»»«»«tum»»«-Preise: Kür Laidach »«ilthriz . . . «fl. G»ld,Lhri, . . . t . i0 . «.rteljLtzrt,. . Mc-ailiS Lai dach er Ait »er Post: . . . >t fl. - k> Pt'^LHrig . . . b . 50 . »i Mtzri». . . S . 7S. vtr nflellmig iu» Hau» »ieriel- - zs kr., «onakti» » kk. Stummer« « kr. »rt«cNo»: »ahlbolgaNe Rr. iS» >«i zweimaliger EinlSaltnup L dreimal t 7 kr. IolertionSstemve! >ede»mal X l, Bet größeren Snlerateu »»d Lfkr». Eius-aimnq entidr-chnidkr «a»a«. Nr. 296. Dienstag, 24. Dezember 1872. Morgen: Christfest. Donnerstag: Stephan M. Freitag: Jobann Ev. 5. JahrgMg. PrSrminerations-Eiilladimg. Aus Anlaß des bevorstehenden Jahreswechsels erlauben wir uns, unsere geehrten Leser zur Einleitung, beziehungsweise Erneuerung des Abonne-mentS auf das „Laibacher Tagblatt" höflichst einzuladen, zugleich mit dem Ersuchen, die Pränumeration recht bald einzuleiten, damit in der Zusendung des Blattes kcin"e unliebsame Unterbrechung stattfinde. Getreu den Grundsätzen der Freiheit und des Fortschrittes, die wir bisher aus allen Gebieten des öffentlichen Lebens verfochten, werden wir auch fernerhin bestrebt sein, unser» Lesern ein ehrliches, sorgsam redigiertes, von allen wichtigen Borkommnissen des In- und Auslandes rechtzeitig unter-richtetes die wichtigsten Tagessragen kritisch beleuchtendes Organ zu bieten. Unseren Gegnern aber, die noch immer nicht müde werden, unsern baldigen Untergang zu prophezeien, können wir die Versicherung nicht vorenthallen, daß wir uns stark genug fühlen, den Kampf für Gesittung und Bildung gegen Unkultur und Berdnmmung rüstig fortzusetzen, daß wir demnach nicht die mindeste Lust verspüren, ihnen zum Tröste vom Schauplatze abzutreten. Weil wir im Herzen des Volkes zu lesen verstanden, auf den Pulsschlag der Zeit horchten, ein getreues Echo der Ideen, welche die Welt bewegen zu sein bestrebt waren, nie unser Wort misbrauchten, im Kampfe gegen Neaction und Verfinsterung nie das Maß des Erlaubten überschritten, ward uns die Gunst des gebildeten Publikums nicht entzogen, und wir hoffen, alle Freunde der Bildung und des Fortschrittes im Lande Krain werden auch künf. tiahin wacker zu uns stehen im Kampfe für die gemeinsame Sache. Nebst den politischen Tagesfragen werden wir auch den Verhältnissen der Stadl und unseres engeren Heimatlandes eine noch größere Aufmerksamkeit schenken, als bisher. Es ist uns gelungen, gerade in dieser Richtung eine Reihe neuer Verbindungen anzuknüpfen, die uns in die Lage setzen werden, Lokalfragen und Angelegenheiten der Provinz künftig mit besonderer Ausführlichkeit zu behandeln. Die langersehnte Wiederherstellung verfassungsmäßiger Zustände in allen Executivorganen des Lande», der unermüdete Kampf wider die Gegner des Fortschrittes, der öffentliche Unterricht in den Volks- und Mittelschulen, die Gemeindevertretungen und deren Gebaren, der Ausbau der beide» wichtigsten Eisenbahnlinien des Landes und der dadurch bedingte ökonomische Ausschwung der Provinz, die stetige Entwicklung der Landeshauptstadt sind Gegenstände von so ernster und tiefgehender Bedeutung, daß sie allein schon die volle Kraft eines publicistischen Organs in Anspruch nehmen, sollen sie gehörig beleuchtet werden. Im Vertrauen, daß unsere Gesinnungsgenossen im Lande uns auch im neuen Jahre mit Rath und That bei unserer schwierigen Aufgabe zur Seite stehen werden, empfehlen wir das „Laibacher Tagblatt" ihrem Wohlwollen und werden in der sichern Erwartung desselben mit erhöhter Freudigkeit an unser Tagewerk gehen. ' Pränumerations-Bedingungen. Dieselben bleiben unverändert wie bisher Für Laidach: , Mit -er Post: Ganzjährig.........................8 fl. 4» kr. i «anz,Lhrig . . . N fl. - kr. Halbjährig ........................4 .. 20 „ Z Halbjährig.................i . . . . 5 ., 50 „ vierteljährig......................2 .. 10 . Vierteljährig.......................S „ 75 . Monatlich .....................— „ 70 „ tzür Zustellung ins Haus viertel,ährig 25 kr, monatlich 9 kr. — Einzelne Nummern 6 kr. Das „Laibacher Tagblatt" ist somit die weitaus billigste hier ersckeinende Zeitung und vermöge feines großen Leserkreises auch gan» Vorzüglich für Insertionen geeignet. Die Redaction. MM" Tie nächste Rnmmer erscheint der H. Feiertage westen am Freitag. Noch einmal die doppelten FunctionS-gelnihren. Unsere alte Tante „Rovice" hat in ihrer letzten Nummer unsere Anschauungen über „die doppelten FunclionSgebiihren des Dr. Bleiweis" so nebenbei mit der Sentenz abgefertiget, daß „nur Dummheit" «der Bosheit" de» gedachten Artikel diktiert haben könne. Im Angesichte dieses vernichtenden Urtheils rines so hochgeachteten Organes der Presse bliebe un« eigentlich nicht« mehr übrig, als reumüthig vor ^4am in die Erde zu versinken oder künftighin "Ur in, stillsten Winkel unseres friedliebenden Herzens die beneidenswerthe Verdanungskrast jenes Malens zu bewundern, welcher ohne Gefahr, sich dabei ^verstauchen, zuerst doppelte Functionsgebühren in I'ch aufnlmmt und hinterher über den von allen Seiten W hart bedrängten Landessäckrl in Thränen und Kammer zerfließt. Indes wollen wir einstweilen die obgedachten rustikalen Artigkeiten unserer Eollegin auf sich beruhen lassen Ohnehin dürfte früher oder später auch die LandeSordnung einer Revision unterzogen und dabei auch in diesen streitigen Punkt Klarheit gebracht werden. Also nicht für die infallibelu Schriftgelehrten und Pharisäer der „Novice", sondern nur für das übrige anständige Publikum wollen wir heute den weitern Ausführungen unserer Tante noch ein paar Bemerkungen entgegenstellen. Für jeden Unbefangenen ist der Umfang der Functionen des Landeshauptmann - Stellvertreters schon durch den sprachgebräuchlichen Sinn des vom Gesetze gebauchten Ausdruckes „Stellvertreter" deutlich genug gekennzeichnet. Wer im Verhinderungsfälle des einen an dessen Stelle tritt, der hat eben alle Rechle und Pflichten zu übernehmen, die derjenige über sich hat, in dessen Stelle er einzutreten berufen ist. Soll die Stellvertretung nur eine theilweise oder irgendwie beschränkte sein, so m üßte im Gesetze oder bei der Ernennung des „Slellvertreters" eines solchen Vorbehaltes, als einer Beschränkung der übertragenen Machtbefugnisse, wohl ausdrücklich Erwähnung geschehen. Von einer solchen einschränkenden Bestimmung ist jedoch in der Landesordnung KrainS keine Rede. Es kann aber auch nicht angehen, eine solche Beschränkung aus dem Umstande ableiten zu wollen, daß die Landesordnung die Substitution des Landeshauptmannes bei den Landtagsverhandlungen als rin dem Stellvertreter zustehendes Recht speziell hervorhebt; denn die Gesetzgebung mochte hiebei ein ganz anderes gewichtiges Motiv, keineswegs aber die Absicht der Ausschließung des „Stellvertreters" von den übrigen Functionen des Landeshauptmannes geleitet haben. Dieses Motiv dürfte wohl nur darin zu suchen sein, daß erfahrungsgemäß die meisten Vertretungskörper dahin streben, ihre Präsidenten oder doch die Vizepräsidenten selbst zu wählen. Sowie man jetzt bemüht ist, aus dein Umstaude, daß in der LandeSordnung von dem Vorsitze des LandeS-Hauptmann-Stcllvertretersim Landesausschusse keine spezielle Erwähnung geschieht, zu folgern, daß derselbe dort nichts zu thun habe, ebenso würde man umgekehrt die Behauptung aufstellen, daß dem Stellvertreter de» Landeshauptmannes dir Funktion nur im LandeSauSfchusse, nicht aber auch t« Landtage zustehe und somit für den Landtag da- Recht begründet sei, sich im Verhinderungsfälle de« Landeshauptmannes den Vorsitzenden s e l bst zu wählen. Diesem Versuche, der oorauszu-sehen war, wollte die Gesetzgebung i» vorhinein Vorbeugen und hat wohl nur deshalbin der 2an-desordnung des Rechtes des Stellvertreters, im Ver hinderungsfalle des Landeshauptmannes den Vorsitz im Landtage zu führen, ausdrücklich Erwähnung gethan. Dir Berufung auf den Wortlaut ser Geschäftsinstruction" thut unserer Behauptung keinen Eintrag. Die Geschäftsinstruction für dm LauseS-auSschuß ist bekanntlich nur eine Paraphrase der Landesordnung selbst. Ist diese in dem ange-deuteten Punkte unrichtig aufgefaßt worden, dann ist es eben so klar, daß die nach dieser irrigen Auffassung nachgebildete GeschastSinstruc-ion in diesem Punkte ebenfalls nicht richtig sein könne. Ist uns doch ein ähnliches Vorkommnis noch in Erin-nerung geblieben. Die Instruction für den Landesausschuß der ersten Wahlperiode enthielt eine Bestimmung wegen Verstärkung des Ausschusses bei Personalerncnnungen, welche jahrelang unbeanstandet in Uebung war, bis von Seite der Regierung darauf hingewiesen wurde, daß dieselbe auf einer unrichtigen Auffassung der Landesordnung beruhe. Es kann daher auch die noch weiters von der „Novice" angerufene bisherige Gepflogenheit der Landeshauptleute hier nicht als entscheidend gelten, «S wäre denn, daß die altslovenischen Philosophen des Landesausschusses in ihrer übergroßen Bescheidenheit den Grundsatz aufstellten: weil etwas im Landesausschuß s o geschieht, daher muß es auch so recht sein. Die Frage ist und bleibt somit eine contro-verse; und wenn unsere liebe Tante in dieser Richtung auch einer ändern Anschauung ist, als welche wir, nicht ganz ohne Grund, vertreten, so wollen wir ihr dies recht gerne erlauben und ihren „Dumm-kvps" und „Bösewicht" derselben deshalb nicht zurückgeben. Die „Novice" hat aber weiters diese Polemik auch dazu benützt, das p. t. Publikum auf die — Consequenz des Thun und Lassens des Dr. Eosta aufmerksam zu machen. Darauf können wir nur erwidern, daß, seitdem die — Consequenz des Charakters dieses Ehrenbürgers der S>adt Laibach an-, läßlich ihres RechtshandelS in der SpitalSkostensrage in so exbaulicher Weise zutage getreten ist,- wohl alle selbständig denkenden Zeitgenosse» sich ihr Ur-theil über die - Consequenz dieses öffentlichen Charakters bereits gebildet haben. Es ist wahrlich nicht unsere Schuld, wenn uns hiebei jener bekannte Satz einfällt, mit dem ein großer Nationalökouom seinen Vortrag einlcitete, indem er sprach: Der Mensch wurzelt im — Magen! _______________________ Reden bei der Lerfassungöseier. Landeshauptmann Dr. v. KalteutMr: Der Mensch, meine Herren, ist ei» geselliges Geschöpf, seine Natur und sein Wese», seine Aula-gen und Bedürfnisse wie seine Ziele weise» ihn an, im jmiige» Wechselverkehr mit ander» vorwärts zu schreiten ; vorwärts in der Entwicklung feiner eigenen geistigen Fähigkeiten und in der Begründung des eigenen Behagens, vorwärts aber auch treibend den Entwicklungsgang der Menschheit, indem er das eigene Pfund, das ihm Mutter Natur verliehe», das er selbst veredelt und vervollkouiuit, nutzbar macht im Dienste der Gemeinschast, sruchlbar es sortver-rrdend aus kommende Geschlechter. Wissenschaft u»d Kunst, dies edelste Schwester-Paar, sic lassen ihre Früchte zwar nur im stillen wachsen und vollenden ; der Gelehrte in seiner Stu- i dierzelle, der Künstler in seinem Arbeitsgeinache, sie bedürfen der volle» Sanimlung des Geistes, der ungestörten Vertiefung in ihre Ideale, ui» der eine die Probleme feines Geiste« z» lösen, der andere die Gebilde seiner Phantasie zu schassen; uud doch sind auch sie beide an oen Verkehr nach außen angewiesen. Aus dem vollen Leben müssen sie schöpfen, damit ihr Werk lebensfähig sei, und haben sic es vollendet, dann treten sie hinaus damit an die Oessentlichkeit, nicht so sehr dürstend «ach Anerkennung sür ihre eigene Person, als getrieben von der jedem edle» Menschen in die Brnst gelegten Frage, wie das gewonnene eigene Gut zum Gemeingute werden und wie es wirken zu lassen zum besten aller. Kann sich also schon der Jünger der idealen Well auf Erden dem Gesetze der geselligen Gemein-schast nicht entziehen, um wie viel weniger der Mann der praktischen Berusszweige; der Mann des Gewerbes und des Erwerhes, des Handels und des Wandels, der Mann des Rechts- und des öffentlichen Lebenö. Alle bedürfen sie des geordneten, gevigeltc». die Freiheit des Einzelnen schützenden nnd zusammen-sügenden Jneinandergreisens der Arbeit aller, jener so vielfach getheilten Arbeit; u»d immer dringender bedürfen sie dieser rechtlichen Ordnung und Be-schützung, je tiefer die vorschreiteude Bildung die Fachkenntnisse scheidet und ihre Träger.- Und derjenige, der diesen Rechtsschutz für die in ihrem Bildungsgänge vorschreitende menschliche Gesellschaft bietet — der Staat ist es, und in diesem Sinne kann der Staat mit Recht als der Träger einer Kulturmission, als ein Kulturinstitut bezeichnet werden. (Beifall.) Freilich waren im Laufe der Zeiten, im Wechsel der Verhältnisse und Zustände der menschlichen Gesellschaft auch deren staatliche Einrichtungen und Aus-ben gar mannigfache. Wenn der bedrängte Landmann Schutz und Schirm beim mächtigen Schloßherrn — wenn der gewerbsfleißige Bürger das gleiche Ziel in der Gründung von Slädteverbänden suchten, wenn hinwiederum der Zug der Geschichte in dem sogenannten goldenen Zeitalter der verschiedenen Völkerschaften die Bildung kleiner, in Pflege von Kunst und Wissenschaft mit einander rivalisierenden Skalen begünstigte, so entsprachen all diese verschiedenen Formen den zeitweiligen Bedürfnissen. Der Zug unserer Zeit deutet in unzweidenti ger und allgemein sich geltend machender Weise auf die feste Einiguug und freiheitliche, selbstchälige Organisation großer Staatenkörper hin; sie ward und mußte werden, wo und soferne sie noch fehlte. Blicken Sie nach West oder Ost. nach Süd oder Nord, die Einigung wenigstens sehen sie all überall als das leitende Prinzip, und die freiheitliche Selbftthätigkeit kann zum mindeste» nur eine Frage der Zeit sein. (Beifall.) Wir Oesterreicher, wir sind so glücklich ge- wesen, als Erbtheil des geschichtlichen WerdeprozesseS unserer Monarchie diese als großes Ganze schon fertig überkommen zu habe». Aus der ehemaligen Ostmark, diesem einstige» Lehe» der deutschen Kaiserkrone, erwuchs im Laufe der Jahrhunderte, wie um einen Kristallisationökcrn (unsere erlauchte Dynastie), jenes große Oesterreich, das seinen Minen von dem kleinen Stammlaude beibehalten hat. ES gab zwar eine Zeit — sie ist wohl entschieden hinter uns, — wo von mancher Seite die Frage ge> wagt werden durste, ob der Oesterreicher wohl ein Vaterland, ei» speeifisch österreichische« VaterlandSge-sühl besitze. (Lebhafter Beifall.) — Ich mei»erse!tö habe diese Frage nie begriffen, habe sie nicht begriffen zu einer Zeit schon, als der Patriotismus Oesterreichs sich nnr auf die Gefühle der Verehrung u»d Treue zum Monarchen und auf da- unbewußte Bewußt-fein, möchte ich sage», vo» jener Nothwendigkeit stützte, die da iu dem bekannten Ausspruche gipfelte: Gebe es «och kein Oesterreich, so müßte es geschaf., fen werden ; vollends unbegreiflich bliebe mir aber ^ jene Frage nun in jenem Oesterreich, in welchcm ^ unser Monarch, de» Pulsschlag der Zeit uud seiner : Völker erkennend uud ihm entgegenkommend, diese zur activen Theilnahme au der Leitung ihrer Ge-schicke berief und ihnen dir Verfassung ihrer slaaj«. rechtlichen Mitwirkung schenkend, deren weitere Gestaltung in ihre Hände legte, die einheitliche und die freiheitliche Thätigkeit aller hiebei zur Grund-bediugung setzend. An diesen Grundpfeilern unseres Oesterrei-cherthums freilich darf nicht gerüttelt werden, und wir dürfen hoffen, daß die Zweifler an solchem österreichischen Bürgersinn am längsten es gewesen sind. (Allgemeiner Beifall.) Und so komme ich denn zu dem Toaste, den ich Ihnen, meine Herren, im innigen Anschlüsse an die beiden früher» vorzuschlagen im Begriffe bi». Sic ließe» hoch lebe» »nsern erhabenen und geliebten Monarchen, Sie ließe» hoch leben die uns vom Höchstselbeu gewährte und gewahrte Reichsverfassung; wohlan denn, anknüpfend an diese doppelte Treue reihen sich unsere Hoffnung und Liebe, unsere freudigen Glückwünsche und unsere muthi-gen Bürgerthaten, sie seien geweiht dem Empor-blühen und Gedeihen unseres großen, ganzen und freien Kaiserreiches, unseres theueren Vaterlandes Oesterreich. (Begeisterte Zustimmung; allseitiger, andaüernder Beifall.) CrN: Ich habe wohl kaum einen Widerspruch von Ihrer Seite, meiue Herren, zu besorgen, wen» ich behaupte, daß unser politisches Leben nicht zu Überstürzungen hinneigt. Wir besitzen keine Staatsmänner, keine Volkstribuue» von der Sorte der Mirabeaus und Dantons; selbst die Epigonen des Achtundvierziger Jahrs sammt den von ihnen vertretenen Ideen sind längst verschollen und verweht. Wir treiben nicht Jdealpolitik, wenn wir aber die bisherige Sterilität unseres VersassungslebenS in Erwägung ziehen, will es uns schier bedünken, der Liberalismus habe bei uns nur insoserne Berechtigung, als er sich zur Stärkung conservativer Interessen gebrauchen läßt, der Fortschritt nur in« solange, als er sich seine« Daseins bloö im Prin-zipe erfreuen will Da ist es dann allerdings begreiflich, daß wir zuweilen in einem Anfluge von Neid Hinüberblicken auf die Zustände im benachbarten Preußen. E« weht von dort ein herzerquickender Geist nach Oesterreich herüber. Die Erkenntnis von der gemeinsamen Zuträglichkeit des Fortschrittes durchdringt in Preu-ße» alle Factoreu des StaatSweseus, und daher kommt es, daß Parlament, Regierung und Volk sich in den großen Fragen der inner» Reform stet« in Uebereinsliinlnung befinden. Wie resolut hat das Abgeordnetenhaus in Berlin, den genialen Kultusminister Dr. Falk an der Spitze, de» ihm von der Kirche aufgezwungcnen Kamps mit der katholische» Opposition ansgenom-me». Die Keulenschläge, die nun in rascher Folge auf die harten Schädel der ultramoutanen Gesetzes-Verächter niederschmettern, sie werden hoffentlich auch in den übrigen Ländern, wo es gilt, die Kirche unter das Gesetz zu beugen, einen kräftigen Nachhall wecken. (Lebhafter Beifall.) Und welch epochemachenden Umschwung be. zeichnet die Volierung der Krcisorduungsvorlage, jenes einschneidenden Gesetzes, nnler dessen Acgide in Preußen die Autonomie der Verwaltung-in aue" Gliedern de« staatlichen Organismus «»gebahnt, die Herrschaft des JunkerthumS nnd der Mncau-lradfchen Willkür gebrochen werde» M. Und wie sich das alle« so sch>'cht. Neichall«-mäßig, mit zwingender Logik vollzieht. Mit der Schönrednerei ist e« e« ei», für allemal vorüber in Preußen, die ernste Gedankenarbeit verträgt stch nicht mit der Phrase. — So bereitwillig wir nun auch bisher der Errungenschaften des Liberalismus in Preußen unsere ^ Anerkennnng schenkten, so mußte sich »»« doch immer wieder die Frage ansdrättge»: Sollen wir denn stets mir die müssige» Zuschauer fremder IM" Kortsrljunk tu der rvetlagt. "MO Kulturarbeit bleiben der bescheidenen Rolle des Chocs im griechischen Schauspiele begnügen? Soll in Oesterreich, ungeachtet es Beruf und Fähigkeit hat, sich als Kulturstaat zur gleichen Höhe mit Preußen emporzuschwin-gen, das System des „konservativen Fortschritts" in Permanenz erklärt werden? Nun, meine Herren, die Regierung hat endlich auf diese Fragen geantwortet: sie hat die sofortige Einbringung des W ahl r e for m - Ges etzes angekündigt und die Grundzüge desselben bereits in Abgeordnetenkreisen mitgetheilt. Der österr. Reichsralh wird also demnächst einer Aufgabe gegenüberstehen, die an reformatori-fcher Bedeutung die Tragweite der preußischen Krei-oHnungsvvrlagt überragt, einer Aufgabe, mit deren Lösung die endgiltige Entscheidung unserer ' künftigen innern Politik zusammensSllt. (Zustimmung.) Seit der denkwürdigen Thronrede vom 28. Dezember 1871 tvirft dir Wahlreform immer mächtiger ihre Schatten voraus über die Erscheinungen unsers staatlichen Lebens und drängt alle übrigen Interessen in den Hintergrund. Ueber die Notwendigkeit dieser Reform besteht zwischen der Regierung und der gesammten Verfassungspartei keine Meinungsverschiedenheit. Solange die Landtage ihres Prärogativs als Wahlkörper für den Reichsrath nicht entkleidet sind, solange die Reichsrathsabgeordneten sich nur als Delegierte der Landtage, statt als Vertreter der Urwähler betrachten dürfen, bleibt nicht nur der Bestand des Reichsrathes von der souveränen Laune der 17 Landtage abhängig, sondern es entbehrt auch das Ministerium der unmittelbaren Fühlung mit dem Volke und vermag seine Existenzberechtigung blos auf die leidige Devise zu stützen: Nach uns die föderalistische Sündfluth! Anderseits befindet sich das Abgeordnetenhaus in der Gefahr, in eine gewisse Erschlaffung oder Altersschwäche zu verfallen, wenn ihm nicht durch die Vermehrung und Erneuerung der - Vertretung fortwährend frischtreibende Kräfte zugeführt werden. Was aber der Wahlreform ihre wahrhaft bahnbrechende Bedeutung verleiht, ist ihr Beruf, die Zusammenschmelzung der österr. Volksstämme zu einer organischen Lebenseinheit, ohne welche ein mächtiges Staatswesen undenkbar ist, zu vollziehen. (Beifall) Der Reichsrath hat das Wort. Von seiner Weisheit, seinem Patriotismus dürsen wir hoffen, daß er in der Wahlreform nicht einen reformbedürftigen Torso, sondern ein festgefügtes, dauerndes Werk schaffen werde. Wir dürfen erwarten, daß er die liberalen Forderungen nicht von sich weisen, sondern ohne P>eiSgebu»g des Ganzen sich bemühen werde, die im ministeriellen Exposö zutage getretenen Mängel, worunter wir in erster Linie die exemte Bevorzugung des Großgrundbesitzes gegenüber dem Bürger lhum betonen müssen, möglichst zu corrigieren. Gelingt das Reformwerk, dann werden wir nimmermehr das widerliche Schauspiel erleben, daß iedrs verkommene Vötkerzwerqlei» in Oesterreich die Hand nach dem Taktierstab ausstrccken, jeder ordinäre Musikant sich erdreisten darf, die Prim-geige spiele» zu wollen. (Heiterkeit und Beifall.) Gelingt das große Werk, dann möge» einzelne Landtage immerhin um den Föderalismus in platonischer Liebe buhlen, ihre kindische Schwärmerei wird nur unser mitleidiges Lächeln erregen, die freiheitliche Entwicklung des Staates aber nicht im mindesten hemmen. Dann können wir es vielleicht erleben, daß einst bei Eröffnung eines zukünftigen Reichsralhes in der Thronrede nicht mehr von den einzelnen Kö nigrrichcn und Ländern nnd ihre» berechtigten Eigen thümlichkeitcn, sondern einzig und allein vom österreichischem Volke die Rede sein wird. (Allge meiner Beifall) Beim Reichsrath ist die That. Auf ihn blickt die Weltgeschichte, die ernste Richterin. Würde e» auch dem ReichSrathe am Schlüsse dieser Session nicht vergönnt sein, sich eines ändern Werkes zu rühmen, als der gedeihlichen Lösung der WahlreforM-frage, wahrlich er hätte genug gethan, um den Dank des Vaterlandes zu verdienen für alle Zeiten. Meine Herren, nicht mit ängstlicher Spannung, nein mit freudiger Zuversicht dürfen wir der bevorstehenden Action des Reichsraths entgegensehen. In dieser Stimmung bringe ich ein Hoch aus den Vorkämpfern unserer bürgerlichen Freiheit, unseres konstitutionellen Rechtes, ein Hoch auf den österreichischen Reichsrath! (Allgemeiner, sehr lebhafter Beifall.) Politische Rundschau. Laidach, 24. Dezember. Inland. Der Jahrestag der Dezemberver-fassung ward gleich seinen Vorgängern nur in vereinzelten politischen Kreisen Oesterreichs festlich begangen. TheilS kleben der Constitution Oesterreichs »och zu fühlbare Mängel an, welche eine reine Freude daran nicht aufkommen lassen, theil« werden die Wohlthaten, welche sie Oesterreichs Völkern gebracht, in zu engen Kreisen gewürdigt; die Fülle freiheitlicher Errungenschaften, welche sie in sich birgt, konnte nicht vollständig zum Bewußtsein der Völker gelangen, weil unser bisheriges politisches Dasein mehr ein angestrengter Kampf für die Freiheit als ein Genuß derselben gewesen. Seit aber die direkten Wahlen greifbare Gestalt annehmen, unsere gesetzgebenden Factoren daran sind, mittelst derselben die Staatsbürgerschaft zu grün-den, hat auch die Verfassung alle Aussicht, zu erstarken, und künftighin wird der Gedächtnistag der Dezemberverfassung hoffentlich ein Tag ungetrüb-ter Festesfreude für Oesterreich sein. Was zwischen dem Ministerium und den Polen in Sachen der Wahlreform vorging, wird nun auch von polnischen Blättern erzählt. Interessant ist daran insbesondere zweierlei. Erstens, daß die Zugeständnisse, welche das Ministerium den Polen für ihre Theilnahme an den Beratungen der Wahlreform verhieß, sich ^durchaus nicht auf das Elaborat und die Sonderstellung Galiziens, sondern nur auf die Einteilung der Wahlkreise und der Wahlgruppen bezogen. Zweitens, daß die Mitglieder des polnischen Reichsrathsklubs untereinander sowohl wie gegen ihre Führer ein so hochgradiges Miötrauen hegen, daß ein ausdrücklicher Klubbeschluß gefaßt wurde, wonach keiner der Deputierten ohne Zustimmung des ganzen Klubs Unterhandlungen mit dem Ministerium anknüpfen darf. Man hat es nämlich seitens des Klubs dem Dr. Zyblikiewiez sehr übel genommen, daß er bei der Mitteilung von den Einladungen des Ministeriums zur Polenconserenz Wodzicki's Namen verschwieg und nicht vor, sondern erst nach der Conferenz den Klub befragte. Der ungarische Reichstag hielt am >9. d. seine letzte Sitzung vor den Weihnacht«-ferien. Während der kurzen Zeit, in welcher das Ministerium Szlavy die Staatsgeschäfte leitet, hat das ungarische Parlament, wenn man von der Vo-tierung des 54-Millionen Anlehens absieht, wohl keine Gelegenheit gehabt, praktische Erfolge zu er-zielen. Doch war diese kurze Spanne Zeit für die Opposition lang genug, um die versöhnliche Maske, welche sie sich bei dem Rücktritte Lonyay's aussetzeu zu müssen glaubte, zu entfernen und dem Ministerium gegenüber die frühere schroffe Stellung ein-zunehmcn. Die Budgetdebatte, welche in der ersten Zelt nach Ablauf der Ferien die Verhandlungen des Reichstages fast ausschließlich beherrschen dürfte, wird die ungarische Opposition in Hellem Kampfe gegen das Ministerium begriffen sehen. Ausland. Der preußische Kriegsminister Roon hat sein Entlassungsgesuch zurückgezogen, nachdem mit Rücksicht auf feine Mitwirkung beim Zustandekommen dt!» Organisation-gesetzt» des deutschen Heere- im Bunde-rathe und im Reichstage und bei der Durchführung desselben der Kaiser den Rücktritt desselben nicht bewilligt haben würde. Im Ministerium des Innern wurden In. struetionen an die Provinzialregierungen betresfs Einführung der neuen Kreisordnung vorbereitet. Minister Selchow tritt positiv zurück. Geheim, rath Wagener, dereinstiger Gründer der „Kreuz-zeitung," gegenwärtig jedoch Anhänger Bismarcks, wird Vortragender Rath beim Kaiser an Stelle des Geheimrathes Wehrmann. Der am 20. d. M. der italienischen Kam. mer vom Kriegsminister Ricotti vorgelegte Re-rutierungs - Gesetzentwurf entspricht im allgemeinen dm bereits hierüber bekannt gewordenen Mittheilungen. Danach sind alle Bürger gehalten, persönlich ihrer Militärdienstpflicht zu genügen, welche sich vom 18. bis zum 40. Lebens-ahre erstreckt. Das ausgehobene Rekrutencontingent wird in drei Kategorien getheilt. Die erste und weite Kategorie umfaßt diejenigen, welche successive n der activen Armee, in der mobilen Miliz und ln der ansässigen Miliz zu dienen haben. In die dritte Kategorie gehören diejenigen, welche wegen Familienrücksichten von dem Dienste in der aktiven Armee und in der mobilen Miliz befreit sind. Das Institut der Einjährig-Freiwilligen wird beibe-halten. Nachdem die französische Nationalversammlung das ganze Budget für das kommende Jahr bewil. igt, dürfte sie sich nächstens vertagen. Der Präsident gedenkt die Ferien in Paris zuzubringen, und im Elis6e werden schon umfassende Anordnungen zur Aufnahme des Chefs der französischen Regie« rung getroffen Durch die Vertagung der Nationalversammlung wird das Land die Ruhe, die es so lange entbehrte, für leider nur zu kurze Zeit genießen. ________________________________ Mal- und Provinzial-Angelegenheitev. Ortgtual-Eorres-ondenz. Adelsberg, 23. Dezember. (Noch einmal Schulzustände.) Unsere letzte Correspondenz scheint an maßgebender Stelle empfindlich berührt zu haben, denn man beeilte sich, den Angaben derselben ein Dementi entgegenzusetzen, welchem man den osficiösen oder vielleicht osficiellen Ursprung schon daran absehen kann, daß es da-, was eigentlich und wesentlich zu dementieren wäre, gar nicht in Abrede stellt, sondern, nur dunkle Sätze hinstellend, e« der Geduld, rücksichtlich Gut- oder Böswilligkeit der Leser überläßt, ihre Schlüsse daraus zu ziehen. Es wird in Abrede gestellt, daß von hier aus eine Petition, betreffend Wieder-einsührung des deutschen Unterrichtes, an Pirker über-reicht wurde. Nun, die Petition wurde nicht an Pir« kers Adresse gerichtet; allein will man an der Stelle, von wo das Dementi auSgiag, etwa mit diesen Wor« >en die Existenz der Petition überhaupt leugnen? Beinahe muß man die- annehmen, denn sonst wäre da-Dementi überflüssig; es ist doch offenbar gleichgiltig, ob die Petition an Pirker oder, wie es wirklich der Holl war, an den k. k. LandeSschulrath abgeschickt wurde. Da wir das bezügliche Post-AusgabSrecepifse in Händen haben, werden wir wohl keinem neue» Dementi begegnen. Was den Punkt über den deutschen Unterricht betrifft, so möchten wir nur bemerken, daß im vergangenen Schuljahre in der untersten Klasse gar keiu Wort deutsch gelehrt wurde, daß den Kindern nicht einmal das deutsche Alphabet beigebracht werden durfte, so daß die Kinder, welche in der zweiten Klasse aus einer sogenannten KswSkit slovnivit Deutsch lernen sollen, gar nicht Deutsch lesen können. Geschah diese AuSmerzung des Deutschen etwa auch aus didaktischen Gründen, und von wem ging dieselbe aus? In den übrigen Klassen wird die deutsche Sprache freilich auch aus solchen AsilMtz slornies gelehrt, allein es kann sich wohl jedermann vorstellen, wie gedeihlich so ein Unterricht sein kann. Sonst sind oificiell außer dem Lehrbuch« für da« Rechnen in der vierten Klaffe keine deutschen Lehrbücher eingesührt. Wenn eS mit dem deutschen Unterrichte ganz in Orduuog und dem Wunsch« vell«ge zum „Latbacher Tagblatt" «r. SW v,« 24. Dezember. oder uns dabei höchstens mit und Willen der Bevölkerung gemäß bestellt wäre, so hätte dieselbe gewiß nicht die Petition so zahlreich unterschrieben, was hoffentlich nichl demeniiert werden wird. Wir haben uns des länger» ausgelassen, weil dieses Dementi wieder ein Zeichen des hier an maßgebender stelle beliebten Balancesystems ist, welches es allen recht machen will, weil ferner das Dementi beweist, daß man daselbst noch immer an nationalen Vellelläien festhält. Ob an dem Verfalle der Schule der nationale Schwindel nicht den größlen, wenn nicht allen Antheil hat, das werden die Leser selbst beur-theilen können und ihr Unheil wird wahrscheinlich mit dem des osficiöseu DementeurS nicht übereinstimmen. Zum Schluffe bemerken wir noch, daß wir zahlreiche Gravamina vorzudringen haben und eö auch zu geeigneter Zeit thun werden. Lokal-Chrom!. — (Oie Kinderfrage bei den phil-harmonischenConcerten) scheint bereits eine brennende geworden zu sein. Uns wenigstens sind anläßlich der letzten Aufführung, bei welcher die ganz unreife Jugend in einer wirklich überraschenden Zahl vertreten war, eine Reihe von Zuschriften über diesen Gegenstand zugekommen, so daß wir nichl umhin können, hier denselben zu berühren. Der Directio» der Gesellschaft kann unseres Erachtens in dieser Angelegenheit kein Vorwurf gemacht werden (wie dies von einigen Einjendern geschehen ist), weil die Fa-milienkarten gegenwärtig irgendeine Beschränkung nicht fixieren und es somit einzig dem Ermessen und dem Takte der Muglieder überlassen ist, von ihrem Eintrittsrechte keinen unbescheidenen Gebrauch zu machen. Bevor also keine stalmenmäßige Aenderung eintritt, muß eS auch bis auf weiteres rein dem Einsehen der Concertbefucher anheimgestellt bleiben, im Mitnehmen der Kinder das richtige Maß zu halten. Wir sind aber überzeugt, daß die neuliche Erfahrung, wonach sogar viele Damen stehen mußten, während diverse Babys sich aus Sitzen breit machten, bei dem oft be-wähnen Takte unseres Publicnms genügen wird, den Kinderbesuch der Eoncerie angemessen zu restringieren. Unserer Hoffnung kommt übrigens auch das nächste Programm zu Hilfe, indem selbst für die musikalische Zukunft ihrer Kinder sehr besorgte Müller das zarte Alter vou 10—12 Jahren nicht sür das geeignete zum Anhörcn Veelhoveu'scher Symphonien halten dürfte». — (Das zweite Concert der philh. Gesellschaft) unter der Leitung ihres Musik-direclors Herrn Anton Nedved findet Donnersiag den 26. Dezember 1872 im landschasilichen Rekoutensaale statt. Aufang halb 5 Uhr nachmittags. Programm: 1. R. Vvllmau», Aestouveliure. 2. Dr. C. Löwe, .Kaiser Ouos Wclhnachisfeier," Ballade, vorgetragen von Frl. Rose». 3. K. Mendelssohn-Bariholdy, Con-cert sür die Violine Mit Orchester, gespielt vom Hrn. I. Gerstner. 4. K. Z. Händel, Recuaiiv und Arie aus Mnaldo," gesungen von Frl. Rosen. 5. L. v. Bceihoven, Lymphoiue ^-äur. — ( Ra u ch s a n g s e u e r im Spirale.) Heute nach 1 Uhr kam ein Rauchfangfeuer im Spitale zum Ausbruche. Es wurde jedoch rechtzeitig bemerkt und es genügte das Erscheinen des Feuerwehrhaupt-manneS Herrn Dobcrlet und dreier Rauchfangkehrer, um alle weitere Gefahr zu beseitigen. (AuS den Kreise» des hiesigen Arbeitervereines.) Vor ungefähr fünf Mona-len trat Herr Kunz als Obmann des laibacher Arbeitervereines zurück und eS wurde Herr TvmiL zum Obmann gewählt. Mittlerweile wollte es mit dem Vereinslebe» nicht recht vorwärts gehen ; indessen tauch-teu bald gegen den siüheren Obmann allerhand Ge-rüchle aus, die »»nier greisbarerc Gestalt annahnicn. So be>chuldigien Herr Jos. Dovit, Obmannstcllvcr-verireier und Franz Sturm, Schrislsührer-SleUverilelcr, Her»» Kunz der Fälschung de» iiasseluches uub einer Ver-uimeunng von beiläufig 40 fl. Endlich berief man am 8. b. M. em« Alveilllvelsammlung ein, >n welcher Herr Kunz die onwesenden Herrn Tovit und Sturm aussorderie, ihr« Auschulbigungen gegen ihn zu beweise». Dieselbe» vermochlen keine Beweise zu erbring«« und bediente» sich der Ausflucht, sie hätte« nicht von 40 fl., sondern von 40 Kreuzern gesprochen. Herr Kunz forderte nun viele der Anwesenden auf, ihre früheren Angaben zu bestätigen. Es wurden Rufe laut, die betben Ankläger seien aus dem Vereine aus-zuschließen. Endlich stellte Kautzki den Antrag, eS sei ein Ausschuß von füns Mitgliedern zu wählen, welcher die Vereiusbücher untersuchen und binnen 14 Tage» über das Ergebnis Bericht erstatten sollte. Der Antrag wurde angenommen. Hierauf wurde der ganze Ausschuß neugewählt, und zwar: Karl Monsam zum Obmann, Franz Bischofs zum Stellvertreter, Anton Raumcher zum Kassier, Johann Petriö zum RechnuugS-führer, Franz Lukezit zum Schriftführer, Alfons Roth zum Stellvertreter. Letzten Sonntag fand nun wieder eine Sitzung statt. Kautzki berichtete über den Befund der Bücher uns erklärte, der Ausschuß habe nach gewissenhafter Prüfung alles in Ordnung gefunden, nicht der leiseste Verdacht treffe die Gebarung des Herrn Kunz. DoviL und Sturm, die vergebens versucht, sich rein zu wasche», wurde» über einhelligen BereinSbeschlnß aus dem hiesigen Arbeitervereine ausgeschloffen und zum Verlasse» des Saales ausgesordert, welcher Aufforderung sie uuter ungebührlichem Proteste auch nachkamen. Hierauf wurde über Antrag des Herrn Kunz eine Geschäftsordnung ohne Debatte angenommen. Hierauf theilte Kunz das Schreiben der laibacher freiwilligen Feuerwehr mit, in welchem die Arbeitervereins-Mitglieder zum Beitritte freundlichst eingeladen werden. Mehrere Redner sprachen sich sür den Beitritt aus, insbesondere hob Kautzki das rein humane Bestreben des Feuerwehr-Vereines hervor, der sern allem NationalitätShader nur die edelsten Zwecke verfolge, der gefährdeten Menschheit Rettung bringe. Auch Herr Kunz sprach sür den Beitritt, indem er die Vortheile betonte, welche der Arbeiterverein von hervorragenden Mitgliedern der Feuerwehr ziehe. Zwar habe der Arbeiter, als besitzlos, wenig specielles Interesse an der Feuerwehr; er könne jedoch sür seine Mitmenschen auch aus dem Felde wohlihätig wirken. Vom unparteiisschen Standpunkle empfehle er also den Anlrag. Es weide dann niemand mehr wagen, den Feuerwehlverein deuisch naiivnaler Tendenzen zu lie-schuldigen, wenn die Arbeiter in großer Masse dabei sein werden; er werde vielmehr em Arbeiier-Feuer-uxhrvereln werc-en. Der Aiurag auf Beurttt zum Feuelwehlvereui wirb hierauf einstimmig angenommen.' jtautzli sprich! hieraus über die Rvihwendlgkeit der Bitdung der Arbeiter und Lehrlinge, insbesondere mit Hinweis aus die eben auSgeschlvsseuen, indem nur Mangel an Bildung imstande sei, solche Ver-leumdmigen zu erfinde». Er stellte demnach den Anlrag, der Ausschuß möge alles ou,biele», um de» Ar-bellen, Unlerrichl und Vorlläge zu c>mögl>che». Kunz betonte ebenfalls die Rolhivendigk^it der Foiidildung und versplicht, die Unierrichltjeclion des Ausschusses werde alles ausbielen, um die BildungSzwecke des Vereins zu fördern. Ein Anirag des Herr» iiunz, die Vereinsverjammlunge« öffeulltch abzuhalleu, wiid beifällig ausgenommen und beschlossen, den Sylvesler-abend mit einer Feier zu begehen. Wir wünschen hiemit dem Vereine zu seinen jüngste» Beschlüssen Glück und hoffen, daß er im neuen Jahre mit Beiseilesetzung aller utopistlschen Hirngespinste die zunächst liegenden praktischen Ziele verfolgen und vor allem BildungSzwecke anstrebeu werde. _________ Wmeruuk. Laibach 24. Dezember. Seil gestern Nebel anhallend, liastkali. Te »> perai»r: Morgen« 6 Uhr — 8.2" nachmittags 2 Uhr 0.0" 6. (lv7l 0..«- , 1870 — t«.8 ), Varometer im Falle», 787.22 Milli,iieler. Dasgeftrige LageSliiittel der Wärme >I tt , »i» l.7' lldki drin Noriualk.____________________ Nächste Auswahl von schönste» und geeignetste» Fcstgcschenteu: Uichl rem,li»li>g>'>, Vage» vvu Lilckvrduckora, Mclrtvri» u»d Ll»«»,ilL,!rn m >> i»^» rleganlen Ä>»bänd>n. I?rLLl»t- und Vvl^vu»»1l1«n und 0vlt»rbol»ckruv^-dtlüvra »ul und vyne Holdrahmen, v4u»tlL»Uoi» »c. IM v. LleiiM L N Vuchyanolung >» Laibach. l.osv ltviE >ll. ungai'. 81aal8>o11vk'iv, Ziehung schon am 27. Dezember d. I., Hauplreffer Lv.vttV «ulden ». W. in Sold ü fl. 2.5« i, W für die schon am 2. Jänner k. I. statifindende Ziehung, Haupttreffer 2VV.VVV fl. W., L fl. 8.5V und Lv kr. Stemvel. Lose der wiener Armeu-Lotterte Ziehung am 2ö. Februar k. I Haupilrksser 1VVV Ttück Dukaten L 5V kr. (bei Abnahme vo» 5. Stück 1 Stück gratis) sind zu beziehen durch (711 19) Sackstratze Nr. 4. Briefliche Bestellungen werde» prompt efiectuierk k«, Viele! ln killen Lrkiuolieu, insbesonclere »der bei Ksrux äsr killzemein beliebten Ori^illLl-Ixise, recbtkertixt sieb ä»» Vertrsuen einerseits äurcb kmerliLiillte SvliäitLt äsr kirm», »näerseits änreb äen sieb lüersus erzedsinlen enormen ^bs»tr. Oie vegen ibrer kiiuktlioblceit belc»nnt« 8tL»ts-LtseIctLll-II»u(1lull8 ^«>«11 II»«« >„ ist ^eäerinkiiin auks vürmste ru empkeblen, unä wacben vir Lut äie beute in unserem öliitte erscbi«-nens ^unonee obizen Hauses besonäers kiukmerlcsLm. Zu den Bank- und Wechselgeschästeu H,imburg», welche geschickter Leitung, redlichem Streben und hoher Reellitiit ihr Ansehen zu verdanken haben, zählt in erster Linie die Firma webrüder Lilienfeld. Jeder welcher, Hamburg selbst nur annähernd kennt, wird nicht bloSvon der Existenz, sondern von den großen Erfolgen des genaiinle» dortigen Bankhauses unterrichtet sein. Und so sprechen wir denn voraussichtlich im Namen Vieler, vor allem aber im Namen der motivierten Wahrheil, wenn wir den Herren Gebrüder Lilienfeld in Hamburg ferner Glück und Segen lvünschcii und deren geschäftliche Verdienste hervorheben. Verstorbene. Den 22. Dezember. Mananiia Zeleznikar, Ka-briksarbtilerin, 25 Jahre, im Zivilspital a» der Eholämie. Den 23. Dezember. Georg Lacher, bürgerl. Tischlermeister, 78 Jahre, Polanavorstadi Nr 86 an der Lungenlähmung. Telegramme. Rom, 23. Dezember. Der Papst hielt heute ein Consistorium, besprach in seiner Allocution die Fortdauer der Verfolgungen der Kirche in Italien, wobei er das Gesetz betreffend- die Aufhebung der Klöster in Rom scharf verurlheilte, der Verfolgungen der katholischen Kirche in Deutschland gedachte und dessen nichtkatholische Staatsmänner der Anmaßung beschuldigte, Kirchendogmen zu definieren. Der Papst erwähnte die Ereignisse in der Schweiz, in Spanien, des armenischen Schismas, forderte die Metropoliten zur Berathung mit ihren Suffraganen wegen gemeinsamer Bekämpfung der Ungerechtigkeiten auf und ernaniile 1l Bischöfe. Berlin, 23. Dezember. Der „ReichSanzeiger" vei öffentlich! ein kaiserliches Handschreiben, womit Bismarck unter Belassung auf dem Posten eine-Reichskanzlers und Ministers des Aeußern vom Vor-sitze des Slaatsministeriums, welcher an den ältesten Staatsminister übergeht, enthoben wird. Erklärung. Der Ausschuß de» laibacher Arbeilerbildunasvereine« erklärt hicmit bsft»»ich, datz alle wider Herr» Mathias tU»ic, gewesene» Obmann de» Arbeiterbildnua-vereiue«, verbreiteten Äenlchic, wvriiach demselben eine Fälschung und Ber-iinlikiuing beim Vereine zur Last gelegt wurde, unwahr seien, nnd daß Herr Knnc unser volle» Vertrauen besitze. Joses Dovit und Franz Slurni wulde» wegen uubegrU» teter Verleumdungen an» dem Vereine ausgrschloss'"- Für de» Autschiisj der Obmaunftelloertreter Krauz Bischofs- Das geserligtk Rcvisio»Scouii>6 ^6 sich d,e SeschäsisbUcher u»d der «»sscst»,id i» Ordnung de- stnden. (758) Vaibach, den 28. Dezember Las ÄtevistouscomNü: '»V. ^ Lotl», kstriL, »suLlIivr. lii iüupk .,,-.,1,»^ brieOivk >v>»l»i--l lllr o ILIIII«-!». Se In l ui» »tr»»»v 15 ^u^>>»bl>t>tliu>> Ulivi- t»U»«nlt i» t'. ^ „ET/-' ^aibatli, II«nl»1i»I»1r. «mptieblt sein stets mit dem Neuesten xut sortiertes l.ü^er ,ou: Leiilen- und v/oil-vrepin, Ks»on8, vussten, Sekänge, 8psngen, VVoli-, 8eiiien- und Pe!r-frsn8en, se>,»srr und s-iebit; Kep8, ^t>38, »lodlesse und Isffetss, sel,«!>rr und ktiedifi 8eiiien- und 8sumv»ol>-8smmte, ^oll- und 8eillen- plusek, scl>n-,,r und Niibix Noblesse, fsille, ätlss, ^oiree-uad 8ammt-8»Nliei', sel>»-»rr. »eis» und Nirbix Lsum^oll-, 8eitien- und >Vo»-8pitren, veiss und sek«»rr, ßlsU und ssronniert 8eillen-1'ii», '/, und kloniigrunli lür ki'sutsolilelei', ksre, frau-frou, ttutzokleief, liill' snglsiz, 8atl8t-l!Isil', I^oul, L^epe-I-isse, ^eselilunl;«»« und xestirlite »«ul-, Ssti8t- und l.einen-8treifen, Uousselin, üt-gsotin, ^ermelfutter »»d futterleinsn, 8sr8inet, Aerosil, Vor-tisng- und 8etilst>oe>(-lllis8ten, veisse Voi'ksng-ttsltef, »öde!-Lkeni»en-fi-sn8en und Orepin, V/sgendorten, I.einen-und perosil-SLniIel', Knöpfe jeder ^rt, 8eille, r«irn, ^Is-lisln eto. eto. liesteliunxen »sek äus«'i>rts werden postwendend expediert und 6este»stsnde. die nielit mif k,»!;er. l>ereit»i>lisist besorgt. (705—1l) r/r 23 eS » psehlen versendet aus ^^^H(^)rA»fragcn (Porto beträgt s M» Ser W»L D, von Vplive, Berlin, Wilhelmstraße », .seine neueste Gewinnliste ' (»ich! erst gegen BoranSbezahlnng, wie viele seiner betrügerisch.» Nachahmer, die (INONl)NI mehrere Zeitungen gegen ihn anshetzten und ihn ver-leumdetciij nebst Äusllärnngen über seine wifleu-schastlich ancrkannlkii und wie uns bekannt (lll^einein HlN(E!i(t) bewährten üttospiel-Inftructionen?) Eine solche Ansrage können wir unsern Lesern eni- Lparkaffr-Knildmachnng. Wegen des pro II. Semester 1872 vorzunehmeiiden Rechnungsabschlusses werden bei der gefertigte» Sparkasse vom L. bis incl. LS. Jänner L87L Zahlungen weder angenommen noch geleistet. Aus gleichem Anlasse bleibt auch das HM" PfLlrLEWL -MD am 2., 7., N, LL und LE». Jänner L87S für das Publicum geschlossen. (731—3) Laibach, 12. Dezember 1872. Kraimsche Sparkasse. i t ! trauci' (699-4^ Zioch nie iil Laiüaclj dligelueseites großes Laqer der anerkaitiil üestei» WlilMiiitl! aller Systeme ans den größten Fabriken Amerika'« und Europa'« einzig und allein bei Gefertigtem. Der direkte Bezug großer Quantitäten aus solchen Quellen erlaubt es mir, jeder Connirre»; die Spitze zu bieten. Obgleich die Preise meiner Ware bisher um viele Perzeut billiger als sonst Überall waren, ^so habe ich dieselben vom t. Dezember l I an wieder bedeutend redniiert. Hilfsapparale, Tische rc. gehören zur Maschine sttr Tritt und werden nicht separat berechnet. Um de» Ankauf so nützlicher Maschinen auch dem minderbemittelte» p. t. Publicum zn erleichtern, gebe dieselben wie bisher gegen entsprechende Sicherstelluuq ohne besondere A„f;ahlnng aus Monatsraten von 5 fl. auswärts. Nnterricht nratis. Garantie recll. Beste Maschinenseide, Garne, Nadeln rc. sind bei mir billigst zu haben. Tiverse Werthpapicr^ von den ersten Bankhäusern gegen Ratenzahlungen sind daselbst zu beziehen. B»te um recht zahlreiche» Zuspruch, danke gleichzeitig sür da« mir bisher so großartig zutheil gewordene Berlind werde bestrebt sein, die Gnnst de« p. t. PublicnmS durch solid prompte Bedienung auch stets zu erhaltkn hochachtungsvoll Gewölbe: Judengasse 23t. Wohnung und Warenlager: Herrengasse Nr. 215. SmpteklS als: A!> , M.Ä «ult'l At'uj.llll kxiNt IttNiK 6t,t ec/^6 e,'» ^V«'i>llNt- ju>>!>«»/,«//,«?«/-tt/rt-ztt///e, U t e/» vierte/ l'itnuu Ilt8- <>' Ill'llk t-c/c',' />/,/2L/t^sc/tü/t6 Oor «ett«. I ln Hh oiU r ^enjultt>rrt;ki:lit;iik IHin ^ < iliinu <»<>< > e„t <<»/ ei'// //<<,//,', //,.>c ,'//, //<„//e///6« / /,»ci 6i'//6» »^<-//,e/,6»t k/»/<-/,<>// ///,// 5/,-.>><'// äi0!?en .m§v!ül»tt'n ^iliktilii 08 noek vinv rms iixu»,»» di» 6>n 6d«;n8o i>L8- vrsnuilio!»!» ^,,1 »,-«'»« rru8uiu,eI»on, littti tlll, iel> «> 1^10180 ,'«'«-!»< I»miA kildn, 80 Iioss» ioli iuiok kminr I»vi 8(!r OoIo§vnIi«nt itlif rociit rütlilnüelit'ii Xii8piu0l>. -Vul'tr^'o vou werde» bv^loiuj ausgesülirt, I'wbviiLl»!« u»<1 I'rei^oiir^nt.^ lr-tneo Ilodiaelitull^voll <7»«6 «> ^ in» ^«iliNL«<»«Ur GUn Unuu «xli'r dvnk >Nn iittnx lii'iik IN» H «üliiuu I»t^- <»U< r X« ln »I< I^itt H i i>,„tU «»,!«'> iu nk INn ^ «'ilnnu Ntx- <»,Ier !X« ilpiik I il» >t>ujttlii>ic«^t lu ttk IN» H t'ttttUU l»f>- tttli»! iX'UjttIlIX'xi !« In nk L> VlNL, )iVü8LKN3Lss, Cafino-A Die gefertigte Direktion beehrt sich mitzniheile», daß da» löbliche k. k. Offizierskorps der Garnison Laibach am 81. d. in den Lokalitäten der laibacher Schießstätte eine Sylvester-Feier mit Tombola rc. Veranstaltet, und daß die p. t. Lasiuovereinsmitglieder zu dieser Unterhaltung freundlichst einqeladen wurde». Laibach, W. Dezember 1872 (757) Bon der Casinovereins-Direktion. Ein Ke8eli3fl8loe3le, am Hauptplatz gelegen, ist vom 1. Jänner 1873 angefan^en zu ^ ^ vermielhen. (738—2) " Auekunfi rrlheiii du» Hnnvncvn-öuivsu in Laibach, Hanptplatz Nr. 313. Ginladittig zur Betheilignng an den tzZewinn-Ziehungeu der großen vom Ltaate Hamburg geuclimintcn und garantierte» Stldvrrlosnng' Der größte Gewinn beträgt ini glücklichsten Fall VI I. SL« ««>« oder 100.000 IliLlki-. Die Hauptpreise betragen: Mark 150.000, 100.000, 75.000, 50.000, 40.000, 30.000, 25.000, 2 rt 20.000, 3 L 15.000, 5 ü, 12.000, 1 k 11.000 I I ü, 10.000, 11 rl 8000, 10 L 6000, 32 L 5000, 4 L 4000, 63 L 3000, 122 ri, 2000, 5 L 1500, 2 k 1200, 255 rl 1000, 305 L 500, 5 5 3000, 402 L 200, 16400 rl 110 rc. rc. Es kommen L2.8VV Gewinne planmäßig inner halb einiger Monate zur Entscheidung. Gege» Einsendung des Betrages t,der Postnachnahme versende ich „Lriginal-Lose" als Erneuerung für die zweite Verlosung, welche amtlich plamuästig fest-gestellt schon den 15. und 16. Jänner 1873 stattstndet, zn folgende» sesten Preisen: Viu nan.^eü Lrigi»al-Loü st. <». (kin Iinlbrs Lrigiual-Lo» st. :t. — viu viertel Lriginal-Lo» ft. 1 k>0, unter Znsicheruug promptester Bedienung, Jeder Theilnehmer bekommt von »>>r die mit dem amtlichen Ltcmpcl berscheuru Lrigiual - Vose z selbst in Händen und garantiert Ser Ltaat Hamburg die Gewinne. Der amtliche Originalplan wird jeder Bestellung gratis beigesügt nnd den Interessent,» die Gewinn-gelder nebst amtlicher Liste plvmpt zugesandt. Durch das Vertrauen, welches sich diese Lose so rasch erworben babeu, erwarte ich dedeutenke Austräge, solche werden bi« zu den kleinste» ^estellnugeu selbst nach den entseriiteste» Gegenden prompt und verschwie gen auügesührt. I» kurzen Zwischenräumen sielen acht mal die erste» Hauptgewinue in mein vom t^Iück begiin-stigtes tveschäst. Man beliebe sich baldigst u»d direkt i» >»c»-deo a„ Staatsrffkcten-Handlnnft in Haiiibnrq. jM ^ür d«o mir bisher in so reichem Mai;e lewieienr Vrrtrancu sage ich meinen ^nlerrsirnleu de» besten Tunk. (754-1) Dllllk und Anempfehlung. Indem ich für das mir bisher geschenkte Vertrauen schönstens danke, beehre ich mich, hicinit ergebenst anznzei-geu, daß ich wie bisher alle in da« Maschineusach rinschlagenden Arbeite», als : Dampfmaschinen jeder Art und Größe, Wasserräder, Turbinen und Göppel, Einrichtungen sür Papier- und Pappendeckelsabriken, Holzschleifereien, Farbholz-uud Holzst'.ftenfabriken, Mahl- und Sagemühlen. TrauS-Missionen, sehr einfache und bewährte Häckselmaschinen und Kukuruzrebler,c. rc. z» den billigsten Preisen zur Aussüh-rung itbernehme, und niache anf meine patentierten doppel-wirkenden als auch rotierenden Saug- und Druckpumpen ganz besonders ausmerksam; seruers itbernehme ich Wasserbauten iu Holz, Stein und Eenient; Dampskessel-Äiumaue-rungen und Aufstellung jeder Art v»n Maschinen. Reparaturen werden sofort besorgt. Um zahlreiche Aufträge bittend, zeichnet mit Hochachtung ergebenster <737—2> Peter Cmich, Lugenieur und Maschinenbauer in Laibach Nr 171. Die auf hiesigem Platze sich durch einen bedeutend vermehrten Absatz kundgebende, stets wachsende Be lieblheit von Dr. I. K. Popp's Unatherin-Uundivaffer ist wohl der beste Beweis siir dessen Vortresslichkeit, es darf dasselbe auch gewissenhaft jedermann zur Reini guug der Zähne und Gesunderhaltung derselben, sowie zur Heilung bereits eingetrelener Krankbeiten der Zähn^ und des Zahnfleisches empfohlen werden. Preis fl. 1.40 die Flasche. Dr. F t« I»ops > Anatherin-Zahnpasta. Obgenannte Zahnpasta ist eines der bequemsten Zahnreinigungsmittel, da sie keinerlei gesundbeitsschäd-liche Stoffe enthält; die mineralischen Bestaudtheile wirken anf das Email der Zähne, ohne selbe auzugrei fen, so wie die organische» Gemengtheile der Pasta reinigend, sowohl das Schmelz als auch die Schleim häute erfrischen und beleben, die Mundtheile durch den Zusatz der ätherischen Oele erfrischen, die Zähne an Weiße und Reinheit zuuebmen (2—4) Besonders zu enipsehtcn ist seihe Äieilenden zu zu Wasser und zu Land, da sie weder verschüttet wer den kann, noch durch den täglichen nassen Gebrauch verdirbt. Preis per Dose fl. 1.22 ö W. Depots »i: L a i b a ch bei IU. Kolob, f>etriöiö L pirker, H. Krlsper, loses Ksringer, lob. KrsseboMitr, Ld. zisbe, k. klrsokitr, Apoll,eker, und f. U. Lokmltt; Krainburg bei f. krisper und 8eb. 8oksunig, Apotheker; Bleibnrq bei «erbst, Apotheker; W a rasbin bei llslter, Apotbeker; Rudolfswerth bei v. Mrro» und 1. kergmann, Apotbeker, nnd tossk kergmsnn; Gurkfeld bei ssriedr. vomokes, Apo tleker; Stein bei Iskn, Apotbeker; Wipp ach bei koton veperls, Apotheker; Görz bei pontoni, Apo theker, nnd Keller : Wartenberg bei f. Lsdler; Adelsberg bei 1. Kupfersobmidt, Apotheker; Bischof lack bei 0. fsdiaul, Apotheker; Gottschee bei 1. vraune, Apotbeker ; Idria in der k. Ic Verks-»pottieke; Littai bei I(. IUükI>«enreI, Apotheker; RadmannSdors in der Apotbeke von LsIIocbers WitM«. ^11» - ,»« K, « tljx« von Kolter Reziel'Uiix zftllskmixt«, Mrsntiei-t« und ciuroir beeiiiixte ^otsre vollüSFene KvIck-VerloslliiK, in 6 ^iitdeilull^en, veleke »in IS. ». S«. .1«,,»,-»» I«?» ßkMssev virä uuä iu veleder kolxenäe üsvinns iu venixeo Llo vateo üur Lntsetieilluuß kommen mü886i>, als: 120.000 ?r. '1'dlr. 1 L 8».««» 35 L 2«vt» 1 ^ 4,».«t>» 3 , 13«»» I . 2S.000 SOU ^ ><>«>(> 1 ^ 7 . ZU» > . >Z,«»<><> 363 ^ 4N0 1 ^ I2.WU 23 . !j«»0 2 , l ».«»<>» 498 . 2»» 3 >. 8.»l»t» 800 ^ I«» 2 , 25 . 8» 4 » Z.V00 50 . 7« 12 , 1.««<»«> 25 , Ü» l . 22650 >, 17 Hilr. n. s v I ganrs3 Onginsl-I.08 It08lg1 6'/, i!. l »islds8 „ ,. 3', „ I vivi-lvl „ „ I-/. „ 2u cliesei ßuostiZen 6eläverlo8uu^ ewpfedleo vir unter 6er veltdelrLnute Oevke: XVo ^vinnl lurni 1^16? rum ßeneißten OlUelisversucli unser OesokLst ds8tel»L, denn unter obiger Devise vurdeu uns scdou IiLnLx äi« xrvssten Il»upt.treü'er rutdeil. Kegen ^insenäullZäesvetritges küliren vir^nktrLZe selbst n»cb äen entferntesten Oexegenäen aus nnä senden die »mtliobe Oevinnliste sofort nack der klltscbei-dunx ru. ^edocb müssen sieb 8oloke eines reobt-licken Samens rn erfreuen babeu. IT, i, ül»>»»»««^^^ G « ^«Ii« »»»»»»»»» >Ia» «ende sieb vertr»ueu8voll an Ss'brüäsr lÄisiMä, Äiinlt- lind Ztnatspapiere-Grschnft. l,l uentgvl t lick« ^uslcuutt «tber «Lmmtlicbe 8tLütsIo»e (7k>3—1) kl IM unil lVIeclic. Xrsuter-, Ili66- unci vroZusn-l-ian^lunK ßl« Iio luIitLten- uml l'tttlettv - Artikel, I',,»!>»» ,l I I« «>«>,II,,»>«»»», «, «IN»«« itls: I >»»«»^«^^,,1, 1^I,>ItI»I»«»I,«^, I»« ^1» I»I»«»>»Il»»I>M, I ^1«« W>oxII» 71. >'"(734-3) r'ru.t von Jg>>- v .'«lkini, a»>r >» F'ed. »'aniberg in La>ba». Verleger und sür die Redactiou verautioortlich: Otlomar Bamberg.