Nr. 1. ! Donnerstag, 2. Jänner 1913. 132. Jahrgang. Mma ^' k. ^I»i»l,rin >i X, ssül d! ';,,st..,l,m,i i,,s Ha»s nanzjährin 2«. - Zns«tw„«grb«,»r: ssilr tln»<> I»»rat.' .- sich Mitloiiöslra» ^ir, l.ü diM-d.'»,«<.^ MM«.'.<, >^/^ »>, "^M.,^,. dcr R dal ,on wn « b.. >" llür Uelepyatt-Zlv. der Uedaktion ^>2. ^^V/^'^^ ______________ AmAcher Geil. Der s. l. Landspräsident im Hcrzogtume Krain hat der Wirtschaften ^ncia C>') o l ma y e r in Ral> »nannsdorf die mil dm Allerhöchsten Handschreiben vom 18. August 1898 Mstele Ehrenmedaille für vierzig. jährige treue Dienj^ zuerkannt. Nichtamtlicher Geil. Der Besuch des Königs Ferdinand in Saloniki. Man schreibj der „Pol. Korr." aus Saloniki, ^1. Dezember: Diz griechischen Behörden sind von dem Bevorstehen des Nsuches des Königs Ferdinand offiziell erst am Tage der Ankunfl bei^achrichtigl worden. Die bulgarischen Greift I)alten über den Besuch, von welchem man schon acht To bo>^',"tft< D<>r ^ön!.^ trllg Uniforiu. Während d»>r Fxihrl nach dem Gebäude, des bulgarischen Generalkonsulats ivurk' der König von der Menge mit ledhasten Hurrahlufeu alklamierl. Im Vorgarten des Kon. sulatsgebäudes wurde er von der hohen bulgarischen Geistlichkeit, den Lehrern der bulgarischen Schulen mit Abordnungen der Schüler uud den bulgarischen Notabein der Sladl begrüßt^ vor dein Konsulatsge^"^ l)atte eine bulgarische Ehren so mpanie mit Must,. vluf» Fentlleton. Der Besnch. Eine Neujahtsgeschichte von Ac»tyc»v H3renüe»tdorff. lNachbrulf nerliotr» ) Klemens Sinuner saß aus dem Vellrand und lxichle »aatte an Fräulein Fannl) Mousbachers Seite gesessen, l>atte unter dem Tisch unzähligemale ihre mollige kleine Patschhand gedriickt und zuweilen Viertelstunden lang slelluug genommen. Da der Hofzug eine größere Ver» spves° halb er sich zwecks Begrüßung des Königs in das bul» garische Konsulatsgebäude begab. Nach zwei Stunden besuchte König Ferdinand den König Georg in der Villa des .Herrn Eleon Had5i Lazzaro, wo er vom König nnd den Prinzen Nikolaus nnd Andreas herzlichst empfan-gen wurde. König Georg erwiderte den Nefuch, »vorauf ein intimes Diner beim griechischen Souverän stattfand, an dem nur die griechische Königsfamilie und König Ferdinand mit den Prinzen Boris nnd EyrM teilnahmen. Der Besnch erregte da:, größte Aufsehen. Die griechische Presse enthielt sich aber jedes Kommen-lars. An den maßgebenden Stellen wird über den Zweck des Besuches strengstes Stillschweigen beobachtet. Iu gewisseu griechischeil Kl'eiseu wird behauptet, daß die Besprechung der beiden Herrscher das Übergehen der Städte Serres, Drama uud Kawalla in den Besitz der Bulgaren betroffen habe. Von anderer Seite wird der Besuch als eiue Demonstration gegen die Besitzergrei. sung Salonikis seitens der Griechen bezeichnet. Was die zwischen Bulgaren lind Griechen bestehende Spannnng anbelangt, so kann man die Bemerkung machen, daß infolge der Maßnahmen der griechischen Behörden ge» gen die beiderseitigen Blätter die schnrfe Sprache, die oon diesen angeschlagen wuvde, anfgehör« l)a>. Die Friedensvcrhandluugen. Über d>e in Konstantinopel in bezug ans die Frie» densverl)a»d!nngen herrschende Stimmung geht der „Pol. ,^orr." eine ungünstige Darstellung zu. In den maßgebenden Kreisen ist hinsichtlich der Pnnkle, über ' ,, elche zwischen der Türlei und den verbündeten Nalkan-staalen die schärfsteil Meinungsverschiedenheileu be. ihr ebenso zierliches als kräftiges Füßchen alls seinem besten Hühnerauge gefühlt. Nur ein Verliebter weiß, welche Fülle von Seligkeil derartige Vertranlichkeiten in sich schließen, nnd Klemens Simmer hätte nicht ein Phanlasiereicher Malkünstler sein müssen, wenn seine Seele nicht alle Wonnen der verstohlenen Fuß» und Händeorücke restlos ausgekocht hätte. Soweit slaud alles in greisbarer, köstlicher Klarheit vor seinem Geiste, dann aber breitete sich's wie undurchdringlicher Nebel über die Erinnerungsbilder. Wohl tauchten allerlei Einzel-heiteu aus dein Dunkel auf: eine »nerschöpsliche Bowle dampsenden Silvesterpunsches, Gläserklingcn, Gesang, Vleigießen, ein übermütiger Walzer uud süßes, heim» liches Geflüster hinter einem diskreten Türvorhang. Aber diese Details wollten sich durchaus nicht wieder zu einem Ganzen zusammenfügen lassen. Vorne, hinten nnd in der Mitte gab es klaffende Lücken, die kein Grü» beln auszufüllen vermochte. Und Klemens Simmer würde sich durch diese GedächtnisscsWäche vielleicht :n hohem Maße bernnruhigl gefühlt haben, wenn nicht als tröstliche Gewißheit wenigstens das Eine ans all dem Ehaos heransgeleuchtel hätte, daß er beim Morgen-grauen als ein glückseliger Maun durch die Straßen ge« wandelt nxir. Irgendeine verhängniövolle Dummheil also konnte er im Hause des Herrn Moosbacher wohl kaum angestellt haben. Vielleicht hätte er i» dieser Zuversicht allgemach aus alle weitere, ebeuso austrcugeude als nuhlose Gedanken» arbeit verzichtet, wenn da nicht ein einzelner dunkler Punll gewesen wäre, um den er durchaus nicht hernm° ,kommen konnte. Eine innere Stimme, von der er in« stinkliv fühlte, daß sie ihn nicht betrog, hatte ihm näm-lich gleich beim Envachen zugeflüstert, daß ihm irgend jemand für diesen Neujahrsvormittag seinen Besuch an» gekündigt habe und das; es sich bei diesem Besuche um irgendetuxis außerordentlich Wichtiges l)andeln solle. Wer aber dieser Jemand sei und in welcher Absicht er bei ihm erscheinen wolle, ioar ihm so vollständig entfallen, stehen, keine Nachgiebigkeit n>chrznnehmen nnd die Eventnalitäl der baldigen Abberufuug der otlomanischen Unterhändler ans London wird als nichi nnwahrschein. lich angesehen. Manche kreise suchen das Palais zur Fortschuug des Krieges zu drängen nnd desgleichen wird die Armee zur Wiederausuahme des Kampfes aufgestachelt. Der Sohu des' Scheich,ül°Isla!n, Mulhtar Bey, richtete au deu Sultan ein Schreiben, das mit den nachdrücklichsten Worten die Wiedererösfnuug der Feindseligleiten gegen die Valkanstaate» fordert. Unter den otwinanischen Truppen bei ^'atald^a wurden von unbekannten Per-fönen Flugblätter verteilt, in welchen erklärt wird, daß das Khalifat in Konstantinopel nnd die ganze Türkei in Gefahr sei, nnd es als eine Pflicht des Heeres bezeich-net wird, den Kamps im Namen Gottes, des Propheten und des Korans weiterznsühren. Politische Zlbcrstcht. L a i bach, ^l. Dezember. Der Pulclltlllb alzcptierle als leitende Grundsatz für die Austragung der rutlicnischc» Universitätsa»ssc» Ic.qculicii: Längstens bis Oktober !!>!6 muß die Lein-berger Universität von den rnthenischen Professoren und Dozenten verlassen werden. Zu diesem Zwecke soll in dem kaiserlichen Handschreiben die ausdrückliche Bestim» muug enthalten sein, daß im ^ahre ÜIM, wenn auch das Gefeh über die rnlheniscye Universität nicht zu» stände kommen sollte, die rnlheuiM» Lehrkräfte zn einem provisorischen Huchfchnlinstilnle organisiert wer-den sollen. Dem künftigen Standorte der ukrainisch,'! Universität soll nicht vorgegriffen werden. Tics full "> Legislative überlassen bleibe». Der Text des laiserlic^ Handschreibens soll erst nach der Flotlmachnng des gali> zischen Landtages veröffentlicht lverden. Erst wenn die Regierung den Text des kaiserlichen Handschreibensaus, gearbeitet haben wird, werden sich die beiden Nationen als halle er einen Becher Lethe getrunken. Da Klemens Simmer unter normalen Verhältnissen ein beinahe pe-dantisch gewissenhafter, ordentlicher und zuverläsfiger Mensch war, beunruhigte ihn diese Ungewißheit anf das äußerste, nnd er fuhr höchlich erschrocken empor, als er plötzlich draußen die Wohnuugsglocke anschlagen hörte. Himmel, wenn das schon der angekündigte Besnch ivar! Wer es anch sein mochte, hoch oder gering, Mann oder Weib, in diesem Neglige sonnte er ihn doch un> möglich empfangen. Anf den Fußspitzen schlich er zur Tür, um angstvoll ans den Klang der Stimme zu lau» scheu, die da mil seine»! allen Hausdrachen sprechen würde. Und in einem Anfalmen der Erleichterung hob sich seine Brust, da er diese Stimme als die seines ver tränten Freundes Bornmüller erkannte, desselben, dem er die Eiitsührnng in das Moosbachersche Haus und da° mit auch die Einladung zu der gestrigen Silvesterfeier verdankte. Vor dem brauchte er sich allerdings auch in Unterkleidung nicht zn genieren, und er hieß ihn sogar um so srennd!icher willkommen, als sich sogleich eine leise Hoffnnng in ihm geregt halte, vmi Freund Born-müller vielleicht Aufklärung über den bewnßten dunkle» Punkt zn erhallen. Nach dem Austausch einiger wo!)I° gemeinler Komplimente über beiderseitiges erbärmlichc Aussehen kam er denn mich ohne Umschweife mit seim'o Sorgen zntage. „Hör' altes Haus, kannst du nicht meinein ver kalerten Gedächtnis ein »venig auf die Beine helfen? Mir ist, als ob ich mit jemandem verabredet hätte, daß er mich henle vormittags zn einem sehr wichtige» Zwecke besuchen solle. Es muß im Moosbacherschen Haus und uach Mitteruachl geschehen sein, denn alles, nxi>> vorher passiert ist, sieht bis in mein zweites Lebens jähr zurück greisbar deutlich in meiner Erinnerung da. Das große Nichts beginnt erst ungefähr mit der zwölften Stunde, wo mein geistiges Ich i» dieser tückischen Äowlc teilweise untergegangen zu sein scheint." lFortsetmng folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 1. 2 2. Jänner 1913. >amit zu besclMigen haben. Dies ist sür die Reichsrals-lcssion sür Eilde Jänner in Aussicht genommen. In einer Vesprechnilg der Wahlrrfurm in Ungarn ^elnerkt da'? „Fremdeilblalt", im Vordergründe des In-ieresses stehe augenblicklich die Frage, >uie sich die Op° ' ousilion der Beratung der Wahlresorm gegenüber zli verhalten gedenke. Sie befinde sich in einer schwierigen ' i^age, denn ei» fernbleiben von den Verhandlungen ^ >väre gleichbedeutend mit eiuer Allsschaltnilg von der ^ gesetzgeberischen Arbeit überhanpl nnd »vürde dem An» seheil der Opposition wesentlich Abbruch tuu. Anderseits wird es ihr sicherlich auch nicht leicht fallen, wieder im Abgeordnelenhause zu erscheineil, da jede Obstruktion nach der Geschästsordnungsresorm aussichtslos erscheint. Unter diesen Umständen wäre es für sie wohl am ersprießlichsten, den Weg der Verhandlungen zu betreten, der ihr die Rückkehr zur parlameularischen Arbeit ermöglicht. Nach einer Meldung ano Paris slehl es nunmehr sest, daß sich außer dem Ministerpräsidenten Poincnri'' die Herren Ribot, Dcschaucl nnd Dubost um die Präsidentschaft der Republik bewerben werden. Mail sieht voraus, das; in der am 15. Jänner im Senat zur Erörterung dieser Angelegenheit a zuhaltenden Versammlung der Republikaner keiner dieser Kandidaten die abso-. lnte Mehrheit erhalten unrd. Wer auch immer aus dieser vorbereitenden Beratung als designierter Kandidat hervorgeheil sollte, werde die Zahl der ihm zufallenden Stimmen uxihr schein! ich nicht hiureicheu, um sein Dnrch-dringen im Versailler Kongresse zu verbürgen. Es spri> chen somit alle Anzeichen dafür, daß sich bei der Präsi» denlenwah! die Notwendigteil eines zweiten Wahlganges ergeben »verde. Die „Perseveranza" meldet aus Ronl, sie lönne bestätigeil, daß Anfang des nächsten Jahres eine Zusammenkunft zwischeil König Viktor (Lmauuel und Kaiser Wilhelm stattfinden werde. Diese werde in Genua, und nicht, wie andere Blätter melden, iu Venedig erfvlgcil. Aus Bukarest, 30. Dezember, wird gemeldet- Der >völliss empfing eine Aburduung des Senates, welche die Adresse in Beautwortuug der Thronrede überreichte, ^er König sprach zlinächsl seinen Dant fiir die ihin anläßlich .des Ablebens seiiler Schwester, der Gräsin von Flandern, zum Ausdrucke gebrachte Teilnahme aus uud sagte dann: Ich konstatiere mit großer Genugtnung, daß der Senat die Anschauungen der Regierung, betreffend die Ereignisse anf dem Balkan nnd deren folgen auf unsere vitalen Interessen vollständig teilt. Wir hegen noch immer die Hoffnung, daß die gegenwärtig schwierige Lage in freundschaftlicher Weife und durch einen von alleu erwünschten dauerhaften Frieden wird geregelt werden können. Die patriotischen Gefühle, die Sie beseelen, sind eine Bürgschaft dafür, daß Sie die auf die Stärkung der nationalen Verteidiguug bezüglichen Gesetze einer aufmerkfameu Prüfung unterziehen werden. Immer, wenn ei» großes, nationales Interesse in Frage stand, haben sich die Rumänen zu dessen Verteidigung '.iisammengeschwsseu. Ich habe die Überzeugung, daß Sie sich dieser Tradition würdig erweiseu werden. Das Geheimnis des Lindenhofes. Frci nach dcm Englischen von ^Mlara Mheina«. (69. Fortsetzung.) («achdruck uerboleil,) „Seien Sie gut gegen meine Tochter," bat der Leutnant, welcher einen- Teil dieser Rede verstanden hatte, „ihr Los ist ein trauriges. Betrachten Sie Edith als Ihrer Schwester Kind, nicht als das meinige — helfen Sie ihr, mich zu vergessen. Aber die Welt wird uns nicht erlauben, zu vergessen. Was können Sie mit dem Kinde eines Mörders tun — wo lönnen Sie es unterbringen?" „Regen Sie sich »lit solchen Gedaulen nicht auf," sagte Herr Mohr. „Legen Sie die Sache vertrauensvoll in höhere Hand und denken Sie jetzt an sich. Ihnen bleibt nur noch eine kurze Frist." „Aber gräßlich, in einem solchen Augenblicke, nur an sich zu denken!" rief der Leutnant, seinen geisterhaften Blick auf den Sprechenden heftend. „Wie gnt vermögen wir das, wenn wir ill voller Gesundheit sind! Aber jetzt — es ist gräßlich!" „Reginald Butler," begann jetzt Herman», ein;>aar Schritte vortretend, „es hat feinen Zweck mehr, anszu» spreche,,, wie anders nnsere Begegnung wohl ausgefallen wäre, hätteu Sie mir gesund gegenübergestanden. Ihre Sünden haben Sie schwer heimgesucht- ich kann Sie der Hand Ihres Schöpsers nicht entreißen. Für das Kind meiner Schwester habe ich auch seither nach besten Kräf» ten gesorgt und hätte ihr am liebsleu die Kenntnis all dieses Schrecklichen erspart ^ aber es war unmöglich. Was ich fortan zn ihrem Glücke beitragen tauu, soll nicht ungeschehen bleiben. Und so hart es mir wird, ich muß die Worte sprechen: Reginald Butler, ich vergebe Ihnen, wie ich auch Vcrgebuug für meine Sünden erhoffe." TMMcmgkitcu. — lirium, uud der rasch herbeigerufene Arzt erklärte ihr Leben in Gefahr. Julie teilte sich mit der Wärleriu i» die Pflege der Krankeu und hatte deren Zimmer noch nicht verlassen, als am folgenden Abend ein schunrzgesiegelter Brief für sie ankam. Hermann begegnete Susanne damit auf der Treppe nnd nahm das Schreiben an sich, um es seinem Freunde zu zeigen. „Ich fürchte sehr, es steht ihr ein Schmerz bevor," sagte er unruhig. „Ein neues Herzeleid für mich." hältnismäßig billig einen Nemlrandt, Hals und Rubens verschafft z» l>ibeu glaubte, duauf, daß er einem gewöhnlichen Echwindlerpaar angesessen sei nnd für sein echtes Perlenhalsband ein paac elende Kopien eingehandelt hatte. — sPcrstecktc Testamente.) Gleichwie »och heute die Sitte weitverbreitet ist, das ersparte Geld im Strumpfe, im Nette oder sonst an irgend eNem möglichen oder unmöglichen Orte zu verstecken, so ü auch der Brauch, das eigene Testament sorgfällig zu verbergen, vielfach üblich. Aus welch sonderbare Verstecke d< die Menschen manchmal kommen, ist kaum zu glauben Dem, der in die Lage kommen sollte, die Spnren ein« Testamentes zu verfolgen, sei folgender Rat gegeben, >er iu einem englischen Verschen enthalten ist: Die Tefta»eute liegen iu einem alten Hnl, unter einer Türmalte, in einer Uhr, in der Schreibmappe, hinter einem allen ^ilde oder unter einem Haufen von (^jerümpel. Vor uichi langer Zeit lain in England ein Gatte, dem die beserc Hälfte gestorben war, in die Verlegeilheil, ihr Testnuent suchen zn müssen. Wie erzählt wird, folgte er den Ratschläge» des Sprüchleins- und gerade als d'ie ^'ol am größteil war und es den Anschein lMe, daß er des Erbes verlustig gehen würde, fand er del, letzten Villen, seiner Ehefrau iu der Uhr verborgen. In Irlaw starb vor einigen Jahren eine Frau, deren Haus eigentlich nur eine einzige Trödelkammer voll alleu Gerüupels war. Iu kunterbuntem Durcheinander lagen dort Wertpapiere, Bank' noten, Papi ersetzen, Lumpen. Und in größten Schmutz-Hansen fand man das Testament der sonderlichen Alten. Vor ungefähr sechs Jahren erregte i> England ein Erb-schaflsstreit Aufsehen. Damals faud sch nämlich znsällig in dem Futter eines allen Zylinde/s das Teslameul eines Mannes, nm dessen Erbe sich eine ganze Reihe von Nachkommen stritten. Der Verdorbene hatte den Zylinder einem Freunde vermacht, Ob dieser nun von irgend welcheu Ahnungen gepackt oder auf Gruud des Sprüchleins gehandeil hat, ist nicht bekannt; fest steht nnr, daß er den Zylinderhul einer sorgfältige» Prüfung unterzog uud dabei das wertvolle Tesiamenl fand. Wie der Zufall bei der Auffindung von Testamenten mitspielt, zeigt ein anderer Fall. Das Testament eines Verstorbenen, von dem man bestimmt wusele, daß er seinen letzten Willen schriftlich niedergelegt lMle, blieb unauffindbar. Lange Zeit verstrich. Da setzte sich eines Tages einer der Nachkommen zufällig au den Schreibtisch, nahm alls der Schreibmappe ei» Slücl Papier und be° ganil einen Bries zu schreiben. Als er dir Seile wendete, sah er das vermißte Testament, das, trotzdem das Hans von unten bis oben umgekehrt worden >»ar, sich zu verstecken gewußt halte. Auch in dem Polster eiuer alten Kutsche ist einmal in Frankreich ein Testament gefunden worden. Ein ganz eigentümliches Versteck sin ^ein Testn. menl jnchle ein Pariser ans, der vor ungeiähr einem Jahrzehnte das Zeitliche gesegnet hat. Er schickte sein Testament postlagernd an sich selbst ab in gewissen Zeil-räunieu, und einem Zufalle irxir es z» verdanken, daß es bei seinem Tode gefunden wurde. ^ be ernstlich die Absicht, sie zu meinen Erben einznsetzeu. Hoffentlich betrifft die Trauernachricht nicht Juliens Bruder, den sie so schwärmerisch liebt. Das wäre ein herber Schmerz für sie --eine traurige Euttäuschnug für mich. Wilhelm erregte mein ganzes Interesse, als ich ihn zum erstenmal sah; ich entwarf schon viele Pläne für sein Fortkommen. Anch ans seinen Briefen lernte ich ihn kennen; br ist ein nobler Eharakler. Auf mein Worl, Hermann, sein Tod wäre anch siir mich ein Schlag," Nachdenklich blickte Hermann in des Freundes erregtes Antlitz. Er gedachte jener Zeit, da Wilhelms Name ihm so verhaßt gewesen war, nnd machte sich Vor-würfe, daß er bei all seiner Liebe für Inlie ihrer Familie sv wenig gedacht halle. „Ich will sie aufsuchen," sagte er, „und ihr selbst diesen Vricf übergeben. Bringt er ihr Knmmer und Leid, so bin ich der erste, der ihu mit ihr teilt." Hermann ließ Inlie bitten, einige Minuten in das Vibliolhelszimmer zu kommen. „Mein süßes Lieb," rief er, alles über ihren Anblick bergessend, „ich kann mein Glück nicht für lvahr halten, wenn ich dich nicht sehe. Aber wie bleich du aus» siehst! Du richtest deine Gesundheit zngrnnde durch diese Sorge für andere." „Ich kaun Fräulein Nutler nicht ganz fremder Pflege überlassen," sagte Julie hastig; „mich allein er-kennt sie," (Schluß folgt.) Lmbachn' Ze'wng Nr, ', _____________________________ 3____________________________^________________2, Jänner I«! 3, nor der Kolonie einen gemeiuscuuen Speisesaal, einen "esesaal, cine Reihe von Wohn- nnd Mus'kzimmern und andere Räumlichkeiten enthält. Die Küche steht nntcr dcr Leitung eines erstklassigen Kochs, dem in seinem schwierigen' Berufe eine Reihe lion Gehilfen zur Seite stehen. Wer aber seine Mahlzeit in seinem Stüblein für sich allein einnehmen will, der kann anch dies tnn. Ge» qen ein geringes Aufgeld »vird ihm die Mahlzeit in seme Wohnung gebracht. So sind die ^ainilien, die in der Ein» kücheil-Kolunie ihr Heim aufgeschlagen hoben, dcr Dienst» botennot nnd -Sorge enthubeil. Überdies gibt es noch in der Einküchen-Kolonie Aufwartefrauen nnd auch mann» liche Dienstboten, die den Bewohnern gegen ein geringes Entgelt zur Verfügung stehen. Bei den Wohnungen kann man drei Gruppen unterscheiden. Die erst? Gruppe umfaßt die Wohnungen, die aus rinem geräumigen Salon »nd einem Schlafzimmer bestehen. In der zweiten Gruppe entHallen die Wohnungen ein Schlafzimmer mehr, und die Wohnungen der dritten Gruppe verfügen über drei Schlafzimmer. Zu ^eder Wohnung gehören aufterde-ln ein Badezimmer und eine geräumige Speisekammer. Selbstverständlich sind die einzelnen Gebändc mit den modernsten Bequemlichkeiten versehen. Es gibt Zentralheizung, Warnn^isserbersorgnng, Aufzug, kurz alles, >vas die Technik an Verbesserungen für Wohnhäuser in der jüngsten Zeit geschaffen hat. — Mnsamc Franc».j T?r französische Dramatiker Nrieur/behauptet im „Malin", daß in Frankreich gegenwärtig l>eiuahe zwei Millionen einsame Granen lebten, „Opfer der Tyrannei der Männer". Brieur, hat die Aus» merksamkeit aus diesen Gegenwand durch sein Stück: „La semmc seule", welches gegenwärtig im „Gymnase" gespielt wird, gelenkt. „Die moderne Formel der Mädchenerziehung", so belMiptet er, „besteht darin, daß das junge Weib nnr das zu lernen braucht, was sie instand setzt, den Männern zu gefallen. Es lernt nichts als einige Fertigkeiten nnd die Fähigkeiten, feine Unwissenheit schriftlich und mündlich zu verbergen mit einem Worte, es wird für den Salon erzogen. Dies ist eine prächtige Einrichtung für die Mädchen, bei denen sie zur Heirat führt — lvas ist's aber mit den anderen? Es gibt Koketten, die nie heiraten, Unschöne, Intellektuelle, die am modernen jungen Mann keinen Gefallen finden; es gibt Mädchen, die ihr Leben lang anf den Mann warten, und solche, die alle Hoffnung aufgegeben haben,' es gibt Witwen, Geschiedene nnd Verlassene. Tie Hal» lung der Männer gegen diese einsamen Frauen ist nicht einwandfrei. Der Mann will nicht zugeben, daß die Fran, wenn nicht seinesgleichen, so doch ihm gleichwertig sei. Grausamer als das Gesetz dcr Allen, sagt er.- Gib dich preis, oder du bekommst nich! ,',u essen. Eine soziale Revolution bereitet sich vm, vorläufig auf dem Arbeits-märst, wo sich der weibliche Arbeiter seinen Platz er. osiert und ihn auch durch den Fortschritt der Erfindungen, ans dem Gebiete der Mechanik behaupten wird. Den Anlaß dazu haben die jungen Männer gegeben, die zu feig sinb, um ohne Geld zn heiraten." — Mn Niescnstadion.j In Newyork trägt man sich »nil dem Gedanken, ein neues Stadion für athletische Spiele zu bauen. Und so wie alles in dem Lande der unbegrenzten Möglichkeiten riesige Dimensionen annimmt, so soll auch dieses Projekt alles bisher Dagewesene überbieten. Die Erbauung des Riesenstadions ist bereits ^-sichert. Kürzlich sand zwischen Vertretern der Eolumbia-Universität, der Hudsun-Fullon Association und des Parkdepartements eine Konferenz statt, in der beschlossen wurde, während des Winters in der Legis-lalur eine Bill einzureichen, laut der für den Zweck 50 Millionen Kronen bewilligt werden sollen. Das ge. plante Stadion soll groß genug werden, um 8l).lM) Men. schen Raum zu bieten. Die Sitze sollen am Abhang zwischen dem Riverside Drive nnd dem Hudson arrau» gier! werden, — Mn Millio„enprci6 zu verdienen.) Der Sena» lor Hnlunes m Santiago «Chile) hat im Parlamente elnen Gesetzentwurf eingebracht, wonach demjenigen ein Preis von !2V^ Millionen zukommen soll, der ein Ver° fahren ausfindig Macht, um die Hydrate, welche ill Ca° liche sRohsalpeler) nlid seinen Verbindungen enthalten sind, vollständig etwihieren zu köunen. Mal- nnd Der dritte slovenischc Antialkoholtongreß. In der nachlinltägigen Versammlung am ersten Ve. ratungstage beMßte den Kongreß Primarius Dr. Frz. G ö st l im Namen des gürzischen Landesausschusscs und brachte die Hoffnung znin Ausdrucke, daß auch im Gör. zischen die Anli kenbold verhängte Kuratel als ein Fideikommiß des Al» koholismns und führte aus seinem Erfahrnngskreise zablreiche drastische, abschreckende Fälle von der Verderb» lichen Wirknng des Alkohols auf das Familienleben an. Es werde gewiß eine Verbessernng der Gesetze eintreten und die im Reichsrate gegen die Trunksucht eingebrachten Gesetzentwürfe bedeuteten einen großen Fortschritt. Aber dnrch Gesetze allein »verde der Alkoholismus uicht besei° tigt werden können, sondern der Widerstand gegen ihn müsse aus der Bevölkerung selbst kommen, und zum Siege neuer Ideen sei hauptsächlich die Jugend, der Nachwnchs, berufeil. Die Jugend müsse zur Kunst der edlen Unterhaltung ohne Alkohol erzogen werden, wie denn auch gesunde körperliche Bewegung ein ansgezeich-netes anlialkoholische^ Mitlei darstelle/Da indes hiezu die Anleitungen in der Schnle nicht ausreichten, müsse noch die Erziehung außerhalb der Schule ins Auge ge» faßt werden, zu welchem Zwecke Tagesjugeudhorte nnd bei der größeren Jugend verschiedene Turn-, Lehrlings. Jugendorganisationen ins Leben gerufen werden müßten. Deren Ziel wäre die Erziehung von gesunden, fröhlichen, ehrlichen, arbeitsfähigen Menschen, die kein Ver' langen nach trunkener Betäubung hätten. Das populär°medizinisch, leichtverständlich gehaltene Referat des Herrn Dr. Anton Schwab aus Cilli behandelte das Thema „Ursachen der Verführung znm Alkoholmißbrauch". Diese seien zweifach- zunächst werde das Opfer von seinen Milmenichen durch Beispiel oder Aiieifermig versiil)rl die Güte der Franenwell appelliert hätten. Diese dr> Charaktereigenschaften könnten auf dem Gebiete der '' koholsrage vortrefflich betäligt werden, da ja die Alt^ ° frage lief ins Leben der Gattin nnd der Mutt^ I greife. In der Schweiz, in England, in Schw<>:..,, in Norwegen, in Amerika, aber auch in Österr^/?/,^ die Frauenorganisationen in der Bekämpfn,-"s" s,<-. ' hüls und im Kampfe um das Fninder bei uns möglich. Gegen den A<'hul'smns gebe c^s indirekte und direkte Mittel. Zu .l"en gehöre e.u christliches Familienleben, dessen ?"telpunlt eben d.e Frau bilde, in Verbindnna mi''"'em anhe.melnden Hei,,,, das dem Manne den An'^h"^ zu V"uie "Nge-nehm mache; dazu gehörten o" /"'ch d,e Duldsamkeit der Gattin und deren Kochs«-^"!, dle alle zum Durst reizenden Speisen vermeid- 6" den indirekten Mitteln seien iu erster Reihe die lust'neuz, dann di^Nelehrnng der Ingend nnd der D^'stbolen über die ^chadl,chle,t des Moholgenlisses, "iters dle stete Fühlungnahme mit den Führern der Anialkoholbewegung zu rechnen. Fräulein ^tn^ea erlanerte ihre Ausführungen durch zahl-reiche Beispiele n Seite der Lehrerschaft stehen würden. , Herr Neichsratsabgeordneter Dr. K r e s wies ' seiner Rede, die stellenweise nicht des Humorv eutbel darauf hin, daß der Alkohol als Ware einen ff>-sl'chl', von dem dem Staate gewaltige Einnahnbe« slössen, wie denn anch eine große Anzahl vo»/i ver. treibenden dem Alkoholverkanfe ihr Fortkom.ymoron, danken habe». Es klmge geradezu wie eiveiusleuer daß z. B. vo» der zu beschließende» B>'zugewendet, ein beträchtlicher Teil den Lande^sinergchallsregu. werde, woraufhin in Krain erst eine./fgaben müßten Iiernng in Kraft treten könne- Knlü viel trinke uud also auf die Art gelöst werden, darum seien die Vo infolgedessen viel Steuern zahlttoholkrieg illusorisch; strebnngen der Einzelnen i» dme da Abhilfe soffen, »»r eine starke Orga»,'salio>l',ige wirken wie Kultur» und solche Kougresse wie d Antialkoholbewegung eine Missionen. Man könne nlnislentnms gegen das Hei-Analogie im Kampfe l-Kamps gegen einen mächtigen dentum finden, er sendete Menschheit lief verehrt. Götzen, den die v^rganisation, welcher Partei im-Darum soll in je^sondere Grnppe der Alkoholgegner mer auch noch >^>se in einem großen Verbände uer« gebildet und "' ""'"t '""'^err cnerlehrer 6 trnke! j namens der Nach^ve^a" nnd Herr Oberlehrer Bezeljak „Tlum^. „Slovenska m-iteljska zveza" Begrüßungs- namens Versammlung gerichtet hatte», ergriff Herr '"",»d das gesimde Wachst»,,, der Kmder. Deshalb soll da^ Volk über diese Gefahren aufgeklart lverden, nnd da seien vor allem die Lehrer berufen, d,efe prophylaktische Arbeit zn leisten. Schon die Jugend soll siir das Ideal der EntlMsamkeit »nd Nüchtern« heit gewonnen' lverden, nnd da könne sich die Lehrer- schast unvergängliche Verdienste um das Wohl des Vol» tes erwerben. gesetzt, woraus der krainische Landesaiisschuß über Beschwerde zloeier Steuerzahler der Gemeinde Neumarltl diese Herabsetzimg sür unzulässig erklärte. Nuu l)al der Verwallungsgerichtshos mit dein am 3l. v. M. verfim-deten Erkenntnis die Entscheidung des Landesansschusse< misgehoben. Uailmcher Zei.,m, Nr, I,__________________________________^___________^^_____________________________H, Jänner 19I3, jVon dcr lf-videnzlialtunq^deo Cirundstenertata- hi' >ro.) Seine Exzellenz der Fiilanzminister l>at den Ed». V> nzl^ltnngsobergeo.neler z»veiter «lasse Josef V erbi <^ ge Treffen zum EvidcuzlMungsobergeometer erster ,v< lasse eruauul. --- lPostalischeö.j Wie mail uns mitteilt, hat das u f. Handelsministerium die Errichtung eiues Tele» N aphena.nles mil Morsebetrieb beim Postamte in Sankt gc cartin bei Liltai und defsen ^inschallnng in die Tele- V aphenleilnng La i bach-Agra.n Nr. !'«5,/I8! bewilligt, lii — tten) in der Reserve: Max Tobaj, überlomplett im N R 7 lVernfsanditorsaspirant), Josef Stnmberger des l^ R 47, Oskar Schreilhoser des IN 7, Andreas Kla- r, ira und Joses Pantsch des IR 87, Franz Prelc des R 97, Waller Knaner des IR 27, Theodor Troven.k ^ >Z IR 87 beim I^it 96, Franz Pnslosle.n^'k des I^i 87, li >('a^imilian Schmidt des IR 7, Rudolf Iuuo.mez des ^ )1i '27 beim ">R 9«, Dr. Phil. Franz Krllg des IR 7, ei )r. iur Huben Peyer des FIV 7, Dr. jur. Josef Frey° d, >r des FIV 1 l.' Geza Lepel) des FIB 7, Alezander letö des FIV I I, Franz Ravcch des I3l 17, Karl Vu° inef nnd Robert Pollnigg, beide des FIV 7, Adalbert gan de Vorosll^nkö des FIV 11, Theodor Mateljau cs FIV 7, Aladar Szulzner, Karl Tausziq, Aladar ^zekelj, Paul Fekele, Adalbert Kaufmaun, sämtliche des v, IN 1l, Richard Lieblein des IR 97, Ernsl K rammer ^ es IN 7, German» Pamperl des IR 27, Franz Zau» d er des IR 47, Gustav Eugel des IR 87, Maximilian h lreßuik des IR 87, Franz Czilker des FIV I I beim ^ zR 37 Albert Mir des IR 47, Alexius Koezor des y sIV 11 beim IR 37, Josef Veree des IR 97, Hermaun <3 !nckner des IN 27, Richard Ra5-al des I^i 87, Alois „ lav^ek des IR 27 beim IN 22, Domini l us Lu5m des ^ ^R 17, Franz Schleier des IR 27. Ferdinand Eich- d .xilder des IR 17, Stauislans Stergar des IR 17, ^ Inton Sovre des IR 87 beim IR 96, Arlur Prommer z, .es IR 87, Friedrich Horneck und Franz Köck des (^ ^1,' 27, Marzel KüUiberg'des IR 47, Johann Vabaro- <^ iich des IR 97, Albert'Reicher des IR 27. Friedrich h Turner des IR 17 beim IR 22, Nikolaus Obermau .. IN 87 beim IN 96, Johann Tögel des IN 87, h >ol^ Salberger des IR 17 beim IN 53, Leo Peukert ( Auqust Goldnerlrenz des IR 47, Antun Hohn des i., l^ beim '^R 96. Dnilius Vertolo des IR 97, Jo- ^ I^'-nfalt des IN 47, Franz Skuf des IN 17 beim ^ <^'l >b Eduard Halle des IR 87. Hugo Stark und , Georg ,^. des IR 17, Rudolf Wagner des IR 87. > IN 17, <^„„ ^ ^R 17, Wilhelm Tome des Windegger ^iulini des IR 47 beim IR 96, Robert s nislaus Legai« 47^ Anton Triller des IR 47, Sta- s alle drei des I^nn ?agar und Johauu Goederer, i Klonoef, Viltur > Pmnpejo (^aill des IR 17, iiarl , DR 5. Joses Leidn^r, Ernst Pfann, alle drei des < at im (ä.ste.j Der f. k. Laudesschul- , schen Landesaue'schnsse unmehmeu mit dem kraini- « Faktoren entsprechend, die 3d, Wunsche der lokalen . schen Parallelableilling an dervnng einer provisoriin Vrunndorf bei ^ailxich belv^lässigen Vollsschnle ^aiideoschnlra! die ^nsaininenziehu Weiters hat der Wiederhulniigsschüler beim Religioner Alltags- nnd Volloschule in Stalldors lVezirk 'Rudolft'richte' an der jähre 1912/13 genehmigt. — Der k. s.'!) im Schulin Gnrlseld lM au Stelle dt'r kranlheit Moranlsch l>il der k. k. Landesschulrat siir strain in Einvernehmen Mit dem lrainischen Landesau^schnsse au Grund des 5 12 der definitiven Schul- und Unterrichts vrdnlmc, zn belvilligen gefunden, daft an der dreiklassi. «en Volksichule in Moräutsch, Nezirk Stein, in dei ^II n und lN l> Klasse im Schuljahre 1912/13 der nichl. obligate Ultterrlcht in der deutschen Sprache eingesühr, 7?^l^ ^"' 5 l' ^"dc'sschnlrat siir Kraiu hat du stelwlll.ge Dieusm1che im heurigen Jahre hinsichtlich der Gewahrung vo„ Fahrbegi.ustignusten an Teiluehn.er von Kongressen nnd ähnlichen größeren Veranstaltungen ge-n.acht worden s,nd, haben das Eise.ibahnniiuisteriu n ver-anlaßt den b.sher bei solchen Gelegenheiten gebränch-^chen ^orga.lg e.ner Überprüfung z» unterziehen. Das Ergebnis d.eser unter Würdigung aller ve^ehrssi,^ M len, dann der ,ur d.e Hebung des Fre.ndenver ehr es v.chl.g^i U.u,.ande dnrchgefuhr.cn überpriisuug fii r e Z.l der ^,«egu»g des Grnndsa!;cs, daß vo.n Jahre 9/3 an d.e Gelvahrnug von Fahrbegünslignnqei.^an i. ze n re.,eude .e.lneh.ner von Kongressen vom Eisenbähnmm " fte um nber fall.ve.se An uchen nnr in dem e >ni . Falle >n Erwagnng gezogen .verden kan , »oenn s c um d,e Teilnahme an internationalen, im ',n ande sta fanden Kongressen handelt. Dagegen .verden künftig. n den Teilnehmern anderer Kongresse oder ähnlicher eranstaltnngen a»<'nahmsloc' nnr d,e larifniäßigen. für 2 ineinschaflluhe Reisen von Gesellschaften vorgesehenen 5 ahrpreisermäßignngen zugestanden werden können. r — lSauitäts-Wocheubericht.j In der geil vom ! "). bis 21. d. M. kamen in ^aibach 12 .Ander zur . Zelt l15,6<1 pro Mille), darunter 3 Totgebnrten- da- > ,'gen starben 17 Personen »22,10 pro Millej. Vo>l den ? verstorbenen ».^iren 9 einheimische Personen- die Sterb- ! chleil der Einheimischen belrng somit 11,7l> pro Äiille. 1 s starben an Tnberlnlose 2, infolge Unfalles 1, dnrch ?elbslmord 1, an verschiedenen Krankheiten 13 Per- ^, men. Unter den Verstorbenen befaudeu sich 9 Orts» - ,-emde l52,94^) und 11 Personen ane Austalten - '4,71 7i). Infektionskrankheiten wurden gemeldet: Va» ' izellen 2, Tl^hus 1. Ruhr 1. — Mne meteorologische Inschrift vom Jahre 1822.j ^ ine Viertelstunde Weges von Eol oberhalb Wippach ^ egl die kleine 57rlscl)ast Zagoli^-. Gegenüber dem ersten kinernhose ift am Orlsran.ne eine Felsenvlalte mit . iner dentlichen Inschrift ans dem Jahre 1822 zu fiu» l'n. Dieselbe lanlet: 1822 ( ^c>bw XV11 t "l'oclnu c1l'!>Ii.il!. l 1622 f 51. I'. < . i. „1822 lvar 17 Wochen kein Regen. 1822. ^1. 1'." ! zufolge mündlichev Nberliefernng ist die Sommerdürre es Jahres 1822 noch in der Umgebung von Zagoli<' > etannt. Nach Acille Mai trat eine regenlose Witteruug > in nnd erst wieder Mitte September fiel der erste > liegen. Dieses abnorme Wetter während des ganzen ' 5ommers >var eine schreckliche Landplage. Der Wasser- ^ ,iangel dauerte vom Iuui bis zum Septemberregen. Von . inem Theologen, der die Ferien in Zagol.5 im Sominer .es Jahres 1822 zubrachte, wurde mit Holzkohle die , Anschrift ans der Cleinplalle verzeichnet. Der gegenüber oohnhafte Sandmann n.>ar, >vie heute noch sehr viele yebirgsbe.vohuer von Eol, Steinarbeiler und ländlicher ^ Zteinmetz. Dieser hat die Kohleninschrist in Stein ge-»er laugiährige Vorsteher, Herr Frauz Äcajer, seiue Ztelle als Obmann niederlegte, »verden alle Gescyäfte >is zu deu Neuu>ahlen von seinem Stellvertreter, Herrn ^ranz I e I 0 <-n i k, geführt, »verden. Amlsstunden im !>ereinshas Kouzertlolo „l^ ^nn", eine Novität des Komponisten Dr. Schnob, aufgeuoinmen. Gegen Mitternacht erregte uuter dem äußerst zahlreichen Publikum viel Heilerkeil das gesangliche Quodlibet vou tteu^e „La^ka solala". Um Mitternacht ergriff der Vereinssekretär Zorlo das Wort, überbrachte den Anwesenden die Grüße des verhinderten Obmannes Dr. l> v i g e I j, gab einen Überblick der Vereinslätigkeit des verflossenen Jahres und wünschte für das Neue allos Beste. Nun gincz der Vorhang aus und ein lebendes, wirkungsvoll beleuchtetes Bild zeigte als Allegorie die siegreicheu Val-lanslaven. Angesichts des großen Zudranges konnte der Tanz erst um 2 Uhr nachts beginnen, deni nachher bis in die frühen Morgenstunden gehuldigt wurde. —^— "" lDie Iahrweudfeier des Lailiacher Deutschen Turnvereines) »var zahlreich besucht uud nahm einen fröhlichen nnd ge.nüllichen Verlauf. Das abwrchslnugs. , eiche Programm fand lebhaften Anklang. — Eu, nähe-„ - Vericht folgt. ' .1. f cllsi^ lDer akademische Fcrialvercin „Sava"j »vird » sriiisUUd '^. d. M. im hiesigen „Narodni dom" die Feier . lun 4/>jährige,i Bestandes in folgender Weise begehen: r und ,der'>u'l' abends Zusammenknnfl der Allen Herren - tag<"' Fest^lil'der- am 5. Jänner nm 10 Uhr vormit-t abeuds Festtl'inlun.q, um 1 Uhr Vaukett, um 8 Uhr ^ Alten Herren' .""t"' ^er Palronanz der Damen der i an der Spitze, 't Frau Bürgermeister Dr. Tavöar Sonntag den 5. d '^"st d" Kle.dermacher usw.j »vird > Salon d^ Botels 'Il>""' l)u>r Mit- ^nr^re^j^r^t d^"!N^^ Sonntag, den 5. Jänner die ^si.^ ^u,^n > des an diesem Tage s'n''''^f Sa.nsac > oer,chobc'». Die erste Tanzstnnde i„. ^' ' <^ / ii^ ^ somit Samstag den 4. d. M. " '' ^ ' - lDie Voslhüttej lvird an den kommen^ Feier^ a«c'n und Mir bereits von Samstag m, !M^ , b. mr schaslel warden. Bergsreunde, die in du'ß ^<,,e d'e beglien. zu erreichende Hütte besuchen »vollen wc"3e zwecks entsprechender Verproviantierung gebe ' ch^i' lang,lens Freitag Mittag beim Hüttenwart. H rrn Ma' K l e m ent, chits ch, anzumelden ' lDic Hand in der Strohschneidemaschine.j Die 3 Jahre alle Magd Anna Svetel in St. Georgen bei lrainbnrg geriet diesertage beim Slrohschneiden mit der echien Hand in die Slrohschneidemaschilie und erlitt eine .h.vere Schnitt.vunde. , — lSich selbst angeschossen.j Vor einigen Tagen be. I lchligte der 15 Jahre alle Friseurlehrling Anton Dra» ^ an in Gottschee eine Flaubertpislole, handhabte sie aber 0 ungeschickt, daß sie sich enllnd, worans ihm das Pro» 2 ellil in die linke Hand drang. nnd mit 6 l<. ferner eine Po.npadonrlafche nebst einem Geldtäschchen nil 4 Iv, Geldtäschchen mit 77 X, 4 lv, 40 l<, 13 l< nnd !6 lv, endlich eine sch.var,',^ Hose. 2 Theater. Kunff und Literatur. ^ ** (ilaiser Franz Insepli-Iul'ilnulilöthentcr.) A»> 3ilticsteradend oeranstnltete die deutsche Viihne einen bnn-en Meud, der mcihi^ tlllt besucht war. Tic ernste und fitere Kunst der Dainen Kraiuer, Niorcl, Ncu-cld und Trandafir folvic der Herren Hilde, fürst, Felix, Twordy fanden den verdienten An-vert. Zwei bieder vun .^apellineister Hager, von Herrn )illc fanden warmen Beifall. In der Posse Nestroys ,Frühere Verhällnisse" erheiterten Fräulein L a in d a u c r nid >l e l s e u sowie die Herren F elij^ und T »u e r d y )as Pnvlitum. — (Western abends wurde Strauß' uuucr-l'üstlichc „Flederinaus" flott lind launig gegeben, was ,iigcsichts der starten, Inanspruchnahme des Orchesters nid der Solisten um so höher ,;u vewcrten ist. Die etwas lolprige Prosa lies; allerdings erlVinieu, das; dic Ialnes-uende inchl spurlos ail der Vorstellung vorübergegangen ist. Die zündenden Leistungen der Tamen 5l r a in e r , die illcrdings et.oas Ulisicher »oar, Ü a »l b a u e r lnid T r a n-^ afir solrne der Herren Hilde, Vert 0, Felix und Herbst in deu Hauptrollen belebten den Abend. Herr T w e r d h war der traditionelle Frosch mit alle» Übertreibungen und wirtte natürlich zwerchfellerschütternd. Herr Fischer gab den Blind recht brav. Tas Publikum spendete lebhaften Beifall. >1. (Tluucnisches Theater.) Gestern abends wurde Verdis „^!a Trabiata" gegeben. (5s Wird dies in der laufenden Saison die erste Aufführung der beliebten Oper, die hin« sichtlich der Hauptträfte, ganz befriedigte. Die trefflichen ^eistnngen von Fräulein Nichter jeba und Herrn Fejfar sind bereits bclannt; nun erfuhr noch die Partie des Alfred durch Herrn ^ aras - Har f n e r eine gesanglich lind schauspielerisch gleich vornehme Wiedergabe. Das Publitinn rief Fräulein Richterjeva und Herrn Claras-Harfner gleich nach dem ersten Atte einigrmale hervor. Das Theater war vorzüglich besucht. — i"l»s der deutschen Tl'c»Ucll«mcht, geht es iu eiu fast nordisch au.nutende Scherzandu iil^r nnd endet mil einem tiefgefühlten, meisterlich ausgearbeiteten Adagio. Ans dieses Klavierstück solgl das treffliche musikalische Stimmungsbild „Momeut", das sich cun besten als musikalische Grdankenlyrik defiuiereu ließe, Tie in Kürze erscheinende Vertonung von Ziipa.U'N'' „Hrepenenje" zeigt den jungen 5lo!.ipouislen als einen Meister des !^ie. des. Wer darin die Sehnsucht nicht spürt, der bleibt dem Verständnis lyriscl^r Musik wohl auf ini.n^v verschlossen. — Herr R ijavee ilt heule bereits ein gneisler Künst° ler, der nach seinem Abgänge ans Laibach bisher zweimal in Wien in geschossener Gesellschas! lind einmal in einen, öffentlichen Konzerte in Gör>, Gelegenheit halte, seine schöne Kunst lynchten zn lassen. Am' besten liegen ihm die farbenprächtigen Arien Pne-inis lind die Lieder Lajovic', die er in formvollendetem ^orlragc und mit innigem Verständnis znm Ausdrucke bringt. — Das ^ volle Programm des Konzertes, an dem Mich,der G?. , sangsverein „Ljnbljanski Zvon" millvirkl, st'lgt morgen. ^ Vcgiun des Konzertes um l)alb 8 Uhr; Preise der Platze! ^ Si^Plähe 3 X, 2 K und 1 X 40 I», Stehplätze 80 n, Stndentenkarlen 50 ll. ÜaibacherZeitnng Nr. 1. 5 ___________2. Jänner 1913. Telegramme des l. t. Telegraphen-Korrespondcnz-Bnreans. Das Neujahrsfest bei Hof. Wien, 1. Jänner. Sem? Majestät der 5t'a iser hat heule vormittags in Schönbrnnn die lHvzherzogc Franz Ferdinand, Peter Ferdinand, Leopold Salvator, Franz Saluator, Friedrich und Rainer zur (Gratulation empfangen. Hieran schloß sich die (^ralulatiunsanfivarliing der obersten Hofcharqen und dann die der beiden Gene-raladjlilanlen Grasen Paar nnd Freiherrn von VolsraS. Wien, l. Jänner. Tas Fxiniiliendiner bei Hof, das sonst am Neujahrötage beim Kaiser abgehalten wird, wurde heute, wie auch schon einige Jahre früher, vom Erzherzog Franz Ferdinand ind dessen Gemahlin im Belvedere gegeben. Zu demselben waren erschienen die Erzherzoginnen Maria Theresia, Maria Josefa, Maria Annunziata, die Erzherzoge Peter Ferdinand und Leopold Salvator, Erzlserzogin Blanka, Erzherzog Franz Cawator, Erzherzogin Marie Valerie, Erzherzog Fried, -rich, Erzherzugin Isabella und Erzherzog Nainer. Der Krieg auf dem Balkan. Athcn, 31. Dezember. General SapnnNakis lelegra. phiert ans Philippiades- Unsere Belagerungsgeschütze beschossen n.>ahrend eines Teiles der Nacht die' ausge° dehnten, längs der Elraße von Ianina gelegenen Biuxiks der Türten ^owle ihre Stellungen bei Vizami. Die Tür° ken erwiderten das Feuer nicht. Gegen 3 Uhr früh unter-nahm der Feind einen,Angriff aus unser Zenlrnm nnd ün,ere linke Flanke, wurde aber zurückgeworfen. Konstantinopel, 3l. Dezember. Kriegsminister Na° Zlin Pascha ist mit den Stabsoffizieren 1n das Haupt-quartier von (?aiald5a zurückgekehrt. Der Besuch des Snltans im Hauptquartier, der für morgen angesetzt ivar und für den bereits alle Vorbereilungm "getroffen üxiren, ist vorläufig anfgegebeu worden. Hier verlautet, dast Bulgarien zur Enlseudnng von Heilmitteln und Pflegematerial nach Adrianopel feine Einwilligung gab. Die erste Sendnng ist bereits abgegangen. Konstant'inopcl, 31. Dezember. Enver Bei hat sich nach (,'ataldxverden dürfte. Sofia, 31. Dezember. Die „Agenee t(->l5graphique vulgäre" bezeichnet die Melduugen über den geheimnis. vollen Ansenihall eines Vertreters der bulgarischen Ne-gicrnng in ttonstaniinopel, der in direlle Verhandlun» gen mit der Pforte der mm der Tärtei su sehr gewünschten Versorgung Adrianopels mit Lebcnsmitteln zuge» stilnmt habe, als eine absurde Erfindung, die nicht ein--mal ein Dementi verdiene. Äonstantlnoprl, i. Itwner. Den Blättern zufolge hat die lürlische Garnison von Ehios die wiederholte Aufforderung zur Übergabe, die ihr von muselmanischen und christlichen Notabeln übermittelt wurde, zurückgewiesen und erklärt, sie werde bis znm Ichlen Mann Widersland leisten. Die Friedensverhaudlunsscu. ttonstantinopel, 31. Dezember. Nach Informationen ans kompetenten Psorlekreisen haben die Bevollmächtigten der Ballanflaaten den letzten Vorschlag der Pforte in der gestrigen Sitzung, wenn sie ihn anch nicht kategorisch verwarfen, ,o doch mit Anzeichen des Unwillens ausgenommen. Der Vorschlag ging dahin, den Mächten die Lösung aller ans dem Kriege sich ergebenden Fragen anzuvertrauen, ausgenommen die Frage von Adrianupel l,nd jene der Inseln des Archipels, über die die Pforte mit den Verbündeteil direkt zn verhandeln beabsichtigt. Obwohl die Inslrnklionen der Pforte sehr klar waren, haben die türkischen Bevollmächtigten doch in gewissen Punkten ergänzende Instriiitioneii verlangt, die nach den, hente abends znsammeiuvetenden Min'isterral wer-den abgesendet werden. Die Situation wird morgen klar sein. Man glaubt ans der Pf^te, daß sich die Formel eines Arrangements smden wird, die der Türlei die Stadt Adrianopel beläßt. Hiesige diplomatische Kreise glanben, daß besonders nach den von allen Mächten er» teilten freuudschaftlichen Ratschlägen im Sinne eines baldigsten Fr>edensab,chlnsses der Friede gesichert sei, wahrscheinlich sogar ohne Intervention der Mächte Die gestrige Meldung von dem Rundschreiben der Pforte, worin sie alle Botschaften beanflragl, die Mächte an das Versprechen der Aufrechterhaltuug des Status quo zu erinnern, ist teilweise unrichtig. Dieser Schritt ist vor dem letzten Beschlüsse der Pforte erfolgt. Sofia, 1. Jänner. „Mir" weist die von den Türken für ihre Forderung nach Beibehaltung vou Adrianopel gellend gemachten Gründe zurück und verweist daranf, daß es der türkischen Armee unmöglich sei, die belagerte Feslnng zn entsetzen, nxis allen Tislnssionen ein Ende mache.'Die Gründe historischer Ralnr sind für die Tür-ken nicht günstig, denn bevor Adrianopel nnler türtische Herrschaft geriet, war es bulgarisch. Was die strategischen Erwägungen betrifft, habeil sie nnr für die Sieger Wert und die Bulgarei, tönuen eine Feslnng »vie Adrianopel, die sür sie eine ständige Trohnng w äre, den Türken nicht überlasfen. Die zukünftige Frenndschafl zwischen Bulgarien und der Türkei fordert, daß Adrianopel in bulgarischen Händen bleibe. Die Türken haben genug an den Linien von ^'atald/xi. Im übrigen erheischen die nationalen uud wirtschaftlichen Interessen der in ihrer großen Mehrheit christlichen Bevölkerung des Vilajels Ädrianopel, daß diese Stadt, die Hauptstadt Thraziens, unter bulgarische Verwaltung gestellt werde, damit sie ihre srühere von den Türken vernichtete Wohlfahrt wie-dergewinne. Adrianopel ist bulgarisch, darüber ist kein Zweifel erlaubt. London, >. Jänner. Das Neuterschc Bureau erfährt von hoher rumänischer Stelle, daß die Nachricht, der neu» ernannte rumänische Gesandte in London Misn habe in seinem Interview mit Danev Vorschläge über die Berichtigung der rnmänisch-bnlgarischen Grenze gemacht, nicht der Wahrheil entspricht'. Die Meldung, daß Nn-mänien eine Mobilisiernng plane, sei ebenfalls unbegründet. Was den Besuch des rumänischen Ministers des Innern in London betrifft, wird erklärt, daß Ionesen, der intime Beziehungen in England habe, jedes Jahr nm die Weihnachtszeit dieses Land besuchte. Es sei nur natürlich, daß er während seines jetzigen Anfenthaltes hier verschiedene Staatsmänner sehen wird, es sei jedoch nichts über eine spezielle Mission Ionescns bekannt. Konstaniiuopel, 31. Dezember. Nach dem Minister» rate wurden die nenen Instruktionen an die türkischen Bevollmächtigten abgesendet. Mail glanbt, daß die Ver-Handinngen morgen einen entscheidendeil Schritt nach vorwärts bringen werden. Verantwortlicher Redakteur: Antun F u n t e k. Zah n-Cre me^^^^f^m to n -¦'• v».vV*_____________________ ..-..->,._____ ....___________________ . .~. ------------->' Neuigkeiten vom Büchermärkte. Adler. Dr. Otto, Mangelhafte Gcschlechtsempfin-dunsl des Weibes, X 7.20; Alemann M.. Am Rio Negro, ein Hutunftsaelnet a,ermnuischer Nic-derlassuua,, steb. !< 5/10; Algenstäot Luise. Unsere Art. Bilder vom Mecklenmirner Land lind Strand, geb. K 2,40; Allgemeiner finanzieller Ratgeber für Geld- nnd Kredit- nnd Dnr-lehen-Suchcndc aller Stände u. Berufe. K 1,75; Deutsche Alpenzeilnng. 1912. I.Iunihcft. 12, X ^.90; Anger-hoIzer v. A I m b ur a,, Dr. Frz.. Forstliche Niesbanten. K U,—; o' A nnnunzio Gabriele. La (^ioconda, X 4.80; Bernhardt Friedrich u., Deutschland und der nächste Krieg. X 7,20; B er n h e i m Ernst. Die ungenügende Aus-drncksfähiatcit der Studierenden: das Persönliche im akademischen Unterricht und die unverhältnismäßige Frequenz unserer Universitäten. X 1,80; Versch, Dr. Wilhelm. Handbuch der Moortultur. geb. X 12,—; V e r t h c r o y Jean. Le double amour, X 1,15; Bertram. Dr. Adolf, Jugendpflege im Lichte der katholischen Lebensauffassung. X —.4«; Vertsch Hugo. Die Geschwister, geb. X 4.20; Aereboe. Dr. Friedrich, Die Taxation von Landgütern nnd Grundstücken, geb. X 21,00; A r m i n i u s Wilhelm. Aus der Nuhll, Geschichten aus dem Thüringer Wald, geb. X 2.40; Asch Schalom. Amerika, brosch. X 3.60, geb. X 4M; Aschoff L. Camp. O. de la. V e ck V. v.. K rönig V., Beiträge zur Tromboscfrage, X 0.— ; A t h e r t h o n Gertrude, Julia France and the her times, 2 vol. zu je X 1.92; Autosvort-Kalcnder 1912/13. Praktischer Taschen-lalender für Automobil isicn, geb. X 8,60; Vachmann Ludwig, Schachjahrbuch für 1911. 1. Teil, geb. X 2.88; Balucki Mich., Der Bürgermeister vou Pipidowka. 1 X 20 n; Ball, Dr. L. de. Lehrbuch der sphärischcn Astronomie, X 24,—; Valzac Hunore dc, L'Auberge Rouge. X 1,15; Varlhof H., Die Gesänge der Sehnsucht, geb. K 2.40; VarriIi Anton Giulio. La figlia del re. X 4.20. ^Vdronli,!', l. «plnßim llll,»1nvi>u, icnji^n, xa Krun^k« 1912, X 10.-. Vorrätig in der Vuch.. Kunft. und Musilalienhand» lung I«. v. Kleinmayr k Fed. «amber» in Laibach, Kon. grehplah 2._______________ Msel-zmz-MH.MlliuMM ill WE Heute Donnerstag den 2. Iännerer 1912 73. Vorstellung Logeu'Abonnement ungerade Zum uicrtellMlllc: Nnter Mitwirkung von Klagenfurter DPernlrästen Der Kuhreigen Musikalisches Schauspiel m tmi Aufzünen vo,i Richard Batta Kinematograph „Ideal". Hente letzter T ».lechslungsreichen Prolimmmes. Hochinteressant sind das Palh^Iournal, der ^ilm „Herstellnng einer Schiffs, briicte" sowie der wissenschaftliche Film „Dcv Marder", ^iir lirosze Komil sorgen die ^ilm^': „Die sieben Töchter des Professors" und „Moritzens Pcrncte". Bei den Abendvorstellungen ist das glänzende Lustspiel „Der Herr Herzog". — Morgeu Spezialabend. Samstag „Das Weib ohne Herz", zweiter Teil. s5576) Meteorologische Beobachtungen in Laibnch. Seehöhc 3A) 2 m. Mittl. Luftdruck 736 0 mm^_____ ^ Z M ^,H ! !Z<«z °« -T UZ^ M Ansicht ZaZ «? ^ HS^ R^> W,»!, des Himmels Z-,« ^ ?. ZZ° ZI ^ßB «1 2"U7U7^^ss^^^"S'"sclM>cU" " MM^""^ _^_^.^b. > 461 06l NW. schwach Nebel___^ 7 U.F. I 44 2l -2 8 » ! bewöltt 1 2U.N, 42 5! 14 N. schwach ! » 0 0 9U. Ab. 42 8 12 NW. mätziss »________ 2l?U. F. , 40 9j -1 8! N. mäßig ! . j 0'0 Das Tassesmittel der Temperatur vom Dienstag be» lrägt 0 0", Nurmale -2 6". vom Mittwoch 0 1°. Normal,» -2-7°. Ein billiges Hausmittel. Zur Regelung und Auf-rechthaltung einer guten Verdauung empüohlt sich dor Gebrauch der seit vielen Jahrzehnton bestbekannten echten ,,Moll'8 Seidlitz-Pnlver", die bei geringen Kosten die nachhaltigste Wirkung bei Verdauungsbcschwerdeu äußern. Original-Schachtel K 2 —. Täglicher Versand gegen Post-Nachmihino durch Apotheker A. MOLL, k. u. k. Hoflieferant, WIEN, I., Tuchlaubon 9. — In den Apotheken der Provinz vorlange man ausdrücklich MOLL'S Präparat mit dessen Schutzmarke und Unterschrift. 5212 1 Möbliertes Monatzimmer mit separiertem Eingang, elektrische Bo-leuchtung, ist sogleloh zu vergeben. Anzufragen. Bahnhofgasse Nr. 8, I. Stook, links. 3—1 > Danksagung. > Für die bewiesene, tröstende Teilnahme, ! > die schönen Kranzspenden und das letzte l D Geleite beim Ableben meiner innigst- > > geliebten Schwester ! I Arnalie > nllen Verwandten und Bekannten herz- ! > lichsten Dank. ' « D Llllbach, am 1. Iännrr 1913. > D Uina Kennig, l Natürliches «fflflp? Mineralwasser Königl. Selters ^ das einzige echte Selters (Niederselters), welclies in rein natürlichem Zustande zur ^Abfüllung gelang. KÖnigl. Selters wirkt vorbeugend, heilend und lindernd bei Erkrankungen der Atmungsorgane, Katarrhen der Schleimhäute, Affektionen des Halses : Husten, Heiserkeit, Bronchitis, Rachen- u. Kehlkopf-Katarrhen (Königl. Selters mit heißer Milch). Man verlange ausdrücklich dies Naturprodukt und weise dafür angebotene Nachahmungen (künstliche Selters-Gemische) im eigenen Interesse zurück. 5204 20-3 Natürliches Jn(jlS& Mineralwasser Zuhaben in allen Apotheken, Drogerien, Hlineralwasserhandlungen etc. ggibadjer fleitung 9tr. 1.____________________________________________6__________________ 2. Sänner 1913. ä2H= Filiale der I I priv. flesterreichischen A Credit-flnslolt fir Handel nnd Oewerbe t^sssr^>. KMT, varKBHi inn bciehnuna von wen- ¦¦¦¦_¦ 3WSME Eteomptevoo Wechseln u. Devlieaj Bolri- ^jJFSSSSJTSr (1836) III Laibach *|P Prešerengasse Nr. 50. iSKÄSÄ Kurse an der Wiener Börse vom 31. Dezember 1913. SchlußkurB Geld | Wurc Allg. Staatsschuld.-------------- Fro«. - ((Mai-Nov.)p.h.4 ««70 86-90 a *'/o J 1. ,. P- U.4 «6-70 86-90 ä k. Bt. K.UJan.-Juli) p. K.4 85-70 86 90 . \ „ ,, p. A.4 86-70 86-90 3 4-2 «7«fl ««'06 Loso v.J.i8ß0iu500fl.ö.w.4 itso ieio Losev.J.1860zui00fl.ö.W.4 460 — 464-— LKMWV.J.18Mzul00si.i>.W... 660-- -- •— LoMT-J.1864zu 60fl.ö.W.. 329-— 833 — 8t.-Domän.-Pf 120fl.80()F.& — _ —— Oesterr. Staatsschuld. Oest.SUatBachatzBch.rtfr K.* .06-76 9<>-Pe OeBt.Goldr.stsr.GoId Kaeso . . 4 /0*-3ft lOSbb ,, „ „ ,, p.Arrgt. 4 /0*5« 1086b üeat.RftnteJ.K.-W.Btrr.p.K..* S6-90 86-10 „ ,, ,, „ ,, „U..4 8KB0 8610 Oe«t. Rente 1. K.-W. »teuerfr. (1«18) p. K............ 86-70 86-90 Oeet. Ren to i. K.W. «teuern-. (1912) p. U............ «670 86-90 OeBt.lnTe t.-Ront.stfr.p.K.BVi 76-60 76-70 Franz JoHessb. i.Silb.(d.S.) 5'/< '0866 109-06 Glüiz. KarlLudwig«b.(d.St.)4 SS96 86-96 Nordwb.,ö.u.Büdnd.Vb.(d.S.)4 8G1O 8710 Rndolfsb.i. K.-W. etfr.(d.S.)4 86-60 87-60 T«n SioAt« T. Z»Llnnjf Ottern. Kiueubahn-Priorltlti-ObliK. Böhm. JMordbahn Em. 1882 4 lOSbO —— Böhm.WeetbahnEm. 1885.. ««76 «978 Bohm.Wc8tb.Em. 1895 i.K. * «7*0 ««-90 Kerd.-Nordb. E. 1886 (d.S.). .4 91 W 9270 dto. E. 19O4(d.St.)K___\ 91-60 9f60 Vznnz Josefsb.E. 1884 (d.S.) S •» «e - ht— G rUz.Karl Lud wigb. (d.Ht.)S4 87-46 884b L ait.-Stein Lkb. ÜOOo.tOOOfl.4 9X76 987t SchlußkurB Golii | Ware Proi. "~ (.,em.-Czer.-J.E. 1894 )d.S.)K4 86— 86 — Neriwb., Oest. 200 fl. Silber 5 10076 1017t dto. L.A E.190B(d.S.)K3'/, SO- —¦ Nordwb.,üest. L. B.200B. S.& /Oo-7fl wi-7f> dto. L.B.E.l»O3i.d.S.)K3V» 79to H0r>0 ¦ito. F..1886 JtOOu.lOOOfl.S. 4 891t 9016 RadolfBbabn E. 1884 (d.S.) S. 4 88bO 89-tO Staatscisenb.-G. 500 F. j.St. 8 867-~ S6b-— dto. Er"T.-Nott500F.p.St. 3 «««•- S60- SudnorddeutacheVbdgb.fi. S. 4 «^is 89it Ung.-gal.E.E.1887 200 8ilber4 *««0 86 et Ilng. Staatsschuld. Ung.StaatskasserisiJh.p.K.*»/? 98-40 ss 6-& IJng. Rente in Gold ... p. K. 4 106-60 tor>-yo Ung. Rente i. K.Btsr.v.J.lHlO 4 84-40 84-60 Ung. Rente i. K stfr. p. K.4 84 40 S4 60 Ung. Främion-AnlehenälOOfl. 426- 4S1 - IJ.TheisB-R.n.SzKK.Prm.-O. 4 298-- 299-- Ü.(irundentlastg.-Oblg.ö.W. 4 86 60 87 60 Ander« öfsentl. Anlehen. Ba.-hen. Eis.-L.-A.K.19(i2 4'/.j S4-30 Pf-M- Wr.Verkehrsani. A. verl. K. 4 S6-26 #6-2ft dto. Ern. 1900 verl. K . . . 4 86-60 tti-w 1 ializiaches v. J.1893 verl.K. 4 93-— .*>*•- Krain.L.-A.v. J. 1888Ö.W. . 4 — •_ 94-66 MährischeBV.J. 1890V.Ö.W. 4 88-40 89-60 A.d.St.Budap.v.J.l»08v. K. 4 84 26 «62f Wien (Elek.) v. J. 1900 v. K. 4 86-86 S6->ib VNien(lnTeat.>T.J. 190HV.K. 4 88'20 89-20 Wien v. J. 1908 v.K.......4 84-7b 86-7e, Hush.St. A. 1906 MOOK p.U. 5 10S-80 lOSSü Bul.St.-Gnldanl.l907 1CW)K4Vi 90-76 91-76 Pfandbriefe and Konimunalobligationen. Bodenkr.-A. öet., ÖO J. 9(J-60 97-60 JKisenbahn -Prier.-Oblig. Ka8ch.-Odorb.E.1889(d.S.)S.4 86-26 87-26 dto. Em. 1908 K (d.S.).. .4 84-40 8b-40 Lemb.-Czer.-J.E.1884 800S.3-6 80-76 81-76 dto. 800 S............4 «S'76 #6-76 Staatseisenb.-Gesell. E. 1896 'd. St.) M. 100 M........8 8T- 88-- Hdb. Jan.-J. 500 F. p. A. 2"6 246-- S46-. ¦ nterkrainerB.(d.S.)ö.W. .4 —"— —•— Diverse Lose. Bo\ i040-» Porlmoosor h. K. a. P. 100 fl 467—\ 469 — Prager EiBenind.-GoBoH. 500 K t460~\t470 — Rimarüur.-Salg6-Tarj. 100 fl. 7//»9 712 2s, Salgö-Tarj.Stk.-B.....loofl. 757- 741 — Skodaworko A.-G. Pils. 200 K 7*V26 742 26 Waffen-F.-G.,öBterr. .. lOOfl. 926— 93b — WeißenfelsStahlw.A-G.300K 79o-— 810-— Westb. Bergban-A.G 100 fl. 618-— 623 — Devisen. Karte Sichten BDd Scheck». Deutsche Bankplätze....... //70? « nS1'1 Italieniechß Bankplätze..... 9442s 94-62* London................. «!»••• »u-h Paris ................... 9si«C* »6-— Valnt«n. Münzdukatsn............ 1144 1149 20-Franca-Stücko.......... 19-16 19-1B- 20-Mark-Stüoke........... 23 60 ZS 96 DentBch« ReiuhBbanknoten . . /I7»;» //*>'•» Italienische Banknoten..... 9420 94 60 Rubel-Noten ............. 263-60 264-60 Lokalpapiere na«h Privatnotier, d. Filiale d. K.K. priv.Oegt.Credit-AnsUlt. Brauerei Union Akt. 200 K 0 236— 246-— Hotel Union ,, 500 ,, 0 —•— —¦— Krain.Banges. „ 2O0„12K 200— 210-— ,, Indestrio ,, 100 ,, 4S0-— 430-— Untarkrain.St.-Akt. lOOfl. 0 70- 90-- BanktinafoS 6°/D Die Notierunj sämtlicher Aktion and deir ,,DiTors«n Lose" versteht sich per Stück.