oa Vim'i, auf der Wand gemalt, das von großer Schönheit ist, ob-tvohl es bereits anjSngr, Schade» aufziWeisen; ob durch die Feuchtigkeit in der Wanid o'oer sonstiges Mißgeschick,' kann man nicht sic^gen". Heute schreibt man den Verfall des Fre^ko^ sowviil der Feuchtigkei: wi« Lionardos Vorliebe für Experimente zu. Die Fenchtigkeit wird rm 17."Jahrhnndert von Padre t^liarati eingehend gesch:Io.'rL: „An Schirokkotagen wir'c» das'Bild so feucht, als ob der Regen e»? bespritzt Hütte". Die Mönche von S. Maria dellie Grazie zu Mailand hatten einen Vorihang darüber ge^en, aber diese Schutzvorrichtung verschlimmerte nur noch die Sachlage, da die Ausdün'tun'ien au-f die Leinwanc> zurückschlugen. Trotz alfer Be-mi"if)ungen von seiten der V?aler, Ehemiker und Aenzde (diese zur Feststellung eines etwaigen Z^^illus) hat man den UnterMng d.'S Bi'ldes nicht auHalten Nnnen, bis vor an-derthalib De.^nnien Luigi (5a!oenaghi mit der Retwng lx'traut wurde. Durch Einlej-tung eines elektrischen Hei^^körpers in 'oem Raum hinter dein Stpeisesaal und eine Wanddurch-brechung, die lxirirkte, daß Sonnenwärme auif da.) Bild sließt, ist den Einwirkungen der Fettcl>tistkeit Halt geboten worden. ^avenaM war aber sehr verschwiegen, und als ihn der Tod ereilte, war guter Rat teuer, bis man Oreste Silvostri mit der Fo^fülirung der Arbeit b-eaustr^^e, die nun hauvtsächlich darin lvstei^t, die sich lösenden Bildteilchen auis '^r Wand zu be^tigen. HieM wird ein« feine Nadelspitze, wie sie die Aerzte für In« jektienen ljuben, benÜtzt, und durch Ein< ipritzungen von BenKim die M doi HtuOMe? VM Z. Oktober 19?^ Die orvßle eifenbahntechnlfche Ausstellung der WtU la I «eddin bei Berlin. VZi: > S! M '.! Moderne Diesel-Lokomotive mit Oel-Motor. Die Auöstcllunji wird veranstaltet vom Verein deutscher Ingenieure und der Reichsbahn und dauert vom 21. September bis 5. Oktober. Sie liegt zwischen Wannsec und Beelit) auf dem weiten Gelände des Ver« schiebebahnhofes Seddin, südlich von dem idyslischen Ltaputh. Sie wird in Verbindung mit einer glänzenden Ausstellung in der Technischen Hochschule zu Charlottenburg und den bekannten Sammlungen des Bau-imd VerkehrsmuseumS in der Invalidenstra-s;e einen Ueberblick über die Gestaltimg des modernen Eisenbahnwesens geben, wie er bisher noch nicht geboten wurde. Schon der Umstand, daß hier nicht weniger als 120 Lokomotiven unterschiedlichster Bauart aufgestellt sind, während z. B. in der großen bri- tischen Neichsausstellung in Wembley nur drei Maschinen — die alte gute „Pufsing Billy" und zwei moderne zu se^n sind, läßt den Umfang ahnen. Ergänzt wird die Vorstellung von der Größe noch durch die Mitteilung, daß derjenige, der die Ausstellung gewissenhaft durchwandern will, nicht weniger als 9 Kilometer dabei zurücklegen muß. Während die Lokomotiven auf freiem Gelände stehen, haben in der großen Halle mit 6000 Quadratkilometer Fläche Signalanlagen, Werkzeugmaschinen u. a. Aufstellung gefunden und werden in guter UeHersicht gezeigt. Auch wie ein Personenwagen entsteht, sieht man hier. « Tie grösjte deutsche Schnellzug.-Turbinenlo komotlve, die die größten Züge spielend mit 8U Kilometer Geschwindigkeit besördert. Bc sonders bemerkenswert ist die Turbinenanla» ge vor dem Kessel. Mauer zju Neben, hergestellt. Die Restaurierung l« einzelTvn Teilchen erfolgt, sob^^ld dvs behanidelte Stück wieder gvnz fest siht. Dank die?ser unsäglich mi^hsamen unk lanc?-wierigen Arlieit wird der Welt d.rs mälde vielleicht doch als Ruink erhalten Ikleiben. -i- Der Enkel von Josef Strauß in großer Not! Der Enkel von Joses Straus^^, dessen Name mit goldenen Lettern in der schichte Wiens verzeichnet sk' ht und dessen Werke gerade jetzt während des Wiener Musikfestes wieder aufgeführt '. erden, lebt in Wien mit seiner Familie in großer Not. Die Wiener Zeitungen befassen sich mit seinem C6)icksal und fordern Menschenfreunde ars, dem Mann, der abgebauter Bankbeamter lit, eine Veschästigung zu verschaffen. -i- Paderewski — Doktor htinorlc. causa. Der weltberühmte p^^lni^che Klavier.,irtuo'e und gewesene Präsident der polnischen Publik Pi>^" od. Ersatz von 40 Millionen Kronen an>?estrensit h'at. Die in Nede stehenoe Operette wurde im Sommer 1O23 nach 53 evsolc^reichen Aus-Wrungen der Sommerhitze wetzen, da der Besuch zu schwach wurlde, abgesetzt und hätte im Herbst 1923 ols erstes Stnck der Herbstsaison gegeben werden sollen. Da dies unterblieb, wlurde seitens 'c»es Komponisten die KlaAe «»ach Auffii!hrung oder Schadeners^ih von 40 Millionen jst'rvnen erhoben. Der Prozeß, der airgen^^licklich zum Zw^.le der Ein-verndon wir'o gemeldet: In der Nähe von Harrogate in Yorkfhire hiben die Archäologen Z^rber und Ämmock die Ruinen der Stat>t Isnrlum aufgedeckt. Nach den bisherigen Funden ?ann mcn schliesM, das; >ie römische Sie^dl'lnq 2—3 Hektar Landes bedeckte, und d-^ß sich die etwa 3 ??^ete^ hohe Wallmvuer über 1^ Kilometer -m Ninlreis erstreckt hat. Außerhalb dieser Mauer konnten Spuren einer etiva W Me^er breiten Straße festgestellt werden. Isnriun: war unter 'der römisck)en .Hei-rschast einer der wichtigsten Zentralpunkte, der an Bedeutung selbst mit -der Stadt Ebocorum, dem heutigen ?)c>rk, wetteiferte. (Gleichzeitig wird aus London genleldet, daß Mei englische Sti'denten wNiren'o ibrer Ferien am den 5x>^en der <^^va!fschaft Monmoutlh auf eigene Faust ?l.is-^rcchunlgen vornahmeii, bei denen sie das l^lück halten, ein befeistiates Laqer aus römischer Zeit zu enttdec?en, das vernlutlich teiVlveise von Eroinwell zerstört worden ist. Die Ausgrabun^e werden jetzt unter Leitung eines Archäologen vom Z^anonalmu-seum in Wales sort^gesetzt. -s- Ein« ErkIiZsunq In der W^eZle»' Tag?spr«>?se. Dr. Arlur Echnitzler vorsendet an die Wiener Tages-presse folgende Erklärunq: In der Wiener Sonn- und Montagszeitunq lese ich zu meiner Verwunderung, daß ich oegen zwei jüngere Berliner Autoren, (Brecht und Bronnen, Anm. d. Red.) die sich während der Aussührun'^ meines Schauspieles «Der einsame Weg" unmanierlich benommen haben sollen, irgend welche Schritte zu unternehmen gedenke. Nichts aus der Welk lag oder lieat mir ferner. Das Urteil der beiden Zerren und die Form, in der sie es zu äußern für richtig hielten, ist einzig und allein ihre Sache; Ruhestörer zu entfernen, ob fie sich durch ein Dichtwerk in ihren lilerarischen oder in ihren politischen Überzeugungen verletzt fühlen, und. ob sie ihrem Mißsallen durch überlaute Äußerung oder durch das Wersen von Stinkbomben Ausdruck zu geben belieben, obliegt den Ordnunqs-organen des betreffenden Thealers. Der Autor soll und will mit dergleichen nichts zu schassen haben. Artur Schnihler. -s- Wien bekommt eine Arena! An >Dien find derzeit Vorbereitungen im Gange, die auf die Errichtung einer Riesen-Arena sür Freilichtausfiil)rungen abzielen. Gegenwärtig mangelt Wien eine großzügige Freilichtbühne vollständig und ^dle bekannten Aida-Freitichtaussührungen unker L-itu^g von Pletro Mascagni aus b?m vollständig umgebauten Riessnstcdion i!>er Wiener L)ohen Walke abge!)allen werden. Die neue Arena wird an der Wien^eile errichtet, in günstiger, vom Zentrum der Stadt aus leicht zu erreichender Lage. In der Som-meriaison 1925 wird die neue Freilichtbühne bereits in Gebrauch genommen werden kiznnen. -l^ Bücherschau. b. Tie Sckiokolade- und Kakaopulvcrsabrlkatlon. Nach dem neuesten Stand der Teckinik geschildert von Ernest Saldau. Mit 48 Abb. Dritte, gänzlich neu bearbeitete Auslage. 11 Bog. Oktav. Geh. Gm , geb. Goldmnrk 5.—. A. .^artlebcus Verlag, Wien. — Entsprechend der Abjicht, eine Darstellung der Echololadefabrisation noch ihrem neuesten Stand zu geben, hat der Verfasser die dritte Auflage vollständig neu umgearbeitet. Es wurden daher nicht nur fast alle Abbildungen erneut, ihre Zahl wesentlich erhöht, sondern auch im Texte alle Abschnitte volllounnen umgestellt. Auch der Fa-lirikation des Pnderkakaos wurde der Bedeutung entsprecheud, die er heule besit.'t, ein beträchtlicher Raum angewiesen, waS auch die Abänderung des Titels bedingte. Alle Verhältnisse, die bei der Fabrikation von Schokolade und Kakaopulver in Be-traäit zn ziehen sind, hat der Verfasser in einfacher Weise dargestellt, so !)as, die dritte Auflage je dem, der siä) mit diesem l'jesckinstSMeig befassen will, einen Leitfade«, verlüblich aut die^-ul Gebiete, ab.lZi^^' b. Die JmprägllierungStechuil. Handbuch der Darstellung aller fäulniswidrigen, wasierdichten und feuersicheren Stoffe. Von Theodor Koller. 2. Aufl. Mit ö0 Abb. In 2 Bänden geheftet je Goldmark 5.—, geb. je Goldmark K.—. A. Hartlebens Verlag, Wien. — Erscheinen der ersten Auflage dieses Werkes slnd eine ganze Reihe von ^^^'...Lendnngsgebl"'-"' der Jmprägnierungs-technik entstanden — so z. A. d?" Imprägnierung der Ballonstoffe oder von ^gflächen der Flugzeuge — vor allem sind auch auf dem Gebiete der organischen Chemie eine Zahl neuer und wick)tlger Jmp7c!gniertt''L!?mittel geschaffen worden und zu den alten ^>!-li)cden sind neue getreten. Die t)Ulle des EtosfeZ z'. ^aher, die Neuauflage in 2 Bände zu teil^'n. Der erste Band behandelt die in der Impiägni^rungs'echnik verwendeten Rohstoffe, Drogen u Chemikalien, die nlechanische Technik des JmprägnierenS und daS Jlnprügnieren und Konservieren von Holz in ausführlicher Weise. Der zweite Band befaßt sich mit dem Imprägnieren von Teztilmaterialien, von Papier und Papierprodukten, von Leder und bringt im Schlukkapitel die verwandten Gebiete des Konservierens vm Baumaterialien, Mauer-werk usw. und die Schutzmaßnahmen für Metalle und andere Gegenstände zur Besprechung. DaS vorliegende Werk ist sohin ein sicherer und zuverlässiger Führer auf dem gesamten Gebiete dcrJm prägnierung, unter besonderer Berücksichtigung der praktischen Anwendunq. -ül - Allerlei. a. Künstlicher Zucker. Nach einer Meldung aus Jthaöa im Staate Newyorf ist es denr Professor der Themie an der Universität Liverpool, Dr. Baly, gelungen, mi: Hilfe ultravioletten Lichts auf rein ch^imischem Wege Zucker herzustellen. Nach all den Fortschritten, die synthetische orgcnische Chemie gemacht hat, wäre dies der bedeutungsvollste, wenn sich 'oie Nachricht b'^stätigl. Bisher war es noch nicht geluncfen, den Weg aufMecken, auf dem die Pflanze im Licht die Krchlensäure der Luft assimiliert, d. h. die Methode, nach der sie aus Kohlensäure nn'o Wasser die unzähligen Herbindunge« ausbaut, die wir als Mcker, Stärke, ätherische Oele, Har^e usw. aus ihr gewinnen. Man wußte schon sehr lange, daß sich dieser Prozeß nur tm Licht vollzieht, und daß den Hauptanteil daran !die unsichtbaren ultravioletten Strahlen haben, die mit Hilfe des Blattigrüns, 'oes Chlorophylls, jene VerbiTl-dun!g<:n aufbauen. Dabei ers^cheinr in: Blatt als erstes sichtlbiares Produkt dieser chemischen ArHeit die StÄrke, die schon einen recht komplizierten Aufbau besitzt. Aus welchen einfacheren Baiulsteinen das Stövkemolekül gebil-ldet wird, wußte man nicht, man vermutete nur «ls Zwilschenprodukte ^rmaldehyo und Alkohol. Wenn es nun wirklich Proiessvr Baly gelunigen tst, den lairge und eisriy gesuchten Weg zu finden und aus Sauerstoff, Wafserstoff und Kohlenstv-ff das Zuckermole-kkil Mlfzutbauen, so liehe sich die Wichtigkeit dieser Ent'oerkung gar nicht abichäpen. Ste könnite unter Umständen einen vollkommenen llMstur^ in der Landwirtschaift und auch in der Technik hervorrufen, denn man Zpnnt Mittel genug, aus dem Zucker durch Umlage-rung, Anlagerung unld Spaltung an'oerer chlMischer Baustoffe viele kompliziertere Ver-bindungen herzustellen. Der nächste Schritt nrüßte dann die künstliche Herstellung der Fette sÄn. , « t. Ein Maler, der im Gesängni» z« Nuhm kommt. Ganz ungewöhnlich ist der Fall des russischen Malers Sasonow, mit dem sich die amerikanische Presse zurzeit eingehend be-schüftigt. Sasonow war ohne einen Pssnnig N'lch den bereinigten Staaten gekommen, und da es ihm trotz aller Mühe nicht g-lang, Arbeit zu findell, so hatte er sich durch die Not zu einer Urkundenfälschung verleiten lassen. um sich Brot zu verschaffen. Die Sache wurde entdeckt und der Fälscher zu zwei Jahren Gefängnis verurkSilt. Diese Berurtsilung bildete aber den Ausgangspunkt eines raschen Glü-lswechkelS des Künstlers. Im Staatsgefängnis von Atlanta, wo er seine Strafe verbüßte, erÄ«'lt er von der Verwaltung den Auftrag, die ?Nauer der Gefängniskapelle mit einem Bild aus der Passion Christi zu bemalen. Dieses FreSkobild SasonowS erwies sich nach Ansicht dl.r dortigen Sachverständigen als das Werk eines großen Künstlers, und der Eindruck war so überzeugend, daß sich die Gefängnisverwaltung felbst für die Freilassung des MnstlerS nach einem Jahre der Haft verwandte. Vo da an war das Glück Safonows gemacht. Er kam als Maler in Mo de, so daß er sich vor Aufträgen nicht zu retten wußte; ja, im März wurde er sogar ins Weiße Haus berufen, um das Bild des Präsidenten CooNdge zu mal?n. Aber auch in dieser glücklichen Zeit sicheren Verdienstes beherrschte Sasonow beständig das Heimweh nach der Zelle und der .Nuhe, die ihm unerläßlich schien, wenn er sein erträumtes Meisterwerk schaffen solle. Auf seinen Antrag wurde ihln iet^t von der amerikanischen Regierung die Mitteilung gemacht, daß man ihm in Würdigung der angeführten Gründe die „Vergünstitzung" gewähren wolle, sich acht Wochen lang im Strafgefängnis von Kildy im Stc.ate ?llabama aufzuhalten und dort in aller Ruhe s^'iner Zwnst zu leben. Sasonow wird demnächst seine freiwillige Haft antreten, um in der Stille seiner Zelle ein großes Gemälde zu malen, fii? das ihm schon 5vgncZten, k^reun» clen uncl Zek»nnten Zckmer^erkllÜt I^sckrlcdt, äsö itir mni^st» xeiiebter, unvergeÜÜcker Qstte be^iekurigsveige Vster, vnkel unä Qroüonkei, tterr A/^ittvock clen Z. Oktober um Kslb5 lliir im 75. l^ebens^akre p1öt2lick seeiix im tterm elltscblslen ist. l)«s l^eickenbegSn^nis lies unver^elZIiclien OAliinxescble'' <Üenea kinclet clen 3. Olctvber um 15 vom'srsuer» b>u8e IrZsZks cc8t« I^r. 44 suk clen 8t. ^-i?cZgIerl> k^rieclkok statt, vo clia ircjzZcke l-iülle in der k^smiliengk'ust bei^eset?t >vir6. Der Irsuergottesäienst vircl Lsmstgfi^ clen 4. Olctober um 7llkt in cZer 8t. /^aßcZslens-pkgrrkircbe sb^ckslten vveiclen. 6eri 2. Oktober 1924. X EssektenbSrse in Ljubljanz am 1. Oktober. Kriegsentschädigungsrente tteld 114, Ware 116; Sparkasse Celje G?ts 219; Ljub. Kreditbank Geld Ware Merkantil-bank ^ioi?evje Geld 123, Wars 1."/)- Trste Kroatische 915, Ware 9l9; Slmmsche Bank Ware 9<); Mclschinenfaibrik Ljubljena Geld 1.^.'), W, War? 27, Schluß ') Waggons 2tt.5); C'schenpflöcke, 29-l90 mni. franko DoMale, 149; Eichen-Vouls, 27-30 39 cm, 2.Ü—4 m, franko Ljuoliina, Ware 1.')00. — Weizen, heim., franko Ljubljana Geld 379; Ba^laer, Parität LiublZanc^, Ware 415; Mais, Ba^.kaer, Parität Lzubijana, Ware 415; Hafer, Ba<^!aer, Pari.'ä: Ljuolja-na, Ware 315; Pilze, getrocknet, mittel, fr. Liubljana, Geld 99; Bohnen, weiße (Rib-niea), orig., franko Lsu'bliawi, Geld 525, wei^e Gels 450; Mandelbohnen. Geld 325; Leinsamen, murinsel., Parität Lsubljanu. Pield und Ware l)49, Schluß 3 Waggzn^ 940; Hanf, Mandfchi'rei, b. f. n. franko Ljub-lsana, Ware 880; Raps, wild, franko ilaw. Station, Ware 2i'>5; Niiße, franko Liubliana, (^eld 409; Kartoffel, Usance, frcin!c Verladestation, Ware 120; prinm garant. Schweinefett, Bai?ater, fran^ko Lacier Lsilbl;ana, Ware 35; S'reck, gefalgen, Ware 31; geräuchert, Ware 3l',. X Novisader PrA^nktenbörss am 1. Oktober. Weizen, alter B?'l?kaer, 78- 79 Kla., Zli0: Ba(^kaer, neuer, 355; Banaler 3.55; Gerste 335; .^lafer 242.50; Kolbenmais 1 l9; Bobnen 420; Mehl „l10" 510, „9" 559; Kleie fi'lr November und Dezember i?9. Tendenz in Weizen lebhaft, !^i i'ibciien <).uall-täten unverän'c>ert. Gef'a.mtv^rkeh'' 141/? Waqgons. X Erössnttvq der Nvv'?ader Esfek- Die Leilunq der Novisader Börse hat lrotz der noct) nicht abgefchlos-senen Organisationsarbeiten die Eröffnung der neuen Effektenbörse sür den 3. Oktober beschlossen. Der Verkek)r bleibt vor-läustg auf den Kandel mit Slaatsesseklen beschränkt. Privataklen sollen erst später zur Notierung .zugelassen werden. Der Kandelsminisler Hai heute der Leitung der Novisader Bizrse die Liste jener Staals-papiere mitgeteilt. w?lche gehandelt werden dürfen. Die Berechtigung de» Esseklen-handels wurde vorläufig dreien Firmen erteilt. der Novisader Firma Aieksander Dundjeviski Domp., dem Privatbankhaus Ludwig Lustia und der Suboticaer Firma Najic. Der ossizielle Verkehr findet jeden Dienslag und Freilag mittags statt. Die Eröffnung wird ohne jede Feierlichkeit vor sich gehen. X Die Vollblulpserde w Äuqo-slamien. Beim Landwirtschaflsministerium wurde dieser Tage eine Fachkommisston gebildet, welche sich mit der Untersuchung des Ursprunges der vollblütigen und halbblütigen englischen Pserde in Jugoslawien beschästigt. Ende dieses Jahres will man ein umsangreiches Buch mit Informationen über fünfhundert Pserde verösfentlichen. Präsident der Kommission ist Vlado Äic. Industrieller, Sekretär ist Milorad Dimiirijevic, Journalist. X Unser Milchexport »Mh Oeßeereich. Unser Milchexport nach Oesterreich (vor allem nmh Wien) beträgt täglich lll AaAFvnt. Der .f>auptexp?rt geht über Maribor vnt> (^akovec. Ein Liter wird mit 2.50 Dinar be-^phlt. X Ossertlizitation für He«, und Gtr»h-lieferung. Am 13. Oktober um N Uhr vormittags findet bei der Intendantur der Draudlvision in Ljublsana eine Offertlizi-tation zwecks Lieferung von 419.000 Kilo-granrm gepres^ten Heues und l99.90v Kilogramm gepreßten Strohes ftatt, worauf alle Interessenten ausmerksom gemacht werden. X DkeZ!u»fudlraA«inVsterrUtch. Ueber die ungünstigen Folgen der letzlm Erhöhung der österreichischen Bankra!< sür die österreichische Wirtschaft wurde zv wiederholten Malen derichtet. Die Agiw-lion in öflerreichischen Sandels- und Zn-dustriekreisen gegen den ungewöhnlich hohen heutigen Zinssatz der Nattonatbank nimmt lägtich größeren UmsanD an. Bereits in den nächsten Tagen werden die Verlrelungskörper der österreichischen Zw dustrie bei den zuständigen Stellen da5 dringende Ersuchen vorbringen, den Zinssatz aus kurzem Wege zu reduzieren. Don seilen des österreichischen Bankenoerbandes wird die Erklärung ersotgen, daß bei einem ossiziellen Zinssatz im Eskomvtz von 15 Prozent die «erabsetzung de? Bankenkonditionen nicht erfolgen Anne, Die Industrie wieder sühU sich durch de? hohen Zinssatz gehindert, die den Arbek lern bewilligten Zugeständnisse ohne schwerste Opser durchzuführen. . / 'v' — Derfchledene Rachrlchtea. Der Mord in Budapest — ein Eifersuchtsdrama. Budapest, 1. Oktc^ber. Wie die polizellichen Erhebungen feftgeftellt halben, handelt es sich bei der Erschießunig des Honoedhujaren-Oberstleutnants Balerian 'o>urch Finanzrat Dr. Kosztka um ein Eifersuchtsdrama, ^wsztka hctte zufälligevweiise durch die Telephonzentrale ein Gespräch verbunden gehör«, als seine Fvau mit ValeriaTr heute Nachmit-tilg einen Fluchtplan besprach. Tie Spannung zwischen Großbritannien und der Tiirkei. London, 1. Oktober. Im Untcrhause teilte Kolonialsekretär Thomas mit, b?Mlich der Lage in Meisopotmnien könne keine Re'de davon sein, oaß zwischen Großbritannien und der Türkei ein Krieigszustand wäre. Gegenüber der türkischen Regierung seien Proteste we^en Grenzverletzungen erbo^n worden. Die britische Regierung hie Ausarbeitung von Kerren und Damenwäsche erössnen werde. Franja Magerl. !'4?2 Weisznühertn. Gosposlia ulica 37. mtli Mtkn Ktsiii mit so bis 140 Joch Grund kamt Wodnhaus, Slallunflen und Wirlschasisgebändo zur aus>chlies^ilch alleinigen Benül^unq und nicht AU Veil enlieri.t von einer Pa;n»taljott. Es miihle Raum sltr vier« Slitck Nrof^ruet) zu Gebote jietien. Rslerts unter Angade der vort^andvt cn s^e!der. und E^Usernun^i von der üu ijtachsolqor, ')) arld0t» Slomülwo trg 16 ^4vd Große Mengen Vrlma Upfelmstl abzugeben. Anzusragen in der Verwaltung 949S MM MW» NordlED- ««d AörßO gtschEEMPftehli sür SreUog Mich-fla«ö ZlOy» vlaVvt lrs S4S3 ZlWlWlMWMWNlMS ZNliiRtz't V^mÄe? LÄ Vom A. Oktober 1924' « W MM »I VerfchtÄmu» ^ »» » M. ^ IM. ^ ^ --» A?aazöstt^ Unterricht! Berta Schmid'Laubmwsky, em. Ge-richtsdoUmtsch und staatl. gepr. Spr^ichlehrcrm, ülicrnimmt Vor bereitunq zur Matura und Staatsprüfung sowie Anflings« Miterrirlit. Eodna ul. 26/1. ^ Sprechstunde !S bts 2 und IN bi«N Mr. _V240 Speisezimmer, sl?!id und praktisch, auSqc'führt auf ciqcncm Lager. Ucbirnehme auch alle in dtejes Fach einscl'lmnfisn Arbeiten soliden Vrclsen. Freie Besichtlauul). Tischlerei Kniscr, ^rinpIlet?.^ trg s>. l^rvßter Gartenbnnbetkieb in I»floslamien .Brt". Tiamonja u. «i?^ ». m. b. H., Maribor. Reichste Au^wal)! uerschiedener Obstbüttme kEdelr''iler) in allen Sorten und in allen Formen. Veredlungen auf amerikanischen Unterlagen, als auch Edelreiser und llnterlagcn sCchnittreben'). (Gemüse und Älumen als auch lan^wirtsck'astliche Samen. Blumen in?ö»fen, Ziersträucher u. Baume d::' g.mze ^;ahr »u haben. Verl-'^nsiet Pveiölistcn! Klavier iCl^rbar-Fliigel) ab 15. O.'tc'lier ^u vernncten. Anfrag, lc'i ^^räulein V. 5!?cs'.man'!t, Nad-Vai.Ie b. Maribor. _>31 Glolvcnijchcn Unterricht erteilt Profl'ssi'r in tleineu n. .bewrikirter ?lul''. ^'taz- lagoda ul. 1k, Part. Besitzer ülieruimmt alle ^Irbei-teu zur Entwässerung und Bewässerung von Wiesen itnd anderen Mnindstücken. Adr. in der Verwaltung. vl.'iS SEtz»»»iii iidernimNt Ka««un-lerricht »Sk die 1. Btirgerschul. hlass«. Sie «»lerrichtet auch Fran« ?vstsch. Italienisch und Enzlisch. Anftaze» an die Ver». S»c^ »ealwtt»« Out aebi-ndes sttasthauß Mitte Stadt wird a. Rechnung gegeben, wlrd auf Rechnnu^' egeben. — AuSkiinfte unter ^Kaution" an die Verwaltung. V434 Verkaufe spottbillig! Weingarten samt Ernte, 2 ^liiuser . radt-nähe, um LVO.lA» K. Vermittler nicht. Ans''a?n unter die?" an die Verw. !)4^4 Ein kleines HauS ist zu verkaufen. Anfr. Studenci, Aleksan-drova cesta U>. !?471 A« imtfe« gesucht «O»?» «tt— «ol»., Silbe,» GD«Met»E, O»ch Mit« ZRHn«. M. glger, Atz»«»chO» Altmetalle, Kupfer, Messing, Backfong, Rotguß, Weichbleiabfälle werden zu höchsten Preisen gekauft. Die Ware wird abgeholt. Butonia, Zagreb. Horva-8an»ka c. 22. Tel. L2-ei. 8190 lkinkaus von Gold, Platin, Gilbe», alten Miinzen usw. Tovar-na za loüenje dragih kovin, Ljttbljana, öiöka, Sv. Jerneja relta SI7. 9489 Z^aufe einen starken f^uhrwerk-woge« samt Schottertruhe. Anft. bei Frau lklinz, Cvetliöna nliea Nr. 31/l. V495 A» »erkavfe« Sebr '^löneS Damcnsahrvad zu verkaufen. Anfr. Hotel Meran, Lohndiener. 944ll epeise» «nd Autterkartofkel bil- lili <>h, Liuyartova vlica IS. 2 Kuaelbrenner für i^nd« und Kraftbetrieb, für seoesmaliges Ein'-nsitten von 85 jltg., preis« wert zu verkaufen. Izdelovanie sladne kave Niktor Jarc, ZP-iri-bor-Lajtersberg. 9497 Herrenüberzieher, Herrenanzüge gut erhaltene Hosen, ' .'^r^^nuem den, Cchuhe, Damenmäntel, Kostüme, Kleider, Abendkleider, Jacken, Schals, Verschiedenes billig wegen Ue-bersiedlung. Alekandrova cesta 19/1, links am (^ang. 9487 Salbernnfsaß. ^ilbergegenstände, Kaffeeervice, Morraservice, (Geschirr, Figuren, Nippes, Vasen, Ofenstönder, Cofapolster, Ampel, antike Sachen, Vorzimmerwand usw. Asekkandrova cesta 19/1, l. am Gang. l148s> ScliAue ?»sichen?redenz zu verkau-fcn. Ob bregu 4 sNserstr.). 9492 Cleganter Etlikklüqel preiswert zu verkaufen. Anfrngen Pachoj, (siril Metodova ulica N, Studenci. 9491 Pianino, elegant, preiswert zu verkkiufeu. /,wov?ka ul. 1. 94!19 Iu oermtete« Mobl. Zimmer, separ., mit elektrischer Beleuchtung, zil vermieten. (^iril slp.'tl^dova ulica 21/1, recht?. 9^61 svür ein Fräulein oder .le-rin einfach möbl. Zimmer mit elektr. Licht samt Verpflegung o-sort beziehbar. Adresse in der Vcrwcillinig. 'li7 Sehr schön möbliertes, wnnigi's Zimmer mit elektrisch. Beleuchtung sosort abzugeben. Sodim ulica 20, Part., Tiir 3. 9488 Möbliertes, sonniges Zimmer a. soliden Herrn zu vermieten. — TomSiii^eva ul. 125. 9193 Schreibmaschine um ^ Dinar verkäuflich, ffranknpnnova cesta Nr. 27/1, Donaei. 9492 Verkäufe meiere —i.'i (5i-chßi^ »uh., «tjorn., Birn' und MrlcheOklötze. 2 Waggon geschn. Nußpfosten von ld9 cm. Länge Mfw. .yorvat, Yarakdin. 9494 OHie« Ilell« Tüchtige GasthauSkSchin wird f. 1!). Oktober gesucln. ?lufu Mlin-ska ulica 23 im .Hofe, .^an^^lei, 1. Stock. 9424 Erzieherin wird gesucht ffir so-^rigen Mädcrl. FranzösW oder Klavier. Aaträge an Marie Steg- fort zu einem 8jäl Woruöglich ler. Aatr nikek, Vara^"dinöke Toplice. j)42tt Frau Maria Nabus, Zagreb, Ni koliöeva nlica 13 9375 Köchin neben Stubenmädchen gesucht. Dr. Valeutiucig, Gro-gorötLevl» ul. 12. 939« Tüchtiger, intelligenter Friseur-vhils^ der slowenischen u. deut-hen Sprache mächtig, wird ausgenommen. Tauj^^ Richard, Ma-tibor, Gosposka ulica 24. 9399 Für die Serbft- u«d Winkersatson empfehle ich mein reich sortiertes Lager fertiger Aerre«-, K«M-»e«- «»ö «wderMUAÜq», MO-berAgl««»^ VetzerrStke. A«-»erlNS-Manlel, Gummtmü«-lEl sowie FKinder RaglavO l5iir ««!,.Vefttzv««i,O« reich sortierte« Vszer e«,lych«r und tfchochilchE» VtosfE. Für moderN«. erfidlasfige Aussihrung gorantiert km? tterU MÄllmmvkr ^aridor» /ir. 28. Wiener Konservatoriftln und Gchttlerin vrofeffor« l»nt Dvor. nimmt ab t. Oktober den Alavier-Ilnterricht für vorgeschrittene Schüler wieder auf. Sprechstunden von 10 bis 12 und 15 bis 17 Ilhr TomZii^eva drevoied (Ko-Koschinegg-Allee) 1O4a, 2. Stock. V417 Maurer und Hilfsarbeiter für auswärts gesucht. Anfr. it^^au-kanzlei Nassimbeni, Vrtna u'^ica Nr. 12. 9459 Tiichtige Verkäuferin, 18 bis 2^ Jahre der slowenischen und deutscheu Sprache määjtig, wird für Galanteri"- uud Modewarengeschäft zum sofortige« Eintritte für Maribor gesurft. Anträge sind ''' l^I>ifsre „Neel' ev. mit Photogra^'ble an die Venv. deS Blattes bis Oktober d. I. zu richten. 9l(iJ Nettes, intelligentes Mäd:h?n f. alles nach Wien für ein Geschäfts hauS gesucht. Anfragen Pelikan, Mari>'^ - >osposka ul. 25. 9477 Ein pe f'^ies Stubenmädchen, das auch zu kock^eu versteht nnd kleinen, feinenHanshalt selbständig besoraeu kann, wird von alleinstehender Dame sofort aufge- Dinar. Nefl>.'?tiere auf allererste Kraft mit gut. Zeugnissen, kein Abcndnu?''?ing. Reg'ne Nosen-berg, Vinkovci. 9494 A» mieten gesucht (^'i!l2 Hm'''''neiderin wird per soki'rt gesucht bei Por.i^uik Sbil-ko !ajer, Frankopanova c. 52. Verpflegung) mit LiegemZglich-keit im Freien in der Näh>? deS Sanatoriums gesucht. Unter „.^iilfe" an die Verw. 94.W 2 guter Schulbildung werden aufgenommen. Posch, KoroSka cesta A). !>49ä Zimmer für Kranken fauch ohne N''' solides Zimmer zu mieten gesucht. Angaben an die Verwaltung. 9429 Aln« Haid ZI Uh?» einiei-Unterricl^t inIV1sscdw8ckreIden.5tenosr»pkie.l^«edae^ect»sel. un6 vevisenlekre. Ksllculstion I^ontokorrent), euittcnft Lovsie doppelte un6 smeriksniscke Vuci,t,»NuiA ssmt vilsn?, Korre5ponÄeiii un6 I^e^>str»tur. ^ veitlnn tAettck. «5lZ vsuer» 3 dt» S zzon»te. t(ov»i: >lur prsktisck» xrttnälick, !e!ektk»ss1ictt^ «»»»«, ««»in»». «I»»»»» «>- >> -z » » S « s M s s i«K?«.rrKMO O0«MV7»« 0KK»» In 6«e »NKg«e k<»uptnt««I«ri»g« «I. I<«n«Ilt«nk»dtNr U»r>b»?. Stoln» Uli«» ^ «o« /lWöllllilig iini! MlllllMg Al Silbsllsiiiülili Mliijs Mil. Die 8p!osiia Ztavkona 6ruA»» m Nankor erdS',t suk OfUlid e!e5 ZesckIusäeZ 6er III. ()rclent!!'cken(ZenerA!ver8?mmIunx vom 30. ^si 1924 un6 »»I von S,TV0.V0Ö VI» »u? 10,VVV.VO0 »In u«ter tterausxsbe von 50.000 Ltüetr »euer Aktien, lsutenä >«k clen llder-drinAer ,u Oin 100 — dlomiasle ua6 5Vo Minsen sb 1. dünner 1924, unter kolALnäen öeclinxusiKen: 1. Die di6kefiß^en >^kt!onSre können auk je 2 «!te /^ktie» kür eine neue optieren 7um Kur5e voa Din 108—. 2 Der Oexen^ert sNer 5ub»kribierten Aktien ist sokort xelexentlicli Ijsozks kreäitnsbgol^», ^sllruSkag Qospoä«rs!la bsnks I^judllsn», ?rv« krvatsks Ateclionies ^g^ieb oder deren k^iligiei^ !n ^sridor, ^adrsnslr» pocZunsvska d»vlcs l.jub!jaa» oä^r deren I^iliOle in ^sridor de^v. öeoxrad, ^smsljski dsvks vaoxrsä. 6. .^Ile neuen Aktien xeben ein ^nreckt »vk den Qe^inkOllteil kür d«5 ^l'iir 1924 und beben den l