Nr. 224. Montag, 30. September 1907. 126. Jahrgang. Mbacher Prännmeratttcl-mansegg gab im Lanfe dcr Debatte im Namen der Regierung die Erklärung ab, daß er einc prinzipielle Entwendung gegen irgendwelche Bestimmungen der Vorlage nicht zn erheben habe. Der Be-schlnß des Landtages wird von sämtlichem Blättern je nach ihrer Parteistellnng benrteilt. Vollständig befriedigt erklären sich bloß die Organe der christlichsozialen Partei. König ViktorE m a n u e l wird sich in den ersten Tagen des Oktober einschiffen, um dem letzten Abschnitte der großen italienischen F lott e n -manöver beiznwohnen. Bei dieser Gelegenheit wird der König die Städte Messina und Reggio Ealabria besuchen. Die königliche Familie wiro diesesmal früher als sonst, nämlich schon im Oktober alis der Villeggiatnr nach der Hanptstadt zurückkehreil. Nach eiuer Mitteilnng aus Paris ist bisher für den wahrscheinlich am 22. Oktober stattfindenden Wiederznsamentritt der Kammer, im Unterschiede von früheren, Jahren, keine einzige Interpellation über die allgemeine Politik des Kabinetts El^menceau angemeldet worden. Es kann übrigens für den Fall,'daß es doch zn einer Debatte auf diesem Boden kommen sollte, vor^ ausgesagt werden, daß die republikanische Mehr- Feutllewn. Mein Freund Bob. Humoreske von Adolf Stark. (Nachdiucl verhole».) Ich bin mir hellte noch nicht darüber im klaren, ob ich meinem Freunde Bob zürnen oder ihm dankbar sein soll. Das aber weiß ich, daß er der geriebenste Spitzbube war, der mir je untergekommen ist, und das will viel heißen, wenn man fünf Jahre jenseits des großen Wassers gelebt hat, wo die Leute so ganz andere Moralbegrifse habeil wie bei uns hier zu Laude. Überhaupt ist das Leben da drüben ganz an-oers, und mir ging es anfangs recht elend. Der Sprung war auch gar zu nnvermittelt. Mein Lebtag war ich ans Pumpfingen nüt seiuen 1 sagen direkt nach Newyork versetzt. Warum ich auswanderte, ist Nebensache. Genug, ich stand eines Tages auf amerikanischem Pflaster, wußte weder ein noch aus und wäre lieber heute wie morgen wieder nach Hanse zurückgekehrt, wenn mir uur das Geld znr Rückfahrt gelangt hätte. Endlich faud ich eine Stelle als Schreiber bei einem Rechts-anwalt. Ich mußte froh sein, einen Posten zn bekommen, der mich vor dem Verhungern schützte; aber vou den goldenen Bergen, die ich mir er' träumt hatte, war weit uud breit uichts zu sehen. Um mein Unglück voll zu machen, mnßte ich mich noch verlieben. Die Erwählte meines Herzens war keilte geringere als die Tochter meines Ehefs. Ich begegnete ihr des öfteren auf der Treppe znm Bureau und hatte bald mein Herz an fie verloren, obgleich ich wnßte, daß ich in ihren Augen Luft war und daß sie mich, den Schreiber ihres Vaters, ebensowenig beachtete wie den kleinen Nigger, welcher nuten an der Pforte stand nnd beim Kommen und Gehen die Haustüre aufriß. Nun, das wäre ja weiter nicht schlimm gewesen-, denn es passiert mehr jungen Leuten, daß da» Mädcheu ihrer Wahl sie keines Blickes würdigt, lind Verliebtsein ist immer ein schönes Gefühl, selbst wenn es sich um eiuen anssichtsloseil Fall handelt. Was aber meine Leidenschaft für mich geradezu verderblich machte, war der Umstand, daß ein beträchtlicher Teil meines Lohnes anfging iu bunten Krawatten nnd glänzenden Stehkrägen, durch die ich die Aufmerksamkeit der Schönen zu erringen hoffte. So kam es, daß iii der zweiten Wochenhälfte meistens Schmalhans bei mir Küchenmeister war und ich iil Wirklichkeit elender und armseliger lebte als daheim. In jener Zeit lernte ich meinen Freund Bob kcilllen. Znfällig, meinte ich damals. Heute weiß ich freilich, daß es kein Zufall war, als er bei meiner Hausfrau nachfragte, ob sie kein Zimmer zn vermieten habe und ihr dann den Vorschlag machte, meine Stnbe mit mir teilen zn wollen, ein Anerbieten, das ich mit Freude annahm, weil ich dadurch einige Tollars Miete ersparte. Bald waren wir gute Freunde. Das heißt, offen gesagt, ich erfuhr so gut wie gar nichts über die Vergaugeuheit Bobs oder seinen gegenwärtigen Beruf und feine Verhältnisse, während nach acht Tagen er bis ins kleinste über alles informiert war, was mich betraf. Sogar meine unglückliche Liebe hatte ich ihm gebeichtet, uud er verstand die Kunst zuzuhören so gnt, daß ich gar nicht merkte, wie nur immer ich redete und er schwieg. Nun, eines Tages begann auch er zu sprechen, und mir verging bei seiueu Worten das Hören lind ^eheu, so ungeheuerlich erschienen mir seine Pläne. Er sagte etwa folgendes: „Höre einmal, Mar, die Wahrheit zu gestehen, bist du ein rechtes Grünhorn uud paßt in Misere amerikanischen Verhältnisse etwa so wie ein Kaninchen in einen Löwenkäsig. Nun, sei mir ruhig; niemand kann aus seiner Hant heraus, nnd was ich sage, ist weder ein Vorwurf uoch ein Spott. Aber allen Ernstes kannst du glücklich sein, den Schreiberposten bekommen zu haben, sonst hätte es dir passieren können, hier im Lande, des Überflusses nnd Reichtums zu verhuugeru. Unterbrich mich nicht lind höre ruhig zn. Ich habe au dir einen Narren, gefressen uud es mir iu den Kopf gesetzt, dich trotz allem in die Höhe zu bringen. Freilich müssen wir zu diesem Zwecke eigene Wege einschlagen; denn die gewöhnlichen Methoden taugeil nichts für dich, dazu bist du nicht smart genug. Na, siehst du, ich habe über die Geschichte uach-gedacht, uud da ist mir eingefallen, daß deine Verliebtheit vielleicht ein Wink des Schicksals ist. Das wäre so der einfalbste Weg für dich, zu Wohlstand und zn einer selbständigen, Stellung zn kommen. Dn heiratest die Tochter des alten Rechtsverdrehers, der meiner Schätzung nach einen hübschen Batzeu Geld besitzen muß, uud später kauust du sein Ge^ schäft fortführen. Vielleicht daß deine dumme Ehr lichkeit — verzeihe, aber ich fiude feinen anderen Laibacher Zeitung Nr. 224. 2086 30. September 1907. heit, die das Ministerium seit einem Jahre unterstützt, auch weiterhin Zu seiner Fahne halten wird. Die Gruppe der, geeinigten Socialisten wird wohl gegen die Negierung Stellung nehmen, sie zählt jedoch bloß ungesähr fünfzig Anhänger und wird vielleicht infolge der Haltung, die Iaurös in Nancy nnd Stuttgart eingenommen hat, einige Verluste erleiden. Der Bestand des Kabinetts erscheint somit in keiner Weise gefährdet, und mit der Möglichkeit seines Rücktritts wäre nur im Falle zu rechnen, wenn Herr Cl^incnceau sich amtsmüdc fühlte. Es läßt sich jedoch versichern, daß dem Ministerpräsidenten der Gedanke, sich zurückzuziehen, fernliegt. Tiesertagc begann im Reichstagsgebäude zn Kopenhagen die nordische interparla-m e n 1 a r i s ch e Delegiert e n v e r s a m nr -I u n g ihre Arbeiten. Es ist das erstemal seit Auflösung der llnion zwischen Schweden und Norwegen, daß Mitglieder der drei skandinavischen Volksvertretungen zur freundschaftlichen Erörterung gemeinsamem Interessen zusammentreten. Man ist einig über oie Hauptaufgabe, eine ständige Organisation zu schaffen, um die gemeinsamen Interessen zu fördern, und Konflikten zwischen den skandinavischen Nationen vorzubeugen. Zu Vorsitzenden wurden gewählt der dänische Reichstags-abgeordnete Neergaro, der schwedische Reichstagsabgeordnete Äaron Vonde und der norwegische Gesandte in Kopenhagen Hagernp, der einen. Vortrag über die Arbeiten der Haager Konferenz hielt. Er betonte die Schwierigkeiten der Konferenzarbeit, die durch ungenügende Vorarbeit erhöht waren. Die Regierungen hätten einander schon vorher ihre Vorschläge unterbreiten sollen, damit den Delegierten die nötige Zeit zum Studium der Fragen gegeben worden wäre. — Anhänger des Schieds-gerichtsgedankens erhoffen sich, wie, man der „Voss. Ztg." schreibt, von der Versammlung in Kopenhagen den Anstoß Zn einem die drei Länder umfassenden Vertrage von möglichst weitem Umfange. Es wurde hie und da die Frage aufgeworfen, ob das soeben publizierte englisch- r ussis ch e Übereinkommen, betreffend Zentralasien nicht geheime Bestimmungen enthalte, die der öffentliche keit bis auf weiteres nicht übergeben werden dürften. In bezug daruf wird aus Paris gemeldet, daß man an dortigen Stellen, die über den Gang der Verhandlungen über den Abschluß des erwähnten Übereinkommend und ihr endgültiges Ergebnis vertraulich unterrichtet worden sind, von geheimen Vestimmuugen der englisch-russischen Abmachung keine Kenntnis hat. — Ans Kalkutta wird berichtet: Einige Zeitungen stellen bei Bcnrteilnng des englisch-rnssischen Vertrages mit Befriedigung fest, daß hauptsächlich die Sicherheit Indiens gegen rnssische Absichten garantiert, sei, somit die indische auswärtige Politik modifiziert werden und die militärischen Maßnahmen Einschränkungen erfahren könnten. Andere Zeitungen beurteilen den Vertrag speziell gegen Persien ungünstig, da Nußland größere Vorteile erzielt habe und der indische Handel darunter leiden werde; jedoch wird die Tatsache, daß zwischen England nnd Nnßland eine Vcrständiguug überhaupt möglich war, allgemein als ein Ereignis von eminenter Bedeutung betrachtet. Wie man aus London schreibt, wird in japanischen Kreisen an der Überzeugung festgehalten, daß die Regierung der Dominion von Kanada der j ap a n fcin d Iichen Beweg u n g in Vri -tisch - Kolu m bien energisch entgegentreten nnd es als ihre nnabweisliche Pflicht betrachten wird, Verletzungen der den Japanern auf Grund von Verträgen gewährten, Rechte zu verhindern. Es könne schlechterdings nicht verlangt werden, daß die japanische Regierung ihre Staatsangehörigen infolge von Umtrieben einzelner Gruppen nnd Pöbelausschreitungen in Britisch-Kolumbien anf-fordere, auf alle Rechte und alle Errungenschaften, zn denen sie im Vertrauen auf die Verträge mit der Dominion durch eigene Betriebsamkeit nnd Ausdauer gelangt sind, zu verzichten nnd nach der Heimat zurückzukehren. Wenn der Kongreß zn Winnipeg das erwarte, so würde er eine Enttäuschung erfahren und die Japaner in ihrer Anf-fassnng der Angelegenheit unerschütterlich finden. Unter der N eg erb e v ö lk er n n g in den Provinzen H avan n a nnd Pinar del Rio herrscht, wie aus Kuba gemeldet wird, eine Erregung, weil die Neger nicht zn öffentlichen Ämtern zugelassen werden. Im Kriegsamte zu Washington glaubt man jedoch nicht an die Möglichkeit einer Erhebung gegen die provisorische Regiernng anf Knba. Tagesneuigleiten. — (Die. Zukunft des lenkbaren Luftschiffes.) Über die jüngsten Experimente mit dem lenkbaren Luftschiffe des Grafen Zeppelin äußert sich der Ingenieur Wilhelm Kreß, der gleichfalls viele Ia'hre auf dem Gebiete der A^ronautik Versuche anstellte, in, einem Wiener Blatte wie folgti Gruße praktische Erfolge wird Zeppelins Luftschiff ebensowenig erzielen können wie die anderen lenk^ baren Ballons. Die Zukunft der A<"ronantik liegt im dynamischen Luftschiff. Kein Ballon wird sich mit einem dynamischen Luftschiff an Geschwindigkeit und an Manövrierfähigfeit messen können. Die Wright-schcn Drachenflieger legen heute scholl l>l) bis 1M Kilometer zurück lind werden sicherlich bald 2M Kilo-meter per Stunde im Fluge dnräimessen können. Die Manövrierfähigkeit ist ungemein sicher und erakt. Die Landung erfolgt so glatt, wie wenn sich ein Vogel au5 den Lüften auf die Erde niederlaßt. Und schließlich die Kosbenfrage. Wieviel Summen werden die Kriegsverwaltungen aufbringen müssen, wenn sie die lenkbaren Luftschiffe in den Dienst !>er Arm« stellen wollten? Sobald die Vorurteile geschwunden sein werden, wird man wohl nur d<'m dynamischen Luftschiff, dem Drachenflieger, huldigen. Ingenieure und Konstrukteure sind auf der ganzen Welt damit beschäftigt, daö Luftantomobil bald in den Dienst der Allgemeinheit übergeben zn können. Alles hängt von der Leichtigkeit der Motore ab. Als ich begann, da wog der Motor noch 13 Kilogramm per Pferde-kraft. Heute ist man aus 1^ bis 1 Kilogramm herabgelangt! Darin steckt der Zauber des Drachenfliegers. Das ist das ganze Geheimnis. Die IM Versuche, die die Amerikaner Wright mit ihren leichten Drachen-fliegern veranstalteten, gingen wohl nicht ohne „Panne" vonstatten, aber nie wurden die Lenker auch nur im geringsten an ihrer Person verletzt. Eo dürfte nnr mehr wenige Jahre dauern und der Luftauto» mMliZmuZ wird ein Sport werden, der der Industrie Millionen einbringen wird. Ein Drachenflieger wird dann nicht mehr kosten a,ls ein mittelmäßiges Automobil. Der Aufstieg geht heute schon sehr leicht vor sich, die Bewegungsfreiheit nach allen Dimensionen ist eine ungeheure unb ich sehe schon die Zeit l'n Geiste, wo Tausende von Luftantomobilen über die Häupter der Stadt hinwegfliegen werden. Man wird Budapest vielleicht in einer Stunde, Berlin in vier bis fünf Stunden erreichen können. Man wird im Luftautomobil die leichte Post, Briefe und Wertsachen von geringem Gewichte befördern, dem Verkehre werden unzählige neue Bahnen erschlofseu sein. Und das ist keine Träumerei, das ist reale Wirklichkeit, deren Schwalle wir bereits überschritten haben. — (Das geheimnisvolle Automobil.) An einem der letzten Tage kam, wie die ,.A. A. Z." in Wien berichtet, ein elegantes Automobil von Wallis herunter und fuhr gegen Sitten zu. Bei Siders faß eine Frau aus der Uingebnng an der Straße und sah das Fuhrwerk herbeikommen. AlZ es dicht bei ihr war, hielt es plötzlich an nnd heraus stk'g ein elegant gekleideter Herr mit einem Korb unter dem Arme. Er übergab der Frau den Korb mit den Worten: „Dieser Korb geniert uns, bitte, bewahren Sie ihn für uns auf, bis wir zurückkommen." Damit stieg er wieder ein, und weiter raste das Gefährt uud war bald wieder in einer Staubwolke verschwunden. Die Frau aber ging mit dem rätselhaften Korb in ihr nahegelegenes Hau5. Wie groß war nun ihr Erstannen, als sie den Korb öffnete und ein neugeborenes Kind entdeckte. In feinen Linnen eingewickelt aber trug der Findling die Summe von 18.0NN Franken und dabei einen Zettel mit den Worten: „Bitte, behalten Sie das Kind nnd pflegen Sie es gut: in zehn Jahren werden wir wiederkommen uud es holen." — (Die Rückkehr deZ Mörders.) Aus Kulmbach wird der „Neuen Bayrischen Landes-zeitnug" geschrieben: Der Mörder Müller, der vor :V Jahren zum Tode verurteilt und zu lebenslang, lichen, Kerker begnadigt worden war, wurde nach dieser laugen Haft auf der Plassenburg am 12. März l. I. unter der Bedingung entlassen, noch acht Jahre in der Arbeiterkolonie Simonshof sich aufzuhalten, dann sollte er nach guter Führung vollständig begnadigt und gänzlich in Freiheit gesetzt werden. In Namen dafür — dir dabei sogar noch zn statten kommt. Ich wenigstens würde mein Vermögen, wenn ich eins hätte, lieber einem Tummkopf aw vertrauen als einem schlauen Spitzbuben." Ich überhörte die wenig schmeichelhaften Be-merknngen in der Rede meines Freundes, da für mich nur eines Wichtigkeit hatte: Das Ansinnen, Daisy gn heiraten. Dies erschien mir so wahnsinnig und nnmöglich, das; ich es nnr als Hohn anffaßte nnd nnr ziemlich energisch derartiges verbat. Aber Bob lachte mir ins (Besicht. „Nun ja, das entspricht ganz deinem Charakter, daß du selbst es als einen Wahnsinn betrachtest, an eine Ehe mit dem Mädchen zu denken. Siehst dn, wenn ich an deiner Stelle wäre, wüßte ich längst, woran ich bin. Ich hätte mich an das Mädel herangemacht nnd, falls auch ich ihr gefiele, sie einfach entführt. Dann müßte dei' Alte wohl oder übel ja sagen. Aber fürchte nichts! Ich mute dir kein solches Wagnis zu. Du hast bei der ganzen Sache eigentlich eine mehr passive Rolle. Deine Tätigkeit besteht darin, alles zu bestätigen, was ich sage. Gehst dn darauf ein, so garantiere ich dir, daß der Alte dich mit offenen Annen als Schwiegei-sohn aufnehmen wird. Dafür will ich sorgen; die ^ustimmnng des Mädchens freilich mußt du dir selbst verschaffen/' Natürlich wollte ich erst wisseu, worauf Bob hinaus wollte; aber lachend verweigerte er mir seine Zustimmnng. Ich würde alles nur verderben. To war ich ganz ahnungslos, nnd mein Herz klopfte zum Zerspringen, als mich Bob eines Mor-M-ns aufs Bureau begleitete lind uns beide beim Ehef anmelden ließ. (Schluß folgt.) Der Fall Vasilijev. Roman von Paul Dstar Höcker. (80. Fortsetzung.) (Nachdruck verböte»,) Konnte sie der verzweifelnden Mutter Brake, die in ihrer entsetzlichen Verlassenheit auf Tod und Leben darnicderlag, nicht schneller eine 5lunde zukommen lassen? Wie, wenn sie an den Ortsvorstand eine mi5-führliche Depesche absandte? Er und seine, Familie hatten sich öoch so fürsorglich der Arm^n angenom-inen, sie würden gewiß den Inhalt einer solchen Freudenbotschaft ihr in geeigneter Weise kundgeben, ihr sagen, daß Johannes schuldlos war, daß seine Flucht einen anderen Grund hatte, der ihn nicht belastete, der nur ein Beweis seiner übermenschlichen Aufopferungsfähigkeit war. Allen Fragen, Vorwürfen, VerwundenlugsauZ-rufen der guten Wirtin vou Vcrisal machte sie hastig ein Ende. Die kleine Station war durch den Draht mit der Nrieger Post verbunden. Also konnte Martha hier bereits ihr Telegramm nach Neßlingen aufgeben. Endlos kam ihr bann die Fahrt ins Rhonetal vor. Sie sah jeden Augenblick nach der Uhr, trieb den Knecht, der den Schlitten des Försters leitete, immer von nelwm zur Eile au, denn schrecklich war ihr die Vorstellung, den Mittagszug zu versäumen. Sie, erreichte den Bahnhof von Vrieg denn auch nnr wenige Minuten bevor der Zug abging. Von Eckhardt nnd seiuvn Leuten sah sie weder auf der Fahrt durch die Ortschaft noch auf der Station selbst ctwas. Sie fürchtete ietzt auch nicht mehr die Begegnung mit ihnen. ! Sie br-fnnd sich auf dor fast sechsstündigen Fahrt durchs Nhonetal und am Genfer See entlang bis nach Lausanne allein in ihrem Coup6. Auf einer AnfeuthalMation nahm sie eine Mahlzeit zn sich, darauf schlief sie — aber in körperlich 'elendem Zustande bestieg sie danu abends den Schnellzug, der sie nach Basel brachte. Von da an war sie zum Teil auf Seknndärbahnen angewiesen, um nach Göggingen zu gelaugen. Sie war wie gerädert, und es graute scholl der neue Tag, als sie auf dieser Station endlich eintraf und den telegraphisch bestellten Wagen vorfand. Der Ortsvm-steher befand sich nicht, wie sie gc» hofft, auf der Station. Der Kutscher, der nicht aus Neßlingen stammte, vermochte ihr auch keine nähere Auskunft über den Zustand der alten Frau Brake zu aebeu: es war ihm nu.r bekannt, daß es Ihr schon seit längerer Zeit reckst schlecht gehe. In unbeschreiblicher Aufregung legte Martha die-seu letzten Teil ihrer anstreng-enden Reise zurück. An der vorlebten Kehre der Fahrstraße angelangt, verließ sie den Wagen, um den wohlbekannten Fußweg durch deu Wald, der eine Strecke abkürzte, zu, nehmen. Auch der Schwarzwald lag im Schnee. Aber was bedeutete die fußhohe Schneedecke des WaldbodeuZ gegenüber den haushohen Schneemassen des 3diesen° gebirges! In atemloser Hast stampfte sie weiter und weiter . . . 'Endlich war sie im Dorf. Sie sah das Gärtchen, die entblätterte Laube, in der sie nn letzten Sonnner mit Johannes so oft geplaudert hatte — dm-t stand das noch fensterlose Schulhaus, von dessen Dach ein bändergcschmücktes Väuinchen herabgrüßte, und hier das HauZ des OrtZschulzen . . (Fortsetzung folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 224. 2087 30. September 1907. dcr vorigen Woche ist nun Müller zum großen Erstaun m der Zuchthausleitung wieder auf der Plassen-burg eingetroffen. AIs er fortging, war er nudel-rund. Als ei' wiederkam, war er trotz der guten Verpflegung in Simonshof mager geworden. Die „verdammte Banernarbeit" behagte ihm nicht. „Im Zucht-hause ist es schöner!" — (Der Herr im Damen coup<^.) Aus Benrath bei Düsseldorf wird der „Köln. Ztg." gemeldet: Große Aufregung bemächtigte sich mehrerer Damen, als in dein nach Köln fahrenden Zug ein Herr ins Frauencoupö sprang, in welchem noch eine andere tiefverschleierte Dame saß. Auf die Vorstellungen dcr Insassinnen meinte dcr Herr, das sei nicht so schlimm, er wäre eben im letzten Augenblick in irgend ein Coup6 gestiegen. Während der Fahrt stellte sich aber heraus, daß die Dame in Trauer einv schon lange von, der Polizei gesuchte verkleidete Mannsperson lvar, die von dem als vermeintlicher Eindringling zugesprungenen Kriminalpolizisten während der Fahrt verhaftet wurde. — (Ein Denkmal für Saint-Sasn Z.) Das dürfte wirklich selten vorkommen, daß ein Mensa), der nicht das Glück hat, regierender Fürst zu sein, der Enthüllung seines eigenen Denkmals beiwohnen kann. Camille Saint-Saöns wird diese (soll man sagen) Freude haben. Am 26. Oktober wird im Foyer des Theaters in Dieppe seine Ttatne feierlich enthüllt werden. Sie ist das Werk seines Kollegen im Institut de France, des Vilohaiuers Margueste. Nicht erwähnt braucht zu werden, daß Saint-Saens der Enthüllung seines Denkmals beiwohnen, vielleicht sogar einen Diskurs halten wird usw. — (Die Zahl der Frauen,) welche schriftstellerisch tätig sind, nimmt in besorgniserregender — Pardon — in außerordentlicher Weise zn. In Frankreich repräsentieren sie gegenwärtig 2O Prozent der Schriftsteller, während sie vor zwanzig Jahren nur 4 Prozent ausmachten. Und wenn man bedenkt, daß die Zahl der zeitgenössischen französischen Schrift« stcller sich auf 25.000 Personen beläuft, wird man zugeben müssen, daß 5000 schriftstellernde Frauen für ein Land wie Frankreich nicht zu wenig sind. Es braucht wohl nicht erst erwähnt zu werden, daß in England und in Amerika die Romanliteratur fast ganz in den Händen der Frauen liegt! Ist das Rauchen schädlich? Zu dieser stets aktuellen Frage schreibt Dr. Hesie in der „Umschau": Eine ganze Neihe von Erkrankungen, die zweifellos auf den Tabakgennß zurückgeführt werden müssen, besonders die sogenannten Nikotinvergiftungen, erscheinen eine Besahung der Frage zu berechtigen. Und doch sehen wir auf der anderen Seite wieder viele Leute, die ihr ganzes Leben tnüdm'ch starte Raucher waren und nie eim> merkbare Schädigung ihrer Gesundheit auf das Rauchen haben zurückführen können. Betrachten wir nun die Organe, auf die sich der Einfluß des Rauchens erstreckt. In erster Linie ist dies das Herz mit dem Gefäßsystem. Ich habe nach dieser Richtung hin eine Anzahl Versuche an Personen verschiedenen Alters angestellt. Ich habe bei den Leuten, die während der Dauer des einzelnen Versuches sich iu Rückenlage befanden, die Höhe des Blutdruckes und die Pulszahl beobachtet. Dann habe ich die Leute rauckien lassen, und zwar zwei bis drei leichte Zigarren, und habe Puls und Blutdruck kontrolliert, sowohl während des Naucliens wie nach dem Rauchen. Ich fand, daß bereits kurze Zeit nach Beginn des Rauchens der Blutdruck anstieg und der Puls sich in seinem Rhythmus beschleunigte. Nach 1 bis IV2 Stunden erreichte beides den Höhe-Punkt, die Werte sanken dann wieder, teilweise bedeutend unter den Normalwert, um erst 40 bis W Minuten nach Aufhören des Rauchens die Norm wieder zu erreichen. Besonders hoch waren die Steigerungswerte bei älteren Personen, so daß ich der Ansicht bin, daß sich der jugendliche Organismus den schädlichen Einflüssen des Tabakrauches besser an-paßt. Da ich zu meinen Versuchen anch „Nichtraucher" mit verwandt hatte, konnte ich feststellen, daß bei letzteren im Gegensatze zum Gewohnheitsrancher die Blutdi'ucksleigerung in den Hintergrund tritt, dafür aber eine beträchtliche Pulsbeschleunignng zu verzeichnen ist. Bei Leuten mit gewissen Organkrankheiten, z. B. Luugeneruxnterung, wo ohnehin schon ein holier Blutdiiick besteht, waren die Steigerungen wesentlich höhere. Der Grund für die Pulsbeschlennigung liegl zweifellos in einem Erregungszustand des Herzens, und dieser erklärt bis zu einem gewissen Grade auch die Blutdrucksteigerung. Es zeigt sich also, daß das Herz und die Gefäße eine stärkere Arbeit zu leisten haben und eine größere Abnutzung dieser Organe eintritt, die zur Schädiaung führen kann, namentlich bei Leuten, die bereits mit Herzfehlern oder mit Krankheiten behaftet find, bei denen an und für sich ein höherer Blutdruck besteht, oder aber bei Leuten, wo ein höherer Blutdruck unmittelbare Gesahr bedingt (Gehirnblutung). Daß ein übertrieben staickes Rauchen zu Schädigung des Magendarmkanals führen kann, ist bc. tannt, ebenso daß ein chrouiMr Rachen-, Kehlkopf, und Luftröhrenkatarrh die Folge fein kann. Auch das Nervensystem kann durch starkes Rauchen ungünstig beeinflußt werden, indem Kopfschmerz, Schwin-del, Unfähigkeit zu geistigen Arbeiten auftreten. Endlich sind bei schwereren Tabat'rauchvergiftungen auch Störnngen im Sehvermögen sowie im Ohr beobachtet worden, welch letztere sich in Schwerhörigkeit und Ohrensausen äußern sollen. Immerhin hat ab'er das Rauchen, wenn es in mäßigem Grade betrieben wird, auch seine guten Seiten. Die Zigarre nach einem reichlichen Mahl, die besonders geschätzt wird, übt sicher auf die Verdauung einen anregenden Einflnß aus. Auch ist die wohltuende Wirkung des Nanchens nach angestrengter geistiger Arbeit, besonders aber der beruhigende Einfluß nach heftiger Gemutsbelvegnng hinreichend bekannt, eine Behauptung, die auch in der „Frie denspfeife" dcr Indianer eine Stütze findet. Volal- und Provinzial-Nachrichten. - (Mililärifches.) Der Ausdruck der Allerhöchsten Zufriedenheit wurde bekannt gegeben, in Anerkennung vorzüglicher Leistungen dem Mi-litnrbauingenienr Alexander Kincel; au^ dem gleicheu Anlasse wurde verliehen: dem Militär-Vaurechnungsoffizial erster Klasse Edimmd Tersch das goldene Vcrdiensttreuz mit der >trone und dein Militär-Bauwerkmeister-Assistenten Franz Hani k a das goldene Verdicnstkreuz — alle drei der Militär-banabteilung des A. Korps. Vom Neichstriegslnini-sterium wurden mittels Dekrets belobt: Als Lehrer am Intendanz- und Verpflegsverwalterknrs der Mi-litäroberintendant zweiter Klasse Dagobert Klepp der Intendanz des 8. Korps, dann in Anerkennung vorzüglicher Leistungen die Militär-Banwertmeister Wilhelm Bentel und Johann Kraus, beide der Milltä'rbauabtcilung des :j. Korps. ^ Ernannt lver den: zu Assistenzarzt-Stellvertretern anläßlich der Ab leistung der zweiten Hälfte des Präsenzdienstes, die Einjährig-Freiwilligen Mediziner, Doktoren der gesamten Heilkunde: Hermann Hornung des IR 7 beim Gw'nisonsspital Nr. 7 in Graz, Valentin Maicrhofer des IR 7, Erwin Plaschkc de; IN 84, beide beim Garnisonsspitale Nr. 8 in Laibach, Josef Piveratn des IN 1, Alois Stipano-v i 6 des IN 79 und Ioh. P lcsch n c r des FIV 6, alle drei beim Garnisonsspital Nr. 9 in Triest, letz» terer unter gleichzeitiger Zuteilung zum Marinespital in Pola: zum Landwehrrechnungsakzessisten der Feldwebel Alois Vale des LIR Magenfurt Nr. l, beim Landwehr-FachlX-'chnungodepartement des Ministeriums für Landesverteidigung. — Transferiert werden: die Hanptleute erster Klasse Karl Bruner vom LIN Krakau Nr. 1« zum LIN Klagenfnrt Nr. 1. Hermann Mayer vom LIN Klagenfnrt Nr. 4 zum LIN Iungbunzlau Nr. 10, der Öberlentnant-Rech-nuugsführer Johann Schnitt) vom LIR Kolomea Nr. !tt) zum LIR 5!lagenfurt Nr. 4, der Leutnant-Rechnnngsführer Otto Samek vom LIR Gravosa Nr. :i7 zum LIN Laibach Nr. 27, der Militär-Nechnungsoffizial zweiter Klasse Joachim Schein e r von der Fachrcchnungsabteilung des Reichskriegs-Ministeriums zur Intendanz der 28. Infanterie truppendivifion, die Negimentsärzte erster Masse, Doktoren Ernest Fischl vom IR !7 zum Militär invalidenhaus in Wien, Ferdinand V 0 gl vom bosn.-herc. IR 2 zum IN "17, der Regimentsarzt zweiter Klasse Dr. Georg M elchi 0 r von, IN !'>4 zum FIB 29, der Oberarzt Dr. Johann Zalesky vom Gar nisonsspital Nr. 9 in Triest zum IN 22 (Südgruppe). ^ In den Präsenzstand wird übersetzt der Leutnant Georg D 0 err (mit Wartegebühr beurlaubt Ur lanbsort Smilkan) des DR 5. — Mit Wartegebübr wird beurlaubt der Militärrechnungsoffizial Ladis-laus T 0 lansky der Intendanz der 28. Infanterietruppendivision (auf ein Jahr, Urlaubsort Wien). - - lErn e n n u n gen i m Finanzdien st e.) Das Präsidium der krainischen Finnnzdirektion hat den Steueroffizial Richard Debelak zum Steuer-vei-walter in der neunten, und den Steuerassistenten Josef Notter zum Steueroffizial in der zehnten Nangsklasse ernannt. ^ Weiters hat das genannte Präsidium den ^anzlisten Johann Elsner zum Nanzleioffizial in der zehnten, und den Feuerwerker des Divisionsartillerieregiments Nr. 4 Franz Drob-niö zum Kanzlisten in der elften Nangsklasse ernannt. — (Das 80. Geburtsfest Seiner Durchlaucht des Fürsten Ernst zu Windischgrätz) wurde am verflossenen Donnerstag und Freitag von der Bevölkerung in Veldes in der glänzendsten Weise begangen. Am Vorabend lvar dk' ganze Ortschaft illuminiert, auch die neue Kirche, nm deren Vollendung sich Seine Durchlaucht hohe Verdienste erworben, sowie die Inselkirche erstrahlten in feuriaem Lichterschinuck, während anf dem Vel-deser Schlosse und bei der Pfarrkirche Freudenseuer abgebrannt und zahllose Pöllerschüsse gelöst wurden. Dcr Kirchengesangschor brachte dem greisen Fürsten eine Serenade in Gegenwart von zahlreicheil Zuhörern, die den Jubilar freudigst akklamierten. Am Festtage selbst wurde in der Inselkirche eine Festmesse zelebriert, »voran der Fürst, dessen Sohn Fürst Otto zu Windischgrätz, Ihre k. u. k. Hoheit Fürstin Elisabeth, der Gemeindeausschuß, die dez-zeit noch anwesenden Kurgäste, verschiedene Villenbesitzer sowie andere Andächtiae beiwohnten. Die ganze Festlichkeit war eine herzliche Kundgebung der Veldescr Bevölkerung für den Fürsten, der zu wiederholten» malen dafür tiefbeivegt dankte, und gleichzeitig ein Beweis von der tiefen Verehrung, die ihm allenthalben entgegengebracht wird. Sie fand ihren Aus» druck auch in einer prächtig ausgeführte!, Adresse, die Seiner Durchlaucht vom Gemeindeausschusse über» reicht wurde. — Dem verehrnngswürdigen Jubilar sind aus nah uud fern Glückwünsche in schier unübersehbarer Anzahl zugekommen. Seine Majestät der Kaiser hat ihn persönlich (nicht wie sonst üblich dilrch seinen Adjutanten) telegraphisch begrüßt. - (Die Reifeprüfungen im Herbst« t er mine) wurden an dcr l. k. Lehrer- und Leh-i-erinnenbildungsanstalt in Laibach am 27. September, an der deutschen Privat-Lehrerinnenbildungs-anstalt am 28. September l. I. unter dem Vorsitze des Herrn Lande sschnlinspektors Franz Levec ab» Malten. Hiebet erhielten an allen drei genannten Vildnngsanstalten ein Zeugnis der Reife 1 Kandidat und 7 Kandidatinnen für Volksschulen mit dentsckier und slovenischer Unterrichtssprache, 5> ,^iandidatinnen für Volksschulen mit deutscher Unterrichtsspinchc. — (Vom Volks schuldienste.> Ernaunt wurden: Fräulein Therese Iuvanec, Lehrerin in Laibach, zur Supplentin an der zweiklassigen Volksschule iu Aründl, Fi-änlein Marie Likar, absolvierte Lehramtskandidatin in Laibach, zur Supplen« tin an der vierklassigen Volksschule in Cerklje. — Dem Oberlehrer Herrn Matthäus Peterlin in Vründl wnrde krankheitshalber sein Urlaub bis 1. April verlängert. Der Lehrerin Frau Antonio. Bohinec in Cerklje wurde krankheitshalber oin sechsmonatlicher Urlaub bewilligt. —ö— ^ (Elektrische Straßenbahn.) Für die elektrische Straßenbahn in Laibnch tritt mit dem morgigen Tage die Winterfahrordnnng in 5draft. Die Wagen verkehren vom 1. Oktober bis 30. April in der Zeit von <; Uhr früb bis 10 Ulir abends, nnd zwar vor 8 Uhr morgens und nach 8 Uhr abends in Zwifchenränmen von je 15 Minuten, zu den übrigen Tagesstunden in Zwischenräumen von je 7^/2 Minuten, ausgenommen die Strecke Villa Kosler« Untertrainer Bahnhof, woselbst bis auf Widerruf auch tagsüber die Wagen in Zwischenräumen von ic 15 Minuten verkehren. Bis einschließlich 8.. solvie am Sonntag den 1^. und 20. Oktober und Sonntag den !i. November wird jedoch anch auf dieser Strecke der Verkehr als voller 7^>Minntenverkehr durchgeführt werden. Die Höhe des Fahrpreises bleibt nnverändert: ebenso gelangen nach loie vor ermäßigte Morgenfahrscheine und einheitliche Glider-fabrscheine zur Ausgabe. — (V om, P 0 st di e n st e.) Mit 1<>. d. M. wurde-die Führung der Postablage in Zamekko, Gemeinde Arch, an Fräulein Franziska Cerov, Lehrerin in HrvM'i Brod, übertragen. —«— - (V e rei n swe sen.) Das k. k. Landes» Präsidium für Kram hat die Nildung einer Orts» gruppe des Reichsvereines der Buch-, Steindrucker', Ieitungsarbeiter und Echriftgießerei-Hilfsarbeiter nnd Arbeiterinnen Österreichs mit dem Sitze in Laibach, nach Inhalt der vorgelegten Statnten, im Sinne des Vcreinsgesehes zur Kenntnis genommen. '^" (B ro l ve r teue ru n g in Oberkrain.) Die vereinigten Bäckermeister in Aßling, Sava, Birnbaum, Iauerbnrg und Groblje haben die Vrut-und Gebäckpreise nach dem Vorbilde der Laibacher Bäckergenossenschaft festgesetzt. Die erhöhten Preise traten am 27. 0. M. in Wirksamkeit. * (Verloren) wurde eine schwarzorioierte Taschenluhr „Urania" mit Toppeldeckel und den eingravierten Buchstaben F. G. sowie eine gleiche Uhr« kette. Laibacher Zeitung Nr. 224. 2088 30 September 1W7. * (Alls dem Volksschuldienste.) Der f. f. Bezirksschulrat in Krainburg hat an stelle der krankheitshalber beurlanbteu Lehrerin Fränlein Eleonore Den die absolvierte Lehramtskandidatin Fräulein Wilhelm,ine Vidic zur Supplentin an der zlveitlassigen Volksschule iu Naklas bestellt. — Tor k. k. Bezirksschu.lrat in Gottschee hat die absolvierte Lehramtskandidatin Fräulein Stephanie .«.lasch ;l,r provisorischen Lehrerin au der fi'lnfklas-figen Volksschule iu Mitwrdorf und die absolvierte Lehramtskandidatin Fräulein Anna Erzin an Stelle der krankheitshalber beurlaubten Lehrerin Fräulein Leopoldine Vnkovic zur Supplentin au der Volksschule iu Großlafchitz ernannt. Ferner hat der oberwähnte Bezirksschulrat die provisorische Lehrerin Fräulein Valerie Kasch von der Volksschule in Licnfeld an die Mädchenschule in Gottschee und die provism-ische Lehrerin Rosa Ermacora von der Volksschule in Altlass an jene nach Lienfeld versetzt. — (Die Wi n terfa h r o r d n u n g der k. k. ö st e r r e i ch i s ch e n StaatZbahne n,) gültig ab l. Oktobe,r 1907, tritt auf sämtlichen Linien der s. k. Staatsbahndirektion Trieft um 12 Uhr nachts vom 80. September zum 1. Oktober in straft. — Sie bringt gegenüber der gegenwärtig gültigen nach-stehende Änderungen mit sich: Linie Aßling,-Triest k. k. St. V.: Die Schnellzüge Nr. 1, 2, 7 und 8 bleiben in ihrer bisherigen Lage. Zug Nr. 1l! (bisher ab Trieft k. k. St. V. 9 Uhr 5. Minuten früh) wnrde uni 20 Miuuten früher gelegt und sein Aufeuthalt in Görz St. V. etwa» restringiert, so daß er, einem tatsächlichen Bedürfnisse entsprechend, in Aßling noch den Anschluß an Zug Nr. 1716 nach Tarvis enx'icht. Zug Nr. 17 (bisher an Trieft k. k. St. B. 5 Uhr 22 Minuten früh) wird ab Aßling um 7 Minuten fpäter gelegt und in Trieft k. k. St. V. um 5 Uhr 80 Miuuten früh eintreffen. Zug Nr. 15! (bisher ad Trieft k. k. St. B. 5 Uhr nachmittags) wnrde um 5 Minuten fpäter gelegt. Zug ^»lr. ll (bisher ab Aßling 5 Uhr 10 Minuten früh) wurde 5 Miuuten fpäter gelegt und von Görz St. B. bis Trieft f. k. St. B. verlängert, wo er um ll) Uhr vormittagis eintrifft. Hiedurch NuirlX' eine nene Frühverbindung von Tarvis nach Trieft geschaffen. Zug Nr. 42 (bisher ab Trieft k. k. St. B. 6 Uhr früh) wurde um 15 Minuten vorgelegt und wird bereits um 7 Uhr 37 früh in Gör.', St. B. eintreffen. Der Sonntagszug Nr. 4^1 (bisher ab Tnest k. k. St. B. 1 Uhr 25 Mi-nnwn nachniittag,s) wurde eine Stunde später, der Gegenzug Nr. 45 (bisher au Trieft k. k. St. B. 9 Uhr 50 Minuten nachts) ab Görz St. B. nm 30 Minuten früher gelegt. (Ankunft in Trieft k. k. St. B. 9 Uhr 24 Milnlten nachts.) Die übrigen Personen-fü'hrendeli Züge dieser Linie erlitten nur in einzel-nen Teilstrecken kleine Abändernngcn. — Linie Herpelje—Kozina-Triest k. k. St. B.: Zng Nr. 212 (bicher ab Trieft k. k. St. V. 5 Uhr 30 Minuten früh) wurde wegeu des Anschlusses an Zug Nr. 17 der Linie Aßling^ Triest k. k. St. V. nm 5 Minuten später gelogt. — Linie Görg S. V.—Heidenschaft: Zug Nr. <^52 (bisher ab Heideuschaft 5 Uhr 20 Mi-nuten früh) wurtw lun 5 Minnteil, später gelegt. Nic Sonn- uild Feiertagszüge Nr. 858 und 859 verkehren im Winterdienste nicht. — Linie Laibach St. V-^Stein: Wie alljährlich, verkehren die Züge Nr. 2158 und 215!» nnr im Oktober und nnr an Sonn- und Feiertagen. -^ Linie Triest k. k. St. V.-Parenzo: Zug Nr, l)52 (bisher Nr. 912 an Triest f. k. St. V. 9 Uhr 20 Minnten vormittags) lvurde uin 72 Minuten früher gelegt, wodnrch er nicht nur zum Anschlnsse an die Züge Nr. 1(i der Linie Aßling—Trich k. k. St. V. nnd Nr. 2U! der Linie Hcrpclie—Kozina -Triest k. k. St. V. kommt, sondern auch für die Marktbesncher viel günstiger liegt. Zug Nr. 951 (bisher Nr. 952 ab Parenzo 5 Uhr 10 Minuten früh) gcht uiu 5 Minuten früher von Parenzo ab und erreicht durch Beschleunigung in Trieft k. k. St. V. den Anschluß an Zug Nr. 14 der Linie Aßling Trieft k. k. St. B. Zng Nr. 957 (bis-her Nr. 91 :l ab Triest k. k. St. V. (i Uhr 15 Minuten abends) wurde um 85 Minnten später gelegt, wo durch der Anfchluß an Zng Nr. 15 der Linie Aßliug-Trieft k. k. St. V. anvä'hrl«stet wird. Die übrigen Züge erlitten nnr geringfügige Abänderungen. -Ans allen übrigen, vorstehend nicht angeführten Linien des Bezirkes dor k. k. Staatsbahndirektion Tnest bleibt die gegenwärtig gültige Fahrordnnng auch ab 1. Oktober 1907 unverändert in Kraft. — (K a u f m ännis ch -gewerbliche G e -nossenschaft in Laibach.) Vci außerordentlich lebhafter Beteiligung seitens der interessierten Kreis« fand gestern vormittags in den Näunren des Vcr^ncs „Merkur" die Grundungs-Hanptversamm-lung der Knufnninnisch ^loordlichcn Genossenschaft statt. Dic Versanvmlun^ wurdo vonl Mitgliede d<'s Gründungskomitees Herrn Alois Lilleg eröffnet, welcher die Erschienenen und insbesondere den Reichs' ratsabgeordneten und Bürgermeister Hribar u,nd den Laudtagsabgeorduetcn der Handels- und Ge-wcrbekammer Dr. Majaron herzlich begrüßte und seiner Freude darüber Ausdruck gab, daß dieses neugegründete Geldinstitut, welches berufen ist, eine empfindliche Lücke in der Standesorganisation auszufüllen, seitens der Interessenten eine so freudige Aufnahme gefunden. Von der Verlesuug der Geuos-senfchaftsstatuten, welche den Interessenten olmehin im Drucke vorliegeu, lvurde Abstand genommen nnd sodann eine Pamse von z>chn Minuten behufs Aufnahme von Mitgliedern anberaumt. Nach Wieder-mifnalnne der Verhandlung machte der Vorsitzende die Mitteilung, daß der ß5enossenschaft bisher m:>tiolu'!!! vorgenommen werden: aller-ding» müsse der regen Teilnahme seitens der Ge< werbetreibenden Rechnung getragen und ihnen eine entsprechende Anzahl von Vorstandsmitgliedern eingeräumt werden-, deshalb werde demnächst eine außerordentliche Generalversammlung einberufen werden, deren Aufgabe es fein soll, eine entsprochende Vermehrung der Vorstandsmitglieder statutarisch festzusetzen. Sodann wnrdc'n i><>l> :n «-llnnnt ioucni gewählt: in den Genossenschaftsvorstand die Herren Druckereibesitzer Dragotin Hribar, HandelZmnuu Johann Knez, Handelsmann Robert Koll-nl a n n , Advokat Dr. Franz Novak, Handelsmann Andreas ^ a r a b o n , Negenschirmfabrikant Josef Vidmar und Handelskamlneradinnkt Dr. Franz W i n di s ch e r; in den Aufsichtsrat die Herren Vor-schußkassedirektor Otto Bayr, Handelsmann Alois Lilleg, Advokat Dr. Ma jar on, Handelsmann Karl Megli? und Buchhalter Silvester klrbi-nee. Nachdem Bürgermeister Hribar dem vor-bereitenden Komitee den Dank ausgesprochen und die neue Genossenschaft uameus der Etadtgememde begrüßt hatte, wurde die Versammluug nach ändert' halbstündiger Dauer geschlossen. — DieKaufinännifch-gewerblicho Genossenschaft bezweckt laut H 2 der Genofsenfchaftsstatuteu die Förderung der wirtschaftlichen Interessen ihrer Mitglieder dadnrch, daß ihnen Tarlehen gewährt und möglichst billiger Kredit besorgt wird: anch sollen den Mitgliedern Lieferiings-kautionen besorgt nnd dadnrch die Teilnahme an öffentliäien Arbeiten erleichtert werden. Die Genossenschaft wird ihren Mitgliedern bei gemeinsamen Un-ternehmuugen behilflich fein und insbesondere den gemeinsamen Ankauf, bezw. Vertanf von Handelsund g>ewerbliä>'n Artikeln fördern. Eventuell ist für die Mitglieder auch die Errichtung von Warenmnga-zinen nnd Transportmlternehmuugen ?c. in Aussicht genommen. -- (Ausgestellte Gewinste.) Wir erhalten folgende Zuschrift: Im Schanftnfter der Katholischen Buchhandlung am Domplatze sind prächtige Gewinste für das Volksfest des Gesangsvereines „Ljubljana" ausgestellt, das am kominenden Sonntag in allen unteren Räumlichkeiten des Hotels „Union" stattfindet. Spenden nimmt die Redaktion des „Slovonec" entgegen. - (Die Gemeindevertretung der Stadt R a dm a nn s d u rf) hnt in, ihrer jüngsten Sitzung einige Beschlüsse gefaßt, die jedenfalls geeignet find, den idyllifch gelegeneu, im steten Auf fchwnuge begriffenen Ort zu einer der modernsten Städte KrainS zn macheu. Vor allem wurde das Angebot des Sägebesitzers Herrn Franz Zupanc aus Laucovo wegeu Vcrgebuug tx'Z elektrischen Stromes zn Straßenbelenchtnngszwecken nnt einigm die Finanzlage dei- Stadt berücksichtigenden Modifikationen angenommen. Weiters wurde beschlossen, für die nach der Vollendnng des Wasserleitungsbaues sogleich in Angriff zu nehmende Ka-nalisiernng der Stadt die erforderlichen Pläne ver-fafsen zu lassen; auch wurde der uötige Kredit dafür bewilligt. Ferner soll zufolge Gemeindvbeschlusses schon im nächsten Frühjahre eine öffentliche Badeanstalt hinter dem Gerichtsgebäude errichtet werden. Den Hauptplatz soll ein zmn Andenken an die große Wohltäterin der Stadt, die Frau Iosefine Hotsche-war, a-ufznstellender Monumeuwlbrnnnen schinücken. - (Ko I la u die ru ug der Wasserver' sorgung in Würzen.) Man berichtet uns aus Würzen (Podkoren): Am 25. d. M. fand die Kollai«. dierung der hierortigen Wasserverforgllng statt. Als Kommissionsleiter fuugierte ,Herr k, k. Kounnisfär Erneft Kord in, ols tcchnischer Sachverständige Herr t. k. OberinMniellr Vloudek der Bezirks-hanptmannschaft Ki'ainbnrg. Die Besichtigung der ganzen Anlage erwies sich als tadellos funktionie- rend, so daß über sie das Kollandnm ausgesprochen wurde. Besonders hervorzuheben ist die Quellenfassung, wolche alle Wässer so vereinigt, daß ein Wasserquantum vorhanden ist, welches bei weitein den Bedarf übersteigt. Aus diesem Grunde werden auch sämtliche Anslau,fbruunen Tag und Nacht fließen gelassen. Die ganze Anlage wurde durch die bekannte Firma Hydrotekt Konrad Lachuik in Lai» bach zur Ausführung gebracht, der dafür Anerkennung gebührt. — Infolge der ini heurigen Jahre besonders stark vieler Orts auftretenden Typhnsfäll? lvurde seitens des Konimissionsleiters der Gemeinde nahegelegt, die Leitung auch noch auf ben unteren Teil der Gemeinde zu erstrecken, da die Einwohner aus Bequemlichkeit dort bisher ihren Wasserbedarf aus dem durchfließenden verunreinigten Bache decken. Dieser Anregung wird Folge gegeben werden nnd die obige Firma erklärte sich bereit, das Ergänzungs-projekt hiefür kostenlos beizustelleu. Mit der Vollendung dieser Anlage verfügt die gesamte Gemeinde über ein vorzügliches Trinkwasser, was geeignet erscheint, den jährlich das reizende Würzen besucliendeu Sommerfrifchlern den Auftnthalt um so angenehmer zu inachen. * (Industrielles.) Über Ansuchen des Herrn Josef Kogov^ek in Idria um Bewilligung zur Aufstellung von Akkumulatoren bei seinem Elettrizi-tätswerke wird die kommissionelle Lokalverhandlung unter Intervention eines Mafchincntechnikers der f. k. Landesregierung für Kram, am 5. Oktober nm 8 Uhr früh an Ort und Stell? stattfinden. Am felben Tage mit dem Beginn nm A Uhr nachmittags wird über Anfuchen der k. k. Bergdirektion in Idria auch die Kollaudierung einiger an der elektrischen Licht' anläge Pix-nik-Idria vorgenommenen Änderungen stattfinden. —i'. * (Ein Kind überfahren.) Vorgestern abends hat der 46jährige Gastwirt am Karolinen-grnnde Jakob Vidmar in der Floriansgasse den 5^.jährigen Knaben Andreas Ur^i<" überfahren, wobei dem Knalx'n zwei Vorderzäbne ausgeschlagen wurden. Auch erlitt er mehrere fonstige, nicht un erhebliche Verletzungen. * (Ein b ruch sd ie b st a H l.) Heute nachts schlug in dn Schiiinnacherwertstätte des Franz Zdeöar in der Dal'inatingasse ein unbekannter Dieb ein Fenster ein, stieg sodauu in,das Lokal und entwendete aus einem Schnbladekasten den Betrag von !'.0 K. * (Zugelaufe n) ist zum Herrn Gendarmerie-leutnant Josef ENenhöh ein schottischer Schäferhund. Der Eigentümer wolle sich im Hanse Nr. 20 an der Nömerstraße melden. Theater, ßunft und Literatur. - („D i e K,a i s e r m a n ö ver i n ,^l nrnt e n 19 07") betitelt sich eine kleine soeben im Verlage von L. W. Seidel k Sohn in Wien erschienene Broschüre, die in ausgezeichneter Weise über den Ver-kmf der letzten, durch eine Reihe von Neuernugen besonders interessanten Korpsmanöver um Klagenfurt berichtet. Die zuerst in „TanzcrZ Armoezeitung" veröffentlichte Darstellung gewinnt durch die Beigabe von acht Kartenskizzen, ans denen die Stellung der Truppen in den einzelnen Phasen der Gefechte er sichtlich wird, erhöhtes Interesse. Allen Teilnehmern an den Manövern, doch auch weitereu Kreisen wird die ans kompetenter Feder stawmendc Arbeit will kommen sein. -- (Eine slove nische Kn n sta n s st e l -lung in Triest.) Wie wir in der „Edinost" lesen, wird in Triest in der Z^it von Mitte Oktober bis 1. November eine Kunstausstellung veranstaltet werden, die einen Überblick des gegenwärtigen Standes der slovenischen bildenden Künste bieten soll. Sie wird im „Narodni Dom" in Triest stattfinden. - (5s <> v i kkol',Ii.) Von diesem Sammel-werke für Vokal- und Instrumentalmusik (Redaktion Dr. Gojimir Krek, Verlag L. Schwentner in Laibach) liegt nns die erste Nnmmer des 7. Jahrganges mit folgenden Inhalte vor: 1.) Josef Pro-chüzka (Laibach): „Silhouetten II" für Klavier. 2,) Emil A da m i ? (Stein): „pri xil«>li" für Sing-ftimme und Klavier. 3.) Vjekoslav Nofenberg-Nu / i (^ (Vnvaödiu): ,,^i,u«Iv^ ^o»uui" für Männerchor. 4.) Dr. Gojimir Krek (Wien): „Intermezzo" für Singstimme uud Klavier. 5.) Stanko Premrl (Wieu): „^:l <1<'I<>, drnt^!" Marsch für Klavier, l!.) Emil Adami<" (Stein): „Xa vi-tu" für gemischten Chor. Überdies enthält das Heft ein Bildnis dos Redakteurs Dr. Krek. — Die „Novi :,li<»l'" erscheinen sechsmal im Jahre: Preis ganz« jährig ^ lv, halbjährig 4 X 50 Iv. Laibacher Zeitung Nr. 224. 2089 30. September 1907. — (? IauiQ 8 ki Ve » tuik.) Inhalt der 9. Nummer: Josef Ab ram: Beschreibung dur Tronta. 2.) Dr. H. Tuw a: Die ^krlatica. 8.) Ver- einc'Nachrichteu. 1.) Litcrarische, Neuheiten. 5.) Vcr° _______________________ Telegramme les l. l. Ttllglllj>heil'zlllllell>l>lli>ellz-Vllltlllls. Wien, 2!). September. Seinc Majestät 735 5 16-0! NO. schwach 30.l 7 U. F. , 735 4 , 13-5, SW. schwach I bewöllt > 7-9 Das Tagesmittel der Temperatur vom Samstag beträgt 15-8°. Normale I3'1°, vom Eountaa 16 5° Nonnale 130°. Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtek. Öffentlicher Dank. Da ich nicht in der Nage bin. allen, die zur überraschend schönen Feier meines 80. Geburt«-festes in so rührend freundlicher Weife bei-getragen, persönlich zu danken» so komme ich dieser angenehmen Pfiicht auf diesem Wege nach und spreche hiemit der hochw. Geistlichkeit, der löbl. Gemeindevertretung nnd den ge-ehrten Herren Villenbesitzern, namentlich für dio su wunderschöne Beleuchtung, das glän-zende Feuerwerk und für die zahlreiche Teil-uahme am Feflgottcsdienste meinen herzlichsten, verbindlichsten Dank aus. Ernst Fürst zu Windischgrätz. Veldes am 29. September 1907. ^ stilr Hervorragendste« NllhrmMel für «lunbe und lckwiichllche, ületu ? ^W ^M > » > ^M ^M«^^btseitigt wie lcin lllldsrcs viarrhile, " ^^M^^^^^^^H^^^Vrechdulchfllll, varmlatarrh ,c. s ^^^M^^^^^^^^^^ »?«r Ä'iuglin«". lehrreicht ^, ^^^^^ ^^^^^ Vroschüre, gr«^i» erhältlich in den ^M^ und ^^^ Verlaufilstcilen oder bei !«. Ku> «trllachscne. f«le, Wien I. Filiale der K. K. priv. Oesterreichischen Credit- ^q&c^ Anstalt für Handel und Gewerbe in Laibach I Aktienkapitsil ISL 120,000.000-- *^^KT*P Keaervefond £v 63,000.000- (1718) I Kontokorrente. — Kauf und Verkauf von Effekten, Devisen und Valuten. — Safe - Deposits. — Verwaltung von Depots. — Weohselstube. I Kurse an der Wiener Börse (nach dem offiziellen AurMattej vom 28. September 1907. Die notierte» Kurse verstellen sich in Kronenwährung. Die Notierung sämtlicher Aktien und der „Diversen Lose" versteht sich per Stück. Geld Karr Nllgewcine Staatsschuld, Eniheillichc Rente: lunu. steuerfrei, Kronen (Mai-Nov.) per Kasse. . «s>!" 9S ?» betto (Jan.-Juli) per K»sse 96 bo 9«?<> < 2°/„ 0. W. Noten Febr.-Uug,) per Kasie......l>» l' W 2^ « 2 °/u ü. W. Silber (April°0!t,) per Kasse......9« lb 9!, »! »«»o er StaaMvsr ban fl. 4°/^l!!> ^,« ld^i,> tSSOer ,, 1W sl, 4°/„^0«>- ^3--l««4er ., 100 sl, . .845 . i!4U ' 48«4 er ,, b« sl, . .!«.!5 - ^4L' - Dom.-Pfandbr. ^ 120 sl. 5°/„'l,b ^< Osterr. Rente in K^onenw. stfr., «', per Kasse , . . 4"/„ l>6 b» W ?s octlo per Ullinio . . 4°/« «« 51, Sö 7l> <>st, Investition«.-Rente, stfr., Kr, per Kasse . »V^/o 86 U t^v 3« K!slnb»liN'z/<"/<,!i«8c ,20 s< al. Karl Ludwig-Bahn (div. Stulle) Kronen . , 4°/, »5-b« !«bl Nudolfbahn in Kroncnwährnng. steuerfr. (biu. Et.) . 4. b( l<6^> «orarlberger Vahn, steuerfrei, ««Kronen , , . 4°/, vö4<, u»4c, 5« 3sabeth.V. LUU sl. KM. 5' <°/, von 4«0 Kroncil . . , .461- «S-detto Linz.Vuowele 200 fl. u. W. E. 5'///„.....Ü7-- 4«9 - detlo Salzburg Tirol 200 l' W, S. l>".....!Ll-. !::,^- Velo Ware yl>« zlnllll ;u» Zehlung nl>«. no»»en» llls»nb»HN'Pril>llliil«> PbllguillinlN. Buüm, Westbahn, ltm. 18Ul», ^>^U Kronen ^°„ . , . , 863.- «7 «b Hlis-bethbal!» »'.CO und »UW »)!. 4 ab lU°/„......N3z!i ,,4Lb 5li,c!bethbat,!i 4/c,.......!»«7k, ll4?z s>ranz Josef-Baun Em, 1884 «K«l Galizische Karl Ludwig-Ball» ldiv, St.) Lilb. 4°/,. . , 9« 5l 87 75 Ung.-gllllz, Vahn liU0 sl, E. b°/l, l07?^ !<>«?-Vorarlberger Vahn Em. 188» sdiv. Et.) Silb. 4°/. . . 9!,'?' W 70 Staatsschuld der Länder der ungarischen Krone. 4"/l, ung. Ooldrentc prr Kasse !ia-40,ia'«u 4»/u betto per Ultimo 110 ü< ,10 70 4°/u ung. Rent,' in ssroncn- währ. Mrei per N°1,e . . »^ W 83 1i> 4«/„ detto per Ultimo !-2-ic k» «> 3 >/,»/<, detto per l»as!e . «i »c <>2 1^! Una. Prämien-Anl. ll loo fl. , 15) 5t il»» >>o detto k 50 sl. . «8» l>> >83 5>> Ihe? 4«/^ , , , <4» »l> «4/liü ^"/^ unglli, Or„ndenll.°Oblig K2 !>3-°r i°/„ lruat, n. slav, Vrundenll. cbli».......»li 7t, 83-?b Andere öffentliche Nnlchen. «o«>'. Lanbes.«nl. (dlt>.) 4°/„ 98 — i« — Bosn.^herccg. Elsenb.^Landes- Anlehrn (!)iv.^ 4'/,°/^ W'1° »S,b 5°/u Tunau-Ncg.-AnleM 1878 m»' i<,4 . Wiener «jerlel,l««lnleil,e 4°/, 8« 4' 97 ^c detlo Ivou 4«/, W 8, bi-öli «nlehen der Stadt Wien . 1U1 25 >«L z»H betto (L. od. ».) . , 1< »'7s ',«» 72 denu (1884) . , , . »4'- uz — deilo (1898) , , . . 8« »i !>? Ab bettll (1R«i) ... »58^ Sü'^ dttto Inv..«.) 190» . 96 «s 8?'^ Versebau-Nnlehen verlosb. b°/« W - 8? ~ Uulg. Staat«sNenb.byP.-Anl 1889 Gold ... e°/, llü'25120 Li> Vula, Staaiö» Hypothekar Anl 1«ü< 4i 1l2'4f Veld Ware Pfondbriese ic. Vodenlr.,aNg.öst.in5oI.«.4»,l, S»8ö »«ß, Vöhm. Hypothekenbank verl. 4"/« 87ß„ 98-^0 Zmn:aI'Vod,-Kreb.-Nt.. üsterr.. 45 I. verl. 4'/,°,o . . . ,015«! 102-b! Kcntrlll-Boo,.Kred..Bl.> östcrr, l!»I, verl. 4"/„ . , , , 87'iil,- 8!>'tt l.rrd.-Ins!.,öslerr,,s.Verl.>U»l, u,öficn!I,Arb,Kat.^nI.4°/^ <>5b0 8S'5l> Landelb. d, Kon. Galizicn „nd ^odom. b?'/, I. ruclz. 4°/» !'!>-- 8s-— Mttln, Hypothelenb. vcrl 4"/l »b'8b 9« db Äi..«stell.iiandcö.Hyp..^Inst.4°/>. 97-— 8» — detlo inkl. 2°/^ Pr.uerl. 3'/,"/« 87- 88 — drtto K.'Cchuldsch, vcrl. »>/,°/>> 8e'?k> 87'75 detto veil. 4°/» «ö'8< l>7 Sl csterr..ungar. Van! bU iühr. bcrl, 4°/«ö. w.....87 »i> 8«^3!> detto 4°/, Kr.....88 ^b 9925 Tparl. I.ösl., «U I. veil. 4°/<> »8-bU 99 5< Eisenl,ahn°PriVrit»ts-Obligationen. Ferbi»anb«.Nordb«hn Lm. 188« —- —-.- „ dettu «tu,. 1904 — - --— Ollcrr. Nordweslb, i!00 s>. K. . iu8'U5 i«»ü 8!> ^laalibahn 5<>o ^r..... 406 - 41^- iiüdbah» k 2°,n Jänner.Juli liuo Fr. (per 3l.) . . . !iii5 9< 28? 8« Sudbllhl, ll b°/«..... 12l'20 122 ü<> Diverse Lose (per Stück). z>»lzln»liche fosl. 3°/ lln»trzw»llchl Jose. Äudap,.Basilika (Dombau) ^ sl. 2<>-^ 22 N> Kreditlosr 10« fl...... 440 — 44» - cüary.Lose 4U si, it, M, , . Ibl - 15«-- Ofenrr Lose 4« sl..... Ll^'- 22«'— Palfsy.^osc 40 sl. tt. M, . . I9j-> A,l)'— ^i'lcn tirluz, üst. Gel, v,, 10 sl. 4»-?» 4?'?t> Xult'n Kren^unn. Oej, v,, b s>. i?- 29 — Audols.^ose iu sl...... 86- ',2 ~ ValM'Lole 40 fl. K. M. , . 2N»-— i<4>- Gel!, Ware lürl. E..«..«lnl. Vram..Oblig. 400 ftr. per Kasse ... 18? 75 183 75 dettu p«l M. ... »87 25 18« 25 Wiener «umni..Lose v. 1.1874 489- 479 -Gew..Och,d. 3"/,, Präm..schuldn. ». Uodeulr..«nsl. Vm. 1888 e^> - ?z - Aktien. Ullln«porl>zln,- - ^43«' Äühm. «ordbaliu 150 sl. . »40 — «42 - tiuschtichradcr Elsb.5 Dampsschlfsahrls > Ges., 1., l. l. priv., 5N0 sl, KM, 1028 — 1088 - Lux.Vodenbacher Eisb. 400 ilr. 560 — 565'- .'ferdinandl.Äioidb.iouo fl.KM. 5130 — 0155— l!lmb.'Ezrr»,.I Eisenbahn» GcleNschaft, 20» fl. L, . »HS -. 560'- ^loyd.öslerr,,Trieft,,5N0sl.KM. 425— 429-- Osterr. Nordwestbahn 2UU fl. L. 436 50 4!j»'5>,' dettu (ltt,U,) 200 fl.V.P.Mt, 429- 431- ^rag VÜdnordbentsche V«rulndu»g«b. 200 sl. KM......397'50 39)- Tramway.Ve>,, neue Wiener, Prioritat«.Altlen 1N0 sl. . -— —-— Ungar, westbah» (Naab.Vraz) »<»> sl. S....... 4U0- 4YS-.. Nr. L«lalb..NNien.<»es. »00 ?l. L»o ^ 2ia V«nlen. «nglo.Österr. Äanl, 12« fl. . . 2S9'- 3(0 — Vanwerein, Wiener, per Kasse —— —-— detto per Ultimo . . . d«ä 75 584 75 Budenlr.<'lnsl. 0slerr,,30«fl.S, l«,^'4— W27- Z<üitr..^l!d,.Krebb. «st,, 2»« sl. 554'— 53? -Kreditanstalt sür Handel und Gewerbe, 1«7'- Ländcrdanl, österr,, 200 sl. per Kasse.......--- -.. deüo per Ultimo .... 4L6 40 4^7 4U ,.Merkur", Wechselst..Aktien. Gesellschaft, 200 fl. . , . «03— «0? — «tlb Wo,, Östi'rr..ung. Bank 1400 Nronen l7S<; > >8<>? — llnionbanl 200 sl...... d»<; — 5»? — ^>rlel>röb«nl, allg,, 14« fl, , 82d 50 »«S 20 zndnftr<»'3nt,rnltz»ml,»«. Ällügcs,, allg. österr., 100 fl. . I21Ü0 ,2s — PriixerKolilenbergb^Ges.ioosl, 7ll5— 741 — >tl!e!lbal,nw,.Leihg,, erste, 100 sl, 2<»5 50 20ü'b<1 „Mbemühl", Papiers, u, V,.O. 188-— 188-. ^Ieltr,.Ges.. allg. «slerr., 200 fl. 4«6- 428- — dctto internat.,20«fl. b8g'— 588 — Hlrtenberger Patr... ZNnbh u Nlct,.ssabrll 4«n ttr. . . »z»-— wN5- Uissinger Vrauerci 100 fl. . . L52 — 26U — M«ntan.«3esellsch,, üsterr.»alpIari. Steinkohlen 10u fl, 570- 574 — ,,Echlüglmühl", Papiers.,20Sfl. 34U-- 345-— ,,Echobnlca", «..«. f. Petrol.. Ind., 500 Kr. ... b<^'— bo»' — ,,Stel,rer»ühl", Papierfabrll und V.'G...... 442'— 443 — Irifaller Kohlenw.»O, 70 fl. . 2«»-— »«4 b) lurk. Tabalrezie.Gss. «n« Fr. per Nasse . — — — — bette per Ultimo 4!i3 — 424 — Waffens..Ges.. österr,. in Wien. 100 fl........ 4«l — 466'— Wagnon.Leihanftalt, allgem., in Pest, 400 ttr..... —-— — - Wr. Äaugcsellschast 100 fl. . . <4d'— <»«'— ivlenerberger Zlegelf.>Mt..Pss. g»V— ?>14 - Devisen. Autl» Ilchlen nnl zchtck». Amsterdam....... 188'— lW 25 Deutsche Plahe...... 117-32» II? ü»» Ullndon........ 240— 240-30 Italienische ÄanlplHtze . . . gä «2> »5 »2» Pari«......... 85 4?» 95-6,«» gilrich und Vafel..... N «5 gz.z^ Valuten. Dukaten ....... zi-zz ^^.^^ 20 °ssr»»le>i°Stllcle..... zu-,I lv'lb ^u.Marl «tücle...... 33.4g .^g.^ bcuNchc Relchshanlnoten . . l>? »5 117-55 italienische Äankuoten . . . 95 ?o z,»..,,^ ,!tubel-«llten...... z-h,?, z.^^ von Renten, Pi»iMlbri«IVn, VrUtrHUtvn, AUtlen, IiUM«li etc., IIvvInoii iiikI V»lul«n. ^^^^(*)^ Loa-Veralcherung. Ba.3a.lc- -u-xlcI "Wech.slerg'escliäift Privat - Depots (Safe- Deposits) "CTaa.t»r •lgr«aa.«rxx "V"er«clil-u.«B d.«r Part»L Verzinsung von Birelnlagan Im Kcntt-Korrant unt luf Giri-Konto.