EDfZELPlEISi II llpl SAii»tag-SMuitii| 11 B|if SAii»tag-SMiiiti| 11 H|if sniiibntiitr Bntuna Amtliches Organ d«s Verlag und Schriftleitengi Mirbnit a. C Ur«a, Hidgiss« Nr. 6. Pemnif: ^.^7. 25>66, 39-69. Ab 1830 Uhr ist aic bchrif^titung nur tut Femrut Nr. 28-67 errticmf. — Ufiviftinft« XHehrifMii werden nichl rOekctsandt. *- b« Anfragen ist wiits Irfneio wd serschkKen tuf den ROckcuf beflndflcbe Kotonneii aier Wiüia Rolteiide LuttuitiAe richteten steh mit vmiclitcnder WIrkuns lafen den nirttckgehenden fefnd. Nordwestlich Woronesch schlössen Panzervefbinde ebe Milche Krlltetmppe in raschem VorsioS ein* Im tiiltUci*sti Trontabschnltt wurden mehrere örtliche AngrHfe des Feindes abgewiesen und BereitstetKingen der Sowjets zerschlagen. Bei Sätibenififiaktloiien im ehemaicen WokÄow-Kcssel wurde der Obert»efehls-baber to «Weiten Sowiet-Stoftanneet Gewwtibieet Wlaasow, mm aeteem Vemteck herausfehoK. In Ag3^ten niur drtliche Geiechtstätig-fceH Im Gebiet .von C1 Alamein. In Lvft-Iciinrfen tmd durch fUikartUleric verloren die Briten 12 f higzeuge. Vor der Küste von Palästina erzielte ein deutsches Unterseeboot swei Torpe« dotreffer auf einem Tanl^^r, der in einem staHc i^dsicherten Qeleitzug fuhr. Auf Malta wurden die Luftstützipunkte durch deutsche und italienische Kampf-flfegerverbände Portlaufend bekämpft. An der englischen SUdkUste verser^k-ten leichte Kain(»fflugzeuge einen britischen Be wacher. An der Katiifküsie wurden gesteirn vier feindliche Flugzeuge abgeschossen. Britische Boii>her griffen in der letzten Nacht mehrere Orte Im rheinisch-westfälischen QeWet an. Die Zivilbevölkerung hatte Verluste. Hauptsächlich in Woimvlertcln der Stadt Msburg entstanden Gebäudeschäden, Fünf der an-sreifenden Flugzeuge wurden zum Absturz gebracht. IllAff Tonnrie Berlin. 14. Juli Wie das Oberkommando der Wehrmacht mitteilt, haben im südlichen Ab« schnitt der Ostfront sohneile deutsche Truppen die Rtiakzugsbewegungen des Fehides überflügelt und sind tJef in seine rückwärtigen Verbindungen hineingestoßen. Da den Bolschewisten der Rückzug verlegt Ist, entstanden an mehreren Verkehrsknotenpumkten durch das Zu* sanimentreffen der von Nordsn nach Süden und von Westen nach Osten planlos imd ungeordnet zurüdkfilutenden Kolonnen des Fehides Stauungen und Verstopfungen, die das Ziel der Angriffe des Heeres und der Luftwaffe wap5n. Besonders im Raum zwischen dem Nord-Dones und dem Don wurden Artillerie-und Infanterielcokmnen wIrtcungsvoU von deutschen Kampfflurstufen b^bardiert nnd Ober ?00 mit Truppen und Material beladine Kraftfahrzeuge vernichtet. Bei dem Verstoß einer deutschen Division auf eine kilometerlange, dicht auf-pesohlosseno feindliche Kolonne wurden den Bolschewisten durch Flakartillerie und schwerc Infairteriewaffen hohe Ver* histe an Menschen und Material beigebracht. Weiteire Verluste hatte der Feind auch aan nördlichen Donez bei Bombenangriffen deutscher Ksinpfflugzeuge ge-^en anstaute Kolonnen. U Qcs^Utae uSd 15 Zugmaschinen fttÄfr reÖlanfifiÄl Artültrteabtellung wurden beim Überschreiten des Flusses durch VoUtrefrer vernichtet. Del Säuberungskämpfen in dem neu 'gewonnenen Gebiet wurden von den deutschen Truppen mehrere Bunker mit Panzer4(upipeln zerstört und erneut Hunderte vton Gefangenen eingebracht. Die l^uftwaffe unterstützte die vordringenden deutschen Truppen und belegte feindliche Ortsuftterkünfte und Widerstandsnester wirksam mit Bomben. In kühnem überraschendem Vorstoß mitten durch das noch von Bolschewisten besetzte Kanmpfgelände schlössen deutsche Kampf verbände westlich Wo-ronescii eine feindliche Kräftegruppe ein, die an den Vortagen verschiedene vergebliche Entlastimgsangriff« durchgeführt hatte. Die eingeschlossenen Bolschewi-stz sind im Begriff, dem würgenden Griff der deutschen Einkes>£lung zu erliegen. Nördlich Wononesch zerschlug die Luftwaffe zahlretehe Entlastungsangriffe der Bolschewisten und, bombardierte in pau-senk>sem Einsatz feindliche Kolonnen, die dem Ufer des Don zustrebten. Im rüökwIrWgen Koindlichen Gebiet unterlag der feindliche Eisenbahnverkehr heftigen Luftangriffen. Zahlreiche Züge, Bahnhöfe und Bahnstrecken wurden durch Volltreffer schwer mitgenommen, so daß anhaltende Brände entstanden. Deutsche Jäger sicherten den Luftraum über dem Kampfgebiet und schössen 35 feindliche Flugzeuge ab, während weitere 15 bolschewistische Flugzeuge bei einem Tiefangriff auf einen Feldflugplatz; am Boden zerstört wurden. In Aeiviilen lahlreidie flefangene Rom, 14. Juli Der italienische Wchrniachtbcricht vom Dienstag gibt bekannt: An der ägyptischen Front erzielten Angriffe italienischer und deutscher Abteilungen gute Ergebnisse. Zahlreiche Gefangene wurden gemacht und ein Batrail-lonsstab gefangengenommen. Auch die Lufttätigkeit war gestern lebhaft. Deutsche Jäger schössen neun Spitfire ab, unsere Jäger ein viermotoriges Flugzeug vom Typ Liberator. Zwei weitere britische Flugzeuge stürzten getroffen von der Artillerie der Festung To-bruk ins Meer Der Sieg Im Rann von Rscliew Ncch leliwMtlm KVmpfm in Sumpf und Urwald Berlin, 14. Juli Wie das Oberkommando der Wehrmacht zu dem neuen Sieg der deutschen Truppen im Raum von Rschew ergänzend mitteilt, ist durch die Vernichtung einer großen feindlichen Kräftegruppe wieder eine Bereinigung des Frontgebietes erfolgt. Im Winter verk>ren die Sowjets hier mehr als 45 000 Mann In der schweren Winterschlacht hatten dio Bolschewisten durch Masseneinsatz von Menschen und Panzern in diesem von Urwäldern und Sümpfen durchsetzten Kampfraum eine Fronteinbuchtung erzielen können. Nachdem die strengste Winterkälte gebrochen war, nahmen die deutschen Truppen den Kampf gegen die eingesickerten Bolschewisten auf, die in monatelangen örtlichen Vorstößen mehr als 45000 Mann an Toten und Gefangenen verloren. Am 2. Juli begann der umfassende deutsche Angriff, der am 5. Juli zum Durchbruch durch das stark ausgebaute feindliche Stellungssysteip, zur Einschließung dieser bolschewistischen Kräfte-gruppe und schließlich zur Aufsplitterung und Vernichtung der eingekesselten feindlichen Verbände führte. Im Verlauf schwerster Waldkämpfe wurden durch den gleichzeitigen Kampf gegen brusttiefen Morast, gegen Sümpfe und Milliarden von Mücken sowie gegen den verbissen kämpfenden Feind von den deutschen Infanteristen größte Leistungen verlangt. Nun neuardincs Uber 90000 Oelangene Nach Abwehr zahlreicher Ausbruchsund Entietiungsversuche wurde in elf-tlglftr Schlacht mit wirkungsvoller Un-torsTütiung der Luftwaffe, die In den Frtihjahrikämpfen schon schwer mitgenommenen neun Schützendivisionen, vier Infanteriedivisionen und eine Panzerbrigade des Feindet zerschlagen und wiederum über 30000 Gefangene sowie riesige Mengen in Geschützen, Panzern, \\^ffen und Kriegsgerät als Beute einge-br^acht. yntsr den Becgen von Gefalle 41« in mf» UM der lQft#«tf«. den außer zahlreichen höheren Kommissaren und Offizieren auch der Chef des Generalstabs und der erste Generalstabs-offlzier der 39. sowjetischen Armee aufgefunden. Die Säuberungsaktionen in dem Kampfgebiet werden noch fortgesetzt, so daß mit einem weiteren Ansteigen der Gefangenen- und Beutezahlen zu rechnen ist, Vorbikltiolies Zusainnienwk*ken von Heer und Luftwaffe Die Luftwaffe belegte in der elftägigen Kesselschlacht die in den dichten Waldgebieten und unwegsamen Mooren eingeschlossenen ' bolschewistischen Kräfte in rollenden Einsätzen mit Bomben. Meh-| rere hundert Panzer — an einem Tage durch vorbildlichen Einsatz der Aufklä-' rungsstaffel allein 37 — sowie zahlrei-! che Batterien wurden durch Bomben und ] Tiefangriffe zerstört und der Widerstand der eingekesselten Bolschewisten zermürbt. Auch die Flakartillerie unterstützte durch Bekämpfung von Widerstandsnestern und Panzerkampfwagen den Angriff der deutschen Truppen. | Gleichzeitig bekämpften deutsche Kampfflugzeuge den Nachschubverkehr j des Windes außerhalb der Einschlie-| ßungsfront und dehnten ihre Angriffs-, flüge bis in den Raum westlich Moskaus: mis. Zahlreiche Transportzüge, die mit Truppen und Material zu diesem Kampfabschnitt rollten, wurden vernichtet oder durch Gleiszerstörung vor Erreichen ihres Zieles abgestoppt. Auch diese Unter-; bindung des geregelten Nachschubs des Feindes trug zur Vernichtung der bolschewistischen Kräftegruppen oei. Deutsche Jaifdflugieuge, die im Verlauf der elftigigen Schlacht über 100 bolschewistische Flug:zeuge abschössen, kämpften den Raum über der Einschließungsfront vom Feinde frei und schufen damit die Voraussetzung zu den erfolgreichen deutschen Luftangriffen auf die | eingekesselten bolschewistischen Divisionen. So Ist auch der neue Sieg im Raum Rschew das Ergebnis des vorbildlichen Zusammenwirken» der kampier-, probten Verbünde des deutschen Heeres 1 Am Rande der ScMachf Während man sich in Moskau und London noch nicht darüber einigen konnte, ob man die bereits am 7. Juli erfolgte Eroberung von Woronesch zugeben oder noch weiter abstreiten sollte und Moskau sogar, trotz vorangegangener Londoner Teilgeständnisse bezüglich der Geleitzug-Katastrophe im Eismeer, das komplette tintreffen des versenkten Geleltzuges in den russischen Eismeerhäfen meldete, berichtete das deutsche Oberkommando in seiner fast schon klassischen Sprache über das größte Ereignis dieses Jahres: die Schlacht am Don. Sie hat so gewaltige hrgebnisse an Raumverlusten und Materialeinbußen des Gegners gebracht, ihre strategischen Auswirkungen sind so weittragend, daß der Londoner Nachrichtendienst sie mit Recht als »eine militärische Krise ersten Ranges« bezeichnen kann. Die Schlacht am t)on ordnet sich organisch ein in eine globale Strategie, die das Kennzeichen einer lückenlosen Zusammenarbeit der Mächte des Dreierpaktes ist. Aus dieser »militärischen Krise ersten Ranges« gibt es für die Sowjets keinen Ausweg. Die von Stalin immer wieder geforderte Entlastungsoffcnsive der beiden anderen Alliierten ist ebenso ausgeblieben wie die zweite Front und die Masse des in Aussicht gestellten Kriegsmaterials. von diesm Material im Laufe des Frühjahrs an der Ostfront eingetroffen ist — Churchill selbst bezifferte die Zahl der gelieferten Panzer in seiner letzten Unterhausrede mit 2000 — ist in den Vorentscheidungen von Kertsch, Sewastopol und Charkow oder nun in der großen Schlacht am Don, Im Raum von Rschew und am Wolchow so gut wie ganz vernichtet worden. Jene Panzer und Flugzeuge aber, die dazu bestimmt waren, Stalins großen Somnierfeldzug zu stützen, liegen entweder in Ermangelung von Schiffsraum in den cnglisrhen und amerikanischen Häfen oder sie sind mit dem großen Gcleitziig auf den Grund des Eismeeres versunken. Die Vernichtung der feindlichen Materialreserven hat auf diese Art ein unvorstellbares Ausmaß angenommen. Was zum Abtransport gelangt, versinkt im Meer und was an Ort und Stelle ankommt, wird von unserer Panzerabwehr lind unserer Luftwaffe zerschlagen oder bleibt auf der Flucht liegen. So wenig die feindliche Öffentlichkeit auch von diesen entscheidenden Tatsachen erfährt, so hat sie doch schon ein untrügliches Gefühl für den tödlichen Charakter der Gefahrenzone am Don. Und während der Bolschewismus so einen lebensbedrohenden Streich nach dem anderen empfängt und sein Bündniswert für die beiden anderen Alliierten — die ihre Kriegsspekulation auf^der Masse von Mensch und Material gerade dieses Bundesgenossen aufbauten ~ immer tiefer sinkt, setzt der Kommunismus seinen Eroberungszug in den angelsächsischen Ländern anscheineml erfolgreich fort. Die intime Bettgenc^senschaft der beiden hochkapitalistischen angelsächsischen Staaten mit der Sowjetunion hat bekanntlich bereits auf den verschiedensten Gebieten zu einer Anfälligkeit gegenüber dem Keim des Bolschewismus geführt. Dieser Tage nun hat einer der Wortführer und Dogmatikcr der Labourparty — es ist Harold Lasky — die Büchse der Pandora geöffnet, die offenbar Molotow gelegentlich seines letzten Besuches in London als Gastgeschenk hinterließ. Der Dogmatiker der für die britische Regierung mitverantwortlichen Labourparty erklärt Im »Daily Herald« autoritativ, daß es aus der gegenwärtigen Weltkrise nur einen Ausweg gebe: Die Übernahme jener Art von »Sozialismus«, den die Sowjetunion bei sich brrfils in dir Praxis umgesetzt habe, also ^uf gut deutsch, des Bulschewismus. dtM solang# die Sowjets von einer ka-« ^eitf 2 >Marburger Zeitung« 15. Juli 1942 Nummer IX pitalistischen Weit umgeben seien, die ihrem Wesen nach imperialistisch sei, bleibe ihnen ja gar nichts anderes übrig, als, um ihrer eigenen >;Sicherheit« willen, eine rücksichtslose Machtpolitik zu betreiben und zu diesem Zweck ihr schärfstcs Instrument, die Dritte Internationale, einzusetzen. Ks gäbe nur einen Ausweg aus dieser Krise der Alliierten: die Obernahnie bolschewistischer 1 ebens- und Wirtschaftsformen durch die angio-amerikam-sche Welt. Nur auf diese'Art ließen sich auch Roosevelts vier Freiheiten, die Atlan-tikcharte und der Mototowpakt verwirklichen, nur auf diese^ Art sei ein Verzicht auf den Wettkampf imperialistischer Machtstaaten zugunsten eines allgemeinen Weltfriedens möglich. F.s sind reichlich verworrene und unzeitgemäße Auseinandersetzungen, die hier vor sich gehen, sie stehen aufierdem in einem so krassen Widerspruch zu den lireignissen auf den Schlachtfeldern am Don, daß man über sie glatt zur Tagesordnung ilbcrgehen kannte, wenn sie nicht einige wesentliche l^elbstenthüIUingen erbracht hätten. Als eine solche ist zunächst das Fingeständnis anzusehen, daß die Dritte Internationale nach wie vor — trotz aller Alibis Stalins — hier {öffentlich als das Alachtinstrument der Sowjetunion bezeichnet wird. Die zweite Fnthüllung ist, daß der Bolschewismus selbst zur Zeit, wo er um seine nackte Existenz ringt, nicht aufgehört hat, seine eigenen Bundesgenossen zu zerstzen. Zu diesem Zweck stehen ihm bis in die britischen Regierungskreise hinein maßgebliche und einflußreiche Verfechter seiner Ideenwelt zur Verfügung. Uns Europäer interessiert es heute herzlich wenig, aus welchen Gründen der Bolschewismus diese gegen Europa gerichtete brutale ,\Uichtpolitik betreibt. Wir sehen nur ilie Talsachen selbst, und wir sehen weiter, daß in England dieser Haltung kein Widerstand entgegengesetzt w ird, sondern ilaß ein für die Regiertmg niilveranlworllii'hes Organ wie ■>Dailv Herald''; sich (»ffentlich zum Propagandisten ilieser lileen machen darf. Welchen Wert unler solchen l'mständen die territorialen Vorsichtsklauseln des Mrdotow-paktes besitzen, geht auch aus dieser Selbstcnthültung nur allzu deutlich hervor, soweit das n?.ch den Aufklärungen der Gelicimprotokolle zum AAolotowpakt überhaupt noch notig war. So unzeitgemäß diese machtpolitischen Ansprüche des Bolschewismus im Hinblick auf das große Geschehen und die bolschewistischen Niederlagen an der Ostfront auch sein mögen, so sind sie doch zur rechten Zeit enthüllt worden, um der Welt die Augen über das Spiel zu öffnen, das hier getrieben wird. Uns beruhigt das Bewußtsein, daß alle diese Pläne tmd Auseinandersetzungen sich abseits der Wirklichkeit bewegen, die sich gegenwärtig am Don vollzieht. DV. Fritz Theil y Abbau der Illusionen geht weiter Sowjets machen ttopf#nweise neue Teilgeständnisie — Die deutschen.Erfolg e „geradeiu erstaunlich" — Der tiefste Kell seit einem Jahr Berlin, 14. Juli Nur tropfenweise verzapft die sowfcti-sche Lügenzentrale d'er Öffentlichkeit die schlimmen Nachrichten von der Front. Immerhin gibt der sowjetische Heeresbericht in der Nacht zum Dienstag schon zu. daß die bolschewistischen Truppen erbitterte Kämpfe mit dem Gegner führen müßten, »der in den Bezirk Woronesch eingedrungen ist.« Bekanntlich wurde die Einnahme dieser wichtigen Stadt schon am 7. Juli im deutschen OKW-Bericht gemeldet. * Inzwischen geht der Abbau des während der Wintermonaie von den Agitatoren in Moskau. London und Washington errichteten lllusionsgebäudc.s in ver-stärktcm Mnßo weiter. Staunend nuiß nun die fMfentlichkeit in den drc' Ländern täfjl'ch mehr erkennen, daß die im Winter so beliebten Meldungen von der »VernThtung imd Ausblufung der deutschen Armee?.' von den »großen Verlusten« usw. usw. nichts weiter waren, als ein riesiger Bluff. Heute muß sich die United Press aus Moskau melden lassen, das die Deutsclien »mit überwältigender Überlegenheit den tiefsten Keil an der Ostfront vorgetrieben hätten, den ie eine deutsche Armee seit einem Jahr geschaffen hat. Die Sowjetarmee hat noch nicht erkennen können, wo der deutsche Vormarsch vermutlich enden wird.« Und in dem Bericht eines sogenannten Sowjetpropagandisten für die Un'ted Press kann man 'esen, daß es dem Feind gelun- gen sei, eine wichtige Arterie der Sowjets zu durchschneidcn und daß man zugeben müsse; »Ein Rückschlag ist eben ein Rückschlag.« Der »Dailv Herald« wiederum wendet sich gegen britische M'litärfachleute, cVie es für zweckmäßig hielten, die deutschen Erfolge im Osten auf die leichte Schulter zu nehmen. Wenn sie sagten, so schreibt das Blatt, daß Gebietsgewinne nicht kriegsentschcidend seien, sondern nur die völlige Vernichtung, so müsse man ihnen antworten, daß diese Argumente falsch seien, denn man künrre auch (tas Rückgrat des Gegners brechen, ohne ihn dabei direkt zu toten. Der deutsche Vormarsch sei deshalb gefährlich, weil er das gesamte Transportwesen der Sowjets lahmzulegen drohe. Die »News Chronicle« bezeichnet die deutschen Erfolge im Osten als »geradezu erstaunl'ch«. Das Blatt erklärt bezeichnenderweise, die wertvolle von England den Sowjets geleistete Hilfe werde von diesen auch anerkannt, ebenso wie man bei den Sowjets über die Vorrangstellung Bescheid wissen dürfte, die Nordafrika durch die unerwartet schweren Niederlagen auf d'esem Kriegsschauplatz einnehmen müsse . . . Anscheinend will das Blatt damit den Sowjets klarmachen, welche Schwierigkeiten der Errichtung der von ihnen so dringend geforderten nefien Front entgegenstehen. Das Blatt weiß sich aber letzten Endes keinen anderen Rat, als England und die USA erneut zum Handeln aufzufordern, selbst Die vernicliteten Geleilzfige Wi* Churchill d*m •nglitchen Volk dl* Katattroph« im No»cm«er b«'bringt 'Bf nr, Pawfi'i'sili Berlin, 14. .luli Der Führer hat dein kroatischen Sta'itsfiitirer Dr. Ante Pawelitscii zum nehurtstag telegrafisch seine herzlichsten (l'fickwünsche übermittelt. fingen die Pnipns'pilnnnpn von Aiamni«* Berlin, 14. Juli Nachdem die heftigen Sancstürmc über dem ägyptischen Küstengebiet im Laufe des Montags nachn:elassen hatten, griffen von .Mittag bis zum späten Abend deutsche Kampf- und Sturzkampfflugzeuge britische Artilleriestellungen und Kraft-fahrzeugansammlungcn im Nordwesten von EI .Mamein mit vernichtender U^ir-kung an, Ppusenlos schlugen Bomber schwerer Kaliber inmitten der fe'ndlichen Batterien ein und brachten zahlreiche Geschütze zum Schweigen. Mehrere Munitionsstapel in (!er Nähe der Artilleriestellungen flogen nach Bombentreffern in die Luft. .\uch das rollende Material der Briten erlitt schwere Beschädigungen. Deutsche Aufklärer beobachteten, daß nach diesen in rollenden Einsätzen durchgeführten .\ngriffcn dichte Brand-wolken über dem Kampfgchfef am .Araber Golf lagen. Außerdem wuruen Vorstöße vereinzelter britischer motorisierter Kräftegruppen ducrh das enge Zusammenwirken deutschen Luftwaffe mit den Verbänden der Panzerarmee erfolgreich abgeschlagen. Deutsche Jilger schössen bei freier Ja:^d und Begieitschutz acht britische Ja'f'dflug/euge der Muster Spitfire, Hur-ricane und Curtiss ab. Stockholm, 14. Juli Bisher schwiegen sich die amtlichen Londoner und Washingtoner-SteHen über die Katastrophe des Großgeleitzngcs im Nördlichen Eismeer noch immer aus. Aber ganz allmählich muß man das Volk ja doch auf den Verlust der 38 mit wertvollstem Kriegsmaterial beladenen Schiffe vorbereiten. Daher kommt jetzt eine für die Methoden der feindlichen Agitation höchst bezeichnende Meldung aus London, die zwar bei weitem kein offenes Eingeständnis darstellt, zwischen den Zeilen aber doch das Ausmaß der Katastrophe verrät. In dieser Meldung heißt es: »Eine ernste Bedrohung für die Schiffahrt bedeutet die Zusammenarbeit der feindlichen Luftwaffe mit den LT-Booten, wie aus der rauhen Behandlung hervorgeht, die dem Geleitzug auf dem Wege nach Murmansk in der vergangenen V/o-che zuteil wurde. Das Tageslicht, das auch noch im nächsten Monat anhalten wird, bedeutet, daß die Geleitzüge bei den Lieferungen für die Sowjets große Risiken eingehen müssen, wenn sie den .^n-griffen der auf Landstützpunkten stationierten Flugzeugen entgehen wollen, so müssen sie einen weiten Umweg von etwa 500 Meilen auf See machen. Die Deutschen haben bedeutende taktische Vorteile, da sie aus den norwegischen Fjorden heraus operieren können.« Churchill hat sich also noch längst nicht zu dem Standpunkt jener Kritiker durchgerungen, die der Londoner Nachrichtendienst dieser Tage zitierte und von denen behauptet wird, daß die Deutschen, wenn London die britischen Verluste veröffentliche, nicht viel mehr erfahren würden, als sie schon wissea. Altlee verweliert die AnskonH Der stellvertretende Premierminister demente Attlee weigerte sich, wie Reuter meldet, am Dienstag im Unterhaus die Anzahl und den Frachtraum der von den beiden letzten Geleitzügen für Malta verloren gegangenen Frachter zu nennen. Er erklärte, es stehe »nicht im öffentlichen Interesse«, solche Einzelheiten anzugeben. Der Labour-Abgeordnete Richard Stokes erklärte: »Auf Attlees Vorschlag stelle ich eine Frage: Warum ist es möglich, genaueres über die Flottenverluste, dagegen nicht über die Handelsschiffsverluste anzugeben?« Attlee erwiderte unter Gelächter: »Gewiß, ich habe gesagt, daß Stokes die Frage stellen könnte und ich habe ihm ja auch eine Antwort erteilt.'? »Nicht im öffentlichen Interesse ...« Es fragt sich nur, wie lange sich das Unterhaus und besonders das britische Volk noch mit derartigen Ausreden abspeisen lassen. Vom bolschewistischen loch erlöst Die Bevölicerung Simfeiopols begrUsste die Soldaten der Achse als Erretter .Madrid, 14. Juli »Das Leben in Sinif'2ro.p0!l«, so berichtet der »Ya«-Berichterstatter aus der Krim, »hat während der deutschen Be-satzuTigszeit eine Wandlung durchgemacht. die unglaublioli erscheint. Die Be-völkermisj der Kriin, die zum gröliten Teil aus Tataren mit bul){ariscli-grK-xhi-sclien Einschlag und nur zu eincni Fünftel aus Russen besteht, hat die Last des txilschowistischcn Systems nur schwer ertragen. Im Verborgenen lebte das eigentliche Volikstum, weiter und wurde trotz der stn^mgen Übei-wachung durch die Sowjetkomnussare auf die heutige Generation vererbt, in versteckt Kchal-t^nen Schenken bewaiirte man die alten bunten Trachten und Schmuckgegen-ständt; auf,, die die Ahnen bereits getragen hatten, weil man auf den Tag der Befreiung wartete. Dieser Tag war mit der Besetzung der Stadt durch die deutschen Truupen angebrochen. Nicht als Feinde oder ErobePv^r, sondern als Erretter wurden die Soldaten der Achse von der Bevölkerung begrüßt. Die alten Festkleider würden aus den Truhen her-vtOTgehoIt und die Stadt erhielt wieder ihr altes buntes Bild, das an das Löben in den Mittelmeerländcrn erinnert.« Der Berichterstatter weist dann dairauf hin, daß die Bolschcwisten alle Lebensmittel zerstört n(>2r verschleppt hatten und eine große Not in der Bevölkerung herrschte. Sic sei schnell behoben worden, denn die deutsche Wehnmacht'habe die Versorgung der Bevölkerung .sofort organisiert. Nach ilipS'm Kinizug hätten die deutschen Soldaten ni treuer Kameradschaft mit ihren Ouatiersleuten ihr Brot geteilt. Die Freude der Menschen über die Erlösung vom bolschewistischen Joch sei nicht zu beschreiben und in Simferopol Ihsrrsche heute Glüok und Freude, und die alten Volkslieder erklingen zum ersten Male wieder in den Häusern und au! den Straßeu. auf die Gefahr hin, daß es sich dabei um ein Abenteuer handle. Während die englische Presse also auf der einen Seite in Pessimismus über die sowjetische Niederlage macht, klingen andererseits Erklärungen für das sachte Abrücken von angeblich eingegangenen 'Verpflichtungen durch. Rnipptsl im Bad der Sowjel-Rriegsnasdiiiie Stockholm, 14. Juli Eine starke Beunruhigung über die Zukunft an der Ostfront macht sich, wie der Londoner Korrespondent von »Dagens Nyheter« meldet, in allen britischen Pres-sekomnientaren zur Kriegslage im Osten bemerkbar. Der »Evening Standard« erklärt: »Unser Vertrauen auf den sowjetischen Widerstand ist wohl noch unvermindert, aber eine gefährliche Tatsache hat sich nun herausgestellt: Die Deutschen sind wieder imstande gewesen, unter für sie günstigen Bedingungen einen Bewegungskrieg zu erzwingen. Jegliche Vorausbe* rechnung einer auf der Stabilität der sowjetischen Front aufgebauten Weltstrategie» ist jetzt schmerzhaft zerschlagen.« Der »Daily Herald« betont, daß man die jetzigen deutschen Vorstöße nicht unterschätzen dürfe. Aus allen Betrachtungen der englischeii Presse spreche, schreibt der Korrespondent von »Dagens Nyheter«, die Einsicht, daß dringlichste Hilfe an die Sowjetunion nötig sei, und zwar in handgreiflicher Form. Wie dies zu machen sei, müsse man den alliierten Oberkommando überlassen. Auch der Londoner Korrespondent von »Sozialdemokraten« unterstreicht die Tatsache, wie düster London auf die Ereignisse reagiert. Die Abschneidung der Eisenbahn Rostow—Moskau werde als ein Knüppel in dem Rad der sowjetischen Kriegsmaschine empfunden. Jk wekifik ieUik Feindlicher Bewacher' sUdllch DartmouUi versenkt. Leichte deutsche Kampfflugzeuge griffen im Kampf gegen die britische Insel am Montag einen feindlichen Bewacher Im Seegebiet südlich Dartmouth vor der englischen Südwestküste mit Bomben schweren Kalibers an. Eine Bombe detonierte dicht neben der Bordwand, eine weitere traf das Heck des Kriegsfahrzeuges. An Bord des Bewachers entstanden daraufhin mehrere Explosionen, die die Aufbauten und Bordwände auseinanderrissen. Das Schiff sank innerhalb weniger Minuten, Sieben Schiffe auf einmaL Das USA*Mari-nedepartement gab am Montag die Versenkung von vier Schiffen durch U-Boote der Achse bekannt, selbstverständlich erst, nachdem überlebende an Land gebracht worden waren, so daß eine weitere Verheimlichung des Verlustes dieser Schiffe nicht mehr möglich war. Gleichzeitig mußte der kanadische Marineminister in Ottawa mitteilen, daß drei Schiffe im St.-Lorenz-Golf torpediert und versenkt wurden. Sieben Schiffe also an einem Tage. Jahrestag des bolschewistischen Aufruhrs in Spanien. General Franco hat für den 17. Juli, den Jahrestag des Beginns des spanischen Bürgerkrieges, den Nationalrat einberufen. Franco wird aus diesem Anlaß eine große Rede halten. Bedeutender Tschungking-Hafen besetzt. Wie Domei berichtet, haben japanische Truppen nach der Einnahme von Wentschau im schnellen Vorgehen nach Süden einen bedeutenden Tschungking-Hafen erreicht, der etwa 20 Kilometer südwestlich von Wentschau gelegen ist,^ Burmesische FUrsten für Zusammenarbeit mit Japan. Der Fürst von Thaton- besuchte als Vertreter der Fürsten von 14 Distrikten der Schan-Staaten Burmas am Montag in Bangkok die japanischen Militärbehörden von Burma und verpflichtete sich, die Ver-waltungspolitik der Japaner in Burma zu unterstützen und an der Verwirklichung des Programms zur Aufrichtung ehier Sphäre gemeinsamen Wohlstandes dn Groß-Ostasien als Angehöriger Ostasiens mitzuarbeiten. Oberbefehlshaber der Päzittk*FJotocks, zählt ihn anf, nnd eine pom-niersche Chronik bi-riclilcl l."»tl von ihm; „Man fangt in der See aneli Meersehweine, die keine l''ülie, kein llaai", krin Maiii ujul auch keine Zähne halK'ii, sondern eint! dicke scliwarze Haut, und die wie andere l'ische sind". Diesei' kleine NN'al dringt gelegentlich hi die Kiislennüsso oin. \H2i wurden z. II. zwei Tümmler in der I'.IIm: im DessanischiMi »erlt-gl, KX) km von di'r See entlernt. Dii- 1-iselierci sieht ihn nielit gei'ii, verzehrt er «loch laglich sriiip 7 kg t'isclie, üU'rdit's zerivilit t-r manehes Nelz, Insgesamt werdi'n von l'ii»."» bis in r. leilen sich auf 20 .\rlen, (h-r lU'st ist nnbe-stimml. Von den 177 wiederum wai'en 15(i Zahnwale und nnr 21 iiarlenwale. An fV)llwalen, die 2.'i m lang weiiUn, sind 2U an der Nt)j'dseeküsle angelangt, sells.mirr-\veil.\ aber lun- in den Jaluvn 1720 bis n.'Mj. Ihr kastenförmiger Ko|)f enlhält WaL ral, ein feines Ol; sie liot'eni daneben anch noeh das >vertvollere, wohlrieeluMule .\niber, das in tJer SeitVn- nnd Parfiim-herslellimg Verwendung findet. Der gelährlichste Feind der Wale ist eine kloinere Walarl. der bis zu 7 m lango .Schwerlfiseh oder Mörder, der in Gruppen über di<; (IroI.Uvale erhfälll inul sie zi'r-fU'ischt. Von ihm stellte l bei Reval strandete. Da Magen und Darm fast leer waren und Speck last völlig fehlte, durfte das Tier, das den .\usgang ^um Weltmeer nicht wiederfand, buclisläblich >erhungert S4?iu. ♦ I ! ■■ I Vorbei an dem Chaos von bespannten und motorisierten Falirzeugen, von Waffen und AusrüstungsgegenstSnden aller Art, die die fliehenden Bolschewisten .gelassen hatten, rollt pausenlos der Vormarsch der deutschen Truppen über den Don gegen Osten. PK-Auin.h»,.«: Knet,b„Kh,c, D„^rwbj "X ».Marburger Zeitung« 15. Juli !§42 Humwff \%6 7}oik iUid Jiuttuc + Verleihung der Goetbe-MediUI«. P«r Führer hat dem Mitglied des Aufsicht»r llge Neuorganisierung der Ustascha-Bewe-gung bevor. Dje neuen Statuten, dia nunmehr zpf Ausgabe gelangen, sehen zwei .Arten von Mitgliedern dieser Bewegung vor. die Usta-schen und die Ustascha-Anhänger. Letztere unterscheiden sich von den direkten Mitglie-darn dadurch, daß Ihr Pflichtenkreis der Bewegung gegenüber begrenzt ist. o. Krpatlen erhlj! «ine neue Bergbau-schiile. Wie verlautet, wird io der St^dt Wa-raschdin eine neue Bergbauschule Ins Laben gerufen. Das Schulgebäqde wird neu erstellt. o. Erweiterter ungar(9che|- Pampferverkebrt Seit einigen Tagen verl(Qhr^n wöchentUcli fünf Mal Personendampfer zwischen den Städten Szegedin und Neus^t?. Mit der Eröffnung dieser Dampferstrecke ist eina schnelle Verbindung mit der Landeshauptstadt geschaffen. o. Appell aii das ilowaHUclie' Vpik. in einem Appell wandte sich dieser Tage der slowakische Verteidigungsminister an das slowakische Volk und forderte es auf. die Luftschutzmaßnahmen auch in Zukunft nicht außer Acht zq lassen und sich in die besonderen Gegebenheiten der Versorgungslage verständnisvoll einzufügen. + Ein Bilderbuch vom alten Linz. Das in den Linzer Sammlungen vorhandene Bildmaterial mit Alt-Linzer Sta(^tansichten wird gegenwärtig gesammelt und in Kürze in einem stattlichen Band im Verlag Rohrer Callwey (Brünn-München) der Öffentlichkeit übergehen werden. Diese Neuerscheinung, die in Lithographien und Gemälden vom 16. bis zum 19. Jahrhundert die Eigenarten des alten Stadtbildes einer der schönsten deutschen Donaustädte lebendig macht, verdient um-somehr Beachtung, als der große stüdtebau-liche Aufschwung, der in Linz seit der Wiedervereinigung edr Donau- und Alp^ngauQ mit dem Reich begonnen hat, das Antlitz der Stadt von Grund auf zu wandeln beginnt, Bücher kaufen? — aber verntinftig Reichhaltig liegt das deutsche Schrifttum vor uns Es liegt auf der Hand, daß im Kriege auch die Üuchproduktion gewissen Eiiischrän-kunyen unterliegt, die nicht nur aus Gründen der Papierknapplieit, sondern rein hor-stellungsmäüig bedingt sind. Die kriegsent-scheidenden Belange gehen allen anderen vor, und auch im Uuchniarkt werden in allererster Linie die Bedürfnisse der Wehrmacht und der kriegführenden \Virtschaft berücksichtigt. Zunächst müssen unsere Soldaten ausreichend mit Hüchern versorgt werden. Ferner muli im Interesse der Leistungssteigerung der deut.^clien Wirtschaft und der Wissenschaft im Kriege die uusge-delmte Produktmn des Paclischrifttuin!» in grüüteni Umfang aufrecht erhalten werden. l)arüber hinaus benötigen unsere Schulkinder Fibeln, l.ehrbücher und Atlanten, die Volks- und Schülerbüchereien müssen alleiit-halben und vor allem in den angegliederten Gebieten ausreichend mit Büchern versehe;! werden und schließlich ist dem ins Ungemessene ife.stieKenen Lesebedürfnis möglichst Rechnung zu tragen. ^ (Jualitut utid Anzahl der Neuerscheinungen und Neuauflagen lassen eindeutig erHennen, daß der deut.sclie Buchhandel in den vergangenen Kriegsjaliren Hüchstleistungen volibraciit hat und allen an ilm gesteliten Anforderungen im Rahmen des Möglichen gerecht wurde: und zwar in allen Sparten des deutschen Schrifttums. Im deutschen Schrifttum läüt sich während des Krieges eine sehr erliebliche Niveausteigerung bemerkeii und es ist eine erfreuliche Tatsache, daß zunächst die iiher-flüssigen, nebengeordneten oder gar minderwertigen Bücher den notwendig werdenden Einsparungen zum Opfer fielen, ohne daß etwa die leichte, unterhaltende und entspannende Lektüre zu kurz kam. Cs liitlt sich nicht veriiindern, da(J dieses otler jenes Buch hier und da vergriffen ist. Wir können es deshalb deni deutschen Bncbhandel auch nicht verübeln, wetm er einer siintloseii Biicherhamsterei durch entsprechende Muß-nahnien vorbeitgt und Heniüht ist, seine wertvollen Bestände vernünftig zu verteilen. Wer heutzutage meterweise ohne Sinn und Verstand Bücher kayft, wer Büclipr kauft, ohne sie zn brauchen, der handelt in höchstem Maße verantwortungslos! Cr schädigt den Frontsoldaten und den Arbeiter der Stirn und der Faust — sie benötigen das Buch in erster Linie, sei es zur seelischen Stärkung, zur Bereiclierung des Fach-\yissens oder zur F.ntspannung. Je vernünftiger Bücher gekauft wertien, iimso sicherer kommen sie In die richtigen Händ«, und uniso eher kann das deutsctie Buch seuier eigentlichen kriegswichtigen Aufgabe ae-recht werden! Deshalb; Kauft Bücher — yber verndnf-tig! ^te|n Schlecht DAS SUMPFORGEIWEIB i^'oman von Alaria Berclitenbreiler t lieber Keijliikscliuiz durch Verlas O. Meislcr, Werduu (■<6, Fortsetzung) Die Alte murrte uoch ininier. Zweimal ausgralxMi iind tireinial ein-■;raben! Da soll die l^lis sich yuskennen i.m Jüngsten Tag —.« ♦ Langsam sank die gewohnte Ruhe iibcr den .Wonrhof. Der Beler Sterzer ließ sich nur seilen auf Obersterz noch sehen. Naih der lirnte sollte die Htichzeit sein. \i)er schon jetzt hatte der Peter Heimat-recht im Moor. Er und die Walp kehrten sich nicht an das (jemnnkel imd Gewisper, das hinter ihnen herzischelle, wohlweislich nur Ked«Hnipft. Der Peter wollte sich anfreunden mit dem Boden, der ihm bald zu eii^en sein sollte. Und bei dem h'tzten Besuch auf Obersterz, als er die Walp in seiner l'amiüe hermiizelgte, hatte der Bruder, dem der Hof Übergeben war, lachend gesagt: 'ich bin fuih, daß du selber bald wo anders ans Regieren kommst! Dann red'st doch mir nix ntehr drein.« . Das hatte den Peter tagelang gewurmt. Aber er wußte, daß es so altes Bauern-1 recht war: emer schaffte an, die anderen ' gehorchten. Und weil sein wilder, ge-1 str,'iubter Haarschllppel das letztere ijicht recht vertrug, war er im stillen der Walp sehr dankbar, daß sie ihm wieder eigenen Grund und Boden unter die Füße legte. Auch mit der Rake vertrug er sich gut. Wie das kleine Schrumpelweibl den baumlangen .Menschen umsorgte! Wie sie für ihn ihre Kräutlein mischte und mengte, rührle und kochte und quaksalberte! .Manchmal schimpfte die Walp über den höllischen Gefjtank in ihrer Küche, wenn die Rake wieder einen heilsamen Sud am Teuer halle. Aber der Peter ging schon ohne Stock mid sank nur unmerklich im Knie ein wenig ein. Er verstieg sich sogar zu der kühnen Behauptung, die ersten Kirschen vom Baum zu holen Eines Abends war plötzlich der HartI wieder da. Die Walp begann zu zittern, als er in die Stube trat. Sie saßen gerade beim Essen um den Tisch herum und lachten herzhaft über einen Witz des jungen Sepp. Noch hing das Gelächter in der l'Uft, als der Hartl eintrat und mit ihm die alte, büse, bange Zeit, die langsam fim Verblassen gewesen war. »Gut aufgelegt seids, das muß man sagen!« meinte der Hartl noch unter der 1 iir. Das Wort war bitter. Aber dann stutzte er, als er den Peter Sterzer gewahrte, ein Erschrecken zuckte über sein Gesicht und ein Anflug von Schmerz, der den Häßlichen verschönte. Er trat auf die Walp zu, der der Löffel entsank. »Moorbäuerin, jetzt bin ich durch!« sagte er, als ob er eine Meldung erstatten wollte. Und mit einem langen Blick auf den Peter: »Ich gratidier' halt auch!« Das wur alles, was Uer Hartl sagte. Er war schon immer einer gewesen, dem man jedes Wort abkaufen mußte. Aber jetzt schien er in der Stadt das Reden ganz verlernt zu haben. Niemand erfuhr so recht, wie es ihm eigentlich ergangen war. Nur manchmal, irgendwo auf freiem Feld, starrte er plötzlich abwesend in den Wind — in die Richtung, wo zuweilen nachts ein rötlich angestrahltes Gewölk die ferne Stadt verriet. Das Verfahren war eingestellt. Mau hatte es auch der Walp mitgeteilt. Der Wtg in die Zukunft war frei. Bald würde ein volles Jahr sich runden, seit der Moorbauer gestorben war. Über deni »neuen Acker« wehte das Kotn, das die Walp gesät hatte. Da kam mit einem Male wieder eine große Unruhe über die alte Rake, Sie lief hinaus auf die Birkenstraße, huschte mit wehenden Kitteln zwischen den silbernen Stammen herum, starrte das Totenbrett, das mehr und mehr vermorschte, mit bösen Blicken an und saß dann lang am Wegrand, steif und stumm. Ein andermal legte sie wieder einen »Riegel« und dornige Himbeerranken. Dazu wisperte sie endlos mit speichelnassem Mund. Als die Walp sah. was die Rake tat, erschrak sie tief. Wie eine eisige Hand griff etwas nach ihrem Herzen. Aber sie ließ die Alte gewähren und sagte kein Wort mehr, ver4iot Ihr nimmer wi« früher das rätselhafte Gewese. Auch der Hart! schaute oft mit gerunzelter Stirn hinter der Alten her. Nur der Peter merkte nichts. Aber was auch ihm auffiel, das war der plötzliche Verfall der Rake, dieses rasche Hinschwinden und Kleinerwerden, dieses völlige Eintrocknen des Runzelgesichts, daß man nun unter der fleischlos gestrafften Haut die Umrisse des Schädels genau erkennen konnte. Und daß der Peter Sterzer ein guter Mensch war, das zeigte sich jetzt. »Tu dir zuklaubenl Tu fest essenU sagte er oft. »Sonst gehst uns ein!« »Wer' nimmer i'früh!« meinte die }tnk^ und lächelte dabei den Peter an niit einem so warmen Schelmenzug um den zahnlosen Mund, errötend wie ein junges Mädel von zwanzig. »Die Rake Ist verliebt in dich, Peter!« hattp die Walp oft gescherzt. Aber in diesen Tagen scherzte sie selten. Einmal niu3ten sie abends spät noch die RaHe suchen. Der Peter fand sie endlich. Sie war hinausgelaufen, bis dorthin, wo das niedere Wellengekräusel des Buschwerks verschäumte und das unendliche Moor begann. Dort zeichnete sich, kaum erkennbar unter dem Gras eine Erhöhung ab, etwas wie eine übergrünte Straßenböschung — und dort am Rand der »verwimschenen Straße« saß die Rake. Sie spllrte ein Zerren und Ziehen in den Füßen,, etwas wie eine seltsame Wanderlust, als hafte ein Zauber an diesem Ort, die Lockung von tausend längst verhallten Schritten. Aber die l^ake war gleichzeitig sehr müde, so abgründig müde, daß es sie schier zur Erde niederzog, sich dort zu legen, zu bergen, wie ein Tier, das schlafen oder Sterbtin will. i^ummer lae »Marbuffer Leitung« 15. JuH )942 tieite 5 .Aas Stadt md £(utd Iter wUlirllclie ftimrotikili n«rade nimmt das Fräulein mit dem dufti-iii-.i PirndelklciJ, aa" luslie im Wind llatter eine sclmcidip Kurve, im Ii. die X-8trifl_< cin/uhicgcn '"»lölzlich »ront dicht hinter ihr tine Stmirnc ui'.d s^hitie, &b>i1ztn, KräuleinU 9"^ klein crschrick' tiiiJ ini näthsttn Aug^enblick voir raluraL steitjt, um pki nacM dem Unterhrü-chtr ihrer flotter, l-ah?* umschaiien zu konn(!n. Nun 8tt;lit sie fiirm Polizisten tc-geoüber. »Was ist denn los, was habe ich denn ver-hrocnen?« sprudelt es dem Beamten mit (f."" . Stimme entgegen. »Wissen Sie nicht, Fräulein, daß Sie bei Änderung Ihrer Fahrtrichtung ein entsprechendes Fahrt-nchtuneszeichen rechtzeitig und deutlich geben müssen?!« »Aber, aber«, erwidert die Kieme Verkehrssünderin mit den dunklen Augen und dem noch dnkteren Haar, »hier ist doch jetzt im Augenblick gar kein Verkehr, es kann doch wirKüch nichts passieren, und überdies, ich habe wenig Zeit, Sie müssen schon entschuldigen, ich muß . . .« Mit ruhiger Mi^ne hört sich der Polizist den Wasserfall an, der von den Uppen des Mädchens munter plätschert. »So«, sagt fr nach einer Weile, »nun gestatten Sie mal, Fräijleinchen, daß i c h Ihnen etwas erzähle. Zunächst müssen Sie sich, bitte, grundsätzlich merken, daß man rtas Fahrtrichtnngs-zeichen immer zu geben hat. auch dann, wenn wenig oder gar kein Verkehr durch die Straßen flutet. Warum das notwendig ist? Nun, da will Ich Ihnen das gleich an Hand eines Beispieles klar machen. Sehen Sie, imsere Soldaten, die doch weiß Gott das Schießen gelernt haben, üben immer wieder, wenn sie in Ruhestellung liegen, sjch al?o außerhalb einer feindlichen Qeiahr befinden, das Uaden uncj sichern. Sie ma-chen (las immer wieder, dqmit ihnen diese Handgriffe so recht in Fleisch und ftlut übergehen, denn ini Falle einer Gefahr, eines feindlichen Angriffes oder eines gefährlichen Augenblicices im Feindesland können sie nicht lange überlegen, was sie nun mit ihrer Waffe zu tun haben, da muß jeder Handgriff sitzen. Nun, sehen Sie, auch im Straßenverkehr gibt es den »gefährlichen Augenblick«, und wenn man sich nicht von vornherein daran gewöhnt, im Straßenverkehr richtig zu verhalten, dann kann einem dieser »gefährliche Augenblick« zum Verhängnis werckn. Also. Fräulein, Ihre Waffe gegen den »gefährlichen Augenblick« ist das richtige Verhalten im Straßenverkehr. Gebrauchen Sie diese Waffe aueh dann, wenn anscheinend keine Gefahr vorhanden ist. Halten Sie diese Waffe in Ordnimg, dann helfen Sie mit, Unfälle zu verhüten, dem deutschen Volke Leben und Gesundheit und nicht zuletzt auch Arbeitskraft zu erhalten!« »Also, das haben Sie wirklich famos gemacht, Herr Wachtmeister, ich sehe meinen Irrtum jetzt ein, Sie haben auf alle Fälle recht, ich bereue nun wirklieh nicht mehr die wenigen Minuten, die ich bei Ihnen warten mußte. — Darf ich nun fahren?« »jawohl, Fräulein, das dürfen Sie, und — vergessen Sie nicht den »gefährlichen Augenblipkl« »Worauf Sic sich verlassen können!« klingt es fröhlich zurück und im nächsten Augenblick flattert das grüne Dirndelkleid wieder lustig im Wind. Abschied *->■ aut s«ch« Wochtn Per Vorhang füllt Iw Mwb^rger Heute abend fällt er im Stadttheater | wollen, hin bischen Wehrnyt werden Marburg zum letzten Mal in dieser Spiel- , wohl auch die .Witgileder bei dieser letzten zeit, um sich am ersten September «um i Vorstellung empfinden, vor allem jene ersten Mal in der neuen Spielzeit wieder I Mitglieder, die aus der schönen Siadt an zu heben. Er senKt sieh nicht nur nach | der Drau seheiden, die heute abend das , dem letzten Akt ülxer die »Ungarische letzte Mal auf de.-i Brettern in Marburg ' Hochzeit«, er senkt sich auch übpr ein ' stehen. Jeder von ihnen hat die Stadt im reiches, fruchtbares Arbeitsjahr. Und er Lauf der Spielzeit liebgewonnen, hintersenkt sich auch Uber viel Freude und Er- lüßt Freunde und Bewunderer und nimmt hagung, die das Haus am PomplaU den die Erinnerung an schöne Stunden und I Volksgenossen aus dem Unterland in der das Bewußtsein an reiche, erfüllte Ar-ersten deutschen Spielzeit geboten hat. beitssrunden mit. Vor allem aber das Be-Dreimai so groß hi^tte das Haus sein ; wiißtsein, dem deutschen Unterland etwas können, um alle die ßesucher zu fassen,! gegeben zu haben, das es so lange ver-die der letzten Vorstellung teilhajtjg sein mißte: Deutsche Kunst, deutsches Thea- BT (Hht JlUtiiikMk von a?"»» bto 1 Uhr ! wollten. Wollte doch jeder der Theaterbesucher des Spieljahres vor den Theaterferien noch einmal sich in das Reich der Muse versetzen lassen, das ihm jetzt auf eine Zeit lang verschlossen bleibt. Und mancher, der sich vielleicht am Ende des Spieljahres besonnen hatte, daß er eigentlich viel öfters sein Theater besuchen hätte können, wollte dies nun nachholen — und hat er zur letzten Vorstellung natürlich keine Karte mehr bekommen. Wir wollen aber hoffen, daß da keiner dabei war, der sich sagen mußte: »Einmal mußt du dir doch d^s Theater ansehen« — und dies ausgerechnet in der letzten Vorstellung. Sp wird es heute abend wohl viel Beifall ge|ien iind jene freudige Stimmung herrschen, die bei einem Abschied immer mit einer leisen Wehmut verbunden ist, da man etwas Uebes eine Zeit lang missen muß. Und das kann festgestellt werden: Das Theater ist den Marburgern wieder etwas Liebes geworden, ihr deutsches Theater, das sie nun nicht mehr missen ter! An einem Orenzlandtheater tätig gewesen zu sein, das eine besondere Aufgabe zu erfüllen hattet Das Bewußtsein, an dem Kulturaufbau im Unterland ganz Wesentliches beigetragen zu haben, beherrscht wohl jedes Gefolgschaftsmilglied am Theater und erfüllt ihn mit stolzer Genugtuung. Der Dank des Publikums ist ihnen allen sicher und sie werden ihn heute bei der kizter Vorstellitng mit besonderer Freude zur Kenntnis nehmen. So wird das Haus heute ein besonderes Gepräge zeigen, das Gepräge des Abschiednehmens. Der Vorhang fällt... Wir aber wollen alle daran denken, daß es wieder heißen wird: »Vorhang auf!« Vorhang auf zu einer neuen Spielzeit, zu neuem reichen Erleben, Vorhang auf zum zweiten Spieljahr des deutschen Theaters im Unterland, das hier in Marburg wieder fest und treu auf seinem Posten steht. Und so sagen wir auch, wenn heute abend nach der letzten Vorstellung der Vorhang f.'illt. ein *Auf Wiedersehen!« h. a. m. Todesfall. In der Parkstraße 14 in Marburg ist die Forstratswitwe Maria Werner geborene von Knobloch im hohen Alter von 03 Jahren gestarben. m. Ausleselager im Schlp3 StMcl^nUz. Am Montag besuchte die Bundesmädel-führerin und die Stabsleiterin der Deutschen Jugend ein Ausleselager für Landdienstmädel in dem malerisch gelegenen Studenitz. 40 der geeignetesten Mädel werden im Laufe des Herbstes bei Bauern in der Altsteiermark eingesetzt und in bezeichnet sein. Bnefsendungen können gegen Entrichtung des LuftpostzuschK^gs von 40 Rpf je 5 g auch als Luftpostbrief am Postschalter eingeliefert werden. BanwiMBRiu ui sekioM Grlacnsiilp Der große Tag der Arbeitsmaiden Der Bauernsonntag war der (jroße Ta^; der Maiden des Reichsarbeitsdienstes im Lager Erlachsteln. Lange vorher schon hatten sie geschäftige Vorbereitun|5en getroffen. Mit einem hellen Kanon begann der Bauernsonntag, zu dem über 400 Bauer« gekommen waren. So frisch dieser Nachmittag begann, so fröhlich ging er dann auch weiter, Schöne deutsche Volkstänze führten die Maiden ihren Bauern vor. Und diese konnten nicht genug sehen: Was diese Maiden doch alles konnten! Jetzt waren sie den ganzen Tag auf dem Felde, und dann hatten sie immer noch Zeit, all dies zu erlernen! Die Kinder, die ganz vorne saßen, hatten auch schon die Kasperlbühne entdeckt und konnten es gar nicht erwarten, den Kasper zu sehen. Doch vorher kam noch etwas Schönes: Ein Märchen von einem Zauberspiegel. Es war erfreulicli anzusehen, wie der Sinn der Märchen von allen wohl verstanden wurde. Wieder erklangen schöne mehrstimmige Lieder und dann kam der Kasper zu den Kindern, die ihn jtürmisch begrüßten. Aber nicht nur von den Kleinen wurde er erwartet, auch die Erwachsenen ließen sich gerne vom Kasper ein Stück Lebenskunst vorspielen. Ist er doch der einfache und gerade Mensch, dem alles im Leben durch Frohsinn und Heiterkeit so wunderbar gelingt. Die Verabschiedung des Kasper bildete den Abschluß des Dorfnachmittages. Die Arbeitsmaiden hatten ihre helle Freude an den Bauern, die alles begeistert miterlebten. Wer konnte glücklicher sein als sie? Wurde doch ihre Mühe damit auf das schönste belohnt. Sie hatten strahlende Gesichter, denn sie wußten, daß dieser Tag für beide Teile schön geworden war und daß auch das ihr Werk ist. dem- einen Jahr ihres dortigen Aufenthalts ^ bürg Wurmberg die Teilnehmer des er \Tio1 v*rkti rinr ArHoif f\cxr A rf \r/Mi • cfckn A i KH/-l ■ i I i-kt« ^ ^ ..r.. . i. Die Bundesschulun^sburg Wurmberg öffnet ihre Pforten • Heute beginnt der erste Lehrgang des Steirischen Heimatbundes Heute ziehen auf der Bundcsschulungs- viel von der Arbeit, der Art von Brauch tum und Sitte des steirischen Bauern lernen können und wenn sie dann in die Heimat zurückkehren, werden sie mithelfen ihre Heimat wieder ganz deutsch zu gestalten. m. Postsendungen an Kries(sgefangene und ZivlHnternl?rte in den vefeinigten Staaten von Amerika. Deutsche Kriegsgefangene und Zivilinternierte können in den Vereinigten Staaten von Amerika Postsendungen in unbeschränkter Anzahl empfangen, einschließlich Pakete bis zum Gewicht von 5 kg bei einer Höchstausdehnung bis 45 cm und einem Höchstumfang (l.^nge, Höhe und Breite zusammen) von 106 cm. Alle Sendungen müssen in der Anschrift als »Kriegj^efangenensendungx »Prisoner of War MaiU oder »Zivilintöf niertensendung« »Civilian Internee Mail« gerade .so muß die politische Organlsa- Die verhinderte Sonntagspredigt Voi Hans Bongardt In der guten alten Zeit, da noch kei:^e Telefondrälitc eilige Nachrichten in die einsamsten Dörfer zu übertragen vermpchton, verließ an einem heiteren Samstagnachnüt-lag Pastor Witt, begleitet von seinem wei-Ben Spitz, das Pfarrhaus, uni sich in der unendlichen Weite der einsamen Heide auf die Sonntagpredigt vorzuberoiten. Kr war ein aufrechter, furchtloser Mann nüt grenzenlosem Qottvertraueu, für den die biederen Heidjer durchs Pener gingen. Als er die Dorfstraße erreicht hatte, rief ihn der Ortvorstelier übiir die Hecke warnend an: »Na. Herr Pastor, Sie wollen es auch heute noch riskieren?« »Weshalb denn nicht?« »Der Herr Landrat hat nür soeben durch einen reitenden Boten mitteilen lassen, daß auf jeden Banditenkopf hundert Taler Belohnung gesetzt sind, d« sie gleich nach ihrer Flucht mehrere st;h\v'pre Diebstähle ausgeführt haben.« »Ach«, entgegnete lachend der Pfarrer, »der da oben hat mich noch niemals im Stich gelassen.« Als die Sonne noch etwa um Manneslänge über dem Birkeiiwäldchen malerisch umrahmt dalag Der Pfarrer ließ sich auf einem Baumstumpf nieder, zog Bleistift und Notizbuch aus der Tasche und skizzierte die Soun-tagspredigt. Dabei war er derartig in seine Oedanken vertieft, daß er nicht merkte, wie in der Feme ein Bock schreckte und später Eichelhäher un.i Wacholderdrossel stürmisch warnten, t^r hob den Blick erst von seinen Notizen auf. als sein Wächter mit wütendem Gekläff auf den angrenzenden Pfad stürzte. »Na, SpUz. wer stört uns denn da?« Itt demselben Augenblick heulte der Hund laut auf und strich durch die weite Heide hinkend heimwärts. Sein Herr sprang erschrocken auf und sah sich von drei Strolchen umringt, von denen zwei Zivilkleider trugen, der dritte aher das 5?trHfli|)ssgewanJ der Zuchthäusler, / »Was wünschen Sie von mir?« Der Lan£;e in funkelnagelneuem Anzug zog gelassen einen Revolver aus der Tasche. »Nur deine Kleiderl« »Ihr lieben Leute, ihr seid im Be- tion ihrem Führer- und Unterführerkorps jene Kenntnisse vermitteln, die die Voraussetzung für jede produktive und aktivistische Arbeit bilden. Erst wenn die 7000 Amtsträger des Steirischen Heimatbundes vollzählig an den Lehrgängen teilgenommen und das ihnen dort Gebotene in sich aufgenommen haben, wird die ideale Plattform errichtet sein, die von jedem Führer- und Unterführerkorps erwartet wird. Wenn nun heute die Hakenkreuzflagge zum ersten Mal vor dem angetretenen Lehrgangsteilnehmern aufgezogen wird, so symbolisiert diese I'laggenhissung auch den Beginn eines neuen Abschnittes in der T.'iligkeit des Steirischen Heimatbunde-, dem es trotz kriegsbedingter Schwierigkeiten mögliclt war, eine vorbiUlliche .\us-richtungsstätte in so kurzer Zeit zu schaffen. pfiff schon eine Kugel über seinen Kopf hin- 'ältig die Tür und trabte vergnügt zur Kreis- sten Ausbildungslehrganges ein. Zehn Tage werden die Amtsträger des Steirischen Heimatbundes aus den Kreisführungen und Ortsgruppen und Betriebsbeauf-tragtp des Arbeitspolitischen Amtes, los-get(>st von Jollen Alltagssorgen, ihre einheitliche Ausrichtung erhalten. Im Sinne reiner Kameradschaft ohne Unterschied ihrer sozialen Stellung und der noch da und dort bestehenden sprr.chilchen Schwierigkeiten werden sie das Rüstzeug für ihre weitere Arbeit erhalten. Die Notwendigkeit und Wichtigkeit einer Schulungsburg des Steirischen Heimatbundes ist jedem Volksgenossen offenkundig. Wie die Wehrmacht ihre Offiziers- und Unteroffizierskorps in besonderen Akademien und Schulen ausbildet und sie für ihre vollen Einsatz befähigt. weg. »Lassen Sie doch den Unfujt! Ich kann ihnen einen Brief zeigen . . .« Da kam ihm plötzlich zum Bewubtsein, daß er ohne iegliclien Ausweis war »Hände hoch! Ich knall dich meder . . .u Die Anne flogen wie aufgescheuchte Vögel in die Luft. Der Beamte sprang vom Pferde und legte ihm Handschellen an. »Krlauben Sie mal, Herr Wachtmeister. Wer gibt Ihnen die Berechti- griff. eine schwer»? Sünde auf euch zu laden.« igung, mich wie einen Schwerverbrecher >^ln der iübel steht gejichrieben: Wer zwei Röcke hat . , . Sieh dir nial unseren Freund Maxe an! In der Kluft wird er nicht einmal zum Abendmahl zugelassen.« »Freiwillig geh ich Banditen . . .« »Freiwillig? Mann Gottes, wer verlangt das denn?« Sie fielen über Ihn her und nahmen ihm die Kleider und Schuhe. »Ihr seid Strauchdiebe! Ganz gemeine Buschklepper seid ihr! In der Hölle . , .« >Nicht so laut. Hoch würden! Schon stecken die Pickelhauben Ihre frechen Spürgurten hinter jeden Macliannelbusch!^ »Möge Oott eurer arnien Seele gnädig sein!« f!r streifte aUKeekelt und mit wehem Herzen das schmutzige Kleiderbündel und dachte mit Grausen an den Heimweg. Als aber die Sonne in die ferne Schonung fiel und ein kühler Wind über das Wasser strich, blll er die Zälme zusammen, stieg stöhnend in die mit gelben Streifen gezierte scijwarze Hose und zog ratlos die blaue Jacke nüt den rpten Ärmelstreifen über, Dann machte er sich auf den Weg Ins nächste Dorf, das In der Ferne 'enseits des Pnrschhügels lag. Schon legte sich die Dämmerung auf Busch und Baum, Witt beschleunigte seine Schritte, nbschon er barfuß ging . . . Am Fuß des Hügels sprengte ein Gendarm mit erhobener Pistole hinter Waeholdergebüsch hervor. ^Häncje hoch!« Der Pfarrer in seiner Verwirrung griff in die Jackentasche. Da ____________ zu behandeln? |^h bm pastor \Vitt aus Heidpn-rjodl« »Halt deinen Russell Ihr verfluchten Biester habt mir schon genug Scherereien gemacht. Wo sind deine Komplizen, he?« »Herr Wachtmeister, ich beschwöre Sie bei Gott dem Allmächtigen . . .« »Kennen wir! Selbst deine Brüder Satan und Beelzebub können dich nicht mehr retten.« »Drei Strolche haben mich überfallen . . .« Da lachte der Gendarm aus vollem Halse. »Du unverschämter Lütnmel scheinst einen preuliischen Beamten für einen Hanswurst zu halten, wie?« Unter beständigem Bitten und Flehen des Gefangenen band er ihn an den i^ferde-schwanz, schwang sich in den Sattel und brannte sich eine Zigarre an. während der Pfarrer das übergroße scharze Sträflings-Küppi fester auf den Schädel drückte. »Du Haderlump weißt wohl noch nicht, daß auf deinen dreckigen Hätz hundert Taler rieloh-nung gesetzt sind. Feine Sache das!« In einem leichten Zuckeltrab ging es die saufte Steigung hinan und jenseits des Hügels endlich ins Dorf, wo sie von einem Schwärm johlender Kinder uniringt wurden. »Einen hat er schon!« Als Witt an sämtlichon Gliedern wie zerschlagen ins Spritzenhaus geschoben wurde, nahm er seine letzte Kraft zusammen und verlangte gebieterisch den \'orslehcr zu sprechen. »Was du Narr dir nicht alles einbildest!« Er verschloß sorg- stadt, dem Landrat Bericht zu erstatten. Am naclisten Morgen in aller Frühe wurde Witt wieder au den Pferdeschwanz gebunden und ins Zuchthaus gebracht. Inzischen waren Auflegung und Unruhe in Heidenried eingezogen, da Pastors Spitz-ohne Herrn hinkend und heulend heimgekehrt war. Voll banger Ahmiiig wartete man i^tunde um Stunde, bis der Nachtwächter nnt seinem Kuhhorn unter der Dorfbirke auftauchte. f)a versammelte der Vorsteher die Burschen um sJch und veranstaltete eine Razzia. Bis an die Zähne bewaffnet schwärmten sie In kleinen Gruppen durch die Heidv', aber ohne jeglichen Erfolg. Mit hoffnungslos hängenden Köpfen kehrte ein Trupp nach dem anderen ms Gasthaus zurück, etliciic erst beim ersten Lerchensung. Nur einer hatte einen Fund gemacht, der das Schlimmste befürchten ließ — die leere Brieftasche des Pastors und .sein Notizbuch piit der skizzierten Predigt. Da erhob sich groUes Wehklagen in allen Hütten bis an die entferntesten Schäferkarren hinein. Als die Glocken den Sonntag einläuteten, fehlte vom Pfarrer noch jegliche Spur. Per Küster las ergriffen das Evannelium aus der Bibel vor, und die Orgel spielte: »\Ver weiß, wie nahe mir mein Ende . . .« Die Frauen schluchzten, und auch die Männer ließen ihren Tränen freien I.auf . , . Die bekümmerten Menschen der Heide standen noch unschlüssig und ratlos unter der Dorfbirke, da kam ein Stuhlwagen da-hergehumpelt. der nüt Birken geschmückt war. Und aus dem Wald heraus schaute das übernächtige Antllta des Pfarrers, ernst und ganz durchfurcht. Die Dorfbewohner umringten ihn und waren über die .Maßen froh, ihn gesund unter sich zu wissen — nur der neue Herr Wachtmeister nicht. ^eitc 6 w - »Marburger Zeitung« )5. Juli 1M2 Nummer 106 Das Harbmicr Sladltbeater in der Karikatur tk} Zcichnune: Mieio Otto Blickenberg, der Münchener Junge vom Marburger Stadttheater iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiMiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiMiiiiiiiiiiiiiiiin m. Nicht nur »für den alsbaldigen Verbrauch«. Dresdner Clieniiker stellten einen schlag- und säurefesten Lack her, der allen chemischen und physikalischen Einwirkungen Widerstand bietet. Als dicke, braune Flüssigkeit wird der Lack den Walzwerken und Blechwarenfabriken zur Weiterverarbeitung zugeführt. Ohne Ge- Der Himmel wird gewaschen Buddha wird neu angestrichen Hiottf den Kulissen dei Marburger Stadttheaters Natürlich muß der Himmel gewaschen werden, denn er sieht, von der Nähe betrachtet, schon recht trübe aus. Auch geflickt muß er werden. Er zeigt schon hie und da Risse und Sprünge. Am besten wird es sein, man gibt den Himmel in eine Feinputzerei, aus der er dann wieder blank und unbewölkt herauskommt, um sich über das dramatische Geschehen zu wölben. Was ist dies denn für ein sonderbarer Himmel, der in die Putzerei kommt und von der Bühne her, die der »Eiserne« verschließt, oder leise Zurufe. Herr Ussar führt uns zuerst in das Magazin, das sich in der ehemaligen Mi-noritenkirche befindet. Dort schlägt uns jetzt Theaterluft entgegen. Viele bekannte Dinge sehen wir. Bei jener Kulisse erinnern wir uns an die »Frühlingsluft« und dort glotzt uns Gott Buddha aus dem »Land des Lächelns« an. »Ja, der Buddha muß auch neu angestrichen werdenI«, meint Herr Ussar sinnend und streicht den man flicken muß? Ganze zweihun- l dem Ungetüm über den dicken Bauch aus dertsechzig Quadratmeter ist er groß — Pappe. Dann weiht er uns näher in alle es ist nämlich der Himmel des Stadtthea- Kulissengeheimnisse ein. ters Marburg, der nun in den Theaterfe- Von dem Magazin kommen die Requi-rien dieser Prozedur unterworfen wird,; sieten in das Theater, wo sie in den Mader sogenannte Rundhorizont. Zu Ende lersaal, dem eigentlichen Reich Ussars, emen ganz dieser der Spielzeit machen wir noch Blick hinter die Kulissen, einmal real, ohne Symbolik, mit der »Blick« meistens gemeint ist. Es ist das Reich des Bühnenbildners Gottlieb Ussar vom Stadttheater Marburg, das wir unter seiner Führung betreten. Meister Ussar selbst ist schon ein nicht wegzudenkender Bestandteil des Hauses am Domplatz: Zwölf Jahre ist er in dem Musentempel in der Stadt an der Drau tätig, er ist der Meister der Farben und aller Landschaften und Stimmungen, die dem Beschauer erst das vollständige uns schön gerundete Bild des Geschehens auf den Brettern, die die Welt bedeuten, vermitteln. Wir erfreuen uns an einer schönen Szenerie, wir bewundern vom Parkett oder vom Balkon die stilechte Umrahmung einer Butterfly-Aufführung beispielsweise, und sind hingerissen von fahr des Verderbens können in die doppelt' Sternengefunkel, unter dem die lackierten Schwarzblcchdosen Fisch,' Stimme eines lyrischen Tenors in aller Fleisch, Gemüse und das meiste Obst gefüllt und jahrelang aufbewahrt werden. m. Neue Reifen beim neuen Kinderwagen. Die Karosse des Kleinkindes will ebenso mit Reifen versorgt werden wie das Fahrrad und Auto. Neuerdings werden neue Kinderwägen mit Polyvinylchlorid, jenem hundertfältigen Kunststoff bereift, dem wir auch die P-Sohlen unter unseren Schuhen verdanken. Ebenso wie die Polyvinylchlorid-, die Kaulschukregeneratsohle zu verdrängen scheint, so dürfte mit der Zeit der neue Kunststoffreifen den Rege-neratreifen ersetzen. Freilich ist die Herstellung dieses neuen Reifens, der als endloser Schlauch gespritzt wird, zunächst noch beschränkt. Es werden damit nur die neuen Kinderwagen ausgerüstet. Für alte Kinderwagen werden in naturgemäß begrenzter Menge noch Regeneratorreifen zur Ersatzausrüstung hergestellt. Überlege dir jeden Tag, ob deine Arbeit nicht noch besser und schneller erledigt werden kann. Süsse schwelgt. Wir hatten oft genug Gelegenheit in diesem Spieljahr den vollendeten Bühnenbilder im Marburger Stadttheater Beifall zu zollen — was für eine Unmenge von Arbeit dahinter steckt, darüber haben wir wohl wenig nachgedacht. Ein Spaziergang durch das umfangreiche Arbeitsgebiet dieses Bühnenbildners läßt uns das Wirken dieses Künstlers erkennen. Ihm zur Seite stehen zwei Elektriker, drei Tischler, drei Maler, zwei Tapezierer, ein Möbelmeister, ein Dekorateur, eine Requisiteurin und neun Bühnenarbeiter, Das ist die »Kompagnie«, die eine Gebirgslandschaft, einen Schloßsaal oder eine spanische Landschaft »aus den Brettern stampft«, die aus einem Biedermeierzimmer im ersten Akt in kürzester Zeit einen Pratergarten machen muß, aus einem freien Platz einen Kerker. Da müssen sich alle Hände regen, um diese Wandlung zu vollziehen und die Zuhörer, die in der Pause in den Gängen lustwandeln, .hören nur oft ein dumpfes Poltern Erfolgrelclie Woclie im Kreis Luttenberg Eine Reihe von Veranstaltungen tvar gut iMtucht Trotz der umfangreichen Feldarbeiten in den Landkreisen ist bei dem vorhandenen guten Willen der Bevölkerung möglich, durch Opfer der Freizeit Stunden der Erholung und ernster Arbeit im Rahmen des Sleirischen Heimatbundes sicherzustellen. Auch in Luttenberg fanden in der vergangenen Woche in den Ortsgruppen Kleinsonntag, Georgen an der Stainz, Abstal und Luttenberg große Dienstappelle statt, an denen Kreisführer Dipl. Ing, Nemctz sowie die Leiter der beiden Führungsdmter teilnahmen. Neben der Klärung der Tagesfragen entwarf der Kreisführer ein geschlossenes Bild vom Wollen des Steirischen Heimatbundes. Führungsamtsleiter Hans Haring erörterte die politische und militärische Lage, Führungsamtsleiter Fred Holler hielt einen Schulungsvortrag mit dem Thema „Unser Führer". Am selben Tag wurde in Kapellen die Eröffnung des ersten Landdienstlagers durchgeführt und ein Dorfnachmittag abgehalten, an dem die Dorbbewohnerschaft überaus zahlreich teilgenommen hat. Weiters wurden zur gleichen Zeit in Eichmauldorf, Bad Radein, Kapellen, Janischberg und Negau Erntekindergärten in Betrieb genommen. Tn der Woche von 6. bis 12. Juli hielt Führungsamtsleiter Hans Haring Lichtbilderversammlungen ab. „Deutsche Soldaten sehen die Sowjetunion" lautete das Thema, das alle moskowitischen Agitationsversuche mit überzeugendem und unschütterndem Bildmaterial widerlegt. Die Bewohnerschaft von Kleinsonntag, Georgen, Negau, Oberradkers-burg, Abstal, Roßhof und Süßenberg legte durch ihr zahlreiches Erscheinen großes Interesse an den Tag. Am Sonntag fand in den restlichen Ortsgruppen (Oberradkersburg, Süßenberg, Wern-see und RoBhof) ein großer Dienstappell der Ortsgruppen statt. Ortsgruppenführer Dr. Moor aus Luttenberg führte eine Schulung durch. Am vergangenen Samstag begann auch die Spielschar der Deutschen Jugend des Bannes Marburg-Stadt unter der Leitung des Gefylgschaftsführers Dr. Krebs, dar seine Schar in einem Musiklager in Burgstal für den Einsatz ausgebildet hatte, ihre Fahrt durch den Luttenberger Kreis. In Abstal, Oberradkersburg, Süßenberg und noch weiteren Ortschaften fanden die Dorfabende mit Spiel, Tanz und Gesang größten Anklang. Auch das Abstaler Landdienstlager hat schon längst mit den Abstalern Fühlung genommen und leistet neben den Feldarbeiten noch beachtenswerte Kulturarbeit. Das Aufzählen der Veranstaltungen in der vergangenen Woche zeigt die aktive Haltung des Kreises Luttenberg, der erst kürzlich anläßlich des ersten Kreistages die bisher erzielten Erfolge eindeutig unter Beweis stellen konnte. hochgezogen werden. Dort gewinnen die Kulissen Leben. Sie werden bemalt. Nicht weniger als 6000 Quadratmeter Fläche bemalte Bühnenbildner Ussar im Lauf dieser Spielzeit mit eigener Handl Große Prospekte sind oft zu bemalen, für »Hän-sel und Gretel« beispielsweise hatte einer achtundachtzig Quadratmeter. Neben der künstlerischen Arbeit bedeutet dies auch eine nicht körperliche Arbeit. Erfordert doch eine Dekoration allein einen Verbrauch von nicht weniger als ungefähr 130 Kilo Farbe. Die Kulissen sind einer ewigen Wandlung unterworfen. Nach ihren Gebrauch werden sie wieder abgewaschen und erhalten ein neues »Kleid«. Natürlich gibt es auch Fronten, die überall gebraucht werden, sie stehen fix und fertig im Magazin zur Hand, ebenso acht komplette Zimmer. Den ganzen Tag über herrscht im Hof des Theaters, \n der Tapeziererei, dem Malersaal und in der Tischlerei ein emsiges Leben. Galt es doch auch, den mangelhaften Fundus, der von dem früheren Theater übernommen wurde, in großem Ausmaß immer wieder zu ergänzen und zu vervollkomnen. Natürlich wurden auch viele Neuanschaffungen gemacht und während der Theaterferien, die jetzt beginnen, kann Meister Ussar auch an nicht viel Freizeit denken. Alles wird für die Wiedereröffnung des Hauses am ersten September auf »Glanz« hergerichtet, und vieles ist noch zu schaffen. DaSsallein ist aber nicht seine Aufgabe. Ussar muß doch auch schöpferisch tätig sein. Am Schreibtisch beginnt seine Arbeit, da entstehen die Entwürfe, die Seele des Bühnenbildes zaubert er in ein paar Strichen auf das Papier. Da gab es vor einer Premiere oft nächtelang Arbeit. In der vergangenen Spielzeit entwarf Herr Ussar Bühnenbilder für 27 Premieren. Bevor wir dieses Reich »hinter den Kulissen« verlassen, statten wir Oottlieb Ussar noch einen Besuch in seinem Heim im Theatergebäude ab. Und dort zeigt er uns noch ein anderes Reich. Sein eigenes Reich: Ölgemälde, Aquarelle, flüchtig hingeworfene Skizzen, teils aus dem Weltkrieg, aus seiner Soldatenzeit noch und Studienmappen. Alles liebevolle Arbeiten des Künstlers Ussars, unseres Bühnenbildners, der uns im nächsten Theaterjahr gewiß viel Schönes und Neues in seinem Reiche zeigen wird. Hans Auer Bau«mbrot Der Vater hat den Roggen ausgesät, drei heilige Kömer in dem stummen Mund. Er bat in weitem Schwung das Korn gemäht und pflügte abermals die Erde wund. Die Mutter knetete im Trog das Brot, sie bat den Sauerteig darein getan, am Backherd schürte, von dem Scheine rot, die Glut mit kundiger Hand die greise Ahn. Und Vater, Mutter, Ahn und Kinder saßen am Tisch zusammen mit dem Hausgesind, das braune Brot inmitten. Und sie aßen den Segen mit von Sonne, Regen, Wind. Sie aßen sich der Erde dunkle Kräfte in Leib und Seele, wurden eins mit ihr und fühlten in sich kreisen ihre Säfte und waren brüderlich zu Gott und Tier. Emi! Merk er „Erst siegen — dann reisen" Die Heimat ein Teil der Front Das Portal der Reichsbahndirektion Berlin ist zur Zeit von zwei weithin sichtbaren Plakaten flankiert: »Räder müssen rollen für den Sieg« und »Erst siegen, dann reisen«. Räder müssen rollen für den Sieg, das ist die Parole, die das Gesetz des Handelns zu jeder Stunde allen am Verkehr Beteiligten vorschreibt. " Was nun auf dem Sektor des Güterverkehrs recht ist, sollte auf dem großen Gebiete des Personenverkehrs nur billig sein. Dah:; geht der zweite Appell jeden von uns an, der seinen, wenn auch noch so nötigen Urlaub vor sich hat. Wenn früher zum Urlaub die Reise wie die Butter zum Brot gehörte, ist das im 3. Kriegsjahr anders. Die Reichsbahn hat — und gerade in diesen Sommermonaten mehr denn je — im Interesse der Versorgung von Front und Heimat geradezu ungeheure Aufgaben zu lösen. Sic kann daher nicht, wie in normalen Zeiten, auch noch einen erhöhten Urlaubsrelseverkenr bestreiten. Die Reichsbahn ist geradezu ein Teil der Front. Der Verzicht auf eine Ferienreise ist kein Opfer, denn bei näherer Prüfung wird man finden, daß ein Urlaub daheim dieselben Zwecke erfüllen kann. Und mancher wird erst entdecken, wie schön die Umgebung seiner engeren Heimat ist. Er wird auch zu Hause Möglichkeiten genug haben, völlig der Erholung leben zu können. Die Losung heißt also diesmal: »Urlaub zu Hause«. Wenn wir alle die Disziplin halten, die im Interesse des Endsieges heute von uns verlangt werden muß, wird umso eher die Zeit wiederkehren, da uns die Reichsbahn verläßlich, sicher und vor allem bequem durch die Schönheiten der deutschen Gaue führen wird. Doch »Erst siegen — dann reisen I« Jtäe die !hau dim •.HfAfiaaflOM ZffTUMO** bml iffiMrafi Trägmm ocf«r ömim PoBimmt d«s WohnerlM .Marlinrger ZeHnm' Untersteirische Jungen beim Landdienstelnsatz Im Aitreich Besuch in den Landdienstlagern für Jungen — 40 Mädel kommen in die Altstei ermark Als vor 3 Monaten Jungen aus der Un-tersteierniark zum Landdiensteinsatz in die Gebiete Franken, Mainfranken und die Bayrische Ostmark geschickt wurden, war noch ungewiß wie sich dieser Einsatz auswirken wird. Viele Briefe stellten sich seither bei den Angehörigen der Jungen und den zurückgebliebenen Kameraden ein und alle sprachen von großer Freude über das Erleben im Altreich. In den letzten Tagen wurden alle Landdienstlager, in denen Jungen aus allen Bannen der Untersteiermark untergebracht sind von den Landdienst- und Bauerntumbeauftragten des Unterlandes besucht und sie trafen unsere Jungen bei voller Begeisterung über ihre schöne Arbeit an. Die Lagerführer, die Betriebsleiter wie auch die Hoheitsträger der Partei sprachen ihre Zufriedenheit und ihre Freude über die untersteirischen Jungen aus. Sie sind zum größten Teil in Holzbaracken unter- gebracht und das Lagerleben bereitet ihnen viel Spaß. Wöchentlich erhalten sie Deutschunterricht, der ihnen von den Schullehrern erteilt wird. Wenn sie dann zur Weihnachtszeit auf eine kurze Dauer wieder in die Heimat zurückkehren, um dort ihren Urlaub zu verbringen, werden ihre Angehörigen staunen, was ihre Jungen draußen schon gelernt und wieviel Kenntnisse sie erworben haben. Wir wissen auch, daß all diese Jungen nach einem Jahr viel mitbringen und hier einen guten Einsatz für unsere Aufbauarbeit darstellen werden. Bezeichnend ist, daß einige von ihnen auch bereits Unterführer in den Lagern geworden sind und wir gehen mit Freude daran, einen neuen Einsatz von untersteirischen Jungen wieder für ein Jahr in das Gebiet Niederdonau zu geben. Spiegel sollten so stehen oder hängen, daß kein Sonnenlicht auf sie fällt. Denn erstens blendet das einfallende Licht beim Betrachten im Spiegel und zweitens schadet das Licht der Klarheit des Spiegels, er wird flek-kig. Gießen mit kochendheißem Salzwasser rottet auf den Gartenwegen das Unkraut aus. Nur lüften, wenn die Sonne nicht in die Zimmer scheint, denn das Sonnenlicht bringt auch Fliegen mit sich. Bei feuchten Wänden nagle man Kork-scheiben hinter die Bilder und Spiegel. Ein feuchtes Tuch vor das offene Fenster gehängt, kühlt das Zimmer bei Hitze. Eimer, Gießkannen und andere Metallge-fäße, die leck geworden sind, kann man immer noch gebrauchen, wenn man sie mit Siegellack flickt (Siegellack auf das völlig trok-kene Metall tropfent). Allerdings sind die Gefäße dann nur für kalte Flüssigkeiten brauchbar, Hitze schmilzt den Lack. Saure Milch oder Buttermilch mit gehackten Kräutern und einer Prise Zucker ist eine ausgezeichnete Salattunke für alle möglichen Zwecke. Alte Arzneien könnten verdorben sein. Vor Verwendung erst den Apotheker befragen. Ein Knoten hält besser, wenn der Faden oder das Band vorher naß gemacht wurden. Anekdote Die beste Medizin Hsüantschuntschine, von 1821 bis 1851 Kaiser von China, war ein gemütlicher, allen Genüssen kennerlsch zußetancr Herr, dein das abscheuliche Durcheinander in seitieiii Reiche überaus gleichgültig • war. Ein europäischer üast fragte ihn einmal während einer Audienz mit neidvoller Bewunderung, auf welcher Weise er sich unter solchen Uniständen seine Gesundheit bewahren könne. »Das ist ganz einfach.« sagte der Sohn des Himmels und räckelte sich beliaglicli in den Kissen. »Ich habe vier Leihärzte, die ich hoch bezahle. Sobald ich mich krank fühle, hört die Bezahlung auf — bis zu dem Tage, wo ich wieder gestind hin. Länccr als vier Tai^e hat es noch nie jfedauert. Numifwr t9Ö >A4arb'urger Zelfungc 15. Juti 1942 Sdtc 7 Aus attee KVft Lcoclitnldanini schadem dem Reh Die jdpanische Provinz Hakoao i»t reich än beißen Heilquellen, und die Vereinigung der Hotelbesitzer beschloß, den Reisenden die segensreichen Eigenschaften dieser Quel-leu auch bei Dunkelheit nachdrücklich vor Augen zu führen: Sie ließ mächtige Leucht-reklamen auf den Feldern aufstellen. Das wirkte prächtig. Alsbald aber ergoß sich eine Flut von Klagen und Beschwerden über die Zweigstelle des Landwirtschaftsministeriums in Kanagawa; Die prächtige Beleuchtung, so hieß es darin, behindere das Wachstum der Reispflanzungen. Die Zweigstelle entsandte eine Anzahl von Sachverständigen, die vermittels scharfer Brillen und funkelnder Meßgeräte die Sache prüften. Dann gaben sie ihr Gutachten ab. Der Reis, schrieben sie, muß schlafen, um wachsen 2u können. Das grelle Licht aber hält ihn wach, und so verkümmert die Mid-zuhogula, die segenbringende Reisähre. Die Reispflanzer verklagten die Hotelbesitzer auf Schadenersatz und gewannen den Prozeß; und die Leuchtreklamen mußten verschwinden. a. „Hitlermutterl" 85 Jahre alt. Die in wei-, testen Kreisen als „Hitlermutterl" bekannte Altparteigenossin Frau Hermine Hoffmann, München-Sonn, wurde am 11. Juli 85 Jahre alt. Frau Hofhnann, der der Führer zum 80. Geburtstage eine mit den Worten „meinem lieben Mutterl..." beginnende Widmung gesandt hatte, fand bereits 1920 den Weg zu Adolf Hitler und ist mit der Mitgliedsnummer 584 Trägerin des goldenen Ehrenzeichens der NSDAP. 1923 gründete sie die Ortsgruppe Solln. a, 2510 Mal dii Reiteralpgebirge erstlegen. Am 9, Juli feierte der Jäger der Gemeinde-und Staatsjagd Jettenberg-Reiteralp bei Bad Reichenhall, Josef Obis, ein echter Sohn der Berge, seinen 70. Geburtstag, Seit über 50 Jahren ist er als Jäger im Hochschlegel- und Reiteralpgebiet tätig und hat die 2000 m hohe Reiteralp nach den Eintragungen in das Tagebuch des Forstamtes Reichcnhall-Süd nicht weniger als 2510 Mal erstiegen. Seine letzte Besteigung unternahm er am 8. Juli d. J. a. Vorgeschichtlicher Fond im Donautal. Ein Singer Architekt entdeckte zwischen Müllheim und Fridlingen im Donautal ein Brandgrab aus der späteren Bronzezeit, ungefähr aus der Zeit um das Jahr 1000 v. d. Z. Der Inhalt des Grabes besteht aus Resten einer ungewöhnlich großen Urne und aus Teilen eines Bronzeschwertes, die noch gut erhalten sind. Bisher waren im Gebiet der oberen Donau nur bronzezeitliche Einzelfunde gemacht worden. Die Auffindung dieser ersten Begräbnisstätte läßt darauf schließen, daß sich unweit davon auch' eine Siedlung befand, und hat deshalb siedtungsgeschicht-lichen Wert. Whiscdott fiedenktage der elektrischen GHüiiampe Di« Erfindung des Deutschen flelnrich Qoeb«! — Von der Kohlenfadenlampe bis zur mo- deraen K-Lampe In diesen Taireii kann die Qlüliiampe sieichzeitis ein doppeltes Jubiläum feiern. Waren" es doch in der ersten Juliwochc 60 Jahre, seit zum ersten Male in Deutschland eine sehr sroBe Zahl von Glühlampen zugleich einer großen öffentlickeit vorgeführt wurden, und werden es in der dritten Juliwoche 40 Jahre sein, daS die ersten Metall-fadenlampen, die damaligen Osmium-Lam-pen, auf den Markt kamen. Die Geschichte der Glühlampe ist besonders merkwürdig. Noch immer wird in den Vereinigten Staaten von Amerika behauptet, Edison sei ihr Erfinder gewesen, obwohl längst bekannt ist, daß der deutsche Auswanderer Heinrich Goebel bereits 25 Jahre vor Edisons erster Glühlampe auf einem StraBenverkaufswagen in Newyork eine voll gebrauchsfähige Glühlampe gezeigt und benutzt hat die er allerdings, da Siemens damals die Dynamomaschine noch nicht erfunden hatte, nur aus galvanischen Elementen betreiben konnte. Vor 60 Jahren wurde am 1. Juli 1882 in München die »Erste internationale elektrotechnische Ausstellung« eröffnet; sie gab Gelegenheit, zum ersten Male der großen Öffentlichkeit in einer von Zeitgenossen als märchenhaft beschriebenen Form eine sehr große Zahl von KohlenfaJlen-Glühlampen vorzuführen, die von der Firma Siemens bereits ganz kurz nach der Nacherfindung Edisons in ihr Erzeugungsprogramm aufgenommen worden war. Gegen die heutige Metallfadenlampe war die damalige Kohlenfadenlampe allerdings noch ein recht gebrechliches Geschöpf, besonders schwer zu handhaben, weil sie für derartige Beleuchtungs- und Illuminations-zwecke meist zu vielen Stücken hintereinandergeschaltet war, so daß, wenn eine Lampe nach etwa 10- bis 20stündiger Brenndauer das Zeitliche segnete, der ganze Strang der hintereinandergeschalteten Lampen erlosch, und jede einzelne Glühlampe erst darauf untersucht werden mußte, ob sie entzweigegangen war. Hauptnachtell der Lampen mit leuchtenden Kohlenfäden war ihre geringe Er-schütterungs- und Stoßfestigkeit. Um so nachdrüklicher waren deshalb die Versuche, Glühdrähte größerer Stoßfähigkeit zu finden. Und hier setzt der große teclini-sche Fortschritt ein, der in der Osmium-Lampe zum erstenmal einen rein metallischen Draht durch entsprechende elektrische Widerstände zum Leuchten im luftleeren Raum brachte und damit den Siegeszug der Metallfadenlampe einleitete. Aus der Gliihlampe mit Kohlenfaden vor 60 Jahren und der ersten Metallfadenlampe ist heute die Doppelwendel-Wolframdraht-lampe allmählich technisch herausgewach- Das Elixier des Lebens Der Kammerdiener, der die Flasche zerbrach Die Geschichte weiß von einer ganzen Reihe von Männern zu berichten, die geglaubt haben, hinter das Geheimnis der willkürlichen Verlängerung des Lebens gekommen zu sein, aber obwohl ihr Glaube stark war, auch sie haben sterben müssen, wenn ihre Zeit gekommen war. Ja, der Mystiker Paracelsus, der den Stein der Weisen und damit das Mittel zur unbegrenzten Verlängerung des Lebens gefunden zu haben glaubte, ist sogar bereits im 50. Lebensjahre gestorben. Alexander von Bonotriches, der zur Zeit Marc Aurels lebte, prophezeite, daß er 150 Jahre alt werden würde. Er starb jedoch schon Im 70. Lebensjahre. Groß war auch das Pech des Universalisten Bruce, der zur Zeit Peters des Großen lebte. Bruce war ein unendlich kluger Mann, und er glaubte, ein Lebenselixier zu besitzen, bei dessen Anfertigung ihm nach dem Glauben des Volkes ein feuriger Drache geholfen hatte. In seinem Testament ordnete Bruce an, daß er im Falle seines Todes mit diesem Elixier Übergossen zu werden wünsche. Sein Kammerdiener, der diese Anordnung zu befolgen suchte, zerbrach dabei jedoch die Flasche, so daß Bruce tot bleiben mußte. Geschickter war der Kammerdiener des Grafen Saint Germain, der eines Tages in emer Gesellschaft erzählte, er wäre über 2000 Jahre alt und habe sich längere Zeit im Gelobten Lande aufgehalten. »Da müssen Sie ja Jesus Christus begegnet sein«, unterbrach jemand den Grafen. »Ja, den habe ich gekannt«, antwortete Saint Germain unbeirrt. >Ich kam ganz gut mit ihm aus. Nur seit der Geschichte mit dem Tempel hatte ich ihn etwas aus dem Auge verloren.« Der Fragesteller, mehr verwirrt als überzeugt, wandte sich nun an den Kammerdiener des Grafen: >Sagen Sie mal, ist.es wahr, daß Ihr Herr so alt ist, wie er angibt?« »Ja«, sagte dieser, »das kann ich nun schlecht sagen, denn ich bin selber erst 300 Jahre in seinen Diensten.« Diese Anekdote erinnert an eine andere Geschichte, die schon Johann Peter Hebel berichtet, die aber mit Varianten auch an-derewo erzählt wird. Sie handelt von einem Reisenden, der auf der Straße einen wohl siebzigjährigen Greis antrifft, der bitter wemt. »Warum weinen Sie«, fragt der Reisende. »Ich?« fragt der Alte zurück. »Weil mein Vater mich gehauen hat. »Ihr Vater hat Sie gehauen?« fragt der Reisende, verwundert zu hören, daß ein so alter Greis noch einen Vater hat und dazu einen, der seinem im biblischen Alter stehenden Sohn noch Ohrfeigen versetzt. »Aber warum hat Ihr Vater Sie denn gehauen?« fragt er weiter. »Warum. Das ist einfach. Ich sollte meinen Großvater zu Bett bringen und habe ihn dabei hinfallen lassen. Kann ja mal passieren, nicht?« »Wie, Ihr Großvater lebt auch noch?« fragt der Reisende ganz verwundert. »Das ist ja nicht zu glauben.« »ja«, meinte der Alte nun, »wenn Sie mir nicht glauben wollen, gehen Sie mit um die Ecke, da wohnt der Pastor, der kann es Ihnen ganz genau sagen, er hat meinen Großvater nämlich getauft.« Erich Grisar sen, nachdcni es in jahrzehntelanger Arbeit gelungen war, das überaus spröde Wolfram nicht nur zu sehr dünnen Drähten auszuziehen. sondern die mit bloßem Auge kaum noch sichtbaren Dünndrähte zu Wendeln und seit etwa zehn Jahren sogar zu Doppelwen-deln zu formen, um eine niöjjich.st große Abstrahlfläche für das weißglühende Licht des Drahtes zu schaffen. Um die Lebensdauer des heute reichlich stoßfesten Wolframdrahts zu erhöhen, obwohl man seine Weißglut zur Erzielung eines möglichst sohnenlichtähnlichen Weißlichts noch steigerte, Ist man nach vielen anderen Versuchen dazu übergegangen, die Lampenkolben mit Edelgasen zu füllen, um auf diese Weise die Verkohlung der Metalldrähte hint-anzuhalten. Hier kennen wir vor allem die K-Lampe, die mit dem seltenen Kryptongas gefüllten Lampen mit besonders kleinen Latnpenkol-ben. Der Verbrauch an Kryptongas muß möglichst klein gehalten werden, denn erst in einer Million Kubikmeter atmosphärischer Luft ist ein Kubikmeter Kryptongas enthalten. Seine Gewinnung ist keineswegs einfach. Gegenüber der Kohlenfadenlampe verbraucht die K-Lampe nur ein Viertel des Stroms für die gleiche Lichtleistung. X Nikotinfreier deutscher Tabak. Der Reichsanstalt für Tabakforschung zu Forchheim in Baden ist es gelungen, mehrere Sorten nikotinfreier Naturtabake herauszubringen. 1941 wurden nicht weniger als 35 000 Zentner nikotinfreien Tabaks geerntet. Ferner hat das Institut mit der Züchtung neuer Sorten beste Erfolge aufzuweisen. Es sind Feinsclinittzüchtungen erzielt worden, die die hellen Virginiatabake der Vereinigten Staaten fast vollwertig ersetzen. Auch die Havannasorte der Reichsanstalt liefert bestes Zigarrenmaterial und kann sogar auch als Deckblatt verwendet werden. Die Zigarettentabake des Orients und Amerikas^ konnten ebenfalls verschiedentlich schon akklimatisiert werden. Das Institut hat sich zur Aufgabe gestellt, ein Elitesaatgut für Deutschland und die besetzten Gebiete herauszubringen. Wenn die Versuche weiterhin einen so ausgezeichneten Verlauf nehmen wie bisher, bahnt sich auch auf dem Gebiete des Tabaks eine Revolution an, die schließlich wiederum zur Brechung eines Monopols wiederum zur Berechnung eines Monopols verschiedener Länder führen wird. Bessere Sossicliten für die nnviTisclie Obsiemte Im vorigen Jahr hatte Ungarn infolge der sehr ungunstigen Wetterlage und der starken Frostschäden eine ausgesprochen schlechte Obsternte. In dictem Jahre sind dagegen die Aussichten auf eine befriedigende Ernte nach den vorliegenden Meldungen wesentlich günstiger. Der Frost hat infolge hoher Schneelage nur wenig Schäden angerichtet, und es sind eigentlich nur die Aprikosen- und Mandelbäume, die eine geringe Blüte hatten. Dagegen sind Kirschen, Pfirsiche und Pflaumen, sowie Apfel und Birnen so gut wie gar nicht durch den Frost geschädigt worden. Ungarn verfügt über einen Bestand von rund 50 Millionen Obstbäumen der verschiedensten Arten. Bei mittleren Ertrag rechnet man im allgemeinen mit einer Ernte von 10 kg je Baum. Bei moderner Pflege und Bewirtschaftung der Obstgärten läßt sich noch eine namhafte Steigerung erzielen, da Klima und Boden den ungarischen Obstbau durchaus begünstigen. Es sind in Ungarn bereits eine Reihe von Maßnahmen eingeleitet worden, die eine Intensivierung und Ertragssteigerung des Obstbaues zum Ziele haben. Bo-sonders wichtig ist hier eine energische Bo-kämpfung der Baumschädlinge und Obstkrankheiten. Damit würde allein eine Steigerung der Obsterzeugung um 10 bis 15 v. H. ermöglicht werden. Eine sehr wesentliche Maßnahme stellt die durchgreifende Verbesserung und Veredelung des Obstbaumbestan-des dar. Es ist beabsichtigt, in größerem Umfange Buschobstanlagen einzurichten. Auch sollen die Düngungs- und Bewässerungsmaßnahmen verbessert werden. In diesem Jahr hat die Fachabteilung lür Obst und Obstverwertung im Budapester Landwirtschaftsministcrium umfangreiche Vorbereitungen gejroffen, um eine richtige Obstverwertung zu erreichen. Das Netz von Dörranlagen, Öbstpackereien imd Obstlagerhäusern ist wesentlich erweitert worden, so daß ein erheblich größerer Anteil der Obsternte zweckmäßig konserviert werden kann. Besonders in 'der Batschka, deren reiche Obsternte in diesem Jahr Ungarn zur Verfügung steht, ist durch die Anlage solcher Packereien und Trockenanlagen dafür gesorgt, daß der Obstreichtum möglichst restlos verwertet wird. Für den Obsttransport aus den Erzeugergebieten in die Vcrbraurhs-gebiete und in das Ausland stehen in diesem Jahre rund 640 Kühlwagen gegen rund 300 im vorigen Jahr zur Verfügung. Der bessere Ausbau der Absatzorqanisationen und der Obstverarbeitung sichert auch dem Obsfbaii bessere Preise, die wiederum der Modernisierung und Intensivierung des ungarischrn Obstbaues zugute kommen. Spoet md lumm RetohsfeniwiellkaBpf der Slidenlen Kurz vor Semesterschluß veranstaltet die Reichsstudentenführung noch einen Reicns-fernkampf um die Ehrenpreise von Reichsminister Rust und Reichsstudentenführer Dr. Scheel. Für die Studenten fordert die Prüfung einen Dreikampf im 100 m-Schwimmen, im 300 m-Lauf und im KK-Schießen für Schuß liegend freihändig. Die drei Übungen der Studentinnen bestehen aus 100 m-Schwim-men, Schleuderballwurf und 100 m-Lauf. Startberechtigt sind alle Hoch- und Fachschulen, die Berliner Studentenschaft wird bereits am Mittwoch geprüft. ; BdM-Gebietsvergleichskampf in Klagen-furt. In Klagenfurt wurde am Sonntagvormittag ein Leichtathletik-Gebietsvergleichs-kampf zwischen der Steiermark, Tirol, Salzburg und Kärnten ausgetragen, bei dem jedes Gebiet mit je zwei BdM- und Jungmä-deln vertreten war. Die steiermärkischen Mädel feierten in der Gesamtwertung mit 75 Punkten vor Tirol (69 Punkte) einen schönen Sieg, beim BdM stehen sie mit 50 Punkten an der Spitze vor Tirol mit 37 Punkten und bei den Jungmädeln belegten die Tiro-lerinnen mit 32 Punkten den ersten Platz vor der Steiermark (14 Punkte). : Wiens Fußballelf wird am 26. Juli in Bukarest einen Fußballkampf gegen die Bukarester Auswahl austragen. Für Wien spielen Ploc, Kaller, Schmaus, Gernhart, Babeditsch, Smutny, Hanreiter, Decker, Kaburek, Schors, Schilling. : Die Kriegsmeisterschaften der deutschen Amateurboxer werden an den Tagen vom 4. bis 9. August voraussichtlich in Magdeburg und in Hannover veranstaltet. : Deutsche Radsportler in Agram. Bei dem Rundstreckenrennen am Sonntag in Agram über 100 km werden Deutschland Valenta, Kühn, Schwarzer und Hörmann vertreten. ; Um den Segelflug - Dauerweltrekord. Kürzlich wurde über eine WeltbestleistUiig im Segeldauerflug des Franzosen Nessler berichtet, dem es bei Vichy gelang, sicli 38:21:54 Std. in der Luft zu halten und dadurch den bisher anerkannten Weltrekord des NSFK-Obersturmführers Kurt Schmidt von 36:35:00. Std. zu überbieten. Auf die eigentliche Weltbestleistung hat jedoch der NSFK-Obersturmführer Ernst Jagdmann Anspruch, der vom 27. bis 29. Juni 1937 auf Sylt die Zeit von 40:55:00 Std. in der Luit blieb. Dieser seither noch unübertroffene Flug wurde vor drei Sportzeugen durchgeführt, infolge Einspruchs der Russen von der Federation Aeronautique jedoch nicht anerkannt, da Jagdmann bei diesem Flug keine Barographen an Bord hatte. : Der Radländerkampf Deutschland-Schweiz wird am Sonntag Im Wiener Praterstadion in drei Wettbewerben durchgeführt. Er umfaßt Fliegerrennen, ein Verfolgungsrennen und ein 25-Runden-Punktfahren. : Ungarische Tennismeisterin wurde die ehemalige jugoslawische Spitzenspielerin Alice Florian, die im Endspiel A^aria lusits 6:4, 4:6, 6:0 schlug. : Schwede ging Weltrekord. Der .schwedische Meister John Mikaelsson hat in Vaexjor einen neuen Weltrekord über 200 km mi 1:32.28.4 aufgestellt. Reklamebluten Reklame muß sein, Reklame kann dusge-zeichnet sein, sie kann aber auch daneben geraten. Hier eine Auslese solcher Fehlgriffe: „Gesucht ein Käufer für fetten Ochsen, der seinesgleichen sucht." „Endlich ein Mittel, Hühneraugen iür dauernd zu entfernen. Sechswöchige Kur, die jährlich wiederholt werden muß." „Umzugl Seit gestern wohne ich mir gegenüber! Klein, Großhändler." „Zimn^— zu vermieten. Auskunft im dritten Stock und in Abwesenheit desselben im Schuhladen nebenan." 6739 In der Zeit vom 16. )ull bis 1. August 1942 bleibt das Gasthaus zur „STEINERNEN BRÜCKE" |3| w«g#ii Gtlolgschaftsurlaubtts ISI geschlossen. Franz Zokaly, Melling^erstraße 7 Wegen Gefolgschaftsurlaubes klebt du Outk««s HANS HONIGMANN Marhnrgf, MelUtwefstrafie 10 vom 15* Juli bii !• ^geschlossen. «740 NEOKRATIK4 hijh «uch Ihnen, »Hin dM SchiTMrf und «rirkl r«lurharabmind*rnd. VcrlangM Sta NEOKRATIN In Apolhakc Pcehun«.»! 8 4594 In der Zeit vom 20. Juli 1942 bis 3. August 1942 bleibt unser Betrieb weg'en Gefolgschaftsurlaub | Sfeschlossen, Sekt- ond Weinhellereien Brüder Bouvier RadkersbHrg Oberradkersborg Jeder Unterstelrer liest die „Marburger Zeitung"! 8ef(t 6 »Mifftwif Zifftungt tS. TfO NtttniMr )M Siadlth*«!«» Marburg/Orau Mittwoch« dMi 15. JmU, 20 Uhr Lttit« Vorstcnanf in di«Mr Spielzeitf DI« ungarisch« Hochieit Operette In einem Voripl«) und drei Akten voo Nico Dostal ••fliifi ^mr ißimigmü fMS/IMl ^ 0m I. S9ßtmmö^f 1949 Amiflch« ® Bekannimachungm Der Chaf d«r Zlvllvcrwaltuag In der Ustersteiermark Dtr BMUftragtfl fttr die Ztvtlrflchlspa«|i Disnittt^le Marburg a. d. Drau T 36'42'4, Aufgebot von WartpApfwim Auf Antrag des Stadtjugendamte« in Marburg/Drau wird das atigeblich in Verlust geratene Einlagebuch der Vor-sihußkasBc Narodni dorn in Marburg/Drau, Nr, 25.799, lautend auf den Namen Josefa Puschnik, mit dem Saldo am 1. I. 1042 von RM 1145,15 aufgeboten. Der Inhaber wird auf-Kefordert, es binnen sechs Monaten vom Tage der Kundmachung des Aufgebotes bei Gericht voriuweisen; auch andere Beteiligte haben ihre Einwendungen gegen den Antrag iu erheben. Sonst würde das Einlagebuch nach Ablauf dieser Trist über neuerlichen Antrag des Stadtjugendamtea für kraftlos, erklärt werden. 674d Marburg/Drau, am 10, Juli 1942. Dr. Antoid Andr#e. Sotben erachUntti: Verordnungs- and Amtsklatt des Chefs der Zivilvcrwaltunj In der Untersteiermark Nr. 88 vom 10. )ull 1942 INHALTi \'frordnunß (ihcr den Arhcitsschutr und die üewerbcauf-sieht vom ><0. Juni 11)42 Xerordnung Uber die Beiträge der Mühlen und Teigwaren herstellenden Betriebe vom 4. Juli 1942 Zweite Anordnniig zur Durchführung der Fünften Verord-ntmp über die Kinfühning steuerrechtllchcr Vorschriften in der UiUersteicrmark vom 1. Juli 1942. liinxclpreitt 5 Rpf. frhXItllcb beim Schalter dtr Marburgw Vcrfags- u. Drutk^rol' OAS. m. b, H. Nartourf/Or«u. ■•dfaif« • bei den Geschäftsstellen der »Marburger Zeitung« IN CILLI, Marktplatz 12 (Fernruf 7) IN PETTAU, Ungartorgasse, Herr Georg Pichler und bei den sonstigen Verkaufsstellen. bezugspreis) Monatlich RM 1.25 (stets im voraus Kthlbar). ßezugibcstellungen werden bei den Qeschiftsstellen der ».Marbureer Zeltung« und im Verlag. Marburg-Drau, Bad-passe 6, angenommen. UHNI 3161 für leldeiida Beine der Frauen, die viel stehen und gehen, in verschiedenen Preislagen ' Beratungsstellen ZUM INDIANIr, Grai, H^rrMgati# 28 neben Caf< Herrenhof GUMMIHOF, Orai» Spergitt« 4 neben Luegg, sowie FRAUENHEIL, Grax, Albrachtgassa 9 Verlangen Sie Maß karte fls€hauagabm In CUM irfülgt im Fiscligesclmfi Herrengasse Nr. 7 für Kundennummern 1 bis 2(XX) Donnerstag, den 16. 7. 1942, und für Kun-oennummern 2000 bis 40()0 Freitag, den 17. 7. 1942. Um die Verteilung klaglos lu ermöglichen, wird dringend gebeten, die obige Einteilung der P. T. Kunden zum I ischeinkauf strikte einzuhalten. Das Verpackungspapier ist mitzubringen. 7757 Kaolliaas Martlnz wegen 6752 Gafelgsehaftturlaubet vom 30. bis alnschllasdich 29. lull 1942 geichlossen. (Po»t' und FraekUnüMmalime durch deD Sond^rrlifort im Hofj^rKiudr) Stelrlscher Heimatbund, Amt Vofkbildunf SptrigtBalntcbalt Marbvrg Kefchtsoortabttichenkurs für MliMf und frtutn. I Kursheginn am 20. Juli ld4^, Dauer 6 Wochaa. Kursplats, SpörtpUtt Rapid. Kurstelltn. Möntaf und friltag om 14 Uhr. Teilnahmebefeehtlgt ist j6d«8 Mitglied dM Stelrhchen Tietmatbundes, Dtsltz dir Jihres-spörtkarte lAt Pflicht. Jene, die sich fur den Pelchu0örtabx*ichen-kurs im Pommer 1941 gemeldet haben und dtran nicht teilnehmen könnten, sind auf Grund Ihrer dimallgeu Meldekarte jetst teilnahmebercchtlgt. Anmtldunsen In dor Maldastella des Amtes Volkbfidung, KrtisfUhning Marburg-Stadt. Tanlt* hoffstra&e lO/a. Der Kursbeitrag von RM 2JS0 Int bei der Anmeldung su erlogen. 6300 Stelrifokcr Haliaatboad Amt VoUibMaaf KrcisNihruaf Harburg Stadt Mittwoch, den 22. Jnll 1942 HaiMtbimibaal Baf iaa 90 Ubr UNIVERSUM-OASrSPIBL Oer Schneldar treibt dea Teufel au KoaSdie ia ^el Akten Von Kay JbIUm Kegi«: Hioa lekMl^ar Bühnenbild: W. ■•mMMUM Kattanvorverkavf tum Preise von RM 0.^ bis 2 50 ia der Qaiekäfteiteile dtt Amt«s Velkbllduif, Te-fsUlioffatraft« 10« 6743 iiiüfiiiiiiiiwiiiiiifiiiiiiiiiHiiimiin NVort kMttt ra» (tttUenteaMCh* 6 da» f«tl«edrMOhr fOr Air«li«n mit iem Vermerkt »Auskunft In der Verwaltuitk oder aetchif»Marb. Zeitung* m Cilli. 6763-1 Tausche Kinderschlafwagen gegen Sportkinderwagen. KÄrntneratraße 47 A. 6755-1 Tausche Zweizimmerwohnung egen Einzimmerwohnung, .nfrag.: Drauweiler Lüttowgasse 29, P. 6652-1 3Ua LäkääMMU -1- r—— Suche ein Oraminophon, jc-doch ein Kunstwerk von ei-Htm Musikinstrument, mit Platten alter Lieder, Märsche und Tanzweisen, in tadellosem Zustand. Nur obigem entsprechendes kann berücksichtigt werden. 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Mitteilung gen an Deutsche Jugend in Marburg, Bismarckstraße 5. 6708-6 Nettes, möbliertes Zimmer in der Stadt Marburg oder Umgebung von älterem Beamten Gesucht. Zuschriften an Franz Legat, Klagenfurt-Süd, Gartengasse 8. 6644-6 Bficktrgvhilfe, versiert in allen fach^rbeiten, sucht Dau-erposten., Anfragen und Zu-acnriften an C. Jelenz, Marburg, Kärntneritraße 17. 6738-7 Kaurmannsgohilfe, versiert in der Lebensmittel-, Te,\til- n, FIsenbranche, mit Führerschein .3. Kl.isse, sucht passende Stelle. Zuschriften erboten unter »Gewissenhaft r an die Verw. 6730-7 BUtkG'KINO MNIAMINO ftlOLI der Welt größter Tenor singt saina schöustei* Utatr In dem großen ltils*rilm MUTTER ult tsou OrtMailM, Carola Höim und Priadricb Oaoier. Cin barrticber Tilml eine freuda für Ohr und Augal für Jugendllcha nicht sugeläss^nl Kylturlliai! Nauatta dautscba Wocbansabau! iSPLAMAOff uiu Die Nacht in Venedig Für Jugendliche tfhter 14 Jahren nicht zugetassetil g Wir geben untere Verlobung bekinnt Ursula Hesse OroBörner/Harz Fritz Karasek Buchhalter im Juli 1942 Lorewen a'B- Jt Handtehraibarbeitafi • Atitin-gerin sucht pasMnde Stelle. Antrige unter »Handschrift« an die Verw. 6793-7 Kraftwagenlenkar III. Klassö, (Prüfung IL KL sofort möglich) mit Praxis, sucht passende Stalle in Umgebung Marburg. Auskunft In der Varwaltung. 674Ä-7 Vat nanellaag Arball»' Mfiea ««g die Zastlaiai««! dae aaiiladlaea ArbeiiMaiiee elniebah werde». Obarkalinarin wird sofört aufgenommen. Vorzustellen Im Gasthaus »Elefantt, Marburg, Tegetthoffstraße 1«. 6735-8 Ehrliche, reine Bedlanarln wird sofort aufgenommen. NassImbcnl, Marburg, Schla-geterstraße 12. 6737-8 Tüchtiger Friseurgabtlfa wird sofort aufgenommen. Christine Kager, Mahrenberg. 6742-8 Badienerin, halbtägig (auch ältere Frau) wird aufgenommen. Auskunft in der Verw. 6731-8 VerliB>lches Mädchan wird als Mithilfe im Haushalt sofort oder ab 1. August aufgenommen. Anfragen Tschuk, Andreas-Hofer-Gasse Nr. 0. «733-8 Suche Hausgehilfin die auch kochen kann. OroBhandal mit Rohstoffen Johann Sluga, Marburg, Titiesterstraße 22. 6670-8 Hausgehilfin mit Kochkenntnissen sofort gesucht. Auskunft in der Verw. Ö678-S Lehrli' starU und gesund, wird ■;Ii im Kaufhaus A Preaz in Rohitsch aufgenommen. (3632-8 Waebminner für die besetzten Gebiete im Westen gesucht. In Betracht kommen In erster Linie Rentner, Pensionisten und einsatzfähige Invalide, sowie auch Arbeita-krlfte, welche nicht m einem festen Arbeitsverhältnis stehen. Bewerber, welche bereits in einem kriegswichtigen Ar-beltsverhältnis stehen, .oder dafür in Frage kommen, scheiden aus. Unbescbolten-helt ist Voraussetzung. Anfragen sind an die tuatändi-gen Arbeitsämter iu richten Nähere Ausktinfte durch die Dtcnststelle In Graz, Alte Poststraße 107, Tliicl Rudolf, Werbeleiter, 2609-8 Kallflarln für Kaffeehaua wird gesucht. Auskunft in der Verwaltung. 675ö*8 Tüchtige Köchin, avent. auch Anfängerin, findet sofort od. später Dauerstellung in gutem, größerem Hauahalt in Oberradkersburg. Eigene» Zimmtr vorhanden; alias aon-stige nach übftralnkömmen. Die Antrige sind unter »0. K. t.< an die Verwaltung tu richten. ÄTSl-S 2 Buchhaltungskräfte sofort gebucht. Antrüge an die »Mar-burger Zeltung« unter »Buchhaltung«. Midchen für alles »ucht Burg-caf^, Burggaase 2. 6721-^ Wir suchen für sofort mehrere tüchtige fttanotyplatin-nen-Anfingerinnen mit guter AuffasÄUngseabe. die Lust und Liebe zum Beruf haben, ftlr verschiedene Abteilungen eines neuen Industriewerkas In der Untersteiermark. Zuschriften an die Geschäftsstelle dieser Zeltung unter »Untersteiermark« erbeten, 0675-8 flMUlf • Pfrfififff Herrenfahrrad mit fehlenden Bestandteilen wurde gefunden. Anfragen Paul Frank in Pickerndorf 37, 6741-9 Knabenwo'lwaste, grau und grün, von Trieslarstraße, durch Drauweilerwald bis zur Schule verloren. Der ehrliche Finder wird gebeten, dieaeihe im Geschäft Skerbinek, Lud.-Jahn-Platz, abzugeben. «750-9 Am Mittwoch S.Iuli wurde in der Mellingerafraße, nihe »Steierho^« eine Armbanduhr verloren. Der Finder wird gebeten selbe ins Kaffee »The-resienhof« bei guter Belohnung abzugeben. 6696-9 Induatilabaamtin (Direkt.>Se-kret.), anfangs 40, elegante, jugendliche Erschein., sehr anpassungsfähiger, acht fraulicher Wesensart, möchte für lieben Ehegatten leben und sorgen. Materielle Werte belanglos; unbedingt erwünscht jedoch wirklich hoher Bildungsgrad. Unter »Kein Alltag« an die Verw. 6710-10 Kaufmännischer Angastalltar, Deutscher, in leitender Stellung, 50 Jahre alt, sucht Ehebekanntschaft mit gebildeter, netter Dame, wohnhaft zwischen Cllli und Littai, Zuschriften unter »Seelanhar-mnnie« an die Verw. 6760-10 Tieferschüttert gebe ich bekannt, daß meine geliebte Mutter, bzw. Großmutter, Frau Maria Vtmrnmr Forstrata-Witwe Dienstaa, den 14. Juli, um 12.19 Uhr abberufen wurde. Wir geleiten unsere liebe Heimgegangene am Donnptag, den 16. Juli 1Ü42, um 15 Uhr, in die Familiengruft (Drauweiler) zur ewigen Ruhe. Die hl. Seelenmesse wird |-'reitag um halb 9 Uhr in der r'raniiskanerkirchc gelesen werden. 6768 In tiefer Trauer: Oisella Edle von Matthleu, Tochter. Mitzl Rohrer, Wilbalmina Watiinger, Enkelinnen.