Nl. 257. Samstag, 7. November 1896. Jahrgang 115. »°n»N! 3"<°"^<'"" >' M!< Pl> stvei! enbuna: «anMhrl« ss, ,b, halbjühr!« fl. 7 50, Im Comptoir: l ei>,.<5i ' l'"!°l«hl!ss si, ü üN, Mr die «ustcMml, i»« Hn>>« nniizjiihri« fl, ,, - Inscrtlons«eb»r: ssili '"nc,l!!lcra bi« ,„ ^ ^^,, zz ^ grvfi^rc per Zf«Ic « lr,: br! bftrrrl, Wicdsrtioluiisssli prr Zcile 8 lr. Die »llalb, Ht!t.» frlcheinl t2s>Iich, mlt llulnahmc b,r Vonn» und Yelerta«. Die «b»l«»Vratl»n beflllbet ft!,gres«l>l»h M.», die Mebntilo» VahnbolgnNs 3lr, 15. Vprechstunden ber Nebni-tton von 8 bi« N Uhr vormittag« Uiisranlitrte Uriesr werden nicht angenommen, Maouscriple nich! zxrUcksseftellt. Amtlicher Theil. z. Se. l. und l. Apostolische Majestät haben mit mierhöchster Entschließung vom 15. October d. I. "uergnadigst zu gestatten geruht, dass der außerordent-^e und bevollmächtigte Botschafter Franz Prinz von ^v zu Liechtenstein den kaiserlich russischen l''Mxander-Newski°Orden annehmen und tragen darf. An A' t. und k. Apostolische Majestät haben mit Alerhöchster Entschließung vom 29. October d. I. den "«Mdtschasts-Attache's I. Dr. Johann Freiherrn von un^ ^ °' Franz Freiherrn Riedl von Riedenau "^ Karl Emil Prinzen zu Fürstenberg den Titel "" Legations - Sccretärs allerguädigst zu verleihen A„ Se. l. und k. Apostolische Majestät haben mit ^"höchster Entschließung vom 20. October d. I. den sH ^Mistischen Leiter dcr Thierarznei' und Hnfbeschlag-^uie m Lemberg Professor Dr. Josef Szpilman a"" wirklichen Director dieser Lehranstalt allergnädigst ^"nennen geruht. Gautsch in. p. Nichtamtlicher Theil. ^'e Vermählung im Allerhöchsten Kaiserhause. M D'e Presse würdigt das freudige Ereignis im K"Mchsten Kaiserhause und betont, welch innigen i'l, >? e^ Volker Oesterreichs an dem Familienfest "' der Hofburg „ehmen. u " rz ml^/^^wtt. schreibt: «Ein Freudenfest ist ^ 5^ ba« ErzHaus der Habsburger hel.te begeht. Hochzeitliche Klänge dringen ans der al'ehrwürdigen Murg und der Glanz von Hochzeilsfackln durchfühlt ihre durch die Geschichte geweihten Hallen. A?" Erzherzogin Maria Dorothea wird dem Herzog Wipp von Orleans vermahlt. Die heutige Hochzeits« ?N trägt in ausgesprochener Weise den Stempel eines ^milienfestes. Mittelbar freilich zählt das Aufgebot ^ Festgäste nach Hunderttausenden, nach Millionen. M allen Zeiten und bei allen Gelegenheiten, in Obigen und trüben Tagen haben die Voller der e, °?.^chie ihre herzinnige Antheilnahme an den Er-h2 - ^ Kaiserhause gezeigt. Mit kindlicher Liebe Kile? l " Oesterreicher an feinem Kaiser und fühlt hauspz . """" Milgliede des angestammten Kaiser-^lii^^lderfährt, als wäre es ihm selbst widerfahren. <>^^e lassen es sich die Völker der Habsburger Monarchie nicht nehmen, im Geiste und mit dem Herzen dem freudigen Familienfest in der Hofburg zu assistieren. Millionenstimmig steigen die Segenswünsche für Oesterreichs Kaiserhaus und das hohe Brautpaar zum Himmel.» Der «Pester Lloyd» sagt: «Einen hellen Strahl sonniger Familienfreude sendet der Himmel auf unser Herrschethaus herab. Ein Fürstenkind aus dem glor-reichen Habsburger-Geschlechte reicht zum ewigen Herzensbunde dem Manne seiner Wahl die Hand, und in die feierlichen Orgelllänge, die aufrauschen werden, wenn Erzherzogin Maria Dorothea mit dem Herzog Ludwig Philipp von Orlöans vor den Altar trilt, um den Segen der Kirche zu empfangen, werden sich die innig empfundenen Glückwünsche der Völker Oesterreich« Ungarns harmonisch mengen.» Anlässlich des Hochzeitsfestes des Herzogs von Orlians bringt der «Gaulois» einen Artikel, in welchem er die Herrfchertugenden Sr. Majestät des Kaiscrs Franz Josef preist, der, von den Sympathien und dcr Verehrung Europas umgeben und auf die Liebe feiner Unterthanen gestützt, die Last der Krone trage. _________ Die Präsidentenwahl in Nord-Amerila. Die Abstimmung in den Vereinigten Staaten hat überall einen großen Eindruck gemacht. Trotz Mac Kinleys Hochschutzzollpiogramm wird seine Wchl allenthalben als das geringere Uebel betrachtet. In vielen Staaten handelte es sich bei der Wahl auch um Ver-fassungsänderungeil. Die Hauptfrage im Präsidenten« wahllampfe war selbstverständlich der Währungsconflict. Bei den sonstigen Wahlen kamen auch andere Fragen stark in Betracht, so insbesondere die des Verbot« gegen den Ausschank geistiger Getränke. Das Resultat dl.r Abstimmung erhält der Vicepräsident der Ver. einigten Staaten mittelst Post oder durch Boten. In Gegenwart beider Häuser des Congresses zählt der Viceprüsident am zweiten Mittwoch des Februar die von den Electoren abgegebenen Stimmen. Ueber Mac Kinley wird folgende biographifche Skizze gegeben: William Mac Kinley stammt von einer Mitte des vorigen Jahrhunderts in die Vereinigten Staaten eingewanderten irischen Familie ab. Sein Vater besaß einen schon von seinem Großvater betriebenen, aber wenig einträglichen Eisenhammer. William, als siebentes Kind seiner Eltern am 29. Jänner 1843 geboren, bezog mit 17 Jahren das Alleghany College, welches er jedoch bald wegen Kränklichkeit verlassen musste. Als aber der Secessionskrieg ausbrach, trat er als gemeiner Soldat in die Armee der Nordstaaten. Bis zum Capitän emporgestiegen, erhielt er nach Schluss des Krieges vom Präsidenten Lincoln den Majorsrang. Nachdem er ursprünglich große Neigung zum Lehrer» beruf gehegt, wollte er jetzt dauernd in der Armee bleiben, wandte sich aber auf den Rath feiner Eltern der Rechtswissenschaft zu und ließ sich 1867 als Rechtsanwalt in Canton (Ohio) nieder. Seine parlamentarische Laufbahn begann 1876. Im Jahre 1891 wurde er zum Gouverneur von Ohio gewählt, verlor aber infolge der durch die Einführung des nach ihm benannten Tarifs eingetretenen wirtschaftlichen Krisis die Volksgunst gänzlich, bis der innere Zerfall der demokratischen Partei ihm wieder günstigeren Wind in die Segel gab. Für Cubas Unabhängigkeit hat er sich wiederholt sehr entschieden erklärt. Seine Aehnlich-leit mit Napoleon I. ist von den amerikanischen Witzblättern in der letzten Zeit in Freundschaft und Feindschaft weidlich verwertet worden. Die spanische Presse nimmt die Wahl Mac Kinleys zum Präsidenten der Vereinigten Staaten günstig auf und hofft, feine Politik werde eine weifere fein, als jene Bryans gewesen wäre. Die «Nordd. Nllg. Ztg.» bemerkt, das« in Bezug auf die Iollfrage die Wahl Mac Kinleys leine allzu großen Befürchtungen wachzurufen brauche. Denn erstens giengen die amerikanischen Tarife fchon heute fo weit, dass ein Höherschrauben mit Rücksicht auf das Intereffe und die Stimmung der eigenen Bevölkerung nicht wohl möglich sei, sodann sei aber auch zu bedenken, dass die Macht und der Einflufs des Präsidenten in den Vereinigten Staaten durch andere politische Factoren ganz wesentlich eingeschränkt und in Schach gehalten werde. Politische Uebersicht. Laib ach, 6. November. Das Abgeordnetenhaus hielt wegen der im Allerhöchsten Kaiserhause stattfindenden Hochzeitsfeier gestern leine Plenarsitzung. Der ungarische Finanzminifter Doctor LukacS ist am 4. d. M. abends in Wien eingetroffen. Derselbe dürfte mit seinem österreichischen College« hauptsächlich über die noch schwebenden Fragen des neuen Vllnlprivilegiumz conferieren und sodann, wie man glaubt, in die Erörterung der Detailbeftimmungen des neuen Banlstatuts eintreten. Mit der Feststellung des Bankstatuts wären alle Angelegenheiten des Aus. Feuilleton. sur Geschichte des Friedhofs in Idria. Vmi F. I. ^ras^. Aswl geschichtlichen Reminiscenzen über die ^hre il^^° reichen nach M. Vauzer bis zum 1497 ,,,,,"' "ach I. W. Valvasor bis zum Jahre ^lde A .'-damals erstreckte sich über das einsame, "^ da n ^'ü b'H" Urwald. Im Thale war hie ?"e holi,."^ Behauptung der VollSüberlieferung, w WH i« °d" eine Fischerhütte anzutreffen. Ob x^desdi^. ^"" 6"t in jenem kaum wegsamen °"s hinde ""^' ^ fraglich, da keine Spuren ^° glückt" <^s Vorkommen des Quecksilbers durch Ute iHe Fügung entdeckt und nachdem bereits im V die Gea^"' «^ geschürft worden war, begann 3 ^lni A3 ^mählich zu bevölkern, und als am 7!°lsen wur.. s- ^ des Zinnobererzlagers auf-^n des Ä/' Falten sich m den ersten zwei De-k. Echon 7^' Jahrhunderts viele Bergleute an. U^Wft nn? ^beginne der Ansiedlung bildete die kMnschast ? 'H^ren und Gewerken» eine vereinte Ä? 'N U,,'.,.!^zu der gemeinschaftlichen Communal- ^ begrab" . ° «'^"'' ""selbst °"^ ^ie Mit-I^ria su^n wurden. Im Jahre 1522 wurde jedoch ^lcing^. Bergleute ein eigener Kaplan bestallt, "i 'n «Mr am Schlosshügel sich befind' lichen Kapelle und später in der im Jahre 1531 erbauten Allerheiligsten Dreieinigkeitskirche den Gottes» dienst hielt; zur selben Zeit beerdigte man die Verstorbenen im unmittelbaren Umkreise des vorbenannten Kirchleins. In der Umfassungsmauer desselben hinter dem Hochaltere befindet sich unter anderen ein Grab« stein der am 13. November 1628 verstorbenen Frau Fe-licitas Sehfriden. Allem Anscheine nach sind auch auf dem Fried« Hofe der Allerheiligsten Dreieinigkeitslirche die Ge« mahlin und zwei Kinder des für das Bergwerk erstbestallten Physikers und krainischen Botanikers Johann A. Scopoli (lebte in Idria von 1754 bis 1769) be-erdigt worden. Der Grundstein zu der nunmehrigen Stadtpfarrlirche ward am 22. Juni 1628 feierlich gelegt ; die Kirche in den Jahren 1736 bis 1738 erweitert und mit einer Einfriedungsmauer und mit dem gegenwärtigen Glockenthurme versehen. Im Jahre 1700 wurde für Idria eine felbstäudige Kaplanei mit eigener Tauf« und Traumatrik a/gründet und dieselbe im Jahre 1752 zu einer selbständigen Pfarre mit eigener Sterbematril erhoben. Da die Zahl der Bevölkerung rasch zunahm, so dass bereits im Jahre 1747 der Arbeiterstand auf 450 Mann nebst einer zugehörigen Anzahl von Fa. milienmitgliedern stieg, musste auch im Umkreise der Stadtpfarrlirche beerdigt werden; die Beisetzung der angesehensten Werksangehörigen fand, allenfalls gegen Entgelt, in der Kirchengruft statt. Außerdem bestand bereits im Jahre 1719 ein besonderer Friedhof mit der hl. Kreuzkapelle außerhalb der Vergstadt. (Das Queck« silber-Bergwert Idria u. von Peter Hihinger, Laibach 1860, S. 40.) Im Laufe der Zeit nahm die Arbeiteranzahl stetig zu und eS stellte sich die Nothwendigkeit heraus, einen einheitlichen, hinlänglich geräumigen Friebhof zu schaffen. Es wurde daher projectiert, den Friedhof bei der heil. Kreuzlapelle zu erweitern; doch gegen dieses Project opponierten Scopoli und der damalige Dechant, da die Situation des Friedhofs aus Sanitätsrücksichten der ungünstigen Grundwasser» und Windverhältnisse wegeu unstatthaft sei. Sie schlugen vor, den Friedhof nach Vrusovse auf ein Deputatsgrundstück des damaligen Werkivorstands zu verlegen; jedoch der Werksvorstand war diesem Vorschlage abhold. So wurde, des allgemein beengten Raumrs halber, der nunmehrige Friedhof gegründet und die hl. Kreuzkapelle im Jahre 1781 nach dem Bauplane des Bergvcrwalters Bernhard Schaber zu einem größeren gottesdienstlicben Gebäude , umgestaltet. Dcr Dechant verweigerte die Weihung des Friedhofs und es wurde deshalb dieser Act vom Domherrn des Erzbisthums Görz zwangsweise vollzogen. Im Jahre 1883 wurde die Anlage bei der Stadtpfarrkirche in der jetzigen Gestaltung reguliert, wobei zahlreiche Gebeine ausgegraben wurden, welche man, wie jene von der Aufräumung der Kirchengruft, nach dem gegenwärtigen Friedhofe übertrug; bei der er« wähnten Ausgrabung fand man einige Münzen sowie ^ Ueberreste von Goldgespinsten, höchstwahrscheinlich der Gala«Amtsgewänder der Werlsbeamten. Laibacher Zeitung Nr. 257. 2198 V.November 1896. gleichs bis auf die Quote zwischen den Regierungen erledigt. Was die letztere betrifft, so besteht im Kreise der ungarischen Regierung nicht die Absicht, gegen-wärtig den Faden der Verhandlungen mit Oesterreich aufzunehmen. Dies soll erst nach Zusammentritt des neuen Reichsraths und nach erfolgter Neuwahl seiner Quotendeputation, demnach spätestens im März nächsten Jahres, geschehen. Nach Beendigung dieser Verhandlungen werden alle Gesetzentwürfe, die sich auf den Ausgleich beziehen, also auch die Anträge über die Quote, vereint den Parlamenten vorgelegt werden, sowie auch alle Ausgleichsgesetze, als ein Ganzes be» trachtet, der Sanction unterbreitet werden sollen. Die «Bud. Corr.» meldet: Der ungarische Finanzminister Lulacs hatte am 5. d. M. mit dem österreichischen Finanzminister Ritter von Bilinsli eine Vorbesprechung über die auf dem Tapet befindlichen Fragen, bei welcher ungarischerseits auch Dr. Popovii, österreichischerseits Sectionschef von Winterftem und Oberfinanzrath Gruber zugegen waren. Die merito-rischen Verhandlungen dürften erst heute beginnen. Bi« auf die Wahl in Szentes und die noch vorzunehmenden Stichwahlen sind die ungarischen Reichstagswahlen nunmehr abgeschlossen. Von 412 vollzogenen Wahlen sind auf die liberale Partei 282 Mandate gefallen. Die Nationalpartei hat 33, die Kossuth - Fraction 45, die Fraction Ugron 8, die Volkspartei 21 Mandate. 12 Abgeordnete gehören keiner Partei an. Es sind noch 9 Stichwahlen vorzunehmen und in einem Wahlbezirke, in Varin, musste die Wahl unterbrochen werden. Rechnet man sämmtliche 131 Mandate, welche die liberale Partei nicht besitzt, der Opposition zu, so beträgt die Majorität, über welche die liberale Partei verfügt, noch immer 151 Stimmen. Die Aeltesten der Berliner Kaufmannschaft legten vor kurzem dem auswärtigen Amte das Bedürfnis des deutschen Ausfuhrhandels nach einem Meistbegünstigungsvertrage des deutschen Reiches mit Tunis dar. Staatssecretär Freiherr von Marschall erwiderte am 28. October, dass Verhandlungen mit Frankreich zum Zwecke der Gleichstellung der deutschen Einfuhr in Tunis mit den übrigen Ländern im Gange seien und dass von deutscher Seite auf deren thunlichst baldigen Abschluss Bedacht genommen wurde. Die Aeltesten der Kaufmannschaft beschlossen ferner, eine Sachverständigen-Commission für gewerbliche Angelegenheiten um ein Gutachten zu ersuchen, inwieweit der die Organisation des Handwerks bezweckende Gesehentwurf, betreffend die Abänderung der Gtwerbe-Ordnung. wenn derselbe Gesetz würde, die Interessen der Industrie zu schädigen geeignet sei. Die in Rom erscheinende «Opinione» verössent« licht eine Note, in welcher alle über Afrika verbreiteten Nachrichten als mehr oder minder erfunden bezeichnet werden. «Opinione» sagt weiter: Wir wünschen den Frieden, werden aber auch durch den Krieg, wenn ihn unsere Interessen erheischen, nicht aus der Fassung gerathen. Wir wollen mit Ruhe unseren Credit und unser Prestige in Europa wieder herstellen. Wir verlangen nur, dass unser Land sich ernst und besonnen zeige und sich nicht einer Bewegung hingebe, die uns zum Schaden gereichen würde. Die französische Kammer verhandelte gestern die Interpellation des Dep. Iaures, betreffend die Ruhestörungen in Carmaux vom 26. October und wies Minister Barthou die Behauptung James zurück, dass die Regierung gesetzwidrig vorgegangen sei, und recht» fertigte die Haltung der Regierung und der Polizei, worauf eine von der Regierung acceptierte Tages« ordnung Dulaus mit 316 gegen 238 Stimmen angenommen wurde, wonach die Kammer die Haltung der Regierung billige. Nach einer der «P. C» aus Petersburg zugehenden Meldung gilt es nunmehr als feststehend, dass Graf Schuwalow bei seinem vorauszusehenden Rücktritte vom Posten eines Generalgouverneurs von Warschau den Stabschef des Petersburger Militärbezirks, General Vobrikow, der bekanntlich auch unter den Candidaten für den wahrscheinlich bald vacant werdenden Posten des Generalgouverneurs von Finnland in erster Linie genannt wnrde, zum Nachfolger erhalten wird. Der schwerkranke Generalgouverneur des Kaukasus, General Scheremetjew, soll durch den Generalgouverneur der transkaspischen Provinz, General Kuropatkin, ersetzt werden. Wie man ferner aus der russischen Hauptstadt meldet, verlautet in dortigen Hoflreisen, dass Großfürst Sergius den Posten des Generalgouverneurs von Moskau, auf den er soeben zurückgekehrt ist, nur ungefähr noch ein halbes Jahr behalten und dann auf eine andere Stellung versetzt werden wird. Als sehr wahrscheinlich bezeichne man es ferner, dass beim Jahreswechsel Großfürst Michael vom Präsidium des Reichsraths scheiden und Großfürst Wladimir an seine Stelle treten wird. — Einer Berliner Privatmeldung aus Petersburg zufolge soll diesertage dem Reichs? rathe der in einigen Punkten abgeänderte Gesetzentwurf, betreffend die Valutareform, zugehen. Aus Conftantinopel wird vom 5 d. gemeldet : Die in der Bevölkerung infolge der umlaufenden Gerüchte von angeblich bevorstehenden Ereignissen herrschende Beunruhigung dauert fort. Seit vorgestern sind zahlreiche Geschäfte im Stambuler Bazar geschlossen. Gestern wurden in Pera zwei bewaffnete Softas verhaftet. Die Beunruhigung gilt als zweifellos übertrieben, da sichere Anzeichen über eine ernste bevorstehende Gefahr fehlen. Die Gerüchte wurden von dem armenischen Comits und von einigen un« zufriedenen Türken absichtlich hervorgerufen, um den Geschäftsverkehr zu stören. Tagesneuigleiten. — (Oefterreichisch-ungarische Vanl.) Der Generalrath der österreichisch-ungarischen Vanl hat aus Grund des in der vorgestrigen Sitzung entgegengenommenen Nerlchts über die Lage der Vanl und der maßgebenden Verhältnisse im allgemeinen fich nicht veranlasst gesunden, eine Aenderung des Zinsfußes eintreten zu lassen. — (Statistik desAußenhandels.) Die amtliche Statistik des Außenhandel« des öfterreichisch-ungarischen Zollgebiets pro 1895 stellt den Wert der Einfuhr exclusive Edelmetalle mit 722'/, M'll., jenen der Ausfuhr mit 741 6 Mill., mithin das Aclivfalbo mit 19 3 Mill. sest. Der Ueberschus« der Ausfuhr im Jahre 1895 gestaltete sich effectiv um 4-3 Mill, höher als provisorisch berechnet war. Die Einfuhr an Edelmetall im Jahre 1895 betrug 53 8 Mill., die Ausfuhr 25 2 Mill. — (Ermordete Missionäre.) Der «Norddeutschen Allgemeinen Zeitung» zufolge wurden die von der Leipziger Missionsgesellschast entsendeten Missionäre Karl Segebrol und Ewald Ooir, beide russische Staatsangehörige, am 20. October in Meru im Kilimanbscharo-Gebiete von Eingeborenen «mordet. Eine Expedition unter dem Compagnieführer Johannes ift zur Veftrasung der Mörder abgegangen. — (Schiffs.Unglücke.) Aus Trieft wild vom 5. d. M. gemeldet: Der Lloyddamftfer «AraMa Massimiliano.. der gestern um 12 Uhr mittag« °°" Venedig nach Tricst abgegangen ift, kam heule mit M-stündiger Verspätung hier an, weil das Schiff beim Au«' laufen aus dcm Lidocanal infolge starler Strömung e'M H'varie des linksseitigen Rade« erlitten halte. Aus diesem Grunde konnte da« Schiff nicht mit voller DampM' fahren. —Vei Salvora sind infolge Zusammenstoß?« °ae österreichische Dampfschiff «Lydia, und ein gnellMer Schooner auf den Grund gelaufen, gur Hilfeleistung slaw heute vormittags der Dampfer der Seebehörde, «PelagM', in See. ... — (Vogelmorb in Italien.) Man !««»" aus Palermo: Seitdem unsere heimischen kleinen S»ng^ ihre Wanderung nach dem Süden angetreten, ift h'""' geradezu wüthendes Iagdfieber ausgebrochen. Hunde von Barlen bedeckn gegen Abend, wenn die ermatttten Vögel am Strande Unterlunst suchen, die geräumige BuV von Palermo, und ununterbrochene Salven declinieren Schwärme, die meist dicht über dem Wasserspiegel st"^"-Vornehmlich sind es j.'tzt die Lerch,n, welche die Jag" laschen d-r palermitanischen Schützen Men, deren Damen von der Marina aus dem an sich reizvollen Schausp'e bald hier. bald dort in der Dämmerung ausblihenoe Gewehrläuse zuschauen. Diese Verfolgung der SingtM hat es bewiesen, dass alle die herrlichen G^en «" Haine hier in lautloser Stille feiern und allein 3"" mäufe huschen des Nachls um die stolzen Pal«enl"ne und dunklen Wipfel der Orangen- und Eitronenbäum - — (Der verstorbene englische M" . Sir John Millais) hat 97.119 Pfund Stem«» 4 Schilling 5 Pen« hinterlassen. Anderen englische"/" lern hat ihre Kunst noch größeren Reichthum v"M '^ Turner hinterließ 140.000 Psund Sterl. und Lam>, 160.000 Pfd. St. Vom VildhauerChantrey erbte dlewn» liche Kunstakademie 100.000 Pfd. St. zum «nlaus " derner Kunstwerke. ^ «, — (Ueberschwemmungen.) Auf der M°" insel San Miguel wurde durch große Überschwemmung die Stadt Ribeira Quenta vollständig zerstört. M "^ Personen kamen dabei ums Leben und ein bedeute Viehstand gieng zugrunde. Die Ernte ist vernichtet- ^ Schaden ist unberechenbar. Es herrscht allgemeine stürzung.________________________________^^ Local- und Provinzial-Nachrichten. Weinbautag in Nudolfswert. Der in Form einer außerordentlichen ^ ^ Versammlung der l. l. Landwirtschaft« - GeMch"^^ Krain veranstaltete und am 15. October d. I- '" ^^„-des «Narodnl Dom» zu Rubollswert abgehaltene ^. bautag verlief mit dem besten Ersolge. Aus "A" ^r bautreibendcn Gebieten Krains, sogar aus dem 2U'^ ^, Thale, fanden sich Theilnehmcr ein, welche "'^usse größten Interesse alle Verhandlungen bis i"" g b>« der Versammlung, welche von 10 Uhr vor"'"°u.hlte -'/.I Uhr nachmittag« dauerte, verfolgten. ^" °>, " zuvorlommendst den Gemeinde.Sihungsfaal rw . ^"sammlung überließ, der jedoch, danl der un- lwartet zahlreichen Betheiligung, diesmal nicht benutzt "^" lonnte. Nachdem Redner die Bedeutung der außer- "Mlichen Generalversammlung in kurzen Zügen llar. Ütt ^"""^ " ^ noch des mächtigsten Förderers der perrelch.schen Landwirlschast mit dem Rufe: «Gott er- an <>""!"" allgelieblcn Kaiser» — welchen Ruf «tvib ^"" "" dreimaligem «Zivio» begeistert . Bürgermeister Dr. Schegula begrüßte im Namen r Stadlgcmeinde alle Theilnehmer und sprach, nachdem das gedeihliche Willen der l. l. landwirtschaftlichen ^'wschaft in Krain hervorgehoben, den Wunsch aus. die ^Handlungen "bgen mit den besten Folgen sür die vevung des Weinbaues in Krain begleitet werden, n. Hierauf übergieng der Präsident zur Tagesordnung. "N d»e Reihe kam als erste Frage: «Von welcher v deutung sind die amerikanischen, direct productive« Reb. ^len für die Regenerierung unserer Weingärten?» — "ever diesen Punlt reserierte sehr ausführlich der Landes-Wanderlehrer für Weinbau Fr. Gombac aus Laibach. "cher in einer sehr beifällig aufgenommenen Rede den ^"t der einzelnen, bis jetzt hier und da empfohlenen horten dieser Galtung, als: Isabella. Yorl.Madeira, "'Mo. Ioquez, Noah. Triumph u. s. w. llarlegte, und «war durch die im Lande selbst gesammelten Erfahrungen .ezugllch ihrer guten und schlechten Eigenschaften. Er ge» °..2le schließlich zur Ansicht, dass alle weiteren Versuche «« diesen Reben aufzugeben sind. Dieser Anficht schlössen sich auch alle Theilnehmer n und es wurde eine Resolution gefasst, wonach alle merllanischen, direct productlvln Rebsortcn, als für die "cgenerierung unserer Weingärten völlig belanglos, künftigen zu verwerfen sind. ., Ueber die zweite Frage «Welche amerikanische Reben "lieln nach den bisherigen Erfahrungen mit Rücksicht b i^ Verschiedenen Bodenarten die besten Unterlagen?» pichtet der Gutsbesitzer Oenolog Alex. Wutscher aus Anodic bei St. Barthttmä, welcher nach einer lurzen ^'"leitung. worin er auf die geologischen Verhältnisse ""/"trains zu fprechen kam und auf die Schwierigkeit, welche mit der richtigen Wahl der geeignetsten Rebsorten " lallhälligem Boden verbunden ist, aufmerksam machte, ° e Rebsorten kiparin. I'orwli» IiupL»tri» und 8oi0ni» " l«"e bezeichnete, die berufen erscheinen, als Unterlags-b ban^ <) ü?^" ""en Weingärten zu dienen. Redner chasten dies" '^N^ "/ «u^n und schlechten E.gen-^7«,. i« ) l> ^ben für einzelne Bodenarten und charakterisierte ste auch hinsichtlich ihr« Tauglichkeit für die Grün- und Trockenveredelung. Im allgemeinen empfahl er bi> großblättrigen Sorte», von Niparik I^rwli» «nd Nup«»trig, letztere nament. Uch für trockene und höhere Lagen mit lallreichem Boden, ^oioniu jedoch für kalkhaltige, schwere und sich feucht« Mtende Bodenarten, welche jedoch wegen ihrer ungünstigen Eigenschaften (schlechte Bewurzelungssahlgleit, Disposition ^r den schwarzen Brenner) besser nach entsprechender gamier«««, des Weingartens mit einer passenden großblättrigen Riparia- ober Ruftestrissorte zu ersetzen wäre. """ Schlüsse empfahl Redner, dass jene Weinbauer, "rlcye nicht die Wahl der passenden Unterlagsrebe treffen "nnen zum Zwecke der Reconstruction ihrer Weingärten n/ack ? ^"' genannten Sorten einen kleinen Verfuch ilipl,? '°^^"' ^°"^ ^" °" ber Hand der gewonnenen i?t°te sich s.lbft praktisch überzeugen, welche Sorte Un " w°denverhällnissen am besten entspricht und sich als «riagsrebe noch am besten eignet. In diesem Sinne b" as auch die die zweite Frage betreffende Resolution Dr. Romih aus Gurlfeld stellte hierauf den Antrag, mau solle für die großblättrige lii'puriu, und die lii^uriu I^ortuli« künftighin nur den Ausdruck «großblättrige» lii^ria benutzen, nachdem zwischen beiden Sorten tVin Wesentlicher Unterschied besteht. Dieser Zusah wurde sammt dem Antrage des Referenten N. Wutfcher einstimmig angenommen. — (November , Avancement.) Ernannt wurden: zum Major der Rittmeister 1. Classe Josef Supanciii des LandeS'Gendarmerie'Commando Nr. 12 in Laibach beim Landes-Gendarmerie-Commando Nr. 2 in Prag; zum Hauptmann 1. Classe der Hauptmann L.Classe Franz Wilfan des Inf.'Reg. Nr. 17 beim Inf.-Reg. Nr. 78; zum Hauptmann-Rechnungsführer 2. Classe der Oberlieutenant Franz Mafelj des Inf.-Reg. Nr. 18. — (Vor con cession.) Die dem Nergbaubesitzer Cajelan Faber in Wien ertheilte Bewilligung zur Vornahme technifcher Vorarbeiten rücksichtlich der intcntionierten normalspurigen Localbahn von der Station Rubolfswert über Lnndstraß, Zirkle und Munlenborf nach der Station Rann wurde vom l. l. Eifenbahnministerium neuerdings auf fechs Monate verlängert. —o. — (Curse.) Wie uns mitgetheilt wird, wurde in Mottling zufolge geänderten, vom Ministerium für Cultus und Unterricht genehmigten Lehrplans der dortigen gewerblichen Forlblldungsfchule ein eigener Lehrcurs für Handlungslehrlinge elüffnet. — An dem am 19. v. M. in Domfchale begonnenen Strohflechlcurfe betheiligten sich 240 Personen. —o. — (Zum Baue des Garnisonsspital«.) Wie wir erfahren, wird über Verlangen des l. und l. 3. Eorps'Commandos in Graz behufs Besichtigung und Prüfung der Eignung des für die Erbauung eines neuen Garnifonsspitals in Laibach vorläufig in Aussicht genommenen Bauplatzes des landwirtfchaftlichen Versuchs»! Hofs in der untern Polanaftraße, bann jener eines Besitzerin in Udmat, eine gemischte Localcommission unter der Leitung des Herrn l. l. Landes - Regierungsrath« Dr. Ruling Edler von Rüdingen am 13. November statt« finden. —o. — (Zur Karftbewaldung.) Auf Grund des Gesetzes vom 9. März 186b, L. G. Vl. Nr. 12, betreffend die Karftaufforftung im Herzogthume Krain, werden im Frühjahre 1897 von den Hutweiden und unproductive« Flächen der Gemeinden Seuce, Palcj?, Iasen, Verbovo und Feistrih im polit. Bezirk Adelsberg 185 In — 32147 Joch zur Aufforstung bestimmt und einige von den in den Vorjahren in den Gemeinden Abelsberg, Famlje, Mautersborf und Ralitnil dtsselben Bezirks ge« machten Aufforstungen nachgebessert. Hiefür werden 2,422.000 Stück Pflanzen und zwar 2,232.000 Stück zweijährige Schwarzföhren und 190.000 Stück dreijährige Tannen erforderlich fein, welche aus dem staatlichen Forst, garten Gradifcha bei Laibach der Karstaufforftung«.! Commission unentgeltlich überlassen werden. Die Auf-forftungskosten einschließlich der Kosten für die Aufführung von Trockenmauern gegen das Weibevieh, für die Ueber» wachung und Pflege der Culturen und sonstige Regie Werden mit Einbeziehung der alljährlich wiederlehrenden Auslagen bei den Karstaufforftungen für das Jahr 1897 auf 18.750 fl. veranfchlagt, um deren Bedeckung beim hohen l. l. Ackerbauminifterium und beim lrainischen Landesausschusse nachgesucht wurde. Für die im heurigen Frühjahr in einer Ausdehnung von 151'85iia — 263 68 Joch gemachtenKarftaufforstungen und sür Nachbesserungen wurden 1,791.000 Stück Schwarz-söhrcn, 78.000 Stück Tannen und 58.000 Stück Fichten, zusammen 1,927.800 Stück Pflanzen au« dem vorbezeich» neten Forstgarten entnommen, zu deren Verpflanzungen 3243 Arbeiter unter Anrechnung von 14.97? Tagschichten verwendet wurden. Die Gesammtausbehnung der seit dem lient l!- ^ berechnenden Manne, dem nur daran sein/n ^..verschuldete Besitzung seiner Vorfahren vor Nickt is. ^2"" 5" schuhen, etwas erkennen, das er ninnn« ^""6e Mädchen sind eitel, Lora. Ich habe davnn 5 ^glaubt, dass auch du einen so großen Theil nebm." ??""" hatt. Im Ernste kannst 'on nicht an-landa, i^ "" ^MN' wie der Freiherr von Hohen-Adelst ^"" künftige Gemahlin aus den höchsten Genün. f'^ ^"brs erwählen könnte, an dir volles Vech?^ !. - ""roe. Mit aller Achtung vor deinem "nstes m ' " ^^"' das gewifs ein tiefes und ^genwär l^-^«-/^" doch nicht sagen können, dass du zufüUel, V. ""'l""de fein würdest, einen Platz aus-^hiuen'ni"s«. c" "^ Herrin von Hohenlandau ein-Ntn diH "«nest. Vielleicht war es gerade meine Sorge auch A"5 ""ch ""f diefe Reife bestchm ließ und mir !^en w ^Wunsch nahe legt, dich in Kreise zu ^ (iin' , !^" du dir aneignen kannst, was du in ^knlchlich,! »? .^^ Landsitzes, getrennt von jedem die ^H " "Mchre, nicht erringen konntest.» Er zuckte ^Ule uns s '^^rachteu wir das, was gestern und Das j ^ hat, einstweilen als abgethan!» Hlerst, als "^^f Mädchen war todtenblafs geworden. ^NN)lirdia?i, ^"kll Grüner den geliebten Mann einen U'" genannt, halte sie sich hoch aufgerichtet, und in ihrem Gesichte war ein Ausdruck gewesen, der ihm verrathen, dass sie den geliebten Mann enrrgifch zu vertheidigen fest entschlossen war. Dann aber, als er fortfuhr, war sie förmlich zusammengebrochen, und jetzt schritt sie schweigend neben ihrem Begleiter her. der unverkennbar bemüht war. sie die foeben stattgehabte Unterredung vergessen zu machen. Seine erregte Stimmung war bereits wieder von ihm gewichen und hatte einer freundlichen Ruhe und Heiterkeit Platz gemacht. Er war sogar imstande, sein glänzendes ^rzählertalent. mit welchem er Lora oft oezaubert und stundenlang an sich gefesselt hatte, in Anwendung zu bringen und sie zu zerstreuen. So wurde das Gasthaus erreicht, in einem Augen-blicke, als die ersten fchweren Regentropfen von dem jetzt in ein ebenmäßiges, dunkles Grau gehüllten Himmel herablamcn. «Suche deine Mutter zu erheitern, Lora. Es muss wieder Frieden werden. Willst du nicht dazu beitragen? Vergijs nicht, was du deiner Mutter schuldig bist. Hast du keine Antwort für mich? Willst du?» Mit diefen Worten trennte Herbert Grüner sich von dem jungen Mädchen, das feine dringenden Fragen mit einem leise gehauchten «Ja» beantwortet hatte. (Fortsetzung folgt.) Jahre 1876 auf Staats- und Landeskosten und durch Äriträge der k. k. priv. Südbahn. Acliengefellfchaft in Krain bewerkstelligten Karftaufforftungen beträgt bisher 1206 ' 37 ku — 2096' 36 Joch, wofür 18,668.380 Stück oerfchiedenartige Nadelholzpstanzen aus de« mehr genannten Forftgarten verwendet wurden. Der Stand der Karstaufforftungen kann insgesammt ein recht erfreulicher bezeichnet werden und hat das hohe .k. l. Ackerbau» Ministerium der lralnischen Nufforftungscommission im Hinblick auf die erfolgreichen Leistungen die Anerkennung ausgefprochen. — (IurVewerbebewegung inLaibach.) Im Monate September l. I. wurde die Ausübung nach» stehender Gewerbe angemeldet: Francisca E?rnal, am Kralauerdamm Nr. 24, Handel mit Damenlleidern; Franz Kaiser, in der Einöogafs? Nr. 4, Handel mit Messer-lchmieberzeugnissen; Iofefine Koran, am Petersdamm Nr. 37, Verlauf von Südfrüchten; Iofef Varborfer. Kirchengafse II, Uhrmachera/werbe; Ernest Spkil, Tir-naucrgasse 15, Verlauf von mechanifchen Werkzeugen; Oskar Murmay?r, Chröngasfe 10, Zuckerbäckergewerbe; Albert Wencel, Schicßstäilgasse 4, Epezerliwarenagtntur; Johann Terpin, Karlstädlerstraße 22, Schuhmachss-gewerbe; Maria Namer, Alter Markt 24, Verlauf von Lebensmitteln und Handel mit Flaschenbier und Wein; Anton Leutgeb, Rain 18, Verlauf von Handschuhwarrn und Nerbanderzeugnissen; Franz Zabulovec, Nusttaße 10, Gasthausgewerbe; Nntonia Koulny. Lattermannsallee, Gasthausgewerbe. — Zurückgelegt haben im selben Monate die Concessionen: August Rumpel, an der Aemona» ftraße, das Claviermachergewerbe; Varthelmä A?rne, das WirtSgewerbe; Theresia Kumar. Marltfahrenn mit Regen« schirmwaren; Maria Petrik und Agnes Hzavc. Obstver» lüuferinnen. i. — (Zur Bauthätigleit in Laib ach.) Die im § 72 der neuen Bauordnung für die Stadt Laibach vom 25. Mai l. I. enthaltene Bestimmung, derzusolge alle neuen Gebäude durch acht Wochen im Rohbaue zu belassen sind, ist eine Maßregel, die segensreich wirken wird, denn Neubauten müssen durch eine entsprechende Zeit gründlich austrocknen und gelüstet werben, bevor man sie verputz?« lässt. In dieser Richtung wurde früher sowohl in Slädten, als auch am Lande viel gesündigt. Es werden heuer in unferer Stadt über 26 Gebäude im Rohbaue überwintern, desgleichen auch etliche in Udmat. — Von den im Baue begriffenen Neugebäuden wären zu erwähnen: Das Haus des Phil. Schrev/r in der Spital» gasse. welches bereits in der Höhe des zweiten Stockwerks ! dasteht, das Gebäude des Icsuiten.Collegiums, dessen Vau »bereits im Iuge ist. Die vorderen Hauptmauern der St. Jakobs- und St. Peterslirche find vollendet und der ^ neue Thurm der ersteren bis zur Höhe des Kirchendaches aufgesührt. Der Dachaufsah bei der Tirnauerlirche ist fertiggestellt und die Thurmuhr in Thätigkeit, die Thürme verbleiben bis zum Frühjahre im Rohbaue. Die erste Hälfte des Ioh. Smrelat'jchen Haufes in der Trüber-gasse ist unter Dach, desgleichen der wasserfeite aufgeführte Vau der Francisca Gestrin und das Haus der Frau Lucia Duffö. Das Nugmenlalionsmagazin ist nahezu beendet. Pas geräumige Gartenterrain beim «Narodni Dom» wird i« Frühjahre entfprechend bepflanzt und an der neuen Straße in der Polana mit dem Vaue der St. Iosefi»Kirche begonnen. Im Laufe des heurigen Winters werden in verschiedenen Stabltheilen mehrere Demolierungen vorgenommen und die verlehrftörenden Pölzungen beseitigt. x. — (Holzbrücken. Beschotterung.) Visher hatte man beim Passieren unserer größeren Holzbrücken manche Unannehmlichleiten, insbesondere Wenn gleichzeitig größere Lastwagen über dieselben fuhren, denn der Fuß. geher wurde während des Uebergangs ganz anständig geschaukelt und gerüttelt. Diesem Uebel wirb jrht Überall, insbesondere auch in unserer Stadt, dadurch vorgebeugt, .dass man die ganze Brücke beschottert, und zwar besteht die unlere Schichte aus gröberem, die mittlere und die obere wieder aus dünnerem Materials. Durch ftarle« Befahren mit mehr ober minder schweren Lastwagen wird die Brücke in einer bis zwei Wochen störungslos zu passieren sein. x. > * (Pferdefleisch-Ausschrotung.) Wie verlautet, wird demnächst in der Wirsengafs?, in l,r adaptierten ehemaligen Schmiersabril, durch einen hiesig!« Fleischhauer mit der Pferdefleisch-Ausschrotung beaomun werden. In Verbindung mit derselben soll ein Gasthaus eröffnet werden, in dem man zu den billigsten Preisen Pferdefleisch-Gerichte erhalten wird. Aehnliche Anstalten bestehen nahezu in allen größeren Städten; auch in Laibach wurde, Wie erinnerlich, seinerzeit eine Pferde» fleischbanl eröffnet, die sich, insbefonbcre seitens der ärmeren Vevöllerung lebhaften Zuspruchs erfreute. Plötzlich gab der betreffende Unternehmer den Handel auf, wie man munkelte, beeinflufst durch Factorcn, denen durch den Verfchleiß eines so billigen Fleisches eine gewallige Concurrenz erwachsen war. Hoffentlich wirb sich diesmal das Unternehmen dauernd einbürgern. — (Aus Mannsburg) wird uns berichte», hiss der Nmbau des dortigen oierclassig'n Vollsschul-gebäudes vollendet wurde und die Collaudierung desselben am 11. d. M. stattfinden wird. —o. Laibacher Zeiwng Nr. 257. 2200 7. November 1896. — (Die slovenische höhere Töchterschule.) Anlässlich der Eröffnung der städtischen slovenischtn höheren Töchterschule wird Montag, den 9. November, um '/.H Uhr in der Kirche zu St. Ialob ein feierlicher Gottesdienst abgehalten werben. In Ermangelung eineil eigenen entsprechenden Saale« wird sodann um 11 Uhr in der Turnhalle der zweiten städt. Knadenvollsschule am Graben die feierliche Eröffnung stattfinden. — (Gasleitung.) Durch die Hradetzlybrücke werden diesertage die Gasleitungsröhren gelegt, beziehungs« weise die betreffenden Stellen gebohrt, da diese Vrücke bisher von den genannten Röhren nicht durchzogen wurde. x. * (Deutsches Theater.) L'Arronge mit seinem scharfen Blick für das Kleinbürgerthum mit seinen Verschrobenheiten und Gradheiten, seinen guten und schlechten Eigenschaften, mit seinem Lachen und Weinen, dem da« deutsche Theater so manch köstlich geschaute Figur ver» danlt. hat gestern mit dem Vollsstiick (nicht Posse, wie der Theaterzettel kündete) «Lolos Vater» dem Pu< blicum einen sehr vergnügten Abend verschafft. «Lolos Vater» ist ein VollSstück im Stile der früheren Arbeiten des Dichters, der Inhalt vorwiegend aus der kleinbürgerlichen Lebensatmosphäre geschöpft. Bemerkenswert find die Concessionen, die L'ilrronge in dem Stücke dcr neuen Richtung macht, indem einige Scenen an das Milieu des Hinterhauses mahnen. Allerdings vermögen diese Scenen die Geist und Humor athmende Stimmung des Stücke« nicht zu trüben; die Gestalten find dem Leben abgelauscht, die ganze Idee ist bei aller Komik von überzeugender Lebenswahrheit, und wie bei allen Stücken von L'Arronge von echter Moral getragen. Wir haben seinerzeit bei Besprechung der Erstaufführung auf die Aehnlichleit zwischen den beiden Vollsstücken «Mein Leopold» und «Lolos Vater» hingewiesen. Allerdings besteht ein gewaltiger Unterschied in der Art der uneigennützigen Liebe des alten Schufters! Weigel und dem greifbaren Egoismus des Briefträger« Klemm zu seinen Töchtern. Die komische Figur des egoistisch-zärtlichen Vaters la» durch Herrn Felix mit echt L'ilrrona/schem behaglichen Humor lebensvoll und wirksam zur Geltung. Herr Felix hat für die Darstellung von Gestalten aus der kleinen Nürgerwelt die glücklichste Eignung und verdient vollauf den lebhasten Beifall, der ihm auf offener Scene und nach den Actschlüssen zutheil ward. Der im Grunde genommen weniger' dankbaren Rolle der «Lolo» hauchte die sympathische! Künstlerin Fräulein Grete Bichler den Geist trefflicher Charakteristik ein, wie überhaupt diese denkende Darstellerin eine scharfe Charakteristik»!« und im Salon ebenso gut zu Hause ist, wie in der ärmlichen Stube des Hinterhauses. Für die Regungen des oberflächlichen, genusssüchtigen, be» rechnenden Geschöpfes fand die Künstlerin in Ton und Geberde den richtigen Ausdruck, was durch reichlichen Beifall anerkannt wurde. Fräulein Vichler führte auch tinige geschmackvolle Toiletten ins Fild und beherrschte die Situation im zweiten Acte in angenehmster Weise. Herr Ramharter ließ in der carrilierten Rolle des geckenhaften, gutmüthigen Verehrers und Gatten Lolos leine Gelegenheit unbenutzt, um seine Begabung als drastischer Komiler voll zu entfalten. Hier und da verfiel er ins Burleske, aber auch dann war er eine urdrollige Figur, über die jedermann mit Behagen lachte. Herr Ramharter erntete gleichfalls fchmeichelhafte Anerkennung. Frisch und lebensvoll und mit dem Ton echter Ent« rüftung, da er dem Egoismus von Vater und Tochter entgegentritt, spielte Herr Landa den ehrlichen Liebhaber und Schwiegersohn. Fräulein Reiner gab die brave Tochter einfach, natürlich und herzlich, Herr Nman einen verschmähten Liebhaber, Herr Müller einen Lebemann ganz ansprechend. Frl. Pe r linger war als tyrannisierte Hausmutter wie immergutamPlah?. jedoch sehrrollen-unsicher. Die Künstlergesellschaft des deutschen Theaters, die von Vorstellung zu Vorstellung festeren Fuß in der Gunst des Publicums fasst, hat mit der gelungenen Ausführung des amüsanten Vollsstücks einen muen Erfolg davon» getragen. Die in größerer Zahl erschienenen Zuschauer unterhielten sich auf« beste und drückten ihre Zufriedenheit und ihr Behag.n an dem flotten Zusammenspiel durch lauten, wiederholten Beifall aus. — Die bisherigen 24 Vorstellungen des deutschen Theaters, unter denen nur zwei missglückte zu verzeichnen sind, haben die volle Anerkennung des Publicums gesunden. Allm Stücken wurde eine gewissenhaste Vorbereitung und sorgfältige Inscenierung zutheil und mit wenigen Ausnahmen find die Künstler sympathische oder bildungsfähige Talente. Wird die Gesellschaft noch durch eine gute Naive und einen tüchtigen Charakterdarsteller ergänzt, so bleibt hinsichtlich des Schau- und Lustspiels nichts zu wünschen übrig. Die Operette und Oper haben wir vor kurzem ausführlicher besprochen. Die Stimmung des Publicums »st d?mnach auch dem Untern hmen freundlich gesinnnt, und es wäre nur zu wünschen, das« die freundliche Ge» sinnung auch durch anhaltend guten Vefuch zum Ausdruck käme. Wir werden uns demnächst etwas näher mit der Rcptitoiresrage des Theaters befassen, müssen aber !ch°n heute betonen, daf« die Kritik nur dann voll ihrer Mlcht ^-nügen l°nn. wenn da« ehrliche Streben, die ^hn< llwft^ch zu h«ben. d«m vollen Interesse des Publicums begegnet. Mit der Leistungsfähigkeit von Hof-bühnen oder großen Privattheatern, deren Tassen täglich von einer großen schauluftigen Menge belagert werden, kann man leine Vergleiche ziehen. In den Grenzen dagegen, die dem deutschen Theater gezogen sind, Grenzen, die heuer durch die Ausnahme der Oper mit Glück erweitert wurden, wird so Gutes geleistet, dass die Üai-bacher Bühne den Vergleich mit anderen Provinztheatern nicht zu scheuen braucht. ^. — (Kirch en neubau.) In Absicht auf die Ertheilung der Bewilligung für den Bau einer neuen Pfarrkirche in Softro, Bezirk Laibach Umgebung, wird am 19. d. M. die Localverhandlung stattfinden. —o. — (PhilharmonifcheGesellschaft.) Morgen um halb 11 Uhr vormittags findet im Kammermusil-saale der Tonhalle die Plenaroersammlung der Gesellschaft statt, zu der alle Mitglieder eingeladen werden. — (Ernte-Ergebnisse) Ueber das Resultat der diesjährigen Ernte im politischen Bezirke Tschernembl wird uns berichtet, dass der Kukuruz, als Hauptnahrungsmittel der dortigen Bevölkerung, gut gediehen ist und auch über das Erträgnis der Knollen» fruchte nicht geklagt werden kann. Ebenso gut gediehen sind die Gerste, Hirse und Hafer, wohingegen die Fisolen nur einen geringen Ertrag lieferten. Die Obsternte ist im allgemeinen gut ausgefallen, besonders günstig war die Zwetschlenernte. Per Wein aber lieserte sowohl hinsichtlich der Quantität als auch der Qualität ein minder gutes Ergebnis, da die Trauben wegen der zu regnerischen und ziemlich kühlen Witterung nicht gehörig ausreisen konnten. Im allgemeinen fiel die Gefammternle insoweit günstig aus, dass ein Nothstand nicht zu befürchten ist. —o. *(Au«dem Polizeirapporte.) Vom 5. auf den 6. d. M. wurden sieben Verhaftungen vorgenommen, und zwar fünf wegen Excesses und zwei wegen Va« cierens. —r. Sonntag den 8.November (Octave des Allerheiligenfeftes und Danlfagung für die Ernte) Hochamt in der Domlirche um 10 Uhr: Preismesse «5?a1v6 kkßina» von E. Stehle; Grabuale und Offertorium von A. Foerster; 1s I)6um von I. V. Molitor; ^antum ei^o von H. Oberhosser ! In der Stadtpfarrkirche St. Ialob am 8. November Hochamt um 9 Uhr: W«»a iri konorem Ht. (^aLcilia^ von Franz Schöpf; Graduate von Anton Foerster; Offertorium von Moriz Brostg. Neueste Nachrichten. Sitzung des Abgeordnetenhauses am 6. November. (Original-Telegramme.) Das Abgeordnetenhaus geht zur Tagesordnung: Verhandlung des Dringlichkeitsantrags Pacak auf Regelung der Sprachenfrage in Böhmen, Mähren und Schlesien, über. Abg. Pacak begründet eingehend die Dringlichkeit. Ministerpräsident Graf Nadeni gibt folgende Erklärungen ab: Gegenüber dem heute in Verhandlung stehenden Dringlichkeitsantrage Pacak und Genossen habe ich die Ehre, zunächst auf meine wiederholten Erklärungen und Auseinandersetzungen bezüglich der nationalen sprachlichen Frage im allgemeinen zu verweisen. Was speciell das Königreich Böhmen betrifft, hat die Regierung, welche die Gleichberechtigung und Gleichwertigkeit beider dieses Land bewohnenden Nationalitäten nicht verkennt, die Erfüllung sachlich begründeter, mit den allgemeinen Interessen der Staatsverwaltung vereinbarer Anforderungen im Bereiche der Justizverwaltung unter den von mir bereits im Budget« ausschusse angedeuteten Voraussehungen in Aussicht gestellt. Seitdem sei kein wie immer geartetes Moment zu verzeichnen, welches der Regierung Veranlassung zu bieten vermöchte, ihre Auffassung iu der Sprachenfrage zu ändern oder zu modificieren. Die Regierung ergreift die Gelegenheit, um noch« mals zu wiederholen, dass ihr Ziel die Herstellung des nationalen Friedens sei, demgemäß auch die Ordnung der Sprachenverhältnisse unverrückbar feststeht, und dass sie, eben damit dieser Friede ein dauernder bleibe, bei den diesbezüglichen Bestrebungen ihre Pflicht nicht außeracht lassen darf, berechtigte nationale Interessen nach Kräften zu wahren und nach Möglich« leit miteinander in Einklang zu bringen. (Bravo.) Im Sinne diefer Anschauungen wird die Regierung ihr künftiges Vorgehen einrichten, sie muss sich jedoch gegen jede überstürzt«', von den Einflüssen des Augenblicks eingegebene Behandlung dieser wichtigen Angelegenheit aussprechen. Möge das Haus durch die heutige Debatte die Durchführung der von Wohlwollen und Objectivität erfüllten Absicht der Regierung nicht erschweren. (Beifall.) Nach längerer Debatte wurde die Dringlichkeit des Antrags Pacak abgelehnt. Dafür stimmten die Iungczechen, das rechte Centrum und die Südslavm. Nachdem der Herr Ministerpräsident Graf Badeni und der Herr Iustizminister Interpellationeu beant- wortet, brachten die Abg. Posch und Genossen eine Interpellation an den Ministerpräsidenten ein. Nächste Sitzung Montag. Wilhelm Nikolaus Oerzog von Württemberg t (Original lelegramm,) , >. M er an, 6. November. Seine königliches Wilhelm Herzog von Württemberg tst yem nachts an einem Herzschlage verschieden. . ^ Herzog Wilhelm von Württemberg, welcher oem Throne des Königreiches Württemberg am.nae^ .^) semitischen Candidate« blieben mit ungefähr ^ Stimmen in der Minorität. Im Bezirke Leopo"'^ wurden die antisemitischeu Candidate« Dr. Lueae > Lorenz Müller mit 4584, resp. 4555 gegen o>^ liberalen Candidaten Dr. Vogler und Karl ^ M. welche 4227, resp. 4234 Stimmen erhielten, 9" ^ Wien, 6. November. (Orig.-Tel.) E'"?^ends gegebenen Communique znfolge versammelte ^ cchsoss eine Reihe von Mitgliedern der Linken mw "Heu nach lurzer Berathung, aus dem Club der ^e" ^ Linken auszutreten und eine schriftlich motiM" ^, zeige an den Vorstand darüber zu erstatt" - ^ getreten sind: 25 deutsch-böhmische, 2 "^"Hosse" 2 kärntnerische Abgeordnete. Die Versammelten v^ ^ sodann, einen freien Verband unter dem Sen« Abgeordneten Nitfche zu bilden. a^etiaMe Wien, 6. November. (Orig.-Tel.) 3" ^»^"9 des Karltheaters entstand vor Beginn der "" ^rie" Feuer, welches zwei Logen ergriff und deren ^gt verbrannte. Es wird vermuthet, dass der «iru« >^„lt wurde, da der Logenvorhang mit vorgefunden wurde. Die Vorstellung, welche ur^ ^i' von der Polizei verboten wurde, wurde ^ ^rM Augenblicke gestattet. Derselben wohnte aucy ^ Ludwig Victor bei. ,. n?„„n,ehl l" Budapest, 6. November. (Orig.-T'l.) ^u'^ Or-aus sämmtliche« 413 Bezirken des ^a"°^ ^rde" gcbnis der allgemeineil Wahlen bekannt: ^^MM" gewM: 282 Liberale. 37 Anhang" ^r^ili^ partei, 10 Parteilose, 48 Anhänger der ^011"^^'' 7 Anhänger der Ugronfraction und 20 d" " ^ M In siebe« Bezirken hat sich die Nochwendl^^el' ! Stichwahl ergeben. Der reine Gewmn " Partei beträgt demnach 65 Wahlbezule. Mjest" München, 0. November. (Oug-Tel-)'" Kaiserin Elifabeth ist hier eingetroN"' ^Z V Paris, 0. November. (Orig.-"/ UrtoN «' fchwornengericht in Versailles verurtyellir achtjähriger Zuchthausstrafe. ^ ,. Oie die P^ ts Paris, 6. November. (Orlg.-Te -) "' s^he b"" . Ausgabe dcs «Newyork-Herald' "^: ,,!sche P"" jetzt die Gewissheit, dajs die repnbltt° ! kein« neuen Schutzzölle beantragen nier^- ^ ^ ! Ncwyork, 0 November, sitzende des republikanischen Kentucky, Nord-Karolina und Wyoming 1^^ ^t" gewonnen seien, für den auf diese 2uel,r stimmen gesichert seien. ' Verstorbene. ^,^r, ^ ^ N m 4. Nove m b e r. Ioham, iN"P"t, ^iche"' A m li. Novemb c r. Maria "n ^M Tochter. 4'/. I., Kuhthal w, Lälinmng '"," Laibacher Zeitung Nr. 257. 2201 7. November 1896. __Meteorologische Beobachtungen in Laibach. 2 ß ZZZ IZ Z^2« > TZ «Ztl ^Z «nstcht ?3Z ^l^^s^ Z^_________^ ^ 6. !^^7N. 745 - 3 "7 3 SSOTmässlg kewöllt ""^" ^^M^^?43 2 ^6^1___O. schwach ^ewöltt________ l 7 U. Mg., 738 - 2 , 4. g , SO. schwach , Regen ,03 f..«, ,"as Tagesnlittel der gestrigen Temperatur 6 1°, um ^'über dem Normale. verantwortlicher Redacteur: Julius Ohm-Ianufchowsky «itter von Wissehrad. Danksagung. Nnlässlich des Absterben« unserer innigstgelicbten, «nbergesslichen, nun in Gott ruhenden Mutter sagen ^ c "'' ^^ ""s in diesen trüben Tagen mündlich ">er schriftlich ihre warme Theilnahme bewiesen, allen «ranz. ,md Vlumcnspendern und allen, die unserer unvergssslichei,, besten Mutter das letzte Geleite gaben, yerzlichstrn, innigsten Danl. Vergelte es Gott! Die tiefbctrilbte Familie Recher. Marie Antoinette Gedlal geb. sibenit lNbt im eigenen sowie im Namen ihrer Kinder allen Verwandten, zahlreichen Freunden und Bekannten die erschütternde Nachricht von dem Hinscheiden ihres unligsta.eliel'ten, unvergesslichen Watten, beziehuugs» wrise Vaters, Großvaters, Schwiegervaters, Schwagers und Onkels, des wohlgeborenen Herr» Franz Sedlak k. l. Stcuer-Eiunehmer i. N. Welcher heute. Freitag, den 6. d, M,, um halb 8 Uhr abends, nach langdauernden schweren Leiden und Empfang der heil. Sterbesacramente im 73, Lebens-lahre gottergeben und ruhig im Herrn entschlafen ist. T>,e irdische Hülle des theuren, nnvergcsslichcn ^<"»,,n<.sch,ct>euc,. wird Sonntag, den 8. d. M.. um Nr 10 sei^N"'"^?' "" Trauerhause Hrrengasse ^i. l^ leieMch emssssegnet und sodann a,n Gottes. Die heilige,, Seelenmessen werden in der Dom> lirche gelesen werden. Der theure Verblichene wird dem frommen An< denken empfohlen. Laibach am L.November 1896. Depot der k. u. k. Generalstabs-Karten. ahslab 1: 75.000. Preis per Blatt 50 lr., in Taschenformat ^, auf Leinwand gespannt 80 lr. 65 u.Kleinmalir K Fed. Zamberge Zuchhandlung ^ in taibtich. P. T. .... Damenhüten ^"'^e lch franco und gratis. (,618) 31 Enrich Renda, taibach. Reisender für die Provinz wit hoher Provision, wird von einer leistungsfähigen Leinen-, Zwirn- und Zwirnknöpfe-Fabrlk in Mähren aufgenommen. (4738) Anträge unter losen Toilette>Artikel. Jede Dame, die auf die Erhaltung und Verschönerung ihres Teints bedacht ist, und der daran liegt, ein vollkommen unschädliches, von metallischen Substanzen freies und unfehlbar wirkendes Mittel zur Pflege und Conserviecung des Teints zu erhalten, gebrauche stets nur die geschlich geschützten und anerkannt besten Toilette.Artikel «Po«dre Eglantine» und «Savon Eglantine». Diese hygienischen Schönheitsmittel sind von sensationeller, unschätzbarer Wirkung auf die Haut, die durch täglichen Gebrauch derselben wie mit Milch übergössen erscheint. Wimmerln, Mitesser, rothe Flecken und Sommersprossen, verschwinden nach kürzester Zeit unter einem herrlichen Email durch den Gebrauch von «Poudre Eglantine» und . Depot für Laibach: Landschaft«^-Apotheke znr Mariahilf, M. Leustcl, Nefjelstrake Nr. 1. Hanptdepot für vesterreich'Nngarn: Npothcle znm heil. Geist, E. TomajS Nachfolger A. Winger, Ugram. (4414) 15—2 •*•* Das leichtverdaulichste ~*^ aller arsen- und eisenhaltigen Mineralwässer. IBBBBBB^BfABB^^^*^^ ^ Erdball HKIMtli H MATTOJtfl Tuchlauben 14/16 Wien I., Maxirnilianstraße 5 (789) Wildpretmarkt 5. 11—10 Karlsbad, Franzensbad. - Mattonl & Wille, Budapest. ^ff^^SsBBBBBBBBsl lit all Zusatz ztrni Bohnenkaffee fl:-js sclnriiiCKlialtRslP, t3lnzig gPsnnQe Kaireegetrmt- Leberal) zu haben. — 'l»Ko. 26kr. Vorsicht! Der werthlosen Nach-nhmungen wepen achte man auf die Originfllpakete mit dem Namen Kathreiner '¦¦¦¦) 20 19 Dittmann's patentirt© Wellenbadschaukel ; mil Act Schutzmarke: „Hade r.« Hanse", int BDcrkannt der b«»t« Badpapimrat nud «oil in keinem llansliallp scblon. I>nier alBK)x>rialitäton: BaBJ AI]arf)obmcr mrlitt» nllciu «on mir ans Wrutib »<• ^yiatftn* sd)iien'i'9'* ftrtnat fitrläitUO) txrfolfi», tbtnfo mUt H>Mtttr> »»rfniiftr e#u ^älf(tiiiiiR|)fit (rtjttDliiljr (Stoffe fiilli.ill. CBo fein Xft>ct ttwdi»» (Balsam* »jlftiri, beitolle man direct und adretsire : An die Sohutzengol-ApothDke del A. Thierry In Pretjrada bei Rohitich-Sauerbrunn. ür«( rosten franco jtber ^ostflntion Ocfltriciclj'Uiisirtvii« 12 Tlriitf ot>er 0 X'Oppfl« flafdjrn 4 tfrciirn, nnd) i'itiiitii intb .frer^efioluina vi titine ooer C iiopptlsla|t1|cit 4 flrontii co JjpcKer. il'eiiiner alS 12 flrine ober 6 2)opi>clflnjrt)tn Vuerben iiid|t neifenbet. SJerfenbuiifl nur flegeB fijoraii?ann'ti?imn ober ytacliiiafjmf b(8 SBftraqeJ. Adolf Thierry, Apotheker In Pregrada bei Rohitsch-Sauerbrunp._____ (3249) 20—15 Laibacher Zeitung Nr. 257. 2202 7. November 189tt. Course an der Wiener Börse vom 6. November 1896. na« dem oMene« ^ur«««««. zla»t».A»l,h»N. «'ld «»« »°/, Einheitliche Rente in «loten ««, Mai November . . . 101 2» 101 4l> w Noten »er,. ssevruar-«lu»ust 101'20 101 40 „ «ilb« «erz. IinnerIuli ini 15 101 35 „ . ,, Upril°Ottobei ioi zo 101 40 l854er 4»/, «5taat«l°se. »50 st. 144 50 »4525 »8«0er 5°/» ,. ganze 500 st. 144 25 144 75 l8«0er 5°/» „ Fünftel 100 ft. 154 «0 155 60 l««4«r Staa«lost . . 100 st. 193 — 193 75 bto. ,, . . 50 st. 198 — 183 75 »»/» Dom 'Vfdbr. k »20 fi, . 15« »0 1b? — »"/, vest, «lllbrente. steuerfrei 12« 3d 122 »5 !«/« Oest. Notcnrente, steuerfrei —-- —>— 4", dto. Rente in Klonenwähr., steuerfrei für «00 Kronen «iom. > 10110 101-80 dto. dto. per Ultimo . , 10110 101 »0 «isenbah». et»a«schnl>«s. schreibnnge». tllsabethbahu in ., steuerfrei (biv, st.",, für 100 st. «. 4"/« 120 75 1«1 75 >^-^-Joseph-«ahn in Tilber ,div. Lt.)f. IW fi.Nom.b'/.«/» 125 40 12«40 ^' //, Nudolvh-«. i. E. (div, st,) für 1>A)0 st, Nom.....—'— —'— ^ „ dN>. i, Kronenw. fteuerf, (div. «t. , für 200 Kr. Nom. . . 99 10 100 10 z° „ H »rarlberger Vahn inNllb., «AI u. l00« fi, f. 100 st, Nom. —-— — — »°/„ bto. t>, ssronenw,steuerf,,4U0 u. 2000 Kr. l. »00 »l. Nom. . 9» 50 1U05« ."/„ ....... 238 50 23950 oto. !»aIzb.l00ft.0.W.5°^ 283- 284 50 «alu,l!llrl.L»dw,'V,Ä<"> ss CM. 2l« «5 »17 65 O»«ld «»« »«« «taalt znr Zahl»»« «ber««»»t«e »ist»».>Vri«.» v»U««tl»»e«. «lXabethbahn »00 u. 8000 «l. für «00 M. 4"/»..... 11« 80 117 so «llsabethbahn. 400 u.«0<»0 M. 200 M. 4°, „...... 121- 12150 glanz-Ioltph.«., /,°/» 1>» — 122 t>0 bto. bt«. Silber 100 st.. 4>/,"« 10075 101 75 dto. Ltaot« Obl!a. (Ung, ONb ) V. I. 187«, b"/„..... 120 75 121 7!» dla.4'/,"/»Lchanliegal.ttdl,.0bl. 100 — 100 W dto. Präm.-Unl. ^ 100 st, ». W. 15bl>0 l5« 50 bto. dtll. 5 50 fi, ll. W. 15« 50 154 — Ilielh «e«.-ܰse »°/, ,00 fl. . 1«? - 188 - Glund»nll.»Vbllg»tl«n»n (für 100 fi. «M,,, 4"/o troatisch« und slauoilifcht . »?--' »8 — 4°/, ungarifche (100 fl ö.N.) . »7 20 98 20 Hndtl» 3ss»ntl. Anl»h»n. Dm!au«N«a,°Luse 5»,„ , , . , 1»» 75 1»0 ?b dto. .«»leihe 187« . . 108 —!l10 — Anlehen der «Llabt V»r,. . . 112—! — — «nlehen d. Etadtgemeinde Wien 104 85 105 85 Nnlehcn d. Otadtzemeinde Wien (Ellber oder Gold).... 12?'!>0 —-— PrämienAnl, o, Ttadtgm, Wien 1»4 50 165 50 Uvrsebau «lnlehen, verlolb. 5"/„ 101 50 - '- 4" „ Kralne^ «anbe»°«lnleb. 117 25 117 75 N.°»steri, Landed Hyp,'N»ft.4°/, 100 — 1N080 0est..,mg. Vanl Verl. 4°/« . . 100 10 101 — dto. blo. 5«jähr. ,, 4»/, . . 10010 101 - Gparcasse, 1.bst,,»0I. s.',°„»l 10150 - — Priaritil«»Obligationen (für 10« st,). sserdinanbz-Norbbahn Em, <»«« 100 45 10145 Oefteir. Nordwestbahü . . , 11085,111 85 Otaatibahn...... 2205« 222 — Eübbahn ^ 3"/„ , , , 171-85 172 80 dto. «l 5»/^ . 127 75 lL8 75 Ung.galiz. «ahn ... 107 10 108 - 4»/, Unlerlrainn- Uahu," »9 l»0 100 — K!v»rs» zos, (per Gl!«astlica (Dombau) , «80 710 «lredltlole IN« st...... 1»? l>0 198 50 4 7l> Ua»lvere!n, «iener, 100 st. , 257 50 258 — Uobcr..Ä»fi,,Oist. f. Haxd.u, V, l«N fi. —-^ —--. blo. dto, per Ultimo Veptbr. 385-75 8S!> 35 Vredltbanl, Ullg. Mlg., 200 st. , 4N0-l>0 401 50 Depofttcnbanl, «llg., 2«c» st, . 23« — 238 — 2«compte-«es., Nbrüft., 500 fi. 770 — 780- Giro u, Tasse»»., wiener, uaofl. 27^,_ 274 — H»,pothell!.,0eft.,»00 fl.25°/„«. 8450 8550 Länberbanl, Qeft., 200 fl. . . 24575 24625 vestc, c.,,mgar. Nanl, «00 st. . 98? — 841 — Unioillüiül 200 st...... 291 — 292 — Verfr^üüanl, NNa,, >4>< st, l?9'— l8N— Hllllu van tzransporl-zi.»l»l«»hmung»n lver Ktüil), «lb'.echi Äahn 200 st Eilder . —-— —' Aussig Tepl. «isenb. ««0 st.. . IS«0 1N«4 ««h!„, Äordbahn 15>0 st. . , 273 — 274 K0 wuscht!?l,rad«e «is, 500 st. «M. 1495 149» dto. bto. (lit. U) «00 st. . 537-.538 — Donau > Dampfschiffahrt« «Ges., Oesterr., «>0 fl. — sscrdiuanb« Norbb. 10<»0st.«i0l. 88?l> «3Uü Lemb.- «zernow.-Nassv ° «lsenb.« Vesellschaft 200 N, H. . . . 2«65>0 28725 «ln»,d. Otft., Tr!«st. 5 N, . W, 456 — 4N0- l>t». Em.18»7. »Ol.N , . , —'— —-— K "- ° ^ ck«fina.'r Viauerei 100 st. . - l"»^',?^ Moülan.Gslellsch., Oest. «alpine ' »» ^ .?g^. Pragcr Visen^nb..«e,. «00 st. »".^ °z°._ za,«o.Iarl. Hteinlohlen »<> st- b»" " °^,^. „3chl8l,l«ühl",Pap Äes. 70 st. "» »" " .^ Waffc»l..G..c!,st.l!>W!''», 'Wfl. «»» - "" Wag«°ii-Äe!h»»st.,«lll«.,lnPefl, ^^. ^g.„, Wr" Ää>!«?!e'll!ch'a!<' 100 st.. . "^H- Wlenei brl^r Zieael Äct«e» V«I. 2»» ' «msterdüi:,......^ ""7^ 5« 90 Deutsche ^l«he...... " '> g„. Lo.ldm......... N^° .7.5?, It. Vet»rs,bu»,! . , . , — " y°lu,»n. z.7l Ducate»...... , - „,^,^ 9'bK 20-Flllnc« Etülle ... - "7z z8^> Deutsche Neichlbanlool'!' . - °?,.^ 44-i» Italienische Vnnln°>e>, . - - "7 <»« Vavler-Mubel..... ."^^