Mittwoch, den so. März 187Z. Jahrgang. vi« .«»kb»,,« .u"! S»ita«. Vreift - ftr Marburg: a-nzjihrig « fl, halbjährii 8 fl., »iert-ljShrig 1 fl. b0 kl skr S-M»,, _ m» Hau» monatlich lo kr. — mit Postversendllng: ganzjährig s fl., halbiahrig 4 fl., vierteliährig » fl. Snsertionsgebühr 6 kr. pr. Seile. Ate KifenöaHnm und der Staat. In der ZS. Sitzung d»t Abgeordnetenhauses wurde u. A. über die Resolution verhandelt: „Es sei die Reorganisation des ktsammten Elsenbahn. dtpartementS im Handelsministerium eintm eingehenden Studium zu unterzlrhkn und diks-lbe mit thunlichster Schonung drs Staatsschatzes ehe-möglichst durchzuführen". Der Abgeordnete Herr Karl Reuter ergriff zuerft das Gort und lassen wir seine Rede nach dem stenographischen Bericht hier folgkn. „Das Asterreichiiche Eisenbahnlvesen hat in den litzten Iahren einen bedeutenden Ausschtvung genommen. Es find im Jahre 187 l bei 109 Meilen, im Jahre 1872 81 Meil»n lrazirt lvor-den. ein Belveis dafür, daß das Bedürsnlß nach Eisenbahnen überhaupt in Oesterreich groß ist und daß vielleicht eben in Folge des schnellen Baues und des dringenden Bedürfnisses sich Mißstände bei Eisenbahngesellschaften eingeschlichen haben, die vielfacher Natur sind und ehtstens zu beseitigen sind. Es ist daher nölhig. nachdem nicht nur der Staat für sich allein bezüglich der Subventionen, die er neuen Eisenbahnen zu leisten hat, sondern auch bezüglich der Interessen, die er als Staat gegenüber den Einzrlneu zu vertreten bat. sich klar werde über diejenigen gehler, die beim Bau neuer Eisenbahnen zu Grunde liegen, diese Mißverhältnisse herbeigeführt haben. Wahrend im Allgemeinen die Alteren Bahnen als relativ gut angesehen werden können, da das Anlagekapital kein zu proßes ist. andererseits aber diejenigen Strecken, welche die alten Bahnen durchschneiden, einem wirklichen Bedürfnisse entsprechen und über- haupt die natürlichen Straßenzüge des Verkehres durchziehen, so ist bei jungen Bahnen der Uebel-stand darin gelegen, daß das Anlagtkapital von vornherein ein viel zu hohes ist. Es ist schon in der früheren Sitzung, heute Morgens, darauf liingedeutet »vorden, lvie und in welcher Weise in finanzieller B^ehung b«i jungen Bahnen vorgegangen w>rd. Man ist da-hin gekommen, daß man irgend tiner B^^nk nicht die Aufbringung dtr Geldmitlel überlassn; l)at, sondern daß . man dieselbe zu gleicher Ztit bevollmächtigt hat, den Bau selbst zu übernehrnkn und eben «die Knmulirung dieser ganz entgegen» gesetzten, nicht zusammtntlri)öligen Gegenstande hat zur Folge gehabt, daß das Anlaget»ipital v'el zu hoch gegriffen wurde, welches in erster Linie ein Ertrügniß sür die Gründer abgeworfen hat, während in zlveiter Ltnie der Bau nicht mit demjenigen Sorgfalt hergestellt worden ist. welche nothwendig gewesen iväre. Bei der Anlage deS Baues hat man fich auf das NoihwenNgstr tieschränkt; man hat die gewöhnlichen Verkehrsmittel, welche dein allgemeinen Bedülsnisse entsprechen, nicht in der gehörigen Menge herstellen . Viosprässs: (214 ülvlvks-ffvikvfi' von Ssust. ZssprMit: Nilkbure, »w'LLä5«, 142. 1Iiov!>»ol8oitigv UoksfladenZ A»»ooi»tion. (Asr'aiAtilsi» I ll. Vi'üväunß^skonä; äis krkmievrssvl'vsv; 6sr ksssrvskouä; äsr rvsorvirts ksvinli; »ugxsaednto Rüolrvsriioksrunß^S'Vsr-tn^s; klkttunx uoä 3olbstvvrv»l- 6vr Nitz^tisäor. tÄr oill« Vpliiellsruve von tl. Ivvl), rskidar l'oli« av» Vsrsiolisrtsi». boim Xltsr ä«» Verii-odertea ^ät»r1. ! ?r»mis ! ^Itsr äs» edertso ?rüinis ^ ^Itsr .»«ä»usr äi» Allitxliväor: 1. vis 8ummv ävr xsmkodtsa LiQl»Avr». 2. vis Piusen äiyssr 3. vis Intoressea »u» 6is8sa 4. VsrkältQissinäZsi^SQ Xvtksil »u üvu uvü 2iv»öv, vsloko 6urol» 6k8 trüli2sitixs Xdlot»»» von ^teUoäsin Lixsvtkum äsr ^ssooiatiou 6oa sillä. 5. ^dsil der UQÄ »»mmtliodor ÄNSSQ vov.lovsll, vsloks 6vr idro Vvr» trkxe vor äsr rüokvsrlckukoa I»»ssv. 6. VsQ 6sr äurok »ü»ior-oräsvtliotis ^utlüssv. Livv von 100 ü. Ic»va »»od äsm ^Itvr Ävs Vsrsiedsrtol» sr^sdsa: 12 .lkdrsli LVVV bis 3l)0l) ll. „ ^ 3500 „ 4500 „ 18 „ 5000 „ 6S00 „ 20 „ 6000 „ 8000 „ 22 „ 7000 „ 10000 ^ 24 „ Sb00 , 12000 vor Ver«w.Msrkar" unternimmt U'it Zeinvtn k'ünAsictmre aw s)stvr8rinrits^ eine k's^rt luicl! ?ettau. I^eAitimutiau8k»rtsn siulj ^i8 25. ^lär? ?u Kkbttn in 6en OeZc! ^fksioliulen mier-^pp«rnten, Ztnpfdüvdsvv?aoku»x, un6 vermittoln ^198 r» ^ ^ n: ^ ZÄ kur Oesterreioti-I^liZarn unä tw8 )^u8!an6 7tt festsu, killigeu Dreisen. — ?rc>8psete unä ?i'0Arllmmü steken xu Oieusten. Fifche-Berkanf. Die KuiSvkrlvaltunt; Burq Schle-nitz wird am Mittwoch in der Charwoche, d. i. am 27. März, ^^^ormittaq 10 Uhr cinen T'ich «il)fischen, u. z. itt Schlei uip s»!bst; eS könntu dalzer an sowie am nächsten Tnl^c jcdcS belie- tiij,e Glw.chk Fische von k^r ili.rwaltunq bezos^en N'eidtn. ^225 Gi«gesa«dt. Uebkr den in Nr. 33 d. Bl. vom Lackirer« Nehilfen Herrn Gregor Weiß gegen m:ch veröffentlichten Antvurf entgegne ich nicht t'tmsellien. sondern nur meinen Vetanntk« gegeiuiber, dliß fS niäit ll'aljr ist. daß ich gegen Obigen krt>achtr Geschichten kolportire und ist eS eine ordinärk di'ß dieser mich zur Widerrufung derselt»en aufgefordert dälie. Ich kann mich nicht erinnern, jemals mit obigem Gehilfen Weiß in Verichrunj^ gekommen zu sei», oder ihn als Gegenstand eines Gespräches genommen zu halben. waS mir auch walirliast nicht dafür stünde. Dem Herrn Gel)ilfen Weiß i'.cgenübcr erfläre ich aber ein für allemal, demselben nur vor Gericht Antwort ^eben zu wollen, ta lch den R .um dieses Vlat-»eS Besserem erspart iriffen möchte. 235 Ferdinand Geiger. Verlautbarung. Mit Bewilligung des k. l. Bezirksgerichtes Marburg vom 27. Febr. 1872 Z 2532 N'erden am Ä. Aprit 1872 dle auf Namen Aiuon und Elisabeth Meringsr umschriebenen Realitäten u. zw. a) die 8ud Dom. Nr. 84 aä Schleinitz eintommende behtiuste Re^ilität in Fraul)eim, geschäßt auf 710 fl. — dann ii) d e 8u!) Dom. Nr. 83 kä Schleinitz in der Gemeinde Maucr-bach gelegenen, aus 300 fl. geschäßtkn Aecker, am Orte der Realitäten Vormittags von >0 bis 12 Uhr öffentlich fe'l,»ebot. n und dem Mcistbic-tenden käuflich überlassen mit dem Bcmeiken, daß die Realitäten unter dem Säiahweithe nicht hiutangegeben werden und diis Lchätzung^proto-koll, sowie die Lizit'itionsbedinl^nisse in der Kanzlei des gefertigten GerichlskommissärS, Schulgasse zu Mariiurg Nr. 120 c>ngfstl)ett werden können. Zut^leich wird bekannt gegeben, daß am ob-genannten Tuge Nachznittags von 2—4 l!l)r die beim Hause b«findl!chen Fahlnisse gegen sogleich bare Bezal)luttg au den iVicistbicter v^ränsierl »Verden ^234 Marburg am 13. März 1872. Bitterl, k. k. Notar. ZsSIRVSk^V, M 80>vie eine xrv88v 8eiv Gulden aufwärts und einer einmaligen Beitritt^ebnhr.von 2N Gulden ein eigenes HauS, Realität, Villa zc. zu erwerl»en. Jede Ginzahlung wirk bis zur ersten Bilanz mit S «Perzent verzinst und participirt dann am ganzen Reingewinne des Bereitt«. DW^ BeitrittS'Erklärung mit Einsendung deS Betrages libernimmt die General-Repräjentanz des Oesterreichischen Central-Bau-VereinS: 20S wosell>st Prospekte, Statiiten ic. unentgeltlich verabfolgt und versendet werden. Zu verkaufen: (23S Schotterfreie Gartenerde, Letten ». Sand. Anfrage b-i Maz Bar. Rast. Grinnernng. Alle Jene, welche irgend eine Förderung an den Nachlaß des GoldarbeiterS Herrn ' Auftnst Thiel zu stellen haben, »vollen unter Beibri"gung dir Beweisuiittel sich an mich »vcnden. sowie Schul-digkeiteu an den Nachlaß an mich zu bezahlen sind. 233 Dr. Duchatsch, Berlaßkurator. .. Saathafer vorziiglichcr Onalität ist zu verkaufen. 228 GutSverwaitnug Nikolaihos. GMte gandschuhnShenNt« »Verden aufgenommen bei Anton Guttbruuner, 22^ Handschuhmacher. Herrengasse. Ein Gasthaus samint Wirthschastsgebände ist in ArjabeK bei Sauerbrunn auf 3 Jahre zu verpachten. Anzufragen bei Frou Katharina Novak in Arjabeß._ ' ^238 E in Hans, in »velchem daS Cchustergewerbe betrieben lvird, ist zu Verkaufen oder zu verpachten. — Anzufragen beim Ei>irn-thümer Jakob Rischnig zu St. Lorenzen a. t'. Kärntnerbahn. ^237 Geld ili jeder Höhe ge,^en sichere Wechsel Wird zu üblichem Zinssuße dargeliehen. Auskunft ertheilt die Kanzlei deS Hof- und GerichtSadvo-katen Dr. Heinrich Lorber in Marburg. Burggasse Nr. 145. 146 Usus« Berkauf oder Be»pacht««g. Das Haus Nr. 40 in der Grazervorftadt zu Marburg wird Donnerstag den 2t. März 1872 Vormittag um 10 Uhr im freien Wege zum Verkaufe auSgeboten DaSfelbe enthält 2 Keller auf 24 Startin in Halbgkb ni>en, 7 Zimmer, 3 Küchen, doppelten Dachboden. Holzlegen. 1 Dreschtenne, 1 Stallung auf 4 Pferde, 2 Schweinstnllungen und einen Garten mit 440 Qkl. Jährliches Erträgniß 500 fl. — AuSrufS-preiS 6000 fl. Davon bleiben 4000 fl. Pupillar-gelder liegen. — Sollte kein passender Kaufer erscheinen, so ivird daS ganze HauS fammt WirthfchaftSgebäude und Garten an einen Päch» ter auf mehrere Jahre verpachtet. — Die ganze Besitzung eignet sich wegen ihrer Lage zu jeder Geschäftsunternehmung. —'Auskunft ertheilt der k k. Notar Dr. Radey in Marburg. G HH^Ivsvn UNÄ ^Svlter sind in Leitersberg bei Loppitfch zu verpachten. 252 Eine Wohnung im erften Stock mit 1 Zimmer und Küche ist im Hause Nr. 204' in der Domgafse zu der-geben und am 1. Mai zu beziehen. (222 Die von vielen Acrzten empfohlene und mit glänzenden Erfolgen in Anwendung gebrachte Kruchsalbe gegen P06 Unterleibs-Brüche von Gottlieb Sturzelngger in HeriSßu, Schweiz, ist fotvohl durch denselben selbst zu beziehen, als durch nachfolgendes Depot. — Dieselbe enthält durchauch ktiae schädliche« Stoffe und heilt selbst ganz alte Brüche in den «eiste« Me« ßMii«-dig. — Preis per Topf 3 fl. 20 kr. öfterr. W. Niederlage: in zur Mohren-Apotheke. Soeben erschien: (3, sehr vermehrte Auflage.) »'S». Zu haben in der Vrdi«ations-A«ßatt str (besonders Schwäche) von I^oä. vr. Wien. Stadt, «urrentgasse Nr. 12. Tügli^e Vrdiaatio« vi»« 11 — 4 Uhr. Auch wird durch Korrespondenz behandelt und werden die Medikamente besorgt. ^OHne Post« nlichnahme.) 698 Selbstbehandtung geheimer Krankheitenl ^oeössairs /^ntiblvnofrkövnv zur Selbstbe. Handlung der Genitalflüsse (Tripper), enthält die Utensilien und Medikamente sammt belehrendeu Instruktionen silr Selbstbehandlung de»Trip. perS ohne weitere ärUttche Hilfe: zu beziehen von der OrdiuationS'Anstalt deS Aie«t. Vr. KIseii«, Mitglied der Wr. med. tzakultät, Wien. Stadt, Knrentgasse 12. — Prei« HV k. d. Aerautwvrillche i^tdaktion, S'rutt und «erlag von Eduard Iauschitzm Narburg. 2.«. St.».