C><6riftfrifuttfl: Ra»kkau»qasse?kr.4 {^umiiKr'fitcc H HIG). Jä.iNtfi (mit «»mtbtni rti gern- ». iVict-tage» von 2-s nur »achm. Hand ichnlien weide« Nl»! »A>»ckaegedeii ^ m>»n»os« kniend »»»<« mchl brt ütffiditijit. IHitintinnngcn nannt »ie ¥cin>nlltina ricqtn VerrOiiimiü der t'UMftft >«» Illt» WeMtm rritflracti — <*n Wicderht'Iu lge» Viel*. lto1:U(f. TV ..rtttiidie W-chl" erlcheiill |t»lderschwi»deleien und solche mit falschen Karten, kurz durch eine in die höhere» Classen gedrungene Verrohung der RechtSanschauungen. sowie durch einen sondeibaren Verwaltungsaufbau etwas geirübt, und steht auch thatsächlich Ungarn heute noch nicht aus der durch die MillenniumsauSstellung reklame-süchtig markienen Höhe — so muss man doch sage», dasS das Land in den letzten 30 Iahren in bedeutend günstige, wirthschastliche Verhältnisse getreten ist. Die zielbewußte, rücksichtslose und gegenüber Oestei reich »echt nnliyale Handels- und Steuer-jmliitl der ungarischen Regierung hat diesen unverkennbaren Ausschwung zustande gebracht. Die österreichische Qiiotendeputation hat in Anbetracht dieser bedeutenden Verbesserung der wirthschastliche» Lage in Ungarn zur Deckung der gemeinsamen Auslagen beider Reiche für Oester reich einen Antheil von 56*84 Proceut und für Ungar» einen Antheil von 43*16 Procent beantragt. Jetzt hat das Verhältnis 68*6:31*4 betragen. Die Antwort der >i» .arische» Quvt ndepiltation Keuil'l'etoii. Mann über Sord. Maiinestijze ron Ernst Pyrip. »Zehn Seemeilen geloggt". meldete der wach-Mvndf Officier aus der Commandobrücke den« au4 der Cajüie tretenden Commandanten, die Hand an der Mühe. .Danke", entgegneie der Commandant, seine Aicke nal' den vollstehendeti Segel» richtend. Wir konnten mit der Fah't zufrieden sein. Zehn Seemeilen für ein Kriegsschiff, das vermö,e seiner guten Maschine nicht auf den ausschließlichen Kedrauch der Segel angewiesen ist, kann als ein günstiges Ergebnis b-trachtet werden. So stürmten ivir rocitt, bei gutem Winde und mäßigem See-gange. durch die grünen Fluthen des großen Oceans, unlerem vorläufigen Ziele Valparaiso zu, von wo ivir die langersehnte Heimreise antreten sollten. Heimkehr! Welch' herrlich, s Wort für den Stammn, der, in fremden Landen und Gewässern schon Jahr und Tag umherirrend, fern von den Zeinen, täglich, stündlich sein Leben in, Kampfe mit den Elementen aus'S spiel sehen muss, der, umgeben von Gefahre» aller Art, von Krankheiten der heißen Zone bedroht, endlich das erlösende Wort „Heimkehr" vernimmt. Wie umgewandelt ist auf den Vorschlag der österreichischen bezüglich der künftigen Bemessung des beiderseitigen Beitrages zu den gemeinsamen Ausgaben ist erfolgt und sie ist so ausgefallen, wie man sie von den Herren Magyaren erwarten konnte und musste. Sie wollen von einer Erhöhung ihrer Quote nichts wissen, stellen aber obendrein noch die unverfrorene Zu-muthung einer veränderten Abrechnung der Ver-zehrungSsteuern, durch welche sie jährlich 2'/, Mil-lionen profitieren, was einer Verminderung ihrer Quote um 23 Procent gleichkommt. Das gemeinsame Erfordernis der beiden Staaten beträgt nach dem Voranschlage für 1896 108*06 Millionen Gulden, wovon nach dem Vorschlage der österreichischen Quotendeputation aus Ungarn 46 63 Millionen, auf Oesterreich 61*43 Millionen entfallen sollen. Nach dem Vorschlage der ungari-sche» Quotendeputation dagegen hätt? Ungarn nur 33*93 Millionen, Oesterreich aber 74*13 Millionen zu bfstreiten, daS macht einen Unterschied von 12-70 Millionen zu Gunsten Ungarns, oder, da der Ausgleich bekanntlich auf 10 Jahre abgeschlossen wird, eine ungerechte Mehrbelastung Oesterreichs während dieser Zeit um 127 Millionen Euiden. Schon der erste Ausgleich mit Ungarn ,m Jahre 1867, bei dem das bis heule bestehende samose Quotenoerhältnis von 31*4 zu 68*6 fest-gesetzt wurde, war eine ungerechtsertigte Bevor-zuguug der ungarischen und Hintansetzung der österreichischen Interessen, die nur unter dem Zwange der Verhältnisse, nach den Ereignissen des Jahres 1866, Dank der Unbotmäßigkeil der magyarischen „Patrioten", erzwungen werden konnte. Diese Un-gerechtigkeit hat sich im Lause der letzten 30 Jahre in geometrischer Progression in'S Ungeheuerliche gesteigert und es ist nicht mebr als recht und billig, dass sie jetzt endlich bis zu einem gewissen Grade teseitigt werde und Ungarn das auf sich nebme, waS ihm längst gebührt. Dte Mannschaft, seit der Postdampser die Ordre der Admiralität überbracht hat. Lebeiismttih und Fröhlichkeit haben ihren Einzug gehalten, neue Ki'aft durchströmt die Besatzung, jede Arbeitsleistung ist für die Heimath, jede Seemeile bringt uns dem Vaterlande näher. ES ist acht Uhr acht vormittags. Der Tambour schlägt zum Geschützputzen an. Am Fallreep stehen zwei Matrosen, welche, da sie nicht zu den Geschützbedienungen gehören, mit dem Putzen der blanken Messingtheile an der Fallreepetreppe beschäftig sind. „Gott sei Dank, Hinsch", flüstert der eine dir beiden Leute, der Matrose PeterS, eine vollbärtige. echte Seemaansgestalt, seinem Kameraden zu, „Gott sei Dank, dass wir es nun bald überstanden haben. Räch D' ei Monaten spä'estens, denke ich, dann sitzen wir wieder bei Muttern." „Ja, PeterS", entgegnete Hinsch. ein großer, etwa 23jähriger Mann mit hellblo idem Haar und derben Fäuste», „es wird auch Zeit, dass wir nach Hause kommeu. muss wieder Brot verdienen, damit Mutter leben kann; aber da« sage ich Dir. an Bord gehe ich nie wieder " Wie die meisten Seeleute auf einer anstrengenden Reise zu thun pflegen, so war es auch bei Hinsch nicht das erstemal, dass er sich fest vornahm, nie wieder a» Bord zu gehe». Jedesmal, wenn er »ach langer Reife in dem heimathlichen Hasen mit seiner Seekiste aus dem Nacken, das sauer erworbene Geld in der Tasche, an'S Land kletterte, rief er Und jetzt endlich, wo der lan,,müihige deutsche Michel und der nicht minder geduldige böhmische Wenzel mit seinen kleineren Brüdern sich nach dreißigjähriger Frohnarbeit für den magyarischen Nachbar aufbäumen und eS müde sind, für den anderen zu fchanzen, wo sie nichts mehr verlangen, als dass der groß und mächtig gewordene ..Bruder' nun endlich auch sein ehrlich Theil an den gentein-samen Lasten übernehme, daS ihm von Rechtswegen schon längst gebührt hätte, jetzt wagt es die un-garische Quotendeputation, eine Antwort zu geben, die geradezu ein Hohn und Faustschlag in das Gesicht der zutmüthigen Oesterreicher ist. Und dabei muthen die Herren auS Panama-magyarien uns zu. dass wir nach Judapest bin-wandern und die Größe und den Reichthum Un-garns angaffen und anstaunen sollen. Jeder gut-gesinnte österreichische Deutsche wird sich hüten, dieses magyarische Größenwahngebilde, das eine Verhöhnung des Deutschthums in sich schließt, aus zusuchen. Wir müssen unbedingt festhalten an einer gerechten Veriheilung der gemeinsamen Lasten uno sei es auch aus die Gefahr eines staatsrechtlichen Br»ches mit Ungarn. Mit selbstmörderischem Chauvinismus verlangen die Radicalen in Ungarn die Aushebung des ZollVerhältnisses. Gerne geben wir es ihnen hin, und die Personalunion ist für un» jedenfalls von größerem Vortheile, als für Ungarn und wird von den Oesterreichern entschiede» angestrebt werden müssen. 0. A. Zugeordneter Z)r. Koregger zur Waötreform. In der Specialdebatte über den Artikel I der Wahlresorm hielt Dr. Foregger eine Rede, in der er u. A. auSsührte: Der Artikel I. der zum Anlasse benützt wird, um eine Vermehrung der AiHavl^der Abgeordneten- dem verlassenen Schisse ein „Nie wieder" als Ab-schiedsgruß zu. Lieber aus dem Lande bleiben und dort arbeiten, als noch einmal diese Mühseligkeiten ertragen. Wenn aber der Frühling in das Land zog, so waren auch mit dem thauenden Eis und Schnee die wenigen Reiseersparnisse zusammen-geschmolzen. Die Schisse im Hafen wurden wieder zur Aussah-t zugerastet und wieglet, sich, von der FrühlingSsonne beschienen, vor ihre» Ankern. Lustig flatterten vie Flaggen und Wimpel in den Toppen, und der Gesang der arbeitenhen. Matrosen klang (ar zu verlockend durch die klare Lust. Vorbei war eS dann mit all' den guten Grundsätzen unseres Husch, er hatte Heimweh nach dem großen Wasser. D.;s liegt »un mal so im Seemannsblut. Er ruhte nicht eher, bis er e> dlich wieder von Bord aus der verschwindenden heimathlichen Küste den letzten Scheidegruß zuwinken konnte. An Bord S. M. Corvette war es nun aller-dingS ei» unfreiwilliger Aufenthalt, den Hinsch hier nehmen musste. Er war zur Ableistung seiner Dienstpflicht auSgehoben und nach strammer mili-tärischer Ausbildung in seiner Garnison zu dieser Reise commandiert worden. Mit Beendigung der-selben war auch seine dreijährige Dienstzeit zu Ende, und er sollte, gleich einem großen Theil der Besatzung, nach dem Eintreffen in der Heimath zur Reserve entlassen werden. Diesmal wollte er aber bestimmt sein Gelöbnis halten und zu Hause bleiben. Es gieng auch wirklich nicht anders. Sein Vater, welcher als ?erwattnng: "JJstttjhslnSaaffe Rr. * iv'» [n. , , . . . . fl. •IhritJ die Pxft de,»»ri>: vlertcljilirj» . . . fi. l-fiO fwtM»i|tifl . . . fl. 8.20 . . . R. A.4U Aiir'» Ausland etbüfefn fm die tfanitfnclilUKBiiin c ic tjännrn hjilsoo. o mandat« der Wählerclafse v) zu fordern, stellt neue Grundsätze aus. Er normiert vor allem ein neues Princip, er norniiert das allgemeine Wahl-rech«. Durch dieses soll ja bekanntlich den bisher politisch Rechtlosen das lang ersehnte und mit Recht verlangte politische Recht gewährt werden. Es nun die Frage, auf welche Art wir der Einführung deS allgemeinen Wahlrechtes entsprechen. In Bezug daraus wurden zwei Gesichtspunkte aufgestellt. Aus der Einführung des allgemeinen Wahlrechtes hat man zwei Folgerungen gezogen. Man behauptet, wenn das allgemeine Wahlrecht für eine Wähler-classe als berechtigtes Princip anerkannt werde, so sei damit die Wahlberechiigung jedes Staatsbürgers anerkannt, und gebiete es dann die Consequenz, die sogenannte Interessenvertretung oder richtiger das ungleiche Wahlrecht über Bord zu werfen und daS gleiche Wahlrecht für alle Staatsbürger anzuerkennen und einzuführen. Man hat daraus die zweite Folgerung gezogen, indem man sagte, die Einführung des allgemeinen Wahlrechtes in einer Wählerclasse werde unwiderstehlich in unserem ganzen Wahlsysteme ausräumen, und bald werde das ganze Parlament aus den allgemeinen Wahlen hervorgehen. Ich halte beide Schlussfolgerungen für un-richtig, unrichtig im allgemeinen und insonderheit sür Oesterreich. Der Staat kann nicht in einzelnen Theilen seiner Lebenssunctionen über den jeweiligen Zustand der Gesellschaftsordnung hinweggehen, er muss vielmehr seine Organisation diesem Zustande anpassen; man kann ihm nicht zumuthen, dass er die Grundlage seines öffentlichen LebenS, und das ist die ReichSvertretung, nach einem Schema ein-richte, das vielleicht als Postulat für den Zukunfts-staat, nicht aber zur bestehenden Organisation der Gesellschaft pafSt. DaS allgemeine, gleiche Wahl-recht setzt eine andere Organisation der Gesellschaft voraus, eine Organisation, in welcher jeder Staats-bürger den gleichen Beitrag zum Zusammenleben leistet, für die Gesammtheit den gleichen Werth hat. Denn die Gerechtigkeit verlangt, dass die Rechte der Staatsbürger im Verhältnisse zn ihren Leistungen für das Gemeinwesen, zu ihrer culiurellen und wirthschastlichen Bedeutung in der Gesellschaft und im Staate stehen. Bei der gegenwärtigen Gesellschaftsordnung kann man nicht sagen, dass sür da« Leben, für die Entwickelung der Gesammtheit der Holzhauer, der Kohlenförderer den gleichen Werth habe, wie der Gelehrte, der Richter, der Arzt, dass der Fabriksleiter, welcher durch eine geistreiche Maschineneinrichmng. der Fabriksherr, welcher durch die Hintangabe seines Capitales eine Gegend wohlhabend macht, tausend Arbeitern die Möglichkeit de« Erwerbes, die Bedingung ihrer Existenz schafft, nicht mehr bedeutet, als der letzte seiner Arbeiter. DaS gerechteste Princip wäre, jedem SlaaiSbürger in demselben Maße bürgerliche Rechte zuzumessen, in welchem er zur Erfüllung des StaatSzwecke» beiträgt. Das Problem ist nur, den richtigen Schlüssel für diese Austheilung der Rechte zu finden. DaS Pluralitätssystem kommt. Steuelmann auf einer großen Hamburger Bark gefahren, wurde vor zwei Jahren bei einem schweren Sturm im Golf von BiScaya von einer herab-stürzenden Branistange erschlagen. Geschwister haue Hinsch nicht, und da die Mutter, welche in einem kleinen schleswig'schen Stranddorfe einsam in ihrem Häuschen wohnie, seit dem Tode des BaterS immer kränklich war. so gieng die Gastwirthschaf», welche die Witwe von den Ersparnissen ihres Mannes angefangen hatte, herzlich schlecht, und es war die höchste Zeit, difS der Sohn zurückkehrte und nach dem Rechten sehen konnte, da es der alten Fran unmöglich war, sich noch sernerhin selbstständig zu ernähren. ♦ • * Die Stunde des Wasfenputzens ist vorüber. Der Boolsmaunmaat der Wache pfeift „Klar-machen zur Musterung'. Das beißt, die Leute sollen sich fertig machen, um in Eorporalschasten in Bezug aus Reinlichkeit ihrer Wassen und ihres AnzugeS durch die Officiere besichtigt zu werden. Heute ist Dienstag, und Dienstags ist immer Segel-exercieren nach der Musterung. Es ist dies daS anstrengendste Exercitium, welche« der KriegSfchissmatrose kennt. Hier heißt ?s, die Körperkräfte anspannen. wenn alles klappen soll und ihr nicht nachexercieren wollt in der so knapp bemessenen Freizeit. Der erste Officier macht »och schnell einen Rundgang an Deck, ob auch sämmtliche Enden klar sind, ob nicht irgend ^twas in Unordnung ist, das den guten Erfolg deS Segel- „Deutsch- Macht« wenngleich auch diesem Mängel anhafien. der An-sorderung der Gerechtigkeit noch am nächsten; eS wird aber auch bei diesem nicht möglich sein, zu individualisieren. ES wird immer eine Grenze geben müssen, wo die Rechte ihre Schranken finden; ungerecht wird man dabei nicht nach unten, sondern nach oben verfahren müssen. Wenn beispielsweise in der Werndl'schen Fabrik jedem gewöhnlichen Arbeiter eine Stimme, den, Werksührer zwei, dem Ingenieur drei Stimmen zugetheilt worden wären, hätte sich Werndl selbst mit 4 oder 5 Stimmen be-gnügen müssen, und doch wird jedermann zugeben müssen, das» Werndl für feine Vaterstadt, für die ganze Gegend, für Taufende von Arbeitern, für den Staat, für den Culturfortschritt mehr leistete und bedeutete, als daS Fünffache eines Riemen-treibers. Aus dem von mir vertretenen Prinzipe ergiebt sich eine«: Jeder Staatsbürger, mag seine Arbeits-leistnng noch so gering sein, mag er auch keinen Kreuzer btrecie Steuern zahlen, repräsentiert — schon vermöge der Leistung von indirekten Steuern — zum mindesten die Einheit im Gesellschasts-und StaatSleben, ihm gebührt daher auch die Ein-heit der R.chte, eine Stimme in allen öffentlichen Angelegenheiten; insofern? steht heute der Coupon-abschneider gleich dem Siallburschen, und kann auch ihm da« Stimmrecht nicht verweigert werden. Dieses Prinzip kommt durch die Heranziehung der Wählerclasse e zum Ausdrucke, und darum stimme ich dasür und für den Artikel I. AuS diesem Prinzipe ergiebt sich aber auch, da>» die Anerkennung des allgemeinen Wahlrechtes nicht auch das gleiche Wahlrecht als nothwendige logische Folge ergebe. Ich glaube aber, dass auch diejenigen nicht Recht behalten werden, welche hoffen oder besorgen, dass die heutige Reform in absehbarer Zeit die Einführung des allgemeinen, gleichen Wahlrechte« nach sich ziehen werden. Die Forderung der Ge-rechtigkeit, die Znmcffung der politischen Rechte nach den Potenzen der Staatsbürger vorzunehmen, wird in Oesterreich wirksamer sein, als in irgend einem Staate, znmal nach den Erfahrungen, welche in anderen Staaten mit dent allgemeinen, gleichen Wahlrechte gemacht wurden, trotzdem überall, wie wir wissen. Ca»telen gegen die schädlichen Wir-kungeii diese« allgemeinen Wahlrechtes getroffen worden sind. (Sehr richtig!) Wohl gebe ich zu, dass auch bei uns in Oester-reich ein großes Feld sür die Reform der öffent-lichen Vertretung besteht, ich gebe zu, dass unser ganzes Wahlsystem der Reform sehr bedürftig ist; dieses Feld wird aber zu finden sein in der der-zeitigen sogenannten Interessenvertretung: eS wird das Ziel der Wahlreform dahin aehen müssen, das Prinzip, welches ich früher zum Ausdrucke gebracht habe, nämlich den StaaiSbüraern gleiche Rechte im Verhältnisse zu ihre» Leistungen zuzumessen, zur Geltung zu bringen, das wird die Ausgabe der Reform sein. In der beutigen sogenannten In-teressenvertretnna ist dieses Prinzip viell, icht einmal annähernd angestrebt woiden oder wenigstens Manövers beeiniräch igen könnte. Er, der das Manöver commandiert, will Ehre einlegen vor dem zuschauenden Commandanten; doch die geringste Unregelmäßigkeit, ein verknoteter Bändset, ein un-klare» Tau, kann daS ganze Exercicium verderben, der ganzen Besatzung den Tag verbittern. Der erste Officier war am Großwant ange-kommen, iu dessen ReelingSka' en der Matrose Hinsch soeben fein Putzzeug verstaute. „WrS ist daS? Da ist ja eine Webeleine los!" Eine Sprosse in der großen Strickleiter, in welcher die Raagäste in kurzer Zeit mit größter Geschwindig-keil aufentern sollen Wie leicht kann da ein Mann fehltreten und dadurch die Ausführung des ganzen Segelmanövers verzögern. „Matrose Hinsch, nähen Sie schnell die Webeleine dort fest! Können bei der Musterung fortbleiben!' „Zu Befehl. Herr Capitäiilieuten.m !* Mit einem Satze war Hinsch aus der Reeling. aus deren Kai'en er de» Marlspiker, ein spitzes Eisen, das zum Annähen der Webeleine erforderlich war, hervorholte. Hinsch legte die Leine um das Hostau, jetzt noch ein kräftiger Ruck mit den, Mail-spik>r, und die Webeleine sitzt steif. Da — der Marlspiker gibt nach, ein dumpses Poltern an der Bordwand, ein Aufspritzen deS WafferS, großer Gott, er ist über Bord gestürzt. Eine Bewegung entsteht am Mast. .Mann über Bord!" schreit einer, schreien zwanzig Kehlen zu gleicher Zeit. „Pfeif alle Mann aus, Mann über Bord!" ruft der wachthabende Officier mit mächtiger Stimme von der Commandobrücke herab. 1896 war es mit ein Grund, um dieses Wahlsystem schaffen, allein unsere Verfassung statuierte ja keine eigentliche Interessenvertretung, wie schon treffend ausgeführt wurde. Ich halte aber das Prinzip der Jnlereffenver-tretung in der landläufigen Bedeutung überhaupt für falsch und ganz ungerechtfertigt. Richt die Interessen der Classen und Kasten, nicht die Sonder-interessen der Ackerbauer, der Großgrundbesitzer, der Gewerbetreibenden, des Hrndels n. s. w, mit einem Worte nicht die Interessen der Staatsbürger sollen in den öffentlichen Vertretungskörpern ihre besondere Vertretung finden, sondern das Interesse deS Staates an den Staatsbürgern soll in dem Ausmaße der politischen Rechte deS Einzelnen zum Ausdrucke kommen. In Oesterreich ist dieses Interesse allerding« von mannigfachen Factoren abhängig, insbesondere dars der Werth und die Bedeutung der Nationali-täten im Staatsleben nicht übersehen werden. Von den aufstrebenden Nationen wird nun freilich, wie von dem ausstrebenden fünften Stande, die Gleich-werthigkeit aller Nationen behauptet und das gleiche Recht beansprucht — aber mit Unrecht, wie aui anderen Gebieten des öffentlichen Lebens, so auf dem Gebiete deS Wahlrechtes. Und wie wird diese Gleichwertigkeit nachgewiesen? Lediglich durch brutale Ziffern. Man beruft sich, wie wir gestern und heute vernommen haben, auf die BevölkerungSzahl: dabei beachtet man, wie mein Vorredner treffend hervorhob, andere, gewiss ebenso berechtigte Reklamationen durchaus nicht, sondern man stellt die Forderung aus, es ergebe sich eine Durchschnittszahl von so viel in Krain, daS heißt, es wurde die Bevölkerung«-zahl danach rechtfertigen, dass 1*5 Abgeordnete gewählt werden, daher verlang« man die Abrunvunfl aus 2. Man geht so weit, dass man nicht mehr dte Steuerzahlung als berechtigten Ficior hinstellt, weil diese schon die Rechnung beeinträchtigen würde, sondern nur die Anzahl der Köpse und die Größe des Territoriums, ei» Factor, der gewiis ein Pa-tent des Herrn Miuoritätsberichterstatters von beute ist, weil die Größe deS Territoriums bi«her denn doch nicht als eine Grundlage sür die Bemessung der Abgeordnetenzahl hingestellt wurde, wenn man nicht allenfalls das Territorium des Besitzes der Großgrundbesitzer als einen derartigen Facior gellen lassen will. Derselbe Herr Abgeordneie muss nun zugeben, dass in Dalinatien das gleiche Verhältnis hinsichtlich der Bevölkerung von 1*5 be stehe. Daraus ergiebt sich also, dass Dalmaiien und Krain in gleicher Weise behandelt werde» sollen. Weil nun in Dalmaiien zwei neue Abgeordnete ye-wählt werden sollen, in Krain dagegen nur ein r. so wird daraus deduciert, dass die Au',Heilung ungerecht sei. Es wird zugegeben, dass in Kram nur zwei Slovenen gewählt würden; es wird auch zugegeben werden müssen, dass in Dalmitien nur Südilaven, die mit den Slovenen Hand in Hand gehen, gewählt werden. Wenn Kram und Tal matie» je 1*5 Abgeordnete zu beanspruch n haben, so haben sie also im Ganzen drei Abgeord» te ;u Hui. wie schrecklich schrillen die Signalpseiien der Bootsminnmaate durch das schiff! In weitem Bogen stiegen drei, vier Rettungsbojen dem Verunglückten nach. Der erste Officier ist schon ans der Brücke die gesammte Besatzung steht lantle» aus ihrem Posten. „Rettnngsbootmannschast in den Kutter! Bram und Oberbramsegel bergen, entert auf! Ruder >n See!" Mit Blitzesschnelle sind die Commandos aus- S'lühN. .... ~ Von achtundzwanzig krattigen i-eemannsfauM getrieben, kämpft der Kutter bereiis gegen die See an. ES ist schon ein gutes Stück Zwischenraum vom Sä," bis zu der Stelle, wo der Verunglückte mit schreck«» Zerrtem Gesicht und weit aufgerissenen Augen mit den Wellen ringt und nach dem Kutter blick,, d«sie» Mannschast sich in die schweren Riemen wirft, das« »e sich biegen. Vom Schiffe aus, das jetzt beigedrc!» aus dem Wasser liegt, werden dem Kutter fort» während Flaggensignale gegeben, um die Richiunz zu bezeichnen, wo sich der Verunglückte besin!«, da die starke Dünung den Ausblick vom Rettung»' boot beeinträchtigt. Sämmtliche Officiere, mit dem Commandanten an der Spitze, stehen auf der Brücke und aus M Campagne, dem Deck der Capiiänscajute. und be-obachten mit ihren Fernrohren und Dovoeiglasein das Rettunaswerk. Lautlos steht die Manmchasl in drei Reihen Fron, an den Masten angetret». Eine unheimliche Stille! Nur der Wind spielt mit den aufgega t?» 1S96 Jentsche Ulatt 3 beanspruchen, und da in beide» Ländern ohnehin nur Südflaven gewählt werben, so werden diese drei Mandate eben zusammen durch drei Südslaven besetzt sein. (Schluss folgt.) politische Rundschau. Die ?öiener Kürgermeillerfrage hat einen ungewöhnlichen Abscylu>s gesunden. Dr. Lueger wurde vom Kaiser zur Audienz vorgerusen. In derselben appelliene der Kaiser mit Rücksicht daraus, dass dem Dr. Lueger die Bestätigung als Bürger-meister d e r ni a l e n nicht gewähr» werden könne, an seine Loyalität und gab der Erwartung Aus-druck, dass Dr. Lueger. von dessen persönlicher Ehrenhaftigkeit, erforderlichen Be-g a d u n g, sowie Kaiser- und Vaterlands-treue er überzeugt sei, im Interesse der baldigen Wiederkehr normaler Verbältnisse in der autonomen Verwaltung der Stadt Wien auf die aus ihn ge-sailene Wahl freiwillig verzichten werde. tz. Lueger erwiderte, er danke für den gnädigen Empfang, er stehe dermalen einem direcien Wunsche seines kaiserlichen Herrn gegenüber und als Patrioten und stets loyalem Staatsbürger obliege ihm nunmehr selbstverständlich die Pflich». in diesem allerhöchsten Wunsche für sich einen Besetz' zu sehen. Es sei bemerkt, dass der Kaiser den Dr. Lueger ausdrücklich ermächtigt ha», von deinen Worten öffentlichen Gebrauch zu machen. Der Audienz ging vor wenigen Tagen eine Unter-redung zwischen Badeni und Dr. Lueger voraus. Dieser Umstanv ist deshalb von Wichtigkeit, weil er beweist, dass Badeni den Rückzug angetreten uni» sich selbst in Widerspruch gesetzt hal mit der Erklärung, in welcher die ominösen „unberufenen Hände" besonders hervorgehoben waren. Die An-erknnung, welche Dr. Lueger bezüglich seiner Eigenschaften nun vom kaiserlichen Herrn selbst gezollt wurde, wiegt im Gegenha t zu der ersten Erklärung umso schwerer. Ist damit auch das freie Selbstbestimmiingsrecht der Gemeinde nicht ganz zur Geltung gekommen, so ist der Rückzug und die Blamage Badeni'S doch nicht zn bestreiien. Die „Vereinigte Linke" ist lief gekränkt, ja man spricht sogar von einer Opposition gegen die Re» gierung. Es ist schon möglich, dass diese Herren, denen die Wiener Localpolitik näher steht, als daS Schicksal de« Deutschthums in Oesterreich, jetzt eine strammere Opposition machen werden, als im Falle Die ungarische Presse schnaubt vor Wuth darüber, dass der An»is«ml»ismus hossähig geworden sei und liefert den Beweis, dass man drüben eine «was wenerreichende PresS'reiheit besttzt. als bei uns. An Stelle LuegerS wird entweder Professor Schlesinger oder S t r o h—b a ch die goldene Bürgernieisterkette erhallen, Dr. Lueger selbst aber zum ersten Vicebürgermeister gewählt werden. Hm zweiter stoveuischer Hlotar für das teutsche Warburg! Eine sehr bezeichnende Illustration erhält die Ernennung des Notars Dr. Fürbas für Marburg durch den unS von pri-vaier Seite mitgetheilten Umstand, dass die Ent- Seiitln und die Wellen des Oceans rollen klappernd an den Schisisplanken entlang. Wird er gerettet werden? Diese Frage liest man aus all den ernsten Gesichtern der Leute, die gewöhnt sind, jeder Gefahr ins Auge zu blicken. Jeder einzelne konnte »ich jedoch in die Lage des Unglücklichen versetzen. Jeden von der Mannschaft häne dasselbe Schicksal ereilen können. „Mann über Bord!" Welch schauerlicher Ruf auf hober See! Im Hafen, auf der Rhede, kommt es ja häufig m, das» ein Mann über Bord gebt. Das bedeutet in der Regel nicht» als ein kühles Bad. Mit wenigen schnellen Stöße» hat der Schwimmer bald die Fallreepstreppe erreicht und tröstet sich lachend über die Späße der ihn umringenden Kameraden. Vnders gestaltet sich ein derartiger Fall auf See. Hier lauert der Tod in mannigfacher Gestalt außer» halb der sicheren Bordwände. Und was heißt Schwimmen in der großen salzigen Wasserwüste. Bei hochgehender See wird nicht einmal da» Rettungsboot zu Wasser gelassen, da dasselbe, noch ehe eS die Oberfläche deS Wassers berührt, an den Bordwänden zerschellen würde. Zdir «ine Rettungsboje, an einer langen Leine be-sestigt, kann dem mit den Wellen ringenden Manne zugeworsen werden. Gelingt es ihm, die Boje zu erreichen, so ist Reitung möglich, wo nicht. waS fast immer der Fall ist, so ist sein Schicksal besiegelt. Bei gutem Wetter ist sast immer so viel Dünung vorhanden, das heißt, die See hebt und senkt sich aus einer großen Fläche, dass der Schwimmer scheidung des Justizministers in diesem Falle auch mit dem Votum deS Grazer Oberlandesgerichtes im Gegensatze steht, indem diese Behörde Herrn Dr. Filaserro vorgeschlagen haben soll. Herr Justizminister Graf G l e i S p a ch war bekanntlich srüher selbst Präsident des Oderlandesgerichtes und es sieht nun sast so auS, als od er der srüher von ihm geleiteten Behörde keine maßgebende Bedeutung beimessen würde. Sehr treffend bespricht die „O st-deutsche Rundschau" die Rotarenernennung sür Marburg. Sie schreibt: „Keine Zuge-st änd nisse an die südslavischen Volks st ämme zur bloßen Heraus-forderung der Deutschen." Diese Stelle aus der Programmrede des Grasen Kasimir Badeni muss heule wieder in Erinnerung gebracht werden. Der jetzige Justizminister Gras Gleispach, früher Präsident des Grazer Oberlandesgerichtes, war damals schon Mitglied des EabinetS, ist also unter allen Umständen an diese von seinm Herrn und Meister gegebene Richtschnur gebunden. Wir fragen nun: Ist die Ernennung des nationalen Slovenen Fürbas zum Notar in Marburg an Stelle deS verstorbenen Deutschen Dr. Reiser kein »Zuge-ständnis an die Slovenen zur bloßen HerauSsor-derung der Deutschen" ? Marburg, eine heute noch überwiegend deutsche Stadt, hatte bisher drei Notare, die Deutsche» Dr. Reidinger und Dr. Reiser und den ber—ühmten Slovenen Dr. Radey. Vor einigen Wochen starb Dr. Reiser. Obwohl sich um diese Stelle der deutsche Notar Dr. Filaserro bewarb, der des Slovinischen vollkommen mächtig is», wurde der um lv Jahre jüngere Dr. FürbaS, ein ausgesprochener Slooene. nach Marburg ernannt, ftür Eilli ein »looenischeS Gymnasium, sür Mahrenberg eine slovemsche Schule, für Marburg einen slovenischen Notar — man sieht, wie schwer vie Versprechungen eines österreichischen Ministerpräsidenten »viegen. Gras Badeni kühlt sich als Pole, Graf Gleispach aber ist ein Deutscher, aus einer jener Familien, in deren Namen der Exminister Gras Wurmbrand kürzlich in der steirischen Landstube mit dem Brusttone der Ueber-zeugung ausgerufen hat: „W er kann sagen, er fei deutscher a l s wir?" Bekanntlich hat Dr. B a r e u t h e r schon vor längerer Zeit einen DringlichkeitSamrag wegen Er-lassung eines Gesetzes zum Schutze der Wahlfrei-heit im Abgeordnetenhause eingebracht. Der liberale Abgeordnete Dr. Kopp hal nun diesen Gesetzent-wurs in „liberalem" Sinne .umgearbeitet", d. h. die strengeren Strafbestimmungen gegen Wahl-bestechung u. dgl. gemildert. Und dieser Entwurf wurde dann auch in der famstägigen Sitzung des permanenten StrasgesetzauSschusses zur Grundlage der Specialdebatte angenommen. Nach diesem Reserentenentwurse soll § 1 folgenden Wortlaut erhallen: „Wer einen anderen durch Anwendung oder Androhung von Gewalt oder durch Bedrohung mit einer Verletzung an Körper, Freiheit, Ehre oder Vermögen an der felbstständigen Ausübung des ihm nach Maßgabe des öffentlichen Rechtes zustehenden Wahl- oder Stimmrechte« hindert, macht ebensoviel rückwärts getrieben wird, wie er durch Schwimmen vorwärt» zu kommen, erreicht hat. Dann die Zeit, ehe daS Schiff beigedreht hat, und wäre es unier den günstigsten Umständen, wie es in unserer Geschichte der Fall war. wo alle Mann sich an Deck befand«»». Die Entfernung von dem dahineilenden Schiffe bis zur Unglücksstätte vergrößert sich gar schnell. Und dann die Haie! Wie mancher Seemann, der noch wenige Meter von dem reitenden Kutter entfernt war, ist ein Opfer dieser gefräßigen Scheusale geworden, die in tropischen Gewässern überall zu finde» sind und fast jedes diese Gewässer durchziehende Schiff mit ihrer gefährlichen Begleitung belästigen. Doch zurück zu unserer Erzählung. Der Kutter kom»nt soeben längSseit. Wenige Minuten später hängt er wieder hoch in seinen David«. Die Re»tungsbootSma»nschast klettert an Deck. Der BootSmann tritt zum Commandanten und meldet, was dieser längst schon durch sein Fern-rohr gesehen, dass die Rettung nicht gelungen ist. „Nur wenige BootSlängen von dem Ver-unglückten entfernt, hörten wir denselben einen mark-durchdringenden Schrei ausstoßen, um gleich darauf vor unseren Augen zu versinken. Auf der Unglücks» stelle angelangt, konnten wir noch deutlich sein weiße» Zeug in, Wasser schwimmen sehen. Unsere Bemühungen, den Unglücklichen mit dem Boot»-haken zu erfassen, waren erfolglos. E,n nochmaliges Auftauchen hat nicht stattgefunden. Wahrscheinlich hat ihn ein Haifisch erfasst." So lautet de» Bootsmanns Bericht. sich eines Vergehens schuldig und ist mit Arrest von einem Monate bis zu drei Jahren zu be-strafen. Unter erschwerenden Umständen kann auch strenger Arrest in der gleichen Dauer erkannt werden." Z>irecte oder indirecte Wahl. Da» Abge-ordnetenhaus hat die Regierungsvorlage, insoweit sie das i n d i r e c t e Wahlrecht in den Land-gemeinden und der allgemernen Wählerclasse normiert, angenommen. Die Slovenen stimmlen ins-gesamm» gegen das direcle Wahlrech«; ihre Zührer wollen eben die Zügel nicht aus der Hand geben und haben durch die Abstimmung deutlicher, als durch all' ihr hohles Phrasenwerk bekunde», wie hoch sie selbst den Culturzustand ihres Volkes anschlagen. Die Feudale» A t t e m s und M o S k o >» stimmlen natürlich gleichfall« gegen das directe Wahlrech». Die Führer der Linken, Beer. Rufs und Baernreither wichen dem Dilemma zwischen Volksthümlichkeit und liberaler Partei» disciplin durch das beka»»»»te Mittel der Abwesen-heit aus. Das Herrenhaus hielt seine letzte Sitzung Dienstag, den 26. d. Mts. ab. Auf der Tages-ordnung stand unier Anderem auch die zweile Lesung deS Beamtenpensionsgesetzes. Zu den Beschlüssen der Commission des Herrenhauses über dieses Ge-setz ist noch zu melden, dass die Bestimmung, wo-nach jenen Beamten, welche infolge Krankheit oder körperlicher Beschädigung vor Ablauf einer zehn-jährigen Dienstzeit dienstunfähig werden, für die Pensionierung eine zehnjährige Dienstzeit anzu-rechnen ist. von der Commission des Herrenhauses dahin eingeschränkt wurde, dass diese Begünstigung an die VorauS>etzung schon zurückgelegter fünf Dienstjahre geknüpft wird. Eine Abänderung in dem Sinne, dass das Pensionsrecht der Beamten»-wittwen abhängig gemacht wird von einer mindestens fünfjährigen Dienstzeit deS Gatten vor ihrer Ver-ehelichung, ist von der Commission deS Herrenhauses nicht beschlossen worden. Der jungtschechische Ageordnete Sokol hatte sich in der FreitagSsitzung des Abgeordnetenhauses einen neuen Scherz erlaubt. Er sprach immer ab» wechselnd einen Satz tschechisch, den nächsten deutsch. Da nun nur die deutschen Sätze im Protokoll ver-zeichnet werden, so kann man sich den Unsinn vor» stellen. Das ist nun selbst den Tschechen zu bunt geworden und die „Politik" äußert sich hierüber in folgender unsanfter Weise: „In welcher parlamen» tarischen Vereinigung würde man es dulden, dass ein Abgeordneter seine Muttersprache so erniedrige und so entwürdige, wie es heule der Abg. Sokol gethan, der unter immerwährendem Gelächter seiner ZuhAerkreise eine Rede hielt, in der abwechselnd ein Satz böhmisch und ein Satz deutsch gesprochen wurde? Das, waS heute Herr Sokol getrieben, war ein Hohn auf die Ausübung der parlamen-tarische» Pflicht eines böhmischen Volksvertreters. So benimmt »ich ein „Wurstel," aber nickt ei» Ab» geordneter, dessen Stirn graue Haare decken. Das Traurigste aber dabeiist, dass diejenigen Mitglieder, von denen man doch, ihrer ganzen Vergangenheit Der Commandant winkt ab. „HisS die Flagge Halbstocks! Alle Mann achlerau» zum Gebet." Die Kriegsflagge steigt langsam bis zur halben Gaffelhöhe empor. Mit emblößten Häuptern und ernsten Gesichtern steht die gesammte Besatzung um den Capitän. der auS dem Gebetbuch das sür solche Fälle vorgesehene Gebet verliest. Noch ein Vater-unser für den verunglückten Kameraden, und die einfache Todtenfeier ist zu Ende. „Wegtreten" wird commandiert. „Hol nieder die Flagge. Beim Wind vorn." Die Flagge steigt an der Gaffel herab, die Raaen werden angebraßt, rauschend fährt der Wind in die Vorsegel, weißer Schaum spritzt vorn am Bug auf und hinter uns liegt die Stelle, wo ein deutscher Seemann im »veilen, weiten Ocean sein Grab gesunden ha». ch * O Es ist Spätherbst. In dem Dorfe Rybeck an der holsteinischen Küste rüttelt der Wind gar ver-nehmlich an den grüngestrichenen Fensterladen d?s kleinen HäuSchenS, das dem Strande zunächst liegt. Heulend fährt er in den Schornstein hinab und singt seine eintönige Klage-Melodie. Am Fenster des niedrigen SlübchenS sitzt eine ältliche Frau und schaut durch die Scheiben auf die Dorfstraße, wo der Wind mit den herabfallen-den gelben Blättern fein Spiel «reibt. Sie hat die Hände gefaltet und ein glückliches Lächeln gleitet über ihr bleiches, gramdurchfurchtes Gesicht. .Deutsche Wacht' 1896 und ihrem parlamentarischen Wirken nach zu schließen, annehmen kann, dass sie die klägliche Lage in der sich der Club befindet, gul herauSsiihlen müssen, zu all' den Vorfällen nur lächeln und nicht den Muth haben, endlich einmal in der eigenen Häuslichkeit auszuräumeu, dann mit aufrichtigen Worten vor die Wähler hinzuireien, ihre Fehler und Irrthümer einzugestehen und ihnen reinen Wein einzuschenken." Klerikale Ketzerverbrennung. Bekanntlich hat der Verein zur Errichtung eines Heimes für Lehrerinnen und Erzieherinnen in Wie» eine Ver-loosung von Buchern schöngeistigen und wissen-schastlichen Inhaltes veranstaltet und schon vor einiger Zeit durch die getroffene Auswahl der Bücher den Unwillen der Klense, erregt. Jetzt nun erfahren wir aus dem „Vaterland", welche deutschen Schausteller bei der Verbreitung durch eine Louzrie verboten sein sollen. „Geht man." heißt eS dort, „das erwähnte Bücherverzeichnis durch, so findet man eine erkleckliche Anzahl Bücher heraus, auf die das Lplthkton schlecht ohne-weiters paßt." Und nun wandeln in, sackförmigen Gewände, die spitze Mütze mit Teufelslarve» bemalt. in langem Zuge die Ketzer sammt ihren Höllenwerken zum Autodafö: Brehm mit seinem „Thierleben," Meyer mit seinem ConversaiionS lexikon, Felix Dahn, „einer der ärgsten Katholiken feinde," mit seinen „Kreuzfahrern", Wilhelm Jordan, der „konfuse Pseudo-Theofoph", mit seinen „Sebald's", Schopenhauer, Darwin, Büchner, Hart-mann, Hellwald. -tacke und einige Ketzer geringerer Bedeutung. Schlecht sind also, so schreib, die „Rum-burger Zeitung", alle die Geistesheroen samml ihren Büchern in den Augen der immer mehr an Macht gewinnenden clericalen Kämpfer! Michel, erkennst Du, wohin wir wieder steuern, wenn diese Partei wieder die auss^laggebende werden sollte! Aadeni's ^»erknnst. Das Wiener „Politische Volksblan" schreibt: „Der Name Badeni war in der polnischen Geschichte vollkommen unbekannt Man erzäyl», dass gegen Ende des vorigen Jahr Hunderts in der Küche des Königs Stanislaus August Poniaiowski ein aus Italien eingewanderter Junge NamenS Badeni Küchenjunge war. Dieser avancierte später zum Hofralhe, brachie viel zu fammen. lieh eS dem verschwenderischen König und wurde dafür in den polnischen Grasenstand erhoben Dieser ist der Urgroßvater des Ministerpräsidenten ES ist hier kein Geheimnis mehr, dass Fürst Adam Sapieha kein Landiagsmandat annehmen wollte mit der Begründung: „Unter einem Landmarschall. welcher der Abkömmling eines Küchenjungen ist. will ein Fürst Sapieha nicht Abgeordneter fein." Der Brüter des Ministers. Graf Stanislaus Badeni, «st nämlich soeben Landmarschall geworden. Dieser Landmarschall ist übrigens thatsächlich auch Statthalter, denn Statthalter Fürst Sangusko ist nur ein Noth-Statthatter, weil, wie scheint, dieser Posten in der Dynastie Badeni erblich werden muss." Die Curve im Wechselfieber der französischen Mation hat wieder ihre gewohnte halbjährige Berechnung erfahren. Drei Dutzend Ministerien sind nun glücklich absolviert, seit Frankreich unter der seidengesütterten frygifchen Mütze der dritten Re-publik steht. Welch' ein Aufwand, welch' eine Ver-schwendung an Individualitäten, an Kraft. Geist und — Charakter. Aber unverkennbar tritt in diesem beständigen, scheinbar regellosem Wechsel ei» unbestinimter Zug hervor: der Zug von rechts nach links. Wenn man die Kammern und die Ministerien unter Broglie, Gambelta, Bourgeois nebeneinander stellt, der monarchische Mac Mahon, der spieß-bürgerliche Grevy und der radical angehauchte Faure wird dies bestätigen müsse». Die Republik neigt sich langsa», dem Radikalismus zu und wenn nicht über Nacht jene innerlich stet» ersehnte und gesuchte und nirgends gefundene starte Faust plötzlich aus dem Dunkel der Zukunft greift, so mag wohl ein Jahrzehnt genügen, und zur rothen Mütze tritt das rothe Banner. Wer wird dann noch von unserer Wahlreform reden? Kerker» verurtheilt wurde. Der GreiS besah mehrere Felder und 6iX) fl. iaar, da er vor Kurzem «ein Häuschen verkauft hatte. Der Sohn fürchtete wahr-scheinlich. dass der Vater den eingenommenen Betrag verausgaben und dass er so um sein Erbtheil kommen werde. Franz Crhonek wurde am 24. April Lnter dem Verdachte des Valermorde» verhaftet und dem Kreis-gerichte eingeliefert. Wiedereinbringung des Lalleneiubrechers Aapacosta. Der mit zwei Zellengenossen aus dem PestOfener Jnguisitengefängnisse entsprungene Sassen-einbrecher Papacosta wurde sammt Begleitung in Szolnok verhaftet. Die Flüchtlinge halten den Weg zu Fuß zurückgelegt und waren ermattet und ausgehungert in einem kleinen Gasthause in Szolnok eingekehrt. Durch ihr Benehmen halten sie die Aufmerksamkeit der übrigen Gäste erreg!, und als sie da» Local verlieben, folgten ihnen dieselben. Nun ergriffen die Verbrecher die Flucht, dadurch den Verdacht bestätigend. Die beiden Sträflinge Scheiber und Kazar ergaben sich sofort den Verfolgern, Hescheiterte Kriedensnnterhandknngen. Me- während die Verhaftung Papacosta's. der sich verzweifelt nelit und RaS Mangascha sandten an den G?neral Baldissera eine Botschaft. Menelik schreibt: Da die von ihm dem Major Salfa vorgeschlagene» Präliininarien nicht angenommen seien, ersuche er um Rücksendung der hierauf bezüglichen Briefe. Inzwischen werde er den Major Salsa alS Geisel zurückbehalten und verspreche, ihn wieder frei zu lassen, sobald ihm die Schreiben zurückgesendet seien. Da Baldissera kein Jnieresse an jenen Briefen hatte, sandle er sie zurück. Ras Mangascha theilt mit, dass d-'r ReguS ihm aufgetragen habe, er solle mit Baldissera Freundschaft schließen. RaS Mangascha fügt in seinem eigene» Namen hinzu, er liebe den Frieden. General Baldissera erwiderte, auch er liebe den Frieden. Baldissera betrachtet die Ver-Handlungen als abgebrochen. Der Vormarsch des italienischen Expeditionskorps unter General Baldissera zum Entsatz« der Garnison von Adigrat ist einstweilen wieder eingestellt worden. Die Schwierigkeiten der Verpflegung und der durch außergewöhnliche Trockenheit veranlaßte Wasser-mange! zwingen die italienischen Truppen zur Un-thätigkeit. Die Lage der Garnison von Adigrat wird als eine gute bezeichnet. Die Entrüstung über die völkerrechtswidrige Zurückhaltung des Majors ist i» Italien allgemein. Der „Popolo Romano" hebt die weitere Demüthigung hervor, die der Negus Italien zufügte, dass er dem General Baldissera fein Ultimatum durch zwei Bauern überbringen ließ. Die Afrtkapolitik dcS CabinetS Rudini sei jämmer lich gescheitert. Der dem Cabinet nahestehende radikal? Ton Chiscioite schreibt: Menelik wollte uns demüthigen, aber dies gelang ihm nicht. Er hat uns aber herausgefordert, und Italien nimmt diese Forderung an. Da Menelik einen Krieg aus Leben und Tod will, so möge er ihn haben. Eagesneuigkeiten. „Noch vierzehn Tage", flüstert sie vor »ch hin, „noch zwei Wochen, dann ist mein Fritz wieder bei mir. Hat er doch selbst im letzten Brief geschrieben, dass er nicht wieder fortgehen will." „Gott, wie glücklich bin ich. Noch diese kurze Zeit, dann wird alles besser werden." ES klopft. Der Postbote tritt ein. „Guten Morgen, Frau Hinsch! Hier ist ein Brief von der Marine." Mit diesen Worten überreicht er der Frau einen mit dem Dienstsiegel der kaiserlichen Marine verschlossenen Brief. Mit zitternder Hand erbricht die alte Frau daS Schreiben. Es lautet: „Geehrte Frau! Auf Beiehl des Commandos S. M. Corvette unterziehe ich mich der traurigen Pflicht, Sie von dem erfolgten Ableben Ihres Sohnes Fritz in Kenntnis zu fetzen. Ihr Sohn ist in neuester Pflicht-erfüllung ein Opfer feines Berufes geworden, er ist am 2V. Jult im stillen Ocean ertrunken. Trotz der weitgehendsten Versuche ist es nicht geglückt, ihn zu retten und konnten wir nur ein Gebet für den verunglückten Kameraden verrichten. Seien Sie überzeugt, dass sein musterhaftes Betragen und seine seemännische Tüchtigkeit als Vorbild bei allen Kameraden fortleben und ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren werden. Ganz ergebenst von Rohrfeld, Lieutenant zur See und Adjutant." & Hine neue Riesenstadt. Der Senat des Staates NewAork hat die Bill, welche die Stadl New-?)ork mit Brooklin, Staaten-JSland und West Ehester zu einer einzigen Stadtgemeinde vereinigt, mit 34 gegen 14 Stimmen angenommen. .Groß-New-Aork'S Be völkerung würde 3,195.000 Seelen betragen und damit würde NewAork die «veitgröhte Weltstadt, nur wenig kleiner als London Für das Wohl der Menschheit ist mit der Riesigkeit der Großstädte natürlich nicht daS Geringste geleistet, sicher eher daS Gegentheil Hin entselilicher Mölewicht. In dem One Glauchau in Böhmen wohnte beim Böllchermcistcr Flehmig sieben Jahre lang ein Wedergefelle, Namen« Schuster. Da er die beiden Töchter Flehmig'« mit Liebesanlräge» belästigte, sollte er aus dem Hause. AuS Rache traf er Vorkehrungen, daS Haus mit der ganzen Familie niederzubrennen, nnd verwundete den l8jährigen Sohn schwer durch fünf Stiche. DaS Schreien des Angefallenen führte glücklicherweise rasch genug Hilfe herbei, welche den Verwundeten vor dem Tode bewahrte, den entstandenen Brand löschte und den Verbrecher, der feine ungefähidete Fluchl sorgfältig vor-bereitet hatte, festnahm. Hin Katermord. Der 27jährige Häuslerssohn Franz Crhonek in Hartmannsdorf (Mähren) erzählte Freunden und Bekannten, dass sich sein Vater erdenkt habe. Ein Gendarm und ein Ortsbewohner, welche sich in das HauS deS Crhonek begaben, fanden auch that-sächlich den GreiS mit einem schmalen Ledergurt an dem Webstuhl erdenkt auf. Die öffentliche Meinung ging bald dahin, dass Franz Crbonek seinen Vater er-mordet und dass der Alte sich nicht selbst daö Leben genommen habe. Der junge Mann hatte nämlich schon häusig seine» Vater mit dem Ermorden gedroht und ihn auch einmal durch einen Messerstich verwundet, wofür er vom KreiSgerichte zu acht Monaten schweren wehrte, nur mit Müh« gelang. AIS die Flüchtlinge in Pest-Ofen eingebracht wurden, erwartete ein« tau'end-köpfige Menschenmenge den Transport. Pie gestohlene 'Brieftasche. Vor mehreren Tagen würd« in einem lehr bekannten „Vergnügung«-Etablissement" in Wien einem reichen Russen, der sich nachts daselbst in Begleitung einer „Dame" unterhielt, von unbekannten Thätern die Brieftasche, in welcher sich (500 Rubel in russischen Noten sowie 500 fl. österreichisch« Noten befanden, enlwend«t. Der Russe ent-deckte den Dicdstahl erst. alS «r zahlen wollt«. Sr be-schuldigte einige Personen auS seiner Umgebung deS DieiistahlS, worüber eS zu einem Streit kam, der damtt endigte, dass der Russe und seine Begleiterin arretiert wurden, da der Verdacht vorlag, dass man eS mit Schwindlern zu thun habe. Am 23. Avril wurden nun di« Diebe, vier an der Zahl, verhaftet und dem Landes-gerichte eingeliefert Sie werden beschuldigt, di« Trunken« heit des reichen Russen ausgenützt. ihm die Brieftast« entwendet und sich in den Inhalt getheilt zu haben. Sie hatten sich sämmtlich durch groben Aufwand ver-dächtig gemacht und dieser Umstand führte zu ibrer Verhaftung. eine Occitv im Herichtslaale. Au» A'pang in Niederösterreich wird geschrieben : Im hiesigen Gericht»« gebäude spielte sich am 24. April eine aufregende Scene ab. Der beim Gericht seit längerer Zeit amtierende lSerichtSadjunct Karl Gasterer, der seit einigen Kochen an Melancholie litt, wurde während einer Amtshand-lung plötzlich von Tobsucht befallen. Nur mit Müde gelang es, den Wahnsinnigen zu überwältizen und z» fesseln. Der Unglückliche, ein Man» von 31 Jadren, wurde nach Wien in die Irrenanstalt gebracht. Hin parlamentarisches Duell. Ein Duell zwischen dem Lande-vertheidigungSminister Baron Fejer-vary und dem Ageordneten Bernath hat am 2'». April stattgefunden. Zuerst wurden Pistolen benützt und wurde bei einmaligem «ugelwechsel keiner der Duellanten ver-wundet. Da» Duell wurde sodann auf S^bel fortgesetzt, wobei der Abgeordnete Bernath einen fedr schweren Hieb über Kopf und Gesicht erhielt. Der Zustand desselben muiS als ein bedenklicher bezeichnet werden. Die Se-kundanlen des Ministers waren Graf Stefan Keglerit und Graf Andreas Hadik, die Sekundanten des Abge« ordneten Bernath waren die Abgeordneten Sz«derken»i und Lkoliesanyi. Bereits über drei Aahre „todtkrank" ist KorneliuS Herz. Im Jahre 1893 wurde er tu Bournemouih verhaftet, weil die franjöflfche '>ie-gierung feine Auslieferung wegen Theilnahme an de» Panamajchwindeleien verlangte. Die betreffenden AuS» lieserungsverhandlungen konnten bisher nur vor dem Polizeigerichte in Bow-Street, London, geführt werden; allein, da Herz »nach ärztlichem Zeugnis so krank ist, dass er ohne Gefahr für sein Leben nicht nach Londo» befördert werden könne." so unterblieben seit drei Jahre» alle gerichtlichen MasSnahmen Vor Kurzem wurde zwischen der französischen und der englischen Regierung «in Abkommen getroffen, wonach die GerichiSverdaad-lung wegen deS AuSlieferungSbegehrenS im Zimmer deS Kranken in Bournemouth foUte stattfinden dürfe». Nun hat Lord SaliSbury den Vertheidigern deS Dr. Herz mittheilen lassen, dass die französische Re.fiening ihre Anklage aus Unterschleif und Betrug hab- falle» lassen und seine Auflieferung nur noch wegen deS ver-gehenS der Erpressung verlange. Der Staatsseereiär schlage daher vor, di« Verhandlung am 17. Sprit i» Bournemouth vornehmen zu lassen. Der Vertheidiger des Angeklagten, Sir George Lewi». hat darauf ge« antwortet, Dr. Herz sei so krank, dass man ihn nicht einmal der Aufregung eines Verhöre» in seinem Zimmer unterwerfen dürfe; er schlägt daher «ine neuerliche!rzt-liebe Untersuchung vor. E» ist doch sonderbar, das« selbst in der angeblich sozialistisch angehauchten französischen Republik für einen jüdischen Srogschwindler 189«; ..Deutsche Wacht« durchaus keine Handhabe gefunden werden kann. Die iirinkbettSgeschichle deS Herz ist der frechste Scaudal dli jüdisch-fr-nzösischen SchwindlerlhumS. Die Hlegukierung des Eisernen SKores. Jie Regulierung der Katarakte an der unteren Donau ist wieder um einen großen Schritt vorgerückt. Der im Bette durch den Juc; Katarakt hindurch gesprengte Smndkanal ist fertiggestellt: derselbe sichert In einer känze von 13 Meiern und in einer Breite von 60 Nietern einen 2 Meter unter Null tiefen Weg für die Schiffahrt. ES war dies eine der schwieligsten Ar-beiten. Beinahe 30.000 Kubikmeter harten Serpentin-xefteinS muhten im Wasser, bei reibender Stromschnelle, gesprengt werden. Demnächst wird die Schisfbarkeit deS Kanals geprüft und dana wird derselbe provisorisch dem Verkehre übergeben werden. Ausstellungen im Aahre 18%. Im laufenden S^tre finden nachstehende Ausstellungen statt: Berliner Eerrerbeaucstellung, welche im Mai eröffnet, bis Oktober kiurtn und in großartiger Weise die Fortschritte des Vewerbe», der Industrie und d«S Handels in dem Herr-ß4 tuöstellung in Cöthen (Anhalt). — Eine allgemeine Ausstellung mit besonderer Berücksichtigung voi' Hygiene, : volksernähn:ng und Hausbedarf, verbanden mit Sonder-auestellung, findet vom 2. Mai bis 27. Juni 1896 in Danfig statt. — Ausstellung des sächsischen Hand-j werkS und Kunstgewerbes in Dresden, Eröffnung am lö. Juni. — Schweizerische Landesausstellung in Genf, i Dem 1. Mai bis 15. Oktober. — Große internationale Sartenbauausstellung in Hamburg. — Eine inter-I Rationale Ausstellung für kölperliche Erziebung, Gesund-heitSpflege und Sport findet in JnnSvruck vom Mai [ IrS Oktober statt. — Internationale Industrie Ausstellung in Johannesburg (Südafrikanische Republik ! Transvaal) im Mai und Juni. — Internationale ZuSstellung für Schifffahrt und Fischerei in Kiel, vom 13. Mai bis 30. September, verbunden mir einer Erwerbe- und Industrieausstellung der Provinz Schleswig Holstein. — Sächsisch-thüringische Industrie- und Sewerbeausi'telluiig in Leipzig vom 15. April bis 15. September. — Gewerbe-, Industrie- und Kunst-auesteUung im Londoner Volksfest (Ostend) im Juni 1&96. — Internationale Weinausstellung in Mainz. — Industrieausstellung in Malmö (Schweden', vom 15. Juni bi« 15. September. — Internationale Industrie» und Kunstausstellung in Mexiko, vom 2. April bis 2. Oclsber. Russische Landesausstellung in Rüchni-Nowgorod. — Baierische LandeSindustrte- und Kunstausstellung in Nürnberg, vom 15. Mai bis 15. October. — Laudwirthschaftliche Ausstellung in Oberhollabrunn, im Monate September. — Internationale pharmaceutische Ausstellung in Prag, veran-stillet von der pharmaceutischen Gesellschaft in Prag, rem 15. August bis 15. September 1896. — Ausstellung für niedcrrheinische Textilindustrie in Rheydt, «cm 1. bi» 15. Juli — GewerbeauSstellung in Baden. Ter dortige Gewerbeverein veranstaltet diese Ausstellung, die von Mitte Mai bis Mitte Juni 1896 dauern wird, anlässlich der Fcier seines 2Ujä6rig«n Bestehen». — Kunst- und Industrieausstellung in Stockholm. Nor-wegen und Dänemark sind zur Betheiligung speciell eingeladen, nach Maßgabe de» verfügbaren Platzes können aber auch andere Länder, besonder» an der Kunstausstellung, theilnehmen. Die Ausstellung dauert »cm 15. Mai bis I. Oktober 189t». — Ausstellung rar Elektrotechnik und Kunstgewerb« in Stuttgart, an-lässlich der Einweihung de» Gew:rbemufcumS. — Große landwirthschafiliche Ausstellung in Stuttgart-Sannstatt. Veranstalte« von der deutschen land.virth-stattlichen Gesellschaft, vom 11. bi» 16. Juni. — Inte.nationaler landwirlhsckaftlicher Maschinenmarkt in Wien, vom 9. bis 14. Mai. — Also man sieht, die Welt ist noch immer nicht ausstellungsmüde. Aus Stadt und Land. Cillier Hemeinderath. Am Freilag, den I. Mal 1896, um 5 Uhr Nachmittags findet eine ordentliche öffentliche GemeindeauSfchußfitzung mit folgender Tagesordnung statt: Mittheilung der Einlaufe. Bericht der Rechts - Sektion: ÄmtSdericht in Angelegenheit der HeimalhS-zmiändigkeitS - Verhandlung betreffend Michael Nowak. Berichte der Bausection: Baugesuch, be-neffend die Rekonstruktion des Thurmes der heil. Gei'tktrche;Offerie betreffs Lieferungvon PsiafternngS-Äateriale. Amtsberichi, betreffend die Pflasterung »er Herrengasse. Berichte der Finanz-Sektion: AmlSberichl in Angelegenheit der Anschaffung von Feuerlöschgerathen für die Landwehrkaserne. An-trag auf Bestimmung der Höhe deS Beitrages ls Mitglied des „Landes-Berbandes für Wohlthätig-keit in Steiermark." Technisches Guiachten über die für das deutsche Slaatsobergymnafium in Aussicht genommenen Bauplätze. Bericht deS Friedhot-comite« in Angelegenheit der Eingab? deS Josef Wratfchko betreffs LeichenbeftaitungsauSübuug. Kür das Deutsche Kaus und Studentenheim sind folgende Spenden eingelaufen: (11. AuS-weis.) Schneeballsammlung aus Rann 10 fl. 65 kr.; Theodor Hämmerle in Wien 50 fl.; Lichtenwalder Osterfonntag-AuSflug nach Krain (Sammlung) 3fl.; Turnverein Baden bei Wien L0 fl.; „Deutsche Studenten sür deutsche Studenten" aus Durnholz 79 kr.! Sammlung bei Sandwirth in Völtermarkl 19 fl.; Adolf Hünermann-Sayn 10 Mark; Wien, Winterbierhaus 2 fl. ; Wette Dr. Beck-Jng.Hawel 5 fl.; Sammlung bei Galland in Heil. Geist 6 fl. 49 kr.; Sammlung durch Fräulein Ruperla Simo-nitfch 27 fl.; aus Hochenega: Moriz Stallner 290 fl.. Sammlung 7 fl., Franz Wretscher 5 fl., Fritz Lang 1 fl.. Franz Zoltl >9 fl., Franz Kleiiischroi I fl., Martin Schweiger 1 fl.; Gräfin Marculinc 4 fl.. Franz Thomasch 2 fl.. Franz Hedl 1 fl., Karl Jost 2 fl., Johann Pötscher 2 fl., Jgnaz Dremel I fl., Johann Thaller 1 fl.. Karl Goludkoviö 5 fl., Irma Kofchutnik 2 fl., Josef Kofchutnik 3 fl.. Anna Henn 5 fl., Juli« Schoumer 2 fl.; Sächsisch-Anhaltischer Verband des Deutschen SchulvereineS Magdeburg 50 Mark; Sammlung in Magdeburg 17 Mark; an Bausteinen 5 fl.; an Bausteinen 35 fl.; Gesangverein „Harmonie" in Radl 2 fl.; Tisch-gejellschaft „Eiche" in Mies (Böhmen) 6 fl.; GutS-verwaltung Drachenburg 20 fl. Wettere Spenden sind erbeten an den Zahlmeister Herrn Josef König in Cilli. Sodesfalk. An, 28. d. M., 2 Uhr früh, ist hier der k. k. Gerichtshof-Adjunct Dr. Johann K u d e r gestorben. Der Verblichene gehörte der slovenischen Partei an; er musste sich jedoch auch in allen deutschen Kreisen unserer Stadt eine hohe Achtung zu verschaffen, die seinem concilianten Wesen, seinem Gerechtigkeitssinne, seiner Begabung und seinem unermüdlichen Fleiße in vollem Maße gezollt wurde. An seiner ^'ahre trauert eine Witwe mit drei unmündigen Kindern. B. i. p.! Angkücksfall im Aohlenba«. Wie uns aus Trifail unterm L'6. d. M. mitgetheilt wird, ver-unglückte der Förderer Nikolaus Baloch im Retschitz-Erbstollen dadurch, dass er mit dem För-derer Joses Pinler während der Beschäftigung beim UnierfiichungSschacht durch den rutschenden Kübel, dessen Kurbel ihren Händen entglitt, strauchelte, er selbst dadurch von der Kurbel aus den Bauch und die Magengegend getroffen wurde und hiebei eine schwere Verletzung erlitt. Ein Verschulden an diesem Unfälle trifft Niemand. Akpenvereins Aöend. Der am 25. April in den Casiiioränmlichketten veranstaltete gesellige VereinSabeno der Sektion Cilli des D. und Lest. Alpenvereines rechtfertigte in jeder Beziehung die große Anziehungskraft, die die Alpenvereinsabende auf unser Publikum ausüben. Der Obmann der Sektion, Herr Ingenieur L i n d a u e r konnte in seiner Begrüßungsrede der Freude darüber Aus druck geben, dass durch guten Besuch der rege Antheil an dem alpinen Leben bezeig» worden sei. Im weiteren Verlause seiner beifällig aufgenommenen Worte, kam er auf die Erwerbung des Piskernik bauseS im Logarthale zu sprechen, welches von der Sektion nach zeitgemäßen Ansprüchen und auch sür längeren Ausenihall eingerichtet wird. Herr Dr. Stepischnegg, einer der tüchtigsten und eifrig sten Hochtouristen unserer Stadt, hielt sodann einen lebensvollen Vortrag über die von ihm im Vor jähre durchgeführte Ueberfchreilung des herrlichen Gkmmtpasfes in der Schweiz. Eine beredte Dar stellungSgabe, glänzende Schilderung, durchweht von tiefempfundener Begeisterung sür die erhabene Alpenwelt, gewürzt von diskretem Humor — daS alleS wirkte zusammen, um den ausmerksam lau-schenden Zuhörern das Besprochene sast sichtbar vor Augen zu führen. Lebhafter Beifall lohnte den ausgezeichneten Vonrag. Herr Prof. Dr. Wert-heim las formvollendet mehrere Gedichte von Baumbach. Herr M e t t e l e t gab lästige Couplets zum Besten. Die Zwischenpausen wurden von der MusikvereinScapelle ansprechend ausgefüllt, welche noch lange nach Abwicklung deS Programmes mit ihren luftigen Tanzweisen die Jugend auf den Füßen erhielt. ZLäanergelangsverein „Liederkranz." Die VoriragSordnung für die am Sonntag, den 3. Mai 1896, Abends 8 Uhr im Hotel „Goldener Löwe stattfindenden Frühltugs-Liedertafel des Männer- Gesangvereines „Liederkranz" besteht aus folaenden Gesangsnummern: Frühling ohn' Ende. Männer-chor von Ag. Btlleter; WaldeSzauber. Männerchor von Ad«; Alma Wasserl, Männerchor von Fr. Blümel; Der lustige Trompeter. Männerchor mii Flügelhornsolo und Clavierbegleitung von Asolf Schreiner: Zwei Reiseonkel. Komisches Duett von R. Heinze sür Tenor nnd Baß mit Clavierbegleitung; 's Buss'ln, Männerchor von Rudolf Klein: B->rg-mannSlied, Männerchor mit Bariton-Solo u»k> Claoierbegleitung von Kücken. Die Musiknummern der Cillier MusikvereinScapelle sind: BoS lischer Regimentsmarsch (Nr. 2) von WagneS; Frühlmgs-ahnen, Walzer von Bracü' un) Dieffl; Ouverlure „Die Hochzeit bei^Laiernenschein" von Offenbach: Man!>olinen, Polka franyaife von Deformes; »An Dich," Intermezzo von Cubulka; ..Blumenkönigm". Polka mazur von Schneider; „Der Traum eines österreichischen Reservisten", großes Tongemälde von Ziehrer: „Wiener Frauen", Walzer von Strauß; Sans Gene, Quadrille von Bert»; „Im Fluge", Galopp von Gleisner. Weitcultein. (I o s e f T e p p e i 1%) Das Leichenbegängnis des Herrn Josef Teppei gestaltete sich zu einer großartigen Trauerkuudgebuug für den Verblichenen, die einen erhebend.-» BeweiS dafür lieferte, dass Herr Teppei nicht nur von Seite seiner Mitbürger, sondern auch im ganzen Unterlande und darüber hinaus sich hoher Achtung und Beliebtheit erfreut hat. Aus dem letzten Erden-gange leisteten dem wackeren deutschen Manne Ge-iolgschast aus Cilli: Herr Bürgermeister Stiger, Herr Bürgermeisterstellverireter Julius R a k u s ch. Herr AmtSoorstaud Für st bau er, Herr Gemeinde-ralh Pallos, die Herren A r l t und G a i f ch e k u. A.; auS Gonobitz: der Obmann der Bezirks-Vertretung Herr Dr. L e d e r e r und Herr Bürger-meister Dr. S i m o n i t s ch, ferner» zahlreiche Trauergäste auS Hochenegg, Reuhaus. Wöllan, Bischofsdorf. Einod, S> ernsten, Heil. Geist, Retfchach. Slorv, Graz und Trieft. Die Gemeindevertretung von Weitenstrin war korporativ vertreten, die Schuljugend von Weitenstein folnte unter Führung dc« Herrn Oberlehrers Zirngaft und des Herrn Lehrers Hosbauer dem Sarge. Die gesammt« Bürgerschaft des OrteS bethetligle sich an dem Leichenbegängnisse desgleichen in noch nie gesehener Weife die bäuerliche Bevölkerung von Weilenstein und aus der Umgebung. Zahlreiche prachtvolle Kränze wurden auf das Grad niedergelegt, so von den Bürgern WeilensteinS, von den Cillier Kauf-lernen, von vielen Freunden des Verblichenen in Weitenstein, Cilli, Stor», Wollan, Gonobitz. Heil. Geist und Graz. sowie von den Familienangehörigen. Mögen die Hinterbliebenen in der allgemeinen Trauer um den verehrten Mann lindernden Trost in ihrem liefen Schmerze finden! Die Werths chätznng der Nachwelt ist der beste Maßstab sur die Tuch-tigkeit des Menschen. Teppei war ein ganzer Äliann, ein edler Charakter — das hat die erhebende Trauerkundgebung an seinem Grabe gezeigt. Laibach. Der Laibacher Deutsche Turnverein veranstaltet Samstag den 2. Mai d. I., um 8 Uhr abends, z»r Feier de« zehnjährigen Bestandes seiner SängerrunSe im großen Saale der Tonhalle ein Fest-Concert unter Leitung des SangwarteS Herrn Victor Ranth und gefälliger Mitwirkung der Frau Marie Krämer-Widl, Concertsängerin auS Graz. deS Fräuleins Marie Kreminger sowie der Musikkapelle des k. u. k. Jnfantene-Regimenles König der Belgier Nr. 27. &• sl~il*hrilhrt des „Teutschen Schul« wwninn Vereines" und unseres Lchnyvereines „Südmarl" bei Spielen und Wetten, bei Festlichkeiteu u. Testainenten, sowie bei unverhofften Gewmnste«! A»,t,or Llnimens. Capslcl comp. au« Richters Auothete üt Prig, anerkannt vorziiglichc schmerzstillend» IH« rcibuug: zum Preist von 40 st., 70 kr. und I fl. vorrätig in allen Apotheken. Man verlange die-t>> allgemein beliebte Hausmittel gest. stet« Wrzweg att Richters Vinirnent mit „Anker" und nclnne vorsichtiger Weile nur Flaschen mit der bekannten Schußmarke.Anker'alt rcht an. 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