psstanNvsolövlnr; . ^ ^ Rr.tSZ ^ ' Dlmsiag. den ^s Auquft ZH22 S2.Sovw! Bilanz. Die zweite Parlamentssession unter der Regierung Pasi^ ist so viel wie abgeschlossen. Dj^ Nationalversammlung wurde vertagt', und die Abgeordneten befinden sich auf Fe- ^ 1 rrcn. Vor einem Jahr war die Vidovdauver- ^ sassung die große Leistung der Session. Nachdem die Gegner der Schöpfung, teils zersprengt, teils aus dem Felde geschlagen, sich zurückgezogen hatten, glich der Abschluß dieses in der Entwicklungsgeschichte unseres jun-pen Staates auf lange Zeit hinaus wichtigsten Beratungsjahres einem nach hartem und zähem stampfe errungenen Siege. Es war ein Sieg der koalierten Regierungsparteien, insbesondere der Radikalen und Demokraten. Die nun abgelaufene zweite Parlaments-scssion, die als Periode der Ausbeutung des .errungenen Erfolges aufgefaßt werden darf,! trägt all die Merkmale, die sonst jedem Koa-! littonssieg eigentümlich sind, d. h. nach dem ^ Siege traten die Spe^ialintereüen der Koa-! lierten viel schärfer in den Vordergrund und^ aeven vielsack den Anlaß zu Differenzen und! Reibungen, die der ganzen Zusammenarbeit' den Charakter der Schwerfälligkeit und Un-' sruchtbarkeit aufprägten. ^ Die Sieger, die das parlamentarische' ^ampsseid allein beherrschten, gerieten oft! geringfügiger Ursachen halber in Zank, es wurde viel hin-- un^ her beraten, dabei nicht nur koübare Zeit verloren, sondern damit auch die der Regierunasmaschine so notwendige Autoritär geschwächt und untergraben. Es Ware nicht leicht, die jm Laufe der Session ausgetretenen Minister und Regierungskrisen aufzuzählen. Die koalierten Regierungsparteien brauchten sich im Kamvfe um ihre Tonderinteressen allmählich ab und! mangels einer kräftigen und einzustreichen! Opposition verflüchtigte auch ihre Arbeitslust/, wie die schwachen (Gewässer unter der Mut ^ der Sommerhitze. Immer häufiger mußten^ dje Beratungen infolge des fehlenden Quo-! rums aufgehoben werden, so das', die Parla-! mentsarbeit schließlich von selbst aufhörte ! und deren Vertagung nur die Liauidation ^ eines Zustandes bedeutete, der faktisch schon! bestand. Während also voriges Jahr die Volksvertretung unter dem Zeichen des Sie-^ ges auseinanderging, erlosch Heuer ihre Ar-! beitsluft, vielleicht weil sie die Freude über ihren Tieg verlor, in der ganz richtigen Er-' kenntnis, daß das Parlament in erster Linie doch nur ein Beratungsfeld und kein auf Sieg und Niederlage eingestelltes Kampffeld sein soll. Immerhin muß der abgelaufenen Session auch Positive Arbeit zuerkannt werden und von dieser darf besonders hervorgehoben werden die Einbringung des Wahlgesetzes, dann die Annahme des Budgets und der Ausländsanleihe. Diese drei Gesetzesvorlagen sind deshalb von großer Wichtigkeit, weil sie die Basis für eine Weiterarbeit bilden, mag nun die scheinbar einander überdrüssig gewordene Koalition beisammen bleiben oder nicht. Die immer häufiger und intensiver an den Tag tretenden Symptome von Vorbereitungen für eine Wahlkampague lassen denSchluß zu, daß die radikal-demokratische Koalition ihre Mission für abgeschlossen hält und gewillt zu sein scheint, durch einen Appell an daS Volk eine neue Volksvertretung in? Leben zu rufen. Mögen diese Wahlen wie immer ausfallen, so darf leider auf kernen Fall ein Resultat erwartet werden, das uns von ejner neuen Koalition befreien tvird, ein Uebel, mit welchem wir auf lauge Sicht hinaus werden rechnen müssen, A. L. D'e Londoner Konferenz. Telegramme der „75-rburller Zeitung". .London, 13. August. Poincaree, Theunis, Jasper, Schanzer und Parator haben sich heute vormittags über die Maßnahmen zur Beilegung der Memungsve'^chiedenheiten die ficb in der Frage der Pfänder der staatlichen Bergwerke und Forsle> ergeben haben, verständigt. Die drei Delegationen werden den britischen Vorschlag einer demnächst aufzulegenden internationalen Anleihe für die Wiedergutmachungen annehmen. Poincaree wird mit den Vertretern der Kleinen Entente heute nachmittags Besprechungen abhalten. Die Frage der NusgleichSLmter. London, !?. August. Die alliierten Finanz-l sachverständigen kaben die Frage der Aus-! aleichsämtcr einer Prüfung unterzogen. Ein > Abkommen wurde auf '^er Grundlage erzielt, l von Deutschland die Zahlung vom 15. An-l gust zu verlangen, die sich auf zwei Millio- > neu Pfund Zterlins! beläint. Bekanntlich hat-! te Poincaree die von Deutschland erbetene ! Frist verweigert und am 5. Augu't die Sank-I tionen ergriffen, um Deutschland zur Ein-! Haltung seiner Verpflichtungen für die Zu-- kunft zu Mingen. Tie Frage wird wahrschein sich im Verhandlungswege gelöst werden. die Mischen den interessierten Ländern und Perlin stattfinden. England und Italien haben in dieser Beziehung bereits Abkommen getroffen. Drr Derg?e!ck zwischen Tolegs-...... „M WAV. Berlin, 1A. August. Das Ergebnis ! der Besprechungen zwischen der deutschen Regierung nnd der bayrischen Staatsreaierung ! wi^-d heute veröffentlicht. Darnach erklärt sich l die bayrische Staatsregierung bereis die am !Juli erlassene Verordnung zum Schuhe der Verfassung der Republik spätestens am j 18. d. aufzuheben. > Die Reichsregierung gibt Erläuterung'n ' zur Durchführung des Gesetzes zum Schuhe ! der Republik, hauptsächlich über das zu be-. obachtende rechtliche und polizeiliche Versoh-^ ren und erklärt, die Besorgnis, daß die Po< ^ litik der Reichsrcgierung planmäßig darauf Po'mcarez und die Kleine Entente. Lenden. U!. August. Poincaree hat den > hiesigen Gesandten Serbiens und Montene«! gros erklart, er hätte, wenn die gegenwärtigen Verhandlungen die Interessen ihrer Länd-er berührt hätten, ihre Teilnahme an der Aonfercnz verlangt. Poincaree erklärte, er habe dadurch, daß er die genaueste Durchführung des Friedensvertrages verfocht, die Gesamtheit der Interessen Frankreichs und der Kleinen Entente verteidigt. Wie verlautet, werden die Staaten der Kleinen Entente, falls die Frage der interalliierten Schulden zur Erörterung gelangt, verlanqen, zn den bezüglichen Verhandlungen beigezogcn zu werten. Lontwn, II. August. Der Vericht der Finanzminister und der Sachverständigen über die Meinungsverschiedenheiten der Delegationen beMssiich der Bergwerke nnd der Forste sowie betressend das Programm des Moratoriums stellt fest: Die Vertreter d-er drei Aauvtmäcble baben einmütig jenen Teil der englischen Vevsebläae verworfen, der die Begebung einer dnrch die 2Nvrozentige Aussuhr i al'iwbe sichergestellren internatienalen An-! leihe empfiehlt, ohne gleichzeitig das ?chul- ^ denprablem zu regeln. Die französischen und ^ die interalliierten Vertreter konnten sich Kun > belgischen Komvromißoorschlag, der die Re-! gelung der interalliierten Schulden beiseite! läßt, nicht anschließen. ?5vMN und dem Reich. j iarknrge? Zeitung". gerichtet sei, die Zuständigkeit der Länder i fortschreitend einzuschränken und das Reich! immer mehr zum Einheitsstaat zn gestalten,! riir vellstandig unbegründet. Die Reichsre-! gieruna n'^lle nicht über die versassungsmä-1 ßigen Besuanifse des Reiches hinaus Hobeits- ^ rechte der Länder an sich ziehen. Sie sei der Ueberzeugung, daß die einzelstaatliche Gliederung der Länder der reichen Mannigfaltigkeit deutschen Wesens und deutscher Kultur entspricht und daß die Pflege des Stammes-bewußtseiuS in den einzelnen Staaten die beste Gewähr reich-'freudiger Eingliederung in ^ das Ganze der Nation fei. Das GHuZwesen in Sow-MußlanS. ^ Ueber die traurige Lage des Unterrichts-! i Wesens im heutigen Rußland haben wir sei-^ nerzeit schon einmal berichtet. Zahlreiche! Zeugen mit bekannten Namen, so der Schriftsteller Amfiteatrow, haben den Bluff, schon entschleiert, mit welchem die Moskauer ^ Regierung Berichte über den blühenden Stand des Unterrichtswesens in die Welt. schickt. Das Papier ist geduldig. Iu Wirilich- ^ keit ist nicht nur die Zahl der Schulen zurückgegangen, es fehlt auch an Lehrmitteln, und daS Lehrpersonal, das auch zu groben physischen Arbeiten genötigt wird und einfach hungert, steht nicht aus der Höhe feiner Ausgabe. Frau Emilie Berncaur, eine Französin, die vor und nach dem Umsturz jn einigen russischen Schulen Unterricht erteilte, gibt in ihren jetzt erschienenen Erinnerungen eine lebhaste Schilderung der Verhältnisse. Sie ist dazu sehr gut geeignet, den wirklichen Zustand des Schullebens zu beschreiben, da sie genügend Gelegenheit zur Beobachtung hatte. Die erste il Jahre ^917 von den Bolsche-wisten durchgeführte Reform war die Prole« tarifierung der Schule, das hejßt, es wurden auch Elemente herangezogen, die m die .Schule gewiß nicht hine.injxlßten^ dann WM de die Jugend ohne Rücksicht auf das Ge-. schlecht in dieselben Klassen gesteckt, was in i den höheren Jahrgängen und besonders in ! ^ den Internaten zu groben sittlichen Aus-' i schreitungen den Anlaß gab. ! Im Prinzipe gehört in Rußland daS ÜNnd, ^ dem Staate. Im Alter von sieben Iahren j wird es dcn Eltern weggenommen, um kom-' ^ munistjsch erzogen zu werden. In Wirklich-' - keit gibt es aber gar keine Erziehung und nur eine sehr mangelhafte Ausbildung. In eini-' gen Schulen, die zu bourgeoistisch schienen, ' wurde der Unterricht eingestellt. Eine religiöse Schulung wird nicht geduldet. Frau Dernenr zitiert einen Fall, wo ein ihr bekanntes Mädchen, nm sich über dcn ! Verlust ihrer Mutter, die dein Bolschewismus! ! znm Opfer gefallen war, zu trösten, mit dein > Entzug ihrer Nahrun-g bestraft wurde, weil ^ sie geheim in den Mußestunden ein Evangelienbuch las, das sie zufällig zwischen anderen weggeworfenen gegenrevolutionären Schriften fand. Der durch Hunger bereits geschwächte Organismus des Mädchens vertrug die harte Strase nicht, so daß es starb. Auch i die Kalssenlehrerin wurde strafweise von ih-, rer Stelle enthoben. Von solchen Fällen wurde m der russischen Auslandspresse schon wiederholt berichtet und damit erklärt, daß fast l alle höherön Kommissionen für alle Unter-! M Keinen .gebildet. den, die keiner christlichen Religion angehören. Als Ausländerin durfte Frau BerneuZ mitunter ihre Stimme auch erheben, was bei anderen als bürgerliche Anschauung entschieden verurteilt worden wäre. So beklagt sie sich auch, daß es sehr schwierig sei, die Schuldisziplin zu erhalten, solange die Schu-lerdelegationen im pädagogischen Rate die^ selbe Rolle ausübten, wje daS Lehrerkollegium, doch ohne Erfolg. Die Regierung brachte in den Lehrkörper viele nur mangelhaft abgebildete Kommunisten, was den Un-etrricht ungünstig beeinflußte. So z. B. ist von den Bolschewisten eingeführte neue, vereinfachte Orthographie im großen Teile eine Folge dieses Vorgehens. Mit dcn Mädchen ging es noch, meint die Verfasserin, doch viel fchiverer war eS mit den Buben. Ein solcher warf einmal einen Ziegelstein gegen ihren Kopf nnd nur einem Zufall verdankte sie eS, daß sie nicht getroffen wurde. Tie Schüler trugen meistens auch ^ große scharfe Messer mit sich, so daß der Vst« kehr mit ihnen gefährlich war. Manche kamen > auch mit Pistolen und ergötzten sich währen!» i des Unterrichtes mit einem Blindfeuer, und ' das alles blieb ungestraft. Nur mit großer i Mühe gelang es dem Lehrpersonale in einem > Internate, eine Gruppe böser Buben zu ent< ' ferneii, die in der Nacht die Türe des Mäd«e Z chenzimmers absperrten und um und vor die-j selbe eine Menge leicht brennbarer Stoffe j anhäuften, in der Absicht, Schülerinnen nndj j Erzieherinnen zu verbrennen. j Sehr charakteristisch ist folgender Fall: tiF . ne Mntter wurde von ihrer Tochter in ba« ! scher Weise also apostrophiert: „Marie, gib ? mir Meine schuhe, aber rasch!" Der einpör« j ten Mutter erwiderte das Mädel, jetzt wären ! alle Menschen frei, und die Tochter habe das', ! Recht, die 'Mutter mit delselben Namen «n«' ! zurufen, wie der Vater. Der Fall ist umso ' charakteristischer, als die russische Sprache' .sonst reich an Zärtlichkeitsausdrücken ist, die j gerade Kinder ihren Eltern gegenüber anzu--s wenden Pflegen. Auch andere zahlreiche Ml-- lc beweisen, daß in Sowjetrußland dem Fa-j milienverband keine Bedeutung beigemessen «wird. Dje Kinder dulden keine Ausstellung ! und keine Belehrung und klagen ihre Eltern ^ wegen Unterdrückung der Freiheit bei den > Revolutionsgerichten. Unter anderem erzählt Frau Verneur, daH. die Regierung viele, natürlich bei Privaten' ! konfiszierte Klaviere in die SÄule stellen ' ließ, nm das musikalische Niveau der Zunder' - zu hebeu. In Wirklichkeit aber wurde mit? ^ Händen und Füßen darauf herumgeschlagen nnd das einzige Mittel, dem Höllenlärm ein. - Ende zu machen, war, sich selbst zum Klaviers >zu setzen und russische Lieder zu spielen. Wiebezaubert duckte sich dann die Meute, um in; andächtiger Rnbe der Musik zu lauschen. DaS ist in dem traurigen Bilde noch eine tröstliche Erscheinung, sie läßt hoffen, daß die iidmder-seelen, die so anf Musik reagieren, noch nicht ganz vergiftet sind und daß dem Lande de? > schrankenlosen Freiheit auch noch eine b« i sondere Zukunft vorbehalten ist. A. v. W. Telefonische Nachrichten. Die Vorgeschichte Der VorjchlSge Pvlnearees. W8tB. Verlin, 1?. August. Alis Paris wirÄ gemeldet: „L'Oeuvre" gibt folon war, !fie! ober Poincaree plötzlich em, dah eS dem iZ^n Heydour' an Präzision der Zahlen feh-um darmis ein richtiges Finanzprojekt zu anache». Poincaree betraute die ^anzsach-tz>ersttndigen mit der Ausarbeitung deS Pla-»eS in dem angegebenen Smne. In der Zeit ^om 7. bis 8. d. wurde der Plan endgültig Ausgearbeitet. Und zwölf Stunden vorher hatte er die Allnerten «mfgefordert, ihn ohne Abänderung anzunehmen. Im Plane Sey-hsux' war aber von der Zollgrenze im Rhein-^d und Ruhrgebiet nicht die Rede. Die bei-Vorschläge wurven von Poincaree in Ltmdon beigefügt. .. . VW AweUe Sukernafwuale. 5 «KV. Vr»g, IS. August. DaS Büro «er Kveiten Jnternatjonale, das c^egenwärtig w Wrq «ttieM«!««... TS ^ Swmlm vm Ar. Lehne. ' («achdruck verboten.) ' „Mr aus den Augen!* rief die Gräfin außer fich, „ich kann pe nicht mchr sehen, die schuld ist am Tode meines Kindes — sie verläßt mein HauS noch heute — trohdem du ttch als chr Ritter und Beschützer aufspielst!* ' .Das wird sie nicht!" entschied Rudiger. Retterin deines Kindes hwauSjagen — schlägst du so aller Gerechtigkeit ins Gesicht? SprilW du so aller Dankbarkeit Hohn? Ich Habe mich Fräulein BergerS angenommen, »ie ich bÄ jedem zu handeln Pflege, der Un-' «cht erlerden muß. — Ottokar, hast du denn ksin Wort für das Mädchen, dem du so viel . «zu verdanken hast?* Vorwurfsvoll wandte er fich an seinen Br-uder, der so schwach und unmännlich war ' .imd den Borwürfen seiner Frau nicht Einhalt gebieten konnte. »Ich will Lore Berger halten, als sei sie «ein eigenes Kind! Sie soll sagen, was ste . . begehrt! Mes will ich ihr geben, weil sie mir . meinen Sohn gerettet hat!" sagte er setzt mit "'^s^ankender Stimme, ging auf Lore zu, si!^ß sie in seine Arme und drückte einen Kuß auf ihre Stirn. Die Gräfw brach in ein hysterisches Lachen aus, baS d^ w ein krampfhaftes Schluchzen überging. ne Reg>erm«gig«i>alt aus bi« 5t«gi«rin>g Übertragen wird. «»gstsch« Schiff« »«rch »ie WKB. Londo«, 13. August. Aus Konstantinopel wird gemeldet, daß die Sowjctbehörde in Batum am 29. v. zwei englische Handels^ schiffe beschlagnahmt habe. Die englische Behörde habe bei dem bolschewistischen Vertreter protestiert und die sofortige Freigabe der Schiffe und chrer Besatzung verlangt. Mne Berha>t»«g »egea Zetl«Mh«e «m Der Srmvrö«»a RelheviNiG. WKB. Frankfurt a. ZK., 13. August. Wie der Frankfurter Polizeibericht meldet, ist der wegen Teilnahme an den Borbereitungen zum Mord an Rathenau gesuchte Ernst von Salomon hier von der KrrmivalpoliAei sest-gem>nnnen worden. . , Kurze Rachrichten. WKB. Paris, 13. August. Die angekündigte Ausweisung der unerwünschten Deutschen aus Elsaß-Lothringen ist heute ohne Zwischen fall durchfuhrt worden. WKB. Rom, 13. August. Die Hitze nimmt täglich zu. In Palermo z^lte man heute 40, in Rom 39,2 Grad Celsius. Veograd» 14. August. In nächster Zeit wird die ASufuhr von Lebensmitteln ins Ausland verboten werden. Marburger und Tagesnachrlchten. König Alexander w LiMjana. Aus Ljub-ljana, 13. d., wjrd uns berichtet: Freitag vormittags traf König Aleran^r auS Bled in Ljubljana ein und begab sich sofort in die König-Peter-Kaserne, wo er fich längere Zeit im Gespräche mit Offizieren und Mannschaften aufhielt. Hievauf !^suchte er die Artilleriekaserne. Nachmittags stattete der König in BegleUung des Statthalters Hribar und des Generals Doki^ dem Minister Pucels auf dessen Gut in Belite LaSLe einen Besuch ab. Der Ort war mjt Flnggen geschmückt. Von h^ aus fuhr der König nach Ribnica, das ebm-savs Fahnenschmuck angelegt hatte. Auch hier wurde d^ König vdn der Bevölkerung herzlich begrüßt. Unter begeisterten Ovationen der Ri^icer fuhr der König werter nach Ko-Levse, dessen Bewohner ein „Hoch" auf ihn ausbrachten. Der König besichttgte die Gruben und sprach freundlich mit den Arbeitern, !die dem König spontane Ovationen bereiteten Aus KoLevje kehrte der König am ?lbend> in Begleitung deS Statthalters nach Ljubljana zurück. Unterwegs hielt er fich in Pijava-Go-rica auf, wo ihn das Volk erkannte und ihm begeisterte Ovationen darbrachte. Todesfall. Samstag den 12. d. starb Herr Simon Alt, Besitzer u. Sattlerpartieführer d« Südbahn, im 75. Lebensjahre. Nachtdienst in den Apotheken. Diese Woche versieht dm Nachtdienst in den Apot!^ken die Magdalenenapot^ke am Kralja Petta trg. „Ich bögehre nur das eine: daß man mich noch heute nach dem Wunsch der Gräfin gehen läßt!" entgegnete Lore. „Nicht um alles in der Welt kann ich nach dem, was ich habe hören müssen, noch eine Swnde hier bleiben!" Sie wantte an daS Lager des jungen, früh vollendeten A'mdes und erfaßte dessen erkaltete Hand. „Du weißt jetzt vielleicht, wie gern ich dich gerettet, wie gern ich jetzt an dewer Äelle wäre! Wie schweres Unrecht die Vorwürfe sind, die man mir gemacht — du weißt es!" flüsterte fie mit zuckenden Lippen, den trä-neWollen Blick auf das entstellte Gesicht Theklas gerichtet. Und noch einmal: „Du weißt es!" In schlichter Größe stand fie da. Ihre Gedanken waren weit weg, man sah es an dem fremden Ausdruck ihres Gesichts, über das ein Erschrecken ging, als Rüdi^r sie jetzt anredete, und fie bestimmen wollte, boch zu bleiben. Sie schüttelte den Kopf. „Nein! Ich kann nicht bleiben. Rur Ossi möchte ich noch einmal seheit!" bat fie mtt versagende Stimme. Bor seinem Bett sank sie nieder. Er lag in friedlich Schlummer — er schlief wohl seiner Genesung entgegen. Sie preßte die brennenden Äi»gen »uf. die seidene -Deeje^ Wie schwer u>urde es ihr doch^ fortzugehen — wie Zwei Fälle mm öffentlicher Gewalttätig« Kit. Sonntag den 13. d. um Mitternacht ermahnte ein Wachmann einen angeheiterten Paffanten, auf der Straße das Singen und Johlen ^zu unterlassen. Darüber wurde der Betrunkene so aufgeregt, daß er sich mit einer Flut von Schimpfworten gegen das Wachorgan wandte. Als ihn dieser arretieren wollte, riß er sich los und zerfetzte ikmi einen Aermel und einen Teil der Bluse. Dem gewalttätigen Nachtschwärmer eilte ein zweiter Kmosse zu Hilfe und beide versuchten, den Wachmann zu überwältigen. Schließlich aber gewann diesin die Oberhand und führte fie in den Polizeiarrest ab. Der eine von den Arretierten ist der 24jährige Arbeiter Rudolf Ferk, der zweite heißt Valentin LeSnjk und ist seines Zeil^ns Glasergehllfe. Die beiden werden sich wegen Störung der nächtlichen Ruhe vor Polizei zu verantworten haben, außerdem werden sie wegen öffentlicher Gewalttätigkeit und nach § 104 serb. St.-G. angeklagt werden. — Der zweite Fall ereignete sich Samstag nachts am nördlichen Ende des StadtparkeS. Aus der TomZiL-Allee kam eine Gesellschaft von fünf Personen, drei Männer und zwei Frauen, alle des süßen Weines voll. Anscheinend war eS ihnen nicht recht, daß fie der Wachmann, der dort im Dienste stand, aufforderte, sich ruhig zu verhalten, denn sie belegten i^ mit einer Unzahl von Schimpfwörtern und drohten ihn zu erschlagen. Der Wachmann versuchte den Hauptschreier zu arretieren, die Gesellschaft aber entriß ihn diesen und verschwand. Bei dieser Gelegenheft macht daS Polizeikommissariat die Bevölkerung daraus aufmerksam, daß es ihren Organen strengsten Auftrag erteilt hat, im Falle von öffentlichen Gewalttätigkeiten eventuell sogar mit der blanken Waffe vorzugehen. Versuchter Gattenmord. Mittwoch nachmittags wollte der 37jährige Schlosser der hiesigen Südbahnwerkstätte, Ludwig M., mit seiner Frau in der Drau ein Bad nehmen. Sje entkleidetem sich und sprangen ins Wasser. Die Gattin, nichts Böses ahnend, badete; plötzlich kam ihr Mann zu ihr, packte sie an und stieß sie unter das Wasser. Die Frau war aber doch kräftig genug, um wieder den Kopf aus dem Wasser zu heben, aber der Gatte tauchte sie wieder unter. In Todesangst raffte die Frau ihre letzten Kräfte zusammen und es gelang ihr, sich aus des ManneS Krallen zu retten. Ganz nackt lief fie bis an die nächsten Häuser, Schutz flehend. Die Polizei, von dem Vorfall unterrichtet, verhastete sofort den M. Meser gestand ein, daß er sich der Frau entledigen wollte, und dachte, es sei am einfachsten, fie zu ertränken. Ein erregtes Frauenzimmer. Ewe gewisse Theresia K. machte in der Nacht von Sonntag auf Montag vor ihrem Wohn- und in dem Hause selbst ein solches Geschrei, daß die Wache gezwungen war, einzuschreiten. Nach einiger Mühe gelang es, das heiße Blut der Genannten etwas zll brühigen. Diebstahl. Dem Lehrling Anton K. A., angestellt in der Lede^abrik Berg, wurde, wichrend er badete, eine goldene Uhr im Werte von 4800 L gestohlen. — Dem Ludwig Pucelj in der ^ekova ulioa S wurde mit tausend Armen fühlte pe sich gehalten — — und doch brannte ihr der Boden unter den Füßen. Sie mußte fort — gleich — trotz der körperlichen Schwäche, der sie kaum noch Herr werden konnte. Alles drehte sich um fie; große feurige R^ge kreisten vor ihren Augen. Doch mit Bettys Hilfe hatte sie bald ihren Anzug vollendet. Das Päckchen mit den Briefen der Mutter nahm fie an sich und ihre Barschaft. Alles übrige sorgsam einzupacken und ihr nachzuschicken, versprach ihr unter Tränen das treu ergebene Mädchm. Unten in der großen Halle vertrat ihr der LegationSrat den Weg. Anscheinend hatte er auf sie gewartet. Mit schmerzlichem Vorwurf sch er sie an. „Wollen Sie wirklich Ihren Eigensinn durchsetzen? Ich lasse Sie nicht fort, Lore Bev^." „Sie müssm es doch, Herr Graf. Eigensinn sagen Sie — bei mir nennen Sie eS so! — In Ihren Kreisen würde man es anders, würde man eS Ehrgefühl nennen." „Lore, rechten Sie doch nicht mit den Ausdrücken einer halb unzurechnungsfähigen Frau! — Ihren Angehörigen gegenüber können wir die Verantworwng auch nicht über-n?hMu, ßie i« sijiism sfl^en Hchwächezu-stand reisen zu lassen," ^ 'Vr. 18S ^ aus seinem versperrten Koffer, der sich auf einem offenen Vodenabteil befand, ein Ba^ Mantel im Werte von 2400 und mehrers Paar Männer- und Damenschuhe gestohlen. Herrenloses Sacharin. In einem l^asthau« fe ließ ein unbekannter Schmuggler 10 Kilogramm Sacharin zurück: wahrscheinlich hatte er einen Wachmann erblickt und das Weite gesucht. Vortrag zugunsten der Kriegsinvaliden. Donnerstag den 17. d. hält Professor Bostu-niö im Narodni dom emen Vortrag über das Thema „Wer war Christus?" Der Vortrag ist der letzte, den wtir von dem russischen Professor hören, denn nur unvorhergesehenen Schwierigkeiten ist es zuzuschreiben, daß Professor BoswniL noch nicht ins Ausland abgereist ist, wo er ebensalls eine Reihe von Vorträgen zu halten beabsichtigt. Der Eintritt ist srei, doch werden Spenden für die Kriegsmvaliden dankbar angenommen. Alt-Heidelberg. Montag und Dienstag um 8 Uhr abends wird im großen Gotzsaal daS SchlMspiel „Alt-Heidelberg" aufgeführt. Die Kartennachfrage ist äußerst rege, so daß es sich empfiehlt, sich rechtzeitig vorzusorgen. GeschästSübermchme. Die Maschinen- und Bauschlosserei deS verstorbenen H«rn Tem-merl wurde von den Herren Razinger und Strauß gepachtet. Untoraserei in Pobretje. Wir werden um Aufnahme nachstcheNder Zeilen ersucht: Täglich um halb 6 UHr früh fährt Än Lasten-auto im rasenden TemHo durch die PobreAa cesto, um von einem Steinbrul^ ScZ^tter zu holen. Nicht genug, daß die Bewohner dieser Straße durch den Lärm des schweren AutoS aus dem Schlafe geschreckt werden, macht sich das Vehitel noch dadurch schr unangenehm bemerkbar, daß die Erschütterungen, die durch das rasche Fahren zum und vom Steinbruche verursacht werden, äußerst heftig sind. An mehreren Häusern sind dadurch schon Teile vom Verputz heruntergefallen. Vielleicht er« innert sich der Chauseur endlich einmal der Vorschriften über das HSchstausmaß der zu« lässigen Geschwindigjleit? Selbstmord eine» rnsstphen AvkatikerS. Dee russische Kapitän - Stürmer, ein bekannter Aviatiker, verübte SamStag den 12. d. i»j Novisad Selbstmord. Aus einem zurückgelas« senen Schreiben ist zu entnehmen, daß ih« seine elende finanzielle Lage zum ^'lbstnwrd^ getrieben hat. Vater nnd Gohn. Der Osijeker „HrvatSkk List" meldet aus Cepin (Slawonien): Voriq gen Sonntag ereignete sich hier em furchtbaH res VerbreckM: Der Landwirt Stevo Stojch neviä, ew notorischer Trinker, der die ganz« Arbeit seiner Frau und seinen Söhnen über« ließ, während er seine ^t in verschiedene« Gasthäusern zubrachte, wurde wegen Verschwendung unter Kuratel gestellt, was ihn a^r nicht hinderte, den Verdienst seiner Kin« der w Wein umzusetzen. Samstag früh bat Ljubica StojnoviS ihren Mann Stevo, er möge die Sc^fe auf die Weide lassen. Stevo wurde dadmch derart belevdigt, ^ß er sei« ner Frau und seinem Sohne Ivan mit Er« mordung drohte. Dann gmg er ins Mrts« Haus und kam erst um 2 Uhr nachts nach MM., „Das lassen Sie meine Sorge sein, Heriy Graf! Ich weiß, Sie meinen es gut mit mi» — aber ^ meiner Mutter bin ich am besten aufgehoben! — Für mich ist hier kein Blei« ben mehr — niemand kann mich halten. Untl wenn ich die Mcht durchlaufen nÄßte!" „Niemand? Auch Sissi nicht? — Sissi, die Sie so nötig braucht?" „Erinnern Sie mich nicht an Sissi!" mur4 melte sie mit erstickter Stimme. „Machen Si^ es mir nicht doch so schwer!" „Lore, bleiben Sie hier, ich bitte Sie — beinahe hätte er gesagt: „um meinetwillen^^ Doch noch rechtzeitig bezwang er sich. „Siq können ja die Reise nicht machen! Erinnent Sie sich, was der Arzt verordnet hat!" „Der Mensch kann viel, wenn viel von ihntz verlangt n>ird", entgegenete fie mit denk schwacZ^n Versuch eines Lächelns — „lassen! Sie mich gehen und haben Sie Dank für re große Güte gegen mich!" Er preßte seinen Mund auf ihre Hand, unki mit Erbeben fühlte sie die Berührung seineq Lippen. Wie im Schwin?del schloß sie die AuB gen. Rüdiger sah, ihr Entschluß war unerschük4 terlich. Er vertraute sie dem Schutze des Arz« teS an, der jetzt fortfahren wollte. Bei dessenl Familie sollte sie die Nacht verbringen, umi am andern Tage die Reise nach seiner Hei4 Mt onKuketen, ' ' ^ Nr. 153 — 15. S »e z « k t » ^^ekke Zl 5>-uie. Um 5 Uhr früh erhob er sich vo„ se?. r?<^m ^ager, begann gottesjämmerlich zu flu« cvcT? und zu schimpfen, worauf aber die Haus-ni^'t r^Qt^ierten. ^tiwo nahm dann sei-7^,? dsvp.-'lläuflq'' ?^Iinfe nom Rechen, lud sie un^ begsb sich auf den wo cr Merst auf den jüngeren Sohn ^5??an, a'^s dcn älteren, ?^^ladin, an« Z?Zt^, l'i5 endliM Ivan so qünstig vor dos kam, daß er ihn mtt einem Schusse tot n?.'ü>trsl'.eclte. ^t^vo Stosnovili wurde so« fort ncrhaftct und dein Gerichte in Osijct eln^'-.liofcrt. L^ründunst eines VereineA der Amateur» Vl)i^l0i;raphen. Am 8. d. fand in den Räum-UchtcUcn des Fremdenvcrkehrsvereines in Zafivcb die Sitzung der Begründer eines Vcr-ein^'s statt, welcher den Zweck verfolgt, einen Verüank» der ?lmateur-Moto^^ravhcn den, werden ersucht, sich wegen genauerer Informationen beim Fremdenverkehrsvereine („DruStva za Promet stranaea") in Zagreb, Trg 1. 75, Mez zanin links. Türe 3 anZumelden. Telephon Nr. 42. Anmeldungen werden bis Ende Au gust d. I. angenommen. Danach wird die konstituierende Generalversaminlung einbe rufen werden. Das Auto im Kaffeehaus. AuS Zagreb, 13 1). M., wird uns berichtet: Vergangenen Mittwoch hat das Ministerium für Sozial Politik beim Kaffeehaus Zlatni top in der KajmakLalamska ulica 8 den Verkauf der Au tomobile der amerikanischen Mission, die die ser Tage nach der Heimat zurück^hrt, durch geführt. Unter den Käufern war auch der Industrielle Stefan Petrovi6 mit seinem Chauffeur. Die Beiden wollten ejne Probe fahrt machen und fuhren in die Umgebung. Bei der Rückkehr konnte der Chauffeur infolge eines Motordefcktes nickt rechtzeitig genug bremsen und daS Auto fuhr zwischen die Gäste des genannten Kaffeehauses. Alle Gäste konnten sich retten, nur der Besitzer Lazare-Vt6 wurl^ schwer verletzt und mußte in daS Spjtal überführt werden. Die Affäre des Baökaer Bizegespans Doktor Stojlov. Mit der Untersuchung der Angelegenheit deS BaLkaer Vizegespans Doktor Stojkov wurde eine Kommission betraut, die aus dem Sekretär im Ministerium des Innern Milorad Valiö, Stadthauptmann von Subotica Georg Tilliger, und dem Oberbuchhalter der Stadt Beliki Beökerek, Paja K^i-zanov besteht. Letzterer übt sein Amt als Sachverstän^ger auS. cn der Bergwerke zu entschädigen, projektiert dke Regierung dort die Errichtung von Eisenbahnwerkstätten. Wenn der Taifun kommt. Im Zusammenhang mit der entsetzlichen Tai^nnkatastrovhe, ^r, wie gemeldet, nebst einem Teil der Stadt Swatau 50.000 Menschenleben zum Opfer gefallen sind, bringt ein englisches Blatt eine Schilderung der Maßnahmen, die in dem Ta'rfungebiet um Hongkong vor dem Nahen des Orkans getroffen inerden. Diese gefährlichen Zyklone sind in der Zeit von Juni bis November recht häuiig und nehmen ihren Ausgang von Luzon, der größten Insel der Philipprnengruppe. Wenn die Zeitungen die Nachricht bringen, daß der Taifun ausgebrochen ist, ackitet jeder auf die Signale und die Warnungsz-eichen, die an vel-schiedenen Punkten der bedrohten Zone von behördlick>er Seite gegeben werdi^n. Ein roter Kegel bedeutet, daß sich das Sturmzentrum in einer Entfernung von 200 Meilen befindet, ein schwarzer, daß die Tislcinz eine germgere ist und der Zyklon herankommt. )!Aenn die große Kanone donnert, weiß jeder .daß die Stadt in Gefahr ist. Inzwischen haben alle Hausbesitzer bestimmte Weisungen erhalten, Türen und Fenster werden mit starken Laden verschlossen und die Stadt gewinnt daS Aussehen einer belagerten Festung. Im Hafen ist alles bereit, dem Sturme zu begegnen. Die großen Schiffe werden unter Dampf gehalten, auf ein Zeichen sich in Sicherheit zu bringen. Schlepper sind beschäftigt, lange Reihen von Barken und Dschunken an taifungeschützte Stellen zu bringen, wo sie, zu Tausenden aneindergepreßt wie Sardinen in einer Büchse, das Unwetter überdauern sollen. Ueber der Stadt, dem Ha^en und den Bewohnern schwebt ein Gefühl atemloser Spannung, eine Art Hoffnung, daß der Eelch schmerzlos vorüberziehen werde, und doch die Gefaßtheit auf das ärgste, währenid man erregt die Signale beobachtet. In dieser Situation ist man während der Taifunzeit oft zweimal die Woche. Eine mehrere Tage dauernde übermächtige Hitze ist die erste Ankündigung deS ge-fichrlichen OrkanS. Und hat er seinen zers^-renden Weg vollendet, folgt eine Woche heftiger Regengüsse, wie sie in unseren Gegenden kaum geahnt werden können. Der Hafen, der sonst einem glatten Seespiegel gleicht, schäumt und tost; man glaubt, eS ist wirklich die See, wie wir sie kennen, und denkt, Ozon zu riechen. Pure Einbildung! Denn im fernen Osten hängt es immer wie eine schwere FeuchtigkM über d^m Wasser und das Meer ermangelt der belebenden Frische nördlicher Breiten. Kino. 1. MariborSki bioSkop. Montag, Dienstag und Mittwoch wird daS sensationelle Drama „Die Schreckensnacht", ein hochinteressanter Filmschlaqer in 5 langen Akten vorgeführt werden. Donnerstag beginnt das Kriminaldrama „Frank Mortons Verbrechen", ein spannender Filmschlager in sechs Akt^'n. Bei allen Vorstellungen Aon^rt. Park-Case. Täglich bei schöner Witterung verstärktes Salonkonzert von 17 biS IS und von 20 bis 22)'z Uhr. Gvott. ^rava" (BoraMn) : Maribor v:7 (y:4). Sonntag den 12. d. begegneten sich obgenannte KlMS mit obigem Resultat, lin ser lokl^ Meister hatte keine be^onderL IHwer Börse. Zagreb 14. August. (Zchlußbörse.) Wien 0.K0 bis 0.72, Italien 15.40 biS 15.50, London 15, New Dort A37, Prag 880 bis 800, Zürich 64 bis Ä», Paris 27.30 bis 27.40, Budapest 25 bis 26, Verlin 42, Dollar 3R biS 336. Ziirich, 14. August. fVorbörse.) Berlin 0.70, New Vork 225, Italien 24.20, Prag 13.50, Budapest 0.37Zagreb 1.57^, Sofia 320, Warschau 0.07^, Wien 0.01, gest. Krone 0.01)^4. Au« aller We». Linflüffe auf da» körperliche und geistige Machstum der Rinder. Englische medizinisch« Kapazitäten haben «ingehende Beobachwngen Über das Wachstum der Rinder angestellt und bemerkenswert« Resultate erzielt. Da diese internationale Bedeu» tnng haben, io seien einige interessante Fäll« k>ier mitgeteilt. Bis zum elften oder z»Slft«n )«hee waren die Xnaben großer als die Mädchen. In den nächsten paar )ahr«n überboten die Mädchen die Unaben an Gewicht wie an Größe, bis schließlich da» Ver-k^ältnis dauernd umgekehrt wird. Die KAHne der besseren 9tänd« find grSßer nnd schwerer als die arbeitende Klasse, ^i Xnaden hat man drei tvachstumsperioden festgestellt, und zwar trat «in mäßiges Wachstum im 6. »nd 7. Jahre in die Erickeinung, ein schwächere» blisb vom 9. bis zum 14 Jahre zu verzeichnen, Mäl?rend vom 14.-^16. ein starke» austrat. Von November bis Lnde März wachsen die UinVer nur wenig, gerade das Gegenteil ist ver Fall vom ZAärz bis August, zwar ohne ttörpergewichtszunahme; beträchtlich an Gewicht wie an GtAß« nehmen sl« vom August bi» November zu. bis weit in den Krieg hinein meinen Tedvysären mitnabme», und gewisse?' maßen als Amulett betrachteten. Auch liiere wurden mit in die höheren Regionen gtnommen. Vornebmlich fand man allcrdingsdissenBraucb bei den tustschiffern. Auf das nmgenommene lebende Wesen sollte sich die Wut der bösen Dämonen lenken, die dem U?b»rwinder de»^ Naturkräfte mit Recht feindlich aesinnt waren. Zu verwechseln ist dieser Aberglaube ab<» nicht mit den ebenfalls zu anderen Zwecken mitgenommen veisuckstieren. Beide Arten fini. streng voneinander zu unterscheideu' Di« Bemalung spielte schließlich ebenfalls ein« nicht geringe Rolle. Bevorzugt waren da Dra« chen, Raubvögel u. a. mebr, um die tuftgeister abzuschrecken. Di« gewäl^lte Larbe spielte weiterhin eine nicbt unerl?ebli4se Rolle. Der Automo illst k?at zahlreiche Dinge von» euflschiffer und Flieger übernommen So findet man auch hier oft mitgenommene Tiere, vo?» einigen amerikanischen Rennfakzrern ist e» bekannt, daß fie stets ^unde bei sich führen und nicht ohne diese fahren. Line Bedeutung besitzen auch die kleinen Propeller und Teufelsfiguren usw., die durchau» nicht nur Spielzeug find. Die Farben spielen auch her wieder ein« große Rolle. Gn bekannter franzöfischer Rennfahrer benutzte z. B. nie einen anderen al» einen hellgelben Wagen. Al» er einmal einen anderen fuhr-» verunglückte er! Al» besonder» abergläubisch muß man die Hockey» bezeichnen, die namentlich in bezug auf Farben sehr wählerisch sind. Drei rötlich« Farben find völlig verpönt. Ls wird fich kein Iockey finden, der diese Farben trüge. Amulette sind bei den Pelden de» grünen Rasens ebenfalls sehr beliebt. Und noch mehr huldigt man dem Aberglauben, daß die Kleidungsstücke »nd Gegenständ«, di« «in groß«r Sieger einmal bei einen großen Sieg« trug, Glück bringen müssen. Um solche Dinge, auch von verstorbeuen und Verunglückten, müht man sich sehr, z«mal in England und Amerika. Beliebt find auch die Haare von solchen Pferden, die fiegreich waren. Dem eigenen Pferde flicht man diese ^aare in die Mähne und hofft bestimmt auf Erfolg. Gebräuchlich ist die» besonder» in Ungarn und in Arabien ; man findet es aber auch bei allen anderen Reitern der Welt. Radfahrer find auch nicht frei vom Aberglauben. Viele werden sogleich absteigen und umkehren, wenn ihnen eine Katze über de» Weg läuft. Andere betrachten e» nur al» ein böse» Gmen, wenn die» frühmorgen» geschieht. Dutzende von Beispielen werden von den Abergläubischen erzählt, daß solchen, die nicht an da» böse Omen glaubten, ein Unglück an jenem Tage zustieß. fDas trifft allerding» mehr auf die ersten Jahre de» Aufta»chen» de» Fahrrades zu.) Auch vor Raben hütet man fich. Wenn diese kurz vor dem Rade vorbeistlegen, dann sind e» Unglück»raben, und man tut gut, die Straße nicht weiter zu verfolgen. Beim früheren ^ochrad trug man in verschiedenen Gegenden bestimmt« Am»l«tte, die vor bösem Sturz schützen sollten. lLurner wissen sich gleichfalls nicht frei vohk abergläubischen Ansichten. Insbesondere Vett« läufer neigen gern dazu, fich mit,glückbringenden Dingen zu schleppen. So gilt e» z. B. fast allgemein als glückbringend, wenn jemand beim Wettlaufe eine Kastanie bei fich trägt. Doch auch andere Dinge, die zum Teil nicht einmal leicht find, werden mitgeschleppt. Da gibt e» besonder» g .schnittene Stöcke.auch seltene Steine ».«». m. Am weitesten verbreitet dürfte aber der Brauch sein, eine Kastanie mit sich herumzutragen. Eine ganz allgemeine Bedeutung befitzen natürlicb fi^r die Sportler auck» Dinge, die andere Lente al» böse Vorzeichen ansehen, wie z. B. ein altes Weib, das al» erste» lebendes Wesen am Tage den Weg kreuzt, Katzen usw. hierher gehört auch vor alle» Dingen das Drücken des Daumens. Die Redensart: .»Ich werde den Daumen halten^^ wird zum mindesten beim Sport so viel angewendet, wie bei anderen Dingen. Ebenso bekannt ist das Ouumenpressen zwischen Jeize« finger und Mittelfinger, das als Schutz- und Abwehrmittel gegen böse Dämonen in der ganzen Welt bekannt ist und angewendet wird. ''»r. 1SZ — «».ZllM Kleiner Anzeiger. Sm schöne» S»»?««fahrr«» sofort ^u verkaufen. Anzufragen täglich ab 17 Uhr in der Sme-tono»a ulica 44. ?. Sloä^ * ^Etne Werlh«i»k«ssa verkaufen. Anzufragen Berw. ist zu in der «484 Satzriksneue u«» gedrauchte Gch»«t»««Ichi»E» liefert da! SsseztolgelchSfl für Schreib- Sonntaq. den 20. d. M. um »afchmen und Büroartikel Ant. usird am Ian^ovski vrd Rud. Legat, Markdvr.Slovenska s^iimburg). Polt So. 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Zll silerdesten liekert svkort in Mer -0' Qrö5se ukici dillig^st ä»s -o- S/^l.< I. Slkiok'^vet? en-xros. I'vlepkov ??r, b95. 5923 ?6loxr2iom>i Vom tiefsten Schmerz« erfüll», gebe« die Unterzeichnelen allm'Z^andtei». teilnehmenden Freunden und Bekannten die höchftbetrübeude N^^cht »sn dem Ak>leben ihres innigstgeltebten unverges^lichen Gatten, beziehunogsweisE Vai?!"-'. ScbVieaer. und Srof»vaters Bruders und Onkels» des «erra Simon Alt Sesther «nö SMNI«rpovttes»tzr«r öe» SNöbah»» i»«l I«. «»,uft lSW um 17 Mr Leiden, versehen mit den heil. Sterbesal^ramenten im 74. Lebensjahre sanft und aotteraeken verschieden ist. Die entseelte Külle des teuren Verblichenen wird ^l«»swg. ^n 15. Au^^ ouft NM halb IS Uhr (halb 4 Uhr nachmittags) in der Lei^nhalle des stSdt. Friedt)0sts in Pobretje feierlichst einqesegnet und sodann auf »emselben Friedhose im Familiengrabe zur letzlen «uhe bestattet- Die heil. Seelenmesse wird MUtwoch. de» lS.^ August um 7 Uhr tu de? Dom- nnd Stad Pfarrkirche gelesen werden. Mari bor. den l4. August l92S. «nna Al». Gattin. — Am,« Gtz»kEr,