(PoStnina plaeana r gotovini.) M« Zeitung Erscheint wöchentNch z«elmal: Donnerstaq and Sonntaq früh.--------- •Art stiel t**ß 11b 3ttocRa*« »'»wottmar. qtfl« «m-Hw« billlgst« »eMbt« e«tg^«n<,e,o»»'» flftr bal Z»lo»d »wteljährig Dia 25.—, halbjährig Din &0.—. |0*tia&rlj Din 100.—. ?«r da» S*#l«*h «rbSH»,«. - »i>,el>, R«»«er, vt, , .- Nummer 100 Donnerstag den 14. Dezember 1922 4.l47.iJabrgaua Die Krise. So schön und vorbestimmt glatt, wie ti noch vor einigen Tagen den Anschein hatte, entwickelt sich die'Krise in Bcograd nicht. Al» dem alten Staatt« mann Pu§ i die Strömungen zu bunt anliefen, ging er und in fast allen politischen Kreisen glaubte man, daß sein Rücktritt ersprießlich sei. Die auf da» System P^ä i-Plid>c viö eingeschworen waren, er. Hostien eine Klärung der Lage und eine Festigung de« Regimes, wett die Widerstrebenden und Unzu> friedenen im eigenen Lager gezwungen wurden, ent> schieden? Farbe zu bekennen. Die anderen, die Oppo-fition, glaubten selbstverständlich dem Ziele ganz nahe gekommen zu sein. Einige Tage lang ging eS auch so. Der Haupt-kamps spielte sich im Klub der Demokraten ab. Si standen sich da zwei Gegner einander gegenüber. Der Obmann de« Klub», Ljuba Daoidov!!, der eine Ber-söhnung mit den Kroaten anstrebte und dessen Ber. Handlungen mit ihnen den Grund für den Rücktritt der KoalilionSregierung bildeten, und auf der anderen Seite der Minister P:ibii«oie. der starr aus seinem Grundsätze beharrte, mit staatsfeindlichen Elementen dürfe eS kein Paktieren geben. E» fiel die Ent-scheidung, es kam zur Resolution. Die geringe Mehr-heit der Klubmitglieder hat für den Minister Pri-bi«v l ein, aber immeihin die Mehrheit. Die einen aus offener Anhängerschaft, die anderen, weil ein Rechenpoften scheinbar nicht stimmen wollte. Die Kroaten waren nicht gekommen. Ljuba Davidovic senkte in Demut da» Haupt, legte seine Stelle al» Parteichef nieder, wollte in edler Fassung fortab dort als Gemeiner dienen, wo er l isher erster Offizier Grazer Mief. Bon Hanst Rubin. ®raj, im November. Zwei Jahre bin ich ihr ferngewesen, der trauten, vielgeliebten Stadt, zwei Jahre brannte das Sehn-suchttflämmchen geduldig in meinem Herzen. Und nun habe ich «in innigfrohe« Wiedersehen mit ihr gefeiert und dabei ihr Antlitz durchforscht, wie da« Gesicht eine« teueren Freunde«, den man lauge entbehrt bat und dessen Bild einem doch all die Jahre lebendig in der Seele stand. Ich fand e« unverändert, nur vom jNebelgrau eine« Novembertage« verschleiert Aber durch den Schleier hindurch sah ich die wohlbekannten Züge, sah da« Träumerische, Stille, da» Schalkhafte und zuweilen Uebermütige dieser ein,igen Stadt. Kreuz und quer, durch Gasse» und Gäßchen bin ich gewandert, dort, wo moderne Bauten stehen, Reich-tun und Wohlhabenheit da« Pflaster dav»r abtritt und dann auch dort, wo die Armut durch «itkgelegcne Fen-ster auf die Psützen der Straße hinabblickt, Licht und Leben«schönheit karg genossen wird. Dann aber zogen «ich unsichtbare Hände au« dem Bereiche der «ausladen und verlockend hergerichteten Schaufenster fort und auf die Höhen meine» lieben alten SchloßbergeS, »u den entlaubten Fliederlauben, in denen ich schon viel« lichte Träume geträumt habe, einsam und auch — zu »weit. Den neuen Felsensteig wählte ich mir zum Auf-stieg und bei jedem Treppenabsatz blieb ich stehen, wandte mich um und grüßte die nedelverschleierte Stadt. gewesen war. So sagten wenigstens seine Klub» gegner, die ihm mit Vergnügen eine goldene Brücke gebaut haben wollten und ihm gerührt ihre Aner-kennung sür die gute Hallung aussprachen. Pribikeoic siegte also und die demokratischen Blätter seiner Richtung bliesen inS Siegerhorn. Auch die Oppo-sition putzte in ihrer Enttäuschung die eigentliche Niederlage nicht zum eigentlichen Siege auf. wie ti sonst üblich ist. Mit verdächtigem Nachdrucke be> tont« auch sie den vollen Mißerfolg des Demokraten-führn». Und so war ja die Lage wirklich trefflich geklärt. Die demokratische Resolution hatte sich für die Verfassung und gegen jede Verhandlung mit Parteien, die an ihr rühren wollten, ausgesprochen. Die Ursachen sür den Zerfall der Koalition waren weggesallen. Demokraten und Radikal« konnten trotz der verbissenen Feindseligkeit ihrer Herzen zusammen weiter regieren. Paöit wurde vom König mit der Zusammen-setznnz des muen alten Kabinettes betraut. Der mit den Tücken der Politik nicht verirante Zuschauer und ZeitungSleser wiegte sich bereits resigniert und getröstet in dem Bewußtsein, daß eS wieder so bleiben werde, wie eS war. Da kam aber im ruhigen Fluß des Stückes die mehr als obligate Ueberraschung. Ljuba Davi-dovik halte sich nicht in die ihm hingelegte Rolle gesunden. ES kam ein Telegramm aus Zagreb, das ihm feurigen Dank für seine BerständigungSarbeit mit den Kroate» und das volle Vertrauen de? kroa-tischen Blocke« au»lp'och. Er wurde «mächligt, auch Im Namen des Blockes eine Wohlregiernng vorzu-schlagen. ES kam überdies ein Brief aus Zagreb an Davidovic, in dem ihm die Kroaten erklärten, sie wollten alle sofort in daS Parlament kommen und Eben schien die Sonne und in der Nähe de» »erlassenen, um seinen loten Poeten trauernden Starckehän«chen«, knapp an der Felsenwand, die vor kalten Nordwinden schützt, sahen ste wieder in stattlicher Reihe, die „Schwalben": sonnrhungrige Menschenkinder gleich mirl Ich gesellte mich zu ihnen und ließ mich von den Strahlen der Grazersonne wohlig durchwärmen. Mein Blick ging nach Süden, wo eine dicke, gelb-grau« Wolkenschicht die Fernsicht behinderte, aber ich wußte auch ohn« sie. daß dahinter oft liebersüllle ®e> danken ihren Weg hieher nehmen und dann wieder zurückkehren an die Stätten treuer Hetmailiebe, vom Duft der Reben sanft umschmeichelt. Lange saß ich so, bi« die Sonne westwär!« weiter zog und die Abendschatten tiefer sanken. Da stieg ich an der vurgtorseite ab »nd kam gerade recht zum Abendbummel in der Hmengasse. Auch hier b»«selbe Bild, wie vor zwei, vor sechs, vor zehn Jahren . . . Nur weniger bunt durch da» vorherrschende Z>vil al» einst, da die glänzenden Uni-formen überall hervorstachen. Weniger strahlend, weil da« Beleuchtung«ve,bot die Schaufenster der Kaufhäuser größtenteils in geheim-nievolles Dunkel hüllt. Au« dem Dunkel aber blitzt e« zuweilen von silber» und golddurchwirkten Stoffen, an denen man stch wie ein Dieb vorbeidrückt, um die Preise nicht sehen zu oüssen. Uebrigen» ist e« hier nicht teurer, al» bet un« daheim in der Südsteiermark, in Eelje oder MariSor. Ich habe die übl« Gewohnheit angenommen, alle« in unsere Valuta umzurechucn und ta kommt e« oft vor. daß ich meinen, über die Teuerung klagenden Be-kauntea sag«: „Aber — da« ist doch billig'.' Freilich dem König und aus di« Verfassung den Eid ablegen unter der einzige» Bedingung, daß Davidov?! die Zusammenstellung der neuen Regierung anvntraut werde. Also positiv« Politik und Anerkennung de» gegenwärtigen Zustandes im Staate. Ljuba Daoidovii danki« und forderte die Abgeordnet«» des Blocke» auf, eben mitzutun. Und nun gehen die Wellen hoch. Pal l legte die Bildung der neuen Regierung zurück. Er hatte mit den einzelnen Parteien verhandelt und verhandelt und kam zum Schlüsse, daß c» ihm nicht möglich sei, in einer Situation, wie sie nach dem Telegramm de» kroatischen Blockes entstanden war, eine Geschäits-regiernng zu bilden. Der König aber betraute PaSii > ochmals mit der Kabinettsbildung. Welcher Höhe die Krise nun zustrebe» wird, werten die nächsten Tage lehre». Es ist nicht anzunehmen, daß das Z veig-stir» Pcs {Pnbiievii daS Spiel aus der Haud legte. Wahrscheinlich werden noch Trümpfe fallen. Schließ-(ich werden die beiden »ach all der großen Auslegung doch oben bleiben. Vielleicht. Ihre Gegner werden «S ihnen, wenn eS bei den üblichen Mitteln bleibt, freilich nicht leicht machen. Des Siegers neues Europa. Als Ende September diese» Jahres aus der Bölkerbundtagung in Genf über die Abrüstung der ungeheuren Armeen deS Nachkrieges debattiert wurde, hielt der französische Vertreter De Jouoenel eine flammende Rede, in der er weitgehendste Reparationen forderte und sich gegen die Abrüstung Frankreich» mit der Begründung wehrte, daß die Ideale der französischen Revolution den machtpolitischen Auf. fassungen Deutschland» dauernd entgegengesetzt werden kann ich von ber „Billigkeit" keinen Gebrauch machen, dazu müßte Ich mehr, viel mehr Dinare mitgenommen haben, al» mir zur Verfügung standen. So stehe ich doch ziemlich unschlüssig vor dem Opernhaus und überleg«, ob ich 10.000 bi» 20.000 Kronen für einen Sitzplatz ganz hinten ausgeben soll? Der , Roten kavalier" hat mich gelockt, aber die Valuta-bedenke» siezten zuletzt doch über seine lieblich« Stimme. Statt tu »Tarmen" gehe ich in» Kino zu den ,Me» moiren eine» Mönche»" (Kloster von Sendomir, von Grillparzer) und Gerhart Hauplmann» „Jndipohdi" sehe Ich mir vielleicht erst gelegentlich einer zweiten Aufführung an. Uebrigen» : ich habe meine Grazer al» die Alten gesunden. Al« die in Sensationslust schwelgenden, vor Unwahrscheinlichkeiten erschauernden und mystischen Offenbarungen stet« zugänglichen Leutchen. Beweis: .Tat—twan—ast, der tche>mni«volle Mann mit der MaSke", Bajazzo, GeschenMnig usw., welcher durch seine vielversprechend« ReName Graz eine ganze Woche lang in Atem gehalten hat. Sein« überall aufgestellten Bilder waren der Zielpunkt für viele zündende Blicke auS schönen Damenaugen: „Ach, du Jndler, mit dem weißen Seidenturban und verborgenen Perlenschätzen!" Ich wollte auch einmal in meinem Leben das wunderschöne Gruseln lerne» und so erstand ich mir emen Sitz: letzte Galerie, um 5000 Kronen. Vorsichtshalber erst für die zweile Aufführung. Und da hatte ich da« Glück, mein Geld wieder zurückzubekommen, weil schon nach den erste» Srperimcntea'deS „Bajazzo» mit der springende» Seele' Tat—twin—ast außt g breiten und den Rosenberghöhen einen wunderschönen Psalm nachzustngen. So kuschelte ich mich in die Ecke und dachte nur insgeheim: „Tat—«an—afi—d »«bist du — du mein Srazl Arbeit zu ernähren. Ist seit den Zeiten der Römer der Gedanke kapitalistischer Ausbeutung, die Idee des Imperialismus nackter vor die Welt getreten als in dem trefflichen französischen Senator De Iouvenel? Durch ihn enthüllt sich da« wahre Kriegs« ziel Frankreichs: der französischen Nation durch die Arbeit der anderen Völker ein möglichst arbeitS-lofeS Einkommen und Wohlleben zu sichern. Nicht nur gegen das deutsche Volk richtet sich dieser Jmperia-liSmuS, sondern auch gegen andere Völker Europas, gegen ihre Freiheit, gegen ihr Recht der Selbst-bestimmung. In zwei Klassen soll die Menschheit geteilt werden: in die französischen Herren und in die dienenden Völker. DaS ist da« neue Europa, wie eS den Führern deS französischen Volkes vorschwebt, öjä ist der Sinn der Friedensdiktate. Das ftanzösische Volk hat sich durch den „Sieg" seiner Armee ein Recht daraus erworben, in aller Zukunft von der Arbeit anderer Völker zu leben. Wenn aber diese anderen Völker sich in die zugedachte Rolle nicht gutwillig finden sollten, dann muß eine jederzeit schlagbereite Armee da sein, um diese „Zivilisation" zu schützen. Zwei Berufe gibt e» in den Augen des Pariser Senators, die eines Franzosen würdig sind, der des leitenden Unternehmers und der des Soldaten. Der zweite hat über den ersten den Schild zu halten. De Iouvenel hätte die kostbare Arbeitszeit eines französischen Staatsmannes vielleicht nutzbrin» gender verwenden können als auf die Abfassung von Gedanken in einer großen Zeitung, die Europa vielleicht ohneweiterS glaubt, die es aber sicher mit gemischten Gefühlen aufgenommen haben dürfte. Politische Nunöschüu. Inland. Die beiden Telegramme. An den Demokratensührer Ljuba Davidoviö kam am SamSiag aus Zagreb solgendkS Telegramm: „Durch Ihr vorzügliches Eintreten für eine Politik der Verständigung mit »nS Kroaten auf der Basis sachlicher Gleichberechtigung haben Sie sich unser volles Vertrauen erworben und Sie stehen heute an der Spitze aller parlamentarischen Parteien und Gruppen sür BerständigungSarbeit, die schon bei den letzten Wahlen die große M-hrheit unsere« Volket für sich hatten, nämlich ungefähr 900.000 Stimmen, darunter der kroatische Block allein mit 330.000, von allen abgegebenen Stimmen 1.300.000. Auch im Parlamente selbst haben die BerstindigungS-Parteien eine beträchtliche Mehrheit gegenüber jenen Parteien, die sür die Weiterführunz einer Politik der Gewalt, der Rechtlosigkeit, der Korruption find und für welche die kroatische Frage angeblich nicht ex stiert. Deshalb ermächtigt Sie der kroatische Block, daß Sie auch in seinem Namen die Zusammensetzung einer Wahlregierung beantragen, die der Verständigung geweiht Ist als dem einzigen versassungsmäßigen Wege, daß sich die ParlameniSklise nicht tn einen Bürgerkrieg verwandle, verursacht von der Regierung, waS unausbleiblich zur Katastrophe führen müßte'. Gefertigt ist das sensationelle Telegramm von Stjepan Radii und Dr. N. Drmkovic. Davidovii schickte am Sonntag ei» Telegramm nach Zagreb, das nachstehenden Wortlaut hat: „Ich danke Ihnen in meinem und im Namen meiner Freunde aus das wärmste sür den Akt des Vertrauen», den Sie mir erwiesen haben. Es fteut mich daS Verständnis, das Sie in Ihrem Telegramme sür eine Politik der Verstän-digung zwischen Serben und Kroaten, die keinen Erfolg ohne die Gewißheit einer Unterstützung von dieser oder jener Seite haben kann beweisen. Ich sordere den kroatischen Block auf, in der begonnenen Aktion die Rolle aufzunehmen, die seiner parlamentarischen Stellung entspricht. In dieser Richtung kann der kroatische Block nicht nur auf meine und meiner Freund« Mitarbeit rechnen, sondern auch auf die Unterstützung der ganzen objektiven öffentlichen Mei-nung." Der Telegrammwechsel zwischen Zagreb und Ljuba Davidovii hat in den politischen «reisen die Aufmerksamkeit aus das höchste gespannt. Ein kom-pakteS Auftreten de« kroatischen Blockes in Beograd würde nach der Meinung maßgebender politischer Persönlichkeiten die gesamten Oppositionsparteien auf seiner Seite finden. Combinationen. Berichten aus Beograd zufolge wird Nikola Puic das Mandat der Regierungsbildung endgültig zurücklegen, nicht weil er eine neue Regierung nicht zusammenstellen kann, sondern weil er die Demokraten ausspielen will. Die Radikalen zweifeln nämlich daran, daß der kroatische Block nach Beograd kommt, auch wenn Davidovii die Kabinettsbildung erhält. In anderen politischen Kreisen ist man sest davon überzeugt, daß die Kroate» in diesem Falle bestimmt in da» Parlament einziehen würden. Eine dritte Kombination ist die, daß Pasiö Stojan Protiö weichen werde, damit aus diese Weise die radikale Partei am Ruder bleibe. Es ist sicher, daß sich der radikale Klub für Protik ausspricht, sobald Paöic sein Mandat definitiv zurücklegt. Ausland. Die Londoner Konferenz gegen Deutschland. Am 10. Dezember begannen in London unter dem Vorsitze des englischen Premierministers Bonar Law die Verhandlungen der vier Ministerpräsidenten Englands, Frankreichs, Italiens und Belgiens über die deutschen Reparationen. Poincarö stellte im Namen Frankreichs fest, daß der deutsche Reparationsvor-schlag unvollständig sei, weil darin weder von einer Resorm des Budgets, noch von irgendeiner Kontrolle oder einer Garantie oder vom Entwurf der Repara-tionskommission über die Markstabilisierung die Rede sei. Deutschland verlange im Gegenteil ein Moratorium, eine Anleihe und Handelserleichterungen. Die Durch» sührung der ZwangSmaßcegeln im Ruhrgebiet werd« keine neuen Verstärkungen der Alliiertenbesatzungen erforderlich machen. Bonar Law wendete ein. daß die öffentliche Meinung Englands gegen ZwangSmaß-regeln fei, die unproduktiv wären. Der belgische Ministerpräsident TheuniS stimmte dem Franzosen bei und Mussolini bewnte die dringende Notwendigkeit, die interalliierten Schnlden zu liquidieren. Da im weiteren Verlause der Verhandlungen Poincar«5 neuer» dingS gegen den Antrag auftrat, eS möge Deutschland ein Moratorium ohne genügende Garantien gewährt werden, und auf der Okkupation des Ruhrgebietes beharrte, erklärte Bonar Law, er müsse sich vor der Entscheidung mit seiner Regierung beraten. Die Be-schlüsse sind in ihren Einzelheiten noch nicht bekannt, aber die Agentur Reuter meldete lakonijch: „Die verbündeten Minister haben die deutschen Borschläge abgelehnt." Wie eS scheint, wurde Bonar Law von seiner Regierung ermächtigt, aus den sranzösischen Standpunkt einzugehen. Lloyd George» Artikel. AuS der Feder de« ehemaligen englischen Mi» nisterpräsidenten Lloyd George ist vor ?inigen Tagen in den großen deutschen, englischen und amerikanischen Blättern der erste Artikel einer mit äußerster Span-nung erwarteten Artikelserie erschienen. Er ist über» schrieben mit: „Der Pakt mit Frankreich" uud nennt sich eine Antwort an Elemenceau. Lloyd George spricht offen über die Gesahr, daß in Frankreich die Männer die Oberhand behalten könnten, welche die Okkupation der Rheinland« endlos verlängern und geradezu in eine Annexion umwandeln möchten. .Wenn fran^ön>che Minister," schreibt Lloyd George, „in ihre« Innern entschlossen sind, unter keinen Be-dinguvgen den Rhein zu verlassen, dann eröffnet sich ein neueS Kapitel der Geschichte von Europa mit einer Steigerung des Entsetzen«, toi« die Menschheit st« noch niemal« erlebt hat. Sie seien gewarnt, denn die Sympathien von England und Amerika würde» offen auf der Seite d«rjenigen stehen, die um ihre national« Freiheit kämpfen ... Die Unterwerfung von Millionen Menschen deutschen BluteS, deutscher Geschichte und Gesinnung unter ein ftemdeS Joch, die Einverleibung eine« io starken sremden, in seder Fieber gegen die französtiche Herrschakt feindseligen Elementes würde eine beständige Unruhe und Sorg« für die französisch« Regierung bilden, sie wäre nicht nur ei« neuer Antrieb für Deutschland, den Kampf wieder aufzunehmen, sie würde seinen Angriff auch rechtfertigen uud heiligen, indem fie ihn zu eine« Befreiungskrieg« macht." Der neue Präsident der polnischen Republik. Am 9. Dezember wurde vom polnischen Parla» ment der bisherige Außenminister Dr. Narutow'cz mit 289 gegen 227 Stimmen zum Präsidenten der polnischen Republik gewählt. Diese Wahl hat unter den Anhängern der Rechtsparteien maßlose Erbitterung ausgelöst. Ihre Abgeordneten erklärten, daß sie weder Dr. Narutowicz noch die Regierung anerkenne». Am 11. Dezember sammelte sich vor d«m Warschauer ParlamentSgebäude ein« groß« Volksmenge an, die einzudringen versuchte. Als die Demonstranten von Soldatenabteilungen zurückgetrieben wurden, be» Nummer 99 CtKtcT Zeitung Seite 8 lagerten sie da« Haus durch einige Stunden. Ab-geordnete von Linksparteien, darunter einige Juden, wurden heftig verprügelt. Die Führung der Menge hatten Studenten. Als Präsident Narutowicz, um> geben von einer starken Bedeckung Ulanen, das Belvederr-Palais betreten wollte, wurde er von der Menge mit Schnee beworfen. An mehreren Stellen der Stadt kam eS zu blutigen Ausschreitungen. E« gab mehrere Tote und zehn Schwerverwundete. Trotz der Demonstrationen fand die Vereidigung des neuen Präsidenten statt. Die Aufteilung der österreichisch, ungarischen Staatsschuld. Die ReparationSkommission in Paris hat vor einigen Tagen über die Austeilung der österreichisch« ungarischen Staatsschuld gemäß Artikel 203 bei FriedenSvcrtrage« von St. Germain entschieden. Wie verlautet, werden von dem aus die ehemals im Reichsrate vertretenen Länder entfallenden Anteil Oesterreich 36, der Tschechoslowakei 42 Prozente zur Last geschrieben. Die restlichen 22 Prozente verteilen sich aus Jugoslawien und Italien, von den Staat«, schulden der ungarischen ReichShälfte tiägt Ungarn 50 Prozent. An? Staftl nnft ianft. Heute JiKaKonzert. DaS mit Spannung erwartete Konzert de« Zikaquartette« findet heute, den 13. December, im kleinen Saale de« Hotel« Union statt. Die restlichen Karten sind in der Trafik der Frau Kovaö, Aleksandrova ulica, erhältlich. Kirchenkonzert am Samstag, den 16. Dezember. Die hiesige evangelische Kirchengemeinde veranstaltet SamStag, den 16. Dezember, 8 Uhr abend« tn der (geheizten) evangelischen Kirche ein Wohltätigkeilskonznt zugunsten de« blinden Or-ganisten und Tonkünstler« Herrn Eduard Jnterbergn. Da» Zikaquartett hat feine Mitwirkung in hoch» herziger Weise zugesagt und wird eine Reihe hervor-ragender Tonwerke zum Vortrage bringen. Wir er. suchen alle Gönner und Freunde de« Herrn Jnter-berger und alle Schützer de« ausgezeichneten Zika« quartette« um massenhafte« Erscheinen. Der Karten-vorverkauf findet ab Donnerstag in der Trafik der Frau Kovac, Alrkjandrova ulica, statt. Symphoniekonzert am 2. Dezember. In einer kleinen Stadt kann nur der Grundsatz gelten, wenige, aber dafür gute Konzerte zu machen. Nur auf solche Art wird da« Interesse de» Publikums für derartige Veranstaltungen dauernd rege erhalten. Das dermalige Symphoniekonzert der Mariborer Militärkapelle unter Herrn Kapellmeister Josef Main steht leider außer der Reihe unserer wenigen, aber erstklassigen Abende. Die V. Symphonie von Beet» hoven, diese« so dankbare mächtige Werk, war in Tempo und Ausdruck entschieden verfehlt. Im letzten Satz gab e« sogar einen regelrechten Umschmiß. Unseres Erach'en« ist e« viel besser, solche erhabene allbekannte Werke gar nicht auszusühren al« in solcher Weise. Diejenigen Zuhörer, die gute Auf« Führungen der V. gehört haben, ärgern sich, die-jenigen wieder, die da« Werk nicht kennen, bekommen eine ganz falsche Vorstellung davon und müssen sich darüber wundern, daß Beethoven als der größte Tondichter aller Zeiten gilt. Mit den modernen Sachen hatte Herr Kapellmeister Main mehr Glück, obwohl z. B. Saint-Saens „Totentanz" infolge eine« zu langsamen Zeitmaße« seinen dämonischen schaurigen Charakter ganz einbüßte. Auch Dvorak« .MittagShexe" blieb ohne besondnen Eindruck, was vielleicht auf die gänzliche StimmungSlvsigkeit zu-rückzusührrn ist, welche nach den ersten Stücken platzgegriffen hatte. Die „Mazedonischen Tänze" von Joses Maier sind wegen ihrn sehr geschickten am klingenden Instrumentierung wirkung«ooll. Großen Eindruck machte da« symphonische Bild .,Dci fliehende König" von unserem heimatlichen Tondichtn Slavko Öftere. E« ist ein Werk neuesten Stile«, die Erfindung ist ursprünglich und ungemein kraftvoll, die Instrumentierung gemahnt an die blendend« Sprache eine« Richard Strauß. Jubel und Schmerz, Lieblichkeit und Feierlichkeit finden jenen wahrhaft packenden Ausdruck, der nur einem Auserwählten gegeben ist. Ostnc ist eine ausgesprochene Begabung, eine starke Hoffnung, und wir können ihm nur wünschen, er möge au« den hiesigen kleinen, jeder Anregung entbehrenden Verhältnisse bald ia eine Stadt übersiedeln, die ihm Gelegenheit gibt, vieles und gute« zu hören. Ein Künstln, der in E>lje solche« schaff', mklßt- in Wien in einem ganz wesentlich beschleunigten Tempo seiner Vollendung entgegengehen. Mit diesem hoffnungsvollen Ausblicke schließen wir unsere Betrachtung über diese» tm großen ganzen wenig erfreuliche Konznt. Auszeichnungen. Der KreiszerichlSprüsl»ent Dr. Joses Kotnik in Celje wurde mit de» St. Sava-orden III. Kl. und der GrundduchSdirekior Silvester Fohn mit dem St. Savaorden IV. Kl. ausgezeichnet. Die silberne Medaille für Verdienste um den Staat erhielt der Unterbeamte Alo « Hribar beim Kreis-gerlchte ln Celje. Kranzersatzspende. Statt eine« Kranze« für den verstorbenen Hnrn Alfon« Smolniker und sür die verstorbene Frau Josefs« Kaschier spendete die Familie Jellenz dn Freiwilligen Feuerwehr in Celje 400 Kronen. Evangelische Weihnachtsfeier. Am 17. Dezembn nachmittag« halb 5 Uhr findet in dn evangelischen ChristuSkirche die diesjährige Kinder-weihnachtsfein, verbunden mit der Bescherung dn Armen statt. Seit Wochen rüsten sich schon die Kindn, um durch Verse und Liedn de» Großen eindrücklich Kunde zu geben von der frohen Weihnacht« botfchaft. E» soll ein rechte« Fest des Lichte« und der Liebe werden. Diesmal wird Albert Hackenbngn« Weihnachtsspiel „Alte liebe Märchen und gute neue Mär" zur Darstellung gebracht, verbunden mit alten und neuen WeihnachtSliedern. Wie alljährlich vn-bindet damit dn evangelische Frauenverein die Bescherung dn Armen. Mit Rücksicht aus die große Notlage und die außerordentlichen Bedürfnisse dn vielen Armen, Kranken. Alten, Erwerbsunfähigen, Bedrängten und Notleidenden aller Art sei auch hin die herzliche Bitte ausgesprochen um Spenden von Geld, alten oder neuen Kleidern, Wäschestücken, Schuhen für Kindn und Erwachsene, Spieljachen, Buchn «. dgl. Diese warme Bitte ergeht an alle, die ein Auge und ein Hnz sür die Not um uns hzben nnd die Verpflichtung hin zu helfen fühlen, an alle, die spüren, zu einem rechten WeihnachtSseste gehört vor allem, anderen Freude zu bereiten, die Liebebedürstigen unsere Liebe spüren zu lassen, Licht um uns zu verbreiten nnd die wissen: Geben ist seliger denn nehmen. — Gabe» und Spenden mögen abgegeben werden entweder bei der Borsitzenden des evangelischen FrauenvneineS Frau Leopoldine Rakusch im Eisenhof oder im evangelischen Psarrhavse. Das ist Pech! Der Mariborn Tabor schreit Z-ter und Mordio, weil in der Hauptvn-sammlung der löblichen Schuhmichngil')« in Maribor dn Vorschlag de« Schusters Monjac, es mögen die Protokolle tn slowtnischer Sprache geführt werden, kläglich durchsiel. Bon 50 anwesenden Meistern stimmten nämlich bloß 8 dafür, obwohl die übrigen 42, wie der Tabor behauptet, zur Hälfte Slowenen waren, die zum Teil sogar dagegen stimmten. Der kühne Kämpe Tabor will nun in diese« abscheuliche »Nest nationaler Gleichgültigkeit" mit kt äfiiger Faust hineinfahren. Er rüst überdies die Behörte zu Hil e. um seinen Ansichten über Fieiheit und Seldfibestim-mung zum Siege zu verhelfen. Die wscknen Meister aber haben erfreulicherweise jeder einen eigenen Kops aus und sie sollen, wie man hört, zufrieden mit dem Abstimmungsresultat, dos Toben de» Tator und seine Vormundschaft bloß belächeln. Zum Berichte des Ljubsanaer Outro bezüglich des Zusammengehen« dn Marburgn Deutschen mit den Klerikalen, wonach sogar im Rathause eine gemeinsame Versammlung dn beiden Parteien stattgefunden haben soll, ersahren wir nun. daß dieser Bnicht eitel Dunst ist und somit unsere Skepsis vollauf berechtigt war. Es hat bi« jetzt überhaupt noch keine Besprechung zwischen den Deutschen und Klnikalen MariborS, geschweige denn eine Vn-sammlung im Rathause stattgefunden. ES wurde auch niemals eine Kandidatenfrage besprochen. Im übrigen wissen wir, daß Herr Dr. Ocosel unter allen Umständen eine Kandidatur ablehnen würde. Die Deutschen MariborS werden nach Maßgabe der Verhältnisse ihre Stellungnahme zu den übrigen Parteien erst präzisinen. Bis heute ist dies noch nichl geschehen, sondern dir deutsche Partei arbeitet nur an ihrn Konstituierung. Eine große Explosiv nskataftrophe tn Iliartbor. A« DienStag, de» 5. Dezember, um zirka halb 3 Uhr, ereignete sich in der SlovenSka ulica Nr. 18 beim Büchsenmacher Cati! eine folgenschwere Ssploston, der zwei Menschenleb,» zum Opfer fielen und durch die außerdem dn Inhaber de» Geschäfte«, der Büchsenmacher&utü, schwere Verletzungen erlitt. Nach den bisherigen polizeilichen Erhebungen soll» derselbe erst in der vo> hergegangenen Nacht ein Quantum rauchlos«! P^lvn«, da« au« der Möller«, dorfer M >nilion«sab:i? stammt, von Schmugglern erhalten haben. AI« n DienStag früh die Arbeit in dn im Hose de« Hause« gelegenen Wnkstätt« begann, erfolgte auf einmal eine furchtbare Detonation. Eine mächtige Staubwolke stieg auf und die ganze Werkstätte war im nächsten Augenblick ein TrÜmmn« hausen. Die von der Polizei verständigte Freiwillig« Feuerwehr und derrn RcttungSabteilung rückte so« fort mit dem RettungSauto, dem nach wenigen Mi-nuten darauf ein Löschzug als PtonierrettungSzng ausgerüstet folgte, aus die Unsallstell« ab. Man hörte au« dem Trümmerhaufen Ruse de« vernn-glückten Büchsenmachers Eatik und begann sofort mit Hilfe von einigen schon anwesenden Zivilpersonen die Rettungsaktion. Nach einvintelstündizn anstren-gendn Arbeit gelang e«, den verunglückten Cutii aus dem Trümmerhaufen zu bngen. Er erlitt «inen Bruch de« rechten Unterschenkel« und schwere Verletzungen im Gesicht und an den Händen. Herr Cutiö wurde sofort mit dem RettungSauto In daS Allgemeine Krankenhaus überführt. DaS,Traurige folgte jedoch erst, als dn aus der Unsallstelle er» schienene HauSbesorger Sknbinc nach seiner Frau und seinem Kinde jammerte, die sich seiner Angabe nach noch unter den Trümmern befanden. Nach anstrengender halbstündiger Arbeit der RettungSmann-schaft gelang eS, die Frau des Hausmeister« Anna Sknbinc und eine vintelstunde darauf auch da« elf Monate alte Kind Anton zu bergen. Beide waren tot. vom Stadtkommando wurde «ine Ab-teiluni Pioninr aus die Unsallstelle kommandiert, die bei den AusräumungSarbeiten große Mengen Militärmunition und einen militärischen Scheinwerfn-Signalapparat sanden. Vormittag« fanden sich dann polizeiliche und gerichtliche Kommissionen auf der Unsallstelle ein. Die genaue Ursache dn Katastrophe »st bisher noch nicht ermittelt, dürfte jedoch auf un-vorsichtige« Hantinen zurückzuführen sein. Bei dieser Gelegenheit machte sich wieder das mangelhafte Funktionieren dn Alarmlinien dn freiwilligen Fenn-wehr unangenehm be«erkbar. Das alte Alarmnetz, da« den jetzigen Anforderungen nicht mehr entspricht, ist schon seit Monaten io Reparatur und wurde trotz wiederholter Urgenzen deS Wehrkommandos an die zuständige Behörde bis heute noch nicht in Stand gesetzt. Der Büchsenmacher &«tii ist am. SamSlag nach mehrtägigem qualvollen Leiden im Kranken-hause gestorben. Er war am ganzen Leibe so ver-brannt, daß die Aerzte kaum ein Flickchen gesunder Haut an ihm finden konnten, um Injektionen vor-zunehmen. Dlingerlizitotion. Der Stadtmagistrat Celje verlautbart: Am 2. Jänner 1923 findet um 10 Uhr vormittags in dn Kanzlei de« städtischen Schlacht-Hause« die Düngerlizitation für daS Jahr 1923 statt. Gestohlen wurden in den letzten Trgen in der Stadt Celje nachfolgende Wäschestück«: 11 Lein-tücher mit den Monogrammen E. B. und E. K.; 9 Tischtücher au» weißer Leinwand, rotgeblümt; 7 weiße Kappentüchn mit dem Monogramm E. B.; 7 L intüchn; 8 Kappentüchn au« weißer Wirk-lelnwand; 2 Tischtücher; 2 Damennach«he»d«n; 4 Polsterüberzieher;! Damenhemd; 3 Herrennachthem-den Fall« jemand etwa« verkaufen oder anbieten würde, möge die Behörde sofort davon verständigt werden. Die Vemeindewahlordnung und ihre Katastrophalen Folgen für die steüischen Srädtr läßt den SlovenSkt Narod in Ljubljana nicht schlafen und n prophezeit einn Mitteilung de« Ma-ribom Tabor zufolge durch den Mund seineS Eillier Berichtet staltn« ein« schwarze Zukunft für Maribor, Celje und Ptuj. Die gegtnwärtige Gemeindewahl-ordnung werde e« nämlich ermöglichen, daß in diesen Städten wieder di« DtUtschen und D«utschtümln an« Rud«r kommen würden. D«r Mariborer Tabor sühlt sich durch die Befürchtungen des Ljubljanaer Blatte« unangenehm bnührt und die brüske Zu-rechtweisung, die er an die Adresse de« Narod richtet ist auch für un« nicht ohne Interesse. Er meint: „Die Sorge gewiss« Herren in Ljubljana sür unsere Gegenden ist zwar de« Danke« wnt, schade, daß sie immer zur unrechten Zeit und in solcher Gestalt austaucht, daß wir ernstlich an ihrn Ausrichtigkeit zweifeln müssen. Allen Ljubljanaer Propheten sei gesagt, daß stch unsere nationalen und sortschrittlichm «reise de« Ernste« dn Lage wohl bewußt sind und die volle Verantwortlichkeit für den Schutz unserer nationalen Interessen auf sich nehmen. Ja diesn Hinsicht lasse un« Ljubljana in Ruhe. Wir in den steirischen Städten werden kein« politischen „grünen Kader«" ausstellen, sondern wir werden das ganze sortschriitliche politische Leben in ein« g«schlosseoe Phalanx zusammenschließen, die imstande sein witd, dm Deutsch«« und Deutschtümlnn einen Strich durch ihre verfrühten Rechnungen zu machen Die Rez.pt« Seite 4 Etllier Zeitung Nu»mer 100 K« Stjaöljanatr FregatienstakeS »erben kanfcnk ab. gelehnt." — Nicht nur wir Deutscht, sondern auch (in großer Teil der anderen OefieMlichkeil wird mit Erstaunen dielen Streit zwischen Ljubljana und Ma> ribor zur Kenntnis nehmen und den Aerger bei Tabor verstehen, der die ganze Zeit ehrlich bemüht war. da« «ntcr.ftcirüche Deutschtum wegzuleugnen. Wo soll denn da der Teufel herkommen, den der ZlovenSli Narod so ungeschickt an die Wand «alt?! »ergert sich denn nichi auch der Ljubljanaer? Jchro über eine solche Schwarzseherei und beeilt sich, in den Daten der lchlen Volkszählung sür Hch und seine Sache Trost zu finden ? Und wirklich : Maribor hat 20.916 Slowenen und nur 6497 Deutsche. Eclje bat 3980 S'owenen und nur 999 Dem -d)-. Pluj 6068 Slowenen und nur 843 Deutsche. Nämlich laut volkszichliing und da muß e« doch stimmen f Der Jutro möchte daS, ach, so gerne glauben I Gestohlen am 4. XII. 1922. iooo k Belohnung denjenigen, welcher mir den Joraj Koiaber ausfindig macht. Dereolbo iat im Jahre 1894 in Zibika (Stirnic*-Celje) geboren, ledig, Behtfkter, war bei mir alt KuUcher und hat auf der rochtonHand drei Finger beeohidigt. Kr hat ilmtliche Sachen bei mir gestohlen und int »purlos verschwanden. Die gftfl. Nachrichten Bind in adressieren an die Polizei in Steak oder an mieh: Eraeet Hubony, fiiiak. Kar&na „JugotlaTtja*. 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