Nr. 123. Mittwoch, 30. Mai 1900. Jahrgang 119. Aibacher O Mum. Mit P°ll°ell,ndu,,g: «onzjührig 80 X, Halbjahr!» l5 « Im °°mp °«^ W -^^ ^ °" b«, ,u < ^cilen z« l>. «ri^rr v^r Zetll 1« l>"bt! »ltmn Wiebtrholungen per Zelle 6 k. Hie .Lalbacher Zeitung» erscheint täglich, mit «lu«nah»e der G°nn< und »,l«^«<„ ^«. »^ ..... stch «ongreftplah Nr.». die «tdactlo» D°lm°t!n-«^sse ^ y VvrechNun^ °d,. m.^"'"^"!'?? befinde» v°r«itt°««. Unftanlierte «ri.fe werden nlch"t °n«en°mme'n"A^ bi. 1° Uhr ^ Mit 1. Juni H'nnt ein neue« Abonnement aus die Laibacher Zeitung. """triln^^i"""kratione.«edingungen bleiben Alt««. ""betragen: 3°nziä'""""!.««,' st, zalbach. ""tllläh?! ' " ^ » halbjährig . . IR . - . "»nallich " ' ^ » »0 » vierteljährig .»»»«» 3 ür »/< « » llo » monatlich... I » »ll « b°"n«n?!« Iuftellung ins Haus fllr yteslge "ten per Jahr 2 «ronen. """"lrei ,?!.^pr3numeralton» > VetrÄge wollen " lugrsendrt werden. Kleinmayr sc Fell. Hamberg. AmtticherTheil^ " ^t dem ^'^nbespräsident im Herzogthume Krain ^"fabri, j "Vlch" " der Praschmker'schen Ce> ^lerhizHs '" Miullendorf Franz P level die mit ästete E.' Handschreiben vom 18. August 1898 ^tlaum fältle f"r vierzigjährige treue Dienste ttz1^12n ^"bla^«,r «Wiener Leitung, vom 27sten "2"lsse Verdun - Weiterverbreitung folgender Press- ^'^ '^«österreichische Vauernzeitung. vom 19ten ^ »e"H.e, ^,und «6 der in der Druckerei I. Nolyta in Ä erschienen,« ^ ^"la»e des «uchhändlerö Alois Hynel ^r-w .li?" Schrift: .l^iovn» ^^t»». ^- ^ n.. und zwar: 3, ^«^ 3ir^ ""' ^" vom Nuaust 1899. Nr. 21 vom Nichtamtlicher Theil. Aus der österreichischen Delegation. Vubapest, 28. Mai. Die Delegation des Reichsraths sehte die Ve« rathung des Budgets des Ministerium« de« Aeu« Minister des Aeußern Graf Goluchowski erklärt er habe sich so oft, so llar und deutlich aus-gesprochen, dass er seinen Erklärungen kaum etwas hinzuzufügen hätte. Es wäre übrigens vergebens, auf dieselben zurückzukommen, weil es den Anschein habe, als ob die cztchischen Opponenten sich nicht überzeugen lassen wollten. Zunächst müsse der Mmlster in ent. schledenster Weise gegen den Unfug protestieren, fremde Souveräne und deren Vertreter in die Debatte hinein, zuziehen, und er sei fest überzeugt, sich damit mit den Wünschen der meisten Delegierten zu begegnen, denen daran gelegen sein muss, auch in Zukunft den correcten und vornehmen Ton zu erhalten, der Nets in der Delegation geherrscht hat. Auf die ein-«lnen Bemerkungen der Delegierten übergehend, stellt der Minister in entschiedenster Weise fest, dass von der vom Del. Kaftan erwähnten angeblichen Note an die Labinette von Berlin und Rom inbetreff der Au-nerion der occupierten Provinzen keine Rede fei, dafs diele ssraae überhaupt niemals angeregt worden sei und dass auch Ministerpräsident v. Szell nie etwas Derartiges gesagt habe. Da sich der Del. Kaftan be-lüalich seiner Aeußerung, dass aus dem Dreibund etwasaanz anderes geworden sei, als er ursprünglich war namentlich seit der sehr erfreulichen Verständigung bischen uns und Russland, auf das ZeugmS des'Ministers berufen habe, müsse er in entschiedenster Wem erklären, dass der Dreibund auch heute noch das ,st, was er vor zwanzig Jahren war. ein Friedensbund par ex-Kienes und dass die erwähnte Verständigung allerdings erfreulich sei, dass sie aber an dem Wesen des Drei-bundes nichts geändert habe. Sie ist eine Friedens-«arantie mehr und nichts mehr als das Wenn der Del Kaftan vom Luxusclavier gesprochen hat, welches in die Rumpellammer gehört, so erwidere ihm der Minister dass dieses Clavier gut und volltönend ist m absolut leiner Reparatur bedarf. Bei dem Zufah de« 5errn Dr. Stransly, dass der Dreibund, da er einer Kräftiaung bedürfte, einen Augenblick gewacke t haben mü?, dürften dem Delegierten vielleicht parw-politische /wecke vorgeschwebt haben, denn er halte den Delegierten fur viel zu intelligent und gediegen, als dass er den Minister wirklich nicht verstanden haben konnte. Auch im bürgerlichen und privaten Leben komme es häufig vor, dass zwei Freunde durch den öfteren Contact ihre Freundschaft bekräftigen Dies gilt ebensogut von politische Bündnissen und jenen Factoren. die ein solches Bündnis begründen. Ich habe die Bekräftigung dahin verstanden, dass angesichts der in der letzten Zeit erfolgten verschiedenen Interpreta-tlonen und Ausstreuungen es nothwendig war auch dem Publicum gegenüber begreiflich zu machen, dass sich im Dreibund gar nichts geändert hat, und ich glaube, dass die Begegnung zwischen unserem aller-gnädigsten Herrn und dem deutschen Kaiser jedenfalls zur Beruhigung für die einen und zur Belehrung für die anderen gedient hat. Der Minister bespricht sodann die Behauptung als ob Italien kein gleichwertiger Factor des Dr«.' bundes wäre. und betont, dass Italien nicht nur in Berlin, sondern auch in Wien im hohen Ansehen stehe, dass man davon überzeugt ist, dass es seinen Verpflichtungen im gegebenen Augenblicke nicht nur nachkommen kann, sondern auch nachkommen wird. (Beifall.) Wenn weiters behauptet wird, dass der Dreibund Italien wirtschaftlich schwäche, dass e« an der Grenze seiner Leistungsfähigkeit angelangt fei so sei die« eine Legende und wenn Italien nicht in der Combination des Dreibundes wäre, so müsste es wohl in einer anderen Combination sein, die ihm dieselben Opfer auferlegen würde, denn keine Großmacht könne auf Alliierte verzichten oder ihre Wehrthätigleit ver« nachläsfigrn und deshalb ist die Legende, als ob der Dreibund ruiniere, Blech. Ueber die orientalischen Verhältnisse wisse der Minister nichts Neues zu seinen früheren Erklärungen hinzuzufügen. Sehr befremden müsse es ihn aber, dass dieselben Delegierten, welche im Jahre 1896 ihr uneingeschränktes Vertrauen votierten, jetzt, nach dem Abschluss der kretischen Frage, wkgen der Haltung Oesterreich-Ungarns m Kreta das höchste Misstrauen aussprechen. (Heiterkeit und Widerspruch bei den Czechen.) Wenn dem Minister in scharfem Tone vor-geworfen wurde, dass er es zulasse, dass in Serbien gewisse Sachen vorkommen, müsse er. der den Vor« wurf der angeblichen Einmifchung in die innerpoli« tifchen Verhältnisse Oesterreichs immer abgeleugnet habe und auch heute noch ableugne, fragen, mit welchem Rechte er sich in die innerpolitischen Verhältnisse eines absolut fremden Staate« einmischen dürfe. — Feuilleton. "Wnge an der lärntisch - lrainischen lnnlllsch-steirischen Länderscheide. «on «ilba Hlntner. t^berichlr, (Fortsetzung.) ^>btt einw«l^^ ^ '" Eifer meiner Schilde, "l di' Kehrte zUr "^ unbescheiden vorgegriffen und ^ld HtetH" unsichtbarer Schwingen ^t Erseht K wir uns vorhin aus den Grintavec-^le/"lch kn".. °°bt die Sache in Wirklichkeit MlUel vo^Me" Proselgrabm hinein und im ?°hl!>'gell^,^"gana pet links durch prächtigen. !5 ^"EH^ hlnauf streben wir vorerst in ge-^>d be? «..^"""düngen dem Kanlersattel zu. ^> ^^h°lrV""?ld lichter, und in den Cha->5d>er 2 ""W si« mählich ein herberer h U. ein N "?en die kahle? Wandschrofen ^N> bi "N"rl>ld speckt sei« lange Zunge der letzten verkümmerten i?^^ Lebenskraft der Vegetation Umrahmt von prächtigen. H e^" Ctei!^"lwänden, führt uns der Weg »l>". Ä"ng zum lichten, luftigen Sattel- "' ! ^ hZwarze Giganten von starrer Un. ^Nkn s?^?' rasenbesetzte Scharte um« '" die heimeligste all« Alpen« die lauschig in dieser eingebettet ist. w« em Hell.gthum be- l^Wir stehen vor der Zoishütte der Section «Kram. Das stattliche und äußerst malerische Schutzhaus, auf Grunde gelegen, ist aus prach. von innen geschmackvoll ver. älett und enthält im hohcn Erdgeschoss em schönes Gast- imme? und zwei Schlafräume, im Obergeschoss e.n a "he« Schlafzimmer nebst einer geräumigen Kammer und wird in der schönen Jahreszeit m anerkannt be. währttr Weise bewirtschaftet. In der That, em be- hagl cheres Heim für Bergfahrer, als diese vor drei Jahren erbaute Unterlunftshütte ist kaum denwar. Auch hier hat sich der gute Geschmack und d.e offene Hand des Sectionsausschuffes e»n Denkmal gesetzt, das emem von Erz und Stein nicht viel nachgibt. Was die Action.Krain. hier schuf, mögen noch Hunderte und Tausende mit Dank genießen. Die Section «Kram» hat diese Hütte nach den Naturforschern Freiherren Karl und Viegmund Zols benannt und damit dem Danke für das, was da« treffliche Gelehrtenpaar dem Lande Kram und der Msenschaft war. sinnigen Ausdruck gegeben. Waren diese Männer doch durch das. was ste anregten und förderten, ihrer Zeit voranschreltenb, zu Wohlthätern und Culturspkndern geworden, zu denen unser Land in treuer Dankbarkeit und tiefer Verehrung auszMcken allen Grund hat. « . . ^ «, War e« Baron Siegmund Zo>s. der den Namen der bi» dahin wenig bekannten lmnWn HaMM in weiteren Kreisen rühmlich bekannt machte, der durch seine unermüdliche Thatkraft und hochherzige Unter, stühung alles Schönen und Großen fein Hau« zum Mittelpunkte eines regen geistigen Streben« machte, so war es die auserlesene Thätigkeit seines Bruders Karl, die zur Vereisung und Durchforschung unseres Alpen« landes anregte, zu einer Zeit. wo Sinn und Ver« ständnis für die «ewigen Berge» in Oesterreich noch in den Windeln lagen. Beide wurden Bahnbrecher für den Cultus der Nlpenwelt in Kram und damit Bannerträger eines Gedankens, der unser Jahrhundert umspannt und dem auch wir in unserem Herzen einen Altar bereitet haben. Des Wanderers Huß. der den Kanlersattel be« tritt, bliebe hier von selber stehen, auch wenn leine Hütte ihr gastliches Giebeldach in den klaren Sonnen, ather hineinbohlte. So oft ich schon diese« wohlvertraute Alpenbild genossen habe, immer wieder greift es mir tief in die Seele und zwingt mich zu andächtiger Bewunderung. Tiefer Friede rinnt um die sanfte, grüne Sattel» schneide. Alpenwindumhaucht, liegt der schwellende Rasenrücken da, eingefasst von den riesigen Festung«« mauern des Grebinzuges und einer fel«durchfetzten Kammstufe, mit der der schöne Eübhang der «Dolge stene» sich neugierig an die starre Plattenflucht herandrängt. Gar launische Linien sind es, aus denen sich das Berggewirr der Runde zusammenseht. Nur wenig gehemmt durch den schönen Kegel de« Kramn Gorzi( gegenüber, stkgt der Blick geyen Nchen, Laibacher Zeitung Nr. 123. 1026 30. Mai 1900^ Del. Pacal: «Das hat niemand gesagt.» —Golu-chowsli: «Ich bin verantwortlich gemacht worden, dass König Milan nur deshalb in Serbien ist, weil wir dies tolerieren.» — Pacak: «Protegieren haben Wir gesagt.»—Goluchowski: Ich bitte, wir haben niemanden im Auslande protegiert, wir mischen uns in innerpolitische Verhältnisse absolut nicht ein; ich muss sagen, hier sind die innerpolitischen Verhältnisse eines fremden Landes in einer Weise besprochen worden, die, verzeihen Sie den Ausdruck, vollkommen unanständig ist. (Widerspruch bei den Czechen. — Del. Pacal: «Ein freies Wort muss gestattet sein, wir haben niemals was Unanständiges gesagt. Ich bitte dieses Wort zurückzunehmen!») Es ist überhaupt nicht passend, Verhältnisse, die uns nichts angehen, in der Delegation zu besprechen. Der Vorwurf des Del. Stransly, dass das wirtschaftliche Programm des Ministers, kaum gesprochen, verhallt sei, sei ungerecht« fertigt; denn man weiß, welches Recht dem Minister des Aeußern in Oesterreich - Ungarn diesbezüglich zusteht. Jeder Initiative beider Handelsminister werde mit Eifer Folge gegeben. Woher sollen aber unter den herrschenden Verhältnissen die Impulse kommen? Wie soll ein Minister eingreifen? Gerade jetzt, da ein Ministerium im Amte ist, welches ein sehr weit. gehendes Wirtschaftsprogramm vorlegte, wäre der richtige Augenblick gekommen, wo sich vieles thun liehe. Der Minister weist darauf hin, dass der Del. Stransky ihm vorgeworfen hat, vieles nicht dementiert zu haben und bezüglich des Falles Gießl erklärt hat, das Dementi bedeute gar nichts; alles lasse sich dementieren. Von der Grundlosigkeit des Vorwurfes, zur diplomatischen Carriere würden nur Leute aus gewissen Gesellschaftsschichten zugelassen, könnte sich der Del. Stransly durch einen Blick in den Veamtenstatus überzeugen. Der Rücktritt des Sectionschefs Grafen Welsersheimb erfolgte wegen Amtsmüdigleit, obwohl der Minister alles — leider vergeblich — that, den Rücktritt zu verhindern. Der Consularcarriere schenke niemand mehr Aufmerksamkeit, als Redner. Sicherlich haben wir zu viel Honorarconsulate und eine Verwandlung eines großen Theiles derselben in effective Consulate wäre zu wünschen. Dieß erheische aber beträchtliche Summen, fo dass successive vorgegangen werden müsse, zumal man nicht sofort über die erforderliche Zahl ver-wendbarer Persönlichkeiten verfüge. Der neu eingeführte praktische Stundenplan der in eine Consularalademie verwandelten Orientalischen Akademie möge sich in dieser Hinsicht als von wohlthätiger Wirlung erweisen. Es werde darauf gesehen, dass die in die Consular-carriere Eingetretenen eine allgemeine commerzielle Aus« bildung erhalten. Es wäre aber gewiss eine schlechte Maßregel, Handelsleute ohneweiters als Consuln anzustellen. Zum Puntte Auswanderungen versichert der Minister, er widme auch dieser Frage seine größte Aufmerksamkeit. In vielen Fällen schritt er sowohl, als auch ohne besondere Weisung die Berliner Ver-tretungsbehörde stets in freundschaftlicher Weise mit vielem Erfolg ein. Viele der angeführten Fälle beruhen auf Aufbauschungen der Zeitungen, so der Fall in Landshut, wo nicht 360, sondern drei Personen ausgewiesen wurden, ebenso der Fall in Altwasser. Der Minister constatiert, dass in dem Vorgehen der deutschen Behörden eine große Besserung eingetreten sei und dass die deutsche Regierung die Sache mit größerem Entgegenkommen behandle; aber festzuhalten bleibe, dass es sich bei Ausweisungen um ein souveränes Recht des Staates handelt. Keine Regierung sehe das Anwachsen fremdländischer Bevölkerung in den Grenzprovinzen gern. Auch in den freisinnigen amerikanischen Republiken werde der Einwanderung ein Riegel vorgeschoben. Einer Regierung sei es nicht übel zu nehmen, wenn sie gegen derartige Ausiedlungen nicht nur aus nationalen, sondern auch aus socialpolitischen Gründen eine gewisse Abwehr eintreten lasse. Den türkischen Zolltarif besprechend, erklärt der Minister auf eine Anfrage des Del. Maulhner, dic Mächte verhandeln eben über eine von der Pforte gestellte Bitte um Zustimmung zur Erhöhung des Zolltarifes von 8 auf 10 pCt. Er sei mcht in der Lage anzugeben, wie die Angelegenheit endgiltig geregelt werden wird. Der Minister erklärt hierauf gegenüber den in sehr freundlichen Worten vorgebrachten Bemerkungen des Del. Parish, es sei möglich, dass ohne Vorwissen des Ministers untergeordnete Organe in innerpolitischen Fragen in einem anderen Sinne gearbeitet haben, als der Minister, er müsse dies in Mrede stellen. Die Disciplin in seinem Beamtenstande sei so strenge, dass Derartiges nicht vorkommen lönne. Es wäre auch ganz illoyal seinerseits, wenn er nicht bie nöthigen Verfügungen treffen würde. In einem concrete« Falle habe der Minister den Autor eines sich mit innerpolitischen Fragen beschäftigenden Artikels m einer fremden Zeilung eruiert und entschieden gerügt. Der Minister habe die Augen immer offen gehabt und versichere, die aegen da« Pressbureau er- Die einlaufenden Consularberichte werden den beiden Handelsministerien sofort mitgetheilt und erscheinen sowohl in Oesterreich als auch in Ungarn. Sie werden im Auslande mehr gelesen als hierzulande. Der Minister zollt dem Consularcorps seine vollste Anerkennung. Eine hervorragende deutsche Zeitschrift habe es als Muster für das Deutsche Reich hingestellt. Den Handelsstand interessierende Nachrichten werden in einer vom Ministerium des Aeußern herausgegebenen vorzüglichen Consularcorrespondcnz, welche der Minister zu verbessern und auszugestalten vorhat, veröffentlicht. Der Minister schließt mit dem Hinweis auf die vielseitigen Appelle an die Persönlichkeiten der Parteien in den letztgehaltenen Reden. Ohne sich in die innerpolitischen Verhältnisse einzumengen, schließt sich Rcdner diesen Appellen aus vollstem Herzen an. Vei gutem Willen können die noch bestehenden Gegensätze aus« geglichen werden und es sei höchste Zeit zur Herstellung des Friedens. Man möge bedenken, was die Monarchie an Kraft und Ansehen schon verloren hat. Der Minister schließt folgendermaßen: «Wenn wir diesen letzten Augenblick nicht ausnützen, wenn wir uns heute nicht an die Arbeit sehen und wirtlich an die großen Fragen herantreten, die unser noch harren, dann ist für den Minister des Aeuhern wirtlich nicht die Möglichkeit vorhanden, die äußere Politik in der Weise zu führen, wie es von ihm verlangt wirb. Bedenken Sie, meine Herren, dass wir in den nächsten drei Jahren drei große Aufgaben zu löfen haben werden. Wir haben den autonomen Zolltarif fest» zustellen, wir haben den neuen Ausgleich mit Ungarn zu machen, wir haben endlich die Handelsverträge mit dem Ausland abzuschließen. Das ist eine kolossale Arbeit selbst bei vollster Arbeitsfreudigleit und Arbeitstraft eines Parlamentes. Wenn sich nicht in kürzester Zeit die Verhältnisse klären, sind diese Fragen nicht durchzuführen. (Zustimmung.) Und was dadurch für ein Schaden für die ganze Monarchie, für unser Vaterland entsteht, darüber glaube ich mich nicht weiter aussprechen zu müssen.» (Beifall.) Nach Goluchowski sprach der Berichterstatter Marquis Baquehem, welcher constatierte, dass trotz der stellenweise heftigen Angriffe selbst die Oppositionellen die Grundlinien unserer auswärtigen Politik nicht allzusehr bekämpften. Bezüglich der Verhältnisse in Oesterreich sprach der Redner die Hoffnung aus, dass die Art der gegenwärtigen Opposition vorüber gehen werde. Allerdings werde sich, was in der wirtschaftlichen Richtung dadurch versäumt wurde, kaum mehr gutmachen lassen. Die Meistbegünstigungsclausel sei eine veraltete handelspolitische Form, für die jedoch vorläufig nichts Besseres gefunden wurde. Die Frage der Zollunion mit dem Deutschen Reiche sei vorläufig nicht actuell. Dagegen sei der engere Zusammenschluss der continentalen europäischen Staatm nicht genug zu empfehlen. Der Redner würde eine Modificierung der Vereinbarungen mit Italien bezüglich des Weinimportes, sowie der italienischen Leinenzölle als großen Erfolg' betrachten und er erinnert an die bevorstehenden großen Schwierigkeiten der neuen Handelsverträge, wofür es eine Beruhigung gewähre, dafs die Führung der handelspolitischen Verhandlungen in der festen Hand Goluchowskis liege. Redner weist auf die erfolgreiche Thätigkeit des Ministers hin und hofft, dass es gelingen werde, die handelsftolitifchen Verhältnisse der Monarchie günstiger zu gestalten und erfolgreiche Handelsverträge ohne große Opfer abzuschließen. Redner wünscht schließlich, dass die innerpolllischen Verhältnisse sich so gestalten mögen, dass bei aller Hochhaltung der nationalen Güter den wirtschaftlichen Gütern endlich die ihnen gebürende Würdigung zutheil werde. (Beifall.) Es wird hierauf in die Specialdebatte eingegangen. Del. Kaftan richtet verschiedene Anfragen an den Minister des Aeußern. Minister des Aeußern Graf Goluchowsli erklärt, die Militärattaches unterstehen dem Kriegs» Ministerium. Von der Auslassung dieser Posten sei leine Rede. Der Vorfall des Militärattache's Baron Gießl beschränke sich darauf, dass Gießl vor dem Antritte seiner Studienreise nach Armenien nur vorsichtS-weise die Ausstellung eines Passes verlangte, jedoch abreiste, da sich die Ausstellung des Passes verzögerte. Ueber Ersuchen Gießls ordnete die türkische Regierung an, dass ihm die Behörden nicht nur keine Schwierig» leiten bereiten, sondern ihn wo möglich unterstützen. Der Sultan ließ Gießl durch die Botschaft grüßen und ihm mittheilen, er werde sich sehr freuen, nach der Rucklehr seine Wahrnehmungen zu vernehmen. Von chinesischen Erwerbungen sei keine Red«. Wir müssten hiezu Schiffe haben. (Del. Kaftan ruft in« zwischen: Die sollten wir haben!) Die Ratification der Haager Conventionsbeschlüsse werde demnächst erfolgen, worauf dieselben publiciert werden. Die Post-angestellten im Orient unterstehen dem österreichischen Handelsministerium, an welches Kaftan die bezüglichen ! Beschwerden richten mW. Betreffs der vom deutschen Botschafter Eulenburg bei Anwesenheit de« Prinzen Heinrich in Wien gebrauchten Begrüßung vem^ ^ Minister auf die Exterritorialität der auslai'M Missionen und citiert als Beispiel unseren Vot,aM^ Berlin, welcher am 2. December beim EmpsaM , österreichisch-ungarischen Colonie seiner Freud°- MS" gab, sie auf üsterreichisch-ungarischem Bezüglich der Waffenlieferung der sloda schen "^ erklärt der Minister, er könne die Auslcht, o«!" sich um eine Verletzuug der Neutralität h"ndu, ^ theilen. Es gelte als feststehender Grundsatz, oa" Regierung absolut nicht verantwortlich für ^^ zwischen Privaten sei, selbst wenn es sich n>" ^ ^ bände handelt. Die Ltoda'schm Werk lichen ^ Waffen an einen englischen Unternehmer. ^» treffende englische Privatschiff dampfte wirtlich "" Bestimmung nach Shanghai ab, und in dem a, ^ Falle nach Genua, wo ein türkisches Sch'N «' «H wurde. Schließlich stellt der Minister fest, daj« > bei einer vom Del. Kastan erwähnten "U^.^ eines czechischen Bergarbeiters aus sinkenden Arbeiter handelte, welcher wegen WM'"^ leiten und gefährlicher Drohungen bestraft m," gewiesen wurde. . ,z ^ Nach dem Minister constatiert Dlpa»" «§ große Befriedigung, welche die Ausführungen °^^ der handelspolitischen Beziehungen und dei!"^^j. nähme zum mitteleuropäischen Zoll- und «^W, bund in der ganzen Monarchie hervorgerufen v^ und betont die Wichtigkeit der VeterinärfrM ^ Abschlüsse der neuen Handelsverträge, und!"«' ^ Ausland dürfe absolnt nicht in die Lage lomn«^, den nächsten Handelsverträgen, gestützt auf dle'! ^ österreichischen und ungarischen Internen. ^. Gesamlntcomplex der Interessen zu zerreißen «^ durch die inneren Kräfte des Staates lahm zu ^ Der Minister des Aeuhern müsse die Inte"!!", ,^ Reichshälften, die nicht in unlösbarem «"H^ stehen, einander näher bringen und die ' beider Staaten sichern. Redner bezeichnet oe" ^ bund, vor allem die Allianz mit Deutschla' '^,< Rückgrat unserer Politil und verwahrt die «^ Partei gegen den Vorwurf, gegen den NlW > ^> Deutschland zu sein, und constatiert, dass g" F Partei diese Politil loyal und ehrlich un ^ Redner hofft, dass die czechische Politil, dle " ^ fehlt erachte, anderer Auffassung Platz mach ^ ^ und warnt vor Verquickung der äußeren f^il f der inneren Politik, die nicht in den Pa"e>i » zogen werden dürfe. (Lebhafte Zustimmung) ^"j Del. Pacal ertlärt, die Neuherungc" F Partei seien schroff, aber nicht unanständig ^ h.', testiert daher entschiedenst gegen die Aeha'" , » Delegierten seitens des Grafen Golucho"^ «F « Referent Marquis BaqueheM c" > ^ , dass der Auischuss beschlossen habe, dem M'^F ungetheilte Vertrauen auszusprcchen und vel >^ den Dispositionsfond feparate Abstinnmu'ss .F', wurde das gefammte Budget mit den Nacht'^^l, angenommen nebst einer Refolution des ^ cD^' welcher die Errichtung eines effective», ^'F^ Melbourne verlangt. Hierauf beginnt dle V" v Verhandlung des Heeresordinariums. Politische Uebersicht. ^ Laibach.* li! Am 27. d. M. hat in Wien eine 6H Conferenz'Theilnehmer bestanden daraus, ^^ Sprachenfrage im gesetzlichen Wege geH ^ erklärten sich bereit, jede Action der 3^' ^ lämpfung der Obstruction, durch welche ° ^ ordnung nicht verletzt würde, zu untcrM M^ Ein Bericht aus Rom über dle ^' M Wahllampfes in Italien stellt ^b^ auf, dafs die äußerste Linle grshe M"y^jB / auch nur ihre bisherigen Mandate zu "^ ^^ die Stellung mancher bekannter ^andlo^t^i fassungstreuen Opposition erscheine als ^jsc^ Gerücht, dass der Minister des Aeußer". „F^ Venosta, durch eine Rede über ?'^F ^1 Politil Italiens in die Wahlbewegung ""^F'^ entbehrt der Begründung. Abgesehn .^« Wahlreden von Ministern, die dem Se"."^ F in Itaüen nicht üblich sind, steht A^l V Appell an das Voll die auswärtige ^-«c^>Hv Leon Bourgeois hielt bei elnc ^ „> ^ Rede, in welcher er ausführte, man vr ^ ^ > ein Patriot zu sein, öffentlich i"s "ulernden Text enthalt: «Diese Kette diente aus Warbur 3"'^^ des ruhmreichen Sohnes der Stadt der NpP.?^ ""d lochen für die Männer, die sie Mr. P.« wF"l^"l anstellen. Sie sind dabei immer l'L und «?? ' ^as ihnen gehört, ist stellenweise sehr ^ne u^ ^'"^ch- Zwischen den Bergketten sind Höhlte l°mmt «l! ^""ux. "us denen das Vieh grast, und Men t>. «i,. ^"' dass sich Thiere versteigen. Dann 2en. unk l. /" bei Tag und Nacht, bei Wind und -6' tros'?"^ b« weinbautreibenben Bevölkerung Äil? " das« i^v^^en zur Kenntnis gebracht werden. d«r /ber die »^^ diesen Nericht ein möglichst klares ^ 3 ^u« lln??^"«kn hinsichtlich der Bekämpfung ^7Undl, ""d d" Entwickelung des neuen Weinbaues ^tn »?' .amerikanischen Rebe geboten werde. "" ln b«n »wzelnen Ländern wirkenden staatlichen Organe veranlasst, ihre Erfahrungen im Berichte darzulegen. — Der Bericht des technischen Leiters für die verseuchten Gebiete in Krain Bohuslaw Slalicky. umfasst darin nahezu zwölf Druckseiten. Das Ackerbauministerium hofft, dass sich diese Veröffent-lichung als zweckmäßig und für weitere Kreise anregend erweisen wird. sowie dass sich solche Berichte in Hinkunft noch vollständiger gestalten werden, wenn sich an dem. selben, wie angestrebt wird, alle in Betracht kommenden Factoren betheiligen werden. Die Bekämpfung der Reblaus und die zur Wieder-Herstellung der von derfelbcn zerstörten Weingärten entfaltete Thätigkeit lassen sich nicht von den Maßregeln trennen, die sonst zur Erhaltung des Weinbaues und namentlich zur Bekämpfung der zahlreichen übrigen Schad« linge desselben getroffen werden müssen, da diese einen außerordentlich großen Einfluss auf das Gelingen der Wiederherstellung des Weinbaues in den verseuchten Gebieten ausüben. ^ . ^. , ^. «,<,>. Es wurden daher auch m dlesem Sinne Verhand. lungen eingeleitet, um in allen Weinbauländern die bis-her bestandenen Landescommissionen in Reblausangelegen-heiten in Üandeswclnbaucommissionen umzuwandeln, ebenso wie die in den einzelnen Ländern bestellten technischen Leiter der staatlichen Reblausbelämpfungsarbeiten an-aewiesen wurden, ihre Thätigkeit, namentlich soweit die-selben berufen sind. als Lehrer und Rathgeber der Be-uöllerung zu wirken, auch auf die übrigen actuellen Fragen im Weinbau auszudehnen. Dementsprechend sollen daher auch die jährlichen Reblausberichte allmählich zu Be-richten über die Fortentwickelung des Weinbaues in Oesterreich überhaupt ausgestaltet werben. Aus dem Inhalte des in Rede stehenden Berichtes 'verden die österreichischen Weinbauer die beruhigende Ueberzeugung gewinnen, dass vom Staate und ein-ttlnen Ländern namentlich zur Gewinnung des zur Wiederherstellung der vernichteten Weinpflanzungen nöthigen Nebenmaterials das Möglichste geschehen ist, um die österreichischen Weinländer ill dieser Beziehung auf eigene Me zu stellen und vom Auslande unabhängig zu machen, ^nfolaedcssen wurde es der Regierung auch ermöglicht, den Beschlüssen des Landwirtschaftsrathes in der Vlack-rot. "fraae zu entsprechen, nach welchen die Einfuhr von Reben nach Oesterreich aus dem Auslande, um die Einschleppung der mit Recht gefürchteten Nlack-rot-Krankhett zu der-bindern, wesentlich beschränkt werden soll. Dem mehrgedachten Berichte ist auch eine interessante Nebersichtslarte der Weinbaugebiete Oesterreichs und der in denselben von der Neblaus verseuchten und der scuchenverdächtigen Flächen nach dem Stande Ende 1899 angeschlossen.____________^"- _- (Militärisches.) Die heurige taktische Studienreise des II. Jahrganges der k. und k. Kriegsschule wird in zehn Abtheilungen, bestehend aus je einem Stabsofficier, circa zehn Oberofficieren und dreizehn Mann, in verschiedenen österreichisch-ungarischen Ländern zur Durchführung gelangen. Für Krain sind an nach-solaenden Tagen und Orten Nachtstationen bestimmt, und »war- Für die I. Abtheilung am 29. Juni in Präwald, an, 30 ^uni in Wipftach. am 1. Juli in Idria. am 2 cluli in Pölland ob Bischoflack, am 3. Juli in Bi-s^wttack' für die 3. Abtheilung am 3. Juli in Zoll. am 4 N in Unterloitsch; für die 7. Abtheilung am ^ ^uni in Präwald. am 24. Juli in Laib ach Aufenthalt daselbst bis inclusive 2. August)? sür die 9 Abtheilung am 4. Juli in St. Veit bei Wippach, am 5 ^u in Präwald. am 6. Juli in Adelsberg, am I n Unterloitsch; für die 10. Abtheilung am 29 und 30. Juni in Krainburg, am 1. und 2. Juli in Radmannsdorf, °m 3. Juli in Lengenfeld am 4.Iu^inWeih^ - Oc llschaft von Cadir aus anlaufen i« lassen beabstcht.gt. m d wa werden Bauholz. Thee «nd Zucker als die- igen Artikel bezeichnet, in welchen Russland mit andren Ländern in Marokko zu concurrieren in der Lage !wl e Vei dem Umstände, als gerade in Zucker und Holz dl österreichischen Exporteure Erfolge erz.e en "nn en^ e cüeint die Möglichkeit eines nicht unvortheilhaften Ab- 3s ihr« Erzeugn^ - und insbesondere der erwähnten °uf Ue nun. m br durch das monatlich einmal erfolgende Anlaufen T naers durch den üsterr. Lloyd bestehenden günstigen Communicatwnsverhältnisse mit Marokko gegeben. Hiebei wäre noch insbesondere hervorzuheben, dass das l. und l. in Tanger in weitgehendstem Maße ein-Men Interessenten nähere Auskünfte über die V«P°rt. Ha»«« nach Marokko zu ertheilen bereit ist. ^^lüocalbahn Trieft-Parenzo) Die Bau- arbeiten der Theilstrecke Triest-Buje der Localbahn Trieft. Par nzo wurden vom l. l. Eisenbahnministerium rücksichtlich der Vaulose 1 bis inclusive ü der Bau-Unter-nehmung Nuttoraz - Iifferln Trieft und rücksich lich der Baulose 6 und 7 dem Bau - Unternehmer Mipp Snvankik in Lalhach Werira°.tn. — (Schutz der Parkanlagen.) Nachdem es m letzter Zeit öfters vorkam, dass die Blumen in den öffentlichen Parkanlagen abgerissen oder gar ausgegraben wurden, wird das Publicum ersucht, die Anlagen selber unter Schutz zu nehmen und dem Stadtmagiftrate einen jeden Schädiger behufs Abstrafung anzuzeigen. — (Fahrordnung der k. k. Staatsbahnen.) Mit 1. Juni tritt ein neuer Fahrplan der l. k. Staatsbahnen in Kraft. Derselbe wird im allgemeinen leine Veränderung erfahren, nur an Sonn« und Feiertagen werden auf der Strecke Laibach-Podnart und retour zwei neue Züge verkehren. Abfahrt von Laibach (Südbahnhof) 5 Uhr 41 Minuten nachmittags. Ankunft in Podnart-Kropft 6 Uhr 45 Minuten abends; Abfahrt von Podnart-^kk ^."Hl 10 Minuten abends, Ankunft in Laibach (Südbahnhof) 8 Uhr 20 Minuten abends ln>,^^"""«t)""g. der Wasserleitung in Blll.chgraz.) Um 27. b. M. nachmittags fand in Vllllchgraz unter regster Netheiligung der Insassen sowie der Bevölkerung der umliegenden Gemeinden und Ort-chasten die feierliche Einweihung der seit Jahresfrist be-stehenden Wasserleitung statt. Nach 2 Uhr trafen, begrüßt durch Pöllerschüsse von den Bergen, die ersten Festgäfte ein, und kurz darauf erfolgte unter den Klängen der Orts-kapelle der Einmarfch der zahlreich erschienenen Feuer-wehren der Umgebung. Besonders stark vertreten waren die Vereine von Waitsch, Dobrova und Horjul ferner waren Vertreter von St. Vrit, Oberlaibach. Mannsbura Schwarzenberg. St. Iobst lc. erschienen. Newilllommt und geleitet vom Ortshauptmanne Herrn Rihar, sehte sich der Zug gegen die Kirche in Bewegung, woselbst bei dem neben der Pfarre stehenden festlich bekränzten Brunnen der feierliche Act der Einweihung vom Herrn Pfarrer Laznil vorgenommen wurde. Herr Kaplan Hribar hielt hierauf eine feurige Anfprache. in welcher er den Zweck der Feier darlegte und die große Wohlthat hervorhob, welche den Infasfen durch diese Wasserleitung erwiesen wurde. Mit einer herzlichen Danksagung an alle Förderer dieser Anlage und einem «Iivio» auf Seine Maje stät den Kaiser, welches begeisterten Wiederhall sand, schloss die würdige Feier. Hierauf traten alle Vo theiligten den Weg zum Feuerwehr-Depot an, wo unter Musilllängen und heiteren Zwischenreden eine reich-ausgestattete Tombola gezogen wurde. Nach deren Beendigung erfolgte eine Uebung der derzeit 36 Mann starken Ortsfeuerwehr mit den Hydranten. Bei dieser Gelegenheit zeigte sich der große Vortheil, welchen gute Wasser-leitungen immer gewähren. In mächtigen Strahlen ergoss sich das Wasser auf die umliegenden Strohdächer, bestimmt, jedweden Brand schon im Keime zu ersticken und so den Ort vor namenlosem Elend zu bewahren. Die Uebung mit den Hydranten erregte den ungetheilten Beifall der erschienenen Vereine und aller Zuschauer In gleicher Weise functionierten auch alle Brunnen und sonstigen Armaturen tadellos. — Es möge erwähnt werden, dass die Leitung von der Gemeinde mit Hilfe des Staates und Landes mit einem Kostenaufwanoe von rund 10.000 fl. erbaut wurde. Die Ausführung wurde der seit Jahren in Kram bestbelannlen und bewährten Firma Ingenieur C. Wagenführer übertragen, welche auch alle Arbeiten tadellos durchführte. Den Bau beaufsichtigte Herr Landesingenieur I. Sbrizaj, während die Durchführung von dem Vertreter der Firma für Krain. Herrn Ingenieur K. Lachnil. in gewissen-haftester Weise bewirkt wurde. Die starke, in solibester Weise gefasste Quelle leitet das Wasser in reicher Menge in ein Gegenreservoir nach Villichgraz; der gesammte Rohrstrang umfasst eine Länge von 1543 m. Derselbe speist sieben öffentliche Brunnen und zwanzig Haus-leitungen reichlich mit Wasser. Zur raschen Bewältigung von Branden dienen zehn Straßenhydranten. Namentlich die fremden Feuerwehren, welche noch nicht so glücklich sind, in ihren Gemeinden über derartige Hydranten zu verfügen, bewunderten die mächtige Wirkung derselben. — In den Abendstunden rüsteten sich die auswärtigen Vereine und Gäste zur Heimkehr, während die heimische Bevölkerung im Feuerwehrheime bann noch lange fröhlichem Tanze huldigte. — (Gemeindevorstanbs-Wahl.) Vei der Neuwahl des Gemeindevorstandes der Ortsgemeinde Kaier wurden Johann Golmajer, Grundbesitzer in Kaier zun, Gemeindevorsteher; Jakob Rojik, Grundbesitzer in Hudo. und Johann Iupan, Grundbesitzer in Lola, zu Gemeinderäthen gewählt. — («Acte der Roheit».) Unter dieser Spitz« marke kam uns am ß. April d. I. au« Radmannsdorf eine Notiz des Inhaltes zu, dass ein auf dem Grund und Boden des Jakob Peternel stehender Bildstock mit einem Christusbilb nachts abgesägt und weggeschafft und später bei einer Nauholzhütte des Jakob Peternel, der sich über die That der Gendarmerie gegenüber in gotteslästerlicher Wl'ise äußerte, aufgefunden worden war. — Herr Gafthofbefiher Jakob Peternel ersucht uns nun, demgegenüber zu constatieren, er habe durch seine Arbeiter am 16. März vormittags ein schon verfallenes Marter- ^taferl, das sein Eigenthum war, beseitigen lassen; auch habe er sich, wie dies durch Zeugen beim l. l. Bezirks« ^ gerichte in Radmannsdors erwiesen würd«, der Gendar« ! merk Mnkber nicht in aMMsterltther Weift yeäuh.'rll Laibacher Zeitung Nr. 123. 1028 30. Mai 1900. — (Zum Schulhausbau in Mulau,) Das k. l. Ministerium für Cultus und Unterricht hat über ein neuerliches Gesuch der Ortsgemeinden Mulau, Ober« gurk, T>ob und Oberdorf um zeitweilige Sistierung der EinHebung von Zwangsumlagen für den Schulhausbau in Mulau eröffnet, dass im Hinblick auf den in Mulau und Umgebung herrschenden Nothstand gegen einen zweijährigen Aufschub der EinHebung der gedachten Zwangs« umlagen ein Anstand nicht obwalte, es jedoch bei der seinerzeitigen Errichtung dieser Schule zu verbleiben habe. —ilc. — («31ov<3N3ka. Uatioa».) Am 6. Juni um 5 Uhr nachmittags findet in der Vereinskanzlei eine Ausschusssitzung der «klovcnuka, Nutiea» statt. Auf der Tagesordnung befinden sich unter anderem Berichte über die Rechnungen für das Jahr 1899 und über das Vereinshaus, ferner über die Vorbereitungen zur Generalversammlung. — (Hagelwetter.) Im Nachhange zum Berichte über das am 25. d. M. die Ortsgemeindc Mullau getroffene Hagelwetter wird uns mitgetheilt, dass der Hagelschlag auch über die Ortsgemeinden Obergurk, Dob, Rodockendorf, Oberdorf und Grohpece niedergieng, wodurch in den erwähnten Gemeinden ein bis zwei Drittel der heuer zu erwartenden Fechsung vernichtet wurden. Der hiedurch verursachte Schade wurde bisher noch nicht constatiert, doch dürfte er nicht unerheblich fein. —ik. — (Aus der Polizeiaufsicht entwichen.) Laut einer Mittheilung des l. k. Bezirksgerichtes in Bischoflack ist der zufolge Erkenntnisses der l. l. Vezirls-hauptmannschast Krainburg auf die Dauer von zwei Jahren unter Polizeiaussicht gestellte Jakob Vidmar vulgo «Cunarjev» aus Altlack vor kurzem aus der Polizeiaufsicht entwichen. Die Ausforschung des Ge< nannten, welcher fremdem Eigenthum sehr gefährlich ist, wurde eingeleitet. —ilc. **. (Zwei Radfahrer) stießen gestern nachmittags an der Ecke der Schulallee und der Kopitargasse zusammen und stürzten, die Fahrräder wurden verbogen, und der eine Radfahrer erlitt auch am Kopfe und an der Stirne nicht unbedeutende Verletzungen. .*.(Ein Messerheld.) Alois M i t e l j, Fialer-lnecht. Rümerstrahe Nr. 11. und Johann Gril, Fiaker-lnecht, Maria Theresien - Straße Nr. 5, geriethen gestern nachmittags am Congressplah in einen Streit, der bald in eine Rauferei ausartete und damit endete, dass Mi-telj dem Gril in den linken Schenkel einen Messerstich versetzte und ihn schwer beschädigte. Mitelj wurde verhaftet. — (Schwere Verletzung durch eine Sense.) Der beim Grundbesitzer Alois Stermole in Pösendorf, Gerichtsbezirk Sittich, als Knecht bedienstete j Franz Dremelj von ebendort war am 25. d. M. nach« mittags auf dem Felde seines Dienstgebers mit Mähen beschäftigt. Gegen 4 Uhr kam die beim nämlichen Besitzer im Dienst stehende Magd Iosefa Iupanöiö von Draga auf das erwähnte Feld, um das abgemähte Gras auszustreuen. Bei dieser Arbeit kam sie dem mähenden Dremelj zu nahe, wurde von demselben, als er eben einen Sensenschnitt ausführte, mit der Sense in den rechten Fuh bis zum Knochen geschnitten und hiedurch so schwer verletzt, dass sie mittelst eines Wagens in die Wohnung ihres Dienstgebers überführt werden mufste. — Obschon eine absichtliche Beschädigung der Magd von Seite des Dremelj erwiesenermaßen nicht vorliegt, soll doch Dremelj beim Mähen sehr fahrlässig gehandelt haben. Er wird sich daher vor Gericht verantworten müssen. —ik. — (Die Sonnenfinsternis.) Aus Madrid wird berichtet: Auf den Plätzen und in den Straßen hatte sich vorgestern eine ungeheure Menschenmenge angesammelt, um die Sonnenfinsternis zu beobachten. Auch in Plasencia und Nrgamasilla wurde das Phänomen gut beobachtet und verlief, wie es die Astronomen vorausgesagt hatten. Eine große Menschenmenge applaudierte bei dem Eintritte der vollständigen Sonnenfinsternis und beim Erscheinen der Corona. — Aus Algier wird gemeldet: Die Sonnenfinsternis war hier eine vollständige. Zahlreiche ausländische Missionen bewunderten das Phänomen, welches 65 Secunden dauerte. Die Finsternis war leine vollständige, es herrschte nur Dämmerung. Die Corona war nicht intensiv. Die Strahlen waren kurz und sarblos. — (Erdbeben.) Das am 24. d. M. in mehreren Orten von Untersteiermark und Krain be-obachtete Erdbeben wurde um 4 Uhr 25 Min. früh auch in Rann und Wisell wahrgenommen. Cs dauerte etwa drei Secunden und war von einem unterirdischen Geräusch begleitet. ____________________________________ Ausweis über den Stand der Thicrseuchen in Kram fül die Zeit vo« 18. bis 27. Mai 1900. Erloschen: der Milzbrand im Bezirke Rudolfswert in der Gemeinde St. Mlchaci-Stopic (l h.): der Nothlanj bei Schweine« im Vezkle Rudolfswert in der (hemcinde Dödemil (1 H.); im Nezirle Ollrlfeld i» der Gemeinde liialschach (1, H,). Der politische Vezirt Gottschee ist für den Vorstenvieh-vellehi wieder sseüsfnet. mit Ausnahme dei von der Bezills-dauytmanMM nvch zespemen H0. ^ ^^t>o»ii<3ii^t3iz der «Oaibacher Zeitung», bei welchen das Abonnement mit diesem Monate endet, werden höflichst ersucht, die weitere Prä-numeration t>n.l<158^ zu erneueru, um die Expedition ununterbrochen ueranlajsen )u können. Theater, Kunst und Literatur. — (Aus Oberammergau), 24. b. M., wird geschrieben: Die heutige erste Aufführung der Passions-spiele hatte das gleiche Schicksal wie die Generalprobe: kaltes Wetter, die Verge im Nebel. Der Besuch war ge» ringer als bei der Hauptprobe, nur etwa 3000 Persone» waren anwesend, hauptsächlich Engländer und Amerikaner. Für das nächste Spiel sind zahlreiche Franzosen angemeldet worden. — (Edmond Rost and) ist einer der drama» tischen Autoren der Gegenwart, die am meisten Geld verdienen. Sein «^.iglon» erzielt im Sarah Bernhardt-Theater jeden Tag eine Casseneinnahme von durch» schnittlich 11.000 Francs, das macht 1300 Francs Tantieme; sein «Cyrano de Bergerac», der jetzt in Paris den Weltausstellungs-Besuchern vorgeführt wird, bringl etwa 10.000 Francs täglich, also etwa 1200 Francs Tantieme; beide zusammen ergeben dem glücklichen Autor Tag für Tag 2500 Francs allein für Paris. — (« Iugend.») Die dieswöchentliche Nummer (23) der Münchner illustrierten Wochenschrift «Jugend» bringt ein Vollbild von Walther Georgi «letzte Fahrt», ein Bild «Spielhahnfalz' von C. L. Ivasz u. a. m. Telegramme des k. k. Telegraphen-Correfpondenz -Bureaus. Die Gemeinderalhswahlen in Wien. Wien, 29. Mai. Bei der heute stattgefundenen Stichwahl im Bezirke Neubau wurde der Christlich-Sociale Karl Ahorner mit 517 Stimmen zum Ge» meinderath gewählt. Auf den Gegencandidaten Doctor Vogler entfielen 462 Stimmen. Die Wahlen in Belgien. Brüssel, 29. Mai. Nach dem amtlichen Ergebnis der Wahlen in die Deputiertenkammer wurden 85 Katholiken, 33 christliche Demokraten, Liberale und Radicale und 33 Socialisten gewählt. Unter den Wiedergewählten befindet sich der frühere Kammerpräsident Bernaert, der frühere Minister Voest, sowie die Socialisten Deffinisseand und Demblon, der Führer der christlichen Demokraten Abbs Daens wurde nicht wiedergewählt. Das Ergebnis der Senatswahlen ist noch nicht vollständig bekannt. Der Krieg in Südafrika. London, 29. Mai. «Daily News» melden aus Lourenyo. Marquez vom Gestrigen: General Botha ist in Pretoria eingetroffen, um mit dem Präsidenten Krüger über die Friedensliedingungen zu berathen. — Die «Times» melden aus Lauren^o-> Marquez vom Gestrigen: General Notha hatte vor einigen Tagen mit der Regierung in Pretoria eine Besprechung und riech nachdrücklichst zur Capitulation. Präsident Stejn ist gleichfalls für den Frieden, nur Krüger ist für die Fortsetzung des Krieges. In Pretoria ist jedoch das Gefühl vorherrschend, dass die Friedenspartei jeden Augenblick die Oberhand gewinnen könne. London, 29. Mai. Reuters Bureau meldet aus Capstadt vom Gestrigen: Gerüchtweise verlautet, dass General French die Verbindungen der Buren zwischen Heidelberg und Vocksburg wenige Meilen von Johannes-bürg entfernt abgeschnitten habe. Dasselbe Bureau meldet aus Pretoria vom Heutigen: Die Engländer besetzten heute morgens Zeerust. Eine starke Streitmacht marschiert in der Richtung nach Lichtenburg. Pretoria, 29. Mai. (Reuter-Meldung.) Auf Anordnung des Präsidenten Krüger wurden der gestrige, heutige und morgige Tag als Tage der Einlehr, der Buße und des Gebetes um Befreiung von der Unterjochung und um Erhaltung der Unabhängigkeit begangen. Es wurde nachstehendes Kriegsbulletin veröffentlicht: Die vri-tischen Truppen überschritten Samstag den Vaalsluss. General Lemmer hatte ein heftiges Gefecht am Klip-River, in welchem fünf Burghers schwer verwundet und zwei gefangen genommen wurden. Die Burghers sollen numerisch schwächer sein. Auf englischer Seite befanden sich etwa 5000 Mann. Gestern fand bei Vanweytsrust, 15 Meilen südlich von Johannesburg, ein Gefecht mit einer starken britischen Streitmacht, welche von Klip-River aus durchgebrochen war, statt. London, 29. Mai. «Reuters Office» meldet aus Capstadt vom 26. d. M.: Die Annexion des Oranje«Fr.istaates wurde heute formell ausgesprochen. London, 30. Mai. Roberts telegraphiert, er sei in Gerniston, einem Vororte von Johannesburg, eingettossen, Die Vorgilnge in Ostasien. Tien-Tsien, 28. Mai. (Reuter - Mldm) Es verlautet, dass mehreren Belgiern, welche mit lym Familien in Chang - sin - tien. zchn Kilometer M Frnqwi, ansässig sind. dic Flucht ^schnitten MN und d^s sit: sich auf den in der Nähe des "MS S^ lrgenen Bergen gegen die Boxer vertheidigen, lvel^ jetzt die Stadt Fengtai niederbrennen. Man hegl s" das Leben der Belgier ernste Besorgnisse. In P"t>nA>" sind mehrere Missionäre vom Verkehre abMnmen- Tien . Tsin, 29. Mai. (Renter - Meldung 200 chinesische Soldaten stellten die Eisen bahnverom dung zwischen Pin-Tsin und Peking wieder her. "" den beim Baue der Eisenbahnlinie Peking - Hamu " schäftigten belgischen Ingenieuren fehlt !>t>e ^«"A Im übrigen herrscht gegenwärtig eine größere ^uy' 30 japanifche Marinesoldaten vom Mnoneiw^ 'Awgukaü' trafen heute in Tien-Tsin ein. .. Peking, 28. Mai. (Reuter - Meldung) »" Maschinbauwerlstätte der Bahnstation Fengta, wu^ von den Boxers niedergebrannt, wobei mehrere P sonen ums Leben kamen. „ .^ Peking, 29. Mai. Das diplomatische ^ hielt eine Conferenz ab, um über die auh"" linruhigende Lage zu berathen. Wien, 29. Mai. Die gestrige Delegalionsrebe des Ministers des Aeußern Grafen Ooluchow ^ l' " sprechend, bezeichnen die Blätter als Mepunlt "" selben den an die Parteien gerichteten AM" s Frieden und Versöhnlichkeit, um die großen Ansg""^ we: Ausarbeitung der Zolltarife, Herstellung " Ausgleiches zwischen Oesterreich und Ungarn "w " schließung der Handelsverträge, bewältigen zu lom ' III Besprechung der Abwehr Goluchowskis M" Angriffe der Czechen betonen die Blätter, der M'"!' musste oft Gefagtes wiederholen, dafs in emem , wichtigen Volle, wie die Czechen, falsche Begrche u> ein. falsche Auffassung sich festsetzen, und er that o mit aller Gründlichkeit. Das «Fremdenblatt. ^ o^r Appell werde nlcht wirkungslos bleiben. Dasu smnmte Volk werde durch die ewigen inneren K"'^ in Mitleidenschaft gezogen. Der Minister 9"^"^ in die inneren Fragen ein, aber diejenigen, ^ ^..^^ mw'ren Fragen immer trostloser verwickeln, illiera. i still Ressort, dessen richtige Führung im Interesse u-Nationalitäten und Parteien liegt. ,M» Wien, 29. Mal. Das .Armeeverordnung«'-'", ^ vcvöff ntlicht die Ernennung des Generall:el>lcn' ^ und Hauscommandanten der ersten Arcieren-U'llA FML. Peter Edlen von Ther zum Garde' "^ lieutenant, mit Brlassung in den Functwnen ^ Hauscummandant. — Ferner die Uebernahme FML, Karl Edlen von Pokorny auf "genes . suchen in den Ruhestand, unter Verleihung d"H M trcuz's des Leopold-Ordens; weiters die V""" l-des Ritterkreuzes des Leopold-Ordens an.ocn > rcichisch - ungarischen Militärattache' in Verlm, -" Grafen Sturgth. . ^_^ ^ Paris, 29. Mai. In dem heute lM M>.'..„ gehaltenen Ministerrathe, an welchem Kneg»"' ^,,, Gall.ffet, der noch immer unwohl ist, nicht tycl" ^ erklärte der Minister des Aeußern DelcaP, 0"!« ff Abschluss der Verhandlungen mit Brasilien >'" ^ des Zolltarifes unmittelbar bevorsteht l°^ M Frankreich der Herabsetzung der Kaffeezölle um unu zwanzig Francs zustimmte. «^'1^ Paris, 29. Mai. In parlamentarischen"^!! erhält sich beharrlich das Gerücht, dass der ^," ^ des Kriegsministers General Galliffet unm ^, bevorstehe. Ministerpräsident Waldeck - RHe"^^ al'sichligt, das Kriegsportefcuille in .«'69^«^ Fi ist wicdcr zu besetzen. Die Demission des ^s Ministers würde gleichzeitig mit der (trnennunll Nachfolgers amtlich Verlautbart werden. ^reitel Paris, 29. Mai. (Senat.) Guerin "«^ hie den Bericht über die Regierungsvorlage, be»"!' ^li, Amnestie in allen mit der Affaire Drcysus zm^^e hängenden Angelegenheiten und beantragt die ^ ^,, orr Vorlage. Diefe gelangt am Freitag " vernehmen mit der Regierung zur Verhandlung ^z Belgrad, 29. Mai. Der Cassations ">^M Appellationsgericht an, in der Angclcgcllyen .^^s novit ein inues Urtheil zu fällen. Der ^a l" ^te" geht von der Anficht aus, dass das den ^W ^ be-unputierle Delict das Verbrechen des V"r"^ he gründe, begangen durch Benützung falscher".« .»^lL^ku 2»äl-u8»». Wer diese ActttN»B habe, sei in diesem Falle weniger von 83^"^ de« der Umstand, dass der Angeklagte, als 2)^chess ^ erwähnten Institutes, die Geldinstitute, bel L ^ die gefälschten Actien verpfändete, wissent"^ führen und zu fchädigen beabsichtigte. ^' "-, Zimmerblütenpstanzen » 144. . 1-44. . ' ' - - ' ' l "' ^"rAr'ten" ^" ^'° »"npslanzen un- ^ ^ ^ !>°!lchl°^ ^' ^" Zwergobstbau . ^ '. ! 144^ " Lind^.^z.. Die Staudrngewächse - - ' l 44. n beeten I, " b' Gemüsebau auf Garten« ^ lly,»,',,"' - -............. 1-44. N>N,"I^' ^irs'che und Aprilofeu, '^inbe?H Schmtl und Pflege ..... 1 44. ,, Dächse '" b'> Schünblllhende Zwiebel- ^ Li°^^'^z.'Nlü'tenftraucher'. '. '. '. '. 5 1 44^ ,, beelen i ^ ^- ^>mü rdau auf Garten« Maurern ^............' ^ "- !? iucht unt, .^' ^" Veerensträucher, ihre An. i'Nemu?/^ ^""^ Gehölze...... 1 44. iz n".'.............» 1'44. k.lh, H ^'"l. Melone, Kürbis .... 1 44. z» ^t>e A n>, '............» 1'44. zZl^^'Das Mistbeet......... 1-44. K'3°°pn,an.?" W°"eulmlbe...... 144. " ^die"°"" K, A«« Weinspalier ..... 1 44. z° Mdeen ' " ^"lwr der schijnblühenden zd"7p^ . 1.44 z3°N^K.i«°w '.'.'''.'''.. 1-44'. li?.""'ner i^ Einfasfungspflanzen ...» 1 " « "demu.5 r "' Nadelhölzer ..... 1'44. zh^sG " H-' Cchönblühende Knollen- »< "teßi ' ^ ' -...........» 1'44. H Zr°^^. Der Spargel........ 144. !'i?^. Nie E,?^ der Gartenarbeiten. - - ' «60. ........'."i'-N ^tt W ' ^" Aufstellung von Futter- ^t ^, ^rtrn^Mstbaum . ........3'-. ^^ZA^^s^ ' ' ' ' '- '7-20. «tz IH'"""gärtnerei "........10'«0. >!k^'l.Geis^^"°llste Flihrer zur gvltlichen ^ Vaster 3^ - Müller P. Heinr., ^^"ei unal..^- ^ K°'"m he'l. Geist! Pfingst. !H'''«M? m"l da« heil.Pfingstfest, li --1«. -^t ' K 2".^ Netrachtungen und Gebete zu Ehren H 7" dez h ., ' .-> Maiblume zu Ehren der un-?^ ?ilin/Fes, des Gottes der fchönen Liebe, Xn dinner ^ ' ^"s Vorhof und Heiliglhum, ?> V ^ «. Da?'' I ' "" 'lew' Kempis. X 1 b6. 3^ pölz, V?«^°^'l^ Leben. X 1 44. -d>«^lk»k°rH '" ^""' socialen Veruf, ^n/^ plop,, . "-' Ne«v<:kli Welo-olymil^ni in-^<>KlV^^ - Blllow.Schwel-^^"°"'^^ ^ Segur, M. v., ?>. ?>n Cardin^ ^^"ald P. Fr., Geistliche c^tl! IN. "'"°l und feraphischen Kirchenlehrer ?>«>nzunz 17 Schiffels Iof., Handbuch für b< ^r. Vif '^ ^ci. _ Scherer P. «.. Vi- l''i! ^'. Der'A'. ^'^ ^ Heiligen/K 10 ii0. ;>'>be. " ^"'g der Schnorrer" l( 2 40. - Ueberschung des französischen >^>!>. j/59. ^. ,V°ngwill I.. Die ilindcr de« ^°>°^.^- - ««/°l"s, Prof. Dr. M.. Das '>2'"Ne. K« "'°"' H- v-, Deutfchlanbs Colo- Eroberung des Sudan durch d" Engländer «6 t>0. - D,e Kritil Monatöfchrift für öffentliches Leben, XV. 6 X - 60. Nitter D? I. H-. Henry Thomas Nuckle's Gejch'chte der ^Mation'in ^^^^^^^^ «60. - No^tih H. v., Das Äuisteiaen des Urbeiterstandes m England, li 21 bU. — K oeppel P. Dreißig Jahre deutscher Versasfungsgesch.chte 186? bis 1897, X 10 80. Vorräthig in der Vuchhandlung Jg. v. Kleinmayr 6 Fed. Vamberg in Laibach, Congrefsplatz^. Angekommene Fremde. Hotel Elefant. Am 28 Mai. Graf von Vlome, mit Diener; iNosanis, MKMMZ H«!t! N»» Wien. Gräfin Wurmbrand. P"vat, l- °« ^"^ K,^i r, Private. - ^ejel. »ahnbeamtensg tm D.^ ^^^^,^^ Lichtenegg. - Groß, Zngem ur ^^ , ^^ Sittich. Supanc. 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Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme wahrend der Krankheit ui>d anlasslich des Hinschei» dens unserer innigstgeliebten Mutter und Groß-mutter, der Frau Emilie Jung für die fchöuen Kranzfpenden und das zahlreiche, ehrende Geleite zur letzten Ruhestätte sprechen wir unferen tiefgefühlten Danl aus. Laibach am 29. Mai 1900. Die trauernden Hinterbliebenen. 1$^ 1 V s AMirarMlMl1 Ö9n9ra11 to WMt> AusküDtte ertheilt hereilwilligsl: Die Haupt-Agentschaft für Krain in Laibaoh, CradiSèe Nr. 4. Laibach« Zeitung Nr. 123. 1030 30. Plaits Course an der Wiener Börse vom 29. Mai 1900. «««b.« °M°en ^"" Vi» notierten Lourse versteh«, sich in kronentoähiung. Die Notierung sämmtlicher Actlen und der «Diversen Lose. versteht sich per Etück. __________^>> ""^"3^ All«tm»in, zt°»t«schuld. "-" """ «inheltl. «ente ln »loten «l»l» «««mber p. «. 4 »»/, . . . 9?»b «45 !n«ot.Febr..»u«.pl.«.4-»''/, 9? 15 97 85 „Gllb Iün.'Iulipr,'/,"/« 88»0 »2 40 «ise»»«h».«»a«t»sch»lb»«». »lisabethbahn ln ».. fttunfrei. »u «4,000 »rontn . . 4»/, —-— —.— ßran,« Josef« «ahn l» VUber (bi».Vt.).....5'/.«/, 117 ?b »18 75 «ub»lf«b»hn in K«»n«n»ahr. steuerfrei («l». 3t.) . . 4»/. 9, «0 »4 «o Vo»llb«zbahn ln »r fi. ». ».«. V/,.........455— 431 «) »al >«arl<2ud»..«. X» Btlb. 4°/, . . . 94'50 S5'— «orailber«« «ahn, d»r zander der ungollschtn Krone. 4«/, UN«. Voldrenlt per «offt . »14 85 1,5 05 dto. dtu. per Ultimo . . . .1i4 8l»N5 05 4°/, dto. Rente in KronenwHhr., steuerfrei, per Cassa . . . 81 »5 9l 35 4°/, bt«. bto. bto. per Ultimo. 91 — 91»« Un«. Gt.-bll«. (Un«. vstb.) V. I. 187S....... 115 75 lie 75 dt«. Vchantre«lll»«blss.'0blig. . 98 — 98 8u dto.Vli«..«. k i«0ll.-»00»r. 159 — I«0 - dto. bt«. k 50fl.««00»l. 158-159- Ih«iz.«tg..2»s« 4°/, .... 138 50 189 50 4°/, ung«. «rundenN.'0bl<«. 91 »0 9»- 4»/, koat. und slavon. detto 9» 50 98 50 And«» 2ff»ntl. Anl,h»n. 5»/, Donllu.«ea..«nlelhe l8?» . 10« — IN? — «nlehen der stadt OU»r» . . — — — — »nlthen b. Ltadt Wien . . . 101 — 10150 bto. dto. (Silber od. »old) i,»40 — — dto. bt«. («94) .... 9150 9225 bt». dtll. (189«) .... 9»— 9S50 Vor1toau»«nleh en, v«rlo»b. ܰ/, 99 7b »00 50 4»/, »rain« «andt»<«lnl«hen . — — 9« »» »eld Ware ßsandblkse «tt. Nodcr. llllaüstlnüNI.verl,^ 94 »0 95 20 N.'»fteri.l!llllbe«Hyp..«nst.4»/, 9« »0 «7 30 0est.«un,. Vanl 40>/»jühr. verl. 4»/„......... 98 «0 99 «0 bt«. dl«, 5UjHhr. Verl. 4»/, . 98 Lv u« «0 SparcaNt,1.est.,«oI,.vtll.4«/, 9815 99 75 ^iftnöahN'Prisritäl«« Fbligatlsnln. Ferdlnllnd«-Noldbahn «m, I»8« 9« 75 97 50 Oesteil. «orbwestbahn . . . ><» l»0 ««7 20 Etaat«bahn....... 41» —4lü — Eüdbahn k z«/«verz.I»nn..Iul« 8,4 - »,n - bto, b 5°/,...... 118 «5 ll» »s, Unz.«glll!z. «ahn..... 10» 75 103 !.<» 4°/, Untertrainer «ahnen . . 99 50 100- DiV«rft z„s» (per Etüs). ««rzln»l»ch« «,se. »o/o »llbencreblt'Lose 4"/,Donau'DampfIch. luufl. . . 885 — 845 — 5°/, D°nau.«t«ul.U,,r<,b«.«tl. f. «ad». Ltraßenb. !n Wien lli. X . 883 — 33» — dto. dto. blo. lit.» . . 325 — 3,7- whm, Nordba!,,, 150 sl. . . 440 — 44» - «uschtithlllber ltis. 500 sl. «M. 8245- 3»55 bto. dt°. lüt. lt) 200 fl. . 117«' 11»» Douau ' Dampsschiffahit«. Ges.. Oeslerr., 50,' sl. «310 Uemo.-«zel»on». ^ Ia,1y«.(«aad'«laz)200sl.V. 420 — 4»b — Wiener LacalvahntN'Ylct.»««!. —-^ —'^ Dank»n. «nglo-Oest. «<»>»l »00 sl. . . 282-50 »835" Äanlverelu. Ulener, »00 sl. . 509 —5,l - «obcr..«nst.. 0est., 200 sl. G. »»2-— 9»« — 00 sl. . 71» — 715 — Deposltenbanl, «llg.. 200 sl. . 438 — 4>l5-- a!ch,. U-M,l, l^> ^ Präger . M^ ^ „Hteurer«.",««''^, ?a N. "^ ^- Irisal!« «4"?„M,,.l0a l- ^"" Waften,..«..c!e .lnMe>^ ^, Waggon-iielhanst.,«"«'"^ . l<^> ^«"«eseülchHH^e,! i^"' Wlenervtlser ij^el'»^ Aeoistn. »urzeSlcht«.. ,^ «lmsterdam . - ' ' ! ^,«!^ Deutsche P>H»e ..-'.. «U «< London .'-'..,, ^ Pari« >--''.." Zt. P,t,r«vur« - - zalnl.». ,,^zi Ducaten . - - - ' . . - „^>^ Ilalienische s«»!"'«" . . ' . «ubel.Noten. . - ' TM ¦¦¦!¦¦. Pflw«M«fM, rrlwrtUU««, AmUmm. BsiXkk- -a.aa.dL T^r«e3xsl*z-G^ttso3x&ft Frir*t-I*pAt« (S^^^r^