^lr 45. Montag, 24. Februar 189tt. 109. Jahrgang. Mbacher Zeitung. «»mü»^""^""^«!«: Mil Postverlt»d,!!!N : aaiizjilhrin fl, ib, halbjHhllg fl. 7 50, Im Comptoir: ^ Dir »llaibach« Zeitung» erscheint tüglich mit ««»nähme der Tonn» und sseierlage. Die Ndmlnlftralion 'U,'U !>, N, halbjährig sl. ü bN. Für bic ZustlNung ,»« Hau« <,anzj«hr!a fi. 1. - Insertionsgebur: Für V bcfiübet sich «°ngrrs»plllh 2, die Mebnctlon Uahnhofga^e »4, Vvrechstunden der «ebaction tünlich von "k 'NNcrnte HI« z« 4 geilen 2» lr., giühere per Zeile N lr,; l>c< «ftrren Wiederholungen per Zeile » lr, V il) l>>» l« Uhr vormittag». — Ulifrantiertr Vrirsc lverden nicht angenommen und Vlanujcripte nicht zurückgestellt, — ------------------------------------------------------------------ ------- Amtlicher Mil y, Se. k. und k. Apostolische Majestät haben mit Merhljchster Entschließung vom 17. Februar d. I. dem ""ye des mährisch - schlesischen Oberlandesgerichtes M^ Kerschner den Titel und Charakter eine« Kraches taxfrei allergnäoigst zu verleihen geruht. Schönborn m. p. sin ^ ^' ""b k. Apostolische Majestät haben mit «erhöchster Entschließung vom 17. Februar d. I. den '/, ^M Titel und Charakter eines Oberlandesgerichts- "yes bekleideten Landesgerichlsrath in Brunn Doctor ^N "blen von Rub er sowie die Brünner Landes- U^cytsräthe Ferdinand R,tter Koller von Mar- ^negg. Wilhelm Kozesnik und Maximilian ^.""n er zu Räthen des mährisch - schlesischen Ober- "nvesgerichtes aUergnädigst zn ernenn.n geruht. Schönborn m. p. NN,H k. und k. Apostolische Majestät haben mit Be,W^" Entschließung vom 5. Februar d. I. den z'llshauptmann und Referenten der Landes-Com» llim «» '^ agrarische Operationen Anton Stanfel «"n Megienmgsralhe extra «tutum bei der Landes- » "ung in Kärnten aUera.nadia.st zu ernennen geruht. ^ Faltenhayn m. p. Nichtamtlicher Weil^ Verhandlungen des Ncichsrathes. -.- Wien. 21. Februar. Nb D>" Wiener Bevölkerung hat in der heutigen ^roronktknhaus.Sihung der Finanzminister Dr. von indem ' "'^ sreudige Uebelraschung bereitet, zebr.^ 7. ^" Gesehentwurf über die Reform der Ver-zebr., «c"^" '" Wien und die Erweiterung des Ver-den, i» s'^l^'^ayons °"f dle Vororte einbrachte. In riM? -"^M"se ist a„f ^^ ^^ Wiener Gemeinde. Tarif f""Wten Wünsche Rücksicht genommen und der Na / '" N/stellt, dass nur zwölf Artikel besteuert, die so insbesondere Hülsenfrüchte. der M s. ^ ' ^"" Brennmaterial und Futterstoffe von ^ ^leueruna ^s,s<«.,^^ s^i bleiben. Im Motive». berichte ist ausführlich dargelegt, weshalb die volle Aufhebung der Steuer nicht durchführbar ist. Der Wunsch nach Aufhebung der Linienwälle ist zwar durch den Gesetzentwurf noch nicht erfüllt, aber der Motiven» bericht verspricht diese Aufhebung nach Durchführung der Reform der Verzehrungssteuer und gibt die Ab» sicht der Regierung kund/ mit der Gemeinde Wien wegen Ueberlassung jener Grundflächen in Verhand» lung zu treten, die nicht zu anderen Zwecken unbedingt erforderlich sind. Somit lässt sich erwarten, dass auch dieser Theil der Wünsche der Bevölkerung, sobald als dies nur möglich sein wird, in Erfüllung gehen werde. Die Regierung hat mit der Vorlage dieses Gesetzentwurfes tundasgeben, wie aufrichtig sie bemüht ist. den Interessen Wiens Rechnung zu tragen und wie ernstlich ihr das Wühl der Reichshaupt- und Residenzstadt und der Bevölkerung am Herzen liegt. In diesem Sinne hat heute auch der Finanzminister die Vorlage mit citier Rede. welche vom Hause mit Beifall ausgenommen wurde, einbegleitet. Diesem Geschentwurse gemäß werden die Linien sehr weit hinaus bis über Simmering. Speising, Neu-waldegg u. s. w. gerückt, und die näidliche Grenze wird die regulierte Donau bilden. Die wesentliche Aenderung im Verzehrnngssteuer.Tarife besteht dami. dass eine namhafte Zahl bisher verzehrungs'teuerpflichligel Gegenstände küuflig von der Verzehrungssteuer frei bleiben, so z. V. insbesondere das gesummte Brenn» materiale und die Cercalien. Zur Erleichterung für die Vororte wird ein doppelter Tarif für Rindvieh fest-gesrtzt, derart, dass das schwere per Stück 7 fl., das leichte (unter 350 Kilogramm) nur 3 fl. 50 kr. zahlt. Was die Linienwallfrage betrifft, so nimmt das Han» delsministcrium einen Theil der Wälle für den Ausbau der Staatsbahn in Anspruch: bezüglich des Reste« ist die Finanzverwaltung bereit, mit der Gemeinde Wien in Verhandlungen zu treten, auf der Basis, dass die Kosten für die neuen Amtssitze an der künftigen Linie im Betrage von 450.000 fl. gedeckt werden. (Lebhafter Beifall.) Der Finanzminister Ritter von Dunajewsli beantwortete sodann die Interpellation der Abgeordneten Dr. Ebenhoch und Genossen wegen der Sodafalnil in Ebeusec und wies uach, dass die erhobenen Beschwerden ganz ungerechtfertigt sind und dass das Aerar keinen Schad?» erleide. Die Abgeordneten Bendl und Genossen inter- pellierten den Unterrichtsminister wea/n der Ernennung und Substituiernnq der Bezirks-Schulinspectoren in Böhmen. Der Landesvertheidigungsmimster Graf Wel» sersheimb beantwortete die Interpellation der Abgeordneten Ritter von Proskowetz und Genossen in« betreff der Ausdehnung des Militär-Witwen- und 'Waisenversorgungs'Gesehes auf jene Militärs, die zur Zeit der Erlassung des Gesetzes bereits dem Ruhestände angehörten, dahin, dass die Regierung principiell nichts dagegen einzuwenden habe, dass sie aber eine betreffende Vorlage erst nach gepflogenem Einvernehmen mit der königlich ungarisch-n Regierung machen könne. — Der neueingetretene Abgeordnete Ritter von Za-remba leistete die Angelobung. Bri Uebergang zur Tagesordnung wurde die Vorlage, betreffend einige Aenderungen des Vebürenqeseyes in Verhandlung gezogen. Die Vorlage bezweckt zum Theile Ermäßigungen. zum Theile Erhöhungen bestehender Vebüren. Im Interesse der kleineren Realitäten-besitzer soll bei der Ueberlragung von Liegenschaften, deren Wert 500 fl. nicht übersteigt, in Hinkunft nur die einprocentige Bereicherungsgebür eingrhoben, die ein-undeinhalbprocentiqr Mubiliarqebür aber fallen gelassen werden. Bei Liegenschaften im Werte von 500 bis 4000 Gulden soll der 25procentige Zuschlag zu der einund-einhalbprocentigen Gebür. demnach der fünfte Theil, nachgelassen werden. Beides gilt nur bei der Ueber-tragung zwischen Ehegatten und Kindern. Bei Verträgen, die zwischen Eltern und Kindern über unbewegliche Sachen abgeschlossen werden (tm Ausgedinqoerträ'qen) und den Wert von 8000 fl. nicht übersteigen, sollen die Gcbürenbfstimmungen für unentgeltliche Verträge Anwendung finden. Die beantragten Ermäß'gonqen in» volvieren einen Orbürenentgang von 1,500.000 fl. Um einen Ersatz zu schaffen, schlägt der Ausschuss einige Gebür.'N.Erhöhungen vor. Die Wetten beim Totalisa-tenr sollen einer dreiprocentigen Abgabe unt-rlieqen, woraus sich eine jährliche Einnahme von 120000 fl. ergeben würde. Die Gewinnsteuer bei Privat» Lotterie-Anleihen soll von 15 Procent auf 20 Procent, die Gebür aus dem Gewinne beim Zahlenlotto auf 15 Procent erhöht werden. Der Ertrag der ersten Erh hung wird mit 150 000 fl.. die Mehreinnahm? im zweiten Falle mit 750.000 fl. veranfchlagt. Der Ausschuss glaubt, dass der Staat durch diese Vorlage nur eine Einbuhe von 60.000 fl. erleiden werde. Feuilleton. Die Langweile in der Musik. von '3°"c,^chl V0" der Religion, von der Natur nicht an^. ^" b" Musik. Warum sollte man dürfe,,? m>^" b^ Langweile in derselben sprechen zum N,,^ ^ "°" jener Langweile, welche die Musik flilsst ^ bringt, sondern von jener, die sie ein- die M.?n, ^'"' °h"e Uebertreibung behaupten. dass Formen itt "'." ^r häufigsten und furchtbarsten "nes d„.'",'c"" Elchen sich die Langweile äußert. ?"'"el zur Herbeiführung dieses hervorrn.„ .. ^! 3" >e nach den Ursachen, die ihn Wirkt sn V. "3 °r" Charakteren, auf welche er ein-Trauria,ei/ !!> ?'^ '" und sich durch Melancholie. oder durch nervöses zu äußern vermag. "s lanawVili ^ "'His auf Erden ist langweiliger, lich. AllM Mus.. ^^ ^ ist auch seh? begreif- ^Ulus un^-^? die Kunst ein Gegenstand des ""Neckt '..'..^'"elmäßigkeit 'N derselben ist daher Advocat d / « Ul'ch' Der Künstler hat nicht wie der ?" NotbwP^ . ^' der Techniker die Entschuldigung dieser Bm.sl 9/"t für sich. Es kann z. B. Mitglieder hoher ist d "u Uew'' deren Geistesfl.ig kein schr werte P^^ ."°er doch sehr nützliche und beachtens-?."ch so wie s' V'^"^ Standes sein können. Sie sind . "flUssia?,-!» '"'d unentbehrlich, während cs nichts Mgrn Kil..^ °"^ der Welt gibt. als einen mittel- "lik ist u'l Das ist aber noch nicht alles. Die "er allen Künsten diejenige, welche fähig ist, am meisten zu langweilen, weil die Musik Ton ist und der unangenehme Ton eine furchtbare Sache ist. Die übrigen Künste sind wenigstens stumm; einen Band Gedichte kann man in die Ecke werfen; von einer Statue oder einem Gemälde kann man die Augen ab-wenden; der Musik aber kann man nicht entgehen. Eine Concertnnmmer, eine Opernarie, eine Sängerin oder ein Pianist können einen zur Verzweiflung treiben. Die Musik erzwingt sich die Ailfmerksamkeit; sie ge« stattet zuweilen nicht einmal den Schlaf. Es gibt keine Kunstgattung, welche die Quelle solcher Wonnen, aber auch solcher Qualen ist. Man darf aber nicht etwa glauben, dass die Langweile in der Musik ihre Repräsentanten bloß in den Kreisen von Dilettanten findrt. in jrnen jungen Damen, welche das Clavier zu einem wahren Marter-Instrument gemacht haben, oder in den Reihen jener Virtuosen, die h,nte eine Art Landplage bilden. Es gibt auch unter den Heroen der Musik, unter den großen und anerkannten Compositcure» solche, aus deren Werken zuweilen eine tödliche Langweile athmet. Einer der furchtbarsten derfelbcn ist vielleicht Hummel, der Master vo» dem, was man mit einem trügerischen Euphemismus gutgemachte Musik nennt. In einem Concert, das Hummel einmal gab, schliefen nicht nur einige Personen aus dem Publicum, sondern auch — mehrere Orchestern,itglieder ein. Die Langweile Hummel« ist die bis an die imhersten Grenzen getriebene classische, die große, «ediegkne Langwelle. Hummel besitzt alles, wis die großen Master macht, mit Ausnahme des Genies. Niemand spricht m dem Maße wie er, ohne irgend etwas zu sagen; memano häuft wie er so viele leere Formeln auf, so viele anständige und dabei doch geschmacklose Vanatlouen. Er gleicht einem Dichter ohne Ideen, der eine schöne Handschrift hat. Aber man braucht gar nicht so trocken und ideenarm zu sein wie Hummel, um doch langweilig sein zu können. Ein Beweis dafür ist selbst der in weiten Kreisen so beliebte Chopin. Er war der Composite«! des Claviers pai- excLÜLnoe; darin lag seine Stärke, aber auch zugleich seine Schwäche. Man schreibt nicht ungestraft soviel für ein Instrument, wie es das Piano ist, ohne in die mechanische Musik zu ver-fallen. Chopin ist ein melancholisch r Träumer, ein wunderbarer Improvisator, der sentimentalste unter den Compositeuren. Er hat den trockenen Tönen des Cla-viers Poesie eingehaucht, er hat einige bewunderns-werte und viele reizende Melodien gefunden. Und doch möchte man, wenn man einige seiner Werke anhölt, vor Langweile weinen. Sehr häufig, wenn er einen eleganten, rührenden Sah hat, häuft er um denfelben eine solche Sündflut von Noten an, ein solches unerträgliches Gewirre von Tönen, dass er die Melodie darin förmlich ersäuft. Die Fioriliiren überwuchern bei ihm alles. Dieser elegisch angehauchte Musikpoet hätte selbst der Venus von Mllo Flitterstaat um- ^ °"unb was war selbst der größte aller Musiker, der Schöpfer oder vielmehr der Adam der Musik, was war Johann Sebastian Bach für ein langweiliger Herr! Händel kommt in dieser Beziehung erst nach ihm. Wenn es keine andere Musik auf der Welt gäbe, als jene dieser beiden, so würde ich sie auf das tiesste bewundern; ich würde sie eifrig studieren, allem ich würde sie nicht lieben! Nicht etwa, als ob Bach nicht zuweilen interessant wäre; er hat Melodie, Gefthl. wahre Blitze vo» Genie. Accent« des Glaubens, des Laibachel Zeitung Nr. 45._____________________________352_____________________ In der Generaldebatte erklärte Abg. Stejskal, dass er für das Gesetz stimmen werde, obwohl er ge-wünscht hätte, dass bei Eigenthumsübertragungen noch eingehende Erleichterungen platzgegriffeu hätten. Abg. Steinwender erklärte sich mit der Vorlage prin» cipiell einverstanden, wünscht aber, dass bei der Aus» führung das Gesetz nicht nach dem Buchstaben, sondern nach seinem Geiste gehandhabt werde. Abg. Kopp kri tisicrte die Vorlage vom gesetzes-technischen Standpunkte aus. Die Vorlage sei dilettantenhaft, und dies könne auch nicht anders sein, weil sie aus dem weiten um» fassenden Gebiete des Gebürenwesens nur ein paar Putlkte willlüilich herausgreife und diese zu Gunsten eines einzigen Standes zu ändern suche. Der Versuch, auf Lottoqewinste eine Gebür von 15 Proc. zu legen, sei im Widersprüche mit dem Bestreben, das Lotto auf« zuHeben, denn er erhöhe das Einkommen des Staates und folglich auch sein Interesse am Fortbestehen des Lotto und werde doch anderseits niemanden abhalten, im kleinen Lotto zu spielen. Regierungevertreter Sec> tionschrf Ritter v. Ehiari führte aus, dass durch die Eileicbterungen bei Vermögensübertraguna/n das Aerar einen Nachtheil erleide, der durch entsprechende Compen sationen wi,der gut gemacht werden müsse. Solche Compensationen liegen in den Gebüren beim Totalisateur. bei Lottoqewmsten u. s. w.. und ohne solche Campen-sationen lönnte die R-gierung der Vorlage nicht zustimmen. Abg. Fürst Czartoryski mengte sich gegen mehrere auf da« Ges.tz erfolge Angriffe. Die Erleichte-ninq dlr Oebüren bei Vermöqensübertragungen werde besundels von den kleineren Grundbesitzern mit Dank« barkeit aufgnommen werden. Es sei ganz gerecht, das Epiel und das Wetlen zur Compensation heranzuziehen. (Beifall rechts.) Die Debatte wurde hierauf geschlossen. Abg. Dr. Menger (gewählter Generalredner contra) wendete sich insbesondere gegen die vorgeschlagene Besteuerung der Prwat'Lotterien, denn durch diese Maßregel würden in erster Linie die Kunstvereine schwer getroffen werden, welche genöthigt sind, um ihren Zwecken nachzukommen, Lotterien zu veranstalten. Würde man aber das Wirken dieser Vereine verhmdern. so müsste schließlich der Staat selbst Beträge für Kunstwerte votieren. — ?ro ist kein Redner vorgemerkt. Nach dem Schlusswort des Referenten Ritter v. Chamiec wurde das Eingehen in die Specialdebalte beschlossen. § 1. Ermäßigung der Oebüren für Uebertragungen unbeweglicher Sachen und der denselben gleichgehaltenen Dienstbarkeiten. Abg. Dr. Kronawetter bemerkte, dass das Gesetz den kleinen Grundbesitzern Vortheil bringe, dafür aber würden die 500.000 kleinen Leute, die in den Vororten Wiens leben, durch die Hinausrückung der Linie gezwungen, alljährlich 2 Millionen Gulden mehr Steuern zu zahlen. Redner ist mit der Slylisierung des § 1 nicht einverstanden, dieselbe sei nachlässig und unklar. § 1 wurde unverändert angenommen. Auch zu K 2 brachte Abg. Dr. Kronawetter mehrere Bemänglungen vor, doch wurde § 2 ebenfalls ohne Aenderung beschlossen und die Verhandlung hierauf abgebrochen. Die Abgeordneten Fiegl und Genossen inter-pellierten den Handelsminister, ob noch in dieser Session ein Hausiergesetz vorgelegt werde. Die Abgeordneten Dr. Woldklch und Genossen intnpellierten den Finanz- minister wegen der Verhandlungen mit der ungarischen Regierung iubetreff der Beschaffung billigen Viehsalzes. Die Abgeordneten Richter und Geuossen interpellierten den Minister-Präsidenten und den Handelsmiuister, ob ein detaillierter Plau für die Wiener Stadtbahn aus» gearbeitet und ob ein Nauverbot für die betreffenden Gründe erlassen worden sei. Die Abgeordneten Stein-Wender und Genosseu interpellierten den Minister-Präsidenten wegen der Concession für die Printhing-Compagnie. Abg. Ritter v. Meznit wünscht, dass der Bericht über das Summarverfahreti auf die Tagesordnung einer der nächsten Sitzungen gestellt werde. Abg. Dr. Koftp verlangt, dass das neue Strafgesetz auf die Tagesordnung gesetzt werde. Seit dem Jahre 1868 strebe man im Abgeordnetenhaus?, die Schaffung eines neuen Strafgesetzes an; jetzt sei ein solches durch den Ausschuss vollendet worden, und es wäre eine Schande für Oesterreich, wenn es nicht zustande käme. Würde man die Berathung verschoben, so hieße das nichts anderes, als es unmöglich macheu und das Strafgesetz mit der «trockenen Guillotine» hinrichten wollen. (Üen-hafttr Beifall links.) Der Antrag de» Abg. Dr. Kopp. den Bericht über das Strafgesetzbuch auf die Tages» ordnung der nächsten Sitzung zu stellen, wurde mit 93 a/gen 93 Stimmen abgelehnt. Nbg, Pernerstorfer meint?, es sollte wegen der Stimmengleichheit eine namentliche Abstimmung statt» finden. Präsident Dr. Smolka erklärte, dass dies nicht der Geschäftsordnung entspreche, es stehe aber den Herren frei, den Antrag inbetreff des Strafgesetzes in der nächsten Sitzung zu wiederholen. Der Antrag des Nbg. Meznik, das Summarverfahren auf die Tagesordnung zu stellen, wurde wegen Stimmengleichheit ebenfalls abgelehnt. (Allgemeine Heiterkeit.) — Nächste Sitzung Dienstag. Politische Ueberkcht. (Von unserem Consularcorps.) Seine Majestät der Kaiser hat die Berufung des mit dem Titel und Charakter eines Ministerialrath<-s bekleideten General-Consuls zweiter Classe und Delegierten bei der europäischen Donau Commiision iu Galatz, Karl Ritter von Boleslawski, zur Leituug der diplomatischen und Consularvertretung in Tanger unter gleichzeitiger Ver« leihung des Titels und Charakters eims Minister-Residenten und Veneral-Conslils erster Classe an denselben, ferner die Uebertragung der Leituug des k. und k. Consulates in Galatz an den General » Consul zweiter Classe Karl Ritter von Gsiller in Moskau unter gleich, zeitiger Ernennung desselben zum österreichisch»ungari» schen Delegierten bei der europäischen Donau-Commis« sion, ferner die Berufung des mit dem Titel und Charakter eines General - Consuls bekleideten Consuls in Berlin, Moriz Freiherrn Czikann von Wahlborn, zur Führung des General-Consulates iu Moskau sowie des im Ministerium des kaiserlichen Hauses und des Aeußern in Verwendung stehenden Consuls Emil Filtsch auf den Consulsposten bei dem k. und k. General - Consulate in Berlin, beider in gleicher Eigenschaft, genehmigt. (Parlamentarisches.) Das Herrenhaus hält am Mittwoch. 26. d. M., eine Sitzung, Auf der Tages« ordnung befinden sich folgende Gegenstände: Erste Lesung des Gesetzentwurfes, womit eine Seemanns Ordnung für die österreichische Handelsmarine erlaW wird; zweite Lesung des Gesehentwurfes, betreffend o> Bedinamsse und Zugestand msse für die Herstellung ^ Eisenbahn von Porttan nach Mochow und von AM' deis an der Elbe nach Neratovice; Bericht der StM' vertrags-Commission über daö Ueliereinkommen M>^! der österreichisch'unqarischeu Monarchie und deui deu' schen Niche vom 10. November 1889. betreffend ^ wechselseitige Unterstützung hilfsbedürftiger Seeleute, zweite Lesung des Gesetzentwurfes, betreffend Geblire" befreiungen aus Aulass der Ablösung von der V^ meinde Spalato auf der Insel Solta zustehend" , Grundrechten; M,hl je eines Mitgliedes in die l"" bische, in die Fideicoinmiss- und in die E>senbay>>' Commission; Bericht der finanziellen Commission lM Petitionen. — Bezüglich der zur zweiten Lesung. ^ heißt zur meriiori'chen Ve> Handlung stehenden Oeg^! stände lauten die Commissiuusanträge durchgehends a>> unveränderte Annahme d^r Beschlüsse des Abgeordneten Hauses. ,, (Aus Wien) berichtet man uns: SämnM Blätter besprechen die Regierungsvorlage, vewffend ° Stadt Wien. bezeichnen den Tag als denkwilw und glückverheißend für die Reichshauptstadt, erliM, mit tiefster Dankbarkeit an die kaiserlichen Wor^e ° Eröffnung des Türkenschanzparkes, die durch die ^ gierung schnell verwirklicht wurden, und erblicken Y rin einen Beweis des Wohlwollens der Regierung >" Wien und die Bürgschaft künftiger bedeutender ^ Wicklung der Reichshauptstadt. Vielfach wird die «>eM hafte Äegründungsrede des Finanzministers D^ iewski. welcher warm für das Gedeihen Wiens til'll"' besonders hervorgehoben. (Die Iungczechen) candidieren im 3^ buuzwuer Reichsrathsbezirke, den bisher Matt"»" trat, Erwein Spindler. Zu den Iungczscheubeschl"!' schreibt «Hlas Näloda». dass sie lediglich daran! ^ zielen, einige Mandate zu erobern, dass jedoch be> " gemeiner Mandatsmederlegung die Iungczechen es I" bitter empfinden würden, dass seit ihren Wahlsiege"' Juli sich zu ihrem Schadeu ein Stimmungswechsels,. zogen habe. Aus Deutschbrod meldet man einen ^^ der Nltczechen über das dortige zwanzigjährige iM czechenregiment im Gemeinderathe. .^, (Mähren.) Das Executivcomite' der deu>" liberalen Partei stellte Makowsky als Reichs"^ candidaten für den Städtebezirl Trübau-Zwitlan ^ Die Deiitschnationalen halten an der Candld" Kaniats fest. Da auch die Czechen einen eigenen ^, didaten aufgestellt haben, ist eine engere Wahl lv"V scheinlich. „z (Die Valutafrage.) Die Vorarbeiten "« Studicu in der Valutafrage sollen, wie aus Vndaf.^ berichtet wird, im ungarischen Finanzmiuisterinn» weit vorgeschritten sein. dass der Sectionsrath ^ ., das im ' Auftrage und nach den Ideeu des 3"'^, Ministers Weckerle anzufertigende Memorandum "^ nächst vollenden uud Staatssecretär Läng in naH> Zeit zur Besprechung mit dem österreichischen F"'" minister wieder nach Wien kommen soll. ^ (Die Wahlen in Deutschland.) ^H nauere, Wahlnachrichten aus Deutschland vorliegen, ".^ bedeutender erscheiueu die Verluste der Cartellpartt^, tiefsten Schmerzes und der höchsten Freude. Es liegt noch etwas anderes in ihm, und das ist eine un-messbare Größe und die Festigkeit eines Felsens. Die kraftvollen Hände dieses Mannes haben mit Tonmassen gespielt, wie sie kaum mehr jemand in Bewegung setzen wird; man muss seine Werke wie die kolossalen Rüstungen längst ausgestorbener Rittergeschlechter bewundern. Und doch. wie oft fühlt man sich inmitten feiner gigantischen Oratorien, dieser DoppelChöre mit Orgel und Orchester, erdrückt, unter diesen wie aus Quadern gehauenen Rhythmen, verloren in dieser tönenden Nl» gebra, in dieser lebenden Geometrie! Man glaubt, man müsse unter diesen endlosen Fugen ersticken. Man möchte sein Ohr vor diesen wunderbaren Toncombinationen verschließen und sehnt sich darnach, das Andante des Quintetts mit Clarinett von Mozart zu hören. Niemals hat Bach so sanfte und doch so ergreifende Töne gefunden. Mozart und Beethoven, sie sind es. welchen man am allerwenigsten den Vorwurf der Langweile machen kann; sie erheitern, ergreifen, regen an. sie verliefen sich hie und da ebenfalls in Abgründe, allein selbst diese sind stets von einem Sonnenstrahl erleuchtet; sie tragen uns über das Jr. bische hmaus, ohne uns in jene schwindelnden Höhen emporzureißen, von wo es keine andere Wiederkehr zur Erde gibt, als mit den gebrochenen Fittigen des Ikarus. Und nun muss ich noch eines großen, eines sehr großen Mannes gedenken, der die Grenzen des Lang-w llig'N in der Musik vielleicht am weitesten hinaus« glückt, der ihr neue, unermessliche Horizonte rröffuet hat und der doch zuweilen von eiuer vernichteliden langweile ist. Die Langweile Wagners hat etwas Ab-soudrrlicheK. rtwa« Furchtbares an sich. Sie ist aggrcssiu. bösartig. Das ist die Langweile, die keinen Schlaf ge-stattet, die sich in einem physischen Schmerz äußert, die reizt, aufregt, fast wahnsinnig machen kann. Lavier Aubriet war es, der von ihm sagte: «Der verteufelte Mensch! Ich verabscheue seine Musik uud doch kann ich, wenn ich sie a/hört habe. die der anderen nicht mehr anhören.» Und das ist vollkommen richtig. Wagner drückt uns die Waffe gegen andere, aber auch gegen sich selbst in die Hand. Die Langweile Wagners ist oft grotesk bis ius Unglaubliche uud namentlich ist er, weuu er tändeln will, zermalmend. Kann es etwas Groteskeres geben, als die jungfräuliche Naivetät Siegfrieds, diefes lolos-salen Jünglings, der mit Bären tanzt und mit Drachen kämpft, oder das Familienleben in der Burg von Gibi-chungen oder die Conversation Wotans mit Erda oder Fasolt und Fafuer. Und diese unerträglichen Leitmotive und diese Musik nach Kilometern, diese Acte, welche zwei Stunden währen, dieses Tonchaos, dieje tödliche Langsamkeit. Und sich bei alldem sagen zu müssen, dass der Schöpfer so vieler Ungeheuerlichkeiten auch der Schöpfer so vieler großartiger Wunder-werke ist! So findet sich die Langweile in der Musik bei den primitivsten Stümpern, wi? bei den größten Meistern; sie ist in allen Formen zu finden, in der Cantate wie im Oratorium, im Concerte wie in der Fuge, im ClassicismuS und Romanticismus, bei alten Perücken und bei jugendlichem Goldhaar, bei Todten und Lebenden. Es müsste ein Geschlecht von Riesen kommen, um mit eisernem B^sen das Unkraut weg' zufegen vom Felde der Kunst, auf dass bloß die edlen, die wahrhaft himmlischen Alüteu zurückbleiben. Zie Zritte. AuS den Memoiren eines Malers. Von Heinrich Sienllewicz. (1. Fortsetzung.) Wir begannen zu streiten. «M. Indessen wurde es finster wie in einem tt ^, Wir einigten uns endlich dahin, dass das ^ .^ scheiden solle, wer vorauszugehen hätte; Swialecn s es und rückt anch wirklich vorwärts. , ^ Wir schritten auf einem anfangs ziemlich vr ,^j dann immer enger werdenden Steige empor. ^.^, wir vermutheten, gähnte rechts und links ein fast " loser Abgrund. . ^ Der Fußsteig auf dem Felsrücken wllv ^h und enger, und zudem lösten sich auf Sch"" ^, Tritt verwitterte Felsbrock'N unter unseren 3"^^ «Ich krieche schon auf allen vieren,» sag^ tccki, «da es nicht anders geht.» ^ stil Uud wahrhaftig, es gieng nicht anders, ""Ml. llelt.rn wie zw>i Schimpanse auf allen vieren ^ Doch bald nützte auch das nichts mehr. v" ^K Felslücken war nicht breiter, als der itt"ckttl ^„ Pserdes. Swiatecli setzte sich also rittlings aui^ Pfad, rückte weiter und ich ihm nach. so g" / ^ qieng. Uns auf die Hände stützend, kamen w"^ ^ sam vorwärts, nicht ohne unsere Kleider dabei beschädigen. ^wiate^ Nach einer Zeit wurde die Stimme vor einem Abgrunde befinden.» ^Macher Zeitung Nr. 45. 353 _____________24. Februar 1890. ^le Nationalliberalen müssen 13 Mandate abgeben. °" Konservativen 5. Gewinner sind zumeist die So. "an ten, dle allein acht nationalliberale Mandate er-Nn " m?^ außerdem zwei conservative und zwei frei-l '"^Wahlkreise gewannen. Die Freisinnigen haben urel^iiai'date neu gewonnen, außerdem sind sie an ^/ Stichwahlen betheiligt. In deu Reichslanden hat ^e kyemaüge Autonomistenpartei. die im Jahre 1887 N".nz verschwunden gewesen, wieder Wurzel gefasst. A^'plotesller ^^"" ""^ ^ Ai""" start zuriick «er waren 14). Das wichtigste Ergebnis der "Wen »st das gewaltige Anschwellen der socialist!. Mn Partei, die bereits 20 Mandate sicher hat, oanmter acht alte und zwölf neue. wovon sechs im «on'grelch Sachsen. An 33 Stichwahlen sind die Mallsten betheiligt. 15 dieser Mandate sind ihnen Nyer, auch wenn die Gegner gemeinsame Sache N" Alle Parteien sind einig, dass sie in den ^ucywahlen gegen die Socialdemokraten zusammen. ^. (Van eines Elevators in Fiume.) Die ln^ m ^ königlich ungarischen Staatsbahnen hat °' .'""vollstäiidigung ihrer Station Fiume den Vau ,. "großen Elevators für Getreide nach dem Muster N«f. . ^" Elevators am Donau'Ufer in nächster O>,^ «^ '^"'s beschlossen uud zur Vergebung im 3"s"'wcmswege der Vau-Albeiten einerseits und der Lin '^"U ^" Elsrnconstrnctionen und der maschinellen eina l /"'^" anderseits getrennte Offertverhandlungen n,;. (.^"ssland und Bulgarien) Aus Sofia "s^/legr«phisch gemeld'ti Betreffs der Zahlung der t".« m Occuftatiou>.kosten verlangte der deutsche Ver. ,.f" "angenheim die Bekanntgabe, wie die Zahlung Mgen werde. Die Zahlung soll Wangenhmn gegen ^"'M'g. in Empfang nehmen. Der Schritt der rus-r!?y" ^^>e»nng wird vielfach commentiert. weil er l ^dvruch der Beziehungen der erste derartige Schritt ^"'ge politische Kreise erblicken darin einen Schritt st^^l.warts zur Auerkeunnug des gegenwärtigen Z>,-^ie m"! ^"lgarie,,, andere sehen darin das versteckte ^>"f' "lUM'en Verlegenheiten zu bereiten. Die b,il-nackf ^Weruug werde jedoch ihren Verpflichtungen ^^'"'"en und zeigen, sie wolle die internationalen Nl'chten erfüllen. Kern/s?'" englischen Uuterhause) erklärte vo. ??' ^'' Kronjuristeu seien der Ansicht, der König cf«^°""aal habe nicht das Recht gehabt, die Con« T)' " '^ d>e E,senbahn Lourrnco-Marques aufzuheben. sss^"^a"ptm>g. in der Nähe Gibraltars sei eine WMe^evue beabsichtigt, ist unbegründet, län^v'" Haag) ^at Samstag die zweite nieder. Gea? A ?""""" w'eder zusammen. Einer der eisten wtt-^ !!> 'brer Berathung ist der Gesehentwurf, be- "enddtt landwirtschaftlichen Schulen, verily '^ Kreta.) Das Kriegsgericht in Rhelymno walt,.?« .^" demissloni.rte Mitglieder des V>r-lul'gsgenchtcs zu siebenjährigem Gefängnis. Tagesneuigleiten. Se. Majestät derKaiser haben, wie das «Präger Abendblatt, meldet, für die nothleidentxm Glasarbeiter im Gablonzer und Semiler Bezirke 6000 st. zu spenden geruht. — (Von der Kriegsmarine) Der Ramm« lreuzer «Franz Josef I.» unternahm letzthin mit dem Admiral Freiherrn von Stern eck an Bord eine Probe, fahrt, die zur vollsten Zufriedenheit ausfiel. Das Schiff legt in der Stunde 18'/, Seemeilen zurück und ent> fpricht allen technischen Anforderungen. — (Afiatische Cholera.) Dem Petersburger Amtsblatte zufolge scheint die asiatische Cholera in Me» sopotamien nur zeitweilig aufgehört zu haben und dehnt sich in Persien aus; der Seuchenherd ist indessen einige hundert Werst von der russischen Grenze entfernt und befindet sich in der Gegend von Tabris und Hamadan. Trotzdem lässt Russland durch einen dorthin entsendeten Arzt die Seuche beobachten. Passelbe traf an der Grenze prophilaktischc Maßregeln und untersagte seinen muhame» dänischen Unterthanen Pilgerreisen nach Persien und der Türkei. — (Der praktische Ii the r le hre r.) «Der gründliche theoretisch.praklische Zitherlehrer» betitelt sich ein neu erschienenes, für den Kinderunterricht und für das Selbststudium Erwachsener bearbeitetes Werk, worüber die dem vorliegenden Blatte beigegebene Beilage Näheres besagt. Der bisher erschienene erste Theil des Werkes wurde uns zugesendet, und kann diefes Werk zu den brsten Arbeiten auf diesem in neuerer Zeit besonders reich bearbeiteten Felde gezählt werden. Dasselbe wird sich zweifelsohne als brauchbares Unterrichlswerl, namentlich zum Selbststudium in der Hand des Erwachsenen, be» währen und verdient unsere volle Anempfehlung. — (Ein Hahn unter Polizei«Aufsicht.) das ist gewiss rtwas Seltenes, und dieser Besonderheit darf sich die gute Stadt Gumblnnen rühmen. Dort besaß eine Familie einen Hahn. der besonders die den Hof betretende Frauen belästigte, ja, sie angriff. Cs wurde Beschwerde bei der Polizei geführt, und diese ordnete von Zeit zu Zeit Bericht darüber an, ob die Bösartigkeit des Hahnes verschwunden sei. Aus eine An» zeige, dass sich der Hahn gebessert habe, wurde bann das Versahren eingestellt. — (Telephon Wien-Budapest.) Der telephonische Verkehr zwischen Wien und Budapest entwickelt sich trotz mehrerer ungünstiger Umstände ziemlich rasch, es werden täglich 200 bis 250 Gespräche gewechselt. Sobald die Verbindung zwischen den Privatabonnenten am Telephon hergestcllt sein wird, wirb der Verkehr sich rasch steigern, derzeit stehen jedoch bloß die Central-stellen und die Börse von Wien und Budapest in oirec» ter Verbindung Anderseits verträgt der Verkehr jetzt leine große Steigerung, da nur zwei Telephonleitungen gelegt sind und diese zu gewissen Tageszeiten gänzlich occupiett werden. — (Unmenschliche Eltern.) In Drole« er. stach ein gewisser Blanc mil Messerstichen seine drei Kinder im Alter von 4, ? und 10 Jahren, weil er wegen mangelhaften Schulbesuchs derselben bestraft w?r. den war. Blanc versuchte vergebens, sich mit einem Rasiermesser umzubringen. — In Nubusson wurde ein 35jähriges idiotisches Mädchen im Keller entdeckt. Die Eltern hatten es seit achtzehn Monaten an Ketten gelegt. — (König Milan) begibt sich demnächst auf eine Reise nach Spanien und Portugal, kehrt dann nach Paris zurück und wird im Monate Mai zum Besuche seines Sohnes auf kurze Zeit nach Belgrad kommen. — (Vine Falschmünzerbande.) In Oabac wurde eine Falschmünzerbande von vierzehn Personen aufgegriffen, bei welchen 16,000 Stück falsche serbische Zehn'Dlnar»Banknoten älterer Ausgabe vorgefunden wurden. 6000 falsche Noten haben die Falschmünzer bereits ausgegeben. Viele davon wurden nach Oesterreich'Ungarn verbreitet, besonders nach Mitrowitz, Peterwardein und Neusatz. — (Hinrichtungen in Amerika.) Im Jahre 1889 wurden in den Vereinigten Staaten nur 93 gesetzliche Hinrichtungen vollzogen. Dagegen sind in demselben Zeitraume 175 Personen durch Volkshausen hingerichtet worden. Wenn man bedenkt, dass über 3000 kaltblütige Morde begangen und nur 93 Mörder gehenkt wurden, so kann man es sich erklären, dass das Voll bei der Mangelhafligleit der öffentlichen Rechtspflege leidlr noch so häufig an den Richter Lynch sich wendet. — (Einsturz.) Während eines heftigen Sturmes zu Anfang dieses Monats stürzte ein großer Theil der schönen Schlossruine zu Vianben in der Eifel zusammen. Der prachtvolle Waffensaal der alten Burg, das Stammhaus der Oranier, ist leider ein wüster Trümmerhaufen geworden. — (Auch ein Vorzug.) Anna: «Ich höre, dass du, gottlob! jetzt endlich auch heiratest; hast abec lange warten müssen!» — Toni: «Dafür werde ich aber auch gleich die dritte Frau meines Zulünstigen.» Local- und Provinzial-Nachrichten. — (Auszeichnung.) Se. Majestät der Kaiser hat dem Präsidenten des Obersten Rechnungshofes. Grafen Karl Hohenwart, das Großlreuz des Leopold'Ordens verliehen. — (Vom lrainischen M u sealver ein.) In der am letzten Samstag abgehaltene" Monatsversamm» lung des lrainischen Musealvereines sprach Herr P osessor Wallner über «die Laibacher Maler- und Bildhauer-consraternität im 17. und 18. Jahrhundert». Von der Thatsache ausgehend, dass über die Existenz einer solchen Künstlergenossenschaft bis jetzt noch nichts bekannt geworden, erörterte der Vortragende nach der im Vicetwm-Archive befindlichen Statutencopie die Sahungen, welche im wesenlllchen darauf hinzielten, die Ausübung des Kunstgrwerbes auf einen möglichst kleinen Kreis zunfl« mäßiger Meister zu beschränken. Sodann führte der Vor, tragende eine Reihe bisher nicht erwähnter Laibacher Maler und Vildhauer au« dem letzten Viertel des 17. Iahrhundertes vor, deren Namen und Leistungen aus den Steuer« und Rechnungsbüchern des städtischen Archives ermittelt worden waren. Wenn auch darunter meist nur handwerksmäßige Meister erscheinen, so bietet doch manches von ihnen Urberlieferte eine wertvolle lunst» oder localgefchichlliche Notiz. Trotz Genossenschaft und Sohung sank aber der Kunstbetrieb in Laibach gegen das Ende des Jahrhunderts bis zur Zeit des Dombaues, wo fremde, meist italienische Künstler neues Leben brachten und durch ihr überlegenes Können auch die heimischen Meister zum Fortschritte nöthigten. Von den in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts in unserer Stadt wirkenden Malern und Bildhauern wurden sodann u. a. Iellouschel und Menzinger erwähnt und manche neue biographische Daten aus den oberwähnten Quellen beigebracht, ferner die Italiener Bombasio, Mislej und endlich der berühmte Francesco Robba. Dessen bisher fast gänzlich unbelannte Lebensgeschichte wurde vom Vortragenden durch manches neue Detail bereichert, auf seine geschäftlichen und persönlichen Beziehungen zu Mislej hingewiesen und die große Zahl seiner bekannten Werke durch neue Nachweisungm erweitert. So wurde der Beweis erbracht, dass der marmorne Hochaltar in der jetzigen Franciscanerlirch? nicht, wie allgemein behauptet wird, von de Giorgio errichtet wurde, sondern gleichfalls ein Werk Robba's ist. während der erstere gar lein Künstler, sondern ein Laibacher Pa« tricier war. der einen größeren Betrag zu dem gencmnle» Zwecke stiftete. Nach Erwähnung des Holzbildhauers Löhr, der für die hiesige Domlirche Altäre arbeitete und namentlich ein strammer Vertheidiger der zilnftigen Rechte seines Standes war, wurde der wiederHollen Vcr« suche der Laibacher Künstler gedacht, ein besonderes Schutzpatent gegen die unberufenen Störer chres Er. werbes zu erwirken. Ein solches erhielten sie endlich ,m Jahre 1745. doch erstanden namhafte Künstler auch später nicht aus dem Kreise der Zunft, sondern lieferte das Dahinsiechen der Zunft den Beweis, dass künstlerisches Streben mit zunslmäßiger Beschränkung unvereinbar ist. Vorgewiesene Mimaturbiloer. unter denen namentlich die Glahouers in der Dismas'CongregaUonsmalnl von hohem Wene sind, zeugten von dcr hohen Wchicklichteü Wir w ^""" ^ einen Stein und werfe ihn hinab, brauch". ^"^"' "'e "el Zeit er zum Herabfallen den ^^^' wie Swiatecki in der Dunkelheit mit hinab*. ^ °"^'' ^te er. «jetzt werfe ich einen Stein Wir spitzten die Ohren... Still! N, du nichts gehört?» habend" ?^" unS einen netten Platz ausgewählt sein!.' Abgrund mag etwa hundert Klafter tief 'Werfe ,wch cinmall. ihn hi^b ^'^ """' höheren Stein und warf ^.bwb mäuschenstill. Swiatecki. "" ^'" das Cnde der Welt?» rief früh sikp^ ^I^ schwer zu errathen, wir werden bis ^" müssen.» Stein ans ^?"' "lso sitzen. Swiatecki schleuderte noch vergebt N.»^'" ^'"""ter. aber alles vergeblich. Es ^viateckl'K ""l Stunde, endlich höre ich die Stimme Hganette?^' ^""nne nicht . . . hast du kviue fehlten^', ^"retten hatte ich. aber Zündhölzchen ^" Uhr na-s/« ^ desperate Lage!» 6s mochte ^aentlovf«>,/ ? aewcsen sein. da begannen ganz tleiuc ,ül'a.liche'^ ?"abzufalleu, ringsum herrschte undurch- "ls die langen kann. Das Landesproductengcschäft dortselbst bringt dies eben so mit sich. Angesichts solcher Verbarricadie-rungen erscheint es wohl angezeigt, den bezeichneten Brieftasten am gegenüberliegenden Hause oder höher oben gegen das Pädagogium zu anzubringen. Damit würbe man auch den Bewohnern der sich immer mehr beleben» den Nessel-Straße und Feldgasse die Briefsammelstelle etwas näher rücken. — (Concert in der Casino-GlaShalle.) Die originellen Productionen der Wiener Concert-Gesellschaft versammelten gestern ein zahlreiches Publicum in der Glashalle des Casino. Baron Jean, dessen eigen» artige Kunstfertigkeit die Zuhörer für ihn gefangennahm, pfiff mehrere Lieder und Operettenarien ganz unübertrefflich; die Duettisten Brady und Wallen stein brachten mehrere flotte Couplets und wurden ebenso wie Herr Rünay für seine humoristischen Productionen auf dem Clavier durch lauten Beifall ausgezeichnet. — (Der katholische politische Verein) in Laibach hält am 9. März seine erste Mitglieder« Versammlung ab. — (Der akademische Verein «Slove-nija») in Wien veranstaltet am 11. März in den Räu» men des Hotels «zum goldenen Kreuz» an der Maria-Hilferstraße einen «Erjavec-Abend». — (Elifabeth - Kinderspital.) Die dies« jährige Generalversammlung der Gründer und Wohl» thäter des Elisabeth-Kinderspitales in Laibach findet Donnerstag, den 27. d. M., um halb 4 Uhr nachmittags im blauen Zimmer des Casino statt. Auf der Tages» ordnung steht außer dem üblichen Jahresberichte die Wahl des Ausschusses und neuer Schuhfrauen. — (Sterbefall.) Im Klagenfurter allgemeinen Krankenhause ist am Mittwoch der Porträtmaler Johann Sunlo in tiefer Armut, 68 Jahre alt, gestorben. Neueste Post. Original-Telegramme der «Laibacher Ztg.» Wien. 23 Februar. Im Budget-Ausschusse erllätte der Handelsminister, angesichts der günstigen Netriebs« ergebnisse dcr Telephonlinie Wien-Prag sei die Hr< stellung einer zweiten Verbindung über Vrünn beabsichtigt. Für weitere Jahre wurde projectiert. dass an die bestehende Linie Wien-Prag eine zweite Leitung zugespannt werd»', welche bestimmt ist, die mit Prag zu verbindenden wichtigeren Städte Nöhmenb mit Wien i» Verbindung zu bringen. Für 1890 ist außer mehreren böhmischen Linien auch eine nach Kralau und Inns brück projectiert. Die seitens mehrerer Abgeordneten vorgebrachten Wünsche der subalternen Postbeamten werden wohlwollender Erwägung unterzogen und kam« in einzelnen Punkten, insbesondere bezüglich der Nachl' dienst-Gebiiren eine befriedigende Lösung in Aussw gestellt werden. Die Errichtung von Telephonlinien'" der Richtung gegen die Alpenländer nach dem Silden und Westen muss. da die nächste Aufgabe die Ms< gestaltung der bereits begonnenen Anlagen bildet, einem späteren, hoffentlich nicht zu entfernten Zeitpunkte vorbehalten bleibe». Tcrebcs, 22, Februar. Die Leiche des Gra.en Andrässy ist heute früh hier eingetroffen und wurv vormittags in Anwesenheit der Familie in der VlU, feierlichst beigesetzt. Die Ceremonie nahm der BiM von Kaschau vor. Ein zahlreiches Publicum woh^ derselben bei. Berlin, 23. Februar. Drei holländische Socialisten wurden iu einem hiesigen Hotel verhaftet. Diesels waren bereits einige Tage in Berlin. — Bisher 'M 343 Wahlresultate bekannt. Gewählt wurden 44 M"' servalive. 12 Reichspartei. 14 Natiunalliberale. 63 W' trum. 16 Deutschfreisilmige. 17 Socialdemolratel'. 13 Pole». 1 Wilder. 12 EMer, 3 Demokraten «w 1 Däne. 127 Stichwahlen. Bern, 23. Februar. Es verlautet, nachdem °' Berliner Arlieiter«Conferenz dieselben Pwgrammv»n'^ wie die Verner enthält, werde der Äuüdesrath del> Erfolg der Verliuer Konferenz abwarten. Paris, 22. Februar. Aus zuverlässiger Quelle w' lautet, d,e Entscheidung in der Frage des Herzogs v^ Orleans sei eiuem neuerlichen Ministerrathe vo? behalten. Constantinopel, 23. Februar. Der Sultan e^ pfieng heute den montenegrinischen Minister des Aeußel"' Vulovic. ^. Verstorbene. Den 2 1. Februar. Gisela Palme. Bierbrauer«'!"^"' 4'/, Mon.. Hradehlydorf Nr. 1, Magen- und Darmlatarry. Den 22. Februar, ssrancisca Urbmicic', Gärt"" Gattin, 31 I, Polanastraße 63. Eklampsie. Im Spitale: Den 21. ssebruar. Maria terne, «r beitels-B^' 60 I.. Pneumonic. ____^^_______ ________^ ^ ^ —«-s? volkswirtschaftliches. Laidach, 22 Februar. Auf dem heutigen Markte sind H nen: 6 Wagen mlt Getreide. 6 Wagen mit Heu und V" und 19 Wagen und 3 Schiffe mit Holz. Durä,!chllittS —2 0 NO. schwach bewöltt^,^^ n -^ ^ Verantwortlicher Redacteur: I. Naglii. ^--> Ansehnliche Transport. Unternehmung „Eonrad Mner" in West. „ Hiermit bestätissc Ihnen sternc den "^ A- Empfang meiner Möbel und Effecten ""t ^ ^,ig merken, dass Sie mich durch die in jeder ^^^ solide und sorgfältige Bedienung vollständig M > gestellt haben. ^f d^ Ich kann daher Ihre Dienste jedermann " beste empfehlen. Mit Achtung p<, (5139) 1 k. k. In«»"«»»"- 3bb Course an der Wiener Korse vom 22. Februar 1899. N°«^m °ff 1<4 t.0 >»«4tl Ewatslok . , K,0 st, 177.7517350 ^« ^kft, Ollidiente, ste»er!re< . 110 »i» ,1» 5l> "lNeti,N°,ri,rfl!t<>. stcuerfr«-! , ,„i 9b l<>2 15 ^,"n»"rr «n «e lc> d'° ""'"'"nl. ll 100 st. «. W. 1»7?s>,38- N-,".«/, °^, .^ "»fi N W '»7 75 1^ ""'""'e 4" , 1(X> N, ,,«7'?.^li>»Lb Velb Ware Gnlndentl. -Oblinattonen Ml im ff. «N5 z« :,"/« mährische...... 1U9k»>> 110 — .V/u Krain und Nüstenland , . —>— — — 5"/„ nleberöstrrlrichlsche , , . lU»— 110 »ö 5"/„ steirischs...... -.'.- - - 5"/n lroatischs ><»t> slavonische . lllb— — — 5"/„ stebrnbürssische . , , . —>—. —>— 5",„ lemeser «llün, , , , . —'— —-. ü" „ uügarüchc...... 88 kl) 89 10 Andere öffentt. Unlcheu. Donllu-Neg.'Ullse b°/n !0l> ft. 111'-. l«l 50 bto, Anleihe 187ß , 106 50 in? bo Anlchcn ber Eiod» «0rz . , lln - - - «nlelic» d, Gtadtyemeiilbt Wien Ä8 — 9» !> dto. Pr«m..Tchulbver8 75 Oeft. Hvpothetenbanl lUj. 50"/» «9 »<» „>o »<» Oesl,unn. Nanl verl, 4","/, lnl >b K.« 25 belto » 4"/„ , . >00 — l00 4» detto 5<>iähr. » 4",^ , 1<>0'-. <<><» 4 fl.). Ferdinand« Nordbahn En>, 18!00 60 l»1 80 Vc'l!',i'c!'s ltarI»Lubwi«'Vlll!» !»M, ll««l 3 ft, 3, 4>,,"o « 5V Diverse Lose (per Btült), z««tl°,t 100«...... „g.50 l«.._ «larh-Lose 4« fi...... ^.^ zg_. 4°/<, Donan-Dainpfsch, ,00 ss. . ig7.__',^,^. Laibachrr Präm..«nleh. 20 ft. ,8_! ^^_ Osr»!>r Lose 40 fl..... 5» ^ «< _ P»lf,y-L°se 40 st...... ^.z<, „._ ««then Kreuz, «ft. Ges. »,. w fl. 19 ,y 19 »^ «ud°lph L°se ,0 fl..... ,g.zy zo 50 Z""'2°'r")st- b9b0 «0bO 3< Venc»« Lusk 40 fi, , , »«. «>.. Wl,lds fi, , , l«? Lb l«? 7°, Udnsr,.NüN, öst. »00 ft, S, 4<»"/<. 31!» ,>>« 320 ü<> !lrbl,'«»st, f, Hand, u. «. ,»^,f!, ,8« — 382 "> !i,lldl!ba»l, «Ng, llng. ^W s>, , 3<>2'2^ »52 ?ü DepllNtcntM!,!, Allg. 200 ss, , 2N5-L5 «>8 2,', lt«romptf »es.,^brüst, 5»><> ss, , 590 — »9« — Viri> „,,,, Wiener^»ost, «>«'— <1»^> HnvlXhrli-iib,. UN,«!«»«, «»4 — ,»5 - Actien von Transport» Unternehmungen. iper stück), ! «lbrech! Bahn 2»>o fl. Gilber , s.9 — 60 — «lllöld ^iuman. Vahn 200 ft. G. 20» 75 ^,»2'^ ilibhm. Noldbahn 150 fi. . . . 210 —2^0 75 . wesibllhn 200 fl. , . . 339— 341 - - Vuschtieliraber , Donau - Dampfschiffahrt ^ Ve!.. Oesterr. 500 st, TM, , , . 398 - 39» Drau-ltijlÄ, Db,'«,)z!l»0ft,s,-------..- DllfNodcnb, <> st. 3. —-- —— Frrdinanbs'Nordb. lttoo fl. «M, »»4» »»»^ VllI, 9ü 2 Lemb > lzernow, - ^aflv - Visen» bahn.«esellsch. 2<»0 ss. 3. . . 2»b — 235 50 Lloyd,est.,!Ng,.lr«est5N<,N, «00 fl, 2. , <« in 223 75 Pr»8'D»l,r Eilend, 150 N, Vilb, 71^0 7z __ siudlilph'Baln! 200 fl, Nilber .---------------- LtaalKeiwibalin 200 fl. Nilber ?19 70 82» ?0 Gliblilll»! 200 ss. Silber , . , ,»ü'7^,3N «b Lül' Nordd,«erb -V,soulI,HM, ,71 bo!,?2'5 > Tramwau Vc!.,lwr,,l70fl.», W, 2<8 - 223 50 » neue Wr,, Vriorltät«. «ctien >oo fl...... Is>« — .. — Unl,,>gallz, «tisenb »!"0 fi »über 194 50 195 50 »eld Ware Una, «orboftbahn 20<» fi, ?!lbel >9« — l»» — Un«,W,»b,(Naab'«laz)»0NN.G, l9» 75ll9 4 »z 3, «auaes,. «llg, Qeft, ,00 fi, . 89'— »,» -«zybier Gilen. -inb stahl.^od. in W!en l<»o N...... 9» . l«l — Eisenbahilw.lleihg,, erste, lX)fl, 94«5 9>25 «Elbeinühl». Hjllpierf, u, N, I. z? 75 58 7^ Uiestnzer Vrauerei 100 sl. . . 9? .- »» — vioiltan'Gesell,, üsterr» alpine > >i> bi> ^raaei Eisen ^nd Ve!, »0« ss ,23— 4,0 — 2al°V.larj, Lteinloylen »«1 ft, 476- . 48»^ — »Ochlozlmühl», Pavler!, 200 ss »0» — ^08 — »Vteylermühl»,Papiers u.V.^». «38 5<^ >3» — trtlailer ilohll'i!w,«Ve<, 70«, . 148'— >49' — Nassens.'G.Oefi.lnWienIOOft. 4'.4— 4»«-". ivaggoN'Ueihanft.. «ll« In Peft «0 ss......... «« l»0 »?' — Or. BauaefeMHaft 100 ft. , . 88 b» »9 - Hicnerberger Ziegel'Nctien «es, >8i »5 l8»>i!5 Devisen. veutschl Franr« Ntüclf , , »z»> 9 4U Deutsche «elchlbaiiliiulf» 58 0«, "« l« liapicr ^ibsl..... l »8,, lü8., )lll!l,n!ick,'Ä»!>l,'l>