Deutsche Wacht (Arüyer „Mier Zettung"). Mrlit trt*« liUHtM ul »inmi«! mi|lll ul lastet 1»t «Ult «U Z»st»»»», >»« H-»4 «»»llich st. —M, Mrrtd|Uri| st. 1 Jo, st. 9—, fuq|«4H| st. 4—. Rtl MnUI|tt*a | L4fc (rftmrii st. MO, tamjittti st. 4.4*. IX« hnttlu Kummet » h, 3n|trite »«» t«rif; fcrt öfter*« Hhrtrc»i[i»a<« c»ts»»ch«»»«r Rabatt. SatMrt» »ch»ei> 3»kr«tt fit utrt Butt all Mntola W»„>il,»«»u»rn> M 9a- ut IllIuM ». RrUrtili (mn|. k. kkaititttnttM « e»«qst«,d»» trt *rt«rtnit4 täjU», ml (ilMftaii >rt «»»». »»» fftlcrtagi, M» »—II tt»x Die u* I—» tt*i R-»«tt>a«4. — RKlanuhMt* — VUmktitt« wir»«» »icht iarU£otl nicht »«rii(Hii»tt*it Nr. 55. Cilli, Sonntag den 11. Juli 1886. XI. Jahrgang. Wationale Selvfthitfe. Ton. wo die Wogt" der Nordsee an die Wien des deuischen Tieflandes branden, da t»l man auf weite Meilen hm durch Dämme uib Deiche das tiefer gelegene Land vor der Ueberfluthung schützen müssen ; der mühsam dem illeere abgerungene Boden, die mit heißer Mühe mb saurem Schweiß erkämpfte Scholle muß Stunde für Stunde vertheidigt werden gegen tie hnantosende Brandung, die gefräßig an den l«i> Menschenhand geschaffen, n Uferbauten nagt «d leckt und sie zu durchbrechen sucht. un> sich i» nilden, schäumenden Sturzwellen über daS »ei« Land zu ergießen. Manch' sinnig-traurige Kaqe erzählt von der märchenhaften Pracht großer Ztädte, welche vom Meere überfluthet imden und nun tief auf dem geheimnißvollen «Zninde der See liegend mit ihren zackigen Gipfeln und ragenden Thürmen den dazwischen hiaichießenden Fischen zum Tummelplätze diene». Und wenn die Sonne aus die unendliche Fläche mahlt und die Wellen, nur leicht sich kräuselnd rot kosenden Winden, schimmern und blinken, Um soll daS lauschende Ohr die Glocken der ii«m»knien Stadt heraufklingen hören, sehn-inchtsichiurig und todesbang. Die Anlegung und Erhaltung dieser Schutz-fcflJien gegen den Ansturm der zürueuven See ist gemeinsame Sache aller, die Hab und Gut durch die Fluth gefährdet sehen. Keiner, dessen Heim und Ackerland für die Hochfluth erreich-dar ist, darf sich der Mitwirkung an den Schutz-arbeiten eutziehen ; als Deichgenossen sind alle verpilichtet, zur Hilfe herbeizueilen, wenn die Brandung einen Deich zu durchbrechen droht, »inn d r Deichgraf ihre Schaaren aufbietet Kampfe gegen das Verderben drohende Element. Es ist wohl allbekannt, daß der geniale Staatsmann, welcher das zerrissene, zerklüsteie Franz Wolfram war Advocat. Nicht «ehr ganz jung: er zählte bereits fechsund-dreißig Jahre, aber der Kampf um das Leben halte ihn gefestigt und ernst gemacht; er zählte erst stchsunddreißig, aber er war geklärt und ruhig. als ob er an der Grenze eines halben Jahrhunderts stünde. Ihn hatte es gereift, daß et cllezeit aus sich selbst gestellt war. daß von seinem Jünglingsalter an keine Seele aus dieser »eilen Erde fragte, ob ihn die Wucht des Schicksals drücke, ob er zu unterliegen fürchte, oder zu siegen hoffe. Allein schritt er auf seinem Lebenswege einher, die Augen geradeaus auf das Ziel gerichtet. So war er ernst geblieben und, obzwar edle Männlichkeit in ihm ihre Verkörperung fand, blieb ihn, das Weib mit ihrer Liebe fremd, er erkannte nicht die Licht-imen und nicht die fröhliche Sorglosigkeit des Lebeos, er war ein beschäftigter Advocat ge» worden, der eS bei seiner Bedürfnißlosigkeit bereits zu einem kleinen Vermögen gebracht hatte. Er befaß eine ängstliche Scheu vor Ober-flichlichkeit und sinnloser Fröhlichkeit, deshalb war er den jungen, für Glanz und Wohlleben schwärmenden Damen aus dem Wege gegan-gen, bis er endlich in Leontine ein Mädchen Deutschland durch Blut und Eisen zur Einigung geführt, um die Mitte ter Vierziger Jahre als Deichhauptm >nn den Kampf gegen die empörte See kennen lernte; daß derjenige, welcher im Westen die deutschen Gaue durch einen mälztigen Schutzwall gegen die gallische Fluth zu schützen wußte, hier gleichsam im Großen ausführte, was er als Vorbild an den Meeresküsten gesehen. Für denjenigen, welcher nach einigen Jahr-zehnten sich mit dem Studium der Geschichte unserer Tage besassen wird, muß es räthselhaft und unbegreiflich scheinen, daß gerade zu der Zeit, da das deutsche Volk auf blutigen Schlachtgenl-den sein tausendjähriges Reich sich wiederer-kämpfte, da das deutsche Volk im Mittelpunkte der abtndländischen Cultur steht und Stufe um Stufe emporsteigt zum Höhenpunkte seiner natio-nalen Größe, da die deutsche Flagge hochgeehrt auf allen Meeren weht und deutscher Geist und deutsche Unternehmungslust in allen Erdtheilen die höchsten Triumphe feiert, daß gerade zu dieser Zeit einzelne Theile des glorreichen Volkes gleichkam die Ausläufer, Halbinseln und Inseln d?S großen Festlandes der deutschen Sprache, aufs bedrohlichste in ihrer nationalen Eigenart gesährdet sind. In dtn russischen Ostseeprovinzen tobt das Russenthum mit ingrimmiger Wuth gegen das vielhunderijährige Deutschthum. an der polnisch-deutschen Sprachgrenze hat die slavische Propa-ganda bereit» die ernstesten Maßregeln zur Ab» wehr seitens der durchaus nicht müßigen preu-ßischen Regierung veranlaßt, und tie Leiden des DeutschthumS in unserem Vaterlande Oester-reich, in dem durch deutsches Blut geschaffenen Reiche der deutschen Habsburger sind ja durch die Schlagworte „Verjöhnui.g" und „Gleichberechtigung" hinlänglich gekennzeichnet. In Böh-n en und Mähren tobt seit Jahren der ver-hängnißvolle Streit zwischen den Deutschen, fand, welches ihn ebenso durch seme Schönheit, als seinen ruhigen Ernst gefangen nahm. Sie war nicht mehr ganz jung, sie zählte fünfund-zwanzig Jahre, aber ihre hohe, ebenmäßige Gestalt, das edelgesormte Haupt, welches schwere Flechten kastanienbraunen Haares trug, daS zarte Oval ihres Antlitzes und die klar und i ruhig und doch so tiefblickenden großen, braunen Augen schienen vom vollen Glänze erblühten Mädchenthumes noch nichts eingebüßt zu haben. Es war eine peinliche Situation, als er sie kennen lernte. Er.war im Auftrage eines seiner Klienten bei dem Obersten erschienen, um diesem einen Ausgleich anzubieten. Es handelte sich um eine Erbschaft Leonlinen's. welche ihr vom Baron Fritz Altenberg streitig gemacht wurde. Der Proceß schien für den Baron eine ungünstige Wendung nehmen zu wollen und so bot er Leontine die Hälfte der ErbfchaftSsumme, 30.000 fl., wenn sie sich aus» gleichen wolle. Aber der Oberst wollte von einem Vergleiche nichts wissen. Mit derber Soldatenart hatte er den jungen Advocaten angefahren, so daß dieser froh war. mit heiler Haut davonzukommen. In wenigen Tagen Änderte sich dann die Situation ganz entschie-den. Der Proceß nahm eine günstige Wendung für den Baron Altenberg, Oberst Treuenstamm hatte alle Aussich», daß seine Tochtee keinen den Trägern der Cultur, und ihren plötzlich größenwahnsinnig gewordenen Schülern, den Tschechen, die auf nichts geringeres ausgehen, als alles, was deutsch ist. aus dem „Königreiche" zu verjagen. Hinter ihren Stammesge-nossen dürfen nun natürlich die Slovenen nicht zurückbleiben, rasch wird eine Sprache durch Anlehen bei Slaven im Norden und Süden recht kümmerlich zusammengestöppelt, und nun kann da« Natiönchen mithalten bei dem schönen modernen Slavenspiel ..Culturnation". Daß sie dazu eines eigenen Königreiches nicht ent-raihen kann und durch maßlosen Haß gegen alles deutsche Wesen die Verhältnisse für das-selbe vorbereiten und der Weltgeschichte die Bahnen ebnen muß, ist nach dem bewunde-rungS- und nacheiferungswerten Vorbilde der tschechischen Brüder selbstverständlich. Ein Philosoph und Geschichtschreiber, dessen Ansichten über das österreichische Deutschthum sonst wohl nicht von besonderem Verständnis zeugten, gebrauchte einst von den allüberall im slavischen und magyarischen Osten, in Ungarn. Sieben-bürgen, Rußland, Polen :c. inselartig verstreu-ten Deutschen das bezeichnende und treffende Wort „Culturdünger". So wahr jedoch und unwiderleglich es ist. daß das Deutschthum überall, wohin eS kam. culturschassend gewirkt und au» der Wildnis blühende Dörfer und Städte hervorgezaubert hat, so muß leider zu-gestanden werden, daß an Zähigkeit des Fest-Haltens seiner Nationalität, seiner Sprache und Sitten das deutsche Volk hinter anderen Stäm-men weit zurückstand und jederzeit gern bereit war. seine höherwerthige Sprache, seine natio» nale Eigenart gegen die fremde einzutauschen. Erfreulich ist die Wahrnehmung, daß die Gleich-giltigkeit gegen die höchsten nationalen Güter einer größeren Begeisterung für dieselben zu weichen begann, seitdem das deutsche Volk an der Spitze der Civilisation marschiert uns in Heller erhalte, und nun war es Leontine selbst, welche Wolfram beinahe allwöchentlich in seiner Kanzlei aufsuchte und seine Hilfe zu einem Ausgleiche anflehte. Aber eS war zu spät. Baron Altenberg wollte nach der brüsken Ab-Weisung von einem Ausgleiche nichts mehr wissen und >o ging der Proceß seinen unauf» haltsamen Gang. Wolfram hatte Alles versucht, um eine günstige Wendung herbeizusüh-ren, den» er mußte sich bald gestehen, daß er Leontine liebe, daß er sie liebe mit der ganzen Kraft seines Herzens und daß er hundertfach sterben möchte, um dieses Mädchen glücklich zu machen. Wenn sie am Arme ihres Vaters bei ihm erschien und ihn in den wärmsten Worten anflehte, sie incht unglücklich zu machen; wenn sie, die so vornehm und stolz, ihn mit schmel-zenber Stimme um seine Hilfe anrief, da hätte er zu ihren Füßtn sinken und vergehen mögen. Und eS war ihm, als ob ihm das fchöne Mäd-chen nicht feindlich gesinnt wäre, er glaubte zuweilen in ihren Blicken etwas zu entdecken, was für ihn sprach. In solchen Momenten suhlte er ein unaussprechliches Glück in seinem Herzen, er mußte dann hinaus aus seiner Actenstube und es war ihm. wenn er zum blauen Himmel hinaufsah, als ob ihm Flügel wüchsen, damit er mit den Lerchen und Schwal-ben um die Wette fliegen könne. Er hatte ihr 2 seinem neuen deutschen Reiche sich ein« Hoch-bürg deS nationalen Gedankens schuf. Auch für uns Deutsche in Oesterreich war dieses Wiederaufleben des nationalen Gedankens von mancherlei Wirkung. Schon der erste Schrill zur Einigung Deulfchla»dS halle die Herrusorängung Oesterreichs aus dem deut-schen Bunde zur Folge, und dadurch waren wir der slavischen Majorität auf Gnade und Un« gnade preisgegeben. Nun mußlen auch wir da-ran denken. Dämme und Teiche zu bauen ge« gen die heranbrausende slavische Sturmfluth, welche die Stalten tausendjähriger deutscher Cultur, die mit deutschem Schweiß gedüngt« Scholl« »u überschwemmen drohte. Manches schöne Stück einst deutschen Landes ist auch wirklich verloren gegangen, und von inaiicher in der slavischen Fluth versuvlenen Sladl er-zählen gar traurige Märchen. Aber unstr nationales Bewußtsein ist ein kräftiges geworden, unsere nationale Widerstandskraft ist wohl organisiert und alle „Deichgenossen" sind bereit zu Schutz und Hilfe in der Stunde der Gefahr. Die Tschechen in Böhmen und die Slove-nen in den Alpenländern führen den Kampf gegen das verhaßte Deutschthum auf eine über-aus schlaue Weise. Wo sie nicht in vollen brandenden Wogen über deutsches Gebiel sich ergießen können, da versuchen sie es nach und nach, tropfenweise durchsickernd und durchquel-lend durch etwa gelockertes Erdreich. Die Re-gierung arbeitet ihnen freundlichst vor. Da wird vor allem einmal in einer rein deutschen Stadt daS Post« und Telegraphenamt mit treuen Anhängern der Wenzelskrone veriorgt, verkappt und oft unter der Maske deutscher Namen wissen Hetzslaven an deutsch«« Volksschulen und Gymnasien sich einzunisten, di« Bahnverwallung trägt das ihrige bei, um dem Funken deS in der deutschen Sladt entglimmenden tschechischen oder slovenischen NationalgefühlS geeignet« Ele-mcnte zuzuführen, an doS Bezirksgericht und zum Steueramt kommen einige das Deutsche in entsetzlicher Weise verunstaltende Beamte, und bald ist der Grundstock für eine kleine nelle „Beseda" da. Aber die deutsche Gemüthlichkeit läßt sich noch gar lang« nicht aus ihr r Ruhe schrecken. Was sollen denn di« paar Slaven schade» ? Man spürt sie ja kaum. Nur Geduld! ES kauert nicht lange, so wird der national« Sinn in einigen Elementen wieder erweckt, die lange für Deutsche gegolten und sich wohl selber dafür gehalten hatten, tschechische oder im Sü-den slovenische Handwerk,? siedeln sich an, die slavische Einwanderung gewinnt einen immer größeren Umfang, und eines schönen Togcs dictirr der LandeSschulrath der deutschen Ge-meinde die Errichtung einer slavischen Schul«. kein Wort zu sag«n gewagt, aber sie hatte seine Liebe errathen. Sie war freundlich u»d gut mit ihm, wenn sie zu ihm kam. aber er wußte nicht, ob «r di« Hoffnung hegen dürfe, sie je sein eigen zu nennen. Er wagte nicht, ihr zu sagtn, was er für sie fühle, daß für ihn nichts auf Erden existire, was er nicht freudig hingeben würde, um sie glücklich zu machen, aber er wollte erst hintreten vor sie, wenn dieser leidige Proceß beendigt sein wir'', wenn er in ihren Augen nicht mehr als Der-jenige erscheinen muß, welcher ihr das Bermö-gen raubt, doS sie für ihr rechtliches Eigen-thum hält. Er hatte nur den einzigen Gedan-ken, sie als sein Weib heimzuführen, sein Haupt in ihren Schoß zu neigen und ihr zuzuflüstern, daß er sie liebe, wie noch ni« ein Weib gr-liebt wurde, und daß er sein ganzes Leben nur dazu verwenden wolle, um sie glücklich und zufrieden zu machen. Der l«tzt« Richlerspruch war gefällt, jede wriltr« Hoffnung vergebens. Leontine halte den Proceß verloren, sie war weiter gezwungen, mit ihrem Vater in ganz bescheidenen Verhält-nifsen zu verbleiben. Wolfram war «S selbst, der sich ans den Weg machte, um ihr das un-günstige Resultat mitzutheilen, er würde die iraurig« Botschaft mit mehr Schonung überbringen, als selbst ihr eigener Advocat. „pe»ts*e Wacht." Jetzt werden die deutschen Michel erst aufmerksam; jetzt sinnen sie erst auf Abhilfe, und glücklich die Stadt, in welcher die Besin-nung nicht zu spät konlmt, in welcher der sla-vischen Ueberfluthung noch ein Damm vorge-baut werden kann! Dann heißt es kräftig ar-beiten, und durch rücksichtsloseste Betonung des deulschen Standpunktes, durch ausnahmslos« Bevorzugung deutscher Arbeit vor der slavi-schen läßt sich die drohende Gefahr noch ab-wenden. In der deutschen Stadt Reichenberg in Nordböhnien hat man noch glücklich den letzten Auge«blick zu benutzen verstanden, und durch die strammste nationale Organisation, durch das entschiedenste Vorgeh«», durch Errichtung deut-scher Herberge» u»d Heranziehung deutscher Lehrbuben. Gesellen und Dienstboten hat man der Tschechisirung der Stadt Einhalt zu gebie-ten vermocht. Durch das einträchlige Zujam-menwirken aller „D « i ch g e n o s s e n" wurde der Riß des Dammes gestopft, durch den daS Hereinfluthen des feindlichen Elements schon begonnen hatt«; durch kräftige nationale S «lbsthilf« wußt« di« deutsche Stadt sich ihren deutschen Character zu wahr«» in der Stunde schwerer Noth! Nationale Erwägungen schmerzlichster Art sind es sicher gewesen, welche den Verein der Deutschnationalen in Steiermark veranlaßt haben, an den Gemeinderath von Graz. an die Direclio» der steiermärkischen Sparcasse und der Gemeindesparcasse in Graz eine Petition zu richten, in welcher er auf die Gefahr fort-schreitender Slavisirung durch Besetzung vieler Posten mit Slaven hinweist und um Abhilfe dringend bittet. Wir begrüßen diese Kundge-bung mit größter Freude und geben unserer Ueberzeugung Ausdruck, daß nur in dieser Weis« der allmählig«» Unterdrückung unseres VolksthumS, der Verfälschung unserer Eigenart ein Riegel vorgeschoben und deutsche Art und deutsches Wesen i:i unserer Heimalh rein u td treu bewahrt werden kann. Möge der Vor-schlag der n a t i o n a l« n S e l b st h i l f e be-folgt werden und überall Nachahmung finde» ! Wolitische Hwndschau. Inland. DaS Unglaublichste ist geschehe». I» Wie», der deutsche» Reichshauplstadt, habe» sich Leule gesunde», die es nicht unter ihrer Würd« als Bürger und Menschen hielten, einem Subj«ct wie Psister zuzujubel,-. Es gelang dem Denun-cianten, freilich nur durch Anwendung der aller-verwerflichsten Mittel, sich ein sog«nannt«S Vertrauensvotum zu verschaffen, das er denn auch mit der Miene triumphirender Unschuld auS den Händen einer Menge entgegennahm, deren Zusammensetzung, einer näheren Prüfung Der Oberst und seine Tochter waren in ihrem kleinen Salon. ES war auch ein Gast anwesend, der Oberlieutenant Baron Rieding. Leonline weinte in riner Sophaeck«. der Oberlieutenant war bleich und der Oberst ging fluchend von einem Ende deS Zimmers zum anderen. Es war offenbar : sie wußten die Botschaft bereits. Der Advocat des Obersten hatt« sie überbrachl. Beim Eintritt« Wolsram'S wurde Leontine ruhig. Sie stand auf und reichte ihm di« Hand. Auch der Oberst hielt in seinem Spaziergange inne und dankte ihm für die Mühe, welche er sich gegeben, obzwar sie ihm nicht geholfen hatte. Der Oberlieutenant verhielt sich, nach-dem er und Wolfram einander vorgestellt wor-den waren, vollkommen ruhig. Er warf Leon-tine zuweilen bedeutsame Blicke zu, maß Wolf-ram höhnisch und entfernte sich nach einer Weil«. ES währte nicht lange und der Oberst entfernte sich ebenfalls, Wolfram und Leontine allein lassend. Woliram verhielt sich schweigend, er fühlte, daß er v^r dem entscheidenden Mo-mente steh«, in den nächsten Minute» mußt« «S klar werden, ob er daS glänzendste Gut seines Lebens erringen oder ob er in sein glück-loseS Nichts zurücksinken werde. Er suchte vergebens das Wort zu ergrei-fen, «S war ihm. als ob es ihm gewaltsam von der Zunge in die Kehle zurückgestoßen 188k } unterzöge», freilich auch die Art dieser Ler> lrauenskundgebung erkennen laßt. Aus aller, durch di« mit« PseudoVemokcalie verseuch le» Bezirken waren di« caiilinarischen Existenz» zusammengetrommelt worden, und der welcher zum Schauplatz dieser Farce vcstimi! war. wie« schon lange keln frei S Pläyche» mehr auf, als die eigentlichen Wähler Ki] Pfister'schen Wahlbezirkes kamen. Diese muß», denn auch unverrichteier Dinge wieder adjieh -und später mit Zähl eknirscheu hören, daß inst! nach sorgfältiger Entfernung all«r Persom. von denen etwa ei» Widerspruch zu befürcht» war, „unserem Psister" Dank und A»«rfcitMi& votiert!. Trotz dieser k.instlichen Mittel mitatfl aber dem von allen redlich Denkenden theilten schwerlich g«li»g«n, dein allgemein»^ Unwille» Stand zu halten; ihn und ja« „Zunft"-ge»ossen in de' Kunst der Tenilinit-! lion wird der Sturm der öffentlichen (intruniuj zu den polnisch Todten schleudern. Seine aug» blickliche „Popularität" wird Psister theuer a stehen kommen. Einige bemerkenswerth« Zwischensälle der Jnspectionsreis« d«S Unttrrichtstniitiiert entnimmt die „Deutsche Zeitung" deul>ch-dö> mischen Blätter»: „Bei seinem Besuche Je! tschechischen Realgymnasiums in Pilsen," schreib di« „Pils. Ztg.^, „mußte Minister Gaulich « Wahrnehmung mache», daß eS mit der niß der deutschen Sprache bei oen schüi-a wie bet einzelnen Lehrern gar übel bestellt in. I In einer Oberclasse der Anstall stell!« derAi-I ntster an mehrere Schüler ganz einfache Flli> I gen i» deutscher Sprach«, ohne daß dieseld» I auch nur verstanden worden wären ; als nie I der Minister einen der frucht 0« Befragt» I interpellirte, welche Classe aus der öeut>chet I Sprache er im vorigen Semest«? erhallen hat-, I antwortete derselbe: , Vyborne* („AuSgejech-1 net"). Mit satirischem Lächeln wandte sich »I Minister zu dem in peinlicher Verlegenheit da-1 stehenden Clafsenlehrer: „Wenn Sie bezüglch I aller Gegenstände so geringe Ansorderusg» I stellen, dann müssen all« Schüler brilliittl Zeugnisse erhalten!" Einen anderen Schüler I fragte der Minister, was er von Schiller misst;! der biedere Tschechenjüngling aber wußte (eitel Antwort zu geben. „Das ist start!" entfuhr et I dem sich unwillig abwendenden Minister. A> I licheS erzählt das „Buvweifer KreiSblatt" v« I Besuche deS UnterrtchlSmimsterS im I t chechiichen Gymnasium. Nachdem sich verÄ-I nister, berichtet daS genannte Blatt, in enr: I der oberen Classen, in welcher gerade leitn} I traoirt trurde, die S.l,ül«r, welch« mit L«-1 zugSnoten ausgezeichnet sind, ha t« zeigen lasst*» nahm er selbst eine kleine Prüfung mu et:ia I derselben vor. ES stellt« sich dabei herauf dai ■ die Kenntniß der deutschen Sprache bei die»» I würde. DaS Herz pocht« so heftig in sei* Brust, daß sein ganzer Körper eeveble. Leev tine sah den schmerzliche» Kampf, welchen er kämpft« und ihr Antlitz üb«rzog «S wie A» leid. Sie ergriff fei»« Hand und sah ihm ml einem liefe» innigen Blick in die Augen. ?: löst« sich der Bann. Er stieß einen Freud»-schrei aus und es war, als ob sich mit &tni Schr«i auch der Alp von seiner Brust M hätte. Er ergriff die beiden Hände de« M»-chenS und preßte sie in glühender Dankdail» a» seine Lippe», da»» ließ er sein Jpaupt n ihren Schoß sinken und träumte de» eriei wonneselige» Traum seines Lebens. Leontine strich mit ihrer weichen fyui leise über sein braunes Haar. Sie neigte He 1 Lippen zu ihm nieder und flüsterte ihm iiijd beruhigende Worte zu und als er deraasch von so viel Glück, das Haupt erhob, da 'ich u et einen leise» Kuß auf den Lippen. Wie da« Glück gekommen ? Wie die Stunden verrann»1 er wußte es nicht. Er wußte nur. daß erdurZ die dunkle» Straßen der Hauptstadt vah^ie uno >o glücklich war. so unaussprechlich glück-lich wie er es zu werden nie erhofft. ES war bereits spät, als er am aidemt Morgen vor seinem Schreibtische saß. Er tiiir^l blätterte die Acten, aber er vermochte nicht j»I arbeiten. Alle die viele» geschriebenen S9«*l 1886 ioroie bei einigen anderen später befragten Schülern wohl in tschechischen Augen eine vor-zügliche, für deutsche Ohren aber eine minder-loenhige war. Der Minister fragte nun den Schüler: „Sie können wohl rech« gut tschechisch? Freudig hauchte derselbe «Ja" und wollte eben einen Beweis davon liefern, als der Mi» miier ibn unterbrechend sagte: „Danke. Lernen Sie nur eben so gut deutsch, als Sie tschechisch können. Es wird Ihnen gut thun." Korrespondenzen. Ptliau, am 9. Juli 1886. (O.-C.) I S d) u l h n ihr erblüht, eine neue, welche voll und ganz mein eigen ist." „Hm! DaS Mädchen hat Ihnen gesagt, daß eS Sie liebt und daß es Ihre Gattin werden will? Daraus urtheilen Sie, daß sie Sie wirklich liebt? Lieber Wolsram, ich will Ihnen auch dafür eine Erklärung geben. Eine sichere Erklärung, ich habe sie von einem Ka-meraden Rieding's. dem er sie selbst gegeben hat: Der Oberst ist arm, und Rieding ist arm. Nachdem Leontine den Proceß verlor, mußte jeder Gedanke an eine Verbindung mit ihrem Geliebten aufgegeben werden. Leontine war bald gewahr geworden, daß Sie sie lieben und als die Hoffnung, das Geld zu erhalten, ge-schwunden war, sagte der Oberst zu feiner Tochter: Weißt Du, Mädel, mit dem Rieding ist eS so wie fo nichts; der junge Advocat liebt Dich, er ist eine anständige Partie und Du bist bald sechsundzwanzig Jahre alt. ES ist die höchste Zeit, an Deine Versorgung zu denken. Du bist klug genug, um Dir nicht un-nütze Hoffnungen zu machen; Du verblühst mit der Zeit, heute, morgen kann ich sterben und dann stehst Du allein als eine arme, alte Jungfer da. Folge mir, und heirathe den Doc-tot Wolfram. — Sehen Sie, fo oder ähnlich hat der Oberst zu seiner Tochter gesprochen, und die Tochter war klug und hat 4 Glänze und historischer Treue solche zu über-treffen. [Ein seltener MeineidSfallZ ist am 26. Juni in Hagen verhandelt worden. Bei dem gegenwärtig stattfindenden Schwurge-richte hat der Buchstabe „l" den Leibzüchter Schulze auS Schwelm nämlich vor dem Zucht-hause bewahrt. Derselbe hatte vor Gericht aus die Frage, ob er ausstehende Forderungen be-sitze, mit „kleine" geantwortet, während der Richter „keine" verstanden und auch so proto-kollirt hatte. Da der Mann dies Protokoll un-terschriebe» und auch beschworen hatte, stand er daselbst unter der Anklage, einen falschen Eid wissentlich geschworen zn haben ; er wurde hier-von zwar freigesprochen, aber wegen des fahr-lässigen Meineide« mit vier Wochen Gefängniß bestraft. sSechSzehn Jahre inKriegSge-fangenschaft.] AuS Frankfurt a. M. kommt die Nachricht, daß jetzt in ein nahe bei Kassel gelegenes Dorf «in Mann zurückgekehrt sei. wel-chcr sechszehn Jahre lang in französischer Ge-fangenschaft gewesen und kürzlich entsprungen sei. Die Angehörigen hätten ihn längst für ver-schollen erklärt und seine Frau inzwischen einen Andern geheirathet. Wie der Mann erzählt babe. sollten sich gegenwärtig noch eine ganze Anzahl deutscher Soldaten, darunter auch zwei Offeriere. in Algier in Gefangenschaft befinden. Die Angaben erscheinen doch wohl kaum glaub-lich, verdienen aber immerhin, auf ihre Wahr-heit geprüft zu werden. ^Scandal in der Kirche.) Das Agramer erzbischöfliche Consistorium Hai über folgenden Vorfall eine Anzeige an die Staats-anwaltschaft geleitet: Am 3. Juni ereignete sich im Dorfe Z. der Karlstädter Vicegespanschaft anläßlich de« dort stattgehabten KirchweihfesteS ein Aergerniß erregender Auftritt. Der Guts-besitz« M. K. von T. ritt während des Nach-mittagsgottesdiensteS in die Pfarrkirche bis zum Hochaltar. Von der indignirten Bevölkerung auS der Kirche vertrieben, kehrt« derselbe zu Fuß in daS GclttshauS zurück, entriß dem Meßner daS Weihrauchfaß und begann vor den einzelnen Allüren, die Gebräuche der katholischen Kirche verhöhnend, das Rauchfaß zu schwingen und sich zu verneige», was bei den Andächtigen eine solche Entrüstung hervorrief, daß dieselben den Gutsbesitzer mit Gewalt aus der Kirche schlepp« ten und ihn draußen weidlich durchprügelten. Herr K. verfügte sich hierauf in den Pfarrhof, begann dort mit der Reitpeitsche auf den Tisch zu schlagen und schrie den Pfarrer unter allge-meinen Verwünschungen an, er, K., sei Edel-mann und könne thun, waS ihm beliebe. Schließ-lich wurde er auch von dort entfernt. Die Aufregung in der Bevölkerung des Dorfes ist zugegrifftN. Fragen Sie sich nach dem eben Gesagten, ob Sie von Leontine wirtlich geliebt werden. Wolfram erwiderte nichts. Ungläubig und lächelnd saß er da, wie vorher. I« länger er jedoch nachdachte, ein umso ängstlichere« Ge-fühl bemächtigte sich seiner. Er fühlte sein Herz heftig pochen und schwere Schweißtropfen perlten von seiner Stirne. Erst nach einigen Minuten wendete er sich zu dem Baron. „Wollen Sie mir einen großen Dienst er-weisen?" fragte er ihn. „Gewiß und gerne, wenn e« geschehen kann", erwiderte dieser. „Sie geben mir Ihr Ehrenwort, daß Sie genau das thun, waS ich von Ihnen verlange? Ihr Ehrenwort als Eavalier?" „Mein Ehrenwort — wenn Sie keine zu groß« Dummheit begehen wollen!" „Bedingungslos Ihr Ehrenwort?" sagte Wolfram. „Ohne auch nur mit einem Worte zu fragen?" „Zum Teufel denn, ja, mein Ehrenwort!" erwiderte Altenberg. WaS haben Sie denn eigent-lich vor?" Wolfram öffnete seinen Geldschrank, kramte dort eine Weile und legte endlich mehrere Päckchen mit Werthpapieren vor dem Baron nieder. „Tas sind dreißigtausend Gulden", sagt« „Deutsche Wacht." eine ungeheure. Die Untersuchung über den Vor-fall wurde eingeleitet. fEin Kuhtnecht al« Sprachge-l e h r t « r.j In dem Dörfe Mrfalva deS Somogqer Comiiats lett, wie dem „P. H." geschrieben wird, ein vierzigjähriger Kvhknecht. Namens Paul Bagoly. dessen einzige Passion es ist, Sprachen zu lernen. Er weiß bereits vierzehn Sprachen und lernt gegenwärtig ara-bisch, um eine Reise nach Jerusalem antreten zu können. Zuerst hat er lateinisch gelernt, dann hintereinander italienisch, rumänisch, serbisch, slovakisch, tschechisch, deutsch, französisch, englisch, griechisch, hebräisch und illyrisch. Bagoly wohme in den letzten elf Jahren a'S Kuhknecht aus oer Pußta Kopär; im Frühjahr di seS JahreS tam er von Varfalva. wo er bei j«in«m Schwager wohnt. Er ist ein überaus sparsamer Mensch, geht nie in s Wirthshaus, raucht nicht und ver-wendet alle seine Ersparnisse zum Ankaufe von wissenschaftlichen Werten. Die Orientreise ge-denkt er im Herbste anzutreten. Auch in der Geographie ist er so bewandert, daß er aus derselben Vortrage halten könnte. [E i n Reiseabenteuer.! Der „Me-raner Zeitung" wird aus Trient geschrieben: „Auch die Cholerafurcht hat ihre heilere» Mo-mente. Mit deu« Abendzuge am 6. d. langte ein behäbiger Reisender, von Voghera kommend, in der Grenzstation Ala «in und veriraute einem Conducteur in ttesstem Geheimnisse an, er möchte in einem Waggon Platz nehmen, der mit einem jener unentbehrlichen Apparate versehen ist, die in gewissen kritischen Momenten als Segnungen der Cultur erscheinen. Der Conducteur Hort eS, ent-spricht dem Wunsche deS Reisenden, vergißt aber nicht, seinem vorgesetzten Beamte» pflichtschul-dige Meldung über diesen Vorfall zu erstatten. Der Beamte berichtet es der Polizei, diese be-nachrichtigt es dem Cholera-Arzt, dieser runzelt bedenklich die Stirne — und unserem Reisenoen folgt, ohne baß er es ahnt, ein Diener der heiligen Hermandad bis Trient. Die Polizei-wache summt in Trient dem Jnspectionsbeamten zwei geheimnisvolle Worte ins Ohr, man eilt, den Bürgermeister, den Spitalches und den Stadtarzt von dem Ungeheuerlichen in Kenntniß zu setzen, und siehe da, nach einer Stund-präsentirt sich dem Reisenden, der im „Hotel Europa" behaglich beim Abendmahle sitzt, der Stadtarzt, wie man sich erzählt, von einer Wache gefolgt. Dem Fremden wird bei diesem unerwarteten Besuche etwas bange zu Muthe, und er fragt beklommenen Herzens, welchem Umstand« er die Ehre de» städtischen Besuches verdanke. Der städtische Arzt eine äußerst liebens-würdigt Persönlichkeit, antwortete mit verbind-lichstem L icheln. er sei nur zum Zwecke gekom-men, sich nach dem Befinden des werihen Ga-stes zu erkundigen. „Ich befinde mich auSge- er, „mein ganzes Vermögen, welches ich im Laufe der Jahre erworben. Nehmen sie diese Papiere, fahren Sie zum Obersten und über-geben Sie diesen Betrag Leontine. Sagen Sie ihr, Sie hätten sie für ihre Hartnäckigkeit strafen wollen, deshalb haben Sie, nachdem sich der Oberst einmal weigerte, in keinen Vergleich willigen wollen. Nachdem Sie jedoch den Pro-ceß gewonnen, wollen Sie beweisen, daß es Ihnen nicht um LeontinenS Vermögen zu thun war. und Sie überbringen ihr nunmehr frei-willig die Hälfte deS strittigen BelrageS, welche ihr von Rechtswegen gebührt." Der Baron hörte eine Weile zu, dann, plötzlich aufspringend, sagte er: „Wenn ich das thun wollte, müßte ich so »oll sein, wie Sie es sind!" „Ich besitze Ihr Ehrenwort als Cavalier", entgegnete Wolfram. „Aber, lieber Doctor". sagte Altenberg begütigend, „begreifen Sie denn nicht, daß Leontine, wenn sie dieses Geld erhält, sofort den Baron Rieding heirathet, und daß dann nicht nur Ihre Braut, sondern auch Ihr Ver-mögen verloren ist?" „Ich g'be Ihnen mein Wort, daß keines von Beiden verloren sein wird", erwiderte Wolfram mit zuversichtlichem Lächeln. 188$ zeichnet," meinte der Herr aus Voghera. „Frw mich sehr," antwortete unser Arzt, „aber in Ala haben Sie ein Begehren gestellt. daS ran-gen Verdacht erregte; Sie verlangten ein« Waggon, in dem einer jener Ort« vorhanden sei, die zu gewissen Zwecken dienen!"—.Willen Sie mich vielleicht in ein Lazareth ii«fa dann reise ich lieber gleich wieder ab!' -„Nein, gewiß nicht, ich bin nur gekommen mich über Ihr B-finden zu erku idigen." ftirj unser Italiener au« Voghera. der ein begeisterter Anhänger der Bequemlichkeit bei aiia Gelegenheiten ist. erklärte schließlich, taßerni Reisen stels solche Waggons denütze. die is einem geheimen Cabinete versehen sind, mil ihm fünf Minuten nicht genügen, und so lflk sich die Tragikomödie in gegenseitiges Wodlge« fallen auf, nachdem man Polizei. Bürger««' ster und SanilälSpersonale in Thätigkeil o«< setzt halte. Herr C. au« Voghera wird -Badeorte Roncegno, wohin er sich begebe» Muße finden, sich von dem überstanden«» schrei zu erhol«» und über daS Reiseabemeim ji lachen." [Im Löwenkäiig.s lieber eine grauet-hafte Scene, welch« sich im Lowenkäfig eisn Menagerie in Neuilly abspielte, wird der,t. Z." berichtet: „Dir Menagerie des Thierde-digers Bidel hal seit Kurzem, wie sie diti u-jährlich zu thun pflegt, den großen Jahrmarkt?» Neuilly bezogen und war Abends gegen 10 Uhr mit Schaulustigen angefüllt, als der EaglaiiXl welcher Bidel >eit zehn Jahren Zchrilt :t Schritt folgt, um dabei zu fein, wenn er s« seinen Bestien gefressen wird, im Begriffe M seine Wette zu gewinnen. Bidet war mutnnn großen Extrcilium, bei dem er vier Lorotoal zwei EiSbäre» Stand hält, schon zu Ende, tü in dem Hauplzwinger allein mit dem Äia „Sultan." dem schönsten und wildesten, zurn5 geblieben. Er befahl ihm. sich an dem aufzustellen und wie .in Wappenthier sich tt mit einer erhobenen und einer niederhäaznida Vordertaze zu präsenliren, als sein Kuß a» glitt, er zu Boden fiel und der Löwe sich iu« ihn herwarf. Di« ganze Versammlung tarn den Athem anhallend, vor Entsetzen, wie Thier seine Zähne in die Schulter und da linken Arm seines Herrn einschlug. Man ihn für verloren. Bidel aber bewahrte m sei» furchtbare» Augenblicke seine ganz« » steSgegenwart, er erhob sich langsam mit jimt ihm zerfleischenden Last und packte. US er »»> der ausrecht stand, mit seiner Rechten di«Ä»W gel „SultanS." mit solcher Gewalt, vaji diatfl seine Beule fahren ließ. Inzwischen hatt« »W Wärter eine Seilenthür des Zwinger« guf»! durch die der Löwe abzugehen pfleg» und w nun in der That, laut brüllend, einlernte. Bäntiger. der sich diesmal als solcher lx«»»I „Ihnen ist nicht zu helfen", sagte deri ron. „Ich sahre zu Leontinen, aber sie « den es bere itn." „II. d Sit handeln genau nach au» Informationen. Sie verrathen mich mit teia Wort! Ich besitze Ihr Ehrenwort." „Seien Sie ruhig, Sie Tollhäuiler', ist Altenberg, nahm die Werthpapiere vom Ai und entfernte sich, die Thüre heftig him« i zuschlagend. Die Aufregung, welche sich KZolfr« während der Anwesenheit des Barone n einig« Minuten bemächtigt hatte, war u dessen Entfernung wieder gesch wunde». i dachte an die gestrige Scene mil Leomiie n lächelte. Tas Mädchen liebte ihn und!a Machl der Erd« konnte sie ihm entreiße I war glücklich und heiter und eilte beim & bruch des Abend« voll der seligsten zu Leontine. Leontine war allein in ihrem Zim«a Sie kam ihm mit gewinnendem Lachet»« gegen und reichte ihm ihr« beiden Hände » „ES ist hübsch von Jhn«n, daß -ie ial wieder zu uns kommen", sagte sie z» :li „Papa hat Ihnen eigentlich noch mchl ein recht gedankt. Kommen Sie, lieber D«l-v Im Augenblicke befand er sich mit ihr im Za» 1886 botte, wollte trotz be« BluteS. daS auS seinen Kunden floß. „Sultan" zurückrufen und die unterbrochene Uebung von Neuem beginnen; oOrin da» Publicum rief: „Genug! Genug!" mO klatschte dem Schwiegervater Bidel'S zu. welcher in Letzerem drang, abzulassen. Dies ge-schuh. Bidel ließ sich von drei Aerzten auskleiden und untersuchen und es ergab sich, daß er 17 größere und kleinere Wunden hatte, von de-itti übrigens keine gefährlich sein soll. Sie wur« in verbunden und der Patient dann nach sei-aem Londhause in Asnieres gebracht, wo er Mchft der Ruhe pflegen soll. Er hatte bisher noch nie in seiner Villa, sondern immer in einen Waffen neben den Bestien geschlafen und sagte mlancholisch: „Jetzt werde ich mein Bett ein» «eihen können." Seit 1872 besitzt Bidel den Loaen „Sultan". Bidel hate ihn in Afrika für 15.000 Francs gekauft. Kaum war er in Lyon, wo di- Menagerie sich damals aufhielt, ange-langt, als ein Ochsemreiber seinen Arm durch die Eisenstäbe streckte. DaS Thier griff dar» »ich, biß den Arm an der Schulter ab und 10 Minuten später war der Mann eine Leiche, tie erste Vorstellung, in der „Sulian" „arbei-ien uranfänglichen Chaos entwickelt wurde durch die Wirkung eines unerbittlichen Gesetzes, so «rd jene Vervünnunq von Materie, welche die Meirichen meine Seele nennen, aus ihrer Ver» jweiflung erhoben durch den auS Deinen Augen hervorbrechenden Lichtglanz. Laß Dich herab, »bewunderSwürdigeS Geschöpf, jene Anziehung i» beobachten, welche mich zu Dir zieh», mit liner Kraft, welche dem Quadrate der Entfer-umq umgekehrt porportional ist. Willige ein, t«ß wir al» Doppelsonnen concentrische Kreise ro der Oberst und Baron Rieding »ebenem-ob« am Fenster saßen, — „Lieber Doc« iot, erlauben Sie mir. daß ich Ihnen Herrn oon Rieding heute nochmals vorstelle", sagt« Leontine, ..heute jedoch als meinen Verlobten." „Leontine!!" schrie Wolsram aus, so !r»mpshast, daß eS seinen ganzen Körper wie >in Fieber schüttelte. «Was soll'S V fragten Leontine und Nie-ding erschreckt. Wolfram vermochte nicht zu sprechen. Er war bleich wie ei» Todter, seine Augen ivaren a-i ihren Höhlen getreten, Schaum lag auf seine» Lippen. „Und gestern, gestern i stieß er nach einer Weile hervor. «Gestern tankte ich Ihnen für die Mühe, »eiche Sie sich für uns gegeben", erwiderte Lecutuie vollkommen ruhig. Er wußte nicht, wie er aus dem Hause zskommen. Er stand noch lange Zeit auf der vtraße an die Mauer gelehnt und schwankte dana wie ein Trunkener fort. In feinem Busen fühlte er einen rasenden Schmerz, sein Herz Mle und hämmerte, als ob es mit glühenden Zangen gefoltert würde mit) in seinem Gehirne wühlte es ohne Unterlaß, wühlte es, als od tr wahnsinnig wäre .... Da schoß er sich eine Kugel in den Kops. M. V. Wacht." um einander beschreiben, welche einander an allen Punkten der Peripherie berühren können. Dein ganz zu eigen gegebener Tyndall." Es ist wirklich jammerschade, daß Tyndall feinen „Briefsteller für Liebende vom Standpunkt der Kaiit-Laplace'schen Nebnlurhypothese und der Evolutionstheorie" geschrieben hat! [Ein kluger Lehrling. 1 Ein Ge-ichästSmann in der Schweiz gab jüngst seinem Lehrling einen Brief mit dem Auftrag, dreißig Abschriften davon zu machen und sie nach de» in einem besonderen Verzeichniß aufgegebenen Adressen zu spediren. Der Brief hatte folgen« den Inhalt: „Geehrter Herr!" Da Sie mein einziger Haupigläubiger sind und meine übrigen Ver indlichteiten kaum neunenSwerth sind, werde ich Ihnen den schuldigen Betrag nächstens be-gleichen ic. ic." Am nächsten Morgen fragte der Geschäftsmann den Lehrling: „Hast Du die Briefe jpedirt?" — Die Antwort des klu-gen Lehrlings war: „Ja wohl, und um d>-Sache noch schneller zu machen, habe ich die Briefe heciographirt!" [Begreiflicher Wuns ch.^Ein Can-didat für ein Abgeordnetenmandat bestieg in einer Wählerversammlung die Tribüne und be-gönn: „Meine Her.en!" Aber alle folgenden Worte blieben bei dem schwachen Organ des Redners unverständlich. Plöylich rief ein Zu-Hörer mit Stentorstimme: „Das wundert mich gar nicht, daß ein Mann mit so schwacher Stimme die meinige haben möchte!" Unter dem schallende» Gelächter dec Versammlung verließ der Candidat die Rednertühne. [Moderne L i e 6 t.J „Fräulein Emma, ich schwöre Ihnen, daß ich sie ,nuig liebe, daß ich ohne Sie nicht leben kann; wenn sie mich nicht unglücklich machen wollen, so sagen Sie „Ja." — Dame: „Ich muß erst mit mein-n Eltern sprechen." — Herr: „Nein, entscheiden Sie sich sofort, denn ich habe noch eine andere Partie in Aussicht." [DaS verliebteKalb.] Gast : „Kellner, tagen Sie mal, das Kalb, von dem Sie mir das Schnitzel gebracht haben, war wohl unglücklich verliebt— Kellner: „Warum, mein Herr?" — Gast: „Nun, daS Fleisch ist ja noch voller — Sehnen!" [Urwald.] Lehrer: „WaS versteht man unter den Ausdrucken, Jungfrauliche Wildniß, Urwald?" — „Wo keiner nie 'rein gegangen ist." — „Kannst Du daS nicht schöner, schwung-voller sagen? z. B.: Wo niemals die e«t-weihende Hanö eines Menschen de» Fuß hinein-gesetzt hat (Aus der Schule.] L.hrer : „Wo liegt Straßburg?" — Schüler (nach einigem Besinnen) : „Auf der Schanz." Deutscher Schutverein. [Ein Deutscher Schulvereins-Kalender.] Einem an sämmtliche Ortsgrup-p-n des Deutschen Schulvereines gerichteten Rund-schreiben entnehmen wir. daß die Vereinsleitung einen „Deutschen SchulvereinS-Kalender auf das Jahr 1887" herausgibt, dessen Redaction Adam Müller-Gutienbrunn übernommen hat. DerKa-lender soll alles WissenSwerthe über den Deut-schen Schulverein enthalten, er wird ein prac-tisches Nachschlagebuch für Jedermann sein und überdies von den hervorragendsten deuschen Dichtern und Schriftstellern Beiträge enthalten. In der typographischen und künstlerischen AuSstat-iung, sowie in der Anordnung deS Stoffes wird er sich s,hr wesentlich von der landesüblichen Kalenderschablone unterscheiden. Man hofft mit der Begründung eines osficiellen Schulvereins-Kalenders, der in jeder Hinsicht ein vornehmes Jahrbuch des Vereins sein wird, das Interesse der weitesten Kreise wachzurufen. Der Preis deS Kalenders dürfte gebunden 60 kr. kaum übersteigen. Sitzungsbericht vom 8. Juli d. I. Der Vertreter des Württemberger Landesverbandes Medicinalrath Hedinger au» Stuttgart hat für die ihm erwiesene freundschaftliche Aufnahme in Salzburg ein Dankschreiben an die Vereinslei-tmia aerichtet. welches in der letzten Sivuna S des engeren Ausschusses zur angenehmen Kennt-»is genommen wurde. Bewilligt wurden für eine Schule in Budwei» eine kleine Unterstützung und zur Errichtung eine» Kindergarten» und Erbauung eines passenden LocaleS in Leifert (Tirol) die entsprechenden Beiträge. Die <> e-währung einer Bausubvention für den Schulbau in Saturn wurde dem weiteren Ausschüsse empsoh» len und die Errichtung einer neuen Schule in Schlesien durch Bewilligung einer Unterstützung ermöglicht. Die Vorarbeiten für den deutschen Schulvereins Kalender schreiten rüstig weiter und di« Versendung eine« Rundschreibens an die Ortsgruppen bezüglich der Kalendersubscription eingeleitet. Locates und Srovinciases. Cilli. 10. Juli, [IV. Schwurgerichtssession.] Nach-stehende Fälle kommen zur Verhandlung : M o r-t a g, 12. Juli. Vorsitzender Hofrath Heinncher : Alois Kollariö, Todischlag, Vertheidiger Dr. HigerSperger. Maria Gorican. KindeSmord, Verih. Dr. HigerSperger. Dienstag, 13. Juli. Vorsitzender L.-G.-R. Lcvizhnik: Carl Pröstler, Mordversuch, Verth. Dr. HigerSperger. Franz Scheider, Veruntreuung, Verth. Dr. Higersper-ger. Mittwoch, 14. Juli. Vors. L.-G.-R. Rattck: Micha Voönjak, Vergehen gegen die Sicherheit der Ehre, Verth. Dr. Filipic. Vorsitzender L.-G.-R. Galle: Martin Urbanc. Noch« zucht, Vertheidiger Dr. Filipie. Donners-tag, 15. Juli. Vorsitzender Hosrath Heinricher: Joses Matko, Todlschlag, Vertheidiger Dr. Sajovic. Anton Lovretz. schwere körperliche Beschädigung, Verth. Dr. Sajovitz. Vorsitzender L.-G.-R. Raltek: Anna Zlsell, Kindesmord, Verlh. Dr. Sajovitz. Freitag, 16. Juli. Vors. L.-G.-R. Lernzhnik: Jakob Perko, Tod-schlag, Verth. Dr. Glantschnigg. Vorsitzender Hosrath Heinricher: Alois Rataj, Meuchelmord, Verlh. Dr. Glantschnigg. SamStag, 17. Juli. Vors. L.-G.R. Dr. Galle: Barthelmä DoberiM und 3 Genossen, Münzoerfälschung, Vertheidiger Dr. Sernec, Dr. HigerSperger und Dr. Glantschnigg. [Vergnügungszüge.] Anläßlich der F.rien arrangirt daS Schrökl'sche Reise-Bureau Vergnügungszüge nach Wien, dann nach Trieft, Fiume und Budapest. Auf der Fahrt nach Trieft oder Fiume kann die Reise in AdelSberg behufs Besichtigung der weltberühmten Grotte unter» brachen werden. Die Fahrpreise sind wie immer um über die Hälfte ermäßigt, was Jedermann die Unternehmung einer dieser äußerst lohnen-den Vergnügungsreise ermöglicht. Prospecte in allen Südbahnstationen und in unserer Expe-dition gratis. [K. k. ObergymnasiuminCilli.] Die Anmeldungen für die AusnahmSprüsungen im Juli-Termine werden Sonntag, den 11., und Montag den 12. d.M., in der DirectionS-kanzlei entgegengenommen. [Philharmonische Musikschule z u M a r b u r g.] Die JahreSschlußfeier an dieser Anstalt findet Sonntag, den 11. Juli 1886, um 16 Uhr Vormittags im großen Burgsaale statt. Dieselbe ist öffentlich und enthält nach« stehende Programmnummern: 1. Ouverture zur Oper „Cosi-fan-tutti" von W. A. Mozart, vorgetragen von den Schülern der III., IV. und V. Vivlin«, der Cello-, Contrabaß- und Bläser-schule; Lehrer die Herren Musikdirektor Binder, A. Satter und Carl Fischer. — 2. „Gold'ne Abendsonne" Duett für zwei Singstimmen von Graben-Hoffmann, vorgetragen von Sofie Fritz und Caroline Riedler (II. Gesangs-Classe, Leh-rer Herr Binder.) — 3. Melodie für die Flöte von A. Binder, vorgetragen von Carl Hanlfch (Bläsirschule, Lehrer Herr A. Binder.) — 4. LiebesUed sür Violine von Henselt, vorge« lragen von Mox Egger (IV. Violin - ©lasse, Lehrer Herr Aug. Satter.) — 5. „Spinnliedchen" von Graben-Hoffmann, vorgetragen von Marie Wreßnig (II. Gesangs-Claffe, Lehrer Herr A. Binder.) — 6. „Andante und Polonaise" von F. Casper, vorgetragen von AlsonS Handl (IV. Vio-Uiicloffe, Lehrer Herr A. Binder.) — 7. „Schneeglöckchen" Lied von Graben-Hoffmann, vorge« 6 tragen von Th. Vivat (IV. GesangS-Classe, Lehrer Herr A. Binder.) — 8. Sonate für die Violine von Dancla, vorgetragen von Gustav Scheitl (V. Violin-Classe, Lehrer Herr A. Satter. — 9. ..Benedictu« und Agnus" au» der D-äur-Messe von A Binder. (Die Schülerinnen der II.. III. und IV. GesangS-Classe, den Schülern der III., IV. und V. Violin«, der Cello- Contrabaß- und Bläserschule. Nach Schluß des Pro-strammes irird die Vertheilung der Prämien vorgenommen. [LandeS-Curanstalt Rohitsch-S a u e r b r u n n. | Nach der am 4. Juli d. I. auSgesiebenen Curlifte sind in der Landes-Curan-stalt Rohitsch-Sauerbrunn mit Beginn der Sai» son bis zu diesem Tage 471 Parteien mit 786 Personen eingetroffen. [V i e h in n r f t.] Aus Hochenegg wird uns geschrieben Bei dem am 5. d. M. abge-haltenen Viehmarkte wurde ein sehr günstiges Resultat erzielt, da nahezu 1100 Slück Horn-vieh ausgetrieben wurden, darunter Ochsen von vorzüglicher Qualität. Daß ein Verlaus mit bedeutend höheren Preisen wie bisher erzielt wurde, ist dem Umstand« zuzuschreiben, daß viele srtmde Käuser, namentlich von Ober-und Nieder-Oesterreich und Italien anwesend waren, welche große Quantitäten abgetrieben haben. sH e r r Pros. B e cf t r] r>itb seinen mit großem Beifall aufgenommenen Vorstellungen auf dem Gebiete der höheren Magie und deS AniilpiiiiismuS Sonntag Abends noch eine Ab-schiedSvorstellung im hiesigen Theater folgen lassen, deren B,such wir allen Freunden der edlen „Schwarzkunst" besten« empfehlen. Die Geschicklichkeit de« Prestidigitateur« in der Aussührung überraschender Kunststückchen ist eine großartige, die Vorführung oller Experi-mente eine wohlgelungene; Prof. Becker rechtfertigt den bedeutenden Ruf, der ihm von seinen Vorstellungen in der Nähe und Ferne voraus-gegangen ist. sB « s i tz w e ch s e l.] Die dem Herrn I. Larisch in Tüffer gehörig gewesenen Realitäten, Brauhaus und Bierhalle, sind den 6. Juli d. I. im ExecutionSwege an Sek-ndorfer Le Vino, Hopsenhandlung in Nürnberg, um 50.300 fl. übergegangen. [Angeschossen.] Am 8. d. M. schoß ein Führer eines Jnsanterie-RegimenteS ohne jede Veranlassung den Bauern Carl Mastnak in der Gemeinde St. Georgen an der Südbahn mit einem scharfgeladenen Revolver in das Ge-ficht, so, daß daS eine Auge arg beschädigt wurde und der arme Mann lebensgefährlich darnieder liegt. [Der Brunnen vor dem Thea-t e r g e b ä u d »], welcher ein so nothweniges Bedürfniß für die Bewohner der Theater- und Brunngasse war. ist trotz schon lang gefaßten Genie»,dedeschlußeS noch nicht hergestellt wor-den, sowie auch die garstige Wand, welche ru-inenhast dasteht und den Haupttingang ins Theater verunstaltet, trotzdem der Hausherr des gedachte» Hause« die Hälste zur Renovirung dieser Wand beitragen will, noch nicht herge-stellt ist. [Aufgefifchte Leiche.] Am 30. v. M. wurde auS der Trau der Leichnam eine« 20 bis 30 Jahre alten Mannes gezogen, wel-cher 8—14 Tage im Wasser gelegen sein dürste; an dem Leichnam ließ sich keine Spur einer Gewaltthat erkennen. In den Taschen de« städtisch gekleideten Ertrunkenen wurde eine Geldtasche vorgefunden, welche 4 fl. 80 kr. enthielt. [Gewaltthätigkeit.] Der Taglöh-ner Franz Penitsch in Raune schlug kürzlich mit einer Weinganenhaue nach dem Kopf de« Michael Spende, mit welchem er einen länge-ren heftigen Wortstreit geführt hatt«; der Getroffene sank b«wußtlo» zusammen. [Brandlegung.] Kürzlich kam gegen Abend, als sich die Eheleute Johann und Anna Maiger in Seltsche, Gemeinde Wexeldors, noch im Walde befanden, in deren Wohn- und WirihschastSgebäude Feuer auS; dasselbe äscherte alle Gebäude, Lebensmitteln- und Futtervor-räth, ein; auch zwei sehr schön« Kühe gingen .putsche Wacht.' in den Flammen zu Grunde. Der Schaden be-trägt an 3000 fl. Der Beschädigt« war ver-sichert. [Brandlegung aus Sperula-t i o n.] Am 26. d. M. brach NachtS i» dem. in heil. Geist gelegenen dem Besitzer Anton Ballon in WittmannSdorf gehörigen, auf 3060 fl. bewertheten Weingartengebäude Feuer aus. Vom Südwinde angefacht, zerstöite das verheerende Element den Dachstuhl die Weinpresse, Wein-fässer. Bottiche ic. wegen Waffe» mangels voll-ständig. DaS Feuer ist vermuthlich vom Besitzer des verbrannten Objects selbst gelegt worden, damit derselbe die Affekuranzgevühr herauSbe-komme. Der Brandleger wurde verhaftet. [Raub.] Als Ende des v. M. gegen Abend der reiche Besitzer Martu» Fidenfcheg au» Monsberg vom Markte Rohitsch »ach Hause ging, wurde er plötzlich von dem Keuschler Ma-thiaS Mahoko und Franz Serdinscheg aus Lippenberg räuberisch überfallen, zu Boden gewor-fen und der Brieftasche, welche 82 fl. 30 kr. euthielt, gewaltsam beraubt. (I m S ch l a f e e r d r ü et!.] Die ledige lmagd Josesa Wengust aus Pamel hat dieser Tage ihr 2 Monate alte« Kind während des Schlafens erdrückt. [In d e n B r u n e n g e st ü r z t.I Am 9. d. MtS. fiel in der Ortschaft Liboje, Pfarre Greis, gegen 4 Uhr Nachmittag da« zweijährige Kind Josef Kollar der Eheleute Kollar, Häusler dortselbst, in den HauSbrunnen und ertrank, bevor ihm Hilfe gebracht werden konnte. [SträflingStransport.] Wegen Ueberfüllung des Gesangenhauses des C llier Gerichtshofes werden neuerlich sieben zu schwe-ren Kerkerstrafen verurlheilce Sträflinge unter Escorten in das StrafhauS Carlau überführt. • 9 • H. M. [Reminiszenz z u in 20j ä h-rigen Jahrestage derSchlachtvon Aschaffenburg.] Heut« begiebt sich eine Deputation ehemaliger KriegSgenossen deS ver-blichenen 8. deutschen Bundesarmee-Corps von Wien nach Aschaffenburg, um daS Massengrab der am 12. Juli 1866 dort gefallenen öfter-reichischen Krieger zu bekränzen und den 20jäh-rigen Gedenktag dieser Schlacht entsprechend zu feiern. Es ist daher nicht uninteressant, hierüber ein kleines Erinnerungsblatt zu bringen: — Die k. f. österreichische Brigade GM. und spä-ter FML. Hahn, bestehend aus dem tamals venetianischen 16. Jnsanterie Regiment?, mit3 Ba-taillons, je dem 3. Bataillone des Jnfanterie-Re> gimenteS Nr. 21, 49 und 74, einem in Eile kreirten Jäger-BataillonS und der ersten Batterie des er-ften Feld-Artillerie-RegimentS, welch« die Gar-nisonen der Bundeöfestungen Mainz und Ra-statt, sowie der freien Stadt Frankfurt a. M. bildeten, zog sich von ihren bezeichneten Garni-sonsorten Anfangs Mai 1866 nach Oesterreich zurück und concentrirte sich längst der West-bahn zwischen Salzburg und Wels. Mitte Juni 1866 erhielt diese Brigade den Befehl, zum 8. deutschen BundeSarmeecorps nach Darmstadt zu stoßen, wo selbe im Vereine mit den herzoglich nassauischen Truppen unter Commando des k. k. FML. Gs. Neipperg eine Division bildetete; Commandant deS Armee - Corps war Prinz Alexander von Heffen und bei Rhein, großher-zogUch-heffischer General der Jnsanterie — Vater deS jetzigen Bulgarenfürsten. Der Durch-marsch der österreichischen Bundesconcentration durch Baiern glich einem Triumphzug« — besonders die guten Münchener thaten sich her-vor. — Ein wohlbesrackt und becylindertes EmpfangScomitS erwartete die Oesterreicher, eine taujendköpsige Menge begrüßte diese mit nicht endenwollenden „Hoch«" was die Truppen ebenso erwiderten. Liebesgaben in Gestalt von Cigarren, Würsten, Schinken, belegten Butter-broden, Rettigen zc. flogen in die Waggon«, manchen braven Krieger Beulen schlagend. Bier in Gießkannen und allen erdenklichen Gefäßen herbeigeschleppt, wurde den durch das unausge-setzten Hochrufen und heiser gewordenen Soldaten förmlich in die ausgetrockneten Kehlen gepumpt, dann wurden dieselben durstig compagnieweile zur Abfütterung nach den verschiedenen Bräu'S geführt und dort von den enthusiasmirten 1886 Müchenern beinahe im Biere ersäuf«. — Tie« wiederholte sich in Augsburg, Ulm, Würzburg. je. — Die Brigade ta n endlich nach planlose« Herummarschieren in den damals bestehende» engeren deutschen Vaterländern Cur- uud Nhem-Hessen, Nassau, sreiem Stadtgebiet Fravkfmt a. M. am 12. Juli IL66 in den srüheste, Morgenstunden nach Aschaffenburg in Baien, allwo der ideale, damals noch jugendliche »er-ewigte Baiernkönig Ludwig II. Hos hielt. In sorglosester Ruhe, wie sie den Oestei-reichern angeboren, lagerte die Brigade s«r der königlichen Fasanerie, allwo sie tud) Umgehung der Vorposten, um die neunte Morgenstunde von den königlich preußischen Truppe» angegriffen wurde. Der unerwartete Angnß brachte unter den ahnungslos lagernden oster» reichischen Truppen allerdings eine Paniqu hervor, welche sich bald legte, so daß dieselbe» mehreremals mit den kurheffischen Hußare» d« Offensive ergriffen; trotzdem war in den erst« Nachmittagsstuuden da« Schicksal entschiede»! die Oesterreich«?, von ihren Bundesgenossen, mil Ausnahme der Kurhessen und Nassauer tut Stich gelassen, räumten das rechte Mm-mser und Aschaffenburg, da« Schlachtfeld mit viel«» Todten und Verwundeten, hauptsächlich vc» den bezeichneten 3. Bataillons bedeckend, wad-rend vom 16. Jnsaulerie-Regimente oahezi 800 gesund« actiooSsähige Soldaten gesange» genommen wurden. Der König entkam noch mit genauer Noth mittelst eines Separatist« nach Würzburg, im Schlöffe alles Gold, utf Silbergeschirr zurücklassend, welches den cte« gern zur Beute fiel. Die Oesterreicher, £14 Bundesarmeecorps-Angehönge, eine schwarz-roth-goldene Bind« am linken Oberarme tu-genb, mit welchen nach der Beschießung sei Würzburg «in separater Frieden geschlossen ipurde. concentrirte» sich sohm in und uui äa* l>ach in Baier», und hatten dann die Führer, ai auch die Truppen unausgesetzt« Angriffe in da ! baierischen Tagesblättern zu erleiden. Die frühen enthusiastische Begeisterung ver Baiern auch einer kühlen reseroirten Haltung. Diesem iu>« leidlichen Zustande wurde endlich dadurch ein Ende bereitet, daß die österreichischen Truppe, in die Heimath zurückberusen wurden. Weon ; berührten dieselben München; kine befracktem bebänderten und beciliaderlen Comitemitglied« empfingen die schwergeprüsten Truppen, n« die bierbassigen Stimmen der Schaffner horte man — keine Bierinjectionen wurden vorge-nonimen, keine Liebesgaben schlugen Äeule» aus den Köpfen der Soldaten — ja selbst t« die in der Tasche klingenden abgenützten bat» schen Sechser war kaum ein Labelrunk zu d» kommen! Die Zeit heilt alle Wunden, heilte steht e« wieder ganz anders, und haben mr verbürgte Nachrichten, daß sich die Äschaffeu-burger rüste«, den Gedenktag feierlichst zu de-gehen und sind den ankommenden Österreich.« schen DeputationSmitgliedern mehrfach« Loan»-nen zugedacht. AotkswirtyschaMiches. [WaS ist Wein?] Mit dieser Ffrage wandte sich, wie er in den „Blatt, f. Ä5ei»> künde" mittheilt, Herr E. Winkelmann in 6un» statt, dem ein angeblich guter Rheinwein ji: Analyse übergeben worden war, an daS At'Hs-gejundheitSamt. Er sano nämlich in die»«» alten, noch dazu zu Heilzwecken beiiuyu, Rheinwein keine Spur von Weinstein, dagez» 0,4 bis 0,15 % gebundene Schweselsäun.Tat Gesundheitsamt erstattete in dieser speciell» Frage kein Gutachten, sondern verwies des Fragesteller an die LandeSsanitätSbehord« »» Württemberg. Diese ertheilt Privaten aber feilt Ausklärung, und so wanim sich Herr Winkel-mann an die medicinische Fatultäl in Hkidei-berg, welche ih» wieder an daS Reichsgesui» heitSamt verwies. DaS Laboralocium i« Weinunterjuchungen deS Herrn Wi«ttel««iZ war nun mit seiner Frag« da angelangt, im eS früher gestanden hatte, und um die Unklar-heil, die Dehnbarkeit der gesetzlichen Hesn» mutigen in Bezug auf den Begriff .Nm' darzuthuu und um namentlich auch geivisse 1886 „Fnttsche Macht.' eingebürgerte Vorurteile zu zersl«Ukn, ließ Ina» nach Cannstatt unmittelbar aus dem Brc-mir Naihskeller Weinpioben kommen. Es han-Mit sich um den Beweis, daß selbst der beste, rtiniu Wein mit den Jahren aushöre, Wnn in sein. Man nahm Proben aus von den theuere» und von de» höchsten ärztlich«» Autoritäten als Gesundheit trank empfohlenen Weinen! SiüdeSheinier Rofe vorn Jahre 1653 und Hoch-deimer Aposv l vom Jahre 1720, und man fo«!) in der That, dag in den beiden unter« jichlkn Weinen der Gehalt an Säure fo hoch tcar, wie er nur in abnormen Jahrgängen mid schlechten Lagen vorkommt, so daß ein Gallistren, welches ja die Verminderung des Säuregehaltes solcher Weine bezweckt, dringend geboten wäre, wenn die Gesundheit beim Ge-sufc derselben nicht durch die große Menge der -niire geschädigt werden sollte. Der Schwefel-jjuregehalt war ein solcher, wie ihn nur gänzlich verdorbene Weine ausweisen. Das Altern ttr Weine (über «ine gewisse Grenze hinaus) trögt also, wie Herr Winkelmann sqreibt, nicht yn Verbesserung bei, sondern ist nach seiner Meinung geradezu gefundheitsschädlich, und man müxu eS überhaupt ein« Thorheit nennen, Linie so lange auszubewal,ren. Alte Weine nrlieren nach und nach ihr Glycerin, sie wer-9«n mager. Um diesen Uebelstand zu heben, h^i man den obigen veränderten Weinen wahr« jchlinlich in neuerer Zeit Glycerin zugesetzt. Was nun den reellen Werth folcher invaliden Leinveteranen betreffe, so fei derselbe ein ver-ich-vindend kleiner, odschon die dreiviertel Flasche derselben von IV bis 18 Mark koste. Man könne sich für diesen Preis einen ganzen Hecto-litrr geringen Pfälzerwein verjchasfen, der an »«Haiioer Lieblichkeit mit den obigen Sorten wetteifern könnte, wenn man ihm die hinzu wtl)ii\e Menge Säure beifügen wollte. Als Seaukmiltel könne jolchec Wein nicht dienen. >16 Heilmittel seien die genannten Weine wo-«glich noch weniger brauchbar. Kremden - Verkehr in ßilli. Hotel Erzherzog Johann. Eduard Hilber, Kauimann. Graz. — Conrad Grob, Zteismder. Wien. — Johann Ritter von Brüll, Privat, «lmmt Familie, Triest — Wilhelm Soppe. Oberlieutenant, ^»«äl Adjutant Er. Excellenz des Corpj-Comman-datrn Feldzeugmeister Freiherr v. Kühn. Graz. — Carl £nn , f. t. L berlieutenanl. Arad. — Dr. Ernst Moritsch. l.l Gerichtsadjuncl. sammt Frau. Mahrenberg. — Olga Z«>d«I. Professors Gattin. Klagensurl. — Ä Richard Kinn von Schröder. Privat, sammt Familie, Trieft. — Äimilder Rehn, General-Consul, Laibach. — Fr. Semen, feit«»«, Wien. — Anton Horwalh, Gutsbeft^er. Rann. - Johanna Kreulitsch, Private, Rann. Hotel Koscher. Ludwig Großmann. Jnspector der königl.-unaar. kwau bahnen, sammt Gattm, Budapest. — Joses Fischer, bilddahnbeamter, Trieft. — Georg «uer, Bravereibesitzer, lcibad> — Felix Zoppitsch. l. k Rittmeister. Laibach.— Emj Aolscheg, Bäcker. Marburg. — Gustav Klein, lsender, Prag. — Demetiio Antonopulo, Toctor der Wosopbie, sammt Familie, Trieft. — Johann RoSmann, fnoat, Trieft. — Johann Hutzler, Südbadnbeamter >. P.. »«ml Frau, Graz — Jatob Sabal. Reisender, Prag. - Ludwig Tifsen. Kaufmann, Wien. — Stesan Beiisa, Itwiten, Sotj. — B- Wilck. Kaufmann, WaraSdin. — Mtin BodU'kl. Geometer. Peitau — Ludwig Herz, I >ius«ann. Wien. — Carl Canina. Sänger, Wien. — 8ort>«ta Millerhauser. Sänge, in, Wien. — Joses Ban-»arm, Boltsfchusdirector, sammt Familie, Budapest. — {ml Zghet. Kaufmann, sammt Gemahlin, Trieft. — Srnüt Greuii, Reisender, Außia - Josef Jamar, Pfar-, m. Tdpll?. — Johann Tataio. Wirthichastsbeamter. I Aartonvafar. — Juli»* Grünzweig. Beamttr, Marton-«'«. - Franz Kerelfy l. I. Hauptmann, sammt Familie, Budapest. — Franz Dietrich. Eiscnbahnbeamter, JUagenfutt. — Dr. LadiSlau« von Hinka. RechtSanwalt Sr.>rcellem des Bifchofs, sammt Familie, Fünfkirchen. - Z»,ej Leyftammer, Eanonicus, Warasdin. — Joses hromaih, l. l. Marine.Capitä», Pola. — Sigmund Ijiliqtterger. Kaufmann, Wien. — Michael Tauber, jinimann, Wien. — Dr. Julius Glaier, Notar, Wien. - Franz Jeanot, Operateur, Graz. — Friedrich guliany, JWmbet, Wien. — Ludwig Guttmann. Reifender, fite*. — Franj Pitfchl, Reisender, Wien. — Gottlied örftein. Reifender, Wien. — Johann Sljivova^y, R«i-knt«, Wien. — ^oses Baruch, Reisender, Wien. Hotel goldener Löwe. Hermann Fessel, Reisender, Wien. — Joses Fechner iit'.wt, BudaM. — Benno Ehrlich, Reisender, Wien. - Safpar Lchuschnig, Prwat, Trieft. ^ Carl Bon. rvndklKagent, Trieft. — Anna Zeuner, Private. Graz. - Franz Bienenseld, Reisender, Wien. Hotel Elephant. Guido Fontana, Rentier, sammt Familie. Trieft. — Anton Cstlnta, Rentier, sammt Familie, Inest. — I Topali. sammt Familie. Trieft. — Carl Schipp, Bureau-ches, Graz. — Leopold Witamvas, sammt Familie, Graz. Hotel Stadt Wien. Peter Lugher, Ingenieur, sammt Familie, Imme. — Gräfin Forest Victoria, Private, Turin. — Hermann Quiquerez, Herausgeber der „Bürgermeister-Zeitung" Wien. — Gustav Weitzenmaller, Reisender, Wien. — David Königsberg, Grobhändler. Z!)arasdin. — Eduard Eisler, Kaufmann, Budapest. — Michael Krofchl, Reisender, Graz. — Ludwig Maurovic, f. Postofsicial, Agram. — Emanuel Fischer, Kaufmann. Steinainanger. — Simon Lubez. t. f. Finanz-Beamter i. R . Trieft. — Pajanotti MarseUo, Privat, Trieft. — Karoline Koch, Private, sammt Sohn, Wien. — Dominit Eonstantini, Ingenieur, sammt Fra«, Fiume. — Jatob Depangher, Jng-nieur, sammt Familie, Fiume. — Cimoso Joses. Jurist, sammt Schwester, Trieft. — I Witzler, Reisender. Graz. — Friedrich Schiel. Re,i ender. Wien. — Johann Wolf, Kaplan, Oderburg. — Jaques Weib, Kaufmann, Groß Kanizsa. Korrespondenz der Redaction. Lödl. Schristleitnng der „Freien Stimme«" in jilagenfurt. Mir verichtlgen auf Ihren Wunsch gern, dav der in der „Deutschen Wacht" vom 4. Juli m der Rubril tterichtssaal enthaltene Artikel „Ein Een-sationsproceb" nicht, wie irrthümlicherweise anqegelen wurde, den „Freien Stimmen", sondern der Äillacher „Allgemeinen Ztg." entnommen war. Herrn — n, vaibach. In der letzten Briestasten. nolit, die sich aus die merkwürdigen Ehrenbezeugungen gegen die „D. W." seitens des Herrn Rechnung«ober° licutenant S. (nicht E.) in Laibach bezog, hat uns der Druckset,leneufel einen kleinen Streich gespielt. Es mub statt „StammeSgenossen" selbstverständlich „StandeSge-nossen" heißen! denn unter den muthmablichen St am-mesge nosfen des Herrn S. Freunde unseres Blat-teS und der von uns vertretenen Ideen zu vermuthen, kann uns nicht in den Sinn kommen. Hingesendet. Farbiger, schwarz- o. weisnidener Atlas 751t. per Meter 51» xelnen Koben und Stücken zollfrei ins Haus dasl Siidiufnbrik-Dfpot O Henneberg (k. ». k. Hof-1 liefenint), Zürloh. Muster uiiigchend. Briefe kosten I 10 kr. Totto. Z. 13300. Graz, den 3. jtlli 1880. An den Herrn W. Walter Architekt in Cilli. Mit Bciiehung auf die von Ihnen und mehreren Hausbesitzern unmittelbar beim k. k. Ministerium des Innern eingebrachte Hingabe vom 1. Mai. I. J. wird Ihnen mitgetheilt, dass der Gemeinderath der Stadt Cilli in seiner Sitzung vom 7. Mai I. J. die Entfernung sämmtlicher Holzlagerplätze aus dem Stadtgebiete beschlossen hat und dass den gegen diesen Beschluss eingebrachten Heschworden von dem zur Entscheidung hierüber im autonomen Instanzenzuge berufenen Landesausschusse mit der Entscheidung vom 15. Juni I. J. Z. 8140. keine Folge gegeben wurde. Hievon wollen Sie auch die Mitunterfertigten der Eingangs erwähnten Eingabe in geeigneter Weise v rstsändigen. Der k. k. Statthalter Kiibeck m. p. Durch die Veröffentlichung vorstehender Zuschrift glaube ich die Mitunterfertiger ob-benannter Eingabe hinlänglich informirt zu haben. Cilli, den 10. Juli 1880. W. Walter, Architekt. 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Auskunft in der Exp. 42$ Hans In Cilli il Garten in einer der firequentesten Gassen, in gutein Bau-xuxtande, ist iireit>wür5 chemischen Analyse die Weinbestandtheile in den rar Essigerzeugung geeigneten Weissweinen entsprecht* den Mengen-Verhältnissen und muss daher als echt« Weinessig bezeichnet werden. Klosterneuburfe, " am 27. Februar 18S4. Der Leiter der k. k. Versuchsstation: 429—2 Professor Dr. L. Roealer, m. p." Wiederverkäuleni Muster und Prvhblatt franco. ] Ia Cilli echt zu haben bei Uerrea Traun A" Stijtr und bei J. Hocevar & Zupan. Allgemeine gewerbliche Fortbildungsschule in üunftmadjum). An der diesigen allgemeinen Fortbildungsschule findet am Tonntag den II. fc. N. um 10 Uhr Vormittag, der officielle Schluß des JabreS >886 statt. Hieraus erfolgt I» Zeichensaale der Anstalt die Eröffnung der vorschriftsmäßigen Ausstellung von Schularbeit. Die 1'. 1'. Lehrherren. Gewerbsiuhaber. Mitglieder der Genossenschaslen und a.idere Jntereisc»«» w.'rden daher hiemit höflichst eingeladen, sowohl dem feierlichen Schulschluße beizuwohnen. iU auch die Ausstellung mit recht zahlreichem Zuspruch« zu beehren, und einerseits den JahreSdmj! der Schulleitung entgegenzunehmen und anderseits sich von den diesjährigen Leistungen der Zög> linge persönlich zu überzeugen. 426—2 Schulausschuh der gewerbliche» Fortbildungsschule in Cilli, am 7. Juli 1686. Der Obmann, tais. Rath: D r. 'Äeefetmonii. \k » s «V* » » s x > x x t #s *s ****** «s» genügen, um mit 50 Ästerreichischen Credit-Actien einen vollen Monat auf da» Steigen oder Fallen der Course specnliron zu können und kann man bei Ausnötzung günstiger Coumchwuukuni;. o den mehrfachen Einsatz herausschlagen. J3ank- unil Eommlssionsljmis ^erm. ^NlöpÜMllcher Flrmabcstnnd seit 1HOO 434—10 11'ien, F.. II nllitvrxtranxe FF. 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